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Inhalt Magazin Was bleibt Zum Thema:

Lebensquellen___________________ 18 Erhebt eure Häupter___________________ 20 Montagmorgen einmal neu gesehen_____ 22 Leben aus der Quelle des Lebens _______ 23 Lebensquelle Sprache An-ge-dacht_ ________________________ 24 Glück Alltagstauglich glauben Tagebuch_ __________________________ 25 Stimme in der Vielfalt Aus dem Verein für Gemeinde-Entwicklung ___ 26 150 Jahre Posaunenchor Lemgo_______ 27 Das Erzählcafé Aus dem Mehrgenerationenhaus_ _________ 28 Zur Abgeltungssteuer__________________ 30 Monatlich aktuell: das VielFaltBlatt_____ 31 Pinnwand_ ______________________32

Mag azin und Informationen der Ev.-ref. Kirc hen gemeinde S t. Pauli in Lemgo

Nr. 173 Jahrg an g 2012/13 N ovember – Februar

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Kirche mit „Kindern“

persönlich in ihrem 8Tagebuch (S.25) über das, was sie als Glück empfindet. In dieser Ausgabe ist wieder einiges zu lesen. Vielleicht mögen Sie aber auch mal von Ihren Erfahrungsschätzen erzählen und sich mit anderen austauschen? Dazu ist z.B. das 8Erzählcafé (S.28) des Mehrgenerationenhauses gedacht. Das nächste findet im Museum Hexenbürgermeisterhaus statt, und Thema ist: „Alltagsgeschichten aus Handel und Handwerk“. Wo Sie Tor auchdes im Sommer sind, ob Sie nun in die Ferne fliegen Das Erbarmens oder zuhause den Garten genießen – ich wünsche Ihnen, dass Sie aus Gottes Liebe zu Ihnen neue Kraft schöpfen. Das geht an jedem Ort der Welt. Gott behüte Sie – und erholen Sie sich gut! Ihre Cora Salzmann

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Inhalt Informationen Adressen _ ________________________2 Gottesdienste_ _____________________3 Gottesdienste für Kinder_______________4 st·P aull spirituell Veranstaltungen _ __________________5 Mehrgenerationenhaus und st·P aull n.e.t.z. Begegnung, Beratung, Lebenshilfe_ _______6 st·P aull junior für Kids und Teens __________________7 st·P aull sport _ _____________________7 st·P aull kreativ _ ____________________8 st·P aull musik ______________________8 st·P aull gratuliert _______________________9 st·P aull informiert Trauungen, Taufen, Trauerfälle __________13 Das Spendenprojekt________________14

Liebe Leserinnen und liebe Leser! „Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit in einer Welt, in der nichts sicher scheint. Gib mir in dieser schweren Zeit irgendwas, das bleibt.“ Dieses Lied von „Silbermond“ klingt mir seit einigen Tagen im Ohr. Die Sängerin spricht vielen aus dem Herzen. Die Sehnsucht nach etwas Bleibendem ist groß, nach jemandem, auf den man sich verlassen kann. – Auch in anderer Hinsicht freue ich mich über etwas Bleibendes, z.B. wenn meine Arbeit Früchte trägt und ich nicht das Gefühl habe, es war umsonst. – Und noch ein weiterer Blickwinkel: Es kann nicht alles beim Alten bleiben, denn Veränderung gehört zum Leben zwingend dazu. Drei Perspektiven auf das Thema „Was bleibt“, darin bewegen sich die Beiträge in unserer BRÜCKE. Seit Beginn des Jahres haben wir uns von der Aktion „Glaube am Montag“ inspirieren lassen, unseren Alltag vom Glauben durchdringen zu lassen. „Was bleibt davon?“, fragten wir einige Menschen aus der Gemeinde. „Hat es Früchte getragen? Durchdringt der Glaube nun mehr den Alltag?“ (8S.18) Dazu schreibt Dagmar Begemann, wie sie und ¾


Zum Thema:

Was beibt von „Glaube am Montag“?_ 18_ Alltagstauglich glauben___________ 21 Kirche mit „Kindern“_____________ 24 Tagebuch: „...was bleibt übrig?“_____25 Konzert „klub33“__________________26 Das Tor des Erbarmens An-ge-dacht_ ________________________ 26 Es bleiben alle, aber anders als bisher Aus dem Kirchenvorstand_ ______________ 28 Heiligabendfeier für Senioren_________29 Zukunftswerkstatt in Lüerdissen Aus dem Mehrgenerationenhaus_ _________ 30 Pinnwand_ ______________________32

andere „alltagstauglich glauben“ können (8S.21). Veränderungen gibt es in unserem Gottesdienstangebot für Kinder. Anfang des Jahres standen wir vor der großen Herausforderung, etwas Neues zu konzipieren. Und es ist gelungen: Ende Oktober geht die „Kirche mit Kindern“ an den Start (8S.24). Eine weitere tief greifende Veränderung hat sich ja schon lange angekündigt: Eine halbe Pfarrstelle muss eingespart werden. Und auch dort hat sich eine Lösung gefunden: Pfarrer Mauritz wird ab Mai 2013 mit einer halben Stelle eine andere Tätigkeit aufnehmen und verbleibt mit 50% in der Pfarrstelle Süd. So bleiben alle PfarrerInnen der Gemeinde erhalten (8S.28). Nicht zu resignieren, sondern die Zukunft mitzuplanen und zu gestalten war auch Ziel der „Zukunftswerkstatt in Lüerdissen“. Einen Einblick in die Veranstaltung bekommen Sie auf 8S. 30. Ja, viele Veränderungen gibt es und wird es geben. Aber das Entscheidende bleibt: Jesus Christus ist Weihnachten in diese Welt gekommen! Mit ihm bleibt jemand, der uns im Alltag zur Seite steht. Und es bleibt die Hoffnung, dass er selbst in ausweglosen Situationen einen Weg für uns findet (8 S. 26). Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit! Ihre Pfarrerin Cora Salzmann

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Nr. 173 Jahrg an g 2012/13 N ovember – Februar

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Inhalt Magazin

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Zum Thema

„Glaube am Montag“, nicht nur am Sonntag glauben, sondern im Alltag mit Gott rechnen, „natürlich“ Christsein. Welche Früchte hat diese Aktion getragen? Was hat sie verändert? Was bleibt? Lesen Sie hier von einigen Erfahrungen, An- und Einsichten.

Was bleibt von „Glaube am Montag“? I

ch bin Weißrussin, seit 14 Jahren wohne ich in Deutschland. Weißrussland ist im Vergleich zu Deutschland ein armes Land. Womit habe ich das verdient, dass ich in Deutschland leben darf, dass ich als Ausländerin hier arbeiten darf? Dass ich soviel habe, dass ich immer Früchte kaufen kann und immer genug zu essen habe? Dass ich frisches Wasser habe und so weiter... Warum? Eine kleine Antwort auf diese Frage ist: Weil Gott möchte, dass ich teile. Die Früchte, die ich habe, schenkt er mir, dass ich sie mit anderen teile. Gestern habe ich einen Mann kennen gelernt, einen Musiker, der erzählte, dass er ein Patenkind in Ghana habe. Die Patenschaft koste 30 Euro im Monat. Er sagte: „Für mich ist dieser Betrag nichts. Aber für das Kind ist dadurch der Kindergartenplatz gesichert, die Schule gesichert und später vielleicht die Ausbildung.“ Ich denke, dass wir alle sehr reich beschenkt sind. Ich möchte den Gedanken anregen, einen Menschen oder eine Gruppe in einem anderen armen Land zu unterstützen. Lena Wedel, Küsterin unserer Gemeinde

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ch bin Grundschullehrerin und habe eine erste Klasse. Wenn die Kinder vor einem stehen und einen mit ihren riesigen Zahnlücken anlächeln, verliebt man sich leicht in sie. Aber ich sehe auch die Unsicherheiten, die die Kinder haben: Was kommt da auf mich zu? Wer ist das da vorn? Schaffe ich das alles? Ich habe jetzt eine ganz nette E-Mail von Eltern bekommen. Sie haben geschrieben: „Wir danken Ihnen, dass unser Sohn bei Ihnen in der Klasse ist. Wir hätten nie gedacht, dass er so schnell Vertrauen zu Ihnen entwickeln würde.“ Meine spontan Reaktion war: Das ist doch gar nicht mein Verdienst, das hat Gott bewirkt! Denn ich hatte mir in den letzten Wochen vorgenommen, immer zwischendurch am Morgen zu beten, Gott in meinen schulischen Alltag einzubeziehen. Das hat Früchte getragen! Ich bin so froh und dankbar, dass Gott Vertrauen aufwachsen lässt! B r igitt e J u n g


