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November 2011 | Nr. 137 | kostenlos | SPIESSER.de

Lernen Geballte Rentner-Kompetenz zur Mathestunde im modernen Klassenzimmer

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Lieben Bushido und Sido machen den Eignungstest für die Ehe

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Leuchten SPIESSER verlost Sterntaufen, Mini-Windenergieanlagen, Kameras und 6000 Downloads

Glaubwürdig

Was glaubt ihr denn? Vertreter aller fünf Weltreligionen plaudern über Gott, die Welt und Brokkoli – beim selbstgekochten Vier-Gänge-Menü. 9


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3 Redaktionsgeflüster

Um Muskelmasse gehts nicht – Lebensmitteltechniker Felix posiert trotzdem und erzählt von seinem Lebenslauf mit Knick.

Sido und Bushido auf Kuschelkurs Erst Pärchenspiel, dann Erleichterung: „Das war mein erstes Interview!“ jubelte Volontärin Franka nach dem Gespräch mit Sido und Bushido. Von den Rappern gabs dafür wohlwollende Kritik – überzeugt euch selbst.

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Praktikantin Julia, nachdem sie mit Volontärin Franka beim „Germany‘s Next Topmodel“-Casting war: „Wir sind weiter!!“ Jubel in der Redaktion – „Ne, war ’n Scherz...“ Bei Grafiker Ronny ist das mit Mathe etwas länger her: „Ne, zwei 1/8 Seiten sind doch keine ¼ Seite!“ Volontärin Franka schwelgt in Kindheitserinnerungen: „Als Kind mochte ich keine Birnen. Deshalb hat mir mein Vater gesagt, das seien südafrikanische Kolbenfrüchte. Habe ich jahrelang geglaubt – und die Eltern von Freunden über den Unterschied aufgeklärt.“ Die SPIESSER-Redaktion flüstert auch auf Facebook: facebook.com/SPIESSER.de

Inhalt

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einmischen & mitreden

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Pixel aufs Papier: Die besten Bilder der SPIESSER-Community Vertretungsstunde: Das perfekte Pesto mit Juli

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Titelgeschichte: Götterspeise – fünf

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Jugendliche beim Religionsdinner 14

Ein Königreich für mein Dorf: SPIESSER-Autor Patrick schwärmt für das Landleben

einsteigen & loslegen 17 22 24

14 Das Dorf & ich Autor Patrick ist ein waschechtes Landkind. Für seine neuen Freizeittipps hat er keine Mühen gescheut. Wie man sieht.

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austoben & entspannen 28

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A NN Ek do t e Der gesellschaftliche Aufstieg der Gänseblümchen Vor Kurzem habe ich auf die Tochter eines Bekannten aufgepasst. Marie wird der Umstände halber als Stadtpflanze groß. Das aber hält sie nicht davon ab, bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der Natur auf Tuchfühlung zu gehen: Wir sitzen auf einer Wiese, als sie anfängt, die Gänseblümchen rundum

Hundepipi! Fuchsbandwurm! – zu verspeisen.

Vor mir wälzen sich die Horrorszenarien genüsslich auf der Flora, als mir auffällt: Als waschechtes Dorfkind habe ich in diesem Alter ganz andere Dinge gegessen.

Mein Kindergartenfreund verschluckte manchmal spaßeshalber Kieselsteine und wir testeten alle Käfersorten, die wir kannten, auf Bekömmlichkeit. Lange bevor man sich im Dschungelcamp zwischen Würmer legte, trugen wir sie in unseren Hosentaschen spazieren. Unsere Kenntnisse über die verschiedenen Verwesungsstadien beruhten nicht auf Galileo, sondern auf ausgedehnten Frontalstudien: Wir beerdigten alle Tiere, die uns in die Quere kamen. Keine überfahrenen wohlgemerkt, sondern solche, die eines natürlichen Todes gestorben waren. In regelmäßigen Abständen exhumierten

„Aufstehen, weitermachen.“: Jugendliche erzählen von ihrem Berufsalltag in Handel und Logistik Zurück auf Los: Felix verrät, warum sein Lebenslauf einen Knick hat Einstellungstest: Bereitet euch mit SPIESSER auf die Prüfung vor dem Job vor Städteportrait: Gestadten – Würzburg!

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Musik: „Wenn er meine Freundin wäre...“ Sido und Bushido machen den „Eignungstest für die Ehe“, sechs Songs als kostenloser Download Rentner-Kompetenz-Team: Zauberstift statt Kreidestaub – das RKT testet ein modernes Klassenzimmer SPIESSER-Kosmos: Meinungen. Fragen. Aktionen! Testlabor: Prüft Bücher und eine Internet-Community auf ihre SPIESSER-Tauglichkeit und gewinnt eins von zwei HTC-Wildfire S Smartphones Rätsel: Knobelt euch durch ein Kreuzworträtsel und sahnt Kopfhörer, Gummistiefel, Jutebeutel, einen Sitzsack und ein funkferngesteuertes Auto ab Letzte Seite: Brief an den November, Holgers Hirnhusten

wir sie wieder, um zu überprüfen, ob sie noch da waren. Auf diese Weise gruben wir mit der Zeit das halbe Dorf um. Dabei hoben wir mitunter alte Münzen, Scherben und andere unermessliche Schätze.

In der Stadt gibt es keine Schätze. Oder es

ist verboten, danach zu graben. Gegessen wird nicht vom Boden, sondern nur das, was auf den Tisch kommt. Und die dörfliche Mentalität wird gerne belächelt. Vor Kurzem veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation al-

lerdings eine Mitteilung, die die urbane Masse in Ekelanfälle stürzte: Bald schon sind wir aus Fleischmangel alle auf Insekten als Grundnahrungsmittel angewiesen. Gedankenverloren schiebe ich Marie eine Raupe in den Mund. Wer hier zuletzt lacht, ist wohl klar: Die hinterwäldlerischen Kaffkinder, die einen herrlich nussigen Käfer schon vor langer Zeit zu schätzen gelernt haben.

We l c h e A n n e kd o t e n A n n e sonst noch so zu erzählen h a t , e r f a h r t i h r a u f S P I E SS ER .d e , P r o f i l n a m e: m a l a n .n e .g e n o m m e n


4 einmischen & mitreden

Pixel aufs Papier

tieren wir euch Ihr geht den Dingen gerne auf den Grund? Wir auch! Deswegen präsen hier nicht nur die schönsten Fotos der SPIESSER.de-User, sondern auch die passenden Entstehungsgeschichten

Blitzer Donnerstagabend, 21:59, der Tag geht zu Ende. Vom Fenster aus sehe ich wunderbare Nebelschwaden in der Dunkelheit, Kamera und Stativ eingepackt – los gehts! Ich gehe um die Ecke zur nächsten Kreuzung: menschenleer, keine Autos, Ruhe. Da an dieser Straße keine Gefahr für Kollisionen besteht – Autos kommen nur im Zehn-Minuten-Takt – stelle ich ohne Bedenken das Stativ auf und beginne mit ein paar Selbstportraits. Einen Augenblick später fährt ein erstes Auto die Straße hinauf. Ich denke mir wenig dabei, doch plötzlich hält es vor mir an – Polizei. Nach einer kurzen, unterhaltsamen Konversation (der Blitz könnte Autofahrer stören!) fotografiere ich weiter. Das Fazit: Selbst um diese Uhrzeit wird man bei der Arbeit gestört!

F e l i i x 9 3, 17

Erfolgsspur Als dieses Foto vor zwei Jahren geschossen wurde, habe ich einfach mit einer Freundin und einer Kamera herumgeblödelt. Sorgenfrei haben wir auf alten Gleisen gesessen und posiert, sind balanciert und herumgesprungen. Inzwischen ist viel passiert. Als ich vor Kurzem, glücklich und erleichtert darüber, meinen mittleren Schulabschluss in der Tasche zu haben, in meiner riesigen Fotosammlung stöberte, stieß ich auf dieses Bild. Es entsprach genau meinen Gefühlen und mir war, als wäre das Foto erst gestern aufgenommen worden. Jetzt kann meinetwegen gerne die nächste Hürde kommen: das Abitur.

E l e k t r a _ d i e _ H e l l e , 16


einmischen & mitreden

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einmischen & mitreden

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Verstärkung Musik super. Stimmung klasse. Der ganze Abend: unübertrefflich! Ich war auf dem Konzert der Band eines Freundes. Und da ich selber Gitarre spiele, haftete mein Blick und somit auch meine Kamera die ganze Zeit nur auf dem Verstärker, der im Licht der Bühne fantastisch aussah. Den musste ich einfach knipsen – heraus kam dieses Bild.

Zeigt uns eure Familienbande: Bilder her!

S o m m e r_ k i n d , 15

Ihr seid selbst begeisterte Fotografen und wollt euer Werk im nächsten Heft abgedruckt sehen? Dann werdet Mitglied auf SPIESSER.de und veröffentlicht dort eure Bilder. Auch ne Idee: „Pixel aufs Papier – Die Mitmach-Gruppe“ auf SPIESSER.de. Oder ihr wendet euch an Pixelchefin Annegret – per Mail (annegret.mueller@spiesser.de) oder auf SPIESSER.de (Profilname: Annegret). Für das kommende Heft suchen wir vor allem Bilder über die „Familienbande“... also Finger auf den Auslöser und los gehts!

Balken biegen Aids riskieren

Kondome werden in verschiedenen Größen und Formen angeboten. Gerade für Jugendliche sind „Standardkondome” oft zu groß, weil der Penis noch nicht ausgewachsen ist. Deshalb: Ausprobieren! Um ein passendes Kondom zu finden, das weder zu locker noch zu eng sitzt. Kondome schützen vor HIV. Und sie verringern außerdem das Risiko einer Ansteckung mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Telefonberatung: 0221 892031.

Eine Aktion der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. und gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland.

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6 einmischen & mitreden

Eva: „Ich will mit euch gesund kochen, keinen Tütenfraß und nichts allzu Schwieriges.“

Eva (ruft zu Jonas): „Pass du mal auf, dass da nichts anbrennt.“ Jonas: „Mmh.“

Steckbrief „Juli“ neben Monatsbezeichung, auch Name der deutschen PopRock-Band Gesangsverein besteht aus fünf Musikern aus Gießen: Eva Briegel steht am Mikro

An der gedeckten Tafel erklingt leises Schmatzen. Jonas: „Offenbar schmeckt es ihnen – oder sie werden tagsüber nicht gefüttert.“

Die restlichen Julis sind Jonas Pfetzing (Gitarre), Simon Triebel (Gesang, Gitarre), Andreas Herde (Bass) und Marcel Römer (Drums) Durchbruch 2004 mit „Perfekte Welle“ undGrüne „Geilehier. Zeit“Da werden Eva: „Wir zupfen jetzt das Basilikum – das ist das jetzt nur die Blätter verwendet, nicht die Stängel. Also: Blätter abzupfen.“ Nach einer vierjährigen Pause wurde das dritte Studioalbum „In Love“ veröffentlicht


einmischen & mitreden

V ERT R ET U NGSST U NDE

LEHRER: JULI FACH: KOCHEN THEMA: PESTO ZUBEREITEN

Das perfekte Pesto

v o n A n n e W i r t h , 20 F o t o s : To n y H a u p t

Mach mal die Herdplatte an! Sängerin Eva Briegel und Gitarrist Jonas Pfetzing der Pop-Rocker „Juli“ lösen Klasse 9a der Küchenprobleme und erklären, dass „das Grüne da“ Basilikum ist. Die Georg-Weerth-Oberschule in Berlin staunt, kaut und lässt es sich schmecken

Pünktlich zur Mittagszeit murkst mein Magen rum. An das Morgenmüsli kann ich mich kaum noch erinnern, es wird allemal Zeit für ein paar Ballaststoffe. Und die kochende Rettung naht: Ein Taxi hält, Eva und Jonas springen heraus und inspizieren den Schulhof. Die beiden Musiker kümmern sich heute um meine Mittags-Fütterung. Zusammen steuern wir auf das Kochstudio zu. Ich hungrig schwächelnd, „Juli“ dagegen mit forschen Schritten. Ich will wissen, was die Chartstürmer

Ich fand meinen Kochunterricht sehr eklig, die Kochlehrerin übrigens auch. Ich hoffe die Schüler haben

an die Herdplatte treibt. Eva verrät: „

Album zu gewinnen

SPIESSER verlost zehn mal das Album „In Love“ von Juli. Klickt auf SPIESSER.de/gewinnen. Das Video und das passende Rezept der Vertretungsstunde mit Juli und über 30 anderen Künstlern, darunter Jan Delay, Thomas D, Bully und Bushido, findet ihr auf SPIESSER.de/vertretungsstunde

keinen Ekel vor benutzten Töpfen, Öl und Parmesan. Ich will mit denen gesund kochen, keinen Tütenfraß und nichts allzu Schwieriges.“ Ausgesucht hat sie sich was Nobles: Nudeln mit Basilikum-Pesto sollen erst Teller und dann Schülermägen füllen. Klingt köstlich. Hoffentlich bestätigen das meine Geschmacksknospen dann auch. 12.45 Uhr betritt Eva den Klassen- ... äh ... Küchenraum, Bandkollege Jonas folgt noch etwas schüchtern. „Morgen Klasse! Wir möchten mit euch kochen, wer kanns denn schon?“ Nur Mädels reißen die Arme in die Luft. Oder wie Eva in feinstem Denglish feststellt: „Die lieben Girls – is ja klar!“ Schüler Hoang will die Ehre der Männer verteidigen und plärrt: „Ich kann Pizza kochen!“ Das Wunder bleibt ungelobt. Pizza zählt nicht – ob gekocht oder gebacken. Eva bittet die Schüler, sich in Gruppen aufzuteilen. Sie gibt zu, genau das früher immer gehasst zu haben. Dennoch funktioniert der Gruppenzwang diesmal ganz gut. Streitfrei sammeln sich alle in Teams um die Küchenzeile. Zuerst gehts den Nudeln an den nicht vorhandenen Kragen: Sie kommen in kochendes Wasser. Anschließend werden Pinienkerne geröstet. „Dafür macht ihr die Pfanne heiß – etwas über mittlerer Stufe. Kann ich euch damit alleine lassen?“ fragt Eva und erntet einen kollektiven Aufschrei: bloß nicht! Chips kennt man, Pinienkerne sind Neuland. Bandkollege Jonas hilft, rührt, röstet und gibt Tipps.

Eva nutzt die Gelegenheit und wischt auf ihrem Smartphone rum. Allerdings nur kurz, denn:

Wir zupfen jetzt das Basilikum – das ist das Grüne hier.

