Spielzeitung 2022/23

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Staatstheater Braunschweig 2022/2023



Staatstheater Braunschweig 2022/2023


Hier schlagen unsere Herzen Wurzeln.

Ob Kulturprojekte, Umweltinitiativen oder Sportveranstaltungen – wir engagieren uns für vielfältige Projekte im Braunschweiger Land. Und das aus Überzeugung. Schließlich sind wir seit über 265 Jahren ein starker Partner für die Menschen hier vor Ort. Und tief in der Region verwurzelt.

oeffentliche.de/engagements


Liebes Publikum, wir können es nicht glauben, dass ein Krieg in Europa unsere Hoffnungen auf die Transformation unserer Gesellschaft hinsichtlich Klimawandel, Gleichberechtigung, Antidiskriminierung so geschmälert hat. Wieder reden wir über Despoten, menschenvernichtende Waffen, Kriegsopfer, Geflüchtete. Und dieser schreckliche Konflikt findet so nah bei uns statt. Wie anachronistisch ist das? Was sind das für Zeiten? In unserem Spielplan wollen wir uns trotz dieses historischen Rückschritts die womöglich umso brennenderen Fragen nach dem gesellschaftlichen Wandel stellen. Im Zentrum steht dabei unser Jahresprojekt »Ausweitung des Ringgebiets«. Hinter dieser durchaus mit Braunschweiger Attributen spielenden Überschrift verbirgt sich eine spartenübergreifende und perspektivenreiche Auseinandersetzung mit dem mythologischen Stoff »Der Ring des Nibelungen« und dem von diesem Stoff nicht zu trennenden Komponisten Richard Wagner. Dabei werden wir uns auf die Suche nach neuen Ansätzen, nach neuen künstlerischen Formen machen, um den Wagnerschen Weltentwurf zu betrachten, zu hinterfragen, aus einer neuen Sicht heraus zu denken. Es ist das erste Mal in der Geschichte des Staatstheaters, dass wir ein so groß gedachtes Projekt in so konsequenter Weise quer durch alle Sparten miteinander gestalten. Eine kreative Herausforderung. Besonders freut uns auch die Zusammenarbeit mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum. Flankierend zur großen Max Beckmann-Ausstellung (28.10.2022 – 12.02.2023) hat das Staatstheater mit dem Museum eine begleitende Reihe konzipiert, die uns den Menschen Beckmann und seine Zeit über sein malerisches Werk hinaus näherbringen wird. Beckmann ist in Braunschweig aufgewachsen und zwar direkt gegenüber dem Staatstheater in einer Wohnung, die heute unsere Schauspieldramaturgie beherbergt. In einige seiner weltberühmten Bilder sind Erfahrungen seiner Braunschweiger Zeit eingeflossen. Gerne gehen wir diese Kooperation mit dem »Louvre des Nordens« ein. Daneben gibt es noch viel zu entdecken, wie z. B. die selten gespielte Oper »Dante« oder die charmante Operette »Cloclo«. Das Tanztheater lädt renommierte Gastchoreograf:innen wie Stijn Celis, Ihsan Rustem, Guy Nader und Maria Campos sowie den Komponisten Steffen Schleiermacher zu Uraufführungen ein. Das Familienstück zur Weihnachtszeit wird dieses Jahr »Robin Hood«. Das Schauspiel stellt sich die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen und widmet sich neben klassischen Stoffen wie »Peer Gynt« und dem »Schimmelreiter« auch wieder vielen neuen Texten und Projekten wie dem Rechercheprojekt »Vergessen, dass« über Demenz. Das JUNGE! Staatstheater kooperiert erstmalig mit dem Theater Fadenschein für »Der Bär, der nicht da war«. Unser Orchester hat mit Werken u. a. von Wagner, Bruckner, Debussy bis Rihm und Neuwirth ein sehr prominentes Programm. Überzeugen Sie sich selbst, wie vielfältig die Angebote für die nächste Saison sind. Die Pandemie hoffentlich hinter uns lassend, zeigen wir wieder die ganze Bandbreite unseres ressourcenreichen Mehrspartenhauses. Bleiben Sie uns gewogen. Ihre Dagmar Schlingmann Generalintendantin

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Editorial

Stefan Mehrens Verwaltungsdirektor


September

Oktober

And the Stars Look Very Different Today Schauspiel

SAWTIK. Deine Stimme tanz JUNG!

WIEDERAUFNAHME

Eine musikalische Hommage an David Bowie R: Deborah Epstein 09.09.2022, Aquarium

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

Das Musikdrama Rheingold von Richard Wagner

PeerSchauspiel Gyntvon Henrik Ibsen

PREMIERE

ML: Srba Dinić, R: Isabel Ostermann 08.10.2022, Großes Haus

PREMIERE

R: Michael Talke 10.09.2022, Großes Haus

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

To Fall JUNGES! Safely Musiktheater von Katharina Kern URAUFFÜHRUNG

& Jeannette Petrik (Libretto) & Diana Syrse (Komposition) ML: Johanna Motter, R: Jörg Wesemüller 11.09.2022, Lokpark

Salut Salon – Die Magie der Träume Gastspiel 09.10.2022, Großes Haus

Frau Ada denkt Unerhörtes Schauspiel von Martina Clavadetscher WIEDERAUFNAHME

Theaterfest Spielzeitauftakt

R: Milena Mönch 14.10.2022, Aquarium

18.09.2022, Großes & Kleines Haus

Vergessen, dass Stückentwicklung von Jan Neumann URAUFFÜHRUNG

R: Jan Neumann 23.09.2022, Kleines Haus

2. Sinfoniekonzert Werke von Ravel, Bartók ML: Stefan Soltesz 16. / 17.10.2022, Großes Haus AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

1. Sinfoniekonzert Werke von Wagner, Mendelssohn Bartholdy, Liszt ML: Srba Dinić 25. / 26.09.2022, Großes Haus

Amerikanische Traum-Musik JUNGES! Konzert für Kinder ab 5 Jahren & Familien ML: Santiago E. Osorio, Musik: Aaron Copland 29. / 30.09. / 03.10.2022, Kleines Haus

Häppi Bürste JUNGES! Schauspiel WIEDERAUFNAHME

ML: Jörg Wockenfuß, R: Jörg Wesemüller 30.09.2022, Lokpark

Her. Olimpia. Maschinenerotik Installatives Schauspiel von Christoph Diem WIEDERAUFNAHME

R: Christoph Diem 23.09.2022, Aquarium

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WIEDERAUFNAHME

C: Taoufiq Izzediou 06.10.2022, Kleines Haus

Spielzeitübersicht

Siegfried – Eine Bewegung Tanztheater von Steffen Schleiermacher URAUFFÜHRUNG

(Komposition) und Gregor Zöllig (Choreografie) ML: Srba Dinić 29.10.2022, Großes Haus


November

Dezember

Die lange Nacht der Literatur 05.11.2022, Kleines Haus & Aquarium

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

tanzwärts! Extrem Tanzprojekt mit Braunschweiger:innen

Wilhelm RaabeLiteraturpreis Preisverleihung

Cloclo Operette von Franz Lehár

Das Lied der Stadt (nicht für dich) Schauspiel von Ivana Sajko

Die Zauberflöte Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

URAUFFÜHRUNG

C: Tanzensemble 02.12.2022, Kleines Haus

PREMIERE

ML: Mino Marani, R: Dirk Schmeding 03.12.2022, Großes Haus

06.11.2022, Kleines Haus

WIEDERAUFNAHME

ML: Christine Strubel, R: Dagmar Schlingmann 09.12.2022, Großes Haus

URAUFFÜHRUNG

R: Malena Große 12.11.2022, Aquarium

Der Prozess I – Eichmann Schauspiel von krügerXweiss

Braunschweig International 10.12.2022, Kleines Haus Film Festival Preisverleihung Das geheime Leben 12.11.2022, Großes Haus des Waldes JUNGES! Konzert für Kinder ab 7 Jahren Robin Hood ML: Thomas Dorsch, Juri Tetzlaff JUNGES! Familienstück zur Weihnachtszeit 11. / 12.12.2022, Großes Haus WIEDERAUFNAHME

PREMIERE

PREMIERE

von Stephan Beer & Georg Burger R: Stephan Beer 13.11.2022, Großes Haus

4. Sinfoniekonzert Werke von Rihm, Ives, Krenek, Mozart

Der ideale Mann Komödie von Oscar Wilde

ML: Marc Niemann 18. / 19.12.2022, Großes Haus

PREMIERE

Deutsche Fassung von Elfriede Jelinek nach einer Übersetzung von Karin Rausch R: Dagmar Schlingmann 19.11.2022, Kleines Haus

Das Hotel Theaterstück SZENISCHE LESUNG

von Max Beckmann R: Lukas Pergande 25. / 27.11.2022, Aquarium

3. Sinfoniekonzert Werke von Brahms, Mozart, Schleiermacher ML: Srba Dinić 27. / 28.11.2022, Großes Haus

Trojan Rooms tanz JUNG! WIEDERAUFNAHME

C: Tiago Manquinho 24.11.2022, Kleines Haus

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Spielzeitübersicht


Januar

Februar

Woyzeck Schauspiel nach Georg Büchner

Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten Komische Kammeroper von Jean Françaix /

WIEDERAUFNAHME

von Tom Waits, Kathleen Brennan & Robert Wilson R: Ulrike Arnold, ML: Clemens Rynkowski 06.01.2023, Großes Haus

Niemand wartet auf dich Schauspiel von Lot Vekemans PREMIERE

R: Udo van Ooyen 13.01.2023, Kleines Haus

Der Weg der Arbeitenden KlasseEinins Paradies Projekt von Daniele Szeredy nach dem Film »La URAUFFÜHRUNG

classe oparaia va in Paradiso« von Elio Petri & Ugo Pirro R: Daniele Szeredy 20.01.2023, Aquarium

PREMIERE

Musiktheater von Igor Strawinsky ML: Mino Marani, R: Jessica Schauer 04.02.2023, Kleines Haus

Die letzte Pflanze… wird dietanzerste sein. JUNG! WIEDERAUFNAHME

C: Teresa Rotemberg 08.02.2023, Kleines Haus

Dog Oper Days von David T. Little PREMIERE

Professor Mamlock Schauspiel von Friedrich Wolf

ML: Alexis Agrafiotis, R: Balázs Kovalik 11.02.2023, Großes Haus

Slow Violence Fünfteiliges Mini-Residenzprogramm

Stijn Celis, Ihsan Rustem, Guy Nader und Maria Campos 25.02.2023, Großes Haus

PREMIERE

Silent Bodies – Loud Voices Dreiteiliger Tanzabend mit Choreogafien von

R: Christoph Mehler 21.01.2023, Großes Haus

URAUFFÜHRUNG

6. Sinfoniekonzert Werk von Anton Bruckner

Kuratiert von: Lukas Pergande 28.01. – 12.03.2023, Aquarium

5. Sinfoniekonzert Werke von Schleiermacher, Mintzer, Strauss

ML: Gerd Schaller 26. / 27.02.2023, Großes Haus

ML: Srba Dinić 29. / 30.01.2023, Großes Haus

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Spielzeitübersicht


März

April

Schimmelreiter Schauspiel nach der Novelle von Theodor Storm

Dante Oper von Benjamin Godard

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

Mach mit! JUNGES! Schauspiel

PREMIERE

R: Felicitas Brucker 11.03.2023, Großes Haus

Die Walküre (AT) Schauspiel von Caren Jeß

PREMIERE

ML: Mino Marani, R: N.N. 01.04.2023, Großes Haus

PREMIERE

R: Merlin Mölders April 2023, Aquarium

URAUFFÜHRUNG

R: Alexandra Holtsch 16.03.2023, Kleines Haus

Der Diamantenherzog und Der Bär, der nicht da war JUNGES! Schauspiel nach dem Bilderbuch von Oren Lavie das brennende Schloss Gastspiel, Hip-Hop-Oper mit der Jazzkantine PREMIERE

Kooperation mit dem Theater Fadenschein R: Katharina Schmidt & Miriam Paul 19.03.2023, Theater Fadenschein

WIEDERAUFNAHME

08.04.2023, Großes Haus

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

tanzwärts! Generationen Tanzprojekt mit Braunschweiger:innen

7. Sinfoniekonzert Werk von Richard Wagner

URAUFFÜHRUNG

C: Tanzensemble 14.04.2023, Kleines Haus

ML: Srba Dinić 19. / 20.03.2023, Großes Haus

8. Sinfoniekonzert Werke von Firsova, Daetwyler, Neuwirth, Debussy ML: Mario Parisotto 16. / 17.04.2023, Großes Haus

Meeres-Sinfonie JUNGES! Konzert für Jugendliche & Erwachsene

Moderiertes Konzert mit Musik von Claude Debussy 18.04.2023, Großes Haus

Annie JUNGES! Musical von Charles Strouse (Musik) PREMIERE

& Martin Charhin (Liedtexte) ML: Mike Garling, R: Markus Schneider 29.04.2023, Großes Haus

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Spielzeitübersicht


Mai

Juni

Aus Sprechoper der Fremde in 7 Szenen von Ernst Jandl

AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

PREMIERE

R: Christoph Diem 05.05.2023, Aquarium

Götterdämmerung Musikdrama von Richard Wagner PREMIERE

Stolz und Vorurteil* (*oder so) Komödie von Isobel McArthur nach Jane Austen PREMIERE

R: N.N. 06.05.2023, Kleines Haus

JUNGE! Blümchen von Kindergartenkindern für Senior:innen am Muttertag 14.05.2023, in der Stadt

9. Sinfoniekonzert Werke von Rachmaninow, Tschaikowsky

ML: Srba Dinić, R: Isabel Ostermann, Dagmar Schlingmann, C: Gregor Zöllig 03.06.2023, Großes Haus AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

Ausweitung des Ringgebiets. Das Festival 07. – 19.06.2023, Großes & Kleines Haus, Stadtgebiet AUSWEITUNG DES RINGGEBIETS

10. Sinfoniekonzert Werke von Vivaldi, Scelsi, Wagner ML: Mino Marani 19. / 25.06.2023, Großes Haus

ML: Srba Dinić 14. / 15.05.2023, Großes Haus

Die InselJUNGES! desSchauspiel Dr. Moreau nach H. G. Wells

Funken JUNGES! Schauspiel von Till Wiebel

WIEDERAUFNAHME

R: Markolf Naujoks 22.06.2023, Lokpark

PREMIERE

R: Emel Aydoğdu 26.05.2023, Kleines Haus

Klassik auf dem Hügel JUNGES! Konzert für Kinder ab 6 Jahren & Familien Musik für vier Fagotte 28. / 30.06. / 02.07.2023, Theaterpark

Weitere Wiederaufnahmen in Planung:

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Clevergirl. Mit Angstmän auf intergalaktischer Mission JUNGES! Schauspiel

Freiheit und Widerstand – Ich bin nicht Sophie Scholl JUNGES! Schauspiel

Fake Voices JUNGES! Musiktheater

knistern knuspern rauschen JUNGES! Konzert

Spielzeitübersicht


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Brendon Feeney, Tanztheater


Ausweitung des Ringgebiets 10

Braunschweig, Kattreppeln


Eine spartenübergreifende Neuinterpretation von Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen«, wie sie noch kein Theater zuvor versucht hat, steht im Mittelpunkt der Spielzeit 2022 / 2023. Das Musiktheater, das Staatsorchester, das Schauspiel, das Tanztheater und das JUNGE! Staatstheater bündeln ihre Kräfte. Ein umfangreiches Rahmenprogramm sorgt für eine »Ausweitung des Ringgebiets« – nicht nur in den Stadtraum Braunschweigs hinein. Zum Finale im Juni 2023 lädt das Staatstheater zu einem zwölftägigen Ring-Festival mit u. a. zwei zyklischen Aufführungen von »Das Rheingold«, »Die Walküre (AT)« (UA),»Siegfried – Eine Bewegung« (UA) und »Götterdämmerung«.

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Ausweitung des Ringgebiets


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Braunschweig, Jahnstraße


Den »Ring« umgibt wie vielleicht kein anderes Werk der Musiktheatergeschichte ein Nimbus des Monumentalen. Im Laufe der Rezeptionsgeschichte galt und gilt er als Prestigeprojekt und Machtgebärde in der Theaterwelt und in der Politik. Gleichzeitig wurden anhand von Neuinszenierungen regelmäßig Anstöße zu den aktuellen Themen der jeweiligen Zeit gesucht, schildert Wagner doch in seinem Epos eine Welt im Umbruch, demokratische Zerfallsprozesse und den Verlust eines Narrativs, das vorbehaltlos geteilt wird.

Diesen Fragen will sich das Staatstheater Braunschweig unter dem Titel »Ausweitung des Ringgebiets« stellen – natürlich in Anspielung auf die Braunschweiger Stadtteile Östliches und Westliches Ringgebiet, die ihre Namen in den 1880er Jahren erhielten, als begonnen wurde, eine Ringstraße um den historischen Stadtkern zu bauen, der wiederum von der Oker wie ein Ring umschlossen wird.

Ausgehend von Wagners »Ring des Nibelungen« möchte das Staatstheater Braunschweig einen Weg einschlagen, der sich dezidiert aus Auch in Braunschweig hat das Werk eine lange den Qualitäten eines Mehrspartenhauses entGeschichte. Bereits 1878 / 1879, zwei Jahre faltet und aktiv den Austausch mit der Stadtnach der Uraufführung in Bayreuth, wurde gesellschaft sucht. Dabei wird die Idee eines Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« in »Universalgenies« wie bei Wagner durch die Braunschweig im Theater am Steinweg erstExzellenz von Kollektiven aus verschiedenen mals aufgeführt – als vierte Bühne der Welt mit Sparten ersetzt. Es geht also nicht mehr nur um eine Synthese der Künste zu einem einer zyklischen Wiedergabe nach München, Gesamtkunstwerk, sondern viel mehr um die Leipzig und Wien. Es folgten in den nächsten Jahrzehnten weitere Interpretationen und nach Gebrochenheit und Heterogenität als Modell einer Gesellschaft in Transformation. 1945 zunächst »Die Walküre« (1954 / 1955 und 1969 / 1970), »Das Rheingold« (1958 / 1959) und »Siegfried« (1964 / 1965) In einem gemeinsamen Arbeitsprozess widmen einzeln. Dann 1976 – 78 wieder als »Ring«, 1981 sich die Sparten des Hauses in der Spielzeit als Zyklus von Heribert Esser (Musikalische 2022 / 2023 einer Neuinszenierung des Leitung) und Hans-Peter Lehmann (Regie) und »Rings«. zuletzt 1999 – 2001 von Jonas Alber (Musikalische Leitung) und Uwe Schwarz (Regie), dabei 2001 auch als Zyklus. Die Schaffung wie die Rezeption eines musiktheatralen Kunstwerks waren für Richard Wagner (1813 – 1883) untrennbar mit dem Anspruch verbunden, gesellschaftspolitische Ideen und Visionen aufzuzeigen und so unmittelbar zu den Diskursen seiner Zeit beizutragen. Dieses »Neue« meint hierbei auch stets eine Reform des Theaters – die Mittel der »klassischen« Oper waren in seinen Augen nunmehr unzulänglich. Heute haben sich die Mittel der darstellenden Künste erneut verändert und die Theater sehen sich mit den Fragen konfrontiert: Welche Formen und Formate, welche Arbeitsweisen und Rezeptionshaltungen sind heute zeitgemäß? Wie verortet sich das Theater in der Stadtgesellschaft?

