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HEUKELBACH BIBLIOTHEK

BÜCHER MIT DENEN WIR LEBEN

Jesus Christus:

Tot oder lebendig?

John Blanchard


John Blanchard

Jesus Christus:

Tot oder lebendig?


2 Die Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach arbeitet überkonfessionell und möchte zum vorurteilsfreien Lesen der Bibel als dem gültigen Wort Gottes ermutigen. Damit leistet sie einen Beitrag zur Weitergabe des Evangeliums, der guten Botschaft von Jesus Christus. Die Stiftung distanziert sich von Sekten jeder Art. Die Publikationen der Stiftung sind unverkäuflich und dürfen nur kostenfrei weitergegeben werden. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.

IMPRESSUM Titel des englischen Originals:

Übersetzung: Michelle Träger,

Jesus: Dead or Alive?

Mücke-Sellnrod

© 2009 John Blanchard.

Umschlaggestaltung und Satz:

Originally published by EP Books.

L. Binder, Meinerzhagen

Translated & printed by permission.

Druck: GGP Media GmbH, Pößneck

All rights reserved. © der deutschen Ausgabe 2011:

Auflage-Nr.: TB02 10 1602 4

Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach,

Printed in Germany

51700 Bergneustadt, Germany


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Inhaltsverzeichnis

Der Bericht 8 Die fehlende Person 10 Kopf in den Sand 11 Die Sache mit Wundern 13 Nahtod-Erfahrungen? 15 Schlechte Beleuchtung? 21 Grabräuber? 23 Die Zeugen 28 … und dann Paulus 30 Alle Lügner? 31 Alles nur Fantasie? 32 Wunschdenken? 35 Geistergeschichten? 36 Ausführliche Berichterstattung 38 Der Terrorist 42 Leben nach dem Tod? 46 Nur heiße Luft? 47 Alle im selben Boot 49 Auf frischer Tat ertappt? 50 Die 9. Spalte 52 Der Stellvertreter 55 Das Schicksal der Toten 57 Eine sinnlose Weltanschauung 58 Neue Menschen; eine neue Bewegung 61 Veränderungen 65 Das weitergehende Vermächtnis 67 Der Gottesmann 69 Und was nun? 70 Und hier ist die Einladung an Sie 77


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Vorwort Das Christentum steht oder fällt mit einem geradezu unfassbaren Ereignis – der leibhaftigen Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. Wenn er nicht mehr ist als eine Handvoll Staub und Knochen irgendwo in Israels Boden, dann kann sich auch der christliche Glaube gleich mit beerdigen lassen. Kein Wunder also, dass Kritiker und Skeptiker immer schon versucht haben, die Auferstehung Jesu umzudeuten oder sogar wegzuerklären. Wir sind sehr dankbar, dass wir mit dem Buch von Dr. John Blanchard eine kurze, aber sehr fundierte Antwort auf die oft gestellten Fragen der Zweifler veröffentlichen können. Die Auferstehung Jesu Christi war und ist der Mittelpunkt der biblischen Botschaft. Die Apostel und die frühen Gemeinden sprachen viel häufiger von der Auferstehung als wir das in unseren Kirchen und Gemeinden heute tun. In den Predigten


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der Apostel, wie sie uns in der Apostelgeschichte überliefert werden, nimmt die Auferstehung eine zentrale Stellung ein. Darum versuchten es die Feinde des biblischen Glaubens immer schon, die Berichte über dieses Ereignis und letztlich das Ereignis selbst in Zweifel zu ziehen. John Blanchard greift in diesem Buch alle gängigen Leugnungsversuche der Auferstehung Jesu auf und widerlegt sie mit viel Geduld und einer gewinnenden Offenheit. Betrachten Sie die Beweise und Erklärungen und urteilen Sie selbst. Jesus Christus ist wahrhaftig auferstanden und das hat Auswirkungen auf das Leben aller Menschen! Wir wünschen Ihnen Gottes Segen bei der Lektüre und würden uns freuen, Ihnen weitere kostenlose Literatur zusenden zu dürfen. Ihre Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach.


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In Kapstadt führte ich vor einiger Zeit ein längeres Gespräch mit einem Atheisten. Kurz bevor ich zu einem anderen Termin aufbrechen musste, stellte ich ihm eine letzte Frage: „Was denken Sie über Jesus Christus?“ Ohne zu zögern, antwortete er mir: „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber letztendlich hängt alles davon ab, ob er von den Toten auferstanden ist oder nicht.“ Obwohl er die Existenz Gottes und den Bericht der Bibel, dass Gott in Jesus als Mensch in diese Welt gekommen ist, leugnete, war er trotzdem überzeugt, dass alle Fragen um Jesus Christus letztendlich von der einen Frage abhängen: Ist er wieder auferstanden, nachdem er hingerichtet, für tot erklärt und begraben worden war? Leider konnte ich den Studenten nicht mehr fragen, wie er zu diesem Schluss gekommen war, aber er hatte absolut recht – von dieser einen Frage hängt alles ab. Erstens, die Integrität und Zuverlässigkeit des gesamten Neuen Testaments hängt von dieser Frage ab: Ist Jesus von den Toten auferstanden oder nicht. Das Neue Testament behauptet dies immer wieder. 95% der neutesta-


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mentlichen Schreiber beziehen sich auf die Auferstehung; niemals wird dies als Mythos, Legende oder Theorie, sondern immer als ein historisches Ereignis angesehen. Einer dieser Schreiber war der Arzt Lukas, den Sir William Ramsay, ein Gründungsmitglied der Britischen Akademie, ‚den größten Historiker‘1 nennt. In einem seiner zwei Bücher im Neuen Testament schreibt Lukas: „Ich bin allem von Anfang an genau nachgegangen“ (Lukas 1,3). In seinem anderen Buch spricht er von ‚vielen sicheren Kennzeichen‘ (Apostelgeschichte 1,3), dass Jesus aus den Toten auferstanden ist. Wenn Jesus nicht wieder auferstanden ist, hat nicht nur dieser Zeuge unrecht, sondern auch das ganze Neue Testament, weil diese Behauptung so oft wiederholt wird. Dann hat die Auferstehung keinen größeren historischen Wert als ein Märchen. Zweitens, wenn Jesus nicht auferstanden ist, war er entweder ein Narr oder ein Lügner, der alle getäuscht hat, denn er sprach nie von seinem Tod, ohne auch auf seine Auferstehung hinzuweisen. Denn wenn jemand sagt, dass er sterben wird, dann ist das nichts Besonderes. Wenn aber jemand behaupten würde, dass er nach seinem Tod und Begräbnis wieder aufersteht, dann würden wir denken, dieser Mensch braucht einen Psychiater. Aber Jesus hat mit seinen Nachfolgern nicht nur wiederholt von seinem Tod gesprochen, sondern er hat auch den genauen Zeitpunkt genannt, wann er wieder auferstehen würde. Sogar seine Feinde erinnerten sich, dass er gesagt hatte: „Nach drei Tagen werde ich auferstehen“ (Matthäus 27,63) und, wie wir noch feststellen werden, überzeugten sie auch Pilatus, das Grab Jesu ausreichend zu sichern, damit nicht die Nachfolger Jesu den Leib stehlen und damit seine Auferstehung vortäuschen würden. Außerdem, wenn man Jesus als Narr oder Lügner bezeichnen würde, entspräche das nicht seinem Leben, seiner außerordentlichen Integrität, seiner Güte, seiner Weisheit und seiner geistigen Ausgewogenheit. Selbst der britische Autor H.G. Wells, der sich als ‚Ungläubiger‘ bezeichnet,


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gab zu, dass ‚Jesus an erster Stelle steht‘, wenn es darum geht, die Größe einer Person an ihren historischen Maßstäben zu messen. 2 Aber ist Jesus wirklich wieder ins Leben zurückgekommen, nachdem er starb und begraben wurde? Um das zu klären, müssen wir den Hintergrund der Auferstehungsgeschichte einmal näher betrachten, und zwar so, wie die Bibel den Tod und das Begräbnis von Jesus Christus beschreibt.

Der Bericht Obwohl es keinen einzigen Beweis für die Anschuldigungen der Ankläger gab, wurde Jesus für mehrere Verbrechen beschuldigt – von Aufrührerei bis hin zur Gotteslästerung. Nach mehreren Verhören wurde er vor Pontius Pilatus, den römischen Statthalter von Judäa, gebracht, der ihn kreuzigen ließ. Nachdem Jesus gefoltert und verspottet worden war, marschierten die römischen Soldaten mit Jesus zu einem Ort namens Golgatha, der außerhalb von Jerusalem lag. Dort kreuzigten sie ihn. Die Kreuzigung war ein barbarischer Akt der Hinrichtung, die durch das jüdische Gesetz verboten war, aber von den Römern praktiziert wurde. Die Opfer hingen oft tagelang am

Pilatus sprach zu ihnen: „Ihr sollt eine Wache haben. Geht hin, sichert es, so gut ihr könnt!“ (Matthäus 27,65)


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Kreuz, bevor sie starben. Kurz nachdem Jesus gestorben war, wurde er in ein nahegelegenes Grab gelegt. Am nächsten Tag erinnerten die jüdischen Religionsführer Pilatus daran, dass Jesus prophezeit hatte, nach drei Tagen von den Toten aufzuerstehen. Sie wollten verhindern, dass seine Nachfolger den Leib holten und dann behaupteten, dass Jesus wieder von den Toten auferstanden sei. Deshalb baten sie Pilatus, das Grab besonders zu sichern. Pilatus stimmte zu und schickte zusätzliche Soldaten hin, um ‚das Grab, so gut sie konnten, zu sichern‘ (Matthäus 27,65). Ein riesiger Stein wurde vor die Öffnung des Grabes gerollt und mit dem Siegel des Statthalters versehen. Dann wurde es rund um die Uhr bewacht, damit sich niemand an dem Grab oder dessen Inhalt zu schaffen machen konnte. Jesus starb an einem Freitag gegen 15.00 Uhr, und seine Nachfolger, die treue Juden waren, stellten sicher, dass er vor 18.00 Uhr begraben wurde: Denn dann begann der Sabbat. Am Sonntagmorgen, einen Tag nach dem Sabbat, gingen drei Frauen (zwei Frauen mit Namen Maria und Salome) zum Grab. Als sie dort ankamen, stand keine Wache da, das Siegel war aufgebrochen und der Stein weggerollt. Verständlicherweise waren sie entsetzt. Plötzlich jedoch erschien ein Engel, der ihnen sagte: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß wohl, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier, denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her, seht den Ort, wo der Herr gelegen hat. Und geht schnell hin und sagt seinen Jüngern, dass er aus den Toten auferstanden ist“ (Matthäus 28,5-7). Als sie auf dem Weg zurück zur Stadt waren, begegnete ihnen Jesus und sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Geht hin, verkündet meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie mich sehen“ (Matthäus 28,10).


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Die fehlende Person Wie immer wir über diese Vorfälle auch denken mögen, eins müssen wir festhalten: Der Leib war am Sonntagmorgen verschwunden. Mindestens fünf Personen, die an diesem Tag zu dem Grab gegangen waren (nach den Frauen gingen noch zwei andere Jünger zur Gruft), bestätigten dies. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass dies damals von jemandem geleugnet wurde, und 2000 Jahre später hat immer noch keiner einen glaubwürdigen Beweis erbracht, dass dies nicht stimmen könnte. Auf der anderen Seite gab es noch einen entscheidenden Grund zu glauben, dass die Zeugen die Wahrheit sagten. Einige Wochen später verkündigten seine Jünger unter Lebensgefahr, dass Jesus von den Toten auferstanden sei. Wenn das Grab aber nicht leer gewesen wäre, hätten die Behörden doch nur das Grab mit dem Leib präsentieren müssen, um damit zu beweisen, dass die Jünger unrecht hatten. Der Theologe Paul Althaus sagt, die Behauptung von dem leeren Grab hätte nicht einen einzigen Tag oder auch nur eine Stunde in Jerusalem aufrechterhalten werden können, wenn es nicht wirklich der Fall gewesen wäre. 3


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Das leere Grab ist kein Beweis, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist, aber es ist lächerlich zu glauben, die Jünger würden ihr Leben riskieren, um von der Auferstehung Jesu zu predigen, wenn sein Leib nur einige Hundert Meter entfernt gelegen hätte. Das leere Grab ist ein kleiner, aber sehr wichtiger Indizienbeweis, den nicht einmal seine Feinde leugnen konnten. Der biblische Bericht ist eindeutig – aber ist Jesus wirklich auferstanden? Diesem Thema kann man sich auf mindestens zwei Arten nähern.

Kopf in den Sand Die eine ist z.B., die ganze Angelegenheit völlig zu ignorieren. Heute gehört der Evolutionsbiologe Richard Dawkins zu den bekanntesten Atheisten der Welt. Einige seiner früheren Bücher beinhalten Angriffe gegen Menschen, die an Gott glauben. In seinem Buch Der Gotteswahn, das im Original 2006 erschien, startet er aber einen Großangriff gegen alle Glaubensrichtungen mit nur einem Ziel: „Wenn ich durch mein Buch das erreiche, was ich beabsichtige, dann wird man es als religiöser Leser anfangen und als Atheist beenden.“4 Zu Beginn stellt er fest: „Ich greife nicht eine besondere Vorstellung von Gott an. Ich attackiere Gott, alle Götter, alles, was übernatürlich ist.“5 Eine Seite weiter schreibt er aber: „Wenn nicht anders vermerkt, meine ich vorwiegend


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das Christentum …“6 Und etwas später wird er noch konkreter: Es gibt „keinen Beweis“7 für Gottes Existenz; die Bibel sei eine „chaotisch zusammen gewürfelte Sammlung von ungeordneten Dokumenten“8 ; „der einzige Unterschied zwischen dem Da Vinci Code und dem Evangelium ist, dass das Evangelium eine alte Erfindung und der Da Vinci Code eine moderne Erfindung ist“. 9 Die zentrale Botschaft des Christentums sei „total durchgeknallt und bösartig“.10 In Bezug auf Jesus meint er, er habe „wahrscheinlich existiert“.11 Aber dass er nach seinem Tod und Begräbnis wieder auferstanden ist, sei völlig „absurd“.12 Dawkins´ Standpunkt ist klar, aber da die Auferstehung Jesu unmittelbar mit der Glaubwürdigkeit der gesamten Bibel in Zusammenhang steht, sollte man erwarten, dass Dawkins seine besten Argumente seiner eigenen Frage widmet: „Ist Jesus drei Tage nach seiner Kreuzigung wieder lebendig geworden?“13 Nachdem er die entscheidende Frage gestellt hat – wie ausführlich setzt er sich dann damit auseinander? Wie viel Zeit wendet er auf, um seinen Standpunkt zu beweisen? Wo ist die Beweisführung, um zu zeigen, dass die Auferstehung nie stattgefunden hat? Diese Fragen haben eine einfache Antwort: Er hat keine Beweise! Das ist doch wirklich erstaunlich! Die Auferstehung Jesu als ‚absurd‘ zu bezeichnen, ist eine Sache, sie aber zu ignorieren, ist lächerlich. Der britische Autor Andrew Wilson trifft den Nagel auf den Kopf. In seinem Buch Getäuscht von Dawkins? sagt er: „Sich über die Argumente einiger Menschen für die Existenz Gottes lustig zu machen, dabei aber die Auferstehung Jesu zu ignorieren und dann zu meinen, damit die Basis für den Glauben an Gott abgeschafft zu haben, das ist so, als vertreibt man die Mäuse aus dem Wohnzimmer und behauptet, es gäbe keine Tiere im Haus, während ein grinsender Elefant auf dem Sofa sitzt.“14 Dawkins liebt es, den Glauben der Christen anzugreifen. Einmal vergleicht er die Christen, die an Gottes Schöp-


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fung des Universums glauben, mit „ignoranten kläffenden Hunden“. Im Daily Telegraph nannte er den biblischen Glauben „schändlich, verachtenswert und veraltet“.15 Obwohl Dawkins in seinem Buch Der Gotteswahn auf fast 400 Seiten Gott und den Glauben an ihn angreift, erwähnt er kaum die Auferstehung Jesu und befasst sich auch nicht mit deren Beweisen. Es ist schon erstaunlich, dass er sich auf 15 Seiten mit der sexuellen Ethik (zugegebenermaßen ein wichtiges Thema) auseinandersetzt, aber keine 15 Worte braucht, um die Grundlage des christlichen Glaubens anzusprechen. Was auch immer der Grund sein mag, warum er dieses Thema ausspart – die Auferstehung Jesu zu ignorieren, ist keine vernünftige Option, und alle, die ähnlich denken wie Dawkins, machen den gleichen Fehler wie er.

