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• November/Dezember

Am Anfang steht die Hautanalyse

Frei von ... Konservierungsstoffen, die keine sind

Facebook, WhatsApp & Co Kommunikation heute

Deutschlands Beste Kosmetikerin Die Gewinner 2017

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Sinnlich starten wir in die Vorweihnachtszeit 2017: die besten Geschenkideen – wertvoll und festlich verpackt

Im Zeichen der Schönheit Zu jeder Jahreszeit – an jedem Tag

Erschließen Sie neue Zielgruppen mit unseren attraktiven saisonalen und regulären Kampagnen. Verkaufsunterstützung durch gezielte Kundenansprache – mit Dr. Spiller als einem der besten Ihrer Branche. Unser Einsatz für Ihren Umsatz. Mehr Infos unter: www.dr-spiller.com

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Dr. Spiller GmbH Pure SkinCare Solutions Voglinger Straße 11 83313 Siegsdorf www.dr-spiller.com


editorial

EDITORIAL

Liebe Leserinnen, so langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu, das Weihnachtsgeschäft läuft und wir wundern uns auf Neue, wie schnell ein Jahr vergehen kann. Was wird uns von 2017 in Erinnerung bleiben? Große Politik? Familiäres? Oder doch Berufliches? Ein ganz besonderes Highlight in diesem Jahr waren auf jeden Fall die Verleihungen im Contest »Deutschlands beste Kosmetikerin 2017«. Die verschiedenen Kosmetikerinnen persönlich kennenzulernen, ihre Institute zu sehen, auch zu erfahren, welche unterschiedlichen Kundengruppen sie ansprechen, das freut mich jedes Mal aufs Neue. Überhaupt waren 10 Jahre Contest »Deutschlands beste Kosmetikerin« eine Erfolgsgeschichte, denn als wir 2007 damit starteten, gab es in der Branche noch keine genaue Vorstellung davon, wie ein erfolgreiches Institut aussehen müsse. Das hat sich heute geändert. Die Diskussion, die wir angestoßen haben, wurde von verschiedensten Stellen aufgegriffen, eigene Initiativen wurden gegründet, einige kopiert, andere weitergeführt, zusätzliche Ideen eingebracht. Schauen wir jetzt, wo wir nach 10 Jahren stehen, dann sehen wir: Wir haben sehr viele sehr gute Institute im Markt, es ist für Neulinge in der Branche einfach möglich, Informationen zusammenzutragen und die eigene Institutsgründung gleich richtig anzugehen. Wir haben uns jetzt vorgenommen, ab dem kommenden Jahr in ähnlicher Weise über das Thema Ausbildung zu reden. Denn dies rückt immer weiter in den Fokus. Die Anwendungen werden immer wirksamer und anspruchsvoller, die Vorschriften und unternehmerischen Anforderungen immer komplizierter. Nur hält die Ausbildung bislang noch nicht damit Schritt. Wie beim Contest »Deutschlands Beste Kosmetikerin« werden wir daher die Vorbilder in den Fokus rücken. Wie sehen Lebensläufe von Kosmetikerinnen aus? Da gibt es selbstverständlich die Möglichkeit des eigenen, über die Jahre aufgebauten Instituts, es gibt aber auch andere Chancen. Diesen spüren wir in zwei Artikeln genauer nach. Einmal der Möglichkeit, in jungen Jahren bei einem der großen Reiseanbieter im Ausland zu arbeiten, zum anderen, im Auftrag eines Ausstatters ein Institut zu führen. Lesen Sie gerne nach, denn Kosmetikerin ist ein Beruf mit vielen Chancen. Herzliche Grüße, Ihre

Birgit Wolfhard

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inhalt

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TIPP

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aktuell 5 news – Branche aktuell erfolgreich 8 portrait – Skin & Relax Studio, Martina Pfennigsdorf 11 portrait – Jean D‘Arcel Institut Hotel Stadt Freiburg, 14 16

Natalie Hofmann lebenslauf – Ada Swoboda contest – Die Gewinnerinnen 2017

betrieb 20 planung – Ziele für 2018 setzen 23 karriere – Arbeiten im Ausland

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handwerk 26 kommunikation – Kontakt halten mit Social-Media 28 kommunikation – Kunden richtig empfangen 30 anamnese – Hautanlyse professionell lernen dermacos 32 inhaltsstoffe – Alternative Konservierungsstoffe 34 pflege – Trockene Winterhaut handwerk 36 planung – Enthaarung mit Zuckerpaste

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service 40 news – Neue Produkte und Kosmetika 40 news – Verkäufe, Seminare und Produkte regulars 3 editorial 42 impressum

Heft 5/2017 Dezember

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aktuell

Modern – schnell – kundennah: www.raue-shop.de Das Familienunternehmen Raue

den Mitarbeitern in Kontakt treten,

GmbH erzeugt und vertreibt seit

um schnell und einfach Hilfe und

mehr als 50 Jahren Kosmetik- und

Beratung zu erhalten – und zwar von

Fußpflegeprodukte. Obwohl die

überall: Denn der Shop passt sich an

Raue GmbH auf langjährige Erfah-

alle Geräte an und ermöglicht jetzt

rung und Tradition zurückblicken kann,

auch Bestellungen über Smartpho-

steht es für sie an oberster Stelle,

ne und Tablet. Darüber hinaus

mit der Zeit zu gehen. Daher hat

wurden die Zahlungsbedingun-

das Unternehmen den Online-Shop

gen um flexible Alternativen,

umfassend überarbeitet. Er vereint

wie z.B. die PayPal-Ratenzah-

nun fortschrittlichste Technik und

lung erweitert. Reinschauen lohnt

modernes Design. Besonderer Wert

sich: Vom 1. bis 24. Dezember

wurde dabei auf direkte und transpa-

gibt es im Adventskalender jeden

rente Kommunikationswege mit den

Tag einen Gratis-Artikel und ein Ta-

Kunden gelegt. Neben der Möglichkeit, über WhatsApp Versandbenachrichti-

gesangebot. Info: Tel. +49 (0) 51 39 / 98 14 28

gungen und Newsletter zu erhalten, können Kunden via Live-Chat direkt mit

Hingucker im Bad

Die Oceanwell basic line! startet ins Jahr 2018 mit neuen Kleidern. Das Design der Tuben und Flaschen ist nun noch umweltschonender, ergiebiger und hygienischer. Oceanwell ist weltweit die einzige zertifizierte Naturkosmetik, die nachhaltig kultivierte Meeres-Algen verwendet. Info: Tel. +49 (0)4 31 / 3 64 58 81

Fachkongress mit vielen HIGHLIGHTS Gemeinsam mit Thomas Liebich, Geschäftsführer Gertraud Gruber Kosmetik GmbH & Co. KG, eröffnete Gertraud Gruber den Unternehmenskongress vom 4.–5. November. Neue Behandlungsmethoden, praxisorientierte Workshops und kompetente Wissensvermittlung gehörten zu den Highlights. Mit Begeisterung verfolgten die über 200 Teilnehmer die Premiere des Produkt- und Behandlungskonzepts Marine Balance für die basische Hautpflege von Gesicht und Körper. Fasziniert waren die Fachkosmetikerinnen vom Zusammenspiel

NEUES TAGESSEMINAR

ganzheitlicher Anwendungen zur Ausleitung überschüssiger Säuren

Akne und Rosacea sind Hautprobleme, mit denen die Kosmetikerin oft kon-

im Bindegewebe mit natürlichen Wirkstoffprodukten. Vorträge über

frontiert wird. Im neuen 1-tägigen Seminar »Akne & Rosacea – Hautprobleme

die ‚Vorsorgende Gesundheitspflege‘ sowie zu Themen aus Marketing

erkennen und behandeln in der Kosmetik« des Int. Fortbildungszentrums von Dr.

und Verkauf inspirierten zu neuen Ideen.

med. Christine Schrammek erlernten Teilnehmer alles rund um diese Themen.

Info: Tel. +49 (0) 80 22 / 2 79 80

Info: Tel. +49 (0)2 01 / 8 27 70 70

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aktuell

vv

Wechseljahre-Informationstag Die Hamburger Berufsfachschule für Kosmetik (HBK) veranstaltete am 8.11. einen Informationstag Wechseljahre. Dieser ging auf körperliche Veränderungen an Haut, Haaren und Nägeln ein, streifte aber auch Gewichtsveränderungen und Osteoporose. Schülerinnen boten altersgerechte Schminktipps an.

Doppelte Feier

Info: Tel. +49 (0) 40 / 55 56 54 30

»Grenzen gibt es nur in den Köpfen«. Kaum etwas beschreibt Schaffen und Erfolg des Unternehmens Janssen Cosmetics so gut wie dieses Zitat des Firmengründers Walther Janssen. Am 5.10. feierte der Kosmetikfachmann und Cosmeceuticals-Pionier seinen 70. Geburtstag. Ein doppelter Anlass zum Feiern, denn auch das Familienunternehmen Janssen Cosmetics beging in diesem Jahr

Cosart goes Vietnam

sein 20. Firmenjubiläum. Die Produkte von Cosart Walther Janssen hat den Trend zum be-

Cosmetic werden neu-

wussten Umgang mit der Globalisierung

erdings auch in Vietnam

früh erkannt und verfolgt. Denn nicht nur

vertrieben. So kam es

Qualität und Entwicklungsarbeit zeichnen die

auf der letzten Mes-

Formulierungen von Janssen Cosmetics aus.

se in Berlin zu einem

Auch die freundschaftliche Verbundenheit

Treffen zwischen Jutta

und persönlichen Bindungen zu Vertriebspart-

Weckerle-Seeberger,

nern, Zulieferern und Mitarbeitern machen

Geschäftsführerin Cosart Cosmetic, und der in

das Aachener Unternehmen so besonders.

Hanoi ansässigen Firma Cong Ty TNHH Tuoung

Info: Tel. +49 (0) 24 08 / 7 04 60

Mai Nam Hai, vertreten durch H. Trung. Info: Tel. +49 (0)8 81 / 9 27 85 97

Treatments, Tipps, Trends

Unter dem Motto »Be part of it!« kamen zum vierten Symposium medical aesthetic Experten aus Dermatologie und Kosmetik. Medicos Kosmetik hatte ins Factory Hotel eingeladen, ein charmantes ehemaliges Brauereigebäude. Schwerpunkte: Akne-Sonderformen, Hormone und Haut, Pflege im Rahmen einer Chemotherapie. Info: +49 (0)2 51 / 91 59 94 00

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aktuell

Das Beste

aus der Beauty-Branche

sich vom 9. bis 11. März 2018 in das größte

Digitalisierung im Fokus

Beauty-Institut der Welt. Auf 66.000 Quadrat-

Erstmals im Fokus der Beauty steht auch das

metern Fläche präsentieren 1.500 Aussteller und

Thema Digitalisierung. Im neuen »BEAUTY WEB

Branchen-Awards

Marken aus 30 Ländern das ganze Spektrum

S@LON« finden zehn kostenfreie Workshops

Auf der Beauty werden mit den Auszeichnungen

an Produkten, Anwendungen, Dienstleistungen

zu den Themen Internet, Social Media und On-

»A Life of Beauty« und »Goldene Maske für

und Trends der Branchen Kosmetik, Nail, Fuß,

line-Marketing statt. »Wir bieten den Besuchern

Visagistik« zwei der renommiertesten Bran-

Wellness und Spa.

verschiedene Level an, beispielsweise von der

chen-Awards vergeben. Glamourös geht es

Dabei wird es 2018 einige Änderungen und

Erstellung einer Homepage für Anfänger bis zu

auch bei der Gloria-Gala zu. Der Verlag Kosmetik

Weiterentwicklungen geben. So wird z.B. das

zielgerichteten Online-Werbemaßnahmen für

international zeichnet Persönlichkeiten und Un-

Trend Forum um das Thema Medical SkinCare

Fortgeschrittene. Mit diesen Workshops leisten

ternehmen für ihre Leistungen in verschiedenen

erweitert. Dieses stellt kompaktes Fachwissen

wir echte Entwicklungsarbeit für die Branche«,

Kategorien mit dem »Deutschen Kosmetikpreis

aus Medizin, Wissenschaft und Praxis bereit

betont Michael Degen, Executive Director der

Gloria« aus. Die Verleihung findet im Rahmen

und gibt Anregungen für die tägliche Arbeit.

Messe Düsseldorf

einer Gala im Düsseldorfer Hilton statt. Unter-

Am neuen Treffpunkt Spa & Wellness infor-

Die Messe ist für ihr stilvolles Ambiente sowie

stützt wird der Award durch renommierte Un-

mieren Experten über aktuelle Themen und

das umfassende Serviceangebot bekannt. Die

ternehmen der Branche, den Verband Cosmetic

demonstrieren Behandlungsmethoden, Mas-

Hallenstruktur ist ganz auf die Bedürfnisse der

Professional (VCP) und die Messe Düsseldorf.

sagetechniken und internationale Treatments.

Besucher zugeschnitten, eine klare Gliederung er-

Im Beauty Talk am Sonntag, 11.3., berichtet der

Für Fachbesucher aus Hotellerie, Investment,

laubt schnelle Orientierung und die Anordnung der

gelernte Bankkaufmann Joachim Llambi, bekannt

Anlagenbetrieb und Management bietet die Spa

Ausstellungsbereiche Kosmetik exklusiv Order,

als Juror der RTL-Show »Let’s Dance«, über

Business Communication Lounge eine exklusive

Kosmetik direkt, Dienstleistungen, Ausstattungen

seine Erfahrungen als Börsenhändler, Sportler,

Networking- und Kommunikationsplattform.

und Zubehör, Fuß, Wellness und Spa sowie Nail

Prominenter und Familienvater.

und Accessoires ermöglicht einen optimalen Marktüberblick.

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Fotos: Messe Düsseldorf / C. Tillmann

Die Düsseldorfer Messehallen verwandeln


erfolgreich

Innere Schönheit sichtbar machen Das Kosmetikstudio Skin & Relax von Martina Pfennigsdorf steht für klassische Kosmetik. Die Kundinnen kommen zu ihr, weil sie sich zuallererst etwas Gutes tun wollen, die Anwendung genießen, sich zu pflegen und langfristig einfach rundum gut auszusehen.

