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DA S KINOMAGAZ IN SE PTE M BE R 2013 € 1,45

▶l Forward Fame Film Fashion Fun

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NIKI LAUDA FÄHRT MARK WAHLBERG KNALLT SIMON PEGG FETZT

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ÖSTERREICHWEIT! Gib Gas: SKIP & Bank Austria laden zu Rush – Alles für den Sieg!

Daniel Brühl als Niki Nazionale in RUSH – ALLES FÜR DEN SIEG & im SKIP-Interview P.b.b. Verlagspostamt A-1050 Wien, GZ 09Z038017M


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▶l Inhalt september 2013 coverfoto: Constantin

028 rush – alles fÜr den sieg Vor dem start ists leben hart.

▶l Fame Forward 010 anna faris

durch die blume

012 sTars miT ohren

hunde, herrchen, fledermäuSe

014 KaTee sacKhoff battleStargirl

▶l Fashion Forward 018 daniel craig

bond StinKt nicht

020 herzerl sehen

die SchönSten deKolletéS der StarS

022 schoTTenhoT

gar nicht KleinKariert: StarS in tartan-muStern

024 helge schneider

00 Schneider nachgeStlyt : daS ultimative Style-icon

▶l Aktionen 008 Kino-Überraschung:

mit SKiP & ferrero zum SParPreiS inS Kino gehen!

016 Kino-Tour:

chillen mit SKiP & iKea!

026 Kino-rasur:

SKiP & WilKinSon Suchen teSter für den neuen hydra 5.

036 Kino-einladung von sKiP & banK ausTria:

1000 ticKetS für ruSh – alleS für den Sieg öSterreichWeit zu geWinnen!

100 Kino fÜr zu hause:

mit SKy die beSten filme Sehen – alS erSter und in hd!

106 Kino-TraumPreis:

mit SKiP & SKy die reiSe zu den golden globeS in loS angeleS geWinnen!

Das nächste sKIP erscheInt am 11. OKtOber 2013

081 hey, big sPender anna Friel in the look of love foto: Filmladen

sKiP sePTember

003


▶l Inhalt September 2013 ▶l Film Forward

Filme A–Z

074 084 084 083 038 090 070 065 064 079 069 066 086 064 060 050 062 028 075 078 085 081 054 073 072 040

2 guns alles eine frage der zeit alphabet blutgletscher camille – verliebt nochmal! carnival of souls – horrorfilme 1918-1966 da geht noch Was! der geschmack von apfelkernen der schaum der tage frances ha gravity joe dante retrospektive keinohrhase und zWeiohrküken aussichtslos: riddick und die kopfgeldjäger lost place metallica – through the never mr. morgan’s last love one direction: this is us paranoia – riskantes spiel population boom prakti.com prisoners r.e.d. 2 riddick – überleben ist seine rache rush – alles für den sieg schWerelos: fassungslos: sein letztes rennen clooney und bullock im all simon pegg und die roboter-aliens spieltrieb talea 077 denis podalydès the look of love lessons of love Das SKIP-Team the World’s end 080 anna friel, imogen poots & herausgeber: michael Ginalis, Josef hruby tamsin egerton turbo – kleine schnecke, ChefreDaktion: Kurt Zechner porn stars grosser traum stv. ChefreDaktion: Gini brenner, Andrea mühlwisch 082 greta gerWig Chef voM Dienst: Dina maestrelli v8 – du Willst der beste sein neW york stories reDaktion: Gini brenner (Gb), Klaus hübner (Kh), Dina White house doWn maestrelli (Dm), magdalena miedl (mm), Christoph prenner 087 Werner boote

062

038

kurz vorM platzen

Interviews & Stories

089 erWin Wagenhofer Die bilDungsWüste lebt

032 niki lauda & peter morgan Drive My Car

034 daniel brühl

Daniel Düsentrieb

042 maggie gyllenhaal Maggie Mag Man eben

044 roland emmerich taking siDes

048 mark Wahlberg &

denzel Washington sCharf gesChossen

053 rachel mcadams Carpe DieM

056 simon pegg WiDerstanD!

059 marvin kren

▶l Fun Forward 094 bikinigirls mit scharfen Waffen

spring breakers: Der partyfilM Des Jahres

096 back to paradise

ulriCh seiDls paraDies-trilogie: 3x auf DvD zu geWinnen!

098 schau dir das an

neues unD gutes fürs heiMkino

102 fun factory

aktuelle gaMes für pC unD konsole

104 skip-premiere

blut ist iM bergsChuh

068 one direction

live While We’re young

004

skip september

006 alle filmstarts auf einen blick

054

(Cp), Julia pühringer (Jp), David rams (Dr), bertram thaller (bt), Kurt Zechner (KZ) art-DireCtor: michael Grill stv. art-DireCtor & art-DireCtor proMotions: ronnie Feichtinger grafik (fashion): bettina lasser proDuktionsleitung: thomas Antwi korrektur: Uwe bubik fotoreDaktion: Andrea mühlwisch fotos: Andrea mühlwisch, Filmverleiher, bildagenturen Marketing: michael Ginalis event-Marketing: Walter Schreier anzeigenleitung: Oliver Dvorsky key aCCount: paul ranefeld, Sebastian Fradinger, monica rütgen anzeigenverWaltung & finanzen: Andrea permoser gesChäftsführung: michael Ginalis MeDieninhaber: SKip media Gmbh, Grohgasse 5-7/1, 1050 Wien, tel: 01/545 24 00 reDaktionsaDresse: Grohgasse 5-7/1, 1050 Wien e-Mail: office@skip.at, feedback@skip.at DruCkvorstufe: GraphicCooperation – rudolf huber, bergsiedlung 139, 2571 Altenmarkt an der triesting DruCkerei: infopress Group, Nádas u. 6., 2600 vác, Ungarn hoMepage: www.skip.at

fotos: Filmverleiher

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▶l Filmstarts übersicht ▶l Fr 06. September

Population Boom Werner Boote zum Thema Überbevölkerung.>086

12. 09.

Jurassic Park Steven Spielbergs Film-Fossil ist zurück – in 3D.

Lost Place 3D-Grusel im nicht so verlassenen Wald ...>065

Die 727 Tage ohne Karamo – Ein Liebesfilm gegen das Gesetz Doku über binationale Paare in Österreich.

An Ihrer Stelle – Fill the Void Ehe-Drama rund um ultra-orthodoxe Juden. Mr. Morgan’s Last love Tragikomödie mit Michael Caine.

>040

Fragments of Kubelka Doku über Avantgarde-Filmer Peter Kubelka.

Hello! How Are You? Erfrischende rumänische Liebeskomödie.

R.E.D. 2

▶l Do 26. September

Robert Tarantino – Rebel Without a Crew Ein Trash-Filmemacher bei der Arbeit. Drei Stunden Sind 3 Stunden genug Zeit für die große Liebe?

Prakti.com Komödie um ein Praktikum bei Google. >064

13. 09.

▶l Fr 27. September

Bedrohung im Schatten Französisches Krimi-Drama.

▶l Do 12. September R.E.D. 2 Explosiver Unruhestand mit Bruce Willis. >050 One Direction Justin Bieber mal fünf, oder so.

>069

Talea Einfühlsames Mutter-Tochter-Drama.

>085

Da geht noch was Henry Hübchen als mürrischer Opa.

>074

03. 10.

Rush – Alles für den Sieg

▶l Do 03. Oktober

▶l Fr 04. Oktober Gravity Clooney und Bullock lost in space. 

>062

The Look of Love Biopic der Porno-Legende Paul Raymond. >081

>038

Turbo – Kleine Schnecke, groSSer Traum Eine Schnecke will Indy 500 gewinnen! >073 Der Geschmack von Apfelkernen Drei Generationen starker Frauen ... >084

Paranoia – Riskantes Spiel Trust no one: Thriller mit Starbesetzung. >066

SKIP September

Fahrtwind – Aufzeichnungen einer Reisenden Ein Film vom Unterwegssein auf der Donau.

Rush – Alles für den Sieg Formel-1-Drama mit Daniel Brühl. >028/Cover

▶l Fr 20. September

006

Harmony Lessons Drama um Gewalt und Ausgrenzung.

Welcome to the Machine Doku über die Mechanismen des Musik-Biz.

▶l Do 19. September Riddick – Überleben ist seine Rache Vin Diesel ist zurück als Riddick.

>058

La Maison de la radio On air: Ein Haus voller Radio-Macher.

Frances Ha Das Porträt einer ungewöhnlichen Frau. >083 Die Alpen – Unsere Berge von oben Der Gebirgszug aus der Vogelperspektive.

Blutgletscher Monster-Horror made in Austria.

Keinohrhase und Zweiohrküken Herzig: animiertes Kinoabenteuer. >070

▶l Fr 13. September >054

>046

V8 – Du willst der Beste sein Wie Die Wilden Kerle, nur mit Rennfahren.>072

The World’s End

The World’s End Simon Pegg und die Roboter-Aliens.

2 Guns Kugelsicher: Washington & Wahlberg.

04. 10. Gravity

Camille – verliebt nochmal! Liebesglück im zweiten Anlauf?

>076

fotos: filmverleiher

White House Down Roland Emmerich rocks the house.


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Alle genannten terminangaben ohne gewähr!

Metallica Through the Never Surreales Band-Abenteuer. >064 Der Schaum der Tage Fantastisch-verträumtes Liebesdrama.

▶l Bonus

>084

Soldate Jeannette Zwei Frauen drehen den Spieß um. First Position Doku über die wahren Dancing Stars.

04. 10.

Turbo – kleine schnecke, grosser traum

▶l Fr 11. Oktober

11. 10.

Sein letztes Rennen Didi Hallervorden: dem Alter davonlaufen.>075

Carnival of Souls – Horrorfilme 1918-1966 Filmmuseum, Wien, läuft noch bis 17. Oktober 2013

>091

My Sound of Music Das Kino, Salzburg, 12. bis 15. September 2013

/slash Filmfestival Filmcasino, Wien, 19. bis 29. September 2013 Buddhistische Filmwoche Wien, De France, 20. bis 26. September 2013

Spieltrieb Eine Beziehung mit gefährlichen Folgen ...>078

Retrospektive Joe Dante Filmmuseum, Wien, 27. September bis 13. Oktober 2013

Der Kongress Robin Wright, diesmal komplett digitalisiert. Omsch Eine Freundschaft, die 50 Jahre überbrückt.

>052

LET’S CEE Wien, 13. bis 21. September 2013

Prisoners Jackman, Gyllenhaal und die Selbstjustiz. >060 Alphabet Erwin Wagenhofers Doku über Bildung. >088

alles eine Frage der Zeit läuft ab 18. Oktober 2013 

Prisoners

>090

12. Innsbrucker Naturfilmtage Leokino, Innsbruck, 15. bis 18. Oktober 2013

12. 08.

Gelungener Start ins Arbeitsleben

Nähen, Malen, Designen –

das liegt Jenny Hemetsberger. Da sie aus familiären Gründen ihre Ausbildung an der Modeschule in Ebensee nicht fortsetzen konnte, wandte sie sich an die Jugendberatung des AMS in Zell am See. Gemeinsam mit ihrer Mutter und der AMS-Beraterin Brigitta Aigner machte sie sich auf die Suche nach neuen Möglichkeiten und nützte dazu auch den zweimonatigen Berufsorientierungskurs des AMS bei ibis acam. Das Ziel: Ein kreativer Lehrberuf. Keine leichte Aufgabe in der stark vom Tourismus geprägten Region.

Traumberuf gesucht

Über Bekannte erfuhr Jenny von der jungen Unternehmerin Tracy Griesner, die für ihr Modelabel „Mirabell Plummer“ Unterstützung suchte. „Ich habe mich sofort um ein Praktikum beworben“, berichtet die 16-Jährige. „Ich durfte gleich richtig mitarbeiten, habe Stoffe zugeschnitten und auch genäht – denn das hatte ich ja bereits in der Modeschule

gelernt. Das war echt super.“ Die Chemie zwischen den beiden stimmte von Anfang an, nur stellten die Kosten für eine Lehrstelle das noch junge Unternehmen vor eine finanzielle Herausforderung.

Ausbildung ermöglichen

Gemeinsam mit dem AMS wurde eine Lösung gesucht – und gefunden. Bis zum Jahresende werden die anfallenden Kosten für die Ausbildung zur Bekleidungsgestalterin vom AMS getragen. Davon profitieren beide Seiten – das Unternehmen und die junge Frau. Jenny arbeitet nun bereits fleißig im Atelier mit – sie hat schon eine eigene Tasche entworfen, die bereits im Laden des Betriebes verkauft wird, und einmal die Woche besucht sie im Rahmen der überbetrieblichen Lehrausbildung ihre Kurse bei ibis acam. Im Jänner 2014 wird Jenny dann von „Mirabell Plummer“ ganz regulär in die Lehre übernommen. „Für mich ist das eine echt tolle Chance“, so Jenny abschließend.

Foto: AMS/Andrea Rachensperger

Der Übergang von der Schule in die Berufswelt wirft viele Fragen auf: Welche Ausbildung ist die geeignetste? Hat der Traumberuf auch Zukunft, und was erwartet einen dort? Das AMS unterstützt Jugendliche bei ihrem Berufseinstieg und hilft, die wichtigsten Schritte für die Zukunft zu planen. Auch Jenny Hemetsberger hat davon profitiert und einen Ausbildungsplatz als Bekleidungsgestalterin gefunden.

Jenny Hemetsberger startet mit einer Lehre als Bekleidungsgestalterin durch.

AMS-Berufsinfotag „PICTURE YOUR JOB“ Du suchst deinen Traumberuf, eine Ausbildung mit Zukunftschancen, eine Lehre – vielleicht sogar mit Matura? Nütze die Gelegenheit und komm zum AMS-Berufsinfotag am 26.9.2013 in ein AMS-BerufsInfoZentrum (BIZ) in deiner Nähe. Mach dir ein Bild von deinen Talenten und beruflichen Möglichkeiten!

Mehr Infos auf www.arbeitszimmer.cc

Entgeltliche einschaltung

fotos: filmverleiher

Filmstarts täglich aktualisiert auf


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Und so finden Sie die SKIP-Partnerkinos:

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▶l Fame

Forward

GOSSIP / NEWS / STARRING

ANNA FARIS

JUGENDSÜNDEN EINES MILLIARDÄRS

▶l TEXT: DINA MAESTRELLI FOTO: VIENNAREPORT

Wie hat es Robert Hochner so treffend formuliert: „Die Rache der Journalisten an den Politikern ist das Archiv.“ Und so muss es sich eben auch einer der reichsten Männer der Welt, Bill Gates, gefallen lassen, mittels T-Shirt an den 13. Dezember 1977 in Albuquerque, New Mexico, erinnert zu werden. Sein Vergehen: Er hat eine StopTafel ignoriert. Im T-Shirt steckt übrigens eine gut getarnte Anna Faris, die sich am Farmer’s Market in Studio City in Los Angeles mit Blumen eindeckt.

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FLOWER POWER SKIP SEPTEMBER


Save theDate

6. DEZEMBER 2013

START OF THE NEW COMPETITION

mit den Feiere der Stars in

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▶l Fame GOSSIP / NEWS

BRADLEY COOPER & SUKI WATERHOUSE Hawaii, Wimbledon, Paris. Bradley Cooper und seine doch um 18 Jahre jüngere Freundin, das britische Model Suki Waterhouse, werden zwar überall auf der Welt von Paparazzi erkannt und geknipst, lassen sich aber nicht wirklich stören. Junge Liebe in einem Pariser Park – dieses Idyll kann nicht einmal ein Teleobjektiv ins Wanken bringen.

AMANDA SEYFRIED & FINN

▶l TEXT: DINA MAESTRELLI FOTOS: PHOTOPRESS SERVICE (2), VIENNAREPORT (2), ANDREA MÜHLWISCH (1), BEIGESTELLT.

Gassigehen mit Superstar. Dass Amanda Seyfrieds bildhübscher Australian Shepherd Finn einen Hamburger auf seinem Kopf balancieren kann (bevor er ihn verschlingt), hat er erst unlängst in der Late Show von David Letterman bewiesen. Warum er jetzt grünes Kopftuch trägt, ist hingegen gänzlich unbekannt. Seine 15 Minuten Ruhm sind ihm hoffentlich nicht zu Kopf gestiegen ...

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SKIP SEPTEMBER


CHANNING TATUM It’s so fluffy!! Stimmt schon, da ist auch der aktuell sexiest man alive auf dem Foto zu sehen, wie er versucht, am Flughafen Los Angeles unerkannt zu bleiben, aber ehrlich: Hier hat man eh nur Augen für den putzigen Begleiter von Channing.

ANNE HATHAWAY & ADAM SHULMAN Eigentlich heißt es ja: Sauer macht lustig. Grünzeug hat aber offenbar denselben Effekt, zumindest bei Anne und ihrem Ehemann Adam, die den Farmer’s Market von Beverly Hills in bester Laune verlassen.

BEN AFFLECK & ZACH GALIFIANAKIS Just say NO! Einen wahren Shitstorm hat die Nachricht von Warner Bros. ausgelöst, dass Ben Affleck als neuer Batman verpflichtet worden ist: Eine OnlinePetition fand binnen weniger Tage zehntausende Unterstützer, ein Wunder eigentlich, dass man ihm nicht stante pede die Goldene Himbeere verleiht – wozu auf den Film warten. Dass man sich dem Thema auch kreativ anstatt feindselig nähern kann, beweist die Fotomontage: Zach Galifianakis als Bart-Man. Haben wollen!

SKIP SEPTEMBER

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▶l Fame STARRING

KATEE SACKHOFF

KATEE SACKHOFF in Riddick – Überleben ist seine Rache

FÜR SCIENCE-FICTION-

Nerds beiderlei Geschlechts ist sie das ultimative Tough Girl, und in Riddick macht sie diesem Ruf alle Ehre: Katee Sackhoff, die als Captain Kara „Starbuck“ Thrace im superkultigen TV-Remake von Battlestar Galactica berühmt wurde, gibt als Scharfschützin Dahl, als einzige Frau in einem Team knallharter Kopfgeldjäger, ordentlich Gas. Ganz wie gehabt? Oh nein: „Starbuck war ziemlich jung und unreif und wurde erst im Laufe der Serie allmählich erwachsen. Dagegen ist Dahl reif, eine echte Frau, ohne einen Funken Unsicherheit. Sie ist die härteste, bei weitem tödlichste Figur, die ich je gespielt habe.“ Klingt vielversprechend – und Katee überzeugte Regisseur David Twohy und Co-Star Vin Diesel kraft ihrer Persönlichkeit: „Die beiden kannten Battlestar Galactica absurderweise gar nicht. Aber es hat nicht geschadet, dass ich schon schießen konnte.“

BATTLESTARGIRL Riddick – Überleben ist seine Rache läuft ab 19. September 2013 in den österreichischen Kinos.

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▶l TEXT: MAGDALENA MIEDL

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FOTO: CONSTANTIN


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IKEA feiert Premiere im K ®

Das Wohnzimmer im Kino und das K Ab September tourt IKEA durch die österreichischen Kinofoyers: In eigens geschaffenen Chillout Areas mit großzügigem Flatscreen und superbequemen Polstermöbeln wird zum Ansehen der neuesten Kinotrailer in Full HD-Qualität eingeladen. Und das Beste daran: Diesen Luxus kannst du dir von IKEA komplett auch nach Hause holen. DIE IKEA CHILLOUT AREA – FERNSEHEN IM KINOFOYER

IKEA hat seit einiger Zeit UPPLEVA, einen HDTV-Flatscreen, samt DVD-Player und Soundsystem im Angebot – passend zum IKEA TV-Möbel-Programm, also alles aus einer Hand. Um zu demonstrieren, wie perfekt das aufeinander abgestimmt ist, verwöhnt IKEA ab Ende September an sieben aufeinanderfolgenden Wochenenden die österreichischen Kinobesucher mit Chillout Areas in mehreren Kinos österreichweit: Gemütliche Polstermöbel laden dazu ein, sich zurückzulehnen und zu entspannen, im neuen IKEA Katalog zu schmökern, Popcorn zu naschen, Cola zu schlürfen und die neuesten Kino-Filmtrailer am zugehörigen HDFlatscreen anzuschauen. Komm vorbei und mit etwas Glück kannst du ein UPPLEVA Möbel-Mediasystem im Wert von € 1.300,– gewinnen.

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In dem Kino, in dem IKEA gerade mit seiner Chillout Area vor Ort ist, gibt es für IKEA FAMILY Mitglieder das Kinoticket inklusive kleinem Popcornund 0,5l Softdrink – oder wahlweise inklusive 3D Aufschlag – um € 10,–. Zeig einfach deine IKEA FAMILY Karte beim Ticketkauf und du bekommst die Ermäßigung. Noch kein IKEA FAMILY Mitglied? Jetzt gratis Mitglied werden auf IKEA.at/FAMILY


s Kino im Wohnzimmer

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018

DANIEL CRAIG

Liebe geht durch die Nase. Und echte Männer riechen gut – zumindest in unseren Tagträumen: nach Leder, Holz, nach frischem Wind oder nach edlem Tabak, immer vermischt mit einem sanften Hauch Testosteron. Daniel Craig ist jedenfalls definitiv einer von denen, die wir jederzeit gern länger beschnuppern würden – vielleicht werden ja tatsächlich Träume wahr. SKIP SEPTEMBER

Testosteron

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Aston Martin

SKIP-HIGHLIGHTS IM SEPTEMBER SKIP52-HIGHLIGHTS

Testosteron pur: So könnte der neue Duft Quantum – James Bond 007 gut und gern auch heißen. Seit über 50 Jahren fesselt der Agent im Dienste ihrer Majestät bekanntlich das Publikum. SKIP hatte die Möglichkeit, in die Welt des Bond-Spektakels reinzuschnuppern. Da gibt es den Stuntman und Rennfahrer Ben Collins, der von driftenden und rauchenden Aston Martins, heißen Bond-Girls und waghalsigen Stunts schwärmt und – unter uns – mindestens genauso heiß aussieht wie 007 Daniel Craig selbst. Auch Parfümeur Will Andrews kommt ins Schwärmen, wenn er erzählt, dass ihn das alte Leder des Innenlebens des ersten Bond-Astons besonders inspiriert habe. Sogar das Motoröl soll nicht immer gleich riechen. Gut, wir haben verstanden, Bond ist das Zuckerlgeschäft für echte Männer. Und da ist es nicht leicht, einen kühlen Kopf zu bewahren. Mit dem Duft Quantum aus Wacholder, Martini, Bergamotte, Zitrusnoten und Leder wird das allerdings gelingen. So riecht Mann! Das Eau de Toilette kostet € 29,– und ist ab September erhältlich.


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▶l Fashion STYLE HERZERL SCHAUEN! Vielversprechende Ausblicke auf eine Saison voll hinreißender Einblicke und scharfer Durchblicke: Die Dekolletés sind nicht nur mehr rund oder eckig, sondern werden auch mal in Herzform variiert.

SIEH MIR

INS H

GWYNETH PALTROW

NICOLE SCHERZINGER

Ultraviolett Ist eh noch alles da? Nervös checkt Nicole ihr Dekolleté im aufregenden, superengen Cocktailkleid von Hervé Leger mit heftig betontem Ausschnitt. Solche Kleider nennt man jetzt „bodycon“ – die japanische Kurzfassung des englischen „body conscious“ (körperbewusst). Mode ist halt sehr international.

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SKIP SEPTEMBER

▶l TEXT: GINI BRENNER FOTOS: PHOTOPRESS SERVICE (5), BULLS PRESS (1)

Love Triangle Geometrisch, praktisch, cool: Im chicen Cocktaildress von Michael Kors, kombiniert mit streng zurückgenommenem Haar und sonst nicht viel macht Gwynnie wie üblich gute Figur – klare Linien und starke Farben stehen ihr meistens am besten.


ALEXA CHUNG

Herzilein Sehr wörtlich genommen hat die Londoner Designerin Luella Bartley das mit dem Herz-Ausschnitt. It-Girl Alexa hat sich natürlich auch einen zugelegt. Eh nett, auch wenn das Ablaufdatum ganz groß draufsteht: Spätestens nach ein, zwei Saisonen hat man sich an dem Gag sicher sattgesehen.

S HERZ

MEGAN FOX

Mitten ins Herz Scharf und immer schärfer: Megan Fox neigt nicht unbedingt zur Dezenz. Aber wozu sollte man sein Licht denn auch unter den Scheffel stellen, wenn man es stattdessen so strahlend präsentieren kann wie in diesem Hervé-Leroux-Wahnsinnsteil?

ZOOEY DESCHANEL

So herzig Ein schöner präsentiertes Dekolleté sieht man selten: So ein HerzerlAusschnitt wie bei Zooeys CarvenBluse macht wirklich was her, und dabei kommts netterweise kaum auf die Brustgröße an. Wichtig ist nur gepflegte Haut, am besten bei der täglichen Gesichtspflege gleich mitnehmen!

NICOLA ROBERTS

Black Heart Fashion-Doyenne Vivienne Westwood hatte immer schon eine große Schwäche für die kunstvolle Betonung weiblicher Kurven – klar, dass ihr auch der gemäßigte Herz-Ausschnitt immer ein Anliegen war, so wie hier bei Pop-Sternchen Nicolas geschnürtem Crash-Samt-Zweiteiler.

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GAR NICHT KLEINKARIERT zeigen sich die Stars im Frühherbst: Schottenkaros sind total im Trend! Klassisch oder knallbunt variiert, am schönsten in wilden, auffälligen Schnitten und kombiniert mit Uni-Teilen. SKIP geht schon mal checken.

RIHANNA

Have a Ball Die klassischen Baseball-Jacken – Blousons aus dickem Wollstoff mit Lederärmeln – sind sowas wie die neuen Bikerjackets: Jede muss mindestens eine haben. Rihanna kombiniert hier gleich zwei Trends mit ihrer Jacke mit Karo-Front.

SCHOTTENHOT HELENA BONHAM CARTER Großkariert Die Lady mit dem ab und zu etwas ungewöhnlichen Kleidergeschmack frönt auch hier wieder ihrer Vorliebe für üppige Stoffbahnen: Die mehrlagige wadenlange SchottenrockVariation hält aber sicher den ganzen Winter über schön warm.

KYLIE MINOGUE

KARL LAGERFELD

Oberchecker Er folgt nicht dem Trend, er ist der Trend. Karl der Große trägt den Gehrock im lila-grünen TartanMuster, als ob er das Schottenkaro erfunden hätte – natürlich mit exakt passenden Lederhandschuhen, weil wo kämen wir denn sonst hin.

022

SKIP SEPTEMBER

GWEN STEFANI

Schottenhose Die im Stil der indischen Jodhpur-Hosen „tiefer gelegten“ Pants sind nicht gerade unsere Lieblinge – sie sehen einfach immer ein bisschen aus wie Windelhosen, auch Gwens blaugrünes Modell ist nicht gerade supercool, aber dafür sicher bequem.

▶l TEXT: GINI BRENNER FOTOS: PHOTOPRESS SERVICE (4), VIENNAREPORT (3).

Karo-Ass Wollstoffe mit Schottenkaromuster – auch „Tartans“ genannt – eignen sich nicht nur für Kilts, sondern für fast alle Kleidungsstücke: Und so wird eine schlichte knöchellange Zigarettenhose zum echten Hingucker.


Schottenglamour Wie edel und glamourös ein traditionelles Schottenmuster daherkommen kann, zeigt Diane in diesem umwerfenden Cocktaildress von Carven: Das strenge Muster ist ein spannender Kontrast zum sexy Schnitt, dass Diane dazu völlig auf Accessoires verzichtet, sorgt für extra Coolness.

LEELEE SOBIESKI

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g e i S n e d r ü f Alles

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12 10 2010

OT: THE GUARDIAN. Komödie, USA 2006. LÄNGE: 139 Min. REGIE: Andrew Davies. BUCH: Ron Brinkerhoff, James Vanderbilt. PRODUKTION: Beau Flynn, Tripp Vinson. KAMERA: Stephen St. John. SCHNITT: Thomas J. Nordberg, Dennis Virkler. MUSIK: Trevor Rabin. DARSTELLER: Kevin Costner, Ashtn Kutcher, Joe Sela Ward. VERLEIH: Buena Vista.

Die todesmutigen Piloten in ihren rasenden Kisten: Niki Lauda (Daniel Brühl) startet für Ferrari, James Hunt (Chris Hemsworth) für McLaren.

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▶l Film

„Die Frauen lieben unsere Nähe zum Tod!“ meint Playboy James Hunt (Chris Hemsworth, oben). Marlene (Alexandra Maria Lara, rechts) steht aber eher auf die Nähe zu Niki.

FAST & FABULOUS.

Man mag zu Motorsport stehen, wie man will, Autofan sein oder nicht, Verkehrsrowdy, Sonntagsfahrer oder Spaziergänger – der Faszination Formel 1 kann sich kaum jemand entziehen. Wenn am Sonntag die besten der besten Rennfahrer der Welt um die Wette ihre Runden ziehen, dann schaut die halbe Welt zu. Dass gerade in Österreich Formel 1 nach wie vor zu den beliebtesten PassivSportarten zählt, ist natürlich ganz maßgeblich einem Mann zu verdanken: Niki Lauda (umwerfend gut gespielt von Daniel Brühl). Geboren 1949 als Sohn aus begütertem Hause, war es immer schon sein Traum, Rennfahrer zu werden – den er trotz heftigen Widerstandes seiner Familie, mit der er schließlich völlig brach, beharrlich verfolgte.

DAS RASENDE ABENTEUER. Anders

als heute war zur Laudas Zeit Anfang der 70er die Sicherheit der Fahrer kaum ein Faktor im Rennzirkus. Es gab keine ordentlichen Auslaufzonen, selten durchgehende Rettungslogistik und teilweise absurde Lücken bei der Schutzkleidung. Eine schwere Kollision im Rennen zu überleben war eher Glücksfall. Und in diesem brandgefährlichen Spiel um Benzin, Speed und Adrenalin bewies sich Lauda schnell als Top-Player: 1975 gewann er in seiner erst zweiten Saison für Ferrari zum ersten Mal die Weltmeisterschaft –

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SKIP SEPTEMBER

sein großer Rivale, der Brite James Hunt (Chris Hemsworth, Thor) landete auf dem vierten Rang.

