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Hoffnungsvoll

MAG AZIN UND INFORMATIONEN DER EV.-REF. KIRC HEN GEMEINDE S T. PAULI IN LEMGO

NR. 189 JAHRG AN G 2018 MÄRZ –JUNI

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Gottesdienste im Zeitalter 4.0

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st·paulllemgo

Es brodelt

Umsonst

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Inhalt Informationen Adressen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 Gottesdienste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 st·paulı spirituell Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 st·paulı jugend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 st·paulı sport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 st·paulı diakonie Mehrgenerationenhaus . . . . . . . . . . . . . . . . 8 Flüchtlingshilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 st·paulı beratung und seelsorge . . . . . . . . . 9 st·paulı musik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9 st·paulı gratuliert Seniorengeburtstage . . . . . . . . . . . . . . . . 10 st·paulı informiert Taufen, Trauungen, Trauerfälle . . . . . . . . . . 14 Konfirmationen 2018 . . . . . . . . . . . . . . . . 16 Das Spendenprojekt . . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Liebe Leserinnen und liebe Leser! „Gleich schaffe ich es!“, verkündete der 5-Jährige und versuchte – gefühlt zum hundertsten Mal, aber unermüdlich – sich die Schleifen an den Schuhen zuzubinden. „Gleich schaffe ich es!“ Dieser Satz kommt mir seitdem öfter in den Sinn. Wenn ich selbst mutlos werde und lieber aufgeben möchte, motiviert er mich. Auch wenn es im Moment so aussieht, dass es nicht klappt – bald schon kann das ganz anders sein! Denn es gibt ein Ziel, das ich erreichen möchte, und nicht mehr lange, dann werde ich da ankommen. „Hoffnungsvoll“ haben wir diese BRÜCKE genannt. Hoffnungsvoll, weil sich einiges neu in der Gemeinde formt, momentan ist es die Organisationsstruktur (8s. S.24). Im Blick haben wir dabei unsere Vision 2018. Denn unser Ziel ist, dass die Aufgaben, die sich durch die Vision ergeben, wirksamer umgesetzt werden können. Grundsätzlich ist Wandel ein Kennzeichen 20


Es brodelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 Drei stützende Säulen . . . . . . . . . . . . . . . . 24 Alex’ Tagebuch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 Auch Gottesdienste verwandeln sich... . . . 26 Neue Musik-Situation. . . . . . . . . . . . . . . . . 28 Gottesdienste in Tischgemeinschaft . . . . . 30 An-ge-dacht: Umsonst . . . . . . . . . . . . . . . . 30 Vom Dunkel ins Licht – Gebetsnacht . . . . . 32 Neuer Anprechpartner für Hauskreise . . . . 32 Seniorenfreizeit in Bad Mergentheim . . . . . 33 Aufbruch in die Gegenwart . . . . . . . . . . . . . 34 Weltgebetstag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35 Tauffest am 10. Juni im Abteigarten . . . . . 35 Ein Gewinn für die Mannschaft . . . . . . . . . 36 Bewegung im „Haus für alle“ . . . . . . . . . . . 37 Bufdi oder Bufdine gesucht! . . . . . . . . . . . 38 Pinnwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

unserer Zeit, die besonders durch neue technische Möglichkeiten geprägt wird. Das verändert auch die Besucherzahl der Gottesdienste (8s. S.26). Die neuen Medien bieten dabei die Chance, Menschen auch auf andere Weise als bisher zu erreichen. Apropos Gottesdienste: Eine Umgestaltung gibt es in Bezug auf die Musik am Sonntagmorgen (8 s. S.28). Die Orgel kann zur Zeit nur im Klassikgottesdienst erklingen. Und viel Bewegung gibt es auch wieder im Mehrgenerationenhaus (8s. S.36) mit neuen Mitarbeitenden und neuer Struktur. Schön ist, dass wir bald Ostern feiern können – wir laden Sie herzlich ein zu unseren Veranstaltungen: von Gottesdiensten in Tischgemeinschaft (8s. S.30) bis zur Oster-Gebetsnacht (8s. S.32). Denn dass Jesus Christus den Tod überwunden hat, ist das Größte! Ihm nachzufolgen, in seinem Reich zu leben und es mitzugestalten, macht Hoffnung. Denn Gottes Reich (8s. S.23) „verbraucht sich nicht, es verliert nie seine Kraft, es hat immer das Potential, dass es weitergeht.“

MAG AZIN UND INFORMATIONEN DER EV.-REF. KIRC HEN GEMEINDE S T. PAULI IN LEMGO

NR. 189 JAHRG AN G 2018 MÄRZ –JUNI

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Inhalt Magazin

Ihre Pfarrerin Cora Salzmann 21


t l e d o Es br

Vom Sauerteig und der Gemeinde

Selbst Brot zu backen ist wieder in Mode gekommen, und damit auch der Sauerteig. Er ist ein einfaches Mittel, um einen Teig aufzulockern. Viele Zutaten braucht er nicht, nur Mehl und Wasser – und Zeit. Denn mit der Zeit kommt von allein dazu, was ihm seine besonderen Eigenschaften verleiht: Milchsäurebakterien, Essigsäure und Hefepilze, die sich während der mehrtägigen Gärung bilden. Der Sauerteig braucht nur ab und zu neue Nahrung, wieder etwas Mehl und Wasser. Und eine kleine Menge davon reicht, um wiederum eine große Menge Mehl in nahrhaftes Brot zu verwandeln.

Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig. Eine Frau nimmt eine Handvoll davon, mengt ihn unter einen halben Sack Mehl, und am Ende ist die ganze Masse durchsäuert.«

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ZUM THEMA

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it dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig. Eine Frau nimmt eine Handvoll davon, mengt ihn unter einen halben Sack Mehl, und am Ende ist die ganze Masse durchsäuert. (Matthäus 13,33, Neue Genfer Übersetzung) Jesus wählt ein einfaches Bild aus dem Alltag (zu seiner Zeit war selbst Brotbacken natürlich noch alltäglicher als heute), um zu beschreiben, wie sich das Himmelreich in unserer Welt ausbreitet: Es fängt klein an und es verändert sich. Es wächst, es wird immer deutlicher, ist immer mehr zu schmecken. Das Himmelreich, das Reich Gottes durchdringt diese Welt, es verändert Menschen und findet sich in den unterschiedlichsten Ausprägungen – wie ein Teig zu verschiedensten Brotformen verarbeitet werden kann. Wer Jesus nachfolgt, gibt dazu, was sie oder er hat, und empfindet das oft als nicht viel. Von Gott kommt, was dem Reich Gottes seine besonderen Eigenschaften verleiht, so dass es immer mehr Raum gewinnt. Doch das Wachstum ist nicht stetig. Vom Sauerteig zum Beispiel kann man immer einen kleinen Rest behalten und ihn in den Kühlschrank legen. Dort hält er sich und wird erst dann wieder seine Wirkung entfalten, wenn er ins Warme kommt. So gibt es auch Ruhephasen, in denen es so aussieht, als ob nichts geschieht. In der Gemeinde kann man ähnliche Erfahrungen machen: Mal stehen die Zeichen mehr auf Stillstand, dann wieder geschieht ein Aufbruch oder es bewegt sich etwas langsam, aber stetig. So war unsere Gemeindekonferenz 2016 eine regelrechte Backstube, in der Gärungsprozesse in Gang gesetzt wurden. Der angesetzte Teig wird immer noch zu Brot gebacken – zum Beispiel in der neuen Organisationsstruktur der Gemeindearbeit oder der veränderten Form des Kirchlichen Unterrichts, in der Begleitung der Taufeltern, in der diakonischen Arbeit, im Bereich der Seelsorge oder in Veränderungen in Bezug auf Gottesdienste u.v.m. Neue Formen der „Backwaren“, die es neben den klassischen gibt, sind eben dabei auch möglich – z.B. dass in der nächsten Zeit nur einmal im Monat sonntags die Orgel ertönen wird und ansonsten die Bands die Gottesdienste musikalisch begleiten werden. Noch eine wunderbare Eigenschaft hat der Sauerteig. Ist er einmal angesetzt, kann man ihn immer wieder verwenden. Mit dem Reich Gottes ist es ähnlich: Es verbraucht sich nicht, es verliert nie seine Kraft, es hat immer das Potential, dass es weitergeht. Das macht Hoffnung!

