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Sachsen | April 2014 | Nr. 152 | SPIESSER.de

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Vertretungsstunde: Jan Böhmermann setzt alle Pärchen auseinander

Härtetest: Schützenprinzessin Thuy macht einen auf Tradition

Jetzt wirds ernst: Welcher Elterntyp bist du?

„Was soll nur aus dir werden?“ Die nervigsten Elternsprüche auf Seite 9


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s t u n de n p l a n 3 iesser Nanny– –Sp

„Was soll bloß aus dir werden?“ Eltern. Ein nie endender Schwall aus Befehlen, Zurechtweisungen, Mahnungen und Trostsätzen. Wir haben nachgefragt, welche Themen bei euch zu Hause immer zu Stress führen, was das Peinlichste war, was eure Eltern vor euren Freunden gesagt haben, in welchen Momenten ihr lieber nicht auf sie verzichtet hättet und was ihr vielleicht doch von ihnen mitbekommen habt.

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Auf S. 10 wird es dann ernst und ihr könnt den Zukunftstest machen: Welcher Elterntyp seid ihr?

Auch sonst geht es in diesem Heft sehr zünftig zu: Fernsehproduzent, Stefan Raab-Veräppeler und neuer Stern am Moderatorenhimmel Jan Böhmermann hat Bremer Schülern in der SPIESSER-Vertretungsstunde erzählt, was man braucht, um in Deutschland so richtig durchzustarten – und damit wohl für manchen Gesprächsstoff am Abendbrottisch gesorgt.

Was hat ein freier Tag mit Arbeitshandschuhen und Gartenwerkzeug zu tun? SPIESSER-Autorin Maxi hat das in unserer neuen Rubrik Wie spießig ist das denn für euch getestet.

usann

Seit 2010 hält unsere liebenswerte Marketingund Redaktionsassistentin die komplette SPIESSER-Bagage in Schach und unterstützt die Bande in allen Bereichen: von der Betreuung der freien Autoren, der Beantwortung eurer Leserpost bis zur Heftplanung. Kleiner Tipp: Sie ist auch diejenige, die sich um eure Praktikumsbewerbung kümmert. Und: Sie ist unsere SPIESSER-Glücksfee – der eine oder andere Gewinnspielteilnehmer hat bestimmt schon von ihr Post bekommen. Die nervigste Frage, die immer gestellt wird: Alle Fragen, die mit „Kannst du mal ganz schnell...?“, „Haben wir eigentlich...?“ und „Wo ist denn...?“ anfangen.

Wer sich für ein bevorstehendes Familientreffen noch mit stylischen Kopfhörern und irre lustigen Brettspielen ausstatten will, sollte ganz schnell zu unserem traditionell-familiären SPIESSER-Rätsel auf S. 28 blättern.

Sie ist SPIESSER, weil ...sie Aufgaben lieber heute als morgen erledigt.

In diesem Sinne: Immer schön artig sein. Macht nichts, was wir nicht auch machen würden. Gebt nicht alles auf einmal aus. Und vor allem: Viel Spaß mit diesem Heft! Mit elterlichen Grüßen eure SPIESSER-Redaktion

Du willst mehr von uns? Dann verpass' nichts auf SPIESSER.de

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sprachrohr 4

Pi x e l au fs pa pi e r

Fotokünstler aufgepasst: SPIESSER prämiert die schönsten Bilder! Diesmal zum Thema: „Alles Gute kommt von oben“. Ihr habt es uns mit euren tollen Einsendungen wieder mal schwer gemacht – aber so ist das Spiel: Die Besten gibt's wie immer ganz genau hier. hallejulia An einem der ersten schönen Frühlingstage hat die Sonne mich und meine Kamera hinaus gelockt. Wieder ein paar warme Sonnenstrahlen abzubekommen war herrlich – etwas sehr 'Gutes von oben'!

Revolverheld An diesem Tag ließ sich die Frühlingssonne zum ersten Mal so richtig blicken. Kurzerhand traf ich mich mit meiner besten Freundin, um die Wärme zu genießen. Wir kamen an dieser traumhaften Kulisse vorbei und mussten sofort ein paar Bilder knipsen. So starteten wir in den Frühling, mit etwas Gutem, das von oben kommt: den ersten warmen Sonnenstrahlen im Frühjahr.

Luluk Im Sommer letzten Jahres besuchten wir das Festival Rock'n'Heim. Leider spielte das Wetter nicht immer mit. Dank Regenponchos hat es uns aber nicht so viel ausgemacht und die gute Laune haben wir uns nicht nehmen lassen. Während alle zu Kraftklub abrockten, entdeckten wir diesen tollen Regenbogen und nutzten diesen für einige Schnappschüsse mit Mutter Natur.

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Wir suchen wieder eure stärksten Bilder. Diesmal zum Thema: „Der größte Fan“. Ladet euer Foto bis zum 15.05.2014 auf SPIESSER.de/gewinnen hoch oder schickt es an redaktion@SPIESSER.de und gewinnt mit ganz viel Glück einen von fünf 100 Euro-Gutscheinen von den megastylischen Brillen von Wood Fellas.


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SPR ACHROHR 6

VERTRETUNGSSTUNDE

LEHRER: JAN BÖHMERMANN FACH: WIRTSCHAFTSKUNDE

„The Magic of Labern” Bremen, Freitagnachmittag, kurz vorm Wochenende: Jan Böhmermann streunert über sein altes Schulgelände. Für SPIESSER wagt er das Lehrer-Experiment. Für die Schüler des Schulzentrums Bördestraße die Chance zum Entspannen – denken sie. Falsch gedacht! v o n_Ta b e a G r ü n e r t , 25

Jan Böhmermann: Hallo! Mein Name ist Jan Böhmermann – Herr Böhmermann für euch. Das ist meine erste Unterrichtsstunde. Jan beginnt ganz klassisch mit einer Anwesenheitskontrolle. Wo ist Kevin? Ilja: Nicht da. Der war heute aber schon mal da. Jan: Muss ich mir gleich aufschreiben: Ilja ist ein Denunziant. Petze! Die Klasse lacht. Ihr seid Klasse elf, oder? Klasse: Nein! Zwölf. Jan: Ihr seht aber aus wie Klasse elf. Gut. Ich habe euch ein Thema mitgebracht. Jan holt sein Handy raus, von dem er laut abliest. Es ist sehr komplex, es lautet: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Kreativ- und Medienwirtschaft vor dem Hintergrund (seine Stimme wird immer lauter) des historisch und gesellschaftlich bedingten Mangels an Swag. The Magic of Labern. Klasse lacht. Es bedeutet eigentlich nichts anderes als: Warum gucken wir so viele Filme aus Amerika? Wer hat da eine Ahnung? Die Hände schnellen nach oben. Jannik: Weil Deutschland schlechte Filmproduzenten hat? Leffi: Ich glaube, das liegt daran, dass Hollywood früher mehr gepusht wurde und die Schauspieler dort besser sind. Ich denke da an meinen Lieblingsfilm „Titanic”. Klasse lacht. Jan: Welcher ist dein richtiger Lieblingsfilm? Leffi: Nein, wirklich. Titanic und 300. Jan: Was meinst du denn, Anika? Anika: Ich denke, das liegt daran, dass die meisten wirklich bekannten Leute in Amerika leben. Jan: Aber die Frage ist doch, warum gucken wir gerne nach Amerika? Warum schauen wir keine Filme aus Polen zum Beispiel? Leffi: Na, weil die alle geklaut sind. Die Klasse lacht. Auch Jan. Jan: Wer von euch weiß, was wir für ein Rundfunksystem in Deutschland haben? Nico M.: Es gibt private Sender wie Pro7 und es gibt halt so allgemeine Sender: ZDF, ARD und so.