A

ls Martina Pfennigsdorf im Jahr 2000 mit ihrer Familie in den Raum Karlsruhe zog, war ihr Plan, den Umzug auch zu einer beruflichen Neuorientierung zu nutzen. Zuvor hatte sie in der Gastronomie und im Einzelhandel gearbeitet und suchte nach neuen Herausforderungen. Nach wenigen Bewerbungen war ihr klar, dass es mit ihrer ersten Idee, als kaufmännische Angestellte zu arbeiten, schwierig werden würde. Es gelang ihr nicht, einen Arbeitgeber von ihrer großen Leistungsfähigkeit und Motivation zu überzeugen. Den eigenen Traum finden – und verwirklichen Nach dem Umzug musste sie sich ja auch eine neue Kosmetikerin suchen, diese erzählte begeistert, dass sie sich nun endlich einen Traum erfüllt hätte, denn sie hätte sich jetzt ganz frisch selbstständig gemacht. Martina Pfennigsdorf hörte gut zu, informierte sich, plante - und machte das eigene Kosmetikinstitut zu ihrem persönlichen Traum. Sie schrieb sich auf einer Kosmetikfachschule ein, drückte die Schulbank und schloss die Ausbildung als Klassenbeste mit Eins ab. Im Herbst 2003 war es so weit: Sie eröffnete ihr eigenes Kosmetikinstitut. »Skin & Nails«. Als die Familie 2005 ein neues Haus bezog, war klar, dass das eigene Studio gleich

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erfolgreich

Gesunde Schönheit.

Martina Pfennigsdorf

in die Planungen mit einbezogen werden musste und so hat Martina Pfennigsdorf jetzt ihre eigenen, gut durchdachten Räume mit separatem Zugang, gelegen in Burbach, einer 1200-Einwohner-Gemeinde im Einzugsbereich von Karlsruhe und Ettlingen. Das Institut besteht aus einem Empfangsbereich mit Verkaufsfläche, einem Beratungsraum, einem Anwendungsraum, Garderobe und WC. Alles ist gut geplant, weder zu groß noch zu klein. »Innere Schönheit sichtbar machen« Martina Pfennigsdorf hat ihr Angebot in den letzten zwei Jahren verändert und fokussiert sich nun, angeregt durch Schulungen bei ihrem Distributor Dr. Rimpler GmbH, auf die Anwendungen, die ihr wirklich wichtig sind und die sie – auch nach Meinung der Kunden

– besser macht als andere. Selbstverständlich spielte auch die Frage der Wirtschaftlichkeit eine Rolle bei der Neuorientierung. Ihr neues Konzept ist jetzt ganz auf die klassische Kosmetik konzentriert. Nägel und Fußpflege wurden aus dem Angebot gestrichen. Für Kosmetikanwendungen plant die Kosmetik-Fachfrau standardmäßig zwei Stunden ein. Die Kundin wird in Ruhe begrüßt und nach der Anwendung auch in Ruhe verabschiedet. Martina Pfennigsdorf bleibt so genug Zeit, den Anwendungsraum neu zu richten. Diese Ruhe in den Abläufen spüren auch die Kunden und sie kommen durchaus auch wegen dieser Ruhe und der Aufmerksamkeit, die sie in dieser Zeit erfahren. In die Umstellung ihres Konzepts ist also die Erfahrung ihrer ersten zehn Jahre Selbstständigkeit eingeflossen. Sie hat sich gut überlegt, wie sie ihre eigene

Das AESTHETICO Hautpflege-Programm mit dermatologischer Wirkung.

Scannen und das neuartige Fruchtsäure-Peel entdecken.

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www.aesthetico.de/news.php


erfolgreich

10 Jahre Selbständigkeit sind in das Kosmetikkonzept geflossen

Balance findet und wie sie das Erlebnis für die Kunden verbessert. Eine ebenfalls neu aufgelegte Imagebroschüre beschreibt auf zehn Seiten mit wenigen Worten genau, was Kunden erwartet: Das Thema im Skin & Relax Kosmetikinstitut ist nicht, mit allen auf dem Markt verfügbaren Methoden zu arbeiten, sondern ganz klassisch. Ihr Ziel ist es, die Seele der Kundinnen durch die Zeit, die sie ihnen widmet zu stärken, die Haut der Kundinnen mithilfe moderner Kosmetik zu pflegen und zu regenerieren, und bei besonderen Hautproblemen auch unter Einsatz technikgestützter Methoden, wie z.B. Mikrodermabrasion, Kavitationspeeling, nadelfreie Mesotherapie, Radiofrequenz und Ultraschall, eine zusätzliche Linderung zu erreichen. Das Ziel ist ein ausgeglichenes, gepflegtes und altersgerechtes Auftreten der Kundinnen nach dem Motto: »Innere Schönheit sichtbar machen«. Stetig wachsende Auslastung Die neu aufgelegte Broschüre war auch der Anlass, nochmals intensiv in die Kundenakquise zu gehen. Zum einen wurde die Broschüre über bestehende Kunden verteilt. Mit Gutscheinen, die das Weiterreichen erleichtern und so die Mund-zu-Mund-Propaganda anregen. Zum anderen wurde diese als Postwurf in der Region verteilt. Nicht flächendeckend – aber es wurden im näheren Umkreis neue Wohngebiete erschlossen und aus eigener Erfahrung wusste Martina Pfennigsdorf: Da, wo Leute umziehen, brauchen sie für viele Probleme des Alltags neue Anlaufstellen, auch in der Kosmetik. Durch diese Verteil-Aktionen, die beide erfolgreich waren, konnte der Kundenstamm auf ein erfreuliches Maß geschraubt werden, das eine zufriedenstellende Auslastung ermöglicht. Zurzeit erwägt sie, 2018 eine Mitarbeiterin einzustellen, die dann beispielsweise am momentan geschlossenen Mittwoch Anwendungen anbietet.

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Persönliche Betreuung schlägt Online-Shop Sehr beliebt ist auch die Kundenzeitschrift, die die Dr. Rimpler GmbH zur Verfügung stellt. Diese enthält Lesenswertes über die Themen Schönheit und Kosmetik, Produktneuheiten von Dr. Rimpler und Isabelle Lancray. Als personalisiertes Druckerzeugnis kann sie diese an ihre Kundinnen oder auch wieder als Postwurf verteilen. Ihre Internetseite dient als digitale Visitenkarte und Preisliste. Sie enthält nur die wichtigsten Informationen und muss daher nicht ständig aktualisiert werden. Doch auch hier gilt: Ihre Kunden ziehen die persönliche Betreuung vor. Bei der Einrichtung der Internetseite hatte Martina Pfennigsdorf kurz mit einem Online Shop geliebäugelt, sich auch über die technischen und administrativen Regelungen informiert, dann aber davon Abstand genommen, weil sie der Meinung ist, dass so ein Shop, wenn er was bringen soll, nicht »einfach so nebenher« zu machen ist. Entweder sie betreut ihre Kunden vernünftig im persönlichen Kontakt, bringt bei Bedarf auch mal ein Produkt bei ihnen direkt vorbei, oder sie betreibt einen Internetshop. Beides zusammen bringt keine Vorteile. Auch Mailings werden nicht mit der Gießkanne eingesetzt, sondern nur individuell, wenn sie meint, dass eine spezielle Kundin besonderes Interesse für dieses Produkt oder diese Anwendung haben könnte. Flexible Zeitfenster für die Behandlung Das Institut ist montags und dienstags von 9 bis 15 Uhr, sowie donnerstags und freitags von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Zusätzliche Termine sind nach Vereinbarung möglich. Kommt eine Kundin ins Institut, wird sie, wenn sie es möchte zunächst in den Besprechungsraum geführt, in dem ein kleines Getränk serviert wird. Je nachdem, ob es eine Stamm- oder Neukundin ist, gibt es eine Anamnese, gegebenenfalls eine Hautanalyse, Pflegevorschläge, dann erfolgt die Pflege. Nach der Pflege geht

es zunächst wieder in den Beratungsraum, wo es Empfehlungen für die Pflege zu Hause gibt, dann führt der Weg in den Verkaufsraum. Martina Pfennigsdorf sucht die passenden Produkte heraus und verabschiedet die Kundin. Das Zeitfenster für jede Kundin ist dabei jeweils vorgegeben. Es sind jedoch innerhalb des Fensters unterschiedliche Anwendungen möglich – und diese werden dann auch noch durch zusätzliche Dienstleistungen angereichert. So rechnet Martina Pfennigsdorf den Einsatz von Ultraschall, Mikrodermabrasion, Radiofrequenz und nadelfreier Mesotherapie nach Minuten ab, meist kommen da dann 10 Minuten zu je 2,3 bis 2,5 Euro zusammen. Auch Zupfen und Färben von Augenbrauen kann so dazugebucht werden. Ohne Extras beläuft sich die reine Anwendungszeit innerhalb des 2-stündigen Fensters auf 1 Stunde 15 Minuten. Diese reine Grundbehandlung, die auch in der Preisliste ausgewiesen ist, stellt jedoch eher einen Anker nach unten da. Denn die findige Kosmetikerin versucht, ihre Kundinnen dahingehend zu »erziehen«, dass sie alles das, was zur einfachen Grundbehandlung zählt, in der Pflege zu Hause selbst machen. Der Termin bei ihr gibt dann zusätzliche Impulse. Während sich Martina Pfennigsdorf einer Kundin widmet, werden Störquellen strikt vermieden. Laufkundschaft ist im Wohngebiet sowieso nicht das Thema, die Türe ist geschlossen und das Telefon wird auf den Anrufbeantworter umgeleitet. Die Kunden wissen, dass sie während der Anwendungen nicht stören können und begrüßen diese Regelung, die ihnen ja auch selbst eine ruhige Anwendung garantiert. Der Produktverkauf außerhalb der Anwendungen ist so organisiert, dass sich die Kundin telefonisch, per Mail oder auch WhatsApp meldet, sie einen Zeitraum vereinbaren, wo das Produkt gegebenenfalls auch vor der Türe mitgenommen werden kann. Gezahlt wird dann per Überweisung und beiliegender Rechnung.


erfolgreich

Jean d‘Arcel Institut Freiburg:

»Aufmerksamkeit ist die entscheidende Währung« Das Freiburger Jean d‘Arcel Institut ist ein Flagship Store. Die Kunden finden hier zum einen alle Produkte von Jean d‘Arcel vor, gleichzeitig werden aber auch Gesichts- und Körperanwendungen angeboten. Geleitet wird das Institut von Natalie Hofmann, die nach ihrer Kosmetikausbildung ihr Können auf Kreuzfahrten und in Wellnesshotels verfeinert hat.

N

Der Besprechungsbereich ördlich der Freiburger fürAltstadt, die psychologischen Beratungen Rezeption und Verkaufsregalen empfängt die

direkt neben der Uniklinik, liegt das modern gehaltene Business Hotel »Stadt Freiburg«. Unter seinem Dach befinden sich neben dem Hotelbetrieb auch eine Schönheitsklinik, Physiotherapie, Ärzte – und das Jean d‘Arcel Spa. Ein großzügiger Eingangsbereich mit

Kundinnen und Kunden. Neben den klassischen Anwendungsräumen gibt es auch eine Wanne für zwei, ein klassisch orientalisches Rasul und einen Ruheraum. Im Wellnessbereich des Hotels befinden sich zusätzlich eine Sauna, ein Dampfbad und ein Fitnessbereich – alles gehalten im Design der Jean d‘Arcel

Spas. Natalie Hofmann führt das Institut als normales, gehobenes Kosmetikinstitut. Ihr Ziel: regelmäßig direktes Feedback über die Anwendungen erhalten, diese weiterentwickeln oder auch neue Rituale für Jean d‘Arcel zu entwerfen. Geöffnet ist das Institut von Montag bis Freitag, 9:00 bis 19:00 Uhr, samstags nach Vereinbarung.

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erfolgreich

Natalie Hofmann Anspruchsvolle Kunden – hochqualitative Treatments Etwa 80 % der Gäste kommen aus Freiburg oder Umgebung, lediglich 20 % sind Hotelgäste. Die Gäste sind eher anspruchsvoll und schätzen den erstklassigen professionellen Service, den Natalie Hofmann und ihr Team bieten. Die Favoriten unter den Anwendungen sind ganz klar die klassische Gesichtsanwendung, dicht gefolgt von den Medical-Beauty-Anwendungen, Pediküre/ Maniküre und den Massagen. Die Pflegeanwendungen dauern 30, 60 oder 90 Minuten, die Preise liegen zwischen 40 und 86 Euro. Auf Wunsch können in die klassischen Pflegeanwendungen auch apparative Anwendungen wie Iontophorese, Radiofrequenz, Farblichttherapie, Elektroporation oder Plasma integriert werden. Diese werden dann nach der verwendeten Zeit zusätzlich berechnet. Optimales Einstiegs-Treatment Ein wenig als »Kennenlern-Behandlung« sieht Natalie Hofmann die Pediküre und in der Tat waren viele ihrer heutigen Stammkunden zuerst reine Pedikürekunden. Denn

