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DEEZ

13. Jahrgang | Ausgabe 06.2016 -----------------------------------------monatlich und kostenlos

ISSN 2366-4908

Die Erste Eslarner Zeitung ­ Das Magazin zum täglichen Blog. www.eslarn­net.de

Bildquelle(n): Hauptbild - eigenes Archiv, Inline-Bild (Pyramiden): macrodepecher@pixelio.de

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Auch unsere "Eslarner Sphinx" meint, dass wir wieder jede Menge toller Themen für Sie haben. Sie will aber trotzdem wieder zu Mutti!


Vorankündigung Demnächst gibt es wieder exquisiten Lesegenuß für Sie! Sowohl Sylvia Kling wie auch Trisha Galore veröffentlichen demnächst wieder einige Werke. Da ist für jede(n) Literaturinteressierte(n) etwas dabei.

Wie Sie davon erfahren? Schauen Sie einfach immer wieder mal auf die Webseiten/ die Blogs der beiden Autorinnen:

www.sylvia-kling.de

Lesung in der Stephanus-

trishagalore.wordpress.com

Buchhandlung Moritzburg 20. September 2016, 19.00 Uhr

Bildquelle: Andreas Hermsdorf@pixelio.de


EDITORIAL | INHALT 3­6 E s l a rn , i m J u l i 2 0 1 6 Liebe Leserinnen, Liebe Leser, schon ist wieder fast das halbe Jahr 2016 rum, und es hat sich - zumindest in der Marktgemeinde Eslarn - nicht allzu viel geändert. Es wurde endlich - nach 20 Jahren Zuwarten - mit der Kanalsanierung begonnen, und bis 2020 muß die örtliche Kläranlage ebenfalls neu gebaut werden. Das zurückliegende "Heimatfest 2015" ist vorüber, und wie immer ist nicht s mehr davon zu bemerken. Dauerhafte Wirkung haben solche Feste sowie nie, dienen diese doch - in Eslarn ausshliesslich einigen Wenigen - dazu, Geld zu verdienen. Was hilft alles Jammern? Eslarn geht, wie so viele Orte den Weg der Demoskopie mit abnehmenden Einwohnerzahlen entgegen. Irgendwann dürfte es trotz aller Daseinsvorsorge leider auch in Eslarn keine vernünftige, der jeweiligen Zeit angemessene Lebensgrundlage mehr geben, und die Sache sich damit erledigt haben. Genißen Sie aber jetzt erst mal unsere neue DEEZAusgabe, denn diese Informationen bekommen Sie nirgends sonst.

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In diesem Sinne "Viel Erkenntnisgewinn" beim L es en! Die Redaktion.

IMPRESSUM/ IMPRINT: "DEEZ - Die Erste Eslarner Zeitung" erscheint regelmässig monatlich, un Eslarn. Die Redaktion erreichen Sie über die vorgenannte Postanschrift, sowie per Telefon: + 49 oikos-sms@office.eu.org. Leserbriefe nehmen wir ebenfalls gerne unter vorbezeichneten Konta Abdruck zu prüfen, und bei einem Verstoß gegen unser mission statement "Projekt gegen Anti V.i.S.d.P.: (Verantw. Redakteur): Michael W. Zach - Erreichbar über vorgenannte Anschrift bzw.

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Die Oberpfalz, und die Politik Wirklich alles im Griff, auf dem Schiff? EWWP ­ Eslarn WasteWater Projects. Die Kanal-Generalsanierung hat begonnen. Eslarner Gewerbegebiete

- Teil 2: Gewerbegebiet "Waidhauser Strasse"

Eslarn ­ PRO4MA

Eslarn bereits im Jahr 2030 "Halleluja-Marktl"?

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Landleben. Was Sie als Zuziehende hier erwarten könnte.

WEIDEN ­ Die Stadt

Ob das in Weiden/ Opf. noch jemals etwas wird? Eslarn ­ konkret

Veranstaltungshinweise, Amtliche Termine und mehr. CzechRepublic ­ Day & Night Tschechische Klöster. Diesmal:

Chlum Svaté Maří

nd wird herausgegeben von Theresia M. Zach, Ludwig-Müller-Strasse 2, D-92693 9(0)163 709 30 31, Telefax: +49 (0)9653 40 70 001, oder email: aktmöglichkeiten entgegen. Wir behalten uns jedoch vor, diese vor einem isemitismus, Rassismus, Extremismus und Fremdenfeindlichkeit" abzulehnen. . die genannten Kontaktmöglichkeiten.

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Kirchenseiten OBERPFALZ ­ POLITIK Aufimwelcher Alles Griff, aufSeite dem stehen ... Schiff?Sie?

Die Ober

Wirklich alles im Griff, auf dem ... Sch Wir müssen uns nun auch einmal mit der Politik und deren Ausprägung im Regierungsbezirk Oberpfalz beschäftigen. Schliesslich ist die Politik das, was die Oberpfalz im Innersten zusammenhält, auch wenn dies niemand so richtig zugeben mag. Ohne Politik würde hier nicht viel, schon gar nichts Wirtschaftliches funktionieren. Die meisten Aufträge welche Fabrikunternehmen nunmehr seit Jahrzehnten "am Leben halten", kommen nicht aus der Eigenakquise, sondern durch politisches Handeln. Dies merkt man daran, dass nahezu alle Fabrikunternehmen in der Oberpfalz - die wirklich großen Konzern-Au0enstellen mal ausgenommen - entweder die Präsentationsmöglichkeiten via Internet gar nicht, oder nur äußerst nachlässig nutzen. Sie finden sogar auf den Seiten renommierter Fabrikunternehmen nahezu keinerlei für eine Auftragsvergabe verwertbare Informationen. Sicher, Unternehmen die für die Automobilindustrie tätig sind, oder als sonstiger Zulieferer arbeiten, ahben keine Endkundenangebote. Aufträge vollends politischer Natur? Geworben wird auch auch von sonstigen Betrieben einzig damit, dass wieder einmal hier in der Oberpfalz ist es der sog. Kunststoff-Cluster, der für die Automobilindustrie produziert - ein mehr oder weniger "Riesen-Auftrag" an Land gezogen werden konnte. Wie auf Bestellung zeigt dann auch das entsprechende Pressebild ein(e) Politiker(in), welche(r) sich dafür eingesetzt hatte.

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Wirklich selbständige Unternehmer(innen) gibt es in der Oberpfalz nicht?! Doch, in der Oberpfalz gibt es auch selbständige Unternehmer(innen). Es sind mittlerweile fast ausschliesslich die kleinen, die wirklich kleinen Handwerksbetriebe, welche jedoch - und hier wird es dann interessant ebensowenig Eigenwerbung betreiben, obwohl diese in Zeiten des WWW einfacher denn je - und sei es durch eine selbstgebastelte Homepage - möglich ist. Auch diese Kleinunternehmen - wir rekurrieren hier auf unseren Hauptredaktionssitz, die Marktgemeinde 92693 Eslarn - erhalten deren zum Überleben wichtigen Aufträge seit Jahren nahezu ausschliesslich von den Kommunen, oder durch eine der beiden christlichen Großkirchen. Dies merken Sie vor allem dann, wenn Sie selbst einen Auftrag vergeben wollen, und bereits die Diskussion um die Auftrags-gestaltung zeigt, dass man das letzte Mal vielleicht vor 20 Jahren Aufträge von richtig privater Seite erhalten hatte. Noch interessanter wird es, sollten Sie eine Ausschreibung plazieren wollen. Da hat man an Ihnen als Privatem überhaupt kein Interesse. Ausbildung zentralisiert: Es gibt das ge­ meinnützige ÜBZO, den Traum wahrer Handwerksmeister(innen). Da es sich für diese Betriebe, ebenfalls seit Jahren kaum noch rechnet eigene Leute auszubilden, bzw. zum Teil auch keine ausbildungsberechtigte Person vorhanden ist, hatte man schon vor einigen Jahren das


rpfalz, und die Politik.

