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Rat rotiert wieder Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Der Rat der Samtgemeinde Sachsenhagen wird künftig wieder an unterschiedlichen Orten in der Samtgemeinde tagen. Da es gegenwärtig unter den Ratsmitgliedern niemanden gibt, für den Treppen ein Hindernis darstellen, beschloss der Rat auf Antrag der Wählergemeinschaft einstimmig, in Zukunft wieder innerhalb der Samtgemeinde zu rotieren. Früher hat der Rat außer im Rathaus in Hagenburg in der Gaststätte Gerland in Nienbrügge, im Dorfgemeinschaftshaus in Wölpinghausen und auch in Hagenburger Gaststätten getagt. SPD-Fraktionschef Wolfgang Kleiner monierte, dass „überhaupt über so etwas beschlossen werden“ müsse. „Wir können auch beschließen, dass die Sonne scheint“, ärgerte er sich. Die Rotation sei für ihn auch ohne Beschluss eine Selbstverständlichkeit.

Wohnung für Rollstuhlfahrer „geflutet“ Stadthagen: Täter dreht den Wasserhahn auf / Schaden zwischen 25 000 und 30 000 Euro Stadthagen (jw, jcp). War es eine gezielte Aktion oder doch nur blanke Lust am Kaputtmachen? Wenn es bloß ein „Streich“ gewesen sein soll, hat ein Unbekannter in der Nacht zum Dienstag einen alles andere als trockenen und vor allem fiesen Humor bewiesen. Er drang in ein Haus an der Oberntorstraße ein und drehte den Wasserhahn in einer der Wohnungen im Gebäude auf. Der Bauherr wird nicht darüber lachen können: Er schätzt den entstandenen Schaden auf 25 000 bis 30 000 Euro. Eine behindertengerechte Wohnung, die bereits fast bezugsfertig war, muss nun erst einmal saniert werden. Die Polizei stellt sich den Tathergang bis dato so vor: Vermutlich gelangte der Täter durch die Haustür in das Gebäude. Nachdem er im Keller alle Hauptwasserleitungen aufgedreht hatte, habe er in einer behindertengerecht ausgebauten Wohnung im Erdgeschoss ein Waschbecken verstopft und den Wasserhahn geöffnet. Durch den Flur sei das Wasser bis zur Entdeckung am Dienstagmorgen in die Kellerräume gelaufen. Das gerade verlegte Parkett muss nun nach Polizeiangaben erneuert werden. Die

Vor dem Gebäude stehen Autos von Handwerker-Unternehmen. Die Fenster sind offen. Wohnung sollte in den kommenden Tagen von einem gehbehinderten Menschen bezogen werden, der auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Bereits am Dienstagmorgen standen zahlreiche Autos unterschiedlicher HandwerkerUnternehmen vor dem Gebäude. Aufgrund der Größe

Foto: jw

des Schadens müssen Fachleu- ren wird es wohl nicht getan te die Trocknung vornehmen, sein. mit den während des Tages 4 Hinweise nimmt die Polizei vermutlich zu diesem Zweck unter Telefon (0 57 21) geöffneten Fenstern und Tü4 00 40 entgegen.

Wasserzähler werden teurer Samtgemeinde Lindhorst gibt Anhebung der Grundgebühr um 50 Cent weiter / Kontroverse um Verhalten des Verbandes Samtgemeinde Lindhorst (gus). Der Samtgemeinderat Lindhorst hat eine Anhebung der Grundgebühr für Frischwasser um monatlich 50 Cent beschlossen. Zu den 50 Cent kommen noch sieben Prozent beziehungsweise vier Cent Mehrwertsteuer. Damit gibt die Kommune eine Erhöhung des Wasser-

verbands Nordschaumburg an die Bevölkerung weiter, um auch in Zukunft weiter kostendeckend arbeiten zu können. Die Anhebung des Wasserverbands würde der Samtgemeinde bei 2425 Hausanschlüssen eine Mehrausgabe von 15 000 Euro einbrocken. Die Gebühren sollen fort-

an als Nettobeträge ausgewiesen werden, hieß es dazu. Dies sei „EDV-technischen Gründen“ geschuldet. Für die Verbraucher ändert sich deshalb nach Angaben des Kämmerers Jörg Schwedhelm allerdings nichts. Der unveränderte Grundpreis von 1,13 Euro pro Kubikmeter Wasser werde fortan als

1,06 Euro zuzüglich sieben Cent Steuer angegeben. Es handelt sich um die zweite Anhebung innerhalb von zwei Jahren. In 2009 war die Grundgebühr laut Hans Bielefeld (WGS/WIR) um 70 Prozent gestiegen. Jetzt gehe sie nochmals um 30 Prozent rauf. Klaus Baxmann (SPD) gab Bielefeld recht. Es handle

sich um eine „Gelddruckmaschine“, denn die Wasserzähler verursachten dem Verband keinen wachsenden Kostenaufwand. Dem widersprach HeinzDieter Lauenstein (SPD). Die Zähler müssten regelmäßig geeicht werden, und der Einbau eines neuen Zählers sei günstiger als das Eichen eines

bereits eingebauten Geräts. Im Vergleich zu anderen Wasserversorgungsverbänden könne die Samtgemeinde Lindhorst zufrieden mit dem Stand der Gebühren sein. Auch Jörg Windheim (CDU) nannte die Kritik am Wasserverband unbegründet. Der Ratsbeschluss fiel ohnehin einstimmig aus.


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Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 2

McDonald’s erĂśffnet noch vor Weihnachten Ab 22. Dezember wird gebraten – Arbeiten am Bau an der Kreuzbreite stehen kurz vor dem Abschluss BĂźckeburg (rc). Ăœber ein Jahr ist um die Ansiedlung einer McDonald’s-Filiale in der Kreuzbreite gerungen worden. Seit im September Einigkeit Ăźber die Kaufverträge erzielt wurde, geht alles ratzfatz. Bereits seit Anfang Oktober wird an dem Neubau an der Ecke von Kreuzbreite und Hans-Neschen-StraĂ&#x;e im Gewerbegebiet Kreuzbreite gearbeitet. Der Rohbau – im typischen Aussehen von McDonald’s samt McDrive – steht bereits, der Innenausbau läuft auf Hochtouren. Und auch auĂ&#x;en sind Parkflächen sowie Zu- und Abfahrten bereits so gut wie fertiggestellt. Dem Tempo entsprechend ist auch schon ein ErĂśffnungstermin festgelegt worden: Donnerstag, 22. Dezember, um 9 Uhr wird McDonald’s samt eines McCafĂŠs erĂśffnet. FranchiseNehmer ist die Randolf Harms Systemgastronomie GmbH, die bereits den McDonald’s in Stadthagen beFoto: rc treibt.

In wenigen Wochen ist die neue McDonald‘s-Filiale an der Kreuzbreite aus dem Boden gestampft worden.

Neue Oberschule kommt an die KlosterstraĂ&#x;e Platz genĂźgt fĂźr ersten Jahrgang / Planungsgruppe nimmt Arbeit auf / Genehmigung steht noch aus che Informationsveranstaltungen fĂźr die Erziehungsberechtigten der jetzigen GrundschĂźler anbieten. Schon jetzt kĂśnnen sich Elternvertreter der Grundschulklassen bei der Planungsgruppe melden, ihre WĂźnsche und Anregungen äuĂ&#x;ern: E-Mail Rudolf@hildburgschule.net. „Die Mitwirkung der Erziehungsberechtigten ist sehr willkommen“, sagt Rudolf im Namen der informellen Planungsgruppe. „Denn das Ziel ist es, eine breit akzeptierte und attraktive Schule einzurichten. Eine gute Schule basiert im Wesentlichen auf zwei Dingen; der sächlich-räumlichen Ausstattung so-

eingerichtet werde. Die jetzigen Realschul- und Hauptschulklassen werden weiter nach den Lehrplänen der jeweiligen Schulform unterrichtet und zum Abschluss gefĂźhrt. Beide Standorte bleiben also vorerst in Betrieb, werden ab dem neuen Schuljahr aber von der neuen Oberschulleitung verwaltet. Wer dort den Hut auf hat, entscheidet sich erst nach einer Ausschreibung der Stelle durch die LandesschulbehĂśrde. Das ist aber erst mĂśglich, wenn die Schule formal genehmigt ist. Die Realschule wird zunächst von Konrektor Thorsten Rudolf geleitet, der auch Sprecher der jetzigen informellen Planungsgruppe ist. Die Mitglieder der Planungsgruppe sind zurzeit damit befasst, die neue Oberschule inhaltlich auszugestalten. Sie greifen auf die Erfahrungen der beiden jetzigen Schulen zurĂźck, das Beste aus beiden Schulformen soll berĂźcksichtigt und ausgebaut werden. „So wird die Oberschule beispielsweise die erfolgreichen Kooperationen mit diversen Partnern aus der Wirtschaft und den Schulen des Sekundarbereichs II weiterfĂźhren“, erklärt Rudolf. Kleine Gruppen, individuelle FĂśrderung und erhĂśhte Bildungschancen nennt er als Vorteile der neuen Schulform. Im Februar/März 2012 will die Planungsgruppe umfangrei-

 





   

 

 

        

Der offizielle Sitz der kĂźnftigen Oberschule wird im Gebäude der heutigen Realschule in der KlosterstraĂ&#x;e sein, fĂźr die unsere Zeitung hier schon einmal das Namensschild verändert hat. Foto: tol

 





    

  

 

 

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sen ausreizt, mĂźsste es ohne den Bau einer neuen Klasse aufgehen, rechnet Schulleiter Kynast vor. â&#x20AC;&#x17E;Aber danach wird man mit steigendem Bedarf an diesem Standort investieren mĂźssenâ&#x20AC;&#x153;, blickt Rudolf in die Zukunft. FĂźr die inhaltliche Planung der Oberschule werde die Zeit reichen, erklärt Rudolf. Erfahrungen aus der Zeit der EinfĂźhrung der IGS liegen noch vor. Mit Versetzungen von Lehrern wird anfangs nur vereinzelt gerechnet, je mehr sich die SchĂźlerzahl von der Hauptzur Oberschule in der Realschule verlagert, wird es aber Versetzungen geben.

 

 

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wie dem Engagement der Mitwirkenden. Die sächlichen und räumlichen Gegebenheiten bestimmen wesentlich auch die pädagogischen MĂśglichkeiten.â&#x20AC;&#x153; Auf entsprechende Ausstattung hoffen die Mitglieder der Planungsgruppe. Bauliche MaĂ&#x;nahmen sind zunächst nicht vorgesehen, dafĂźr hat der Landkreis auch nichts in seinen Haushalt fĂźr 2012 eingestellt. An der Realschule gehen in diesem Schuljahr vier Klassen ab, zuletzt hatte es nur drei neue Klassen im fĂźnften Jahrgang gegeben. Die Hauptschule hatte zuletzt zwei Eingangsklassen. Wenn man die Obergrenzen der Klas-

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Rinteln (dil). Das Kultusministerium hat die Einrichtung einer Oberschule ohne gymnasialen Zweig in Rinteln zwar noch nicht formal genehmigt, aber in den beiden davon betroffenen Schulen treffen sich seit Mitte November bereits Mitglieder einer Planungsgruppe zur Vorbereitung der Oberschule. â&#x20AC;&#x17E;Informell und freiwilligâ&#x20AC;&#x153;, stellt Friedrich-Wilhelm Dehne, Leiter des Kreisschulamts, dazu fest. â&#x20AC;&#x17E;Wenn die Genehmigung vorliegt, wird auch formal eine Planungsgruppe eingesetzt.â&#x20AC;&#x153; Diese Gruppe hätte dann Anspruch auf Ersatzstunden fĂźr die geleistete Planungsarbeit, die dann als Arbeitszeit gilt. Nur wird die Zeit knapp. Deshalb haben der Leiter der Hildburg-Realschule, Horst Kynast, und dessen Leiterkollege von der Hauptschule, Kurt Feltz, bereits eine Gruppe ins Leben gerufen. Die formale Ernennung erwarten sie im Februar. Dann geht allerdings Kynast schon in Ruhestand. Feltz scheidet Ende des Schuljahres aus. Drei Mitglieder der Planungsgruppe stammen von der Hauptschule, vier von der Realschule. Bei deren Treffen am 29. November teilte der hinzugeladene Dehne mit, dass die neue Oberschule mit voraussichtlich vier 5. Klassen im August am Standort KlosterstraĂ&#x;e

Das â&#x20AC;&#x17E;La Piazzettaâ&#x20AC;&#x153;, italienisches Restaurant mit Eisdiele und FrĂźhstĂźck in Stadthagen, sucht zu sofort

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Jetzt ist der Wurm drauĂ&#x;en

Noch bis Ende des Jahres untersucht Elke Wessel-Baum Fleisch im BĂźckeburger Trichinenlabor, das es danach nicht mehr gibt. Foto: jcp Landkreis (jcp). Ende der Untersuchung: Ab dem kommenden Jahr bleibt das Trichinenlabor im Veterinäramt in BĂźckeburg geschlossen. Jäger und Hausschlachter mĂźssen ihr Wild- und Schweinefleisch kĂźnftig im Landkreis Nienburg auf die Larven untersuchen lassen, die zu Magen- und Darmbeschwerden, bei schwerem Verlauf auch zum Tod fĂźhren kĂśnnen. Wilhelm Brase vom Veterinäramt nennt drei GrĂźnde fĂźr die Entscheidung. Erstens mache eine seit Januar 2010 gĂźltige EU-Richtlinie fĂźr Labore zur Trichinenuntersuchung einen Zulassungsprozess notwendig, der mit bis zu 5000 Euro zu Buche schlägt. Dieser finanzielle Aufwand rechne sich nicht, bedenke man dazu den stetigen RĂźckgang der Schlachtungen in den vergangenen Jahren. â&#x20AC;&#x17E;Die sind Grund zweiâ&#x20AC;&#x153;, gibt Brase zu verstehen. Und fragt: â&#x20AC;&#x17E;Wer schlachtet denn heute noch zu Hause?â&#x20AC;&#x153; So wurden im Jahr 2004 knapp 3000 Muskelfleischproben von Schweinen in BĂźckeburg auf Trichinen untersucht, im vergangenen Jahr waren es nur noch 1939. Drittens habe mit Elke Wessel-Baum ohnehin nur noch eine Fachassistentin fĂźr Fleischbeschau beim Veterinäramt gearbeitet. In den 29 Jahren ihrer Tätigkeit hat Wessel-Baum den massiven RĂźckgang der Arbeit des Veterinäramtes in diesem Bereich miterlebt. Zu Beginn ihrer Karriere vor rund 30 Jahren hat sie 18 Kollegen in der Fleischbeschau gehabt, seit September 2011 macht sie den Job allein. In Zukunft wird Wessel-Baum als Kurier zwischen Schaumburg und dem Nienburger Labor fungieren. Trichinenproben werden dort kĂźnftig montags und donnerstags untersucht. â&#x20AC;&#x17E;Das ist sicher nicht mehr so bequem wie frĂźher, als man hier an jedem Werktag seine Proben abgeben konnte und noch am selben Tag das Ergebnis erhalten hatâ&#x20AC;&#x153;, gibt Wilhelm Brase zu. Aber: In Schaumburg gebe es keinen Schlachthof, fĂźr die stetig zurĂźckgehende Zahl an Hausschlachtungen und den Bedarf der Jäger zum Beispiel bei geschossenen Wildschweinen lohne sich der Aufwand nicht mehr â&#x20AC;&#x201C; deshalb die Kooperation mit dem Landkreis Nienburg. Trichinen sind FadenwĂźrmer, die vor allem im Muskelgewebe von Tieren sitzen und sich bei Verzehr vom Darm ausgehend im KĂśrper des Menschen ausbreiten kĂśnnen. Als HauptĂźberträger gelten Schweine.