CORA SALZMANN

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V

ision 2018 – so lautet der Titel des Leitbilds des Kirchenvorstands, das seit August 2014 unsere Gemeinde begleitet. Nun ist 2018 – und die Vision bleibt. Einiges haben wir schon umgesetzt. Zum Beispiel hat sie in einer neuen Organisationsform der Gemeindearbeit Gestalt gewonnen. Bei uns engagieren sich rund 200 Ehrenamtliche und über 20 angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedensten Gruppen und Teams. Vom Säugling bis zum Hochbetagten – St. Pauli möchte ein Zuhause für viele sein. Manchmal erinnert die Gemeinde an einen Ameisenhaufen: turbulentes Leben auf engem Raum. Ein solches Gemeindeleben braucht eine hilfreiche Struktur. Aus diesem Grund haben wir die Gemeindearbeit in 3 Säulen aufgeteilt. Diese drei Säulen entsprechen den drei Bereichen in der kirchlichen Tradition: Verkündigung (martyria), Seelsorge (koinonia) und Diakonie (diakonia). Die Säule Verkündigung hat den Fokus „Gott erwarten“, die Säule Seelsorge „Lieben lernen“ und die Säule Diakonie „Versöhnung leben“ – alle drei zusammen bilden das Motto unserer Vision 2018. Diesen drei Säulen sind jeweils die Fachbereiche mit Sachgebietsleiterinnen und -leitern zugeordnet, die die Arbeit der Gemeinde koordinieren Spiritualität & Lehre: Gemeindepädagoge Werner Schmidt Pfarrer Helge Seekamp Seelsorge & Gemeinschaft: Pfarrer Kai Mauritz Pfarrerin Cora Salzmann Diakonie (Mehrgenerationenhaus): Dipl. Sozpäd. Dagmar Begemann, in Vertretung: Dipl. Sozpäd. Silke Schmidt

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Auf der Gemeindekonferenz 2016

Drei stützende Säulen Neue Struktur der Gemeindearbeit


ZUM THEMA

(Der nebenstehende Bereich „Mission“ ist noch nicht ausgebaut.) Unterstützend für die Arbeit der drei Säulen gibt es zwei weitere Bereiche: Technik (Bau, IT und Audiotechnik): Pfarrer Helge Seekamp Verwaltung (Personal, Finanzen): Brigitte Remmert Diese Struktur sorgt dafür, dass die Aufgaben, die sich durch die Ziele der Vision 2018 ergeben, durch die konkreten Zuständigkeiten wirksamer umgesetzt werden können. Die Schwerpunkte gehören natürlich zusammen und brauchen einander, und jede Säule lebt von den Beiträgen der anderen. Aber der Fokus auf einen Schwerpunkt hilft, sich nicht zu verzetteln. So gibt es nun für alle auch eindeutige Ansprechpartner für die unterschiedlichen Anliegen. Besonders wichtig ist uns die möglichst große Beteiligung aller. Die Ansprechpartner*innen sind zwar verantwortlich für eine Säule, aber die Gemeindearbeit lebt vom Engagement und der persönlichen Nachfolge der Einzelnen. Gott erwarten, Lieben lernen, Versöhnung leben – diese Vision soll 2018 und darüber hinaus immer mehr Gestalt gewinnen, dafür setzen wir uns ein! HELGE SEEKAMP

TAGEBUCH

Im Reich der Hoffnung ... ... wird es nie Winter.“ (Verfasser unbekannt)

Juchuh, endlich geht es in der Brücke mal um „Hoffnung“, endlich kann ich meine Lieblingsanekdote aufschreiben, die ich schon länger wie einen Schatz hüte. Wir waren vor einigen Jahren bei einer lieben Freundin zu Besuch, um gemütlich einen Kaffee zu trinken. Wie immer kommen wir ein wenig zu spät, wie immer hat besagte Freundin noch etwas zu tun. Wir sollten uns schon mal setzen, sie würde nur noch schnell die eine Blume gießen. Mit „Blume“ meinte sie eine etwas derangierte Pflanze, die schon eher scheintot aussah. Wir frotzelten etwas, aber unsere Freundin meinte: „Seht doch, sie blüht ja noch!“ Wir sahen uns die Blume näher an… …und mussten soo lachen! Oben auf dem Pflanzengerippe steckte eine kleine Stecknadel mit einem kleinen roten Stecknadelkopf. Er war einfach da, wuchs zwar nicht trotz des treuen Gießens, ging aber auch nicht ein. „Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.“ (Alexander Gralla) Und das Gute ist: bei so einer treuen Freundin werden wir noch in 30 Jahren einen Kaffee kriegen, auch wenn wir evtl. etwas abbauen…

Eure Frau Sauer

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Auch Gottesdienste verwandeln sich... im Zeitalter 4.0

Reformationsnacht 2017 in St. Pauli

Als ich noch vor einigen Jahren zum Kirchenvorstand unserer Gemeinde gehörte, gab es die Überlegung, dass die Kirchenältesten bei Gottesdienstbesuchen auf der Empore sitzen sollten, um im Kirchenraum Platz für weitere Gottesdienstbesucher bereitzuhalten. Dieser Vorschlag entstand aus der Erwartung, dass die Gemeinde im Rahmen der kontinuierlichen Gemeindeentwicklung wachsen würde und dass sich Gemeindewachstum an einer Zunahme der Gottesdienstbesucher ablesen lässt.

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„Bei uns scheint der Wurm drin zu sein. Vielleicht habe ich als Leiter*in, Mitarbeiter*in versagt?“ „Möglicherweise stimmt ja die Aussage, dass die gemeindliche Qualität der beste Weg zu zahlenmäßigem Wachstum ist, heute nicht mehr.“ Zeigt das Engagement der Gemeinde keine Wirkung oder gibt es noch eine andere Erklärung für ausbleibende Gottesdienstbesucher? Christian A. Schwarz ist Theologe, Autor, Gründer und Leiter des „Institute for Natural Church Development“ (NCD International), das in den letzten Jahren ein Netzwerk von ca. 70.000 Gemeinden aufgebaut hat, die anhand der von ihm entwickelten

„Zeitalter 4.0“ Das Zeitalter 4.0. ist durch das Internet in besonderer Weise geprägt. Die Bezeichnung Internet 4.0 steht für eine neue Dichte an Vernetzung, die neuerdings nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Maschinen aufgebaut wird. Die Folge: Immer mehr Informationen werden direkt miteinander ausgetauscht und z.T. auch automatisiert, so dass man Menschen zur Informationsübertragung nicht mehr benötigt. Darüber hinaus ist unsere Zeit dadurch geprägt, dass viele Informationen weltweit verfügbar sind und Kontakt zu Menschen oder die virtuelle Teilnahme an Ereignissen in allen Teilen der Welt möglich ist. Für Gottesdienste gilt: Obwohl sie an verschiedenen Orten stattfinden, können Menschen Predigten aus der ganzen Welt anhören, wann immer sie wollen. Dazu ist ein Kirchenbesuch vor Ort nicht mehr notwendig, sondern nur eine entsprechende Suche im Internet. Das macht das Zeitalter 4.0 aus.