Es wird auch immer wieder behauptet, dass Jesus Christus gar nicht aus den Toten auferstehen konnte, denn das wäre ein Wunder und ‚Wunder gibt es nicht‘. Im 18. Jahrhundert vertrat der Skeptiker David Hume diese Meinung. Er sagte, wenn alle zuverlässigen Historiker behauptet hätten, dass am 1. Januar 1600 Königin Elisabeth gestorben, begraben und nach einem Monat wieder aufgetaucht wäre, ihren Thron wieder eingenommen und über England noch einmal 3 Jahre geherrscht hätte, würde er es nicht glauben; er würde davon ausgehen, dass

David Hume © wikimedia

Die Sache mit Wundern


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es hierfür eine andere Erklärung geben muss. Er meinte, dass es nur ein wahres Wunder gibt, und zwar dass Menschen überhaupt an Wunder glauben. Das hört sich klug an, ist es das aber auch? Im Brockhaus Lexikon wird ‚Wunder‘ wie folgt definiert: „Ein außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechendes Geschehen, Ereignis.“16 Aber genau da hört es für viele Menschen auf. Sie glauben, dass es nichts gibt, was die Naturgesetze außer Kraft setzt. Da nun die Auferstehung Jesu ein Wunder wäre, hat sie nie stattgefunden. Wenn das stimmt, dann hat nicht nur die Auferstehung nie stattgefunden, sondern auch die mehr als 200 anderen Wunder nicht, die in der Bibel erwähnt werden. Aber das macht keinen Sinn, denn so werden Wunder von vornherein ausgeschlossen, ohne sie genauer zu untersuchen. Eine ehrliche Annäherung an ein scheinbares Wunder geschieht nicht durch eine grundsätzliche Ablehnung von Wundern, sondern indem man den Beweisen nachgeht. Deuten sie auf ein Wunder hin, dann sprengt ihre Erklärung auch Naturgesetze. Das von vornherein auszuschließen, ist weder sorgfältig noch ehrlich.

„Jemand der nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist!“ David Ben-Gurion (1886-1973)


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Tatsache ist, dass Naturgesetze von sich aus gar nichts bewirken können. Sie beschreiben lediglich, wie Dinge normalerweise ablaufen. Derjenige, der an Gott glaubt, geht noch weiter, indem er sagt, was Gott normalerweise tut. Wenn es Gott gibt und wenn er die Naturgesetze schuf, dann kann er sie auch übertreten oder ganz außer Kraft setzen. Wenn er das ganze Weltall erschaffen hat und über allen Gesetzen steht, dann ist es für ihn auch kein Problem, einen Toten wieder ins Leben zurückzubringen. Das ist der Hintergrund einer Erklärung von 13 prominenten Wissenschaftlern 1984 in der Times. Die meisten von ihnen waren Universitätsprofessoren und sie schrieben: „Es ist unlogisch, mithilfe der Wissenschaft gegen Wunder zu argumentieren. Ob Wunder geschehen können oder nicht, ist beides ein Akt des Glaubens. Das sollte also unterstrichen werden, dass Wissenschaft (basierend auf Beobachtungen von Präzedenzfällen) zu diesem Thema nichts beizutragen hat.“17 Man leugnet die Auferstehung Jesu, weil ein Wunder keinen wissenschaftlichen Sinn ergibt. Wunder richten sich aber nicht gegen die Natur, sondern sie stehen über ihr und wenn man deren Möglichkeit leugnet, verkauft man Ignoranz als Intelligenz. Wundern begegnet man am besten, wenn man alle Vorurteile zur Seite legt und ganz offen und unvoreingenommen fragt: Ist es geschehen? Im Fall der Auferstehung Jesu wurden einige interessante Alternativen vorgestellt.

Nahtod-Erfahrungen? Es gab schon immer ein faszinierendes Interesse an sogenannten Nahtod-Erfahrungen, und manche vermuten, dass es sich auch bei Jesus Christus um dieses Phänomen gehandelt haben muss. Im frühen 18. Jahrhundert behauptete der Theologe Heinrich Paulus, dass Jesus am Kreuz ins Koma gefallen sei. Später sei er in der Kühle des Grabes wieder erwacht und aus dem Grab gestie-


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gen. Danach hat er seinen Jüngern vorgetäuscht, er sei von den Toten auferstanden. Etwas später behauptete ein anderer Theologe, Karl Friedrich Bahrdt, dass Jesus seinen Tod vorgetäuscht hat, indem er von dem Arzt Lukas Medikamente bekommen hätte. Später sei er dann von einem seiner Jünger wiederbelebt worden. Ebenfalls im 18. Jahrhundert behauptete der Theologe Karl Venturini: Jesus sei Mitglied eines Geheimbundes gewesen. Seine Unterstützer wären weiß gekleidet zum Grab gegangen, hätten Jesus darin stöhnen hören, die Wachen verjagt, um anschließend ihren Freund zu retten. Das sind Varianten der sogenannten Verschwörungstheorie. Allerdings lassen die körperlichen Qualen, die Jesus Christus in den Stunden vor seinem Begräbnis hatte erleiden müssen, diese Mutmaßungen völlig abwegig erscheinen. Zuerst hatte Pilatus Jesus schlagen und ‚geißeln‘ lassen (Matthäus 27,26). Eine Geißel war eine kurze Peitsche mit mehreren Lederriemen, in die Metall- oder Glassplitter oder kleine Metallkugeln eingeflochten waren. Das Opfer wurde in gebeugter Haltung gefesselt, damit die Peitschenriemen den Rücken richtig trafen. Diese Strafe war so bestialisch, dass kleine Fleischstücke aus dem Körper herausgerissen wurden. Manchmal rissen die Muskeln des Opfers und die Knochen kamen zum Vorschein. Auch kam es vor, dass man mit der Geißel den Kopf traf und die Augen herausriss. Manche Opfer wurden buchstäblich zu Tode gegeißelt. Der Blutverlust Jesu Christi wurde dadurch noch verstärkt, dass man eine Dornenkrone auf seinen Kopf drückte (Mat-


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thäus 27,29) und mit einem Stock darauf schlug. Dann führte man ihn zur Kreuzigung. Es gibt unterschiedliche Ausführungen über Einzelheiten zur Praxis einer Kreuzigung. Fakt ist, dass man die Opfer nackt auszog, die Handgelenke oder Hände an einen Querbalken nagelte, der dann an einem im Boden stehenden Pfosten befestigt wurde. Danach wurden die Füße der Opfer an den Pfosten genagelt. An den fixierten Armen hing das Gewicht des Körpers, wodurch sich nach einiger Zeit die Gelenke ausrenkten. Das Atmen war dadurch sehr erschwert. Wenn das Einatmen noch gerade möglich war, so war das Ausatmen nahezu unmöglich. Das Opfer versuchte, sich dazu auf den angenagelten Füßen aufzurichten, was seine Qualen noch vergrößerte. Es kam kontinuierlich zu einem zunehmenden Sauerstoffmangel, der noch mehr Luftnot verursachte und die Organe, besonders Herz, Nieren und Gehirn, versagen ließ. Die Menschen starben langsam, manchmal tagelang, qualvoll den Erstickungstod oder vorher bzw. gleichzeitig an Herzversagen und, je nach Grad der Verletzungen durch die vorherige Folter (Geißelung) durch Verbluten. Gleichzeitig mit Jesus Christus wurden zwei Verbrecher gekreuzigt. Da die Juden nicht wollten, dass die Leiber über den Sabbat am Kreuz hingen, baten sie Pilatus, dass die Beine der Gekreuzigten gebrochen werden (Johannes 19,31). Dadurch konnten sie sich zum Luftholen nicht mehr auf ihren Füßen aufrichten und der Tod trat schneller ein.


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Pilatus gab seine Erlaubnis und die Schienbeine der beiden Mitgekreuzigten wurden gebrochen. Als die Soldaten zu Jesus kamen, sahen sie, dass er bereits gestorben war (Johannes 19,33), aber sie wollten sicher gehen und so rammte ein Soldat einen Speer in die Seite von Jesus und „Blut und Wasser kam heraus“ (Johannes 19,34). Mediziner haben für diese Beschreibung zwei mögliche Erklärungen: Wenn das Herz eines Menschen aufhört zu schlagen, gerinnt das Blut in den Herzkammern relativ schnell und teilt sich in Plasma und rote Blutkörperchen auf. Außerdem sammelte sich schon vorher bei der zunehmenden Herzschwäche (wegen Sauerstoffmangels, wie zuvor beschrieben) und dem Unterdruck zwischen Rippenfell und Lunge Gewebewasser im Brustkorb an. Wenn der Soldat nun Jesus mit dem Speer in Herz- und Lungennähe gestochen hat, wären diese beiden Flüssigkeiten ausgetreten, die ein Laie als ‚Blut und Wasser‘ beschrieben hätte. Die andere Erklärung ist, dass aufgrund des schrecklichen Traumas, das Jesus Christus vor und während der Kreuzigung erdulden musste, sich möglicherweise Flüssigkeit im Herzbeutel bildete und die Herzkammern durch Blut vergrößert wurden. Ein Speer, der diese Organe kurz nach Eintritt des Todes getroffen hätte, hätte einen Abfluss von ‚Blut und Wasser‘ ausgelöst. Was auch immer die medizinische Erklärung hierfür sein mag, die Worte von Johannes sind wahr, und er schildert eine weitere Bestätigung, dass Je-


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sus wirklich tot war. Joseph, ein reicher Anhänger Jesu, ging an diesem Abend zu Pilatus und bat um Erlaubnis, den Leib Jesu zum Begräbnis abnehmen zu dürfen. Die Bibel beschreibt dies so: „Pilatus aber wunderte sich, dass er schon gestorben sein sollte, und er ließ den Hauptmann herbeirufen und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei. Und als er es von dem Hauptmann erfahren hatte, überließ er Joseph den Leib“ (Markus 15,44-45). Pilatus schien Joseph nicht zu glauben, dass Jesus bereits gestorben war, denn er ließ es sich zuerst von dem Hauptmann, der die Kreuzigung überwacht hatte, bestätigen. Erst danach gab er den toten Leib frei. Joseph wickelte den Leib Jesu in Leinentücher und legte ihn in eine unbenutzte Gruft, die er für sein eigenes Begräbnis hatte herstellen lassen. Die Gruft war in Stein gehauen und befand sich in einem Garten ganz in der Nähe. Mindestens zwei Frauen, beide mit Namen Maria, waren Zeugen dieses Begräbnisses. Was wollen uns die verschiedenen Verschwörungstheorien glauben machen? Dass Jesus noch lebte, nachdem er völlig erschöpft, traumatisiert und mit einem immensen Blutverlust nach sechs Stunden am Kreuz ohnmächtig geworden und seine Seite mit einem Speer aufgerissen worden war? Und niemand soll bemerkt haben, dass Jesus noch geatmet hatte, während man ihn vom Kreuz genommen, ihn in den Garten gebracht, in Grabtücher gewickelt und in ein Grab gelegt hat?


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Ein kaltes Grab war ganz bestimmt keine Intensivstation, aber dennoch ist Jesus angeblich innerhalb der nächsten 36 Stunden aus dem Koma erwacht, entledigte sich wie ein Entfesselungskünstler seiner enggewickelten, mit Myrrhe und Aloe getränkten Grabtücher, die mehr als 34 kg wogen (Johannes 19,39). Dann rollte er den riesigen Grabstein vor dem Grab weg, zerbrach das Siegel von Pilatus, überwältigte die römischen Wachen und floh in die Stadt – wahrscheinlich sogar nackt, denn die Leinentücher waren ja zurückgelassen worden. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er seine Jünger traf, hatte er sich erstaunlich schnell erholt. Er machte nicht den Eindruck, als ob er am Rand des Todes gewesen war und dringend einen Arzt brauchte, sondern vielmehr, dass er den Tod besiegt und zu einer strahlend neuen Dimension des Lebens durchgedrungen war. Abgesehen von allen anderen Schwierigkeiten, die mit einer Verschwörungstheorie verbunden sind, wäre der letzte Satz Beweis genug, sie als völlig abwegig bloßzustellen. Es würde bedeuten, dass Jesus nach einem vollkommen sündlosen Leben (Hebräer 4,15) seine engsten Freunde hinters Licht führte und ihnen eine riesige Lüge auftischte. Wobei er zudem wusste, dass man sie wegen ihres Glaubens an ihn rücksichtslos verfolgen und schließlich zu Tode bringen würde. Über die Auferstehung Jesu gab es mehr Verschwörungstheorien als über das Attentat auf den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy in Dallas/Texas am 22. November 1963. Manche Theorien über Kennedy sind zum Teil glaubhaft, die Verschwörungstheorie über die Auferstehung Jesu Christi jedoch nicht.


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Schlechte Beleuchtung? 1907 hatte der britische Gelehrte Kirsopp Lake einen anderen raffinierten Vorschlag. Anders als die Vertreter der Verschwörungstheorie akzeptierte er, dass Jesus, wie berichtet, gestorben und begraben worden ist. Die Bibel berichtet uns, dass am ersten Sonntagmorgen drei Frauen zu dem Grab gingen, um in der Morgendämmerung den Leib einzubalsamieren (Lukas 24,1). Als Lake dies aber las, hatte er eine wundersame Eingebung: Die emotional aufgewühlten Frauen verliefen sich in der Dämmerung und gingen zu einer falschen Gruft.

