Siegessäule Juli 2019

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SIEGESSAULE JULI 2019 • SIEGESSAEULE.DE

WE ARE QUEER BERLIN

KINDER DER REVOLUTION Das Erbe Stonewalls: Queere Aktivist*innen von morgen Senkrechtstarter: Politstar Kevin Kühnert (SPD) im Interview Pride-Week: Alle Infos zu Stadtfest, Dyke* March und CSD BERLINS MEISTGELESENES STADTMAGAZIN

EXPANDED CONTENT IN ENGLISH


50 Jahre Stonewall, 50 Jahre LSBTI*-Emanzipation. www.antidiskriminierungsstelle.de Gay Liberation Front Poster Image, 1970 Š 1987 The Peter Hujar Archive LLC


INHALT 3 08 Politik

FOTO: ANNA KLEIMANN

Binnen kurzer Zeit wurde der SPD-Politiker Kevin Kühnert zum Politstar und umstrittenen Hoffnungsträger seiner Partei. Zum CSD gab uns der schwule JusosChef ein exklusives Interview

48 Musik

FOTO: MARCUS WITTE

28 Titel Zum CSD stellen wir fünf junge LGBTIAktivist*innen vor, die durch ihre Arbeit den Geist Stonewalls weitertragen FOTO: SABRINA JEBLAOUI

„They try to tell us we don’t belong, that's alright, we’re millions strong“ (Kiss „Crazy Nights“) Viel Spaß mit der Juliausgabe der SIEGESSÄULE wünscht Chefredakteur Jan Noll Special Media SDL GmbH SIEGESSÄULE Ritterstr. 3 10969 Berlin Redaktion, Tel.: 23 55 39-0 redaktion@siegessaeule.de SIEGESSÄULE.DE Redaktionsschluss: 05.07. Programmtermine: -33, -46 termine@siegessaeule.de Terminschluss: 04.07. Anzeigen: -13 anzeigen@siegessaeule.de Anzeigenschluss: 10.07. Kleinanzeigen kleinanzeigen@siegessaeule.de Kleinanzeigenschluss: 10.07. Abonnement: -55 abo@siegessaeule.de SIEGESSÄULE 08/2019 erscheint am 26.07.

FOTO:UNIVERSAL

Nach drei mäßigen Alben hatten viele die Pop-Ikone Madonna in punkto Innovation abgeschrieben. Doch nun meldet sie sich mit einem ebenso mutigen wie politischen Album zurück

Themen

Kultur

Service

5

48 MUSIK

81 PROGRAMM

Lesbischer Reggaeton mit Chocolate Remix, Früchte des Zorns, Perry Farrell

Das ganze Berlin-Programm English calendar of events

56 FILM

112 STADTPLAN

INTRO

Zur rechtlichen Situation von trans* und inter* Personen kommentiert SIEGESSÄULE-Autor Linus Giese

8

POLITIK

Protest gegen die Stadtautobahn A100

24 BRANDENBURG „Stonewall_Uckermark“, Queerer Parteiencheck zur Landtagswahl

38 PRIDE Judy Garland, Alle Infos zur Pride-Week

76 ENGLISH Queer Gazino, Moderna, digital security

Der neue Film von Pedro Almodóvar

62 BÜHNE

116 ESSEN Südasiatische Küche

Betont lesbisch: Der „Frauensommer“ in der Bar jeder Vernunft

118 KLEINANZEIGEN

68 BUCH

128 FLASHLIGHTS

Gelungenes Debattenbuch: „Trigger Warnung“ von Eva Berendsen, SabaNur Cheema und Meron Mendel

130 DAS LETZTE

72 AUSSTELLUNGEN

130 IMPRESSUM

„There are no homosexuals in Iran“

Kolumne von Sigrid Grajek


4 STADTBILD

Vom 4. bis zum 7. Juni zierte eine Büste der Pop-Ikone Beyoncé von Künstlerin Doris Moisa den Mercedes-Benz-Platz. Festgehalten von Roberto Brundo


INTRO 5

Solidarisch sein!

Show your solidarity!

Obwohl der Entwurf zum „Transsexuellengesetz“ vorerst abgewehrt wurde, hagelt es schlechte Nachrichten für Trans* und Inter*. Warum trotzdem Hoffnung aufkeimt, erklärt SIEGESSÄULE-Autor Linus Giese

Although the bill for the new “Transsexual Act“ has been shot down for now, bad news for trans* and inter* is pouring in. But there’s still hope, as SIEGESSÄULE contributor Linus Giese explains

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat legte im In May, the Federal Ministry of the Interior, Building and CommuMai einen Gesetzentwurf zur Reform des „Transsexuellengesetzes“ nity presented a bill to reform the “Transsexual Act“ (TSG), which (TSG) vor, der auf starken Widerstand stieß. Fast 35.000 Menschen met strong resistance. Almost 35,000 people signed two petitions unterschrieben zwei Petitionen, die sich gegen den Entwurf ausagainst the proposed law. Federations, organizations and parties sprachen. Auch Verbände, Organisationen und Parteien veröffentpublished numerous statements, and there was surprisingly broad lichten zahlreiche Stellungnahmen. Und in den Medien gab es coverage in the media. The protests against the reform were so überraschenderweise eine breite Berichterstattung. Die Proteste strong that the participating politicians began to distance themgegen die Reform waren so massiv, dass die beteiligten Politiker*selves from it. What a success for trans* activists and associations – innen erst einmal wieder Abstand davon nahmen. Was für ein and what a success for all trans* and inter* people who won’t have Erfolg für trans* Aktivist*innen und Verbände – und was für ein to suffer under this law! It’s all a bit strange right now: I feel like I Erfolg für alle trans* und inter* Personen, die erst einmal nicht wake up every day and get scared by reading the news. Whether unter diesem Gesetz leiden müssen! Es ist ein bisschen seltsam it’s the overnight reform of the TSG, which has been averted for gerade: Ich habe das Gefühl, tagtäglich mit neuen Nachrichten aufnow. Or whether it’s the fact that gay conversion therapy is set to zuwachen, die mir Angst machen. Sei es die über Nacht beschlosbe banned in Germany, while conversion attempts on trans* and sene Reform zum TSG, die zunächst einmal abgewendet werden inter* people – some of whom have been forced into therapy, counkonnte. Sei es die Tatsache, dass Konversionstherapien in Deutschseling and assessments for years – seem to be forgotten along the land zwar verboten werden sollen, Konversionsversuche an trans* way. Or the latest statement that we heard from the Vatican: acund inter* Personen – die teilweise jahrelang zu Therapien, Beracording to the Pope, people who “choose“ or “change“ their gender tungen und Begutachtungen geare “denying nature“ and require zwungen werden – dabei aber “therapeutic intervention“. I’m sure scheinbar vergessen werden. I’m not the only one worried. At the Oder auch die neuesten Aussa... denn über trans* und inter* Personen wird nicht mehr geschwiegen same time, as Berlin Pride is apgen, die uns aus dem Vatikan zu proaching, I also feel a sense of hope Ohren kamen: laut dem Papst löand optimism, because trans* and schen Menschen, die ihr Geschlecht inter* are no longer publicly silenced. Politi„wählen“ oder „wechseln“, die Natur cians can no longer simply pass laws over … because trans* and inter* are no longer silenced aus und benötigen eine „therapeutiour heads, because there is strong public opsche Intervention“. Ich glaube, so etwas beunruhigt nicht nur mich. position. Before I came out as a trans man, I could never imagine Gleichzeitig verspüre ich kurz vor dem Christopher Street Day becoming politically engaged, starting a petition or being an acaber auch so etwas wie Hoffnung und Aufbruchsstimmung, denn tivist. Now I’m an activist and every day, I see how much I can über trans* und inter* Personen wird in der Öffentlichkeit nicht achieve with my voice and my reach. We can all make a difference mehr geschwiegen. Die Politik kann nicht mehr einfach über unse- with our voices, and that’s why it’s so important to raise them. Right re Köpfe Gesetze beschließen, weil es eine breite Gegenöffentlichnow, trans* as well as inter* and non-binary people need as much keit gibt. Vor meinem Coming-out als trans Mann konnte ich mir help and support from the community as we can get. My wish and nie vorstellen mal politisch aktiv zu werden, eine Petition zu starmy plea: let’s get loud together! Let’s be visible together! Let’s raise ten oder als Aktivist tätig zu sein. Jetzt bin ich Aktivist und erlebe our voices together and fight and stand up for one another: against tagtäglich, wie viel ich mit meiner Stimme und meiner Reichweite discrimination, against inhumane laws and arbitrary decisions of bewegen kann. Wir können alle etwas mit unseren Stimmen bepoliticians, and for our right to decide how we live our own lives! wegen, deshalb ist es so wichtig, sie zu erheben. Gerade brauchen Translation: Joey Hansom trans* Personen – genauso wie inter* und nicht binäre Personen – von unserer Community besonders viel Hilfe und Unterstützung. Mein Wunsch und mein Appell: Lasst uns zusammen laut sein! Lasst uns zusammen sichtbar sein! Lasst uns zusammen unsere Stimmen erheben und füreinander kämpfen und einstehen: gegen Diskriminierung, gegen unmenschliche Gesetze, gegen die Willkür von Politiker*innen und für ein selbstbestimmtes Leben!

Ich verspüre Hoffnung I feel a sense of hope


FOTO: VINCENT MOSCH

6 MAGAZIN

Voller Stolz

Schließung

Kommt jetzt das Aus für die queere Moritz Bar im Wedding? Die Betreiber Kilian (Foto, li.) und Lukas Flade (Foto, re.) legten am 28. Juni die Geschäfte nieder. Aber warum nur? Der alte Teufel Gentrifizierung? „Es ist eine rein persönliche Entscheidung“, erklärt Lukas im Interview mit SIEGESSÄULE, und Kilian ergänzt: „Über die Jahre war immer klar, dass das nicht ein Beruf ist, den wir unser ganzes Leben machen würden.“ Um den queeren Ort für den Kiez zu bewahren, suchen die beiden gerade nach einer*m Nachmieter*in aus der Community. Es besteht also noch Hoffnung. Das endgültige Ende ergab sich allerdings für die schwule Institution HarDie’s Kneipe in der Ansbacher Straße. Aufgrund von Geldproblemen und einer Verdopplung der Gewerbemiete war hier zum 30. Juni leider Schluss.

Tolle Neuigkeiten gibt es beim RugbyVerein Berlin Bruisers! „Nach einer erstaunlich kurzen Diskussion haben wir beschlossen, uns auch für alle Gender, die sich nicht irgendwie mit ,Mann’ angesprochen fühlen, zu öffnen“, erklärt Vereinsvize Jan Su Möllers gegenüber SIEGESSÄULE. Neben dem Training für das Ligateam gibt’s nun außerdem ein Training für alle, „die nicht Vollkontakt und in Wettkämpfen spielen wollen“. Die queeren Bruisers führen damit die Vereinstradition fort, so Präsident Leighton Cheal: „Seit unserer Gründung sind wir führend in Sachen Inklusivität, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb!“ Wer mitmachen will, meldet sich am besten über Facebook: facebook.com/BerlinBruisers

FOTO: EMMANUELE CONTINI

Öffnung

FOTO: LENA MEYER

Pride goes Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB)! Ähm, was soll das bitte bedeuten? Ganz einfach: Vom 9. Juli bis zum 26. August wird es einen ZLB-Themenraum zum Thema „Pride!“ in der Amerika-Gedenkbibliothek geben, für den Bücher, Hörbücher, Filme und andere Medien zu queeren Themen zusammengestellt wurden – inklusive der Top 10 der wichtigsten LGBTI-Musikalben, kuratiert von SIEGESSÄULE. Der Themenraum wird begleitet von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm, zum Beispiel mit der „Dragqueen Story Hour“ in der Kinder- und Jugendbibliothek, bei der Berliner Queens wie Kaey und Candy Crash Kindern vorlesen (08.07., siehe S. 22). Mehr Infos und die Bibliografie zum „Pride!“-Themenraum ab dem 9. Juli unter: zlb.de/themenraum

Voller Vorfreude

Unbedingt jetzt schon rot im Kalender markieren: Am Sonntag, den 18. August, steigt von 11:00 bis 21:00 der „Queer Summer Splash 2019“! Zum dritten Mal laden SIEGESSÄULE, LMAG und die Berliner Bäderbetriebe zum kultigen Freibadtag für ausnahmslos alle Menschen aus den LGBTIQ*-Communitys ins Kreuzberger Prinzenbad! Neben Food, Drinks und chilliger Atmosphäre gibt’s wieder ein tolles Sportangebot von den Vereinen Vorspiel, Seitenwechsel und Regenbogenforellen sowie ein fulminantes Bühnenprogramm: Die DJs Ipek, Jurassica Parka und PomoZ legen auf, die Electropop-Band Tubbe wird ein Livekonzert spielen. Party! Planschen! Pride! Wir sehen uns im Freibad.


MAGAZIN 7 1.7.

FOTO: ARNO

7 AUF EINEN STREICH

TOP: Berliner Antidiskriminierungsgesetz Es geht doch! In Berlin soll es in Zukunft mehr rechtliche Mittel geben, um sich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen. Denn: als erstes Bundesland bekommt Berlin ein Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG). Auf Initiative des Justizsenators Dr. Dirk Behrendt (Grüne,

Foto) hat der Senat einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt – nun muss das Abgeordnetenhaus noch darüber abstimmen. Ab Januar 2020 soll das Gesetz in Kraft treten. „Mit dem LADG schließen wir eine Lücke“, sagt Behrendt. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz des Bundes (AGG), mit dem man jetzt schon gegen Diskriminierung vorgehen kann, beschränkt sich nämlich auf Bereiche des Arbeits- oder Privatrechts. Das LADG soll nun auch alle Bereiche der Landesverwaltung abdecken, von der Kita bis zur Behörde. Heißt also: Wenn man künftig z. B. eine Baugenehmigung beantragt und diese aufgrund der sexuellen oder geschlechtlichen Identität, Herkunft usw. nicht bekommt, kann man Entschädigung verlangen und vor Gericht einklagen. Das LADG könnte sich auch auf den Umgang mit dem Personenstandsgesetz (Paragraf 45b) auswirken, bei dem noch darüber gestritten wird, ob auch trans* Personen die neue Regelung zum Geschlechtseintrag „divers“ nutzen können. „Wenn in Zukunft Verwaltungsstellen des Landes Berlin zustehende Personenstandsänderungen verweigern, kann das durchaus ein Anwendungsfall vom LADG sein“, sagt dazu Behrendt. „Es kommt allerdings auf den Einzelfall und die konkreten Umstände an.“

5.-7.7.

EURE MÜTTER 8.+9.7.

DIE MAGIER 10.-14.7.

ALTE MÄDCHEN 18.7.

RAINALD GREBE GEWINNER KLEINKUNSTFESTIVAL 2018

19.-21.7.

STEFAN DANZIGER 22.7.

LEON WINDSCHEID 23.7.

SYBILLE BULLATSCHEK

24.7.

LARS REDLICH & TINO ANDREA HONNEGGER 25.-28.7. WÜHLMÄUSE-ENSEMBLE

FOTO: NINA KUHN

29.7.

FLOP: Queerer Popsong zensiert Antisemitische Liedzeilen bei der Verleihung des Echo-Musikpreises 2018, aggressive, homophobe oder sexistische Inhalte in Pop, Rock oder Hip-Hop: zu bemängeln gäbe es am Stand der hiesigen Musikindustrie ja genug. Für Aufregung sorgte in den letzten Wochen aber ausgerechnet ein Lied von Popsängerin Sarah Connor, in dem ein schwuler Jugendlicher vorkommt. „Vincent“ würdigt die Gedankenwelt eines Jungen gleichen Namens, der mit seinem Coming-out beschäftigt ist. Keine schlechte Initia-

tive Connors, die man bisher eher in der spießigen Ecke verortet hatte. Doch leider spielen einige deutsche Radiosender den Song nach seinem Erscheinen nur gekürzt oder boykottieren ihn ganz. Grund sei die erste Liedzeile: „Vincent kriegt keinen hoch, wenn er an Mädchen denkt.“ Diese Formulierung sei zu pikant, argumentierten Sender wie Antenne Bayern und beriefen sich unter anderem auf den Jugendschutz. Der Umgang mit dem Lied zeige, dass es nach wie vor Probleme beim offenen Umgang mit Homosexualität gebe, hielt der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) dagegen. Sexuelle Anspielungen im Radio gebe es viele, sagte LSVDSprecher Markus Ulrich – angefangen von Udo Jürgens’ „Siebzehn Jahr, blondes Haar“ bis zu „Candy Shop“ von Rapper 50 Cent. Schwierig werde es aber, „sobald es um schwule oder nicht heterosexuelle Sexualität geht“. Der Popularität von Connors neuem Album „Herz Kraft Werke“ hat die „Vincent“-Debatte indes wahrscheinlich eher genützt als geschadet. Immerhin: Connor sprach sich in verschiedenen Medien nochmals explizit gegen Homophobie aus. So sagte sie gegenüber der Bild: „Ich glaube, wir halten uns für toleranter und offener, als wir sind.“

MICHAEL SENS 30.+31.7.

GABI DECKER

1.8.

KAY RAY

2.+.3.8.

THOMAS FREITAG 4.+5.8.

EMMI & WILLNOWSKY Tel. 030 30673011 www.wuehlmaeuse.de


8 POLITIK

FOTO: NADINE STEGEMANN

Foto: Jusos-Chef Kevin Kühnert

Standhaft bleiben Kein Zweifel: Kevin Kühnert ist der SPD-Mann der Stunde. Während die Wahlergebnisse seiner Partei stetig schlechter werden, gilt er vielen als Hoffnungsträger, um die Sozialdemokraten aus der personellen und inhaltlichen Krise zu befreien. Zum CSD baten wir den schwulen Politiker zum Gespräch jusos.de Ein zweiter Teil unseres Interviews mit Kevin Kühnert auf SIEGESSÄULE.DE!

H

err Kühnert, würden Sie heute noch mal in die SPD eintreten? Das ist hypothetisch und daher schwer zu beantworten, aber ich denke schon. Als ich 2005 in die SPD eingetreten bin, waren das auch nicht die besten Zeiten: Schröder hatte grad Neuwahlen ausgerufen, die Agenda-Politik lag hinter uns. Ich bin damals nicht eingetreten, weil ich alles toll fand, sondern etwas ändern wollte. Mein Antrieb war der gleiche wie heute: Ich glaube, dass es fortschrittliche Mehrheiten in einer Gesellschaft nicht ohne starke Sozialdemokratie gibt. Das sollte man nicht anderen Parteien alleine überlassen. Sie sind Jusos-Chef. Was motiviert die jungen Leute, welche Themen brennen denen unter den Nägeln? Interessanterweise waren all die großen politischen Bewegungen der letzten zwei, drei Jahre überwiegend Jugendbewegungen. Ob „Fridays for Future“, die Bewegung gegen Artikel 13 und den Uploadfilter oder auch „Wir sind mehr“ – ich glaube, junge Menschen haben den Eindruck, in der Politik und in Entscheidungsprozessen nicht gut repräsentiert zu sein. Und: dass ihre kulturelle Lebenswelt oft

nicht verstanden wird. Das hat man bei dem Rezo-Video vor wenigen Wochen gesehen. Da geht es nicht nur um den Inhalt, sondern um die Frage, sind die Leute, die in Deutschland Politik machen, überhaupt damit vertraut, was junge Menschen umtreibt? Wissen die, wie sie kommunizieren, wo sie ihren Alltag verbringen oder was es für jemanden, der noch 60 Jahre zu leben hat, bedeutet, sich mit den Folgen des Klimawandels zu befassen? Kürzlich sorgte ein Vorstoß von Ihnen, Stichwort Sozialismus-Ideen, für Aufsehen. Das brachte Ihnen viele Anhänger*innen, aber auch Kritik ein. Zunächst halten wir fest: Sie wollen die DDR nicht zurückhaben, oder? Nichts liegt mir ferner als irgendwelche DDR-Fantasien. Meine Vorstellung der SPD ist die einer Gemeinwohlpartei. Was macht unser Zusammenleben in der Gesellschaft aus? Gute Bildung für alle, dass jeder ein bezahlbares Dach über den Kopf bekommt, eine würdige Kranken- und Pflegeversorgung, Strom, Wasser, funktionierendes Internet und so weiter. All das sind Aspekte, von denen 90 Prozent der Menschen sagen würden: Klar, das muss jedem zur Verfü-


POLITIK 9

„Wir müssen zeigen, dass uns soziale Konflikte in der Gesellschaft nicht egal sind, dass wir uns solidarisieren mit anderen Gruppen, die auch marginalisiert sind“ gung stehen. Anders kann man doch nicht leben! Ich möchte eine SPD haben, die deutlich macht: Wenn das so wichtig ist für unser Zusammenleben, dann gehören diese Dinge dem Markt und seinen Mechanismen entzogen. Dann ist es die ureigenste Aufgabe der Gesellschaft, und damit der Politik, diese Güter allen sozialverträglich zur Verfügung zu stellen. Mir geht es bei der Auseinandersetzung um die Frage: Was gehört zu diesen Gütern dazu? In den letzten Jahren haben wir das sehr eng definiert, auf das Allernötigste beschränkt, so was wie Wohnen ausgeklammert, mit dem Ergebnis einer Mietpreisentwicklung, mit der die Löhne längst nicht mehr mithalten. Wir haben nicht mehr viel Zeit umzusteuern, bevor hier endgültig eine soziale Bombe hochgeht. Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Viele Menschen in Berlin treibt die Angst. Die Stadt diskutiert darüber, Immobiliengiganten wie Deutsche Wohnen zu enteignen. Was halten Sie davon? Die zentrale Erkenntnis ist, dass wir Kontrolle zurückgewinnen müssen. Wir haben in den letzten Jahren viel an Symptomen herumgedoktert, Mietpreisbremsen, Milieuschutz-Satzungen oder Zweckentfremdungsverbote: Nichts davon ist falsch. Aber an die Wurzeln des Problems sind wir nicht rangegangen. Die Wurzeln sehe ich, gerade in den Städten, in der Frage: Wie gehen wir mit Grund und Boden um, einer Ressource, die uns nur einmal zur Verfügung steht. Jeder Quadratmeter, den wir verkaufen, fehlt uns als Gesellschaft als Fläche, auf der wir selber Akzente setzen können. Auf der wir bezahlbare Wohnungen bauen können oder die wir als Bauplatz für Genossenschaften zur Verfügung stellen können. Was die Bodenpolitik angeht, brauchen wir eine Umkehr. Ich verstehe jeden privaten Bauträger, der sagt, sorry, für das, was ihr für bezahlbare Mieten haltet – fünf, sechs Euro den Quadratmeter –, kann ich nicht bauen. Die Konsequenz kann aber nicht sein, dass es deswegen keine bezahlbaren Mieten mehr gibt. Sondern dass derjenige verstärkt als Bauherr ranmuss, der nicht zwingend auf Wirtschaftlichkeit angewiesen ist. Der Staat. 2018 haben Sie sich in der SIEGESSÄULE geoutet. Welche politische Be-

deutung hat das heute noch – oder vielleicht auch wieder? Parteien wie die AfD machen ja Populismus auf Kosten von Minderheiten: Heißt das im Umkehrschluss, dass unser Land bei Weitem nicht so tolerant ist, wie wir immer dachten? Wir sind gesamtgesellschaftlich an vielen Orten auf dem Weg zu einer erheblichen Toleranz. Wir haben, gerade auch als Community, die Aufgabe, darauf zu drängen, dass der Toleranz schnellstmöglich die Akzeptanz folgt. Die ist ehrlicherweise an vielen Stellen noch nicht erreicht. Es weht einem auch in der Politik als schwuler Mann immer noch ein Hauch des Exotismus entgegen. Es ist ein Gesprächsthema, das allein sagt aus, wie wenig wir im Bereich von Normalität angekommen sind. Meine Partei ist glücklicherweise an einem Punkt, da kann ich diejenigen, die damit noch ein Problem haben, an zwei Händen abzählen. Aber wir sind da nicht repräsentativ für die Gesellschaft. Und wenn ich mir anschaue, was wir an E-MailZuschriften in unser Juso-Büro bekommen oder über die sozialen Netzwerke, dann ist es bei Weitem keine Mehrheit, die sich abfällig äußert. Doch es gibt diese E-Mails mit üblen Beleidigungen eben immer noch. Nicht zu wenig, und das lässt tief in die Seele unserer Gesellschaft blicken. Sind die Freiheiten und Errungenschaften, für die wir in den letzten Jahrzehnten gekämpft haben, wieder in Gefahr? Es gibt immer die Gefahr einer Backlash-Entwicklung. Dass man an einen Punkt kommt, an dem die Mehrheitsgesellschaft findet: Jetzt ist aber auch mal gut! Das begegnet der queeren Community schon lange. Es gibt immer wieder Leute, die sagen: So, können wir jetzt bitte auch mal wieder über etwas anderes reden? Das ist etwas, was mir in der Politik grundsätzlich unangenehm aufstößt, da es den Eindruck vermittelt, die Gesellschaft könne zur selben Zeit nur über ein einziges Thema reden. Wir kennen diese Theorie vom leidigen Beispiel der Toiletten für diversgeschlechtliche Menschen. Die müssen immer wieder von Konservativen als Beispiel dafür herhalten, wie sehr diese Linksgrünen sich von den realen Problemen entfernen. Nicht nur, dass das Thema völlig hochgejazzt wird, es stimmt einfach nicht, dass, wenn man irgendwo eine dritte Toilette einführt oder das „Transsexuellengesetz“ diskutiert, keine Zeit mehr bleibt, sich um Renten, Arbeitsmarkt oder Umweltpolitik zu kümmern. Das ist Blödsinn! Da muss man standhaft bleiben und sagen: Nein, wir meinen das mit Gleichstellung

schon ernst und sind auch erst zufrieden, wenn die tatsächlich erreicht ist. Wir als Community müssen aber auch deutlich machen, dass wir uns als eine politische Community begreifen. Nicht nur als eine Selbstvertretungs-Community, die für die eigenen Interessen eintritt. Sondern eine, die gewillt ist, das, was sie von anderen einfordert, in andere Richtungen auch zu leisten. Wir müssen zeigen, dass uns soziale Konflikte in der Gesellschaft nicht egal sind, dass wir uns solidarisieren mit anderen Gruppen, die auch marginalisiert sind – seien es migrantische Gruppen oder auch Jüngere in der Gesellschaft, die in ähnlicher oder ganz anderer Weise darunter leiden, dass sie nicht zu ihrem Recht kommen oder nicht ausreichend repräsentiert sind. Wer den Eindruck vermittelt, dass er auf einem permanenten Egotrip unterwegs ist, der wird auf Dauer Probleme damit haben, Solidarität für sein eigenes Anliegen zu bekommen. Stichwort Solidarität innerhalb der LGBTI-Community: Der neue Entwurf des „Transsexuellengesetzes“, u. a. auch von einer SPD-Ministerin, wurde zu Recht als skandalös kritisiert, weil die Selbstbestimmung für trans* Personen nach wie vor nicht gegeben ist. Was sagen Sie dazu? Das ist auch für uns sehr ärgerlich, weil wir als Jusos genauso wie die SPDqueer dieses Thema seit Jahren bearbeiten. Die SPD hat sich in ihrem Wahlprogramm klar für das Selbstbestimmungsrecht von trans- und intergeschlechtlichen Menschen ausgesprochen. Unser Koalitionspartner kann damit leider rein gar nichts anfangen. Für uns ist völlig klar, dass jegliches sich psychologisch Nackigmachen vor Dritten, um zu rechtfertigen, warum man seine Personenstandsänderung umsetzen will, demütigend ist. Eine freie Gesellschaft kann nicht darin bestehen, dass andere darüber bestimmen, welche Identität ich habe und ob ich dazu berechtigt bin, sie zu führen. Das ist leider ein Beispiel, bei dem man sieht, dass in so sensiblen Fragen, wo es um Richtungsentscheidungen geht, die Zeiten einer Großen Koalition nicht die besten sind, vorsichtig gesagt, um dort für die Betroffenen gesellschaftlichen Fortschritt organisieren zu können. Man muss sich einfach mal klar machen, egal, ob wir über Asylrechtsverschärfung oder das „Transsexuellengesetz“ sprechen, es gibt ein paar Themen, die sind von so grundsätzlicher Bedeutung für Betroffene, dass sie sich einfach nicht als politische Verhandlungsmasse eignen. Interview: Sirko Salka


10 POLITIK

FOTO: HASSAN

Foto: Orga-Team des Bündnisses „A100 stoppen!“

Blechlawine Der Bau der Stadtautobahn A100 sorgt für Aufregung in der Berliner Clubszene: Der geplante nächste Bauabschnitt in Friedrichshain könnte das Ende für einige Locations bedeuten, darunter auch queere Räume wie Polygon und about blank. Wir sprachen mit betroffenen Clubbetreiber*innen und dem Aktionsbündnis „A100 stoppen!“ Treffen des Aktionsbündnisses „A100 stoppen!“: Jeden 1. Donnerstag im Monat, Jugendclub E-Lok, 20:00 a100stoppen.de

E

r schwebt wie ein Damoklesschwert über der Friedrichshainer Kiezkultur: der geplante 17. Bauabschnitt der Stadtautobahn A100. Schon seit ihrem Baubeginn in den 1950er-Jahren steht die A100 in der Kritik. Finanziert durch die Bundesregierung soll sie für eine schnellere Verbindung unter anderem nach Dresden, Cottbus und Frankfurt a. d. Oder sorgen und die östlichen Bezirke Berlins besser an den mittleren Straßenring und an die A113 anbinden. Dabei schlägt sie jedoch auch eine Schneise in gewachsene Berliner Kieze. Derzeit wird am 16. Abschnitt gebaut: 3,2 Kilometer Autobahn, die von Neukölln nach Treptow verlaufen. Doch es ist der 17. Abschnitt zwischen Treptower Park und Storkower Straße, der derzeit zahlreiche Clubs in Friedrichshain und Lichtenberg beunruhigt. So deuten aktuelle Planungsskizzen darauf hin, dass die Autobahnstrecke und ihre Baustellen die Wilde Renate, die Else, das Fips, den Osthafen und die queeren Clubs Polygon und

about blank verdrängen könnten. Unklarheiten gäbe es zwar noch, merkt Oliver, Betreiber des Polygons, gegenüber SIEGESSÄULE an. „Auf den Skizzen wirkt es so, als verliefe die Autobahntrasse knapp am Wiesenweg und somit unserer Location vorbei. Je nach Größe der Baustellenflächen und Absperrzonen könnte uns aber dennoch das Aus drohen.“ Das about blank, unter dessen Dach unter anderem die queere Partyreihe „Buttons“ stattfindet, liegt dagegen den Plänen nach zu urteilen direkt auf dem Baugelände der A100. „Wir wussten von Anfang an, dass, falls sich der Weiterbau der Autobahn durchsetzen lässt, irgendwann der Tag X kommt“, sagt Sulu aus dem Veranstaltungsteam. Dass rund um den Markgrafendamm in den vergangenen zehn Jahren so viel Subkultur wachsen konnte, läge ironischerweise auch an den Autobahnplänen: „Die Flächen sind wegen der unklaren Situation anderweitig nicht verwertbar. Der derzeitige Schwebezustand ist das, was Läden wie das about blank überhaupt möglich gemacht hat.“ Der Mietvertrag für die Fläche, auf der 2010 der Club eröffnete, enthalte eine Sonderkündigungsklausel, laut der für den Bau der Stadtautobahn der Vertrag aufgelöst und die Clubräume abgerissen werden können. Doch die betroffenen Clubs sind nicht die Einzigen, die dem Projekt A100 kritisch gegenüberstehen. Das Aktionsbündnis „A100 stoppen!“ setzt sich seit seiner Gründung 2010 für eine nachhaltige Verkehrspolitik und Stadtentwicklung in Berlin ein und bekämpft in diesem Zusammenhang den Bau der Stadtautobahn. Denn: die A100 zerschneide Kieze und vernichte Stadtnatur. „Zwischen Neukölln und Treptow wurden bereits 300 Gärten plattgemacht“, erzählt Tobias Trommer, der langjähriges Mitglied im Aktionsbündnis ist. „2015 wurden zwei Häuser entfernt, deren mehrere Hundert Mieter*innen umgesiedelt und nicht ausreichend entschädigt wurden.“ Zudem könnte die Stadtautobahn die Schere zwischen ärmeren und reicheren Vierteln in Berlin vergrößern: Untersuchungen zeigen, dass links und rechts von Stadtautobahnen meist einkommensschwächere Menschen Wohnungen anmieten, die in schlechtem Erhaltungszustand sind. Hinzu kommen man-


POLITIK 11

Die Autobahnstrecke und ihre Baustellen könnten Clubs wie about blank, Polygon und andere verdrängen

gelnder Lärmschutz, Umweltbelastung und erhöhte Unfallgefahr durch die A100, sagt Tobias. „Es stellt sich die Frage, wer überhaupt von einer Autobahn profitiert – nur ein Drittel der Berliner*innen besitzt ein Auto.“ Das Aktionsbündnis fordert, dem Beispiel anderer Großstädte wie Paris zu folgen, das Projekt Stadtautobahn abzubrechen und die bereits gebauten Abschnitte zurückzubauen. Stattdessen solle in nachhaltige Formen der Mobilität, wie ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz, investiert werden. Auf den Bauflächen für die A100 könne außerdem Wohnraum für etwa 8.800 Wohnungen – und somit für 22.000 Menschen – geschaffen werden, schätzt Tobias. An den bisher größten Protesten des Bündnisses beteiligten sich bis zu 26 Initiativen und Organisationen. Auch die letzte Aktion

am 25. Mai war ein Erfolg: Der Protest-Rave „A100 stoppen! Elsenbrücke für alle!“ bekam nicht nur Unterstützung durch die Clubs about blank, Zur Klappe, Sage Beach, Else und durch viele junge Protestierende, die dem Demoaufruf folgten, sondern erreichte auch international mediale Aufmerksamkeit. Und die Arbeit des Aktionsbündnisses scheint auch auf politischer Ebene Früchte zu tragen. Vergangene Verhandlungen führten dazu, dass sich Vertreter*innen der Linken gegen die A100 aussprachen, und auch die CDU setzt sich mittlerweile für einen Abriss zumindest der Autobahnbrücke am Breitenbachplatz ein. Den bereits in vollem Gang befindlichen Bau des 16. Abschnittes der A100 zu stoppen, wird derzeit jedoch kaum noch möglich sein. Sollte in absehbarer Zukunft auch der 17. Bauabschnitt begonnen werden und es zu einer Räumung der betroffenen Locations kommen, könnte es schwierig werden, alternative Orte in Berlin zu finden, an denen die Clubs wieder eröffnen können. Polygon setzt seine Hoffnung in den möglichen Bau eines Bürokomplexes am Wiesenweg: „Wir haben das Angebot bekommen, dort nach Fertigstellung einzuziehen, ob nun als Penthouse- oder Kellerclub“, sagt Oliver.

Ob und wann dieses Bürogebäude komme, stehe zwar noch in den Sternen, die Veranstalter*innen seien aber fest entschlossen, ihren Club weiterzuführen. Die Betreiber*innen des about blank klingen weniger optimistisch: „Die Bedingungen für selbstverwaltete Clubprojekte in Innenstadtlage sind in den vergangenen zehn Jahren immer schwieriger geworden. Mit bald zehn Jahren Clubgeschichte sind wir schon fast Dinosaurier – und die sind ja bekanntlich ausgestorben, als der Kapitalismus auf der Erde eingeschlagen ist.“ Sulu spielt damit auf das berlinweite Club- und Kultursterben an, von dem Friedrichshain derzeit stark betroffen ist. So kündigte das Bezirksamt Friedrichshain beispielsweise erst kürzlich eine Sperrstunde für das Kreativdorf und Kunstprojekt Holzmarkt an. Für Clubs wie Polygon und about blank scheint es zumindest ein wenig Zeitaufschub zu geben: Obwohl er schon im Bundesverkehrswegeplan vermerkt ist, gibt es für den 17. Bauabschnitt der A100 derzeit noch keine konkrete Planung, und er wird innerhalb dieser Legislaturperiode in Berlin, gemäß Koalitionsvereinbarung der rot-rotgrünen Regierung, nicht mehr vorangetrieben werden. Elliot Zehms

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Gemeinsam Ziele erreichen


12 COMMUNITY

FOTO: RICA ROSA

Nanu? Alles so schön bunt hier ...

Christoph R. Alms ist LGBTI-Aktivist

In den vergangenen Jahren schossen „Pride Collections“ etlicher großer und kleiner Firmen wie Pilze aus dem Boden. Im Jahr des 50. Stonewall-Jubiläums treibt der kommerzielle Hype der Anbieter besonders schräge Blüten – von Regenbogenklamotten bei Primark bis hin zum LGBTI-Sandwich in britischen Supermärkten. Beim Kauf lohnt es sich also, genauer hinzuschauen, denn nicht alle Firmen, die mit LGBTI Geschäfte machen, tun auch was für die Community. Christoph R. Alms kommentiert

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n diesem Jahr feiern die LGBTI-Communitys in Erinnerung an die Aufstände in der Christopher Street das 50-jährige Jubiläum Stonewalls. Bunt, fröhlich, laut und vor allem: stolz. Wer das bis jetzt noch immer nicht mitbekommen hat, lebt vermutlich hinterm Mond – oder in Cis-Straight-Town gleich neben Seehoferhausen bei Donald-Trump-Ville. Noch nie zuvor gab es anlässlich der sogenannten Pride Season so viele Kollektionen von Firmen und Unternehmen, die sich vermeintlich solidarisch mit den LGBTI-Communitys zeigen und sich der Farben des Regenbogens annehmen. Achtung, es folgt ein Werbeblock, in alphabetischer Reihenfolge: Adidas, American Ap-

parel, American Eagle, Asos, Banana Republic, Bombas, Boohoo, Calvin Klein, Chipotle, Converse, Disney, DKNY, Dr. Martens, Express, Helmut Lang, H&M, Ikea, Levi‘s, Marc Jacobs, MeUndies, Michael Kors, Nike, Nordstrom, Primark, Ralph Lauren, Reebok. Doch damit nicht genug. Neben Bekleidungs- und Schuhherstellenden haben auch andere Branchen und Marken längst das System der Zielgruppenerweiterung durch Rainbowfizierung erkannt. So gibt es u. a. auch Pride-Editionen von Getränkeanbietenden wie Absolut, Bud Light, Starbucks oder Smirnoff, Seifen von Lush oder Kosmetik- und Glitzerartikel von MAC Cosmetics und Urban Decay. Besonders schön: die Pride-Mundspülung von Listerine. Mit der kann man sich dann den Mund spülen, nachdem man von den insgesamt sechs Sorten der Pride-Edition des Marmeladenherstellers Marmelicious genascht hat. Diese Rainbowfizierung ist simpel. Man nehme das Originalprodukt, klatsche die Regenbogenfarben – alle zusammen oder alternativ einzeln in der Reihenfolge Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett – auf den


COMMUNITY 13 Fotos oben (v. l. n. r.): Tüte von Ikea, T-Shirt von Calvin Klein Jeans, Marmelade von Marmelicious in Kooperation mit Enough Is Enough

ursprünglichen Artikel, fertig. Ohne das Produkt selbst groß zu verändern, erreicht man so eine neue Zielgruppe. Wenn das bei Artikeln für Kinder durch Pinkifizierung bereits geklappt hat, dann funktioniert das ja folglich hier auch.