Zum Thema

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or ca. einem Jahr haben wir einen Fußballverein gegründet, seit letztem Sommer sind wir im Ligabetrieb mit dabei. Für mich persönlich ist die Frucht daraus, dass ich die Möglichkeit habe, trotz meiner unmöglichen Arbeitszeiten Fußball zu spielen. Meine Kondition wird besser, und ich darf mit jungen Leuten kicken, das macht richtig Spaß. Doch es gibt noch eine andere Frucht: Vor einigen Wochen sprach ich mit jemandem, der viele Arbeitskollegen hat, die in derselben Liga spielen wie wir. Er sagte: „Am Anfang haben sie das etwas belächelt: Eine Kirchengemeinde gründet einen Fußballverein – wer weiß, was dabei herauskommt? Doch inzwischen sagen sie: Das macht richtig Spaß, gegen den SC St. Pauli zu spielen; denn da wird fair gespielt und keiner reagiert gewalttätig, wie das sonst schon mal vorkommt.“ Ein besseres Zeugnis kann man meiner Meinung nach nicht ausgestellt bekommen als das, dass gesagt wird: „Es macht Spaß, gegen diese Mannschaft zu spielen, weil der Sport an erster Stelle steht.“ – An erster Stelle neben dem, was unauffällig im Hintergrund mitläuft: der Glaube. Das ist eine Frucht, bewirkt nicht durch einen einzelnen, sondern durch eine Gruppe von Menschen, die ein Ziel haben, den Glauben in den normalen Alltag mit hineinzunehmen, auch auf´s Spielfeld. W e r n e r S c h mi d t , G e m e i n d e p ä d a g o g e u n s e r e r G e m e i n d e

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laube am Montag – Natürlich Christ Sein 2012 +++“, angetreten gleichzeitig mit dem Beginn des neuen Jahres als Projekt, das das Christsein im Alltag in den Mittelpunkt stellt. Wird es das Jahresende überdauern? Was hat es bewirkt? Oder zugespitzt und persönlich gefragt: Was wäre für mich ohne dieses Projekt anders verlaufen? Ehrlich gesagt: Nicht sehr viel. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht mit dem Grundanliegen identifizieren könnte. In Frage stellen möchte ich jedoch, ob solch ein Projekt, das mit diversen Materialien, Ideen und Terminen aufwartet, mit dem Attribut „natürlich“ in Verbindung zu bringen ist. Sehr positiv empfinde ich den Denkanstoß, Glauben und Leben, symbolisiert durch Sonntag und Montag, bewusst stärker miteinander zu verweben. Oder vielleicht besser: Wieder stärker. Was für den mittelalterlichen Menschen selbstverständlich war, ist es für uns Aufgeklärte und wissenschaftlich Ausgerichtete sicher nicht mehr. Um Missverständnissen vorzubeugen: Nein, ich möchte nicht zurück ins Mittelalter. Für uns Heutige und Postmoderne ist „Glaube am Montag“ vielmehr die Herausforderung, Gott mitten in einer Welt, die sich oft selbst genug zu sein scheint, den Platz zu geben, der ihm gebührt. Egal ob sonntags oder montags – natürlich und individuell! Mich erinnert daran der „Glaube am Montag“-Einkaufschip, der in meinem Portemonnaie ein Einmarkstück ersetzt hat. Der bleibt! Werner Kuloge

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n meinen Leben ist, nach meiner Bekehrung vor 49 Jahren, ein reiner „Sonntagsglaube“ nicht nachvollziehbar, weil mir die Gnade, Liebe und Barmherzigkeit Gottes seit jenem Tag der Entscheidung, Jesus Christus nachzufolgen, als Antwort auf meine Frage: „Warum bin ich und wozu lebe ich?“ gegeben wurde. Ich lebe im Hier und Jetzt, weil ich Christ werden durfte, und ich sterbe mit der festen Zuversicht, dass das schon begonnene Leben mit dem Tod nicht zu Ende sein wird, sondern in Ewigkeit Bestand hat. Wenn dies meine Lebensbasis ist, ist ein Glaube an Jesus Christus mit allem, was mir in seinen Worten, durch den Heiligen Geist und in der Liebe des Vaters täglich begegnet, unverzichtbar für mein Leben und deshalb auch sinnvoll. Ein Glaube, nur am Montag, nein, dies ist mir absolut zu wenig! Warum? Weil die täglichen Herausforderungen des Lebens nach einer Kraft verlangen, die nur im Glauben an Jesus Christus zu finden ist. Die Menschen unserer Zeit sind unaufhörlich von Krisen geschüttelt. Sie sind

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gejagt von Angst und ständig auf der Suche nach Glück und Lebenssinn. Deshalb brauchen sie die Erfahrung und das Vorbild von echter Lebenserfüllung, die nicht gebunden ist an materielle Unabhängigkeit, anhaltende Gesundheit, fehlendes Leid und immerwährende Wertschätzung. Gerade weil wir um diese Realität wissen, ist es wichtig, täglich durch unser Leben zu bezeugen, dass unser Glaube an Jesus Christus die Kraft ist, die uns hilft, den widrigen Lebensumständen entgegenzutreten. Die Aktion „Glaube am Montag“ ist für uns in der Gemeinde wichtig gewesen. Einmal deshalb, weil unser Gespräch über unsere konkreten Alltagserfahrungen mit dem dreieinigen Gott (auch vor vielen im Gottesdienst) authentisch belegt, dass unser Glaube ein lebendiger und ein erfüllender ist; er erhöht die Lebensqualität. Zum anderen deshalb, weil ein Glaube ohne jegliche konkrete Wirkung, Erfahrung und Auswirkung für andere und uns selbst ein „toter“ Glaube ist. Ich wünsche mir und uns in der Gemeinde ein erneutes und vertieftes Verlangen nach der Führung und Beratung durch den Heiligen Geist, damit wir Salz und Licht in unserer Stadt und unserer persönlichen Umgebung sein können. Dann werden wir den „Glauben am Montag“ und an allen folgenden Tagen der Woche, der Monate und der uns gegebenen Lebensjahre als unverzichtbares Lebens-„Mittel“ erleben, auf das wir so wenig verzichten können wie auf den Sauerstoff zum Atmen. K l a u s R . B e r g e r , K i r c h e n ä lt e s t e r


Alltagstauglich glauben Alltagsartistik Der Wecker klingelte um 5 Uhr. Mehr als übermüdet schälte ich mich nach ein paar Stunden Schlaf aus dem Bett. Das Treffen in der Gemeinde gestern hatte wieder länger gedauert. Dabei war klar, dass mein Job mir heute einiges abverlangen würde. Um 8 Uhr stand eine Teambesprechung auf dem Plan. Nach einem kurzen Abstecher ins Bad und einem Schluck Kaffee setzte ich mich an den Schreibtisch, um die Sitzung vorzubereiten. Zum Glück brachte ich noch etwas Sinnvolles zu Papier, dann musste ich auch schon los. Auf dem Weg fiel mir siedendheiß ein, dass ich in der Hektik vergessen hatte, meine „Stille Zeit“ zu machen. Ich schickte ein Stoßgebet zu Himmel und bat Gott, er möge segnen, was ich tue. Abends kam ich müde und erschlagen nach Hause. Ich ließ mich aufs Sofa fallen und begann über meine derzeitige Situati-

on nachzudenken. Mein Leben kam mir vor wie eine Artistennummer, bei der ein Jongleur versucht, eine Reihe von Tellern, die auf langen Stangen kreiseln, gleichzeitig in der Luft zu halten. Immer wenn ein Teller sich langsamer dreht, muss der Jongleur zu der jeweiligen Stange springen und die Drehzahl erhöhen, damit er nicht herunterfällt. Die Teller in meinem Leben hießen Arbeit, Gemeinde, persönliche Gottesbeziehung, Partnerschaft usw. Permanent sprang ich zwischen all meinen Lebensbereichen hin und her, weil etwas immer drohte an Schwung zu verlieren und zu zerbrechen. Ich las zahllose Ratgeber, die mir rieten, mein Leben in kleine Einheiten zu unterteilen und zu priorisieren. Alles sollte seinen festen Platz erhalten. Zuerst kam Gott, dann die Ehe, dann der Dienst, dann die Arbeit oder so ähnlich. Dieses Denken

© Durluby -fotolia.com

Zum Thema

drückte sich dann ich gut strukturierten Tagesplänen aus, die einem das Gefühl gaben, alles im Griff zu haben. Aber mein Leben war nicht so. Es ließ sich nicht in stapelbare Boxen verpacken. Meistens quoll es irgendwo über.

God in the Box Am frustrierendsten war für mich der Umgang mit der „Gott-Box“. In der Gemeinde wurde viel darüber gesprochen, wie wichtig diese Box ist und was da so alles hineingehört. Regelmäßiges Gebet, Bibellesen, Gottesdienstbesuche und Mitarbeit waren bedeutende Inhalte. Nach solchen Predigten und neuen Versprechungen meinerseits gegenüber Gott, nun aber wirklich diszipliniert und radikal nachzufolgen, stand ich wieder allein meinem chaotischen Alltag gegenüber, der alle guten Vorsätze innerhalb von 24 Stunden zunichte machte.


