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ZEITZEICHEN DIE INFOREIHE ZUM THEMA GLAUBE UND LEBEN


Impressum Titel der englischen Originalausgabe: Final Destiny © 2000 by Christian Missions in Many Lands, Inc. PO Box 12, Spring Lake, NJ 07762; USA © der deutschen Ausgabe 2017 by Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach Bibelzitate nach der Übersetzung Schlachter 2000 Übersetzung: Anne Brake, Anselm Strehlke Satz & Grafik: Anne Caspari Druck: GGP Media GmbH Auflagen-Nr.: IH14 35 1802 8 Die Stiftung Missionswerk Werner Heukelbach arbeitet überkonfessionell und möchte zum vorurteilsfreien Lesen der Bibel als dem einzig wahren Wort Gottes ermutigen. Damit leistet sie einen Beitrag zur Weitergabe des Evangeliums, der guten Botschaft von Jesus Christus. Die Stiftung distanziert sich von Sekten jeder Art. Alle Publikationen der Stiftung sind unverkäuflich und dürfen ausschließlich kostenfrei weitergegeben werden. Die Weitergabe erfolgt in Eigenverantwortung der verteilenden Privatperson, Einrichtung oder Gemeinde.


Inhaltsverzeichnis Vorwort................................................................................................. 2 Was hat Autorität in Ihrem Leben?.................................................. 4 Die Bibel – Gottes Wort? Woher wissen wir das?.......................... 7 Was sagt die Bibel über das Ziel des Menschen?.......................... 12 Doch zuerst die schlechte Nachricht.............................................. 14 Ein göttliches Dilemma.................................................................... 18 Es gibt Hoffnung für die Hoffnungslosen.....................................24 Wie man nicht errettet wird............................................................ 29 Nur ein Weg führt in den Himmel................................................ 32 Gnade – ein Schlüsselwort des Evangeliums................................ 39 Warum manche Menschen Christus nicht vertrauen.................40 Ausreden über Ausreden.................................................................43 Der Augenblick der Entscheidung..................................................46 Warum Sie Christus vertrauen und gerettet werden sollten...... 47 Warum Sie es jetzt tun sollten.........................................................48 Kann man Gewissheit haben?.........................................................56 Was kommt dann?............................................................................ 59 Ein Wort zum Schluss...................................................................... 62


Vorwort Harte Fakten … … lösen in gewisser Hinsicht Unbehagen aus. Sie lassen keinen Ver­ handlungsspielraum zu. Sie scheinen sich unserer persönlichen Ein­ ordnung und Bewertung zu entziehen. Es gibt Bereiche, in denen wir ihr Vorhandensein schlichtweg leugnen. Alles, was mit unserer ewigen Bestimmung, dem Leben nach dem Tod und der Frage nach Himmel und Hölle zu tun hat, lassen wir gewöhnlich nur an uns heran, wenn es positive Gefühle zu erwecken vermag. Unbequeme Aussagen werden da leicht überhört. Deshalb gehört Mut dazu, dieses Heft zu lesen. Harte Fakten … … sind andererseits verlässlich. Sogar unerlässlich, wenn es um wich­ tige Entscheidungen geht. Nur ein gutes Gefühl zu haben, reicht nicht aus. Denn was wäre, wenn uns unser gutes Gefühl schrecklich in die Irre führen würde? Was wäre, wenn es eine Wahrheit gäbe, der wir uns bislang verschlossen hätten, die unserem Denken aber eine völlig andere und vor allem richtige Richtung geben könnte? Sollten wir uns dann nicht besser den harten Fakten stellen, statt ihnen auszuweichen und auf Abwege zu geraten?


Harte Fakten … …  werden uns dargeboten von dem, der es am besten weiß: Gott. Zuverlässig präsentiert in der Bibel, der Offen­ barung Gottes. Ein Buch, das über viele Jahr­ hunderte die Beweiskraft seiner Vorhersagen und die Relevanz seiner Menschenkenntnis belegt hat. Trotz harter Fakten … … ist das eine gute Botschaft. Von einem Gott, der uns liebt. Der nach einer Lösung gesucht hat. Und sie fand, indem er sich selbst für uns opferte. Ein Gott, der seine Liebe nachvollziehbar und konkret, in Raum und Zeit, bewiesen hat. Fakten … …  über Gott und über uns. Über das, was uns in Zu­ kunft erwartet und worüber wir zu entscheiden haben. Dieses Heft möchte Ihnen einen Überblick geben. Wir hoffen, dass es Sie zum Nachlesen in der Bibel motivie­ ren kann und wünschen Ihnen eine sorgfältig überdach­ te Entscheidung. Herzliche Grüße Missionswerk Heukelbach


Jeder denkende Mensch wird sich früher oder später fragen, was pas­ siert, wenn er einmal gestorben ist und wo er die Ewigkeit verbringen wird. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um diese Broschüre zu lesen. Sie werden die Antwort bekommen.

Was hat Autorität in Ihrem Leben? Bei der Suche nach Antworten auf die wichtigsten Lebensfragen brau­ chen wir eine Autorität. Dabei gibt es im Grunde nur zwei Möglich­ keiten: entweder richten wir uns nach menschlichen Ansichten oder nach dem Wort Gottes. Um die Grundfragen unseres Daseins klären zu können, brauchen wir eine absolut zuverlässige Autorität. Da darf es keinen Raum für Irrtümer­geben. Meinungen von Menschen sind hier vollkommen ungeeignet. So wie Menschen sich äußerlich unterscheiden, so unter­ scheiden sich auch ihre Meinungen. Nur die Bibel, das Wort Gottes, ist unfehlbar. Die Bibel sagt in Johan­ nes 17,17: „… Dein Wort ist Wahrheit.“

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Die Bibel – Gottes Wort? Woher wissen wir das? Wir wissen es aufgrund der erfüllten biblischen Vorhersagen. Allein mehr als 60 Vorhersagen über Jesus Christus haben sich erfüllt, wäh­ rend er auf der Erde lebte. Außerdem gibt es Hunderte von Prophezei­ ungen über Israel und die anderen Nationen, die alle eingetroffen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich alles zufällig so ereignet hat, ist zu gering, um ernst genommen zu werden. Mindestens 40 Menschen aus verschiedenen Ländern haben zu unter­ schiedlichen Zeiten in drei Sprachen über einen Zeitraum von 1.600 Jahren die Worte Gottes aufgeschrieben. Sie hatten keine Möglichkeit, sich dabei abzustimmen. Trotzdem hat die Bibel ein einheitliches The­ ma und ist in sich übereinstimmend. Sie stellt uns Gottes vollkomme­ nen Plan mit der Menschheit vor. Welches andere Buch hat ein solch intelligentes Design? Gottes Wort ist einzigartig. Es verändert das Leben der Menschen aus Sünde und Scham hin zu Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit. Die Worte der Bibel gelten für alle Zeiten und sind so aktuell wie die stündlichen Nachrichten. Die Bibel spricht jeden Menschen an, unabhängig von Hautfarbe, Sprache und Volkszugehörigkeit. Die Bibel ist unerschöpflich. Man kann endlos in ihr forschen. Sie tröstet und berät in jeder Lebenslage.