Schön, nicht wahr? Durchaus. Denn recht lange mussten queere Menschen warten, um T-Shirts, Pullover, Schuhe, Socken oder gar Schlüppis in den Farben des Regenbogens tragen zu können und recht selbstverständlich ihren Stolz sichtbar zu zeigen.

Fotos unten (v. l. n. r.): Boots von Hunter, Hose von H&M, Sandwich von Marks & Spencer, Schlappen von Nike, Bauchtasche von Levis’

Schade jedoch, dass es bis jetzt nur wenige Artikel gibt, die sich an den Farben der Trans*-, Inter*- oder Bisexuellenfahne ausrichten. Converse bildet da beispielsweise mit entsprechenden Chucks eine Ausnahme. Doch wer profitiert eigentlich von dieser neuen Sichtbarkeit? Sind es die LGBTICommunitys? Müssten die Unternehmen nicht eigentlich die Menschen bezahlen, die als kostenfreie, wandelnde Werbetafel durch die Gegend rennen? Und wie steht es eigentlich um das Engagement der Firmen für LGBTI-Rechte oder Menschenrechte allgemein? Was sagt die Umweltund Klimabilanz der Herstellenden aus? Schaut man hinter die Kulissen einiger der Firmen und Marken mit sogenannten Pride-Collections, sieht es mitunter gar nicht mehr so bunt aus. Sind es deshalb nicht eher der Verzicht und das bewusste Neinsagen zum Konsum der regenbogenbunten Produkte, womit man letztendlich für die Menschenrechte von anderen eintreten, die eigenen Ideale überzeugend vertreten und ein klares Zeichen setzen kann? Und sind dies dann nicht wirklich gute Gründe, um stolz zu sein? Ganz im Sinne von Stonewall und den mutigen Vorkämpfer*innen der queeren Emanzipationsbewegungen, für Menschenrechte, Sichtbarkeit, Ideale – und den berechtigten Stolz, hierfür einzustehen. Christoph R. Alms

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Zündstoffe Queere Positionen und Kritik hältnissen, die für die Lesben oben auf der Agenda stand. Dennoch berufen sich alle auf die Aufstände von Stonewall, weil die zum ersten Mal eine gemeinsame Widerständigkeit und deren Potenzial aufzeigten. Diese Möglichkeiten und Synergien waren auch ein wesentlicher Teil der Motivation, dass 25 Jahre später der Querverlag, Deutschlands erster lesbisch-schwuler Buchverlag, entstand. Denn für uns beide ist der Verlag ein queeres Bündnis, das genau in dieser Zusammenarbeit funktioniert. Es funktioniert, weil wir auf die jeweiligen politischen Zusammenhänge und deren Kämpfe und Inhalte neugierig sind, Interesse an ihnen haben. Weil wir Gegensätze und Widersprüche Die Stonewall-Aufstände im Juni 1969 zeigten, dass ein gemeinsamer Widerstand nicht ignorieren, sondern um Verständnis, von Menschen aus dem LGBTI-Spektrum möglich ist. Warum queere Bündnisse über Kritik und Positionen ringen – miteinander politische Differenzen hinaus notwendig sind, und wie sie funktionieren können, und häufig auch mit den Autor*innen. Kritik erklären Ilona Bubeck und Jim Baker wird nicht unter den Tisch gekehrt, sondern kommt auf den Tisch, sodass manches Mitst das 50. Jubiläum der Stonewall-Unruhen im New Yorker tagessen schwer verdaulich wird. Aber anders wären so viele unGreenwich Village heute nur noch ein historisches Ereignis, terschiedliche Bücher nie entstanden, immer mit Herzblut, auf das wir Homos des 21. Jahrhunderts mit Stolz und Zufrie- meistens mit Kompromissen, mal schwächer, mal stärker. denheit zurückschauen sollten? Oder hat dieser legendäre Im Laufe der Jahre ist die Kampflesbe nachgiebiger, der schwule Aufstand der zahlreichen unangepassten und unterdrückten Que- Verleger pragmatischer geworden, denn wir haben gelernt, politirulant*innen damals in den späten Nachtstunden des 28. Juni 1969 sche Unvereinbarkeiten stehen zu lassen, mit Kritik klar und fair heute noch eine politische Relevanz? Eine historische Lektion, aus umzugehen und dabei nie den gegenseitigen Respekt zu verlieren. der wir auch heute etwas lernen können? Doch das, wofür wir angetreten sind, haben wir beide nie aufgegeInzwischen wissen wir, dass gewonnene und erkämpfte Freiheiten ben: Bücher zu veröffentlichen, die eine Wirklichkeit jenseits des noch lange nicht bedeuten, dass andere sie uns nicht streitig ma- heterosexuellen Mainstreams erzählen und die Sehnsucht nach chen wollen. In einer Zeit, in der Demokratien überall auf der Welt einem freien, emanzipatorischen, gerechten Leben beinhalten. Das zunehmend Angriffen von rechts ausgesetzt werden, gilt es, tat- kann lustvoll, unterhaltend, literarisch, melancholisch und lustig kräftige Bündnispartner*innen für gemeinsame Ziele zu suchen. sein, aber auch anstrengend, nervenaufreibend und widersprüchDamals hat sich der Widerstand gegen die Willkür der Polizei aus lich zugleich. den verschiedensten Facetten der Subkultur zusammengesetzt. Jeder Konflikt des LGBTIQ-Aktivismus spiegelt sich auch in unseEine „Community“ in dem Sinne existierte zwar noch nicht, doch in rem Verlagsleben wider. Schließlich könnten wir keine politischen den folgenden Tagen nach der Razzia im Stonewall Inn haben sich Bücher produzieren, wenn wir nicht in die aktuellen Diskurse und immer mehr Menschen die Christopher Street erobert, um laut- Auseinandersetzungen involviert wären. Versuche, Feminismus zu stark ihren Unmut zu äußern und sich zur Wehr zu setzen. Diese nivellieren, Diskriminierungshierarchien zu etablieren, die LesbenDemonstrant*innen hätten kaum unterschiedlicher sein können: und Schwulenbewegung zu diskreditieren, sind mit uns nicht zu trans* Personen und Tunten, Kesse Väter und lesbische Feminis- machen – weder von außen noch innerhalb des queeren Aktivistinnen, Schwarze, Weiße, Latinx, Marxist*innen und linke Akti- mus. Wir wollen mit Büchern Kritik üben und uns der Kritik stelvist*innen – bis dahin weitestgehend nicht gerade einig in ihrem len; anders sind Veränderung und Handlungsfähigkeit nicht täglichen Kampf ums Überleben. Doch plötzlich kamen sie alle zu- möglich. Wir wollen weiterhin unsere Geschichte erfahrbar und ersammen, vereint in ihrer kollektiven Wut, sich nicht länger den lebbar machen, um aus ihr zu lernen. Und wir werden hoffentlich Schikanen der Obrigkeit zu beugen. weiterhin Geschichte schreiben. Es gibt nach wie vor viel zu tun in Hier in Deutschland sind die Politisierung und die Entstehung der einer Welt, die autoritärer anstatt demokratischer wird, und zwar Schwulenbewegung und Lesben- und Frauenbewegung anders im Äußeren wie im Inneren. verlaufen und hatten andere Markierungen. Sie waren nicht nur getrennt, sondern auch im Widerspruch zueinander. Die sexuelle Freiheit, die sich die Schwulen erkämpften, passte nicht zu der Befreiung von sexueller Gewalt und anderen Gewalt- und Machtver-

Ilona Bubeck und Jim Baker sind Verlegerin und Verleger des Querverlags. Beim diesjährigen CSD werden sie für ihre Arbeit mit dem „Soul of Stonewall“Preis geehrt

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FOTO: ARCHIV DER MAGNUS-HIRSCHFELD-GESELLSCHAFT E.V., BERLIN

Abbildung: Zeichnung des Instituts fĂźr Sexualwissenschaft

Haus der Aufklärung Gedenkveranstaltung 100 Jahre GrĂźndung Institut fĂźr Sexualwissenschaft (1919–1933), 05.07., 16:00, am Haus der Kulturen der Welt (Wiese am Spreeufer)

Vor 100 Jahren, am 6. Juli 1919, erÜffnete in Berlin das Institut fßr Sexualwissenschaft. Gegrßndet durch den schwulen jßdischen Arzt und Sexualwissenschaftler Dr. Magnus Hirschfeld, war das Institut bis zu seiner Zerschlagung durch die Nationalsozialisten Beratungszentrum und Zufluchtsstätte fßr LGBTI, aber auch fßr etliche Heterosexuelle, die in einer prßden Zeit nach Aufklärung und Information zu sexuellen Themen suchten

Heute genĂźgt ein kurzer Klick bei Tante Google und ein regelrechtes FĂźllhorn an Informationen zu Sexualberatungsstellen, Vertrauensärzt*innen, zu Mitteln gegen genitalen Juckreiz oder zur Hilfe beim Coming-out ergieĂ&#x;t sich Ăźber die Rat suchenden Queers. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts war dies vĂśllig anders – galt doch jede Form von Sex abseits der Ehe automatisch als „Unzucht“. Sexualaufklärung war weitgehend unbekannt und von Ă„rzten keine groĂ&#x;e Hilfe zu erwarten. Nur einige wenige boten nebenbei Ehe- und Sexualberatung an, doch durften sie hierfĂźr nicht werben. FlĂźsterpropaganda und Kritzeleien auf Toiletten fĂźhrten ratsuchende LGBTI und Mediziner eher zufällig zusammen. Dies änderte sich in Deutschland am 6. Juli 1919, als Magnus Hirschfeld gemeinsam mit einigen Kollegen mitten in Berlin-Tiergarten unter der Adresse BeethovenstraĂ&#x;e 3/In den Zelten 10 das Institut fĂźr Sexualwissenschaft erĂśffnete. Hier waren mehrere Ă„rzte gemeinsam tätig, fĂźhrten Fortbildungsveranstaltungen fĂźr Kollegen,

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Nicht allein Angehörige sexueller Minderheiten waren unglücklich, sondern vor allem Heterosexuelle Lehrer, Erzieherinnen und sonstige Interessierte durch. Eine große Bibliothek, ergänzt durch Schausammlungen, stand Publikum und Forschern von außerhalb kostenfrei offen. Die Häme der Schwulenhasser und selbst ernannten Jugendschützer ließ nicht lange auf sich warten: Ein Ort zur „Verbreitung der Unzucht“ sei in Berlin entstanden. Untervögelte Konservative von links bis rechts, Nationalsozialisten und sonstige Ewiggestrige hatten allen Grund, sich zu fürchten. Denn Hirschfeld und seine Kollegen Arthur Kronfeld, Hans Graaz, Bernhard Schapiro oder Max Hodann beschränkten sich keineswegs darauf, zufällig vorbeikommenden „Transvestiten“ oder Schwulen beim Coming-out behilflich zu sein. Das Institut avancierte vielmehr alsbald zu einem Anlaufpunkt für all diejenigen Menschen, die gemeinhin als „normal“ eingeschätzt wurden: heterosexuelle Männer und Frauen. Jede*r Besucher*in füllte den von Hirschfeld erarbeiteten „psychobiologischen Fragebogen“ aus und nach wenigen Jahren besaß das Institut einen guten Überblick über Lust und Frust in deutschen Betten. Was sich da zeigte, stand in krassem Gegensatz zur Propaganda der Sittenwächter. Nicht allein Angehörige sexueller Minderheiten waren unglücklich, sondern vor allem Heterosexuelle. Impotenz, Zweifel an der vorgegebenen Rolle als (Haus)frau oder Ernährer, unerfüllter Kinderwunsch, Furcht vor Geschlechtskrankheiten, Unwissenheit hinsichtlich Befruchtung oder unterdrückte sadomasochistische Wünsche dominierten in deut-

schen Schlafzimmern. Völlig gleichgültig, ob die Betroffenen dem protestantischen Hochadel oder dem katholischen Subproletariat entstammten – sexuelle Unzufriedenheit und Unwissen waren allgegenwärtig. Als Hirschfeld und Schapiro 1927 eine Studie über Impotenz durchführen wollten, brauchten sie nur wenig Zeit, um sogleich 500 Patienten zu versammeln. Das Institut veranstaltete internationale Kongresse, seine Mitarbeiter publizierten zu Sexualpädagogik ebenso wie zur Sexualtherapie. Die Arbeit Hirschfelds, sein Erfolg und die offensichtliche Notwendigkeit der Existenz eines solchen Instituts führten selbst berufenen Hütern von Sittlichkeit oder Moral vor Augen, wie abgrundtief dumm die eigenen Phrasen von „Normalität“ oder „Herrenrasse“ waren: Es gab keine „arischen Superhelden“ und keine strikte Trennung in normal und pervers. Daher darf es nicht verwundern, dass das Institut für Sexualwissenschaft bereits im Mai 1933 von den Nazis geschlossen und geplündert wurde. Die Verbrennung der Bücher besorgten Studenten der Deutschen Hochschule für Leibesübungen – der einzigen Institution im Lande, wo nicht die Größe des Gehirns, sondern des Bizepses die Zugangsvoraussetzung darstellte. Die Mitarbeiter Hirschfelds, sofern nicht bereits geflohen, wurden verjagt oder zogen sich ins innere Exil zurück. Am vormaligen Standort des Gebäudes erinnert eine Gedenktafel, die Forschungsarbeiten aber inspirierten viele Gelehrte, allen voran Alfred Kinsey. Florian G. Mildenberger


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FOTO: DISCOVER FOOTBALL

Foto: Treffen der Fußballer*innen des „Discover Football“Festivals mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, 2015

Anstoß geben Das Berliner Festival „Discover Football“ feiert Ende Juli sein zehnjähriges Jubiläum! Im Zentrum: die Förderung des Frauenfußballs und die internationale Vernetzung der Spieler*innen SIEGESSÄULE präsentiert Frauen-FußballKultur-Festival „Discover Football“, 30.07.–04.08., Willy-KressmannStadion, Eintritt frei discoverfootball.de Konferenz „Sport Disrupted: Sex_uality Matters“ 30.–31.10., HeinrichBöll-Stiftung

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lles begann mit dem Freundschaftsspiel zweier Frauen-Fußballteams in der Islamischen Republik Iran. Im April 2006 reisten Spielerinnen des BSV Al Dersimspor aus Berlin-Kreuzberg auf Eigeninitiative nach Teheran. Das ambitionierte Ziel: gegen die bis dato unbekannte iranische Nationalmannschaft der Frauen zu kicken, die aufgrund der Benachteiligung von Fußballerinnen in Iran noch nie zuvor ein Turnierspiel bestritten hatten. Dokumentiert ist das Match, das unter den strengen Blicken von Sittenwächter*innen des Regimes stattfand, im mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Football Under Cover“ (2008). Aus dieser Erfahrung heraus wurde eine emanzipative Idee geboren: eine Initiative, die fußballbegeisterte Frauen aus der ganzen Welt miteinander vernetzt, und ein Frauen*-Fußball-Kultur-Festival. Unter dem Namen „Discover Football“ fand es 2009 erst-

mals in Berlin statt. Seither treffen alle zwei Jahre im Sommer Frauenteams aus unterschiedlichsten Ländern in der deutschen Hauptstadt aufeinander, um mit- und gegeneinander zu kicken. Emanzipation und Frauenrechte stehen im Fokus des Events, das mit entsprechendem Begleitprogramm aufwartet: Sport als vermittelnde Instanz für transnationale Vernetzung zur Förderung von Mädchenbildung und Frauenrechten, so die treibende Idee. Als Teil eines internationalen Netzwerks für Frauenfußball und Emanzipation ist der Ausrichter des Events, Fußball und Begegnung e. V., in Kontakt mit 58 Teams und Projekten aus Afrika, Asien, Europa und Amerika. So kickten die „Discover Football“-Frauen unter anderem bereits in Libanon, Katar und auf dem Kilimandscharo (damit brachen sie den Weltrekord für das in größter Höhe ausgetragene Fußballspiel). Bis heute wird das Berliner Festival ehrenamtlich geleistet, wenngleich sich die Strukturen professionalisiert haben, auch dank Fördermitteln und Sponsoren. 2019 sind SIEGESSÄULE und Schwestermagazin L-MAG wieder Medienpartner und sponsern Trikots. Zum 10-jährigen Jubiläum des Festivals, das in diesem Jahr vom 29.07. bis zum 04.08. stattfinden wird, bieten die Veranstalter*innen einige Neuerungen. So wird es ein „All-Star-Team“ geben „mit all den Frauen, die im Rahmen der letzten zehn Jahre eine sehr wichtige Rolle gespielt haben für die Entwicklung von „Discover Football“ und die den Frauenfußball vorangebracht haben“, erzählt Dana Rösiger von „Discover Football“ im Gespräch mit SIEGESSÄULE. Unter anderem Monika Staab, mehrfache deutsche Meisterin, international erfolgreiche Trainerin und Botschafterin des Frauenfußballs, wird mitkicken, ebenso zwei Iranerinnen der damaligen Nationalmannschaft. Zudem soll das Festival erstmals ohne männliche Aushilfsschiedsrichter auskommen. Zu den prominenten Unterstützer*innen zählt dieses Jahr die Journalistin Ines Pohl, die „gegen viele Widerstände“ zuletzt einen Skandal um sexuelle Übergriffe im afghanischen Frauenfußball aufgedeckt und sich für die Absetzung des verantwortlichen Verbandsleiters stark gemacht hatte. Mit Khalida Popal, Direktorin der afghanischen Frauennationalmannschaft, und zwei weiteren Frauen stellt sie in der Jury die faire Auswahl der Spielerinnen aus den angereisten Teams zu neuen gemischten Turnierteams sicher, die jenseits von Nationalität gegeneinander antreten. Obwohl gerade im Frauenfußball prominente Spieler*innen „out“ sind, gestaltet sich der Umgang mit Homosexualität nicht immer so offen. „Das muss man sehr sensibel behandeln, es gibt Länder, wo das ein Tabuthema ist, auch unter den Frauen“, erklärt Rösiger. „Wir bieten mit dem Festival einen sicheren Raum für Austausch, aber forcieren das nicht.“ Auf den zahlreichen Konferenzen, Seminaren, Workshops und Veranstaltungen setzt sich das Netzwerk aber sehr klar und offensiv gegen Homophobie ein. Etwa 2014 mit der solidarischen Moskaureise zu den „Russian Open Games“, die Ausgrenzung und rechtliche Diskriminierung von LGBTI in Russland zum Thema machte. Ende Oktober stehen Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung erneut im Fokus, „Discover Football“ und die Heinrich-Böll-Stiftung laden dann zur Konferenz „Sport Disrupted: Sex_uality Matters“. Melanie Götz


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20 NIGHTLIFE

FOTO: LIA CLAY

Foto: Headlinerin Charlene

Drag für alle Bushwig Berlin, 28.07., 13:00, Festsaal Kreuzberg Mit: Charlene, Hungry, Gloria Viagra, Olympia Bukkakis, Bambi Mercury, Evvol, Mikey u. a.

Seit 2012 wird im New Yorker Stadtteil Brooklyn das Drag-Festival „Bushwig“ veranstaltet. Im vergangenen Jahr feierte die Berliner Version Premiere und geht nun am CSD-Sonntag in die zweite Runde. Dabei: etliche Berliner Szenestars und internationale Performer*innen

Die erste Ausgabe von „Bushwig Berlin“ im letzten Jahr war ein voller Erfolg: Die Ipse bot den perfekten Rahmen für das Festival. Mehrere Dancefloors und der großzügige Außenbereich waren die passende Kulisse für großartige Performances und tolle DJ-Sets. Highlight war der Auftritt von Sasha Velour. Die Gewinnerin der neunten Staffel von „RuPaul’s Drag Race“ trat nachts im Garten auf, nur beleuchtet von einem Scheinwerferspot. Die Berliner Fans lagen ihr zu Füßen. Nun ist „Bushwig“ zurück in der Hauptstadt – diesmal im Festsaal Kreuzberg – und Headlinerin 2019 ist der trans Shootingstar Charlene aus den USA. Im Juni erschien auf dem Sender HBO die Dokumentation „Wig“, die Charlene und andere Protagonist*innen 2018 auf dem Festival „Wigstock“ begleitet, das als Vorgänger von „Bushwig“ gilt. Veranstaltet von Drag-Legende Lady Bunny fand es in den Jahren 1984 bis 2001 statt. Im vergangenen Jahr trommelte dann die ehemalige Gastgeberin noch einmal alte Weggefährt*innen und Newcomer wie Charlene zusammen, um ein „Wigstock“-Revival zu feiern. Doch zurück zu „Bushwig Berlin“: Neben Charlene steht auch „New World Dysorder Berlin“ auf dem Programm. Das internationale DJKollektiv besteht ausschließlich aus Personen, die sich als „trans*/gender non conforming/PoC/femme“ identifizieren. Damit setzt „Bushwig“ hier in Berlin ein ganz besonderes Zeichen. Vor allem die verstärkte Präsenz von trans* Personen ist zu begrüßen, denn lange schon gibt es vor allem in den USA Diskussionen darüber, inwieweit diese ebenfalls Teil der Drag-Community sein können. Inklusion ist also in Berlin die Devise. Das riesige Line-up ist dementsprechend vielfältig. Da es auf der Website des Festivals einen Open Call gab, ist eine interessante Mischung entstanden – bekannte und erprobte Künstler*innen stehen hier neben absoluten Newcomern. „Uns ist es wichtig, auch Leuten eine Plattform zu bieten, die zum ersten Mal auftreten, denn gerade sie brauchen Raum, um sich entfalten zu können“, erklärt Rossa aus dem Orga-Team. Am Sonntag, dem 28. Juli, einen Tag nach dem CSD, ist es dann wieder so weit. Los geht’s ab 13:00 und bis in die frühen Montagmorgenstunden kann gefeiert werden. Kaey

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CSD Klubnacht Start 24 Uhr

Samstag 27.07.2019

Christeene Start 20 Uhr Hyenaz LIVE LIVE

Säule Christeene

Mittwoch 24.07.2019

SÄULE Start 22 Uhr

Säule Baby Blue Gabber Eleganza Juliana Huxtable Sentimental Rave

Donnerstag 18.07.2019

Klubnacht Start 24 Uhr

Berghain Aurora Halal LIVE DJ Skull Dustin Zahn Efdemin Henning Baer Introversion Nene H Pariah Rolando Panorama Bar Âme Anthony Naples Fort Romeau Octo Octa Paramida Rebolledo Telephones Tomasz Guiddo

Samstag 13.07.2019

SÄULE Start 22 Uhr

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Donnerstag 11.07.2019

Panorama Bar Egyptian Lover

könnte da nur die Ursache sein?“ Dr. Geils Miene blieb professionell. „Haben Sie irgendwelche Allergien oder andere Symptome?“ Es folgte ein medizinisches Verhör zum Thema Sommergrippe, in dessen Verlauf ich mich zunehmend wie Sharon Stone in „Basic Instinct“ zu fühlen begann, nur bei 40 Grad eben ... und mit Höschen. Ich unterbrach die Vernehmung: „Herr Dr. Geil, es ist mir etwas unangenehm, aber ist es möglich, dass meine Halsschmerzen vielleicht auch auf sexuellen Kontakt zurückzuführen sein könnten?“ Seine Augenbraue zuckte. „Ach so … sie meinen oral?“ Was für ein Zuckerstück. „Ganz genau.“ Ich klimperte mit den Wimpern. Der junge Gott in Weiß näherte sich mir, ich war bereit! „Na, dann machen Sie mal den Mund auf.“ Bis hierhin hätte dies auch der Anfang eines schrägen Pornos sein können, doch es wäre kein Belmont-Erlebnis, wenn jetzt nicht eine Wendung käme. Nachdem Dr. Geil in meinen Mund geleuchtet hatte, verließ er hektisch den Raum, und nach kurzer Zeit betrat eine resolute Ärztin das Zimmer. Kläffend verkündete sie: „Frollein Belmont? Verdacht auf Gonorrhö nach Oralverkehr, da machen wir beide jetzt mal zwei Abstriche.“ Ich versank vor Scham im Boden. Tja, ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich Dr. Geil nie wiedergesehen habe. Abgeschminkt betrachtet war dies wohl meine erste Kolumne zum CSD. Und nachdem mir der Text hier einige Tage lang peinlich war, muss ich doch sagen, dass er am Ende kaum emanzipatorischer hätte werden können. Befreit euch von Scham! Her mit Dr. Geil! Happy CSD! Eure Doris

Freitag 05.07.2019

Meine Lieben, es ist Pride-Monat in der Stadt, massig Events stehen vor der Tür, und ich, Doris Belmont, wollte in dieser Ausgabe eigentlich hochpolitische Manifeste von mir geben. Doch irgendwie landete ich mit dieser Kolumne dann ganz woanders. Wir kennen das alle: Halsschmerzen. Nachdem ich den Spaß drei Wochen mit mir herumgeschleppt hatte, trieben mich besorgte Kolleginnen zum Arzt: „Geh lieber, Doris, es könnte ja auch ein Maultripper sein.“ Schön. So fand ich mich eines heißen, sonnigen Vormittags im überfüllten Wartezimmer einer Kreuzberger Praxis wieder. Kaum zwei Stunden in der Gluthitze gewartet, war ich auch schon dran. Mein Name wurde aufgerufen – sehr zum Leidwesen einer sehr gesprächigen Methadonpatientin, die mir die vergangenen 30 Minuten mit spannenden Geschichten über ihr gescheitertes Liebesleben versüßt hatte –, und ich stöckelte ausgelassen ins Behandlungszimmer. Doch statt meines mürrischen Hausarztes begrüßte mich dort ein junger, muskulöser Mann. Um seine Anonymität zu wahren, nenne ich ihn jetzt einfach mal Dr. Geil. Ich strich mir lasziv die schweißverklebten Haare aus dem Gesicht und setzte mich. „Liebes Frollein Belmont, ich habe heute meinen ersten Tag. Ist das für Sie in Ordnung?“, fragte der junge Adonis. „Aber ja, ich bin eine äußerst geduldige Patientin, Dr. Geil“, gurrte ich, während Schauer der Lust über meinen Körper jagten. Ich wollte ihn. „Wissen Sie, ich habe seit einiger Zeit diese Schmerzen tieeeeef in meinem Rachen. Was

Start 24 Uhr Finest Friday LIVE Cinnaman DaM-FunK San Soda

Abgeschminkt von Doris Belmont

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FOTO: MATTHES VON BIBERSTEIN

Doris Belmont geistert durch die Berliner Szene, mesmeriert ihr Publikum mit dem Charme einer Gründerzeit-Bibliothekarin und engagiert sich für diverse politische Events. Am 6. Juli ist sie mit ihrer Tuntentruppe LudVixxen zu Gast bei Jurassica Parkas LateNight-Show „Paillette geht immer“ (23:30, BKA-Theater)


22 COMMUNITY 765435210/.-,.+.*)(((.'/2&%$ www.prinz-eisenherz.com

IM JULI

Szene machen

Freitag | 05.07. | 20:30

Buchvorstellung mit Martin Dannecker

Evyonne Muhuri (Foto re.) und Dora Androulidaki (li.) haben es sich zur Aufgabe gemacht, etwas gegen Unwissenheit, Angst und Hass zu tun – insbesondere fĂźr Kinder und Eltern. Deshalb richten sie in Berlin die „Drag Queen Story Hour“ aus, bei der sich Drags und Kinder begegnen kĂśnnen

„Fortwährende Eingriffe“ – Aufsätze, Vorträge und Reden zu HIV und AIDS aus vier Jahrzehnten

FOTO: INES ASMANI

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Buchvorstellung mit Wolfram Setz und Friedrich KrĂśhnke 65/&.4 . 6& %3 .'1$ .( . /2.'% &%65 / . 631. %$ /&

Drag Queen Story Hour, 08.07., 11:00, Kinder- und Jugendbibliothek in der Amerika Gedenkbibliothek facebook.com/Over The Rainbow – Story Time

Donnerstag | 25.07. | 20:30

Lesbischer Literatursalon mit Maike Stein

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Samstag | 20.07. 6$$51"..!.-* )( .

Jewe il 12 – s 16 Uhr

Das literarische GlĂźcksrad auf dem 27. Lesbisch-schwulen Stadtfest

zlb.de

Die Kinder machen groĂ&#x;e Augen: Dragqueens, Dragkings und andere Dragartists lesen ihnen vor, singen, tanzen und spielen mit ihnen. Die Begegnung zwischen den Kleinen und den GroĂ&#x;en ist von Lachen und auch Staunen geprägt und sie fordert klassische Konzepte von Geschlecht und Gender heraus. Das erĂśffnet Kindern und Eltern Räume, anders zu denken, und bietet Anschluss fĂźr jene, die nicht den Normen von Geschlecht und Gender entsprechen. „Es ist ein bisschen wie die liebenswert verrĂźckte Tante, die vorbeischaut, wenn die Kinder auf die Queens treffen“, sagt Evyonne. Gemeinsam mit Dora bietet sie seit Dezember 2018 die Vorlese-Events namens „Drag Queen Story Hour“ an. Inspiriert wurden sie zu dieser Veranstaltung vom gleichnamigen Konzept aus den USA. Dort sind die Events, bei denen Dragqueens mit Kindergarten- und Grundschulkindern Zeit verbringen, bereits seit längerem ein Erfolg. Neben New York City, wo „Drag Queen Story Hour“ ihren Anfang nahm, finden mittlerweile Veranstaltungen in etlichen Städten und kleineren Gemeinden der USA statt. Das Format hat viel Lob und auch Aufmerksamkeit von der Presse erhalten. Die Story Hours finden oft in Bildungseinrichtungen statt – so auch in Berlin. In den USA geschah das

naturgemäĂ&#x; nicht ohne Gegenwehr konservativer Kräfte, die auch „besorgte Eltern“ auf den Plan riefen. Das ist bei genauerer Betrachtung nicht verwunderlich, greift das Konzept doch Normalität dort an, wo sie am empfindlichsten ist: in ihrer vermeintlichen NatĂźrlichkeit. Die Veranstalterinnen wollen zeigen, dass es Diversität gibt und man sich vor ihr nicht fĂźrchten muss: „Wir wollen nicht, dass die Kinder der nächsten Generationen weiter einen Weg beschreiten, den wir gegangen sind. Einen Weg, auf dem viele Angst haben, zu zeigen, wer sie sind.“, sagt Dora. Sicher und geborgen sollen sich die Kinder fĂźhlen – das betrifft nicht nur die sexuelle Identität aber eben auch. Im Augenblick bauen die Veranstalterinnen ihr Programm aus und suchen weitere Drags, die sich beteiligen mĂśchten, sowie Sponsor*innen, die das Programm unterstĂźtzen. Auch Bildungseinrichtungen, die Interesse an einer Kooperation haben, kĂśnnen sich gerne melden. Wer sich selbst die nächste Veranstaltung mit seinen Kindern anschauen mĂśchte, kann das am 8. Juli in der Kinderund Jugendbibliothek der Zentralund Landesbibliothek Berlin tun. Weitere Termine sind auf der Facebookseite von Over the Rainbow zu finden. Cristian D. Magnus


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+++ Am 12. Juni unterzeichneten in Hamburg mehr als 50 deutsche Unternehmen die „Deklaration für einen diskriminierungsfreien Umgang mit HIV-positiven Menschen im Arbeitsleben“ – darunter u. a. SAP, Daimler, Deutsche Bank und die Caritas Berlin. Sie versprechen, „ein zeitgemäßes Bild vom Leben mit HIV“ zu vermitteln und „konkrete Maßnahmen für einen respektvollen und selbstverständlichen Umgang mit HIV-positiven Kolleg*innen“ zu ergreifen. +++ Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kündigte auf einer Pressekonferenz am 11. Juni in Berlin an, dass ein Gesetzesentwurf zum Verbot von Konversionstherapien, mit denen Menschen von ihrer Homosexualität „geheilt“ werden sollen, vor Jahresende erstellt werde. Laut Jörg Litwinschuh-Barthel von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld gibt es pro Jahr rund tausend Fälle solcher „Therapie“-Versuche in Deutschland. +++ Vom 27. bis zum 29.09. findet in der Akademie Waldschlösschen das Seminar „Lesben und Alter“ statt, bei dem u. a. Fragen nach der Wohnsituation älterer lesbischer Frauen* verhandelt werden. Infos und Anmeldung unter waldschloesschen.org +++ Ende Mai wurde im Rahmen der LGBTI-Jobmesse „Sticks & Stones“ in Berlin mit proudr die erste LGBT+ Business & Networking App vorgestellt. Bereits Mitte Juni verfügte die Plattform, die mittlerweile auch in englischer Sprache verfügbar ist, über 1.000 registrierte Nutzer*innen. +++ Instagram erweitert anlässlich des diesjährigen Prides die Auswahlmöglichkeiten im Profil zur Angabe des Geschlechts, um nach eigener Aussage „Transgender und geschlechtsneutrale Menschen noch stärker einzubinden“. Unter anderem steht jetzt auch die Bezeichnung „Gender Nonconforming“ zur Verfügung. +++ Am 19. Juni fand vor dem Restaurant Maroush in der Adalbertstr. in Kreuzberg ein „queerer Flashmob“ statt, um ein Zeichen gegen Homophobie zu setzen. Einige Tage zuvor hatte ein Kunde auf Facebook berichtet, dass er von einem Kellner des Restautrants homophob beleidigt und verletzt worden sei. Der Besitzer des Restaurants veröffentlichte daraufhin ein Statement, in dem er die Situation anders darstellte. U. a. wurde der Gast beschuldigt, seinen Mitarbeiter beleidigt zu haben. Der Vorfall wird von der Berliner Polizei überprüft.


24 BRANDENBURG

FOTO: TUCKÉ ROYALE UND JOHANNES MARIA SCHMIT

Foto: Johannes Maria Schmit (re.) und Tucké Royale (li.)

