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FRAUEN WOLLEN

MEHR.

Bericht BUNDESFRAUENKONFERENZ 2010 10. Juni Eventhotel Pyramide Vรถsendorf


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Bericht der SPÖ Frauen

BUNDESFRAUENKONFERENZ 2009

Frauen wollen mehr.

Partei und Privatwirtschaft als Schwerpunkte ihrer Arbeit aus. Bei dieser Konferenz wurde auch der ausscheidenden Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer für ihr großartiges Engagement gedankt. Mit August 2009 wurde Andrea Mautz zur neuen Bundesfrauengeschäftsführerin bestellt.

KAMPAGNE LOHNGERECHTIGKEIT

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ei der Bundesfrauenkonferenz 2009 im Design Center Linz am 21. Juni unter dem Motto „Stark.Selbstbewusst.Entschlossen“ wurde Frauenministerin Gabriele HeinischHosek zur neuen SPÖ Bundesfrauenvorsitzenden gewählt. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer übergab ihr den Vorsitz der SPÖ Frauen, den sie seit April 1997 innehatte. Gabriele HeinischHosek erhielt 95,7 Prozent der Stimmen. Barbara Prammer richtete in ihrer Rede den Blick ganz auf die Zukunft. Gerade in Zeiten der Krise würden Frauen Perspektiven brauchen, damit Doppel- und Dreifachbelastungen endlich der Vergangenheit angehören. Herzlichen Dank für die vielen innovativen Ideen, die unter Barbara Prammers Vorsitz Wirklichkeit wurden. Gabriele Heinisch-Hosek sprach sich für mehr definierte Frauenförderung am Arbeitsmarkt, für bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie verpflichtende Quoten mit Konsequenzen in der

Mit der Kampagne „Warum nicht gleich: Lohngerechtigkeit“ waren die SPÖ Frauen im Herbst 2009 in ganz Österreich unterwegs. Mit ihren Aktionen warben sie in zahlreichen Städten und Gemeinden für die anonyme Offenlegung der Gehälter und für betriebliche Maßnahmen zur Schließung der Einkommensschere. Bei Bundesländertagen in ganz Österreich besuchte Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek Betriebe, Vereine, soziale Einrichtungen, Schulen und vieles mehr. Auf einer eigenen Homepage www.lohngerechtigkeit.at wurde über die zahlreichen Termine und Veranstaltungen berichtet, so wie Daten und Fakten zu den Einkommensunterschieden präsentiert.

100 JAHRE SPÖ FRAUEN Um die Wurzeln der SPÖ Frauenorganisation, aber auch um Visionen ging es beim 100jährigen Jubiläum, das mit einem Open-House in der Löwelstraße gefeiert wurde. Auf dem Programm stand unter anderem ein Zukunftstalk mit Bundes-


Frauen wollen mehr.

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HERTHA FIRNBERG – ZUM 100. GEBURTSTAG Hertha Firnberg prägte das Österreich der Nachkriegszeit ganz wesentlich: Wissenschaftsministerin in der Ära Kreisky, Frauenvorsitzende von 1967 bis 1981. Als Andenken haben die SPÖ Frauen zum 100. Geburtstag im September 2009 gemeinsam mit den Wiener SPÖ Frauen zu einer Veranstaltung im ega:frauen im zentrum eingeladen. Die SPÖ Frauen haben zu diesem Anlass auch einen Film gestaltet, der unter www.frauen. spoe.at zu sehen ist.

ROTE KARTE GEGEN GEWALT In Österreich wird jede fünfte Frau im Laufe ihres Lebens misshandelt. Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt machten die SPÖ Frauen mit Fackelzügen, Lesungen gegen Gewalt und Pfeifkonzerten in ganz Österreich auf Gewaltschutzeinrichtungen und Maßnahmen zum Schutz der Opfer aufmerksam. frauenvorsitzender Gabriele Heinisch-Hosek und Frauenstadträtin Sandra Frauenberger. Bundesparteivorsitzender und Bundeskanzler Werner Faymann bezeichnete in seiner Rede die Frauenorganisation als wichtigen Bestandteil für ein „soziales und gerechtes Österreich“. Zu den GratulantInnen zählten auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Johanna Dohnal. In einer Ausstellung wurden die BesucherInnen durch die 100 jährige Geschichte der Frauenorganisation geführt, angefangen bei den Pionierinnen der Sozialdemokratie, den ersten Erfolgen wie die Erkämpfung des Frauenwahlrechts, über die Zeiten der illegalen Tätigkeit im Zweiten Weltkrieg, die Aufbruchstimmung in den 70-er Jahren bis hin zu den jüngsten Errungenschaften wie das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld. Dekoriert wurde das Haus mit 100 kämpferischen Sprüchen von sozialdemokratischen Frauenpolitikerinnen aus der Geschichte und der Gegenwart. Diese Sprüche sind auch in einem Notizbuch zusammengestellt sowie auf T-Shirts erhältlich, die im Internet unter www.frauen.spoe.at bestellt werden können. In den Bundesländern wurde das Jubiläum ebenfalls mit eigenen Veranstaltungen gefeiert und die Ausstellung präsentiert.

GEDENKEN AN JOHANNA DOHNAL

Am 20. Februar 2010 machte die Nachricht vom Tod Johanna Dohnals uns alle tief betroffen. Johanna Dohnal war für Frauen, über alle Grenzen hinweg, eine Identifikationsfigur. Sie war eine große Österreicherin, zu der viele mit Respekt und Anerkennung aufblickten. Sie hat sich ihr ganzes Leben für Gleichberechtigung und Frieden eingesetzt, den Frauen den Weg zur Gleichstellung geebnet und ihnen Mut und Selbstvertrauen gegeben. Ihr politischer Weg war gekennzeichnet von unbeugsamem Engagement und der Durch-

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INTERNATIONALER FRAUENTAG 2010 Noch nie waren Frauen so gut ausgebildet wie heute. Dennoch stoßen sie bei ihrem beruflichen Aufstieg oft an eine gläserne Decke. Zum Internationalen Frauentag 2010 starteten die SPÖ Frauen mit Aktionen in ganz Österreich die Kampagne „Karriere jetzt: Weiter auf der Leiter“. Ziel der Kampagne war es, Frauen Mut zu machen Karrierechancen zu ergreifen und sie auch einzufordern. setzung von Meilensteinen wie der Reform des Familienrechts, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, zahlreiche Sozialgesetze für Frauen, die Vorbereitung des Gewaltschutzgesetzes und vieles mehr. Zu ihrem Gedenken haben die SPÖ Frauen am 5. März 2010 am Ballhausplatz gemeinsam mit über 50 unterstützenden Organisationen und in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Wegbegleiterinnen eine Gedenk-Kundgebung organisiert. Bei der sehr berührenden Trauerfeier am 6. März in der Feuerhalle Simmering nahmen tausende Menschen von Johanna Dohnal Abschied.

