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iebe Leserinnen und Leser
LVor einiger Zeit stand ich in Florenz auf der Piazza della Signoria, umgeben von Palästen, Werkstätten und den Spuren der Renaissance, der Republik und der Medici. Wenige Orte zeigen so eindrücklich, was entstehen kann, wenn Erfindergeist, handwerkliche Schaffenskraft und unternehmerische Kapitalstärke zusammenfinden. Die Florentiner waren nicht nur Bankiers, sie waren Möglichmacher. Sie finanzierten Entdecker, Baumeister und Künstler, deren Wirken Europa bis heute prägt. Auch in der Schweiz entstand durch dieses Zusammenwirken von Werk- und Finanzplatz Fortschritt, der weit über die eigene Zeit hinausreichte: Der Gotthardtunnel, ein Jahrhundertprojekt, das unser Land mit Europa verband, wäre ohne die Kreditanstalt kaum denkbar gewesen. Kantonalbanken öffneten Handwerkern, Bauern und kleinen Betrieben den Zugang zu Finanzierungen und schufen damit die Grundlage für unseren starken Mittelstand. Und in Genf entwickelte sich das moderne Trade-Finance, das Rohstoff- und Energieunternehmen weltweit vernetzte und die Schweiz zu einem wichtigen Knotenpunkt im globalen Handel machte. Dieser Grundsatz gilt bis heute: Der Finanzplatz finanziert Innovation, verteilt Risiken und ermöglicht Wachstum über alle Branchen hinweg. Ein starker, stabiler und offener Finanzplatz ist deshalb mehr als ein Standortfaktor. Er ist ein zentraler Teil unserer Volkswirtschaft und eine der Voraussetzungen dafür, dass die Schweiz ihre Zukunft erfolgreich gestalten kann. Wie kraftvoll diese Zusammenarbeit sein kann, zeigt das Beispiel Twint. Schweizer Banken und Technologiepartner haben gemeinsam eine Bezahllösung entwickelt, die nicht nur Millionen Menschen täglich nutzen, sondern auch lokalen Betrieben wie Hofläden oder kleinen Geschäften einen direkten Zugang zu digitalen Zahlungen ermöglicht. So fliesst Kapital schneller und effizienter zu den Unternehmen, was Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze fördert. Twint zeigt zudem, dass aus der Schweiz heraus Produkte entstehen können, die Pioniergeist und Kollaboration erfolgreich vereinen. Kaum eine andere europäische Anwendung hat eine ähnliche Marktdurchdringung erreicht. Das ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines Finanzplatzes, der bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Eine ähnliche Dynamik zeigt sich in Bereichen wie künstlicher Intelligenz, digitalen Vermögenswerten und Nachhaltigkeit. Mit KI entstehen Anwendungen, die Kreditentscheide schneller, konsistenter und datenbasierter machen könnten. Die Tokenisierung von Vermögenswerten eröffnet neue Möglichkeiten, Beteiligungen handelbar und damit breiteren Kreisen zugänglich zu machen.
Brandreport • Hypotheke.ch

Fortschritt entsteht nicht im Gegensatz von Werk- und Finanzplatz, sondern in ihrem Zusammenspiel.
Auch die Notwendigkeit zu einem nachhaltigen Wirtschaften stellt viel Althergebrachtes infrage, schafft aber gleichzeitig neue Chancen. Ein Beispiel sind erneuerbare Energien: Der Umbau der Energieversorgung stärkt den Klimaschutz, erhöht den Selbstversorgungsgrad und steigert damit die Resilienz. Neue Instrumente wie Blended Finance erweitern das Spektrum an Investitionsmöglichkeiten und sorgen dafür, dass privates Kapital gezielt staatliche Ausgaben ergänzt. Der Finanzplatz wirkt somit als Hebel einer umfassenden Transformation. Damit dies gelingt, braucht es einen Finanzplatz, der international verankert ist. Diese Vernetzung ermöglicht es Schweizer Unternehmen unter anderem, weltweit Kapital zu beschaffen, Talente anzuziehen und den Wissensaustausch zu fördern – drei entscheidende Treiber für Innovation. Gleichzeitig reduziert eine breite, auch geografische Diversifikation Risiken und stärkt die Widerstandsfähigkeit unseres Systems. Für ein kleines, exportorientiertes Land wie die Schweiz ist internationale Offenheit deshalb unverzichtbar.
Um seine Wirkung voll zu entfalten, ist ein Finanzplatz zudem auf tragfähige Rahmenbedingungen
angewiesen. Die Schweiz ist hier gut aufgestellt: Rechtsstaatlichkeit, politische Stabilität und die Solidität des Frankens schaffen Vertrauen – das Fundament funktionierender Finanzbeziehungen. Doch Stabilität darf nicht mit Stillstand verwechselt werden. In einer dynamischen Welt muss Regulierung so gestaltet sein, dass sie Kundinnen und Kunden schützt, die Integrität des Marktes stärkt und gleichzeitig sicherstellt, dass Raum für Wachstum und Innovation erhalten bleibt. Kluge Regulierung ist proportional, prinzipienbasiert und international anschlussfähig. Mit solchen Rahmenbedingungen kann der Schweizer Finanzplatz seine Rolle für die Schweizer Volkswirtschaft auch künftig erfüllen. Der Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas bringt diese Zusammenhänge auf den Punkt. Er zeigt klar, dass leistungsfähige, international eingebettete Finanzsysteme entscheidend sind, um Innovationskraft zu stärken, strategische Abhängigkeiten zu reduzieren und die grossen Investitionen in technologiebasierte Entwicklungen und Nachhaltigkeit zu stemmen. Diese Fähigkeit gewinnt gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten an Bedeutung. Europa, und damit auch die Schweiz, wird nur dann seinen Wohlstand langfristig sichern, wenn es gelingt, Mittel zuverlässig dorthin zu lenken, wo Fortschritt entsteht. Für den weiteren Weg nehmen wir mit: Fortschritt entsteht nicht im Gegensatz von Werk- und Finanzplatz, sondern in ihrem Zusammenspiel. Ingenieure, Unternehmer, Investoren und Finanzspezialisten tragen gemeinsam dazu bei, die Schweiz leistungsstark und widerstandsfähig zu halten. Schon die grossen Innovationsschübe der Geschichte, ob in Florenz oder hier in der Schweiz, folgten derselben Logik: Erfolg entsteht dort, wo Mut vorhanden ist, neue Wege zu gehen; wo Vernunft hilft, Risiken zu steuern; wo Gestaltungskraft ermöglicht, Chancen zu erkennen; und wo Verantwortung dazu beiträgt, Vertrauen zu wahren. Darin liegt die Aufgabe für jede und jeden von uns, egal ob als Unternehmerin, Manager, Angestellte oder Konsument. Und sollte es uns gelingen, den Geist der Zusammenarbeit zwischen Werk- und Finanzplatz weiterzuleben, bleibt die Schweiz das, was sie bisher erfolgreich gemacht hat: ein Land, das seine Zukunft gestaltet.
Mein Dank gilt allen, die zur Kampagne «Future of Finance» beigetragen und damit auch die Debatte über die Zukunft unseres Finanzplatzes bereichert haben. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Text August Benz, Stellvertretender CEO und Leiter International & Transformation der Schweizerischen Bankiervereinigung
Fokus Future of Finance
Projektleitung
Nicole Hardegger
Country Manager
Pascal Buck
Produktionsleitung
Kevin Meier
Layout
Mathias Manner
Text
Ayman Duran, Miriam Rauh, Pia Soldan, SMA, Stephanie Bilo, Walter Nogueira Titelbild zVg
Distributionskanal
Tages-Anzeiger
Druckerei DZZ Druckzentrum AG
Smart Media Agency
Gerbergasse 5, 8001 Zürich, Schweiz Tel +41 44 258 86 00 info@smartmediaagency.ch redaktion@smartmediaagency.ch fokus.swiss


Der Weg zur passenden Hypothek führt für viele Privatpersonen noch immer zuerst zur Hausbank – und damit oft nur zu einem kleinen Ausschnitt des Marktes. Florian Schubiger, Gründer und CEO von Hypotheke.ch, will mit seiner digitalen Plattform mehr Transparenz in einen Bereich bringen, der lange von Vergleichshürden und gewachsenen Routinen geprägt war. Im Interview erklärt er, weshalb ein unabhängiger Marktvergleich heute entscheidend sein kann und wie digitale Prozesse den Zugang zu besseren Konditionen vereinfachen sollen.
Herr Schubiger, warum haben Sie Hypotheke.ch gegründet? Der Hypothekenmarkt ist aus Kundensicht längst nicht mehr zeitgemäss. Wer heute eine Hypothek sucht, wendet sich meist an die Hausbank und vertraut darauf, dass das vorliegende Angebot schon passen wird. Tatsächlich sehen Kundinnen und Kunden dabei
jedoch oft nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was der Markt zu bieten hat. Hypotheke.ch schafft hier erstmals einen echten Überblick – einfach, transparent und unabhängig von einer einzelnen Bank.
Wie funktioniert Hypotheke.ch genau?
Im Kern bringt Hypotheke.ch die passende Finanzierung mit der passenden Person zusammen. Kundinnen und Kunden erfassen ihre Situation einmal – und sehen daraufhin, was der Markt tatsächlich bietet. Statt Komplexität und Rätselraten entsteht so vor allem eines: Klarheit. Im Hintergrund laufen die Prozesse weitgehend automatisiert, da die Vergaberichtlinien der Anbieter digital hinterlegt oder direkt angebunden sind. Auf diese Weise erkennt das System, welche Optionen im konkreten Fall wirklich infrage kommen. Das Ergebnis ist ein grundlegend anderes Gefühl: mehr Kontrolle, weniger Unsicherheit und oft deutlich bessere Konditionen.
Was unterscheidet Hypotheke.ch von einer klassischen Bank?
Eine Bank vertreibt in erster Linie ihre eigenen Produkte. Das ist Teil ihres Geschäftsmodells und völlig legitim. Es bedeutet jedoch auch, dass die Beratung nie vollständig unabhängig sein kann. Hypotheke.ch verfolgt einen anderen Ansatz: Im Zentrum stehen ausschliesslich die Interessen der Kundinnen und Kunden. Die Plattform macht Angebote von Banken, Versicherungen und Pensionskassen sichtbar und eröffnet damit Zugang
zum gesamten relevanten Markt. Dadurch verändert sich die Ausgangslage grundlegend: Man vergleicht, statt ein einzelnes Angebot einfach zu übernehmen. Banken bieten persönliche Beratung. Kann eine Plattform das wirklich ersetzen?
Wir ersetzen persönliche Beratung nicht – wir verbessern sie. Der Prozess startet digital, damit er schnell und strukturiert abläuft. Gleichzeitig stehen jederzeit Expertinnen und Experten zur Verfügung. Der Unterschied liegt darin, dass unsere Beratung auf Auswahl und Vergleich basiert – nicht auf einem einzelnen Produkt. Das macht sie transparenter, ehrlicher und zielgerichteter. Unser Ziel ist immer dasselbe: die beste Hypothek für unsere Kundinnen und Kunden.
Wie gross ist der finanzielle Vorteil für Kunden?
Das hängt immer vom Einzelfall ab. Im Schnitt spart jeder Kunde bei uns gegenüber der Hausbank jährlich gut 2000 Franken. Entscheidend ist jedoch nicht nur der Preis. Es geht auch um die passende Struktur – also um Laufzeiten, Modelle und Flexibilität. Viele Kundinnen und Kunden stellen erst bei uns fest, dass ihre bisherige Lösung für ihre Situation gar nicht optimal war.
Digitale Finanzlösungen müssen nicht nur effizient, sondern auch vertrauenswürdig sein. Wie stellen Sie sicher, dass Kundinnen
und Kunden bei Hypotheke.ch trotz digitalem Prozess gut begleitet sind? Digitalisierung bedeutet bei uns nicht weniger Beratung, sondern bessere. Jede Kundin und jeder Kunde wird von einer Expertin oder einem Experten begleitet. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass unsere Beratung nicht produktgetrieben ist, sondern wirklich umfassend und neutral. Wir vergleichen den Markt und denken konsequent aus Kundensicht – nicht aus der Perspektive eines einzelnen Anbieters. Das spüren viele Kundinnen und Kunden bereits im ersten Gespräch: Es geht nicht darum, etwas zu verkaufen, sondern darum, die beste Lösung zu finden.
Interview Walter Nogueira
In wenigen Minuten zum abschlussfertigen Zinssatz: app.hypotheke.ch

Zwischen Fragen zur persönlichen Vorsorge, geopolitischen Unsicherheiten, Wohnungsknappheit und nachhaltigem Umbau wächst der Beratungsbedarf. Gleichzeitig wird die Finanzwelt digitaler, schneller und komplexer. Die Migros Bank setzt auf die kluge Kombination digitaler Services und persönlicher Beratung.

Herr Kunzelmann, welche Entwicklungen prägen die Finanzwelt derzeit besonders? Finanzielle Entscheidungen werden angesichts vielschichtiger und teilweise gegenläufiger Entwicklung anspruchsvoller, während parallel die Erwartungen an die Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit von Bankdienstleistungen steigen. Dahinter sehen wir unter anderem fünf Kräfte, die derzeit das Finanzverhalten unserer Kundschaft stark verändern: die ungelöste Vorsorgefrage im Zuge des demografischen Wandels, eine herausfordernde geopolitische und wirtschaftliche Lage, die zunehmende Knappheit von Wohnraum, einen pragmatischeren Umgang mit Nachhaltigkeit sowie die sogenannte «Now Economy». Gemeint ist mit Letzterer der Anspruch von Kundinnen und Kunden, Dienstleistungen jederzeit, unmittelbar und möglichst nahtlos nutzen zu können. Auch von Bankdienstleistungen wird dies erwartet. Warum behält die persönliche Beratung in der digitalisierten Welt dennoch so viel Relevanz? Weil Digitalisierung und Beratungsbedarf keine Gegensätze sind. Einige Kundensegmente sind bestens informiert und schätzen eine Bank wie die Migros Bank, die ein umfassendes Onlineangebot für Zahlen, Sparen, Anlegen, Finanzieren und Vorsorgen bietet. Andere Kundinnen und Kunden nutzen das E-Banking vor allem für einfache Transaktionen wie monatliche Zahlungen. Bei anspruchsvolleren Themen wie Vorsorge, Vermögensaufbau oder Wohneigentum bevorzugen sie jedoch eine persönliche Beratung, da es hier um Entscheidungen mit erheblicher finanzieller Tragweite und oft um komplexe Zielkonflikte geht, die gelöst werden müssen. Für uns liegt die Zukunft daher nicht in einem «Entweder-oder», sondern in einem Modell, das digitale Einfachheit und Zugänglichkeit mit individueller Beratung kombiniert. Wir denken Banking vom Menschen her, damit unsere Kundinnen und Kunden ihren Alltag einfach gestalten und in jeder Lebenslage tragfähige Finanzentscheidungen treffen können. Kommen wir zurück zum ersten der fünf Themen, die Sie zu Beginn angesprochen haben: Warum ist die Vorsorgefrage aktuell so dringlich?
Die strukturellen Probleme, die durch die demografische Entwicklung entstehen, sind seit Langem bekannt, tragfähige politische Lösungen bleiben aber weitgehend aus. Grundlegende Reformen, die das Vorsorgesystem auf eine finanziell nachhaltige Basis stellen würden, sind nicht in Sicht. Gleichzeitig verändern sich die Lebensrealitäten. Klassische Familien- und Erwerbsmodelle verlieren an Einfluss, dafür gehören Konkubinat, Patchwork-Familien und flexiblere Erwerbsbiografien zum Alltag. Das heutige Erb- und
Wir denken Banking vom Menschen her, damit unsere Kundinnen und Kunden ihren Alltag einfach gestalten und in jeder Lebenslage tragfähige Finanzentscheidungen treffen können.
– Manuel Kunzelmann, CEO
Immer wichtiger werden nicht nur finanzielle Wechselwirkungen, sondern auch ökologische Einflüsse. Was heisst das für das Bankgeschäft?
Vorsorgesystem trägt jedoch dieser Vielfalt nur unzureichend Rechnung. Für viele Menschen bedeutet das: Sie müssen die Vorsorge in die eigene Hand nehmen und vorausschauender planen. Und damit wächst der Bedarf an individueller Vorsorgeberatung.
Hinzu kommt, dass die Weltlage instabiler geworden ist. Was heisst das für Anlegerinnen und Anleger?
Je unberechenbarer das Umfeld ist, desto wichtiger werden Anlagedisziplin, Risikodiversifikation und ein langer Atem. Wer in einem volatilen Umfeld jeder Schlagzeile hinterherläuft, trifft selten gute Anlageentscheide. Massgebend sind eine breit abgestützte Vermögensstruktur und eine langfristige Strategie, die auch in schwierigeren Phasen trägt. Im Zuge dessen gewinnt auch ausreichende Liquidität an Bedeutung. Der Notgroschen ist kein überholtes Konzept, sondern eine zentrale Voraussetzung finanzieller Resilienz. Je nach Lebenssituation variiert der Liquiditätsbedarf – sei es z. B. für Singles, eine Familie oder Wohneigentümerinnen und -eigentümer.
Stichwort «Wohnen» – die eigenen vier Wände sind in der Schweiz ein Dauerthema. Warum ist der Bereich auch für Banken strategisch so wichtig? Weil «Wohnen» heute viele grosse Finanzfragen bündelt. Die hohe Nachfrage trifft auf ein knappes
Angebot, dadurch steigen die Preise für Miete und Wohneigentum weiter. Für Ersterwerbende wird der Einstieg anspruchsvoller; Hypotheken, Eigenmittel, Vorsorgegelder und mitunter familiäre Unterstützung z. B. in Form eines Erbvorbezugs müssen im selben Zug organisiert werden. Zugleich ist Wohneigentum für viele Besitzerinnen und Besitzer der grösste Einzelposten im Vermögen. Daraus resultieren weitere Finanzthemen, etwa mit Blick auf Risikoabsicherung bzw. Versicherung, auf grössere Renovationen oder auf das Alter und die Übergabe an die Nachkommen. Um hier gute Entscheidungen zu treffen, braucht es eine ganzheitliche Finanzberatung.
Was heisst «ganzheitlich» in diesem Zusammenhang?
Unser Anspruch ist eine ganzheitliche Finanzberatung für alle Vermögenswerte, egal ob Cash, Anlagen, Vorsorge oder Wohneigentum – und das über alle Lebenssituationen hinweg, sei es bei Vermögensaufbau, -verzehr oder -übergabe. Wir betrachten also Wohneigentum nicht isoliert. Eine Immobilie beeinflusst zum Beispiel immer auch Liquidität, Anlagespielraum und Vorsorge, also kurz: die gesamte Vermögensstruktur. Diese finanziellen Wechselwirkungen werden angesichts der anhaltend steigenden Immobilienwerte immer wichtiger.
Wir bieten eine ganzheitliche Finanzberatung für alle Vermögenswerte, egal ob Cash, Anlagen, Vorsorge oder Wohneigentum – und das über alle Lebenssituationen hinweg, sei es bei Vermögensaufbau, -verzehr oder -übergabe.
– Manuel Kunzelmann, CEO
Die ökologische Herausforderung bleibt gross, aber die Debatte wird nüchterner und praxisnäher. Maximalforderungen weichen stärker der Frage, welche Lösungen tatsächlich realisierbar, finanzierbar und regulatorisch umsetzbar sind. Sichtbar ist das z. B. im Gebäudebereich, der für rund einen Viertel des Schweizer CO2-Fussabdrucks verantwortlich ist. Dort geht es darum, mit den beschränkten finanziellen Mitteln der Wohneigentümerinnen und -eigentümer und unter Berücksichtigung baulicher Vorgaben das Sanierungspotenzial der Immobilien möglichst sinnvoll auszuschöpfen. Genau hier rückt wiederum das persönliche Gespräch in den Fokus, etwa bei einer Beratung zur energetischen Sanierung. Ebenso erwarten Kundinnen und Kunden heute, dass Banking jederzeit und von überall her möglich ist. Wie verändert diese «Now Economy» die Branche? Für digital- und finanzaffine Kundinnen und Kunden sehr stark. Die Eröffnung von Konten und Karten, Zahlungen, Sparen, Anlagen und Finanzierungsprodukte sollen einfach, intuitiv und sofort möglich sein. Das ist heute bei der Migros Bank möglich, denn wir sind überzeugt, dass dieses Kundensegment schrittweise an Bedeutung zunimmt. Parallel dazu wächst aber der Bedarf an persönlicher Einordnung. Selbst digitalaffine Kundinnen und Kunden wünschen in entscheidenden Momenten nicht nur eine App, sondern ein Gegenüber. Gewinner werden deshalb diejenigen Banken sein, welche beides situationsgerecht verbinden. Was hat das für die Positionierung der Migros Bank zur Folge? Wir setzen bewusst auf ein hybrides Modell mit einem konsequenten Omnikanal-Ansatz. Das heisst: Kundinnen und Kunden sollen selbst entscheiden, welchen Kanal sie in welchem Moment nutzen wollen: den digitalen Self-Service für Bankgeschäfte, die Direktvertriebskanäle wie Videoberatung oder Call-Center für die Unterstützung beim digitalen Abschluss, das persönliche Beratungsgespräch bei anspruchsvollen Fragestellungen. Für uns ist das keine technische, sondern eine strategische Entscheidung. Die Bank der Zukunft denkt nicht in Kanälen, sondern in Bedürfnissen. Je digitaler der Alltag wird, desto digitaler müssen auch die Banken werden – und gerade deshalb wird der persönliche Kontakt an Wert gewinnen. Weitere Informationen unter: migrosbank.ch

Während sich die wirtschaftlichen Kennzahlen der Schweiz vergleichsweise stabil präsentieren, hat sich unter der Oberfläche etwas verschoben. Das Jahr 2025 hat nicht nur an den Märkten Spuren hinterlassen, sondern verändert auch Vermögensverwaltungsstrategien.