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Seite3 | Sonnabend, 17. Dezember 2011

„Lust an der Gewalt“: Opfer bewusstlos getreten Vor Gericht: Schläger vom Gelldorfer Erntefest akzeptieren Urteil / Es bleibt bei 18 Monaten Jugendstrafe mit Bewährung Gelldorf/Bückeburg (ly). Es bleibt bei 18 Monaten Jugendstrafe mit Bewährung, zu der das Amtsgericht in Bückeburg jeden der beiden Schläger vom Gelldorfer Erntefest 2010 verurteilt hat. In einem zweiten Prozess, diesmal vor der 1. Großen Jugendkammer am Landgericht, haben die Angeklagten ihre Berufungen jetzt zurückgezogen. Zuvor hatten Richter, Staatsanwaltschaft und Verteidigung hinter verschlossenen Türen ein Rechtsgespräch geführt. Über den Inhalt verlautete nichts. Bekannt ist, dass nicht nur beide Männer das Urteil angefochten haben,

sondern auch die Staatsanwaltschaft. Deshalb hätten sich die 17 und 20 Jahre alten Angeklagten verschlechtern können. Ihr Opfer könnte tot sein. Bis zu einer Minute lang hatten die jungen Männer in der Nacht zum 28. August auf einen 28-Jährigen eingetreten, der bereits wehrlos am Boden lag und vorübergehend das Bewusstsein verlor. Dabei wollte dieser nur einen Streit schlichten. Ein dritter Täter blieb unbekannt. Im schriftlichen Urteil, das zu Beginn der Berufungsverhandlung verlesen wurde, attestiert der erstinstanzliche

Jugendrichter Dirk von Behren den Schlägern „menschenverachtende Brutalität“. Das Opfer, so heißt es weiter, sei „beinahe zu Tode getreten“ worden. „Nur glückliche Umstände“ hätten dies verhindert. Faustschläge und Tritte hatten den Obernkirchener auch am Kopf getroffen. Er erlitt eine Gehirnerschütterung, diverse Blutergüsse im Gesicht, einen Schädelbruch sowie weitere Verletzungen. Nach dem Angriff am Toilettenwagen war der 28-Jährige sieben Wochen lang arbeitsunfähig. Zunächst hatten es die

Schläger an jenem Sonnabend gegen 3 Uhr auf ein anderes Opfer abgesehen. Auf dem Rücken trug dieser Mann ein durchgestrichenes Hakenkreuz, das leicht als antifaschistisches Symbol zu erkennen sein sollte. Trotzdem bedrohten die Schläger ausländischer Herkunft den Fußballfan, der eine Jacke des FC St. Pauli trug, mit den Worten: „Du Nazischwein, Dich machen wir platt!“ Richter von Behren meint, dass es nicht darum gegangen sei, einen vermeintlichen Neonazi zur Rede zu stellen. „Die Angeklagten hatten es allein darauf abgesehen, aus

reiner Lust an der Gewalt jemanden zusammenzuschlagen.“ Als es Schubser und Schläge setzte, ging der 28Jährige dazwischen, um den Streit mit Worten zu schlichten. Fast hätte er für diese Zivilcourage mit seinem Leben bezahlt. Vor dem Hintergrund mag das Urteil milde wirken. Angeklagt waren die Schläger aus Nienstädt und Obernkirchen jedoch wegen gefährlicher Körperverletzung, nicht wegen versuchten Totschlags. Zugunsten der Täter hatte das Gericht zudem berücksichtigt, dass einer von ihnen bis dahin überhaupt nicht vorbestraft

Brand an Bäckerei: Kinder spielen mit Feuer

Die Zweite Kirche liegt darnieder Katholisches Gotteshaus in Nienstädt wird abgerissen Nienstädt (gus). Nun hat die Samtgemeinde Nienstädt kein einziges katholisches Gotteshaus mehr. Die Kirche an der Sülbecker Straße ist am Dienstag dem Erdboden gleichgemacht worden. Fast auf den Tag genau einen Monat nach dem Abriss der Helpser Kirche „Heilig Kreuz“ kam die Nienstädter St.-Bartholomäus-Kirche „unters Messer“. Erneut war das Abbruchunternehmen Döpke aus Hannover im Einsatz. Genauer: Es ist noch im Einsatz. Denn auch wenn das Kirchengebäude und der Turm jetzt nur noch als Trümmerhaufen existieren, so ist die Arbeit noch längst nicht getan. Unter anderem wird noch das Fundament entfernt.

Überhaupt war das Zerstören der zweiten katholischen Kirche in der Samtgemeinde deutlich komplizierter als der Abriss in Helpsen, wie ein DöpkeMitarbeiter erläuterte. Dies sei der Tatsache geschuldet, dass es sich in Nienstädt um einen Fertigbau handelte. Lediglich der Sockel des Kirchturms war aus Stein. Weil in dem Fertigbau vor allem Holz und Glaswolle zum Dämmen verarbeitet waren, hatten die Mitarbeiter des Abbruchunternehmens mehr Mühe dabei, die Baustoffe voneinander zu trennen. Denn diese müssen Sorte für Sorte entsorgt werden. Bevor der große Bagger den spitzen Holzaufbau des Kirchturms vom

Sockel stieß, musste der Baggerführer ebenfalls einige Metallleisten entfernen. Die hölzerne Tür „zupfte“ er mit der Schaufel mühelos aus der Verankerung. Erst als die Arbeiter sicher waren, dass der Rest des Spitzdachs ausschließlich aus Holz bestand, stieß der lange Greifarm das Gebilde in Zeitlupentempo um. Anschließend manövrierte der Mann an den Schaltknüppeln die Baggerschaufel wieder über die ehemalige Turmspitze, hob diese in die Höhe und ließ das tonnenschwere Konstrukt auf den Haufen mit dem übrigen Holz krachen. Hatten die „Abbrecher“ bereits in den vergangenen Tagen mit dem matschigen Untergrund zu

Während der Baggerarm den Kirchturm zerlegt, zeigt sich die Sonne nur spärlich. Foto: gus kämpfen, so dürfte sich dies noch verstärken, wenn das Betonfundament ausgebuddelt wird.

Auf wertvolle Gegenstände musste nicht mehr geachtet werden. Diese waren vor gut einem Jahr entfernt wor-

den. Bei einer feierlichen Profanisierung entnahm ein Geistlicher die Reliquien aus dem Altar.

Auch Haste verlängert Vertrag mit e.on Sandmann: „Versorgungssicherheit geht vor“ / Bad Nenndorfer Rat entscheidet heute Abend Haste (kcg). Nach Hohnhorst und Suthfeld geht auch die Gemeinde Haste in Sachen Stromversorgung in die Verlängerung. Einstimmig hat sich der Rat dafür ausgesprochen, einen neuen Konzessionsvertrag mit e.on abzuschließen. Der Weg für eigene Stadtwerke auf Ebene der Samtgemeinde oder auf Kreisebene ist aber

war, der Zweite wegen vergleichsweise geringer Delikte. Verbunden ist die Mitte März verkündete Entscheidung mit mehreren Auflagen, darunter in einem Fall 3500 Euro Schmerzensgeld, im anderen 350 Stunden gemeinnützige Arbeit. Zwischenzeitlich haben die Angeklagten in anderer Sache erneut vor dem Jugendschöffengericht gestanden. Wegen gefährlicher Körperverletzung müssen beide zwei Wochen Dauerarrest verbüßen und darüber hinaus an einem dreimonatigen sozialen Trainingskurs teilnehmen.

nicht gänzlich verschlossen. Eine Klausel ermöglicht, entweder nach fünf oder zehn Jahren aus dem Vertrag auszusteigen. Damit folgt Haste dem Beispiel der Gemeinden Hohnhorst und Suthfeld sowie der Stadt Bad Nenndorf, die ebenfalls Konzessionsverträge mit flexiblen Laufzeiten

abgeschlossen haben. Wie berichtet, laufen die derzeit geltenden Verträge Ende des Jahres aus – eine Möglichkeit für die Kommunen in Nenndorf, das Stromnetz zu kaufen und eigene Stadtwerke zu gründen. Gespräche wurden geführt, jedoch erteilten zunächst Hohnhorst und Suthfeld dem Vorhaben eine Ab-

sage. „Das Thema Stadtwerke beschäftigt uns schon lange“, erklärte Bürgermeister Sigmar Sandmann (SPD) in der Sitzung des Haster Gemeinderates. Das Stromnetz in Eigenregie zu betreiben sei allerdings mit betriebswirtschaftlichem und technischem Know-how verbunden. „Das ist für Haste nicht

zu leisten“, erklärte Sandmann und betont: „Die Versorgungssicherheit der Bürger steht an oberster Stelle.“ Die Ausstiegsklausel im neuen Vertrag könne allerdings „neuen Entwicklungen“ hinsichtlich möglicher Schaumburger Stadtwerke oder Samtgemeinde-Stadtwerke Rechnung tragen.

Stadthagen (ssr). Es sind Kinder gewesen: Die Ermittlungen im Fall des Feuers im rückwärtigen Bereich der Bäckerei Lohmeyer in der Gerbergasse am Abend des 1. Dezember wurden jetzt abgeschlossen. Das hat Polizeisprecher Axel Bergmann mitgeteilt. Die schon kurz nach dem Brand bei der Polizei eingetroffenen Zeugenaussagen hätten sich letztlich als zielführend erwiesen, berichtete Bergmann. Damals hatten Jugendliche Vornamen von Kindern genannt, die sich kurz vor Ausbruch des Feuers an dem offenen Unterstand der Bäckerei aufgehalten haben sollten. Die Spur habe zu zwei neunjährigen Kindern geführt. In Gesprächen hätten diese eingeräumt, in dem Unterstand gekokelt zu haben, führte der Polizeisprecher weiter aus. Als die beiden sich plötzlich beobachtet fühlten, hätten sie „noch einen Lumpen auf die Glut geworfen“ und seien dann schnell weggelaufen. „Vermutlich ist das Feuer erst durch diesen Lumpen richtig in Gang gekommen“, so Bergmann. Die Aussagen der Kinder seien „in sich schlüssig und glaubhaft“ gewesen. Es habe sich „um ein kindertypisches Gekokel“ gehandelt, führte Bergmann weiter aus: „Die haben sicher nicht gewusst, was sie da taten und welche Folgen das haben könnte.“ Wie berichtet hatte die Feuerwehr den Brand rasch löschen können. Bergmann richtete an alle Erziehungsberechtigten den Appell, „ihre Kinder über den verantwortungsvollen Umgang mit Feuer aufzuklären und mit strikten Verboten zu arbeiten“.


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Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 4

Sattelzug geklaut – und die Ladung gleich mit Russischer Fahrer zieht Berufung zurück / Nach einem Jahr Untersuchungshaft winkt ihm jetzt die Freiheit Bad Eilsen/Bückeburg (ly). Heiligabend feiert er zu Hause, wenn alles glatt läuft: Nach einem Jahr in Untersuchungshaft winkt einem russischen Lastwagenfahrer die Freiheit. Nachdem der 43-Jährige jetzt zum zweiten Mal vor Gericht gestanden hat, sieht es jedenfalls ganz danach aus. In der Nacht zum 11. Dezember 2010 hatte eine Polizeistreife den Mann aus Kaliningrad auf der Autobahn nahe der Abfahrt Bad Eilsen aus dem Verkehr gezogen. Er saß am

Steuer eines Sattelzuges, den Diebe in Belgien mitsamt Ladung gestohlen hatten. Bis unters Dach war der Anhänger mit Druckern und Zubehör vollgepackt. Gesamtwert: 560 000 Euro, wobei 100 000 Euro auf das Fahrzeug entfallen. Wegen Hehlerei verurteilte das Bückeburger Schöffengericht den Russen später zu 18 Monaten Haft. Im Berufungsverfahren machte Staatsanwalt André Lüth jetzt einen vielversprechenden Vorschlag. „Falls

die Strafvollstreckungskammer dies befürwortet, könnte der Angeklagte Weihnachten zu Hause sein“, sagte Lüth und erinnerte an den „Zwei-DrittelTermin im Dezember“. Der Hintergrund: Wenn zwei Drittel der Haft verbüßt sind, können Gefangene auf Bewährung entlassen werden. In diesem Fall will die Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Antrag stellen. Daraufhin zog der 43-Jährige, vertreten durch zwei Verteidiger, seine Berufung zurück, obwohl er bis

zuletzt behauptet hatte: „Ich habe nichts getan.“ Das Urteil ist damit rechtskräftig. Wäre die Entscheidung weiter angefochten worden, hätte dies zu Verzögerungen geführt. Falls der Angeklagte mit seiner Unschuldsbeteuerung meint, dass er den Sattelzug nicht selbst gestohlen hat, dürfte dies die Wahrheit sein. Strafbar hat sich der Fahrer trotzdem gemacht, auch wenn er vermutlich das kleinste Rädchen im Getriebe war. Die Justiz geht davon aus, dass hinter

dem Lasterklau organisierte Kriminalität im großen Stil steht. Über die Hintermänner wurde nichts bekannt. Ende 2010 hatte der Russe einen Anruf auf seiner Arbeitsstelle erhalten. Er wurde als Fahrer angeheuert, den Flug nach Brüssel und Übernachtungen in mehreren Hotels musste er nicht bezahlen. Zwei Männer, die sich nicht vorstellten, übergaben ihm ein fremdes Handy und wollten die Tour im Pkw begleiten. Es sollte Richtung Litauen gehen. Weil

das in Belgien geklaute Gespann mit GPS ausgestattet war, ließ sich die Fuhre leicht orten. Die Fahrt endete bereits in Bad Eilsen. Eines ist dem Verurteilten wichtig: Er hat „großes Interesse daran, weiter in Deutschland fahren zu dürfen“, wie Verteidiger Marcus Bartscht erklärt. Im Vergleich mit russischen Verhältnissen lässt sich viel Geld verdienen. Da der 43-Jährige nicht abgeschoben werden soll, sondern nur aus der Haft entlassen, dürfte dem nichts im Weg stehen.

„Paco“ findet keine Spur von Brandstiftung Technischer Defekt wahrscheinlich Ursache für Großbrand in Rehren Auetal-Rehren (la). Ein technischer Defekt ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache für den Großbrand gewesen, bei dem eine Scheune in Rehren bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist. Das hat jetzt eine Brandermittlungskommission vor Ort festgestellt. Zwei Spezialisten vom Landeskriminalamt in Hannover, ein Kriminalbeamter aus Rinteln und der Brandspürhund „Paco“ mit seinem Hundeführer aus Hameln haben die Trümmer unter die Lupe genommen. „Dass Brandbeschleuniger benutzt wurde, kann ausgeschlossen werden, denn dann hätte der Hund angeschlagen“, sagte der Rintelner Kripochef Jörg Stuchlik auf Anfrage. Noch Wochen nach einem Brand könnten die speziell ausgebildeten Spürhunde Brand-

beschleuniger wittern, so Stuchlik. Bei der Untersuchung des Brandorts fanden die Ermittler alte Elektrokabel und stellten fest, dass in der Scheune ein Kompressor im Dauerbetrieb gelaufen ist. Weil eine Scheune, in der Heu und Stroh gelagert werden, auch stets Nagetiere anzieht, könnte ein Elektrokabel angeknabbert worden sein und dadurch einen Kurzschluss verursacht haben. Ein technischer Defekt sei jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit die Brandursache gewesen, hieß es gestern. Fast alle Auetaler Feuerwehren sind am frühen Montagmorgen in Rehren im Einsatz gewesen und haben durch ihr schnelles und vorbildliches Eingreifen Schlimmeres verhindert. „Wir konnten das Wohnhaus retten, das durch den

Herr und Frau Schweer sind Zusteller in Wiedensahl.

schnellen Löscheinsatz fast unbeschädigt geblieben ist. Ich bin mit der Arbeit meiner Feuerwehrleute sehr zufrieden“, sagte Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold. Kursierende Gerüchte über verspätete Alarmierungen konnte der Gemeindebrandmeister ebenso aus der Welt schaffen wie die Vermutung, dass nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung gestanden hat. Um 4.25 Uhr hatten die Bewohner des Bauernhofs im Kapellenweg den Brand bemerkt und dann sofort die Feuerwehr angerufen. Um 4.28 Uhr sind fast alle Auetaler Ortsfeuerwehren alarmiert worden, zudem wurde ein Löschzug aus Rinteln mit Der Hundeführer der Polizei lässt „Paco“ auch in Trümmern schnüffeln, die außerhalb der Scheune liegen. Foto: tol Drehleiter bereits um 4.30 Uhr angefordert. Die ersten waren um 4.38 Uhr an der Allerdings habe die enorme es aber schließlich darum, Wasserentnahme aus dem Netz Menschen, Tiere sowie Hab Einsatzkräfte der Feuerwehr Einsatzstelle. „Das ist eine wirklich gute dazu geführt, dass der Wasser- und Gut zu retten. „Da mussAusrückzeit“, so Nothold. Auch verband einige andere Leitun- ten sich eben manche ihren Wasser sei ausreichend vorhan- gen für kurze Zeit habe schlie- Frühstückskaffee etwas später den gewesen, erklärte der Ge- ßen müssen. So waren einige kochen“, stellte auch Bürgermeindebrandmeister auf Anfra- Häuser am „Horn“ in Rehren meister Thomas Priemer fest. Der Hydrant wurde übrigens ge. „Ein Unterflurhydrant hat sowie die Autobahnrastanlage, bereits ausgetauscht. Um leichzunächst Wasser geliefert, ging für kurze Zeit ohne Wasser. „Das ist aber völlig normal ter Löschwasser aus der Aue aber während des Einsatzes kaputt“, so Nothold. Das habe bei einem Großbrand, weil abpumpen zu können, vor alaber die Löscharbeiten nicht dann riesige Mengen Wasser lem bei Niedrigwasser, soll darbeeinträchtigt, da auch Wasser auf einmal benötigt werden“, über nachgedacht werden, die aus der Aue abgepumpt wurde. erläuterte Nothold. Dabei gehe Aue aufzustauen.