NUR EINER wird gewinnen. Es

ist die langjährige Rivalität dieser zwei Männer, auf denen Rush – Alles für den Sieg aufbaut. Beide sind sie Weltklasse-Rennfahrer, und völlig unterschiedliche Persönlichkeiten: Brite Hunt ist ein großspuriger Playboy, dem Alkohol und Frauengeschichten immer wichtiger scheinen als ernsthafte Rennarbeit. Er ist der Rockstar des Formel-1-Zirkus, verheiratet mit dem berühmtsten Model der damaligen Welt (Olivia Wilde als Suzy Miller) und auf allen Partys zu Hause. Der ehrgeizige Lauda dagegen hat schon früh den Spitznamen „Der Computer“ verpasst bekommen: Er ist ein völlig neuer Fahrertyp – das, was man heute einen Technik-Nerd nennt. Er interessiert sich nicht nur fürs Fahren, sondern auch für die Motoren und Autos, deren ständiger Weiterentwicklung er sich hingebungsvoll widmet, und sieht seinen Erfolg vor allem als Ergebnis harter Arbeit und brillanter Strategie. Und auch sein Privatleben ist – vergleichsweise – bürgerlich: Gerade hat er sich

unsterblich in die coole Marlene (Alexandra Maria Lara) verliebt, mit der er 15 Jahre verheiratet sein wird.

JETZT GEHTS LOS. Die Rennsaison 1976 beginnt mit zwei Siegen von Lauda und einem zweiten Platz, und obwohl Hunt das dritte Rennen, den GP von Spanien, souverän gewinnt, bleibt Lauda mit drei weiteren 1. Plätzen überlegener Favorit. Doch dann geschieht beim Grand Prix auf dem Nürburgring der furchtbare Unfall: Lauda verliert die Kontrolle über seinen Ferrari, nach einer Kollision mit einem Erdwall entzündete sich das Benzin im Tank, Lauda kann erst in allerletzter Sekunde von seinem Fahrerkollegen Arturo Merzario aus dem brennenden Wagen gerettet werden. Das danach neu gestartete Rennen gewinnt schließlich Hunt.


Durch einen spektakulären Crash wird ein Grand Prix erst richtig resch: Niki (Daniel Brühl) und James vor dem großen Rennen.

Rush

g e i S n e d r ü f Alles

Niki und die schnellen Männer WAS FOLGT, ist Geschichte:

Der totgeglaubte Lauda gibt nicht auf, kämpft mit allen Mitteln um Genesung und um sein Comeback, an das außer ihm keiner glaubt. Unglaubliche sechs Wochen später sitzt er beim GP von Monza wieder im Cockpit. Er hat nur zwei Rennen versäumt – die Szene, in der Lauda versucht, unter Höllenschmerzen den Rennhelm auf seinen halb verbrannten Kopf zu setzen, gehört wohl zu den stärksten im Film. Beim SaisonFinale in Japan kommt es schließlich zum endgültigen Showdown zwischen Hunt und Lauda – nicht nur auf offener Strecke.

GANZ GROSSES DRAMA, fantastisch erzählt: Der oscarnominierte Drehbuchautor (und Wahlwiener) Peter Morgan zeigt erneut, wie gut er Geschichten gestalten kann. Die sorgfältige Montage von Oscar-Regisseur Ron Howard aus glänzend gespielten Szenen und historischen Originalaufnahmen tut ihr Übriges: So dringt der Geruch von Benzin und KZ/GB Gummi sogar bis in den Kinosaal. ▶l

03 10 2013

ACTION-DRAMA. OT: RUSH. USA/GB/Deutschland 2013. LÄNGE: 123 Min. REGIE: Ron Howard. BUCH: Peter Morgan. KAMERA: Anthony Dodd Mantle. SCHNITT: Dan Hanley. MUSIK: Hans Zimmer. PRODUKTION: Andrew Eaton, Peter Morgan, Brian Grazer, Ron Howard. DARSTELLER: Chris Hemsworth, Daniel Brühl, Olivia Wilde, Alexandra Maria Lara, Pierfrancesco Favino, Alistair Petrie, Cristian Solimeno, Alessandro De Marco. VERLEIH: Constantin.

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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

NIKI LAUDA & PETER MORGAN Rotkapperl & Rookie. „Es ist, wie wenn ich mich selbst da agieren und reden hören würde!“ Niki über sein Leinwand-Alter-Ego Daniel Brühl.

Er ist nicht nur einer von Österreichs Nationalheiligen, sondern auch der vielleicht berühmteste Formel-1-Fahrer der Welt: NIKI LAUDA, dem RON HOWARD nun das famose Racing-Drama Rush – Alles für den Sieg gewidmet hat. SKIP traf Lauda und Drehbuchautor PETER MORGAN zum spannenden Interview über Autos, Filme und Radarstrafen.

DRIVE M SKIP: Herr Lauda, warum haben Sie bei diesem Projekt mitgemacht? NIKI LAUDA: Ganz einfach: Peter Morgan ist an mich herangetreten, und ich kenne seine Frau recht gut und auch ihn ein bisschen, schließlich leben wir in der gleichen Stadt. Bei einem Urlaub in Ibiza hat er mir eröffnet, dass er ein Skript über die Formel-1-Saison 1976 schreiben möchte und dafür meine Hilfe braucht. Und bald wurde mir klar, dass er jemand ist, der weiß, was er tut. Ich bin ja schon bestimmt 30- bis 40mal wegen Filmprojekten über mein Leben angesprochen worden, aber ich habe immer abgelehnt, weil ich einfach den jeweiligen Leuten nicht zugetraut habe, dass da etwas rauskommen würde, das auch mich interessiert. Bei Peter war das anders. Und wie ist es Ihnen gegangen, als Sie den Film nun zum ersten Mal gesehen haben? NL: Die Spitalszenen waren natürlich sehr hart für mich, also das quasi von der anderen Seite zu betrachten. Das Ende der Saison in Fuji war natürlich auch arg anzuschauen – Sie wissen ja, wie es ausgegangen ist (lacht). Ich war jedenfalls berührt von sehr vielen kleinen Details. Wie ich z. B. nach dem Unfall

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Was halten Sie generell von Brühls Performance? NL: Ich habe ihn zuvor nicht gekannt, aber was ich bei Rush gesehen habe – es ist wie wenn ich mich selbst da agieren und reden hören würde. Er hat einen unglaublichen Job hingelegt. Hat sich das komisch angefühlt? NL: Nein, gar nicht, einfach nur interessant, wie nahe einem jemand mit Schauspiel kommen kann. Das ist beeindruckend. Es ist mir ja auch mit Chris Hemsworth so gegangen. Als ich ihn in der ersten Szene gesehen habe – ich hatte wirklich das Gefühl, das sei James. Er spricht und bewegt sich wie er. Ich hab keine Ahnung, wie diese Schauspieler das hinbekommen. 1976 ist wohl eines der wichtigsten Jahre Ihres Lebens. Ist es schwierig für Sie, heute darüber zu reden? NL: Nein, überhaupt nicht. 1976 war definitiv das wichtigste Rennjahr meines Lebens, weil da hätte ich mich schließlich fast umgebracht. Diese Erfahrung merkt man sich für immer (lacht). Aber entweder überwindet man die Probleme und Ängste sofort, oder man kommt nie wieder hoch. Ich habe meine

FOTOS: CONSTANTIN/BILL LORENZ/EXCLUSIVE MEDIA (2), CONSTANTIN (1)

ausgesehen habe. Wenn Daniel Brühl sich da umdreht in Monza und auf James Hunt zumarschiert – diese Dinge gehen mir sehr nahe. Ich kann Ihnen versichern, ich war an vielen Stellen einfach sprachlos, als ich den Film gesehen habe.


„Man muss da und dort eben Sachen bei der Story anpassen. Einfach nur, damit das Ding einen Fokus bekommt.“ Drehbuchautor Peter Morgan (The Queen, Frost/Nixon) mit seinem Modell.

E MY CAR FOTOS: CONSTANTIN/BILL LORENZ/EXCLUSIVE MEDIA (2), CONSTANTIN (1)

Schwierigkeiten damals alle gelöst, deshalb konnte ich mit Peter auch ganz offen und frei über meine intimsten Gedanken in der Zeit sprechen. Herr Morgan, was wussten Sie vor diesem Film von der Formel 1? PETER MORGAN: Gar nichts. Es interessierte mich nicht. Aber ich hatte schließlich einen dreifachen Weltmeister als Lehrer. Ich hab ihm erklärt, wie das Filmgeschäft funktioniert, und Niki hat mir umgekehrt beigebracht, wie die Formel 1 so tickt. Herr Lauda, hatten Sie als Faktenmensch nicht Probleme damit, dass aufgrund der notwendigen Dramatisierung einer Geschichte für einen Film dann nicht mehr alles ganz hundertprozentig den Tatsachen entspricht? NL: Nein, die hatte ich gar nicht, weil das Grundvertrauen da war. Und es ist mir vollkommen klar, dass das ein Spielfilm ist, und das ist dann Peters Geschäft. Also soll auch er das am besten erklären! (lacht) PM: Wenn ich einen Film schreibe über die Rivalität zwischen zwei Menschen, dann muss klar sein, dass man da und dort eben Sachen bei der Story anpassen muss, um den Konflikt gut darzustellen. Einfach nur, damit das Ding einen Fokus bekommt. Weil das einfach das Drama, für das die Zuschauer im Kino schließlich Eintritt zahlen, mehr zuspitzt und spannender macht.

Herr Lauda, was halten Sie vom modernen Formel 1 Sport und den Fahrern? NL: Die Challenge, diese Autos so schnell und am Limit zu fahren, ist sicher immer noch die gleiche. Der große Unterschied ist, dass die Circuits heute große Auslaufzonen haben, die Autos können sich sogar berühren, Reifen können explodieren, und trotzdem wird keiner verletzt. In den 70ern gab es ja in jeder Saison Todesfälle. Das hat sich alles in die richtige Richtung entwickelt. Und deshalb sind nun halt auch die Fahrer ein bisschen andere Typen als sie das vielleicht früher waren. Die müssen sich nicht um das Sorgen machen, worüber wir uns damals sorgen mussten. Aber ein Rennen zu gewinnen und sich auf dem Weg dahin einen harten Fight zu liefern – daran hat sich rein gar nichts geändert.

„Entweder überwindet man Probleme und Ängste sofort, oder man kommt nie wieder hoch.“ (NIKI LAUDA)

Sind Sie eigentlich ein guter Beifahrer? PM: Nein, er ist unmöglich! NL: Ich habe da immer Konflikte mit meiner Frau. Die Kinder sagen: Lass Mama fahren! Na gut, lass ich sie fahren. Und sie fährt entweder viel zu langsam oder viel zu schnell. Besser ist, wenn ich fahre. Da passiert nichts, es gibt keine Unfälle und die Polizei fährt mir auch nicht nach.

Bekommen Sie auch Radarstrafen? NL: Schon auch, aber sehr selten. Das ärgert mich dann wahnsinnig. Wenn ich doch mal mit der Radarpistole abgeschossen werde, steige aus, die sehen mich, lachen und ich sage: „Tut mir leid, es liegt mir einfach im Blut.“ ▶l KURT ZECHNER

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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

DANIEL BRÜHL „Ich liebe Autos, und ich liebe es, schnell zu fahren, ich bin ein echter Autonerd.“ Man kann also gefahrlos annehmen, dass dir die Dreharbeiten Freude gemacht haben? Oh ja, na klar (lacht). Schon die Vorbereitung war großartig. Ein großer Teil bestand natürlich darin, in einem Rennauto zu sitzen. Gleich am Anfang durfte ich am Nürburg-Ring mit alten Rennautos rumfahren und einige legendäre Rennfahrer treffen. Ich hatte mir auch mehrere Monate vor Drehbeginn komplett freigehalten, ich wollte nichts anderes tun, als mich auf diese Rolle vorzubereiten. Es ist ja doch so ziemlich die anspruchsvollste Rolle und das größte Projekt, das ich jemals gemacht habe! Niki Lauda ist eine österreichische Legende. Hast du keine Angst, dass du als Deutscher da mit Vorurteilen kämpfen musst? Na wenigstens bin ich kein Amerikaner (lacht), das wäre noch viel schlimmer gewesen! Ehrlich gesagt mach ich mir da gar keine großen Gedanken. Außerdem lebe ich in Berlin, weit weg von Österreich – zur Not komm ich einfach nicht mehr nach Wien (grinst). Du hast in den letzten Jahren sehr unterschiedliche Rollen gespielt – was ist für dich zentral bei der Rollenauswahl? Das Wichtigste ist immer das Drehbuch, und dann natürlich die Rolle, die man spielen soll. Man muss dran glauben, dass man

Als Deutscher in den Rennanzug eines österreichischen Nationalheiligtums zu schlüpfen, ist gewagt. DANIEL BRÜHL hat sich nicht gefürchtet und legt in Rush – Alles für den Sieg als NIKI LAUDA einen Start-Ziel-Sieg hin. SKIP traf ihn zum Interview. SKIP: Wie war es, dich in die Psychologie eines Formel1-Rennfahrers reinzuversetzen? DANIEL BRÜHL: Ich bin da sehr typisch deutsch, muss ich sagen. Ich liebe Autos, und ich liebe es, schnell zu fahren, ich bin ein echter Autonerd. Sammelst du Autos? Nein, ich hab nur eins. Einen Audi, und der ist schnell genug (lacht). Formel 1 ist da ja nochmal ganz was anderes. Was die Piloten mit ihren Autos machen, ist ja total verrückt. Es ist irre, total faszinierend, welche Kontrolle sie über ihre Maschinen haben.

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selber diesen Job gut machen kann. Dann muss einen auch noch der Regisseur interessieren – und ab da ist es mir total egal, ob das ein großer oder ein kleiner Film wird. Natürlich ist es immer das Schwierigste im Leben eines Schauspielers, die richtigen Entscheidungen zu treffen. So ist das Einzige, was ich tun kann, auf meine Intuition zu vertrauen. Bis jetzt habe ich einige Filme gemacht, auf die ich wirklich stolz bin, und ein paar, mit denen ich nicht sehr glücklich bin (lacht). Ich sage immer, wenn ich am Ende meiner Karriere so ein Box-Set mit 10 bis 15 meiner Filme habe, die ich meinen Kindern gerne zeige, weil sie relevant sind und gut und zeitlos, dann bin ich glücklich. Du bist einer der wenigen bekannten deutschen Schauspieler, der sich immer der „Neuen deutschen Komödie“ um Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer verweigert hat. Ja, stimmt, das hat mich nie interessiert. Ich finde es ja eigenartig, dass wir Deutschen immer glauben, wir müssen komisch sein. Dabei sind die Österreicher viel lustiger als wir. ▶l GINI BRENNER Und die Briten. Eigentlich fast alle (lacht).

FOTOS: ANDREA MÜHLWISCH (1), CONSTANTIN (1)

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Gravity Lost in space: alFonSo cuarÓn (Children Of Men) schickt Sandra BullocK und george clooneY auf eine Odyssee im Weltraum – und den Zuschauer sehenden und staunenden auges in ein visuell atemraubendes Science-Fiction-Ereignis, wie man es so im Kino noch nicht erleben durfte.

Wunderbare Welt der Schwerkraft: Während der technischen Arbeiten am Hubble-Teleskop ist für Dr. Stone (Sandra Bullock) und Astronaut Kowalsky (George Clooney) noch alles in bester Ordnung. Die Hölle bricht erst los, als heranfliegender Technikschrott alles in Schutt und Asche verwandelt.

rOOKIe uND rOutINIer,

vereint in einer gemeinsamen Mission: Für Dr. ryan Stone (Sandra Bullock), eine Medizintechnik-Koryphäe, ist es die erste reise ins all, für ihre Begleitung, den altgedienten astronauten Matt Kowalsky (George Clooney), aber ebenfalls nicht bloß eine weitere Weltraumtour unter vielen – er soll nach deren vollendung in den ruhestand verabschiedet werden. Die knapp 600 Kilometer über der Erde angesiedelte aufgabe ihrer Crew besteht darin, das Hubble-teleskop soweit herzurichten, dass man es an das Space Shuttle koppeln und somit einem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zuführen kann. Das Unterfangen geht genau so lange gut, bis Houston ein Problem hat

beziehungsweise feststellt – und einen umgehenden abbruch der aktion anordnet. vermutlich die russen haben einen ihrer eigenen Satelliten mit einer rakete befeuert, weswegen nun sehr viel technikschutt mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Gegend donnert. Die Warnung kommt jedoch zu spät, das Shuttle wird vom Flugmüll zerstört. Nachdem obendrein auch noch der Funkkontakt zur Erde abreißt, treiben Stone und Kowalsky ganz auf sich allein gestellt durchs Weltall. ihre möglicherweise letzte Hoffnung ist die relativ nahe gelegene internationale raumstation iSS, die die beiden, die lediglich noch durch ein verbindendes Band und aufmunternde Worte zusammengehalten werden, anzusteuern trachten – stets mit der berechtigten Sorge im Hinterkopf, dass der Sauerstoffvorrat nicht mehr für die gesamte Strecke reichen könnte …


„Im Weltraum hört dich niemand

schreien“, hieß es einst im längst zur Legende gewordenen Promo-Slogan zu Ridley Scotts Sci-Fi-Klassiker Alien . Aber es brauchte noch weitere dreieinhalb Dekaden, bis ein Film daherkommen sollte, der es mit aller Vehemenz vermitteln kann, wie sie sich wirklich anfühlt: diese absolute, überwältigende, grauenhafte Stille im outer space. Wenn Sandra Bullock und George Clooney – in ihrem Star-Status zuwiderlaufender Vollmontur, die ihnen jedoch ein umso konzentrierteres Spielen abverlangt – in Gravity leinwandfüllend in den unendlichen Weiten des Weltraums aufgehen, dann wird man in der Tat den Eindruck nicht los, dass man im Kino noch nie so unmittelbar an dem Gefühl dran war, das man hat, wenn man laut- und schwerelos durchs All driftet. Dabei musste der mexikanische Filmemacher Alfonso

Cuarón (Children Of Men) lange Jahre der Vorbereitung (in denen große Namen wie Robert Downey Jr. oder Angelina Jolie wieder abgesprungen sind) und noch viel längere Jahre der Post Production (der Kinostart wurde ob der aufwendigen Effektarbeit weit nach hinten verschoben) in Kauf nehmen, um sein Herzensprojekt auch in aller geplanten Pracht verwirklichen zu können. Dass er neben all den Ehrfurcht gebietenden, von Kamera-Virtuosen Emmanuel Lubezki sensationell eingefangenen Schauwerten – allein die rund viertelstündige Anfangssequenz ohne einen einzigen Cut! – auch dem menschlichen Drama, das so eine von Panik und Isolation befeuerte Situation halt reichlich mit sich führt, wohlbemessen Platz einräumt, ist dabei nicht bloß ein zusätzliches

Völlig losgelöst

Benefit, sondern integraler Bestandteil des Wunders, das dieser Film ist. So scheint es letztlich auch nur folgerichtig, dass selbiger heuer ausgerechnet als Sci-Fi-Werk den Arthouse-Kinoreigen der Filmfestspiele von Venedig eröffnen durfte: Gravity ist nun mal nichts weniger als einer jener Meilensteine, die ein ganzes Genre im Alleingang auf das nächste Level heben können. Ganz so wie dereinst 2001 – Odyssee im Weltraum … CP oder eben Alien. 

▶l

04 10 2013

Science-Fiction-Thriller. OT: Gravity. USA/GB 2013. Länge: 90 Min. Regie: Alfonso Cuarón. Buch: Alfonso & Jonás Cuarón. Kamera: Emmanuel Lubezki. Schnitt: Alfonso Cuarón, Mark Sanger. Musik: Steven Price. Produktion: Alfonso Cuarón, David Heyman. Darsteller: Sandra Bullock, George Clooney. Verleih: Warner.

SKIP September

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White House Down Alarmstufe Rot im Weißen Haus: Ein einfacher Sicherheitswachebeamter ((CHANNING TATUM) und der US-Präsident (JAMIE FOXX) stehen ohne Backup einer Terrorzelle TATUM gegenüber ... Action vom Gröbsten von „Master of Disaster“ ROLAND EMMERICH.

Crash, Boom, Bang. Wenn Roland Emmerich am Werk ist, dann bleibt kein Stein auf dem anderen: Diesmal geht es dem US-Regierungsbezirk in Washington an die Bausubstanz.

AM ANFANG steht ein kleiner Schwindel. Eigentlich wollte Sicherheitsmann John Cale (Channing Tatum) seine Tochter Emily (Joey King) mit seinem neuen Job als Bewacher des US-Präsidenten James Sawyer (Jamie Foxx) beeindrucken – aber als er den auf Betreiben von Agentin Finnerty (Maggie Gyllenhaal) nicht bekommt, nimmt er Emily auf eine Touristenführung mit und behauptet kurzerhand, ihr seinen neuen Arbeitsplatz zeigen zu wollen. Und dann passiert die Katastrophe: Im nahegelegenen Kapitol explodiert eine gigantische Bombe. Über das Weiße Haus wird natürlich sofort Sicherheitssperre verhängt. Und so finden sich John und Emily im berühmten Gebäude eingeschlossen – voneinander getrennt, denn Emily war gerade am Klo, als die Apokalypse begonnen hat. DOCH DIE TERRORISTEN sind längst

im Haus und nehmen die Tour-Gruppe als Geiseln. John gelingt es aber, sich zu befreien, und er macht sich auf die Suche nach Emily. Jedoch findet er nicht seine Tochter, sondern keinen Geringeren als den Präsidenten selber: Der wurde von seinem eigenen Stabschef Walker (endlich wieder als Bösewicht: James Woods), der sich als Verräter und Leiter der Terror-Operation entpuppt, gefangen genommen. John befreit den Präsidenten, doch mittlerweile haben die Terroristen Emily gefunden und stellen John vor die Wahl: Der Präsident oder seine Tochter …

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DAS SYMPATHISCHE an Regisseur Roland Emmerich ist sein Hang zur Selbstironie: Weil er vor seiner eigenen Größe nicht erschauert, kann er immer wieder über sich selbst hinauswachsen. Und so wurde auch White House Down wieder ein mitreißendes Action-Feuerwerk, in dem sich Emmerich diesmal (für seine Verhältnisse) weniger auf elementare Zerstörungskraft, wie etwa in den Filmen The Day After Tomorrow oder 2012, verlassen hat, sondern auf zwischenmenschliches Drama – natürlich dennoch auf globaler Skala. Wie immer wagt er sich tief ins Klischee – der liebende Vater, das edle Staatsoberhaupt, die toughe Agentin –, aber man lässt sich gern drauf ein, weil die warme Ironie dahinter stets von großer Genre-Kenntnis zeugt. Hier gehts vor allem um den Ride, und dafür brauchts keine Ausreden. Nur eine Anleihe hat sich der Regisseur doch aus der „richtigen“ Welt genommen: „Präsident“ Jamie Foxx’ Ähnlichkeiten mit Barack Obama sind, KZ/GB so Emmerich, nicht ganz zufällig. ▶l

06 09 2013

ACTION-THRILLER. OT: WHITE HOUSE DOWN. USA 2013. LÄNGE: 131 Min. REGIE: Roland Emmerich. BUCH: James Vanderbilt. KAMERA: Anna Foerster. SCHNITT: Adam Wolfe. MUSIK: Harald Kloser, Thomas Wanker. PRODUKTION: Roland Emmerich, Harald Kloser, Laeta Kalogridis, James Vanderbilt. DARSTELLER: Channing Tatum, Jamie Foxx, Maggie Gyllenhaal, Joey King, James Woods, Richard Jenkins. VERLEIH: Sony Pictures.


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MAGGIE GYLLENHAAL

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„Es passiert mir immer wieder, dass ich im Trainingsanzug in eine Fotografenfalle tappe.“

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SKIP SEPTEMBER


Vom Indie-Sexsymbol (Secretary) hat sich Jake G.s große Schwester in den letzten Jahren zur Hollywood-Fixgröße herausgespielt. In White House Down gibt sie eine toughe Agentin, die CHANNING TATUM und JAMIE FOXX den respektiven Popo rettet. SKIP hat sie in Cancun getroffen.

MAGGIE MAG MAN EBEN SKIP: Wie war es, die Frau in einem Action-Film zu sein – das ist ja immer noch eher ein Buben-Genre? MAGGIE GYLLENHAAL: Für einen großen Sommer-Action-Film finde ich die Rolle recht komplex – und genau mit dieser Argumentation hat mich Roland auch überzeugt, da mitzumachen, und das mit einem gerade mal vier Wochen alten Baby (Gyllenhaals 2. Tochter Gloria, Anm.). Er hat mir erklärt, dass er die Figur interessant, kraftvoll und stark haben wollte, aber gleichzeitig menschlich, verliebt und gestresst – einfach all die Sachen, die eine reale Frau auch fühlen würde. Jedenfalls war ich definitiv nicht das klassische Girlie im Bikini, das die ganze Zeit nur kreischt (lacht). Und wie wars dann mit dem Baby am Set? Es war zwar im August Drehstart, ich kam aber vor November nicht wirklich dran, also konnte ich noch ein wenig bequem auf meinem rosa Wölkchen verharren, auf dem man schwebt, wenn man gerade ein Kind bekommen hat. Dieser Film hier war extrem kinderfreundlich – teilweise standen 1000 Statisten in Position und alles brannte lichterloh, und ich musste sagen: „Sorry, ich muss dringend zu den Kids!“ Und die haben mich einfach gehen lassen, jedes Mal.

FOTOS: © SONY PICTURES

Beruf und Kinder zu vereinen ist leider immer noch ein Problem – hat mans da als Schauspielerin nicht ein bisschen leichter? Naja, das ganz große Problem ist eindeutig das viele Reisen. Das ist für mich einfach das Härteste. Mit einem Kind, das noch nicht in die Schule geht, ist das halbwegs gut machbar, ich hab Ramona einfach mitgenommen, und sie hat das Reisen wirklich genossen, sie steht auf die Hotels und all das. Aber jetzt mit zwei Kindern und mit der ersten schon in der Schule … erst kürzlich hab ich ein Projekt angeboten bekommen, das mich wirklich extrem fasziniert hat. Aber der Dreh läuft in drei Ländern, und deshalb werde ich es vermutlich einfach nicht machen können. Hausunterricht kommt für Sie nicht in Betracht? Ich finde einfach die Community, die meine Tochter in der Schule hat, so wichtig. Die Sozialisation, die sie dabei erfährt, ist einfach wirklich beeindruckend. Sie über ihre Freunde reden zu hören – man merkt da einfach, wie wichtig ihr das ist. Sie leben in Brooklyn, war Los Angeles nie ein Thema?

Heutzutage wird ja weder in L. A. noch in New York wirklich was gedreht, es hilft also in dem Sinn gar nichts, da oder dort zu leben. Dieser Film wurde z. B. in Montreal abgewickelt, und da hatte ich es von New York aus sogar wesentlich näher. Und ehrlich gesagt würde ich lieber noch weiter weg sein von dem ganzen Filmbiz. Ich fühle mich immer noch nicht wohl dabei, wenn ich oder meine Kinder auf der Straße von den Leuten fotografiert werden. Ich gebe zu, ich weiß nicht, wie man das richtig organisiert. Es ist mir schon klar, dass das auch zu meinem Job gehört, aber das ist sehr hart für mich. Also ein Teil von mir würde sich schon sehr gern in irgendeinem Nirgendwo verstecken und dann halt nur in der richtigen Welt auftauchen, wenn es die Arbeit erfordert.

White House Up: Maggie Gyllenhaal mit ihren Filmpartnern Jamie Foxx & Channing Tatum und Regisseur Roland Emmerich bei der White House DownParty in Cancun.

Werden Sie oft von Fotografen belästigt? Das hängt davon ab, was gerade mit mir passiert. Wenn gerade ein Film rauskommt oder irgendein Gerücht über mich existiert, dann wird es natürlich schlimmer, da passiert es immer wieder, dass ich im Trainingsanzug in eine Fotografenfalle tappe (lacht). Was trainieren Sie denn? Ich habe lange Zeit Yoga gemacht, seit Kurzem hab ich jetzt auf Aerobics umgesattelt. Das ist zwar sehr weit von meiner Persönlichkeit entfernt, aber ich liebe es! Herumspringen zu Top-40-Musik – darauf steh ich gerade total (lacht). Mein Mann (der Schauspieler Peter Sarsgaard, Anm.) ist ein wirklich ernsthafter Läufer, der spult 20 km am Tag ab, und ich hab das schon mal mit ihm versucht. Aber so weit kann ich erstens nicht laufen, und zweitens wird mir nach spätestens vier Kilometern fad. Da ist mir schon lieber, ich kann so tun, als würde ich gerade in Flashdance mitspielen (lacht). Es schaut leider nicht ganz so toll aus – wenn ich mich im Spiegel beobachte, ist das eher blamabel (lacht). Ich bin halt definitiv keine Tänzerin. Aber trotzdem macht es mir höllisch Spaß. Eine letzte Frage: Sie tauchen immer wieder in den Gerüchten um die Verfilmung von Fifty Shades of Grey auf. Ist da was dran? (lacht) Niemand hat mich bisher gefragt. Es ist also wirklich nur ein Gerücht, fürchte ich. Aber wer weiß? Würden Sie mitmachen? Ach, keine Ahnung. Ich hab ja noch nicht mal das Buch ▶l KURT ZECHNER gelesen.

SKIP SEPTEMBER

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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

ROLAND EMMERICH

TAKING SIDES Wie im letzten SKIP versprochen, gibts diesmal die Fortsetzung unseres ExklusivInterviews mit Regisseur ROLAND EMMERICH – diesmal spricht er offen über seine Homosexualität und wie es sich in Hollywood damit leben und arbeiten lässt. SKIP: Sie scheinen immer mehr Lust an Experimenten zu haben: Ihr voriger Film, Anonymus, war seit Langem Ihr erster kleiner Film, und White House Down ist nun – für Ihre Verhältnisse – fast eine Art Kammerspiel … ROLAND EMMERICH: Stimmt, normalerweise haben meine Filme viele unterschiedliche Schauplätze, die spielen auf der ganzen Welt, diesmal findet aber alles in einem Haus statt. Das war eine Herausforderung für mich. Lustigerweise habe ich gerade bei Anonymus viel gelernt, was ich hier brauchen konnte: Ich beschäftige mich jetzt mehr mit meinen Schauspielern, ich habe das zwar immer schon gemacht, aber jetzt noch viel mehr, weil ich verstanden habe, dass es sehr hilft, wenn man alles sehr detailliert erklärt. Und ich habe diesmal zum ersten Mal einen Actionfilm mit weiten Linsen gedreht, wie man das normalerweise bei einem Drama macht. Das schaut anders aus und ist ein bisschen schwieriger, weil man weniger verstecken kann.