In unserer Zeit, die von geopolitischen Spannungen, Zinsunsicherheiten und volatilen Märkten geprägt ist, sinkt die Risikobereitschaft vieler Schweizerinnen und Schweizer spürbar. Darauf verweist etwa die Schweizer Anlageumfrage 2025 des Vergleichsdienstes moneyland.ch: Demnach halten viele Menschen in der Schweiz weiterhin einen grossen Teil ihres Vermögens in Sparkonten oder in bar, während Aktien, Fonds oder andere renditestärkere Anlagen deutlich vorsichtiger genutzt werden. Kapitalerhalt, rasche Verfügbarkeit und das Bedürfnis nach Kontrolle wiegen für viele derzeit schwerer als die Aussicht auf höhere Erträge. Diese Entwicklung stellt Vermögensverwalter vor ein Dilemma: Einerseits verlangen Kundinnen und Kunden Stabilität und Kapitalerhalt, andererseits erschweren genau diese Präferenzen den langfristigen Vermögensaufbau. Die Herausforderung besteht darin, zwischen emotionaler Sicherheitslogik und rationaler Anlagestrategie zu vermitteln – eine Aufgabe, die zunehmend beratungsintensiv wird. Der Wunsch nach dem sicheren Hafen Parallel dazu wächst die Nachfrage nach krisenresistenten Anlagen. Besonders Gold profitiert von diesem Sicherheitsbedürfnis: Laut der Edelmetall-Studie 2025 der Universität St. Gallen halten 71 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer Edelmetalle für eine sinnvolle Anlageform, mehr als noch in den Vorjahren.
Auch strukturierte Produkte mit Kapitalschutz rücken in den Fokus. Darauf deutet nicht zuletzt die Entwicklung des Schweizer Marktes hin, der 2025 mit einem Umsatz von rund 235 Milliarden Franken deutlich gewachsen ist. Solche Produkte sind gezielt auf konservative Anlegerinnen und Anleger zugeschnitten: Sie kombinieren klassische Anlagebausteine mit derivativen Elementen und ermöglichen es, ein bestimmtes Risiko-Rendite-Profil abzubilden, etwa den Schutz des eingesetzten Kapitals bei gleichzeitiger, wenn auch begrenzter Partizipation an Marktchancen. Doch die Konstruktion ist oft komplex und Risiken wie die Bonität des Emittenten bleiben bestehen.
Brandreport • Arete Ethik Invest

Roman Limacher Geschäftsführer
EFür die Branche ergibt sich eine Verschiebung hin zu erklärungsbedürftigen Produkten. Vertrauen wird zur entscheidenden Währung und Transparenz zur Voraussetzung. Wer Stabilität verspricht, muss sie auch begründen können.
Digitalisierung und KI sind Pflicht Während sich auf Kundenseite Zurückhaltung breitmacht, schreitet die Transformation der Branche unvermindert voran. Digitalisierung, Automatisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz verändern Prozesse, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsstrukturen. Technologie ist in der Vermögensverwaltung längst kein Extraservice mehr, sondern Teil der betriebswirtschaftlichen Grundausstattung: Banken und Vermögensverwalter investieren in datenbasierte Beratung, effizientere Abläufe und neue Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Reporting und Compliance bis zu Kundenservice und Anlageberatung. Gerade dort sehen Branchenstudien noch erhebliches Potenzial, weil vielerorts manuelle Prozesse dominieren und Effizienzgewinne aus der Automatisierung noch nicht ausgeschöpft sind.
Gleichzeitig verschärft sich der ökonomische Druck. Sinkende Zinsmargen, höhere regulatorische Anforderungen und steigende Betriebskosten zwingen die Institute dazu, ihre Investitionen sehr viel stärker auf messbaren Nutzen auszurichten. Besonders für kleinere Anbieter ist dieses Spannungsfeld anspruchsvoll: Sie müssen technologisch mithalten, verfügen aber oft nicht über dieselben Skaleneffekte wie die grossen Häuser.
Nachhaltigkeit im Realitätscheck
Auch nachhaltige Anlagen bleiben ein zentrales Thema, allerdings mit veränderter Tonalität. Während ESG-Kriterien in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben, rücken nun Fragen nach Wirkung, Messbarkeit und Rendite in den Fokus. Anlegerinnen und Anleger wollen sich nicht mehr mit allgemeinen Nachhaltigkeitsversprechen begnügen. Gefragt sind
belastbare Nachweise dafür, dass entsprechende Investments nicht nur ethischen Ansprüchen genügen, sondern auch wirtschaftlich überzeugen.
Gerade bei Impact-Messung, Datenvergleichbarkeit und Reporting zeigt sich jedoch, wie anspruchsvoll dieser Anspruch in der Praxis ist. Nachhaltigkeit wird damit weniger zum Alleinstellungsmerkmal als vielmehr zu einem integrierten Bestandteil moderner Portfolios und zu einem Feld, in dem Glaubwürdigkeit, Transparenz und nachvollziehbare Resultate entscheidend sind. Komplexität als neue Normalität Die Vermögensverwaltung in der Schweiz bewegt sich heute an mehreren Schnittstellen zugleich: zwischen Technologie und persönlicher Beratung, zwischen Nachhaltigkeit und Performance, zwischen regulatorischen Anforderungen und individueller Kundenorientierung. Hinzu kommt ein generationaler Wandel. Jüngere, digital affine Kundinnen und Kunden erwarten einen einfachen digitalen Zugang, verständliche und transparente Kommunikation sowie Lösungen, die auf ihre individuelle Lebenssituation zugeschnitten sind. Gerade in der Vermögensverwaltung verschiebt sich damit die Erwartung an Beratung: Sie soll persönlich bleiben, dabei aber so bequem, schnell und nachvollziehbar funktionieren wie andere digitale Dienstleistungen. Gleichzeitig bleiben traditionelle Werte wie Stabilität und Diskretion zentrale Pfeiler des Schweizer Finanzplatzes.
Regulatorische Entwicklungen verschärfen diese Dynamik zusätzlich. Sie schaffen zwar mehr Sicherheit und Vergleichbarkeit, erhöhen aber auch die Komplexität und den administrativen Aufwand. Für Vermögensverwalter bedeutet dies, dass sie nicht nur als Anlageexperten agieren, sondern auch als Navigatoren durch ein komplexes System.
Ein Markt im Spannungsfeld Trotz aller Herausforderungen bleibt der Ausblick
für den Schweizer Finanzplatz stabil. Die Kombination aus makroökonomischer Solidität, institutioneller Stärke und globaler Glaubwürdigkeit bildet weiterhin ein solides Fundament.
Doch die Spielregeln haben sich verändert. Der Schutz des Vermögens ist zum zentralen Leitmotiv geworden; nicht nur für Anlegerinnen und Anleger, sondern auch für Anbieter. Wer in diesem Umfeld bestehen will, muss mehr leisten als reine Vermögensverwaltung: Gefragt sind Orientierung, Einordnung und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.
Die Zukunft der Branche entscheidet sich damit weniger an den Märkten als in der Beziehung zwischen Kundschaft und Beratung. Vertrauen bleibt – mehr denn je – der entscheidende Faktor.
Text Miriam Rauh
Key-Facts – Auf einen Blick
1. Mehr Sicherheitsorientierung der Anlegerinnen und Anleger: Cash, Sparkonten, Gold und allgemein «verständliche» Anlagen bleiben gefragt.
2. Beratungsbedarf steigt: Kundinnen und Kunden wollen ihr Vermögen schützen, gleichzeitig reicht reine Defensive oft nicht aus, um reale Vermögensziele zu erreichen.
3. Technologie bleibt Pflichtprogramm: Digitalisierung und AI/TechInvestitionen laufen weiter, obwohl kurzfristiger Kostendruck zunimmt.
4. Nachhaltigkeit bleibt relevant, aber nicht mehr allein dominierend: Sie ist nun stärker eingebettet in Risiko, Rendite und Glaubwürdigkeitsfragen.
5. Schweizer Stabilität wird selbst zum Produkt: Tiefe Inflation, stabiler Franken, solide Makrolage und institutionelles Vertrauen stärken das Profil des Standorts.
thisches Investieren ist keine Reaktion auf Regulierungsdruck – es ist die logische Evolution einer verantwortungsvollen Finanzwelt. Arete Ethik Invest AG steht als Pionier in diesem Segment seit 30 Jahren für einen Ansatz, bei dem Ethik nicht Label, sondern Fundament ist. Was das konkret bedeutet, erklärt Roman Limacher, Geschäftsführer der Arete Ethik Invest AG.
Herr Limacher, ethische Investments treffen einen Nerv der Zeit. Was versteht Ihre Firma darunter? Für uns ist ethisches Investieren kein Trend und keine Marketingstrategie. Wir investieren seit über 30 Jahren fokussiert in Unternehmen und Emittenten, deren Produkte gesellschaftlich sinnvoll sind – und deren Wertschöpfung nach bestem Wissen ökologisch wie sozial integer ist. Konkret: Wer Menschenrechte missachtet, absolut intransparent ist oder beispielsweise Umweltstandards ignoriert, fällt raus.
Wer mit verantwortungsbewusster Geschäftspraxis an Megatrends – wie Gesundheitstechnologien, Kreislaufwirtschaft oder Digitalisierung – partizipiert oder diese fördert, kommt infrage. Was sind die Besonderheiten an Ihrem Ansatz und wie können Sie diese Einschätzungen überhaupt vornehmen? Unser Herzstück sind sowohl das hausinterne Ethik-Analysten-Team als auch das unabhängige Ethik-Komitee – interdisziplinär besetzt mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Bereichen wie Wirtschaftsethik, Umwelttoxikologie, Engineering und Theologie. Die Vorsitzende des Komitees ist Professorin für Medizinethik. Das Komitee tagt monatlich und prüft Investments ganzheitlich – frei von Politik oder Dogmatik. Kein Algorithmus, sondern echter wissenschaftlicher Diskurs. Ein Beispiel: Dieselbe Software kann Cyberangriffe abwehren – oder militärische Offensiven ermöglichen. Kann eine Software auch Waffe sein? Diese Unterscheidung trifft unser Komitee. Sämtliche Entscheidungsgrundlagen sind übrigens öffentlich einsehbar: totale Transparenz.
Welche Vorteile sehen Sie und Ihre Kunden in diesem ethischen Anlageprozess?
Unsere Kundinnen und Kunden übertragen uns ein doppeltes Mandat: wettbewerbsfähige Renditen erzielen und zudem auch gesellschaftliche Grundwerte wahren. Diese Balance ist kein Widerspruch
– sie ist eine Frage der Präzision. Wer ethisch selektiert, reduziert unter anderem systematisch Reputations- und Regulierungsrisiken, da damit «tote Winkel» geschlossen werden. Gleichzeitig setzen wir auf lang anhaltende Wachstumstrends: Digitalisierung, KI, Gesundheit, Ressourceneffizienz. Das sind die Wachstumsmotoren der nächsten Jahrzehnte – keine Nischenthemen. Was entgegnen Sie, wenn man nachhaltige Geldanlagen als aus der Mode gekommenen Trend abtut?
Das ist ein klassischer «Recency Bias» – die kognitive Falle, jüngste Ereignisse überzubewerten. Nach der Zinswende 2021 korrigierten viele Trend-Investments hart. Doch das war kein Versagen von Ethik, sondern das Ende von Überhitzung und ab und an auch falschen Versprechen. Wir haben nie Produkte «grün eingefärbt» oder dem Zeitgeist untergeordnet. Unser Ansatz war 1995 derselbe wie heute. Die Rückkehr zu wirtschaftlicher Vernunft auf Basis echter Wertorientierung ist kein Trend – sie ist vielmehr die Mechanik, auf der auch unser ganzheitlicher Investment-Kompass beruht. Worauf müssen Geldanleger:innen achten, wenn sie ethisch-nachhaltig investieren wollen?
Drei Fragen helfen: Erstens – ist Ethik Fundament oder Label? Viele kleben Nachhaltigkeitssticker auf konventionelle Produkte. Zweitens – wer
kontrolliert die Kriterien? Ein unabhängiges, wissenschaftlich besetztes Gremium schützt vor Interessenkonflikten. Drittens – wie transparent ist der Prozess? Öffentlich zugängliche Entscheidungsgrundlagen sind ein klares Qualitätsmerkmal. Nicht dem Schlagwort vertrauen, sondern dem Prozess dahinter.
Weitere Informationen unter: arete-ethik.ch

Über die Firma:
Die Arete Ethik Invest AG aus Zürich verwaltet seit 30 Jahren Vermögen nach strikten ethischen Kriterien – unabhängig vom Zeitgeist. Ein ResearchTeam und ein unabhängiges EthikKomitee prüfen wissenschaftlich basiert über 200 Kriterien. Angeboten werden Anlagefonds und Individualmandate für Private und Institutionelle –Transparenz und Rendite inklusive.

In der Schweiz gibt es viele solide Wachstumsunternehmen, doch nur ein kleiner Teil ist an der Börse kotiert. Für Investorinnen und Investoren, die sich nicht auf den täglichen Blick auf Kurstafeln beschränken wollen, wird Private Equity damit zur naheliegenden Ergänzung. Die Beteiligungen ermöglichen Teilhabe an realwirtschaftlicher Entwicklung, nicht bloss Handel in Liquidität.

In der Praxis ist allerdings oft der Zugang eine Hürde: Unternehmen und Investoren finden nicht automatisch zueinander; zudem sind Informationen weniger standardisiert als an der Börse, die Prozesse aufwendiger. Die Nordstein AG aus Zürich setzt genau dort an – mit einem strukturierten Zugang zu nicht kotierten Schweizer Wachstumsunternehmen.
Nordstein versteht sich als Investment-Boutique, die vermögenden Privatinvestorinnen und -investoren den Zugang zu solchen Beteiligungen ermöglicht und zugleich für die Unternehmen den Kapitalisierungsprozess operativ ausführt, bis hin zur laufenden Aktionariatsbetreuung. Gemessen an grossen Marktadressen arbeitet das Haus bewusst im kleinen Rahmen mit rund 15 Mitarbeitenden, ohne breites Marketing. Statt grosser Reichweite setzt Nordstein auf direkten Austausch, mit den Gesellschaften ebenso wie mit Investorinnen und Investoren. Die persönliche Kommunikation ist ein fundamentaler Teil des Konzepts.
Für wen sind Private-EquityInvestments gedacht?
Typische Investoren der Nordstein AG sind vermögende Privatanlegerinnen und -anleger, sogenannte «High Net Worth Individuals», häufig self-made,
Wer möchte, kann als Investorin oder Investor das Management und Umfeld vor Ort kennenlernen – ein Vorteil, der keine Due Diligence ersetzt, aber die Transparenz enorm erleichtern kann.
typischerweise mit fünf bis rund fünfzehn Millionen Franken Vermögen. Es sind Unternehmerinnen, Führungskräfte und Akademiker, die ihr Portfolio mehrheitlich selbst verwalten und nach Diversifikation jenseits der Börse suchen. «Besonders interessant ist Private Equity für Anlegerinnen und Anleger, die langfristig denken und sich nicht täglich von Börsenschwankungen beeinflussen lassen möchten», so Geschäftsführer Thomas Horvat. Der Einstieg erfolgt oft vorsichtig, zunächst mit einem überschaubaren Engagement: Häufig sind es Beträge um 100 000 Franken. Mit entsprechenden Ergebnissen wird in der Folge meist schrittweise ausgebaut, genauso wie bei kotierten Titeln.
Kuratierung statt Kursbeobachtung
Dabei ist Private Equity für Nordstein «nicht primär eine Frage des Timings», sondern der Prüfung von Geschäftsmodell, Werttreibern, Governance und Marktgrösse. «Für Investorinnen und Investoren
sind wir eine Investment-Boutique mit Zugang zu einem kuratierten Portfolio an Schweizer, nicht kotierten Wachstumsunternehmen, zu denen sonst kein strukturierter Zugang existiert», sagt Horvat. «Kuratieren» heisst in diesem Verständnis: relevante Informationen sachlich aufzubereiten, Strukturen und Zeithorizonte transparent zu machen und Chancen wie Risiken gleichgewichtig zu diskutieren, als Grundlage für eigenständige Anlageentscheide.
Wachstum braucht Kapital Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein typischer Use-Case: Eine Schweizer Healthtech- oder Medtech-Gesellschaft hat ein Produkt im Markt und erste Umsätze, aber zu wenig Kapital für den Sprung in neue Regionen oder den weiteren Ausbau ihrer Technologieplattformen. Die Möglichkeit der Bankfinanzierung bleibt in dieser Phase begrenzt, weil Sicherheiten und Cashflow oftmals noch nicht «bankfähig» sind. Eigenkapital dagegen ermöglicht den Ausbau von
Vertrieb und Produktion. Für Aussenstehende wirkt die spätere Expansion wie ein organisches Wachstum, «tatsächlich steht dahinter oft eine gezielte Beteiligung», wie Horvat formuliert. Für Investorinnen und Investoren wird der Wert nicht über den Kurs erzeugt, sondern über operative Meilensteine und damit zusammenhängende Unternehmensbewertungen. Zugleich bleibt ein unternehmerisches Risiko, einschliesslich möglicher Verzögerungen. Der Anlagehorizont ist mehrjährig und umfasst häufig fünf bis sieben Jahre. Schweiz-fokussiert mit Sektorfokus Beachtlich ist dabei auch die lokale Zuspitzung: Nordstein richtet sein Angebot konsequent auf den Schweizer Markt aus, mit einem Schwerpunkt in Life-Sciences und Healthcare, zunehmend in Richtung Prävention, gesundes Altern und Longevity. Dieser Ansatz verändert auch den Zugang zu Information. Wer möchte, kann als Investorin oder Investor das Management und Umfeld vor Ort kennenlernen – ein Vorteil, der keine Due Diligence ersetzt, aber die Transparenz enorm erleichtern kann. Weitere Informationen unter: nordstein.ch

Weltweit gibt es etwa 590 Millionen Diabetikerinnen und Diabetiker, rund 9,5 Millionen Menschen haben Typ-1-Diabetes und sind zwingend auf Insulin angewiesen. Trotz modernster Insulintherapie lassen sich Spätfolgen bis heute nicht zuverlässig ausschliessen: Herzinfarkte, Organschäden, Augenerkrankungen und das diabetische Fusssyndrom zählen zu den schwerwiegendsten möglichen Komplikationen, die mit der Erkrankung einhergehen können.

Die
Seraccess-Technologie [...] misst den Blutzucker direkt im Blutkreislauf und soll nahezu verzögerungsfreie und präzisere Messwerte ermöglichen.
Patientinnen und Patienten sind lebenslang auf Insulin angewiesen, da ihr Körper kein eigenes Insulin produziert. Doch trotz moderner Therapien ist eine stabile Blutzuckereinstellung häufig nicht möglich. Die meisten Systeme messen den Zucker im Unterhautgewebe statt direkt im Blut, wodurch Messverzögerungen und Ungenauigkeiten entstehen. Auch die Wirkung von Insulin setzt zeitlich verzögert ein. Die Seraccess-Technologie adressiert genau diese Schwachstellen. Sie misst den Blutzucker direkt im Blutkreislauf und soll nahezu verzögerungsfreie und präzisere Messwerte ermöglichen. In
Kombination mit einer automatisierten Insulinsteuerung entsteht ein geschlossenes System, das den Blutzucker kontinuierlich regulieren kann.
Ziel ist eine Blutzuckerkontrolle, die deutlich näher am physiologischen Stoffwechsel eines gesunden Menschen liegt als dies mit heutigen Therapien möglich ist. Sie soll Diabetikerinnen und Diabetikern künftig ermöglichen, bis zu 90 Prozent der Zeit im Zielbereich gesunder Menschen zu verbringen. Eine stabile Einstellung reduziert langfristig das Risiko schwerer Folgeerkrankungen wie Nerven-, Augen- oder Nierenschäden.
Neben dem medizinischen Nutzen hat dieser Ansatz auch eine erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung. Allein in den USA verursachte Diabetes im Jahr 2022 Gesamtkosten von rund 412,9 Mrd. USD, davon 306,6 Mrd. USD direkte medizinische Kosten. Technologien, die eine deutlich bessere Blutzuckerkontrolle ermöglichen, haben daher das Potenzial, Gesundheitssysteme weltweit spürbar zu entlasten. Der Businesscase von Securecell basiert darauf, die Schwächen der heutigen Diabetesbehandlung mit einer technologisch überlegenen Lösung zu adressieren. Finanziert wird die Entwicklung durch operative Umsätze aus dem Tagesgeschäft sowie die breite Investorenbasis.
Weitere Informationen unter: securecell.ch

Interview mit Davide Gysi, Country Head Switzerland, zur Einführung der neuen Pimco UCITS-ETFs auf Staatsobligationen.

