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Stijlroyal Das Orangenmagazin Die H채?-WiesoDenn-Jetzt-AufEinmal-OrangeEdition-Wo-OrangeDoch-So-Eher2003-Ist-Edition.


Stijlroyal.Orangenmagazin Bis einem schlecht wird. Ach Heimatmagazin, what shall this than?! Wir kommen diesmal in orange oder wie der Kaiser sagt: in oraahsch. Die wesentlichen Dinge des Magazins sind diesmal orange. Wie immer gibt es dafür nur unwesentliche Gründe. Einer ist natürlich, weil wir voll Böcke hatten. Ich also so zu den anderen, ey komm wir machen Magazin in orange, worauf die anderen dann so: geilo!

Aber diesmal war der Prozess des Magazinings am schwersten. Nicht nur, dass uns das Tagesgeschäft oft den Wind aus den Segeln nahm, nein dann feierte zwischendurch auch noch die Prokrastination fröhliche Urständ. Aber wir haben uns bemüht, bemäht und ausgebuht, gegenseitig und jeder für sich, wir haben geschwitzt, geschwatzt und geschwätzt, wir haben nachts Bockwürste gegessen und uns aus dem Wurstwasser Kaffee gekocht. Wir haben Curryöl getrunken und Safran verzehrt, Liköre probiert und wir haben C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. Ah, nein, Schiffe und C-Beams haben wir nicht gesehen, aber wir sind ja auch keine Replikanten.

Also dann noch folgendes: Diesmal haben wir wieder ein paar fröhlich orangene Einkaufstipps von unserer Freundin Anke Lenk vom Vinicus im Heft. Wir bringen sowas, weil wir das Lädchen so mögen. Wir trinken ihre Weine, wir essen ihren Käse, wie wild sind wir auf die gesalzene Butter, die vielleicht die beste Butter in der Stadt ist, ja ich möchte sogar sagen, also kann das sein, denn ich bin mir relativ sicher, dass es sich dabei um die beste Butter der Welt handelt. Jetzt fragen Sie mich bitte nicht, wie die heißt, die Butter, das müssen Sie schon selbst herausfinden.

Der nächste Inhaltskandidat ist der Herr Engelhardt aus NiederOlm. Ihn hatten wir ja schon und ihn werden wir auch öfter noch bringen... doch halt, was rede ich da, wir bringe ja nicht ihn, sondern seine Möbel, Objekte, Dinge, Sache, das ganze Zeug, was ein Leben lang sich zu Stapeln und Plätzen gesammelt hat und welches zu betrachten immer wieder eine Freude ist. Diesmal das orangene, weils zum Heft passt.

Auch waren wir in der Oranienstraße, aus namentlichem Anlass, denn Oranien hört sich so ähnlich an wie Orange und da dachten wir... Wenn Sie wissen was ich meine. Die Oranienstraße ist relativ eigenschaftslos. Ich will ja jetzt keinem Städtebauer zu Nahe treten, aber das hätte man besser machen können. Aber wahrscheinlich ist die Wohnklientel für die Planer nicht interessant genug. Vielleicht sollte man darüber schweigen, aber nicht mit uns. Die Oranienstraße ist da, wir suchen zum Augenblick der Niederschreibung dieses Textes nur noch nach Inhalten. Püh! Inhalte, auch so ein Thema. Da ist man bei uns ja an der richtigen Adresse.


Unser Mann Kacper Potega sitzt bereits in der Bibiliothek und durchforstet tote Bäume mit Buchstaben drauf. Das ist sowas ähnliches wie das, was Sie hier in der Hand halten.

Jaja und die Tradition hat uns festumschlungen. Viele unken ja schon, dass uns bald zum Thema Rippchen mit Kraut nichts mehr einfällt. Doch weit gefehlt. Was orangenes zu kochen, war allerdings schon was kniffliges. Aber nun haben wir es ja geschafft. Safranisierte Kürbiscremesuppe und gerösteten Rippchenstreifen mit Karottenkraut. Jetzt mal ehrlich, haben Sie das Wort safranisiert schonmal gehört. Ist aber auch egal. Ist Safran dran und der macht ja bekanntlich „den Kuchen gel“.

Posemukel ist eine Stadt in Polen. Kacper Potega ist ein Lebemann aus Polen, beide twittern sie, doch damit nicht genug, Posemukel ist auch eine Dame aus dem Wiesbadener Westend, welche entzückende Püppchen näht, angesichts derer man sofort in Entzückung verfällt, die nie mehr nachlassen möchte. Ich verrate an dieser Stelle ein kleines Geheimnis: Nicht die Posemukelmacherin heißt Posemukel, sondern die Posemukels heißen Posemukel, während die Posemukelmacherin Stefanie Werner heißt. Das dürfte sie interessieren. Wir gehen in diesem Heftchen näher auf diese

Umstände ein, aber nicht so nah, dass man sich beobachtet fühlen muss. Nur ein bißchen, aber das auf jeden Fall.

Ja, ach was weiss denn ich. T-Shirts werden vorgestellt. In orange. Also irgendwie komisch, will ja keiner mehr tragen, ist aber nicht zu ändern. Es gibt tolle neue Designs, angesichts derer man sofort in Entzückung verfällt, die nie mehr nachlassen möchte. Besonders angetan hat mir persönlich das Aber-Hückchen-Motiv, während Herr Potega mehr auf das Ajoo-Motiv steht. So sind sie verschieden, die Geschmäcker Popäcker.


Ábrobboss Geschmack Popack: Fast hätt ich‘s vergessen. Wir haben uns ja auch noch fast für unsere Leser erbrochen. Es gibt nämlich im Heft einen Lebensmitteltest mit lauter orangenen Lebensmitteln, die so gut wie alle irgendwie komisch schmeckten. Was ist schon orange? Käse, Chips, Säfte, Schnaps, Likör, sogar Orangen sind orange. Alles zusammen an einem Abend verköstigt ist allerdings eher schwierig.

Liebe Kinder, das müsst Ihr unbedingt nachmachen, davon bekommt vortreffliches Bauchweh und hernach müsst Ihr nicht in die Schule und könnt zuhause World of Warcraft spielen. Na?! Ist das nichts? Haben wir zuviel erbrochen? Ich denke ja. Dies alles und noch ein bißchen mehr, so daß wir halt auf 76 80 Seiten plus vier Seiten Umschlag kommen. Irgendwie müssen wir das Heft ja voll kriegen. Das ist ja auch jedesmal ein Drama. ähm äh:

14-21 Prints größer als Prince - Die WB-Druckerei bringt es groß raus / 22-23 Heftfont American Typewriter / 24-25 Royalkomm.Design / 26-47 Peter Engelhardt - Red-Orange-Line / 48-53 Vinicus ganz in orange / 54-59 Die Oranienstraße / 60-61 Fremde Läden - Die P/X / 62-67 Der große orangen Lebensmitteltest / 68-73 Die Abenteuer des kleinen Schlozz Emil Bienenschlau / 74-75 Posemukels / 76-79 Rippchen mit Kraut / 80-81 Stijlroyal.Shirt Orangerie / 82 Impressum und Abgang


Prints größer als Prince. Die WB-Drucker

machen aus allem eine große Sache. Die Heftdrucker im Großformat.