„Die Schwulenbewegung ist die letzte Bürgerrechtsbewegung in den USA.“

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SKIP SEPTEMBER

Sie haben nie ein großes Geheimnis aus Ihrer Homosexualität gemacht – aber erst in den letzten Jahren haben Sie begonnen, ganz offen darüber zu reden. Was hat sich für Sie geändert? Ich wollte nie als typisch schwuler Regisseur bekannt werden. Wissen Sie, White House Down, Independence Day oder The Day After Tomorrow, das sind Filme, auf die ich echt stehe, solche wollte ich immer schon machen – eben richtige Machofilme (lacht). Ich habe daher anfangs nicht öffentlich kundgetan, dass ich schwul bin, das wussten die wenigsten, bis ich ein gewisses Maß an Erfolg hatte und mich darum nicht mehr scheren musste. Mittlerweile finde ich es sehr positiv, davon zu sprechen, damit schwule Kids den Mut bekommen, dass auch sie z. B. Action-Regisseure werden können und dass sie beruflich nicht auf irgendetwas eingeschränkt sind. Ich bin ja nicht der einzige, es gibt zwei oder drei andere Regisseure, die ebenfalls offen schwul sind und heftige Actionfilme machen. Ganz offensichtlich ist das also ▶l KURT ZECHNER kein Problem mehr.

FOTO: SONY PICTURES

Nach White House Down arbeiten Sie nun wieder an einem kleineren Film – und zwar über die sogenannten Stonewall-Unruhen, die 1969 in den USA stattgefunden haben und als Auslöser des öffentlichen Kampfes der Homosexuellen um Gleichberechtigung gelten. Warum haben Sie so lange damit gewartet, ein dezidiert schwules Thema zu verfilmen? Je älter ich werde, desto mehr interessiere ich mich für kontroversiellere Themen. Die Schwulenbewegung ist die letzte Bürgerrechtsbewegung in den USA, und sie hat mit einem bestimmten Ereignis begonnen, und das war eben Stonewall. Mich hat interessiert, wie das damals passiert ist, und ich habe dabei rausgefunden, dass das alles ganz anders war als ich zunächst gedacht habe.


wo sie wollen. TVthek.ORF.at

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PEACH

Fernsehen wann und


▶l Film

Jeder gegen jeden. Der Druglord (Edward James Olmos), die sexy Kollegin (Paula Patton) und die zwei Undercover-Agenten schenken einander nichts.

2 Guns Undercover unter Beschuss. DENZEL WASHINGTON und MARK WAHLBERG als Partner wider Willen haben mehr als ein Problem: 43 Millionen Dollar Drogengeld im Kofferraum und von CIA bis DEA, von Navy bis zum Druglord (EDWARD JAMES OLMOS) lauter schießwütige Todfeinde. DIE DROGEN. Der Deal, den Bobby

Trench (Denzel Washington) mit DrogenZampano Papi Greco (Edward James Olmos) über die Bühne bringen will, läuft nicht ganz so wie gedacht. Anstatt mit teurem weißem Pulver bezahlt Papi die gefälschten Pässe, die Bobby ihm geliefert hat, mit Bargeld. Als Undercover-Agent der Drogenbekämpfungsbehörde muss Bobby seinem Chef jedoch baldigst ein Kokainpaket aus Papis Händen liefern, sonst war sein monatelanger Einsatz im Kartell umsonst. Doch Papi ist vorsichtig. Und wenn er misstrauisch wird, rollen schnell Köpfe. Also, wörtlich. Bobby erkennt den Ernst der Lage und haut sich mit seinem Partner Stig (Mark Wahlberg) vorsorglich über die Häuser.

DIE BANK. Stig hat auch einen Deal, und

zwar mit seinem kommandierenden Offizier bei der Navy, der ihn, mehr illegal als undercover, auf einen Banküberfall angesetzt hat. In einem von Papis Schließfächern werden rund 3 Millionen Dollar Drogengeld vermutet.

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SKIP SEPTEMBER

Stig soll mit Trenchs Hilfe das Geld an sich bringen, Trench loswerden und dann wieder seinen regulären Dienst bei der Navy antreten. Für Trench wiederum ist der Banküberfall die einzige reelle Chance, doch noch an Papi ranzukommen – so könnte man ihn immerhin wegen Geldwäsche belangen. Trench weiht noch schnell seine DEA-Kollegin und Teilzeit-Geliebte Deb (Paula Patton) in den Plan ein, dann fliegen auch schon die Fetzen im Tresorraum. Und nicht nur dort, so viel kann schon mal verraten werden.

DIE ÜBERRASCHUNG. Nicht drei, son-

dern über 40 Millionen Dollar lagern in den Schließfächern der drittklassigen Provinzbank. Geld, das unmöglich alles Papi gehören kann. Geld, das eine Menge Aufmerksamkeit erregt. Stig und Trench wurden reingelegt. Jetzt mögen sie zwar deutlich in der Unterzahl sein, aber während alle anderen nur hinter den Millionen her sind, verteidigen die beiden Undercover-Agenten ihre Ehre. Und das motiviert enorm ...

EIN REINRASSIGER Action-Film mit or-

dentlich Kugelhagel und zwei Stars, die von lässiges Schlitzohr bis Kampfmaschine alle Stückerln spielen: Der Isländische Regisseur Baltasar Kormákur scheint sich in Hollywood im Allgemeinen und in Mark Wahlbergs Nähe im Besonderen wohlzufühlen. Nach dem eher schwermütigen Schmuggler-Drama Contraband ist ihm mit dieser wilden Graphic-Novel-Verfilmung noch eine Draufgabe gelungen: Die richtige Portion Schmäh und einige gelungene Wendungen in der Story garantieren explosive Kinounterhaltung. DM ▶l

27 09 2013

ACTION. OT: 2 GUNS. USA 2013. LÄNGE: 109 Min. REGIE: Baltasar Kormákur. BUCH: Blake Masters basierend auf der Graphic Novel von Steven Grant. KAMERA: Oliver Wood. SCHNITT: Michael Tronick. MUSIK: Clinton Shorter. PRODUKTION: Andrew Cosby, Randall Emmett, George Furla, Norton Herrick, Marc Platt, Ross Richie, Adam Siegel. DARSTELLER: Denzel Washington, Mark Wahlberg, Paula Patton, Bill Paxton, James Marsden, Edward James Olmos, Fred Ward, Robert John Burke, Patrick Fischler. VERLEIH: Sony Pictures.


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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

DENZEL WASHINGTON & MARK WAHLBERG

SCHARF GESCHOSSEN

Um so mehr heftige Wortgefechte gibts in 2 Guns. MW: Ja, wir haben unglaublich herumgeblödelt, wir waren kaum aufzuhalten. Baltasar (Regisseur Baltasar Kormákur, Anm.) musste uns ständig einbremsen. Sie haben sich beide erst relativ spät im Leben für die Filmschauspieler-Karriere entschieden. Mark, Sie waren in den 1990ern als Marky Mark in den Charts, haben Sie den Umstieg zum Film je bereut? MW: Nein, eigentlich nicht. Das gute am Filmen ist ja, dass man eine gewisse Disziplin lernen muss. In der Musikwelt ist das nicht so, da kann man sich aufführen, zu spät kommen, gar nicht kommen, es wird geradezu erwartet, dass man sich unmöglich benimmt. Wenn man aber einen Film macht, dann verlassen sich eine Menge Leute auf dich. Also hab ich nun mehr Disziplin, und das macht das Älterwerden vielleicht sogar einfacher. Meine Frau nennt mich zwar einen alten Mann, weil ich um 9 ins Bett gehe (lacht), aber dafür steh ich halt auch schon um halb 5 auf. Denzel, wie war das bei Ihnen? DW: Als ich 20 war, saß im Schönheitssalon meiner Mutter eine Frau, die prophezeihte mir, dass ich die ganze Welt bereisen und zu Millionen Menschen sprechen würde. Danach habe ich am College auf Theaterwissenschaften umgesattelt – und gleich eine Hauptrolle in einem Theaterstück gelandet. Trotzdem habe ich nie davon geträumt, Filmstar zu werden. Schon weil mir die

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Identifikationsfiguren fehlten. Als ich jung war, gab es keine Filmstars, die aussahen wie ich. Der dritte Schwarze von hinten, der den Boden aufwischt? Das wollte ich sicher nicht. Mein Traum war es, Footballspieler zu werden. Mein Sohn hat diesen Traum nun für mich verwirklicht, er ist Profi-Footballer geworden (lacht). Mark, Ihre Kinder treten jetzt in Ihre Fußstapfen – alle vier werden einen Gastauftritt in Transformers 4 haben, und ihre Älteste (Ella Rae, 10) spielt sogar schon Theater! MW: Ja, sie hat sich immer für die Schauspielerei interessiert, und ist schon bei einer Theatergruppe in L.A.! Sie steht auch total auf Denzel und findet seine Sachen viel besser als alles, was ich mache. Besonders, als sie herausgefunden hat, dass er total viel am Broadway aufgetreten ist – das ist es nämlich, wo sie hinmöchte … ich bin wirklich nicht glücklich damit, dass sie in meine Fußstapfen steigt, weil es ein toughes Business ist. Aber wenn Kinder sich für etwas entschieden haben, muss man sie dabei unterstützen. Ist es schwierig für euch, eure Kinder nicht zu sehr zu verwöhnen? DW: Ja, manchmal schon. Noch dazu, wo man in unserem Job ja auch leicht das Gefühl hat, nicht genug für sie da zu sein, und das ständig wiedergutmachen will. Aber man muss trotzdem immer darauf achten, dass sie mit beiden Beinen am Boden bleiben. MW: Ich würde meinen Kinds gerne alles geben – aber sie müssen verstehen lernen, dass sie in einer sehr privilegierten Situation groß werden. Ich bin immer der Meinung, dass Vater und Ehemann meine wichtigsten Jobs sind, und die will ich richtig machen. Klar, mein Vierjähriger hat jetzt schon mehr Air-Jordan-Turnschuhe als ich von 1 bis 18 hatte – aber das sind doch nur materielle Sachen. Wichtiger sind die wahren Werte. Um so mehr freut es mich, wenn ich so was miterlebe wie neulich: Da waren waren wir in Boston in einem Restaurant, das zum Teil mir gehört, und anstatt anzugeben und zu sagen: „Das hier gehört alles uns!“ hat mein Sohn drauf bestanden, die Tische abzuräumen und meine Tochter, Bestellungen aufzunehmen. Irgendwann haben sie dann allerdings nach ▶l KURT ZECHNER Bezahlung gefragt (lacht).

FOTOS: © 2013 COLUMBIA PICTURES INDUSTRIES, INC. ALL RIGHTS RESERVED.

Vier Fäuste für ein Halleluja: Laut eigenen Aussagen besucht Wahlberg täglich den Gottesdienst, auch Washington ist gläubig. Für die Filmgegner gibts trotzdem keine Nächstenliebe.

SKIP: Sie beide sind im Business als harte Verhandler bekannt – die auch in Bezug auf die Drehbücher einige ganz fixe Prinzipien haben … DENZEL WASHINGTON: Stimmt. Ich zum Beispiel spiele prinzipiell keine Figuren mehr, die eine eigene Schusswaffe besitzen. Es kommt vielleicht ab und zu vor, dass ich jemanden mal mit seiner eigenen Waffe erschieße. Aber ich trage keine Waffe. Man kann so auch genug Schaden anrichten. MARK WAHLBERG: Bei mir gehts da auch um die Dialoge. Es gibt Dinge die ich nicht sagen will. Ich mag zum Beispiel keine Jesus-Flüche.

DENZEL WASHINGTON mag keine Waffe in die Hand nehmen, MARK WAHLBERG will nicht fluchen – und trotzdem sind sie die genau richtigen Haudegen für 2 Guns. Mit SKIP trafen sie sich in Cancun zum verbalen Shootout.


FOTOS: © 2013 COLUMBIA PICTURES INDUSTRIES, INC. ALL RIGHTS RESERVED.

„Ich spiele prinzipiell keine Figuren mehr, die eine eigene Schusswaffe besitzen.“ (DENZEL WASHINGTON)

„Es gibt Dinge, die ich nicht sagen will. Ich mag zum Beispiel keine Jesus-Flüche.“ (MARK WAHLBERG)

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▶l Film Wo sie hinkommen, wächst kein Gras mehr: Bruce Willis und John Malkovich zeigen als alte Agenten-Hasen dem Feind, wo der Bartl den Most holt. Wieder mit dabei: Mary-Louise Parker, sowie neu mit dabei: Catherine Zeta-Jones.

R.E.D. 2 Die Spione, die aus dem Ruhestand kamen: Action im Alter ist für BRUCE WILLIS, HELEN MIRREN und JOHN MALKOVICH kein Problem. Das beweist das kongeniale Trio im gefragtesten Action-Sequel dieses Sommers an der Seite von ANTHONY HOPKINS und CATHERINE ZETA-JONES. ALTES EISEN, neue Legenden: In R.E.D. musste sich der frühpensionierte CIA-Agent Frank Moses (Bruce Willis) schon einmal gegen eine Horde wildgewordener Geheimdienstler zur Wehr setzen. Inzwischen sollte Frank mit seiner Freundin Sarah (MaryLouise Parker) endlich eine ruhige Kugel schieben dürfen, als sein ExKollege, das irre LSD-Versuchskaninchen Marvin (John Malkovich), einer Autobombe zum Opfer fällt. Auf Marvins Begräbnis wird Frank umgehend vom FBI einkassiert: Man hat ein paar Fragen zum Projekt Nightshade, einer Nuklearwaffe, die während des Kalten Krieges unter ungeklärten Umständen verschwunden ist. Doch der unerfreuliche Zwischenfall ist erst der Anfang: Kurz später sind Franks FBI-Kidnapper tot, und er steht als vermeintlicher NuklearTerrorist ganz oben auf der Most-wanted-Liste. Da meldet sich MI:6050

SKIP SEPTEMBER

Agentin Victoria (Helen Mirren): Sie hat gerade den Auftrag erhalten, Frank zu entsorgen. Zum Glück ist Marvin mittlerweile wieder quietschlebendig.

ALTERN IN WÜRDE – dafür ist keine

Zeit. Horden von Spezialagenten und Terroristen sind hinter der Geheimwaffe her. Zum Glück wissen Frank, Marvin, Victoria und die sehr eifrige Sarah, wer ihnen weiterhelfen kann: Ein Wissenschaftler (Anthony Hopkins), der seit 32 Jahren in London in einer Irrenanstalt einsitzt. Nach Paris und London führt die globale Hetzjagd schließlich nach Moskau in den Kreml. Dabei kreuzt nicht nur der weltbeste Auftragskiller (Byung-hun Lee) ihre Wege (und stellt unfreiwillig seinen Flieger zur Verfügung), sondern auch Katja (Catherine Zeta-Jones) vom russischen Geheimdienst. Frank und die undurchsichtige Katja haben eine aufregende, gemeinsame Vergangenheit, was wiederum Sarah tendenziell unentspannt werden lässt ...

DIE HOLLYWOODBESETZUNG im

Kugelhagel scheint großen Spaß zu haben. Schließlich hat Frank seit Monaten niemanden getötet, Marvin sein Dynamit immer dabei und Victoria die blutrot lackierten Fingernägel sowieso gern am Abzug. Und wer konnte ahnen, dass Mr. Hannibal Lecter himself, Oscar-Preisträger Anthony Hopkins, erneut so viel Vergnügen als psychopathischer Häftling aus der Hölle hat? Regisseur Dean Parisot drehte u.a. Monk und The Good Wife, für ausrangierte Helden bewies er bereits im legendären Weltall-Klamauk Galaxy Quest ein gutes Händchen. Gemeinsam mit dem Dreamteam Bruce Willis, Helen Mirren, John Malkovich, Weeds-Heldin Mary-Louise Parker und Catherine ZetaJones persönlich bestätigt er explosiv wie vergnüglich das alte Sprichwort: „Nur weil du paranoid bist, heißt das nicht, dass sie JP dich nicht verfolgen!“ ▶l

12 09 2013

ACTION. OT: RED 2. USA 2012. LÄNGE: 116 Min. REGIE: Dean Parisot. BUCH: Erich Hober, Jon Hoeber. KAMERA: Enrique Chediak. SCHNITT: Don Zimmerman. MUSIK: Alan Silvestri. PRODUKTION: Raphaël Benoliel, Lorenzo di Bonaventura, Mark Vahradian. DARSTELLER: Bruce Willis, Helen Mirren, Catherine Zeta-Jones, John Malkovich, Mary-Louise Parker, Anthony Hopkins. VERLEIH: Constantin.


▶l Film

▶ Zeitreisen für die große Liebe. Nach seinen romantischen Klassikern wie Notting Hill und Tatsächlich ... Liebe präsentiert RICHARD CURTIS einen Film über das richtige Timing im Leben und die Erkenntnis, dass man nur gewinnen kann, wenn man jeden Tag aus vollstem Herzen lebt und liebt.

Alles eine Frage der Zeit BACK IN TIME. An seinem 21. Geburtstag hat Tim (Domhnall Gleeson) ein ernstes Gespräch mit seinem Vater (Bill Nighy) – und kommt sich schnell komplett verarscht vor. Er soll in der Zeit reisen können?? Tims Papa bleibt hartnäckig, und so lässt sich der Junior eben auf den Spaß ein: Wie ihm geheißen, begibt er sich an einen dunklen Ort, ein Kammerl, zur Not tut es auch ein Kasten, und ballt ganz fest die Fäuste, während er an einen früheren Zeitpunkt in seinem Leben denkt, zu dem er sich gerne beamen ... teleportieren ... lassen würde – wurscht, wie man sagt, es wird ja sowieso nicht funktionieren. Tim ist also ein Zeitreisender. Und er weiß schon ganz genau, wozu er seine Gabe als Allererstes einsetzen wird: Eine Freundin muss her! Schließlich hat sein Vater ihm den Rat gegeben, die Fähigkeit für etwas einzusetzen, das ihn glücklich macht, etwas, das sein Leben erfüllt. Vor den Stolperfallen, die nicht nur die Liebe an sich, sondern auch sein Herumgezappel zwischen den Zeiten mit sich bringt, hätte ihn sein Papa vielleicht eindringlicher warnen sollen. Von nun an wird Tims meistgebrauchter Satz jedenfalls lauten: „Ich muss mich mal für einen Moment entschuldigen ...“ – um in einer dunklen Kammer die Fäuste zu ballen und einen zweiten oder dritten Anlauf in einer Situation zu wagen, weil sich beim ersten Durchgang noch Verbesserungspotenzial gezeigt hat.

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SKIP SEPTEMBER

Tim und sein Vater beim Zeitreisen: Schaut unkompliziert aus, ist es aber nicht. Wenn man nicht aufpasst, kommt man nach der Zeitreise in ein völlig neues Leben retour ...

LIEBE AUF DEN ERSTEN BLICK?

Irgendwie schon, und das obwohl sich Tim und Mary (Rachel McAdams) erstmals bei einem Dinner im Dunklen begegnen. Sie verstehen sie sich auf Anhieb richtig gut, und beiden gefällt, was sie nach Verlassen des Restaurants zu sehen bekommen. Telefonnummern werden getauscht, Tims größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen, einfach so. Ganz ohne magische Hilfe ist er seiner Traumfrau begegnet. Wenn es nur so simpel wäre, denn schließlich sorgt ausgerechnet eine Zeitreise dafür, dass sich Tim und Mary nie kennenlernen. Das ultra-romantische Blind Date hat nie stattgefunden!

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18 10 2013

LIEBESKOMÖDIE. OT: ABOUT TIME. GB 2013. LÄNGE: 123 Min. BUCH & REGIE: Richard Curtis. KAMERA: John Guleserian. SCHNITT: Mark Day. MUSIK: Nick LairdClowes. PRODUKTION: Tim Bevan, Eric Fellner, Nicky Kentish Barnes. DARSTELLER: Domhnall Gleeson, Rachel McAdams, Bill Nighy, Lydia Wilson, Lindsay Duncan, Tom Hollander. VERLEIH: UPI.

FOTO: UPI

SIMSALABIM. Und wie es funktioniert!

ALLES ODER NICHTS. Jetzt muss Tim sich richtig anstrengen, um den magischen Moment mit Mary noch einmal zu inszenieren. Ob das klappt? Und ob Tim dann das Gröbste hinter sich hat – oder hört das Leben niemals damit auf, uns vor alles entscheidende Herausforderungen zu stellen? Eine Spur nachdenklicher als sonst in seinen Drehbüchern, aber um nichts weniger romantisch schickt Richard Curtis sein sympathisches HauptdarstellerPärchen durch die turbulente Zeit, die sich DM Leben nennt.


▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

RACHEL McADAMS

CARPE DIEM

Wieder ist RACHEL MCADAMS, 34, die Frau des Zeitreisenden. SKIP traf die Kanadierin in München und sprach mit ihr über irischen Akzent, britischen Humor und ihren Vorsatz, das Leben lieber zu genießen, anstatt es zu ernst zu nehmen.

SKIP: Sie haben im Film eine wunderbare Chemie mit Ihrem Kollegen Domhnall Gleeson. War der abseits der Kameras auch so charmant und witzig? RACHEL McADAMS: Domhnall ist wundervoll, er ist so talentiert und hat eine große Karriere vor sich. Er ist ein warmherziger, großzügiger Mensch, unglaublich witzig, smart und am Boden geblieben. Und er hat diesen argen englischen Akzent – dabei er ist ja eigentlich Ire, aber das hab ich beim Dreh komplett vergessen, weil er die ganze Zeit über den englischen Akzent behalten hat. Erst nach Drehschluss hat er wieder normal, also irisch, gesprochen – und ich hab ihn gefragt: „Wie sprichst du denn auf einmal?“ Könnten Sie in der Zeit reisen, wohin würde es gehen? Gibt es etwas in Ihrer Vergangenheit, das Sie reparieren möchten? Meine schönsten Erinnerungen verbinde ich mit meiner Familie beim gemeinsam Urlaub. In eine solche Zeit würde ich wahrscheinlich zurückreisen wollen. Und korrigieren würde ich, wie ich bestimmte Figuren gespielt habe. Besser gesagt, alle. So fühlt sich wohl jeder Schauspieler von Zeit zu Zeit. Manchmal habe ich lange nach einem Film plötzlich eine Eingebung, mitten in der Nacht: „SOO hätte ich das damals spielen müssen!“ Sie arbeiten sehr viel in Europa ... Ja, ich finde es toll, an vielen verschiedenen Orten drehen zu können. Es ist immer viel schöner, vor Ort zu sein, als in irgendeinem Studio so zu tun, als ob das Paris, Hamburg oder Berlin wäre.

FOTO: UPI

Ist Filmemachen für Sie immer noch ein Lernprozess? Absolut, man ist ja ständig herausgefordert, weil man mit neuen Situationen konfrontiert wird, da hört das Lernen niemals auf. Speziell bei diesem Film hab ich eine Menge über den britischen Humor gelernt. Der ist so anders als in Nordamerika, subtil einerseits, und gleichzeitig kann man sich echt alles erlauben. Der Film vermittelt uns, wie wichtig es ist, jeden Tag bewusst zu leben und keine Zeit zu vergeuden. Gelingt Ihnen das? Nicht so sehr, wie ich es mir wünschen würde, das hat mir gerade dieser Film deutlich gemacht. Man soll nichts zu ernst nehmen, immer auch das Positive in einer Situation erkennen, seine Familie und Freunde schätzen und ganz viel Zeit mit

ihnen verbringen. Richard Curtis ist definitv mehr so – ich hab versucht, mir das von ihm abzuschauen. Es gibt diese eine Szene, am Beginn der Beziehung von Tim und Mary, wo Tim zigmal zurückreist, damit auch ja alles perfekt ist. Finden Sie das richtig von ihm oder hätte er ruhig auch das eine oder andere Missgeschick unrepariert lassen können? Unbedingt! Und da kommt Tim im Laufe des Films ja auch drauf, dass es zum Leben gehört, dass nicht alles perfekt läuft, und dass es diese Phasen sind, und wie man damit umgegangen ist, die rückblickend am interessantesten sind. Und ich glaube auch, dass es solche kleine Pannen in einer Beziehung sind, die zusammenschweißen, da kann man später gemeinsam drüber lachen. Aber anderseits – vielleicht ist ja bei manchen Paaren, die gut zusammenpassen würden, der erste Sex so miserabel, dass sie sofort die Flucht ergreifen. Da wäre eine Zeitreise dann doch hilfreich. ▶l DINA MAESTRELLI

„Ich glaube, dass kleine Pannen in einer Beziehung zusammenschweißen, da kann man später gemeinsam drüber lachen.“

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▶l Film Wenn man nicht mal mehr in Ruhe auf Sauftour gehen kann, steht die Welt auf kein’ Fall mehr lang. Im ersten Pub ist noch alles paletti, doch ab Nummer 4 wirds unheimlich ...

The World’s End Die Körperfresser kommen. Ein britisches Star-Ensemble rund um SIMON PEGG & NICK FROST bekommt es zwischen Pubs und Pints mit spaßbefreiten Alien-Robotermenschen zu tun. Wer da nüchtern bleibt, ist selber schuld. „IM LEBEN GEHTS DARUM,

Spaß zu haben“ konstatiert der 18-jährige Gary King. Und momentan besteht Garys ultimative Vorstellung von Spaß darin, die goldene Meile zu absolvieren, eine legendäre Sauftour durch nicht weniger als zwölf Pubs in seiner Heimatstadt Newton Haven. Seine vier besten Freunde muss er nicht lange überreden. Doch das bittere Ende kommt lange vorm heißersehnten Zieleinlauf in Station 12, The World’s End.

ALLES BEIM ALTEN. 20 Jahre später hat sich Gary King (Simon Pegg) erstaunlich wenig verändert. Und zum Jubiläum will er die Pub-Tour noch einmal in Angriff nehmen, natürlich in gleicher Besetzung wie damals. Das Problem: Während Gary über zwei Jahrzehnte erfolgreich das Kind im Manne kultiviert hat, sind seine Freunde Andy (Nick Frost), Oliver (Martin Freeman), Peter (Eddie Marsan) und Steven (Paddy Considine) erwachsen geworden. Vier seriöse Karrieren und reife Persönlichkeiten treffen 054

SKIP SEPTEMBER

auf den berufsjugendlichen Gary – und sind gegen dessen grenzenlosen Enthusiasmus letztlich machtlos: Ab nach Newton Haven ...

LETZTE RUNDE. Überraschenderweise wird nicht die näher rückende Sperrstunde an diesem Tag das größte Problem der fünf Musketiere, sondern das seltsame Benehmen der Bewohner von Newton Haven – nicht einfach kleinstadtmäßig-schrullig sondern eher ferngesteuert wirkt die Stadt. Und die fünf Londoner Gäste erregen zunehmend Aufmerksamkeit. Lange müssen Gary & Co. nicht rätseln, im vierten Pub offenbaren sich die Aliens: Roboter haben die Stadt übernommen und von praktisch allen Einwohnern täuschend echte Kopien angefertigt. Und diese mechanischen Zombies sind nun auch hinter den fünf Freunden her. Die haben

jedoch schon zu viel Bier intus, um sich widerspruchslos assimilieren zu lassen. Hilfe kommt außerdem von Sam (Rosamund Pike), Olivers schöner Schwester, und gemeinsam wird zum Widerstand geblasen – ohne freilich den Pub-Marathon in Richtung The World’s End zu unterbrechen.

FEUCHT-FRÖHLICH. Ohne das Klischee vom typisch britischen Humor überzustrapazieren: Wenn Simon Pegg, Nick Frost und Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz) draufsteht, dann ist nicht nur Cornetto drin, sondern auch weit bessere Unterhaltung als man es von US-Komödien-Durchschnittsware gewohnt ist. Hier wird geblödelt ohne das Publikum zu verblöden. Und abseits von seinen Auftritten als liebenswerter Sidekick in Star Trek oder Mission: Impossible kann Simon Pegg bei seinen eigenen Filmen zeigen, welch talentierter Autor und Spaßvogel DM wirklich in ihm steckt. ▶l

13 09 2013

ACTIONKOMÖDIE. OT: THE WORLD’S END. GROSSBRITANNIEN 2013. LÄNGE: 109 Min. REGIE: Edgar Wright. BUCH: Simon Pegg, Edgar Wright. KAMERA: Bill Pope. SCHNITT: Paul Machliss. MUSIK: Steven Price. PRODUKTION: Tim Bevan, Eric Fellner, Nira Park. DARSTELLER: Simon Pegg, Nick Frost, Martin Freeman, Eddie Marsan, Paddy Considine, Rosamund Pike. VERLEIH: UPI.


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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

SIMON PEGG

WIDERSTAND!

Der Alkohol fließt nur im Film in Strömen – privat ist SIMON PEGG seiner kleinen Tochter zuliebe abstinent. Was den Umgang mit weltverbesserischen Aliens angeht, kann sich das 43-jährige Allround-Talent aber durchaus mit seiner Filmfigur Gary King identifizieren.

Er ist nicht nur als Darsteller enorm witzig, sondern auch als Drehbuchautor mehr als talentiert: Simon Pegg alias Beam me up, Scotty.

