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September & Oktober 2017 | Nr. 172 | Bundestagswahl | SPIESSER.de

azubi.report 2017 e von ausbildung.d

Links

Mitte

Wahlprogramme im Härtetest durchstöbert und auf links gedreht. Seite 16

Mitten in Berlin hält Martin Schulz eine Vertretungsstunde. Seite 18

Rechts Pro & Contra: Wäre euch eine Wahlpflicht recht? Seite 14

Seid ihr wählerisch? SPIESSER-Autoren gründen eine Partei. Ab Seite 6.


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WIR LEGEN LOS!

n l e t t ü h c s f p o K ist nicht! Na das kann ja was werden … Wie diese Bundestagswahl wohl ausgehen wird? Das hat nichts mit „denen da oben“ zu tun, denn das bestimmt ihr! Engagiert euch, unterstützt, gründet und wählt mit vollem Karacho, Power und Leidenschaft!

I HR SE I D

Kennt ihr schon ... ... Frieda? Wenn unsere SPIESSER-Praktikantin nicht gerade mit der Kamera unterwegs ist, kann man sie mit dem Fahrrad auf dem Elberadweg finden oder mit einer Tasse Tee zu Hause auf der Couch. Ich bin SPIESSER, weil ...

... ich meine Bücher im Regal nach dem Genre ordne.

Sprachrohr

Sprungbrett

04 22 – Halbwüchsig, Intensiv, Pikant 06 HIP 24 Absolut der Renner! Geheime Wahl, geh heim

Mittagspause

Christian will wissen, wen seine Mama wählt.

Die Chefs dieser Welt stehen uns Rede und Antwort.

SPIESSER gründen eine Partei.

Henrik muss als Azubi bei REWE früh ran.

14 16

Zum (Wahl-)Glück zwingen?

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„Wir könnten jetzt zusammen nach Bordeaux fahren.“

Ob Wahlpflicht eine gute Idee wäre?

Durchblick im Parteiendschungel Was die alle wollen, haben wir zusammengefasst.

Martin Schulz erklärt die EU.

26 Handel & Handwerk

Modist, Buchhändler, Fachkraft für Speiseeis – geile Berufe gibt’s!

30 Bis ans Ende der Welt 32 azubi.report 2017

Tischler Valentin auf Wanderschaft.

Alles, was angehende Azubis wissen müssen.

Spielwiese

36 Festivalreporter

Drei sehr unterschiedliche Festivals im Vergleich.

37 Rätselseite

Kreuzworträtsel und die Qual der Gewinne-Wahl.

andere als Kuschelpolitik 20 Alles

Emilia Schüle und Alicia von Rittberg über Gott und die Jugend.

38 Wir sind durch!

Brief an die Erstwähler, Impressum – wahlweise coole Leute.

Wenn ich was zu Essen wäre, dann wäre ich ...

… eine Orange.

Wenn ich auf etwas warte ...

... denke ich mir Geschichten über das Leben der Leute aus, die ich sehe.


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KOLU M N E

Geheime Wahl, geh heim Sc hn ei de r, 26 vo n Ch ris tia n

Es gibt zwei Aussagen, die mich aktuell regelmäßig verzweifeln lassen. Gern auch in Kombination. Einerseits hat beim Datenschutz keiner was zu verbergen. Andererseits wird auf die Frage „Wen wählst du?“ sich gesetzestreu aufs Wahlgeheimnis berufen. Als würde man ein Stück seiner Seele verlieren, verheimlicht man, wo man halbinformiert ein Kugelschreiberkreuz auf ein überdimensioniertes Stück Papier setzt, welches man anschließend ungeschickt faltet. So ist sie, die moderne Privatsphäre von Welt. Natürlich zeigen uns Berichte aus der Türkei, Russland und anderen Nationen dieser Welt, wie wichtig es ist, für seine politischen Ansichten nicht benachteiligt zu werden. Aber da wir davon, staatseidank, ein gutes Stück entfernt sind, möchte ich dazu aufrufen, den Klammergriff der Geheimniskrämerei zu lösen und mit offenen Armen sein politisches Verständnis kundzutun. Schließlich setze ich mein Kreuz für die politische Richtung, die so oder so mein Leben an jedem Tag prägt. Wie wichtig ist mir Umwelt? Wie wichtig ist mir wirtschaftlicher Erfolg? Wie sehe ich die deutsche Verantwortung in der Flüchtlingsfrage? Wie beurteile ich Gegenwartsereignisse? Was läuft bei uns und was schief? Sind wir das Volk? Und die, die es rufen, auch? Ich will hier gar nicht den Hobby-PB-Lehrer heraushängen lassen. Aber genau zu solchen Tagesthemen (nicht die Sendung) haben wir eine Meinung und die Entscheidungen dazu sind Politik. Dass wir bei unserer politischen Meinung so vorsichtig sind, zeigt zum einen, dass wir von ausgelebter Demokratie noch ein Stück entfernt sind, und zum anderen, dass wir ungern Weltvorstellungen aneinander prasseln lassen. Vor allem in den Bereichen des

Sind wir das Volk? Und die, die es rufen, auch?


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SPRACHROHR

Lebens, in denen man gerne konfliktfrei nebenherlebt, wird das letzte politische Hemd vom Deckmantel der geheimen Wahl bedeckt – im Job, im Sportverein und auch in der Familie. Meine Mutter wollte mir vor meiner ersten Wahl nicht verraten, was sie wählte. Dabei braucht es Diskussionen darüber, was wer richtig und falsch findet und warum, am besten mit so vielen Leuten wie möglich, um sich aus seiner Blase zu befreien ohne sich die Augen reiben zu müssen. Sonst machen „die da oben“ doch noch mehr „eh was sie wollen“. Die Globalisierung und der moderne Kapitalismus brachte uns eine neue Individualität, die Freiheit, alles kaufen zu können. Diese Freiheit und der Blick auf das Internationale, hat die eigene politische Identität aufgeweicht und deren gefühlte Notwendigkeit. Das birgt allerdings die Gefahr, dass in Kombination

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mit gefühlten Wahrheiten, böse Überraschungen lauern. Gleichzeitig führt es dazu, dass Berufspolitiker verstärkt Politik als Produkt begreifen. Ein Produkt, mit dem sie in den Monaten vor der Wahl mit allen Marketing-Mittelchen auf Stimmenfang gehen und anschließend vor allem eines nicht wollen: Negativ auffallen. Damit scheitern unangenehme, aber notwendige Maßnahmen, die nachhaltig die vielen Probleme dieser Welt angehen, fast automatisch.

müssen wir Politik wieder mehr im Sinn haben. Und nun entschuldigt mich, ich muss mein Abendessen wählen – was es wird, ist aber mein Geheimnis. Achso, ich wähle übrigens links.

Uninformierte Kunden sind gute Käufer. Unpolitische Bürger sind aber schlechte Wähler. Die Wahl meiner politischen Richtung bestimmt mein Denken und das braucht Dialog. Also fragt alle, die ihr kennt, was sie wählen und wer sich grämt, dem zeigt ihr den Artikel hier und falls ihr dann keine Freunde mehr habt, könnt ihr euch auch gerne bei mir melden. Aber damit Politik mehr in unserem Sinne wird,

Wie Christian die deutsche Verantwortung in der Flüchtlingsfrage sieht? Fragt ihn auf : SPIESSER.de/user/Der-Mann-den-sie-Pfirsich-nannten

Freundlich sein

und cool bleiben Lucas ist Azubi bei Netto zum Kaufmann im Einzelhandel. SPIESSER-Autorin Fabienne erzählte er, wieso er sich für die Ausbildung entschieden hat und was er zukünftigen Azubis empfehlen kann. Von Fabi enne Kolli en, 21

Lucas, wieso hast du dich für eine Ausbildung bei Netto entschieden? Ich habe bereits neben der Schule und dann nach dem Abi bei Netto gearbeitet. Für die Ausbildung entschied ich mich wegen der Übernahmegarantie bei guter Leistung und der Möglichkeit, selbst einmal einen Markt zu leiten. Außerdem sorgt Netto sich sehr um ökologisches Bewusstsein und ist damit ein sehr gutes Beispiel für andere Unternehmen.

Was gefällt dir am besten an deiner Arbeit? Am besten gefällt mir, dass ich jeden Tag Kontakt zu so vielen verschiedenen Menschen habe. Wenn man im Einzelhandel arbeitet, begegnet man praktisch jeden Tag einem Querschnitt der gesamten Gesellschaft.

Welche Fähigkeiten sollte man mitbringen? Aus meiner Sicht ist die wichtigste Fähigkeit Stressresistenz. Im Einzelhandel kann es blitzartig zu stressigen Situationen kommen,

da muss man stets einen kühlen Kopf bewahren. Außerdem sind Freundlichkeit und eine soziale Ader mehr als nur hilfreich. Wer gerne viel Kontakt zu anderen Menschen hat, für den ist die Ausbildung bei Netto genau das Richtige. Flexibilität und ein guter Schulabschluss können ebenfalls nie schaden.

Was würdest du potentiellen Azubis mit auf den Weg geben? Ich würde die Ausbildung nicht unterschätzen, jedoch sollte man den Kopf auch nicht gleich in den Sand stecken, wenn es am Anfang eine Herausforderung ist. Wenn ihr Interesse habt, würde ich in Form eines Praktikums oder Nebenjobs einfach mal reinschnuppern.

Alle weiteren Infos zu deiner Karriere bei Netto findest du unter: www.netto-online.de/karriere

Lucas Prüfer, 20 1. Ausbildungsjahr


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HE RZ STÜ CK

Retro killt! Mal ehrlich: Wir sehen alle verdammt gut aus. Ein Must-Have als Partei. Von Anfang an: wir, fünf junge Menschen, lungerten freiwillig eine Sommerferienwoche im SPIESSER-Büro herum. Anfangs war das noch ganz schön. Am dritten Tag wurden wir dann plötzlich gefragt: „Wenn ihr eine Partei gründen würdet, was wäre euer Parteiprogramm?“ Puh. Wir sollten eine eigene Partei gründen, innerhalb von zwei Tagen. So schnell war noch nicht mal die AfD auf dem Markt! Nach anspruchsvollen Planungen riefen wir letztlich die HIP-Partei ins Leben.

Lilly Fritzsche (16), Ministerium für Gesundheit Vincent Koch (15), Ministerium für Kultur


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SPRACHROHR

Halbwüchsig, Intensiv, Pikant Ach, hipp, die Welt von Club-Mate und Einhornklopapier? Nein! HIP ist halbwüchsig, intensiv und pikant. Halbwüchsig, weil wir im Kopf alle noch nicht voll ausgereift sind. Dementsprechend ist es umso wichtiger, intensiv zu recherchieren. Jenes setzen wir um. Und pikant, weil wir süß UND scharf sind. Nicht nur auf Fotos. Auf den folgenden Seiten stellen wir euch unser Wahlprogramm vor – garantiert aufwendig bebildert. Nun wollen wir damit die Welt retten. Denn schließlich steht ja noch nicht fest, wer in den Bundestag einziehen wird. Viel Spaß mit realistischer Spinnerei!