Herr Gysi, Pimco hat zwei neue aktive UCITS-ETFs auf Staatsobligationen aufgelegt. Was war die Motivation für diese Produkteinführung?
Mit der Lancierung des Pimco Advantage Global Government Bond UCITS ETF und des Pimco Advantage Euro Government Bond UCITS ETF möchten wir unser ETF-Angebot gezielt erweitern. Unser Ziel ist es, Anlegern Zugang zu Staatsobligationen zu bieten – und das mit Pimcos etabliertem, aktivem Managementansatz. Gerade in der heutigen Marktphase sind solche ETFs als grundlegende Portfoliobausteine gefragt, um eine solide Basis für langfristige Anlageziele zu schaffen.
Welche potenziellen Vorteile bieten diese neuen ETFs konkret Anlegern in der Schweiz?
Die beiden neuen ETFs ermöglichen ein breit diversifiziertes Engagement in globalen beziehungsweise auf Euro lautenden Staatsobligationen. Sie sind so konzipiert, dass sie ihre jeweilige Benchmark mittel- bis langfristig zu übertreffen versuchen – und dies unter Einhaltung strenger Risikomanagementgrundsätze. Für Schweizer Anleger bedeutet das: Ertragspotenzial, schnelle Liquidität und einen defensiven Anker im Portfolio. Zudem bieten wir mit verschiedenen
Die Produkte richten sich an Anleger, die Wert auf Stabilität legen und ihr Portfolio mit hochwertigen Staatsobligationen ergänzen möchten.
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Davide Gysi, Country Head Switzerland
Chancen hochwertiger Staatsobligationen potenziell zu profitieren – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen makroökonomischen Entwicklungen. Sie können sowohl als mögliche Ertragsquelle als auch als Stabilitätsfaktor dienen. Mit mittlerweile neun ETFs auf unserer Plattform in der Schweiz ermöglichen wir den Zugang zu einem umfassenden Spektrum an Fixed-Income-Lösungen, die kurzfristige, Investment-Grade-, High-Yieldund Schwellenländerobligationen abdecken.
Anteilsklassen, auch währungsgesichert, Flexibilität bei der Steuerung des Währungsrisikos.
Für welche Anlegergruppen sind die ETFs besonders geeignet?
Die Produkte richten sich an Anleger, die Wert auf Stabilität legen und ihr Portfolio mit hochwertigen Staatsobligationen ergänzen möchten.
Durch die Kombination aus aktivem Management und ETF-Struktur können sowohl institutionelle als auch private Anleger potenziell profitieren, die auf Effizienz und Transparenz setzen.
Was macht den aktiven Managementansatz von Pimco bei diesen ETFs aus?
Unser aktiver Ansatz basiert auf über 50 Jahren Fixed-Income-Erfahrung. Unsere Portfoliomanagerinnen und -manager nutzen einen disziplinierten Auswahlprozess, um Chancen zu identifizieren und Risiken gezielt zu steuern. Ziel
ist es immer, die jeweilige Benchmark – etwa den Bloomberg Global Aggregate Treasury Index oder den Bloomberg Euro Aggregate Treasury Index – versuchen zu übertreffen.
Wie gehen Sie mit dem Thema Transparenz und Flexibilität um? Transparenz und Flexibilität sind zentrale Bestandteile unseres Angebots. Die Fondsbestände werden vierteljährlich mit einer Verzögerung von 30 Tagen offengelegt, was Transparenz für Anleger schafft und gleichzeitig die Flexibilität im Portfoliomanagement erhält. Ein weiteres Plus ist die Handelbarkeit der ETFs an der SIX Swiss Exchange seit dem 11. März 2026.
Welche Bedeutung messen Sie diesen neuen ETFs für Schweizer Anleger bei? Für Anleger in der Schweiz bieten die neuen ETFs eine effiziente Möglichkeit, von den
Zum Abschluss: Welchen Ausblick geben Sie für die Entwicklung von Pimcos ETF-Angebot in der Schweiz? Wir verfolgen weiterhin konsequent das Ziel, Anlegern innovative und aktiv verwaltete Lösungen zur Verfügung zu stellen. Der Ausbau unserer aktiv gemanagten UCITS-ETF-Palette unterstreicht unser Engagement, das Angebot in der Schweiz laufend weiterzuentwickeln, damit unsere Kunden auch künftig gut aufgestellt sind, um ihre langfristigen Anlageziele zu erreichen.
Weitere Informationen unter: pimco.ch/etfs

Die Anlageexperten von Alpinum Investment Management erklären, weshalb «Liquid Alternatives» ein Comeback feiern und wieso insbesondere Long-Short-Strategien in Asien attraktive Opportunitäten bieten.
Herr Ineichen, was sind die Gründe, weshalb «Liquid Alternatives» zurzeit die stärksten Nettozuflüsse seit vielen Jahren verzeichnen? Ein wesentlicher Treiber sind zunächst die attraktiven Renditen. Hedgefonds haben in den vergangenen zwei Jahren zweistellige Ergebnisse erzielt und sind damit für viele Investorinnen und Investoren erneut stärker in den Fokus gerückt. Allein 2025 flossen rund 120 Milliarden US-Dollar neu in diese Anlageklasse, wodurch das globale Hedgefonds-Vermögen auf über fünf Billionen US-Dollar anwuchs.
Der positive Ausblick hat jedoch nicht nur mit der jüngsten Performance zu tun, sondern auch mit strukturellen Veränderungen im Marktumfeld. Auf makro- wie auf mikroökonomischer Ebene nehmen die Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmen, Branchen und Regionen deutlich zu. Geopolitische Verschiebungen, neue wirtschaftliche Machtverhältnisse und technologische Umbrüche führen dazu, dass sich Gewinner und Verlierer heute klarer voneinander abheben als noch vor wenigen Jahren.
Genau darin liegt die Chance für Liquid Alternatives: Wenn Märkte stärker auseinanderlaufen, entsteht ein Umfeld, in dem aktive Manager und Stockpicker ihre Stärken gezielt ausspielen können. Megatrends wie künstliche Intelligenz, die Energiewende oder
der Ausbau der Verteidigungsindustrie verändern ganze Branchen und schaffen neue Opportunitäten. Gleichzeitig suchen viele Anlegerinnen und Anleger angesichts hoher Bewertungen an den Aktienmärkten nach zusätzlichen, breiter diversifizierten Renditequellen. Auch bei Private-Equity-Investoren wächst deshalb wieder das Interesse an liquideren Strategien.
Warum bleiben die Rendite-Aussichten für Hedgefonds attraktiv?
Das Marktumfeld für Hedgefonds hat sich spürbar verbessert. Höhere Zinsen, stärkere Schwankungen bei Einzeltiteln und grössere Unterschiede zwischen Unternehmen, Regionen und Sektoren schaffen mehr Chancen für aktive Manager. Anders gesagt: Reine Marktrenditen allein tragen heute weniger stark, während gezielte Alpha-Generierung erneut wichtiger wird (siehe Darstellung unten). Gerade in unsicheren Zeiten ist das ein Vorteil, denn erfahrene Manager können Marktineffizienzen gezielt nutzen und so attraktive Renditechancen erschliessen.

Das Hedgefonds-Universum ist riesig. Entsprechend schwierig ist es, den «richtigen» Fonds zu finden. Was raten Sie interessierten Anlegerinnen und Anlegern? Die Auswahl des passenden Fonds ist anspruchsvoll und muss auf den langfristigen Mehrwert ausgelegt sein. Entscheidend sind fundiertes Fachwissen, der Zugang zu umfassenden Daten und ein starkes Netzwerk zu erfahrenen Managern. Ebenso wichtig sind ein laufender Austausch und ein systematischer Due-Diligence-Prozess, um die «Alpha-Quellen» zu erkennen und stetig zu überprüfen. Nur so lässt sich beurteilen, welche Strategien, Teams und Prozesse langfristig überzeugen.
Wo sehen Sie zurzeit interessante Anlagechancen? Die erhöhte Marktvolatilität schafft derzeit viele Chancen für talentierte Long-Short-Manager. Besonders spannend sind aktuell Aktien-Long-Short- und Global-Macro-Strategien. Auch im Kreditbereich eröffnen breitere Credit-Spreads interessante Relative-ValueMöglichkeiten. Sollte sich das globale Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 beleben, könnten zudem Event-Driven- und M&A-Strategien profitieren. Geografisch sehen wir vor allem Asien als wichtigen Wachstums- und Renditetreiber. Die Region vereint rund 60 Prozent der Weltbevölkerung und etwa 45 Prozent des globalen BIP. Gleichzeitig wachsen viele asiatische Schwellenländer derzeit rund doppelt so schnell wie die Industrieländer.
Können Sie dies weiter erläutern? Asien ist alles andere als ein einheitlicher Markt. China entwickelt sich zunehmend zur HightechIndustrie, Indien profitiert von Reformen und einer jungen Bevölkerung, während Länder wie Vietnam und Indonesien von Produktionsverlagerungen und Infrastrukturinvestitionen profitieren.
Südkorea reformiert derzeit unter dem Kürzel «Value-up» börsenkotierte Holding-Gesellschaften und Japan befindet sich in einer Phase wirtschaftlicher und politischer Erneuerung.
Diese Vielfalt schafft zahlreiche Chancen für aktive Investorinnen und Investoren. In Schlüsselindustrien wie Halbleitern, Elektrofahrzeugen oder künstlicher Intelligenz setzt Asien zunehmend globale Impulse und gewinnt als Renditetreiber weiter an Bedeutung.
Wie setzen Sie Investitionen im asiatischen Raum um?
Unser Ansatz kombiniert einen aktiven Anlagestil mit lokaler Expertise und konsequentem Risikomanagement. Dafür selektieren wir spezialisierte Hedgefonds-Manager und diversifizieren über verschiedene Strategien, um am strukturellen Wachstum Asiens zu partizipieren und gleichzeitig die Volatilität zu reduzieren – wie die zweite Darstellung anschaulich zeigt.

Im Private Banking hat sich etwas Grundlegendes verändert. Nicht nur technologisch, auch wenn diese Entwicklung ein Teil dessen ist. Der tiefere Wandel ist kultureller Natur. Die Kundinnen und Kunden, die heute zu uns kommen, sind besser informiert, stärker in ihre Anlageentscheide eingebunden und deutlich weniger bereit, Intransparenz zu akzeptieren, die unsere Branche lange geprägt hat. Und offen gesagt: Das ist eine gute Entwicklung.
Die nächste Kundengeneration im Wealth Management ist mit unmittelbarem Zugang zu Informationen aufgewachsen. Sie braucht keine Bank, die ihr erklärt, was Märkte sind, sie verfolgt sie seit Jahren selbst auf dem Screen ihres Telefons. Was sie erwartet, ist etwas anderes: Klarheit, ehrlichen Dialog und ein Gegenüber, das ihre konkrete Situation versteht: ihre Familie, ihre Ambitionen, ihre Bereitschaft, Risiken einzugehen, und ihren Zeithorizont. Kurz gesagt: Im Kern war das immer die Aufgabe unseres Geschäfts. Heute werden wir einfach konsequenter daran gemessen. Was ich besonders oft höre: Kundinnen und Kunden wollen sich wirklich verstanden fühlen. Nicht etwas verkauft bekommen, sondern verstanden werden. Dieser Unterschied ist zentral. Er bedeutet auch, dass Risikomanagement kein ausgelagerter Prozess im Hintergrund sein kann. Es gehört in jedes Gespräch, in jede Empfehlung, in jede Portfolioentscheidung. Ohne unnötige Komplexität. Und ohne Überraschungen, die sich hätten vermeiden lassen.
«Technologie
macht uns schneller, informierter und effizienter. Vor allem aber schafft sie Raum für die Gespräche, auf die es ankommt.»
– Nicolas Syz
Allzu oft wird digitale Transformation als Gegenentwurf zur persönlichen Beratung verstanden. Für mich greift diese Gegenüberstellung zu kurz. Wealth Management ist und bleibt im Kern ein Geschäft zwischen Menschen. Vertrauen entsteht in Beziehungen, durch Verlässlichkeit, durch Präsenz im entscheidenden Moment. Technologie macht uns schneller, informierter und effizienter. Vor allem aber schafft sie Raum für die Gespräche, auf die es ankommt. Erfolgreich werden jene Institute sein, die digitale Exzellenz mit fundiertem menschlichem Urteilsvermögen verbinden. Das eine trägt ohne das andere nicht weit.
Die Position der Syz Bank ist in diesem Umfeld klar. Als familiengeführte Bank investieren wir

Asiatische Hedgefonds gewinnen für globale Portfolios zunehmend an Bedeutung. Sie verbinden höheres strukturelles Wachstum mit Marktineffizienzen und eröffnen damit sowohl Alpha- als auch Beta-Chancen. Deshalb fühlen wir uns derzeit mit einem «LongBias», circa 20–40 Prozent Marktexposure, wohl. Weitere Informationen unter: alpinumim.com

Über Alpinum Investment Management: Reto Ineichen ist CIO und Partner von Alpinum Investment Management, einem unabhängigen, von der Finma lizenzierten AssetManager in Zürich. Das 14köpfige Team verwaltet seit 2014 rund zwei Milliarden US-Dollar für qualifizierte Investorinnen und Investoren. Der Fokus liegt auf Credit, Private Debt und Hedgefonds. Alpinum IM setzt auf Absolute Return mit striktem Risikomanagement und der Nutzung globaler Opportunitäten.

selbst in vielen Bereichen in dieselben Opportunitäten, die wir auch unseren Kundinnen und Kunden anbieten: Private Equity, Litigation Finance, alternative Anlagen. Diese Interessenangleichung ist weit mehr als eine Botschaft nach aussen. Sie prägt die Beziehung substanziell; unsere eigene Glaubwürdigkeit steht stets mit auf dem Spiel. Hinzu kommt unsere Struktur als Boutique. Sie erlaubt uns, schnell zu handeln. Kundinnen und Kunden erwarten heute beides: die Sicherheit eines etablierten Instituts und die Reaktionsfähigkeit eines beweglichen Partners. Direkte Entscheidungen, unmittelbarer Zugang, keine Wege durch mehrere Hierarchiestufen –genau darin liegt die Stärke unseres Modells.
Auch beim Thema Innovation lassen wir uns weniger von Neuheit als von Relevanz leiten. Wir beobachten neue Anlageklassen genau, prüfen sie aber stets an der Frage: Schaffen sie einen echten Mehrwert für ein Portfolio? Wo diese Substanz fehlt, bleibt Innovation blosses Rauschen. Unsere Kundinnen und Kunden wissen das sehr genau einzuordnen.
Ob wir damit richtig liegen, wird man nicht in unseren Produktbroschüren lesen können. Unsere Kundinnen und Kunden werden es tagtäglich spüren: in klareren Gesprächen, schnelleren Entscheidungen und in einer Beziehung, die mit ihrem Leben Schritt halten kann.
Das ist der Wandel, den es zu gestalten gilt.

Nicolas Syz wurde 2026 zum CEO der Syz Bank ernannt. Die Syz Group feiert 2026 ihr 30-jähriges Bestehen. Die familiengeführte Schweizer Bankengruppe verbindet die Stabilität des Schweizer Bankwesens mit der Agilität einer Boutique und einem pionierhaften Anlageansatz.
Mit klarem Fokus auf Wealth und Asset Management bietet die Gruppe personalisierte Dienstleistungen und Anlageopportunitäten über drei Geschäftsbereiche an: Syz Bank, Syz Capital und Syz Asset Management.
Syz Bank bietet Privatkundinnen und -kunden sowie externen Vermögensverwaltern eine eigenständige Alternative zum traditionellen Schweizer Private Banking.
Syz Capital eröffnet Zugang zu einer breiten Palette alternativer Anlageklassen, darunter Private Equity, Hedgefonds und Legal Assets, und ermöglicht Investitionen an der Seite der Gründerfamilie.
Syz Asset Management begleitet institutionelle Anleger aus der Schweiz bei Investitionen in Obligationen und Geldmarktinstrumente. Hauptsitz der Gruppe ist Genf; weitere Standorte befinden sich in Zürich, Pfäffikon, Lugano, Locarno, Istanbul und Johannesburg.
Weitere Informationen unter: syzgroup.com
Gemessen an der Einwohnerzahl ist die Affinität zu Gold in der Schweiz aussergewöhnlich hoch. Das passt zu einem Land, in dem ökonomische Vernunft, Eigenverantwortung und langfristiges Denken stark verankert sind. Gold trifft hier auf ein Publikum, das rational auf Vermögensfragen blickt und Qualität schätzt.

Wer über den globalen Edelmetallmarkt spricht, kommt an der Schweiz nicht vorbei. Nicht wegen eigener Minen, sondern wegen Infrastruktur, Raffination, Handel und Logistik. Die Schweizerische Nationalbank hielt im vergangenen Jahr fest, Gold sei wertmässig sowohl das wichtigste Import- als auch das wichtigste Exportgut des Landes. Grund dafür sind die bedeutende Raffinations- und Handelsaktivität sowie die Rolle der Schweiz als Transitplatz. 2024 machte Gold laut SNB 27 Prozent des Schweizer Warenhandels aus und übertraf damit sogar die Pharmabranche. Das erklärt auch, weshalb Bewegungen im Goldmarkt die Schweizer Aussenhandelszahlen bisweilen verzerren. Die SNB mahnte zur Vorsicht bei der Interpretation der Schweizer Aussenwirtschaftsdaten, weil Goldströme Handels- und Leistungsbilanz stark beeinflussen können. In Zeiten globaler Unsicherheit kann die Safe-Haven-Nachfrage nach Gold die Schweizer Überschüsse deutlich bewegen, ohne dass sich an der Binnenwirtschaft im gleichen Ausmass etwas verändert.
Kleines Land, grosse Rolle Dass die Schweiz in diesem Markt mehr ist als ein Randakteur, zeigte sich zuletzt auch politisch. Swissinfo berichtete im Jahr 2025 wiederholt, dass Gold und raffinierte Goldprodukte in den Zollverhandlungen mit den USA eigens eine Rolle spielten – was eindrücklich zeigt, wie strategisch bedeutsam der Edelmetallsektor für die Wirtschaftsbeziehungen der Schweiz geworden ist.
Warum Edelmetalle so gefragt sind
Die neue weltweite Aufmerksamkeit für Gold und Silber hat mehrere Gründe: veränderte Preisstrukturen,
Brandreport • Richmond Events
internationale Spannungsfelder und die Suche nach Vermögenswerten mit eigener Substanz. Der World Gold Council verzeichnete für 2025 eine globale Goldnachfrage von 5002 Tonnen und damit ein Rekordjahr.
UBS schrieb im März 2026 zudem, die Gesamtnachfrage nach Gold dürfte robust bleiben, gestützt von anhaltenden Käufen der Zentralbanken und steigender Investmentaktivität.
Für Privatanleger:innen erklärt das einen Teil der Faszination. Gold generiert im Unterschied zu Aktien oder Anleihen zwar keinen laufenden Ertrag, besitzt aber eine Eigenschaft, die in volatilen Zeiten an Gewicht gewinnt: Es ist ein realer Vermögenswert, dessen Attraktivität nicht unmittelbar an die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens oder Staates gekoppelt ist. Der World Gold Council bezeichnet Gold deshalb weiterhin als strategischen Vermögensbaustein, vor allem wegen seiner Rolle als Diversifikator und als möglicher Stabilisator in volatilen Marktphasen. UBS empfiehlt Gold denn auch als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio und sprach Anfang 2026 von einer Allokation im mittleren einstelligen Prozentbereich.
Gold für die Defensive, Silber für die Nerven So ähnlich Gold und Silber auf den ersten Blick erscheinen mögen: Aus Anlegersicht unterscheiden sie sich deutlich. Gold gilt vor allem als Wertspeicher und Absicherung; Silber hängt deutlich stärker von Konjunktur und Industrienachfrage ab. Das VermögensZentrum verwies 2025 darauf, dass Silber zusätzlich vom Bedarf aus Zukunftsbranchen profitieren kann, etwa aus Industrie und Technologie.
Gerade deshalb gilt Silber vielen als besonders chancenreich – aber auch als deutlich volatiler.
Für Schweizer Privatanleger:innen kommt ein praktischer Unterschied hinzu: Physisches Silber unterliegt hierzulande seit 2024 einer Mehrwertsteuer in Höhe von 8,1 Prozent und je nach Anlageform fallen zusätzliche Lagerkosten an. Das schmälert die Rendite und macht Silber als physische Anlage komplexer als Gold. Wer Silber kauft, setzt also nicht nur auf Werterhalt, sondern stärker auf Preisbewegungen und auf die Entwicklung der industriellen Nachfrage. Chancen und Risiken für private Anleger:innen
Die klassische Stärke von Edelmetallen liegt nicht im schnellen Gewinn, sondern in ihrer Funktion als Gegengewicht im Portfolio. Sie können in anspruchsvolleren Marktphasen stabilisierend wirken. Das gilt insbesondere für Gold. In einem Land wie der Schweiz, in dem Vermögensschutz oft höher gewichtet wird als eine kurzfristige Renditeorientierung, passt diese Logik zum Anlageverständnis vieler Privater. Die institutionelle Sicht bleibt dabei nüchtern: Gold ist eine Beimischung, kein Allheilmittel.
Ein verbreitetes Missverständnis lautet allerdings, Gold steige in jeder Krise automatisch. Genau das stimmt nicht. Reuters berichtete jüngst, dass Gold trotz Krieg und geopolitischer Eskalation zeitweise deutlich unter Druck geriet. Seit dem Rekordhoch im Januar lag der Preis zwischenzeitlich mehr als 20 Prozent tiefer; belastet wurde das Metall von Inflationssorgen, höheren Zinsen und Liquiditätsverkäufen. Gold generiert keinen laufenden Ertrag; in Phasen
steigender Renditeerwartungen kann es deshalb stärker unter Druck geraten, als viele Anleger:innen erwarten. Hinzu kommt die Frage des Einstiegszeitpunkts. Wer nach längeren Haussephasen investiert, bewegt sich naturgemäss auf einem bereits etablierten Preisniveau.
UBS verwies Anfang 2026 darauf, dass der Goldpreis ausgehend vom damaligen Bewertungsniveau kurzfristig nur begrenztes zusätzliches Potenzial aufwies. Das unterstreicht, dass Edelmetalle sinnvoll im Gesamtzusammenhang betrachtet werden sollten und ihre Wirkung insbesondere im langfristigen Kontext zur Geltung kommt.
Die Schweizer Perspektive Für die Schweiz ergibt sich daraus eine doppelte Rolle. Das Land ist einerseits globaler Knotenpunkt im Edelmetallgeschäft, mit entsprechendem wirtschaftlichem Gewicht. Andererseits ist es ein Markt, in dem Edelmetalle auf ein besonders empfängliches Umfeld treffen: rational, qualitätsorientiert, langfristig denkend.
Für Privatanleger:innen bleibt am Ende eine schlichte Frage: nicht, ob Edelmetalle das gesamte Portfolio ersetzen sollen, sondern welchen Platz sie darin einnehmen.
Als Beimischung können sie Stabilität bringen. Als Wette auf den grossen Sprung sind sie weniger verlässlich. Gerade in dieser Unterscheidung liegt in der Schweiz wohl ihre anhaltende Attraktivität. Text Miriam Rauh
Banking ist nicht tot. Im Gegenteil: Es floriert. Doch die Art und Weise, wie wir Finanzgeschäfte verstehen, steht vor einem radikalen Umbruch. Beim 19. Richmond Financial Industry Forum treffen zwei Vordenker auf hundert Schweizer Entscheiderinnen und Entscheider.

