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ZEITZEICHEN DIE INFOREIHE ZUM THEMA GLAUBE UND LEBEN

L E B I B E I D ÃœGE ODER WAHRHEIT? L

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Luther ist tot – die Botschaft lebt! Luther ist tot? 471 Jahre nach seiner Beerdigung ist das nicht gerade eine Neuigkeit. Viel wichtiger als die Person Martin Luther ist die Botschaft, die er verkündete: Nur die Schrift, nur der Glaube, nur die Gnade, nur Christus, nur Gottes Ehre. Evangelium pur! Mit unserer Kampagne „Luther ist tot – die Botschaft lebt“ wollen wir zum 500. Reformationsjubiläum auf das aufmerksam machen, was zählt: Nicht Luther, sondern die Botschaft.

IMPRESSUM

diebotschaftlebt.de

Herausgeber und Copyright: Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach, D-51700 Bergneustadt

„Die Chicago-Erklärung zur Biblischen Irrtumslosigkeit“, entnommen aus: Schirr­ macher, Thomas: Bibeltreue in der Offensive?! Die drei Chicagoerklärungen zur biblischen Irrtumslosigkeit, Hermeneutik und Anwendung. 3. Aufl. Bonn: VTR, 2009. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.

Text: Rudi Joas Redaktion: Anne Brake, Anselm Strehlke Bibelzitate: Die Bibel. Schlachter Übersetzung – Version 2000. 5. Aufl. Bielefeld, CLV, 2014.

Bibelleseplan entnommen aus: MacArthur, John: Lass mich zu dir kommen. 2. Aufl. Bielefeld: CLV, 2012. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.

„Die volksnahe Bibel“ & „Anregungen und Tipps fürs Bibellesen“: Eberhard Dahm. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.

Druck: Druckhaus Gummersbach PP GmbH Auflagen-Nr. IH09 50 1703 14 Art-Nr. IH09

14. überarbeitete und erweiterte Auflage 2017

Die Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach arbeitet überkonfessionell und möchte zum vorurteilsfreien Lesen der Bibel als dem einzig wahren Wort Gottes ermutigen. Damit leistet sie einen Beitrag zur Weitergabe des Evangeliums, der guten Botschaft von Jesus Christus. Die Stiftung distanziert sich von Sekten jeder Art. Alle Publikationen der Stiftung sind unverkäuflich und dürfen ausschließlich kostenfrei weitergegeben werden. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.

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INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort 2 Die Bibel – Gottes Wort?

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Die Glaubwürdigkeit der Bibel

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• Die Bibel im Vergleich zu Büchern anderer Weltreligionen

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• Die Zuverlässigkeit des Alten Testaments

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• Die Zuverlässigkeit des Neuen Testaments

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• Erfüllte Prophetie

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• Biblische Irrtumslosigkeit

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Luther und die Bibel in deutscher Sprache

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Die Bibel aus Sicht der Menschen

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Die Bibel ist die Offenbarung Gottes für uns

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Nachwort 40 Anhang 42 • Anregungen und Tipps fürs Bibellesen

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• Verweise 49 • Bibelleseplan 50

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Vorwort

Haben Sie schon einmal gelogen? Was ist überhaupt eine Lüge? Eine Lüge ist eine Behauptung, die nicht wahr ist, wobei demjenigen, der die Behauptung ausspricht, bewusst ist, dass sie nicht wahr ist. Vermutlich haben wir alle schon einmal gelogen, haben damit Menschen und Umstände beeinflusst und oftmals erheblichen Schaden angerichtet. Doch von anderen wollen wir immer nur die Wahrheit hören, oder? In Bezug auf Wahrheit sagte Jesus Christus folgendes: „… die Wahrheit wird euch frei machen!“ (Johannes 8,32). Das ist es, was wir brauchen: Wahrheit und Freiheit! Doch wo finden wir diese Wahrheit? Die Bibel behauptet von sich selbst, Gottes niedergeschriebenes Wort zu sein. Dieses Wort, so lesen wir, ist die Wahrheit (Johannes 17,17). Die Bibel wurde schon oft dazu missbraucht, menschliche Taten zu rechtfertigen – ob es die Kreuzzüge waren, die Inquisition oder der Ablasshandel der Kirche. Als Martin Luther zu seiner Zeit die Bibel studierte, erkannte er, dass sogar die Kirche

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dieses Buch benutzte, um sich zu bereichern und ihre Macht zu sichern. Luthers Hingabe galt jedoch nicht dieser Kirche, zu der er selbst gehörte, sondern der Wahrheit. Er sagte einmal: „Friede, wenn möglich, aber die Wahrheit um jeden Preis.“ Dafür kämpfte er und war in seinem Eifer nicht zu bändigen. Er übersetzte sogar die Bibel in die deutsche Sprache, damit jeder selbst darin die Wahrheit erforschen konnte. Auch 471 Jahre nach Luthers Tod muss für uns gelten: Wahrheit um jeden Preis. Es geht dabei nicht um die Person Martin Luther, sondern um seine Botschaft: das Evangelium der rettenden Gnade Gottes, wie es in der Bibel verkündet wird. Ist diese Botschaft eine Lüge oder die Wahrheit? Ist die Bibel überhaupt glaubwürdig? In dieser Broschüre möchten wir diesen Fragen nachgehen. Wir hoffen, dass auch Sie der Wahrheit auf die Spur kommen. Herzliche Grüße Missionswerk Heukelbach

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Die Bibel – Gottes Wort? Ein erstaunliches Buch Die Bibel ist ein erstaunliches Buch. Schon König David beschreibt in Psalm 19 auf eindrückliche Weise das Wort Gottes mit seinen verschiedenartigen Eigenschaften: „Das Gesetz des Herrn ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz; das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen. Die Furcht des Herrn ist rein, sie bleibt in Ewigkeit; die Bestimmungen des Herrn sind Wahrheit sie sind allesamt gerecht. Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, süßer als Honig und Honigseim. Auch dein Knecht wird durch sie belehrt, und wer sie befolgt, empfängt reichen Lohn. Verfehlungen – wer erkennt sie? Sprich mich los von denen, die verborgen sind! Auch vor mutwilligen bewahre deinen Knecht, damit sie nicht über mich herrschen; dann werde ich unsträflich sein und frei bleiben von großer Übertretung!

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Lass die Worte meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor dir; Herr, mein Fels und mein Erlöser!“ (Psalm 19,8–15). Das Wort Gottes ist vollkommen, es belebt, es ist zuverlässig, es macht weise, es erfreut, es ist wahrhaftig, es ist gerecht, es warnt, es besteht ewig.

Bestseller Nr. 1: übersetzt in über

2.400 Sprachen

Absoluter Bestseller Die Bibel gilt als der Bestseller aller Zeiten. Ihre weltweite Verbreitung bestätigt das. Mehr als 2.000 Jahre hat sie Verbote, Verfolgungen und Verbrennungen überlebt. Sie wurde bisher in über 2.400 Sprachen übersetzt. Jedes Jahr kommen 30–40 weitere Übersetzungen hinzu.

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Viele Christen haben sich das Ziel gesteckt, die Bibel allen Menschen auf der Welt in ihrer eigenen Sprache zur Verfügung zu stellen. Weltweit werden jährlich zwischen 200 und 300 Millionen Bibeln oder Bibelteile verbreitet. Das ist beeindruckend. Damit steht sie unter allen Druckerzeugnissen einsam an der Spitze. Niemand wird ihre diesbezügliche Vorrangstellung ernstlich in Frage stellen.

Ist die Bibel das Wort Gottes? Aber kann die große Verbreitung der Bibel auch die Frage beantworten: Ist sie das, was sie zu sein beansprucht – das Wort Gottes? Gibt es überhaupt eine Möglichkeit herauszufinden, ob die Bibel wirklich Gottes Wort an uns Menschen ist? Stellen Sie sich einmal vor, jemand würde Sie an einem wunderschönen Sommertag fragen, woher Sie wüssten, dass die Sonne scheint. Diese Frage würde Sie wahrscheinlich erst einmal irritieren, aber dann käme bestimmt die Antwort: „Weil ich ihr Licht sehe und ihre Wärme spüre.“ Das ist richtig, Sie müssen sich jedoch der Sonne und ihrer Wirkung zunächst aussetzen. Versteckt im Keller, ohne Fenster, könnten Sie diese Antwort nicht geben. So ist es auch mit der Bibel. Genauso wie wir das Licht der Sonne sehen und ihre Wärme spüren, wird auch der Strahl der Wahrheit der Bibel in unser Herz leuchten und es erwärmen, wenn wir sie auf uns wirken lassen.

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Jährlich werden weltweit bis zu

300 Millionen Bibeln und Bibelteile gedruckt.

Was aber sagt die Bibel über sich selbst? Wir lesen zum Beispiel folgende Aussagen: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit“ (2. Timotheus 3,16). „Denn niemals wurde eine Weissagung durch menschlichen Willen hervorgebracht, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben die heiligen Menschen Gottes geredet“ (2. Petrus 1,21).

Die verändernde Kraft der Bibel Wenn es stimmt, dass Gott in früheren Zeiten durch Propheten und zuletzt durch seinen eigenen Sohn Jesus Christus zu den Menschen geredet hat (vgl. Hebräer 1,1–2), dann bedeutet die Ablehnung der Bibel, die dieses Reden Gottes beinhaltet, auch gleichzeitig die Ablehnung Gottes. Es ist also sehr wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und Antworten auf unsere Fragen zu erhalten! Millionen von Menschen haben das in allen Jahrhunderten erfahren. Menschenleben wurden und werden durch dieses Buch verändert. Und wo immer die Bibel mit bereitwilligem Herzen und unvoreingenommenem Verstand gelesen wird, vollzieht sich bei einem Menschen ein Wandel von innen heraus.

Ist die Bibel das, was sie zu sein behauptet – das Wort Gottes?

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Die Glaubwürdigkeit der Bibel Die entscheidende Frage jedoch lautet: Kann ich der Bibel uneingeschränkt vertrauen? Dieser Frage wollen wir gemeinsam nachgehen, indem wir die Glaubwürdigkeit der Bibel verschiedenen Prüfungen unterziehen.

Die Bibel im Vergleich zu Büchern anderer Weltreligionen Heilige Bücher im Hinduismus, Buddhismus und Islam Alle großen Weltreligionen haben ihre eigenen „heiligen“ Bücher. Im Hinduismus sind es die sogenannten Veden oder die Bhagavad Gita. Im Buddhismus kennt man die dreiteilige Tripitaka und im Islam gibt es den Koran. Die Bücher des Hinduismus und Buddhismus sind bei uns wenig bekannt. Der Koran hingegen ist uns durch die vielen muslimischen Bürger in unserem Land zumindest vom Namen her geläufig.

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Christentum -› Die Bibel Islam -› Der Koran Buddhismus -› Die Tripitaka Hinduismus -› Die Veden

Die Bibel – nur ein religiöses Buch unter vielen oder Wir wollen deshalb zunächst die Struktur und Ordnung der Bibel und des Koran nebeneinanderstellen und sehen, ob es Unterschiede gibt.

einzigartig?

Entstehung und Bedeutung des Koran Der Koran ist das heilige Buch der Muslime. Die Botschaften wurden Mohammed angeblich von einem Engel mit Namen „Dschibril“ (Gabriel) über einen Zeitraum von 22 Jahren hinweg überbracht. So hat der Koran einen einzigen Verfasser, das heißt einer sprach und andere schrieben das gesprochene Wort auf. Muslime glauben, dass der Koran die wortgetreue Offenbarung Allahs sei und keinem menschlichen Einfluss unterliege. Ihr Glauben, Denken und ihre Gesetze werden wesentlich durch den Koran (und die Hadithen – Berichte, welche die Worte, Taten und Gewohnheiten Mohammeds

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beschreiben) beeinflusst. Der Koran besteht aus 114 Suren (oder Kapiteln). Die längste Sure befindet sich am Anfang, die kürzeste am Schluss. Da es keinen geschichtlichen Anfang und kein Ende gibt, sind die Suren auch nicht chronologisch geordnet. Sie sind eine bloße Sammlung von Versen aus verschiedenen Perioden in Mohammeds Leben. Wir finden auch keinen Höhepunkt und keine Einheitlichkeit. Der Koran ist etwas kürzer als das Neue Testament. Tausende von Muslimen lernen ihn auswendig – wohl gemerkt nur auf Arabisch, selbst wenn viele von ihnen kein Arabisch verstehen.