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Ausweitung des Ringgebiets


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Braunschweig, Bockstwete


Das Rheingold

To Fall Safely

MUSIKTHEATER Vorabend des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner Premiere am 08.10.2022, Großes Haus

JUNGES! Uraufführung Premiere am 11.09.2022, Lokpark

Den sogenannten Vorabend des »Rings« gestaltet das Musiktheater mit Gesangssolist:innen aus dem Ensemble sowie Gästen und dem Staatsorchester Braunschweig. Drei Schauspieler:innen ergänzen die Besetzung. Regie führt Isabel Ostermann, die Musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Srba Dinić. Mehr auf S. 20.

Die Walküre (AT) Uraufführung Premiere am 16.03.2023, Kleines Haus SCHAUSPIEL

Für den Beitrag des Schauspiels zum »Ring« schreibt die mehrfach preisgekrönte Autorin Caren Jeß ein neues Stück für das Staatstheater Braunschweig. Inszenieren wird Alexandra Holtsch, die nicht nur Regisseurin, sondern auch Komponistin ist. Eine Produktion für Schauspieler:innen, Instrumentalist:innen und einen Sänger. Mehr auf S. 28.

Siegfried – Eine Bewegung TANZTHEATER Uraufführung Premiere am 29.10.2022, Großes Haus

Das Tanztheater beteiligt sich mit einem Auftragswerk an den Leipziger Komponisten Steffen Schleiermacher, der den inhaltlichen Kern aus Wagners Oper in eine Lebensrealität transferiert, in der Natur nur noch eine Behauptung ist. Die Choreografie besorgt Gregor Zöllig. Mit dem Tanzensemble und dem Staatsorchester Braunschweig. Mehr auf S. 34.

Götterdämmerung ALLE SPARTEN Dritter Tag des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« von Richard Wagner Premiere am 03.06.2023, Großes Haus

Das Auftragswerk an die Komponistin Diana Syrse und Katharina Kern & Jeannette Petrik (Libretto) fragt: Wie können wir Richard Wagners Einfluss in der Gegenwart anerkennen und uns gleichzeitig von ihm befreien? Die Musikalische Leitung liegt bei Johanna Motter, Regie führt Jörg Wesemüller. Eine Produktion für eine Sopranistin, einen Countertenor, einen Bariton und eine:n Tänzer:in. Mit dem Staatsorchester Braunschweig. Mehr auf S. 38.

Konzertprogramm zur »Ausweitung des Ringgebiets« STAATSORCHESTER Sinfoniekonzerte 1, 7 & 10 25. & 26.09.2022; 19. & 20.03.2023; 19. & 25.06.2023, Großes Haus

Das »Unbehagen«, das die Kunst und das Wirken Wagners verbunden mit seinem Antisemitismus und dessen Rezeptionsgeschichte hervorrufen, ist Anlass für einige programmatische Gegenüberstellungen und Ergänzungen im Konzertprogramm, das das »Ring-Projekt« begleitet. Die Faust-Sinfonie von Franz Liszt, der gewissermaßen als Chefdenker des sogenannten »Neudeutschen« gelten kann, ist in Verbindung mit der Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy hierbei wie ein musikalischer Steinbruch zu denken: Wagner bedient sich aus dessen Material während seiner frühen Schaffensphase zur Entwicklung seiner eigenen Tonsprache. Unvermeidlich ist es, auch dabei seinen Antisemitismus zu denken und auszustellen: die, nach Adorno, »Amfortaswunde im Fleisch der deutschen Kulturgeschichte«, die nicht heilen kann und heilen darf. Die Präsentation des Siegfried-Idylls, als Überforderung des Helden, in Kombination mit »Natura renovatur« von Giacinto Scelsi kann als Abbildung des Scheiterns der sozialen Utopie Wagners (nicht der musikalischen!) und der Lichtseite seines avantgardistischen Ansatzes verstanden werden. Die Frage nach der Fortschreibung des WerkGedankens steht im Raum; vermittelt werden soll, dass Wagnerkritik unweigerlich immer auch eine Kritik der Moderne ist… Mehr auf S. 46 & 48 .

Das Ende der Tetralogie markiert gleichzeitig den Höhepunkt der Braunschweiger »Ausweitung des Ringgebiets«. Die zuvor in einzelnen Projekten arbeitenden Sparten kommen in dieser Produktion zusammen und erforschen neue Potentiale des kollektiven Arbeitens. So wird zwar die gesamte Musik der »Götterdämmerung« mit Staatsorchester und Sänger:innen erklingen, aber mit unterschiedlichen ästhetischen Sprachen und Sichtweisen inszeniert, choreografiert, erforscht… Mehr auf S. 22 & 35.

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Ausweitung des Ringgebiets


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Braunschweig, Lessingplatz


Ring-Modulator Zur »Ausweitung des Ringgebiets« hat das Staatstheater gemeinsam mit der jungen Braunschweiger Fotografin Melina Rudolf eine Fotoserie produziert. Die ersten Bilder, aufgenommen im Braunschweiger Stadtraum, sind hier zu sehen. Melina Rudolf studiert an der HBK Braunschweig Kunstwissenschaft und interessiert sich für die Schnittstelle zwischen Dokumentation und Inszenierung in der Fotografie.

JUNGES! Projektreihe Fortlaufend während der gesamten Spielzeit an besonderen Orten der Stadt

Der »Ring-Modulator« ist ein partizipatives, spartenübergreifendes Projekt des JUNGEN! Staatstheaters und bringt Musik, Motive, Geschichten, Orte und Figuren aus Richard Wagners »Ring des Nibelungen« auf eine Braunschweiger Frequenz. Menschen und Architektur werden befragt, Workshops und Aktionen sorgen für eine »Ausweitung des Ringgebiets«. Ein Projekt von Iris Kleinschmidt und Sarit Streicher. Mehr auf S. 44.

tanzwärts! Extrem TANZTHEATER Uraufführung Premiere am 02.12.2022, Kleines Haus

Angelehnt an Gregor Zölligs Neuinterpretation des »Siegfried« beschäftigen sich auch in »tanzwärts! Extrem« die teilnehmenden Braunschweiger:innen mit Themen des Widerstands und des Aufbruchs. Aktivist:innen, die die Welt verändern wollen – und zwar JETZT und nicht irgendwann. Was treibt sie an? Wann stehen wir selbst für etwas ein und setzen mit unseren bewegten Körpern ein Zeichen? Mehr auf S. 35.

tanzwärts! Generationen TANZTHEATER Uraufführung Premiere am 14.04.2023, Kleines Haus

»tanzwärts!« versteht sich schon von Beginn an als generationenübergreifendes Projekt. Inspiriert durch die »Götterdämmerung« werden diesmal die Generationen selbst zum Thema. Nur wenn die alte Ordnung in Frage gestellt wird, kann etwas Neues entstehen. Aber: Es ist gar nicht so leicht, in die Fußstapfen der »Älteren« zu treten. Möchte das eine jüngere Generation überhaupt? Mehr auf S. 35.

Ausweitung des Ringgebiets. Das Festival ALLE SPARTEN

07.–19.06.2023, Großes & Kleines Haus, Lokpark, Stadtraum Im Juni 2023 lädt das Staatstheater Braunschweig zu einem zwölftägigen Ring-Festival mit zwei zyklischen Aufführungen (07.06. – 10.06. & 13.06. – 18.06.) von »Das Rheingold«, »Die Walküre (AT)« (Uraufführung), »Siegfried – Eine Bewegung« (Uraufführung) und »Götterdämmerung«. Begleitet werden die Zyklen von einem Sinfoniekonzert mit u. a. Wagners »Siegfried-Idyll«, Interventionen im Stadtraum, Gesprächsrunden und einer besonderen Opernjukebox.

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Max Beckmann

Das Staatstheater Braunschweig und das Herzog Anton Ulrich-Museum veranstalten gemeinsam eine Reihe begleitend zur großen Sonderausstellung »Max wird Beckmann. Es begann in Braunschweig«. (28.10.2022 – 12.02.2023)

Max Beckmann (1884–1950), einer der wichtigsten und einflussreichsten Maler des 20. Jahrhunderts, schuf seine Hauptwerke in Berlin, Frankfurt, Paris, Amsterdam, St. Louis und New York. Wenig beachtet wird meist, dass Beckmann seine Jugendjahre in Braunschweig verbrachte. Hier wurde er zum Künstler. Früh faszinierte Beckmann die Welt der Literatur, des Theaters, der Musik. Tatsächlich lagen die Wohnungen, in denen er aufwuchs, in Sichtweite zum Herzoglichen Museum (heute Herzog Anton Ulrich-Museum) wie auch zum Hoftheater (heute Staatstheater). Die benachbarten Kunstinstitutionen haben daher eine enge Zusammenarbeit vereinbart und gemeinsam für die gesamte Dauer der Ausstellung ein vielseitiges Programm in allen Sparten konzipiert, das u. a. im Museum, im ehemaligen Wohnhaus der Familie Beckmann (heute Räumlichkeiten der Schauspieldramaturgie des Staatstheaters) und im Museumspark stattfinden wird.

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Max Beckmann


Die Geschichte vom Soldaten MUSIKTHEATER von Igor Strawinsky am 11. & 12.02.2023 im Herzog Anton Ulrich-Museum

Zyklus Sicher ist alle Max Beckmann Kunst auch Rausch »Musik und Bilder« Das Schauspiel des Staatstheaters Braun-

Sinfoniekonzerte 3 / 4 / 5 sonntags mit anschließendem Lunch und Premiere im Kleinen Haus Museumsbesuch im HAUM (mit »Der hinkende Teufel« von Jean Françaix) 27. / 28.11.2022; 18. / 19.12.2022; am 04.02.2023 29. / 30.01.2023, Großes Haus STAATSORCHESTER

Musikalische Leitung: Mino Marani Regie: Jessica Schauer

Werke der Komponisten Steffen Schleiermacher, dessen Auftragskomposition mit dem Titel »The Beginning – Fünf Beckmann Bilder« Max Beckmanns Schaffen ist in Teilen geprägt uraufgeführt wird, und Wolfgang Rihm, der in von grimmig ironischen Bildfolgen mit grotes- verschiedenen Werken seines Œuvres Arbeiten ken Gestalten von pulsierendem Leben, von Max Beckmann reflektiert und deutet, werden in einem programmatischen Kontext mit leuchtender Farbkraft und dramatischer Musik aus Beckmanns Schaffenszeit präsenRhythmik mit kontrastierenden lyrischen und tiert. Dabei sind auch die Vorlieben des introvertierten Tönen (Selbstporträts). Viele Malers, dessen Lieblingskomponisten WolfGemälde sind theatral anmutende Bildinszenierungen und zeigen tatsächlich immer gang Amadeus Mozart und Igor Strawinsky wieder die Welt des Theaters, des Zirkus und gewesen sind, prägend für das Programm. des Varietés. Das Thema des ZurschaustelDie Aufführung des »Heldenlebens« von lens trieb ihn zeitlebens an. Viele Gemälde Richard Strauss trägt dem Umstand Rechnung, sind gleichermaßen Stills des »Welttheaters«; dass Max Beckmann einer der bedeutendsten sie sind wesentlich beeinflusst durch die Selbstporträtisten der Kunstgeschichte ist. Erfahrungen des Künstlers im Ersten WeltRichard Strauss ist der einzige Komponist von krieg und durch die dramatischen politischen Weltrang, der das musikalische Selbstporträt Entwicklungen während seines Exils nach in vielfältiger Weise pflegte. Hier die Aufzäh1937. Strawinskys Spiel für eine Wanderbühne lung von einigen weiteren entsprechenden Werken: »Tod und Verklärung«, »Sinfonia aus dem Kriegsjahr 1917, »Die Geschichte vom Soldaten«, bildet in verschiedener Hinsicht die domestica« und die Konversationsoper »Intermezzo«, die das intime Familienleben des frühe Erfahrungswelt Beckmanns ab. Komponisten auf die Bühne bringt. Hierbei Vom Regen in die Traufe, mag Strawinskys namenloser Soldat denken – denn auf dem Weg kommt es zur Gegenüberstellung von Beispielen verfemter und gefeierter Kunst der natiozum Heimaturlaub begegnet er ausgerechnet dem Teufel. Der verspricht ihm große Reichtü- nalsozialistischen Zeit. mer, wenn der Soldat ihm seine Geige überlässt, doch der Teufel hat noch eine Bitte: Der Soldat möge ihm das Geigenspiel beibringen. Allerdings vergehen nicht – wie er meint – drei Tage in Gesellschaft des Teufels, sondern drei Jahre, in denen der Soldat seine Braut, seine Freunde und Familie verliert. Das Geld allein STAATSORCHESTER Mittagskonzerte macht ihn aber auch nicht glücklich, und so im HAUM mit moderierten Musikbeiträgen setzt er nun alles daran, wenigstens seine und anschließender Führung Geige zurückzuerlangen ... Werke von Germaine Tailleferre, Nadia Mit einem Kammerensemble und wenigen Boulanger, Erik Satie, Darius Milhaud, Kurt Darsteller:innen wird Jessica Schauer Strawinskys Gleichnis vom Soldaten in den Weill, Paul Dessau u. a. Räumen des Herzog Anton Ulrich-Museums in Kammermusikalische Formationen des Bezug zu der Beckmann-Ausstellung setzen. Staatsorchesters bieten während der AusstelZuvor wird die Inszenierung – mit Jean lungsperiode in verschiedenen kleinen MitFrançaix’ »Der hinkende Teufel« zum Doppelabend kombiniert – am 4. Februar im Kleinen tagskonzerten Programme, die mit Werken der Haus des Staatstheaters ihre Premiere feiern. oben genannten Komponist:innen ein Repertoire der sogenannten klassischen Moderne Mehr auf S. 21. zur Aufführung bringen, das auch besonders die Vorliebe Max Beckmanns für Zirkus- und Varietémusik sowie für den Jazz abbildet, über den Beckmann notierte: »Ich liebe den Jazz so. Das ist eine vernünftige Musik. Was könnte man daraus machen.«

Beckmanns Musicbox

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Max Beckmann

schweig entwickelt ein akustisch-theatrales Close-up in drei Schritten zum Künstler Max Beckmann.

Das Hotel SCHAUSPIEL Theaterstück von Max Beckmann Szenische Lesung, eingerichtet von Lukas Pergande 25. / 27.11.2022, Aquarium

Max Beckmann als Dramatiker: »Das Hotel« ist ein Panorama einer Dekadenzgesellschaft, ein Theater des Lebens. Im Zentrum steht als eine Art Selbstporträt Beckmanns der Hoteldirektor Zwerch, der zwischen seiner Frau und seiner Geliebten steht und letztlich beide Frauen in den Tod treibt. »Wenn man dies alles, den ganzen Krieg oder auch das ganze Leben nur als eine Szene im Theater der Unendlichkeit erfasst, dann ist vieles leichter zu ertragen.«

Max wird Beckmann SCHAUSPIEL Sound-Installation von Alexandra Holtsch Ab Oktober 2022, Museumspark

Mit Textschnipseln, Original-Tönen aus Tagebüchern, Briefen, Schriften und Dokumenten von Zeitgenossen entsteht eine Annäherung an Max Beckmanns Leben, seine Zeit und die damit verbundenen Katastrophen- und Krisenerfahrungen. Die Installation ist frei zugänglich und führt die Ausstellung des Museums über den öffentlichen Raum in das Theater.

Zuhause SCHAUSPIEL Eine Lesung Herbst 2022, Magnitorwall 18

Im Salon des ehemaligen Wohnhauses der Familie Beckmann am Magnitorwall, heute zum Staatstheater gehörig und Heimat der Schauspieldramaturgie, findet eine Lesung statt, mit Selbstzeugnissen und Briefen Beckmanns.


Musiktheater 20

08.10.2022, Großes Haus Premiere

03.12.2022, Großes Haus Premiere

Das Rheingold

Cloclo

Richard Wagner

Franz Lehár

Musikalische Leitung: Srba Dinić Regie: Isabel Ostermann Bühne: Stephan von Wedel Kostüme: Julia Burkhardt Dramaturgie: Sarah Grahneis

Musikalische Leitung: Mino Marani Regie: Dirk Schmeding Bühne: Pascal Seibicke Kostüme: N.N. Dramaturgie: Theresa Steinacker

Vorabend des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« in vier Bildern Dichtung vom Komponisten

Operette in drei Akten Libretto von Bela Jenbach

in deutscher Sprache mit Übertiteln Im vielfach als »mystisch« beschriebenen Es-Dur entwickelt sich über Minuten der Beginn des sogenannten Vorabends des »Ring des Nibelungen«. Die Wogen des Rheins, die Kraft der Natur … Diese Natur ist aber bereits zu diesem Zeitpunkt beschädigt, wie wir in der »Götterdämmerung« erfahren werden: Göttervater Wotan war es, der längst die Weltesche beschnitten hat. Nun hat er sich hinsichtlich der neuen Burg für seine Götterfamilie verkalkuliert. Die Bauherren Fafner und Fasolt kann er nicht bezahlen (zumindest nicht mit seiner Schwägerin Freia, da er ohne sie altern und schwach werden würde). Da Wotans gesamtes Machtkonstrukt jedoch auf der Einhaltung von Verträgen fußt, muss eine Lösung her. Die Fügung wollte es, dass zuvor Alberich dem Rhein und dessen Töchtern das Gold entrissen hatte, indem er tat, was Wotan nicht vermochte: der Liebe abzuschwören. Die Konfrontation zwischen ihnen und der unbedingte Machtanspruch beider setzt ein Räderwerk an Ereignissen in Gang, das am Ende der Tetralogie einen ganzen Weltentwurf vernichten wird. In ihrer Inszenierung des »Rheingolds« wird Isabel Ostermann den Fokus auf diese Charaktere legen und hierbei die Verbindungen zwischen den Antagonisten freilegen, deren Willenskräfte sich gegenseitig bedingen und verderben.

