Nr. 5 • 31. Jänner 2010 | www.sonntagsblatt.at Bischofplatz 2, A-8010 Graz, Postfach 872 • Telefon 0 31 6/80 41-111 • DVR: 0029874/115 • € 0,60 • Verlagspostamt A-8020 Graz • P.b.b. • GZ 02Z032422 W
für Steiermark
Für Kopf und Herz „Wertschätzung vermitteln.“ Unter diesem Titel informiert eine neue Broschüre über die steirischen katholischen Privatschulen. Zur Präsentation sangen SchülerInnen des Stiftsgymnasiums Admont. Foto: Neuhold
In dieser Ausgabe lesen Sie: Der Bischof als Buchautor Bischof Kapellari schildert im „Sonntagsblatt“-Gespräch, was ihn bewegt, Bücher zu schreiben. Am Aschermittwoch erscheint sein nächstes. Seite 3
Freude und Not Eine Nachlese zur Priesterfortbildung in Passau über Verkündigung. Seiten 12, 13
◗ Namenstage
Die Zukunft der Generationen Jugendarbeitslosigkeit, Generationenvertrag und Umverteilung waren heiße Themen beim Studientag der Kath. ArbeitnehmerInnenBewegung. Seite 15
Brigitte (1. Februar) war irische Äbtissin im 6. Jahrhundert, die ihren Vater am Sterbebett zum Glauben gebracht haben soll. Sie ist Patronin Irlands. Ansgar (3. Februar) war im 9. Jahrhundert Bischof von Hamburg und Bremen und Glaubensbote auch im skandinavischen Raum.
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Meinung
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AUS MEINER SICHT
Offen gesagt: Haiti-Hilfe
Die Echten statt der Zusammengebastelten
Wie läuft die Hilfe für die Menschen in Haiti konkret ab?
Kürzlich habe ich so zum Spaß mit jemandem den „idealen Pfarrmitarbeiter“ zusammengestellt. Dabei haben wir eine Mischung gemacht aus Eigenschaften unserer verschiedenen hervorragenden Mitarbeitenden in der Pfarre. Von jeder und jedem müsste der „ideale Pfarrmitarbeitende“ etwas haben. Bei der Priesterfortbildung in Passau stand die Referentin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz ganz ernsthaft vor dem umgekehrten Problem. Sie sprach über den Priester aus der Sicht des Laien und wies einleitend auf die Gefahr hin, sich den Priester nach eigenem Wunsch zu modellieren. Aber Gott sei Dank gibt es weder den selbstgebastelten Laienchristen noch den modellierten Priester. Glücklicherweise gibt es die je eigenen Persönlichkeiten, wie wir sie zum Beispiel in unserer laufenden Serie „Mensch Priester“ vorstellen. Don Camillo ist zwar eine sehr sympathische Form einer erfundenen Priestergestalt, aber noch wichtiger sind dennoch die echten. Wie zum Beispiel Don Bosco. Der 31. Jänner als Gedenktag des Turiner Jugendseelsorgers aus dem 19. Jahrhundert ist heuer ein Sonntag und fällt in der Liturgie aus. Aber es lohnt sich, darüber hinaus an diesen Priester zu denken, der etwas zustande brachte, was wir heute beim „Modellieren“ unserer in der Seelsorge Tätigen gerne wünschen: Er hat die Jugend angesprochen. Wie gelang ihm das? Waren damals wirklich bessere Zeiten? Oder ging es ihm einfach um die jungen Menschen selbst und nicht um Methoden, junge Menschen zur Kirche zu bringen?
Die Hilfe nach einer Katastrophe wie dieser umfasst zwei Teile. In der ersten Zeit muss die Nothilfe erfolgen. Es geht darum, das bloße Überleben der Menschen sicherzustellen mit Wasser, Medikamenten und Lebensmitteln. Dieser Teil soll nahtlos in eine zweite Phase übergehen, um den Menschen so schnell wie möglich ein Gefühl von Normalität zu geben. Sie sollen sich wieder selbst versorgen und nicht von unserer Hilfe abhängig werden. Nach einer Katastrophe wie dieser besteht die Gefahr, dass das ganze Land in eine kollektive Depression verfällt. Ein wichtiger Ausweg daraus ist die Einbindung der Menschen in den Wiederaufbau. Das gelingt einfach am besten, indem sie etwas Sinnvolles tun. Beim Aufbau gibt es viel Arbeit, das macht es ihnen leichter. Dafür wird jedoch unsere Hilfe
Aufbau beginnt. Ines Refenner, bei „Jugend Eine Welt“ verantwortliche Hilfskoordinatorin in Österreich. Foto: Jugend Eine Welt
LESERBRIEFE Auf einen Sonntag fällt heuer das Fest des heiligen Johannes Bosco. Auf der Karte mit einem Leibspruch des Heiligen schickte Frau Elisabeth Müller aus St. Nikolai im Sausal die Lösung des Rätsels von Seite 24 ein. In Graz-Don Bosco spielt unser „Wahlsteirer mit Herz“ aus Kärnten die Orgel (Seite 6). Grafik: Beate Heinen, Kunstverlag Maria Laach
das für mich gelebte Nachfolge Christi. Ein Dankeschön an Herrn Mag. Bernhard Pletz („Caritas & Pfarren“) und das Team von der Caritas/Raimundgasse sowie Herrn Hannes Brudnjak und das Team von der Wohnungssicherung/Eggenberger Gürtel. Die Freundlichkeit am Telefon, die gute Beratung, die rasche Hilfe bei Problemen und die Bereitschaft, zu persönlichen Gesprächen in die Pfarre zu kommen, sind sehr erfreulich. Sie machen Mut und geben Kraft, weiter Zeit und Herz für die Caritas einzusetzen. Irmgard Reinwald, Kindberg
Licht auf den Scheffel! Das Musical „The right track“ (wörtlich: die richtige Spur) am Bischöflichen Seminar und Gymnasium Graz, in das über 200 Schüler und Schülerinnen eingebunden sind, hat mich begeistert. Diese Sensation sollten auch die zuständigen Stellen im Vatikan erfahren – als Superbeispiel aus einer lebendigen Diözese in der umstrittenen katholischen Kirche. Man soll das Licht ja nicht unter den Scheffel stellen. Die Aufführung zeigt, was junge Menschen unter entsprechender Führung zusammenbringen. Dipl.-Ing. Peter Zessnik, Graz Anmerkung der Redaktion: Bei der Eröffnung des Augustinum am 13. November, bei der zwei Stücke aus dem Musical dargeboten wurden, war auch ein hochrangiger Vertreter der Vatikanischen Bildungskongregation zugegen. Er war sehr erfreut über diese Bildungsinitiative unserer Diözese.
Zeit und Herz für die Caritas Herbert Meßner, Chefredakteur
benötigt, denn die Grundmaterialien müssen finanziert werden. Mit Aufbauarbeiten wird jetzt schon begonnen. In unserem Haus für Straßenkinder wird eine Schutzmauer gegen Plünderungen gebaut. Wir bereiten selbst ein neues Projekt vor, das sich „school in a box“ nennt und das wir recht rasch nach Haiti bringen wollen. In einer Schachtel sollen die Unterrichtsmaterialien für einen Schüler sein. Wir hoffen, schon in zwei Monaten so weit zu sein.
Wenn im Februar und März wieder viele Menschen in unserem Land unterwegs sind und um Spenden für Bedürftige bitten, dann ist
Ökumenischer Gewinn Ich freue mich sehr, dass Jörg Zink und Anselm Grün (der evangelische und der katholische Autor) ein „Preis“-Buch in der Steiermark sind! Edith Harden, Graz Sie können öfter etwas von Anselm Grün im Sonntagsblatt bringen. Herta Baumann, St. Stefan im Rosental
Danke für eure guten Beiträge! Ihr seid einfach super, ich freue mich jede Woche! Hildegard Kriegl, Hollenegg
◗ Aus der Redaktion „Ihr Blatt wäre mit gottgefälligeren Informationen besser beraten“, schrieb eine Leserin. Auf Seite 17 (Nr. 4) waren unter „Steirischer Kochtopf“ aus dem Buch „Friedberg ma(h)l zwei“ die mit Chili, Pfeffer, scharfem Senf und Knoblauch zubereiteten „Teufelslaibchen“ empfohlen worden. – Irreführend kann auch der danebenstehende Kurzartikel „Insulin per ständiger Pumpe“ sein. Er betrifft nur den vor allem bei Jugendlichen vorkommenden „Typ 1“ der Diabetes, nicht den häufigen „Typ 2“.
Thema
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Am Aschermittwoch wird um 20 Uhr im Grazer Mausoleum das neueste Buch (links der Umschlag) von Bischof Egon Kapellari – im Bild beim Sonntagsblatt-Interview – vorgestellt: „Das Leiden Christi.“ Eine Stunde vorher lädt der Diözesanbischof zum Gottesdienst im Dom ein. Foto: Neuhold
„Ich war ein lesendes Kind“ Der Bischof als Autor. Mehr unter ◗ Honorar an Hospizverein Schmerzen als spontan schreibe „Ich suche alle Bilder selber aus“, lässt Bischof Kapellari in das Entstehen seiner 15 Bücher er, gesteht Bischof Egon Kapellari. einblicken. Honorare etwa aus dem Firmbuch Dem „gewichtigen Wort“ gelte es schenke er Lepradörfern, aus dem Buch „Und dann der Tod …“ dem Sterbe-Hospizverein. zu dienen.
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ennen Sie „Signos Sagrados“ und „Znaki Świe˛te“? Oder „Ko Človeka Dviga Duh?“ Und „Človeški čas v božjem času“? Oder „Sztuka Umierania“? Der Autor dieser Bücher ist Bischof Egon Kapellari. Übersetzt wurden beispielsweise die „Heiligen Zeichen“, hier am Anfang in Spanisch und Polnisch angeführt, das Firmbuch „Zu Pfingsten in Jerusalem“, oben auf Slowenisch, „Menschenzeit in Gotteszeit“, hier wieder mit dem slowenischen Titel, sowie, in dieser kleinen Auswahl auf Polnisch angeführt: „Und dann der Tod…“ Wann hat ein Bischof Zeit zum Schreiben? Beim letzten Ad-limina-Besuch der österreichischen Bischöfe in Rom habe Papst Benedikt XVI., erzählt Bischof Kapellari, ein Buch von ihm auf dem Tisch liegen gehabt und gefragt: „Hast du noch Zeit zum Schreiben?“ Bei seiner Antwort habe der Papst gelacht, berichtet der steirische Bischof: „Ich habe gehört, dass der Heilige Vater auch wieder ein Buch schreibt.“ Das meiste, das er am späten Abend, im Auto oder an seinen kargen freien Tagen schreibe, sei „Auftragsarbeit“ und nicht einfach „Konsequenz einer überschießenden Begeisterung“, schildert der Bischof im Sonntagsblatt-Gespräch. Wenn er ein Buch schreibe, sei es „im Dienst einer wichtigen Idee“.
Die „Heiligen Zeichen“, das meistverkaufte Buch, habe er etwa verfasst, um „halb vergessene Grundsymbole, menschliche und christliche, wieder bekannter zu machen“. Manche Schriftsteller empfinden ein frisch gedrucktes Buch wie ein Baby. „Obwohl meine Großmutter Hebamme war, ist mir dieses Bild noch nicht eingefallen“, bemerkt der Bischof. Oft werde ein Text aber „sehr mühsam, unter Schmerzen und auch unter Freude ‚geboren‘“. Eine besondere Freude erlebe er, wenn er von jemandem höre, ein Text habe ihm viel gegeben. Eine von drei Töchtern habe etwa
Von den „Heiligen Zeichen“ (links) auf Polnisch bis zu „Menschenzeit in Gotteszeit“ auf Slowenisch (ganz rechts): Bischof Egon Kapellari ist auch als Autor weit über die Grenzen Österreichs hinaus anerkannt. Foto: Neuhold
gewagt, das Buch „Und dann der Tod…“ ihrer krebskranken Mutter zu schenken. Die Mutter selber habe dann dem Bischof gedankt, dass dadurch das Tabuthema Tod bei ihnen angesprochen worden sei. „Ein Trostbuch, kein Schockbuch“ sei es, erinnert Bischof Kapellari. Und der frühere Bundeskanzler Josef Klaus und seine Gattin haben einander auf Gran Canaria jeden Tag ein Kapitel aus den „Heiligen Zeichen“ vorgelesen. „Ich war ein lesendes Kind“, blickt der Bischof zurück, „in der Ecke sitzend, ganz zufrieden mit einem Buch.“ Schulaufsätze von ihm seien öfter vorgelesen worden. In der deutschen Sprache wohne er wie Martin Heidegger als seinem „Haus des Seins“. Von den Fremdsprachen sei ihm Italienisch am liebsten, „wegen der Melodie, der Musikalität in der Aussprache“. Er benütze nicht den Computer und habe leider keine alte mechanische Schreibmaschine mehr zur Verfügung, so entstehen seine Texte handschriftlich, berichtet der Bischof, ein Mitglied des P.E.N.-Clubs. Bei der Frage nach einem Lieblingsbuch wolle er „nicht wählen müssen“, ausgenommen die Bibel. Deren Einheitsübersetzung sei zwar „ein großer Wurf“, aber „in manchen Teilen zu zeitgeistig“. Er empfiehlt zur Ergänzung Übertragungen von Fridolin Stier und Martin Buber. Durch Schreiben wolle er „dem Wort Gottes dienen und dem gewichtigen Wort der Menschen“, nicht dem geschwätzigen und „räudigen“, missbrauchten (Hilde Domin). Er wolle nicht sich selber „produzieren“, sondern „hinzeigen“ auf Worte, die „Lebensmittel“ seien. Der Mensch lebe nicht nur vom Brot, sondern auch vom Wort – und vom Bild. JOHANN A. BAUER
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Kirche Steiermark
VORGESTELLT
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Wertschätzung vermitteln Katholische Privatschulen. Eine Broschüre stellt diese 34 Bildungsstätten in der Steiermark vor.
Konsistorialrat Ottokar Gremsl Luftschutzkeller, Tiefflieger, Bombenabwürfe und Lebensmittelkarten prägten die Kindheit des Vorauer Chorherrn Ottokar Gremsl. Geboren am 15. Jänner 1933 in Friedberg, wuchs der Landwirtesohn Franz mit neun Geschwistern auf. Jetzt wirkt er seit 33 Jahren als Pfarrer in St. Lorenzen am Wechsel. Bischof Dr. Egon Kapellari ernannte ihn zum Konsistorialrat. Den Entschluss von Gremsl, Priester zu werden, bekräftigte ein Zisterzienser aus dem oberösterreichischen Stift Schlierbach, der Kaplan in Friedberg war. Als Gastschüler maturierte Gremsl, finanziell von mehreren Leuten unterstützt, in Schlierbach. Augustiner Chorherr und gleichzeitig Seelsorger zu sein begeisterte ihn. So wurde er 1954 Novize im Stift Vorau unweit seiner Heimat und empfing 1959 die Priesterweihe. Ein Jahr in Vorau, drei Jahre in Friedberg, vier in Dechantskirchen und neun in Waldbach war Ottokar Gremsl Kaplan, ehe er nach St. Lorenzen am Wechsel kam. Im Zimmer des musikalischen Chorherrn stehen ein Pfeifenharmonium (eine „kleine Orgel“) und eine Zither. „Die Füße spuren nicht mehr richtig“, schildert der Pfarrer. Er müsse sich dreimal am Tag gegen die Zuckerkrankheit spritzen, habe einen Herzschrittmacher und Probleme mit Augen und Ohren, „aber es geht noch irgendwie“, hebt der Pfarrer hervor. Die Pfarrbewohner wollen ihn auch nicht hergeben, und Priester sei trotz aller Schwierigkeiten „ein schöner Beruf“. Als Seelsorger brauche man Tugendhaftigkeit, Frömmigkeit und „einen Glauben, der Berge versetzen kann“. JOHANN A. BAUER, Foto: privat
„Ansturm auf die katholischen Privatschulen“ lautete der Titel der ersten Folge einer Serie, in der Britta Breser im „Sonntagsblatt für Steiermark“ die katholischen Privatschulen in unserem Land und ihre Schulerhalter vorstellte. Das Bischöfliche Amt für Schule und Bildung hat mit dem Sonntagsblatt eine auf dieser Serie basierende informative Broschüre herausgegeben, die im Barocksaal des Priesterseminars vor einem großen Publikum aus Vertretern der Schulen, der Kirche, der Poli-
Präsentation. Schulamtsleiter Leibnitz zeigt die Plakette „Wertschätzung vermitteln“, die er und Bischof Kapellari jeder Privatschule überreichten, so an Abt Bruno Hubl von Admont und OStR. Ursula Mayerl von den Ursulinen. Foto: Neuhold
tik und der Wissenschaft präsentiert wurde. Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums Admont und der Klara-Fietz-Volksschule der Grazer Schulschwestern sorgten für eine schwungvolle musikalische Begleitung. In insgesamt 34 katholischen Privatschulen in der Steiermark werden 7034 Schülerinnen und Schüler von 786 Lehrenden unterrichtet. „Wertschätzung vermitteln“ lautet der Titel der Broschüre, den auch Diözesanbischot Dr. Egon Kapellari in seiner Ansprache aufgriff. Erziehung in diesen Schulen will Werte vermitteln und ein Menschenbild, das großen Idealen und dem Evangelium verpflichtet ist und gerade auch den Einsatz für die Schwächeren im Blick hat. „Es ist die beständige Herausforderung, jedes Kind, jeden jungen Menschen als Person, als Abbild Gottes zu achten und ernst zu nehmen und ihm Zukunft geben zu helfen.“ Einen Scheck von 10.000 Euro überreichten die Privatschulen an emer. Univ.-Prof. Dr. Philipp Harnoncourt, der zutiefst erschüttert war nach dem Besuch einer Schule im Gaza-Streifen: „Ich hätte am liebsten nur geheult. Dass es so etwas noch im 21. Jahrhundert gibt, ist unglaublich – die totale Zerstörung von allem, was die Zukunft der Menschen im Gaza-Streifen lebenswert machen würde.“ Gegen alle Verzweiflung setzt er ein Hoffnungszeichen. Der Fisch als Christussymbol ist das Logo der neuen Broschüre über die katholischen Privatschulen, die im Bischöflichen Amt für Schule und Bildung erhältlich ist (Tel. 0 31 6/ 80 41-289, E-Mail: schulamt@graz-seckau.at). Es geht um Schulen, so Zweite Landtagspräsidentin Walburga Beutl, die Herzensbildung und Wertebildung vermitteln.