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Die Bibel hat eine Fülle von Literatur nach sich gezogen: Bibellexika, Kommentare, Konkordanzen, Gedichte und Predigten. Sie hat große gesellschaftliche Auswirkungen gezeigt, wie z. B. die Abschaffung der Sklaverei, die Einführung der Menschenrechte und das Bewusstsein von sozialer Gerechtigkeit. Es kam zur Einrichtung von Krankenhäu­ sern, Schulen, Waisen- und Altenheimen; auch der weltweite Kampf gegen Armut und Hunger geht auf die Bibel zurück. Überall, wohin sie kam, hat sie einen positiven Einfluss auf die jeweilige Gesellschaft genommen. Die Bibel ist heilig und rein, stellt Sünde bloß und warnt vor ihr. Sie re­ det der allgemeinen Kultur und dem Zeitgeist nicht nach dem Mund, sondern will die Gesellschaft verbessern. Sie ist ein lebendiges Buch, vor dem manche Menschen sogar Angst haben, während andere bereit sind, ihretwegen zu sterben. Die Bibel erhebt den Anspruch, von Gott inspiriert zu sein: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit.“1 Das bedeutet, dass ihre Worte Gottes Worte sind. Wäre das nicht so, dann wäre alles Betrug. Selbst ihre Feinde werfen ihr nicht vor, die Men­ schen täuschen zu wollen.

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Die Heilige Schrift hat jahrhundertelange Anstrengungen überstan­ den, sie zu verbannen und zu vernichten. Sie überlebte alle Angriffe. Wenn sie durch Regierungen verboten wird, riskieren Schmuggler Ge­ fängnis und Tod, um sie dennoch zu verbreiten. Kein anderes Buch kann sich mit der Bibel vergleichen. Keines wurde auch nur annähernd in so viele Sprachen übersetzt und von so vielen Menschen gelesen. Dieses erstaunliche Buch berichtet von dem Leben einer vollkomme­ nen Person. Gewöhnliche Menschen können einen solchen Bericht nicht schreiben. Der französische Skeptiker Ernest Renan (1823–1892) sagte einmal, es bedürfe eines Christus, um einen Christus zu erfin­ den. In der ganzen Literaturgeschichte steht die Bibel einzigartig da. Alle, die ihre lebensverändernde Kraft erfahren haben, werden kaum mehr daran zweifeln, dass die Bibel das Wort des lebendigen Gottes ist. Oder – wie es jemand einmal ausdrückte – wer ihre Kraft erfahren hat, wird ihre Quelle nicht mehr leugnen. Wir haben allen Grund, die Bibel als unsere letztgültige Autorität an­ zuerkennen.

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„Nur nicht verlieren!“ Das war die Devise meines Lebens. Aufgewach­ sen in ärmlichen Verhältnissen habe ich schon früh in meinem Leben meinen Vater oft betrunken gesehen. Da er durch eine Verletzung aus dem Krieg nur einen Fuß hatte, war er schwach. Und wenn er betrun­ ken war, habe ich ihn immer gestützt. Ich schämte mich dafür und habe für mich gedacht: „Ich möchte niemals schwach sein.“ Ein Talent, das ich mir von Jugend an angeeignet habe, war das Spie­ len. Das Wichtigste war natürlich zu gewinnen. Aber man kann nicht gewinnen, ohne dass man andere manipuliert. Und so habe ich im­ mer mehr gelernt, andere zu hintergehen. Ich befand mich dann im Milieu, in dem die Zuhälter mit ihren Nutten waren. Ich habe mich diesen Leuten angeschlossen und dort gespielt. Ich war kein Zuhälter, ich habe mein Geld immer selbst verdient.

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Später habe ich Spielautomaten aufgestellt. Damit habe ich sehr viel Geld verdient. Ich war Millionär und hatte ein Nachtlokal. Den Servie­ rerinnen habe ich gesagt, sie sollen die Werte der Spieler mani­pulieren. Aber da war eine Frau dabei, die sich geweigert hat. Es widersprach ­ihren christlich-ethischen Werten. Mit ihr bin ich eines Abends ins Gespräch gekommen, und sie hat mir von Gott erzählt. Für mich war das damals kein Thema, ich war kein gläubiger Mensch. Aber Lilly, so hieß sie, war ein interessanter Gesprächspartner für mich und ich habe ihr aufmerksam zugehört. Ich habe dann selber angefangen, in der Bibel zu lesen. Und nachdem ich zwei Jahre die Bibel „studiert“ habe, gab es einen entscheidenden Augenblick in meinem Leben: Auf einmal ist alles auf mich eingestürzt, mein ganzes Leben, und ich habe bitterlich über mich geweint. Aber dann war für mich klar: Gott will mich. Gott will, dass ich mit ihm gehe, dass ich ihn liebe, weil er mich liebt. Jesus ist für meine Sünden gestorben, weil Gott mich liebt. Seitdem sagt Gott es mir jeden Tag, ich lese jeden Tag in der Bibel. Seit 23 Jahren gehe ich jetzt mit dem Herrn Jesus, und es sind die besten 23 Jahre meines Lebens. Mit Lilly, die mir von Gott erzählt hat, bin ich dann zusammenge­ kommen, und wir führen ein wirklich harmonisches, ein gutes Le­ ben. Und ich weiß, wohin ich einmal gehe, wenn ich sterbe. Es ist so ein Glücksgefühl, dass ich allem gelassen entgegenschauen kann, was immer kommen mag. Mir geht der Mund über, wenn ich über Gott sprechen darf, weil es unglaublich ist, dass so ein schlechter Mensch wie ich – ich habe betrogen, geschlagen, hatte viele, viele Frauen, war im Gefängnis –, dass Gott mich zu sich gezogen und mir vergeben hat.

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Was sagt die Bibel über das Ziel des Menschen? Wir wollen nun darüber nachdenken, was die Bibel über den Tod und das „Danach“ zu sagen hat. Sie macht deut­ lich, dass wir Menschen dem Tod nicht entrinnen kön­ nen „Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“2. Wer könnte dem widersprechen?

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Jeder Friedhof, jedes Bestattungsunternehmen ist ein stummer Zeu­ ge dieser Tatsache. Generationen kommen und gehen. „Jeder Mensch denkt, er sei unsterblich. Doch irgendwann wird klar, dass jeder ein­ mal gehen muss“ (William Henry Houghton, 1887–1947). Der Tod ist unausweichlich. Die Bibel sagt aber nicht nur, dass alle Menschen sterben müssen. Sie fügt in dem oben zitierten Vers hinzu: „… danach aber das Gericht“. Beachten Sie die Formulierung „danach aber“. Der Tod ist also nicht das Ende. Es gibt ein „Danach“. Nach dem Tod kommt das Gericht und dann eine Ewigkeit endlosen Leidens für alle, die nicht bereit wa­ ren, Gott zu begegnen. Die Bibel sagt in Offenbarung 20,15: „… wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“ Die Bibel lehrt uns auch, dass es nur zwei Orte gibt, an denen die Men­ schen die Ewigkeit verbringen werden – den Himmel oder die Hölle. Gott, der nicht lügen kann, spricht nur von diesen beiden Möglichkei­ ten. Auch wenn Menschen sich entscheiden, dieser Aussage nicht zu glauben, ändert das nichts an den Tatsachen. Jeder von uns muss einmal sterben und wird für immer im Himmel oder in der Hölle sein. Deshalb gibt es im Leben nichts Wichtigeres als sicherzustellen, dass der Himmel für immer unsere Bleibe ist. Kann man das wissen? Und wenn ja, wie? Man kann darüber sogar völlige Sicherheit erhalten. Die Bibel sagt in 1. Johannes 5,13: „Dies habe ich euch geschrieben, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt ...“