110 000 Euro minus, aber gut im Ranking Bund der Steuerzahler: Rinteln bei Friedhofsgebühren günstig

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Rinteln (dil). Wer im Monatsmagazin des Bundes der Steuerzahler (BdSt) erwähnt wird, hat meist Geld verschwendet. Die Weserstadt hat Glück: Sie wird in einem Städtevergleich der Friedhofsgebühren gleich zweimal unter den günstigsten fünf Städten der Erhebung genannt. Doch richtig freuen kann man sich darüber im Rathaus nicht, denn der Preis für diesen „Ruhm“ ist hoch: jährlich 110 000 Euro minus in der Friedhofskasse, Tendenz steigend. Aber danach hat der Bund der Steuerzahler ja nicht gefragt. Insgesamt 75 Städte aus Niedersachsen, sowie Bremen und Bremerhaven wurden beim Vergleich der Grabnutzungs- und Bestattungsgebühren unter die Lupe genommen. Bei den Gesamtgebühren für ein Urnenreihengrab ist Rinteln fünftgünstigste Stadt mit 420 Euro, getoppt nur von Achim, Soltau, Walsrode und Lingen. Bei den Gesamtgebühren für eine Baumbestattung (Durchschnittspreis 1470 Euro) sind nur Nordhorn, Nienburg und

Braunschweig billiger als Rinteln (720 Euro). Nur im unteren Drittel platzierte sich Rinteln bei den Gesamtgebühren für ein Erdreihengrab (1085 Euro). 22 Kommunen boten das günstiger an, Spitzenreiter war Winsen (Luhe) mit 400 Euro vor Moormerland mit 435 Euro und Rotenburg (Wümme) mit 495 Euro. Da aber jetzt nicht mit einem großen auswärtigen Interesse an Bestattungen in Rinteln zu rechnen ist, geht die Stadt weiter in Richtung Defizitabbau. 2010 betrug das Minus in der Friedhofskasse 110 000 Euro, in diesem Jahr erwartet der Erste Stadtrat Jörg Schröder noch mehr: „Wir haben in die Pflege und Modernisierung der Friedhöfe investiert.“ Die Einnahmen dagegen stiegen nicht. Die Jahresabrechnung wird dem Finanzausschuss im Frühjahr vorgelegt. Dann stellt sich wieder die schon in diesem Jahr heiß diskutierte Frage: Gebühren anheben und/oder Leistungen kürzen? „Wir werden im Frühjahr Vorschläge zur Gebührenan-

passung oder Leistungsreduzierung machen“, sagt Schröder. „Aber ich habe auch schon beim letzten Mal im Finanzausschuss davor gewarnt, den Pflegestandard drastisch zu senken. Gerade ältere Bürger erwarten einen gepflegten Friedhof, da sie ihre Gräber auch gut in Ordnung halten.“ Bei der jüngsten Haushaltsberatung im Bauausschuss hatte Stadtgärtner Klaus Ulrich Hartmann zudem erklärt, die Stadt wolle und müsse auf den Friedhöfen investieren, damit nicht weitere Bestattungen zu Friedwäldern in der Nachbarschaft abwandern (wir berichteten). Im vergangenen Winter hatte zum Beispiel der Friedwald Kalletal zwischen Varenholz und Erder eine „Informationsveranstaltung“ im Heim „Alte Feuerwehr“ (betreutes Wohnen) ausgerichtet. Im Finanzausschuss glaubten Mitglieder noch, mit weniger Rasenmähen lasse sich das Defizit spürbar senken. Ein Problem ist, dass viele Bürger immer preisgünstigere Bestattungsformen wollen, um vor allem wenig Pflegeaufwand zu haben.


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L OKALES

Seite 6

Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 6

Wagen wird „abgebaut“

Residenz soll am Stadtpark entstehen

Vandalismus auf dem Lindhorster Schulhof / Attraktionen für Jugend nötig / Drei Tatverdächtige Lindhorst (gus). Es ist ein kurzes Gastspiel gewesen: Der gespendete Bauwagen soll vom Lindhorster Schulhof bereits wieder verschwinden. Der Grund ist wiederholter Vandalismus. Eigentlich sollten der Sanitätsdienst der Haupt- und Realschule und die Streitschlichter der Grundschule den Bauwagen als „Zentrale“ auf dem Pausenhof nutzen. Es handelte sich um eine Spende der Bürgerinitiative „Wir für soziale Gerechtigkeit“, die die Schulen gern annahmen. Doch nach drei Fällen von Zerstörungswut, die an dem Wagen ausgelassen wurden, war Schluss. Sowohl „Wir“-Sprecher Matthias Hinse als auch Schulleiterin Ulrike Rehn sind enttäuscht. Nach Worten Hinses ist der Wagen zeitweise länger in Reparatur gewesen, als er nutzbar war. Es habe keinen Sinn, gegen diese augenscheinlich zielgerichtete Form des Vandalismus anzuarbeiten, schon gar nicht ehrenamtlich. Es gibt auch bereits einen konkreten Verdacht, wer der oder die Übeltäter sind. Der Landkreis Schaumburg als Schulträger hat Anzeige erstattet. Nach Auskunft der Polizei haben die Ermittler nach Zeugenaussagen drei Tatverdächtige im Visier: zwei aktuelle und einen ehemaligen Schüler der Magister-Nothold-Schule. Auch im Rathaus ist die Serie von Vandalismus-Fällen mit Sorge aufgenommen worden. Samtgemeindebürgermeister Andreas Günther ist ebenso verärgert wie Rehn und Hinse. Er verweist aber darauf,

Der Bauwagen verschwindet bald vom Pausenhof, auch der Zaun verhinderte den Vandalismus nicht. dass es sich nicht um einen generellen Anstieg von Zerstörungsakten in Lindhorst handelt. Unter anderem sei ihm dies in Gesprächen mit der Polizei bestätigt worden. Vor wenigen Jahren war es in der Samtgemeinde mehrfach zu Verschandelungen von öffentlichem und privatem Eigentum gekommen. Seinerzeit handelte es sich aber um

Graffiti. Die Fälle sind aufgeklärt, und es gab bisher kein Wiederaufkeimen. Die Angelegenheit des Bauwagens erneuert allerdings den Ruf nach mehr Attraktionen für Jugendliche in Lindhorst. Direktorin Rehn sieht darin ein Grundproblem. Wenn Jugendliche nichts mit ihrer Freizeit anzufangen wüssten, sei die Wahrschein-

lichkeit größer, dass sie ihre überschüssige Energie an fremdem Eigentum auslassen. Ein Jugendzentrum wäre eine Lösung, zumal es bereits einmal eine Diskussion um eine solche Einrichtung in der ehemaligen Hausmeisterwohnung des Grundschulkomplexes gegeben hat. Dort, so Rehn, stellte sich gleichzeitig eine Art Überwachungsme-

Foto: gus chanismus ein, wenn mehr Betrieb nach der Unterrichtszeit herrschte. Der Landkreis hatte allerdings mit Blick auf möglichen perspektivischen Raumbedarf der Schule eine Art Veto eingelegt. Auch Hinse befürwortet seit Jahren die Schaffung eines Jugendzentrums. Die Bauwagen-Pleite ist sozusagen Wasser auf diese Mühle.

„Eigentlich nur Massenabfertigung möglich“ Gymnasien: Viele Klassen mit über 30 Schülern

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Landkreis (ssr). Proppenvolle Klassen mit mehr als 30 Schülern sind an den Gymnasien in Schaumburg keine Seltenheit. In den Klassenstufen sechs bis zehn müssen sich aufgrund der Vorgaben des Kultusministeriums schon mal 32 Lernende drängeln, wie eine Umfrage dieser Zeitung bei den Schulleitungen fast einheitlich ergab. Weil das nicht nur hier, sondern landesweit so oder ähnlich ist, hat der niedersächsische Philologenverband dieser Tage sogar zu Protestaktionen aufgerufen. Als „sehr unbefriedigend“ erachtet Heiko Knechtel, Leiter des Wilhelm-Busch-Gymnasiums in Stadthagen, die Situation. Bei 30 Schülern und mehr sei in Teilen „nichts anderes möglich als Frontalunterricht“. Eigentlich seien aber Lernen in Gruppen und Projektarbeit erstrebenswert. Denn durch derartige Eigenaktivitäten lerne man am besten. „Doch dafür sind die vorgegebenen Klassenstärken hinderlich, teils geben allein schon die Räume die Möglichkeiten gar nicht her“, so Knechtel. Pädagogisch erstrebenswert wären seiner Einschätzung nach durchschnittlich 25 Schüler. In noch schärfere Worte kleidet Angelika Hasemann, stellvertretende Leiterin des Ratsgymnasiums in Stadthagen, ihre Analyse. Am RGS gibt es acht Klassen mit 30 oder mehr Schülern, der Schnitt in den Klassen sechs bis zehn liegt bei 29. Hasemann dazu: „Bei 30 Schülern plus ist eigentlich nur noch Massenabfertigung möglich.“ Gleichzeitig gebe das Ministerium aber individuelle Förderung,

differenzierte Lernwege und viel Gruppenarbeit vor. „Die Schere zwischen dem, was wir pädagogisch tun sollen, und natürlich auch nach Kräften versuchen, sowie den Rahmenbedingungen geht immer weiter auseinander“, sagt Hasemann. In Finnland, einem bei den Pisa-Tests stets erfolgreichen Land, liege die entsprechende Klassenstärke bei 20, weiß Hasemann. Auch Reinhard Lüthen, Chef am Rintelner Gymnasium Ernestinum, findet 32 Schüler zu viel: „Mit 27 könnte man arbeiten.“ Er weist aber darauf hin, dass das Kultusministerium für den Jahrgang fünf bereits eine Höchstzahl von 30 statt 32 festgelegt hat. Diese neue Obergrenze soll Jahr für Jahr aufsteigend in fünf Jahren alle Klassenstufen der Sekundarstufe I umfassen. „Der Einstieg ist geschafft, das sehe ich erst mal positiv.“ Für die Klasse zehn, „in der wir viele Realschüler aufnehmen und die das Scharnier zur Oberstufe bildet“, müssten es aus seiner Sicht jedoch rasch deutlich weniger Schüler sein. Irmtraud Gratza-Lüthen, Leiterin des Gymnasiums Bad Nenndorf, betrachtet die Lage mit einer etwas anderen Sichtweise: „Das Land hat einfach kein Geld für kleinere Klassen, darum müssen wir uns damit abfinden.“ In Schaumburg würden „mit diesen Klassenstärken auch gute Ergebnisse erzielt, wenn ich auf die Abiturnoten schaue“, fügte sie hinzu. Deutlich kleinere Klassen zu fordern, „wäre angesichts der Finanzlage des Landes doch schlichte Träumerei“, ist Gratza-Lüthen überzeugt.

Stadthagen (ssr). Stadthagen soll eine weitere Senioren-Residenz bekommen. Diese soll in einem Gebäude-Ensemble am Stadtpark unweit vom Modekaufhaus Hagemeyer entstehen. Das hat der künftige Betreiber Peter Schlokat bestätigt. Die Residenz soll nach Auskunft von Schlokat „Avita“ (deutsch: „Für das Leben“) heißen und 58 Pflegeplätze bieten. 18 von diesen sollen in einem eigenen Wohnbereich Demenzkranken vorbehalten sein. Zudem werde in dem Gebäudekomplex auch ein öffentlich zugängliches Café eingerichtet, so Schlokat weiter. In dem Pflegeheim will der Betreiber insgesamt zwischen 40 und 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Er benötige dort unter anderem Pflegekräfte, Ergotherapeuten, Verwaltungsmitarbeiter, Küchenpersonal und einen Hausmeister. Schlokat hofft, die Einrichtung im nächsten Sommer in Betrieb nehmen zu können. Für diesen Standort habe er sich entschieden, so Schlokat, weil dieser „einerseits ganz dicht an der Fußgängerzone liegt, andererseits aber in einem Wohngebiet mit Grün drum herum“. Diese Kombination sei ideal. Der 50-jährige Schlokat betreibt in Bad Eilsen die dortige „Kurparkresidenz“ und das „Haus Berlin“ sowie in Hameln die „Arche Noah“. Was die Immobilie anlangt, fungiert als Investor die Lenzhäuser GmbH (Bückeburg). Diese wird das Gebäudeensemble an Schlokat vermieten. Wie Architekt Dirk Lenz mitteilte, wird das Gebäude-Ensemble drei Elemente haben. Erstens eine etwa hundert Jahre alte Villa, in der bereits die Sanierungsarbeiten liefen. Zweitens einen Neubau anstelle der früheren DRK-Kreisgeschäftsstelle. Letztere sei bereits so gut wie komplett abgerissen. Beide Häuser würden durch einen neu zu bauenden Zwischentrakt miteinander verbunden. Die Gebäude würden insgesamt über eine Nutzfläche von 2500 Quadratmetern verfügen. Über die Investitionssumme wollte Lenz keine Angaben machen. Dass das Vorhaben baurechtlich abgesegnet ist, bestätigte Bürgermeister Bernd Hellmann. Die Planungsphase habe einige Zeit in Anspruch genommen, weil es in den Verhandlungen mit dem Investor „teilweise um komplizierte architektonische Details gegangen ist“. Immerhin werde eine gut hundert Jahre alte Stadtvilla durch einen Zwischenflügel mit einem Neubau verbunden, erläuterte der Verwaltungschef: „Es soll gleichwohl ein harmonisches bauliches Ensemble aus Alt und Neu entstehen, bei dem speziell die historische Villa ihren Eigenwert behält.“ Besondere Mühe habe man sich mit der Planung des Zwischentraktes gegeben. Zum Beispiel über dessen angemessene Länge sei viel gesprochen worden. Dieser Verbindungsbau wird laut Hellmann „aus viel Glas bestehen und optisch eine filigrane, leichte Wirkung haben.“

Voraussetzungen werden geschaffen: Teile der früheren DRK-Kreisgeschäftsstelle sind abgerissen, an dieser Stelle und nebenan soll das neue Pflegeheim entstehen. Foto: rg


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Seite7 | Sonnabend, 17. Dezember 2011

Die Feuerwehr für die Zukunft rüsten Neues Gerätehaus in Bad Nenndorf: Architekten stellen Bedarfsplanung vor / Vorgesehener Zeitrahmen: Insgesamt 36 Monate Bauzeit Samtgemeinde Nenndorf (kcg). Wie muss ein Feuerwehrgerätehaus ausgestattet sein, damit die Bad Nenndorfer Brandschützer auch in Zukunft gut aufgestellt sind? Diese Frage haben Herwig Krause und Michael Schulz in der Sitzung des Feuerwehrausschusses beantwortet. Die hannoverschen Architekten präsentierten den Politikern die Bedarfsplanung für die Bad Nenndorfer Ortswehr. Diese sei lediglich Vorstufe einer konkreten Planung für das Gebäude, erklärte Krause und

beruhigte damit die Ausschussmitglieder, die angesichts möglicher Gesamtkosten von 3,6 Millionen Euro arg schlucken mussten. Die Bedarfsplanung ist in Absprache mit der Feuerwehr und der Verwaltung erarbeitet worden – „unter dem Aspekt, wie die Feuerwehr in Zukunft funktionieren müsste“, sagte Krause einleitend. Die Bad Nenndorfer Feuerwehr sei Schwerpunktfeuerwehr, die Mehrzahl der Einsätze in der Samtgemeinde werde von der Kurstadt aus gefah-

ren. Dieser Aufgabe werde das marode Gerätehaus an der Rodenberger Allee wegen baulicher Mängel und räumlicher Enge nicht gerecht. Für die Bedarfsplanung wichtig ist die Prognose über die Mitgliederentwicklung: 54 aktive Feuerwehrleute und 102 Mitglieder insgesamt engagieren sich derzeit, für die Zukunft rechnet die Feuerwehr mit einem Mitgliederzuwachs. Weitere Faktoren: Sieben Fahrzeuge sind im Einsatz, die Brandschützer rücken zwischen 100- und

120-mal im Jahr aus, die meisten Einsätze passieren südlich der Bahnlinie im Bereich von Bad Nenndorf. Ein Standort des neuen Gebäudes nördlich der Schienen sei daher ungünstig. Für den ins Auge gefassten Standort am Hallenbad spreche, dass die Einsatzgebiete mit ähnlicher Geschwindigkeit wie bisher angefahren werden können. Basierend auf Gesprächen mit der Feuerwehr gab Schulz einen Überblick über die erforderlichen Räume samt Raumgrößen. „Aus diesem Raumpro-