Kristina, 18 Ich fand das sehr gut mit dem Jan. Er war sympathisch und es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Note: 1

Schl wiss

F o t o s_D a n i e l S c h o l z

Jan: Die heißen öffentlich-rechtliche Sender. Das

könnt ihr euch gleich mal aufschreiben. Wer weiß denn, seit wann es die privaten Rundfunksender in Deutschland gibt? Sakay: Vorgestern. Jan: Vorgestern, meint Sakay. Das ist schon mal nicht schlecht, aber falsch. Nico M.: 1990? Jan: Fast. 1984 ist die richtige Antwort. Das waren damals Sat.1 und RTL Plus. Wie sind private Sender? Klasse: Asozial, dumm, unrealistisch. Jan: Und öffentlich-rechtliche? Klasse: Informativ (Jan lacht), langweilig, für Ältere. Jan: Was ist denn der Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern? Nico: Für öffentlich-rechtliche bezahlt man Rundfunkgebühren. Jan: Private Sender sind Unternehmen, denen ist nichts anderes näher als Geldverdienen. Was habt ihr denn in der ersten Stunde in Wirtschaftskunde gelernt: Was ist das Ziel eines jeden Unternehmens? Klasse: Gewinnmaximierung. Jan: Richtig! Öffentlich-rechtliche Sender gehören dagegen der Bundesrepublik. Aber was ist jetzt der Unterschied im Praktischen? Nico: In den Privaten laufen mehr internationale Filme und auf ARD und ZDF mehr deutsche Produktionen. Jan: Wer von euch kann sich vorstellen, warum das so ist? Nico: In Amerika gibt es eine größere Auswahl an Serien und Formaten. In Deutschland lohnt sich das vielleicht einfach nicht. Jan: Es geht dabei vor allem um die Produktion von Inhalten. Viele Fernsehsender kaufen Inhalte aus Amerika ein: Das ist günstiger und birgt weniger Risiko. Wenn man sich beispielsweise eine Serie ausdenkt, weiß keiner, ob sie auch funktioniert. Auch wenn man ganz viel Gedankenschmalz und

Anika, 16 Der Unterricht war locker und lustig. Es war ganz anders als unser normaler Unterricht. Note: 1

Geld reinsteckt. Warum sind wir Importeure im Kreativbereich? Sind wir denn uncooler? Produzieren wir uncoolere Sachen? Ines: Ja, weil wir schlechtere Schauspieler haben. Jan: Wer von euch will mal ins Showgeschäft? Einige Hände schnellen nach oben. Was braucht man dafür? Sakay: Gute Connections. Jan: Falsch. Einen Versuch hast du noch. Sakay: Eine große Klappe. Jan: Falsch. Disziplin! Man muss durchhalten und seitenweise Konzepte schreiben. Nico: Ich will Sie jetzt nicht angreifen, aber ich habe so einige Videos mit Ihnen gesehen und da haben Sie auch ein ganz schön großes Mundwerk. Klasse lacht. Jan: Okay, jetzt ist es raus. Lacht. Aber ich trage bei meiner Show auch die Produktionsverantwortung. Ich bin nicht nur der Moderator. Alle Augen auf Jan. Was ich sagen will: Ich denke, wir brauchen mehr Leute in Deutschland, die gute, kreative Inhalte produzieren. So, liebe Schüler, jetzt ist die Stunde offiziell beendet. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Leffi: Aber wir haben noch zwanzig Minuten. Jan: Dann stellt mir Fragen! Die restlichen Minuten nutzt Jan, um mit den Schülern über ehemalige Mathelehrer, Zukunftschancen und Disziplin zu sprechen, bevor er sich von seinen Schülern verabschiedet, aus seinem "bizarren Albtraum" – dem alten Schulhaus – hechtet, ins Taxi springt und mit ganz viel Disziplin zur nächsten Show düst.

Ob Tabea den nötigen Swag für die Medienbranche hat? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: grünerTee

Furkan, 17 Ich finde, er hätte an manchen Stellen noch mehr beim Thema bleiben können. Note: 2

„Ich w nach d


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Bw-Olympix

2014 Schluss mit lustig! Vertretungslehrer Jan Böhmermann will von seinen Schülern wissen, warum der deutschen Medienbranche der Swag fehlt.

Jan Böhmermann ist als Moderator in Radio- und Fernsehproduktionen tätig und hat in letzter Zeit vor allem mit seinem Streich gegen Stefan Raab auf sich aufmerksam gemacht. Groß geworden in der Medienbranche ist der diesjährige Grimme-Preisträger als Side-Kick von Harald Schmidt und mit der Talkshow „Roche & Böhmermann“. Seit Ende 2013 läuft auf ZDFneo seine eigene Late-Night-Show „Neo Magazin“. Der Polizistensohn aus Bremen war zu Schulzeiten im Schülerkabarett „Anti Toxin“ und sogar im Vorstand der Bremer Jugendpresse.

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Das Video zu Jans strenger Vertretungsstunde findet ihr auf SPIESSER.de/ vertretungsstunde-boehmermann

Ein Wochenende voller Sport, Spaß und Infotainment. 1.000 Jugendliche aus ganz Deutschland, spannende Wettkämpfe und Gewinne beim Beachvolleyball, Beachhandball, Minisoccer und Streetball, Partys mit DJs und natürlich jede Menge Infos: Das und noch viel mehr erwartet euch bei den Bw-Olympix 2014.

„Ich würde sagen, ihr zwei setzt euch jetzt mal auseinander – weil Fummeln ist nach der Schule!"

Auf der Suche nach der korrekten Lehrerposition.

Wenn ihr 16 oder 17 Jahre alt seid, Lust auf sportliche Wettbewerbe habt und die Bundeswehr mal hautnah kennenlernen wollt, dann bewerbt euch jetzt mit eurem Team aus bis zu sechs Freundinnen/Freunden für ein unvergessliches Wochenende

vom 13. bis 15. Juni 2014 in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf/Münster. Neben einer Menge Spaß warten auch noch tolle Gewinne auf euch, darunter einzigartige Trips nach London und Sardinien, ein Segeltörn mit der Marine sowie zahlreiche Sachpreise. Die Teilnahme ist kostenlos (inkl. Bahnreise, Unterbringung und Verpflegung). Alle Infos und Anmeldung bis zum 30. Mai 2014 unter

www.bw-olympix.de Freunde finden und mehr: facebook.com/bwolympix


SPR ACHROHR 8

Fabian, 17, wenn er länger ausgehen will In welchem Moment warst du froh, deine Eltern zu haben?

Als am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien mein Blinddarm geplatzt ist. Nachdem alle aufatmen konnten, dass ich die OP überstanden hatte, haben wir Weihnachten dann ins Krankenzimmer verlegt. Es gab Gans in der Kantine und Brettspiele am Krankenbett.

Falco, 25, wenn er ein Geschenk bekommt, das ihm nicht gefällt Vanessa, 19, wenn sie so tut, als ob sie krank wäre, um nicht in die Schule zu müssen Bist du Mama- oder Papakind?

Definitiv Mamakind, weil ich mit ihr über alles reden kann. Außerdem setzt sie meine Wünsche bei Papa durch.

Wo würdest du niemals mit deinen Eltern hingehen? Auf Festivals.

Was hast du deiner Mutter verheimlicht?

Jedes kürzere amoröse Abenteuer. Und auch die beständigen habe ich erst nach einer angemessenen Frist publik gemacht. Eltern sollte man in dieser Hinsicht wohl nicht unnötig beunruhigen.

Welches Gericht kann nur deine Mutter kochen?

Grießbrei. Kann zwar streng genommen jeder zubereiten, aber da bin ich einfach einen gewissen Standard gewohnt, auf den ich auch bestehe.

NACHGEFR AGT

„Wir wollen doch nur dein Bestes!“ Facebook-Freunde kann man löschen. Die eigenen Eltern nicht. Einige sind richtig mit ihren Eltern „befreundet“. Die meisten können sich da Besseres vorstellen. Manche wären froh, wenn sie welche hätten. Und ihr?

Katharina, 24, wenn sie weiß, dass sie Mist gebaut hat

Jakob, 21, wenn seine Eltern peinliche Sachen vor anderen sagen

Welches Thema führt bei dir und deinen Eltern immer zum Streit?

Was hast du getan, obwohl dich deine Eltern immer davor gewarnt haben?

Die Freundsuche. „Willste nicht mal nach einem gucken?“ Sie wollten mich schon bei der Partnerbörse anmelden. Seit ich meinen Freund gefunden habe, habe ich meine Ruhe.

Wenn es nach deinen Eltern gehen würde, wärst du jetzt … im öffentlichen Dienst.

Oliver, 16, wenn er ein schlechtes Zeugnis mit nach Hause bringt Was war das tollste Geschenk deiner Eltern?

Mein Teddy! Vor über 10 Jahren bekam ich ihn geschenkt und das sieht man ihm auch an. Einst grün, ist er jetzt größtenteils weiß ausgebleicht. Er wurde wohl doch zu oft gestreichelt.

Mein erstes Tattoo, das ich mir während meines Work&Travel-Jahres in Australien habe stechen lassen. Meine Eltern belehrten mich stets darüber, dass es doch für die Ewigkeit ist. Genau das wollte ich. Als sie es später zum ersten Mal gesehen haben, hat ihr Atem schon mal kurz ausgesetzt.

Die erste Frage deiner Eltern über deine Neue? „Spielt sie ein Instrument? Macht sie Sport?"


Teil 23 Punktsystem

Manche Dinge ändern sich nie. Wir denken, dass unsere Eltern sie schon von ihren Eltern gehört haben. Und irgendwie wetten wir auch, dass wir sie später unseren eigenen Kinder mit auf den Weg geben werden:

Die Top 10-Elternsätze 1. „Ist mir egal, was die anderen machen, wir sind nicht die anderen.” 2. „So willst du rausgehen?” 3. „Komm du erst mal in mein Alter!”