Kampf der Welten Auf diese Weise litt ich permanent unter einem schlechten Gewissen. Ich hatte das Gefühl, keine gute Christin zu sein, weil ich mit meiner „Gott-Box“ nicht so umgehen konnte, wie es mir in der Gemeinde beigebracht wurde. Ich befürchtete zu „verweltlichen“, weil mir das Leben außerhalb 22

der Gemeinde manchmal mehr gab, als die Teilnahme an den gemeindlichen Veranstaltungen. Ich dachte nicht gut im Bekennen meines Glaubens zu sein, weil ich dazu nur ganz selten die Zeit mit meinen nichtchristlichen Freunden nutzte. Letztlich fühlte ich mich zerrissen, zwischen zwei Welten. Die eine war die Gemeinde, der heilige Ort, von dem ich erwartete, dass Gott gegenwärtig war und mich segnete. Die andere war die Welt, der profane Ort, der Gott brauchte, an den ich Gott hinbringen musste, damit Menschen

© Christopher Robin - pixelio.de

Gott wollte einfach nicht in diese Box passen. Wenn ich es denn schon mal schaffte, frühmorgens 15 Minuten abzuzwacken, dann erschien mir der Bibeltext nichtssagend und bei der Gebetszeit lief ich Gefahr, meinen fehlenden Nachtschlaf nachzuholen. Wenige Stunden später baute mich dann aber ein Gespräch mit meiner Arbeitskollegin, die nicht Christin war, total auf, weil sie mir das Gefühl gab, mitten im Arbeitsalltag ein Fels in der Brandung zu sein. In der Gemeinde hatte ich häufig Probleme, den Menschen, die mit mir in einem Hauskreis saßen, wirklich nahe zu kommen. Ich nahm mir immer wieder vor, sie zu lieben, aber die Chemie schien einfach nicht zu stimmen. Dagegen waren die Treffen mit meinen ehemaligen Studienkollegen, bei denen wir miteinander aßen und unsere Lebenssorgen teilten, eine Zeit, in der meine Seele wirklich aufatmete. In solchen Situationen am Esstisch war mir Jesus ganz nah und ich fühlte mich mit allen meinen Zweifeln geliebt und angenommen.

gerettet werden können. Zu diesen zwei Welten gehörten ebenfalls zwei Leben. Das Leben für Gott mit all den Aktivitäten, die zu meiner Gott-Box gehörten, und das Leben in der Welt mit all den Verpflichtungen, die mir meine menschliche Existenz aufbürdete. Beide Welten standen in einem dauernden Wett- und Widerstreit. Manchmal verzweifelte ich an daran, dass ein Tag für zwei Leben einfach nicht lang genug war, und es machte mich traurig, dass gerade mein Jesus-Leben im Alltag zu kurz zu

kommen schien, obwohl ich ihn über alles liebte und ihm nachfolgen wollte.

Gott wurde Mensch Aber wie kann diese innere Zerrissenheit überwunden werden, unter der nicht nur ich litt, sondern auch viele Menschen aus meinem Umfeld? Eine Erkenntnis, die mir sehr dabei geholfen hat, den Kampf der Welten in meinem Leben zu beenden, war eine Besinnung auf die Tatsache, dass Jesus selbst die Trennung zwischen ihnen aufgehoben hat. Der Philipperbrief spricht davon: Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht daran fest, zu sein wie Gott. Er gab es willig auf und wurde einem Sklaven gleich. Es wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. (Philipper 2,6-7) In einem Akt selbstloser Liebe nahm es Gott auf sich, in unsere Welt, unser Leben und unsere Realität einzudringen, um Versöhnung und Einheit zwischen der Menschheit und Gott zu ermöglichen. In Jesus selbst vereint sich das Göttliche mit dem Menschlichen. Wenn ich mir die Evangelien als Berichte seines Wirkens hier auf Erden lese, dann erkenne ich, dass es in seinem Leben keine Trennung gibt, zwischen einem heiligen und einem profanen Bereich. Im Gegenteil, überall, wo Menschen diese Trennung in seinem Umfeld aufgebaut haben, reißt er die Mauern ein. Er isst mit Zöllnern und Sündern, er spricht mit Frauen, er berührt die Unberührbaren und interpretiert das Gesetz aus einer anderen Perspektive. Wenn wir Jesus nachfolgen, dann können wir das, was er vereint, nicht wieder auseinander reißen. Leider ist in unseren Gemeinden der Mensch Jesus, der isst und trinkt, der sich von seiner Umwelt abhängig gemacht hat,


Zum Thema

© Christian Seidel - pixelio.de

der gelitten, gestorben und auferstanden ist, häufig verschwunden. Er wird zu jemanden, der angebetet, theologisch untersucht oder

über den nachgesonnen wird. Manchmal ist es wichtiger, dass Richtige über ihn zu glauben, als seinem Lebensstil, seiner Leidenschaft und seinen Worten zu folgen. Bei Jesus können wir lernen, wie ein gewöhnlicher Mensch ein göttliches Leben führen kann. Er fordert uns heraus, unser gesamtes Leben als einen Ausdruck unserer Beziehung zu ihm zu sehen. Wenn wir diesem Jesus folgen, wissen wir, dass unser alltägliches Leben – egal ob im Beruf, zuhause oder in der Gemeinde – eine Möglichkeit ist, Gott zu dienen. Wir beschränken dann unsere Frömmigkeit nicht auf eindeutig religiösen Aktivitäten in speziellen religiösen Räumen, sondern besitzen die Fähigkeit, die Gnade Gottes in jedem Bereich menschlicher Existenz wahrnehmen zu können. Egal ob wir essen, arbeiten, schlafen, wir tun alles mit Gott und deshalb auch zu seiner Ehre.

zu lassen. So ist mir z.B. in den Schriften von Bruder Lorenz ein Mönch begegnet, der mit den Gebetszeiten in seinem Kloster nichts anzufangen wusste. Da er in der Küche arbeitete, begann er nun täglich Gottes Gegenwart inmitten der alltäglichen Essenszubereitung einzuüben. Sein Ziel war, dass er jede Zwiebel zu Gottes Ehre schneiden wollte. Er versuchte im Alltag immer wieder auf Gott zu schauen und kurze Gebete zu sprechen, die ihm halfen, sich Gottes Gegenwart bewusst zu machen. Auch von Teresa von Avila, der großen Mystikerin des Mittelalters, ist ein Gebet überliefert, das mitten im Alltag, die Spuren Gottes sucht:

mehr, in dem ich ihn nicht finde, weil es keinen Ort gibt, der sich seiner Herrschaft entzieht (Epheser 1,9-10). Das erlöst mich von der unmöglichen Aufgabe, den Herrn des Lebens in eine religiöse Box zu stecken, die ihm nicht gerecht werden kann. Er der mich erschaffen hat, möchte mein ganzes Leben und letztlich seine ganze Schöpfung durchdringen und versöhnen. Eine Spiritualität, die sich befreit von trennenden Mauern, ein erster Schritt auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Nachfolge.

Mache mich zu einer Heiligen,

indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für Dich rau geworden sind. Obgleich ich Martha-Hände habe, hab‘ ich doch ein Maria-Gemüt, und wenn ich die schwarzen Schuhe putze, versuch ich, Herr, Deine Sandalen zu finden. Ich denke daran, wie sie auf Erden gewandelt sind, wenn ich den Boden schrubbe.

Die Heiligkeit des Profanen

Herr, nimm meine Betrachtung an, weil ich keine Zeit habe für mehr. Herr, mache Dein Aschenbrödel zu einer himmlischen Prinzessin; erwärme die ganze Küche mit Deiner Liebe und erleuchte sie mit Deinem Frieden.

Eine große Hilfe auf meinem Weg in ein Leben ohne trennendes Denken, war meine Auseinandersetzung mit Menschen, die ihr Leben lang danach gesucht haben, ihren gesamten Alltag von Gott durchdringen

All diese Menschen zeigen mir, dass das Profane heilig wird, wenn ich es auf Jesus hin tue. Es gibt für mich keinen Bereich

Dagmar Begemann hat in Nürnberg Sozialpädagogik studiert und war dort Mitbegründerin der Jesus Freaks. Zudem hat sie Theologie studiert und lebt seit 2005 mit ihrem Mann Henrik in Lemgo. Hier leitet sie das Mehrgenerationenhaus.