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die Pediküre ist eine günstige, häufig durchgeführte Anwendung, für die Kundinnen gerne auch einmal ein neues Institut ausprobieren, wenn die Stammkosmetikerin gerade keine Zeit hat. Für Natalie Hofmann ist es eine Chance, die Kundin von ihrer Leistung zu überzeugen. Entscheidend dabei ist, dass die Fußpflege sehr professionell durchgeführt wird, dass sie aber auch die Zeit nutzt, um auf die übrigen Angebote und auch auf die Produkte im Verkauf aufmerksam zu machen. So kauft nach Natalie Hofmanns Erfahrung jeder zweite Fußpflege-Kunde auch Gesichtspflegeprodukte. Vertrauen genießen und schenken Ihre Kundenstruktur hat Natalie Hofmann komplett analysiert: Unter den Gästen sind etwa zwei Drittel Frauen, ein Drittel Männer. Häufig sind zuerst die Frauen Kunden, schenken ihren Männern dann zunächst einen Gutschein, bis diese schließlich selbst Kunden werden. Die Altersspanne im Institut reicht von Mitte 20 bis 94 Jahre. Neben dem Ambiente lieben die Gäste die Professionalität der Dienstleistung. Bei den Stammgästen heißt

dies auf jeden Fall, dass sich die Kosmetikerin die Vorlieben der Gäste merkt – oder auch dokumentiert – und sich beim nächsten Besuch daran erinnert: Wer mag vor der Anwendung einen Espresso, wer mag Tee, Wasser mit oder ohne Sprudel? Wer möchte Musik während der Anwendung, wer nicht? Einige Gäste sind einen Tag vor dem Termin dankbar für einen kurzen Anruf, um an den Termin erinnert zu werden. Kurzum: Die Gäste wünschen sich im Kosmetikinstitut 200%ige Aufmerksamkeit. Sie wollen wertgeschätzt werden und auf diese Weise Vertrauen genießen und selbst schenken. Denn nicht zuletzt entsteht ja auch durch die Anwendungen eine sehr große Nähe – gleichermaßen für Männer wie Frauen und auch für alle Kulturen. Jedoch gibt es einen Punkt, bei dem sich Männer und Frauen deutlich unterscheiden: Männer werden eher mit Fakten überzeugt, Frauen eher mit Emotionen. Wer sich auf die unterschiedlichen Kommunikationsmuster einlässt, stellt schnell fest, dass sich Männer schneller und zielgerichteter auch für Beauty-Themen überzeugen lassen als Frauen. So hat Natalie Hofmann beispielsweise die Erfahrung ge-


erfolgreich

für Zutrit Fac t nu hbe r suc her

Nürnberg, Germany

14. – 17.2.2018

macht, dass vor allem Männer sehr gut auf moderne apparative Anwendungen ansprechen. Ernsthaftes Bemühen macht glaubwürdig Auch in der Anwendung selbst ist die Aufmerksamkeit den Gästen gegenüber die entscheidende Währung. So starten die Anwendungen im Jean d‘Arcel Institut noch im Wartebereich mit einem Fußbad. Anschließend werden die Kundinnen in den Anwendungsraum begleitet. Auch übliche Anwendungspausen, z.B. während der Einwirkzeit einer Maske, lassen sich für eine Handoder Fußmassage nutzen, die Gäste sind dafür einfach dankbar. Ist auf diese Weise eine vertrauensvolle Basis zwischen Kosmetikerin und Kunden entstanden, ist auch der Verkauf von Pflegeprodukten deutlich leichter und damit erfolgreicher. Denn die Fragestellung ist nicht: Was möchte ich als Kosmetikerin verkaufen, sondern welches Produkt bringt meinem Kunden ein optimales Ergebnis. Und da sich die Kosmetikerin ja tatsächlich und ernsthaft um sein Wohl bemüht, ist sie auch glaubwürdig – und erfolgreich. Wünsche der Hotelgäste verwirklichen In puncto Anforderungen, auch das hat Nathalie Hofmann verinnerlicht, sind die Hotelgäste meist anders aufgestellt als die Einheimischen. Die größte Herausforderung bei den Hotelgästen ist die kurzfristige Verfügbarkeit von Terminen. Die Gäste checken meist zwischen 17:00 und 18:00 Uhr im Hotel ein und möchten dann oft gerne eine Anwendung möglichst für denselben Abend buchen. Um auch diese Anforderung meistern zu können, wurde eigens eine Springerin eingestellt, die fast ausschließlich kurzfristige Anwendungen für Hotelgäste durchführt. Überdies sind die Hotelgäste sehr viel internationaler als die lokalen Gäste und auch die Vorlieben sind anders. Die Top Treatments der Frauen sind Maniküre/Pediküre, Körperanwendungen und Gesichtsanwendungen, bei den Männern liegen Massagen, Maniküre und Pediküre vorne. Es steht also bei Hotelgästen nicht langfristige Pflege, sondern eher (kurzfristiges) Entspannen, Erfrischung und gutes Aussehen im Fokus. »Persönliche Präsenz am richtigen Ort« Neue Gäste kommen vorwiegend aufgrund der Mund-zuMund-Propaganda. In dieser Hinsicht hat Natalie Hofmann im Laufe der Zeit festgestellt, dass sich viele ihrer Gäste untereinander gut kennen und auch austauschen. Überdies ist die Lage des In­ stituts sehr wichtig, da täglich viele Menschen am großen Fenster vorbeilaufen und der Empfangsraum so das Schaufenster für das Spa ist. Aber die erfahrene Kosmetik-Fachfrau wirbt auch sehr gezielt um Gäste. Zu Beginn hat sie sich noch persönlich in den Freiburger Geschäften vorgestellt, hat Prospekte verteilt, ihr Portfolio erklärt und zur besseren Einprägsamkeit auch Gutscheine für Rabatte oder Gratisanwendungen ausgehändigt. Auch Annoncen in den Stadteilnachrichten haben geholfen, Gäste für das Spa zu gewinnen. Heute hingegen wirbt sie weniger für das Spa, sondern vertritt es eher auf lokalen Veranstaltungen, wie beispielsweise auf dem Ball der IHK oder auf Kulturveranstaltungen. Durch ihre persönliche Präsenz am richtigen Ort, und das Erzählen von ihrer Arbeit, gewinnt sie neue Kunden und positioniert gleichzeitig das Institut. Wieder zeigt sich: »Aufmerksamkeit ist die entscheidende Währung.«

into natural beauty Internationale Fachmesse für Naturkosmetik

INSPIRATION IN IHRER SCHÖNSTEN FORM Freuen Sie sich auf die VIVANESS und erleben Sie Naturkosmetik mit allen Sinnen: Mehr als 250 internationale Aussteller begeistern mit ihren innovativen Kreationen. Dank strenger Zulassungskriterien hat sich die VIVANESS als feste Größe etabliert und zum internationalen Highlight der Naturkosmetikbranche entwickelt. Seien Sie gespannt auf die neuesten Produkte, Ideen und Möglichkeiten rund um hochwertige Naturkosmetik. Informieren Sie sich jetzt schon:

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erfolgreich

Was machen Kosmetikerinnen heute? Ada Swoboda: »kosmetik ist eine Berufung, nicht ein Beruf« Als Ada Swoboda vor 43 Jahren in Frankfurt die Kosmetikschule besuchte, konnte sie noch nicht ahnen, dass sie heute, mit 60 Jahren, noch mit so viel Elan und Freude in ihrem Traumberuf arbeiten würde. Die heutige Geschäftsführerin von Ada‘s Kosmetik erzählt von ihrem facettenreichen Weg zur erfolgreichen Kosmetik-Fachfrau. »Ursprünglich wollte ich Erzieherin werden, bestand jedoch die Aufnahmeprüfung für die Sozialpädagogik-Schule nicht«, beginnt Ada Swoboda ihren Rückblick. Doch statt zu warten, bis sie ein Jahr später nachrücken konnte, nutzte sie das Jahr und besuchte eine Kosmetikschule. »Ich spürte vom ersten Tag an, dass dies der richtige Weg für mich ist. Morgens ging ich zur Schule und nachmittags konnte ich in einem Kosmetikstudio mein erstes Wissen bereits praktisch anwenden«, erinnert sich die Kosmetik-Fachfrau. Nach der Ausbildung erlernte sie so das Handwerk bei einem führenden Kosmetikstudio in Sachsenhausen. Ihre damalige Chefin war eine strenge, aber sehr gute und erfahrene Lehrerin. »Sie schickte mich sogar eine Woche zur Schulung zu Ingrid Millet nach Paris. Ein Erlebnis, von dem ich heute noch zehre«, resümiert Ada Swoboda. Es folgte eine Anstellung als Filialleiterin bei Douglas, bevor sie sich für einige Jahre aus dem Berufsleben zurück-

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zog, um sich Familie und Kindern zu widmen. Ein Kosmetikstuhl fand aber auch zu Hause Platz und so blieb sie stets »am Ball«. »Die Kosmetik ließ sie nicht los…« Der Zufall wollte es, dass 2002 in München Alt-Aubing ein Studio zur Übernahme stand. »Meine Kinder waren aus dem Gröbsten raus und so griff ich zu«, berichtet Ada Swoboda. Eine Weiterbildung zur Visagistin öffnete ihr die Tür zu Sat 1, wo sie bis heute u. a. Alexander Hold fürs Morgenmagazin schminkt. Doch nach zehn Jahren Selbstständigkeit überkam es sie dann: »Ich wollte etwas Soziales machen. Ich bin einfach glücklich, wenn ich mit Menschen arbeiten und ihnen was Gutes tun kann.« So stieg die wandlungsfähige Beauty-Expertin beim Kinderschutzbund ein und betreute mit viel

Freude das Kinder- und Jugendtelefon »Nummer gegen Kummer«. Doch die Kosmetik ließ sie nicht los und so half sie zusätzlich im Kosmetikstudio einer Kollegin aus. »Es war nicht ganz einfach, mich wieder »führen« zu lassen, nachdem ich so viele Jahre schon mein eigener Herr war. Als ich durch einen Unfall mehrere Monate nicht arbeiten konnte, nahm ich die Tatsache, versichert zu sein, als willkommenes Geschenk an.« Offen für neue Perspektiven Doch es ging weiter. »Mein neuer Friseur bot mir einen schönen Raum in seinem Salon an. Anfänglich lief das sehr gut. Meine Kunden gingen zum Friseur und anschließend zu mir. Als sie jedoch nicht mehr mit ihm zufrieden waren, meideten sie auch den Besuch bei mir, da sie nicht durch den Friseursalon laufen wollten.« Dann ergab sich wiederum eine neue Perspektive: »Als mein Kosmetikstuhl zur Reparatur zu Pro Place in


München musste, traf ich auf Gregor Bussler, Geschäftsführer des Salis München, einer von Pro Place eingerichteten Salzgrotte.« Er lud Ada Swoboda ein – und sie war hin und weg. »Alles ist dort so liebevoll, edel und einladend eingerichtet. Die Räume bzw. Kabinen sind mit echten Salzziegeln verkleidet, die durch Farbspiele an Wänden und Decke erholsame Farbtherapie schaffen«, schildert sie begeistert. Für die Anwendung nimmt man angezogen in bequemen Ruheliegen Platz. Sanfte Musik und Aromen regen die Sinne an, Ultraschalltechnologie erzeugt einen feinen Sole-Nebel. »Besonders berührte mich der Salzraum für Kinder, die von ihren Müttern dorthin begleitet werden. Der Boden ist voll mit Himalaya-Salz, überall sind Spielsachen verteilt.« Zufällig gab es im unteren Geschoss des Gebäudes noch freie Räumlichkeiten. So eröffnete Ada Swoboda dort im Januar 2017 ihr kleines, feines Studio Ada‘s Kosmetik. Eine neue Zielgruppe »In unserer Branche hat sich in den letzten Jahren einiges verändert«, stellt die Kosmetik-Fachfrau resümierend fest. »Früher gene-

rierte man die Hälfte des Umsatzes mit dem Verkauf von Kosmetik. Heute bestellen die Kunden im Internet und vergessen oft, sich Zeit für sich zu nehmen. Im Salis entspannen die Besucher schon beim Reinkommen. Viele Stammkundinnen genießen es, mit mir zu plaudern und schätzen dabei mein Einfühlungsvermögen«, verrät Ada. Ist die Kundin dann zum Schluss der Behandlung total entspannt, kann sie im Salis noch auf der Kollagenliege oder im Salzraum weiter ruhen. Nach einem Vormittag fühlt man sich wie nach einem Wellnessurlaub. So ergibt sich für Ada Swoboda eine ganz neue Zielgruppe: »Wenn ich Kundinnen im oberen Bereich des Salis verabschiede, treffe ich oft auf Mütter, die aus dem Salzraum kommen. Oft erzählen sie mir, dass sie so gerne zur Kosmetik kommen würden, aber leider keine Zeit hätten. Ich schlage ihnen vor, mit einer Freundin zu kommen, die die Kinder im Salzraum beaufsichtigt und währenddessen – abwechselnd – ins Kosmetikinstitut zu gehen. So hat man zwei Mütter glücklich gemacht – und neue Kunden gewonnen.« Rückblickend ist Ada Swoboda sehr stolz auf alles, was sie

erfolgreich

Es ist etwas Wunderschönes, Menschen zu »berühren« und die innere Schönheit, die in jedem steckt, nach außen zu befördern! aufgebaut hat. Gleichzeitig schätzt sie es heute als schwieriger ein, sich als junge Kosmetikerin selbstständig zu machen. »Am Anfang muss man sich das Vertrauen und einen treuen Kundenstamm erst erarbeiten. Auch ein neues Studio einzurichten, und gute Kosmetikdepots aufzunehmen, ist eine große finanzielle Belastung«, weiß die Fachfrau aus Erfahrung. Doch wer seinen Beruf liebt, so ihre Überzeugung, kann es mit viel Fleiß, Ehrgeiz und Flexibilität schaffen. »Wichtig ist, dass man nach der Kosmetikausbildung ausreichend Erfahrung sammelt. Am besten an Orten mit viel Kundenfrequenz. Und, dass man authentisch bleibt!«

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aktuell

Contest »Deutschlands Beste Kosmetikerin 2017«

»Oscar« für die Beauty-Branche verliehen

I

n diesem Jahr feiert der Award auch sich selbst: Bereits im zehnten Jahr wurden 2017 die Auszeichnungen für »Deutschlands Beste Kosmetikerin« vergeben – und zwar an herausragende Kosmetikerinnen mit beachtlicher Fachkompetenz und unternehmerischen Leistungen. Unser Weg führte uns nach Münster, Rheda-Wiedenbrück, Müllheim, Roßtal und Haßloch. Ausgezeichnet wurden verschiedenste Konzepte, um der ganzen Breite der Branche gerecht zu werden: Neben der Kategorie »Kosmetikinstitut im Haupterwerb« und »im Nebenerwerb« waren dies die Kategorien »Newcomer«, »Kosmetikinstitut mit Schwerpunkt Anti Aging« und »Spezialisiertes Institut«. Auch wenn wir in inzwischen zehn Jahren des Contests »Deutschlands Beste Kosmetikerin« schon viele tolle Betriebe gesehen habe, sind wir immer wieder fasziniert davon, wie die verschiedenen Charaktere der

Inhaberinnen verschiedene ganz persönliche Erfolgskonzepte schmieden. Gemeinsam ist den Kosmetikerinnen jedoch, dass sie eine große Liebe zum Dienst an ihren Kunden haben, egal ob sie eher naturkosmetisch oder klassisch orientiert sind oder sich auf Medical Beauty spezialisiert haben. Ziel des Branchenpreises ist es auch, die Inhaberinnen zu motivieren, sich auf ihre Fähigkeit als Kosmetikerin und Unternehmerin zu besinnen. Außerdem gibt er die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit positiv in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nicht zuletzt lieben wir an der Branche, dass der Beruf der Kosmetikerin eine der wenigen

Branchen überhaupt ist, in denen es für ein erfolgreiches Geschäft nur darauf ankommt, wie die Kosmetikerin selbst ihren Beruf ausübt oder ihr Geschäft führt. Man muss nicht reich an Geld geboren sein, nur reich an Ideen und am Engagement, diese auch umzusetzen. Maßgeblich für die Jury war unter anderem ein klares Konzept mit einem stimmigen Angebot, das zukunftsweisend ist und konsequent umgesetzt wird. Dazu gehören modernes Interior, stringentes Corporate Identity, Werbeaktivität mit Mitteln und Medien. Dabei sollten der Einsatz von Kommunikation, das Verhalten und das Erscheinungsbild innen wie außen ein mit Leben erfülltes Unternehmensleitbild sein, welches das Ziel hat, eine echte Unternehmensentwicklung abzubilden. Auch Ausund Weiterbildung sowie die Wahrnehmung der Endkunden flossen in die Bewertungen ein. Alle prämierten Institute, nicht nur die erstplatzierten, sind echte Leuchttürme ihrer Branche.