FAHR

ANFÄNSPGIEESSRER

Die Fahrschul-Serie im

Zum 1. Mai 2014 tritt ein neues „Fahreignungsbewertungs-

system“ in Kraft. Wie viel „Punkte in Flensburg“ euch in Zukunft bei Verkehrsverstößen drohen, könnt ihr hier nachlesen:

Der neue Punktetacho! Welcher Verstoß zählt

Verwarnung

Ermahnung

wie viel?

5. „Was soll bloß aus dir werden?” 6. „Du lernst für dich und nicht für die

Verjährungsfrist: 2,5 Jahre

dich da triffst?”

Lehrer.” 7. „Möchtest du deine Oma vielleicht

Entzug

1 Punkt

gibt's für „verkehrssicherheitbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten“, wie z.B. Überholen im Überholverbot oder einige Geschwindigkeitsübertretungen.

4. „Wer ist das nochmal, mit dem/der du

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Vormerkung

2 Punkte

8. „Das ist keine Dummheit, das ist einfach nur Faulheit.”

gibt's für Straftaten ohne Entziehung der Fahrerlaubnis oder für „besonders verkehrssicherheitsbeeinträchtigende Ordnungswidrigkeiten“, wie z.B. Überfahren einer roten Ampel oder Wenden oder Rückwärtsfahren auf der Autobahn.

9. „Wer feiern kann, kann auch früh

Verjährungsfrist: 5 Jahre

mal anrufen?”

aufstehen.”

3 Punkte

gibt's für Straftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis oder Anordnung einer Sperre, wie z.B. Fahrerflucht oder unterlassene Hilfeleistung. Verjährungsfrist: 10 Jahre Jeder Verstoß verjährt nach der entsprechenden Frist.

Das neue Fahren Lernen Max – mehr als nur Bestehen! Wir haben Fahren Lernen Max für euch noch besser gemacht. Mit dem geführten Lernweg kommt ihr jetzt schneller, sicherer und individueller zur Prüfungsreife! Der geführte Lernweg ist eure Erfolgstreppe zum Führerschein – von leicht nach schwer. Fragen, die euch Probleme bereiten, werden euch so oft vorgelegt, bis ihr sie sicher könnt. Mit dem neuen Praxistraining könnt ihr Fahrstunden vor- und nachbereiten und in der App lernt ihr einfach unterwegs weiter! Überzeugt euch selbst auf www.fahren-lernen.de/Demobogen!*

Antonia, 18, wenn ihr Lieblingsessen auf dem Tisch steht Wie würde ein Traumurlaub mit deinen Eltern aussehen? So wie es auch immer war. Zwei Wochen wandern und klettern und eine Woche faulenzen am Strand. Ein Urlaub ohne Sport ist für mich immer noch unvorstellbar.

Eine Eigenschaft, die du von deinen Eltern übernommen hast? Ich habe kompromisslos immer Recht. Das ist auch die Eigenschaft, die ich am nervigsten bei ihnen finde.

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SPR ACHROHR 10

TEST

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Ob Henrics Kinder mal Taek-Won-Do können müssen? Fragt ihn auf SPIESSER.de, Profilname: Henk Marzipan

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Schicki-Micki-Eltern: Du bietest deinem Kind alles erdenklich Mögliche. Du willst selbst aber auch nicht zu kurz kommen. Du hast es dir ja verdient. Die Zeit, die du mit deinen Hobbys statt deiner Kinder verbringst, gleichst du mit Geschenken aus. Eigentlich hat dein Kind nichts zu beklagen ... oder?

Gesundheitslatschen-Eltern: Du bist lieber auf der Antiatomkraftdemo als beim Schulausflug. Deine Kinder finden dich peinlich, weil du dir nicht die Beine rasierst und unter Spaß eine Woche SäureBase-Fasten verstehst. Deine Kinder können viel von dir lernen, aber eines Tages wirst du einsehen, dass antiautoritäre Erziehung auch nicht die Lösung ist.

Rabeneltern: Dein Kind sollte mit vier Jahren alt genug sein, um sich um sich selbst zu kümmern. Denn dann hat dich deine eigentliche Liebe wieder: Telenovelas und Trash-TV. Du hast in deinem Leben nicht viel erreicht und wenn dein Kind mehr will, soll es sich gefälligst selbst darum kümmern. Und wenn nicht: Auf deiner Couch ist immer ein Platz frei.

Strebereltern: Schon vor der Geburt weißt du, welche drei Sprachen dein Kind lernen soll. Beim Kindergeburtstag gibt es keine Kinderlieder, sondern Beethoven-for-Kids. Freizeit lässt du deinem Kind keine. Du weißt ja, was gut für es ist. Schließlich soll es mit seiner Pianistenkarriere alles erreichen, was du immer wolltest.


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S P RKUAN NG TB I NREE T T 26 12

AUSBI L DU NG

Die verrücktesten Studiengänge Deutschlands Jura, Maschinenbau, BWL und Germanistik sind zu langweilig? Wie wäre es denn dann mit Promenadologie? Oder Kosmetologie? SPIESSER–Autorin Lexa stellt euch die kuriosesten Studiengänge vor. v o n_L e x a Ve l d e , 15

Promenadologie – Spaziergangswissenschaften Was ist das? Was ich mir darunter vorstelle? Ehrlich gesagt nicht viel. Wenn ich laufe, dann laufe ich. Einfach so, ohne groß darüber nachzudenken. Dieser Studiengang ist Teil des Architekturstudiums und klingt für mich danach, zu studieren wie man richtig läuft. Doch nein, falsch gedacht! Das Studium möchte den Menschen die Natur wieder näher bringen. Ihr sollt bewusst durch die Welt

Bierbrauen und Getränketechnik Was ist das? Ein bisschen Bier süffeln und sich mit der Herstellung auseinander setzen? Ist das alles oder steckt da mehr dahinter? Naja, eigentlich geht erst darum, dass ihr die einzelnen Prozesse der Herstellung versteht und euch auch die Abfüll- und Verpackungsmethoden aneignet. Außerdem soll es auch einen Einblick in die Forschung geben.

Wo könnt ihr das studieren? An der Uni in Weihenstephan. Was macht ihr danach? Wie wäre es denn mit einer eigenen Brauerei? Oder einem neuen Getränk, das den persönlichen Touch bekommt?

gehen, erbaute Wunder entdecken und euch inspirieren lassen. Wo könnt ihr das studieren? An der Uni in Kassel. Was macht ihr danach? Ihr geht mit offenen Augen durch die Landschaften und Städte dieser Welt und entwerft eure eigenen Konzepte und Spaziegänge.


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Chef r e t s i e M

Geselle

Noch Fragen? ausbildung esden.de

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/

hier entlang:

Lehrling

Kosmetologie Was ist das? Kosmetologie: Ich denke da sofort an ein Nagelstudio oder einen Kosmetiksalon, wo sich gelangweilte Hausfrauen Glitzer auf die Nägel machen lassen. Doch so einfach scheint dieser Beruf gar nicht zu sein. In dem Studiengang lernt ihr grundlegende Dinge über eure Haut und was Kosmetika bewiken können – im Positiven wie im Negativen.

Wo könnt ihr das studieren? An der Uni in Osnabrück. Was macht ihr danach? Mit eurem Wissen in Hautphysiologie, Dermatologie, Chemie und Mikrobiologie könnt ihr euren eigenen Kosmetiksalon eröffnen oder auch in die Haut- und Kosmetikforschung gehen.

Facebook Was ist das? Facebook kann ein unglaublich guter Zeitfresser, aber manchmal auch sehr nützlich sein, um sich mit anderen Menschen zu unterhalten oder in Kontakt zu bleiben. Daniel Michelis, der Begründer des Unterfachs der Online Kommunikation, möchte den Studierenden beibringen, wie man Facebook effizient für den Job nutzen kann.

Wo könnt ihr das studieren? Hochschule Anhalt in Bernburg. Was macht ihr danach? Euch Facebook im Job zu Nutze mache und dabei noch mehr Zeit mit dem Social Network verbringen und noch mehr Daten an den werten Herrn Zuckerberg weitergeben. Was Lexa später mal werden will? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: Lea_Xe


Um herauszufinden, ob das Klischee, dass Wassergymnastik spießig und für Rentner gemacht ist, stimmt, war ich bei einem Training dabei. So planschte ich zusammen mit einer Schwimm-Nudel und zwanzig Mittsechzigern eine Stunde im Wasser. Das war sehr lustig, vor allem weil Recherche meist anders aussieht.“

SPRUNGBRET T 14

KARRIERE

Wenn ich mal groß bin, werde ich SPIESSER-Autor

„Die bisher interessanteste Recherche beim SPIESSER war die zu dem „Was ist eigentlich in der Ukraine los"-Artikel. Es war meine bisher größte und umfassendste Recherche. Ständig bin ich auf Neues gestoßen. Es war unheimlich Anna (19) schwierig die Ereignisse in die richtige Reihenfolge zu bringen und richtig einzuordnen.“

Nachwuchsjournalisten unter euch: Ihr träumt davon, eigene redaktionelle Beiträge zu produzieren? Wir freuen uns immer über engagierte Redaktionspraktikanten, die bei uns viel lernen möchten. Kopieren und Kaffeekochen können wir alleine! Aber schaut selbst: Margherita, 21, italienisches Sprachtalent und Germanistikstudentin, nimmt euch für einen Tag in den ganz normalen SPIESSER-Wahnsinn mit.

