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ZEITZEICHEN

DIE INFOREIHE ZUM THEMA GLAUBE UND LEBEN

Staunen 端ber Gottes Wunder


Die Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach arbeitet überkonfessionell und möchte zum vorurteilsfreien Lesen der Bibel als dem gültigen Wort Gottes ermutigen. Damit leistet sie einen Beitrag zur Weitergabe des Evangeliums, der guten Botschaft von Jesus Christus. Die Stiftung distanziert sich von Sekten jeder Art. Alle Publikationen der Stiftung sind unverkäuflich und dürfen ausschließlich kostenfrei weitergegeben werden. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.

Impressum Herausgeber und Copyright: Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach, 51700 Bergneustadt, Deutschland Text: Rudi Joas Druck: Dönges – Gutenberghaus Druck & Medien GmbH & Co. KG Grafik: Cicero Studio AG, CH-Berneck Bildnachweis: Stiftung Missionswerk Heukelbach; 123rf.com: Adrienn Orbánhegyi, Alex Postovski, Alexandr Kornienko, Angela Waye, Antonio Oquias, Borya Galperin, cornelius30, Iakov Kalinin, Janaka Dharmasena, jarenwicklund, joseasreyes, Jovanche Vitanovski, Konstantin Trubavin, Matthew Gibson, Moodboard, pavelgr, Pavel Timofeev, stokkete, Tommaso Lizzul; shutterstock.com: Albert Pego, Andrey_Popov, Bacho, Gajus, 4Max, mikecphoto, Mikhail Starodubov, mtr, nata-lunata, njaj, oceanfishing, Pavel L Photo and Video, Robert Neumann, Sergey Nivens, Surkov Dimitri; fotolia.com: Maridav; istock.com: motimeiri, PeteWill Bibelzitate: Schlachter 2000 Auflage-Nr.: IH19 250 1505 1


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Inhaltsverzeichnis Vorwort

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Sind Wunder wirklich wahr?

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Das Wunder des Wortes Gottes: Die Bibel

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Das Wunder der Person Jesu

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Das Wunder der Erlรถsung

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Sie sind ein Wunder Gottes

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Vorwort Kann man den biblischen Berichten über Wunder überhaupt glauben? Entspringt der Glaube an Wunder nicht dem unwissenschaftlichen Naturverständnis vergangener Zeiten? Oder sind Wunder, wie es ein Autor schrieb, „Taschenspielertricks“ eines über seine Schöpfung verfügenden Gottes? Die Fragen nach der Wirklichkeit der biblischen Wunderberichte wurden in der Zeit der sogenannten „Aufklärung“ noch wesentlich verschärft. Seitdem Menschen, wie Immanuel Kant es formulierte, „den Mut hatten, sich ihres Verstandes ohne Leitung durch jemand anderen zu bedienen“, richteten sie plötzlich ganz andere Fragen an Wunderberichte


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als vorher: „Sind Wunder, wie sie die Bibel berichtet, möglich? Gibt es so etwas wie Engel? Kann man auf dem Wasser laufen?“ Die Fragen gehen so weit, dass man die Existenz Gottes anzweifelt: „Gibt es Gott überhaupt?“ Gibt es einen Gott, der in der Lage ist, in die von ihm geschaffenen Naturgesetze einzugreifen? Der liberale Theologe Rudolf Bultmann behauptete: „Man kann nicht das elektrische Licht einschalten und gleichzeitig an Engel glauben“, und löste damit eine Diskussion über die Wahrheit der biblischen Berichte aus, die in verschiedenen Facetten bis heute anhält. Wir wünschen uns, dass der Le-

ser durch die Artikel dieses Heftes Gedankenanstöße erhält, die ihn näher zu dem einen bringen, der von sich selbst behauptet, Gott zu sein und alle Macht zu besitzen: Jesus Christus. Für ihn waren Wunder nicht nur möglich, sondern er hat auch viele vollbracht. Um genau zu sein: Er selbst und das, was er getan hat, ist das größte Wunder in der Menschheitsgeschichte. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen bei der Lektüre.

Ihr Rudi Joas


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Sind Wunder wirklich wahr? Als Wunder wird ein Geschehen bezeichnet, das sich durch seine Ungewöhnlichkeit und Unerklärbarkeit auszeichnet. Ein Wunder liegt dann vor, wenn ein Vorgang naturwissenschaftlich nicht erklärbar ist; wenn ein Ereignis, wenigstens nach dem aktuellen Wissensstand, von der naturgesetzlichen Ordnung abweicht. In der Bibel ist es völlig außer Frage, dass Gott, der Schöpfer, Wunder tut. In der Bibel lesen wir zum Beispiel: „Gepriesen sei Gott, der HERR. Er tut Wunder, er allein!“ (Psalm 72,18). Fällt es Ihnen schwer zu glauben, dass Gott Wunder tut? Vielleicht haben Sie Gott schon einmal in einer schwierigen Situation gebeten, Ihnen zu helfen, und es ist nichts von dem passiert, was Sie sich gewünscht hatten. Vielleicht war einer Ihrer Lieben schwer krank. Oder Sie waren in großen finanziellen Schwierigkeiten, in denen Sie schnelle Hilfe brauchten. Sie wissen vielleicht, dass die Bibel von Wundern spricht. Sie haben auch von Menschen gehört, die von Wundern in ihrem Leben erzählt haben. Aber Sie wissen nicht, ob Gott auch heute noch Wunder tut.

Eines unserer Probleme im Zusammenhang mit den Fragen um Wunder heute ist, dass mit dem Begriff „Wunder“ oft viel zu locker umgegangen wird. Man erlebt etwas, mit dem man nicht gerechnet hat, und nennt es gleich „Wunder“. Da findet man z.B. am verkaufsoffenen Samstag in der Innenstadt einen freien Parkplatz und glaubt, dass es sich nur um ein Wunder handeln kann. Oder die verlorene Geldbörse oder die Schlüssel tauchen wieder auf. War das ein Wunder? Aber was ist, wenn man keinen Parkplatz findet oder der Schlüssel nicht auftaucht? Gibt es dann keine Wunder?


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Viele Menschen haben sich irgendwann die Frage gestellt, ob Wunder Wirklichkeit sein können. Man geht durch Krankheiten oder andere Schwierigkeiten und fragt sich: „Gibt es einen Gott, der Wunder wirkt?“ Die Bibel berichtet uns von einer Begegnung zwischen einem Mann mit Namen Gideon und dem Engel des Herrn. Der teilt Gideon mit, dass er sein Volk Israel von den Unterdrückern befreien soll. Gideon hat aber Angst und bezweifelt, ob er dazu überhaupt in der Lage ist, weil die Unterdrücker so mächtig sind. Hören Sie einmal, was Gideon dem Engel des Herrn sagt: „Ach, mein Herr, wenn der HERR mit uns ist, warum hat uns dann dies alles getroffen? Und wo sind alle seine Wunder, von denen uns unsere Väter erzählten?“ (Richter 6,13). Gideon hatte also Zweifel, ob Wunder, die ihm erzählt wurden, wirklich geschehen waren. Er hatte nie Ereignisse wie die zehn Plagen in Ägypten gesehen oder den Durchzug durchs Rote Meer oder die Versorgung des Volkes Israel mit Manna und Wasser in der Wüste. So braucht sich auch niemand von uns seiner Zweifel an der Existenz von Wundern zu schämen. Stattdessen wollen wir gemein-

sam versuchen, einige Fragen im Zusammenhang mit Wundern zu beantworten.

1. Gibt es einen Widerspruch zwischen Naturwissenschaft und Wundern? Dazu muss als Erstes definiert werden, was Naturwissenschaft ist. Eine kurze Beschreibung lautet: „Naturwissenschaft ist eine bestimmte Form von Wissen über die Welt. In den Naturwissenschaften sind Erklärungen beschränkt auf solche, die durch Beobachtungen und Experimente gewonnen wurden und die durch andere Wissenschaftler bestätigt werden können. Erklärungen, die nicht auf empirische Belege gegründet werden können, sind nicht Teil der Naturwissenschaft.“ (Quelle: National Academy of Sciences, USA) Naturwissenschaft ist also eine systematische Beobachtung von Ursache und Wirkung (Kausalität). Wenn dann zwischen Ursache und Wirkung ein gesetzmäßiger Zusammenhang zu bestehen scheint, spricht man von einem Naturgesetz. Aber Naturgesetze können keine Ereignisse erzeugen und auch nicht erklären, warum es sie gibt. Deswegen sind Wunder


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grundsätzlich nicht naturwissenschaftlich zu erklären. Das ist auch der Grund, warum Wunder der Wissenschaft nicht widersprechen, weil sie außerhalb des Bereichs der Naturwissenschaften liegen. Und trotzdem, obwohl Naturwissenschaft und Wunder auf ganz verschiedenen Ebenen liegen, ist die Wissenschaft für viele Menschen zum „Gott“ der modernen Welt geworden. Der Grund dafür ist: Seit dem Zeitalter der Aufklärung wird behauptet, dass es das, was man nicht erklären kann, auch nicht gibt. Der Physiker Max Planck sagte in diesem Zusammenhang: „Der Glaube an Wunder verliert gegenüber dem Fortschritt der Wissenschaft immer mehr Boden, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis er ganz verschwunden ist.“

Kann man dem zustimmen? Greift Gott doch immer noch durch Wunder in das Geschehen der Welt und in das Leben von Menschen ein. Aber weil Gott nicht täglich erkennbar Wunder wirkt, rechnen die meisten Menschen in ihrem Alltag überhaupt nicht mehr mit Wundern. Hinzu kommt, dass die Errungenschaften der Wissenschaft die Qualität unseres Lebens so verbessert haben, dass es ganz verständlich ist, dass viele Menschen ihr Vertrauen eher auf die Wissenschaft setzen. Als Zweites müssen wir auch definieren, was Wunder sind. Was verstehen wir unter einem Wunder? Der christliche Apologet und Bibelwissenschaftler Norman Geisler definiert Wunder so: „Ein Wunder ist ein göttlicher Eingriff in den normalen Ablauf der Welt oder eine Unterbrechung dieses Ablaufs. Ein Wunder ist ein zweckbestimmtes, aber ungewöhnliches Ereignis, das normalerweise nicht geschehen würde.“ Und Professor William L. Craig, ebenfalls bibeltreuer Apologet, beschreibt es so: „Ein Wunder ist ein Ereignis, das nicht durch Naturgesetze erzeugt werden kann, die wirksam waren, als das Wunder geschah.“


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Mit anderen Worten, wenn man ein Wasserglas aus Kopfhöhe aufs Pflaster fallen lässt, kann man sicher sein, dass es mit einer berechenbaren Geschwindigkeit fällt. Naturgesetze sorgen dafür, dass das Glas in ein bis zwei Sekunden aufschlägt und wahrscheinlich zerbricht. Das ist es, was normalerweise passiert. Es wäre ein Wunder, wenn alle äußeren Umstände gleich blieben, aber das Glas nicht mit der erwarteten Geschwindigkeit fallen und am Boden nicht aufschlagen würde. Wenn das Glas also zwei Minuten unterwegs wäre, dann müsste man davon ausgehen, dass jemand, der mehr kann als wir, seine Finger im Spiel hat. Ein Wunder ist also ein Außerkraftsetzen der Naturgesetze durch ein übernatürliches (oder göttliches) Eingreifen. Als Drittes sollten wir verstehen, was die Bibel über Wunder lehrt. Sie zeigt uns zwei wichtige, aber grundverschiedene Erkenntnisse über Wunder: Einmal gibt es „gewöhnliche Wunder”, die Gott schenkt. Die Geburt eines Kindes ist z.B. solch ein „gewöhnliches Wunder“. Die Bibel beschreibt es so: „Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar

sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl“ (Psalm 139,14). Oder Kranke werden gesund, weil Gott unseren Körper mit „wunderbaren“ Selbstheilungskräften ausgestattet hat. Wenn aber ein Blindgeborener wieder sehen kann, nur weil Jesus Christus es ihm sagte, dann ist das ein „echtes Wunder“. Menschen in der Bibel nennen eine wunderschöne Blume nicht „Wunder“. Auch das Wiederfinden eines verlorenen Gegenstandes ist für sie kein „Wunder“. Das sind Geschenke eines großartigen Gottes, der sich um uns Menschen kümmert. Ereignisse, die aber aus dem Rahmen des sogenannten „Normalen“ fallen, nennt die Bibel Wunder. Sie spricht von Wundern,


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wenn man das, was passiert, gar nicht erwarten konnte. • Wenn Jesus auf dem Wasser geht, ist das ein Wunder. • Wenn Jesus ein Wort sagt und ein Toter wird lebendig, ist das ein Wunder. • Wenn Jesus fünf Brote und zwei Fische nimmt und einige 1000 Menschen werden satt und es bleiben noch zwölf volle Körbe übrig, ist das ein Wunder. Um konkret zu sein: In der Bibel wird kein Ereignis Wunder genannt, was nicht auch von heutigen Wissenschaftlern als Wunder bezeichnet würde, wenn es vor ihren Augen so geschehen würde, wie es in der Bibel geschildert wird. Die Leute damals waren weder naiv noch dumm.

