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HERAUSFORDERUNG BANGKOK

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ASIEN BESSER VERSTEHEN

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ALT GENUG ZUM DURCHSTARTEN

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SPORT BAUT FREUNDSCHAFTEN www.sim.ch


INHALT

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Editorial Grossstadt in Asien Asien verstehen

Vorstellung: neue Mitarbeiter Durchstarten Sports Friends

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Gebetsanliegen

Impressum SIM heute HERAUSGEBER: SIM Schweiz Weissensteinstrasse 1 Pf 4051; CH-2500 Biel 4 IBAN: CH49 0900 0000 1000 2323 9 BIC: POFICHBEXXX Tel./Fax: +41 (0) 32 345 14 44/54 sim.suisse@sim.org www.sim.ch facebook.com/SIMSwitzerland REDAKTION: Waltraud und Günter Kunz GRAFIK/LAYOUT: FRANK.COMMUNICATION. Singen (D), www.frank-com.de DRUCK: Jordi AG .das Medienhaus. Belp (CH), www.jordibelp.ch

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ABONNEMENT: CHF 20.–; 15.– € (4 Ausgaben pro Jahr. Abonnements­preis ist in den Spenden des laufenden Jahres zugunsten der SIM Schweiz enthalten.) TITELFOTO: SIM International

Ehrenkodex SEA Das unabhängige Gütesiegel der Stiftung Ehrenkodex attestiert eine umfassende Qualität der Arbeit sowie einen sorgsamen Umgang mit Spendengeldern


EDITORIAL

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Warum über Asien reden? LEO MUTZNER, DIREKTOR SIM-SCHWEIZ

Was motiviert uns, Ihnen in dieser Ausgabe einige Artikel aus Asien vorzustellen? Zuallererst dürfen wir nicht vergessen, dass der asiatische Kontinent mit mehr als 4 Milliarden Menschen etwa 60 Prozent der Weltbevölkerung umfasst. Mehr als jeder zweite Bewohner der Erde lebt dort. Dann müssen wir uns kurz das christliche Zeugnis in dieser Region der Welt vor Augen halten, das weit zurückreicht. Die christliche Tradition besagt, dass Thomas, ein Apostel Jesu Christi, nach Indien gereist ist, um das Evangelium Jesu Christi zu verkünden. Heute wird der Anteil der in Asien lebenden Christen auf 13,1 Prozent geschätzt. Aber es ist sehr schwierig, genaue Zahlen anzugeben. Einige Länder wie Südkorea sind sehr christlich geprägt und senden viele Mitarbeiter durch verschiedene Missionsorganisationen. So hat auch die SIM mehrere bedeutende Sendungsbüros in Asien. In anderen Ländern leben Christen in einem schwierigeren Kontext. Sie müssen sich mit Gleichgültigkeit, Misstrauen und manchmal sogar Verfolgung auseinandersetzen. Wir wissen auch, dass viele Menschen und Ethnien auf diesem Kontinent leben, ohne das Evangelium zu kennen und ohne jeden Kontakt zu Christen.

Deshalb ist die SIM neben anderen Missionen auf diesem Kontinent aktiv. Sie möchte auch dort ihre Arbeit ausbauen. Die Möglichkeiten und Bedürfnisse zum Dienst sind enorm. Wir brauchen Mitarbeiter, die bereit sind, mit Umsicht, Weisheit und Mut zu arbeiten. Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass die SIM-Schweiz seit dem vergangenen Jahr einen Vertreter aus Tschechien unter ihren Mitarbeitern hat, der eine Arbeit in Zentralasien aufbauen möchte. Des Weiteren bereitet sich ein Schweizer Ehepaar für eine Arbeit in einem asiatischen Land vor. An unserem SIMFest am 8. September in Bern erzählen sie uns etwas ausführlicher über ihre jeweiligen Arbeitsbereiche. Schenkt Gott unter uns neue Berufungen für Asien? Die Zukunft wird es zeigen. Lassen Sie uns auf Gott hören und bereit sein, uns für Seine Sache zu engagieren.  www.sim.ch


GROSSSTADT IN ASIEN

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Der Gott der Grossstadt: Gemeindegründung in Bangkok DENISE POON

Bangkok

Es ist Sonntagnachmittag. In dem kleinen Vorlesungssaal der Kasetsart-Universität findet ein Gottesdienst statt. Die Gottesdienstbesucher tragen legere Kleidung, die jedoch sorgfältig zusammengestellt ist: eng anliegende Jeans mit geknöpften Hemden oder Blusen und passendes Schuhwerk. Sie halten Starbucks-Kaffeebecher und Smartphones anstatt einer Bibel in Buchformat in den Händen, und viele von ihnen sind mit der S-Bahn oder dem Taxi gekommen. Man bezeichnet sie als „Bangkoker“, und wie ihre Mitbewohner in der Grossstadt sind sie bestens vertraut mit dem Rhythmus des Lebens in Thailands Hauptstadt, der in vielem dem anderer Metropolen gleicht.

traditionellen Gemeinde ein riesiges Problem.“ Die Vermischung von globaler und westlicher Kultur mit traditioneller Thai-Kultur schafft eine Stadt von Extremen. Alte Lebensweisen werden von modernen Lebensstilen überlagert: Mönche in orangefarbenen Gewändern sitzen in der S-Bahn, ein verzierter buddhistischer Tempel reiht sich mit Wolkenkratzern in das Stadtbild ein, ausserordentlicher Reichtum und tiefste Armut sind nebeneinander zu finden, und die sozio-ökonomischen Gesellschaftsklassen zeichnen sich hier deutlicher ab als anderswo in Thailand. Keine Beschreibung von Bangkok wäre vollständig ohne die Erwähnung des Verkehrs, der als der schlimmste der Welt gilt (eine kurze Suche im Internet ergibt, dass Bangkok die Liste der verstopftesten Städte in der Welt anführt). Daran muss man sich gewöhnen, nicht nur Ausländer wie Chris, sondern jeder. Die meisten Bangkoker werden nicht als Grossstädter geboren, sondern kommen aus anderen Teilen Thailands zum Studium oder wegen der Arbeit hierher und wandeln sich zu Stadtmenschen.

„Bangkok unterscheidet sich vom Rest Thailands. Es ist eine der bedeutendsten Weltstädte, und „Man sagt, dass Leute aus Bangkok und New der Einfluss der westlichen Kultur ist deutlich York mehr gemeinsam haben, als Personen zu spüren“, sagt SIM-Mitarbeiter Chris, der sich aus Bangkok und Ayutthaya“, sagt Rawee. mit Gemeindegründung beschäftigt. „Als wir (Ayutthaya ist die alte Hauptstadt Thailands, aus einer anderen thailändischen Stadt hierher eine kleinere Stadt am Rande von Bangkoks gezogen sind, musste ich bei verschiedenen Einzugsgebiet). Und so tragen die Werte Dingen lernen umzudenken. Jeans zu tragen und das Streben der Bangkoker mehr die war zum Beispiel in der vorigen, mehr Charakteristiken eines kosmopolitischen 2|18