Don Boscos Traum beim Pfarrball 75-Jahr-Jubiläum mit schwungvollem Ball eröffnet. Unter den Fanfarenklängen einer Gruppe des Jugendblasorchesters Graz-Don Bosco wurde der Pfarrball zum 75-Jahr-Jubiläum der Pfarre Graz-Don Bosco von Pfarrer P. Josef Keler eröffnet. Als Jubiläumsgetränk wurde „Don Boscos Traum“ angeboten (Aperol, Pfirsichnektar, Weißwein). Als Mitternachtseinlage gestalteten zwei Tischtennisgrößen des Vereines Ligist-Don Bosco Graz eine Spielvorführung: Christoph Simoner, Österreichs Nummer 1, 180. in der Einzelweltrangliste, im Doppel unter den besten Acht der Welt, und Christopher Fradler, steirischer Spitzenspieler. Die beiden Meisterspieler luden dann auch P. Keler und verschiedene Ballbesucher zu einem kurzen Tischtennismatch ein.
Fröhliches Feiern. An die 200 Besucher genossen den Ball zum Pfarrjubiläum mit der Band „Teach five“. Etwa 50 Mitarbeitenden ist für die Vorbereitung zu danken. Foto: Pfarre
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MUSICAL IM AUGUSTINUM
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ABSCHIED
St. Gallener Altpfarrer P. Berthold verstorben
Welturaufführung. Eine fulminante Premiere erlebte am 19. Jänner das Musical „The right track“ im Festsaal des Augustinum in der Grazer Lange Gasse. Über 220 Schülerinnen und Schüler kommen insgesamt bei diesem Projekt zum Einsatz. Thomas Schneider, Musikprofessor am Bischöflichen Gymnasium, ist der Komponist dieses Musicals, das einen Höhepunkt in der schon bewährten Musicaltradition an dieser Schule darstellt. Weitere Aufführungen folgten; auch am 2., 4. und 5. Februar wird das Stück mit Beginn um 19 Uhr aufgeführt. Bei der Premiere waren auch die Ehrengäste wie Schulamtsleiter Mag. Christian Leibnitz, Altdirektor Dr. Ägidius Leipold und Altgeneralvikar Mag. Leopold Städtler begeistert. Foto: Bischöfliches Gymnasium
The right track
Kein Wunder, wenn das Musical „The right track“ als traumhaft empfunden wird. Hat doch ein Traum in der Neujahrsnacht von 2008 auf 2009 den Musikprofessor Thomas Schneider endgültig motiviert, dieses Stück zu komponieren. Gemeinsam mit Alfred Haidacher, Hannes Felgitsch und Schülerinnen und Schülern der 7. und 8. Klassen entwickelte er die Songtexte für ein Stück, bei dem es nicht nur einen Star gibt, sondern jede und jeder Einzelne zählt. Im Callcenter einer Fernsehanstalt wird eine Castingshow vorbereitet. Die Semifinal-
runde wird dann „live übertragen“. Gleichzeitig wird die private Atmosphäre im Backstagebereich geschildert, wo sich die Kandidatinnen und Kandidaten auf den alles entscheidenden Finalauftritt vorbereiten, bei dem nur einer gewinnen kann. So spielt das Musical in der Lebenswelt junger Menschen und stellt deren Persönlichkeitsentwicklung in den Mittelpunkt, gerade angesichts der Herausforderung, mit anderen sich einem Wettbewerb zu stellen, in Konkurrenzsituationen zu geraten, plötzlich in eine Rolle gedrängt zu werden, vielleicht als Star. Grenzen und unbekannte Seiten entdeckt da jede und jeder an sich selbst. Alfred Haidacher führt Regie in dem Stück, das im Eröffnungsjahr des Augustinum entstand. Seine Handlung, die Talentesuche, lässt sich bestens auf die Frage nach der eigenen „Berufung“ hin vertiefen.
◗ Aus dem Seelsorgedienst
◗ Seligsprechungsprozess
Die Persönlichkeitsbildung junger Menschen steht im Focus des Musicals von Thomas Schneider und Alfred Haidacher.
Barbara Schneider bleibt Pastorale Mitarbeiterin in Premstätten und Wundschuh, beendet diesen Dienst aber für Hausmannstätten. Gerlinde Mayerl, Pastorale Mitarbeiterin in Pöls und St. Johann am Tauern, ist nun auch Pastorale Mitarbeiterin in Oberzeiring. Seinen Dienst in der Diözese beendet hat Anton Schett, bisher Sozialarbeiter in der Pfarre Graz-Herz Jesu.
Bischof Jang hat den Prozess zur Seligsprechung der Märtyrer von Tokwon eröffnet. Es handelt sich um 38 Märtyrer der nordkoreanischen Benediktinermission, die zwischen 1949 und 1952 für ihren Glauben starben. Zu ihnen gehört der aus dem untersteirischen Abstall (heute Slowenien) stammende P. Canutus Graf des Enffants d’Avernas, der von der kommunistischen Geheimpolizei getötet wurde.
Im 83. Lebensjahr verstarb am 25. Jänner nach langem, schwerem Leiden der Admonter Benediktiner Geistl. Rat P. Berthold Stiebellehner. Sein Todestag war zwei Tage nach seinem Geburtstag und einen Tag vor dem 50. Jahrestag seiner Einkleidung bei den Benediktinern. P. Berthold wurde 1928 im niederösterreichischen Gaflenz geboren. Im Priorat Mariazell legte er in den Jahren nach der Einkleidung die Ordensgelübde ab. 1964 wurde er zum Priester geweiht, 1966 trat er in die Benediktinerabtei Admont über. Seine seelsorgliche Tätigkeit hatte P. Berthold noch als Aushilfspriester in Mariazell begonnen. Ab 1965 wirkte er dann über Jahrzehnte segensreich in St. Gallen: 1965 bis 1975 als Kaplan, dann bis 1986 als Pfarrvikar und von 1986 bis 2007 als Pfarrer. Seit 1968 betreute er auch als Rektor die Filialkirche St. Hemma in Weißenbach an der Enns. Die Pfarrmitglieder erlebten P. Berthold Stiebellehner als großzügigen, selbstlosen und hilfsbereiten Seelsorger. Er verstand es, viele Menschen im Glauben zu stärken und ihnen Jesus als Ursprung und Ziel ihres Lebens nahe zu bringen. Die letzte Zeit seines Lebens war von Leiden geprägt. Nach einem kurzen Aufenthalt im Pflegeheim St. Benedikt in Frauenberg kam er auf eigenen Wunsch in das von Kreuzschwestern geführte Pflegeheim „Bruderliebe“ in Wels, wo er aufopferungsvoll betreut wurde. In seiner Pfarre St. Gallen wird am Freitag, 29. Jänner, um 12.30 Uhr das Requiem gefeiert. Foto: privat
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IM BLICKPUNKT
FROHNLEITEN. Für seine 15-jährige Tätigkeit als Leiter des Jugendchores Frohnleiten wurde Ing. Rainer Schmutz in einer Dankurkunde von Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari Dank und Anerkennung ausgesprochen. Pfarrer P. Simon Orec überreichte ihm die Urkunde beim Sternsinger-Gottesdienst. Foto: Pfarre
STEIRER MIT HERZ
Alexander Mostetschnig
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on Bosco in Graz sei eine sehr lebendige Pfarre, und der Volksgesang „funktioniert vorzüglich“, freut sich der gebürtige Kärntner Alexander Mostetschnig. Der Physiker spielt seit 53 Jahren zum Lobe Gottes die Orgel in der Pfarre. Der Organist müsse „auf das ‚Publikum‘ eingehen und es gemäßigt schwungvoll führen“, erzählt er. In Gottestal bei Villach wuchs der am 13. Juni 1926 Geborene auf. Bereits sein Vater war Organist und Mesner. Seine Mutter hatte sich beim Reinigen der Kirchenwäsche verkühlt und starb an einer Lungenentzündung, als Alexander zehn Jahre alt war. Eine seiner beiden Schwestern lebt als Karmelitin Maria Agnes in Mariazell, die andere war Krankenschwester. Wehrmacht und ein halbes Jahr englische Kriegsgefangenschaft rissen den Gymnasiasten aus seiner Schulzeit heraus. Nach der Matura studierte er in Graz Physik und Geophysik. An der Universität erforschte er die Ionosphäre, die höheren Schichten der Erdatmosphäre. Nach der Pensionierung 1991 war er in der Jupiterforschung tätig. Der ausgebildete Organist mit acht Enkelkindern springt bei Bedarf auch als Leiter des Kirchenchors ein. Dr. Mostetschnig war mit Hildegard verheiratet, die vor zehn Jahren starb. Seine Tochter ist Ärztin, sein Sohn Geiger und erster Konzertmeister an der Grazer Oper. Johann A. Bauer, Foto: privat Schlagen auch Sie uns ein Vorbild des Alltags vor. Zuschriften bitte an die Redaktion.
PISCHELSDORF. Mit der Nestroy-Posse „Gewagte Mittel oder Nur Keck“, nach einer Bearbeitung von Sigmut Wratschgo, begeisterte im Pfarrheim Pischelsdorf die Theatergruppe Lust. Spiel Pischelsdorf das Publikum. Mit 1500 Zuschauern waren alle sieben Aufführungen ausverkauft. Foto: Kaplan
OPPENBERG. Eine abendliche Wanderung mit Laternen und Fackeln von der Wallfahrtskirche in Oppenberg zur Kalvarienbergkirche (Bild) organisierte der Rottenmanner Ferdinand Thaler. Die Beteiligung, auch von Kindern, war trotz Kälte sehr groß. Pfarrer Mag. Hans Huber sprach am Ziel ein Gebet. Foto: Fink
Hören und lieben Tag des Judentums. Das Forum christlicher Kirchen lud zu einem ökumenischen Gottesdienst. „Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich“ (Röm 11, 18) – dieser biblische Leitgedanke motiviert jedes Jahr Christinnen und Christen der verschiedenen Konfessionen, sich ihrer gemeinsamen Wurzeln in einem ökumenischen Gottesdienst bewusst zu werden. Der „Tag des Judentums“ am 17. Jänner bildet den jährlichen Anlass für diesen Gottesdienst, der gleichzeitig die Einstimmung und Basis für die darauf folgende, weltweite „Gebetswoche für die Einheit der Christinnen und Christen“ darstellt. Die christliche Verwurzelung im Judentum präsent zu halten und diese gemeinsam zu bekennen, das ist das Anliegen der Feiernden. Unter dem Motto „Hören und lieben“ fand der diesjährige ökumenische Gottesdienst
zum Tag des Judentums in der Herz-JesuUnterkirche in Graz statt. Vertreter des Judentums und Gläubige der in Graz beheimateten christlichen Konfessionen trafen sich am 17. Jänner, heuer ein Sonntag, zum gemeinsamen Beten und Singen. Einer gelungenen Feier ging eine umsichtige Vorbereitung voraus, für die Vertreterinnen und Vertreter des Grazer Komitees für christlich-jüdische Zusammenarbeit, des Ökumenischen Forums christlicher Kirchen in der Steiermark, der römisch-katholischen Pfarre Graz-Herz Jesu und der evangelischen Pfarrgemeinde Heilandskirche hauptverantwortlich waren. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgte das Vokalensemble des Kirchenmusikkonservatoriums der Diözese Graz-Seckau. Der Einladung zur anschließenden Agape mit Wein und Brot folgten viele, die die Möglichkeit zum gemeinsamen Gespräch und zu persönlicher Begegnung nutzten. ANDREA RIEDL
Graz-Herz Jesu. Ökumenischer Wortgottesdienst in der Unterkirche zum Tag des Judentums mit (von links) Pfarrer Mag. Matthias Keil von Herz Jesu, Pastorin Anke Neuenfeldt und Superintendent Mag. Hermann Miklas. Foto: Löser
Serie
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Eine Serie von
Studierende begleitet Hochschulseelsorger Alois Kölbl mit seinem Team.
diesmal: Hochschulseelsorger Alois Kölbl
Foto: Moik
Sand öffnete ihm die Augen für Gott
IM GESPRÄCH
Ob Kirche und Kunst oder tausende Studierende: Hochschulseelsorger Alois Kölbl liebt Spannung.
Alois Kölbl ist Hochschulseelsorger in Graz. Foto: Schiffer
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ata Morgana erschien ihm in der judäischen Wüste zwar keine, „aber wenn man von einem Berufungsmoment sprechen kann, dann war er dort“, erzählt MMag. Alois Kölbl, Hochschulseelsorger für die Grazer Universitäten und Hochschulen. Eingebettet in der üppigen Vegetation einer Oase, nach zwei Meditationswochen in der Wüste, wurde sich Kölbl bewusst, was er mit seinem Leben anfangen möchte. „Ich fühlte mich ruhend in mir selbst und geborgen. Diese Sicherheit, eingebettet in ein großes Schöpfungsganzes, mit einem Gott, der nach mir schaut, das will ich leben, für mich und für andere“, wusste der heute 42-Jährige in diesem Moment. Seit 2001 ist der Grazer, der Theologie und Kunstgeschichte studiert hat, Priester. Und seit fünf Jahren als Seelsorger, Vortragender und Redakteur tätig. „Neben meiner Arbeit als Seelsorger für die Studierenden setze ich mich auch mit dem Spannungsfeld Kirche – Kunst auseinander, etwa in der Zeitschrift ,Kunst & Kirche‘“, sagt Kölbl, der die Unterschiedlichkeit seiner Aufgaben als wichtig empfindet. Wenn sich der Priester nicht gerade mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Team der Katholischen Hochschulgemeinde um die rund 40.000 Studierenden kümmert, geht er gerne mit Freunden auf ein Bier oder entspannt sich in seiner Wohnung im Studentenheim. „Aber es gibt hier sehr viel Gemeinschaft, es ist immer etwas los“, schmunzelt
der Seelsorger, der froh ist, nicht allein zu sein. Einsam fühle er sich nicht mehr als jeder andere auch. Und die Frage, ob er auf eine eigene Familie verzichten könne, sei für ihn „keine Frage mehr“. Er habe sich bewusst fürs Priestersein entschieden. Und wenn doch manchmal Zweifel aufkommen, helfen ihm die Gemeinschaft und Paulus, der schrieb: „Auch in der Schwäche bin ich stark.“ Über Internet wurde Alois Kölbl im „Sonntagsblatt_Mikro“ von Dr. Claudia Unger in der Theologischen Fakultät in Graz ausgefragt, und in Weiz waren über 100 HTL-Schüler und Schülerinnen an ihren Bildschirmen dabei (Gast am 2. Februar um 8.30 Uhr wird Pfarrer Mag. Hermann Glettler sein, URL-Adresse für Windows Media Player: mms://video4u.unigraz.at/wmtencoder/theologie.wmv). Ein Thema war Kölbls weißer Priesterkragen. „Das Kollarhemd tragen Priester wieder lieber“, bemerkte er. Es habe eine Zeit gegeben, wo die Träger als die „Zurückgezogenen“ gegolten haben, als die Strengen, „und die anderen als die Weltoffenen“. Er trage das Kollar „sehr bewusst, um an der Uni als Priester erkannt zu werden und durchaus Fragen aufzuwerfen“. MELANIE KUEHS
◗ Primizspruch „Du umfängst mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich“: Den fünften Vers von Psalm 139 wählte Alois Kölbl als Primizspruch. In der Oase En Gedi hatte er, wie einst die verstoßene Hagar (Genesis 16,13), Gott als „den, der nach mir schaut“ erfahren, ausgedrückt im Gottesnamen „El-Roi“.