Da war doch was... „

Es werden nur die Blätter verwendet, nicht die Stängel. Also: Blätter abzupfen. Dann brauchen wir noch einen tapferen Mann, der Knoblauch schält... notfalls auch eine Dame?“ Die Herren verweigern den Dienst. Schülerin Lisa nimmt sich schließlich das Kussvermiesungszeugs und schält, ihre Kollegen fallen über das Basilikum her. Nun kommen die Pürierstäbe zum Einsatz. Jil traut sich als Erste: Aus gehacktem Basilikum, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl wird ein Brei, der wie Entengrütze aussieht – aber wunderbar würzig duftet. Derweil gießt Jonas das Nudelwasser ab, verrührt dann das Pesto mit den Nudeln und streut abschließend Parmesan drüber. Das Endprodukt strahlt beinah neongrün. An der gedeckten Tafel erklingt leises Schmatzen. Die Devise lautet: Nudeln reinspachteln bis der Hosenknopf wegfliegt. Auch die Hälfte „Juli“ probiert und nickt bedächtig. Jonas lobt: „Schmeckt sehr gut. Habt ihr super gemacht!“ Recht hat er allemal. Auch Eva schaufelt eine zweite Portion auf den Teller, dann in den Mund. „Jetzt erinnere ich mich wieder, wie es in Schulen so ist: Es fehlt immer was, alles ist improvisiert“, raunt sie mir zu. Mein Bauch ist gefüllt, ich werde schläfrig.

Phillip, 15 Das Essen schmeckte und war schnell zubereitet. Ich werde das Rezept bestimmt mal nachkochen. Note: 2+

Für ein Mittagsschläfchen hat „Juli“ keine Zeit. Eva und Jonas geben Autogramme,

posieren artig für Fotos, steigen in das wartende Taxi und brausen davon – die hungrigen Bandkollegen warten.

Eva kaut Kaugummi im Rekordtempo. Wie Autorin A nne J u l i a n e , 20 , a n g e f u t t e r t e K a l o r i e n v e r b r e n n t? F r a g t s i e a u f S P I E S S E R . d e , Profilname: JuliANNE

Tom, 15 „Juli“ hat hervorragend gekocht, mein Bauch ist voll. Die Kantinenfrauen sollten sich ein Beispiel nehmen. Note: 1

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einmischen & mitreden

Götterspeise

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Tischgebet? Nein, Danke! Geschmeckt hat es trotzdem allen – außer David, der an diesem Tag fasten musste.

SPIESSER lädt zum Religionsdinner ins Jugendzentrum Linse in Berlin. Es kochen: junge Vertreter aller fünf Weltreligionen. Neben leckeren Gängen gibt es ne Menge Erkenntnisse über fremden Glauben – und das Wasserbad von Lena Kampf

F o t o s : To n y H a u p t

„Brokkoli-Suppe hat noch niemandem weh getan“, und das macht sie für Buddhist Benjamin zur perfekten Vorspeise.

Sie kennen sich nicht und sollen doch miteinander kochen – fünf Jugendliche aus fünf verschiedenen Religionen. Wer was kocht, das wurde ausgelost. Wer was erzählt, darauf sind alle gespannt. Vorspeise: Buddhist Benjamin hat ein Rezept für Brokkoli-Suppe mitgebracht Mohammed Ist das wirklich typisch

für den Buddhismus? Das ist so normal. Benjamin Nee, als Buddhist darf

Allerdings sollen wir nichts Böses tun in der Welt, deswegen leben fast alle ich alles essen.

Buddhisten vegetarisch. Brokkoli-Suppe hat noch niemandem weh getan. Elina Dann darfst du ja meinen Fisch gar nicht essen! Benjamin Wenn ich zu Gast bin, darf ich auch Fleisch nicht ablehnen. Das Tier ist ja dann tot, ich mache das nicht wieder gut, indem ich es wegwerfe. Aber ich sollte nicht losgehen und mir ne Schweinshaxe kaufen. Radika Bei uns Hindus ist das strenger: kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier. Im hinduistischen Tempel dür-

fen tierische Produkte nicht einmal in der Küche verwendet werden... Hört sich kompliziert an. Da hat es Moslem Mohammed ein bisschen einfacher: kein Schweinefleisch, kein Alkohol. Mohammed Es ist ganz einfach, sich daran zu halten, vor allem in Berlin. Selbst Gummibärchen gibts ja schon in Halal – also ohne Gelatine. Benjamin Und dürftest du Schweinefleisch essen, wenn du zu Gast bist? Mohammed Nee, selbst dann nicht. Aber meine Freunde sind entweder selbst Muslime oder wissen das. Während Elina, Mohammed und Radika am Küchentisch den Brokkoli und für den Zwischengang bereits Blumenkohl und Kartoffeln schnippeln, würzt Benjamin Wasser mit Gemüsebrühe. Nur David sitzt ein wenig verloren da. Er darf heute weder essen noch trinken oder arbeiten. David Heute ist Jom Kippur, so eine Art Buß- und Bettag. Für uns Juden ist das ein Fastentag. Elina Oh Mann, ausgerechnet heute! Ist es nicht schlimm für dich, dass du uns beim Essen zuschauen musst? David Dann wäre ich ja nicht gekommen. Ist eine gute Ablenkung. Mohammed Das kann ich nachvollziehen. Ich habe den gesamten August über gefastet. Da ist der muslimische Fastenmonat Ramadan. Wir dürfen nur nach Sonnenuntergang

und vor Sonnenaufgang essen und trinken. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal durchgehalten! David Ist das nicht voll ungesund, den ganzen Tag nichts zu essen und dann abends voll reinzuhauen? Mohammed So viel essen wir abends nicht. Es ist aber schön, zusammen mit der ganzen Familie das Fasten zu brechen. Am Ende habe ich das total vermisst. Elina Wir haben auch eine Fastenzeit: sieben Wochen lang vor Ostern. Während dieser Zeit habe ich aufs Telefonieren verzichtet. Radika Also gar nicht telefoniert? Elina Ja, genau. Das hat weh getan – vor allem, weil ich sonst viel telefoniere. Aber ich hatte plötzlich viel Zeit zum Nachdenken. Man fastet ja, um sich zu besinnen. Radika Und klappt das? Elina Mir hat es gut getan. Ich nehme das Telefonieren nicht mehr als selbstverständlich wahr. Getränke: David schenkt allen außer sich selbst Traubensaft ein. David Eigentlich müsste das Wein sein, aber ich wusste nicht, ob hier Minderjährige dabei sind. Ich war auf einer jüdischen Grundschule,

David, 16, ist Jude und Schüler an der jüdischen Oberschule in Berlin-Mitte. In seiner Freizeit spielt er vor allem Geige. Er will Musik studieren.

Was glaubt ihr denn? Auf SPIESSER.de wollen wir es wissen! Goldjunge19 hat uns verraten: Gewalt und Drogen hatten sein Leben bestimmt, bis er zu Gott fand. „Danach hatte ich die ganze Zeit gesucht“ sagt er heute. Seine Geschichte und andere Glaubensbekenntnisse findet ihr auf SPIESSER.de, Webcode: @Glaubensbekenntnis


10 einmischen & mitreden

Benjamin, 24, wohnt und arbeitet momentan im Buddhistischen Zentrum in Berlin-Frohnau. Er beschäftigt sich mit dem Buddhismus seit er 14 ist. Voilà: Das Rezept für leckere Brokkoli-Suppe.

Radika würzt mit göttlicher Hilfe – probieren darf sie die Teigtaschen nämlich erst, wenn sie eine Opfergabe gebracht hat. Aber: Die Götter waren gnädig.

da gab es immer Traubensaft. Auf der Oberschule ist das jetzt anders. Elina Wein scheint bei euch ja ganz schön wichtig zu sein. David Auf jeden Fall! Auf allen Festen gibt es Wein, zum Beispiel bei der Beschneidung von Säuglingen.

Die Kinder trinken Wein? Radika

Hinduistin Radika, 24, heißt eigentlich Miriam, das steht auch noch in ihrem Pass. Sie wohnt im hinduistischen Vaisnava-Tempel in Berlin. Samosas zum Selbermachen findet ihr hier.

David Die kriegen einen in Wein getunkten Finger in den Mund, dann vergeht der Schmerz schneller. Jetzt wird losgefuttert. Und was ist mit dem Tischgebet? Benjamin Ach, beten kann ich auch ein anderes Mal. Elina Solche starren Regeln halte ich nicht ein – aber ich bin dankbar, dass ich etwas zu essen bekomme.

Zwischengang: Radika macht indische Samosas – mit Gemüse gefüllte Teigtaschen.

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Im Topf schmoren Blumenkohlund Kartoffelstückchen. Ein CurryKurkuma-Aroma verbreitet sich in der Luft. Radika beginnt, den Teig für die Samosas zu kneten – auffallend diszipliniert: Nie steckt sie sich ein bisschen in den Mund. Radika Wir kosten das Essen nicht, weil wir erst den Lichtgestalten, unseren Götterfiguren, eine Opfergabe bringen. Was die Würze betrifft, verlassen wir uns auf die Götter.

Sie schiebt die fertigen Teigtaschen in den Ofen. Elina verteilt schon mal Aufgaben für die Hauptspeise. Elina Bist du konvertiert? Hinduisten gibt es ja nicht viele in Deutschland. Radika Mit 16 habe ich den Glauben kennengelernt. Dann habe ich mich damit beschäftigt. Mit 18 habe ich beschlossen, mich einweihen zu lassen. Das ist eine kleine Zeremonie, in der man einen neuen Namen bekommt. David Radika ist nicht dein richtiger Name? Radika Nee, eigentlich heiße ich Miriam. So nennen mich auch noch viele meiner alten Freunde und meine Mutter. Elina Krass. Wie war das denn für deine Familie? Radika Für meine Mutter war das nicht einfach, wir haben uns deswegen total gestritten. Sie weiß, was ich mache, war auch mal bei mir im Tempel. Aber sie vertraut mir noch nicht so richtig. Als ich meine Geschwister in den Tempel mitnehmen wollte, hat sie mir das nicht erlaubt. Benjamin Zum Buddhismus kann man nicht konvertieren. Man kann ihn nur üben. Das Etikett „Buddhist“ auf der Stirn reicht nicht. Damit ist nichts verwirklicht, was Buddha geschrieben hat. Radika Also kommt es vor allen Dingen darauf an, wie du lebst? Benjamin Ja genau. Man kann Buddha auch nicht anbeten. Buddha ist ein Gelehrter. Und damit nichts anderes als Einstein.

„Tun wir doch mal so, als sei Freitag“. Mit diesen Worten macht Christin Elina – Überraschung – Fisch.

Elina gesellt sich zu Radika an den Herd und schmeißt schon mal den Lachs in die Pfanne. Es zischt laut. Elina Bei uns ist das eigentlich auch so. Ich bin erst Christ, wenn ich christlich handle. Allerdings muss man als Christ getauft sein. Durch die Taufe wirst du gereinigt. Mohammed Als ich elf oder zwölf Jahre alt war, haben meine Eltern gesagt, dass ich mir jetzt meine Religion aussuchen darf. David Echt? Ich bin sozusagen in die Religion hineingeboren. Bei uns ist man jüdisch, wenn die Mutter jüdisch ist. Hätten sie dir auch erlaubt, Christ zu werden oder sogar Atheist?

Meine Eltern hätten mir auch erlaubt, Christ zu werden. Natürlich wussMohammed

te ich sowieso mehr über den Islam, ich bin ja damit aufgewachsen. Ich habe mich aber auch mit anderen Religionen beschäftigt und dann entschieden, dass der Islam für mich am besten ist. In anderen muslimischen Familien ist das oft strenger. Radika David, hast du je darüber nachgedacht, nicht mehr jüdisch zu sein? David Nee, das geht nicht! Ich würde auch niemals eine Frau heiraten, die nicht Jüdin ist. Als Freundin wäre das okay, aber ich könnte auf keinen Fall


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12 einmischen & mitreden

Christin Elina, 18, kommt aus Neukölln und findet, dass ihre Bratsche viel cooler ist als Geige.

Echte Buddhisten tun niemandem weh – außer vielleicht dem wehrlosen Käse.

Sie macht gerade ihr Abi an einer katholischen Oberschule, obwohl sie evangelisch ist.

Appetit bekommen? Einmal Lachs à la Elina? Hier!

„Was ist ein Wasserbad?“ Jetzt weiß Mohammed es – dem Halva war trotzdem nicht mehr zu helfen.

Kinder mit ihr haben, denn sonst wären die ja nicht jüdisch. Radika Also bei mir sollte der Partner nur irgendwie auch gläubig oder zumindest offen dafür sein. Die Samosas sind fertig. Am Tisch herrscht genießerisches Schweigen. Dann geht es nahtlos zum Hauptgericht über. Hauptgericht: Nudeln in Lachs-Brokkoli-Sahne-Soße. Typisch christlich? Elina Wir Christen essen einfach alles. Mohammed, 16, ist Moslem und ein Kreuzberger mit pakistanischen Wurzeln. Er ist Schüler an einem Oberstufenzentrum mit medientechnischem Schwerpunkt.

Hier findet ihr das Rezept für Halva.

Das Gericht ist etwas, das ich selbst gerne esse. Und freitags gibts bei mir immer Fisch, weil Jesus da ans Kreuz gehängt wurde und wir deshalb kein Fleisch essen sollen. Für Radika gibt es eine Extraportion ohne Lachs – natürlich auch in einem anderen Topf gekocht. Radika Ich bin schon so satt, ich weiß nicht, ob ich das alles schaffe. David Na, wenn du den Mund nicht voll hast, kannst du ja mal erzählen,

ob du schon schlechte Erfahrungen gemacht hast? Radika Ich werde ganz oft als Hippie ab-

Viele denken, ich sei in irgendeiner Sekte. Es ist schön, wenn

gestempelt.

Leute einfach mal nachfragen, so wie hier. Mohammed Bei mir ist das ein bisschen anders. Ich hab schon echt doofe Sachen erlebt, weil ich Muslim bin. Nicht-Muslime verwechseln oft den Islam mit arabischen und türkischen Traditionen. Da habe ich schon öfter blöde Sprüche gehört, obwohl ich in Deutschland aufgewachsen und sehr liberal bin. Dessert: Es gibt Halva, zu Deutsch: türkischer Honig.

Mohammed hat das Lieblingsrezept seiner Mutter noch nie selbst gemacht und

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Alle Rezepte gibts zum Nachkochen per QR-Code oder auf SPIESSER.de

ist ziemlich nervös. Engagiert schlägt er Eiweiß mit einem Schneebesen. Aber der Eischnee wird und wird einfach nicht richtig steif. Ein Blick auf das Rezept lässt ihn zusätzlich erschrecken. Mohammed Oh Mann, was ist ein Wasserbad? Weiß das jemand? Ich muss meiner Mutter doch was zum Probieren mitbringen. Das könnte peinlich werden. Jetzt ist Interreligiosität gefragt. Alle packen mit an, rühren Puderzucker und Honig unter den Eischaum, zerkleinern kandierte Früchte und Mandeln, verteilen alles auf Opladen und dann – dann will das Halva trotzdem einfach nicht hart werden. Elina Naja, Hauptsache es schmeckt! Deine Mama ist bestimmt trotzdem stolz. Sag einfach, wir sind Schuld.

Woran SPIESSER-Autorin Lena glaubt? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: karlakolumna


einmischen & mitreden

Gott, seid ihr viele! Ob Allah, Shiva oder Jesus, so unähnlich sind sich die Religionen gar nicht – oder etwa doch? Findet es raus, beim SPIESSER-Religionsquintett v o n L i e n H e r z o g , 20

Judentum

I l l u s t r a t i o n: J u l i a n e D o r n

Zahl der Anhänger (weltw

eit)

13,3 Mio.

Zahl der Anhänger (in Dt.)

0,1 Mio.