Und sind die alle gut ausgedacht oder gibts die wirklich? Ich glaube, die sind alle echt, aber natürlich mussten sie eine gewisse Bedeutung haben in Bezug darauf, was im Film darin passiert, darauf haben wir sie dann zugeschnitten. Wann waren Sie zuletzt auf einer Pub-Tour? Daran kann ich mich fast nicht mehr erinnern, wahrscheinlich vor meiner Hochzeit. Seit drei Jahren trinke ich nichts mehr, also haben sich die Pub-Besuche erübrigt. Gar nichts mehr? Warum? Ich hatte einfach das Gefühl, dass es Zeit ist. Ich bin 40 geworden und habe ein Baby bekommen – und ich finde, man kann kein verantwortungsvoller Elternteil sein, wenn man trinkt. Ich genieße das, und ich bin viel fitter als mit 35. Vermissen Sie die Freiheit der Jugendtage, dieses Gefühl, dem Gary im Film so verzweifelt nachläuft? Nein. Und Gary ist ja nicht so frei, wie er glaubt, er ist in einer bizarren Zeitschleife gefangen, ein ewiger Teenager. Er klammert sich an die Erinnerung an das letzte Mal, wo er wirklich glücklich war, und verharrt darin. Ich bin wirklich froh, dass ich meine wilde Zeit heil überstanden habe und jetzt hier angekommen bin: Papa, Hausmann, Ehemann und Teilzeit-Gärtner. Wie gelingt euch (Pegg & Co-Autor/Regisseur Edgar Wright, Anm.) so verlässlich smarte Comedy? Gerade im US-Kino gibts ja massenhaft Beispiele für wirklich sagenhaft dumme Komödien ... Einfach den Kasperl zu machen, das ist zu wenig fürs Publikum. Man muss dem Zuschauer schon eine gewisse Intelligenz zugestehen. Platz für Ordinäres und Witze über Schwänze ist ja trotzdem, aber das darf nicht alles sein. Gibts ein Limit, worüber man sich lustig machen darf? Wenn es keine Satire ist, sondern nur auf Kosten von jemandem

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geht. Sich über Leute lustig zu machen, die sich nicht wehren können, das finde ich entbehrlich. Ich finde, man darf sich thematisch auch über heilige Kühe wagen, manchmal heiligt der Zweck die Mittel, auch bei der Komödie, aber es müssen ehrenhafte Vorsätze dahinterstecken. Hattet ihr beim Schreiben der Rollen schon die späteren Darsteller im Visier? Ehrlich gesagt stand im Skript nicht Oliver sondern Martin Freeman, statt Peter stand Eddie Marsan usw. Besonders Eddie haben wir uns so gewünscht, der spielt ja immer den Bösen. Er witzelt darüber, dass er in allen seinen Filmen noch nie einvernehmlichen Sex hatte. Und dabei ist er in echt ein so ein netter Kerl, und jetzt darf er das auch im Film einmal zeigen. Als junger Schauspieler, konnten Sie sich vorstellen, so eine Karriere zu machen? Nicht wirklich. Aber ehrlich gesagt, bin ich eher im hier und jetzt zu Hause und kümmere mich weniger darum, was als Nächstes kommen könnte. Ich hoffe einfach nur, dass mir der Spaß an der Arbeit erhalten bleibt. Erfolg ist wirklich zweitrangig, viel wichtiger ist es, zufrieden zu sein. Und das bin ich. Im Film stellt sich die Frage, ob die Menschen das Recht haben, Versager zu sein. Wie stehen Sie dazu? Was die Aliens vorhaben, ginge ja auf Kosten unserer Freiheit. Und da stimme ich mit Gary überein, dass die Menschheit das Recht haben muss, ihren eigenen Weg zu finden, auch wenn es das Versagen mit einschließt. Es ist sicher kontroversiell, Dummheit und Unverantwortlichkeit – dafür steht Gary ja – zu unterstützen; aber das tun wir ja nicht wirklich. Wir sagen nur, dass es eine Wahlmöglichkeit geben muss, dass man uns nicht kontrollieren und in eine wünschenswerte Form zwingen darf. Auch eine Kraft, die unser Bestes will, ist unterm Strich nicht gut, wenn sie Zwang ausübt. Das klingt fast wie die oberste Direktive von Gene Roddenberry ... Ja, weil der Gedanke so alt wie die Menschheit selber ist. Sie werden von Hollywood als „der Nerd“ wahrgenommen und besetzt – nervt das nicht? Naja, man spielt eben seine Stärken aus. Ich bin nicht Tom Cruise oder Brad Pitt ... Als britischer Schauspieler in Hollywood bin ich überzeugend als der nerdige Underdog. Ich hoffe, es bleibt nicht auf Dauer das Einzige, das ich in Hollywood zu tun bekomme, aber wenn es jetzt bedeutet, dass ich an Franchises wie Star Trek oder Mission: Impossible ▶l DINA MAESTRELLI teilhaben kann, find ich das gut.

FOTOS: UPI

SKIP: Mr. Pegg, können Sie noch alle Pub-Namen aus dem Film aufsagen? SIMON PEGG: The First Post, The Old Familiar, The Famous Cock, The Cross Hands, The Good Companion, The Trusty Servant, The Two-Headed Dog, The Mermaid, The Beehive, The King’s Head, The Hole in the Wall und dann haben wir noch The World’s End.


FOTOS: UPI

„Man darf sich thematisch in Komödien auch über heilige Kühe wagen, aber es müssen ehrenhafte Vorsätze dahinterstecken.“

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▶l Film

Blutgletscher

Eine entlegene Forschungsstation im Gletschergebirge. Vom Lagerkoller gezeichnete Wissenschaftler erforschen die Auswirkungen des Klimawandels auf das Jahrtausende alte Eis – und machen unvermutet eine grauenvolle Entdeckung … Ja zu A(AAARGH!!!): großartiger Creature-Horror aus Österreich.

Abenteuer mit Ablaufdatum. Da hat

man für seinen absoluten Traumjob jahrelang studiert und geforscht, ist dann endlich dort gelandet, wo man immer hinwollte, aber sogar dort, in der entlegenen Klimaforschungsstation im Gletschergebirge, wo nur die Spezialisten hinkommen, lauert er: der Arbeitsalltag. Und so gehen sich irgendwo weit oben in den Alpen vier Menschen gegenseitig auf die Nerven: Die drei Wissenschaftler Birte (Hille Beseler), Falk (Peter Knaack) und Harald (Felix Römer) und der Techniker Janek (Gerhard Liebmann), ein versoffener Einzelgänger, der die Forscher eher als Fremdkörper auf „seinem“ Berg zu sehen scheint und nur seinen Hund respektiert.

Wenn die vier nur wüssten,

wie sehr sie sich bald nach der Routine zurücksehnen werden. Denn bei einem Kontrollgang entdecken Janek und Falk eine mysteriös verfärbte Gletscherwand, aus der eine rote Flüssigkeit austritt – und kurz darauf wird Janeks Hund von irgendwas gebissen.

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Zuerst glaubt man an einen tollwütigen Fuchs, doch als sich bei der Analyse der roten Flüssigkeit im Labor herausstellt, was für ein monströses Geheimnis durch den Klimawandel aus dem schmelzenden Gletscher austritt, wird den Forschern bald klar: Sie haben es mit einer der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen seit der Beherrschung des Feuers zu tun. Faszinierend, aber auch brandgefährlich. Und das genau einen Tag, bevor sich für die Station überlebenswichtiger Besuch angekündigt hat: die Umweltministerin (grandios: Brigitte Kren, Vier Frauen und ein Todesfall) samt ihrer Entourage, darunter auch der unwirsche Urs (Michael Fuith, Michael) und Janeks ganz große Liebe, die Klimaforscherin Tanja (Edita Malovcic). Doch während man auf der Station noch drüber diskutiert, ob man der Frau Minister von der blutigen Entdeckung erzählen soll, überschlagen sich die Ereignisse, und die im wahrsten Sinne des Wortes entfesselte Natur verlangt Blutzoll in größeren Mengen …

Ein Horrorfilm, der sich vor nichts fürchtet, ist seltener als man meint. Umso schaurig-schöner zu sehen, wie ungeniert der Österreicher Marvin Kren (der schon mit dem mehrfach preisgekrönten ZombieDrama Rammbock für Aufsehen gesorgt hat) bei seinem neuesten Baby in die Blut-undBeuschel-Kiste greift: unglaublich mutierte Kreaturen, wildestes Überlebens-Gemetzel und blutiges Grauen bis zum bittersüßen Ende. In bester Tradition von Carpenter & Co. gehts hier weniger um perfekt umgesetzte Effekte, sondern um die virtuose Beherrschung der Spannungsorgel. Der tolle Cast tut sein Übriges zum Horrorvergnügen.  GB ▶l

27 09 2013

Horror. OT: Blutgletscher. Österreich 2013. Länge: 96 Min. Regie: Marvin Kren. Buch: Benjamin Hessler, Marvin Kren. Kamera: Moritz Schultheiß. Schnitt: Daniel Prochaska. Musik: Stefan Will, Marco Dreckkötter. Produktion: Helmut Grasser. Darsteller: Gerhard Liebmann, Edita Malovcic, Brigitte Kren, Hille Beseler, Felix Römer, Peter Knaack, Michael Fuith. Verleih: Luna Film.

fotos: Andrea Mühlwisch (1), Luna Film (1)

Janeks Hund Tinni, ist als Erster dran. Aber die Menschen werden nicht verschont, keine Angst: Ob mutierte Stechmücken oder KillerSteinbock-Adler – keiner kommt unblutig davon.


▶l Film

eXKlusiV-interView

mArvin Kren Gewagt und gewonnen: der junge österreichische Filmemacher marVin Kren legt mit seinem überbordenden creaturespektakel Blutgletscher wieder einen grandiosen Horrorfilm aus heimischer Produktion vor. sKiP sprach mit ihm über Monster, Mutanten und darüber, wie man seine eigene Mama zum Blutrausch bringt.

Für sein Debüt Rammbock gabs den Wiener Filmpreis und den Publikumspreis beim Max-Ophüls-PreisFilmfestival. Jetzt will Kren, 33, mit Blutgletscher noch viel höher hinaus – im jedem Sinne.

fotos: AndreA Mühlwisch (1), lunA FilM (1)

BLUT IST IM BERGSCHUH sKiP: Wie seid ihr ausgerechnet am Gletscher gelandet, was war der zündende funke für diesen film? MArVin Kren: Am Anfang stand eine absurde idee von mir: ein wanderer steigt von einem total pittoresken PostkartenGipfel herunter und findet an einem Bergsee eine monstergroße Assel. das habe ich Filmproduzent helmut Grasser erzählt, und der hat sofort gemeint: „Mach a G’schicht draus!“ (lacht). die erste drehbuchfassung, die wir geschrieben haben, hätte allerdings 20 Millionen gekostet. Also haben wir uns zusammengesetzt und gedacht: „lass uns aus der not eine tugend machen“ ich mag cG-Monster nicht, weil sie mich nicht berühren, weil ich immer das digitale spüre, die einsen und nullen. Also wollten wir im besten sinne einen Oldschool-trashMonsterfilm machen und haben mit dem gearbeitet, was wir haben: eine fantastische Kulisse, fantastische schauspieler und ein fantastisches Filmwissen, das wir uns von den Filmemachern abschauen können, von denen wir gelernt haben. und es ist dann im Zuge dessen auch eine Verneigung an die Filme von John carpenter, John landis, Joe dante und cronenberg geworden. die haben es alle meisterhaft verstanden, den horror anzudeuten, zu beschreiben, und dann mit der imagination der Zuschauer weiterzuspielen. es muss ja unglaublichen spaß gemacht haben, diese tiere zu entwerfen. ich kenne einen Künstler namens tomak, der sehr brutale Bleistiftzeichnungen macht, die sich mit der tierischen und menschlichen Anatomie auseinandersetzen. ich wusste, wenn ich dem das erzähle, bringt er es glaubhaft rüber,

dass es wirklich solche Kreaturen gibt. und dann haben wir eine komplette Mythologie drumherum erfunden, das war wirklich lustig. die Monster im Film waren auch alle „echt“, nur ein mutierter Vogel ist im computer entstanden. Aber z. B. der Fuchskäfer, der Vogelsteinbock und die riesenassel wurden tatsächlich gebaut, und beim dreh standen dahinter bis zu vier große, starke Puppenführer, die das alles bewegt haben. Wie wissenschaftlich ist die Geschichte eigentlich? Gabs da irgendeinen unterbau? das mit den Mutationen hab ich einfach behauptet. ich hab mir allerdings wissenschaftlichen rat geholt von einer Glaziologin in innsbruck, weil ich die welt der wissenschaftler realistisch darstellen wollte.

„Meine Mutter ist der mutigste Mensch, den ich kenne!“

deine mutter brigitte Kren, die im film eine Politikerin spielt, hat eine denkwürdige Kampfszene mit einem der monster. Wie hast du es geschafft, deine eigene mutter zu so etwas zu bringen? Meine Mutter ist der mutigste Mensch, den ich kenne. wir haben diese rolle auch extra für sie geschrieben!

Also hat es ihr gefallen, so richtig herumzumetzgern? durchaus. Am Anfang wusste sie nicht, wie weit sie gehen kann – aber ich hab sie immer weiter angetrieben, und gerufen: „noch ▶l gini Brenner mehr! spritzt noch mehr Blut in ihr Gesicht!“

sKiP sePtember

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▶l Film

Prisoners

Es geschah am helllichten Tag. Nachdem seine Tochter gekidnappt wurde, sieht Familienvater Hugh Jackman rot. Aber ist es auch wirklich der Täter, den er zur Verantwortung ziehen möchte? Meisterlicher, starbesetzter Thriller von Denis Villeneuve (Die Frau die singt – Incendies).

Thanksgiving-Tradition,

alljährlich angewandt. Geselliges Beisammensein im Kreise der Liebsten, ein paar gute Freunde zu Besuch, angemessen aufgetischter Truthahn. Genau so einen Abend möchte auch das Ehepaar Keller (Hugh Jackman) und Grace Dover (Maria Bello) mitsamt den Kindern bei einer befreundeten Nachbarsfamilie verbringen. Die Begrüßung an der Tür von Franklin (Terrence Howard) und Nancy Birch (Viola Davis) ist zuversichtsspendend herzlich, der TeenagerNachwuchs kommt miteinander klar, die zwei jüngeren Mädels sowieso, es wird sogleich ausgelassen herumgetollt. Kummer stellt sich allerdings unvermittelt ein: DoverTochter Anna (Erin Gerasimovich) und BirchTochter Joy (Kyla Drew Simmons) sind nach der gemeinsamen Straßen-Spielerei schlichtweg nicht mehr zurückgekehrt. Als aus Minuten des Wartens Stunden des Suchens werden, glaubt keiner der Beteiligten mehr an ein harmloses Versteckspiel. Eine bange Frage hängt im Raum: Wurden die beiden womöglich entführt? Der so ambitionierte wie aufbrausende Detective Loki (Jake Gyllenhaal) wird auf den Fall angesetzt. Halbwegs brauchbare Anhaltspunkte gibt es wenige, ein in unmittelbarer Nähe der Kinder gesichtetes, übel abgeranztes Wohnmobil lenkt die Ermittlungen zunächst aber einmal

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SKIP September

in Richtung des geistig zurückgebliebenen Fahrzeughalters Alex Jones (Paul Dano). Als Loki diesen jedoch aus Mangel an wirklich stichhaltigen Beweisen nicht überführen kann und darob wieder von dannen ziehen lassen muss, reißt dem zunehmend angespannten Familienvater Keller der Geduldsfaden. Er nimmt das Gesetz des Handelns selbst in die Hand, verschleppt Jones in sein altes Apartment, um ihn, nach

wendung kommen, ist zweifelsohne dem Mann im Regiesessel zu verdanken. Der mittlerweile mit bestem Recht top-gefragte kanadische Filmemacher Denis Villeneuve (der mit Enemy übrigens eine weitere finalisierte Zusammenarbeit mit Gyllenhaal in der Pipeline hat) ließ bereits vor drei Jahren mit seiner für den Auslands-Oscar nominierten Schuld-und-Sühne-Parabel Die Frau die singt – Incendies anklingen, dass ihm eine noch so einfach anmutende Rache-Geschichte gar nicht moralisch komplex genug aufgeladen sein kann. So nimmt es denn auch kaum Wunder, wenn sich nun sein Hollywood-Einstand, flankiert von einer sich formidabelst einbringenden Starschauspielerriege sowie der bewährt suggestiven Kameraarbeit von Roger Deakins (Skyfall), gleichfalls als Meisterleistung in Sachen dramaturgischer Hakenschläge und emotionaler Zuspitzung entpuppt. Prisoners vermag so in der Tat dem vermeintlich gut abgelatschten Thriller-Terrain unerwartete Abgründe jener Sorte zu entlocken, die selbst Suspense-Routiniers geschockt nach Atem ringen lassen werden. CP

Ein Gefangenendilemma anfänglichem Zaudern auch unterstützt von Franklin Birch, so lange mit allen vertretbaren und bald eher nicht mehr vertretbaren Mitteln zu „befragen“, bis die Wahrheit über das Verschwinden der Mädchen ans Tageslicht kommt. Was aber, wenn Jones tatsächlich nichts mit der Entführung zu tun hat? Was, wenn die Geschichte womöglich weit verworrener und obendrein viel verstörender ist, als es allen Beteiligten lieb sein kann?

Thriller-Tradition, atmosphärisch

abgewandelt. Oft kommt es anders, als man denkt: Dass in Prisoners die ach so knallharten Normen der spätestens seit 96 Hours wieder überaus gefragten Selbstjustiz-Actioner mehr als nur leicht variiert zur An-


Für Detective Loki (Jake Gyllenhaal) könnte das Lösen des Entführungsfalles das große Karrieresprungbrett sein, für die unmittelbaren Angehörigen geht es allerdings um weit mehr.

▶l

11 10 2013

Thriller. OT: Prisoners. USA 2013. Länge: 146 Min. Regie: Denis Villeneuve. Buch: Aaron Guzikowski. Kamera: Roger Deakins. Schnitt: Joel Cox, Gary Roach. Musik: Jóhann Jóhannsson. Produktion: Kira Davis, Broderick Johnson, Adam Kolbrenner, Andrew A. Kosove. Darsteller: Hugh Jackman, Jake Gyllenhaal, Paul Dano, Maria Bello, Viola Davis, Terrence Howard, Melissa Leo, Mike Gassaway. Verleih: Tobis.

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▶l Film Für das Beste im Mann: Riddick wird auf einem Wüstenplaneten zurückgelassen. Doch ein wahrer Held findet überall einen Ausweg.

Riddick

Überleben ist seine Rache Licht aus. Der stolze Held der Dunkelheit ist wieder da: Zwischen Fast & Furious lässt es Vin Diesel zum dritten Mal als Weltraum-Underdog intergalaktisch krachen, wieder unter der bewährten Regie von DaViD Twohy. RichaRd B. Riddick ist keiner, mit dem es gut kirschen essen ist. Er ist unfreundlich, eigenbrötlerisch und hat ein ziemliches Anger-Management-Problem, das schon mehr als einmal zum verfrühten Ableben des momentanigen Widersachers geführt hat. Er ist also ein echter WeltraumUngustl, könnte man sagen. Noch dazu ein vielfach gesuchter Verbrecher, für dessen Ergreifung ein beträchtliches kopfgeld winkt. Aber weil Riddick dazu noch ein extrem unverbiegbares Rückgrat, einen starken charakter und neben seinen ausgeprägten Muskeln auch über ein nicht minder kräftiges Hirn verfügt, hat er es doch zu einiger Reputation gebracht.

Doch dann lässt der geschlagene Necromonger-commander Vaako (karl Urban, Star Trek) durchblicken, dass er Riddick noch viel weiter bringen könnte: Angeblich weiß er nämlich, wo und wie der mysteriöse Planet Furya – die Heimat von Riddicks Leuten – zu finden ist, den er schon so lange sucht. Blöderweise vertraut Riddick Vaako in einem sentimentalen Moment und macht sich mit ihm und ein paar Getreuen auf die Reise. Doch das vielversprechende Ziel entpuppt sich als gemeine Falle: Der versprochene Heimatplanet entpuppt sich als überhitzte Wüstenei ohne Leben, auf dem der ahnungslose Riddick einfach zurückgelassen wird.

ZwischeneRfolg. Nach dem letzten

noch nie einer, der aufgibt, solange sich noch der Funken einer chance erahnen lässt. Auch wenn der Funken hier wirklich extrem schwach ist: Es gibt nämlich durchaus Lebensformen auf diesem Planeten. Gewaltig starke Lebensformen, die Wesen wie Riddick normalerweise zum Frühstück verspeisen. Unser Held hat nun nur eine einzige chance:

Abenteuer, Riddick – chroniken eines kriegers, war Riddick ja gar zum Lord Marshal der Necromongers gekrönt worden – einem übelmeinenden Volk, deren Obersten er auf seine Weise gezeigt hat, wo der Hammer hängt. Jetzt könnte sichs Riddick bis zum Ende seiner Tage richtig gut gehen lassen.

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skiP sePteMBeR

Mission ÜBeRleBen. Riddick war

Mittels Notsignal genau die alarmieren, vor denen er eigentlich sein ganzes Leben auf der Flucht war – die kopfgeldjäger, die hinter der Belohnung für Riddicks Ergreifung her sind, egal ob tot oder lebendig …

deR letZte deR fuRyaneR.

Nach dem indie-kulthit Pitch Black – Planet der Finsternis (2000) und dem größer budgetierten Riddick – chroniken eines kriegers (2004) legen Vin Diesel und Regisseur David Twohy nun den lang erwarteten dritten Teil der epischen Space-Adventure-Saga nach: ein intergalaktischer Action-Genre-Thriller mit viel Testosteron und gB wenig offenen Fragen.

▶l

19 09 2013

sci-Fi-acTion. oT: RiDDick. USA 2013. Buch & Regie: David Twohy. KameRa: David Eggby. schniTT: Tracy Adams. musiK: Graeme Revell. PRoDuKTion: Vin Diesel, Ted Field, Samantha Vincent. DaRsTelleR: Vin Diesel, karl Urban, katee Sackhoff, Dave Bautista, Jordi Mollà. VeRleih: constantin.


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▶l Film

Prakti.com Nach Die Hochzeits-Crasher wird das DreamTeam Owen wilsOn und Vince VauGhn wieder auf die Welt losgelassen – diesmal als angejahrte Praktikanten bei Google. „Google doch mal ,Blödmann‘!“ Owen Wilson und Vince Vaughn entdecken Freud und Leid der Arbeit im Cyberspace.

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26 09 2013

KOmödie. Ot: THE INTERNSHIP. USA 2013. reGie: Shawn Levy. Buch: Vince Vaughn, Jared Stern. Kamera: Jonathan Brown. schnitt: Dean Zimmerman. musiK: Christophe Beck. PrOduKtiOn: Vince Vaughn, Shawn Levy. darsteller: Vince Vaughn, Owen Wilson, Rose Byrne, Max Minghella, Dylan O’Brien. Verleih: Centfox.

Laut und explosiv: Drinnen ein Live-Gig von Metallica, draußen jede Menge Überraschungen.

Ein Job beim Online-Giganten Google – davon träumen Millionen jugendlicher Möchtegern-Nerds. Und Tausende sind bereit, sich dafür als unbezahlte Praktikanten ausbeuten zu lassen. Billy (Vince Vaughn) und Nick (Owen Wilson) dagegen sind schon mindestens eine Generation weiter. Die virtuelle Welt ist ihnen egal, sie sind als Vertreter in der wirklichen Welt aktiv – und weil ihr Verkaufstalent beträchtlich ist, auch recht erfolgreich. Mit Ablaufdatum: Just die Entwicklungen des Online-Handels machen ihren Job obsolet. Aber ein guter Verkäufer kann sich immer wieder neu erfinden – und so haben auch Billy und

Nick schon bald die Königsidee: Warum sollen nicht auch sie bei Google ihr Glück finden? Mangelnde Jungend können sie mit Lebenserfahrung wettmachen, mangelndes Nerdtum mit unschlagbarem (Über)redetalent. Wenn das den Großkonzern in Mountain View nicht überzeugt, was dann? Also starten die beiden mit viel Optimismus als sogenannte „Noogler“ bei Google – wo man nicht gerade auf sie gewartet hat, und besagte tausende Jungspunde nur darauf lauern, dass die beiden Oldies versagen … Zwei Männer mittleren Alters, die sich gezwungen sehen, ihren Platz in der Welt völlig neu zu verhandeln: Owen Wilson und Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller Vince Vaugnh treffen mit dieser leichtfüßigen Komödie quasi den Nagel einer ganzen GB Generation auf den Kopf.

Metallica

Through the Never Metallica, der Welt bekannteste Krachmacher, schicken gemeinsam mit Regisseur nimród antal (Kontroll) dane dehaan (Chronicle) als Roadie auf einen Backstage-Trip durch die Hölle – in 3D.

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04 10 2013

musiKfilm. Ot: METALLICA THROUGH THE NEVER. USA 2013. Buch & reGie: Nimród Antal. Kamera: Gyula Pados. schnitt: Joe Hutshing. musiK: Metallica. PrOduKtiOn: Charlotte Huggins. darsteller: Dane DeHaan, James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo. Verleih: Constantin.

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SKiP SEPtEmbEr

StEll dir vor, du arbeitest backstage auf

einem Metallica-Konzert. Eigentlich sollst du einen harmlosen Auftrag erledigen, Zeug von A nach B bringen. Doch da bricht der völlige Wahnsinn aus: Metallica rocken die Bühne und du bist völlig auf dich allein gestellt, als sich die halbe Welt dir in den Weg stellt. Stagehand Trip (Dane DeHaan) erlebt genau das. Details wollen wir keine verraten – aber schlecht gelaunte Menschenmassen und ein mörderischer Reitersmann spielen eine tragende Rolle. „Was zur Hölle machen wir da eigentlich?“ fragten sich die Herren James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk

Hammett, Robert Trujillo, namentlich die Mitglieder der Kultband Metallica, schon einmal: Als sie die Weltöffentlichkeit in der legendären Doku Some Kind of Monster an ihren bandinternen Streitereien teilhaben ließen. Aber wer Rock ’n’ Roll im Blut hat, hört mit erfolgreichem Quatsch-Machen eben nicht auf. Metallica wars egal, dass bei diesem Projekt halb Hollywood sich an die Stirn griff und absagte. Schließlich war der ungarische Regisseur Nimród Antal (Kontroll) durchgeknallt genug, um die Herausforderung anzunehmen. Als Schauspiel-Nachwuchshoffnung Dane DeHaan (In Treatment, Chronicle – Wozu bist du fähig) für die Hauptrolle gecastet war, fehlte nur noch die Kleinigkeit von einer 15 Millionen US-Dollar teuren Bühne, tausenden Statisten und lächerlichen 36 JP 3D-Kameras: And nothing else matters.


▶l Film

Lost Place

Neue Medien, neue Gefahren. Ein Geocaching-Abenteuer wird für vier junge Leute zum absoluten Horrortrip, als sie eine vergessene MilitärVersuchsstation aus dem 2. Weltkrieg entdecken … Fein inszenierter GruselAusflug aus Deutschland.

ALLES BEGINNT ONLINE: Da-

niel (François Goeske) und Elli (Jytte-Merle Böhrnsen, Wege zum Glück) haben sich im Chatroom kennen- und mögengelernt. Nun soll die Beziehung auf die nächste Ebene gehoben werden: Ein gemeinsamer Geocache-Ausflug, eine Art Schnitzeljagd mittels GPS am Handy, klingt nach einem lustigen Abenteuer. Mit dabei sind auch Thomas (Pit Bukowski) und Jessi (Josefine Preuß, Türkisch für Anfänger) – die finden den Geocaching-Hype zwar nicht gar so erfrischend, aber ein Ausflug mit Freunden klingt halt trotzdem nach Spaß. Also macht man sich zu viert auf in den idyllischen Pfälzerwald, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Eine verlassene US-Militärbasis aus dem 2. Weltkrieg ist die erste Station. Warnschilder, die radioaktive Strahlung ankündigen, werden nicht wirklich ernst genommen – schließlich sind sie jahrzehntealt, die Bedrohung ist mit Sicherheit verjährt.

DIE NÄCHSTE STATION ist ein verlassener Campingplatz. Alles ein wenig mysteriös hier, es sieht aus, als wäre das Gelände vor Unzeiten überstürzt verlassen worden. Doch die Geocache-Box, die die vier finden,

Werden die Gefahren der Atomenergie überschätzt oder hochgespielt? Und warum sind die Schauplätze von Strahlungsexperimenten auch nach Jahrzehnten noch streng geheim? Vier Teenager entdecken Schreckliches.

birgt durchaus aktuellen Inhalt: in Alufolie eingewickelte Haschkekse. Die Abendgestaltung ist somit gerettet. Doch halt: Wir befinden uns schließlich in einem Horrorfilm! Also wird die Idylle schnell zum Albtraum-Szenario, in dem geheimnisvolle Strahlen-Experimente und ein mysteriöser Fremder (Anatole Taubman) eine wesentliche Rolle spielen …

MANCHMAL MÜSSEN andere Spra-

chen herhalten, wenns die eigene nicht schafft: Eigentlich ist der Ausdruck „Lost Place“ ein sogenannter Pseudoanglizismus, also ein englischer Begriff, den es im Englischen so gar nicht gibt – wie z. B. Handy. Aber im Deutschen gibts einfach keine bessere Entsprechung für diese sogenannten „verlorenen Orte“ – Gebäude, die einst

wichtig waren, es aber nicht mehr sind. Leere Fabriken, verlassene Krankenhäuser, Überbleibsel aus dem großen Krieg, die eins gemeinsam haben: die unvergleichlich mysteriöse Atmosphäre. Aus modernen Verschwörungstheorien und uralten Angstfantasien hat nun Thorsten Klein sein Filmdebüt gebastelt: ein packendes Horror-Drama voller GB wilder Wendungen in griffigem 3D! ▶l

20 09 2013

HORROR. OT: LOST PLACE. Deutschland 2013. LÄNGE: 101 Min. REGIE: Thorsten Klein. BUCH: Thorsten Klein, Lena Vurma. KAMERA: Xiaosu Han, Alexander Thalhammer. SCHNITT: Vincent Assmann. MUSIK: Adrian Sieber. PRODUKTION: Alex Weimer, Esther Friedrich, Lena Vurma. DARSTELLER: François Goeske, Jytte-Merle Böhrnsen, Josefine Preuß, Pit Bukowski, Anatole Taubman. VERLEIH: Thimfilm.

SKIP SEPTEMBER

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▶l Film

Paranoia Riskantes Spiel

Bei so einem Traumauto verschwimmt die Grenze zwischen Moral und Unmoral gleich doppelt so schnell: Adam (Liam Hemsworth) findet an seinem neuen Chef (Harrison Ford) viele Vorzüge.

Die Wirtschaft ist ein schmutziges Spiel … Grandios besetztes Drama von ROBERT LUKETIC (Natürlich blond) mit LIAM HEMSWORTH, HARRISON FORD, GARY OLDMAN, AMBER HEARD, EMBETH DAVIDTZ, JULIAN McMAHON und RICHARD DREYFUSS. ALLES HAT SO GUT angefangen.