Der Schweizer Finanzplatz wirkt nach aussen stabil, die Bilanzen stimmen. Doch die Herausforderungen durch neue Technologien und Modelle sind fundamental. Neobanken, Challenger-Institute, Big Tech und Fintechs sind längst keine Randerscheinungen mehr, alle treten mit dem Anspruch an, das «langweilige alte Banking» zu ersetzen. Wer heute führt, merkt: Die Konkurrenz schläft nicht, sie erfindet sich gerade komplett neu.
Schluss mit der Studiengläubigkeit
In C-Levelkreisen herrscht eine gewisse Studienmüdigkeit. Wenn eine Trendanalyse erscheint, ist sie meist schon wieder von der Realität überholt. In einem Umfeld, das sich so schnell dreht, zählt nicht das Papier, sondern das direkte Gespräch. Genau hier setzt das Richmond Financial Industry Forum an. Seit 19 Jahren ist es das bewusste Gegenmodell zur klassischen Massenkonferenz. Keine Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer, kein zielloses Networking am Buffet, kein Leerlauf. Stattdessen: Hundert Köpfe, die tatsächlich etwas zu sagen haben und zwei Tage Zeit, Themen wirklich zu Ende zu denken.
Chris Skinner: «Bring out your Dead...»
Einer der Gäste in diesem Jahr ist Chris Skinner. Er räumt gleich zu Beginn mit dem Vorurteil auf, das Banking liege im Sterben. Seine These: Banking ist lebendiger denn je, aber es bewegt sich auf völlig neue Modelle zu. Skinner stellt die entscheidende Frage: Wer wird am Ende gewinnen und wer wird lediglich überleben? Zwischen Neobanken und traditionellen Häusern wird es Gewinner geben, die die neue Logik verstehen sowie Verlierer,

Richmond Events veranstaltet seit 1990 exklusive Foren für Führungspersönlichkeiten in Europa und den USA.
die den Anschluss verpassen. Skinner liefert in Interlaken die ungeschönte Wahrheit darüber, welche Player wirklich eine Zukunft haben.
Gerard Lyons: Resilienz in Zeiten globaler Verschiebungen Während Skinner den Wettbewerb seziert, blickt Gerard Lyons auf die globale Dynamik. Trotz massiver Schocks hat sich die Weltwirtschaft als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Doch wir befinden uns mitten in grossen Transitionen:
Die wirtschaftliche Macht verschiebt sich, geopolitische Spannungen steigen und die Privatmärkte expandieren rasant. Lyons analysiert, wie Finanzmärkte trotz hohem Schuldendruck und strukturellem Wandel florieren können. Er zeigt auf, wie man diese Verschiebungen antizipiert, statt nur auf sie zu reagieren, und warum KI dabei weit mehr ist als nur ein Werkzeug. Nur noch fünf Plätze zur Verfügung. Anmeldungsanfrage für Entscheidungsträgerinnen und träger unter:



Inflation, geopolitische Spannungen, technologische Umbrüche: Wer Vermögen sichern oder langfristig aufbauen will, sollte heute mehr denn je auf Stabilität und Widerstandsfähigkeit achten. Herr Rauch, viele Anlegerinnen und Anleger in der Schweiz fragen sich, wie sie ihr Vermögen in einem volatilen Umfeld widerstandsfähig aufstellen können. Welche Rolle spielen Edelmetalle heute in einer zukunftsorientierten Finanzstrategie? Gold und Silber erfüllen im Kern dieselbe Funktion wie seit Langem: Sie sind eine sinnvolle Beimischung in einem ausgewogenen Portfolio. Wer langfristig denkt, kann mit physischem Edelmetall einen stabilisierenden Baustein ergänzen, neben Aktien, ETFs oder auch anderen Anlageformen, je nach Risikoprofil. Für viele unserer Kundinnen und Kunden geht es dabei nicht um kurzfristige Spekulation, sondern um Werterhalt und einen möglichst ruhigen, ausgewogenen Vermögensaufbau über die Jahre. Gleichzeitig hat sich der Goldpreis zuletzt sehr dynamisch entwickelt. Wie erklären Sie diese Bewegung?
Beim Gold ist aktuell der wichtigste Treiber die stark gestiegene Nachfrage, vor allem seitens der Zentralbanken. Viele Länder diversifizieren ihre Währungsreserven stärker und reduzieren ihre einseitige Abhängigkeit vom US-Dollar. Gold gewinnt in diesem Umfeld wieder an Bedeutung, weil es weltweit akzeptiert ist, liquiditätsfähig bleibt und nicht beliebig vermehrt werden kann. Beim Silber ist die Lage etwas anders: Dort kommt ein grosser Teil der Nachfrage aus der Industrie, etwa aus der Chipproduktion, der Batterietechnologie oder dem Solarsektor. Das erklärt, weshalb Silber noch stärker von technologischen Zukunftstrends profitiert. Dennoch gab es zuletzt auch deutliche Rücksetzer. Verliert Gold damit an Überzeugungskraft?
Nein. Kurzfristige Korrekturen ändern nichts an der strategischen Rolle von physischem Edelmetall. Was wir derzeit sehen, ist zum Teil klassisches Rebalancing: Wenn Gold in einem Portfolio stark gestiegen ist, realisieren institutionelle wie private Investorinnen und Investoren Gewinne, um andere Positionen nachzukaufen oder ihre Gewichtung neu auszutarieren. Für jemanden, der physisches Gold als langfristigen Vermögensbaustein hält, sind solche Schwankungen
Der Edelmetallhandel ist ein besonders vertrauensbasiertes Geschäft. Wer in diesem Bereich tätig ist, muss die Vertrauenswürdigkeit jeden Tag beweisen.
– Christian Rauch
Edelmetalle sind ein traditionsreiches Produkt – und doch spielt auch bei Ihnen die Digitalisierung eine grosse Rolle. Wie verändert sie Ihr Geschäft?
Sehr stark, allerdings weniger auf der Produktseite als bei den Services. Das Produkt bleibt physisch. Aber die Art, wie Kundinnen und Kunden sich informieren, kaufen, verkaufen, lagern oder Sparpläne nutzen wollen, ist heute eine andere als noch vor zehn Jahren. Transparenz, Geschwindigkeit, Convenience und Flexibilität sind zentral geworden. Deshalb investieren wir intensiv in digitale Touchpoints, E-Commerce, sichere Prozesse und skalierbare Systeme. Für uns ist das ein wesentlicher Hebel, um neue Zielgruppen zu erreichen, gerade auch jene, die Vermögen nicht erst verwalten, sondern zunächst aufbauen möchten.
aber nicht entscheidend. Man wird mit Gold nicht über Nacht reich; dafür ist es auch nicht gedacht.
Welche Gewichtung halten Sie in einem Portfolio für sinnvoll?
Das hängt von der persönlichen Risikobereitschaft, vom Anlagehorizont und von der Vermögenssituation ab. Wer auf hohe Renditechancen in kurzer Zeit setzt, wird anders allokieren als jemand, der Wert auf Stabilität legt. Für eine langfristig orientierte Strategie halten viele Marktteilnehmer eine Beimischung von rund zehn bis fünfzehn Prozent für sinnvoll; in einzelnen Konstellationen kann der Anteil auch höher liegen. Entscheidend ist, dass Edelmetalle nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Teil einer durchdachten Gesamtstruktur.
Wie sollte jemand vorgehen, der erstmals in Gold oder Silber investieren will?
Am besten früh anfangen – und in kleinen, regelmässigen Schritten. Gerade für jüngere Anlegerinnen und Anleger ist es oft sinnvoller, kontinuierlich kleinere Beträge zu investieren, statt einmalig einen grossen Kauf zu tätigen. So profitiert man vom Durchschnittskosteneffekt und nimmt den Druck aus dem Timing. Physisches Edelmetall eignet sich aus meiner Sicht besonders dann, wenn man es als langfristigen Spar- und Sicherungsbaustein versteht: für die Altersvorsorge, für spätere grössere Anschaffungen oder schlicht als solide Reserve. Sie sprechen von Vermögenssicherung «von der Taufe bis zur Rente».
Was heisst das konkret?
Edelmetalle sind in sehr unterschiedlichen
Lebensphasen sinnvoll, nur die Motivation verändert sich. Am Anfang des Berufslebens geht es eher darum, diszipliniert mit kleinen Beträgen Vermögen aufzubauen. Später rückt stärker in den Vordergrund, Vermögen zu erhalten, abzusichern und an die nächste Generation weiterzugeben. Gerade dafür ist physisches Gold interessant: Es ist greifbar, verständlich und lässt sich gut über Generationen hinweg weitergeben.
Der Edelmetallmarkt ist stark von Vertrauen geprägt. Worauf sollten Anleger bei der Wahl eines Anbieters achten?
Auf Transparenz, Kontinuität und Seriosität. Anleger sollten nachvollziehen können, wie Preise zustande kommen, welche Gebühren anfallen und wie Lagerung oder Auslieferung organisiert sind. Ebenso wichtig ist der persönliche Umgang: Hält sich ein Anbieter an regulatorische Standards, an Vorgaben zur Geldwäscheprävention und an klare Prozesse?
Der Edelmetallhandel ist ein besonders vertrauensbasiertes Geschäft. Wer in diesem Bereich tätig ist, muss die Vertrauenswürdigkeit jeden Tag beweisen.
Was unterscheidet Degussa in diesem Umfeld?
Wir konzentrieren uns konsequent auf physische Edelmetalle und verkaufen Gold und Silber als Barren und Münzen. Dazu kommt unser Anspruch, dieses traditionelle Produkt mit zeitgemässen Services zu verbinden: mit hoher Transparenz, verlässlicher Beratung, sicheren Verwahrungslösungen und digitalen Angeboten, die auch für jüngere Kundinnen und Kunden attraktiv sind. Wir wollen nicht nur Transaktionen ermöglichen, sondern ein langfristiger Partner für den Vermögensaufbau und die -sicherung sein.
Degussa engagiert sich auch stark im Bereich Kunst und Kultur. Wie fügt sich das in das Selbstverständnis Ihres Hauses ein? Kunst erweitert den Horizont, stiftet Dialog und schafft Verbindungen über Sprache, Herkunft oder politische Lager hinweg. Gerade junge Künstlerinnen und Künstler brauchen zu Beginn ihrer Laufbahn Unterstützung, und dort setzen wir an. Es gibt aber auch eine inhaltliche Nähe: Sowohl Gold als auch Kunst erschliessen ihren wahren Wert oft erst über die Zeit. Beides steht für Beständigkeit, kulturelle Bedeutung und für etwas, das über den reinen Tagespreis hinausweist. Insofern ergänzt dieses Engagement unser Selbstverständnis sehr gut.
Wagen wir den Blick in die Zukunft: Welche Bedeutung werden Edelmetalle in den kommenden Jahren in der Vermögensallokation spielen?
Ich sehe eher mehr als weniger Relevanz. Die grossen Themen unserer Zeit – geldpolitische Entwicklungen, internationale Spannungsfelder und der Wunsch nach realen, greifbaren Werten – sprechen dafür, dass physische Edelmetalle ihren Platz behalten oder sogar ausbauen. Neu ist allerdings, dass die Interessentinnen und Interessenten deutlich jünger werden. Wenn der Zugang transparent, sicher und digital gestaltet ist, wird Gold nicht nur ein Thema für Vermögende oder für die Weitergabe über Generationen bleiben, sondern auch für jene, die gerade erst beginnen, Vermögen aufzubauen.
Weitere Informationen unter: degussa-goldhandel.ch
Markus Kilb
vereinfachen»
Im Schweizer Alltag ist Twint längst ein selbstverständlicher Begleiter geworden. Hinter diesem Erfolg steht ein komplexes Zusammenspiel aus technischer Innovation, Partnerschaften mit Banken und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzenden. Im Interview spricht TwintCEO Markus Kilb darüber, wie sich digitales Bezahlen in der Schweiz entwickelt und welche Rolle Verantwortung und Vertrauen dabei spielen. Interview Ayman Duran Bild zVg
Herr Kilb, Sie leben und arbeiten nun seit über sieben Jahren in der Schweiz. Welche typischen Schweizer Eigenheiten haben Sie schon übernommen?
Ich schätze die Schweizer Präzision und den hohen Anspruch an Qualität sehr, sowohl beruflich als auch privat. Diese Haltung und die damit einhergehende hohe Professionalität gehen Hand in Hand mit einer positiven, lebensnahen Einstellung – eine Kombination, die mich immer wieder beeindruckt. Zudem habe ich die Menschen in der Schweiz im persönlichen Umgang als sehr zuvorkommend und grosszügig kennengelernt, was ich sehr schätze.
Wie schätzen Sie das Geldverhalten von Schweizer:innen ein? Sind wir wirklich Räpplispalter, wie es uns der internationale Ruf glauben lässt? Und: Auf welchem Weg bezahlen wir am liebsten?
Die Menschen in der Schweiz sind sehr bewusst im Umgang mit Geld. Sie vergleichen, wägen ab und entscheiden sich dann dafür, was wirklich Sinn ergibt. Das hat nichts mit Geiz zu tun, sondern mit klugen Entscheidungen und dem Anspruch auf «value for money». Auch beim Bezahlen zeigt sich eine klare Präferenz für digitale, sichere und einfache Lösungen. Twint ist da oft die erste Wahl.
Mitunter durch Twint wird unser Alltag zunehmend bargeldlos. Wann verschwindet unser Bargeld komplett? Unser Ziel bei Twint ist es nicht, Bargeld zu verdrängen, sondern den Menschen eine bequeme, einfache und sichere Zahlungsart zu bieten. Mit Twint kann man nahezu immer und überall in der Schweiz bargeldlos bezahlen, einfach, schnell und sicher. Und wer dennoch Bargeld beziehen möchte, kann das mit Twint ebenfalls tun: Wir bieten in der App eine integrierte Funktion, mit der man an über 2500 Verkaufsstellen schweizweit unkompliziert Bargeld beziehen kann. Uns geht es vor allem darum, den Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden. Wir möchten den Nutzenden ermöglichen, mit ihrer bevorzugten Bezahlmethode an so vielen Orten und in so vielen Alltagssituationen wie möglich zu bezahlen.
In welche Richtung entwickelt sich Ihrer Meinung nach unser Zahlungsverhalten? Sehen Sie ein Risiko in dem immer weiter verbreiteten «Buy now, pay later»-System? Wir sehen eine zunehmende Individualisierung beim Bezahlen in Richtung flexibel, mobil und nahtlos integriert. Die Funktion «Später bezahlen» in der Twint-App trägt diesem Bedürfnis Rechnung. Dabei handelt es sich um eine digitale Weiterentwicklung des klassischen Rechnungskaufs mit maximaler Transparenz. Die Menschen in der Schweiz sind sich an den verantwortungsbewussten Umgang mit solchen Produkten gewöhnt. Die Zusammenarbeit mit den Schweizer Banken hat von Beginn an gut funktioniert. Auch das Feedback ist durchgehend positiv. Gibt es Aspekte in dieser Zusammenarbeit, die Sie zukünftig weiter ausbauen möchten? Die Partnerschaft mit den Banken ist ein zentraler Erfolgsfaktor und gestaltet sich vertrauensvoll und konstruktiv. Wir möchten künftig noch stärker gemeinsam Innovationen vorantreiben – etwa indem wir das klassische Lastschriftverfahren digitalisieren und modernisieren. Die Banken spielen zudem eine Schlüsselrolle im Kundendialog, insbesondere bei Sicherheit und Kommunikation. Twint ist ein Angebot, das sie ihrer Kundschaft machen und diese Nähe ist entscheidend.
Twint hat die Herzen der Schweizer:innen im Eiltempo erobert und «twinten» hat sich längst in den alltäglichen Sprachgebrauch integriert. Wie erklären Sie sich diesen Kultstatus? Twint ist mehr als eine Bezahl-App: Wir sind ein integraler Teil des Alltags in der Schweiz geworden, weil wir viele alltägliche Prozesse erfolgreich digitalisiert und vereinfacht haben. Dazu gehört nicht nur das Bezahlen an der Kasse oder im Onlineshop. Auch das Aufteilen von Beträgen nach dem Abendessen mit Freund:innen,