Zahl der Götter

1

Zahl der wichtigsten Fei

ertage

Zahl der Gebete am Tag

5 3 ca. 1300 v. Chr.

Gründung Ge- und Verbote

613

Christentum Zahl der Anhänger (weltweit)

2145 Mio. 51 Mio.

Zahl der Anhänger (in Dt.)

1

Zahl der Götter Zahl der wichtigsten Feiertage Zahl der Gebete am Tag

7

Islam

nicht vorgeschrieben 30 n. Chr.

Gründung

10

Ge- und Verbote

Zahl der Anhänger (weltweit)

1300 Mio.

Zahl der Anhänger (in Dt.)

4,3 Mio.

Zahl der Götter

1

Zahl der wichtigsten Feiertage

6

Zahl der Gebete am Tag

5

Gründung

622 n. Chr.

Ge- und Verbote

s u m s i Hindu

900 Mio. 0,1 Mio.

eit)

ltw ger (we r Anhän Zahl de ) r (in Dt. nhänge A r e d l Zah r r Götte ge Zahl de Feierta tigsten h ic w r e Zahl d am Tag r Gebete Zahl de ng Gründu Verbote Ge- und

viele 3 ben rgeschrie nt unbekan a) 1 (Karm

nicht vo

Welche Religion bei Lien die besten Karten hat? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: Lien

5 Säulen

Buddhismus

Zahl der Anhä nger (weltweit ) Zahl der Anhä nger (in Dt.) Zahl der Götte r Zahl der wichtig sten Feiertage Zahl der Gebete am Tag Gründung Ge- und Verbot

e

350-500 Mio. 0,3 Mio. 0 3 nicht vorgeschrie

ben

520 v. Chr. 5 Kategorien, in die Taten eingeordnet werd en können

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14 einmischen & mitreden

Ein Königreich für mein Dorf v o n P a t r i c k J a n ke , 17 Fotos: Mat thias Popp

d „Ländliche Region“... SPIESSER-Autor Patrick weiß als echtes Dorfkin am besten, was damit gemeint ist. Ein kleines Paradies nämlich, das on eise gefällig? Patrick hat neun dav die Stadt nicht zu bieten hat. Bew

Welche Farbe hat die Kuh? Wenn ihr Milch nur abgepackt aus dem Supermarkt kennt, hier mein fachkundiger Hinweis für euch: Lila ist die Kuh nicht! Wer wie ich einen Bauernhof in der Nachbarschaft hat, weiß das. Gut: Der Gestank von gepresstem Kuhfladen kann manchmal ziemlich nerven. Aber frische Milch, am besten selbst gemolken, ist unverwechselbar. Dazu noch frische Eier und das Frühstück am Wochenende ist perfekt.

Gewinnt eins von zehn Obst-Abos

Äpfel selber pflücken? Geht nur, wenn sie reif sind und ein Baum in der Nähe ist. Damit eure Vitaminzufuhr trotzdem gesichert

Ersatz für Stadtkinder: mit belegtem Brötchen in den Streichelzoo.

Krasse Bässe Viele ehemalige Bauernhöfe bei uns sind mittlerweile komplett zu Wohnhäusern umgebaut. Was dann neben dem Wohnhaus übrig bleibt? Richtig große Scheunen! Entrümpelt und nett eingerichtet sind sie die besten Locations für Partys. Außerdem sind sie der perfekte Ort zum Proben. Nachbarn, die sich an lauter Musik stören könnten, gibt es kaum. Ersatz für Stadtkinder: Kellerräume, Lagerhallen...

ist, verlosen wir gemeinsam mit Obst.de zehn vierwöchige Obst-Abos. So landet ein mal pro Woche ein schicker ObstKorb direkt vor eurer Tür. Appetit bekommen? Der wird gestillt auf SPIESSER.de/gewinnen.

Unter freiem Himmel Sobald es auch nur halbwegs warm genug dafür ist, heißt es: Isomatte unter den Arm klemmen, Schlafsack schnappen und zusammen mit Freunden raus in die Nacht, in die Natur. Zelt? Nur,

wenn es regnet. Denn das Zelt verdirbt das Beste: den Blick auf die Sterne in klaren Nächten, und die Sonnenstrahlen, die das Wecken übernehmen.

nutzen wir als Sprungtürme, das Kiesbett wird zum Strand. Abends grillen wir dann. Und im Winter? Da kann ich auf einigen der Seen Schlittschuh laufen.

Ersatz für Stadtkinder: ab auf den Balkon! Im Park liegt vermutlich zu viel Hundesch...

Ersatz für Stadtkinder: Planschbecken im Sommer / auf eisglatten Treppenstufen ausrutschen im Winter.

Fahrstunde deluxe

Täglich Ferien

Wenn im Frühling die Aussaat und im Spätsommer die Ernte ansteht, fahren die Landwirte mit ihren Treckern –

Tiere gehören zu meiner Nachbarschaft. Auch Pferde. Ich habe großen Respekt vor ihnen – das wars dann aber auch. Die meisten Mädchen in meinem Dorf sind jedoch von Pferden völlig begeistert und reiten mehrmals die Woche aus. Ferien auf dem Reiterhof sind hier ständig in der Kurzfassung zu haben: Die Damen pflegen die Pferde, halten die Ställe sauber und können reiten, wann immer sie wollen.

Fachchinesisch für „Traktoren“ – raus auf die

Felder. Das bedeutet für mich: Ab aufs Feld und selber fahren! Auf die Straße darf ich ohne Führerschein nicht, aber das ist auch nicht nötig. Es macht riesigen Spaß, über das unebene Feld zu fahren. Und die Bauern freuts, wenn sie nicht alleine bei der Arbeit sind. Ersatz für Stadtkinder: Busfahrer fragen, ob er ne Pausenvertretung braucht.

Ein Strand am Feld Kaum sitzt man auf dem Fahrrad, ist man schon da: Mehrere kleine Schwimmteiche und ein großer Baggersee sind im Sommer mein zweites Zuhause. Während andere fürs Freibad bezahlen, können meine Freunde und ich einfach so schwimmen gehen. Die Bäume am Ufer

Ersatz für Stadtkinder: sich gegenseitig Huckepack tragen.

Am Wasser In wenigen Minuten bin ich an einem großem Fluss, der Oker. In den Sommermonaten kann man prima darin schwimmen, aber der Fluss ist für etwas anderes bekannt: Angler lieben ihn für seine Forellen. Mit einem Angelschein kann man sich am Ufer Nachmittage vertreiben. Mit meinem Vater bin ich dort gerne. Nur Fische fangen wir nicht immer. Trotzdem gut.


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einmischen einmischen & mitreden & mitreden

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& T L A W GE MOBBING

Wann kommt der nächste Bus? Morgen? Kein Ding, Patrick hat ne Menge Ideen für den Zeitvertreib.

Wie kann ich helfen? Wenn eure Schule nicht wirksam handelt: Mit einem BONHOFF-BRIEF setzt ihr sie unter Druck!

Ist die Straße – Pardon: das Feld – frei, dann schwingt sich Patrick in seinem Dorf auch mal selbst ans Steuer. Ersatz für Stadtkinder: Goldfischglas kaufen und dann... ach ne, lieber nicht.

Unter Kumpels An Nachmittagen in der Bude rumhängen? Warum sollte ich? Stattdessen treffe ich mich mit meinen Freunden. Bei gutem Wetter gehen wir dann raus. Fast jedes Dorf in meiner Region hat Spielflächen zum Bolzen. Mehr als einen Ball brauchen wir nicht. Die Plätze sind für drei oder vier Leute eigentlich zu groß, da muss man zu viel laufen. In einer größeren Gruppe macht es mehr Spaß. Noch besser fände ich Basketball – das kommt auf dem Land aber leider zu kurz. Ersatz für Stadtkinder: Okay, das geht wirklich überall!

Gar nicht so schlimm Bei aller Liebe: Das Landleben ist abgeschieden. Auf den Bus zu warten dauert meistens ziemlich lange, gerade am Morgen, wenn wir auf dem Weg zur Schule noch umsteigen müssen. Das ist aber auch der ideale Zeitpunkt, um mit Freunden zu quatschen oder Musik zu hören. Hausaufgaben machen und für eine Arbeit lernen läuft dann nebenher. Mit vielen Leuten aus der Umgebung, die man sonst nur flüchtig sieht, kann man sich dann unterhalten. Und sich irgendwann nach Jahren vermutlich wieder begegnen und sagen: „Hey, kenn ich dich nicht aus dem Bus?“ Ersatz für Stadtkinder: In den Bussen und Bahnen Freundschaften schließen.

Ob Patrick, 17, später einmal in der Stadt oder auf de m Land leben will? Fragt ihn auf SPIESSER.de, Profilname: PatrickJ

Wie geht das? Schreibt eurer Schule anonym eine Schilderung der Gewalt- oder Mobbingvorfälle. Erwähnt darin unbedingt, dass ihr uns eine Kopie geschickt habt!

WICHTIG: Wir brauchen die Kopie, damit wir der Schule Druck machen können. Die Vorlage zum Bonhoff-Brief findet ihr auf unserer Homepage. Was bringt das? Mit eurem Bonhoff-Brief bewirkt ihr Handlungsdruck bei der Schulleitung. Jetzt ist sie gezwungen, den Fall ernst zu nehmen. Ihr bleibt anonym.

Seid ihr von Mobbing oder Gewalt betroffen oder beobachtet ihr sowas? Die einzelnen Taten der Mobber, wie Beleidigung und Körperverletzung, sind strafbar, weil sie so schädlich sind. Wenn die Lehrer nicht einschreiten, insbesondere bei andauernden Vorfällen, ist das sogar unterlassene Hilfeleistung. Mit einem BONHOFF-BRIEF, also einem „anonymen Brief“ an die Schulleitung oder an die Staatsanwaltschaft, könnt ihr die Angegriffenen unterstützen. Schickt der Werner-Bonhoff-Stiftung unbedingt eine Kopie, das macht der Schule Druck. Die Vorlage zum BONHOFF-BRIEF findet ihr auf

www.nach-der-tat.de Ihr wollt noch mehr gegen Mobbing und Gewalt bewegen? Dann meldet euch zum Workshop an!

nach-der-tat.de – ein Mitmach-Projekt der Werner Bonhoff Stiftung, Berlin, in Kooperation mit SPIESSER


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Auf dem Weg zur Führungskraft Waren disponieren Volle Regale und frische Waren – das wollen wir unseren Kunden bieten. Deshalb kontrolliere ich regelmäßig, wie viele Produkte in den Regalen und Auslagen sind. Dabei ist das MDE-Gerät (mobile Datenerfassung) unverzichtbar. Das MDE-Gerät zeigt mir an, wie viel von jedem Produkt vorhanden ist und bestellt bei Bedarf selbstständig nach. Dabei kann es natürlich auch mal zu Abweichungen kommen, die kann ich dann manuell korrigieren.

Kunden glücklich machen Beim Umgang mit Kunden sind kompetentes Fachwissen und Freundlichkeit gefragt – zum Beispiel, welche Cornflakes zum Abnehmen geeignet und welche Lebensmittel laktosefrei sind.

Versuch macht klug Probieren geht über Studieren – für mich ist lernen viel einfacher, wenn ich mein Wissen direkt in der Praxis anwenden kann. Dadurch lässt sich alles besser nachvollziehen. Daher brauche ich vor einer Prüfung nicht noch x-mal in meine Bücher zu schauen. Nur das Themengebiet Recht mit seinen unzähligen Paragrafen bringt mich manchmal zur Verzweiflung.

Alexandra, 26, macht ein Duales BWL-Studium bei Kaufland. Hier berichtet sie über ihre Aufgaben, den Umgang mit Kunden und ihre berufliche Zukunftsperspektive.

Ein Herz für Gummitiere und Tomaten Wenn der Nachschub angekommen ist, räume ich die Regale und Auslagen ein – am liebsten natürlich Süßwaren, Obst und Gemüse. Da ist alles schön bunt und der Duft ist einfach unwiderstehlich.

Verantwortung übernehmen Nach meinem Abschluss arbeite ich in einer Führungsposition – das ist erklärtes Ziel meines Studiums. Schon jetzt weise ich das Personal in seine Aufgaben ein. Anfangs war es schon ungewohnt, an Mitarbeiter Aufgaben zu verteilen, die mir zu Beginn meines Studiums noch Dinge erklärt haben. Aber jetzt fühle ich mich super wohl dabei – schließlich möchte ich später Verkaufsleiterin oder im besten Fall Geschäftsführerin werden.

Ausbildung und Duales

DHBW Mosbach gehört. Das Studium wird

Studium bei Kaufland

außerdem um Netzwerktreffen und Pro-

Kaufland bildet jährlich mehr als 1.200 junge

jektarbeit ergänzt. Und euch erwartet eine

Menschen in über 15 Berufen und mehr als

attraktive Vergütung.

zehn Dualen Studiengängen aus – darunter auch das Duale Studium BWL – Handel.

Alle Infos zum Dualen Studium und zur Ausbildung bei Kaufland gibt es

Was erwartet euch im Dualen Studium BWL – Handel? Das Duale Studium besteht aus zwei Phasen: der praktischen Ausbildung im Betrieb und der theoretischen an der Dualen Hochschule/Berufsakademie. Die praktische Ausbildung findet in den Kaufland-Filialen in der Nähe eures Wohnorts statt – ihr könnt euch also von überall in Deutschland aus bewerben. Für die theoretische Ausbildung geht es an den Campus Heilbronn, der zur

auf www.kaufland.de/schueler


einsteigen & loslegen

„Aufstehen, weitermachen“ Was genau macht man eigentlich, wenn man sein Geld mit Handel und Logistik verdient? Vier Azubis und Studenten verraten es euch – und außerdem, wie ordentlich sie privat eigentlich sind und bei welcher Gelegenheit Mama und Papa um Rat fragen v o n L i e n H e r z o g , 20 , u n d J u l i a H e i n k e , 20 Fotos: Frank Dünzl, Sascha K reklau, Manuel Puchta, Maren Wohlers

André-Philipp, 19, akf siemers hamburg GmbH/Gewerbeschule Werft und Hafen, Hamburg Name, Alter, Ausbildungsbetrieb/Hochschule, Ort

Fachlagerist Studienrichtung/Ausbildung

Wie lange bist du schon Azubi, und wie genau nennt sich das, was du tust?

schießgerät fast in den Finger geschossen. Ich war gerade dabei, die Garnitur – also das Äußere einer

Ich mache seit Oktober 2009 eine Ausbildung zum Fachlageristen.

Kiste – zusammen zu nageln.

Wann hast du dich dafür entschieden – und warum?

Nach meinem Hauptschulabschluss habe ich ein Praktikum bei der afk siemers hamburg GmbH gemacht. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich im Sommer 2009 für die Ausbildung entschieden habe. Ich war neugierig und wollte genauer wissen, wie das ganze Unternehmen funktioniert. Außerdem ist mein Vater seit Jahren in dem Beruf tätig und hat mir viel darüber erzählt. Was ist dein erster Satz, wenn dein Arbeitstag beginnt?

„Guten Morgen, Kollegen!“ Was ist in deiner Ausbildung dein häufigster Handgriff?