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14 Doch zuerst die schlechte Nachricht Bevor wir erfahren, wie man ewiges Leben bei Gott erhält, müssen wir über Sünde sprechen. Was bedeutet „Sünde“ und warum ist es so wichtig, darüber Bescheid zu wissen? Sünde ist alles, was nicht an die Vollkommenheit Gottes heranreicht.3 Sünde bedeutet Zielverfehlung. Sünde ist nicht allein, Böses zu tun, sondern auch das bewusste Unter­ lassen des Guten. Die Bibel sagt in Jakobus 4,17: „Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.“ Man nennt das auch Unter­ lassungssünde. Sünde ist Gesetzlosigkeit, sich hartnäckig zu weigern, Gottes Willen zu tun: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.“4 Wenn wir bei einer Tat ein schlechtes Gewissen haben und trotzdem fortfahren, so zu handeln, dann ist das Sünde: „Wer aber zweifelt, der ist verurteilt, wenn er doch isst, weil es nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, ist Sünde.“5 Außerdem sagt die Bibel in 1. Johannes 5,17: „Jede Ungerechtigkeit ist Sünde …“ Die ­Bibel erklärt sehr deutlich, dass jeder Mensch gesündigt hat.6 Wir ­lesen in Prediger 7,20, dass „… kein Mensch auf Erden so gerecht ist, dass er Gutes tut, ohne zu sündigen.“


15 Lassen Sie uns einen kleinen Test machen, um festzustel­ len, ob Sie vielleicht eine Ausnahme dieser Regel sind. Prüfen Sie sich selbst: Beginnen wir mit dem, was die meisten Menschen als „grobe Sünden“ bezeichnen: Mord, Kindesmissbrauch, Inzest und Sodomie. Die meisten werden sich keiner die­ ser Sünden für schuldig halten. Was ist mit Sex außerhalb der Ehe, Ehebruch, Alkoholund Drogensucht, Abtreibung, Okkultismus, Porno­ graphie und homosexuellen Praktiken? Sind Sie immer noch von Ihrer Unschuld überzeugt? Wenn ja, dann prüfen Sie Folgendes: Habsucht, Gier, Neid, Eifersucht, Hass, Stolz, Selbstsucht, böse Nachre­ de, Lügen, Fluchen, Ungehorsam gegen die Eltern, Wort­ bruch und Unzuverlässigkeit. Könnten Sie jetzt noch unter Eid bezeugen, nichts dergleichen getan zu haben? Wenn ja, dann prüfen Sie nur noch diesen einen Punkt: Wie steht es mit der Reinheit Ihrer Gedankenwelt?


Nehmen wir das Beispiel Ehebruch. Jesus sagte: „Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ 7 Er machte auch deutlich, dass je­ mand bereits ein Mörder ist, wenn er seinen Bruder hasst.8 Die schreckliche Wahrheit ist, dass wir nicht nur einmal sündigen, sondern dass Sündigen unsere tägliche Praxis ist. Wir sündigen jeden Tag in Gedanken, Worten und Taten. Wer das leugnet, betrügt sich selbst: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“9 Und er macht Gott zu einem Lügner: „Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner …“10 Wir sind völlig verdorben. Mögen wir auch nicht jede Sünde begangen haben, so sind wir doch zu allen Sünden fähig. Die Sünde hat alle Tei­ le unseres Seins im Griff. Die Bibel zieht in Römer 3,10–18 folgendes Fazit: „Es ist keiner gerecht, auch nicht einer [unmoralische Natur]; es

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17 ist keiner, der verständig ist [Verstand], der nach Gott fragt [Wille]. Sie sind alle abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer! Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen betrügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen; ihr Mund ist voll Fluchen und Bitterkeit, ihre Füße eilen, um Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend bezeichnen ihre Bahn, und den Weg des Friedens kennen sie nicht. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.“ Was wir sind, ist schlimmer als alles, was wir jemals getan haben. Die Bibel sagt: „Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig; wer kann es ergründen?“11 Kein Sünder kann den Himmel betreten, es sei denn, ihm wurden die Sünden vergeben: „… es wird niemals jemand in sie [Gottes ewige­ Stadt] hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes.“12 Wenn Sie auch nur eine Sünde begangen haben, dann sind Sie schuldig und haben Vergebung nötig.


Ein göttliches Dilemma Es gibt ein Problem. Gott ist vollkommen heilig: „… Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott!“13 Er muss immer das Gute und Richtige tun. Er kann Sünde nicht dulden: „Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können; du kannst dem Unheil nicht zuschauen …“14 Er kann der Sünde gegenüber auch kei­ ne Zugeständnisse machen oder über sie hinwegsehen. Sein Wort ist eindeutig: „… Die Seele, die sündigt, soll sterben!“15 Gottes Gesetz for­ dert den Tod des Sünders. Die Schuld muss beglichen werden. Jemand muss die Schuld tragen. Müssten wir das selbst tun, wären wir auf ewig verdammt. Das göttliche Dilemma ist Folgendes. Einerseits liebt Gott den Sünder: „… so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“16 Er will nicht, dass irgendein Mensch verloren geht: „… ich habe kein Gefallen am Tod dessen, der sterben muss, spricht Gott, der HERR. So kehrt denn um, und ihr sollt leben!“17 Er will, dass jeder die Ewigkeit mit ihm im Himmel zubringt, und nicht in der Hölle. Er hat die Hölle nicht für die Menschheit erschaffen, sondern für den Teufel und seine Dämonen.18 Andererseits kann Gott niemandem erlauben, in den Himmel einzu­ treten, der noch irgendwie mit Sünden befleckt ist, d.h. dem seine Sün­ den nicht vergeben sind. Unreinem, Falschem und Bösem wird dort niemals Zugang gewährt werden.19

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19 Wie kann Gott seiner Liebe nachkommen und trotzdem gerecht bleiben und Sßnde bestrafen? Wie kann er Sßn­ der retten und dennoch seine Heiligkeit wahren?


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Die Geschichte meiner Suche dauerte fast 20 Jahre. Auf dieser Suche wollte ich alles erreichen, was man erreichen kann: Bekanntheit, Reich­ tum, alles. Ich wollte keine Grenzen haben wie in Österreich. So zog ich nach Amerika. Ich hatte meinen Porsche, ich ging surfen in Ha­ waii, ich hatte Beziehungen und Freundschaften, ich lebte mit Drogen in der Esoterik – alles, was ging, machte ich. Als ich einen indischen Guru kennenlernte, schloss ich mich ihm an. Er war so bedeutend, dass er bei den Besuchen der Königin von England neben ihr saß. Später, als ich ihn in Indien besuchte, war der jetzige Dalai Lama sein engster Freund. Und ich durfte im Wachstum und in meinen Bemühungen so weit kommen, dass ich im engsten Kreis dieser „Majestät“ war – er war