Transparenz und Dialog sind mir wichtig. Als CEO trage ich Verantwortung, auch gegenüber der Öffentlichkeit. Offenheit schafft Vertrauen und Vertrauen ist die Basis für nachhaltigen Erfolg.
– Markus Kilb, CEO Twint
Obwohl Twint auf eine stetig steigende Erfolgskurve zurückblicken kann, gab es auch die eine oder andere Unebenheit auf dem Weg, zum Beispiel die Bestrebungen, gemeinsam mit einer Partnerfirma eine Funktion für Essenslieferung direkt in der App anzubieten. Wie haben solche Rückschläge Ihre Pläne und Strategien beeinflusst? Die Nutzenden bezahlen beim Lieferdienst ihrer Wahl sehr gerne mit Twint. Gemeinsam mit einer Partnerfirma hatten wir dann eine Funktion für Essenslieferungen in die Twint-App integriert. Wir mussten jedoch feststellen, dass eine Bestellung direkt in der Twint-App nicht den Kundenbedürfnissen entsprochen hat. Jede Erfahrung, auch die weniger erfolgreichen, liefert wertvolle Erkenntnisse. Sie helfen uns, unseren Fokus zu schärfen und unsere Stärken gezielt weiterzuentwickeln. Wir müssen immer evaluieren, wo wir einen klaren Mehrwert für alle Parteien im Twint-Ökosystem liefern.
Wie definieren Sie Erfolg für sich persönlich? Erfolg bedeutet für mich, gemeinsam mit einem starken Team nachhaltige Wirkung zu erzielen – für unsere Nutzenden, Partner und die Gesellschaft – und dabei nie den Menschen aus dem Blick zu verlieren. Ganz wesentlich ist für mich, das Leben der Menschen einfacher zu machen und ein funktionierendes Ökosystem zu schaffen, in dem alle Beteiligten profitieren. Wenn wir mit Twint Mehrwerte für alle Stakeholder generieren, ist das für mich echter Erfolg.
die Bezahlung der Parkgebühr, das Spenden an gemeinnützige Organisationen und das Einkassieren im Verein wurden durch Twint vereinfacht. Diese Alltagsrelevanz, die einfache Bedienung und die lokale Verankerung haben dazu beigetragen, dass «twinten» heute ein fester Begriff im alltäglichen Sprachgebrauch ist. Zudem bieten wir der Schweiz ein Stück digitale Souveränität bei der wichtigen Zahlungsinfrastruktur. Hat das auch etwas mit der weltbekannten Schweizer Affinität für Geld, Banken und Finanzen zu tun? Absolut. Die Schweiz hat eine lange Tradition im Finanzbereich. Vertrauen, Sicherheit und Diskretion sind hier tief verankert. Twint bringt diese Werte ins digitale Zeitalter und trifft damit den Nerv der Menschen in der Schweiz. Schweizer:innen sind sehr versiert im Umgang mit Finanzprodukten. Das
Wissen ist hoch und damit auch der Anspruch. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden.
Man kann mittlerweile bei schätzungsweise 84 Prozent aller Geschäfte und Onlineshops mit Twint bezahlen. Was ist der Schlüssel für die restlichen 16 Prozent?
Der Schlüssel liegt in der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern im Twint-Ökosystem und der Schaffung von zusätzlichen Mehrwerten. Wir erweitern nicht nur stetig den Funktionsumfang der Twint-App, sondern auch das Angebot für den Handel. Darüber hinaus sehen wir weiteres Wachstumspotenzial, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Nutzenden als auch bei der Häufigkeit, mit der Twint im Alltag eingesetzt wird. Unser Ziel ist es, den Alltag der Menschen in immer mehr Situationen durch digitale Innovation zu vereinfachen. Deshalb arbeiten wir laufend daran, die Anzahl der Akzeptanzstellen noch weiter zu erhöhen.
Die von der Twint mitgegründete European Mobile Payments Systems Association, ein Verband, der Zahlungsanbieter aus aller Welt vereint, zählt mittlerweile 16 Mitglieder. Was können Sie sich von den internationalen Kolleg:innen abschauen? Der Austausch mit internationalen Partnern ist inspirierend. Wir lernen viel über unterschiedliche Marktbedürfnisse, technologische Trends und regulatorische Entwicklungen und bringen gleichzeitig Schweizer Expertise ein. Die Schweiz ist mittlerweile, was mobiles Zahlen anbelangt, eines der führenden Länder in Europa und so sehen viele ausländische Zahlungsanbieter mittlerweile tatsächlich Twint als Vorbild an. Wir merken im internationalen Umfeld auch, dass das Thema «digitale Souveränität» stark an Bedeutung gewinnt. Der Zahlungssektor wird in der Regel von globalen Grosskonzernen beherrscht. Hier kann Twint der Schweiz ein wichtiges Stück digitale Souveränität bieten. Wir unterstehen Schweizer Regulierung und Governance und handeln im Interesse des Schweizer Ökosystems. Wichtig ist dabei, dass wir im Konkurrenzkampf gegen globale Tech-Konzerne faire Spielregeln brauchen. Dazu gehört etwa ein diskriminierungsfreier Zugang zur NFC-Schnittstelle von Apple-Geräten in der Schweiz, wie es diesen auch im Europäischen Wirtschaftsraum gibt. Zurück zu Ihrer Person: Sie wirken nach aussen sehr offen und gesprächsbereit. Wie wichtig ist Ihnen die öffentliche Wahrnehmung? Transparenz und Dialog sind mir wichtig. Als CEO trage ich Verantwortung, auch gegenüber der Öffentlichkeit. Offenheit schafft Vertrauen und Vertrauen ist die Basis für nachhaltigen Erfolg. Schaffen Sie es, als CEO des grössten Schweizer Zahlungsanbieters trotzdem dann und wann mal abzuschalten und sich eine Auszeit zu nehmen? Ja, das ist wichtig. Ich finde Ausgleich in der Natur, beim Wandern oder beim Lesen. Diese Momente helfen mir, neue Perspektiven zu gewinnen und mit frischer Energie zurückzukommen. Berufliches und Privates sind oft eng miteinander verwoben, ich mache da keine scharfe Trennung und schätze die Flexibilität. Und worauf freuen Sie sich als nächstes? Ich freue mich darauf, mit Twint die nächste Innovationsstufe zu zünden, gemeinsam mit unserem Team, unseren Partnern und den Nutzenden. Die Zukunft des Bezahlens ist spannend und wir sind mittendrin. Twint steht erst am Anfang.
Wenn in der Schweiz über Finanzinnovationen diskutiert wird, dominiert oft die Produktperspektive. Dabei muss die Frage bewusst an einer anderen Stelle angesetzt werden. Wie organisiert ein Finanzinstitut Innovation, wenn sich drei Kräfte überlagern: Regulierung, Marktdruck und Technologiesprünge.
«Gerade auf die Banken wird der Kostendruck nicht abnehmen, sondern er wird noch höher», sagt Mathias Strazza, Head VNTR bei PostFinance. Gleichzeitig steigt die Komplexität: «Mehr Regulation, mehr Anforderungen, mehr Druck.» Es wird schwieriger, zu innovieren. Eine Studie des KOF der ETH Zürich warnt gar vor einem Innovationsrückgang, gerade bei investitionsintensiven, langfristigen Vorhaben. Dabei brauche es eine gewisse Ambidextrie, so Strazza, um sowohl im Tagesgeschäft als auch mit Blick auf die Zukunft zu innovieren. «Entscheidend ist, beides geschickt zu verbinden. Zudem funktioniert dies nur mit einer gemeinsamen Innovationssprache und zusätzlichen Zukunftsfähigkeiten.»
Eine gemeinsame Innovationssprache finden Der erste relevante Hebel, den PostFinance hier ansetzt, mag zunächst überraschend unspektakulär wirken: Es braucht eine gemeinsame Innovationssprache, die im ganzen Unternehmen gilt. Das heisst, es wurde definiert, welche Innovationsarten existieren und wo sie bei PostFinance verantwortet werden. Zusätzlich gibt es einen einheitlichen Innovationsprozess über das gesamte Unternehmen.
Die Innovationsarten ordnet PostFinance mit einem angepassten Horizonte-Modell ein. Horizont 1 steht für das Ausschöpfen und Weiterentwickeln des Kerngeschäfts; «Exploitation» genannt. Die Horizonte 2 und 3 fassen sie als «Exploration» zusammen: Innovationen nahe am Kern (H2) und Zukunftsthemen, bei denen noch unklar ist, was sie strategisch bedeuten (H3). «Um auch in Zukunft relevant zu bleiben, braucht es sowohl Exploitation als auch Exploration.» VNTR von PostFinance kümmert sich primär um Horizont-3-Themen, also um das systematische Erkennen, Einordnen und Validieren neuer Technologien, Trends und Geschäftsmodelle. VNTR arbeitet so bewusst ausserhalb des Tagesgeschäfts, aber nicht losgelöst davon.
Innovationsprozess und Zukunftsfähigkeiten Eine gemeinsame Sprache allein reiche nicht, betont Strazza: «Das muss ergänzt werden mit zusätzlichen Zukunftsfähigkeiten rund um den Innovationsprozess (siehe Grafik unten).» Beispielsweise Exploration inkl. Venture-Building, Start-up-Partnering und Corporate Venturecapital, alles Ansätze und Fähigkeiten, welche beim Erfolgsbeispiel tilbago zum Einsatz kamen: Exploration H3, Venture-Building und Corporate Venturecapital Die Exploration H3 ist dabei eine Fähigkeit, um Neues zu entdecken und validieren zu können, wobei es sich dabei um Themen handelt, welche das Unternehmen meist (noch) nicht einordnen kann. Dabei kann es sein, dass die Umsetzung eines validierten Themas sinnvollerweise nicht als eigenes Produkt erfolgt, so kann mittels VentureBuilding ein neues Angebot am Markt in Form eines Start-ups lanciert werden. Die Kompetenz von Corporate Venturecapital hilft in diesem Falle, um eine Beteiligung in Form eines Investments an einem solchen Start-up wahrzunehmen.
tilbago zeigt den Einsatz dieser Fähigkeiten eindrücklich: Aufgrund des H3-Explorations-Handwerks kamen Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Inkasso-Markt auf VNTR zu und durchliefen den Innovationsprozess, in welchem ein erster Prototyp am Markt getestet wurde. Als Resultat entstand das Start-up tilbago am Markt mit einer Beteiligung von PostFinance. Seitdem arbeiten VNTR und tilbago zusammen und nutzen so eine Form des Start-up-Partnering, um gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln. Erfolgsgeschichte tilbago: von Horizont 3 in die Anwendung
Die Lösung von tilbago zeigt, wie ein Zukunftsthema im Horizont 3 entstehen kann und danach Richtung Kern rückt, mit klarer Anwendung für Firmenkunden. tilbago ist eine cloudbasierte Plattform für rechtliches Forderungsmanagement in der Schweiz, inklusive eSchKG. Sie befähigt Gläubiger, Betreibungen und rechtliches Inkasso digital selbst abzuwickeln. «Wir haben immer gesehen, dass es ein riesengrosses Potenzial gibt, wenn man eine solche Lösung als

Eine gemeinsame Sprache reicht nicht, es braucht zusätzliche Fähigkeiten im Innovationsprozess – wie bspw. Exploration, Venture-Building, Venture-Clienting und Corporate Venturecapital.
– Mathias Strazza, Head VNTR
braucht es eine Grundlage basierend auf einer gemeinsamen Innovationssprache, einem einheitlichen unternehmensweiten Prozess und spezifischen Zukunftsfähigkeiten. Diese essenziellen Fähigkeiten wie Exploration, Venture-Building, Corporate Venturecapital oder Start-up-Partnering etc. führen zu schönen Erfolgsgeschichten, wie jene von tilbago, von welchen am Ende des Tages die Kunden und Kundinnen profitieren.
Failbook & Successbook: Wissen teilen und Einblick hinter die Kulissen
VNTR by PostFinance macht seine Innovationspraxis auch ausserhalb des Unternehmens sichtbar: In zwei Publikationen, dem «Failbook» und dem «Successbook», dokumentiert das Team, was in Innovationsprojekten nicht funktioniert hat, welche Learnings daraus entstanden sind und welche Prinzipien und Methoden sich bewährt haben. Beide Bücher sind online verfügbar; bestellt werden können sie über den VNTR-Shop.
Weitere Informationen unter: vntr.ch/shop
Cloud anbieten kann, und zwar auf einem Level, das Gläubiger befähigt, rechtliches Inkasso selbst zu bestreiten», sagt Oliver Wolf, Co-Founder von tilbago.
Er führt weiter aus: «Wir brauchten einen Partner, der Stabilität und Sicherheit signalisiert. Der Standort Schweiz und der Datenschutz waren entscheidend.» PostFinance brachte Reichweite und den Zugang zu Firmenkunden ein; tilbago ergänzte Domänenwissen und Geschwindigkeit. 2026 feiert tilbago sein zehnjähriges Jubiläum.
Heute setzt tilbago auf KI-gestützte Fallanalysen, «Recovery Intelligence», die Empfehlungen und Prognosen liefern: Welche Massnahme
im Forderungsprozess hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Erfolg? Ein Schwerpunkt ist die Verlustschein-Monetarisierung. «In diesen Prozessen gibt es sehr viele unstrukturierte Informationen. Mit den heutigen KI-Möglichkeiten sind wir in der Lage, diese Informationen zu verstehen und zu verarbeiten», so Wolf. tilbago hat dafür ein domänenspezifisches KI-Modell entwickelt, das auf das Schweizer Schuldbetreibungs- und Konkursrecht spezialisiert ist. So entstehen Erfolgsgeschichten
Um auch in Zukunft in der Finanzindustrie trotz Kosten, Anforderungen, Regulationen und dem generellen Marktdruck innovieren zu können,
tilbago zeigt den Einsatz dieser Fähigkeiten eindrücklich, auch durch den Erfolg des zehnjährigen Jubiläums der Lösung.
– Mathias Strazza, Head VNTR

Über tilbago:
tilbago macht seine Kunden zu den erfolgreichsten im rechtlichen Inkasso. Als Innovationsführer revolutioniert tilbago das Forderungsmanagement in der Schweiz und gestaltet gemeinsam mit seinen Kunden die Zukunft. Die KIbasierte Softwarelösung verbindet innovativste Technologie mit der Erfahrung aus über zwei Millionen Betreibungsfällen sowie fundierter eSchKGPraxiserfahrung seit 2011.
Weitere Informationen unter: tilbago.ch

Über VNTR:
VNTR repräsentiert die Innovations und Venturing Initiativen von PostFinance, deren Aktivitäten über die aktuelle Strategieperiode hinausreichen. Während sich PostFinance dem Kerngeschäft (Horizont 1) und der Veränderung des Kerns (Horizont 2) widmet, beschäftigt sich VNTR mit Zukunftsthemen, Technologien und Geschäftsmodellen, die bei PostFinance noch nicht adressiert sind (Innovationshorizont 3). Dabei identifiziert, baut und investiert VNTR auch in neue Geschäftsmodelle, die zu skalierbaren und nachhaltigen Geschäften für PostFinance werden können. Insbesondere stellt VNTR jedoch sicher, dass keine relevanten Themen verpasst werden.
Weitere Informationen unter: vntr.ch

Angesichts geopolitischer Spannungen, volatiler Märkte und globaler Transformationsprozesse stellen sich immer mehr Anlegerinnen und Anleger die Frage, wie Investitionen nicht nur Rendite erzielen, sondern auch zur Bewältigung grosser Herausforderungen für Gesellschaft und die Umwelt beitragen können.

Im Kern verfolgt Impact Investing ein einfaches Prinzip: Kapital wird gezielt in Unternehmen, Projekte oder Finanzstrukturen investiert, deren Geschäftsmodell neben wirtschaftlicher Tragfähigkeit auch eine messbare soziale oder ökologische Wirkung erzeugt. Während bei vielen nachhaltigen Anlageansätzen vor allem die Berücksichtigung von Risiken und Standards im Fokus steht, ist Wirkung beim Impact Investing ein zentraler Bestandteil der Investitionsstrategie. Gleichzeitig zielt Impact Investing auf wirtschaftlich tragfähige Lösungen mit attraktivem Renditepotenzial ab –im Unterschied zur klassischen Philanthropie.
Warum Impact Investing weitergeht als ESG Viele nachhaltige Finanzprodukte orientieren sich an ESG-Kriterien. Dabei fliessen Umwelt-, Sozial- und Führungsaspekte in die Anlageentscheidung ein. Berücksichtigt wird zum Beispiel, wie Unternehmen mit Emissionen, Arbeitsstandards oder Fragen guter Unternehmensführung umgehen. Teilweise werden auch bestimmte Branchen oder besonders problematische Risiken ausgeschlossen.
Impact Investing geht einen Schritt weiter. Hier soll Kapital nicht nur unerwünschte Risiken vermeiden, sondern gezielt eine positive soziale oder ökologische Wirkung entfalten. Diese Wirkung ist von Anfang an Teil des Investitionsansatzes, es wird also mit klarer Wirkungsabsicht investiert.
Wer die Energiewende unterstützen will, stösst oft an eine praktische Grenze: Ohne eigenes Dach bleibt der direkte Zugang zu Solarstrom begrenzt. Solarify setzt genau dort an und ermöglicht Beteiligungen an konkreten Schweizer Solaranlagen. «Wir machen Energie zum Mitmachund Mitinvestitionsprojekt», erklärt Lukas Krienbühl, Leiter Crowdinvestment. So bleibt Solar nicht bei einer Idee, sondern wird zu einem langfristigen Investment in Schweizer Anlagen mit nachhaltigem Impact. Vom Nachhaltigkeitsversprechen zur Infrastruktur
Der Unterschied zu vielen nachhaltigen Finanzprodukten liegt in der Greifbarkeit. Statt in anonyme ESG-Finanzprodukte zu investieren, fliesst das Geld in reale Solarkraftwerke – «in echte Stücke» nachhaltiger Energieinfrastruktur in der Schweiz, betont Krienbühl. So entsteht ein starker Bezug zum Projekt: Investor:innen werden Mitbesitzer:innen einer Anlage und können den Betrieb transparent verfolgen.
Projektauswahl als Präzisionsarbeit
Solarify kümmert sich um Planung, Betrieb, Versicherung, Unterhalt sowie um die Stromvermarktung. Welche Projekte umgesetzt werden, entscheidet sich nicht allein am Dach, sondern am gesamten Zusammenspiel vor Ort. Grundlage ist stets die Wirtschaftlichkeit: Jeder Standort wird sorgfältig durchgerechnet – auch mit Blick darauf, ob eine Anlage über Jahrzehnte hinweg gewinnbringend
Investitionen, die wirtschaftliche Chancen für Frauen stärken, gewinnen im Impact Investing zunehmend an Bedeutung.
Wirkung wird damit zu einem nachvollziehbaren Bestandteil der Anlagestrategie. Dazu werden konkrete Ziele definiert und systematisch gemessen, etwa geschaffene Arbeitsplätze, vermiedene Kohlendioxidemissionen oder verbesserte landwirtschaftliche Erträge. Schwellenländer als Wirkungsräume und Diversifikation im Portfolio Ein besonders bedeutendes Einsatzfeld für ImpactInvestitionen sind Schwellenländer. Dort bestehen in vielen Bereichen strukturelle Finanzierungslücken, etwa beim Zugang zu Kapital für kleine Unternehmen, bei der Finanzierung erneuerbarer Energielösungen oder bei der Entwicklung nachhaltiger landwirtschaftlicher Produktionssysteme.
Gleichzeitig entstehen in diesen Bereichen neue wirtschaftliche Modelle, die auf realer Nachfrage basieren. Investitionen in solche realwirtschaftlichen Strukturen unterscheiden sich von klassischen Kapitalmarktanlagen. Während liquide Märkte häufig auf kurzfristige Marktbewegungen oder geopolitische Ereignisse reagieren, beruhen viele Impact-Investitionen auf lokalen Geschäftsmodellen und stabiler Nachfrage nach grundlegenden Dienstleistungen.
Strom wird produziert und verkauft, landwirtschaftliche Produkte werden angebaut und vermarktet, Kredite ermöglichen Unternehmen Investitionen und
Wachstum. Dadurch entstehen Cashflows, die stärker an reale wirtschaftliche Aktivitäten gekoppelt sind und weniger von kurzfristigen Marktbewegungen abhängen. Gleichzeitig sind viele Impact-Portfolios über zahlreiche Länder und Finanzinstitutionen diversifiziert. Diese breite Streuung kann Abhängigkeiten von einzelnen Märkten reduzieren und macht solche Investitionen zu einer ergänzenden Komponente in Portfolios.
Wirkung in der Praxis: Finanzielle Inklusion, Energie und Landwirtschaft Ein Beispiel für solche Investitionen ist der Bereich der finanziellen Inklusion. In vielen Schwellenländern haben kleine und mittlere Unternehmen nur eingeschränkten Zugang zu Bankkrediten. Spezialisierte Finanzinstitute vergeben deshalb Kredite, die lokalen Betrieben Investitionen und Wachstum ermöglichen. Eine typische Kreditnehmerin kann etwa eine Schneiderin sein, die mithilfe eines Kredits eine zusätzliche Nähmaschine anschafft, mehr Aufträge annehmen kann und eine weitere Person beschäftigt. Solche Finanzierungen fördern wirtschaftliche Eigenständigkeit und stärken gleichzeitig lokale Wirtschaftskreisläufe. Gerade Frauen profitieren in vielen Regionen besonders stark von verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten. Studien zeigen, dass Unternehmerinnen häufig unterfinanziert sind, obwohl sie eine zentrale Rolle in lokalen Wirtschaftskreisläufen spielen. Investitionen, die

betrieben werden kann. Gleichzeitig ist Solarstrom heute Präzisionsarbeit. Besonders attraktiv sind Konstellationen, in denen der Strom am Standort genutzt, bei Bedarf zwischengespeichert und intelligent gesteuert werden kann – etwa über Eigenverbrauchsoptimierung und Batteriespeicher. Am Ende zählt weniger die Gebäudeart als die Frage, ob Produktion, Stromvermarktung und Speicherlogik stimmig ineinandergreifen. Denn: «Es geht nicht darum, nur Solarpanels zu verbauen, sondern ein Kraftwerk zu schaffen, das den Strom dann nutzt und vermarktet, wenn der Zeitpunkt dafür optimal ist.»
Impact und Erträge
Beim Impact-Investing soll Wirkung nicht nur behauptet, sondern transparent ausgewiesen werden. Impact ist nicht nur eine abstrakte Zahl. Entsprechend macht
Solarify die Wirkung in einem Kundenportal mess- und einsehbar. Dort ist neben den finanziellen Kennzahlen
der Investition ersichtlich, wie viele Kilowattstunden ein Panel produziert und welche CO2-Äquivalente dadurch eingespart werden, zum Beispiel im Vergleich zu Erdgas oder Ölheizungen. Damit diese Werte greifbar bleiben, übersetzt Solarify sie zusätzlich in Alltagsgrössen – etwa Smartphone-Ladevorgänge, StreamingStunden oder Fahrkilometer mit dem Elektroauto.
Gleichzeitig verändert sich der Strommarkt spürbar: Einspeisevergütungen sinken vor allem im Sommer und der Druck auf die Wirtschaftlichkeit wächst. «Flexibilität ist die klare Antwort auf schwankende Strompreise», erklärt Krienbühl. Konkret bedeutet das, Strom nicht unmittelbar abzugeben, sondern ihn aktiv zu steuern. IT-Schnittstellen sorgen zudem dafür, dass die Batterie gezielt dann lädt, wenn Strom günstig ist und Produktion, Speicherung und Verbrauch sauber aufeinander abgestimmt werden. Ergänzend setzt Solarify auf Direktverkaufslösungen in der Nachbarschaft oder im Quartier, um den Strom dort zu verkaufen, wo er gebraucht wird. Transparenz und Blick nach vorne Die hohe Transparenz beim Impact-Investing soll sich auch in der Abrechnung widerspiegeln. Solarify rechnet jede Solaranlage einzeln ab. Panelbesitzer:innen sehen so transparent, was eine Anlage produziert hat und welchen Erlös sie über die Stromvermarktung erzielt. Die Auszahlungen fliessen quartalsweise direkt an die Investor:innen und Subventionsbeiträge werden bereits im ersten Betriebsjahr vollständig weitergegeben. Die Performance
wirtschaftliche Chancen für Frauen stärken, gewinnen im Impact Investing zunehmend an Bedeutung. Neben finanzieller Inklusion konzentrieren sich viele Impact-Strategien auf zwei weitere zentrale Themenfelder: klimafreundliche Energie und nachhaltige Ernährungssysteme. Dezentrale Solarenergie, Energieeffizienzlösungen oder innovative Speichertechnologien tragen dazu bei, die Energieversorgung zu verbessern und Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig investieren Impact-Investorinnen und -Investoren in landwirtschaftliche Unternehmen und Technologien, die Produktivität steigern, Böden regenerieren und die Versorgungssicherheit erhöhen.
Diese Bereiche haben gemeinsam, dass sie grundlegende wirtschaftliche Bedürfnisse adressieren und langfristige strukturelle Trends widerspiegeln. Mit wachsender Weltbevölkerung, zunehmendem Ressourcenverbrauch und steigenden Anforderungen an nachhaltige Infrastruktur dürfte der Bedarf an entsprechenden Investitionen weiter steigen.
Impact Investing entwickelt sich deshalb zunehmend zu einem eigenständigen Segment moderner Kapitalanlagen. Für Anlegerinnen und Anleger eröffnet dieser Ansatz die Möglichkeit, an realwirtschaftlichen Entwicklungen teilzuhaben und gleichzeitig messbare Wirkung zu erzielen. Während sich globale Kapitalströme neu ausrichten, gewinnt die Frage an Bedeutung, welche Rolle Kapital bei der Gestaltung wirtschaftlicher Entwicklung spielen kann. Impact Investing zeigt, dass Investitionen nicht nur Rendite erwirtschaften, sondern zugleich stabile wirtschaftliche Strukturen fördern können – in Schwellenländern ebenso wie für Anlegerinnen und Anleger. Es ist die bewusste Entscheidung, Kapital gezielt dort einzusetzen, wo wirtschaftliche Perspektiven und messbare Wirkung entstehen.
Text Dr. Stephanie Bilo, Chief Client & Investment Solutions Officer, responsAbility Investments AG
des Gesamtportfolios über zehn Jahre liegt aktuell gemäss Solarify elf Prozent über der erwarteten Rendite.
In den kommenden Jahren dürfte die Nachfrage nach lokalem, sauberem Strom weiter steigen – getrieben etwa durch KI-Rechenzentren, Elektromobilität und Wärmepumpen. Entscheidend sei dabei jedoch weniger der reine Ausbau, sondern die intelligente Integration und die aktive Bewirtschaftung von Solarkraftwerken im Energiesystem. Solarify versteht sich in diesem Kontext als solider Asset-Manager der dezentralen Energiewende – mit dem Anspruch, Investor:innen zu Mitbesitzenden einer Infrastruktur zu machen, die im 21. Jahrhundert weiter an Bedeutung gewinnen wird und für die Nachhaltigkeit ausschlaggebend ist.
Interview Walter Nogueira
Weitere Informationen unter: solarify.ch
Der Schutz von Vermögenswerten ist für Privatpersonen und Unternehmer:innen von zentraler Bedeutung, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Wirtschaftliche Schwankungen und politische Unsicherheiten erhöhen das Risiko finanzieller Verluste, weshalb eine gezielte Strategie zum Vermögensschutz unerlässlich ist.

