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Wissen.Schafft.Entwicklung. Filmtage 2012: Wasser Informationen

Veranstalter/innen

KEF

Wissen.Schafft.Entwicklung. Filmtage 2012: Wasser

Wissen.Schafft.Entwicklung. Filmtage 2012: Wasser

Die Kommission für Entwicklungsfragen (KEF) fördert entwicklungsrelevante wissenschaftliche Projekte zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen in Österreich und in Less und Least Developed Countries. Die KEF macht aktuelle Forschungsarbeiten einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich – mit den Filmtagen „Wissen.Schafft. Entwicklung.“

Kommission für Entwicklungsfragen bei der OeAD GmbH

Veranstaltungsort:

Topkino, Rahlgasse 1, 1060 Wien

Veranstaltungsort - Lage

Die ersten Filmtage widmen sich einem Menschenrecht – dem Zugang zu sauberem „Wasser“.

Eintritt:

7 EUR Normalpreis 6 EUR Schüler/innen, Studierende, Ö1 Club 5 EUR Kinder (bis 12 Jahre), Klubmitglieder

Die Eintrittspreise gelten für Spielfilme und lange Dokumentarfilme. Alle anderen Programme wie

Präsentationen, Gespräche, Konzerte und Kurzfilme finden bei freiem Eintritt statt.

Filmtage „Wasser“ Der Beginn der Filmtage ist der 22. März, der Weltwassertag. Die Veranstaltung dauert von 22. - 25. März 2012 (Donnerstag bis Sonntag) und ist Teil einer Initiative österreichischer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen anlässlich der UNONachhaltigkeitskonferenz Rio+20. Der Veranstalter nähert sich dem Thema „Wasser“ mittels Film (Spielfilme, Dokumentarfilme), Musik, Projektpräsentationen, Diskussionen und Kulinarik.

Kartenreservierung:

TICKETS online reservieren auf www.topkino.at RESERVIERUNGSTELEFON: 01/ 208 3000 (ab 15 Uhr!) Kinokassa (= an der Bar) öffnet 1/2 Stunde vor der ersten Vorstellung

Veranstalter & Information:

KEF – Kommission für Entwicklungsfragen bei der OeAD-GmbH Ebendorferstraße 7, 1010 Wien T +43 1 534 08 42 | E office-kef@oead.at | www.kef-online.at

Das Projekt „Wissen.Schafft.Entwicklung.“ vermittelt entwicklungspolitische Forschungsergebnisse an einem klassischen Ort der Begegnung – dem Kino. Die Projektidee basiert auf folgender Überlegung: „Wie erreichen entwicklungspolitisch relevante Forschungsergebnisse auch interessierte Menschen in unserer Gesellschaft?“

Förder/innen | Partner/innen | Unterstützer/innen

Projektbetreuung:

Martin Stöbich T 0699/13344421 | E mstoebich@utanet.at

Impressum: Medieninhaber & Herausgeber: KEF – Kommission für Entwicklungsfragen bei der OeAD (Österreichische Austauschdienst)-Gesellschaft mit beschränkter Haftung | KEF – Commission for Development Studies at the Austrian Agency for International Cooperation in Education and Research (OeAD-GmbH) | 1010 Wien, Ebendorferstraße 7 | T +43 1 534 08-0 | F +43 1 535 08-999 | info@oead.at | www.oead.at | | Sitz: Wien | FN 320219 k | Handelsgericht Wien | Für den Inhalt verantwortlich: Mag. Martin Stöbich | Layout: Eva Müllner | Fotos: Alle Bilder wurden von den jeweiligen Filmverleihern zur Verfügung gestellt | Druck: Gerin, 2120 Wolkersdorf | Wien, Feber 2012

© Riccardo Russo

Die Kommission für Entwicklungsfragen(KEF) in der OeAD-GmbH ist mit dieser Veranstaltung Teil einer Initiative österreichischer Umwelt- und Entwicklungsorganisationen anlässlich der UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 – Gerechtigkeit in einer endlichen Welt. Koordiniert von Klimabündnis Österreich und Ökobüro in Zusammenarbeit mit der AG Globale Verantwortung. Gefördert von der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.