Fabian Möbius (17), Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit & Entwicklung Klara Wessel (17), Ministerium für Integration und Toleranz Katharina Mehner (16), Ministerium für Bildung & Forschung


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H E R Z S T ÜC K

Kultur Kulturelle Vielfalt soll in unserem Staat als Grundbedürfnis nicht mehr wegzudenken sein. Wir von HIP werden Theater, Museen, Jugendhäuser und Kunstverbände mit einer guten Menge an Geld für kulturelle Projekte fördern. Denn jeder braucht künstliche Freude. Also Spaß an der Kunst, versteht sich. In Bezug darauf soll es auch endlich mehr Mitmachmöglichkeiten geben – besonders für körperlich oder geistig behinderte Menschen. Mehr Bürgerbühnen, Jugendclubs, Kunstprojekte. Inklusive und barrierefreie Projekte gehören da auch dazu, das ist wichtig! Die bewusste Eingliederung von Geflüchteten werden wir sehr unterstützen, weil eben auch ein Syrer mal Theater spielen will. Kultur ist manchmal ganz schön teuer. Weil aber vor allen Dingen jungen Menschen Kultur leicht zugänglich sein sollte, fordern wir, dass öffentlich-staatliche Museen ihren (hohen) Eintritt für Schüler und Studenten komplett sein lassen. Theaterkarten sollten einen Wert von 8 Euro nicht übersteigen – dann würden sicher auch wieder mehr Teenies Literatur erleben. Und nicht zuletzt soll auch Opa Hans auf ’ner App lesen können, ob sich sein Bus verspätet – deswegen ist uns Medienkompetenz für alle Generationen wichtig. Nur dann können wir alle auch ein bisschen smarter werden.

Gesundheit Dauernd werden die Diskussionen über die Legalisierung von medizinischem Cannabis angestoßen und verworfen. Doch so wirklich ist bis jetzt kein konkretes Ergebnis erzielt worden. Soll Cannabis zu medizinischen Zwecken jetzt legal sein oder nicht? Wir von HIP setzen uns dafür ein, dass Cannabis, trotz nicht ungefährlicher Wirkstoffe, für den medizinischen Gebrauch legalisiert wird. Viele kranke Menschen, die durch die Wirkstoffe Erleichterung in ihrem Krankheitsfall verspüren, sollten doch die Chance erhalten, auf legale Weise an medizinisches Cannabis heranzukommen. Nächster Knackpunkt: die Impfpflicht. Immer mehr Eltern schrecken davor zurück, da sie die kleinen verweinten Gesichtchen ihrer Babys sehen, wenn die Impfspritzen die Oberarmhaut durchstechen. Ist das aber wirklich ein Argument gegen die Pflicht? Nein, ist es nicht. Deswegen haben wir von HIP entschieden, dass es eine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr geben soll. Ertragt lieber den kurzen Schmerz, als später an Kinderlähmung zu erkranken.


HIP Weil halbwüchsig auch Würze hat!


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H E R Z S T ÜC K

Bist du HIP? Welcher Schultyp bist du? Streber (1) Normalo (2) Sitzenbleiber (3) Pausenclown (3) Wie lange kannst du die Luft anhalten? Ich kann nicht ohne Sauerstoff (0) 00.17.32 sec (2) Ich bin eine Meerjungfrau (3) Welche Art von Kulturveranstaltungen besuchst du? Kino (2) Theater (0) Festivals (3) Museum (1) Kommst du mit der Zunge an die Nase? Ich bewege mich lieber in bekanntem Terrain (1) Knapp daneben ist auch vorbei (2) Ich schieße über den Horizont hinaus (3) Wie stehst du zur AfD? Frauke Petry ist meine BFF (0) AfD?- Was ist das? (1) Komm mir nicht damit (2) Welches Kostüm trägst du zum Karneval? Quittenbaum (1) Amor (2) Indiana Jones (3) Cowboy (0) Wie stehst du zu Drogenkonsum? Damit habe ich nichts am Hut (0) Ich habe da eine Plantage hinter meinem Haus (1) Nur bei Partys gehe ich richtig ab (2) Wie viele Marshmallows kannst du auf einmal in den Mund nehmen? Ich habe noch Potenzial (1) Beim Wettstreit wäre ich nur Zweiter (2) In der Kategorie mache ich alle platt (3)

Spießer (3-6 Punkte) Hey, ein bisschen konservativ ist schon okay – mit Spießern haben wir Erfahrung! Du kannst uns glauben: HIP hat für jeden einen Platz und vor allem auch einen ansprechenden Punkt im Wahlprogramm. Auch wir wollen das Land nur vorwärts bringen und das deckt sich doch sicherlich auch mit deinen Zielen. Bei uns bist du auf jeden Fall gut aufgehoben.

Öko (7-13 Punkte) Wenn es möglich wäre, könntest du den Klimawandel wahrscheinlich durch bloße Willenskraft stoppen. Wenn es um die Rettung der Welt und den Schutz der Natur geht, bist du voll bei der Sache. Keine Angst, HIP hat auch keine Lust auf den Weltuntergang und unterstützt dich ganz sicher in Sachen Nachhaltigkeit und zukunftsorientierter Forschung. Du musst uns bloß wählen!

Tolerant (14-18 Punkte) Du begegnest jedem deiner Mitmenschen offen und mit voller Liebe. Vorurteile und Klischees sind ein No-Go für dich! Vergiss die „Linke“ und schau dich doch stattdessen mal im Wahlprogramm von HIP um – bestimmt kann unser Konzept zu Integration und Toleranz dich überzeugen und schon bald bewirbst du dich als festes Parteimitglied!

Freigeist (19-23 Punkte) „Die Gedanken sind frei, wer kann sie erraten?“ – Wenn das dein Lebensmotto ist und du dich deshalb bisher in keiner Partei wohlgefühlt hast, dann kannst du dir sicher sein: Mit HIP wirst du mit all deinen Facetten, deiner Individualität und Unberechenbarkeit wahrgenommen. Wir würden uns freuen, dich in unserer Wählerschaft begrüßen zu können.


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Stefan L., Dualer Student im 6. Semester

Als dualer Student bei REWE studiere ich nicht nur die Theorie, sondern vor allem das Leben direkt im Markt. Von Anfang an sammle ich dort viele praktische Erfahrungen, sodass ich nach dem Studium weiß, worauf es im Handel und im Umgang mit Menschen wirklich ankommt. Und das Beste: Neben der regulären Ausbildungsvergütung übernimmt REWE sogar meine kompletten Studiengebühren. Also, ich bin mir sicher, dass REWE genau mein Markt ist. Gute Gründe für ein duales Studium bei REWE:

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HE RZ STÜ CK

Integration und Toleranz Unsere Welt ist doch wirklich schon kompliziert genug: Kinderlähmung, Kriege, Kapitalismus und nicht zuletzt Steuererklärungen. Wir von HIP sehen da einfach keinen Sinn mehr in zusätzlichem Hass, wie er von Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und jeglicher Art von Diskriminierung verbreitet wird. Deshalb positionieren wir uns klar für die Förderung von Inklusions- und Integrationsprojekten, wie Mentoring- und Patenschaftssystemen für Geflüchtete, die zum Beispiel Kindern die Möglichkeit eröffnen, mit Gleichaltrigen in „normalen“ Schulklassen unterrichtet zu werden. Nicht nur die Beseitigung der Barrieren, die gelungener Integration im Weg stehen, sondern auch jener, die den Alltag körperlich eingeschränkter Menschen erschweren, liegt uns am Herzen. Wir von HIP möchten, dass Barrierefreiheit zur Selbstverständlichkeit wird. Dasselbe gilt für jegliche Art von Sexualität – wir wollen, dass Diskriminierung und Benachteiligung hier zu Fremdwörtern werden. Also: Öffnet gemeinsam mit HIP eure Herzen und macht die Welt durch Toleranz und Liebe ein Stück unkomplizierter!

Bildung und Entwicklung Bildung, Forschung, Kreativität und Erfindergeist stellen für uns bei HIP integrale Bestandteile dar. In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland ist Bildung unsere große Chance, in die wir besonders investieren wollen, müssen. Wir setzen uns dafür ein, dass jedes Kind ein Recht auf individuelle Frühförderung hat und somit die Grundlage für das spätere Lernen gesetzt wird. Das Recht auf einen Betreuungsplatz müssen wir in die Praxis umsetzen. In Deutschland sollte jeder die gleichen Chancen haben. Warum gibt es dann aber total unterschiedliche Bildungssysteme in den jeweiligen Bundesländern? Mit der Funktion eines Zentralabiturs könnten wir schon viel erreichen. Natürlich gibt es Nachteile, jedoch sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen – jeder, der das Abitur ablegt, muss dieselben Anforderungen bewältigen, egal, ob in Bayern oder Niedersachsen. Je mehr Mittel wir in die Bildung und in die Forschung investieren, desto besser können wir uns auf die Zukunft vorbereiten und die Gesellschaft voranbringen. Das ist unser Ziel! Innovative Systeme, wie zum Beispiel Smartphones, gestalten unseren Alltag unkomplizierter. E-Autos sowie erneuerbare Energien sollen die Umwelt schonen. Das soll auch weiter so bleiben. Wir wollen die Forschung besonders fördern. Es geht um die Erhaltung unserer Erde – da kann die Entwicklung von umweltschonenden Projekten nicht schnell genug gehen!


HIP Weil Babynahrung nur der Anfang ist


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U N V E R BLÜ M T

Zum (Wahl-)Glück zwingen? Am 24. September ist es soweit und es heißt ran an die Wahlurne, denn die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag steht an. Dennoch entscheiden sich jährlich viele Bürger dazu, ihr Wahlrecht nicht wahrzunehmen. So lag die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl 2013 beispielsweise bei nur 71,5 Prozent. Wäre eine Wahlpflicht eine gute Lösung, um die Wahlbeteiligung zu steigern? Oder wäre das ein unzumutbarer Eingriff in die persönlichen Freiheitrechte? Diese und weitere Fragen diskutieren SPIESSER-Autoren Dmitry und Vanessa.

„Eine Wahlpflicht verletzt das Persönlichkeitsrecht auf Freiheit“, findet Vanessa (19) und will politische Partizipationsprogramme für junge Menschen stärken. In Zeiten der unfreien Wahlen im Nationalsozialismus oder in der DDR wurden Wahlbeteiligungen von 99 Prozent erreicht. Die Zeiten sind zum Glück vorbei und jeder Bürger besitzt das „Allgemeine Persönlichkeitsrecht der Freiheit“. Wollen wir also wirklich eine Wahlpflicht, nur um eine Steigerung der Wahlbeteiligung zu erzwingen? Oder wollen wir in einem liberalen Land nicht lieber daran arbeiten, die Wahlbeteiligung aktiv zu erhöhen? Die Wahlbeteiligung ist ein wichtiger Indikator, an dem sich der Zustand der Demokratie messen lässt. Sie gibt Aufschluss darüber, wie zufrieden die Gesellschaft mit der aktuellen Politik ist. Auch eine niedrige Wahlbeteiligung kann den positiven Nebeneffekt haben, dass sich Politiker im nächsten Wahlkampf beispielsweise mehr auf Nichtwähler konzentrieren und so ein stärkeres Demokratiebewusstsein schaffen. Außerdem bringt eine Wahlpflicht nicht automatisch ein gesteigertes Politikinteresse: Personen, die keine Präferenzen haben und per Zufall entscheiden oder einen leeren Stimmzettel abgeben, werden als “donkey votes” (Eselsstimmen) bezeichnet. Ich habe dieses Jahr in Ecuador eine Präsidentschaftswahl live miterlebt und von zahlreichen Menschen erfahren, dass ihnen das Ergebnis egal sei, da keiner der Kandidaten ihren Interessen entspräche. Viele haben sich kaum mit dem Programm auseinandergesetzt, fühlten sich von der Politik bevormundet und haben deshalb erst recht Extreme gewählt, um ihrem Unmut Luft zu machen. Bei Einführung einer Wahlpflicht wäre die Gefahr auch in Deutschland groß, dass populistische Parteien einen Stimmenzuwachs bekämen, da sie sich gegen die etablierten Parteien und „Das System” aussprechen.