• S  ie wussten um die Selbstheilungskräfte unseres Körpers. Sie wussten aber auch, dass etwas Besonderes geschehen war, wenn ein Gelähmter, der noch nie laufen konnte, plötzlich herumlief, nachdem Jesus das zu ihm gesagt hatte. • Sie wussten, dass jeder Sturm irgendwann einmal zu toben aufhören würde. Aber ihnen war auch klar, dass etwas anderes vorlag, wenn jemand zu dem Sturm sagte: „Schweig, verstumme!” und sofort eine große Stille eintrat. Damit kommen wir aber noch zu einer wichtigen Frage auf der Suche nach Antworten:

2. Können intelligente Menschen wirklich an die Wunder der Bibel glauben?


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Kann ein denkender Mensch Riesen, Elfen und Märchen als Fantasieprodukte abtun und gleichzeitig an buchstäbliches Brot, das vom Himmel fällt, glauben? Oder an eine Jungfrauengeburt? Oder an die Auferstehung aus den Toten? Richard Dawkins, Atheist und Evolutionsbiologe, schrieb: „Jungfrauengeburt, Auferweckung des Lazarus oder alttestamentliche Wunder sind alle nichts weiter als religiöse Propaganda und nur wirksam vor einem Publikum aus Ungebildeten und Kindern.“ Das Wichtigste, was wir im Zusammenhang mit Wundern verstehen müssen, ist, dass nur echter biblischer Glaube an einen allmächtigen, allwissenden und allgegenwärtigen Gott die Möglichkeit von Wundern einschließt. Unglaube zerstört die Vorstellung von einem übernatürlichen Eingreifen Gottes. Interessant ist, dass der Glaube an einen allmächtigen, wunderwirkenden Gott von Natur aus zu unserem Menschsein gehört. Der Schweizer Jean Piaget (1896–1980), Begründer der Kinderpsychologie, untersuchte die Entwicklung des religiösen Denkens bei Kindern und entdeckte, dass es für Kinder selbstverständ-

lich ist, dass Gott die Welt, die Tiere, Pflanzen und den Menschen geschaffen hat. Und dass dieser Gott auch Wunder wirken kann. Er sagte: „Der Glaube an Gott ist uns mitgegeben, weil der Mensch auf Gott hin angelegt ist. Atheismus (und damit auch die Ablehnung des Übernatürlichen, Anm. des Autors.) wird Menschen anerzogen. Der Glaube an den Schöpfergott steckt von Natur aus in uns“ (Quelle: Piaget, The Childs Conception oft the World, 1929). Wenn es also einen Gott gibt, sollten wir Wunder für möglich halten. • Wenn Gott das Universum mit 150 Milliarden Galaxien und 100 Milliarden Sternen in jeder Galaxie erschaffen hat, ist die Heilung eines Gelähmten für ihn eine Kleinigkeit. Für den Schöpfergott wäre dann auch die Zeugung von Leben im Mutterleib einer Jungfrau eine eher simple Angelegenheit.


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Wenn es aber keinen Gott gibt, sind Wunder völliger Unsinn. Gibt es ihn aber, ist die Vorstellung, dass es keine Wunder gibt, unmöglich. Deswegen kann die eigentliche Frage, ob es Wunder gibt oder nicht, nur durch eine Antwort auf die Frage geklärt werden:

3. Gibt es einen intelligenten Schöpfergott? Die Existenz Gottes erklärt viele Ereignisse, die sonst überhaupt keinen Sinn machen würden. Es macht doch viel mehr Sinn, von einer intelligenten Schöpfung auszugehen als sich vorzustellen, dass das ganze Universum aus dem Nichts, durch Zufall, also ohne planendes Denken, ohne Intelligenz entstanden sei. Dazu ist ein viel stärkerer Glaube notwendig als der Glaube an einen Schöpfergott. Unser Universum spricht ausnahmslos von einem genialen Plan, und ein Plan spricht von Intelligenz! Davon sprach auch Albert Einstein, der 1932 noch Atheist war, im Jahr 1950: „Ich kann kein Atheist mehr sein, denn es gibt einen Gott. Es muss einen Gott geben. Das Universum besteht aus mathematischen Gesetzen und Prinzipien,

und hinter mathematischen Gesetzen und Prinzipien muss Intelligenz stehen, und wo es Intelligenz gibt, da muss es auch eine Person geben.“ Denken Sie doch einmal über Folgendes nach: Für den brillantesten Wissenschaftler, der ein Auto sieht, ist klar, dass hinter dem Auto ein Konstrukteur existiert. Wenn er ein Gemälde sieht, ist ihm auch klar, dass es einen Künstler gibt, der das Bild gemalt hat. Und wenn er ein Buch liest, ist ihm natürlich auch klar, dass es einen Autor geben muss, der dieses Buch geschrieben hat. Wenn dieser brillante Wissenschaftler aber die Schöpfung sieht, mit den Milliarden von Galaxien, wenn er die Präzision und Ordnung des Mikrokosmos sieht, leugnet er oft, dass es einen intelligenten Schöpfer geben muss. Das ist schwer oder gar nicht zu verstehen!


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Alles in der Schöpfung weist auf einen intelligenten Schöpfergott hin, von dem der Psalmist in der Bibel schreibt: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände“ (Psalm 19,2). Ein Prophet Gottes schreibt: „Gott ist es, der die Erde erschaffen hat durch seine Kraft, der in seiner Weisheit den Weltkreis abgegrenzt und mit seinem Verstand den Himmel ausgespannt hat“ (Jeremia 10,12). Das ist ein Wunder – oder? Das Universum macht ohne einen persönlichen Schöpfergott keinen Sinn. Stattdessen versucht man zu erklären, dass alles durch eine Explosion und durch natürliche, zufällige Prozesse entstanden ist. Aber wenn schon Materie und Leben in ihrer Ordnung und Komplexität nicht durch eine Explosion entstehen können, wie viel weniger können Liebe, Harmonie, Gewissen, Moral aus anorganischem Material entstehen? Niemals. Die sogenannte Evolutionstheorie hat dafür keine Erklärung. Nehmen wir zum Beispiel die Existenz eines global gültigen Moralgesetzes. Warum denken wir so, wie wir denken? Warum handeln wir so, wie wir handeln? Wenn die Evo-

lutionstheorie stimmt, worauf können wir Moral oder Liebe zurückführen? Wenn das Evolutionsprinzip stimmt, dass der Stärkere sich durchsetzt, haben wir kein Recht, uns über Bosheit und Ungerechtigkeit zu empören, weil das doch nur Teil der evolutionären Natur sein könnte! Jeffrey Dahmer (1960–1994) nannte man das Milwaukee Monster. Er wurde 1994 im Alter von 34 Jahren von Mithäftlingen getötet, weil er 17 Männer und Jugendliche umgebracht und teilweise verspeist hatte. Während seiner Gerichtsverhandlung sagte Dahmer zu seinen Richtern: „Wenn der Mensch das Produkt eines Zufalls ist und wenn es keinen Gott und keine Bedeutung und keinen Sinn im Leben gibt, wer seid ihr dann, um mir zu sagen, was richtig und falsch ist?“


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Aus Sicht der Evolutionstheorie fühlte er sich im Recht, aber trotzdem würde jeder zustimmen, dass Dahmers Taten böse waren. Wir alle haben ein Empfinden für Gut und Böse. Vielleicht ist man nicht immer einer Meinung, was richtig und falsch ist, aber jeder ist davon überzeugt, dass es Dinge gibt, die richtig, und andere, die falsch sind. Aber woher kommt das? Wenn wir über Gut und Böse diskutieren, berufen wir uns auf ein höheres Gesetz, das jeder Mensch in sich trägt. Dieses moralische Gesetz lenkt die ganze Menschheit und ist z.B. die Grundlage für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Allein die Tatsache, dass es ein solches globales moralisches Gesetz im Gewissen der Menschen gibt, weist auf einen moralischen Gesetzgeber hin. Ist es da nicht vernünftiger, im Schöpfergott diesen Gesetzgeber zu erkennen? Das lesen wir auch in der Bibel, „dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen“ (Römer 2,15). Gott hat also jedem Menschen ein Gewissen gegeben, von dem Signale über Richtig und Falsch,

Gut und Böse ausgesendet werden. Dieses Gewissen haben wir nicht von den Amöben geerbt. Die Unterschiede in der Empfindlichkeit des Gewissens hängen natürlich damit zusammen, wie nah sich eine Person oder eine Gesellschaft bei dem einen wahren Schöpfergott befindet oder wie weit sie sich von ihm entfernt hat. Das stärkste Argument jedoch, um an die Existenz Gottes zu glauben, ist das größte aller Wunder:

Die Auferstehung Jesu. Der ewig existierende Gott wird Mensch und stirbt an unserer Stelle. Damit nimmt er uns die von Gott festgesetzte Strafe für unsere Sünden ab, wenn wir an Jesus Christus glauben. Jesus wurde vor etwa 2.000 Jahren in Jerusalem


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gekreuzigt, aber am 3. Tag nach seinem Tod ist er lebendig aus dem Grab hervorgekommen und Hunderten Augenzeugen begegnet. Die Bibel beschreibt das kurz und nüchtern: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafür sind wir alle Zeugen“ (Apostelgeschichte 2,32). Die Auferstehung Jesu wurde vom ersten Tag an nie widerlegt. Keiner konnte den toten Leib Jesu präsentieren, und viele seiner Nachfolger starben eines gewaltsamen Todes, weil sie die Wahrheit seiner Auferstehung verkündet hatten. Außerdem haben Millionen Menschen die Gegenwart Jesu zu allen Zeiten erfahren. Die Beweislage ist eindeutig: Wunder sind wahr, und alles weist auf einen allwissenden, allmächtigen, allliebenden und barmherzigen Gott hin.

Und damit kommen wir zur letzten Frage, die oft gestellt wird:

4. Warum gibt es heute nicht mehr so viele wirkliche Wunder? Dabei geht es natürlich nicht um die angeblichen Wunder mancher Fernseh-Evangelisten. Diese Ereignisse hinterlassen zu oft einen faden Geschmack. Es geht auch nicht um „gewöhnliche Wunder“, die wir erleben, weil es einen wunderbaren, weisen und liebenden Schöpfergott gibt. Sondern jetzt geht es um unbestreitbare und unzweideutige Wunder, wie sie uns in der Bibel berichtet werden. Warum gab es die scheinbar nur damals? Je mehr man die Bibel aufmerksam liest, desto klarer versteht man, warum es heute nicht mehr so viele erstaunliche Wunder gibt wie damals. • Wunder waren zu keiner Zeit in der Geschichte alltägliche Ereignisse. Sie waren immer ungewöhnlich und immer ganz speziell. • Gott schuf nicht die Naturgesetze, um sie ständig außer Kraft zu setzen. • Deswegen sind echte Wunder auch heute noch ungewöhnlich und ganz speziell und vor allen Dingen eher selten.