Wie denken Sie über Sexualität? Körperlichkeit und Sexualität gehören zum Menschsein dazu. Man muss sie wahrnehmen und positiv annehmen. Sind Sie ein Vorbild? Bei meinem ersten Einkehrtag im Priesterseminar hat eine Ordensschwester zu uns gesagt: „Geistliche sind Menschen, in deren Nähe man Sehnsucht nach Gott bekommt.“ Ich habe das bei anderen Priestern erlebt, und ich hoffe, dass ich auch da und dort so sein kann. Geht die Kirche mit der Zeit? Sie denkt in Jahrhunderten. Das kann gut oder schlecht sein, aber sie hat einen Schatz zu bewahren. Und sie ist Weltkirche, muss global denken. Das verlangsamt manches. Wird die Rolle der Frau in der Kirche genug geschätzt? Da könnte und sollte sich etwas tun. Ob wir’s noch erleben, weiß ich nicht. Wo sehen Sie sich in 20 Jahren? Ich habe mich noch für keinen meiner Posten beworben, und es hat immer gut gepasst. Ich bin zuversichtlich, dass es auch in 20 Jahren passen wird.
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Steirische Pfarren im Porträt
STECKBRIEF
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Junge Pfarre mit Blick Bad Gleichenberg feiert 70-jähriges Pfarrjubiläum.
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Kirche und Kloster Matthias Constantin Graf von Wickenburg (Gouverneur der Steiermark) gründete 1837 den Kurort Bad Gleichenberg. Der Kurgast fand, was zu seinem Wohlbefinden diente: Heilquellen, freundliche Unterkünfte, aber am Sonntag musste der Kurgast zur heiligen Messe nach Trautmannsdorf gehen. Der Ortsgründer schuf Abhilfe und ließ 1838 eine Notkapelle aus Baumstämmen und mit Rinde verkleidet errichten. Diese „Rindenkapelle“ (Waldkapelle) befindet sich noch heute im Zentrum des Kurparks. 1841 war Baubeginn der Kirche und zwei Jahre später eines Klosters. Am 29. Juni 1845 wurde die Kirche zu Ehren des hl. Apostels Matthias konsekriert und die Familiengruft der gräflichen Familien Wickenburg-Schaubeck in der Krypta geweiht. Deshalb wird das Kirchweihfest als Pfarrfest um den 29. Juni (Peter und Paul) gefeiert. Kirche und Kloster wurden im Jahre 1888 den Franziskanern übergeben. Am 1. Jänner 1940 wurde Gleichenberg aus der Pfarre Trautmannsdorf herausgelöst und zur selbstständigen Pfarre erhoben. Nach schwierigen Verhandlungen wurde 1952 der Pfarrfriedhof in Gleichenberg Dorf (damals Pfarrgebiet von Trautmannsdorf) errichtet, der 1954 eingeweiht werden konnte. In den Jahren 1960/61 wurde die Kirche an der Nordseite verlängert und die Sakristei mit zwei gräflichen Oratorien angebaut. 1973 kam das Gebiet Sulz zur Pfarre Bad Gleichenberg. Mit 1. Jänner 1997 wurde auch der Ortsteil Dorf Gleichenberg zur Gänze eingepfarrt, nachdem sich die Bewohner mit überwiegender Mehrheit dafür ausgesprochen hatten.
ast wie in den USA, so gilt auch in Bad Gleichenberg als alt, was mehr als 150 Jahre zurückliegt: Von 1838 stammt die älteste Gebetsstätte des Ortes, die „Rindenkapelle“ im Kurpark. Als das morsche Holz einzustürzen drohte, erneuerten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die Wände und brachten frische Rinde an. Nunmehr soll die Kapelle zu einer Meditationsstätte umgestaltet werden. Errichten und Erhalten ist einer der „roten Fäden“ der Pfarrgemeinde. Auch der Friedhof, 1950 errichtet, wird seit damals liebevoll gepflegt. Die parkähnliche Anlage befindet sich in einem schönen Zustand, lediglich an der Aufbahrungskapelle hinterließen die Jahre ihre Spuren. Dieses Bauprojekt ist für den Pfarrgemeinderat die große Herausforderung der nächsten Jahre, jedoch mit Unterstützung der Mitgliedsgemeinden Bad Gleichenberg, Bairisch Kölldorf und Kapfenstein. Unser Pfarrleben ist äußerst lebendig. Festliche Gottesdienste werden von einem „Familienchor“ gestaltet, dirigiert von Marianne Gieferl und begleitet von einem Jugendorchester unter der Leitung von Mag. Andreas Gieferl. Dem Chor gehören bis zu drei Generationen an, die mit ihrer Leistung sich selbst, die Kirchenbesucher und hoffentlich auch den lieben Gott erfreuen. Darüber hinaus werden auch Jubelpaarmesse, ein Seniorensonntag und eine spezielle Kindermette veranstaltet, und der Ostermontag ist gekrönt vom Emmausgang, mitgestaltet von unseren Firmlingen. Eines der herausragenden Pfarr-Ereignisse ist der Erntedank-Umzug. Alle fünf Jahre vom Pfarrgemeinderat organisiert, wird auf mehreren Fahrzeugen der Werdegang unserer Lebensmittel dargestellt. Gottesdienst wird auf einem eigenen Altarwagen gefeiert und Gott für die Gaben gedankt. Die aufwändigen Vorbereitungsarbeiten werden durch die Begeisterung zahlreicher Kurgäste und Gemeindemitglieder belohnt.
JOSEF WALTERSDORFER
◗ Gottesdienste Sonn- und Feiertag: 9 Uhr. Vorabendmessen: Sommerzeit: 18 Uhr. Winterzeit: 17 Uhr. Dienstags: Sommerzeit: 18 Uhr, Winterzeit: 16 Uhr, jeweils mit Anbetung. www.franziskaner.at
Familienchor unter der Leitung von Mag. Andreas Gieferl.
Gott sei Dank weist unsere Pfarre nach einigen Jahren Unterbrechung wieder engagierten Nachwuchs in Gestalt der Jungschar auf. Fünf junge Damen – Aline, Michaela, Elena, Ricarda und Christiane – hatten die Jugendgruppe aus Eigeninitiative ins Leben gerufen – mit großem Erfolg. Es bleibt zu hoffen, dass der Einsatz der Gruppe noch lange durch regen Zulauf junger Menschen belohnt werde. „Ohne Geld ka Musi“: Auch der Pfarrgemeinderat muss finanzielle Mittel erwirtschaften, um Pfarrprojekte zu realisieren. Dazu dienen zwei alljährliche Veranstaltungen: der „Pfarrball“, dessen Tanzeinlage der Firmlinge wahre Gästemassen anlockt, und das „Kirchweihfest“ am Sonntag zu „Peter und Paul“, bei dem die Familien vom Pfarrgemeinderat unter Orchesterklängen verköstigt und die Kinder von der Eltern-Kind-Gruppenleiterin Mag. Christiane Friedl betreut werden. Einen Abschluss des Pfarrjahres bilden die Familienrunden, im Kreise derer Bilder vom Pfarrleben des abgelaufenen Jahres gezeigt werden. Damit leben die gemeinsamen schönen Erinnerungen wieder auf und tragen die Menschen ins neue Pfarrjahr. Laut Statistik von 2008 wohnen in der Pfarre 2653 Katholiken. Die Pfarre umfasst die Gemeindegebiete Bad Gleichenberg (mit Ausnahme von Klausen und Grünwald), die Gemeinde Bairisch Kölldorf und den Ortsteil Pichla, der zur Gemeinde Kapfenstein gehört. In den fünf Kapellen des Pfarrbereiches werden in den Monaten April bis November mittwochs abwechselnd die heiligen Messen gefeiert. KARL VOLKER
Steirische Pfarren im Porträt
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in die Zukunft Kirche und Kloster Bad Gleichenberg mit Solaranlage Foto: Wurm-Nagl
Emmausgang zu Ostern in Bad Gleichenberg.
Ministrantenangelobung in der Pfarrkirche.
Ökostrom aus der Pfarre Bad Gleichenberg setzt auf die Sonne.
INTERVIEW
P. Darius über das Wesen seiner Pfarrgemeinde. Pater Darius, wie würden Sie Ihre „Schäfchen“ beschreiben? Gar nicht, denn die Bad Gleichenberger sind so vielschichtig und außergewöhnlich wie die Geschichte ihres Kurortes. Das macht die Situation so spannend.
Überall wird mit dem drohenden Klimakollaps gehadert, ohne etwas zu ändern. In der Pfarrgemeinde Bad Gleichenberg werden konkrete Taten gesetzt. Im Jahre 2007 wurde am Südhang des Klosters eine Solaranlage montiert. Auf diese Weise kann CO2-neutral Warmwasser gewonnen werden. Im nächsten Schritt wurde ein Photovoltaik-Kraftwerk mit zwei Fünf-kWh-Panelen errichtet, das reinen Ökostrom in das Netz einspeist. Damit entfallen für Kloster und Kirche nicht nur Stromkosten, sondern werden sogar zusätzliche Einnahmen erwirtschaftet. Im Mai 2008 wurde im Kloster auch ein Pflanzenölbrenner angeschafft. Weitere ener-
giesparende Maßnahmen waren die Abdichtungen der Fenster und Türen, die Isolierung der Dachräume und die Bestückung der Leuchtkörper mit Energiesparlampen. Die Einweihung der Solar- und Photovoltaikanlage nahm am 8. Mai 2008 der Provinzial Pater Mag. Rupert Schwarzl im Rahmen des ersten Bad Gleichenberger Ökofestes („Fest der Zukunft“) vor. Von Dr. Harald Friedl von der Fachhochschule Joanneum initiiert und mit dem Sustainability Award ausgezeichnet, findet dieses regionale Jugend-Umweltfest seitdem alljährlich im Mai statt. Die genannte Öko-Investition von rund 100.000 Euro macht sich wirtschaftlich bezahlt und dient auch als Vorreiter für den dringend notwendigen Ökotrend, um die Schöpfung für unsere Kinder zu bewahren. JOSEF WALTERSDORFER
SEELSORGETEAM
In welcher Hinsicht? Als Priester frage ich mich, wie ich Menschen heute noch die Begegnung mit Gott vermitteln kann. Die alten Bilder sind überholt, doch die Sehnsucht nach Antworten bleibt – die sich die Menschen selbst geben müssen. Mein Job ist somit, gute Fragen zu stellen. Das klingt nach Sokrates. Das funktioniert? Jesus war DER Aufklärer, weil er die Menschen zu selbstkritischem Denken zwang. Dieses Gefühl von Selbsterkenntnis erscheint mir als wichtiger Aspekt von „Gott“ – im Sinne einer Begegnung mit sich selbst und mit den anderen. Und das passiert hier bei uns.
Für Bad Gleichenberg (von links nach rechts): Franz Maderer, Wirtschaftsrat; Franz Reicher, Mesner, Pfarrsekretär ehrenamtlich; Karl Volker, geschäftsführender Vorsitzender des Pfarrgemeinderates; Pfarrer Pater Mag. Darius Lebok; Marianne Gieferl, Religionslehrerin; Mag. Andreas Gieferl, Religionslehrer; Gabriele Fasching, Pfarrgemeinderat Kassier; Marianne Luger, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Fotos: Waltersdorfer; Koordination: Kürzl, Neuhold
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Hilfe für Menschen
31. Jänner 2010
Erste Hilfe kommt an Trost und Rat spenden. Wie der heilige Josef Freinademetz helfen die Steyler Missionare in benachteiligten Regionen. Foto: Steyler Missionare
Gott liebt die Menschen Steyler Missionare helfen seit 130 Jahren in der ganzen Welt. Die Mutter sitzt mit ihren vier Kindern unbeweglich in der Hitze. Sie kommt immer in die Pfarre New Longoro/Ghana. Noch nie hat Pater Auinger sie weggeschickt, ohne ihr etwas zum Essen, ein paar Münzen oder Trost und Rat zu geben. Der Steyler Missionar aus Österreich setzt fort, was der heilige Josef Freinademetz vor über 130 Jahren vorgelebt hat. Als einer der ersten Steyler Missionare lebte er in China. Die Menschen konnten sich mit allen Anliegen an den Südtiroler wenden. Er ermöglichte Kindern eine Ausbildung und half, wo er konnte. Heute arbeiten über 6000 Steyler Missionare in aller Welt. Tagtäglich kommen Menschen zu ihnen. Einer kann die Medikamente für seine kranke Frau nicht bezahlen, ein anderer braucht einen Kredit für das Saatgut, und ein dritter weiß nicht mehr, wie er das Schulgeld finanziert. „Die Menschen haben kaum das Nötigste zum Überleben. Sie sind nicht in der Lage, die Arbeit in der Pfarre zu finanzieren“, schreibt Pater José Fernando aus der Pfarre Santo Batallas im Hochland Boliviens. Er will niemanden, der hungrig, krank oder verzweifelt ist, wegschicken. Bitte helfen Sie den Steyler Missionaren. 25 Euro beträgt das Schulgeld für ein Kind, 50 reichen für 10 Bücher für eine Pfarrbibliothek, mit 150 wird ein Leitungsseminar für Jugendliche finanziert. Spenden Sie mit dem beigelegten Erlagschein oder direkt auf www.steylermission.at.
Der Neustart beginnt. Überall starten LKW mit Lieferungen, aber auch erste Bilanzen werden gezogen – sie fallen düster aus.
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ines der Caritas-Teams mit der österreichischen Katastrophenhelferin Sabine Wartha fuhr in die Stadt Leogane auf Haiti, um dort die ersten Verteilungen durchzuführen. Stadt ist nicht mehr der richtige Ausdruck, die meisten Häuser wurden fast vollkommen zerstört. Die Stadt ist ein Trümmerhaufen. In Leogane lebten etwa 140.000 Menschen, wieviele es heute sind, weiß niemand. Eine Strecke, die man in Österreich in etwa einer halben Stunde bewältigt, dauert von Port au Prince aus derzeit mehrere Stunden. Die Straßen sind durch eingestürzte Häuser blockiert, jeder fährt einfach drauflos. Dazu kommen der Gestank, der Staub und der Müll, freilich funktioniert auch die Müllabfuhr nicht mehr. „Wir hatten zwei Lastwagen voll beladen mit Plastikplanen, Wasserbehältern und Wasserreinigungstabletten“, berichtet Sabine Wartha. „500 Familien, etwa 2500 Menschen, konnten wir versorgen.“ Die humanitäre Hilfe wurde mit der lokalen Pfarre und 20 Freiwilligen organisiert. Neun UN-Soldaten sicherten die Verteilung ab. „Der Bedarf ist enorm, die Menschen brauchen dringend Hilfe. Wir hätten zehnmal so viel verteilen können“, schildert Wartha die Lage. Manchmal mussten die Soldaten die Leute zurückdrängen, besonders als klar wurde, dass es nicht für alle reichen wird. Wartha: „Die Verzweiflung, der Hunger, der Durst – das alles macht die Lage fast unkontrollierbar.“ Gott sei Dank lief alles relativ ruhig ab.
„Ich bewundere diese Menschen. Sie haben Schreckliches erlebt, trotzdem zeigen sie einen unglaublichen Willen, neu anzufangen“, betont die gebürtige Tirolerin. Die Menschen in Leogane leben jetzt auf der Straße, haben provisorisch eine Schlafstelle errichtet. „Die Situation ist so dramatisch, und trotzdem haben viele den Lebensmut nicht verloren. Unglaublich“, so die Caritas-Katastrophenhelferin. Die Caritas hat schon einen neuen Lastzug auf den Weg in die zerstörte Stadt geschickt. Gemeinsam mit dem Internationalen Netzwerk der Salesianer Don Boscos hat auch „Jugend Eine Welt“ Hilfsmaßnahmen gestartet. Anfangs war es äußerst schwierig, Kontakt mit den Projektpartnern aufzunehmen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen verbringen die Salesianer die Nächte unter freiem Himmel. „Wir tragen nun statt für die gewohnten 50 bis 60 auch die Verantwortung für 650 neue Straßenkinder, die täglich zu uns kommen“, berichten die Salesianer. Drei Einrichtungen in Beton Ville wurden beinahe völlig zerstört. In den Trümmern der Technischen Schule und dem Straßenkinderzentrum Lakay wurden mehr als 200 Kinder und Jugendliche und auch ein Salesianer verschüttet. Bisher konnten die Mitbrüder noch nicht in Erfahrung bringen, ob die Kinder und Jugendlichen gerettet wurden. Bruder Hubert Sanon fand jedenfalls den Tod.
◗ Für Caritas und Salesianer Caritas: PSK 7.925.700, BLZ 60.000, Kennwort: „Erdbeben Haiti“ – Onlinespenden: www.caritassteiermark.at – Spenden per sms: 0664/ 660 3333 (Spendenbetrag eingeben, abschicken, wird von Telefonrechnung abgebucht). Salesianer Don Bosco: PSK 92.083.767, BLZ 60.000, Kennwort: „Erdbeben Haiti“
Drängende Not. Hunger und Durst machen die Situation fast unkontrollierbar, deshalb sichern Soldaten die Verteilung der Hilfslieferungen. Foto: Caritas
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IM SCHNELLZUGTEMPO
Weltkirche
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EINE WELT ◗ WAHLAUFRUF DER KA Die Katholische Aktion hat dazu aufgerufen, sich an der Wahl des ORF-Publikumsrats zu beteiligen. ORF-Kunden haben das Wahlformular zugeschickt bekommen, die Wahl ist bis 1. Februar per Fax möglich. „Gerade in einer Zeit der Politikverdrossenheit und des Verlustes demokratischer Gesinnung“ sei es umso wichtiger, seine Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen, appelliert KAÖ-Präsidentin Luitgard Derschmidt.