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in Blick in den Kirchenraum zeigt, dass er zwar oft gut gefüllt ist, aber auch, dass wir noch Platz haben. Sollte sich Gemeindeaufbau an der Quantität der Gottesdienstbesucher messen lassen, könnte man zweifeln, ob der eingeschlagene Weg der Gemeindeentwicklung der richtige ist. Irritiert fragt sich die Mitarbeiterin, der Mitarbeiter: Haben die Initiativen der Gemeinde in ihren vielfältigen Formen keine Auswirkungen? Im Versuch, die Situation zu deuten, könnten folgende Gedanken aufkommen: „Die Menschen werden immer unchristlicher, und wir stehen dieser Entwicklung relativ machtlos gegenüber.“

Prinzipien der natürlichen Gemeindeentwicklung Gemeinden im Bereich Gemeindewachstum unterweisen und unterstützen. Regelmäßig werden Befragungen in teilnehmenden Gemeinden, oft über viele Jahre, durchgeführt. Die dabei gewonnenen Daten geben u. a. Aufschluss über die Teilnahme der Gemeindemitglieder an den Gottesdiensten. Christian A. Schwarz schreibt im NCD-newsletter in seinem Artikel „Der große Participation Shift – ein bisher unbeachtetes weltweites Phänomen“, dass es in den letzten acht Jahren weltweit eine erdrutschartige Veränderung in der Gemeindeentwicklung gegeben hat. Die Ursache liegt in einem veränderten Beteiligungsverhalten der Menschen, das Christian A. Schwarz wie folgt beschreibt: 27


„Dieser „Participation Shift“, (...), steht in unmittelbarer Verbindung mit kontextuellen Faktoren wie Digitalisierung, Globalisierung und neuen Kommunikationstechnologien. Menschen treffen Entscheidungen anders als noch vor wenigen Jahren. Man hat sich daran gewöhnt, auch bei Alltagsentscheidungen, die bisher von eingespielten Routinen geprägt waren, die unterschiedlichsten Optionen zu vergleichen und sich das momentan Passendste auszusuchen. Was einem nicht unmittelbar einleuchtet oder einen anspricht, wird „weggeklickt“ – buchstäblich oder auch metaphorisch. Je jünger ein Mensch ist, desto stärker ist nicht nur sein Denken, sondern auch seine Gefühlswelt von diesen Mustern geprägt. Unser Gehirn hat begonnen, sich an den neuen Prinzipien zu orientieren. Wir nehmen die Realität um uns herum anders wahr. Ohne dass wir uns jemals bewusst dafür entschieden hätten, sehen wir auch die Realität „Gemeinde“ mit anderen Augen.“ Die Haltung des Einzelnen hat sich gegenüber seiner Gemeinde nicht verändert, er fühlt sich mit seiner Gemeinde verbunden, nimmt auch an Veranstaltungen teil, aber das Beteiligungsverhalten hat sich verändert. Die Zahl der Gottesdienstbesuche nimmt ab, weil das Bedürfnis nach Identität und Gemeinschaft anders gedeckt werden kann. Der routinemäßige Gang zum Sonntagsgottesdienst „meiner“ Gemeinde unterbleibt. Vielleicht weil ich mich bewusst für einen anderen Gottesdienst entschieden habe, der meinen momentanen Bedürfnissen besser entspricht. Auch wenn ich zuhause bleibe, kann ich Predigten hören, Gottesdienste verfolgen und geistlich „auftanken“; über soziale Netzwerke bin 26

ich mit meinen Geschwistern vernetzt und kann weltweit in Kontakt stehen. Verweilt der Blick nur auf Besucherzahlen, kann Frustration anstelle von Leidenschaft in unserem Engagement für die Gemeinde aufkommen. Ich empfinde daher den Gedanken, dass eine gleichbleibende oder sich verringernde Zahl von Gottesdienstbesuchern nicht automatisch heißt, dass die Gemeinde weniger Menschen erreicht, als befreiend. Sowohl die Veränderungen unseres Umfelds als auch in uns selbst führen zu einen veränderten Gottesdienstverhalten. Interessanterweise hat die NCD statistisch festgestellt, dass der „Participation Shift“ bei Gemeinden mit einem hohen Qualitätswert so gut wie keinen Einfluss auf den Gottesdienstbesuch hat. In der natürlichen Gemeindeentwicklung werden mit „Qualität“ geistliche Faktoren bezeichnet, die mit dem zahlenmäßigen Wachstum von Gemeinde in Wechselwirkung stehen. Die natürliche Gemeindeentwicklung geht von acht Qualitätsmerkmalen aus, die in einer Gemeinde vorhanden sein müssen, damit die Gemeinde Wachstum erlebt: Bevollmächtigende Leitung, gabenorientierte Mitarbeiterschaft, leidenschaftliche Spiritualität, zweckmäßige Strukturen, inspirierender Gottesdienst, ganzheitliche Kleingruppen, bedürfnisorientierte Evangelisation und liebevolle Beziehungen. Darum denke ich, dass wir uns nicht von Besucherzahlen irritieren lassen sollten, sondern dass es darauf ankommt, dass wir in der Nachfolge Jesu leben und jede(r) Einzelne Verantwortung für sein Leben und die Gemeinde übernimmt. MARTINA REUTER

Band

U

nsere Kirchenmusik umfasst ein weites Spektrum: Orgel und Musikbands, Solo-Liedvorträge und Chöre, klassische und moderne Musik in Ergänzung. Wir sind dankbar für diesen musikalischen Reichtum, der sich auf den Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre beruht. Neben der Orgelmusik durch Organisten (die auf Honorarbasis spielen; denn wir haben seit über 10 Jahren keinen festen Organisten in St. Pauli) hat sich ein Pool von über 40 Musikerinnen und Musikern gebildet, die regelmäßig in Teams am Samstagabend und Sonntagmorgen Musik machen. Da das ehrenamtliche Engagement eine stabile Begleitung braucht, wurde Norbert Meier vor 10 Jahren als Musikkoordinator und -organisator der Kirchenmusik für St. Pauli mit 10 Wochenstunden eingestellt. Norbert Meier hat sich in dieser Zeit zum C-Kirchenmusiker im Bereich Popularmusik weiterqualifiziert.


ZUM THEMA

Posaunenchor

Chor beim Weihnachtsstück

Orgel

Gottesdienste am Sonntag:

Neue Musik-Situation Ab 2018 tritt nun ein Engpass bei den Organistinnen und Organisten ein: Es gibt zwei Entwicklungen: 1) Dr. Klaus Schubert, der die meisten Dienste an der Orgel wahrnimmt, ist durch Umzug vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrdienste angewiesen. Das bedeutet erhebliche logistische Schwierigkeiten. 2) Kirchliche Veränderungen: In der Lippischen Landeskirche gibt es immer weniger Organist*innen, die Vertretungs-dienste übernehmen können. 4x im Jahr übernimmt der Posaunenchor die kirchenmusikalische Begleitung, aber das deckt natürlich nur einen kleinen Teil der Gottesdienste ab. Welche Lösungen gibt es? Mit einem ehrenamtlichen Fahrtdienst für Dr. Klaus Schubert kann kurzfristig geholfen werden. Langfristig ist das jedoch keine Perspektive. Darum hat der Musikausschuss eine Übergangslösung ins Auge gefasst.