Raus aus der Bubble! Tucké Royale und Johannes Maria Schmit drehen zusammen einen neuen Film. „Stonewall_Uckermark“ soll den Geist der New Yorker Riots von damals mit der brandenburgischen Region von heute verbinden. Wir trafen eine Hälfte des kreativen Duos zum Gespräch Stonewall_ Uckermark, 26.–29.10., 20:00, HAU Hebbel am Ufer hebbel-am-ufer.de

H

allo Johannes! Wie ist die Idee zum Film entstanden? Tucké und ich kooperieren schon seit Jahren sehr eng miteinander. Zu Beginn dieses Projekts haben wir überlegt, wie wir es schaffen, aus unseren jeweiligen Komfortzonen auszubrechen. Dabei haben wir uns gefragt: Was brauchen wir Queers wirklich von der Stadt? Wie bekommen queere Menschen auf dem Land ein Gefühl von Community ohne Subkultur? Wovon handelt der Film? Der Film erzählt die Geschichte eines jungen, queeren Mannes – Markus Hawemann – aus der Uckermark, der mit der Versuchung umgehen muss, nach Berlin zu ziehen. Stattdessen entscheidet er sich aber, bei seinen Großmüttern zu bleiben, die als Paar zusammenleben und seine Unterstützung als Pfleger benötigen. Die Konflikte des Hauptdarstellers sind somit zuallererst persönlicher Natur: Wenn eine der beiden sterben würde, ginge er dann nach Berlin? Es geht nicht um die klassische Konfrontation queeren Lebens mit rechten Strömungen in Ostdeutschland, die funktionieren viel mehr als Hintergrund-Fassade. Die Geschichte entwirft eine Realität abseits der queeren Bubble Berlins, die ein Versprechen darstellen soll, dass diese Realität möglich ist. Wenn wir mit unserem Film Filmgeschichte geschrieben haben (lacht), nennen wir dieses Genre die „Neue Selbstverständlichkeit“. Warum habt ihr ausgerechnet die Uckermark als Handlungsort gewählt? „Stonewall_Uckermark“ soll ein queerer Heimatfilm werden und Heimatfilme brauchen immer einen konkreten Ort. Im Vordergrund steht vor allem, dass es sich dabei um eine ostdeutsche

Provinz außerhalb der queeren Metropole Berlin handelt. Außerdem war es uns wichtig, lokale Orte queerer Begegnung zu zeigen. Geholfen hat uns dabei der Verein AndersARTiG e. V., der seit 20 Jahren queere Sichtbarkeit in der Region unterstützt. Ihr habt eure Statist*innen durch einen Open Call gefunden. Nach wem habt Ihr konkret gesucht? Es war zwar ein Open Call, doch wir haben ganz klar nach queeren Teilnehmer*innen gesucht, die Spaß daran haben, der Stadt für einen Tag zu entkommen. Die Statist*innen sind am 50. Jahrestag von Stonewall in einer Kolonne durch die Uckermark gefahren. Wie werden diese Szenen später in den Film integriert? Die Landpartie im Film basiert auf Orten, die Tucké und mich in unserem letzten Sommer dort inspiriert haben. Markus hat immer wieder Tagträume, in denen die Provinz von Queers bevölkert und er nicht so alleine ist. Das Bildmaterial der queeren Kolonne ist Teil dieser Utopie. Bei der Aktion ging es uns nicht nur um die Bilder. Während der Fahrt wurden in den Autoradios O-Töne abgespielt, die die eher unbekannten Geschichten von trans* und lesbischer Widerständigkeit vor und nach den Stonewall Riots in der DDR abbilden. In welcher Form steht der Film in Verbindung zu den Stonewall Riots? Stonewall ist zu einem „Gründungsmythos“ geworden und symbolisiert den Moment, wo LGBTI-Personen angefangen haben, aus dem Schatten zu treten und sich zu emanzipieren. In Deutschland ist diese Bewegung vielmehr eine Referenz und auch ein Importprodukt, durch das wir oftmals unsere eigenen Bezüge, wie die Kämpfe der DDR-Emanzipationsbewegung, vergessen. Wir nutzen „Stonewall“ im Film als Abstraktion queerer Emanzipation und wollen so zwei ungleiche Orte – durch das Fahren durch eine ostdeutsche Provinz – konkret miteinander verknüpfen. Wie sieht die Zukunft des Filmprojekts aus? Eine Art Vorpremiere wird im Oktober am HAU Hebbel am Ufer gefeiert. Dann werden wir uns bei verschiedenen Festivals bewerben, und da wir einen tollen Verleih haben, hoffen wir auch auf ein Kino-Release. Im nächsten Sommer wird der Film an verschiedenen Stellen in der Region gezeigt werden. Das wird dann unsere BrandenburgPremiere. Interview: Andy Dohmen


FOTO: SALLY B

BRANDENBURG 25

Unverändert

Gewinner

25 Jahre LKS

Dokumentarfilm porträtiert Anastasia Biefang

Erster offen HIV-positiver Bürgermeister in Brandenburg

Aktivist*innen fordern mehr finanzielle Unterstützung

Anastasia Biefang ist die erste trans* Kommandeurin bei der Bundeswehr. Der Dokumentarfilm von Thomas Ladenburger, „Anastasia: Oberstleutnant, Kommandeurin, Transgender“, zu sehen in der WDR-Mediathek, thematisiert u. a. ihre Transition und zeigt Szenen aus ihrem Leben in Storkow, mit Partnerin Samanta oder während ihrer Benennung zur Kommandeurin. Bei allem Wandel bleibt aber klar, was ihre Mutter im Film so schön formuliert: „Der Mensch verändert sich nicht.“ Anastasia: Oberstleutnant, Kommandeurin, Transgender, bis 01.05.2020

Am 26. Mai wurde Thilo Christ mit 54 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister von Sieversdorf-Hohenofen gewählt. 2000 entschied sich der gebürtige Berliner mit seinem heutigen Mann aufs Land zu ziehen. 2009 outete er sich öffentlich als HIV-positiv. „Seit zehn Jahren engagiere ich mich für die Kampagne der Deutschen Aids-Hilfe ,Ich weiss was ich tu’, um ein realistisches Bild davon darzustellen, was es heißt, mit dem Virus zu leben“, sagt der langjährige Aktivist im Gespräch mit SIEGESSÄULE. Doch was sagt die Gemeinde zu seiner Wahl? „Ich fühle mich in bester Gesellschaft. Toleranter kann ein Dorf nicht reagieren.“

wdr.de

Interview auf SIEGESSÄULE.DE

Die Landeskoordinierungsstelle für LesBiSchwule & Trans* Belange des Landes Brandenburg (LKS) verfolgt das Ziel, die Lebenssituation von LGBTI-Menschen in Brandenburg zu verbessern. Vor Kurzem hat die LKS zu ihrem 25-jährigen Bestehen die kommunalen Vereine, Verbände und Fachstellen zum Dialogforum ins Kulturhaus Babelsberg geladen. Insgesamt kamen 43 Vertreter*innen, auch aus der Landespolitik und der Verwaltung. In einer Pressemitteilung erklärte Lars Bergmann, Leiter der LKS: „Das heutige Dialogforum ist ein ermutigendes Zeichen für die Lebendigkeit, die Vielfalt und den Aktivismus der queeren Communitys im Land Brandenburg. Mit uns kann Brandenburg rechnen!“

Gabriele Kerntopf, Gründerin und langjährige Leiterin der LKS, rief in einer Rede dazu auf, innerhalb der Community solidarischer miteinander umzugehen: „Die kraftraubenden Angriffe der letzten Jahre müssen aufhören. Wir werden die Zukunft nur meistern, wenn wieder Solidarität und gegenseitiger Respekt zum Maßstab unserer Arbeit werden.“Finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie sowie durch Spenden bearbeitet die LKS, die das größte Projekt des Landesverbands AndersArtig ist, rund 1.700 Anfragen jährlich zu Themen wie Coming-out, sexueller Gesundheit oder Mobbing. Daher sei es wichtig, die finanzielle Förderung der LKS anzuheben, um deren wichtige Arbeit und Projekte zu sichern. Texte: jvh andersartig.info

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26 BRANDENBURG

Die Wahl haben Foto: Ursula Nonnemacher, Co-Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen

Am 1. September ist nach fünf Jahren wieder Landtagswahl in Brandenburg. Im kurzen Faktencheck reden wir mit den Spitzenkandidat*innen von CDU, FDP und Grünen über ihre Wahlprogramme sowie deren LGBTI-Politik. Teil eins der SIEGESSÄULE-Wahlberichterstattung

W Foto: Ingo Senftleben, Spitzenkandidat der CDU

Foto: Hans-Peter Goetz, Spitzenkandidat der FDP

Vollständige Interviews mit den Spitzenkandidat*innen auf SIEGESSÄULE.DE

ie wichtig sind queerfeministische und LGBTIThemen den Brandenburger Politiker*innen, die ab dem 1. September mitregieren wollen? Für Ursula Nonnemacher, Co-Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, ist das Land „mit dem Aktionsplan Queeres Brandenburg auf dem Weg zu rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung von LGBTI-Menschen“. Nonnemacher ist stolz, dass die Grünen als erste Fraktion den Antrag für den Aktionsplan gestellt haben, der 2018 vom Landtag beschlossen wurde. Seitdem werden Projekte für mehr Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt und gegen Homo- und Trans*phobie in Brandenburg von der Landesregierung betreut und finanziert. CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben, dessen Partei ebenfalls den Aktionsplan begrüßt hat, setzt sich auch für den Aktionsplan ein und findet, „dass queere Themen in diesem Land eine Rolle spielen“. Hans-Peter Goetz, Spitzenkandidat der FDP, seit 2014 nicht im Landtag vertreten und nicht am Aktionsplan beteiligt, kritisiert rückblickend: „In zwei Jahren hätte mehr passieren können.“ Erheblich unterscheiden sich die drei Parteien allerdings bei der Haltung zum bundesweit ersten Paritätsgesetz. Ab der Landtagswahl 2024 werden alle Parteien verpflichtet, die Kandidat*innenlisten mit Mann und Frau im Wechsel zu besetzen. Nonnemacher ist doppelt stolz, dass auch das neue Gesetz auf Initiative der Grünen entstanden ist: „Gleichberechtigung setzt voraus, dass Frauen auch gleichberechtigt an politischen Entscheidungen und an der Gesetzgebung mitwirken. Sie bilden die Hälfte der Bevölkerung, also sollten sie auch die Hälfte der Abgeordneten stellen!“ Anders sehen FDP und CDU den Vorstoß. Für Rechtsanwalt Goetz stellt das Paritätsgesetz einen „Grundrechtseingriff“ und einen „Grundgesetzbruch“ dar. Der Meinung ist auch Ingo Senftleben von der CDU, der einen „Eingriff in das Wahlrecht“ sieht und deswegen dagegen gestimmt hatte. „Parteien sollten sich aus eigener Verantwortung heraus entscheiden, Frauen und Männer gleichermaßen in der Politik zu unterstützen“, erläutert der Oppositionsführer. Wichtiger sei es für ihn im Übrigen, zu erreichen, „dass Frauen und Männer gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten“. Neben Fragen zum Klimawandel und zur Migrationspolitik sollten auch mögliche Koalitionen von besonderem Interesse für alle Brandenburger*innen sein, die ihre Stimme abgeben werden. Laut aktuellen Umfragen könnte die AfD die stärkste Partei im Landtag werden, aber was passiert danach? FDPler Goetz lehnt eine Regierungsbeteiligung nicht nur mit der AfD ab, sondern auch mit der Linken: „Unser Ansatz ist einfach ein anderer als bei beiden.“ CDUFraktionsvorsitzender Senftleben würde zwar auch eine Koalition mit der AfD ausschließen, aber er verspricht, „aus Respekt vor den Wählern Gespräche mit allen gewählten Parteien zu führen“. Solche Gespräche sollten nicht lange dauern mit Grünen-Chefin Nonnemacher, deren Wahlprogramm sich „konsequent gegen rechts“ auf die Seite von allen stellt, die von rechter Gewalt bedroht sind: „Wir streiten für eine weltoffene Gesellschaft und treten Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, Homo-, Trans*- und Biphobie sowie jeglicher Form von Menschenfeindlichkeit entschieden entgegen.“ Anette Stührmann


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28 TITEL Nachdem wir in unserer letzten Ausgabe zum 50. Jubil채um der New Yorker Stonewall-Aufst채nde auf die historischen Ereignisse zur체ckblickten, die die Geburtsstunde der modernen LGBTI-Emanzipationsgeschichte markieren, wollen wir nun zum Berliner CSD nach vorne schauen. In unserer Pride-Ausgabe stellen wir f체nf junge Menschen vor, die den Geist von Stonewall weitertragen und durch ihre Arbeit einen Beitrag dazu leisten, die Situation von Menschen aus unseren diversen Communitys auch in Zukunft zu verbessern

Kinder der Revolution


TITEL 29 Fotos: Sabrina Jeblaoui sabrinajeblaoui.com Location: Ludwig Anzengruberstr. 3 Neukölln

Das gesamte Spektrum Madeline, Bi-Aktivistin und Vorstandsmitglied von BiBerlin e. V., kämpft für mehr Sichtbarkeit bisexueller Menschen in Mainstreamgesellschaft und LGBTI-Community

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elbstbewusst, kurz rasierte Haare, roter Lippenstift. Madeline, Vorstandsmitglied von BiBerlin e. V., tritt einem als eine Person entgegen, die zu wissen scheint, was sie will. Bei einem Eis in Kreuzberg erzählt die 29-Jährige von ihrer Arbeit und verliert auch, als Menschen hinter ihrem Rücken mit Flaschen werfen, nicht die Ruhe. „Ich fühle mich im Vergleich zu anderen Städten relativ sicher in Berlin. Aber auch hier schaue ich, wenn ich mit einer Frau unterwegs bin, wo ich Händchen halte.“

Happy

Früher hatte Madeline selbst mit internalisierter Biphobie zu kämpfen, litt an Selbstzweifeln. Ihr half es, den Austausch mit anderen zu suchen. „Ich habe damals ein tolles Hilfsangebot bekommen, jetzt möchte ich was zurückgeben.“ BiBerlin e. V. gründete sich im August 2018 aus einem Stammtisch heraus und richtet sich an alle Personen, deren Begehrensstrukturen mehr als ein Geschlecht umfassen. Jeden letzten Donnerstag im Monat treffen sie sich um 19:30 zum offenen Stammtisch im Sonntags-Club. „In der Gruppenkonstellation sind Geschlechter, Altersgruppen und Hintergründe sehr durchmischt. Was ich bei den Menschen merke, die zum Stammtisch kommen: Das sind ganz oft Leute, die sich nicht sicher sind, ob sie sich bi nennen dürfen, das bricht mir immer das Herz.“ Ganz offensichtlich fehlt es hier an Identifikationsfiguren. „Das zeigt mir, wie wichtig Sichtbarkeit ist. Es muss in unserer Gesellschaft, in Schulen, im Fernsehen über das gesamte Spektrum an Menschen geredet werden.“ Auch innerhalb der Community kämpft Madeline für mehr Sichtbarkeit: „Das war für mich am schwersten: als ich mir bewusst wurde, dass ich bi bin, und gleichzeitig erleben musste, dass ich aber nicht als Bisexuelle gelesen werde. Dass Leute denken, ich wäre hetero.“ Madeline versteht ihr eigenes Arbeiten als queerpolitisch, wobei für sie „queer“ nicht von einer linken Identität trennbar ist. „Im privaten Kontext fühle ich mich bi, aber wenn es auf eine politische Ebene geht, dann fühle ich mich queer. Das ist auch das, was für mich die Community verbindet: Queerness. Queer bedeutet für mich, Normen zu brechen

und soziale Erwartungen zu verdrehen.“ So sieht sie auch die Kommerzialisierung des CSD kritisch: „Es ist so wichtig, daran zu erinnern, dass das ein Protest war. Es ist ja schön und gut, aus dem CSD eine Party zu machen, weil das auch zeigt, wie weit wir gekommen sind. Dennoch macht es mich traurig, wenn ich mitkriege, wie viel von dem Protest verloren geht. Sei es durch Kommerzialisierung oder dadurch, dass Leute einfach die Geschichte vergessen.“ Mittlerweile ist BiBerlin e. V. beim Amtsgericht als Verein eingetragen, die Gemeinnützigkeit wurde ihnen vom Finanzamt aber noch nicht anerkannt. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so problematisch werden würde. Jeder Tischtennisverein ist gemeinnützig, aber wenn man sich für Zivilrecht einsetzt, dann hat man Schwierigkeiten. Und das bei einem Thema, das eigentlich logischerweise ganz eindeutig gemeinnützig sein müsste.“ In den kommenden Jahren wollen Madeline und die anderen Mitglieder BiBerlin e. V. zu „einer richtigen Beratungsstelle" ausbauen. Beim Lesbisch-Schwulen Stadtfest wird der Verein mit einem Stand vertreten sein. Bis dahin hofft das Team, dass die Gemeinnützigkeit endlich anerkannt wird. Madeline wünscht sich, mit ihrer Arbeit andere inspirieren zu können: „Wenn wir schon nicht für uns selber kämpfen, dann wenigstens für andere, die nicht so privilegiert sind.“ Charlotte Hannah Peters

CSD wünschen Andreas Walter und Team

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Strukturwandel Marlon ist Videoaktivist, der im Netz von seinem Alltag erzählt und über den Umgang der Gesellschaft mit Menschen mit Behinderung spricht. Durch seine Arbeit möchte er auch Vorbild für andere sein

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enn Marlon etwas nicht passt, dann versucht er es zu ändern. Als er bei einem Konzert der Band Beatsteaks im SO36 auf einem Rollstuhlpodest „abgestellt“ wurde, fuhr er einfach runter. Er fragte die Menschen im Publikum, ob sie ihn hochheben würden und schwebte daraufhin über der Menge. Stagediving im Rollstuhl. Wegen einer Behinderung eine Sonderrolle einnehmen? „Da hatte ich wenig Bock drauf“, sagt der Berliner im Gespräch mit SIEGESSÄULE. Marlon ist 22 und hat wegen seiner chronischen Erkrankung, die ihn oft müde macht, immer seinen Rollstuhl dabei. Wenn er nicht mehr kann, setzt er sich rein. „Es gibt immer noch ein Bild, das sich seit mehr als 30 Jahren nicht geändert hat und von vielen Seiten vorgelebt wird: behinderte Menschen als passive Bittsteller, die an die Hand genommen werden müssen. Das hat mit der Realität nichts zu tun“, sagt er. Mit seinen aktivistischen Videos möchte der Abiturient, der später Medizin studieren will, deshalb das gegenteilige Bild vermitteln. Im Rahmen des Projekts „100percent-

me“ – einer Videoplattform, die auf funk.net, YouTube und Instagram zu sehen ist – entstehen Clips von ca. fünf Minuten, in denen junge Menschen mit Behinderung im Fokus stehen. Marlon ist einer der Protagonist*innen und spricht dort wichtige Themen an: zum Beispiel, dass Unis wenig barrierefrei oder behinderte Menschen in der Wissenschaft komplett unsichtbar sind. Er selbst erlebt häufig, nicht ernst genommen zu werden, wenn er im Rollstuhl sitzt. So sprechen Leute meist nicht direkt mit ihm, sondern mit der Person, mit der Marlon unterwegs ist. „Wenn ich etwas sage, wird sich bei der Person, mit der ich unterwegs bin, rückversichert, ob das auch so stimmt.“ Mit Bevormundung ist Marlon, wie viele andere, also relativ oft konfrontiert. Gerade deshalb will er Menschen mit Behinderungen darin bestärken, an sich zu glauben. Und sich nicht von Betreuer*innen, Lehrer*innen oder Ärzt*innen vorschreiben zu lassen, was sie erreichen können und was nicht. Denn das hängt nicht von ihnen ab, sondern von den gesellschaftlichen Strukturen, die maßgeblich an „gesunde“ Menschen angepasst sind. „Ich möchte anderen zeigen, dass Strukturen nicht unveränderbar sind. Sonst denkt man selbst irgendwann, man sei nicht richtig, so wie man ist. Aus diesem Gefühl herauszukommen ist viel Arbeit. Und davon leben Hilfsstrukturen für Behinderte ja auch – von Personen, die meinen, sie könnten es nicht ohne sie, und die deshalb abhängig sind.“ Durch seine Arbeit will Marlon auch ein Vorbild für andere Menschen mit Behinderung sein. Denn die fehlen oft, „vor allem, wenn man queer und behindert oder chronisch krank ist“. So gebe es nicht viele bekannte Personen, die „beides“ sind. „In queeren Gruppen bin ich oft der einzige Kranke oder Behinderte, in Reha-Gruppen dagegen immer der einzige Queere. Es fehlt die Verknüpfung.“ Als historisches Vorbild für seinen selbstbestimmten Aktivismus dient Marlon die sogenannte Krüppelbewegung. Unter diesem Motto protestierten in der BRD der 1970er und 1980er Aktivist*innen, die sich das Wort „Krüppel“ als positive Selbstbezeichnung angeeignet hatten, radikal gegen gesellschaftliche Ausschlüsse. „Jedem Krüppel seinen Knüppel“ hieß die Parole, mit der sie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel besetzten, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. „Sie wollten ein gegenteiliges Bild vom ,armen Behinderten’ liefern und haben einen Sinneswandel angestoßen, das finde ich großartig“, sagt Marlon. Denn „wenn einen etwas nervt, muss man sich dagegen wehren“. Hannah Geiger



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TITEL 33

Mut zum Risiko Ariclenes ist Voguer, Performer und Trainer. Mit dem Projekt „Future V“ setzt er sich für Menschen mit Fluchterfahrung und die queere Community ein

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ls ich nach Deutschland kam, wusste ich nicht, dass ich schwul war. In meiner Familie gibt es keine Schwulen oder sie halten es geheim.“ Ariclenes – auch bekannt als Arigato Melody und als Mother LaQuéfa Arise – war neun Jahre alt, als er von Angola nach Deutschland kam. Heute ist der 26-Jährige international als Voguer, Tänzer, Performer und Trainer tätig, trat unter anderem mehrfach beim „Malta“Theaterfest in Poznań auf. Wie er beim Interview in den Prinzessinnengärten in Trainingskleidung, mit goldenem Ohrring und grün gefärbten Haaren dasitzt und mit einnehmender Präsenz und ruhiger Stimme von seinen Zukunftsplänen erzählt, ist fast nichts mehr von

dem von Selbstzweifeln geprägten Kind übrig, welches er einmal war. Wenn er von seiner Arbeit als Trainer und Mentor des Voguing-Projekts „Future V“ und seinen Aufgaben als Mother des Kiki House of Arise erzählt, strahlen seine Augen: „Wir sind eine Ersatzfamilie.“ Das Bilden einer queeren Familie ist für Ari, der als Jugendlicher den Kontakt zu seiner biologischen Familie verlor, sehr wichtig. Mit 21 Jahren sah Ari seine „Mother“, die Vogue-Performerin Georgina Leo Melody vom House of Melody, zum ersten Mal im Fernsehen – für ihn ein „Erweckungsmoment“. Danach suchte er in sozialen Medien so lange den Kontakt zu ihr, bis er zu einem Workshop eingeladen wurde. Der Rest ist Geschichte. Heute sieht sich Ari als „einen Macher, der Risiken eingeht, und sich traut, gegen alle Regeln zu verstoßen, ohne sich selber dabei immer in den Mittelpunkt zu stellen oder zu ernst zu nehmen“. Zusammen mit einem Freund, der damals in einem Wohnheim für Menschen mit Fluchterfahrung arbeitete, gründete Ari 2017 „Future V“. Zunächst primär für Geflüchtete gedacht, richtet sich das Tanzprojekt mittlerweile an alle queeren Personen und deren Freund*innen. Dabei ist Ari allerdings wichtig, dass

das Wort „queer“ nicht einfach nur als trendige Selbstbezeichnung verstanden wird: „Ich glaube, die meisten, die ,queer’ benutzen, wissen nicht, woher das Wort kommt. Ich möchte, dass der Begriff in Kenntnis der Geschichte und Bedeutung verwendet wird.“ Das Anliegen von „Future V“ ist es, Personen unterschiedlicher Herkünfte, Geschlechter und Sexualitäten durch Voguing zusammenzubringen und ihnen einen Raum zu geben, in dem sie sich ausprobieren und selbsterfahren können. Bis zum nächsten CSD im Juli 2020 will Ari in Berlin ein Projekt zum Thema Stonewall aufziehen: Geplant sind monatliche Panels, die unterschiedliche Personen und Meinungen der LGBTI-Community zusammenbringen, außerdem soll es einen großen Voguing-Ball geben. „Ich finde, wir begehen den CSD heutzutage falsch. Eigentlich sollte das ein Tag des Dankes an unsere Vorfahren sein, die für uns alle gemeinsam gekämpft haben“, erklärt er. „Stattdessen bekämpfen wir uns gegenseitig. Wenn wir so weitermachen, gibt es bald viele getrennte Communitys. Radikalität mit Radikalität zu bekämpfen bringt nichts. Der CSD sollte etwas sein, das wir alle gemeinsam tun.“ Charlotte Hannah Peters


34 TITEL

Radical Femme Maja gehört zu einer neuen Generation von Netzfeminist*innen und Aktivist*innen, die sich intersektional mit queeren Themen beschäftigen. Unter anderem auf dem Instagram-Account „yugodeinesvertrauens“ postet Maja Statements, vernetzt sich mit Followern und Mitstreiter*innen

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esucht man Majas Instagram-Account, dem bereits über 8.000 Menschen folgen, bleibt man mit dem Blick erst mal am Account-Namen hängen: „yugodeinesvertrauens“. Der Name spiele ironisch „mit rassistischen Vorurteilen gegenüber Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien, weil diese oft kriminalisiert werden“, erklärt Maja. Auf dem Account fällt außerdem die Bandbreite der vertretenen Themen auf. Hier spielen alte und neue aktivistische Ziele rund um Queerfeminismus, Sexismus, Rassismus, Xenophobie und vieles mehr eine Rolle. So sieht man auf einem Post Maja mit einer Gruppe von Freund*innen vor einem großen Tuch posieren. Darauf steht auf Englisch: „Wenn es nicht intersektional ist, dann ist es kein Feminismus.“

Für Maja sind gerade die Überschneidungen zwischen verschiedenen Problematiken wichtig – wie etwa zwischen Rassismus und LGBTI-Feindlichkeit. So werde in Deutschland momentan „insbesondere Migrant*innen oft Queerfeindlichkeit und Sexismus unterstellt und sie werden als Gegenstück zu den angeblich queerfreundlichen und feministischen weißen Deutschen gesehen”. Maja ist 23, studiert Sozialwissenschaften in Berlin und verbringt den größten Teil der Zeit mit politischen Themen – ob im Zuge der Moderation von Workshops, auf Veranstaltungen und Demos oder momentan im Rahmen einer Mitarbeit beim Migrationsrat Berlin Brandenburg e. V., ein Dachverband für Migrant*innenselbstorganisationen (kurz: MSO) in Deutschland. Hier ist Maja in Projekte wie „MSO Inklusiv!“ involviert, das sich mehrfach marginalisierten Menschen widme: „Personen sollen gestärkt werden, die zugleich Rassismus und/oder Diskriminierung aufgrund der Herkunft, Sexismus, Homophobie und/oder Trans*feindlichkeit erfahren.“ Im Netz stößt Majas Engagement auf viel Resonanz. Professionell in Szene gesetzte Fotos, Statements und andere Beiträge Majas auf Instagram werden fleißig kommentiert und gelikt. Diese Form der Aufmerksamkeit habe jedoch nicht nur Vorteile, sagt Maja. „Da ich gerne Zeit im Internet verbringe, bin ich leider auch mit den unmöglichsten Positionen konfrontiert. Daher ist es für mich umso wichtiger, auch auf mich selbst zu achten und mir bewusst Auszeiten zu nehmen.“ Unterstützung findet Maja dabei vor allem im engeren Kreis von Mitstreiter*innen und Freund*innen. „Queere Migra-Femmes, Femmes und Frauen of Colour“, wie Maja beschreibt, machen einen großen Teil des persönlichen Umfelds aus. Auch Maja selbst versteht sich als queer und Femme. „Ohne Solidarität und Freund*innenschaften würden wir untergehen. Sicher zu sein, dass wir alle auf einem Stand sind, und zu wissen, dass keine*r plötzlich problematische Sachen raushauen wird. Und wenn doch, dann können wir uns austauschen, solidarisch sein, weiterlernen und weiterdenken.“ Auf die Frage, was sich in der Gesellschaft langfristig ändern muss, braucht Maja nicht lang zu überlegen. „So klischeehaft das auch klingt, aber: Was würde ich nicht ändern? Patriarchale, rassistische, queerfeindliche Strukturen vielleicht? Oder ist das zu offensichtlich?“ Cristian D. Magnus



36 TITEL

Starke Stimme Der Berliner Student Lucas kämpft dafür, dass sogenannte Konversionstherapien an LGBTI verboten werden. Seine letztes Jahr gestartete Petition „Verbot von Conversion Therapy (,HomoHeilung’) in Deutschland – Jetzt!“ erreichte bereits über 80.000 Unterschriften

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is vor einem Jahr war Lucas nie groß mit Aktivismus in Berührung gekommen. Doch als er las, dass sogenannte Konversionstherapien in Deutschland immer noch legal sind, wollte er etwas dagegen tun. „Ich dachte, das kann nicht sein, wir leben im 21. Jahrhundert“, erinnert sich der 27-Jährige. Im Juli 2018 startete er auf change.org eine Petition unter dem Hashtag #HomoBrauchtKeineHeilung. Seitdem ging es Schlag auf Schlag: Die Petition – und eine zweite, die unter anderem von der Plattform All Out initiiert wurde – haben bisher zusammengezählt schon über 110.000 Menschen unterschrieben. Im April wurden die Unterschriften von Lucas’ Petition an das Gesundheitsministerium übergeben. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte nun im Juni an, dass er bis Ende des Jahres ein gesetzliches Verbot dieser „Umpolungstherapien“ durchsetzen wolle. Bereits zuvor hatte Spahn eine Fachkommission einberufen, an der auch Lucas teilnahm – als Sprecher des Bündnisses #Homo-

BrauchtKeineHeilung, das sich mittlerweile formiert hat und zu dem neben der Plattform change.org und All Out auch das Aktionsbündnis gegen Homophobie, Enough Is Enough und Travestie für Deutschland gehören. „In der Kommission haben wir uns darauf geeinigt, nicht mehr von ‚Therapien‘, sondern von Verfahren zu sprechen“, sagt Lucas. Denn schon die Bezeichnung „Therapie“ suggeriere, dass Homosexualität oder Transidentität eine Krankheit oder heilbar wären. Lucas, der in Wismar aufgewachsen ist, outete sich mit achtzehn als schwul. Seine Familie und die meisten seiner Freunde reagierten positiv. Auch jetzt, mit seinem politischen Engagement, fühlt er sich unterstützt. „Alle haben die Petition unterschrieben und reden mit allen darüber, die sie kennen“, erzählt er. „Kürzlich postete meine Mutter auf Facebook das Lied ‚Vincent‘ von Sarah Connor, in dem es um das Coming-out eines schwulen Jugendlichen geht. Das fand ich süß.“ Seit drei Jahren lebt Lucas fix in Berlin, schreibt an seiner Masterarbeit und arbeitet außerdem seit Kurzem im Bundestag bei einem SPD-Abgeordneten. Negative Reaktionen auf seine Kampagne hat er bisher nur selten bekommen. „Es gab ein oder zwei Facebook-Nachrichten: einfach nur dumme Sprüche." Ein Mann habe ihn an seinem Arbeitsplatz angerufen. „Der meinte, er habe homosexuelle Neigungen, die er aber wegbekommen möchte. Durch meine Aktion würde ich ihm das nehmen, dass er darüber reden darf.“ Darum gehe es aber nicht, betont Lucas. Sondern darum, dass man Zuspruch bekommt und nicht das Gefühl, „das ist schlecht, das muss weg“. Berührt habe ihn auch, wie Betroffene, die bereits solche „Therapien“ erleben mussten, auf seine Initiative reagierten. Einige dankten ihm dafür, dass er versuche, ihnen eine Stimme zu geben. Bisher ist Malta das einzige europäische Land, in dem „Konversionstherapien“ verboten sind. Lucas hofft nun, dass Deutschland und weitere Länder nachziehen. Es brauche aber auch Begleitmaßnahmen zu einem Verbot. „Wir als Bündnis fordern zum Beispiel eine Hotline für Eltern von queeren Jugendlichen und für Menschen, die gerade entdecken, dass sie vielleicht homosexuell, trans*, asexuell etc. sind.“ Auch seien mehr Informationen im Internet nötig sowie mehr Aufklärung in Schulen. Bis all dies umgesetzt ist, sagt Lucas, „sammeln wir weiterhin Unterschriften und machen Druck“. Andreas Marschner


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PHOTO: VIRGINIA DE

Photo: Edmund White in Berlin, June 2019

Talkin’ ‘bout a Revolution Born in 1940, American author Edmund White essentially created the gay novel as a legitimate literary genre. His published works include The Joy of Gay Sex (1977), A Boy's Own Story (1982), Genet: A Biography (1994) and Unpunished Vice (2018). Most recently, he penned the intro to The Stonewall Reader, a compendium of contemporary testimonials from the likes of Audre Lorde and John Rechy. During his visit to Berlin for the poesiefestival, White spoke to SIEGESSÄULE about sauntering into the Stonewall Riots and about his next novel

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The Stonewall Reader, foreword by Edmund White, edited by the New York Public Library, Penguin Random House, 336 pp., $18.00

ou were there during the Stonewall Riots. I was walking down Christopher Street with a friend on the first night. We passed the Stonewall Inn and kept wondering what was happening. I was 29 at the time, and I was very middle-class bourgeoisie. My instinct was to calm things down, to get everyone to behave, but at the same time, something inside of me responded to the excitement. How long did it take you to realize what a big deal it was? The thing is, we just thought it was funny. Of course there were arrests and violence, but then somebody started shouting, “Gay is good!” It was supposed to be a parallel to “Black is beautiful!”, but it sounded ridiculous to us and we'd just laugh. Then a group of guys went behind the police and started a kickline, calling themselves the Pink Panthers – after the Black Panthers. Most people don't talk about this. It was the first funny revolution.


PRIDE 39

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MIT NINA QUEER, DJ GITTI REINHARDT, BÄLLEBAD MIT JURASSICA PARKA, TÄNZERN, SPRITZIGEN ERFRISCHUNGEN, DANCEFLOOR U.V.M.

Foto: Antje Schulz

Would you consider the gay liberation movement in its wake to be a success? Trans people and people of color are saving the movement. It was getting kind of boring, very commercial. Of course, there has been progress in the meantime – AIDS activism, gay marriage. Those are all good things, but what Stonewall did was something more profound: it changed being gay from a diagnosis into a minority group. Before, most gays – myself included – were being psychoanalyzed in order to turn them straight. Gay people were seen as neurotic. Germany has a gay-rights movement that reaches back at least 150 years, with Karl Heinrich Ulrichs and Magnus Hirschfeld. Why do you suppose the country looks to Stonewall as the defining moment? Well, the gay movement in Germany was snuffed out by the Nazis. Magnus Hirschfeld was campaigning against Paragraph 175, which outlawed homosexuality, and even got a bill to parliament. It never succeeded, though. Later, when the Nazis came to power, they burned his books and destroyed the Institute of Sexology, and he left the country in exile. You attended the opening of My Dearest Sweet Love, the Schwules Museum’s exhibition on Christopher Isherwood and his relationship with Don Bachardy. Isherwood was an expat like you. Do you see any overlap between moving to another country, being gay and being a writer? I think in the past, Americans imagined they'd be freer in Europe than at home. Depending on the city, they were or they weren't. Of course, New York was accepting, and so was San Francisco, but I grew up in the midwest. Even as an 11-year-old child, I had the fantasy that Paris was much more accepting. Your husband is also a writer. What are the pros and cons of being in the same creative field as your partner? We never had any conflict. He's 25 years younger. I've published 30 books, and he's published two. I support him and always have. We've been together for 23 years, I think. He's never worked. What can you share about your upcoming novel? The next one is called A Saint in Texas. It's about a pair of twins in 1950s Dallas, rich from oil. One becomes a French baroness, and the other becomes a nun in South America. Do they overlap in the story, or is it two separate, parallel storylines? When they're young, they're together, and later in life, they meet again. The nun makes a trip to Rome and eventually Paris. They're identical twins, but superficially, they're extremely different. In a deeper way, they're very similar. They're both lesbians, for example. Did you do research on twins and sexuality? No, more on the Catholic Church and sainthood. Did you know it costs 350,000 dollars to make a saint? You have to hire all these people, and pay off lots of others. Were you raised Catholic? No, but I'm friends with Frédéric Martel, who wrote In the Closet of the Vatican, which is a bestseller in many countries now. It's about how two-thirds of the priests in the Vatican are gay, and one-third is straight, who live with their wives and children. They all hate each other – the gays and straights are always fighting. Well, at least they can agree on one thing: that it's OK to abuse children. One more thing: in the introduction to The Stonewall Reader, you point out that Judy Garland died one week before the uprising. Do you think that nowadays, if we experienced the loss of a gay icon… Lady Gaga! I don't want her to die, but she's that important. Interview: Joey Hansom

CSD AUF DER SPREE 14. BERLIN CANAL PRIDE

25.07.19

HAFENPARTY 21 UHR BORDPASS ODER PARTY TICKETS: CANALPRIDE.COM


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FOTO: SILVER SCREEN COLLECTION/ GETTYIMAGES

Foto: Judy Garland als Dorothy in „The Wizard of Oz“

Friends of Dorothy Zum 50. Todestag der Schauspielerin und Sängerin Judy Garland – eine der großen LGBTIIkonen – erklärt SIEGESSÄULE-Autor Frank Hermann, warum sie und der Film „The Wizard of Oz“ für die Community so wichtig wurden Auf dem Cover dieser Ausgabe ist eine der bekanntesten Szenen aus dem Film „The Wizard of Oz“ zu sehen: Judy Garland als Dorothy und ihre Weggefährten tanzen auf der „Yellow Brick Road“

D

ie Liebesgeschichte zwischen Judy Garland und der queeren Community hat ihren Ursprung in dem Film „The Wizard of Oz“ aus dem Jahr 1939, der wie sie selbst zum CampKanon gehört. Sie war eine Grande Dame des Entertainments, die der schwulen Seele aus dem Herzen sang. Der Song „The Man that Got Away” hat die einmaligen Zeilen „The night is bitter, the stars have lost their glitter.“ Wer jemals verlassen wurde, weiß, wovon sie da singt. Die Liebe zwischen ihr und den Fans dauerte an aufgrund von Garlands weiteren Filmen und ihrer großartigen Konzerte. „Live at Carnegie Hall“ (1961) ist das berühmteste, das dazugehörige Doppelalbum führte wo-

chenlang die Charts an. Im Publikum waren Heerscharen von „jungen Männern in engen Hosen“, wie damals die Umschreibung für Schwule lautete. Ihr Privatleben verlief unglücklich mit problematischen Ehen (zwei davon mit schwulen bzw. bisexuellen Männern) und diversen Süchten. Am 22.06.1969 starb sie im Alter von gerade einmal 47 Jahren. Dieses Jahr jährt sich Judy Garlands Todestag zum 50. Mal wie die Stonewall-Aufstände in der Christopher Street. Legenden ranken sich um die Beziehung Garlands zur Community. So habe der Song „Somewhere Over the Rainbow“ den Künstler Gilbert Baker zum Entwurf der Regenbogenfahne inspiriert. Garlands Begräbnis am 27. Juni 1969 wiederum soll die Stonewall Riots einen Tag später mitausgelöst haben. Allerdings gibt es darüber geteilte Meinungen. Stichhaltige historische Belege fehlen, vielmehr ist vorstellbar, dass aufgrund der Feierlichkeiten mehr LGBTI in der Stadt waren, demzufolge auch mehr in der Gegend um den Stonewall Inn, als der Aufstand begann. Wer weiß, ob der eine oder die andere Garlands „Somewhere Over the Rainbow“ dabei im Ohr hatte? „Where troubles melt like lemon drops, that’s where you’ll find me.” Das klang wahrlich verheißungsvoll und der Song avancierte zur schwulen Hymne. Ein Land über dem Regenbogen, in dem alle Sorgen vergessen sind. Auch die der Homosexuellen schmelzen wie Zitronenbonbons. Zur Entstehungszeit des Films waren sie schweren Repressalien ausgesetzt oder kamen in der Gesellschaft nicht vor. Drohende Strafverfolgung und gesellschaftliche Ächtung waren Konsequenzen, falls Homosexualität stattfand. In „The Wizard of Oz“ verschlägt es die kleine Dorothy vom schwarzweiß gefilmten Kansas in das technicolorbunte Wunderland, das von einer Menge sonderbarer Kreaturen bevölkert ist. Da gibt es einen ganzen Zwerg*innenstaat, der eine Parade abhält, fast wie ein früher CSD, Hexen und Feen, geflügelte Affen und, nicht zu vergessen, den berühmten Zauberer in seinem Schloss. Der soll Dorothys neuen Freunden, dem Zinnmann und der Vogelscheuche, zu Hirn bzw. Herz verhelfen. Vor allem einer von Dorothys Weggefährten entlang der Yellow Brick Road ist bemerkenswert: ein ziemlich verhuschter Löwe, nach eigener Aussage eine Sissy (Synonym für Tunte). Er wurde zur Identifikationsfigur für die schwule Community, denn er war kaum chiffriert. Aus heutiger Sicht würde man von einer eher homophob gezeichneten Figur sprechen, aber damals war es eine sichtbare schwule Figur in einem großen Hollywoodfilm! Dorothy schließt alle drei ins Herz, ohne jeden Vorbehalt gegenüber den abstrus erscheinenden Charakteren. „Friends of Dorothy” wurde zum Synonym für Schwulen und ihrem Erkennungscode untereinander. Judy Garland und ihr Song haben nachhaltig Eingang in die queere Popkultur gefunden. Beispielsweise ließen sich Elton John und sein Texter Bernie Taupin für das Album „Goodbye Yellow Brick Road“ (1973) von dem Film inspirieren. Klaus Nomi hat den Filmsong „Ding Dong the Witch Is Dead“ aufgenommen, auch in der Serie „Glee“ kam diese Nummer vor. Und last but not least überspannte beim diesjährigen „Life Ball“ in Wien ein riesiger Regenbogen die Bühne – und Judy Garlands jüngere Tochter Lorna Luft sang zum Abschluss jenes unsterbliche „Somewhere Over the Rainbow“. Frank Hermann


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FOTO: PHILIP SINDEN

Foto: Cold City (Solaris Empire/Broken Silence), ab dem 15.02. erhältlich

Alles Liebe Mit Mia., Marianne Rosenberg, Felix Jaehn und Malonda ist das CSD-Bühnenprogramm 2019 recht vielfältig. Highlight: Melanie C. performt gemeinsam mit der Dragtruppe Sink The Pink CSD Berlin, 27.07., Eröffnung um 12:00 (Ku’damm/Ecke Joachimsthaler Straße), Abschlusskundgebung mit Programm ab 16:00 (Brandenburger Tor)

„Berlin ist eine meiner Lieblingsstädte“, erklärt Melanie C., die trotz der aktuellen Spice-Girls-Tour Zeit fand, mit SIEGESSÄULE über ihren Auftritt beim diesjährigen CSD zu sprechen. Diesen absolviert sie mit dem erfolgreichen Londoner Drag-Kollektiv Sink The Pink. „Wir traten gemeinsam bei einem Festival namens ,The Mighty Hoopla’ auf, und die Reaktionen waren so fantastisch, dass wir beschlossen, mit der Show auf Tour zu gehen.“ Und so performt die Truppe nun auf PrideEvents von Stockholm über São Paulo bis New York. In Deutschland stehen die CSDs in Hamburg, Köln und Berlin auf dem Plan. „Die Show macht jede Menge Spaß“, erzählt Melanie C. „Es gibt Tanz, Kostüme, Dragqueens und ein Spice Girl – was könnte eine PridePerformance mehr zu bieten haben? Wir haben wirklich etwas Einzigartiges geschaffen, und ich kann es nicht erwarten, damit endlich auf Tour zu gehen.“ Auf die Frage, mit welcher Botschaft sie auf den etlichen Prides weltweit an den Start gehen möchte, lautet ihre Antwort: „Meine Botschaft ist recht simpel: Liebe. Wir sollten einander lieben und uns als gleichwertige Menschen begegnen. Die Leute sollen machen dürfen, was immer sie wollen, solange sie damit niemandem wehtun ... Ich habe das Gefühl, dass wir mit den Spice Girls so vielen Menschen den Mut gegeben haben, ihre Sexualität frei auszudrücken. Und diese Verantwortung nehme ich sehr ernst.“ jano


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FOTO: BRIGITTE DUMMER

Foto: Unseren SIEGESSÄULEStand findet ihr wie immer direkt am Haupteingang des Festes am Nollendorfplatz. Wir freuen uns auf euren Besuch!