Euro. Die Kosten für das Gerätehaus bezifferte Schulz auf 2,1 Millionen Euro. Auf i36 Monate von der Planung bis zur Schlüsselübergabe, davon zwölf Monate reine Bauzeit, schätzte Schulz den Zeitrahmen. Eine Diskussion über die Kosten unterband der Ausschussvorsitzende Rolf Stierand (CDU) mit dem Hinweis: „Es geht hier nur um einen Überblick über das Ganze. Hier soll nicht entschieden werden, was konkret gebaut wird, und was nicht.“

gramm resultiert nicht zwangsläufig auch ein Gebäude“, erklärte der Planer. Für Unterrichts- und Einsatzräume, Umkleidebereich, Fahrzeughalle und Lager wird eine 2065 Quadratmeter große Bruttogrundfläche benötigt. Mit Übungsgelände und Feuerwehrturm müsste das Grundstück zwischen 10 000 und 11 000 Quadratmeter groß sein. Der Bau eines Gebäudes samt Außengelände, das diesem Bedarf gerecht wird, kostet laut Baukostenindex rund 3,6 Millionen

SONDERVERÖFFENTLICHUNG

Gut beraten in Rechtsfragen

Das Behindertentestament

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Stefan Abrahams: Benachteiligung des Sozialhilfeträgers ist nicht sittenwidrig Wenn ein behinderter Mensch im Heim lebt und Sozialhilfe erhält, kann der Träger der Sozialhilfe Zugriff auf das Vermögen des Behinderten nehmen und Ansprüche wie zum Beispiel Pflichtteilsansprüche auf sich überleiten. Außerdem kann der Träger der Sozialhilfe nach dem Tod des Behinderten an dessen Erben herantreten und den Ersatz der gezahlten Sozialhilfeleistungen verlangen. Die Eltern eines Behinderten haben daher ein großes Interesse daran, dass nach ihrem Tod der Lebensstandard des behinderten Kindes dauerhaft über dem Niveau der Sozialhilfe liegt, jedoch das Familienvermögen zugleich vor dem Zugriff des Sozialhilfeträgers geschützt ist, um die Belange des behinderten Kindes, aber auch des überlebenden Ehepartners und der Geschwister bestmöglich zu verwirklichen. Dies kann durch die – zugegeben recht komplizierte – Errichtung eines sogenannten Behindertentestaments erreicht werden. Eine solche Testamentsgestaltung, die den Träger der Sozialhilfe benachteiligt, ist nach derzeitiger Rechtsprechung nicht sittenwidrig. Die übliche Gestaltung eines Behindertentestaments besteht in einer Vor- und Nacherbeneinsetzung in Kombination mit einer Testamentsvollstreckung mit

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Stefan Abrahams ist Rechtsanwalt in Rinteln. Foto: pr. speziellen Verwaltungsanweisungen. So kann verhindert werden, dass der Sozialhilfeträger die Pflichtteilsansprüche, die dem behinderten Kind im Falle einer Enterbung zustehen würden, auf sich überleitet und gegen den Erben geltend macht. Durch die Testamentsvollstreckung wird unterbunden, dass der Sozialhilfeträger auf die Substanz und die Erträge der Nachlassbeteiligung des behinderten Kindes zugreift. Die in Ehegattentestamenten übliche Einsetzung des überlebenden Ehegatten zum Alleinerben ist im Rahmen eines Behindertentestamentes nicht sinnvoll. Vielmehr muss das behinderte Kind schon für den ersten Erbfall berücksichtigt werden. Um den Pflichtteilsanspruch des behinderten Kindes auszuschließen, der sich auf die Hälfte des Wertes des

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Dietmar Janzen Fachanwalt für Erbrecht

gesetzlichen Erbteils beläuft, muss das Kind zum Miterben in Höhe von mehr als der Hälfte seines gesetzlichen Erbteils eingesetzt werden. Die Regelung, dass das Kind lediglich nicht befreiter Vorerbe sein soll und sein Anteil am Nachlass des Testierenden mit seinem Tod auf den Nacherben – nicht etwa auf seine eigenen Erben – übergeht, verhindert, dass der Sozialhilfeträger nach dem Tod des Behinderten Regress bei seinen Erben nehmen kann. Durch die Anordnung einer Testamentsvollstreckung wird der Zugriff von Gläubigern des behinderten Kindes – insbesondere des Sozialhilfeträgers – auf die Nachlassgegenstände, die der Verwaltung des Testamentsvollstreckers unterliegen, vermieden. Ergänzend sind Verwaltungsanordnungen zu treffen, die die Verwendung der Vermögenserträge regeln und auch insoweit einen Zugriff des Sozialhilfeträgers ausschließen. Anderenfalls wäre der Testamentsvollstrecker gegebenenfalls zur Herausgabe der Nutzungen an den Erben verpflichtet, die der Sozialhilfeträger wieder auf sich überleiten könnte. Daher ist die Verwaltungsanweisung so auszugestalten, dass die Erträge des Nachlasses dem behinderten Kind nur zum Zwecke der Steigerung seiner Lebensqualität und nur insoweit zugewendet werden, als eine Anrechnung

auf die Sozialhilfe und ein Zugriff des Sozialhilfeträgers ausgeschlossen wird. Die Testamentsvollstreckung wird sinnvollerweise auf die Lebenszeit des Kindes erstreckt. Hinsichtlich der Person des Testamentsvollstreckers muss bedacht werden, dass dieser auf viele Jahre die Interessen des Behinderten wahrnehmen muss. Der Testamentsvollstrecker sollte eine vertrauenswürdige und geschäftserfahrene Person sein. Die vielfältigen Problemstellungen und Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen eines Behindertentestaments können hier nur grob angerissen werden. Wegen der im Einzelfall ganz unterschiedlichen Rechtsproblematiken ist bei der Testamentserrichtung eine eingehende juristische Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Notar dringend zu empfehlen. Nach Abfassung des Testaments sollte regelmäßig kontrolliert werden, ob das Testament noch den Bedürfnissen des Testierenden entspricht. Insbesondere Ereignisse innerhalb der Familie wie das Vorversterben eines Kindes, aber auch Änderungen der Rechtsprechung können es erforderlich machen, das Behindertentestament regelmäßig an veränderte Umstände anzupassen. Stefan Abrahams Rechtsanwalt in Rinteln Sozietät Box & Kretzer

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Tätigkeitsschwerpunkte: Familienrecht · Strafrecht Straßenverkehrsrecht

Tätigkeitsschwerpunkte: Familienrecht · Strafrecht Verwaltungsrecht

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D IE F RAGE DER W OCHE

Seite 8

Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 8

>>> FR AGE UND ERGEBNIS DER VORIGEN WOCHE:

Die Niederlande, Dänemark und Portugal – Deutschland hat bei der EM eine Hammergruppe erwischt. Was halten Sie von der Auslosung?

75 % Super-Gruppe! Jetzt gibt es spannende Spiele von Anfang an – und wer Europameister werden will, muss eh jeden schlagen.

4%

21 % Mir ist das egal.

Eine einfache Gruppe wäre besser gewesen. So könnte das Weiterkommen schwierig werden.

AKTUELLE UMFR AGE:

>>> Was erwarten Sie vom Jahr 2012? a) Es wird besser als dieses Jahr. b) Ich glaube, es wird schlimmer. c) Ich weiß es nicht.

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V ERANSTALTUNGEN

Seite9 | Sonnabend, 17. Dezember 2011

SONNABEND 17.12.

dem Weihnachtsmarkt, Innenstadt, Stadthagen

BÜHNE 15.00

Cinderella

19.00

mit DJ Günther, Tanzlokal Salsa, Bad Nenndorf

Ein Musical für Kinder und Erwachsene, Stadttheater Minden 18.00

19.00

Base

Atze Schröder „Schmerzfrei - das Warm up”, Rattenfänger-Halle, Hameln

20.00

15.30

17.00

11.00

Weihnachtsmarkt

17.00

Weihnachtsvarité

21.00

Base

Dean Brown Group

Eisstockschießen auf dem Marktplatz, Innenstadt, Bückeburg

17.00

11.00 - 20.00

Cinderella

Hamelner Weihnachsmarkt

Ein Musical für Kinder und Erwachsene,

MESSEN & MÄRKTE 11.00

Ebenfalls am Sonnabend geben ab 17 Uhr in der St.-MartiniKirche in Stadthagen die Chöre der Gemeinde ihr großes „Weihnachtskonzert bei Kerzenschein“. Erklingen werden unter anderem Stücke des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Morten Johannes Lauridsen sowie von Bach und dem englischen Renaissance-Komponisten John Taverner.

rund um das Hochzeitshaus, Innenstadt, Hameln 15.00 Tanztee

mit Hausmusiker Jan, Parkhotel Deutsches Haus, Bad Nenndorf

X-MasSpecial 2011

Randale unterm Weihnachtsbaum

11.00 - 20.00

Rintelner Adventszauber Innenstadt, Rinteln 11.00 - 21.00

Weihnachtsmarkt mit Eislaufbahn und Hüttenzauber, Innenstadt, Bad Oeynhausen MUSIK 17.00

und vorweihnachtlichen Klängen in die Innenstadt Stadthagen

17.00

Konzert des Kinderchores, der Singklassen und des MAS-Chores, Musikschule Schaumburger Märchensänger, Bückeburg

11.00 - 20.00

Kutschfahrten Innenstadt, Stadthagen 18.00 - 19.00

BodenFeuerwerk Bodenfeuerwerk auf

Rintelner Adventszauber Erleben Sie die Vorweihnachtszeit in Rintelns historischer Altstadtkulisse.,

20.30

Stadttheater Minden

Wir feiern Advent

end of green Support: Unzucht, Sumpfblume, Hameln

14.30

Base Variete, Gop Bad Oeynhausen

19.30

rund um das Hochzeitshaus, Innenstadt, Hameln

mit Hausmusiker Jan, Parkhotel Deutsches Haus, Bad Nenndorf

Aufführung des Ohndorf-Theaters, Mehrzweckhalle Ohndorf, Hohnhorst

15.00

Weihnachtsserenade im Schlosshof, Schloss Bückeburg

18.00

15.00 Tanztee

Liebesgrüße aus dem Laptop

Appassionata – in 80 Minuten durch die Epochen! Klassische Werke gespielt von Meryem Natalie Akdenizli, Wandelhalle, Im Kurpark, Bad Oeynhausen

17.00

Weihnachts-RockKonzert für Kinder, Kulturzentrum BÜZ, Minden

Weihnachtsmarkt Der kleine aber feine Weihnachtsmarkt lockt mit kulinarischen Angeboten, Glühwein und vorweihnachtlichen Klängen in die Innenstadt Stadthagen

Am 4. Advent schließlich stimmt in der Elisabethkirche in Sachsenhagen der Evangelische Singkreis gemeinsam mit Solisten ab 18 Uhr mit Advents- und Weihnachtsmusik auf das schönste Fest des Jahres ein.

75-minütiges Weihnachtsschauspiel, Fürstliche Hofreitschule, Schloss, Bückeburg

Weihnachtsspuk bei Zimtstern und Co. Eine Weihnachtsbäckerei für kleine und große Leckermäuler für Kinder ab drei Jahre, Druckerei Begegnungszentrum, Bad Oeynhausen

Bildergalerien von Partys & Gigs etc. auf

www.leben31.de

Morgen Kinder wird`s was geben Weihnachtsgeschichten, Sagen und Märchen, stimmungsvolle Vorlesestunde, Museum Hameln

Städtische Weihnachtsfeier Begegnungsstätte, Bückeburg

BÜHNE

Hamelner Weihnachsmarkt

16.00 - 18.00

15.00

auf dem Marktplatz, Innenstadt, Bückeburg

18.12.

11.00 und 15.00

Eisstockschießen

10.00

11.00

10.00 - 21.00

16.00

FREIZEIT

feat. Marvin „Smitty“ Smith, Jazz Club, Minden

SONNTAG

75-minütiges Weihnachtsschauspiel, Fürstliche Hofreitschule, Schloss, Bückeburg

Wandelhalle, Bad Nenndorf

Das vierte Adventswochenende präsentiert sich in Schaumburg äußerst musikalisch. Der Kirchenchor der katholischen Kirche St. Marien, der gemischte Chor Lahde sowie der Bückeburger Männergesangverein von 1841 geben sich am Sonnabend um 17 Uhr ein Stell-Dich-Ein in der St.-Marienkirche und singen Weihnachtslieder. Um 19 Uhr gibt der Kammerchor „Con Voce“ ein Konzert in der Bückeburger Schlosskapelle.

FREIZEIT

15.00

Weihnachtsvarité

20.00

Einstimmung auf das schönste Fest des Jahres

Variete, Gop Bad Oeynhausen

10.00

de

Wochenend-Tipp

Wandelhalle, Bad Nenndorf

Weltklassik am Klavier Sarah Soyeon Kim (Pianistin), „Romantik Bad Rehburg”, RehburgLoccum

Komödie von Steven Sinclair und Anthony McCarten, Stadttheater Minden 20.00

21.00

mit drei Chören, St.-Marien-Kirche, Bückeburg

Der kleine aber feine Weihnachtsmarkt lockt mit kulinarischen Angeboten, Glühwein

Ladies Night

German Tenors Großes Weihnachtskonzert

Big Balls Weihnachtskonzert A tribute to Bon Scott, Kulturzentrum BÜZ, Minden

Ev. Kirche, Seggebruch

Weihnachtsfeier

MESSEN & MÄRKTE

21.00

MUSIK

Schützenverein Bad Nenndorf, Vereinsheim

Variete, Gop Bad Oeynhausen 20.00

Weekendparty

Innenstadt, Rinteln

Weihnachtsoratorium Johann Sebastian Bach, Stadtkirche Bückeburg

19.00

X-MasSpecial 2011

Christmas Jazz mit den Happy Jazz Paraders, „Romantik Bad Rehburg”

WOCHENEND-NOTDIENSTE Apotheken

Ärzte

Sonnabend:

Stadthagen, Nienstädt, Niedernwöhren,

Stadthagen und Umgebung:

Wiedensahl, Samtgemeinde Lindhorst,

Aesculap-Apotheke, Tel. 0 57 21/16 64 Enzer Str. 10, Stadthagen

Sachsenhagen, Bad Nenndorf, Rodenberg

Rinteln, Bückeburg:

und Bad Eilsen samt Ortsteilen:

Engel-Apotheke, Tel. 0 57 51/4 20 60 Markt 15, Rinteln Bad Nenndorf, Rodenberg, Lauenau, Sachsenhagen:

Linden-Apotheke, Tel. 0 57 25/84 48 Bahnhofstr. 22, Lindhorst Sonntag: Stadthagen und Umgebung:

Apotheke am Markt, Tel. 0 57 21/23 26 Am Markt 20, Stadthagen Rinteln, Bückeburg:

Herder-Apotheke, Tel. 0 57 22/31 40 Herderstr. 1, Bückeburg Bad Nenndorf, Rodenberg, Lauenau, Sachsenhagen:

Markt-Apotheke, Tel. 0 50 43/16 81 Marktstr. 9, Lauenau

und Lauenau, Bückeburg, Obernkirchen

Telefon 0 50 41/7 77 56, montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 8 Uhr des Folgetages, mittwochs und freitags von 13 bis 8 Uhr des Folgetages, sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen von 8 bis 8 Uhr des Folgetages Sprechstunden in der Bereitschaftsdienstpraxis in der Rodenberger Rettungswache, Hans-Sachs-Straße 1 a, am Wochenende und an Feiertagen von 11 bis 12 Uhr und 17 bis 18 Uhr

Rinteln, Auetal:

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Allgemeinärztlicher Notdienst, Sa, So bis zum Folgetag 7 Uhr, Tel. 0 57 51/89 63 81, Rinteln Augenärztlicher Notdienst, Sa, So, Tel. 0 51 51/97 12 52, Hameln

Zahnärztlicher Notdienst von Hameln, Tel. 0 51 51/ 92 50 79

Deckbergen, Schaumburg:

Sa, So., Tel. 0 51 52/1 92 18. Augenärztl. Notdienst, Sa, So, Tel. 0 51 51/ 97 12 52, Hameln Zahnärzte Sonnabend und Sonntag Stadthagen und Umgebung:

Dr. Söhngen, Sprechzeiten: 10 - 12 Uhr, Notdienstelefon 0 15 25/62 22 24, Habichhorster Str. 5, Stadthagen Bückeburg, Obernkirchen, Bad Eilsen:

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Nenndorf, Rodenberg, Lauenau, Haste:

Gemeinschaftspraxis Mex/Wopfner, 10 - 11 Uhr, Tel. 0 50 43/50 37, Ahornweg 3, Lauenau Rettungsdienst/Feuerwehr,