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Lebensstils, „einschliesslich Geld, Sex und „Es herrscht ein enormer Konkurrenzkampf – Macht“, wie Rawee spöttelt. du musst so hart arbeiten“, sagt Ed, der seit 14 Chris und Rawee sind Pastoren der Grace Jahren zur Grace Community Gemeinde geht. Community Gemeinde (GCC) in Bangkok. „Du bekommst gesagt, dass du etwas aus dir Während die Leute, die sonntags zum machen, gut aussehen und reich sein musst.“ Gottesdienst kommen, offenbar Christen sind, gilt das für die meisten Bangkoker nicht. Darüber hinaus sind die meisten gläubigen Deshalb gehört Gemeindegründung in der Thai die ersten Christen in ihrer Familie Grossstadt zum Auftrag, den am wenigsten und ringen damit, was es heisst, „Thai und Erreichten das Evangelium nahe zu bringen. Christ“ zu sein, wo die Norm doch „Thai und Buddhist“ ist. Und so wird die Gemeinde zu Bangkok mit seinen 9 Millionen Einwohnern, einem Ort, wo man sich als Familie fühlt. „90 mit erweitertem Einzugsgebiet sind es sogar Prozent meiner Freunde sind Buddhisten. Da 14 Millionen, entspricht nicht unbedingt den ist es manchmal sehr schwierig, über meinen Vorstellungen, wenn man von „Unerreichten“ Glauben zu sprechen“, sagt Ed, der ebenfalls oder „am wenigsten Erreichten“ spricht. Und der erste Christ in seiner Familie ist. dennoch besteht dort ein enormer Bedarf, das Evangelium bekanntzumachen. In einer „In diesem städtischen Umfeld heisst Christsein Millionenstadt oder in einem Land, wo die nicht unbedingt, für das Evangelium alles christliche Bevölkerung einen Anteil von andere über Bord zu werfen“, sagt Rawee, etwa einem Prozent ausmacht, wird der der als Thai-Amerikaner den kulturellen Durchschnittsbürger vielleicht nie einen Christen Druck sieht. „Thai-Christen sind oft von der treffen oder von Jesus Christus hören. Das trifft Gesellschaft ausgeschlossen, und es herrscht auf alle zu, vom Kind im Slum bis zu den Frauen die Ansicht, dass man die Thai-Kultur hinter der reichen Oberschicht. sich lassen muss. Es geht aber darum zu erkennen, dass man mit seinem ganzen Es muss von innen, von der Gemeinde ausgehen, Leben Gott dienen kann, nicht nur durch den um die Stadt zu erreichen. Das heisst, Thai- sonntäglichen Gang zur Kirche.“ Christen müssen in ihrer Beziehung zu Gott gestärkt und ausgerüstet werden, ausgehend „Die zwei Pole, das ,Tun‘ und das ,Sein‘ als von ihrem städtischen Hintergrund, wo man Christ müssen miteinander verbunden werden. Erfüllung in Karriere und Materialismus sucht In der Gemeinde meinen wir, dass wir Gott mit und wo gleichzeitig ein Umfeld geschaffen wird, dem Tun von ‚Gemeindearbeit‘ dienen“, sagt in dem Absonderung und Einsamkeit schnell die Chris. „In Thai ist das rap chai prajaw – Gott Oberhand gewinnen. dienen. Wenn ein Pastor dies erwähnt, wird www.sim.ch


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6 es so verstanden, dass man Stühle für einen auch wegen der Einstellung der Leute, die sich Gottesdienst stellt oder ein Bibelgespräch an all diese Verschiedenheiten gewöhnt haben. leitet. Aber deine berufliche Tätigkeit als etwas Wertvolles zu betrachten, mit dem du „Die Muslime, die ich hier getroffen habe, sind Gott dienen kannst, ist ein neuer Gedanke offener“, sagt Knot, ein Mitglied der GCCfür viele Thai-Christen“, erklärt er. „Sie wissen, Gemeinde mit muslimischen Hintergrund. Er wie sie in der Gemeinde dienen können, aber stammt aus dem Süden Thailands mit dem wenn es darum geht, ihr Christsein in einem stärksten Anteil an Muslimen, wo die Kultur nicht-christlichen Umfeld zu leben, wird es gegenüber Andersgläubigen, wie den Christen, schon schwieriger“. verschlossener ist. „Hier sind sie wegen der Vielfalt Bangkoks vertrauter im Umgang mit Es ist überhaupt nicht einfach, selbst wenn unterschiedlichen Menschengruppen.“ ein Thai-Christ ernsthaft versucht, seinen Glauben umzusetzen. Für Ed befinden sich „Verstopft“, „rastlos“ und „ermüdend“, so Gemeinde und Arbeitsplatz zwar am gleichen beklagen sich die Bangkoker über ihre Stadt. Ort, könnten aber nicht gegensätzlicher sein: Zugleich lieben sie sie wegen ihrer Vielfalt und Er arbeitet für eine regierungsunabhängige ihres Schwunges. In der Bibel heisst es ‚Dein Organisation, die ihren Sitz auf dem Reich komme‘“, sagt Ed. „Die Kirche sollte der Universitätsgelände hat, im selben Gebäude, Ort auf Erden sein, an dem sich der Himmel wo sich die GCC-Gemeinde trifft. „Ich widerspiegelt.“ Es geht nicht darum, die Stadt in habe versucht, meinen Mitarbeitern vom die Kirche zu bringen, sondern darum, dass die Evangelium zu erzählen, aber bisher hat sich Gemeinde ihren Glauben im Alltag lebt und für niemand auf den Weg mit Jesus gemacht. Vor die Stadt Licht und Salz ist. fünf Jahren habe ich hier angefangen“, sagt Ed. „Kann ich mir vorstellen, dass Gott die „Von Tim Keller stammt das Zitat über den Stadt verändern kann? In meinem Kopf, ja. Dienst in der Grossstadt, das in etwa so Und obwohl ich weiss, dass Gott es kann, in lautet: ‚Wir wollen nicht einfach kommen und meinem Herz… naja, versuche ich Ja zu sagen“. eine grossartige Kirche bauen, sondern eine grossartige Stadt‘“, sagt Rawee. „Und genau das Obwohl Bangkok zu den Orten gehört, die wollen wir für Bangkok.“ am wenigsten mit dem Evangelium erreicht sind, bietet es der Gemeinde auf Grund Wenn Sie Grossstädte lieben und irgendwie seiner natürlichen Zugänglichkeit eine interessiert sind, mehr über die Arbeit der einmalige Gelegenheit, Gottes Reich in diese SIM in Grossstädten zu erfahren, klicken Stadt zu tragen. Zugang besteht nicht nur Sie auf www.sim.ch und „Sich einsetzen“. auf geografischer und nachbarschaftlicher Wir brauchen mehr Leute, die sehen wollen, Ebene (Menschen verschiedenster Herkunft wie sich Gottes Liebe in Grossstädten wie kommen an einem Ort zusammen), sondern Bangkok auswirkt. 

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ASIEN VERSTEHEN

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Bilder zum besseren Verständnis von Mission in Asien Der Guten Nachricht in Asien zum Erblühen zu verhelfen, ist eine Aufgabe, die gespickt ist mit einzigartigen Herausforderungen und Möglichkeiten. Für Menschen aus anderen Teilen der Welt ist es nicht immer leicht zu verstehen, wie der Auftrag, das Evangelium nach Asien zu bringen, funktioniert. Wir haben 10 Fotos ausgesucht, die helfen können, dies etwas klarer zu sehen.