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ja sozusagen der Papst der Inder. Ich durfte dort im Tempel den Men­ schen in Sanskrit vorsingen und Geschichten erzählen. Im Prinzip war ich angekommen. Ein paar Jahre später sollte ich in Kalifornien eine Guru-Schule leiten. Auf dem Weg dorthin lernte ich im Bus einen jungen Mann kennen, der zu mir sagte: „Solange du Jesus nicht hast, hast du nichts!“ Das machte mich total zornig, ich war verärgert, weil er mir das sagte. Später traf ich mich nach einem geplatzten Termin mit einem alten Freund, und auf die Frage: „Tim, wie geht’s dir?“, antwortete er: „Mir geht’s gut, ich bin gläubig geworden.“ Nach meinem damaligen Denken hatte jeder, der etwas glaubte, irgendeinen Guru, jemanden, dem er folgte. Und so fragte ich ihn: „Mit wem bist du?“ Tim sagte: „Ich bin mit Jesus.“ ­Später sagte er zu mir: „Und du, Lothar, gib’s zu, du suchst noch immer!“ Er hatte recht. Meine ganze Mühe, mein ganzes Leben hatte ich in die ­Suche nach Wahrheit investiert. Ich hatte dazu 40 Jahre Länder bereist, und nun sagte mein Freund: „Wenn du Jesus hast, hört dein Suchen auf!“ Mich hat immer die Frage beschäftigt, ob man durch das Meditie­ ren und das Aufsagen von Mantras wirklich am Ende bei der Wahrheit rauskommt. Und wenn man die Leute um sich herum sieht, fragt man sich: „Ist der schon angekommen? Oder ist der schon erleuchtet?“ Und man weiß eigentlich genau, dass es nicht so ist. Aber als ich Jesus ken­ nenlernte, wusste ich genau: Jetzt hab ich’s, jetzt habe ich die Erfüllung gefunden, ich muss nicht mehr suchen. Denn Jesus Christus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6).

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Wer an den Sohn glaubt, wer ihm vertraut, hat ewiges Leben.

Johannes 3,36


Es gibt Hoffnung für die Hoffnungslosen Die Lage ist nicht aussichtslos. Gott hat einen Weg gefunden, durch den er unsere Sünden vergeben kann, ohne seiner Gerechtigkeit Ab­ bruch zu tun. Die Bibel sagt in Römer 3,26: „… damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.“

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25 Vor rund 2.000 Jahren sandte er seinen geliebten Sohn auf diese Erde, um die Verlorenen zu suchen und zu erlösen: „… der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“20 Jesus Christus starb stellvertretend für uns am Kreuz von Golgatha. „Stellvertretend“ ist ein Schlüsselwort und bedeutet in diesem Zusam­ menhang so viel wie: Er starb an unserer Stelle: „… Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“21 Er starb den Tod, den wir sonst hätten sterben müssen (siehe 1. Korinther 15,3). Er bezahlte die Schuld, die wir wegen unserer Sünden auf uns geladen hatten. Er ertrug die Strafe, die wir verdient hätten: „Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen an dem Holz, damit wir, den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen; durch seine Wunden seid ihr heil ge­worden.“ – „… auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte …“22 Wir werden diese gute Botschaft nie verstehen, wenn wir nicht begrei­ fen, dass jemand für uns sein Leben lassen musste und dass dieser Je­ mand kein Geringerer war als unser Schöpfer-Gott: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott … Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“23 Statt dass die Schafe für den Hirten sterben, starb der Hirte für seine Schafe. Anstatt dass die Geschöpfe für den Schöpfer sterben, starb der Schöpfer für seine Geschöpfe.


26 Aber woher wissen wir, dass Christi stellvertretendes Werk am Kreuz Gott, dem Vater, genügt? Wir wissen es deshalb, weil er den Herrn Jesus am dritten Tag aus den Toten auferweckt hat: „… der um unserer Übertretungen willen dahingegeben und um unserer Rechtfertigung willen auferweckt worden ist“. – „… und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.“24 Das war der unumstößliche Beweis dafür, dass Christus das Werk, welches für unsere Erlösung erforderlich war, vollbracht hat. Dieses Werk hat Gott angenommen. Hätte Gott ihn nicht auferweckt, wäre sein Tod wie der jedes anderen Menschen gewesen. Jesus war der Ers­ te, der mit einem verherrlichten Leib, der unsterblich ist, aus den Toten auferstanden ist. Daraus ergibt sich eine weitere Frage: Wenn Christus für jeden Men­ schen gestorben ist, hat das nicht logischerweise zur Folge, dass auto­ matisch alle Menschen errettet sind? Nein, so ist es nicht. Das Werk des Herrn Jesus am Kreuz reicht aus, um alle zu erlösen. Es hat jedoch nur Konsequenzen für diejenigen, die ihn als ihren Stellvertreter und persönlichen Retter annehmen. Es ist nicht Gottes Absicht, jemand in den Himmel aufzunehmen, der gar nicht in den Himmel möchte. Er kann den Himmel nicht mit Leuten füllen, die noch unerlöst und mit Sündenschuld beladen sind. Was wäre das auch für ein Himmel, in dem Verbrecher, Mörder und Diebe zu Hause wären!


29 Wie man nicht errettet wird Wollen wir zunächst einige falsche Wege betrachten, auf denen Men­ schen versuchen, in den Himmel zu kommen. Die meisten Menschen glauben, sich den Himmel durch gute Werke verdienen zu können. Man gibt sein Bestes, man ist anständig oder hat zumindest immer gute Absichten. Fast alle Religionen lehren das und die meisten Menschen glauben es. Die Bibel bestätigt, dass viele Menschen diesen Weg für richtig halten, er aber trotzdem in Tod und Verdammnis endet: „Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.“25 Das ist nicht der Weg zum Himmel. Die Errettung beruht nicht auf verdienstvollen Werken ir­ gendwelcher Art. Die Bibel stellt fest, dass „… alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid …“26 ist. Hier ist nicht von unseren Sünden die Rede, sondern von allen unseren guten Werken, die wie ein beflecktes Kleid sind. Die Bibel sagt auch, dass Gott uns errettet hat, „nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit …“27 Sie besteht darauf: Die Gerechtigkeit kommt „nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“.28


Da hilft keine Taufe, keine Kirchenmitgliedschaft, kei­ ne großzügige Spende und auch kein religiöses Ritual. Könnten wir durch solche Werke errettet werden, wäre der Tod Christi unnötig gewesen. Er hätte sein Leben umsonst gegeben, wenn es noch einen anderen Weg gäbe: „Ich verwerfe die Gnade Gottes nicht; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.“29 Und wenn gute Werke der Weg zur Errettung wären, könnte auch niemand jemals seiner Errettung sicher sein. Man wüsste ja nie, ob man genug Gutes und Richtiges getan hat. Der bekannte Schriftsteller Mark Twain (1835–1910) hat einmal gesagt: „Wenn die Errettung durch gute Werke geschähe, würde dein Hund in den Himmel kommen und du würdest draußen bleiben.“ Erstaunlich viele Leute glauben, durch das Halten der Zehn Gebote in den Himmel zu kommen. Die meisten von ihnen könnten die Zehn Gebote nicht einmal auf­ sagen. Sie wissen nur, dass sie in der Bibel stehen und

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­darum der richtige Weg sein müssen. Was sie nicht wissen ist, dass nie­ mand die Zehn Gebote vollkommen halten kann. Gott hat sie deshalb gegeben, um deutlich zu machen, was Sünde ist: „… durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“30 Die Zehn Gebote sind sein Maßstab, damit wir erkennen, wie wenig wir Gottes Forderungen entsprechen. Die Errettung erreichen wir auch nicht durch Erziehung, Wissen­ schaft, Philosophie, Psychologie, Materialismus, Selbstverbesserungs­ versuche oder durch Verbesserung der Umwelt. Erziehung bildet Sünder aus, doch diese werden dadurch nur gebildete Sünder. Die Wissenschaft kann den Weltraum erforschen, nicht aber das Innenleben eines Menschen verändern. Philosophie ist menschliche Weisheit. Am Ende seines Lebens sagte der amerikanische Philosoph Bertrand Russell (1872–1970): „Die Philosophie hat sich bei mir als Pleite erwiesen.“ Die Psychologie kann das menschliche Verhalten nicht erklären, geschweige denn verändern. Materialismus kann Mägen mit Nahrung füllen, aber keine Seele retten. Selbstverbesserungsversuche mögen das Äußere eines Menschen erneuern, aber nicht das Innere. Darum hat der Herr Jesus gesagt: „… Ihr müsst von Neuem geboren werden.“31