„Am verrücktesten war die Recherche zur „Unschulbar"-Aktion, bei der Schüler aufgefordert wurden, ihre Zeugnisse zu rauchen. Ich meine, wer kommt schon auf so eine Idee? Das Interview mit dem Initiator war auch ziemlich schräg.“

Henk (22)

Maxi (19)

„Der Frühling hat begonnen und damit auch die Flohmarktsaison. Zeit, um auf die Jagd nach Schätzen zu gehen!“

„Aber wie findet man so etwas auf dem Flohmarkt? Zwischen all dem Plunder?“

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10 Uhr: Jeden Morgen treffen wir uns zur „Frühschicht“, um die News der letzten 24 Stunden zu besprechen und neue Beiträge zu planen. 10.30 Uhr: Ganz wichtig, bevor es ans Schreiben geht: Recherchieren.

14 Uhr: Und jetzt: Tippen!

9 Uhr: Auf die Plätze, fertig, los! Der Tag beim SPIESSER beginnt!

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12 Uhr: Eine echte Journalistin tritt immer in Aktion.


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16 Uhr  Ab ins Layout! Ein toller Artikel braucht schließlich auch ein tolles Bild.

Startklar für den Traumjob? JETZT bei der DPFA-Schulen gGmbH für 2014/15 anmelden! 16.30 Uhr: Zehnaugenprinzip: Der fertige Artikel wird von allen Seiten kontrolliert.

Freie Ausbildungsplätze an unseren Berufs(fach)schulen:

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Altenpfleger/in | Diätassistent/in | Ergotherapeut/in | Fachinformatiker/in (dual) | Krankenpflegehelfer/in | Logopäde/in | Medizinischer Dokumentationsassistent/in | Physiotherapeut/in | Sozialassistent/in | Verkäufer/in bzw. Kauffrau/mann im Einzelhandel (dual) in Beantragung

Freie Ausbildungsplätze an unseren Fachschulen:

17 Uhr: Geschafft – der Beitrag ist online! Du willst ihn lesen? SPIESSER.de/artikel/flohmaerkte-kunst-des-handelns

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Du findest SPIESSER so toll, dass du auch ein Teil davon werden willst? Du lernst gerne und schnell Menschen kennen? Du bildest dir eine eigene Meinung und traust dich, auch unangenehme Fragen zu stellen? Na dann ran an die Tasten & schnell bewerben: bewerbung@spiesser.de. Wir freuen uns auf dich!

Erzieher/in | Gestalter/in für Kommunikations- oder Produktdesign | Heilerziehungspfleger/in | Techniker/in für Bautechnik; Sanitär-, Heizungs- Klimatechnik; Informatik oder Maschinentechnik

Freie Studienplätze an unserer Hochschule: Bachelor-Studiengang »Pädagogik der Kindheit« Bachelor-Studiengang »Inklusive Heilpädagogik« Master-Studiengang »Management in sozialen und Bildungseinrichtungen« in Beantragung

Mehr Infos: www.dpfa.de Lebenslanges Lernen - Kita | Grundschule | Oberschule | Gymnasium | Berufsfachschule | Berufsschule | Fachoberschule | Fachschule | Hochschule | Weiterbildung


Alle Muttis freuen sich 端ber Briefe.

Wor端ber wir uns beim SPIESSER freuen?

facebook.com/ SPIESSER.de


S P I E LW I E S E 17

WIE SPIESSIG IST DAS DENN

Nix für junges Gemüse? Wie spießig ist das denn? Maxi war im Schrebergarten und hat – auch ohne grünen Daumen – einiges dazugelernt. Spießig fand sie es trotzdem, aber schön-spießig! v o n_M a x i m i l i a n e S c h m i d t , 19

F o t o s_M a x P a t z i g

Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, es ist der perfekte Tag, um im Garten zu liegen und nichts zu machen. Nur nicht für mich. Denn ich bin mit Helgard Bergmann, Gartenfachberaterin der Bühlauer Waldgärten e.V., verabredet. Auf dem Weg dorthin werde ich von älteren fahrradfahrenden Ehepaaren mit Arbeitshandschuhen und Gartenwerkzeug auf den Gepäckträgern überholt. Wir haben heute wahrscheinlich ausnahmsweise mal das gleiche Ziel. Am Eingangstor angekommen, stelle ich fest: Die Schrebergartenkolonie ist ganz schön groß. Ganze 350 Gärten finden hier Platz. Ich folge Frau Bergmann durch den Rosenweg zum Garten Nummer 89. Hier und dort sind bereits fleißige Gartenarbeiter am werkeln, alle jenseits der 50 und alle kennen und grüßen sich. Der Garten ist genau so, wie ich mir einen typischen Schrebergarten vorgestellt habe: ein Obstbaum, Frühlingsblumen, Gemüse und ein paar Kräuter, ein mit Steinplatten gelegter Weg, ein kleiner Teich mit Goldfischen und natürlich eine Gartenhütte. „In mindestens einem Drittel jedes Gartens muss angebaut werden“, erklärt mir Frau Bergmann. „Das ist die Bedingung für eine Mitgliedschaft bei uns.“ Wir starten mit dem Umtopfen von Blumen. Helgard Bergmann, ehemalige Sport- und Biolehrerin, erklärt mir alles schnell und genau. Nachdem ich Tausendschön und Primeln eingesetzt und gegossen habe, geht es weiter mit den Kräutern. Sie drückt mir eine Gartenschere in die Hand. Ich soll die vertrockneten Äste abschneiden. Dabei habe ich ständig Angst, zu viel abzuschneiden oder auf irgendwas draufzutreten. Danach machen wir eine kurze Pause, in der wir die Goldfische füttern und die warme Sonne genießen. Dabei erfahre ich, dass an dieser Stelle früher ein

Militärübungsplatz war. 1946 entstanden dann die ersten Gärten. Ein Gründungsmitglied ist heute noch dabei. „Die Dame ist mittlerweile 92 und arbeitet immer noch fleißig in ihren Gemüsebeeten“, erzählt mir Helgard Bergmann. Nun haben wir aber genug pausiert, die Kartoffeln müssen schließlich auch noch gedüngt werden. Und zwar mit verrottetem Pferdemist – lecker! Zum Schluss darf ich mit einer Harke die Erde im Kräuterbeet und um die Erdbeeren lockern, bevor wir noch einen kleinen Rundgang durch die kleinen Wege zwischen den Gärten machen, die Namen wie „Hasen“- und „Amselweg“ haben. Warum so wenige junge Menschen in Schrebergärten zu finden sind? „Leider fehlt den meisten einfach die Zeit. So ein Garten braucht viel Pflege, das ist natürlich nicht möglich, wenn man den ganzen Tag arbeitet“, meint Frau Bergmann. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass sie mir die leichtesten Aufgaben herausgesucht hat, was aber auch daran liegen kann, dass so ein Garten eben kein Projekt für einen Nachmittag ist. Auf jeden Fall bin ich jetzt motiviert, selbst etwas anzupflanzen, auch wenn es erst mal nur für Kräuter auf dem Fensterbrett reicht. Und ein Vorurteil von mir über die Mitglieder solcher Gartenanlagen wurde auch widerlegt: Niemand trug Crocs! Man kann von seinen eigenen Erkenntnissen also doch noch überrascht werden.

Wofür Maxi sonst noch einen grünen Daumen hat? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: miliane


S P I E LW I E S E 18

Mutprobenalarm! Noch mehr Härtetests findet ihr auf spiesser.de/haertetest

H Ä RT E T E S T

„Atmen. Zielen. Schießen.“ Wer bitte geht freiwillig schießen? SPIESSER-Autorin Thuy hat sich dem Härtetest unterzogen und sich als Schützenkönigin in spe versucht. Von Haltungsfragen, Konzentrationsangelegenheiten und Seniorenklassen. v o n _T h u y D u o n g N g u y e n , 17

Aufgeregt stehe ich vor dem Schild am großen, sandgelben Schützenhaus in Leipzig Thekla. „BRAUCHTUM. HOBBY. SPORT.“, steht da geschrieben an der Wand. Ich suche die Tür nach der Klingel ab. Mir schwirren tausend Dinge durch den Kopf: Ein Fuchs im Robin Hood-Stil springt durch den Wald, schießt mit Pfeil und Bogen um sich und ist Beschützer der Hungrigen. Heute werden sicherlich keine Füchse durch den Wald hopsen, wie einst im Disney-Klassiker, zumindest nicht mit Pfeil und Bogen. Hier stehe ich also und weiß nicht, was mich auf der anderen Seite des Gebäudes erwartet. Vom Vogelschießen hab' ich Mal gehört, aber ich bin eigentlich nicht so scharf drauf, auf meine Flatterfreunde

F o t o s _N o r b e r t N e u m a n n

zu zielen. Mir wird ganz mulmig. Apropos Schießen: Wie gefährlich das ist, muss mir niemand sagen.