Musiktheater

in deutscher Sprache mit Übertiteln »Ich bin meinem Mann treu, denn er hat es nicht anders verdient!«, wirft sich Melousine, die Gattin des Bürgermeisters von Perpignan, stolz in die Brust. Ihr Ehemann Severin Cornichon hält es mit der Treue jedoch nicht so genau – bei seinen Aufenthalten in Paris ist er für die umschwärmte Tänzerin Cloclo Mustache entbrannt. Eines Tages fängt Melousine einen Brief Cloclos an ihren Gatten ab, glaubt allerdings, dass sich hinter der zärtlichen Anrede »Papachen« eine uneheliche Tochter verbirgt. Da ihre eigene Ehe kinderlos geblieben ist, reist Melousine prompt nach Paris, um die vermeintliche Tochter zu adoptieren. Eine willkommene Gelegenheit für Cloclo, der Pariser Polizei zu entfliehen – von der sie gesucht wird, weil sie einen Polizisten geohrfeigt hat –, im Landleben von Perpignan das Dorfmädchen zu mimen und dabei allen Männern den Kopf zu verdrehen. Lehárs 1924 in Wien uraufgeführte »Cloclo« ist die letzte durchweg heitere Operette des Meisters der ›Silbernen‹ Operettenära. Die hinreißend schwungvolle Partitur birgt selbstverständlich den ein oder anderen Walzer – aber auch schmissige Foxtrotts, glutvolle Tangos, Blues und Java lassen die 1920er Jahre musikalisch auferstehen.


04.02.2023, Kleines Haus Premiere

11.02.2023, Großes Haus Premiere

01.04.2023, Großes Haus Premiere

Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten

Dog Days

Dante

David T. Little

Benjamin Godard

Musikalische Leitung: Alexis Agrafiotis Regie: Balázs Kovalik Bühne: N. N. Kostüme: N. N. Dramaturgie: Sarah Grahneis

Musikalische Leitung: Mino Marani Regie: N. N. Bühne: N. N. Kostüme: N. N. Dramaturgie: Theresa Steinacker

Oper in drei Akten Libretto von Royce Vavrek nach der Kurzgeschichte von Judy Budnitz

Oper in vier Akten Libretto von Édouard Blau

Jean Françaix / Igor Strawinsky Musikalische Leitung: Mino Marani Regie: Jessica Schauer Bühne & Kostüme: Jessica Krepinsky Dramaturgie: Theresa Steinacker Komische Kammeroper von Jean Françaix Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Roman von Alain-René Lesage in französischer Sprache mit Übertiteln Musiktheaterwerk von Igor Strawinsky, in zwei Teilen zu singen, zu spielen und zu tanzen Libretto von Charles Ferdinand Ramuz in deutscher Sprache Es ist ein heiter-frivoles Teufelchen, das in Françaix’ augenzwinkernder Kammeroper durch die Großstadt zieht und in die Häuser hineinlinst, die »aufgeschnitten wie Pasteten« vor ihm liegen. Dort sieht es Ehebrecher und Verbrecher, leichte Damen und eine brave Anwaltstochter, die ausgerechnet ihren alles andere als ehrlichen Vater zum Thema ihres Aufsatzes »Der ehrliche Mann« macht. Mit Witz, Hintersinn und spitzer Zunge kommentiert der Teufel das Treiben, doch ohne einzugreifen – die Menschen sind schon durchtrieben genug. In Strawinskys »Geschichte vom Soldaten« hingegen wird der Teufel aktiv: Er bietet einem Soldaten auf Fronturlaub große Reichtümer an, wenn der ihm im Gegenzug seine Geige überlässt. Doch der Soldat muss feststellen, dass Geld allein ihn nicht glücklich macht und setzt nun alles daran, wenigstens seine Geige zurückzuerlangen. Zwei Facetten des Diabolischen und seiner Verführungskraft auf den Menschen nimmt dieser Doppelabend in den Blick. Regie führt Jessica Schauer, die zuletzt im Kleinen Haus »The Last Five Years« inszenierte. Am 11. & 12. Februar zeigt das Staatstheater im Rahmen des Max Beckmann-Schwerpunktes »Die Geschichte vom Soldaten« in den Räumlichkeiten des Herzog Anton Ulrich-Museums.

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in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Ein Krieg hat Amerika ins Chaos gestürzt – die Schulen sind geschlossen, Strom und Gas abgestellt, die Straßen leer bis auf militärische Fahrzeuge. Diese aber bringen schon lange keine Rationen mehr. Erst verschwanden die Nachbarn, nun sind auch keine Tiere mehr da. Dennoch zieht Vater Howard täglich mit seinem Gewehr los, um Nahrung für seine fünfköpfige Familie zu erbeuten – erfolglos. Der Verfall der Zivilisation manifestiert sich mehr und mehr im Verhalten der Familienmitglieder. Während ihre beiden Brüder sich langweilen und zunehmend antisozial werden, findet die junge Lisa plötzlich einen ungewöhnlichen Freund: Prince, ein Mann in einem Hundekostüm. Anfangs befremdet von dem verkleideten Mann, wird er nach und nach mehr wie ein Haustier behandelt. Als die Ressourcen immer knapper werden und der Hunger größer, wirft seine Gegenwart unbequeme Fragen der Menschlichkeit auf: Wie handeln wir, wenn die Welt um uns herum verroht und ihr Wertekonstrukt zerfällt und wie lange können wir human sein, wenn der Ausnahmezustand Alltag geworden ist und wir ums eigene Überleben kämpfen müssen? David T. Little und Royce Vavrek zeichnen mit ihrer Adaption der Kurzgeschichte »Dog Days« ein Portrait einer Familie, die extremen Umständen ausgesetzt ist. Littles atmosphärische Musik verbindet klassische Opernelemente wie Ensembles und gefühlvolle Arien mit zeitgenössischen Kompositionstechniken wie harmonischer Repetition, sich verschiebenden Strukturen und Timbres und Einflüssen aus Rock und Heavy Metal.

Musiktheater

in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Florenz ist in Aufruhr. Nach einer längeren Abwesenheit ist der junge Dante Alighieri in seine Heimatstadt zurückgekehrt und sieht, wie der Kampf der kaisertreuen Ghibellinen gegen die Anhänger des Papstes, die Guelfen, seine Heimatstadt zu zerreißen droht. Während er in den politischen Kämpfen zu vermitteln versucht, muss er erfahren, dass sein Vertrauter Simeone glücklich verlobt ist – ausgerechnet mit Béatrice, seiner Flamme aus Kindertagen, die ›ihren‹ Dante ebenfalls nie vergessen hat… Während Dantes dichterisches Schaffen in der Literatur und der bildenden Kunst zahllose Spuren hinterlassen hat, muss man diese – von einzelnen Figuren der »Göttlichen Komödie« wie Francesca da Rimini oder Gianni Schicchi abgesehen – auf der Opernbühne fast schon mit der Lupe suchen. In Benjamin Godards 1890 uraufgeführter Oper allerdings rückt der italienische Dichter und Politiker mitten ins Zentrum des dramatischen Geschehens und wird vom Schatten Vergils, wie in einer Vorausschau auf die »Göttliche Komödie«, sogar in die Reiche der Hölle und des Himmels geführt. Berührende Arien und mächtige Chortableaus zeugen von der Handschrift eines zu Unrecht fast vergessenen französischen Komponisten, der sich dem herrschenden »wagnérisme« seiner Zeit verweigerte und die französische Operntradition in der Nachfolge Gounods und Massenets fortschreiben wollte.


03.06.2023, Großes Haus Premiere

09.12.2022, Großes Haus Wiederaufnahme

Götterdämmerung Die Zauberflöte Richard Wagner

Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung: Srba Dinić Regie und Choreografie: Isabel Ostermann, Dagmar Schlingmann, Gregor Zöllig Bühne: Hank Irwin Kittel, Stephan von Wedel Kostüme: Julia Burkhardt Dramaturgie: Sarah Grahneis, Ira Goldbecher

Musikalische Leitung: Christine Strubel Regie: Dagmar Schlingmann Bühne: Sabine Mader Kostüme: Inge Medert Dramaturgie: Sarah Grahneis

Dritter Tag des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« Dichtung vom Komponisten in deutscher Sprache mit Übertiteln Liebe, Macht und Intrige – Schicksale, die miteinander so tief verwoben sind, dass die Protagonist:innen im Geflecht ihrer Vergangenheit und Familiengeschichten immer weiter verketten, nicht ahnend, dass der Untergang unmittelbar bevorsteht. Doch wessen? Und wenn die Welt brennt, kann aus der Asche etwas Neues entwachsen? Mit der »Götterdämmerung« findet Richard Wagners Tetralogie ein Ende von nicht nur enormem Ausmaß, sondern auch gewaltigem utopischen Potenzial. Dieses »Ende« markiert gleichzeitig den Höhepunkt der Braunschweiger »Ring«-Saison. Die zuvor in einzelnen Projekten arbeitenden Sparten kommen in dieser Produktion zusammen und erforschen neue Potentiale des kollektiven Arbeitens. So wird zwar die gesamte Musik der »Götterdämmerung« mit Staatsorchester und Sänger:innen erklingen, aber mit unterschiedlichen ästhetischen Sprachen und Sichtweisen inszeniert, choreografiert, erforscht …

Große Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart, Dichtung von Emanuel Schikaneder in deutscher Sprache mit Übertiteln Dagmar Schlingmann zeigt mit der »Zauberflöte« eine surreale Welt, in der die Linien zwischen Gut und Böse verschwimmen. Ist es – wie anfänglich von der Königin behauptet – Sarastro, der ein Tyrann ist und gestürzt werden muss oder vertreten er und sein Gefolge die besseren Ideen? In der Konfrontation mit diesen unterschiedlichen Systemen und Gedankenwelten sind es die jungen Protagonist:innen, die ihre eigenen Werte und damit auch ihren eigenen, neuen Weg in die Zukunft finden müssen. »Es ist eine Freude, Mozarts ermutigende Musik wiederzuerleben. Die Inszenierung stellt wichtige Fragen, am Ende hängt die Schöpfung an einem zarten Schmetterling – leider wohl ein zutreffendes Bild unserer Situation.« (Braunschweiger Zeitung)

Außerdem ist das Musiktheater beteiligt an den Produktionen:

To Fall Safely JUNGES! Musiktheater Siegfried Tanztheater Die Walküre (AT) Schauspiel 22

Musiktheater


23

Ekaterina Kudryavtseva, Musiktheater


Schauspiel 24

10.09.2022, Großes Haus Premiere

23.09.2022, Kleines Haus Uraufführung

Peer Gynt

Vergessen, dass

Henrik Ibsen

Jan Neumann

Regie: Michael Talke Bühne & Kostüme: Agathe MacQueen Musik: Johannes Mittl Dramaturgie: Katharina Gerschler

Regie: Jan Neumann Bühne & Kostüme: Dorothee Curio Musik: Camill Jammal Dramaturgie: Volker Bürger

Dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen aus dem Norwegischen von Christian Morgenstern

Eine Stückentwicklung von Jan Neumann & Ensemble / Auftragswerk des Staatstheaters Braunschweig

Wer ist das überhaupt: Ich? Fort aus seiner engen Existenz versteigt sich Peer in Fantasien von Wagemut und Größe. Als Lügner und Entführer aus dem Dorf getrieben, gerät er unter die Trolle. Rastlos die Welt durchirrend, landet er in einem Kairoer Irrenhaus, wird in Amerika ein berühmter Reeder, Sklavenhändler und Pelztierjäger. Einen Lebensentwurf nach dem anderen streift er ab. Nach jedem Scheitern erfindet er sich an neuem Ort als ein Anderer, schlägt mit zunehmender Brutalität, die sich aus einem Gefühl von Minderwertigkeit speist, Kapital aus wechselnden Identitäten. Verschiedenste Rollen probierend, findet er nur eines nicht: sich selbst. Im Kern ein Märchenstoff, ist Ibsens dramatisches Gedicht von 1867 auch ein Bilderbogen des 19. Jahrhunderts. Sein »nordischer Faust« fragt nicht nur nach der Konstruktion von Identität, sondern erzählt von einer Welt in rasanter Transformation, von Kolonialismus, Imperialismus und den Folgen ungebremsten Fortschritts, denen wir uns heute stellen müssen.

Was bleibt, wenn die Erinnerung schwindet? Wenn Vertrautes fremd wird, das eigene Leben rätselhaft? Wenn selbst alltägliche Handlungen nicht mehr alleine bewältigt werden können? Aus unseren Erinnerungen bauen wir unsere Identität, unsere Persönlichkeit. Sartre sagte: »Je suis mon passé/Ich bin meine Vergangenheit.« Bin ich nicht mehr ich, wenn ich mich nicht mehr erinnere? Unter Demenz leiden in Deutschland ca. 1,8 Millionen Menschen, bis 2050 wird mit 2,7 Millionen gerechnet. Fast jede:r kennt demente Menschen oder hat Erfahrungen mit Demenz in der Familie. Dennoch wird die Krankheit aus dem öffentlichen Bewusstsein gedrängt – die Krankheit macht Angst. Dabei verlieren demente Menschen lange nicht alle Fähigkeiten, geschweige denn alle auf einmal. Der Schauspieler, Autor und Regisseur Jan Neumann entwickelt seine Stücke in gemeinsamer Arbeit mit den Schauspieler:innen. Häufig beschäftigt er sich mit Themen wie Trauer, Tod, historischen Umbrüchen und anderen Krisenerfahrungen. Seine Arbeit zeichnet sich durch eine ernsthafte Begegnung mit den Inhalten bei gleichzeitiger spielerischer Leichtigkeit aus. So gelingt es Jan Neumann, den Dingen, vor denen wir die Augen verschließen, den Schrecken zu nehmen und sie mitten ins Leben zu stellen.

Schauspiel


12.11.2022, Aquarium Uraufführung

19.11.2022, Kleines Haus Premiere

Das Lied der Stadt Der ideale Mann (nicht für dich) Oscar Wilde Ivana Sajko Regie: Malena Große Rauminstallation: Florian Barth Kostüme: Swantje Silber Musik: Hans Könnecke Dramaturgie: Holger Schröder Ein Mann strandet in einer fremden Stadt. Eine Brücke erzählt dort ein vielstimmiges Lied, nicht nur über diesen Mann und seine Geschichte, von Aufbruch und zerstörten Hoffnungen. »Das Lied der Stadt (nicht für dich)« ist auch ein Lied über die Möglichkeiten und Grenzen der Kunst angesichts einer Wirklichkeit, in der Menschen, die diese Brücke täglich überqueren, abstürzen in soziale Not: »Der Fall eines Menschen ist größer als die Kunst«, schreibt Ivana Sajko. Eine Cover-Version von Knut Hamsuns Roman »Hunger« wollte die Autorin zunächst verfassen, doch dann hat sie einen anderen Weg eingeschlagen. Durch die vielen unterschiedlichen Blickwinkel, die sie einnimmt, hat sie ein Panorama unserer Welt geschaffen, ein Sprechoratorium voller Träume und (Des-) Illusionen: »Ich weiß nicht, in welchem Ausmaß man die Kunst durch die wahre Tragödie, durch die wahre Frustration, durch die wahre Wunde betrügen kann, aber in dem Raum, in dem das noch immer möglich ist, lebt der Text als Kunst.« (Ivana Sajko) Die kroatische Autorin und Theaterregisseurin, geboren 1975 in Zagreb, gilt als eine der wichtigsten zeitgenössischen Stimmen der südosteuropäischen Literatur. Ihre Werke wurden vielfach ausgezeichnet und außerhalb ihrer Heimat vor allem im deutschsprachigen Theaterraum zur Aufführung gebracht.

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Regie: Dagmar Schlingmann Bühne: Sabine Mader Kostüme: Inge Medert Musik: Alexandra Holtsch Dramaturgie: Katharina Gerschler Komödie von Oscar Wilde in der deutschen Fassung von Elfriede Jelinek nach einer Übersetzung von Karin Rausch Bei einem Treffen der höheren Gesellschaft im Hause des populären Politikers Robert Chiltern taucht die charmante Mrs. Cheveley auf. Unter deren polierter Oberfläche steckt allerdings ein stahlharter Kern: Sie weiß, wie der vermeintlich Untadelige seinen kometenhaften Aufstieg in Gang gesetzt hat und auch, wie man dieses Wissen nutzt. Die Cocktails sind kaum halb geleert, da erpresst sie den Polit-Lebemann schon, im Kongress ein dubioses Projekt zu unterstützen. »Jeder hat heutzutage seinen Preis. Der Haken ist leider, dass die meisten Leute so schrecklich teuer geworden sind…« Um einem Korruptionsskandal zu entgehen, Mandat wie Ruf zu retten, kontert Chiltern mit turbulenten Vertuschungsversuchen. Elfriede Jelinek spitzt Oscar Wildes PolitKomödie um Insidergeschäfte und Doppelmoral sprachlich wie inhaltlich so zu, dass hinter der gehobenen viktorianischen Gesellschaft unsere unmittelbare Gegenwart sichtbar wird, die nicht weniger korrumpiert ist. Denn, mit Robert Chiltern gesprochen: »Die Wahrheit ist eine so komplexe Angelegenheit wie die Politik ein komplexes Geschäft ist.«

Schauspiel

23.01. – 12.03.2023, Aquarium Mini-Residenzprogramm

Slow Violence I – V Kuratiert von: Lukas Pergande Rauminstallation: Florian Barth »Slow Violence« beschreibt eine Form von Gewalt, die sich langsam und unbemerkt ausbreitet, von Leid und Schaden, die über Jahre oder Jahrzehnte entstehen. So löst Gewalt, die durch Klimawandel, Entwaldung, Ölverschmutzungen oder die ökologischen Folgen von Kriegen verursacht wird, zwar zunehmend auch schnelle Katastrophen wie Überflutungen, Lawinen oder Erdbeben aus, zum größten Teil aber findet sie allmählich statt, bleibt unsichtbar. Die Verantwortlichen sind ebenfalls nicht offensichtlich, aber die Opfer sind es. Im wöchentlichen Wechsel mit dem laufenden Spielplan im Aquarium öffnen wir unsere Spielstätte für einen Teil der Spielzeit für fünf Mini-Residenzen. Jeweils eine Woche lang forschen Gastkünstler:innen und Gruppen unterschiedlicher Disziplinen zur langsamen Gewalt und präsentieren ihre Ergebnisse dann jeweils am Wochenende. Mit dabei sind Bezugsgruppe Rainer Rauch (Installation und Performance aus Braunschweig), Bokoya (Jazz und Hip Hop aus Köln und Bielefeld), Institut für Widerstand im Postfordismus (Dokufiktion aus Berlin) und Rubarb Dance & Art (Tanz und Illustration).