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Und warum ist das so? • Nicht weil Menschen heute weniger Glauben haben oder weil Gott weniger Macht hat oder weil er uns weniger liebt. • Sondern weil wir in der Bibel einen Plan Gottes in Verbindung mit Wundern kennenlernen. • Immer wenn Gott ein neues Kapitel in seinem Handeln mit den Menschen aufgeschlagen hat, begleitete er dieses Handeln mit dem Wirken von Zeichen und Wundern durch seine Botschafter, gewissermaßen als Rechtfertigung ihrer Sendung.

Deswegen tauchen während der Heilsgeschichte Gottes mit uns Menschen an bestimmten Punkten Anhäufungen von Wundern auf. Hier einige Beispiele: • Es gab außergewöhnliche und viele Wunder in der Zeit Abrahams und Moses, als Gott seine ersten Bündnisse mit den Menschen schloss. (Als Bestätigung, dass Gott sein Volk Israel berief und schließlich aus der Sklaverei in Ägypten befreite, um es in das verheißene Land zu bringen.) • Es gab Wunder in den Tagen der Propheten Elia und Elisa, als Gott durch sie harte und mahnende Worte an das Volk Israel richtete. (Als Bestätigung, dass die Propheten Elia und Elisa im Auftrag Gottes dem Volk die Botschaft Gottes brachten.) • Und es gab große Wunder in den Tagen von Jesus Christus und seinen Aposteln, als Gott in neuer Weise sich den Menschen offenbarte. (Als Bestätigung, dass Gottes Handeln aus dem Zeitalter des Gesetzes, das Mose verkündigt hatte, in das Zeitalter der Gnade überging und Gott den Aposteln in ihrem Handeln durch Zeichen und Wunder Vollmacht gab. Die


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Bibel beschreibt das so: „Sie aber gingen hinaus und verkündigten überall; und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen“ (Markus 16,20). Und im Brief an die Hebräer steht: „… wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen“ (Hebräer 2,4). Die Wunder waren also fast immer Zeichen oder Bestätigung von Gottes Handeln. Die Wunder, die Gott vor allem durch seinen Sohn Jesus Christus wirkte, waren ebenfalls Zeichen der Autorität Jesu: „Noch viele andere Zeichen tat Jesus nun vor seinen Jüngern, die in diesem Buch nicht geschrieben sind. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen“ (Johannes 20,30–31). Die Wunder des Sohnes Gottes beweisen also im Wesentlichen zwei Wahrheiten: Sie zeigen, dass Jesus Gottes Sohn ist. Und sie zeigen, was das ewige Leben aus Gott ist, worin es besteht und wie man es erlangt.


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Das Wunder des Wortes Gottes: Die Bibel Neben dem bekannten Hirtenpsalm 23 von David gehört der Psalm 19 zu den bekanntesten Liedern, die der König David gedichtet hat. Sehr häufig wird aus diesem Psalm der Vers 2 zitiert: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk seiner Hände“ (Psalm 19,2). Dabei dreht sich der Psalm 19 vor allem um das Wort Gottes und seine vielfältigen Eigenschaften: „Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des HERRN sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des HERRN ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des HERRN sind Wahrheit, sie sind allesamt gerecht. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, süßer als Honig und Honigseim. Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. Verfehlungen – wer erkennt sie? Sprich mich los von denen, die ver-

borgen sind! Auch vor mutwilligen bewahre deinen Knecht, damit sie nicht über mich herrschen; dann werde ich unsträflich sein und frei bleiben von großer Übertretung! Lass die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor dir; HERR, mein Fels und mein Erlöser!“ (Psalm 19,8–15). Ist Ihnen aufgefallen, wie viele verschiedene Aussagen über das Wort Gottes gemacht wurden? Die Worte Gottes … sind vollkommen – erfrischen – sind zuverlässig – machen weise – sind richtig – erfreuen – sind lau-


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ter – rein – bestehen ewig – sind wahr – sind gerecht – sind wertvoll – sind süß – und warnen! David beginnt diesen Psalm mit dem Hinweis, dass die Schöpfung eine sehr deutliche Sprache spricht. Was wir im Mikro- und Makrokosmos sehen, kann nicht durch Zufall entstanden sein, sondern spricht von der Größe, Allmacht und Herrlichkeit Gottes. Danach spricht David aber nicht mehr nur von der Größe Gottes, wie man sie in der Schöpfung wahrnehmen kann, sondern von der Vollkommenheit seines Wortes – der Bibel! Christen gehen davon aus, dass Gott die Bibel verfasst hat und dafür sorgte, dass die Männer, die er ausgewählt hatte, die Bibel niederzuschreiben, auch genau das schrieben, was er ihnen eingab. Gott allein verdient es, angebetet zu werden. Aber gleichzeitig macht die Bibel selbst viele Aussagen über das Wort Gottes: „Ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewandt, und deinem Namen danken um deiner Gnade und Treue willen; denn du hast dein Wort groß gemacht über all deinen Ruhm hinaus“ (Psalm 138,2).

Die Bibel ist ein großartiges Buch – ein Buch voller Wunder, und einige dieser Wunder möchte ich Ihnen vorstellen, damit Sie mit mir staunen können über die Weisheit und Größe Gottes. Als Erstes zeige ich Ihnen:

1. Das Wunder ihrer Inspiration. Die Bibel ist das einmaligste Buch, das jemals geschrieben wurde, weil sie von sich selbst sagt, dass Gott ihr Autor ist. Sie wurde in einem Zeitraum


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von 1.600 Jahren, auf drei verschiedenen Kontinenten, in drei Sprachen und von mindestens 40 ganz unterschiedlichen Männern geschrieben. Trotzdem gab es nur einen Autor: Gott! Die Bibel beschreibt das so: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass keine Weissagung der Schrift von eigenmächtiger Deutung ist. „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die

heiligen Menschen Gottes geredet“ (2. Petrus 1,20–21). Oder diese Stelle: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“ (2. Timotheus 3,16–17). Und hier noch eine Aussage: „Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid“ (1. Thessalonicher 2,13). Die Bibel ist „inspiriert“, das heißt, sie ist von Gott eingegeben. Sie selbst erklärt an vielen Stellen, dass sie Gottes Wort ist, z.B. durch die Formulierung „da sprach der Herr“ oder „der Herr sprach“. Diese Aussage finden wir allein im Alten Testament über 2000 Mal. Nach dem Wunder der Inspiration zeige ich Ihnen als Nächstes:

2. Das Wunder ihres Inhalts. Die Bibel ist eine Bibliothek, bestehend aus 66 Büchern – 39 im AT und 27 im NT. Teilt man das Buch der Psalmen, wie es die Juden tun,


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in fünf Bücher ein, besteht sie sogar aus 70 Büchern. Die alttestamentlichen Bücher wurden innerhalb von etwa 1.500 Jahren in hebräischer Sprache geschrieben, einige kleine Teile in Aramäisch. Die neutestamentlichen Bücher wurden alle in der griechischen Sprache verfasst. Alle etwa 40 Schreiber der Bibel präsentieren auf eine beeindruckend einheitliche Weise Gottes Plan und Ziel mit unserer Welt. Die Bücher des Neuen Testaments wurden in einer Zeitspanne von etwa 50–70 Jahren geschrieben, und sie handeln vom Leben Jesu Christi – seiner Geburt, seinem Lebenslauf, Tod und Auferstehung, dem Anfang der christlichen Kirche und von Anleitungen eines Lebens als Nachfolger Jesu. Was das Wunder des Inhalts noch größer sein lässt, ist die Tatsache, dass die Schreiber aus völlig unterschiedlichen sozialen Hintergründen kamen. Da waren Könige, Politiker, Arbeiter, Hirten, Fischer und ein Arzt. Trotzdem verblüfft der Inhalt dieser vielen Bücher durch ihre Einheit. Die Bibel äußert sich zu den verschiedensten Themen und ist zuverlässig: Sie ist kein Geschichtsbuch, aber trotzdem historisch genau.

Sie ist kein Wissenschaftsbuch, aber trotzdem wissenschaftlich präzise. Kein Buch über Religion kann sich mit der Bibel messen, und jeder, der sich auf sie einlässt und zu lesen beginnt, wird ihre Einmaligkeit erkennen. Wenn ich also „Bibel“ sage, meine ich diese 66 bzw. 70 Bücher, die uns von Gott gegeben wurden und die Grundlagen des christlichen Glaubens vermitteln. Und damit kommen wir schon zum dritten Wunder:

3. Das Wunder ihrer Bewahrung. Die Bibel ist eines der am meisten gehassten Bücher der Menschheitsgeschichte, weil sie eine Autorität ist und Menschen sich nur ungern Autoritäten beugen. Dem Menschen ohne Gott schmecken die Wahrheiten über Sünde, Gericht und Hölle nicht, und deswegen wurde die Bibel immer schon verfolgt. Gott hat aber stets über sein Wort gewacht: „Die Worte des HERRN sind reine Worte, […] Du, o HERR, wirst sie bewahren, wirst sie behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!“ (Psalm 12,7–8). Die Menschen haben versucht, die Einflussnahme der Bibel durch Feuer, Verspottung oder Pseudo-Wissenschaft zu vernichten,


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aber nichts hat zu dem gewünschten Erfolg geführt und wird auch nie dazu führen. Man hat die Bibel verboten oder ihre Weitergabe bestraft. Auch heute droht in vielen muslimischen und atheistischen Ländern die Todesstrafe oder lebenslange Zwangsarbeit auf den Besitz einer Bibel. Aber keiner von allen Versuchen hat zu dem erhofften Ziel geführt. Die Bibel steht unter dem persönlichen Schutz Gottes und, statt sie vernichten zu können, wurde sie zu dem meistverbreiteten Buch der Menschheitsgeschichte. Etwa 200–300 Millionen Exemplare werden pro

Jahr in Umlauf gebracht. Was wäre das für ein Gott, der uns Menschen sein Wort gibt und dann nicht in der Lage ist, dieses Buch zu bewahren und zu verbreiten? Aber es gibt noch mehr Wunder im Zusammenhang mit der Bibel:

4. Das Wunder ihres Designs. Die Bibel vergleicht sich mit verschiedenen Gegenständen, um uns ihre Wirkung praktisch vor Augen zu stellen. Mit der Bibel halte ich z.B. in meiner Hand: • Ein zweischneidiges Schwert. Sie entblößt die geheimsten Gedanken.


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Hebräer 4,12: „Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, (…) und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ • E  inen Hammer. Sie zerbricht den Widerstand des Herzens. Jeremia 23,29: „Ist mein Wort nicht […] wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert?“ • E  inen Spiegel. Sie zeigt den wahren Zustand des inneren Menschen.