Die Wahlbeteiligung von Menschen bis 25 ist geringer, als die der Älteren; ein Zeichen dafür, politische Partizipationsprogramme für junge Menschen zu stärken! Wie wäre es damit, „Jugend debattiert” in mehr Schulen zu etablieren und so eine größere Debattenkultur zu schaffen? Auch „Jugend im Parlament“ oder die „Kinder- und Jugendwahl U18“ sind sinnvolle Projekte. Genauso gut kann man über die Einführung der elektronischen Wahl nachdenken, um in einer digitalen Welt noch mehr Bürger zu erreichen. Also auf zur Wahl, aus Interesse statt aus Pflicht, für eine stabile Demokratie! Lasst uns Freunde, Familie und Bekannte mit Argumenten überzeugen, dass es sinnvoll ist, zu wählen, anstatt es ihnen vorzuschreiben!


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SPRACHROHR

Teil 35 Praxistipp

FAHRR

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Die Fahr

Erste-Hilfe-Kurs, Sehtest, biometrisches Passbild, Prüfantrag – um deinen Führerschein in den Händen halten zu können, musst du

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„Eine Wahlpflicht würde das Wesen der Demokratie erfassen“, findet Dmitry, 20, und hat noch einige Argumente parat. Wie wir heute wählen, so wurde bereits im antiken Rom gewählt. Mit einem sehr wichtigen Unterschied: Im antiken Rom herrschte Wahlpflicht. Und das, meiner Meinung nach, aus gutem Grund. Heute existiert eine Wahlpflicht in vielen Ländern und in einigen dieser Länder wird die Wahlenthaltung mit einer Geldstrafe (bis zu 250 Euro in Luxemburg) oder sogar Gefängnisstrafe (in Ägypten) bestraft. Gut, vielleicht sind solche Strafen zu streng, aber ein Anstoß für alle Wahl-Faulen wären sie allemal. Wahlen sind die Grundlage der Demokratie. Sie sind die Möglichkeit, die Entwicklung des Staates zu bestimmen, einen Beitrag zur Geschichte des Landes zu leisten und die eigene Meinung zu äußern. Ich finde, man kann die Staatsgewalt nicht für ganz legitim halten, wenn für sie 25 Prozent stimmen und die restlichen 75 Prozent ihre Meinung nur zu Hause äußern. Erst durch eine hohe Wahlbeteiligung wird das Wesen der Demokratie erfasst: Die Mehrheit der Bevölkerung beschließt etwas und nicht nur die Mehrheit der Wähler, die wiederum eine Minderheit sind. Ist das nicht der eigentliche Sinn einer Wahl? Außerdem würde eine Wahlpflicht die Parteien dazu herausfordern, aktiver zu werden und sich auf die tatsächlichen Inhalte zu konzentrieren. Denn für viele Politiker, die sich an einem kleinen, aber aktiven Teil der Bevölkerung orientieren (und oft sind das Menschen mit besonders radikalen Ansichten), ist eine niedrige Wahlbeteiligung vorteilhaft – sie können hohe Ergebnisse erreichen, indem sie ihre Anhänger mit unhinterfragten, einseitigen Standpunkten mobilisieren. Dabei werden diese vom bedeutenden Anteil der Bürger vielleicht gar nicht geteilt. Hinzu kommt, dass bei einer geringen Wahlbeteiligung die Manipulation von Wahlergebnissen einfacher ist. Es ist jedoch unmöglich, eine große Menge gefälschter Wahlzettel dort einzuwerfen, wo fast 100% der Wähler abgestimmt haben. Außerdem ist es bei den großen Zahlen einfacher, Fälschungen durch mathematische Gesetzmäßigkeiten an den Tag zu bringen. Mehrheitlich verstehen wir, dass die Wahlen wichtig sind, aber manchmal vergessen wir (oder sind zu faul) wählen zu gehen. Eine Wahlpflicht würde das nicht nur vermeiden, sondern generell für mehr politisches Interesse sorgen.

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Bildnachweis: Kze

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H Ä RT E T E S T

Durchblick im Parteiendschungel Schwarz, rot, grün … wo soll man bloß in wenigen Wochen sein Kreuz machen? Zur Auswahl stehen insgesamt 63 Parteien und politische Vereinigungen – sieben von ihnen haben eine gute Chance, am 24. September ins Parlament gewählt zu werden. SPIESSER-Autor Philipp hat für euch die Parteiprogramme gewälzt. von Philipp Frohn, 23

Wen schicken die Parteien als Spitzenkandidaten ins Rennen? CDU/CSU: SPD: FDP: Die Linke: Die Grünen: AfD:

Angela Merkel Martin Schulz Christian Lindner Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir Alexander Gauland und Alice Weidel

Was wollen die Parteien für Azubis erreichen? CDU/CSU, SPD, FDP, AfD wollen die duale Ausbildung stärken. Schließlich sei sie genauso viel wert wie ein Universitätsabschluss. SPD, Linke und die Grünen wollen eine Ausbildungsgarantie für alle Alle Parteien halten am Mindestlohn fest. Die Befürchtung, er schade der Wirtschaft, hat sich nicht bewahrheitet. Die FDP möchte aber zwei Gruppen vom Mindestlohn ausschließen: Langzeitarbeitslose und Geflüchtete sollen mit weniger entlohnt werden. Die Linke will den Mindestlohn auf 12 Euro erhöhen. Der derzeitige Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro sei nicht realistisch und zu niedrig.

Womit wollen die Parteien bei Studierenden punkten? Alle Parteien sind der Meinung, dass Hochschulen modernisiert werden müssen. Vor allem CDU/CSU streben dies an. AfD will, dass frisch gebackene Eltern BAföG nicht zurückzahlen müssen. Dadurch sollen sie finanziell entlastet werden. SPD findet das bisherige BAföG-Konzept gut und will es ausbauen. So sollen die Fördersätze zum Beispiel bedarfsdeckend erhöht werden. Die Linke will ein elternunabhängiges, rückzahlungsfreies BAföG in Höhe von 1.050 Euro. Bisher liegt es bei maximal 735 Euro, ist vom Einkommen der Eltern abhängig und muss nach dem Studium zur Hälfte zurückgezahlt werden. Die Grünen möchten, dass das BAföG in seiner jetzigen Form wegfällt. Stattdessen wollen sie ein Zwei-Säulen-Modell einführen. Zunächst sollen alle Studierenden unabhängig vom Einkommen der Eltern einen Studierendenzuschuss erhalten. Studierende aus einkommensschwachen Familien sollen obendrein einen Bedarfszuschuss bekommen. FDP will nachgelagerte Studiengebühren einführen. Nach dem Studienabschluss


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müssten Absolventen diese dann zurückzahlen. Die Rückzahlungsrate soll sich nach Vorstellungen der Liberalen nach dem Einkommen richten. Das Konzept bezeichnen sie als „neuen Generationenvertrag“ und als sozial gerecht.

Was wollen die Parteien gegen soziale Ungleichheit unternehmen? SPD möchte sowohl Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen entlasten, als auch den Spitzensteuersatz und die Reichensteuer anheben. Die Grünen wollen kleine und mittlere Einkommen durch einen höheren Grundfreibetrag entlasten, während Gutverdiener einen höheren Spitzensteuersatz und eine neu eingeführte Vermögenssteuer zahlen sollen. Die Linke hat ein ähnliches Konzept zur Umverteilung wie die Grünen und die SPD. Reiche sollen stärker zur Kasse gebeten werden. CDU/CSU will keine Steuern erhöhen, da das der Wirtschaft schaden könnte. AfD will ebenfalls keine Steuern erhöhen und „überflüssige Staatsausgaben“ senken. FDP will Steuern senken – aus denselben Gründen wie CDU/CSU.

SPRACHROHR

Was wollen die Parteien bezüglich der Geflüchtetenpolitik machen? Die Grünen und die Linke wollen das Asylrecht stärker ausbauen. Auch Menschen, die vor Hunger und Armut fliehen, soll Asyl gewährt werden. Zudem sollten Fluchtursachen stärker bekämpft und legale Fluchtwege ermöglicht werden. CDU/CSU, SPD und FDP wollen, dass die Geflüchtetenverteilung innerhalb der EU solidarischer vonstattengeht. Gleichzeitig wollen sie durch eine stärkere Sicherung der Außengrenzen Migration reduzieren. CDU/CSU will keine Obergrenze. Trotzdem möchten sie, dass die Zahl nach Deutschland flüchtender Menschen niedrig bleibt. So viele Geflüchtete wie 2015 dürften nicht noch einmal kommen. Dazu will sie weitere Deals mit afrikanischen Staaten schließen, die die Flucht verhindern sollen. FDP will, dass Geflüchtete nach dem Krieg wieder in ihr Herkunftsland zurückkehren, möchte aber auch, dass sie leichter auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen können. AfD will das ebenfalls. Auch möchten sie die Genfer Flüchtlingskonvention neu verhandeln. Das könnte die Rechte von Geflüchteten einschränken. Wen Philipp wählen wird? Fragt ihn auf: SPIESSER.de/user/Philipp-Frohn


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V E RT R E T UNGS S T U N DE

„Wir könnten jetzt zusammen nach Bordeaux fahren.“ Eigentlich ist Martin Schulz, Parteivorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD, gerade voll im Wahlkampfstress. Trotzdem hat er sich die Zeit genommen und mit Schülern des Politik-Leistungskurses der Carlo-Schmid-Oberschule in Berlin über Europa gesprochen. von Cana Durmu soglu, 21

Schule:

Carlo-Schmid-Oberschule in Berlin

Lehrer:

Martin Schulz

Klasse: 11

Fach:

Politik

Thema:

Europa

Nico, 16: „Ich fand die Stunde sehr erfrischend. Er hat die Stunde gut strukturiert, uns geholfen, wenn wir nicht weiter wussten, uns herausgefordert und Meinungen hinterfragt.“ Note: 1

Fotos von Mich ael Kuchin ke-Hof er

Vor der Schule haben sich seine Bodyguards schon in Position gebracht, als Martin Schulz den Klassenraum betritt.

Schulz:

Ich würde heute gerne mit euch darüber sprechen, was Europa überhaupt ist und was ihr von Europa erwartet. Ich bin in einem Drei-Länder-Eck geboren, an dem Deutschland, Belgien und die Niederlande aufeinandertreffen. Ich kann zu Fuß nach Belgien oder in die Niederlande wandern. Und ich erinnere mich noch gut daran, wie ich früher an der Grenze kontrolliert wurde. Heute gibt es die Grenzkontrollen nicht mehr. Was wisst ihr eigentlich über die Niederlande, über Belgien? Ömer: Die Hauptstadt ist Amsterdam.

Schulz:

Richtig, die Niederlande sind ein Königreich mit der Hauptstadt Amsterdam. Aber das Parlament und die Regierung sitzen in Den Haag. Wisst ihr auch etwas über Belgien? Was ist das berühmteste Essen aus Belgien? Elif: Waffeln und Pommes frites.

Schulz: Berenice, 18: „Die Stunde fand ich sehr interessant! Sie hat mich angeregt, mich mehr über die EU zu informieren.“ Note: 1

Ob Cana auch in die Politik möchte? Fragt sie auf: SPIESSER.de/user/cana

Richtig! Wenn man zu viel davon isst, wird man irgendwann etwas rundlicher. Okay, wollen wir mal anfangen. Diskutiert mal in Gruppen folgende Fragen: Was wisst ihr über Europa? Was erwartet ihr von Europa? Alle teilen sich in Gruppen auf, diskutieren und tragen ihre Ergebnisse zusammen.