Immer mehr Menschen denken darüber nach, wie sie ihr Vermögen schützen können, und internationale Investitionen sind eine der am schnellsten wachsenden Strategien. Dieser Trend zeigt, dass immer mehr Menschen aktiv Massnahmen zur Absicherung ihres Vermögens ergreifen. Neben Finanzstrategien wie dieser gibt es weitere Massnahmen, die Vermögen absichern, darunter Versicherungslösungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen, die für den Vermögensschutz genutzt werden können.
Rechtliche Absicherung
Ein Finanzplan ist der erste Schritt, um sich einen Überblick über die aktuelle finanzielle Situation zu verschaffen. Dieser Plan bildet die Grundlage für eine Risikoanalyse, auf der alle weiteren Massnahmen aufbauen. Dazu gehören beispielsweise Eheverträge, die die Aufteilung des Vermögens im Falle einer Scheidung regeln.
Auch die richtige Strukturierung des Vermögens ist entscheidend, um Risiken zu minimieren und vor ungewolltem Zugriff zu schützen. Dabei wird insbesondere auf die Trennung von Eigentum und Besitz geachtet. Ziel einer solchen Strukturierung ist es, steuerliche und rechtliche Vorteile zu nutzen, um das Vermögen langfristig vor dem direkten Zugriff des Staates oder anderer externer Akteure zu schützen. Beispiele hierfür sind Familienstiftungen oder die Gründung von Gesellschaften.
Bei der Beratung zu diesen Optionen ist Vorsicht geboten, da Empfehlungen mitunter irreführend sein können. Grundsätzlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein vollständiger Schutz nie garantiert werden kann. Der Staat hat immer die Möglichkeit, das Vermögen zu besteuern oder darauf zuzugreifen.
Unternehmen sollten zusätzlich rechtliche Schutzmassnahmen wie haftungsbeschränkende Gesellschaftsformen (z. B. GmbH oder AG) nutzen. Auch Holdingstrukturen können zur Risikominderung beitragen. Schliesslich ist eine klare Trennung von Privatvermögen und Unternehmensschulden von entscheidender Bedeutung, um das persönliche Vermögen zu schützen.
Diversifizierung und internationale Streuung Eine bewährte Strategie zur Vermögenssicherung ist die Diversifikation. Das Vermögen sollte auf
Ein Finanzplan ist der erste Schritt, um sich einen Überblick über die aktuelle finanzielle Situation zu verschaffen.
verschiedene Anlageklassen verteilt werden, um Risiken zu streuen und die Auswirkungen von Marktschwankungen zu minimieren. Beliebte Anlageklassen sind Aktien, Obligationen und Immobilien. Aber auch alternative Anlagen wie Private Equity, Venture Capital, Hedgefunds sowie Kunst und Antiquitäten können interessante Möglichkeiten sein. Wichtig ist, nicht blind Trends zu folgen, sondern auf stabile Märkte zu setzen, um das Risiko weiter zu reduzieren. Die Unterstützung durch Expert:innen kann helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Fehler zu vermeiden. Zudem ist es sinnvoll, das Vermögen international
zu streuen. Diese Strategie schützt vor politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten, da sich Veränderungen in einzelnen Ländern weniger stark auf das Gesamtvermögen auswirken. Diese sogenannte Domizilstreuung sorgt dafür, dass das Vermögen nicht an ein einziges Land gebunden ist. Es sollten nur Länder mit stabilen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gewählt werden, um Risiken zu vermeiden. Das Vermögen sollte auf verschiedene Konten weltweit verteilt werden. Auch Anlagen sollten international erworben werden, wobei Immobilien eine beliebte Option sind. Investitionen in verschiedene Währungen und Branchen können ebenso von Vorteil sein. Damit
dies effektiv ist, müssen die Konten und Eigentümer unabhängig voneinander verwaltet werden und den jeweiligen nationalen Gesetzen entsprechen. Unternehmer:innen sollten auch ihre Investitionen diversifizieren. Dabei ist es wichtig, das Privatvermögen vom Unternehmensvermögen zu trennen. Unternehmensinvestitionen sollten in verschiedenen Märkten und Produktbereichen getätigt werden, um Risiken zu minimieren und langfristige Stabilität zu gewährleisten.
Versicherungslösungen Neben den Finanzstrategien sind Versicherungen ein wichtiger Bestandteil des Vermögensschutzes. Sie bieten Schutz vor unvorhersehbaren Ereignissen, die mit hohen Kosten verbunden sein können. Die bekanntesten Versicherungen sind die Haftpflichtversicherung, die Hausratversicherung und die Lebensversicherung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, die individuell auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten werden können.
Auch für wertvolle Gegenstände wie Kunstwerke, Oldtimer oder Schmuck lohnt es sich, eine entsprechende Versicherung abzuschliessen. In der Schweiz spielt zudem die Altersvorsorge eine zentrale Rolle für den Vermögensschutz. Wer frühzeitig in die private Vorsorge investiert, sichert sich einen stabilen Lebensstandard im Alter.
Die Vermögenssicherung gewinnt zunehmend an Bedeutung und es ist wichtig, sich auf diesem Gebiet fortzubilden und über Veränderungen auf dem Laufenden zu bleiben.
Auch Unternehmen können sich mit gezielten Versicherungen wie Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherungen absichern. Darüber hinaus gewinnen Spezialversicherungen wie Cyberversicherungen zunehmend an Bedeutung. Diese sollten jedoch sorgfältig auf die spezifischen Anforderungen des Unternehmens abgestimmt werden. Die Vermögenssicherung gewinnt zunehmend an Bedeutung und es ist wichtig, sich auf diesem Gebiet fortzubilden und über Veränderungen auf dem Laufenden zu bleiben. Zudem sollten die gewählten Strategien immer wieder überprüft und flexibel an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden, um den persönlichen und wirtschaftlichen Veränderungen optimal Rechnung zu tragen und eine langfristige und nachhaltige Wirkung zu gewährleisten.

Ein bisschen Feenstaub namens ChatGPT draufstreuen, ein paar Sekunden warten und fertig ist die Abweichungsanalyse: So schön, so utopisch. Aber wo liegen denn die Chancen von KI für das Controlling?
Wer die Vorteile der KI effizient nutzen will, sollte im Blick behalten, wo der Mensch trumpft. Nur auf diese Weise lässt sich das optimale Ergebnis erzielen – das zeigt sich im Controlling ebenso wie in anderen Arbeitsbereichen. So lassen sich die Aufgaben einer Controllerin oder eines Controllers in zwei Kategorien unterteilen.
Auf der einen Seite stehen Routineaufgaben wie Monatsabschlüsse, Abweichungsanalysen und Rechnungsverarbeitung. Die andere Seite ist geprägt von Strategieentwicklung, um das Unternehmen mittel- bis langfristig an seinen übergeordneten Zielen auszurichten. Letzteres benötigt menschliche Kreativität und Urteilsfähigkeit, während eine KI Ersteres unter gewissen Umständen schneller und gelegentlich sogar besser umsetzen kann als der Mensch.
Lagern Unternehmen nun diese Routineaufgaben teilweise an eine KI aus, entstehen für Fachpersonen im Controlling neue Kapazitäten für strategische Aufgaben – und im besten Fall sogar neue Freude an der eigenen Arbeit.
Für welche Aufgaben sich die KI eignet Das Softwareunternehmen Proalpha benennt acht Anwendungsbereiche, in denen das Controlling von der KI profitieren kann. Dabei unterscheidet es zwischen Routineaufgaben und Analysemethoden.
Routine – Rechnungsverarbeitung
– Kostenabstimmung
– Kostenstellenbuchungen
– Reporterstellung
Analyse
– Trendanalysen
– Abweichungsanalysen
– Ursachenforschung
– Szenarioplanung
Auch das Controller Institut aus Wien sieht
Treiberanalysen und Forecasts als funktionale Einsatzbereiche von KI-Anwendungen. Für die Szenarioplanung bietet die KI laut Mirko Waniczek und Karin Wegenstein die Möglichkeit von Simulationsmodellen. Etwas allgemeiner formuliert Eren Koont von der Jedox GmbH, «dass KI sehr wohl in der Lage sein kann, die Finanzplanung und -analyse effizienter, differenzierter, sicherer und genauer zu machen.» Auf die Routineaufgaben im Controlling gehen Waniczek und Wegenstein ein, indem sie die Vorteile von KI-Anwendungen für die
Anders als der Mensch erkennt eine KI nicht, ob die Datenquellen, aus denen sie ihre Informationen bezieht, tatsächlich plausibel sind – hier ist nach wie vor menschliches Urteilsvermögen gefragt.
Berichterstellung benennen und auf verschiedene Unternehmen verweisen, in denen «Klassifikationsmodelle zur automatisierten Erkennung und Verbuchung von Rechnungen» schon erfolgreich eingesetzt würden, dann kombiniert mit RPALösungen (Robotic Process Automation).
Chancen für das Controlling Für sein «Controller Magazin» liess der Haufe Verlag im Juni zwei Experten aus der Praxis zu Wort kommen. In einem Zwiegespräch nehmen Kristoffer Ditz als Trainer, Berater und Autor der Hanseatic Business School sowie Controlling- und Datenanalyse-Experte Florian Bliefert von der CA Controller Akademie Stellung zu ihren Erfahrungen mit KI-Anwendungen im Controlling. Auch sie sehen die Chancen der Technologien für ihre Branche.
So wird Ditz sehr konkret, wenn er VBA-Makros in Excel als hilfreiches KI-Tool benennt. An Excel denkt auch sein Kollege Bliefert, der ChatGPT als «Google-Ersatz» verwendet, um jederzeit auf Formeln und SQL-Codes zugreifen zu können, ohne sie sich merken zu müssen. «Aber KI ist nicht das Gleiche wie ChatGPT, das geht viel weiter», betont der Experte. Hier tue sich die ganze Welt von Predictive Analytics auf.
Voraussetzungen für eine optimale Nutzung der KI im Controlling Anders als der Mensch erkennt eine KI nicht, ob die Datenquellen, aus denen sie ihre Informationen bezieht, tatsächlich plausibel sind – hier ist nach wie vor menschliches Urteilsvermögen gefragt. Nur mit einer guten Datenbasis lassen sich verlässliche Analysen automatisiert erstellen. «Du brauchst für KI halt Daten zum Trainieren», erklärt Controlling-Experte Bliefert. Und jede KI sei nur so gut wie die Datengrundlage.
An dieser Stelle zeigt sich ein wichtiger Schritt, den ein Unternehmen gehen muss, bevor es sein Controlling dort, wo es sinnvoll ist, automatisiert. Denn auch eine KI arbeitet nicht von selbst. Mitarbeitenden top-down aus ihrer Sicht beliebige Programme vorzusetzen und sie per Dienstanweisung zu deren Verwendung zu nötigen, ist weder in Hinblick auf die kurzfristigen Arbeitsergebnisse noch bezüglich der Zufriedenheit der Mitarbeitenden zielführend.
Change-Management als unentbehrlicher Zwischenschritt Bestenfalls geht ein Unternehmen hier also umgekehrt vor und identifiziert mit den Mitarbeitenden gemeinsam die Aufgaben, die sie gern an eine KI auslagern würden und für die sie eine Automatisierung für sinnvoll halten.
Eine neue KI-Anwendung in die vorhandenen Workflows zu integrieren, ist für die effiziente Nutzung unabdingbar.
Es folgt die Auswahl der Programme, die wiederum zu den unternehmenseigenen Controlling-Prozessen passen müssen. Und wer kennt die Prozesse besser als die Menschen, die mit ihnen arbeiten? Auch ob sich ihnen die jeweilige Benutzeroberfläche erschliesst, kann für das eigene Arbeiten entscheidend sein – ebenso wie ein Abgleich der menschlichen Erwartungen mit den Möglichkeiten der KI im Arbeitsfeld des Controllings. Was es für die technische Umsetzung braucht Eine neue KI-Anwendung in die vorhandenen Workflows zu integrieren, ist für die effiziente Nutzung unabdingbar. Anschliessend braucht es eine ausführliche Testphase – und umfassende Schulungen. Hier lasse sich die KI mit einem Autopiloten im Flugzeug vergleichen, liefert Kristoffer Ditz ein eingängiges Bild: «Um diesen zu bedienen, brauche ich eine Ausbildung als Pilot, spätestens dann, wenn der Autopilot ausfällt.»
Doch auch nachdem das Programm aus dem Lernumfeld auf die realen Anwendungen ausgerollt ist, müssen die Mitarbeitenden sich frei fühlen, Anpassungen anzuregen, um zeitraubende Workarounds zu verhindern, die den Mehrwert der KI teilweise torpedieren würden. Wo die KI an ihre Grenzen kommt «Jede KI kann eigentlich nur eine Sache, in der ist sie dann richtig gut, aber was anderes kann sie halt nicht.» Aus diesem Grund betrachtet Florian Bliefert es als wesentlich, das richtige Tool für die jeweils anstehende Aufgabe auszuwählen.
Dass eine KI aber eben nicht alles kann, führt zu einer Enttäuschung, mit der er und sein Kollege in ihren Beratungen häufig konfrontiert sind, so Bliefert: «Oft kommt es vor, dass die Leute glauben, wir streuen mit ChatGPT einfach mal Feenstaub drüber und alles funktioniert, oder lästige Arbeit wird komplett abgenommen.» Aber auch wenn die KI den Umgang mit den relevanten Daten bereits gelernt hat, müsse der Mensch sie fortwährend hinterfragen und kontrollieren, so Kristoffer Ditz. Gerade wenn «[auf die KI] vertrauend strategische Entscheidungen getroffen werden», besteht die Gefahr, KI-Fehler fortzuführen und in der folgenden Unternehmensentwicklung mitzutragen. «Vielleicht kann KI irgendwann alles – aber bis dahin sollten wir lieber noch selbst denken», empfiehlt Ditz. Entscheidend ist, sich das optimale Zusammenspiel zwischen künstlicher und menschlicher Intelligenz im Controlling zunutze zu machen und so aus Rechnungsverarbeiter:innen Strategiemanager:innen werden zu lassen.
Die FHNW bietet seit über 25 Jahren mit ihren CAS-/DAS-/MAS-Weiterbildungen Controlling & Consulting einen der erfolgreichsten Studiengänge in der deutschsprachigen Controlling-Weiterbildung an schweizerischen Hochschulen an. Seit Neuestem bietet er den Teilnehmenden völlige Flexibilität, sich zwischen Präsenz-, Online- und asynchroner (Stream-)Vorlesung zu entscheiden und somit den für den individuellen Bedarf optimalen Mix selbst zu bestimmen.

Herr Professor Krings, Ihr Studiengang ist seit über 25 Jahren klassisch als Präsenzstudium organisiert und gehört damit zu den etabliertesten Weiterbildungsprogrammen in diesem Fachbereich in der Schweiz. Nun planen Sie zusätzlich einen Onlinestudiengang mit gestreamten und asynchronen Vorlesungen. Warum dieser Schritt? Wir sehen seit einigen Jahren eine deutliche Veränderung bei unseren Teilnehmenden. Die allermeisten haben ein Arbeitspensum von 100 Prozent, wohnen nicht in unmittelbarer Nähe der Hochschule und haben zusätzlich noch familiäre Verpflichtungen. Ein reines Präsenzformat schliesst diese Klientel oft aus. Mit einem parallelen Online- und asynchronen Studiengang können wir dieser Zielgruppe einen flexibleren Zugang zum Studium ermöglichen, ohne auf akademische Qualität zu verzichten. Als moderner Weiterbildungsanbieter müssen wir dort Bildung anbieten, wo Menschen leben und arbeiten – nicht nur dort, wo der Hörsaal steht. Weiterbildung muss sich der realen Lebenssituation der Teilnehmenden anpassen und nicht umgekehrt!
Bedeutet eine Angebotsausweitung nicht noch mehr Konkurrenz mit anderen Hochschulen auf dem ohnehin schon gesättigten Weiterbildungsmarkt?
Der Weiterbildungsmarkt wird ohnehin internationaler, digitaler und privatwirtschaftlicher. Besonders bei «Mainstream»-Themen wie Finanzmanagement und Controlling kommen in den letzten Jahren immer mehr Anbieter mit zum Teil konkurrenzlos günstigen Preismodellen auf den schweizerischen Markt. Auch wenn wieder viele verschwinden und sich im hiesigen Markt bislang Kostenführerschaft in der Weiterbildung noch nicht behauptet hat, stellt sich für uns als einer der bisherigen «Platzhirsche» die Frage, wie gut und wie schnell wir uns auf die neuen Bedürfnisse unserer Teilnehmenden einstellen. Zudem müssen wir uns ganz eindeutig von «Günstig-Anbietern» durch unser Leistungsangebot abgrenzen: kleine Klassen, persönliche Betreuung und erfahrene praxisorientierte Dozierende. Kritikerinnen und Kritiker sagen oft, ein Onlinestudium sei qualitativ weniger hochwertig als Präsenzlehre. Wie begegnen Sie diesem Argument?
Qualität hängt nicht vom Format ab, sondern vom didaktischen Konzept und von persönlichen Präferenzen. Zunächst muss man sagen, dass wir keine hybriden Vorlesungen durchführen, also Präsenzunterricht, der gleichzeitig online ausgestrahlt oder aufgenommen wird. Zu Coronazeiten war dies eine Notfalllösung und stellt meines Erachtens einen schlechten Kompromiss dar. Meiner Ansicht nach müssen sich die Dozierenden entweder zu 100 Prozent auf die anwesenden Studierenden oder eben zu 100 Prozent auf eine Onlinevorlesung konzentrieren und entsprechend sinnvolle didaktische Konzeptionen anwenden. Weiterhin ist zu sagen, dass unsere Onlinevorlesungen von denselben Dozierenden gehalten werden, welche
auch die Präsenzvorlesungen durchführen. Auch wenn es technisch möglich wäre, Massenvorlesungen durchzuführen, wollen wir die Onlinelehrgangsgrösse mit 10–18 Studierenden bewusst klein halten, damit eine persönliche Betreuung möglich ist.
Darüber hinaus steht es unseren Teilnehmenden jederzeit offen, einzelne Vorlesungen auch in Präsenz in Basel zu besuchen. Somit haben also neuerdings die Studierenden die Wahl, an Vorlesungen in Präsenz vor Ort, online und live oder asynchron teilzunehmen. Was bedeutet «asynchron» in diesem Zusammenhang konkret?
Asynchron bedeutet, dass Studierende nicht zwingend zur gleichen Zeit teilnehmen müssen. Die Vorlesungen werden live gestreamt und gleichzeitig aufgezeichnet und stehen damit dauerhaft zur Verfügung. Studierende können also entweder in Echtzeit teilnehmen oder die Inhalte später abrufen. Wer beispielsweise berufstätig ist, kann die Inhalte abends oder am Wochenende durcharbeiten. Das nenne ich dann mal eine echte Alternative zu Netflixserien (lacht).
Haben Präsenzstudierende durch das neue Angebot Nachteile?
Im Gegenteil. Unsere klassischen Weiterbildungsangebote in Präsenzform bleiben weiterhin unverändert bestehen. Die zusätzlichen digitalen Angebote erweitern die Möglichkeiten für alle. Präsenzstudierende können beispielsweise Vorlesungen erneut anschauen, wenn sie Inhalte vertiefen möchten oder einmal verhindert waren. Wir verstehen das Onlineangebot als Erweiterung, nicht als Ersatz. Studierende können künftig entscheiden, welches Format besser zu ihrer Lebenssituation passt, und am Ende ist es sicherlich wünschenswert, denjenigen Teilnehmenden eine qualitativ hochwertige Weiterbildung zu ermöglichen, die sonst davon aus den angesprochenen Gründen absehen müssten.
Welche Studienform würden Sie empfehlen? Grundsätzlich empfehle ich allen Interessenten immer zuerst die klassische Präsenzform. Ich selber freue mich nach 30 Jahren Dozententätigkeit immer noch auf die spezielle Vorlesungsatmosphäre und die Diskussionen mit und zwischen den Teilnehmenden. Mein Anspruch: «Alles bis auf langweilig» gilt insbesondere für Controlling-Vorlesungen. Am Ende hängt der Entscheid aber immer von den Bedürfnissen und Rahmenbedingungen des einzelnen Teilnehmenden ab. Für junge Eltern oder für diejenigen, die sehr lange Anreisezeiten haben, aber auch für «Digitale Nomaden» spricht vieles für unsere Onlineweiterbildung. Das ist ja auch genau der Grund, warum wir diese anbieten. Wann könnten die ersten Studierenden im neuen Format starten?
Nach dem sehr erfolgreichen Piloten 2025 starten wir im Mai 2026 den CAS Controlling & Accounting und im September 2026 den CAS Controlling & Finance. Ab 2027 wird dann auch der CAS Controlling & Consulting online angeboten, sodass dann das komplette Controlling-Weiterbildungsangebot um den MAS Controlling & Consulting sowohl klassisch als Präsenz- als auch im Onlineformat zur Verfügung steht.
Weitere Informationen unter: fhnw.ch
Suissedigital • Brandreport

Die rund 170 Mitglieder von Suissedigital adressieren mit ihren Angeboten zunehmend auch KMU. Im Vordergrund stehen dabei Dienstleistungen in den Bereichen Konnektivität, Kommunikation und Rechenzentren.