„Die Ablage ist eigentlich nur für die Älteren gedacht. Die Seniorenklasse.“ Was man alles mit einem Gewehr anrichten kann, weiß ich aus den Nachrichten. Mit leichten Bauchschmerzen gehe ich es an: Ich will herausfinden, inwiefern ein Schützenverein tatsächlich für Brauchtum, Hobby und Sport steht, so wie es die Wand verspricht. Es kann losgehen. Eine junge Frau führt mich durch das Haus, in dem

alles traditionell aus Holz ist. Dann stehen wir auf der Zehn-MeterAnlage. Vorsitzender und dreimaliger Schützenkönig Bernd Köth überreicht mir ein Luftgewehr, weist mich in die Grundregeln ein und zeigt, wie es aussehen soll. Seitliche Schrittstellung. Feste Haltung. Einatmen. Ausatmen. Zielen. Schießen. Zehn treffen. Gewehr absetzen. Entspannen. Klingt doch ganz einfach. Ich nehme schon mal die richtige Haltung ein. Moment mal, dieser winzige Punkt in der Mitte der Zielscheibe soll die Zehn sein? „Genau, der Durchmesser des Kreises ist ungefähr einen halben Millimeter groß“, reagiert Herr Köth. Die Scheibe wird per SeilzugAutomat nach hinten gezogen. In der Zwischenzeit schraubt mein Trainer ein metallenes, eckiges Etwas hoch. Darauf kann ich den Lauf des


Zielen, schießen, Zehn. Geht doch! Zielen, schießen, Zehn. Geht doch!

Nicht schlecht, Herr Specht!

Gewehrs abstützen. „Normalerweise müsstest du ohne Ablage schießen. Die ist eigentlich nur für die Älteren gedacht. Die Seniorenklasse“, fügt er hinzu. Brauch' ich nicht, denk' ich mir und hebe das Gewehr von der Ablage. Wums! Die Gravitationskraft arbeitet gegen mich und zieht den Lauf nach unten. Mit etwas Schwung setze ich den Lauf wieder auf. Konzentration. Ich schaue durch eine kleine Scheibe und visiere den Mittelpunkt an. Zehn Meter können ganz schön lang sein. Ausatmen. Schon wieder ist der Punkt weg. Ich suche ihn erneut. Okay, jetzt bloß nicht Luft holen. Ich führe meinen Zeigefinger langsam zum Abzug. Peng!

eingeholt. „Eine Neun! Schon fast eine Zehn. Gut gemacht!“

Ich zucke zusammen. Was, schon vorbei? „Der Schuss ist schon erfolgt, bevor du richtig abgedrückt hast“, meint Bernd Köth. Wir holen die Zielscheibe wieder ein und mein Blick schweift über die Ringe auf der Suche nach einem Treffer. Nichts. Als könnte er meine Gedanken lesen, überreicht er mir das geladene Gewehr: „Nochmal?“ Ich greife nach dem Gewehr und begebe mich in Position. Herr Köth verbessert meine Armhaltung und weiß, je länger man das Ziel anvisiert, umso wackliger wird man. „Es sollte eine Sache von Sekunden sein“, rät er mir. Okay, zweiter Versuch. Es wird ganz still um mich herum. „Bereit? Zielen, schießen, zehn!“ Ich schaue durch die Scheibe, ziehe meine Arme fest an mich ran und versuche den Punkt zu visieren. Da! Der Punkt! Peng! Die Scheibe wird über die Seile wieder

„Was wünscht man sich eigentlich vor einem Wettkampf?“, will ich wissen. Bernd Köth klopft mir auf die Schulter und sagt: „Gut Schuss! Und bei wichtigen Wettkämpfen werden die Gewehre des Schützen von jemand anderem zum Startplatz getragen.“ An der Wand hängen Schützenscheiben mit allen möglichen Motiven. Eine riesige Tafel fällt mir ins Auge. „Königshaus“ steht drauf. „Das ist eine Chronologie der Schützenkönige und -königinnen sowie -prinzen und -prinzessinnen.“ Schützenprinzessin Thuy, denke ich. Das wäre was! Der Tag geht zu Ende. „Dafür, dass du das noch nie gemacht hast, warst du ziemlich gut. Komm ruhig öfter mal vorbei.“ Als ich ihm zum Abschied die Hand gebe, ist mein rechter Arm vom Gewicht des Gewehrs noch etwas angespannt. Das Königshaus ist durch Bernd

Ob Thuy auch bald mit im "Königshaus" sitzt?

Ist ja noch schwerer als das Gewehr.

Köth Tradition geworden. Auch sein Vater war schon Schützenmeister: BRAUCHTUM. Die älteren Herren treffen sich auch heute noch gerne zum Kaffee. Das Alter spielt keine Rolle: HOBBY. Wer fleißig trainiert, der schafft es bis ganz nach oben und wird vielleicht irgendwann mal Schützenkönig von Deutschland: SPORT. Am Ende des Tages wird mir klar, beim Schützenverein geht es nicht ums Rumballern, sondern um Konzentration, Zielgenauigkeit und Ruhe. Vielleicht zieht es mich irgendwann mal wieder hierhin.

Wie sich Thuy sonst noch Ruhe verschafft? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: hâmincess


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Das brauchst du: > Schraubenschlüssel > Luftpumpe > Reifenheber > Vulkanisierflüssigkeit (ein spezieller Kleber für Gummi) > Flicken > Schmirgelpapier > Eimer mit Wasser

4) Nun schmirgel den Reifen um das Loch etwas ab und verteile den Kleber darum. Kleb' den Flicken fest darauf und warte fünf Minuten. Zieh' dann die Folie über dem Flicken ab.

1) Zuerst muss die Fahrradkette runter. Dann löst du die Schrauben vom Hinterrad, um es herauszuheben.

2) Öffne das Reifenventil. Jetzt kannst du einen Reifenheber unter den Fahrradschlauch schieben und ihn so vom Reifen lösen.

5) Pump' den Schlauch etwas auf und halte ihn in einen Wassereimer. Wenn keine Bläschen aufsteigen, hast du es fast vollbracht. Schieb' nun den Schlauch unter den Mantel. Wichtig: Es sollte keine Luft mehr im Reifen sein. Geschafft? Dann kannst du den Reifen wieder aufpumpen und am Fahrrad einbauen.

3) Löse den Schlauch aus dem Mantel und pumpe ihn mit Luft auf. Jetzt kannst du das Loch finden.

6) Et voilà – jetzt kräftig in die Pedale treten und raus in die Frühlingssonne mit dir!


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Was kann das bloß sein? von Kirsten

einigen Mitschüspielte ich mit einem In der vierten Klasse also, uns auf wir versuchten zurechtzulern „blind“ – eschlossenen Augen plötzlich Als ich Klassenausflug mit g mich vorwärts. „Kofinden. Ich tastete zuordnen konnte. das ich nicht und warm, aber etwas spürte, ich, „es ist weich bloß sein?“. Ich misch“, dachte Was kann das auf so komisch geformt. und sah wie meine Hand tu Augen ruhte. Boden, öffnete meine Klassenlehrerin dem Busen meiner dich auf!!!

Eltern nach Frankich mit meinen er Französisch Als Kind reiste behauptete, dass angekommen reich. Mein Vater dann in Frankreich spricht. Als wir mit „Bonjour Monsier alle Damen in Grund und waren, begrüßte mich schon damals eur“. Ich schämte Boden.