Der Eisenstädter Diözesanbischof Paul Iby feierte am Samstag, dem 23. Jänner, seinen 75. Geburtstag, wie die Diözese mitteilte, ohne offizielle Feierlichkeiten im Stillen. Geplant war einzig der Besuch einer Delegation aus seiner Heimatgemeinde sowie ein Gottesdienst und Empfang für Mitarbeiter der Diözese. Paul Iby kam am 23. Jänner 1935 als zweiter von drei Söhnen eines Kleinlandwirte-Ehepaares in Raiding, dem Geburtsort des Komponisten Franz Liszt, zur Welt. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn am 28. Dezember 1992 zum zweiten Bischof der erst 1960 errichteten Diözese Eisenstadt. Papst Benedikt XVI. würdigte in einem Glückwunschschreiben die Verdienste Bischof Ibys: „In der Leitung der Diözese hast Du Dich vor allem darum bemüht, den Dir anvertrauten Gläubigen die Sakramente des Heils zu spenden.“ Rückblickend auf seine Amtszeit als Bischof meinte Iby, diese sei „wie im Schnellzugtempo vergangen“. Als Markstein bezeichnete er den „Dialog für Burgenland“, der zu einem „Markenzeichen“ der Diözese geworden sei. Foto: Martinus/Fikisz
◗ RUNDE SACHE Die Katholische Jugend Österreich will dazu beitragen, dass CDs und DVDs nicht im Müll landen, sondern wiederverwendet werden. Unter dem Titel „runde sache“ hat das entwicklungspolitische Netzwerk „Enchada“ das Recycling-Projekt auf die Beine gestellt. 250 Sammelboxen werden in Wien und Umgebung an verschiedenen Orten wie Schulen aufgestellt, die stark von Jugendlichen frequentiert werden.
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Reportage
31. Jänner 2010
Reportage
31. Jänner 2010
Herausgefordert von der Vielfalt
IM ORIGINALTON Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz ist Professorin für Religionsphilosophie und Religionswissenschaft an der Technischen Universität Dresden.
Freude und Not der Verkündigung in der Seelsorgepraxis.
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Einbezug von Laien, insbesondere Frauen Ein letztes Wort noch, weil ich eine Frau bin, zugleich freilich „zur Sache“ und nicht einfach parteilich sprechen möchte: Es ist eine Signatur der Zeit, dass Frauen in sichtbar verantwortlicher Weise im Raum des Glaubens mitarbeiten wollen. Hier möchte ich eine Unterscheidung anempfehlen. Es geht bei diesem Wunsch nicht um ein zeitgeistiges Nachholen von unklaren religiösen Emanzipationsbestrebungen. Ganz umgekehrt: Es ist die erstrangige Botschaft des Christentums im Unterschied zu fast allen anderen Religionen mit Ausnahme des Judentums, dass Frau wie Mann eine Ebengeburt aufweisen und beide das Antlitz Gottes tragen. Paulus hat diese unerhörte Botschaft zu einer Theologie der Gleichen und Freien weitergeschrieben. Caterina von Siena sprach von der Taufe als dem Geburtsort jener Gleichen und Freien, mitten im „Brunnenraum“ der Kirche, wo keine nach Liebe und Ansehen unterschiedenen Kinder geboren würden. Erst in anderen Räumen scheiden sich Hirten und Herde. Auf die Frage, wie sie als Illiteratin es wagen konnte, den Papst zur Rückkehr aus Avignon aufzufordern, antwortete sie, sie habe nicht als Schaf den Hirten belehrt, sondern sie habe als Schaf das Schaf belehrt. Das ist keineswegs anmaßend gemeint, sondern bezieht sich auf jenen Ursprungsraum der Taufe, in welchem dieselbe Geistbegabung unterschiedsloser Kindschaft zugesagt ist. Von daher gibt es nicht die ertrotzte, auch nicht die arrogante, sondern die genuine Mitsprache der Frau in der Kirche. Das bedeutet allerdings nicht, geheim oder offen mit dem Priestertum der Frau zu liebäugeln oder sich beständig schlechten Gewissens vor Argumenten zu drücken. Es steckt in dieser Frage auch etwas Ungelöstes, das der einzelne Priester nicht lösen muss und kann, weil es zur Asymmetrie von Frau und Mann gehört. Es genügt, sich in diesem Fall auf das Beispiel Jesu einzulassen; gerade das Ausweichen vor einer biblisch begründeten und den Evangelien zu entnehmenden Stellungnahme lässt den Schwelbrand weiter schwelen.
◗ www.sonntagsblatt.at Die ungekürzten Dokumentationen finden Sie auf: www.sonntagsblatt.at
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Für die Seelsorger sind die Fortbildungstage in Passau immer eine gute Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen.
Schon zum dritten Mal fand die jährliche Fortbildung steirischer Priester in Passau, der „Dreiflüssestadt“ am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, statt. Fotos: Burkard
Freude und Not und viel Neues Fortbildung in Passau für die in der Steiermark tätigen Priester.
G
laubensverkündigung“ war das Thema der Priesterfortbildung, die vom 10. bis 20. Jänner in Passau stattfand. Knapp 40 in der Diözese Graz-Seckau wirkende Priester – darunter junge Kapläne und erfahrene Pfarrer, Ordensleute und Diözesanpriester – wurden zu diesem Treffen eingeladen. Zusammen mit der Diözesanleitung machten sie sich Gedanken über zeitgemäße Seelsorge. Den geistlichen Rahmen dieser Tage bildeten die tägliche gemeinsame Eucharistiefeier und das Stundengebet. Pfarrer Kurt Udermann von Judenburg-St. Nikolaus gestaltete einen Einkehrtag, gewidmet dem evangelischen Pfarrer Dietrich Bonhoeffer und seinem Predigtseminar. „Eine Einrichtung, um die uns andere Diözesen beneiden“ – mit diesen Worten wurde diese schon zur Tradition gewordene jährliche Priesterfortbildung häufig bezeichnet. Und tatsächlich konnte man spüren, dass auch das diesjährige Treffen guten Anklang
unter den Teilnehmern fand. Die Gelegenheit, in einer größeren Runde zusammenzukommen, andere Priesterkollegen näher kennen zu lernen und mit ihnen wortwörtlich und zugleich auch im übertragenen Sinne „über Gott und die Welt“ zu reden, bietet sich doch nicht oft. Für die Seelsorger ist es immer eine gute Chance, über die Situation in den ihnen anvertrauten Pfarren zu sprechen, Erfahrungen auszutauschen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen. Dabei kommt der große Reichtum unserer Diözese zum Vorschein, da Priester aus verschiedenen Ländern und Traditionen jeweils eigens geprägte Zugänge zu den wichtigen Themen und Vollzügen unseres Glaubens mitbringen. Die angeregten Gespräche und Diskussionen wurden nicht nur im Forum, sondern auch in Arbeitsgruppen geführt und meistens auch noch nach dem offiziellen Abschluss des Tages in gemütlicher Runde bis in die späten Abendstunden fortgesetzt. Beim sonntäglichen Ausflug zum Stift Schlägl feierten wir den Sonntagsgottesdienst mit unserem Diözesanbischof und der Pfarrgemeinde.
Und was waren die wichtigsten Themen der zehn Tage? „Von Freude und Not der Glaubensverkündigung in der Seelsorgepraxis“ sprach Karl Veitschegger zu Beginn der Tagung. Eine treffende Überschrift, da keinem Priester diese Erfahrungen fremd sind. Ein breites Feld der Evangelisierung eröffnet sich bei den Feiern an wichtigen Stationen unseres Lebens. Über die Verkündigung bei Hochzeit, Taufe und Begräbnis sprach Pfarrer Wolfgang Schwarz. Diözesankonservator Heimo Kaindl ermutigte die Priester, auch den Kirchenraum mit seinen Kunstwerken als ein Mittel der Verkündigung zu nützen, und zeigte anhand praktischer Übungen das Einmaleins der Kirchenführung. Georg Plank, Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, ermutigte die Priester, sich bei der Verkündigung auch der modernen Kommunikationsformen zu bedienen. Den thematischen Höhepunkt der Zeit in Passau bildete der Tag mit Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, die aus der Perspektive eines Laien den Blick auf den Priester warf. Der Titel ihres Vortrags könnte durchaus als
Fazit der diesjährigen Priesterfortbildung dienen: „Leben in Spannung – spannendes Leben.“ B. LUKASZ WOJTYCZKA
Ökologisch sinnvoll passiert An- und Abreise der steirischen Priester nach und von Passau im Bus. Das gemeinsame Unterwegs-Sein bietet außerdem viel Zeit für das Gespräch.
hristlicher Glaube ist keine Selbstverständlichkeit (mehr). Es ist unbestritten, dass Nächstenliebe für viele Menschen wichtig ist, aber zentrale Inhalte des christlichen Glaubens wirken auf viele fremd, so etwa „Gott ist in Jesus Mensch geworden“, „Christus ist Heilsvermittler für alle“, „Christus ist für mich gestorben“. Das religiöse Kunterbunt ist eine der Herausforderungen für die Glaubensverkündigung in der Seelsorgepraxis. Nicht alles, was religiös ist, ist christlich, nicht alles, was sich katholisch nennt, gehört zur Mitte unseres Glaubens. Auch gut Gemeintes, wie Brauchtum, „Privatoffenbarungen“ oder „heiße Eisen“, können den Blick verstellen: Primär verkünden wir nicht etwas, sondern jemanden: Jesus Christus. Wir laden ein, mit ihm in Beziehung zu treten und durch ihn mit dem lebendigen Gott. Das Christentum ist mehr als ein Moralsystem, als eine Serie von Forderungen und Gesetzen. Auf der anderen Seite steht die Buntheit der Adressaten: Das traditionelle geschlossene „katholische Volk“ gibt es nicht (mehr): Die Vielfalt der Milieus, die Abnahme des „katholischen Mittelstands“, Enttäuschte, viele Desinteressierte an kirchlicher Verkündigung, junge Erwachsene mit wenig Kirchenbezug, aber auch weniger antikirchlichen Vorurteilen, außerkirchlich religiös Interessierte, neue atheistische/antikirchliche Aggressivität – sie alle zu erreichen: Wie kann das gelingen? Moderne Freiheit birgt viel Risiko, aber niemand will ernsthaft zurück in vorliberale Zeiten, Glaube lässt sich nicht (mehr) verordnen. Die Kirche hat auch eine Last der Geschichte zu tragen. Unwissen und daraus resultierende Missverständnisse bezüglich Kirche und Glaube erschweren oft die Verständigung. Verkündigung ist kein Stück für Solisten, und sie ist keine Einbahnstraße. Das Wort Gottes wurde einer Gemeinschaft anvertraut – wir brauchen das Miteinander (der Kirche), um Gott zu verstehen. Das geistliche Amt hat besondere Verantwortung für die Einheit in der Vielstimmigkeit und für den Dialog zwischen dem verbindlichen Glaubensschatz der Kirche. Den Alltag als Christ zu leben und unaufdringliche Verkündigung zu leisten, bleibt Aufgabe der Laienchristen. Das wichtigste Glaubenszeugnis ist das Lebenszeugnis, oder, wie es der schottische Theologe Duns Scotus († 1308) so schön formuliert hat: „Gott will Mitliebende.“ KARL VEITSCHEGGER, KURZFASSUNG SEINES IMPULSREFERATES BEI DER PRIESTERFORTBILDUNG IN PASSAU
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Kirche Steiermark – Glaube
BLITZLICHTER
Revolution der Liebe Hildegard Goss-Mayr, 80 Jahre alt geworden, suchte auch im Vatikan Christus, der sich nicht hinter Marmor und Akten einsperren lässt.
BISCHOFSBESUCH BEIM ÄLTESTEN PRIESTER. Im Priesterheim in der Grazer Bergmanngasse besuchte Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari den Senior der steirischen Priester, den ehemaligen Pfarrer von Gasen Hermann Loder (bald 95), sowie die anderen Heimbewohner und die drei Barmherzigen Schwestern. Auf die Priester und die Angestellten im Priesterheim kommen schwierige Monate zu, denn im Herbst werden die im Heim wohnenden Priester in den neu errichteten Zubau beim Annaheim der Kreuzschwestern in der Riesstraße übersiedeln. Foto: Priesterheim
Trofaiach erlebte tolle Orgelkonzerte Vergnüglich begann der jüngste „Orgelherbst“: Johannes Ebenbauer aus Wien und Manfred Tausch aus Graz ließen als Meister der Improvisationskunst mit den vom Publikum gelieferten Themen (vom „Lieben Augustin“ über „Under the rainbow“ bis B-A-C-H) neue Musikstücke in verschiedenen Stilen augenblicklich erstehen. Die jungen Talente Bazhena Buka aus Belarus und Zita Szeitl aus Ungarn bedienten frisch, kraftvoll und virtuos die Orgel mit interessanten Werken der Weltliteratur. „Trompetissimo“, Trompete und Orgel, war das Motto eines Abends mit heiterem Musizieren von Vivaldi bis Viktor Fortin. Günter Baumann, Posaune, sowie Gerhard Freiinger und Gudrun Maierhofer, beide Trompete, waren Partner für Manfred Tausch an der Orgel. Ein Lächeln oder bisweilen sogar ein Lachen entlockte dem Publikum das Orgelstück „Vier Stücke für die Trompetenuhr“ von Peter Planyavsky. Initiator Prof. Manfred Tausch darf sich über großes Interesse und viel Begeisterung freuen.
31. Jänner 2010
A
us Graz stammte ihre Mutter Erika, aus dem Oberbayrischen ihr Vater Kaspar Mayr, aus Frankreich ihr Ehemann Jean Goss: Dr. Hildegard Goss-Mayr, zärtliche und zähe gewaltlose Kämpferin, vollendete am 22. Jänner ihr 80. Lebensjahr. In ihrem Buch „Wie Feinde Freunde werden“ (Verlag Herder) schildert die Wienerin, wie sie sich als Zwölfjährige 1942 auf einmal in einer riesigen Menschenmenge fand. Der Ruf sei ertönt: „Der Führer kommt!“ Wie hypnotisiert von dem kleinen Mann habe die Menge den Arm zum „deutschen Gruß“ erhoben. Hildegard notierte: „Ich spürte eine ungeheure Macht auf mich zukommen, die alle in ihren Bann zog, und ich wusste: ‚Du musst widerstehen, du darfst dich nicht erfassen lassen, du hebst die Hand nicht, selbst wenn sie dich lynchen!‘ … Für mich war es die erste Begegnung mit der dämonischen Macht des Bösen, die durch Menschen wirkt und Strukturen des Verderbens schafft.“ Zugleich habe ihr in der Zeit ihr Vater Halt gegeben, erzählt Hildegard. Man dürfe nach ihm „dem Hass der Feinde nicht mit Hass begegnen“, sondern ihnen „durch unsere Liebe heraushelfen aus dem verbrecherischen Denken“. Kaspar Mayr war ein Freund des 1944 enthaupteten Priesters Max Josef Metzger und ein Mitglied der „Christkönigsgesellschaft“, die dieser in Graz gegründet hatte. „Die Seele war zu verletzlich gewesen gegenüber dem Grauenvollen, zu jung zum Widerstand“, beschreibt Goss-Mayr ihre tiefe
Verwundung nach dem Zweiten Weltkrieg. Aus der Existenzkrise herausgeholfen habe ihr mit 23 Jahren die Entscheidung, sich total in den Dienst der befreienden Liebe zu stellen und „hineinzutreten in den Kampf gegen Gewalt und Zerstörung aus der Kraft des lebendigen Gottes“. Den Auftrag, „Kampf und Kontemplation“ zu verbinden, entdeckte die Historikerin auch bei ihrer Namenspatronin Hildegard von Bingen. In Briefen an die Mächtigen ihrer Zeit habe sie als reife Frau „in einer von Männern bestimmten Gesellschaft“ die Missstände in Kirche und Politik gegeißelt. „Gott fügte es so“, kennzeichnet Hildegard das Kennenlernen ihres französischen Ehemannes Jean Goss: „Eine Frau und ein Mann, in denen die gleiche Sehnsucht brannte, Menschen aus der revolutionären Liebe Gottes neu zu gestalten, begegneten einander.“ Gemeinsam haben sie auch die Gewaltlosigkeit Jesu in den Kirchen voranbringen wollen. „An der Kirche leiden“ überschrieb die heutige Ehrenpräsidentin des Internationalen Versöhnungsbundes den Bericht ihres ersten Besuches im Vatikan 1955. Sie hatte für einen Dialog in Polen auch mit den Kommunisten eintreten wollen und war in Rom abgeblitzt. Danach sei sie in eine Kirche gegangen, „um Christus, den Lebendigen, wiederzufinden“, formulierte die mutige Frau damals im Tagebuch, „der sich nicht einsperren lässt hinter Marmor, Gold und Akten, der überall dort lebendig ist, wo Menschen um mehr Gerechtigkeit und größere Liebe ringen!“ Eine Illusion sei in ihr erloschen, aber sie habe verstanden, dass auch die Laien für die Bischöfe verantwortlich seien. Sie müssen die Probleme der Welt an die Kirchenführung herantragen, „mit einer Liebe, die ihr Herz und Gewissen berührt und verwandelt“. JOHANN A. BAUER
Im Haus der Stille in Heiligenkreuz am Waasen sprach Hildegard Goss-Mayr am 9. November 2008 bei der Eröffnung des „Friedensraumes“. Lateinamerika, die Philippinen, Israel – Palästina und Afrika waren „Friedensraum“ von Jean Goss und Hildegard Goss-Mayr. Foto: Waltersdorfer
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Kirche Steiermark – Kommentar
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POSITIONEN Schlierenzauer und die Oma In der Otto-MöbesAkademie befasste sich die KAB mit der Zukunft der Generationen. Vorne in Bildmitte Gemeinderätin Sissi Potzinger und KA-Generalsekretär Mag. Rolf Spiegel. Foto: KAB
Für die Generationen Gemeinsame Zukunft. Jugendarbeitslosigkeit, Generationenvertrag und Umverteilung waren heiße Themen beim Studientag der KAB.