Rembrandt: Grablegung

Auf den ersten Blick könnte es so gewesen sein, aber beim genaueren Nachdenken scheint dieses Versehen unhaltbar zu sein. Es ist eine Sache zu glauben, dass die drei aufgewühlten Frauen die falsche Abzweigung nahmen, weil es noch dämmrig war, aber es passt nicht zu dem, was anschließend berichtet wird. Als sie zurück in die Stadt liefen und den Jüngern berichteten, rannten Petrus und Johannes zum Grab, um sich selbst zu überzeugen. Gingen auch sie zum falschen Grab – am


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helllichten Tag? Wohl kaum. Später kam eine der Marias zurück. Hatte sie sich schon wieder verlaufen? Auch die anderen Frauen kamen wieder zurück. Machten sie den gleichen Fehler noch einmal? Außerdem hätten sich Gerüchte über eine Auferstehung in Windeseile herumgesprochen. Wollen wir wirklich glauben, dass an diesem Sonntagmorgen der Friedhof von Menschen wimmelte, die alle auf der Suche nach einem offenen Grab waren, und dass keiner von ihnen das richtige finden konnte? Und noch eine Frage: Warum hat niemand bei Joseph, dem Grabeigentümer, nachgefragt? Ist es vorstellbar, dass sich Joseph sein Grab sorgsam aussuchen, einen lieben Freund hineinlegen und dann vergessen würde, wo das Grab war? Selbst wenn es so gewesen wäre, wären die jüdischen Obersten, die Jesus zu Tode verfolgt hatten, doch gern behilflich gewesen. Wie dem auch sei, Kirsopp Lake geht über diese Fragen schnell hinweg und lässt die weitere Aussage der Bibel außen vor, denn wir lesen weiter, dass die Frauen einen Engel trafen. Ohne es näher zu begründen, sagt Lake, dies sei kein Engel gewesen, sondern ein Gärtner, der den Frauen sagte: „Ihr sucht Jesus, er ist nicht hier.“ Dies würde zu der Theorie des ‚falschen Grabes‘ passen, aber Lake lässt hier bewusst das weg, was der Engel laut Bibel weiter gesagt hat: „Er ist auferstanden.“ Er stützt seine Behauptung auf den ersten Teil der Aussage des Engels, schreibt sie einem Gärtner zu und lässt den zweiten Teil einfach unter den Tisch fallen. Dadurch verändert er bewusst den Sinn der Aussage. Noch etwas anderes macht die Theorie von Lake zunichte. Zwei der Frauen waren nämlich vor 36 Stunden beim Begräbnis dabei und ‚sahen zu, wohin er gelegt wurde‘ (Markus 15,47). Das Wort, das mit ‚Zusehen‘ übersetzt wird, bedeutet wörtlich ‚mit Interesse und Absicht genau hinschauen, auf Einzelheiten achten‘. Wenn wir das im Hinterkopf behalten, hätten dann beide Marias die Stelle vergessen, wo sie doch zuvor so genau zugesehen hatten?


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Lake versucht hier zu argumentieren: „Es ist doch sehr zu bezweifeln, dass sie bei dem Begräbnis so nahe am Grab gewesen sind … Es ist wahrscheinlicher, dass sie von Weitem zugesehen haben.“19 Auch mit dieser Aussage befindet er sich auf sehr dünnem Eis, denn die Bibel erwähnt ausdrücklich, dass die Frauen „sich das Grab ansahen und wie sein Leib hineingelegt wurde“ (Lukas 23,55). Wie hätten sie das aus der Ferne beobachten können? Wieder versucht Lake, seine Theorien zu begründen, indem er einfach Bibelaussagen weglässt, die seine Erklärungen als Lüge enttarnen würden.

Grabräuber? Eine weitere Ansicht stützt sich auf die Theorie, dass der Leib Jesu irgendwann zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen aus dem Grab entfernt wurde. Das wäre eine Erklärung, warum es leer war, als die Frauen früh am Sonntagmorgen dorthin kamen. Aber wurde das Grab ausgeraubt? Hierfür gibt es vier Erklärungsversuche. Der erste wäre, dass eine oder mehrere Personen den Leib gestohlen haben; jedoch hat bisher niemand eine Erklärung zum Motiv oder zur Gelegenheit der Tat, geschweige denn eine Erklärung, wie er oder sie eine bewaffnete römische Wache hätten überwältigen können. Zum Motiv:


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Jesus war kein reicher Mann, dem man wertvolle Gegenstände mit ins Grab gegeben hätte – im Gegenteil. Die Bibel erwähnt weiterhin, dass die Grabtücher im Grab zurückgeblieben waren, d.h. alles, was geraubt worden wäre, wäre der nackte Leib Jesu gewesen. Warum sollte das jemand tun? Sir J.N.D. Anderson, Professor of Oriental Law der Universität London, sagte: „Einen Juden aus damaliger Zeit konnte man wohl kaum des Diebstahls von Leichen zu Versuchszwecken bezichtigen!“20 Weitere ‚Verdächtige‘ waren die römischen Behörden. Sie hatten die einmalige Gelegenheit, denn sie waren für das Grab und dessen Inhalt verantwortlich. Aber welches Motiv sollten sie gehabt haben? Nervös darüber, dass einige sonderbare Dinge passieren könnten, hatte Pilatus für maximale Sicherung gesorgt: Er versah das Grab mit einer bewaffneten römischen Wache und mit seinem eigenen Siegel. Das Brechen des Siegels wurde mit dem Tode bestraft. Was wäre gewonnen, wenn man den Leib Jesu woanders hingebracht hätte? Pilatus wollte den Fall so schnell wie möglich loswerden und seine Hände in Unschuld waschen (Matthäus 27,24). Warum also sollte er den Leib beseitigen? Dieser Theorie fehlt ebenfalls jede Grundlage. Hätten die Römer den Leib Jesu gehabt, hätten sie ihn sofort präsentieren können, als die Jünger anfingen zu behaupten, dass Jesus von den Toten auferstanden war – und das Christentum wäre sofort in sich zusammengefallen.


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Der dritte Erklärungsversuch besagt, dass die jüdischen religiösen Führer den Leib gestohlen haben. Sie hätten mit Sicherheit das stärkste Motiv gehabt. Da Jesus behauptete, die Prophezeiung seines Todes und seiner Auferstehung am dritten Tag erfüllen zu wollen (Markus 8,31), hätten sie seinen Leib nur vier Tage unter Verschluss halten müssen und die ganze ‚Jesus-Bewegung‘ wäre sofort im Sand verlaufen. Warum haben sie das nicht getan? Als die Jünger anfingen von der Auferstehung zu predigen, ließen die religiösen Führer sie verhaften, foltern und exekutieren. Das wäre unnötig gewesen, wenn sie den Leib hätten präsentieren können. Der schottische Theologe Professor Andrew Fairbairn hat es sehr treffend formuliert: „Das Schweigen der Juden ist so bedeutungsvoll wie das Reden der Christen.“21 Die vierten Verdächtigen sind Jesu eigene Jünger. Aber auch hier finden wir kein Motiv und keine Gelegenheit. Ihr Führer war tot und lag im Grab eines seiner Anhänger, der ein angesehenes Ratsmitglied war (Markus 15,43). Warum sollten sie den Leib irgendwo anders hinbringen? Außerdem hätten sie dazu auch kaum eine Gelegenheit gehabt. Als Jesus Christus verhaftet wurde, verließen ihn alle seine Jünger und flohen (Markus 15,40). Und nach seiner Hinrichtung saßen sie aus Angst vor den Juden hinter ver-


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schlossenen Türen (Johannes 20,19), weil sie befürchten mussten, die Nächsten zu sein. Kann man sich ernsthaft vorstellen, dass dieser verängstigte Haufen Jünger plötzlich den Mut hatte, zum Grab zu gehen, die Wache anzugreifen, die Todesstrafe zu riskieren, weil sie das Siegel aufgebrochen hatten, und das alles nur, um einen toten Körper zu stehlen, der ja im Grab eines Anhängers schon in Sicherheit war? Wenn sie es getan haben sollten, warum gibt es keinen Bericht, dass sie für dieses Vergehen zur Rechenschaft gezogen wurden? Die Vorstellung, dass die Jünger Diebe sein sollten, wirft nämlich noch zwei weitere Fragen auf: Die erste ist eine Frage der Ethik. Diese Männer waren von Jesus Christus stark beeinflusst worden und ihr Leben hatte sich komplett verändert. Einer von ihnen schrieb später einmal, dass man „seine Zunge und seine Lippen vom Bösen zurückhalten und nicht Trug reden solle“ (1. Petrus 3,10), um ein Leben unter Gottes Segen führen zu können. Es ist schwer vorstellbar, dass Männer, deren moralische Maßstäbe sich dermaßen verändert hatten, nun ihre Predigten auf selbst erdachten Lügengeschichten aufbauen würden.

Rembrandt: Das leere Grab

Die zweite Frage ist eine Frage der Psychologie. Kurz nach der Auferstehung wurden diese wenigen ungläubigen und deprimierten Männer zu einer dynamischen, furchtlosen Gruppe von Gläubigen. Sie waren bereit, sich der Verfol-


gung, Inhaftierung und Hinrichtung zu stellen, anstatt ihre Überzeugungen zu verleugnen. Als ihnen gedroht wurde, nicht weiter von der Auferstehung Jesu zu predigen, antworteten sie: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apo­ stelgeschichte 5,29). Und sie predigten trotzdem weiter! Diese Veränderung war es, die Charles Colson von der Wahrheit der Auferstehung Jesu überzeugte. Colson war der Chefberater des amerikanischen Präsidenten Richard Nixon (1969-1974) und tief in die Watergate-Affäre verstrickt. Am 17. Juni 1972 war in das Hauptquartier der Demokratischen Partei Watergate in Washington D.C. eingebrochen worden. Das Verbrechen sollte vertuscht werden, aber innerhalb eines Monats nachdem das Gerichtsverfahren begonnen hatte, stellten sich drei der Beteiligten und trugen somit zur Aufdeckung der Verschwörung bei. Später schrieb Colson, nachdem er Christ geworden war: „Was ich in der Watergate-Affäre erlebt habe, war die Unfähigkeit mächtiger und motivierter Männer, eine Verschwörung aufrechtzuerhalten, die auf einer Lüge aufgebaut ist … Dennoch nahmen die Jünger Jesu ihre mögliche Hinrichtung in Kauf, weil sie tatsächlich gesehen hatten, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Es gab keine Verschwörung. Menschen geben nicht ihre Behaglichkeit auf und schon gar nicht ihr Leben für etwas, wovon sie wissen, dass es nicht stimmt.“22 Das ist enorm wichtig. Manchmal sind Menschen bereit, für ihre Überzeugung zu sterben (das haben viele Fanatiker getan), aber niemand wäre bereit, für eine Sache zu sterben, von der er weiß, dass sie falsch ist.

Watergate © wikimedia

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Die Zeugen So viel zu den verschiedenen Erklärungsversuchen über das, was geschehen sein könnte – aber sie alle widersprechen dem stärksten Beweis in der Bibel dafür, dass die Auferstehung Jesu wirklich stattgefunden hat: Die Tatsache, dass er nach seinem Tod und seiner Grablegung verschiedenen Leuten an unterschiedlichen Orten erschienen ist. Sechs verschiedene Zeugen berichten unabhängig voneinander von elf unterschiedlichen Gelegenheiten, bei denen Jesus Christus Menschen während eines Zeitraums von 40 Tagen (Apg. 1, 3) erschienen ist. Zwei Ereignisse haben wir bereits behandelt, aber der Vollständigkeit halber werden sie hier noch einmal mit erwähnt.

Mit eigenen Augen gesehen: Markus berichtet uns, dass Jesus nach seiner Auferstehung zuerst Maria Magdalena, von welcher er sieben Dämonen ausgetrieben hatte, erschienen ist (Markus 16,9). „Jesus traf sie“ – das ist eine Gruppe von Frauen, die zurück nach Jerusalem eilten, um den Jüngern von dem leeren Grab und dem, was der Engel gesagt hatte, zu berichten (Matthäus 28,9). Später am gleichen Tag, als zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus waren, einem Dorf, das ca. 5 km von Jerusalem entfernt war, „nahte sich Jesus und ging mit ihnen“ (Lukas 24,15).


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Nachdem diese Jünger mit Jesus gegessen hatten, eilten sie nach Jerusalem zurück, um es den anderen Jüngern zu erzählen. Aber bevor sie das taten, wurde ihnen gesagt: „Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!“ (Lukas 24,34). Während die Jünger ganz aufgeregt über dieses außergewöhnliche Ereignis sprachen, „trat Jesus selbst in ihre Mitte, und er sprach zu ihnen: ‚Friede sei mit euch!’“ (Lukas 24,36). Eine Woche später, als sich die Jünger in demselben Haus versteckten, „kam Jesus und trat in ihre Mitte und sprach: Friede sei mit euch!“ (Johannes 20,26). Später „offenbarte sich Jesus seinen Jüngern am See Tiberias“ (Johannes 21,1). Bei einer anderen Gelegenheit „ist Jesus mehr als 500 Brüdern (d. h. Christusgläubigen) auf einmal erschienen“ (1. Korinther 15,6). Er „erschien auch dem Jakobus“ (1. Korinther 15,7). Dann erschien er den elf Jüngern, als sie auf einem Berg in Galiläa waren: „Und als sie ihn sahen, warfen sie sich anbetend vor ihm nieder“ (Matthäus 28,17). Schließlich berichtet der Arzt Lukas, dass Jesus die Jünger sieben Wochen nach seiner Auferstehung „hinaus bis nach Betanien geleitet hat und nachdem er ihnen noch einige wichtige Dinge gesagt hatte, schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel“ (Lukas 24,50-51).


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… und dann Paulus Die ersten Leiter der christlichen Gemeinde wurden Apostel genannt. Sie „mussten Zeugen seiner Auferstehung sein“ (Apostelgeschichte 1,22). Der Apostel Paulus war in diesem Sinne nie ein solcher Zeuge, weil er zur Zeit der Auferstehung Jesu noch zu den Feinden der Christen gehörte. Als er aber einige Jahre später alle Menschen aufzählte, die Jesus begegnet waren, fügt er hinzu: „… zuletzt erschien er auch mir“ (1. Korinther 15,8). Das war lange, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war. Paulus fügt außerdem hinzu: „Denn ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe“ (1. Korinther 15,9). Trotz seiner Vergangenheit als religiöser Terrorist scheint er Gottes Gnade herausstellen zu wollen. Sein Anspruch, Jesus gesehen zu haben, ist genauso wie bei allen elf erwähnten Fällen gerechtfertigt. Als die Menschen in Korinth seinen Status und seine Autorität infrage stellten, antwortete er, ohne zu zögern: „Bin ich nicht Apostel? Habe ich nicht unseren Herrn Jesus Christus gesehen?“ (1. Korinther 9,1).