hiff? sog. "ÜBZO", das "Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern gGmbH" in Weiherhammer geschaffen. Gibt es auch anderswo, solche Einrichtungen. In der Oberpfalz aber machts die gesamte Darstellung der Wirtschaft. Muß ja niemand wissen, dass letztlich nur noch die Fabrikunternehmen in deren eigenen Einrichtungen ausbilden. Zudem handelt es sich um eine gemeinnützige Ausbildungseinrichtung, und Gemeinnutz kommt bekanntlich vor Eigennutz und richtiger Selbständigkeit, welche nur selbst ausbildenden Handwerker(innen) möglich wäre. ;-) Merken Sie es, wir machen uns schon wieder einmal sehr unbelebt in denjenigen Kreisen, welche dies ausbaldowert haben, und welche uns zugegebenermaßen seit einigen Jahren auch persönlich sehr stark zusetzen (wollen). Hat sich also in Bezug auf die oberpfalz nicht gar so viel mit gelebter Demokratie, wenn in dieser bürgerliches wie auch journalistisches Handeln nur darin bestehen darf, zu tun und zu berichten, was die politische - zum großen Teil nicht mit dem Nachbarstaat Tschechien übereinkommende - Nomenklatura wünscht. Nun ja, ist ebenso, und derzeit (noch) nicht zu ändern. Doch hat so ein ÜBZO auch was Gutes, weil damit die dafür bundesstaatlich und manchmal auch europäisch vorhandenen Fördermittel nicht auf einzelne Ausbildungsbetriebe verteilt werden müssen, sondern alles, vor allem politisch überschaubar bleibt. Die "Gemeinnützigkeit" der Einrichtung sorgt zudem dafür, dass im Gegensatz zur Ausbildung in einzlenen Handwerksbetrieben steuerlich nahezu

Nichts in den Steuertopf zurückfliessen kann. So jedenfalls die "herrschende Meinung" unserer Redaktion, der sich selbstverständlich niemand anschliessen muß. Politisch durchaus ein "Glücksgriff". Aus Sicht der regelmässig im Amt bleiben wollenden PolitikerInnen regionaler Provenienz ist so etwas wie das ÜBZO ein richtiger "Glücksgriff". Da wird man nämlich als Politiker(in) noch richtig gebraucht, und erfährt wahre Dankbarkeit, wenn man wieder einmal eine Fördermitteltranche überbringen kann. Die/ der Einzelhandwerker(in), echte Selbständige dagegen wäre etwas schwieriger ruhig zu stellen, denn dieser könnte sich anlässlich einer Wahl auch einmal überlegen "seiner Politikerin", seinem Politiker wegen einer Kleinigkeit die eigene, wie auch die Stimmen seiner Angestellten und Auszubildenden zu verweigern. Da ist so was wie das ÜBZO, gepaart mit den zu 'Eingang genannten, seit gut zwanzig Jahren vollzogenen Umstrukturierungen schon viel besser. Gem. dem Motto "Wer was erhält, der wählt", ist damit bereits ein Großteil der Wählerstimmen gesichert. [x] "Einige haben schon die Faust in der Tasche, trauen sich aber noch nicht!" Na, dieser Teilüberschrift verheißt nichts Gutes, oder? Richtig, es ist die Aussage einer Person, die jemand von uns vor gar nicht allzu langer Zeit das erste Mal getroffen hatte, und der Positionierung in der Mitte der Gesell-schaft Aufmerksamkeit erregte. Massive

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Die Oberpfalz, und die

Wirklic antisemitische Äußerungen der bekannten Art hätten unserem Mitarbeit bald von weiteren Gesprächen Abstand nehmen lassen. Doch diese Person wußte sehr viel über die Region, und tätige auch die in der Teilüberschrift hinterlegte Aussage, und bestätigte mit konkreten Nachweisen auch unsere bisher hier genannten Vermutungen für bzw. über die Region. Man hört solche Dinge antisemitischer Art über auch bei so mancher oberpfälzer Festivität, wenn einige Leute genügend, die Zunge lösenden Alkohol getrunken haben. Da muß man Verständnis haben, oder? Sicher, wir denken auch, dass sich hier bislang unausgesprochene Pläne ankündigen könnten. Pläne von Leuten, denen man lieber nicht begegnen möchte, und welche denken auf diese Weise dem deutschen Ego wieder mehr Bedeutung verleihen zu können. Auch in der Marktgemeinde Waidhaus sollen bei der letzten Bundestagswahl erhebliche Stimmen an die NPD gegangen sein. Was uns bei dieser Gelegenheit erstmals zu Gehör kam war, dass bei der letzten Bundestagswahl nicht nur in der Marktgemeinde Eslarn, sondern auch in der Marktgemeinde Waidhaus über 7% die NPD gewählt haben sollen. Da scheint die vor einigen Jahren etablierte Kooperation zwischen der JuSo ArGe Eslarn und der JuSo ArGe Waidhaus nicht die erhofften Effekte genariert zu haben. Oder wählen SPDler neuerdings vielleicht sogar NPD? Wohl eher nicht, wenn sich auch - für eine Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten in

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der SPD äußerst ungewöhlich - vor einiger Zeit ausschliesslich die JuSo ArGe Eslarn für den Erhalt des Eslarner Kriegerdenkmals am Tillyplatz stark gemacht hatte. (Wir berichteten!). Normalerweise sind Jungsozialisten unseren Erfahrungen zufolge eher dafür bekannt, solche nach deren Diktion "kriegsverherrlichenden Dinge" in irgendeine örtliche Nische gestellt zu wissen. Nicht so Eslarns JuSo's, diese stehen zum Kriegerdenkmal und den Gefallenen, aller politischen Ansichten zum Trotz. Nun ja, da scheint sich also ein richtiges rechtes Biotop nicht nur entwickelt, sondern über Jahrzehnte gehalten haben, denn unsere Informanten lassen sich nicht davon abbringen, dass so manche Dinge demokratischer Natur nur Fassade sind, und zumindest derzeit noch aufgrund der mitzunehmenden Fördermittelgaben aufrecht erhalten werden müssen. Stellt sich aber andererseits die Frage, was die regional tätigen Politiker(innen) eigentlich machen, wenn sich diese scheinbar so gut wie nicht um die politische Bildung auch dieser Bürger(innen) kümmern. Hier wollen wir selbstverständlich nicht die gesamte Gegend "verteufeln", denn es gibt auch genügend Leute, welche z. B. wie mehrfach aus Eslarn vermeldet, Geschäfte auch betreten können, ohne gleich im ersten Satz über Flüchtlinge zu schimpfen und zu hetzen. Dies soll in Eslarn mittlerweile wieder "Mode" geworden sein. Dabei sind in Eslarn fast keine Flüchtlinge zu sehen, bzw. nur dann zu sehen, wenn diese deren Einkäufe tätigen, und damit Eslarns Wirtschaft unterstützen. Man wird diesen aus


e Politik.

OBERPFALZ ­ POLITIK Alles im Griff, auf dem ... Schiff?

ch alles im Griff, auf dem ... Schiff? deren Heimat geflohenen Menschen doch noch etwas zu Essen vergönnen?

Politik ist bestenfalls "in der Partei Mitglied sein", damit ist's genug. Nehmen wir wieder eine Anleihe an der Parteienlandschaft der Marktgemeinde Eslarn, einer der größten Kommunen im Landkreis Neustadt an der Waldnaab. Bei derzeit immer noch etwas über 2700 Einwohner(innen) erreicht seit Jahren keine der hier vertretenen Parteigruppierungen - es sind CSU, FWG und SPD - mehr als maximal 40 Mitglieder. Dies müßte eigentlich die Alarmglocke klingeln lassen, wenn Vereine wie der Förderverein des TSV Eslarn e. V. mittlerweile über 700 Mitglieder vorweisen können. Dies ist unseres Erachtens auch insofern bedenklich, als anderweitig keine politische Bildung zu festzustellen ist, und politische Bildung - gerade unmittelbar dort, wo sich bis 1990 der sog. "Eiserne Vorhang" befand zur Grundausstattung gehören sollte.