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SPIESSER.d e/artikel/ stolz-gehtschmerz-

hin von Henr yC

v o n L a u r. a

Moment? Vielleicht: statt Mein peinlichster und Orgasmus vorlesen müssen täglich so Einen Biotext Aber mir passieren Organismus sagen... dass ich sie mir gar nicht mehr Dinge, mal einige viele peinliche Ich kann ja trotzdem alle merken kann. aufzählen: die Männertoilette Versehen auf und m Urlaub aus • IIm den Wind war ich so durch gegangen, weil gebrochen habe. ins Restaurant vorher mitten Tag. die War ein netter d kippe mir natürlich und ollte was trinken Wollte • W Hälfte daneben. Boden gefallen. gesetzt & auf den eben den Stuhl Neben • N (!) gefallen. ie Treppe hoch Die • D gefallen. fremden Mann ie Treppe runter Die • D habe ich mal einen ls ich kleiner war Als • A mein Papa ist. dachte, dass es umarmt, weil ich über eine Lehrerin it einer Freundin Mit • M hinter uns. stand natürlich gelästert und sie • ...

etchupp mit Ketchu Ich war im Freibad

und wollte mir

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Auto „fahrt“

PeinlichkeitsMeister

Der Typ: Ich: Er:

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Runter gehts immer – die einzige Übung, die Versuchskaninchen Julius richtig leicht fällt!

von janaz

was zu essen

H ä rt et e st

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stolz geht, Schmerz bleibt

bestanden meinen Führerschein Auto zur Ich hatte gerade mit dem am nächsten Tag auf den Bus und bin direkt Während die anderen und habe noch Schule gefahren. ich gerade losfahren „Viel Spaß warteten, wollte Freunden zugerufen: in dem Moganz cool meinen genau den Bus“... und Noch einmal beim Warten auf das Auto abgewürgt.Das war mir so ment habe ich wieder abgewürgt. mehr angemacht und Wochen nicht ich die nächsten bin. peinlich, dass Schule gefahren mit dem Auto zur

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u von Glamo

Bäckerei Brötchen einer spanischen ich stattIch wollte in Allerdings bestellte Als kaufen, also PAnecillos. kleine Penisse bedeutet. was erdessen PEnecillos, Verkäuferin mit etwas betagtere ich mir meimich die schon anstarrte, wurde schnell und schrockenem Gesicht bewusst. Ich bezahlte nes Versprechers Bäckerei. verließ zügig die

Weihnachtsstimmung v o n D i eV. a

auf, um im machte ich mich ein paar BesorHeiligabend. Wagemutig Supermarkt noch lag ein fettes völlig überfüllten Mitten im Gang gungen zu machen. ich stolperte, flog leider zu spät sah... Kabel. Das ich Den unschuldigen auf die Fresse. die der Länge nach zu Boden und mir riss ich mit Fremden neben den halben Laden. segelte durch mich anstarrten Wurstpackung Augenpaare, die zu Gefühlte 163.875 Fremden ganz Blick des armen - vom entsetzten War. Peinlich! schweigen... Das.

Er:

Mangelndes Talent? Vielleicht. Aber wegen mangelnden Engagements kann man PoledanceNachwuchs Julius wirklich keinen Vorwurf machen.

Poledance ist DER Fitnesstrend – vor allem für Frauen. SPIESSER-Autor Julius ist kein Mann von der Stange und kein Fan von Geschlechterklischees. Deshalb wagt er sich auf unbekanntes Tanzstudio-Terrain und wird dabei bitter vom eigenen Körper enttäuscht.

Kleine Penisse

spielwiese

8

Fotos: Mat thias Popp

Ein riesiges Milchglasfenster verhindert einen schaulustigen Blick ins „Crazy Pole“. Ansonsten würde sich hier wohl jeden Abend eine Horde gaffender Männer versammeln. Denn hinter diesem Fenster tanzen junge Frauen an Stangen. Nicht für Geld, sondern für eine fitte Figur. Quasi Zumba für Experimentierfreudige. Angespannt trete ich von einem Fuß auf den anderen. Zwar beunruhigt mich die Vorstellung von Frauen, die sich knapp bekleidet an Stangen räkeln, nicht sonderlich. Aber dass ausgerechnet ich heute möglichst grazil der Schwerkraft trotzen muss, macht mir schon Sorgen. Direkt beim Eintreten macht mir ein Schild mit einem durchgestrichenen Stiletto deutlich, dass ich mich auf fremden Terrain befinde. Während ich noch zögerlich meine Schuhe ausziehe, kommt mir Trainerin Jacqueline lächelnd entgegen. Sie ist bereits seit mehr als 13 Jahren professionelle Gogo-Tänzerin: „Hallo, du kannst dich ruhig schon mal hinten umziehen.“ Unterdessen trudeln langsam die anderen Kursteilnehmerinnen ein. Acht sportliche, junge Frauen, vier hohe Stangen, eine Spiegelwand und ich. Kein Traum wird wahr. Ich frage Jacqueline, ob denn auch Männer hier trainieren. „Nur beim Schnupperkurs. Meistens haben Män-

ner Probleme mit der Koordination und kommen nie wieder her.“ Wahre Worte, wie sich zeigen wird. Während der Kurs auf die letzten Toilettengängerinnen wartet, schaue ich mir verstohlen die Wandbilder an. Sie zeigen Fotos von komplizierten Pole-

innere Knie zu heben und gleichzeitig den entgegengesetzten Arm zu strestre cken, bin ich bereits restlos überfordert. Der Kurs tanzt fröhlich weiter, während ich nach zwei Schritten Arm wedelnd strauchele und verwirrt stehenbleibe. Im Neuer Versuch, neue Verzweiflung. Immer und immer wieder. Jetzt werden wir in zwei Gruppen geteilt, damit auch jeder seine eigene Stange antanantan zen kann. „Ich mache die Übung langsam vor und dann machen wir sie gemeinsam nach, okay?“, fragt JacqueJacque line, nicht ohne mir einen mitleidigen Blick zuzuwerfen. Dabei geht es harmlos los. Einfach langsam um die Stange stolzieren. Klappt ganz gut. Schon werde ich mit der ersten Schikane konfrontiert: Zwei dre Schritte und dann an der Stange drehen. Laufen kann ich ja, aber bei der anschließenden Pirouette will mein Hän Hirn nicht begreifen, wie meine Hände die Stange loslassen und wieder anfassen sollen. Der Gruppenwechsel bewahrt mich vor größerer Blamage.

„Ein schneller Kontrollblick in den Spiegel versichert mir, dass ich lächerlich aussehe.“

dance-Posen, die unmöglich schmerzfrei durchführbar sein können. Tatsächlich erblicken meine angstgeweiteten Augen einen fettgedruckten Spruch: „Schmerz geht, Stolz bleibt!“ Zeit für ein Kopfkino der möglichen Verstümmelungen durch Leichtmetall bleibt mir nicht, denn Jacqueline lässt uns jetzt in zwei Reihen hintereinander antreten. Mein Platz ist natürlich ganz vorne. Die Techno-Musik wird aufgedreht und schon geht es los. Schritt nach rechts, Bein ran, Schritt nach links, Bein ran. Soweit kann ich folgen. Als es dann heißt, mit jedem Schritt das

Da sitze ich nun und schaue zu, wie flüssig sich die Frauen alle um die eigeeige ne Achse drehen. Hat bei mir bestimmt

Ist eigentlich jemandem die spektakuläre Sportbekleidung aufgefallen, in der Julius sich müht?

Wie man die unangenehme Situation noch peinlicher macht? Trainerin Jacqueline kann da behilflich sein.

genauso grazil ausgesehen. Mein Spiegelbild wirft mir nur einen skeptischen Blick zu. Egal, neue Übung, neues Glück. Wir sollen uns mit dem Rücken zur Stange stellen, sie mit beiden Händen über unserem Kopf festhalten, das rechte Bein nach vorne werfen und betont langsam an der Stange hinabgleiten. Runter gehts ja irgendwie immer und tatsächlich, nachdem ich ein paar mal zu Boden plumpse, gelingt mir das elegante Rutschen schon ganz gut. Sieht vielleicht nicht ganz so reizend aus wie bei den Damen, aber fürs innere Schulterklopfen reichts. „Für die letzte Übung ziehen wir die langen Hosen mal aus“, sagt Jacqueline fröhlich und schon fallen 16 Hosenbeine. Für eine sehr lange Sekunde entgleiten mir die Gesichtszüge. „Du kannst deine Hose ja umkrempeln.“ Beklommen falte ich meine kurze Hose ein paar Lagen nach oben. Ein schneller Kontrollblick in den Spiegel versichert mir, dass ich lächerlich aussehe. Schon springt Jacqueline an die Stange, klemmt sie zwischen ihre Schenkel und sitzt gemütlich im Hocksitz in der Schwebe. Sieht eigentlich ganz locker aus. Beim Umklammern der Stange merke ich jedoch, dass meine Handflächen inzwischen recht rutschig sind. Absehbares Ergebnis: Ich springe ab und falle wie ein nasser Sack wieder

Tinh N., Azubi, Bönen „Meine Erwartungen, die ich vor meiner Ausbildung an KiK hatte, wurden total übertroffen. Wenn mich jemand nach KiK als Arbeitgeber fragt, kann ich nur sagen: Daumen hoch!“

auf den Boden. Unnötig zu erwähnen, dass alle anderen entspannt an ihren Stangen sitzen und mich bei meinen hilflosen Versuchen beobachten. Immer wieder springe ich an die Stange, versuche durch meine Oberschenkel Halt zu finden, scheuere sie mir dabei weiter auf und rutsche doch nur wieder wie ein trauriger Koalabär hinunter. Selbst als Jacqueline mich am Hintern nach oben drückt, hilft das nicht, sondern verschlimmert nur diesen Moment der ultimativen Erniedrigung. Langsam ziehe ich mich wieder um. Klar habe ich mich zwischen all den anmutigen Frauen bei dieser Sportart wie ein Esel im Schwanenteich gefühlt. Dabei ist diese Tortur nicht mal ein reiner Frauensport. Es gibt sogar eine Wahl zum deutschen Mister Poledance. Doch die Jungs haben dann vermutlich die Grazie und vor allem die Körperbeherrschung, die mir so sichtlich fehlen. Mit gesenktem Kopf und wunden Schenkeln laufe ich an dem Schild mit dem schlauen Spruch vorbei. Diese fettgedruckte Lüge. Jetzt weiß ich: Der Stolz geht, der Schmerz bleibt. 