Die Hebel an meinem Gabelstapler bedienen. Ich stelle Kisten her, die später als Überseeverpackung dienen. Die baue ich komplett von Hand. Den Gabelstapler brauche ich, um verschiedene Teile zu transportieren. Was war dein schönstes Erlebnis in der Ausbildung?

Als ich meine erste Kiste alleine gebaut habe – das war ein tolles Gefühl. Wir standen damals so unter Zeitdruck, dass ich schon in meinen ersten zwei Monaten eine Kiste selbstständig bauen durfte. Das bedeutet: zusammenbauen, einschweißen und verpacken. Woran erinnerst du dich noch mit Schrecken?

Einmal habe ich mir mit dem Nagel-

Dabei bin ich mit dem Nagelschießgerät ausgerutscht. Zum Glück

ging der Nagel knapp an meinem Finger vorbei und bohrte sich nur durch meinen Handschuh. Welches Lebensmotto empfiehlst du all deinen Nachfolgern?

„The show must go on“ – das ist mein Motto für alle Lebenslagen. Damit meine ich: Auch wenn ihr manchmal unmotiviert seid – aufstehen, weitermachen! Wenn ich jeden Tag um fünf Uhr aufstehen muss, dann bin ich auch oft unmotiviert. Welches Klischee stimmt wirklich – und welches gar nicht?

Bei meinem Beruf kann tatsächlich viel passieren: Man könnte zum Beispiel von einem Gabelstapler überfahren werden oder aber von einer hohen Kiste fallen. Beim Bau von hohen Kisten müssen wir auf die Kisten steigen. Im Winter ist das besonders gefährlich, da sie beim letzten Arbeitsschritt draußen stehen und sich schnell Eis auf der Kiste bildet. Welche Eigenschaft oder Fähigkeit braucht man unbedingt, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

Motivation, Freude, Bereitschaft, gutes Denkvermögen und Teamfähigkeit. Gute Mathekenntnisse können von Vorteil sein. Wenn ich zum Beispiel mit dem Kran arbeite, dann muss ich den Schwerpunkt einer Kiste ausrechnen, damit ich sie richtig aufheben kann.

„Gefährlich, aber nicht lebensgefährlich“ findet André-Philipp seinen Job als Fachlagerist– und liebt es, selbstständig zu arbeiten.

Fachlagerist Um Fachlagerist zu werden braucht man einen guten Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert insgesamt zwei Jahre. Wer – wie André-Philipp – einmal in der Woche zur Berufsschule geht, ist danach Fachlagerist mit mittlerer Reife. Mit der abgeschlossenen Ausbildung kann man dann Fachlagerist, Lagerlogistiker oder seemäßiger Verpackungstechniker werden. Bewerbungen sind überall da willkommen, wo Lageristen oder auch Staplerfahrer gebraucht werden. Weitere Informationen erhaltet ihr zum Beispiel auf www.berufenet.arbeitsagentur.de, der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

20 mal Karrieretipps von Promis gewinnen

Bist du privat ordentlich und strukturiert?

„Wie geht Karriere?“

In meinem Zimmer habe ich viel Stauraum und wenn ich etwas herum liegen sehe, dann muss ich es immer sofort aufräumen. Diese Eigenschaft sollte man in meinem Beruf mitbringen. Ordnung ist das halbe Leben!

Das verraten euch Prominente wie Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und Paul Kalkbrenner im gleichnamigen Buch. 20 Exemplare könnt ihr gewinnen – und persönliche

In welchen Lebenslagen fragt Papa dich um Hilfe?

Wenn er in handwerklichen Dingen Hilfe braucht, dann stehe ich ihm gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Interviews lesen, die übrigens SPIESSER-Autoren geführt haben. Einfach auf SPIESSER.de/gewinnen klicken.

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18 einsteigen & loslegen

Jennifer, 21, C.H. Erbslöh KG, Krefeld/Hochschule für Ökonomie und Management (FOM), Duisburg Name, Alter, Ausbildungsbetrieb/Hochschule, Ort

Kauffrau im Groß- und Außenhandel Studienrichtung/Ausbildung

Studium pur? Nichts für Jennifer! Sie wollte auch gleich arbeiten – und hat sich deshalb für eine duale Ausbildung entschieden.

Wie lange bist du schon Azubi, und wie genau nennt sich das, was du tust?

Ich mache seit einem Jahr eine duale Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel. Wann hast du dich dafür entschieden – und warum?

Nach meinem Abi habe ich mich für ein Duales Studium entschieden, weil mir die Tatsache gefallen hat, dass ich relativ früh fertig mit der Ausbildung bin. Hätte ich mich erst für eine Ausbildung entschieden und anschließend ein Studium begonnen, wäre ich nach circa fünf Jahren mit beidem fertig

In drei Jahren Studium pur hätte ich nie wirklich gearbeitet – bei einer reinen

gewesen.

Ausbildung hat man meistens noch nicht seine festen Aufgaben und steht irgendwie unter Welpenschutz. Das wollte ich beides nicht. Stattdessen beende ich nun also nach dreieinhalb Jahren mein Studium und habe während dieser Zeit auch schon meine Ausbildung absolviert. Woran erinnerst du dich noch mit Schrecken?

An meinen ersten Arbeitstag. Es war alles neu für mich und ich war sehr aufgeregt. Zu Beginn wurden wir vom Personalchef begrüßt und hatten an-

schließend unsere Sicherheitsunterweisung. Danach wurden wir über das gesamte Unternehmensgelände geführt und allen Mitarbeitern vorgestellt. Das hieß: Viele neue Gesichter merken und viele Hände schütteln. Alle waren aber sehr nett zu mir. Nach dieser Vorstellungsrunde habe ich direkt in meiner ersten Abteilung, dem Betriebsmitteleinkauf, angefangen. Am Ende des Tages war ich müde und etwas geschlaucht, aber glücklich. Welches Lebensmotto empfiehlst du all deinen Nachfolgern?

Ein Lebensmotto habe ich nicht. Ich empfehle aber jedem, sich davor genauestens über den Job zu informieren. Nur so kann man schon abschätzen, ob der Job einem Spaß macht. Dann ist man später nicht enttäuscht.

Wenn du Feierabend hast, dann...

...mache ich meinen Computer aus und fahre zur Uni oder nach Hause. Ich arbeite jeden Tag bis halb fünf. Freitags gehts direkt nach der Arbeit zur Uni. Manchmal muss ich auch an anderen Tagen zur Uni. Allerdings nur, wenn Vorlesungen ausgefallen sind und nachgeholt werden müssen. Schreibst du dir exakte Einkaufslisten oder kaufst du nach Lust und Laune ein?

Ich schreibe mir eine Einkaufsliste, aber meistens landet auch etwas, was nicht auf meiner Liste stand, im Korb. Zeitschriften zum Beispiel, Kosmetik, Süßigkeiten... In welchen Lebenslagen fragt Papa dich um Hilfe?

Es ist eher so, dass meine Mutter mich um Hilfe bittet. Sei es wegen ner Klamottenfrage oder aber wegen Kochtipps.

Welches Klischee stimmt wirklich – und welches gar nicht?

Gibt es über meinen Beruf überhaupt Klischees? Es stimmt, dass ich sehr viel Zeit im Büro und am PC verbringe. Kontakt zu Kunden habe ich zwar, aber häufig nur per Mail oder am Telefon. Welche Eigenschaft oder Fähigkeit braucht man unbedingt, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

Man sollte logisch denken können. Mathekenntnisse sind auch von Vorteil. Vor allem sollte man aber kaufmännisches Verständnis mitbringen, also zum Beispiel verstehen, wie ein Kaufvertrag aufgebaut ist und worauf es dabei ankommt.

Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel Für die Ausbildung als Kauffrau oder Kaufmann im Groß- und Außenhandel solltet ihr einen guten Realschulabschluss haben. Für das Studium braucht man das Abitur. Gute Kenntnisse in Deutsch, Englisch und Mathe sind Voraussetzung. Die Ausbildung dauert zwei Jahre (drei Jahre bei Realschulabschluss), das Studium dreieinhalb Jahre. Danach könnt ihr sowohl in Verkaufs-/Einkaufsabteilungen als auch in der Logistik oder Buchhaltung tätig sein. Wo? Zum Beispiel bei den verschiedenen Großhandelsunternehmen, wie Speditionsunternehmen, Stahlunternehmen oder Chemieunternehmen. Die Auswahl ist vielfältig. Informationen zu diesem Berufsfeld erhaltet ihr zum Beispiel bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer unter www.dihk.de.


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Wir suchen euch! Was wollt ihr später werden? Wollt ihr studieren oder doch gleich eine Ausbildung beginnen? Nein, Stopp: Die Antwort müsst ihr nicht wissen – nicht, bevor ihr unsere sieben Vorschläge für eure berufliche Zukunft gesehen habt.

Kaufmann im Einzelhandel Einzelhandel.

Verkäufer

Ausbildungszeit: 3 Jahre Das Besondere: Mittendrin statt nur dabei – schon während der Ausbildung tragt ihr Verantwortung für Personal und Organisation. Dein Talent: Interesse an logistischen Prozessen, Kommunikationsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Starfaktor: beeindruckend – ihr könnt euch zum Filialleiter entwickeln.

Ausbildungszeit: 2 Jahre Das Besondere: ist die Vielseitigkeit beispielsweise bei Kundenberatung, Warenpräsentation und an der Kasse wird euch sicher nicht langweilig. Dein Talent: Kommunikationsstärke, Organisation. Starfaktor: beträchtlich, denn ohne Verkäufer geht gar nichts.

Student des Handel Handels / Konsumgüterhandels

Fachlagerist

Ausbildungszeit: 2 Jahre Das Besondere: Den Führerschein für Flurförderzeuge erwerbt ihr mit links – und mit rechts organisiert ihr den Warenfluss. Dein Talent: Durchblick und Einsatzbereitschaft. Starfaktor: beachtlich, denn um täglich rund 3300 Filialen zu beliefern brauchen wir kühle Köpfe wie euch!

Ausbildungszeit: 3 Jahre Das Besondere: Dualität – im Wechsel drei Monate studieren, dabei alles über Handelsmarketing, Finanzwesen und Personalwirtschaft lernen, und diese Kenntnisse dann drei Monate in die Praxis umsetzen. Dein Talent: unternehmerisches Denken, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein. Starfaktor: emporschnellend – nach dem Studium seid ihr verantwortlich für 80 - 100 Mitarbeiter.

Fachkraft für Lagerlogistik

Ausbildungszeit: 3 Jahre Das Besondere: Zum Kennenlernen der Lagerabläufe gesellt sich die Fortbildung zum Gruppenleiter. Dein Talent: Interesse an kaufmännischen Prozessen, Kommunikationsstärke und Teamfähigkeit. Starfaktor: bemerkenswert – was euch von dort hinten schon zuwinkt, ist nämlich die Gruppenleiterposition.

Das gibt’s sonst nirgends: Als SUPERAZUBI ON TOUR bekommt ihr als Auszubildende richtig viel Verantwortung übertragen. Zusammen mit angehenden Einzelhandelskaufleuten, Verkäufern, Fachlageristen und allen anderen Stars und Sternchen organisiert ihr für zwei Wochen das

komplette Tagesgeschäft jeweils einer LIDLFiliale – von der Warenbestellung über die Personalplanung und Kundenbetreuung bis hin zum Kassenabschluss! Na, seid ihr neugierig geworden? Dann schaut doch einfach mal hier vorbei: www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung

Bürokaufmann.

Ausbildungszeit: 3 Jahre Das Besondere: Bürostuhlakrobatik pur – täglich spannender Spagat zwischen Rechnungswesen, Personalwirtschaft und kaufmännischer Organisation. Dein Talent: Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Starfaktor: Aufsehen erregend, denn ohne dich und dein Team im Hintergrund würde vorne gar nichts laufen.

Student der Warenwirtschaft und Logistik

Ausbildungszeit: 3 Jahre Das Besondere: Dualität – im Wechsel drei Monate studieren, dabei alles über Logistikkonzepte, Lagerorganisation und Handelsrecht lernen und diese Kenntnisse dann für drei Monate in die Praxis umsetzen. Dein Talent: Interesse für komplexe logistische Abläufe, Flexibilität und Organisationsstärke. Starfaktor: bedeutsam – ihr werdet Führungskraft in einem von 37 Logistikzentren.


20 einsteigen & loslegen

Sven, 23, DB Schenker Rail Deutschland AG/ HWR (Hochschule für Wirtschaft und Recht) Berlin Name, Alter, Ausbildungsbetrieb/Hochschule, Ort

Duales Studium im Bereich Spedition, Transport und Logistik Studienrichtung/Ausbildung

Duales Studium im Bereich Spedition, Transport und Logistik Um ein duales Studium im Bereich Spedition, Transport und Logistik beginnen zu können, braucht ihr ein Abitur und Interesse für Logistik. Einen bestimmten Numerus Clausus (N.C.) gibt es meist nicht, aber dafür Eignungstests und Bewerbungsgespräche. Das Studium dauert insgesamt drei Jahre, in denen ihr alle drei Monate zwischen Uni und Arbeitsplatz wechselt. Mit eurem Abschluss seid ihr danach in vielen Bereichen der Logistik, wie beispielsweise der Produktionslogistik, der Lagerlogistik oder wie Sven, im Bereich der Verkehrslogistik einsetzbar. Interesse geweckt? Weitere Informationen findet ihr unter: www.berufswelt-logistik.de.

Im Studium greift Sven nur selten zu Stift und Zettel – sonst könnte er die eigene Handschrift schlimmstenfalls in der Prüfungszeit nicht wieder entziffern.

Wie lange bist du schon Student, und wie genau nennt sich das, was du tust?

Seit 2010 bin ich B.A.-Student im Bereich Spedition, Transport und Logistik. Nach dem Studium werde ich Bachelor of Arts sein. Meine Theoriephasen finden an der HWR in Berlin statt, die Praxisphasen bei der DB Schenker Rail Deutschland AG. Wann hast du dich dafür entschieden – und warum?

Ich habe mich schon immer für Logistik interessiert. Das liegt auch daran, dass mein Vater eine eigene Spedition hat. Also habe ich nach dem Abi eine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen begonnen. Zum Ende meiner Ausbildung im

wegen der Wirtschaftskrise einen Einstellungsstopp in meinem Lehrbetrieb – ich wurde nicht übernommen. Das habe ich als

Jahr 2009 gab es

Vor allem in der FH, da meine Handschrift nicht gerade die Beste ist und ich Notizen in der Prüfungszeit wieder entziffern muss. Was war dein schönstes Erlebnis im Studium?

Während einer Praxisphase im Produktionszentrum war ich beim Bilden und Auflösen

Wie sich so eine 84 Tonnen schwere Lok in Bewegung setzt, ist sehr beeindruckend. von Güterzügen dabei.

Welche Eigenschaft oder Fähigkeit braucht man unbedingt, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

Man muss ein klares Ziel vor Augen haben, sich für Logistik interessieren und Spaß dabei haben. Das hab ich jetzt vor allem bei Kommilitonen mitbekommen: Alle, die nur halbherzig dabei waren, haben inzwischen mit dem Studium aufgehört. Wenn du Feierabend hast, dann...

... freue ich mich auf den nächsten Arbeitstag. Wie hast du deinen Umzug organisiert?