"Wir wählen, wer uns Arbeit gibt!" Noch so ein Spruch, der uns im Zuge unserer neuerlichen Recherche zur demokratischen Verfassung der Region begegnete. Er scheint Geltung beanspruchen zu können, denn von uns befragte Leute konnten - obwohl sich diese mal als CSU-, mal als SPD-Mitglieder bezeichneten - rein gar nichs mit den jweiligen Parteiprogrammen anfangen. richtig, man sollte nicht alle Bürger(innen) dadurch überfordern, dass man diesen eine,

wenngleich nur rudimentäre Kenntnis eines Parteiprogramms abverlangt. Ein wenig Allgemeinbildung, respektive Grundkenntnise zum demokratisch verfassten Rechtsstaat könnten aber nicht schaden. Diese fanden wir in dieser - bislang scheinbar noch nie in solcher Art und Weise hinterfragten - Gegend durchaus. Aber nicht "auf der Straße", sondern nur dort, wo uns jemand zu diesem Zwecke "vorgeschickt" werden konnte. Dieser Person - mal Frau, mal Mann - parlierte dann sogar auszugsweise über das jeweilige Parteiprogramm. Auf die EU und den Nachbarstaat Tschechien angesprochen, war den meisten Leuten nur wichtig zu betonen, dass "so wie damals nicht handeln hätte sollen", und "den Leuten deren Grund und Boden zurückgeben" sollte. Damit reichte es uns dann auch wieder. Nur die Aussage "Wir wählen, wer uns Arbeit gibt." ließ uns weiter darüber nachdenken, wie dies angesichts der vielen KunsttoffPresserke - aka "Kunststoff-Cluster"-Unternehmen - und der eigentlich schon seit Etablierung dieser Firmen möglichen Vollautomatisierung der entsprechenden Arbeitsprozesse zukünftig werden soll. In diesem Bereich selbst wird es schon in fünf Jahren keine Arbeit mehr geben, da bereits jetzt - wie uns unter der Hand mitgeteilt wurde - die Ausschußrate von Fehlpressungen so hoch ist, dass nur die zusätzliche dauerhafte finanzielle Unterstützung über arbeitspolitische Maßnahmen Existenz sichernd ist. [x]

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ESLARN ­ KOMMUNAL Die Kanal-Generalsanierung hat begonnen.

So unspektakulär kann Kanalbau sein, wenn man es wie die Marktgemeinde Eslarn richtig macht. Ein Lagerraum für das benötigte Equipment, also Geräte und Baustoffe, sowie jede Menge Absperrgitter und Mut zur Zeit. In der Marktgemeinde Eslarn begann, wie in vielen umliegenden Orten bereits seit einigen Jahren geschehen, die Ertüchtigung der Abwasseranlage für die kommenden Jahrzehnte. Kein einfaches Unterfangen, da die Bevölkerung dem demografischen Wandel unterworfen immer älter wird, und die Kosten für solche Baumaßnahmen - wie in Eslarn wurde hier erstmals seit Jahrzehnten erstmals wieder Doch irgendwann mußte es eben sein, ein Blick auf die Kanalisation nachdem man wie in Eslarn über die geworfen - in den letzten letzten 20 Jahre bei so mancher nicht Jahren nicht unerheblich öffentlichen Gemeinderatssitzung gestiegen sind.

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diverse Kanalerkundungsfilme sehen mußte. Jetzt war die Zeit "reif", und mit Auftragsvergabebeschluß vom Mai 2016 startete die Marktgemeinde Eslarn den ersten Bauabschnitt, der auf Sanierung fast der kompletten innerörtlichen Kanäle angelegten Maßnahme, im Ortsbereich "Schellnbachstrasse", samt angrenzender Nebenstrassen.

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Um die Bürger(innen) nicht zu sehr zu schockieren, fanden mehrere Treffen mit den betroffenen Anlieger(innen) statt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen wurde diskutiert, was zu diskutieren war, denn die finanzielle Hauptlast der "Verbesserungsmaß-nahmen Abwasserentsorgung" haben rechtlich korrekt die Anlieger zu tragen. Eine Kommune darf hier keine Guthaben anlegen, um den Bürger(innen) diese Last abzunehmen. Dass eine Kommune aber vielleicht durch Schaffung besserer Erwerbsmöglichkeiten im Ort selbst, ggf. durch Attraktivitäts-steigerung für den Tourismus trotzdem etwas tun könnte, stand bislang nicht zur Debatte. Für den Tourismus wurde bereits etwas getan, doch die Schaffung eines "Biererlebnis Kommunbrauhaus" brachte bislang nur dem dortigen Bierausschank sowie der örtlichen einzigen "Zoiglstum" Gewinn. Die übrigen Gaststätten und -häuser haben längst geschlossen, nur noch zu besonderen Anlässen geöffnet, oder stehen - wie das Traditionslokal "Kuch" aka "Landgasthof 'Zur Krone von Bayern'" zum Verkauf. Bis die Maßnahmen zur Steigerung der touristischen Attraktivität Eslarns,

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d. h. die im Rahmen des Integri lungskonzepts "ISEK 2030" greife beiträge für die Kanalsanierung f Straßen zur Zahlung anstehen, u völkerung mit einer mehr als kärg deren Anwesen zu erhalten. Damit bietet die unseres Eracht Kanalsanierung nahezu beste Mög praktizierten "Flurbereinigung", e gung" vorzunehmen. Die Voraussetzungen dafür wurde ten Betreuungs- und Pflegeeinrich Betreutem Wohnen" und "Pflegeh schaffen. Renitente Rentner(innen) dürfte schenstation in einer der ebenf rischen Einrichtungen leicht davo bessere für diese wäre, sich in e lassen, anstatt weiterhin zuhause Wie Sie den bisherigen Bildern Sanierung dieses ersten, u. W


ESLARN ­ KOMMUNAL Die Kanal-Generalsanierung hat begonnen.

ierten Städtebaulichen Entwicken werden, dürften die Anliegerfast aller im Ort zu sanierenden und zudem der Großteil der Beglichen Rente versuchen müssen,

tesn seit 20 Jahren verzögerte glichkeiten, nach einer bis 1994 eine örtliche "Eigentumsbereini-

en mit den seit 2011 neu erstellhtungen (Projekt "Arztpraxis mit heim am Tillyplatz") bereits ge-

man dann ggf. über eine Zwisfalls neu etablierten psychiaton überzeugen können, dass es einem Pflegeheim betreuen zu zu wohnen. n entnehmen können, geht die W. ca. 1,5 km langen Abschnitts

...

nun auch nicht so zügig voran, dass man für den gesamten Ort mit einer Fertigstellung der gesamten Kanalsanierung unter 15 Jahren rechnen kann. Nachfolgende Generationen, soweit diese überhaupt noch im Ort bleiben wollen - man kann Orte mit erneuerter Infrastruktur auch vollumfänglich verkaufen - werden sich mit diesem Dilemma herum schlagen müssen. Da ist einerseits der sicher nicht florierende Tourismus, wenn man aufpassen muß, wo nun gerade keine Straßensperrung ist, andererseits das Problem der, mit nur einem Naturweiher "Atzmannsee", einem "Infozentrum Fischerei & Gewässer", einem "Biererlebnis Kommunbrauhaus" und ggf. in ca. vier Jahren einem mit Steinstufen sanierten "Schloßberg-Areal" für sommerliche Bierfeste wiederum touristisch nicht besonders attraktiven Marktgemeinde. Damit bleibt auch der Marktgemeinde Eslarn letztlich nichts anderes übrig, als mehr denn je zu versuchen neue Bürger(innen), z. B. hier eine neue Heimat begründende Asylbewerber(innen) zum Hierbleiben zu motivieren. [x]

?

Wir bleiben für Sie am Ball, äh Baugerät, und berichten selbstverständlich weiterhin über Eslarns Großprojekte!

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Kirchenseiten ESLARN ­ WIRTSCHAFT Auf welcher Seite stehen Sie? Örtliche Gewerbegebiete - Teil II

Die Marktgemeinde Eslarn hat Gewerbegebiete, davon können andere Gemeinden nur Träumen. Dennoch sind die davon angedachten Seiten der offiziellen Internetpräsenz der Gemeinde bislang ziemlich leer. Dabei sind es doch die Unternehmen, die mit deren Fabriken der Marktgemeinde Eslarn "richtig" Geld bringen. Andere Gewerbetreibende bleiben außen vor, wie nicht zuletzt der bei jedem Heimatfest anberaumte "Tag der Betriebe und Behörden" zeigt. Pures Understatement zeigt Eslarn nicht nur bei dem, in der letzten Ausgabe dargestellten Gewerbegebiet "Zankltrad". Beim Gewerbegebiet "Waidhauser Strasse" sieht es gleich noch unbedeutender aus.