Unser Contest »Deutschlands Beste Kosmetikerin 2017« wird freundlich unterstützt von:

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aktuell

And the Oscar goes to kAtegOrie hAuPterWerB kLAssisCh:

1. PLAtZ | Das Wohlfühlhaus

Gabriele Lösel hat die Jury überzeugt, da sie das Thema klassische Kosmetik überzeugend weiterentwickelt: »Rundum wohlfühlen« lautet die Devise der Inhaberin. In ihren liebevoll gestalteten Räumen sorgt sie dafür, dass ihre Kundinnen komplett abschalten. Es geht ihr nicht um den schnellen Effekt, hier ist die Pflege langfristig angelegt. Der Name »Wohlfühlhaus« spiegelt sich im kompletten Konzept des Instituts stimmig wider.

Inhaberin: Gabriele Lösel 90574 Roßtal Fläche des Instituts: ca. 140 qm Anzahl der Anwendungsräume: 4 Mitarbeiter: 1 Vollzeit, 1 Minijob

Martin Wolfhard und Gabriele Lösel

2. Platz: Zaubermädchen – Art of cosmetic Inhaberin: Desiree Mager 50996 Köln Fläche des Instituts: 42,5 qm Anzahl der Anwendungsräume: 1 Mitarbeiter: 1 Teilzeit, 1 Minijob

3 Platz: Comfort & Schönheit Inhaberin: Nadja Breyer 76137 Karlsruhe Fläche des Instituts: ca. 70 qm Anzahl der Anwendungsräume: 4 Mitarbeiter: 2 Teilzeit

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aktuell

kAtegOrie hAuPterWerB Anti Aging:

1. PLAtZ | M.C.N. Kosmetik

Melanie Chiva Nottbrock konnte die Jury durch ihre konsequente Umsetzung des Themas Anti Aging überzeugen. Das Thema Anti Aging spiegelt sich hier in jedem Detail wider. Der Empfang, die Anwendungsräume, einfach jedes Detail greift die Ausrichtung auf Anti Aging auf. Dazu hat sich die Inhaberin konsequent auf hochwirksame Anwendungen spezialisiert. Die Kunden honorieren dies und wissen die Kompetenz zu schätzen. Ihr Wissen gibt sie als Dozentin bei der Handwerkskammer weiter.

Inhaberin: Melanie Chiva Nottbrock 33378 Rheda-Wiedenbrück Fläche des Instituts: ca. 120 qm Anzahl der Anwendungsräume: 3 Mitarbeiter: 2 Vollzeit

2. Platz:

3 Platz:

All About Beauty Inhaberin: Beate Gerstung 91126 Schwabach Fläche des Instituts: 130 qm Anzahl der Anwendungsräume: 4 Mitarbeiter: 1 Vollzeit, 2 Teilzeit, 3 Azubis

Atelier für Kosmetik Grit Schür Inhaberin: Grit Schür 79539 Lörrach Fläche des Instituts: ca. 110 qm Anzahl der Anwendungsräume: 5 Mitarbeiter: 1 Vollzeit, 3 Minijob, 1 freie Mitarbeiterin

kAtegOrie neBenerWerB:

1. PLAtZ | Kleine Cosmetic Oase Monika Hanser und ihre »Kleine Cosmetic Oase« haben die Jury durch ihre besonders persönliche Art, ein Kosmetikinstitut zu einem kleinen Treffpunkt auf dem Land zu machen, überzeugt. Denn die Inhaberin hat ihr Institut mit viel Liebe zum Detail in der »alten Scheune« eingerichtet. Ein Kaminofen und ein Wartebereich mit Blick ins Grüne laden regelrecht zum Entspannen ein. Die KunInhaberin: Monika Hanser den schätzen ihre Fachkun79379 Müllheim de bei Massagen und fühlen Fläche des Instituts: ca. 47 qm sich während der Anwendung Anzahl der Anwendungsräume: 1 tatsächlich in einer kleinen, Mitarbeiter: keine feinen Wohlfühloase.

2. Platz: Kosmetik Vita-Well Inhaberin: Stefanie Dersch 94089 Neureichenau Fläche des Instituts: 120 qm Anzahl der Anwendungsräume: 4 Mitarbeiter: 1 freie Mitarbeiterin 18

3 Platz:

Kosmetikstudio Nicole Schimanski Inhaberin: Nicole Schimanski 67549 Worms Fläche des Instituts: ca. 50 qm Anzahl der Anwendungsräume: 1 Mitarbeiter: keine


betrieb aktuell

kAtegOrie neWCOmer:

1. PLAtZ | elle Kosmetik

Das Kosmetikinstitut elle Kosmetik liegt am wunderschönen alten Fischmarkt mitten in Münster. Elke Lepper verfügt über langjährige Berufserfahrung als Angestellte sowie als selbstständige Kosmetikerin und hat all ihr Wissen in das elle Kosmetikinstitut investiert. Die Kooperation mit einem Friseur bringt ihr zusätzliche Laufkundschaft und ermöglicht Synergien, z. B. im Empfang der Kunden zu nutzen. Ihr Anwendungsangebot ist von Anfang an erfolgreich.

Inhaberin: Elke Lepper 48143 Münster Fläche des Instituts: ca. 111,5 qm Anzahl der Anwendungsräume: 3 Mitarbeiter: 1 Vollzeit, 1 Minijob

2. Platz:

3 Platz:

Schön ist Schön Inhaberin: Marietti von Aufseß 90429 Nürnberg Fläche des Instituts: 60 qm Anzahl der Anwendungsräume: 1 Mitarbeiter: keine

Fingerspitzengefühl Beauty Company Inhaberin: Tina Piewitt 32545 Bad Oeynhausen Fläche des Instituts: ca. 350 qm Anzahl der Anwendungsräume: 6 Mitarbeiter: 5 Vollzeit, 1 Minijob

kAtegOrie sPeZiALisiertes institut:

1. PLAtZ | Medical cosmetics Ulrike Schaaf-Deege Das Institut von Ulrike Schaaf Deege mit wenigen Worten zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Zum einen ist das Anwendungsangebot sehr spezialisiert. Sie hat sich auf moderne Medical-Anwendungen wie Hydrafacial oder Tixel spezialisiert dazu kooperiert sie intensiv mit einem ästhetischen und plastischen Chirurgen. Gleichzeitig hat sie ihr Angebot aus der Kosmetik hinaus erweitert. Eine Auswahl an Designermode nimmt etwa dieselbe Fläche wie die KosInhaberin: Ulrike Schaaf-Deege metik ein. Die Gemeinsamkeit ist hier, dass 67454 Haßloch es dieselben Kunden sind, die sich für die Fläche des Instituts: ca. 180 qm jeweiligen Angebote interessieren, dass beides Anzahl der Anwendungsräume: 3 beratungsintensive Geschäfte sind, die hohes Mitarbeiter: 2 Vollzeit persönliches Vertrauen voraussetzen.

2. Platz: Kosmetik-Beauty-Wellness Inhaberin: Annett Gröger 80331 München Fläche des Instituts: 12 qm Anzahl der Anwendungsräume: 1 Mitarbeiter: keine

3 Platz:

Harmonie der Sinne Inhaberin: Sylvia Woldt 17192 Heilbad Waren Anzahl der Anwendungsräume: 6 Mitarbeiter: 1 Vollzeit, 3 freie, 1 Praktikantin, 1 Azubi

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betrieb

Sh‘ree Fruth, Geschäftsführerin HopeCosmetics, Nürnberg, www.hopecosmetics.de Die grobe Werbeplanung für 2018 schließen wir im Dezember 2017 ab. Das heißt nicht, dass wir nicht spontan auf evtl. Ereignisse im Jahr reagieren können. Jedoch müssen wir alle Festivitäten und Feiertage kalendarisch festhalten, um Aktionen daran anlehnen zu können. Ziel ist, pro Monat zwei Aktionen /Events zu steuern, beispielsweise im Januar »A Moment on the lips, a Lifetime on your hips.« Bei dieser Aktion dreht sich alles ums Abnehmen und wir beziehen alle Bereiche unseres Spas ein. Vom Fatburning-Kurs und Ernährungsberatungen über Body Wrapping bis hin zum Verkauf von basischen Bädern und Detox-Tee. Weitere Aktionen sind beispielsweise im Sommer »Summer in the Spa« und im Herbst »FALL in Love«. »Summer in the Spa« ist ein besonderes Highlight, da alle Massagen im

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„ Das eigene Kundenmagazin ist ein TOP Werbemedium

Garten unter freiem Himmel stattfinden– vorausgesetzt die Witterung lässt es zu. Beworben werden die Aktionen bei uns im Haus durch Plakate sowie einem Hinweis auf dem Kassenbon. Ansonsten werben wir 2018 verstärkt auf Facebook, Instagram und Google. Wir erreichen dadurch natürlich Neukunden, aber unser Hauptziel ist es, den Loyalitätsgrad unserer Stammkunden zu halten. Bei Printwerbung konzentrieren wir uns auf unsere eigene Zeitung, die wir seit Ende letzten Jahres im Tageszeitungs-Design

herausbringen. Diese enthält Beiträge über Haut, Gesundheit und Produkte und natürlich Angebote. Unsere Erfahrung ist, dass dies nochmals »andere Kunden« anspricht, als die bekannten Hochglanz-Zeitschriften. Ich bin der Meinung, dass die Zielgruppe sich immer schwerer über das Alter definieren lässt. Unsere Kunden bewegen sich im Alter von 25-70 Jahren. Die Aktion muss hochwertig und attraktiv aufgebaut werden. Selbst wenn man sich bei einem Angebot nicht angesprochen fühlt, haben wir festgestellt, dass dann die »Mundpropaganda greift.

Ziel sind zwei Events/Aktionen pro Monat


betrieb

Pläne

schmieden 2018 wird Ihr bestes Jahr als Kosmetikerin Mit dem Jahresende kommt die Zeit des Ausblicks ins neue Jahr. Was lief besonders gut in den vergangenen Monaten, was ist fürs neue Jahr geplant? Welche Themen, Produkte und Zielgruppen sollen mit welchen Aktionen gepusht werden – und wie sehen die zeitliche Planung und das Werbekonzept hierfür aus? Wir haben

vier Kosmetikinstitute nach ihren angepeilten Aktionen und Events befragt.

Melanie Chiva Nottbrock, Geschäftsführerin M.C.N. Kosmetik, Rheda-Wiedenbrück, www.mcn-kosmetik.de Wir planen ein Event mit dem Außendienst unserer Lieferanten. Hierzu lade ich Kundinnen und Freundinnen zum netten Beisammensein ein. Die Verköstigung wird der Jahreszeit angepasst. Der Inhalt umfasst Themen wie »Was braucht die Haut?« Wir geben Produktempfehlungen mit Informationen zum Trend Sommer oder Herbst, klären auf über Möglichkeiten apparativer Unterstützung, Depigmentierung (Aufklärung Sonnenschutz), Haut-Reliefverfeinerung und Anti Aging. Gerne biete ich Kundinnen in Zusammenarbeit mit der Außendienstmitarbeiterin der dekorativen Pflege eine kostenlose Schulung mit typgerechten Tipps für ein Tages-Make-up an. Diese Veranstaltung wird gern angenommen und der Umsatz erhöht sich danach deutlich.

Gemeinsam mit einer Kollegin und Kundin aus der Textilbranche plane ich für den Frühling eine Modenschau. Models präsentieren die neuesten Trends der Frühjahrsmode sowie das passende Make-up – von uns geschminkt. Hierzu laden wir Stammkundinnen ein und machen Interessentinnen und potenzielle Neukundinnen über eine Zeitungsanzeige auf das Event aufmerksam. Meine Stammkunden schreibe ich auf dem Postweg an, das ist zwar altmodisch, kommt aber gut an. Außerdem dient diese Einladung als VIP-Eintrittskarte mit einem Bonus. Neue

Die Kundinnen lieben die ganz konventionelle schriftliche Einladung

Mit einer Modenschau sollen Neukunden gewonnen werden Kundinnen werden über eine Zeitungsanzeige im lokalen Bereich beworben. Meine Zielgruppe sind Kundinnen, die eine anspruchsvolle Hautpflegekosmetik bevorzugen. Das beginnt schon mit 14 Jahren. So planen wir auch ein Event für Jugendliche in der »Pubärtime«. Wir klären die Teilnehmerinnen in kleinen Gruppen über Ernährung, Pflege, Hauttypen auf, informieren sie wann der Besuch beim Dermatologen sinnvoll ist und geben Make-up-Tipps. Für die Aktionen plane ich eine Vorlaufzeit von 4 Wochen ein, die Umsetzung sollte nicht mehr als ein paar Stunden dauern.

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betrieb Sarah Troina, Katharina Wegner, Geschäftsführerinnen Kosmetik und Wellness Lounge Wolfsburg, www.kosmetikundwellnesslounge.de

Gute Vorsätze gibt es im Frühjahr, wir helfen da mit unseren Aktionen Für das Jahr 2018 haben wir einige spannende Events geplant – frei nach unserem Motto: »Love the skin you’re in«. Leider fehlt im Arbeitsalltag manchmal die Zeit für ausführliche und intensive Fachgespräche und viele Kunden wollen einfach nur entspannen

Cornelia Eberhard, Geschäftsführerin Schönzeit, Neuwied, www.schönzeit-kosmetikinstitut.de Für 2018 planen wir ein neues, wiederkehrendes Kundenevent »Frühjahrserwachen«. Da im November und Dezember viele andere Events und Weihnachtsmärkte stattfinden, ersetzen wir unseren traditionellen »Adventskaffee« durch das Frühjahrsevent. Es ist als Hausmesse mit Workshops und Probebehandlungen angedacht, mit einer kleinen Modenschau, einem Visagisten, Barbecue und natürlich Unterhaltung. Zudem wird eine Charity-Aktion beworben, deren Ziel das Errichten von Schulen in Entwicklungsländern ist. Die Spendengelder werden presseintensiv übergeben. Natürlich werden wir uns auch allgemeinen Fragen und Anforderungen unserer Kunden und Neukunden widmen und beispielsweise Themen wie ganzheitliche Behandlungsansätze, aber auch Klassiker der apparativen Kosmetik ansprechen. Dadurch geben wir unseren Stammkunden die Zeit und Informationstiefe, die im Alltag leider

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und abschalten. Trotzdem ist die Beratung eine unserer wichtigsten Aufgaben als Kosmetikerinnen. Deshalb planen wir 2018 unter anderem Beratungstage mit der dermalogica-skinbar. Dort können die Kunden die verschiedensten Produkte sehen und fühlen und werden hauttypgerecht beraten. Ein passender Zeitpunkt für diese Aktion wäre der Januar, wenn der Weihnachtsstress vorüber und der Kopf frei für Neues ist. Außerdem soll ein Get-Together mit Fitnessexperten unseren Kunden zeigen, wie sich ein ausgewogener Lebensstil positiv auf die Haut auswirken kann. Hierfür visieren wir den Frühling an, in dem die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, die Kunden motiviert für Anregungen sind und sich verstärkt um ihren Körper kümmern. Zusätzlich planen wir für die Haar-Lounge eine Oktoberfest-Styling-Aktion. Die Tradition des Oktoberfestes verbreitet sich mitt-

lerweile deutschlandweit. Bei uns können alle Interessierten die perfekte Flechtfrisur bekommen. Zu den Aktionen laden wir all diejenigen ein, die ihre Haut besser kennenlernen und verstehen möchten, oder die auf der Suche nach neuen Trends sind und Tipps für die passenden Frisuren benötigen. Für die Bewerbung aller Aktionen planen wir, hauptsächlich Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram zu nutzen. Jedoch werden auch auf unserer Homepage Informationen zu finden sein.

nicht immer zur Verfügung stehen. Denn gut betreute Stammkunden sprechen gerne Empfehlungen im Bekanntenkreis aus. Also: Neukundengewinnung durch Altkunden-Incentives!