22. - 25. März - Wien, Topkino

Die ersten Filmtage widmen sich einem Menschenrecht, das von zentraler Bedeutung für die Erreichung der Millennium-Development-Ziele ist - dem WASSER. Wasser ist die Grundvoraussetzung für alles Leben auf unserem Planeten. Der Umgang mit Wasser ist zu einer globalen Herausforderung geworden, denn die zunehmende Wasserknappheit führt zu Konflikten, Migration, gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Pro-

blemen. Wasserknappheit ist ein zentrales Problem des 21. Jahrhunderts: ÆÆ 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keine sanitären Einrichtungen und Abwasserreinigungssysteme. ÆÆ 80 Prozent aller Krankheiten in Entwicklungsländern sind auf verschmutztes Wasser oder den Mangel an sanitären Anlagen zurückzuführen. Täglich sterben deswegen 6000 Menschen, vor allem Kinder. ÆÆ Wasser wird immer mehr zur Handelsware. Was sind die Folgen der Privatisierung von Wasser und Abwasser? ÆÆ Auswirkungen des Klimawandels: Die Meldungen über Umweltkatastrophen aufgrund von anthropogenem Klimawandel mehren sich - Dürre, Hochwasser, Tsunamis etc. Diese Liste ließe sich fortsetzen.

Filmbeiträge Unter den ausgewählten Filmen finden sich folgende preisgekrönte Filme: ÆÆ Water Makes Money (Leslie Franke & Herdolor Lorenz, D 2010/11, 82 Min.) ÆÆ The well – water voices from ethiopia (Paolo Barberi, Mario Michelini, Riccardo Russo, I 2011, 56 Min.) ÆÆ Tambien la Lluvia – Und dann der Regen (Iciar Bollain, ESP/MEX/F 2010, 104 Min.) ÆÆ „On the Rumba River“ (Jacques Sarasin, DRC/F 2006, 85 Min.)

Küche Während der Filmtage bietet die Topkinobar, als Ergänzung zum reichhaltigen Kinoprogramm, ausgewählte afrikanische Speisen an.


©Steffi Dittrich

Programmübersicht - Filmtage 2012: Wasser

Donnerstag, 22. März 2012

Freitag, 23. März 2012

Samstag, 24. März 2012

Sonntag, 25. März 2012

19:00 Uhr Eröffnung Hubert Dürrstein (Geschäftsführer OeAD-GmbH)

19:00 Uhr The Man who stopped the Desert (engl. OF) Dokumentarfilm von Mark Dodd, UK 2010, 64 Min Yacouba Sawadogo ist nur ein einfacher Bauer, doch hat er seinem Dorf im Nordwesten von Burkina Faso einen elementaren Dienst erwiesen. „Der Mann, der die Wüste aufhielt“ rettete die Böden von Gourga vor der Verödung. Als er vor 30 Jahren damit begann, auf seinem Land Bäume zu pflanzen, hielt man ihn für verrückt. Doch inzwischen kehren die Menschen in den Ort zurück, aus dem sie die vorrückende Wüste vertrieben hatte.

19:00 Uhr No Shit Please!(engl. OF) Dokumentarfilm von Devi Prasad Mishra, Indien 2007, 19 Min. Der Film beschäftigt sich mit „community led total sanitation (CLTS)“. Dieser Ansatz hilft der betroffenen Bevölkerung ihre eigene Sanitärsituation zu analysieren und zu verstehen, dass sie mit ihren Fäkalien zur Ausbreitung von Krankheiten beitragen. Diese Erkenntnis führt oftmals zu kollektiven lokalen Handlungen dieser Entwicklung ein Ende zu setzen und die Situation zu verbessern. Der Ansatz baut auf dem Wissen von Dr. Kamal Kar auf, der sein Konzept im Film vorstellt. Der Film wurde für zahlreiche Preise bei Filmfestivals in Indien und im asiatischen Raum nominiert.