1. Dippl - Stahlgitte

www.dipplEine der neuen, erst kürzlich auf dem Firmengelände fertiggestellten Lagerhallen (> Gemeinderatssitzung, Bauantrag)

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Ein Eslarner Traditionsunternehmen, wel Wirrungen der Zeiten überdauert, und sic Namen gemacht hat. Hier werden seit Ja Behältnisse produziert, welche Transport benötigen. Hier zeugt - einer der sehr seltenen Fälle vorhandene Internet-Präsenz, was man a


Mehr Understatement geht nun wirklich nicht! Nur zwei einfache Hinweisschilder verweisen von der StraĂ&#x;enseite (aus der Ortsmitte kommend) auf das Gewerbegebiet "Waidhauser Strasse" bzw. "Hochstrasse". Dabei sind dort die derzeit aufstrebendsten Eslarner Unternehmen der Transportlogistikbranche zu finden.

erboxen

-eslarn.de

lches die Irrungen und ch in seinem Bereich einen ahrzehnten diejenigen tunternehmen und Logistiker

e - auch die seit einigen Jahren anbietet.

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ESLARN ­ W

Örtliche Gewerbegebiet Ohne Gewähr für Richtigkeit und oder Vollständigkeit präsentieren wir Ihnen hier im zweiten Teil unserer "Eslarner Gewerbegebietsschau" Eslarner Unternehmen. Dies natürlich nur insoweit, als wir an Gebäudlichkeiten irgendwie erkennen konnten, dass sich darin oder zumindest im Umfeld ein Gewerbebetrieb befindet. Wo sogar solche Hinweise fehlen, und die Immobilie nicht darauf hinweist, dürfte es sich bestenfalls um eine "Briefkastenfirma" handeln.

2. Kleber Formen- und Werkzeug

Ziemlich unscheinbar "versteckt" sich, z Lagergebäude von "Dippl-Stahlgitterbo maligen - auf dem Bild am rechten Ran Betriebsgebäude der früheren "Hüttner Gebäude (Eingangsbereich) von "Kleber zeugbau". Ein, in den 1990er Jahren durch Alfred K der "Vereinsgemeinschaft Eslarn e. V." nehmen, welches im Wege der Unterne einen Verwandten von ihm übergegange

3. Kleber Transporte GbR

NEWCOMER

Höchst beachtlich und einer Nachahmung wert, was die aus dem Ortsteil Thomasgeschieß stammende Familie Burkhard Kleber hier innerhalb nur weniger Jahre auf die Beine gesetellt hat. Untertrieben ist die Firmenbezeichnung "Kleber Transporte". Vielmehr müßte es "Kleber Gruppe" heißen, denn Klebers "mischen" sowohl bei den "Energiebauern Eslarn e. V.", im Bauwesen, und vielleicht bald schon - aufgrund des Ankaufs der ehem. Feriendestination "Ritterklause" (vormals dem nicht verwandten Wenzl Kleber gehörend) mit. Durch Ankauf des, in diesem Gewergebiet "Waidhauser Strasse" vormals dominanten Gebäudes von "Karl Ziegler Landtechnik", sowie - etwas länger zurückliegend - der Wohnund Firmenimmobilien von "Karl Transporte" -

im Eslarner "Unternehmer

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konnten Klebers deren Firmenareal der Waidhauser Strasse ausdehnen auch noch in anderen Orten der R was das Firmenportfolio für die No tiert, ohne wie sonst der Fall Neid u auf kommunaler Seite zu erzeuge Wichtig scheinbar für Eslarn wie fü jedoch immer, dass sich hier nu fremden, selbständigen Unternehm Grundstücke erwerben und einen ginnen. Es scheint also gerade für am früheren sog. "Eisernen Vorha staatlicher Gelder zu geben, welch Politik unter Kontrolle halten Erachtens jedoch eine weltoffene E massiv verhindern könnte.


WIRTSCHAFT

te - Teil II

gbau

zwischen dem neuen oxen" und dem ehend noch erkennbaren Isoliertechnik" - das - Formen- und Wer-

Kleber - den Initiator - gegründetes Unterehmensnachfolge auf en ist.

rInnen-Verbund"

l auf große Bereiche an n. Klebers besitzen aber Region Mietimmobilien, ordoberpfalz kom-pletund Mißgunst vor allem en. ür die regionale Politik ur ja keine der Region merInnen niederlassen, n Gewerbebetrieb ber die ehemalige Region ang" noch jede Menge he gerade die regionale will. Damit unseres Entwicklung der Region

Bild oben: Blick auf den Betriebshof hinter dem Firmengelände von "Ziegler Landtechnik" (Gebäude in der Bildmitte).

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3. Kleber Transporte GbR

R nnen-Verbun E M O C N E W t e rn e h m e rI i m E s la

rn e r " U

n

Bild : Das Areal der früheren "Karl Transporte". Seit einigen Jahren weitere Unterne präsenz der Klebers..

Bild rechts oben: Einfahrt ins Gewerbegebiet "Waidhauser Strasse" mit dem hier demonie und Werkstattgebäude von "Karl Ziegler - Kfz, Bremsendienst" Nun auch "Kleber Areal" , Firmeninhaber vor einiger Zeit plötzlich während der Arbeit an einer Drehbank verunglüc Bild unten: Ein weiterer Betriebshof, gegenüber der Einfahrt zum Gewerbegebiet. Ehem. Transporte..

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nd "

ESLARN ­ WIRTSCHAFT Örtliche Gewerbegebiete - Teil II

ehmens-

erenden Wohnnachdem der ckte und starb. Areal der "Karl

4. Omnibus Wolf e. K. Aktuell fehlt uns zu diesem, ebenfalls seit 20 Jahren in diesem Gewerbegebiet ansässigen Busunternehmen . Aktuelles Bildmaterial haben wir leider nicht. Dafür gibt es jedoch eine Homepage, über welche Sie sich informieren können.,

www.omnibus-wolf.de

5. Georg Bauer - Getränke, Heimlieferservice

Zu diesem Unternehmen - vor über 20 Jahren "ausgesiedelt" aus der Eslarner Brennerstrasse (Familienbrauerei SChlaffer) haben wir leider aktuell auch kein Bild, aber auch keine Homepage-Adresse, welche wir Ihnen informativ zur Verfügung stellen könnten.

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ESLARN - PRO4MA[RKET] Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept stärker beleuchtet.

Eslarn, schon im Jahr 2030

Eines der städtebaulichen Impulsprojekte mit ziem

© OpenStreetMap-Mitwirkende | Liz: CC-BY-SA 2.0

Nicht zuletzt seit der nunmehr Jahre dauernden Verzögerung der Aufklärung der Mißbrauchsfälle in der Diözese Regensburg sehen wir die Röm.-Kath. Kirche vor allem vor Ort ziemlich kritisch. Die sog. "Neuevangelisierung" scheint einzig Macht- und Besitzerhalt zum Ziel zu haben,

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und dafür scheint nahez sein. So etwas kann - auc nis für die Belange der R von Erfolg gekrönt sein. wenn man staatliche und ureigenen Zwecken hint

Die künftige " Clericale"?

Dort wo wir den g eingezeichnet hab sich mit "Traudls Trödelmarkt" ein f landwirtschaftlich welches zurücklie als "Pilgerherberg Gespräch war.


ein "Halleluja-Marktl"?

mlicher Nähe zu einer "Colonia Clericale".

zu jedes Mittel Recht zu ch bei bestem VerständRöm.-Kath. Kirche - nicht . Vor allem dann nicht, d bürgerliche Belange zu an stellen läßt, mit da-

"Colonia

grünen Punkt ben, befindet Floh­ und früheres hes Lagerhaus, egend einmal ge" im

für sorgt, dass jedwede freie Marktwirtschaft unterbunden wird, um auf diese Weise seine Macht erhalten zu können. Dies scheint in der Marktgemeinde Eslarn, mutmasslich in der gesamten Region Oberpfalz der Fall zu sein, und gerade die nunmehr seit Jahren überfällige Präsentation eines "Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) im öffentlichen Teil der Eslarner Gemeinderatssitzung am 07.06.2016 läßt bestärkt einen in dieser Vermutung. Ehem. Bahnhofsgelände als "Colonia Clericale"? Allzu viel konnten bereits 2011 die damals im Rahmen der EU-geförderten sog. "LeerstandsOffensive" mit einer Sondierung des Ortsbereichs beauftragten jungen Städtebauplaner(innen) DEEZ 06.2016 | 18


ESLARN - PRO4MA[RKET] Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept stärker beleuchtet.