Ü
berschrieben hatte die Katholische ArbeitnehmerInnenBewegung (KAB) Steiermark ihren Studientag in der Grazer Otto-Möbes-Akademie mit dem Motto „Gemeinsame Zukunft für die Generationen“. So standen Themen, die das Miteinander der Generationen betreffen, im Mittelpunkt. Einen Einblick in die Arbeitswelt der Jugendlichen wie auch in die der älteren Menschen gab anhand der Ergebnisse von Studien Mag.a Veronika Krysl von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Graz, die in ihrem Statement auch den Wertewandel ansprach. Im Anschluss daran legte sie als Grundlage für
KAB-Projekt Paten unterstützen Arbeit suchende Junge Eine Erkenntnis beim KAB-Studientag war, dass jede(r) Einzelne einen Beitrag leisten kann, indem sie oder er den Jugendlichen zuhört, sie ernst nimmt und sie aktiv unterstützt. Eine konkrete Möglichkeit bietet das von der KAB seit einigen Jahren gemeinsam mit der Jugend und dem Arbeitslosenfonds der Diözese durchgeführte Projekt „Paten unterstützen Arbeit suchende Jugendliche“. Dabei begleiten Erwachsene Jugendliche bei der Arbeitsuche mit Hilfestellungen und ihren Erfahrungen. Info: KAB, Tel. (0 31 6) 80 41-326.
ein gutes Miteinander der Generationen mögliche Ansätze einer ökonomischen Umverteilung, wie zum Beispiel den Einbau einer „Generationenverträglichkeitsprüfung“ und die Grundlagen der Ökosozialen Marktwirtschaft, dar. Nach einer Videoeinspielung, in der drei Jugendliche ihre Situation als Arbeitsuchende schilderten, ging Margit Ablasser, Regionale Jugendreferentin im Mürztal, auf die aktuelle Situation der Jugendlichen im Rahmen ihrer Arbeitsuche ein und berichtete von vorbeugenden Initiativen wie „I am“, mit denen die Katholische Jugend die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorzubereiten versucht. Heimo Seiner, der Vorsitzende der KAB Steiermark, zeigte mögliche Ursachen der Jugendarbeitslosigkeit sowie den Wandel in der Arbeitswelt auf und machte auf die Gefahr der „prekären Arbeitsverhältnisse“ und der Auswirkungen der Wirtschaftskrise aufmerksam. In den anschließenden Arbeitskreisen zu den Schwerpunktthemen wurde eine Reihe von Anliegen der KAB herausgearbeitet, wie: – Im Rahmen der unbedingt nötigen Reform unseres Bildungssystems ist auch ein spezielles Augenmerk auf die Elternbildung zu legen. – Da derzeit 92 Prozent aller Steuern die 200 Milliarden Euro Erwerbseinkommen belasten und nur 6 Prozent (!) die 2100 Milliarden Euro Geld- und Sachvermögen, müssen künftig unsere Sozialsysteme (Stichwort „Generationenvertrag“) vermehrt durch kapital- und vermögensorientierte Besteuerung wie Transaktionssteuer, Besteuerung von Stiftungserträgen und Wertschöpfungsabgaben finanziert werden. – Bei Geldanlagen soll, gerade auch in kirchennahen Bereichen, auf so genannte „ethische Investments“ geachtet werden. VERENA HOHENADLER
Im vergangenen Winter war’s. Ich sitze vor dem Bildschirm. Auf der Olympia-Sprungschanze von Whistler in Kanada fliegen unsere tollkühnen Sportler knapp 140 Meter weit durch die Lüfte. Während die einen bereits ihren Sprung absolviert haben, bereiten sich die anderen im Warteraum auf den Flug vor. Tiefe Anspannung spürt man. Nur der Tiroler Gregor Schlierenzauer sitzt an einem Pult, hat ein Blatt Papier vor sich und schreibt. Autogramme, wie ein Reporter vermutet? Doch dann rückt Gregor das Papier in die Kamera: „Meiner Oma alles Gute zum Geburtstag!“ steht drauf. Und schon segelt er durch die Luft – 149 Meter weit. Überlegener Sieg! Auch im Augenblick größter Anspannung dachte der Sportler an seine Großmutter im heimatlichen Tirol. Großeltern stehen hoch im Kurs. Dies bestätigten auch die Teilnehmer am diesjährigen KAB-Studientag zum Thema „Generationen“. Viele Omas und Opas sind geschätzte Betreuungspersonen für die Kleinen. Und die enge Beziehung zwischen diesen Generationen bleibt erhalten. Jugendliche in der Pubertät fühlen sich von den Großeltern oft besser verstanden und bauen ein meist gut funktionierendes Vertrauensverhältnis auf. Die Wechselbeziehung ist beidseitig fruchtbar. Großeltern sind durchwegs interessiert, von den Jungen zu lernen – etwa, was ein WebDesigner alles macht. Umgekehrt vermitteln Oma und Opa Überzeugungen und Werte, auch religiöse, ohne sie aufzudrängen. Vielleicht gerade dadurch umso nachhaltiger und überzeugender.
Alois Strohmaier
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Familie
31. Jänner 2010
ZUM NACHDENKEN Ich sollte dankbar registrieren, dass mein Kind das Zimmer nicht aufräumt und stattdessen Fernsehen schaut, weil es bedeutet, dass es zu Hause und nicht auf der Straße ist. dass ich Steuern zahlen muss, weil es bedeutet, dass ich einen Job habe. dass ich die Unordnung nach einer Party beseitigen muss, weil es bedeutet, dass ich von Freunden umgeben war. dass mir die Kleider wieder einmal zu eng geworden sind, weil es bedeutet, dass ich genug zu essen habe. dass ich Teppiche saugen und Fenster putzen muss, weil es bedeutet, dass ich ein Zuhause habe. dass ich mich über die Regierung beschweren muss, weil es bedeutet, dass wir Redefreiheit haben. dass ich keinen Parkplatz finde, weil es bedeutet, dass ich ein Auto habe. dass die Heizkosten so hoch sind, weil es bedeutet, dass ich es warm habe. dass in der Kirche die Frau hinter mir so falsch singt, weil es bedeutet, dass ich hören kann. dass ich Wäsche waschen und bügeln muss, weil es bedeutet, dass ich Kleider besitze. dass ich nach einem harten Arbeitstag Muskelkater habe, weil es bedeutet, dass es mir möglich ist, hart zu arbeiten. dass mich der Wecker morgens aus meinen Träumen reißt, weil es bedeutet, dass ich am Leben bin. Aus: Elisabeth Lukas, Dein Leben ist deine Chance, Verlag Neue Stadt
Autor: Jörg-Uwe Finze
Dankbarkeit ist die beste Glücksstrategie, der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Fotos: Wodicka, fotolia
Ein Schlüssel für viele Schlösser Die Dankbarkeit ist es, die nicht nur Abschiede, sondern auch Abstiege leicht macht. Es geht sich vergnügt im Wissen, den Berg bezwungen zu haben, oben gewesen zu sein, dort, wo sich Himmel und Erde begegnen, dort, wo Wind und Wetter einem um die Ohren sausen und zuraunen: „Du hast es geschafft!“ Es geht sich federnden Schrittes im Wissen, dass keine Macht der Erde und des Himmels einem absprechen kann, dass man am Gipfel gestanden hat. Ein tröstlicher Gedanke! Und um wie viel einfacher geht es sich noch dazu bergab, als man einst bergauf gestapft ist! Warum? Na, die Schwerkraft hilft doch mit! Jene Kraft, die beim Aufstieg unser Kontrahent war, uns die
Alles ist relativ Dass Gründe zur Dankbarkeit in der bitteren Realität rar seien, ist eine „optische Täuschung“ der Seele, die zwar Fakten, aber nicht deren volle Bedeutung wahrnimmt. Ein Faktum hat seinen eigenen Annehmlichkeitsrang auf einer Skala zwischen „angenehm“ und „unangenehm“. Daraus lässt sich aber nicht auf seine „höherrangige“ Bedeutung schließen. Auch kochendes Wasser ist „unangenehm heiß“, wenn man es bloß auf jener Skala einordnen wollte, dennoch ist es für viele Zwecke unverzichtbar. Ähnlich sind Unannehmlichkeiten des Lebens wichtig: als Lehrmeister, Bewährungsproben oder sogar als Voraussetzung für Glücksmomente. Schließlich freut man sich über Sonnenstrahlen in einem schneeverregneten März anders als über den Sonnensegen in einem hitzeflimmernden August.
Beine mit Blei gefüllt hat, das Herz rasen und die Glieder vor Müdigkeit hat schlottern lassen, ist beim Bergabwandern plötzlich unser Hilfsmotor und Friedensstifter. Aufs Leben übertragen besagt das Gleichnis, dass Menschen an und über ihrer Lebensmitte von Fähigkeiten und Kenntnissen profitieren, die sie sich in tausenden Übungsstunden erarbeitet haben, und von Freunden und Bekannten geleitet werden, mit denen sie inzwischen ein solides Beziehungsband verbindet. Von Ausnahmefällen abgesehen, steigt keiner total allein ab, denn jeder ist in ein Stück Welt integriert, aus dem er mit dem Älterwerden nicht hinausfällt, sondern in das er eher noch tiefer „hineinfällt“. Vorausgesetzt natürlich, dass seine Dankbarkeit die entscheidenden Weichen dafür stellt. ELISABETH LUKAS
FÜR SIE GELESEN Dein Leben ist deine Chance Elisabeth Lukas, 15,40 Euro, Verlag Neue Stadt Dein Leben ist deine Chance! Ob Jung oder Alt, wo immer jemand steht, es gibt für jeden einen unverwechselbaren, sinnvollen Weg. In diesem Buch gibt Elisabeth Lukas zahlreiche praktische Tipps, wie man seinem Leben und Alltag Richtung geben kann. Beispiele aus der langjährigen Praxis und der eigenen Erfahrung der Psychotherapeutin machen Mut zu konkreten Schritten – damit man die „Chance seines Lebens“ nicht verpasst!
Zum Leben
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CARITAS – SOS
MUTWORTE
Finanzieller Engpass
Die alten Themen und der Gipfel der Gefühle
SOS Ruf 3041 Frau F. hatte im Vorjahr eine Fehlgeburt. Für das junge Paar war dies eine sehr schwere Zeit, die es auch nicht gemeinsam überstanden hat. Es kam zur Trennung. Frau F. war am Boden zerstört und fiel in eine Depression. Sie konnte sich nicht um ihre finanzielle Lage kümmern. Es entstand ein hoher Mietrückstand, und Frau F. wandte sich an die Caritas und eine Verwandte. Die Delogierung konnte abgewandt werden, aber es besteht noch immer ein finanzieller Engpass. Wir bitten um Ihre Hilfe. Spendenkonten: PSK 7925.700, BLZ 60.000; Raiffeisenbank 55.111, BLZ 38.000; Sparkasse 0001.691.187, BLZ 20815. Kennwort: SOS-Ruf 3041. Online-Spenden unter www.caritas-steiermark.at
STEIRISCHER KOCHTOPF Lauchgratin 400 g gekochte Rinderschulter, 1 kg Lauch, 1 TL Salz, 500 g Erdäpfel, 60 g Butter, 2 Eidotter, 1 TL Salz, 1 Msp. weißer Pfeffer, 1 Prise ger. Muskatnuss, knapp ¹/8 l kochend heiße Milch, 2 EL geh. Petersilie, 5 EL Sauerrahm, 5 EL Semmelbrösel. Fleisch in kleine Würfel schneiden. Lauch längs halbieren, waschen, 10 Min. in Salzwasser blanchieren. Erdäpfel würfeln, in Salzwasser kochen, abgießen, zerstampfen, mit 20 g Butter, Dotter, Salz, Pfeffer, Muskat und Milch mischen, kräftig mit dem Schneebesen schlagen. – Form mit Butter ausstreichen. Püree hineinfüllen, mit 2 EL Butter in Flöckchen belegen. 15 Min. überbacken. Fleisch, Lauch und Petersilie darauf verteilen, Sauerrahm darüber gießen, 5 Min. überbacken. Semmelbrösel in restl. Butter goldbraun braten, über das Gratin streuen. AUS: STEIRISCHE BÄUERINNEN KOCHEN, LOEWENZAHN
Antje Lessing mit ihren Fotos und Leiterin Anna Pfleger (rechts) laden ins Haus der Frauen. Foto: HdF
Mehr Licht und Lebendigkeit Weben und Weber warten im Haus der Frauen. Eine neue Glaswand im Gewölbe und Fotos der deutschen Künstlerin Antje Lessing mit dem Motto „Von blauen Blumen“ empfangen Besuchende im Haus der Frauen – Erholungs- und Bildungszentrum in St. Johann bei Herberstein. Architektin Christine BachingerDengg gestaltete eine Glaswand im Meditationsraum. Das Gewölbe im Keller strahlt jetzt mehr Licht, Farbe und Lebendigkeit aus.
Die Wand gibt dem Raum noch mehr eine Atmosphäre zum Innehalten, zum Kraftschöpfen und Feiern des Glaubens. Die bunte Wand prägt auch das neueste Programmheft des oststeirischen Hauses (zu bestellen vormittags unter Tel. 0 31 13/22 07 oder kontakt@hausderfrauen.at). Ein Besinnungstag mit Altbischof Johann Weber lockt ebenso wie ein Schnuppertag am Handwebstuhl, Soja- und Fastenkurse, Benefiz-Suppenessen oder das Seminar „In den Schuhen der/des anderen gehen“.
Buchstabensalat In diesem Rätsel verstecken sich 19 steirische Orte. Ihr findet diese, indem ihr die Buchstaben von links oder rechts, von oben oder unten oder diagonal durchsucht. Die Wörter können sich überschneiden. Bad Aussee, Deutschlandsberg, Eisenerz, Fehring, Fohnsdorf, Frohnleiten, Fürstenfeld, Hartberg, Krieglach, Leibnitz, Leoben, Liezen, Murau, Mürzzuschlag, Rottenmann, Trieben, Trofaiach, Wagna, Weiz.