Gigantisch Es gibt nicht viele, die das können: einen Papierbogen bedrucken, der etwas größer ist als 1,60 m. Breiten Sie mal Ihre Arme aus. Ja, genau; ungefähr so breit ist der Bogen. Man kann das auch in eine handlichere Angabe übersetzen. Eine DIN A4-Seite kennen Sie; auf einen dieser Druckbogen passen 48 DIN A4-Seiten; 24 vorne, 24 hinten. Das ist wirklich groß. Unsere manroland 905l xxl ist eine Bogenoffsetmaschine. Mit diesem Druckverfahren ist eine deutlich höhere Qualität erzielbar als im Rollenoffsetdruck – zu vergleichbaren Preisen. Das heißt, im Gegensatz zum Rollenoffset können wir auch sehr feine konventionelle Raster drucken. Oder die augenbetrügerischen frequenzmodulierten Raster. Schnell geht das auch noch; wenn wir die Energieversorger glücklich machen wollen, fallen pro Minute über 200 Bogen in die Auslage. Das wäre dann so ähnlich wie ein Laserdrucker, der weit über 5000 Seiten pro Minute druckt. Gibt’s aber nicht. Und, nebenbei gesagt, wäre das Druckbild deutlich schlechter. Das gigantische Format kann unterschiedlich genutzt werden. Beispielsweise lassen sich umfangreiche Kataloge sehr kostengünstig produzieren, weil weniger Druckplatten und Maschinen-Einrichtzeiten anfallen: mehr Durchsatz in kürzerer Zeit. So wird der einzelne Katalog deutlich günstiger als das auf einer kleineren Maschine jemals möglich wäre. Oder man nutzt tatsächlich das Format aus; für Poster und Displays bis zu 125 x 160 cm. Man kann natürlich auch mit ausgeklügelten Falzungen arbeiten. Und immer weiter aufklappen, immer weiter aufklappen, immer weiter aufklappen … Obwohl diese Maschine so unglaublich groß ist, lässt sie sich besonders einfach bedienen. Denn sie unterstützt den Drucker an vielen Stellen in seiner Arbeit und verschafft ihm so die Zeit die er braucht, um sich um das Druckbild zu kümmern. Zu diesen Systemen gehört eine umfangreiche Kameraüberwachung innerhalb der Maschine. So kann der Drucker sehen, was mit dem Papierbogen in der Maschine geschieht – und eingreifen, falls der Bogen beim Transport irgendwo anschlägt. Das macht nämlich Kratzer. Außerdem muss er die Druckplatten nicht mühsam von Hand einspannen; dafür hat die Maschine – übrigens als erste auf der Welt in diesem Format – eine vollautomatische Plattenwechseleinrichtung. So kann sich der Drucker schon auf das nächste Motiv konzentrieren und schraubt nicht fluchend im Schweiße seines Angesichts an irgendwelchen Führungsschienen herum. Und drucken kann die Maschine auch. Während sie das tut, ist sie sehr neugierig; sie kontrolliert über einen Meßstreifen auf dem Druckbogen jedes einzelne bedruckte „Blatt“, das die Maschine verlässt. Über vier aufeinanderfolgende Bogen hinweg weiß sie dann, ob sie mehr Gelb, Rot, Blau oder Schwarz braucht, um gescheite Arbeit zu liefern. Dann fragt sie den Drucker, ob sie das gerade mal regeln soll. Auf diesem Weg kommen wir sehr schnell „in Farbe“; sprich, wir drucken das, was unsere Kunden sehen wollen schneller und über die gesamte Auflage hinweg äußerst konstant. Farbschwankungen bleiben innerhalb enger Toleranzen. Das ist zum Beispiel wichtig, wenn man großformatig Hauttöne drucken will.


Nicht lachen Wir meinen es ernst.

Wer mag schon grüne Mädels und blaue Jungs anschauen, wenn sie einfach nur gesund aussehen sollen? Das Sahnehäubchen ist– neben dem fünften Farbwerk für eine Sonderfarbe – das Lackmodul. Wir können in einem Durchgang auch direkt eine schützende Lackschicht aufbringen. Damit ist das Risiko minimiert, dass bei der Weiterverarbeitung dieser Monsterbogen Kratzspuren sichtbar werden, die sich durch das Schneiden und Falzen ergeben. Und es sieht besser aus. Der Inhalt dieser Ausgabe wurde auch auf der manroland 905 produziert. Auf zwei Papierbogen, die in insgesamt vier Durchgängen bedruckt wurden.

Broschüre 48 Seiten A4 Rückendrahtheftung 150 g/qm Bilderdruck glänzend plus Schutzlack (Umschlagpapier = Inhaltpapier) Auflage/Preis: 1.500 Stk - 1.850 EUR 2.500 Stk. - 2.282 EUR 5.000 Stk. - 3.400 EUR

Plakat 1,20 x 1,60 m 4-farbig plus Lack - 150 g Bilderdruckpapier Auflage/Preis: 500 Stk. - 900 EUR 1.000 Stk - 1.100 EUR 2.000 Stk. - 1.500 EUR 2.500 Stk. - 1.700 EUR 3.000 Stk. - 1.900 EUR

Poster

80x120cm 39,90 EUR oder 110x160cm 74,90 EUR Da wir aus Produktionstechnischen Gründen auf der Manroland 905 keine Einzeldrucke anbieten können, haben wir für die Freunde von Kleinstauflagen noch obenstehen Alternative im Programm.

Die Angebote sind gültig vom 13. Oktober bis zum 14. November 2008.

Preis schl ager

AU BESS PRIN TE Q CEZ UAL IP ITÄT


Royalk omm.Design sagt Hallo

zu einem Frem

den

American Typewriter unser sympathischer Heftfont.

Nostalgie! Das ist das entscheidende Wort, wenn man von der ITC American Typewriter spricht. Sie ist ein Kompromiss zwischen der Steifheit der „echten“ Schreibmaschinenschriften und den Erwartungen, die im digitalen Zeitalter an eine moderne Schriftart gestellt werden. Da die Schreibmaschine vor allem wegen Sauklauen – oder netter formuliert auch Ärztehandschriften – erfunden wurde, setzt die American Typewriter ebenfalls vor allem auf gute Lesbarkeit. Und dank dicken Serifen und proportionalem Zeichenabstand gelingt ihr das auch ohne Makel. Mit dieser Entstehungsgeschichte im Hinterkopf lässt sich die American Typewriter wunderbar für alle Arbeiten verwenden, die ein konservativnostalgisches Erscheinungsbild erhalten sollen. Deswegen passt sie so wunderbar in diese Ausgabe, voller grandioser Retro-Gegenstände und Fotos einer Straße, die vor „Retro“ fast platzt.


Vorher


Nachher

PENG! Peter Engelhardt รถffnet den Schrank.


Einst sprang ich den Etang entlang, doch plötzlich befand ich mich in der Wiesenmühle bei Peter Engelhardt Eine ganz persönliche Reise durch 1000 Jahre guten Geschmacks. Links: DAR Chair entworfen von Charles Eams. Produziert von Hermann Miller/USA. Der Eames Stuhl und eine große Sammlung an design- und alltagskulturellen Objekten, insbesondere der 50er-, 60er- und 80er-Jahre, sind in echt zu betrachten und zum Teil zu erwerben bei Peter Engelhardt in Nieder-Olm bei Mainz. Telefon 06136-2121


Das Telefon von der Post.


Die Deckenlampe einer Schneeballbl端te gleich - In den 70ern produziert.


Veuve Clicquot. Hausfarbe seit 1772 orange.


Plattenspieler Penny l채uft auch im Batteriebetrieb.


Talcum Metalldosen mit Messingverschluss.


Oben: Der stapelbare Aschenbecher von Helit. Unten: Thermometer von Honeywell.


Wand- oder Tischlampe. Produktion TEKA/Nr. 2000.


Automobile 50er Jahre aus Blech.


Kofferradio aus Kunststoff von Philips.


Umkarton f端r Schokolade von Emporium, einem Restaurant aus London. Frigeo Ahoi-Brause Orange.


Portable-TV Algol - Fabricatione Brionvega. Bildschirmdiagonale 30 cm.


Portables TV Ger채t - Dieses Mal in West Germany von Telefunken produziert. Bildschirmdiagonale 36 cm.


Ein gar nicht gefährlich dreinschauender orangeroter Teufel beim Reinwaschen in der HÜllenbadewanne. 5,6 cm klein ist der Nachwuchsteufel und wie die Wanne aus Celluloid.


Royale Kopfhรถrer in Packung Royal / quadratisch 16x16 cm


Personenwaage von Krups mit Softauflage orange - 36 cm lang.


Packungen aus den 20ern bis zu Bahlsens Blechdose aus den F端nfzigern.


Links: Plateau, Plateau - hochmodernes Schuhwerk aus den ausgehenden 60ern. Die orangerote heisst Sandy, die mit den Blümchen - Sandale Du. Rechts: Der neue Beckland-Konservenglasöffner für alle Sorten Schleifrand und Rillengläser. So heisst es da auf dem orangefarbenen Griff des Objektes. Der grandiose Kunststoffeierbecher mit Löffel aus der untergegangenen DDR-Produktion.


Vinicus Seerobenstr. 32 Wiesbaden Mahlzeit! Es ist ja so: Wenn wir Fastfood satt haben, was nicht selten der Fall ist, dann gehen wir rüber zu Anke Lenk ins Vinicus und holen uns was wir brauchen. Das schweißt zusammen. Beim Thema Orange war Anke Lenk ganz auf unserer Seite. Und so präsentieren wir abermals die wunderbare Welt des Vinicus.