Geschichte und auffallende Einheitlichkeit der Bibel Die Bibel unterscheidet sich schon im Punkt der Struktur und Ordnung fundamental vom Koran. Sie wurde von mindestens 40 Schreibern in einem Zeitraum von etwa 1.600 Jahren aufgezeichnet. Mose begann, das Alte Testament etwa um 1450 v. Chr. zu verfassen, und es wurde ca. 400 v. Chr. abgeschlossen. Das Neue Testament wurde zwischen 45 und 100 n. Chr. geschrieben. Die Bibel hat vom historischen Ablauf und vom Sinn her einen klar definierten Anfang, einen Höhepunkt, eine Vollendung und zudem einen roten Faden. Die Bibel besteht aus 66 Einzelbüchern; rechnet man die Psalmen als fünf Bücher, wie es die Juden taten, dann sind es sogar 70 Bücher. Das heißt, im Grunde ist die Bibel eine richtige Bibliothek.

Beeindruckende literarische Vielfalt Sie umfasst die verschiedensten Literaturgattungen. Wir finden in dieser Bibliothek z. B. Bücher mit Liedtexten (die Psalmen), Geschichtsbücher, prophetische Schriften, Weisheitsliteratur, Briefe und sogar ein Buch mit Liebesliedern (das Hohelied).

Kunstvoll gestaltete Koran-Seite

Die Schreiber der Bibel lebten nicht nur in verschiedenen Zeitepochen während der 1.600-jährigen Entstehungszeit der Bibel, sondern kamen auch aus den unterschiedlichsten sozialen und gesellschaftlichen Verhältnissen. Wir finden zum Beispiel neben dem Adoptivprinzen Mose den militärischen Oberbefehls-

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40 66 1.600 Schreiber

Einzelbücher

Jahre Verfassungszeit

haber Josua. Neben dem Ministerpräsidenten Daniel den Vorkoster Nehemia. Unter den Autoren haben wir den König David und den Hirten Amos, den Fischer Petrus und den Zollbeamten Matthäus oder den Arzt Lukas und den Zeltmacher Paulus. Unterschiedlicher kann man sich die verschiedenen Schreiber der Bibel gar nicht vorstellen.

Nehmen wir einmal an, ein alter Germane hätte im Jahr 400 n. Chr. damit begonnen, ein Buch zu schreiben. Dabei lassen wir die Tatsache unberücksichtigt, dass die ersten Zeugnisse germanischer Literatur aus einer viel späteren Zeit stammen. Diesem ersten Schreiber hätten sich andere angeschlossen: Luther, Schiller, Goethe, Lessing, Heine, Hauptmann, bis in die Gegenwart hinein Böll und Grass. Insgesamt 1.600 Jahre oder ca. 60 Generationen. Überlegen Sie einmal, was für ein gedankliches Durcheinander voller Widersprüche bei einem solchen Unterfangen zustande gekommen wäre! Selbst dann, wenn man den verschiedenen Autoren ein gemeinsames Thema vorgegeben hätte.

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Höhepunkt und Offenbarung der Bibel Die Bibel ist da ganz anders! Sie beginnt genau dort, wo man es von einem Buch erwartet: am Anfang der Geschichte. Die Bibel hat im Verlauf ihres Inhalts einen gewaltigen Höhepunkt, nämlich die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und sein Erlösungswerk am Kreuz von Golgatha. Dieser Höhepunkt wird von dem Apostel Paulus in der Bibel so beschrieben: „Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn“ (Galater 4,4). Die Bibel schließt mit der Vollendung aller Dinge ab, wie sie uns im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung Jesu Christi, geschildert wird.

Qumran-Funde

800 700

Schriftrollen

Jesaja-Schriftrolle von Qumran

„Na ja“, mögen Sie vielleicht einwenden. „Alles, was Jahre v. Chr. Sie bis jetzt gesagt haben, trifft doch nur dann zu, wenn man sicher sein kann, dass die Bibel, wie man sie heute in den Händen hält, auch mit den Originalschriften übereinstimmt. Aber leider haben wir ja keine Originalschriften der Bibel mehr, sondern nur Abschriften, sogenannte Manuskripte.“ Das ist ein sehr guter und vernünftiger Einwand. Wir müssen uns die Frage stellen: Ist die Bibel denn überhaupt glaubwürdig? Wurde nicht vieles verfälscht? Wie sieht es mit der Glaubwürdigkeit der Manuskripte aus?

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Die Zuverlässigkeit des Alten Testaments Vertrauenswürdige Handschriften des Alten Testaments Das Alte Testament wurde etwa im Zeitraum 1450–400 v. Chr. – größtenteils in hebräischer Sprache – verfasst. Die älteste noch erhaltene hebräische Abschrift des Alten Testaments stammt aus dem 9. Jahrhundert n. Chr. Man nennt diesen Text den masoretischen Text, weil die jüdischen Schreiber zu den sogenannten Masoreten gehörten, die mit vollendeter Perfektion das Alte Testament kopierten. Die Glaubwürdigkeit dieser vergleichsweise jungen Texte wird durch die wesentlich älteren Abschriften von frühen antiken Übersetzungen des Alten Testaments Masoreten waren zuverlässige Kopisten bestätigt. Die Abweichungen sind – trotz der vielen Jahrhunderte, die sie trennen – minimal. Dazu zählen insgesamt 10.000 Abschriften in verschiedenen Sprachen (z.B. Aramäisch, Griechisch, Äthiopisch und Latein), davon viele aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. Die sogenannte Septuaginta (auch LXX genannt) ist ein Beispiel hierfür. Sie ist die älteste durchgehende Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel in die altgriechische Alltagssprache. Sie bestätigt die Genauigkeit der alttestamentlichen Abschriften. Sie entstand im 3. Jahrhundert v. Chr. Septuaginta heißt 70. Man gab der griechischen Übersetzung des Alten Testaments diesen Namen, weil 70 Gelehrte daran gearbeitet hatten.

Fund bei Qumran Viele Kritiker der Bibel weisen besonders auf die teilweise verblüffenden Vorhersagen im Alten Testament hin, die sich auf Jesus Christus beziehen und behaupten, dass diese erst nach ihrer Erfüllung geschrieben worden seien. 1947 geschah aber etwas ganz Außergewöhnliches, was die ganze Welt der Gelehrten aufhorchen ließ. Ein Hirtenjunge stieß bei der Suche

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Die Höhlen von Qumran –

1947

Qumran-Höhlen

durch Zufall nach einem verlorenen Schaf aus seiner Herde von einem Hirten im Gebiet von Qumran am Toten Meer auf viele entdeckt Höhlen. In elf Höhlen fand man zwischen 700 und 800 Schriftrollen. Unter diesen Schriftstücken befanden sich auch Manuskripte des Alten Testaments, unter anderem die Jesaja-Rolle, die fast lückenlos den Text des Prophetenbuches wiedergibt. Jesaja war ein Prophet, der etwa 700 Jahre v. Chr. besonders genaue Vorhersagen über das Leben und Sterben Jesu Christi niedergeschrieben hat. Diese Manuskripte stammen aus der Zeit des 1. und 2. Jahrhunderts v. Chr. oder sind sogar noch älter.

Die Zuverlässigkeit des Neuen Testaments Das Neue Testament wurde zwischen 45 und 100 n. Chr. in griechischer Sprache geschrieben. Zu jener Zeit lebten noch viele Augenzeugen, die sich an das, was Jesus Christus gesagt und getan hatte, erinnern konnten. Sie hätten gewiss Einspruch erhoben, wenn etwas niedergeschrieben worden wäre, was nicht den Tatsachen entspricht. Unter diesen Augenund Ohrenzeugen waren nicht nur Freunde des Evangeliums, sondern auch Gegner der frühen christlichen Gemeinden.

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Viele glaubwürdige Handschriften Es gibt mehr als 4.000 komplette oder fast vollständige Handschriften des Neuen Testaments, 13.000 Handschriften von Teilen des Neuen Testaments und rund 9.000 Handschriften von antiken Übersetzungen (z.B. ins Lateinische, Syrische, Koptische, Armenische, Georgische usw.). Das sind Abschriften, die ab dem 6. Jahrhundert in den christlichen Gemeinden vorgelesen wurden. Die ältesten Abschriften des Neuen Testaments reichen bis ins 4. Jahrhundert n. Chr. zurück. Es handelt sich dabei unter anderem um den Codex Sinaiticus und den Codex Vaticanus. Bruchstückhafte Funde neutestamentlicher Bücher aus Papyrus sind noch 100–200 Jahre älter. Das älteste, derzeit bekannte, Papyrus-Fragment beinhaltet den Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium Kapitel 18,31–33 sowie 37–38 und stammt nach neuesten Erkenntnissen aus der Zeit 100–125 n. Chr.

Der Vergleich mit anderen literarischen Werken Etwa im Jahr 60 v. Chr. entstand Julius Cäsars Werk Der Gallische Krieg. Die älteste Abschrift dieses Werkes stammt allerdings aus dem 6. Jahrhundert, und es gibt nur neun bis zehn gut erhaltene Manuskripte. Bekannt ist auch der römische Geschichtsschreiber Tacitus, der 55–118 n. Chr. lebte und von dem zwei große Geschichtswerke stammen. Die älteste Abschrift wird in das 9. Jahrhundert n. Chr. datiert, und man besitzt lediglich ein Manuskript. Bei der Schlacht im Teutoburger Wald brachte Arminius der Cherusker, der fälschlicherweise „Hermann“ genannt wurde, den römischen Besatzern im Jahr 9 n. Chr. eine empfindliche Niederlage bei. Dem tapferen Krieger wurde sogar ein Denkmal gesetzt, das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. Und dies, obwohl die ältesten schriftlichen Zeugnisse dieses Ereignisses aus vielen Jahrhunderten Julius Cäsar, 100–44 v. Christus später datieren.

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0 Jahre

100

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Das Neue Testament: 24.000 Handschriften Pliny: 7 40–70

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Verfassungs-Zeitpunkt des Originals

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Älteste Datierung & Anzahl der bis heute

Auch wenn diese und andere geschichtliche Ereignisse so dürftig belegt sind, zweifelt niemand sie an. Das Neue Testament hingegen ist durch eine erheblich größere Zahl von Handschriften dokumentiert. Die Beweislast der Vielzahl von Dokumenten wiegt schwer und schließt ein Verfälschen der Inhalte nahezu aus.

Erfüllte Prophetie Eine einzigartige Fülle von erfüllten Prophetien Zu den überzeugendsten Beweisen für die Glaubwürdigkeit der Bibel zählen die Prophetien des Alten Testaments, die sich im Neuen Testament erfüllt haben. Auch in dieser Hinsicht gibt es kein vergleichbares Buch in der Geschichte der Menschheit.

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erhal


700

800

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Demosthenes: 8 Suetonius: 8

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1100

Cäsar: 10 Tacitus: 20

y: 7 Homer: 643

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heute

erhaltenen Handschriften

1000

1200

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Aristoteles: 10 Sophocles: 193

Aristophanes: 10 Plato: 7 Herodot: 8 Thucydides: 8 Euripides: 9 1200

1300

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Die 66 Bücher der Bibel bestehen aus 1.189 Kapiteln oder 31.176 Versen. Von diesen 31.176 Versen enthalten 6.408 Verse prophetische Aussagen. Davon haben sich bereits 3.268 Aussagen erfüllt. Der Informatiker Prof. Dr. Werner Gitt zeigte einmal an einem Beispiel die geringe Wahrscheinlichkeit, mit der die Erfüllung so vieler Aussagen dem Zufall zugeschrieben werden könne. Er setzte für jede einzelne Aussage die Wahrscheinlichkeit 50:50 fest. Entweder sie trifft zu oder nicht.