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Der Buddhismus als tiefe kulturelle Identität

Während in vielen Teilen der Welt der Buddhismus als eine friedliche, ja fast unreligiöse Philosophie betrachtet wird, ist diese alte Religion für Thai, Burmesen und viele Chinesen ein tiefsitzender geistlicher Teil ihrer Identität. Millionen von Menschen, die sonst kaum religiös sind, würden einen Wechsel zu einer ‚ausländischen Religion‘ wie dem Christentum als Verrat an der Gemeinschaft ansehen. Für diejenigen, die Christen werden, ist es schwierig, ihre Nationalität mit dem Christsein in Einklang zu bringen, weil es so wenige Beispiele gibt und oft keine Gemeinschaft mit anderen Christen möglich ist. 

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8 In vielen Teilen Asiens müssen ausländische Mitarbeiter diskret und anonym auftreten. Selbst wenn interkulturelle Mitarbeiter versuchen, sich innerhalb der legalen Vorschriften des Landes zu bewegen, kann alleine ihre Anwesenheit für lokale Christen bedeuten, dass sie verhört oder eingesperrt werden, weil die Behörden der Ausbreitung anderer Religionen gegenüber feindlich gesinnt sind. Aber in vielen Gebieten hätten ganze Bevölkerungsgruppen keine Möglichkeit, von Jesus zu hören, wenn sie nie Kontakt zu ausländischen Christen bekämen. Zwei solcher Mitarbeiter lassen sich nur für ein anonymes Portrait fotografieren, damit sie durch Online-Suchen nicht in Gefahr geraten. 

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Das Evangelium    im lokalen Kontext

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Interkulturelle Mitarbeiter und die Sicherheit

Das Christentum in Asien äussert sich nicht genau in der Weise wie in anderen Teilen der Welt. Viele Asiaten verbinden das Christentum mit westlicher Kultur und ihren Werten, tatsächlich aber drücken sich asiatische Christen auf eigene Weise in christlicher Musik, Kunst, Ritualen und Theologie aus, worin sich ihre einzigartige Weltanschauung widerspiegelt. Diese Szene aus dem Leben Jesu wurde in einem klassischen indischen Stil gemalt und in Dörfern überall im Land auf Bildschirmen projiziert. Nachdem sie jahrzehntelang nicht mehr verwendet wurde, fand ein pensionierter Missionar sie in einem vergessenen Lagerraum und holte sie wieder ans Licht. 

Wenn es in Asien darum geht, die Gute Nachricht den Armen und den Gefangenen die Freiheit zu verkünden, dann passiert das oft mehr von einem Bürostuhl aus, als dass die Strassen durchkämmt würden, um nach den Verloren Ausschau zu halten. Hier macht ein indischer Mitarbeiter von JVI („Justice Venture International“, einem internationalen Rechtshilfeprojekt) etwa 500 Kopien für ein Gerichtsverfahren, die gebraucht werden, um Leibeigene zu befreien. Sklaverei in den verschiedensten Formen stellt noch immer ein riesiges Problem in vielen Teilen Asiens dar. Und die Aufgabe, Sklaven zu befreien und ihnen zu helfen, frei zu bleiben, beinhaltet einen enormen Aufwand und Papierkrieg. 

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Dienst hinter    den Kulissen


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Umgang mit   Minderheiten

In einigen Ländern im Osten und Südosten Asiens gibt es innerhalb der vorherrschenden Kulturen grosse muslimische Gruppen mit krassen Unterschieden. Diese Muslimin unterscheidet sich sehr durch Aussehen, Kleidung, Reden, Essen und Leben von der vorherrschenden ostasiatischen Bevölkerung, unter der sie lebt. Das geht soweit, dass Fremde, die in der Gegend wohnen oder zu Besuch kommen, oft das Gefühl haben, zwei Länder seien übereinander gequetscht. Wenn das Miteinander nur ein beieinander Wohnen ist ohne Integration, kann es zu grossen Spannungen kommen. Christliche Mitarbeiter an solchen Orten müssen nicht nur zwei oder mehrere Sprachen lernen und sich gleichzeitig an zwei Kulturen gewöhnen, sondern auch ständig sensibel bleiben, welche Rolle sie in einer speziellen Situation einnehmen. 

In vielen asiatischen Kulturen herrschen noch sehr traditionelle Geschlechterrollen. Diese Frau serviert ihrem Mann und seinen männlichen Gästen Tee und Gebäck. Sie setzt sich nicht dazu und unterhält sich mit ihnen, sondern bleibt die meiste Zeit ausser Sichtweite, bis die Gäste gegangen sind. Christliche Mitarbeiter aus mehr gleichberechtigten Kulturen müssen versuchen, den Frauen zu mehr Eigenständigkeit und Würde zu verhelfen, ohne ihre Kultur zu missachten oder sie von ihren Männern zu entfremden. Und es verlangt von ausländischen Frauen grosse Opferbereitschaft hinsichtlich ihrer Eigenständigkeit, wenn sie in einem dieser asiatischen Länder arbeiten wollen. Mitarbeiterinnen, die sich die gleichen Freiheiten wie in ihrem westlichen Herkunftsland herausnehmen, werden Mühe haben, Kontakte zu den einheimischen Frauen zu bekommen oder ein Anstoss für die Bevölkerung sein, der sie dienen möchten. 

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Englisch   Unterricht

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Die Rollen der Geschlechter

Die englische Sprache ist einer der wertvollsten Pluspunkte, die ein interkultureller Mitarbeiter nach Asien mitbringen kann. In fast allen Teilen des Kontinents, jedoch speziell in Ländern wie Thailand, kämpft die Regierung darum, wettbewerbsfähige Englischprogramme in Schulen und Universitäten anzubieten, damit sich ihre Nation immer besser an der globalen Wirtschaft beteiligen kann. Englisch trägt auch dazu bei, den verarmten und benachteiligten Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ihnen stehen dadurch später viel mehr Arbeits- oder Studienoptionen offen. Mary Raikes umarmt eines der Kinder in der „Good Kids Preschool“, einem Vorschul-

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Projekt, wo sie als Englisch-Lehrerin arbeitet. „Good Kids“ bietet eine Ausbildung auf christlicher Basis für buddhistische Familien aus dem Dorf, und weil Mary als ehrenamtliche Mitarbeiterin dort arbeitet, kann die Schule für wenig Geld den begehrten Unterricht mit einer bestens geeigneten Lehrerin anbieten.

Obwohl wahrscheinlich viele bei Mission in Asien an die AntiTrafficking-Arbeit (Befreiung aus dem Menschenhandel) denken, sind sich die meisten nicht bewusst, welche Schwierigkeiten es mit sich bringt, ehemaligen Opfern der Sklaverei zu helfen, ihr Leben neu aufzubauen. Wenn Arbeit und anderer Lebensstil keine Anziehungskraft haben, kehren viele der jungen Männer und Frauen, die aus der Versklavung befreit wurden, irgendwann wieder zu dem relativ bequemen Leben zurück, das ihnen vertraut ist. Hier spielen Mädchen bei „Beauty for Ashes“ (Schönheit statt Asche) gemeinsam Spiele, als Abwechslung zu den täglichen Ausbildungs-Einheiten für Beruf und Haushalt. 