Impuls ist die Antwort auf Prosecco aus der Silvaner-Traube, ist aber viel aromatischer und vielseitiger. Erinnert an Mirabellen, Aprikosen oder Quitten. 0,75l - 5,90 EUR

Arancello ist ein erfrischender Orangenlikör aus Sizilien. Die frischen, ungespritzten Schalen werden in Alkohol eingelegt und später mit Quellwasser und Zucker ergänzt. Serviertipp: eisgekühlt als Aperitif oder Digestif, als Beigabe für einen Prosecco oder mit einem Bällchen Vanilleeis. 0,5l - 17,00 EUR

St. André Rosé aus der

Provence. Basiert auf Syrah, Grenache und Cinsault, trägt die Erinnerung an fruchtige Beeren in sich und kommt leichtfüßig und süffig daher. 0,7l - 6,90 EUR


Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot in feinster Abstimmung, konzentriert mit zarten orange-roten Farbreflexen, am Gaumen mit Noten von Kirschen, reifen Beeren und viel Rรถstaromatik 0,7l - 39,00 EUR

Rust & Vrede Estate Wine ist das Flagschiff des 30 ha-Weingutes in Stellenbosch.


Der Rosenblütensirup ist ein ganz natürlicher Auszug aus biozertifizierten Rosenblättern, Quellwasser und Zucker mit sehr sanften ansprechenden Rosenanklängen. Ein Gedicht als Zugabe zu Prosecco, trockenem Weißwein oder Mineralwasser, ideal zum Verfeinern von Joghurt oder Quark und eine feine Ergänzung in Salatdressings 0,35l - 18,90 EUR

Curryöl - Ein mit Curry verfeinertes

Olivenöl, perfekt beim abschließenden Abschmecken von exotischen Salaten, Suppen, Reisgerichten und Speisen aus Fernost. Die empfohlenen Weine vollenden hervorragend diesen Gewürzzauber. 0,5l - 11,90 EUR

QuittenOrangenmarmelade

Reife süßlich-herbe Quitten in Einklang mit überaus süßen Orangen und dezenter Fruchtsäure. Mehr Frucht und Geschmack gehen nicht. 170ml - 3,50 EUR


Echter Safran

Safranfäden aus der La Mancha (Zentralspanien), wird aus den Stempeln der Krokusart crocus sativus erzeugt, sehr würzig und nicht nur aus Kostengründen sehr sparsam zu verwenden, gehört in Paella, sowie in orientalische Gerichte und färbt intensiv orange bis rot 0,5 gr - 14,50 EUR


Zentraler ka nn eine Str aße kaum lieg e n . A die Oranie u f h albem Um nstraße ei weg zwisc n super O Soll-ich-in hen Fußg rt, um sä Li n al lie g s er n re zo c g ar n el ré-oder-lie e und Hau mäßiger S finden. Un ptbahnhof ber-in-die chlachth d o d -F fg as ist u ä , ßg n w g e ä er n n n es Schla gerzone E oder unen in c ts h kä chlossener th damaligen u o fe f r u nd Lilienc die per fek Einwohner arré da sc t gelegene B e n a n nt w n sehr gef h on ge geb Wohnung urde d alle ie n e zu n u S n h tr d ät aß d te e ie , nach dem was mit S Geschich nie ic te d Fü herheit de er m rs l. aß te O g n ra e h nje-Nassa blich beei aus und n n nflusst hät iederländis u). Sie teilt te, seit 18 mit unse chen Kö n re 8 ig 2. m sh M au ag s azin also, Oranien-N was den N assau (bzw D e a sw m . e e Trotz ihres n g e a n n belangt, d dar f sie hie hohen Alte as Vaterla r rein. Un rs b n . e d d h Oraniensc w er ei b l er d er g t die Oran Name ora hule, die a ienstraße ngig kling ber nicht sc eher jung t. 1857 w h on e im u s rd m V e er o lk si in . e D der gleich im zweiten ie eine Häl später wu namigen S fte davon Stock de rd e s tr in n S aß ac der c e h h u ih lh d r em liberal auses am wohliges a e n H M n d ei ar er W m hat. Im k e ir t ts W al c ie s h sbadener Realschule af tstheore Mai Schule träg tiker Herm gegründet die gewer an n S c h t, ihr pä , sechs d u b Ja lz ag lic e h o -D h re g e is el Ju c itz hes Ziel d gend“. Am sch, desse efiniert: „h 04. Mai 18 n N ame U m wa n n d u lu m 6 ei 8 n a n n g e w e in u u rd ein Gymnas n e dann der d bürgerlic ium die he Bildu „Neubau in der M In n itt “ sc g ei e fü h n d ri r g e ft e s w „S Hofes noc eiht und b TADT: RE A Schulgebäu h eine spät ei der spät LGYMNA d S b er e) IU ie e Tu d M n er “ rn m ü halle, die d b eierliche (a er tüncht. B in der Kar ann aber lso im se is 1958 a ls st lb b tr a e g aß n n er d e. S is til se Was die S gebaut, wie n wurde. S Errichtung chüler in d eit 1996 die restlic d e er h n at h kn n e d e n ie a u p e S p n c Turnhalle 40 Jahren hule eine man immer gemacht h , die zwisc neue Turn sa g a h h e b al e n: e n le n K d , ra e b m le ch gemac ibt wohl fü Abriss der ht, gerauc r immer ei alten un h d t n u d G n er d e h im Und nach ei m Stimmbru nis. Im Zw der Schule ch gewese eifelsfall G ka ka o n tt n . nn e M n s“ a m n is a c n t, h es änder t als junger auch beka sich eben Mann, dess nnt als Jesu Verein Jun nie. en best s Christ g er u er s, Fr M ei e ä u n n n fa n d ch sechs er, der seit der allseits Flohmärke Hausnum 1910 in d bekann m b te er e er su „Sohn H n au c w h ei sn en und org te ummer 15 rziehen un anisieren, sich darü hausier t, d im Ch K ri b D st in er in lichen d g er er e fr tu e u uen in was n, die man nd Jugend freizeiten beim CVJM für einem kann. p Z sc la u so tut. n h e e ö m n n p e o fe n der einfac hlen wäre Gebäude h nur dasitz a im b u n g e wö h n er sp au ät kl c h einfach assizistisc en un d lich reich mal vor de hen Stil m dekorier t. Technik, H m Gebäu an d o c h Im 2. O a d d G n as e d fin d el itz a d u zu e e n n n si d sich vier w tzen, denn die geistig eibliche S e Arbeits das Geb Fenster äu w ta si el d n tu t e d ve e is m n rs , t it d innbildlich Reliefs ge ie als Alleg en. Die Bo schmück t, orien Ha Spinnra n g d d d e ie w o n d fe er al er ld k, s er d S er Frau mit innbilder w der dazwis kleinen K eiblicher chen lie der Bet ra g in Tu e c d n h g er d te e en n n r d z. d dienen un an n d e n B B. häuslic d mit der Fr Fensterbrü hen Fleiß u lick runterw st n au a d u n n M am d g er u ei tt n er nige kleine , findet er in liebe symb Zeichen, olisieren H öhe de d . s ie L 1. ä d sst O ie G G im ewerke sy ornamenta mbolisiere len De r ko n , w der ie et wa der Zir kel die Bau kunst.