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Alle Lügner? Der Beweis, dass Jesus nach seinem Tod lebendig gesehen wurde, ist beeindruckend. Das konnte aber nicht verhindern, dass er infrage gestellt und verleugnet wurde. Es wird sogar behauptet, dass die Zeugen gelogen haben. Es gibt nicht den Hauch eines Hinweises, der diese Behauptung stützen würde – und was für ein Motiv könnten die Zeugen gehabt haben, so zu handeln? Schließlich brachte es sie in ernste Schwierigkeiten zu behaupten, dass sie ihn nach seinem Tod lebendig gesehen haben. Allein Paulus´ Erlebnis widerlegt die Annahme, dass sie gelogen haben könnten, als sie sagten, dass sie Jesus nach seiner Auferstehung begegnet sind. Paulus war einmal ein gefürchteter Verfolger der Christen. Einer, der mit Erlaubnis der Obersten der Juden „Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn geschnaubt hatte“ (Apostelgeschichte 9,1). Nach seiner Bekehrung zu Jesus Christus konnte er sich praktisch nirgendwo blicken lassen, ohne Angst um sein Leben haben zu müssen. Mit anderen Worten: Sein Dienst als Apostel brachte ihn „in Gefahren vom eigenen Volk, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüste, in Gefahren auf dem Meer, in Gefahren unter falschen Brüdern; in Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße“ (2. Korinther 11,26-27). Kann man sich vorstellen, dass er sich absichtlich dem allen ausgeliefert hat und letztlich bereit war, für etwas zu sterben, von dem er wusste, dass er es


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sich ausgedacht hat? Niemals. Jeder gute Psychologe würde gleich sehen, wie hier der Hase läuft. Menschen lügen manchmal, um aus Schwierigkeiten herauszukommen, aber sie würden niemals lügen, um welche zu bekommen.

Alles nur Fantasie? Ein weiterer Angriff auf die sogenannten Erscheinungen ist, sie als Halluzinationen abzutun, die aufgrund der traumatischen Erlebnisse der Jünger nach dem Tod ihres Herrn entstanden sind. Das ist leicht zu behaupten, aber unmöglich zu beweisen. Halluzinationen passen sich bestimmten Gesetzen an, wobei in diesem Fall keines davon zutrifft. Der Mediziner Professor A. Rendle Short sagt: „Die Erscheinungen des Auferstandenen widersprechen jedem bekannten Gesetz von Visionen.“23

Erstens, Halluzinationen treten vorwiegend bei Menschen auf, die als ‚neurotisch‘, wenn nicht gar als ‚psychotisch‘ bezeichnet werden können. Die Menschen aber, die behaupteten Jesus gesehen zu haben, waren nicht nur ver-


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zweifelte Frauen, sondern auch der hitzköpfige Johannes, der energische Petrus, der Beamte Matthäus, ein brillanter Intellektueller wie Paulus sowie ein sturer Skeptiker wie Thomas. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sie neurotisch oder psychotisch waren. Zweitens, Halluzinationen geschehen gewöhnlich in vertrauten Umgebungen und zu Zeiten, in denen die Betroffenen in sentimentalen Emotionen und Erinnerungen schweben. Jesus Christus erschien diesen Menschen aber kaum an den Orten, wo er zuvor mit seinen Jüngern war. Er erschien in einem Garten, in einem Haus, an der Straße, auf dem Land, am Seeufer und auf einem Berg – und das auch zu verschiedenen Tageszeiten. Drittens, Halluzinationen knüpfen an das Unterbewusstsein einer Person an und sind deshalb sehr individuell. Die Bibel berichtet uns jedoch, dass Jesus nicht nur Einzelne getroffen hat, sondern zwei, drei, sieben und einmal sogar mehr als 500 Menschen gleichzeitig. Es mag Leute geben, die ehrlicherweise behaupten, etwas Ungewöhnliches und Einzigartiges gesehen zu haben, aber noch nie hat man gehört, dass 500 Personen dieselbe Sinnestäuschung auf einmal gehabt haben. Mein Freund sprach einmal in einer Studentenversammlung vor mehr als 200 Personen. Plötzlich zog er eine Schere heraus und schnitt die Krawatte des Schulleiters ab (das war zuvor abgesprochen!). Dann wandte er sich den


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Studenten zu und sagte: „Stellt euch vor, ihr trefft auf dem Heimweg einen Freund, der heute Morgen nicht hier war und erzählt ihm, dass der Redner die Krawatte des Schulleiters abgeschnitten hat. Er würde denken, ihr wollt ihn auf den Arm nehmen. Aber angenommen, zwei oder drei Mitstudenten würden ihm das Gleiche erzählen und am darauffolgenden Tag 30 weitere Mitschüler ebenso. Wenn nun alle 200 Studenten, die hier sind, ihm die gleiche Geschichte berichteten, hätte er dann noch Grund zu zweifeln? So sind 500 Menschen, die behaupten, sie haben Jesus nach seinem Tod gesehen, ein absolut starker Beweis für die Wahrheit ihrer Aussage.“ Als Paulus die ‚mehr als 500‘ erwähnte, sagte er „von denen die meisten noch leben“ (1. Korinther 15,6). Auch wenn die Menschen Paulus nicht geglaubt hätten, so hätte man die Hälfte von ihnen befragen können und jeder hätte das Gleiche behauptet. Die Schwierigkeit für den Skeptiker ist nicht zu erklären, warum so viele Leute diese Halluzination hatten, sondern warum es unter all diesen Leuten keinen Einzigen gab, der sie nicht hatte! Der amerikanische Theologe J. Gresham Machen war von der Auferstehung überzeugt und meinte einmal ironisch: „Wenn all diese Leute halluzinierten, als sie behaupteten, Jesus Christus nach seinem Tod lebend gesehen zu haben, wäre die christliche Gemeinde nie entstanden, wenn es einen kompetenten Neurologen gegeben hätte, der sie behandelt hätte.“


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Wunschdenken? Ein drittes Argument gegen die Auferstehung behauptet, dass die Zeugen so von dem Wunsch beseelt waren, dass Jesus wieder zurückkam, dass für sie ihr Wunschdenken Wirklichkeit wurde. Immer noch behaupten viele Leute, Elvis Presley lebend gesehen zu haben, obwohl er bereits 1977 gestorben ist. Es gibt sogar ein entsprechendes Internetforum, das Menschen vorbereitet, nicht überrascht zu sein, wenn sie ‚den King‘ in ihrem örtlichen Supermarkt oder im Swimmingpool des Nachbarn sehen. Bei der Auferstehung Jesu handelt es sich allerdings um eine ganz andere Qualität, denn seine Nachfolger erwarteten nicht, dass ihr Herr wieder lebendig werden würde. Die ersten Frauen gingen zum Grab, um ihn einzubalsamieren und nicht, um ihn zu umarmen. Als Maria den Jüngern erzählt hatte, dass sie Jesus gesehen hatten, ‚glaubten sie es nicht‘ (Markus 16,11). Einer der Jünger mit Namen Thomas ging sogar noch weiter und sagte: „Wenn ich nicht an seinen Händen das Nägelmal sehe und meinen Finger in das Nägelmal lege und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich es niemals glauben!“ (Johannes 20,25). Das war alles andere als Wunschdenken! Markus spricht von einer anderen Gelegenheit, bei der Jesus ihnen während eines Essens erschien und „ihren Unglauben und die Härte ihres Herzens tadelte, dass sie denen, die ihn auferstanden gesehen hatten, nicht geglaubt hatten“ (Markus 16,14). Selbst noch einige Wochen später, nachdem mittlerweile die


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meisten seiner Anhänger von seiner Auferstehung überzeugt waren, „zweifelten noch einige“ (Matthäus 28,17). Keines dieser Ereignisse lässt darauf schließen, dass sie überdreht waren. Paulus schreibt, dass er Jesus lange Zeit, nachdem die erste Begeisterung über seine Auferstehung abgeebbt war, gesehen hatte – und das, nachdem er das Ganze bereits für eine Lüge gehalten hatte. Diese Auferstehung war nicht nur das Letzte, was er erwartet hatte, nein, er wollte es auch ganz und gar nicht. Deshalb kann man kaum behaupten, dass er vom Wunschdenken einer Auferstehung erfüllt war, die ihn dann halluzinieren ließ. Diese ersten Christen waren äußerst skeptisch, bis sie vom Gegenteil überzeugt waren und es nicht mehr leugnen konnten.

Geistergeschichten? Der Theologe Karl Theodor Keim startete im 19. Jahrhundert einen weiteren Angriff auf die Auferstehung, indem er behauptete, die Jünger hätten einen Geist oder ein Gespenst gesehen. Wenn wir aber die Bibel dagegen halten, fällt auch diese Idee in sich zusammen. Als Jesus Christus die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus traf, aß er mit ihnen. „Er nahm das Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen“ (Lukas 24,30). Dieser Vorfall ‚vermasselt‘ Keims Vorschlag, denn bekannterweise gehen Geister nicht umher und verteilen Essen!


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Als Jesus Christus seine Jünger in ihrem Versteck besuchte, hatten sie schreckliche Angst, aber er sagte ihnen: „Was seid ihr so erschrocken, und warum steigen Zweifel auf in euren Herzen? Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es bin! Rührt mich an und schaut, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich es habe!“ (Lukas 24,38-39). „Da sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Da reichten sie ihm ein Stück gebratenen Fisch und etwas Wabenhonig. Und er nahm es und aß vor ihnen“ (Lukas 24,41-43). Jesus forderte ihre Sinne heraus – sehen, hören und fühlen –, um ihnen zu zeigen, dass er kein körperloser Geist war.

Jesus spricht: „Seht an meinen Händen und meinen Füßen, dass ich es bin!“ (Lukas 24,39)

Auf die gleiche Weise ging er auch mit Thomas um: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!“ (Johannes 20,27). Später am See Genezareth lud Jesus sieben seiner Jünger ein und sagte: „Kommt zum Frühstück!“ (Johannes 21,12). Das hatte Petrus so beeindruckt, dass er später von sich und den Aposteln schrieb, „die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner Auferstehung aus den Toten“ (Apostel­ geschichte 10,41).


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Das alles sagt uns, dass Jesus nach seiner Auferstehung einen physischen Körper aus Fleisch und Blut hatte, jedoch ohne die natürlichen Einschränkungen. Sein verwandelter Körper verließ die Leichentücher, ohne sie zu berühren. Er konnte durch Wände gehen und dennoch essen. Wenn er wollte, konnte er erscheinen oder wieder verschwinden. Er konnte in einen Raum hineingehen, ohne durch eine Tür oder ein Fenster zu müssen, und dennoch waren die Narben seiner Kreuzigung an Händen, Füßen und der Seite zu sehen. Das könnte erklären, warum einige, denen er begegnete, ihn nicht sofort erkannten. Sein Auferstehungsleib war vergleichbar mit seinem Körper vor seinem Tod, aber dennoch nicht identisch mit diesem. Die Tatsache, dass wir es nicht verstehen können, ist kein Grund, es zu leugnen. Die Auferstehung Jesu ist definitiv keine Geistergeschichte. Der neuzeitliche britische Autor John Benton hat recht, wenn er sagt: „Seit 2000 Jahren versuchen Menschen, Erklärungen für die Auferstehungsberichte zu finden, aber nie wurde eine annähernd plausible Erklärung gefunden. Das spricht doch für sich!“26

Ausführliche Berichterstattung Es gibt vier leicht zu übersehende Tatsachen die die Wahrheit der Auferstehungsgeschichte bestätigen. Die erste Tatsache ist, dass es gar keinen Bericht über das eigentliche Geschehen gibt. Das sieht aus wie ein schwacher Hin-


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weis, ist aber genau das Gegenteil. Hätten die Apostel die Auferstehung erfunden, ist es schwer vorstellbar, dass sie keinen Augenzeugenbericht geliefert haben, gespickt mit ausgeschmückten Beschreibungen. Aber sie berichten gar nichts darüber und dieses Schweigen ist bezeichnend! Zweitens, als Petrus am Sonntagmorgen in das Grab ging, „sah er die Tücher daliegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengewickelt an einem besonderen Ort“ (Johannes 20,6-7). Kurze Zeit später bestätigt Johannes die Aussage von Petrus. Auf den ersten Blick scheint es unwichtig zu sein, wo die Tücher lagen. Dem ist aber nicht so. Das Wort ‚liegen‘ (zweimal im Zusammenhang mit den Leinentüchern) gibt ein griechisches Wort wieder, das gewöhnlich gebraucht wurde, wenn etwas bewusst an einem bestimmten Ort abgelegt worden ist. Der Begriff für das zusammengelegte Schweißtuch bedeutet so viel wie ‚aufgewickelt‘. 27 Die Grabtücher sahen aus wie der leere Kokon einer Raupe. Das widerspricht der Verschwörungstheorie oder einer Nahtod-Erfahrung, nach welcher Jesus sich erholt und sich aus den ‚bleischweren‘ Grabtüchern gewunden hätte. 28 Es ist auch kaum vorstellbar, dass Jesus die Tücher ordentlich zusammengelegt hatte.