Dank der Digitalisierung können KMU ihre Prozesse effizienter gestalten und potenzielle Kunden leichter erreichen. Voraussetzungen dafür sind eine leistungsfähige Anbindung ans Internet, intelligente Kommunikationslösungen, eine sichere Vernetzung von verschiedenen Unternehmensstandorten und ein
zuverlässiger Kundendienst. All dies bieten die rund 170 lokal tätigen Suissedigital-Mitglieder.
Eigene Rechenzentren vor Ort Einzelne Suissedigital-Mitglieder bieten zudem Dienstleistungen in den Bereichen Colocation und Rechenzentren, von denen KMU profitieren können. Dank Glasfaseranbindung und erstklassigen Sicherheitsmassnahmen wie Brandschutz, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Notstromanlagen und abschliessbaren Racks eignen sich diese Rechenzentren zur Speicherung sensibler Daten.
Onlinetest zur Sensibilisierung für Cybersecurity Mit zunehmender Digitalisierung steigt für die KMU das Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Aus diesem Grund hat Suissedigital unter www.suissedigital.ch einen Onlinetest lanciert, der KMU für das Thema Cybersecurity sensibilisiert.
Mit zunehmender Digitalisierung steigt das Risiko, Opfer von Cyberkriminalität zu werden.
Der Test ermöglicht eine Selbsteinstufung und im Laufe der Zeit einen Vergleich mit anderen KMU.
Informationen und Vernetzung am Suissedigital-Day 2026 Möchten Sie mehr wissen zu den KMU-Angeboten der SuissedigitalMitglieder? Informieren Sie sich bei Ihrem lokalen Kommunikationsunternehmen unter www.suissedigital.ch/kmu oder besuchen Sie den SuissedigitalDay 2026, der am 19. November 2026 im Kursaal in Bern stattfindet. An diesem Anlass treffen sich rund 400 Vertreterinnen und Vertreter von Telekommunikations und IT-Unternehmen mit KMU zu Networking und Austausch. Auf dem Programm stehen spannende Referate zu aktuellen Digitalisierungsthemen.
Weitere Informationen und Anmeldung: info@suissedigital.ch oder Tel. +41 31 328 27 28.
Die Schweiz steht vor einer stillen Zeitenwende, die sich in Übergabeverträgen manifestiert. Während das Vermögen einerseits wächst, wird zugleich immer unklarer, wer künftig dafür Verantwortung trägt.

Europas Bevölkerung altert sichtbar. In der EU stieg das Medianalter der Bevölkerung bis Anfang 2024 auf 44,7 Jahre, und auch in der Schweiz ist der Trend nicht zu übersehen. Rund ein Fünftel der Bevölkerung ist heute 65 Jahre oder älter; der Anteil der Bevölkerung ab 65 Jahren ist damit erstmals grösser als jener, der jünger als 20 Jahre ist.
Die Zahlen sind eindeutig, ihre Konsequenzen werden jedoch oft nicht vollständig erkannt. Fast ein Drittel der Schweizer KMU plant in den kommenden fünf Jahren eine Übergabe des Eigentums. Gleichzeitig stehen Zehntausende Betriebe vor einer Aufgabe, die rasch zur existenziellen Frage werden kann. Für etwa 90 000 Unternehmen muss in den nächsten Jahren die Nachfolge geregelt werden.
Das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft – geprägt von Familienunternehmen – gerät damit unter strukturellen Druck. Rund zwei Drittel der KMU sind familiengeführt, häufig über Generationen hinweg. Doch die Generation der Babyboomer zieht sich zurück, und mit ihr droht nicht nur Kapital verloren zu gehen, sondern auch Wissen, persönliche Netzwerke und unternehmerische Identität. Entsprechend sucht bereits heute ein signifikanter Teil der Unternehmen aktiv nach Nachfolgelösungen.
Die Nachfolge ist dabei weniger ein einmaliges Ereignis als ein Prozess. Studien zeigen, dass dieser oft zu spät begonnen wird und nicht selten von Emotion geleitet ist. Das Festhalten an familiären Erwartungen oder vorgeprägten Wunschlösungen kann jedoch wirtschaftlich riskant sein. Engpässe verhindern
Bei der Nachlass- und Nachfolgeplanung entstehen Engpässe seltener durch fehlendes Kapital
Brandreport • Wicki Partners AG
als durch mangelnde Vorbereitung. Fast die Hälfte der Familienunternehmen gilt als unzureichend vorbereitet auf die Übergabe. Dabei ist die ökonomische Logik eindeutig: Eine frühzeitige Nachlassplanung kann Risiken bei der Übergabe senken und gleichzeitig die Erfolgswahrscheinlichkeit erheblich erhöhen. Dennoch wird sie häufig aufgeschoben – aus Unsicherheit, aus vermeintlicher oder tatsächlicher familiärer Rücksichtnahme oder schlicht aus operativem Druck. Hinzu kommt eine strukturelle Verschiebung. Die familieninterne Nachfolge verliert an Selbstverständlichkeit. Externe Lösungen wie ManagementBuy-outs, Verkäufe oder Beteiligungen gewinnen an Bedeutung, stossen jedoch kulturell oft noch auf Vorbehalte. So entsteht ein paradoxes Bild: Die Schweizer Wirtschaft ist stabil, ihre Eigentümerstruktur wird jedoch zunehmend fragil. Denn die eigentliche Herausforderung ist nicht der Wechsel des Besitzes, sondern die Übergabe von Verantwortung. Privatvermögen im Schatten des Erbrechts Parallel zur Unternehmensnachfolge verschiebt sich auch die Perspektive auf private Vermögen. Die Revision des Schweizer Erbrechts, in Kraft seit 2023, hat die Pflichtteile reduziert und damit die verfügbare Quote erweitert. Was juristisch als Liberalisierung erscheint, erhöht praktisch den Gestaltungsdruck. Denn grössere Freiheit verlangt bewusstere Entscheidungen. Ohne Testament oder Erbvertrag greift weiterhin die gesetzliche Erbfolge – mit den bekannten Konsequenzen: Konkubinatspartner bleiben unberücksichtigt, Vermögen wird fragmentiert.
Die klassische Erbengemeinschaft erweist sich dabei oft als Konfliktgemeinschaft. Insbesondere
bei Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen entstehen Liquiditätsprobleme und Zielkonflikte zwischen Erhalt und Verwertung.
Nachlassplanung wird so zu einer Frage der Strukturierung: Wer soll was erhalten, wann und unter welchen Bedingungen? Die Antwort darauf ist weniger juristisch als strategisch. Denn es geht nicht nur um die Verteilung von Vermögen, sondern um dessen Funktion – um Versorgung, Einfluss und Kontinuität über Generationen hinweg. Wer hier nicht früh entscheidet, überlässt die Ordnung später oft dem Zufall oder dem Gesetz, mit Folgen, die sich kaum mehr korrigieren lassen. Vorsorge als verlängerte Nachlassplanung Die Grenzen zwischen Vorsorge und Nachlass verschwimmen zunehmend. Instrumente wie die Säule 3a, die steuerbegünstigte gebundene private Vorsorge im Schweizer Drei-Säulen-System, dienen längst nicht mehr nur der Altersvorsorge, sondern im Todesfall über die gesetzliche Begünstigtenordnung auch der Vermögensübertragung.
Neue regulatorische Entwicklungen verstärken diesen Trend. Aufgrund einer vom Bundesrat beschlossenen Verordnungsänderung können ab 2026 Beitragslücken in der Säule 3a für Jahre ab 2025 rückwirkend geschlossen werden; diese Einkäufe sind steuerlich abzugsfähig.
Gleichzeitig bleibt die Systematik komplex: Guthaben der Säule 3a fallen im Todesfall nicht in den Nachlass, sondern werden nach einer gesetzlich festgelegten Begünstigtenordnung ausbezahlt. Für Pflichtteils- und Herabsetzungsfragen bleiben sie gleichwohl relevant. Die Trennung zwischen
Vorsorge und Erbe ist damit rechtlich klar, in der Wirkung jedoch eng miteinander verflochten.
Die neue Verantwortungskultur
Was sich in der Schweiz abzeichnet, ist mehr als ein demografischer Effekt. Familienunternehmen bleiben zwar prägend, doch die familieninterne Nachfolge ist kein Selbstläufer mehr. Studien zeigen, dass alternative Nachfolgelösungen häufiger geprüft werden müssen und dass für die nächste Generation nicht allein die Herkunft zählt, sondern insbesondere Eignung, Motivation und die Frage, welche Lösung für Unternehmen und Familie langfristig tragfähig ist.
Diese Entwicklung birgt Chancen. Externe Nachfolgen können Unternehmen stabilisieren, Innovation fördern und Arbeitsplätze sichern. Gleichzeitig erhöht sie den Druck auf Eigentümer, sich frühzeitig und systematisch mit der Zukunft auseinanderzusetzen. Die eigentliche Herausforderung liegt damit weniger im Finden von Nachfolgern als im rechtzeitigen Entscheiden. Wer wartet, riskiert nicht nur Wertverluste, sondern auch den Verlust von Gestaltungsspielraum.
Am Ende bleibt eine nüchterne Erkenntnis: Nachlassplanung, Vorsorge und Unternehmensnachfolge greifen in der Schweiz zunehmend ineinander und bilden ein zusammenhängendes System. Erbrechtliche Gestaltung, Begünstigtenordnungen in der Vorsorge und die Übergabe von Unternehmen lassen sich in vielen Fällen nicht mehr isoliert betrachten. Das verlangt eine Haltung, die in der Schweiz allmählich zur Selbstverständlichkeit wird.
Text Miriam Rauh
Balthasar Wicki ist Rechtsanwalt und Partner bei Wicki Partners AG. Der Fokus seiner Beratungstätigkeit liegt neben der Konfliktlösung vor allem im Gesellschaftsrecht sowie in der Beratung und Unterstützung bei Sanierungen, Unternehmenskrisen und Restrukturierung von Unternehmen.

Balthasar Wicki hat bereits diverse Unternehmen erfolgreich in der Nachlassstundung beraten und nimmt auch die Tätigkeit als Sachwalter im Nachlassverfahren wahr.
Balthasar Wicki, für welche Unternehmen ist die Nachlassstundung geeignet? Grundsätzlich ist die Nachlassstundung für Unternehmen von jeder Grösse geeignet, allerdings braucht es aus praktischen Überlegungen eine gewisse Substanz. Erforderlich ist auch, dass ein Unternehmen einen laufenden Geschäftsbetrieb hat, der zumindest teilweise fortführungsfähig ist und cash-positiv arbeiten kann. Die provisorische Nachlassstundung wird gewährt,
sofern eine Sanierung bzw. Aussicht auf einen Nachlassvertrag nicht aussichtslos erscheinen.
Meist wurden ja bereits Sanierungsund Rettungsversuche unternommen. Warum soll die Sanierung genau in der Nachlassstundung klappen?
Die Nachlassstundung verschafft dem Unternehmen während einer gewissen Zeit Schutz vor ihren Gläubigern, aber den Gläubigern auch Schutz ihrer Interessen. Dies ermöglicht der Schuldnerin, in Ruhe Sanierungsmöglichkeiten zu prüfen und umzusetzen. Und dies mit speziellen Finanzierungsmöglichkeiten (Massendarlehen) und der Möglichkeit zu anfechtungssicheren Transaktionen (z. B. übertragende Sanierungen). Die Nachlassstundung erlaubt dem Unternehmen, den Geschäftsbetrieb unter Aufsicht des Sachwalters fortzusetzen, was Vertrauen wieder aufbauen kann.
Eine Nachlassstundung endet nicht immer erfolgreich. Wieso ist sie dennoch besser, als direkt Konkurs anzumelden? Wird klar, dass eine Sanierung oder ein ordentlicher Nachlassvertrag unrealistisch sind, wird häufig ein Nachlassvertrag mit
Vermögensabtretung angestrebt. Dieser führt zwar wie der Konkurs zur Liquidation der Schuldnerin, dennoch kann damit ein besseres Ergebnis für die Gläubiger angestrebt werden: So können die Vermögenswerte der Schuldnerin geordnet verwertet werden und müssen nicht im Rahmen einer Zwangsverwertung unter Wert veräussert werden.
Gibt es auch Risiken?
Eine Nachlassstundung erzeugt regelmässig signifikante Kosten für rechtliche und betriebswirtschaftliche Beratung, für den Sachwalter etc. Oft sind die Unternehmen auch mit plötzlich steigendem Liquiditätsbedarf konfrontiert, weil Lieferanten auf Vorkasse umstellen. Daher ist der Liquiditätsplanung grosse Aufmerksamkeit zuzuwenden, um nicht plötzlich mit einer illiquiden Masse konfrontiert zu sein.
Welche Chancen bietet die Nachlassstundung für die Gläubiger?
Regelmässig wird vom Nachlassgericht ein/e SachwalterIn eingesetzt. Er steht den Parteien im ganzen Verfahren als Überwacher, Unterstützer, Organisator und Berichterstatter zur
Seite. Dabei hat er dafür zu sorgen, dass die Gläubigerinteressen gewahrt werden, namentlich dass das schuldnerische Vermögen nicht vermindert wird, keine Gläubigerbenachteiligungen entstehen und eine möglichst hohe Nachlassdividende zugunsten der Gläubiger erzielt wird. Im Idealfall gelingt eine Sanierung und die Gläubiger können vollständig befriedigt werden. Aber auch im Falle eines Nachlassvertrages erhalten die Gläubiger eine höhere Nachlassdividende, als dies im Konkurs der Fall wäre.
Weitere Informationen unter: www.wickipartners.ch



INVISION ist die führende Schweizer Adresse, wenn es um individuelle Nachfolgel ösungen sowie Unternehmens - und Wachstumsfinanzierungen geht.
Seit der Gründung im Jahr 1997 haben wir über 70 Unternehmen erfolgreich in der Realisierung ihrer Wachstumspl äne unterst ützt – insbesondere bei Themen der Internationalisierung, der Innovation und Produktentwicklung, der digitalen Transformation von Geschäftsprozessen und der Umsetzung gezielter Zusatzakquisitionen.
Christian Hemmrich Partner
INVISION AG, Grafenaustrasse 7, 6300 Zug







Was Unternehmer über INVISION sagen


Lange Verträge, Bürokratie und Wartezeiten: Der traditionelle Immobilienmarkt kann mit dem modernen Leben kaum Schritt halten. Die Nachfrage nach einfacheren und flexibleren Wohnlösungen wächst europaweit. Eine neue Generation von Wohnkonzepten stellt sich dieser Herausforderung.

Über Jahrzehnte war der Immobilienmarkt von einer klaren Idee geprägt: Stabilität. Lange Verträge, komplexe Abläufe, leere Wohnungen, die erst nach und nach zu einem Zuhause werden. Ein Modell, das zu einer Zeit passte, in der Menschen viele Jahre am selben Ort blieben.
Heute verändert sich das.
Nicht, weil der Immobilienmarkt in der Krise ist, sondern weil sich die Art verändert, wie Menschen in Städten leben. Karrieren sind mobiler, Projekte kürzer, internationale Bewegung nimmt zu und auch Studienwege sind flexibler geworden. All das macht das Leben weniger planbar und deutlich dynamischer. Immer öfter ist eine Stadt nur eine Phase und kein endgültiger Zielort. In diesem Kontext liegt die eigentliche Lücke nicht im Angebot, sondern in der Wohn-Erfahrung.
Eine klare Antwort auf neue Lebensweisen City Pop hat genau diese Lücke geschlossen und macht Wohnen einfach, schnell und flexibel. Die Idee ist klar: alle Hürden beim Ankommen in einer neuen Stadt zu entfernen. Schon vor rund zehn Jahren hat Stefano Artioli, Gründer der Artisa Group und Visionär hinter dem Konzept, diese Entwicklung vorausgesehen: «Die Art, wie Menschen Städte erleben, verändert sich. Mobilität nimmt zu und Erwartungen entwickeln sich weiter. Die Zukunft des Wohnens liegt in Lösungen, die sich an diese Realität anpassen und Qualität, Flexibilität und Einfachheit verbinden.» Keine komplizierten Verträge. Keine Einrichtung von Strom oder Internet. Keine Möbelkäufe. Kein Warten. Nutzende können ihre Wohnung in wenigen Minuten auswählen, buchen und beziehen – komplett digital. Das spart Zeit, Energie und Aufwand. Man kommt mit einem Koffer an und kann sofort anfangen, zu leben. Es geht nicht nur um Komfort. Es ist ein Perspektivenwechsel: weg von «Fläche als Produkt» hin zu «Wohnen als Service».
Die Stadt leben, nicht die Bürokratie verwalten Ein zentraler Punkt des Modells ist genau dieser Fokuswechsel. Im traditionellen System dominieren organisatorische Aufgaben einen grossen Teil der Wohn-Erfahrung: Verträge, Rechnungen, Anbieter, tägliche Verwaltung. Alles rund ums Wohnen – aber nicht das Leben selbst. City Pop dreht das um. Durch die Reduktion der administrativen Aufgaben können sich die Menschen auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Beziehungen, Arbeit und das Leben in der Stadt. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Community. Gemeinschaftsbereiche und das Design der Gebäude fördern bewusst den Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern. Es geht nicht nur darum, einen
Die Art, wie Menschen Städte erleben, verändert sich. Mobilität nimmt zu und Erwartungen entwickeln sich weiter. Die Zukunft des Wohnens liegt in Lösungen, die sich an diese Realität anpassen und Qualität, Flexibilität und Einfachheit verbinden.
– Stefano Artioli, Founder Artisa Group
Schlafplatz zu haben, sondern Teil einer Umgebung zu sein, in der man leicht neue Menschen kennenlernt, Ideen austauscht und Kontakte knüpft.
In einer Welt, in der Menschen immer mobiler sind und Beziehungen oft temporär bleiben, wird dieser Aspekt immer wichtiger. City Pop bietet nicht nur Wohnungen, sondern ein Umfeld, in dem man sich auch für kurze Zeit zugehörig fühlen kann.
Ein hybrides Modell, das den Aufenthalt neu definiert
Die eigentliche Innovation von City Pop liegt in seinem hybriden Ansatz. Einerseits liegt der Fokus auf flexiblem Long Stay – Aufenthalte von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten. Ideal für Berufstätige, Studierende, Relocation oder temporäre Projekte. Andererseits deckt City Pop 2Night auch den Short Stay ab – Aufenthalte ab nur einer Nacht.
Diese Kombination ist mehr als nur eine Produkterweiterung. Sie verändert die Art, wie Aufenthalte in Städten gedacht werden. Es gibt keine klare Trennung mehr zwischen Hotel und Wohnung. Es gibt eine Plattform, die sich an unterschiedliche Bedürfnisse und Aufenthaltsdauern anpasst.
Wie CEO Pawel Gawor erklärt, bedeutet Flexibilität nicht nur die Dauer, sondern die gesamte Erfahrung – von der einfachen Buchung bis zur Möglichkeit, den Aufenthalt jederzeit anzupassen.
Eine wachsende Plattform in Europa
Heute befindet sich dieses Modell in einer starken Wachstumsphase. City Pop betreibt mehr als 3000 Apartments in Europa, mit weiteren
2000 Einheiten in der Pipeline. Das zeigt eine klare und skalierbare Expansionsstrategie.
Wie Alain Artioli, Präsident des Verwaltungsrats der Artisa Group, sagt: «City Pop ist eine strategische Plattform für die Zukunft des urbanen Wohnens. Das Ziel der Artisa Group ist es, dieses Modell weiter auszubauen und in die wichtigsten europäischen Städte zu bringen.»
Die Schweiz ist der Kernmarkt, in dem das Konzept entstanden ist und wo sich der Grossteil der Apartments befindet – in Städten wie Zürich, Genf, Basel, Lausanne, Bern und Lugano.
International ist City Pop bereits in Italien, Deutschland – mit neuen Standorten in Berlin und Frankfurt, darunter ein neu entwickeltes Gebäude mit über 300 Apartments – sowie in Prag aktiv.
Diese Präsenz folgt einer klaren Strategie: Fokus auf wirtschaftlich starke Städte mit hoher Mobilität und wachsender Nachfrage nach flexiblem Wohnen.
Ein starkes Modell auch für Eigentümerinnen und Investoren
Ein wichtiger, oft weniger sichtbarer Aspekt ist der Mehrwert für Eigentümer und Investorinnen. City Pop ist Teil der Artisa Group, einem Schweizer Immobilienunternehmen, das sich auf Investitionen und Entwicklung konzentriert und innovative Konzepte in den Bereichen Wohnen, Hospitality und Mixed Use realisiert. Über seine Plattformen und Marken, darunter City Pop, entwickelt und betreibt die Artisa Group Projekte mit einer langfristigen Vision. In diesem Kontext ist City Pop eine logische Weiterentwicklung dieser
Strategie. Das Modell verbessert die Performance von Immobilien, erhöht die Auslastung und diversifiziert die Einnahmen durch die Kombination von Short und Long Stay. Gleichzeitig reduziert die zentrale und digitale Verwaltung die Komplexität und macht das Modell skalierbar und leicht übertragbar. Es ist also nicht nur eine neue Art zu wohnen, sondern auch eine neue Art, Immobilien zu betreiben und zu entwickeln. Paris: ein wichtiger Schritt in der europäischen Expansion Im Rahmen dieser Entwicklung tritt City Pop nun erstmals in den französischen Markt ein. Die neue Immobilie, in der Nähe von Porte de Versailles – einem der grössten Messe- und Kongresszentren Europas –, wird unter der Marke City Pop 2Night betrieben und bietet 61 Einheiten für flexible Aufenthalte ab einer Nacht. Die Eröffnung am 22. April 2026 ist mehr als nur ein neuer Standort. Sie markiert den Eintritt in einen der wichtigsten und wettbewerbsintensivsten Märkte weltweit. Die Lage entspricht genau der Logik des Modells: gute Anbindung, hohe Mobilität und Nähe zu wichtigen Nachfragefaktoren.
Paris ist damit nicht nur eine neue Stadt, sondern ein entscheidender Schritt für die Skalierung des Konzepts in komplexen urbanen Märkten. Eine neue Definition des Zuhauses Die Idee des Zuhauses verschwindet nicht. Sie verändert sich. Immer mehr Menschen suchen keinen festen Ort, sondern eine Wohnlösung, die Komfort, Einfachheit und Kontinuität bietet – auch für begrenzte Zeit. Modelle wie City Pop stehen genau für diesen Wandel: Sie machen aus Raum einen Service und passen sich dem Leben der Menschen an, statt es zu begrenzen. Die Zukunft des urbanen Wohnens wird nicht nur davon abhängen, wo Menschen leben, sondern wie einfach sie es tun können. Und wie sehr uns ein Ort das Gefühl gibt, zu Hause zu sein – auch wenn es nur für eine gewisse Zeit ist. Weitere Informationen unter: citypop.com