13.01.2023, Kleines Haus Premiere

20.01.2023, Aquarium Uraufführung

21.01.2023, Großes Haus Premiere

Niemand wartet auf dich

Der Weg der Arbeitenden Klasse ins Paradies

Professor Mamlock

Lot Vekemans Regie: Udo van Ooyen Bühne & Kostüme: Loriana Casagrande Kooperation mit dem Kellertheater Winterthur (CH) Ein alter Mann, ein Politiker und ein Schauspieler treten nacheinander auf, bewegt von der Frage nach der Sinnhaftigkeit ihres Tuns. Was hinterlasse ich für Spuren in der Gesellschaft? Wie konkret kann ich Entwicklungen beeinflussen? Wie werde ich gehört oder wahrgenommen? Wie weit liegen einstige Ideale und gelebte Wirklichkeit auseinander? Lot Vekemans, eine der bekanntesten zeitgenössischen Autorinnen aus den Niederlanden, hat einen beeindruckenden Monolog verfasst, der in seiner einfachen Setzung großen gesellschaftlichen Themen nachspürt. Es geht um Selbstverantwortung und die Wirksamkeit eigenen Handelns. Am Schluss öffnet die Autorin das Forum, die vierte Wand wird überwunden und auch das Publikum in diesen Prozess der Selbstreflexion mit einbezogen. Lot Vekemans hat diesen Monolog ursprünglich für eine Frau geschrieben, doch einer Veränderung des Geschlechtes zugestimmt. In Winterthur und Braunschweig wird er gespielt von unserem langjährigen Ensemblemitglied Götz van Ooyen.

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Ein Projekt von Daniele Szeredy nach dem Film »La classe oparaia va in Paradiso« von Elio Petri und Ugo Pirro Regie: Daniele Szeredy Rauminstallation: Florian Barth Kostüme: Alena Nienstedt Dramaturgie: Katharina Gerschler 1971. Lulù, Prototyp des männlichen Beschäftigten in der Schwerindustrie, folgt den Aufstiegs- und Konsumversprechen des Wirtschaftsbooms und nimmt ungeheure Arbeitszeiten und körperliche Anstrengung in Kauf. Nach einem Arbeitsunfall erkennt er seine entfremdete Lage, politisiert sich und verliert den Arbeitsplatz. Durch gewerkschaftlichen Druck wird er zu leicht verbesserten Bedingungen wiedereingestellt. Zurück am Fließband, umgeben vom Lärm der Maschinen, erscheint ihm im Traum die Wand, die die Arbeitende Klasse durchbrechen muss, um ins Paradies zu gelangen. Fünfzig Jahre später schleppen prekär Beschäftigte Pakete die Treppe hinauf oder Schmutzwäsche hinunter, befüllen Supermarktregale, antworten am Ende von Hotlines, steuern Lkw, Busse oder die Räder von Bringdiensten. Vereinzelt und unorganisiert scheinen zersplitterte Gruppierungen nur für ihr individuelles Wohl zu kämpfen. Gleichzeitig lässt der Wirtschaftswandel, geprägt von Outsourcing, Flexibilisierung und Digitalisierung, alte Emanzipationslosungen überholt und utopisch klingen. Aber die Arbeitende Klasse besteht weiter, sichtbar als Körper im öffentlichen Raum und zugleich unsichtbar als politische Stimme. Und sie sucht weiter nach ihrem Weg ins Paradies.

Schauspiel

Friedrich Wolf Regie: Christoph Mehler Bühne & Kostüme: Jennifer Hörr Dramaturgie: Holger Schröder Professor Mamlock ist ein überzeugter Patriot und Demokrat, verwundet im Ersten Weltkrieg und für seine Tapferkeit ausgezeichnet. Mit großer Disziplin hat er eine Klinik aufgebaut und genießt am Vorabend der »Machtergreifung« der Nazis einen herausragenden Ruf als Chirurg. Doch mit dem Wechsel der politischen Verhältnisse ist für ihn als Jude sein bisheriges Leben nur noch Makulatur. Ungläubig muss er erleben, wie die Faschisten seine Reputation als Arzt untergraben. Mamlock verliert die Leitung der Klinik und ist dennoch lange nicht gewillt, den ideologischen Irrsinn und die konkrete Gefahr für sein Leben und das seiner Familie anzuerkennen. Der Arzt, Dramatiker und Politiker Friedrich Wolf (1888 – 1953) zeigt den beginnenden Prozess der politischen und menschlichen Katastrophe, an deren Ende der Holocaust stehen sollte, in einer atemberaubenden, kammerspielartigen Verdichtung. Beklemmend ist, mit welcher Geschwindigkeit die neue Ideologie Raum greift und an Macht gewinnt. Während Mamlock immer noch an den Prinzipien von Vernunft und Aufklärung festhält, bricht sich der Faschismus Bahn mit Verfolgung, Folter und Mord. Das Stück schrieb Friedrich Wolf 1933 im französischen Exil, als unmittelbares Zeugnis der politischen Ereignisse. Doch die Historie sollte uns dafür sensibilisieren, dass Demokratie und Selbstbestimmung heute wie morgen keine Selbstläufer sind und eines kontinuierlichen Schutzes bedürfen.


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Lina Witte, Schauspiel


11.03.2023, Großes Haus Premiere

16.03.2023, Kleines Haus Uraufführung

05.05.2023, Aquarium Premiere

Schimmelreiter

Die Walküre (AT)

Aus der Fremde

Theodor Storm

Caren Jeß

Ernst Jandl

Regie: Felicitas Brucker Bühne: N.N. Kostüme: N.N. Dramaturgie: Ursula Thinnes

Regie & Musik: Alexandra Holtsch Bühne & Kostüme: Sabine Mader Dramaturgie: Katharina Gerschler

Regie: Christoph Diem Rauminstallation, Kostüme & Video: Florian Barth Dramaturgie: Holger Schröder

Nach der Novelle von Theodor Storm für die Bühne bearbeitet von Felicitas Brucker Der Aufstieg Hauke Heiens zum Deichgrafen ist keine einfache Erfolgsgeschichte. Misstrauen löst dessen Interesse an Mathematik und Naturwissenschaft aus, der Forscherdrang, die manische Suche nach der besten Deichkonstruktion. Der Deich markiert die Grenze zwischen der Gewalt des Meeres, der Natur, dem bewirtschafteten Land des Dorfes. Tiefer, verschwurbelter Aberglaube bestimmt die Dörfler, die lieber einen lebendigen Hund begraben als der planerischen Klarheit des Deichgrafen folgen. Sei die Bedrohung durch eine Sturmflut auch noch so groß. Dieser Deichgraf ist kein einfacher Charakter. Ein Außenseiter und ehrgeiziger Sonderling, bei dem sich das permanente Ankämpfen gegen gläserne Decken in Arroganz und Hybris gewandelt hat. Je größer die Kluft zwischen den Welten des Deichgrafen und des Dorfes, umso brüchiger droht der Deich zu werden.

Für den Beitrag des Schauspiels zur »Ausweitung des Ringgebiets« schreibt Caren Jeß ein neues Stück für das Staatstheater Braunschweig. Die mehrfach preisgekrönte Autorin, die Sprache immer auch musikalisch denkt und sich mit Wagners Werk schon lange beschäftigt, wird für ihr Stück von Figurenkonstellationen und Motiven der »Walküre« wie Inzest und Rache ausgehen. Ihr Stück wird keine Überschreibung sein, sondern ein eigenständiges künstlerisches Werk, das Wagners Musikdrama aufsprengt, ergänzt und ins Zeitgenössische erweitert. Inszenieren wird Alexandra Holtsch, die nicht nur Regisseurin, sondern auch Komponistin ist. In ihren Arbeiten mixt sie zeitgenössische elektronische Musik mit Werken aus allen Epochen. Als Musikerin entwickelte sie bereits 2013 an der Deutschen Oper Berlin die Auftragskomposition »Der Ring: Next Generation« nach Richard Wagner für Elektronische Musik und Orchester und wird auch in dieser Produktion nicht nur mit Schauspieler:innen, sondern ebenso mit Instrumentalist:innen und einem Sänger arbeiten.

Theodor Storm findet in seiner Novelle von 1888 große, fantastische Bilder für das Aufeinanderprallen von Natur und Fortschritt, für die unheimliche Macht einer Gesellschaft, die aus Angst vor Erneuerung die Naturkatastrophe geschehen lässt.

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Schauspiel

Sprechoper in 7 Szenen von Ernst Jandl »Aus der Fremde« ist eine Sprechoper für drei Personen, ein lichtes, poröses Kunstwerk im Konjunktiv über das Ringen eines Autors mit Sprache, Einsamkeit und dem Verzicht auf die gelebte Liebe. »Die Rede ist eingespannt in Dreiergruppen von Zeilen, die Stimme bewegt sich an der Grenze eines Singens, das den Verlust der Vertrautheit der tragischen Hauptfigur mit sich selbst und Welt nochmals deutlich markiert« (Ernst Jandl). Entstanden ist ein wunderbares Kammerspiel, das mit großer Leichtigkeit ein ernstes Thema streift. Zugleich ist das Stück eine kleine postmoderne Preziose, ein echtes »Kind« der 80er. Ernst Jandl (1925 – 2000) feierte vor allem als Lyriker große Erfolge. Seine experimentellen, lautmalerischen Gedichte, die in seiner Heimat Österreich zunächst als kulturelle Provokation aufgenommen wurden (»schtzngrmm«), gehören längst zum literarischen Kanon. Mit der Autorin Friederike Mayröcker, die vermutlich auch Vorbild für die Frau in seiner Sprechoper ist, pflegte Jandl eine tiefe Beziehung. Mit der Inszenierung dieser Sprechoper erfüllt sich der Regisseur und stellvertretende Schauspieldirektor des Staatstheaters Braunschweig, Christoph Diem, einen lang gehegten Wunsch.


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Klaus Meininger, Schauspiel


06.05.2023, Kleines Haus Premiere

Stolz und Vorurteil* (*oder so) Isobel McArthur Regie: Julia Prechsl Bühne: N.N. Kostüme: N.N. Komödie von Isobel McArthur nach Jane Austen Partytime um 1800. Mrs. Bennet hat fünf Töchter. Leider alle unverheiratet. Denn dank der von weisen (alten weißen) Männern vor Zeiten erdachten Erbschaftsregeln muss eine Frau sich schleunigst einen standesgemäßen Junggesellen angeln, um die Existenz der Familie zu sichern. Aber zum Glück ist es – das wissen nicht nur Jane Austen-Fans – auch »eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann, der ein beträchtliches Vermögen besitzt, dringend einer Frau bedarf.« Deshalb: Bühne frei für den so wohlhabenden wie charmanten Mr. Bingley und: »Mögen die Tanztees beginnen!« Dass die Bennet-Töchter trotzdem nicht ganz störungsfrei in den seriell angesteuerten Hafen der Ehe segeln, ist klar. Schließlich gibt es intrigante Nebenbuhlerinnen, nervenaufreibende Mitgiftjäger und nicht zuletzt den rätselhaften Mr. Darcy. Isobel McArthurs so respektlose wie überdrehte Austen-Theater-Karaoke-Show für ein rein weibliches Ensemble verpasst der Königin der subtilen Ironie ein poppig-feministisches Update. Aus der Sicht von fünf Dienstmädchen erzählt, die endlich mal mehr tun dürfen, als unauffällig Tee zu servieren, bekommt die berühmte Geschichte um »Stolz und Vorurteil« sogar noch einen klassenkämpferischen Twist. Aber am Ende gewinnt die Liebe. Natürlich. Wie immer.

Außerdem ist das Schauspiel beteiligt an den Produktionen:

Das Rheingold Musiktheater Robin Hood JUNGES! Schauspiel Der Bär, der nicht da war JUNGES! Schauspiel Funken JUNGES! Schauspiel Götterdämmerung Alle Sparten

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Schauspiel


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Ana Yoffe, Schauspiel


09.09.2022, Aquarium Wiederaufnahme

14.10.2022, Aquarium Wiederaufnahme

And the Stars Look Very Different Today

Frau Ada denkt Unerhörtes

Eine musikalische Hommage an David Bowie

Regie: Milena Mönch Rauminstallation: Florian Barth Kostüme: Lou Hinderhofer Dramaturgie: Holger Schröder

Regie: Deborah Epstein Musikalische Leitung: Achim Schneider Rauminstallation & Video: Florian Barth Dramaturgie: Holger Schröder

Martina Clavadetscher

In zwei Teilen verknüpft Martina Clavadetscher die Lebensgeschichte von Ada Lovelace, Pionierin in der Entwicklung einer ersten Nach drei Jahren kehrt er endlich wieder Programmiersprache, mit einem Team von zurück mit seiner Musik ins Aquarium; er, der Wissenschaftler:innen, die in einer nahen sie alle verkörperte und zur Stilikone der Zukunft an der Optimierung Popgeschichte wurde als Ziggy Stardust, Thin einer KI arbeiten. »Naima Laube zeichnet White Duke oder Major Tom. David Bowies spannend die innere Rebellion, die Ada Verwandlungen zelebriert Heiner Take als angesichts der gesellschaftlichen Diskriminierung ihres Wissenschaftsgeists verzehrt« hautnahes, performatives Ereignis zwischen Rockkonzert und psychedelischer Beschwörung. (Braunschweiger Zeitung).

23.09.22, Aquarium Wiederaufnahme

10.12.2022, Kleines Haus Wiederaufnahme

Her. Olimpia. Maschinenerotik

Der Prozess I – Eichmann

Christoph Diem

krügerXweiss

Regie: Christoph Diem Rauminstallation: Florian Barth Kostüme: Anne Buffetrille Analoge Medien: Julian Huke Dramaturgie: Holger Schröder

Konzept & Regie: Marie-Luise Krüger, Christian Weiß Bühne & Kostüme: Andrea Jensen Musik: Antimo Sorgente Video: André Elbeshausen Dramaturgie: Katharina Gerschler

Menschen verlieben sich in Betriebssysteme. Sie ersinnen sich kybernetische Puppen, um mit ihnen zu spielen, sich mit deren Hilfe selbst zu beglücken. Und machen diese sich so ähnlich. Aber was sehen die Dolls in uns?

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Das Regie- und Produktions-Duo krügerXweiss sucht in Recherche-Projekten zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen nach neuen ästhetischen Formen und der Auseinandersetzung mit benachbarten Künsten und digitalen Medien. Ihr Projekt über Hitlers Schreibtischtäter, der die Deportation und Ermordung von Millionen Menschen verantwortete, steht am Anfang einer Trilogie, in der das Duo Gerichtsprozesse bearbeitet, die für die deutsche Geschichte bahnbrechend waren und die Gegenwart noch immer prägen. Was verrät ein Prozess, der zum Ziel hat, ein begangenes Verbrechen im Namen des Volkes aufzudecken, es im wahrsten Sinne des Wortes zu beurteilen, über unseren Umgang mit dem Geschehenen? Wie gründlich – wie erfolgreich – wurden die Verbrechen des Nationalsozialismus, der RAF und des SED-Regimes aufgearbeitet? Diese Verfahren stellten den jungen Rechtsstaat BRD in nur 43 Jahren dreimal vor eine Zerreißprobe. Wie ist er daraus hervorgetreten?

Schauspiel

Im Frühjahr 2023 ist die komplette Prozess-Trilogie an unterschiedlichen Orten in Braunschweig zu erleben. Das LOT-Theater zeigt den bei den KunstFestSpielen Herrenhausen 2020 uraufgeführten Prolog »Vor dem Sturm«, ein immersives Hörstück über blinde Richter. »Der Prozess II – RAF« ist ein von krügerXweiss, den KunstFestSpielen Herrenhausen und dem Staatstheater Braunschweig koproduziertes Destillat des Stammheim-Verfahrens, das Besucher:innen individuell in einem als Wohnzimmer der 60er Jahre gestalteten roten Überseecontainer erleben. »Der Prozess III – Honecker« wird, wiederum vom Staatstheater koproduziert, im November 2022 erstmals in einem Braunschweiger Sakralraum gezeigt.

06.01.2023, Großes Haus Wiederaufnahme

Woyzeck Büchner, Waits, Brennan, Wilson Regie: Ulrike Arnold Musikalische Leitung: Clemens Rynkowski Bühne: Bartholomäus Martin Kleppek Kostüme: Anne Buffetrille Dramaturgie: Ursula Thinnes Nach dem Stück von Georg Büchner, Songs & Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan, Konzept von Robert Wilson, Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens Woyzeck ist ein Außenseiter – in einem medizinischen Experiment missbraucht, vom Vorgesetzten verhöhnt, von seiner Frau betrogen, von der Welt ausgespuckt. Immerzu, immerzu dreht sich die Spirale für ihn nach unten. Grässlich begegnen ihm seine Mitmenschen als Fratzen, der Wahnsinn zerrt an ihm – bis eine Wahnsinnstat aus ihm herausbricht. Einem sozialen Alptraum gleicht Büchners Drama, das hier kongenial erweitert wird durch die Songs von Tom Waits und Kathleen Brennan.


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Marcellus Mauch, Chor des Staatstheaters


Tanztheater 34

29.10.2022, Großes Haus Uraufführung

25.02.2023, Großes Haus Uraufführung

Siegfried – Eine Bewegung

Silent Bodies – Loud Voices

Komposition: Steffen Schleiermacher Musikalische Leitung: Srba Dinić Inszenierung: Gregor Zöllig Choreographie: Gregor Zöllig in Zusammenarbeit mit den Tänzer:innen Bühne: Hank Irwin Kittel Kostüme: Julia Burkhardt Video: Konrad Kästner Dramaturgie: Ira Goldbecher

Choreografie: Stijn Celis, Ihsan Rustem, Guy Nader & Maria Campos Bühne & Kostüme: Imme Kachel Dramaturgie: Ira Goldbecher

Auftragswerk des Staatstheaters Braunschweig

»Silent Bodies – Loud Voices« – unter diesem Titel treffen vier Choreograf:innen-Größen in drei Kreativ-Teams aufeinander, um aus unterschiedlichen Perspektiven heraus und mit Hilfe ihrer eigenen Bewegungssprachen die Stimme des Körpers zu suchen.