Schulz:

Sollen wir anfangen? Wer stellt die Ergebnisse vor? Nico?

Nico: Die EU wurde am 25. Mai 1957 gegründet und die sechs Gründungsstaaten waren Frankreich, Italien, Niederlande, Deutschland, Belgien und Luxemburg. Die Organe der EU sind der Europäische Rat mit Sitz in Brüssel, das Europäische Parlament in Straßburg, der Europäische Gerichtshof in Luxemburg, die Europäische Kommission in Brüssel und die Europäische Zentralbank in Frankfurt am Main. Robert: Die drei Säulen der Europäischen Union sind die Europäische Gemeinschaft, gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Innen- und Rechtspolitik. Ömer: Wir haben einige Stichpunkte aufgeschrieben: der Brexit und die Folgen, Griechenland, die Euro-Krise und der EU-Topf. Dann haben wir uns noch gefragt, ob noch mehr Länder die EU verlassen möchten und ob noch Länder der EU beitreten möchten.

Schulz:

Na, da haben wir doch schon eine ganze Menge. Warum arbeiten die 28 Mitgliedsstaaten der EU bei Innenpolitik und Recht zusammen? Was ist Innenpolitik? Nico: Zusammenhalt, Stabilität, Polizei, Feuerwehreinheiten.

Schulz:

Richtig. Innenpolitik ist zum Beispiel die Polizei. Wozu brauchen wir die Polizeizusammenarbeit in der EU? Jo Sebastian: Zur Bekämpfung von Kriminalität.


19 Schulz:

Was ist außer Kriminalität noch das ganz große Problem bei der inneren Sicherheit in allen Ländern Europas? Denkt mal an den Breitscheidplatz in Berlin. Was erleben wir zurzeit? Nico: Terroranschläge.

Schulz:

Genau. Kennt ihr Städte, in denen es Terroranschläge gab in den letzten Jahren? Elif: Berlin. Berenice: Paris. Mizgin: Istanbul. Daniel: London. Marie-Sophie: Brüssel.

Schulz:

SPRACHROHR weit. Wir könnten heute, wenn ihr schulfrei bekämt und ich nicht noch was in Berlin machen müsste, nach Bordeaux fahren und meine Freunde besuchen – ohne an einer Grenze angehalten zu werden. Wenn ich die Welt meiner Eltern mit meiner Welt vergleiche, ist es richtig super geworden. Und ich möchte, dass sich das nicht ändert.

Ömer, 17: „Ich fand die Stunde sehr schön, weil ich Martin Schulz sonst nur aus dem Fernsehen kenne. Jetzt stand er direkt vor uns, wir konnten Fragen stellen und er hat sie direkt beantwortet.“ Note: 2

Das Video zur europäischen Vertretungsstunde findet ihr auf SPIESSER.de/vertretungsstunde/ martin-schulz

Brüssel, ja. Das habe ich selbst erlebt. Der Anschlag war in der U-Bahnstation direkt unterhalb des Europaparlaments. Wer von euch weiß, wofür in der EU am meisten Geld ausgegeben wird? Daniel: Infrastruktur?

Schulz:

Das wäre schön. Ist aber leider nicht so, wie man hier sieht. Er schaut sich im Klassenraum um, alle lachen. Noch ein Tipp? Nico: BER!

Schulz:

Lieber Nico, damit hat die EU Gott sei Dank nichts zu tun. (lacht) Der größte Ausgabenposten des EU-Haushaltes ist Landwirtschaft. Als die Europäische Union 1957 gegründet wurde, erinnerten sich viele Menschen an den Hunger während des Krieges. Also etablierten sie eine Landwirtschaftspolitik, die immer ein bisschen mehr produziert und das lagert. Daraus ist ein System geworden, das wir dringend reformieren müssen. Zum Abschluss will ich eins sagen: Mein Vater wurde 1912 geboren, meine Mutter 1920. Mein Vater hat zwei Weltkriege erlebt: Als Kind den ersten Weltkrieg, als Soldat den zweiten. Meine Mutter hat meinen ältesten Bruder geboren am 5. September 1944. Am 6. September ist sie zum Schutz vor Bomben in einen Keller gegangen und ist erst im Januar wieder rausgekommen. Meine Eltern gehörten zu der Generation, die das hier gegründet hat. Die gesagt hat: „Es ist besser, die Deutschen, Franzosen, Italiener, Belgier, Luxemburger arbeiten zusammen, statt sich gegenseitig zu erschießen.“ Das war der Anfang und wir sind heute relativ

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Du willst etwas bewegen? Du bist zwischen 18 und 28 Jahre alt, hast eine Berufsausbildung oder das Abitur und möchtest dich engagieren? Mit weltwärts kannst du einen Freiwilligendienst in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa machen und dich in einem Entwicklungsprojekt für benachteiligte Kinder, Umwelt, Gesundheit oder Menschenrechte einsetzen. Dabei lernst du andere Kulturen kennen und sammelst Erfahrungen, die dich dein Leben lang begleiten. weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Sei dabei: www.weltwaerts.de

Unterstützt von


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K I S SE N S C H L AC H T

Alles andere als Kuschelpolitik „Jugend ohne Gott“, mit Emilia Schüle und Alicia von Rittberg in den Hauptrollen, skizziert eine Gesellschaft, die keinen Raum für Andersdenkende hat. SPIESSER-Autor Daniel unterhielt sich mit den Schauspielerinnen abseits vom runden Tisch über dieses spannende und gesellschaftskritische Thema. von Daniel Korenev , 20

sich jedoch ganz schön in dem, was da passiert. Welche Werte sind für euch unerlässlich?

Beschreibt bitte euren neuen Film „Jugend ohne Gott“. Alicia: Der Film erzählt von einer Schul-

Emilia: Akzeptanz. Ich finde es ganz

klasse, die in ein Camp gehen muss, um in eine Universität aufgenommen zu werden. Da ist jeder auf sich selbst gestellt. Ich will nicht zu viel verraten, aber am Anfang passiert etwas, das aus vier verschiedenen Perspektiven immer mehr aufgelöst wird.

Und welche Rollen übernehmt ihr? Emilia: Ich spiele Ewa, ein Mädchen, das der Gesellschaft entflohen ist. Auch „Aussätzige“ oder „Asoziale“ genannt, weil sie sich diesem System verweigert. Deswegen habe ich als Ewa auch keinen Stellenwert in dieser Gesellschaft und lebe im Wald, der sich zufällig neben diesem Camp befindet. Alicia: Ich befinde mich in dem Camp und spiele eine Schülerin, die sehr quirlig und leistungsbesessen ist und sich anfangs in den Hauptdarsteller Zach verliebt.

Der Lehrer spielt auch eine ganz wichtige Rolle. Er versucht stets wertegerecht zu handeln, verstrickt

Fotos von Tony Haupt

Emilia Schüle hatte ihr Fernsehdebüt 2006 und ihre erste Kino-Rolle 2008 in „Freche Mädchen“. Seitdem erobert die 24-Jährige die Kinoleinwände und konnte etliche Auszeichnungen absahnen, unter anderem den Deutschen Schauspielerpreis als „Beste Nachwuchsschauspielerin“. Ab 14. September ist Emilia in dem Film „High Society“ zu sehen.

schwierig, wenn man zwanghaft verändert wird von anderen, man wird auch nicht glücklich werden im Leben, wenn man andere verändern möchte. Akzeptanz mit sich selbst und für sein Gegenüber. Alicia: Ich würde sagen Vertrauen. Sowohl in andere, als auch in sich selbst. Und Dankbarkeit. Mit dem zufrieden zu sein, was man hat, und nicht immer mehr zu wollen.

Der Film spielt in der Zukunft. Da werden die Schüler mit Chips ausgestattet und alles wird digital festgehalten. Technisch gesehen, ist das schon alles möglich. Seht ihr in der Digitalisierung eher eine Gefahr oder Vorteile? Emilia: Es ist eine Hassliebe. Ich würde

Ob Daniel nun auch dem System entfliehen will? Fragt ihn auf : SPIESSER.de/user/Minkho

nicht behaupten, dass ich ohne Technik leben könnte. Auf der anderen Seite ist in den letzten Jahren aber das Bewusstsein dafür auch gewachsen. Zum Beispiel


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weiß jeder, dass es mittlerweile immer nachvollziehbar sein kann, wo man sich gerade befindet. Es ist die nahe Zukunft, in der der Film spielt. Alicia: Ich finde, wenn man sich diesen Film ansieht, fühlt es sich nicht so unrealistisch an. Es ist fast schon selbstverständlich: So wird es bald sein. Aber wenn man sich nicht bewusst damit auseinandersetzt, passiert eine Veränderung schleichend ohne dass man es wirklich begreift.

Die im Film gezeigte Gesellschaft ist nach dem Leistungsprinzip ausgerichtet und Menschlichkeit wird links liegen gelassen – welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen dieser Gesellschaft und unserer? Emilia: Viele! Wir befinden uns alle in einem System, dem wir uns nicht so einfach entziehen können. Meine Filmfigur Ewa wagt es, lebt aber auch am Existenzminimum. Alicia: Das Prinzip, alles müsse immer schneller gehen und funktionieren, überschneidet sich jetzt schon sehr mit unserer Gesellschaft. Und ich bin gespannt, ob

SPRACHROHR

sich in Zukunft bald Gegenströme entwickeln. Indem man versucht, zu entschleunigen und bewusst wieder dagegen geht. Allein, dass ein Gespräch darüber stattfindet und dass es in den Köpfen der Menschen ist, ist schon eine interessante Entwicklung.

Alicia von Rittberg ist ebenfalls seit 2006 im Fernsehen zu sehen, 2014 wurde sie in „Herz aus Stahl“ einem internationalen Publikum bekannt. Im selben Jahr gewann sie als „Beste Nachwuchsschauspielerin“ den New Faces Award für ihre Rolle in „Die Hebamme“.

Wie sich Emilia und Alicia beim Minderheiten-Quartett schlagen, seht ihr hier:

„Jugend ohne Gott“ thematisiert den gesellschaftlichen Wandel und kommt pünktlich zur Bundestagswahl in die Kinos. Was müsste passieren, damit mehr Leute wieder wählen gehen? Politik greifbarer machen. Klar gibt es Menschen, die sich sowieso dafür interessieren und Zeitungen lesen. Aber eben auch die anderen, die vielleicht lieber Filme gucken. Also vielleicht hilft auch dieser Film, das Thema den Menschen näherzubringen.

Alicia:


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M I T TAGSPAUSE

... mit Susanne Kortendick, METRO Deutschland

„Freundlichkeit ist schon die halbe Miete.” Warum eine Karriere im Großhandel? Und wie wird man eigentlich Chef von etwas? SPIESSER-Autorin Chiara sprach mit METRO Deutschland Personalchefin Susanne Kortendick darüber, wie man seinen Traumjob findet, über den Umgang mit Nervosität und das Thema Sexismus. von Chiara Aron, 21

Für Schüler und Studierende scheint Ihr Beruf sehr weit weg – Wie wird man Mitglied einer Geschäftsführung? Ich bin Diplompädagogin im ersten Beruf und habe dann noch einmal weiterstudiert zur Diplomkauffrau. Als ich schon im Beruf war, habe ich nebenher promoviert und dann vor einigen Jahren einen Master of Executive Coaching aufgesattelt. Man kann sagen, ich bin immer wieder auf die Schulbank zurück. Es gibt kein Studium, dass umfassend auf den Berufsalltag als Geschäftsführerin Personal vorbereitet. Die meisten der Kollegen sind entweder wie ich Pädagogen, Juristen oder Kaufleute, aber ich habe auch schon Theologen kennengelernt – das ist sehr offen.