Übergangslösung ab Januar bis Sommer 2018:

Norbert Meier wird in der gleichen Zeit stärker beansprucht sein, weshalb seine Stelle in dieser Übergangszeit um 5 Stunden aufgestockt wird. Er wird nach einer Person 1. BEWÄHRTES ERHALTEN: 1x im Monat wird der Klassik- Gottesdienst auf im lippischen Raum suchen, die mobil ist, jeden Fall weiterhin durch die Orgel und ohne Orgel spielen kann und sich auf unseren gewachse-nen kirchenmusikalischen Weg Musikteam - wie bisher- begleitet. einlassen kann. 2. VERANTWORTUNG ERWEITERN:

Die Musikteams übernehmen mehr Verantwortung und gestalten den gesamten Gottesdienst. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Musiker*innen, Sänger*innen und Techniker für euren Dienst! 3. NEUES FÖRDERN: Neue Bands werden aufgebaut, Instrumentalist*innen und Sänger*innen gesucht und gefördert. 4. IMPROVISIEREN: Für Sondergottesdienste (Konfirmationen, hohe Feiertage) entwickeln wir möglichst passende Lösungen, die den Reichtum der Musik in Pauli zum Klingen bringen.

Anfragen an unsere Gemeindeglieder: • Wer will sich bei den wöchentlichen Fahrdiensten (pro Fahrt 13-15 km, Dauer ca. 20-25 min) beteiligen? • Wer hört den inneren Auftrag und hat die Fähigkeiten, sich musikalisch einzubringen? • Wer hat weitere Ideen? Wer kennt passende Musiker?

Ansprechpartner sind: Norbert Meier, Tel. (0 52 61) 8 97 37 , E-Mail: norbert.meier@st-pauli-lemgo.de) oder das Gemeindebüro, Tel. (0 52 61) 1 58 94, EMail: gemeindebuero@st-pauli-lemgo.de DER KIRCHENVORSTAND

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BESONDERE GOTTESDIENSTE

Gründonnerstag und Ostermontag

Gottesdienste in Tischgemeinschaft

Ostermontag-Frühstücksgottesdienst 2017

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wei unserer Gottesdienste um Ostern feiern wir in Tischgemeinschaft. Gründonnerstag (19 Uhr) erinnern wir uns an den Abend, als Jesus bei der jüdischen Sederfeier des Passafestes das Abendmahl einsetzte. Wir verbinden die Abendmahlsfeier mit der bei uns üblichen Mahlzeit, einem Abendbrot. Praktisch bedeutet das: Jede/r bringt etwas zu essen (etwas Brot, Aufschnitt oder auch einen Salat) und etwas zu trinken mit. An einer langen Tafel teilen wir miteinander. Der Abend beginnt mit den gemeinsamen Vorbereitungen im Gemeindehaus, gefeiert wird in der Kirche. Ostermontag um 10 Uhr feiern wir im Gemeindehaus – mit Groß und Klein. Ein fröhliches buntes Osterfrühstück ist der Rahmen für unseren Gottesdienst für jedes Alter. Wir essen und freuen uns an der Auferstehung Jesu und unseres Lebens in Christus. Den Gottesdienst feiern wir an Tischen sitzend: Wir hören die Osterbotschaft, singen und tauschen uns aus. Praktisch bedeutet das: Jede/r bringt für das Buffet etwas zu essen, etwas zu trinken und auch das benötigte Geschirr mit. Zu diesen Gottesdiensten laden wir herzlich ein! 30

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ier gibt es also etwas umsonst. Das freut den Lipper natürlich. Und was da angeboten wird, ist keine Kleinigkeit. Das Wasser des Lebens. Eine Quelle, die nicht versiegt und die Leben verspricht. Ehrlich gesagt, musste ich spontan an Kinofilme denken, die mit der Suche nach einer derartigen Quelle beschäftigt sind. In der HarryPotter-Saga sucht z.B. der Bösewicht Voldemort auf Kosten aller Beteiligten das Elixier des Lebens. Ein Millionenpublikum verfolgte auf der Leinwand seine Jagd nach der Unsterblichkeit. Viel sympathischer kommt da Indiana Jones rüber, der den Heiligen Gral aufspüren möchte, der ewige Jugend und Glückseligkeit verspricht. Doch ob nun Bösewicht oder Kinoheld, die Suche nach der Quelle des Lebens ist im Film stets mühevoll, gefährlich und fordert ganzen Einsatz. Völlig entgegengesetzt schickt Gott niemanden auf eine abenteuerliche Suche mit ungewissem Ausgang. Er bietet das Wasser des Lebens an – und das auch noch umsonst. Schnell ist klar, es geht nicht wirklich um H2O, um schlichtes Wasser. Es geht um das, was den Durst nach Leben, nach Sinn und Glück zu stillen vermag. Und die Suche danach lassen wir uns in der westlichen Welt viel kosten. Wir investieren in Gesundheit, in beruflichen Erfolg, in Lebensträume und in persönliche Leidenschaften, die uns Glücksgefühle bereiten. Wer aber die Erfahrung machen muss, dass die eigene Welt kräftig ins Wanken gerät, merkt, ob die eigenen Quellen wirklich lebendig machen. Wir haben oft gelernt, dass es nichts umsonst gibt in dieser Welt und wir für alles etwas leisten oder eine Gegenleistung erbringen müssen. Und nun tritt Gott auf den Plan und hält eine Gegenrede: Das Wesentliche in unserem Leben hat kein Preisschild. Der Erfinder des Lebens möchte sich freiwillig mit uns verbinden, damit wir an der Quelle sind. Die Zuneigung des Schöpfers für seine Geschöpfe entfacht das Potential, glückselig zu werden. Er verleiht diesem Leben einen neuen Glanz und öffnet danach die Tür zu einem neuen Leben. Genau genommen ist das „Umsonst“ nur die halbe Wahrheit. Umsonst für uns. Gott hat für diese Lebensmöglichkeit allerdings bezahlt. Mit dem Leben seines


AN-GE-DACHT

Noch ist es frisch und unverbraucht: das Jahr 2018. Kirchlicherseits bekommt jedes Jahr so eine Art biblischen Mottospruch – die Jahreslosung. In diesem Jahr stammt sie aus der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel. Gott spricht: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Offenbarung 21,6

Umsonst Sohnes. Er ist ein Gebender. Die Quelle des Lebens ist vertrauenswürdig. Da gibt es kein Kleingedrucktes, vor dem wir uns in Acht nehmen müssten. Eine winzige Einschränkung gibt es aber doch. Eine Quelle nützt uns nur etwas, wenn wir daraus trinken, uns mit Gott verbinden und ihn in uns aufnehmen. Dann aber keimt etwas Neues auf. Das Leben auf Reserve hat unseren Radius sowieso in Grenzen gehalten. Wir können im Windschatten dessen laufen, der sagt:

„Ich habe alles dabei, damit du ans Ziel kommst.“ Welche Erfahrungen das Jahr 2018 für uns bereithält, weiß noch keiner so genau. Bei einer Sache bin ich mir aber recht sicher. So mancher von uns wird auch eine Durststrecke erleben. Mir hilft es sehr, zu wissen, dass es diese Quelle gibt, die den Durstigen auch in widrigen Zeiten mit Leben versorgt. KAI MAURITZ, PFARRER

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Neuer Ansprechpartner

Für die Hauskreise

Vom Dunkel ins Licht Die Osternacht betend verbringen

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as Gebetshaus-Team lädt ein, die Osternacht von Karsamstag auf Ostersonntag gemeinsam betend zu verbringen. Wir beginnen mit dem Strike-Gottesdienst am Samstagabend um 20 Uhr in der St.-Pauli-Kirche – und beten dann einfach weiter! Wir werden verschiedene Gebetsformen mit und für Körper, Geist und Seele einüben. Die ganze Nacht über kann man kommen und auch gehen, wann man möchte. Gebetet wird bis Ostersonntag um 8 Uhr. Herzliche Einladung!