FRAUENZEICHEN

Die SPÖ Frauen haben eine Organisation in Agadez/Niger beauftragt, vor Ort ein Frauenzeichen zu produzieren. Das silberne Frauenzeichen ist Signal und Schmuckstück zugleich. Das Kompetenzzentrum Agadez arbeitet mit Menschen vor Ort zusammen und verwirklicht Projekte in unterschiedlichsten Bereichen. So unterstützt „Muu-Design“ in Zusammenarbeit mit der nigrischen NGO Ausbildungsprojekte. Frauen erhalten dadurch eine Ausbildung zu Schneiderinnen und die Möglichkeit unabhängig zu sein. Die Frauenzeichen sind in Silber gegossen und mit der Gravur „SPÖ“ versehen. Um die Arbeit der NGO zu unterstützen, sammeln die SPÖ Frauen zusätzlich zum Verkauf der Frauenzeichen Spenden.

FILME FÜR DAS INTERNET Die SPÖ Frauen haben eine Reihe von Filmen für das Internet produziert. So fand der Film zum Internationalen Frauentag, der unter www.frauen.


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spoe.at zu sehen ist, sehr großen Anklang. In einem modernen Skript wurde die Botschaft „Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit“ transportiert. Die Filme sind alle in einer eigenen Videogalerie auf der Homepage zu sehen.

UNTERSCHRIFTENAKTION EINKOMMENSTRANSPARENZ Für die gesetzliche Verankerung der Einkommenstransparenz im Gleichbehandlungsgesetz haben die SPÖ Frauen auf www.frauen.spoe.at eine UnterstützerInnenplattform eingerichtet. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur wie z. B. Bundeskanzler Werner Faymann, Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, die gesamte SPÖ Regierungsriege, Landeshauptmann Franz Voves, ÖGB-Präsident Erich Foglar, Schauspielerin Andrea Eckert, Entertainer Alfons Haider, Publizistin Elfriede Hammerl unterstützen die Aktion. Tausende Menschen haben sich auf der Plattform eingetragen und damit die Wichtigkeit der Maßnahme für gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit demonstriert.

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merinnen diskutierte Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek beim „frauen.NETZ.talk“ am 17. März 2010 im Ringturm. In der Diskussion ging es um die gesellschaftliche und politische Bedeutung von Netzwerken für Frauen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden für das Hilfsprojekt der Volkshilfe „Cash for work“, das zur Unterstützung von Frauen in Haiti gegründet wurde, zehn Heinz-Fischer-Karikaturen von Gerhard Haderer versteigert.

NEUE HOMEPAGE Alles neu, noch schneller und informativer: Die neu designte Homepage gibt einen guten Überblick über die aktuelle Arbeit der SPÖ Frauen. News, Blogbeiträge sowie Foto- und Videogalerien bieten rasche Infos über sämtliche Veranstaltungen, Aktionen und Kampagnen. Außerdem werden auch alle Termine in den Bundesländern übersichtlich präsentiert.

HANDBUCH DER GUTEN IDEEN

FRAUEN.NETZ.TALK Gemeinsam mit Margit Fischer, „Netzwerkerin 2008“ und vielen anderen engagierten Teilneh-

Gemeinsam mit den Landesfrauenorganisationen wurde ein Handbuch mit Vorschlägen und Beschreibungen für Aktionen zusammengestellt. Das Handbuch dient als Anregung für Straßenaktionen und Veranstaltungen, die relativ einfach, ohne großen finanziellen Aufwand durchgeführt werden können. Das Handbuch wird laufend ergänzt und wird daher elektronisch zur Verfügung gestellt.

ARBEITSGRUPPE GEGEN RECHTS In Österreich – genauso wie in vielen anderen europäischen Staaten – erleben wir derzeit ein

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erneutes Erstarken rechtsextremer Parteien und Organisationen. Rechtsextreme Positionen und Teile dieser Ideologie sind nicht mehr nur salonfähig geworden, sie werden von größer werdenden Kreisen unserer Gesellschaft mitgetragen. Immer mehr Menschen sympathisieren mit diesen Ideen oder dulden sie zumindest stillschweigend. Unter der Leitung von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer haben die SPÖ Frauen eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der ein klares und öffentliches Bekenntnis gegen jede Form von Rechtsextremismus, Neonazismus, Antisemitismus, Rassismus, Xenophobie, Islamophobie, Sexismus, sowie Homo- und Transphobie sowie eine Förderung der politischen Bildung und aktiven Auseinandersetzung mit der Zeit des Austrofaschismus und der Zeit des Nationalsozialismus im Mittelpunkt steht.

ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN Die SPÖ strebt eine offene Diskussion mit vielen gesellschaftlichen Gruppen an, um den Herausforderungen für die Zukunft gewachsen zu sein. Die SPÖ Frauen sind daher sowohl bei „Österreich 2020“ und bei der „Denkfabrik“ in Arbeitskreisen aktiv.

INTERNATIONALES Die SPÖ Frauen nehmen regelmäßig an den Konferenzen der Sozialistischen Fraueninternationale und den Europäischen Sozialdemokratinnen teil. Bei einer Sitzung der Sozialistischen Fraueninternationale am 9. April, an der SFI-Vizepräsidentin Barbara Prammer – und als ihre Vertreterin am Vormittag Maria Jonas – teilnahmen, wurde besonders im Namen der SPÖ-Frauen darauf hingewiesen, dass 2011 die 100-Jahr-Feier des Internationalen Frauentages ansteht, die vor allem von den Mitgliedsorganisationen der SFI zu würdigen sein wird, da der Tag von Sozialistinnen 1910 vorgeschlagen wurde.

JUGENDENQUETE 2010 Am 10. April veranstalteten die SPÖ Bundesfrauen gemeinsam mit den Wiener Frauen und Vertreterinnen der Jugendorganisationen SJ, VSSTÖ, AKS, JG und der FSG Jugend eine Enquete zum Thema „Johanna Dohnal weiterdenken

= kämpfen“. In fünf Workshops zu den Themen: Arbeit, Quote, Gewalt gegen Frauen, Fristenregelung/Verhütung und Sexismus in der Werbung, gab es die Möglichkeit, auf Kämpfe, Positionen und Erfolge von Johanna Dohnal, einer der wichtigsten Frauenpolitikerinnen Österreichs, zurück-


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zublicken und gleichzeitig neue, zeitgerechte Forderungen zu erarbeiten. Im Anschluss haben Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Ingrid Moritz (AK Wien), Sandra Konstatzky (Anwaltschaft für Gleichbehandlungsfragen), Irmtraut Karlsson (ehemalige Bundesfrauensekretärin) und Christian Fiala (Gynmed) mit Stefanie Vasold diskutiert.