Tel. 1 12 (ohne Vorwahl) Frauenhaus Schaumburg,

Tel. 0 57 21/32 12 Kinder- u. Jugendtelefon,

Tel. 08 00/1 11 03 33, Mo - Fr 14 - 20.00, Sa 10 - 14.00, gebührenfrei Elterntelefon, Tel. 08 00/ 1 11 05 50 Telefonseelsorge, Tel. 08 00/ 1 11 01 11 oder

Tel. 08 00/ 1 11 02 22, Tag und Nacht

Rinteln, Auetal:

Notruf bei Wildtierunfällen,

Sprechzeiten: 11 - 12 Uhr, Tel. 01 70/4 92 24 31

Tel. 0 57 25/70 87 30 o. Tel. 01 71/6 83 10 00, Wildtier-Auffangstation Sachsenhagen


L OKALSPORT

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Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 10

FC Stadthagen kann es auch in der Halle Kreisstädter siegen beim Nienstädter Turnier im Finale gegen starken TuS Niedernwöhren Landkreis (uk). Fußball-Bezirksligist FC Stadthagen hat den „Fricke-Metallbau-Cup“ des SV Nienstädt 09, eines der Qualifikationsturniere zum Sparkassen-Hallenmasters, gewonnen. Der FC blieb im gesamten Turnier ohne Punktverlust und setzte sich im Finale mit 2:1 gegen den Kreisligisten TuS Niedernwöhren durch. Die Vorrundenspiele blieben ohne große Überraschungen. Die Favoriten setzten sich klar durch. Lediglich der TSV Liekwegen hätte im letzten Gruppenspiel noch das Halbfinale buchen können, verlor aber mit 1:3 gegen den SVN 09. Der SV Obernkirchen, Tabellenzweiter der Kreisliga, spielte keine Rolle und wurde nur Letzter in der Gruppe B. Im ersten Halbfinalspiel kam es zum Stadthäger Duell zwischen Union und dem FC, dem aktuellen Tabellenführer der Bezirksliga Staffel 4. Durch zwei Distanzschüsse der Abwehrrecken Timo Kuhnert und Ugur Cakir führte der FC Stadthagen schnell mit 2:0. Giuliano Maione und Kuhnert legten zum 4:0 nach. In der Schlussphase verkürzte Union noch auf 2:4. Das zweite Halbfinale stand lange auf des Messers Schneide. Christos Christou erzielte die Nienstädter Führung. In der Folge scheiterte der starke Kreisligist TuS Niedernwöhren reihenweise am Nienstädter Keeper Bjarne Mücke. Tobias Büngel erzielte den verdienten Ausgleich. Im Neunmeterschießen verschossen beim SVN 09 Jan Carganico und Renke Mücke, beim TuS zielte

SG wirkt total überfordert Haste (hga). Schlimmer geht es kaum: In eigener Halle unterlag Handball-Oberligist SG Hohnhorst-Haste der SG ZweidorfBortfeld 26:36 (12:15). Dabei zeigte sich, dass einige Spieler in dieser Liga überfordert sind. Im Spiel gegen den Tabellenvorletzten wollte das Schlusslicht endlich die Wende einläuten. Doch die von Olaf Kahl trainierte SG ließ vieles von dem, was im Abstiegskampf erwartet wird, vermissen. Zeitweise führte ein Abstiegskandidat den anderen vor. „Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, sagte Kahl. Emotionslos, Abwehrfehler ohne Ende – die Gastgeber hinterließen sowohl in der Defensive als auch im Angriff einen desolaten Eindruck. „Wir haben was ganz anderes in der Woche erarbeitet, haben eine ganz andere Vorstellung gehabt, wie das Spiel laufen sollte.“ Nichts habe geklappt. Schnell zeigte sich, dass der Ausfall von Tim Kirchmann nicht zu kompensieren war. Aus der Reserve waren Stephan Eick und Jan Hudasch in den Kader geholt worden. Bereits nach fünf Minuten lag die SG 2:4 hinten. Am Willen der Mannschaft lag es nicht, allerdings war die Zahl der Fehler viel zu hoch. Bis zur Pause hielten die Hausherren Kontakt zum Gegner. Marvin Pfaffe traf zum 9:12 (20.), Martin Engel zum 11:13 (24.). Die Zweidorfer wirkten im Angriff zunehmend harmloser. Doch die SG nutzte die Chance nicht, öffnete vor allem kurz nach der Halbzeit in der Abwehr Tür und Tor. Auf 14:21 (40.) wuchs der Abstand. Zwischen der 45. und 48. Minute bäumte sich die SG auf, kam auf 21:24 heran. Dann brachen alle Dämme. SG Hohnhorst-Haste: Engel 8, Höflich 5, Wilhelms 3, L. Blomberg 3, Pfaffe 2, Ban 2, Stenzel 2/1, Hudasch 1.

Der Niedernwöhrener Spieler Jan Witte (rechts) kommt zu spät, Giuliano Maione erzielt im Finale den ersten Treffer für den FC Stadthagen. Fotos: ph Lars Reuther neben das Tor. Der Kreisligist zog mit einem 5:4 ins Finale ein. Das kleine Finale war eine klare Angelegenheit. Der Gastgeber aus Nienstädt ließ nichts anbrennen und siegte gegen Union durch Tore von Carganico, Christou und Patrick Benecke mit 3:0. Im Finale standen sich der FC Stadthagen und der TuS Niedernwöhren gegenüber. Der TuS hielt lange gut mit, hätte mit etwas mehr Glück

auch gewinnen können. Tobias Büngel traf mit einem „Hammer“ nur die Unterkante der Latte. Der Ball sprang wieder ins Feld, und den direkten Gegenzug vollendete Maione zum 1:0. Drei Minuten später veredelte Selim Kilinc einen Konter nach Vorarbeit von Fabian Stapel zum 2:0. Dann hatte der TuS Pech, als Schiedsrichter Andreas Thienel einen schwer zu erahnenden Vorteil abpfiff – der Ball sich aber noch im Tor des FC verirrte. Als Markus

Mensching wenig später nur die Latte des FC-Gehäuses traf, war das Spiel entschieden. Der Anschlusstreffer durch Steffen Führing fiel 42 Sekunden vor dem Schlusspfiff – zu spät. Der FC schaukelte das Spiel über die Runden. Klaus Rinne, der Vorsitzende des SVN 09, zeigte sich mit den fairen Spielen sehr zufrieden, lobte die Leistungen der guten Schiedsrichter Thienel und Frank Ersinger, die bis auf eine Zeitstrafe für einen Nie-

dernwöhrener Spieler einen ruhigen Nachmittag verbrachten. Beste Torschützen waren Markus Mensching (TuS Niedernwöhren) und Fatih Akkus (Union Stadthagen) mit jeweils sechs Treffern. In einem „Entscheidungsschießen“ setzte sich Akkus durch. Zum besten Keeper wurde Bjarne Mücke vom SV Nienstädt 09 gewählt. Ergebnisse der Gruppe A: FC Stadthagen¨– TuS Sülbeck 4:1, TuS SW Enzen – TuS Niedernwöhren 0:5, TuS Niedernwöhren – FC Stadthagen 2:3, TuS Sülbeck – TuS SW Enzen 2:2, TuS SW Enzen – FC Stadthagen 0:1, TuS Niedernwöhren – TuS Sülbeck 6:1. Tabelle: 1. FC Stadthagen, 9 Punkte, 8:3 Tore, 2. TuS Niedernwöhren 6/13:4, 3. TuS SW Enzen, 1/2:8, 4. TuS Sülbeck, 1/4:12. Ergebnisse Gruppe B: SV Union Stadthagen – TSV Liekwegen 2:1, SV Obernkirchen SV Nienstädt 09 3:3, SV Nienstädt 09 – SV Union Stadthagen 2:0, TSV Liekwegen – SV Obernkirchen 2:0, SV Obernkirchen – SV Union Stadthagen 1:5, SV Nienstädt 09 – TSV Liekwegen 3:1. Tabelle: 1. SV Nienstädt 09, 7 Punkte, 9:4 Tore, 2. SV Union Stadthagen 6/7:5, 3. TSV Liekwegen, 3/4:5, 4. SV Obernkirchen, 1/4:10. 1. Halbfinale: SV Union Stadthagen – FC Stadthagen 2:4, 2. Halbfinale: SV Nienstädt 09 – TuS Niedernwöhren 4:5 nach Neunmeterscheißen. Spiel um Platz drei: SV Nienstädt 09 – SV Union Stadthagen 3:0, Finale: FC Stadthagen – TuS Niedernwöhren 2:1.

Kein Schussglück: Hagenburger verlieren Derby Unnötige 1:2-Niederlage gegen den VfL Münchehagen / Nur Michael Huntemann trifft Hagenburg (peb). „Wir haben wieder einmal aus unseren Möglichkeiten zu wenig gemacht“, ärgerte sich Trainer Dieter Frommelt nach der unnötigen 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Münchehagen. Fußball-Bezirksligist TSV Hagenburg spielte eine Vielzahl von hochkarätigen Chancen heraus, die aber nur einmal zu einem Torerfolg genutzt wurden. Durch die Niederlage und den gleichzeitigen Erfolg des RSV Rehburg ist der komfortable Vorsprung zum Tabellenkeller auf fünf Punkte geschmolzen. In der 1. Halbzeit lieferten sich beide Teams ein offenes und ausgeglichenes Spiel mit vielen Torraumszenen auf

beiden Seiten. Beide Mannschaften waren dabei in der Wahl der Mittel nicht zimperlich, und es entwickelte sich ein Derby mit einer harten Gangart, indem der Schiedsrichter fleißig Karten verteilen musste. Die Hagenburger hatten den besseren Start, kamen schon zu Beginn der Partie durch Michael Huntemann (2.) und Simon Stolte (6.) zu Chancen. Aber der VfL versteckte sich nicht und hatte durch Oskar Oschek (10., 11.) die ersten Möglichkeiten. In der Folgezeit drängte der TSV auf den Führungstreffer. Aber Steffen Dreier (25., 35.), Huntemann (26.) und Stolte (28.) vergaben in guter Positi-

on. In der 36. Minute scheiterte Oschek an TSV-Keeper Jannik Lange. In der 40. Minute war Lange machtlos, als Aaron Klose zum 1:0 für den Tabellenfünften VfL Münchehagen traf. Nach der Pause wurden die Hagenburger mehr und mehr zur spielbestimmenden Mannschaft. Dreier (59.), Metin Özden (61.) und Gasmi (66.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Als Erdogan Altiparmak als letzter Mann vor dem Strafraum in Torwartmanier Hand spielte, sah der Münchehäger den roten Karton. Danach übernahmen die Gastgeber vollends das Zepter, doch der VfL blieb stets durch Konter gefährlich. Der

verdiente Ausgleich fiel dann in der 72. Minute: „Maskenmann“ Michael Huntemann traf per Kopf nach einer Bayer-Flanke zum 1:1. Schon drei Minuten später antworteten die Gäste mit dem 2:1. Hendrik Pietsch nutzte eine Unordnung in der TSV-Abwehr zum Siegtreffer. Die Hagenburger drängten in der Schlussphase zwar noch auf den Ausgleich, Huntemann hatte dabei mehrfach die Chance zum 2:2, aber das Tor wollte nicht mehr fallen. TSV Hagenburg: Lange, Özden (64. Bayer), Bergmann, Berg (70. Oesterheld), Solty (33. Weiss), Preissner, Gasmi, Stockum, Huntemann, Stolte, Dreier.

Nienstädter zerlegen MTV Bevern Spielertrainer Torben Brandt jubelt nach dem Spiel: „Das war Fußball!“ Nienstädt (jö). Manchmal entscheidet ein kurzer, genialer Moment über die gesamte Dramaturgie eines Fußballspiels. In der Bezirksliga-Partie zwischen dem SV Nienstädt 09 und dem MTV Bevern war es die 9. Minute: Die Gäste führten durch ein Tor von Rouven Stemmer überraschend mit 1:0, als Jan Carganico an den Ball kam, ihn schön für Sebastian Grohs durchsteckte und der ihn aus spitzem Winkel elegant zum 1:1 ins lange Eck bugsierte. Als dann Torben Brandt schon in der 14. Minute kühl und überlegt das 2:1 erzielte, waren die Verhältnisse geklärt. Der völlig überforderte Neuling aus Bevern wurde vom SV Nienstädt 09 in seine

Einzelteile zerlegt. 11:1 stand es am Ende – eine Zurschaustellung totaler fußballerischer Überlegenheit. Weil die Gäste leidenschaftslos verteidigten, konnte der SVN seine spielerischen Möglichkeiten ungehemmt entfalten. Ein Treffer war schöner als der andere: Der starke Carganico hatte zunächst mit einem Pfostenschuss Pech, erhöhte in der 22. Minute nach einem Solo aber auf 3:1. Bastian Meyer steuerte ein Eigentor zum Nienstädter 4:1 bei (25.), und Christos Christou erhöhte mit einem bildschönen Kopfball zum 5:1-Pausenstand (43.). Nach dem Seitenwechsel taten die Beveraner herzlich wenig, um den Schaden zu be-

grenzen. Die Gäste ließen einen Nienstädter „OffensivTsunami“ über sich ergehen. Carganico (52.) und Christou (58.) erhöhten bis auf 7:1. Da ließ sich auch der sonst beim Toreschießen zurückhaltende Pascal Holz inspirieren und schraubte mit zwei Treffern in der 65. und 68. Minute die Führung auf 9:1. Den Rest erledigten die Einwechselspieler. Marc-Philipp Drewes erzielte das 10:1 (78.), Phillipp Böhning das 11:1 (87.). Das Spiel lief ganz nach der Philosophie, dem Selbstverständnis und dem Geschmack von Spielertrainer Torben Brandt: „Das war Fußball. Wir haben uns die Tore herausgespielt und deshalb hat es Spaß gemacht.“

Nur mit Fouls zu stoppen: Der Nienstädter Sebastian Grohs (links) trifft zum wichtigen 1:1Ausgleich. Foto: ph SV Nienstädt 09: Bjarne Mücke, Schünemann (60. Ulbrich), Schwarze, Dettmer, Renke Mücke, Brandt (65. Drewes), Holz, Grohs, Christou (73. Böhning), Carganico, Hoffmeyer.

Kontakt reißt endgültig ab Großenheidorn (hga). Es bleibt bei der Tristesse des Mittelfeldes: Handball-Oberligist MTV Großenheidorn unterlag beim SV Alfeld 27:31 (12:15) und rutschte auf Platz neun der Tabelle ab. Mit jetzt 12:12Punkten riss der Kontakt zu den ersten sechs Teams der Liga endgültig ab. „So kannst du gegen einen guten Gegner wie Alfeld nicht gewinnen“, konstatierte Coach Marc Siegesmund eine zu schwache Angriffsleistung seiner Schützlinge. Eine Szene kurz vor der Halbzeit verdeutlichte das Dilemma des MTV. Noch 20 Sekunden zu spielen, die Seeprovinzler in Ballbesitz: Anstatt den Zeitrahmen zu nutzen, wurde sofort geworfen. Die Alfelder starteten einen Tempogegenstoß, der in einem Siebenmeter und dem 15:12 endete. Vom 5:5 baute sich der Rückstand der Seeprovinzler über 6:9 und 8:10 auf. „Wir haben den Anschluss verloren, weil wir zu früh abgeschlossen haben“, monierte Siegesmund. Mit seiner Defensivabteilung war der Trainer hingegen durchaus einverstanden. Besonders Torhüter Timo Wegener zeigte eine gute Leistung. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts. 20:24, 22:28 – die Seeprovinzler kamen nicht heran. Aus dem Rückraum des MTV kam nicht viel. Am Ende mussten die SiegesmundSchützlinge trotz kämpferischer Einstellung und einer guten Abwehrleistung die Niederlage hinnehmen. Es habe die Cleverness im Angriff gefehlt, so Siegesmund. Immerhin trug sich Torhüter Wegener in die Torschützenliste ein. Der Alfelder Keeper kam in der 57. Minute auf die Idee, auch ein Tor erzielen zu wollen. Wegener fing den Ball ab und schickte ihn in leere Alfelder Tor zurück. „Wir hatten wenigstens das schönste Tor des Tages“, sagte Siegesmund. MTV Großenheidorn: Salzwedel 8/3, Lindemann 4, Rauls 3, Seegers 3, Reese 3, Buhre 2, Cohrs 2, Biester 1, Wegener 1.