Können Sie Dinge aus Ihrem Pädagogikstudium heute noch anwenden? So unterschiedlich ist das gar nicht. Als Führungsperson beschäftige ich mich viel damit, wie Menschen andere Menschen anleiten, Dinge zu tun. Da geht es darum, dass man Sachen lernt, und Pädagogen setzen sich mit der Frage auseinander, wie Menschen lernen. Das hat mir viel genützt in meinem Leben, weil es immer wieder darum geht, wie

Susanne Kortendick Als Schülerin wollte Susanne Kortendick eigentlich Lehrerin für Sonderpädagogik werden. Nach ihrem Studium der Erwachsenen- und außerschulischer Jugendbildung hat sie sich weitergebildet und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen gesammelt. Heute leitet sie den größten Handelskonzern Deutschlands: Als Personalchefin sitzt sie seit März 2017 in der Geschäftsführung bei METRO Cash & Carry Deutschland und führt rund 12.000 Personen.

Fotos von Jakub Kalisz ewski

wir die Mitarbeiter auf neue Techniken schulen oder neue Verfahrensweisen einführen – da kann ich ganz viel aus meinem Pädagogikstudium schöpfen.

Was genau machen Sie als Personalchefin eigentlich? Die schöne Antwort darauf ist: Eigentlich unterhalte ich mich den ganzen Tag. Das ist tatsächlich oft so in meinem Berufsalltag. Ich habe sehr viele Besprechungen, wenn es darum geht, wie wir Dinge im Unternehmen gut und richtig tun und wie wir unsere Beschäftigten über Probleme oder Änderungen informieren. Oder ich überlege, welche Weiterbildungsmöglichkeiten unsere Beschäftigten brauchen. Ganz konkret: Was muss unser Abteilungsleiter Fisch lernen, um auch morgen noch dem Kunden ein tolles Angebot machen zu können? Was müssen unsere Kassenkräfte lernen? Ansonsten stelle ich Leute ein, hin und wieder muss ich auch mal jemanden entlassen.

Worauf achten Sie bei Bewerbern bevor Sie jemanden einstellen? Es ist immer wichtig, sich gut vorzubereiten und auch eine gute Bewerbung


23 zu schreiben, also eine, die mich interessiert. Mich interessiert, wenn sich jemand das Unternehmen schon mal ein bisschen angeguckt hat, auch weiß, dass die METRO zum Beispiel ein Großhandelsunternehmen ist und kein Einzelhandelsunternehmen. Solche Kleinigkeiten machen es da oft schon aus. Das gilt auch für Vorstellungsgespräche. Als junger Mensch müssen Sie keine perfekten Bewerbungsgespräche abliefern, das erwarten wir nicht. Aber eine Weltoffenheit, ein Interesse, eine Freundlichkeit: Das sind so Grundtugenden, die sollte jeder trainieren.

Und was würden Sie Jugendlichen sonst noch raten bei der Jobsuche? Jungen Menschen würde ich immer empfehlen, sich viele Sachen anzugucken. Häufig weiß man gar nichts genaues über die eigenen Interessen, weil man nicht genug Dinge ausprobiert hat. Da wäre immer die Bitte: Mach

SPRUNGBRETT

mal ein Praktikum und auch gerne zwei oder drei Praktika, guck dir richtig verschiedene Unternehmen an.

Sie sind eine Frau in Führungsposition. Haben Sie auf Ihrem Weg dorthin negative Erfahrungen aufgrund Ihres Geschlechts gemacht? In den ersten Jahren meines Berufslebens war es für Frauen nicht ganz einfach und gerade in der Bildung immer schwierig im Vergleich zu Männern. Eine Anekdote, und das habe ich schon jahrzehntelang nicht mehr erlebt: Bei meiner Jobsuche im letzten Jahr war ich bei einem mittelständischen Automobilzulieferer zum Bewerbungsgespräch. Dort angekommen wurde mir dann gesagt, ich käme für die Stelle nicht infrage, weil ich eine Frau bin. Das war die einzige Begründung und das wurde mir auch exakt so gesagt. Das ist aber natürlich nicht in jedem Unternehmen so.

Noch einmal zurück zur METRO: Was für Menschen sind im Handel gut aufgehoben? Was man im Handel braucht, ist vor allen Dingen viel Freude an der Kommunikation. Es muss mir Spaß machen, mit anderen Menschen zu sprechen und die Produkte vorzustellen. Ich muss Freude daran haben, etwas über die Produkte zu lernen, die ich im Regal habe. Bei uns ändert sich schnell die Welt und es gibt immer wieder neue Trends. Das beste Beispiel dafür ist bio: Ein Riesending, aber ich muss auch wissen, was bio eigentlich ist. Und in zehn Jahren muss ich dann etwas anderes wissen. Und: Freundlichkeit. Das ist schon mal die Hälfte der Miete. Ob Chiara sich in ihrem Job auch gerne den ganzen Tag unterhalten würde? Fragt sie auf: SPIESSER.de/user/cchiaron

Dein Einsatz für eine gerechte Welt Du willst neue Menschen, Länder und Kulturen kennenlernen und zu mehr Gerechtigkeit beitragen? Dann ist der MISEREOR weltwärts-Freiwilligendienst genau das Richtige für dich!

„In Indien heißt Gerechtigkeit nicht nur, dass alle die gleichen Regeln zu befolgen haben. Es wird dort auch leichter vergeben und anerkannt, dass jeder Mensch fehlbar ist.“ Luis Konwinski, 19, Indien

Ob im Bereich Bildung, Menschenrechte, Kultur, Frieden oder Landwirtschaft – in über zehn Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika bietet MISEREOR über seine Partnerorganisationen Einsatzstellen für Freiwillige an. Ein Freiwilligendienst ist was für dich, wenn du: zwischen 18 und 28 Jahre alt bist Abi oder einen Haupt- bzw. Realschulabschluss mit abgeschlossener Ausbildung hast eine der im Partnerland gesprochenen Sprachen, wie z. B. Englisch, Französisch oder Spanisch, sprichst oder lernst bereit bist, in einfachen Verhältnissen zu leben

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„In Sambia haben viele Menschen kein Vertrauen in die Justiz, weil sie oft benachteiligt werden. Gerechtigkeit heißt für mich Gleichheit vor dem Gesetz, egal welcher Volksgruppe oder Hautfarbe man angehört.“ Leo Krämer, 19, Sambia

dich auf andere klimatische und kulturelle Bedingungen einlassen kannst

„In Timor-Leste überwiegt als Reaktion auf gute Leistungen leider oft der Neid. Zu einer gerechten Gesellschaft gehört neben der Chancengleichheit auch Engagement, Eigeninitiative und Anerkennung guter Ergebnisse.“ Leonie Steinmetz, 20, Inselstaat Timor-Leste

bereit bist, einen Förder- oder Unterstützerkreis zu gründen weltoffen und lernbereit bist, gern im Team arbeitest, und Interesse am Thema „Eine Welt“ hast

Das Fernweh hat dich jetzt so richtig gepackt? Dann bewirb dich bis zum 31. Oktober für den Freiwilligendienst bei MISEREOR: misereor.de/mitmachen/freiwilligendienst

Leo

Luis

Leonie


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SPRUNGBRETT

BE RU F E ROU L E T T E

Absolut der Renner! Mindestens einmal die Woche deckt sich jeder im Supermarkt mit Lebensmitteln ein. Doch wer sorgt dafür, dass die Regale auch immer voll sind? SPIESSER-Autorin Marie hat Henrik Schmidt (29), Azubi im Abiturientenprogramm bei REWE, getroffen und herausgefunden, wie der Laden läuft. , 19 vo n Ma rie Sc hä fer

Po pp Fo tos vo n Ma tth ias

A

ls ich im REWE City Markt in Dresden ankomme und nach Azubi Henrik frage, muss dieser erstmal durch die Sprechanlage von irgendwo aus dem Markt gerufen werden. Der 29-Jährige ist nämlich schon zum Assistenten der Marktleitung aufgestiegen, eine Position mit viel Verantwortung. Er weist Mitarbeiter an, teilt ihnen Aufgaben zu und kümmert sich um die Bestellungen von Waren. „Wir haben perfekt gearbeitet, wenn der Markt aufgeräumt aussieht und die Regale voll sind“, erklärt mir Henrik. Der 29-Jährige absolviert bei REWE das Abiturientenprogramm. Es beinhaltet nicht nur die 18-monatige Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel, sondern anschließend auch die Weiterbildung zum Handelsfachwirt. „Der Vorteil daran ist, dass ich meine Ausbildung statt in üblichen 36 Monaten, in nur 18 Monaten durchlaufe“, erklärt er mir. Dadurch kann es aber manchmal ganz schön stressig sein, denn die Theorie, zu der beispielsweise rechtliche Grundlagen, Marketingstrategien und das Rechnungswesen gehören, wird in knapp einem Monat abgehandelt.

Karriereplan für Frühaufsteher Eine Hürde in Henriks Ausbildung war das zeitige Aufstehen. „Ich leite die erste Schicht und stehe dafür jeden Morgen um 3:45 Uhr auf. Wenn andere also feiern gehen, muss ich schon ins Bett, um früh fit zu sein“, erklärt Henrik, „Der Spaß und die Abwechslung in meiner Ausbildung machen das aber wieder wett.“

Henrik lernt während seiner Ausbildung jede Abteilung des Marktes kennen und hat mittlerweile auch den REWE-Fachjargon drauf. „Am ersten Tag sagte meine Chefin zu mir, ich solle mich um die „Mopro“ kümmern. Erst später verstand ich, dass damit die Molkereiprodukte gemeint sind“, erzählt Henrik. Auch Dinge wie die „Renner- und Penner-Liste“ müssen erst einmal gelernt sein. „Ich dachte ja zuerst, das sei nur eine Redewendung hier aus dem Markt, aber das steht sogar so in den Lehrbüchern“ sagt Henrik lachend. Dahinter verbergen sich die Produkte, die am meisten und am wenigsten verkauft werden.

Zielsicher zum eigenen Markt Henriks Ausbildung bietet super Weiterbildungs- und Aufstiegschancen. „Nach erfolgreichem Abschluss kann man dann auch Marktleiter werden“, erzählt mir Henrik von seinem Karriere-Ziel. Dabei hatte er nach dem Abi gar nicht vor, Kaufmann im Einzelhandel zu werden. „Ich habe zuerst Wasserwirtschaft studiert, was mir aber zu theoretisch war“, erzählt Henrik. Die praktische Arbeit, das angenehme Arbeitsklima, die guten Strukturen und Entwicklungschancen bei REWE überzeugen ihn nach wie vor. Planen kann man eigentlich keinen Tag im Voraus, aber das ist es, was Henrik so fasziniert und an seiner Ausbildung begeistert.