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Nur ein Weg führt in den Himmel Gott bietet seine Errettung als Geschenk denen an, die für ihre Sünden Buße tun und Christus als Retter und Herrn in ihr Leben aufnehmen wollen: „indem ich … die Buße zu Gott und den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus bezeugt habe.“32 Wir wollen über die zwei Worte Buße und Glauben nachdenken. Sie sind wie die zwei Seiten einer Münze. Wir tun Buße, wenn wir die Notwendigkeit unserer Errettung anerkennen. Wir glauben, wenn wir Gottes Weg akzeptieren. Was bedeutet es, Buße zu tun? Jemand hat die Buße einmal als „das Erbrechen der Seele“ bezeichnet, das heißt man ekelt sich vor seiner ei­ genen Sünde, weil sie so scheußlich und widerwärtig ist. Man wendet sich von ihr ab und Gott zu: „Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN, so wird er sich über ihn erbarmen, und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“33 Was bedeutet es, zu glauben? Glauben bedeutet so viel wie vertrauen. Ich glaube, wenn ich Jesus Christus als meine einzige Hoffnung sehe, um in den Himmel zu kommen und von Herzen beten kann: „Herr Je­ sus, ich weiß, dass ich ein Sünder bin, der nicht in den Himmel gehört.

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Aber ich vertraue darauf, dass du für mich am Kreuz auf Golgatha gestorben bist und die Strafe getragen hast, die ich verdient habe. Ich nehme dich als meinen Er­löser und Herrn an, indem ich dir mein Leben anvertraue. Ich will von jetzt an für dich leben.“ An Christus zu glauben heißt, so zu ihm zu kommen, wie man ist, mit allen sei­ nen Sünden. Ein Künstler wollte ein Bild von dem „Verlorenen Sohn“ malen. Eines Tages traf er einen Bettler auf der Straße und vereinbarte mit ihm, er solle am nächsten Tag ins Atelier kommen. Der Bettler erschien sauber angezogen und frisch rasiert. Der Maler sagte: „So kann ich dich nicht gebrauchen. Du hättest als der Bettler kommen sol­ len, der du in Wirklichkeit bist.“ Glauben heißt, Jesus Christus die Tür zu öffnen: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir.“34 Es bedeutet, sich voll und ganz auf Christus zu verlassen, so wie man sich darauf verlässt, dass ein Stuhl hält, wenn man sich daraufsetzt.

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Glauben ist wie ein Fallschirmsprung. Da vertraut man sein Leben einem Stück Nylon an. Es gleicht dem Tauchen in einem Schwimm­ bad. Man liefert sich rückhaltlos dem Wasser aus. Glauben heißt, eine Begnadigung oder Amnestie anzunehmen. Eine Amnestie ist nur ein Stück Papier. Um wirksam zu werden, muss man sie für sich in An­ spruch nehmen. An Jesus Christus zu glauben, ist das Vernünftigste und Sinnvollste, was ein Mensch tun kann. Was leuchtet mehr ein, als an seinen Schöp­ fer zu glauben? Es gibt nichts an ihm, was es uns unmöglich macht, an ihn zu glauben. Er ist ganz und gar vertrauenswürdig, und sein Wort ist das Sicherste im gesamten Universum. Wir dürfen niemals die folgenden großen Wahrheiten aus den Augen verlieren: Ihre Errettung hängt von einer Person ab, und diese Person ist der Herr Jesus Christus: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“35 Wenn Sie ihn haben, dann sind Sie sicher in Gott geborgen. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“36

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Jesus Christus ist der Weg zum Himmel: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“37 Er ist der einzige Weg zu Gott: „… es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!“38 Keine Sündenschuld ist für Gottes Rettung zu groß: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen erretten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.“39 Jesus Christus ist gerade wegen Ihrer Sünden auf die Erde gekommen, um an Ihrer Stelle die Strafe für Ihre Sünden zu tragen: „… Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“40 Ge­ rade Ihre Unwürdigkeit macht Sie zum geeigneten Kandidaten für das ewige Leben. Die einzigen Menschen, die in den Himmel kommen, sind Sünder, die es nicht verdient haben, denen Gott aber vergeben hat.

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Ich bin in einem frommen Elternhaus aufgewachsen. Sonntagmorgens sind wir als Familie zum Gottesdienst gegangen, und daheim haben wir gebetet. Als ich 14/15 war, hatte ich keine Lust mehr darauf. Ich fand die ganze Sache mit Gott langweilig. Ich wollte lieber ausschla­ fen oder Fußball spielen gehen Sonntagfrüh. Mit 16 habe ich alles ge­ macht, worauf ich so Lust hatte: Partys, Alkohol und Frauen. Ich habe auch angefangen, Drogen zu nehmen. Und Fußball habe ich ab da richtig professionell im Verein gespielt. Mit 18 musste ich auch nicht mehr auf meine Eltern hören. Die anderen Leute, die ich so kannte, haben mich bewundert, was für ein toller Typ ich bin und wie ich alles so auf die Reihe kriege in meinem Leben. Aber eigentlich war das gar

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nicht so cool. Denn ich habe viel gesoffen und Frauen gehabt. Einmal wäre ich fast ertrunken, nachdem ich zu viel Alkohol intus hatte. Eines Tages war ich morgens joggen, weil ich für ein wichtiges Fuß­ ballspiel fit sein wollte. Und dann habe ich mir gedacht, ich könnte mal wieder in den Gottesdienst gehen. Das habe ich auch gemacht. Und da hat so ein junger Mann gepredigt, er sagte über die jungen Leute: „Die Jungs, die wollen eine hübsche Freundin, die wollen Sex, Alkohol, Par­ tys, einen guten Job und einfach ein cooles Leben haben.“ Darin habe ich mich und mein Leben voll wiedererkannt und gedacht: „Warum re­ det der von mir, der kennt mich doch gar nicht!“ In den nächsten Wo­ chen habe ich gemerkt: Es gibt Gott, und ich will mit ihm zu tun haben. Mit einem Freund zusammen habe ich dann in der Bibel gelesen, und da habe ich kapiert: Der ganze Mist, den ich gemacht habe, das ist vor Gott Sünde. Die ganzen Frauengeschichten, das Saufen, die Schlä­ gereien und das alles … Ich habe gebetet und zu Jesus gesagt: „Herr Jesus, ich habe ganz schön viel Mist gebaut. Es tut mir leid, und ich möchte dich bitten: Komm in mein Leben!“ Danach habe ich wirklich gemerkt, dass sich bei mir etwas verändert hat. Ich hatte wirklich Frie­ den in mir und brauchte den ganzen Mist einfach nicht mehr: Die Par­ tys, die Leute und die ganzen Mädchen … Ich war einfach glücklich mit Gott. Natürlich gibt es immer noch Dinge, die schwierig sind und die mir nicht gefallen. Aber ich weiß jetzt: Gott hat alles in der Hand und ich weiß, wohin ich einmal gehe.