Der aus Belgien stammende Stijn Celis ist seit der Spielzeit 2014/15 Ballettdirektor am Saarländischen Staatstheater. In seiner neuen Kreation, welche er für das Tanzensemble am Staatstheater Braunschweig eigens schaffen wird, erforscht er die Möglichkeiten des Körpers, zu einer klingenden Stimme zu finden und Sprache als Ausdruck dessen zu sehen, was wir wirklich sind. Der international gefeierte Londoner Choreograf Ihsan Rustem erzählt in seinem Stück »Long Story Short«, wie existentielle Veränderungen in einem menschlichen Leben ablaufen. Wie stellt man fest und lässt zu, dass ein Lebenskapitel zu Ende geht und ein neues beginnen kann? Guy Nader und Maria Campos sind in Braunschweig keine Unbekannten; ihr Stück »PerpeDer Leipziger Komponist Steffen Schleiermacher transferiert den inhaltlichen Kern aus tuum« spielte vor ausverkauften Reihen im Wagners Musikdrama in eine Lebensrealität, Kleinen Haus. Wie auch in »Perpetuum« sollen in der Natur nur noch eine Behauptung ist. Um Bewegungen im Verhältnis zu Raum und Zeit der Katastrophe zu entkommen, braucht es erneut Thema werden. Ihr Ziel ist es, die den Idealismus der Jugend und die Kraft einer Anatomie des Raumes zu ergründen. Über die vorwärtsstrebenden Gruppe. Denn Siegfried spielerische Erkundung des eigenen Körpers ist kein Einzelner. Siegfried – das ist eine und die Kraft der Anziehung und der Expansion seiner Grenzen soll erfragt werden, wie Bewegung. Die Vision einer Welt, die sich wir in die Begegnung mit uns selber und hinter den Mauern des ungerechten Wohlstands befindet, ist das Zulassen der Möglichanderen eintreten. keit, ein gutes Leben auch anders denken zu können. Wagners Protagonist Siegfried spürt zwar viel, begreift jedoch wenig. Er ist voller Tatendrang und hat trotzdem keine Richtung. In einer Welt, die etwas verspricht, das sie nicht geben kann, macht ihn das empfindsam für den Missbrauch derjenigen, die seine Kraft zu ihrem Vorteil ausbeuten wollen. Allein unter Wasser kann Siegfried Zuflucht, Geborgenheit, Schwerelosigkeit und Stille erfahren. Die Begegnung mit einer radikalen Gruppe, die seiner Energie und Suche nach Identität eine Form gibt, erfüllt Siegfried mit Bedeutung. Denn um etwas Neues zu erschaffen, muss etwas Altes weichen.

Tanztheater


03.06.2023, Großes Haus

02.12.2022, Kleines Haus Uraufführung

14.04.2023, Kleines Haus Uraufführung

Götterdämmerung tanzwärts! Richard Wagner Extrem

tanzwärts! Generationen

Musikalische Leitung: Srba Dinić Regie & Choreografie: Isabel Ostermann, Dagmar Schlingmann, Gregor Zöllig Bühne: Hank Irwin Kittel, Stephan von Wedel Kostüme: Julia Burkhardt Dramaturgie: Sarah Grahneis, Ira Goldbecher

Choreografie: Tanzensemble Projektleitung: Brigitte Uray Bühne & Kostüme: N.N. Dramaturgie: Ira Goldbecher

Choreografie: Tanzensemble Projektleitung: Brigitte Uray Bühne & Kostüme: Katharina Andes Dramaturgie: Ira Goldbecher

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Tanztheater

»Muss nur noch kurz die Welt retten …«

»tanzwärts!« versteht sich schon von Beginn an als generationenübergreifendes Projekt. Angelehnt an Gregor Zölligs Neuinterpretation Inspiriert durch die »Götterdämmerung«, den des »Siegfried« beschäftigen sich auch in letzten Teil aus Richard Wagners »Ring des Dritter Tag des Bühnenfestspiels »tanzwärts! Extrem« die Teilnehmenden mit Nibelungen«, machen wir diesmal die Genera»Der Ring des Nibelungen« tionen selbst zum Thema. Nur wenn die alte Themen des Widerstands und des Aufbruchs. Dichtung vom Komponisten Ordnung in Frage gestellt wird, kann etwas Aktivist:innen, die die Welt verändern wollen Neues entstehen. Aber: Es ist gar nicht so – und zwar JETZT und nicht irgendwann. Was in deutscher Sprache mit Übertiteln leicht, in die Fußstapfen der »Älteren« zu treibt sie an? Was braucht es, um eine Gegenbewegung entstehen zu lassen? Wann stehen treten. Möchte das eine jüngere Generation Die dritte große Tanzposition der Spielzeit wir selbst für etwas ein und setzen mit unseren überhaupt? Umgekehrt fällt es oft schwer, 2022/23 ist Teil des Gemeinschaftsprojekts bewegten Körpern ein Zeichen? loszulassen und die Verantwortung abzugeben. »Ausweitung des Ringgebiets«. Als Finale der Wann spricht man von einem Generationenkonflikt? Was können wir eigentlich voneinanEin Kooperationsprojekt im Rahmen der Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« von der lernen, um vielleicht gemeinsame Kampagne »Just-Go!«, einer Initiative zur Richard Wagner erzählt die Geschichte der Zukunftsvisionen zu entwickeln? »Götterdämmerung« von einer alten Welt voller Prävention und Gesundheitsförderung junger Menschen, initiiert vom Braunschweiger überlebter Ordnungen und Gesetze, welche Präventionsrat und Partner:innen. tanzwärts! wird unterstützt von unter Schmerzen zusammenbricht und eine neue Menschheit hervorbringt. Das gemeinsame Projekt aller Sparten soll der Herrschaft eines:r Einzelnen die kollektive Beteiligung am Erarbeiten einer gemeinsamen Vision entgegenstellen. Durch das finale Zusammenfühtanzwärts! wird unterstützt von ren aller spartenspezifischen Sprachen zu einem interdisziplinären Projekt steht Wagners »Götterdämmerung« somit sinnbildlich für das in seine Einzelteile zerlegte Ganze. Das Tanztheater nimmt sich dazu Abschnitte der »Götterdämmerung« vor und übersetzt diese – auch als Weiterführung der Produktion »Siegfried« – in Bewegung.


Kleines Haus partizipative Reihe

Tanzsaal im Park wiederkehrendes Format

tanzwärts!

Tanzworkshops für alle

Projektleitung: Brigitte Uray Zahlreiche Braunschweiger:innen im Alter von 8 bis 80 Jahren haben mit uns die Bühnen des Staatstheaters in den letzten Jahren erobert und den Rollentausch von Zuschauer:in zu Tänzer:in gewagt. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Chefchoreograf Gregor Zöllig, seinem Tanzensemble und Gästen entsteht in den »tanzwärts!«-Projekten in einer intensiven fünfwöchigen Probenphase ein Tanzabend, der unter professionellen Bedingungen im Staatstheater aufgeführt wird. Die künstlerische Erfahrung der Teilnehmenden mit den Choreograf:innen sowie die Arbeit des Tanztheaters Braunschweig stehen im Mittelpunkt. Thematisch lehnt sich jedes »tanzwärts!«-Projekt an die jeweils aktuelle Produktion des Tanztheaters an. Neben den »tanzwärts!«-Bühnenprojekten entstehen auch andere Formate wie Filmprojekte oder zuletzt der bewegte Audio-Video-Walk durch Braunschweig. In dieser Spielzeit ist »tanzwärts!« ein Teil der spartenübergreifenden Themen- und Veranstaltungsreihe »Ausweitung des Ringgebiets«. Wer Lust auf Bewegung hat und sich traut, etwas ganz Neues auszuprobieren, ist herzlich willkommen – ganz explizit auch ohne Vorkenntnisse!

Anmeldung und Informationen: brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de

mit Brigitte Uray Die »Tanzworkshops für alle« bieten Tanzinteressierten Gelegenheit, sich mit Körper und Geist auf die jeweilige Produktion des Tanztheaters einzustimmen. Die Teilnehmenden sind eingeladen, einen Auszug aus dem aktuellen Tanzrepertoire zu erlernen und sich kreativ mit dem Thema des jeweiligen Tanzabends auseinander zu setzen. Alle sind willkommen, egal ob mit oder ohne Tanzerfahrung. Wir freuen uns darauf, wieder gemeinsam mit euch und Ihnen in Bewegung zu kommen! Die Teilnahmegebühr beträgt 5 € (ermäßigt 2,5 €). Bitte passend in bar mitbringen.

Anmeldung: brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de

Termine: 13.11.2022 15:00 – 17:00 11.12.2022 15:00 – 17:00 »Siegfried – Eine Bewegung« 26.02.2023 15:00 – 17:00 19.03.2023 15:00 – 17:00 »Silent Bodies – Loud Voices« 04.06.2023 15:00 – 17:00 11.06.2023 15:00 – 17:00 »Götterdämmerung«

tanzwärts! wird unterstützt von

Außerdem ist das Tanzensemble beteiligt an den Produktionen:

Die Geschichte vom Soldaten Musiktheater To Fall Safely JUNGES! Musiktheater Trojan Rooms tanz JUNG! 36

Tanztheater


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Filipa Amorim, Tanztheater


JUNGES!

11.09.2022, Lokpark Uraufführung

13.11.2022, Großes Haus Premiere

To Fall Safely

Robin Hood

Diana Syrse, Katharina Kern, Jeannette Petrik

Familienstück zur Weihnachtszeit

JUNGES! Musiktheater Jugendliche & Erwachsene Musikalische Leitung: Johanna Motter Regie: Jörg Wesemüller Bühne und Kostüme: Jasna Bošnjak Dramaturgie: Iris Kleinschmidt Komposition von Diana Syrse Libretto von Katharina Kern und Jeannette Petrik Auftragswerk Zwei junge Autorinnen erhalten einen Stückauftrag. Sie arbeiten sich an Richard Wagners »Ring des Nibelungen« ab, bis sie sich aus dieser übermächtigen Klammer freischreiben für ihren eigenen Text. Entschieden entreißen sie ihrer Vorlage Abziehbilder heteronormativen Denkens. Da stehen sie jetzt – auf der Bühne mit ihren Figuren. Di und Eule, die so gar nicht in das Wagnersche Schema von Binaritäten und mythischen Figuren passen. Alpha bündelt alle männlichen Zuschreibungen Wotans, Siegfrieds und der anderen »machtstrotzenden« Helden in einer schablonenhaften Rolle. Dolly ist sein weiblicher Counterpart. Gemeinsam werfen beide Autorinnen ihre Figuren in ein Terrarium. In diesem Versuch hinter Glas verhandeln eingefleischte Stereotype gleichberechtigt nebeneinander ihre Wirkmächtigkeit – ohne Biografie, ohne sozialen Status, ohne vorhergehende gegenseitige Verpflichtungen. Katharina Kern und Jeannette Petrik haben diesen Versuch in ein Libretto gegossen, für das Diana Syrse die Musik verantwortet. Ihre Komposition ist geprägt von Einflüssen aus Jazz, Rock, Fusion, traditioneller Musik aus aller Welt und Avantgarde sowie Elektronik.

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JUNGES!

Für die Bühne bearbeitet von Stephan Beer & Georg Burger JUNGES! Schauspiel Kinder ab 6 Jahren & Familien Regie: Stephan Beer Bühne: Georg Burger Kostüme: Kristina Böcher Musik: Jan-S. Beyer, Jörg Wockenfuß Robin Hood, der Kopf und beste Bogenschütze einer Bande sogenannter Vogelfreier, lebt im Hinterhalt des »Sherwood Forest«. Der Wald bietet einen idealen Lebensraum, um den Gegenentwurf einer Gesellschaftsordnung zu verwirklichen. Zusammen mit seinen Freunden kämpft er gegen die herrschenden Tyrannen und Unterdrücker. Sie bestehlen die Reichen, um den Armen zu helfen, und widersetzen sich mit List, Täuschung und Tatkraft einer willkürlichen Herrschaft. Vielfach verfilmt und für Musical und Schauspiel dramatisiert, ist die Legende um Robin Hood weitverbreitet und immer noch populär. Regisseur Stephan Beer und Bühnenbildner Georg Burger werden den einst in Balladen besungenen Helden zeitlich ins 19. Jahrhundert versetzen und die Verschärfung der sozialen Missstände ins Visier nehmen. Eine abenteuerliche Erzählung. Nicht nur für Kinder.


19.03.2023, Theater Fadenschein Premiere

29.04.2023, Großes Haus Premiere

April 2023, Aquarium Premiere

Der Bär, der nicht da war

Annie

Mach mit!

Musik von Charles Strouse Liedtexte von Martin Charhin

Stückentwicklung mit jungen Menschen ab 12 Jahren

JUNGES! Musiktheater Kinder & Jugendliche Musikalische Leitung: Mike Garling Regie: Markus Schneider Bühne & Kostüme: Gretl Kautzsch Dramaturgie: Iris Kleinschmidt

JUNGES! Staatstheater Leitung & Regie: Merlin Mölders

nach dem Bilderbuch von Oren Lavie JUNGES! Schauspiel in Kooperation mit dem Theater Fadenschein Kinder ab 4 Jahren & Familien Regie: Katharina Schmidt & Miriam Paul Bühne & Kostüme: Jessica Krepinsky »Bist du ich?«, steht auf einer Notiz, die der Bär aus seiner Tasche zieht. »Eine sehr gute Frage«, ergänzt der Bär und macht sich auf den Weg durch einen wundersamen Wald, um herauszufinden, ob er »ich« ist. Hier schließt er »alte Freundschaften« mit dem Bequemen Bergrind, mit dem Saumseligen Salamander und landet beim Kompass-Baum. Blöd nur, dass es im wundersamen Wald acht Richtungen gibt, in die man laufen kann, anstatt vier. Welche Richtung soll er einschlagen? Norden, Süden, Osten, Westen, Falsch, Richtig, Mittagessen oder Frühstück? »Der Bär, der nicht da war« ist ein poetisches Kinderbuch von Oren Lavie. Fantasie- und liebevoll werden große, philosophische Fragen thematisiert. Wer bin ich? Welchen Weg soll ich gehen? Was ist Wahrheit? Das JUNGE! Staatstheater wird für diese Produktion mit dem Theater Fadenschein kooperieren. Das Regieduo besteht aus der Leiterin des Theaters Fadenschein Miriam Paul und der freien Regisseurin Katharina Schmidt, die bereits mit Inszenierungen wie »Gold!« und »Alice im Wunderland« begeisterte.

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Annie wohnt als Waise in einem Heim. Ihre Eltern kennt sie nicht, aber sie lebt in der Gewissheit, dass sie eines Tages von dort wieder nach Hause geholt wird. Ihrer launischen Pflegemutter geht sie gehörig auf die Nerven. Annie macht sich für die anderen Kinder stark. Sie tröstet und verteidigt sie lautstark. Ihre aktivistische Art fällt auch der Mitarbeiterin eines unendlich reichen Unternehmers auf, dessen Imageabteilung auf der Suche nach einem Kind für die nächste Werbekampagne ist. So ist es Annie, die für ein paar Tage in die fantastische Villa und damit in das Leben des Superreichen einzieht. Nach der Vorstellung der Image-Spezialisten liefert eine solche Situation fantastische Bilder, welche die Beliebtheit des Unternehmers ins Galaktische steigern. Im Praxistest konfrontiert diese Strategie alle Beteiligten mit unvorhergesehenen Situationen. Sie richtet den Blick auf ein »echtes Wir« jenseits kalkulierter, emotionsgeladener und schillernder Oberflächlichkeit. Diesen Klassiker des amerikanischen Musicals bringt das JUNGE! Staatstheater gemeinsam mit Kindern der städtischen Musikschule und dem Kinder- und Jugendchor Belcanto auf die Bühne des Großen Hauses.

JUNGES!

Es ist eine schnelle, kranke Welt, in der wir leben. Wir alle tragen einen Teil dazu bei. Wir gestalten sie mit. Der Moment dafür ist jetzt! Hört uns zu: Wie wollen wir miteinander umgehen? Wann wurden wir überhört? Was wollen wir von euch? Über eine Spielzeit probt, textet und forscht der Schauspiel-Jugendklub. Das Ergebnis wird laut, schrill, scheppernd. Im Mittelpunkt der Inszenierung stehen die jungen Stimmen der Performer:innen. Unter dem Motto »Mach mit!« lädt die Vermittlung des JUNGEN! Staatstheaters immer wieder junge, spielbegeisterte Menschen ein, selbst aktiv zu werden. In wöchentlichen Proben nähern sich die Mitspieler:innen brennenden Themen und der Performancekunst. Die Stückentwicklung des Klubs bringt auf die Bühne, was sie schon lange sagen wollten. Es ist wieder Zeit für gemeinsame Erlebnisse, Gänsehaut, Lampenfieber und Schlussapplaus. Nach der langen Durststrecke sind jubelnde Zwischenrufe unbedingt erwünscht!


26.05.2023, Kleines Haus Premiere

JUNGES! Konzert

Funken

Amerikanische Traum-Musik

Till Wiebel JUNGES! Schauspiel Jugend & Erwachsene Regie: Emel Aydoğdu Bühne: Eva Lochner Kostüme: Debo Kötting Musik: Yotam Schlezinger

Musik von Aaron Copland für Kinder ab 5 Jahren & Familien 29. / 30.09. / 03.10.2022, Kleines Haus

Das geheime Leben des Waldes

Als der 13-jährige Malte Schröder mit seiner Mutter vor dem Tor des Ferienlagers der Arthur McPush Cooperation steht, ahnt er noch nicht, was ihn dort in diesem Sommer erwartet. Ohne Aufsichtspersonen scheinen sich in diesem Feriencamp hochbegabte Außenseiter:innen und Ausnahmetalente zusammenzufinden, die ihre Ferien dazu nutzen, raffinierte Projekte zu entwickeln und auszuarbeiten. Was kann es Schöneres geben, als sich den Sommer über mit Statistiken, Cellosonaten und chemischen und physikalischen Vorgängen in der Atmosphäre zu befassen? Für Malte ist das keine Option. Er fühlt sich als der durchschnittlichste und langsweiligste Mensch auf diesem Planeten und völlig fehl am Platz. Zum Glück freundet er sich schnell mit einer Gruppe der hochbegabten jungen Menschen an. Wäre da nicht die Stimme der Arthur McPush Cooperation, die alles kontrolliert...

Thomas Dorsch & Juri Tetzlaff mit dem Staatsorchester und der JugendKlimaGruppe, für Kinder ab 7 Jahren 11. / 12.12.2022, Großes Haus

Meeres-Sinfonie Musik von Claude Debussy u. a., mit dem Staatsorchester, moderiert für neugieriges Publikum ab 12 Jahren 18.04.2023, Großes Haus

JUNGE! Blümchen Kindergartenkinder verschenken musikalische Bouquets in Seniorenheimen. Interessierte melden sich gerne unter junges@ staatstheater-braunschweig.de 14.05.2023 (Muttertag), in der Stadt

Das Stück »Funken« wurde 2021 mit dem ersten »Retzhofer Dramapreis« in der Kategorie Junges Publikum ausgezeichnet und skizziert eine Welt, in der Jugendliche ihre Visionen verwirklichen und sich mit Freundschaft und Solidarität einem binären, patriarchalischen und kapitalistischen System widersetzen. Regie führt Emel Aydoğdu, die damit am JUNGEN! Staatstheater Braunschweig ihr Debüt gibt.