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Was sagt ihr zu Julius Härtetest beim Pole-Dance?  Julius hat echtes Potential, der neue Magic Mike zu werden. Punkgirl kate  Gut, dass auch ein Mann sich hierbei traut. cavaadrian  Hahaha! :D vor allem das schicke Outfit! ^^ DieV.a

?! Beschwerden, Liebesgeständnisse, Fragen?  Ich finde jede Ausgabe total toll und freue mich immer riesig, wenn es eine neue Ausgabe gibt! Macht weiter so! ;) Conni97 Vielen Dank!  Wie kann man näher mit dem Spiesser in Kontakt kommen, zum Beispiel selber Ideen abgeben... ? john.lasisnski Anmelden und mitmachen: auf spieser.de/autor  Wie funktioniert der Flux-Kompensator? ;-) danielh234 Wir reisen mal schnell in die Zukunft und fragen nach. :-)

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4) Nun schmirgel den Reifen um das Loch etwas ab und verteile den Kleber darum. Kleb' den Flicken fest darauf und warte fünf Minuten. Zieh' dann die Folie über dem Flicken ab.

1) Zuerst muss die Fahrradkette runter. Dann löst du die Schrauben vom Hinterrad, um es herauszuheben.

2) Öffne das Reifenventil. Jetzt kannst du einen Reifenheber unter den Fahrradschlauch schieben und ihn so vom Reifen lösen.

5) Pump' den Schlauch etwas auf und halte ihn in einen Wassereimer. Wenn keine Bläschen aufsteigen, hast du es fast vollbracht. Schieb' nun den Schlauch unter den Mantel. Wichtig: Es sollte keine Luft mehr im Reifen sein. Geschafft? Dann kannst du den Reifen wieder aufpumpen und am Fahrrad einbauen.

3) Löse den Schlauch aus dem Mantel und pumpe ihn mit Luft auf. Jetzt kannst du das Loch finden.

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WIE SPIESSIG IST DAS DENN

Nix für junges Gemüse? Wie spießig ist das denn? Maxi war im Schrebergarten und hat – auch ohne grünen Daumen – einiges dazugelernt. Spießig fand sie es trotzdem, aber schön-spießig! v o n_M a x i m i l i a n e S c h m i d t , 19

F o t o s_M a x P a t z i g

Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, es ist der perfekte Tag, um im Garten zu liegen und nichts zu machen. Nur nicht für mich. Denn ich bin mit Helgard Bergmann, Gartenfachberaterin der Bühlauer Waldgärten e.V., verabredet. Auf dem Weg dorthin werde ich von älteren fahrradfahrenden Ehepaaren mit Arbeitshandschuhen und Gartenwerkzeug auf den Gepäckträgern überholt. Wir haben heute wahrscheinlich ausnahmsweise mal das gleiche Ziel. Am Eingangstor angekommen, stelle ich fest: Die Schrebergartenkolonie ist ganz schön groß. Ganze 350 Gärten finden hier Platz. Ich folge Frau Bergmann durch den Rosenweg zum Garten Nummer 89. Hier und dort sind bereits fleißige Gartenarbeiter am werkeln, alle jenseits der 50 und alle kennen und grüßen sich. Der Garten ist genau so, wie ich mir einen typischen Schrebergarten vorgestellt habe: ein Obstbaum, Frühlingsblumen, Gemüse und ein paar Kräuter, ein mit Steinplatten gelegter Weg, ein kleiner Teich mit Goldfischen und natürlich eine Gartenhütte. „In mindestens einem Drittel jedes Gartens muss angebaut werden“, erklärt mir Frau Bergmann. „Das ist die Bedingung für eine Mitgliedschaft bei uns.“ Wir starten mit dem Umtopfen von Blumen. Helgard Bergmann, ehemalige Sport- und Biolehrerin, erklärt mir alles schnell und genau. Nachdem ich Tausendschön und Primeln eingesetzt und gegossen habe, geht es weiter mit den Kräutern. Sie drückt mir eine Gartenschere in die Hand. Ich soll die vertrockneten Äste abschneiden. Dabei habe ich ständig Angst, zu viel abzuschneiden oder auf irgendwas draufzutreten. Danach machen wir eine kurze Pause, in der wir die Goldfische füttern und die warme Sonne genießen. Dabei erfahre ich, dass an dieser Stelle früher ein

Militärübungsplatz war. 1946 entstanden dann die ersten Gärten. Ein Gründungsmitglied ist heute noch dabei. „Die Dame ist mittlerweile 92 und arbeitet immer noch fleißig in ihren Gemüsebeeten“, erzählt mir Helgard Bergmann. Nun haben wir aber genug pausiert, die Kartoffeln müssen schließlich auch noch gedüngt werden. Und zwar mit verrottetem Pferdemist – lecker! Zum Schluss darf ich mit einer Harke die Erde im Kräuterbeet und um die Erdbeeren lockern, bevor wir noch einen kleinen Rundgang durch die kleinen Wege zwischen den Gärten machen, die Namen wie „Hasen“- und „Amselweg“ haben. Warum so wenige junge Menschen in Schrebergärten zu finden sind? „Leider fehlt den meisten einfach die Zeit. So ein Garten braucht viel Pflege, das ist natürlich nicht möglich, wenn man den ganzen Tag arbeitet“, meint Frau Bergmann. Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass sie mir die leichtesten Aufgaben herausgesucht hat, was aber auch daran liegen kann, dass so ein Garten eben kein Projekt für einen Nachmittag ist. Auf jeden Fall bin ich jetzt motiviert, selbst etwas anzupflanzen, auch wenn es erst mal nur für Kräuter auf dem Fensterbrett reicht. Und ein Vorurteil von mir über die Mitglieder solcher Gartenanlagen wurde auch widerlegt: Niemand trug Crocs! Man kann von seinen eigenen Erkenntnissen also doch noch überrascht werden.

Wofür Maxi sonst noch einen grünen Daumen hat? Fragt sie auf SPIESSER.de, Profilname: miliane


S P I E LW I E S E 26

06. bis 09. Juni: Sputnik Springbreak Pouch bei Bitterfeld Warum solltet ihr da unbedingt hinfahren?

Zwar ganz knapp an der sächsichen Grenze vorbei, aber das nehmen wir hier nicht so genau, denn wir sprechen von DEM Pfingstwochenende! Man darf Electro hören, Autos am Zelt parken, in den Badesee springen und Bungee Jumping machen. Wer keine Karre hat, kann mit dem Zug nach Leipzig und per Shuttle Bus zum Gelände fahren. Wen trefft ihr hier?

Crazy-Electro-Party-People Schönstes Erlebnis von SPIESSER-Autor Jakob:

Nach drei durchfeierten Nächten das große Schlussfeuerwerk zusammen mit meinen Freunden erleben zu dürfen – das vergesse ich nie.

04. bis 06. Juli: With Full Force

13. bis 15. Juni: Bunte Republik Neustadt

Löbnitz, Roitzschjora

Dresden Neustadt

Warum solltet ihr da unbedingt hinfahren?

Warum solltet ihr da unbedingt hinfahren?

Auf dem „Härtesten Acker Deutschlands“ tummelt sich auf zwei Bühnen alles, was in der Hardcore-, Punk- und Metal-Szene Rang und Namen hat. Vier Tage lang prügeln euch unermüdliche Doublebass-Salven in hemmungslose Partystimmung.

Für jeden – egal ob jung oder alt, Familie oder Singles – ist etwas dabei. Tagsüber Flohmärkte, gemeinsames Frühstücken im Freien und abends tanzen auf den Straßen und Live-Musik im Alaunpark.

Wen trefft ihr hier?

Ganz Dresden und viele interessante Menschen aus der ganzen Welt

Disko-Hardcore-Kids, langlodrige Metalheads und manchmal sogar richtige Punks.

Wen trefft ihr hier?

Schönstes Erlebnis von SPIESSER-Autorin Melanie:

2012 zog in der Nacht ein mächtiges Gewitter über das Gelände. Ein Blitz schlug in einen Aussichtsturm ein und schleuderte Besucher einer naheliegenden Cocktailbar durch die Luft. Wir kämpften währenddessen gegen orkanartige Sturmböen um unseren Holz-Pavillon und verloren. Absolute Grenzerfahrung, aber der nächste Sonnentag war dafür umso schöner. Auch ohne Pavillon.