Adam (Liam Hemsworth, Die Tribute von Panem, kleiner Bruder von Chris „Thor“ Hemsworth und Herzblatt von Miley Cyrus) hat endlich einen Job. Als Developer bei einem der weltweit führenden HightechUnternehmen, der Firma von Nicholas Wyatt (Gary Oldman), steht ihm eine große Zukunft bevor. Doch blöderweise versemmelt Adam seine Chance und wird nach einem dummen Fauxpas gefeuert.

DAS WIEDERUM ruft Wyatts Geschäftspartner Miles Meechum (Julian McMahon, Nip/Tuck) auf den Plan. Er macht Adam ein unmoralisches Angebot: Wenn er einwilligt, die große Konkurrenz von Wyatt – eine Firma namens Eikon – auszuspionieren, dann wird Adam reich belohnt. Der Chef von Eikon, Jock Goddard (Harrison Ford), steht nämlich kurz vor der Präsentation einer sensationellen Erfindung. Und tatsächlich ist Goddard total begeistert vom Jungtalent Adam, genauso wie seine Marketing-Chefin Emma (Amber Heard, Johnny Depps Scheidungsgrund). Nicht zuletzt wegen Emma beginnt Adam auch, an seinen Motiven zu zweifeln – doch Meechum und Wyatt be066

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drohen ihn: Wenn er nicht mitspielt, dann ist Adams Vater (Richard Dreyfuss) dran …

EIN UNBEDARFTER NEULING gerät mitten in den gnadenlosen Kampf zweier Oldschool-Alphamänner: Liam Hemsworth, Gary Oldman und Harrison Ford liefern sich in Robert Luketics Wirtschaftskrimi einen spektakulären Fight um Ehre, Geld und die nackte Existenz. Aber nicht nur die packende Story macht Freude, sondern vor allem der hochkarätige Cast. Schon im Referenz-Thriller Air Force One (1997) waren Harrison Ford und Gary Oldman kongeniale Kontrahenten – in Paranoia – Riskantes Spiel stehen sie einander wieder gegenüber. „Es war ein Traum, die beiden wieder zusammenzubringen“, meint demnach auch Produzentin Alexandra Milchan. „Obwohl sie ganz unterschiedlich sind, sind sich Gary und Harrison in vielen Dingen auch sehr ähnlich: Sie sind beide total witzig, nett, klug und großherzig.“ Und, das schlagende Argument: „Sie waren beide extrem begeistert vom Drehbuch!“ In der Tat ist Paranoia – Riskantes Spiel ein wirklich spannender Thriller geworden, voller unerwarteter Wendungen und aktueller Anspielungen: GB ein Wirtschaftskrimi, wie er sein soll.

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20 09 2013

THRILLER. OT: PARANOIA. USA 2013. LÄNGE: 115 Min. REGIE: Robert Luketic. BUCH: Barry Levy, Jason Dean Hall nach dem Roman von Joseph Finder. KAMERA: David Tattersall. SCHNITT: Priscilla Nedd-Friendly. MUSIK: Junkie XL. PRODUKTION: Alexandra Milchan, Scott Lambert, Deepak Nayar. DARSTELLER: Liam Hemsworth, Gary Oldman, Harrison Ford, Amber Heard, Julian McMahon, Embeth Davidtz, Richard Dreyfuss. VERLEIH: Constantin.


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Nationalratswahl 2013: Nur wer wählt, redet mit. Für mehr Infos zur Nationalratswahl:

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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

ONE DIRECTION

LIVE WHILE WE’RE YOUNG

Smart Move: One Direction haben sich mit Morgan Spurlock (Super Size Me) einen Regisseur ausgesucht, der berühmt dafür ist, sich seinen Filmen mit Haut und Haar zu widmen.

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SKIP: In eurem Film spielen eure Fans eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie ihr selbst. Wie sehr hält euch die Energie der Fans am Laufen? LIAM PAYNE: Total. Wir sind so viel unterwegs, aber wir hatten noch kein einziges Mal ein schlechtes Publikum. Es ist unglaublich. Und das ist es auch, was einen antreibt, Abend für Abend auf die Bühne zu gehen und Spaß zu haben. Es ist toll. HARRY STYLES: Beim Touren hilft das am meisten. Sogar wenn man einen schlechten Tag hat – sobald ich beim Ausgang auf

FOTOS: SONY

Goschert, fesch und gutgelaunt: Die britisch-irische Boygroup, die derzeit nichts weniger als die größte Band der Welt ist, nahm sich per SkypeVideochat Zeit für ein Interview mit SKIP – und schaffte es nur mit allergrößter Mühe, ernst zu bleiben.


▶l Film „Niall ist gestern in die Pubertät gekommen!“

Everything About You – und das sogar in 3D! Wenn One Direction aufgeigen, dann sind Millionen Up All Night.

(LOUIS TOMLINSON)

die Bühne stehe und das Kreischen höre, da kann ich gar nicht anders als zu lächeln, wenn ich rausgehe. Man kann da unmöglich mies drauf bleiben. Habt ihr beim Sehen des Films was über euch gelernt? LOUIS TOMLINSON: Ach, wir lernen doch dauernd was über uns. NIALL HORAN: Gestern hab ich erfahren, dass Louis seinen Tee ohne Zucker trinkt. LT: Ja, und Niall ist gestern in die Pubertät gekommen. Oh, Gratulation! LT: Ja, endlich echtes Achselhaar! Aber war das nicht heftig, ständig gefilmt zu werden? HS: Klar, es hat immer etwas Einschüchterndes, wenn man weiß, man erlaubt jemandem so nah ans eigene Leben zu kommen. Man weiß ja vorher nicht, was die alles zu sehen kriegen. ZAYN MALIK: Aber das ist das Gute daran, mit jemandem wie Morgan Spurlock zu arbeiten: Er ist voll und ganz für den Film da und ist dabei so cool und direkt, dass man immer das Gefühl hat, die Kontrolle über alles zu behalten. NH: Außerdem hat unsere Karriere ja damit begonnen, dass wir zehn Wochen lang mit Kameras für The X-Factor gelebt haben, das war also nichts Neues. HS: Trotzdem ist der Film auch spannend, weil die Leute uns ja bisher nur von einer bestimmten Seite kennen. Denn auch durch Social Media und Interviews und all das kann man Menschen nur bis zu einem gewissen Grad kennenlernen. Das hier ist eine tolle Chance für die Fans und auch für alle, die noch nicht wissen wer wir sind, eine Seite von uns zu sehen, die wir bisher noch nicht gezeigt haben.

FOTOS: SONY

Warum, meint ihr, lieben euch die Mädchen so sehr? NH: Ich glaube, es ist einfach weil wir wir selbst sind. HS: Ja, und dabei sind wir immer geblieben. Wir haben nie versucht, irgendjemand anderer zu sein. Und, ihr wisst schon, wir sind manchmal ziemliche Idioten. (grinst) LT: Und wir blödeln viel. HS: Und die Mädels sehen uns dadurch wie die Typen, die in der letzten Reihe im Klassenzimmer sitzen und Papierkugeln rumschießen und Blödsinn machen. Viele unserer Fans sind ja im gleichen Alter wie wir. Die machen also gerade dieselben Prüfungen wie wir oder wie unsere Freunde. Wir sind also, ich weiß nicht – einfach normale Burschen. LT: Kleiner Scherz. (lacht) Habt ihr euch je daran gewöhnt, dass Mädels in Ohnmacht fallen oder rumkreischen, wenn sie euch treffen? LP: Ich glaub nicht, dass man sich an eine solche Reaktion je gewöhnen kann. Es ist unerklärlich, aber es passiert eben manchmal. LT: Es ist total unfassbar. LP: Ich erinnere mich an unsere ersten paar Auftritte in so einer Art Nightclub, und schon damals sind die Mädchen umgekippt und wurden aus dem Publikum rausgetragen. Verrückt. HS: Es wird sich nie normal anfühlen, wenn dich jemand so ▶l KITTY KHITTL & KURT ZECHNER ankreischt.

One Direction: This Is Us Und es hat Zoom gemacht: MORGAN SPURLOCKS Doku zeichnet den kometenhaften Aufstieg von Niall, Zayn, Liam, Harry und Louis nach und gibt Einblicke in das Leben der fünf – in 3D! DIE BEATLES, die Rolling Stones, Take That und die

Backstreet Boys könnten einpacken, wenn sie das nicht schon längst getan hätten: One Direction heben das Konzept der Boygroup und des Erfolgs bei Fans auf ein komplett neues Level – die Hysterie um die britisch-irische Truppe hat längst den großen Teich bezwungen, hüben wie drüben liefern sich Millionen Fans im Internet Wortschlachten mit Justin-BieberAnhängern und kaufen die Merchandise-Abteilungen leer. Und so hat sich der US-amerikanische Regisseur Morgan Spurlock (Super Size Me, Freakonomics) nun der Band-Sensation dokumentarisch angenommen. Mit seinem Filmteam begleitete er One Direction auf ihrer Welttournee 2013 und führte zahlreiche Interviews. This Is Us wurde so zur großformatigen Kombi aus Konzertfilm und Band-Bio, die den Weg der sympathischen, glorreichen Fünf von ihren Anfängen in bescheidenen Verhältnissen über ihre Teilnahme an der britischen Castingshow X-Factor (die sie übrigens nicht gewonnen haben) bis zu ihrem rasanten Aufstieg in den TeenieIdol-Himmel nachzeichnet. Und natürlich verspricht Spurlock Einblicke ins Star-Leben, die der gewöhnliche Fan sonst nie bekommen würde: „Wir sind mit jedem der Burschen in seine Heimatstadt gefahren und haben ihn dort gemeinsam mit der Familie gefilmt. Es war mir wichtig, sie nicht nur als Stars zu zeigen, sondern als das, was sie wirklich sind: ganz KZ normale Typen wie du und ich!“ ▶l

12 09 2013

MUSIKDOKU. OT: ONE DIRECTION: THIS IS US. USA 2013. LÄNGE: 92 Min. REGIE: Morgan Spurlock. KAMERA: Neil Harvey. SCHNITT: Guy Harding, Wyatt Smith, Pierre Takal. MUSIK: One Direction, Simon Franglen. PRODUKTION: Simon Cowell, Adam Milano, Morgan Spurlock, Ben Winston. MIT: Niall Horan, Zayn Malik, Liam Payne, Harry Styles, Louis Tomlinson. VERLEIH: Sony.

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▶l Film

Keinohrhase u

Zwei Außenseiter werden Freunde – und bringen sich gegenseitig bei, dass Toleranz, Geduld und Vertrauen Spaß machen, Wünsche erfüllen und am Ende das meiste Gück verheißen: Der erste 3D-Kinder-Animationsfilm von Til Schweiger, produziert in Kooperation mit dem Team von Lauras Stern.

„Ich hatte damals die Idee, aus den Stofftieren, die der Ludo in Keinohrhasen und Zweiohrküken bastelt, ein Kinderbuch zu machen“, sagt Til Schweiger. „Damit haben wir in Österreich den Preis für das Beste Kinderbuch des Jahres gewonnen.“

Der kleine Keinohrhase

ist eigentlich ein ziemlich patenter Bursche. Er lebt in der Nähe einer kleinen Stadt am Waldesrand und ist überaus selbstständig und vielseitig, ein ganzer Kerl, der seinen Artgenossen in nichts nachsteht. Egal, wie lang, dick, klein oder geknickt deren Ohren auch sein mögen – wenn es darum geht, Karotten wegzuraspeln, dann ist unser Keinohrhase vorn dabei. Und beim Versteckenspielen hat er einen riesigen Vorteil: seine nicht vorhandenen Löffel stehen nicht aus dem Versteck heraus, und dadurch ist er viel schwerer ausfindig zu machen. Aber genau das ist der Tiergesellschaft am Waldesrand ein Dorn im

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Auge. Ein Hase ohne Ohren gehört nicht dazu, wird ausgeschlossen und ausgegrenzt. Keiner will etwas mit ihm zu tun haben. Sogar der Fuchs weigert sich, ihn zu jagen.

So ist der Keinohrhase leidlich

einsam und wünscht sich nichts mehr, als endlich einen wahren Freund zu finden. Da liegt eines Tages ein Ei auf der Fußmatte vor seiner Tür. Bald hat er herausgefunden, dass aus solchen Eieren meist Lebewesen schlüpfen, die – wenn überhaupt – nur ganz kleine, kaum sichtbare Ohren haben. Riesig freut er sich also und kümmert sich fortan liebevoll um das Ei, sieht mit ihm fern und kuschelt

mit ihm und behandelt es wie ein Juwel. Das Ei entwickelt sich prächtig, wird größer und größer, bis der Hase es eines Tages nicht mehr tragen kann und fallen lässt. Unaufhaltsam rollt es den Hügel hinab – bis das Unvermeidliche geschieht: Das Ei zerbricht. Aus der Schale schlüpft ein quietschvergnügtes gelbes Wesen voller Tatendrang: ein Küken. Aber es ist kein normales Küken, und der Hase traut seinen Augen kaum: Sein Küken hat zwei lange Hasenohren – genau jene, die ihm selbst fehlen, nur eben gelb. Aber bevor so richtig Enttäuschung beim Hasen aufkommen kann, hat ihn das Küken bereits zärtlich umarmt, und das Eis ist ge-


e und Zweiohrküken

brochen. Endlich hat der Hase den langersehnten Freund gefunden – ob mit oder ohne Ohren, ist ihm jetzt schnurzegal.

helfen, um doppelt so stark daraus hervorzugehen und mit neuem Elan den nächsten Versuch zu wagen!

Aber auch über das Wesen der

Til Schweiger hat mit Keinohrhasen und Zweiohrküken Millionen Zuschauer begeistert und zwei der erfolgreichsten deutschen Produktionen aller Zeiten geschaffen. Darauf basierend verfasste er mit Klaus Baumgart zwei immens erfolgreiche Kinder-

Freundschaft hat der Hase noch viel zu lernen. Anfangs gibt er alles dafür, seiner neuen Freundin beizubringen, wie sie sich entwicklen soll, aber da ist das Scheitern vorprogrammiert: Karotten mampfen, auf Hoppelbeinen durch die Gegend rennen und im Boden herumbuddeln – das ist einfach nichts für ein Küken. Stattdessen will es lieber seine ganz eigene spezielle Begabung herausfinden. Und wozu sollen die beiden Flügel gut sein, wenn nicht zum Fliegen?! Die anderen Küken finden das überzogen: Ein Küken kann doch nicht fliegen. Und tatsächlich endet das erste Flugexperiment in einer kleinen Katastrophe. Aber dafür sind wahre Freunde da: sich gegenseitig über Krisen hinwegzu-

erst entworfen und mit Leben erfüllt werden.“ So entstand der liebevoll detaillierte 3D-Look des Films – eine wunderschöne Mischung aus klassischem Trickfilm und 3D-Computeranimation mit ganz viel Herz KH/BT und Verstand. 

Echte Freunde – nie alleine! bücher. „Unser Ausgangspunkt waren die Bilderbücher, die sich auf die Figuren konzentrieren, aber die Umwelt der Tiere nicht detailliert zeigen“, berichtet Maya Gräfin Rothkirch, Schweigers Co-Regisseurin, die bereits mit Der kleine Eisbär und der Lauras Stern-Serie sehr erfolgreiche Kinderfilme produziert und inszeniert hat. „Diese musste also in kreativer Eigenleistung für den Film

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27 09 2013

Kinderfilm. OT: Keinohrhase und Zweiohrküken. Deutschland 2013. Länge: 70 Min. Regie: Maya Gräfin Rothkirch, Til Schweiger. Buch: Klaus Baumgart, Til Schweiger, Thilo Graf Rothkirch. Musik: Dirk Reichardt, David Jürgens. Produktion: Maya Gräfin Rothkirch, Thilo Graf Rothkirch, Tom Zickler, Til Schweiger. sprecher: Emma Schweiger, Til Schweiger, Matthias Schweighöfer, Rick Kavanian. Verleih: Warner Bros.

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V8

▶l Film

n i e s e t s e B r Du willst de Piloten ist nichts verboten, denn der Frau Ingenieur ist nichts zu schwer: David (Georg A. Sulzer, links) im Superspezial-Kart von Kiki Lelou (Clara Merkel, links unten).

Vier gewinnt. Zwei Buben und zwei Mädchen werden während der Sommerferien unerwartet zu besten Freunden – und entdecken dabei das große Geheimnis ihrer Heimatstadt! Rasanter Abenteuerspaß für coole Kids von JOACHIM MASANNEK (Die wilden Kerle).

DAS GANZ GROSSE GLÜCK

fährt auf vier Rädern. Dessen ist sich jedenfalls David (Georg A. Sulzer) ganz sicher: Sein absoluter Traum ist es, Rennfahrer zu werden, und dazu braucht er erst mal sein eigenes Kart. Doch so ein Ding ist sauteuer, deshalb hat David nicht nur gleich mehrere Ferienjobs, sondern auch mit seinen Eltern einen Deal abgeschlossen: Wenn David die Ferien über auf seine kleine Schwester Luca (Maya Lauterbach) aufpasst, werden sie ihm als Gegenleistung die Hälfte des Kaufpreises für das Kart seiner Träume zuschießen. Theoretisch klingt das ja ganz gut – nur spätestens bei den Worten „kleine Schwester“ wird klar, dass die Praxis nicht gar so reibungslos ablaufen wird. In der Tat: Luca ist zwar überhaupt kein „Mädi“, ganz im Gegenteil, sie hält sich für einen echten Superhelden, den „Diamond Dachsmann“, samt passendem Dachs-Outfit. Aber leider hinken ihre tatsächlichen Fähigkeiten reichlich hinter den Erwartungen hinterher – wodurch

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sie ihren großen Aufpasser-Bruder immer wieder in schrecklich peinliche Situationen bringt, auch vor der ebenso geheimnisvollen wie coolen Kiki Lilou (Clara Merkel). Solche Probleme hat der geschniegelte Robin (Samuel Jakob) nicht: Der wird von seinem schwerreichen Vater (Heiner Lauterbach) gesponsert und kann sich die ganzen Ferien lang auf der Profi-Kartbahn der Rennfahrerei widmen. Den einzigen Stress, den der hat, ist die Testfahrt für den Talentscout (Ilja Richter) …

DOCH DANN BRINGT eine magische

Nacht David, „Dachsmann“ Luca, Kiki Lilou und Robin zusammen: Alle vier werden Zeugen eines der legendären Straßenrennen quer durch die Stadt. Und alle vier finden sie je eine mysteriöse Münze, die jede einen Teil einer Nachricht enthält. Erst alle vier Münzen gemeinsam offenbaren die Message: Es ist eine Einladung. Eine Einladung von der Art, die man garantiert nur einmal im Leben bekommt: in die „Burg“ – das geheimnisumwitterte Hauptquartier der besten Rennfahrer der Stadt, zu dem nur ausgewählte

Kids Zutritt haben und von dem kein Erwachsener irgendetwas erfahren darf, unter gar keinen Umständen …

VIER UNGLEICHE KIDS, die durch ein

gemeinsames Abenteuer zu echten Freunden werden: Regisseur Joachim Masannek, der schon mit der Wilden-Kerle-Filmserie sein Gespür für die Zielgruppe bewiesen hat, zeigt mit seinem neuen Film, wie innovativ sich das bewährte Jugendfilm-Thema variieren lässt. V8 – Du willst der Beste sein ist ein rasantes Filmereignis, das ohne Angst vor überbordender kindlicher Fantasie zur Sache geht, ohne sich zu sehr anzubiedern. Und: Endlich gibts in einem einzigen Film coole GB Rollenbilder für Buben und Mädchen! ▶l

27 09 2013

ABENTEUER. OT: V8 – DU WILLST DER BESTE SEIN. Deutschland 2013. LÄNGE: 108 Min. BUCH & REGIE: Joachim Masannek. KAMERA: Benjamin Dernbecher. SCHNITT: Claus Wehlisch. PRODUKTION: Christian Becker. DARSTELLER: Georg A. Sulzer, Maya Lauterbach, Samuel Jakob, Klara Merkel, Heiner Lauterbach, Christoph Maria Herbst, Mina Tander, Ilja Richter. VERLEIH: UPI.


▶l Film

Turbo

Kleine Schnecke, großer Traum

Need for speed. Schneckerich Turbo hat den Tiger im Tank – und startet beim Indy 500 als Rennschnecke durch. Sympathisch-rasantes Racing-Vergnügen von den Machern von Madagascar und Kung Fu Panda. DAS LEBENSMOTTO einer Schnecke lautet naturgemäß: Die Letzten werden die Ersten sein. Würde eine Schnecke einen Bestseller schreiben, er hätte den Titel: Die Entdeckung der Langsamkeit. Und dass eine Schnecke das Slow-Food-Logo ziert, hat absolut gar nichts mit dem Wohlgeschmack der Gastropoden zu tun. Warum also nicht dieses Symbol für Langsamkeit in einen Film wie Fast & Furious stecken? Gesagt, getan, dürfen wir vorstellen: Turbo (OV-Stimme: Ryan Reynolds), nomen est omen. Besagter Schneckerich träumt seit er denken kann davon, schnell, schneller, am schnellsten zu sein. So schnell wie sein großes Vorbild, der Rennfahrer Guy Gagne. Damit hat sich Turbo in seiner Schneckenkolonie aber in die Rolle des unbeliebten, weil Turbo-lenzen verursachenden Außenseiters manövriert. Einzig sein übervorsichtiger Bruder Chet (Paul Giamatti) hält noch zu ihm. VOLLGAS!! Wie es der Zufall will in Schnecken- und Superhelden-Filmen, gerät ausgerechnet Tagträumer Turbo eines Tages unter die Haube eines aufgemotzten Sportwagens, dreht eine Runde in der Lachgaseinspritzung und wird als molekular-modifizierte Rennschnecke wieder ausgespuckt. 300 km/h und mehr hat Turbo jetzt drauf. Schnell wie der Blitz düst er durch die Straßen von Los Angeles und hat so viel Spaß wie über-

eine neue Familie gefunden. Jetzt muss nur noch Tito davon überzeugt werden, dass Turbo schnell genug für ein Antreten auf der berühmtesten Rennstrecke der USA ist, beim legendären Indy 500.

SCHNELLSCHNECKE statt Schlafmütze.

Pimp my ride. Schnellschnecke Turbo inmitten seiner größten Fans. Schnell ist bei denen zwar nur das Mundwerk, dafür haben sie bunte Spoiler und das Herz am rechten Fleck.

haupt noch nie in seinem Leben. Die heimatliche Schneckenkolonie findet diese Verwandlung weniger lustig – aber dort hat Turbo eh keine Zukunft. Die bietet sich ihm und Chet jedoch in der Taco-Bude von Tito und Angelo (Michael Peña, Luis Guzmán), ebenfalls Brüder, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Während Angelo sich ums schleppend gehende Geschäft kümmert, ist Tito ganz vernarrt in seine „Rennschnecken“: Die sehen zwar aus wie gepimpte Muscle-Cars und haben die Attitüde einer echten Street-Gang, sind aber eines ganz sicher nicht: schnell. Kein Wunder, dass sie von Turbos Rennmodus begeistert sind. Und schon haben der behäbige Chet und der rasante Turbo

Kein Traum ist zu groß und kein Träumer zu klein, heißt es im Film. Ein schöner Gedanke, der nicht nur kleine Kinobesucher beflügeln wird. Die flott und mit viel Witz inszenierte Geschichte vom Außenseiter, der am Ende die Nase vorn hat, wird auch großen PSDM Junkies Freude bereiten.

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04 10 2013

KOMÖDIE. OT: TURBO. USA 2013. LÄNGE: 96 Min. REGIE: David Soren. BUCH: David Soren, Darren Lemke, Robert D. Siegel. KAMERA: Chris Stover. MUSIK: Henry Jackman. PRODUKTION: Lisa Stewart. STIMMEN IN DER OV: Ryan Reynolds, Paul Giamatti, Michael Peña, Luis Guzmán, Samuel L. Jackson, Bill Hader, Snoop Dogg, Maya Rudolph, Ken Jeong, Michelle Rodriguez, Mario Andretti. VERLEIH: Centfox.

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▶l Film Familienaufstellung wider Willen: Enkel Jonas, Papa Conrad und Opa Carl müssen sich unter einem Dach zusammenraufen. Kein Problem: Blut ist eben dicker als das Wasser im Pool.

Da geht noch was Drei Männer im Pool: Der grundsympathische FLORIAN DAVID FITZ, Grummel-Experte HENRY HÜBCHEN und Neuentdeckung MARIUS HAAS zerkrachen und versöhnen sich im vergnüglichchaotischen Generationenkonflikt für Fortgeschrittene. DIE FAMILIE IST EIN FLUCH.

Niemand weiß das genauer als der erfolgreiche Küchenfachmann Conrad (Florian David Fitz). Seine Traumfamilie hätte er als Kind gern direkt aus der TV-Werbung übernommen. Sein Vater Carl (Henry Hübchen) war zu dogmatisch und zu lieblos. Inzwischen baut Conrad selbst am perfekten Eigenheim, den eigenen Sohn hat er übergangsweise ins Schickeria-Internat abgeschoben. Die verhassten Familienbesuche hat Conrad auf ein Mindestmaß reduziert, es steht ihm allerdings wieder einer ins Haus: Seine Mutter Helene (Leslie Malton) hat Geburtstag. Also wird am Weg zum Flieger ins exklusive Luxus-Urlaubsparadies noch rasch Sohnemann Jonas (Marius Haas) eingesammelt, der sich durch das Vortäuschen von exorbitant guter Laune rasch 50 Euro dazuverdienen kann. Frau Mama wartet allerdings mit einer Überraschung auf, mit der keiner gerechnet hat: Sie hat sich von Carl getrennt. Nur einen Wunsch hat sie: Können Sohn und Enkel einen kleinen Botendienst übernehmen?

GRUMPY OLD MAN: Als der urlaubsgestresste Conrad in seinem ehemaligen Zuhause im Retro-Chic ankommt, hat es 074

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sein alleinstehender Vater längst ins totale Single-Chaos gestürzt – Opa ernährt sich ausschließlich von Zustell-Pizza, Dosenbier und abgepacktem Baumkuchen. Nach fünf Minuten ist die Mission erfüllt und bereits ein Streit vom Zaun gebrochen, doch ein böser Sturz ins leere Schwimmbecken lässt den selbstgerechten Grantler dermaßen lädiert zurück, dass für Sohn und Enkel der heiß ersehnte Urlaub erst mal warten muss – und mit ihm auch die bereits vorgereiste liebende Gattin und Mutter, Tamara (Thekla Reuten). Während sie am anderen Ende der Welt im Wellnessresort vereinsamt, wartet Oma in Deutschland unterdessen mit weiteren Überraschungen auf …

ALLE GUTEN MÄNNER SIND DREI:

In seinem Erstlings-Kinofilm konnte Regisseur Holger Haase gleich drei fabelhafte Vertreter ihrer Generation vor die Kamera holen. Florian David Fitz (Doctor’s Diary, Vincent Will Meer) bastelte höchstselbst am Drehbuch mit, der geniale Henry Hübchen (Alles auf Zucker, Hai-Alarm am Müggelsee) verbreitet schlechte Laune, wie nur er es kann, und Jonas-Darsteller Marius Haas könnte tatsächlich Daniel Brühl 2.0 werden.

Auch an der Damenfront sind echte Stars an der Arbeit: Die großartige Leslie Malton (Der große Bellheim, Offroad) spielt die Großmutter am Weg in die Selbstständigkeit, The American-Darstellerin Thekla Reuten zeigt sich diesmal mit Akzent zum Verlieben von ihrer humoristischen Seite. Vintage-Fans werden zudem mit der Innenausstattung aus den 50ern und 60ern ihre helle Freude haben. Was man aus Da geht noch was lernen kann? Ein alter Fernsehsessel hält viel aus. Man sollte alte Familienfilme nie wegschmeißen. Und: Cornflakes mit Dosenbier JP sind keine Lösung. ▶l

13 09 2013

KOMÖDIE. OT: DA GEHT NOCH WAS. Deutschland 2013. LÄNGE: 101 Min. REGIE: Holger Haase. BUCH: Jens-Frederik Otto, Florian David Fitz. KAMERA: Gerhard Schirlo. SCHNITT: Ueli Christen. MUSIK: Andy Groll. PRODUKTION: Viola Jäger, Harald Kügler. DARSTELLER: Florian David Fitz, Henry Hübchen, Leslie Malton, Marius Haas, Thekla Reuten, Jamie Bick. VERLEIH: Constantin.


▶l Film Palim, palim: DIETER HALLERVORDEN ist zurück. Diesmal allerdings nicht als Deutschlands bekanntester Fernseh-Slapstick-Komiker, sondern als Hauptdarsteller in KILIAN RIEDHOFS inspirierender Tragikomödie um das unglaubliche Comeback eines ehemaligen Spitzensportlers.

Sein letztes Rennen

Dem Altersheim davonlaufen: Paul (Dieter Hallervorden, oben mit Filmtochter Heike Makatsch) wills als Marathon-Oldie noch einmal allen zeigen ...

det das alles nicht so super. Paul stört Ordnung und Ruhe. Er wird schon sehen, wie weit er es mit seinem Sturkopf bringt …

JEDER MÖCHTE GERNE

alt werden. Alt sein dagegen kaum jemand, und das ist in den meisten Fällen durchaus verständlich. Das Ehepaar Paul und Margot Averhoff (Dieter Hallervorden & Tatja Seibt) zum Beispiel tut sich immer schwerer allein in seinem Haus, in dem es so lange glücklich gelebt habt. Margot ist einige Male schwer gestürzt, mit der Heimhilfe kommen sie nicht zurecht – und die einzige Tochter Birgit (Heike Makatsch), die beruflich ständig unterwegs ist, löchert die beiden, doch endlich ins Altersheim zu ziehen. Damit sie sich nicht immer solche Sorgen machen muss.

ALSO GIBTS WOHL keinen Weg vorbei

am letzten Umzug ihres Lebens. Und von der ersten Sekunde an findet Paul das Heim furchtbar. Zwischen blöden Basteleien, launigen Liedern, strengen Betreuerinnen und einem rigiden Stundenplan fühlt er sich wie

scheintot. Dabei war er mal ein richtiger Star, ein Held, ein Olympiasieger! 1956 wurde er zur Marathon-Legende, als er bei den Olympischen Spielen in Melbourne die Goldmedaille holte.