Das „Ameisen-Beispiel“ Sirius ist ein Stern und steht im Sternbild Großer Hund. Er ist 82,3 Billionen Kilometer von der Erde entfernt. Stellen wir uns vor, wir spannen von der Erde bis zum Sirius eine Schnur, auf der eine Ameise neben der anderen sitzt. Alle Ameisen sind schwarz. Nur eine der Ameisen in dieser Riesenmenge ist rot.

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Zufälliger Stopp

Start: Erde

Flugzeit: 9,4 Millionen Jahre

3.268

erfüllte Prophetien – reiner Zufall?

Wir steigen jetzt in ein Flugzeug und fliegen mit ca. 1.000 km/h an der Schnur entlang Richtung Sirius. Die Flugzeit beträgt etwa 9,4 Millionen Jahre. Wir fliegen die Strecke mit verbundenen Augen. Irgendwo unterwegs ruft einer von uns laut: „Stopp!“, und der Pilot hält, so schnell er kann, die Maschine an. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir bei einem solchen Versuch unmittelbar neben der einen roten Ameise zum Stehen kommen, ist unvorstellbar gering. Der Mathematiker drückt eine solche Zahl als Potenz aus: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Flugzeug direkt neben der roten Ameise zum Stillstand kommt, beträgt 1:1020. Dabei steht die hochgestellte 20 für die Anzahl der Nullen. In diesem Fall eine 1 mit 20 Nullen. Das hieße: die Chance, dass das oben beschriebene Ereignis mit den Ameisen zufällig eintritt, steht 1:100.000.000.000.000.000.000. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die 3.268 prophetischen Bibelverse zufällig erfüllt haben, ist ungleich geringer. Diese Zahl würde man mathematisch so schreiben: 1,7 x 10984. Das ist eine 17 mit 983 Nullen!

Beispiel erfüllter Prophetie: Tyrus, Stadt am Mittelmeer Die Mittelmeerstadt Tyrus war eine gewaltige, befestigte Hafenstadt der Phönizier. Sie lag etwa 30 km nördlich der heutigen Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Bereits 1400 v. Chr. begegnet uns der Name dieser Stadt

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Ziel: Sirius

in der Bibel (vgl. Josua 19,29). Auch in anderen historisch verbürgten Quellen finden wir Informationen über diese Stadt, wie zum Beispiel in den ägyptischen Texten 2000 v. Chr. Tyrus war eine sehr reiche Stadt und wurde durch den Reichtum auch sehr mächtig. Mit Reichtum und Macht wuchsen in Tyrus aber Überheblichkeit und Sünde. Als Jerusalem von den Babyloniern erobert und zerstört wurde, erhob sich Tyrus umso mehr, weil es sich jetzt völlig ohne Konkurrenz wähnte. Die Stadt entwickelte einen kaum zu überbietenden Hochmut, und mit diesem Größenwahn nahmen auch Sünden und Gräueltaten immer mehr zu.

Mitten in dieses Treiben hinein sprach Gott im Jahr 586 v. Chr. durch den Propheten Hesekiel eine Gerichtsbotschaft aus. Wir finden diese Gerichtsprophezeiung im Propheten Hesekiel, Kapitel 26 und 28.

Die Prophetie: Angriff und Zerstörung der Stadt durch den babylonischen König Nebukadnezar. Abtragung der Mauern der Stadt mit dem Hinweis, dass der ganze Schutt von Tyrus ins Meer geworfen wird. Die weitere Zukunft der Stadt wird beschrieben als ein öder und verlassener Ort, der nur noch Fischern zum Trocknen der Netze dient und der nie wiederaufgebaut werden wird.

585 v. Chr. (ein Jahr nach der Prophezeiung) griff Nebukadnezar II. an und belagerte Tyrus 13 Jahre lang. Im Jahr 573 v. Chr. fiel die Stadt und Nebukadnezar zerstörte sie völlig. Während der Belagerung zog sich fast die gesamte Bevölkerung von Tyrus, vor allem die Reichen, auf eine der Küste vorgelagerte Insel zurück und baute dort ein neues Tyrus auf. Nebukadnezar erfüllte somit den ersten Teil der Prophezeiung.

Tyrus

Damm

Festland

Die Erfüllung:

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Alexander der Große

Im Jahr 333 v. Chr., also etwa 250 Jahre später, zog Alexander der Große mit seinen Armeen an der Mittelmeerküste entlang Richtung Süden. Tyrus wollte sich nicht unterwerfen, weil es in dem Wahn lebte, dass seine Position auf der Insel uneinnehmbar wäre. Alexander der Große aber hatte einen einfachen und dennoch genialen Plan. In sieben Monaten Bauzeit warfen seine Soldaten sämtlichen Schutt des alten Tyrus ins Meer und bauten einen etwa 60 Meter breiten Damm bis zur Insel. So sorgte Gott für die Erfüllung des zweiten und dritten Teiles seiner Gerichtsprophezeiung über Tyrus. Was von Tyrus bis auf den heutigen Tag übriggeblieben ist, sind blanke Felsen, auf denen Fischer ihre Netze trocknen.

Höhepunkt biblischer Prophetie Die biblische Prophetie konzentrierte sich im Laufe der Zeit immer mehr auf den Mittelpunkt der biblischen Botschaft (vgl. Galater 4,4) – auf die Person Jesus Christus. Diese Person ist in vielerlei Hinsicht ein einzigartiges Phänomen. Jesus Christus ist die einzige Person in der Weltgeschichte, deren Lebenslauf schon Jahrhunderte vor ihrer Geburt detailliert feststand. Über 300 Prophezeiungen im Alten Testament weisen darauf hin, dass Jesus Christus der Messias ist. Viele davon waren äußerst detailliert und ihre Erfüllung von Menschen nahezu nicht beeinflussbar.

Hunderte von Jahren Voraussage

Erfüllung

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Staunen Sie über folgenden Ausschnitt an Prophezeiungen über Jesus Christus, die bereits in Erfüllung gegangen sind: Er wird als Kind geboren, aber in Wirklichkeit als Sohn (Gottes) gegeben. ▶PROPHEZEIUNG: JESAJA 9,6; ▶ERFÜLLUNG: LUKAS 2,6–7 UND JOHANNES 3,16

Er wird von einer Jungfrau geboren. ▶PROPHEZEIUNG: JESAJA 7,14; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 1,23

Er kommt in Bethlehem zur Welt. ▶PROPHEZEIUNG: MICHA 5,1; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 2,1–6

Er zieht auf einem Esel in Jerusalem unter großem Jubel ein. ▶PROPHEZEIUNG: SACHARJA 9,9; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 21,1–5

Er wird für 30 Geldstücke verraten und verkauft. ▶PROPHEZEIUNG: SACHARJA 11,12–13; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 27,3–6

Er wird ausgepeitscht, geschlagen und bespuckt. ▶PROPHEZEIUNG: JESAJA 50,6; JESAJA 53,4; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 27,27–31; JOHANNES 19,1

Er wird getötet. ▶PROPHEZEIUNG: JESAJA 53,7–9; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 27,33–54

Man durchbohrt seine Hände und Füße. ▶PROPHEZEIUNG: PSALM 22,17; JESAJA 53,5; ▶ERFÜLLUNG: JOHANNES 19,18; JOHANNES 20,25–27; 1. PETRUS 2,24–25

Man bricht ihm keinen einzigen Knochen. ▶PROPHEZEIUNG: PSALM 34,21; ▶ERFÜLLUNG: JOHANNES 19,33–36

Seine Kleider werden verteilt und sein Gewand verlost. ▶PROPHEZEIUNG: PSALM 22,19; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 27,35

Man legt seinen toten Leib ins Grab eines reichen Mannes. ▶PROPHEZEIUNG: JESAJA 53,9; ▶ERFÜLLUNG: MATTHÄUS 27,57–60

Gott weckt ihn aus den Toten auf. ▶PROPHEZEIUNG: PSALM 16,10; ▶ERFÜLLUNG: APOSTELGESCHICHTE 2,29–32

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Die größte noch ausstehende Prophezeiung ist das Ereignis des zweiten Kommens Jesu Christi (vgl. Apostelgeschichte 1,9–11). Auch diese Vorhersage wird sich genauso bewahrheiten wie alle anderen bereits erfüllten Prophezeiungen. Nach allem, was wir bisher zusammengetragen haben, kommen wir nicht umhin, folgendes Urteil zu fällen: Die historische Glaubwürdigkeit der Bibel steht völlig außer Frage!

Biblische Irrtumslosigkeit Mit dem Ziel, die Unanfechtbarkeit und absolute Vertrauenswürdigkeit der Bibel schriftlich niederzulegen, trafen sich im Oktober 1978 über 200 evangelikale Theologen und Pastoren in Chicago. Veranstalter der Konferenz war das International Council on Biblical Inerrancy (ICBI). Es wurde gemeinsam in der Bibel geforscht und das Ergebnis in einem BekenntnisDokument festgehalten.

Alle Indizien zeigen: Die Bibel ist

100% zuverlässig und wahr. 22

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Lesen Sie im Folgenden einen kleinen Auszug aus der „Chicagoerklärung zur Biblischen Irrtumslosigkeit“. Diese fünf Punkte sind lediglich eine knappe Zusammenfassung der Chicagoerklärung. Dem interessierten Leser wird die vollständige Lektüre zum tieferen Verständnis dieser fundamentalen Lehre empfohlen.1

„Chicagoerklärung zur Biblischen Irrtumslosigkeit“

Zusammenfassende Erklärung Gott, der selbst die Wahrheit ist und nur die Wahrheit spricht, hat die Heilige Schrift inspiriert, um sich damit selbst der verlorenen Menschheit durch Jesus Christus als Schöpfer und Herr, Erlöser und Richter zu offenbaren. Die Heilige Schrift ist Gottes Zeugnis von seiner eigenen Person. Die Heilige Schrift hat als Gottes eigenes Wort, das von Menschen geschrieben wurde, die vom Heiligen Geist zugerüstet und geleitet wurden, in allen Fragen, die sie anspricht, unfehlbare göttliche Autorität: Ihr muss als Gottes Unterweisung in allem geglaubt werden, was sie bekennt; ihr muss als Gottes Gebot gehorcht werden, in allem, was sie fordert; sie muss als Gottes Unterpfand in allem ergriffen werden, was sie verheißt. Der Heilige Geist, der göttliche Autor der Schrift, beglaubigt sie sowohl durch sein inneres Zeugnis, als auch, indem er unseren Verstand erleuchtet, um ihre Botschaft zu verstehen. Da die Schrift vollständig und wörtlich von Gott gegeben wurde, ist sie in allem, was sie lehrt, ohne Irrtum oder Fehler. Dies gilt nicht weniger für das, was sie über Gottes Handeln in der Schöpfung, über die Ereignisse der Weltgeschichte und über ihre eigene literarische Herkunft unter Gott aussagt, als für ihr Zeugnis von Gottes rettender Gnade im Leben Einzelner. Die Autorität der Schrift wird unausweichlich beeinträchtigt, wenn diese völlige göttliche Inspiration in irgendeiner Weise begrenzt oder missachtet oder durch eine Sicht der Wahrheit, die der Sicht der Bibel von sich selbst widerspricht, relativiert wird. Solche Abweichungen führen zu ernsthaften Verlusten sowohl für den Einzelnen, wie auch für die Kirche.

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Luther und die Bibel in deutscher Sprache Für uns ist es heutzutage selbstverständlich, die Bibel in unserer Sprache zu lesen. Über viele Jahrhunderte war das in Europa nicht möglich. Die Bibel konnte nur lesen, wer Latein, Griechisch oder Hebräisch beherrschte. Im Mittelalter war das religiöse Leben von der Kirchensprache Latein bestimmt. Dies sollte sich durch Martin Luther grundlegend ändern.