Luxus war gestern, heute is

Ein städtebauliches Impulsprojekt mit ziemlicher N damit anfangen, dass entlang des ehem. "Eisernen Vorhangs", respektive in den hier bei der LAG Brückenland Bayern-Böhmen mitarbeitenden Kommunen sog. "Jakobs-Pilgerherbergen" entstehen sollten. Eine von uns ebenfalls im damaligen Team befindliche Soziologin, welche die Erkundigung begleiten sollte, bleib scheinbar bewußt "außen vor". Soziologie verträgt sich - Karl Marx läßt grüßen! - nicht besonders mit den Gedankengängen der Röm.-Kath. Kirche. Also gab es für Eslarn mutmasslich die meisten Fördermittel, um ein "Biererlebnis Kommunbrauhaus", und ein "Infozentrum Fischerei & Gewässer", zu schaffen, sowie am Tillyplatz ein traditionelles, einstmals über eine Gaststätte im sog. "Scherm-Haus" auch vom berühmt-berüchtigten Diözesan-Kirchenmusikdirektor Georg Friedrich Zimmermann (+ 1984) zur Schüler(innen)unterweisung genutztes Immobilienensemble abzubrechen. Keine Neuerungen, aber auch kein "hinausgeschmissenes Geld" Mit alledem konnte sich die Röm.-Kath. Kirche, konnten sich die hier herrschenden erzkonservativen Kirchenkreise einverstanden erklären. Es gab keine Neuerungen, welche die Leute moderner, toleranter werden, mehr Geld hätten verdienen lassen können. Es war aber auch kein 19 | DEEZ 06.2016

"hinaus geschmissenes gesamt ca. fünf Mio. E wurde, was dem ursprün örtlich-regionalen Glaub dienlich sein kann.

Der zweite Versuch "indirekter Neuevangelis

So starten wir also mit pulsprojekt "Feriendorf einer angedachten "nie kunftsmöglichkeit" aka zweiten Versuch indirekt Nicht, dass jetzt alle überall Kreuze hängen viel einfacher, denn no Marketingkonzept für da neue Geplante. Für ein wenn dies fertig geste mehr da sein, und man w der "Landesherrin" aka der Röm.-Kath. Kirche" b aus Pflege- und Senioren fieren zu lassen. In überg dann real, was mit noch unterweisung kaum me nen. Die Leute werden ren", auch mit deren Nac bleiben, denn bleiben d


st Eslarn?

Nähe zu einer "Colonia Clericale".

Geld", weil für die insEuro etwas geschaffen nglichen Ansinnen einer bensfestigung weiterhin

Ort wie Eslarn letztlich komplett am Ende. Die sehr variabel gehaltenene Präsentation des ISEK läßt leider keinen anderen Schluß zu, denn sog. "niederschwellige Angebote" gab und gibt es in Eslarn sowohl in der Gastronomie, wie auch in der Übernachtungsbranche.

sierung"?

Eslarn bietet sich seit Jahren bereits sehr "niederschwellig" an.

t einem möglichen ImBahnhofsgelände", wie ederschwelligen Unter"Pilgerherberge" einen ter Neuevangeli-sierung. gläubig werden oder müßten. Es geht doch och immer gibt es kein as Vorhandene oder das solches Konzept wird, ellt ist, auch kein Geld wird sich gerne der Ideen "erzkonservative Kreise bedienen, um sich z. B. nheimen Gäste anchaufgroßer Dankbarkeit wird so intensiver Glaubensehr hätte gelingen kön"Stein und Bein schwöchkommen katholisch zu die Gäste weg, wäre ein

Nicht einmal diese rechne(t)en sind, weshalb der traditionelle Landgasthof "Zur Krone von Bayern" auch nach über einem Jahr noch nicht verkauft ist, und die wenigen verbliebenen Wirtshäuser mittlerweile schon auf "Bierkneipe" oder Vorbuchung umgestellt haben. Quartiere gibt es in Eslarn jede Menge. Wenn man den QuartiergeberInnen entsprechende Finanzmiuttel - gerne auch als zinsgünstiges Darlehen mit garantierter Vermietbarkeit - gibt, sind diese durchaus in der Lage, einer sozialistisch anmutenden "Colonia Clericale" auf dem ehem. Bahnhofsgelände Pa-roli zu bieten. Das Hausrecht haben aber dann gegenüber den Gästen die QuartiergeberInnen, und nicht die Gemeinde oder ggf. sogar irgendein extra dafür geschaffenes, und auch von den mit Leerständen konfrontiertes Kommunalunternehmen. Wir sind mal gespannt, ob das ISEK in seiner Fülle den Weg zu den Bürger(innen) findet, oder weite DEEZ 06.2016 | 20


Damit der Ort ein Örtchen h

Ein Fereindorf für die Marktgemeinde Eslarn, wo unlängst ein Teile aus politishen Gründen (Osterweiterung) geheim gehalten werden. Letzteres ist durchaus vorstellbar, nachdem man den hier scheinbar bzgl. der realen Wiedergewinnung von Heimat ziemlich verborten und höchst aggressiv agierenden Leuten immer noch nicht klargestellt hat, dass es ein reales Sudetenland völkerrechtlich nie gegeben hatte, und auch künftig nicht geben wird. Nicht nach den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges. Den Quartiergeber(innen) nicht nur einen zinsgünstigen Kredit zu geben, sondern auch eine Vermietbarkeit zu garantieren ist unseres Erachtens insofern üblich, als die Vermietbarkeit ja auch bei einem Feriendorf sicher gestellt werden muß. Es dürfte sich - außer bei einer "Colonia Clericale" auch kein normal denkender Investor finden lassen, der Eslarn sonst ein solches Feriendorf spendiert, nachdem unweit von Eslarn das sog. "Feriendorf Maximilianshof" (Böhmischbruck" nie erwerbswirtschaftlichen Gewinn brachte, und nunmehr seit Jahren nur Negativschlagzeilen bescherte. Bei dieser Fereinhaus-Ansammlung ist jedoch die besser ausgestattete ehem. Kreisstadt Vohenstrauß nicht weit entfernt. Aktuell wird der "Maximilianshof" nach Jahren des Zuwartens wieder als "3 Sterne Hotel" (DEHOGA-Klassifizierung) beworben. Wer sich für den Erhalt der freiheitlich demokratischen 21 | DEEZ 06.2016

Als "Feriendorf" mehrere Jahre e Als künftiges Hotel sicher eine B

Bild: Screenshot der Google(

Suche zum "Feriendorf Maximilianshof" (bei Böhmischbruck/ Vohenstrauß). Nach langen Jahren nun als Hotel

vielleicht doch wieder rentab


ESLARN - PRO4MA[RKET] Das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept stärker beleuchtet.

hat?

n solches in ein Hotel umgewandelt wurde.

ein Problem. Bereicherung für die Region!

(R)-

-

Grundordnung gerade im ländlichen Bereich interessiert, der sollte einen weiteren Punkt zu außer Acht lassen. Mit dem immer stärker zu besorgenden Wegfall traditioneller Gastronomien, wird es bald auch keine größeren Versammlungsräume mehr geben, bei denen ausschilesslich der erwerbswirtschaftliche, und nicht nur der weltanschauliche oder politische Faktor eine Rolle spielt. Schon jetzt gibt es in manchen Orten nur noch neu geschaffene Pfarrheime oder Gemeindeheime mit Sälen. Da könnte es künftig schwerig werden, neue Ideen in einen Ort zu bringen, oder auch nur kritische Anmerkungen einem größeren Kreis der Bevölkerung zugänglich zu machen. Kein Ortsgeistlicher einer der christlichen Großkirchen wird oder darf insofern andere Weltanschauungen fördern. Bürgermeister(innen) die "an der Macht bleiben" wollen, könnten auf diese Weise sogar demokratisch legitimierte Veranstaltungen anderer Parteien/ neue gegründeter Parteien verhindern. Denken Sie mal darüber nach. Jetzt ist noch Zeit für Veränderungen! [x]

bel.