Welche Fachjargon-Begriffe Marie noch gelernt hat? Fragt sie auf: SPIESSER.de/user/TastenMöhre

Kaufmann im Einzelhandel Dein Traumjob, wenn du … • gern Verantwortung übernimmst • ein Organisationstalent hast • einen abwechslungsreichen Job mit schnellen Aufstiegschancen suchst Das gehört dazu: • Spaß an Teamarbeit und am Umgang mit Menschen • Kommunikationsstärke • Eigeninitiative Wie du es wirst: • gutes (Fach-) Abitur • 18 Monate Ausbildung im Markt inklusive 27 Seminartagen Einstiegsgehalt: • 1005 Euro brutto


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PROBE FA H RT

Verhältst du dich in kritischen Verkehrssituationen richtig? Es gibt Situationen, die beim Autofahren gefährlich werden können – die eigene Unaufmerksamkeit, nicht genügend Abstand oder glatte Oberflächen sind nur einige davon. Wie du dich in solchen Situationen richtig verhältst, kannst du in diesem Test herausfinden und beim Fahrsicherheitstraining von Ford „Vorfahrt für deine Zukunft!“ lernen. von Poli na Boy ko, 26

1. Wie ist die optimale Handstellung beim Fahren? a) 9 und 3- Stellung b) 1 und 7- Stellung c) 12- Stellung A: 9 und 3- Stellung. In dieser Position habt ihr den besten Bewegungsradius ohne die Hände vom Steuer zu nehmen. Außerdem sollten sich eure Hände nicht vor dem Airbag befinden.

B und C: Bei Geschwindigkeiten unter 40 km/h gilt die zwei Sekunden-, bei Geschwindigkeiten darüber die drei Sekunden-Regel. Dabei macht ihr ein Objekt am Straßenrand aus, an dem das Fahrzeug vor euch vorbeifährt, und prüft wie lange es dauert, bis ihr das Objekt passiert. Unter 3 Sekunden sollte dieser zeitliche Abstand bei Geschwindigkeiten über 40 km/h nicht liegen!

4. Wie reagiere ich richtig bei Untersteuerung? 2. Wofür steht die Abkürzung ABS? a) Auffahrbremssensor b) Antiblockiersystem c) Autobodenscheinwerfer B: ABS steht für Antiblockiersystem. Das System greift ein, wenn ihr so viel Druck auf das Bremspedal ausübt, dass dies wahrscheinlich zu einer Reifenblockierung führt. Das wäre schlecht, weil die Reifen sich für den bestmöglichen Halt drehen müssen, um das Fahrzeug in die gewünschte Richtung lenken zu können. So könnt ihr, auch wenn ihr in Panik voll auf das Bremspedal tretet, trotzdem das Fahrzeug kontrollieren. Das ABS funktioniert aber nur mit der Bodenhaftung zwischen Reifen und Straße – fährt man also auf einer Eisfläche, kann es wenig helfen.

3. Wie lautet eine wichtige Regel beim Abstand halten? a) 1 Sekunde b) 2 Sekunden c) 3 Sekunden

a) Gas geben b) Gegenlenken c) Bremsen C: Wenn die Wagenfront beim Versuch zu wenden schleudert und das Auto weiter geradeaus fährt, nennt man das Untersteuern. Beim Abbremsen wird das Gewicht nach vorne verlagert, was den Vorderreifen die Haftung gibt, die sie benötigen, um zu wenden.

Unser Test hat euch einige Wissenslücken offenbart? Dann macht mit beim Fahrsicherheitstraining „Vorfahrt für deine Zukunft!“ Die nächsten Termine finden statt am: • •

7. und 8. Oktober in Berlin 19. und 20. Oktober in Recklinghausen

Alle Infos findet ihr unter www.vorfahrt-fuer-deine-zukunft.de

Nehmt am exklusiven Fahrsicherheitstraining in Berlin teil! Wir verlosen ein Fahrsicherheitstraining am 6. Oktober in Berlin! Seid dabei, ob alleine oder mit Freunden, und macht euch fit für den Straßenverkehr! Unter SPIESSER.de/vorfahrt-fuerdeine-zukunft könnt ihr euch bis 24.09.2017 anmelden – die begrenzten Plätze werden dann ausgelost.

5. Wohin sollte ich bei Übersteuerung hingucken? a) In die Richtung, in die das Fahrzeug fahren soll b) In die Richtung, in die das Fahrzeug fährt c) In den Rückspiegel A: Wenn das Fahrzeugheck schleudert, nennt man das Übersteuern. Dabei ist es hilfreich, nicht zu bremsen und in die Schleuderbewegung hinein zu fahren. Um die Übersteuerung zu kontrollieren, müsst ihr in die Richtung gucken, in die das Fahrzeug fahren soll.

Wie Polina bei dem Test abgeschnitten hat? Fragt sie auf: SPIESSER.de/user/Individuot


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SPRUNGBRETT

K A R R IE IERE

Der Handel – Nicht nur für Zahlenfüchse Ob als Kauffrau, Buchhändler oder Automobilkaufmann – im Handel geht es oft um Zahlen, aber nicht nur. Was noch dazu gehört, was ihr in einer Ausbildung im Handel lernt und wo ihr später arbeiten könnt, zeigen euch beispielhaft diese ausgewählten Ausbildungsberufe. von Fabian Möbius, 17 und Katharina Mehner, 16

Automobilkauffrau/-mann

Drogist/in

Ideal für dich, wenn du: • schon als Kleinkind gern mit Autos gespielt hast • keine Probleme im Umgang mit großen Zahlen hast • dich von Neuerungen in der Autoentwicklung begeistern lässt

Ideal für dich, wenn du: • Spaß am Umgang mit Menschen hast • Interesse an Pflegeprodukten hast • dich mit Ernährung- und Gesundheitsfragen auskennst

Während der Ausbildung: • wird deine Kommunikationsfähigkeit geschult • erweitert sich dein technisches Verständnis • erhältst du Kenntnisse in der Kalkulation, der Statistikerstellung und dem Rechnungswesen Hier arbeitest du später: • in Autohäusern • bei Automobilherstellern • bei Automobilimporteuren

Während der Ausbildung: • lernst du das Sortiment deines Ausbildungsbetriebs kennen • wirst du über Inhaltsstoffe Bescheid wissen • werden dir kaufmännische Tätigkeiten vermittelt Hier arbeitest du später: • in Drogerien bzw. Drogerieabteilungen • im Großhandel für Kosmetik, Körperpflegemittel oder pharmazeutische Produkte

Buchhändler/in Ideal für dich, wenn du: • Eigeninitiative und Entscheidungsfreude mitbringst • Überzeugungsfähigkeit als deine Stärke siehst • Bücher nicht als Dekoration siehst • ein Gespür für neue Bestseller hast

Während der Ausbildung: • berätst du Kunden • gibst du Bestellungen bei Großhändlern auf • entwickelst du Marketingkonzepte

Hier arbeitest du später: • im Bucheinzelhandel • in Buch- und Zeitschriftenverlagen • in Einrichtungen der Kultur- und Medienbranche

Kauffrau/-mann im Großund Außenhandel Ideal für dich, wenn du: • die Organisation in Person bist • gern mit Zahlen und Daten arbeitest • Spaß am Verkaufen hast • Büroarbeit magst Während der Ausbildung: • erlernst du kostensparend zu handeln • lernst du alles über Warenkunde, Einkauf und Verkauf • wird dir beigebracht, wie man mit großen Firmen kommuniziert und Angebote verhandelt Hier arbeitest du später: • in Handels- und Außenhandelsunternehmen • in Export- und Importabteilungen

Fotomedienfachfrau/-mann Ideal für dich, wenn du: • Fotografieren liebst • auf moderne Fototechnik stehst • Sinn und Gespür für Ästhetik besitzt Während der Ausbildung: • erlernst du den Umgang mit Fotobearbeitungsprogrammen • gestaltest und realisierst du Fotound Videoaufnahmen • bekommst du umfassendes Wissen über Urheber- und Persönlichkeitsrechte Hier arbeitest du später: • in Fotolaboren und -studios • im Fotofachhandel • in Werbe- und Marketingagenturen


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Wir suchen jemanden, der lernen will, wie man Lebensmittel an den Mann bringt. Und an Oma Hilde natürlich. Kristina & Murat, PENNY Azubis

Du packst Dinge lieber direkt an, statt nur drüber zu reden – schätzt aber auch den direkten Austausch mit Kollegen und Kunden? Du hast gute Ideen und keine Angst vor Verantwortung? Dann bring’ jetzt als Azubi bei PENNY deine Kreativität

und deine Meinung ein. Freu’ dich auf eine respektvolle Arbeitsumgebung – und auf den Job, nach dem du immer gesucht hast.

Penny sucht: vielseitige Azubis (m/w) und duale Studenten (m/w) Beginn: 01. August 2018 / 01. September 2018 | Dauer: 2-3 Jahre | Ort: Deutschlandweit möglich • zum Kaufmann (m/w) im Einzelhandel • zum Kaufmann (m/w) für Büromanagement • zum Fachlagerist (m/w)/ zur Fachkraft (m/w) für Lagerlogistik • für das Abiturientenprogramm • für das duale Studium – Bachelor of Arts (BWL / Handel) Lust auf einen Job im Lebensmittelhandel und auf richtig gutes Teamwork? Dann bewirb dich online und finde bei uns alles, was du für eine erfolgreiche Zukunft in einer PENNY Filiale brauchst! Bei dir sind noch Fragen offen? Schau auf unsere Website: ausbildung-bei-penny.de

Das ist jetzt dein Job! ausbildung-bei-penny.de


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K A R R IE IERE

Das Handwerk – Berufe zum Anpacken Handwerksberufe wie Kürschner, Bootsbauer oder Bühnengestalter scheinen immer unbekannter zu werden. Dabei verstecken sich hinter den ungewohnten Bezeichnungen tolle Berufe für kreative, handwerklich begabte oder äußerst geduldige Menschen. von Fabian Möbius, 17 und Katharina Mehner, 16

Kürschner/in

Bootsbauer/in:

Bühnengestalter/in

Ideal für dich, wenn du: • keine Probleme beim Arbeiten mit Pelzen und Leder hast • Fingerfertigkeit besitzt • keine Tierhaarallergie hast

Ideal für dich, wenn du: • gern tüftelst, konstruierst, baust, gestaltest • eine Faszination für Boote hegst

Ideal für dich, wenn du: • Interesse an Theater, Oper, Tanz, Literatur, Film, Kunstgeschichte und Architektur hast • technisch-handwerklich geschickt und künstlerisch begabt bist

Während der Ausbildung: • lernst du, Leder und Pelzfelle unter Beachtung der Artenschutzbestimmungen • fertigst und nähst du Werkstücke, wie Mäntel oder andere Kleidungsstücke aus Pelz oder Leder Hier arbeitest du später: • in handwerklichen Kürschnereien • bei der großbetrieblichen Herstellung von Pelzen und Leder

Chirurgiemechaniker/in Ideal für dich, wenn du: • gerne tüftelst • immer auf dem neuesten Stand der Forschung sein möchtest • ein ruhiges Händchen und ein gutes Augenmaß besitzt Während der Ausbildung: • lernst du, Flächen und Formen an Geräten und Instrumenten zu bearbeiten und instand zu setzen • lernst du, wie Werkzeugmaschinen gesteuert und programmiert werden • wird dir das Erstellen von technischen Unterlagen näher gebracht Hier arbeitest du später: • medizinische Handwerksbetriebe • Industriebetriebe, die medizinische Instrumente herstellen

Während der Ausbildung: • lernst du Arbeits- und Ablaufpläne zu erstellen • werden dir die Basics des Bootsbaus vermittelt • stellst du Konstruktionen her • lernst du, Kunden ihre Wünsche von den Augen abzulesen Hier arbeitest du später: • in Bootswerften • im Bootsverleih und –verkauf