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Gemeinschaft    durch Sport

Ein Leben nach dem Menschenhandel

Sport, vor allem Fussball, Volleyball und Cricket, erweist sich als eines der effizientesten Mittel, um Gemeinschaften aufzubauen, mit jungen Leuten in Kontakt zu kommen und den Samen für Kirchen in Asien zu säen. Das Bild zeigt Kim mit seinem wichtigsten Arbeitsgerät. Er betätigt sich als Trainer in Thailand und ganz Südost-Asien. „Sports-Friends“, ein Zweig der SIM, bildet einheimische Christen zu Trainern aus, die Jugendmannschaften in ihren Dörfern oder Städten trainieren. In diesen Mannschaften konzentriert man sich auf Persönlichkeits-Förderung und Freundschaft, aber auch auf das Wohl der gesamten Dorfgemeinschaft. 

Unternehmen, die das Wohl der Bevölkerung im Blick haben, anstatt sich nur auf den Profit zu konzentrieren, stellen sich immer mehr als ein geeigneter Ansatz heraus, um die Gute Nachricht in viele Teile Asiens zu bringen. Sie bieten einen Weg zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit für einheimische Angestellte, Manager oder Eigentümer - eine unaufdringliche Art, der Bevölkerung zu dienen, und eine konstruktive soziale Plattform, die es interkulturellen Mitarbeitern ermöglicht, ihren Glauben in verschiedenen Gegenden dieser Welt auszuleben. Vorne auf dem Bild ist Pawn mit einem ihrer Mitarbeiter vor einem Borrito-Imbiss-Bus, den sie zusammen mit der SIM-Mitarbeiterin Lauren Sauder entworfen hat.  2|18

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Chance für Geschäftsleute


GEBETSANLIEGEN

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SALOME GUBLER Norden von Ghana | Arbeit unter Kindern

Bitte beten Sie für den Stamm der Dagomba in Ghana, der von der verbreiteten Religion im Norden stark geprägt ist. Für Einzelne ist es extrem schwierig, Christ zu PIERRE-ANDRÉ & JOSIANE Stadt im Westen, Niger | Weiterbildung für Lehrer

Wir sind sehr dankbar, dass wir in den christlichen Sekundarschulen, die wir besuchen konnten, so gut empfangen wurden. Danke, wenn Sie für die Lehrer und Schüler beten, die oftmals unter schwierigsten WALTER & BONNIE AEBI Niger & Schweiz| Lehraufgaben

werden, weil die Familien und Sippen so hohen Einfluss haben. Diejenigen, die den Schritt zu Jesus wagten, benötigen seinen Schutz vor äusseren und inneren Angriffen. Bitte beten Sie für die ghanaischen Kinder im Norden, die oftmals noch nie etwas von Jesus gehört haben. Sie werden von ihren Familien schlecht behandelt - besonders die Mädchen - und haben nicht viel Wert in den Augen der Gesellschaft. Es ist so wichtig, dass sie erfahren, dass Jesus die Kinder zu sich ruft und ihnen die Liebe und Anerkennung gibt, die sie brauchen.

Bedingungen arbeiten müssen: oft sehr grosse Klassen, wenig Material zur Verfügung, Lehrer zum Teil ohne Ausbildung und die bei der Bevölkerung in schlechtem Ruf stehen. Möge die Liebe Gottes und das Licht des Evangeliums hindurchscheinen und die meist muslimischen Schüler berühren. Dass Gott uns hilft, die wahren Bedürfnisse von Lehrern und Schülern zu verstehen, und uns die Weisheit gibt, seine Antworten zu geben, die einzigen, die in Situationen helfen können, die so komplex und zutiefst von starren Praktiken geprägt sind und das Lernen nicht fördern. Beten Sie, dass viele Lehrer an dem zweiwöchigen Kurs Anfang August teilnehmen, der vom Verein „Cornerstone“ angeboten wird. Bitte beten Sie für unseren zweimonatigen Schweizaufenthalt. Wir arbeiten weiter an dem Kurs über die Weisheit, einem Vergleich zwischen der traditionellen Weisheit der Tamajaq und der biblischen Weisheit. Möge Gottes Geist uns die richtigen Gedanken schenken, um den Kurs so zu gestalten, dass er das Volk der Tamajaq anspricht und berührt.


GebetsanlieGen

12 10 ERNST & ELISABETH WALDER Lima, Peru | Theologische Ausbildung

Vor rund zwei Jahren starteten wir innerhalb von ETE (ETE = Educación Teológica por Extensión - eine Art „Korrespondenzkurs, bei dem man sich aber persönlich mit einem Leiter und einer Gruppe trifft, anstatt die Fragebogen einzusenden) einen ersten Workshop. Er war zum Thema „Wie leite ich eine Kleingruppe?“ In der Zwischenzeit hat sich dieser Workshop zu einem richtigen „Renner“ entwickelt. Für uns als Leiter ist es faszinierend zu sehen, wie sich in nur zwölf

KATRIN SCHNEIDER Bembéréké, Benin | Medizinische Arbeit

Die Bevölkerung von Benin ist in den letzten 10 Jahren von 6 Mio. auf 10 Mio. Einwohner angewachsen. Vor mehr als 30 Jahren wurde eine neue Krankenstation gebaut. 2005 hatte es 37‘000 Patienten, die zu Untersuchungen kamen. Davon wurde jeder vierte bis fünfte Patient stationär behandelt.

Workshop-Stunden eine Kleingruppe verändert. In der Auswertung wird generell festgestellt, dass die Kirchen noch nie ein solches Modell gesehen haben. Am meisten berührt uns, wenn einzelne bezeugen, wie der Workshop ihnen geholfen hat, sich zu verändern. Wir sind dankbar, wenn Sie dafür beten, dass wir eine Form finden, wie wir weitere Workshop-Leiter finden und ausbilden können. Viel stressiger ist meine (Ernst) neueste Aufgabe: kurz vor Weihnachten wurde ich von der neuen Leitung der evangelischen Universität „Seminario Evangélico de Lima“ angefragt, ob ich die Verantwortung für die theologische Fakultät übernehmen würde. Weil Gott ziemlich eindeutig sprach, nahm ich die Anfrage an - und bin seither mit jeder Menge von Problemen konfrontiert. Bitte beten Sie um Weisheit, mich zwischen den verschiedenen Kulturen zu bewegen.

Zehn Jahre später kamen 39‘000 Patienten zur Untersuchung, und die stationären Fälle hatten sich verdoppelt. Man kam nicht umhin, eine Poliklinik mit einer Notfall-Abteilung zu bauen. Der Neu- und Umbau wurde im Januar 2018 begonnen. Bitte beten Sie für ein gutes Gelingen. Der Zufahrtsweg muss noch umstrukturiert werden und zusätzliches Personal für die Notfallaufnahme eingestellt werden. Wir sind dankbar für den Chirurgen Dr. J. Troukou und den Gynäkologen Dr. B. Briga, die seit Januar dieses Jahres am Spital arbeiten. Beide sind im Glauben und im Beruf engagierte Männer. Bitte beten Sie für diese Ärzte und ihre jungen Familien. Ich bin dankbar für den erholsamen Heimataufenthalt. Am 5. Juni fliege ich zurück nach Benin, um meine erfüllende Aufgabe als Stationsleiterin auf der chirurgischen Abteilung wieder aufzunehmen.