Sister of Mercy Die Oranienstraße


Jetzt

kukk doch auch hin,


wenn Du schon mal da bist


Ein Jammer ist das Fehlen eines Balkons, der vermutlich im 2. Weltkrieg sein unsegenreiches Ende finden musste. Darauf, dass es eines Tages dort einen Balkon gegeben haben muss, deutet das Fehlen des Brüstungsschmucks in der Mittelachse der Fassade hin. Die Oranienstraße bietet aber noch viele weitere architektonische Fundstücke. Besonders schön ist da z.B. auch der doppelgeschossige Verandavorbau des Gebäudes an der Ecke zur Adelheidstraße. Besonders spannend sind aber die Häusle, die auch eine Geschichte zu erzählen haben. Und davon hat das um 1875 erbaute Gebäude in der Oranienstr. 32 mit Sicherheit einige auf Lager. Das ehemalige Beamtenwohnhaus gehörte nämlich zum 1875 errichteten und in den 1990er Jahren wieder abgebrochenem Gefängnis. Diese Tatsache erklärt auch, warum der spätklassizistische Baukörper in Richtung Hof fensterlos ist. Zum Gefängnis in rotem Ziegel gehörte eine stilgerechte Mauer, die in der Oranienstraße noch ganz und in der Albrechtstraße in Teilen erhalten ist. Etwas pompöser als das genannte Beamtenwohnhaus dürfte das Gebäude Kaiser-Friedrich-Ring 76/Oranienstraße 57 sein. Das Mietshaus besitzt eine neubarocke Fassade, die durch die dem Gebäude angeschlossene einfachere und kleiner dimensionierte Bebauung noch prächtiger wirkt. Das Gebäude besteht außen praktisch nur aus Ornamenten. Das Innere und der relativ einfache Eingangsbereich mit noch originaler Haustür, stehen zum prunkvollen Äußeren in keinem Verhältnis. Da das Gebäude, wie alle anderen hier genannten, unter Denkmalschutz steht und z.B. die original Wohnungstüren noch erhalten sind, ist eine Renovierung des Innenraums nur schwer möglich und sehr teuer – die einzige Tatsache, neben der Unmöglichkeit in der Nähe einen Parkplatz zu finden, die potentiell davon abhalten könnte, sich dort als Mieter einzuquartieren. Wenn man sich doch dazu entschließt, hat man es dann abends auf ein Bierchen auch nicht weit zum Oranien Eck, einer kleinen Kneipe im Wohngebäude an der Ecke zur Herderstraße, dessen anspruchsvoll gestaltetes Äußeres auch nur zur Oranienstraße hin erhalten geblieben ist. Auf der Seite der Herderstraße werden die neubarocken Fassadendekors nur noch durch die gemalte Gliederung zitiert.


P/X

Jaja, die Amis, man kann nicht mit ihnen, man kann aber auch nicht ohne ihnen. Drum sind wir diesmal in einen amerikanischen Lebensmittelladen spaziert und haben gekauft, was orange war. Das war die Aufgabe. In Wirklichkeit war es ein bißchen anders, nämlich so: Die Jungs von der Medienkooperative kamen eines Tages bei uns vorbei und als wir uns so unterhielten über unsere Projekte und so, da sprach Ted Darko plötzlich, dass er Zugang zur legendären P/X hat. Da war ich natürlich von den Socken. Er wollte uns mitnehmen und wir waren aus dem Häuschen. Leider kam es nicht dazu, weil uns die Termine noch zum äussersten trieben und so hat Ted die untenstehenden Lebensmittel alleine gekauft. Also bleibt P/X bis jetzt ein vager Traum. Absurde Lebensmittel, Whisky in 1,5 Liter-Flaschen, Erdnussbutter für umme, Weissbrot aus Gummi, Spray mit Apfelkuchengeschmack - all das bleibt uns verwehrt und so weinen wir auch die nächsten Jahre noch dem eine Tag entgegen, an dem wir endlich rein dürfen in die Steueroase P/X.


Ich hatte mal einen Klassenkameraden, der hieß Andreas. Der durfte rein, weil sein Vater da arbeitete. Und so kam er eines jeden Tages mit Erdnussbutter-Gummiweissbrot-Stullen in die Schule und tauschte die gegen Leberwurstbrötchen oder Geld ein. ErdnussbutterGummweissbrot-Stullen garniert mit Erdbeermarmelade, die so erdbeerig schmeckte, dass man das Gefühl hatte, man stünde im Paradies persönlich. Einige Jahre später war natürlich Schluss mit solchen Ungewöhnlichkeiten. Man verdient sein Geld auf Demos gegen die Aufrüstung und hörte „Sonne statt Reagan“ von Joseph Beuys. Wer wollte da noch gähnmanipulierte Lebensmittel aus einem von Imperialisten finanziell unterstützten Warenhaus kaufen? P/X ist also ein Mythos geblieben. Wir haben also nun lediglich einen Sack full of orangenen Lebensmittel verspeisen und darüber befinden dürfen. Mehr war nicht drin. Doch mir wurde versichert schon bald, wäre es soweit und der Mythos öffnet seine Tore für uns Spackos. Das wird sicher ein Highlight in unserer aller Leben.


Eines schönen Abends trafen sich der legendäre Cheftester aus Wymoning Jørg Haas, Alleskönner, Fleischsalatfachmann und Punk Kacper Potega, Mister Easypeasy und Punk Robert Karliczek, der Versorger amerikanischer Lebensmittel Ted Darko und die Grande Dame des Lebensmitteltestes Julia Frühwacht zum waghalsigen Test von Lebensmitteln mit orangenem Teint im Büro von Royalkomm um ihre Geschmacksnerven der Lächerlichkeit preiszugeben.

Alle Lebensmittel sind von Royalkomm und Ted Darko ordnungsgemäß bei P/X und Metro gekauft und bezahlt. Sponsoring hat nicht stattgefunden. Wir sind jedoch durchaus käuflich. Auch für Geld. Zwinker.

Der nicht unbedingt sooo große, aber doch ganz schön große Test der orangenen Lebensmittel

Pflaums Feinschmecker Obazda Bei Obazda, Obatzter und Obatzda fällt dem geschulten Testpersonal zunächst mal die Unsicherheit bei der richtigen Schreibweise ins Auge. Dank modernster Technik und der Meidung von gescheuter Mühe und einem dazu verdonnerten Praktikanten konnte aber in einer Nacht und Nebel Aktion ermittelt werden, dass alle drei Schreibweisen so ihre Richtigkeit haben, dass Wikipedia Obatzter am tollsten findet und dass das Internet noch unendlich viele andere Schreibweisen zu bieten hat und außerdem ein weitreichendes Angebot an Unterhaltungsvideos mit Menschen, so wie sie der liebe Gott erschaffen hat (worauf wir an dieser Stelle aber nicht weiter eingehen möchten). Um aber mal wieder zur eigentlichen Sache zurückzukehren: Obazdings ist super, am besten natürlich hausgemacht. Vor allem ist er super, wenn man ihn im Kontrast zu einer Käsesooose amerikanischer Produktion probiert. Unser Tipp und der Tipp eines jeden Verpackungs- und Klischeedesigners und die Verursachung eines Freudentaumels jedes mathematisch angehauchten Gemüts: Brezel + Obazda = Mensch mit glücklichem Gesichtsausdruck.

Robert Karliczek: Sehen aus wie Drops für Ratten. Reese‘s Peanutbutter Chips USA Diese Chips sind der Teil irgendeiner großen Sache. Vielleicht sind es aber auch getrocknete Fabelwesen, zum Verzehr aufbereitet. Schmecken intensiv und unnatürlich und stammen vielleicht doch eher aus der vielgepriesenen Weltraumfoschung.


Robert Karliczek: Nichts rechtfertigt die orangene Farbe dieses Produkts. Austin Peanut Butter Cheese Cracker / USA

Keine Ahnung. War eh nicht so toll. Stimmt. Es gibt ja so Dinge, da erwartet man wenigstens einen Nostalgieflash. Jener ist aber keinesfalls eingetreten. Diese geleeesquen und gezuckerten Orangenscheiben schmeckten irgendwie... tja... widerlich?! Ich glaube, so kann man es ausdrücken. Da war keine Frucht, da war noch nicht mal Sahne oder irgendwas lustiges, da waren nur zwei knarrende Salontüren als Geschmackscowboys verkleidet. Seien Sie froh, dass wir die Verpackung längst entsorgt haben.

Ted Darko: Fühlt sich im Mund an wie Krautsalat. Spreewald Feldmann Karottensalat aus dem Glas Na das war aber eine Überraschung für unsere Gäumelchen. So fast richtig lebendige Lebensmittel aus der Natur. Na gut, im Glas, eingekocht, gezuckert und mit Essig versehen, aber ein bißchen Schwund ist immer. Der Karottensalat war eine gelungene Abwechslung innerhalb dieses Testes der vermeintlichen Weltraumnahrung für Geschmacksverlustigte.

Dieser Keks macht vieles richtig. Farblich nicht unbedingt, aber da kann man sich stundenlang prügeln. Man kann sich derart auf die Fresse hauen, dass einem Hören und Sehen vergeht. So eine Prügelei kann Tage dauern. Man kann sich aber auch eine Wundercellistin einladen und einfach mal reinbeißen in den Keks, dann wird man feststellen, dass er schmackhafter ist, als man denkt. Keks schmeckt leicht salzig, ist sahnig, naja cremig und hat einen gewissen touch Erdnuss im Repertoire. Da kann man nicht meckern, es sei denn man heißt Kacper Potega, Julia Frühwacht, Ted Darko oder Robert Karliczek. Sie haben sicher gemerkt, dass in der Auflistung der Gegner dieses Kekses ein Name fehlt. Jørg Haas nämlich war hingerissen von diesem weinerlich, schönen Keks und so nahm er die Packung auch mit nach Hause in seinen private, own Kekskarzer, der sich hinten im Hause befand.