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onntag für Sonntag feiern Kinder in unserer Gemeinde seit vielen Jahren in unterschiedlichen Formen Gottesdienst. Viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über Jahre diese Arbeit getragen und damit in erheblichem Maße die Gemeinde mitgestaltet, dafür sind wir sehr dankbar. Im letzten Jahr wurde deutlich, dass sich die strukturellen sowie personellen Gegebenheiten beim Kindergottesdienst „Promiseland“ und beim Familiengottesdienst „Kirche Kunterbunt“ verändert haben: Wir standen an einem Wendepunkt durch das Ausscheiden von Mitarbeitenden und die neue Nutzung der Kirche in Lüerdissen durch den Credoweg. Ab Februar trafen sich ca. 15 Gemeindemitglieder mit mir, die Interesse daran hatten, eine gemeinsame Zukunftsperspektive für Kinder in unserer Gemeinde zu ent-

wickeln. Hierbei stellten wir uns zu Beginn die Frage nach einem Leitbild für unseren Umgang mit Kindern in der Gemeinde. Mit welchem Blick schauen wir auf Kinder? Welche Haltung nehmen wir ein, wenn wir Kindern begegnen? Entstanden ist dabei folgende Formulierung: Kinder sind von Gott geschaffene, talentierte Persönlichkeiten, die uns auf ihren Schritten durch´s Leben brauchen, um ihnen Liebe, Wertschätzung und Orientierung zu geben. Uns an diesem Leitbild orientierend dachten wir weiter: Was macht ein Kind aus? Wir fanden Antworten, wie z.B.: „Es ist ,Ebenbild’ Gottes.” „Es ist neugierig, begeisterungsfähig, lebhaft, ehrlich, verletzlich...” „Es ist eine Persönlichkeit, die sich

im Wachstum befindet.” Sehr schnell kamen wir dabei immer wieder an den Punkt, dass wir Erwachsene das doch eigentlich auch sind und die Bedürfnisse der Kinder auch unsere eigenen sind. Somit rückte das „Kindsein“ uns Erwachsenen immer näher. Anstatt: „Kinder sind...“, könnte man auch sagen: „Erwachsene sind...“. Wie sieht die Umsetzung aus? Ausgehend vom Leitbild formulierten wir Eckpunkte, wie wir die Werte “Liebe, Wertschätzung und Orientierung” im Gottesdienst für und mit Kindern leben wollen. Vier Bereiche haben wir dabei definiert: Lobpreis (betendes Singen), Spiritualität (Gebet), Aufmerksamkeit (durch Wertschätzung und auch Hilfe, aufmerksam zu sein) und Verkündigung (biblische Inhalte werden mit dem Alltag der Kinder in Beziehung gesetzt).

Kirche mit „Kindern“ Neue Visionen und Wege in den Gottesdiensten für Kinder – und Erwachsene

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Z u m t h e m a / I n f o r m a ti o n e n

Es gibt für die konkrete Gestaltung dieser Bereiche keinen vorgegebenen Plan, nur einen groben Rahmen, dessen inhaltliche Füllung je nach Mitarbeiteranzahl variiert. Vier Teams werden jeweils im 4wöchentlichen Wechsel einen Gottesdienst vorbereiten. Diese Teams sind fest, so dass die Mitarbeitenden die Möglichkeit haben, sich selbst gut kennen zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren. Begleitet werden sie in der Anfangszeit von Birgit Büngener und mir, um ihnen in Planung und Reflexion zur Seite zu stehen. Die Teams bereiten sich mittlerweile auf den Start nach den Herbstferien vor. Parallel zum Gottesdienst in der Kirche beginnt die „Kirche mit Kindern“ um 10.00 Uhr und endet um 11.25 Uhr. Herzliche Einladung an Kinder sowie an Erwachsene, die teilnehmen oder mitmachen möchten! Ich bin davon überzeugt, dass Gott Kinder sehr am Herzen liegen. Deswegen setze ich mich dafür ein, Kindern in unserer Gemeinde einen Platz zu schaffen. Meine Bitte ist: Öffnen Sie Ihr Herz für die Kinder, denn die Kindheit ist auch eine wichtige Zeit für ihre geistliche Prägung. Hier wird das Fundament für ihr späteres Leben gelegt. Begleiten Sie Familien und Kinder so gut wie möglich! Wenn wir dieses gemeinsam leben, bin ich gewiss, dass wir in der Gemeinde dadurch reich beschenkt werden.

Weitere Informationen unter www.st-pauli-lemgo.de. Saskia Meier-Ortwein ist Leiterin der Kindertagesstätte am Flüt, ehrenamtlich in der Gemeinde engagiert. Mit der Kirchenältesten Birgit Büngener leitet sie den Ausschuss „Arbeit mit Kindern” in der St.-PauliGemeinde.

Alex’ Tagebuch:

Glaube am Montag, was bleibt übrig?

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as ist jetzt `n bisschen schwierig für mich, da ich die Aktion so nicht mitgemacht habe. Oder anders gesagt: „Glaube am Montag“ war immer schon meins. Nicht, weil ich so toll oder so fromm bin, eher, weil ich 1. einen ganz schlichten Glauben und 2. es auch nötig habe. Ohne Jesus ginge es gar nicht. Aber was mich gerade beschäftigt, ist unsere Leistungsgesellschaft. Überall höre ich von Müttern, die täglich mit ihren (schon großen) Kindern lernen, die sich Sorgen machen, ob der Spross das Abitur schafft, oder die sich gar schämen, wenn der Nachwuchs „nur“ eine Ausbildung anfängt. Dann sind da die Mütter, die meinen, sie müssten mit Mitte 40 wieder das wiegen, was sie mit Mitte 20 gewogen haben. Da wird gejoggt und gewalkt, was das Zeug hält! Ich selber bin jetzt bei C&A in der XL-Abteilung gelandet (jetzt ist es raus!). Habe mich, weil ich einen Parka wollte, der nicht wie Marta Quadrata aussieht, in die „Young-Fashion“-Abteilung verlustigt, um festzustellen, dass das gar nix wird! Dann eben XL, na und! Sieht ja keiner und weiß auch keiner … Neben der Parkakrise gab`s dann noch die Weiterbildungskrise. Soll ich noch was machen, Studium? Jeden Tag nach Bielefeld fahren? Dann bin ich genervt, wenn ich nach Hause komme, keine Zeit mehr für Spaziergänge mit meinem Mann, Kaffeetrinken bei Freunden … Nein, das ist es nicht wert! Bin ich faul, nicht ehrgeizig genug? Nein, ich höre einfach auf meinen Bauch! (Gut, dass ich einen habe!) So habe ich mich (mal wieder) mit mir selbst versöhnt, und das bleibt übrig, und das finde ich toll!  Al e x a n d r a S a u e r

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Konzert „klub 33“ Sonntag, 16.12., 19.30 Uhr St.-Pauli-KIrche klub33 - das ist eine Verbindung von hervorragender Musik und Talk. Mit den Musikern, Sängern und Songwritern Johannes Falk, Sara Lorenz und Jörn Schlüter (Someday Jacob) haben wir drei hochkarätige und musikerfahrene Künstler in Lemgo. Die Künstler begeben sich auf eine „Weihnachtsreise“, um die Lieder ihrer neuen CD „Königskind“ live aufzuführen. Zusätzlich werden sie auch einige bekannte Songs aus ihren eigenen Programmen beisteuern. Musikalisch unterstützt werden sie dabei von Manuel Steinhoff am Bass und Martin Denzin am Schlagzeug. Willkommen im Club!

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s ist fünf Jahre her, als ich in Jerusalem war und dieses Foto gemacht habe. Doch auch ohne Bild ist dieser Blick auf das Osttor, das „Tor des Erbarmens“, für mich eine bleibende Erinnerung. Nicht, weil es ein so besonders schönes Motiv ist (da gibt es farbenfrohere in Israel), sondern aus einem anderen Grund. Durch dieses Tor ist Jesus einmal in Jerusalem eingezogen, und er wurde von vielen als König gefeiert – was einige von ihnen nur ein paar Tage später nicht daran hinderte, „Kreuzigt ihn!“ zu rufen. Später wurde dieses Tor zugemauert, nun ist es verschlossen. Verschlossene Türen markieren Grenzen. Wenn ich draußen stehe und hinein möchte, aber nicht kann, ist es zum Verzweifeln. „Ich

AK 10,- €, VVK 8,- € im Gemeindebüro

bin draußen.“ „Ich gehöre nicht dazu.“ „Ich weiß nicht mehr, wie es weitergehen soll.“ Es gibt viele Situationen, in denen wir das Gefühl haben, vor verschlossenen Türen zu stehen, und keine Ahnung haben, wie es weitergehen soll. Wenn man einsam ist und nur auf Menschen zu treffen scheint, die kaum Interesse an einem haben. Wenn wir vor der Herausforderung stehen, in dieser Welt gerecht zu leben und nicht auf Kosten anderer. Wenn jemand stirbt. Jerusalem hat eine wechselvolle Geschichte, mit wechselnden Herrschern. Einer von ihnen wollte seine Macht demonstrieren, wollte beweisen, dass er alle anderen besiegen konnte. Sogar den Messias. Er wollte dem Messias jede Möglichkeit nehmen, in die Stadt zu kommen. Es ist nämlich verheißen, dass der Messias von Osten in die Stadt kommen wird, durch das „Tor des Erbarmens“. Auf Befehl besagten Herrschers wurde es kurzerhand zugemauert.

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C o r a S a lzm a n n An-Ge-Dacht

Zur Sicherheit kam noch ein Friedhof davor. Nach jüdischem Verständnis ein kultisch unreiner Ort. Ein jüdischer Messias müsste diesen Ort meiden, so dachte er und freute sich: „Da kommt keiner mehr durch!“ Auch als der Herrscher später verstarb, blieb das Tor zugemauert. Nicht, weil man es nicht wieder hätte öffnen können. Nein, die Gläubigen in Jerusalem wollten es so. Warum?

Der Erlöser kann durch verschlossene Türen gehen. Selbst durch die fest vernagelte Tür des Todes. Zum ersten Mal wurde sie durch ihn geöffnet! Wenn er diese überwinden konnte, dann kann er durch jede noch so dicke Mauer dringen. Das Bild vom „Tor des Erbarmens“ ist für mich eine bleibende Erinnerung. Weil es ein Bild ist für eine Hoffnung, die bleibt, die nicht mehr aus dieser Welt herauszulöschen ist.