Jakobus 1,23: „Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut.“ • Ein Feuer. Die Bibel ist läuternd und reinigend. Jeremia 23,29: „Ist mein Wort nicht brennend wie Feuer, spricht der HERR?“ • Eine Lampe. Sie erleuchtet den Geist und zeigt den Weg. Psalm 119,105: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Und dann hätten wir noch ein fünftes Wunder:


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5. Das Wunder ihrer Kraft. Dieses Buch hat die Kraft, Leben zu verändern. Menschen bezeugen, dass sie durch die Bibel von Bindungen des Alkohols und Drogen frei geworden sind. Die Botschaft der Bibel kann aus Ungläubigen Heilige machen. Zerrüttete Familien wurden durch die Kraft der Aussagen der Bibel geheilt. Und Mörder haben in der Todeszelle durch die Bibel Vergebung und Hoffnung gefunden. „Genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, wozu ich es gesandt habe!“ (Jesaja 55,11). Jemand fragte den Prediger Charles Spurgeon, ob er vorbereitet sei, das Wort Gottes zu verteidigen. Da antwortete er: „Das Wort Gottes verteidigen? Das wäre doch das Gleiche, als wenn ich einen Löwen verteidigen wollte. Gottes Wort muss nicht verteidigt werden. Predige es! Lass es aus dem Käfig, und es wird sich selbst verteidigen.“ Und damit sind wir beim Wunder Nummer 6:

6. Das Wunder der Botschaft der Bibel. Der Mittelpunkt der Botschaft der Bibel ist Jesus Christus. Sie ist, obwohl sie aus 66 (70) Büchern

besteht und in einem Zeitraum von insgesamt 1.600 Jahren entstand, eine Einheit und hat Jesus Christus zum Mittelpunkt: •D  as Alte Testament ist die Vorbereitung auf das Kommen von Jesus Christus in diese Welt. • Die Evangelien sind die Offenbarung von Jesus Christus. • Die Apostelgeschichte handelt von der Ausbreitung der Botschaft von Jesus Christus. • Die Briefe beschreiben das Leben der Gläubigen mit Jesus Christus. • Das Buch der Offenbarung ist die Vollendung des Universums durch Jesus Christus. Der Inhalt der ganzen Bibel ist Jesus, der Herr! Er ist auch Ziel der Bibel. Er ist der Einzige, der Sie aus der ewigen Gottesferne retten kann. Im Alten Testament redete Gott zu den Menschen durch seine Propheten. Die Botschaft, die Jesus brachte, ist aber mehr als nur eine Fortsetzung des Redens Gottes durch die Propheten, weil Jesus nicht nur Gottes Botschaft zu uns bringt, sondern weil er die Botschaft Gottes ist! Er ist das menschgewordene Wort Gottes. So wie die Bibel es sagt: „Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben


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seine Herrlichkeit angeschaut.“ (Johannes 1,14). Im Neuen Testament heißt es: „Dieser (Jesus) ist die Ausstrahlung seiner (Gottes) Herrlichkeit und Ausdruck seines (Gottes) Wesens“ (Hebräer 1,3). Wenn Sie wissen wollen, wie Gott ist, schauen Sie sich Jesus Christus an, wie er uns im Neuen Testament vorgestellt wird. Und damit sind wir schon beim letzten Wunder der Bibel in unserer Auflistung:

7. Das Wunder ihrer Verheißungen (Versprechen). Gott gibt uns viele Versprechen, die durch Jesus Christus erfüllt werden, und er ist in seinem ganzen Wesen zuverlässig und treu. Was er verspricht, das wird er auch halten. Hier sind einige seiner Versprechen: • Das Versprechen, dass er uns erlösen kann und will (Römer 3,23–24). • Das Versprechen, dass er uns die Sünden vergeben kann (Jesaja 55,6–7). • Das Versprechen, dass er uns ewiges Leben schenkt (Johannes 3,16). • Das Versprechen, dass er für uns eine Wohnung im Himmel vorbereitet (Johannes 14,2–3).

• D  as Versprechen, dass er wiederkommen wird (Lukas 21,27). • Das Versprechen auf eine bessere Welt unter seiner Herrschaft (Offenbarung 21,1–5). Die Botschaft der Bibel ist eine Botschaft der Hoffnung in einer hoffnungslosen Welt. Jesus hat auch in meinem Leben alle seine Versprechen erfüllt. Er hat mir nie versprochen, mich vor allen Unglücksfällen des Lebens zu beschützen. Wir leben in einer Welt, die vom Feind Gottes, dem Teufel, beeinflusst wird. Das Leben unserer Familie war nicht verschont von harten Ereignissen, aber der Herr hat sein Versprechen bis heute erfüllt, uns hindurchzubringen und uns nie zu verlassen oder zu versäumen. Wenn Sie sich ihm anvertrauen, wird er auch in Ihrem Leben alle seine Versprechen erfüllen, und eines davon ist, dass er nicht nur etwas in Ihnen anfangen will, sondern dass er Sie auch ans Ziel bringen wird. Und dieses Ziel ist die ewige Herrlichkeit bei Gott dem Vater im Himmel. Die einzige Bedingung, die er stellt, ist, dass Sie sich mit Ihrem ganzen Leben ihm anvertrauen. Das versteht die Bibel unter „glauben“.


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Das Wunder der Person Jesu Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass bis heute insgesamt 108 Milliarden Menschen auf der Erde lebten. Dabei gehen sie davon aus, dass die ersten beiden Menschen etwa 50.000 Jahre v. Chr. als Homo sapiens in Erscheinung traten. Der Bibelgelehrte Dr. John Blanchard ist konservativer und geht von einem wesentlich jüngeren Datum der Erschaffung von Adam und Eva aus und kommt auf eine Summe von etwa 30 Milliarden Menschen, die jemals auf der Erde gelebt haben. Und alle diese Menschen, oder besser gesagt, fast alle von ihnen haben einmal gelebt, sind gestorben und wurden vergessen. Nur eine Handvoll Personen stiegen auf zu größerer Bekanntheit, und ihre Namen sind durch die Jahrhunderte nicht vergessen worden. Aber es gibt nur eine Person in der ganzen Menschheitsgeschichte, die absolut und buchstäblich einzigartig und unvergleichlich ist. Diese eine Person wurde zum Anlass von mehr Hingabe, Ablehnung, Opposition, Kritik und Verehrung als jedes andere In-

dividuum unter den vielleicht 30 Milliarden Menschen. Jedes Wort, das diese Person sprach, wurde studiert, analysiert, diskutiert, kritisiert und überprüft, und zwar von Generationen von Philosophen, Gelehrten, Theologen, Historikern usw.! Es gibt keinen Augenblick, seit dieser Mann hier auf der Erde lebte, in dem nicht Millionen von Menschen über ihn, zu ihm oder mit ihm geredet haben. Der Name dieser einzigartigen Person ist JESUS, und diese Person bewegt die Welt bis heute.


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In der Bibel, dem Wort Gottes, lesen wir über Jesus: „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. Und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel Gott, in ihm alle Fülle wohnen zu lassen und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes – durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist. Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht“ (Kolosser 1,15–22).

Eine erstaunliche Person! Jesus Christus teilte mit seiner Geburt die Menschheitsgeschichte in zwei Zeitbereiche: vor Christus und nach Christus. Sein Einfluss

auf die Menschheitsgeschichte ist noch beeindruckender, wenn man sich folgende Faktoren vor Augen führt: • Er schrieb nie ein Buch, aber über ihn wurden mehr Bücher geschrieben als über jeden anderen Mann in der Menschheitsgeschichte. • Er malte nie ein Bild und schuf keine Skulpturen. • Er verfasste keine Gedichte und komponierte keine Lieder, aber wie viele Texte, Musikstücke, Filme entstanden, die seine Person zum Inhalt haben. • Er befehligte nie eine Armee, und trotzdem gaben Millionen ihr Leben für ihn hin. • Seine Reisen führten ihn nie über sein kleines Geburtsland Israel hinaus, aber sein Einfluss ist bis heute in der ganzen Welt spürbar.


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Das ist schon echt erstaunlich: Er besuchte keine höhere Bildungsstätte. Er war der Sohn eines Zimmermanns, und trotzdem wurden viele Universitäten und Hochschulen auf der Grundlage seiner Persönlichkeit und seiner Lehren gegründet. Er hatte kein Eigentum! Als er mit einem Schiff fahren wollte, lieh er sich ein Boot. Wollte er eine hungrige Menge sättigen, lieh er sich von einem Jungen Brote und Fische. Als er ein Reittier brauchte, lieh er sich einen Esel. Als er seine Steuern bezahlen wollte, gebrauchte er eine Münze aus dem Maul eines Fisches. Sein Einfluss ist so groß, dass sich alle Lehrer die Frage stellen sollten: „Wie kann ein Kind fundiert unterrichtet werden, ohne Jesus kennenzulernen, der mehr als jede andere Person die Menschheit beeinflusst hat?“ Eigentlich müsste er auf Grund seiner Bedeutung auf den Lehrplänen aller Schulen und Ausbildungsstätten an erster Stelle stehen. Diese Person erklären zu wollen, ist unmöglich, sie zu übersehen, ist verhängnisvoll und sie abzulehnen, ist tödlich. Ich rede immer noch von Jesus Christus. Kennen Sie ihn wirklich?

• Ihn zu kennen, heißt auch, ihn zu lieben. • Ihn zu lieben, heißt, an ihn zu glauben. • An ihn zu glauben, bedeutet, errettet zu sein. • Errettet zu sein, heißt, für Zeit und Ewigkeit zu Gott zu gehören. Ich fühle mich unfähig, ihn zu beschreiben, weil die menschliche Sprache einfach zu beschränkt ist, um diesen Herrn Jesus angemes-


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sen zu erklären. Der menschliche Verstand ist zu begrenzt, ihn zu begreifen, und das menschliche Herz zu klein, den zu erfassen, der das Bild des unsichtbaren Gottes ist. Es gehört zu Gottes Plan, dass Jesus Christus „… in allem den Vorrang habe“ (Kolosser 1,18).

1. Er hat den Vorrang in den Offenbarungen Gottes. Was bedeutet, Jesus Christus hat den Vorrang in der Offenbarung Gottes? Niemand von uns könnte

ohne ihn Gott im Himmel wirklich kennenlernen. Die Bibel nennt ihn das Bild des unsichtbaren Gottes (Kolosser 1,15)! Wie können wir den großen Gott des Himmels kennenlernen? Vernunft kann uns nicht zu Gott bringen. Das Endliche kann niemals das Unendliche verstehen. Religion kann uns nie zu Gott bringen, weil Religionen die Erfindung von Menschen sind. Ohne Jesus Christus könnte niemand Gott kennenlernen. Deswegen sagt Jesus: „Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater als nur der Sohn und der, welchem der Sohn es offenbaren will“ (Matthäus 11,27). Die einzige Möglichkeit, Gott angemessen kennenzulernen, setzt voraus, dass der Herr Jesus Ihnen Gott vorstellt. Deswegen sagt er: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Viele Menschen von heute nennen das intolerant und engstirnig. Und das ist nicht falsch, denn Jesus Christus ist nicht ein guter Weg zum Vater, sondern er ist der einzige Weg. Jesus hat allein Vorrang in der Offenbarung Gottes, des Vaters.


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Er wird in dem obigen Bibeltext auch der „Erstgeborene“ genannt: „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare“ (Kolosser 1,15–16). Wenn Jesus alles erschaffen hat, dann bedeutet das, er selbst ist nicht erschaffen worden, denn sonst hätte er sich selbst erschaffen. Was bedeutet aber der Begriff „Erstgeborener“? Er beschreibt nicht den Anfang der Existenz Jesu, wie es die Sekte der Zeugen Jehovas behauptet, sondern dieser Titel spricht von seinem Vorrang, seiner Bedeutung! Auch der alttestamentliche König David wurde in Gottes Wort „Erstgeborener“ genannt, obwohl er gar nicht als erster Sohn geboren wurde, sondern als achter. In der Bibel steht aber: „Und ich will ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der Könige auf Erden“ (Psalm 89,28). Gott wollte damit ausdrücken, dass David den absoluten Vorrang vor allen Königen der Erde einnahm. So ist der Begriff „Erstgeborener“ auch in Bezug auf Jesus Christus zu verstehen. Er übertrifft alle, und er hat einen Namen, der über allen Namen ist. Das ist ein Wunder!