FRAUEN FÜR HEINZ FISCHER

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• „Frauenakademie - ein Lehrgang für Politikerinnen“ (Neuausrichtung Zielgruppe weibliche Mandatsträgerinnen) • Lehrgang „Fachberatung vor Ort - Veranstaltungen. Öffentlichkeitsarbeit.Aktionismus“ • „Mut zur Macht - Workshopangebote für Frauenorganisationen“ (inkl. dem neuen Ruf-Seminar „Strategische Listenerstellung“) • Referentinnen-Ausbildung „Flying Experts“

PRO QUOTE

Unter dem Motto „Wertvoll wählen. Werte wählen. Frauen für Heinz Fischer“ waren die SPÖ Frauen im Bundespräsidentschaftswahlkampf 2010 in ganz Österreich ausgerüstet mit der „Box des Handelns“ unterwegs. Gegen die demokratiefeindlichen weiß wähl Aufrufe der ÖVP machten die SPÖ Frauen mit einer Resolution mobil. Heinz Fischer erhielt bei der Wahl mit 79,3 Prozent der Stimmen einen hervorragenden Vertrauensbeweis. Sehr erfreulich ist auch, dass laut Wahlberechnungen 83 Prozent der Frauen für Heinz Fischer votiert haben.

FRAUENAKADEMIE Gemeinsam mit dem Renner-Institut wurde ein Bildungskonzept für Politikerinnen entwickelt. Folgende Schwerpunkte werden im kommenden Jahr gesetzt:

Bisher war die Gleichstellung von Frauen und Männern in der SPÖ ein Freigegenstand. Jetzt soll die zeitgemäße Anpassung der Quotenregelung dies endlich zum Pflichtfach machen. Damit ein Frauenanteil von 40 Prozent auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene sowie in allen Gremien der SPÖ erreicht werden kann, will die SPÖ Frauenorganisation Schlupflöcher aus der Vergangenheit im Statut schließen. Bei der Erstellung von Wahllisten soll künftig das Reißverschlussprinzip gelten. Die Frauenorganisation soll bei der Listenerstellung eingebunden werden und nimmt sich auch selbst in die Pflicht, genügend Frauen im Bezirk und im Land zum Mitmachen und für eine Kandidatur zu motivieren. Wenn jemand ausscheidet, sollen solange Frauen nachrücken, bis die 40 Prozent Quote erfüllt ist. Ein verpflichtender Quotenbericht soll zu mehr Transparenz führen.

DANKE Auf diesem Weg wollen wir uns bei allen Funktionärinnen, Mitgliedern, Mitstreiterinnen, Aktionistinnen, Expertinnen und Symphatisantinnen mit einem feministischen, solidarischen Freundschaft bedanken.


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burgenland

MITREDEN! MITGESTALTEN!

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nlässlich des Equal Pay Day durften die SPÖ Frauen BMin Gabriele Heinisch-Hosek am 25. September 2009 im Burgenland begrüßen. Den Beginn des Tages machte die Auftaktveranstaltung zur Kampagne „Warum nicht gleich?!“ in Eisenstadt. Danach folgte eine Betriebsbesichtigung im Seehotel Rust sowie ein Besuch beim Sozialprojekt „Mein Laden“ in Mattersburg.

Wir Burgenländerinnen schreiben Zukunft Unter diesem Motto stand die Landesfrauenkonferenz am 17. Oktober 2009 in der Cselley Mühle in Oslip. LRin Verena Dunst wurde mit 100 % der Stimmen wieder zur Vorsitzenden der SPÖ Frauen im Burgenland gewählt. Mit dem Landesfrauenvorstand, der aus erfahrenen Mandatarinnen und jungen Frauen besteht, wurden die Weichen für die Landtagswahl 2010 gestellt.

Rote Karte gegen Gewalt heißt das vermeintlich Private öffentlich thematisieren und sichtbar machen. Gewaltschutzzentren zur Betreuung gezählt. Die SPÖ Frauen zogen daher die Rote Karte gegen Gewalt und machten auf Maßnahmen zum Opferschutz und Gewaltprävention aufmerksam.

Frauenmonat März Die SPÖ Frauen starteten am 8. März 2010 mit der Kampagne „Karriere jetzt: Weiter auf der Leiter!“ Am 13. März wurde die Ausstellung FRAU.MACHT.GESCHICHTE im Roten Haus in Eisenstadt präsentiert. Beim anschließenden Frauenempfang wurden Erfolge aus 100 Jahren SPÖ Frauen gefeiert.

Das starke Team der SPÖ Frauen bei der Landeskonferenz in der Cselley Mühle in Oslip.

Landesfrauenvorsitzende LRin Verena Dunst und Landesfrauengf.in Gabi Tremmel präsentieren die Ausstellung FRAU.MACHT.GESCHICHTE

In den eigenen vier Wänden Am 25. November stellten die SPÖ Frauen in Mattersburg mit Unterstützung von „Mein Laden“ ein Wohnzimmer nach. Die eigenen vier Wände, die ein Ort der Geborgenheit sein sollten, blieben während der Lesung am Hauptplatz leer. Denn: 89 Frauen und Kinder mussten im Jahr 2008 Unterkunft im Frauenhaus suchen. 142 Wegweisungen und Betretungsverbote gab es im Burgenland und 521 Fälle wurden von den

Wir Burgenländerinnen bleiben gesund Gesundheit ist nach wie vor männlich. Oft wird ausgeblendet, dass Frauen andere gesundheitliche Bedürfnisse haben bzw. anderen Belastungsfaktoren ausgesetzt sind (Stichwort: Pflege). Die SPÖ Frauen starteten daher im April 2010 eine Kampagne zur Gesundheit der Burgenländerinnen.


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kärnten

GROSSER ZUSPRUCH FÜR BUNDESRÄTIN ANA BLATNIK

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roßen Zuspruch erntete Bundesrätin Ana Blatnik bei der Landeskonferenz der SPÖ-Frauen am 3. März 2010. Mit 98,84 Prozent der Delegiertenstimmen wurde sie als Vorsitzende der SPÖ-Frauen bestätigt. Ana Blatnik bedankte sich für das Votum und versprach auch in Zukunft mit den SPÖ-Frauen für die Rechte der Frauen in Kärnten zu kämpfen. Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern will sie aufzeigen und ändern. Mehr als 300 Delegierte und Gäste waren bei der abwechslungsreichen Landeskonferenz, unter den Ehrengästen: LHStv. Dr. Peter Kaiser, KO LAbg. Ing. Reinhart Rohr, LAbg. Herwig Seiser.