Ted Darko: Der pure Genuss von ordentlichen Kartoffelchips. So müssen Kartoffelchips schmecken! Lorenz Naturals mit milder Paprika Für Fans von Fetttriefigkeit haben wir eine schlechte Nachricht: Lorenz Naturals. Jedenfalls so einbildungstechnisch. Es kommt nicht fettig rüber, schmeckt (aber trotzdem) gut und wartet mit einer sehr paprikaesquen Geschmacksnote auf. Ja und sie sind auch noch orange in der Anmutung. Man kann sich die Chips ja kaufen und nachschauen.

Jørg Haas: Bissi wie Pappe, die nach Frosch schmeckt. Aber ich will nicht unken.

Ted Darko: Neutral

Fertigsushi von Metro

Gripz Cheez it Mighty Tiny / USA

Also jetzt mal im Ernst: Ich habe die Dinger auch schon in einigermaßen okay gekauft. Diesmal war‘s allerdings scheußlich, dabei wollte ich Kacper Potega und den Sushi-Gesamtfotografen Daniel Roos endlich mal von Sushi überzeugen. Beim nächsten Fisch wird alles anders.

Wenn man mal Appetit auf Staub hat, aber keine Lust auf die staubige Substanzen, dann kann man Gripz empfehlen. Sie schmecken weder nach Käse, noch nach Orange, auch nicht nach irgendwas anderes. Sie schmecken einfach nach Staub. Das ist nicht das schlechteste.


Vitapép Süße Minipaprikas 3x mehr Vitamin C Ricola Bonbons Wer sie erfunden hat, weiss man ja inzwischen. Es handelt sich dabei um ein paar Japaner aus Trinidad & Tobago, die sich mal wichtig machen wollten. Ricola fanden wir öd und ja gut, das ist halt eine 1.236 Jahre alte Tradition.

Ob das schon Gentechnik war, wage ich zu bezweifeln. Das ist einfach eine der ca. 40.000.000 Paprikasorten, die weltweit auf Verderb gedeihen. Diese Sorte, mit laut Hersteller 3x mehr Vitamin C, hat was. So richtig süß darf man sich den Geschmack nicht vorstellen. Es ist einfach nur eher lecker. Schmeckt richtig fein nach Paprika, sieht gut aus und gebraten ist der Geschmack kaum auszuhalten. Großes Paprika Kino. Ein Prosit auf Marika Rökk.

Jørg Haas: Sauer, mag ich gern. Robert Karliczek: Sauer, mag ich nicht. Del Monte Pacific Style Apricots / USA Keine Schlapphütchen für Zwerge, die noch kleiner sind als herkömmliche Zwerge. Einfach aus Aprikosen gewonnen und getrocknet. Schmecken sehr schön säuerlich, Schmecken sehr scheiße säuerlich. Übrigens: Wenn man so richtig Böcke auf Durchfall hat, einfach die ganze Packung auf einmal essen. Der Inhalt ist zu vernachlässigen.


Ted Darko: Schwer im Abgang. Rote Erdbeerdinger von Haribo Ein riesiger Topf kegelförmirger Erdbeerdinger aus purem Zucker mit einer zuckerartigen Substanz gefüllt und umhült von rotem Zucker aus einer Zuckermine in Wyoming. Dieser Topf stand ca. 20 Minuten auf dem Tisch, dann war er leer. Ich befürchte, diese Substanz empfinden einige sogenannte Menschen als lecker.

Heinz Curry Gewürz Ketchup mit Chili / feurig scharf. War Ketchup nicht mal was Herzhaftes? Die Zeiten sind wohl um. Das hier ist zuckersüß. Wenigstens die Behauptung „feurig scharf“ birgt eine gewisse Wahrheit in sich. Im Moment des Tests haben wir uns jeder eine riesige Wurst gewünscht. Ich weiss, was Sie jetzt denken, aber genau so war‘s.

Julia Frühwacht: Gut, wenn man Probleme hat. Aber auch sonst. Brandt Der Markenzwieback Zwieback. Das ist wie Gehirnwurst, Haferschleim und Kamillentee. Zwieback mag zwar für die meisten Seeleute die big Rettung vor dem Hungertod gewesen sein, mir allerdings hat Zwieback die Kindheit versaut. Ich hasse Zwieback wie die Pest.


Cheddar Käse

Seltsames Mandarinen-Gelee USA. Manchmal muss man den Mantel des Schweigens über eine Sache legen. Manchmal ist es besser, wenn man sich nicht mehr erinnert. Ja leck mich doch.

Orange ist er, das kann man nicht anders sagen. Cheddar schmeckt wie eine Einbildung. Aber auch wie Gouda. Mittelalt und bißchen knatschig. Cheddar kommt so britisch daher. So anders. Wie er da liegt in seiner komischen Verpackung. Er kommt aus einem Dorf namens Cheddar und wenn sie einen Engländer dabei erwischen wie er Käse mümmelt, so ist es zu 50% sicher Cheddar. Die Engländer... hahaha... Man muss sie einfach mögen. Nein muss man gar nicht. Muss man doch!

Julia: Muss erstmal überlegen. Cheetos Twisted Puffs with real Cheese / USA Das war ja so, erste Lockenprobe beim Fototermin, zweite Lockenprobe beim eigentlichen Test. Aber erst die dritte Lockenprobe hat mich zum dem gemacht, was ich heute bin. Mit einem ausreichend großen Maul, kann man eine Locke quer reinlegen. Dann saugt man den Käsegeschmack aus und lässt das Lockengerippe langsam zerfallen, denn man hat ja sonst nichts zu tun. Danke Amerika.


Robert Karliczek: Schmeckt extrem abgestanden. Kann ich überhaupt nicht empfehlen. Robby Bubble Party for Kids - No Alcohol Peach Warum müssen Kinder eigentlich schon im frühen Alter so tun, als müsse man Alkohol trinken. Das Getränk schmeckt grauenhaft. So bleibt die Hoffnung den Kindern den Alkohol ordentlich zu vergällen. Wer hat eigentlich Kindersekt erfunden? Batsch!

G2 Low Calore Electrolyte Beverage - Orange USA Die Orange ist irgendwo auf dem Weg im Wahn verloren gegangen. Auch hier spielt das Gehirn prima mit und man vergisst alles schnell wieder und glaubt an das gute. Warum man noch nicht mal mit chemikalischer Hilfe so ein Produkt zum Wohlfeil bringen kann, ist mir als Anhänger des Unnatürlichen ein Rätsel. Kaufen Sie das nicht, werden Sie lieber dick und rund.

Mistic Orange Carrot USA Vitamin A und C. Gut für die Augen. So hat man‘s uns früher gepredigt. Hasen essen ja auch Karotten und hat man die schon mal mit einer Brille gesehen. Nein! Also. Immerhin hatte dieses Getränk nach all den Enttäuschungen noch Stil und schmeckte so wie es schmecken sollte. Ist ja nun kein frischegepresster Orangensaft und auch die Möhre wurde nicht frisch zentrifugiert, aber es ist ein schönes rundes Zeug. Leider werden Sie nie erfahren, um was es sich tatsächlich handelt.


Robert Karliczek: Ihr seid auf dem Holzweg! Es ist wie Nektar! Polar Limes Passionfruit Wodka

Monin Pfirsich / USA Sie werden verstehen, wenn ich den... ach die Mantelsache hatten wir ja schon. Aus professioneller Sicht ist es unmöglich, wie ich mir hier aufführe, aber es ist manchmal einfach nicht mehr zu erklären.

Ich weiss nicht, was ich angesichts der geifernden Meute gesagt habe, aber im Nachhinein muss ich sagen: Dieses schnapsesque Gesöff schmeckt hervorragend. Kann ich uneingeschränkt empfehlen. Leicht säuerlich und von der Konsistenz ein Gedicht. Aber Obacht: Die anderen fanden es offenbar eklig. Von Kotze bis Kinderwodka reichte die Palette der Beschimpfungen, aber ich glaube auch das war alles nur aufgesetzt. Geiles Zeug, ich bin schon lull und lall.