Aber Jesus hat nicht nur den Vorrang in der Offenbarung Gottes, sondern:

2. Jesus Christus hat den Vorrang in der Verwaltung des Universums. Er ist die Kraft der Schöpfung. Jedes Mal, wenn ich diese Bibelstelle lese, erfüllt mich eine tiefe Freude: „In ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist“ (Kolosser 1,16). Dieser Eine unter den 30 Milliarden – er ist die Kraft der Schöpfung. Das kleine Baby in Bethlehem in Matthäus, Kapitel 1 ist der große Schöpfer-Gott aus dem 1. Buch Mose, Kapitel 1. Das kleine Baby in Matthäus 1 ist derjenige, der seine Mutter erschaffen hat, und als er geboren wurde, war er so alt wie sein Vater im Himmel und unendlich älter als seine Mutter. Das ist ein Wunder. Aber es gibt viele Menschen, die ziehen es vor, an eine Evolutionstheorie zu glauben anstatt daran, dass Jesus Christus das gesamte Sein durch sein Wort ins Dasein gerufen hat. Sie sind sich aber nicht bewusst, dass sie dadurch vor vier Problemen stehen: 1. Sie haben ein Problem mit der


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Heiligen Schrift, weil die Bibel keine Evolution lehrt, und wenn man der Bibel nicht glauben kann, woher man kommt, wie kann man ihr glauben, wenn sie uns sagt, wohin man geht? Aber man hat nicht nur das Problem mit der Bibel. 2. Sie haben auch ein Problem mit der Erlösung. Wenn Evolution wahr wäre, hat es keinen Garten Eden gegeben. Und wenn es keinen Garten Eden gab, gab es auch keinen Sündenfall, und wenn es keinen Sündenfall gab, gibt es auch keine sündige Natur des Menschen. Wenn 1. Mose 3 ein Märchen oder Mythos ist, ist Johannes 3 auch eine Farce, wenn dort gesagt wird, dass wir Sünder sind und von Neuem geboren werden müssen. 3. Sie haben außerdem ein Problem mit der Gesellschaft. Wenn man nämlich glaubt, dass der

Mensch vom Tier abstammt, dauert es nicht lange, bis Menschen sich wie Tiere verhalten. 4. Sie haben auch noch ein Problem mit der Wissenschaft, wenn sie an Evolution glauben. Wissenschaftlich ist die Evolutionstheorie nämlich mehr als fraglich. Dazu zwei Beispiele: Fred Hoyle (1915–2001), Mitglied der britischen Akademie der Wissenschaft, führender Astrophysiker, Mathematiker und Atheist, schockierte eine Menge Leute in wissenschaftlichen Kreisen, als er sagte: „Wir müssen zugeben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Leben durch Evolution zufällig entsteht, so wahrscheinlich ist, wie wenn ich mit einem Würfel fünf Millionen mal hintereinander eine sechs würfle. Lasst uns wissenschaftlich ehrlich sein und zugeben, dass die Chance, dass Leben zufällig entstehen könnte, vergleichbar ist mit der Chance, dass ein Wirbelsturm über einen Schrottplatz fegt und dabei rein zufällig eine Boeing 747 zusammenbaut“ (Hoyle, Fred: „Evolution from Space“ 1982/1984). Das heißt: Zielloser und unpersönlicher Zufall wird niemals komplexes Leben erzeugen. Dr. George Wald (1906–1997), Professor für Biologie an der Harvard Uni, Nobelpreis der


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Medizin, schrieb in einer wissenschaftlichen Zeitschrift über die Entstehung des Lebens: „Wenn wir über die Entstehung des Lebens nachdenken, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: 1. Spontane Entstehung mit fortschreitender Evolution. Das wäre die eine Möglichkeit: Peng – und es war plötzlich da und hat sich weiterentwickelt. Die andere Möglichkeit ist eine übernatürliche Schöpfung Gottes. Es gibt keine dritte Alternative. Entweder spontane Entstehung oder übernatürliche Schöpfung Gottes. Die erste Möglichkeit – spontane Entstehung – wurde vor 120 Jahren durch Louis Pasteur und andere nachweislich als wissenschaftlich unmöglich bewiesen. Wir wissen, dass es keine spontane Entstehung von Leben geben kann. Das lässt uns nur die andere Möglichkeit: übernatürliche Schöpfung Gottes. Die kann ich nicht akzeptieren, weil ich nicht an Gott glauben kann.“ Das ist erschütternd. Der Wissenschaftler sagt, dass Leben unmöglich ohne Schöpfungsakt Gottes entstehen kann, sagt dann aber, dass er den Glauben an Gott nicht akzeptieren kann oder will. Er sagte weiter: „Ich entschied mich, an das zu glauben, was wissenschaftlich unmöglich ist: spontane Entstehung mit nachfolgender Evolution“ (Wald, George, „Inno-

vation and Biology”, Scientific American, Vol. 199, Sept. 1958, S. 100). Die Bibel kommentiert diese Denkweise so: „Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden“ (Römer 1,22). Und wie ist alles entstanden? Der Sohn Gottes sprach: „Es werde!“, und es ward. Jesus ist nicht nur der Urheber der Schöpfung, sondern auch ihr Erhalter. „Er (Jesus Christus) ist vor allem, und alles besteht durch ihn“ (Kolosser 1,17). Dieses Wort „besteht“ bedeutet so viel wie „hält zusammen“. Jesus ist gewissermaßen der „Klebstoff“ des Universums. Wissenschaftler versuchen immer noch herauszufinden, was Schwerkraft ist. Sie wissen, wie sie wirkt, aber sie wissen nicht genau, was es ist. Der Wissenschaftler spricht von den Naturgesetzen, aber eigentlich gibt es keine Gesetze der Natur, sondern nur Gesetze Gottes, denen die Natur folgen muss. Der Herr Jesus regiert das Universum: „durch ihn bestehen alle Dinge.“ In der Bibel lesen wir: „Hebt eure Augen auf zur Höhe und seht: Wer hat diese erschaffen? Er, der ihr Heer abgezählt herausführt, er ruft sie alle mit Namen. So groß ist seine


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Macht und so stark ist er, dass nicht eines vermisst wird“ (Jesaja 40,26). Gott hat das Sternenheer erschaffen und damit seine Majestät und Herrlichkeit demonstriert. Wir erfahren, dass Jesus Christus der wirkliche Schöpfer dieser gigantischen Sternenwelt ist. Das Universum ist unvorstellbar groß. Stellen Sie sich vor, wir könnten mit der Geschwindigkeit des Lichts, 300.000 km pro Sekunde, reisen. Das ist etwa 7x um die Welt in einem Augenblick! Stellen Sie sich jetzt vor, Sie würden auf einem Lichtstrahl zur Sonne rei-

sen. Die Sonne ist 150.000.000 km von uns entfernt, und man wäre 8,5 Minuten unterwegs. In 8,5 Minuten wären Sie also 150 Millionen km weit gereist. Wenn Sie aber an allen Planeten und der Sonne vorbeifliegen würden bis zum nächsten Stern, wären Sie 4,5 Lichtjahre unterwegs! Ein Lichtjahr ist die Entfernung, die das Licht in einem Jahr zurücklegen würde, mit 300.000 km/Sek. Geschwindigkeit. Um diesen nächsten Stern, Alpha Centauri, zu erreichen, wären Sie also, wenn Sie so schnell wä-


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ren wie Licht, 4,5 Jahre unterwegs. Das sind etwa 45 Trillionen km, so weit ist der nächste Stern in der Milchstraße von der Erde entfernt. Und jetzt halten Sie sich fest: Man sagt, dass es 100 Milliarden Sterne in unserer Galaxie gibt. Um auf einem Lichtstrahl von einer Seite unserer Milchstraße zur anderen Seite zu fliegen, wären Sie 100.000 Jahre unterwegs. 100 Milliarden Sterne in unserer Galaxie – und man schätzt 150 Milliarden Galaxien im Universum. Vor einigen Jahren entdeckte man das für uns bisher am weitesten entfernte Objekt. Man nennt es Quasar. Um es zu erreichen, wäre man ca. 15 Milliarden Lichtjahre unterwegs. Dieser Quasar produziert in einer Sekunde so viel Energie, dass diese Menge für die Versorgung der Erde für 1 Million Jahre reichen würde. Der Quasar braucht für diese Produktion aber nur eine Sekunde! Und wer hat das alles geschaffen? Jesus Christus: „Alles besteht durch ihn“ (Kolosser 1,17). All das, was wir sehen und untersuchen können, brachte den jungen Atheisten Albert Einstein zum Glauben an einen Schöpfergott. 1932 war Einstein ein Atheist, aber 1950 sagte er: „Ich kann kein Atheist mehr sein, denn es gibt einen Gott. Es muss einen Gott

geben!“ Er schaute in das Universum und sagte: „Das Universum besteht aus mathematischen Gesetzen und Prinzipien und hinter mathematischen Gesetzen und Prinzipien muss Intelligenz stehen, und wo es Intelligenz gibt, da muss es auch eine Person geben.“ Dieser Gott, den er in der Schöpfung erkannt hat, ist Jesus Christus. Er ist derjenige, durch den alles besteht. Da spricht uns der Psalmist doch aus dem Herzen, wenn er schreibt: „Wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie ist ihre


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Summe so gewaltig! Wollte ich sie zählen – sie sind zahlreicher als der Sand“ (Psalm 139,17–18a). Nehmen Sie sich einmal einen Eimer Sand und fangen Sie an, die Körner zu zählen! Der Psalmist sagt, dass die Gedanken Gottes zahlreicher sind als alle Sandkörner dieser Erde, und das ist auch der Maßstab dafür, wie er sich um jeden Menschen kümmert. Jesus ist auch das Ziel und der Inhalt der Schöpfung. Jesus Christus ist der persönliche Gott und der Schöpfer des Universums! Er ist die Kraft der Schöpfung und ihr Erhalter. Aber jetzt möchte ich Ihnen Jesus noch als das Ziel und den Inhalt der Schöpfung vorstellen: „In ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen“ (Kolosser 1,16). Alles, was wir sehen, ist durch ihn und für ihn oder zu ihm hin erschaffen worden. Manchmal hört man die Frage: „Wohin steuert diese Welt?“ Hier haben wir die Antwort: „Sie steuert auf Jesus Christus zu! Er ist der Inhalt und das Ziel.“ Das heißt na-

türlich auch, dass ein Leben ohne ihn bedeutungslos wäre. Ohne Jesus Christus können Sie nie eine bleibende Erfüllung in Ihrem Leben finden, weil alles (auch Sie) von ihm und zu ihm hin erschaffen worden ist. Gott hat die Menschen geschaffen, damit sie eine Beziehung zu ihm, ihrem Schöpfer, haben: „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie“ (1. Mose 1,27). Leider hat der Mensch schon ganz am Anfang diese Beziehung zu Gott aufgekündigt, und dadurch sind all das Elend, die Not und Gewalt, Krankheit, Seuchen und Tod auf der Erde eingezogen. Gott war das nie gleichgültig, und er fasste schon lange, bevor alles anfing, einen Plan, den Menschen zu sich zurückzuholen.