DOMINIK REMMERT UND NORBERT MEIER

Weitere Infos bei Norbert Meier, Tel. (0 52 61) 89737, E-Mail: norbert.meier@st-pauli-lemgo.de

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... ist jetzt Harry Neumann der neue Ansprechpartner. Wer einen Hauskreis sucht, kann sich bei ihm informieren und wird zu einem passenden Hauskreis „gelotst“. Ein Hauskreis ist eine Gruppe, die sich nicht in Gemeinderäumen, sondern bei jemandem Zuhause trifft (darum der Name Hauskreis). Persönlicher Austausch, Bibellesen, gemeinsam singen und Gebet füreinander stehen im Mittelpunkt. In unserer Gemeinde gibt es rund 20 Hauskreise mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder z.T. auch für verschiedene Altersgruppen. Harry Neumann hat diese Aufgabe von Marion und Frank Düe übernommen. An dieser Stelle sagen wir den beiden ganz herzlichen Dank für ihr treues und jahrelanges Engagement in diesem Bereich! Ebenso danken wir Harry Neumann, dass er sich nun als Ansprechpartner zur Verfügung stellt, und wünschen ihm viel Segen für seine Aufgabe. CORA SALZMANN

Erreichbar ist Harry Neumann auf folgenden Wegen: Tel. 0172 800 53 51, E-Mail: harryneu@gmx.net n und -leite Hauskreisleitererinne vormerken:

r, bitte

r 26. April um 19.30 Uh Am Donnerstag, den n n und Cora Salzman laden Harry Neuman Gemeindehaus ein. zu einem Treffen im Weitere Infos folgen.


t f a h c s in e m e Erholung, G ulse p Im e h ic l t is und ge

Freizeit für Seniorinnen und Senioren

AKTUELLES

Zwillingshäuser am Marktplatz

in Bad Mergentheim im Taubertal vom 09.06. – 16.06.2018

Das Ziel Bad Mergentheim liegt im landschaftlich wunderschönen Taubertal. Weinberge, eine der schönsten Kurparkanlagen Deutschlands und eine attraktive historische Altstadt sorgen für Abwechslung und einen erholsamen Aufenthalt. Im Herzen der Stadt befinden sich die bekannten Zwillingshäuser sowie das Deutschordenschloss, das nicht nur sehenswert, sondern auch Veranstaltungsort vieler Konzerte ist. Vor dem großen Musikpavillon bietet sich den Besuchern des Bad Mergentheimer Kurparks ein weiterer Höhepunkt: Die Wasserspiele sind ein Erlebnis für Augen und Ohren. Zur Musik „tanzt“ das nasse Element beeindruckend harmonisch vor der traumhaften Kulisse des Musikpavillons. Besonders sehenswert sind die abendlichen Präsentationen, die durch eine Vielzahl von Lichteffekten unterstützt werden. Wir sind im „Hotel Alexa“ untergebracht, das in der Nähe des Kurparks und der Innenstadt liegt, aber trotzdem viel Ruhe bietet. Das Hotel ist wegen seiner freundlichen, familiären Atmosphäre sehr beliebt und verfügt über einen Aufzug. Die Küche wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Die Zimmer sind ausgestattet mit DU/WC, Telefon, TV und größtenteils mit Balkon. Im Haus gibt es eine Badeabteilung. Auf Rezept oder privat kann man dort Fango, Heißluft, Massagen usw. erhalten.

Das Programm Nach dem gemeinsamen Frühstück treffen wir uns zu einer Morgenandacht, zu der ein biblischer Impuls genauso gehört wie das Singen und der persönliche Austausch über Fragen des Glaubens. Der Reisebus bleibt vor Ort, so dass abwechslungsreiche Ausflüge auf uns warten. Neben den Programmangeboten gibt es noch genügend Zeit zur freien Verfügung. Die Preise Die Preise beinhalten Halbpension, Bustransfer, Kurtaxe und Reiserücktrittsversicherung sowie Ausflüge mit dem Bus (ohne Eintrittsgelder).

DZ ohne Balkon EZ ohne Balkon

660,00 € 760,00 €

DZ mit Balkon EZ mit Balkon

720,00 € 800,00 €

Anmeldung bis zum 09. Mai 2018

Nähere Informationen werden Ihnen nach der Anmeldung zugesandt. Verantwortlich:

Pfarrer Kai Mauritz
 Rückfragen und Anmeldung im Gemeindebüro, Tel. (0 52 61) 1 58 94, E-Mail: gemeindebuero@st-pauli-lemgo.de 33


Aufbruch in die Gegenwart Rückschau auf das Reformationsfest 2017 in Lemgo

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it einem Festgottesdienst in St. Nicolai begann unser Reformationsfest in Lemgo am 31. Oktober 2017. Dort wurde nicht nur der vergangenen 500 Jahre und des wertvollen Verdienstes Martin Luthers gedacht, sondern auch der Ausblick auf die kommende Zeit gewagt: Einig sind sich alle Kirchengemeinden, dass die Reformation nie aufhört, nie aufhören darf. Zuvor waren alle Lemgoer Kirchen durch professionelle Floristen verschieden geschmückt worden. Nach dem Festgottesdienst in St. Nicolai mit ca. 1.300 Menschen fand die Nacht der offenen Kirchen statt, in welcher jede Gemeinde dem interessierten Publikum die Reformation auf die unterschiedlichste Art nahebrachte. Auch die Museen waren geöffnet. Bei uns in St. Pauli gab es das Bible Art Journaling, eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Bibel, die jedem Menschen den ihm eigenen, nahezu spielerischen Umgang mit der Bibel und den Zugang zur Bibel ermöglichte. Nicht fehlen durfte natürlich der Lobpreis, dargebracht von den verschiedensten Bands und Künstler*innen unserer Gemeinde. „Ihr seid ja so modern“, hört man oft, wenn man Lobpreislieder zeitgenössischer Komponisten anstimmt. Ja, sind wir, denn die Reformation darf nie aufhören! Nebenbei bemerkt: Auch Paul Gerhardt war modern, als seine Lieder zu seiner Zeit im Gottesdienst gesungen wurden; es ist nicht überliefert, dass die Menschen im 17. Jh. 400 Jahre alte Kirchenlieder sangen. Aber unsere Gemeinde bietet auch dieses; so hat jeder Besucher die Möglichkeit, aus unterschiedlichen Gottesdienstarten zu wählen. St. Pauli ist eben auch gelebte Vielfalt, lange bevor der Begriff Inklusion aufkam. ERIC SZAGUN

Fotos von oben nach unten: Abschluss im Kerzenschein in St. Nicolai, Bible Art Journaling in St. Pauli zum Thema „Glaube, Recht und Freiheit“, Viele Materialien für die kreative Bibelarbeit, Luthers 95 Thesen mit Blumen gestaltelt 34


KIRCHE IN LEMGO

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Gebet für Surinam Weltgebetstag am 02. März 2018 um 17 Uhr in der St.-Marien-Kirche