Die Macht der Kirche Die Macht der Kirche wurde nicht hinterfragt. Wer in den Himmel kommen wollte, musste ein treuer Christ und Kirchgänger sein. Und so vertraute man auf die kirchlichen Sakramente und hoffte, dass die eigenen guten Taten dem Seelenheil dienen würden. Die Kirchenführer erwarteten geradezu blindes Vertrauen. Verstehen war nicht angesagt. In der mittelalterlichen Messe hörte man die lateinischen Worte „hoc est enim corpus meum“ („dies ist mein Leib“). Manche Sprachwissenschaftler vermuten, dass die Leute damals aus den Worten „hoc est ... corpus ...“ „Hokuspokus“ bildeten.

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Luther übersetzt die Bibel in drei Jahren unter dem Decknamen

»Junker Jörg«.

Übersetzen verboten

So war auch die Bibel und ihre frohe Botschaft im Mittelalter eine verborgene, ja geheimnisvolle Sache. In einigen Ländern war es sogar streng verboten, die Bibel zu übersetzen und zu verbreiten. Im Jahr 1199 wurden wegen dieses Vergehens einige Waldenser in Lyon auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Warum regierten die Bischöfe und Kardinäle mit dieser Härte? Sie mussten verhindern, dass das Volk die Bibel lesen und entgegen der Lehre der Kirche auslegen würde. Denn die Bibel in den Händen des Volkes war eine ernste Bedrohung für die Kirche.

Umkämpfte Bibel Nicht nur in Deutschland wuchs das Interesse an einer Bibelübersetzung. Der Priester und Gelehrte William Tyndale (1494–1536) aus Oxford wollte die Bibel für seine englischen Landsleute übersetzen. Weil er den

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„Wenzelsbibel“ aus dem 14. Jh.

Widerstand der Regierung fürchtete, reiste er dafür nach Deutschland. Den Eifer für die Bibel bezahlte er mit seinem Leben. Er wurde verurteilt, erwürgt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Diese geschichtlichen Hintergründe sind wichtig, um zu verstehen, welche Sprengkraft darin lag, wenn ein Volk endlich die Bibel lesen konnte. Doch trotz großer Widerstände sollte sich die kraftvolle Botschaft von Gottes Wort bald auch in Deutschland ausbreiten. Die Bibel war ein wichtiger Bestandteil des Übergangs aus dem Mittelalter zur Neuzeit.

Alte Übersetzungen Was die germanischen Sprachen betrifft, so müssen wir die gotische Bibel Wulfilas erwähnen. Sie entstand zwischen 350 und 380 n. Chr. und ist die älteste Übersetzung in gotischer Sprache (Codex Argentus). Eine der ältesten Bibelübersetzungen in deutscher Sprache ist die Augsburger Pergamenthandschrift des Neuen Testaments. Sie wird auf das Jahr 1350 datiert. Die für ihre reiche Buchmalerei bekannte Wenzelsbibel stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts. Sie entstand trotz des Übersetzungsverbots und revolutioniert befindet sich heute in der Österreichischen Gutenberg mit Nationalbibliothek in Wien.

1450

bewegliche Lettern den Buchdruck.

Der deutsche Buchdruck Die Fortschritte in der Buchdruckerkunst trugen enorm zur späteren Verbreitung der Bibel und der Reformation bei. Johannes Gutenberg druckt im Jahr 1452 eine lateinische Bibel. In seiner Werkstatt arbeiten sechs Setzer. Es ist heute schwer vorstellbar, dass man damals für das Setzen einer einzigen Seite mit beweglichen Lettern einen

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Tag benötigte. Nach zwei Jahren intensiver Arbeit liegt die erste Auflage bei etwa 150 Stück. Johannes Mentelin war bischöflicher Schreiber in Straßburg und brachte 1446 die erste gedruckte deutsche Bibel heraus. Sie ist bekannt als die Mentelin-Bibel. Vor der Übersetzung Martin Luthers zählte man bereits rund 14 verschiedene deutsche Übersetzungen. Sie hatten noch nicht das Profil einer gut lesbaren Bibel. Sie waren schwer verständlich und auch nicht sehr verbreitet.

Luther liest die Bibel Martin Luther verbrachte seine Kindheit ohne Bibel. Er sagte: „Mit zwanzig Jahren hatte ich noch keine Bibel gesehen. Ich meinte, es gäbe keine Evangelien und Episteln, außer den sonntäglichen, alljährlich wiederkehrenden der Postillen [gemeint sind hier Erklärungen zur Bibel, Anmerkung des Autors]. Endlich fand ich in der (Universitäts-)Bibliothek eine vollständige Bibel, und als ich ins Kloster gegangen war, begann ich die Bibel zu lesen, nochmals zu lesen, zur großen Verwunderung des Doktors Staupitz. Wenn ich diese Bibel hätte behalten dürfen, so wollt’ ich ein desto besserer Stellenkenner geworden sein. Damals gefiel mir schon kein Studium so sehr wie das der Heiligen Schrift …“2 Nach dem Grundstudium war Luther aufgrund seines Gelübdes in das Augustinerkloster eingetreten und Mönch geworden. Er wurde zu einem Bibelkenner. Im Kloster „gaben ihm die Mönche eine in rotes Leder eingebundene Bibel. Mit ihr machte er sich so vertraut, daß er wußte, was auf jedem Blatt stand, und sofort, wenn ein Spruch angeführt wurde, auf den ersten Blick wußte, wo er stand“.3 Durch sein weiterführendes Theologiestudium lernte er die biblischen Sprachen. Damit erwarb er das nötige Handwerkszeug zum ÜberHistorischer Nachbau einer Gutenbergpresse setzen der Bibel.

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Ein mutiges Bekenntnis Im April 1521 muss Luther vor dem Reichstag in Worms erscheinen. Man hofft, er wird seine Thesen widerrufen. Aber er sagt: „Weil denn seine Majestät und die Herrschaften es verlangen, will ich eine schlichte Antwort geben, die weder Hörner noch Zähne hat: wenn ich nicht durch das Zeugnis der Heiligen Schrift oder vernünftige Gründe überwunden werde – denn weder dem Papst, noch den Konzilien allein vermag ich zu glauben, da es fest steht, daß sie wiederholt geirrt und sich selbst widersprochen haben –, so halte ich mich überwunden durch die Schrift, auf die ich mich gestützt habe, so ist mein Gewissen gefangen im Wort Gottes, und darum kann und will ich nichts widerrufen, weil gegen das Gewissen zu handeln weder sicher noch lauter ist. Ich kann nicht anders, hier stehe ich, Gott helfe mir. Amen.“4 Als er den Verhandlungssaal verlassen hat, sagt er erleichtert: „Ich bin hindurch.“5 Diesen schweren Gang hatte er hinter sich. Aber nun stand er unter der Reichsacht und war vogelfrei.

»Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern, sie ist

ewig.« (Luther)

„Lutherstube“ in der Wartburg, Eisenach

Luther übersetzt die Bibel Friedrich der Weise (1463–1525) war Kurfürst von Sachsen. Er nimmt Luther von jetzt an vor der kaiserlichen Reichsacht und vor den kirchlichen Gerichten in Schutz. Dadurch trug er zur Ausbreitung der Reformation bei.

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Auf dem Rückweg von Worms wird Luther zu seiner eigenen Sicherheit „entführt“. Er taucht als „Junker Jörg“ auf der Wartburg unter. Dort nimmt er noch im Dezember 1521 die Übersetzung des Neuen Testaments in Angriff. Das Volk soll endlich eine Bibel haben. Unermüdlich arbeitet er an dem Projekt. Es sollte sich zeigen, dass hier ein fähiger Mann zu Werke gegangen ist. Zu Luthers Gelehrsamkeit und Fleiß kam der Segen Gottes. Im März 1522 ist die Übersetzung des Neuen Testaments abgeschlossen. Es wird als Septembertestament veröffentlicht und überall gern gelesen. Manche tragen es sogar mit sich und lernen es auswendig. Doch Luther ruht nicht, sondern arbeitet beständig an der Verbesserung seiner Übersetzung weiter.

Unermüdlicher Arbeiter Nach der ersten Auflage verbesserte er den Text an 576 Stellen. Zeit seines Lebens bearbeitete Luther 17 Auflagen des Neuen Testaments. Drei Jahre nach dem ersten Druck waren bereits 128.000 Exemplare in alle Welt gegangen.6 Das war einzigartig. Endlich hatte das Volk Zugang zur Bibel und konnte sie lesen und verstehen. Luther war überzeugt: „Die Bibel ist nicht antik, auch nicht modern, sie Philipp Melanchthon (von Lucas Cranach) ist ewig.“7 So begann er schließlich mit der Übersetzung des Alten Testaments. Hier bittet er Philipp Melanchton und Matthäus Aurogallus um Hilfe. Beide sind kompetente Altphilologen, auf deren Können er nicht verzichten will. Doch geht es deutlich langsamer voran. Die Übersetzung erweist sich als ein kaum zu bewältigendes Projekt. Zeitweise wollte Luther an der mühsamen Arbeit fast verzweifeln. Er berichtete, dass sie manchmal bis zu vier Wochen ein einziges Wort suchten und doch nicht fanden.8 Zu dritt haben sie im Buch Hiob manchmal vier Tage gearbeitet und kaum drei Zeilen zustande gebracht. Es hat viel Mühe und Schweiß gekostet, den jeweils besten deutschen Ausdruck zu finden. Das langersehnte Ziel wird endlich erreicht. 1534 druckt Hans Lufft in Wittenberg schließlich die erste vollständige deutsche Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers.

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Das Lutherdeutsch Luther orientierte sich bei seiner Bibelübersetzung an der Sprache, der alle Fürsten und Könige in Deutschland folgten. Er sagte von sich, dass er keine bestimmte Sprache gebraucht habe. Luther hat mit seiner Bibelübersetzung den Deutschen ein sprachliches Meisterwerk übergeben. Sie prägte eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Gern sagt man von Luther, dass er den Menschen beim Übersetzen „auf das Maul geschaut“ habe. Und in der Tat wollte er seinem Volk eine allgemein verständliche, volksnahe Bibel bringen. Aber zugleich hielt er sich eng an den Grundtext der Bibel und seinen besonderen Stil. So blieb Luther dem Text treu. Die Literaturwissenschaftlerin Birgit Stolt weist darauf hin, dass ein englischer Forscher, der Luthers Übersetzung mit der Übersetzung von William Tyndale (1484–1536) verglich, meinte: „Luther, der vielfach so grob war, ist hierzu im Vergleich ein Pedant.“9 Stolt sagt: „Verglichen mit der so oft gepriesenen Freiheit von Luthers Übersetzung ist seine Treue der Vorlage gegenüber tatsächlich bemerkenswert. Sie lässt sich nur damit erklären, dass Luther sich ihrer sakralen Stilwirkung

Begriffe aus Luthers Wortschöpfung:

Geizhals

ungelegte Eier

die Zähne zusammenbeißen

im Dunkeln tappen

Wissensdurst

Buch mit sieben Siegeln ausposaunen Ohrwurm auf Sand gebaut Denkzettel ein Herz und eine Seele

Mark und Bein

Bluthund

Lückenbüßer Machtwort

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im Dunkeln tappen

Spitzbube

Wolf im Schafspelz

Schandfleck

für immer und ewig 10.03.17 15:56


Es gibt rund

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Bibelübersetzungen in deutscher Sprache bewusst war […] Stilistisch war hier für ihn an ‚einem Buchstaben gelegen’ und durfte nichts geändert werden.“10 Luther war also der Wortlaut der Bibel wichtig. Und er erwartete von den Lesern auch eine ehrfürchtige Haltung gegenüber dem Wort Gottes.