3. Jesus Christus hat auch den Vorrang in Bezug auf die Erlösung der Welt. Er hat also nicht nur Vorrang in der Offenbarung Gottes und in der Verwaltung des Universums, sondern auch Vorrang in Bezug auf die Erlösung der Welt: „Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei. Denn es gefiel Gott, in ihm alle Fülle wohnen zu lassen


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und durch ihn alles mit sich selbst zu versöhnen, indem er Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes – durch ihn, sowohl was auf Erden als auch was im Himmel ist. Auch euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt wart in den bösen Werken, hat er jetzt versöhnt in dem Leib seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor seinem Angesicht“ (Kolosser 1,18–22). Die Gottheit und der Tod Jesu Christi sind unauflöslich miteinander verbunden. Er ist also nicht nur derjenige, der uns Gott offenbart und der das Universum verwaltet, sondern er ist auch derjenige, der die Menschen durch seinen Tod erlöst – man könnte auch sagen erkauft hat. Er wurde als Mensch geboren, um für unsere Schuld und Sünden zu sterben. Das ist ein unbeschreibliches Wunder der Gnade Gottes! Wodurch hat Jesus alles ins Dasein gerufen? Durch sein allmächtiges Wort. Er sprach, und es war da. Aber wie hat er sich seine Gemeinde, also die Menschen, die ihm ihr Leben anvertraut haben, erschaffen? Wie hat er sie erkauft, und womit hat er für sie bezahlt? Mit seinem eigenen Blut. Sein Blut, das am Kreuz floss, hat uns errettet. Das ist der Grund, war-

um Sie – so wie jeder Mensch – wertvoller sind als alle Sterne des Universums! Egal, wie groß das Universum ist, es ist nichts, verglichen mit der Größe seiner Liebe, die er zu Ihnen hat: Er litt und starb für Sie am Kreuz. Ein junger Mensch fragte einen alten Mann, der an Jesus glaubte: „Was glauben Sie, könnte es bei so vielen Milliarden Sternen nicht außerirdisches Leben geben?“ „Nein, ich glaube nicht, dass es so was gibt“. antwortete der alte Mann. „Aber es gibt ja nicht nur in unserer Galaxie Milliarden von Sternen, sondern auch noch Milliarden von Galaxien! Glauben Sie wirklich nicht, dass die Wahrscheinlichkeit es nahelegt, dass es irgendwo da draußen im Universum Leben geben müsste?“ „Nein ich glaube nicht, dass es das gibt.“ Da antwortete der junge Mann schon ein wenig frustriert: „Warum hat Gott


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sich denn so viel Mühe gemacht mit den vielen Sternen?“ Da antwortete ihm der alte Mann: „Was für eine Mühe? Gott hat nur gesprochen, und alles war da. Damit hatte Gott gar keine Mühe!“ Ja, das stimmt wirklich. Es gab nur einmal eine Situation, die Gott wirklich Mühe machte. Als es auf Golgatha finster wurde und sein Sohn Jesus Christus wegen unserer Sünden starb, um uns erlösen zu können.

sucht, Brücken zu bauen, die uns über die Kluft der Sünden zurück zu Gott bringen sollen. Aber diese Brücken, sei es Moral, Religion oder Philosophie, sind durch die Sünde nicht tragfähig und stürzen ein. Auf der anderen Seite steht Gott, der uns Menschen sieht und uns liebt. Auf dem Höhepunkt seines Rettungsplans verlässt er in seinem Sohn Jesus Christus den Himmel und kommt auf die Seite der Menschen. Daran erinnert sich die Christenheit zu Weihnachten. Gott wird Mensch! Und dann hat er mit dem rauen Holz des Kreuzes eine Brücke gebaut. Jesus Christus, einer von den 30 Milliarden Menschen, die je auf diesem Planeten gelebt haben, versöhnte uns Menschen mit Gott. Jeder, der will, kann jetzt zu ihm kommen!

Wir alle sind Sünder. Wir stehen alle auf der Seite der Sünder. Getrennt von Gott! Auf der anderen Seite steht der Schöpfer des Universums: der heilige Gott mit einem brennenden Hass auf die Sünde, aber mit einem unaussprechlich liebenden Herz für die Sünder. Er neigt sich in seinem Sohn uns Sündern voller Liebe zu. Auf der einen Seite steht der Mensch, der zu Gott will und ver-

Es gab nie einen Menschen wie Jesus Christus. Er ist unser einziger Erlöser. Was haben wir nur für einen wunderbaren, beeindruckenden Heiland! Wenn Sie ihn noch nicht persönlich kennengelernt haben, möchte ich Sie herzlich dazu einladen. Er verdient auch in Ihrem Leben den Vorrang in allen Dingen: weil er Gott ist und weil er für Sie gestorben und auferstanden ist.


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Das Wunder der Erlösung Die größten Wunder geschehen nicht im Bereich der Natur, sondern im Bereich der Gnade Gottes. Eine wiedergeborene Seele ist staunenswerter als das Frühlingserwachen. Die Verschiedenheit der Bekehrungserlebnisse ist schon an sich ein Wunder. Einerseits sind alle auf die gleiche Weise errettet worden: aus Gnade durch den Glauben an den Herrn Jesus und sein vollbrachtes Werk auf Golgatha. Das ist zu aller Zeit und für jeden

Menschen der einzige Weg des Heils. Und doch sind die Schritte, die zu diesem definitiven Akt des Glaubens führen, so unterschiedlich wie die jeweils einzigartigen Muster der Schneeflocken. Nun folgen einige eindrucksvolle Bekehrungsberichte, die uns die faszinierende Vielfalt der Wirksamkeit des Heiligen Geistes vor Augen führen und uns zeigen, wie er Herzen überzeugt und zum Herrn Jesus bringt.

Endlich zog Frieden in mein Herz!

rad? Wo werde ich die Ewigkeit zubringen? Ich machte mich auf die Suche nach Antworten und einem verlässlichen Fundament, das nicht von Menschen kam, sondern vom Schöpfer dieses Universums. Als hätte jemand mein Fragen gehört, stand eines Tages im Juni 1988 plötzlich eine Nachbarin vor unserer Tür und verwickelte mich in ein sehr direktes Gespräch. Mutig zeigte sie mir meine Ewigkeitsperspektive auf, falls ich in meiner Sündenschuld sterben würde. Diese „Holzhammermethode“ wirkte bei mir gerade richtig. Ausgerüstet mit einer

Ich war seit zehn Jahren begeisterter Lehrer in der Sekundarstufe I, hatte eine wunderbare Familie, rein äußerlich schien die Welt in Ordnung zu sein. Ich war doch ein anständiger Mensch, engagierte mich in der christlichen Kirche, war aktiver Sportler, Offizier in der Schweizer Armee, in der örtlichen Feuerwehr und sogar auf dem Sprung in die Politik. Doch immer mehr beschäftigten mich Fragen wie: Was ist der Sinn dieses Lebens, eines Lebens wie in einem Hamster-


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Bibel und einem Buch mit dem Titel „Ich bin auch katholisch“ fuhren wir in die Campingferien nach Venedig. Am Sandstrand – im Liegestuhl – überprüfte ich jede Aussage des Buches im Wort Gottes und verstand plötzlich, warum Jesus Christus auf diese Welt kommen und am Kreuz auf Golgatha sterben musste. Noch vor dem Abendessen bekannte ich IHM meine Sündenschuld und übergab IHM mein Leben. Ein unbeschreiblicher Friede überkam mich: Endlich hatte ich das verlässliche Fundament gefunden. Ich hatte den gefunden, der von sich sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Heute – viele Jahre später – gehe ich noch immer mit Freude zu meinen Schülern, aber das ganze Leben hat eine völlig neue Ausrichtung erhalten: Ich gehöre meinem Herrn, der mich durch sein vergossenes Blut teuer erkauft hat. Ich will tun und sagen, was ER von mir möchte. Er hat die Herrschaft über mein Leben übernommen und ich will ein Segen sein für meine Mitmenschen, die Jesus Christus noch nicht als Erlöser kennen, bis ich einmal bei IHM im Himmel bin.  Hans K.

Ich fiel in Gottes Hand! Seit ich mich erinnern kann, hatte ich eine tiefe Sehnsucht nach bedingungsloser Liebe, die mich so annimmt, wie ich bin. Mir wurde immer vermittelt, dass man für alles im Leben kämpfen und arbeiten muss. Und obwohl ich liebevolle Eltern hatte, habe ich das immer auch auf Liebe bezogen. Gott hat in unserer Familie keine Rolle gespielt, war kein Thema. Trotzdem habe ich gewusst, dass es ihn gibt, und ich habe begonnen, auch für Gottes Liebe zu arbeiten und zu kämpfen. Im Studium lernte ich einen Mann kennen und wir haben geheiratet. Die Jahre sind dann nicht so verlaufen, wie ich mir das gewünscht hatte, und ich begann eine Beziehung zu einem anderen


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Mann. Als ich schwanger wurde, war die Scheidung von meinem ersten Mann unausweichlich. Da hab ich mich plötzlich so schuldig gefühlt und gemerkt: Was immer ich Gutes tue, ich kann die Verletzung, die ich diesem Mann zugefügt habe, nie wieder gut machen. Es hat mich richtig fertig gemacht und ich bin magersüchtig geworden. Diese Sucht brachte mich an den Rand des Todes. Als ich merkte, dass es mit mir zu Ende geht, hab ich zu Gott geschrien und gesagt: „Wenn es dich gibt, dann hilf mir. Ich bin schwach. Ich kann nicht mehr.” Kurz darauf bin ich tatsächlich rausgekommen aus der Magersucht. Gott hat mir seine Liebe gezeigt und geholfen – obwohl ich überhaupt nichts dafür tun konnte. Ich hab aber gemerkt, dass da was zwischen Gott und mir steht. Ich betete: „Bitte, hilf mir zu erkennen, was das ist.” Daraufhin wurde ich von Freunden zu einem Bibelkreis eingeladen, wo mir klar wurde, was mich von Gott trennte: Ich musste akzeptieren, dass Jesus Christus auch für meine Schuld am Kreuz gestorben ist. Dass er meine Sünden und mit den Sünden auch meine Strafe auf sich genommen hat. Ich spürte, wie bedingungslos er mich liebt und dass er darauf wartet, dass

ich zu ihm komme und ihm mein Leben gebe. Das hab ich dann gemacht. Auch wenn mein Leben danach kein Spaziergang war, hat Gott mich wunderbar geführt. Heute weiß ich, was immer auch kommen wird – ich werde niemals tiefer fallen als in Gottes Hände.  Barbara K.

Gott hat sich von mir finden lassen! Als Jugendlicher war ich öfter mit meinen Kumpels unterwegs. Wir haben Billard gespielt, gefeiert oder Filme angeschaut – und dabei meistens Alkohol getrunken. Eines Abends lag ich wieder mal angetrunken im Bett. Da hab ich mich plötzlich gefragt: „Wie wäre es wohl, wenn ich in diesem Zustand im Himmel vor Gott stünde?“ Keine Ahnung, wie ich auf diesen Gedanken kam. Dann habe ich weitergefragt, warum ich überhaupt in den Himmel kommen sollte? Und was ich überhaupt von Gott wusste? Auf diese Fragen wollte ich eine Antwort von Gott persönlich haben. Darum habe ich angefangen, in der Bibel zu lesen. Und zwar nicht nur einfach so – ich habe Gott gesucht, wollte verstehen, was er mir sagen will. Bevor ich angefangen habe zu lesen, hab ich erst mal gebetet: „Gott, bitte zeig


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dich mir, wenn ich in diesem Buch lese. Jesus, wenn es dich gibt und du lebendig bist, dann will ich dich kennenlernen.“ Das habe ich nicht nur einmal gemacht, sondern eine ganze Zeit lang. Unter anderem bin ich auf dieses Zitat hier von Jesus Christus gestoßen: „Wenn ihr bei dem bleibt, was ich euch gesagt habe [also das, was in der Bibel steht], dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen“ (aus Johannes 8,31–32). Und tatsächlich: Beim Lesen in der Bibel habe ich die Wahrheit herausgefunden. Nicht plötzlich, sondern eher allmählich. Irgendwie fand ich dieses Buch nämlich immer interessanter. Geschichten, die ich schon oft gehört hatte, habe ich plötzlich verstanden. Und ich hab immer wieder gemerkt, dass Gott durch dieses Buch zu mir redet. Er ist lebendig. Er will den Kontakt zu mir, will mich verändern und weiterbringen. Und er benutzt die

Bibel, um mir das klarzumachen. Ist das nicht stark!? Heute bin ich mit Gott befreundet! Beim Beten rede ich mit ihm. Und beim Lesen in der Bibel spricht er mich an. Durch meine Beziehung zu Gott, meinen Glauben an Jesus Christus, habe ich ewiges Leben. Ich weiß, dass ich nach meinem Tod zu Gott in den Himmel kommen werde. Und das ist echt beruhigend.  Simon J.