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Wären Grabräuber (Römer, Juden oder Jünger) das Risiko einer Verhaftung eingegangen, indem sie zuvor noch alles schön zusammengelegt hätten? Sicher nicht. Stattdessen sahen die Grabtücher so aus, als wären sie vom Körper abgeglitten, als er sie verließ. So jedenfalls empfand es Johannes, von dem geschrieben steht, dass er „sah und glaubte“ (Johannes 20,8). Und was ihn überzeugt hatte, war nicht allein die Tatsache, dass der Leib nicht mehr da war, sondern dass er sah, wie die Grabtücher zurückgelassen worden waren. Drittens, die Auferstehungsgeschichte gewinnt an Glaubwürdigkeit, indem sich Jesus Christus zuerst einer Frau zeigt. Für uns in der modernen westlichen Kultur scheint das keine besondere Sache zu sein, aber im Mittleren Osten vor 2000 Jahren war das sehr bedeutend, denn Frauen galten damals nicht sehr viel. Der Autor Michael Green sagt: „Frauen waren Niemande; sie waren Besitztümer und konnten in manchen Fällen sogar verkauft werden; sie durften nicht einmal als Zeugen vor Gericht aussagen.“29


Das mag zum Teil erklären, warum die Worte der Frauen den Jüngern „wie ein Märchen“ vorkamen (Lukas 24,11) und sie ihnen nicht glaubten, als sie ihnen erzählten, dass sie Jesus gesehen haben. Ihre Reaktion glich der des Philosophen Celsus im 2. Jahrhundert: „Er zog die Auferstehung ins Lächerliche als etwas, das auf den Aussagen einer hysterischen Frau beruhte.“30 Das Letzte, womit die Jünger rechneten, war, dass Jesus von den Toten auferstehen würde. Und schon gar nicht würden sie den Worten einer Frau Glauben schenken. Hätten die Frauen diese Geschichte erfunden, dann hätte man ihnen mit Sicherheit keine Bedeutung beigemessen. Viertens, obwohl alle vier Evangelien von der Auferstehung berichten, kann man keine genaue Abfolge der Geschehnisse nachvollziehen. Was hier zuerst wie ein Manko aussieht, erweist sich schlussendlich doch als das Gegenteil. Hätten die vier Schreiber die Geschichte erfunden, hätten sie doch sichergestellt, dass ihre Versionen genau zusammenpassen, sodass sie alle das Gleiche vertraten. Aber ihre Versionen unterscheiden sich voneinander – bis auf die einstimmige Tatsache, dass das Grab leer war und Jesus Christus lebendig gesehen worden ist. Vor Gericht mögen Zeugen die Wahrheit über einen Vorfall aus ihrer Perspektive erzählen, dennoch kann jede Aussage den Schwerpunkt auf eine andere Einzelheit legen, ohne der grundlegenden Wahrheit dessen, was passiert ist, zu widersprechen. Andererseits stimmen sogar

Aulus Cornelius Celsus © wikimedia

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Kriminelle ihre Aussagen aufeinander ab, ohne dass dies bei Gericht auffallen würde. Zeitungsberichte über ein sportliches Ereignis können so unterschiedlich sein, dass man sich beim Lesen manchmal fragt, ob die Reporter alle dasselbe Spiel gesehen haben. Aber alle nennen den gleichen Spielendstand. Genauso ist es mit den vier wichtigsten Berichten über die Auferstehung: Sie unterscheiden sich in den Details – aber was am Ende zählt, ist: Jesus Christus ist auferstanden.

Der Terrorist Eine der bedeutendsten Aussagen über die Auferstehung Jesu, die je gemacht wurde, stammt aus der Feder des Apostels Paulus – und das bei seinem Hintergrund! Sein Geburtsname war Saulus. Etwa um das Jahr 10 v. Chr. wurde er in Tarsus geboren, einer Universitätsstadt, die ein Handelszentrum in dem Gebiet der heutigen Türkei war. Damals war Tarsus die Hauptstadt der römischen Provinz Cilicien in Kleinasien. Paulus´ Eltern waren fromme Juden und konnten ihren Stammbaum bis zum Stamm Benjamin im Alten Testament zurückverfolgen. Er war von Geburt an Jude und entsprechend dem jüdischen Gesetz am achten Tag beschnitten worden. Nach seiner religiösen Ausbildung in Tarsus zog er nach Jerusalem, um bei Gamaliel, einem der bedeutendsten Rabbiner, zu studieren. Noch als


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„Nachdem sie Paulus gesteinigt hatten…“ (Apostelgeschichte 14,19)

Student schloss er sich der strengsten jüdischen Sekte an und wurde ein Pharisäer. Als solcher akzeptierte er das gesamte Alte Testament als Gottes Gesetz und widerstand allen, die einen lockeren Umgang mit den alten Schriften pflegten. Als die christliche Gemeinde entstand, sah er sie als eine Bedrohung für den jüdischen Glauben. Er glaubte, dass Gott eines Tages den verheißenen Messias (den Christus Gottes) senden würde, um die Verheißungen des Alten Testaments zu erfüllen und schließlich ein vollkommenes und ewiges Reich aufzurichten. Ungefähr 400 Jahre nach der letzten alttestamentlichen Prophezeiung tauchte plötzlich Jesus auf und behauptete, der verheißene Messias zu sein und dass sich alle Prophetien auf ihn beziehen (siehe Lukas 4,16-30). Die ersten Christen glaubten nicht nur, dass Jesus die Wahrheit sagt, sondern auch, dass er nach seinem Tod auferstanden ist und damit bestätigte, dass er sowohl Mensch als auch Gott war. Das war der springende Punkt. Es war für Paulus unvorstellbar, dass der Sohn eines Zimmermanns aus dem kleinen Dorf Nazareth, das nicht einmal im Alten Testament erwähnt wird, und der wie ein Schwerverbrecher hinge-


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richtet worden war, gleichzeitig Gott und Mensch sein sollte. Er war fest entschlossen, diejenigen zu vernichten, die auf einmal jemanden anbeteten, den er für einen Gotteslästerer hielt. So machte er es sich zur Aufgabe, Christen zu suchen und zu vernichten. Er begann, in Jerusalem Christen aus ihren Häusern zu treiben und ins Gefängnis werfen zu lassen (siehe Apostelgeschichte 8,3). Später zog er mit bewaffneten Männern, im Auftrag der Hohenpriester, bis zur Stadt Damaskus in Syrien. Wo immer er Christen fand, zog er sie vor Gericht und versuchte, sie zur Gotteslästerung zu provozieren; oder trieb sie ‚rasend vor Zorn‘ (Apostelgeschichte 26,11) zurück nach Jerusalem, um sie unter Strafe zu stellen. Was in manchen Fällen auch Todesstrafe hieß. Stephanus, einer der frühen Christenprediger, bekam dies als Erster zu spüren. Paulus hatte seinem Tod ‚zugestimmt‘ (Apostelgeschichte 8,1).


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Dann geschah jedoch etwas Erstaunliches – Saulus wurde Christ! Plötzlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Er war nicht für die Wahrheit, sondern gegen die Wahrheit vorgegangen, als er den christlichen Glauben so grausam verfolgt hatte. Jesus war wirklich Gott, er war wirklich in diese Welt gekommen, um Männer und Frauen wieder in die Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer zu bringen; sein Tod am Kreuz war wirklich ein Akt göttlicher Liebe, indem er zur Sühnung der Sünde der Menschheit gestorben war. Dann ist er wirklich von den Toten auferstanden und ein lebendiger Retter für die geworden, die ihr Vertrauen auf ihn setzen. Aber noch viel mehr: Der Verfolger Saulus wurde ein Prediger des Glaubens, den er vorher zerstören wollte. Unter seinem römischen Namen Paulus schrieb er mehr über die Auferstehung als jeder andere Schreiber des Neuen Testaments. Ein Abschnitt zeigt dies besonders deutlich: Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen dann etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden! Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich, und vergeblich auch euer Glaube! Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden! Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen! (1. Korinther 15,12-19)


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Leben nach dem Tod? Der britische Philosoph Bertrand Russell hatte eine einfache Sicht über das Leben nach dem Tod: So etwas gibt es nicht! Mit seinen Worten: „Wenn ich sterbe, verrotte ich und nichts von meinem Ego soll überleben.“31 Das nennt man Annihilation (Seelentod). Diese Lehre mancher Sekten besagt, dass es nur dieses Leben hier auf der Erde gibt und dass nach dem Tod nichts mehr kommt. Unsere Seelen werden im Augenblick unseres Todes wie eine Kerze ausgepustet und unsere Körper zerfallen allmählich. Paulus betont, wenn das wahr wäre, würde das Christentum in sich zusammenfallen, denn es gründet sich auf die leibliche Auferstehung Jesu: „Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen dann etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten? Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden!“ (V. 12-13). Paulus macht hier sehr logisch deutlich, was die Folge wäre: Wenn Jesus noch immer im Grab wäre, dann basierte der christliche Glaube lediglich auf einem von Menschen gemachten moralischen oder religiösen System, aufgebaut auf einer riesigen Lüge.


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Nur heiße Luft? Paulus führt dann eine Liste mit Argumenten an, die die Folge dieser Annahme wären: „… dann ist unsere Verkündigung vergeblich“ (V. 14). Paulus ist einer von den Aposteln, die den auferstandenen Jesus gesehen haben und von ihm beauftragt wurden, seine Botschaft in die Welt zu tragen. Wenn Paulus sagt, dass ihre Verkündigung ohne die Auferstehung vergeblich gewesen wäre, meint er nicht, dass sie stillos oder kraftlos gewesen wäre, sondern dass sie völlig nutzlos gewesen wäre. Das Wort ‚vergeblich‘ gibt das griechische Wort ‚kenos‘ wieder, was so viel bedeutet wie ‚leer‘ oder ‚hohl‘. Wenn Jesus Christus nicht auferstanden wäre, dann wären die Berichte darüber nicht einmal das Papyrus wert gewesen, auf das sie geschrieben wurden. Paulus übertreibt nicht. Als der Apostel Petrus die erste überlieferte Predigt der christlichen Gemeinde hielt (Apostelgeschichte 2,14-41), drehte sich mehr als die Hälfte davon um die Auferstehung Jesu. Ihre Schlüsselaussage war: „ihn hat Gott auferweckt“ (Apostelgeschichte 2,24+32). Von da an drehten sich die Predigten der Apo­ stel um die Auferstehung: „Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus“ (Apo­stelgeschichte 4,33). Einige Verse vor dem Abschnitt, den wir betrachten, betont Paulus als wichtigste Tatsache


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mit oberster Priorität, dass Jesus starb, begraben wurde und „dass er auferstanden ist am dritten Tag“ (1. Korinther 15,3+4). Indem Paulus diese Ereignisse so hervorhebt, macht er seinen Lesern deutlich, dass unabhängig von allem, was er sie außerdem lehrte – sei es über Anbetung, persönliche Moralvorstellungen, Verhalten in der Arbeitswelt, Familienleben oder andere Bereiche –, nichts so wichtig war wie der Tod, das Begräbnis und die Auferstehung von Jesus Christus. Das dürfen wir nicht außer Acht lassen! Die ersten Christenprediger fielen nicht aus dem religiösen Rahmen, weil sie eine neue Anbetungsart vertraten oder vorschlugen, mit bestimmten Moralvorstellungen anders umzugehen, sondern weil sie „das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung aus den Toten verkündigten“ (Apostelgeschichte 4,2). Das war kein sensationelles „Extra“ zur Begeisterung der Masse; es war der Kern der gesamten Botschaft, nicht nur der Apostel, sondern aller Schreiber des Neuen Testaments. Der Mittelpunkt ihrer Lehre war keine Mo-


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ral, sondern ein Ereignis. Und wenn dieses Ereignis nie stattgefunden hat, können wir das Neue Testament in den Reißwolf befördern. Der schottische Gelehrte James S. Stewart schrieb über die Auferstehung Jesu: „Das ist kein Anhängsel des Glaubens. Es ist die Grundlage des Glaubens!“

Alle im selben Boot Paulus wird noch deutlicher, wenn er sagt: „und euer Glaube ist vergeblich“ (1. Korinther 15,14). Dieses Thema betraf nicht nur die ersten Christenprediger, sondern jeden (und schon bald waren es Tausende), der ihre Verkündigung hörte und sich daraufhin zu Christus bekannte. Wenn Jesus niemals von den Toten auferstanden ist, haben nicht nur die Apostel kompletten Unsinn erzählt, sondern auch alle anderen sind hinters Licht geführt worden und setzten ihre Hoffnung auf eine Fata Morgana. Einige Verse vorher schreibt Paulus den Christen in Korinth, dass sie in dem Evangelium (in dem die Auferstehung der Höhepunkt ist) „fest stehen“ (1. Korinther 15,1). Der christliche Glaube beansprucht, auf Fakten zu beruhen. Aber wenn der größte Fakt ein erdachtes Gebilde war, dann ‚standen‘ diese ersten Christen nirgendwo. Sie hingen mit ihrem Glauben in der Luft und hatten nichts, worauf sie sich stützen konnten. Das Gleiche würde für alle gelten, die seitdem Christen geworden sind, einschließlich der Millionen


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Christen, die heute leben. Ganz zu schweigen von weiteren Folgen, die hieraus resultieren würden: Ohne die Auferstehung Jesu wären die Millionen christlichen Märtyrer (im 20. Jahrhundert mehr als je zuvor) umsonst gestorben. Auch die großen Reformatoren wie Johannes Calvin, Thomas Cranmer, John Knox, Martin Luther und William Tyndale hätten dann besser daran getan, die Kirche zu zerstören, als sie zu reformieren, da sie auf Lügen aufgebaut war. Es würde auch bedeuten, dass jedes christliche Kirchengebäude, angefangen von der prächtigsten Kathedrale bis hin zur kleinsten Missionshütte, das Denkmal eines Märchens ist. Jeder Prediger, der die Bibel als Gottes Wort lehrt, ginge dann mit verdrehten Geschichten hausieren. Jeder Gottesdienst wäre eine Farce. Jedes Osterfest würde an ein Ereignis erinnern, das nie stattgefunden hat. Eine Behauptung, dass Jesus heute nur eine Handvoll Knochen und Staub ist, die irgendwo im Staub im Mittleren Osten begraben sind, hätte ungeheuerliche Auswirkungen.

Auf frischer Tat ertappt? Die nächste Aussage von Paulus ist noch ernster: „Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden!“ (V. 15). Das Wort ‘erfunden‘ bedeutet hier so viel wie ‚erwischt‘, wie ein Verbrecher auf frischer Tat ertappt wird; während das Wort ‚bezeugt‘ so


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Wissentliches Lügen über Gott käme einem Ver­ brechen gleich

viel Bedeutung hat, wie wenn ein Zeuge vor Gericht aussagen würde. Paulus will damit sagen, wenn er und die anderen Apostel behaupten, dass Gott den Herrn Jesus aus den Toten auferweckt hat, obwohl er nicht auferweckt wurde, wäre das vergleichbar mit einem Meineid. Das ist ein ernstes Vergehen, das schwer bestraft wird. Aber wissentlich Lügen über Gott zu verbreiten, ist noch viel schlimmer. Für Paulus wäre so etwas absolut undenkbar gewesen. Als „ein Hebräer von Hebräern“ (Philipper 3,5) floss der Glaube an Gott durch seine Adern, und als ein ausgezeichneter Gelehrter des Alten Testaments war sein Wissen über Gott außergewöhnlich. Er glaubte, dass Gott der Schöpfer und Erhalter des Universums ist (siehe 1. Mose 1,1 und 2. Chronika 2,11) – absolut heilig (siehe Jesaja 6, 1+3), allwissend (siehe Hiob 37,16) und Richter der Menschen (siehe Psalm 7,12). An einer anderen Stelle lehrte Paulus, dass der Tag kommen würde, an dem jeder von uns „Gott Rechenschaft geben wird“ (Römer 14,12). Deswegen ist es unmöglich, dass Paulus bewusst ein falsches Zeugnis gegen Gott ablegen, geschweige denn, dass er seinen gesamten Dienst auf eine gotteslästerliche Lüge gründen würde.


