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Februar | März 2017 | Nr. 169 | Social Media | SPIESSER.de

LOVE Jannik Schümann und Jannis Niewöhner in der Kissenschlacht Seite 14

HAHA Christian hat eine Freundschaftsanfrage von seiner Mama Seite 4

WOW Kaya Yanar entdeckt Social Media in der Vertretungsstunde Seite 18

Find ich gut! Was SPIESSER-Leser an Social Media mögen. Ab Seite 6.


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LOGIN

So social? Tja, da hängen wir wohl alle drin, in dem Netz der sozialen Netzwerke. Doch ist es eigentlich gut oder böse? Eine Spionagemaschine mit fruchtbarem Boden für Datenklau, Mobbing und Propaganda oder doch ein fortschrittliches, verbindendes Element, das Freiheit und Vielseitigkeit schafft? Oder kurz: Wie sozial sind soziale Netzwerke noch? To continue – einfach umblättern.

Sprachrohr

4

Wo ist der Logout beim Stammbaum?

Sprungbrett

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Die spacige Mittagspause mit der Leiterin des YouTube-Space, Mounira Latrache.

Kolumnist Christian hat eine Freundschaftsanfrage von Mama bekommen.

6

Die Spielwiese für YouTuber

I HR SE I D

Kennt ihr schon ... ... Falk? Der Berliner, der eine Leidenschaft fürs Reisen hat, bereichert unsere Redaktion mit seinen (meist veganen) Kochvorschlägen.

Ich bin SPIESSER, weil … … ich bei Rot an der Ampel stehen bleibe.

Was hab ich gemacht, wollte es aber nie machen? Einen Berg nachts zu zweit auf einem Paar Ski abfahren.

Wenn ich kein Geld habe, dann... ... mache ich mehr selbst!

Social-MediaSchicksale Fünf persönliche Social-Media-Geschichten.

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Kuscheln mit der „High Society“ Jannik Schümann und Jannis Niewöhner über Facebook, Familie und Filme.

24

Von wegen Nerd! Spannende Ausbildungen und Studiengänge im MINT-Bereich.

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Du kommst hier nicht rein! Zensur auf sozialen Netzwerken – Schutz oder Machtmissbrauch? Zwei Autoren diskutieren.

18

„Facebook ist uncool.“ Comedian Kaya Yanar lernt in der Vertretungsstunde selbst etwas über Social Media.

Spielwiese

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Mach’ mal lauter! Handy-Boxen zum selberbasteln – natürlich mit Anleitung.

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Handy aus – Herz an Fünf Schmökertipps von Buchbloggerin Hannah.

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Grünzeug mit Kultstatus Coole Rezepte mit dem Kultgemüse Kohl.

29

Rätselseite Rätselspaß und eine Horde Gewinne.

30

Logout Brief an den Like-Button, Impressum – das sind wir!


04

SPRACHROHR

KOLU M N E

Wo ist der Logout beim Stammbaum? 25 von Chr istia n Sch neid er,

E

s gibt Sätze, die möchte man bei Facebook einfach nie angezeigt bekommen. Zum Beispiel „Deine Freundin hat ihren Beziehungsstatus auf ,Es ist kompliziert‘ geändert“ oder „JETZT RAY BAN BRILLE 50% RABATT!“ Oder eben „Deine Mama hat dir eine Freundschaftsanfrage geschickt.“ Im Zeitraffer präsentiert die Pinnwand das kreative Schaffen der Eltern aus dem Freundeskreis, die bereits das Ufer zum Neuland mit zittrigen Füßen betreten haben. Comicrosen mit glitzerndem Text, der allen einen wunderschönen Start in die Woche wünscht. Glückskekszitate auf Sonnenuntergängen. Hier könnte man das Ganze noch getrost ignorieren. Doch spätestens wenn der erste blanke Po vom eigenen Kinderfoto mit dutzenden Kommentaren aus dem Freundeskreis versehen wurde, kann man der Supernanny direkt die nächste Freundschaftsanfrage schicken. Vom Empfinden her sind die Eltern im Internet in etwa so, als würde man gerade eine Geburtstagsparty im Keller schmeißen

und sie kommen unangekündigt früher nach Hause. Als würde man im Freundeskreis Geschichten vom Wochenende auspacken und plötzlich kommt der Vater wie selbstverständlich dazu: „Ist was? Warum seid ihr so ruhig? Spielt ihr FarmVille?“ – Und das dauerhaft. Vor 10 Jahren, als Jugendliche noch fernsahen und man probierte „Psychologinnen“ mit pseudopädagogischen TV-Formaten zu etablieren, als man „scripted reality“ noch nicht dazuschreiben musste, da hätte dieses Thema fruchtbaren digitalen Boden gefunden. Thema der heutigen Sendung „Hilfe! Mama stupst meinen Freund an“ oder „Wie sie als Elternteil die Kindersicherung von ihrem Laptop entfernen, die ihnen ihr Kind verpasst hat, nachdem sie es öffentlich mit peinlichen Kosenamen ansprachen.“

ihr schon dieses Gangnam-Style? Das ist so witzig, wie dieser Asiate ... ach verdammt! Sehen wir es realife-realistisch. Wir müssen akzeptieren, dass dieses Internet alle Menschen verbindet, auch unsere Eltern. Auch wir fingen mal mit albernen Grüßen auf der Pinnwand an. Erinnert ihr euch? Entweder wir sehen das ein und lösen uns von der Vorstellung des elternrechtsfreien Raums. Oder wir nehmen ihre Freundschaftsanfragen nicht an. Oder wir schlagen zurück und nun entschuldigt mich, ich muss mich jetzt auf stayfriends anmelden und Fotos von meiner Mutter hochladen, wie ihr bei der letzten Radtour die Hose geplatzt ist.

Aber wie ich das hier schreibe, merke ich, dass auch ich wahrscheinlich schon zum Facepalmen bin. Allein, dass ich Facebook als Plattform gewählt habe, offenbart schon meine Online-Vergreisung. Kennt

Ob die Superna nny Chr istia ns Freundschaftsanfrage auf: angenommen hat? Frag t ihn SPIESSER.de/user/ nten der -ma nn-den-sie-pfirsich-nan


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HER Z STÜ CK

?!

Social-MediaSchicksale Schon längst scheint das Soziale an Social Media flöten gegangen und hat Platz geschaffen für Hass und Kommerz. Dystopische Phantasien suchen uns bei jedem Einloggen heim und mit jedem Post, jedem Kommentar, jedem Like betreiben wir Datenstriptease, lassen uns durch Werbung manipulieren und durch dumme Kommentare nerven. Warum machen wir das eigentlich? Sind wir abhängig, naiv oder einfach dumm? Oder steckt da doch noch irgendwo der Kern der Gemeinschaftlichkeit des Social Web? Der schier endlosen Informationsquelle, die uns fasziniert und Freiheit suggeriert? Die Freiheit, Menschen überall kennenzulernen, die schönsten Orte zu sehen und die interessantesten Artikel zu lesen. Die Freiheit, die unsere Eltern und Großeltern in dieser Form nie gekannt haben. Fünf SPIESSER-Autorinnen machen sich in ihren ganz persönlichen Geschichten auf die Suche nach der Zwischenmenschlichkeit in Social Media.


07

SPRACHROHR

Mein Opa und das Kameramonster von Alina Sonnefeld, 19

E

s wird sich oft lustig gemacht über ältere Generationen, die Technik nicht verstehen: Omas die verzweifelt das Internet „löschen“, Großväter, die über Anglizismen schimpfen und Eltern, die sich betont cool in soziale Netzwerke begeben. Alle die mag es geben, aber ich behaupte, dass sich das Blatt wendet. Der Gedanke dazu kam mir letzten Herbst. Ich bat meinen Opa, ein Bild von mir und meinem Freund mit einer billigen, quietschblauen Sofortbildkamera zu machen. Er zückte bejahend sein neues Iphone und war ein wenig enttäuscht als ich ihm dann stattdessen das blaue Plastik-Kamera-Monster in die Hand drückte. Verwundert suchte er nach einem Display. „Wo seh ich euch denn hier?“, fragte er irritiert. Als ich ihm das winzig kleine Sehfenster über der Kunststofflinse zeigte, schüttelte er nur erstaunt den Kopf. Ich konnte seine Gedanken förmlich hören: „Die Jugend von heute …“ Nichtsdestotrotz: das Bild entstand. Und mit ihm weitere Verwirrungen auf Seiten Großvaters: „Wo kann man sich das Bild denn jetzt ansehen?“. Opa war es gewohnt, dass jedes Foto, das er mit seinem Iphone macht, direkt auf seinem Ipad und MacBook landet. Auf die Erklärung hin, dass wir die Kamera erst an ihren Herkunftsort – den Drogeriemarkt – bringen müssten, um dann die entwickelten Fotografien abholen zu können, war er völlig entgeistert. Sicher fragte er sich, warum man es sich freiwillig so schwer macht.