Bei Gott gibt es keine hoffnungslosen Fälle. Als ich am 7.10.1952 in ein bibelgläubiges Elternhaus geboren wurde, sagte der Arzt zu meiner Mutter: „Wenn Sie Glück haben – lebt er drei Tage: Zangengeburt, doppelseitige Hirnblutung.“ Aus menschlicher Sicht ein hoffnungsloser Fall. Aber Gottes Plan war ein anderer. Nach einem halben Jahr kam noch eine halbseitige Lähmung infolge der Hirnblutung dazu. Für meine Mutter war das eine enorme körperliche und seelische Anspannung, der sie in den nächsten Jahren ausgesetzt war. Aber meine Eltern durften erfahren, dass Gott für jeden Tag neue Kraft gab. Langsam besserte sich mein Zustand, aber die ersten zwei bis drei Jahre waren wirklich nicht einfach.


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Mit etwa acht Jahren war ich am Neujahrstag mit meiner Mutter allein zu Hause. Sie las mir aus meiner Kinderbibel die Kreuzigungsgeschichte vor. Da war es mir, als wenn eine Stimme zu mir sagte: „Das tat ich für dich!“ Ich betete zum Herrn Jesus, bat ihn um Vergebung meiner Sünden und dankte ihm, dass er auch für meine Schuld am Kreuz auf Golgatha gestorben war und mich so vor dem ewigen Tod errettet hatte. Das durfte ich im Glauben annehmen und daran auch bis heute festhalten. Schule und berufliche Ausbildung verliefen dann relativ normal. Ich studierte Geografie mit Geologie und Botanik als Nebenfächer. Doch kurz vor Erreichen des Studienabschlusses stellte mir Gott ein Signal auf „Rot“. Auch nachdem er mich dieses Hindernis mit seiner Hilfe überwinden ließ, lief das Leben nicht glatt weiter. In meinem erlernten Beruf als Diplomgeograf/Landschaftsplaner habe ich nur zwei Jahre arbeiten dürfen. Allerdings erwiesen sich die Folgen dieser Zeit als Geschenk vom Himmel. Gott führte mich Schritt für Schritt, bis er mir zeigte, dass ich mich wohl zu sehr auf Menschen verlassen hatte. Nachdem einige Aufgaben weggebrochen waren, war ich an einem Punkt angelangt,

wo ich es satt hatte, nicht mehr zu wissen, was ich am nächsten Tag tun sollte. Ich begann mich zu fragen, was ich in bisher 46 von Gott geschenkten Jahren getan hatte. Dabei übersah ich die vielen kleinen Schritte seiner Führung. Stattdessen erwartete ich immer die „großen Sprünge“. Die kleinen Schritte zu erkennen und ihm dafür dankbar zu sein, das war es, was mir fehlte. Ich durfte an einer Bibelschule so manches lernen und so sind die 54 Jahre, die ich bislang leben durfte, sicherlich ein Geschenk und zugleich Beweis dafür, dass Gott aus scheinbar hoffnungsloser Ausgangssituation etwas Gutes machen kann. Auf jeden Fall spüre ich viel deutlicher meine Abhängigkeit von ihm als so mancher, dessen Leben – wie man so sagt – nach „Plan“ verläuft. So darf ich dankbar sein Wort bestätigen: „Du hast meine Nieren gebildet; du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir, als ich im Verborgenen gemacht wurde, kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden“ (nach Psalm 139,13–15).  Thomas A.


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Sie sind ein Wunder Gottes Bestimmt hat sich jeder Mensch schon einmal die Frage nach dem Sinn des Lebens gestellt. „Welchen Sinn hat das Ganze eigentlich? Habe ich einen Wert? Für wen habe ich Bedeutung? Was ist Sinn und Zweck und Ziel meines Lebens?“ Ist das, was wir um uns herum sehen, alles, was unser Leben ausmacht? Manche Menschen scheinen auf der Suche nach Anerkennung und Bedeutung zu verzweifeln. Tatsache ist, dass viele Menschen nicht wissen, warum und wozu sie leben. Sie hasten von einem Event zum anderen und von einer Beziehung zur anderen, immer in dem Glauben, dass sie es irgendwann geschafft haben und dauerhaft zufrieden sein können! Aber das Leben besteht aus mehr, als nur

möglichst viel zu erleben oder sich selbst erfolgreich zu sehen. So zahllos wie der Sand am Meer sind die Beispiele von Menschen, die nach dieser Philosophie leben oder gelebt haben. Ralph Barton (1891–1931) gehört z.B. zu dieser Menschengruppe. Er war einer der bekanntesten Cartoonzeichner in den USA und beging im Alter von 39 Jahren Selbstmord. Er hinterließ eine Notiz auf seinem Kopfkissen: „Ich hatte wenig Schwierigkeiten, viele Freunde, großen Erfolg, viele Frauen, ein Haus nach dem anderen, viele Reisen. Jetzt habe ich die Nase voll, mir ständig etwas Neues einfallen zu lassen, um die 24 Stunden jeden Tages zu füllen.“ Albert Einstein sagte zu diesem Thema einmal: „Wer sein Leben und das seiner Mitmenschen


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als sinnlos empfindet, der ist nicht nur unglücklich, sondern kaum lebensfähig.” Unser Leben ist nicht sinnlos, sondern Gott hat für jeden Menschen einen Plan, der zu einer persönlichen Beziehung zu ihm und damit zu einem erfüllten Leben führt. Gottes Liebe zu uns hat sich auch nicht geändert, nachdem sich der Mensch von Gott losgesagt hat, um ohne ihn seinen Weg durchs Leben zu gehen. Das ist einfach großartig! Gott ist Ihnen näher, als Sie denken. Und dieser Gott streckt auch heute noch seine gnädige Hand durch Jesus Christus nach jedem Menschen auf diesem Planeten aus. Und weil es einen persönlichen Gott gibt, haben Sie einen unschätzbaren Wert, und es gibt ein Ziel für Ihr Leben auf dieser Erde. Sie wurden im Bild Gottes geschaffen! „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie“ (1. Mose 1,27).

Sie sind unendlich wertvoll! Was gibt einer Sache ihren Wert? Ich meine nicht, was sie kostet, sondern ihren Wert. Wir kennen zwar von vielen Dingen die Kosten, aber schon lange nicht mehr ihren Wert.

In Bezug auf das Verhältnis der Kosten zum Wert soll der Maler Vincent van Gogh einmal gesagt haben: „Ich kann nichts dafür, dass meine Bilder sich nicht verkaufen lassen. Aber es wird die Zeit kommen, da die Menschen erkennen, dass sie mehr wert sind als das Geld für die Farbe.” Und tatsächlich: Seine Bilder haben heute einen unschätzbaren Wert, und das nicht auf Grund der feinen Leinwand, auf der sie gemalt wurden, oder den Farben, die van Gogh benutzt hatte, sondern wegen dem Namen des Künstlers, der unten auf dem Bild stand.

Sie sind Gottes Schöpfung! Sie sind mehr als das Endergebnis einer langen Kette kosmischer und biologischer Zufälle oder Unfälle. Sie sind von Gott geschaffen! Maßgeschneidert durch den großen Designer! Als Sie in der Gebärmutter gebildet wurden, sagt uns


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die Bibel, war Gott schon dabei: „Du hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter. Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl! Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war“ (Psalm 139,13–14.16). Gott hat Sie geschaffen, wie Sie sind. Sie sind nicht das Produkt eines zufälligen evolutionären Prozesses. Ihr Leben in dieser Welt ist ein bewusster und bestimmter und gewollter Akt Gottes! Als Sie zur Welt kamen, hat Gott sich nicht gewundert, sondern er wusste immer, wo Sie herkamen und wozu Sie auf der Welt sind. Er hat Sie geschaffen. Ja, er benutzte dazu Mann und Frau, aber letztendlich sind Sie ein Produkt seiner Hand und seines Herzens. Und das allein gibt Ihnen einen unvorstellbaren, gewaltigen Wert! Sie sind ein einzigartiges Wunder Gottes! Etwa sieben Milliarden Menschen leben zur Zeit auf unserem Planeten, und Ihre Fingerabdrücke sowie die Struktur Ihrer DNA (deoxyribonucleic acid) ist absolut einzigartig. Diese DNA ist in ihrer Komplexität ein Wunder. In jeder

menschlichen Zelle steckt eine DNA-Kette mit dem gesamten Bauplan des Lebens. Ist das nicht ein Wunder? Wenn man die DNA-Ketten Ihres Körpers ausgestreckt aneinanderreihen würde, wäre sie so lang, dass sie 400 Mal zur Sonne (150 Mio. km) und wieder zurück reichen würde. Sie sind so komplex und ein einmaliges Individuum, von Gott geschaffen!

Sie sind erschaffen im Bild Gottes! Gott hat auch die Steine geschaffen. Aber Sie sind viel wertvoller als Steine! Warum? Weil ein Stein nicht im Bild Gottes geschaffen wurde. Deswegen haben Sie einen so unschätzbaren Wert: weil Sie im Bild Gottes erschaffen wurden.


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Das ist es, was uns weit über die Tierwelt erhebt. Das ist der Unterschied zwischen Ihnen und einem Lachs, einer Eule oder einem Lama. Ja, es gibt Ähnlichkeiten. Das will und kann niemand leugnen. Der materielle Teil von Menschen und Tieren basiert auf Kohlenstoff, und beide brauchen Sauerstoff und Nahrung. Beide haben physische Körper mit komplexen Strukturen und Sinnesorganen. Und ohne Zweifel gibt es Ähnlichkeiten. Warum sollte das nicht so sein? Wir sind schließlich aus demselben Material und vom selben Schöpfer geschaffen. Seine Handschrift ist in allem zu erkennen, aber das macht Sie nicht zu einem Tier. Die Tatsache, dass ein Affe soziales Verhalten zeigt, sich mit Zeichen bemerkbar macht oder mit einem Stock in einem Ameisenhaufen stochert, um sich seine nächste Mahlzeit zu servieren, macht ihn doch nicht zu einem prähistorischen Men-

schen! Jeder Mensch hat etwas, was kein Tier hat, was sich auch bei keinem Tier entwickeln wird, egal, wie viel Zeit man ihm lässt und wie oft zufällige Mutationen oder natürliche Auslese sein Verhalten beeinflussen könnten. Wir Menschen wurden von Anfang an im Bilde Gottes geschaffen. Dadurch haben Sie die Fähigkeit, vernünftig zu denken. Sie haben die Fähigkeit, schöpferisch tätig zu sein und sich an Schönheit zu erfreuen. Sie haben die Fähigkeit, Liebe zu empfangen und Liebe zu geben. Durch die Ebenbildlichkeit Gottes sind Sie ein geistliches Wesen mit ewigen Eigenschaften, und Sie haben eine ewige Seele. Sie haben sich nicht so lange entwickelt, bis Sie all diese Besonderheiten erworben haben, um zu überleben. Sie sind erschaffen worden im Bild Gottes. Die Bibel beschreibt es sachlich nüchtern und keineswegs mystisch ausgeschmückt: „Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht!“ (1. Mose 1,26). Natürlich sind wir unendlich niedriger als Gott, weil er unser