Kacper Potega: Schmeckt wie Karottensaft. Grünfink Karottensaft Da war die Meute natürlich empört. Karottensaft, der nach Karottensaft schmeckt. Frechheit. Noch nicht mal Unmengen von Zucker taten diesem Getränk etwas an. Es waren also keine Unmengen von Zucker darin enthalten. Damit man mich nicht falsch versteht. Karottensaft schmeckt immer wie Karottensaft. Da kann man machen was man will. Es sei denn....


Kacper Potega: Gut zum Spielen von Mäxchen. Berentzen Maracuja 18% Alc. Auch nicht schlecht. Es kam entsprechend an. Ein wenig bißchen weniger sauerererer als wie das orangene Zeug mit Wodka, aber durchaus seine Qualität habend.

Valensina Smoothie / Mango Pfirsich Orange Auch im lauwarmen Zustand durchaus schmackhaft. Mir fehlen die Kerne und das ganz Gezippel und das weisse Zeug nicht. Kann man trinken. Ich bin ja eh nicht so ein Naturfreak wenns ums Essen geht. Also Kerne im Obst und so, da wünsche ich mir oft mehr Gentechnologie in ihrer praktischen Anwendung. Aber nicht in diesem Produkt.

Chiquita Just a Fruit in a Bottle Mango-Passionsfrucht Ach naja. Die Mango ist ein bißchen aufdringlich. Man erwartet bei Chiquita ja auch eher was bananiges und das setzt sich im Geiste fest. Ist nicht wirklich schlecht, würde ich mir aber auch nicht mehr kaufen.


Sunkist Orange Soda (Getränkedose) / USA Das ist Horror. Hoffentlich gibt es niemanden, der das mit Orange verwechselt. Während ja hierzulande Fanta, Bizzl gelb oder Hassia gelb einen oldschooligen Frieden im Geschmacksegment hervorrufen, kann Sunkist Orange sich erschiessen. Grauenhafte Plörre und warum man denkt, dass man der Menschheit diesen Geschmack zumuten muss, wo doch auch die chemische Industrie durchaus ihre Möglichkeiten hat, weiss ich nicht und ich will es auch nicht wissen. Kein Wunder, dass die Amis George W. Bush wählen. Mann, Mann, Mann!

Emmi Lassi / Mango Ja das ist schon so eine Sache. Man trinkt es und es ist auch durchaus lecker, aber dann vergisst man, wie so oft bei solchen Lebensmitteln, wie das original beim Inder in Berlin-Kreuzberg geschmeckt hat, was schade ist, aber auch egal, weil alles nur ein einziger Fake ist. Diese ganze chemisch aufbereitete Welt, in der wir wohnen und uns veraschen lassen. Es gibt aber Schlimmeres.

Kacper Potega: Och naja. Darb‘o Naturrein Marmelade Marmelade ist so eine Sache. So von Mutter geköchelt war sie immer okay, danach kam der große Zuckerschwall. Die Darb‘o-Leute bemühen sich aber wahrhaftig. Die Marmelade schmeckt jeweils nach dem, was auf dem Cover abgebildet ist. Das will schon was heißen. Aprikose schmeckt nach Aprikose in diesem Falle. Hurra!


Julia Frühwacht: Salzig, einer der besten Sachen, die wir je gegessen haben. Cheetos Puffs with real Cheese USA

Aro Cheese Dip Grundsolider Schrott. Diese jämmerlichen Spuren von Paprika, diese Feigheit beim Zuführen von Schärfe, die Substanz wie Schleim. Könnte auch gut schmecken, tut es in diesem Fall aber nicht. Ja leck mich doch.

Das hier löste wahre Begeisterung aus. Bis auf Kacper Potega, der seine Gefühle mal wieder nicht im Griff hatte. Anschliessend erfolgte noch eine Schlägerei zwischen Ted ‚Fistful of Fist‘ Darko und Jørg ‚der Hunne‘ Haas wer die angebrochene Tüte mit nach Hause nehmen durfte. Der Kampf läuft noch. Robert Karliczek: Für irgendwleche Snackjunkies ganz lecker. Wenn die Substanz im Mund bauschaumig wird, dann wird lecker. Ted Darko: Ich find die lecker. Gelungener Partysnack. Kacper Potega: Gewürz auf Pappe.

Nimm 2 Von wegen Vitamine naschen. Hör mir bloß auf. Ich hab schon als Kind fast gekotzt, angesichts dieser Machwerke aus Zucker und Zucker. Früher liefen in der Werbung immer zwei bis drei Rotzlöffel in der Gegend herum fielen in Bäche oder schlugen sich das Knie auf. Und dann gabs zur Belohnung Bonbons. Das Leben kann schon hart sein.


Robert Karliczek: Find ich gar nicht so schlimm.

Oscar Mayer Peperoni Slices with Cirtric Acid USA Kacper Potega findets nicht gut, mir schmeckts. Ist halt Salamiworscht im Peperonistyle. Was der zitronische Essig da soll und ob man den rausschmeckt, kann ich nicht sagen. Wurstscheiben in so einer winzigen Verpackung. Das ist mit Sicherheit nichts für die Ewigkeit im Körper eines Mannes. Ach Quatsch, es schmeckt ja, ist sogar ein bißchen scharf. Die Zitronelle kann allerdings heim gehen. Ich bin mir sicher, das werde ich nie wieder kaufen, weil ich gar nicht wüsste wo.

Farmers Snack Fruit Snack Mini Pfirsich gewürfelt

Brachs Orange Slices Made with real Fruit Juice / USA Plombenzieher. Schmeckt scheußlich. Muffig und am Ende ein Nachgeschmack zum Weglaufen. Gibt‘s immerhin seit 1904. Und deshalb ist das ganze auch so irgendwie 1904.

Ted Darko sagt: Die riechen eklig. Sehr, aber ich hab mich bemüht. Und die sind aber auch wirklich abscheulich. Kein Vergleich zu den Aprikosenhütchen aus Amerika. Der Grund, warum es nach vergorenen Fingerkuppen schmeckt, liegt bestimmt im Gesundheitlichen, wenn nicht im Ganzheitlichen. Ich denke, die Regierung bemüht sich nach Kräften, Steuerzahlern das Leben madig zu machen. Das ist in etwa so wie in der römischen Armee, nur perfider.


Kacper Potega: Jeder Keks einzeln eingepackt. So ein Umweltblödsinn. Aber gute Kekse machen sie. Sole Mio Pasta di Madorla all‘ arancio Der einen waren sie zu „marzipanig“, dem anderen zu sonstwas. Einer fand sie das Beste vom ganzen Tests. So ging das hin und her, bis wir uns einen Wagen haben kommen lassen und in die Stadt gefahren sind. Das war halt auch eine blöde Sache, da hätte man ja auch mal aufpassen können. Das wusste jeder vorher. Ich kann jetzt nichts mehr machen.

Eine Orange.

Aro MandarinOrangen

Das konnte man so nicht erwarten, dass plötzlich eine richtige Frucht da rumliegt. Das macht der Magen nicht mit. Da muss man aufpassen. Sodbrennen und so. Aber jetzt mal in Echt, das war köstlich. Leicht säuerlich und mit viel Saft, aber ohne Kerne, so mag ich sie am liebsten und so waren sie auch. Die Orangen. Von der ich nur eine aß. Aber sie waren sicher alle ähnlich. Könnte ich mir vorstellen. Muss aber nicht. Man steckt halt nicht drin. Keine Ahnung. Wer weiss das schon. Die Wahrheit ist eine Hure.

Mit Dosenmandarinen verhält es sich ja wie mit Dosenchampignons, es sind zwei vollkommen verschiedene Lebensmittel im Gegensatz zu ihren Brüdern aus der Natur. Ich mag Dosenmandarinen, wie ich auch Dosenpilze mag. Die Dosenmandarinen von Aro schmecken süß, haben diesen knatschigen Biss, wie er sein muss und sie sind allesamt voller Hohn und Spott. Aber eine Frage hätte ich noch ans Leben: Was sind eigentlich MandarinOrangen?


Robert Karliczek: Harmonisches Zusammenspiel. Lecker, die nehme ich mit. Casa Fiesta Tortilla Chips Barbecue in Kombination mit Aro Käsedip Das ist es. Snackkultur. Kann ich kaum mit aufhören. Schmecken dann leicht breiig, wenn man sie mit genug Speichel angereichert hat. Kacper Potegea ernährte sich angeblich damit während der olympischen Spiele in Peking. Doping war da ja ein big Thema. Aber mal im Ernst: Das ist ja alles ganz nett, aber das kann man besser machen. Es tut mir ja leid, aber so siehts nun mal aus, da muss man sich nichts vormachen.