12:30 Uhr Matinee: Water makes Money (dt. OF) Dokumentarfilm von Leslie Franke & Herdolor Lorenz, D 2011, 82 Min. Wasser ist neben der Luft das wichtigste Element. 2010 wurde der Zugang zu sauberem Trinkwasser in die allgemeine Erklärung der Menschenrechte aufgenommen. Und doch wird das Wasser zunehmend den Geschäftsinteressen privater Konzerne unterworfen. Überall, wo finanzschwache Kommunen nach Entlastung suchen, stehen die zwei weltgrößten Wasserkonzerne Veolia oder Suez vor der Tür. Der Film dokumentiert die Intransparenz des Marktes und die korrupten Methoden, mit denen sich Gemeinden ihr Wasser abhandeln lassen.

19:30 Uhr No shit, please - Können Toiletten wirklich die Gesundheit verbessern? Podiumsgespräch mit Alexander Öze (Rotes Kreuz), Gerald Eder (hydrophil iC GmbH) Moderation: Johann Kneihs (Ö1) Das Recht auf Wasser und sanitäre Versorgung ist eine wichtige Grundlage für die Armutsbekämpfung und die Realisierung grundlegender Menschenrechte. Dennoch leben nach wie vor mehr als eine Milliarde Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und mehr als 2,5 Milliarden Menschen haben keine Toilette. Welche gesundheitlichen Konsequenzen fehlende Sanitäranlagen haben, was dies für die Lebenswirklichkeit der betroffenen Menschen bedeutet und wie Veränderung in einem gemeinschaftlichen Ansatz herbeigeführt werden kann, darüber diskutieren Expert/innen mit dem Publikum.

14:00 Uhr Andreas Obrecht im Gespräch mit den Filmemacher/innen Leslie Franke & Herdolor Lorenz

20:15 Uhr

30 Jahre Kommission für Entwicklungsfragen (KEF), Andreas Obrecht (OeAD, KEF) Vorstellung des Programms der Filmtage Podiumsgespräch mit Projektpartner/innen zu den Themen „Wasser“ und Entwicklungsforschung, Moderation: Margarita Langthaler (ÖFSE)

20:00 Uhr

Präsentation des appear-Programmes, Andreas Obrecht (OeAD, KEF) Präsentation „susfish – Burkina Faso“ (in englischer Sprache) mit Raymond Ouedraogo (DGPA), Gabriele Slezak (Univ. Wien) und Robert Burtscher (ADA) Podiumsdiskussion, Moderation: Michaela Krimmer (Südwind)

20:45 Uhr Konzert mit „Kobalo“ (Burkina Faso/Senegal) – Wassermusik aus Burkina Faso. Die „Wassermusik“ wird vorwiegend auf Kalebassen (Kobalo) gespielt, die in größere mit Wasser befüllte Kalebassen getaucht sind. Die „Wassertrommeln“ ergeben einen warmen, sanften Klang und werden sowohl von Frauen als auch Männern gespielt. Kora, Ngoni, Talkingdrum, Djembe und andere „leisere“ Percussioninstrumente begleiten die Kalebassen. Besetzung: Karim Sanou (Ngoni, Kobalo, Djembe), Louis Sanou (Djembe, Kobalo), Djoge (Kobalo, Djmebe, Kora) 21:45 Uhr Faro – Königin des Wassers (OF mit dt. UT) Salif Traoré, Mali/F/KND/Burkina Faso/D 2007, 96 min Zanga wurde als unehelicher Junge einst aus seinem Dorf am Niger vertrieben und kehrt nun als ausgebildeter Ingenieur mit Plänen für Staudamm und Bewässerungssystem im klimatisierten Geländewagen in sein Heimatdorf zurück,. Er badet noch schnell im Fluss, jenem, in dem ein Wassergeist namens „Faro“ regieren soll; Fischer vernehmen mysteriöse Geräusche und deuten dies als Warnung Faros, eine junge Frau fällt in Ohnmacht. Faro rettet sie. Doch bei seiner Mutter angekommen, beginnen die Probleme. Er wird von allen als Bastard beschimpft. Dabei will er nur das Allerbeste: nämlich sein Wissen als Ingenieur in seinem Dorf anwenden. Er will den Fluss durch einen Damm bändigen, zum Wohle der Fischer, die immer weniger Fische fangen und der Bauern, die Probleme mit dem Wasser haben. Doch der Dorfhäuptling, der mit Aberglauben seine Macht zementiert, muss erst überzeugt werden.