In Einsamkeit tröstet er: „Ich bin immer bei dir und weiche nicht von deiner Seite. Doch gib nicht auf, verschließ du dich nicht gegenüber anderen Menschen.“ Wenn wir vor einem Berg von Herausforderungen stehen, macht er Mut: „Du kannst mit Wenigem anfangen, mit kleinen Schritten. Tu du nur, was Recht ist.“ Selbst im Tod gibt er Hoffnung: „Das ist nicht das Ende. Für euch habe ich ewiges Leben zusammen mit mir im Sinn.“

Das Tor des Erbarmens Weil für sie das Tor ein Zeichen der Hoffnung geworden war. Sie wollten zeigen, dass der Messias, der Erbarmer, der Erlöser durch verschlossene Türen gehen kann. Und so berichtet Johannes in seinem Evangelium, dass einige von den Jüngern Jesu das schon erlebt haben. Es war an einem Abend, wenige Tage nach der Kreuzigung. Die Jünger hatten sich eingeschlossen und versteckt aus Angst, das gleiche Schicksal wie ihr Anführer erleiden zu müssen. Doch: Auf einmal kam er zu ihnen, durch die verschlossene Tür! Und in ihr Erschrecken hinein rief er: Friede sei mit euch!

Es gibt Hoffnung, wenn wir vor verschlossenen Türen stehen, uns in ausweglos scheinenden Situationen befinden! Es gibt Hoffnung, weil Jesus in unsere Welt hinein geboren wurde. Es gibt Hoffnung, weil er, nachdem er getötet worden war, von Gott wieder auferweckt wurde. Jesus kann uns helfen, weil er stärker ist als selbst der Tod. Und er tut es, weil er uns liebt. Es ist ein starker Glaube: Dem Erlöser sind Mauern und verschlossene Türen, und seien sie noch so dick, kein Hindernis. Er lässt sich von uns rufen, wenn wir vor verschlossenen Türen stehen, und dringt zu uns durch.

Durch das verschlossene „Tor des Erbarmens“ wird der Erlöser kommen. Das halte ich mir in der Adventszeit vor Augen. Und ich will mich öffnen für diese Hoffnung, die bleibt.

Cora Salzmann ist Pfarrerin der St.-Pauli-Gemeinde.

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Es bleiben alle, aber anders als bisher

Pfarrer Kai Mauritz arbeitet ab Mai 2013 mit 50% in der Gemeinde

Durch die Lippische Landeskirche ist der St.-Pauli-Gemeinde der Auftrag gegeben worden, eine halbe Pfarrstelle einzusparen. Wie viele andere Kirchengemeinden steht auch unsere vor dieser Herausforderung einer Stellenkürzung. Bis zum Ende 2012 sollen alle Kirchengemeinden pro 2500 Gemeindeglieder eine Pfarrstelle besetzen. Da wir mit zur Zeit

Alle drei Pfarrstelleninhaber hatten den Eindruck, auch weiterhin in St. Pauli am richtigen Ort zu sein. Alle drei wollten in ihrer Unterschiedlichkeit auch weiter zusammenarbeiten. Der Kirchenvorstand unterstützte das, weil die Studienzeit von Pfr. Seekamp Vielfalt in unserer Oktober 2012 bis April 2013: Gemeinde nicht zu- Wie bereits in der letzten BRÜCKE erwähnt, letzt auch durch die hat Pfr. Helge Seekamp ein Studiensemeverschiedenen Pasto- ster als berufliche Weiterbildung vom LanrInnen widergespie- deskirchenamt genehmigt bekommen und gelt wird. Nur: Wie wird für den Zeitraum von Oktober 2012 kann gekürzt wer- bis April 2013 von Gemeindeaufgaben freiden, wenn alle drei gestellt. bleiben? Es hat sich tat- Ende der Elternzeit Pfrn. Salzmann: sächlich eine Lösung Wir freuen uns, Pfrn. Cora Salzmann seit gefunden: September wieder im Dienst begrüßen zu Pfarrer Mauritz dürfen! Aus familiären Gründen kehrt Frau hat vom Weißen Salzmann statt des bisherigen 50 % StelKreuz das Angebot lenumfangs mit 25 % zurück. für eine Stelle mit 50%igem Umfang bekommen. Das Weiße Kreuz ist eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen in unterschiedlichsten Problem- und Krisensituationen zu beraten und zu begleiten. Das geschieht in erster Linie durch fachliche Schulung und Förderung des seelsorgerlichen Engagements von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Kirchen, Gemeinschaften, Gemeinden und christlichen Werken, sowie durch Veröffentlichungen im Bereich von Sexualethik, Pädagogik und Seelsorge (www.weisses-kreuz.de). Seit ungefähr 10 Jahren gibt es schon eine Kooperation der Lemgoer Beratungsstelle mit diesem Werk. Pfarrer Mauritz wird ab Mai 2013 als Referent für das Weiße Kreuz tätig sein.

3600 Gemeindegliedern nur ein Recht auf 1,5 Stellenanteile

Unsere Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Melanie Liese-Evers fragte bei Pfarrer Mauritz nach:

haben, bedeutet das: Aus 2 Stellen werden 1,5 Stellen.

■ Was bedeutet es konkret für die Gemeindearbeit, wenn die

P

Pfarrstelle Süd um 50 % gekürzt wird und Sie mit 50% für das Weiße Kreuz tätig sind? Pfr. Mauritz: Ich denke, beide Stellen lassen sich gut miteinander verbinden, sie fügen sich passend zusammen: Durch geregelte Arbeitszeitenlösungen wird eine 50 %-Anstellung in der Gemeinde weiterhin möglich sein und bietet einen Anknüpfungspunkt an meine Tätigkeit in unserer Beratungsstelle,

farrer Kai Mauritz hatte bisher eine 100%-Stelle, Pfarrer Helge Seekamp und Pfarrerin Cora Salzmann jeweils eine halbe Stelle. Wie kann die Kürzung umgesetzt werden? Vor dieser für die PfarrerInnen wie für die Gemeinde existentiellen Frage standen wir im Jahr 2012, wie wir in der Vergangenheit schon berichteten. 28


Aus dem Kirchenvorstand

ée n wird es eine Matin r ne io at rm fo In e er Novembe Für ausführlich n Gottesdienst am 4. im Anschluss an de Raum ist, noch of fene Fr agen zu geben, bei der auch und diese zu klären. stellen

Auch in diesem Jahr:

Heiligabend-Feier für Senioren! Für alle Seniorinnen und Senioren, die Heiligabend in Gemeinschaft verbringen wollen, bieten wir wieder eine Feier im Gemeindehaus an. Sie beginnt im Anschluss an den Gottesdienst (Christvesper um 17 Uhr) gegen 18.30 Uhr. Das Festessen wird von weihnachtlichem Programm und gemeinsamem Singen umrahmt. Bei Bedarf bringen wir Sie nach der Feier, die bis ca. 21 Uhr dauern wird, auch gerne nach Hause. Für das Essen wird um eine Spende gebeten. Zur besseren Planung bitten wir um Ihre Anmeldung im Gemeindebüro (Tel. 1 58 94).

© Raphael Rohe - pixelio.de

die bereits schon sehr lange mit dem Weißen Kreuz zusammen arbeitet. Um die 50 % einzusparen, werde ich einige Aufgabenbereiche abgeben, z.B. wird die Verantwortung im Kinderbereich Pfr. Helge Seekamp übernehmen. Die Gemeindefreizeit im Sommer wird Pfrn. Cora Salzmann zusammen mit ihrem Mann leiten. Die Verwaltung der Ausschussarbeiten, mit denen ich beauftragt war, geht an ehrenamtliche Mitarbeiter/innen aus dem Kirchenvorstand. Ebenso werden wir unseren Geburtstagsbesuchsdienst an den vieler anderer Gemeinden anpassen und die Besuche erst ab dem 80sten Geburtstag, nicht mehr schon ab dem 70sten, vornehmen. Unverändert bleiben meine Aufgaben in der Beratungsstelle bzw. Seelsorge, der Seniorenarbeit, im Kirchenvorstand bzw. in der Gemeindeleitung und natürlich auch in den Amtshandlungen wie Trauungen und Beerdigungen. ■ Muss ich als mir als Gemeindemitglied Sorgen machen, dass ich womöglich keinen Pfarrer als verlässlichen Ansprechpartner mehr habe oder einen Mangel spüre? Pfr. Mauritz: Nein, meine Stellenkürzung tritt erst im Mai 2013 in Kraft, also zu einem Zeitpunkt, an dem Pfr. Helge Seekamp bereits wieder im Dienst ist. Da die Stelle von Herrn Seekamp auch 50 % umfasst, werden wir uns wochenweise abwechseln. Der Gemeinde wird zu jedem Zeitpunkt ein 100%-Pfarrer zur Verfügung stehen, nur eben im wochenweisen Wechsel, und zusätzlich natürlich Pfrn. Cora Salzmann, die momentan eine 25%-Stelle hat. Wichtig ist: Natürlich wird auch weiterhin Gemeindewachstum möglich sein. Wir sind eine Gemeinde mit sehr vielen engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen. Unser Gemeindewachstum hängt nicht von mir als Person ab, sondern jede/r Einzelne in der Gemeinde trägt seinen bzw. ihren Teil dazu bei, die alle gleich wichtig sind.