Worüber Alinas Opa noch den Kopf schüttelt? Fragt sie auf SPIESSER.de/user/alinasonnefeld

Und da ist der Punkt. Wir genießen es, exakt 25 Bilder zu machen anstatt 1000 pro Urlaub und dass es etwas Besonderes ist, sie dann entwickelt in den Händen zu halten. Meine Generation wendet sich immer mehr ab von moderner Technik, während die ältere sie für sich entdeckt hat: Während meine Oma mir jetzt auf WhatsApp schreibt, schreibe ich meinen Freundinnen wieder Postkarten. Ich glaube es liegt daran, dass wir entdecken, was für unsere Großeltern ganz normal ist: dass eine Umarmung meist besser ist als ein Anstupser und ein handgeschriebener Liebesbrief romantischer als jeder Emoji. Klar, findet’s Opa cool, wenn ich ihm Fotos auf sein Iphone schicke, aber noch mehr freut er sich, wenn ich ihn besuche.


08

Instagram made me do it von Miri Watson, 24

A

ls ich selbst noch ein Kind war, habe ich mir das immer so vorgestellt: Mit 23 werde ich ein Baby bekommen und dann sitzen das Baby und ich den ganzen Sommer über auf einer Blumenwiese herum und sind ziemlich glücklich. Als ich dann älter wurde, kamen all die Leute, die sagten: „Du musst erst einmal dein Studium beenden, Geld verdienen, eine solide Basis schaffen.“ Das war auch irgendwie einleuchtend und ich dachte bei mir, dass ich auch noch mit Ende 30 auf Blumenwiesen herumsitzen könnte – zumindest am Wochenende, zumindest wenn mein Terminkalender es zuließe. Als ich noch ein bisschen älter wurde, kamen Blogs, Smartphones und Apps. Auch wenn ich das mit dem Kinderwunsch auf die lange Bank geschoben hatte, war ich schnell Instagram-Fan von einigen Eltern. Tagtäglich sah ich, wie glückliche Eltern mit fröhlichen Kindern Kissenschlachten veranstalteten, Kekse backten, Roadtrips machten. Viele der Mamas und Papas waren kaum älter als ich und nichts deutete darauf hin, dass ihnen eine solide Basis fehlte. Klar, real life und social media sind zwei Paar Schuhe, aber auch auf Instagram gibt es die ehrlicheren Profile, deren Besitzer nicht nur die scheinbar perfekten Momente dokumentieren, sondern ebenso das Alltagschaos, das mit Kindern oft herrscht. Ich verfolgte Twitter-Debatten zu #regrettingmotherhood und beobachtete auf Snapchat, wie aus Lieblingsbloggern Eltern wurden. Ich fand immer mehr Familien abseits des happy-hippie-Hochglanz-Lebensstils. Da waren Alleinerziehende, da waren Studierende mit Kindern, da waren queere Elternkonstellationen. Auf ihren Bildern wurde deutlich, dass es mit Kindern oft anstrengender ist, als ohne; trotzdem machte mir jedes neue Bild ein bisschen mehr klar: Das will ich auch. Jetzt.

Auf meinem Instagram-Profil gibt es einige Bilder aus dem Sommer, in dem ich 23 war, auf denen ich mit meinem Baby auf Blumenwiesen sitze. Es gibt keine Bilder von den Autofahrten zu den Wiesen, weil ich auf den Fahrten damit beschäftigt war, das Baby zu beruhigen. Vieles sieht auf Instagram schöner aus, als es in Wirklichkeit ist. Ich ganz persönlich finde die Sache mit dem Elternsein in echt noch viel schöner als auf Instagram.

(K)ein Leben ohne Facebook?

von Nora Füllenkemper, 24

W

ie bringt man einen Raum voller Menschen dazu, zu schweigen und einen irritiert anzugucken ohne nackt im Kreis zu tanzen? Ganz einfach: man gesteht, dass man nicht mehr bei Facebook ist. Nachdem sich einige schnell von dem Schock erholen, gibt es auch solche, für die man in den sozialen Abgrund rutscht. Ich kann nur sagen: hier unten lässt es sich sehr gut leben. Der Einstieg begann mit SchülerVZ. Dann, nach kurzem Klassenkampf, ging Facebook als Sieger hervor. Es gab niemanden, der nicht dort angemeldet war. Von Essensbildern, über die nächste große Liebe, bis zur Organisation sämtlicher Abiveranstaltungen: alles lief über Facebook. Und ich habe begeistert mitgemacht. Wenn etwas nicht gepostet wurde, war es auch nicht passiert. So ging es in meinem Studentenleben weiter. Aber es gab eins, was mich störte, obwohl ich es ebenfalls tat: Stalking. Wer ist mit wem zusammen? Was macht eigentlich …? Ich brachte Stunden damit zu, mir Profile von Menschen anzusehen, die mir nicht wichtig waren. Ich regte mich über Kommentare auf und teilte unwichtigen Blödsinn. Und egal auf welcher Facebook-Seite ich war: alle schienen ein schöneres Leben zu führen als ich. Gerade wenn es mir nicht gut ging, gab Facebook meiner Stimmung einen zusätzlichen Dämpfer. Mir fiel auf, dass ich mein Selbstwertgefühl von der Anzahl der Likes unter einem Bild abhängig machte. Das wollte ich nicht mehr und beschloss „radikal“ zu handeln und mich von Facebook abzumelden. Ein Leben ohne Facebook zu führen, war gerade am Anfang eine Umstellung. Ich hatte so viel freie Zeit! „Mal eben kurz auf Facebook“ ging nicht mehr. Ich war nicht mehr über das Leben der anderen informiert. Und – ganz ehrlich – das befreite! Natürlich bin ich in der Uni jetzt abhängig von Freunden, die mir Infos zuspielen, die über Facebook geteilt werden. Aber ich bekomme auch die Auseinandersetzungen über Kleinkram nicht mehr mit, die mich belasten könnten. Die Geburtstage meiner Freunde muss ich mir jetzt aufschreiben, weil Facebook mich nicht mehr daran erinnert. Aber ehrlich gesagt sollte mich keine Online-Seite an Menschen erinnern müssen, die mir wirklich wichtig sind.

Ob Nora andere soziale Netzwerke nutzt? Fragt sie auf SPIESSER.de/user/ noreena Wo Miri im Winter mit ihrem Baby rumsitzt? Fragt sie auf SPIESSER.de/user/mirabelle


09

SPRACHROHR

Homo social medius 88

Davon entsperren wir es mal um es zu benutzen.

Im Durchschnitt schauen wir mal am Tag aufs Handy.

99

% der 12- bis 19-Jährigen besitzen ein Smartphone.

WhatsApp, YouTube, Instagram, Facebook und Snapchat sind die beliebtesten sozialen Netzwerke.

39

% der 16- bis 24-Jährigen sind auf Portalen wie Tinder & Co. unterwegs .

32,4

% der Jugendlichen sind auf mindestens zwei sozialen Netzwerken aktiv.

16- bis 24-Jährige verbringen fast Stunden täglich in sozialen Netzwerken.

87

% nutzen ihr Smartphone regelmäßig um Musik zu hören.

17

% der Fußgänger nutzen beim Überqueren der Straße auf unterschiedlichste Weise ein Handy.

WISSEN

Facebook mit monatlich 1.65 Milliarden aktiven Nutzern. Meist abonnierter Account auf Instagram: Instagram mit 201,8 Millionen Followern Beliebtester Instragram-Promi-Account: Selena Gomez mit 104,5 Millionen Abonnenten Tierisches soziales Netzwerk: Auf My Social Petwork kannst du für dein Haustier einen Account erstellen. Der erste Tweet: Kam von Mitgründer Jack Dorsey am 21. März 2006: just setting up my twttr Beliebtestes YouTube Video: Das Musik-Video “Gangnam Style” von Psy wurde rund 2,61 Milliarden mal bei YouTube angeschaut. Erstes soziales Netzwerk: 1997 ging die Seite SixDegrees.com online, die Grundlage für die heutigen sozialen Netzwerke. Erfolgreichster YouTuber: Let’s-Player PewDiePie mit 47,89 Mio. Abonnenten Größtes soziales Netzwerk:

53 2,7


10

Freundschaftsanfrage bestätigen? von Samira Becker, 22

Ü

berragend.“ Das ist eines meiner absoluten Lieblingswörter. Davor war es nice, davor sweet und davor „fantabulös“. Das beschreibt mich zwar nicht in Gänze, gibt aber einen kleinen Einblick in mein „Ich“ – Etwas abgedreht, der englischen Sprache zugeneigt und ich hauche gerne wenig verwendeten Wörtern wieder neues Leben ein. Aufgewachsen bin ich in einem Dorf, allerdings in einem Ballungsgebiet, zwischen Mönchengladbach und Neuss. Wem das nichts sagt, das liegt in der Nähe von Düsseldorf. Geboren bin ich in Neuss, wo ich zwei Jahre bei meiner leiblichen Mutter gelebt habe, dann ein Jahr bei einer Bereitschaftspflegefamilie und dann kam ich zu meinen Pflegeeltern. Ja, ich bin ein Pflegekind und das ist auch völlig in Ordnung. Vor allem erklärt es einiges. Meine Pflegeeltern und meine Schwester sind alle hellhäutig, während ich mit einer schokoladenfarbigen Haut auf die Welt kam. Also wirklich Schokolade, dunkler Vater, helle Mutter. Ich bin also nicht bei meinen richtigen Eltern aufgewachsen, habe nicht mit meinen Geschwistern spielen können außer mit einer Halbschwester, die in derselben Familie wohnt wie ich und kenne große Teile meiner Herkunftsfamilie nicht. Dass ich überhaupt ein paar kenne, darunter meine Mutter, habe ich den sozialen Netzwerken zu verdanken. Tatsächlich begann es alles mit dem guten, alten SchülerVZ. Kennt das noch einer? Voll cool wie ich war, habe ich ICQ einfach übersprungen und bin der SchülerVZ Community beigetreten. Das war schon eine tolle Sache! Super vernetzt, kostenlos schreiben, aber natürlich weniger persönlich. Eines Tages bekam ich eine Nachricht von einem Daniel. Es stellte sich heraus, dass dieser Daniel einer meiner älteren Brüder war. Kurz darauf folgten ein Cousin und dann auch ein weiterer Bruder. Und schon kannte ich ein paar Familienmitglieder. Spannend wurde es aber erst, als ich zu Facebook wechselte. Dort schrieb mich meine jüngere Schwester an. Nebenbei merkte sie an, dass sie bei unserer Mutter wohnen würde und diese durchaus an einem Kennenlernen interessiert wäre. Nach kurzem Zögern willigte ich in die Kontaktaufnahme ein und sie schrieb mir. Das war ziemlich ungewohnt und ich war anfangs etwas gehemmt. Aber dann begriff ich die Dimension dieser Tatsache. Dank Facebook hatte ich nach etwa 15 Jahren Kontakt zu meiner Mutter. Woran das Jugendamt jahrelang gescheitert war, funktionierte durch einen einfachen Klick: Freundschaftsanfrage bestätigen.

Welches das Lieblingswort von Samiras leiblicher Mutter ist? Fragt sie auf SPIESSER.de/user/samory


N

ach einer stressigen Woche ist die Freude bei mir immer groß, wenn ich weiß, dass ich den Freitag oder Samstag einfach mal mit einem relaxten Filmabend verbringen kann – ich sitze allein oder mit der Familie Chips essend auf der Couch und schaue irgendwas mehr oder weniger Cooles im Fernsehen. Das finde ich immer super zum Chillen. Bis ich dann spätestens am nächsten Morgen den Fehler mache, zu schauen, was andere diesen Abend so gemacht haben. Da die neuesten Erlebnisse ja sofort auf Snapchat oder Instagram geteilt werden – Plattformen, die ich täglich nutze – komme ich gar nicht drum herum, selbst wenn ich wöllte. Und wenn ich dann sehe, wie irgendjemand an dem Abend mit seinen Freunden abhängt oder unterwegs ist (was meist viel besser ist als alleine oder „nur“ mit der Familie zu sein), während ich nur zu Hause rumhocke, bekomme ich sofort ein schlechtes Gewissen. Wieso habe ich nicht auch irgendwas „Richtiges“ gemacht, wie so viele andere anscheinend auch? Beim nächsten Wochenende vorm Fernseher geistert mir genau dieser Gedanke im Hinterkopf herum, verbunden mit so einer fiesen Stimme, die mir sagt: „Hey, du könntest jetzt eigentlich dies machen und dort sein, du Opfer, wieso hängst du hier rum?“ Dieses lästige Gefühl, welches mich immer beim Nichtstun verfolgt, werde ich einfach nicht los. Und dabei vergesse ich, dass ich doch eigentlich abschalten wollte, anstatt mich ständig vor mir selbst rechtfertigen zu müssen, weil ich halt mal „nur“ rumhänge. Doch was ich dabei immer vergesse, mir aber öfter vor Augen halten sollte: Ich sehe auf Sozialen Netzwerken nur die interessanten Momente aus dem Leben einer Person. Letztendlich poste auch ich nur, wenn in meinem Leben etwas Außergewöhnliches passiert. Denn beim Nichtstun kann ich anderen weder irgendwas zeigen noch beweisen. Da wird nun mal nichts geteilt. Warum sollte ich auch? Ich will doch schließlich „entspannen“!

Ob Emily sich immer noch von Instagram und Co. so stressen lässt? Fragt sie auf SPIESSER.de/user/emily68

FAHRR

GIEESSER AscNhul-SFerÄieN im SP

Die Fahr

Gut zu wissen: Ab 2017 gibt es in der StVO eine neue Regelung

zur Rettungsgasse. Zum Glück wird es einfacher, denn die vielen verschiedenen Regelungen je nach Anzahl der Fahrstreifen wurden nun vereinheitlicht. Was ihr euch merken müsst:

Die Rettungsgasse

Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie außer Orts mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich im Stillstand befinden, ist eine freie Gasse zu bilden. Unabhängig von der Anzahl der Fahrstreifen wird diese Rettungsgasse immer zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet.

Gute Fahrt! © fotohansel / Fotolia

von Emily Meise, 16

Rettungsgasse

el / Fotolia

SocialMediaStress

Teil 34

© fotohans

SPRACHROHR

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Welcher Social-Media-Typ bist du? Auf wie vielen Social-Media Plattformen bist du angemeldet? Facebook, WhatsApp, Insta ... mehr als drei bestimmt

Naja, Facebook & WhatsApp halt

Kannst du auch mal einen Tag ohne Facebook und Co. auskommen? Schwierig, ich will schon immer up-to-date sein!

ich brauche sowas nicht

Hast du vor dich anzumelden?

Ja, ein Tag geht schon. Da gibt’s Schlimmeres!

Ja, irgendwie braucht man das heutzutage

Was machst du als Erstes nach dem Aufstehen?

Erst mal Facebook & Co. checken

Postest du auch selbst?

Klar, damit meine Freunde wissen, was abgeht!

Der SMOMBIE

Hast du das Gefühl, was zu verpassen?

Zähneputzen & klar kommen

Ab und zu

Wofür nutzt du dein Smartphone?

Nur für etwas wirklich Wichtiges/ Interessantes

Der INFORMIERTE

Ne, ich unterstütze das nicht!

Ne, ich kann meine Freunde auch anrufen

Telefonieren?

Telefonieren und mal Facebook checken

Der GELEGENTLICHE

Der VERWEIGERER


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SPRACHROHR

50 ungelesene Nachrichten 10 verpasste Anrufe

Der Smombie

Der Informierte

Der Gelegentliche

Der Verweigerer

Du bist immer up-to-date und verpasst keinen Post deiner Freunde oder Stars. Einen Tag ohne Facebook, Instagram und Co.? Undenkbar! Würde dir aber vielleicht mal nicht schaden.

Du weißt genau, was in der Welt passiert. Aber auch nur, was wirklich wichtig ist. Mit Gossip und Co. kannst du wenig anfangen. Dafür muss mindestens ein daily check deines Smartphones drin sein!

Mal einen Tag ohne Facebook? Kein Problem. Du surfst zwar regelmäßig, aber mehr als ein paar Mal die Woche ist es dir dann doch nicht wert. Selbst posten kommt für dich auch eher weniger in Frage.

Snapchat? Instagram? Unnötig! Für dich gibt es definitiv Wichtigeres, als den ganzen Tag am Smartphone zu hängen. Zwar verpasst du dadurch auch mal Infos, aber das ist dir egal. Ein bisschen weniger Anti wäre aber auch nicht schlecht.

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Her Her mit mit dem dem

guten guten Leben! Leben!

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K I S SE N S C H L AC H T

Kuscheln mit der „High Society“ Die beneidenswerte SPIESSER-Autorin Sophie durfte mit Jannik Schümann und Jannis Niewöhner, umgeben von weichen Kissen, auf Tuchfühlung gehen und plauderte mit ihnen über Facebook, Familie und ihre Teenagerzeit. Ab dem Herbst sind die beiden Jungs in den Filmen „Jugend ohne Gott“ und „High Society“ zu sehen. von Sophie Lorrain e Senf, 20

Fotos von Michae l Kuchink e- Hofer

In dem Film „High Society“ geht es um Anabel, die in sehr wohlhabenden Verhältnissen aufwächst, bis sich heraus stellt, dass sie als Kind vertauscht wurde. Dann muss sie all ihren Luxus aufgeben und in den Plattenbau ziehen. Auf welchen Luxus könntet ihr denn niemals verzichten?