RA Douglas Hornung Gründer von onlinescheidung.ch
Die «Methode des betreibungsrechtlichen Existenzminimums mit Überschussverteilung» wurde vom Bundesgericht in seinem Grundsatzentscheid vom 11. November 2020 (BGE 147 III 265) festgelegt. Sie wird auf der Website im Detail beschrieben.
Diese Methode ersetzt die Zürcher Kinderkostentabellen, auf die sich die Gerichte bis dahin stützten. Trotz des Anscheins, dass die Berechnungen teils bis auf den Rappen genau erfolgen, ist die Methode weder objektiv noch neutral. Sie wird zunehmend kritisiert, weil sie rasch an ihre Grenzen stösst. Das gilt insbesondere für die Bestimmung der Steuerlast, einer der wichtigsten Posten innerhalb eines Budgets. Diese wird häufig eher geschätzt als konkret berechnet, zumal nur wenige Deutschschweizer Gerichte über eine Software verfügen, mit der sich Steuern präzise ermitteln lassen.
Hinzu kommt, dass die Methode dem Gericht einen sehr weiten Ermessensspielraum belässt. Dadurch fallen die Ergebnisse selbst bei sehr ähnlichen Fällen teils deutlich unterschiedlich aus. Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit sind damit kaum mehr gewährleistet. Von der Komplexität der Berechnungen profitiert dagegen vor allem die Anwaltschaft.
Der Elternteil, der das Kind nicht betreut, ist verpflichtet, sich mit einem Unterhaltsbeitrag an
Obwohl das Bundesgericht eine Methode zur Bestimmung der Unterhaltsbeiträge festgelegt hat, ist die Situation damit noch keineswegs zufriedenstellend gelöst.
den Kosten des Kindes zu beteiligen, sofern er dazu finanziell in der Lage ist. Voraussetzung ist, dass er alle Anstrengungen unternimmt, die von einem verantwortungsvollen Elternteil erwartet werden können, um sein Existenzminimum zu decken und ein ausreichendes Einkommen zur Erfüllung seiner Verpflichtungen zu erzielen. Deckt dieser Elternteil gerade sein Existenzminimum, entspricht der kleine verbleibende Spielraum dem Betrag des möglichen Unterhaltsbeitrags.
Deckt der nicht betreuende Elternteil sein Existenzminimum hingegen deutlich, kann der Kindesunterhalt in einer guten Grössenordnung festgelegt werden. Als Richtwert gelten 17 Prozent des Netto einkommens bei einem Kind, 27 Prozent bei zwei Kindern und 33 Prozent bei drei Kindern, jeweils ohne Familienzulagen. Darüber hinaus handelt es sich um die Ausübung der vom Bundesgericht anerkannten Familienautonomie. Diese erlaubt es, gemeinsam einen gebührenden Unterhalt für das Kind festzulegen und dabei alle besonderen Umstände zu berücksichtigen. So kann etwa auf einen Unterhaltsbeitrag verzichtet werden, wenn ein Elternteil finanziell stark belastet ist, während der andere über komfortable Einkünfte verfügt. Bei alternierender Obhut empfiehlt es sich, diese Prozentsätze auf die Lohndifferenz anzuwenden. Entscheidend sind nicht kleinteilige Berechnungen, sondern das Kindeswohl. Dieses besteht darin, dass sichergestellt ist, dass die Bedürfnisse des Kindes gedeckt sind – unabhängig davon, ob dies durch den einen oder den anderen Elternteil erfolgt und in welchem Verhältnis. Auf dieser Grundlage wird vorgeschlagen, die Höhe des Kindesunterhalts festzulegen. In 18 Jahren des Bestehens der Website hat bislang kein Gericht die auf dieser Basis präsentierten Vereinbarungen abgeändert oder aufgehoben.
Unterschiedliche Unterhaltsbeiträge je nach Alter Entsprechend steigen die Unterhaltsbeiträge meist mit dem Alter des Kindes. Dabei werden verschiedene Altersstufen unterschieden: bis sechs Jahre, bis zwölf Jahre, bis 15 Jahre und bis zur Volljährigkeit. Unter Umständen wird der Unterhalt auch darüber hinaus geschuldet, wenn das Kind eine weiterführende Ausbildung absolviert, grundsätzlich jedoch höchstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr. Die auf der Website verfügbaren Tools ermöglichen es, Unterhaltsbeiträge vorzusehen, die sich dem Alter des Kindes entsprechend erhöhen.
Unterhalt für volljährige Kinder Im Rahmen einer Scheidung können die Parteien vereinbaren – oder das Gericht kann anordnen –, dass der Unterhaltsbeitrag über die Volljährigkeit hinaus geschuldet bleibt, sofern das Kind eine ernsthafte Ausbildung oder ein Studium absolviert. Das Bundesgericht hat kürzlich festgehalten, dass dies die Regel sein sollte, selbst wenn das Kind zum Zeitpunkt der Scheidung noch sehr jung ist (5A_907/2025, das Kind war fünf Jahre alt).
Diese Auffassung wird nicht geteilt. Zum einen bleibt dabei unberücksichtigt, dass der Unterhalt für ein volljähriges Kind für den zahlenden Elternteil steuerlich nicht mehr abzugsfähig ist, was die finanzielle Belastung erhöht. Zum anderen deckt dieser Unterhalt nur die Bedürfnisse im Zusammenhang mit Ausbildung und Studium ab, nicht jedoch sämtliche Bedürfnisse eines minderjährigen Kindes. Hinzu kommt, dass sich der Unterhalt für ein volljähriges Kind nach den wirtschaftlichen Verhältnissen beider Eltern richtet und nicht nach der Betreuungsregelung. Darüber hinaus kann von einem volljährigen Kind erwartet werden, dass es zumindest in einem
gewissen Umfang arbeitet, um zur Deckung seiner Bedürfnisse beizutragen – selbst wenn es nur wenige Stunden pro Woche sind.
Schliesslich verändern sich finanzielle Verhältnisse im Lauf der Zeit oft erheblich. Ein Unterhaltsbetrag, der für ein kleines Kind festgelegt wird, muss bei Erreichen der Volljährigkeit dessen tatsächlichem Bedarf deshalb längst nicht mehr entsprechen. Bereits heute über die Höhe eines Unterhaltsbeitrags zu entscheiden, der unter Umständen erst 13 Jahre später mit Eintritt der Volljährigkeit geschuldet sein wird, kommt daher eher einer spekulativen Schätzung gleich als einer wirklich gerechten und ausgewogenen Entscheidung.
Unterhalt volljähriges Kind
Kindesunterhalt
100% Erfolg seit 2007
Baeriswyl Beratungen GmbH • Brandreport
Die Pensionierung gehört zu den grössten Einschnitten im Leben. Wer zu spät plant, verliert Spielraum und riskiert Fehlentscheide. Umso wichtiger ist eine strukturierte Vorbereitung, die Zusammenhänge sichtbar macht und Optionen klar bewertet. Über typische Irrtümer und entscheidende Weichenstellungen spricht der unabhängige Finanz- und Vorsorgeberater Nicolas Baeriswyl.

Nicolas Baeriswyl Geschäftsführer & Inhaber
Herr Baeriswyl, viele Menschen schieben das Thema Pensionierung lange vor sich her. Worin liegt das zentrale Risiko?
Weil die Pensionierung für viele Menschen eine der grössten finanziellen und persönlichen Veränderungen im Leben ist. Trotzdem wird sie oft erst kurz vor dem Rücktritt konkret thematisiert. Dann ist der Handlungsspielraum meist deutlich kleiner. Wer früh plant, kann Steuern optimieren, Einkommenslücken erkennen, Vorsorgegelder gezielt einsetzen und auch emotional besser in den neuen Lebensabschnitt starten. Meine Erfahrung aus fast 20 Jahren Beratung zeigt: Erst wenn man weiss, was auf einen zukommt, kann man der Pensionierung mit Vertrauen entgegensehen, unabhängig davon, wie die Zahlen letztlich aussehen. Was ist aus Ihrer Sicht der grösste Irrtum rund um die Pensionierungsplanung? Viele glauben, es gehe nur darum zu wissen, wie hoch AHV- und Pensionskassenrenten ausfallen oder ob man Rente oder Kapital bezieht. Das ist zu kurz gedacht. Eine gute Pensionierungsplanung beantwortet viel mehr Fragen: Reicht mein Vermögen langfristig, wann muss welche Liquidität vorhanden sein (zum Beispiel Amortisation), was passiert bei einem vorzeitigen Rücktritt (etwa AHV-NE-Beiträge), ist Kapital oder Rente sinnvoll, wie entwickeln sich Steuern und Liquidität? Wann übergebe ich meine Liegenschaft? Erst das Gesamtbild zeigt, was wirklich möglich ist und worauf man lieber verzichten sollte.
Es geht nicht darum, schnell eine Lösung zu verkaufen, sondern Transparenz zu schaffen.
– Nicolas Baeriswyl, Geschäftsführer & Inhaber
Ab welchem Zeitpunkt wird eine strukturierte Pensionierungsplanung aus Ihrer Erfahrung entscheidend?
Idealerweise zehn bis zwanzig Jahre vor der Pensionierung. Spätestens aber ab 55 sollte man das Thema strukturiert angehen. Gerade in dieser Phase lassen sich wichtige Weichen noch stellen. Einkäufe in die Pensionskasse, Bezug der Vorsorgegelder, bei Hypotheken oder bei der Frage, ob ein gleitender Übergang in die Pension sinnvoll ist. Wenn jemand weiss, dass man beispielsweise CHF 50 000 ansparen muss, um sein Ziel zu erreichen, ist dies über zehn Jahre wesentlich realistischer umzusetzen als nur in zwei Jahren. Grundsätzlich wehre ich mich aber dagegen fixe Altersgrenzen zu setzen. Vorsorge ist ein Thema, das schon junge Erwachsene beschäftigen darf und soll!
Welche Aspekte werden in der Praxis am häufigsten unterschätzt?
Vor allem die Steuerfolgen, die Einkommensveränderung nach der Erwerbsphase und die langfristige Tragbarkeit des gewohnten Lebensstandards. Auch Teilzeitpensen, die gerade bei Frauen häufig vorkommen, haben oft einen erheblichen Einfluss auf die Möglichkeiten, die sich vor der Pension anbieten. Thema Pensionskasseneinkäufe, als Beispiel. Auch
unterschätzt wird, dass Fehlentscheide oft kaum mehr korrigierbar sind. Wer sich beispielsweise für einen Kapitalbezug entscheidet, trifft einen definitiven Entscheid. Deshalb sollte man nicht nur Produkte anschauen, sondern Szenarien sauber vergleichen und erst dann Entscheidungen treffen. Wenn die Szenarien sauber gerechnet sind, entscheidet am Ende auch der Bauch mit. Und das ist durchaus legitim. Letztlich lässt sich nicht alles rein mathematisch oder finanztechnisch beantworten. Kapital verwalten zu müssen, ist nicht für alle! Wo beobachten Sie besonders oft Fehlentscheide mit langfristigen Folgen? Viele Menschen treffen unumkehrbare Entscheide, ohne die Auswirkungen wirklich fundiert durchgerechnet zu haben. Das betrifft insbesondere Kapitalbezüge, Frühpensionierungen oder grössere Umstrukturierungen bei Vermögen und Immobilien. Häufig verlassen sie sich auf Produkte oder auf Annahmen aus einer Momentaufnahme oder gar auf Rat aus dem Umfeld. Es gibt keine allgemeingültige Regel. Jede Situation ist anders und muss separat betrachtet werden. Oft liegt das Problem allerdings nicht nur bei der Kundschaft, sondern in einer ungenügenden Beratung respektive produktgetriebenen Beratung. Trotzdem gilt: Unwissenheit schützt nicht vor Schaden.
Der Vorsorgeausweis gilt für viele als zentrale Orientierung. Weshalb reicht er allein nicht aus? Weil der Vorsorgeausweis nur ein Teil des Bildes zeigt. Die eigentliche Herausforderung beginnt dort, wo verschiedene Bereiche zusammenspielen, also AHV, Pensionskasse, Säule 3a, Vermögen, Steuern und Lebenshaltungskosten. Die Kunst liegt darin, daraus eine tragfähige Strategie zu entwickeln, welche mit den Erwartungen des Kunden übereinstimmt. Was unterscheidet Ihre Beratung konkret von klassischen, produktgetriebenen Ansätzen? Ich lege grossen Wert auf eine unabhängige, verständliche Gesamtanalyse. Es geht nicht darum, schnell eine Lösung zu verkaufen, sondern Transparenz zu schaffen. Meine Kundinnen und Kunden sollen erkennen, wo sie stehen, welche Optionen bestehen und welche Konsequenzen einzelne Entscheide haben. Gerade vor der Pensionierung braucht es keine Verkaufsrhetorik, sondern Klarheit, Erfahrung und saubere Planung. Dabei verbinde ich Zahlen mit den persönlichen Zielen der Kundschaft. Entscheidend ist, gut zuzuhören. Mein Ziel ist, dass Menschen ihrer Pensionierung mit mehr Ruhe und Sicherheit entgegensehen. Wer seine Zahlen kennt und einen klaren Plan hat, trifft bessere Entscheidungen. Weitere Informationen unter: baeriswylberatungen.ch


Ähnlich wie in den 1970er-Jahren rückt Gold in einer Welt, in der die Staatsverschuldung aus dem Ruder läuft, geopolitische Krisen zunehmen und die Inflation in den Industrieländern zurückkehrt, wieder ins Zentrum von Strategien zum Vermögensschutz. Das Edelmetall etabliert sich erneut als unverzichtbarer monetärer und finanzieller Vermögenswert – weit über seine Rolle als blosser sicherer Hafen hinaus.

CEO/CIO Portfolio Manager

Warum Gold wieder ins Zentrum rückt Seit 1971 und dem Ende des Goldstandards – also jenes Systems, das den Umtausch von Dollar in Gold zu einem festen Kurs ermöglichte – beruhen die Weltwährungen ausschliesslich auf dem Vertrauen, das Bürgerinnen und Bürger sowie die Märkte den Zentralbanken und Regierungen entgegenbringen. Dieses Vertrauen ist nach Jahrzehnten der Stabilität inzwischen erschüttert. Die Ursache für dieses Misstrauen liegt in den strukturellen Fehlentwicklungen der öffentlichen Finanzen und in der Explosion der Staatsschulden. In den USA, in Japan und in Europa geben Regierungen seit Jahrzehnten deutlich mehr aus, als sie sich leisten können, und häufen dabei gewaltige Schuldenberge an. Damit die Schuldenlast tragbar bleibt, befinden sich die Zentralbanken in einer heiklen Lage: Sie können die Zinsen nicht beliebig anheben, ohne das Risiko neuer Haushaltskrisen zu erhöhen. In der Praxis kann das dazu führen, dass Inflation nicht nur toleriert, sondern indirekt sogar begünstigt wird, weil sie die reale Schuldenlast verringert.
Einfach gesagt: Bei einer Inflation von drei Prozent pro Jahr ist eine Schuld von 100 ein Jahr später in Kaufkraft gerechnet nur noch 97 wert. Der Staat bereichert sich stillschweigend zulasten der Sparerinnen und Sparer.
Vor diesem Hintergrund verzeichnete Gold im Jahr 2025 eine spektakuläre Entwicklung:
Gold ist das Barometer des Vertrauens der Menschen in die Gesellschaft und ihre Eliten.
plus 64 Prozent im Jahresverlauf und nahezu 50 aufeinanderfolgende Rekordstände. Diese Bewegung lässt sich weder durch Panik noch durch ein isoliertes Ereignis erklären. Sie spiegelt vielmehr eine bewusste Entscheidung vieler grosser Akteure wider – darunter Zentralbanken, Staatsfonds und vermögende Privatpersonen –, sich schrittweise von Staatsanleihen zu lösen und verstärkt auf Vermögenswerte zu setzen, die sich nicht beliebig vermehren lassen.
Bereits das dritte Jahr in Folge kauften Zentralbanken weltweit mehr als 1000 Tonnen Gold – das entspricht beim aktuellen Unzenpreis einem Gegenwert von fast 130 Milliarden Franken. China, Indien und die Türkei diversifizieren ihre Reserven und verringern damit ihre Abhängigkeit von US-Staatsanleihen. Gleichzeitig hat die Wiedereinführung von Zöllen in den USA die Sorge vor einem fragmentierten Welthandel und importierter Inflation neu entfacht. In diesem Umfeld erscheint Gold weniger als spekulative Wette, sondern vielmehr als Absicherung gegen einen Vertrauensverlust im Währungssystem. Gold im Portfolio: eine einzigartige Rolle Diversifikation ist das Grundprinzip jeder vorsichtigen Vermögensverwaltung: Wer nicht alle Eier in denselben Korb legt, reduziert das Gesamtrisiko. Wirklich wirksam ist Diversifikation allerdings nur dann, wenn nicht sämtliche Vermögenswerte in einer Krise gleichzeitig einbrechen. Genau hier zeigt Gold seine besonderen Qualitäten.
Historisch gesehen tendiert Gold dazu, zuzulegen oder sich zumindest zu stabilisieren, wenn die Aktienmärkte kollabieren. Während der Finanzkrise von 2008, der Pandemie 2020 oder der Bankenturbulenzen von 2023 erfüllte Gold seine Rolle als Puffer. Technisch gesprochen weist Gold in Stressphasen eine geringe oder sogar negative Korrelation zu Aktien und Obligationen auf. Konkret bedeutet das: Wenn alles fällt, hält Gold stand.
Antifragilität: mehr als bloss Widerstandskraft Es gibt ein hilfreiches Konzept, um zu verstehen, was Gold einem Portfolio bringt: Antifragilität. Geprägt wurde der Begriff vom Denker und Statistiker Nassim Taleb. Er bezeichnet damit die Eigenschaft eines Systems oder eines Objekts, nicht nur Schocks zu überstehen, sondern gestärkt daraus hervorzugehen – ähnlich wie der menschliche Körper, der durch Belastung und Anstrengung stärker wird.
Gold verfügt über diese seltene Eigenschaft: Anders als eine Aktie oder eine Obligation hängt es weder von einem Unternehmen noch von einem Staat noch von einem Rückzahlungsversprechen ab. Sein innerer Wert kann weder durch eine Insolvenz noch durch einen politischen Entscheid ausgelöscht werden. Gerade in Phasen der Unsicherheit, des Vertrauensverlustes oder geldpolitischer Unordnung entfaltet Gold seine Stärke besonders deutlich.
Wer in Gold investieren möchte, sollte einen zentralen Unterschied kennen: jenen zwischen physisch allokiertem Gold – also Barren oder Münzen, die der Anlegerin oder dem Anleger tatsächlich gehören und in deren oder dessen Namen gelagert werden – und sogenanntem Papiergold, also Finanzkontrakten oder Fonds, die den Goldpreis abbilden, ohne das Metall zwingend physisch zu halten. In Phasen starker Spannungen an den physischen Märkten können diese beiden Formen des Goldengagements deutlich auseinanderdriften.
NCM, ein aktiver Ansatz im Management von Edelmetallen Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium bilden eine eigenständige Anlageklasse. Wie bei Aktien oder Immobilien ist auch hier eine passive Bewirtschaftung möglich, indem Gold einfach gekauft und gehalten wird, oder ein aktiver Ansatz, bei dem Renditen optimiert und Risiken durch dynamisches Management gesteuert werden sollen.
Bei Noble Capital Management wurde über mehr als zehn Jahre hinweg ein aktiver Ansatz entwickelt, der durch rigoroses und diversifiziertes Management Wert über die reine Haltung des Metalls hinaus schaffen konnte. Konkret basiert dieser Ansatz auf einer Kernallokation in physisches Gold, das als stabiler Anker der Strategie dient. Ergänzt wird diese Position durch Engagements in anderen Edelmetallen wie Silber oder Platin, deren Renditeprofile in Phasen wirtschaftlicher Erholung dynamischer ausfallen können.
Das Risikomanagement nimmt in diesem Ansatz eine zentrale Rolle ein. Finanzinstrumente wie Optionen kommen zum Einsatz, um das Kapital in Phasen übermässiger Preissteigerungen zu schützen – also in sogenannten parabolischen Marktphasen, denen mitunter heftige Korrekturen folgen können. Ziel ist nicht die kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern der Aufbau einer langfristig stabilen Performance, bei gleichzeitiger Vermeidung grösserer Verluste.
Ein günstiges Umfeld für die kommenden Jahre
In einem Umfeld, in dem die Geldpolitik durch historisch hohe Verschuldung eingeschränkt bleibt, die Nachfrage der Zentralbanken robust ist und die Spannungen auf der physischen Angebotsseite anhalten, scheinen die strukturellen Voraussetzungen gegeben, damit Edelmetalle weiterhin eine strategische Rolle in Portfolios spielen. Nicht als kurzfristige Spekulation, sondern als überzeugte strategische Allokation mit mittel- und langfristigem Horizont. Weitere Informationen unter: ncmsa.ch




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