Kärnten – Heimat großer Töchter „Lebensbilder“ „Lebensbilder“ lautet der Titel des Buches, das im Auftrag der SPÖ-Frauen Kärnten erschienen ist. Auf über 180 Seiten werden darin 90 weibliche Persönlichkeiten der Kärntner Sozialdemokratie in Portraits gewürdigt. Am 8.3.2010, am internationalen Frauentag, wurde das Buch von der Vorsitzenden der SPÖ-Frauen Kärnten, BRin Ana Blatnik gemeinsam mit Frauenministerin a.D. Helga Konrad und LHStv. Dr. Peter Kaiser in der Klagenfurter Buchhandlung Hacek der Öffentlichkeit vorgestellt. „Wir wollen mit dem Buch „Lebensbilder“ Frauen in der Kärntner Politik sichtbar machen und ein Zeichen setzen, damit sie und ihre Tätigkeitsbereiche in der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik in der Öffentlichkeit besser wahrnehmbar werden“, erklärte Blatnik die Idee. „Es

Landesfrauenvorsitzende BR Ana Blatnik mit Glücksbringer

sei höchst an der Zeit, dass Leistungen von Frauen gewürdigt und anerkannt werden!“ Erhältlich ist das in einer Auflage von 700 Stück erschienene Werk in der Geschäftsstelle der SPÖ-Frauen Kärnten, 10. Oktober Straße, 9020 Klagenfurt, Tel.: 0463/513061, Preis: € 24,80

Foto v. li.: Frauenministerin a.D. Helga Konrad, LFV Ana Blatnik, die Autorinnen Katharina Springer und Gabi Russwurm-Birò, LHStv. Peter Kaiser


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niederösterreich

ROTER RUCKSACK VOLL IDEEN

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iebgewordene Tradition sind die Neujahrsempfänge der SPÖ-Frauen in den Bezirken unseres Landes. Dabei wird jedes Jahr eine Künstlerin gebeten, die Einladungen zu gestalten. Somit tragen wir ein Stück zur Kulturförderung - sowohl bei der Einladungsgestaltung als auch beim Programm selbst – bei: Eine hervorragende Möglichkeit, KünstlerInnen und Politikerinnen vor den Vorhang zu bitten. Die Neujahrsempfänge der SPÖ-Frauen Niederösterreich werden von den NÖ Landesfrauen finanziell gefördert.

Frauen gewinnen und fördern

Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Binder-Maier überzeugte sich davon: auch NR Hubert Kuzdas ist emanzipiert und ließ sich die „Früchte“ seiner Arbeit sichtlich schmecken.

im Beruf und beim Einkommen, noch bei der Kindererziehung und der Hausarbeit eine „Rolle“ spielen. Männer wie Frauen bekommen das Diplom „Emanzipiert“ ausgehändigt. Es schmeckt, macht Spaß und – die Medien lieben diese Aktion.

Equal Pay Day 09 Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele BinderMaier präsentiert gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Birgit Ponath den „roten Rucksack der Ideen“ Frauen machen mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus, in den Gemeindefraktionen bildet sich das aber noch nicht ab. Mit einem speziellen Angebot konnten wir Frauen zum Einstieg in die Politik gewinnen und sie mit konkreten Förderprogrammen begleiten und unterstützen. Vernetzung, spezielle Workshops und ein Rucksack voller Ideen bildeten dabei das Grundgerüst.

Rollentausch-Aktionen Rollenbilder und Klischees auf unterhaltsame und praktische Art darzustellen, ist Ziel der Rollentauschaktionen. Das Kochen steht dabei symbolisch für unbezahlte Tätigkeiten und das Arbeiten mit einer Bohrmaschine ist ein Symbol für bezahlte Beschäftigungen. Ein „Schubladendenken“ von männlichen und weiblichen Tätigkeiten ist überholt und soll weder

Mit Wäscheleinen und blauen und rosa Euro Scheinen wurde die Einkommensdifferenz zwischen Männern und Frauen bildlich dargestellt. Aktionen dazu gab es in vielen Bezirken. Der Auftakt dazu war eine Pressekonferenz am 12. Oktober mit LHStv. Dr. Sepp Leitner und NRin Gabriele Binder-Maier.

Über 150 Aktionen zum internationalen Frauentag Ob Frühstücks- oder Verteilaktionen, Kabaretts, Lesungen, Konzerte und Vorträge: 10.000 Frauen feierten den Internationalen Frauentag mit den SPÖFrauen und bekamen zum Folder auch einen Taschenklappspiegel mit der Aufschrift: „Wollen Sie die Idealfrau sehen? Bitte aufklappen.“ Bundesministerin Gabriele HeinischHosek, LRin Karin Scheele, Landeshauptmann Stv. Sepp Leitner gemeinsam mit LFgf Annemarie Mitterlehner und BFV Elvira Schmidt für Einkommensgerechtigkeit


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oberösterreich

MARKT DER MÖGLICHKEITEN Frauen-Auftakt Landtags- und Gemeinderatswahlen 2009 im Design Center

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ahlkampf muss vor Ort stattfinden und lustvoll sein. Im Rahmen einer großen Veranstaltung wurden Ideen für den Frauenwahlkampf in einem "Markt der Möglichkeiten" präsentiert. Knapp 500 Frauen und Männer kamen zur großen Auftaktveranstaltung, bei der Johanna Dohnal das Eröffnungsreferat („Frauenpolitik beginnt in der Gemeindestube!“) hielt und zum Wahlkämpfen in den Gemeinden motivierte.

SPÖ Frauen Perg beim "Eh nix" Aktionstag

Bündnis 8. März Oberösterreichs Frauen verbünden sich und laden zur Pressekonferenz und zum Smartmob: „Händedruck für ein Frauenbündnis 8. März“ Frauen aus verschiedenen politischen Richtungen, aus der Katholischen Kirche, dem ÖGB, der Arbeiterkammer, der Österr. HochschülerInnenschaft und von zahlreichen Fraueninititativen bzw. –beratungseinrichtungen in OÖ. haben sich aus Anlass des 100. Internationalen Frauentages am 8. März 2010 in Oberösterreich zu einem Frauenbündnis zusammengeschlossen. Am 5. März machten wir die Gründung mit einer Pressekonferenz und einer Aktion am Taubenmarkt öffentlich.

Landesweiter Aktionstag der SPOÖ zum Internationalen Frauentag

Johanna beim Frauenauftakt in Oberösterreich

Landesweiter Aktionstag mit 16-Bogen-Plakaten: „Eh nix. Das tut die ÖVP für die Frauen“ Was die Verteilung von Chancen und Einkommen betrifft, sind Oberösterreichs Frauen in mehrfacher Hinsicht benachteiligt. Die jahrzehntelang konservative, männliche ÖVP-Vorherrschaft hat nichts für die Gleichstellung getan. Bei einer Aktion im September 2009 auf Marktplätzen in den Bezirksstädten präsentierten wir unser Frauenprogramm für den Landtagswahlkampf.