Wo surft es sich am besten? Klar, im eigenen Bettchen! Damit es da auch schön gemütlich ist, verlosen wir von Jannik und Jannis handsignierte SPIESSER-Kissen! Ab auf SPIESSER.de/gewinnen!

Die hohe Kunst des Schwindelns. Jannis, Jannik und Sophie spielen zwei Wahrheiten, eine Lüge:

Jannis: Mein Bett! Denn die ersten drei Jahre habe ich in Berlin auf einer ganz unbequemen Couch und auf zwei schlechten Matratzen geschlafen, die einfach nur auf dem Boden lagen. Jannik: Ich finde es total schön, dass es heutzutage die Möglichkeit gibt, einfach jederzeit Freunde und Familie anzurufen. Welche Rolle spielt ihr eigentlich in „High Society“?

Jannis: Ich spiele Yann Kowalski, einen jungen Polizisten aus Marzahn. Ich bin zusammen mit Aura aufgewachsen, einem der Mädels, die vertauscht wurden. Später, als es zum Rücktausch

der beiden kommt, stoße ich auf Anabel und muss mehr oder weniger mit ihr klar kommen. Zusammen schmieden wir dann einen Plan, um Aura zurückzuholen. Jannik: Ich bin Albrecht von Schlacht, der Bruder bzw. Nicht-Bruder von Anabel. Ich wohne in einer riesigen Villa am Wannsee zusammen mit meiner Mutter, die einen Totalschaden hat und übrigens auch komplett gebotoxt ist. Ich studiere in der Schweiz und leite das Familiengestüt auf Sylt. Der Film ist eigentlich eine Komödie – dahinter stehen aber ziemlich viele zwischenmenschliche und familiäre Werte. Wie oft bekommen euch eure Eltern eigentlich noch zu Gesicht?

Jannis: Dieses Jahr wirklich sehr wenig, weil es einfach nicht anders geklappt hat. Aber an Weihnachten bin ich auf jeden Fall immer Zuhause. Jannik: Ich versuche, einmal im Monat Zuhause zu sein. Das klappt bei mir


15 etwas besser als bei Jannis, weil es relativ unkompliziert ist, von Berlin nach Hamburg zu fahren. Da kann man sich auch mal ganz spontan in den Zug setzen. Ihr seid beide schon ziemlich jung berühmt geworden. Gab es mal einen Moment, in dem ihr euch gewünscht habt, ganz normale Teenager sein zu können?

Jannis: Ja. Für mich war es manchmal schwierig, weil ich oft in Filmen gespielt habe, deren altersmäßige Zielgruppe ich selbst war. Also hatten die meisten meiner Mitschüler meine Filme auch gesehen. Da hat es mich schon manchmal genervt, dass durch das Drehen mein Privatleben so beeinflusst wurde. Ich habe einige Zeit gebraucht, um zu lernen, damit umzugehen. Unser aktuelles Heft dreht sich um das Thema „Social Media“. Welche sozialen Netzwerke nutzt ihr eigentlich?

Jannik und Jannis: Instagram und Facebook. Das ist aber nicht gerade viel. Ich wette, ein Großteil der 16-Jährigen übertreffen euch da. Welche Rolle haben soziale Netzwerke denn für euch gespielt als ihr in der Pubertät wart?

Jannik: Ich glaube, das kann man mit heute gar nicht vergleichen. Ich habe mich zum Beispiel bei Facebook angemeldet als ich 15 war. Und damals steckte Facebook ja fast noch in den Startlöchern. Heutzutage wächst man ganz anders damit auf. Wenn man sich mal anschaut, wie sich Jugendliche mittlerweile bei Instagram oder Twitter präsentieren, passiert das in einem ganz anderen Ausmaß als damals, wo es diese Plattformen noch gar nicht gab. Was denkt ihr, hat sich verändert?

Jannis: Schwer zu sagen. Kennst du das Gefühl, wenn man sein Handy verloren hat und ein Altes nutzen muss? Diese Not, die man dann verspürt, finde ich schon krass. Und manchmal wundere

SPRACHROHR

ich mich darüber, wie gut es früher auch ohne Handy geklappt hat, Verabredungen zu treffen. Auf der einen Seite hat es etwas Schönes, dass es früher immer ohne ging, aber auf der anderen Seite gehören Handy und Social Media heute einfach dazu. Jannik: Ich glaube, je älter man wird, desto größer wird der Abstand zum Handy und desto mehr bekommen wir auch eine gesunde Einstellung zu Social Media. Ich habe zum Beispiel die Facebook-App gar nicht auf meinem Handy, weil es mich so nervt, dass ich nur noch davor hänge, anstatt mich in der U-Bahn auch mal umzusehen.

Welches soziale Netzwerk Sophie am meisten nutzt? Fragt sie auf: inesen f ser/sophielor ra SPIESSER.de/u

Jannik Schümann

Mit neun Jahren wurde Jannik beim Casting für das Musical „Mozart“ entdeckt. Seitdem stand er allerdings nur noch selten auf der Bühne, sondern war vorwiegend bei verschiedenen Produktionen im Kino und im TV zu sehen. Sein Durchbruch gelang ihm 2011 mit dem Film „Homevideo“. 2013 war er außerdem in „Spieltrieb“ zu sehen und 2015 brillierte er in „Mein Sohn Helen“ in der Rolle eines Transgender. Jannis Niewöhner

„TKKG“ (2006), „Die Wilden Hühner und die Liebe“ (2006), „Sommer“ (2008),„Gangs“ (2009), „Freche Mädchen 2“ (2010) – keinen der Filme unserer Teenagerzeit ließ Jannis aus. Und spätestens seit seiner Hauptrolle in „Rubinrot“ (2013) hat Jannis die Herzen der Mädels erobert. Gemeinsam mit Jannik Schümann und Emilia Schüle ist er ab Herbst 2017 in „Jugend ohne Gott“ und „High Society“ zu sehen.


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U N V E R BLÜ M T

Du kommst hier nicht rein! Mobbing, Datenklau, Propaganda – soziale Netzwerke haben sich längst als idealer Nährboden für kriminelle Machenschaften geoutet. Doch wie weit darf Zensur in sozialen Netzwerken gehen? SPIESSER-Autor Dmitry findet eine stärkere Kontrolle unerlässlich. Sarah hingegen sieht durch Zensur die Meinungsbildung bedroht.

„Facebook ist kein Richter.“

Sarah, 23, will das Übel an der Wurzel packen

P

romis auf Instagram, Einladungen auf Facebook und Twitter weiß, was Merkel denkt. Zwischendurch ein Kommentar zu Trump auf SPIEGEL Online. Soziale Netzwerke sind ein wichtiger Ort unserer Freizeit und damit auch für unsere Meinungsbildung.

Wie sollen wir einen eigenen Standpunkt entwickeln, wenn wir gar nicht alle Perspektiven kennen, weil Facebook und Co. sie gelöscht haben?

Laut einer Studie der Landesmedienanstalten 2016 bilden sich 46% der Jugendlichen ihre Meinung im Internet. Doch wie sollen wir einen eigenen Standpunkt entwickeln, wenn wir gar nicht alle Perspektiven kennen, weil Facebook und Co. sie gelöscht haben? Im Supermarkt oder in der Tageszeitung werden wir ständig mit den unterschiedlichsten Aussagen konfrontiert. Oft denken wir uns: Was für ein Spinner! Manchmal sehen wir unangenehme Dinge. Und das ist auch gut so.

Fre ih e it

Online machen Hashtags, Likes und Kommis den schnellen Austausch doch gerade möglich. Schwierig wird das Ganze nur, wenn Personen oder Inhalte plötzlich verschwinden. Dann merkt nicht einmal jemand, dass es sie gibt. Offline verstößt es sogar gegen Artikel 5 des Grundgesetzes, Meinungen einfach zu verbieten. Demokratie ist, wenn ein Richter im Beisein der Öffentlichkeit entscheidet, was auf dem Boden von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit zu tolerieren ist. Wenn der Facebook-Betreiber nun einfach seinen Löschen-Button drückt, wird er zum Richter. Klar, auch er entfernt gemäß seiner ‚Gemeinschaftsstandards’ nur ‚empfindliche Inhalte’. Allerdings ist das weder konkret noch objektiv. Unsere Nachrichten sollten über die Meinung des Betreibers hinausgehen. Aus diesem Grund veröffentlicht der Jurist Joachim Steinhöfel auf seiner „Wall of Shame“ Postings, die Facebook gelöscht hat, obwohl sie gegen kein Gesetz verstoßen. Zugegeben, die Abgrenzung ist sicherlich nicht immer leicht. Trotzdem sollte man auf Konsequenzen für die Menschen hinter Hate-Speech und Fake-News setzen, anstatt unkontrolliert zu zensieren. Denn nur so kann das Übel an der Wurzel gepackt werden.