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Gnade – ein Schlüsselwort des Evangeliums Im Folgenden wollen wir über Gnade sprechen, ein Schlüsselwort des christlichen Glaubens. Gnade ist die unverdiente Gunst, die Gott de­ nen erweist, die genau das Gegenteil verdient hätten. Sie ist etwas, was man sich weder erarbeiten noch verdienen kann. Sie ist ein Geschenk. Sobald man sie verdienen will, wird sie zu einer Verpflichtung. Der Apostel Paulus betont diesen Unterschied, wenn er schreibt: „Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht aufgrund von Gnade angerechnet, sondern aufgrund der Verpflichtung; wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.“41 An anderer Stelle un­ terscheidet er zwischen Gnade und Werken: „Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade …“42 Es sind also nicht unsere Verdienste, die uns für den Himmel passend machen, sondern die Verdienste Jesu Christi. Darum gibt es auch nie­ manden, der weniger oder mehr für den Himmel geeignet ist. Es gibt nichts, was uns passend machen könnte, außer dem, was der Herr Je­ sus Christus am Kreuz vollbracht hat.


40 Warum manche Menschen Christus nicht vertrauen Es scheint unvernünftig zu sein. Gott möchte die Errettung jedem schenken, der seinen Sohn im Glauben annimmt. Und dennoch schla­ gen viele Leute dieses Angebot aus. Warum? Es gibt verschiedene Gründe: 1. Sie sind sehr stolz und schämen sich für Jesus. Dieser aber lässt sie unmissverständlich wissen: „… wer sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.“43 2. Sie fürchten feindselige Reaktionen aus der eigenen Familie. Der Herr Jesus sah das voraus, als er sagte: „Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert.“44 Mit anderen Worten: Christus muss an erster Stelle stehen.


41 3. Sie lieben ihre Sünden mehr als Christus. Das ist eine unvernünfti­ ge Entscheidung, die sie in Ewigkeit bereuen werden. 4. Sie lieben „die Ehre der Menschen … (mehr) als die Ehre Gottes“.45 Sie erkennen nicht, wie dringend sie Hilfe benötigen. Die Frage nach dem ewigen Leben hat bei ihnen nicht oberste Priorität. 5. Sie fürchten, der Preis der Nachfolge sei zu hoch und sie müssten zu viel aufgeben. Und dennoch wäre es gut, darüber nachzudenken, was es sie kostet, Christus nicht ihr Leben anzuvertrauen. 6. Sie haben Angst, ein Leben mit Gott nicht durchhalten zu können. Aus eigener Kraft wird man das auch nicht schaffen. Aber wenn der Herr Jesus in einem Leben ein Werk beginnt, hält er diesen Menschen in seinen starken Händen. 7. Sie sind zu beschäftigt. Als ein Christ einen Geschäftsmann besuch­ te, fragte dieser nach dem Grund seines Besuches. „Ich möchte mit Ihnen über Ihre Seele sprechen und darüber, wo Sie die Ewigkeit zu­ bringen werden.“ „Aber sehen Sie nicht, dass ich sehr beschäftigt bin?“ Der Christ reichte ihm die Hand, um sich zu verabschieden und sagte: „Stellen Sie sich vor, ich wäre der Tod gewesen!“


43 Ausreden über Ausreden Immer wieder werden dieselben, oberflächlichen Ausreden vorgebracht, wenn man den Leuten den Anspruch Christi auf ihr Leben erklärt. Im Folgenden sind einige dieser Ausreden aufgeführt und Antworten, die man ihnen entgegensetzen kann. „In der Kirche gibt es zu viele Heuchler.“ … Jesus verlangt nicht, dass wir an andere Leute glauben, sondern an ihn. „Die Kirche will nur unser Geld.“ … Jesus Christus will nicht Ihr Geld. Er will Ihr Vertrauen. „Was ist mit den Menschen, die nie das Evangelium gehört haben?“ … Gott, der Richter der ganzen Erde, wird gerecht handeln: „Das sei ferne von dir, dass du eine solche Sache tust und den Gerechten tötest mit dem Gottlosen, dass der Gerechte sei wie der Gottlose. Das sei ferne von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?“46 Es geht gerade nicht um andere Völker, sondern um Sie persönlich. Sie haben das Evangelium gehört. Wie gehen Sie damit um?


„Warum lässt Gott so viel Böses in der Welt zu?“ … Durch das Erlö­ sungswerk Jesu Christi am Kreuz ist Gott mehr Ehre und den Men­ schen ein größerer Segen zuteil geworden, als wenn die Sünde niemals in die Welt gekommen wäre. „Wenn die Christen Recht hätten, warum gibt es dann nur so wenige von ihnen?“ … Nachdem Gott die Sintflut angekündigt hatte, stiegen nur acht Personen in die Arche, um gerettet zu werden. Alle ande­ ren kamen im Wasser um. Es stimmt nicht, dass die Mehrheit immer ­recht hat. „Wie kann ein Gott der Liebe Menschen in die Hölle werfen?“ … Men­ schen entscheiden sich selbst für die Hölle, indem sie das Angebot der Errettung bewusst ablehnen. „Es ist doch engstirnig, davon auszugehen, es gebe nur einen Weg zur Erlösung.“ … Wenn es mehr als einen Weg gäbe, hätte der Herr Jesus nicht sterben müssen. Warum sollte er den höchsten Preis bezahlen, wenn Errettung für weniger zu haben wäre?

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„Die ganze Geschichte mit der Erlösung scheint zu ein­ fach zu sein!“ … Gott hat bewusst diesen „einfachen“ Weg gewählt, damit jeder Zugang dazu hat. Jeder kann an ihn glauben. Es wäre viel schwerer, eine an uns ge­ stellte Bedingung zu erfüllen. Alles das sind oberflächliche Ausreden. Das Problem hat seinen Ursprung nicht in unserem Verstand, sondern in unserem Willen. Jesus machte das deutlich, indem er Folgendes sagte: „Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“47 Bei anderer Gelegenheit sagte er zu den Bewohnern Je­ rusalems: „Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten tötest und steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!“48

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Der Augenblick der Entscheidung Christus fordert Sie auf, Buße zu tun, umzukehren, an ihn zu glauben, von Neuem geboren zu werden und bei ihm Ruhe zu finden: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“49 Um es klar zu sagen: Entweder Sie sind für Christus oder gegen ihn. Die Bibel sagt in Matthäus 12,30: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich …“ Wenn Sie gegen ihn sind, dann stehen Sie für Gott auf der­ selben Seite wie Massenmörder, Terroristen, Vergewaltiger, Pädophile und andere, von der Norm abweichende Menschen dieser Welt. Sie möchten wohl kaum die Ewigkeit in Gesellschaft solcher Menschen verbringen, oder?

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47 Warum Sie Christus vertrauen und gerettet werden sollten Es gibt vier triftige Gründe, weshalb Sie auf den Ruf von Christus positiv antworten sollten: • Ihre Freude in diesem Leben hängt davon ab. • Ihr ewiges Wohlergehen hängt davon ab. • Sie haben alles zu gewinnen und nichts zu verlieren. • Sie gehen kein Risiko ein.


Warum Sie es jetzt tun sollten Sie können mit keiner zukünftigen Möglichkeit zur Um­ kehr rechnen außer mit dem Hier und Jetzt. Gott sagt: „… Jetzt ist die angenehme Zeit; siehe, jetzt ist der Tag des Heils.“50 Das Leben ist ungewiss. Täglich stehen Men­ schen auf und gehen an ihre Arbeit, ohne zu ahnen, dass sie noch vor dem Abend aus dem irdischen Leben abtre­ ten und sich vor Gott verantworten müssen. Auch heute werden wieder viele sterben, weil sie einer Herzattacke, einem Unfall oder einem Verbrechen zum Opfer fallen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, plötzlich zu sterben.