GebetsanlieGen

13 11 BRIGITTE LÄUPPI Biel, Schweiz | Büro SIM – Finanzen

DAMIEN & LUCIE GOLAY Matheo, Joakim, Kylian Natitingou, Bénin | Berufliche Ausbildung, Jüngerschaft

Nach einem tragischen Unfall musste Familie Golay ihren Sohn Joas in die Ewigkeit abgeben. Der Vorfall ereignete sich zu dem Zeitpunkt, als die Redaktion unserer letzten Ausgabe bereits abgeschlossen

JIMMY & MARLIS RABEANTOANDRO, Mario, Tania, Livio, Fabio Mahatsara, Madagaskar | Zentrum Timoty

Dankbar bin ich für das EGW (Evangelische Gemeinschaftswerk), meine Gemeinde in Biel. Ich freue mich über die treue Unterstützung ihrer Missionare, zu denen auch Katrin Schneider zählt. Sie wird dort nach ihrem Heimataufenthalt am 2. Juni 2018 für ihren weiteren Einsatz in Benin verabschiedet. Am 19.8.2018 wird der Präsident der SIM Schweiz, Joël Sommer, im EGW zum Anlass eines SIM-Gottesdienstes die Predigt halten. Dann freue ich mich besonders auf die Gemeindeferien am Thunersee im Juli. Bitte beten Sie für gute Erholung im Sommer.

war. Bitte beten Sie um Trost und Beistand für Familie Golay und ihre Verwandten. Nachfolgend der Text der Anzeige: JOAS GOLAY „Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.“ Ps.46,2 Die Familie Golay und die SIM haben die traurige Aufgabe, den plötzlichen Tod des geliebten kleinen Joas bekannt zu geben. Er wurde am 30. April 2012 in Bembéréké, Benin, geboren. Am 2. Februar 2018 wurde er in Natitingou, Benin, zu seinem Schöpfer abberufen. Sein Leben war ein Ausdruck der Bedeutung seines Namens: „Gott hat gegeben“. Joas brachte Leben überall, wo er war, und liebte Jesus von ganzem Herzen.

Vor drei Jahren hat ein junger Mann von der Bibelschule in Antsirabe in Mahatsara im Zentrum Timoty ein Praktikum gemacht. Er fühlt sich berufen, in die Gegend zurückzukehren und eine Zweigstelle des Zentrums Timoty zu eröffnen, in einem gleichnamigen Dorf Mahatsara, das 55 km südlich von uns gelegen ist (also Mahatsara 2). Bitte beten Sie für ihn und seine Verlobte, die dabei sind sich vorzubereiten, um nach ihrer Hochzeit im Juni dort hinzuziehen.


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14 12 CORINNE Naher Osten | Beratung und Seelsorge

Vom 13.-23.6. befinde ich mich in Tschechien, um an einer Retraite für ledige Missionare zu sprechen und für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung zu stehen. Bitte

DIANA & JOSUE BULANDE, Abigaïl, Naomi, Caleb, Sarah Lichinga, Mosambik | Arbeit unter Kindern und Jugendlichen

Wir sind zurück in Mosambik nach unserem Heimataufenthalt in Rumänien. Viele „neue“ Dinge haben sich ergeben: Ein neuer Ort, eine neue Aufgabe, ein neues Haus und ein neues Baby (Sarah Niasha). Wenn ich darüber nachdenke, fühle ich mich manchmal etwas überfordert. Daher

beten Sie für die letzten Vorbereitungen, die Retraite, sowie die Teilnehmer, von denen viele erschöpft von ihrem Dienst sein werden. Bitte beten Sie für Weisheit und gutes Entscheidungsvermögen, wie ich die Klienten, die zu Olive Tree kommen, am besten begleiten und beraten kann. Mögen sie in dieser Zeit Heilung erfahren, neue Hoffnung finden und gestärkt in ihren Dienst zurückkehren können. Vielen Dank, dass Sie auch für die Vorbereitungen für den Heimataufenthalt und dann die Zeit in der Schweiz ab Anfang August beten. Das Ziel, möglichst alle meine Partner vom Freundeskreis zu sehen, verlangt eine gute Planung und Energie. Möge es eine Zeit sein, in der ich Menschen ermutigen und an ihrem Leben teilhaben, aber auch selber ermutigt und gefüllt werden kann.

brauchen wir in allen Bereichen Gottes Gnade, Weisheit und Schutz. Wir werden künftig in Lichinga wohnen. Momentan logieren wir im Gästehaus der SIM und versuchen unser neues Zuhause fertig zu stellen. Das wird auch Ausgangspunkt unserer neuen Arbeit sein. Sobald wir eingerichtet sind, wird Josue Unterricht an einer Bibelschule nehmen und in einer kleinen, jungen Gemeinde im Ort mithelfen. Diana wird sich erstmal während ein bis zwei Jahren um den Unterricht ihrer Kinder kümmern und zusammen mit Josue eine Kinder- und Jugendarbeit in der Nachbarschaft aufbauen. Die Gegend ist von Zauberei geprägt, und wir benötigen den Schutz Gottes. Wir sind uns bewusst, dass wir ohne ihn nichts tun können. Wir beten dafür, dass wir uns von Gott zu Seiner Ehre gebrauchen lassen, und dass mehr und mehr Kinder und Jugendliche, aber auch ganze Familien Ihn immer besser kennenlernen.


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15 13 HEIDE ZWIRNER | Lichinga, Mosambik | Arbeit unter behinderten Kindern

Im Norden Mosambiks gibt es sehr viele Kinder mit Behinderungen, die von ihren Familien und der Gesellschaft Ablehnung erfahren. Viele dieser Kinder leiden täglich und sind unterernährt. Wir helfen mit Spielund Bewegungsnachmittagen, Besuchen im Krankenhaus und bei ihnen zuhause, und, wo

STÉPHANE & MYRIAM GIGANDET Ouagadougou, Burkina Faso | Projekt ledige minderjährige Mütter

Unsere Dankbarkeit ist gross: Eine junge ledige Frau, die im Zentrum untergebracht ist, erhielt einen Termin beim Bürgermeister ihres Herkunftsdorfes, um eine Geburtsurkunde zu erhalten. Das ist Voraussetzung, damit eine Geburtsurkunde für

nötig, mit Unterstützung durch Nahrungsmitteln und Medikamenten. Ich bin dankbar, dass mir bisher viel Gunst und Offenheit entgegen kommt, was beim tiefsitzenden Misstrauen gegenüber Ausländern und allem Neuen ein Wunder ist. Beten Sie für die Menschen hier, dass sie ihren vollen Wert in Gott erkennen und ihre Herzen für Jesus öffnen. Beten Sie auch, dass sie die Kinder, die ihnen geschenkt sind, annehmen und jeglicher Missbrauch aufhört. Persönlich benötige ich Liebe und Weisheit für jeden Tag. Möge Gott mir auch mehr kreative Möglichkeiten schenken, den Kindern zu helfen. Meine Vision ist, in einem Pferdetherapie-Team zu arbeiten.

ihr eigenes Kind ausgestellt werden kann. Die junge Frau, die wie jeden Morgen als Waisenkind erwachte, konnte sich am Abend schlafen legen und hatte sowohl die Anerkennung ihrer beiden Eltern, einen Geburtstag und einen Namen. Beide Elternteile waren mit ihren Ausweisen anwesend und haben sich um das Baby ihrer Tochter gekümmert. Eine Minderjährige mit Kind wird normalerweise von ihren Eltern verstossen. Es ist zwar nur ein Anfang, aber ein entscheidender Schritt zur persönlichen Würde ist getan. Und die Tatsache, dass man in der öffentlichen Verwaltung existiert, öffnet Perspektiven für Bildung, Arbeit, usw. Das Zentrum benötigt Mitarbeiter und sucht speziell Sonderschullehrer, Sozialarbeiter, Lehrpersonal, Pflegefachpersonal u.a., die Gott in diesem Rahmen dienen möchten. Bitte beten Sie dafür, und wenn Sie sich angesprochen fühlen, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem SIM-Büro in Biel auf.