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SPRACHROHR

„Zensur zum Schutz der Gesellschaft.“

Dmitry, 19, findet eine strikte Kontrolle unerlässlich

S

oziale Netzwerke entstanden als Ort des Austausches von Meinungen, Erfahrungen und Informationen. Jedoch entpuppten sich Facebook, Twitter und Co. schnell als fruchtbarer Boden für verwerfliche Handlungen. Diese Entwicklung macht eine stärkere Kontrolle und Zensur dieser Medien meiner Meinung nach unumgänglich. Es ist schockierend, aber fast jeder fünfte deutsche Jugendliche wurde im Internet schon mal gemobbt. Und zu 80 Prozent sind die Tatorte soziale Netzwerke. Dass Mobbing eine verheerende Wirkung auf die Psyche hat, ist längst keine Neuigkeit mehr. Es zerstört das Selbstwertgefühl, kann zu Depressionen und sogar Selbstmordgedanken und Suizid führen. Darüber hinaus werden über soziale Netzwerke propagandistische Nachrichten verbreitet, Extremisten und Terroristen mobilisiert und angeworben. Auch für organisierte Kriminelle sind die sozialen Netzwerke ein Paradies: gefälschte Nachrichten und Profile, Schadprogramme, Erpressungen, Datendiebstahl. Das Tatmittel Internet spielte 2015 in Deutschland bei über 240.000 registrierten Straftaten eine Rolle. Das alles macht eine striktere Kontrolle in den sozialen Netzwerken unerlässlich. Eigentlich braucht man sich nur die Grenze zwischen der Meinungsfreiheit und Zensur anschauen, die schon im Grundgesetz verankert ist: Die Schranken fangen da an, wo die Rechte anderer verletzt und gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstoßen wird.

Die Schranken fangen da an, wo die Rechte anderer verletzt und gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstoßen wird.

Notwendig wäre meiner Meinung nach eine Einschränkung der Anonymität, um die Nachverfolgung der Autoren zu erleichtern. Auch die Löschmechanismen sollten verbessert werden und Netzwerkbetreiber und Ermittlungsbehörden intensiver zusammenarbeiten. So wären soziale Netzwerke wieder Treffpunkte der friedlichen und freien Gesellschaft und keine Plattformen für Straftaten, Pöbel und Hass.

Ko n t r o l l e


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V E RT R E T UNGS S T U N DE

„Facebook ist uncool.“ Einfach mithilfe des Internets ein Star werden? Der Comedian Kaya Yanar musste noch den Weg über das Fernsehen gehen und sprach mit den Zehntklässlern des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums in Frankfurt über soziale Medien, Hasskommentare und Herausforderungen. von Max i Sch mid t, 23

Foto s von Juli a Ben ges er

Kaya Yanar betritt den Klassenraum und begrüßt die Schüler mit der Stimme von Ranjid:

Hallo. Stille. Kaya:

Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Die Klasse lacht.

Wir haben heute ein Thema, von dem ich keine Ahnung habe: Social Media. Schule: Heinrich-von-Gagern-Gymnasium in Frankfurt am Main Lehrer: Kaya Yanar Klasse: 10a Thema: Social Media

Das Video zur sozialen Vertretungsstunde findet ihr auf SPIESSER.de/ vertretungstunde/ kaya-yanar

Stille.

Seid ihr immer so brav? Habt ihr irgendwelche Fragen? Ansonsten können wir Pause machen. Gelächter.

Ihr dürft einfach reinschreien, ihr müsst euch nicht melden. Melden ist so 80er. Ich bin gar nicht so ein riesiger Social Media-Experte, ich muss mich aber damit auseinandersetzen. Als ich 2001 durchs Fernsehen zu zweifelhaftem Erfolg kam, gab’s noch kein Facebook oder YouTube und heute gibt’s YouTube-Stars, die kennt ihr bestimmt alle besser als ich. Die Klasse diskutiert über verschiedene YouTuber. Kaya:

Ihr bringt mir gerade Social Media bei!

Was ich an YouTube richtig cool finde, ist, dass man an den linearen Medien vorbei bekannt werden und Geld verdienen kann. Früher musste man durch den Wasserkopf des TVs durch. Man musste sich casten und einladen lassen und die Leute überzeugen. Dann hatte man Redakteure, die einen entweder mochten oder nicht und das hat ewig gedauert. Und man musste Glück haben. Jeder von euch kann von heute auf morgen berühmt werden. Ist das attraktiv? Schüler:

Nein. Gelächter. Kaya:

Wer von euch hat denn einen Facebook-Account oder beschäftigt sich mit Facebook? Lyyli:

Facebook ist voll oldschool! Lana:

Wir haben eher Snapchat und Instagram. Kaya:

Das finde ich gut, weil ich Facebook auch uncool finde. Und zwar, weil es nicht


19 kontrolliert wird. Wir haben leider eine Internetkultur bekommen, die ich ziemlich kritisch betrachte. Es wird beleidigt, es gibt rassistische Kommentare, es gibt Hetze. Wenn man zum Beispiel einen Hass-Kommentar bei Facebook meldet, kommt vier Tage später eine automatisierte Antwort: „Wir konnten nichts feststellen.“ Es wird also gar nicht angeguckt. Und dadurch eskalierte eine Kultur in Deutschland, die einfach nicht gut ist. Trotzdem finde ich es cool, dass jeder die Chance hat, seinen eigenen Kanal aufzumachen. Jeder von euch hat vielleicht in Zukunft einmal etwas zu erzählen und kann das auch machen. Kaya Yanar zählt mehrere YouTuber auf, die Klasse ist von den meisten eher weniger begeistert. Vor allem Mathilda regt sich über die teuren Duschschäume (4 Euro!) von Bibis Beauty Palace auf.

Ich finde es gut, dass ihr so kritisch seid! Wovon Social Media meiner Meinung nach lebt, ist etwas, was das Fernsehen nicht hat und das ist Authentizität. Das Fernsehen ist durchgescriptet. Es gibt kaum eine Sendung, die nicht vom Teleprompter abgelesen wird. Kaya steht auf und zeichnet eine Kamera mit Teleprompter und Schauspieler-Strichmännchen an die Tafel.

Bei Nachrichtensprechern, Schauspielern, sogar bei Comedy-Sendungen wird von Promptern abgelesen. Das ist nicht authentisch. Das ist auch das Problem, was wir momentan haben. Frustrierte Leute schreien „Lügenpresse“ und sagen, dass das alles nicht echt ist. Und da kommt jetzt das Internet, wo viele den Eindruck erwecken, dass sie authentisch sind. Ist das etwas, was euch reizt? Alexander:

SPRACHROHR

Ungefähr die Hälfte der Schüler meldet sich.

Wir waren damals gar nicht so politisch interessiert. Heute gibt es kaum einen Comedian, der keine politischen Witze hat oder nicht dazu befragt wird, eine politische Meinung zu haben. Und wie viel Zeit verbringt ihr ungefähr am Tag im Internet? Mathilda:

Zu viel. Kaya:

Ich muss auch zugeben, dass ich total abhängig vom Internet bin. Ihr habt den Vorteil, dass ihr mit Handys und Smartphones aufwachst und einen natürlichen Zugang dazu habt. Auf der anderen Seite werdet ihr wahrscheinlich mehr Schwierigkeiten haben, euch davon auch nur zeitweise zu trennen. Mathilda:

Ich finde das auch schade. Ich habe es schon erlebt, dass kleine Kinder schon mit iPads spielen. Meine Kindheit war vor allem dadurch geprägt, dass ich draußen gespielt habe. Viele Kinder beschäftigen sich heute gar nicht mehr miteinander. Kaya:

Da kommt es auf die Eltern an. Ich kenne zum Beispiel Eltern, die ihre Kleinkinder stillstellen, indem sie ihnen ein iPad geben. Das ist – krass gesagt – wenn die Eltern keinen Bock haben, sich um die Kids zu kümmern. Das sind alles Herausforderungen unserer Zeit. Was interessant ist, da ihr als heranwachsende Generation einen ganz anderen Zugang dazu habt. Herausforderung für euch wird sein, dass ihr euch vielleicht eines Tages von den Sozialen Medien unabhängig machen müsst.

YouTube ist ja auch oft gescriptet und erweckt nur den Eindruck authentisch zu sein. Fast alle großen YouTuber haben ja auch Teams und stehen nicht einfach allein vor der Kamera. Leah: Je bekannter sie werden, desto gespielter ist es.