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Die 9. Spalte Nachdem Paulus in Vers 16 deutlich gemacht hat, dass „wenn Tote nicht auferweckt werden, auch Christus nicht auferweckt worden ist“, geht er jetzt noch einen Schritt weiter: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden“ (V. 17). Das Wort ‚nichtig‘ unterscheidet sich fast unmerklich von dem Wort ‚vergeblich‘, welches er zuvor gebraucht hatte in Bezug auf die Verkündigung der Apostel und den Glauben der Zuhörer. Im Urtext steht das Wort ‚mataia‘. Es bezeichnet etwas, das zu nichts zu gebrauchen ist, weil es nicht halten kann, was es verspricht. Wenn wir verstehen, warum Paulus dieses Wort hier verwendet, dann dringen wir zum Kern der christlichen Botschaft vor, nämlich warum Jesus Christus überhaupt gestorben ist. Von 1948 bis 1954 arbeitete ich auf dem Standesamt meiner Heimatinsel Guernsey. Ich werde nie vergessen, was ich beim Lesen von Todesurkunden empfunden habe. Die ersten acht Spalten (Geburtsdatum, Name, Alter, Angaben zu Eltern usw.) überflog ich schnell. Doch in der nächsten Spalte blieb ich oft hängen: Todesursache. Am Tag vor seinem Tod noch lebendig – vielleicht schwebte er noch nicht einmal in Lebensgefahr –, stand in Spalte 9, was dazu geführt hatte, dass nun alles


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anders war. Auch nach 50 Jahren sehe ich einige der Wörter noch vor mir, manchmal ganz kompliziert in medizinischen Fachbegriffen, manchmal auch mit einem einzigen traurigen Wort wie „Krebs“. Was immer in Spalte 9 stand, erklärte, wie ein Mensch zu Tode gekommen war. Aber warum? Warum betrifft der Tod jeden, egal welchen Rang und Namen er hat, ob Alt oder Jung, ob Reich oder Arm. Warum gleicht die ganze Welt einem Krankenhaus voller Todeskandidaten? Die Antwort ist der Schlüssel zu Paulus´ Lehre von der Auferstehung Jesu. Die Bibel sagt uns, dass der erste Mensch Adam „im Bilde Gottes“ geschaffen wurde (1. Mose 1,27). Das heißt nicht, dass er Gottes Größe oder Statur hatte, denn „Gott ist Geist“ (Johannes 4,24). Aber der Mensch war ein moralisches und geistliches Wesen und trotz aller Menschlichkeit das vollkommene Abbild eines heiligen Gottes. Er war aber keine Marionette, die nur das tat, was Gott wollte. Adam und seine Frau Eva konnten frei das tun und lassen, was sie wollten. Sie konnten ihrem Schöpfer entweder gehorchen oder auch nicht. Eine gewisse Zeit lebten sie auch im vollkommenen Gehorsam gegenüber Gott, in harmonischer Übereinstimmung mit seinem Willen. Sie genossen das, was Gott ihnen so liebevoll und großzügig gab. Dann kam die Katastrophe. Um es mit den Worten der Bibel auszudrücken: „Die Sünde kam in die Welt … und mit der Sünde der Tod“ (Römer 5,12). Als Adam und Eva sündigten, war das Ergebnis katastrophal und kann mit einem


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Wort zusammengefasst werden: ‚Tod‘. Wir müssen beachten, dass die Bibel mit ‚Tod‘ niemals ‚das Ende‘, sondern ‚Trennung‘ meint – die Trennung von der Quelle des Lebens. Die Todesstrafe, die also auf die Sünde folgte, hatte zwei verschiedene Auswirkungen: den geistlichen Tod (dadurch wurden ihre Seelen sofort von Gott getrennt und ihre vollkommene Gemeinschaft, die sie mit Gott hatten, endete) und den physischen Tod (ihre Seelen würden einmal ihren gestorbenen Körper verlassen). Die Sünde veränderte den Lauf der gesamten Menschheitsgeschichte, denn durch Adam, den ersten Vertreter der menschlichen Rasse, wurden seine Schuld und seine Verdorbenheit an alle nachfolgenden Generationen weitervererbt. Adams Kinder wurden ‚ihm selbst gleich, nach seinem Bild‘ geboren (1. Mose 5,3), d.h. alle Menschen entsprechen dem gefallenen, geistlich-sündigen Zustand ihres „Stammvaters Adam“ – mit der gleichen tödlichen Folge. Paulus drückt es so aus: „in Adam sterben alle“ (1. Korinther 15,22). Die Tatsache, dass Sie und ich sterben werden, zeigt, dass die menschliche Rasse ein Ganzes ist: Adam ist die Wurzel und wir sind die Zweige. Es macht aber keinen Sinn, Adam hierfür die Schuld zu geben, denn auch abgesehen von seiner Sünde haben wir selbst genug Schuld


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auf uns geladen, die uns verdammt: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns“ (1. Johannes 1,8). Die Bibel lehrt uns auch, dass die Sünde den Menschen in diesem und in dem zukünftigen Leben von Gott trennt. Als Ort für diese furchtbare Trennung von Gott nennt die Bibel am häufig­ sten das Wort ‚Hölle‘. Jesus Christus selbst hat mehr über die Hölle als über den Himmel gesprochen. Er warnte die Menschen immer wieder vor deren schrecklicher Realität, weil er nicht will, dass auch nur einer von uns dort endet.

Der Stellvertreter Wenn wir die Wahrheit über die Sünde und deren Folgen nicht verstehen, dann werden wir auch nicht die Bedeutung der Geburt Jesu, seines Lebens und Sterbens sowie seiner Auferstehung begreifen. Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu erretten (1. Timotheus 1,15). Seine Zeugung war übernatürlich, und so gelangte er außerhalb der Naturgesetze durch das Handeln Gottes im Mutterleib einer Jungfrau zur Geburt. Jesus Christus ist also göttlich und wurde menschlich. Gott zeigt uns in der Bibel die Einzigartigkeit des Lebens Jesu. Sein Leben war nicht einfach, aber dennoch sündlos und damit heilig, unschuldig und unbefleckt (Hebräer 7,26). In der Bibel erklärt Gott, dass alle Menschen unter dem Gesetz oder der Gesetzmäßigkeit der Sünde und des Todes stehen und darin verurteilt sind. Weil Jesus Christus ohne Sünde war und nicht unter die-


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sem Gesetz stand, konnte er sein Leben zur Rettung von Sündern hingeben. Als er am Kreuz starb, erlitt er unsere Todesstrafe. Er hat die Strafe ertragen, die jeder Mensch verdient hat. In der Bibel heißt es: „Auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte“ (1. Petrus 3,18). Er bezahlte mit dieser Strafe den Lohn für unsere Sünden (Römer 6,23a). So kann Gott dem Menschen vergeben, die Trennung zwischen Gott und Mensch aufheben und ihn in die Familie Gottes aufnehmen. Die Auferstehung Jesu ist der Beweis dafür, dass die Strafe bezahlt wurde. Jeder Mensch, der darin Jesus Christus vertraut, bekommt die „Gnadengabe (Geschenk) Gottes … ewiges Leben“ (Römer 6,23b). Das ist die Kernaussage der biblischen Lehre und der Botschaft der Apostel – die Auferstehung ist der Beweis. Paulus machte seinen Lesern klar, wenn Jesus nicht von den Toten auferstanden ist, „seid ihr noch in euren Sünden“. Und wenn der Glaube noch so echt sei, wenn die Sünden ungesühnt blieben, würde die ‚ewige Strafe‘ die Folge sein (Matthäus 25,46). Wenn Jesus mit seiner Auferstehung nicht bestätigt hätte, dass die Sünden vergeben wurden und man somit in einer ewigen Gemeinschaft mit Gott steht, dann würden die Menschen noch immer einem Hirngespinst nachjagen.


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Das Schicksal der Toten

1813 zog der junge amerikanische Missionar Adoniram Judson nach Burma (heute Myanmar). Dort begegneten ihm viele Widerstände. Er wurde von tropischen Krankheiten geplagt, erlebte den frühen Tod seiner ersten und zweiten Frau und drei seiner Kinder. Im ersten anglo-burmesischen Krieg wurde er gefoltert und verbrachte mehr als ein Jahr

Adoniram Judson © wikipedia

Paulus fügt noch eine andere offensichtliche Tatsache an: wenn Jesus Christus nicht von den Toten auferstanden wäre, „dann wären die in Christus Entschlafenen verloren“ (V. 18). ‚In Christus entschlafen‘ war die Beschreibung der frühen Christen für die christusgläubigen Menschen, die gestorben waren. So wie ein schlafender Mensch noch existiert, so existiert auch der gestorbene Mensch weiter; die Christen glaubten schon immer, dass die Menschen, die ‚in Christus‘ gestorben waren, nun auch mit Christus in seiner Auferstehung vereint sind und somit gemeinsam mit ihm im Himmel weiterleben. Wenn Jesus jedoch nicht auferstanden wäre, hätten sein Leben und sein Sterben nichts bezweckt und die an ihn gläubigen Menschen wären ‚verloren‘, d.h. niemand würde am Tag des Gerichts als Stellvertreter zwischen ihnen und dem heiligen Gott stehen. Sie hätten zwar mit der Hoffnung auf den herrlichen Himmel gelebt, wären dann aber gestorben, um für ewig in der Hölle verdammt zu sein.


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in einem verrotteten Gefängnis. Manchmal wurde er sogar an seinen Füßen aufgehängt und seine Schultern und sein Kopf berührten nicht den Boden. Er brauchte 24 Jahre, um die Bibel ins Burmesische zu übersetzen und stellte ein burmesisch-englisches Wörterbuch zusammen. Sein Arbeitspensum war enorm, und als er starb, hinterließ er 100 gegründete Gemeinden und mehr als 8000 Gläubige. Kurz vor seinem Tod sagte er noch: „Meine Arbeit bin ich nicht müde und auch die Welt habe ich nicht satt, aber wenn mein Herr mich ruft, bin ich gern bereit zu gehen.“ Wenn aber Jesus nicht von den Toten auferstanden und in den Himmel gegangen wäre, dann wären Judsons Anstrengungen alle umsonst gewesen und seine Hoffnung auf die Herrlichkeit vergeblich.

Eine sinnlose Weltanschauung Laut Paulus hätte es weitere Auswirkungen, wenn es keine Auferstehung gäbe: „Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen“ (1. Korinter 15,19). Paulus ist hier sehr deutlich. Wenn es nur diese Welt gäbe, wäre es zwecklos für Christen, in der Erwartung auf etwas Kommendes zu leben. Dann können wir leben, wie wir wollen, nehmen hier


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alles mit, was nur geht, ungeachtet jeglicher moralischer und ewiger Konsequenzen. Wenn wir eh wie Tiere sterben, dann können wir auch wie Tiere leben! Corliss Lamont, ein zeitgenössischer Humanist, drückte es so aus: „Wenn wir hier sind, dann wollen wir leben, wie wir wollen, denn bald ist alles vorbei!“32 Paulus war sich bewusst, dass viele so dachten und daher zitierte er ein altes Sprichwort, dem auch heute noch Millionen von Menschen zustimmen: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot!“ (1. Korinther 15,32). Aber Paulus und seine Mitchristen dachten völlig anders: Ihre Lebensanschauung und ihr Lebensstil richteten sich ganz und gar auf die Überzeugung, dass dieses Leben hier nur die Vorbereitung auf ein zukünftiges Leben ist. In einer unsicheren Welt hatten sie ihre Augen auf den Himmel gerichtet, „auf die Stadt, welche Grundfesten hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist“ (Hebräer 11,10). Sie waren überzeugt, dass „die Welt und ihre Lust vergeht; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit“ (1. Johannes 2,17). Vor allem aber waren sie überzeugt von dem, was Jesus seinen Jüngern kurz vor seinem Tod gesagt hatte: „Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten“ (Johannes 14,2). Er hatte die Wahrheit gesagt und bezog sich damit auf den herrlichen Himmel, wo „der Tod nicht mehr sein wird, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz“ (Offenbarung 21,4). Wenn Jesus aber nicht auferstanden ist, wäre er nirgendwo hingegangen und hätte auch nichts für jemanden vor-


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bereiten können. Stattdessen wäre er einfach gestorben und wie jeder andere in seinem Grab verwest. Noch aus einem anderen Grund meinte Paulus, dass die Christen zu bemitleiden wären, wenn Jesus nicht auferstanden ist: In den ersten Jahren mussten sie oft harte Auseinandersetzungen und Verfolgung wegen ihres Glaubens erdulden. In dem Buch Foxe’s Book of Martyrs wird beschrieben, dass Johannes der einzige Apostel war, der eines natürlichen Todes gestorben ist. Alle anderen seien aufgrund ihres Glaubens an Jesus Christus hingerichtet worden. Man sagt, der Apostel Petrus sei mit dem Kopf nach unten gekreuzigt worden. Römische Kaiser ließen Christen in Fellen von wilden Tieren einnähen und dann Hunden vorwerfen. Andere wurden gefoltert, enthauptet, gekreuzigt und bei lebendigem Leib gekocht. Während der ersten 300 Jahre der christlichen Kirche wurden mindestens 10000 Gläubige getötet, weil sie an Jesus Christus glaubten. Paulus selbst war „stündlich in Gefahr“ (1. Korinther 15,30) und sagte, er habe „über die Maßen viele Schläge ausgehalten“, „mit Ruten geschlagen, gesteinigt, durch Arbeit und Mühe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; oftmals in Fasten, in Kälte und Blöße“ (2. Korinther 11, 23-27). Schließlich war er nach Rom gebracht worden, und der Überlieferung nach sei er auf Befehl des Kaisers Nero enthauptet worden. Warum hätte sich Paulus dem allen freiwillig aussetzen sollen, wenn er wusste, dass Jesus tot sei? Auch heute – 2000 Jahre später – werden immer noch viele Christen wegen


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ihres Glaubens unter Druck gesetzt, verfolgt und getötet. In manchen Ländern bedeutet es das Todesurteil, wenn man sich von einer anderen Religion zum Christentum bekehrt. Ein neuerer Bericht von World Evangelical Alliance Religious Commission zeigt auf: „Buchstäblich einige Hunderttausend werden heute getötet, misshandelt, als Sklaven verkauft, eingekerkert, gefoltert, bedroht, diskriminiert und verhaftet, nur weil sie Christen sind. Nur wegen ihres Glaubens sind sie bis zu einem unbegreiflichen Ausmaß Verfolgung und Leid ausgesetzt … Unvorstellbar: Mehr als 200 Millionen Menschen aus über 60 Ländern werden ihrer Grundrechte beraubt und das aus einem einzigen Grund: Weil sie Christen sind.“ Wenn Jesus jedoch nicht aus den Toten auferstanden wäre, wären alle diese Schmerzen und Leiden umsonst gewesen, und alle Leidtragenden wären einem gewaltigen üblen Scherz auf den Leim gegangen. Kein Wunder, dass Paulus sagte, dass „ohne die Auferstehung Jesu die Christen die elendesten aller Menschen“ wären.