Klassik auf dem Hügel Konzert mit den vier Fagottist:innen des Staatsorchesters, ab 6 Jahren 28. / 30.06. / 02.07.2023, Theaterpark

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JUNGES!


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Yuri Fortini, Tanztheater


30.09.2022, Lokpark Wiederaufnahme

24.11.2022, Kleines Haus Wiederaufnahme

22.06.2023, Lokpark Wiederaufnahme

Häppi Bürste

Trojan Rooms

Musikalische Stückentwicklung

tanz JUNG! Jugend & Erwachsene Choreografie: Tiago Manquinho Bühne & Kostüme: Julia Burkhardt Musik & Digitale Entwicklung: Patrick Schimanski Video: Tiago Manquinho Dramaturgie: Sara Dirks

Die Insel des Dr. Moreau

JUNGES! Schauspiel Kinder ab 5 Jahren & Familien Musikalische Leitung: Jörg Wockenfuß Regie: Jörg Wesemüller Bühne & Kostüme: Jasna Bošnjak Dramaturgie: Sarit Streicher »Häppi Bürste« ist eine musikalische Revue rund um den Kindergeburtstag. Ausgehend von lautmalerischen Gedichten entstehen mit zunehmender Eskalation des Geburtstages urwitzige Sprachspiele, die nicht nur junges Publikum begeistern.

Die Choreografie bindet die Zuschauenden in Form einer digitalen Interaktion aktiv mit ein. »Drei Tänzer:innen übersetzen die Einsamkeit in den ›Trojan Rooms‹ des Internets körperlich. Das Bewegungsrepertoire zum Ausdrücken des Unwirklichen, Digitalen, Programmierten, Eingekapselten ist variantenreich, phantasieund kunstvoll...« (Braunschweiger Zeitung).

06.10.2022, Kleines Haus Wiederaufnahme

08.02.2023, Kleines Haus Wiederaufnahme

SAWTIK. Deine Stimme

Die letzte Pflanze… wird die erste sein.

tanz JUNG! Jugend & Erwachsene Choreografie: Taoufiq Izeddiou Bühne & Kostüme: Loriana Casagrande Musik: Nour Sokhon Dramaturgie: Nedjma Hadj Benchelabi, Sara Dirks Getanzt von fünf Tänzer:innen aus der arabischsprachigen Welt, sucht die Stückentwicklung »SAWTIK. Deine Stimme« nach neuen Wegen des Miteinanders und appelliert an die Notwendigkeit einer alternativen Zukunft aus der Pluralität außereuropäischer junger Stimmen heraus. Die erste Kooperation zwischen dem »Festival Theaterformen« und dem JUNGEN! Staatstheater.

tanz JUNG! Kinder ab 6 Jahren & Familien Choreografie: Teresa Rotemberg Bühne & Kostüme: Sophie Krayer Musik: Tanja Müller Dramaturgie: Sara Dirks Was ist nur auf der Erde passiert? Schon lange leben dort nur noch Roboter und alles ist voller Beton, Metall und Plastik – nirgends gibt es mehr Blumen, Wiesen, Sträucher oder Bäume. Die Roboter sehnen sich nach einer Zeit, in der die Welt noch grün war und stellen sich der großen Aufgabe, eine neue Pflanze in ihrem Labor zu züchten.

H. G. Wells Für die Bühne bearbeitet von Markolf Naujoks JUNGES! Schauspiel Jugend & Erwachsene Regie & Musik: Markolf Naujoks Bühne & Kostüme: Marina Stefan Dramaturgie: Sarit Streicher Dem Tode nah, wird die Schiffbrüchige Prendick auf offener See von einem Schiff aufgelesen. Ihre Dankbarkeit weicht schnell einer Furcht, denn irgendetwas stimmt nicht… Regisseur und Musiker Markolf Naujoks verdichtet den 1896 erschienenen, zivilisationskritischen Roman des Sci-Fi- und Horrorgenres mit Blick auf unsere Gesellschaft. Wie lange kann der Mensch noch in die Natur eingreifen, bis diese sich endgültig wehrt?

Außerdem als Wiederaufnahmen geplant:

Clevergirl. Mit Angstmän auf intergalaktischer Mission JUNGES! Schauspiel Freiheit und Widerstand – Ich bin nicht Sophie Scholl JUNGES! Schauspiel knistern knuspern rauschen JUNGES! Konzert Fake Voices JUNGES! Musiktheater

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JUNGES!


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Viktor Gazda, Staatsorchester


Fortlaufend während der gesamten Spielzeit an besonderen Orten der Stadt An wechselnden Orten in der Stadt

Fortlaufendes Angebot zum Mitmachen

Ring-Modulator

JUNGES! spät

Iris Kleinschmidt & Sarit Streicher

Die Abendreihe des JUNGEN! Staatstheaters kann vieles sein – Open Stage, Live-Hörspiel, szenische Lesung, Konzert, Klamauk und Ernst. Immer kostenlos, immer anders... und in der Spielzeit 2022/23 auch immer woanders! In wöchentlichen Proben treffen sich die Wir suchen neue Orte in der Stadt und am Chormitglieder, um ihre Begeisterung fürs Theater auf, weichen aus und erobern neu. Singen mit der Neugier und Freude am Theaterspielen zu verbinden. Neben eigenen Fortlaufendes Angebot, Hausbar, Konzerten wirkt der Chor auch bei ProduktioGroßes Haus nen des Staatstheaters mit, in der Spielzeit 2022/23 u. a. beim Musical »Annie«. Interessierte Sänger:innen zwischen 7 und 19 Jahren wenden sich an den Chorleiter.

Partizipatives spartenübergreifendes Projekt des JUNGEN! Staatstheaters im Rahmen der »Ausweitung des Ringgebiets« Der Ring-Modulator bringt Musik, Motive, Geschichten, Orte und Figuren aus Richard Wagners »Ring des Nibelungen« auf eine Braunschweiger Frequenz. Sie ermöglicht es, aus drei unterschiedlichen Perspektiven auf den Stoff und seinen Komponisten zu schauen. Welche Mythen haben sich in die Architektur des Stadtraums eingeschrieben? In unterschiedlichen Formaten geben wir der Stadt eine Stimme und fragen nach den in Stein gehauenen, in Kupfer gegossenen, in Straßenzügen überlieferten Mythen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, des Naziregimes und unserem Verhältnis zu diesen. Als zweites stellen wir dem Universalgenie Wagner ein partikulares Genie diverser Künstler:innen gegenüber. Wessen Erbe treten sie hier an? Wollen sie ein solches Erbe antreten? Eine diverse Stadtgesellschaft befragt die aktuelle Relevanz von Wagners Werk in eigenen künstlerischen Antworten auf den »Ring«. Joseph Beuys entwickelte das Gesamtkunstwerk weiter und gab ihm mit der sozialen Plastik eine erweiterte Dimension. Diesem Gedanken folgend, verankert der »Ring-Modulator« zuletzt das Vorhaben mit Workshops und Aktionen in der Stadt und sorgt so auf einer ganz anderen Frequenz für eine »Ausweitung des Ringgebiets«.

Kinder- und Jugendchor »Belcanto«

Babykonzerte

In gemütlicher Atmosphäre, unter dem Sternenhimmel des Staatstheaters, spielen Musiker:innen des Staatsorchesters für Babys und ihre Eltern. Die Kleinen kuscheln oder krabbeln auf dem großen Teppich. Alle dürfen mitsummen, im Rhythmus tanzen und gewiegt werden. Bringen Sie gerne Ihre Babydecke mit. Für Wickelmöglichkeiten ist gesorgt.

Kontakt:

Fortlaufende Angebote

Unter dem Motto »Mach mit!« lädt die Vermittlung des JUNGEN! Staatstheaters junge, spielbegeisterte Menschen ab 12 Jahren ein, selbst aktiv zu werden. In wöchentlichen Proben nähern sich die Mitspieler:innen brennenden Themen und der Performancekunst. Die Stückentwicklung des Klubs bringt auf die Bühne, was sie schon lange sagen wollten.

JugendKlimaGruppe Das Staatsorchester Braunschweig engagiert sich in der deutschlandweiten Initiative »Orchester des Wandels«. Die Musiker:innen tragen durch ihre Konzerte zukunftsweisende Themen wie Klima- und Naturschutz in die Gesellschaft und Stadtkultur. Das JUNGE! sucht nun Jugendliche, die bei diesen musikalischen Projekten mit Ideen, Kreativität und Begeisterung mitwirken wollen oder eigene Projekte verwirklichen. Informationen unter: junges@staatstheater-braunschweig.de

mikegarling@staatstheater-braunschweig.de

Fortlaufendes Angebot zum Mitmachen

Mach mit!

Infos zum Mitmachen unter: junges@staatstheater-braunschweig.de

Fortlaufendes Angebot zum Mitmachen

tanzwärts »tanzwärts!« ist ein Konzept des Staatstheaters Braunschweig für partizipative Tanzprojekte mit tanzbegeisterten Bürger:innen jeden Alters.

Kontakt: brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de

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JUNGES!


Vermittlungsangebote für Lehrkräfte & Kulturvermittler:innen Spielplanvorstellung

Speziell für Lehrkräfte aller Schularten sowie Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen für Kinder und Jugendliche arbeiten, stellt das Team des Staatstheaters den Spielplan vor.

09.06.2022, 16:00 – 18:00, Großes Haus Anmeldung unter:

Theaterführungen

Hinter den Kulissen lernen Kinder und Jugendliche kennen, was alles zum Theater gehört. Theatergeschichte und alltägliche Abläufe werden altersgemäß vermittelt. In Verbindung mit einem Vorstellungsbesuch sind Theaterführungen kostenfrei.

1 Tag und 1000 Töne

junges@staatstheater-braunschweig.de

Wir laden Grundschulklassen zu einem Tag voller musikalischer Erlebnisse ein! In der Städtischen Musikschule ertasten, erproben und erforschen die Kinder unterschiedlichste Instrumente, im Staatstheater dürfen sie im Anschluss den Profis über die Schulter blicken.

Materialmappen

zu ausgewählten Inszenierungen eignen sich zur Vor- und Nachbereitung der Aufführungsbesuche. Sie enthalten Hintergrundinformationen, Übungsanleitungen und Diskussionsanregungen.

Staatsorchester macht Schule

Die Konzertvermittlung des Staatsorchesters Braunschweig bietet Schulen praktische Unterstützung beim Musikunterricht, in mehreren Modulen über das Schuljahr hinweg, an. Sprechen Sie uns an!

Achtung Durchlauf!

gibt vor der Premiere einen Einblick in die Inszenierungen. Es werden Konzepte und zu ausgewählten Produktionen, Begleitmaterial und Workshopangebote vorgestellt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit für ein Gespräch.

Fortbildungen

Orchester mobil

Musiker:innen des Staatsorchesters kommen zu Besuch in den Kindergarten oder die Schule. In rund 45 Minuten erzählen sie Geschichten rund um ihre Instrumente und geben Kostproben ihres Könnens.

vermitteln Methoden zur Vor- oder Nachbereitung des Theaterbesuchs in der Schule. Im Anschluss findet ein gemeinsamer Vorstellungsbesuch statt.

TheaterFLAT für Schulen

Workshops

Alle Braunschweiger Schulen sind nun eingeladen, eine TheaterFLAT abzuschließen, die ihnen ermöglicht, sich bei freiem Eintritt alle regulären Vorstellungen des Hauses anzuschauen. Lehrkräfte und Schulleitungen, die dieses Angebot für ihre Schule in Anspruch nehmen wollen, melden sich vor Beginn der Spielzeit.

In Workshops schaffen musikalische, szenische und tänzerische Improvisationen einen Zugang zu den Inhalten und der Ästhetik der Inszenierungen. Die Workshops finden im Theater oder im Klassenzimmer statt, sind kostenfrei und stehen in Verbindung mit einem Vorstellungsbesuch.

Vor- und Nachgespräche

Eine Einführung zum Stück direkt vor der Vorstellung oder ein Gespräch mit Künstler:innen und Dramaturg:innen im Anschluss an die Vorstellung können für Schulklassen und andere Gruppen extra angefragt werden.

Anmeldung: besucherservice@staatstheater-braunschweig.de.

Kontakte Anmeldung, Informationen, Anfragen: junges@staatstheater-braunschweig.de

Musiktheater: iriskleinschmidt@staatstheater-braunschweig.de Telefon (0531) 1234 549

Probenbesuche

Probenbesuche vermitteln den direkten Einblick in die Arbeit vor einer Premiere oder eines Konzerts. Dieses Angebot kann nur nach Absprache mit der Vermittlung der jeweiligen Sparte und in Verbindung mit einem Vorstellungsbesuch wahrgenommen werden.

Schauspiel: merlinmoelders@staatstheater-braunschweig.de Telefon (0531) 1234 553

Tanztheater:

Premierenklassen

brigitteuray@staatstheater-braunschweig.de Premierenklassen haben die Möglichkeit, den Entstehungsprozess einer Telefon (0531) 1234 507 Inszenierung unmittelbar mitzuerleben. Höhepunkt ist der gemeinsame Konzert: Besuch der Premiere und gegebenfalls die Präsentation eines eigenen johannaschatke@staatstheater-braunschweig.de Projekts zur Inszenierung. konzertpaedagogik@staatstheater-braunschweig.de Telefon (0531) 1234 508

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JUNGES!


Staatsorchester

25. / 26.09.2022 Großes Haus

16. / 17.10.2022 Großes Haus

1. Sinfoniekonzert

2. Sinfoniekonzert

Zyklus Ausweitung des Ringgebiets

Verleihung des Louis Spohr-Musikpreises

Musikalische Leitung: Srba Dinić Solisten: Mihkel Poll, Klavier, Matthias Stier, Tenor Herrenchor des Staatstheaters und des Konzert-Chores Braunschweig

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz Solistin: Michaela Selinger, Mezzo-Sopran

Richard Wagner

Eine Faust-Ouvertüre d-Moll (1844)

Maurice Ravel

Shéhérazade Béla Bartók

Konzert für Orchester

Felix Mendelssohn Bartholdy

Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll op. 25 Franz Liszt

Faust-Sinfonie

27. / 28.11.2022 Großes Haus

18. / 19.12.2022 Großes Haus

3. Sinfoniekonzert

4. Sinfoniekonzert

Zyklus Beckmann

Zyklus Beckmann

Musikalische Leitung: Srba Dinić Solist: Salomo Schweizer, Oboe

Musikalische Leitung: Marc Niemann Gesangssolist:innen des Staatstheaters Braunschweig

Johannes Brahms

Variationen für Orchester B-Dur Wolfgang Rihm über ein Thema von Joseph Haydn Der Maler träumt op. 56a Charles Ives

Wolfgang Amadeus Mozart

Oboenkonzert C-Dur KV 314 Steffen Schleiermacher

The Beginning – Fünf Beckmann Bilder

Central Park in the Dark Ernst Krenek

Zwei Arien und Zwischenmusik aus »Johnny spielt auf« Wolfgang Amadeus Mozart

Sinfonie C-Dur Nr. 41 KV 551 »Jupiter«

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Staatsorchester


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Anne Rothaupt, Staatsorchester


29. / 30.01.2023 Großes Haus

26. / 27.02.2023 Großes Haus

19. / 20.03.2023 Großes Haus

5. Sinfoniekonzert

6. Sinfoniekonzert

7. Sinfoniekonzert

Zyklus Beckmann

Zyklus Mythos 9. Sinfonie Musikalische Leitung: Gerd Schaller

Zyklus Ausweitung des Ringgebiets

Musikalische Leitung: Srba Dinić Solist:innen: Clair Obscur, Saxophon-Quartett Anton Bruckner Steffen Schleiermacher

Porträt mit Saxophon – Hommage à Max Beckmann

Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109

Musikalische Leitung: Srba Dinić Gesangssolist:innen des Staatstheaters Braunschweig

(vervollständigte Fassung: Gerd Schaller)

Richard Wagner

Die Walküre WWV 86 B (Ausschnitte)

Bob Mintzer

Rhythm of the Americas Richard Strauss

Ein Heldenleben op. 40

16. / 17.04.2023 Großes Haus

14. / 15.05.2023 Großes Haus

19. / 25.06.2023 Großes Haus

8. Sinfoniekonzert

9. Sinfoniekonzert

10. Sinfoniekonzert

Zyklus Komponistinnen Zyklus Natur

Zyklus Tschaikowsky

Zyklus Ausweitung des Ringgebiets Zyklus Natur

Musikalische Leitung: Mario Parisotto Solistin: Eliana Burki, Alphorn

Musikalische Leitung: Srba Dinić Solist: Haiou Zhang, Klavier

Musikalische Leitung: Mino Marani Solist: Felix Gutgesell, Violine

Elena Firsova

Sergei Rachmaninow

Antonio Vivaldi

The Garden of Dreams op. 111

Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll op. 30 Le quattro stagione – Die vier Jahreszeiten op. 8

Jean Daetwyler

Pjotr I. Tschaikowsky

Alphornkonzert

Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Giacinto Scelsi

Natura Renovatur

Olga Neuwirth

Spraying Sounds of Hope

Richard Wagner

Siegfried-Idyll WWV 103

Claude Debussy

La Mer

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Staatsorchester


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Jisang Ryu, Musiktheater


Extras

Konzertreihen

18.09.2022, Großes & Kleines Haus

Details zum Konzertprogramm 2022/2023 entnehmen Sie bitte dem Spielzeitheft des Staatsorchesters Braunschweig, das Mitte Juni 2022 erscheint.

Theaterfest

Kammerkonzerte Louis-Spohr-Saal Sonntags, 11:00 23.10.2022 / 15.01.2023 / 12.02.2023 / 12.03.2023 / 07.05.2023 / 11.06.2023

Lunchkonzerte Großes Haus An ausgewählten Montagen, 13:00

Auftakt zur Spielzeit 2022/23 Wie in jedem Jahr öffnet das Staatstheater Braunschweig zum Auftakt der Spielzeit seine Türen und feiert mit allen Theaterbegeisterten und denen, die es werden wollen, ein Theaterfest im Großen und Kleinen Haus. Mit dem Herzog Anton Ulrich-Museum, der Musikschule und dem Fotomuseum schließen sich diesmal auch unsere direkten Nachbarn an und kreieren eine »Kulturmeile« entlang des Museumsparks.