HSG knapp an Blamage vorbei Walrtingshausen (hga). Handball-Landesligist HSG Schaumburg Nord gewann in eigener Halle mit 40:35 (16:16) gegen den Tabellenletzten TV Eintracht Sehnde. 50 Minuten lang blamierte sich die HSG dabei jedoch nach Kräften. Nach Spielende herrschte zwar Freude über die Weihnachtspause und den Platz an der Tabellenspitze, aber es war auch ein gerüttelt Maß an Selbstkritik zu spüren. „Man möchte das nicht, aber man hat immer im Hinterkopf, dass man gegen den Tabellenletzten spielt“, erklärte HSG-Coach André Steege. Letztlich zähle aber nur der Sieg. „Wenn man solche Spiele gewinnt, steht man am Ende oben“, sagte Steege. Julian Frädermann brachte es auf den Punkt: „Was wir hier abgeliefert haben und wie uns präsentierten, war eine absolute Frechheit für die Zuschauer.“ Aber das Team habe zumindest Moral bewiesen. Sehr lange präsentierte sich die HSG katastrophal. Die Abwehr kam fast immer zu spät. Zu wenig Mumm und Aggressivität konstatierte Frädermann, vor allem Trägheit machte sich bemerkbar. Über 11:9 (19.) quälten sich die HSG zum 16:16-Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel lief die HSG bis zum 29:30 (50.) hinterher. Erst ab dem 34:32 (54.) durch Philipp Daseking bekam die HSG den Gegner zu fassen, Frädermanns Tor zum 36:33 (57.) ebnete den Weg zum Sieg.


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R EISE

Stippvisite im selbst gewählten Nostalgie-Exil Arizona feiert seinen 100. Geburtstag als US-Bundesstaat – Prescott sieht man sein Alter glücklicherweise an

Reisetipps zum Stöbern

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VON MARINA KORMBAKI

M

s. Dillahunty ist eine sehr höfliche ältere Dame, deshalb lächelt sie ihre Verwunderung über die sonderbare Frage milde beiseite. Wie es denn komme, wollte man wissen, dass Ms. Dillahunty ausgerechnet dieses Städtchen namens Prescott ihr „Home“ nennt, wo sie doch eben noch erzählt hat, wie sie weit oben im kalten Maine aufgewachsen ist und später dann Jahrzehnte in Kalifornien verbracht hat. Prescott, die Cowboystadt im Herzen Arizonas, ist die Heimat eines jeden Amerikaners, sagt Ms. Dillahunty und lächelt. Man muss in diesen Tagen lange suchen, will man einen Flecken finden in den USA, der noch den Geist von vor 100 Jahren atmet, als dieses große Land sich anschickte, dem anbrechenden Jahrhundert seinen Sternen-und-Streifen-Stempel aufzudrücken. Aus Prescott aber scheint er nie gewichen zu sein. Hier wissen sie, das Selbstvervisit-prescott.com trauen und die Zuversicht jener Willkommen in Prescott: In der Cowboystadt wissen die Bewohner das Selbstvertrauen und die Zuversicht alter Tage zu konservieren. Tage zu konservieren. Washington und seine Sorgen sind weit folg. Im kommenden Jahr feiert sagt Ms. Dillahunty. „Aber an der Bar und erzählt die Ge- Cowboyduells. Aber kein hinterm Horizont. . Arizona seinen 100. Geburtstag wann immer ein Elvis-Presley- schichte vom Brand. Es war am Cowboy kommt des Weges, HIN UND WEG Gut, heute macht keiner mehr als US-Bundesstaat. Und im Abend auf dem Programm steht, 14. Juli 1900, als die ganze Whis- sondern Chris auf seinem eleksein Pferd an einem Pflock fest, Falle Prescotts lässt sich sagen: ist das Haus rappelvoll.“ Sie und key Row Feuer fing – auch der trischen Rollstuhl. Chris hat im l Anreise wenn er in der Whiskey Row, Man sieht der einstigen Haupt- ihr Mann sind vor einigen Jah- Saloon, in dem die Männer von Norden Kaliforniens als ComFlug nach Phoenix, weiter mit der Hauptstraße des Städtchens, stadt Arizonas ihr Alter glückli- ren nach Prescott gezogen, um den Silberminen rings um Pres- puterfachmann gearbeitet. Irdem Mietwagen nach Presetwas zu erledigen cherweise an. Die hier ihren Lebensabend zu ver- cott gerade zu Abend tranken. gendwann befand er, dass er gecott (rund drei Stunden). Ein hat. Aber die stolze Washington flachen, erdfarbenen bringen. „An einem Ort“, sagt Sie wussten, was zu tun war. Die nug verdient hat, und nun kurvt Visum ist nicht erforderlich, Art, in der die Mänund die Ms. Dillahunty, „der dem Ame- Männer verteilten sich um die er zufrieden durch die Straßen ein gültiger Reisepass und liegt hinterm Ladenzeilen ner mit Stetson-Hut Villen im viktoriani- rika aus meinen Kindheitserin- Theke, stemmten sie aus dem von Prescott. „Was willst du im die ESTA-Registrierung dageHorizont und Cowboystiefeln schen Stil sind im nerungen gleicht.“ Ein selbst ge- Boden und trugen sie samt Glä- Leben?“, fragt Chris und liefert gen schon. aus ihren Pick-ups Originalzustand er- wähltes Nostalgie-Exil. sern hinaus. Auf der anderen zum Glück die Antwort gleich steigen, ist ebenfalls filmreif. halten oder wurden rekonstruMag sein, dass der Alltag da- Straßenseite stellten mit. „Everybody l Unterkunft Und ja, nicht eben wenige tra- iert. So wie das Elks Opera Hou- mals überschaubarer gewesen sie sie ab und tranken wants best“ – jeder In Prescott empfiehlt sich das Massive gen die Waffe am Gürtel. In se, das nach langer Bauphase im ist, nicht so verdrahtet und ver- im Widerschein des will das Beste, des„Hassayampa Inn“ – ein tradiArizona ist das erlaubt. Ebenso vergangenen Jahr wiedereröff- netzt wie heute. Es ging aller- Feuers weiter, bis der Theke, starke wegen hat sich Chris tionsreiches Hotel im Zenwie das Erschießen eines Die- net worden ist – genau so, wie es dings auch recht ruppig zu, wie Morgen graute. Die gleich mal ein paar trum Prescotts mit ZwanziKerle bes, der sich gerade daranmacht, im Jahr 1905 zum ersten Mal ein Besuch im „The Palace“ Theke blieb erhalten Tausend Internetdoger-Jahre-Charme. das eigene Pferd zu klauen. Aber seine Pforte öffnete. Mit den lehrt, dem ältesten Saloon Ari- und steht nun wieder im Palace. mains gesichert, in denen die l Beste Reisezeit wie gesagt, kaum einer reitet rotsamtenen Sitzreihen, den zonas. Dessen Flügeltür stießen Sie ist sehr massiv. Die Kerle Wörter „wants“ und „best“ drin Frühling und Herbst. Im Sommehr durch Prescott. gold-grünen Balkonen und dem schon in den 1870ern Revolver- müssen sehr stark gewesen sein. vorkommen. Wenn ihn jemand mer suchen selbst die EinheiNatürlich ist die Zeit in dem üppigen Stuck an der Decke. helden wie Doc Holliday und Wer im tiefen Schein der nett fragt, verschenkt er davon mischen in klimatisierten Räu40 000-Einwohner-Ort nicht „Die Sound- und Lichtanlage Wyatt Earp auf, in den 1970ern Abendsonne das Palace verlässt vielleicht eine. Und weil er das men Schutz vor der Hitze. einfach so von selbst stehen ge- ist heute natürlich um Längen gab Filmlegende Steve und auf die Whiskey Row hi- Beste wolle, sagt er, sei er nach blieben. Menschen wie Maxine besser als damals“, sagt Ms. Dil- McQueen im rustikalen Wirts- naustritt, verfällt leicht dem Ge- Prescott gezogen. „Das ist hier Dillahunty investieren eine gan- lahunty, die durchs Haus führt. haus den wehmütigen Rodeorei- danken, die langen Schatten der ein bisschen so wie Disneyland“, l Weitere Informationen www.arizonaguide.com ze Menge Kraft und Geld in den „Wir haben es hier nicht so mit ter Junior Bonner. Ein histori- Herannahenden rechts und flüstert Chris, so, als verrate er idyllischen Stillstand. Mit Er- Oper und klassischem Theater“, scher Ort sei das, sagt der Mann links seien die Vorboten eines ein Geheimnis. „Nur in echt.“

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R EISE

Seite 12

Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 12

Unterwegs auf der Suche nach dem schwarzen Eis Im Winter verwandeln sich die Seen Schwedens in riesige Eisflächen – dann ist die Zeit für Schlittschuhwanderungen gekommen links, rechts, gleichmäßig holt der Schwede aus, mühelos gleitet nders lenkt seine Kufen vor- er über die blanke Oberfläche. sichtig an die Kante. Nur ein Doch einfach ist es nicht. Wer Schritt trennt ihn vom tief- selten auf Schlittschuhen steht, schwarzen Wasser. Er klopft für den ist Tourenskaten eine kräftig mit dem Stock auf das Eis Herausforderung. Die Füße stecken in klobigen unter seinen Füßen. Den Touristen stockt der Atem. Aus si- Wanderstiefeln. Unter den Zecherem Abstand beobachten sie hen ist ein Eisenhaken befestigt, den Skating-Wanderführer, be- der in die Kufen geklemmt wird reit zur Rettungsaktion. Aber – ähnlich wie bei Langlaufder Guide weiß, was er tut. Er skiern. Nur der vordere Fußteil kennt das Eis in der weiten Schä- ist mit dem dünnen Stahl verrenlandschaft rund um Schwe- bunden. Die ersten Schritte erdens Hauptstadt Stockholm. Im weisen sich als wackelige AngeWinter lebt er auf Schlittschu- legenheit. Ein Schieben, Schahen, ist immer auf der Suche ben und Stolpern beginnt, bis nach dem perfekten Eis. „Wer es der eigene Rhythmus gefunden finden will, muss nach dem Was- ist und die überlangen Kufen ser schauen“, sagt er. Anders ist übers Eis gleiten. Knapp einen „isbitnad“, wie die Schweden sa- halben Meter sind die wenige Millimeter dünnen, messergen – vom Eis gebissen. Mit der bloßen Hand fährt der scharf geschliffenen Schienen 60-Jährige in das Loch, das er lang – zum Pirouettendrehen mit der Spitze seines Wander- absolut ungeeignet. Sicher bahnt sich Anders den stocks in das Eis geschlagen hat. Die Ostsee unter ihm ist 30 Me- Weg über das Eis. Gleichmäßig ter tief. Auf zehn Zentimeter be- geht es dahin. Ein Klacken, misst Anders die glitzernde wenn die Schlittschuhe aufsetSchicht auf dem Meer. Dick ge- zen, ein Kratzen, wenn sie darünug, um eine Gruppe Skater zu ber hinweggleiten. Doch das tragen. Mindestens sieben Zen- Schweben über das perfekte, schwarze Eis, durch timeter sollten es sein, erklärt er. Kein Mit Eispickel das die Tiefe des Meeres schimmert, Problem in Schweund währt nicht ewig. den: In den WinterTrillerpfeife Manchmal bedeckt monaten Januar, FebSchnee die spiegelruar und März wird das Eis auf den Seen des Landes glatte Oberfläche und bremst die bis zu einem Meter dick. 25 Zen- Schlittschuhe unsanft. Schmilzt timeter reichen, um darauf mit er wieder, bildet sich eine raue Buckelpiste. Den einen oder aneinem Lastwagen zu fahren. Das Eis ruft. Mit gekonnten deren Fahrer hebt es da schon Schwüngen schlittert Anders mal aus den Kufen. Bei Tempevom Wasser weg. Links, rechts, raturen um den Gefrierpunkt VON AGLAJA ADAM

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dpa/tmn (2)

Im Rucksack befindet sich Wechselkleidung.

kann die oberste Eisschicht außerdem weich werden. Wenn sie zerklirrt, bricht der Eisläufer zwar nicht ein. Doch auf doppeltem Boden sind Gleichgewichtssinn und Reaktionsvermögen gefragt. „Man muss einen Blick für das unterschiedliche Eis entwickeln“, sagt Anders. Auf den riesigen Eisflächen kennen fortgeschrittene Skater kein Halten mehr. Tief in den Knien, den Oberkörper nach vorne gelehnt, erreichen sie leicht 30 Stundenkilometer. An einem Tag nehmen sie mehr als 60 Kilometer unter die Kufen. Wer da hinterherwill, kommt schnell ins Schwitzen, einge-

packt in lange Unterhosen und Fleecepulli unter dem Anorak. Aber auch die Profis müssen auf der Hut sein. Natureis ist niemals gleichmäßig dick. Anders kann die Gefahr hören. Knarrt es dumpf und tief unter den Kufen, ist das Eis stabil. Je höher das Scharren klingt, desto dünner ist es. Knackt es, schrillen bei ihm die Alarmglocken. Respekt vor der Natur ist also angebracht, Angst nicht. Anders geht seit 40 Jahren mit Gruppen auf das Eis. Er versprüht das Gefühl, dass nichts schiefgehen kann. Ertrunken sei bei ihm noch keiner, garantiert er grinsend. Wer einbricht, erfriere

l Weitere Informationen www.visitsweden.com/ schweden

eher. Um die null Grad hat das Wasser unter der Oberfläche Da zählt jede Minute. Ohne zwei Eispickel lässt der Guide deshalb niemanden auf das Eis. Diese Nägel mit Griff trägt jeder Skater um den Hals, dazu eine Trillerpfeife. Wer einbricht, kann die Spitzen ins Eis rammen und sich daran an Land ziehen. Zum Lebensretter kann auch der Rucksack werden, den jeder Schlittschuhfahrer tragen muss – mit knapp neun Kilo kein Leichtgewicht. In einer wasserfesten Tüte befindet sich darin Wechselkleidung. Wer baden gegangen ist, muss sofort raus aus den nassen Klamotten. Der

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Rucksack mit der Zweitgarderobe dient im Wasser auch als Schwimmweste. „Er treibt den Eingebrochenen an die Oberfläche“, erklärt Anders. An den Rucksäcken sind Rettungsleine und Karabinerhaken befestigt. Auf einer der unzähligen Steininseln im Schärengarten Stockholms treffen sich Sprinter und gemütliche Läufer zum Mittagessen wieder. Aus den Jacken dampft es, über den trockenen Birken und Kieferästen zieht der Rauch in den blauen Himmel. Wer 20 Kilometer in den Beinen hat, für den wird ein gegrilltes Würstchen zum Festmahl. In der Ferne reihen sich die Inseln aneinander. Knapp 30 000 sind es im Schärengarten von Stockholm auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern. Manche sind bewaldet und bewohnt, die kleineren felsig und rund. Zu vielen weiß Anders eine Geschichte. Da gibt es den kleinen Felsarchipel, der Astrid Lindgrens Kinderbuch „Ferien auf Saltkrokan“ den Namen gab. Oder die Insel, die sich SkypeGründer Niklas Zennström, ein Schwede, gekauft hat. Viele Stockholmer besitzen Sommerhäuser in den Schären, im Winter sind sie verlassen. Entstanden ist die zerklüftete Küstenlandschaft in der Eiszeit. Eiszeit wollen nun auch wieder die ersten Skater. Sie haben genug vom Ausruhen und wollen wieder die Kufen schwingen. Wer schon an einer SkatingTour teilgenommen hat, weiß, dass schönes Wetter und gutes Eis nicht selbstverständlich sind.

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Seite13 | Sonnabend, 17. Dezember 2011

Einkehr für die Auszeit – Urlaub beim Herrn Ruhe finden, einen neuen Blick auf die Welt entdecken: Ein Aufenthalt im Kloster ist Urlaub für die Seele VON MONIKA REISNER

W

diese Weise selbst finden oder ihren Glauben vertiefen wollen.

er eine spirituelle Auszeit braucht, muss nicht gleich in ein indisches Aschram gehen. Drei Beispiele zum Innehalten in einem Kloster.