Viele Übersetzungen, ein Buch Sprache verändert sich. Und so musste auch der über 450 Jahre alte Luthertext immer weiter bearbeitet und revidiert werden, damit die Bibel auch heute verstanden werden kann. Nach einer über 100 Jahre dauernden Revisionsarbeit in mehreren Kommissionen kam es im Jahr 1984 zu einer neuen Textfassung. Sie wurde vom Bund der evangelischen Kirchen Deutschlands verabschiedet. Anlässlich des Reformationsjubiläums erfolgte eine weitere Revision, sodass nun die Lutherbibel 2017 mit dem neuen offiziellen Text für die Evangelische Kirche Deutschlands vorliegt. Bis in unsere Zeit entstanden unzählig viele neue deutsche Übersetzungen. Neben der Lutherbibel gibt es rund 40 weitere Bibelübersetzungen oder Übertragungen in deutscher Sprache. Zum Lesen der Bibel empfiehlt sich eine Übersetzung, die gut verständlich ist und sich durch Treue zum Grundtext auszeichnet. Das war auch Luthers grundsätzliches Bestreben bei seiner Übersetzungsarbeit. Der ursprüngliche Sinn und die Aussage des inspirierten Wortes Gottes sollen bewahrt und gut verständlich für den Empfänger wiedergegeben werden.

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Die Bibel aus Sicht der Menschen Vorbildfunktion oder manipulativ? Sehr gern nehmen die Menschen unserer Zeit bestimmte Teile der Bibel als Richtschnur, weil sie sich damit vielleicht äußere Vorteile versprechen. So wird zum Beispiel die ethische Lehre der Bergpredigt von manchen Politikern gebraucht, um ihr soziales Engagement in den Vordergrund zu stellen. Sobald es aber um Dinge der Ewigkeit geht, lehnen viele die Botschaft der Bibel ab. Warum ist das so? Der Mensch will nicht, dass jemand von außen in seine persönliche Welt eingreift und die Kontrolle über sein Leben übernimmt. Allein der Gedanke, dass ein allmächtiger, allwissender, heiliger und gerechter Gott ihr Leben lenken könnte, ist für viele Menschen so unerträglich, dass sie es vorziehen, der Lehre der Bibel von vornherein ablehnend gegenüberzustehen.

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Unsinn oder Gotteserkenntnis? Vor diesem Hintergrund sind auch manche Äußerungen von Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart zu verstehen. Der Philosoph Voltaire sagte einmal in Bezug auf die Bibel: „In 100 Jahren findet man die Bibel nur noch als Beweis der Dummheit früherer Geschlechter in den Bibliotheken.“ Voltaire starb und wurde begraben. Das Haus, in dem er lebte, wurde schon bald nach seinem Tod als Bibeldepot der französischen Bibelgesellschaft genutzt.

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Voltaire (1694–1778)

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Es gibt aber auch andere, nicht minder bekannte Persönlichkeiten, die einen persönlichen Zugang zur Botschaft der Bibel gefunden haben. Der Mathematiker und Physiker Blaise Pascal starb nach jahrelangem Leiden mit 39 Jahren. In seinem Gewand fand man einen Zettel, dort stand geschrieben: „Gott Abrahams, Gott Isaaks, Gott Jakobs, nicht der Philosophen und Gelehrten ... Gott Jesus Christus. Man findet und bewahrt ihn nur auf den Wegen, die im Evangelium gelehrt werden ...“ Charles Dickens, der bekannte Autor, Blaise Pascal (1694–1778) sagte auf seinem Sterbebett: „Ich befehle meine Seele der Barmherzigkeit Gottes durch unseren Herrn Jesus Christus an und ich ermahne meine lieben Kinder, sich demütig durch die Lehren des Neuen Testaments in ihrem Leben leiten zu lassen.“

Menschen aus unserer Zeit antworten auf die Frage: „Warum lesen Sie die Bibel?“ „Biologie- und Geschichtsbücher geben mir wenig her, wenn ich erfahren will, wo es für mich langgeht. Deshalb lese ich täglich in der Bibel. In ihr bekomme ich von Gott Antworten für mein Leben.“ „Ich lese die Bibel, damit ich weiß, woher ich komme und wohin ich gehe und weil sie mir im Wirrwarr der Lebensangebote Orientierung gibt.“ „Die Worte der Bibel sind ehrlich und aufrichtig, sie beschönigen nichts – weder in Bezug auf das Geschehen in unserer Welt noch auf die intimsten Dinge meines eigenen Herzens. Sie proklamiert Jesus Christus als Herrn und Heiland, Retter und Erlöser, Freund und Helfer und vor allem als liebenden, gnädigen Gott. So begreife ich Gott durch das Lesen der Bibel sowohl als allmächtigen Herrscher über das ganze Universum als auch als ganz persönlichen Erlöser und Befreier von Schuld und Versagen.“

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Ich lese die Bibel, weil … … ich durch sie meine Sünde erkannte und Vergebung fand. Haschisch, Ecstasy, Kokain, Speed, Crystal, LSD und sogar Heroin – bis zu meinem 16. Lebensjahr hatte ich fast alle Drogen ausprobiert, die es auf dem Markt so gibt. Ich wurde heroinabhängig, schluckte jede Menge Tabletten und kiffte. In meinem Stammcafé in München traf ich jeden Tag auf einen Christen von einer Drogenarbeit. Er erzählte ständig von Jesus Christus und der Bibel. Später zog ich sogar in das Haus dieser christlichen Drogenarbeit ein. Durch das Lesen in der Bibel erkannte ich, dass ich ein Sünder bin. Ich bekannte Jesus Christus meine Sünden und bat ihn um Vergebung. Irgendwie war ich mir sicher, dass ich mit seiner Hilfe den Entzug schaffen würde. Trotz eines Rückfalls, nach dem ich sogar wiederbelebt werden musste, hat Gott mich schließlich völlig von der Sucht befreit. Mittlerweile bin ich selbst Mitarbeiter der christlichen Drogenarbeit und gehe nun auch auf die Straße zu den Junkies, wie damals der Mann im Café immer zu mir kam. Jesus hat mich gerettet und mir neues Leben gegeben. Jetzt möchte ich, dass auch andere davon erfahren. Markus, 32, München

„Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“ DIE BIBEL, MARKUS 2,17.

Weitere Lebensberichte unter: erlebt.heukelbach.org

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Die Bibel ist die Offenbarung Gottes für uns Eindeutige Antworten auf lebenswichtige Fragen Welche Auswirkungen hat die Bibel auf das Leben, Denken und Handeln eines einzelnen Menschen? Wenn sie Gottes unfehlbare Offenbarung an den Menschen ist, kann jeder Mensch sich über Grundfragen seines Daseins Gewissheit verschaffen, zum Beispiel auf existentielle Fragen wie: Woher komme ich? Wozu lebe ich? Wohin gehe ich?, kann er im Wort Gottes unmissverständliche Antworten finden. Genauso kann er darin Gottes Wesen erkennen. Er kann erfahren, wer Gott ist, wie er handelt und dass der Mensch für die Beziehung zu Gott geschaffen ist. Die Aussagen der Bibel können sich naturgemäß nur demjenigen erschließen, der sie auch liest – mit dem Wunsch, die Wahrheit zu finden. Gott lässt es dem ehrlich Suchenden gelingen. Er verspricht: „Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangen werdet“ (Jeremia 29,13).

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Die Bibel gibt Antworten auf unsere existentiellen

Fragen Die ersten Kapitel der Bibel sind entscheidend Direkt zu Beginn der Bibel werden wir über Gott, Mensch und Natur aufgeklärt. Wir finden alles, was wir über den Anfang der Menschheitsgeschichte wissen müssen. Bereits die ersten elf Kapitel der Bibel zeigen uns ... … dass Gott weise ist. Um das Universum zu schaffen, bedarf es einer großen Weisheit. … dass Gott allmächtig ist. Er hat alles Bestehende aus dem Nichts geschaffen. … dass Gott heilig ist. Er kann keine Sünde dulden, weil er absolut heilig ist. … dass Gott gerecht ist. Das Abweichen von seinen Geboten muss er richten. Die Gerichte Gottes zeugen von seiner Gerechtigkeit. … dass Gott Liebe ist. Diese Liebe Gottes sehen wir darin, dass er nicht den Tod des Menschen will, sondern mit jedem Gericht auch immer die Möglichkeit der Rettung ankündigt und vorbereitet.

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So beginnt die Bibel. Jeder kann den Hintergrund des Evangeliums, den Zustand der Menschheit und seine eigene Geschichte aus der Sicht Gottes verstehen.

Absoluter Höhepunkt der Offenbarung Gottes Die Offenbarung Gottes an den Menschen erreicht ihren Höhepunkt in der Menschwerdung Jesu Christi und seinem Erlösungswerk am Kreuz auf Golgatha. Jesus Christus kam als Mensch in diese Welt. Sein Kommen wurde bereits im Alten Testament vorhergesagt (vgl. Jesaja 7,14). Sein Sterben war notwendig, um die Verheißungen des Alten Testaments zu erfüllen (vgl. Jesaja 53,3) und um uns Menschen zu erlösen. Denn durch den willentlichen Entschluss des Menschen, sich von Gott und seinen Geboten loszusagen, entstand eine tiefe Kluft zwischen Gott und den Menschen – die Sünde.

Gott kennt die Irrwege der Menschen. Er bietet ihnen den

Ausweg Aus Sicht der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes hätten wir die ewige Trennung von ihm verdient. Mehr noch: Wenn der Gott der Bibel ein gerechter Gott ist, dann muss er unsere Schuld bestrafen. Dieser geistliche Tod bringt uns an den Ort der Verdammnis – die Hölle.. „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod ...“ (Römer 6,23).

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Doch Gott sei Dank muss das nicht unser Ende sein. Noch im gleichen Vers lesen wir: „... aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Was hat das zu bedeuten? Die Bibel erklärt es uns:

Ewiges Leben durch die unverdiente Gnade Gottes „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Johannes 3,16). Jeder Mensch kann Vergebung seiner Schuld empfangen und mit Gott versöhnt werden, um dann ewig bei ihm im Himmel zu sein. Nicht durch eigene Leistung, sondern ausschließlich durch die unverdiente Gnade Gottes. „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Epheser 2,8–9). Das wurde möglich, weil Jesus Christus geschafft hat, was niemand von uns schaffen konnte. Er, der selbst keine Sünde kannte (vgl. Hebräer 4,15), war bereit, am Kreuz auf Golgatha unsere Strafe auf sich zu nehmen, und so unsere Sünde zu sühnen. Wollen Sie die Welt sehen, wie Gott sie sieht? Dann lesen Sie die Bibel. Sie ist Gottes Offenbarung für uns – auch für Sie.