DEEZ 06.2016 | 22


Landleben Sie leben hier nicht ganz alleine. Es gibt hier Menschen, doch auch ... Willkommen hier, wo das Lebens noch unverfälscht, bodenständig und so gelebt wird, wie es Ihnen Theaterformate wie der sog. "Komödien-stadl", das "Chiemgauer Volkstheater", aber auch die seit 2007 ausgestrahlte BayernSoap "Dahoam is dahoam" immer wieder gerne Glauben machen wollen. Städter wollen, oder vielmehr sollen ans Landleben gewöhnt werden, weil in der Stadt zukünftig nicht für alle Leute Platz sein soll. Sollten Sie sich ganz freiheitlich für ein "Leben auf dem Land" entscheiden wollen, so bedenken Sie bitte die Verschiedenheit vor allem der bayerischen Regionen. Wir führen Sie mit dieser Serie ein wenig in die Besonderheiten des Landlebens in der nördlichen Oberpfalz ein, damit Sie zukünftig kein "Brett vor dem Kopf" haben wenn es darum geht lebenswichtige Wohnsitzentscheidungen zu treffen.. Wir versuchen, Ihnen ein paar Tipps zu geben, damit Sie den in Oberpfälzer Landen durchaus oft anzutreffenden "Tretminen" besser ausweichen können. Das Geschrieben gilt auch für mögliche Urlaubsgelüste, welche Sie in diese Region "treiben" könnten. 23 | DEEZ 06.2016

F r em d

Teil 1: Über

Machen wir lichungen, v ländlicher U sollen für d einmal ohn Dies hat in w Tourismus, schaft umg In der oberp haben, ist d

1 . D ie h o m

Eine sog. "h Wege kurz, Umfeld einf Es gilt wie s Wenn man s man vor alle Mitbürger(in Gegenüber man - in der Grüppchen So mancher in der Verga hier ein der InwohnerIn eines Bürge Gilt nicht (m und sondier


d e, o d er F r eu n d e . . . . ?

r-, Unterordnung, und originäre Autoritäten.

r uns nichts vor: Der aktuelle Hype, welcher mit diversen Veröffentvon "Servus" bis "Landlust", mit noch mehr TV-Präsenz schöner Umgebung erzeugt wird, hat einen Grund. Die ländlichen Regionen die Zukunft ertüchtigt werden, damit diese vielleicht irgendwann ne staatliche Fördermittel auskommen können. weiten Teilen Deutschland bereits funktiooniert. Dort floriert der und die ländliche Gesellschaft hat sich in eine Dienstleistungsgesellgeformt. pfalz, im Freistaat Bayern, also wo wir unseren Hauptredaktionssitz davon nicht viel, zu erkennen.

m o g en e l ä n d l i c h e I d y l l e g i b t es n u r a l s " S i p p e" .

homogene" ländliche Idylee, bei welcher die ansonsten administrativen und im Gegensatz zum bürokratisch durchorganisierten städtischen facher und persönlicher sind, suchen Sie hier vergebens. sonst nirgends "aggressiver" der Obrigkeitsstaat, in all seinen Facetten. sonst nichts hat, beruft man sich eben auf "Recht und Ordnung", die em gegenüber Fremden - aber auch unliebsam gewordenen nnen) - gerade im Freistaat Bayern sehr gut ausspielen kann. echten "Einheimischen" nur mit Einschränkungen, denn mit diesen ist r Oberpfalz immer noch gegeben - über Generationen verwandt, über bekannt, oder hatte in eine solche Sippe eingeheiratet. r "Zugezogene/ Eingeheiratete" - es trifft meistens Männer - mußte aber angenheit trotz bester Eingliederungsbemühungen feststellen, dass es Abstammung geschuldetes Stufenverhältnis gibt. Nur originäre nnen aus einem der Ortsstämme können höchste Ämter, wie etwas das ermeisters erlangen, andere werden einfach nicht, resp. NIE gewählt. mehr) für alle/ in allen oberpfälzer Orten, deshalb passen Sie einfach auf ren Sie die Lage.. DEEZ 06.2016 | 24


F r em d e, o d er F r eu n d e . . . . ? Teil 1: Über-, Unterordnung, und originäre Autoritäten.

2. Möglichkeiten der Kooperation mit E i n h ei m i s c h en Man kann nicht bestreiten, dass es durchaus die Möglichkeit der Kooperation mit den Einheimischen, hier mit einer der traditionell immer noch herrschenden Sippen gibt. Naheliegend, doch nur dann realisierbar wenn man sich alleinstehend in die Gegend verirrt: In eine dieser Gruppen einheiraten, sein Hab und Gut, seine Existenz voll und ganz einbringen. Nicht mehr notwendig ist die kirchliche Besiegelung solcher Partnerschaften, da man auch hier mittlerweile den Nutzen sofortiger Verfügbarkeit sowohl zusätzlicher Arbeitskraft, wie auch zusätzlichen Vermögens erkannt hat. Alternative (nicht zu empfehlen): Mit Kind und Kegel hier zuziehen, und Gelegenheiten bieten sich viele einen "kalten Frauentausch" durchführen. In der Regel helfen große Verwandschaftsverbünde mit, die unlieb25 | DEEZ 06.2016

sam gewordene Ehefrau geln" zu entsorgen. Sie m mer berücksichtigen, das Land - die Oberpfalz ist noch "bodenständiger" staatliche Stellen fast auss durch Einheimische besetz sind Sachen möglich, die an seit über einem Jahrhun mehr prak-tiziert werden

Sie werden staunen, doc Mögllichkeiten einer dauer ansässigkeit begründende ration mit Einheimischen bisher nicht untergekomm Unseren Erhebungen zuf bislang Jeder, der als Fremd gend bewohnte, irgendwa oder gem. Alternative d Frauentausches" näher in d schaft, oder zog wieder in


samt "Kemüssen ims auf dem hier eher - regional schliesslich zt sind.. Da nderenorts ndert nicht (können).

ch weitere rhaft Ortsen Koopen ist uns men. folge kam der die Geann direkt des "kalten die Gemeinn die Ferne.

Landleben Sie leben hier nicht ganz alleine. Es gibt hier Menschen, doch auch ...

3.Originäre Autoritäten - Was Sie wissen s o l l t en . Der Freistaat Bayern "lebt und stirbt" mit der Röm.-Kath. Kirche, der zum Zwecke real vollziehbarer Religionsfreiheit die Evangelisch-Lutherische Kirche beigeordnet ist. Damit ist der jweilige Ortsgeistliche der "erste Herr" auch in der profanen Gemeinde. Dieser bestimmt in den letzten Jahren immer mehr, was Kultur ist, und wie sich die Kommune nach außen hin zu geben hat. Kein noch so kleines Gemeinschaftsobjekt, welches nicht immer noch von einem Gottesdienst begleitet vom Ortspfarrer gesegnet werden muß. So bekommen Dorfbacköfen ebenso den kirchlichen Segen, wie Metzgerei-, Bäckerei-Filialen, Dorfläden, oder originärer Feldkreuze unter den Schutz des dreifaltigen Gottes gestellt werden. Nur bei Kooperation beider Kirchen, also wenn es für die Kooperation staatliche Gelder gibt, werden Einrichtungen wie Senioren- oder Pflegeheime in ökumenischer Form, also im Beisein auch eines Geistlichen der ev.-luth. Konfession gesegnet. Ökumenische Gottesdienste sind jedoch - außer wie bei Schulveranstaltungen staatlich gefordert - immer noch die Ausnahme. DEEZ 06.2016 | 26


F r em d e, o d er F r eu n d e . . . . ? Teil 1: Über-, Unterordnung, und originäre Autoritäten.

Nun wissen Sie es: Der Pfarrer ist "der erste Herr", was Sie hier zuziehend dazu motivieren sollte, zumindest einer christlichen Konfession ihr künftiges Vertrauen zu schenken. Keine Sorge: Das mit den Mißbrauchsfällen durch röm.-kath. Geistliche ist zwar noch nicht vollends geklärt, doch handelte es sich um ein Jahrzehnte altes Problem, welches unseres Erachtens nur deshalb nicht früher geklärt werden konnte, weil man sonst die Position eines deutsch-bayerischen Würdenträgers im Papstamt aufs Spiel gesetzt hätte. Dinge, auf die ein katholischer Pfarrer hier Einfluß hat: 1. Besetzung von Stellen, Begründung von Anstellungsverhältnissen (nicht nur im originär kirchlichen Bereich) 2. Notengebung und Beurteilung von Schulkindern 3. Wahl von Bürgermeister(innen), Gemeinderät(inn)en 4. Sozialisation von Neubürger(innen) 5. Maßnahmen der Ortsentwicklung (Städtebau etc.) 27 | DEEZ 06.2016

Im Gegensa Kirche, welc Jahrhuznde kratischem ter(innen) Politiker(in rekt oder in alstruktur heime, amb fürsorge et bestimmen

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atz zum Einfluß des katholischen Ortsgeistlichen/ der Röm.-kath. che hier weite Bereiche auch des zivilen Lebens - unverändert seit erten - durchdringt, nehmen sich Einflußnahme der gem. demoStaatsverständnis von den Bürger(innen) gewählten Vertreziemlich bescheiden aus. nnen) können in einer Region, in der die größten Landmassen dindirekt der Röm.-Kath. Kirche gehören, zudem die gesamte Sozider Röm.-Kath. Kirche übereignet ist (Pflege-, Seniorenwohnbulante Hilfe, IntegrationsFachDienst Bayern der Kath. Jugendtc.) nicht mehr allzu viel selbst, bzw. allein gem. Bürgerwillen n.