Mit einer Aktion machten SPÖ-Landesparteichef Josef Ackerl, 2. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer, Landesfrauenvorsitzende Sonja Ablinger und Landesgeschäftsführer Roland Schwandner, anlässlich des Internationalen Frauentages auf die ungerechten Frauenlöhne aufmerksam. Am frühen Morgen des 8. März standen in ganz Oberösterreich Frauen und Männer der SPÖ an Einbzw. Ausfahrtsstraßen mit Spruchtafeln am Straßenrand. Die „Nickaktion“ zum Internationalen Frauentag war eine gemeinsame Aktion von Frauen und Männern der SPOÖ.

Händedruck für ein Frauenbündnis

SPOÖ geht am Frauentag auf die Straße


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salzburg

MEHR CHANCEN FÜR FRAUEN Vergabe von Kassenverträgen gesetzeswidrig!

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ereits seit vielen Jahren wird laufend über die Vergabe von Kassenverträgen in Salzburg diskutiert. Im Herbst 2009 begaben wir uns in den Kampf um die Vergabe von Kassenverträgen, da diese gesetzeswidrig sind. „Viele Frauen würden sich, wenn sie die Wahl hätten, lieber von Ärztinnen behandeln lassen“, erklärte die Landesfrauenvorsitzende der Salzburger SPÖ Ingrid Riezler. Die Auskunft der Ärztekammer war immer, dass die Vergabe von Kassenverträgen gesetzeskonform erfolgt. Unsere Überprüfung durch die Gleichbehandlungsanwaltschaft ergab, dass die Richtlinien der Kammer alle Bewerberinnen, die nicht Vollzeit beschäftigt waren, benachteiligen. Bewerber/innen, die Teilzeit arbeiten, erhalten deutlich weniger Punkte im Vergabeverfahren als jene, die Vollzeit arbeiten. Mit dieser Aktion forderten wir die Ärztekammer und die Salzburger Gebietskrankenkasse auf, ihre Richtlinien so abzuändern, dass eine mittelbare Diskriminierung von Frauen in allen Gesundheitsbereichen nicht mehr möglich ist. Die Geduld der Frauen ist in dieser Frage am Ende!

30/30 reicht Zum internationalen Frauentag am 8. März 2010 forderten die SPÖFrauen Salzburg qualifizierte Teilzeitarbeitsplätze für beide Elternteile.

62,5 Prozent aller Frauen in Salzburg leben von weniger als 1.000 Euro brutto im Monat. „Dies ist in erster Linie durch einen hohen Anteil an Frauen, die Teilzeit arbeiten, zu erklären“, betont SP-Frauenvorsitzende Ingrid Riezler. „Junge Frauen arbeiten meist Vollzeit, teilen sich die Hausarbeit mit dem Partner und eine gleichberechtigte Partnerschaft ist Realität – sobald Kinder und Karenzzeiten anstehen ist es mit der Gleichberechtigung meist vorbei“, so Riezler weiters.

Halbe-Halbe in Beruf, Haushalt und Kindererziehung Frauen arbeiten nach der Karenz meist nur wenige Stunden dazu, sind dann komplett für Haushalt und Kindererziehung zuständig und finanziell abhängig. Sobald eine Trennung im Raum steht, oder der Mann arbeitslos wird, ist die Armutsfalle vorprogrammiert. „Damit sich die Lebensrealitäten für Frauen ändern, müssen in erster Linie die Männer umdenken; viele beteiligen sich bereits an Haushalt und Kindererziehung, doch Halbe-Halbe muss endlich selbstverständlich werden“, betont die Frauenvorsitzende der Salzburger SPÖ. Wir SPÖ-Frauen fordern: • qualifizierte Teilzeitarbeit (30/30) für beide Elternteile - in Schweden bereits lange Realität

• flächendeckende Kinderbetreuung, ganztägige Schulformen in Stadt und Land • Rückkehrrecht auf Vollzeitarbeit

100 Jahre SPÖ-Frauen Salzburg Am 19. März 2010 feierten wir gemeinsam mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Landeshauptfrau Stv. David Brenner und den bisherigen Frauenvorsitzenden LAbg a.D. Hilde Wanner, NR a.D. Annemarie Reitsamer, und LAbg. a.D. Ricky Veichtlbauer unser 100jähriges Jubiläum.

Auf Landesebene haben wir bereits vieles erreicht. Wir haben in Salzburg eine Landeshauptfrau, in der Regierung 50 % Frauen und im Landtag eine Quote von 47 %. In den Gemeinden besteht mit durchschnittlich 17 % noch ein großer Handlungsbedarf.


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steiermark

FRAUEN SIND DIE ZUKUNFT Landesfrauenkonferenz mit Vorsitzwechsel

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m 16. Oktober 2009 übergab Barbara Gross den Vorsitz der steirischen SPÖ-Frauen an Elisabeth Grossmann, die mit 99 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt wurde. Landesrätin Bettina Vollath, LAbg. Waltraud Bachmaier-Geltewa und Stadträtin Elke Edlinger wurden zu Grossmanns Stellvertreterinnen gewählt. 3. Landtagspräsidentin Barbara Gross wurde zur Ehrenvorsitzenden ernannt. Elisabeth Grossmann, Landesrätin für Bildung, Jugend, Frauen und Familie, übernahm von Barbara Gross ein gut bestelltes Haus. Die steirischen Sozialdemokratinnen als wesentlicher Faktor in der steirischen SPÖ hatten in den vergangenen „sieben Jahren, sieben Monaten und siebzehn Tagen“ unter Barbara Gross Beachtliches geleistet, zahlreiche konstruktive Vorschläge und Forderungen eingebracht und umgesetzt. Mit dem Mentoring-Projekt ist es unter anderem gelungen, die Anzahl der Bürgermeisterinnen in der Steiermark von zwei auf acht und die Anzahl der Gemeinderätinnen um 43 Prozent zu erhöhen. „Ich werde mich in alle Belange im Land einmischen, wo Frauen betroffen sind – und dies ist praktisch überall der Fall!“, betonte Elisabeth Grossmann, die sich für eine gerechte Bewertung von Arbeit, den Kampf gegen die Teilzeitfalle, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie den Barbara Gross und Schutz vor Gewalt stark Elisabeth Grossmann (rechts) machen will. Landeshauptmann Franz Voves dankte den SPÖ-Frauen für ihren Einsatz und insbesondere der scheidenden Vorsitzenden Barbara Gross für ihr Engagement, „leidenschaftliche und authentische Politik zu machen“. Er wolle sich weiterhin für einen höheren Frauenanteil in der Politik einsetzen.