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16 14 CORNELIA Südsudan | Medizinische Arbeit

Nach meinem ersten Jahr als Ärztin in einer Klinik im Südsudan komme ich von Juni bis August für 3 Monate zurück in die Schweiz.

LAURENCE MORET Stadt im Osten, Niger | Lehrerausbildung

Ich bin dankbar, dass ich auf meiner Reise mit den Bibliotheken eine veränderte Ein-

JUDITH & BERND HEER-JÄGGI Johannesburg, Südafrika | Leitungsaufgaben

Unter anderem werde ich da medizinische Fortbildungen besuchen. Natürlich freue ich mich auch sehr, meine Familie zu sehen und viele Freunde zu besuchen. Ich bin unsagbar dankbar für die vielen Erfahrungen, die ich in diesem Jahr im Südsudan machen durfte! Besonders dankbar bin ich für die Zeit des Friedens, die meinen Aufenthalt dort ermöglichte. Beten Sie, dass ich gerade in der Zeit des Heimataufenthaltes die vielen Eindrücke verarbeiten kann und die richtigen Worte finde, um mit vielen zu teilen, welch grosse Taten Gott unter den Völkern im Südsudan/Sudan tut.

stellung der Lehrer in Bezug auf das Ausleihen von Büchern beobachten konnte. Der Herr weiss, was sich in den Herzen und im Unterricht durch das Lesen tut. Danke, wenn Sie für sie beten. Die lange Schulferienzeit ist die Gelegenheit, die Fortbildung für Lehrer intensiver vorzubereiten und zu gestalten. Bitte beten Sie für uns, die wir die Möglichkeit haben, die Lehrer auf ihrem Weg zu begleiten. Mögen es Zeiten des geistlichen und fachlichen Wachstums werden.

Wenn Judith „Dienst“ in der Besucherlounge unserer lokalen Gemeinde hat, trifft sie regelmässig auf Personen, welche nicht nur zum ersten Mal hier im Gottesdienst sind, sondern auch Zuspruch und Gebet brauchen. Wir sind dankbar für Gottes Leiten in solchen seelsorgerlichen Gesprächen. Im August und teilweise September werden wir in der Schweiz sein, um Judiths Südafrika-Visum zu erneuern. Beten Sie, dass sie ohne Verzögerungen und Probleme ein weiteres 3-Jahresvisum erhält.


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17 15 MARTIN & SUSANA WIELAND Natanael, Mateo, Catarina, Timeo Lima, Peru | Schulung und Begleitung

Wie durch ein Wunder können wir in ein Wohnhaus einer befreundeten Missionsorganisation umziehen, welches sich in der Nähe der Schule unserer Kinder befindet. Dadurch wird uns viel Zeit im chaotischen

JHONATAN & EVELINE PORTUGAL GEISER, Janoah, Shana, Yoshua Puccalpa, Peru | Projekt für alleinerziehende Mütter

Wir dürfen seit Dezember eine jugendliche alleinerziehende Mutter und ihre nun dreimonatige Tochter begleiten. Auch haben

LEO & LISELOTTE MUTZNER Biel, Schweiz | Leitungsaufgaben

Verkehr erspart, und die Kinder haben dadurch mehr Zeit fürs freie Spielen zuhause zur Verfügung. Bitte beten Sie mit uns dafür, dass uns der Umzug und das Einrichten im neuen Heim gut gelingen. Bis wir wieder ganz eingerichtet sein werden, braucht es viel Geschick und Geduld, zumal wir auch am neuen Wohnort erneut aus Sicherheitsgründen den Umfassungszaun erhöhen lassen müssen. Bitte beten Sie auch für Martin, da er sich mit den Unihockey-Trainern regelmässig trifft, um gemeinsam mit ihnen die regionale Arbeit in Lima zu strukturieren. Dazu ist er viel mit dem Auto unterwegs an die Orte der einzelnen Trainer.

wir eine junge engagierte Frau gefunden, die im Projekt „Isola Madre“ mitmachen will. Im Februar durften wir in einem lokalen Radio- und Fernsehsender die Arbeit von „Isola Madre“ vorstellen. Bitte beten Sie für die aktuelle politische Lage hier in Peru. Der bisherige Präsident hat gerade seinen Rücktritt erklärt. Ebenfalls sind wir immer noch auf der Suche nach ehrlichen und motivierten Personen, die im Glauben feststehen und unser Projekt tatkräftig unterstützen wollen. Bitte beten Sie auch für die Zeit von Ende Mai bis Ende August, in der wir zum Heimataufenthalt in der Schweiz sein werden.

Die Generalversammlung der SIM in Südafrika im Februar ermöglichte uns, die verschiedenen Landesleiter unserer Auslandsmitarbeiter zu treffen. Diese Vernetzungsarbeit ist sehr wichtig für eine gute Begleitung unserer Entsandten. Mehrere Personen bereiten sich dieses Jahr auf einen Langzeiteinsatz vor. Es freut und www.sim.ch ehrt uns, diese Personen begleiten zu dürfen.


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16 18 NICOLAS & MELVINA PIAGET Théotime, Siméon, Gabriel Monrovia, Liberia | Informatik und Zahnmedizin

GÜNTER & WALTRAUD KUNZ Biel, Schweiz | Büro SIM - Media, IT, Membercare, Haus und Garten

RALPH & REBECCA ZACHARIAH Timon, Johanna, Nathan, Eloïse Lubango, Angola | Medizinische Arbeit

Wir sind Gott dankbar für die drei Monate in England, um uns auf eine interkulturelle Arbeit vorzubereiten. Gott hat uns wertvolle Werkzeuge mit auf den Weg gegeben, die uns bei unserer künftigen Arbeit in Liberia helfen werden. Anfang Mai fand unsere Reise nach Monrovia statt. Beten Sie bitte für ein gutes Einleben in der neuen Umgebung nach der intensiven Zeit der Vorbereitungen. Und dass unsere Kinder die Umstellung gut erleben.

Fast 19 Jahre haben wir im Haus der SIM in Biel gewohnt, wo wir genügend Platz als Familie hatten. Unsere Kinder sind inzwischen alle ausgezogen. Jetzt hat Gott uns in einem Vorort von Biel eine Wohnung geschenkt, in die wir Ende März umziehen konnten. Wir sind Ihm von Herzen dankbar. Bitte beten Sie für unser Einleben und dass wir für unsere neuen Nachbarn ein Segen sein dürfen. Wir arbeiten weiter im SIM-Büro in Biel mit und freuen uns, wenn Sie für die nötigen Kräfte und Weisheit in unseren Aufgaben beten, damit interkulturelle Mitarbeiter gefunden, ausgesandt und betreut werden können.