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Schöpfer ist, aber wir sind höher als Tiere, weil wir über sie herrschen sollen. Der Psalmist fasst diese Besonderheiten sehr schön zusammen: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? Du hast ihn wenig niedriger gemacht als die Engel; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht; alles hast du unter seine Füße gelegt“ (Psalm 8,5–7). Sie sind also die Krone der Schöpfung Gottes. Sie unterscheiden sich von allem anderen, was Gott jemals geschaffen hat. Sie als Mensch haben einen Platz in der Schöpfung, den niemand sonst einnimmt. Sie sind geschaffen in Gottes Bild und damit ein unvorstellbares Wunder! Sie sind von Gott geliebt! Das ist das Letzte und gleichzeitig das Größte, was Sie von dem Rest der Schöpfung unterscheidet. Gott liebt Sie. Gott liebt keine Steine! Er hat sie geschaffen, aber sie sind in seinen Augen nicht wertvoll. Gott schuf auch die Tiere, und er sorgt für sie. Die Bibel sagt, dass Gott es sogar zur Kenntnis nimmt, wenn ein Spatz zu Boden fällt. Gott ist die Tierwelt überhaupt nicht

gleichgültig. Er kümmert sich um die Tiere. Aber Sie sind unendlich wertvoller, weil er Sie liebt! Diese Liebe ist unvorstellbar groß. Die Bibel beschreibt diese Liebe so: „Gott erweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren“ (Römer 5,8). Der Herr Jesus starb nicht für Steine, auch nicht für Bäume oder Blumen. Er hat sein Blut nicht für Forellen, Adler, Grauwale oder Elefanten vergossen. So schön diese Tiere auch sind, Sie sind ihm als Mensch so wertvoll, dass er bereit war, für Sie sein Blut zu vergießen. Das ist nicht nur unfassbar, nein, darin wird auch Ihr unschätzbarer Wert sichtbar. Der Apostel Petrus beschreibt diesen Wert in einer besonders schönen Weise:


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„Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, losgekauft worden seid […], sondern mit dem kostbaren Blut des Christus als eines makellosen und unbefleckten Lammes“ (1. Petrus 1,18–19). Die Mutter von zwei Jungen, von denen einer körperlich behindert war, sagte einmal: „Das größte Hindernis für einen Behinderten ist nicht seine Behinderung, sondern das Stigma oder die Wahrnehmung der Behinderung durch die Gesellschaft.“ Die Wahrheit ist, dass unser Wert nicht auf Grund dessen, wie wir aussehen oder was wir leisten, definiert wird, sondern nur auf Grund dessen, dass wir Menschen sind. Und das trifft auf alle zu, auf Behinderte und Nicht-Behinderte. Dann erzählte die Mutter, wie Jens, so hieß ihr behinder-

ter Sohn, seinem großen Bruder immer beim Sport zusah. Irgendwann durfte er in einen Sportverein für Behinderte gehen. Als Jens vom ersten Training nach Hause kam, verschwand er gleich in seinem Zimmer und kam voller Freude mit seinem neuen Sportanzug heraus und rief: „Mama, jetzt bin ich auch ein richtiger Junge!“ Die Mutter erzählte, wie ihr die Tränen kamen, und wir können das verstehen, weil wir alle mit solchen Problemen zu kämpfen haben: mit Wertschätzung und Selbstwert. Vielleicht würden wir es anders formulieren als Jens, aber es läuft auf das Gleiche hinaus: „Bin ich ein richtiger Mann?“ „Bin ich eine richtige Frau?“ Die Mutter versicherte ihrem Sohn mit Tränen in den Augen, dass er immer schon ein richtiger Junge war, weil er von Gott geschaffen wurde. Weil Gott ihn in seinem Bild geschaffen hat und weil er ihn liebt! Und diese Tatsachen können sich niemals ändern, weil Gott sich nicht ändern kann: „Ich, der HERR, ich verändere mich nicht“ (Maleachi 3,6). Wir leben in einer Welt, die uns beibringen will, dass unser Wert gemessen wird an dem, was wir leisten, oder an dem, was wir haben oder wissen oder wie wir aus-


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sehen oder was wir schon erreicht haben oder was andere über uns denken. Und es ist so leicht, in diese Falle zu tappen! Da sich aber diese Messlatte beständig verändert, ist das Selbstwertgefühl von vielen Menschen ständig unter Druck, und man hat oft den Eindruck, dass man das Ziel niemals schafft. Kein Wunder also, dass sich Menschen unsicher fühlen. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe, warum sich in unserem Land alle vier Minuten ein Mensch versucht, das Leben zu nehmen. Nicht alle Versuche gelingen, aber immer noch 11.000/Jahr, das ist alle 47 Minuten ein Selbstmord! Ihr Wert, lieber Leser, liegt nicht in Ihnen, sondern allein im Wesen Gottes! Und weil das Wesen Gottes unveränderlich ist, ist auch Ihr Wert unveränderlich! Aber da ist noch eine Frage, die ich Ihnen stellen möchte:

Warum sind Sie hier? Sie sind also nicht nur eine einmalige und wertvolle Person, sondern Ihr Leben hat auch einen Sinn. Es gibt einen Grund, warum Gott Sie geschaffen hat! Ein ehemaliger Senator suchte verzweifelt nach dem Bahnticket, als sein Zug gerade New York ver-

ließ. „Ich muss das Ticket finden“, murmelte er vor sich hin. Der Schaffner, der gleich neben ihm stand und ihn kannte, sagte: „Ist nicht so schlimm. Wir wissen, dass Sie ein Ticket haben. Schicken Sie es einfach an die Bahn, wenn Sie es gefunden haben.“ „Das ist nicht das Problem”, antwortete der Senator. „Ich muss es finden, damit ich weiß, wohin ich fahre.” Wissen Sie, wohin die Reise Ihres Lebens geht und warum Sie hier sind?

Sie sind hier, um Gott kennenzulernen. Sie sind Gott so wertvoll, dass er Sie einlädt, eine persönliche Beziehung zu ihm zu haben. Die Bibel sagt, dass Gott einen wunderbaren Plan für das Leben jedes Menschen hat. Dieser Plan beginnt damit, dass Sie seine Liebe erfahren und eine persönliche Beziehung zu Ihrem Schöpfergott aufnehmen. Dazu hat er uns erschaffen. Darüber redete der Apostel Paulus zu einer Gruppe griechischer Philosophen in Athen. Er erklärt ihnen, „dass Gott die Welt gemacht hat und alles, was darin ist“. Dann fährt er fort und macht ihnen klar, dass Gott das tat, damit „… sie Gott suchen, ob sie ihn vielleicht tastend fühlen und finden möchten, obwohl er ja nicht fern ist von jedem von uns. Denn in ihm


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leben und weben und sind wir“ (Apos­telgeschichte 17,24–28). So wie ein Fisch ins Wasser gehört und der Vogel in die Luft, so sind wir Menschen zu Gott hin erschaffen, um eine persönliche Beziehung zu ihm zu haben. Er ist der Ruheort für unsere Seele.

Endlich ankommen. Wäre das nicht wunderbar, einen Ruheort in dieser rast- und ruhelosen Welt zu haben? Leider ist kein Mensch an dem Platz, an dem er von der Schöpfung her eigentlich sein sollte. Gottes Plan war es, Gemeinschaft mit uns zu haben. Am Anfang war das auch eine unbeschreiblich schöne Sache, als Adam und Eva, die ersten Menschen, mit ihrem Schöpfer Gemeinschaft hatten. Leider haben sie diese Gemeinschaft aufgekündigt, weil sie dem

Feind Gottes, dem Teufel, mehr vertrauten als Gott und dadurch in Sünde fielen. Durch diesen „Sündenfall“ zog alles Elend in die Welt ein: Katastrophen, Seuchen, Krankheit, Bosheit, Ungerechtigkeit und schließlich auch der Tod. Gottes Liebe zu uns war aber immer so groß, dass er einen Plan fasste, um das, was uns von Gott trennte – unsere Sünden –, zu beseitigten. Den Preis für die Sünde hatte Gott festgesetzt, und der musste beglichen werden, denn Sünde bedeutete Trennung von Gott. Weil wir diesen Preis nicht selber leisten konnten, kam Jesus, der Sohn Gottes, zu uns auf die Erde und nahm die Strafe für unsere Sünden auf sich und bezahlte sie am Kreuz. Als er dort starb, war er von Gott getrennt. Aber der Tod konnte ihn nicht festhalten, und Jesus Christus ist am dritten Tag aus den Toten auferstanden. Jeder Mensch, der jetzt den Herrn Jesus um Vergebung seiner Sünden bittet und sein Leben dem Sohn Gottes anvertraut, wird errettet und tritt in diese wunderbare persönliche Beziehung zu Gott ein. Haben Sie diesen Schritt im Glauben zu dem Herrn Jesus getan? Sind Sie schon an dem Platz angekommen, an dem Sie eigent-


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lich sein sollten? Gott möchte mit Ihnen Gemeinschaft haben, und er hat alle Hindernisse dazu beseitigt. Das Einzige, was er von Ihnen erwartet, ist: Sie müssen zu ihm kommen! Das kann kein anderer Mensch für Sie erledigen. Vielleicht wäre heute eine gute Gelegenheit, Ihr Leben in die Hände des Herrn Jesus zu legen, damit er Sie in Ihrem Leben an sein Ziel bringt. Wollen Sie das? Dann reden Sie mit dem Herrn Jesus so, wie man mit einem vertrauten lieben Freund reden würde, auch wenn Sie ihn mit Ihren leiblichen Augen nicht sehen. Er sieht und hört Sie immer.

So können Sie zu Gott kommen! Bitten Sie ihn, dass er Ihnen Ihre Sünden vergibt. Wenn Ihnen konkrete Dinge einfallen, von denen Sie wissen, dass sie mit den Geboten Gottes nicht übereinstimmen, nennen Sie diese Sünden vor ihm mit Namen und bitten Sie ihn, Ihnen diese abzunehmen. Laden Sie den Herrn ein, in Ihr Herz und Leben einzuziehen und die Herrschaft Ihres Lebens zu übernehmen. Als Letztes vergessen Sie bitte nicht, ihm zu danken, dass er

am Kreuz auch für Ihre Sünden bezahlt hat und Ihnen damit die Möglichkeit gegeben hat, zurückzukommen in die Gemeinschaft mit dem großen Gott und Vater im Himmel. Wenn Sie so zu Gott umkehren, erleben Sie persönlich das größte Wunder: Ein verlorener Sünder wird zu einem Kind Gottes! Der Ruheort für Ihre Seele ist nur ein Gebet weit von Ihnen entfernt! Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen haben, oder wenn Sie diesen Schritt zu Jesus Christus getan haben. Gern helfen wir Ihnen weiter und freuen uns mit Ihnen. Wir wünschen Ihnen von Herzen den Segen Gottes und seines Sohnes Jesus Christus!


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Zuhören, Kraft schöpfen, Gott kennenlernen. Deutschland: 0180/5647746** Schweiz: 0848/777000*** 01/5038883 oder 06582/71646 ** 0,14 1/Min. aus dem dt. Festnetz. Max. 0,42  1/Min. aus den dt. Mobilfunknetzen. *** Normaler Swisscom-Tarif


Sind Wunder möglich? Gibt es Engel? Gibt es einen Gott, der in der Lage ist, in die von ihm geschaffenen Naturgesetze einzugreifen? Antworten auf diese und ähnliche Fragen finden wir bei dem, der von sich selbst behauptet, Gott zu sein: Jesus Christus. Für ihn sind Wunder nicht nur möglich, er hat auch selbst viele vollbracht. Dieses Heft beschäftigt sich mit seiner Person, weil er selbst und das, was er getan hat, das größte Wunder der Menschheitsgeschichte ist.

Gerade du brauchst Jesus.

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Staunen über Gottes Wunder  

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