Es ging durch die Menschenmassen weder vorwärts noch rückwärts. Plötzlich erklangen aus den Lautsprechern die ersten Takte von David Guettas „Titanium“ und die Leute fingen vor Freude an zu schreien. Alle waren vollkommen auf die Musik fixiert. Wie in Trance begannen alle, sich im selben Takt zu bewegen. Diese Massendynamik schaffte es, dass alle sich wie aus dem Nichts frei und glücklich fühlten. Wir tanzten mitten auf der Straße, rissen unsere Arme in die Luft und schrien im Chor: „You shoot me down but I won`t fall. I'm titanium“.

15. bis 17. August: Highfield-Festival

27. bis 28. Juni: Kosmonaut Festival

Großpösna

Chemnitz

Warum solltet ihr da unbedingt hinfahren?

Warum solltet ihr da unbedingt hinfahren?

Das Highfield lockt nicht nur mit tollem Line-Up (dieses Jahr unter anderem mit Placebo und den Beatsteaks), sondern auch mit dem Störmthaler See, in dem man vor dem großen Abtanzen unbedingt eine Runde plantschen sollte.

Weil es endlich mal wieder ein Festival in Chemnitz gibt, nachdem das Splash uns verlassen hat.

Wen trefft ihr hier?

Schönstes Erlebnis von SPIESSER-Autorin Stella:

Vom entspannten Indieboy bis hin zur aufgedrehten Punkgöre ist alles dabei. Langweilig wird einem in der Nähe von Leipzig sowieso nie!

Ein besonderes Highlight ist „Der geheime Act“. Im vergangenen Jahr waren es Kraftklub persönlich und haben die Menge zum Mit-Dreck-vom-Boden-Werfen aufgefordert. Eine riesige Sauerei. Aber genau so sollte ein Festival sein. Die Welt um sich herum vergessen und einfach abfeiern!

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Alte Freunde und neue Wegbegleiter.


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Sachsen rockt Sie stehen schon vor der Tür: Die grandiosen Sommer-Festivals, auf die wir schon das ganze Jahr warten. Sachsen ist dabei kein Fleck von Festivallosigkeit, sondern Hotspot starker Ausnahmezustände. Wir sagen euch, welche ihr unbedingt mitnehmen müsst, auf wen ihr trefft und welche Gadgets ihr unter keinen Umständen vergessen dürft. v o n_ J u l i u s W u ß m a n n , 24

F o t o_L a r a G a h l o w

DER SPIESSER-SURVIVALGUIDE: Nehmt euch diese Tipps zu Herzen und ihr habt eine geile Zeit. Was ihr unbedingt mitbringen müsst:

Festival-Knigge:

Ohrstöpsel Wasser wasserdichtes Zelt Gummistiefel Geld Kopfbedeckung Sonnenbrille Kondome dicken Pullover für die kalten Nächte Regencape Regenschirm, hilft auch gegen Sonnenschein Klopapier stabiler Campingstuhl Taschenlampe

1. Der EC-Automat ist nicht euer Freund. 2. Schlaft niemals in der Nähe von Auspuffen oder Generatoren. 3. Setzt euch nicht auf die Klobrille der Dixiklos. 4. Schlaft niemals unter freiem Himmel, anmallustige Eddingstrolche lauern überall. 5. Verstaut eure Getränke nicht zur Kühlung unter dem Auto, denn es gibt überall Idioten. 6. Wenn ihr keine Kühlbox habt: Finger weg vom Grillfleisch! 7. Schmeißt die Campingstühle, Gaskocher, Katuschen, etc. in die Zelte oder Autos, wenn ihr euch Bands anguckt.


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GRATISMUCKE Nach einem heftigen Streit mit den Eltern hilft nur eins: Gute Musik. SPIESSER-Autor Julius hat euch sechs Lieder zum kostenlosen Download rausgesucht, mit denen ihr gut wieder runterkommen solltet. Jeden Song gibt es genau 1.000-mal.

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SPIELWIESE 30

IMPRESSUM

BR I E F A N ... DI E FA M I L I E N K U T SC H E

SPIESSER erscheint bundesweit mit einer Druckauflage von 400.000 Exemplaren. Herausgeber

SPIESSER-Autoren brennt viel auf der Seele. Etwas davon loszuwerden geht immer noch am besten mit einem Brief. Diesmal nimmt Markus Abschied von der Familienkutsche.

Liebe Familienkutsche, ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, dass ich dich das erste Mal sah. Du rolltest auf unseren Hof, die Augen meines Vaters glänzten vor Besitzerstolz. Sieben Sitze und ein riesiger Kofferraum bedeuteten mehr als genug Platz für meinen Bruder, diverse Luftmatratzen, Skistiefel, Kinderwagen, Getränkekisten und mich. Nur gegessen werden durfte nicht in dir, ansonsten sei gleich alles voller Kekskrümel, Saft und Schokoladenflecken. Diese Regel hielt genau bis zur ersten Urlaubsfahrt. Neun Stunden mit zwei kleinen Kindern auf der Rückbank – ohne Gummibärchen und Trinkpäckchen? Das war zu viel. Ein Fehler wie sich zeigen sollte, denn kleine Kindermägen und

kurvige Alpenpässe vertragen sich nicht gut. Doch auch das hat dir nichts ausgemacht. Eine Dose Teppichschaum und alle Probleme waren vergessen. Ich kann mich noch genau an den regnerischen Freitagabend erinnern, als meine Mutter mit dir auf dem Supermarktparkplatz gegen einen Betonpoller gefahren ist. Das Geräusch von Metall auf Beton war ohrenbetäubend laut. Auf diesen Moment folgte eine Woche Bangen und Zittern, es war nicht sicher, ob du durchkommen würdest. Doch dann strahltest du mich mit deinen gelben Scheinwerfern wieder an und alle Sorgen und Nöte waren wie weggeblasen. Nichts und niemand konnte dich besiegen!

Viele lange Jahre warst du Ort von großer Freude und kleinen Dramen, ein Stück Heimat fernab von Zuhause. Aber dann war auch deine Zeit gekommen. Meine Eltern meinten, wir bräuchten keinen Platz mehr für Kinderwagen und Hochsitz. Du solltest ausgetauscht werden gegen etwas „Sportliches“ und „Schlankes“. Dabei hatte ich an deiner Figur nie etwas auszusetzen. Die letzten Tage mit dir vergingen wie im Flug, dann warst du fort – und das nur für eine Prämie. Dein Markus

Wen Markus noch alles schrecklich vermisst? Fragt ihn auf SPIESSER.de, Profilname: Polybos

SPIESSER GmbH Schandauer Straße 64 01277 Dresden Geschäftsführung: Frank Haring Geschäftsleitung: Stephanie Forner Telefon: 0351 31540-0 Fax: 0351 31540-40 Web: SPIESSER.de Mail: info@SPIESSER.de Redaktion Redaktionelle Leitung: Josephine Götz (V.i.S.d.P.) Redaktion: Henric Abraham, Tabea Grünert, Benedikt Hommann, Nora Stankewitz, Julius Wußmann Redaktionsassistenz: Susann Thannert Mitarbeiter dieser Ausgabe: Markus Kollberg, Margherita Nardon, Thuy Duong Nguyen, Maximiliane Schmidt, Fil Mc Taggert, Lexa Velde, Katrin Werner Fotos: Johannes Mairhofer, Norbert Neumann, Max Patzig, Daniel Scholz Telefon: 0351 31540-570 Mail: redaktion@SPIESSER.de Layout Diana Stuck Mediaberatung Verkaufsleitung: Sandy Csisko Kundenberater: Anke Bai, Luisa Bauer, Caroline Jeschke, Mario Krause, Maik Richter, Daniel Strobel Telefon: 0351 31540-570 Mail: media@SPIESSER.de SPIESSER.de Daniel Chudoba Vertrieb SK Schulkurier GmbH Vertriebsleitung: Björn Peters Telefon: 0351 31540-551 Namentlich gekennzeichnete Beiträge spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider. Keine Haftung für unaufgefordert eingesandte Manuskripte, Fotos usw.; Nachdruck von Beiträgen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Die Redaktion behält sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen.

IHR SEID

Kennt ihr schon...

SPIESSER ist Mitglied der IVW.

... Thuy? Sie schreibt seit der 3. Klasse Gedichte, liebt Spaziergänge im Sommer und heißen Kakao im Winter. In diesem Heft hat sie sich dem Härtetest als Schützin gestellt.

Ich bin Spießer, weil ... … Hemden immer gebügelt sein müssen.

Was ich gemacht habe, obwohl ich es nie machen wollte … … mich vor Hunderten von Leuten versingen.

Wenn ich Stress habe .... … ist meine Leidenschaft für Schokolade nicht mehr zu kontrollieren.

Titelbild: André Forner Titelmodel: Wiktoria Wilczynska aka MissMolotow

OLÉ, OLÉ, OLÉ ... Der nächste SPIESSER erscheint am 10. Juni 2014. Ohne euch ist der SPIESSER nichts – werdet Autor, Fotograf oder Videojournalist! Einfach auf SPIESSER.de/autor anmelden.


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