Am 13. August kommen wir in den Heimataufenthalt. Bitte beten Sie, dass wir bis dann auch tatsächlich unsere Visa haben und keine Notfallübung mit konsularischer Hilfe der Schweizer Botschaft veranlassen müssen. Beten Sie für eine gute Arbeitsübergabe, insbesondere des Onkologie-Programms, bevor wir in die Schweiz reisen.


NEUE MITARBEITER

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Vorstellung: neue Mitarbeiter KURZZEITER SIMON CARREL

SAMUEL MOUNIR

Gemeinde: Eglise évangélique des Uttins Einsatzland: Nepal Einsatzdauer: Januar – März 2018 Beruf: Medizinstudent Einsatzbereich: Praktikum

SALOME GUBLER

DENISE GLIGOR

Gemeinde: Gemeinschaft der Versöhnung, Jerusalem Einsatzland: Ghana Einsatzdauer: Jan. – Mai 2018 Beruf: Missionspraktikum Einsatzbereich: Allgemein

RAFAEL WATSCHINGER

Gemeinde: Freie Evangelische Gemeinde Wiener Neustadt (AT) Einsatzland: Niger Einsatzdauer: Febr. – Sept. 2018 Beruf: Schreiner Einsatzbereich: Praktikum

Gemeinde: New Life, Morges Einsatzland: Niger Einsatzdauer: Okt. ‘17 – Mai ‘18 Beruf: Schreiner Einsatzbereich: Praktikum

Gemeinde: Evangelikale Gemeinde Wolfsberg (AT) Einsatzland: Chile Einsatzdauer: Dez. ‘17 – Juli ‘18 Beruf: Studentin Einsatzbereich: Arbeit unter Kindern

CLAUDIO STRICKER

Gemeinde: Focus C, Chur Einsatzland: Peru Einsatzdauer: März – Aug. 2018 Beruf: Landschaftsgärtner Einsatzbereich: Missionspraktikum

Stand: Februar 2018

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NEUE MITARBEITER

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NICOLE SPRUNGER

JANINE MATZINGER

Gemeinde: GFC Miécourt Einsatzland: Madagaskar Einsatzdauer: März – Mai 2018 Beruf: Betriebswirtin und Sicherheitsbeauftragte Einsatzbereich: Unterricht Missionarskinder

Gemeinde: EGW Uetendorf Einsatzland: Benin Einsatzdauer: März – Sept. 2018 Beruf: Studentin Einsatzbereich: Arbeit unter Kindern

LANGZEITER BERND HEER-JÄGGI

HEIDE ZWIRNER

Gemeinde: Freie Evangelische Gemeinde Thayngen Einsatzland: Südafrika Einsatzdauer: Langzeit ab Dez. 2017 Beruf: Betriebsökonom i.R. Einsatzbereich: Assistent Leitung

Gemeinde: Ev. Freie Gemeinde Mühltal (DE) Einsatzland: Mosambik Einsatzdauer: Langzeit ab August 2017 Beruf: Pflegefachfrau Einsatzbereich: Sozial-medizinische Arbeit

NICOLAS & MELVINA PIAGET, TÉOTIME, SIMÉON, GABRIEL Gemeinde: Freie Evangelische Gemeinde, Bern Einsatzland: Liberia Einsatzdauer: Langzeit ab März 2018 Beruf: Meteorologe & Zahnärztin Einsatzbereich: Informatik und Zahnklinik

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Stand: Februar 2018


DURCHSTARTEN

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Noch einmal so richtig durchstarten PIERRE-ANDRÉ & JOSIANE

Niger

30 Jahre an derselben Schule, und noch immer macht es Spass, Schüler zu unterrichten. Dank der spezifischen Eigenheiten jeder einzelnen Klasse kommt es stets zu neuen Begegnungen und Erfahrungen, die einen in den meisten Fällen im Alltag zufrieden und froh stimmen. Dann kann es ja bis zur Rente so weitergehen.

Aber da ist auch noch die Zeit, die wir vor vielen Jahren in Papua Neuguinea verbracht haben. Sie hat ein paar Samenkörner hinterlassen, die in unseren Herzen begonnen haben aufzugehen. Sie haben in uns den Wunsch geweckt, einen Missionseinsatz zu machen, zunächst noch ohne klare Vorstellung. Drei Jahrzehnte in der Schweiz, das bedeutet auch, viele Wurzeln und Liebgewonnenes zu haben. So stellte sich uns die Frage, wann, wohin und mit welcher Organisation werden wir ins Ausland gehen? Und was werden wir tun? Da sind so viele Fragen, so viele Dinge,

die es zu erledigen und loszulassen gilt. Handelt es sich um unüberwindbare Berge? Um einen riesigen Sprung ins Ungewisse? Zugegeben, manchmal wurde es uns schwindelig, und wir hatten das Gefühl, uns in zu grosse Umwälzungen zu stürzen. Und dennoch, der Gott, der unsere Herzen vor diese Wahl gestellt hat, ist der Gott in uns und gleichzeitig der Gott des gesamten Weltalls. So blicken wir heute mit grosser Dankbarkeit zurück auf die zehn Jahre des Überlegens und des Vorbereitens, in denen Er uns geleitet hat. Er machte einige Türen zu, um dann die Tür zu öffnen, die Er für uns ausgewählt hat, und die sicherlich nicht unsere erste Wahl gewesen wäre. Wir wussten nichts über Niger, gerade mal, dass es dieses Land gibt. Und jetzt befinden wir uns hier in der Hauptstadt. Wir hatten geglaubt, für immer unseren Lehrerberuf an den Nagel zu hängen. Jetzt überqueren wir die sandigen Böden der Schulhöfe, um in den hinteren Reihen der Klassen Platz zu nehmen. Bis es dazu gekommen ist, war und ist es unser Gott, der in Seiner Güte und Fürsorge alles geführt hat, um die grösste Hürde zu nehmen, nämlich den Verkauf unseres Hauses und den damit verbundenen Umzug. Auch in dieser www.sim.ch


DURCHSTARTEN

22 Phase hat Er gezeigt, dass Er der Herr über die Herzen derer ist, die uns ihre so wertvolle Hilfe angeboten haben. Der Titel dieses Artikels wurde uns vom Herausgeber vorgeschlagen. Kann man wirklich von einem „noch mal durchstarten“ reden? Ja und nein. Beginnen wir mit dem Nein, weil wir es sehr geschätzt haben, dass die Freunde von der SIM, die uns während der Vorbereitung begleitet haben, alles getan haben, um uns nicht unter Druck zu setzen: „Nehmt euch Zeit zum Entdecken, zum Kennenlernen und Beziehungen zu knüpfen…“ Solche „Anti-Stress-Worte“ taten besonders gut in der Zeit, die verrann… und das mit wachsender Geschwindigkeit! Da ist aber auch das Ja. Die Bedürfnisse, die wir entdecken, spornen uns an, besser zu verstehen, wie man den Lehrern in den Schulen Nigers helfen, sie unterstützen und ermutigen kann. Im ärmsten Land der Welt, das eine Geburtenrate von mehr als sieben Kindern pro Frau aufweist und dessen Demokratie sich noch bewähren muss, ist die Bildung der heranwachsenden Generation wesentlich. Die 500‘000 neuen Schüler pro Jahr zeigen in etwa das Ausmass der Herausforderung. Es ist ein Vorrecht und es macht Freude, neue Kollegen zu begleiten, die meistens keine formelle pädagogische Ausbildung genossen haben. Ihnen liegt aber am Herzen, dass die Kinder Unterricht erhalten. Viele dieser Kinder sind Muslime, die in christlichen Schulen aufgenommen werden. Ihnen wollen sie die biblischen Werte für den Alltag vermitteln. Das führt zu der Überlegung: Wie schlägt man eine Brücke zwischen den zu lehrenden Fächern und der