Abtei Varensell, Gästehaus Benedikt, Hauptstr. 53, 33397 Rietberg-Varensell, Tel. (0 52 44) 5 29 71 30. www.abtei-varensell.de

l Besinnen in Varensell Schon der heilige Benedikt l Innere Einkehr in Geras schrieb um das Jahr 500: „Gäste „Die Tür ist geöffnet, aber fehlen dem Kloster nie.“ Und so noch mehr unser Herz“ ist das ist es auch bei den Benediktine- Motto der Chorherren im österrinnen in der Abtei Varensell in reichischen Stift Geras. So der Nähe von Gütersloh heute. steht Besuchern seit mehr als Im Jahr 1900 wurde die Abtei 40 Jahren die Klosterpforte oferstmals urkundlich erwähnt, fen, damit sie einige Tage im und schon zwei Jahre nach der Stift verbringen können – unoffiziellen Gründung kamen tergebracht in dem aus dem 18. einzelne Gäste in das westfäli- Jahrhundert stammenden basche Kloster. Heute wohnen in rocken Trakt des Hauses. den 28 Zimmern des 1977 erEin besonderes Programm richteten Gästehauses bequem gibt es für die Urlauber nicht: 30 Besucher. Waren es früher je- Wichtig sind während dieser doch vor allem religiöse Grün- Tage die Teilnahme am Gebet, Sonnabend, Dezember de, suchen die17. Gäste heute in2011 zu dem sich die Chorherren erster Linie Ruhe und Abstand dreimal täglich zusammenfinvom Alltag. Schwester Lydia, den. Auf Wunsch finden bedie sich um die Belange des Gäs- gleitete Gespräche statt, datehauses kümmert, sieht die zwischen herrscht schlicht Abtei dennoch nicht als Pensi- Ruhe: beim Meditieren, bei on: „Wer zu uns kommt, will zu Spaziergängen oder auch bei sich selbst finden“, sagt sie. Ausflügen in die Umgebung. Der Tag für die Schwestern „Von uns ist die Autobahn ganz beginnt um Viertel vor sechs weit weg“, sagt Prior Benedikt mit einer Meditation. Fünfmal Felsinger, „man hört eher das noch wird dann im Laufe des Quaken der Frösche und das Tages zusammen gebetet, bis Klappern der Störche als Auabends um Viertel nach acht zu- tos.“ letzt die Vigilien ertönen. Sonst Geras liegt in einer kleinen sind sie im Haus und in der Hos- Gemeinde, umgeben von Fischtienbäckerei tätig; in der Werk- teichen, Feldern und Wäldern. statt fertigen sie liturgische Ge- Und aufgrund der Nähe zur wänder. tschechischen Grenze pflegen Gäste kommen vor allem die Prämonstratenser auch den übers Wochenende und zum Kontakt zur byzantinischen Jahreswechsel. Zum Kursange- Kirche, feiern Gottesdienste in bot „Kloster erleben“ etwa. Da- ihrer eigenen byzantinischen bei sind die Gäste eingespannt Kapelle, die den Gästen auch in den Klosteralltag mit seinem zum Gebet oder zur Meditation Wechsel aus Arbeit und Gebet. offen steht. Prior Benedikt gibt Rund vier Stunden täglich ge- den Besuchern auch Einblick hen sie den Schwestern im Haus in die Welt der Kräuter: Ob und im Garten zur Hand. Mit Tees, Konfitüre, Öle oder nur der richtigen Balance zwischen die bloße Betrachtung der körperlicher Arbeit und geistli- Pflanzen – die Lernwilligen erchem Tun gewinnen sie Ab- fahren eine ganze Menge über stand; Ziel ist es, sich selbst und die Heilwirkung von Alant, die Dinge neu zu entdecken. Engelswurz und Königskerze Stille finden Besucher vor allem und erhalten Tipps für die Zuwährend der sogenannten Wüs- bereitung. ten-Wochenenden: Geführte Meditationen, Einzelgespräche Stift Geras, Hauptstr. 1, und die Teilnahme am StunA-2093 Geras, Tel. dengebet der Schwestern sind (00 43/29 12) 34 50, ein Angebot für alle, die sich auf www.stiftgeras.at

l Stille Tage auf Mallorca Sie liegt nur 48 Kilometer von Mallorcas Hauptstadt Palma entfernt, und doch herrscht in der Santuari de Lluc ein völlig anderes Leben. Hunderte Besucher pilgern täglich ins Gebirge der Tramuntana, das im Juni 2011 von der Unesco zum Welterbe erklärt wurde. Die Patres, die das Kloster inmitten dieser einerseits schroffen, andererseits blühenden Gebirgslandschaft verwalten, teilen mit den Besuchern den Ausblick auf die untergehende Sonne und die Stille, die sich über die Berge legt. Die stellt sich allerdings erst ein, wenn die Tagesgäste wieder Richtung Tal gewandert sind. Sie kommen vor allem, Touristen wie Einheimische, um die „Sa Morenita“ zu bewundern, eine von drei schwarzen Madonnen in Spanien. Es gehört zur Tradition eines jeden Mallorquiners, die Madonna in dem Andachtsraum regelmäßig aufzusuchen. Der Legende nach wurde Lluc an dem Platz erbaut, an dem ein Schäferjunge eine schwarze Madonna fand, die zur Einsiedelei Sant Pere gebracht wurde, jedoch durch ein Wunder immer wieder an ihren Fundort zurückkehrte. Zur Erinnerung wurde 1268 eine Kapelle erbaut; das heutige Kloster wurde im Jahr 1691 fertiggestellt. Jedes Jahr im September pilgern Hunderte von Menschen nachts von Palma nach Lluc, jeden Vormittag ist der Chor der berühmten „Blavets“, einst ein reiner Knabenchor, zu hören. Die Gäste kommen in einer der zum Zimmer umfunktionierten Zellen oder in Apartments unter. Ein zeitweiliges Mitleben im Haus der Spiritualität der Kongregation ist nach Absprache möglich. Das Haus der Einkehr bietet außerdem einen Rückzugsort für spirituelle Exerzitien. Das Kloster organisiert für seine Urlaubsgäste auch Mountainbiketouren und Wanderungen.

Benedikt Felsinger, Prior des Stiftes Geras, über Ruhe.

Was unterscheidet Ihr Kloster von anderen Urlaubszielen? Der Aufenthalt bei uns ist geeignet, um im Leben den Anker einmal auszuwerfen, wieder zu heben und in eine andere Richtung weiterzugehen. Bei uns finden Gäste Stille und Orientierung und Zeit, die Seele zur Ruhe kommen zu lassen.

R EISE

Was erwarten Ihre Gäste? Seitesind 13 Die Motive unserer Gäste ganz unterschiedlich. Grundsätzlich wollen aber alle Ruhe, um abschalten zu können. Können Sie das erfüllen? So Gott will, ja. Immer mehr Menschen wünschen sich Entschleunigung. Hat dies auch Auswirkungen auf die Angebote des Klosters? Wir sind mit unserer Seelsorge immer da, auch für die Menschen vor Ort. Geras war ja schon immer ein Anziehungspunkt. Es gibt da wenig, was wir anpassen, denn in erster Linie sind wir ein Kloster. Machen Sie auch Urlaub? Natürlich. Ich bin gern in Europa unterwegs, meist in Österreich. Dann ziehe ich mich zurück, gehe wandern, immer zusammen mit Freunden. Aber ich schaue mir auch Städte an; die sind immer interessant für jemanden wie mich, der auf dem Land wohnt. Dabei gehört stets die Kunst dazu, vor allem die sakrale Kunst, da sind die Kirchen vor mir nicht sicher. Interview: Monika Reisner

Santuari de Lluc, Plaça dels Peregrins, I-07315 Escorca, Mallorca, Illes Balears, Tel. (00 34/9 71) 87 15 25, www.lluc.net

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Seite 14

Ein unvergessenes Weihnachtsgeschenk VON JOHANNA MALECKI

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eiligabend 1940: Im Weihnachtszimmer raschelt es. Meine drei Brüder – drei, vier und fünf Jahre – sitzen mit mir, sechsjährig, in der dunklen Küche und warten auf das Christkind. Das Gedicht vom Sunnwendmann wird noch geübt, dann klingelt das Glöckchen. Die Tür öffnet sich weit, am großen, bunt geschmückten Weihnachtsbaum leuchten die Wachskerzen, und der hohe, weiße Kachelofen strahlt Wärme aus. Wir Kinder stürzen auf die Geschenke. Meine Brüder freuen sich über ein stoffbezogenes Schaukelpferd, Bauklötzchen, einen Plüschelefanten, Bilderbücher, bunte Teller mit Süßigkeiten und anderes. Ich sehe zuerst die Fußbank aus hellem Holz mit dem Griffloch in der Mitte, stabil und groß. Daneben liegen Mütze und Handschuhe, Buntstifte, ein hölzerner Engel mit meinem Namen darauf und anderes. Doch die Fußbank (in Schlesien sagt man Ritsche) ist außergewöhnlich. Als Tritt soll ich sie benutzen, um an das obere Fach des Kleiderschrankes zu gelangen, oder als Sitz, wenn ich mit den Puppen spiele. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten: Mit kleiner Decke daraufgelegt, ist sie der Tisch für das Puppengeschirr, mit den Beinen nach oben und kleinen Kissen dazwischen, kann Puppe Gretel darin schlafen. Oder mein kleiner Bruder nimmt sie als Stall für Tiere auf dem Bauernhof. Als Opa im Sommer zu Besuch kommt, schraubt er vier Holzräder neben die Beine an das Holzbrett, knüpft eine Schnur an die Schmalseite – und fertig ist der kleine Wagen für die Puppe, das Plüschtier oder für Nachbars Kätzchen. Fehlt Ihnen vielleicht noch eine Weihnachtsgabe für ein Kind?

Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 14

Der Telefonjoker wird nicht eingesetzt Geocaching – eine neuzeitliche Freizeitbeschäftigung erobert auch die Welt der Senioren VON DIETMAR KAMPE

E

s ist ein schöner Sonntagmorgen. Eine Gruppe Geocacher trifft sich auf einem Parkplatz am Fuße des Wesergebirges. Cacher sind die Zeitgenossen, die mit Computerhilfe auf Schnitzeljagd gehen. Thomas Lommatzsch (68) ist beim Caching schon ein alter Hase. Er ist seit fünf Jahren dabei und hat bereits viele Verstecke gefunden – und auch selbst welche gelegt. „Als ich vor acht Jahren in den Ruhestand ging“, erinnert sich der frühere Mathematikund Informatiklehrer, „hatte mein Sohn wohl befürchtet, ich würde vor dem Computer verdaddeln, und schenkte mir ein Buch über Geocaching. Seitdem bin ich mit Begeisterung dabei.“ Monika (61) und Heiner Ringe (62) sind gemeinsam ein echtes Erfolgsgespann, denn sie haben bereits mehr als 4000 Verstecke gefunden. Auch zwei andere Paare, Marianne (63) und Willi Henze (63) sowie Susanne und Heinz Wilham (beide 61) sind schon seit vielen Jahren dabei und immer noch begeistert. Die Wilhams haben ihre Tochter und das Enkelkind mitgebracht. Caching ist fast immer auch ein Gruppenerlebnis. „Wir gehen nicht immer nur in dieser Gruppe“, versichert Willi Henze. „Wir verabreden uns von Fall zu Fall durch EMails oder über unser Forum www.geocaching-shg.de/. Die jüngeren Cacher nehmen auch mal ganz gern einen von uns ‚Grauköppen‘ mit“, fügt er schmunzelnd hinzu. Es verspricht, ein schöner Spätherbsttag zu werden, und Thomas – beim Caching duzt man sich – hat für heute einen

Geocaching ist fast immer auch ein Gruppenerlebnis. sogenannten „Multicache“ ausgesucht. Dabei sind mehrere Verstecke zu finden, und zwar der Reihe nach, weil jeder gefundene Cache erst die Koordinaten des nächsten verrät. „Bevor wir auf Cachejagd gehen, rufen wir immer erst im Internet die Seite www.geochaching.com auf. Dort finden wir alles, was wir für die Planung brauchen“, erklärt er. Thomas hat die entsprechende Internetseite ausgedruckt und die Gruppe gibt die Koordinaten für das erste Versteck in die GPS-Empfänger ein. Im Display erscheint der zugehörige Abschnitt einer Wanderkarte, und ein Pfeil gibt die Richtung zum Versteck an.

Das GPS-Gerät führt die Sucher zwar auf sechs bis zehn Meter an das Versteck heran, aber dann muss gesucht werden. Für die erfahrenen Cacher kein Problem. Schon nach wenigen Augenblicken ruft Marianne: „Ich hab’s!“ – und hält eine kleine Plastikfilmdose hoch. In der Dose befinden sich aber nun nicht einfach nur die neuen Koordinaten, sondern ein Zahlenrätsel, das unseren Geocachern sichtlich Kopfzerbrechen bereitet. Fast 20 Minuten lang drehen und wenden sie die Zahlen, ohne das Rätsel lösen zu können. „Für solche Fälle gibt es auch bei uns einen Telefonjoker“, bekennt Thomas. „Das könn-

Foto: dka ten zum Beispiel andere Cacher sein, von denen wir wissen, dass sie diesen Cache schon einmal erfolgreich gemacht haben. Doch sie würden uns auch nicht die Lösung nennen, sondern lediglich weiterführende Hinweise geben.“ Offenbar will die Gruppe sich diese Blöße nicht geben und so beschließt sie, einfach die nächste Station ohne Koordinaten zu finden. Der „Owner“, wie der Verstecker in der Fachsprache heißt, hat nämlich in einem zusätzlichen Hinweis angegeben, dass das nächste Versteck sich an einem Pfahl befindet. Unsere Cacher nehmen diesen Hinweis dankbar an und haben

nun keine weiteren Schwierigkeiten mehr. Der „Owner“ hat sich für jedes Versteck etwas anderes einfallen lassen. Das vierte Versteck enthält zum Beispiel ein Puzzle. „Ein Puzzle ist eigentlich immer dabei“, weiß Monika, und Marianne holt aus ihrem Rucksack ein Klemmbrett heraus, weil es sich auf einem Waldboden nun mal schlecht puzzeln lässt. So arbeitet sich die Gruppe von Versteck zu Versteck, bis sie wieder am Ausgangspunkt angekommen ist. Alle sind sich darüber einig, dass es eine schöne Cachejagd war, und loben den „Owner“. „Wir werden unserer Beurteilung auch ins Internet stellen“, versichert Thomas, und Marianne ergänzt: „Wir kommunizieren ohnehin viel über das Internet. So wird jeder Cacher, der seinen ersten Fund bei einem unserer Caches macht, beglückwünscht und im Kreis der Cacher willkommen geheißen.“ „Die Cacher auf der ganzen Welt sind wie eine große Gemeinschaft“, ergänzt Willi und fügt nach einer kleinen Pause stolz hinzu: „Und wir gehören dazu!“

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Apotheken-Notdienste beim VHS-Arbeitskreis Seniorinnen und Senioren in der Diskussion

ie Sand an’ Mihre“ (Meer) dürdringet Spräkwüere usen Wurtschatz. Hanten staht ein’ „de Hoare te Bärge“. Dor het et denn blos „Tähne tehoopebieten“ un „up Teiken un Wunner hoffen“. Villichte gaht den einen oda annern jo „en Lucht up“, un hei erkennt: „Kören is Silver un Swiegen is Gold“, „kume wat kumen mach“. De eine oda annere Tiedgenosse plaziert ok girn mal en Spräkwurt twischen sine Sätze, ümme mit Kenntnissen te glänzen. Zitate anse „Et is wat fuul inn Staate Dänemark“ oda „Dat is der Wieshort lester Slut“ erwecken den Indruck, mit Hamlet un Fuust bestens vatrut te sien. Richtig Indruck schinnt ok latiensche Wennungen wie „Errare humanum est“ – „Irren is minschlik“. Peinlik kann et allerdinges fär dene wirn, de spontan in einer Frümensprake mit Redensarten angibn möchte. Veele Frümdwüre latet sik nich würtlik aversetten! Einige Wieshorten sind in’ Lope der Tied tau Anti-Spräkwüren wurn. Sau werd „Wer telest lachet, lachet an’ besten“ ümmewannelt in „Wer telest lachet, het et nich eiher begriepen“. Uter Bibelwishort „Wer annern ne Graft gräft, fallt sülms harin“ hebbet Spräkwurt-Spontis „Wer annern anne Bluse gabt, is sülms en Swien“ emaket. Sprake is jümmer in lebenniger Bewägung, un endgallig is in ühre niks: Öle Spräkwüre wirret vagieten un veele nie kumt hentau. In’ modernen Sprakgebruk hebbet sik bispellswiese ok „Slogans“ uter Werbung innesliken. Sau is „Et gift veel te daun, packe wi’ et an“ in aller Munne. „Wenn ein’ alse sau veel Schönet werd beschieret, denn is dat all . . .“ woe