Zudem planen wir für 2018 die Eröffnung einer Kosmetikfachschule/Akademie. Diese richtet sich an junge Frauen, die ihren Traumberuf erlernen wollen und an gestandene Kosmetikerinnen. Letzteren möchten wir unsere über 15-jährige Berufserfahrung in traditioneller und apparativer Kosmetik weitergeben. In kurzen Ausbildungszyklen von 3-7 Tagen mit entsprechendem Ausbildungszertifikat möchten wir praktizierende Kosmetikerinnen in neuen Behandlungsthemen, Innovationen und elektronischer Kassenanforderung schulen. Damit hat die Kosmetikerin die Möglichkeit, sich selbst so zu spezialisieren, dass sie auf Dauer die Lukrativität ihres Institutes stärkt und steigert.

Events müssen spannend sein, dann wirken sie nach und helfen langfristig Kunden zu gewinnen. Die Planung eines Events dieser Größenordnung beginnt schon 3-4 Monate vorher, also direkt nach der Jahreswende. Es gilt vieles zu überdenken und zu organisieren. Denn die Einladungen an unsere Stammkunden sowie Mitteilungen in Social Media und in den Print-Medien müssen 4 Wochen vor dem Event versendet sein.

Events werden zur intensiven Beratung genutzt

Stammkunden-Incentives bringen Neukunden


betrieb

Arbeiten im internationalen Umfeld Das Arbeiten im Ausland hat viele Reize – vor allem für Fernweh-Kandidaten. Auch wer bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt anstrebt, tut gut daran, international Erfahrungen zu sammeln. Nicht zuletzt prägt Reisen die gesamte Persönlichkeit. Welche internationalen Einsatzmöglichkeiten gibt es für Kosmetikerinnen? Und wie sehen Arbeitsumfeld und Privatleben dort aus? Wir befragten zwei international aufgestellte Arbeitgeber. Welche Möglichkeiten bieten Sie (Jung)kosmetikerinnen? Sea Chefs: Wir stellen durchaus auch Kosmetiker/innen ein, die gerade mit der Ausbildung fertig sind. Die Fachleitung Spa & Meer auf unseren Schiffen nimmt Kosmetiker/innen und auch Masseure/innen an die Hand und arbeitet sie ein. Wir bieten landseitig und auch an Bord laufend Schulungen an. Aldiana: Für Kosmetikerinnen bieten sich bei Aldiana vielerlei Möglichkeiten. Jungkosmetikerinnen, die über eine Ausbildung von mindestens zwei Jahren verfügen, werden gemeinsam mit einer erfahrenen Kollegin eingesetzt, sofern mehrere Stellen vorhanden sind. Von Zeit zu Zeit werden auch Praktikanten eingesetzt.

Was erwartet die Bewerber? SC: Wir bieten jedem Crew-Mitglied einen Karriereplan an, um unser Team ständig weiterzuentwickeln. Ein Freizeitprogramm haben wir auch an Bord, die Motivation der Mitarbeiter ist eine wichtige Aufgabe des Spa & Sport Managers. Es werden Ausflüge für freie Zeit an Land oder gemeinsame Abendveranstaltungen organisiert. Außerdem können Crew-Mitglieder in ihrer Freizeit Internet, Fitnessstudio oder Crew-Anwendungen im Spa genießen. A: Aldiana bietet Bewerbern ein attraktives Arbeitsklima und einen Arbeitsplatz an Orten, an denen andere Urlaub machen. Ein Wechsel des Arbeitsortes innerhalb der Aldiana Gruppe ermöglicht das Kennenlernen verschiedener Destinationen.

Welche Qualifikationen und Eigenschaften sollten Bewerber mitbringen? SC: Je nach Position die entsprechende Berufsausbildung, gute bis sehr gute Deutschund Englischkenntnisse, Zusatzausbildungen wie Mikrodermabrasion, Ultraschall etc. sind von Vorteil. Ansonsten: Gute Umgangsformen, Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Belastbarkeit, Flexibilität, Lernbereitschaft, Verkaufs-und Beratungserfahrung, gepflegtes und sicheres Auftreten, Serviceorientierung. A: Neben der Qualifikation durch eine mindestens zweijährige Ausbildung als Kosmetikerin ist Berufserfahrung von Vorteil. Vorteile verschaffen beispielsweise Zertifikate in Ayurveda, Lomi Lomi und Hot Stone Massagen. Sehr wichtig sind zudem Sprachkenntnisse und persönliche Eigenschaften: Es ist hilfreich kommunikativ, teamorientiert, flexibel und serviceorientiert zu sein.

Wie sieht der Arbeitsplatz aus? SC: Man sieht das Meer, manchmal direkt vom Arbeitsplatz aus, alles ist hell und freundlich eingerichtet und es herrscht eine

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betrieb Tolle Arbeitsatmosphäre in netten Teams ermöglichen jede Menge Erfahrung für den weiteren Werdegang

tolle Arbeitsatmosphäre. Das Spa & Sport Team umfasst je Schiff ca. 25 - 35 Mitarbeiter, es ist großartiges Teamwork, Tag für Tag. A: Das Spa-Team in den Aldiana Clubs setzt sich – je nach Größe der Anlage – aus maximal zehn Personen zusammen. Als Kosmetikerin arbeitet man in der Regel alleine, in größeren Anlagen auch mit einer weiteren Kosmetikerin zusammen. In der Regel sind Kosmetikerinnen für ihren spezifischen Bereich verantwortlich, es kann jedoch auch sein, dass Massagen und Spa-Anwendungen – je nach Erfahrung – in das Verantwortungsfeld gehören.

Was sind die Herausforderungen des Arbeitsplatzes? SC: Man sollte seefest sein. Jeden Tag wacht man woanders auf und lernt dadurch viele unterschiedliche Kulturen und Länder kennen. Zur Crew gehören ca. 1.000 Mitarbeiter, d.h. auch bis zu 40-50 unterschiedliche Nationen. Das erfordert Toleranz und Akzeptanz untereinander, das ist aber an Bord meist kein Problem und bereichert eher. A: Eine Clubanlage hat natürlich gewisse Herausforderungen – privat wie beruflich: am Arbeitsplatz trifft man auf gut gelaunte und entspannte Kunden, da sie ja im Urlaub verweilen. Diesen Kunden begegnet man aber auch in der eigenen Freizeit. Und die Arbeitskollegen sind zeitgleich auch die Nachbarn in den Personalbereichen. Doch über allem scheint meist die Sonne und die Umgebung selbst bietet einen sehr hohen Freizeitwert.

Was sind die Chancen für den weiteren Berufsweg? SC: Es gibt gute Aufstiegsmöglichkeiten: Management-Positionen werden aus den eigenen Reihen besetzt. So kann man als Kosmetiker/in zur Fachleitung Spa & Meer aufsteigen, dann zum Assistenten und ggf. zum Spa & Sport Manager. Dafür gibt es Schulungen an Land, Cross Trainings an Bord und Testeinsätze in den verschiedenen Positionen. Wer sich nach dem Schiffseinsatz wieder an Land orientieren möchte, kann sich meist aussuchen, wo er/sie im Anschluss arbeiten möchte, denn schiffserfahrene Mitarbeiter werden mit Handkuss genommen.

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A: Sind die individuellen Voraussetzungen gegeben, kann der Aufstieg zum »Chef« des Spa-Bereichs erfolgen. Das Kennenlernen anderer Länder mit relativ identischen Arbeitsplätzen, geprägt durch hohe Standards, ist eine persönliche und berufliche Bereicherung für die Mitarbeiter. Die vielen wechselnden Kunden erweitern den eigenen Horizont und bereichern die Menschenkenntnis. Zudem ist das Lernen von erfahrenen Kollegen möglich.

Wie sieht der Einstieg für erfahrene Kosmetikerinnen aus? SC: Wir nehmen gern erfahrene Mitarbeiter, denn diese passen sehr gut zum Gästeklientel der Mein Schiff Flotte von TUI Cruises. Wenn man offen und flexibel ist, dabei bereit, die persönlichen Bedürfnisse manchmal an das Schiffsleben anzupassen, kann man eine außergewöhnliche Lebens- und Berufserfahrung mitnehmen. A: Im Bewerbungsprozess haben alle Bewerber die gleichen Chancen. Der Einstieg erfolgt gemäß Qualifikation und Berufserfahrung. Auch erfahrene Kosmetikerinnen, die eine neue Herausforderung suchen, können bei Aldiana einsteigen. Viele erfahrene Kosmetikerinnen sind bereits im Unternehmen eingestellt.

Wie verläuft der Bewerbungsprozess? SC: Wir bevorzugen eine Online-Bewerbung. Nach einer ersten Email nimmt unser Recruiting-Team dann telefonisch Kontakt auf und es werden vorab die wichtigsten Fragen der Bewerber beantwortet. Anschließend erfolgt ein Casting, um sich persönlich kennenzulernen und das Fachwissen zu prüfen. A: Die Bewerbung erfolgt online über www.aldianajobs.com oder unter welldiana-jobs@aldiana.de. Bewerbungsgespräche finden in der Zentrale in Oberursel/Deutschland statt.

Wo findet man weitere Informationen zum Unternehmen? SC: Alle Informationen und der erste Blick hinter die Kulissen findet man hier: www.seachefs.com/ms-spa Für das Recruiting im Spa-Bereich der Mein Schiff Flotte von TUI Cruises ist die Ansprechpartnerin Frau Sandrawati Schilling (scsa@seachefs.com ) A: Informationen zu den Clubanlagen sind auf www.aldiana.de nachzulesen. Fragen beantwortet die Human Resources Abteilung in Oberursel. Die Konditionen werden im Bewerbungsgespräch besprochen.


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SilkMED und mesoestetic

SilkMED ist der exklusive Lieferant für mesoestetic-Produkte und -Geräte in Deutschland. Damit vertritt SilkMED einen der führenden Markennamen der Kosmetikindustrie. Das Unternehmen mit Sitz in München präsentierte dem Fachpublikum auf der BEAUTY FORUM MÜNCHEN seine neuste Innovation. Ein multifunktionales RadiofrequenzGerät mit sagenhaften 180 Watt Leistung, 44 voreingestellten Programmen und zusätzlichen freien Programmen. Die revolutionäre Kombination aus vier Technologien ermöglicht sichtbare, langfristige und wissenschaftlich nachgewiesene Resultate für Gesicht und Körper ab der ersten Sitzung. 1. LED-Licht – Die anregende und vorbereitende Wirkung wird durch eine schwache Radiofrequenz mit intensivem LED-Rotlicht erzielt. 2. Kapazitive Radiofrequenz – Die neuste RF-Technologie erhöht die Temperatur in den oberen Hautschichten und regt die Kollagen- und Elastinfasern an. 3. Resistive Radiofrequenz – Die lipolytische und entwässernde Wirkung eignet sich hervorragend für Körperbehandlungen. 4. Intelligente transdermale Einschleusung – Mittels Elektrophorese und Elektroporation wird die Haut in derTiefe mit Wirkstoffen versorgt.

gewinnbringend einsetzen können. Die Schulungscenter befinden sich in Köln, Berlin und München. Dort werden unter anderem Schulungsthemen wie Akne, Pigmentflecken, Rhetorik, Online-Kompetenz, chemische Peelings und Wirkstoffkunde angeboten. Das ist mesoestetic: Medizinische Kosmetik – ein Trend, den das spanische Unternehmen mesoestetic bereits vor über 30 Jahren entdeckte und als Ausgangsbasis für seinen internationalen Erfolg nutzte. Joan Carles Font und José Almansa gründeten 1984 die Bodyesthetic Laboratory Group, zu der mesoestetic als eigene Produktsparte gehört. Joan Carles Font und José Almansa brachten umfangreiche Erfahrungen aus der Pharmazie ins junge Unternehmen ein und legten somit den Grundstein für die Entwicklung medizinischer Kosmetik von höchster Qualität. mesoestetic-Produkte sind bereits in 90 Ländern auf fünf Kontinenten erhältlich. In Deutschland werden die Produkte und zugehörigen Geräte exklusiv von der SilkMED Distribution GmbH vertrieben. SilkMED Distribution GmbH Telefon 089 18920773 kontakt@silkmed-distribution www.silkmed-dristibution.de

Selbstverständlich bietet SilkMED ein umfangreiches Ausbildungsprogramm an, damit Sie Ihr Know-how fachkundig und

https://www.facebook.com/ SilkmedDistribution

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handwerk

Vanessa Türker ist Diplom Medienwirtin und verantwortet bei Fa. Eurokosmetik GmbH (Sothys) die Bereiche PR und Social Media.

Ihr direkter Draht zum Kunden

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– die wichtigsten Social-Media-Kanäle und ihre Besonderheiten


S

ocial-Media-Kanäle wie Facebook, Instagram oder WhatsApp sind die neuen Freizeitmedien: Über 80 Prozent der deutschen Internetnutzer sind dort aktiv, immer mehr mobil über das Smartphone oder Tablet. Profitieren Sie davon und positionieren Sie sich als Kosmetikinstitut mit den richtigen Inhalten im Web 2.0. Für Sie als Unternehmerin sind die neuen Medien ein echtes »Eldorado«. Sie stehen für eine große Reichweite, flexible Handhabung, geringe Kosten und messbare Ergebnisse. Hier erreichen Sie direkt die Zielgruppe, die sich für Ihre Dienstleistungen interessiert. Durch die

handwerk Bei der Auswahl der richtigen Kanäle ist die Positionierung des Instituts sowie die Kundenstruktur entscheidend. Sind Sie ein junges, auf Make-up und Nailart spezialisiertes Institut im Szeneviertel oder eine klassische Wellness-Oase im Grünen? Welche Themen möchten Sie besetzen? Wollen Sie mehr von sich und Ihrer Arbeit zeigen oder nur kurz neue Angebote und freie Termine anpreisen? Prüfen Sie Ihre Favoriten zunächst mit einem privaten Zugang, bevor Sie eine Präsenz für Ihr Institut anlegen. So gewinnen Sie ein Gefühl für das Medium und können es hinterher schneller und besser nutzen.