An die alten, ungelösten Konflikte geraten sie und ihr Mann immer wieder, schreibt eine 65 Jahre alte Frau. Beide wissen nicht, was sie ändern könnten. Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine Bergtour machen. Sie sehen den Gipfel, nur der Rucksack ist dummerweise leer. Sie werden kaum oben ankommen. So ähnlich verhalten sich die meisten Paare beim Klären von alten Themen. Sie marschieren munter drauflos. Sie benennen die schmerzhaften Themen, die alten Verletzungen. Sie beschreiben sich gegenseitig ihre Wünsche. Nur: Es gelingt nicht. Der Aufstieg ist unendlich mühselig. Das Unterfangen wird abgebrochen. In Erinnerung bleibt: „Wir haben es wieder nicht geschafft, wir passen eben doch nicht zueinander.“ Die Devise heißt: Rucksack füllen, Proviant einpacken! Wenn wir alte Verletzungen anschauen, müssen wir zunächst gut versorgt sein, uns mit uns selbst im Reinen fühlen. In unserer Kraft, in unserem Wert und unserer Würde müssen wir uns fühlen. Wer „auf letzter Lunge daherkeucht“, erreicht den Gipfel kaum, findet selten eine Lösung des Paarkonflikts. Stattdessen erwächst häufig ein Machtkampf. Gut kann es werden, wenn beide ihren eigenen Wert und ihre Würde spüren, und zugleich deutlich den Wert und die Würde des Gegenübers fühlen. Das bloße Lippenbekenntnis oder der bloße Gedanke daran genügen nicht. Ist der Rucksack gefüllt, folgt die Kunst des Rationierens: Rast und Erholung – Aufstieg und Anstrengung. So rückt das Gipfelkreuz immer näher. Diplompsychologin Anna Cathrin Gappisch ist Psychotherapeutin in Karlsruhe. Foto: privat
Anna Cathrin Gappisch
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Veranstaltungen
GRAZ Afro-Asiatisches Institut: Leben erzählen, Schreibwerkstatt für MigrantInnen, mit Julya Rabinovich, 30. Jänner, 12 bis 15 Uhr, Leechgasse 22. Info, Anmeldung: Evelyn Tschernko, Tel. 0676/8742-3304, e.tschernko@aai-graz.at Andritz: 10 Jahre Andritzer Singvögel, Rolfs Vogelhochzeit, von Rolf Zuckowski, Anton Reffle, Gitarre; Thomas Wenzl, Piano; Christoph Hammer, Violine; Erzähler: Walter Drexler, Leitung: Franziska HammerDrexler, 3. Februar, 16.30 Uhr, Andritzer-Begegnungs-Centrum (abc), Haberlandtweg 17. Bildungshaus Mariatrost: Good vibrations, Singen nach Herzenslust, mit Mag. Günter Hohl, 2. Februar, 19.30 Uhr. • Auf dem Weg nach Emmaus, mit Pfarrer Dr. Peter Brauchart, 3. Februar, 9 Uhr. • Hospiz-Grundseminar, mit Mag. Anna Ebenbauer, Karin Oblak, 3. Februar, 18 Uhr. • Das Leben im Jahreskreis feiern, Frauenliturgie, mit Mag. Adelheid Berger, Mag. Ulrike Guggenberger, Felizitas Petau, 4. Februar, 19 Uhr. • Wie lieb ist der liebe Gott? Aspekte eines christlichen Gottesbildes, mit Pfarrer Dr. Peter Brauchart, 5. Februar, 16 Uhr. • Mut zur Selbstheilung, mit Angelika Koppe, 5. Februar, 19.30 Uhr. • Ich kann selber etwas tun, Selbstheilungskompetenz trainieren, mit Angelika Koppe, 6. Februar, 9 bis 17 Uhr. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 39 11 31 oder office@mariatrost.at Bischöfliches Gymnasium: The right track, Musical von Thomas Schneider, 2., 4. und 5. Februar, jeweils 19 Uhr, Festsaal, Augustinum, Lange Gasse 2. Karten: Tel. (0 31 6) 68 26 01-213. Diözesanmuseum: Ausstellungseröffnung zum Projekt „Heilige Zeichen“, 4. Februar, 19 Uhr, Bürgergasse 2. Dom: Maria Lichtmess, Kerzenweihe im Mausoleum, Lichterprozession in den Dom und Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Franz Lackner; P. Hofhaimer, J. Eccard, J. M. Doeller, Domchor, 2. Februar, 19 Uhr. • Gottesdienste, 7. Februar, 10 Uhr A. Gabrieli: Missa brevis, Jugendensemble. – 17 Uhr Familiengottesdienst, Kinderchor. Dreifaltigkeitskirche: Berufung ins
Licht rücken, Gebetsstunde, anschließend Agape, 2. Februar, 18 Uhr, Schloßbergplatz 1. Evangelische Heilandskirche: Respektvoll wandern, mit Ulrike Brombauer, blinde Bergtourengeherin aus Leidenschaft, 5. Februar, 19 Uhr, Gemeindesaal. Info: Tel. 0699/ 188 77 603. Exerzitien im Alltag: Beten mit Leib und Seele, für Frauen und Männer ab 18, Begleitung: Mag. Martina Omahna, Sr. Vera Rónai, Einführungsabend, 23. Februar, 19 bis 20.30 Uhr, weitere Termine: 2., 9., 16. und 23. März, jeweils 19 bis 20.30 Uhr, Schulschwestern, Georgigasse 84. Info, Anmeldung bis 23. Februar, Tel. (0 31 6) 58 33 41-113, ronai@schulschwestern.at Familienreferat: Ausbildung zu ReferentInnen der Eheseminare für Brautpaare, für Ehepaare und Einzelpersonen, mit Sabine und Johannes Maierhofer, Evelyn und Stephan Siebert, 10. März, 19 bis 22 Uhr, VBH Schloss St. Martin, Kehlbergstraße 35. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 80 41-250, ursula.kleinoscheg@grazseckau.at Franziskanerkirche: Taizé-Gebet, 2. Februar, 19 Uhr, Franziskanerkloster. Galerie Centrum: Ausstellung, Agnes Katschner, Malerei; Wolfgang Axentowicz, Lichtobjekte, 4. Februar, 19.30 Uhr, Färbergasse 7, 1. Stock. Graz-Süd: Wo die Hilfe gewebt wird, Frauenprojekt im Süd-Sudan, mit Eva Hönle, 5. Februar, 19.30 Uhr, Pfarre. Katholischer Familienverband: Wir trauen uns – mit Recht, Rechtsinformation vor der Eheschließung, 2. Februar, 19 Uhr, Trauungssaal des Grazer Rathauses, 1. Stock. Karmelitenkloster Maria Schnee: Exerzitien im Alltag, Einführung in das stille Beten mit dem Namen Jesu, mit P. Josef Nagiller, 4. Februar, 19 Uhr, Grabenstraße 144. Kulturzentrum Minoriten: Zwei Herren aus Verona, von W. Shakespeare, mit dem Theater Mariahilf, 30. Jänner, 19.30 Uhr, 31. Jänner, 16 Uhr, 7. Februar, 16 Uhr, Kleiner Minoritensaal, Mariahilfer Platz 3. Karten: Tel. 0699/113 09 414. Legio Maria: Gott ist die Liebe, Enzyklika Papst Benedikts XVI., Glaubensgespräch, 8. Februar, 19.45 Uhr, Dompfarrhof, Burggasse 3.
◗ Familienreferat
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Mariahilf: Lourdesfeier zum Welttag der Kranken, 7. Februar, 15.15 Uhr: Rosenkranzgebet mit Meditationen, 16 Uhr: Messe und Predigt, mit Kanonikus Msgr. Franz Neumüller, Krankensegnung mit dem Allerheiligsten und Lichterprozession im Kreuzgang, Pfarrkirche. Münzgraben: Auf Christus schauen, Gebetsnacht, 5. Februar, 17.45 Uhr Rosenkranz, 18.30 Uhr Messe, anschließend vier gestaltete Gebetszeiten mit Stille, 24 Uhr, Messe, Beichtgelegenheit, Pfarrkirche. Projekt Alleinerziehende: Von der „rosaroten Brille“ bis zu „tiefschwarzen Gedanken“, Selbsterfahrungsseminar, mit Maria Kubin, 6. Februar, 16 Uhr. • Kostenlose Rechtsberatung, mit Dr. Susanne Gruber, 3. Februar, 15.30 Uhr. • Café am Sonntag, mit Robert Madl, 7. Februar, 15 Uhr. • Englischkurs für Alleinerziehende, mit Elisabeth Seidler, Beginn: 23. Februar, 17 bis 18.30 Uhr. • Abenteuer Großeltern-sein, Alltag mit Enkelkindern, mit Theresia Schwab, Elfriede Wörtl, 20. Februar, 9 bis 13 Uhr, Carnerigasse 34. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 68 51 37, birgit. posch@graz-seckau.at Puntigam: Abenteuer Glaube – mit Kindern leben, glauben und feiern, Seminarreihe für Eltern von Kindern bis zehn Jahren, mit Heidi Grafeneder, 4. Februar, 19 Uhr, Pfarrheim. Ragnitz: „Wir sind Kaiser“, Pfarrball, 5. Februar, ab 19.30 Uhr, Haus der Begegnung. Stadtpfarrkirche zum Heiligen Blut: Geburtstagsfeier für Februar-Geborene und gemeinsames Singen, 4. Februar, 15 Uhr, Parterresaal, Pfarrhof. St. Leonhard: Spiritueller Montag, Wie können Partnerschaft und Ehe heute noch gelingen?, mit Gerhard Hofbauer, 1. Februar, 19.45 Uhr, Pfarrheim. St. Martin: Offenes Volkstanzen, mit DI Christian Bretterhofer, 3. Februar, 20 bis 22 Uhr. • Literatur im Schloss, mit Anna Maria Thaller, 8. Jänner, 19.30 Uhr. • Gottesdienst im ostkirchlichen Ritus, mit dem ChrysostomusChor, 7. Februar, 9 Uhr, Schlosskirche, Kehlbergstraße 35. Info, Anmeldung: Tel. (0 31 6) 28 36 55 230, astrid.lierzer@stmk.gv.at St. Peter: Katechese, 1. und 2. Februar, 19.30 bis 20.30 Uhr, Pfarrsaal. St. Veit: Brasilien, Diavortrag mit
Guido Schölnast, 1. Februar, 19 Uhr, Pfarrheim.
GRAZ-UMGEBUNG Haus der Stille: Noli me tangere (Rühr mich nicht an!), Bibliodrama meets Aufstellungsarbeit, mit Prof. Dr. Gerhard Marcel Martin, Siegfried Essen, 26. Februar, 10 Uhr, bis 28. Februar, 14 Uhr. • Ikebana, meditatives Gestalten mit Pflanzen, mit Hildegund Fiausch, 27. Februar, 14.30 Uhr, bis 28. Februar 15 Uhr, Heiligenkreuz am Waasen, Tel. (0 31 35) 82 625.
OSTSTEIERMARK Fehring: Herzensworte – das richtige Wort zur rechten Zeit, Frauentag mit Christa Carina Kokol, 6. Februar, 14 Uhr, Pfarrsaal. Gschaid bei Birkfeld: Caritas_Leben, Caritas-Fest, mit Caritas-Direktor Franz Küberl, CaritasmitarbeiterInnen, 3. Februar, 18 Uhr, Gemeindeamt Gschaid. Haus der Frauen: Tage voller Kostbarkeiten, Erholungswoche für Frauen, mit Gerlinde Hermann, 14. Februar, 18 Uhr, bis 19. Februar, 13 Uhr, Anmeldeschluss: 8. Februar. • Bedenke, Mensch, Besinnungstag und Gottesdienst zum Aschermittwoch, mit Altbischof Johann Weber, 17. Februar, 9 bis 16 Uhr, Anmeldeschluss 15. Februar. • Zeit für mich, Erholungswochenende für Frauen, mit Monika Brolli, 19. Februar, 18 Uhr, bis 21. Februar, 13 Uhr, Anmeldeschluss: 11. Februar. Info, Anmeldung: 8222 St. Johann bei Herberstein 7, Tel. (0 31 13) 22 07, kontakt@hausderfrauen.at Katholische Frauenbewegung: Verantwortlich leben – heute gestalten wir das Morgen, Dekanatsbildungstag Waltersdorf, mit Elfriede Samer, Ing. Elisabeth Arnhold, 2. Februar, 14 Uhr, Landwirtschafliche Fachschule Großwilfersdorf. • Dekanatsbildungstag Vorau, mit Anna Singer, Melanie Kulmer, 6. Februar, 8.30 Uhr, Pfarrheim Vorau. Weizberg: Das Vaterunser leben, Glaubensnachmittag mit Pfarrer Arnold Heindler, Vortrag und Gottesdienst, 31. Jänner, 14.30 bis 18 Uhr, eigenes Kinderprogramm, Pfarrzentrum, Tel. 0676/8742-6869.
◗ Sektion Kirchenmusik
Miteinander auf dem Weg
Chortag
Mit einem Auftanktag für die Partnerschaft in den Frühling starten. Aus dem Alltag aussteigen, miteinander Freude und Kraft schöpfen und über die Partnerschaft nachdenken. Termine und Orte: 6. März, 9 bis 18 Uhr, Schloss Seggau, mit Andrea und Günther Lesser. – 7. März, 9 bis 18 Uhr, VBH Schloss St. Martin, mit Thea und Viktor Schöberl, Dr. Martin Schmiedbauer. – 14. März, 9 bis 18 Uhr, Haus der Frauen, mit Christine und Sepp Pagger-Karner, Pfarrer Mag. Edmund Muhrer. – 20. März, 9 bis 18 Uhr, Jugendgästehaus Pöllau, mit Marlies und Erich Haderspeck. – 21. März, 9 bis 18 Uhr, Stift St. Lambrecht, mit Thea und Viktor Schöberl, P. Heinrich Mayr. – 18. April, 9 bis 18 Uhr, Trautmannsdorf, mit Monika und Kurt Nitsch. – 24. April, 9 bis 18 Uhr, Mariazell, mit Monika und Kurt Nitsch. Info, Anmeldungen: Familienreferat, Bischofplatz 4, 8010 Graz, Tel. (0 31 6) 80 41-837.
St. Martin am Grimming: Chortag der Sektion Kirchenmusik mit Domkapellmeister Josef M. Doeller. Samstag, 13. März, Beginn: 10 Uhr, Turnsaal der Volksschule St. Martin am Grimming. Abschluss mit der Vorabendmesse um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin am Grimming. Auf dem Programm stehen Chorwerke aus dem neu erschienenen „Chorbuch Kirchenjahr“ (Chorliteratur für Pfingsten und die Zeit im Jahreskreis). Anmeldung bis 4. März an die Sektion Kirchenmusik der Diözesankommission für Liturgie der Diözese Graz-Seckau, 8010 Graz, Lange Gasse 2, Tel. (0 31 6) 80 319-01, Fax -03, kirchenmusik@graz-seckau.at Öffnungszeiten von Sekretariat und Bibliothek: Dienstag: 8 bis 12.30 Uhr, Mittwoch: 8 bis 12.30 Uhr, Donnerstag: 12 bis 18.30 Uhr.
Veranstaltungen
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SÜDSTEIERMARK Frauenberg bei Leibnitz: Rosenkranzgebet, 1. Februar, 17 Uhr, mit Bekanntgabe der monatlichen Medjugorjebotschaft, Wallfahrtskirche. Leibnitz: Eheseminar für Brautpaare, 6. Februar, 9 Uhr, Schloss Seggau. Tieschen: Ich bin es mir wert, glücklich zu sein, Mentaltraining für Frauen mit Christa Carina Kokol, 2. Februar, 14 Uhr, Pfarrsaal. St. Peter am Ottersbach: Pfarrball, 6. Februar, 20.30 Uhr, Ottersbachhalle.
WESTSTEIERMARK Deutschlandsberg: Spannungsfeld Familie – Erwerbstätigkeit, mit Mag. Martina Platter, 4. Februar, 19.30 Uhr, Eltern-Kind-Zentrum. Köflach: Pfarrfasching, 6. Februar, 20 Uhr, Pfarrsaal. Oase der Seele: Franziskanisches Gebet, 31. Jänner, 19 Uhr. • Exerzitien im Alltag, Gottes Spur in meinem Leben, 24. Februar, 3., 10., 17. und 24. März, jeweils 19 Uhr, Franziskanerkloster Maria Lankowitz. Info, Anmeldung bis 10. Februar, Begleitung: Mag. Elisabeth Spreitzhofer, Tel. 0676/8742-6677. Preding: Wie gesellschaftspolitisch müssen Christen sein mit Mag. Hans Putzer, 29. Jänner, 19.45 Uhr, Pfarrheim.
OBERSTEIERMARK Kapfenberg-St. Oswald: Ruck ma a wengal zsaumm, geselliges Beisammensein im Fasching, 3. Februar, 14.30 Uhr, Pfarrsaal. Katholische Frauenbewegung: Verantwortlich leben – heute gestalten wir das Morgen, Dekanatsbildungstag Mürztal, mit Josefine Illmaier, Mag. Johanna Raml-Schiller, 4. Februar, 8.30 Uhr, Pfarrsaal Mitterdorf. • Dekanatsbildungstag Knittelfeld, mit Ing. Hermine Pußwald, Ing. Elisabeth Arnhold, 5. Februar, 14 Uhr, Pfarrsaal Knittelfeld. Kontakt: Sr. Eva Maria Lechner, Tel. (0 35 12) 82 957. Leoben-St. Xaver: Leben hinter Klostermauern?, mit P. Clemens Grill, 5. Februar, 15 Uhr, Barbarasaal, Stadtpfarre. IMPRESSUM Herausgeber und Verleger: Bischöfliches Ordinariat Graz-Seckau, beide Graz, Bischofplatz 4. Redaktion: 8010 Graz, Bischofplatz 2, Postfach 872, Telefon (0 31 6) 80 41-226, Telefax (0 31 6) 80 41-259. Verwaltung, Abo: Tel. (0 31 6) 80 41-225. Internet: http://www.sonntagsblatt.at E-Mail: redaktion@sonntagsblatt.at oder verwaltung@sonntagsblatt.at ISDN: (0 31 6) 80 41-399 Schriftleiter: Dr. Herbert Meßner Geschäftsführer: Mag. Heinz Finster Druckvorstufe: Bischöfliches Ordinariat, DigiCorner, alle: Bischofplatz 2, 8010 Graz. Druck: DRUCK STYRIA GMBH & CO KG, Schönaugasse 64, A-8010 Graz Preis: € 0,60. – Jahresabo: € 30,40. Erscheinungsort Graz Verlagspostamt 8020 Graz
Pöls: Dimension einer Freundschaft, Gebet, Glaubenswege, mit Gertraud Peinhopf, 3. Februar, 19 Uhr, Pfarrsaal. Seckau: 6. Februar, 18 Uhr Rosenkranzprozession, 19 Uhr Wallfahrermesse, Stiftskirche.
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◗ Sonntagsblatt_Reise
JUGEND Feldbach: Die Spaßfabrik, 6. Februar, 19.30 Uhr, Pfarrheim. Fernitz: KJ Fernitz, Jugendball, 6. Februar, 20 Uhr, VAZ Fernitz. Irdning: Jugendvesper, 5. Februar, 19 Uhr, Kirche, anschließend Disco im Pfarrhof. Kapfenberg-St. Oswald: Dekanatsleitungskreis Bruck an der Mur, 3. Februar, 18 Uhr, Jugendraum. Leibnitz: Jugendgottesdienst, 6. Februar, 19 Uhr, Pfarrkirche. Leoben-Waasen: Konzert, mit Jack Disconnect, Casin’ for Glory, The Liberation Service und Faster Pussycat Kill Kill, 5. Februar, 19 Uhr, JUZ Spektrum. St. Lambrecht: Einkehrtag, für Aktive in der Jugendarbeit im Dekanat Murau, mit Abt Otto Strohmaier, 6. Februar, 9 Uhr, Stift. St. Veit am Vogau: Jugendgebetskreis, 5. Februar, 19.45 Uhr, Pfarre.