Kaya Yanar

Kaya Yanar wurde 1973 in Frankfurt am Main geboren. Bekannt wurde er 2001 durch die Fernsehshow „Was guckst du?!“. Seit 2014 ist Kaya mit seiner Show „Geht’s noch?! Kayas Woche“ im TV zu sehen. Derzeit ist er mit seinem Programm „Planet Deutschland“ auf Tour: 23.04.2017 (19:00)

Bamberg, Bamberger und Kongresshalle

Konzert-

28.04.2017 (20:00)

Kiel, Kieler Schloss 06.05.2017 (20:00)

Wetzlar, Stadthallen Wetzlar 11.05.2017 (20:00)

Köln, E-Werk 12.05.2017 (20:00)

Dortmund, Westfalenhalle 3A 02.12.2017 (20:00)

Berlin, Tempodrom Alle weiteren Termine findet ihr auf www.kaya-yanar.de!

„Ich fand die Stunde gut, weil man offen über alles reden und sich auch kritisch mit dem Thema auseinander setzen konnte.“ Julius, 16 Note: 2

„Mir hat an der Stunde vor allem gefallen, dass jeder seine eigene Meinung sagen konnte.“ Mathilda, 16 Note: 2+

Kaya zu Benni (in der ersten Reihe):

Und was guckst du so? Benni:

Die heute-Show. Kaya:

Das finde ich interessant, weil das eine politische Sendung ist. Wen interessiert noch die heute-Show?

Ob Maxi Facebook auch doof findet? Fragt sie auf: lia ne SPIESSER.de/user/mi

„Die Stunde war ziemlich gut! Es war sehr interessant, den Blick auf Social Media aus der Sicht eines ehemaligen Schülers zu sehen.“ Alexander, 16 Note: 1


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SPRUNGBRETT

Hüpf, hüpf an die

Karrierespitze! Das letzte Schuljahr ist angebrochen und der Abschluss rückt immer näher. Wenn du bei dem Gedanken Schnappatmung kriegst, weil du keine Ahnung hast, wie es danach weitergehen soll, dann: Keine Panik! Wir stellen in jeder Ausgabe verschiedene Möglichkeiten vor, wie es nach der Schule weitergehen könnte.

Karriere im MINT-Bereich Hinter dieser Abkürzung verstecken sich die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Chemie, Physik und Mathe lassen dir nicht die Haare zu Berge stehen? Eher im Gegenteil – erst wenn die Köpfchen der anderen vor Anstrengung qualmen, wird’s für dich erst richtig interessant? Perfekt! Wir stellen Ausbildungsmöglichkeiten in diesen Bereichen vor, die eine spitzenmäßige Karriere versprechen.

Mittagspause mit … der Leiterin des YouTube-Space, Mounira Latrache Na gut, so ganz ist der mathematisch-technische Kram nicht dein Fall. Aber du hast einen YouTube-Kanal und dich schon immer gefragt, was man damit eigentlich alles machen kann? SPIESSER-Praktikantin Franzi hat sich mit der Leiterin des Berliner YouTube-Space, Mounira Latrache, getroffen. Im fancy YouTube-Space in Berlin sprachen sie über diese größte Spielwiese für YouTuber, die Möglichkeiten, die das YouTube-Space bietet, und die aktuellen Trends in dem Bereich.

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Gewinnt neuen Lesestoff! Ihr braucht Nachschub für euer Bücherregal? Wir verlosen je zehn Exemplare der Bücher „Saint Lupins Academy – Zutritt nur für echte Abenteurer“ und „Die Mississippi-Bande – Wie wir mit drei Dollar reich wurden“ des ThienemannEsslinger Verlags! Die beiden Romane sind randvoll gepackt mit Abenteuern, Entdeckungen und spannenden Aufgaben.

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MEINE DIREKTE


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M I T TAGSPAUSE

... mit Mounira Latrache, YouTube

Die Spielwiese für YouTuber Hip, modern und ein bisschen fancy – das ist der YouTube-Space in Berlin. SPIESSER-Praktikantin Franzi hat dort bei veganem Chilli sin Carne mit der Leiterin des Berliner YouTube-Space, Mounira Latrache, herausgefunden, was dort eigentlich genau passiert. von Fran zisk a Gra dl, 21

Foto s von Ton y Hau pt

Wir sitzen hier im stylischen YouTubeSpace Berlin. Kannst du dich noch an das erste Video erinnern, das du auf YouTube gesehen hast?

Das war bestimmt irgendwas mit Katzen. Aber das erste Video, das mir wirklich in Erinnerung geblieben ist, war „Charlie bit my finger“. Der kleine Bruder beißt dem Großen in den Finger, der erschrickt und der Kleine lacht sich kaputt. Das ist richtig süß und lustig.

Wenn du als YouTuber hauptberuflich und auf Dauer bekannt sein möchtest, ist es nicht wichtig, welche Trends es gibt, sondern dass du deinem eigenen Stil treu bleibst.

Den YouTube-Space gibt es jetzt schon über ein Jahr. Was genau passiert hier eigentlich?

Wir bieten YouTubern einen Raum, in dem sie sich ausprobieren, neue Dinge lernen und ihren Kanal ausbauen können. Dabei unterstützen wir sie bei der Videoproduktion, indem wir ihnen Equipment und Drehräume stellen. Zudem helfen unsere Produktionsspezialisten, wenn es um Themen wie Licht oder Kameraeinstellungen geht.

Wie erhält man die Möglichkeit hier zu drehen?

Man braucht 10.000 Abonnenten, um sich online einen Raum zu buchen. Zu Beginn hatten wir noch 1.000 Abonnenten als Zugangskriterium, aber wir haben schnell gemerkt, da bringt das ganze Studio den Leuten noch nicht viel. Die beschäftigen sich eher noch mit den Fragen: Wie baue ich einen YouTube-Channel auf? Wie vernetze ich mich richtig? Aber auch dafür geben wir Kurse. Wir versuchen den YouTubern in jeder Stufe zu helfen. YouTuber gibt es momentan wie Sand am Meer. Was braucht man, um sich von der Masse abzuheben?

Man braucht eine klare Meinung und muss zu sich stehen. Viele fragen mich immer, ob sie dies machen oder jenes testen sollen. Aber sie müssen gar nichts, sie können! Nur eine Show abziehen, irgendwas verkörpern, eine Rolle spielen – das kauft einem die YouTube


23 Community irgendwann nicht mehr ab. Man muss von seinem eigenen Konzept überzeugt sein, dann überzeugt das auch die Leute vor dem Computer. Was sind im Moment die Trends?

Das ist sehr verschieden. Im BeautyBereich kommen Hauls gut an, die Comedy-Leute machen zurzeit gerne Pranks. Aber nur, weil man bei einem Trend mitmacht, heißt das noch lange nicht, dass man erfolgreich sein wird. Trends kommen und gehen. Wenn du als YouTuber aber hauptberuflich und auf Dauer bekannt sein möchtest, ist es nicht wichtig, welche Trends es gibt, sondern dass du deinem eigenen Stil treu bleibst. Die drei Grundregeln sind: Authentisch sein, passioniert sein und immer hinter der eigenen Idee stehen.

SPRUNGBRETT

inneren Stimme zu vertrauen. Was will ich wirklich? Macht mir mein Job überhaupt noch Spaß? Solchen Fragen kann man bei Yoga sehr gut auf den Grund gehen. Und natürlich kann ich dabei abschalten und den Kopf frei bekommen. Wie sieht die Zukunft von YouTube aus? Worauf dürfen wir uns 2017 freuen?

Ich glaube 2017 wird ein sehr ereignisreiches Jahr für YouTube in Deutschland, weil wir viele neue Themen haben und viele neue Sachen wie 360° Videos ausprobieren werden. Zudem werden Online und Social Media noch wichtiger werden. Es ist im Moment wie eine neue Ära, die anbricht. Die Öffentlich-Rechtlichen investieren beispielsweise mit „funk“ mittlerweile sogar in YouTuber, das wäre früher undenkbar gewesen. Also, es wird noch vielseitiger und moderner.

Als YouTuber bekommt man nicht immer nur positives Feedback. Wie kann man sich gegen einen möglichen Shitstorm rüsten?

Jeder hat andere Wege, mit so etwas umzugehen. Und ich finde es bewundernswert, wie selbstbewusst viele YouTuber damit umgehen. Viele sagen: Ich kann es nicht jedem recht machen, irgendjemand wird immer meckern. Also richtig rüsten kann man sich dagegen nicht. Wenn man etwas ins Internet stellt, muss man damit rechnen, auch negative Kommentare zu bekommen. Hast du selbst Erfahrung als YouTuberin?

Das werde ich wirklich oft gefragt, aber da muss ich leider verneinen. Mich begeistert das Ganze hinter den Kulissen. Die Leute zu unterstützen und ihnen Tipps zu geben, wie sie ihren Traum verwirklichen können, finde ich für mich viel spannender.