Den Umzug haben vor allem meine Eltern organisiert. Sie haben mir eine Wohnung gesucht, weil ich zu der Zeit noch voll in der Ausbildung gesteckt habe. Meine Sachen haben wir dann mit einem Transporter meines Vaters befördert. Das bietet sich ja bei einer eigenen Spedition an.

In dieser Zeit habe ich die Abläufe im Rangierbahnhof kennengelernt – das ist wichtig, um auch als Disponent arbeiten zu können.

Schreibst du dir exakte Einkaufslisten?

Woran erinnerst du dich mit Schrecken?

Du fährst mit Freunden in den Urlaub: Großraumwunder, Kleinwagen oder Flugzeug?

Ich hatte meinen gesamten Praxisbericht nur auf einem USB-Stick gespeichert und als ich die Datei zuhause bearbeiten wollte, hat der Computer ERROR angezeigt. Ich war erst einmal geschockt, weil ich in dem Bericht alle meine Tätigkeiten während des Praxisaufenthalts im Unternehmen dokumentiert hatte. Ich konnte die Datei aber zum Glück retten. Welches Lebensmotto empfiehlst du all deinen Nachfolgern?

„Was du nicht versuchst, wirst du nie schaffen.“

Chance gesehen, um auf die Ausbildung ein duales Studium aufzusetzen.

Welches Klischee stimmt wirklich – und welches gar nicht?

Was ist in deinem Studium dein häufigster Handgriff?

Es stimmt, dass jeder nur mit Wasser kocht – jeder hat Stärken und Schwächen. Was nicht stimmt ist, dass die Schiene ein verstaubter Transportweg ist. Güter müssen immer trans-

Ich benutze sehr häufig die Tastatur.

portiert werden, und unsere Systeme werden ständig verbessert. Außerdem ist DB Schenker Rail weltweit tätig und bietet mir viele Möglichkeiten.

Nein, da bin ich immer sehr flexibel. Ich kaufe immer nur das ein, was mir gerade einfällt oder worauf ich Hunger habe.

Meinen letzten Urlaub habe ich mit meiner Freundin verbracht. Da brauchte ich schon ein Großraumwunder, weil sie so viele Sachen mitgenommen hat. Die hätten nicht in ein kleines Auto gepasst. Bist du privat ordentlich und strukturiert?

Privat bin ich sehr spontan, aber eine gewisse Grundstruktur ist schon vorhanden. Bis jetzt konnte ich alle Termine einhalten und hab alle meine Sachen wiedergefunden. Schon mal selbst am Steuer eines LKWs gesessen?

Ja, aber fahren durfte ich leider noch nicht, weil ich noch keinen LKW-Führerschein habe. Das werde ich aber in ein paar Jahren in Angriff nehmen.

Fü r welch en B eru f sich Au to rin J ul i a, 20, en tsch ieden h at? Fragt sie au f S PIE S S E R .de , P ro filn ame: ju lih


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2007: Azubi. heute: MArktMAnAger-Assistent. echte karriere bei reWe. Zwischen den beiden Fotos von Maxim liegen gerade einmal 2 Jahre und 9 Monate. 2007 noch Auszubildender bei REWE, ist er inzwischen „Marktmanager-Assistent“ – und somit bereits auf dem Sprung zum REWE Marktmanager. So eine Karriere ist bei REWE kein Zufall, sondern das Ergebnis von gezielter Förderung vom ersten Ausbildungstag an. Und nach einer erfolgreichen Ausbildung sorgen Weiterbildungsprogramme dafür, dass du mit REWE weiter durchstarten kannst – wenn du willst, dich engagierst und richtig reinhängst. So wie Maxim und viele andere bei REWE. Also: Wo willst du in 2 Jahren und 9 Monaten sein? Jetzt online bewerben: www.rewe.de/ausbildung

Maxim, Marktmanager-Assistent bei REWE


22 einsteigen & loslegen anpacken und dafür sorgen, dass der Laden läuft. Dabei lernt man seine Stärken und Schwächen kennen. Zum Beispiel habe ich gemerkt, dass ich für einen reibungslosen Ablauf besser organisiert hätte sein sollen.

Marina, 21, ALDI SÜD, Hof Name, Alter, Ausbildungsbetrieb, Ort

Einzelhandelskauffrau Ausbildung

Wie lange bist du schon Azubi und wie genau nennt sich das, was du tust?

Ich bin jetzt im dritten Lehrjahr und mache meine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau.

Welches Lebensmotto empfiehlst du all deinen Nachfolgern?

Was ist dein erster Satz, wenn dein Arbeitstag beginnt?

„Vetrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ Bei Lehrlingen kann es oft vorkommen,

Zu meinen Kollegen: „Wie geht es euch?“ und „Was gibt es heute zu tun?“

dass noch nicht alles zu

Was ist dein häufigster Handgriff?

100 Prozent

Der Griff zu den Waren und den Kartons. Hauptaufgabe von uns ist es, den Laden in Ordnung zu halten. Dazu gehört: die Waren nachfüllen und Abschachteln, das heißt die leeren Kartons wegräumen. Aber auch das Kassieren und die Arbeit im Büro, zum Beispiel Lieferscheine abheften, gehören zu meinen Aufgaben. Was war dein schönstes Erlebnis?

Mein schönstes Erlebnis war das Ausbildungsprojekt, das von ALDI SÜD angeboten wird. Bei diesem Projekt darf jeder der Auszubildenden für einen halben Tag Chef spielen. Filialleiter sein, das bedeutet die Mitarbeiter für die bestimmten Bereiche einteilen, aber auch selbst mit

passt, wenn man ihnen Aufgaben gibt. Da ist es besser, man kontrolliert nochmal nach und zeigt, wie es besser gemacht werden kann. Welche Eigenschaft braucht man, um in diesem Job erfolgreich zu sein?

Man sollte belastbar sein – sowohl geistig als

auch körperlich. Außerdem sollte man flexibel und vor allem freundlich sein. Bei vielem Kundenkontakt ist das sehr wichtig. Wenn du Feierabend hast, dann...

... gehe ich nochmal den Tag durch und schaue, ob alles so geklappt hat, wie ich es mir gewünscht habe. Wenn nicht, dann versuche ich, es am nächsten Tag besser zu machen.

Selbst mal Chef spielen? Hat Marina schon hinter sich – und viel dabei gelernt.

In welchen Lebenslagen fragt Papa dich um Hilfe?

Wenn mein Vater neues Handwerkszeug braucht, dann fragt er mich schon mal, wann wir bei ALDI SÜD welches im Angebot haben.

L i e n , 20 , v e r r ä t ihr Lebensmotto auch – auf SPIESSER .de, Profilname: Lien

Einzelhandelskauffrau/-mann Ein guter Hauptschulabschluss oder ein Realschulabschluss sind die Voraussetzung. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird gleichzeitig im Betrieb und in der Berufsschule absolviert. Bei ALDI SÜD ist es möglich, gegen Ende der Ausbildung als Filialführungsnachwuchs ins Nachwuchsförderungsprogramm einzusteigen. Zuletzt stehen einem die Positionen des Filialleiter-Stellvertreters und Filialleiters offen. Nähere Informationen findet ihr unter anderem unter karriere.aldi-sued.de.

Z U RÜCK AU F LOS

Gemüse ist mein Fleisch werden. Felix, 21, hatte seinen Traumjob längst gefunden: Fleischer wollte er Dann veränderte ein Abend seine ganze Zukunft v o n R o b e r t W e i n h o l d , 21

Felix häckselt statt Fleisch nun Obst – und ist glücklich. Auf die Plätze

Am Ende meines Ferienjobs in einer Fleischerei drückt mir der Meister Geld in die Hand und sagt: „Damit du dich schon mal an die Vergütung als Lehrling gewöhnen kannst.” Das war quasi die mündliche Zusage für eine Ausbildung. Für den Beruf hat mich Oma begeistert: Als ich 14 war, durfte ich einen Rehschenkel auseinander nehmen – das hat mir Spaß gemacht.

Illustration: Juliane Dorn

Fertig

Los

Die letzten Wochen der Sommerferien vor der zehnten Klasse, meinem letzten Schuljahr. Ich bin unterwegs ins Nachbardorf, um mit ein paar Freunden zu feiern. Fünfzehn Kilometer fahre ich mit dem Moped – dieselbe Strecke wie jeden Tag. Als ich links abbiegen will, holt mich von hinten ein Auto von meiner qualmenden Simson s51 – das Moped, dass hier nahezu jeder 16-Jährige fährt. Der Autofahrer war zu schnell unterwegs und hat nicht gesehen, dass ich abbiegen will. Ich wirble etliche Meter durch die Luft, bevor ich mit dem Rücken auf einer Bordsteinkante aufschlage. Mein Rucksack bleibt irgendwo in einem Baum hängen. Eine Woche verbringe ich mit zertrümmertem Rücken und gebrochenen Beinen im Krankenhaus, fünf Monate in der Reha-Klinik. In dieser Zeit bin ich an den Rollstuhl gefesselt. Erst nach einem halben Jahr stolpere ich auf Krücken in die Schule zurück. Für eine Ausbildung zum Fleischer ist mein Rücken aber zu kaputt – schwer heben und den ganzen Tag stehen kann ich nicht mehr.

Ein Bürojob? Kommt für mich nicht in Frage, aber so wahnsinnig viele Perspektiven hatte ich nach dem Unfall nicht mehr. Von den Lebensmitteln wollte ich auf keinen Fall weg, das stand von Anfang an fest. Dann habe ich die Ausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik entdeckt und gemerkt, dass der Job sogar vielfältiger ist als die Ausbildung zum Fleischer. Und statt Fleisch schnipple ich nun eben Obst und Gemüse. Mir gefällts sogar noch besser als der Rehschenkel bei Oma – mein Unfall hatte also auch etwas Gutes.

Fleisch oder Gemüse – was bei Rober t auf den Te l l e r k o m m t? F r a g t i h n a u f SPIESSER .de, Profilname: Robat t


Duales Bachelor-Studium und Ausbildung bei Lidl

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Egal, ob Sie sich für eine Ausbildung entscheiden oder für das Duale Bachelor-Studium – bei Lidl übernehmen Sie schnell Verantwortung. Und wir bieten eine Menge: Spannende Aufgaben, tolle Perspektiven, eine attraktive Vergütung und ein angenehmes Arbeitsklima. Starten Sie jetzt mit einem verlässlichen Partner in Ihre Zukunft. Es lohnt sich. Duales Studium: 1. Jahr 1.000 €, 2. Jahr 1.200 €, 3. Jahr 1.600 € Ausbildung Vertrieb: 1. Jahr 750 €, 2. Jahr 850 €, 3. Jahr 1.050 € Ausbildung Logistik: 1. Jahr 700 €, 2. Jahr 800 €, 3. Jahr 900 €

Gehälter: Stand September 2011

Mehr Informationen: www.karriere-bei-lidl.de/ausbildung

Duales Studium mit Lidl als Studienpartner: • Handel, Bachelor of Arts • Warenwirtschaft und Logistik, Bachelor of Arts

Wir bieten folgende Ausbildungsberufe an: • Verkäufer (w/m) • Kaufmann (w/m) im Einzelhandel • Fachlagerist (w/m) • Fachkraft (w/m) für Lagerlogistik • Bürokaufmann (w/m)

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24 einsteigen & loslegen

EIN ST EL LUN GST E ST Mal wollen wir SPIESSER testet euer logisches Denkvermögen und euer Wissen. Dieses herausfinden, ob ihr fit für Berufe in Handel und Logistik seid. Dafür hat sich Autorin Julia

typische Eignungstests geschnappt und ein bisschen abgewandelt. Aber nur ein bisschen v o n J u l i a H e i n ke , 20

Logisches Denken 1. Welches Objekt gehört in die Reihe?

___

A

B

C

D

________________________

___

E

Welt-AIDS-Tag

G

F

H

________________________ 2. Welcher dieser Dominosteine passt in die Dominoreihe?

A

B

C

D

________________________ 3. Welches der Antwortmöglichkeiten ergänzt das Gleichnis sinnvoll?

Muster : Entwurf = Maschine : _ _ _ A Räder B Skizze C Konstruktion D Antrieb ________________________

Rote Schleife am Welt-AIDS-Tag zum 1.Dezember anstecken ist Ehrensache, klar! Aber machen wir uns genug Gedanken über das Thema AIDS? Was ist wenn der beste Kumpel an der

Gärtner : Blume = Frisör : _ _ _

Immunschwäche erkrankt? Gebt ihr dem Typen im Fahrradladen

A Haare B Frisur C Schere D Fön ________________________

noch die Hand, wenn ihr wisst, dass er positiv ist? Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) veranstaltet zusammen mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

4. Sind die folgenden Aussagen logisch wahr?

(BZgA) und der Aids-Hilfe Berlin im November ein Info-Event

A Alle Primzahlen sind ungerade.  ja  nein

für Nachwuchsautoren in der Bundespressekonferenz. Auf SPIESSER.de/gewinnen gibts für euch eine Reise nach Berlin inklusive Workshop und Rahmenprogramm.

A

B

C

D

B Die Sonne scheint. Wenn die Sonne scheint, dann gehts mir gut. Also gehts mir gut.  ja  nein


einsteigen & loslegen

Räumliches Vorstellungsvermögen 5. Welcher der dargestellten Körper kann aus der Faltvorlage gebildet werden?

8. Die Zahlenreihe ist nach einer bestimmten Regel aufgebaut. Setze die Reihe richtig fort.

16. Welcher Film erhielt 2011 den Oscar in der Kategorie „Bester Film“?

7 15 0 8 -7 2 4 8 6 3 5

A The King`s Speech B The Fighter C The Hurt Locker D Avatar ________________________

__ __

Technisches Verständnis 9. Bewegt sich die Kiste, wenn ja in welche Richtung?

A

B

C

A Thomas Mann B Georg Büchner C Günter Grass D Herta Müller ________________________

D

________________________

18. Wer komponierte die deutsche Nationalhymne? A Nach oben. B Nach unten. C Die Kiste bewegt sich nicht.

Allgemeinwissen 10. Wer ist der aktuelle Verkehrsminister?

E

F

G

17. Welcher Autor/in schrieb das Werk „Im Krebsgang“?

H

A Philipp Rösler B Wolfgang Schäuble C Peter Ramsauer D Daniel Bahr ________________________

________________________

A Haydn B Mozart C Beethoven D Schubert ________________________ 19. Wer gewann 2010 die Fußball – Weltmeisterschaft? A Portugal B Deutschland C Brasilien D Spanien ________________________

11. Wasser ist immer ... als Fett. A schwerer B leichter C kühler D härter ________________________ 12. Ordnet diese Städte in der richtige Reihenfolge von West nach Ost an: Aachen, Bremen, Cottbus, Weimar. ________________________ 13. Wie viele Mitgliedstaaten hat die EU? A

B

C

D

________________________

A 23 B 27 C 25 D 28 ________________________ 14. Wie wird die Phase in der Konjunkturkurve bezeichnet, die als Merkmale Rückgang von Produktion und Absatz aufzeigt?