DER FRUST FRISST IHN AUF. Und so

beschließt Paul, wieder mit seinem geliebten Sport anzufangen. Er will beim Berlin-Marathon … nein, nicht nur mitmachen, er will ihn gewinnen. Der Olympische Gedanke ist ja was Nettes, aber Paul wollte schon immer ein Sieger sein. Margot ist anfangs nicht gar so glücklich mit Pauls Ambitionen. Lächerlich wird er sich machen, verletzen wird er sich. Doch nach und nach begeistert Paul immer mehr seiner Mitbewohner, die sich auch noch mit Wehmut und Freude an seine Glanzzeit erinnern, für seinen gewagten Plan – bis Margot sogar einwilligt, ihn zu trainieren, wie früher. Die Heimleitung fin-

INDIVIDUUM GEGEN SYSTEM,

Machbarkeit gegen Respekt, und einfach nur die pure Freude daran, noch einmal über sich selbst hinauszuwachsen. Eine bewegende, herzerwärmende, tragikomische Geschichte, für die der deutsche Jungregisseur Kilian Riedhof (Homevideo) einen ganz besonderen Hauptdarsteller gefunden hat: Komiker-Legende Dieter „Didi“ Hallervorden (Nonstop Nonsens), der hier endlich wieder einmal zeigen darf, dass er neben BrachialPointen auch die feinen Nuancen der SchauKZ spielerei blendend beherrscht. ▶l

11 10 2013

TRAGIKOMÖDIE. OT: SEIN LETZTES RENNEN. Deutschland: 2013. LÄNGE: 114 Min. REGIE: Kilian Riedhof. BUCH: Kilian Riedhof, Marc Blöbaum. KAMERA: Judith Kaufmann. SCHNITT: Melanie Margalith. MUSIK: Peter Hinderthür. PRODUKTION: Boris Schönfelder. DARSTELLER: Dieter Hallervorden, Heike Makatsch, Tatja Seibt, Katrin Sass, Katharina Lorenz, Frederick Lau. VERLEIH: Constantin.

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▶l Film

Hallo, da bin ich wieder: Camille (Noémie Lvovsky) darf nochmal 15 sein – mit allen Höhen und Tiefen, allerdings im Körper einer erwachsenen Frau.

Camille

Verliebt nochmal!

Einmal gehts noch. Camille (NOÉMIE LVOVSKY) erlebt ihre Teenagerzeit ein zweites Mal – aber im Körper einer erwachsenen Frau: hinreißender französischer Irrwitz für Romantiker. WAS WÜRDEN SIE TUN, wenn

ihr wundersames Erlebnis hat: Es könnte eine Möglichkeit sein, zu verhindern, was damals passiert ist. Denn nicht nur ihr Geburtstag steht unmittelbar bevor, auch ein fürchterliches Ereignis, das das Leben von Camille und ihrem Vater für immer verändern wird.

Sie eines Tages nach einer durchzechten Nacht aufwachen und sich in dem Bett wiederfinden, in dem Sie zuletzt als Teenager geschlafen haben? Wenn Sie auf den Kalender schauen und feststellen, es ist seit damals kein Tag vergangen? Und wenn jeder Sie für 15 hält, obwohl Sie doch ganz eindeutig das Aussehen und die Erfahrung Ihres erwachsenen Selbst haben?

(Noémie Lvovski, hier Hauptdarstellerin, Regisseurin und Drehbuchautorin in Personalunion) ist sich nicht sicher. Eigentlich ist sie ja in ihrem momentanen Leben nicht so besonders glücklich: Sie ist Anfang 40 und findet als Schauspielerin nur gelegentlich winzige Jobs. Ihr Mann Eric hat sie soeben verlassen. Und die fast erwachsene Tochter will nicht mehr mit ihrer Mama Silvester feiern. Ein toller letzter Tag des Jahres! Was bleibt Camille also, als mit ihren alten besten Freundinnen anzustoßen? Doch dann, kurz nach Mitternacht, verliert sie das Bewusstsein … und als sie erwacht, stehen ihre Eltern vorwurfsvoll an ihrem Bett und halten sie für eine 15-jährige: Es ist ein ganz nor-

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maler Morgen im Jahr 1985, sie muss dringend ihre Sachen packen und in die Schule radeln. Dass Camille inzwischen 43 ist, sieht keiner: In wenigen Tagen soll sie ihren 16. Geburtstag feiern. Die ersten Stunden und Tage ihres neuen, alten Daseins betrachtet Camille noch mit einigem Amüsement: Ihren späteren Ehemann Eric lässt sie in der Schule links liegen, im Unterricht ihres Französischlehrers (Mathieu Amalric) inszeniert sie einen Aufstand, und in der Pause kann sie ihre Freundinnen mit besonderer Abgeklärtheit beeindrucken. Mit ihrem schrulligen Physikprofessor (Denis Podalydès) versucht sie schließlich, ihre bizarre Doppelexistenz zu besprechen, doch dem fällt zum Thema Zeitreise auch nicht sonderlich viel ein. Allmählich wird Camille die Tragweite klar, die

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04 10 2013

KOMÖDIE. OT: CAMILLE REDOUBLE. Frankreich 2012. LÄNGE: 120 Min. REGIE: Noémie Lvovsky. BUCH: Noémie Lvovsky, Maud Ameline, PierreOlivier Mattei, Florence Seyvos. KAMERA: JeanMarc Fabre. SCHNITT: Annette Dutertre, Michel Klochendler. MUSIK: Gaëtan Roussel, Joseph Dahan. PRODUKTION: Jean-Louis Livi, Philippe Carcassonne. DARSTELLER: Noémie Lvovsky, Samir Guesmi, Judith Chemla, India Hair, Yolande Moreau, Jean-Pierre Léaud, Denis Podalydès, Mathieu Amalric. VERLEIH: Polyfilm.

FOTOS: POLYFILM

ALBTRAUM ODER CHANCE – Camille

CAMILLE – VERLIEBT NOCHMAL!

ist ein wunderhübscher, leichtfüßiger Film über zweite Chancen und die Liebe, der mit viel Herz und noch mehr Ironie von der großartigen Schauspielerin und Regisseurin Noémie Lvovsky inszeniert wurde: Nie haben Körpertausch und Zeitreise mehr Spaß gemacht, als wenn Lvovskys Camille mit diebischer Freude als ihr Teenagerselbst die MM gleichaltrigen Burschen vernascht.


▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

DENIS PODALYDÈS

In NOÉMIE LVOVSKYS hinreißender Tragikomödie Camille – Verliebt nochmal! spielt der französische Star-Comedian DENIS PODALYDÈS einen verknallten Lehrer am Ende seiner Schulweisheit. SKIP traf ihn in Paris.

LESSONS OF LOVE SKIP: Noémie und Sie kennen einander seit vielen Jahren, hat Sie die Rolle des liebenswürdigen Physiklehrers extra für Sie geschrieben? DENIS PODALYDÈS: Nicht wirklich – anfangs hat es überhaupt ausgesehen, als könnte ich gar nicht mitspielen, es gab da ein bisschen Probleme mit den Terminplänen. Aber dann hat es doch funktioniert, zum Glück. Als ich das Skript gelesen habe, habe ich mich sofort in die Figur und die ganze Geschichte verliebt. Sie ist ja wirklich außergewöhnlich.

FOTOS: POLYFILM

Sie sind außer Camille ja die einzige Figur, die mit ihr so richtig bewusst in beiden Zeitebenen der Geschichte vorkommt. Wie war es, das zu spielen? Das war sehr seltsam. Weil die Geschichte eben ein Märchen ist, begegnet mir diese junge Frau, die mir in den 80er-Jahren erklärt, dass sie aus dem 21. Jahrhundert kommt und durch die Zeit gereist ist. Und so wird dieser nüchterne Lehrer plötzlich mit etwas völlig Irrationalem total verunsichert – noch dazu, weil er auch noch sofort Schmetterlinge im Bauch hat angesichts dieser jungen Frau. Camille bekommt in dieser Geschichte die Gelegenheit, vergangene Fehler nachträglich auszubügeln – doch das funktioniert ja so nicht … Für mich ist diese Geschichte einfach ein schönes Märchen, eine spannende Fantasie. Der Schlüssel dieses Films ist für mich die Illusion der Liebe, das Faktum, dass die Liebe stärker ist als alles andere. Sie ist so stark, dass sie jemanden Dinge glauben

machen kann, die weit von der Realität entfernt sind. Sie ist sogar so stark, dass sie jemanden dazu bringt, bei einer Reise zurück in die Vergangenheit exakt dieselben Fehler mit der gleichen Person immer und immer wieder zu machen. Im Grunde ist das also ein Film über die Liebe selbst. Sie werden sehr oft als etwas nerdiger, sogar biederer Charakter in Filmen besetzt. Haben Sie sich nie gewünscht, mal als skrupelloser Bankräuber oder wilder Liebhaber gecastet zu werden?

„Alle Comedians würden wahnsinnig gerne Monster, Killer oder Psychopathen spielen.“ Naja, bevor ich Schauspieler wurde, war ich ja Komiker – und so werde ich wohl auch in Frankreich irgendwie immer wahrgenommen. Comedians meines Typs werden in Filmen normalerweise gecastet als Lehrer, Therapeuten, Doktoren oder irgendwie verwirrte schüchterne Intellektuelle. Es wäre also wohl sehr schwierig für mich, glaubhaft den Serienkiller zu geben. Dabei würden wohl alle Comedians wahnsinnig gerne irgendwelche Monster, Killer und Psychopathen spielen. Ich liebe zum Beispiel auch Fechten und würde sehr gerne Mal in einem Kostümfilm spielen, wo ich das auch einsetzen könnte. Aber als Schauspieler muss man wohl akzeptieren, wie einen die Leute sehen wollen, da zählt nicht so sehr, wie man sich selbst sieht. ▶l KURT ZECHNER

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▶l Film

Spieltrieb Game Over. Die 15-jährige Ada (micheLLe BarTheL) lässt sich mit Alev (JanniK Schümann) auf ein gefährliches Spiel ein – bis zum bitteren Ende: kongeniale Verfilmung des gefeierten, kontroversiellen Schülerromans von JuLi Zeh. Die erste liebe. Schmetterlinge im bauch, tiefe blicke, verschwitzte Küsse. Alles scheint möglich, unter einem ewig sonnigen Himmel. So erleben das offenbar die Mädchen, mit denen die 15-jährige Ada (Michelle barthel) in die Klasse geht. Sie selbst steht da drüber: intellektuell ihren Mitschülerinnen weit überlegen, hat Ada zwei Klassen übersprungen. Das und ihre sarkastischen bemerkungen machen sie nicht unbedingt beliebter. Nur der philosophielehrer (richy Müller) schafft es, die Schülerin herauszufordern. Und der junge Sportlehrer Szymon Smutek (Maximilian brückner) versucht, sie für die leichtatlethikgruppe zu gewinnen. Doch erst als Alev (Jannik Schümann) an ihre Schule kommt, findet sie einen ebenbürtigen partner, der sie auch körperlich anzieht: Alev ist 18, abgeklärt und von geradezu dämonischem Charme. „ich bin ein sPieler, Kleines.“ – „Spielst du mit mir oder gegen mich?“ – „Wirkliche liebespaare sollten miteinander spielen.“ Alev macht Ada vertraut mit seiner theorie vom Spieltrieb: Alles, was er tut, sieht er als Zug in einem Spiel an, in dem er 078

sKiP sePtember

andere zu seinen Gunsten manipuliert. Ada ist fasziniert und lässt sich ein auf das Spiel. Weil jedes Spiel auch einen Gegner braucht, ist das erste Opfer Smutek, der Ada erst vor Kurzem gefährlich nahe gekommen ist: Auf Anweisung von Alev beginnt Ada, den lehrer zu verführen. Alev filmt die beiden dabei – und stellt die bilder passwortgeschützt auf die Schulwebsite, um ihn erpressen zu können. Wieder und wieder bringt Alev die beiden dazu, miteinander zu schlafen – bis das Spiel außer Kontrolle gerät …

Juli Zehs erstlingsroman

Spieltrieb schlug bei seinem erscheinen 2004 ein wie eine bombe: Hier war eine erst 30-jährige begabte erzählerin, die in kühner,

Liebe ist … anders: Ada hat sich mit Alev auf ein Spiel mit Sex eingelassen, bei dem ihr Lehrer nur eine Spielfigur ist – aber eine höchst aktive.

anschaulicher Sprache philosophie, literarische bezüge und eine atemberaubende Geschichte zu einem dichten roman verwob. Nun hat der regisseur Gregor Schnitzler (Soloalbum, Die Wolke) das buch auf die leinwand gebracht: Spieltrieb ist schnelles, hochästhetisches Kino, das so reizvoll ist wie die theorie vom Spieltrieb: anspruchsvoll, mm verführerisch, atemberaubend. ▶l

11 10 2013

Drama. OT: Spieltrieb. Deuschland 2013. Länge: 102 Min. regie: Gregor Schnitzler. Buch: Kathrin richter, Jürgen Schlagenhof nach dem roman von Juli Zeh. Kamera: Andreas berger. SchniTT: Georg Söring. muSiK: Gerd baumann. PrODuKTiOn: Markus Zimmer. DarSTeLLer: Michelle barthel, Jannik Schümann, Maximilian brückner, richy Müller, Ulrike Folkerts, Sophie von Kessel, Helmut berger. VerLeih: Constantin.


▶l Film

Mr. Morgan’s Last Love Der letzte ChaCha in Paris. Mr. Morgan (MICHAEL CAINE) begegnet einer jungen Tanzlehrerin (CLÉMENCE POÉSY): SANDRA NETTELBECKS Comeback mit großen Gefühlen.

Ein Amerikaner in Paris: Michael Caine lernt bei Clémence Poésy französische Lebensfreude.

ES IST BEREITS EIN PAAR JAHRE

plötzlich ist da ein tiefes Einverständnis, das er seit Jahren vermisst hatte: Gibt es denn doch noch etwas, wofür es sich zu leben lohnt? Als seine Kinder allerdings von der Freundschaft erfahren, vermuten sie eine Heiratsschwindlerin … Sandra Nettelbeck, die mit Bella Martha (2001) berühmt wurde, hatte nach dem komplexen Drama Helen (2004) über eine depressive Frau Schwierigkeiten, ihren nächsten Film zu finanzieren. Mit Mr. Morgan’s Last Love kehrt sie zu alter Form zurück – mit der anrührenden Geschichte einer besonderen MM Freundschaft zwischen den Generationen.

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20 09 2013

DRAMA. OT: MR. MORGAN’S LAST LOVE. Belgien/Deutschland/Frankreich/USA 2013. LÄNGE: 116 Min. REGIE: Sandra Nettelbeck. BUCH: Sandra Nettelbeck nach dem Roman von Françoise Dorner. KAMERA: Michael Bertl. SCHNITT: Christoph Strothjohann. MUSIK: Hans Zimmer. PRODUKTION: Astrid Kahmke, Philipp Kreuzer, Helge Sasse, Ulrich Stiehm. DARSTELLER: Michael Caine, Clémence Poésy, Gillian Anderson, Justin Kirk. VERLEIH: Constantin.

BRAUSILVEST

ER

FESTWOCHEN DER BIERVIEL FALT

23. 9. bis 6. 10. 2013 d Gewinnspiel au f www.brausilve ster.at www.bierserve r.at

Österreich feiert Brausilvester!

Infos, Termine un

Ein Sommer ohne Bier? Unvorstellbar! Doch vor vielen hundert Jahren war es bittere Realität! Die

damalige Brausaison dauerte nur von Ende September (Michaeli) bis Ende April (Georgi). Während des restlichen Jahres wurde nicht gebraut – zu sehr hätte die Hitze dem wärmeempfindlichen Bier zugesetzt, und passende Kühlgeräte gab es damals noch nicht. Noch heute hält sich daher der 30. September – Brausilvester – in vielen Brauereien als Bilanzstichtag und markiert den Höhepunkt des Braujahres. Die vergangene Brausaison wird gebührend verabschiedet und das kommende Braujahr entsprechend bierig begrüßt. Rund um das bierigste Freudenfest des Jahres feiern Österreichs Brauereien und Gastronomen die „Festwochen der Biervielfalt“ – immer in der letzten Septemberwoche und der ersten Oktoberwoche (heuer vom 23. 9. bis 6. 10.). In dieser

für alle Freunde des goldenen Hopfensaftes schönsten Zeit des Jahres finden zahlreiche Aktivitäten statt: Vom Tag der offenen Tür in diversen heimischen Brauereien über Gewinnspiele und Spezialitätenverkostungen bis hin zu Bierfesten und Partys ist für jeden etwas dabei. Österreich kann auf eine langjährige Bier-Genusskultur zurückblicken, und so bieten die Festwochen die schönste Gelegenheit, sich von Sortenreichtum und Geschmacksvielfalt der heimischen Spitzenbrauereiprodukte zu überzeugen. Einen informativen Überblick über alle Veranstaltungen und Aktivitäten seitens Brauereien und Gastronomie bietet die Website www.brausilvester.at. Dort können Bierliebhaber auch für ihre Lieblingssorte stimmen und so eine BierBox, gefüllt mit Bier-Spezialitäten aus ganz Österreich, für ihre private Brausilvester-Party gewinnen!

©iStockphoto.com/Deklofenak

her, dass Mrs. Morgan verstorben ist. Doch Mr. Morgan (Michael Caine) hat ihren Tod immer noch nicht verwunden: Seit sie nicht mehr ist, fühlt er sich unendlich einsam in Paris, der Stadt, die sie so geliebt und deren Sprache er nie gelernt hat. Der Alltag ist mühselig, doch an eine Rückkehr nach Amerika denkt er nicht: Der alte Philosophieprofessor, dessen erwachsene Kinder (Justin Kirk, Gillian Anderson) in der fernen Heimat leben, wartet nur noch auf sein Ende. Bis er eines Tages im Bus fast stolpert und eine junge Frau ihn auffängt: Es ist Pauline (Clémence Poésy), die zwar ein patschertes Leben als Tanzlehrerin führt, aber ansonsten unaufhaltsame Optimistin ist. Pauline und der melancholische Mr. Morgan freunden sich etwas ungelenk miteinander an, und


▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

ANNA FRIEL, IMOGEN POOTS, TAMSIN EGERTON In Großbritannien sind Anna Friel, Imogen Poots und Tamsin Egerton längst Stars – deshalb überließ ihnen Hauptdarsteller Steve Coogan auch die Interview-Bühne.

PORN STARS SKIP: Wieviel haben Sie vor dem Film von Paul Raymonds Geschichte gewusst? IMOGEN POOTS: Leider viel zu wenig, wie wir zu unserer Schande feststellen mussten. Erst während der Dreharbeiten ist mir aufgegangen, wie sehr er diese Stadt, in der ich aufgewachsen bin, mitgeprägt hat. Viele Clubs, in denen ich als Teenager tanzen war, waren ursprünglich Paul Raymonds Lokale. ANNA FRIEL: Ich komme ursprünglich aus Nordengland, und für mich war ein Ausflug nach London immer eine Riesensache. Wir sind immer nach Soho gegangen, und mir ist jedes Mal das Paul Raymond Revue Bar-Schild aufgefallen, auch wenn die Bar

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längst geschlossen war. Mittlerweile gibts dort einen neuen Club namens The Box, wir haben die Drehschluss-Party dort gemacht. TAMSIN EGERTON: Für mich war Soho immer ein Spielplatz für Erwachsene. Auch wenn es heute nicht mehr so belebt ist wie früher, die Atmosphäre ist immer noch einzigartig. Es wurde Paul Raymond damals von den konservativen Autoritäten vorgeworfen, er hätte den moralischen Abstieg Großbritanniens gestartet. Was denkt ihr jetzt über solche Aussagen? AF: Naja, wir Briten hatten ja lange Zeit das Image der

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Zurück aus der Zeitreise. In MICHAEL WINTERBOTTOMS The Look of Love spielen ANNA FRIEL, IMOGEN POOTS und TAMSIN EGERTON drei Porno-Musen des legendären Clubbesitzers Paul Raymond. Mit SKIP sprachen sie in Berlin über die Nacktheit im Wandel der Zeit – mit erfrischend britischer Unverblümtheit.


▶l Film „Es war interessant, wie schnell sich am Set alle an den Anblick nackter Brüste gewöhnt haben!“ (ANNA FRIEL) stupersteifen Melonenträger, die kein Wort über Sex sagen können. Davon hat er uns tatsächlich befreit. Jetzt kommt es uns vor, als ob diese Haltung gegenüber Frauen und gegenüber Sex, die ja noch in den 70ern und sogar 80ern bestimmend war, schon seit über hundert Jahren obsolet wäre. IP: Was man auch nicht vergessen sollte: Damals war das Nachtleben ja auch ungleich glamouröser als heute. Man hat sich elegant angezogen, wenn man in die Strip-Bar gegangen ist. Die Shows waren ja auch unglaublich aufwendig. Wie war eigentlich der Dreh? War das nicht ungewohnt, so viel nackt zu sein? AF: Es war interessant, wie schnell sich alle am Set an den Anblick nackter Brüste gewöhnt haben. Das war sehr bald nichts Ungewöhnliches mehr. Wir haben auch sehr viel herumgewitzelt, die Pointen sind immer tiefer geworden, es gab da kaum mehr Schamgrenzen. TE: Außerdem hat Michael darauf geachtet, möglichst viele Frauen in der Crew zu beschäftigen, das hat es für die von uns, die die offenherzigen Rollen gespielt haben, etwas leichter gemacht. Aber es waren auch die Männer superprofessionell – ich hatte auch das Gefühl, dass recht bald alle ein wenig gelangweilt waren vom Anblick nackter Frauen. AF: Es war sehr entspannt. Unser Kameramann war Ungar, und davor war er hauptsächlich darauf spezialisiert, Essen zu filmen. Ich finde, man sieht das im Film (lacht).

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Was denkt ihr über Porno? AF: Mich würde ja ehrlich interessieren, wie viele Leute auf der Welt Porno schauen und wieviele nicht. Also das Verhältnis insgesamt. Gerade jetzt. Ich meine, früher musste man ja wirklich aktiv in ein Geschäft gehen und danach fragen, oder aktiv in einen Club gehen, noch dazu war es verboten – das gab ja noch den Extrakick. IP: Und heute liegen in der Trafik neben der Vogue gleich die heftigsten Erotikmagazine. Ganz zu schweigen vom Internet. Das ist überhaupt keine große Sache mehr. Irgendwie hat das die ganze Aufregung ein bisschen herausgenommen. AF: Woher kommt eigentlich das Wort Pornografie? Hat das mal jemand gegoogelt? Aus dem Griechischen natürlich. Die Griechen haben doch alles erfunden, nicht wahr? AF: Stimmt (lacht). Das Lustige ist, dass es in Pornografie ja immer mehr um nackte Frauen geht als um nackte Männer. Wenns welche gäbe mit lauter nackten Schniedeln, ich wüsste nicht, ob ich da hinginge … AF: Es gibt sie ja eh, aber die sind halt eher für Schwule als für Heteros. Kann man Porno geschmackvoll auf Film bannen? IP: Ja klar! Zum Beispiel wie Lars von Trier es macht. Es ist total hart, aber wirklich zwingend. Es ist nun mal ein hochinteressantes ▶l GINI BRENNER Thema, da kann man sagen, was man will.

Im Bett mit Freunden: Paul Raymond mit Ehefrau Fiona und einem Kollegen.

The Look of Love Sex & Drugs & Alcohol. Brit-Superstar STEVE COOGAN als legendärer Porno-Entrepreneur PAUL RAYMOND in MICHAEL WINTERBOTTOMS Biopic ohne Scham(haar)grenzen. DAS LONDONER STADTVIERTEL SOHO

ist eine beliebte Partygegend – und zehrt noch heute von seinem anrüchigen Ruf als Sündenmeile, obwohl die legendären Striptease-Clubs längst Geschichte sind. Dass in der Gegend erstmals öffentlich völlig nackte Frauen zu sehen waren, hatte das Publikum vor allem einem zu verdanken: Dem Männermagazin-Verleger, Club-Manager und Immobilien-Investor Paul Raymond (1925–2008). Seine beruflichen Qualifikationen erwarb er sich im Varieté, in den 1950ern eröffnete er sein erstes Strip-Lokal – als Privat-Club, um die Gesetze zu umgehen. In den 70ern und 80ern war der schillernde Raymond der unumstrittene King of Soho, einer, der seinem Mangel an gutem Geschmack mit Geschäftssinn und flamboyantem Auftreten entgegentrat. Er verlegte erfolgreiche Männermagazine wie Men Only oder Escort, entdeckte (und vernaschte) hunderte Frauen – bis ihm nach einem jahrzehntelangen Höhenflug seine eigene Tochter Debbie das Herz brach: Nach ihrem Drogentod 1992 zog sich Raymond bis zu seinem Tod völlig aus der Öffentlichkeit zurück. Raymonds überlebensgroße Biographie beschäftigte den britischen Filmemacher Michael Winterbottom schon seit Jahren – nun präsentiert er endlich sein höchst gelungenes Biopic. In der Hauptrolle glänzt der britische Star-Komiker Steve Coogan (I’m Alan Partridge) in unglaublichen Outfits, aber die wahre Sensation sind die drei weiblichen Stars: Anna Friel (Pushing Daisies) als Raymonds Ehefrau Jean, Imogen Poots (Fright Night) als Debbie und die überirdisch GB schöne Tamsin Egerton als seine Geliebte Fiona. ▶l

20 09 2013

TRAGIKOMÖDIE. OT: THE LOOK OF LOVE. Großbritannien/USA 2013. LÄNGE: 101 Min. REGIE: Michael Winterbottom. BUCH: Matt Greenhalgh. KAMERA: Hubert Taczanowski. SCHNITT: Mags Arnold. MUSIK: Antony Genn, Martin Slattery. PRODUKTION: Melissa Parmenter. DARSTELLER: Steve Coogan, Imogen Poots, Anna Friel, Tamsin Egerton, Stephen Fry, Simon Bird, Chris Addison. VERLEIH: Filmladen.

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▶l Film

EXKLUSIV-INTERVIEW

GRETA GERWIG

„Ich will Scorsese sein!“

Sie gilt als die jüngere, weibliche Version von WOODY ALLEN, ist aber nicht ganz so neurotisch, sondern eine der coolsten jungen Filmemacherinnen der Gegenwart: GRETA GERWIG, Hipsteridol und Mumblecore-Ikone, im SKIP-Interview über den Unterschied zwischen Muse und Künstlerin.

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NEW YORK STORIES


▶l Film Greta Gerwig als verschrobene Antiheldin zum Liebhaben mit einem Soundtrack von Bowie bis McCartney.

SKIP: Frances Ha ist ein wunderbarer New-York-Film – aber Sie sind keine New Yorkerin, oder? GRETA GERWIG: Nein, ich bin mit 18 nach New York aufs College gegangen, bin geblieben und hab die Stadt adoptiert. Die meisten New Yorker sind nicht von hier, es ist eine Stadt voller Leute, die voller Ambitionen und Träume hier angekommen sind. Stimmt es, dass Sie in Ihrem High-School-Jahrbuch geschrieben haben, in zehn Jahren würden Sie in New York leben und einen Woody-Allen-Film machen wollen? Ja, das ist wahr. Ich hatte es komplett vergessen, bis mich meine Mutter wieder daran erinnert hat – Wahnsinn, ich hab beides hinbekommen! Ganz schön verrückt. Wie hat sich das damals ergeben mit Woody Allen? Seine Castingdirektorin hatte mich in Filmen gesehen. Ich hab ein paarmal vorgesprochen und den Part (in To Rome with Love, Anm.) bekommen. Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass ich wirklich bei einem Woody-Allen-Film dabei war. Gäbe es seine Filme nicht, wäre ich wohl nie nach New York gegangen. Wenn Sie nun aufschreiben, was in zehn Jahren passieren soll, was wäre das? Ich hoffe, ich bin dann eine richtige Autorenfilmerin geworden. Ich stehe am Set eines Filmes nach meinem Drehbuch, führe Regie und bin umgeben von großartigen Schauspielerinnen. Ich spiele selbst nicht mit, ich will hinter die Kamera. Ich will Scorsese sein, und alle anderen ballern herum oder so (lacht). Jemand hat mir gesagt, gute Filmemacher haben ihre beste Zeit zwischen 30 und 60. Ich werde heuer 30, es ist also höchste Zeit, anzufangen.

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Frances Ha erinnert ein wenig daran, wie Woody Allen Diane Keaton gefilmt hat. Erzählt der Film auch davon, wie Noah Baumbach Sie sieht? Möglich, wobei der Unterschied ist, dass ich das Drehbuch mit Noah geschrieben habe. Wir haben keine Autoren-Musen-Beziehung, hier hat die Muse was mitzureden! Diane Keaton und Mia Farrow waren immer großartige Schauspielerinnen, aber ich habe sehr viel mehr Autorenschaft hier als sie damals bei Allen. Ich wehre mich gegen die Idee, nur Inspiration zu sein, das wäre für mich nicht interessant genug. Ich bin gern sowohl Inspiration als auch Schöpferin. Wie nahe ist Ihnen Frances? Wie der Mythos, demzufolge Athena vollentwickelt aus dem Kopf von Zeus geboren ist, so fühlt sich auch Frances an: Sie kommt aus einem Teil von mir, aber sie ist nicht ich. Noah und ich wussten von Beginn an genau wer sie ist, aber wir haben versucht, möglichst nicht darüber zu sprechen weil wir sie nicht „vertreiben“ wollten. Klar, ich hab schon auch autobiografische Details verwendet, genauso wie er selbst Erlebtes eingebaut hat, aber das meiste ist doch erfunden. Es ist, als würde man einen Kuchen machen, da lässt sich im Nachhinein auch nicht jede Zutat wiederfinden: Oh, hier ist die Vanille! Und hier sind die Eier! Das ist alles drin und macht eben den ▶l MAGDALENA MIEDL Kuchen aus.