Herbst 2022, Großes Haus

Filmkonzert Im Rahmen des Braunschweig International GroßerHausBesuch Film Festival Termin und Spielort in Planung

Neujahrskonzerte 01.01.2023, Gifhorn 02.01.2023, Braunschweig 06.01.2023, Salzgitter 08.01.2023, Wolfsburg 14. & 15.01.2023, Helmstedt

Pop Meets Classic Volkswagen Halle 22.04.2023

Das Große Haus ist der rechte Ort für unsere Konzertreihe »GroßerHausBesuch«. Hierher kommen erfolgreiche Künstler:innen und Bands der Pop- und Rockmusik. Auf der Bühne des Großen Hauses verbindet sich die besondere Atmosphäre unseres Theaters mit lauten Tönen und Hymnen des Pop. Die Beats lassen unser Opernhaus vibrieren. Zusammen mit Ihnen, die ganz besondere Konzertabende erleben wollen, empfangen wir die Großen der deutschen und internationalen Pop-Musikszene: »GroßerHausBesuch«. Hauptsponsor

Zum bereits 15. Mal veranstaltet Undercover in Kooperation mit dem Staatstheater Braunschweig »Pop Meets Classic«.

Infos zum Programm und Ticketvorverkauf unter www.popmeetsclassic-braunschweig.de 09.10.2022, Großes Haus

Gastspielreihe, Großes Haus

Meisterkonzerte Seit nunmehr 70 Jahren bringt die Braunschweiger Konzertdirektion Walter E. Schmidt in ihren Philharmonischen Meisterkonzerten die internationalen Größen der Klassikszene nach Braunschweig. Während der Sanierung der Stadthalle Braunschweig ist das Große Haus des Staatstheaters die Wahlheimat der Braunschweiger Meisterkonzerte.

www.meisterkonzerte-braunschweig.de

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Extras

Salut Salon – Die Magie der Träume Das Hamburger Quartett Salut Salon begeistert seit über 17 Jahren das Publikum mit Klassik von Bach bis Prokofjew, mit Tangos von Astor Piazzolla, eigenen Chansons, InstrumentalAkrobatik und poetischem Puppenspiel. 2022 verzaubern Angelika Bachmann (Geige), Iris Siegfried (Geige), Olga Shkrygunova (Klavier) und Anna-Lena Perenthaler (Cello) ihr Publikum mit ihrer neuen Bühnenshow: Die Magie der Träume. Ob mit Tschaikowskys »Winterträumen«, Ysaÿes »Rêve d’enfant« oder »Hedwig’s Theme« aus der Filmmusik zu Harry Potter – die vier Musikerinnen zaubern und verzaubern, spielen und singen, rappen und steppen.


05.11.2022, Kleines Haus & Aquarium

Die lange Nacht der Literatur

08.04.2023, Großes Haus Wiederaufnahme, Gastspielserie

30.06. – 10.07.2022 in Braunschweig 22.06.– 02.07.2023 in Hannover

Der Diamantenherzog und das brennende Schloss

Festival Theaterformen

Auf Einladung des Raabe-Haus:Literaturzentrums und des Staatstheaters Braunschweig lesen am Vorabend der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises 2022 wieder preisgekrönte Schriftsteller:innen aus ihren aktuellen Musikalische Leitung: Christian Eitner Regie: Peter Schanz Büchern im Großen und Kleinen Haus.

06.11.2022, Kleines Haus

Verleihung des Wilhelm RaabeLiteraturpreises Die Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk stiften jährlich den mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Zu den bisherigen Preisträger:innen gehören u. a. Petra Morsbach, Judith Schalansky und Heinz Strunk. Der Preis wird im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig überreicht.

Choreografie: Sonja Böhm Bühne: Caroline Schwarz Kostüme: Julia Burkhardt

Eine Hip-Hop-Oper von Eitner & Schanz mit der Jazzkantine und Arne Stephan als Karl II., Herzog von Braunschweig. 1830 wurde in Braunschweig – wieder einmal – Geschichte geschrieben: Die Bevölkerung machte ihrem Chef buchstäblich Feuer unterm Hintern, fackelte das Schloss am Bohlweg ab und vertrieb ihren Herzog Karl II. aus Stadt und Land. Die Geschichte vom Diamantenherzog und der Braunschweiger Widerständigkeit bietet faszinierenden Stoff für ein Hip-Hop-Historical, aufgespannt zwischen Politik & Kunst, Genie & Wahnsinn, Liebe & Intrige, Herzogshaus & Wirtshaus, Schloss & Straße.

12.11.2022, Großes Haus

Preisverleihung Braunschweig International Film Festival Die offizielle Preisverleihung des Braunschweig International Film Festival. Acht Preise im Wert von insgesamt 53.500 Euro werden an diesem Abend verliehen – das Highlight des Abends stellt die Verleihung des europäischen Schauspielpreises »Die Europa« dar.

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Extras

Das Festival Theaterformen ist eines der größten Festivals für internationales Theater in Deutschland und seit 1990 abwechselnd in Braunschweig und Hannover zu Gast. Herzstück des elftägigen Programms unter der künstlerischen Leitung von Anna Mülter sind Perspektiven und Themen, die in unserer Gesellschaft und unseren Theatern selten gesehen und gehört werden. Experimentelle Formen von Theater und Tanz, partizipative Projekte und Arbeiten im öffentlichen Raum sollen für ein vielfältiges Publikum zugänglich gemacht werden. Programmveröffentlichung und Vorverkaufsstart im Mai. Das Festival Theaterformen ist eine Veranstaltung der Staatstheater Hannover und Braunschweig, gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Städte Hannover und Braunschweig, die Stiftung Niedersachsen und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. www.theaterformen.de welcome@theaterformen.de


Service

Karten & Information Besucherservice Kassenhalle (Großes Haus) Am Theater 38100 Braunschweig Di – Fr: 10:00 – 19:30 Sa: 10:00 – 14:00 (montags, sonn- & feiertags geschlossen) Tel: 0531 1234 567 Fax: 0531 1234 570 Mail: besucherservice@ staatstheater-braunschweig.de Die Veranstaltungskasse öffnet in den Spielstätten eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, im Lokpark 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung. Öffnungszeiten während der Spielzeitpause (19.07. – 27.08.2022) Di – Sa: 10:00 – 14:00

Buchung für Schul- & Kindergartengruppen

Vorverkaufsstart Spielzeit 2022/2023 am 01.06.2022, für Abonnent:innen bereits ab 25.05.2022.

Weitere Vorverkaufsstellen Konzertkassen der Braunschweiger Zeitung Braunschweig Stadtmarketing GmbH, Touristinfo Kleine Burg 14 38100 Braunschweig Universum Filmtheater Neue Straße 8 38100 Braunschweig Musikalienhandlung Bartels Wilhelmstr. 89 38100 Braunschweig Wolfsburger Allgemeine Porschestraße 74 38440 Wolfsburg

schulgruppen@ staatstheater-braunschweig.de

Kulturbund Wolfenbüttel Stadtmarkt 7a 38300 Wolfenbüttel

Buchung für Firmen- & Erwachsenengruppen

Konzertkasse Gifhorn Steinweg 78 38518 Gifhorn

gruppen@ staatstheater-braunschweig.de

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Vorverkauf

Service


Ermäßigungen & Gutscheine

Abos

TheaterCards

Wer gerne regelmäßig ins Theater geht, kann mit einem unserer Abos einen Stammplatz und feste Vorstellungstermine für die gesamte Spielzeit zu einem ermäßigten Preis buchen (ausgenommen ist das Premieren-Abo). Da die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unser Abo-System bei Redaktionsschluss dieser Zeitung noch nicht vollends absehbar waren, bitten wir Sie, sich bei Interesse an einem Abo an unseren Besucherservice zu wenden. Unsere Abonnent:innen erhalten wie gewohnt vor Beginn der Spielzeit die üblichen Unterlagen mit allen Vorstellungsterminen.

TheaterCard

TheaterFLAT

StarterCard

Last-Minute

Auch Braunschweiger Schulen können nun für ihre Schüler:innen eine TheaterFLAT abschließen, die ihnen ermöglicht, sich bei freiem Eintritt alle regulären Vorstellungen des Hauses anzuschauen (ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen). Lehrkräfte und Schulleitungen, die dieses Angebot für ihre Schule in Anspruch nehmen wollen, melden sich vor Beginn der Spielzeit unter besucherservice@staatstheater-braunschweig.de. Vor- und Nachbereitungsworkshops und weitere Vermittlungs-Angebote sind weiterhin für alle Schulen buchbar im JUNGEN! Staatstheater.

Unser Angebot für (Berufs-)Schüler:innen und Studierende: Mit der StarterCard kostet jeder Platz nur 5 € (ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen). Die StarterCard ist 12 Monate gültig und nicht übertragbar. Sie gilt bis zum vollendeten 30. Lebensjahr und ist für 29 € erhältlich.

Eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn erhalten die oben Genannten Restkarten zu besonders günstigen Preisen. Das LastMinute-Ticket kostet 7 € (Schauspiel, Tanztheater ohne Orchester) bzw. 9 € (Musiktheater, Tanztheater mit Orchester, Sinfoniekonzert). Dieses Angebot gilt auch bei Premieren.

TheaterBonusCard

TheaterFLAT

Die TheaterBonusCard bekommen Sie an der Theaterkasse im Großen Haus kostenfrei. Am Ende jeder Spielzeit erhalten Sie eine Gutschrift in Höhe von 3 % Ihrer Ticketkäufe. Mit der TheaterBonusCard erhalten Sie direkt bei Abholung einen Gutschein im Wert von 5 €.

Mit der TheaterFLAT kommen Studierende der TU Braunschweig und der HBK Braunschweig in den Genuss, sich bei freiem Eintritt alle regulären Vorstellungen des Hauses anzuschauen (ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen). Der Studierendenausweis wird für sie zur Eintrittskarte für das Programm in allen fünf Sparten. Ab drei Tagen im Vorfeld eines Vorstellungstermins erhalten Sie an der Theaterkasse im Großen Haus die besten noch verfügbaren Plätze.

für Schulen

Karten zum ermäßigten Preis erhalten, gegen Vorlage eines entsprechenden 30 % gespart Ausweises, Schüler:innen, Studierende und Auszubildende bis zum vollendeten 30. Für Theater-Fans und alle, die es werden Lebensjahr sowie Arbeitslose, Inhabende wollen, ist die TheaterCard ideal. Sie erhaldes Braunschweig-Passes oder eines ten für alle Veranstaltungen (ausgenommen Schwerbehindertenausweises (ab GdB 50) sind Premieren und Sonderveranstaltungen) und Bundesfreiwilligendienstleistende. 30% Ermäßigung – so oft Sie wollen. Die Premieren und Sonderveranstaltungen sind TheaterCard ist 12 Monate gültig und nicht von dieser Regelung ausgeschlossen. Gegen übertragbar. Sie kostet einmalig 69 €. Vorlage eines Schwerbehindertenausweises Zusätzlich zu dieser TheaterCard können Sie mit dem Vermerk »B« erhalten schwerbefür eine Begleitperson Ihrer Wahl eine hinderte Menschen in allen Preiskategorien PartnerCard für nur 39 € erwerben. Diese eine Freikarte für eine Begleitperson. gilt ebenfalls 12 Monate.

jeder Platz nur 5 €

3 % Gutschrift

Allen Gästen, die im Besitz einer Card sind, senden wir auf Wunsch gerne exklusive Angebote und Informationen per E-Mail zu.

für Ermäßigungsberechtigte

für Studierende

Geschenkgutscheine der Klassiker

Geschenkgutscheine über einen beliebigen Wert können für jede Vorstellung nach Wahl eingelöst werden. Die Gutscheine sind drei Jahre gültig. Geschenkgutscheine können Sie auch in unserem Webshop erwerben und als print@home-Variante innerhalb weniger Minuten direkt ausdrucken.

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Service


Gruppen & Firmenkunden

Theater barrierefrei Audiodeskription im Theater

Hörhilfen

Für blinde und sehbehinderte Menschen bietet das Staatstheater Braunschweig ausgewählte Produktionen mit live gesprochener Audiodeskription an. Zu erleben und hören ist, wie sich Musik und Bilder der Inszenierung durch zeitgleiche Beschreibung im Kopf zu einem Ganzen verbinden. Vor jeder Vorstellung gibt es die Möglichkeit einer kostenlosen Einführung in Werk und Inszenierung durch die Dramaturgie. Dort können Teile des Bühnenbildes, Requisiten, Kostümteile oder Perücken ertastet werden. Die Mitnahme von Blindenführhunden ist selbstverständlich gestattet. Wir bitten um Anmeldung beim Kartenkauf, damit wir Ihnen geeignete Plätze zur Verfügung stellen können.

Für Menschen mit leichter Hörschädigung, die im Alltag noch ohne Hörgerät auskommen, stellen wir Hörhilfen (inkl. Ohrhörer) zur Verfügung, die den Bühnenton verstärken. Die Hörhilfen sind gegen ein Pfand an den Garderoben erhältlich.

Zu folgenden Inszenierungen bieten wir in der Spielzeit 2022/23 eine Vorstellung mit Audiodeskription an. Peer Gynt Schauspiel von Henrik Ibsen Großes Haus

Das Rheingold Musikdrama von Richard Wagner Großes Haus

Robin Hood Familienstück zur Weihnachtszeit Großes Haus

Der ideale Mann Komödie von Oscar Wilde in der deutschen Fassung von Elfriede Jelinek nach einer Übersetzung von Karin Rausch Kleines Haus

Cloclo Operette von Franz Léhar Großes Haus

Professor Mamlock Schauspiel von Friedrich Wolf Großes Haus

Der hinkende Teufel / Die Geschichte vom Soldaten Musiktheater von Jean Françaix / Igor Strawinsky Kleines Haus

Sie wünschen sich eine außergewöhnliche Vereins-, Gruppen- oder Familienfeier? Von der Theaterführung mit Blick hinter die Kulissen bis zum Vorstellungsbesuch mit Stückeinführung durch die Dramaturgie sorgen wir für einen rundum gelungenen Theaterbesuch. Gern beraten wir Sie persönlich bei der Stückauswahl und reservieVorstellungen ren Ihnen bereits frühzeitig Ihr Kartenkontingent. Gruppen ab 15 Personen erhalten mit Gebärdensprache eine Ermäßigung von 15% auf den Kartenpreis. Ist Ihre Gruppe kleiner als 15 PersoDas Staatstheater Braunschweig bietet auch nen? Kontaktieren Sie uns. Wir informieren in der Spielzeit 2022/2023 Vorstellungen für Sie gerne. Informationen für Schulgruppengehörlose Menschen an, die von Gebärden- buchungen finden Sie auf S. 52. sprachdolmetschenden übersetzt werden. Eine Stunde vor einer Schul- und einer Familienvorstellung findet eine kostenlose Theaterreisen für Gruppen Stückeinführung durch die Dramaturgie und die dolmetschende Person statt. Wir stehen Ihnen bei der Planung und Buchung Ihrer Theaterreise gern als ServiceRobin Hood Partner zur Verfügung. Entdecken Sie Familienstück zur Weihnachtszeit tagsüber Braunschweigs Sehenswürdigkeiten oder bummeln Sie durch die zahlreichen Großes Haus Passagen und Quartiere. Am Abend besuchen Sie eine Vorstellung am Staatstheater Zugang und Parken Braunschweig. Gern vermitteln bzw. organisieren wir Ihnen Ihre Übernachtung und eine Der barrierefreie Eingang in das Große Haus Stadt- oder Theaterführung. befindet sich auf der Bühneneingangsseite, Mit folgenden Angaben können wir Ihnen gegenüber dem Theaterpark. Hier gibt es ein individuelles Angebot erstellen: auch zwei barrierefreie Parkplätze. – Name und Datum der gewünschten VeranDer Haupteingang des Kleinen Hauses ist staltung barrierefrei. – Anzahl der Personen und Übernachtungen – Budget pro Person und gewünschte Platzkategorie Alle Barrierefrei-Termine werden rechtzeitig – Kontaktdaten mit Telefonnummer für online und in unseren Drucksachen mitgeteilt. Rückfragen Kontakt und Informationen für alle Angebote: barrierefrei@staatstheater-braunschweig.de Firmenkunden Tel 0531 1234 567 Fax 0531 1234 570 Als Dankeschön an Ihr Team oder zur Kundenpflege – Ihre Firmenfeier, mit oder ohne Vorstellungsbesuch, bekommt bei uns den richtigen Rahmen. Oder mieten Sie doch gleich das ganze Haus. Mit bis zu 300 Personen feiert es sich bestens im Kleinen Haus, mit bis zu 900 Personen finden Sie Platz im Großen Haus. Unsere Theatergastronomie bietet Ihnen vom Sektempfang über ein Finger-Food-Buffet bis zum gehobenen Menü ein kulinarisches Angebot.

Götterdämmerung Musikdrama von Richard Wagner Großes Haus

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Gruppenbesuche

Extras



Freunde & Förderer StaatstheaterFreunde e. V. ZUSCHAUEN – DISKUTIEREN – KÜNSTLERGESPRÄCHE Unter diesem Motto erleben Sie als Mitglied der StaatstheaterFreunde die Menschen im Staatstheater aus nächster Nähe. – In den monatlichen »Theaterkreisen« kommen Sie in Kontakt zu Künstlerinnen und Künstlern auf und hinter der Bühne. – Durch den Besuch von Bühnenproben erfahren Sie live etwas von den Arbeitsprozessen vor der Premiere. – Der »Premierentreff« im Louis-Spohr-Saal gibt Ihnen die Möglichkeit, sich bei einem Glas Wein mit Interessierten auszutauschen. Fördern Sie zusammen mit über 570 StaatstheaterFreunden unser Staatstheater! Mitgliedsbeiträge und mögliche Spenden sind von der Steuer absetzbar und kommen dem Theater für besondere Projekte zugute, wie z. B. 2020 für die Finanzierung eines neuen Lichtsteuerpultes im Großen Haus. www.staatstheaterfreunde-bs.de

Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz sorgt seit 450 Jahren für die Kontinuität der kulturellen und historischen Identität der Regionen und sichert damit eine der Grundlagen für gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung mit ihren drei Teilvermögen: Aus den Erträgen des Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds von 1569 unterstützt die SBK kirchliche, kulturelle und soziale Projekte. Die 1934 errichtete Braunschweig-Stiftung dient indes der Förderung der Universität Braunschweig, des Staatstheaters Braunschweig und des Braunschweigischen Landesmuseums. Das übrige Stiftungsvermögen bildet neben der vom Land Niedersachsen übernommenen regionalen Kulturförderung in den Landkreisen Helmstedt, Peine und Wolfenbüttel sowie den Städten Braunschweig und Salzgitter seit 2018 auch die Stiftung Dr. Helmut und Marianne Nebes, geb. Ding. Diese fördert das Städtische Klinikum Braunschweig, das Städtische Museum Braunschweig, die Kirchengemeinde St. Johannes in Hondelage und ebenfalls das Staatstheater Braunschweig.