Nie war es einfacher, mit Kunden in Verbindung zu treten. Institutsinhaberinnen sollten sich die Kraft digitaler Kommunikation für mehr Umsatz und Bekanntheit nicht entgehen lassen. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt:

Auswahl der veröffentlichten Inhalte können Sie sich als Expertin in Sachen Schönheit inszenieren, Sympathiepunkte sammeln und unterschwellig Verkaufsimpulse setzen. Langfristige Planung zahlt sich aus Für Social Media braucht man einen langen Atem. Denn nur wer regelmäßig von sich reden macht, bringt sich nachhaltig in Erinnerung und Anfragen von außen sollten schnellstmöglich beantwortet werden. Konzentrieren Sie sich auf zunächst wenige Kanäle, die Sie aber richtig bespielen. Ausbauen lässt sich das immer noch.

Wenn Sie es gut machen, ist die Kommunikation im Web 2.0 ein echter Umsatzbooster. Für den Anfang ist ein Redaktionsplan sinnvoll. Setzen Sie auf einen spannenden Themenmix und schalten Sie zusätzlich zielgerichtet Werbung in den sozialen Medien, um Bekanntheit und Reichweite aufzubauen. Binden Sie so genannte Social PlugIns auf Ihrer Webseite ein und zeigen Sie Ihre Social-Media-Präsenz offline auf Visitenkarten, Flyern und Plakaten.

Von Facebook bis Instagram Mit über 30 Millionen Nutzern in Deutschland ist Facebook das soziale Netzwerk mit der größten Reichweite. Ein perfektes Medium für alle, deren Kundschaft älter als 25 Jahre ist. Praktisch: Inhalte auf Facebook können sowohl am Desktop als auch mobil bearbeitet werden. Darüber hinaus bietet dieser Kanal die größte Fülle erzählerischer Möglichkeiten: Live-Schaltungen, Bilder und Videos sowie Text und Emoticons, Umfragen und Angebote stehen zur Verfügung. Im besten Fall kann Facebook sogar eine eigene Webseite ersetzen. Die größte Hürde: Aufgrund des Facebook-Algorithmus erreichen nur etwa fünf Prozent der Beiträge organisch – das heißt ohne Bewerbung – ihr Ziel. Deshalb sind viele Likes und Kommentare eine Menge wert. Überprüfen können Sie den Erfolg Ihrer Beiträge durch die von Facebook zur Verfügung gestellten Statistiken. Damit lassen sich auch von Ihnen festgelegte Konkurrenzseiten beobachten und Ihre Kommunikations-Strategie entsprechend verfeinern. Eine jüngere, sehr trendbewusste Zielgruppe spricht Instagram mit bereits sieben Millionen Nutzern in Deutschland an. Hier steht die Ästhetik des Bildes, das nach Schlagworten vernetzt wird, im Vordergrund. Daneben können kurze Videos oder so genannte Stories veröffentlich werden, die nach 24 Stunden automatisch verschwinden. Im Gegensatz zu Facebook werden alle Inhalte angezeigt.

Die Nutzung erfolgt größtenteils mobil. Instagram ist vor allem bei Lifestyle-Themen gefragt. Und daher für junge, trendige Institute geeignet, die stark mit kreativen Techniken im Bereich Make-up und Nail arbeiten. WhatsApp – der schnelle Weg Mit dem kostenlosen Kurznachrichtendienst WhatsApp, der über 37 Millionen deutsche Nutzer erreicht, können Sie Inhalte direkt auf das Smartphone Ihrer Kunden senden. Die App ist vor allem in Hinblick auf kurzfristig freie Termine und besondere Angebote wichtig. Kurz und prägnant formuliert, werden die eiligen News direkt von Ihren Kunden gelesen. Wichtig: Holen Sie sich vorher die Erlaubnis Ihrer Kunden ein. Die App wird vorrangig mobil verwendet, kann aber auch über den Desktop bearbeitet werden. Damit nicht alle Nachrichten auf Ihrem privaten Mobiltelefon landen, sollten Sie ein Firmentelefon oder direkt einen Instant-Messaging-Dienst wie instantkom nutzen. Dieser vereinfacht gegen eine geringe Gebühr das Versenden von Newslettern an größere Zielgruppen und automatisiert die Verwaltung der Abonnenten.

Auf lange Sicht stärkt eine regelmäßige Interaktion die Kundenbindung. Das Aschenputtel der modernen Kommunikation ist die E-Mail. Sie ist zwar nicht so laut und bunt, dafür aber sehr effektiv. Nirgends erreichen Sie Ihre Kunden direkter und günstiger als im privaten Postfach. Versenden Sie hier Infos mit Mehrwert sowie Event-Ankündigungen in einem zuverlässigen Rhythmus. Wenn Sie profitables E-Mail-Marketing einsetzen wollen, müssen Sie zunächst einen oder mehrere Verteiler – beispielsweise als Excel-Liste – erstellen und das Einverständnis Ihrer Kunden für den Versand einholen. Den Newsletter können Sie dann ganz einfach als Serien-E-Mail versenden oder mit einem kostenlosen Newsletterprogramm eine optisch aufwendigere Variante wählen. Ob eine Kennzeichnung Ihrer Kunden nach Kaufkraft oder Interessensbereichen sinnvoll ist, entscheidet sich über die Institutsgröße. Bei kleineren Instituten lohnt sich eine solche Aufteilung eher nicht.

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handwerk

Kundenempfang:

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance! Nicht einmal sieben Sekunden benötigt der Mensch, um sein Gegenüber anhand

Kunde eine Jacke, fragt man freundlich, ob man ihm beim Ablegen behilflich sein darf. Man nimmt den Kunden an seine rechte Seite und begleitet ihn bis zur Tür des Behandlungsraumes. Dort öffnet man die Tür und lässt den Kunden durchgehen. Bei einem schmalen Flur, der das Nebeneinanderlaufen nicht ermöglicht, stellt man die Frage: »Ist es Ihnen recht, wenn ich vorangehe?« Dies ist hauptsächlich bei Neukunden zu empfehlen, die die Räumlichkeiten noch nicht kennen. Es gilt: Sobald der Kunde Ihr Institut betritt, ist er »König«.

schöne Schale mit hochwertigen Süßigkeiten oder Ähnlichem, aus der sich der Kunde bedienen darf. Das ist dekorativ und fördert das Ankommen. Wird zur Entspannung Musik eingesetzt, sollte kurz nachgefragt werden, ob dem Kunden der Musikstil gefällt oder er lieber wechseln bzw. auf Musik verzichten möchte. Verzögert sich der Behandlungsbeginn, entschuldigt man sich dafür und bietet dem Kunden eine kleine Aufmerksamkeit an, beispielsweise  ein Getränk, z.B. Tee (nicht zu heiß, sodass er gut und schnell trinkbar ist)  einen heißen Wickel für Nacken, Gesicht oder Hände  ein Paraffinhandbad  wenn eine Kollegin frei ist: eine Hand- oder Nackenmassage (durch die Kleidung)  eine zusätzliche kostenfreie Behandlung, z.B. Auftragen einer Dekolletee-Ampulle  verpackte Ampullen zum Mitnehmen, beim Gehen überreicht  ein Gutschein, zum Einlösen beim nächsten Mal (Kunde kommt wieder!)

Ankommen und Wohlbefinden herstellen Für das Wohlbefinden Ihrer Kunden sollten Sie eine gute Atmosphäre schaffen. Die Räume sind aufgeräumt, frisch gelüftet, haben eine angenehme Raumtemperatur und Beleuchtung. Duftkerzen oder Aromaöle sollten vermieden werden, da manche Kunden hierauf allergisch reagieren. Einladend wirkt eine

Den ersten Eindruck aktiv gestalten Der erste Eindruck ist laut einer Studie von Prof. Albert Mehrabian von der Universität Californien zu 93 % vom Auftreten und Verhalten abhängig. Lediglich 7 % erschließen sich durch den Inhalt der Kommunikation. Wir stecken unseren Gesprächspartner also erst einmal mithilfe vorgefertigter Meinun-

seiner äußeren Erscheinung einzuschätzen. Diese sieben Sekunden entscheiden maßgeblich über Sympathie oder Antipathie und damit auch über den Verlauf eines Zusammentreffens. Ein erster positiver Eindruck vermittelt Kompetenz, schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit, wohingegen das Gegenteil eine negative Grundstimmung verursacht, die den weiteren Gesprächsverlauf prägt.

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as erste Aufeinandertreffen im Kosmetikinstitut mit dem Kunden findet bei der Begrüßung statt. Jetzt gilt: kurz durchatmen, lächeln, Augenkontakt suchen und entspannt halten. Als Gastgeber reiche ich meinem Kunden zuerst die Hand mit einem entschlossenen und festen Druck. Ich begrüße ihn persönlich mit meinem Vor- und Zunamen, das transportiert Selbstbewusstsein und schon hat man beim Kunden gepunktet. Trägt der

Petra Kirst, Kosmetikerin und Coach, unterstützt Manager, Business-Frauen, Auszubildende und Privatpersonen dabei, ihren Stil zu finden. Zudem bietet sie Persönlichkeitscoachings an. www.petra-kirst.de

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handwerk

gen, Erfahrungen und Stereotypen in eine Schublade, bevor wir ihn genauer kennenlernen. Auch von der Wahl unserer Kleidung geht eine Art Signalwirkung aus, die indirekt unsere Wertschätzung gegenüber einer Person bzw. einem Anlass ausdrückt. So transportiert man mit dem richtigen Outfit Persönlichkeit und Kompetenz. Bei vielen Kunden 30+ herrscht die Vorstellung, eine Kosmetikerin müsse etwas Weißes tragen. Und warum nicht gleich einen Kittel, aufgepeppt mit einem Accessoire, z.B. einem Tuch. Auch das Aussehen kann Indikator dafür sein, ob man seiner Arbeit gewissenhaft nachgeht. Gepflegte Haare, Nägel, Haut, ein dezentes Parfum sowie ein Tages-Make-up bei den Damen, geputzte Schuhe ohne abgelaufene Absätze und eine knitterfreie Kleidung bilden die Grundvoraussetzung für einen gelungenen ersten Auftritt.

Behandlung gilt dann: »Funkstille, bis das Treatment beendet und der Kunde wieder angezogen ist. Kosmetikerin und Coach Petra Kirst: »Ich richte das oder die betreffenden Produkte gerne auf einem Tablett dekorativ her und präsentiere sie dem Kunden nochmals, verbunden mit der Frage, wie ihm die Behandlung gefallen hat. Selbstverständlich halte ich eine Produktprobe parat, falls der Kunde zunächst ausprobieren möchte.« Stets positiv über Kunden denken Natürlich trifft man im Berufsalltag auch auf »schwierige« Kunden. Hier ist es ratsam, immer auf der Sachebene zu bleiben. »Damit das möglich ist, erstelle ich für mich im Kopf ein Art Polizeibericht«, rät Petra Kirst. Denn dieser ist auch stets sachlich. »Man sollte sich

nirgends reinziehen lassen und nicht emotional werden.« Das gelingt, wenn man immer positiv über den Kunden denkt. Denn der Kunde bemerkt, wenn unsere Körpersprache nicht mit den Gedanken übereinstimmt. Sollte der Kunde einmal sehr erregt sein und die Situation beinahe eskalieren, ist es ratsam, kurz aus der Situation rauszugehen: »Bitte entschuldigen Sie mich einen Augenblick«. Draußen, auf der Toilette oder an einem anderen ungestörten Ort lächelt man ca. 60 Sekunden lang den Spiegel an. Dadurch drückt der Muskel auf den Nerv und dieser transportiert ans Gehirn: »Ich habe Spaß!«. Somit gelingt es, wieder klar zu denken. Denn wenn wir in solch einer Situation Stress haben, bildet sich sehr viel Adrenalin im Körper und wir können keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Small-Talk als »Türöffner« Nach der Begrüßung eines Neukunden kann Smalltalk als »Türöffner« für tiefergreifende Themen dienen. Kritische Themen wie Religion, Politik, Finanzen etc. sollten vermieden werden. Der Kunde ist da, um zu entspannen und die Behandlung zu genießen. Vor allem für Neukunden sollten sich Kosmetikerinnen viel Zeit zu nehmen, für Anamnese, Hautanalyse, Empfehlung einer passenden Behandlung und der Produkte. Während der

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handwerk Das Beauty-Skop zeigt jedes noch so winzige Detail der Leisten- und Felderhaut. Die Bilder der Porigkeit oder Faltentiefe zeigt man der Kundin und legt sie zur späteren Erfolgskon­ trolle auf dem Computer ab. Durch die Bildschirmteilung lässt sich auch ein Vergleich nach einigen Wochen gut sichtbar darstellen. Haut bis zu den Effloreszenzen vermittelt. Auch Lehreinheiten in Chemie gehören dazu, beispielsweise um die Bedeutung des pHWerts zu erlernen oder zu erfahren, woraus Talg, Schweiß, Hyaluronsäure oder Kollagen bestehen. Diese Kenntnisse sind eine wichtige Grundlage für die Diagnose. Der darauf aufbauende Unterricht »Hautdiagnose« umfasst in der Theorie 24 Stunden und in der Praxis je nach Klassengröße ca. 16 – 24 Stunden. Anschließend erstellen die Schülerinnen während der gesamten Ausbildung (Behandlung an Modellen) bei jeder Kundin eine komplette Diagnose.

Hautanalyse:

Präzise Diagnose – dank geschultem Blick Die Hautanalyse ist ein essentieller Bestandteil jeder kosmetischen Behandlung. Denn ohne entsprechende Diagnose ist es unverantwortlich, die Haut zu behandeln oder eine Pflege gezielt einzusetzen. Die Schulung der Hautanalyse-Kompetenzen nimmt daher im Rahmen der Kosmetik-Ausbildung einen wichtigen Teil ein. Wie verläuft diese Schulung – und was gehört dazu?

John Herfs ist Leiter der Berufsfachschulen für Kosmetologie in Köln und in Bonn. Seit 1981 ist er Vorstandsmitglied des Zentralverbandes deutscher Kosmetikfachschulen e.V.