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Nachwort

Wir freuen uns, dass Sie bis hierhin gelesen haben. Vieles konnte nur kurz angerissen werden. Dennoch hoffen wir, dass Sie nun einen Einblick in die Bedeutung und Wahrhaftigkeit der Bibel bekommen haben. Die wichtigste Frage ist jetzt: Wie gehen Sie mit diesen Erkenntnissen um? Im Hebräerbrief Kapitel 4 lesen wir in den Versen 12–13 folgende Worte: „Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“ Das Wort Gottes sagt uns, dass wir uns vor Gott nicht verstecken können. Er kennt unser Innerstes, selbst unsere intimsten Gedanken. Ist Ihnen das bewusst? Nichts ist vor ihm verborgen. Unsere Gedanken liegen vor Gott ausgebreitet wie ein offenes Buch. Sein Wort durchdringt uns und überführt uns von unserer Schuld, die wir gegenüber dem heiligen Gott haben. Als sein Geschöpf sitzt jeder von uns auf Gottes Anklagebank. Und niemand von uns wird sich an dem Tag, da wir uns vor Gott verantworten müssen, herausreden können. Wenn wir bleiben, wie wir sind, müssen wir verurteilt werden. Alles andere wäre pure Ungerechtigkeit. Als Martin Luther als junger Mönch bei dieser Erkenntnis angelangt war, war er der Verzweiflung nahe. Doch dann las er im Römerbrief Kapitel 1, Vers 17 folgende Worte: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Jetzt ging ihm ein Licht auf. Er erkannte: Der Mensch ist vollkommen auf Gottes Gnade angewiesen. Nur durch Gottes Gnade kann ein Mensch vor Gott bestehen. Jetzt fragen Sie vielleicht: Wie kann man denn von Gott begnadigt werden? Die Gnade Gottes liegt in Jesus Christus. Er musste stellvertretend die Strafe für unsere Schuld tragen, damit wir begnadigt werden können. Der

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Sohn Gottes ist gestorben, damit wir nicht verurteilt werden müssen, sondern stattdessen ewiges Leben mit Gott haben können. Glauben Sie das? Dieser Gedanke ist für uns demütigend, weil wir uns gern über unsere eigene Leistung definieren. Doch die Bibel sagt uns: „Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade“ (Jakobus 4,6). Wir müssen in Demut und mit leeren Händen vor Gott treten, unsere Sünde bekennen, uns von ihr abwenden und uns vollkommen der Gnade Gottes in Jesus Christus ausliefern. Wenn wir das tun, dann wird Gott uns unsere Schuld nicht mehr anrechnen, sondern uns die Gerechtigkeit dessen geben, der unsere Schuld getragen hat: Jesus Christus. Dadurch wird Gott, unser Richter, zu unserem Retter, dem wir für den Rest unseres Lebens und in Ewigkeit in Freude und Dankbarkeit dienen dürfen. Sind Sie zu diesem Schritt bereit? Lesen Sie die Bibel selbst. Lesen Sie von Jesus Christus, seinem Leben, seinem Sterben und seiner Auferstehung. Dabei werden Sie erfahren, wie sich Gottes Wort vor Sie stellt wie ein Spiegel, in dem Sie sich selbst so sehen können, wie Gott Sie sieht. Aber Sie werden auch von Gottes Gnade lesen, durch die Sie von Ihrer Schuld erlöst werden können. Im Anhang finden Sie viele hilfreiche Tipps, die Ihnen helfen sollen, die Bibel zu verstehen. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, empfehlen wir Ihnen den Bibelleseplan, ebenfalls im Anhang. Bitten Sie Gott beim Lesen der Bibel, dass sie verstehen können, was dort geschrieben steht. Wenn Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Schreiben Sie uns! Möge der allmächtige Gott Sie segnen!

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Anhang Anregungen und Tipps fürs Bibellesen Zeit sinnvoll nutzen Unsere heutige Zeit bietet enorme Möglichkeiten zur Unterhaltung und Freizeitgestaltung. Manche Leute wollen aus dem stressigen Alltag aussteigen und einfach mal abschalten. Da liegt es oft näher, Filme anzuschauen, als Bücher zu lesen. Im Jahr 2015 betrug die durchschnittliche Fernsehdauer eines Bürgers in Deutschland 223 Minuten. Ganz gewiss haben Entspannung und auch Unterhaltung ihre Berechtigung. Doch wer im Leben als Christ wachsen will, sollte seine Zeit sinnvoll nutzen. Wer Gott besser kennen und mehr lieben möchte, tut gut daran, die Bibel zu lesen. Wie sieht es aus mit Bibellesen? Eine Umfrage aus dem Jahr 201111 sagt, dass 5 % der Menschen in Deutschland regelmäßig in der Bibel lesen. 12% der Leute lesen hin und wieder, 33 % selten und 50 % lesen nie in der Bibel. Für Christen ist die Frage wichtig, wie man gute Unterweisung bekommt. Jesus sagt: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“ (Matthäus 4,4). Das Leben des Menschen hängt an Gottes Wort. Gott schuf das Leben durch sein Wort (1. Mose 1) und Jesus Christus erhält, ja trägt es durch sein machtvolles Wort (Hebräer 1,3). Auf das Wort kommt es an.

Leben spendend Nur wer die Bibel liest, bemerkt, was in ihr steckt. Sie spendet Leben. Sie gibt uns Licht. Sie löscht den Durst unserer Seele. Sie ist der Hammer, der den Nagel auf den Kopf trifft. Sie ist das Feuer, das kalte Liebe brennend macht. Sie ist das Licht in unserer Dunkelheit. Die Jünger Jesu glaubten, Jesus hat Worte ewigen Lebens. Die gute alte Botschaft der Bibel ist aktueller als die Nachrichten von morgen. Sie lädt uns dazu ein, unser Ohr an „Gottes Mund“ zu haben, auf seine Weisheit und seinen Trost zu hören. Seine Stimme gibt unserem Leben Kraft, Trost und Richtung. Dieses Angebot Gottes steht jedem zur Verfügung. Es ist ermutigend, in bewegten Zeiten auf den ewigen Gott zu hören. Sein Wort hat die Kraft, uns zu retten! Gott schreibt Geschichte. Er will, dass wir durch die Nähe zu ihm

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und seinem Wort daran aktiv beteiligt sind. Im Meer der Medien kann man schnell untergehen. Das Wasserbad des Wortes Gottes bietet Reinigung und Erfrischung. Durch Gottes Wort ist ein Leben mit Tiefgang und einem klaren Kurs möglich. Hier einige Anregungen und Tipps fürs Bibellesen.

Bilder für das Buch der Bücher Die Bibel präsentiert sich uns in vielen bedeutungsvollen Bildern. Als Same (1. Petrus 1,23); Wasserbad (Epheser 5,26); Schwert (Hebräer 4,12); Milch (1. Petrus 2,2); Regen (Jesaja 55,10–11); Speise (Matthäus 4,4), Spiegel (Jakobus 1,22–23); Hammer (Jeremia 23,29); Feuer (Jeremia 23,29); Licht (Psalm 119,105). Allein über diese Bilder lohnt es sich, gründlich nachzudenken. Sie beschreiben die Lebendigkeit und Wirkung der Bibel eindrücklich.

Das Buch mit sieben Siegeln Die Bibel wird gern als das Buch mit den sieben Siegeln bezeichnet. Dieser Ausdruck kommt auch direkt aus der Bibel (Offenbarung 5,5). Wer die Bibel zum ersten Mal liest, für den ist vieles unverständlich oder fremd. Es ist wichtig, Gott um Verständnis zu bitten, wenn wir darin lesen. Denn die Bibel ist durch die direkte Eingebung (Inspiration: 2. Timotheus 3,16–17) des Heiligen Geistes von Menschen aufgeschrieben worden (2. Petrus 1,21). Um die Bibel richtig verstehen zu können, braucht man also die Hilfe und Erleuchtung durch den Heiligen Geist.

Wichtige Fragen rund ums Bibellesen Wofür sollte ich die Bibel lesen? Damit ich Jesus Christus kennenlerne (Johannes 5,39) Damit ich Gottes Wahrheit kenne (Psalm 119,27) Damit ich ein neuer Mensch werde (1. Petrus 1,23) Damit ich vor Sünde bewahrt bleibe (Psalm 119,11) Damit ich im Glauben wachse (1. Petrus 2,2) Damit ich schwere Zeiten überstehe (Psalm 119,92) Damit ich Gott und den Nächsten liebe (1. Timotheus 1,5) Damit ich Gottes Wesen und Willen besser verstehe (Epheser 1,17; Römer 12,2)

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Wie lese ich die Bibel? Täglich und regelmäßig (Apostelgeschichte 17,11) Gründlich und fortlaufend; offen und ehrlich (Esra 7,10) Als Beter, Hörer und Täter (Jesaja 50,4–5)

Was beachte ich beim Bibellesen? Alles ist wichtig. Achten Sie auf den Zusammenhang. Achten Sie auf „POZEK“ (Personen, Ort, Zeit, Ereignis und Kerngedanke). Stellen Sie die W-Fragen (wer, was, wie, wie oft, warum, woher, wohin ...). Achten Sie auf Aussagen über Christus, er ist die Hauptperson! Achten Sie auf Schlüsselworte. Achten Sie auf Zeitwörter. Achten Sie auf Bindewörter (aber, doch, weil, damit, dass, wenn, und). Achten Sie auf Betonungen oder Warnungen. Achten Sie auf die Anwendung der Wahrheit.

Welche Hilfsmittel gibt es? Gebrauchen Sie verschiedene Übersetzungen, Studienbibeln, eine Konkordanz, ein Bibellexikon, einen Bibelatlas, Kommentare und auch Bücher, die Sie zur Bibel hinführen. Es gibt auch hilfreiche Computerprogramme. Man kann im Internet direkt auf entsprechende Webseiten zugreifen. Dort sind verschiedene Bibelübersetzungen verfügbar. So kann man durch die Suchfunktion direkt in der Bibel nach Themen oder bestimmten Worten suchen. Bibelstudium ist immer ein Gewinn. (Literatur rund um die Bibel findet man preiswert zum Kauf oder kostenfrei zum Download auf www.clv.de)

Was kommt beim Bibellesen heraus? Das Wort Gottes wirkt in Ihnen (Hebräer 4,12). Das Wort Gottes gibt Ihnen Kraft (Lukas 1,37). Das Wort Gottes gibt Ihnen Freude (Psalm 19,9). Das Wort Gottes gibt Ihnen Weisheit (2. Timotheus 3,15). Das Wort Gottes gibt Ihnen Erfüllung (Psalm 1,3). Das Wort Gottes gibt Ihnen Trost (Psalm 119,50). Das Wort Gottes gibt Ihnen Zufriedenheit (Lukas 11,28).

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Einige praktische Lesetipps Lesen Sie die Bibel fortlaufend. Der Zusammenhang ist immer sehr wichtig zum Verständnis der Texte. Ziehen Sie es vor, die Bibel in Abschnitten oder Kapiteln zu lesen. Vermeiden Sie es, von einem Text zum anderen zu springen.

Lesen Sie die Bibel regelmäßig. Beständiges Lesen in der Bibel erleichtert das Verständnis für die großen Zusammenhänge, die uns Gott aufzeigen will.

Lesen Sie die Bibel vergleichend. Im vergleichenden Lesen liegt eine enorme Verständnishilfe für den Bibelleser. Die Bibel wiederholt viele Themen an verschiedenen Stellen. Dabei entdecken wir neue Aspekte und Hinweise, die uns helfen, ein Gesamtbild zu gewinnen. Viele Bibeln geben in den Anmerkungen hilfreiche Parallelstellen an.

Lesen Sie die Bibel betend. Die Bibel ist kein Buch wie jedes andere. Sie ist Gottes Wort und der lebendige Gott spricht durch dieses Buch zu uns Menschen. Der Psalmist bat Gott: „Öffne mir die Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz“ (Psalm 119,19). In diesem Buch begegnet uns der lebendige Gott (Sprüche 28,9). Die Bibel ist die einzigartige Offenbarungsquelle Gottes. Gott will uns in seinem Buch begegnen!

Lesen Sie die Bibel forschend. Nicht jedes Buch der Bibel liest sich gleich. Manches liest sich sehr flüssig, anderes wirkt schwer verständlich. Die Bibel ist eine Bibliothek mit 66 verschiedenen Büchern. Jedes Buch hat ein eigenes Thema, einen eigenen Stil und eine eigene Absicht. Wenn wir darüber nachdenken und uns dabei fragen, was der Autor des betreffenden Buches mitteilen möchte, werden wir die Bedeutung von Gottes Wort immer besser verstehen.

Lesen Sie die Bibel lernwillig. Die Bibel gibt uns Auskunft über sehr viele Fragen des Lebens. Sie wurde uns überliefert, damit wir sie hörend in uns aufnehmen und daraus lernen,

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was Gott zu sagen hat. Aus der Lehre der Bibel sollen wir Überzeugungen gewinnen. An diesen gewonnenen Überzeugungen können und sollen wir unser Leben ausrichten. Wir wollen auf Gott hören, um das, was er uns sagt, auch zu tun.