Ein Fest für alle Zum 27. Mal steigt das Lesbisch-Schwule Stadtfest im Schöneberger Regenbogenkiez. Auch SIEGESSÄULE ist wieder dabei Lesbisch-Schwules Stadtfest, 20./21.07., ab 11:00, Motzstraßenkiez stadtfest.berlin

Ein für alle Mal: Wie heißt es richtig? Ist es das „Stadtfest“ oder das „Motzstraßenfest“? Eigentlich beides, auch wenn das LesbischSchwule Stadtfest 1993 eher bescheiden begonnen hat. Damals gab es nur sechs Wirte, die – wo denn sonst – in der Motzstraße ein Zeichen gegen homophobe Gewalt setzen wollten. Im Laufe der 90erund 00er-Jahre wurde die kleine Feier immer größer, bis die Motzstraße alleine nicht mehr ausreichte. Peu à peu kamen auch die Eisenacher, die Fugger- und Kalckreuthstraße dazu. Und mit weit über 350.000 Besucher*innen verdient das ursprünglich kleine Straßenfest heute entsprechend beim richtigen Namen genannt zu werden. Also: Stadtfest. Nicht umsonst das größte Event seiner Art in Europa. Seit 2004 gibt es sechs „Stadtfestwelten“, die sich den Themen Radio,

CHRISTOPHER STREET DAY LEIPZIG Übersetzt in Gebärdensprache

Haustiere bitte Zuhause lassen!

Sport, Gesundheit, Film, Politik und HIV widmen. Auf sechs Bühnen kann die Community aus einem abwechslungsreichen Programm wählen. Die besonderen Highlights der Hauptbühne sind wie immer Gerhard Hoffmanns Promi-Talkshow „Das wilde Sofa“ (Sa., 15:30, mit Kevin Kühnert von der SPD u. a.), die Eröffnung des Stadtfestes durch Schirmherr Klaus Wowereit (Sa., 16:30), die Verleihung des Rainbow Awards – diesmal an das Projekt „All Included“ des Jugend Museums in Schöneberg (Sa., 16:45) – und das traditionelle Abschlusskonzert der Kusinen (So., 21:00). Auf der „FrauenLesbenTrans*“-Bühne erwarten euch u. a. die elektronischen Ohrwürmer von Malonda (So., 17:30) und DJ Marsmaedchens queerbalkanbeatz (So., 21:30). Wer Disco und Tech-House sucht, ist bei der „Connection Club“-Bühne mit DJ Annie O (So., 15:00) u. a. genau richtig. Auch in diesem Jahr gibt es den SIEGESSÄULE-Talk auf der „Queere Medien“Bühne, diesmal mit Redakteur Joe von Hutch und L-MAG-Redakteurin Dana Müller. Das Thema heißt: „50 Jahre Stonewall – Was wissen wir voneinander?“ Neben Spielen wie „Bullshit-Bingo“ sollen im Talk Vorurteile aber auch ernsthaft kommentiert werden. Versprochen. jvh


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FOTO: BRIGITTE DUMMER

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Foto: Dyke*March Berlin 2018

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Dykes* out! Die Demo für lesbische Sichtbarkeit, der Dyke* March Berlin, stößt auf immer größere Resonanz. Bis zu 6.000 Teilnehmer*innen werden dieses Jahr erwartet Dyke* March Berlin 2019, 26.07. Warm-up: Hausprojekt Liebig 34, 18:00 Demostart: Liebigstraße/Ecke Rigaer Str., ggf. Frankfurter Tor, 19:00 Abschluss: Kottbusser Tor am Südblock Weiterfeiern im Aquarium, Oya und Boddin-Eck Updates zum genauen Startpunkt und Route siehe: dykemarchberlin.com

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Ähnlich wie die Wörter „fag“ oder „queer“ war der englische Begriff „dyke“ zuerst ein Schimpfwort – bevor ihn sich die US-amerikanische Lesbenbewegung der 70er-Jahre als Selbstbezeichnung aneignete. Der „Dyke March“ in Washington D. C. im Jahr 1993, mit um die 20.000 Teilnehmer*innen, ging in die Geschichte ein und fand bald Nachahmung in anderen Städten. Heute ist die Demonstration für lesbische Sichtbarkeit am Vorabend der großen Prides eine feste Institution an vielen Orten der Welt. So steigt auch der mittlerweile siebte Dyke* March Berlin am 26. Juli, dem Abend vor dem Berliner CSD. Der March „für lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude“ ist in den letzten Jahren stetig gewachsen – obwohl die Demo, anders als der große CSD, ohne Unterstützung durch politische Parteien oder Unternehmen auskommt. Firmenlogos oder große Musikwagen

sucht man hier vergebens. Stattdessen beteiligen sich verschiedenste Grassrouts-Gruppen und Zusammenschlüsse mit einer Bandbreite an queeren und feministischen Themen. Um die 6.000 Teilnehmer*innen könnten es dieses Jahr werden, meint Dana Müller, Redakteurin beim SIEGESSÄULE-Schwestermagazin L-MAG, das 2013 den ersten Berliner Dyke* March initiiert hat. Als Startpunkt ist diesmal das queerfeministische Hausprojekt in der Liebigstraße 34 geplant. „Im Zentrum der Demo steht weiterhin lesbische Sichtbarkeit“, erklärt Dana. „Aber die ,Liebig’ droht bis Ende des Jahres geräumt zu werden. Die Wohnungspolitik in der Stadt ist sehr kritisch, deshalb wollen wir auch zu diesem Thema ein Zeichen setzen.“ Die Genehmigung für den Startpunkt der Demo (19:00) in der Liebigstraße steht noch aus. Eventuell wird sie stattdessen vom Frankfurter Tor losgehen, Updates dazu gibt’s auf der Website. Der Treffpunkt für ein gemeinsames „Warm-up“ (18:00) bleibt in jedem Fall die Liebig 34. Die Demoroute soll dann über Frankfurter Allee, Boxhagener Straße, Warschauer Straße, Engeldamm bis zur Abschlusskundgebung vor dem Südblock am Kotti führen. Franziska Schulteß


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CSD-Route

Dyke*-March-Route

Wegweiser Dyke* March Berlin 2019 (re.), 26.07., Start: 19:00, Liebigstraße/Ecke Rigaer Str., ggf. Frankfurter Tor CSD Berlin 2019 (li.), 27.07., Start: 12:00, Ku’damm/Ecke Joachimsthaler Str.

Zum siebten Mal wird der Dyke* March am 26.07. das Pride-Wochenende in Berlin eröffnen. Traditionell angeführt von den Dykes on Bikes. Einen Tag später startet dann die 41. CSD-Demonstration wie gewohnt am Ku’damm. Gegenüber dem Vorjahr gibt es allerdings bei beiden Routen Änderungen. Hier findet ihr die notwendigen Infos

Auch in diesem Jahr findet der Dyke* March wieder unter dem Motto „Für mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude“ statt. Neu ist allerdings die Route: Am 26.07. startet das Event bereits um 18:00 mit einem Warm-up vor dem Hausprojekt Liebig 34. Ab 19:00 beginnt die eigentliche Demo. Der genaue Startpunkt stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest, entweder in der Liebigstraße/Ecke Rigaer Str. oder am Frankfurter Tor. Aktuelle Infos zur Route gibt es dann ein paar Tage vor Start auf siegessäule.de und dykemarchberlin.com. Auch die große Pride-Demo am Tag darauf, die zum Stonewall-Jubiläum unter dem Motto „Stonewall 50 – Every Riot Starts With Your Voice“ steht, hat eine veränderte Route: Am 27.07. beginnt sie wie gewohnt um 12:00 am Ku’damm/Ecke Joachimsthaler Str. Aufgrund von Bauarbeiten kann allerdings der Wittenbergplatz nicht passiert werden. Die Ausweichroute verläuft über die Tauentzienstr., Nürnberger Str., Lietzenburger Str. Ab Kleiststraße geht die gewohnte Route weiter, über Nollendorfplatz, Lützowplatz, Siegessäule, Straße des 17. Juni. Die Abschlusskundgebung findet am Brandenburger Tor statt. Mehr dazu auf Seite 41.

Queerdenker innen willkommen! Wir sind so bunt wie Berlin


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Pride Highlights Zum 50. Jubiläum der Stonewall-Aufstände fährt die Berliner Pride-Week in diesem Jahr wieder ordentlich auf. Neben Stadtfest, Dyke* March und natürlich dem CSD gibt’s jede Menge zu erleben. Wir haben einige Highlights zusammengestellt

Flagge hissen Bereits zum 24. Mal markiert das Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus Schöneberg den Start der Pride-Week. Diesmal mit Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, Gerhard Hoffmann u. a. 18.07., 13:00, Rathaus Schöneberg

Lesbisch-Schwules Stadtfest An diesem Wochenende kennt das queere Berlin nur ein Ziel: das Stadtfest in Schöneberg. Mit seinen zahlreichen Community-Ständen und Bühnen lockt es über zwei Tage lang wieder Zehntausende Besucher*innen an (mehr Infos auf S. 42). 20.+21.07., 11:00, Nollendorfplatz

GMF Die Location der schwulen Partyreihe liegt nur wenige U-Bahn-Stationen vom Nollendorfplatz entfernt – ideale Vorausetzungen also, um das Fest hier bei der „Motzstraßenfest Closing Party“ ausklingen zu lassen. DJs sind Annie O., Divinity u. a. 21.07., 22:00, Ritter Butzke

D.I.T. – Do It Together Der tuntige Rat der Ranzigen lädt zur großen Bastelstunde, bei der alle Interessierten und Motivierten gemeinsam Plakate und Transparente für den Dyke* March und den CSD herstellen können. 23.07., 17:00, SchwuZ

CSD auf der Spree Dieses Jahr sind es stolze 18 Schiffe, die zur feuchtfröhlichen Puschel-Parade gemeinsam die Spree unsicher machen. Bespielt werden die Boote von Institutionen wie SchwuZ oder Begine, auch ein „Bi Boot“ ist erstmalig dabei. Die Abschlussfete – die zugleich die Rückkehr der „Propaganda“-Party ist – findet im Osthafen statt. Los geht’s hier bereits um 18:00, es legen Fixie Fate, FKA u. a. auf. Zur „Hafenparty“ sind auch alle Gäste willkommen, die an Land geblieben sind. 25.07., 17:30, diverse Anleger

Dyke* March Die Demo „Für mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude“ beginnt in diesem Jahr um 18:00 mit einem Warm-up vor dem Hausprojekt in der Liebigstraße 34. Die Demo startet dann um 19:00 (mehr Infos auf S. 44/45). 26.07., 19:00, Liebigstraße/Ecke Rigaer Straße

Peep Shopping Night Zum bereits zehnten Mal lädt das luxuriöse Kaufhaus Galeries Lafayette am Vorabend des CSDs zum Shopping-Erlebnis mit Drag-DJs wie Jurassica Parka, Nina Queer u. a. 26.07., 20:00, Galeries Lafayette

16:00 werden die ersten Demowagen am Endpunkt Brandenburger Tor erwartet, wo dann die große Abschlusskundgebung plus Party steigt. Infos zum Bühnenprogramm auf S. 41. 27.07., 12:00, Kurfürstendamm/ Ecke Joachimsthaler Str.

Back to Basics loves Metropol Direkt im Tiergarten – also in Laufweite der CSDDemo – steigt hier eine queere Open-Air-Party, die dem Hi-NRG-Sound der 80er und dem Geist des Berliner Metropol-Clubs huldigt. Mit dabei sind DJ-Heroes jener Zeit wie Mark Reeder u. a. 27.07., 17:30, Steinhaus am Venusbassin

CSD Reclaim

CSD Partys

Die Reihen „Room 4 Resistance“, „Lecken“ und „mina“ legen bei ihren Partys stets wert auf einen queer-feministischen und politischen Schwerpunkt. So auch bei ihrem 24-Stunden-Feier-Special in der Nacht zum CSD. DJs: Deena Abdelwahed, Killa u. a.

Alle Infos zu den großen Pride-Partys im Programmteil auf S. 106/107!

Bushwig Berlin

26.07., 23:00, Polygon

Zum zweiten Mal steigt in Berlin ein Ableger des New Yorker Dragfestivals „Bushwig“ mit über 50 Performern und DJs. Siehe S. 20.

CSD Berlin 2019

28.07., 13:00, Festsaal Kreuzberg

„Stonewall 50 – Every riot starts with your voice“ lautet das Motto der diesjährigen CSD-Demo, die um 12:00 am Ku’damm Ecke Joachimsthaler Straße startet (Route siehe S. 45). In diesem Jahr wird die Route erstmalig nicht über den Wittenbergplatz verlaufen. Grund dafür sind Bauarbeiten. Gegen

Ausstellungen 50 Jahre Stonewall Etliche Ausstellungen widmen sich in diesem Jahr dem Stonewall-Thema. Infos dazu auf S. 73 und bei den Tagestipps auf S. 96.


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D.I.T. – Do It Together Time to get crafty! Join the Rat der Ranzigen in creating protest signs and banners for the Dyke* March or CSD Berlin.

UNSERE BRILLENDESIGNER VERSTEHEN

SICH

Jul. 23, 17:00, SchwuZ

Berlin Canal Pride This year, the Pride parade on the river Spree boasts 18 ships, manned by community instituions like LGBTI nightclub SchwuZ, women’s center Begine, plus the new addition of the “Bi Boat“. The closing party, also the revival of the Propaganda party, happens at Osthafen, starting already at 18:00 with DJs such as Fixie Fate and FKA. Jul. 25., 17:30, various piers

Dyke* March

AUF FORMEN & FARBE

UND NICHT AUF SCHUHE & HANDTASCHEN !

The demo for lesbian visibility warms up at 18:00 in front of the Liebigstraße 34 anarcha-queer-feminist housing collective and starts from there at 19:00. Check p. 45 for the route. FOTO: BRIGITTE DUMMER

Jul. 26, 19:00, Liebigstraße/Ecke Rigaer Straße

Peep Shopping Night On the eve of Pride, the luxurious Galeries Lafayette department store is open late, with drag queens spinning tunes. Jul. 26, 20:00, Galeries Lafayette

Pride Season With the 50th anniversary of the Stonewall Riots in mind, Christopher Street Day celebrations will be extra big this year. Leading up to the Pride parade on Saturday, July 27, there are plenty of events and activities

Hoisting of the Flag For the 24th time, the rainbow flag will be raised outside the city hall of Schöneberg, with figures such as district mayor Angelika Schöttler present.

CSD Reclaim

Every year, the weekend before Berlin Pride brings a street fair in the gay district of Schöneberg, with countless stands from organizations and businesses from the community, stages and tens of thousands of visitors. Jul. 20+21, 11:00, Nollendorfplatz

ANDY WOLF IC! - BERLIN

Jacques Durand

Three queer-feminist club nights (Room 4 Resistance, Lecken and mina) are teaming up for a 24-hour party with DJs Deena Abdelwahed, Killa and more. Jul. 26, 23:00, Polygon

CSD Berlin 2019 The motto for Christopher Street Day this year is “Stonewall 50 – Every riot starts with your voice“. Check p. 45 for the route. The front of the parade is expected to reach the Brandenburg Gate at around 16:00, where the closing rally and party will commence. Jul. 27, 12:00, Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße

Jul. 18, 13:00, Rathaus Schöneberg

Gay & Lesbian City Festival

WE PROUDLY PRESENT:

Back to Basics loves Metropol Directly in Tiergarten park, within walking distance from the Pride parade, will be an open-air party inspired by the sound of Berlin’s Metropol club of the 80s, with DJs such as Mark Reeder.

MIAMAI INFINIT Y

l.a. Eyeworks

...

Einfach schöne Brillen

Jul. 27, 17:30, Steinhaus am Venusbassin

Pride Parties Check p. 106 for our tips, plus p. 107 for the full listing.

GMF The location of this weekly gay party is easily accessible from the City Festival, ending this evening, via the U1 line, making it the perfect after-party option. With DJs Annie O., Divinty et al. Jul. 21, 22:00, Ritter Butzke

Bushwig Berlin The New York drag festival holds its second Berlin edition, gathering over 50 local and international performers and DJs. Jul. 28, 13:00, Festsaal Kreuzberg

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FOTO: UNIVERSAL

Foto: Madonna alias „Madame X“

Die Akte X Madonna hatte es in den letzten Jahren nicht leicht: Zunehmende Häme über ihr Alter und drei wenig innovative Alben sorgten für Risse im makellosen Bild der Pop-Ikone. Nun bringt sie ihre Hater zum Schweigen Madonna: Madame X (Boy Toy/Live Nation/ Interscope Rec.), jetzt erhältlich

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adonna ist schon lange nicht mehr konsensfähig. Heute verdankt sich die Aufmerksamkeit, die sie bekommt, hauptsächlich der Lust, sie runterzumachen. Alte, du bist 60! Klappe halten, abtreten! Die Schadenfreude über den vermasselten ESC-Auftritt (ich saß in der Halle in Tel Aviv, es war wirklich schlimm) war dann auch so groß, dass die meisten nicht mitgekriegt haben, dass Madonna mit „Madame X“ nach 15 Jahren endlich wieder ein Meisterwerk hingelegt hat. Für schwule Fans gilt sowieso: Egal, was Madonna macht, Hauptsache, sie ist noch da! Mit ihr ist es wie mit einer guten Freundin: Nur weil sie sich mal danebenbenimmt, lässt man sie doch nicht gleich im Stich. Wir wollen mit Madonna alt werden. Madonna weiß das und bedankt sich bei uns: Silvester trat sie im Stonewall Inn in New York

auf. Und diesen Monat wird sie dort bei der Gay Pride Parade dabei sein. Diese Liebesgeschichte ist noch nicht zu Ende. Aber mit den mittelmäßigen letzten drei Alben gab es eine ziemliche Durststrecke. Auch unsere Zuneigung hält nicht ewig. Ab und zu braucht es eine Erinnerung daran, wie großartig sie sein kann. Sprechen wir also über die Songs auf „Madame X“. „Medellín“: nicht der Blockbuster, der es wohl werden sollte. Aber elegant und verführerisch. Malumas Pornostimme hilft. „Dark Ballet“: Bevor der Pianosong zu getragen wird, verwandelt er sich in eine DisneyVersion von Tschaikowskys „Nussknacker“. Eine irre Pop-Operette. „God Control“: Madonnas politisches Statement zum TrumpAmerika, das als Daft-Punk-Disco-Nummer endet. „Future“: Funktioniert als AlbumTrack viel besser. Spätestens jetzt wird klar, die Platte explodiert nicht nur musikalisch in alle Richtungen, die Songs hängen auch zusammen. Weltmusik ist Madonnas Instrument, um sich der desolaten Weltlage zu widmen. „Batuka“: Die Experimente gehen weiter, afrikanische Chöre und Rhythmen. Trotzdem klingt es wie ein Madonna-Song. „Killers Who Are Partying“: haarsträubend naiver Text. Aber gut gemeint und so hübsch – inspiriert vom portugiesischen Fado –, dass man es ihr nicht übel nehmen kann. „Crave“: der radiofreundlichste Song des Albums. Wird in den USA auch schon fleißig gespielt. „Crazy“: Falls jemand daran gezweifelt haben sollte, Madonna hat auch noch simple Popnummern drauf. „Come Alive“: ziemlich catchy. Fast noch besser als „Crave“ und „Crazy“. „Extreme Occident“: Wie aus einem katholischen Mädchen aus Michigan der größte Popstar der Welt wurde. Wir brauchen keinen Film über Madonna, sie selber kann ihre Geschichte am besten erzählen. „Faz Gostoso“: Update von „Me Against the Music“. Das Teamwork mit dem brasilianischen Superstar Anitta klappt aber viel besser als damals

Worin genau Madonnas Begabung besteht, war nie so einfach zu sagen – sie funktioniert auf so unterschiedliche und mysteriöse Weise


MUSIK 49 mit Britney. „Bitch I’m Loca“: für diese Sexkomödie meldet sich Madonnas Gigolo Maluma noch einmal zurück. „Where do you want me to put this”, fragt er, sie muss nicht lange überlegen: „You can put it inside.” Und er kichert wie ein 16-Jähriger. „I Don’t Search I Find“: Ganz nebenbei legt Madonna mal eben den besten Dance-Song seit „Confessions On A Dancefloor“ hin. „Looking For Mercy“: In der Öffentlichkeit mag sie noch so bitchy sein, in ihren Liedern zeigt sich Madonna verletzbar. Man muss sie lieben. „I Rise“: noch ein politisches Statement zum Schluss. Ihre Stonewall-Hymne. Madonna hat uns was zu sagen, und wie sie es macht, ist wunderschön. Worin genau Madonnas Begabung besteht, war nie so einfach zu sagen – sie funktioniert auf so unterschiedliche und deswegen mysteriöse Weise. Meistens ist das gegen sie ausgelegt worden: nicht hübsch genug, schlechter Gesang. Ohne visuelle und akustische Spezialeffekte bleibt nicht viel. Und tatsächlich muss man für „Madame X“ sagen: Ohne Auto-Tune geht nichts mehr. Aber ist das schlimm? Bei den Pet Shop Boys ist das auch nicht anders. Wir reden hier über Popmusik, da gehört Künstlichkeit zum Programm! Was ist es dann aber, das sie zum Superstar gemacht hat? Fleiß? Geschäftstüchtigkeit? Dass sie einfach nicht aufgibt? Als Madonna in der ersten Hälfte der 80er auftauchte, war das eine Sensation. Nie zuvor hatte ein Pop-Körper weibliches Begehren so unmittelbar angeboten, auch nicht die Disco-Diven der 70er. Bei Madonna war von Anfang an klar, wenn sie einen Gürtel trägt, auf dem Boytoy steht, ist er das Spielzeug und nicht sie. Weibliche Teenager und Schwule waren begeistert. Heteromänner guckten auch gerne zu. Und MTV brachte die Bilder in jedes Haus. Mit „Like A Prayer“, einem der größten Popsongs aller Zeiten (so oft sie ihn auch noch auf der Bühne verhunzen mag), wurde dann 1989 klar, „Madonna“ ist nicht nur ein Marketingtrick in weiblicher Eigenregie und viel mehr als eine furchtlose Exhibitionistin. Sie ist wirklich eine Künstlerin. Sie benutzt ihre Lebensgeschichte, um bewegende und begeisternde Popmusik zu machen. Das ist immer auch ein Risiko. Nur so hat sie die 1980er überdauert. Madonnas Karriere danach lässt sich erzählen als Ablauf verschiedener Phasen. Jene, in denen es ihr gelang, Risiko und Popmainstream auf fantastische Weise zusammenzubringen („Like A Prayer“, „Ray Of Light“, „Music“, „Confessions On A Dancefloor“); jenen Momenten, wo sie für den Massengeschmack einen Schritt zu weit ging – dafür aber von den Fans geliebt wurde („Erotica“, „American Life“), und schließlich jene Alben, die defensiv waren, Trends hinterherliefen und versuchten, verlorenen Boden wiedergutzumachen („Bedtime Stories“, „Hard Candy“, „MDNA“, „Rebel Heart“). Die Alben der dritten Art hatten sich zuletzt gehäuft. Nach „Confessions“ schien es irgendwie vorbei mit diesem großartigen, mehr als 20 Jahre andauernden Pop-Experiment. Aber „Madame X“ beweist nun, dass Madonnas Geschichte noch nicht zu Ende ist. Anders als die Vorgänger-Alben ist dies kein angestrengter Versuch, noch mal einen Hit zu landen. Das Album ist intuitiv, exzessiv, albern und verrückt. „Madame X“ zeigt uns Madonna als Künstlerin und Kuratorin in einer Person. Es erinnert uns daran, dass es bei ihr schon lange um viel mehr geht als die Formel Pop=Sex (auch wenn sie selber das zwischendurch zu vergessen scheint). Nicht jedes Experiment auf „Madame X“ glückt, aber es kommt genau jene Energie zurück, die die so unterschiedlichen Momente von Madonnas Begabung zusammenbringt. Daraus wird dann faszinierender Pop. Ob es ihre Wut über die Befehle, mit 60 nun endlich abzutreten, war oder die Wut über Trumps Triumph, die sie zu dieser Leistung anspornte, die Madonna-Magie ist wieder da. Dass sie damit noch einmal die Massen bewegen kann, ist unwahrscheinlich. Aber wie „Erotica“ und „American Life“ ist „Madame X“ ein Album, mit dem ihr die Liebe ihrer Fans wieder sicher ist. Peter Rehberg

Be

proud,

have taste!

BERLIN Berlin-City, Lietzenburger Str. 44-46, 10789 Berlin, Tel.: (030) 21 28 50


50 MUSIK

FOTO: MEENO

Foto: Vom Drag-Punk zum androgynen Dandy – Perry Farrell

Subversive Utopie 1988 betrat Jane’s-Addiction-Frontmann Perry Farrell die Indierockbühne: ein moderner, androgyner Jim Morrison mit Heißhunger auf Sex und Drogen. Nun meldet er sich mit einem spektakulären Soloprojekt zurück Perry Farrell: Kind Heaven (PerryEttyVS/BMG), jetzt erhältlich

F

reitagnachmittag in Santa Monica: Perry Farrell lädt in sein stylisches Eigenheim, das er mit zwei Teenagern, Ehefrau Etty, zwei frisch gebadeten Collies, jeder Menge Pop-Art, monströsen Kristallen und teuren Designermöbeln teilt. Bei Weißwein on the Rocks stellt er sein neues Projekt „Kind Heaven“ vor – das erste nach langer Schaffenspause. „Ich brauche Inspiration. Wenn ich keine spüre, kann ich auch nicht kreativ sein.“ Der Wendepunkt, so der spindeldürre Mann in Jeans und T-Shirt, sei ein Traum gewesen: „Ich sah eine goldene Stadt in einer postapokalyptischen Welt. Ein Ort des Glücksspiels, der käuflichen Liebe, des organisierten Verbrechens, aber auch der Kunst und Musik – gefährlich und unglaublich spannend. Ein bisschen wie Kansas City 1938 meets Downtown Los Angeles, Mitte der 80er.“ Dieses Szenario aus Dekadenz und Entertainment ist der Schlüssel zu „Kind Heaven“, einer Multimediashow, die Livemusik mit interaktivem Glücksspiel, Tanz und Fine Dining kombiniert. Die Show wartet mit Rockbands, Orchestern, Tänzer*innen, Weltklassechefs und Holo-

grammen auf und soll ab 2020 im Caesars Palace in Las Vegas laufen. „Es ist das Ehrgeizigste, was ich je gemacht habe – ich habe da viel Energie, Geld und Zeit investiert“, so Farrell. „Es wird ein Fest für die Sinne, aber mit einem subversiven Spirit. Einfach weil es nicht ausblendet, was heutzutage falsch läuft und dass wir von gierigen, alten Männern regiert werden. Nur: Die sind in zehn Jahren unter der Erde. Dann können wir anfangen eine bessere Welt zu entwickeln. ,Kind Heaven’ zeigt, wie toll unsere Zukunft werden könnte, wenn wir daran arbeiten.“ Ein Anspruch, der naiv anmutet, aber an den Farrell glaubt. Schließlich hat er gleich den Soundtrack dazu aufgenommen – in Form seines zweiten Soloalbums, das denselben Titel trägt wie sein Vegas-Spektakel. Das von Producer-Legende Tony Visconti (Bowie, T. Rex) betreute Album pendelt zwischen Garagenrock, Electronica, Cabaret, Rave, Psychedelica und Orchester-Pathos. Alles gewürzt mit Texten, die korrupte Politiker abstrafen, die hippieeske Idee von Weltfrieden durch Liebe propagieren oder die intensive Beziehung zu Farrells Ehefrau Etty thematisieren. Die 44-Jährige ist seine Muse. Bei „Kind Heaven“ fungiert sie als Backgroundsängerin und Vorlage fürs Coverartwork – eine Bondage/Latex-Ausgabe der Göttin Tara: „Sie ist die weibliche Inkarnation von Buddha – und die erste Frau, die mich zu einem monogamen Mann gemacht hat. Ich meine, ich liebe Sex. Das ist ein göttlicher Akt, egal ob zwischen Hetero- oder Homopaaren, ob zu zweit, zu dritt oder in einer Gruppe. In meinen wilden Jahren habe ich alles ausprobiert. Das Schlafzimmer war mein Experimentierlabor.“ In den 80ern feierte Farrell wüste Exzesse und Orgien. „Man hat sich ausgetobt. Kreativ wie sexuell.“ Farrell sprengte, das wird auf alten Fotos deutlich, auch optisch Geschlechtergrenzen: eine Mischung aus Rockgott, Junkie und Transvestit, der männliche wie weibliche Fans faszinierte und mit seinem androgynen Look für Queers zur Identifikationsfigur wurde, indem er die auch im Indierock gängigen Geschlechterklischees kompromisslos auf den Kopf stellte. Die LGBTI-Community genoss dabei stets seine Solidarität. Anfang September gibt er den Zeremonienmeister beim Berliner Lollapalooza – im Herbst plant er eine einwöchige „Kind Heaven“-Residency in der Hauptstadt. Marcel Anders


FOTO: TILL STOWASSER

MUSIK 51

In aller Deutlichkeit Friedrich Sunlight: Sag es erst morgen (Tapete/Indigo), jetzt erhältlich

Sunshine Pop made in Bavaria: die Augsburger Band Friedrich Sunlight verschmilzt den Sound des Summer of Love mit deutschen Texten und hat im Kalifornier Kenji Kitahama einen exzellenten Sänger

Kenji stammt aus San Francisco, wo er ab Ende der 1990er mit diversen Bands die Jugendmusik seiner Softrock-liebenden Eltern aufleben ließ. Auf einem der Campus-Konzerte verliebte er sich in einen Münchner Ökonomie-Doktoranden und zog in dessen Heimat. Dort erfuhr Kenji, dass im nahe gelegenen Augsburg stadtbekannte AcidJazzer einen Sänger suchten. Schon das erste Treffen zeigte, dass beide Seiten nicht nur für Harmony-Pop à la Association, sondern auch für Uschi Brünings Soul-Platten mit dem Günther-Fischer-Quintett schwärmten. Ein guter Ausgangspunkt, denn bei aller Werktreue in puncto Sunshine Pop sollte bei Friedrich Sunlight ausschließlich deutsch gesungen werden. Kenji nahm die Herausforderung an und interpretiert seither die von Bassist Thomas Riederer und Pianist Bernd Maier verfassten Songtexte mit seiner weichen Phrasierung, die sich perfekt in den instrumentalen Wohlklang einfügt. Bei der Berliner LivePremiere vor drei Jahren als Support von John Howard & The Night Mail konnte das Quintett mit seinen flott dargebotenen Absagen an übliche Urlaubsziele („Nicht ans Meer“) oder karrierebedingte Entwurzelung („Gütersloh“) sogleich punkten. Nicht zuletzt dank der entwaffnenden Ansagen von Kenji, der zwischendurch einflocht, dass er „übrigens deutsch singe“. In der Tat nahm er sich damals in den Betonungen und Vokallängen Freiheiten, die auch auf dem 2016 erschienenen Debüt das Verständnis der mit Assoziationssprüngen gespickten Texte erschwerten. Fürs Zweitwerk „Sag es erst morgen“ wurde jedoch an der Diktion gefeilt, sodass der Titelsong mit seinem Plädoyer für eine verzögerte Trennungserklärung ohne Abstriche zu euphorisieren vermag. Die gewonnene Deutlichkeit zeigt im Verlauf des Albums aber auch, dass die Lyrics nicht immer das Niveau der Arrangements erreichen. Wie in der Bossa-Nova-Ballade „Mit Dir“ Leadgesang und Chor aufeinander reagieren und von Gitarre, Klavier, Zupfbass und Perkussion zart umspielt werden, reicht an die Meisterschaft der Jankowski Singers heran. Doch auf Textebene hätte es dem antizipierten Rendezvous gutgetan, wenn ein paar Fallstricke ausgelegt worden wären, statt auch noch das verklemmte Vokabular jener Spätsechziger-Unterhaltungsmusik aufzugreifen. Gut auf den Punkt gebracht sind dafür die Spitzen gegen Kunstschnäppchenjäger (im supergroovy „Supermarkt“) und verwöhnte Weltverbesserer in „Chic und radikal“, das die Orgel-befeuerte Dramatik früher Zombies-Hits aufgreift und wo endlich auch mal von einem „Liebsten“ die Rede ist. Markus von Schwerin

So klingt Berlin.


52 MUSIK

FOTO: NORMAN ULLUA

Aktuelles Album: Sátira (Chocolate Remix), in Europa seit Mai 2019 erhältlich

Kämpferisch Chocolate Remix aus Buenos Aires fordert mit ihrem lesbischen Reggaeton den Machismo des Genres heraus Chocolate Remix live (gemeinsam mit Angélique Kidjo) beim Festival „Wassermusik: Black Atlantic Revisited“, 21.07., 19:00, Haus der Kulturen der Welt hkw.de/wassermusik

Ihre Musik ist funky und extrem tanzbar, ihre Texte und Attitüde cool, witzig und politisch. Chocolate Remix aus Buenos Aires, ihres Zeichens Sängerin, Produzentin und Komponistin, macht lesbischen und feministischen Reggaeton und ist damit Vorreiterin auf einem in der Regel männlich und machistisch geprägten Gebiet. Allein die Benennung „Lesbischer Reggaeton“ gleicht einem Oxymoron, betrachtet man die patriarchalen, sexistischen und alles andere als diversen Strukturen des Genres. Die junge Argentinierin Romina Bernardo beweist, dass Pop und Politik gut zusammenpassen und kämpft mit Humor den Kampf für Sichtbarkeit und eine freie lesbische Identität. 2013 veröffentlichte sie ihr erstes Lied bei Facebook, im Jahr 2017 erschien ihr erstes Album „Sátira“.

„Ich habe damals beschlossen, Reggaeton zu machen, weil ich die Musik mag und weil ich finde, dass sie das perfekte Werkzeug ist, um meine Botschaft zu verbreiten. Ich wollte über Sex reden, – ein weit verbreitetes Thema in diesem Genre –, aber aus einer queer-feministischen Perspektive heraus. Im Reggaeton sind viele Songs und Videos extrem sexistisch und misogyn, manchmal auch homophob, also wollte ich darauf mit meiner Musik und Performance eine Antwort liefern.“ In Argentinien wurde Reggaeton im Jahr 2004 mit dem Song „Gasolina“ von Daddy Yankee populär. „Ich habe damals viel Daddy Yankee, Don Omar und andere gehört. Einen Teil dieses Sounds kannte ich schon aus meiner Kindheit durch Sänger*innen, die HipHop und Reggae mit lateinamerikanischen Klängen kombinierten. Das waren zum Beispiel El General oder Proyecto Uno – damals nannte man das aber noch nicht Reggaeton.“ Chocolate Remix beschreibt ihre eigene Musik so: „Ich behalte den Dembow-Beat, der diesen Musikstil definiert, und kombiniere ihn mit Oldschool-Klängen, Cumbia, Reggae oder Electro. Die Lyrics benutze ich dazu, um Machismus und die Stereotype des cis-männlichen Reggaeton zu parodieren. Außerdem möchte ich das Tabu von weiblicher Lust und lesbischem Sex brechen. Die Leute sollen tanzen und Spaß haben, zusätzlich möchte ich eine Alternative zu den verbreiteten Standardtexten liefern.“ Am 21. Juli spielt sie live im Rahmen des „Wassermusik“-Festivals. Mareike Lütge


MUSIK 53 Foto: Cold City (Solaris Empire/Broken Silence), ab dem 15.02. erhältlich

DANIEL BARENBOIM

WEST- EASTERN

DIVAN ORCHESTRA Violine

FOTO: NIOCLA? S SEELIGER

MICHAEL BARENBOIM Werke von

BEETHOVEN

Liebesbrief Seit 20 Jahren singt die Berliner Band Früchte des Zorns vom Wunsch nach einer besseren Welt, in der alle ohne Angst ihr schönstes Kleid tragen können Die Musik von Früchte des Zorns zum Download unter: fruechtedeszorns.net/ musik.php

Wer jemals Sehnsucht verspürte, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, sollte diese Band kennen. Seit 20 Jahren gibt es die Früchte des Zorns, ein linksradikales Bandkollektiv, in Berlin ansässig. Sie singen von ihrer Sehnsucht nach einer solidarischen, herrschaftsfreien Gesellschaft, von dem Wunsch nach Veränderung, von Trauer und Wut – nicht gerade Partyknaller oder Aufputschsongs für Demos. Dafür Lieder zum Mitdenken und Mitfühlen, für mich ganz vorne: „Mein schönstes Kleid“, in dem Sänger Mogli über den Tag sinniert, an dem er sich sein schönstes Kleid anziehen und mit erhobenem Haupt durch die Straßen gehen wird, ohne Angst, dafür angemacht zu werden. Ein Song, der unter die Haut geht, den meine Band Strawberry Kaeyk immer wieder covert, mit freundlicher Genehmigung der Früchte des Zorns. Überhaupt stehen alle ihre Songs mit Texten und Akkorden zum Download auf der Band-Website – sie verweigern sich kapitalistischen Verwertungslogiken, Gewinne aus CD-Verkäufen gehen an linke Projekte. Nun werden die Früchte des Zorns 20 Jahre alt – und feiern das mit zwei Alben: „Poesie Album“ versammelt 16 Songs, die von befreundeten Musiker*innen gecovert oder neu interpretiert wurden. Das Album „Kaleidoskop“ ist ein Best-of der vier Alben der Früchte des Zorns, da die alten teilweise vergriffen sind. Hört rein, ladet die Musik runter, oder besser noch: Besucht eines der Konzerte. Vorsicht, Gänsehaut! Strawberry F. Williams

SA, 17. AUGUST 2019 WALDBÜHNE BERLIN Information & Tickets www.boulezsaal.de | +49 30 4799 7477 ¤ 20 | 30 | 40 | 50 | 60 Präsentierende Partner


54 MUSIK Carlie Hanson „Junk“ Curly Handsome/Warner

Maren Kroymann & Band In My Sixties 09. – 14. Juli Tickets 030. 883 15 82 // www.bar-jeder-vernunft.de

Bleedingblackwood „Record Full Of Last Songs – Versions & Visions“ bleedingblackwood.bandcamp.com

Georgette Dee Dee-Nachtgesänge – From dusk till dawn 23. – 28. Juli Tickets 030. 883 15 82 // www.bar-jeder-vernunft.de

2016 erschien mit „Records Full Of Last Songs“ das erstaunliche Debütalbum des queeren Neuköllner Artpop-Künstlers Bleedingblackwood. Spukiger Kammerpop mit vereinzelten Balkan-Einflüssen und einem guten Schuss Scott Walker. Nun wurde vor Kurzem quasi der Nachtrag zum Original veröffentlicht: eine Platte mit Remixen, Neuinterpretationen und Coverversionen. Was häufig ein dröger Aufguss für Hardcorefans ist, gerät bei Bleedingblackwood zu einem kleinen Spektakel, denn die häufig elektronischen Neuversionen ringen den Originalen eine komplett neue Dimension ab. Aus experimentellen Sound- und Vokalcollagen wurden so eingängige, dunkle Popstücke. Absolutes Highlight ist dabei der schwebend-sakrale aMinus-Remix des AlbumTracks „Oslo“.