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Jesus Christus wird in naheliegender Zukunft wiederkommen. Er kann jeden Moment hier sein. Die Geretteten werden ihn in der Luft treffen und mit ihm in das Haus des Vaters zurückkehren: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“51 Wer nicht gerettet ist, wird zurückbleiben und eine schreckliche Zeit des Gerichts auf der Erde erleben. Die Bibel berichtet an vielen Stellen von diesem Gericht, z.B. in Matthäus 24,21: „… dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.“ Menschen ohne den Herrn Jesus werden dann für alle Ewigkeit verloren sein: „… wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee ­geworfen.“52 Haben Sie den Sohn Gottes nicht schon jahrelang draußen vor der Tür stehen lassen? Warum gehen Sie mit Gott so um? Nicht einmal Men­ schen würden Sie so behandeln. Lassen Sie ihn herein.

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Gott hat unabänderlich verfügt, dass sich einmal jeder Mensch vor Jesus beugen und ihn als Herrn bekennen muss: „damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“.53 Wie viel besser ist es doch, das jetzt schon freiwillig zu tun und gerettet zu werden, als einmal dazu gezwungen zu werden und ewig verloren zu sein. Noch nie war es so dringlich, eine Entscheidung zu treffen. Ein kleiner Junge zählte bei einem Besuch bei den Großeltern immer die Glocken­ schläge von Großvaters Uhr, wenn diese die volle Stunde schlug. Eines Tages war die Uhr defekt und schlug 13, 14, 15 Mal hintereinander. Der Junge rannte in die Küche und rief: „Oma, Oma, so spät war es noch nie!“ Die Möglichkeit zur Umkehr schwindet wie der Sand in einer Sanduhr. Sie werden einmal vor Gott stehen und er wird Sie fragen: „Wie stehst Du zu meinem Sohn?“ Von der Beantwortung dieser Frage hängt ab, wo Sie die Ewigkeit verbringen werden „Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.“54

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bit.ly/Martin-Video Kurzlink zum Video

Über meine Kindheit würde ich das Wort „Angst“ schreiben. Ich hatte zum Beispiel Angst, dass andere Kinder mir wehtun könnten. Deshalb wollte ich nicht mit ihnen zusammen sein. Am schlimmsten war es an Kindergeburtstagen. Dann habe ich, während die anderen im Kinderzimmer spielten, draußen gesessen, geweint und mir gewünscht, dass die Kinder bald wieder gehen.

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Meine Oma, die eine Christin war, hat versucht, mir meine Angst zu nehmen. Sie betete immer mit mir, vor allem dieses kleine Gebet: „Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“ Als die Oma eines Abends wie­ der an mein Bett kam, um mit mir zu beten, sagte sie aber: „Heute warst du ganz schön ungezogen. Deshalb beten wir heute mal nicht ‚… mein Herz ist rein …‘, sondern heute beten wir: ‚… mein Herz mach rein …‘“ Obwohl ich noch sehr klein war – ich war fünf oder sechs Jahre –, wusste ich: Irgendetwas stimmt in meinem Leben nicht mehr. Später, als Jugendlicher, habe ich beim CVJM Menschen ken­ nengelernt – meine Eltern wollten gern, dass ich da hingehe –, bei denen ich mich wohlfühlte, die mich nicht in die Pfanne hauten. Bei ihnen habe ich auch die Bibel kennengelernt. Bis ich 16 oder 17 war, habe ich noch dieses kindliche Gebet gebe­ tet: „Ich bin klein, mein Herz mach rein …“ Und eines Abends kam mir eine Frage in den Sinn: „Hast du dein Leben Jesus ge­ geben?“ Ich kann gar nicht sagen, woher ich diesen Gedanken hatte. Ich habe in der Bibel gelesen, habe daran geglaubt, ich bin zum CVJM gegangen – aber mein Leben Jesus gegeben? Nein, das hatte ich nicht. Dann habe ich gebetet, aber ganz anders als sonst. Ich habe gesagt: „Jesus Christus, ich gebe dir jetzt mein Leben. Du siehst meine Schuld, dass ich geklaut habe, oft in der Spielhalle war … Ich habe gelogen, und da waren noch viele andere Sachen … Herr Jesus, nimm mir die­ se Schuld ab. Ich glaube, dass du für mich den Zorn Gottes getragen hast. Ich vertraue dir, dass du mir vergibst.“ Ich habe

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mich nachher so befreit gefühlt. Ich wusste auf einmal, dass etwas völlig Neues in meinem Leben passiert ist. Ich kann es nicht beschreiben, aber ich wusste: Meine ganze Lebensschuld ist weg. Seitdem lese ich jeden Tag in der Bibel und versuche, das umzusetzen, was ich da lese. Und: Jesus hat mir die Angst genommen. Heute arbeite ich in einem christlichen Werk, dessen Anliegen es ist, Menschen von Jesus Christus zu erzählen. Ich möchte Jesus Christus mein Leben lang dafür danken, was er für mich und in meinem Leben getan hat.

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Wenn wir unsere SĂźnden eingestehen, zeigt Gott, wie treu und gerecht er ist: Er vergibt uns die SĂźnden und reinigt uns von jedem begangenen Unrecht. Johannes 3,36


Kann man Gewissheit haben? Wenn Sie von Ihren Sünden umkehren und dem Herrn Jesus als Ihrem Retter von Ihrer Schuld vertrauen, dann ist es wichtig, dass Sie sich Ih­ res Heils sicher sind. Wie können Sie diese tiefe Gewissheit erhalten? Zunächst einmal durch das Wort Gottes. Dort lesen wir: „… wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“55 Sobald Sie an den Herrn Jesus als Ihren Herrn und Retter glauben, verspricht Ihnen Gott, dass Sie errettet sind. Er kann weder lügen noch betrügen. Wenn er etwas sagt, dann können Sie sich darauf verlassen. Aber es gibt noch mehr, was Ihnen künftig zeigen wird, dass Sie er­ rettet sind. Sie werden eine wachsende Ablehnung der Sünde spüren. Sogar der Apostel Paulus hat das erfahren und rief aus: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Todesleib?“56 Sie werden sich nach einem Leben sehnen, das Gott gefällt: „… ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen.“57 Obwohl Sie noch Sünden ­begehen werden, wird es nicht mehr Ihre Praxis sein zu sün­

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digen: „Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde; denn sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.“58 Sünde wird nicht mehr über Sie herrschen: „… die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.“59 Sie werden eine Liebe zu anderen Erretteten ha­ ben: „Wir wissen, dass wir aus dem Tod zum Leben gelangt sind, denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebt, bleibt im Tod.“60 Sie werden am Glauben festhalten. „Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber es sollte offenbar werden, dass sie alle nicht von uns sind.“61 Es gibt Menschen, die erleben eine dramatische Bekehrung. Sie sind voller Freude, von der Last ihrer Sünden befreit zu sein. Bei anderen ist es vielleicht nur das stille Annehmen des göttlichen Geschenkes, ohne dass man nach außen hin viel sieht. Auf jeden Fall sollte man die Si­ cherheit seiner Errettung nicht auf Gefühle bauen, denn diese sind zu wechselhaft und unzuverlässig. Wenn Christus Ihre einzige Hoffnung für den Himmel ist, dann sind Sie errettet, ob Sie es fühlen oder nicht. Tatsachen sind zuverlässiger als Gefühle.