Kampagne „Gerechter Lohn – warum nicht gleich!“ Im Zuge der Kampagne „Gerechter Lohn – warum nicht gleich!“ besuchte Frauenministerin Gabi Heinisch-Hosek im Oktober und November 2009 die Steiermark. Im Bild mit LRin Elisabeth Grossmann und STRin Elke Edlinger in Graz

Du bist Zukunft: Frauentags-Matinee am 7. März 2010 in Judenburg „Die Mehrheit in unserem Bundesland ist weiblich. Wir werden dich als Frau noch mehr in den Mittelpunkt rücken und dafür kämpfen, dass die steirische Zukunft immer weiblicher wird“, betonte SPÖFrauenvorsitzende Landesrätin Elisabeth Grossmann vor rund 600 BesucherInnen bei der Matinee zum Internationalen Frauentag in Judenburg. Ein positives Beispiel sei die Stadt Judenburg, unterstrich Bürgermeisterin Grete Gruber bei ihrer Begrüßung: „Wir sind eine frauengeprägte Stadt, was sicher auch ein Verdienst der kürzlich verstorbenen Johanna Dohnal ist, die unermüdlich für die Gleichberechtigung gekämpft hat und mir und vielen anderen Frauen ein großes Vorbild ist. Sie war es, die uns immer wieder aufgefordert und motiviert hat, uns auf die Füße zu stellen und für unsere Anliegen zu kämpfen.“ Landesvorsitzende Elisabeth Grossmann stellte bei der Matinee auch das neue Logo der SPÖ-Frauen Steiermark vor. Gespannt war das Publikum auch schon auf den gelungenen Image-Film der SPÖFrauen Steiermark, der noch rechtzeitig bis zur Matinee fertiggestellt werden konnte, sowie auf das Kabarett mit Eva D.

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Erfolgreiche Kabarettserie mit Gabi Köhlmeier LRin Elisabeth Grossmann mit Moderatorin LAbg. Gabi Kolar bei der Frauentagsmatinee

Kampagne „Karriere jetzt: Weiter auf der Leiter!“ Im Bild vom 6. März 2010 die SPÖ-Frauen Feldbach mit Nationalrätin Sonja Steßl-Mühlbacher (auf der Leiter) – sie ist seit 23. September die derzeit jüngste Nationalratsabgeordnete und seit April 2010 auch Bezirksfrauenvorsitzende und Gemeinderätin in der oststeirischen Bezirksstadt Feldbach.

Im Zuge der Wahlwerbung für die Gemeinderatswahlen fanden zwischen Dezember 2009 und März 2010 in zahlreichen Orten Kabarettveranstaltungen mit der beliebten Künstlerin Gabi Köhlmeier statt. Die Events der SPÖ-Bezirks- und Ortsfrauengruppen wurden von den Landesfrauen sowie dem GVV finanziell unterstützt.

Gemeinderatswahlen am 21. März 2010 Leider eine herbe Niederlage, aber mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Erfreulich: Alle unsere acht Bürgermeisterinnen bleiben im Amt, und mit zwei neuen gibt es nun immerhin schon zehn SPÖ-Bürgermeisterinnen in der Steiermark.

tirol

ON TOUR IM BUNDESLAND

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eit der letzten Bundesfrauenkonferenz waren die SPÖ Frauen Tirol mit ihrer Vorsitzenden NRin Gisela Wurm wieder „on Tour“ in den Bezirken. Wir versuchten verstärkt auch in Unternehmen zu kommen und dort Gespräche zu führen. Wir sahen unter anderem die Frauenarbeitsplätze bei Anita in Kufstein, wo Brustprothesen und die entsprechenden Verhüllungen hergestellt werden, bei Chemosan, einem PharmaGroßhändler und Swarovski Optik mit einem vorbildlichen Betriebskindergarten in Innsbruck-Land und bei Sandoz in Kundl. Natürlich besuchten wir auch Sozialinitiativen wie „Kimm eini“ in Landeck, einen Laden, der Menschen mit besonderen Bedürfnissen Ausbildung und Transitarbeitsplätze bietet, ein

Langzeitarbeitslosenprojekt in Imst, den Sozialsprengel in Kitzbühel, das Kinderschutzzentrum und den Verein „Frauen aus allen Ländern“ in Innsbruck. Auf diese Weise konnten wir uns über die Lage am Arbeitsmarkt und die Situation von Frauen und benachteiligten Gruppen direkt vor Ort breit informieren. Zu unserem Schrecken erfuhren wir beispielsweise, dass das Innenministerium die finanzielle Förderung der Deutschkurse für AusländerInnen massiv gekürzt hat, was Gisela Wurm in ihrer parlamentarischen Arbeit weiter verfolgen wird. Diese Besuchstage konnten wir zweimal mit prominentem Besuch aufwerten, einmal mit


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Barbara Prammer und einmal mit Gabriele Heinisch-Hosek. Die Straßenaktionen des zweiten Halbjahres 2009 widmeten sich vorrangig dem Thema häusliche Gewalt. Wir haben Krampusruten verbrannt und weiß geschminkt Rosen verteilt. Unsere letzte Aktion galt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. An einer Einfahrtsstraße in Innsbruck haben wir die

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AutolenkerInnen gefragt, was sie von Halbe/Halbe halten. Um 2010 gemeinsam zu planen, setzten wir uns wie jedes Jahr im Jänner zwei Tage zusammen und zum Internationalen Frauentag 2010 unternahmen wir mit einem bis auf den letzten Platz besetzen Bus eine Bildungsreise in einen etwas abgelegenen Teil Tirols, ins „Obere Gericht“.

vorarlberg FRAUENFÖRDERUNG MACHT SCHULE

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er Schwerpunkt im Jahr 2010 war in Vorarlberg zweifellos die Landtagswahl im September. Neben den zahlreichen Hausbesuchen haben die Frauen auch bei landesweiten Aktionen auf den Gratiskindergarten sowie die Einkommensschere aufmerksam gemacht. Leider wurde der unermüdliche Einsatz der SPÖ-Frauen im ganzen Land nicht honoriert. So hatte die SPÖ in Vorarlberg einen Stimmenverlust von fast 7 % hinzunehmen. Der Landtagsclub wurde auf die Hälfte reduziert. Positiv anzumerken ist jedoch, dass von den 3 Landtagsabgeordneten zwei Frauen sind und wir somit eine Quote von 66 % erreichen konnten. Weitere Highlights waren • die Veröffentlichung des Frauen- und Mädchengesundheitsberichtes, welcher von der SPÖ schon seit Jahren eingefordert wird • Anstellung einer Expertin für Chancengleichheit und Frauenförderung in der Vorarlberger Landesverwaltung plus Erstellung eines diesbezüglichen Rahmenplanes von 2009 bis 2014 • Bestätigung der Amazone als offizielle Fraueneinrichtung

Besuch Amazone

Die Aktionen zum Internationalen Frauentag, zum Muttertag sowie anlässlich der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen finden jeweils in den Bezirkshauptstädten statt und werden von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen. Weitere Fixpunkte in jedem Jahr sind die Frauenkaffeekränzchen in Bludenz und Nüziders, welche von Jahr zu Jahr mehr Zulauf finden, sowie die Wienreise mit interessierten Frauen aus den Bezirksorganisationen.