„ Ein Muss!

„This the kind of love they say is wrong, This what I been waiting for so long“, singt Carlie Hanson im Refrain ihrer Single „Back In My Arms“ zu zeitgemäß produziertem, wehmütig-schmachtendem Powerpop. Mit ihren Lyrics und Interviews reiht sich die 19-Jährige aus Wisconsin ein in eine neue Generation offener und unverkrampfter LGBTI-Teenpopstars wie Troye Sivan, G Flip oder King Princess. Mit Ersterem tourte sie bereits. Auf ihrer DebütEP, die nun auf diverse virale Hitsingles wie „Only One“ folgt, präsentiert Carlie lesbische Lovesongs und Teenage-Angst-Hymnen mit jeder Menge Auto-Tune und melancholischem Schmalz, ohne dabei auch nur einen Moment lang angepasst zu wirken.

Stereo Total

— Stern

„ Atemberaubend.

„Ah! Quel Cinéma!“ Tapete/Indigo

— Der Tagesspiegel

Die Kerzen „True Love“ Staatsakt/Caroline/Universal DAS

TIPI AM KANZLERAMT PRÄSENTIERT:

DAS BERLIN-MUSICAL

Präsentiert von

12.07. – 15.09. www.tipi-am-kanzleramt.de

Nach der Debüt-EP im Frühjahr zeigt das Pop-Quartett aus Meck-Pomm nun auch auf LP-Länge, wie gut 80erJahre-Blue-Eyed-Soul mit deutschen Texten harmoniert, wenn multisensuelles Glück konsonantenarm beschrieben wird. Musikalisch knüpfen Die Kerzen an die Zeit an, als China Crisis ihre halb gehauchte Ode an „Christian“ in softe Synthie-Sounds betteten oder The Style Council zu hallenden Handclaps heiße Sommer beschworen. „Zu spät“ und „Karamba“ würden sich in eine Playlist mit Tony-Mansfield-Produktionen nahtlos einfügen, doch Reime wie „Sie streichelt einen Hund / Sie küsst ihn auf den Mund“ verpassen den lasziv besungenen Tagträumen einen Schuss Ulrich-Seidl-Realismus. Live: 22.8., Frannz.

Solange noch Alben von Stereo Total erscheinen, geht Berlin nicht völlig den Bach runter. Wie keine andere Band steht das 1993 gegründete Kreuzberger Lo-Fi-PopDuo für die Freiräume und die Anarchie der Hauptstadt in den 90ern und frühen 00er-Jahren. Dieser Geist weht unverändert durch jede Platte, denn die klingen eigentlich immer gleich: unverbraucht frisch und charmant dilettantisch. Album Nummer zwölf kommt mit düsteren Themen daher: Depressionen, Weltekel, Todessehnsucht. Die Kunst von Wortspielerin Françoise Cactus und ihrem musikalischen Kompagnon Brezel Göring besteht allerdings darin, auch diese Themen zu schrullig liebenswerten Songs zu verarbeiten. Texte: jano, mvs


FOTO: MARCUS WITTE

Betty BücKse ist Trümmertransvestit und Lip-Sync-Wunder. Viermal im Jahr veranstaltet sie mit ihren Schwestern die Show „LudVixxen“ in der Bar Ludwig. Für das Drehmoment schreibt sie über „Joyride“, das 1991er-Album des schwedischen Popduos Roxette

Drehmoment mit Betty BücKse Kurz nach der Wende war ich eine der größten Roxette-Fan*innen, die man sich nur vorstellen kann. Wir hatten ja sonst nix im Osten. Das schwedische Popduo – bestehend aus Per Gessle und Marie Fredriksson – war damals wohl eines der erfolgreichsten Musikprojekte der Welt. Hits wie „The Look“ oder „Listen To Your Heart“ toppten weltweit die Charts, die Ballade „It Must Have Been Love“ wurde 1990 spätestens durch ihren Einsatz im Film „Pretty Woman“ unsterblich. Meine Begeisterung kannte keine Grenzen: Ich wollte unbedingt die Frisur von Marie haben und verwechselte sie ständig mit Annie Lennox. Sehnsüchtig erwartete ich 1991, ich war zarte 14, die Veröffentlichung des dritten Roxette-Albums „Joyride“. Am Tag vor einer Klassenfahrt nach Füssen (Bayern) hielt ich sie endlich in den Händen – musste aber gleich wieder auf sie verzichten, denn für einen Disc-Man (ja, es gab mal portable CD-Player) fehlte mir damals das Kapital. Zum Glück dudelte der Titelsong „Joyride“ zu dieser Zeit überall im Radio rauf und runter – so auch in Füssen (man mag es eigentlich kaum glauben). Nach einer Woche Darben und Schmachten war ich endlich wieder zu Hause und stürzte mich wie eine Verrückte auf das Album: Jeder Song hat für mich eine persönliche Bedeutung. „Fading Like A Flower“ – welch großartige Hymne über die Vergänglichkeit von Gefühlen. Oder „The Big L.“, eine Ode an die unerschütterliche Kraft der Liebe. Und dann natürlich „Spending My Time“, meine damalige Antwort auf die Vergänglichkeit der Zeit. „Knockin’ On Every Door” fungierte in meinem naiven Gemüt immer irgendwie als Gegenstück zu „Knockin’ On Heaven’s Door” von Guns N’ Roses (Axl, du geile Sau!), das kurze Zeit nach dem Roxette-Album erschien. „Joyride“ ist auch heute noch unfassbar schön, alle Songs sind Welthits, die sich, ob man wollte oder nicht, in jedes Hirn eingebrannt haben. Sicher leiden einige Menschen darunter, ich jedenfalls genieße es. Wegen dieses Albums wollte ich nach Schweden auswandern und Königin, ähm, ich meine Schwedin mit der Frisur von Marie werden. Fast hätte ich es geschafft, aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch ein andermal erzähle. Und bevor dieser Text gegen Ende noch zu spannend wird, schließe ich mit dem Spruch, der auf dem Rücken des CD-Covers zu lesen ist und ganz wunderbar an diese Stelle hier passt: „Don’t bore us – get to the chorus“. Dem ist nichts hinzuzufügen.


56 FILM

FOTO: STUDIOCANAL

Foto: Pedro Almodóvar (mit Sonnenbrille) und Stars von „Leid und Herrlichkeit“

Die Macht der Erinnerung Mit „Leid und Herrlichkeit“ („Dolor y Gloria“) legt Pedro Almodóvar ein autobiografisch inspiriertes Werk vor, das mit zwei Stars aus seinen früheren Filmen besetzt ist: Penélope Cruz und Antonio Banderas Leid und Herrlichkeit, ES 2019, Regie: Pedro Almodóvar, mit Penélope Cruz und Antonio Banderas, ab 25.07. im Kino SIEGESSÄULE präsentiert Preview bei MonGay, 22.07., 22:00, Kino International

D

er Regisseur Salvador Mallo (Antonio Banderas) ist am Ende. Nicht nur schleppt er einen Sack voller Erinnerungen mit sich herum und gibt sich der Lethargie hin. Zum verblassenden Ruhm gesellen sich außerdem einige körperliche Malaisen, die ihn zum Schmerzmitteljunkie machen. Bedingt durch die Wiederaufführung seines Erfolgsfilms „Sabor“ sieht er seinen damaligen Hauptdarsteller Alberto (Asier Etxeandia) wieder, mit dem nach vielen Schweigejahren eine Annäherung stattfindet. Heroin kommt ins Spiel und lindert manchen Schmerz. Antonio Banderas als schwuler Regisseur Salvador Mallo ist das Alter Ego von Almodóvar, das in Reminiszenzen schwelgt und leidet, aber letzten Endes durch leibhaftige Begegnungen mit dem Gestern zu neuer Energie findet. Erinnerung kann zwar schmerzhaft sein, aber auch Weichen neu stellen. Vom Abstellgleis zurück auf volle Fahrt. Das Treffen mit dem einstigen Liebhaber Federico (Leonardo Sbaraglia, ein bemerkenswerter Almodóvar-Novize) ist rührend, aber auch bittersüß – nach mehr als 30 Jahren –, und bringt noch nicht den entscheidenden Dreh. Ein leidenschaftlicher Kuss beendet die Zusammenkunft. Ein weiteres Schlüsselerlebnis, das tatsächlich Energien freisetzt: Salvador gelangt mit vielen Jahren Verspätung in den Besitz eines Bildes von jenem jungen Mann, Eduardo (César Vicente), dem er einst Lesen und Schreiben beibrachte. Als Salvador das Bild sieht, erinnert er sich an jenen Tag, als er Eduardo nackt sah und buchstäblich umgehauen wurde. Ein Initialerlebnis damals und ein Impuls für die Gegenwart. Endlich entstehen ein neuer Text, „El primero deseo“ (Das erste Begehren), und ein neuer Film. Es lebe die Kraft der Erinnerung!

Erinnerungen und ihr Effekt auf Menschen und deren Leben sind ein favorisiertes Thema bei Almodóvar. Ebenso wie die Wiederbegegnung von Menschen, quasi die fleischgewordene Erinnerung, die Verstörung, Vergebung oder auch Verzücken bewirken kann. Beispiele dafür finden sich in „Alles über meine Mutter“ (1999), „La Mala Educación“ (2004) oder „Volver“ (2006). In Letzterem spielt Penélope Cruz eine Tochter, bei „Leid und Herrlichkeit“ besetzt Almodóvar sie in der Rolle einer Mutter, der des jungen Salvador, und sie ist in manchen Szenen so bodenständig und zupackend wie Sophia Loren in ihren frühen Rollen. Rückblenden zeigen Mutter und Sohn, die zeitlebens ein inniges Verhältnis haben, bis hin zur Planung des mütterlichen Begräbnisses. „Sie sollen mir nicht die Füße zusammenbinden“, sagt die ältere Mutter (jetzt darge- stellt von Julieta Serrano, einer Almodóvar-Veteranin, z. B. im ersten Spielfilm „Pepi, Luci, Bom und der Rest der Bande“ und später „¡Átame!“). Denn sie wolle das Paradies ungehindert und in Würde betreten. Auch bittere Worte des Sohnes fallen bei einem der letzten Gespräche: „Du warst enttäuscht, weil ich so bin, wie ich bin.“ Mit solchen Szenen hält der Film die Balance zwischen Wehmut und leiser Heiterkeit. Allzu dick aufgetragene Melodramatik oder auch die Exaltiertheit früherer Filme sucht man hier vergebens, es ist ein ruhiger Film. Eigentlich ist das Grellste Salvadors Küche im berühmten Tomatenrot, Almodóvars Lieblingsfarbe. Wie schon „Julieta“ (2016) ist „Leid und Herrlichkeit“ ein verhaltener Film, introspektiv und mit einem großen Anteil an Emotion, die Banderas ganz zurückgenommen spielt und damit fasziniert. Selbst die Hypochondrie seiner Figur bleibt im Rahmen des Aushaltbaren. Die Jury beim Filmfestival von Cannes, wo der Film Premiere feierte, fand Banderas‘ Vorstellung preiswürdig: Bester Hauptdarsteller. Eine weitere Auszeichnung erwartet Banderas beim Münchner Filmfest, wo er am 29.06. den Ehrenpreis CineMerit für sein Lebenswerk bekommen soll. Frank Hermann



58 FILM

FOTO: SALZGEBER

Foto: Vanessa Paradis (re.) und Nicolas Maury (li.) in „Messer im Herz“

Sex & Crime Eine lesbische Produzentin von schwulen Pornos und ein Serienkiller, der die Darsteller niedermetzelt – das klingt nach einem trashigen B-Picture. Doch Yann Gonzalez‘ poetischer Genre-Mix „Messer im Herz“ ist weit mehr als ein billiger Slasher-Streifen Messer im Herz, FR 2018, Regie: Yann Gonzalez, mit Vanessa Paradis, Kate Moran und Nicolas Maury, ab 18.07. im Kino SIEGESSÄULE präsentiert Preview bei MonGay, 01.07., 22:00, Kino International

J

ungs in freier Natur, die sich zärtlich an die Wäsche gehen. Diese Bilder auf flackerndem16-Millimeter-Material ist unterlegt von einer unverkennbaren Musik, die diesen Pornostreifen unmittelbar in den 70er-Jahren verorten. Dagegengeschnitten eine ganz andere Szene: ein schwuler Cruisingclub, auch mit einem Blick zu erkennen. Ein junger, selbstbewusster Mann, der, anstatt sich mit den Verehrern auf der Tanzfläche zu amüsieren, einem geheimnisvollen Mann mit Fetischmaske in den Darkroom folgt. Und während die Pornodarsteller auf ihren Höhepunkt zuarbeiten, wird ein Messer zum Mordwerkzeug. Gleich in den ersten Szenen findet sich alles, was Yann Gonzalez‘ neuen Film kennzeichnet. Da ist einerseits die liebevolle Hommage an ein längst vergangenes Zeitalter der Pornokultur, in dem die Premieren noch in „richtigen“ Kinos stattfanden und die Fans dem nächsten Werk des Lieblingsregisseurs oder -darstellers entgegenfieberten. Und da ist dieser ständige ästhetische Gegensatz: auf der einen Seite beispielsweise der in schwülstigen Farben ausgeleuchtete Nachtclub, kunstvoll kitschig fast wie von Pierre & Gilles in Szene gesetzt, und auf der anderen der blasse Retro-Chic der Pornos. Die immer wieder in die Handlung eingebauten Pornoausschnitte bzw. -dreharbeiten bleiben übrigens wunderlicherweise ziemlich soft, wohingegen die beinahe opernhaft inszenierten Mordszenen ziemlich explizit und eines echten Slasher-Movies würdig sind.

Der 1977 geborene französische Regisseur Gonzalez, der 2013 mit „Begegnungen nach Mitternacht“ bereits einen irrwitzigen, jegliche Erwartungen konterkarierenden Film über eine queere Orgie realisiert hat, irritiert und fordert auch hier seine Zuschauer*innen. Zum einen, weil „Messer im Herz“ mit Anspielungen, Querverweisen und subtilen Codes der queeren Szene alles andere als geizt. So zitiert er gleichermaßen Brian de Palma wie John Carpenter oder italienische Thriller der späten 70er. Zum anderen entwirft Gonzalez mit dieser kleinen, schrägen Pornotruppe, die die Produzentin Anne (Vanessa Paradis) um sich geschart hat, ein fast utopisch wirkendes Lebens- und Arbeitsmodell. Und während der geheimnisvolle Mörder nach und nach die Pornodarsteller mit perfiden Methoden – wie beispielsweise einem Dildo mit Klinge – aus dem Leben befördert, lässt sich Anne zu einer pornografischen Aufbereitung der Mordserie inspirieren. Sich selbst lässt die Liebeskranke, die von ihrer langjährigen Partnerin und Cutterin Loïs (Kate Moran) verlassen wurde, kurzerhand von einem auf die Schnelle blondierten Ensemblemitglied darstellen. Was also ist „Messer im Herz“? Auf keinen Fall ein klassischer Thriller. Dafür fehlt es dann doch an Suspense. Ein Pornospielfilm? Dafür gibt es schlicht zu wenig „richtigen“ Sex. Oder eher eine kluge, überdrehte Parodie? Ein metaphernschweres, surreales und traumbeladenes Rätselspiel? Alles trifft zu. Was uns die blinde Krähe und die brennende Scheune sagen wollen, wird übrigens erst kurz vor Schluss aufgeklärt. Ein lesbisch-schwul-queeres, melancholisches Beziehungsdrama? Definitiv. Und doch noch vieles mehr, das in der Summe vielleicht konfus und unausgewogen wirken mag – oder aber sich zu einem ungewöhnlichen, jegliche Genregrenzen sprengenden Kunstwerk fügt. Auch einige bewusst trashige Szenen sind mit dabei, wie manch hübsche, kleine Pointe nebenher. Die zitierten fiktiven Pornostreifen „Anale Wut“ und „Von Sperma und frischem Wasser“ jedenfalls würde man gern mal in Gänze sehen. Axel Schock


FILM 59 Foto: Kate Mara (li.) und Ellen Page (re.) in „My Days of Mercy“

FOTO: KINOSTAR

My Days of Mercy, USA 2017, Regie: Tali Shalom-Ezer, mit Ellen Page und Kate Mara, ab 11.07. im Kino

Über Grenzen hinweg Das Drama „My Days of Mercy“ verhandelt das Thema Todesstrafe und erzählt gleichzeitig von einer lesbischen Beziehung Bei einer Demonstration vor den Toren eines Hochsicherheitsgefängnisses trifft Lucy (Ellen Page) auf Mercy (Kate Mara), während in dessen Innerem eine Person mit geistiger Behinderung, die einen Polizisten erschossen hat, auf ihre Hinrichtung wartet. Mercy und ihre erzkonservative Familie befürworten die Todesstrafe, weil der Verurteilte den Kollegen ihres Vaters getötet hat. Lucy wiederum kämpft dagegen, weil ihr eigener Vater Simon (Elias Koteas) als mutmaßlicher Mörder in solch einem Gefängnis im Todestrakt sitzt. Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Martha (Amy Seimetz) und ihrem kleinen Bruder Benjamin (Charlie Shotwell) reist Lucy von Hinrichtungsstätte zu Hinrichtungsstätte, um zu demonstrieren. Die letzte Hoffnung, ihren Vater doch noch retten zu können, auch wenn dieser ihre Mutter erstochen haben soll ... In diesem Spannungsfeld der oppositionellen politischen Lager nimmt eine Liebesgeschichte ihren Lauf, die Regisseurin ShalomEzer über flirrende Blickkontakte inszeniert. Hier, in den weiten Landschaften des Mittleren Westens der USA, entspinnt sich eine moderne Version von Romeo und Julia. Immer wieder treffen Lucy und Mercy im staubigen Niemandsland vor gleich ausse-

henden Gefängniszäunen aufeinander. Beide sind eng mit ihren jeweiligen politischen Lagern verwachsen, in denen sie Trost, Gemeinschaft und Bestätigung finden. Aber die Unterschiede zwischen ihnen zeigen sich nicht nur auf den vielen Demonstrationen. Die lebenslustige Mercy kommt aus einer reichen Familie und hat ein eher entspanntes Leben, während Lucys Alltag von Geldsorgen und familiären Problemen geprägt ist. Das bisschen Geld, das Lucys Familie noch hat, wird für die ständigen Reisen ausgegeben. Während der Prozess läuft, schläft Lucys Schwester Martha mit dem Anwalt, damit er den Vater verteidigt. Die bevorstehende Hinrichtung rückt immer näher. Bilder von Henkersmahlzeiten verschiedener Verurteilter unterteilen den Film wie in Kapitel. Trotz der harten Thematik schafft es Shalom-Ezer mit ihrem ersten Film seit dem gelungenen „Princess“ (2014), nicht in das Pathos eines moralisierenden Lehrstücks zu verfallen. Dafür sorgt neben der ruhigen und nüchternen Inszenierung vor allem das Schauspiel von Page und Mara, welche gemeinsam eine glaubwürdige Intimität entwickeln. Ob Simon tatsächlich unschuldig ist und all die Bemühungen seiner verzweifelten Familie verdient, bleibt zunächst unklar. Doch Lucy liebt ihren homophoben Vater über alle Grenzen hinweg und fragt: Wer hat das Recht, über das Leben anderer zu entscheiden? „My Days of Mercy“ liefert keine finalen Antworten auf diese Frage. Dieser Zugang zum Thema kann anstrengend sein. Dass der Film die Zuschauenden dazu motiviert, sich damit auseinanderzusetzen, ist sicherlich sein größtes Verdienst. Charlotte Hannah Peters

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60 FILM

FOTO: EZEF

Foto: Eduardo Martínez in „Santa & Andrés“

Überwachung und Hoffnung Der zweite Film des kubanischen Regisseurs Carlos Lechuga, „Santa & Andrés“, wirft ein Schlaglicht auf die traumatische Geschichte schwuler Männer, die in seinem Heimatland diskriminiert und verfolgt wurden Santa & Andrés, Kuba 2016, Regie: Carlos Lechuga, mit Lola Amores, Eduardo Martínez und Cesar Domínguez, ab 04.07. im Kino

K

uba, 1983: Der Kommunismus hat das Land fest im Griff. Fidel Castro ist an der Macht und schränkt das Leben für alle ein, die sich außerhalb der politischen und sexuellen Norm bewegen. Abweichungen sind unerwünscht und werden streng bestraft. Homosexualität ist zwar nicht mehr verboten, aber diese auch öffentlich zu zeigen ist ganz was anderes. Darum wird die Landarbeiterin Santa (Lola Amores) vom Revolutionskomitee mit der Überwachung des schwulen Schriftstellers Andrés (Eduardo Martínez) beauftragt. In der Nähe seines Dorfes findet ein Friedensforum statt, zu dem zahlreiche ausländische Journalist*innen und Politiker*innen angereist sind. Santa soll verhindern, dass Andrés Kontakt zu den Besucher*innen aufnimmt, weil die Regierung befürchtet, er könnte sich kritisch über die Lebensbedingungen in seinem Heimatland äußern. Drei Tage lang sucht Santa jeden Morgen die Hütte von Andrés auf, sie bringt ihren eigenen Stuhl mit und beobachtet den Schriftsteller, bis sie am Abend wieder geht. Sie ist kalt und abweisend zu ihm – die Überwachung ist ja nur ein Job und an menschlichem Kontakt

ist sie nicht interessiert. Bis zu dem Moment, als es so sintflutartig regnet, dass sie Schutz in Andrés’ Hütte suchen muss. Er erzählt ihr davon, dass er acht Jahre im Gefängnis verbracht hat, weil er ein Buch schrieb, das der Regierung nicht gefiel. Santa lernt auch den Liebhaber von Andrés kennen; und plötzlich bröckelt die unsichtbare Wand zwischen den beiden Figuren. Stand die völlig gegensätzliche politische Einstellung zu Beginn noch zwischen ihnen, tritt an deren Stelle irgendwann menschliches Interesse und sogar ein klein bisschen Zuneigung. „Santa & Andrés“ ist ein leiser und zarter Film, der in langsam gestalteten Szenen die Geschichte eines Menschen erzählt, der vom Leben enttäuscht und verraten wurde. Als schwuler Mann hat Andrés viele Freunde und Liebhaber verloren, die fliehen mussten, verfolgt oder gar getötet wurden. Nähe und Vertrauen fallen ihm schwer. Doch im Laufe der Überwachung gelingt es Santa und Andrés, sich anzunähern und ihre anfängliche Zurückhaltung aufzugeben. Was als politischer Film beginnt, der von Ideologie, Regierungskritik und Regimetreue erzählt, endet als eine Geschichte von Freundschaft und Menschlichkeit. Linus Giese


FOTO: NEVERLAND

FOTO: JAN GYMPEL

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Premiere Erster Thai-Filmabend in Berlin In aktuellen Rassismusdiskursen werden asiatische Menschen meist nicht mitgedacht. Um hier mehr Sichtbarkeit zu schaffen, veranstaltet Sarnt Utamachote, Vertreter und Gründer vom Kollektiv „un.thai.tled“, die ersten Thai Film Screenings Berlin. „Das Projekt mit den Filmvorführungen ist mein Versuch, das Narrativ selbst zu bestimmen und uns von Missverständnissen und Stereotypen zu befreien. Film ist genau das Medium dafür“, erklärt der seit fünf Jahren in Berlin lebende Filmwissenschaftler im Gespräch mit SIEGESSÄULE. Geplant sind drei Vorführungen. Dazu gibt es Fragerunden mit den eingeladenen Regisseur*innen, die sich in ihren Kurz- und Spielfilmen mit Gender, Sexualität und ethnischen Kon-

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flikten auseinandersetzen. Thailänder*innen in Berlin sollen dadurch eine neue Plattform gewinnen. Am Eröffnungsabend läuft u. a. „Neverland“ (2016, Foto), der das Leben einer queeren Person in der muslimischen Minderheit im thailändischen Süden darstellt. Beim Finale im Oktober geht es weiter mit „The Blue Hour“ (2015), einer gespenstischen schwulen Liebesgeschichte von trans Regisseurin Anucha Boonyawatana („Malila: The Farewell Flower“, 2017), die zuletzt auf der Berlinale zu sehen war. Thai Film Screenings Berlin 2019, 24.07., 20:00, 14.08., 20:00, nächster Termin im Oktober 2019, Moviemento unthaitled.org

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Geburtstag Regisseur Lothar Lambert stellt seine gesammelten Werke vor Vierzig Filme in 50 Jahren und eine Premiere zum 75. Geburtstag! Eingerahmt von beiden Jubiläen will der Underground-Regisseur Lother Lambert (Foto) seinen neuen Film „Oben rum, unten rum. Lamberts gesammelte Einakter“ am 24. Juli im Brotfabrikkino präsentieren. Der Film ist eine Zusammenstellung von zehn dokumentarischen Kurzfilmen und einem Epilog. Anlässlich seines Geburtstages gibt es weitere Veranstaltungen: Am 8. Juli wird sein Film „Die Alptraumfrau“ (1980) in Anwesenheit von Lambert und Hauptdarstellerin Ulrike Schirm ebenfalls im Brotfabrikkino gezeigt. Und am 29. Juli gibt es sein digital restauriertes Werk „Fucking City“ (1981) in der Deutschen Kinemathek.

CAESAR

Die Alptraumfrau, 08.–10.07., 19:00, Brotfabrikkino Oben rum, unten rum. Lamberts gesammelte Einakter, Premiere, 25.07., 20:00, danach 26.–31.07., 21:00, Brotfabrikkino, 04.08., 15:30, Bundesplatzkino Fucking City, 29.07., 19:00, Deutsche Kinemathek lotharlambert.de

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62 BÜHNE

FOTO: JOHANNES WAHL

Foto: Die Wiener Künstlerin Birgit Liedtke kommt Anfang August nach Berlin

Zwischen den Zeilen Birgit Liedtke hat sich von einer Singer/Songwriterin zu einer Künstlerin entwickelt, die auf umwerfende Weise Geschichten erzählt – multimedial, lyrisch und musikalisch. Anlässlich des 5. „Frauensommers“ bringt sie ihr neues Programm „im zwischenraum“ auf die Bühne der Bar jeder Vernunft. Wir baten sie zum Gespräch SIEGESSÄULE präsentiert 5. Frauensommer: Birgit Liedtke – im zwischenraum, 02.08., 20:00, Bar jeder Vernunft bar-jeder-vernunft.de

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irgit, wie kam dein sehr persönliches Programm zustande? Was ich erzähle, entsteht aus meinem eigenen Leben heraus. Es geht um Musik, um Sprache, um Bilder, die alle zusammen eine Geschichte erzählen. Aber es geht auch um Authentischsein. Meine Erfahrung ist, dass die Menschen ganz genau spüren, was echt ist und was nicht. Drum singe ich auch auf Deutsch, denn in meiner Muttersprache kann ich mich am besten ausdrücken. Kann man im Zeitalter von Instagram überhaupt noch Geschichten erzählen? Auf alle Fälle. Instagram lebt von Splittern, die im Grunde auf Geschichten verweisen. Menschen werden nie aufhören, Geschichten zu lieben. Auch wenn es in Wahrheit nur wenige sind, die wirklich geschätzt werden. Und diese haben immer mit uns selbst zu tun. Mit dem, was sich da drinnen in uns abspielt, im Herzen, im Bauch. Was uns wirklich bewegt. Wie konstruierst du die „kleinen Reisen“, auf die du dein Publikum mitnimmst? Ich versuche immer, mehr zu machen als „nur“ eine Songabfolge. Es gibt ein Thema, das ich gewissermaßen inszeniere. Dieses Mal ist es der Zwischenraum. Diese eigenartige und kaum beachtete Grauzone: Wo steht eigentlich das, was zwischen den Zeilen steht? Und worauf sitzt man zwischen den Stühlen? Was liegt zwischen „nicht mehr“ und „noch nicht“? Um Gedanken dieser Art

geht es, die Songs finden darin Platz, aber nicht nur sie, sondern auch Projektionen, die das Ganze optisch und von der Stimmung her noch mal auf eine andere Ebene heben. In deinem neuen Bühnenprogramm lauert das Ungewisse, die Mehrdeutigkeit. Kann dein Publikum die darin schlummernden Rätsel lösen? Manche meiner Texte sind durchaus ganz klar, andere aber schon schwerer zugänglich. Es läuft ja ganz viel über Bilder, über Symbolik. Und Bilder sind nicht immer eindeutig. Aber das ist für mich das Schöne an Sprache. Und das passt auch zu meiner Vorstellung vom Leben. Da ist aber immer Luft zwischen den Zeilen und damit Platz für die eigene Deutung, für die eigenen Gefühle und Raum zum Andocken. Du bist eine Frau, die sich nicht so leicht in eine Schublade stecken lässt, wie hast du das geschafft? Ich mag generell Schubladen nicht so gerne. Man muss sich immer so verbiegen, damit man hineinpasst! Ich mag sie nicht für Menschen und auch nicht für Kunst. Was sagt „Pop“ denn heute noch aus? Etiketten sind immer ein bisschen falsch. Das Märchenhafte, das brutal Alltägliche, das Traumhafte, das Unklare, das Abgründige, das Lachen – im Leben vermischt sich das. Und das Leben hat eben nicht so leicht Platz in einer Schublade. Interview: Lena Braun


BÜHNE 63 Fotos: Katharina Franck

FOTO: KATRIN REIS

August erstreckt, ist sehr lesbisch. Nach einem Auftakt-Talk Ende Juni mit der Moderatorin Bettina Böttinger zum Thema 30 Jahre Mauerfall erobern lesbische Künstlerinnen die Bühne des Spiegelzelts: Maren Kroymann führt uns vom 09. bis 14. Juli zunächst einmal mit „In my Sixties“ in das Westdeutschland der 60er-Jahre – die Ära von Aufbegehren, Aufbruch und befreitem Liebesleben. Die Schauspielerin und Sängerin „gräbt sich durch die Hitparaden und fördert wahre Edelsteine zutage ... Lieder von einem Leben, das so viel bunter, wilder und schöner war als das der prüden Elterngeneration“, so das Programm. Am 02. August lädt die Wienerin Birgit Liedtke zu einem träumerischen Liederabend (siehe Interview auf Seite 62). Am 03. und 04. August ist Katharina Franck mit ihrer Musikshow „Die Masse tobt“ zu Gast. Die legendäre Sängerin und Songwriterin der Berliner Band Rainbirds, die im letzten Jahr ihr 17. Album veröffentlichte, nimmt ihre Fans mit auf zu eine Zeitreise durch ihre Karriere. An beiden Abenden lässt sie sich vom Gitarristen und Komponisten Christoph Bernewitz begleiten. Und vom 15. bis 18. August steht Susanne Betancor auf der Bühne, gemeinsam mit der ostdeutschen Jazzlegende Uschi Brüning. „Ich mein dich – Jazzstandards Germanized“ heißt ihr Programm, das aus wunderbaren Jazzklassikern von Monk, Miles Davis, Billy Strayhorn oder Annie Ross in maßgeschneiderten deutschsprachigen Nach- dichtungen besteht. Lena Braun

Lesbensommer

Zum 5. Mal stellt der „Frauensommer“ in der Bar jeder Vernunft weibliche Künstlerinnen in den Fokus seines Sommerprogramms, das unter der Schirmherrschaft der Schauspielerin Katrin Sass steht. Die diesjährige Besetzung des festivals, das sich von Juni bis

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In diesem Jahr sind lesbische Künstlerinnen beim Festival „Frauensommer“ besonders gut vertreten: Das Programm umfasst Auftritte von Maren Kroymann, Birgit Liedtke, Katharina Franck und Susanne Betancor. Wir geben einen Überblick

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SIEGESSÄULE präsentiert 5. Frauensommer, 05.07. – 25.08., Bar jeder Vernunft

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FOTO: MAD FOX PHOTOGRAPHY / LUISA DEL CARMEN KASPER

Foto: Margot Schlönzke, Jurassica Parka, Ryan Stecken, Destiny Drescher (v. li. n. re.)

Sie sind wieder da! Die Berliner Dragtruppe um Jurassica Parka und Margot Schlönzke bringt ihre Bühnenadaption der legendären Fernsehserie „Golden Girls“ nun auf die Bühne des BKA

SIEGESSÄULE präsentiert The Golden Gmilfs, 03.–05.07., 20:00, BKA bka-theater.de

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ie Golden Girls sind umgezogen. Nein, nicht dass sie ihren Bungalow in Miami aufgegeben hätten. Die Berliner Dragtruppe hat die Spielstätte gewechselt und tritt im Juli mit ihrer Vollplayback-Musical-Show unter dem Dach der Berliner Kabarettanstalt (BKA) auf. Im Kiez sind sie geblieben, denn die alte Bühne war ja im Rauschgold, nur ein paar Hausnummern entfernt. The Golden Gmilfs, wie sie sich nun nennen – „Gmilfs“ ist ein Suchbegriff der Mainstream-Pornografie, der als Abkürzung für „Grandmas I’d Like to Fuck“ steht –, zeigen nochmals die zweite Folge ihrer Hommage an die „Golden Girls“. Die deutlich größere Bühne erlaubt ein großzügigeres Bühnenbild und erspart den Darsteller*innen die ständigen Umbauten. Die Schauplätze sind das Wohnzimmer und selbstverständlich die Küche als Schalt- und Kommandozentrale der Frauen-WG. Und alles „mit echten Möbeln statt Pappe“, wie Jurassica betont. Mit dem Regisseur Rolando Kasper haben sie auch ihre Spielweise der neuen Umgebung angepasst und staunen bei den Proben über neue Möglichkeiten für Gags und Gestik. Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass die beliebten TV-Heldinnen aus den 80er-Jahren eigentlich schwule Männer in Frauenkleidern sind. So gekonnt, wie sie sich

gegenseitig die Butter vom Brot klauen, sich spitzzüngig über die anderen lustig machen und dennoch immer füreinander einstehen. Dialoge, die vor Bissigkeit strotzen, Neckereien, bis es wehtut … und sie gehen fast bis zum Verrat, wenn eine stur nur ihre Ziele verfolgt. Aber am Ende aller Gemeinheiten regieren Friede, Freude und – Käsekuchen. Das bewährte Ensemble, bestehend aus Jurassica Parka als Dorothy, Margot Schlönzke als Rose, Destiny Drescher als Blanche und Ryan Stecken als Sophia hat als Mitspieler*innen Pan Am Drag Airlines als Margaret und Tom Bola als Jean dabei. Das Playbacktheater ist nah am Original, bietet aber immer noch genug Berliner Tuntenhumor, um nicht nur ein schnödes Nachspielen der TV-Serie zu sein. Vor allem die musikalischen Lip-Sync-Einlagen erfreuen sich großer Beliebtheit. Motto: besser eine gute Leihstimmen-Performance als schlecht selbst gesungen. Diesmal stehen noch mehr Kuchen, noch mehr Schulterpolster, noch mehr Sex und sogar Zauberei auf dem Programm. Es geht unter anderem um eine Haushälterin, die von den Mädels der Zauberei verdächtigt wird. Betreibt diese undurchsichtige Person tatsächlich Voodoo? Für weitere Turbulenzen sorgt eine Jugendfreundin von Dorothy, die sich bei ihrem Besuch Hals über Kopf in die naive Rose verliebt. Da wird die viel beschworene Toleranz der vier auf die Probe gestellt, und Blanche wird sogar eifersüchtig, wie eigentlich immer, wenn sie nicht im Mittelpunkt des Interesses steht. Sophia weiß natürlich zu alledem ein paar Sprüche und die berühmten Sizilien-Storys fehlen auch nicht. Und als Finale werden die Gmilfs ihrem Ruf gerecht mit einem fulminanten Auftritt, der beweist, dass diese Zitronen noch jede Menge Saft haben. 2020 kommt dann die dritte Folge! Frank Hermann


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66 BĂœHNE

Sobald sich die Berliner Musiktempel in die Ferien verabschiedet haben, dreht alljährlich das Musikfestival „Young Euro Classic“ auf. Diesmal in der 20. Ausgabe: Wieder treffen sich im Konzerthaus am Gendarmenmarkt junge Orchester aus aller Welt, versprĂźhen ihren Charme, sorgen mit Enthusiasmus und Leidenschaft fĂźr magische Sommerabende. Gerade in Zeiten hasserfĂźllter Rechtspopulisten, diktatorisch auftrumpfender Rassisten und nationalchauvinistischer Spaltpilze mit Agenden, die sich auch gegen alles Queere richten, ist das Festival so wertvoll wie nie. Denn hier wird demonstriert, dass es bestens zusammen geht. Besonders schĂśn sind die Kooperationen, etwa das International Tatarstan Youth Orchestra, ein gemeinsames Projekt aus Russland und Deutschland (20.07.). Oder das Galilee Chamber Orchestra mit israelischen und palästinensischen Mitgliedern und ihrem Leiter, Starpianist Saleem Ashkar (31.07.). Auch klug nah hintereinander platziert – dem hysterischen Handelskrieg ihrer Länder zum Trotz: das National Youth Orchestra of China (05.08.) und das National Youth Orchestra of the USA (06.08.). Exemplarisch fĂźr die Ausrichtung des Festivals steht die Diskussionsrunde vor dem Auftritt der Nationalen Jugendphilharmonie der TĂźrkei: „Kultur – Partnerschaft: Eine BrĂźcke in schwierigen Zeiten?“ (24.07.). Der Anspruch des Festivals – Dialog, Vielfalt, Toleranz – ist dem Repertoire anzuhĂśren. So bringt das Young Euro Classic Festivalorchester Griechenland – Deutschland die UrauffĂźhrung der „Zorbas Suite“ (27.07.), eine Bearbeitung der Filmmusik zu „Alexis Sorbas“von Mikis Theodorakis, Ikone des Widerstands gegen Diktatur und Gewalt. Das Bundesjugendorchester präsentiert „Three African Songs" des SĂźdafrikaners Hendrik Hofmeyr, der während der Apartheid den Militärdienst verweigerte und nach Europa ins Exil ging (03.08). Das European Union

FOTO: PETER ADAMIK

Bretterwald

Youth Orchestra lädt den ganzen Gendarmenmarkt zum Mitsingkonzert ein bei Beethovens Neunter mit der „Ode an die Freude“ und allgemeiner Verschwisterung (04.08). Auch das queere Ohr findet einiges, dreimal ist Peter Tschaikowsky vertreten, dessen Liebe zu Männern sein Heimatland Russland obsessiv verschweigt: Das Nationale Jugendorchester Rumäniens spielt seine „Rokoko-Variationen“ (22.07.), das National Youth Orchestra of Great Britain sein Violinkonzert (01.08.) und das Orquestra SinfĂłnica Nacional Juvenil der Dominikanischen Republik seine FantasieouvertĂźre „Romeo und Julia“ (21.07.). Die Gäste aus der Karibik haben auch Manuel de Fallas „El amor brujo" im Gepäck: Zu Musik mit Flamenco-Elementen wird die Geschichte einer Frau erzählt, die sich von ihrem Ex befreit. Die Handlung stammt von MarĂ­a de la O LejĂĄrraga, einer frĂźhen Protagonistin des spanischen Feminismus. Aus jener Zeit stammt auch Darius Milhauds „Le bĹ“uf sur le toit“, Musik zu einem Ballett, in dem die sexuellen Ambiguitäten der 20er-Jahre in Paris verhandelt werden, gespielt vom Nationalen Jugendorchester der Slowakei (28.07.). Das bringt zudem am selben Abend Musik von heute: Das Klavierkonzert der Komponistin L’ubica ÄŒekovskĂĄ, die 2013 mit ihrer Oper „Dorian Gray“ nach Oscar Wilde international fĂźr Furore sorgte.