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n diesem Jahr steht Surinam im Fokus des Weltgebetstags. Der deutsche Titel lautet: „Gottes Schöpfung ist sehr gut!" Die Gottesdienstordnung haben Christinnen aus dem kleinen südamerikanischen Land verfasst und dafür ihre Lieder, Texte und Gebete ausgewählt. Am Weltgebetstag wird ein ökumenischer Gottesdienst in unzähligen christlichen Gemeinden weltweit gefeiert. Die Liturgie wird jedes Jahr von Frauen eines anderen Landes verfasst. Frauen vor Ort bereiten den Gottesdienst vor und laden Christinnen und Christen der Stadt dazu ein, jeweils am ersten Freitag im März. Der Weltgebetstag dient dazu, über Konfessionen und Grenzen hinweg Wege zueinander zu finden, vor Ort und auch weltweit. Das Motto ist: „Informiert beten - betend handeln.“ Die Lebenssituationen von Frauen in anderen Ländern werden im Gottesdienst geschildert. In geschwisterlicher Verbundenheit in Jesus Christus wird für sie gebetet. Auch finanziell soll sich unsere Solidarität ausdrücken: Mit den Mitteln aus der Sammlung im Gottesdienst werden Frauenprojekte weltweit gefördert und Menschen wird zu besseren Lebensbedingungen verholfen. Der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag wird dieses Jahr von der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Marien vorbereitet. Zu seiner Feier und zum Imbiss im Anschluss sind alle Frauen und auch Männer herzlich eingeladen.

m Sonntag, den 10. Juni 2018, laden die Lemgoer Gemeinden zum Tauffest ein. Vor 8 Jahren fand das erste Tauffest statt, damals am Schloss Brake mit 97 Täuflingen. Taufen lassen können sich Menschen jeden Alters, vom Kind bis zum Senior. Das Fest beginnt um 14 Uhr mit einem Gottesdienst im Schatten der alten Bäume des Abteigartens. Die Taufen finden an verschiedenen Stationen der Kirchengemeinden statt. Danach geht es mit Musik und Essen, Darbietungen und Spielen fröhlich weiter. Mitwirken werden unter anderem Posaunen-, Gospel-, Kinder- und Jugendchöre. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Tauffamilien werden nur gebeten, einen Picknickkorb für die eigene Familie und ihre Gäste mitzubringen. Das Ende ist gegen 17 Uhr geplant. Anmeldungen zur Taufe sind noch bis zum 31. März 2018 im Gemeindebüro möglich. Am 26. Mai wird es mit den Täuflingen und Tauffamilien ein Treffen zur Vorbereitung auf das Fest geben.

Anmeldung im Gemeindebüro: Tel. 1 58 94 E-Mail: gemeindebuero@st-pauli-lemgo.de oder über Internet: www.tauffest.st-pauli-lemgo.de

35


Ein Gewinn für die Mannschaft Alexander Hesse ist neuer Mitarbeiter im Mehrgenerationenhaus und im Kinderbereich

S

eit November 2017 ist Alexander Hesse im offenen Freizeittreff tätig, mittlerweile ist er seit Januar dieses Jahres in unserer Gemeinde angestellt. Alexander Hesse arbeitet im Mehrgenerationenhaus (MGH), wo er zusammen mit seiner Kollegin Ahlam Elwahabi für die Leitung und Koordinierung verantwortlich ist und auch den Freizeittreff für Geflüchtete mit organisiert. Außerdem arbeitet Herr Hesse mit an der Konzeption und Weiterentwicklung der Abläufe und bringt sich auch ins „laufende Tagesgeschäft“ im BegegnungsCafé ein. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der Kinder- und Jugendarbeit: Sonntags ist er „fester Bestandteil“ der „Kirche mit Kindern“, und auch die Konfirmandenarbeit zählt zu seinen Aufgaben. Ich konnte Herrn Hesse interviewen und traf auf einen sehr sympathischen jungen Mann mit Zielen und Idealen.

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■ Alex, erzähle doch bitte ein bisschen deinen Werdegang! Ich bin 26 Jahre alt und von meinem eigentlichen Beruf Gesundheits- und Krankenpfleger, diesen Beruf aber habe ich aufgegeben. Ich bin seit Oktober 2017 am IGW (Institut für Gemeindebau und Weltmission) in Essen und studiere dort „Praktische Theologie“.

■ Was hat dich bewogen, deinen Beruf zu wechseln?

Das IWG ist keine Universität, aber auch keine Bibelschule wie z.B. in Lemgo-Brake, aber es bietet vollwertige Studiengänge an, bei denen man den Bachelor of Arts (BA) erwerben kann. Es heißt „Praktische Theologie“, weil es eben sehr praxisnah ist, ein Grund, warum ich mich gerade für diesen Studiengang entschieden habe. Ich soll in meiner Gemeinde gleich mitarbeiten und Verantwortung übernehmen, wie ich es schon jetzt mache. Ich sitze also nicht nur herum und studiere, sondern packe mit an.

Ich habe schon jahrelang den Wunsch gehabt, Theologie zu studieren. Ich bin sehr dankbar für meine Ausbildung zum Krankenpfleger, aber jetzt ist es einfach an der Zeit, etwas Neues zu beginnen.

■ Was sind dein Wunsch und dein Ziel nach Beendigung des Studiums?

■ Du sagtest „Praktische Theologie“– ist das ein universitärer Studiengang, nach dessen Beendigung du nachher auch als Pfarrer ordiniert werden kannst?

Ich bin noch nicht soweit, dass ich mich schon entscheiden kann, nachher als Pastor zu arbeiten; ich gehe da sehr demütig heran und bin froh, in die Verantwortung, die diese Arbeit und dieses Studium bedeuten,


AUS UNSEREM MEHRGENERATIONENHAUS

erst hineinwachsen zu dürfen. Ich werde im Studium darauf vorbereitet, nachher im vollzeitlichen Dienst tätig zu sein. Was das für mich persönlich bedeutet, weiß ich jetzt noch nicht, aber ich weiß, das wird sich zum richtigen Zeitpunkt zeigen.

Das Jubiläumsjahr 2017 ist zu Ende gegangen. Wir sind dankbar für ein wunderbares Fest im Rathaus und auf

■ Du hast ja schon ins MGH und in den Kindergottesdienst hineingeschnuppert, hast du da gemerkt, was dich am meisten interessiert?

dem Ostertorwall mit vielen

Es ist die Vielseitigkeit, die meine Stelle jetzt ausmacht. Ich habe mit Kindern zu tun im Kindergottesdienst, ich habe mit Jugendlichen zu tun im Konfirmandenunterricht, ich kann Beziehungen aufbauen mit ganz unterschiedlichen Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Es ist einfach schön, da hineinzuwachsen und Verantwortung zu übernehmen.

Menschen und Begegnungen.

■ Lieber Alex, dann ein herzliches Willkommen in der Gemeinde auch von mir und vielen Dank für das Interview; ich freue mich schon sehr auf unsere Zusammenarbeit!

einigen Veränderungen im Be-

Aber es wäre wohl nicht unser Mehrgenerationenhaus, wenn es nicht auch 2018 in Bewegung wäre. So kommt es zu

reich der Zuständigkeiten und Ansprechpartner*innen.

Das Mehrgenerationenhaus •Leitung Die Gesamtleitung der diakonischen Arbeit hat Dagmar Begemann. Sie wird aber für ein halbes Jahr eine Sabbatzeit nehmen und deshalb ab März bis einschließlich August 2018 nicht da sein. Für diesen Zeitraum übernimmt Silke Schmidt die Vertretung, die auch die Koordination des Mehrgenerationenhauses beinhaltet. •Begegnung Auch im Begegnungscafé gibt es einen Wechsel; Sabine Rosemeier wird abgelöst durch Ahlam Elwahabi. Viele kennen Frau Elwahabi schon aus der Arbeit der Flüchtlingshilfe. Dort hat sie die freiwillig Engagierten koordiniert, die geflüchtete Menschen beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt haben. Seit Januar 2018 ist Frau Elwahabi zuständig für das Begegnungscafé des Mehrgenerationenhauses, den Freizeit-Treff für Geflüchtete sowie alle Angebote zum Thema Integration wie z.B. die Sprachtreffs und Ferienangebote.