Erich Mundstock Stiftung Die gemeinnützige ERICH MUNDSTOCK STIFTUNG hat seit ihrer Gründung 1998 für vielschichtige Förderzwecke in Braunschweig und im Landkreis Peine über 2 Mio. € an Zuwendungen ausgeschüttet. Zweck der ERICH MUNDSTOCK STIFTUNG ist: – die Förderung und Unterstützung von Personen, die infolge von Alter, Krankheit, Behinderung oder sonstigen Gründen auf die Hilfe von Dritten angewiesen sind – die Pflege und Förderung der Jugend, insbesondere begabter Schüler:innen, Lehrlinge und Studierender www.erich-mundstock-stiftung.de

BS|ENERGY Stiftung für das Staatstheater Braunschweig Möchten Sie das Staatstheater für eine gesicherte Zukunft stärken? Dann überweisen Sie eine Spende oder, noch nachhaltiger: Werden Sie Zustifter, um das seit 2005 kontinuierlich angestiegene Kapital weiter zu vergrößern. Ab einer Summe von 5.000 € haben Zustifter auch einen Platz im Stiftungskuratorium und sind an den Entscheidungen für die Stiftungsprojekte beteiligt. Wir freuen uns über Ihr Interesse! Ein Info-Flyer über Bestimmungen und Ziele der Stiftung ist in allen Spielstätten des Staatstheaters und über die Gesellschaft der Staatstheaterfreunde in Braunschweig e.V. erhältlich. Weitere Informationen und Kontakt: Stiftung für das Staatstheater Braunschweig Am Theater, 38100 Braunschweig Telefon 0531 1234 500 | Fax 0531 1234 403 kontakt@stiftung.staatstheater-braunschweig.de www.stiftung.staatstheater-braunschweig.de Kontodaten: Nord / LB Braunschweig IBAN DE12 250 500 000 199 997 776 Vorstand der Stiftung: Gernot Tartsch (Vorsitzender), Stefan Mehrens (Stellvertretender Vorsitzender), Beate Kirchner, York Steifensand, Ulrich Markurth Kuratorium der Stiftung: Christiane Wurdack-Scheibel (Vorsitzende), Udo von Kröcher (Stellvertretender Vorsitzender), Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, Generalintendantin Dagmar Schlingmann, Ulrike Munte, Dr. Thies Vogel

Bürgerstiftung Braunschweig Unser Hauptziel ist klar: Braunschweig soll auch künftig eine sozial friedliche, kulturell vielgestaltige und aktive, lebendige Stadt bleiben. Es soll sich lohnen, hier zu leben – heute und in Zukunft. Die Bürgerstiftung Braunschweig will sich durch die von ihr geförderten Projekte und ihre sonstigen Aktivitäten im Bewusstsein der Braunschweiger Bürger:innen verankern – als eine feste Einrichtung bürgerschaftlichen Engagements und bürgerschaftlicher Selbsthilfe, die breite Unterstützung verdient. Ein fester Bestandteil unserer Projektarbeit ist die seit 2008 bestehende Kooperation mit dem Staatstheater, der Realschule Sidonienstraße und der Hauptschule Sophienstraße für das Projekt »Theater in die Schule«, das kulturelle Teilhabe, ästhetische Bildung und nachhaltige Begeisterung für das Theater vereint. www.buergerstiftung-braunschweig.de

Stiftung Niedersachsen Seit 1987 engagiert sich die Stiftung Niedersachsen für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung. Als Landeskulturstiftung stärkt sie durch die Förderung gemeinnütziger Projekte die Vielfalt der Kultur in Niedersachsen und trägt zur Profilierung des Kulturstandortes bei. Wichtig ist ihr dabei insbesondere die Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Entwicklungen, eine hohe Qualität, die überregionale Ausstrahlung sowie die Teilhabe unterschiedlichster Gruppen. Die Stiftung verwirklicht ihren Zweck operativ mit eigenen Programmen. Dazu zählen LINK – Künstliche Intelligenz in Kunst und Kultur, das Best OFF | Festival Freier Theater, der Internationale Joseph Joachim Violinwettbewerb Hannover und das Literaturförderprogramm SchreibZeit. Zudem fördert die Stiftung jährlich rund 200 Projekte aus den Sparten Musik, Kunst, Theater und Tanz, Soziokultur, Literatur, Bildung und Wissenschaft. www.stnds.de

Seit 2003 verwandelt sich der historische Braunschweiger Burgplatz jeden Sommer in eine prächtige Freiluftbühne, die mit ausgesuchten Opern oder Musicals jedes Jahr aufs Neue ein musikalisches Highlight darstellt. BS|ENERGY unterstützt die Veranstaltung als Hauptsponsor von Beginn an und rief darüber hinaus 2008 zusammen mit dem Staatstheater das Projekt »100 Schüler in die Oper« ins Leben. Bei »100 Schüler in die Oper« werden Schüler:innen der Region dazu eingeladen, während eines theaterpädagogischen Workshops die Handlung, Charaktere und Hintergründe des aktuellen Stücks kennenzulernen. Zusätzlich erkunden sie bei einer Führung die Werkstätten des Theaters. Krönender Abschluss des Projektes ist der gemeinsame Besuch einer Aufführung, zu der alle 100 Schüler:innen von BS|ENERGY eingeladen werden. »Wir wünschen den 100 Schüler:innen eine spannende Projektzeit und dem Staatstheater eine fantastische Spielzeit 2022/2023.« Jens-Uwe Freitag | Vorstandsvorsitzender BS|ENERGY

Volkswagen Financial Services »Die Zukunft so hell!«, so stand es im letzten Jahr in großen Lettern am Großen Haus des Staatstheaters Braunschweig. Davon gehen wir bei Volkswagen Financial Services ebenfalls aus und blicken, wie viele Menschen in der Region, hoffnungsvoll auf die bevorstehende Spielzeit 2022/23 des Staatstheaters Braunschweig und damit wieder auf kulturelle Highlights. Das neue Spielzeitheft lässt zumindest schon einen großartigen Ausblick auf die nahe Zukunft zu. Auch bei den Volkswagen Financial Services sind wir jedenfalls gespannt und möchten Ihnen insbesondere das Format »GroßenHausBesuch«, das wir auch in dieser Spielzeit wieder unterstützen, ans Herz legen. Wir als Unternehmen mit rund 6.000 Mitarbeitenden allein in Braunschweig fühlen uns dem kulturellen Leben dieser Region verpflichtet und engagieren uns daher gern und jedes Jahr aufs Neue. Dem Staatstheater, seinen Künstler:innen und Mitarbeiter:innen wünschen wir eine erfolgreiche Spielzeit 2022/23. Angela Kleinhans | Leiterin Sponsoring Volkswagen Financial Services AG

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Freunde & Förderer


Braunschweigische Landessparkasse »Nie haben wir das vielfältige Kulturangebot schmerzlicher vermisst als im zweiten Jahr der Pandemie« sagt Christoph Schulz, Vorstandsvorsitzender der Braunschweigischen Landessparkasse und der Braunschweigischen Sparkassenstiftung. Seit vielen Jahren besteht eine Partnerschaft mit dem Staatstheater Braunschweig, die sich stetig weiterentwickelt hat. »Gerade die besondere Atmosphäre im Großen Haus und das Beieinandersein im Kleinen Haus des Braunschweiger Staatstheaters haben gefehlt. Das Spiel der Künstler:innen, die wunderbare Musik und der ausgezeichnete Tanz bereichern unseren Alltag, bescheren uns Ablenkung und verführen uns zum Träumen.« »Das Theater bildet mehr als ein dickes Buch« wusste schon Voltaire. Den wichtigen kulturellen Bildungsauftrag konnte das Staatstheater Braunschweig nicht oder nur sehr eingeschränkt ausüben. Diese Lücke in Zukunft wieder zu schließen und gerade für Kinder und Jugendliche ein attraktives Angebot zu ermöglichen, ist auch einer der Förderschwerpunkte der Braunschweigischen Sparkassenstiftung. Gemeinsam Barrieren und Berührungsängste abzubauen kennzeichnet die Zusammenarbeit der Traditionshäuser. Die Wiederaufnahme des »Sparkassen-Abos« hat gezeigt, dass auch die vielen kulturbegeisterten Kund:innen der Braunschweigischen Landessparkasse die großartigen Darbietungen auf den Bühnen des Staatstheaters vermisst haben. Dieses besondere Angebot haben viele liebgewonnen und wir freuen uns darauf, dieses in Zukunft wieder anbieten zu können. Christoph Schulz | Vorstandsvorsitzender

Öffentliche Versicherung Braunschweig Liebe Besucher:innen unseres Staatstheaters, was momentan auf der Welt passiert, macht mich sprachlos: Eine über zweijährige Pandemie, die sich längst wie eine stickige dunkle Decke über das Leben gelegt hat. Ein Krieg mitten in Europa, der wie ein Traum aus längst vergangener Zeit wirkt, aus dem man plötzlich gewaltsam geweckt wird. Eine Erde und eine Umwelt, die in ganz anderen Dimensionen daherkommen als unser tägliches Hochgeschwindigkeitsleben. Daher ist mir persönlich das Theater so wichtig: Es spricht in diese Sprachlosigkeit, gibt der Welt um uns herum wieder eine Stimme – mal schreiend und anklagend, mal majestätisch und schillernd, mal flüsternd, mal ironisch, auch mal nicht sofort verständlich, mit viel Stoff zum »Nach-Denken«. Für uns als Öffentliche ist es keine Frage, die tollen Produktionen unseres Staatstheaters auch in dieser Spielzeit wieder zu unterstützen. Begonnen mit dem Braunschweig-Musical »Der Diamantenherzog und das brennende Schloss«: Auch ein gieriger Herzog, der vor 200 Jahren schließlich von seinen eigenen Untertanen vertrieben worden ist, kann mitten in unsere eigene Zeit hineinsprechen. Und gleichzeitig ein bisschen Unterhaltung und Freude in unsere herausfordernde Zeit bringen. Danke an alle an den Produktionen des Theaters Beteiligten für ihre Stimmen! Ihr Knud Maywald, Vorsitzender des Vorstandes der Öffentlichen Versicherung Braunschweig

Volksbank BraWo Liebe Kulturfreund:innen, Corona-bedingt mussten wir alle auf Vieles verzichten. Daher freuen wir uns umso mehr, dass das kulturelle Leben nun wieder aufblüht und das Staatstheater Braunschweig in dieser Spielzeit mit »Der Zauberflöte« noch einmal eine der berühmtesten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart präsentiert, welche wir als Sponsor unterstützt haben. Wir wünschen Ihnen mit Papagena, Papageno, Pamina, Tamino, Sarastro, der Königin der Nacht und den weiteren Figuren unvergessliche Momente im bezaubernden Braunschweiger Staatstheater. Dem Staatstheater sind wir seit vielen Jahren eng verbunden, denn die Förderung der Kunst und Kultur in unserer Region liegt uns sehr am Herzen. Beides bereichert unser Leben, gibt uns Kraft, beschert uns einzigartige, unvergessliche Momente und verbindet uns Menschen. Als Ihre Volksbank vor Ort, mit über 160 Tochtergesellschaften und konzernweit über 1.400 Mitarbeiter:innen, engagieren wir uns für das Wohl unserer Region, damit unsere Heimat liebens- und lebenswert bleibt. Und sollten Sie uns noch nicht kennen – wir sind die mit dem kostenlosen Girokonto.

Auch in der Spielzeit 2022/23 unterstützt die Streiff & Helmold GmbH das Kooperationsprojekt THEATER. FIEBER, das die Neugier und Begegnung mit dem Unbekannten fördert. Das Theatererlebnis kann das Sehen erweitern und aktiviert Momente der Überraschung. In der Plötzlichkeit genauen Betrachtens werden zuweilen Selbstverständlichkeiten und zementierte Meinungen ad hoc pulverisiert. Das »Mach kein Theater!« der Eltern bedeutet, man soll nicht aus der Reihe tanzen, nicht zicken und sich benehmen. Was bei Oma am Kaffeetisch pragmatisch ist, hilft dem Fortschritt und der Erkenntnis indes nicht. In diesem Sinne lautet unser Wahlspruch: »Mach mal Theater!« Helmut Streiff www.streiff.de

Jürgen Brinkmann | Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo

Richard-Wagner-Verband Braunschweig e.V. Buchhandlung Graff Das Staatstheater und die Buchhandlung Graff sind seit vielen Generationen herausragende kulturelle Treffpunkte in der Region. Das geschriebene und das gespielte Wort sind dabei vielfältig miteinander verknüpft. Auch klassische Musik und Musiktheater sind bei beiden vertreten, in der Buchhandlung Graff mit einer Auswahl an Klassik- und Opern-CDs. Sie profitieren von der Partnerschaft beider Häuser: Mit der »GraffCard« erhalten Sie an der Theaterkasse nicht nur 1,00 € Ermäßigung auf eine Eintrittskarte (außer bei Premieren und Sonderveranstaltungen), sondern können den angesammelten Bonus auf Ihrer »GraffCard« auch für einen Theatergutschein einlösen. Wir freuen uns in der kommenden Spielzeit auf lebhafte und spannende gemeinsame Veranstaltungen. Buchhandlung Graff Joachim Wrensch, Frederick Wrensch www.graff.de

Brunswiek Marketing GmbH Was wirklich wichtig ist, das sollte man nicht anderen überlassen! Theater ist keine Selbstverständlichkeit, auch geht es nicht von alleine. Es ist ein wertvolles Kulturgut und braucht Partner, die sich über den Theaterbesuch hinaus engagieren. Für die Lebensqualität in der Region ist neben wirtschaftlicher Dynamik auch gesellschaftliche Verantwortung wichtig. Wir als Brunswiek Marketing GmbH und Veranstalter der »BRAWO OPEN« möchten mit unserem Engagement dazu beitragen, das Staatstheater Braunschweig als kulturelle Institution unserer Stadt und Region zu stärken. Harald Tenzer | Geschäftsführender Gesellschafter

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Streiff & Helmold GmbH ⁄ Streiff Gruppe

Freunde & Förderer

Junge Künstler:innen fördern, Wagners Werke in ihrer Bedeutung für die Gegenwart verständlich machen und diskutieren und das regionale Kulturleben bereichern – das sind die drei Hauptanliegen des Richard-Wagner-Verbands Braunschweig. Dazu veranstaltet er Vorträge, Gesprächsrunden und Theaterfahrten. Jungen Künstler:innen ermöglichen wir, die Bayreuther Festspiele als Stipendiat:innen zu besuchen und sich in Konzerten vorzustellen. Zu den Stipendiat:innen gehören regelmäßig Mitglieder des Musiktheaterensembles und des Staatsorchesters, in diesem Jahr die Harfenistin Joanna Liberadzka, Korrepetitor Sangho Lee und Sopranistin Nina-Maria Fischer. Gern begleitet der Richard-Wagner-Verband auch den Mehrsparten-»Ring« des Staatstheaters mit Vorträgen, Gesprächen und Konzerten wie jüngst Beethovens 9. in Wagners Klavierfassung und dem Ukraine-Benefizkonzert. Andreas Berger | Vorsitzender


Preise 2022  /20  23 Platzgruppen Großes Haus Musiktheater, Tanztheater mit Orchester 1 Schauspiel, Tanztheater ohne Orchester 1 Sinfoniekonzerte Familienstück Kinder Erwachsene JUNGES! (Annie) Kinder Erwachsene JUNGES! Konzert Kinder Erwachsene tanzwärts! Liederabende (Louis-Spohr-Saal) Babykonzerte in der Hausbar Theaterführung Kleines Haus Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater 1 JUNGES! Kinder & Fam. 2 Erwachsene JUNGES! Konzert Kinder Erwachsene tanzwärts! JUNGES! (knistern, knuspern, rauschen)

Theater für die Allerkleinsten

Kind mit Begleitung Erwachsene

Opernjukebox Aquarium Schauspiel, Direktmusik Lokpark JUNGES! Kinder & Fam. 2 Erwachsene Schul- und Kindergartengruppen Musiktheater, Tanztheater mit Orchester Schauspiel, Tanztheater ohne Orchester, JUNGES! Familienstück Musiktheater für die Allerkleinsten

ⅡⅠ

49,00

44,00

38,00

29,00

22,00

15,00

37,00

34,00

27,00

20,00

14,00

10,00

40,00 9,00 18,00 9,00 18,00 8,00 16,00 16,00 16,00 5,00 5,00

37,00 8,00 16,00 8,00 16,00

31,50 7,00 14,00 7,00 14,00

25,50 6,00 12,00 6,00 12,00

21,50

17,50

33,00

30,00

26,00

21,00

15,00

11,00

9,00 18,00 8,00 16,00 16,00 7,00

8,00 16,00

7,00 14,00

6,00 12,00

7,00

7,00

7,00

7,00

7,00

7,00 12,00 5,00 19,00 8,00 16,00 9,00 7,00 7,00 7,00

1 Bei Premieren wird ein Preisaufschlag von 2,50 € erhoben. 2 Familienpreis für max. 2 Erwachsene in Begleitung von Kindern Informationen zu Ermäßigungen auf S. 50. Bei Sonderveranstaltungen (Gastspiele, GroßerHausBesuch, »Der Diamantenherzog und das brennende Schloss« etc.) variieren die Preise. (Angaben ohne Gewähr, Änderungen vorbehalten)

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Service


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Milda Tubelytė, Musiktheater


Impressum Herausgeber Staatstheater Braunschweig Am Theater 38100 Braunschweig

Generalintendantin

Das Staatstheater Braunschweig ist eine Einrichtung des Landes Niedersachsen und wird gefördert von der Stadt Braunschweig.

Das Staatstheater Braunschweig ist Mitglied der European Theatre Convention und von Opera Europa.

Dagmar Schlingmann

Verwaltungsdirektor Stefan Mehrens

Redaktion Johannes Ehmann / Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, Dramaturgie, Künstlerisches Betriebsbüro, Orchesterbüro, Besucherservice, Vermittlung

Kulturpartner

Konzept & Gestaltung runningwater.eu

Druck oeding print GmbH, Braunschweig

Das Staatstheater Braunschweig hat die Niedersächsische Erklärung der Vielen unterschrieben.

Redaktionsschluss 14.04.2022

Auflage 20.000 Änderungen vorbehalten

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Impressum

Das JUNGE! Staatstheater Braunschweig ist Mitglied der Internationalen Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche.


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