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A u s d e M M e h r g e n e r a ti o n e n h a u s

Starke Leistung für jedes Alter

Zukunftswerkstatt in Lüerdissen Ein erfolgreicher Auftakt der konkreten Zusammenarbeit von Stadt und Mehrgenerationenhaus im Bereich bürgerschaftliches Engagement

U

nter dem Motto „Stadt mit Zukunft – leben und älter werden in Lüerdissen“ lud die Stadt Lemgo gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Ende Juni die Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen Lüerdissen, Luhe und Luherheide zu einer Zukunftswerkstatt in das kirchliche Zentrum in Eben Ezer ein. Dieses Modellprojekt ist ein erster Versuch, die sich abzeichnenden Veränderungen durch den demografischen Wandel mit dem Faktor des hohen Bürgerengagements in der Alten Hansestadt auf gute Weise zusammenzubringen. Ziel dabei ist es, eine passgenaue Lösung für ein übersichtliches Stadtgebiet zu finden. Dafür haben sich die Alte Hansestadt Lemgo und das Mehrgenerationenhaus der Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli zusammengetan. Die Zukunftswerkstatt in Lüerdissen wurde gemeinsam mit dem Ortsausschuss und engagierten Personen aus den Vereinen und dem Gemeinwesen vorbereitet. Die Moderation übernahmen Georg Müller von der Alten Hansestadt Lemgo und Dagmar Begemann vom Mehrgenerationenhaus. Unterstützt wurden die Moderatoren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung und der Kirchengemeinde St. Pauli. Die Einladung der Bürgerinnen 30

und Bürger übernahm der Ortsausschuss, der auch für das leibliche Wohl bei der Veranstaltung sorgte. Am Veranstaltungstag selbst wurde gemeinsam mit allen Interessierten ein Bild von den Möglichkeiten entwickelt, mit denen sich die Dorfgemeinschaft den Herausforderungen des demografischen Wandels stellen kann. Das Moderationsteam unterstützte den Prozess durch drei aufeinander abgestimmte Fragestellungen, die den Nachmittag in verschiedene Arbeitsschritte gliederten. Von „Was ist gut in Lüerdissen? – Was könnte besser sein?“ über „Wie müsste es sein, damit es gut ist?“ bis hin zu

„Was können wir selbst dazu tun und wo brauchen wir Unterstützung?“ machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gedanken über die Potentiale ihres Wohnortes. Alle Anwesenden waren engagiert bei der Sache und kamen im gemeinsamen Gespräch zu einer Vielzahl von Ideen und Lösungsvorschlägen, die in einem zweiten Schritt nach den Sommerferien konkretisiert wurden. So bildete sich unter anderem eine Arbeitsgruppe, die sich der ehrenamtlichen Seniorenarbeit annehmen will. Zunächst soll es ab Spätherbst eine regelmäßige Dorf-


Bild ganz links: Angeregte Gespräche vor der Wand mit den Ergebnissen der Gruppenarbeit Bild links: Jung und Alt genießen Würstchen vom Grill Bild unten: Eine Gruppe in der Diskussion, Dagmar Begemann (2. von links) hört zu. Bild rechts: Ulla Golabeck und Georg Müller von der Alten Hansestadt Lemgo

Gemeinsam mit der Alten Hansestadt Lemgo sucht das Mehrgenerationenhaus der Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli im Schwerpunkt „Bürgerschaftliches Engagement“ des Aktionsprogramms  Mehrgenerationenhäuser II nach Wegen zur Aktivierung und Stärkung des Ehrenamts. • Ansprechpartnerin bei der Alten Hansestadt ist Ulla Golabeck unter 0 52 61 / 21 32 80 •Ansprechpartnerin im Mehrgenerationenhaus ist Dagmar Begemann unter 0 52 61 / 920 46 08

sprechstunde geben, um den Bürgerinnen und Bürgern eine Anlaufstelle für ihr Engagement und ihre Suche nach Unterstützung zu geben. Ein erster Termin ist für den 30. Oktober 2012 angesetzt. Eine weitere Arbeitsgruppe macht sich Gedanken über die Kommunikation innerhalb des Stadtteils und die Integration von Neubürgern in die Dorfgemeinschaft. D a gm a r B e g e m a n n

Alle Ergebnisse der Zukunftswerkstatt finden Sie im Internet unter lemgo.net unter dem Button „Ehrenamt: für uns – für Lemgo“.

Wenn Sie Fragen zur Arbeit des Mehrgenerationenhauses haben oder sich ehrenamtlich einbringen wollen, steht Ihnen unser Büro gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter 0 52 61  /  920 46 08 oder über E-Mail: dagmar.begemann@st-pauli-lemgo.de. 8 Das Begegnungscafé in der Echternstr. 12 ist Mo, Di, Mi und Fr immer von 15 – 18 Uhr geöffnet. Unsere CafémitarbeiterInnen freuen sich über Ihren Besuch. 8 Silke Schmidt vermittelt im n.e.t.z.-Büro ehrenamtliche und professionelle Hilfe und Unterstützung vom Besuchsdienst über Beratung bis hin zur Nachbarschaftshilfe. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Information über weiterführende Hilfen, Angebote und Beratung zum Thema Demenz. Sie erreichen sie zu den Büroöffnungszeiten dienstags 11.00 – 12.00 Uhr und mittwochs 15.00 – 18.00 Uhr, telefonisch unter 0 52 61 / 66 89 29 oder über E-Mail: netz@st-pauli-lemgo.de. 8 Wenn Sie unsere Arbeit finanziell unter­stützen möchten, dann können Sie unter dem Vermerk »Mehrgenerationenhaus« spenden auf das Konto: Kirchengemeinde St. Pauli, Konto-Nr. 1 25 59 bei der Sparkasse Lemgo (BLZ 482 501 10) 31 ¾


...an die Pinnwand: Aktuell können Sie sich immer auf unserer Homepage st-pauli-lemgo.de

informieren oder durch das monatlich erscheinende VielFaltBlatt. ¾

9. November –

Frauenfreizeit

Schweigemarsch ab dem Frenkelhaus (Echternstr. 70), 17.30 Uhr

30.11.-2.12. in Horn, mit B. Kretschmann, „Loslassen… um zu empfangen“. Anmeldung und Info bei Gerlinde Burger, Tel. 1 01 06

Pauli-WeltweitSonntag 11.11. Ab 10 Uhr Gottesdienst in der S t . - Pa u l i - K i r ch e , anschließend Kirchkaffee, Tombola, verschiedene Matinées mit Missionsberichten und gemeinsamem Mittagessen.

IdeenWintermarkt 17.11., 16 -18 Uhr 18.11. 11.30 -16 Uhr Die Künstlerinitiative Stückwerk lädt ein zu einem Kreativmarkt im Gemeindehaus.

Familiengottesdienst mit dem Kindergarten „ Am Flüt“ 02.12., 10 Uhr, St.- Pauli-Kirche.

Konzert des „klub 33“,

Adventsbasar Es wird wieder an den Adventssonntagen im Anschluss an den Gottesdienst die Möglichkeit geben, Geschenke zu erwerben. Der Erlös kommt den „Pauli-weltweit“Missionsprojekten zu Gute.

Adventsandachten

vom 12.-22.6.13 auf der Insel Rügen. Anmeldung und Informationen bei Pfr. Kai Mauritz, Tel. 1 26 79

Gemeindefreizeit in Schwäbisch-Gmünd

W e i h n .a c h t s - vom 20.7.-1.8.13. Anmeldung und Informastück am Heilig- tionen bei Pfrn. Cora Salzmann, Tel. 37 70 abend F a m i l i e n g o t t e s - Jugendfreizeit in Dänemark dienst 15.30 Uhr, St-Pauli-Kirche

Christvesper

vom 20.7.-3.8.13. Kosten: € 430,Anmeldung und Informationen bei Werner Schmidt, Tel. 92 18 20 Nur noch wenige Plätze frei!

Heilgabend, 17 Uhr, St-Pauli-Kirche

Allianzgebetswoche

7.-12.1. um 20 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben), 13.1. Abschlussgottesdienst St.18 Uhr Gottesdienst, Pauli-Kirche, 10 Uhr. St-Pauli-Kirche

Silvester

Ewigkeitssonntag 25.11., 10 Uhr Wir laden alle Angehörigen der im letzten Jahr Verstorbenen zu unserem Gedenkgottesdienst ein.

16.12.,19.30 Uhr, St.-PauliKirche (s. S. 26)

Zum Vormerken: Seniorenfreizeit

in St. Nicolai, verantwortet von den Stadtgemeinden – in der 1. Adventswoche Mo-Fr, 18 Uhr.