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evor angehende Kosmetikerinnen mit dem Thema Hautanalyse konfrontiert werden, steht – beispielsweise bei der Ausbildung an deutschen Berufsfachschulen – die Anatomie von Gewebe und Haut auf dem Lehrplan. Danach werden Kenntnisse über spezifische Drüsen, Gefäße, Rezeptoren und Farbe der

Den diagnostischen Blick schulen Unterrichtet wird die Theorie von Pädagogen für Physik und Diagnostik. Die praktische Anleitung und Überwachung der Diagnose führen Lehrkräfte mit staatlich geprüftem Abschluss »Fachwirtin für Ganzheitskosmetik« durch. Generell ist für derlei grundlegende Kosmetik-Fachkenntnisse die Ausbildung an Berufsfachschulen von Vorteil. Denn innerhalb der Schulpraxis kann an den verschiedenen Arbeitsplätzen jede Schülerin beispielsweise Porigkeit, Durchblutung, Schichtdicke, Elastizität, Pigmentierung, Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut und viele andere Parameter mit den Modellen der anderen Schülerrinnen vergleichen und Unterschiede erkennen. Diese umfassenden Vergleichsmöglichkeiten und diese allmähliche Schärfung des Blicks sind im Kosmetikinstitut nicht möglich. Die große Welt der Produkte Sind die Kompetenzen in Sachen Hautanalyse erworben, folgt die Herausforderung, eine passende Behandlung bzw. ein passendes Produkt zu empfehlen. Deshalb legen die Berufsfachschulen großen Wert auf die Vermittlung der »Waren- und Wirkstoffkunde«. Hier lernt die Schülerin, bezogen auf die Hautdiagnose, wie welcher Inhaltsstoff wirkt. Depotunabhängig wird ihr vermittelt, in welcher Hautsituation Azulen, Bisabolol,


handwerk

Wie steht es mit dem Einsatz von Geräten? Auch der Einsatz von Diagnosegeräten ist elementarer Bestandteil der Hautanalyse – und damit auch der Ausbildung. So müssen beispielsweise bei der praktischen Abschlussprüfung in Gesichts- und Dekolleté-Behandlung Diagnosegeräte eingesetzt werden.

Durch die Messung der Pigmentierung wird gleichzeitig und digital der Lichtschutzfaktor bestimmt.

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Kollagen oder Urea angewendet werden sollte. Denn der Markt ist nicht überschaubar: Bei der Auswahl von Pflegepräparaten steht der deutschen Kosmetikerin ein Angebot von ca. 500 Depots zur Verfügung. Jede Depotkosmetik stellt zwischen 30 und 90 verschiedene Produkte her. Nicht zuletzt wird innerhalb der Dermatologie-Prüfung selbstverständlich abgefragt, bei welcher Hautanomalie die Kundin oder der Kunde einen Arzt konsultieren soll.

Federführend in der Herstellung von Hautdiagnosegeräten sind die Firmen Courage und Khazaka sowie die Firma Ionto Comed. Geräte dieser Firmen sind das pH-Meter für die pH-Wert Messung, das Corneo-Meter oder Ionto Skin Check für die Feuchtigkeitsmessung und das Cutometer, welches Elastizität und Plastizität der Haut misst. Mit dem Ionto Skin Color wird die prozentuale Pigmentierung, Rötung und Helligkeit der Haut bestimmt und der notwendige Lichtschutzfaktor digital angezeigt. Das Sebumeter oder die Video-Mikroskopie zeigen bestmöglich den Fettgehalt anteilmäßig der Talg- und Schweißproduktion. Mit dem Beauty-Skop oder Hautanalyse 2.0 wird das Hautbild stark vergrößert, somit sind auch winzige Hautanomalien optimal erkennbar. Darüber hinaus kommen auch Gesichtsfelderkennung und Infrarot-Temperaturmessung zum Einsatz. Gezielte Geräteschulungen, die auch über die Analyse hinausgehen, sind jedoch zumeist nicht Bestandteil der Ausbildung. Um sich in dieser Hinsicht weiterzubilden, existieren für Kosmetikerinnen mit bestandener Prüfung zahlreiche unterschiedliche Fortbildungen im Bereich »Hautdiagnose« – oft als Wochenendseminare. Fernanalyse – eine Option? Stetig steigend ist die Nachfrage nach Online-Hautanalysen. Doch genau wie in der Medizin sind auch in der Kosmetik Fern-

diagnosen problematisch. Denn selbst in kosmetischen Verkaufsabteilungen können die Beraterinnen nur bedingt richtig diagnostizieren. Obwohl die Haut der Kundin sichtbar ist, ist diese nicht abgereinigt und evtl. mit Make-up bedeckt. Auch wenn die Beraterin die Möglichkeit hat, die Haut zu berühren, um Faserdicke, Turgor, Tonus, Porigkeit oder Durchblutung zu testen, bleiben ihr doch wichtige Details verborgen. Sowohl die Empfindlichkeit als auch der Fettgehalt sind sehr wichtige Entscheidungskriterien für die Produktauswahl. Apparative Messungen wie Elastizität, pH-Wert oder die Bestimmung des Lichtschutzfaktors sind erst recht nicht möglich. All diese Möglichkeiten der Begutachtung sind via Online-Analyse nicht gegeben. Neben der zumeist unzuverlässigen Analysemöglichkeit via Online-Begutachtung stellt sich die Frage nach deren Sinn. Denn jede professionelle Hautbetrachtung sollte doch den Zweck erfüllen, die nicht »perfekte« oder »ideale« Haut unmittelbar zu behandeln oder mit Produkten zu versorgen. Gegebenenfalls ist gar die Einbindung eines Dermatologen notwendig. Insofern muss einer Fernanalyse in jedem Fall doch eine persönliche Konsultation eines Experten folgen. Und wie soll die detektivische Analyse einer fachkompetenten Beraterin durch Videotelefonie oder Bilder honoriert werden, wenn sich keine weiteren kommerziellen Möglichkeiten bieten?

Bei der videomikroskopischen Hautanalyse wird mit dem Objektträger ein Abdruck von der Haut genommen. Auf dem Monitor wird ein mm² dieses Hautabstrichs dargestellt. So werden mit größtmöglicher Genauigkeit das Emulsionsverhalten und der Fettgehalt ermittelt.

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Konservierungsmittel und ihre Alternativen

Ohne sie geht nichts

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ynthetische Konservierungsstoffe werden chemisch hergestellt und stammen nicht aus natürlichen Quellen, wie zum Beispiel Parabene. Natürliche Konservierungsmittel sind hingegen Stoffe, die von Natur aus konservierend wirken oder natürlich gewonnen werden können. Ein Beispiel hierfür ist Alkohol. Diese beiden

Beispiel die Anissäure, deren Hauptwirkung das Parfümieren eines Produkts ist und erst in zweiter Funktion das Pilzwachstum verhindert. In der Kosmetik können derzeit 150 bis 200 solcher alternativ keimhemmenden Substanzen eingesetzt werden, die anschließend nicht als Konservierungsmittel deklariert werden müssen. Die Bezeichnung »frei von

Sie sind unablässig für ein kosmetisches Produkt, sie schützen es während der Lagerung und Anwendung vor mikrobiellem Befall und verlängern die Haltbarkeit – ohne Konservierungsmittel würden Kosmetika ebenso verderben wie Lebensmittel.

Arten von Konservierungsmittel zählen zu den etwa 55 in der EU zugelassenen Konservierungsstoffen. Das bedeutet, sie wurden unabhängig geprüft und als sicher sowie verträglich eingestuft und bieten somit kein Risiko für den Verbraucher. Alternative Konservierungsmittel dienen nicht alleine der Haltbarmachung, sondern besitzen vor allem einen positiven Nutzen für die Haut oder das Produkt. Ein solcher als multifunktional bezeichneter Rohstoff ist zum

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Konservierungsstoffen« ist demnach nicht korrekt, sondern müsste eigentlich »frei von gelisteten Konservierungsstoffen« lauten. Ein kosmetisches Produkt gänzlich ohne eingesetzte Haltbarmacher ist daher ein Irrglaube. Aufwendiger Zulassungsprozess Der große Vorteil am Einsatz von gelisteten Konservierungsmitteln ist der lange und aufwendige Prozess der Zulassung. Alle Stoffe werden ausgiebig getestet und bewertet, um

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Allerdings kommt es bei der Wahl der Konservierung auch auf das Produkt an.


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Traditionelle Konservierungsmittel haben auch ihre Daseinsberechtigung und sind zumeist besser als ihr Ruf.

so den bestmöglichen Nutzen sowie ein hohes Maß an Sicherheit für den Verbraucher zu gewährleisten. Außerdem sind oftmals schon geringe Mengen äußerst effektiv. Gerade das Beispiel der Parabene hat gezeigt, dass schnell und konsequent auf eventuelle Risiken eingegangen wird. Die Verwendung der langkettigen Parabene wurde beispielsweise kurzerhand verboten.

Als alternative Konservierungsmittel werden Stoffe bezeichnet, die in erster Linie eine andere Funktion als eine konservierende Eigenschaft haben. Natürliche Konservierungsmittel werden oftmals für die »besseren Konservierungsmittel« gehalten, weil die Bezeichnung »natürlich« das suggeriert. Ein Beispiel dafür ist der Alkohol. Er wird oft und gerne in zertifizierter Naturkosmetik verwendet, was vielen Verbrauchern gar nicht bewusst ist. Aber gerade

Alkohol als Konservierungsmittel sollte sehr viel kritischer gesehen werden, da er in hoher Konzentration eingesetzt werden muss, um überhaupt die gewünschte konservierende Wirkung zu haben. Die Grenze hierfür liegt bei über zehn Prozent. Das ist auch genau die Grenze, ab der Alkohol bei trockenen und empfindlichen Hauttypen eine austrocknende Wirkung hat. Der Haut also nicht gut tut. Alternative Konservierungsmittel, die so genannten multifunktionalen Wirkstoffe, sind zum Teil ebenfalls nicht unkritisch. Zum Beispiel werden oft Stoffe verwendet, die ihren Ursprung in ätherischen Ölen haben. Hier besteht ganz klar ein erhöhtes Allergierisiko. Zumal es immer mehr Verbraucher gibt, die gerade auf Duftstoffe allergisch reagieren. Verwendung je nach Hautbeschaffenheit Keine der drei Konservierungsmethoden sollte als die einzig Wahre betrachtet werden, da jede nach Einsatz und Konzept des jeweiligen Produkts angepasst werden sollte. Der Verbraucher und seine Bedürfnisse müssen eindeutig im Vordergrund stehen. Bei einer unreinen fettigen Haut zum Beispiel ist eine Konservierung mit Alkohol durchaus sinnvoll, bei einer sensiblen Haut könnte der Einsatz zu negativen Reaktionen führen. Nicht immer ist der Griff zu »Bio-Produkten« tatsächlich

der Richtige, vielmehr sollte die Wahl alleine durch den Hauttyp und die damit verbundenen Anforderungen getroffen werden. Schließlich wird jedes Produkt, bevor es auf den Markt kommt, auf Verträglichkeit getestet und von Sicherheitsbewertern geprüft. Weitere Faktoren, die bei der Wahl und Konzentration der Konservierung eine Rolle spielen, sind das Packmittel und die generelle Zusammensetzung des Produkts. Ein Tiegel ist deutlich empfindlicher hinsichtlich einer möglichen Verkeimung, weil durch den Verbraucher und die Umgebung Keime eingebracht werden können. Verpackungen wie zum Beispiel Tuben oder sogar Airless-Spendersysteme schützen dagegen automatisch das Produkt. Da Mikroorganismen Wasser benötigen, um zu leben und sich zu vermehren, sind Produkte, die viel Wasser enthalten, besonders anfällig für eine Verkeimung. W/O-Emulsionen hingegen sind weitaus weniger empfindlich, reine Öl-Produkte sogar nahezu resistent gegenüber Keimen. Auch spielt der pH-Bereich des Produkts eine wichtige Rolle. Viele natürliche oder alternative Konservierungen auf Säure-Basis können nur verwendet werden, wenn sich der pH-Wert im sauren Bereich befindet. Letztendlich müssen bei der Wahl des Konservierungsmittels viele Aspekte in Betracht gezogen werden. Alternative Konservierungsmittel können eine richtige Wahl sein, wenn die zu berücksichtigenden Faktoren es erlauben. Am Ende ist jedoch die Kosmetikindustrie dafür verantwortlich, ein wirklich sicheres Produkt für den Verbraucher herzustellen und auf den Markt zu bringen. Sandra Zerbe, staatlich geprüfte Kosmetikerin und Chemielaborantin bei Dr. Rimpler GmbH, hat mehr als zehn Jahre Erfahrung in der Produktentwicklung und Qualitätssicherung von kosmetischen Erzeugnissen.

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Hautpflege im WINTER In der kalten Jahreszeit klagen viele Kundinnen und Kunden über trockene Haut mit Spannungsgefühl. Kosmetikerinnen sollten sich im Winter auf die speziellen Bedürfnisse einstellen – und auch das Institut jahreszeitgemäß ausstatten.

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ie Ursachen für trockene Haut in der kalten Jahreszeit sind vielfältig. Zum einen können sie durch ungeeignete Hautreinigungs- und Pflegeprodukte bedingt sein, die aktuelle Hautbedürfnisse nicht erfüllen. Häufig ist auch die kalte Luft im Freien in Kombination mit warmer Heizungsluft in den Wohnräumen ein Auslöser. Zudem ist die Haut ständig trockener Luft ausgesetzt, weswegen sie übermäßig viel Feuchtigkeit an ihre Oberfläche transportiert. So verliert sie permanent an Wasser, dehydriert und fühlt sich rau an. Viele Kunden klagen dann über empfindliche Haut mit Spannungsgefühl, Juckreiz und möglicherweise Rötungen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Talgdrüsen beim Aufenthalt im Freien schon ab

Anna Maria Caria ist Marketingleiterin bei Gertraud Gruber Kosmetik. Seit 20 Jahren ist die gebürtige Italienerin in Marketing und Vertrieb, vornehmlich in der Kosmetikbranche, tätig.