Frances Ha Die wilden 20er: Dreamteam GRETA GERWIG und NOAH BAUMBACH schildern das schöne Leben zwischen Jugend und dem, was danach kommt – zärtlich und hoffnungsfroh. EINE WIE KEINE: Frances (Greta Gerwig) tanzt durchs Leben in Brooklyn, wortwörtlich wie metaphorisch. In einer Modern-Dance-Truppe träumt sie von der großen Karriere, diese Hoffnung eint sie mit ihrer BFF, Lektorin Sophie (Mickey Sumner), mit der sie auch eine WG teilt. Als sich Frances wohnungstechnisch lieber für Sophie als für ihren Freund entscheidet, ist eine Trennung die Folge. Kurz später zieht jedoch Sophie zu ihrem Liebsten. Frances verliert so zwar ihre Lebensabschnittspartnerin, hat aber auf ein vernünftiges Leben noch keine Lust. Sie wird einen Sommer lang wieder zum Teenager. Eltern und näheres Umfeld sind irritiert, doch Frances verlässt sich darauf: Die nächste WG und der nächste Lover warten schon … Schrullige Sonderlinge beschreibt das Genre des Mumblecore, nuschelnde SympathieträgerInnen stehen im Zentrum. Regisseur Noah Baumbach lieferte mit Greenberg ein Paradeexemplar ab, seine Freundin Greta Gerwig hatte darin in der Hauptrolle ihren Durchbruch, Woody Allen holte sie danach sofort für To Rome With Love an Bord. Diesmal schrieben Gerwig und Baumbach das Drehbuch gemeinsam, und auch sonst ist der Film ein Familienunternehmen: Gerwigs Eltern spielen Frances’ Eltern, Stings Tochter Mickey Sumner und Girls-Star Adam Driver sind mit von der Partie. Die Erkenntnis: Die Bierflasche ist im Zweifelsfall nicht halb JP leer, sie ist halb voll. Prost! ▶l

13 09 2013

TRAGIKOMÖDIE. OT: FRANCES HA. USA 2012. LÄNGE: 86 Min. REGIE: Noah Baumbach. BUCH: Noah Baumbach, Greta Gerwig. KAMERA: Sam Levy. SCHNITT: Jennifer Lame. MUSIK: George Drakoulias. PRODUKTION: Noah Baumbach, Scott Rudin, Lila Yacoub, Rodrigo Teixeira. DARSTELLER: Greta Gerwig, Mickey Sumner, Michael Esper, Adam Driver. VERLEIH: Filmladen.

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▶l Film

Der Schaum der Tage Film-Surrealist trifft Literatur-Surrealist: In Michel Gondrys Adaption des Romanklassikers von Boris Vian treibt das Leben bizarre Blüten. Wortwörtlich. Sonntagsausflug in der Cloud: Audrey Tautou und Romain Duris schweben auf Wolke 7.

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04 10 2013

Fantasy-Drama. OT: L’écume des jours. Frankreich/Belgien 2013. Länge: 94 Min. Regie: Michel Gondry. Buch: Luc Bossi nach dem Roman von Boris Vian. Kamera: Christophe Beaucarne. Schnitt: Marie-Charlotte Moreau. Musik: Étienne Charry. Produktion: Luc Bossi. Darsteller: Romain Duris, Audrey Tautou, Gad Elmaleh, Omar Sy, Aïssa Maïga, Charlotte Le Bon. Verleih: Constantin.

Uralte Bäume, neue Liebe: Im verwunschenen Garten ihrer Oma kommt Iris (Hannah Herzsprung) Max (Florian Stetter) näher.

Auf Wolken fliegt man durch die Gegend,

Pianos mixen einem die Cocktails, während Schuhe wie aufgeregte Welpen rumhüpfen: Man ist geneigt, es als sonderbar zu bezeichnen, jenes Paris, in dem Colin (Romain Duris) in den Tag hineinlebt. Die Frau fürs Leben ist dem gutmütigen Bohemien dabei noch nicht untergekommen. Als er auf einer HundeGeburtstagsparty der bezaubernden Chloé (Audrey Tautou) begegnet, scheint sich aber auch in dieser Hinsicht alles zum Besten zu wenden – nach ausführlichem Liebeswerben wird geheiratet. Doch bereits in den Flitterwochen fällt Schatten auf das

junge Glück: Chloé verspürt einen Schmerz in der Brust, der sich als eine in ihrer Lunge wachsende Seerose herausstellt. Um die ärztliche Behandlung bezahlen zu können, muss Colin seinen ausschweifenden Lebensstil aufgeben und immer kurioseren Erwerbstätigkeiten nachgehen. Nach seinem Blockbuster-Versuch The Green Hornet hat sich Michel Gondry wieder auf seine Kernkompetenz besonnen: putzig-bizarre, vor skurrilen Einfällen übersprudelnde Film-Fantastereien der Marke Vergiss mein nicht. Der Surrealismus des als Vorlage dienenden Romanklassikers ist dahingehend auch genau der Stoff, aus dem die Träume des Franzosen gemacht sind: Die überdrehten Wortspielereien finden in nicht minder exzentrischen Bilderwelten ihre CP schauwertstarke Entsprechung. 

Der Geschmack von Apfelkernen Eine junge Frau erbt das Haus ihrer Großmutter – und dessen Geheimnisse, Gefühle und Geister. Märchenhafte Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers.

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04 10 2013

Drama. OT: Der Geschmack von Apfelkernen. Deutschland 2012. Länge: 121 Min. Regie: Vivian Naefe. Buch: Rochus Hahn, Uschi Reich nach dem Roman von Katharina Hagena. Kamera: Martin Langer. Produktion: Uschi Reich. Darsteller: Hannah Herzsprung, Meret Becker, Marie Bäumer, Florian Stetter, Hildegard Schmahl, Oda Thormeyer. Verleih: Constantin.

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Vieles geht, vieles bleibt: Nach dem Tod ihrer Großmutter erbt Iris (Hannah Herzsprung) deren Haus – und ist erst mal gar nicht so glücklich darüber. Zu viele traurige Erinnerungen wohnen in dem dunklen alten Kasten. Also geht Iris mal für eine Woche lang probewohnen – und durchlebt magische, tragische, wundervolle Tage, durch die der Atem der Geschichte ihrer Familie weht. Hinter dem märchenhaft verwilderten Garten trifft Iris auf Max (Florian Stetter), den Bruder ihrer früheren Freundin – und je mehr sie sich auf ihn einlässt, desto mehr lässt sie auch ihre Erinnerungen frei. Die an

Kleider aus Tüll und Seide, die sie als Kind so gerne anprobiert hat, oder an das uralte Fahrrad des Großvaters. Die an ihre Tanten Inga (Marie Bäumer) und Harriet (Meret Becker), an ihre Mutter (Oda Thormeyer) und natürlich auch ihre Großmutter (Hildegard Schmahl), deren Leben so viel aufregender war, als sich das die Enkelin in ihrer „modernen“ Welt vorstellen konnte. Und an Cousine Rosmarie, die viel zu jung gestorben ist – vielleicht kann Iris jetzt und hier verstehen, was damals geschehen ist? Mit Der Geschmack von Apfelkernen gelang der Schriftstellerin Katharina Hagena 2008 eins der erfolgreichsten deutschen Romandebüts der letzten Jahre. Regisseurin Vivian Naefe (Die wilden Hühner) machte nun aus der ungewöhnlichen Familiensaga einen bemerkenswerten Kinofilm: toll besetzt und KZ äußerst atmosphärisch. 


▶l Film

Talea Ein Mädchen macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter und findet sich selbst: soPhie stoCKinGer und nina Proll im beachtlichen Erstling der Haneke-Schülerin Katharina MÜCKstein.

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HA LLO, l CH Bl N ’ S ! Dein geliebtes grünes Wohlt uzuckerl . Bewährt frisch und intensiv. Jetzt im neuen wei en Gewand.

Die nächste Generation: Katharina Mückstein schreibt die österreichische Kinotradition fort – mit vertrautem Thema, aber neuer Handschrift.

JAsmin (Sophie Stockinger) ist 14 und wünscht sich eine

Mutter. Dabei lebt sie bei liebevollen Pflegeeltern, doch die können ihre Sehnsucht nicht stillen. Denn eigentlich hat Jasmin eine Mama: Eva (Nina Proll in einer ihrer besten Rollen) war lange im Gefängnis, doch jetzt ist sie draußen. Bei ihrer neuen Arbeit in einer Gärtnerei ist sie beliebt, allmählich fasst sie Fuß in der Freiheit. Sich jetzt um eine große Tochter kümmern? Unvorstellbar. Dann aber sitzt eines Tages Jasmin vor Evas Tür, und besteht darauf, ihre Mutter kennenzulernen. Jasmin ist im Streit aus der Pflegefamilie weggelaufen. Eva gegenüber behauptet sie, die Pflegeeltern würden es unterstützen, wenn Jasmin und Eva das Wochenende gemeinsam verbringen. Als sich Eva erweichen lässt, wird für ihre Tochter ein Traum wahr: Die ersehnte Mutter ist wie eine Märchenfee, deren geringste Regung ein kostbarer Beweis ihrer Zuneigung ist. Doch Eva will ihre neu gewonnene Freiheit genießen – mit Ausgehen, Tanzen und mit einer Männerbekanntschaft (Philipp Hochmair) … Talea, der Titel von Katharina Mücksteins beeindruckendem Debüt, ist ein italienischer Begriff: Er meint jenen Teil einer Pflanze, den man abbricht und in die Erde steckt, damit er Wurzeln treiben kann. Ein solcher Setzling ist diese Jasmin, das Mädchen mit dem Namen einer Blüte: Auch sie muss sich MM ihre eigenen Wurzeln erst wachsen lassen. ▶l

13 09 2013

draMa. ot: TALEA. Österreich 2013. länGe: 75 Min. reGie: Katharina Mückstein. BuCh: Selina Gnos. KaMera: Michael Schindegger. sChnitt: Natalie Schwager. MusiK: Veronika Eberhart, Wolfgang Möstl. ProduKtion: Flavio Marchetti, Katharina Mückstein, Michael Schindegger, Natalie Schwager. darsteller: Nina Proll, Sophie Stockinger, Philipp Hochmair, Andreas Patton, Eva Maria Gintsberg, Rita Waszilovics, Lili Epply, Megan Werther, Alina Schaller. Verleih: Filmdelights.

www.bonbonmeister.at


Population Boom Die Überbevölkerung, das sind immer die anderen? Doku-Regisseur Werner Boote untersucht, ob wir den Planeten noch vor den Menschenmassen retten können – und stellt fest: Das Problem sind wir.

Das Ende ist nah! Hungersnöte, Kriege und Epidemien sind die unweigerliche Folge des Bevölkerungswachstums auf der Erde, der Kollaps steht bevor. Es bleibt kaum mehr Zeit, eine Exit-Strategie zu finden. Aktuelle Sensationsmeldungen? Im Gegenteil: Bereits Ende des 19. Jahrhunderts, als es noch nicht einmal eine Milliarde Menschen gab, sagte der Brite Robert Thomas Malthus die unmittelbar drohende Überbevölkerung der Erde voraus. Die These, dass die Welt nur für eine bestimmte Anzahl an Menschen Platz habe, ist also von gestern. Trotzdem: Angesichts wachsender Müllberge, Hunger und Klimawandel scheint das Horrorszenario nach wie vor plausibel – zumal es mittlerweile mehr als sieben Milliarden Menschen gibt. Aber 086

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sind wir wirklich zu viele? Wissen wir überhaupt, wie viel Kapazität die Erde hat? Und wer von uns sollte im besten Fall von der Erdoberfläche verschwinden?

listen in Tokio, eine Volkswirtschafterin in Indien und viele andere. Dabei erfährt er eine völlig neue Wahrheit, das genaue Gegenteil dessen, womit wir alle aufgewachsen sind.

Mit seiner Doku Plastic Planet hat

Denn wer behauptet überhaupt, dass sieben Milliarden Menschen zu viel sind? Nicht die zur Neige gehenden Ressourcen, sondern deren ungerechte Verteilung und die Machtpolitik westlicher Staaten sind Schuld an Hunger und Umweltproblemen, das ist der Schluss, zu dem Boote kommt. Und wir müssen uns schleunigst darum kümmern, das zu ändern – auch wenn es bedeutet, den schützenden Schirm der Weltbank loszuwerden. „Eigentlich handelt es sich um ein jahrzehntelang eingelerntes, eingeimpftes Dogma, das der Film aushebelt“, so Boote: „Wenn man sich davon verabschiedet, kann man die entscheidenden Probleme viel leichter angehen. Das wäre mein Wunsch.“  MM

Werner Boote vor wenigen Jahren radikal verändert, was wir vom allgegenwärtigen Kunststoff halten: nicht mehr praktisches Material für eigentlich eh alles, sondern gesundheits- und umweltgefährdender chemischer Wirkstoff. Ganze Familien haben Plastik aus ihrem Alltag entfernt oder zumindest radikal reduziert, Politiker mussten umdenken, die chemische Industrie geriet unter Druck. Boote ist neugierig geblieben und stellt auch in seinem neuen Film Population Boom Fragen mit entwaffnender Direktheit, immer seinen Regenschirm mit Weltbanklogo im Gepäck – an Jugendliche in Georgia, einen Massai in Kenia, an einen Undercoverjourna-

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20 09 2013

Dokumentation. OT: Population Boom. Österreich 2013. Länge: 90 Min. buch & Regie: Werner Boote. Kamera: Dominik Spritzendorfer. Schnitt: Emily Artmann. Musik: Karwan Marouf. Produktion: Markus Glaser, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter, Michael Kitzberger. Verleih: Thimfilm.

fotos: Thimfilm (1), Pedro Domenigg/Filmstills.at (2)

Die Erdbevölkerung wächst ins Unendliche weiter, der Welthunger breitet sich unaufhaltsam aus, die Umwelt nähert sich dem endgültigen Kollaps, und wir sterben spätestens übermorgen aus? Stimmt gar nicht, hat Plastic Planet-Dokumentarist Werner Boote rausgefunden.


▶l Film

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KURZ VORM PLATZEN

nicht die erde, sondern das dogma von der Überbevölkerung steht vor dem ende: Werner Boote (Plastic Planet) über menschenliebe und hundertachtziggradwendungen.

fotos: Thimfilm (1), Pedro domenigg/filmsTills.aT (2)

skip: Vom plastik zur Überbevölkerung – wie sind sie auf das thema gekommen? Werner BooTe: Zu Plastic Planet hab ich an vielen diskussionen teilgenommen, und oft haben dann leute gesagt: „gibt es nicht deswegen so viel Plastikmüll, weil wir so viele menschen auf der Welt sind?“ ich wusste nie, was ich entgegnen soll. als mich dann die Produzenten der geyrhalter film gefragt haben, worüber ich einen film machen möchte, hab ich eben gesagt: Überbevölkerung. ich hatte gleich einschlägige Bilder von menschenmassen im Kopf, und alle waren begeistert, schließlich gilt die Überbevölkerung als die große herausforderung der Zukunft. mit dieser These bin ich gestartet, um herauszufinden was die großen Probleme sind – bis ich erkannt habe, dass alles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick ausschaut.

plastic planet ist ein Film, der auch dem einzelnen Zuschauer einen sehr klaren auftrag erteilt, nämlich seinen eigenen Verbrauch von kunststoff im alltag in Frage zu stellen. bei population boom ist es viel komplexer – was ist hier mein auftrag? Wenn dieses festgefahrene Weltbild aufbricht, wird deutlich: auch ich bin ein rädchen in diesem verrückten getriebe. es hat ja auch etwas sehr Bereicherndes, zu sagen: „ich kann da auch etwas tun!“ natürlich ist der auftrag diesmal größer als bei Plastic Planet, es geht darum, wie wir uns zueinander und auch in Bezug auf unsere Umwelt verhalten. es ist aber nur zum Teil ein komplexerer Umdenkprozess – auf der anderen seite eigentlich ist es viel einfacher und kann viel mehr bewirken. denn wenn man die Überzeugung hinter sich lässt: „die anderen sind zu viel!“ – dann sind die eigentlichen Probleme plötzlich sehr sehr nahe, dann bin ich an allem mit beteiligt und kann es auch mit beeinflussen. nach den Erfahrungen mit plastic planet müssen sie eigentlich sehr optimistisch sein, was die mögliche wirkung eines Films betrifft. ich hätte mir bei Plastic Planet nicht im Traum gedacht, dass jemand aufgrund des films aufhört, Plastik zu verwenden, oder dass sogar gesetze gegen bestimmte Kunststoffe verabschiedet werden. Was bei

Population Boom jetzt konkret passieren könnte, weiß ich nicht, der film hebelt ein viele Jahrzehnte altes dogma aus, und das ist halt ein revolutionärer ansatz. aber vielleicht geht nach diesem film einer zu seinem nachbarn und sagt, komm, ich helf dir jetzt bei etwas. der nächste ist Politiker und sagt, wir müssen die einwanderungspolitik überdenken. der dritte sagt, das hohe alter ist in Österreich ein Thema, können wir uns da nicht etwas einfallen lassen, das uns allen hilft? Und die vierte sagt: eigentlich gar nicht so schlimm, wenn noch ein mensch auf die Welt kommt – komm, machen wir ▶l magDaLena mieDL ein Kind!

„Ich hatte Bilder von Menschenmassen im Kopf – dabei ist alles ganz anders.“


▶l Film

Belehren statt fördern, unterrichten statt begeistern: Erwin Wagenhofer ist hinter den Fehlentwicklungen im Bereich Bildung her und lässt zwischen PISA-Jüngern und Begabungsfairness Platz für viel gesellschaftspolitischen Sprengstoff.

Alphabet

Eine echte Bildungsdebatte begin-

nen, abseits von Nebenschauplätzen wie Gesamtschule und Lehrerdienstrecht? Erwin Wagenhofer hat uns mit We Feed the World den Appetit und mit Let’s Make MONEY den Spaß am Spekulieren verdorben. Seine neue Doku geht noch einen großen Schritt weiter: Alphabet ist eine faszinierend-spannende Bestandsaufnahme der Strukturprobleme in Schul- und Bildungssystemen; eine umfassende Analyse der grundlegenden Fehlentwicklungen unserer Leistungs- und Wettbewerbsgesellschaft, die den Kindern den Spaß am Lernen austreiben. Am Extrembeispiel China wird deutlich, wie Bildungsstätten zu Lernfabriken verkommen sind, in denen Kinder zur Lernbulimie verdammt sind, darauf dressiert, isolierte Wissensinhalte bei Prüfungen fehlerfrei auszuspucken. Leistung, Quoten, Notendruck – für individuelle Talente, Begeisterung, unangepasstes Denken, Kreativität bleibt da kein Platz. Nicht nur in China, übrigens.

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SKIP September

Alle Kinder sind Genies. Bis sie von einer Bildungseinrichtung vereinnahmt werden und verkümmern. Hirnforscher haben längst bewiesen, dass die Schule als Dressuranstalt eine Sackgasse ist, ungesund und gegen die Natur des Kindes. In börsenotierten Nachhilfeinstituten liegt sicher nicht der Schlüssel zur Lösung der globalen Krisen, der Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen. In der Heranzüchtung von gleichgeschalteten Eliten an „den besten Universitäten“ aber offenbar auch nicht, denn die sind praktisch uneingeschränkt an der Macht – und stehen den krisenhaften Entwicklungen gleichermaßen macht- wie perspektivenlos gegenüber. Nie mehr Schule? Nicht unbedingt, aber die festgefahrenen, nicht mehr zeitgemäßen Strukturen müssen sich radikal än-

dern, kosmetische Reförmchen werden nicht ausreichen. Aber, können wir es uns leisten, können wir es unseren Kindern zumuten, auf „die da oben“ zu warten, auf Politiker mit Visionen abseits des nächsten Wahlergebnisses? Erwin Wagenhofers Film zeigt, was möglich ist, wenn Neugier, Wissensdurst, Kreativität und Talente gefördert werden. Experten wie Hirnforscher Gerald Hüther oder der leidenschaftliche Pädagoge Arno Stern kommen zu Wort, aber auch „Mr. PISA“ Andreas Schleicher; stellvertetend dafür, dass auch die Wirtschaft längst unter den Schwächen des momentanen Systems, das uninspirierte Führungskräfte produziert, leidet, steht Thomas Sattelberger, Personalvorstand von u.a. Daimler-Benz oder Deutscher Telekom. Erwin Wagenhofer macht mit Alphabet einen mutigen Schritt in Richtung Bewässerung der Bildungswüste. Jetzt müssen wir ihm nur DM noch möglichst zahlreich folgen.  ▶l

11 10 2013

Dokumentation. OT: Alphabet. Österreich/ Deutschland 2013. Länge: 109 Min. Regie, Kamera, Schnitt: Erwin Wagenhofer. Buch: Erwin Wagenhofer, Sabine Kriechbaum. Musik: André Stern. Produktion: Mathias Forberg, Viktoria Salcher, Peter Rommel. Verleih: Filmladen.

foto: Filmladen

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen, heißt es. Dann schon lieber ins Kino – und sich von der Vision des Filmemachers anstecken lassen: einer radikal-ganzheitlichen Sicht auf das Thema Bildung.


▶l Film

eXKlUSiV-inteRVieW

ErWin WAGEnhOFEr nach We Feed the World und let’s make mOneY geht eRwin wagenhofeR das thema bildung an – und fordert einen massiven Strukturwandel anstatt des Festhaltens an obsoleten ideologien.

DIE BILDUNGSWÜSTE LEBT

sKiP: sie gönnen sich keine Auszeit von den richtig schweren themen ... eRWin WaGenhOFeR: alphabet war das anstrengendste, das ich je gemacht habe. aber mich hat schon immer am meisten interessiert, wie wir uns geistig ernähren. eklatant wurde das thema dann in der endphase von let’s make mOneY, wo die Finanzkrise schon absehbar war. Wir haben in london im Finanzdistrikt gedreht, dort huschen tausende menschen umher, die alle ausnahmslos von den besten Unis dieser Welt kommen. Und diese – zumindest aus unserem System betrachtet – besten der besten bringen uns an den Rand des abgrunds. da hab ich mir gedacht, das schau ich mir an.

Wodurch zeichnet sich ein alternatives system ihrer Ansicht nach aus? Wir sollten ganz schnell weg vom begriff erziehung und hin zu beziehung. Was bei uns, bei ihnen und mir, aus der Schule hängengeblieben ist, was uns auch im späteren leben weitergebracht hat, das kam immer durch eine beziehung zustande, zu einem guten lehrer, einem Onkel, irgendjemandem, der einen aufgemuntert hat, der ein außergewöhnliches talent erkannt und gefördert hat. nur ist das drama im Schulsystem: man muss auch durch die Fächer durch, für die man absolut kein talent hat, mit denen man gequält wird. Und man muss sich den energieaufwand vorstellen, der dafür draufgeht: energie des Schülers, der eltern, der lehrer und wer da noch aller dranhängt. das System schert alle über den selben leisten. dahinter steckt wiederum ein bewertungssystem: akademiker – gut, Gärtner – weniger gut. dazu kommt dann noch ein machterhaltungssystem: ich bin arzt, und mein Kind wird auch akademiker. aber: Wie viele akademikerkinder gibts, die viel lieber Gärtner wären?

„Wir sind in einer Übergangszeit: Das Alte geht weg, und das Neue ist noch nicht da.“

foto: Filmladen

die schule hat gerade begonnen – was halten sie von: „Jetzt beginnt der Ernst des lebens“? das wurde mir natürlich auch schon gesagt. Gemeinsam mit „den Kindern das Rüstzeug mitgeben“ kommt das aus der Kriegswirtschaft. Vollidiotisch – es bedeutet, dass die Schulzeit ein Kampf wird. Wir haben zwar die Kriege halbwegs eingedämmt, aber in der Wirtschaft führen wir sie weiter. Schneller, weiter, höher ist aber nicht die Zukunft, die Zukunft liegt in der Qualität. Warum zeigen Sie im Film keine landläufig als positiv bewerteten bildungsalternativen wie rudolf-steineroder montessori-schulen? Wir haben zwar in einem alternativen Schultypus gedreht, aber das zu zeigen, birgt ein großes problem: Zu dieser einen methode hätten plötzlich alle gesagt: „aaah, das ist es!“ aber diese eine richtige methode gibts nicht.

Eine ganz grundlegende systemänderung, bei den ideologien die dahinterstehen – ich sehe da eine gewisse Ausweglosigkeit ... ich sehe es gar nicht ausweglos. alphabet endet durchaus optimistisch: Sogar in der Wüste kann es blühen! ich sehe den Film als beitrag in dieser riesigen debatte, die nicht mehr zu bremsen ist. der Umschwung kommt nicht von der politik. der kommt von unten, teilweise von den Schülern selbst, von den aufgebrachten eltern. Wir sind in einer Übergangszeit: das alte geht weg, und das neue ist noch nicht da. das ist eine sehr unangenehme Situation, die angst und Unsicherheit erzeugt, aber wenn wir das hinter uns haben, und das kann ganz schnell gehen, dann gehts uns allen besser. davon bin ich ▶l Dina maeStReLLi ganz fest überzeugt.

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▶l Film

Gremlins 2

foto: Andrea Mühlwisch

Joe Dante

Ein Gremlin kommt selten allein: Zwischen Monster-Comics und Horror-Matineen hat Filmemacher Joe Dante schon in frühester Kindheit seine Passion für das Genrekino entdeckt. Das Österreichische Filmmuseum zollt dem „Monster-Lover“ mit einer umfassenden Schau Tribut. Looney Tunes: Back in Action

Small Soldiers

Wie der kleine, unscheinbare Ramschladen in Chinatown, in dem es vor abstrusen Objekten nur so wimmelt und wo der süße Gizmo in Gremlins (1984) haust, ist auch das Œuvre von Joe Dante ein Platz zum Entdecken, Staunen und Gruseln: Über drei Jahrzehnte zelebriert der Filmemacher mittlerweile ein Genrekino, das vor allem über seine kindliche Faszination an seinen filmischen Träumen funktioniert. Joe Dante, Jahrgang 1946, entdeckte seine „Monsterliebe“, wie er in seinem semi-dokumentarisch angelegten Film Matinee (1993) höchst amüsant aufgreift, bereits in sehr jungen Jahren. Wie bei vielen seiner (Genre-)Kollegen, war das Kino das heilige Refugium eines jungen Cinephilen, der aufsaugte, was er nur konnte: vornehmlich aber den Stoff aus dem die wirklichen Albträume gemacht wurden. Bevor Dante jedoch in den 1970ern bei Roger Cormans New World Pictures landete, schien er zunächst seiner zweiten Leidenschaft nachge090

SKIP September

The Howling

Piranha

hen zu wollen. Doch eine Karriere als Comic-Zeichner blieb dem passionierten Chuck Jones- und MADFan jedoch versagt.

Stattdessen entwickelte er in

Co-Regie mit Allan Arkush seinen ersten Langfilm, Hollywood Boulevard (1976), der teils noch aus Versatzstücken früherer Corman-Filme bestand. Zähnefletschende Piranhas, die vom Militär entwickelt wurden, um den Vietkong stilecht wegzufuttern, bevölkerten sein Solo-Debüt Piranha (1978): Bereits damals verstand es Dante meisterhaft, dichtes Unterhaltungskino mit politischer Subversion anzureichern. Seinen Durchbruch feierte er jedoch mit dem heftigen WerwolfKlassiker The Howling (1981), während er mit Gizmo und seiner Gremlin-Bande wohl einen der schönst-schrecklichen Weihnachtsfilme überhaupt kreierte. Trotz des Erfolgs von Gremlins und seiner herrlich größenwahnsinnigen und fiesen

Fortsetzung Gremlins 2: The New Batch (1990), fiel es Joe Dante in der Folge immer schwerer, seine ambitionierten Projekte auf die große Kinoleinwand zu bringen: Neben Small Soldiers (1998) und Loney Toones: Back in Action (2003) fand nur noch The Hole (2009) über viele Umwege einen Verleih, der bereit war, das gelungene Genre-Experiment zu veröffentlichen. Die Ideen sind dem filmischen Tausendsassa, der bei der gemeinsamen Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums und des /slash-Filmfestivals anwesend sein wird, derweil noch lange nicht ausgegangen, wie die von Roger Corman produzierte Webserie Splatter (2009) bewiesen hat.  DR If

▶l

27 09 – 13 10 2013

Retrospektive Joe Dante. Das Österreichische Filmmuseum zeigt eine umfassende Schau zum Schaffen des US-Regisseurs. Joe Dante wird in Wien zu Gast sein und für Gespräche zur Verfügung stehen. Das komplette Programm mit allen Terminen gibts auf www.filmmuseum.at


▶l Film

Carnival of Souls Horrorfilme 1918–1966 Nosferatu

Carnival of Souls

The Horror, the Horror – und wie er auf die Leinwand fand: Das Filmmuseum widmet dem Genre des gepflegten Grusels eine schreckenspralle Retrospektive in gleich zwei Etappen. In der ersten wird in diesem Herbst die Ur- und Frühgeschichte des Horrorkinos verhandelt, mit Klassikern wie Nosferatu oder Frankenstein, aber auch mit obskuren Schauderwerken. Dracula

King Kong

Bride of Frankenstein

Psycho

Freaks

angSterFÜllt klammert man sich

an die Sessellehne, versinkt immer tiefer im weichen, roten Plüsch, die Stirn in Schweiß, eine Hand vor Augen. Zusammen mit Gleichgesinnten dem grauenhaften Geschehen auf der Leinwand hilflos ausgeliefert zu sein, um dann gemeinschaftlich aufzuschrecken und einen Schrei des Entsetzens oder auch der Erleichterung auszustoßen: Das Eintauchen in die Welten des Horrorkinos gehört zweifelsohne zu den cineastischen Erlebnissen der intensiveren Natur. Mit schon ziemlich gutem Recht wird selbiges vom Filmmuseum in Wien in der Ankündigung seiner Programmschiene Carnival of Souls denn auch als „Königsdisziplin der filmischen Machtausübung über das Publikum“ bezeichnet. Der erste Teil dieser umfangreichen Filmschau zum Thema widmet sich gleichsam der Ur- und Frühgeschichte des Genres, also all dem, was vor Halloween

und Tanz der Teufel, vor Dawn of the Dead und Scream passiert ist. Präsentiert wird eine stolze Selektion von 51 Werken, der Spielplan umfasst allerorten kanonisierte Meisterwerke ebenso wie eher in Vergessenheit geratene Schocker, HollywoodWare ebenso wie Produktionen cinematographischer Nebenschauplätze.

die reiSe in die FinSterniS be-

ginnt im Filmmuseum dabei mit ganz frühen Klassikern wie Friedrich Wilhelm Murnaus Nosferatu (1922), Robert Wienes Das Cabinet des Dr. Caligari (1920) oder The Unknown (1927) von Tod Browning (dessen bizarres Freaks aus 1932 ebenfalls gezeigt wird), führt dann über verstörenden LowBudget-Schauder à la White Zombie (1934) oder Carl Theodor Dreyers Vampyr (1932) hin zu den ersten und eigentlich auch schon ziemlich ultimativen Fassungen von Mon-

ster-Movie-Evergreens wie Frankenstein (1931) und King Kong (1933). Nach ausgesuchten Arbeiten der Kriegsjahre (von u. a. Mark Robson, Jacques und Maurice Tourneur) steigt Carnival of Souls dann wieder Ende der 50er Jahre ins Geschehen ein – und zwar gleich richtig würdig mit ausgewählten Produktionen der zu jener Zeit mächtig reüssierenden Brit-Horror-Institution Hammer: Dracula (1958) und The Curse of Frankenstein (1957), beide verantwortet von Terence Fisher. Die Zielgerade wird schließlich mit italienischen (Mario Bava, u. a. La maschera del demonio aus 1960) und japanischen (Nakagawa Nobuo, Tokaido Yotsuya Kaidan aus 1959) Meistern sowie Grenzgängern wie Roger Corman (House of Usher, 1960) eingeläutet, um schließlich bei jenem Film zu landen, der die Wahrnehmung von Horror in der breiten Masse für immer verändern sollte: Alfred Hitchcocks Psycho (1960). Wie es von da an weiterging, wird der zweite Teil der Retrospektive dann in CP genau einem Jahr erzählen. ▶l

30 08 – 17 10 2013

FILMSCHAU. Gezeigt werden 51 Werke aus den Jahren 1918 bis 1966. Acht Double Features erinnern an diese publikumsfreundliche (und gerade für Horrorfilme häufig genützte) Kinotradition. Die Stummfilme werden teils durch Original-Scores, teils von Gerhard Gruber live am Klavier begleitet. Das komplette Programm mit allen Terminen gibts auf www.filmmuseum.at.