E

F

G

H

Mathematisches Denken 7. Franz Igel und sein Komplize wollen die erpresste Beute von 18 Eiskugeln im Verhältnis 4:5 aufteilen. Wie viele Kugeln bekommt der Erpresser, der den kleineren Anteil erhält? _ _ _

A Inflation B Depression C Rezession D Expansion ________________________ 15. Welches menschliche Organ kann sich regenerieren und nachwachsen? A B C D

Niere Leber Milz keins

20. Welches Tier symbolisiert fallende Aktienkurse? A B C D

Bulle Bär Dachs Hengst

Alles richtig? Bestanden: Ihr solltet mindestens 18 Antworten richtig beantwortet haben, um zum Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Wackelkandidaten: Mit 17 bis 14 richtigen Antworten ist eine Einladung zum Gespräch unsicher. Nicht bestanden: Keine Chance habt ihr, wenn ihr weniger als 14 richtige Antworten habt.

Auflösung Logisches Denken 1. B, G 2. A, C 3. C, A 4. A nein, B ja Räumliches Vorstellungsvermögen 5. B, E 6. A, E Mathematisches Denken 7. 8 8. 1, 10 Technisches Verständnis 9. A Allgemeinwissen 10. C 11. A 12. Aachen- Bremen- Weimar- Cottbus 13. B 14. C 15. B 16. A 17. C 18. A 19. D 20. B

6. Wie sieht die Rückseite des Würfels aus, wenn man ihn einmal nach vorn kippt?

25


26 einsteigen & loslegen

STÄ DT E PORT R A I T

Gestadten: Würzburg lässt. In dieser Ausgabe verrät euch Wir stellen euch Städte vor, in denen es sich prima lernen und leben SPIESSER-Autorin Mara Gurlitt, womit ihr in Würzburg eure Brötchen verdient, wo man feiert und was eine „Globäschdn“ ist v o n M a r a G u r l i t t , 21

Das isst man hier:

“Blaue Zipfel” – Bratwürste, die in Essigsud gegart werden. Dabei bekommen sie eine natürliche Bleiche oder leicht bläuliche Färbung. Keine Sorge, ist nicht giftig! Oder ein Meefischli kaufen. Was das ist? Kleine silbrige Fische, meist Lauben und Rotaugen, die aus dem Main kommen. Man isst sie mitsamt Kopf und Schwanz – knusprig gebacken oder frittiert.

Illustration: Juliane Dorn

Das studiert man: Von Ägyptologie bis Zahnmedizin – an den zehn Fakultäten der Uni ist fast alles vertreten. Für die Exoten gibts zum Beispiel Digital Humanities, Indologie, Mensch-Computer-Systeme oder Technologie der Funktionswerkstoffe. Anwendungsbezogene Fächer wie Architektur und Wirtschaftsinformatik findet man an der FH.

DER Ort fürs Date: Krallt euch

euren Schwarm und verführt ihn bei einem Gläschen Sekt und einer knusprigen Steinofenpizza beim alten Kran am Main. Wenn sich das silbrige Licht des Mondes im dunklen Wasser des Flusses spiegelt, fehlt nur noch der mittelalterliche Bardensänger. Aber das wäre wahrscheinlich zu viel des Guten.

t

Hier geht man tanzen: Wer gern in Chucks

tanzt und alles ein bisschen lockerer sieht, geht ins Tirili oder zum Zauberberg am Hafen. Die Rocker treffen sich im „Labyrinth“, das jeder nur als „Laby“ kennt. „Das Boot“ ist legendär: Zwar tritt man sich besonders donnerstags öfter gegenseitig auf die Füße, aber das hält die Tanzlustigen nicht fern. Die Highheels lässt Frau aber lieber zu Hause – für eine Disco auf einem Boot ungeeignet.

Ist Grillen im Park erlaubt?

Der Residenzgarten ist der ganze Stolz der Stadt. Grillende Horden müssen draußen bleiben. Trotzdem muss niemand auf das sommerliche Brutzeln verzichten: Drei große Grillplätze im Grünen bieten genug Platz für sämtliche Barbecue Partys – ob am Grillplatz Mainwiesen, in der Feggrube oder bei der Konrad-Adenauer-Brücke.

Diese Worte muss man kennen:

Globäschdn (Klobürste) Feschber (Snack)

Die Stadt in einem Satz:

Die ultimative Studentenstadt: europäisch, kultig, bunt!

Fakten, Fakten, Fakten Einwohner: 133.799 (Stand: 31.12.2010) Durchschnittsalter: 41 Jahre Studentenzahl: 22.036 waren im Sommersemester 2011 eingeschrieben Die drei größten Arbeitgeber der Stadt: 1. Julius-Maximilian-Universität und Klinikum: rund 10.000 Mitarbeiter 2. Stadt Würzburg: 2.106 Mitarbeiter 3. König & Bauer AG: rund 2.000 Menschen arbeiten für den Druckmaschinenhersteller Arbeitslosenquote Agenturbezirk Würzburg (Stand: August 2011): 3,3 %

Da tummeln sich die Touris: Knipsende

Asiaten, Rentner mit Schirmmütze und Schulklassen stapeln sich vor der Residenz. Auch Orlando Bloom und sein Team für „Die drei Musketiere“ waren schon dabei: Würzburg bietet für Dreharbeiten eben das bessere Versaille.

 Hier arbeitet man:

Der größte Arbeitgeber ist die Julius-Maximilians-Universität: Mit der Uniklinik zählt sie rund 10.000 Mitarbeiter. Nicht weit entfernt kann man im Bürgerspital zum Heiligen Geist den Wein zu seinem Beruf machen und in der Weinregion Winzer werden.

Wa s M a r a , 21, i n W ü r z b u r g s t u d i e r t u n d w o s i e a m l i e b s t e n K a f f e e t r i n k e n g e h t? F r a g t s i e a u f S P I E S S E R . d e , P r o f i l n a m e : M i s s Ve s p a

Außerdem interessant zu wissen:

Das „Umsonst & Draußen“Festival ist ein Muss! Das Event erklärt sich eigentlich von selbst: Es kostet keinen Cent und ist ein Open-Air auf den Mainwiesen. Jedes Jahr zieht das „Umsonst & Draußen” tausende Leute in die Stadt. Ende Juni also schon mal frei halten, dann wird wieder gefeiert!


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austoben & entspannen

Sido und Bushido lassen ihre Daumen über den jeweils anderen sprechen: War er gut in der Schule?

Engel oder Bengel: Ist er ein guter Junge?

„Wenn er meine Freundin wäre...“

Nach langem Streit sind Sido und Bushido nun ein Herz und eine Seele. Zum Beweis haben sie gemeinsam das Album „23“ produziert. SPIESSER-Autorin Franka reichte das nicht: Sie traf die beiden zum Pärche nspiel, dem sogenannten „Eignungstest für die Ehe“... v o n F r a n k a P o h l , 18

Es war einmal in einem Berliner Hotel... Dort spielt SPIESSER-Autorin Franka heute Paar-Therapeutin. Auf dem Prüfstand: Die Gangster-Rapper Sido und Bushido. SPIESSER Lasst uns spielen: Die Fragen über einander müsst ihr mit Daumen hoch für „Ja“ oder runter für „Nein“ beantworten – so, dass die Antwort für den anderen nicht zu sehen ist. Los gehts: War er gut in der Schule? Erste Unstimmigkeiten: Während Bushido ein klares „Nein“ für Sido vergibt, hält der den Daumen nach oben. Da muss man doch gleich mal nachfragen. SPIESSER Welchen Abschluss habt ihr? Bushido Ich habe einen erweiterten Realschulabschluss. Mein Abitur habe ich 1996 abgebrochen. Sido Ich habe einen erweiterten Hauptschulabschluss mit 4,7. Äh, geht das überhaupt? Egal: Bushido scheint in jedem Fall der bessere Schüler gewesen zu sein. Die beiden kennen sich besser als gedacht. SPIESSER Habt ihr die Schule denn ernst genommen?

Bushido Nein. Ich habe mich total ge-

ärgert, dass ich da jeden Tag so früh hin sollte, was dazu geführt hat, dass ich im Zeugnis 80 Verspätungen hatte.

ich habe oft das Klassenbuch geklaut. Eigentlich sogar noch mehr, aber

SPIESSER Ist er ein guter Junge?

Die Gangster-Rapper zeigen Herz. Beide haben den Daumen oben. SPIESSER Was macht für euch einen guten Jungen aus? Bushido Also für mich zählt der Gesamteindruck von Sido: Er hat einen Sohn, eine stabile Beziehung, er macht seit 17 Jahren Musik – und er kriegt das alles auf die Reihe. Deswegen habe ich Respekt vor ihm. Wir beide haben eine sehr gute Erziehung genossen. Wenn wir uns nicht dementsprechend verhalten, dann weil wir uns nicht so verhalten wollen. Sido Auch bei provozierenden Aussa-

Fotos: Frank Grätz

gen wussten wir, was wir erreichen. SPIESSER Wann habt ihr mit Absicht provoziert? Sido Der „Arschficksong“ ist eine plumpe Sache. Aber meine Intention war es zu schockieren. Bushido Wenn ich sage: „Frauen können kein Auto fahren“ – dann weiß ich, es gibt wieder Schlagzeilen: „Bushido sagt: Frauen können kein Auto fahren. Macho!“ Und ich sitze zu Hause und lache mich tot. SPIESSER Sido, du hast einen Sohn. Bist du ihm ein gutes Vorbild? Sido Er weiß von meiner Vergangenheit, ich verheimliche ihm nichts. Wenn ich ihm sage, was ich falsch gemacht habe, dann weiß er, dass ich

Wir sind keine Idioten! Leider Ahnung davon habe.

muss man das den Leuten ja immer wieder sagen. Bushido Hätte ich ein Kind, dann würde ich auch mit allem, was ich

mache offensiv umgehen. Ich denke, wir sind beide sehr gut in Form, was Kinder betrifft. SPIESSER Nächste Frage: Hat er Modesünden begangen? Es herrscht große Verwirrung. Bushido weiß mit dem Begriff nichts anzufangen. Und blickt skeptisch zu Sido rüber. Nicht schummeln! Sido hingegen hat sich ohne Zögern für ein „Ja“ entschieden. Bushido Modesünden? Was sind denn Modesünden? SPIESSER Hat Sido mal etwas getragen, das du total peinlich fandest? Sido Natürlich! (Gelächter) Plötzlich sind beide Daumen oben. SPIESSER Was sind Sachen, die euch spontan als Modesünden einfallen? Sido Bushido hatte zum Beispiel die Hose in den Socken. Das war für mich eine Modesünde. Er hat das Hosenbein in die Socken gesteckt. Bushido demonstriert uns das Ganze. Bushido Das sieht wirklich scheiße aus. Aber das hat man so getragen. Ganz ehrlich: Wenn ich Bilder von mir


austoben & entspannen

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Schlau verhandeln Weil ich zusätzlich den Traktorführerschein mache, zahlt mein Vater mir alles – er möchte gerne, dass ich Traktor fahren kann. Als „Belohnung“ bezahlt er mir dann den Autoführerschein gleich mit. Lorena Fleißig sparen Mein Konfirmationsgeld habe ich damals extra für den Führerschein gespart. Jessii Hart arbeiten Ich werde wohl oder übel auf alle Kinder in meiner Umgebung aufpassen. Außerdem kellnere ich ab nächstem Monat. Das wird ein Spaß :) Was tut man nicht alles für diese Plastikkarte, die einem sagt: DU DARFST FAHREN! Lea-sing SPIESSER-Volontärin Franka fordert ein Geständnis: Hat er Modesünden begangen?

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30

austoben & entspannen

Der eine war früher kreativ mit Socken, der andere in XXXXXXXL gehüllt – „schlimm“, da sind sich beide Modesünder einig.

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Zehn mal 23? Das ergibt in diesem Ausnahmefall nicht 230, sondern Musik. Bushido und Sido. Die zwei haben sich nach jahrelangem Streit versöhnt und packen ihre neu gewonnene Freundschaft auf eine CD. Wie sich Versöhnung unter Gangsterrappern anhört? Findet es heraus, und zwar auf SPIESSER.de/gewinnen.

von früher sehe... grausam! Jetzt bin ich aber doch zufrieden. Sido Damals, diese XXXXXXXLT-Shirts die ich getragen habe... Schlimm! Bushido Stimmt. Das hast du ja auch mal gemacht. Jetzt liegen wir relativ nah beieinander im Geschmack. Wir müssen sogar aufpassen, dass wir nicht die selben Schuhe anziehen. Sido XXXXXXL, XXXXXXXL-T-Shirts. Ich habe viel zu große Sachen getragen! Aber zu der Zeit wollte ich kaschieren, dass ich 18 Kilo zugenommen habe. SPIESSER Wie wichtig ist euch das Aussehen? Sido Ich achte natürlich auf Farben. Es darf nicht zu bunt sein. Und Schuhe! Das ist das letzte, was man an-

Ich habe ein Ankleidezimmer und dann

zieht.

gehe ich durch die Schränke und gucke, was zusammen passt. Ganz am Ende gehe ich in den Flur zu meinem großen Schuhschrank und gucke nach den Schuhen. Es kann passieren, dass ich kein sauberes Paar habe, das zu dem Outfit passt – dann muss ich natürlich noch mal zurück ins Ankleidezimmer. Das hört sich sehr weiblich an. Perfekter Zeitpunkt für die nächste Frage. SPIESSER Ist er ein Romantiker? Bushido dreht grinsend den Daumen nach oben, während Sido nach unten zeigt. Bushido Wie ihr seht, ich lasse mich nicht vom Arschficksong blenden. Sido Was hast du gemacht? Daumen hoch? Ich habe mit nein geantwortet. Bushido Ich bin auch kein Romantiker. Damit hast du Recht. Sido Ich aber auch nicht. Da muss man mich zu zwingen. Ich komme

nach Hause, überall stehen Kerzen und ich frage mich „Was soll das?“. Dann ist sofort alle Romantik verschwunden und meine Freundin sauer. Ihr könnt mir doch nicht sagen, dass es romantisch ist, Rosenblätter auf dem Bett zu verteilen!

Das

ist kitschig.

SPIESSER Denkt ihr, Romantik ist nur was für Frauen? Sido Das, wovon Frauen schwärmen, machen Männer nicht ohne Grund. Die wollen dann was von dir. Bushido Natürlich sagen meine Freundin und ich uns liebe Sachen und sie küsst viel. Aber wir verschwenden unsere Zeit nicht mit Rosenblättern. SPIESSER Würdet ihr eurer Freundin Tampons kaufen? Sido und Bushido Natürlich!

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Holt euch diese sechs MP3s im kostenlosen Download auf SPIESSER.de. Aber seid schnell! Jeden Song gibt es genau 1.000-mal SONGWRITER-POP

REGGAE/DANCEHALL

SONGWRITER

DEUTSCH-ROCK/POP

BOY „This is the beginning“

Ce‘Cile „Singing this song“

Kids of Adelaide „Songs for you and me“

Maxim „Alles versucht“

Charme kitzelt die Gehörgänge. Leichtigkeit durchflutet den Körper. Wo ist die nächste Schaukel? Ein Flashback der unbeschwerten Kindertage überkommt euch. BOY verleiht Flügel und jeder Energydrink kann einpacken. Noch kein BOYfriend? Selber schuld.

Es zuckt in den Beinen, die Hüfte wippt mit, pulsierende Rhythmen gehen ins Blut. Mit einem gekonnten Kick fegt ihr die Scherben von der Tanzfläche und legt los. Gelb und grün sind die Farben des Abends. Diagnose: Ihr seid jamaikafiziert!