Teil der Serie befassen wir uns mit dem Thema, wie man Sie als ezogenen" ganz einfach und elegant wieder aus dem lieb en ländlichen Bereich bringen könnte. Wir kümmern uns hier ch nur um Zuzug willige Männer, denn Frauen haben - außer mit raditioneller Abstammung - in der Oberpfalz immer noch einen hlich "schweren Stand".

r noch anmerken, dass unsere Ausführungen vor allem zur Röm.he und deren besonderen Geltung in der Oberpfalz keinesfalls allzu emeint sind. Die Röm.-Kath. Kirche hatte einstmals die "Gunst der enutzt", und nicht mehr los gelassen. Dies war nicht zulettz der n Unmündigkeit der Bevölkerung geschuldet. Die Röm.-Kath. Kirche . bildete Leute die im Gegensatz zum Großteil der Bevölkerung Lesen iben konnten. Sie half den Vorfahren damit, sich gegenüber dem hr demokratisch entwickelten Staatswesen überhaupt erst n zu können. Dies nahmen auch die Folgegenerationen gerne an, b sich dadurch ein Vorsprung für die Leute, die sich der Röm.-Kath. erstellten, wie auch für die Röm.-Kath. Kirche selbst. DEEZ 06.2016 | 28


WEIDEN ­ Die Stadt Weiden meiden, oder leiden? Unsere Serie

Weiden in der Oberpfalz Ob das noch mal was wird? Ein paar Anmerkungen zur wirtschaftlchen Prosperität der größten nordoberpfälzer Stadt. Also gut, leiden werden Weidens InwohnerInnen sicher nicht, wenn diese ein paar weitere Monate mit dem Pkw - dem originären Fetisch der Landbevölkerung - nach Nürnberg, München oder gar Frankfurt/ Main zum Einkaufen fahren müssen, weil sich - so gemäß einem zurückliegenden Beitrag unter weiden-aktuell.de - "in Weiden einfach nichts Gescheites finden läßt".

In Weiden gibts noch nichts Gescheites? Der Aussage, dass es "in Weiden (noch) nichts Gescheites" gibt, möchten wir schon widersprechen, denn neben K & L Ruppert, der Josef Witt GmbH, aber auch einem Wöhrl Bekleidungshaus, haben sich die letzten Jahre auch Textileinzelhändler wie HajaStick (Müller), aber auch der Herrenausstatter Turban neu etabliert. Für die Lebensmittel-Versorgung zeichnen mehr denn je jede Menge Discount-Filialen, aber auch EDEKA und REWE verantwortlich. Es gibt mindestens zwei Juweliere und Schmuckgeschäfte. Diese Dinge nicht in einem Center, sondern wie es sich für den ländlichen Raum eigentlich traditionell gehört, in verwinkelten Gassen, begleitet von Möglichkeiten gastronomischer Genüsse.

Was kommt mit dem "Center" aka "Stadtgaleria" auf Weiden zu? Dies weiß bisher noch niemand, denn die Verantwortlichen halten sich vor allem seit einer Klausurtagung der Weidener Stadtratsgemeinschaft über alle relevanten Dinge sehr bedeckt. Mittlerweile - so denken wir unlängst in der Regionalzeitung gellesenzu haben- gibt man nicht mal mehr dem Haus- und Hofblatt der Weidener

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Wer andern eine Grube gräbt ... Bildmaterial von der "Stadtgaleria"Baugrube (Woche vom 4. bis 8. Juli 2015. Politikfunktionäre Aukunft über die Planungen. Dabei sollen doch später einmal diejenigen auf diese Weise uninformierten Bürger(innen) dort kaufen, oder? Gut, die meisten InwohnerInnen werden dort zukünftig einkaufen müssen, weil diesen das notwendige Kleingeld fehlen dürfte, bereits für den Weg zum generösen Einkaufsziel diejenigen Mittel aufzuwenden, von denen diese gut eine Zeitwoche leben können. So "gut aufgestellt" wie sich die Stadt Weiden/ Opf. nämlich immer wieder darstellen will, ist diese weiß Gott nicht positioniert, wenn nicht nur die, nun als Kommunalunternehmen eingerichteten Stadtwerke als Anstalt des öffentlichen Rechts einen unseres Wissens großen Teil der zig Millionen Euro Schuldenlast der Stadt schultern müssen, sondern die Stadt selbst immer wieder Stabilisierungshilfen benötigt "um über die Runden" zu kommen. Dies in einer Region, die als das vormalige "Armenhaus der Republik" seit jeher mit Fördermitteln nur so überschüttet wurde, und in der Unternehmen groß geworden sind, deren InhaberInnen gem.

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WEIDEN ­ Die Stadt Weiden meiden, oder leiden? Unsere Serie FORTSETZUNG

Bundesgesetzgebung (Hilfe für Heimatvertriebene) bis 1978 scheinbar keinerlei Einkommenssteuer abführen mußten. Außerdem waren nicht wenige jüdische Unternehmen vorhanden, für welche unseren aktuellen Informationen zufolge keinerlei Restitution geleistet werden mußte. Weiden in der Oberpfall hatte es also zumindest viel leichter wie z. B. so manche Stadt im damaligen Ruhrgebiet. Weiden in der Oberpfalz gings nach dem Krieg so gut wie nie?! Weiden in der Oberpfalz konnte nach dem Zweiten Weltkrieg da weitermachen, wo es vor dem Krieg aufgehört hatte. Dies aber mit wesentlich mehr "Guthaben" wie vor dem Zweiten Weltkrieg. Man muß dies einmal so deutlich schreiben, weil einem nicht nur das andauernd in Richtung Bund getragene "Gejammere" auf die Nerven gehen kann, sondern in nicht ganz damit konformer Weise die Verhaltensweise so mancher hier politisch verantwortlichen Person, die dafür einzustehen hat, dass Dinge einfach nicht weitergehen, und immer auf der Stelle getreten wird. Wir blicken für Sie jetzt einfach mal in die jüngere Vergangenheit der Stadt Weiden, mit einem Spielwarengeschäft Neumeier, einer Spielwarengroßhandlung Schmidkonz, einem Heizmittellieferanten Eger, und ...

In Weiden hat sich die letzten 40 Jahre nichts Wesentliches verändert, außer das Fördermittel zu Neubaugebieten, Neubauten, massiv erhöhten Personal- und sonstigen Dauerkosten führten? Blicken Sie, wenn Sie aus der Gegend sind, doch einfach mal hinter die Kulissen Weidens, indem Sie mal durch die Johannisstrasse oder die Sebastianstrasse schlendern, sich mal genau diejenigen Straßenzüge und Bebauungen ansehen, welche längst so modern sein müßten wie die Prachtbauten, die genau an denjenigen Stellen stehen/ neu errichtet wurden, die man fotografisch "gut verkaufen" kann. Sie werden feststellen, dass sich der, noch Ende der 1970er Jahre in der Frauenrichter Strasse befindliche Heizmittelhandel Eger - hinter einem einfachen Holzzaun versteckt befanden sich dort kleinere 31 | DEEZ 06.2016


Berge von Koks und Kohlen - in den Standort für einen Discount-Markt wandelte. Mit einem 360-Grad-Blick werden Sie aber erkennen können, dass sich sonst nahezu Nichts ver-/ geändert hat, außer das manche ältere Häuser durch die jeweiligen Eigentümer(innen) selbst bewohnt/ genutzt saniert wurden. Seit fast zwanzig Jahren steht sozusagen "mitten in der Stadt", kurz vor der Eisenbahnbrücke zur Frauenrichter Strasse ein ehemaliges Schuhgeschäft leer,und das daneben befindliche Fotogeschäft hat mittlerweile ebenfalls geschlossen. Dies heißt für uns neben der Darstellung der gewerblichen Leerstände, die bereits das Medienhaus "Der neue Tag" (vor ca zwei Jahren) einmal unter dem damaligen oberpfalznetz.de veröffentlicht hatte, dass es hier wirtschaftlich krankt.. Gem. dem seit 2007 Bayern weit ausgerufenem "Dahoam is dahoam"Prinzip, dürfte in einer solchen kleinteiligen Stadt wie Weiden seit Jahrzehnten ist, kein(e) Unternehmer(in) gezwungen sein, solche durchaus equisiten Geschäftslagen nicht Gewinn bringen nutzen zu können. Denn "Einkaufstempel" können und sollen im ländlichen Gebiet zukünftig doch nur eine Bereicherung darstellen. Oder etwa nicht?