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Gedenkveranstaltung am 5. Juli 2019 16 Uhr Am Haus der Kulturen der Welt John-Foster-DullesAllee 10 / Berlin

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FOTO: FELIX SCHMITT

Foto (v. l. n. r.): Die Herausgeber*innen Saba-Nur Cheema, Meron Mendel und Eva Berendsen

Angstfrei Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel steuern mit „Trigger Warnung“ eines der besten Debattenbücher zum Thema Identitätspolitik bei, die in letzter Zeit erschienen sind Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel (Hg.): „Trigger Warnung“, Verbrecher Verlag, 256 Seiten, 18 Euro

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s ist nicht ganz ohne Ironie, dass der Sammelband von Eva Berendsen, Saba-Nur Cheema und Meron Mendel, der antritt, um die Widersprüchlichkeit der Identitätspolitik aufzudecken, sich mit dem Titel auf dem Cover selbst eine Trigger-Warnung gibt. Denn hinter diesem Begriff, der ursprünglich aus der Traumaforschung stammt, stehen sowohl der richtige Versuch, eine Person vor einer potenziell emotional belastenden Situation oder Diskriminierungserfahrung zu schützen, als inzwischen auch eine wohlmeinende Vorverurteilung von Inhalten, die allein nach den Vorstellungen der Warnenden ausgesprochen wird. Dass die Dinge lange noch nicht gut sind, auch wenn sie gut gemeint sind, sollte eine Binsenweisheit sein. Doch in Zeiten von Neuaushandlungen von gesellschaftlichen Ordnungen und erbitterten Verteilungskämpfen um Teilhabe und Anerkennung kann eben diese Warnung vor Inhalten selbst totalitäre Zensur ausüben. Etwa wenn an Universitäten der Lehrstoff, der auch funktional ausgewählt wird, um Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens zu unterrichten, daran ausgerichtet ist, ob sich alle Studierenden in ihren individuell unterschiedlichen Situierungen berücksichtigt und wohlfühlen. Wie kann dann die komplexe – und teils auch grausame – Welt, die man vorfindet, überhaupt beschrieben wer-

den? Und vor allem, wie können Ungerechtigkeiten auf einer strukturellen Ebene verändert werden, wenn jeder Stein, der bewegt wird wie in einer Kettenreaktion andere umreißen und Gefüge verändern kann, die unter Umständen neue Ungerechtigkeiten schaffen? In einem diskursiven Dreisatz führt der Kapitelaufbau des Bandes – Verortung, Verstrickungen, Verhandlungen – konstruktiv durch die vielen thematischen Minenfelder: wie Antisemitismus, Rassismus, LGBTIQ*und Islamfeindlichkeit, Grenzen der Kunstund Meinungsfreiheit, neoliberaler Differenzfetisch, Geschichtspräsentation, Pinkwashing oder kulturelle Aneignungen. An konkreten Beispielen werden Mythen wie „Die Identitätspolitik hat den Rechtsruck herbeigeführt“ analysiert oder tatsächlich sexismuskritisch und ohne Verbotslust Fälle wie die Übermalung des Gedichts „avenidas“ von Eugen Gomringer an der Berliner AliceSalomon-Schule diskutiert. Fernab von Polemik, Diffamierung und Retourkutschen gelingt es dem Buch, unterschiedliche, solidarische Perspektiven auf „heiße Eisen“ zu werfen und dem Trend, Wissen durch Emotion zu blockieren, Diskussion und ehrlichen Umgang mit Widersprüchen und Ambivalenzen entgegenzusetzen. Einfache Lösungen bietet der Sammelband nicht, die kann es auch gar nicht geben. Stattdessen bekennt sich „Trigger Warnung“ zur Komplexität jedes einzelnen Themas und verweigert die „Lagerbildung“. In einem fazithaften Abschluss ermutigen die Herausgeber*innen dazu, sich in Gefahr zu begeben, die Safe Spaces und Echokammern zu verlassen und sich „schmutzig zu machen“, die Expertise aller von Ausschluss und Diskriminierung Betroffenen anzuerkennen und anzuhören, die „Opferolympiade“ abzusagen und sich – ganz banal – nicht wie ein Arschloch aufzuführen. Stephanie Kuhnen


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FOTO: ROBERT. L. ASHE

HIV-Patienten für Studie gesucht: Sie erhalten 2.250,– €

Letzte Worte 2017 verstarb der US-amerikanische Autor Mark Merlis – seinen letzten, hochpolitischen Roman „Halbstark“ hat Joachim Bartholomae nun ins Deutsche übersetzt Mark Merlis: „Halbstark“, Albino, 344 Seiten, 24 Euro

Mark Merlis hat in seinem letzten Roman eine Welt der Extreme gezeichnet. Dabei steht auf den ersten Blick nur eine alte, melancholische Witwe im Mittelpunkt: Martha Asher. Sie verlor ihren einzigen Sohn Mickey in den letzten Tagen des Vietnamkriegs und ihr Mann Jonathan starb bald darauf an einem Schlaganfall. Seitdem lebt sie alleine und malt verwelkte Pflanzen. Bis Philip Marks sich in ihr Leben mischt. Er möchte eine Biografie über ihren Mann schreiben. Denn Jonathan war Schriftsteller und wurde mit seinem soziologischen Roman „Halbstark“ 1965 zum „savant de jour“ jener Zeit. Nach seinem Tod geriet er jedoch schnell in Vergessenheit. Genauso wie Martha, die seit über 30 Jahren über seinen Nachlass wacht. Und genau jenen möchte Philip Marks nun inspizieren. Mitsamt den Tagebüchern, in die Martha nie einen Blick hineinzuwerfen wagte. Bis jetzt. Dass Jonathan auf Männer stand, wusste sie. Aber seine sehr irritierenden Gefühle für Mickey, die sich in den Tagebüchern abzeichnen, die sind ihr neu. Und was sagt das über seine hochtrabenden Reden über die Revolution, die Freiheit, die ganze kapitalistische Ausbeutermaschine aus? Galten seine Utopien nicht schon immer nur allein den Jungs und Männern? Und was ist ihre eigene Rolle in der privaten Familientragödie? Nur die einer Statistin? Merlis’ letzter Roman ist eine eindrückliche Schilderung dessen, dass, wer die Vergangenheit vergisst, immer die gleichen Fehler machen wird. rob

In einer klinischen Studie der Charité Research Organisation soll ein neues Medikament gegen das HI-Virus angewendet werden. Es handelt sich um eine Substanz der Klasse der Integrase-Strangtransfer-Inhibitoren (INSTI). Für die Studie werden HIV-Patienten gesucht, die noch nicht in Therapie sind.

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ILLUSTRATION: QUENTIN ZUTTION

„Nennt mich Nathan“ – ein Comic für Jugendliche zu trans* Themen

Erkenne dich selbst Was bedeutet es, wenn man das Gefühl hat, im „falschen Körper“ zu stecken? „Nennt mich Nathan“, ein Comic für Jugendliche, der im Original 2018 in Frankreich erschien, setzt sich mit dieser Frage auf Grundlage einer wahren Geschichte auseinander Catherine Castro & Quentin Zuttion: „Nennt mich Nathan“, Splitter, 144 Seiten, 22 Euro

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er bin ich? Und wie finde ich heraus, wer ich sein möchte? Das sind die zwei entscheidenden Fragen, um die der Comic „Nennt mich Nathan“ kreist. Entstanden ist er durch die Zusammenarbeit der Journalistin Catherine Castro mit dem Autor und Zeichner Quentin Zuttion. Darin erzählen sie die wahre Geschichte eines trans Jungen: Nathan. Ihm wird bei der Geburt aufgrund seiner körperlichen Merkmale das falsche Geschlecht zugewiesen und seine Eltern nennen ihn Lila. Doch irgendwann merkt Nathan – in Retrospektive eben noch Lila –, dass

etwas nicht mit ihm stimmt. Anders als all die Mädchen um ihn herum hasst er seine Brüste und möchte vor allem gerne einen männlichen Namen. Die Story des Comics setzt an, als Nathan 12 Jahre alt ist. Eben genau in jener schwierigen Phase der Selbstfindung, die für viele Jugendliche eine Herausforderung ist. Nur für Nathan noch mal in besonderem Maße, wenn ihm bewusst wird, wie wenig er sich zugehörig fühlt zwischen all seinen Freundinnen, wenn sie gemeinsam im Badeanzug am Strand liegen. Oder allein wie angewidert er ist an dem Tag, als er seine erste Regelblutung bekommt. An einer Stelle sitzt er mitten in der Nacht alleine am Laptop und tippt Wörter wie Identität, Geschlecht und trans in eine Suchmaschine ein, um herauszufinden, was mit ihm los sein könnte: „Ich bin nicht normal. Was ist mein Problem? Meine Eltern nennen es eine Adoleszenzkrise. Sie sind ja lieb, aber das hilft mir nicht. Was habe ich, verdammt?“ In einer Art Schnelldurchlauf skizziert „Nennt mich Nathan“ die wichtigsten Stationen für trans* Jugendliche: das Aufwachsen und Unwohlsein im falschen Geschlecht, das Coming-out, die Reaktionen des Umfelds bis hin zur ersten Testosteronspritze und den sprießenden Barthaaren. Und natürlich geht es ebenso darum, herauszufinden, wen man liebt und mit wem man zusammen sein möchte. Das macht ihn zu einem wichtigen Comic, gerade weil im deutschsprachigen Raum Geschichten zu diesem Thema noch immer Mangelware sind. Aber einen Wermutstropfen gibt es: Bei Nathan läuft alles glatt. Die Eltern unterstützen ihn, seine Freund*innen halten zu ihm, und er beginnt relativ schnell damit, Hormone zu nehmen. An sich ist es nicht verkehrt, wenn jemand so viel Glück hat. Doch dadurch spart der Comic viele Probleme aus, die für trans* Jugendliche häufig zum Alltag gehören, wie zum Beispiel die oft harsche Ablehnung und Diskriminierung durch das nahe Umfeld. Trotzdem kann das Buch eine große Bereicherung sein für Jugendliche, die selbst betroffen sind oder glauben, selbst betroffen zu sein. Genauso wie für ihre Eltern, Angehörigen und Freund*innen. Linus Giese


BUCH 71

FOTO: ALI GHANDTSCHI

Egal wie vielschichtig sein Roman „Mein Weg von einer weißen Frau zu einem Mann mit Migrationshintergrund“ ist – Jayrôme C. Robinet hat den Eindruck, die meisten interessiere nur die Verpackung

Seitenblick 2019. Klimakrise. Viele Verlage verzichten auf die Plastikverpackung. Bücher werden ohne Einschweißfolie ausgeliefert. Fantastisch. Als trans* Schriftsteller fühlt es sich aber manchmal so an, als wäre ich selbst mit Folie eingepackt. Ein eng anliegender, glänzender Überzug, der den Blick der meisten Menschen auf mich verstellt. Klar freue ich mich sehr über die Aufmerksamkeit, die mein Buch bekommt. Die größten deutschsprachigen Zeitungen, Radio, TV-Kultursendungen, einige meiner Lieblingsliteraturkritiker!nnen haben darüber berichtet. Als Dozent für Kreatives Schreiben an der Alice-Salomon-Hochschule sage ich meinen Studis immer: das Schreiben umfasst drei Etappen – den Schreibprozess, das Schreibprodukt und die Rezeption. Auf Letztere haben wir kaum Einfluss. Ja, manchmal habe ich den Eindruck, dass ich oder mein Text in einer Schüssel liegen. Egal, wie sehr ich versuche, die Frischhaltefolie so über die Schüssel zu spannen, dass man sie kaum noch wahrnimmt, es bleibt immer ein kleiner sichtbarer Knick übrig, und ich muss wieder neu ansetzen. Manchmal komme ich selbst ins Zweifeln: Ab wann wird man denn Schriftsteller? Zu Gast in einer Talkshow wurden alle Gäste gebührend vorgestellt: der Musiker, die Architektin, die Journalistin, der Grammy-Gewinner … und Jayrôme Robinet, der als Mädchen aufgewachsen ist und heute als Mann lebt. Auch dass ich in einer Fremdsprache schreibe, bleibt unerwähnt. Obwohl es

bei translingualen Autor!nnen sonst immer DIE Folie ist, durch die ihre Texte betrachtet werden. Viele Journalist!nnen fragen die Presseleitung, ob ich Deutsch kann – als wäre mein Buch von einem Ghostwriter geschrieben worden. Die Folie des Trans*seins führt auch dazu, dass auf den Konstruktcharakter von rassistischen Zuschreibungen – ein wichtiges Thema in meinem Text – nur selten eingegangen wird. Genauso wie das Ausrufezeichen, das ich als i verwende, ausgeblendet wird. Ob ich expressionistisch schreiben könnte, mit orthografischen Eigenarten und Wortzerlegungen à la Reinhard Jirgl, ohne dass das überhaupt auffällt? Oder würde auch das Experimentieren mit der Sprache auf mein Trans*sein zurückgeführt? Dennoch will ich das Positive nicht aussparen: In einer Talkshow wurde ich NICHT gefragt, ob sie Fotos „von vorher“ zeigen können. Und die meisten Redaktionen, die danach fragten, versuchten kaum, mich zu überreden. Sogar die BZ verwendete durchgehend das männliche Pronomen und fokussierte sich im Artikel darauf, dass ich mit Vorurteilen aufräumen würde. „Eigentlich ist Ihr Buch ja eine Liebesgeschichte“, bemerkte – zu Recht – eine lesbische Journalistin. Und in ihrer Rezension erkannte eine queere Autorin das Buch als Roman. Seitdem mein Buch erschienen ist, haben mir so ungeheuer viele Menschen geschrieben, wie sehr sich ihr Blick auf die Welt verändert habe, dass ich denke: ich kann die Rezeption vielleicht nicht beeinflussen, aber zum Teil hat sie meine Wünsche übertroffen. Letztlich führen queere Autor!nnen eine Revolution an. Betrachtet uns aber nicht nur als Revolutionär!nnen aufgrund unserer Körperlichkeit. Wir sind mehr als das. Weit mehr.


72 AUSSTELLUNGEN Foto: Die Fotografin Laurence Rasti

Voller Hoffnung In der türkischen Transitstadt Denizli leben viele geflüchtete LGBTI und warten dort auf ihren positiven Asylbescheid. Die Fotografin Laurence Rasti, als Kind iranischer Eltern in der Schweiz aufgewachsen, hat diese Menschen im Rahmen ihres Projekts „There Are No Homosexuals in Iran“ porträtiert. Die Fotos werden nun erstmalig in Berlin ausgestellt There Are No Homosexuals in Iran, 03.–27.07., The Ballery, Nollendorfstr. 11–12, Schöneberg theballery.com

L

aurence, wie kam es dazu, dass du in Denizli queere Geflüchtete aus Iran fotografiert hast? Als ich ein Kind war, bin ich sehr oft durch Iran gereist. Als ich Jahre später wieder dorthin fuhr, wurde mir klar, wie sehr mich dieses Land, seine Menschen und seine Kultur faszinieren. Mit meiner Faszination wuchs aber auch meine Traurigkeit. Ich konnte die Unterschiede zwischen meinem Geburtsland Schweiz und dem Land meiner Eltern einfach nicht nachvollziehen. Zu dieser Zeit begann ich auch, mich für Gender und Identität zu interessieren. Die Fotografie gab mir die Möglichkeit, über diese und andere Themen zu kommunizieren. Nachdem ich diverse Fotoprojekte über Schönheits- und Gendercodes gemacht hatte, kam die Idee, Arbeiten über Homosexualität in Iran zu machen, relativ natürlich. Während Homosexualität in der Schweiz ganz legal ist, werden Menschen in Iran dafür mit dem Tode bestraft. Dieser krasse Gegensatz hat mich sehr beschäftigt. Bevor ich anfing, wusste ich nichts über die Situation von iranischen LGBTI-Geflüchteten in der Türkei. Nachdem ich ein paar NGOs kontaktiert hatte, meldete sich eine geflüchtete Person bei mir. Eine Woche später traf ich sie dann in Denizli. Deine Fotos und die Geschichten dahinter sind sehr einnehmend. Wie findest du deine Sprache und deine Message? Ich glaube fest daran, dass man mit Kunst wichtige

Botschaften verbreiten und ein Bewusstsein für Themen schaffen kann. Mein Medium dabei ist die Fotografie. Ich entschied mich, die Menschen im Rahmen des Projekts mit abgewendetem oder verdecktem Gesicht und in einem farbenfrohen, leichten Stil zu fotografieren. Es wäre schwierig gewesen, Menschen zu finden, die in diesem Kontext ihr Gesicht gezeigt hätten. Denn dort in der Türkei befanden sie sich in einer Transitsituation, sie wussten nicht, ob sie ein Visum für ein anderes Land bekommen würden. Darum ist Anonymität in diesem Kontext der beste Schutz. Ich verstand auch, dass diese Menschen nicht weiter zum Opfer gemacht werden wollten. Ich hatte zuerst das Gefühl, dass ich in den Fotos die Schwierigkeiten ihres Lebens zeigen müsste, doch dann wurde mit klar, dass all meine Protagonist*innen zwar eine schwere Vergangenheit hinter sich hatten, aber voller Hoffnung in die Zukunft blickten. Und das wurde dann meine Botschaft. Diese Hoffnung und Liebe führte mich zum leichten Stil der Bilder. Die Fotos erzählen auf poetische Weise von einer harten Realität. Ist die Komposition der Bilder in Kooperation mit den Fotografierten entstanden? Das war eine Zusammenarbeit. Ich hätte dieses Projekt nicht machen können, wenn diese Menschen nicht einverstanden gewesen wären, mir vertraut und ihre Geschichte mit mir geteilt hätten. Mit jeder der Personen habe ich vorab Zeit verbracht, damit wir uns kennenlernen können. Um ehrlich zu sein, es ist gar nicht der Moment des Shootings, der wichtig ist, sondern wichtig ist vielmehr die menschliche Seite, das Teilen der eigenen Geschichte. Nachdem ich mich mit den Leuten ausgetauscht hatte, haben wir gemeinsam diskutiert, wie das Porträt aussehen könnte. Homosexuellen droht in Iran der Tod. Angeblich sehen sich viele deshalb gezwungen, ihr Geschlecht zu wechseln. Sind trans* Personen in der iranischen Gesellschaft akzeptiert? Es gibt in Iran diese Vorstellung, dass Homosexuelle ihr Geschlecht wechseln sollten, weil sie quasi „im falschen Körper“ seien. Natürlich ist das etwas, das die Regierung und Familien forcieren, weil Homosexualität nicht verstanden und alles getan wird, um das binäre System zu stabilisieren: Ein Mann hat eine Frau zu lieben, es gibt keine andere Option. Das schafft Stigmatisierung von Homosexuellen und von trans* Personen. Ich würde nicht sagen, dass ein Land trans* Personen akzeptiert, wenn es Menschen dazu zwingt, ihr Geschlecht zu wechseln. Interview: Lena Braun


ABB: RINALDO HOPF

ABB: ANNA ADAM

ABB: ILEANA PASCALAU

AUSSTELLUNGEN 73

Premiere

Mosaik

Plattform

„In-visible Realness: In Berlin 50 Jahre nach Stonewall“ eröffnet queere Kulturwochen des E2H

Die Ausstellung „Queerness“ will eine Vielfalt von Identitäten sichtbar machen

Die Schau „Stonewall 50. Days of Future Past“ stellt Intersektionalität in den Fokus

„Somewhere over the rainbow“ lautet der Titel der queeren Kulturwochen des Elberskirchen-HirschfeldHauses (E2H). Die erste Veranstaltungsreihe des LGBTI-Kulturzentrums, das 2022 eröffnen soll, präsentiert vom 20. Juni bis zum 19. Juli diverse Events zu queeren Themen. Den Auftakt bildet die Ausstellung „In-visible Realness“, die diverse queere Perspektiven auf die Community vereint. Mit Werken von Nan Goldin, Ileana Pascalau (siehe Abbildung) u. v. m. Das gesamte Programm unter: magnus-hirschfeld.de

Anlässlich des 50. Stonewall-Jubiläums geht auch der Projektraum 145 mit einer Ausstellung an den Start, für die bis Ende Mai ein Open Call ausgerufen wurde. Unter dem schlichten Titel „Queerness“ stellen nun über 20 internationale Künstler*innen ihre interdisziplinären Werke aus. Die verbindenden Themen sollen dabei die Kämpfe, Sexualitäten, Uneindeutigkeiten, Emotionen und Alltagserfahrungen queerer Menschen sein. Mit Werken von Anna Ádám (siehe Abbildung), Zara Alexandrova, Victor Luque und vielen mehr.

„No pride for some of us without liberation for all of us“– dieses Zitat der Schwarzen Stonewall-Ikone Marsha P. Johnson stellt die Ausstellung „Stonewall 50. Days of Future Past“ ins Zentrum des kuratorischen Konzepts. Neben einem Schlaglicht auf die Stonewall-Aufstände von 1969 und die Würdigung der daraus entstandenen LGBTI-Bewegung möchte die von Suzy Royal und Vassilia Kaga kuratierte Ausstellung vor allem auf die Gegenwart verweisen: „Jeden Tag werden auf der ganzen Welt queere und transgender Personen getötet. Das sollte uns daran erinnern, dass wir immer noch Zielscheiben sind“, heißt es im Konzept der Ausstellung.

In-visible Realness: In Berlin 50 Jahre nach Stonewall, bis 19.07., PS120, Potsdamer Str. 120, Tiergarten

Queerness, 26.07.–04.08., Projektraum 145, Invalidenstr. 145, Mitte

„Die Schau soll Stonewall feiern, uns aber auch daran erinnern, dass dies nicht nur unsere Vergangenheit, sondern ebenso unsere Gegenwart ist.“ Alle beteiligten Künstler*innen setzen sich entsprechend damit auseinander, was erreicht wurde und dringend noch erreicht werden muss. Dabei soll der Fokus auf intersektionellen Perspektiven und Positionen aus BPoC-, Trans*-, Bi-, Gender-non-conformingund Disabled-Communitys liegen. Beteiligte Künstler*innen: Khaleb Brooks, Antigoni Tsagkaropoulou, Marit Östberg, Rory Midhani, Goodyn Green, Rinaldo Hopf (siehe Abbildung) u. a. Ein Rahmenprogramm mit Panels und anderen Veranstaltungen ist in Planung. Infos unter glogauair.net Stonewall 50. Days of Future Past, 04.–13.07., GlogauAIR Berlin, Glogauer Str. 16, Kreuzberg

SALZ, SALZ, BABY FONTANE THERME MIT SEESAUNA, DIREKTEM SEEZUGANG, BADEPLATTFORM, SPA UND SOMMERWIESE. Tagesticket Montag bis Freitag mit 10 % Preisvorteil online buchen: nur 40,50 € S.I.B.N. Hotel GmbH · An der Seepromenade 20 · 16816 Neuruppin am See · www.resort-mark-brandenburg.de


74 TREND

FOTO: JOHANNES ERB

Style File

3 Fragen an ... ... Designer Denis Göc. In der VOX-Sendung „Guidos Masterclass“ war er einer von drei Finalisten, die ein Preisgeld von 50.000 Euro gewinnen konnten. Seit 2016 hat er sein eigenes Label Maison Taskin

Labelcheck Im Jahr 2012 gründeten die US-Amerikanerinnen Fran Dunway und Naomi Gonzalez das Wäschelabel TomboyX. Ausschlaggebend dafür war, dass beide sich fragten, warum es nicht möglich ist, Unterwäsche für alle Körperformen und unabhängig von der geschlechtlichen Definition zu produzieren. Mit ihrem Label schließen sie diese Lücke. Von Basics wie BHs, Shorts und Strings bis hin zu Swimwear gibt es alles bis Größe 4XL. Die Kleidungsstücke sind eco-friendly hergestellt, in den Werbekampagnen setzt das Label auf Inklusion. Man kann trans Jungs in Boy Shorts sehen oder die curvy Femme im Badeanzug. Außerdem gibt es jedes Jahr neue Pride-Modelle. tomboyx.com

FOTO: ALEXANDER HEIGL

FOTO: NIKLAS VAN SCHWARZDORN

Wie würdest du deinen Style in drei Wörtern beschreiben? Eklektizistisch, bunt, zeitgemäß. Welche Designer sind deine Vorbilder? Miuccia Prada finde ich toll. Denn sie hat „ugly“ cool gemacht! Ich finde, dass ihre Mode intellektuell und sexy zugleich ist. Außerdem mag ich den belgischen Designer Dries Van Noten sehr. Er hat ein besonders gutes Gespür für Farben und Oberflächen. Für welche Celebrity würdest du gerne einmal ein Outfit entwerfen? Ein Traum von mir ist es, einmal die Schauspielerin Tilda Swinton einzukleiden. Ich finde, sie ist smart und besitzt eine sehr besondere, androgyne Schönheit. Außerdem hat sie gleichzeitig eine starke Persönlichkeit und ist trotzdem sehr wandelbar.

SIEGESSÄULE-Redakteurin Kaey streckt ihre Fühler aus und sammelt die neusten Trends aus den Bereichen Mode und Beauty. Ihre Fundstücke präsentiert sie jeden Monat in der Style File

Gesehen im ... Hart Magazine Im Juni ist die dritte Ausgabe des Kunstmagazins Hart erschienen, das von Fotograf Niklas van Schwarzdorn, der auch schon für SIEGESSÄULE arbeitete, produziert wird. Das Cover ziert niemand Geringeres als Conchita Wurst – das erste Titelbild nach ihrer Verwandlung. Seit Kurzem veröffentlicht sie elektronische Musik und überrascht mit einem androgynen, sexy Look. Auf dem Bild trägt sie einen Body von Gilles Asquin und Boots von Demonia. hart-mag.com

Trendy Im letzten Monat haben wir euch Converse Chucks im Design der trans* Flagge vorgestellt und nun haben wir den passenden Rock dazu gefunden. Entworfen wurde er von der amerikanischen Firma NerdyKeppie. Dahinter stecken Mandy Perry und Steve Perry, die sich beide als gender non-conforming definieren und als Queer-Aktivist*innen tätig sind. Den kurzen Skater-Rock kann man online für 40 Dollar kaufen. nerdiekeppie.com


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76 ENGLISH

PHOTO: LAURINNE MOTTET

Photo: Cabaret singer and former journalist and sex worker Ceyhan Fırat Hızal is making her Berlin debut

Turkish Pride Never My Soul!, Jul. 25, 19:30, bi’bak, screening and Q&A w/ Ceyhan Fırat Hızal Queer Gazino, Jul. 26, 20:00, Marin Restaurant w/ Ceyhan Fırat Hızal, Gazino Neukölln, Jilet Sebahat, Cupid, House of Living Colors et al. dumtek.de

The Dümtek collective is launching a new series bringing Turkish cabaret to Berlin. On the eve of Christopher Street Day, experience Queer Gazino, featuring international talent – and free admission A million people are eagerly awaiting Berlin Pride on the 50th anniversary of Stonewall, and that's a good thing. Nevertheless, it's important to realize that the German capital is simultaneously hosting alternative events which cater to the rainbow community. CSD has come to mean “Corporate Street Day” in recent years. Moreover, many queer, trans and bisexual people of color are disappointed by the perceived domination of CSD by white, often affluent males, whereas the incendiary impulses from the QTBPOC community are all but ignored. In redirecting the focus to the grassroots level, there are aims to honor the often

forgotten history of ethnic queer subcultures while pursuing a future that guarantees tolerance beyond the mainstream. A enticing example of this approach is Queer Gazino, a new alternative Pride celebration for Berlin's Turkish community. “We oppose the commercial interests, the pinkwashing, the political hypocrisy,” affirms Selim Özadar of Dümtek, the newly formed collective organizing the event, slated to be the first in a series. “We want to bring protest to the dancefloor.” Among Turkish speakers, the word gazino (etymologically related to “casino”) describes a form of coffeehouse cabaret that originated in the early 1920s in Istanbul’s central district Beyoglu. Constantinople was undergoing a cultural awakening. Gazinos were venues where people, mostly businessmen and secular intellectuals, would dine and drink together while enjoying truly diverse styles of entertainment: belly-dancing, comedy and national music genres ranging from Arabesque to Fasil – almost a parallel to Vaudeville culture in the West. The golden era of gazino was celebrated after the Second World War as laborers from Anatolia migrated into the metropolis and began frequenting the gazinos. Not only did different classes of the Turkish society harmoniously mingle with one another; the gazinos were also welcoming toward gay and trans performers. In fact, homosexual activity had already been legalized in the old Ottoman Empire in 1858. Some of these artists became enormously famous celebrities in Turkey, such as Zeki Müren and Bülent Ersoy. In Germany, where people of Turkish descent form the largest ethnic minority, gazino has sprouted roots – in general as well as in LGBTI circles. Here in Berlin, the queer-feminist group Gazino Neukölln, whose sets include Turkish pop covers, for example, has a loyal following. They’re a natural billing for Dümtek’s premiere fest. Among the talent joining them is entertainer and author Ceyhan Fırat Hızal. Currently residing in Switzerland, Hızal was an openly trans woman and journalist in the 1980s and 90s in her native Turkey. The former sex worker is also the protagonist in Kutluý Ataman's video work Never My Soul! from 2001, previously shown at the MoMA and the Berlin Biennale. Also present are two top-notch DJs and performers from Istanbul: Melis Nots and Jilet Sebahat. Both have been instrumental in offering queers a safer space in these times of pushback and repression in Erdoýan's state. Furthermore, the black and POC drag ensemble House of Living Colors will also perform. “We welcome everyone, particularly those feeling neglected or ignored by the mainstream movement,” assures Özadar. Michaela Dudley

HIV | Syphilis | Tripper Chlamydien Mach einen anonymen Schnell- oder Labortest! Dienstags 16:30-20:30 Uhr für Männer, die Sex mit Männern haben und Trans*, mittwochs 14:30-20:30 Uhr. Berliner Aids-Hilfe e.V., Kurfürstenstraße 130, 10785 Berlin Telefon 030 885640-0, berlin-aidshilfe.de


ENGLISH 77

A column of international perspectives on queer Berlin by expats on rotation

PHOTO: ALEXA VACHON

Sarah M. Harrison is a writer living in Berlin since 2008

Not easy being green I’ve been storing a placenta in a friend’s freezer in Poland. The intention is to bury it under a seedling in his backyard. Something hardy, a robust variety of tree suited to the climate: “Birch, walnut or… avocados,” my friend laughs awkwardly. “It’ll be possible to grow bananas in a few years,” he says, “because of climate change.” Global warming is invariably the subtext of every conversation concerning the present and future; it’s like everybody’s dirty big secret. Yet I often feel ill-equipped to talk about it. A lot of news media addressing the crisis are oriented toward emphasizing the urgency and enormity – the hopelessness – of the situation. Which rouses me momentarily but ultimately leaves me feeling powerless, with the impression that it’s not me but someone else who needs to act: governments, corporations, big investors profiting off fossil fuels. Slowly over the past decade or more, I lost belief in the possibility of there being economic and environmental justice in the world. I internalized the adage, “the consumer is blameless” as well as the idea that any steps I take to reduce my personal carbon emissions are futile because of China… because of India… because of industry… because “green” and “carbon neutral” have become meaningless adjectives, “lifestyle politics” and “sustainability” dirty words. Some of this has to do with the cynical appropriation of radical and progressive language for marketing purposes. Another part of the problem is that I just don’t really know what it is that I should do. Believing that there is nothing I could do to make a difference allows me to feel better about being complacent. I’ve been feeling bad about it, for a while now. Then I started listening to My Climate Diet, a podcast about reducing personal carbon emissions produced in Berlin by a self-described sustainability geek: Lisa Pettibone calmly and thoroughly presents steps she has taken to reduce her household’s negative environmental impact, which made me realize that I act like someone who has stopped caring. And that sucks. I also realized that some of my subconscious beliefs about sustainability are based on misinformation. As noted by SIEGESSÄULE last month, there isn’t much evidence of queers organizing specifically around climate issues. In my experience, lefties and environmental activists can be dismissive of queers, perceiving them as “fluffy”, apolitical, hedonistic, impractical and single-issue. However unfair this perception may be, to paraphrase climate activist Tadzio Müller of #FaggotsForFuture: Queer politics cannot only fight for the creation of our own spaces – when everything around us collapses, our spaces collapse too. The climate is quite clearly the most important issue for all of us, queers included.

Never not moving DJ/producer Moderna is swimming with the current After calling Los Angeles and New York her home for about a decade, plus stays in London, Utah native Missy Livingston made the move to Berlin in the fall of 2017. As Moderna, she DJs, produces electronic music and hosts a show on KCRW Berlin, the English-language radio station exported from L.A. Every Thursday night, Moderna presents a range of club cuts – mostly techno, EBM and the darker shades of disco. She also plays locally at spots like Wilde Renate and Kater Blau, and internationally, like the Weimar-inspired series The Party by Ostbahnhof (yes, that's its name), one of the few outspokenly queer club nights in L.A. “There's a great queer community in Los Angeles, but not necessarily club culture. It's hard in the U.S. in general because of liquor laws and curfews, ” she tells SIEGESSÄULE. “So, there's not as much competition, for better or worse. In L.A., there are one or two good parties a weekend, whereas in Berlin, you get 20.” With a new EP out this month – her third in collaboration with Theus Mago from Mexico – Livingston shows hardly any sign of slowing down. Actually, though, she has been battling cancer since the spring. “Touring like I was in previous years? Not possible. Even club gigs here in Berlin can be difficult. I can't do it every weekend. Chemo wipes you out,” she says. She remains optimistic, considering herself lucky to be under German healthcare: “My treatments are fully covered, whereas I have friends in the U.S. going through the same thing, and even though they have good insurance, they still have to pay 30 grand. It's insane! Berlin definitely feels right for me. And now that I'm married to a German…” – an open-ended remark indicating that nothing is forcing her to go back home. No curfew, so to speak. Joey Hansom Moderna y Theus Mago: Pesos Not Besos EP (Side Up Works) Brave New Rave, Thursdays, 21:00, 101.4 FM, kcrw-berlin.org The House of Red Doors, Jul. 25, 23:00, Wilde Renate

English elsewhere On trans solidarity: p. 5 Interview with Edmund White: p. 38

Pride Season: p. 48 Calendar: pp. 81-109


78 ENGLISH

Covering your bits From Grindr to Facebook groups, we all know that the Internet can be queer as fuck. But like an encounter in a Berlin darkroom, there's a certain level of risk involved. Maybe you're worried about your nudes falling in the wrong hands. Maybe you're a trans teen concerned about being outed. Or maybe you just want a bit of privacy. The good news is that, just like in darkrooms, risks can be understood and reduced. Tech expert and human-rights activist Dia Kayyali gives some tips on how to protect yourself

ILLUSTRATION: JESSICA MESTER

E

very individual has a reason to be concerned about online security, and putting stickers over your camera isn’t enough. Here are some common precautions that you can take in your day-to-day life. Those at a higher risk – like activists, sex workers and refugees – should take the time to learn more. End-to-end encryption (E2E) is important because it ensures that no one other than you and your intended recipient, including the police, can read your messages. That’s good, but the most popular messaging app that uses E2E, Facebook’s WhatsApp, can leak your data in many ways, including one that can be dangerous if you talk to people you don’t talk to elsewhere: your WhatsApp and Facebook contacts may get linked, so if you’re messaging with a one-night stand, you may see them suggested as a friend on Facebook later. To avoid this, try using the free messaging app Signal. It retains the least amount of data and has the strongest security. Another great thing about Signal is that you can turn on “disappearing messages:” you decide how long you want a message to last on your phone and the recipient's. You can also turn off screenshots. Someone could still take a picture in another way, but you’re making it more difficult. Consider using Signal the next time you want to send messages that you don’t want to last forever – for example, nude pics. In general, it's wise to be careful with your pictures. Once a photo is online, it’s out of your control. This is especially important because of “reverse image search”: this is a Google service where you upload a picture and get results that show you where else it exists on the internet. If you use the same pictures for dating profiles as you do elsewhere, a reverse image search could poten-

tially reveal your full legal name or other personal information. Social media is something we all use, and some of us for discussing sensitive topics – for example, trans health issues. It’s very important to understand the settings on these sites. If you are in a Facebook group that talks about mental health issues, check the settings. Is it a public group? Is it closed, meaning members have to be approved but people can still see posts? Or is it secret, meaning you have to be invited to even see it? For personal information, choose the right settings for yourself. For example, you can make your Facebook profile unsearchable, meaning people can only find you through mutual friends. You can use special email addresses just for your social media accounts. For those of us using social media for flat-hunting: do not send your passport photo or other personal information to strangers offering apartments that seem too good to be true. There are despicable predators who could use your information to lure another potential target. Finally, keep general phone hygiene in mind. There is a huge amount of data on our phones, which of course can get lost or stolen. There are two relatively easy things you can do to decrease the risk this presents. First, turn on encryption on your phone. This is automatically on for most new phones. If you aren’t sure, the best way to figure it out is to search online for the make and model of your phone and the word “encryption”. When you encrypt your device, once your battery dies, it is very hard to steal your data. Second, check out the permissions you’ve granted to apps. Some applications require mic or cam access for no good reason. You can turn those off or, if appropriate, delete the app. Dia Kayyali

Learn more: Tactical Tech, a Berlinbased organization offering practical solutions for digital everyday life: acticaltech.org Surveillance Self-Defense by the Electronic Frontier Foundation, available in 11 languages: ssd.eff.org

Transcyberien, a queer-friendly workshop and party for computer nerds, Jul. 13, 17:00, c-base transcyberien.org


’ R E I M R INFO ! H C DI

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dass jede der drei SaferSex-Methoden wirksam vor HIV schützt?