Das Interview führte Eric Szagun.

Veränderungen im Mehrgenerationenhaus in 2018

von links: Alexander Hesse, Sven Heinze, Ahlam Elwahabi,Silke Schmidt, Stefan Plett

Bewegung im „Haus für alle“

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Unterstützt wird sie von Alexander Hesse, der besonders im Freizeit-Treff für Geflüchtete tätig ist – und natürlich von unserem Bundesfreiwilligendienstleistenden Stefan Plett, der aus allen Arbeitsbereichen nicht wegzudenken ist. •Alter und Pflege Für das Thema Alter und Pflege bleibt Silke Schmidt Ihre Ansprechpartnerin und informiert Sie zum Thema Demenz und den Angeboten für pflegende Angehörige. Gemeinsam mit Sabine Rosemeier, Ulla Golabeck und Georg Müller arbeitet sie im Projekt Nachbarschafts- und Pflegebegleitung im Quartier in Lemgo.

Bundesfreiwilligendienst im Mehrgenerationenhaus Du suchst nach der Schule eine sinnvolle Tätigkeit? Du brauchst Zeit, um dich beruflich zu orientieren und möchtest deinen Horizont erweitern? Du hast Spaß am Umgang mit Menschen verschiedenen Alters und aus unterschiedlichen Kulturen? Dann ist ein Jahr im Bundesfreiwilligendienst im Mehrgenerationenhaus genau das Richtige für dich! Deine Tätigkeitsfelder findest du sowohl in der Begegnungsstätte als auch in den unterschiedlichen Angeboten für Senioren und Geflüchtete. Ganz praktisch hilfst du bei den hauswirtschaftlichen Aufgaben im Haus und begleitest verschiedene Gruppen – von Angeboten für pflegende Angehörige bis zum Sprachtreff. Außerdem assistierst du im Büro und bei der Beratung von Hilfesuchenden.

Team Nachbarschafts- und Pflegebegleitung im Quartier in Lemgo - Sabine Rosemeier, Silke Schmidt, Georg Müller, Ulla Golabeck Die Flüchtlingshilfe der Kirchen in Lemgo Sven Heinze bleibt Ansprechpartner für die ehrenamtlich Aktiven der Flüchtlingshilfe der Kirchen in Lemgo und bietet die Sozialberatung für Flüchtlinge an. Ergänzt wird dieses Angebot durch die Themen Asylverfahren, Rückkehrberatung, Arbeit und Wohnungshilfe. Freiwilliges Engagement Die gesamte Arbeit wäre undenkbar ohne die vielen freiwillig Engagierten, die sich in allen Bereichen einsetzen und dieses Haus zu dem machen, was es sein soll: ein Netzwerk unterschiedlicher Menschen, Generationen und Kulturen – ein Ort des Miteinanders, der gegenseitigen Unterstützung und des gegenseitigen Lernens – ein Haus für alle.  SILKE SCHMIDT 38

Hast du Lust, uns und unsere Arbeit kennenzulernen und dich über den Bundesfreiwilligendienst zu informieren? Dann melde dich bei Silke Schmidt unter (0 52 61) 66 89 29 oder s.schmidt@mehrgenerationenhaus-lemgo.de


AUS UNSEREM MEHRGENERATIONENHAUS

Wenn Sie Fragen zur Arbeit des Mehrgenerationenhauses haben oder sich ehrenamtlich einbringen wollen, steht Ihnen unser Büro gerne zur Verfügung. Sie erreichen uns unter (0 52 61) 920 46 08 oder über Email:  S.Schmidt@st-pauli-lemgo.de 8 Das Begegnungscafé in der Echternstr. 12 ist Mo, Di, Mi und Fr jeweils von 15 – 18 Uhr geöffnet. Unsere Cafémitarbeiterinnen freuen sich über Ihren Besuch!

Informationen zum Bundesfreiwilligendienst Der Bundesfreiwilligendienst im Mehrgenerationenhaus dauert 12 Monate und beginnt am 1. August 2018. Während dieses Bildungsjahres erwerben die Teilnehmer sowohl soziale Kompetenzen als auch berufliche Qualifikationen. 25 pädagogische Seminartage begleiten den Freiwilligendienst; das unterscheidet dieses Bildungsjahr von einem Praktikum. Neben einem Ansprechpartner am Einsatzort gibt es einen Austausch während der Seminare und danach mit den Mitarbeitenden der Diakonie und der Lippischen Landeskirche. Bundesfreiwilligendienstleistende erhalten monatlich ein angemessenes Taschengeld (gesetzlicher Höchstsatz). Außerdem sind sie sozialversichert und in der Regel kindergeldberechtigt. Ein Anspruch auf Waisenrente bleibt bestehen. Weitere Informationen unter www.fsj-bfd.de.

8 Silke Schmidt vermittelt ehrenamtliche und professionelle Hilfe und Unterstützung vom Besuchsdienst über Beratung bis hin zur Nachbarschaftshilfe. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Information über weiterführende Hilfen, Angebote und Beratung zum Thema Demenz. Sie erreichen sie telefonisch unter (0 52 61) 66 89 29 oder über Email: S.Schmidt@st-pauli-lemgo.de 8 Die Flüchtlingshilfe ist telefonisch unter (0 52 61) 920 46 09 erreichbar oder über EMail: info@fluechtlingshilfelemgo.info. Das offenes Beratungsangebot gibt es mittwochs 10-13 Uhr im Begegnungscafé des Mehrgenerationenhauses. 8 Wenn Sie unsere Arbeit finanziell unter­ stützen möchten, dann können Sie unter dem Vermerk »Mehrgenerationenhaus« spenden auf das Konto: Kirchengemeinde St. Pauli, IBAN: DE07 4825 0110 0000 0125 59 39


...an die Pinnwand:

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.st-pauli-lemgo.de oder im monatlich erscheinenden VielFaltBlatt. 40

PASSIONSANDACHTEN

WELTGEBETSTAG DER FRAUEN 02.03.

der Stadtgemeinden, ab dem 21.02., jeweils mittwochs um 18 Uhr in der St.-Nicolai-Kirche

»Gottes Schöpfung ist sehr gut!« Das Schwerpunktland des Weltgebetstags ist in diesem Jahr Surinam. Auch Männer sind herzlich eingeladen! Gottesdienst um 17 Uhr in der St.-Marien-Kirche mit anschließendem Imbiss.

GOTTESDIENSTE ZUR OSTERZEIT:

TREFFEN DER HAUSKREIS-LEITENDEN

KIRCHENEINTRITTSSTELLE

DO, 26.04, 19.30 Uhr im Gemeindehaus

jeden 1. Freitag im Monat geöffnet, 16 bis 18 Uhr, in der Sakristei der NicolaiKirche

Gründonnerstag 19 Uhr, Gottesdienst St.-Pauli-Kirche, mit Abendmahl und -essen (jeder bringt Essen und Getränke für sich mit)

Karfreitag 10 Uhr, Gottesdienst St.-Pauli-Kirche, mit Abendmahl

Karsamstag

SENIORENFREIZEIT

in Bad Mergentheim im Taubertal vom 09.06. – 16.06.2018, s. S.33 TAUFFEST AM 10. JUNI

GOLDENE & DIAMANTENE HOCHZEIT

Wenn Sie anlässlich Ihrer Goldenen oder Diamantenen Hochzeit den Besuch eines Pfarrers wünschen, melden Sie sich bitte bei uns im Gemeindebüro, Tel. 1 58 94.