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ES L A R

Veranstaltu

abfall.neustadt.de

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RN - konkret

ungshinweise , Ter mine und mehr

AMTLICHE TERMINE

26. Juli 2016, ab 20.00 Uhr OFFIZIELLE

BÜRGERVERSAMMLUNG

Ort: Alte Schulturnhalle, Friedhofstrasse

15. August 2016 QUARTALSZAHLUNG GRUNDSTEUER HALBJAHRESZAHLUNG ABFALL

MÜLLENTSORGUNG { RECYCELING 20. Juli 01. August 11. August 17. August 31. August

Restmülltonne (Fa. Schmidt & Zweck) Papiertonne - Fa. Bergler Gelber Sack (DSD) u. Papiertonne Kraus Restmülltonne (Fa. Schmidt & Zweck) Restmülltonne (Fa. Schmidt & Zweck DEEZ 06.2016 | 34


Tschechische Klöster

nahe den deutschen "Klosterlandschaften"

Chlum Svaté Maří

Auch in dies möglichen l Nicht nur, d einstigen Ei erhebliche L Zuwendung So könnte " den Ansche die Nähe zu

Bildquelle (Hauptbild): Fassade der Wallfahrtskirche. WikimediaCommons, user: GertGrer, Datum: 2007, Liz.: gemeinfrei

(vormals: Maria Kulm)

35 | DEEZ 06.2016

De Ro me sog Leb Fra (19 sei Tro Ver Bei Leb ein ein des jew Ort der Jur


ser Ausgabe wieder ein ehemaliges Kloster, hier mit Chlum Svaté Maří wieder ein besonderes, einer lukrativen Restitution von Kirchenvermögen zugängliches Objekt. dass dieses im ehem. bedeutendsten Wallfahrtsort des Egerlandes liegende ehem. Kloster durch deren igentümer, den "Kreuzherren vom Roten Stern" auch in anderen Landesteilen des damaligen Böhmen Ländereien übereignet wurden. Gemeinhin gibt es manchmal auch kirchliche Stiftungen und sonstige gen Dritter, deren Habhaftwerdung auf dem Eigentum bzw. der Wiedererlangung desselben beruht. "Maria Kulm", wie der Wallfahrtsort bis 1945 hieß noch sehr viel mehr Realwert besitzen, wie es bislang ein hat. Einen Besuch lohnt es jedoch immer, denn nicht nur die schöne, barocke Wallfahrtskirche, auch u den berühmten böhmischen Bädern läßt schöne Tage verbringen.

er Orden der Kreuzherren mit dem oten Stern besteht bis heute, nicht ehr als Ritterorden, sondern als g. "Institut des geweihten bens". Von 1992 bis 2001 war antišek Lobkowicz, OPraem, 992–2001), Apostolischer Delegat, it 1996 1. Bischof von Ostrauoppau, Hochmeister dieser reinigung. i einem "Institut des geweihten bens" bestimmt - im Gegensatz zu ner Personalprälatur (z. B. derzeit nzig Opus Dei) der Hl. Stuhl über ssen Vermögen, und übt über den weiligen Ortsordinarius (i.d.R. tsbischof der Diözese in dem sich r Sitz des "IdgL" befindet, die risdiktion aus. [x]

Bild: Wappen der Gemeinde Chlum Svaté Maří, sowie deren geografische Lage in der Tschechischen Republik. Bildquelle: Wikipedia®/ WikimediaCommons® Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten Mešto Chlum Svaté Maří náměstí J. W. Goetheho 26 Chlum Svaté Maří 35709 Habartov Starosta: (Bürgermeister)(: Miroslav Hrůza Email: chlum_sv_mari@volny.cz

Infoseite deutscher Katholiken: www.maria-kulm.de

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WEIDEN ­ Die Stadt Weiden meiden, oder leiden? Unsere Serie FORTSETZUNG Ungerecht sein darf man mit der Berichterstattung dennoch nicht, denn auch andere Städte sehen zum Teil nicht anders aus. In Weiden/ Opf. jedoch scheint es ein gewisses System zu heben, welches ganz und gar nicht glücklich machen kann. Neueste "Errungenschaft" wäre demnächst daie bereits erwähnte "Stadtgaleria", wobei einem - auf die Bahnhofstasse blickend - nahezu das "kalte Grauen" kommt. Nein, wir meinen nicht die Ansammlung von Spielotheken oder Verkaufsstellen für "Meat2 Go". Diese bereichern unseres Erachtens im vorderen Teil eine Straße, welche ohne diese Einrichtungen vielleicht so aussehen würde, wie sich diese seit Betriebseinstellung eines Kfz-Betriebes und Großhandel im, nach dem Bahnhof befindlichen Teil zeigt. Dies nicht erst seit einem Jahr, sondern einigen Jahren. Kurz und gut: Weiden hat noch jede Menge "vorzuhaben", um im Jahr 2030 "gut dazustehen". Dazu sollte unseres Erachtens auch gehören, mit den Privatimmobilien-Eigentümer(innen) zu sprechen, und diesen nicht - wie unlängst über die Jahrzehnte zurückliegende Sanierung des Altstadtbereichs "Am unteren Markt" zu hören - einfach Zahlungsbescheide "vor den Latz zu knallen". Bzgl. solcher Einrichtungen wie der in Bau befindlichen "Stadtgaleria" würde man sich wünschen, dass man die Gesamtheit der Bürger(innen) so einbindet und öffentlich informiert, wie es in einer Demokratie seit 1949 der Brauch ist. An den unmittelbaren, öffentlich sichtbaren Stadtverantwortlichen rummäkeln bringt hier nicht viel, denn diese können (und soleln) nur den "Prellbock" abgeben, während unseres Erachtens im Hintergrund ganz andere Leute durchaus bekannter Gruppierungen bestimmen. Empfehlenswert wäre auch, wenn man sich seine Berichterstattung weniger selbst "kreieren" , sondern allen Leuten und Einrichtungen die anfragen Auskunft geben würde. Dies würde etwas mehr von Toleranz, Weltoffenheit und Ehrlichkeit zeugen, und einer Stadt wie Weiden/ Opf. kaum schaden. [x] .

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Endlich angekommen? Erlauben Sie uns einige, vielleicht nachdenklich Worte zum Thema "ÖPNV" und was man hier in Eslarn davon hält. Wer, wie viele Leute im Rest der Repubik seit einigen Jahren die öffentlichen Verkehrsmittel vor allem auch dazu nutzt, um die Umwelt zu schonen und seine persönliche Ökobilanz in der Waage zu halten, der verhält sich richtig. Nicht so zumindest in der Marktgemeinde Eslarn, wie man an der Wertigkeit der hier aus einem Ortsteil "importierten" Unterstellmöglichkeit an der einzigen innerörtlichen Bushaltestelle (Bild oben), deutlich sehen kann. Dies, und bisher nicht vernommene Beschwerden von Tourist(inn(en zeigt, dass bestätigter Weise seit Jahren keine Tourist/(in)en hierher kommen, die das lieben und erhalten wollen, was man nur durch praktizierten Umweltschutz mit Nutzung des ÖPNV erhalten kann: Unberührte, saubere Natur! Wir verabschieden uns bis zur nächsten Ausgabe, und wünschen Ihnen noch eine schöne Zeit!

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DEEZ - Die Erste Eslarner Zeitung, Das Magazin, Ausgabe 06,2016 DE  

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