Der düstere Herbst klopft an die Tür. Doch die wird ihm fluchend vor der Nase zugeschlagen. Ohrstöpsel rein, Gitarrenklänge an, Herbstdepression aus. Kids of Adelaide lassen euch noch einmal durch den letzten Sommerurlaub schweben...

Für alle, die sich von Amor gemobbt fühlen und die Schnauze voll von Gefühlsduseleien haben. Statt Schmetterlinge im Bauch gibts Herzschmerzbekundungen. Eine Portion Trost zum Mitnehmen bitte! Wenigstens einer, der uns maximal versteht.

Passt zu: Neustart. Vom Album „Mutual friends“ www.listentoboy.com

Passt zu: Hüftgewackel. Vom Album „Jamaicanization“ www.myspace.com/cecile

Passt zu: Kamingeknister. Aus dem Album „Songs for you and me“ www.kidsofadelaide.de

Passt zu: Herzscheiße. Aus dem Album „Asphalt“ www.maximmusic.net


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t i t el -v er t ei d ig er

„Habe ich mal Liebe entfacht?“ Lied für Lied durchs Album – eine Frage zu jedem Song. Die besten Antworten werden abgedruckt. Johannes Strate, der Sänger von Revolverheld, Sturm“ wandelt mit „Die Zeichen stehen auf ist 19, e, ienn nun auf Solopfaden – und Fab ein Stück mitgegangen.

Sich gemeinsam beim Kuscheln im Bett fotografieren lassen? Kommt nicht in Frage! Sätze über Sido beginnt Bushido aber trotzdem mit den Worten „Wenn er meine Freundin wäre...“ Bushido Abschminktücher, Lipgloss, Puder, Rezepte für

Mittel gegen Regelschmerzen... Sido Ich gehe auch mit meiner Freundin zum Frauenarzt. SPIESSER Die letzte Frage: Wäre er gerne wie du?

Zack! Beide Daumen sind unten. Liegt da doch was im Argen? Sido Wir sind beide sehr zufrieden mit uns. Bushido Ich möchte in keiner Weise – egal ob wirtschaftlich oder privat – etwas haben oder sein wie er. Ich lasse mich inspirieren, aber tauschen würde ich niemals. SPIESSER Warum hattet ihr überhaupt Streit? Sido Wir haben mit der Zeit gemerkt, dass wir uns sehr ähnlich sind. Jeder von uns wollte der Platzhirsch sein. Bushido Heute verstehen wir uns, ohne viel sagen zu müssen. Wenn er meine Freundin wäre – also meine Freundin sieht natürlich besser aus als er –, wir würden uns gut verstehen. Er würde etwas sagen und ich würde einfach mitgehen.

1. „Ich mache meinen Frieden mit mir“ – Wann ärgerst du dich über dich selbst?

Bei Sachen, die ich nicht ändern kann, in die andere mich mit reinziehen – oder wenn ich im Stau stehe. 2. „Die Tür ist immer offen“ – Wem schlägst du sie vor der Nase zu?

Rechtsextremismus! Ich bin ja auf dem Dorf groß geworden und da gabs schon viele Skins. Wenn die an der Dorfkneipe auftauchten, sind wir lieber weggerannt. Faschos gehen gar nicht. 4. „Wenn es um uns brennt“ – Schonmal was angezündet?

Nö, ich bin kein Pyromane. Oder, vielleicht habe ich mal Liebe entfacht? Das war natürlich ein Scherz. 5. „Gespenster“ – Wie lange hast du an Weihnachtsmann und Co. geglaubt?

Welche privaten Tipps die Rapper Franka, 18, mit auf den Weg gegeben haben? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: chaosnudel

Schon echt lange. Ich hab mir sogar eingebildet, ihn durchs Schlüsselloch gesehen zu haben. 7. „Guten Morgen Anna“ – Wie hieß deine erste Liebe?

Meine erste richtige Freundin hieß Julia. Was die jetzt wohl macht?

S

8. „Wo ist mein Zuhause, wenn nicht hier“ – Mal dran gedacht, auszuwandern? ELECTRO-POP

ROCK/ALTERNATIVE

Ladytron „White elephant“

The Fog Joggers „Everday“

In der Tat. Hier in Hamburg regnet es ja so viel, dass ich mir das regelmäßig im Januar und Februar überlege. Dieses Jahr sogar im August. So Kalifornien oder Südfrankreich, ein Weingut… 9. „Du kannst streiten und schreien bis die Welt untergeht“ – Nachgeben oder ausdiskutieren?

Ausdiskutieren! Unbedingt! Es bringt nichts, etwas unter den Teppich zu kehren.

Die Augen geschlossen, der Körper schwerelos. So entführen euch Ladytron in eine andere Sphäre. Bunte Halluzinationen und tierische Erscheinungen sind nicht ausgeschlossen. Ein musikalisches MustHave-Heard.

Schmeißt den Wecker an die Wand. Gute Laune am Morgen gibts jetzt mit einem anderen Knopfdruck. Einmal die Playtaste gedrückt und sich in einen Fog Jogger verwandeln. Hüpfende Motivation und grüne Hoffnung machen sich automatisch breit.

Passt zu: Schwerelosigkeit. Aus dem Album „Gravity The Seducer“ www.ladytron.com

Passt zu: Joggingtour. Aus dem Album „Let‘s call it a day“ www.thefogjoggers.com

11. „Wir waren viel zu leise und die Welt war viel zu laut“ – Wie viele Besucher sind für ein Konzert perfekt?

Kommt drauf an – als Konzertgänger genieße ich kleine Konzerte mit 200, 300 Leuten. Das ist auch als Musiker schön. Bei einem Festival ist die Geräuschdimension eine ganz andere – da sind so 50.000 Zuhörer schon geil.

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austoben & entspannen

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Ob das Programm Holgers Schrift erkennen kann?

Ulrich, Holger und Gabriele lauschen dem Lehrer gespannter als zu ihrer eigenen Schulzeit.

R EN T N ER -K O M PE T EN Z- T E A M

Und was, wenn die Technik mal ausfällt? Das RKT ist kritisch.

Zauberstift statt Kreidestaub n eine Stunde lang die Schulbank Zurück in den Unterricht: Gabriele, 66, Holger, 63, und Ulrich, 60, drücke in einer Wiesbadener Realschule. Dort sind alle Klassenräume mit einem Smart Board ausgestattet. gegenüber der neuen Technik Als der Lehrer die Rentner an die Tafel bittet, verfliegen alle Zweifel v o n E l i s a b e t h B ö ke r, 2 3

Gabriele, Holger und Ulrich gehen mit Lehrer Christoph Kost in den Unterricht. 10. Klasse, Mathematik steht auf dem Plan.

Mathe war mein absolutes Hassfach. Holger

Ich musste meinem Mathelehrer schwören, nie wieder etwas mit Mathematik zu machen. Erst muss sich Herr Kost am Computer anmelden: Im Klassenraum gibt es keine Tafel, sondern ein Smart Board. Während er sein Passwort eintippt, fragt er, wer sich ans Thema der letzten Stunde erinnern kann. Fünf Meldungen. Gabriele Streber. Exponentialrechnung, Zinssatz. Die erste Rechenaufgabe wird angeschrieben. Während sich die Schüler den Kopf zerbrechen, tuscheln die drei über die Technik. Ulrich Was macht der Lehrer, wenn die Technik nicht funktioniert? Gabriele Man kann ja gar nicht mehr zum Hausmeister gehen und Kreide holen... Holger ...oder dem Lehrer Wachskreide hinlegen! Es ist laut. Herr Kost wirft einen Schüler nach doppelter Ermahnung raus. Ulrich Wir hätten dafür Schläge mit dem Rohrstock bekommen. Stillarbeit. Herr Kost geht durch die Reihen und spricht mit einzelnen Schülern.

Fotos: Florian Siebeck

Holger Der Lehrer unterrichtet toll,

Gabriele Es schreibt sich sehr unge-

er geht auf Schwächen ein, wiederholt den Stoff, erklärt gut. Doch die Technik ist dafür nicht zentral. Gabriele Ich finde es ungewohnt, dass alle einen Taschenrechner haben. Ulrich Wir hatten nur den Rechenschieber, mehr gab es nicht. Ein Schüler muss an der Tafel vorrechnen. Der Rechenweg stimmt nicht ganz. Herr Kost greift sich den Radiergummi, stupst damit kurz an der zu korrigierenden Stelle das Smart Board an und das Geschriebene verschwindet zum Teil. Holger Das fi nde ich klasse. Früher haben die Lehrer einfach über die nasse Tafel geschrieben. Das konnte kein Mensch lesen. Und damit Holger, Gabriele und Ulrich sich davon ein eigenes Bild machen können, bittet sie Herr Kost an die Tafel: Sie dürfen alle drei was schreiben. Holger beginnt. Ulrich Sauklaue.

wohnt. Nein, das mache ich noch mal. Gabrieles leserliche Handschrift erkennt das Programm sofort. Holger: Treffer! Gabriele So was will ich auch haben. Ulrich Nach wie vor fi nde ich aber: Die Qualität des Lehrers ist beim Unterrichten das Entscheidende, nicht die Technik.

Seine Liebesbriefe früher konnte ich nur mit Mühe entziffern. Gabriele

Das meint auch das Rechtschreiberkennungsprogramm. Nur eins von drei Wörtern kann es erkennen. Nun geht Gabriele an die Tafel.

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Meinungen. Fragen. Aktionen! EURE MEINUNGEN IN DER BLATTKRITIK Wie hat euch das Titelbild gefallen?

Gemüsebürger euch Steak oder Salat? Was bei alles im Kühlschrank landet.

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Was freier Wille mit Dienst zu tun hat

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AusGeben

Von A bis Z alles über das liebe Geld

Lustig, aber wo ist das Fleisch?

Zum Anknabbern gut! – Also ich finde es wie immer sehr gut. Besonders gefällt mir die Mimik des Cover-Boys. Note 1.

fritzblitz

Naja. Ist ja ganz witzig, aber vielleicht auch eine Spur zu albern. A n a n a s 016

fotofine

8

t! eit! lzei Mahlz

Lebens. wir Jahre unseres Mit Essen verbringen eigentlich in den schieben wir uns Doch was genau nach? unsere Ernährung denken wir über Mund? Wie intensiv Auf der Suche nach Antworten haben wir euch n in den Kühlschrank geschaut und einer Ernährungsberateri

D

A

F

B

E

Wie hat euch die Titelgeschichte „Mahlzeit“ gefallen?

War toll zu sehen, was in Deutschlands Kühlschränken so vor sich geht. Madametravel

Eine besondere Spezies: die Pärchen SPIESSER-Autorin Sabine hat die Nase gestrichen von Pärchen! Eine komische Sorte Mensch. Franziska kann sie verstehen: „Es scheint mir auch oft so, wenn ich durch die Stadt laufe. Da sind nur Pärchen, die mich scheinbar ärgern wollen.“

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M I T SPI E S SE R U N D W W F J UGE N D DE N WÖL F E N I N DE U T SC H L A N D E I N Z U H AUSE GE BE N P R Ä S E N T I E R T

Immer diese Herzscheiße! Noch nicht genug über Gefühle gelesen? Dann ab auf SPIESSER.de – Herzscheiße geht dort in Serie. Unter SPIESSER.de/serie/herzscheiße oder Webcode: @Herzscheiße findet ihr „Liebesbriefe an...“ und noch vieles mehr. Wer die ganze Herzscheiße schreibt? Ihr natürlich!

VON

Den Wölfen auf der Spur Die SPIESSER-Leser Julius und Kristina waren auf Wolfsmission unterwegs. Mit drei weiteren Mitgliedern der WWF-Jugend sind sie für sieben Tage ins Wolfscamp in der kämpfen Lausitz gefahren. Ihr Ziel: für den Schutz der Wölfe in Deutschland

Spurensicherung: Die WWF-Jugend lernt den Lebensraum des Wolfes kennen.

Das Highlight des Camps: Wolf in freier Wildbahn gesichtet.

Fotos: © WWF/K. Oppermann

Geduldig legen sich die Wolfsretter auf die Lauer.

Aufregung im Camp: Die Wolfsretter haben die ersten heißen Spuren gefunden. Waren diese wirklich von Wölfen? Ihr sonst so kritischer Fährtenleser Jörg bestätigte ihre Annahme. Ein erster Erfolg für alle Beteiligten. Jetzt musste ihnen nur noch ein echter Wolf vor die Linse laufen. Schneller als erwartet, hieß es schon am nächsten Tag: „Wolf in Sicht!“ Julius konnte sein Glück kaum fassen: „Einfach verrückt – manche Wolfsforscher oder Tierfotografen brauchen Monate oder sogar Jahre, um einen Wolf in freier Wildbahn zu sehen. Und wir hatten das ungeheure Glück, gleich beim ersten Versuch einen zu sichten.“ Etwa 60 bis 70 Tiere leben heute in den neuen Bundesländern, einzelne Wölfe wurden auch im Westen und Süden Deutschlands gesichtet.

Die Unsicherheit bei vielen Menschen ist groß. Dabei sind Wölfe keinesfalls „böse“, sondern eher vorsichtig und in hohem Maße sozial. Deshalb wollen die Wolfsretter mit ihrer Kampagne die Menschen für die Tiere begeistern. Kristina wünscht sich, dass wir die zurückkehrenden Wölfe in Deutschland willkommen heißen: „Wölfe sind Tiere wie alle anderen und haben ein Recht, bei uns zu leben.“ Das Wolfscamp war nur der Anfang. Jetzt brauchen die Wolfsretter eure Unterstützung. Wem der Schutz der Wölfe am Herzen liegt, kann auf www.wwf-jugend.de/ideenstuermer seine eigene Aktionsidee einbringen. Die beste Idee wird dann umgesetzt. Nach der Aktion sollen mindestens 5.000 Jugendliche ihre Meinung zur Rückkehr der Wölfe deutlich gemacht haben.

Holt euch das WWF JugendWolfsshirt aus Bio-Baumwolle und werdet Wolfsretter!

Für jedes verkaufte Shirt gehen zehn Euro in ein WWF-Projekt zum Schutz der Wölfe. Die Shirts gibts zu kaufen auf: www.armedangels.de/wolfsretter


austoben & entspannen

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Denkt groß! Nach 18 Uhr ins Kino? In Zörbig in SachsenAnhalt unmöglich ohne Bus oder Führerschein. Ein paar Jugendliche wollen das ändern. Think Big hilft ihnen dabei. Das Projekt der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und Telefónica Germany unterstützt 14- bis 25-Jährige, ihre Ideen zu realisieren. Noch bis zum 15. November könnt ihr mitmachen unter o2thinkbig.de.

Gestaltet das Cover selbst mit! Auf SPIESSER.de könnt ihr euer liebstes Titelbild für die nächste Ausgabe voten.

IMMER

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SCHÖN

WIND

MACHEN

Wie groß ist eigentlich so ein Windrad? Warum werden ganze OffshoreParks ins Meer gesetzt? Und was hat das alles mit Schweinswalen zu tun? Im Meine-Deine-Energie-Blog auf SPIESSER.de erfahrt ihr all das – und sollt eure Meinung los werden!