Heiligabend-Feier für Senioren Beginn ca. 18.30 Uhr. Anmeldung im Gemeindebüro (Tel. 1 58 94). (s. S. 29)

Neues aus „ProSoYa“ in Peru:

Neujahr

Matinée mit Michell Solari und Krista Schle17 Uhr Gottesdienst gel, 24.02., im Anschluss an den Gottesin St. Johann oder dienst St. Marien

Frauenfrühstück

Aufgrund der Weihnachtsfeiertage entfallen die Gottesdienste am 23.12. und am 30.12.

02.03., 9 Uhr, Gemeindehaus. Anmeldungen bei Stefanie Hojer, Tel. 184 64 46

Öffnungszeiten Begegnungs-Café (Echternstraße 12) Mo – Mi und Fr: 15 - 18 Uhr


Inhalt Informationen Adressen _ ________________________2 Gottesdienste_ _____________________3 Gottesdienste für Kinder_______________4 st·P aull spirituell Veranstaltungen _ __________________5 Mehrgenerationenhaus und st·P aull n.e.t.z. Begegnung, Beratung, Lebenshilfe_ _______6 st·P aull junior für Kids und Teens __________________7 st·P aull sport _ _____________________7 st·P aull kreativ _ ____________________8 st·P aull musik ______________________8 st·P aull gratuliert _______________________9 st·P aull informiert Trauungen, Taufen, Trauerfälle __________13 Das Spendenprojekt________________14

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st·P aulllemgo Ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli

Echternstr. 12–20 · 32657 Lemgo www. st-pauli-lemgo.de

Gemeindebüro: Mo, Di, Do, Fr 10–12 h, Di 15.00 –16.00 h

Pfarrbezirk Süd:

Pfarrbezirk Nord I:

Pfarrbezirk Nord II:

Gemeindepädagoge: Mo u. Mi 8.30-12.30 h, Mo 16.30-18.30h Di 15.00-17.00 h

Die BRÜCKE wird herausgegeben im Auftrag des Kirchenvorstands der St.-Pauli-Gemeinde in Lemgo. Sie erscheint dreimal im Jahr. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 1.10.2012. Redaktionsteam: Klaus R. Berger, Werner Kuloge, Kai Mauritz, Arndt Raimann, Bernd Reuter, Cora Salzmann, Alexandra Sauer, Helge Seekamp. Layout: Rüdiger Grob, Melanie Liese-Evers, Cora Salzmann Fotos: Redaktionsteam, wenn nicht anders vermerkt

Edda Würfel Tel. 1 58 94 Echternstr. 20 Fax 9 34 96 11 E-Mail: gemeindebuero@st-pauli-lemgo.de P. Kai Mauritz Tel. 1 26 79 Ostertorwall 20 E-Mail: pfr.mauritz@st-pauli-lemgo.de Pn. Cora Salzmann Tel. 37 70 Ostertorwall 18 E-Mail: pfrin.salzmann@st-pauli-lemgo.de P. Helge Seekamp Tel. 93 44 66 Heustraße 59 E-Mail: pfr.seekamp@st-pauli-lemgo.de Werner Schmidt Tel. 92 18 20 und Echternstr. 20 01 76 – 29 25 27 21 E-Mail: werner.schmidt@st-pauli-lemgo.de

Informationsbüro:

Melanie Liese-Evers Tel. 66 83 18 E-Mail: info@st-pauli-lemgo.de Küsterdienst: Alena Wedel Tel. 1 68 35 Echternstr. 20 E-Mail: alena.wedel@st-pauli-lemgo.de Mehrgenerationenhaus: Echternstraße 12 Tel. 9 20 46 08 E-Mail: mgh@st-pauli-lemgo.de n.e.t.z.-Büro: Echternstraße 12 Tel. 66 89 29 Di 11-12 h, Mi15-18 h E-Mail: netz@st-pauli-lemgo.de Beratungsstelle der St.-Pauli-Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz e.V.: Echternstraße 12 Tel. 77 01 33 Mo u. Mi 9.00-12.00 h E-Mail: beratungsstelle@st-pauli-lemgo.de Ev. Kindergarten Am Flüt, Ltg.: S. Meier-Ortwein Tel. 31 18 E-Mail: fluet@stiftung-kindergaerten.de Sportverein SC St. Pauli, Kontakt: Jascha Bloch E-Mail: sport@st-pauli-lemgo.dech-lemgo.de Verein für Gemeindeentwicklung der ev.-ref. Kirchengemeinde St. Pauli, Lemgo e.V.: Echternstraße 20 Tel. 1 58 94 E-Mail: gemeinde-entwicklung@st-pauli-lemgo.de

Spendenkonto: Verein f. Gemeindeentwicklung, Konto-Nr. 16 51 59 Sparkasse Lemgo (BLZ 482 501 10) Bankverbindung der St.-Pauli-Gemeinde: Konto-Nr. 1 25 59 Sparkasse Lemgo (BLZ 482 501 10)


Gottesdienste St.-Pauli-Kirche November

Januar

04.11. 10 Uhr

01.01. Neujahr

Kanzeltausch Predigt: P. Altevogt, St. Marien Abendmahl

17 Uhr in St. Johann oder St. Marien gemeinsamer Gottesdienst der Stadtgemeinden

11.11. 10 Uhr

06.01. 10 Uhr

» Pauli Weltweit « P. Kai Mauritz

» modern « Klaus R. Berger Abendmahl Festgottesdienst auf dem

18.11. 10 Uhr » Vielfalt-Gottesdienst « Pn. Cora Salzmann

25.11. 10 Uhr Ewigkeitssonntag Klaus R. Berger

Dezember 02.12. 10 Uhr 1. Advent Familiengottesdienst P. Kai Mauritz mit dem Kindergarten "Am Flüt"

09.12. 10 Uhr 2. Advent » modern « Pn. Cora Salzmann Abendmahl

16.12. 10 Uhr 3. Advent » klassisch « Klaus R. Berger

24.12. Heiligabend 15.30 Uhr Familiengottesdienst Pn. Cora Salzmann 17 Uhr Christvesper P. Kai Mauritz

25.12. 1. Weihnachtstag 10 Uhr P. Kai Mauritz

26.12. 2. Weihnachtstag 10 Uhr Pn. Cora Salzmann

31.12. Silvester 18 Uhr Joachim Wesner

13.01. 10 Uhr

Allianz-Gottesdienst P. Kai Mauritz

20.01. 10 Uhr » modern « P. Kai Mauritz

27.01. 10 Uhr » modern « Pn. Cora Salzmann

Februar 03.02. 10 Uhr » klassisch « P. Kai Mauritz Abendmahl

10.02. 10 Uhr » modern « Klaus R. Berger

17.02. 10 Uhr » Vielfalt-Gottesdienst « P. Kai Mauritz

24.02. 10 Uhr » modern « Pn. Cora Salzmann


Gottesdienste für Kinder: Gottesdienst-Übertragung in den Babyraum

"Kirche mit Kindern" Kindergottesdienst 3-5 Jahre ab 10.00 Uhr im St.-PauliTurmstübchen Spielerisch erste Kontakte und positive Erlebnisse mit der guten Nachricht von Jesus und Gott, der die Welt gemacht hat, bekommen.

"Kirche mit Kindern" Kindergottesdienst 6-11 Jahre ab 10.00 Uhr im St.-Pauli-Turmsaal Mal experimentell, mal wortorientiert, der nächste verspielt, der übernächste sportlich oder künstlerisch-musisch ein Gottesdienst für und mit Kindern so vielfältig wie unsere Gemeinde. AUCH Erwachsene sind herzlich zu diesem Gottesdienst eingeladen!

Aufer­stehungs­kirche in Lüerdissen: Seit Januar 2012 ist die Erlebnisausstellung CREDOWEG in der Lüerdisser Kirche installiert. Infos unter www.credoweg.de

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© Hainz PIXELIO.DE

Für Kinder:


st·P aull spirituell Geburtstagsfest für Seniorinnen und Senioren, am Donnerstag, 24.01.13, 15.30–17.30 Uhr im Gemeindehaus Seniorentreff »Neue Horizonte« am 1. Donnerstag im Monat, im Gemeindehaus •Do. 08.11.12, 9.30 Uhr Ganzheitliche Medizin (Dr. Chr. Wermann) •Do. 06.12.12, 9.30 Uhr Adventliches •Do. 03.01.13, 9.30 Uhr Die Kunst des Älterwerdens (Sabine Schneider) •Do. 07.02.13, 9.30 Uhr Bahnhofsmission - was ist das?