Ted Darko: Ungewürzte Tacos. Lecker. Fritos - The Original Corn Chips Fritooooooooos! Jørg Haas: Dedede Det Dedee! Fritoooos! Julia Frühwacht: Nicht sehr salzig, trotzdem gut. Härter als Chips. Robert Karliczek: Hab keinen mehr abbekommen. Kacper Potega: Die finde ich gut, aber das darf man ja heutzutage nicht mehr sagen.

Ted Darko: Lecker! Ruffles Cheddar & Sour Cream Lecker.


Die Abenteuer des kleinen Schlozz Emil Bienenschlau Das fahle Licht der einzigen Straßenlampe weit und breit streifte nur nachlässig die sauberen Fratzen von Jack Fat Rabbit, Robby dem Kissen, Porno Helmo und Bull Bang Ninger, als drüben im Restaurant „Zum Pürierten Esel“ die Bombe hochging. „Möööp!“, brummte Bull Bang Ninger und Robby das Kissen merkte an: „Welcher von der Syphilis verderbte Sohn einer westsibrischen Wanderkurtisane hat sich diese Hyänenscheisse ausgedacht?“. „Ruhig!“, murmelte Porno Helmo, „Ganz ruhig. Ich muss für fünf Minuten meinen Huthalter seiner eigentlichen Bestimmung zuführen.“ Er schraubte von einer am Straßenrand geparkten Harley Davidson Swingshlyver Thunderfart Baujahr 1965 den verchromten Pneumator ab, bließ hinein und blickte dann hindurch, ins Licht der Straßenlaterne, während er sich mit der anderen Hand eine Zigarette drehte. Jack Fat Rabbit, der die ganze Zeit geschwiegen hatte, hob sein von Narben, widernatürlichem Haarwuchs und Minnesotaakne verunstaltetes Haupt, schaute die anderen mehrere Minuten an und heftete ihnen dann ein Bankett blutrauschender Einblicke in die brachialambitionierte Abwesenheit menschlichen Verstandes ans Ohr: „Die Bombe geht auf das Konto von Lorenzo Sunny Firenzo und seinen Brüdern Al Brond Fraidy L‘Amour und Benito di Pizza Frascati, genannt die Heizung.


Wir machen folgendes...“ „Uii, das ist aber spannend“, rief das Kiköhn und presste sich zwei gekochte Fleischtomaten auf die Ohren. „Jetzt kann ich nichts mehr hören.“ „Das war aber eine schöne Geschichte. Schade, dass ich gar nicht zugehört habe.“ Der Kapellmeister und das Kiköhn standen ‚Im Schlingernden Esel‘ und fächelten dem vor Aufregung ohnmächtig gewordenen Schreck mit ihren Halstüchern, gewebt aus reinstem Hummelhaar, Luft zu. Der Schreck stöhnte wie ein betrunkener Stör und räkelte sich ausschweifend auf dem schmutzigen Boden seiner eigenen Wirtschaft, als der Wind mit einem Mal die Holztür öffnete. Hinein bleckte das beschwingte Morgenlicht des 14. Januar 1952. „Noch 54 Jahre und dann ist Jetzt!“ bemerkte das Kiköhn. „Da sollten wir schnell noch einen Kuchen backen und dann setzen wir uns mit Jack Fat Rabbit, Robby dem Kissen, Porno Helmo & Bull Bang Ninger samt dem Schreck und unseren surischen Hummelhaardecken aufs Fensterbrett und


wähnten uns am Barte des Propheten!“ „Beim Barte des Propheten“, ächzte der Schreck, „Das sähe euch ähnlich, aber was soll‘s, ich mach mit. Was habe ich denn für eine Wahl?“. „Nun“ sagte der Kapellmeister „Ihr könntet genauso gut mit einem rostigen Drahtesel die frischplanierte Chaussee runtergondeln und dabei fröhlich ein Liedchen pfeifen.“ „Das macht zwar keinen Sinn, aber es wäre eine Option.“ Der Schreck strahlte über beide Ohren und machte sich sofort auf, um mit einem rostigen Drahtesel die frischplanierte Chaussee runterzugondeln. Diese Idee stand auf einem Kassiber, welches er soeben zusammengerollt in einem Astloch des Dielenbodens gefunden hatte. „Den sind wir los!“, sagte der Kapellmeister, während er mit seiner Band ‚Die Schunkelnden Elektro Boys‘ den Superhit „Från tidigt till sen Lyfta jag glad Batongen och avbryta din Konversation“ anspielte und das Kiköhn den Kuchen anschnitt. Gleich würden sie wieder das Buch über die gefährlichen Abenteuer von Jack Fat Rabbit, Robby dem Kissen, Porno Helmo, Bull Bang Ninger, Lorenzo Sunny Firenzo und seinen Brüdern


Al Brond Fraidy l‘Amour und Benito di Pizza Frascati, genannt ‚die Heizung‘ aufschlagen.... doch da weilte auch der Schreck, der ja aufgrund der extremen Rostigkeit seines Drahtesels nicht weit gekommen war, nicht länger auf der Flucht und er tanzte wie ein Irrwisch und führte verschiedene Breakdancevariationen auf. „Da erkenne ich Hollow Backs, Banana Mills und den Helicopter. Wenn er mich jetzt noch ordentlich applejackt, dann bin ich dabei“, freute sich das Kiköhn, dass sogleich mit verschränkten Armen am Rande der Tanzfläche in seinen frischpolierten Adidas Run DMC von 1987 stand. Der Kapellmeister war ähnlich angetan: „Zum Glück ist er zurückgekehrt, der Schreck. Er ist ein wahrhaftig begnadeter Tänzer, ich bin ganz wirr im Köpfchen!“ „Kwi Kwa Kwuk,“ sagte da der Pompatz, und der Schlozz sprach: „Hier stimmt was nicht. so war das nicht gedacht, mir ist, als fände ein Paradigmenwechsel statt,“ übertrieb er maßlos. „Bloß weil ich mal das liebe Kiköhn nachgeäfft habe... menno...,“ motzte der Pompatz und schlurfte in seinen Tigertatzenpantoffeln Richtung Kamin wohinein er ein Würstchen hielt, denn er hatte Hunger. „Hunger, Hunger, diese aufgepumpte Spinatwachtel kann an nichts anderes denken, ich breche ihm die Beine!“ knurrte Benito di Pizza Frascati, genannt die Heizung und warf das Märchenbuch aus dem Fenster des 122. Stocks des Wolkenkratzers, in dem er sich gerade befand. „Haben sie dir in dein nicht vorhandenes Hirn geschissen? Das sind die Abenteuer des kleinen Schlozz Emil Bienenschlau. Das Buch hat mir Rocko Rubinetto Siffredi zur Bar Mizwa geschenkt. Ich hänge sehr daran und ich befürchte, dass ich dich nun leider töten muss.“ „Oh meiner Seel, jetzt fang ich aber gleich an zu flennen!“ höhnte Benito die Heizung. „Hier, kukk dir das mal an“, sagte er und zeigte auf Al Brond Fraidy L‘Amours Krawattenknoten und schnippte ihm mit dem Zeigefinger ans Kinn. Der ließ sich diese Unverfrorenheit natürlich nicht gefallen und nahm Frascati in den