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80 KLATSCH

Sarah Connor Alice Schwarzer

Sam Bettens

Unsere Klatschreporterin seit 1999: Karin Schupp „K-Word“, ihre Kolumne, jeden Freitag neu auf l-mag.de!

Alice Schwarzer sprach in der neuen L-MAG erstmals öffentlich über ihre sexuelle Identität. Auf die Frage, ob sie sich als Lesbe definiere, sagte die Emma-Gründerin (76), die ihre Frauenbeziehungen überhaupt erst zweimal erwähnte (in ihren Memoiren 2011 und in einer Mitteilung zu ihrer Hochzeit mit der Fotografin Bettina Flitner im Juni 2018), unserer Schwesterzeitschrift: „Nein! Das wäre Hochstapelei.“ Schließlich sei ihre zehnjährige Beziehung mit einem Mann bis Mitte der 70er-Jahre „kein Umweg oder Irrtum“ gewesen. „Ich stehe jedoch uneingeschränkt dazu, dass ich seit über dreißig Jahren mit meiner Lebensgefährtin zusammen bin.“ Seit drei Jahren verheiratet ist auch „Schwiegertochter gesucht“-Moderatorin Vera Int-Veen und stellte auf RTL ihre Ehefrau Obi (die auch ihre Managerin ist) vor. „Ich hatte keine Lust mehr, alleine auf Events zu gehen. Ich bin ja auch stolz darauf“, sagte sie. Bisher hätten sie über die 16-jährige Beziehung nicht gesprochen, weil sie „sehr gerne privat“ seien. Als lesbisch geoutet hatte Int-Veen sich schon 2006 in der Bunten. Über zwei Jahre nach George Michaels Tod an Weihnachten 2017 wurde sein rund 110 Mio. Euro schweres Erbe frei gegeben. Über Zuwendungen freuten sich seine zwei Schwestern, sein Vater und sieben weitere Verwandte und Freunde, darunter Wham!-Backgroundsängerin Shirlie Kemp und Musikproduzent David Austin. Nicht im Testament stand hingegen Michaels letzter Lebensgefährte Fadi Fawaz. Der Friseur, mit dem der Sänger vier Jahre liiert war, soll jetzt eine Klage erwägen. Auch Michaels früherer Lebensgefährte Kenny Goss und sein Patenkind Bluebell, die Tochter von Spice Girl Geri Horner, gingen leer aus. Vor seinem schwulen Coming-out 1999 habe ihm Hape Kerkeling „inständig geraten“, es nicht zu

tun, erzählte Patrick Lindner neulich in Bild. Und tatsächlich seien seine Plattenverkäufe danach in den Keller gegangen: „Ich habe dadurch einen enormen finanziellen Schaden erlitten“, sagte der Schlagersänger, dessen neues Album im Juli erscheint. Dennoch bereut er diesen Schritt nicht: Er lebe jetzt viel „entspannter“ und freue sich, dass er „vielleicht einigen den Mut gegeben habe, zu sich selbst zu stehen“. Sam Bettens, den wir bisher als Sarah Bettens von der belgischen Band K’s Choice kannten, kündigte seine Transition an. „Transgender zu sein, ist keine Entscheidung“, sagte er auf YouTube. „Ich war es schon immer, aber bisher wusste ich es einfach nicht.“ Jetzt sei er „megaungeduldig, aber ich verstehe, dass das nicht über Nacht passieren kann“. Der 46-Jährige lebt mit seiner Frau Stef Kramer und vier Kindern im kalifornischen Palm Desert. Damit kann man also auch 2019 noch provozieren: Einige Radiosender spielen Sarah Connors Song „Vincent“ über einen schwulen Teenager nicht und stören sich vor allem an der ersten Zeile „Vincent kriegt kein‘ hoch, wenn er an Mädchen denkt“. Der Sender HR 3 fragte sogar einen Psychologen, „ob das Lied Auswirkungen auf Kinder mit diesem Namen hat“, wie der Musikchef Christian Brost in Bild sagte (Antwort: Nein!). Connor, die den Song mit Peter Plate (Ex-Rosenstolz) und dessen Mann Ulf Leo Sommer schrieb, sagte auf RTL, sie habe das Lied auch ihren Kindern vorgespielt, und „es gab niemanden, der nicht am Ende des Songs verstanden hat, dass es um Liebe geht“. Am 13. Juni starb der Ex-Tagesschau-Sprecher Wilhelm Wieben im Alter von 94 Jahren. Über den Hamburger, den seine Freundin Inge Meysel 1995 versehentlich als schwul outete, war kaum Privates bekannt, außer dass er sich als „überzeugten Single“ bezeichnete. Österreich hat seine erste offen lesbische Ministerin: In einem Interview mit dem Standard erwähnte die neue Bildungsministerin Iris Rauskala: „Ich bin mit einer Frau verheiratet und ich gehe offen damit um.“ Und gegenüber der Presse fügte sie hinzu: „Ich habe hier noch nie negative Reaktionen erlebt.“ Die Wirtschaftswissenschaftlerin gehört bis zur Neuwahl im Herbst der Übergangsregierung an. Im Reboot von „The L Word“ wird – wie der neue Titel „The L Word: Generation Q” schon andeutet – das „L” dem „Q” Platz einräumen, sprich: Neben den Altstars Jennifer Beals (Bette), Kate Moennig (Shane) und Leisha Hailey (Alice) wird es neue queere und nichtbinäre Charaktere geben, auch zwei trans Männer gehören dem Cast an. Die Dreharbeiten beginnen im Juli, die neuen Folgen laufen im Herbst beim US-Sender Showtime.

FOTOS: ALICE SCHWARZER/PATRICK LINDNER: TRISTAR MEDIA/GETTYIMAGES, SAM BETTENS: DIDIER MESSENS/GETTYIMAGES, SARAH CONNOR: NINA KUHN

Patrick Lindner


PROGRAMM 81

präsentiert 12.07.–15.09., Tipi am Kanzleramt

Cabaret Seit nunmehr 15 Jahren wird die Erfolgsinszenierung des Regisseurs und Madonna-Choreografen Vincent Paterson in Berlin gezeigt. Das legendäre Musical, das auf Christopher Isherwoods Roman „Leb wohl, Berlin“ basiert, ist eine Ode an die geistige und sexuelle Freiheit der „Goldenen Zwanziger“. Ein Muss!

FOTO: JAN WIRDEIER

This successful production by director and Madonna choreographer Vincent Paterson has been running in Berlin every summer for 15 years now. The legendary musical based on the Christopher Isherwood novel Goodbye to Berlin is an ode to the spirit and sexual freedom of the Golden Twenties. In German.

Auch Handarbeit kann sexy sein!

QUADRIGA 2017 Handaufzug · Ø 42 mm

FLAGSHIPSTORE / MANUFAKTUR Rosenthaler Straße 40/41 · 10178 Berlin

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Tel.: +49 (0)30 364 285 160 www.askania.berlin


82 PROGRAMM

Mo

10:00 Gropius Bau

FOTO: VAGINAL DAVIS

01.07.

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration

Mo 01.07. Vaginal Davis: Ladies on Paper Vaginal Davis ist vor allem als Performanceartist und aus der Filmwelt bekannt – doch auch der Malerei hat sie sich verschrieben. Im Rahmen der Ausstellung „The Black Image Corporation: Theaster Gates“ werden ihre Arbeiten, die Personen des öffentlichen Lebens darstellen, als Teil einer Gruppenschau gezeigt.

Vaginal Davis has a storied career, but many are unfamiliar with her work as a painter. As part of the exhibit The Black Image Corporation: Theaster Gates, her works depicting public figures will be displayed on rotation through Jul. 21 along with pieces by Wu Tsang and Mac Fowlkes.

FOTO: IMAGO/FOTOKOSTIC

21:00 Begine, Himmelreich

Di 02.07. Frauenfußball-WM Heute und morgen finden die beiden Halbfinale der Frauenfußball-WM statt. Die spannende Entscheidung, welche Teams sich im Endspiel in der Fußballmetropole Lyon (07.07.) gegenüberstehen werden, könnt ihr sowohl in der Begine als auch im Himmelreich verfolgen. In beiden Locations gibt es Public Viewing.

The two semi-finals for the FIFA Women's World Cup take place today and tomorrow. Find out which teams will be facing off at the final (Jul. 7) in the soccer metropolis of Lyons. The games will be screened at women’s center Begine in Schöneberg and at queer bar Himmelreich in Friedrichshain.

23:59 about blank

Mi 03.07. Schlau Wie bei vielen Partyreihen im blank sind auch hier Gays, Queers und Straights gleichermaßen willkommen. Doch neben dem Anspruch des Orga-Teams, LGBTI-Rechte zu unterstützen, steht vor allem die Musik im Vordergrund: House und Techno legen diesmal die Französin Laura BCR und Z@P aus Montevideo u. a. auf.

As with many party series at blank, this slyly titled club night equally welcomes gays, queers and straights. The promoters are vocal about supporting LGBTI rights, but the main focus is the music: house and techno, this time spun by the likes of French DJ Laura BCR and Z@P from Montevideo.

Kultur 19:00 Schwules Museum > Krzysztof Jung – Zeichnungen, Finissage. Exhibition closing event 19:00 Silver Future > Venusboys, Dragking Show, hosted by Camp Dad. Show celebrating male masculinity 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sommertheater open air, „Miranda oder Total Eclipse of the heart“, von der Theatergruppe shakespeare2go. Play 22:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Kino International > MonGay: Messer im Herz, französischer CampSex-Thriller mit Vanessa Paradise, OmU. Thriller in French

Bars 19:30 Blond > Early Evening Karaoke, im Anschl. „Schlager à la carte“. Night of German hits 20:00 Möbel Olfe > Soli vom Fass, Soliabend für Straßen aus Zucker. Mini benefit for local/queer projects 20:00 Stiller Don > Montag = Dontag, One of the city’s oldest regular gay bar nights 20:00 Betty F*** > Kölsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 20:30 Marienhof > W!ld Monday 22:00 Greifbar > Wunschkonzert, „Hört eure Lieblingsmusik“. 80s-style gay cruising bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men

Clubs 19:00 SO36 > Roller Skate Disko, Skates-After-WorkParty, Tanzkurs ab 20:30, DJs Rollers HiFi. Old-school disco night on skates 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Multisexual Boxhopping, Flat-Rate-Karaoke, Host: Zoe. Karaoke night 23:00 KitKatClub > Electric Monday, DJs Alexi Delano, Elisa Elisa, Frankie Flowerz (Deep House, Minimal, Techno, Grooves, Breakz), no special dress code. This queer-friendly party keeps the weekend vibe bumpin’ on

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Fuckin’ Monday, Cruising-Sex-Fun 19:00 Club Culture Houze > Naked Sex, men only

Führerscheinfrei bis 12 Personen Grill, Grillgut, Getränke, Picknickboxen in Berlin-Rummelsburg an der Spree

Buchung online: spreeboote.de

Di

02.07. 14:00 Werkstatt der Kulturen > Queer.barrierefrei. machen, Vernetzungsveranstaltung. Networking event

Kultur 19:00 Barbiche > Talentschuppen, offene Bühne für Lesungen bis hin zu Konzerten. Open stage for performers 19:30 Friedrichstadt-Palast > Vivid Grand Show, Moderne Akrobatik mit Entwürfen von Hut-Designer Philip Treacy. Modern circus 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sommertheater open air, „Miranda oder Total Eclipse of the heart“, von der Theatergruppe shakespeare2go. Play 20:00 Vaganten Bühne > Spreeperlen. Eine Berlin-Revue, Schubert-Lieder und Evergreens der letzten Jahrzehnte . Concert 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 Dodo > Offene Lesebühne, Lies deine eigenen Texte. Reading show 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > The House of Presents, Drag Show + Dance Party, um 22:00 Pre-Show „Gieza’s Pokehouse“. Pansy and her girls’ weekly drag show and party

Bars 18:00 Möbel Olfe > Ein Abend von und für TLIF, DJ Nai. Olfe’s midweek bar night for TLIF 19:00 Flax > Feierabendbier Party, mit Tischtennis. Regular gay bar night 19:30 Blond > Sing Sing Sing, Star Party Host: Tommi. Karaoke night 20:00 Filmbühne am Steinplatz > Bingo am Steinplatz, Bingo mit Margot Schlönzke und Giselle d’Apricot. Bingo night 20:00 Betty F*** > KlinikTreff, Tiny gay bar with trashy interior 21:00 Begine > Frauenfußball-WM, Halbfinale.

Screening of the Women’s World Cup 21:00 Himmelreich > FrauenFußball WM 2019, LiveÜbertragung aus Frankreich. Screening of the Women’s World Cup 22:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sunglasses at night, „80ies in the Hobby“ 22:00 Ficken 3000 > Der Lohntütenball, A mingle-mangle of party and sex orgy 22:00 Greifbar > Unter uns, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Rauschgold > Time Tunnel, „ab in die Retro Röhre“ DJ Doris Disse. Retro pop songs all night 22:00 Woof > Bear Bust, „The place to be on Tuesday Nights“. Meeting place for hairy men

Sex 12:00 The Jaxx > Hot Tuesday, Sensual Sexuality im Private Club 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Cum & Fuck, „XXL Fuck Factory“ 19:00 Club Culture Houze > The Hengst, Nur für schwule Männer. Gay only 20:00 Triebwerk > TriebSex, Naked & Underwear 21:00 Stahlrohr 2.0 > Youngster-Sex-Party, für Boys von 18-28, ab 24 Uhr für alle! Ages 18-28 till midnight, thereafter no limit

Mi

03.07. BO I LE R Sp ecial youngSTARS Sauna-Event für Jungs bis 28 Jahre | ab 18 Uhr

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 18:00 Café Ulrichs > Mein Leben als chassidische Trans*-Aktivistin, Abby Stein im Gespräch mit Keshet Deutschland e.V. Discussion 18:00 Schlosspark Oranienburg > Picknick in Weiß, Sommerpicknick


3.7. | 18 uhr schlosspark oranienburg

Kultur

THE GOLDEN GMILFS | -

www.BKA-THEATER.de

12:45 Freie Universität Berlin / Institut fĂźr Theaterwissenschaft > Kurzvortrag mit Videobeispielen zu den go drag! Festivals 1997 + 2002, von und mit Bridge Markland. Lecture 19:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker 20:00 Berghain > Tanya Tanaq / Rabih Beaini live, DJ Opium Hum, hosted by CTM 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, KomĂśdie. Comedy play 21:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: BKA-Theater > The Golden Gmilfs, die Golden Girls-Musical-Show, ein Vollplayback-StĂźck, Cast: Jurassica Parka, Margot SchlĂśnzke, Ryan Stecken, Destiny Drescher u. a. Jurassica Parka’s drag parody of the campy 80s sitcom Golden Girls 21:45 Freiluftkino Kreuzberg > The Favourite, lesbisches Historiendrama 21:45 Freiluftkino Friedrichshain > The Favourite Intrigen und Irrsinn, Lesbisches Historiendrama, OmU. Drama in English

Bars 19:00 Ludwig > Emma Chizzit Drag Pub Quiz, hosted by Emma Chizzit with special guests

19:00 Ludwig > Emma Chizzit Drag Pub Quiz, Pub Quiz hosted by Emma Chizzit with special guests 19:00 Barbiche > Open Stage for Ladies, zeige dein Talent 20:00 Tipsy Bear > Prism Queer Performance Night, Open Stage, Host: Ben Peacock. Open stage for LGBTIQ performers 20:00 Marietta > Der schwule Mittwoch, Der Klassiker am Mittwoch. Well known gay bar night 20:00 Grosse Freiheit 114 > Feierabend, relaxter Barabend. After-work bar night 20:00 Betty F*** > Cock Tale, Tiny gay bar with trashy interior 20:30 Blond > Caribic Night Fever 20:30 Marienhof > Bergfest 21:00 Begine > FrauenfuĂ&#x;ball-WM, Halbfinale. Screening of the Women’s World Cup 21:00 Himmelreich > FrauenFuĂ&#x;ball WM 2019, LiveĂœbertragung aus Frankreich. Screening of the Women’s World Cup 21:30 Zum Schmutzigen Hobby > Drags and Drinks with Judy LaDivina, Drag Show,, Host: Judy Ladivina. Ab 23:00 „Mittwochs Music“ (Pop) 22:00 Mutschmann’s > DJ Menace, Electro night in the popular fetish bar 22:00 Greifbar > Long Cruising Night, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Rauschgold > MI.a.MI, „Mix am Mittwoch“, DJ Doris Disse (Retro Music). Oldies bar night 22:00 New Action > Big Dick Night, Open House Night, Freigetrank 1 SHOT fur alle groĂ&#x;en Schwanze, no dresscode. Regular bar night

Electro). Weekly party series in the hedonistic dance club 23:59 about blank > Schlau, mixed-gender, DJs Z@P, Laura BCR, Gustavo CĂĄrdenas, Serio, Ebrian (House, Techno). Party series supporting gender equality 23:59 Tresor > Tresor New Faces, hosted by Artik, DJs Verraco, Erias, Victor Kubin (Techno, Electro). This rather straight midweek techno party attracts a lot of gay people as well

Sex 12:00 Duplexx > Kinotag 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Kinotag, Men only 16:00 BĂśse Buben > AfterWorks, von soft bis SM, men only. Relaxed SM play party 18:00 Der Boiler > YoungStars-Sauna, fĂźr Jungs bis 28 Jahre. Sauna and cruising for guys through age 28 19:00 Ajpnia > Ajpnia am Mittwoch, „Wohnzimmeratmo nach Feierabend. Gespräche, Erotik, Kennenlernen, Entspannen“, Men only. Relaxed erotic party 20:00 Triebwerk > After Work Sex, Dress code: underwear, naked 20:00 Club Culture Houze > Bi-Night – Adam & Eve im Lustgarten, „Gay, Lesbian, Hetero, BiLounge“, Erotic/Fetish outfit or naked. Mixed-gender lounge 22:00 Stahlrohr 2.0 > Obenoder-Unten-Ohne, Dress code: Topless or pants off

als nur

Sauna! Ă–ffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 12:00 bis 6:00 Freitag 12:00 bis Montag 6:00 durchgehend

Mehringdamm 34 / Berlin Kreuzberg T e l .: 030 - 57 707 175 Mehringdamm (U6/U7)

Juli . 1 2 , tag n n o S fest umparty n e Ă&#x; a Str Uhr Scha 1 16 – 2 Juli . 8 2 , ntag n o S SD XXL-C er Sling-Area oĂ&#x; mit gr 21 â‚Ź 4 Uhr) : t t i r t n dei ts (Einlass ab 1 e: 26 â‚Ź r a d n ke ang Sta 00 Tic teschl ar iv 1 Exklus kauf ohne W r e v ode > im Vor oiler oder C B VVK im

Clubs 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Piano Bar, Sing on stage with the Pinao Man Jacu, Host: SuperNoa. Soulful and jazzy karaoke night 23:00 KitKatClub > Symbiotikka, DJs Mike Book, Grace Thompson, Lexy Clock, Jordan (Techno,

Mehr Entspannung pur

Picknick Pic Pi ick cknick knic kkni ick ckk inn We WeiĂ&#x; W eiĂ&#x; eiiĂ&#x;

oranienburg-erleben.de oranienb urg-erlebeen.de

PROGRAMM 83

MaaĂ&#x;enstr. MaaĂ&#x;enstr. 14/ Winterfeldtplatz W inter feldtpla e tz

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84 PROGRAMM

Do

22:00 Capture

04.07. Fr 05.07. Barabend mit DJ Forvitin Während gefĂźhlt immer mehr queere Orte schlieĂ&#x;en – zuletzt die Moritz Bar –, gibt es dennoch vereinzelte Lichtstreifen am Horizont. So seit Ende Mai in Friedrichshain: Dort erĂśffnete im Kiez um den Boxhagener Platz mit der Capture Bar ein neuer schwuler Laden. FĂźr einen groovigen Abend sorgt hier heute DJ Forvitin.

While it seems that more and more queer spaces are shutting down – most recently the bar Moritz – there are still a few beacons of hope on the horizon. For example, Capture: this gay bar opened in late May near Boxhagener Platz. Tonight, DJ Forvitin will fill the room with groovy tunes.

23:00 KitKatClub

Fr 05.07. Gegen Paradise Dass die queere Techno/Electro-Party „Gegen“ fĂźr viele Clubkids so was wie das Paradies ist, dĂźrfte kein Geheimnis mehr sein. Und heute erhebt die Party eben dieses zu ihrem Motto. Im lauschigen Garten Eden des KitKatClubs sorgen DJs wie Yam Bataller, Ayarcana oder Esther Duijn (Foto) fĂźr paradiesische Mucke.

Far from an insider tip any longer, the queer techno/electronic party Gegen has grown into a world of its own. It’s like a utopia for club kids, which is reflected in this edition’s theme, where the KitKatClub becomes a Garden of Eden with DJs Yam Bataller, Ayacana, Esther Duijn (pictured) and many more.

FOTO: DRAGAN SIMICEVIC

20:30 Eisenherz

11:30 RuT-Lesbenzentrum > Lesbenwelten 65+, Gesprächsgruppe fßr lesbische Frauen zu Themen des Alterns. Open meeting 17:30 Begine > Mal- und Zeichenkurs fßr Anfängerinnen, Unter Anleitung von Kunsttherapeutin Dorit Geithner. Drawing class 18:00 Der Boiler > WohlfßhlAbend, bis 21:00. Relaxed sauna night 19:00 Begine > Lesbennetzwerk in SchÜneberg, Stammtisch. Open meeting

Kultur 19:00 Schwules Museum > My Dearest Sweet Love; Christopher Isherwood & Don Bachardy, AusstellungsfĂźhrung. Guided exhibition tour 19:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker 19:30 Friedrichstadt-Palast > Vivid Grand Show, Moderne Akrobatik mit EntwĂźrfen von Hut-Designer Philip Treacy. Modern circus 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sommertheater open air, „Miranda oder Total Eclipse of the heart“, von der Theatergruppe shakespeare2go. Play 20:00 Wintergarten > Let’s Twist Again, Rockabilly meets Akrobatik 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, KomĂśdie. Comedy play

Anna

7. Juni – 18. Aug. 19 www.kw-berlin.de

Clubs

THE GOLDEN GMILFS | -

www.BKA-THEATER.de

20:30 Cassiopeia > Sara Hebe, Hip Hop, Dancehall, Cumbia. Concert 21:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: BKA-Theater > The Golden Gmilfs, die Golden Girls-Musical-Show, ein Vollplayback-StĂźck, Cast: Jurassica Parka, Margot SchlĂśnzke, Ryan Stecken, Destiny Drescher u. a. Jurassica Parka’s drag parody of the campy 80s sitcom Golden Girls 21:45 Freiluftkino Friedrichshain > Border, Queeres Fantasydrama 21:45 Freiluftkino Rehberge > Border, Queeres Fantasydrama

21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke, Host: Johnny B. Karaoke night 22:00 Paloma Bar > Da Soul Revival, DJs Tyree Cooper b2b Mandel Turner (House, Acid, Disco Edits) 22:00 Säule/Berghain > Säule, live: Via App, DJs Ciarra Black, marum, Thoom. Night of experimental beats 23:00 Suicide Circus > Chantal’s House of Shame, DJs + Show TBA (Electro, House, Minimal). Chantal’s infamously lascivious weekly party explosion

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Knock up@XXL, „Enjoy the difference“ 17:00 BĂśse Buben > Give me FFive, AfterWork-Fistparty 20:00 Club Culture Houze > Change your Gender, Queer play and fuck, Crossdress, Nylon, Kinky 21:00 Mutschmann’s > Naked-Sex-Party 21:00 Lab.oratory > Naked Sex Party, Einlass bis 23:00. Entry till 23:00

Bars 19:30 Blond > Wunschmusik der 80er, Your favorite music from the 80s 20:00 Betty F*** > Schluckimpfung, Tiny gay bar with trashy interior 20:00 Flax > on the way to Chantal, Warm-up Party, Special: Tischtennis. Get ready for the night at this local youngster spot 20:00 Grosse Freiheit 114 > Topless-Night, „Alles kann, nichts muss“, Host: Jonas. Bar with darkroom 20:30 Marienhof > Twister_Xtra 3, Warm-up to Chantal 21:30 MĂśbel Olfe > Schwulenschubsen, der schwule Barklassiker, DJs Omer Schwartz & Luigi di Venere. There’s nothing like Thursday’s gay night at Olfe: crowded, hilarious, flirty 22:00 Ficken 3000 > Chez Uns, Danceparty. Dancing action upstairs, sexy encounters downstairs 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Greifbar > Wenn die Waldfee kommt, Männer, Drinks, Cruising. 80sstyle gay cruising bar 22:00 New Action > Cheap + Sexy Thursday, Dress code: casual, men only 22:30 Zum Schmutzigen Hobby > Barbie Girls & Boys, 90er und Trashparty. The Hobby indulges in pop music

Fr

05.07. 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 16:00 Haus der Kulturen der Welt > Gedenkveranstaltung 100 Jahre GrĂźndung Institut fĂźr Sexualwissenschaft (1919-1933), GruĂ&#x;worte, Gedenkreden, Musik von Sigrid Grajek. Memorial event 18:00 Sexclusivitäten > Freudensalon, FĂźsse als Fetisch und Erogene Zone. Talk

Kultur 18:00 RuT-Lesbenzentrum > Impressionen aus ver-

Fr 05.07. Buchvorstellung: Martin Dannecker Sexualwissenschaftler Martin Dannecker stellt sein neues Buch „Fortwährende Eingriffe“ vor: Es versammelt Texte, die er seit Mitte der 80er bis heute zu HIV und Aids geschrieben hat. Thematisiert werden dabei u. a. die Angst vor dem Virus und der Versuch, darĂźber das Sexualverhalten schwuler Männer „zu disziplinieren“.

Tonight, sexologist Martin Dannecker is presenting his new book, the title of which translates as Ongoing Interventions. It collects the author’s writings on HIV and AIDS from the mid-80s through present day, frequently dealing with the fear of the virus and the attempt to “discipline“ gay men’s sexual behavior.

Salzburg an der Spree Heinrich Ignaz Franz Biber – Missa Salisburgensis à 53 voci 4. Juli 2019, 20 Uhr Berliner Dom

täglich ab 22.00 Uhr greifbar.com

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www.BKA-THEATER.de


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schiedenen Perspektiven, Ausstellungseröffnung mit Fotos von Franzi Blumenthal. Exhibition opening Sophiensaele > Sophiensaele Sommerfest, Spielzeitabschluss. Summer bash Ludwig > Drag Capsule, Drag show for new drag and improvisational performance EWA Frauenzentrum > Boys will be boys, Ausstellungseröffnung. Exhibition opening Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker Friedrichstadt-Palast > Vivid Grand Show, Moderne Akrobatik mit Entwürfen von Hut-Designer Philip Treacy. Modern circus Zum Schmutzigen Hobby > Sommertheater open air, „Miranda

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oder Total Eclipse of the heart“, von der Theatergruppe shakespeare2go. Play Halle am Berghain > UY Zone, kollaborative Performance, auch um 22:00. Performance night Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich“, Theaterstück mit Ralph Morgenstern. Play SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Astrid North und Gäste - North-Lichter, Konzert mit der ehemaligen Cultured Pearls Sängerin, im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert Dodo > Open Stage, Selber singen Galerie Studio St. St. > Salon Kreuzkölln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis Eisenherz > Buchvorstellung mit Martin Dannecker, „Fortwährende Eingriffe“ Sammlung der Essays des Sexualwissenschaftlers, Lesung und Diskussion. Book presentation SIEGESSÄULE präsentiert: BKA-Theater > The Golden Gmilfs, Wiederaufnahme der Golden Girls-Musical-Show, ein sehr unterhaltsames und gut inszeniertes, trashiges Vollplayback-Stück, Cast: Jurassica Parka, Margot Schlönzke, Ryan Stecken,

Destiny Drescher u. a. Jurassica Parka’s drag parody of the campy 80s sitcom Golden Girls 21:45 Freiluftkino Rehberge > Yuli, inklusiver Kinobesuch organisiert von RuT. Film screening 21:45 Freiluftkino Friedrichshain > The Favourite Intrigen und Irrsinn, Lesbisches Historiendrama. Drama

Bars 19:30 Blond > Sexy-MusicBox, Deine Wunschmusik. Your favorite music by request 20:00 Barbiche > BIN, „Alfonsos Italian Night“, Köstlichkeiten, Kunst und Life-Acts. Italian-inspired bar night 20:00 Grosse Freiheit 114 > Wide Open Friday, „Pop/electro/anything goes“, open to all genders 20:00 Betty F*** > Kölsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 20:00 Flax > Karaokeshow, Hosts: Marco & die jungen Wilden. Gay bar, hotspot for young locals 21:00 Pussycat > Black Weekend – BerlinCigarMen, Gay Cigar Salon 21:30 Marienhof > Pop & Schlager, mit Musikquiz, Host & DJ: Doris. Poppy trivia night 22:00 Capture > Forvitin DJSet, Friedrichshain’s new gay bar 22:00 Woof > Hot Guys & Spicy Ginger, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Mutschmann’s > WeekendStarter, Popular fetish bar with darkroom 22:00 New Action > Shooter Friday, Strict dress code, all kinds of fetish. Men only

22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Popp!bar, The Hobby turns into an outrageous gay pop disco

Clubs 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing on Stage, Hosts: SuperNoa & Fortune Taylor, ab 24:00: „Looney Tunez Live Band Karaoke“, Karaoke mit live Rock Band. Karaoke all night

20:00 Begine > Die Pop-Perlen der Tangoschlampe, Andrea legt auf: Bekanntes und Unbekanntes, Neues und Altes. Pop music 22:00 Die Busche > Kaputt im Kopf, (Charts, Electro, Schlager). Berlin’s cult club for gays and lesbians 22:00 Lab.oratory > Lab.Dance, Einlass bis 24:00, „Dance up your weekend“, mit SäulenFloor. Entry till midnight 23:00 SchwuZ > Divas, „A night dedicated to Cher“, hosted by Destiny Drescher & Amy Strong, mit DragBattle, DJs Stella deStroy, Gitti Reinhardt, Polly Puller, U-Seven u. a. 23:00 Maze > Atomic, „Party for Queers & Folks“, DJs Trust.The.Girl, Marco Ward

u. a. (Indie, 80s, Electro, Pop) 23:00 Connection Club > Youngsters Party, „young & beautiful“, DJ Anna Klatsche (Main, Pop). A twinky pop party at Schöneberg’s clubbing institution 23:00 KitKatClub > Gegen Paradise, DJs Esther Duijn, Lars Huismann, Liquid Sky, Shingo Suwa, Beuthen Os, Ayarcana, Acierate, XIK, Yam Bataller, David Delgado, Sciarada, Bearkeeper u. a. (Dark Techno, Techno, Experimental, House). Massive queer but mixed party at a sex club 23:59 Panorama Bar/Berghain > Finest Friday, live: Egyptian Lover, DJs Cinnaman, DaM-FunK, San Soda. Electro night in the upper area of the hyper-hip, bassflooded dance temple

Sex 20:00 Böse Buben > Cocksucker Contest, Wir suchen den Besten, Dresscode für Sucker: white socks + naked, underwear, short pants, Dresscode für Genießer: colored socks + naked, underwear, short pants 22:00 Stahlrohr 2.0 > SUCK’n BLOW, Cruising-Night 22:00 Triebwerk > Cheap Sex, Naked & Underwear

HIV | Syphilis | Tripper Chlamydien Mach einen anonymen Schnell- oder Labortest! Dienstags 16:30-20:30 Uhr für Männer, die Sex mit Männern haben und Trans*, mittwochs 14:30-20:30 Uhr. Berliner Aids-Hilfe e.V., Kurfürstenstraße 130, 10785 Berlin Telefon 030 885640-0, berlin-aidshilfe.de

JULY 2019 thursdays july04/11/18/25

doors open 9 to 11 pm

Naked Sex Party

fridays july05 july12/19/26

saturdays

doors open 10 to 12 pm

sundays

july06

Yellow Facts

july07

july13

Fausthouse

july14

piss without dresscode anal deep throat

july20

Gummi

july27

Naked Sex Party

rubber outfit only!

july21 july28

doors open 10 to 12 pm

Lab.dance 2-4-1

dance up your weekend, double drinks

Friday Fuck 2-4-1

pimp up your weekend, double drinks doors open 4 to 6 pm

Naked Sunday

every first sunday

Mask

no face, just body

Athletes

fit for fuck dresscode sportswear & sneaker

Yellow Facts

piss without dresscode

CERTAINLY SAFE SEX

AM WRIEZENER BAHNHOF BERLIN – FRIEDRICHSHAIN S OSTBAHNHOF


86 PROGRAMM 23:55 GriessmĂźhle

FOTO: CAMILLE BLAKE

06.07. 21 INPUTS IN 10 STUNDEN!

Sexualpolitik kontrovers

Sa 06.07. CockTail d’Amore Viele dachten, die GriessmĂźhle schlieĂ&#x;e in diesem Sommer. Das war falsch. Dennoch scheint es so, dass die Tage des Clubs bald gezählt sind und damit die Party der DJs Discodromo (Foto) ihre Heimat verliert. Kein Wunder also, wenn hier heute wieder Homos in Scharen aufschlagen – denn wer weiĂ&#x;, wie oft das noch geht ...

Sa

There was talk that Griessmßhle would close this summer. That’s not the case, although it seems the club’s days are numbered and that Discodromo (pictured) will soon have to look for a new home for their party. Expect a full house, even more so than usual – because who knows when the last dance is coming?

20:00 Tempodrom

6. JULI, im PS120

A JURASSIC A PARK | -

www.BKA-THEATER.de

16:00

18:00 queereskulturhaus.de

YOUR SEXUAL HEALTH

19:00

19:00

WWW.STIC.BERLIN

STI EMERGENCY CONSULTATION INFECTIOUS DESEASES FOTO: SONY MUSIC

SAT 10 –12 AM

Sa 06.07. Gossip Es war der Durchbruch fĂźr das 2016 aufgelĂśste queere Trio aus Arkansas: das Album „Music For Men“ von 2009, das den kratzigen Blues-Rock-Sound der Band zu catchy Indiepop wandelte und in vielen Ländern die Top 10 erreichte. Anlässlich des 10. Jubiläums der Platte gehen Gossip nun wiedervereinigt auf Tour.

It was the breakthrough for the queer trio from Arkansas: the 2009 album Music for Men, which swapped scratchy blues-rock for a poppier indie sound, landing in the Top 10 in many countries. To celebrate its tenth anniversary, the band has reunited after their split in 2016 to perform the album on tour.