Lesen Sie die Bibel folgsam. Im Dunkeln folgen wir gern dem Lichtkegel einer Taschenlampe. Gottes Wort ist wie eine Lampe, die uns den Weg zeigt. Letztlich hat nur die Bibel die Autorität, uns zu sagen, was wir tun und lassen sollen. Es ist weise und gut, ihren Rat und ihre Ermahnungen zu befolgen. Man wird glücklich, wenn man Gottes Wort hört und tut (Lukas 11,28).

Gedanken zum Bibellesen nach Plan Wie wäre es mit einem Leseplan? Es gibt verschiedene Bibellesepläne. Wenn Sie noch nicht nach Plan lesen, dann stecken Sie sich ein Ziel mit Ihrer Bibellese. Wer planlos liest, der liest auch orientierungslos. Es ist gut, wenn wir uns vornehmen, die ganze Bibel nach einem Plan durchzulesen. Das Verlangen nach Bibelstudium gedeiht meist bei denen, die ihre Bibel gründlich lesen. Man kann sagen, der Appetit kommt wie beim Essen auch beim Lesen.

Was wäre, wenn Sie täglich ca. 30 Min. (3–4 Kapitel) lesen? Dann führt Sie Ihr Bibellesen in einem Jahr durch die ganze Bibel. Das ist viel besser als planlos in der Bibel zu lesen. Das erfordert tägliche Disziplin, doch der geistliche Gewinn ist enorm!

Wie wäre es mit Farbstiften? Benutzen Sie beim Lesen doch mal Buntstifte zum Unterstreichen von besonderen Begriffen. Nutzen Sie ein System mit Symbolen zum Markieren besonders wichtiger Themen (Gott, Jesus Christus, der Heilige Geist, Sünde, Glauben, Liebe, Errettung, Freude, Frieden, Gemeinde, Verheißungen, Aufforderungen ...)

Wie wäre es mit einem Notizheft? Das ist ideal, um parallel zur Bibellese Ihre Anmerkungen festzuhalten.

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Dort können Sie fortlaufend und nach biblischen Büchern sortiert Notizen zu neuen Einsichten festhalten. Besonders bietet sich ein Ringbuch an, weil man es jederzeit erweitern und ergänzen kann. Es gibt Bibelgriff­ register, die sich hier zum Aufkleben eignen. Mit den Jahren sammeln Sie so einen Schatz an selbst gewonnenen Einsichten. Dies alles wird Ihnen eine große Hilfe bei persönlichen Gesprächen über Gott sein, oder auch bei Ihren Diensten in der Gemeinde, ob unter Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen.

Wie wäre es mit einer Hörbibel? Es gibt zahlreiche Angebote von Hörbibeln auf CD oder als MP3-Dateien. Das ergänzt Ihr Bibellesen, geht ins Ohr und hilft, bei Hausarbeit, Spaziergängen und Autofahrten etc. über das Wort nachzudenken (vgl. Psalm 1).

Einige Regeln zur Bibelauslegung In den folgenden Punkten werden einige wesentliche Regeln und Prinzipien zur Auslegung der Bibel genannt. 1. Die Bedeutung eines Textes geht aus seinem Zusammenhang hervor. 2. Unklare Bibelstellen werden mit klaren Bibelstellen erklärt und verglichen, und nicht umgekehrt. 3. Jeder Text ist wörtlich zu nehmen. Liegt bildhafte Sprache vor, so ist auch diese entsprechend ihrem historischen grammatischen Zusammenhang zu deuten und wörtlich zu nehmen. 4. Heutige kulturelle Erwägungen ergänzen oder schwächen die Aussagen der Bibel nicht. Was die Bibel verbindlich sagt, gilt auch heute als ver­ bindlich. 5. Eine Beobachtung am Text oder Interpretationen eines Textes müssen mit dem Rest der Bibel harmonieren. 6. Bedeutungen von Wörtern werden dadurch klar, was das betreffende

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Wort an der betreffenden Stelle zu der Zeit, als es verwendet wurde, bedeutet hat. Andere Bedeutungen in ein Wort hineinzulegen, führt zu zweifelhaften Ergebnissen. 7. Der historische Zusammenhang, in dem ein Text verfasst wurde, ist für seine Bedeutung und Anwendung in der heutigen Zeit wichtig. Jeder Text muss ausgehend von seiner heilsgeschichtlichen Epoche verstanden und ausgelegt werden. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen der Zeit unter dem Gesetz und der Zeit der Gemeinde. 8. Die Bibel erklärt sich selbst. 9. Die Bibel kann nur von solchen Personen verstanden werden, die den Heiligen Geist haben und sich von diesem in ihren Überlegungen führen lassen (vgl. 1. Korinther 2,14–15). 10. Die Bibel enthält auch schwer verständliche Aussagen (vgl. 2. Petrus 3,16). Ist Gottes Wort in einigen Aussagen schwer verständlich oder rätselhaft, ist es wichtig, demütig zu sein und in der Auslegung zurückhaltend und weise zu sein. Wer die Bibel persönlich liest oder studiert, tut gut daran, das auch gemeinsam mit erfahrenen Christen zu tun. Das Angebot von Gemeinden umfasst Gottesdienste, Bibelstunden oder Hauskreise oder auch Seminare. Hier kann man Hilfe und Anleitung bekommen. Biblische Belehrung war auch schon für die ersten Christen ein großes Anliegen (vgl. Apostelgeschichte 17,10–11).

Ein Vorbild im Bibellesen Georg Müller (1805–1898), der bekannte Pastor und Leiter der Waisenhäuser in Bristol, hatte ein besonderes Verhältnis zu Gott. Er pflegte es durch Gebet und durch das Lesen der Bibel. Sein Beispiel erinnert an Hebräer 13,7: „Gedenkt an eure Führer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; schaut das Ende ihres Wandels an und ahmt ihren Glauben nach!“

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Georg Müller berichtete, dass er in den ersten drei Jahren nach seiner Umkehr zu Jesus Christus das Wort Gottes vernachlässigte. Seit er aber sorgfältig und ausdauernd darin forschte, erfuhr er einen wunderbaren Segen erfahren. Nachdem er die Bibel schon hundertmal durchgelesen hatte, war seine Begeisterung immer mehr gewachsen. Er sagt von sich: „Ich betrachte es als verlorenen Tag, wenn ich keine erfüllende Zeit hatte über dem Wort Gottes. Freunde sagen häufig: ‚Ich habe so viel zu tun, ich muss mit so vielen Menschen reden. Ich finde keine Zeit, die Schrift zu studieren.‘ Aber unter ihnen befinden sich wahrscheinlich nur wenige, die mehr zu tun haben als ich. Seit mehr als einem halben Jahrhundert erlebte ich keinen einzigen Tag, an dem ich nicht mehr zu tun gehabt hätte, als ich erledigen konnte. Seit vier Jahren erreichen mich jährlich ungefähr 3.000 Briefe, die meisten davon gehen durch meine Hände. Als Pastor einer Kirche mit zwölfhundert Gläubigen ist meine Verantwortung sehr groß. Darüber hinaus trage ich die Last für fünf große Waisenhäuser und bin verantwortlich für einen Schriftenverlag, den Druck und die Verbreitung von Millionen von Traktaten, Büchern und Bibeln. Aber ich habe es mir zur Regel gemacht, nie mit der Arbeit zu beginnen, bevor ich nicht eine entspannende Zeit hatte mit Gott.“12

Verweise 1 Die vollständige deutsche Übersetzung der ChicagoErklärung: Schirrmacher, Thomas. Bibeltreue in der Offensive?! Die drei Chicagoerklärungen zur biblischen Irrtumslosigkeit, Hermeneutik und Anwendung. 3. Aufl. Bonn: VTR, 2009. 2 Bernhard, Marianne (Hrsg): Martin Luther Hausbuch. Bindlach: Gondrom, 1996, S. 9. 3 Fausel, Heinrich: D. Martin Luther. Sein Leben und Werk, Band 1, S. 31. 4 Zitiert nach: Sierszyn, Armin: 2000 Jahre Kirchen­ geschichte. Reformation und Gegenreformation, Band 3. Holzgerlingen: Hänssler Verlag, 2000, S. 78–79. 5 Zitiert nach: Meisner, Michael: Martin Luther. Heiliger oder Rebell. Lübeck: Verlag Schmidt-Römhild, 1983, S. 85.

6 Wegener, Günther S.: 6000 Jahre und ein Buch. Die Bibel – Biographie eines Bestsellers. Wuppertal und Kassel: Oncken Verlag, 1999, S. 144. 7 Gitt, Werner: So steht’s geschrieben. Bielefeld: Christliche Literatur-Verbreitung, 2008, S. 27. 8 Wegener, Günther S.: S. 144. 9 Stolt, Birgit: Martin Luthers Rhetorik des Herzens. Tübingen: Mohr Siebeck, 2000, S. 121. Der hier zitierte Satz wurde vom Autor übersetzt und heißt im Original: „Luther, in many ways so bold, is here by comparison a pedant.“ 10 Stolt, Birgit: S. 121. 11 Focus, Nr. 51, 19.12.2011, Seite 30. 12 Thrasher, Bill: A Journey to Victorious Praying. Chicago: Moody Publisher, 2003, S. 78.

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Bibelleseplan Januar 1. Johannes 1,1-18 2. 1. Mose 1 – 4 3. 1. Mose 5 – 8 4. 1. Mose 9 – 12 5. 1. Mose 13 – 16 6. Psalm 1 – 3 7. 1. Mose 17 – 19 8. 1. Mose 20 – 22 9. Hiob 1 – 4 10. Hiob 5 – 8 11. Hiob 9 – 12 12. Hiob 13 – 16 13. Psalm 4 – 7 14. Hiob 17 – 20 15. Hiob 21 – 24 16. Hiob 25 – 28 17. Hiob 29 – 32 18. Hiob 33 – 36 19. Hiob 37 – 39 20. Psalm 8 – 11 21. Hiob 40 – 42 22. 1. Mose 23 – 26 23. 1. Mose 27 – 30 24. 1. Mose 31 – 34 25. 1. Mose 35 – 38 26. 1. Mose 39 – 42 27. Psalm 12 – 14 28. 1. Mose 43 – 46 29. 1. Mose 47 – 50 30. 2. Mose 1 – 3 31. 2. Mose 4 – 6 Februar 1. 2. Mose 7 – 9 2. 2. Mose 10 – 12 3. Psalm 15 – 17 4. 2. Mose 13 – 15 5. 2. Mose 16 – 18 6. 2. Mose 19 – 21 7. 2. Mose 22 – 24 8. 2. Mose 25 – 27 9. 2. Mose 28 – 30 10. Psalm 18 – 20 11. 2. Mose 31 – 33

12. 2. Mose 34 – 37 13. 2. Mose 38 – 40 14. 3. Mose 1 – 3 15. 3. Mose 4 – 6 16. 3. Mose 7 – 9 17. Psalm 21 – 23 18. 3. Mose 10 – 12 19. 3. Mose 13 – 15 20. 3. Mose 16 – 18 21. 3. Mose 19 – 21 22. 3. Mose 22 – 24 23. 3. Mose 25 – 27 24. Psalm 24 – 26 25. 4. Mose 1 – 3 26. 4. Mose 4 – 6 27. 4. Mose 7 – 10 28. 4. Mose 11 – 12 März 1. 4. Mose 13 – 15 2. 4. Mose 16 – 18 3. Psalm 27 – 29 4. 4. Mose 19 – 21 5. 4. Mose 22 – 24 6. 4. Mose 25 – 27 7. 4. Mose 28 – 30 8. 4. Mose 31 – 33 9. 4. Mose 34 – 36 10. Psalm 30 – 32 11. 5. Mose 1 – 3 12. 5. Mose 4 – 6 13. 5. Mose 7 – 9 14. 5. Mose 10 – 12 15. 5. Mose 13 – 15 16. 5. Mose 16 – 18 17. Psalm 33 – 35 18. 5. Mose 19 – 21 19. 5. Mose 22 – 24 20. 5. Mose 25 – 27 21. 5. Mose 28 – 30 22. 5. Mose 31 – 34 23. Josua 1 – 3 24. Psalm 36 – 38 25. Josua 4 – 6 26. Josua 7 – 9