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biblischen Sicht der Welt? Wie kommuniziert man diese Sicht den Lehrern, damit sie sie der nächsten Generation weitergeben können? Ein ganzes Programm, das uns übrigens alle irgendwie angeht und von dem Paulus bereits in seinem Schreiben an die Römer spricht: „…lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes“ (Röm.12,2). Auch wenn wir manchmal gerne wieder vorne stehen und unterrichten würden, motiviert uns die Herausforderung, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln Hilfestellung zu geben und immer mehr in unsere neue Funktion hineinzuwachsen, die sich natürlich nicht zu sehr von der alten unterscheidet. Wir möchten diese Zeilen nicht beenden, ohne unsere Freude zum Ausdruck zu bringen über die vielen Begegnungen mit all denen, die mit SIM Niger zu tun haben, aber auch mit Bürgern und Bürgerinnen Nigers, deren liebevollen und freundlichen Empfang wir sehr schätzen. Und die Gemeinde oder der Gebetskreis, die wir seit ein paar Monaten besuchen, helfen uns weiterhin bei unserem Einleben. In der Dankbarkeit gegenüber Gott und all denjenigen, die für uns beten, bitten wir weiterhin unseren Herrn, dass Er uns die guten Werke zeigt, die Er für uns bereitet hat (Eph.2,10). 


SPORTS FRIENDS

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„Sports Friends“ Neue Freunde durch Sport gewinnen

JÉRÉMY BURGAT

Wenn ich auf www.sports-friends.org gehe, sehe ich nur Begeisterung und finde, dass dieses Projekt Sinn macht. Der Sport dient nicht nur dazu, dass man über Gott ins Gespräch kommt - das Projekt zielt zusätzlich auf eine enge und anhaltende Zusammenarbeit mit der Gemeinde vor Ort ab. Ich lege in diesem Artikel den Schwerpunkt aber nicht auf die Erfolge dieser Arbeit in vielen Ländern, sondern mehr auf die Herausforderungen, auf die man besonders in Niger stösst. Seitdem das Projekt in Niamey im Jahr 2014 gestartet wurde, entwickelt es sich wesentlich langsamer, als ich mir vorgestellt hatte. Während unseres Einsatzes vor Ort organisierten wir mehrere Kurse für etwa 50 Trainer aus den Gemeinden von Niamey und Umgebung. Nach unserer Rückkehr in die Schweiz im Jahr 2015 bin ich drei Mal hingereist, um das Team von Sports Friends in Niger und alle beteiligten Personen zu ermutigen. Die Lebensbedingungen in Niger sind nicht einfach, und wir wussten, dass wir von den Trainern ein enormes Engagement verlangten, um an der Arbeit mit dem Team ihres Quartiers dranzubleiben. Von März bis Juni ist es

Niger Niger

unerträglich heiss. Selbst die Leute aus manchen Nachbarländern beklagen sich darüber. Für ein Training wäre es ideal, genügend Wasser zur Verfügung zu stellen, und einen Ball, der den Bedingungen gewachsen ist und länger als eine Woche hält. Übrigens war es nie das Ziel des Projektes, für das Material zu sorgen. Von Juli bis September herrscht Regenzeit, und viele Sportplätze stehen unter Wasser wegen des lehmigen Bodens. Diese Herausforderungen sind Teil des Aktionsplanes für den Trainer. Und darin spielt die Ortsgemeinde eine grosse Rolle, sie soll die nötige Ermutigung geben. Aus diesem Grunde werden Pastoren und Kirchenvertreter zu Abenden eingeladen, um mit ihnen über die Vision von Sports Friends zu reden – die beste Gelegenheit, ihnen zu erklären, welch hervorragendes Mittel der Sport ist, um eine Brücke zwischen der christlichen Gemeinschaft und den Jugendlichen zu schlagen, die oft sich selbst überlassen sind. Aber es ist wichtig, im Gespräch zu bleiben. Die Mannschaften, die mit dem Training und ihrem Zeugnis weitermachen, dienen als Vorbilder. Alle Trainer, die bereit sind, sich für www.sim.ch


SPORTS FRIENDS

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die unzähligen Kinder in Niger zu engagieren, brauchen die Unterstützung ihrer Gemeinde. Das ist genau das Ziel, das sich Sports Friends gesetzt hat: eine Arbeit mit Sport, ausgerichtet auf die Gemeinde. Ich erinnere mich, wie ich in Niamey war und an den Sportplätzen vorbeiging, um nach Trainern und ihren Mannschaften Ausschau zu halten. Manchmal kamen da Kinder zu mir und fragten mich, ob ich ihr Trainer sein möchte. Genau so soll es sein. Ich hätte überall im Handumdrehen eine Mannschaft zusammenstellen können. Der Sport bietet in der Tat eine herrliche offene Tür für wertvolle Beziehungen mit den Spielern und ihren Familien. Und dann ist er auch ein effizientes Mittel für Jüngerschaft. So viele Werte kommen im Sport zum Tragen: Ausdauer, Hochachtung, Teamgeist. Gott ist besonders daran interessiert, dass diese Werte in unserem Leben zum Ausdruck kommen. Er wünscht nichts lieber, als dass wir sein Reich wirklich erleben. Wenn sich ein Trainer für seine Mannschaft einsetzt, investiert er sich nicht nur physisch. Ich erinnere mich an 2|18

einen von ihnen, der mich eines Tages anrief, dass einer seiner Spieler erkrankt sei. Er war ratlos. Er teilte diese Last mit mir, als handle es sich um ein Kind seiner eigenen Familie. Wie die bereits engagierten Trainer brauchen auch die an Sports Friends beteiligten ausländischen Mitarbeiter Unterstützung, besonders im Gebet. Die Herausforderung ist gross in einem Land, das zu 97 Prozent muslimisch ist und dessen Bevölkerung zur Hälfte unter 15 Jahre alt ist. Bei meiner letzten Reise im Oktober 2017 konnten wir uns über die Schwierigkeiten austauschen, auf die man trifft, aber auch über die offenen Türen und Möglichkeiten, die das Projekt bietet. Für viele beschränkt sich der Sport in der Gemeinde auf ein Fussball-Match sonntags nach dem Gottesdienst. Das Spiel bleibt in guter Erinnerung bis zum nächsten Mal. Die Vision von Sports Friends aber ist es, auf Dauer Jünger zu gewinnen, indem man den Sport nutzt, weil er sich als effizientes Mittel erweist. Ich bitte Gott, den Vater, dass er dem gesamten Team von Sports Friends in Niger Kraft schenkt, um mit dieser Arbeit weiterzumachen, und dass er damit zugleich Seine Gemeinde in Niger segnet. 

SIM heute 2/2018  

Zeitschrift der SIM International (Schweiz)

SIM heute 2/2018  

Zeitschrift der SIM International (Schweiz)

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