SkiP SePtember

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VARIANTE

SKIP a

fünf

2013

DIE INTERAKTIVITÄT DES INTERNETS, KOMBINIERT MIT DER

BILDGALERIE

DIE BESTEN STILL SHOTS ZU JEDEM FILM

▶l Film

ICONS

Gravity Lost in space: alFonSo cuarón (Children Of Men) schickt Sandra BullocK und george clooney auf eine Odyssee im Weltraum – und den Zuschauer sehenden und staunenden auges in ein visuell atemraubendes Science-Fiction-Ereignis, wie man es so im Kino noch nicht erleben durfte.

VARIANTE

fünf

ICONS

MAKING OF

BACKSTAGE BEI DEN STARS

Wunderbare Welt der Schwerkraft: Während der technischen Arbeiten am Hubble-Teleskop ist für Dr. Stone (Sandra Bullock) und Astronaut Kowalsky (George Clooney) noch alles in bester Ordnung. Die Hölle bricht erst los, als heranfliegender Technikschrott alles in Schutt und Asche verwandelt.

VARIANTE

fünf

JETZT JEDEN MONAT NEU GRATIS IM APP-STORE

rooKIe und routInIer,

vereint in einer gemeinsamen Mission: Für Dr. ryan Stone (Sandra Bullock), eine Medizintechnik-Koryphäe, ist es die erste reise ins all, für ihre Begleitung, den altgedienten astronauten Matt Kowalsky (George Clooney), aber ebenfalls nicht bloß eine weitere Weltraumtour unter vielen – er soll nach deren vollendung in den ruhestand verabschiedet werden. Die knapp 600 Kilometer über der Erde angesiedelte aufgabe ihrer Crew besteht darin, das Hubble-teleskop soweit herzurichten, dass man es an das Space Shuttle koppeln und somit einem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zuführen kann. Das Unterfangen geht genau so lange gut, bis Houston ein Problem hat

beziehungsweise feststellt – und einen umgehenden abbruch der aktion anordnet. vermutlich die russen haben einen ihrer eigenen Satelliten mit einer rakete befeuert, weswegen nun sehr viel technikschutt mit sehr hoher Geschwindigkeit durch die Gegend donnert. Die Warnung kommt jedoch zu spät, das Shuttle wird vom Flugmüll zerstört. Nachdem obendrein auch noch der Funkkontakt zur Erde abreißt, treiben Stone und Kowalsky ganz auf sich allein gestellt durchs Weltall. ihre möglicherweise letzte Hoffnung ist die relativ nahe gelegene internationale raumstation iSS, die die beiden, die lediglich noch durch ein verbindendes Band und aufmunternde Worte zusammengehalten werden, anzusteuern trachten – stets mit der berechtigten Sorge im Hinterkopf, dass der Sauerstoffvorrat nicht mehr für die gesamte Strecke reichen könnte …

„Im W

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GEILEN OPTIK EINER HOCHGLANZ-KINOZEITSCHRIFT!

VARIANTE

„Im Weltraum hört dich niemand

schreien“, hieß es einst im längst zur Legende gewordenen Promo-Slogan zu ridley Scotts Sci-Fi-Klassiker alien . aber es brauchte noch weitere dreieinhalb Dekaden, bis ein Film daherkommen sollte, der es mit aller vehemenz vermitteln kann, wie sie sich wirklich anfühlt: diese absolute, überwältigende, grauenhafte Stille im outer space. Wenn Sandra Bullock und George Clooney – in ihrem Star-Status zuwiderlaufender vollmontur, die ihnen jedoch ein umso konzentrierteres Spielen abverlangt – in Gravity leinwandfüllend in den unendlichen Weiten des Weltraums aufgehen, dann wird man in der tat den Eindruck nicht los, dass man im Kino noch nie so unmittelbar an dem Gefühl dran war, das man hat, wenn man laut- und schwerelos durchs all driftet. Dabei musste der mexikanische Filmemacher alfonso

Cuarón (Children Of Men) lange Jahre der orbereitung (in denen große Namen wie vorbereitung ngelina Jolie wieder robert Downey Jr. oder angelina abgesprungen sind) und noch viel längere Jahre der Post Production (der Kinostart wurde ob der aufwendigen Effektarbeit neh weit nach hinten verschoben) in Kauf nehmen, um sein Herzensprojekt auch in aller geplanten Pracht verwirklichen zu können. Dass er neben all den Ehrfurcht gebietenden, von Kamera-virtuosen Emmanuel Lubezki sensationell eingefangenen Schauwerten – allein die rund viertelstündige anfangssequenz ohne einen einzigen Cut! – auch dem menschlichen Drama, das so eine von Panik und isolation befeuerte Situation halt reichlich mit sich führt, wohlbemessen Platz einräumt, ist dabei nicht bloß ein zusätzliches

fünf

Benefit, sondern integraler Bestandteil des Wunders, das dieser Film ist. So scheint es letztlich auch nur folgerichtig, dass selbiger heuer ausgerechnet als Sci-Fi-Werk den arthouse-Kinoreigen der Filmfestspiele von v venedig eröffnen durfte: Gravity ist nun mal nichts weniger als einer jener Meilensteine, die ein ganzes Genre im alleingang auf das nächste Level heben können. Ganz so wie dereinst 2001 – Odyssee im Weltraum … cP oder eben alien.

2013

Völlig losgelöst

▶l

04 10 2013

Science-Fiction-thriller. ot: Gravity. USa/GB 2013. länge: 90 Min. regie: alfonso Cuarón. Buch: alfonso & Jonás Cuarón. Kamera: Emmanuel Lubezki. Schnitt: alfonso Cuarón, Mark Sanger. muSiK: Steven Price. ProduKtion: alfonso Cuarón, David Heyman. darSteller: Sandra Bullock, George Clooney. Verleih: Warner.

SKIP SePtember

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TRAILER

ICONS

KINOPROGRAMM

R

am

® iPad

ALLE TRAILER ZU JEDEM FILM

DAS WANN UND WO ZU JEDEM FILM


▶l Fun

Forward

DVD / GAMES / PREMIEREN

BIKINIS & AUTOMATIKWAFFEN

SPRING BREAKERS

Subversion in allergrellsten Leuchtstiftfarben: FilmQuerkopf Harmony Korine hat sich von der mitunter etwas spröden Anmutung, die Werke wie Trash Humpers zuletzt bei manchem hinterlassen haben, verabschiedet und schickt in seiner herzerlerfrischenden neuen Arbeit ein Girlie-Quartett (gespielt von u. a. Teen Queen Selena Gomez) in aller gebotenen Euphorie Richtung Spring Break, um es dort nicht nur der vermeintlichen Party seines Lebens zuzuführen, sondern auch jeder Menge Sex, Drugs & Violence, die eine an Riff-Raff angelehnte Strizzi-Strandbekanntschaft (James Franco) mit sich bringt. Einer der beglückendsten Filme des Kinojahres jetzt auch für die wilde Wohnzimmerparty!

▶l TEXT: CHRISTOPH PRENNER

PARTY HARD

FOTOS: CONSTANTIN

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SKIP SEPTEMBER

Drama. OT: Spring Breakers. USA 2012. Regie: Harmony Korine. Darsteller: Selena Gomez, Vanessa Hudgens, James Franco. Extras: Featurettes, Behind the Scenes, Intro, Musikvideo, Trailer. Sprachen: Deutsch, Englisch. Untertitel: Deutsch.


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PARADIES-TRILOGIE

Paradies: Liebe

WEGE ZUM UNGLÜCK

Ulrich Seidl, der sich mit seinem unvergleichlichen Stil nicht nur als einer der wichtigsten österreichischen Filmemacher etabliert hat sondern auch international Furore macht, schuf mit seiner Paradies-Trilogie ein ganz besonderes Projekt. Ursprünglich war Paradies als Einzelfilm um Frauen auf der Suche nach Glück gedacht, doch im Lauf der Produktion entwickelten sich die Handlungsstränge jeweils zu einer eigenen Geschichte – die nun jeweils von einer starken Darstellerin getragen wird. Jede für sich und alle zusammen ein sehr intensives, berührendes Filmerlebnis mit Langzeitwirkung, das 2012/13 auf allen drei großen Filmfestivals (Cannes, Venedig, Berlin) präsentiert wurde und nun auch endlich komplett fürs Heimkino auf DVD verfügbar ist. Drama-Trilogie. Österreich 2012. Regie: Ulrich Seidl. Darsteller: Margarethe Tiesel, Maria Hofstätter, Melanie Lenz. Extras: Bonus-DVD mit umfangreicher Dokumentation, Booklet, Trailer. Sprachen: Deutsch, Deutsch für Sehgeschädigte. Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Deutsch, Englisch, Französisch.

▶l

PARADIES: LIEBE

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Zwischen Erfüllung und Verzweiflung, zwischen bitterer Tragik und großartigem Humor: Im ersten Teil seiner Paradies-Trilogie begleitet Österreichs Ausnahme-Filmemacher Ulrich Seidl eine einsame Wienerin (Margarete Tiesel) auf Sexurlaub in Kenia.

PARADIES: GLAUBE

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Um Gottes Willen. Der zweite Teil von Ulrich Seidls Paradies-Trilogie begleitet Extrem-Katholikin Anna Maria (Maria Hofstätter) beim Missionieren, Beten, Büßen – und beim erbarmungslosen Psychokrieg mit ihrem gelähmten muslimischen Ehemann.

▶l REDAKTION: GINI BRENNER & CHRISTOPH PRENNER

PARADIES: HOFFNUNG Im dritten Teil seiner ParadiesTrilogie begleitet Ulrich Seidl die 13-jährige Melanie (Melanie Lenz) ins Diätcamp – doch die Ernährungstipps sind dort weit weniger spannend als neue Erkenntnisse über Freundschaft und Sex.

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INTRIGEN IN DER CITY HALL

THE ICEMAN

Eine Geschichte, so ungeheuerlich, dass sie nur wahr sein kann: Richard Kuklinski war tagsüber Ehemann und Vater zweier Töchter, nachts Mafia-Handlanger – von 1964 bis 1986 ermordete er über 100 Menschen, ohne dass dies jemandem in seinem Umfeld aufgefallen wäre. Dexter ganz in echt quasi. Michael Shannon (zuletzt in Man of Steel zu sehen) legt die zwischen den Rollen des eiskalten Killers und fürsorglichen Daddys aufgeriebene Figur in einer an Größen wie De Niro erinnernden Performance so überzeugend ambivalent an, dass man sich nie über die eigenen Sympathien im Klaren sein kann. Thriller. OT: The Iceman. USA 2012. Regie: Ariel Vromen. Darsteller: Michael Shannon, Winona Ryder, Ray Liotta, Chris Evans. Extras: Behind The Scenes. Sprachen: Deutsch, Englisch. Untertitel: Deutsch.

SMASHED Schon wieder ein Alkoholiker-Drama? Ja, aber ... Ganz anders als das Klischee-Vehikel Flight punktet diese IndieProduktion mit einer, ähm, nüchternen Inszenierung: Die Abhängigkeit wird wohltuend unverkrampft behandelt, die glaubhaft gezeichneten Figuren gewinnen durch das subtile Spiel von Mary Elizabeth Winstead und Aaron Paul (Breaking Bad) noch an Profil. Stark. Drama. USA 2012.

BOSS – DIE ERSTE STAFFEL

Kelsey Grammer kennt man als Hauptdarsteller der Hit-Sitcom Frasier. Einen ganz anderen Ton schlägt er jetzt in der PolitDrama-Serie Boss an: Sein dem Tode geweihter, deshalb aber nicht minder skrupellos mit Feinden, aber auch Freunden und Familie umspringender Bürgermeister von Chicago, ist eine Figur, die man zu hassen liebt – und ob ihrer hohen Kunst, im Netz der Intrigen immer noch eine fiesere Gegenintrige zu spinnen, insgeheim wohl auch ein wenig bewundert. Harter Tobak, für Fans von The West Wing oder House of Cards eine unbedingte Empfehlung. Die zweite (und leider bereits letzte) Staffel erscheint übrigens im November. Polit-Drama-Serie. OT: Boss. USA 2011. Regie: Mario van Peebles, Jean de Segonzac, Jim McKay. Darsteller: Kelsey Grammer, Connie Nielsen, Hannah Ware. Sprachen: Deutsch, Englisch. Untertitel: Englisch.

VANISHING WAVES Die Schubladen klemmen bei diesem kühn konzipierten Filmexperiment der litauischen Regisseurin Kristina Buozyte, in dem ein Neurowissenschafter in die Gedanken einer Koma-Patientin eintaucht und sich in sie verliebt. Science Fiction? Love Story? Kunstporno? Wohl all das, auf jeden Fall aber ein schwerst hypnotischer Trip mit betörender Bildgewalt. Sci-Fi-Drama. Litauen/Frankreich/Belgien 2012.

TOM HANKS: DIE LINCOLNVERSCHWÖRUNG Kurz vor Ende des Bürgerkriegs wurde US-Präsident Abraham Lincoln im Theater ermordet. Schnell wurde klar, dass Attentäter John Wilkes Booth kein Einzeltäter war – doch wer genau steckte hinter der Verschwörung? Spannende und bildgewaltige TV-Doku, produziert von Ridley & seinem jüngst verstorbenen Bruder Tony Scott, in der Originalversion erzählt von Tom Hanks. Dokudrama. USA 2013.

ARIELLE – DIAMOND EDITION

Wieder war es ein klassisches europäisches Märchen, das Disney auf ganz spezielle Weise variiert und zum Zeichentrick-Klassiker gemacht hat: Aus Hans Christian Andersens tragischer Nixe wurde eine sprudelnde Meeresprinzessin mit selbstverständlichem Recht auf Happyend. Das zauberhafte Unterwasser-Abenteuer aus 1989 erscheint jetzt neu in der üppig ausgestatteten Diamond Editon. Kinderfilm. USA 1989.

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W

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DIE KLEINEN WERDEN DIE GROSSEN SEIN

EPIC – VERBORGENES KÖNIGREICH

Nur weil man etwas nicht sieht, heißt es noch lange nicht, dass es nicht existiert! Das glaubt auch der leicht verwirrte Professor Bomba, der sein Leben der Erforschung winzig kleiner Lebewesen widmet, die seiner Meinung nach den Wald beschützen. Seine kluge und eigensinnige Tochter Mary Katherine, genannt M.K., glaubt den abstrusen Geschichten ihres Vaters jedoch nicht. Doch auf magische Weise wird sie plötzlich mitten in den Kampf der winzigen und mutigen Leafmen gegen den bösen Mandrake und seine Boggans geschleudert, die den Wald vernichten wollen. Königin Tara, die wunderschöne Anführerin der Beschützer des Waldes, vertraut jedoch darauf, dass M.K. den Wald und dessen fragile Bewohner beschützen wird. So muss sich das tapfere

Mädchen mit ihren beiden skurrilen Schnecken-Begleitern Mub und Grub dem größten Abenteuer ihres Lebens stellen. Regisseur und Drehbuchautor Chris Wegde (Ice Age) kreiert mit Epic – Verborgenes Königreich eine liebevoll gestaltete Welt voller Überraschungen und magischer Begegnungen. Mit witzigen Charakteren und originellen Dialogen punktete der Film beim kleinen und großen Kinopublikum und erscheint nun als DVD, Blu-ray und 3D-Blu-ray mit zahlreichen magischen Extras. Ab 13. 9. 2013 auf Blu-ray 3D, Blu-ray, DVD und DigitalHD

HOLD ME, KISS ME, THRILL ME: THRILLER-KLASSIKER AUF BLU-RAY

Die menschliche Psyche ist nicht nur unergründlich, sondern liefert auch mit Abstand die spannendsten Stoffe für unvergessliche Heimkinonächte: Twentieth Century Fox ehrt nun fünf ThrillerKlassiker – gnadenlos gut besetzt und höllisch spannend – mit der erstmaligen Veröffentlichung auf Blu-ray. Mit dabei ist das aufwühlende Knastdrama Brubaker mit einem großartigen Robert Redford, genauso wie Sidney Lumets packender Gerichtsfilm The Verdict mit Paul Newman. Sexy und atemberaubend zugleich wirds mit Sean Connery und Catherine Zeta-Jones im Gaunerhit Verlockende Falle. Mit den unkontrollierbaren Obsessionen müssen sich jedoch nicht nur die beiden Kunstdiebe herumschlagen: Um solche geht es im bewegenden Bio-Pic Capote ebenso wie im Psycho-Thriller One Hour Photo. Und natürlich werden die Gänsehaut-Attacken mit der bestmöglichen Bild- und Tonqualität noch einmal deutlich verschärft. Ab 6. 9. 2013 auf Blu-ray

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SKIP SEPTEMBER

Wo trifft ein globetrottender britischer Geheimagent mit der Lizenz zum Töten auf eine britische Rentnertruppe, die sich gerade ihren zweiten Frühling ermöglicht? Natürlich in der Hollywood Collection von Twentieth Century Fox! Diese wird ab dem 6. September 2013 wieder um zahlreiche Neuzugänge erweitert, die wie immer zum schlanken Preis jede Heimkinokollektion sehenswert bereichern. So darf man besagten Agenten, namentlich James Bond, gleich zwei Mal (Casino Royale, Ein Quantum Trost) in Aktion erleben. Während im Best Exotic Marigold Hotel verborgene Träume Realität werden, hat einer den seiner Familie schon längst erfüllt: Denn nichts Geringeres als einen echten Tierpark ersteht Matt Damon in Wir kaufen einen Zoo – und das Chaos ist natürlich vorprogrammiert! Wieder einmal liefert die Hollywood Collection die besten Stoffe zum Träumen, Verlieben und Mitfiebern. Alle Infos zu den Titeln der Reihe gibt es auf www.hollywoodcollection.at

FOTOS: VERLEIHER

BOND KAUFT ZOO? NEU IN DER HOLLYWOOD COLLECTION


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Besseres Fernsehen für Sie

Mit Sky herrscht im TV-Programm immer absolute Hochsaison: SKIP präsentiert die coolsten Sky-Fernsehevents im September – von ultraspannender Top-Ware für Cineasten bis zu den neuesten US-Serien auf HBO.

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OBLIVION

Weil Til Schweigers filmisches Geheimrezept fürs warmherzigspaßige Familienragout gar so gut funktioniert hat, gibts jetzt endlich Nachschlag! Mit dabei: Schweiger und seine hinreißende Tochter Emma, Jasmin Gerat, Julia Jentsch, Matthias Schweighöfer als hochprozentiger Filmstar und Michael Ostrowski als kunstbeflissener Ösi-Filmemacher.

AB 15. 08. AUF SKY SELECT/HD Gegen Ende des 21. Jahrhunderts: Die Erde ist unbewohnbar, nur wenige kümmern sich darum, dass Aliens sie nicht ganz übernehmen. Einer von ihnen entdeckt etwas Unerklärliches … Packendes, groß besetztes und visuell überragendes SciFiAction-Märchen mit Tom Cruise, Olga Kurylenko, Angela Riseborough und Morgan Freeman.

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AB 12. 09. AUF SKY SELECT/HD Ein äußerst fieser Weltraumterrorist (Benedict „Sherlock“ Cumberbatch) will der Föderation ans Leder. Action, Anspruch, Abenteuer: Auf in den Star Trek Into Darkness – die Sternen-Expedition in die tiefe, unbekannte Dunkelheit!

Asphaltcowboy Dom (Vin Diesel) kann seinen Boliden noch lange nicht in der Garage lassen. Im Gegenzug für seine Rehabilitierung soll er mit seiner Gang einem unberechenbaren Benzinbruder (Luke Evans) in Europa das Handwerk legen.

FOTOS: VERLEIHER

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AB 22. 09., 20.15 UHR AUF SKY CINEMA/HD Johnny Depps zweiter Auftritt als Kult-Journalist Hunter S. Thompson, wie er im Dauerhigh durch das Puerto Rico der späten 1950er-Jahre torkelt: Bruce Robinson (Jennifer 8) verfilmt die legendäre Story mit Amber Heard, Aaron Eckhart und Giovanni Ribisi.

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TOP-SERIEN

THE NEWSROOM – STAFFEL 2 AB 15. 09., 21.00 UHR AUF SKY ATLANTIC HD

JAMES BOND 007 – SKYFALL

Jeff Daniels kämpft als NewsAnchorman für die beste Nachrichtenshow Amerikas. Hintergründige Serie von Oscarpreisträger Aaron Sorkin, Emmy-nominiert 2013.

Rechtzeitig zum Goldenen BondJubiläum wartet Ausnahmeregisseur Sam Mendes (American Beauty) mit einem Fall für 007 auf, wie er noch nie dagewesen ist – mit Javier Bardem als ikonischem Bösewicht, Judi Dench als M mit finsterer Vergangenheit und zwei atemberaubenden Schönheiten (Bérénice Marlohe, Naomie Harris).

ZEIT ZU LEBEN

AB 25. 09., 20.15 UHR AUF SKY CINEMA/HD

© 2013 HOME BOX OFFICE

AB 22. 09., 20.15 UHR AUF SKY CINEMA/HD

MAD MEN – STAFFEL 6 AB 23. 09., 20.15 UHR AUF FOX HD Die brandneue Staffel der preisgekrönten Serie um eine Werbeagentur in den Sixties. Mit feiner Ironie beschreibt Mad Men das Ende einer Ära, die noch keine Political Correctness kannte.

© BEN LEUNER PHOTO

Sam (Chris Pine, bekannt als Captain Kirk aus Star Trek) fährt zum Begräbnis seines Vaters nach LA. Als er erfährt, dass er eine Schwester hat, der die Hälfte des Erbes gehört, macht er sich auf die Suche nach ihr. Gefühlvolles Familiendrama.

FOTOS: VERLEIHER

DIE DUNKLE WAHRHEIT

AB 27. 09., 22.30 UHR AUF SKY CINEMA/HD Ein ehemaliger CIA-Agent (Andy Garcia) und nunmehriger Polit-Radiomoderator wird von einer schönen Firmenchefin beauftragt, in Südamerika die Hintergründe eines Massakers zu klären: tiefgründiger Polit-Actionthriller mit Deborah Kara Unger, Eva Longoria und Forest Whitaker.

THE WHITE QUEEN – STAFFEL 1 AB 30. 09., 21.00 UHR AUF SKY ATLANTIC HD Liebe, Lust und Leid und der harte Kampf um den englischen Thron: eine einzigartige Geschichte über drei Frauen, die mit allen Mitteln um die Macht kämpfen.

mes ames James Bond Bond Bond ininSkyfall inSkyfall Skyfall vor vor vor allen allen allen anderen anderen anderen im imim TV. TV. TV. Craig Skyfallzum vor allen dritten anderen Mal alsim James TV. Bond in SkyfallIchIchvor allen anderen im sehseh waswas Besseres. Besseres. Ich seh was Besseres.


▶l Fun GAMES ▶l TEXT: KURT ZECHNER & DAVID RAMS

FOOTBALL IS COMING HOME

FIFA 14

Für PS3, PS2, PS VITA, PSP, XBOX360, Wii, 3DS, PC. Das Runde rollt wieder! Während europaweit bereits der Startschuss für die neue Fußballsaison gefallen ist, müssen sich ambitionierte virtuelle Kicker noch etwas in Geduld üben: Am 26. September erscheint EAs Vorzeigefußballsimulation FIFA 14 auf allen gängigen Spieleplattformen und bringt einmal mehr auf spektakuläre Art und Weise die schönste Nebensache der Welt ins heimische Wohnzimmer. Wie bei der Kaderplanung seines Lieblingsvereins, fragt man sich auch im FIFA-Universum jedes Jahr aufs Neue: Was hat sich getan in der großen weiten Welt des virtuellen Fußballs? Und dieses Jahr ist das eine ganze Menge! So wächst der bereits enorme Umfang des Spiels um weitere Ligen, vor allem aus Südamerika: Bei über 600 Vereinen aus 33 lizensierten Ligen ist das Lieblingsteam dann auch garantiert mit dabei! Auch bei den Online-Modi hat man sinnvoll aufgestockt: Im Koop-Saisonmodus darf man sich nun im 2 gegen 2 mit dem FIFA-Kollegen seines Vertrauens zur virtuellen Meisterschaft hochkicken!

PRÄZISER, HÄRTER, AUTHENTISCHER Bei unserem exklusiven Hands-On in der EA-Zentrale in Köln konnten wir vor allem ein deutlich verändertes Spielgefühl feststellen: Mit Protect the Ball können Angreifer den Ball in fast jeder Situation intuitiver abschirmen, womit auch das Spieltempo deutlich stärker in den Händen des jeweiligen Spielers liegt. Dass Dortmunds Neuzugang Pierre-Emerick Aubameyang oder Barcelonas Neo-Darling Neymar ihren Gegenspielern nun noch eindrucksvoller davonsprinten, ist den neuen Animationsabläufen geschuldet, die für einen deutlich flüssigeren und realistischeren Spielablauf sorgen. Und da das Toreschießen immer noch das Herzstück jedes guten Fußballspiels ist, hat EA auch das Schussverhalten und die Ballphysik deutlich überarbeitet: Wuchtige Traumtore, gezielte Lupfer und filigrane Schlenzer werden eingespielte Gamepad-Helden zu emotionalen Jubelarien hinreißen lassen. Doch wie immer übertrumpft FIFA 14 seine Konkurrenten mit seiner einzigartigen Atmosphäre, die das heimische Wohnzimmer zur explosiven Stadionkulisse mutieren lassen. Das nächste Spiel kann gerne kommen!

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SKIP SEPTEMBER


BEYOND: TWO SOULS

Für PS3. Das erste Videogame, das auf einem Filmfestival Premiere feiert: Beim von Robert de Niro gegründeten Tribeca Film Festival wird Beyond: Two Souls im Rahmen der offiziellen Auswahl laufen! Der Filmbezug ist nicht an den Haaren herbeigezogen, immerhin spielen hochkarätige Schauspieler die Hauptrollen, wie etwa Ellen Page (Juno) oder Kinolegende Willem Dafoe. Die Story rankt sich um Pages Figur, eine junge Frau, die in Verbindung zu einem unsichtbaren Wesen steht und damit übersinnliche Kräfte besitzt – und die zur Protagonistin eines existenziellen, epischen Abenteuers wird.

INAZUMA ELEVEN 3: KETTENBLITZ & EXPLOSION

FÜR 3DS. Zum ersten Mal kicken Mark Evans

und seine Freunde auch auf der 3DS, und das in gleich zwei Versionen, die die Story aus der Perspektive von jeweils unterschiedlichen Protagonisten erzählen. Sehr geniale Mischung aus Fußball-Sim und Rollenspiel!

THE LEGEND OF ZELDA: THE WIND WAKER HD

FÜR Wii U. Jetzt kommt der wunderschöne

Adventure-Klassiker auch auf die Wii U – in prächtigem HD und mit vielen neuen Features! Ein neues Segel bietet schnellere Navigation, die Spieler können Kontakt zu anderen Gamers aufnehmen, und auch die Kamera-Fähigkeiten sind runderneuert.

RAYMAN LEGENDS

DER PUPPENSPIELER

FÜR PS3. Ein wunderhübsches Platform-Adventure, das in

einem wirklich außergewöhnlichen Setting spielt: Die ganze Handlung läuft auf der Bühne eines Puppentheaters! Während sich die bunte Kulisse ständig verändert, muss der Held Kutaro den bösen Puppenspieler finden, bevor der alle Kinder in Holzpuppen verwandelt … Genial!

Für PS3, XBOX360, Wii U, PS VITA, PC. Yay! Endlich Nachschub von einem unserer Jump-’n’-Run-Lieblinge: Im neuesten Rayman-Abenteuer verschlägt es Rayman, Barbara, Globox und die Teensies im Zauberwald in ein geheimnisvolles Zelt, in dem sich einige sehr seltsame Gemälde befinden. Und wie sich der geübte Fantasy-Gamer denken kann, ist jedes dieser Gemälde ein Portal in eine andere spektakuläre AdventureWelt. Spielbar solo oder im Koop-Mode für bis zu vier Gamer!

SKIP SEPTEMBER

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▶l Fun Gala-Premiere

Douglas

Prakti.com ▶l Wien. Di, 24 09 2013

Gewinn Tickets für die Österreich-Premiere!

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In Kooperation mit energy Österreich


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▶l Text: redaktion fotos: andrea mühlwisch

TÊte-à-TÊte mit Hugh Jackman bei den Golden globe AWARDs 2013 Julia und Lukas waren live dabei


Willst diesmal du zu den

golden globe awards 2014? sAVE tHE DAtE: 11. oKtoBER 2013 stARt of tHE NEW CoMPEtItIoN

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Es gibt nichts geschenkt.

Das neue Drei sagt Servus. Für alle, die sich jetzt für Drei entscheiden, gibt’s den 100 € Bonus auf alle Vertrags-Handys.*

* Bonus bezieht sich auf den von uns ausgewiesenen Gerätepreis/Tarif. Aktion gültig bis 30.09.2013. In Tarifen mit 24 Monaten Mindestvertragsdauer. Details: www.drei.at


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