VON DORIS GOERGES

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ie letzte Veranstaltung des Arbeitskreises Seniorinnen und Senioren der Volkshochschule (VHS) Schaumburg im Jahr 2011 in der „Alten Polizei“ in Stadthagen zum Thema Apotheken-Notdienste war sehr gut besucht, das Thema offensichtlich von großem Interesse. Als Gäste begrüßte Arbeitskreis-Leiter Michael Schalich Bezirksapothekerin Angelika Pusch sowie Apothekerin und Notdienstkoordinatorin Ulrike Peter. Schnell kristallisierten sich zwei Problemkreise heraus: einmal die Entlassungen aus den Krankenhäusern am Wochenende und zum anderen der nächtliche Notfall. Wer am Wochenende aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist häufig nicht mehr in der Lage, an die benötigten Medikamente zu kommen. Das Krankenhaus gibt weder Rezept noch Medikamente mit, der Hausarzt ist nicht mehr erreichbar. Der nächtliche Notfall kann

ein neues Medikament erforderlich machen, was unter Umständen nur im Umkreis von 20 Kilometern besorgt werden kann, für Senioren fast nicht machbar. Pusch weist darauf hin, dass die Notdienstversorgung festgelegt ist. Mehr könne von den Apotheken nicht geleistet werden. Es müsse während des Notdienstes immer ein Apotheker anwesend sein, was dazu führt, dass der Apotheker ein Zwölftel des Jahres komplett in seiner Apotheke verbringt. Junge Apotheker wollen nicht aufs Land. Es werde eben auch in Schaumburg immer dünner. Zunächst einmal müsse jeder schon im Vorfeld für sich sorgen und eine Hausapotheke anlegen. Aber für die vorliegenden Probleme muss eine Lösung gefunden werden. „Was können wir in Schaumburg besser machen? Auch wir sind bemüht, diese Lücke zu füllen. Die Medikamentenbelieferung im Apothekennotdienst lässt hier und da noch zu wünschen übrig. Nicht immer sind die verordneten Me-

dikamente vorrätig. Eine intensivere Kommunikation zwischen den dienstbereiten Apotheken und Ärzten und ein gut geführtes Apothekenlager kann hier Abhilfe schaffen. Ein Hin- und Herschicken von Kunden im Apothekennotdienst ohne vorherige Abklärung im Kollegenkreis sollte der Vergangenheit angehören. Ich möchte das positive Beispiel aus dem Bereich der Palliativmedizin nennen. Seit August ist ein Arzneimittelsortiment bekannt, das eine vollständige Versorgung in diesem Bereich gegen Schmerzen leisten kann“, merkt Pusch an. „Wir wollen gemeinsam nach einer Lösung suchen. Mehr Notdienst ist nicht möglich, weil wir immer weniger werden. Die Politik fängt in Kommune und Landkreis an. Auch der Landkreis muss seinen Beitrag leisten.“ Für den nächtlichen Notfall wird folgender Lösungsansatz vorgeschlagen: Der Notarzt könnte ein grünes Rezept mit einem Dringlichkeitsvermerk versehen, die Notdienstapothe-

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ke benachrichtigen, welche ein Taxi mit dem Medikament losschickt, das auch das Rezept zurückbringt. Der Arzt entscheidet ganz allein über die Dringlichkeit. In manchen Fällen genügt nach der Erstversorgung durch den Notarzt auch der nächste Tag zur weiterführenden Medikamentenbehandlung. Arztvermerk und Apothekenstempel unterbinden jeden Missbrauch dieser Lösung. Für die teilweise Kostenübernahme wird die Einbindung des schon bestehenden Seniorentaxis vorgeschlagen. Wenn Ärzte, Apotheker und Taxiunternehmen miteinander reden, lassen sich krasse Fälle vielleicht vermeiden. Nach Klärung aller Fragen im Vorfeld kann auch die Ärzteschaft besser damit umgehen. Für die Entlassung aus dem Krankenhaus muss erreicht werden, dass die entlassenden Krankenhäuser die Versorgung mit Medikamenten bis zum nächsten Werktag sicherstellen. Notfalls muss ein Privatrezept ausgestellt werden, für dessen Kos-

ten der Patient zunächst in Vorleistung tritt. Pusch schlägt für die nächtliche Notfallversorgung zunächst einen Probelauf von zwei Jahren vor. Sie macht darauf aufmerksam, dass die Kommunikation im Gesundheitswesen dringend verbessert werden muss. Die für die Dauer von vier Jahren gewählte Bezirksapothekerin sieht sich als Sprachrohr und Ansprechpartnerin für die Bevölkerung mit einem offenen Ohr für schlechte Erfahrungen. „Ich biete mich an, wenn jemand Ärger hat.“ Die vom Arbeitskreis erarbeiteten Vorschläge sollen im Februar 2012 mit Vertretern von Landkreis und Ärzteschaft diskutiert werden.

• NDR-Info, 18.30 Uhr: Wenn sie nicht wiederkommt! Frau verlässt Mann – Frau stirbt. Männer geraten in ausweglose Isolation. Montag, 19. Dezember • DRK, 1.33 Uhr: Hörspiel: Professor van Dusen und der Fall Zola – 2. Teil. Dienstag, 20. Dezember • DLF, 10.10 Uhr: Sprechstunde: Der andere Schlaganfall. Blutungen und Gefäßmissbildungen im Gehirn. Hörertelefon: (0 08 00) 44 64 44 64.

• NDR-Fernsehen, 20.15 Uhr: Visite: Grüner Star und niedriger Blutdruck, Rücken-OP häufig überflüssig. Donnerstag, 22. Dezember • DLF, 10.10 Uhr: Gut gemeint war schlecht geschenkt. Unliebsame Gaben unterm Baum? Hörertelefon: (0 08 00) 4 46 444 64. Freitag, 23. Dezember • NDR-Fernsehen, 16.15 Uhr: Deutschlands wilder Osten – wo Kraniche und Adler zu Hause sind. toe

Ulrike Peters (links) und Angelika Pusch stellen mögliche Problemlösungen vor. Foto: goe

HÖREN & SEHEN Sonnabend, 17. Dezember • Nordwest-Radio, 19.05 Uhr: Schicksal: Wenn der Glaube an ein Schicksal zu Fatalismus führt, nimmt dies Lebensenergie. Redezeit mit Eugen Drewermann. • DLF 23.05 Uhr: „So weit die Füße tragen“ – über Dichtung und Wahrheit eines Welterfolgs. Sonntag, 18. Dezember • NDR-Kultur, 8.40 Uhr: Der Mann, der Weihnachten erfand – Charles Dickens und das Fest der Feste.


B ABYGLÜCK

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Antonia freut sich riesig über die Geburt ihrer kleinen Schwester. Victoria kam am 2. Dezember um 14.22 Uhr mit einem Gewicht von 3530 Gramm und einer Größe von 53,5 Zentimetern im Krankenhaus Bethel in Bückeburg zur Welt. Glücklich sind auch die stolzen Eltern Anja Lebowsky und Peter Tretter aus Stadthagen.

Judith Auritz und Ragnar Schierholz sind jetzt stolze Eltern. Ihr Kalle wurde am 5. Dezember um 17.05 Uhr mit einem Gewicht von 3600 Gramm und einer Größe von 53 Zentimetern geboren.

Mit der ungestörten Nachtruhe ist es nun vorbei! Swetlana und Andreas Epp freuen sich über die Geburt ihrer Tochter Liana (3080 Gramm, 50 Zentimeter). Die kleine Bückeburgerin hat sich am 4. Dezember um 16.28 Uhr im Krankenhaus Bethel entschlossen, aus der „Einzimmerwohnung“ in Mamas Bauch auszuziehen.

Stolz und glücklich über die Geburt ihrer Tochter Paula sind Melanie und Stefan Wessel mit dem großen Bruder Timo (23 Monate). Die kleine Stadthägerin (4360 Gramm, 57 Zentimeter) ist am 6. Dezember um 9.53 Uhr im Kreiskrankenhaus auf die Welt gekommen.

„Unser zweiter Sonnenschein ist da“, freuen sich Daniela und Björn Bätjer aus Stadthagen. Die kleine Lina (3600 Gramm, 53 Zentimeter) tat am 2. Dezember um 11.24 Uhr im Kreiskrankenhaus in Stadthagen ihren ersten Atemzug. Ganz besonders stolz ist ihre große Schwester Hannah (4).

In jeder Woche erblicken im Kreiskrankenhaus Stadthagen und im Krankenhaus Bethel in Bückeburg sowie in den Kliniken in Minden, Hameln, Neustadt und Gehrden Babys das Licht der Welt. „Hallo Schaumburg“ stellt die Familien im „Babyglück“ immer sonnabends vor. Die Bilder der Schaumburger Neubürger sind zudem im Internet unter www.sn-online.de zu sehen.

Elmina Berisa wurde am 7. Dezember im Krankenhaus Bethel geboren. Bei ihrer Geburt wog die kleine Bückeburgerin 2980 Gramm bei einer Größe von 48 Zentimetern. Lea-Sophie ist am 5. Dezember um 22.35 Uhr mit einem Gewicht von 3690 Gramm und einer Größe von 54 Zentimetern in der Bethel-Klinik in Bückeburg zur Welt gekommen. Es freuen sich Kathrin Schermer und Sebastian Pocher aus Rinteln.

Klara (3890 Gramm, 54 Zentimeter) ist da! Große Freude über die Geburt ihrer zweiten Tochter herrscht bei Katrin Kessler-Scholz und André Scholz aus Meerbeck. Die kleine Schwester von Amelie (3) ist am 5. Dezember um 16.23 Uhr im Kreiskrankenhaus in Stadthagen auf die Welt gekommen.

„Wunder geschehen, wir ham’s gesehen“, jubeln Bianca und Nicolas Eßrich aus Lauenhagen. Am 2. Dezember um 7.23 Uhr hat ihre Tochter Emma (3480 Gramm, 52 Zentimeter) im Krankenhaus Stadthagen das Licht der Welt erblickt.

Layla Saphira ist da! Am Nikolaustag um 9.27 Uhr hat die Tochter von Yvonne Thiele und Jens Becker aus Lauenau in der Stadthäger Klinik das Licht der Welt erblickt. Ihr Startgewicht betrug 3730 Gramm bei einer Länge von 52 Zentimetern.

Überglücklich sind Tanja Seeger und Gilbert Braun aus Lauenhagen. Am 4. Dezember um 7.01 Uhr ist ihr Sohn Joakim-Monty (3050 Gramm, 52 Zentimeter) im Kreiskrankenhaus Stadthagen auf die Welt gekommen. Mächtig stolz sind auch die Schwestern Nancy (6) und Nastassja (4).


U NTERHALTUNG

Wochenende

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S I L B E N R ÄT S E L Aus den Silben sind 22 Wörter zu bilden, deren erste und vierte Buchstaben, beide von oben nach unten gelesen, ein Zitat von Peter Rosegger ergeben. am - ar - ärz - bas - be - chi - de - der - di - dub - emp ent - ex - ex - fo - ge - gra - graf - gu - ich - in - la - lant lar - le - le - li - li - lung - ma - mach - mon - mu - nat - neu nik - no - nor - not - nung - ord - pel - plo - ra - rad - re rer - rov - sa - scher - se - si - sil - spät - tau - te - ter ter - ter - tin - tiv - to - um - un - ves - wa - wet - wi

Sonnabend, 17. Dezember 2011

Sonnabend, 17. Dezember 2011 | Seite 16

SUDOKU

Auflösung der letzten Woche:

Das Zahlenspiel für Kreuz- und Querdenker – ein leichtes für Einsteiger – ein schwierigeres für Profis. Die Spielregeln: Füllen Sie die leeren Felder so aus, dass – in jeder Zeile – in jeder Spalte – in jedem 3x3-Kästchen – alle Zahlen von 1 bis 9 stehen. Auflösung in der Ausgabe am kommenden Wochenende.

leicht

Sudoku: leicht

schwer schwer

1. deutsche Schauspielerin, geb. 1962 2. Einzelstück, Muster

Um die Ecke gedacht:

3. Richtschnur, Einweisung

P R I V A T K N A L L I G

4. chemisches Element, Transuran © DEIKE PRESS 5011

5. Hafenstadt in Kroatien 6. Gesandtschaft, Botschaft 7. Krankheitsheuchler 8. Gerät zum Reinigen 9. Inselmeer, Inselgruppe 10. letzter Tag des Jahres 11. Lichtbildner 12. Name amerikanischer Satelliten 13. Baumaschine 14. Sohn des Odysseus 15. Schleichkatze 16. mathematischer Begriff 17. Schüler-, Studentenheim 18. Prädikatsstufe für Weine 19. meteorologischer Begriff 20. Medizinerin 21. Durcheinander 22. Ordnungsmaßnahme Auflösung des Silbenrätsels von letzter Woche: 1. Toleranz, 2. Indikator, 3. Seenelke, 4. Tonfolge, 5. Söderberg, 6. Chorherr, 7. Okklusiv, 8. Nasenbein, 9. Hydraulik, 10. Ausdauer, 11. Lavendel, 12. Baunatal, 13. Grammofon, 14. Estakade, 15. Blankenese, 16. Erzeuger, 17. Sekretär, 18. Spektakel, 19. Esperanto, 20. Rhinozeros, 21. Tornister EIN FEHLER, DEN MAN ERKENNT, IST SCHON HALB GEBESSERT.

L E S E R I N O R E A D E

A M O R E C A T S D U A L

K I M S I L B E M A T H E

A X I O M A E S O P L O G

T R A S S E W A L L O N E

I E M P O R E L E A S E N

E L I A S M I M E N P S I

R I E N M A S U R L E S E

E S C G A R E N L O S E R

R H O E N A L O E S O L E

UM DIE ECKE GEDACHT Waagerecht: 1. im Bergbau kann man auf diese Form der Geisterrobe treffen 12. ausgestorbene Lebensform, außer in Italien 13. gehobener Schmerz schmerzt auch 14. steht für usurpatorische Flugoffensive? 15. steht im Regal und hat meist ein Loch im Rücken 16. abrissreife Unterlage für Kalendergeschichten 17. diesbezüglich sind viele Cremes anti eingestellt 18. verursacht leises Klirren, da wo die Dollars in den Kassen klingeln 19. die Bürgschaft kennt man aus Wirtschaftsthrillern, keinesfalls ist sie von Schillern 20. Tanktiger, der fliegen kann? 23. muss in der Eremitagenstadt überbrückt werden 25. zieht was weg, bringt uns voran, steht ständig unter Strom 27. sie erfand fünf Freunde und verwegene Vier, zahlreiche Abenteuer und Geheimnisse sowie Internatszwillinge (Vorname) 28. führt im Gen zu unvorstellbarer Angst 29. wer schreibt, der bleibt – und sein Briefwechsel bleibt so (!) 31. irdenes Haupt oder musikalischer Rillenleser 34. Schnellschrieb für Schnellsprech 35. hier dürfen Sie Dampf ablassen! 37. bei diesem Kurswert auf Mehrwert zu spekulieren ist wertlos 38. könnte fast in Ordnung sein: Sandra schrieb Bücher und Antonio baute Straßen 40. sie ist in der Computer-Adressdatei gespeichert 42. hier passt ein Wort für jegliches Ding auf Erden 43. eine der Ebenholztasten 44. ihre kommissari-

sche Tätigkeit im Fernsehen wurde schon öfters wiederholt 47. grenobles Wässerchen 49. bezeichnet die Art von Futter, das von den Ratten und Würmern in Bibliotheken bevorzugt wird 50. Fehlsichtigkeit trübt ihren Weitblick nicht 51. Nationalparkwässerchen, nicht weit von Kassel 52. Band, zum guten Ton gehörend Senkrecht: 1. nach der Rabenschlacht waren seine Zukunftsaussichten rabenschwarz 2. Willy, der im Film meisterlich für Deutschland ritt 3. was dem Alpha sein Omega, ist es dem Anfang 4. Beethoven machte seiner Wut über einen verlorenen Groschen mit diesem musikalischen Formtyp Luft 5. hier servieren wir Ihnen Eis in spe 6. diesbezügliche Wahrnehmungsabsicht kann Hektik hervorrufen 7. was Giftmischer so taxieren 8. diesseitiges Grenzgebiet 9. es sind die schlechtesten Früchte nicht, woran Südafrikaner nagen (Ez.) 10. damit sollten Europäer freien Handel assoziieren 11. mancher Schweinezüchter wünschte, sein Tierarzt spräche vom Joggen im Badischen statt von einer Diagnose 21. alles in Ordnung bei den Funkern, vielleicht der Funker selbst? 22. für uns hört sich das an wie eine Absage, Sie so viel mal kluger Brite! 24. Hirsch mit hellem Hintern 26. gehört zum lebenden Inventar der Nairobibliothek 28. Bayernstädtchen, das man lieber Anne vorstellt, als der Bank

nachträgt 30. seine Größe richtet sich nach dem Haushaltsplan 31. nur so erblickt der Busen das Licht der Welt 32. wer hier ins Eiern kommt, liegt nicht rundweg falsch 33. verhält sich zu Jerusalem wie Bundestag zu Berlin 34. Lokalität für das, was sich in einem Abwasch erledigen lässt 36. das ist nicht nur in der Architektur so: Mancher, der sich für eine Stütze hält, kann kaum hervorragend genannt werden und steht obendrein mit dem Rücken 1

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zur Wand 39. außer ihr kommt man dran, wenn man eigentlich noch nicht an ihr ist 41. der richtige Ort zum Heißeisenschmieden 43. Stadt, die zwischen Völkerbundnachfolger und Webseitendeutschland nicht durch zwei teilbar ist 45. das ist einleuchtend: liegt energieverbrauchsmäßig im Dumpingbereich 46. gehört zu den Richtungswechselfällen des Seglerlebens 48. jetzt können Sie ruhen: Rateerfolg ist perfekt

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hallo Schaumburg vom 17. Dezember 2011