Mounira Latrache

Mounira Latrache leitet seit 2015 den YouTube-Space in Berlin, wo sie hauptsächlich YouTuber unterstützt und Ihnen hilft, ihre Karriere aufzubauen. Bevor sie zum YouTubeSpace kam, war sie für die Pressearbeit von YouTube in Deutschland, Österreich und der Schweiz zuständig. Bei Mounira gibt es nicht nur „Business“: Ihre Leidenschaften, Yoga und Meditation, kommen nicht zu kurz. Die dreifach ausgebildete Yogalehrerin gibt beim YouTube-Space Kurse, um ihren Kollegen zu zeigen, wie wichtig es ist, in der schnellen Geschäftswelt mal zur Ruhe zu kommen.

Du hast auch eine Ausbildung als Yoga-Lehrerin. Brauchst du das als Ausgleich zum Geschäftsalltag?

Yoga ist eine Leidenschaft von mir und hilft auch in der Arbeitswelt weiter. Durch Yoga und Meditation lernt man sich selbst besser kennen und seiner

Ob Franzi jetzt unter die YouTuber geht? Fragt sie auf: dl-mim-rad l SPIESSER.de/user/gra

Man braucht eine klare Meinung und muss zu sich stehen.


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K A R R IE R E

Von wegen Nerd! MINT? Klingt wie ein neues Trendwort? Dahinter steckt die Zusammensetzung der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Fachkräfte in diesem Bereich sind sehr begehrt – wir zeigen euch verschiedene Wege an die Spitze der Wissenschaft und Technik! Text von Franz iska Grad l, 21

M

I

x2 y

Ausbildung: Mathematisch-technischer Softwareentwickler (m/w) Dauer:

• 3 Jahre Ideal für dich, denn du ...

• hast (Fach-)Abitur • interessierst dich für Mathe und Technik Während der Ausbildung ...

• lernst du Grundlagen des Softwareengineering • löst du sämtliche Computerprobleme Nach der Ausbildung ...

• kennst du dich mit Datenverarbeitung aus • weißt du alles über Datenschutz Wo kannst du später arbeiten?

• bei Software- und Systemhäusern • in der Informatikforschung

Ausbildung: IT-Systemelektroniker Dauer:

• 3 Jahre Ideal für dich, denn du ...

• hast die mittlere Reife • interessierst dich für Computer & Technik Während der Ausbildung ...

• planst du IT-Systeme und nimmst sie in Betrieb • berätst du Kunden Nach der Ausbildung ...

• kennst du dich mit den Trends der Technik aus • ist es kein Problem für dich, eine Internetleitung zu bauen Wo kannst du später arbeiten?

• bei Telekommunikationsunternehmen • bei Software- und Systemhäusern

Studium: Angewandte Mathematik

Duales Studium: Wirtschaftsinformatik

Dauer:

Dauer:

• 6 bis 8 Semester Ideal für dich, denn du ...

• hast (Fach-)Abitur • bist gut in Mathe Während des Studiums ...

• lernst du die Grundlagen der Mathematik • kannst du dich spezialisieren in z. B. Finanzmathematik Nach dem Studium ...

• kannst du mathematische Modelle aufstellen und umsetzen • gehören Berechnungen zu deinem Alltag Wo kannst du später arbeiten?

• in der Automobil-, Luft- und Raumfahrtindustrie • in der Medizintechnik und der pharmazeutischen Industrie

• 3 bis 3,5 Jahre Ideal für dich, denn du...

• hast (Fach-)Abitur • interessierst dich für Wirtschaft und Technik Während der Ausbildung ...

• wechselst du zwischen Theorie- und Praxisphasen • lernst du Methoden der Wirtschaft und Informatik Nach der Ausbildung ...

• vermittelst du zwischen Wirtschaft und Informatik • kannst du Kommunikationssysteme entwickeln Wo kannst du später arbeiten?

• bei Software- und Systemhäusern • im Vertrieb/Controlling


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SPRUNGBRETT

T

N

LOREM IPSUM

Ausbildung: Werkstoffprüfer/in

Ausbildung: Werkzeugmechaniker/in

Dauer:

Dauer:

• 3,5 Jahre Ideal für dich, denn du ...

• hast die mittlere Reife • willst immer alles genau herausfinden • hast gute Noten in Chemie Während der Ausbildung ...

• arbeitest du meistens im Labor • untersuchst du verschiedene Stoffe und deren Eigenschaften Nach der Ausbildung ...

• kennst du dich mit Laborgeräten aus • arbeitest du mit Prüfverfahren, wie z. B. Grenzlehre Wo kannst du später arbeiten?

• in der Metall- und Elektroindustrie • in Werkstofflaboren

• 3,5 Jahre Ideal für dich, denn du ...

• hast die mittlere Reife • bist handwerklich geschickt Während der Ausbildung ...

• lernst du, Werkzeuge exakt nach Maß herzustellen • zeigst du Kunden, wie sie Werkzeuge bedienen müssen Nach der Ausbildung ...

• sind Mess- und Prüfgeräte dein tägliches Werkzeug • kannst du Präzisionswerkzeuge fertigen Wo kannst du später arbeiten?

• im Werkzeugmaschinenbau • in Unternehmen, die medizintechnische Geräte herstellen

Studium: Bio-Technologie

Duales Studium: Maschinenbau

Dauer:

Dauer:

• 7 Semester Ideal für dich, denn du ...

• hast (Fach-)Abitur • magst Bio und Chemie Während des Studiums ...

• arbeitest du häufig im Labor und erlernst Analyseverfahren • hast du Vorlesungen in Chemie oder Gentechnik Nach dem Studium ...

• bist du hauptsächlich in verschiedenen Bereichen der Forschung tätig (z. B. im Bereich Medikamente oder Herstellung von Lebensmitteln) Wo kannst du später arbeiten?

• in der Pharma-, Lebensmittel-, Textil- und Bioindustrie

• 3 bis 4 Jahre Ideal für dich, denn du ...

• hast (Fach-)Abitur • magst die Fächer Mathe, Physik und Chemie Während der Ausbildung ...

• wechselst du zwischen Theorie- und Praxisphasen • lernst du alles über Thermodynamik und andere Techniken Nach der Ausbildung ...

• bist du wichtiger Bestandteil der Industrie • kannst du den Master machen Wo kannst du später arbeiten?

• im Werkzeugmaschinenbau • in Unternehmen, die medizintechnische Geräte herstellen


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W E R KS TAT T

Mach’ mal lauter! Die integrierten Lautsprecher beim Smartphone sind ja ganz nett – aber wirklich aufdrehen kann man damit nicht. Wie ihr ohne viel Geld auszugeben trotzdem zu einem krassen Sound kommt? SPIESSERin Franzi zeigt‘s euch! Text und Fotos von Franziska Gradl, 21

So wird’s gemacht:

1

Wem der Look der Chipsdose nicht gefällt, kann sie zu Beginn mit Geschenkpapier oder Tonpapier bekleben und verzieren – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!

2

Zeichnet mit dem Stift eine schmale Öffnung am Ende der Chipsdose für euer Handy vor und schneidet diese dann mit dem Cuttermesser vorsichtig aus. Tipp: Lieber erst mal zu wenig wegschneiden und probieren, wie weit sich das Handy in die Öffnung schieben lässt, denn das Handy sollte fest und sicher sitzen! Wichtig: Der Außenlautsprecher des Handys muss in der Dose verschwinden!

3

Damit die Rolle samt Handy am Ende nicht wegrollt, braucht ihr jetzt noch Stützen an den Seiten der Rolle. Hierfür braucht ihr die zwei Flaschendeckel.

4

Klebt die beiden Deckel vorne und hinten am Boden der Chipsdose als Stützen fest. Tipp: Kleber gut antrocknen lassen, bevor es weitergeht!

5

Zum Schluss füllt ihr die Dose locker mit Watte oder Ähnlichem und passt auf, dass oben am Einsteckschlitz zwischen Dose und Handy alles schön mit Watte abgedeckt ist, damit der Klang nicht nach oben entweicht (wirklich nur ganz locker und nicht stopfen) – zack fertig: euer selbstgebauter Lautsprecher! Tipp: Ihr müsst ein paar Mal rumprobieren, bis ihr den perfekten Klang für euch gefunden habt. Ob nun den Lautsprecher zur langen Seite der Rolle hin, ganz auf Watte verzichten ... Es hängt auch vom Handy ab, wie es am besten passt!

Das brauchst du:

 eine leere Chipsdose  Geschenkpapier/Tonpapier (wem die Chipsdose nicht gefällt)  ein Cuttermesser (alternativ: spitze Schere)  Watte (alternativ: Wolle, alte Stoffreste)  2 Flaschendeckel  Stift, Lineal & Kleber

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SPIELWIESE

S P I ELW I E S E

Handy aus – Herz an Ihr habt euch für 2017 vorgenommen, mehr zu lesen? SPIESSERin und Bloggerin Hannah hat vier Schmökertipps für euch, die an frostigen Tagen in besondere Buchwelten entführen. Hier findet gewiss jeder sein neues Lieblingsbuch! von Han nah Jäge r, 17

„Infernale“: Spannung auf 384 Seiten „Infernale“ ist der Auftakt einer neuen dystopischen Dilogie und handelt von Davy, bei der das HTS-Gen, das Mörder-Gen, festgestellt wird. Die Autorin Sophie Jordan nimmt den Leser mit auf eine literarische Zeitreise in die Zukunft, in das Jahr 2021. Die Autorin begeistert mit einer genialen Grundidee, viel Action und einer tollen Liebesgeschichte – Was will man mehr?