27. Josua 10 – 12 28. Josua 13 – 15 29. Josua 16 – 18 30. Josua 19 – 21 31. Psalm 39 – 41 April 1. Josua 22 – 24 2. Richter 1 – 3 3. Richter 4 – 6 4. Richter 7 – 9 5. Richter 10 – 12 6. Richter 13 – 15 7. Psalm 42 – 44 8. Richter 16 – 18 9. Richter 19 – 21 10. Ruth 1 – 4 11. 1. Samuel 1 – 3 12. 1. Samuel 4 – 6 13. 1. Samuel 7 – 9 14. Psalm 45 – 47 15. 1. Samuel 10 – 13 16. 1. Samuel 14 – 16 17. 1. Samuel 17 – 19 18. 1. Samuel 20 – 22 19. 1. Samuel 23 – 25 20. 1. Samuel 26 – 28 21. Psalm 48 – 50 22. 1. Samuel 29 – 31 23. 2. Samuel 1 – 3 24. 2. Samuel 4 – 6 25. 2. Samuel 7 – 9 26. 2. Samuel 10 – 12 27. 2. Samuel 13 – 15 28. Psalm 51 – 53 29. 2. Samuel 16 – 18 30. 2. Samuel 19 – 21 Mai 1. 2. Samuel 22 – 24 2. 1. Könige 1 – 4 3. Sprüche 1 – 3 4. Sprüche 4 – 6 5. Psalm 54 – 56 6. Sprüche 7 – 9

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7. Sprüche 10 – 12 8. Sprüche 13 – 5 9. Sprüche 16 – 18 10. Sprüche 19 – 21 11. Sprüche 22 – 24 12. Psalm 57 – 59 13. Sprüche 25 – 27 14. Sprüche 28 – 31 15. Hoheslied 1 – 4 16. Hoheslied 5 – 8 17. 1. Könige 5 – 7 18. 1. Könige 8 – 11 19. Psalm 60 – 62 20. Prediger 1 – 4 21. Prediger 5 – 8 22. Prediger 9 – 12 23. 1. Könige 12 – 14 24. 1. Könige 15 – 17 25. 1. Könige 18 – 20 26. Psalm 63 – 65 27. 1. Könige 21 – 22; 2. Könige 1 28. 2. Könige 2 – 4 29. 2. Könige 5 – 7 30. 2. Könige 8 – 10 31. 2. Könige 11,1 – 14,25 Juni 1. Jona 2. Psalm 66 – 68 3. 2. Könige 14,26-29; Amos 1 – 3 4. Amos 4 – 6 5. Amos 7 – 9 6. 2. Könige 15 – 17 7. 2. Könige 18 – 21 8. 2. Könige 22 – 25 9. Psalm 69 – 71 10. 1. Chronik 1 – 3 11. 1. Chronik 4 – 6 12. 1. Chronik 7 – 9 13. 1. Chronik 10 – 12 14. 1. Chronik 13 – 16 15. 1. Chronik 17 – 19 16. Psalm 72 – 74 17. 1. Chronik 20 – 22 18. 1. Chronik 23 – 25

19. 1. Chronik 26 – 29 20. 2. Chronik 1 – 3 21. 2. Chronik 4 – 6 22. 2. Chronik 7 – 9 23. Psalm 75 – 77 24. 2. Chronik 10 – 12 25. 2. Chronik 13 – 15 26. 2. Chronik 16 – 18 27. 2. Chronik 19 – 22 28. Joel 1 – 3; Obadja 29. 2. Chronik 23,1 – 26,8 30. Psalm 78 – 80 Juli 1. Jesaja 1 – 3 2. Jesaja 4 – 6; 2. Chronik 26,9-23 3. 2. Chronik 27 – 29 4. 2. Chronik 30 – 32 5. Jesaja 7 – 9 6. Jesaja 10 – 12 7. Psalm 81 – 83 8. Jesaja 13 – 15 9. Jesaja 16 – 18 10. Jesaja 19 – 21 11. Jesaja 22 – 24 12. Jesaja 25 – 27 13. Jesaja 28 – 30 14. Psalm 84 – 86 15. Jesaja 31 – 33 16. Jesaja 34 – 36 17. Jesaja 37 – 39 18. Jesaja 40 – 42 19. Jesaja 43 – 45 20. Jesaja 46 – 48 21. Psalm 87 – 90 22. Jesaja 49 – 51 23. Jesaja 52 – 54 24. Jesaja 55 – 57 25. Jesaja 58 – 60 26. Jesaja 61 – 63 27. Jesaja 64 – 66 28. Psalm 91 – 93 29. Hosea 1 – 3 30. Hosea 4 – 6 31. Hosea 7 – 9

August 1. Hosea 10 – 12 2. Hosea 13 – 14; Micha 1 3. Micha 2 – 4 4. Psalm 94 – 96 5. Micha 5 – 7 6. Nahum 1 – 3 7. 2. Chronik 33 – 34; Zephanja 1 8. Zephanja 2 – 3; 2. Chronik 35 9. Habakuk 1 – 3 10. Jeremia 1 – 3 11. Psalm 97 – 99 12. Jeremia 4 – 6 13. Jeremia 11 – 12; 26 14. Jeremia 7 – 9 15. Jeremia 10; 14 – 15 16. Jeremia 16 – 18 17. Jeremia 19 – 20; 35 18. Psalm 100 – 102 19. Jeremia 25; 36; 45 20. Jeremia 46 – 49 21. Jeremia 13; 22 – 23 22. Jeremia 24; 27 – 28 23. Jeremia 29; 50 – 51 24. Jeremia 30 – 33 25. Psalm 103 – 105 26. Jeremia 21; 34; 37 27. Jeremia 38 – 39; 52 28. Jeremia 40 – 42 29. Jeremia 43 – 44; Klagelieder 1 30. Klagelieder 2 – 5 31. 2. Chronik 36,1-8; Daniel 1 – 3 September 1. Psalm 106 – 08 2. Daniel 4 – 6 3. Daniel 7 – 9 4. Daniel 10 – 12 5. 2. Chronik 36,9-21; Hesekiel 1 – 3 6. Hesekiel 4 – 6 7. Hesekiel 7 – 9 8. Psalm 109 – 111

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9. Hesekiel 10 – 12 10. Hesekiel 13 – 16 11. Hesekiel 17 – 20 12. Hesekiel 21 – 24 13. Hesekiel 25 – 28 14. Hesekiel 29 – 32 15. Psalm 112 – 114 16. Hesekiel 33 – 36 17. Hesekiel 37 – 40 18. Hesekiel 41 – 44 19. Hesekiel 45 – 48 20. 2. Chronik 36,22-23; Esra 1 – 3 21. Esra 4; Haggai 1 – 2 22. Psalm 115 – 117 23. Sacharja 1 – 3 24. Sacharja 4 – 6 25. Sacharja 7 – 9 26. Sacharja 10 – 12 27. Sacharja 13 – 14 28. Esra 5 – 7 29. Psalm 118,1 – 119,16 30. Esra 8 – 10 Oktober 1. Esther 1 – 3 2. Esther 4 – 6 3. Esther 7 – 10 4. Nehemia 1 – 3 5. Nehemia 4 – 6 6. Psalm 119,17-72 7. Nehemia 7 – 9 8. Nehemia 10 – 13 9. Maleachi 10. Matthäus 1 – 3 11. Matthäus 4 – 7 12. Matthäus 8 – 10 13. Psalm 119,73-120 14. Matthäus 11 – 13 15. Matthäus 14 – 16 16. Matthäus 17 – 19 17. Matthäus 20 – 22 18. Matthäus 23 – 25 19. Matthäus 26 – 28 20. Psalm 119,121-176 21. Markus 1 – 4 22. Markus 5 – 8

23. Markus 9 – 12 24. Markus 13 – 16 25. Lukas 1 – 4 26. Lukas 5 – 8 27. Psalm 120 – 122 28. Lukas 9 – 12 29. Lukas 13 – 16 30. Lukas 17 – 20 31. Lukas 21 – 24 November 1. Johannes 1 – 3 2. Johannes 4 – 6 3. Psalm 123 – 125 4. Johannes 7 – 9 5. Johannes 10 – 12 6. Johannes 13 – 15 7. Johannes 16 – 18 8. Johannes 19 – 21 9. Apostelgeschichte 1–4 10. Psalm 126 – 128 11. Apostelgeschichte 5,1 – 8,3 12. Apostelgeschichte 8,4 – 11,18 13. Apostelgeschichte 11,19 – 14,28 14. Jakobus 15. Galater 16. Apostelgeschichte 15 – 17,10 17. Psalm 129 – 131 18. Philipper 19. 1. Thessalonicher 20. 2. Thessalonicher; Apostelgeschichte 17,11 – 18,11 21. 1. Korinther 1 – 3 22. 1. Korinther 4 – 7 23. 1. Korinther 8,1 – 11,1 24. Psalm 131 – 134 25. 1. Korinther 11,2 – 14,40 26. 1. Korinther 15 – 16 27. 2. Korinther 1 – 5 28. 2. Korinther 6 – 9

29. 2. Korinther 10 – 13 30. Apostelgeschichte 18,12 – 19,41; Epheser 1 – 2 Dezember 1. Psalm 135 – 137 2. Epheser 3 – 6 3. Römer 1 – 3 4. Römer 4 – 6 5. Römer 7 – 9 6. Römer 10 – 12 7. Römer 13 – 16 8. Psalm 138 – 140 9. Apostelgeschichte 20 – 22 10. Apostelgeschichte 23 – 25 11. Apostelgeschichte 26 – 28 12. Kolosser 13. Hebräer 1 – 4 14. Hebräer 5 – 8 15. Psalm 141 – 144 16. Hebräer 9 – 11 17. Hebräer 12 – 13; Titus 18. Philemon 19. 1. Timotheus; 2. Timotheus 20. 1. Petrus 21. 1. Johannes 22. Psalm 145 – 147 23. 2. Petrus; 2./3. Johannes; Judas 24. Offenbarung 1 – 3 25. Offenbarung 4 – 7 26. Offenbarung 8 – 10 27. Offenbarung 11 – 13 28. Offenbarung 14 – 17 29. Psalm 148 – 150 30. Offenbarung 18 – 20 31. Offenbarung 21 – 22

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So erreichen Sie uns

Kontakt Schreiben Sie uns. Wir sind gern für Sie da. Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach Deutschland: 51700 Bergneustadt Schweiz: Postfach 650, 4800 Zofingen Österreich: Postfach 14, 8200 Gleisdorf Webseite: heukelbach.org/kontakt 15-Minuten-Predigt HÖRline – Radio am Telefon: 02261 / 799 3 999 * Download: archiv.radiohbr.de 3-Minuten-Telefonandacht Zuhören, Kraft schöpfen, Gott kennenlernen – hören Sie die 3-Minuten-Kurzpredigt überall und jederzeit. Deutschland: 0180 / 564 77 46** Schweiz: 0848 / 777 000 *** Österreich: 01 / 503 88 83*** oder 06582 / 71645*** *

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. Eine ch wie viele andere Bu n ei i se l be Bi läge und Viele denken, die vieler guter Ratsch , en ht ic ch es G r sgedacht, Sammlung schöne von Menschen au e di n, te ei sh ei w hilfreicher Lebens wurden. d aufgeschrieben un en ag tr ge en ottes m zusam selbst, das Wort G ch si n vo t te up ha Doch die Bibel be . nn nicht stimmen Ist diese zu sein. Beides ka oder Gottes Wort? t or nw he sc en M Ist die Bibel nun oder die Wahrheit? ge Lü ne ei l be Bi r Selbstaussage de

IH09 Die Bibel mehr als ein Buch.indd 54

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Die Bibel - Lüge oder Wahrheit?