Neue Menschen; eine neue Bewegung Der schottische Gelehrte Professor F. F. Bruce behauptete: „Wenn Jesus nicht von den Toten auferstanden wäre, hätten wir wahrscheinlich nie von ihm gehört.“33 Damit


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könnte er recht haben. Tatsache ist, dass es um das Jahr 32 n. Chr. eine neue Bewegung gab. Sie begann mit einer Handvoll Männern, die glaubten, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Einige Tage zuvor hatten sie noch schreckliche Angst gehabt, was mit ihnen als Jünger Jesu geschehen würde. Doch nach der Auferstehung kamen sie aus ihren Verstecken und riskierten ihr Leben, indem sie predigten, dass Jesus Christus lebt. Ihr Hauptredner war Petrus, der sieben Wochen vorher nicht nur Jesus verlassen, sondern sogar geleugnet hatte, ihn überhaupt zu kennen (Lukas 22,54-62). Als Petrus jedoch zusammen mit Johannes festgenommen und verhört worden war, wunderten sich ihre Ankläger über deren ‚Freimütigkeit‘ (Apostelgeschichte 4,13). Alle Apostel erlebten diese Veränderung und weder das drohende Gefängnis noch Todesstrafen konnten sie aufhalten. Sie waren mutlos und enttäuscht gewesen, aber dann waren sie zuversichtlich und mutig. Eine erstaunliche Wandlung von Feigheit zum Mut war es, was Professor J.N.D. Anderson überzeugte, denn das war „bei Weitem der stärkste Beweis für die Auferstehung“.34


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Schon bald waren Unzählige andere hinzugekommen. Am allerersten Tag des öffentlichen Predigens wurden etwa 3000 Menschen hinzugetan (Apostelgeschichte 2,41). Bald danach stieg die Zahl der Männer auf 5000 an (Apostelgeschichte 4,4). Trotz der andauernden Verfolgung wuchs die Zahl der Gemeinden, zuerst nur örtlich, dann aber im ganzen Römischen Reich. Kaiser Nero machte die Christen zu Sündenböcken des verheerenden Großfeuers in Rom im Jahre 64 und ließ sie daraufhin foltern, lebendig verbrennen oder den Löwen vorwerfen. Unzählige wurden während der nächsten 300 Jahre wegen ihres Glaubens hingerichtet, aber dennoch – gerade wegen ihres Mutes und ihrer Überzeugung – wurden viele Menschen zum Glauben hingeführt. Der im 3. Jahrhundert vom Heidenzum Christentum konvertierte Theologe Tertullian sagte: „Das Blut der Märtyrer ist der Samen der Gemeinde.“ Bis zum Beginn des 4. Jahrhunderts hatte sich das Christentum so weit verbreitet und die Gesellschaft dermaßen beeinflusst, dass im Jahre 313 Kaiser Konstantin, der sich auch zum christlichen Glauben bekannte, das Christentum als anerkannte Religion des Römischen Reiches deklarierte. Bis zum Jahre 395 wurde es zur einzigen offiziellen Staatsreligion. Man muss aber sagen, dass die Christen dadurch eher geschwächt als gestärkt wurden. Durch die „Verstaatlichung“ wurde der christliche Glaube mehr eine kulturelle als


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eine persönliche Angelegenheit. Aber trotzdem ist es bemerkenswert, dass das Christentum innerhalb von 400 Jahren eine so große Anerkennung fand – und das auch noch durch den Staat, der den Gründer des Christentums, Jesus Christus, hatte hinrichten lassen. Was war das Geheimnis dieser Ausbreitung? Das Christentum lehrte nichts Neues über Gott, den Ursprung des Menschen oder über die Schöpfung des Universums. Es gab auch nichts Revolutionäres in Bezug auf Fragen der Gesellschaft. Das Einzige, was herausragte, war die Auferstehung Jesu. Der Historiker Robert Linder hat recht, wenn er sagt: „Es wäre schwer vorstellbar, dass es das Christentum gäbe, wenn nicht die ersten Christen so fest von der leiblichen Auferstehung Jesu überzeugt gewesen wären. Sie waren sich sicher, dass ihr Herr den Tod besiegt hatte und vielen von ihnen persönlich erschienen war. Nur dieser Auferstehungsglaube erklärt den Enthusiasmus dieser kleinen verängstigten Gruppe nach Jesu Himmelfahrt. Dieser Glaube befähigte sie auch, alle Hindernisse für eine weltweite Missionierung aus dem Weg zu räumen. Ein paar niedergeschlagene Nachfolger wurden zur dynamischsten Bewegung der gesamten Menschheitsgeschichte.“35

Die Auferstehung – der einzige Antrieb einer völlig neuen Bewegung


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Veränderungen Dieser neue Glaube brachte entscheidende Veränderungen in Bezug auf religiöse Bräuche mit sich. Die Juden beachteten das vierte Gebot (2. Mose 20,8-11): Sie hielten den Sabbat (Samstag) als einen Tag der Ruhe und Anbetung. Dennoch gaben die ersten Christen, die allesamt fromme Juden waren, den Sabbat auf und trafen sich von nun an immer sonntags, „dem ersten Tag der Woche“ (Apostelgeschichte 20,7). Damit gedachten sie des Tages der Auferstehung Jesu von den Toten. In der gesamten Geschichte gibt es keine Parallelen, aber ein einfaches Beispiel macht das Prinzip deutlich: Am 9. Mai 1945 war meine Heimatinsel Guernsey von der deutschen Besatzung befreit worden. Mein Vater war bei den Zuschauern, als die britischen Truppen landeten. Als ich drei Monate später wieder auf die Insel kam (ich war Kriegsevakuierter), hätte ich meinen Vater und Tausende von Augenzeugen niemals überzeugen können, dass die Befreiung nicht stattgefunden hatte. Auch in den folgenden Jahren hätte ich sie nicht davon überzeugen können, dass am Jahrestag der Befreiung in der örtlichen Kirche ein Ereignis gefeiert wurde, das nie stattgefunden haben soll. Es gab andere bedeutende Veränderungen. Seit fast 2000 Jahren war die Beschneidung ein Zeichen zum Eintritt in die Familie Gottes gewesen. Die ersten Christen praktizierten die Beschneidung nicht mehr. Stattdessen wurde jeder, der sich zu Jesus Christus bekehrte, als sichtbares


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Zeugnis seines Glaubens getauft. Paulus erklärt auch warum: „Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Römer 6,4). Es war eine riesige Bewegung, althergebrachte Traditionen umzukehren – und alles fing mit und durch die Auferstehung an. Hier noch ein Beispiel: Jahrhundertelang hatten die Juden das Passah gefeiert in Erinnerung an die Befreiung ihrer Vorfahren aus der 400 Jahre langen Sklaverei in Ägypten. Die ersten Christen übernahmen aber das, was der Herr Jesus bei seinem letzten Passahfest neu einführte: das Abendmahl, manchmal auch Brotbrechen genannt. Es war von Jesus Christus am Abend vor seiner Hinrichtung eingesetzt worden. Dabei hatte er seinen Jüngern erklärt, dass das Brot und der Wein seinen Leib und sein Blut symbolisch darstellten. Sie sollten es feiern „zu seinem Gedächtnis“ (Lukas 22,19). Bald schon taten es die ersten Christen regelmäßig „mit jubelnder Freude und redlichem Herzen“ (Apostelgeschichte 2,46, NeÜ). Der christliche Sonntag, die Taufe und das Abendmahl sind also eng verbunden mit der Auferstehung Jesu und keins von ihnen macht ohne sie einen Sinn. Jemand sagte einmal: „Die christliche Gemeinde ist von der Auferstehung durchdrungen.“36


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Das weitergehende Vermächtnis Heutzutage zählen sich weltweit mehr als 2 Milliarden Menschen zur christlichen Religion, und diese Zahl steigt täglich um mehrere Tausend an. In China, Korea und Südamerika wächst die Zahl der Christen immens und färbt die Religionskarte der Welt neu ein. Aber die Verbreitung des Christentums verlief nicht immer gleichmäßig. Es gab große Umbrüche, wie z.B. die Reformation im 16. Jahrhundert und andere ‚Erweckungszeiten‘. Aber es gab auch Zeiten, die von Niedergang und Boshaftigkeit geprägt waren, wie z.B. die berüchtigten Kreuzzüge zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert, in denen der Name Christi furchtbar missbraucht wurde. Doch trotz aller Schwankungen und aller Schwächen wächst das Christentum und hat einen gewaltigen positiven Einfluss in der Welt. Keine andere Bewegung oder Religion hat in größerem Umfang zu solchen Veränderungen beigetragen. Es wurden Schulen, Krankenhäuser, Einrichtungen für Obdachlose und Arme gegründet. Der Sklavenhandel wurde abgeschafft, die Arbeitsbedingungen in Mühlen und Minen und die Verhältnisse in Gefängnissen verbessert. Christen sind Vorbilder in der Fürsorge für Blinde, Taube, Waisen und Witwen, Arme und Hungernde, Verlassene und Benachteiligte, Heimatund Hilflose, Kranke und Sterbende.


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Viele Menschen außerhalb des Christentums sind ebenfalls in ähnlichen Einrichtungen aktiv, aber keine andere Gruppe trägt so viel zum menschlichen Wohlergehen bei wie die Christen – und keine hätte besseren Grund dazu. Warum sollte man Opfer zum Wohl anderer bringen, wenn am Ende die Menschheit sowieso ausstirbt und nichts von dem, was wir heute tun, Auswirkung auf die Ewigkeit hätte? Also auch die Aktivität von Generationen von Christen im Dienst für andere ist die Folge der Auferstehung Jesu Christi. Durch sie wuchs eine dynamische Liebe zu anderen Menschen, die ihresgleichen sucht. Hätte die Auferstehung niemals stattgefunden, könnte man sich das nicht erklären. Man könnte sich auch nicht erklären, wie die christliche Gemeinde überhaupt entstanden ist. Der amerikanische Prediger D. James Kennedy hat es einmal so ausgedrückt: „So wie der Grand Canyon nicht dadurch entstanden ist, dass ein Indianer einen Stock hinter sich her gezogen hat, so ist auch die christliche Gemeinde nicht durch einen Mythos entstanden.“37 Der Beweis der Auferstehung Jesu hat viele berühmte und kluge Männer überzeugt. Im Testament von Lord Lyndhurst, einem der scharfsinnigsten Männer der Rechtsgeschichte Englands, stand: „Ich weiß genau, was Beweise sind, und ich sage Ihnen, die massiven Beweise der Auferstehung konnten noch nie widerlegt werden.“38 Lord Darling, ehemaliger britischer Oberrichter, stellt fest:


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„Es gibt so überzeugende Beweise, positive wie negative, dass kein halbwegs vernünftiger Richter auf dieser Welt in der Lage wäre, ein Urteil gegen die Wahrhaftigkeit der Auferstehung Jesu zu fällen.“39

Der Gottesmann Bevor wir weitergehen, ist es wichtig, dass wir uns daran erinnern, dass Jesus Christus in jeder Hinsicht ein echter Mensch war. „Er war aus der Nachkommenschaft Davids gekommen nach dem Fleisch“ (Römer 1,3) und, obwohl er keinen menschlichen Vater hatte, war er „geboren von einer Frau“ (Galater 4,4). Er musste wie jedes andere Kind gestillt, gefüttert, gewaschen und erzogen werden. Er war ein Teenager und wuchs zu einem Mann heran. Bis zum Alter von etwa 30 Jahren war er praktisch völlig unbekannt. In einer Menschenmenge war er wahrscheinlich völlig unauffällig. Seine Gefühlswelt war bestimmt genauso von Höhen und Tiefen geprägt wie die von anderen Menschen: Wir lesen, dass er „frohlockte“ (Lukas 10,21), dass er von Angst und von Grauen gepackt wurde (Markus 14,33). Er wusste, was es heißt „in allem versucht zu werden“ – und dennoch blieb er „ohne Sünde“ (Hebräer 4,15). Genauso wie seine Empfängnis einzigartig war, war auch sein Leben einzigartig. Ebenso unvergleichlich ist sein freiwilliger Tod zur Sühnung der Sünden der Menschen. Doch die Auferstehung geht weit über seine Menschlichkeit hinaus.


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Die Bibel sagt uns, dass „er sich durch die Auferstehung aus den Toten und in der Kraft des Heiligen Geistes als Sohn Gottes erwiesen hat“ (Römer 1,4). Das heißt nicht, dass die Auferstehung Jesus zu Gottes Sohn machte; sie zeigte, dass er es war. Die Auferstehung machte etwas offenbar, was bereits seit Ewigkeiten bekannt war, nicht erst seit dem Ostersonntag. Die Auferstehung bewies die wahre Identität Jesu. Die Bibel bestätigt uns, dass er sowohl ‚Sohn des Menschen‘ (Johannes 1,51) als auch ‚Gottes Sohn‘ ist. Die Bezeichnung ‚Sohn des Menschen‘ beschreibt seine Menschlichkeit; die Bezeichnung ‚Gottes Sohn‘ seine Göttlichkeit. ‚Gottes Sohn‘ bedeutet, dass Jesus eine der drei Personen der Gottheit ist (Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist). Für unser begrenztes Denken mag dies rätselhaft klingen, aber die Bibel macht sehr deutlich, dass Jesus Gottes Sohn und damit wahrhaftiger Gott ist.

Und was nun? Wer jetzt die Frage „Und was nun?“ stellt, wird augenblicklich herausgefordert. Die Tatsache, dass Jesus Gottes Sohn ist, fordert zu einer persönlichen Stellungnahme heraus.


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Erstens, alle Ansprüche Jesu sind wahr. Er sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben“ (Johannes 8,12). Diese Aussage widerspricht der gängigen Vorstellung, dass jeder seinen eigenen Standpunkt wählen kann und niemand ihm widersprechen darf. Im Gegenteil, Jesus sagte während seines irdischen Lebens, dass er Gott widerspiegele, in welchem „Licht ist und gar keine Finsternis“ (1. Johannes 1,5). Bei anderer Gelegenheit sagte Jesus Christus von sich: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ (Johannes 14,6). Niemals zuvor hat jemand solch eine radikale Behauptung aufgestellt. Jesus stellte unmissverständlich klar, dass es keinen anderen Weg gibt, um mit Gott in Gemeinschaft zu kommen. Dies steht der allgemeinen Meinung entgegen, dass alle Religionen zu Gott führen. Man muss keinem philosophischen System folgen, keine besonderen Rituale und Zeremonien über sich ergehen lassen oder ‚sein Bestes geben‘, um zu dem einen wahren Gott zu kommen. Der einzige Weg ist eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus, „welcher in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten“ (1. Timotheus 1,15), und der sein vollkommenes Leben für Sünder gegeben hat: „Der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte“ (1. Petrus 3,18). Zweitens, alle seine Warnungen sind wahr. Gott, der Vater sandte Jesus mit einem ‚Rettungsauftrag‘ in diese Welt, „nicht um die Welt zu richten (verurteilen), sondern damit die Welt durch ihn gerettet


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werde“ (Johannes 3,17). Jesus machte immer wieder deutlich, dass wir in schrecklicher Gefahr stehen, wenn wir auf uns allein gestellt sind. Er lehrte, dass „jeder, der die Sünde tut, ein Knecht der Sünde ist“ (Johannes 8,34). Oft gehen die Menschen leichtfertig mit der Sünde um, aber der Herr Jesus stellte klar, dass man nicht mit der Sünde spielen darf, denn sie knechtet uns und wir haben keine Möglichkeit, ihr zu entfliehen. Derjenige, der das leugnet, ist ein Ignorant und belügt sich selbst. Eine ähnliche Warnung hat Jesus ausgesprochen, als er sagte, dass er in die Welt gekommen ist, „um zu suchen und zu erretten, was verloren ist“ (Lukas 19,10). Das macht nicht nur unseren Zustand deutlich, sondern zeigt auch, was geschieht, wenn wir daraus nicht die richtigen Konsequenzen ziehen und ewig verloren gehen. Wir müssen die schreckliche Strafe zahlen, die ein heiliger und gerechter Gott für die Sünde fordert. Noch deutlicher wurde Jesus, als er auf den Tag des Gerichts zu sprechen kam, an dem die gesamte Menschheit vor ihm stehen wird, und er zu denen, die nicht an ihn glauben, sagen wird: „Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist“ (Matthäus 25,41). Nachdem Jesus sich den Menschen vorgestellt hatte, warnte er seine Zuhörer: „… wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, so werdet ihr in euren Sünden sterben“ (Johannes 8,24).