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Was kommt dann? Die Taufe. Nachdem Sie nun errettet sind, werden Sie dem Herrn ge­ horchen wollen, indem Sie sich taufen lassen. Die Taufe ist zwar nicht nötig, um errettet zu werden, wohl aber ein Gehorsamsschritt. Deswe­ gen lautet auch der Befehl Jesu an seine Nachfolger: „So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“62 In der Taufe bekennen Sie öffentlich Ihre Verbindung mit Christus, Ihrem Herrn und Retter. Sie identifizieren sich in der Taufe mit seinem Sterben, seinem Begräb­ nis und seiner Auferstehung.63 Da er stellvertretend für Sie gestorben ist, sind Sie mit ihm gestorben. Die Taufe bringt unmissverständlich zum Ausdruck, dass Sie von jetzt an ein neues Leben führen wollen.64 Als Getaufter sind Sie nun der Sünde gestorben. Es gibt noch weitere wichtige Schritte im Leben eines Christen. Das Bekenntnis. Sie sollten sich angewöhnen, Ihre Sünden Gott zu bekennen, sobald sie Ihnen bewusst geworden sind. Wenn Sie das tun, werden Sie Vergebung empfangen: „Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“65 In dem Moment, als Sie Christus als Ihren Retter und Herrn angenommen haben, hat Gott, der Richter, Ihnen Ihre Sünden vergeben und Sie vor der Strafe der Sünde gerettet. Wenn Sie jetzt aber als ein Kind Gottes Ihre Sünden bekennen, dann erhalten Sie väterliche Vergebung.

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Die bewusste Hingabe. Beginnen Sie jeden Tag, indem Sie sich Gott ganz zur Verfügung stellen. In der Bibel lesen wir dazu: „Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: Das sei euer vernünftiger Gottesdienst! Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“66 Das bedeutet ganz praktisch, dass Sie in allen Lebensbereichen Ihren Willen dem Willen Gottes unterstellen. Die Bibel. Um als Christ zu wachsen, müssen Sie die Bibel lesen, darü­ ber nachdenken und zentrale Verse auswendig lernen. Das ist die Art, wie Gott zu Ihnen redet. Das Gebet. Im Gebet sprechen Sie mit Ihrem himmlischen Vater. Es ist gut, feste Gebetszeiten zu haben und auch immer mit Gott zu reden, wenn sich eine besondere Gelegenheit dazu ergibt.

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Die örtliche Gemeinde. Sie sollten sich so bald wie möglich einer bibel­ gläubigen Gemeinde anschließen, einer Gemeinde, in der die Heilige Schrift als das unfehlbare Wort Gottes anerkannt wird. Eine Gemein­ de nach neutestamentlichen Prinzipien besteht aus erlösten Sündern (in der Bibel auch „Heilige“ genannt), aus Ältesten und Diakonen. Als der Apostel Paulus einen Brief an die Gemeinde in Philippi richtete, schrieb er: „Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Diakonen.“67 Die Gemeinde kommt zusammen, um in der Bibel un­ terwiesen zu werden, um Gemeinschaft miteinander zu haben, um das Brot zu brechen (Abendmahl) und um gemeinsam zu beten: „… sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und in den Gebeten.“68 Bitten Sie den Herrn Jesus, dass er Sie zu einer Gemeinde seiner Wahl führt. Das Zeugnis. Bitten Sie den Herrn, Ihnen Möglichkeiten zu zeigen, ein Zeugnis für ihn zu sein. Das bedeutet, das Evangelium anderen un­ gläubigen Menschen, Verwandten, Nachbarn, Freunden und Bekann­ ten weiterzusagen.

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Ein Wort zum Schluss Wenn Sie bis hierher gelesen haben und noch nicht errettet sind, möchte ich Sie noch einmal ermutigen, mit dieser wichtigen Entschei­ dung nicht länger zu warten. Kommen Sie zu Jesus Christus, so wie Sie sind. Vertrauen Sie darauf, dass er am Kreuz für Sie starb, um Sie zu retten, und nehmen Sie ihn als Ihren Herrn und Retter an. Nur so werden Sie die Ewigkeit im Himmel verbringen. Dann nehmen Sie sei­ ne Verheißung in Anspruch: „… wenn du mit deinem Mund Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht zu werden, und mit dem Mund bekennt man, um gerettet zu werden.“69

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Endnoten

1 2. Timotheus 3,16

34 Offenbarung 3,20

2 Hebräer 9,27

35 Johannes 17,3

3 vgl. Römer 3,23

36 1.Johannes 5,12

4 1. Johannes 3,4

37 Johannes 14,6

5 Römer 14,23

38 Apostelgeschichte 4,12

6 vgl. Römer 3,23

39 Hebräer 7,25

7 Matthäus 5,28

40 Markus 2,17

8 vgl. Matthäus 5,22

41 Römer 4,4–5

9 1. Johannes 1,8

42 Römer 11,6

10 1. Johannes 1,10

43 Markus 8,38

44 Matthäus 10,37

11 Jeremia 17,9

12 Offenbarung 21,27

45 Johannes 12,43

13 3. Mose 19,2

46 1. Mose 18,25

14 Habakuk 1,13

47 Johannes 5,40

15 Hesekiel 18,4

48 Lukas 13,34

16 Johannes 3,16

49 Matthäus 11,28

17 Hesekiel 18,32;

50 2. Korinther 6,2

siehe auch 2. Petrus 3,9 18 vgl. Matthäus 25,41

51 Johannes 14,1–3 52 Offenbarung 20,15

19 vgl. Offenbarung 21,27

53 Philipper 2,10–11

20 Lukas 19,10

54 Johannes 3,36

21 Galater 2,20

55 Römer 10,9

22 1. Petrus 2,24; 3,18

56 Römer 7,24

23 Johannes 1,1.3

57 Römer 7,22

24 Römer 4,25;

58 1. Johannes 3,9

1. Korinther 15,4;

59 Römer 6,14

siehe auch Römer 6,4

60 1. Johannes 3,14

25 Sprüche 14,12

61 1. Johannes 2,19

26 Jesaja 64,5

62 Matthäus 28,19

27 Titus 3,5

63 vgl. Römer 6,3–5

28 Epheser 2,9

64 vgl. Römer 6,4

29 Galater 2,21

65 1. Johannes 1,9

30 Römer 3,20

66 Römer 12,1–2

31 Johannes 3,7

67 Philipper 1,1

32 Apostelgeschichte 20,21

68 Apostelgeschichte 2,42

33 Jesaja 55,7

69 Römer 10,9–10

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Ist es wirklich wahr ... Ist es wirklich wahr, was Markus Marthaler in Erfolg auf dünnem Eis behauptet: „… wohin man wirklich gehört, weiß man erst, wenn man

angekommen ist“ (Marthaler, Markus: Erfolg auf dünnem Eis, Novum Publishing, S. 94)? Wer sich jedoch schon vorab informieren möchte, kommt an der Botschaft Gottes für uns Menschen nicht vorbei.

Was sagt die Bibel über unser persönliches Schicksal? Die Bibel legt

uns eine ungeschönte Analyse unseres Istzustandes vor, vergleicht sie mit dem göttlichen Sollzustand und bietet zwei Möglichkeiten des ewigen Endzustandes an. Die Entscheidung liegt bei uns.

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