Während der Ausbildung: • erlernst du das Mischen von Farben, Bemalen von Leinwänden, Modellieren von Kunststoff und Verkleiden von Drahtkonstruktionen • erstellst du Raum- und Farbkonzepte • fertigst du Entwürfe an • baust du Modelle Hier arbeitest du später: • an Theater- und Opernhäusern • in Kulissenwerkstätten von Fernseh- oder Filmstudios

Fachkraft für Speiseeis Ideal für dich, wenn du: • gern mit Lebensmitteln arbeitest • ein Profi in Sachen Eissorten bist Während der Ausbildung: • bekommst du die Grundlagen des Gastgewerbes vermittelt • lernst du, gut zu wirtschaften • wirst du in die Kunst der Milch- und Fruchteisproduktion eingeweiht und darfst dich kreativ austoben Hier arbeitest du später: • in Eiscafés, Eisdielen • Konditoreien • bei Großbetrieben der Speiseeisproduktion


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SPRUNGBRETT

Modist / in: Ideal für dich, wenn du: • kreativ und geschickt bist • gern selbstständig arbeitest

Orgel- und Harmoniumbauer/in Ideal für dich, wenn du: • handwerkliche Fähigkeiten besitzt • ein gutes musikalisches Gehör hast • dich in den Themenbereichen Elektrik, Pneumatik und Mechanik auskennst Während der Ausbildung: • erlernst du den Umgang mit Klebstoff und das Behandeln von Oberflächen • werden dir der Aufbau und die Funktionszusammenhänge von Orgeln und Harmonien gezeigt • fertigst du zylindrische Pfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung an Hier arbeitest du später: • bei handwerklichen und industriellen Orgel- und Harmoniumherstellern

Technische/r Systemplaner/in Ideal für dich, wenn du: • Zahlen, Skizzen, Technik und Grafikprogramme liebst • eine besonders anspruchsvolle Ausbildung suchst Während der Ausbildung: • erlernst du das Erstellen von technischen Dokumenten • wirst du an Grafikprogramme herangeführt, um Konstruktionen am Computer zu planen • wird dir umfassendes Wissen in der Ausführung von Berechnungen und dem Beurteilen von Werkstoffen vermittelt Hier arbeitest du später: • Ingenieur- und Planungsbüro • in Unternehmen im Bereich der Elektrotechnik

Während der Ausbildung: • fertigst du Modellentwürfe an • stellst du Filz- und Strohhüte her, sowie Kopfbedeckungen aus anderen Materialien • entwickelst du Hüte sowie Kappen oder Brautgestecke • stellst du Schnittmuster und Schablonen her Hier arbeitest du später: • in Betrieben der handwerklichen Hutherstellung • in der industriellen Serienfertigung von Hüten und Kopfbedeckungen • in Kostüm- und Hutmachereien von Opern- und Schauspielhäusern oder Filmstudios

Bestattungsfachkraft Ideal für dich, wenn du: • privat und beruflich trennen kannst • ein Gespür für die Gefühle der Menschen hast • körperlich belastbar und zeitlich flexibel bist Während der Ausbildung: • wirst du geschult in Betriebswirtschaft, Planung, Material- und Warenkunde • lernst du die professionelle Betreuung von Hinterbliebenen • unterstützt du bei der Planung von Trauerfeiern, Bestattungen und Beisetzungen • wirst du zum Experten auf dem Gebiet der berufsbezogenen Rechtsvorschriften Hier arbeitest du später: • bei Bestattungsunternehmen

Vergolder/in Ideal für dich, wenn du: • eine ruhige Hand und Fingerspitzengefühl besitzt • Interesse für Kunstgeschichte hast Während der Ausbildung: • lernst du das Vergolden, Versilbern und Metallisieren • erhältst du Kenntnisse über Maltechniken sowie Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten • fertigst du Skizzen und Zeichnungen an • erhältst du kunst- und stilgeschichtliche Kenntnisse sowie Fachwissen über moderne und historische Werkstoffe Hier arbeitest du später: • in Vergolderwerkstätten • in Restaurationswerkstätten

Mälzer/in Ideal für dich, wenn du: • gut in Bio, Chemie und Physik bist • gern in der Lebensmittel- oder Getränkeindustrie arbeiten möchtest Während der Ausbildung: • lernst du eine umweltschonende Herstellung von Malz und Würze • erhältst du Kenntnisse über das Gären, Reifen, Lagern und Filtrieren von Bier • wird dir beigebracht, wie man alkoholfreie Getränke sowie Biermischgetränke herstellen kann Hier arbeitest du später: • in Brauereien und Mälzereien • bei Bier- und Hefeextraktherstellern • in Betrieben, die Obst- und Gemüsesäfte sowie andere nicht alkoholische Getränke herstellen


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M AC C H DE I N DI NG

Bis ans Ende der Welt Valentin Görne (26) ist gelernter Möbeltischler und Hobbyschmied. Anfang Mai ist er zu einer ganz besonderen Reise aufgebrochen: Er pilgert zu Fuß von Berlin bis nach Spanien. Da er bekennender Mittelalter-Reanacter ist, macht er das komplett in mittelalterlicher Kleidung! Hilliger, 22 von Paul

Ich telefoniere mit Valentin übers Handy. Das einzige Zugeständnis, das er an die moderne Technologie macht. Persönlich kann ich mich mit ihm nicht treffen, da er gerade in einem kleinen Dorf in den Pyrenäen ist. „Zwischendurch haben schon etwas die Füße geblutet“, meint er, als ich frage, wie es denn „läuft“.

Historisch und handwerklich Valentin will Geschichte erleben. Das ist auch einer der Gründe für seine Reise. Er verschweigt nicht, dass er nicht sonderlich christlich ist. Im Gegenteil: Er ist bekennender Heide. Für ihn ist es aber vor allem ein spiritueller Weg zur Selbstfindung. Valentin hat sein Werkzeug auf die Reise mitgenommen, um unterwegs arbeiten zu können. Von Haus zu Haus ziehen und nach Arbeit fragen, funktioniert heute nicht mehr wirklich gut. Stattdessen hat der 26-Jährige in den Pilgerstätten und Klöstern, an denen er vorbei gekommen ist, gegen Essen und Schlafplatz seine handwerklichen Dienste angeboten. Jetzt repariert er Möbel und fertigt kleinere Dinge an. Je nach dem, was gebraucht wird.

Jeder Tag ein Abenteuer Auf meine Frage nach seinem beeindruckendsten Erlebnis, erwidert Valentin: „Es ist einfach jeder Tag ein Abenteuer! Einmal hatte ich meine tägliche 50-km-Etappe absolviert und war in einer kleinen Stadt mit einem Pilgerkloster angekommen. Nachdem ich dort der Messe beigewohnt hatte, kam der Priester gleich auf mich zu. Ich erzählte ihm, dass ich eine Unterkunft bräuchte, woraufhin er mit mir zusammen im Taxi zu verschiedenen Motels fuhr, da die Pilgerunterkunft schon voll war. Bei denen war jedoch niemand da oder sie waren ausgebucht. Also bezahlte er das Taxi und wir waren etwas ratlos. Doch da kam ein Türke hinzu, der wohl mitbekommen hatte, worum es ging, und lud mich zu sich nach Hause ein. Bei ihm zu Hause angekommen, bekam ich ein 3-Gänge-Menü angeboten.


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SPRUNGBRETT

Ich hatte bei einem Unwetter außerdem meinen Hut verloren und als ich das erzählte, schenkte man mir kurzerhand einen Turban! Seine Wohnung war jedoch schon voll, denn es war Ramadan, aber er redete kurz mit einem Verwandten und bei ihm durfte ich dann schlafen.“

Eine internationale Gemeinschaft Unterwegs erzählt Valentin anderen Pilgern seine Geschichte. Und so kam es, dass er ab der Mitte Frankreichs in den Pilgerstationen auf seinem Weg bereits immer erwartet wurde. Er ist ein echter Star geworden! So fand er auch Gleichgesinnte: Ein französisches Pärchen, ein Engländer und eine Holländerin gehören inzwischen zu seinen ständigen Begleitern, die den Weg mit ihm beschreiten. Sofern er Zutaten hat, kocht Valentin für sie „historisches“ Essen und die Fünf haben sich trotz Sprachbarriere angefreundet. Valentin wird den Weg bis zum Ende gehen: „Santiago de Compostela reicht mir nicht! Ich werde weiterlaufen bis zum Kilometer null des Jakobswegs, dem Kap Finisterre. Dort, so glaubten die Menschen im Mittelalter, wäre das Ende der Welt, weil im Westen nur noch Wasser liegt.“ Was dann kommt, weiß er noch nicht. Nachdem ich mit Valentin gesprochen habe, bin ich mir jedoch sicher: Noch mehr Abenteuer!

In welcher Kluft Paul so eine Wanderschaft unternehmen würde? Fragt ihn auf: SPIESSER.de/user/PaulausMdorf

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10 Jahre Deutsch-Französischer Freiwilligendienst – Sei dabei! Du willst selbstständiger werden, neue Leute kennenlernen, deine Sprachkenntnisse verbessern? Seit zehn Jahren bietet der Deutsch-Französische Freiwilligendienst (DFF) für all das die perfekte grenzüberschreitende, interkulturelle und unbürokratische Möglichkeit! Ob im Sportbereich, Kulturbereich, Schulbereich, Hochschulbereich, im ökologischen oder sozialen Bereich – wo auch immer deine Stärken und Talente liegen, das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) hat die passende Einsatzstelle für dich.

„Ich werde mich auch nach meinem Freiwilligendienst weiterhin für die deutsch-französische Freundschaft und für Europa einsetzen, sei es durch Vereine, Parteien oder durch die Arbeit. Außerdem sehe ich nun viele Dinge vermehrt mit Humor. Non, je ne regrette rien!“ Stephanie, 25, Freiwillige an der Berufsschule in Dombasle-sur-Meurthe bei Nancy

„Aus meinem Freiwilligendienst nehme ich zahlreiche positive Erfahrungen aus dem Schulalltag und die Erinnerung an eine wunderschöne Zeit mit vielen neuen Freunden mit. Ansonsten denke ich, dass ich selbstsicherer und eigenständiger geworden bin. Alles in allem also eine durchweg positive Erfahrung!“ Liv, 19, Freiwillige am collège in Saint-André-de-l’Eure bei Rouen

„Ich habe in diesem Jahr nicht nur Frankreich, sondern auch mich besser kennengelernt. Ich nehme viele neue Freunde und Bekanntschaften mit, verbunden mit unvergesslichen Momenten und neuen Trainingsmethoden.“ Susanne, 19, Freiwillige im Sportverein UFOLEP 47 in Tonneins bei Bordeaux

Unterstützung:

Taschengeld für Unterkunft, Verpflegung, Fortbildungsseminare, Versicherungen

Dauer:

12 Monate im Verein, 10 Monate an Schulen und Hochschulen

Alter:

18 bis 25 Jahre

Bewerbungsschluss:

Schule und Hochschule: Ausschreibung im Dezember für das folgende Schul-/ Studienjahr Vereine und Institutionen: variiert nach Einsatzort (Beginn im September)

Kontakt:

freiwilligendienst@dfjw.org | +33(0)1 40 78 18 18 | www.volontariat.ofaj.org


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K A R R IE R E

azubi.report 2017 Adé Sommerferien, willkommen in der Schule – zumindest in den meisten Bundesländern. Für viele beginnt das letzte Schuljahr und wichtige Fragen schwirren im Kopf herum: Was will ich beruflich machen? Wo liegen meine Stärken? Welches Unternehmen passt zu mir? Wie kann ich mit meiner Bewerbung überzeugen? Viele Abiturienten stellen sich zudem die Frage: Will ich studieren oder eine Ausbildung machen?