FREIZEIT/REISEN Caritas: Kinder- und Jugendschiwoche für 10- bis 17-Jährige in den Schigebieten Wurzeralm und Hinterstoder-Höss, 15. bis 20. Februar, Unterkunft im Haus Svetlin der Caritas in Windischgarsten. Preis: 325 Euro. Infos: Tel. (0 31 6) 80 15-226. KMB-Reisen: Insel Malta und Insel Gozo, 12. bis 19. Februar. • Ceylon – Sri Lanka, 13. bis 21. Februar. • Umbrien, 28. März bis 2. April. • Südosttürkei – Kilikien, Nordmesopotamien-Kappadokien, 27. März bis 5. April. • New York und Washington, 28. März bis 5. April. Info, Anmeldung: KMB-Reisen, Esperantoplatz 1, 8020 Graz, Tel. (0 31 6) 7089-6718. Pfarrverband Puntigam/St. Johannes: Sardinien, 21. bis 28. Juni. Info, Anmeldung: Tel. 0676/42 67 829. Katholische Männerbewegung: VaterKind-Rodeln, 6. Februar, 16 Uhr, Sommeralm. Unterwegs mit dem Sonntagsblatt: Sizilien, 27. März bis 4. April (Karwoche), Reiseleitung: Dr. Joseph Harg, Mag. Heinz Finster, Kosten: 895 Euro pro Person im Zweibettzimmer (Einzelbettzimmerzuschlag: 120 Euro), Fahrt im Luxusbus. • Istrien, 13. bis 16. Mai, Reiseleitung: Dr. Norbert Hofer, Fahrt mit dem Luxusbus. Info, Anmeldung: Sonntagsblatt für Steiermark, Bischofplatz 2, 8010 Graz, Tel. (0 31 6) 80 41226, redaktion@sonntagsblatt.at
Reise nach Portugal vom 21. bis 27. Juli 2010 Programm: 21. Juli: 12.05 Uhr Abflug von Graz nach Lissabon. – 22. Juli: Lissabon. – 23. Juli: Oboidos – Santarem – Fatima. – 24. Juli: Besuch der heiligen Stätten in Fatima. – Kloster Batalha nach Coimbra. – 25. Juli: Porto. – Pontevedra – Padrón – Santiago de Compostela. – 26. Juli: Santiago de Compostela mit der Kathedrale (Bild) und dem Grab des heiligen Apostels Jakobus. – 27. Juli: Besichtigungen in Santiago, 17.15 Uhr Rückflug nach Graz. Kosten: 1500 Euro. Info, Anmeldung: Sonntagsblatt für Steiermark, Bischofplatz 2, 8010 Graz, Tel. (0 31 6) 80 41-226, redaktion@sonntagsblatt.at Foto: Begsteiger
KRAFT FÜRS LEBEN Schenken Sie ein Jahr lang jede Woche Freude!
Ihre Freunde und Verwandten denken 52-mal gerne an Sie. Abonnieren Sie rasch ein Geschenksabo – und Sie selber erhalten „Kochen und Feiern im Winter“ (52 Seiten). Ausschneiden und einsenden an: Sonntagsblatt, Bischofplatz 2, 8010 Graz
Ja, ich bestelle
ein Geschenk-Abonnement des „Sonntagsblatt für Steiermark“ zum Preis von € 30,40. Rechnung und das Koch- und Feierbuch schicken Sie an mich: Name Straße PLZ / Ort Unterschrift, Datum
Das Sonntagsblatt schicken Sie bitte an: Name
KLEINANZEIGE Massivholz: Kirchenbänke, Tische und www.wittmann-gmbh.at, Stühle, Tel. 07615/2291.
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Religion in Rundfunk & TV
SONNTAG, 31. 1. 8.45 Felix Mendelssohn Bartholdy – Der Schmerz des Glücks. Ein Komponistenleben zwischen Tragik und Triumph. Nach Italien, ins Sehnsuchtsland der Deutschen, zog es 1830 auch den 21-jährigen F. M. Bartholdy. Inspiriert von Johann Wolfgang Goethes „italienischer Reise“ und getrieben vom Anspruch seiner Familie. (HR) 9.30 Katholischer Gottesdienst. Aus der katholischen Kirchengemeinde St. Regina in Drensteinfurt mit Pfarrer Matthias Hembrock. (ZDF) 9.35 Matinee. Friedrich Gulda und seine Musik, anlässlich des 10. Todestages von Friedrich Gulda am 27. Jänner. Er war einer der begnadetsten Beethoven- und Mozart-Interpreten und zuletzt ein enfant terrible der internationalen Kunstszene: Friedrich Gulda. (ORF 2) 10.15 Uhr Stationen. Professor Franz M. Wuketits, einer der größten Darwinkenner im deutschen Sprachraum. Bevor Darwin einer der größten Naturforscher aller Zeiten wurde, studierte er Theologie. Ausgerechnet er ersetzte den Glauben an einen Schöpfergott durch seine Theorie der Evolution, in der Zufall und Notwendigkeit der Motor hinter den Dingen sind. (BR) Foto: BR/Tellux-Film 10.45 Festkonzert. Claudio Abbado und Friedrich Gulda. Obwohl sie 1986 zum ersten Mal gemeinsam musizierten, reichten die Kontakte von Friedrich Gulda und Claudio Abbado Jahrzehnte zurück. (3sat)
14.30 Zwischen Kairo und Kapstadt. Auf Foto-Safari in Ägypten, Äthiopien und Südafrika. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil im Land der Pharaonen und Pyramiden, das farbenprächtige Timkat-Tauffest in Äthiopien und Wal-Beobachtung im Indischen Ozean vor Südafrika. (EinsExtra) 16.15 Universum. Wildes Wasser, blanker Fels – Nationalpark Gesäuse. Tief in die Ennstaler Alpen eingeschnitten, erstreckt sich die größte Felsschlucht Europas in der Steiermark, an der Grenze zu Oberösterreich. Dieses Naturparadies ist heute der jüngste und mit über 11.000 Hektar auch der drittgrößte Nationalpark Österreichs. (ORF 2) 18.45 Forscher im ewigen Eis. Karsten Piepjohn bei seiner geologischen Arbeit in der Arktis. (Phoenix) 21.45 Nazis wider Willen. Deutsche in amerikanischen Lagern. Ein Film über ein dunkles Kapitel des Zweiten Weltkriegs, das bis heute von der amerikanischen Politik beharrlich totgeschwiegen wird: das Schicksal deutschstämmiger US-Familien in amerikanischen Lagern. (EinsExtra) 18.30 Hessen-Reporter. Die Verzweiflung von Michaela und Martin B. ist groß: Ihre Söhne sollen nach einer Entscheidung des Jugendamts ins Kinderheim. Es ist so weit, jetzt helfen auch die Tränen der Mutter nicht mehr: Gleich kommt das Auto vom Jugendamt und bringt die drei kleinen Jungen ins Heim. (HR)
10.00 Gottesdienst live im Internet: www.pfarre.hartberg.at
31. Jänner 2010
MONTAG, 1. 2.
DIENSTAG, 2. 2.
13.15 Magische Orte. Granada – Zauber aus 1001 Nacht. Andalusien gilt schon seit Jahrhunderten als Brücke zwischen Abendland und Orient, als Wiege des feurigen Flamencos und der leidenschaftlichen Fiestas. (3sat) 15.30 2000 Kilometer auf dem Rio Paraguay. Reise durch ein wildes Land. Paraguay – wenn überhaupt, dann fallen einem zu diesem südamerikanischen Binnenland eine Serie von Militärputschen ein und vielleicht noch der Fußballstar Roque Santa Cruz. (MDR)
12.25 Orientierung. Francois Gayot, Alterzbischof von Cap-Haitien im Interview. – Neuer Patriarch der serbisch-orthodoxen Kirche gewählt. – Radio Vatikan hat neuen Chef der deutschsprachigen Abteilung. – Moderner Kirchenbau in der Diözese Linz. (ORF 2) 14.15 Leben im Polarkreis – das Ren. Nördlich des Polarkreises befreit sich die Natur erst im Mai aus der eisigen Umklammerung des Winters. Sobald die Sträucher und Beeren ihr erstes Grün austreiben, wird es Zeit für die Rentiere, ihre Kälber zur Welt zu bringen. (HR) 16.00 Brasilia – Utopie der Moderne. Brasilia, die Reißbrettstadt, ist einzigartig in ihrer Entstehungsgeschichte, ihrer Größe und Bedeutung. Von Anfang an provozierte die Hauptstadt Brasiliens, wurde bewundert und geliebt, aber auch abgelehnt und verachtet. (3sat) 20.15 Universum. Triumph des Lebens – Kaltblütige Lebenskünstler. Mit gewieften Jagdmethoden, perfekter Tarnung und körperlicher Widerstandskraft können Reptilien und Amphibien auch in Situationen bestehen, in die sich andere Tiere niemals wagen würden. (ORF 2) 20.45 Solange die Sonne scheint. Seit elf Jahren betreibt das evangelische Johanneswerk mit Hauptsitz in Bielefeld die Seniorenresidenz Costa Tropical an der andalusischen Küste in Almunecar. (EinsExtra) 22.45 Die Narren und die Nazis. Die Geschichte von Karneval und Fastnacht im Nationalsozialismus gehört zu den verdrängten Kapiteln der Vergangenheit. Das Verhalten der meisten Vereine ab 1933 ist alles andere als ein Ruhmesblatt. (HR)
18.15 Uhr Restmüll, Rost und Reifen. Die Drei vom Wertstoffhof. Sie wühlen von morgens bis abends im Müll und sind so gut gelaunt, als wäre dies die schönste Arbeit auf der Welt. Hans J. Holz hat nicht nur jede Menge Tätowierungen, sondern auch das Oberkommando auf dem Wertstoffhof Kiel. Jeden einzelnen Kunden, der mit Müll angefahren kommt, empfängt er mit einem Lächeln und einem lockeren Spruch. (NDR) Foto: NDR 22.25 Gero von Boehm begegnet Christoph Schlingensief. Im Jänner 2008 wurde bei dem Film-, Theater- und Opernregisseur, Aktions- und Installationskünstler Lungenkrebs diagnostiziert. (3sat) 23.15 Kunst statt Rolex. Rolex und schwerer Schmuck waren seit dem politischen und gesellschaftlichen Umbruch in Russland bei den neuen Reichen des Landes die bevorzugten Objekte der Begierde. (arte)
RADIO Morgengedanken. So., 6.05 Uhr, Mo. bis Sa., 5.40 Uhr, Ö2. Das evangelische Wort. Es spricht Pfarrer Adalbert Tölgyes (Villach, Kärnten). So., 6.55 Uhr, Ö1. Religion auf Ö3. So., zwischen 6.30 und 7 Uhr, Ö3. Erfüllte Zeit. „Die Ablehnung Jesu in seiner Heimat“ (Lukas 4, 21-30). Kommentar: Christa Schnabl. So., 7.05 Uhr, Ö1. Kalenderblatt. Die Heiligen des Tages. Täglich 7.30 Uhr, Radio Maria. Katholischer Gottesdienst aus der Kapelle der Don Bosco-Schwestern in Vöcklabruck, Oberösterreich. Padre (Don Bosco-Lied); Schulchor Don Bosco-Schulen, Leitung: Christine Zeppetzauer. So., 10 Uhr, Ö2. Menschenbilder. Marianne Koch – Schauspielerin, Ärztin, Moderato-
AUSGEWÄHLTES IM HÖRFUNK
Mozartwoche Salzburg 2010 – Matinee. Freiburger Barockorchester, Dirigent: René Jacobs; Andreas Scholl, Countertenor. Joseph Haydn: Symphonie EsDur, Hob. I/91; Wolfgang Amadeus Mozart: a) Arie des Farnace „Venga pur, minacci e frema“ aus „Mitridate, So. 11.30 Uhr, Ö1. Foto: Bilderbox
rin und Autorin. So., 14.05 Uhr, Ö1. Motive – Aus dem evangelischen Leben. „Auf dass sie alle eins seien“ – Herwig Sturm über seine Erfahrungen mit der Ökumene. So., 19.05 Uhr, Ö1. Antenne – Gott und die Welt. So. bis Do., ca. 20.55 Uhr, Antenne. Einfach zum Nachdenken. So. bis Fr., 21.57 Uhr, Ö3. Gedanken für den Tag von Hubert Gaisbauer Mo. bis. Sa., 6.57 Uhr, Ö1. Radiokolleg. Die Welt als Casino. Mo. bis Do., 9.05 Uhr, Ö1. Betrifft: Geschichte. Neuanfang nach der Antike. Mo. bis Fr., 17.55 Uhr, Ö1. Religion aktuell. Mo. bis Fr., 18.55 Uhr, Ö1. Praxis – Religion und Gesellschaft. Mo., 21.01 Uhr, Ö1.
Dimensionen – Die Welt der Wissenschaft. Täuschung, Fälschung, Titelkauf. Wie sichert die Wissenschaft Qualität und Vertrauen? Mo., 19.06 Uhr, Ö1. Da capo. Kontext – Sachbücher und Themen. „Sie starb wie Che Guevara“. Mi, 16 Uhr, Ö1.
Radio Vatikan Täglich 20.20 Uhr Hauptprogramm (Wiederholung um 6.20 Uhr). Täglich 16.00 Uhr Nachrichten. MW: 1530. So.: Aktenzeichen. Opfer der Nazis. Mo.: Weltkirchen-Magazin. Di.: Fünf Jahre Papst Benedikt. Mi.: Die Woche in Rom. Do.: Youngradio. Fr.: Prisma-Magazin. Sa.: Wochenkommentar. Sonntagsbetrachtung.
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Religion in Rundfunk & TV
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MITTWOCH, 3. 2.
DONNERSTAG, 4. 2.
FREITAG, 5. 2.
SAMSTAG, 6. 2.