© Janowski PIXELIO.DE

Hauskreise Zusammen in der Bibel lesen, gemeinsam beten, sich aus­ tauschen – oder auch miteinander feiern, fröh­lich sein, singen. Das alles in persön­­ licher Atmosphäre in einer kleinen Gruppe macht einen Hauskreis aus. Interesse? Die Ansprechpartner für Hauskreise sind Marion und Frank Düe, Tel. 1 63 93 Bibel im Gespräch im Gemeindehaus freitags ab 15 Uhr (Ltg.: Hans Greiff) Bibelkreis am 3. Donnerstag im Monat um 10 Uhr im Gemeindehaus (Ltg.: G. Steffen) Frauenkreis im Gemeindehaus mittwochs ab 15 Uhr (14täg.) (Ltg.: Sonja Laufer, K. Mauritz) Jedermann-Treff für Männer und Frauen monatlich Sonntagnachmittag, Kontakt: Heike Pöhlmann, Tel. 1 31 94 und Ulrich Dierßen, Tel. 6 61 24 Programm unter http://www.diessennet.org/ jedermann.html

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Ansprechpartnerin: Dipl-Sozialpäd. Dagmar Begemann, Tel. 9 20 46 08 E-Mail: mgh@st-pauli-lemgo.de

Begegnungs-Café: Mo-Mi, Fr: 15 - 18 Uhr

Ansprechpartnerin: Dipl.-Sozialpäd. Silke Schmidt, Bürozeiten. Di, 11–12 Uhr, Mi, 15–18 Uhr und nach Vereinbarung. Tel. 66 89 29

Beratung und Vermittlung freiwillig Engagierter: Vermittlung von Nachbarschaftshilfe, Besuchsdiensten, Babysittern. Information über weiterführende Hilfen, E-Mail: netz@st-pauli-lemgo.de Angebote und Beratung zum Thema Demenz Gesprächskreis für pflegende Angehörige Demenzkranker am 1. Montag im Monat, 15 Uhr, Gemeindehaus, Echternstr. 20; Anmeldung im n.e.t.z.-Büro. Lichtblickfrühstück Ein Zuhause für Menschen auf der Suche, am 1. Mi im Monat, 9.30 Uhr, Tel. 9 20 46 06 Holzwurm – kreative Holzwerkstatt dienstags 17-19 Uhr, Hintergebäude MGH, Kontakt: Falk Honermeyer, Tel. 18 65 05 Seelsorge durch geschulte Mitarbeiter/innen, Vermittlung durch Tina Messal-Veldink (Bild re.), Tel. (0 52 65) 95 57 19 »Endlich-leben!«-Gruppen für Frauen und Männer, die mit Problemen, Abhängigkeiten u. seelischen Verletzungen konfrontiert sind, Kontakt: Pfr. Seekamp, Tel. 93 44 67

Ansprechpartner: Pfr. Kai Mauritz, Tel. 1 26 79 Beratungsstelle in Zusammenarbeit mit dem Weißen Kreuz e.V. Beratung in Lebenskrisen und Fragen rund um Ehe- & Familienprobleme, Traumafachberatung; Anmeldung unter Tel. 77 01 33 6


© hohenester PIXELIO.DE

st·P aull junior

KreaTeens Theater, Tanz uvm., ab 12 J., Projektarbeit mit Henriette Seekamp (Tel. 93 44 80) Teentreff für alle ab 12 J., im Pauli-Turm, dienstags, ab 17.30 Uhr (W. Schmidt) Jugendtreff ab 14 J. im Turm, donnerstags ab 18.00 Uhr (W. Schmidt) Kleingruppe für Mädchen ab 16 J., dienstags ab 17.00 Uhr (P. Mauritz, J. Neumann)

Kleingruppe für Mädchen ab 12 J., dienstags ab 17 Uhr (Ch. Winter, L. Levers) Bistro im Pauli-Turm jeden Samstag ab 18.30 Uhr, 1 x im Monat freitags ab 19 Uhr. Für alle Jugendliche zw. 12 und 18 Jahren. Mit Gottesdienst in der Kirche. www.pauli-bistro.de

Ansprechpartner: Werner Schmidt Gemeindepädagoge Echternstr. 20 (Gemeindebüro) Bürozeiten: Mo u. Mi 8.30-12-30 Uhr, Mo 16.30-18.30 Uhr, Di 15-17 Uhr Tel. 92 18 20 und 01 76 – 29 25 27 21

Dann fragen Sie im n.e.t.z.Büro! Geschulte Babysittervermittlung unter: Tel. 05261/668929

Suchen Sie einen Babysitter?

E-Mail: werner.schmidt@st-pauli-lemgo.de

st·P aull sport SC St. Pauli

Herren-Fußballmannschaft Mädchen-Fußballmanschaft Jahrg. 96/97/98/99/00

Ansprechpartner: Jascha Bloch sport@st-pauli-lemgo.de 7


st·P aull kreativ KreaTeens bei Henriette Seekamp, Heustr. 59 Theater, Tanz uvm., ab 12 J., Projektarbeit mit Henriette Seekamp (Tel. 93 44 80) »Holzwurm« – kreative Holzwerkstatt montags, 15 – 18 Uhr, in der Echternstr. 12 (Hintergebäude MGH), Kontakt: F. Honermeyer , Tel. 18 65 05 »Stückwerk« – Vereinigung christlicher Künstler/-innen in der Gemeinde Informationen und Veranstaltungsprogramm bei: Henriette Seekamp E-Mail: stueckwerk@st-pauli-lemgo.de www.stückwerk-lemgo.de

Ansprechpartnerin: Henriette Seekamp, Tel. 93 44 80 E-Mail: kreativ@st-pauli-lemgo.de

st·P aull musik In unserer Gemeinde haben MusikerInnen die Möglichkeit, sich mit ihrer Begabung einzubringen, sei es in den Gottesdiensten, bei Veranstaltungen oder in Kreisen und Gruppen. Flötengruppe im Turmsaal dienstags, 15.45 – 17.30 Uhr (Ltg.: Gisela Simon) Tamburin-Tanzgruppe in der Kirche Projektarbeit und Workshopangebote (Ltg.: Miriam Fröhlking) Flaggen-Tanzgruppe in der Kirche Projektarbeit (Ltg.: Rebecca Pütz) Trommelgruppe für Fortgeschrittene im Turm montags, 18.30 – 19.30 Uhr (Ltg.: W. Schmidt)

Ansprechpartner: Norbert Meier, Tel.:8 97 37 E-mail: norbert.meier@st-pauli-lemgo.de 8


st·P aull informiert Um persönliche Daten zu schützen, werden die Seiten 9-13 im Internet nicht veröffentlicht.

Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zu Veranstaltungen und Gemeindegruppen: Informationsbüro: Melanie Liese-Evers Tel.: 66 83 18 E-mail: info@st-pauli-lemgo.de 13


Hilfe durch das

A

ls ein Arbeitszweig des Mehrgenerationenhauses und damit der diakonischen Arbeit der St.-PauliGemeinde bietet das n.e.t.z.-Büro Information und Vermittlung unterschiedlicher Unterstützungsangebote. So spenden Menschen Zeit und Fähigkeiten und ermöglichen Nachbarschaftshilfe unterschiedlichster Art, wie z.B. Besuchsdienste, Babysitter, Hilfe im Garten. Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich des n.e.t.z.-Büros ist das Themenfeld Demenz. Neben der individuellen Beratung im Einzelgespräch werden Informationsabende und Angehörigenschulungen angeboten. Das Herzstück der Arbeit ist der Gesprächskreis für pflegende Angehörige Demenzkranker mit parallelem Betreuungsangebot, das in Zusammenarbeit mit Diakonie ambulant e.V. angeboten wird. Durch die Betreuung und Pflege ihrer Angehörigen sind diese Menschen oft Tag und Nacht großen Belastungen ausgesetzt. Darum soll dieser Nachmittag ihnen Raum zum Austausch bieten und eine Atmosphäre der Entspannung und Wertschätzung. Neben der finanziellen Unterstützung dieser Arbeit ist es auch hier wichtig, dass Menschen Zeit und Fähigkeiten zur Verfügung stellen, z.B. durch das Decken und liebevolle Dekorieren der Kaffeetafel, das Kuchenbacken oder die Betreuung der Erkrankten.

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n.e.t.z.-Büro © Gina Sanders - Fotolia.com

DAS ENSPEND T K PROJE

Eine Spendenmöglichkeit (neben der einer Überweisung, s. Kasten) gibt es in den Gottesdiensten in den Monaten November bis Januar. Jede zweite Geldsammlung im Klingelbeutel wird für diese Arbeit verwendet werden. Wenn Sie die Arbeit durch praktische Hilfe unterstützen möchten, nehmen Sie doch Kontakt mit Silke Schmidt im n.e.t.z.-Büro auf. Sie erreichen sie zu den Büroöffnungszeiten dienstags 11 –12 Uhr und mittwochs 15 –18 Uhr, telefonisch unter 66 89 29. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, Sie tragen durch Ihre Zeit- oder Geldspende Ihre Spende kommt dazu bei, dass direkt ans Ziel: pflegende AnWenn Sie dieses gehörige und Projekt der KirchenMenschen mit ge­meinde St. Pauli durch einer Demenzeine Spende unterstützen möchten, nutzen Sie bitte folgende Bankverbindung: erkrankung SPK Lemgo (BLZ 482 501 10), Konto-Nr.: Teilnahme und 12559, Kennwort »n.e.t.z.-Büro«. Unterstützung erfahren. VieBitte geben Sie Ihren Namen und len Dank! die Adresse an, dann senden wir Ihnen die Spendenbescheinigung automatisch zu!

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Brücke - Magazin Nov-Febr. 2012/13