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einer Temperatur von 8 °C ihre Fettproduktion stark einschränken. Dies beeinträchtigt die Qualität des schützenden Hydrolipidfilms, er wird porös und dadurch verdunstet zu viel und zu schnell die Feuchtigkeit von der Hautoberfläche. Zudem ziehen sich bei Kälte die Blutgefäße unter der Haut zusammen. Das verringert die Blutzufuhr zur Haut und sie kann weder mit Nährstoffen noch mit Sauerstoff optimal versorgt werden. Folge ist ein schuppiger und fahler Teint. »Wintermäntelchen« für die Haut Um die Haut in der frostigen Jahreszeit gesund und funktionstüchtig zu erhalten, muss ihre Schutzfunktion und ihr Abwehrsystem gestärkt werden. Das beginnt schon mit einer Reinigung der Gesichts- und Körperhaut im Schongang. Eine sanfte Reinigungsmilch, die der Haut nur wenig Feuchtigkeit und Fett entzieht, und ein mildes, alkoholfreies Gesichtstonic sowie eine Bade- und Duschcreme mit hautfreundlichem pH-Wert sind der erste Schritt. Damit sich die Gesichtshaut bei Kälte im Freien wohlfühlt, benötigt sie sozusagen ein schützendes Wintermäntelchen. Hierfür empfehlen sich lipidhaltige Texturen, die als reichhaltige W/O-Emulsionen dem

Feuchtigkeitsverlust und der geringen Fettproduktion entgegenwirken und die Haut vor dem Austrocknen bewahren, wie zum Beispiel die Vitamincreme von Gertraud Gruber Kosmetik. In geheizten Wohn- und Büroräumen sind leichtere, jedoch intensiv feuchtigkeitsspendende und -speichernde Produkte z. B. mit hochkonzentrierter Hyaluronsäure eine Wohltat für die Haut. Nach dem Duschen oder Baden sollte die Haut mit einer intensiv pflegenden Körpercreme oder einem durchblutungsfördernden Hautfunktionsöl, z. B. mit ätherischen Ölen aus Johanniskraut, Rosmarin und Wacholder, verwöhnt werden. Winter-Pflege-Specials Die Pflege der Lippen und Hände wird oft vernachlässigt. Dabei neigen insbesondere auch diese empfindlichen Hautpartien durch Kälte und geringe Luftfeuchtigkeit zu Trockenheit, werden schuppig oder sogar rissig. Entsprechende Pflegeprodukte lassen sich im winterlichen Beratungsgespräch leicht


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verkaufen, denn sie gehören griffbereit in die Handtasche der Kundinnen. Das kann z. B. ein Lippenbalsam mit Feuchtigkeit und Fett spendendem Bienenwachs und Panthenol sowie eine Spezialemulsion für die Hände mit hautschützendem Calendula und Allantoin sein. Über die jahreszeitlich passende Pflege hinaus, sind die Haut und der Körper zusätzlich durch verschiedene Maßnahmen vor Kälte und Austrocknung zu schützen. Hierzu gehört, wie das ganze Jahr über, auch im Winter auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Gleichmäßig über den Tag verteilt, sollten es nach medizinischer Empfehlung etwa 30 ml Flüssigkeit pro kg Körpergewicht sein. Da trockene Heizungsluft die Hautfeuchtigkeit beeinträchtigt, sollte das Raumklima durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit (zwischen 40 und 60 Prozent) verbessert werden; z. B. durch das Aufstellen einer großen, mit Wasser gefüllten Schale auf einen Heizkörper. Auch die Atemwege profitieren von einer hö-

heren Luftfeuchtigkeit, weil sich dadurch das Austrocknen der Schleimhäute – und somit auch die Anfälligkeit für grippale Infekte – verhindern lässt. Dass man sich für den vergnüglichen Winterspaziergang und zwecks Sauerstoffversorgung mit der entsprechenden Kleidung gut einpackt, ist selbstverständlich. Kopf und Hände müssen dabei besonders gut mit Handschuhen bzw. Mütze vor der Kälte geschützt werden. Denn etwa 50 Prozent der Körperwärme gehen über den Kopf verloren. Die Hände beginnen schnell zu frieren, weil die dünne Haut der Kälte wenig trotzen kann. Wohlige Atmosphäre im Institut Die Behandlung im Kosmetikinstitut soll natürlich auch im Winter auf den individuellen Hautzustand abgestimmt werden. Um zusätzlich die Widerstandskraft der Haut zu stärken, eignet sich eine reichhaltige pflegende Gesichtsmaske mit hochwertigen Ölen. Diese unterstützt und reguliert den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Wichtig für das

Wohlgefühl der Kundin ist eine kuschelige Atmosphäre, in der sie die Behandlung mit allen Sinnen genießen kann: Eine angenehme Raumtemperatur, Kerzenlicht und ein dezenter Winterduft wirken entspannend. Ein Kräutertee zur Begrüßung und ein warmes Fußbad sind ein wohltuender Einstieg in die Behandlung. Eine Wärmflasche auf der Behandlungsliege sorgt dafür, dass die Kundin sich während des gesamten Treatments rundum gut und geborgen fühlt. Nicht zuletzt ist die Vorweihnachtszeit auch der ideale Zeitpunkt, um speziell für die kalte Jahreszeit limitierte Hautpflege-Packages im Winterlook bzw. Geschenksets und Gutscheine im Weihnachtsdesign im Institut zu präsentieren. Natürlich sollten auch spezielle Winter-Beauty-Treatments mit hautschützenden Produkten gezielt beworben werden: z. B. durch einen Aufsteller an der Verkaufstheke oder indem die Kunden bereits beim Vortermin auf die Specials aufmerksam gemacht werden.

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Enthaarung:

Kleine Dienstleistung – hohe Studioumsätze? Auf den ersten Blick ist Enthaarung eine eher kleinere Dienstleistung mit – so scheint es zumindest – auch eher kleineren Umsätzen. Aber in den letzten Jahren entpuppte sich eine Methode zum wahren Umsatzgaranten: Sugaring mit natürlicher, orientalischer Zuckerpaste.

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rundsätzlich unterscheidet man bei Enthaarungen zwischen Epilation und Depilation. Unter Depilation fallen Methoden wie Rasieren und Schmirgelleinen. Das Haar wird an der Hautoberfläche abgeschnitten und nicht aus der Wurzel gezogen. Der Haarwuchs wird nicht reduziert und die Struktur der Haare wird gefestigt. Die Haarentfernung muss täglich wiederholt werden. Zur Epilation zählen Methoden wie Waxing, Nadelepilation und Sugaring. Beim Waxing wird das Kalt- oder Warmwachs entgegengesetzt der Haarwuchsrichtung mithilfe

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eines Vliesstreifens abgezogen. Dabei reißen etwa 30 bis 40 % der Haare im Schaft ab, die Hautoberfläche wird leicht verletzt und Irritationen und Schmerzen sind kaum zu vermeiden. Die Nadelepilation ist sehr mühselig, da jeder Haarschaft mit der Nadel bearbeitet werden muss, um dann die Wurzel mit Strom zu veröden. Hierbei sind Folgeschäden wie Pigmentstörungen nicht selten. Regelmäßigkeit ist wichtig Das Sugaring gehört zu den beliebtesten und sanftesten Methoden der Epilation. Hierbei werden auch feinste Härchen mit

der Haarwuchsrichtung sanft und effektiv samt Wurzel aus dem Haarschaft gezogen. Das hat eine deutliche Haarwuchsreduktion zur Folge, die zusätzlich mit wirkungsvollen Enzymen unterstützt werden kann. Es brechen maximal 5 % der Härchen ab, das Schmerzempfinden ist zu vernachlässigen und die Haut fühlt sich glatt und seidig an. Im Herbst mit der Enthaarung begonnen, kann sich die Kundin bzw. der Kunde bereits im Frühjahr über einen deutlich verminderten Haarwuchs freuen. Hierbei ist die Regelmäßigkeit besonders wichtig: Beine, Arme und Rücken bzw. Brust sollten alle


vier bis sechs Wochen, Achseln, Intimbereich und Gesicht alle zwei bis vier Wochen behandelt werden, abhängig von der individuellen Genetik. Der Kunde kann vorbereitend mitwirken, indem er die zu enthaarenden Körperregionen regelmäßig peelt und die Haut mit einer guten Feuchtigkeitslotion pflegt.

Tage gehen sollte. Danach heißt es: üben, üben, üben. Sind die Kunden zufrieden und es kommt zur daraus resultierenden Mund-zu-Mund-Propaganda, können sich Institute über einen vollen Terminkalender freuen. Was ist dran am »süßen Boom«? Einer der großen Protagonisten am Markt ist Hersteller und Franchise-Geber Hala Schekar. Inhaberin Dagmar Schwab: »Manchmal sind die ‚alten Dinge‘ doch die besten, der rasante Aufstieg der Enthaarungsmethode

mit orientalischer Zuckerpaste lässt dies zumindest stark vermuten.« Denn die Entwicklung der letzten acht bis zehn Jahre zeigt deutlich die Wende vom Wachsen zum Zuckern. Die Gründe sind sicher mehrschichtig. Zum einen hat sich das Bio- und Umweltbewusstsein auch in der Kosmetikindustrie gewandelt, denn auch die Kundinnen legen immer größeren Wert auf natürliche Produkte, Nachhaltigkeit und Umweltschonung. Zum zweiten hält der Modetrend »haarlos« bei Frauen ja schon seit Jahrzehnten an und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Haare im Gesicht, unter den Achseln und an den Beinen von Frauen gelten lange schon als unansehnlich und wenig attraktiv. Deshalb war und ist die weibliche Kundengruppe eine konstant wachsende Größe und es erfordert nicht viel Mühe, diese Dienstleistung an die Frau zu bringen.

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Fundierte Ausbildung ist nötig Auch in Sachen notwendiger Ausstattung ist das Sugaring Spitzenreiter. Denn außer einer Liege, Vor- und Nachbehandlungsprodukten, verschiedenen Konsistenzen der Zuckerpaste, eventuell Wärmegerät und Pinzette wird nichts benötigt. Und auch wirtschaftlich gesehen, kommt an das Sugaring keine andere Methode heran: Aus einer Dose Zuckerpaste mit 850 g lassen sich bis zu 800 bis 900 Euro erwirtschaften. Das Sugaring benötigt allerdings eine sichere Hand und daher auch eine fundierte Ausbildung, die vorzugsweise über mindestens zwei

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»Jede Frau will es und braucht es« Auch Hannelore Vohs-Skrabek, erfahrene PR-Referentin der Beauty-Branche, bringt die Vorteile des Sugaring auf den Punkt: »Kaum eine Dienstleistung lässt sich leichter verkaufen, als das Sugaring. Jede Frau will es und braucht es – und das Beste: Sie braucht es immer wieder, alle drei Wochen! Bei jeder Kabinenanwendung ist Sugaring ohne große Verkaufsgespräche oder Sonstiges anzuwenden, denn das Entfernen der lästigen Härchen gehört unbedingt zum Grundprogramm«. In der Tat: Der Weg vom Entfernen des unschönen »Damenbärtchens« hin zur Enthaarung der Achseln, Bikinizone und Beine ist dann nicht mehr weit. Denn hat die Kundin einmal erlebt, wie sanft und angenehm diese Methode verläuft und wie weich und gepflegt ihre Haut sich anschließend anfühlt, ist sie überzeugt und begeistert. Ein Trend, der überzeugt – auch Männer Die Vorteile der Methode liegen auf der Hand: Die Zuckerpaste wird in Wuchsrichtung abgezogen und ist somit fast schmerzlos.

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Im Gegensatz zum Waxing entstehen nachher keine unschönen Rötungen und keinerlei brennende Schmerzen. Das Beste der Methode ist aber die langanhaltende Wirkung. Da kaum Härchen abbrechen und zu 99 % die Proteinstrukturen im Haarbalg freiliegen, können die nach der Anwendung aufgetragenen Enzyme eine Spaltung der Proteinstrukturen bewirken und so die Haarfollikel stark angreifen oder sogar zerstören. Der Haarwuchs wird dadurch immer weniger und bleibt irgendwann sogar weitestgehend weg. Relativ neu ist zudem die Zielgruppe »Mann« im haarlosen Geschäft. Waren früher Brusthaare das Attribut eines echten Kerls, rollen Frauen heutzutage mit den Augen bei der Vorstellung behaarter Partner. Diesen Trend machte sich Dagmar Schwab zunutze. Sie setzte von Anfang an auch stark auf die männliche Kundengruppe und der Erfolg stellte sich so schnell ein, dass es heute vermehrt sogar reine Sugaring-Studios gibt, mit Umsätzen, die viele Fachleute dieser eher kleinen Dienstleistung anfangs gar nicht zugetraut hätten.

Ein Rechenbeispiel Anschaulich belegt dies ein Rechenbeispiel aus dem Studioalltag: gut eingeführtes Enthaarungsstidio hat etwa 120 bis 160 Kundinnen im Monat in der Kabine. Bei einem Umsatz pro Kopf von lediglich ca. 25 bis 35 Euro und einem zusätzlichen Produktverkauf von ca. 800 Euro ergibt sich ein monatlicher Gesamtumsatz von ca. 5.500 Euro. Veranschlagt man für eine zweitägige Ausbildung Kosten von etwa 450 Euro plus ca. 300 Euro für einen Startereinkauf (Erstausstattung für Kabine und Verkauf), wird klar: Sugaring ist eine der lukrativsten Beauty-Dienstleistungen überhaupt. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach entsprechenden Ausbildungen ständig wächst. Dagmar Schwab ist Inhaberin von Hala Schekar. einem Hersteller im Bereich Sugaring, Haarentfernung mit Zuckerpaste und Enzymen. Intensive Ausbildung und ein Franchisekonzept runden das Angebot ab.


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13. Jahrgang 2017 · Erscheinungsweise in 2017: 5 x jährlich

Redaktion: Birgit Wolfhard (verantw.), Martin Wolfhard, Jutta Kautny, Christine Peter

Info: Tel. +49 (0) 30 / 76 70 34 30

Vertrieb: Nur im Abonnement erhältlich

Anzeigen: Birgit Wolfhard, Martin Wolfhard

Abonnement: Abonnement-Bestellung direkt beim Verlag Bezugspreise: (inkl. MwSt. und Porto) Jahresabonnement Inland: 39 Euro (Inland) | 35 Euro bei Bankeinzug

Gestaltung/Satz: Arun Edgar Gill, 76646 Bruchsal

Druck: C. Maurer GmbH & Co. KG, Geislingen an der Steige

Bankverbindung: Iban: DE14 4306 0967 7005 1778 00, BIC: GENODEM1GLS

Autoren: Petra Kirst, Dagmar Schwab, John Herfs, Sandra Zerbe, Vanessa Türker, Annamaria Caria

Die in dieser Zeitschrift veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in andere Sprachen sind vorbehalten. Nachdrucke oder Reproduktionen in irgendeiner Form – auch auszugsweise – sind nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages gestattet.

Wir sind Mitglied im: VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, VCP e.V. Verband Cosmetic Professionals

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Redaktionsassistenz: Sandra Hiller

Artikel stellen die Meinung des Autors dar. Ein Anrecht zur Veröffentlichung besteht nicht. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Die Redaktion behält es sich vor, Leserbriefe oder andere Beiträge auch gekürzt zu veröffentlichen oder zu zitieren.


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