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‚In euren Sünden sterben‘ heißt, dass man mit allen seinen Sünden (Denken, Reden und Tun) sterben wird und dann von Gott für diese Sünden gerichtet wird. Gott sagt, „dass niemals etwas Unreines in den Himmel hineinkommen wird“ (Offenbarung 21,27). Denen, die Jesus Christus ablehnten, sagte er in seiner unmissverständlichen Art: „Ihr werdet in eurer Sünde sterben“ (Johannes 8,21). Männer und Frauen werden nicht nur wegen ihrer sündigen Gedanken, Worte und Taten verdammt, sondern wegen ihrer größten Sünde, nämlich der Ablehnung der Rettung durch Jesus Christus. Diese Warnung betrifft auch jeden von uns heute: „… wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat“ (Johannes 3,18). Alle diese Warnungen sind furchtbar und schrecklich, und sie zu ignorieren, käme einem geistlichen Selbstmord gleich. Sie zeigen uns etwas über Gottes große Liebe, indem er seinen Sohn zu uns gesandt hat, um uns vor den Schrecken der Sünde zu warnen und um uns gleichzeitig den einzigen Rettungsweg aufzuzeigen: Der Glaube an seinen Sohn und dessen Sühnetod und seine Auferstehung.


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Drittens, alle Versprechen Gottes sind wahr. Gott gab in der Bibel Hunderte von „großen und kostbaren Versprechen (Verheißungen)“ (2. Petrus 1,4). Viele von ihnen wurden direkt von Jesus Christus ausgesprochen. Der Herr Jesus machte denen Hoffnung, die sich mit religiösen Vorschriften und Bestimmungen quälten und hofften, durch ihre Werke mit Gott in Ordnung zu kommen. Jesus versprach ihnen: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben!“ (Matthäus 11,28). Jeder, der sich heute von seinen religiösen Vorstellungen und eigenen Anstrengungen löst und sich Jesus Christus anvertraut, findet Frieden des Herzens, innere Zufriedenheit und die Gewissheit, dass ihm vergeben wurde. Und noch ein Versprechen gibt er uns: „Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen“ (Johannes 5,24). Für den echten Christen beginnt das ewige Leben nicht erst nach dessen Tod, sondern in dem Moment, in dem er sein Vertrauen auf Jesus Christus setzt. Für einen Christen ist die Verdammnis am Tag des Gerichts unmöglich geworden, weil der Herr Jesus bereits die volle Strafe für seine Sünden bezahlt hat. Wer zu Jesus Christus gehört, braucht den ewigen, furchtbaren Tod mit ewiger Verdammnis nicht zu fürchten, weil sein Retter Jesus Christus diesen Tod schon erduldet hat. Weiterhin sagte der Herr Jesus: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11,25). Für viele Menschen hat der Tod


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etwas Schreckliches an sich. Das hat sicher etwas mit der Angst vor dem Ungewissen und der Begegnung mit Gott zu tun. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere sagte der britische Rennfahrer Stirling Moss, bekannt für Mut und Furchtlosigkeit, in einem Interview: „Ich habe Angst vor dem Tod. Ich weiß, es bedeutet, dass man seinen Schöpfer trifft, und eigentlich sollte man davor keine Angst haben, aber ich habe sie!“ Jemand, der sein Vertrauen auf Jesus Christus gesetzt hat und errettet ist, braucht keine Angst zu haben. Wie schon einmal zitiert, machte Paulus deutlich, was wäre, wenn Jesus nicht von den Toten auferstanden wäre. Aber dann fügte er noch hinzu: „Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden“ (1. Korinther 15,20). Sicherlich wussten Paulus´ Leser, was ‚Erstlinge‘ waren. Es waren die ersten und besten Früchte einer Ernte, die die Israeliten als Dankopfer Gott darbringen sollten (5. Mose 26,1-19). Diese Früchte standen stellvertretend für alles Folgende, was geerntet wurde. Und Paulus sagte, dass Jesus Christus nicht nur im Tod, sondern auch in der Auferstehung der Stellvertreter für die Menschen ist, die an ihn glauben. C.S. Lewis schrieb: „Er hat eine Tür weit aufgestoßen, die seit dem Tod des ersten Menschen geschlossen war.“40 Jesus Christus tat das für alle, aber es wird nur denen angerechnet, die an ihn glauben. Seine Auferstehung ist die Garantie für die Auferstehung aller Menschen, die durch den Glauben an Jesus Christus wiedergeboren sind.


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Paulus erklärt weiter: „Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden“ (1. Korinther 15,21-22). Wie wir bereits gesehen haben, war Adam der Vertreter der gesamten Menschheit (Adam heißt übersetzt „Mensch“). Alle Menschen existierten durch ihn, und durch seine Sünden sündigte die gesamte Menschheit. Das ist der Grund, warum wir als seine Nachkommen auch seine Erben sind, nicht nur in Leid und Krankheit, sondern auch im physischen und geistlichen Tod. Aber hier ist die gute Nachricht für alle, die ihr Vertrauen und ihren Glauben auf Jesus Christus setzen. Weil der Herr Jesus ihr Stellvertreter ist, haben sie Anteil an allem, was er möglich gemacht hat. So wie es einen direkten Zusammenhang zwischen Adams Tod und dem Tod seiner Nachkommen gibt, so gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Jesu Auferstehung und der Auferstehung derer, für die er gestorben ist. Er besiegte den Tod; also werden auch sie ihn besiegen. Er kehrte in den Himmel zurück, also werden auch sie in den Himmel kommen. Wer durch Jesus Christus gerettet wurde, wird ganz sicher die Ewigkeit mit Jesus im Himmel verbringen. Die Bibel geht sogar noch weiter, denn sie sagt: „… sie werden ihm, Jesus, gleichgestaltet sein“ (1. Johannes 3,2). Was für ein atemberaubendes Versprechen! So wie der erste Adam damals das Elend eines ewigen Todes über die Menschheit gebracht hat, so wird Jesus – die Bibel nennt ihn „den letzten Adam“ (1. Korinther 15,45) – alle Herrlichkeiten des ewigen Lebens denen geben, die an ihn glauben und durch ihn errettet werden. In der gesamten Bibel gibt es kein größeres Versprechen!


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Und hier ist die Einladung an Sie Gottes Versprechen sind oft an Aufforderungen geknüpft. Das bedeutet nicht: „Mach, wie du meinst …“ Gott verspricht: „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29,13-14). Aber er gibt auch die klare Aufforderung: „Sucht den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, während er nahe ist!“ (Jesaja 55,6). Wie ist Ihre Reaktion? Gottes Versprechen und seine Befehle zu ignorieren, ist wie ein Schlag in Gottes Angesicht und besiegelt damit Ihr ewiges Schicksal. Wenn Sie aber seinem Versprechen glauben und auf seine Aufforderungen eingehen, dann werden Sie feststellen: „… die Gnadengabe (Geschenk) Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn“ (Römer 6,23). Sagen Sie ihm im Gebet, dass Sie mit ihm leben möchten und bitten Sie ihn, dass er Ihnen Ihre Schuld und Sünden vergibt. Bitten Sie den Herrn Jesus, Ihnen zu helfen, sich von Ihren Sünden abzuwenden und Ihr Vertrauen auf ihn zu setzen, auf den einen, der „der wahrhaftige Gott und das ewige Leben ist“ (1. Johannes 5,20).


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Sie können sich auch weiter informieren. Fordern Sie einfach die folgenden kostenlosen Schriften an:

Wozu brauchen wir Jesus?

Auch wenn in unserem Leben vielleicht manches glatt laufen mag: Jeder Mensch braucht Jesus. Dieses Heft erklärt warum. Broschüre, 48 Seiten, Bestellnummer IH18

Das Johannes-Evangelium

Dieses Johannes-Evangelium stammt aus der Schlachter 2000 Bibelübersetzung der Schweizer Bibelgesellschaft. Die evangelistischen Anmerkungen von Werner Heukelbach, dem Gründer des Missionswerks, haben das Ziel, Menschen den Weg zu einer persönlichen Beziehung zu Jesus Christus zu zeigen. Taschenbuch, 64 Seiten, Bestellnummer SK01


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So erreichen Sie uns: Kontakt Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach Deutschland: 51700 Bergneustadt Schweiz: Postfach 650, 4800 Zofingen Österreich: Postfach 14, 8200 Gleisdorf heukelbach.org RadioHBR – Heukelbach-Bibelradio 24h Internet-Radio. Andachten, Bibellese, Vorträge zum Glauben, Musik u.v.m. Empfang über: Internetfähige Geräte: radiohbr.de App für Smartphones: app.radiohbr.de Satellit: Astra 19,2° E Telefon: 0345 / 483 41 1160* 15-Minuten-Predigt HÖRline – Radio am Telefon: 06221 / 187 921 307* Download: archiv.radiohbr.de 3-Minuten-Telefonandacht Zuhören, Kraft schöpfen, Gott kennenlernen. Deutschland: 0180 / 564 77 46 ** Schweiz: 0848 / 777 000*** Österreich: 01 / 503 88 83 * Zum Standard-Festnetztarif innerhalb DE erreichbar. Eventuelle Zusatzkosten abhängig von Ihrem Telefonanbieter. 0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz. Max. 0,42 €/Min. aus den dt. Mobilfunknetzen. * Normaler Festnetz-Tarif


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Anhang 1 W.M. Ramsay, The Bearing of Recent Discovery on the Truthfulness of the New Testament, Hodder & Stoughton, S. 222. 2 Zitiert von Bernard Ramm, Protestant Christian Evidences, Moody Press, S. 163 3 Paul Althaus, Die Wahrheit des kirchlichen Osterglaubens 4 Richard Dawkins Der Gotteswahn, Bantam Press, im Englischen S. 5 5 Ebd. S. 36 (im Englischen) 6 Ebd. S. 37 (im Englischen) 7 Ebd. S. 59 (im Englischen) 8 Ebd. S. 237 (im Englischen) 9 Ebd. S. 97 (im Englischen) 10 Ebd. S. 253 (im Englischen) 11 Ebd. S. 97 (im Englischen) 12 Ebd. S. 157 (im Englischen) 13 Ebd. S. 59 (im Englischen) 14 Andrew Wilson, Getäuscht von Dawkins? Monarch Books, S. 82 (im Englischen) 15 Daily Telegraph vom 12. April 1996 16 Der Brockhaus Lexikon, S. 990 17 The Times vom 13. Juli 1984 18 W.E. Vine, Expository Dictionary of the New Testament Words 19 Kirsopp Lake, The Historical Evidence for the Resurrection of Jesus 20 J.N.D. Anderson, Jesus Christ: The Witness of History, InterVersity Press, S. 129 21 A. Fairbairn, Studies in the Life of Christ 22 Charles A. Colson, Kingdoms in Conflict, Hodder & Stoughton, S. 70

23 A. Rendle Short, Why Believe? InterVarsity Press, S. 51 24 J.R. W. Stott, Basic Christianity 25 Zitiert von E.F. Kevan , The Resurrection of Christ 26 John Benton, Is Christianity True? Evangelical Press, S. 76 27 James Montgomery Boice, God the Redeemer, InterVarsity Press, S. 242 28 Chrysostom, zitiert von J.C. Ryle, Expository Thought on the Gospels, Vol. 4, Baker Book House, S. 361 29 Michael Green, Matthew for Today, Hodder & Stoughton, S. 291 30 Celsus, The True Doctrine 31 The Basic Writings of Bertrand Russell, ed. Robert E. Egner and Lester E. Denonn, Simon and Schuster, S. 370 32 Moody Monthly, September 1980 33 F.F. Bruce, The Real Jesus, Hodder & Stoughton, S. 118 34 Anderson, Jesus Christ: The Witness of History, S. 146 35 Robert D. Linder, ‘Introduction: The Christian Centuries’ in The History of Christianity, Lion Publishing, S. xii 36 E.G. Robinson, Christian Theology 37 D. James Kennedy, The Gates of Hell Shall Not Prevail, Thomas Nelson Publishers. S. 21 38 Zitiert von Wilbur M. Smith, Christian Apologetics 39 Zitiert von Michael Green, Man Alive!, InterVarsity Press, S. 54 40 C.S. Lewis, Miracles, Fontana B., S. 149


HEUKELBACH BIBLIOTHEK

BÜCHER MIT DENEN WIR LEBEN

Jesus Christus: Tot oder lebendig? Das Christentum steht oder fällt mit einem geradezu unfassbaren Ereignis – der leibhaftigen Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. Wenn er nicht mehr ist als eine Handvoll Staub und Knochen irgendwo in Israels Boden, dann kann sich auch der christliche Glaube gleich mit beerdigen lassen. Kein Wunder, dass die Auferstehung immer schon von Kritikern und Skeptikern angegriffen wurde. Der Autor gibt allen kritischen Argumenten überzeugende Antworten in Bezug auf den Eckstein des christlichen Glaubens. Er führt durch die biblischen Berichte und erklärt, warum die Auferstehung Jesu unangreifbar ist und warum sie das größte Ereignis in der Menschheitsgeschichte ist. Der Autor. Dr. John Blanchard ist ein international bekannter Bibellehrer, Apologet und Autor. Er schrieb über 30 Bücher. Sein Titel „Ultimate Questions“ (dt. „Von größter Bedeutung“, CLV Bielefeld) wurde in über 60 Sprachen übersetzt und erschien in einer Gesamtauflage von über 14 Millionen Exemplaren. John Blanchard gehört zur Banstead Community Church in Surrey Village, England, wo er auch lebt, seitdem seine Frau im Februar 2010 verstarb, um den zu sehen, an den sie geglaubt hat: den auferstandenen Christus.

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Jesus Christus: Tot oder lebendig?  

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