Schwitzkasten. „Aua… Au… Ah… Aua… Hilfe!“ krisch Frascati aufgeregt und fing an zu heulen. „Ja was ist denn das hier für ein dampfender Haufen Affenscheisse?! Ich tret euch gleich in den Arsch!“ brüllte der gerade in diesem Augenblick zur Tür hereintretende Lorenzo Sunny Firenzo und trat den beiden rangelnden Angehörigen einer kriminellen Vereinigung in den dafür vorgesehenen Hintern. „Aua!“ und „Au!“ riefen die beiden Opfer der auf Hochglanz polierten Krokodilslederschuhe und standen wie betröppelt da. „Er hat angefangen!“ rief Al Brond Fraidy L‘Amour, „Nein, er!“ konterte Benito di Pizza Frascati, die Heizung und dann wieder: „Gar nicht!“ „Doohooch!“ „Hmmneee!“ und so ging das noch den lieben langen Tag bis der inzwischen vor Wut ganz lila angelaufene Lorenzo Sunny Firenzo den Schalldämpfer zur Dämpfung des Mündungsknalls auf seine Beretta 93R schraubte und in die Luft schoss. „Oho, wie sinnlos!“ ereiferte sich der Schreck und warf den Mafiaschundroman, den er aus Jakobina Niedlowskaja-Schimms Nachttisch geklaut hatte ins lodernde Feuer, welches unter seinem Topf, gefüllt mit feinstem Sud aus Schleimpilzen, loderte. „Steinpilze?!“ rief da der Schlozz Emil Bienenschlau. „Nicht ganz, lieber Schlozz, aber eventuell könnte ich dir eine Kelle abgeben, dann musst du nicht darben.“ der Schlozz freute sich und sprang aufgeregt von einem Beinchen aufs andere. Er war ja noch so klein, aber er rauchte dafür auch schon wie ein Fabrikschlot. „Ich muss mir mal genüsslich einen Imbel anzünden,“ sagte er und nahm einen kräftigen Schluck aus dem Haferl. „Wie die Geschichte ausgegangen ist, hätte ich schon gerne noch erfahren. Was schmeisst du denn den Roman von der Tochter des Groszmoguls aus dem Fenster des 122. Stocks des Wolkenkratzers, in dem du dich gerade befindest?“, „Wer, ich?“ rief da der Schreck verdutzt, denn er stand ja nun gemütlich an seinem lodernden Feuer und rührte im Sud. Vom Wolkenkratzer weit und breit nichts zu sehen. „Du musst mich verwechseln,“ bemerkte er und bröselte ein paar Gramm Surrogat in den Sud. Draussen in Buljan Sankorask, am Fuße des laburischen Quarzes klirrte es indes vor lauter Kälte, so dass die Zungen der Passanten an den Straßenlaternen kleben blieben. „Kwi Kwa Kwuk...,“ sagte da das Kiköhn, das zusammen mit dem Pompatz am Fenster des „Schlingernden Esels“ stand und hinaus blickte. „Kwi Kwa Kwuk” wiederholte es. Da blickte der Pompatz das Kiköhn mit tränenerstickten Augen an, nahm es in den Arm und war froh mit dem Kiköhn auf dieser klirrenden Welt zu sein.


Posemukels

Eines Tages, es war ein sonniger Aprilnachmittag, da stellte sich ein junger Knabe sein MacBook auf die Knie und tippte wie wild Buchstaben in ein dafür vorgesehenes Textfeld ein: „Ich wünsche mir ein kuscheliges Dasein.“ sagte der Knabe. „Eigentlich suche ich blanke Ironie und Hohn, sowie Spott... ach quatsch, Spott und auch kein Hohn, aber sonst.“ Das berühmte Web 2.0 stellte sich recht gescheit an und auf dem Bildschirm schimmerte das Antlitz eines Vögelchens in blau. Da war der Knabe ergriffen und er tippte und tippelte, tappelte und tuppelte sich quasi den Verstand aus dem Leib hinaus in die Welt des Internetzes, welches ein Hort des Bösen und des Guten zu gleichen Teilen war. Jedenfalls damals, heute nicht mehr. Und als er so tuppelte und tapuppelelte da stieß er plötzliche heisere und spitze Schreie aus. „Iiiiih!“ Nichts war vorher, wie es nachher einmal gewesen sein würde. Nichts von alledem ist die Wahrheit, denn die geht so: Die Posemukels wurden im Jahre 1908 von Dampfmaschinenfabrikantin Stefanie Eleonore Werner von Giessental erfunden. Mangels Zeit und Lust wurden sie jedoch erst 100 Jahre später von einer gewissen Stefanie Werner, der Ururenkelin des Zaren von Buljan Sankorask zusammengenäht und stehen dem geneigten Leserlein zum Kauf zur Verfügung. Und zwar an keinem geringeren Ort als diesem hier:

www.stijlregal.de


Man nehme: 1 1 150gr 1 1

Hokkaido-Kürbis Rippchen Sauerkraut Stück Ingwer, etwa Kastaniengröße, fein gerieben TL Currypulver, scharf (und wenn wir scharf schreiben, dann meinen wir auch scharf)

5-6 1/2 1/4 1/4 2

Fäden Safran Liter Gemüsebrühe Liter Milch Liter Sahne EL Olivenöl (zum anbraten) Salz und Pfeffer


Kürbissuppe

hessisch, mit Rippchen und Kraut Einen Karatemeister mit schwarzem Gürtel oder alternativ ein scharfes Messer nehmen und den Kürbis in kleine Stücke hacken. Danach ab in den Topf damit, Milch, Sahne, Gemüsebrühe dazu und den Kürbis weichkochen. Danach den Pürierstab zur Hand und den Kürbis pürieren. Dann Sauerkraut, Currypulver, Safran, Salz, Pfeffer dazu und 15 Minuten köcheln lassen. Zwiebeln anbraten und dem Süppchen beimischen. Rippchen in feine Streifen schneiden und mit wenig Olivenöl knusprig anbraten. Die Suppe in Teller servieren und die Rippchenstreifen darüber geben. Ready to eat oder wie es der Beikoch Kacper Potega sagen würde: Ab in das hungrige Mäulchen damit!


Guden!


Stijlregal goes 1991.

Rave on liebe Freunde der Müllabfuhr. Wer unbedingt auch mal im Nebel erkannt werden möchte, der greife nun zu. Im Stijlregal, gleich neben den Posemukels - Die Orangenlinie von Stijlroyal. Motive: StijlRoyal, Ajoo! und Aber Hückchen.

auf

www.stijlregal.de


Zum Schluss / Impressum Herausgeber Royalkomm.Design · Albrecht-Dürer-Straße 4 · 65195 Wiesbaden W.B. Druckerei GmbH · Dr.-Ruben-Rausing-Straße 10 · 65239 Hochheim Redaktion, Editorial Design, Text

Joerg Haas · Royalkomm.Design · Albrecht-Dürer-Straße 4 · 65195 Wiesbaden Telefon 0611.89 03 89 55 · willkommen@royalkomm.de · www.royalkomm.de Fotograf Im Studio Daniel Roos · Bülowstraße 3 · 65195 Wiesbaden Telefon 01511.56 75 537 · mail@danielroosfotografie.de · www.danielroosfotografie.de Fotografin auf der Gasse Stefanie Werner · steffi.werner@gmx.de Mitarbeit Text und Grafik Kacper Potega sowie Eric Portugall, Robert Karliczek, Ted Darko, Julia Frühwacht, Jason Harder, Kirsten Haas, Björn Göbel und Eeschen van Poppel Illustrationen der Abenteuer des kleinen Schlozz Emil Bienenschlau Caroline Beer · carolinebeer@web.de Posemukels made by Stefanie Werner · steffi.werner@gmx.de Druck

W.B. Druckerei Gmbh · Dr.-Ruben-Rausing-Str.10 · 65239 Hochheim Telefon 06146.82 74-0 · Telefax 06146.82 74-20 · www.wb-druckerei.de Druckauflage Ausgabe Herbst 2008 / 3.000 Stück Presserecht Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht grundsätzlich die Meinung der Herausgeber und der Redaktion wieder. Der Nachdruck von Beiträgen bedarf einer vorherigen schriftlichen Genehmigung von Royalkomm. Die übernommenen Artikel und Beiträge müssen mit dem Zusatz Stijlroyal/www.Stijlroyal.de gekennzeichnet werden. Alle Angaben ohne Gewähr. Anmerkung Bei den Fotoaufnahmen kamen weder die Möhre noch das Kanin Eeschen van Poppel zu Schaden. Abbonemong Wir liefern ins Haus. Für 4,00 Euro je Ausgabe · abo@stijlroyal.de


Ja leck mich doch fett! Schon vorbei?

Ajoo!


So hintenrum:

Die Ausdenker dieses Machwerks Royalkomm.Design bedanken sich für Ihre Aufmerksamkeit und wünschen Ihnen ein langes Leben, in welchem Sie uns niemals vergessen mögen und auch nicht, dass alle Rechte auf Bilder und Texte Royalkomm vorbehalten sind. www.royalkomm.de

Das nächste Mal wieder eine oder zwei Farben mehr.

STIJLROYAL.ORANGENMAGAZIN  

Stijlroyal.Magazin ist ein Produkt von Stijlroyal Design & Magazin, Wiesbaden. www.stijlroyal.de

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