Für diejenigen, die nicht direkt wieder die Schulbank drücken und stattdessen Theorie und Praxis verbinden und ihr eigenes Geld verdienen wollen, kann eine Ausbildung eine super Alternative zum Studium sein. Wenn ihr dann noch studieren wollt, steht dem auch nach der Ausbildung nichts im Wege. Oder ihr verbindet beides in Form eines dualen Studiums. Ausbildung.de hat 2000 Azubis befragt und stellt im azubi.report 2017 die wichtigsten Zahlen und Fakten rund um das Azubileben vor.

Der Durchschnittsazubi:

Den vollständigen azubi.report 2017 findet ihr unter www.ausbildung.de/azubi-report!

Du weißt nicht, welche Ausbildung zu dir passt? Dann mach den Berufscheck auf ausbildung.de/berufscheck und finde es heraus.


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SPRUNGBRETT

Bewerbungsprozess Reichen fünf Bewerbungen? Oder doch lieber zehn? Mit wie vielen Vorstellungsgesprächen kann ich rechnen? Wie lange dauert es in der Regel bis ich einen Ausbildungsplatz habe? Über 40 % der Azubis bemängeln die Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess in der Schule.

Die Allianz baut im Vertrieb auf neue Wege der Personalsuche. Unsere zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Verantwortung übernehmen und stark im Umgang mit anderen Menschen sein. Die Videobewerbungen von JobUFO helfen uns dabei, echte Persönlichkeiten zu finden, die motiviert und kommunikationsstark sind.

Tipp: JobUFO Mit der JobUFO–App könnt ihr euch mit einer Videobewerbung ganz fix bei zahlreichen Unternehmen bewerben! Ganz ohne Bewerbungsanschreiben könnt ihr einen viel direkteren und authentischeren Eindruck hinterlassen und Personaler von euch überzeugen. Außerdem findet ihr hier viele Stellenanzeigen in eurer Umgebung, könnt eure Bewerbungen tracken und mit den Unternehmen über eine Nachrichtenfunktion kommunizieren. Weitere Infos findet ihr unter www.jobufo.com!

NORDSEE steht für Fischgenuss mit persönlichem Service und individueller Beratung. Mit den Videobewerbungen von JobUFO haben wir die Möglichkeit, Charakterköpfe kennenzulernen und Talente zu entdecken, die wir sonst vielleicht nicht erkannt hätten.


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K A R R IE R E

Anforderungen der Personaler Personaler sind der Schlüssel zu einem Unternehmen, denn wer in einen Betrieb einsteigen will, führt erste Gespräche meist mit ihnen. Auch hier spielen die Bewerbungsunterlagen eine zentrale Rolle. Wichtig für Bewerber ist aber auch, wie man sich bewirbt. Sollte ich eine klassische Mappe per Post schicken, mich via Mail bewerben oder gleich das Bewerbungstool auf der Homepage des Unternehmens nutzen? Das Ergebnis ist eindeutig: Personaler setzen zunehmend auf Online-Bewerbungen.

Der Vorteil von Online-Bewerbungen: Man hat alle Unterlagen in einer einzigen PDF zusammengefasst.

Unter ausbildung.de/ratgeber/bewerbung findet ihr zahlreiche Bewerbungstipps, inklusive Muster für Anschreiben und Lebenslauf!


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Finanzierung Kaum aus der Schule raus, merkt man erst, wie schön es doch war. Nachmittags kam man spätestens um vier nach Hause und genoss das „Hotel Mama“ ohne viele Verpflichtungen. Vor allem für diejenigen, die während der Ausbildung nicht mehr zu Hause wohnen, ändert sich dieser Zustand mit Ausbildungsbeginn schlagartig. Der azubi.report 2017 zeigt, dass den meisten das Ausbildungsgehalt nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu decken.

Zu den Themen Gehalt, Finanzierung und Wohnen hat ausbildung.de einige Tipps parat! Ein Blick auf ausbildung.de/ratgeber lohnt sich!

SPRUNGBRETT


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S P I ELW I E S E

Festivalreporter Der Festivalsommer ist vorbei aber ein nächster kommt bestimmt! Wir stellen euch drei sehr unterschiedliche Festivals vor – vielleicht ist ja was für euch und euren nächsten Sommer dabei?

SNNTG (Hannover)

Reload (Sulingen)

Tex t u n d Fot os von Vi v i an Hoye r, 2 0

Schmaler Taler oder dickes Portemonnaie? Mit 50 Euro für alle drei Tage ist man im Vergleich zu anderen Festivals definitiv auf der preisgünstigen Seite.

Geilster Gig?

Hi-Town Soul

Welche Band hast du vermisst? Kool and the Gang

Matsch, Strand oder Waldlichtung? Wilde Natur. Mit Swimmingpool und aufgeschütteten Sandflächen kommt hier aber auch mal Strandfeeling auf.

Für Headbanger oder Raver?

Tanz, wie du willst, hier ist alles erlaubt.

Must-Have-Accessoire?

Schmaler Taler oder dickes Portemonnaie? Mit 89 Euro wohl stabiles Mittelfeld. Dafür gibt es über 25 Bands und entspanntes Camping am Fahrzeug.

Geilster Gig?

Mit Amon Amarth auf Raubzug sein? Wichtige Ansagen von Heaven Shall Burn und Anti-Flag? Dadaistisches von Knorkator? Nächste Frage, bitte.

Welche Band hast du vermisst?

Linkin Park hätten sich wohlgefühlt – RIP, Chester!

Matsch, Strand oder Waldlichtung? Feinste niedersächsische aufgewirbelt.

Heilerde,

liebevoll

Für Headbanger oder Raver?

Headbanger und Moshpit-Enthusiasten. Diskriminiert wird aber niemand.

Must-Have-Accessoire?

Hula Hoop Reifen.

Aufblasbares Gummigetier.

Nachos am Hohenfels.

Klingt langweilig, aber Falafel können Leben retten.

Dieses Notfallessen geht immer?

Dieses Notfallessen geht immer?

G! (Färöer) Text u n d Fot os von Max Ung e r, 2 6

Schmaler Taler oder dickes Portemonnaie? Ein Drei-Tages-Ticket für 180 Euro ist ziemlich teuer. Daher lohnt sich der Vorverkauf (knapp 95 Euro) – Zu Hause bleiben ist keine Alternative.

Geilster Gig?

Orka und Bilderbuch

Winter is coming! Gewinnt GoT-3D-Masken zum Tragen oder Zimmer Dekorieren von arsEdition! Die Motive sind: Schattenwolf, Löwe, Drache oder Weißer Wanderer.

Welche Band hast du vermisst? Démira

Matsch, Strand oder Waldlichtung? Eingerahmt von Hügeln und Nordatlantik, malerisch am Strand

Für Headbanger oder Raver?

Die ganze Familie tanzt wonach ihr gerade der Sinn steht, gern auch im traditionell-färöischen Stil.

Must-Have-Accessoire?

Schafspullover – aber nur aus Wolle von der Insel, versteht sich!

Schulstart-Pakete gewinnen! Wir verlosen zwei Pakete mit je einem stylischen Pelikano Up und einem Spiralblock – alles made by Pelikan.

Dieses Notfallessen geht immer?

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IMPRESSUM

WIR SIND DURCH

SPIESSER erscheint bundesweit mit einer Druckauflage von 400.000 Exemplaren (IVW II/17). Herausgeber Orange YC GmbH Schandauer Straße 64 01277 Dresden

BR I E F A N ... DIE ER ST WÄ HL ER

Geschäftsführer: Björn Peters (V.i.S.d.P.) Telefon: 0351 31540-570 Fax: 0351 31540-40 Web: SPIESSER.de Mail: info@SPIESSER.de

Liebe Erstwähler, eine amerien und Monaten vorkommen wie Ihr müsst euch in diesen Woch wollen Alle l. kurz vor dem Abschlussbal kanische High-School-Queen Sie gt: gesa die Schwarzen. Oder, genauer euch – die Roten, die Grünen, ember finden eure Stim me! Denn am 24. Sept wollen nicht euch, sondern mit dabei. und ihr seid das erste Mal die Bundestagswahlen statt, e. Vielleicht bestimmt keine große Sach Für viele von euch ist das Vorsitzenden : Ein Schülerp arlament, die habt ihr schon einmal gewählt precher. Warum einfach „nur“ die Klassens eures Fußballvereins oder „Erstwahl“? also diese Aufregung um die drei Jahren ein besonderer Moment, vor Für mich persönlich war es rtet, nicht nur Lange hatte ich darauf gewa zum ersten Mal zu wählen. das ist es ja, auch mitzuentscheiden. Denn mitreden zu dürfen, sondern ner Turnhalle die kleine Kabine in irgendei was wir tun, wenn wir uns in Partei setzen: er einen Namen oder eine stellen und unser Kreuz hint t nur für die cheidungen trifft, die nich Wir bestimmen, wer die Ents hinaus – für ber sind, sondern auch darü nächsten vier Jahre wichtig den nächsten ert, beeinflusst, wie wir in unsere Zukunft. Wer heute regi mit welchen wir fahren, wie wir lernen, Jahren leben: Welche Autos nleben regeln. Gesetzen wir unser Zusamme estimmung. Und egung: Die Sache mit der Mitb Das also ist die ganze Aufr September auf lich guter Grund, sich am 24. das, finde ich, ist ein ziem einer ehemaligen zu machen. Lasst euch von den Weg in euer Wahllokal t sich! Erstwählerin sagen: Es lohn

Redaktionsleitung: Polina Boyko Redaktion: Henric Abraham, Tom Göpfert, Tabea Grünert, Falk Herrmann, Frieda Rahn Assistenz: Susann Thannert Layout: Anja Nier, Lena Schulze Lektorat: Anne Katharina König Mitarbeiter dieser Ausgabe: Chiara Aron, Cana Durmusoglu, Dmitry Erokhin, Lilly Fritzsche, Philipp Frohn, Paul Hilliger, Vivian Hoyer, Vincent Koch, Fabienne Kollien, Daniel Korenev, Katharina Mehner, Fabian Möbius, Marie Schäfer, Christian Schneider, Astrid Schwieder, Vanessa Vohs, Max Unger, Klara Wessel Fotos: Tony Haupt, Vivian Hoyer, Jakub Kaliszewski, Michael Kuchinke-Hofer, Matthias Popp, Fabian Tschök, Max Unger Illustration: www.flaticon.com, www.freepik.com, www.vecteezy.com Telefon: 0351 31540-570 Mail: redaktion@SPIESSER.de Mediaberatung: Anke Bai, Janine Kaufer, Stephan Kraus, Jakob Osman, Maik Richter Druckerei: GD Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co.KG Gutenbergstraße 3 99869 Günthersleben-Wechmar Distribution Orange YC GmbH willkommen@orange-yc.de Telefon: 0351 31540-550 Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos usw.; Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen.

Titelfoto: Emilia Schüle und Alicia von Rittberg Fotograf: Tony Haupt

Alles Liebe eure Astrid zt“ Ob Astrid mal eine Wahl „geschwän hat? Fragt sie auf: SPIESSER .de/user/pippi.langstrum

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#Flucht

Der nächste SPIESSER erscheint am 23. Oktober 2017.

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SPIESSER 172 – Bundesweit