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E XT R A B LATT

DE EZ

Der grosse Coup mit dem KU? Herausgeberin: ZBE, OIKOS™ - SocialMediaServices, Ludwig-Müller-Str. 2, D-92693 Eslarn. V.i.S.d.P.: Michael W. Zach, Ludwig-Müller-Str. 2, D-92693 Eslarn. Ausgabe 01 .201 3 · Erscheinungsdatum: 26. Januar 201 3 · Kontakt: oikos-sms@office.eu.org

Sie werden staunen, wenn Sie unter www.eslarn.de, Registerreiter "Politik" die Tagesordnung zur kommenden öffentlichen Gemeinderatssitzung am 29. Januar 201 3 lesen. Da geht es ausschliesslich um die geplante PV-Anlage, welche auf der ehem. HausmüllDeponie am Sandweg entstehen soll. So eine PV-Anlage mit 3 MW-Leitung ist durchaus etwas Schönes, könnte diese doch Eslarns Haushalte vollkommen autark mit elektrischer Energie versorgen. Finanziert werden könnte diese Anlage so, wie bereits die Dach-PV-Anlagen der Eslarner Solarstromgenossenschaft finnanziert wurden. Dies jedoch scheint zu "einfach", denn damit lassen sich kaum hochdotierte Arbeitsplätze schaffen, bzw. weniger gut bezahlte kommunale Arbeitsplätze in Planstellen einer Körperschaft des öffentlichen Rechts überführen. Eine KdöR jedoch ist - einmal gegründet von der Kommune, der Gemeindeverwaltung nahezu unabhängig, bestreitet das Personalwesen selbst, und legt alle anfallenden Kosten auf deren Kunden um, da es kostendeckend haushalten muss.

Ein KU trotz ständig sinkender Einwohnerzahl? Sicher braucht man für die Verwaltung von Wasser, Abwasser und Energie geeignetes Personal. Jedoch stellt sich wirklcih die Frage, ob man dieses im Rahmen eines Kommunalunternehmens unterbringen muss, wo doch auch die Marktgemeinde Eslarn unter ständig sinkenden Einwohnerzahlen leidet.

So etwas wäre eigentlich nur zu verantworten, wenn man Wasser (z. B. über den leitungstechnischen Brückenschlag, den man letztes Jahr über den OT "Pfrentschweiher" in Richtung Marktgemeinde Waidhaus unternommen hat), und Energie (z. B. an die Marktgemeinden Waidhaus, Moosbach etc.) liefern könnte. Dann nämlich könnten die mit einem Kommunalunternehmen zusätzlich anfallenden Personal und Sachaufwendungen - wir dürfen hier durchaus von ca. 1 0 weiteren/ neuen Arbeitsplätzen, wie auch einer lohnmässigen Aufwertung bestehender Arbeitsplätze ausgehen - auf auf die Neukunden der genannten Märkte umgelegt werden.

Ein KU, noch vor dem Beschluss einer aktuellen Haushaltssatzung? Was natürlich schon etwas zu denken gibt ist der Umstand, dass der Grundsatzbeschluss zur Gründung eines KU noch vor der für April angekündigten Haushaltssatzung, bzw. dem entsprechenden Satzungsbeschluss erfolgen soll. Noch weiss man ja nicht, wieviel Geld die Marktgemeinde Eslarn zukünftig überhaupt zur Verfügung haben wird. Vielleicht spekuliert man ja auf die künftige interkommunale Zusammenarbeit mit den weitere 1 0 LSOTeilnehmergemeinden (Wir berichteten!). Diesen könnte man dann jede Menge Bier, aber auch Energie verkaufen, und damit wieder Geld in die Kasse(n) bringen. Warten wir es ab, was der kommende DienstagAbend bringen wird. [x]


DEEZ-EXTRABLATT v. 26. Januar 2013