20:15 Uhr Buffalo Boy (OF mit engl. UT) Minh Nguyen-Vo, Vietnam 2004, 102 min Der 15-jährige Kim, Sohn einer armen Bauersfamilie lebt in Ca-Mau, im Süden Vietnams. Der Film spielt in den 40er Jahren in einem Gebiet, wo Tiefland und Meer aufeinandertreffen, und die Menschen nur deshalb überleben, weil sie sich dem Zyklus aus Überschwemmungen und Trockenzeiten angepasst haben. Während der Regenzeit wird das ganze Land überschwemmt und die Bauern treiben ihre Büffel in die Berge. Als Kim von seinem kranken Vater beauftragt wird, Futter für ihre zwei hungernden Büffel zu finden, gerät er in die Welt der Erwachsenen. Eine Welt voll Kampf, Alkohol und Plünderungen - eine Welt, die aber auch Platz für Freundschaft, Liebe und Freiheit bereithält. © Global Film

The Well – Water Voices from Ethiopia (OF mit engl. UT) Dokumentarfilm von Paolo Barberi & Riccardo Russo, I 2011, 54 Min Jedes Jahr sammeln sich in Äthiopien die Borana-Viehhirten mit ihren Tieren um die „singing wells“. Ihr Lied scheint die Herden nach tagelangen Märschen durch trockenes staubiges Land anzuziehen. Der Film zeigt in grandiosen Szenen ihr einzigartiges System des Wassermanagements, dass es Mensch und Tier ermöglicht, die lange Trockenheit zu überleben und das wenige Wasser, das zur Verfügung steht, als unumstößliches Grundrecht eines jeden zu verwalten.

© Riccardo Russo

19:15 Uhr

16:00 Uhr Blue Gold – der Krieg der Zukunft (OF mit dt. UT) Dokumentarfilm von Sam Bozzo, USA 2008, 90 Min. Die mehrfach ausgezeichnete Dokumentation zeigt die immer gravierender werdenden Folgen der Privatisierung von Wasserressourcen. Schon heute werden durch Großkonzerne, private Anleger und korrupte Regierungen politische Kämpfe um das Blaue Gold ausgetragen. Es ist ein skrupelloses Wettrennen um schwindende Ressourcen auf dem Rücken von Millionen von Menschen. 18:00 Uhr Und dann der Regen – Tambien la Lluvia (OF mit UT) Icíar Bollaín, Spanien/Mexiko/Frankreich 2010, 104 Min. Der Film verbindet die Ankunft von Kolumbus in der Neuen Welt mit der Landung eines spanischen Filmteams in Bolivien; die Gier nach Gold der spanischen Konquistadoren im 16. Jahrhundert, den Aufstand des Taino-Häuptlings Hatuey und den Kampf der Priester las Casas und Montesinos mit dem Wasseraufstand von Cochabamba. Als bester lateinamerikanischer Film ausgezeichnet und war die spanische Nominierung zum Auslandsoscar 2011. 20:00 Uhr On the Rumba River (OF mit dt. UT) Dokumentarfilm von Jacques Sarasin, Kongo/Frankreich 2006, 85 Min. Sprühend vor Musik und Tanz porträtiert der Film den legendären und bis heute populären Musiker Wendo Kolosy aus dem Kongo, von seinen Fans liebevoll nur „Papa Wendo“ genannt. Der Film wird nicht nur zu einer Liebeserklärung an den unverwüstlichen Papa Wendo und seine lebenslustige Musik, sondern zeigt auch ein realistisches Bild von den Menschen und ihrem Leben im Kongo.

Filmtage Wasser, Programm 2012  

Filmtage Wasser, Programm 2012