Abteigarten,14-17 Uhr Taufanmeldung bis zum 31.03. noch möglich, s. S.35

20 Uhr, Strike, St.-Pauli-Kirche, FRAUENFRÜHSTÜCK

im Anschluss Gebetsnacht bis Sonntag, 8 Uhr Ostersonntag 10 Uhr, Gottesdienst St.-Pauli-Kirche

Ostermontag

»Schlaflose Nächte in Gottes Gegenwart. Strategien zur Bewältigung von Schlafstörungen und Panikattacken« SA, 23.06., 9 Uhr, im Gemeindehaus mit Elizabeth Junghärtchen. Anmeldung bis zum 20.06. bei S. Hojer Tel.: 184 64 46, E-Mail: Stefanie.Hojer@freenet.de

10 Uhr, Gottesdienst im Gemeindehaus, mit Frühstück (jeder bringt Geschirr, Essen und Getränke für sich mit)

Öffnungszeiten BegegnungsCafé (Echternstraße 12) Mo – Mi und Fr, 15 – 18 Uhr


DAS SPENDENPROJEK T

Werkstatt Leben Ein Ort für Beratung, Seelsorge und Gebet

DAS SPEND ENPROJE KT

S

eelsorge gehört zu den wesentlichen Schwerpunkten unserer Gemeindearbeit. Mehr als 30 Ehrenamtliche und 8 Hauptamtliche engagieren sich rund um die Beratungsstelle, die Endlich-Leben-Gruppen, die ehrenamtliche Seelsorgerarbeit, die Gebetshausinitiative und die verschiedenen Gebets- und Segnungsangebote. Bisher standen diese Bereiche ergänzend nebeneinander. Durch die Gemeindekonferenz 2016 kam der Wunsch auf, „gemeinsame Sache“ zu machen und zusammen unter einem Dach eine „Werkstatt Leben“ zu gründen: einen Ort, an dem Menschen ermutigt werden und Unterstützung finden, ihr Leben zu gestalten. Nun steht ein wichtiger Schritt an. „Werkstatt Leben“ wird in die beiden Etagen oberhalb des Gemeindebüros in der Echternstr. 20 einziehen. Hier gibt es Zimmer für die Beratungsstelle, für ehrenamtliche Seelsorger*innen, ein schönes Wohnzimmer für Gruppen und auch einen Büroraum, von dem aus die organisatorischen Aufgaben erledigt werden können. Wir sind sehr froh über diese Möglichkeit! Für die anstehenden Renovierungsarbeiten benötigen wir allerdings noch

finanzielle Unterstützung. Vielen Dank für jede Spende! Sie schaffen dadurch Menschen einen Raum, an dem sie Neuorientierung und Hilfe finden. KAI MAURITZ

In den Monaten März bis Juni wird sonntags in einigen Gottesdiensten für dieses Projekt gesammelt werden.

Ihre Spende kommt direkt ans Ziel: Wenn sie dieses Projekt der Kirchengemeinde St. Pauli durch eine Spende unterstützen möchten, nutzen Sie bitte folgende Bankverbindung:

Kirchengemeinde St. Pauli, IBAN: DE07 4825 0110 0000 0125 59. Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Werkstatt Leben“ an. Vermerken Sie bitte ferner Ihren Namen und Ihre Adresse, damit wir Ihnen die Spendenbescheinigungen automatisch zusenden können.

41


Gottesdienste in St. Pauli,

Echternstraße

April

Mai

SA, 03.03. »Strike«

SO, 01.04. | 10.00 Uhr

SA, 05.05. »Strike«

SA, 03.06. »Strike«

SO, 04.03. | 10.00 Uhr

Ostersonntag »klassisch« Pn. Cora Salzmann

SO, 06.05. | 10.00 Uhr

SO, 04.06. | 10.00 Uhr

Kanzeltausch »klassisch« P. Ernst-August Korff

SA, 10.03. »Strike« SO, 11.03. | 10.00 Uhr Familiengottesdienst mit der KiTa am Flüt Pn. Cora Salzmann

SA, 17.03. »Strike« SO, 18.03. | 10.00 Uhr »modern« (Abendmahl) P. Rudolf Westerheide

SA, 24.03. »Strike« SO, 25.03. | 10.00 Uhr »Gott erwarten« P. Kai Mauritz

DO, 29.03. | 19.00 Uhr Gründonnerstag »Volxkirche« mit Tischgemeinschaft (s.S.30) und Abendmahl P. Helge Seekamp

MO, 02.04. | 10.00 Uhr Ostermontag »Gottesdienst für jedes Alter« im Gemeindehaus mit Frühstück (s.S.30) P. Helge Seekamp

SA, 07.04. »Strike« SO, 08.04. | 10.00 Uhr »modern« P. Helge Seekamp

SA, 14.04. »Strike«* SO, 15.04. | 10.00 Uhr Klaus R. Berger

SA, 21.04. »Strike« SO, 22.04. | 10.00 Uhr Konfirmation Pn. Cora Salzmann und Werner Schmidt

FR, 30.03. | 10.00 Uhr

SA, 28.04. »Strike« SO, 29.04. | 10.00 Uhr

Karfreitag (Abendmahl) P. Kai Mauritz

»modern« P. Kai Mauritz

STRIKE

Der Gottesdienst von Jugendlichen für alle. * 4 mit Abendmahl 42

P. Rudolf Westerheide (Abendmahl)

Konfirmation P. Helge Seekamp und Werner Schmidt

SA, 09.06. »Strike«

DO, 10.05. | 10.00 Uhr

SO, 10.06. | 10.00 Uhr

Christi Himmelfahrt Gottesdienst der Lemgoer Stadtgemeinden in St. Marien

Jahresfest der Ev. Volks- und Schriftenmission Lieme Alexander Märtin

SO, 10.06. | 14.00 Uhr Tauffest im Abteigarten

SA, 12.05. »Strike« SO, 13.05. | 10.00 Uhr »modern« (Abendmahl) Rolf Salzmann

SA, 16.06. »Strike« SO, 17.06. | 10.00 Uhr

SA, 19.05. »Strike«

»modern« Pn. Cora Salzmann

SO, 20.05. | 10.00 Uhr Pfingstsonntag P. Kai Mauritz

SA, 23.06. »Strike« SO, 24.06. | 10.30 Uhr

MO, 21.05. | 20.00 Uhr Pfingstmontag »Gottesdienst für jedes Alter« P. Helge Seekamp

SA, 26.05. »Strike«* SO, 27.05. | 10.00 Uhr

»Gott erwarten« P. Kai Mauritz

Sonntags um 10 Uhr:

VOLXKIRCHE

Die legt eine Pause ein und findet momentan nicht statt.

GOTTESDIENSTE FÜR KINDER:

Strohsemmelfest Gottesdienst der Stadtgemeinden auf dem Marktplatz

SO, 24.06. | 19.00 Uhr

»modern« Helge Seekamp

SA, 31.03. »Strike«

Jeden Samstag ab 20 Uhr:

Juni

© S. Hofschäger PIXELIO.DE

März

Gottesdienst-Übertragung in den Babyraum »Kirche mit Kindern« für 3–5-Jährige, ab 10 Uhr, Turmstube – 3. Stock »Kirche mit Kindern« für 6 –11-Jährige ab 10 Uhr im Turmsaal – 1. Stock

Brücke März 2018 - Hoffnungsvoll  

Als innovative Gemeinde denken wir hier nach vorne. Gottesdienst 4.0 wie auch Industrie 4.0 wird einiges verändern.

Brücke März 2018 - Hoffnungsvoll  

Als innovative Gemeinde denken wir hier nach vorne. Gottesdienst 4.0 wie auch Industrie 4.0 wird einiges verändern.

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