Kreativwettbewerb „Wa[h]re Schönheit“ Magermodels, Muskelmänner und Markenmode – oder kommt es auf die Ausstrahlung an? Beim Kurzfilmwettbewerb „Wa[h]re Schönheit“ führt ihr Regie. Die Stiftung Lesen und das Nachhilfeinstitut Studienkreis rufen Schüler bis 20 Jahre und Klassen auf, sich zum Thema Schönheit zu äußern. Es gibt tolle Gewinne, Teilnahmeschluss ist der 31. Januar 2012. Was ist für euch schön? Sagt es auf SPIESSER.de und staubt eine von fünf Kameras (drei Zi8- und zwei Mini-Video-Kameras) ab.

SPIESSER – die Jugendzeitschrift erscheint bundesweit mit einer Druckauflage von 800.000 Exemplaren. IVW 3/2011: verbreitete Auflage 772.450 Ex.

Verlag Verlags-/Verkaufsleitung: André Löckenhoff, T: 0351 31540-568

Herausgeber SPIESSER GmbH, Schandauer Straße 64, 01277 Dresden T: 0351 31540-0, F: 0351 31540-40 SPIESSER.de Geschäftsführung: Frank Haring

Verlagsorganisation, Disposition: Fanny Märcz, T: 0351 31540-38

Redaktion Chefredaktion: Eva Weber (V.i.S.d.P.)

Anzeigen / Kundenbetreuung Anke Bai, Pierre Gehrmann, Yvonne Körner, Laura Kruckenmayer, Jessica Kupke, Katharina Pietsch, Carolin Stammwitz

Redaktions-/Verlagsassistenz: Anja Jeschke, T: 0351 31540-563 redaktion@spiesser.de Mitarbeiter dieser Ausgabe Elisabeth Böker, Manja Branß, Mara Gurlitt, Julia Heinke, Patrick Janke, Lena Kampf, Annegret Müller, Sibylle Rönisch, Lilli Vlindertje, Robert Weinhold, Anne Wirth, Julia Weise, Sabine Winkler Grafik / Gestaltung Ronny Pietsch, Juliane Dorn, layout@spiesser.de Fotos: Frank Dünzl, Frank Grätz (Titelbild), Tony Haupt, Karoline Keybe, Sascha Kreklau, Matthias Popp, Manuel Puchta, Florian Siebeck, Robert Weinhold, Maren Wohlers

für Stimmung gesorgt: „Muss die Umwelt dafür zahlen, dass wir fortschrittlich sind?“ fragt sich hier Theo und berichtet unter anderem von geschützten Tierarten, die durch die Windkraftanlagen im Meer bedroht werden. Viel Stoff zum diskutieren, also nichts wie los und mitgeredet!

Wie ihr clever mit Energie umgehen könnt? Im Meine-Deine-Energie-Blog habt ihr erste Vorschläge:

IMPRESSUM

Anne Fischer, Victoria Gütter, Manuel Halbauer, Lien Herzog, Lena Kessler, Fabienne Kinzelmann, Andrea Lindner, Christina Lohner, Carlos Oliver-Vollmer, Franka Pohl, Inga Schörmann, Alexandra Sturm

Die vier Meine-Deine-EnergieBlogger haben für euch einen Blick in die USA und zu deren riiiiesigen Offshore-Parks geworfen, ein Testgelände in der Ostsee besucht, einen jungen Ingenieur gefragt, was ihn am Wind so begeistert... und jede Menge mehr. In der Meckerecke ist auch wieder

Sonderprojekte, Kampagnen: Robert Rethberg, T: 0351 31540-572

Gewinnspielkoordination: Susann Thannert Vertrieb SK Schulkurier GmbH Vertriebsleitung: Björn Peters, T: 0351 31540-551 Vertriebsmarketing: Stephanie Salzsieder, T: 0351 31540-552 Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos usw.; Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen. SPIESSER ist Mitglied in der IVW.

„Keine Energie mehr? Dann bitte einmal tanzen!“ erklärt dezentrale Energieversorgung in einer Disco: Wir brauchen mehr Licht – tanzt heftiger! :) Robatt Der Selbstversuch „Wadenkrampf und Himmelblau“ schwärmt für das E-Bike: Ich würde nicht mit so einem Ding durch

die Gegend fahren... Aber ich muss sagen, dass es eine gute Erfindung für ältere Leute ist. little sunshine Intelligente Energie ist Thema in Theos Energiesparversuch „D-d-d-urchblu-t-t-tung ist a-a-n-n-geregt“: Hätte es nicht

den gleichen Effekt, wenn man eh kalt duschen würde? Nachwuchsmisanthrop

GEWINNT EIN WINDUND SOLARLADEGERÄT Dieses Mal wollen wir von euch wissen: Was tut ihr persönlich, damit die Energiewende klappt? Verratet es uns auf SPIESSER.de und gewinnt eins von drei Kinesis K3 Wind- und Solarladegeräten. Ans Handy, Digitalkamera oder MP3-Player anschließen – und los geht’s! Einfach auf SPIESSER.de/gewinnen klicken.


36 austoben & entspannen

TESTLABOR

h Neues vor: Großes und Kleines, Im SPIESSER-Testlabor stellen wir euc Olles und Tolles. Bewertet werden die Produkte durch eine knallharte und unbestechliche Jury: euch! Ihr allein entscheidet, was etwas taugt und was verboten gehört. Jetzt auf SPIESSER.de/testlabor registrieren und Produkttester werden

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seinen eigenen Text veröffentlichen, neue Autoren entdecken und in spannenden Geschichten lesen. Egal ob zu Hause am PC, im Büro, mit dem Smartphone im Warteraum, im Zug oder am Flughafen. Jeder kann kostenlos zum Autor werden – oder regelmäßig fesselnde Geschichten lesen. Angeboten wird alles, von kurzen Gedichten bis hin zu umfangreichen Romanen.

Eure Meinung

Lesen, schreiben, veröffentlichen – es ist so einfach!

Nicht so spannend. Da habe ich lieber ein richtiges Buch in der Hand.

Wow, genau das Ding für Leser und Autoren.

Produktversprechen Nie mehr

Leider habe ich kein Smartphone und kann amobo nur am PC nutzen.

Bücher mit sich herum schleppen! amobo wird bei jeder Gelegenheit zur persönlichen Leseecke: Einfach auf www.amobo.de, oder wenn ihr mit dem Smartphone unterwegs seid auf die mobile Browserversion m.amobo.de, gehen.

Registriert euch auf SPIESSER.de/testlabor, testet die neue Community amobo.de und gewinnt eins von zwei stylischen HTC Wildfire S, dem kontaktfreudigen Smartphone mit schnellem Webbrowser, hochauflösender 5 Megapixel Kamera und den wichtigsten Apps. Zur Verfügung gestellt von Congstar.

BUCH For the Win Worum gehts Die Welt der Onlinerol-

lenspiele ist mehr als nur Zeitvertreib – das zeigt die Geschichte des 16-jährigen Wei-Dong und seiner Online-Freunde. Die drei Teenager gelangen in die Hände skrupelloser Goldfarmer – OnlineGeschäftemacher, die die Jungs und ihr Spieltalent unter sklavenähnlichen Umständen ausnutzen. Wei-Dong und seine Freunde erkennen, dass ihre einzige Chance ist, sich zusammenzuschließen und für ihre Rechte zu kämpfen.

BUCH Das Zweite Leben des Cassiel Roadnight Eure Meinung

Mit diesem Buch bin ich auch ohne PC “lost in hyperspace”.

Spannende Handlung, großartige Erzählweise.

Ganz gut... um Langeweile zu vertreiben.

Bei diesem Buch geh ich lieber wieder off und spiele “Mensch ärgere dich nicht”.

Worum gehts Chap ist ein obdachloser Junge, der die Identität eines Vermissten annimmt: Cassiels Identität – die Ähnlichkeit der beiden ist so erschreckend, dass nicht einmal Cassiels Familie den Betrug bemerkt. Doch wie kann man die Rolle eines Menschen spielen, ohne etwas über ihn zu wissen? Chap wird schnell schwindelig bei seinem Balanceakt zwischen Wahrheit und Lüge. Aber auch Cassiels Familie verbirgt ein wohlbehütetes Geheimnis.

Eure Meinung

Diese Geschichte hat Hollywoodpotenzial

  

Atemberaubend spannend Ganz nett Zum Einschlafen

Produktversprechen Der Roman

begeistert neben seiner spannenden Handlung rund um die Schattenseiten der virtuellen Spielewelt mit einer unterhaltsamen Erzählweise und seinem Verständnis für eine neue Generation.

Lasst euch von Cory Doctorow in die virtuellen Welten der Onlinespiele entführen. Registriert euch auf SPIESSER.de/testlabor und testet eins von zehn „For the Win“-Büchern.

Produktversprechen Der atemlose

Thriller von Jenny Valentine überzeugt mit Spannung, unerwarteten Wendungen und der starken Geschichte eines Jugendlichen auf der Suche nach Zugehörigkeit und Identität.

Neugierig geworden? Dann gleich auf SPIESSER.de/testlabor registrieren und einen von zehn Thrillern testen.


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Einfach Kreuzworträtsel ausfüllen, die eingekreisten Buchstaben ergeben das Lösungswort. Wenn ihr mitmachen wollt, klickt [Leerzeichen] Name, Alter, Adresse an die auf SPIESSER.de/gewinnen oder schickt die Lösung als SMS mit Rätsel 0177 1781818 oder als Karte an die SPIESSER Redaktion, Schandauer Str. 64, 01277 Dresden. Wunschgewinn nicht vergessen! Einsendeschluss für das Kreuzworträtsel: 28.11.2011

Gewinne „Kind, du machst dir noch deine Ohren kaputt!“ Dieser Spruch hat jetzt ein Ende. Etymotic liefert Kopfhörer, die gehörschädigende Lautstärken gar nicht erst zulassen. Fazit: Für euch gibts zwei ETY•Kids Kopfhörer und zwei ETY•Kids Headsets für iPod & Co. zu gewinnen. Man nehme eine heiße Schokolade, die neue SPIESSERAusgabe und kuschle sich in einen flauschigen Sitzsack, um den Herbst zu überstehen. Keinen Sitzsack zur Hand? Aber wir! Macht Platz in eurem Zimmer und gewinnt einen Flokati-Deluxe-Sitzsack von smoothy. Gewaltige Reifen, Chromfelgen und eine detailgetreue Karosserie. Alles was man(n) begehrt! Wem (noch) das nötige Kleingeld für einen echten Geländewagen fehlt, der macht die Straßen einfach mit dem funkferngesteuerten Carrera RC Modell unsicher. Wir verlosen drei Mal den Shuttle Galaxy Flitzer von Carrera RC. Sie werden gehypt und nicht nur beim Einkauf gesichtet. Das Kölner Label „jute Beutel“ hat sich den Jutebeutel-Trend zu Herzen genommen und bedruckt sie mit frechen Motiven. Bevor ihr euch alle auf Muttis Einkaufstaschen stürzt, könnt ihr hier fünf stylische „jute Beutel“ sowie zwei T-Shirts vom gleichnamigen Label gewinnen.

Lösung aus dem letzten Heft: MORGENMUFFEL. Habt ihr gewonnen? nner Alle Gewinner des letzten Heftes findet ihr auf SPIESSER .de/gewi

Plitsch, platsch... es regnet in Strömen. Ihr sucht passendes Schuhwerk? In London sind sie bereits salonfähig – Gummistiefel in allen Farben. Wir verlosen zwei Paar Gummistiefel von Crocs und für diejenigen, die eher auf Turnschuhe stehen, zwei mal Sneakers. - Anzeige -

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38 Was immer ihr loswerden, egal wem ihr etwas sagen wollt: SPIESSER.de-User schreiben „Briefe an“. ber. Wir drucken die besten im Heft. Dieses Mal schreibt Lilli an den Novem November! Kein anderer Monat im Jahr (und es sind immerhin zwölf!) nervt mich so sehr wie du. Für Herbst bist du zu nass, zu kalt, zu nackt, zu grau und zu spät. Für Winter bist du noch zu warm, zu unweihnachtlich, zu unromantisch, zu unbeständig. Man kann dich einfach nicht einordnen, du Missgeschick des Kalenderjahres. Keine schönen Feiertage, dafür sehr viele Trauergedenktage. Keine Lagerfeuer, kein Schlittschuhlaufen auf einem zugefrorenen See, aber auch keine Übergangsjacken mehr. Ein wahrer Trauermonat eben. Ursprünglich, als du noch ein altrömischer Monat warst, warst du der Neunte, deshalb dein – mit Blick auf den September – allzu freundlicher Name („novem“ heißt „neun“). Doch dein Schicksal wendete sich, als sich jemand dachte, doch einfach das neue Jahr schon zwei Monate vor der Zeit einzuläuten. Dich fragte man ebenso wenig wie deine Kollegen, du gelangtest an die elfte Stelle. Ein undankbarer Platz, keine Frage.

Beim Blick in die Historie fi nden sich Brände, Stürme, andere Naturkatastrophen, Schiffs- und Flugzeugunglücke, BSE und eine Menge politischer Fehlentscheidungen. Es wirkt fast so, als wolltest du dich rächen. Vielleicht an den Menschen, die dir auch den Namen „Schlachtmond“ verpasst haben? Oder an Schönwettermenschen wir mir, die dich nicht ausstehen können, weil zwei Drittel des Kleiderschrankes nicht zu dir passen? Doch auch ich habe jetzt langsam verstanden, du gehörst einfach dazu. Eben als Grauzone im wahrsten Sinne des Wortes – damit man weiß, was man an den anderen, schöneren Monaten hat. Und was wäre das Jahr mit zwölf Monaten ohne den elften? Deine Lilli

Welchen Monat Lilli am liebsten mag? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: vlindertje

Ihr habt was zu sagen? Dann schreibt selbst einen der „Briefe an“: auf SPIESSER.de/forenbeitrag/briefe

Der nächste SPIESSER erscheint am 5. Dezember 2011. Oben ohne

Ist da oben wer? Fünf Jugendliche reden über ihre Religion und wissen: Oben ohne kommt für sie nicht in Frage!

Lieber Gott als keiner

Warum Religion und Glaube auch für die heutige Jugend sehr wichtig ist, erzählen sie uns beim Religionsdinner! Über Gaben, Glauben, Gemeinsamkeiten und Gott!

Herzbuben

Sido und Bushido im Interview – statt harten Worten gibt es romantische Zweisamkeit und Gespräche über Kinder und Familie

Über das Titelbild habt ihr auf SPIESSER.de abgestimmt. Charlotte, 15, Schülerin, hat sich gegen Lia, 16, Schülerin („Oben ohne“), Elisabeth, 16, Schülerin („Lieber Gott als keiner“) und Bushido, Sido („Herzbuben“) durchgesetzt. Im November ist wieder eure Meinung zum Titelbild der nächsten Ausgabe gefragt – natürlich auf SPIESSER.de!

HOLGERS HIRNHUSTEN

SPIESSER liegt in ganz Deutschland kostenlos an rund 10.000 Schulen aus. Wenn eure nicht dabei ist, es aber bald sein soll, meldet euch unter 0351 31540577 oder auf SPIESSER.de/heft

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SPIESSER 137  

die Jugendzeitschrift