Der Prix Wasserfrau, der von der SBI – Sozialistische Bodenseeinternationale – jährlich an Frauen oder Vereine verliehen wird, die sich besonders um die Gleichstellung verdient gemacht haben, wurde an das Kirchenfrauenkabarett verliehen. Bei der Landesfrauenkonferenz am 1. Mai wurde die langjährige Landesfrauenvorsitzende Olga Pircher erneut mit überwältigender Mehrheit in ihrem Amt bestätigt.

Kaffeekränzle der SPÖ-Frauen Bludenz


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Frauen wollen mehr.

Bericht der SPÖ Frauen

wien

WIR MACHEN FRAUEN STARK

W

ien ist die Stadt der starken Frauen. Und das ist gut so. Durch gezielte Förderungen ist hier die Erwerbsquote mit 76 Prozent die höchste in ganz Österreich. Außerdem sind die meisten Wienerinnen vollerwerbstätig: 65 Prozent der beschäftigten Frauen arbeiten Vollzeit und verdienen durchschnittlich um 20 Prozent mehr als ihre weiblichen Kolleginnen in den Bundesländern. Die Kampagne „Wir machen Frauen stark“ richtete sich an alle Wienerinnen. Jede Frau soll wissen, dass es für die Stadt selbstverständlich ist, Rahmenbedingungen bereitzustellen, die der Berufstätigkeit der Frau entgegenkommen. Zum Beispiel durch ein flächendeckendes Angebot an ganztägigen Kinderbetreuungseinrichtungen, leistbare öffentliche Verkehrsmittel oder eine umfangreiche Förderung im Beruf. Wien ist das einzige Bundesland, das mit dem Wiener ArbeiternehmerInnen Förderungsfonds (waff) auch eine eigene Einrichtung zur aktiven Arbeitsmarktpolitik vorweist.

war eine Diskussion zum Thema

Wandzeitungen der Kampagne „Wir machen Frauen stark.“

Frauentag im ega Anlässlich des Internationalen Frauentages luden die Wiener SPÖ Frauen ebenfalls unter dem Motto „Wir machen Frauen stark“ am Samstag, dem 7. März alle WienerInnen zu einem großen Fest mit Musik, Kunst und Unterhaltung in das ega ein! Höhepunkt des Frauentagsfestes

„Frauen mischt euch ein!“ mit Finanzstadträtin, Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Frauenstadträtin Sandra Frauenberger, der SPÖ-Kandidatin zur Arbeiterkammer-Wahl, Stv. Vorsitzende der FSG-Wien Barbara Teiber sowie Michaela Kauer, SPÖ-Kandidatin zur EU-Wahl.


Frauen wollen mehr.

Jahreskonferenz Auch die Jahreskonferenz der Wiener SPÖ Frauen hatte das Motto „Wir machen Frauen stark“ die am Samstag, dem 18. April im MesseCongressCenter des Messezentrums Wien statt fand. „Dieses Motto ist die Grundlage unserer sozialdemokratischen Politik, weil in Wien starke Frauen starke Politik für die Wienerinnen machen! Mein Dankeschön gilt euch allen - denn wenn wir international positiv beachtet werden, wenn Wien im Europavergleich

Bericht der SPÖ Frauen

so eine lebenswerte Stadt ist und wenn die guten Chancen, die Frauen in dieser Stadt erhalten, weltweit beachtet werden - dann ist das euer aller Verdienst“, so bedankte sich die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Vizebürgermeisterin Renate Brauner bei allen Delegierten.

ega: frauen im zentrum

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und Beratung in verschiedensten Bereichen, von und für Frauen. Wie auch bereits in den Jahren davor, konnte das ega 2009 eine gelungene Mischung aus Veranstaltungen mit nationalen und internationalen Schwerpunkten, Diskussions- sowie Vernetzungsabenden, Ausstellungen und Kooperationen mit anderen Institutionen anbieten.

Das ega, als Ort der Begegnung, versteht sich als offenes Forum für Diskussionen, Weiterbildung

Eine gelungene Unterhaltung mit dem Kabarettprogramm „Das Schweigen der Händler“ finden auch Stadträtin Sandra Frauenberger, Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Vizebürgermeisterin a.D. Ingrid Smejkal Das Wiener Frauenpräsidium dankt Erika Stubenvoll.


GEDENKEN AN JOHANNA DOHNAL Sie war eine große Feministin. Eine Politikerin, zu der wir immer mit Stolz und Anerkennung aufblicken werden. Eine Frau, deren Tod eine große Lücke in die Frauenbewegung gerissen hat. Johanna Dohnal hat ihre Meinung immer klar und deutlich geäußert und musste dafür auch oft Kritik und Anfeindungen einstecken. Sie kämpfte für die Rechte der Frauen und für den Frieden, ausdauernd, beharrlich und vor allem mit Offenheit, Begeisterung und Humor. Johanna Dohnal war für Frauen über alle Grenzen hinweg eine Identifikationsfigur. Ihre politische Laufbahn begann Johanna Dohnal 1969 als Bezirksrätin in Penzing. Im Oktober 1972 wurde sie Wiener Frauensekretärin. Österreich hatte zu dieser Zeit noch viel stärkere patriarchale Strukturen: Der Mann war das Oberhaupt der Familie, er durfte entscheiden, wo die Familie wohnt. Wollte eine Frau berufstätig sein, musste sie ihren Mann um Erlaubnis fragen. Wollte ein Kind die Schule wechseln, dann war es der Mann, der unterschreiben musste. Die Familienrechtsreform, die von Johanna Dohnal betrieben wurde, hat das Leben von Frauen in Österreich verändert. Das Namensrecht wurde umgewälzt, Frauen können nach der Heirat ihren Namen behalten und Kinder die Staatsbürgerschaft ihrer Mutter erhalten. Einen Stein nach dem anderen hat Johanna Dohnal für Frauen aus dem Weg geräumt: Die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruches, die strafrechtliche Verfolgung von Vergewaltung in der Ehe, die Vorbereitung des Gewaltschutzgesetzes. Am 1. November 1978 eröffnete das von Johanna Dohnal initiierte erste Frauenhaus in Wien. Johanna Dohnal hat nicht nur Politik für, sondern vor allem gemeinsam mit den Frauen gemacht, ihre Tür stand immer offen. Als sie im November 1979 ihre Arbeit im Staatssekretariat für Frauen aufnahm, wurde in kürzester Zeit eine Anlaufstelle für Frauen geschaffen. Woher die Frauen kamen und welche Weltanschauung sie hatten, danach wurde nicht gefragt. Bald hat sich gezeigt, dass