11.25 Letzte Zuflucht Campingplatz. Wenn die Wohnung unbezahlbar wird. Im Grünen leben, umgeben von Natur: Das klingt nach Schlaraffenland. Dass immer mehr Menschen auf einen Campingplatz umziehen, hat allerdings weniger mit den Freuden des Zeltens zu tun. (HR) 14.15 Planet Wissen. Das Antarktische Meer. Von Robben, Krill und Pinguinen. (RBB)
6.00 Fritz Wunderlich. Unvergessene Aufnahmen (arte) 13.40 Netz Natur. Wildkatzen – eine haarige Geschichte. Wildkatzen, die kaum bekannten Verwandten unserer Hauskatzen, waren schon lange vor deren Domestikation in Europa heimisch. Einst fast ausgerottet, breiten sie sich heute wieder aus. (3sat) 14.15 Hoffen, Bangen, Täuschen. Der Schwindel mit der Kurzarbeit. „Mit Kurzarbeit die Krise meistern.“ Zwei Maschen sind besonders häufig: Arbeitgeber melden Kurzarbeit an. Trotzdem müssen die Mitarbeiter voll arbeiten – manchmal sogar mit Überstunden. (WDR) 20.15 Tauchfahrt in die Vergangenheit. Kolumbus’ letzte Reise. Spurensuche im Karibischen Meer. Am 11. Mai 1502 bricht Christoph Kolumbus zu seiner vierten und letzten Reise auf. Doch „El Alto Viaje“, die „Hohe Reise“, wie Kolumbus sie voller Ehrfurcht nennt, endet in einer Katastrophe. (ZDFneo) 21.05 Universum. Land der Kontraste – Die Wunder Zentralamerikas. Costa Rica und Belize sind Teil der schmalen Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika, die von zwei riesigen Ozeanen beeinflusst wird: dem Atlantik und dem Pazifik. Im Osten liegt die Karibik mit ihren weltberühmten Korallenriffen und Trauminseln. (ORF 2) 22.35 Sie wissen, was sie tun. Gewaltopfer Johannes Falken. Wochenlang liegt der junge Mann aus Leuna nach einem brutalen Überfall durch Jugendliche im Koma. Seine Verletzungen sind so schwer, dass er für den Rest seines Lebens als Pflegefall im Rollstuhl sitzen wird. (MDR)
11.00 Schätze der Welt – Erbe der Menschheit. Serengeti – Tansania. Schon der Name weckt die Sehnsucht nach einer intakten Natur. (RBB)
9.15 Mit der Kraft der Religion. Kampf gegen Genitalverstümmelung. (ZDFinfokanal) 12.00 Bilder aus Südtirol. Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen Südtirols. (3sat) 13.05 Jesus Christus – Geheime Mythen. (N24)
15.45 Uhr Winterreise. Von Usedom ins Gletschereis. Zwischen Kloster und Kalaschnikow. Abt Bernhard Thebes beim Karneval im tschechischen Kloster Osek. Der 77-jährige Rheinländer war einst angetreten, Nord-Böhmen zu missionieren und predigt heute in einer Kirche, die Platz für 2000 Menschen bietet, vor einer kleinen Handvoll Gläubigen. Der Abt kümmert sich um die Ärmsten der Stadt. (3sat) Foto: 3sat 18.30 Der Nil – Königreich am Fluss. Der Nil ist der wichtigste Wasserweg der Menschheitsgeschichte und der längste Fluss der Welt. (Phoenix) 20.15 Expeditionen ins Tierreich. Die wunderbare Welt der Pilze. Unterwegs in den Wäldern Australiens und Amerikas, in der heißen Wüste und der eisigen Arktis und im heimischen Wald. (NDR) 22.55 Feuerwehr. Seit mehr als 150 Jahren geht die Berufsfeuerwehr von Graz für die knapp 250.000 Einwohner der steirischen Landeshauptstadt durchs Feuer. (ATV)
blickwinkel
12.45 Uhr Santorin. Zwischen Kraterwand und Strand. „Die Runde“ hieß sie einst, auch „Die Schönste“. Die griechische Kykladen-Insel Santorin ist Anziehungspunkt für Touristen. Für sie ist Santorin mit seinen zwei Gesichtern geradezu ideal. Auf der einen Seite die steile Kraterwand mit spektakulären Ausblicken auf die Caldera, auf der anderen Seite flaches Land mit Stränden aus schwarzem und rotem Sand. (3sat) Foto: Bilderbox 20.15 Unter Eisbären. Nur mit einer Eisenstange bewaffnet, vertreibt ein Ranger ein stattliches Eisbärenmännchen. Heiko De Groot zeigt den abenteuerlichen Alltag am nördlichen Ende der Welt. (Phoenix) 21.02 Einwanderungsland Bayern. Wenn die Fremde zur Heimat wird. Am 9. November 1989 fällt die Berliner Mauer. Nach Öffnung der Grenzen strömen hunderttausende DDR-Bürger in die Bundesrepublik, und aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion kommen die Spätaussiedler nach Deutschland. (EinsExtra) 22.45 Ein Schiff und tausend Fjorde. Ein Kutter auf Landgang, in der Nähe der nördlichsten Stadt der Welt, Hammerfest. Die elf Schiffe der norwegischen Hurtigruten sind Legende. (Phoenix)
3sat Dienstag, 2. Februar, 22.55 Uhr
Tanzen, um zu leben! Ein Tänzer findet im Morgengrauen auf dem Gehsteig einen verlorenen Damenschuh und nimmt ihn mit nach Hause in seine Werkstatt. Er ist ein Schuster. Schon präsentiert er zahlreiche weitere Schuhpaare und beginnt die Geschichten der Träger zu erzählen. Musikalisches Porträt der Stadt Mexiko und ihrer Bewohner, in dem Tanzen das Leben der Protagonisten bestimmt, ihnen Würde und Identität verleiht und das Überleben in der Megastadt erleichtert. Foto: NDR
14.00 Uhr Afrikas Gewürzeküche. Geschichten aus Ägypten, von den Seychellen und aus Mosambik. Gewürze werden schon seit Jahrtausenden als Geschmacksverstärker und Heilmittel verwendet. Erstmals finden sie Erwähnung in ägyptischen und chinesischen Aufzeichnungen aus der Zeit um 3000 vor Christus. Zur Zeit Jesu Christi war Alexandria der wichtigste Handelsplatz für Gewürze. (3sat) Foto: Bilderbox
16.55 Religionen der Welt (ORF 2) 17.25 Vom Ahorn bis zur Zwiebel. Pflanzen in unserer Umgebung. (BR-alpha) 17.30 Berg und Geist. Ulrich Tilgner gilt als klassischer Fernsehjournalist und als Kenner des Nahen Ostens. Seit 1980 arbeitete er für Printmedien sowie für Rundfunk- und Fernsehanstalten (3sat) 18.02 Himmel und Erde. (RBB) 19.00 Natur exclusiv. Entlang der Moldau, südlich der Goldenen Stadt Prag, liegt ein verborgenes Mosaik aus Seen, Teichen, Wiesen und Wäldern. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine unberührte Wasserwildnis, ist jedoch ein Paradies aus Menschenhand. (BR) 20.15 Hitlers Verbündete. Ungarn und Rumänien. Ungarn musste nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg 1920 im Frieden von Trianon über zwei Drittel seines Staatsgebietes an die Tschechoslowakei, Jugoslawien, Österreich und vor allem an Rumänien abtreten. (Phoenix) 21.30 Verschollene Filmschätze. 1910. Buffalo Bill ist Buffalo Bill! Eine Sammlung bedeutender historischer Aufnahmen. Seit mehr als einem Jahrhundert dokumentieren Bild und Film die wichtigsten Geschehnisse der Weltgeschichte. Er gilt als einer der größten Bisonjäger aller Zeiten. Buffalo Bill von einer ganz anderen Seite. (arte)
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Sonntag
BIBEL UND LEBEN Von Kreisläufern und Heißläufern Eine österreichische Nationalmannschaft sorgt zur Zeit für Furore. Es ist jedoch (leider) nicht unser Schiteam und auch nicht die Fußballauswahl, es sind die Handballer, die bei ihrer Heim-Euro Euphorie auslösen. Doch mit der Begeisterung steigen auch die Erwartungen. Der Heimvorteil kann dann schnell zum Nachteil werden. Ähnlich hat es vielleicht Jesus erlebt, als er in seinen Heimatort kommt. Gerüchte über seine Taten sind ihm bereits vorausgeeilt. Doch davon lässt er sich nicht unter Druck setzen. Er weiß, dass die Erwartungen der Menschen ihrer Offenheit für seine Botschaft im Weg stehen. Sie, die Jesus von klein auf kennen, können das Neue nicht erkennen, das er ihnen bringt. Mit diesem Schicksal steht Jesus nicht allein da. Er verweist auf die Propheten Elija und Elischa, die ähnliche Erfahrungen gemacht und sich daher Menschen jenseits des Volkes Israel zugewendet haben. Diese Beispiele zeigen auch, dass Gottes Heilszuwendung keine Grenzen kennt und allen Menschen gilt. Für lokalpatriotische Vereinnahmung ist da kein Platz. Beim Handball ist ein wichtiger Spieler der Kreisläufer. Er soll Lücken in der Verteidigung des Gegners öffnen, durch die ein Angriff zum Torerfolg kommen kann. In der Synagoge von Nazaret hat es aber einige Heißläufer gegeben. Sie wollen Jesus nach seinen provozierenden Aussagen in die Enge treiben. Er hält ihrem Druck stand, findet eine Lücke in der zornigen Menge und geht der sinnlosen Konfrontation aus dem Weg. Wer nicht die innere Bereitschaft zur Bekehrung mitbringt, muss weiter im Kreis laufen.
31. Jänner 2010
4. Sonntag im Jahreskreis (Lesejahr C)
Am größten ist die Liebe EVANGELIUM Lk 4,21–30 Beifall und Wut In jener Zeit begann Jesus in der Synagoge in Nazaret darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Seine Rede fand bei allen Beifall; sie staunten darüber, wie begnadet er redete, und sagten: Ist das nicht der Sohn Josefs? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafarnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, das sage ich euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elija, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elija gesandt, nur zu einer Witwe in Sarepta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch die Menge hindurch und ging weg.
1. LESUNG Jer 1,4–5.17–19 Erwählung und Auftrag In den Tagen Joschíjas, des Königs von Juda, erging das Wort des Herrn an mich: Noch ehe ich dich im Mutterleib formte, habe ich dich ausersehen, noch ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt, zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt.
◗ Passende Gesänge (GL = Gotteslob)
Alfred Jokesch
Wo Güte und Liebe (GL 645/3, mit Chorbuch oder Münchner Kantorale C); Herr, ich glaube (GL 830); Dies ist mein Gebot (GL 958); Gib mir Liebe ins Herz (GL 959); Schenk mir die Liebe (Du wirst ein Segen sein 487); Geh! Geh! Geh den Weg (du mit uns 632).
Gürte dich, tritt vor sie hin, und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage. Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihren Augen in Schrecken. Ich selbst mache dich heute zur befestigten Stadt, zur eisernen Säule und zur ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige, Beamten und Priester von Juda und gegen das Volk auf dem Land. Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten – Spruch des Herrn.
2. LESUNG 1 Kor 12,31 – 13,13 Stückwerk und Vollendung Brüder und Schwestern! Strebt nach den höheren Gnadengaben! Ich zeige euch jetzt noch einen anderen Weg, einen, der alles übersteigt: Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnisse hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
Sonntag
31. Jänner 2010
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◗ GOTTESDIENSTKALENDER 31. Jänner: 4. Sonntag im Jahreskreis (grün). Gloria, Credo, Sonntagspräfation. – 1. Lesung: Jer 1,4–5.17–19; Antwortpsalm: Ps 71,1–3.5- 6.15.17; 2. Lesung: 1 Kor 12,31 – 13,13 (oder: 13,4–13); Evangelium: Lk 4,21–30. – Stundenbuch: 4. Woche. 1. Februar: Montag (grün). Lesung: 2 Sam 15,13–14.30; 16,5–13a; Evangelium: Mk 5,1–20. 2. Februar: Dienstag. Darstellung des Herrn, Lichtmess (weiß). Gloria, eigene Präfation. – Lesung: Mal 3,1–4 (oder Hebr 2,11–12.13c–18); Evangelium: Lk 2,22–40 (oder 2,22–32). 3. Februar: Mittwoch (grün). Lesung: 2 Sam 24,2.9–17; Evangelium: Mk 6,1b–6. – Oder: Ansgar, Bischof und Glaubensbote (weiß). – Oder: Blasius, Bischof und Märtyrer (rot). 4. Februar: Donnerstag (grün). Lesung: 1 Kön 2,1–4.10–12; Evangelium: Mk 6,7–13. – Oder: Rabanus Maurus, Bischof (weiß). – Oder: Um geistliche Berufe (grün oder weiß). 5. Februar: Freitag (grün). Lesung: Sir 47,2– 11; Evangelium: Mk 6,14–29. – Oder: Modestus, Bischof und Glaubensbote (weiß). – Oder: Agatha, Jungfrau und Märtyrin (rot). – Oder: Herz-Jesu-Freitag (weiß). Herz-Jesu-Präfation. 6. Februar: Samstag. Paul Miki und Gefährten, Märtyrer (rot). Lesung: 1 Kön 3,4–13; Evangelium: Mk 6,30–34. – Oder: Um geistliche Berufe (grün oder weiß). 7. Februar: 5. Sonntag im Jahreskreis (grün). Gloria, Credo, Sonntagspräfation. – 1. Lesung: Jes 6,1–2a.3–8; Antwortpsalm: Ps 138,1–5.7c–8; 2. Lesung: 1 Kor 15,1–11 (oder 15,3–8.11); Evangelium: Lk 5,1–11.
Da fühlt sich einer zum Künstler berufen – und seine Freunde raten ihm, Rosen zu züchten! Aber kann ein Mensch, der sich für Kunst begeistert, sich damit begnügen, Rosensträucher zu gießen? Josef Imbach
Wage es, du selbst zu sein! Folge der Stimme deines Herzens, nicht den Erwartungen anderer. Foto: Fotolia/LVDESIGN
Mut zum eigenen Ich Es ließe sich eine endlose Kette von Beispielen anführen … Eine Frau erträgt jahrzehntelang die Gewalttätigkeit ihres Mannes, weil sie insgeheim bodenlose Angst vor dem Alleinsein hat. Eine Mutter rackert sich wie eine Sklavin für ihren längst erwachsenen Sohn ab, weil sie nicht gegen die ihr von Jugend an eingetrichterte Vorstellung ankommt, dass Mutterliebe keine Grenzen kennt … Wie viele Menschen schrecken beim Gedanken an die in Kindertagen eingebläuten Maximen oder in Erinnerung an angedrohte Strafen davor zurück, gegen den Druck der Kirche, der Gesellschaft, der Verwandten und Nachbarn ihrer inneren Stimme zu folgen und das zu tun, was ihnen ihr Herz eingibt. Stattdessen fügen sie sich familiären, gesellschaftlichen oder kirchlichen Zwängen und tun, was „man“ von ihnen erwartet. Was man von ihnen erwartet – hier liegt in der Tat das Problem. Innerer Zwang ist letztlich Terror von außen, und er macht Menschen, die einfach nicht die Kraft aufbringen, ihm zu widerstehen, zu seelischen Krüppeln. Sie leben nicht, sondern sie werden gelebt. Je öfter ein Mensch erfahren muss, dass er Beistand nur unter genau festgelegten Bedingungen erhält, desto mehr fürchtet er sich vor menschlicher Nähe, die er im Innersten doch
brennend herbeisehnt. Wie ein Vater, der seinen Sohn enterbt, diesen nicht los wird, am allerwenigsten in Gedanken, so ergeht es uns, wenn wir von einer einmal erkannten Wahrheit überzeugt sind – und uns diese nicht zu leben getrauen aus Angst vor den anderen. Weil wir diese Angst niemandem und schon gar nicht uns selbst eingestehen mögen, treiben wir es sogar so weit, dass wir unsere aus eben dieser Angst heraus getroffenen Fehlentscheidungen auch noch rechtfertigen. Dies wiederum führt dazu, dass die Angst fast regelmäßig über die Wahrhaftigkeit siegt. Angst kann ein zuverlässiger Begleiter sein, und deshalb trifft man immer wieder auf das Paradoxon der kämpferischen Anhänglichkeit eines Menschen an sein Leid. Wir Menschen werden nur frei und beginnen erst wirklich zu leben, wenn wir es wagen, wir selber zu sein, will sagen, wenn wir den Mut aufbringen, der Stimme unseres Herzens zu folgen – gewiss nicht rücksichtslos gegenüber den anderen und auch nicht gegenüber uns selbst, aber auch ohne Angst vor dem Urteil der anderen und zunehmend furchtlos vor unseren eigenen Selbstverurteilungen. Aus: Josef Imbach, „Gott im Bahnhof finden. Wegweiser zur Alltagsspiritualität“; Claudius
BEGEGNUNG
HUMOR Treffen sich zwei Rosinen. Sagt die eine zur anderen: „Warum hast du denn einen Helm auf?“ Sagt die andere: „Weil ich heute noch in den Stollen muss!“ Gehen zwei Zahnstocher durch einen Wald. Kommt ein Igel vorbei, sagt der eine: „Wenn ich gewusst hätte, dass ein Bus fährt, hätte ich den genommen.“ Fragt die eine Kuh die andere: „Warum bist du so dünn?“ – „Weil ich nur vierblättrige Kleeblätter fresse …“
Sonntagsblatt-„Familientreff“. Zu einer Besichtigung des Augustinum und zum gemütlichen Wiedersehen trafen sich die aktuellen Mitglieder der Redaktion und Geschäftsführung des Sonntagsblattes mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Ruhestand. Im Bild in der Bibliothek im Augustinum von rechts: Sepp Fantic (Pfarrbetreuer und Fotograf i. R.), Chefredakteur Herbert Meßner, Regens Wilhelm Krautwaschl, Hannes Labner (stellv. Chefredakteur i. R.), Christine Röck (Abo-Verwaltung), Gerhard Ohrt (Fotograf und Redakteur i. R.), Annemarie Klüver (Abo-Verwalterin i. R.) und Dietlinde Behounek (freie Mitarbeiterin). Foto: Neuhold
SONNTAGSBLATT-RÄTSEL „Ordensfrauen“ war des Rätsels Lösung in Nr. 4. Gewinnerin aus Nr. 3 ist Cäcilia Knopper in St. Stefan ob Stainz. „Unser Rennen, Hasten, Hetzen hat mit Angst zu tun“, erinnert Abtprimas Notker Wolf und lobt die „Würde der Langsamkeit“. Im Buch „Gönn dir ZEIT. Es ist DEIN LEBEN“ rät der Benediktiner, „Dinge auch einmal stehen zu lassen“. Die Felder 1 bis 10 ergeben einen Sonntagsblatt-Höhepunkt im Juli im Westen Europas. Bitte schicken Sie eine Postkarte mit der Lösung bis 2. Februar an das Sonntagsblatt, Bischofplatz 2, 8010 Graz.
AUFLÖSUNG DES RÄTSELS AUS NR. 4
Der Gewinn (Verlag Herder) kommt aus der Buchhandlung am Bischofplatz 1 in Graz (Tel. 0 31 6/ 82 60 17).
Ein Mann betritt ein Spielwarengeschäft und sagt: „Guten Tag. Ich hätte gern ein Geduldsspiel … Aber Zack Zack!“ „Haben Sie meinen Rat befolgt und bei offenem Fenster geschlafen?“, fragt der Arzt. – „Ja.“ – „Und, sind Sie Ihre Bronchitis losgeworden?“ – „Nein, nur meinen Geldbeutel und meine Uhr.“ Ein Artist stellt sich beim Zirkusdirektor vor: „Ich springe aus 30 Metern Höhe in eine Weinflasche.“ – „Da ist doch bestimmt ein Trick dabei“, meint der Zirkusdirektor. – „Sicher, ich benutze natürlich einen Trichter!“ Sagt der kleine Ralf zu seinem Bruder: „Du hast aber dreckige Fingernägel!“ – „Na und, ich bin schließlich zwei Jahre älter als du!“
◗ Zitat der Woche
„Der Schiedsrichter kommt aus Rottenburg. Dort gibt es einen Bischof und einen FIFA-Schiedsrichter; das hat auch nicht jede Stadt zu bieten.“ Fritz von Thurn und Taxis als Fernsehkommentator des Fußballspiels Werder Bremen gegen Bayern München in sky.bundesliga.