„Love and Confess“: Achtung, es wird romantisch! Der Jugendroman von Colleen Hoover handelt von Auburn und Owen, die sich ineinander verlieben, obwohl ihre Liebe keine Chance hat. Die Vergangenheit des attraktiven Künstlers Owen verhindert eine Beziehung zwischen den beiden. Neben der Liebesgeschichte greift Colleen Hoover auch ernste Themen auf. Zudem spielen die Kunst und anonyme Geständnisse eine wichtige Rolle.

„Eins“: Stell dir vor, du bist untrennbar mit deiner Schwester verbunden „Eins“ von Sarah Crossan erzählt die Geschichte von den siamesischen Zwillingen Grace und Tippi. Obwohl Grace niemand näher steht als Tippi, würde sie manchmal gerne ihr eigenes Leben haben. Doch dann werden die beiden Schwestern vor eine Wahl gestellt, die über Leben und Tod entscheidet.

„Charlotte“: Eine Geschichte, die unter die Haut geht David Foenkinos erzählt die Geschichte von Charlotte Salomon, die in der NS-Zeit nach Südfrankreich flieht. „Charlotte“ ist eine Hommage an eine unheimlich talentierte Künstlerin und einen besonderen Menschen. Neben der Grausamkeit der Judenverfolgung, erzählt David Foenkinos von seinen Recherchearbeiten, Charlottes Familiengeschichte und ihrer einzigartigen Kunst.

„Wonderworld of Books“

Auf Hannahs Blog „Wonderworld of Books“ teilt sie ihre Bücherliebe. Ihr findet dort allerdings nicht nur Rezensionen, Zitatesammlungen, buchige Aktionen und Gewinnspiele, sondern auch viel „Unbuchiges“. Mit ganzem Herzblut stellt sie Bücher, Filme, DIY´s und Travelguides vor: www.wonderworld-of-booksfrom-hannah.blogspot.de

Gotham in Gefa hr!

Zum Kinostart von „The Lego Batman Movie“ am 9. Februar verlosen wir 3 Fanpakete mit je einem USB-Stick, einer Tasche und einem Shirt! Ab auf SPIESSER.de/gewinnen!

Eine Lovestory …

… und ein wenig Science Fiction dazu! Das ist „Den Sternen so nah“, der ab 9. Februar im Kino läuft. Wir verlosen 3 Paar spacige Chucks von Converse auf SPIESSER.de/gewinnen!

Ihr wollt auch einen Blog eröffnen? Fragt Hannah nach Tipps auf: SPIESSER.de/user/han nahreads


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F R I S S DA S!

Grünzeug mit

Kultstatus

Kohl und Kult? Für die meisten ist das Grünzeug wohl nicht gerade der Inbegriff der Haute Cuisine. Dabei kann dieses Gemüse so vielseitig sein! Wir zeigen euch, wie man aus Kohl ein ganzes Menü inklusive Vor-, Haupt- und sogar Nachspeise zaubert. 21 von Fra nzi ska Gra dl,

Kohlrabipommes Das braucht ihr: Kohlrabi, Öl, Paprikapulver, Currypulver, Salz, Pfeffer So lange dauert’s: 15 Minuten / Backzeit: 20 Minuten In drei Worten:

#gesundepommes #snack #würzig

C

SPIESSER.de/friss-das

Kohlrabi • • •

es gibt grün-weißen und blau-violetten Kohlrabi ist das ganze Jahr über erhältlich ist eine Kreuzung aus wildem Kohl und weißen Rüben

Spitzkohl • • •

Pasta mit Spitzkohl & Tofu

Die vollständigen Rezepte findet ihr auf

schmeckt ähnlich wie Weißkohl gilt als „zartester Vertreter“ der Kohlfamilie und ist leicht verdaulich da die Blätter locker übereinander liegen, ist Spitzkohl nicht so lange haltbar wie andere Sorten

Grünkohl

Das braucht ihr: Spitzkohl, Spaghetti, Zwiebeln, Knoblauch, Parmesan, Tofu, Milch, Sahne, Gemüsebrühe, Petersilie

So lange dauert’s: 50 Minuten

zählt zu den vitaminreichsten Lebensmitteln und hat besonders viel Vitamin C ist eine der ältesten Kohlsorten der Welt und wurde schon in der Antike in Griechenland angebaut wird in New York zur Zeit als Trendgemüse gefeiert

In drei Worten: #veggie #pastaalarm #sättigt

Grünkohl-Brownies Das braucht ihr: Grünkohl, Zartbitter-Schokolade, Öl, Milch, Ahornsirup, Apfelsaft, Mehl, Rohrzucker, Kakao, Vanillezucker, Backpulver So lange dauert’s: 30 Minuten / Backzeit: 40-45 Minuten In drei Worten: #schokoladegehtimmer #malwasneues #saftig

Jetzt seid ihr dran!

Ihr wollt noch mehr von dem kultigen Grünzeug? Dann ab auf SPIESSER.de/gewinnen und eins von drei Exemplaren des Kochbuchs „Kohl – Rezepte mit dem Kultgemüse“ vom KOSMOS-Verlag gewinnen!


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N BR I E F A N ... DE N LIK E-B UT TO

Geschäftsführer: Björn Peters (V.i.S.d.P.)

. mögen, ist das meistens traurig Wenn Freunde sich nicht mehr r seh em ein von och m Brief jed Mona verabschiedet sich in ihre -Button. Like dem von – schlechten Freund

Telefon: 0351 31540-570 Fax: 0351 31540-40 Web: SPIESSER.de Mail: info@SPIESSER.de Redaktionsleitung: Polina Boyko Redaktion: Henric Abraham, Tom Göpfert, Franziska Gradl, Tabea Grünert, Victoria Gütter

Lieber Like-Button,

Assistenz: Susann Thannert

mit dir befreundet sein möchte. Weißt du dies ist ein Abschiedsbrief, weil ich nicht mehr war damals, in der 8. Klasse, als soziale noch, wie das mit uns angefang en hat? Das warst der Neue in der Klasse – unbekannt, Netzwerke gerade erst erfunden wurden. Du interessant und aufregend.

i arometer, ein Spieg el, ein Wegw eiser. Dabe Lange Zeit warst du für mich ein Stimmungsb Immer wieder zeigtest du mir, wie gut oder warst du nie beständig, immer im Wandel. Deine Anwesenheit machte mich nervös, und schlecht ich war, wie beliebt oder unbe liebt. te ich nie wissen, was alle anderen eigentlich doch brauchte ich dich – denn ohne dich konn von mir hielten. anders! Ich habe gelernt, dass Lieber Like-Button, heute ist das zum Glück iedenheit und du nicht ausschlaggebend bist für meine Zufr mein Wohlbefinden. Wenn ich ehrlich bin, brauche ich dich nicht mehr. Ich wäre sogar froh, wenn du nicht mehr existieren würdest. Denn eigentlich warst du kein guter Freund. Du warst nur da, wenn mich andere mochten. Sobald ich selbst oder mein Verhalten mal nicht jedem gefiel, warst du solche Freunde ganz schnell weg. Ich weiß jetzt, dass ich , um mich wie dich nicht brauche, und schon gar nicht selbst zu mögen.

Layout: Anja Nier, Lena Schulze Lektorat: Anne Katharina König Mitarbeiter dieser Ausgabe: Samira Becker, Dmitry Erokhin, Nora Füllenkemper, Hannah Jäger, Mona Lesjak, Emily Meise, Sarah Platz, Christian Schneider, Maximiliane Schmidt, Sophie Lorraine Senf, Alina Sonnefeld, Miriam Watson Fotos: Julia Bengeser, Tony Haupt, Michael Kuchinke-Hofer Illustration: www.flaticon.com, www.freepik.com, www.vecteezy.com Telefon: 0351 31540-570 Mail: redaktion@SPIESSER.de Mediaberatung: Anke Bai, Luisa Bauer, Stephan Kraus, Jakob Osman, Maik Richter Distribution Orange YC GmbH info@orange-yc.de Telefon: 0351 31540-550 Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos usw.; Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen.

Titelfoto: Jannis Niewöhner und Jannik Schümann Fotograf: Michael Kuchinke-Hofer

Leb wohl! Mona Ob Mona ihren alten Freund manchmal vermisst? Fragt sie auf: spiesser.de/user/misscuriosity

#FRÜHLINGSGEFÜHLE Der nächste SPIESSER erscheint am 27. März 2017.

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