auch in den Bundesländern solche Servicestellen notwendig wurden. So entstand viel Kontakt zur autonomen Frauenbewegung und zu verschiedenen Organisationen. Manche Einrichtungen wurden erst auf Anregung und mit Hilfe von Johanna Dohnal geschaffen, beispielsweise die Frauen- und Mädchenberatungsstellen. 1987 folgte die Wahl Johanna Dohnals zur SPÖ Bundesfrauenvorsitzenden. 1990 wurde sie zur ersten österreichischen Frauenministerin ernannt. Ein weiteres Arbeitsfeld von Johanna Dohnal war die Abwicklung des Nationalfonds „Hilfe für Kinder der Dritten Welt“. Damit begann ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit. Es folgte die Spendenaktion „Ein Dorf für Nicaragua“. So konnte Geld für drei Siedlungen und Frauenprojekte in Nicaragua gesammelt werden. Angesichts der Greuel des Krieges auf dem Balkan schuf sie die überparteiliche Aktion „Kriegsopfer Vergewaltigte Frauen“ und machte klar, dass Vergewaltigung eine Menschenrechtsverletzung und damit ein Asylgrund ist. Johanna Dohnal war immer für die Frauen da. Sie machte deutlich, dass Frauen aufstehen müssen um ihre Recht durchzusetzen. Ihre Vision ist auch unsere Vision, nämlich eine Zukunft ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.

Totengedenken Seit der letzten Bundesfrauenkonferenz haben uns 1039 Genossinnen für immer verlassen. Wir werden ihnen ein würdiges Andenken bewahren.


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Bericht der SPÖ Frauen

Frauen wollen mehr.

BUNDESFRAUENVORSTAND 2009 - 2010 Ablinger Sonja I Becher Ruth I Binder-Maier Gabriele I Blatnik Ana I Bogath Christa I Brauner Renate I Dunst Verena I Frauenberger Sandra I Gross Barbara I Grossmann Elisabeth I Heinisch-Hosek Gabriele I Hlavac Elisabeth I Kaufmann Renate I Königsberger-Ludwig Ulrike I Kuntzl Andrea I Maltschnig Maria I Pircher Olga I Prammer Barbara I Renner Karin I Riezler Ingrid I Sack Edith I Schönpass Rosemarie I Silhavy Heidrun I Stadlbauer Bettina I Stubenvoll Erika I Vladyka Christa I Vollath Bettina I Vondrasek Elisabeth I Wehsely Sonja I Wurm Gisela

ADRESSEN SPÖ BUNDESFRAUEN Bundesfrauenvorsitzende: Gabriele Heinisch-Hosek Bundesfrauengeschäftsführerin: Maga Andrea Mautz Kontakt: Löwelstraße 18, 1010 Wien Tel.: 01/534 27-270 www.frauen.spoe.at, frauen@spoe.at SPÖ FRAUEN BURGENLAND Landesfrauenvorsitzende: Verena Dunst Landesfrauengeschäftsführerin: Maga Gabi Tremmel Kontakt: Johann-Permayerstraße 2, 7000 Eisenstadt Tel.: 02682/77 52 60 www.wirburgenlaenderinnen.at bgld.frauen@spoe.at SPÖ FRAUEN KÄRNTEN Landesfrauenvorsitzende: Ana Blatnik Landesfrauengeschäftsführerin: Maga Maria Rauch Kontakt: 10. Oktober Straße 28, 9020 Klagenfurt, Tel.: 0463/51 30 61 www.frauen.kaernten.spoe.at ktn.frauen@spoe.at SPÖ FRAUEN NIEDERÖSTERREICH Landesfrauenvorsitzende: Gabriele Binder-Maier Landesfrauengeschäftsführerin: Anni Mitterlehner Kontakt: Niederösterreichring 1a, 3100 St. Pölten, Tel.: 02742/22 55-110 www.noe-frauen.spoe.at noe.frauen@spoe.at SPÖ FRAUEN OBERÖSTERREICH Landesfrauenvorsitzende: Sonja Ablinger Landesfrauengeschäftsführerin: Anneliese Zimmermann Kontakt: Landstraße 36, 4020 Linz Tel.: 0732/77 26 11-27 www.frauen-ooe.spoe.at kontakt@frauen-ooe.at

SPÖ FRAUEN SALZBURG Landesfrauenvorsitzende: Ingrid Riezler Landesfrauengeschäftsführerin: Julia Rafetseder Kontakt: Wartelsteinstraße 1, 5020 Salzburg Tel.: 0662/42 45 00-109 www.frauen.salzburg.spoe.at frauen.salzburg@spoe.at SPÖ FRAUEN STEIERMARK Landesfrauenvorsitzende: Maga Elisabeth Grossmann Landesfrauengeschäftsführerin: Ute Verbeni Kontakt: Eggenberger Allee 49, 8020 Graz Tel.: 0316/702-655 www.frauen-stmk.spoe.at frauen-stmk@spoe.at SPÖ FRAUEN TIROL Landesfrauenvorsitzende: Maga Gisela Wurm Landesfrauengeschäftsführerin: Maga Drin Gabriela Schroffenegger Kontakt: Salurnerstraße 2, 6020 Innsbruck Tel.: 0512/53 66 14 www.tirol.spoe-frauen.at frauen@spoe-tirol.at SPÖ FRAUEN VORARLBERG Landesfrauenvorsitzende: Olga Pircher Landesfrauengeschäftsführerin: Erna Zoller Kontakt: St.Anna-Straße 1, 6900 Bregenz Tel.: 05574/582 36-21 www.frauen.spoe.at laendle@spoe.at SPÖ FRAUEN WIEN Landesfrauenvorsitzende: Maga Renate Brauner Landesfrauengeschäftsführerin: Maga Nicole Krotsch Kontakt: Löwelstraße 18, 1010 Wien Tel.: 01/534 27-228 www.wien.spoe-frauen.at wien.frauen@spoe.at


Bericht BUNDESFRAUENKONFERENZ 2010  

Bericht zur BUNDESFRAUENKONFERENZ 2010 am 10. Juni 2010

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