19:00

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Kultur 14:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker, auch 19:30 15:00 Theater des Westens > The Band – Das Musical, mit Prince Damien 15:30 Friedrichstadt-Palast > Vivid Grand Show, mo-

20:00

derne Akrobatik mit EntwĂźrfen von Hut-Designer Philip Treacy. Modern circus Schwules Museum > Karol Radziszewski: Queer Archives Institute, AusstellungsfĂźhrung (engl.). Guided exhibition tour in English SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon >> Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka, auch 21:30. Modern acrobatics KW Institute for Contemporary Art > Kunstpreis der Schering Stiftung 2018: Anna DauÄ?Ă­kovĂĄ, AusstellungserĂśffnung. Exhibition opening Spinnboden, Lesbenarchiv und Bibliothek > Lesbisch_queere BĂźchernacht, sich Ăźber BĂźcher austauschen. Book reading Incognito > Jetzt red’ ich, Soloprogramm von Margot SchlĂśnzke. Onewoman drag show by Margot SchlĂśnzke SinBerlin > Die Teegesellschaft, queeres Showprogramm mit wechselnden KĂźnstler*innen Tempodrom > Gossip, Reunion-Tour der queeren Heroen zu 10 Jahren „Music For Men“. Concert Begine > Filmnacht: Läsbisch-TV Best-of 1991 – 1993, das erste lesbische Fernsehmagazin von Mahide Lein & Doro Etzler,. Tv show screening Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich“, TheaterstĂźck mit Ralph Morgenstern. Play Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Astrid North und Gäste - North-Lichter, Konzert mit der ehemaligen Cultured Pearls Sängerin, im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert AHA > Circus Prohst präsentiert SommerlĂścher VII, Motto: Angezogen und Ausgetrunken Bennies Bumsboutique, mit

Bars 17:00 Begine > FrauenfuĂ&#x;ball-WM, Spiel um den dritten Platz. Screening of the Women’s World Cup 17:00 Himmelreich > FrauenFuĂ&#x;ball WM 2019, LiveĂœbertragung aus Frankreich. Screening of the Women’s World Cup 19:00 Flax > Feste feiern!, spiel deine eigene Musik + Tischtennis. Partygoers provide tonight’s music 19:30 Location: TBA > Black Weekend – Leather Dinner, Full Menu in full Gear, Reservierung: male.space 19:30 Blond > Saturday Night Gay Warm-up 20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox Night, Be your own DJ. Friedrichshain’s well known gay bar 20:00 Club der polnischen Versager > Anko-kai, „Party for hairy Geishas and Yakuzas with boobs“, mit Show. Japanese gay party, open for all genders 20:00 Marienhof > Saturday Night Fever, Charming and quite traditional gay bar, hotspot for locals 20:00 Betty F*** > Saturday Night Fever, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 22:00 Woof > Hot Guys & Spicy Ginger, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Rauschgold > LateNight-Rausch, „FĂźr alle, die nie genug bekommen“. Pop music night 22:00 Zum Schmutzigen Hobby > Trans late, „die späte Party bis Sonntag frĂźh“. The Hobby turns into an outrageous gay pop disco

FOTO: CEREN SANER

16:00 Hermannplatz

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung Only with advanced registration 14:00 Sonntags-Club > Echter Sex! Workshop: Sexual Health fĂźr Frauen, Lesben, Queers*, zum Thema Sex mit Vulven und Vaginen. Workshop 16:00 Hermannplatz > Kuir+Lubun Berlin Pride March, Demonstration gegen Hass, Rechtsruck und Rassismus in Europa 19:00 PS120 > Queer Thinking, Queeres Kulturhaus E2H: Vorträge von Seyran Ates, Gudrun Fertig u.a. Lecture

Gitti Reinhardt, Vera Titanic, Loris Daniel, Margarete von Untot, u.v.a.m. Trashy drag show 20:00 Galerie Studio St. St. > Salon KreuzkÜlln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis 23:30 BKA-Theater > Jurassica Parka Late Night: Paillette geht immer, Die stadtbekannte Dragqueen präsentiert ihr Livetalk-Format, heute mit den Ludvixxen zu Gast. Comedy talk show

Sa 06.07. Kuir+Lubun Berlin Pride March Das Netzwerk Kuir+Lubun organisiert wie schon im letzten Jahr eine Demo gegen die Verbote von LGBTI-Veranstaltungen wie den Istanbul Pride durch die tĂźrkische Regierung. AuĂ&#x;erdem wird gegen Hass, Rechtsruck und Rassismus in Europa demonstriert.

As they did last year, the Kuir+Lubun network is organizing a demo in NeukÜlln against the Turkish government’s ban of LGBTI events, such as Istanbul Pride. The march also serves as a protest against hate, racism and reactionary politics in Europe.

SIGRID GRAJEK | -

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bump!


PROGRAMM 87 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar

Clubs 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke all night, Hosts: Fortune Taylor & SuperNoa. Karaoke night 22:00 Die Busche > Tanztherapie, (Electro, House, Charts, Main, Schlager, Oldie). Berlin’s cult club for gays and lesbians 22:30 Raumerweiterungshalle > ¡Mash-Up!, „Multigender / Multiworld – Irradiate yourself party“, live: ILLAY, Chernobyl, DJs Grace Kelly, Eric Oliviera & Slim Soledad, NARA (Oriental Indie Pop, Brazilian Funk, House, World Wide Dance, Tropical Bass) 23:00 Connection Club > Beef Berlin, „Hot & Horny“, Party für Männer, DJ A. Disko (House). Naked dance party, men only 23:00 SchwuZ > bump!, „Das Retro-Studio“, DJs Modeopfer, Doris Disse, marsmaedchen, aMinus, mikki_p, derMicha, Trudi Padma Knusprig (80s, 90s, 70s/Schlager). Gay party with retro club classics 23:00 KitKatClub > CarneBall Bizarre, „KitKatClubnacht“, DJs Monty, Der Freak, Flash, Felix FX, Cabaret Sultana mit Amir & friends (Techno, NuTrance, Progressive, Oriental Techno). Dress kinky & erotic, have sex or just dance all night long 23:30 UnterTage > Ratchet, DJs Caramel Mafia, Rina V, Offbeatsupportah, Ployceebell (Hip Hop, R’n’B, Trap, Dancehall, Afrobeat). Queer hip-hop party series 23:55 Griessmühle > CockTail d’Amore, Line-up TBA + CockTail d’Amore Soundmaschine (Deep House, Nu Disco). Popular gay discolectro party 23:59 Urban Spree > Arabs Do It Better, „Summer Edition – Electronic Hafla“, queer-friendly party series, DJs David Pearl, Marwan Hawash, Hiba Salameh u. a. 23:59 Berghain > Klubnacht , live: 30drop, Geistform, DJs Adriana Lopez, Angel Molina, Norman Nodge, Kastil u. a., in der Panorama Bar DJs Hannah Holland, Castro, Manamana, DJ Dustin,

Oskar Offermann u. a. Get lost in the concrete temple for contemporary electronic dance music

22:00 Ficken 3000 > Vogue, DJ Black K & Guests (Synth Pop, Dark Wave, Gothic, Electro Wave). Weekly hedonistic dance party 22:00 Greifbar > Gross-kleinTag, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 New Action > Lazy Sunday, „Der entspannte Sonntagabend“, casual dress code. Cruising bar

Sex 14:30 Club Culture Houze > Open Lipzz, für FLTI* zum kennenlernen, bis 20:00 20:00 Böse Buben > BöseBuben-Nacht, SM und spanking. The classic spanking party, entry till midnight 21:00 Ajpnia > Ajpnia am Samstag, Entspannte Party für Positive und nicht Positive, men only. Relaxed erotic party 21:00 Club Culture Houze > Eisensteig, gay fetish party 22:00 New Action > Cruising Non Stop, „Gay night for all kinds of fetish“ 22:00 Mutschmann’s > Black Weekend – BLUF Leather Night, Dresscode: Leder, Uniform, Breeches. Leather and uniform night 22:00 Lab.oratory > Yellow Facts, piss without dress code 22:00 Triebwerk > Sexparty, Naked- & Underwear-Sexparty 22:00 Stahlrohr 2.0 > NakedSex-Party, For boys & men

Clubs

om W asser Berlin vvom Berlin Wasser aus erleben! erleben! aus 030 24647 24647 9960 9960 030 chiff skontor.de sschiffskontor.de 15:00 Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein, auch 20:00 17:30 Tipsy Bear > Lipstick & Lachs, Drag Show, Host: Nana Schewitz. DJ Bambi Mercury. Performers: Psoriasis & Bliss 18:00 Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich“, Theaterstück mit Ralph Morgenstern. Play 18:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne, atemberaubende Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 19:00 Incognito > Jetzt red’ ich, Soloprogramm von Tuntenikone Margot Schlönzke. One-woman drag show by Margot Schlönzke 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, Komödie. Comedy play 21:45 Freiluftkino Rehberge > The Favourite - Intrigen und Irrsinn, Lesbisches Historiendrama mit Olivia Coleman. Drama

Bars

So

07.07. 11:00 Black Pug > Black Weekend – Leather Brunch, „Good Morning in Gear“

Kultur 14:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker, auch 19:30

14:30 Blond > Kaffeeklatsch, Kuchenparty mit deutschen Schlagern. Coffee and tea time 15:00 AHA > AHA-Sonntagscafé, Kaffee & Kuchen. Coffee and screening of popular crime series Tatort 17:00 Himmelreich > FrauenFußball WM 2019, LiveÜbertragung aus Frankreich. Screening of the Women’s World Cup 17:00 Begine > Frauenfußball-WM, Finale. Screening of the Women’s World Cup 18:00 Flax > on the way to GMF, Warm-up Party, mit Tischtennis. Get ready for the night at this local youngster spot 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Hasch mich, ich bin der Mörder, Tatort Public Viewing. Germany’s most popular crime series

20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox & Cruising, Be your own DJ. Bar with darkroom, open to all genders 20:00 Betty F*** > SonntagsVisite, Tiny gay bar with trashy interior 21:00 Hafen > Drama@Hafen, Elektrolounge, DJ SunJamo. Electro chill-out in Schöneberg’s ultimate gay bar

08:00 KitKatClub > Kitty Goldmine, Afterhour, DJs TBA (Tech House). Colorful gender-fucking after-hour 10:00 Griessmühle > CockTail d’Amore, Party nonstop bis Montag, Line-up TBA. The succesful gay party continues till Monday rise its bitter head 12:00 Berghain/Garten > Klubnacht, Das Tanzgewühl der Nacht zuvor geht weiter!, DJs TBA. Vibrant continuation of Saturday night’s party 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Liquid Brunch, feucht-fröhlicher Karaoke-Abend, Host: Johhny B. Nurse your hangover with some karaoke action 23:00 KitKatClub > Nachspiel, DJs Dilone, Marcel db (Techno, Electro). The hedonistic club keeps the party vibe going till Monday morning 23:00 Ritter Butzke > GMF, DJs Will Delight, Neuss, Destiny Drescher u. a. (Electro, House, Techno, Urban, Pop, R’n’B, Hip Hop). The Sunday gay party establishment

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Sunday Sex, Cruising & Coffee-(Cream) 12:00 Der Boiler > BoilerWeekend 15:00 Böse Buben > Give me FFive on Sunday, Fistparty 16:00 Triebwerk > SundaySex, Naked & Underwear 16:00 Lab.oratory > Naked Sunday, Einlass bis 18:00 17:00 Mutschmann’s > Coffe & Cream, für HIV-Positive. For HIV-postive people 17:30 Scheune > Naked Sex Party, Einlass bis 18:30. Entry till 18:30 18:00 Club Culture Houze > Fetisch und andere Schweinereien, queer, mixed BDSM-Spieleabend, Dresscode: Latex, Fetisch, Leder, schwarz 18:00 Stahlrohr 2.0 > Sundowner, Warm-up, Special Drinks, ab 21:00: „Naked Berlin“ Party, Dresscode: Naked, Einlass bis 23:30


88 PROGRAMM 20:00 Festsaal Kreuzberg

Mo 08.07.

BO I LE R Sp ecial PARTNERTAG 2 Personen für 25,- € ab 12 Uhr

Mo 08.07. Lizzo Die Rapperin Lizzo aus Minneapolis ist längst kein Insidertipp mehr, seit sie für ihr neues Album „Cuz I Love You“ bei einem Majorlabel unterschrieb. Nun ist die „RuPaul’s Drag Race“-Gastjurorin und Bodypositivity-Aktivistin auf Tour und performt neben einigen Festivals wie Glastonbury oder Roskilde heute Abend auch in Berlin.

Minneapolis rapper Lizzo is no longer an insider’s tip after signing to a major label for Cuz I Love You, released this spring, Now the one-time RuPaul’s Drag Race judge and body-positivity spokesperson is on tour performing at Roskilde, Glastonbury, and tonight, in Berlin.

20:00 Komische Oper

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 14:30 RuT-Lesbenzentrum > Offene Meditationsgruppe, Für Neugierige und Fortgeschrittene. Meditation group 19:00 Sonntags-Club > Lesung: Fußball, Vortrag zum Thema Homosexualität im Fußball. Lecture

22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men

Clubs 19:00 SO36 > Roller Skate Disko, Skates-After-WorkParty, Tanzkurs ab 20:30, DJs Rollers HiFi. Old-school disco night on skates 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Multisexual Boxhopping, Flat-Rate-Karaoke, Host: The Shredder. Karaoke night 23:00 KitKatClub > Electric Monday, DJs Andre Lodemann, Alexis Cabrera, Ricardo Rodriguez (Deep House, Minimal, Techno, Grooves, Breakz), no special dress code. This queerfriendly party keeps the weekend vibe bumpin’ on

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Fuckin’ Monday, Cruising-Sex-Fun 19:00 Club Culture Houze > Naked Sex, men only

Kultur

Maaßenstr. Maaßenstr. 14/ W Winterfeldtplatz interfe eldtplatz

Maren Kroymann und Band - In my sixties, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. The singer and her band interpret the best pop songs of the 60s 20:00 Komische Oper > Star Dust – From Bach to Bowie, Inszenierung der amerikanischen Tanzcompany Complexions Contemporary Ballet. Ballet 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > The House of Presents, Drag Show + Dance Party, um 22:00 Pre-Show „Gieza’s Pokehouse“. Pansy and her girls’ weekly drag show and party

FOTO: SHAREN BRADFORD

Bars

Di 09.07. Stardust – From Bach to Bowie Das Complexions Contemporary Ballet aus New York lädt zu einer Reise in das faszinierende Pop-Universum von David Bowie. Große Hits wie „Life on Mars?“ oder „Space Oddity“ werden mit Choreografien zelebriert. Im zweiten Teil taucht die Company in die Klassikwelt ein und setzt sich mit Bachs Werk auseinander.

The Complexions Contemporary Ballet from New York welcomes you on a trip to the fascinating pop universe of David Bowie, with hits like “Life on Mars?“ and “Space Oddity“ getting choreographed. In the second part, the company dives into the world of classical music, recontextualizing the work of Bach.

19:00 Columbiahalle

Cäthe & Mockemalör Science-Fiction 08. Juli Tickets 030. 883 15 82 www.bar-jeder-vernunft.de

11:00 Amerika-Gedenkbibliothek > Drag Queen Story Hour, Candy Crash und Kaey lesen Kinderbücher 19:00 Brotfabrik > Die Alptraumfrau, Film von Lothar Lambert. Film screening 20:00 Festsaal Kreuzberg > Lizzo, R’n’B/Hip-Hop-Künstlerin und (queer-)feministische Bodypositivity-Ikone. Concert 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Cäthe & Mockemalör Science-Fiction, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert 22:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Kino International > MonGay: Yesterday, Musikkomödie mit BeatlesSongs, OmU. Comedy in English

FOTO: JUCO

Bars

Di 09.07. Janelle Monáe Janelle Monáes Album „Dirty Computer“ landete 2018 in unseren Top Five – und das nicht nur, weil sich die Künstlerin zeitgleich zum Release als pansexuell outete. Wer sonst schafft es schon, Brian Wilson, Prince und Grimes auf einem Album zu vereinen? Nun bringt Janelle ihren feministischen Roboter-R’n’B live nach Berlin.

Janelle Monáe’s Dirty Computer was one of our top albums of 2018, and not just because she came out as pansexual during its promotion. Who else could gather Brian Wilson, Prince and Grimes on the same disc? Now, the Moonlight actor is bringing her robotic R&B grooves and sensual voice to Berlin.

19:00 Silver Future > Monday Hafladay, with Judy la Divina & Haidar A. Darwisch 19:30 Blond > Early Evening Karaoke, im Anschl. „Schlager à la carte“. Night of German hits 20:00 Stiller Don > Montag = Dontag, One of the city’s oldest regular gay bar nights 20:00 Betty F*** > Kölsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 20:30 Marienhof > W!ld Monday 22:00 Greifbar > Wunschkonzert, „Hört eure Lieblingsmusik“. 80s-style gay cruising bar

Di

09.07. 14:00 Amerika-Gedenkbibliothek > Queer Creative Megabanner, Workshop für Jugendliche: Regenbogenflagge aus Comics basteln 19:00 SinBerlin > man2man Einführung ins Bondage, Sicherheit und Grundlagen für das einvernehmliche Bondage. Bondage workshop

Kultur 19:00 Brotfabrik > Die Alptraumfrau, Film von Lothar Lambert. Film screening 19:00 Columbiahalle > Janelle Monáe, queere, amerikanische Musikerin. Concert 19:00 Barbiche > Talentschuppen, offene Bühne für Lesungen bis hin zu Konzerten. Open stage for performers 19:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft >

18:00 Möbel Olfe > Ein Abend von und für TLIF, DJ TBA. Olfe’s midweek bar night for TLIF 18:00 Himmelreich > Queer Tuesday, Host: Steffi 19:00 Flax > Feierabendbier Party, mit Tischtennis. Regular gay bar night 19:30 Blond > Sing Sing Sing, Star Party Host: Tommi. Karaoke night 20:00 Betty F*** > KlinikTreff, Tiny gay bar with trashy interior 22:00 Ficken 3000 > Der Lohntütenball, A mingle-mangle of party and sex orgy 22:00 Greifbar > Unter uns, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Rauschgold > Time Tunnel, „ab in die Retro Röhre“ DJ Doris Disse. Retro pop songs all night 22:00 Woof > Bear Bust, „The place to be on Tuesday Nights“. Meeting place for hairy men 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sunglasses at night, 80ies in the Hobby

Sex 12:00 The Jaxx > Hot Tuesday, Sensual Sexuality im Private Club 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Cum & Fuck, „XXL Fuck Factory“ 19:00 Club Culture Houze > The Hengst, Nur für schwule Männer. Gay only 20:00 SinBerlin > man2man Bondage & Play Night, respektvoller BDSM für Jungs und Männer. Play night 20:00 Triebwerk > TriebSex, Naked & Underwear 21:00 Stahlrohr 2.0 > Youngster-Sex-Party, für Boys von 18-28, ab 24 Uhr für alle! Ages 18-28 till midnight, thereafter no limit


PROGRAMM 89 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Rauschgold > MI.a.MI, „Mix am Mittwoch“, DJ Doris Disse (Retro Music). Oldies bar night 22:00 New Action > Big Dick Night, Open House Night, Freigetrank 1 SHOT fur alle groĂ&#x;en Schwanze, no dresscode. Regular bar night

Mi

10.07. 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 14:00 Haus der Kulturen der Welt > Echoes of the South Atlantic, Konzerenz mit Gabi Ngcobo u.v.a. Symposium 18:00 Begine > Ladies Tauschtraum, Tauschring fßr Frauen und Lesben. A night to meet and to exchange stuff 19:00 CafÊ Ulrichs > Informationsabend zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der BAH, Wir stellen die verschiedenen MÜglichkeiten vor. Info event about volunteering at the BAH

Kultur 19:00 Brotfabrik > Die Alptraumfrau, Film von Lothar Lambert. Film screening 19:00 Barbiche > Pepper’s Photo Chat, Gast: TBA. Talk 19:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker in der Originalproduktion, rund um das LebensgefĂźhl der Goldenen 20er-Jahre 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Maren Kroymann und Band - In my sixties, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. The singer and her band interpret the best pop songs of the 60s 20:00 Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein 20:00 Komische Oper > Star Dust – From Bach to Bowie, Inszenierung der amerikanischen Tanzcompany „Complexions Contemporary Ballet“. Ballet 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics

, FLY FLY, EDITH | -

www.BKA-THEATER.de

20:00 WĂźhlmäuse > Alte Mädchen - Popkabarett, Von Anna Bolk, mit Jutta Habicht, Ines Martinez, Sabine Urig und Anna Bolk. Political cabaret 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das neue Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show 21:00 Delphi Lux > Queer Filmnacht: Messer im Herz, franzĂśsischer CampSex-Thriller mit Vanessa Paradise, OmU. Thriller in French 21:00 AHA > Go West Comedy Show, Standup-ComedyShowcase auf Englisch, mit Ben MacLean (Kanada) und Simone Hudson (Neuseeland). English-language comedy night

Bars 19:00 Begine > KaraokeParty, Singt mit! 20:00 Marietta > Der schwule Mittwoch, Der Klassiker am Mittwoch. Well known gay bar night 20:00 Grosse Freiheit 114 > Feierabend, relaxter Barabend. After-work bar night 20:00 Betty F*** > Cock Tale, Tiny gay bar with trashy interior 20:30 Blond > Caribic Night Fever 20:30 Marienhof > Bergfest 21:30 Zum Schmutzigen Hobby > Drags and Drinks with Judy LaDivina, Drag Show,, Host: Judy Ladivina. Ab 23:00 „Mittwochs Music“ (Pop) 22:00 Mutschmann’s > DJ Menace, Electro night in the popular fetish bar 22:00 Greifbar > Long Cruising Night, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar

Clubs 20:00 SO36 > Nachtflohmarkt, „Stände & Unterhaltung“ DJ Diskopath & MC Schwarz. Flea market 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Kamikaze Karaoke, „Two Buckets: one full of names, one full of songs“, Host: Johnny B 23:00 KitKatClub > Symbiotikka, DJs Boy next Door, Pascale Voltaire, Anubix, Jordan (Techno, Electro). Weekly party series in the hedonistic dance club 23:59 Tresor > Tresor New Faces, hosted by Kaltès, DJs Andreas Maan, Ika Duchna, Miss Italia (Techno, Electro). This rather straight midweek techno party attracts a lot of gay people as well

Sex 12:00 Der Boiler > Boiler FanTag, Mit Codewort von Facebook oder Gayromeo gibt es ermäĂ&#x;igten Eintritt. Pay less with the codeword from Facebook or Gayromeo 12:00 Duplexx > Kinotag 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Kinotag, Men only 16:00 BĂśse Buben > AfterWorks, von soft bis SM, men only. Relaxed SM play party 19:00 Ajpnia > Ajpnia am Mittwoch, „Wohnzimmeratmo nach Feierabend. Gespräche, Erotik, Kennenlernen, Entspannen“, Men only. Relaxed erotic party 20:00 Triebwerk > After Work Sex, Dress code: underwear, naked 20:00 Club Culture Houze > BiNight – Adam & Eve im Lustgarten, „Gay, Lesbian, Hetero, Bi-Lounge“, Erotic/Fetish outfit or naked. Mixed-gender lounge 22:00 Stahlrohr 2.0 > Obenoder-Unten-Ohne, Dress code: Topless or pants off

LOREENA M C KENNITT

15.08.19 ¡ Heimathafen NeukÜlln

AMANDA PALMER

12.09.19 ¡ Tempodrom

KATE NASH

MOKA EFTI ORCHESTRA

16.07.19 ¡ Zitadelle

06.09.19 ¡ Admiralspalast

27.09.19 ¡ Astra Kulturhaus

MITSKI WILCO

FEAT. SEVERIJA 28.09.19 ¡ Metropol

GOSSIP

THE DIVINE COMEDY

+ MEGGIE BROWN 06.07.19 ¡ Tempodrom

23.10.19 ¡ Admiralspalast

MADELEINE PEYROUX & BAND

27.10.19 ¡ Lido

27.07.19 ¡ Quasimodo

KATIE MELUA

+ PARADISIA 29.07.19 ¡ Theater am Potsdamer Platz

WINTERSLEEP

12.09.19 ¡ Musik & Frieden

MONARCHY

18.09.19 ¡ Lido

ARCHIVE

21.09.19 ¡ Tempodrom

SEARCH YIU

27.09.19 ¡ Musik & Frieden

JORDAN RAKEI

+ ARLO PARKS 29.09.19 ¡ Columbia Theater

NOUVELLE VAGUE

02.10.19 ¡ Columbia Theater

LAMBERT

10.10.19 ¡ Passionskirche

PALACE

ADAM GREEN

+ JACKIE COHEN 29.10.19 ¡ Bi Nuu

KATE TEMPEST

29.10.19 ¡ Huxleys

K.FLAY

31.10.19 ¡ Astra Kulturhaus

ANNA TERNHEIM

31.10.19 ¡ Kesselhaus

BLOOD RED SHOES

+ QUEEN KWONG 05.11.19 ¡ Columbia Theater

GIRL IN RED

13.11.19 ¡ Musik & Frieden

BANKS

14. + 15.11.19 ¡ Heimathafen NeukÜlln

WHITE LIES

03.12.19 ¡ Tempodrom

Mehr Infos zu den Konzerten Konzerten unter www www.trinitymusic.de .trinitymusic.de Tick Tickets ets unter www www.dodotickets.de .dodotickets.de und an allen bekannten bekannten Vorverkaufsstellen. Vorverkaufsstellen.


90 PROGRAMM

Do

20:00 Mercedes-Benz Arena

FOTO: ITB

11.07. Do 11.07. Christina Aguilera Popstar Christina Aguilera wurde 2019 u. a. fĂźr ihren Einsatz im Kampf gegen HIV/Aids mit dem „Ally for Equality“Award ausgezeichnet. Nach zwĂślf Jahren ist sie jetzt endlich wieder auf Tour, um ihr aktuelles Album „Liberation“ (2018) zu promoten. Heute tritt sie fĂźr ein exklusives Deutschlandkonzert in Berlin auf.

Pop star Christina Aguilera received the "Ally for Equality" Award in 2019 for, among other things, her work in the fight against HIV/AIDS. After a 12-year hiatus, she's finally back on tour to promote her current album "Liberation" (2018). Today she gets on stage in Berlin for her only concert in Germany.

22:00 SO36

The Darvish and Olympia Bukkakis are back with another edition of their benefit party combining migrant discourse with fierce drag shows. After a panel discussion, look forward to performers such as Nicky (pictured), Wizzy and Asis D’Orange, plus DJs. Proceeds go toward trans* and queer refugees.

FOTO: VINCENT STEFAN

18:00 Radialsystem

Fr 12.07. Heroines of Sound Heute startet das feministische Festival: frĂźhe und aktuelle Held*innen elektronischer Musik stehen im Fokus. Zum Auftakt gibt es eine Podiumsdiskussion (auf Englisch) zum Thema „New Perspectives on Gender in the Music Business“, gefolgt von einem Konzert des Berliner Ensembles fĂźr neue Musik LUX:NM (Foto).

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www.BKA-THEATER.de

14:00 Haus der Kulturen der Welt > Echoes of the South Atlantic, Konzerenz mit Gabi Ngcobo u.v.a. Symposium 17:30 Begine > Mal- und Zeichenkurs fßr Anfängerinnen, Unter Anleitung von Kunsttherapeutin Dorit Geithner. Drawing class 18:00 Der Boiler > WohlfßhlAbend, bis 21:00. Relaxed sauna night 19:00 Begine > Lesbennetzwerk in SchÜneberg, Stammtisch. Open meeting 20:00 Village > GayXtatic Earth Wind Fire, ecstatic edition for GBTQ men, Workshop mit Richard Schlemmer und Eric Nielson

Kultur

Fr 12.07. Queens Against Borders The Darvish und Olympia Bukkakis sind zurßck mit ihrem Soli-Event, das migrantische Diskurse, Dragshows und Party zusammenbringt. Im Anschluss an eine Podiumsdiskussion gibt’s heute u. a. Performances von Nicky (Foto), Wizzy und Asis D’Orange. Die Einnahmen gehen an trans* und queere Geflßchtete.

, FLY FLY, EDITH

The feminist festival for early and contemporary pioneers of electronic music is back in its 2019 edition. It kicks off today with a panel discussion in English: New Perspectives on Gender in the Music Business, followed by a concert with the Berliner ensemble for new music LUX:NM (pictured).

18:00 Schwules Museum > Karol Radziszewski: Queer Archives Institute, AusstellungsfĂźhrung. Guided exhibition tour 19:00 EWA Frauenzentrum > Lesung: Sexuell verfĂźgbar, Autorin Caroline Rosales stellt ihr Buch vor. Book presentation 19:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker in der Originalproduktion, rund um das LebensgefĂźhl der Goldenen 20er-Jahre 20:00 Mercedes-Benz Arena > Christina Aguilera, Popstar der 00er-Jahre auf „The X Tour“. Concert 20:00 Kater Blau > DornrĂśschen, Inszenierung vom Seifentheater. Play 20:00 Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich“, TheaterstĂźck mit Ralph Morgenstern. Play 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Maren Kroymann und Band - In my sixties, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. The singer and her band interpret the best pop songs of the 60s 20:00 Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein 20:00 Komische Oper > Star Dust – From Bach to Bowie, Inszenierung der amerikanischen Tanzcompany „Complexions Contemporary Ballet“. Ballet 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akroba-

zapf.de

0800 61 61 61 2

tik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 WĂźhlmäuse > Alte Mädchen - Popkabarett, Von Anna Bolk, mit Jutta Habicht, Ines Martinez, Sabine Urig und Anna Bolk. Political cabaret 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das neue Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show

Bars 19:30 Blond > Wunschmusik der 80er, Your favorite music from the 80s 20:00 Betty F*** > Schluckimpfung, Tiny gay bar with trashy interior 20:00 Flax > on the way to Chantal, Warm-up Party, Special: Tischtennis. Get ready for the night at this local youngster spot 20:00 Grosse Freiheit 114 > Topless-Night, „Alles kann, nichts muss“, Host: Jonas. Bar with darkroom 20:30 Marienhof > Twister_Xtra 3, Warm-up to Chantal 21:30 MĂśbel Olfe > Schwulenschubsen, der schwule Barklassiker, DJ Khan. There’s nothing like Thursday’s gay night at Olfe: crowded, hilarious, flirty 22:00 Ficken 3000 > Chez Uns, Danceparty. Dancing action upstairs, sexy encounters downstairs 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Greifbar > Wenn die Waldfee kommt, Männer, Drinks, Cruising. 80sstyle gay cruising bar 22:00 New Action > Cheap + Sexy Thursday, Dress code: casual, men only 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Christina Aguilera Aftershowparty

Fr

12.07. 17:00 RuT-Lesbenzentrum > Qi-Gong Workshop, Qigong Yangshen Ăœbungsmethoden 17:00 EWA Frauenzentrum > Longboard for beginners, Workshop 18:00 Sexclusivitäten > Freudensalon, Busenmassage mit Frizzie. Massage workshop 20:00 Lust. Queer und weiblich – Workshop, von & mit: CHICKS* freies Performancekollektiv 20:00 Mariannenplatz > Purple Ride / Critical Mass FLTI*, Gruppe feministischer Radler*innen lädt ein zur gemeinsamen Tour, Treffpunkt am Feuerwehrbrunnen, Mariannenplatz. Bike tour

Kultur 18:00 Sonntags-Club > See You*, Vernissage. Exhibition opening 18:00 Radialsystem V > Heroines of Sound, Musikfestival mit Fokus auf frĂźhe und aktuelle Heldinnen elektronischer Musik, Podiumsdiskussion, ab 20:00 Konzert von LUX:NM u. a. Festival on pioneering women in electronic music, past and present, including talks, concerts and installations 19:00 Ludwig > Drag Capsule, Drag show for new drag and improvisational performance

Clubs 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke, Hosts: SuperNoa. Karaoke night 22:00 Säule/Berghain > Säule, DJs Akua, Amnesia Scanner, Aquarian. Night of experimental beats 23:00 Suicide Circus > Chantal’s House of Shame, DJs + Show TBA (Electro, House, Minimal). Chantal’s infamously lascivious weekly party explosion

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Knock up@XXL, „Enjoy the difference“ 17:00 BĂśse Buben > Give me FFive, AfterWork-Fistparty 19:00 Club Culture Houze > Zoe’s Salon, queer, mixed BDSM, Talk und Play Party 21:00 Mutschmann’s > Naked-Sex-Party 21:00 Lab.oratory > Naked Sex Party, Einlass bis 23:00. Entry till 23:00

, FLY FLY, EDITH | -

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PROGRAMM 91 Clubs

19:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker in der Originalproduktion, rund um das Lebensgefühl der Goldenen 20er-Jahre 19:30 Theater des Westens > The Band – Das Musical, Musical mit DSDS-Gewinner Prince Damien 20:00 Kater Blau > Dornröschen , Inszenierung vom Seifentheater. Play 20:00 Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich“, Theaterstück mit Ralph Morgenstern. Play 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Maren Kroymann und Band - In my sixties, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. The singer and her band interpret the best pop songs of the 60s 20:00 Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein 20:00 Komische Oper > Star Dust – From Bach to Bowie, Inszenierung der amerikanischen Tanzcompany „Complexions Contemporary Ballet“. Ballet 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 Wühlmäuse > Alte Mädchen - Popkabarett, Von Anna Bolk, mit Jutta Habicht, Ines Martinez, Sabine Urig und Anna Bolk. Political cabaret 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das neue Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show

20:00 Dodo > Open Stage, Selber singen 20:00 Galerie Studio St. St. > Salon Kreuzkölln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis 20:30 Eisenherz > Buchvorstellung mit Wolfram Setz und Friedrich Kröhnke, „Hotel zum Goldfisch“ – Jubiläum „Band 75 der Bibliothek Rosa Winkel“. Book presentation

Bars 19:00 Flax > We Love Music, spiel deine eigene Musik, mit Tischtennis,. Partygoers provide tonight’s music 19:30 Blond > Sexy-Music-Box, Deine Wunschmusik. Your favorite music by request 20:00 Incognito > Cabaret Berlin 20’, Drag Queen Live Show mit Madame Layla ET & Sieur Tobias 20:00 Grosse Freiheit 114 > Wide Open Friday, „Pop/electro/anything goes“, open to all genders 20:00 Betty F*** > Kölsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 21:00 Möbel Olfe > DJ Kortus, Xberg’s most popular queer bar 21:00 Marienhof > Bingo, Host: Stella deStroy 22:00 Capture > SoTiris.PS DJ-Set, Friedrichshain’s new gay bar 22:00 Woof > Hot Guys & Spicy Ginger, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Mutschmann’s > WeekendStarter, Popular fetish bar with darkroom 22:00 New Action > Shooter Friday, Strict dress code, all kinds of fetish. Men only 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Popp!bar, The Hobby turns into an outrageous gay pop disco

20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke all night, Hosts: Fortune Taylor & The Shredder. Karaoke night 22:00 Die Busche > Kaputt im Kopf, (Charts, Electro, Schlager). Berlin’s cult club for gays and lesbians 22:00 SO36 > Queens Against Borders, Diskussion, Show, Party!, Show: Wizzy, Nicky, Elina, meDo, Asis D’Orange, Olympia Bukkakis, The Darvish u. a., DJs TBA. Performance party with (and in solidarity with) trans* and queer refugees 23:00 Paloma Bar > The Protest Disco Releaseparty, DJs Hans Nieswandt, Eric D. Clark, Phonk D 23:00 Connection Club > Free Hole, „sex is in the house“, Naked Dance Party, DJ Redtomcat (Electro, House). Sexpositive party in the gay clubbing institution 23:00 SchwuZ > Tasty, hosted by Prens Emrah & Mudi, DJs FKA, Monchichi, Mavin, Offbeatsupportah, Kai Kani, Freshfluke, Caramel Mafia, AVA Irandoost, Baris Cengiz (Pop, Hip Hop, R’n’B, Middle Eastern Beats). Party series focusing on urban sounds from around the world 23:00 KitKatClub > Mystic Friday, Line-up TBA (Goa, PsyTrance, Psychedelic Trance). Hedonistic trance event 23:59 Salon zur wilden Renate > Frauengedeck 4 Years Anniversary, DJs Barbara Hoffman, Bloody Mary, That Fucking Sara, DJ Freshfluke, Sabine Hoffmann u. a. The collective for female DJs is celebrating its anniversary 23:59 Berghain > Fünfzehn Jahre Hyperdub x Finest Friday, DJs Nazar, DJ Taye, Fatima al Qadiri, Ikonika, Kode9 u. a., in der Panorama Bar DJs Francois X, Gian, Lux, Marcel Dettmann

Sex 20:00 Böse Buben > Open Friday, Fetisch-Party für Männer. Men only. no dresscode 21:00 AHA > Die AHA-Erotikparty, Das Original . Monthly sex party 22:00 Stahlrohr 2.0 > Sportlads, powered by sneakfreaxx, dress code: sportswear & sneakers 22:00 Lab.oratory > Friday Fuck, Einlass bis 24:00, „Pimp up your weekend“. Entry till midnight 22:00 Triebwerk > Cheap Sex, Naked & Underwear

Der SIEGESSÄULE-Vertrieb, die Firma VVMS in Tempelhof, sucht ab sofort zuverlässige, belastbare und szenefreundliche Menschen, die Lust haben, an drei bis vier aufeinanderfolgenden Tagen im Monat (unter Umständen auch am Wochenende) die SIEGESSÄULE an spannende Locations der Stadt zu liefern.

SIEGESSÄULE AUSLIEFERN! Ihr solltet moglichst ein eigenes Fahrzeug (natürlich auch den passenden Führerschein), einen Kombi (wie Caddy oder Kangoo), mitbringen. Außerdem solltet ihr einigermaßen gut Deutsch verstehen und sprechen. Die Vergütung wird in Form einer zeit- und aufwandsgerechten Tourenpauschale geleistet. Die Touren dauern unterschiedlich lange, jeweils circa sechs bis acht Stunden und bestehen aus Tages-, Abend-, oder Nachttouren. Wie viele Touren ihr übernehmt, ist verhandelbar. Die Bezahlung erfolgt auf Selbstständigenbasis oder im Rahmen eines Minijobs. Bewerbungen bitte bis 31. Juli 2019, direkt an Joachim Fassbender: vertrieb@siegessaeule.de


92 PROGRAMM 19:00 Sonntags-Club

Sa

FOTO: BARBARA DIETL

13.07.

FEINE FEI NE

SchlĂźterstraĂ&#x;e 53 und ChausseestraĂ&#x;e 49

AUGEN A UGEN Herzlich Willkommen!

OPTIK OP TI K IN BERLIN

Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show 20:00 Galerie Studio St. St. > Salon KreuzkĂślln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis

Sa 13.07. (K)ein Raum fĂźr Alle... Von steigenden Mieten betroffen sind in Berlin Einzelpersonen ebenso wie queere Initiativen und Vereine. Die Unsicherheiten, die dadurch entstehen, bekommen gerade junge Queers zu spĂźren. Was das heiĂ&#x;t und was man dagegen tun kann, sind Themen des heutigen Podiums, das von Lambda Bund organisiert wird.

The rising cost of rent in Berlin is affecting individuals as well as queer initiatives and associations. Younger LGBTI in particular are feeling the resulting uncertainties. What are the implications, what can be done? These questions will be addressed at today’s panel discussion, organized by Lambda.

13:00 Location: TBA

Bars , FLY FLY, EDITH | -

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SAT 10 –12 AM

Sa 13.07. The Most Wuthering Heights Day Ever Zu Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wo der Kate-Bush-Flashmob heute stattfindet, bei dem sich Hunderte Menschen zu ihrem Megahit gemeinsam im Takt wiegen. DafĂźr ist sicher, wo ab 18:00 die Afterparty steigt: Im Monster Ronson’s. Miss Samantha Wareing (Foto, Mitte) hostet die „Kate-oke!“-Sause.

At press time, it was not yet clear where the annual Kate Bush flash mob would take place, where hundreds of people in red dresses will dance to her 1978 debut single, her most successful to date. One thing’s for sure, though: Miss Samantha Wareing (pictured, center) will host Kate-oke! at 18:00 at Monster Ronson’s.

FOTO: JAYCAP PHOTOGRAPHY

23:00 SchwuZ

12:00 Begine > Wenn die Seele singt, Gesangsworkshop mit Reina Berger. Voice coaching workshop 13:00 Location: TBA > The Most Wuthering Heights Day Ever, TanzFlashmob à la Kate Bush, Picknick ab 13:00, Probe ab 14:00, Tanz um 15:00. Ab 18:00 Afterparty. Kate Bush picnic, flash mob and afterparty 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 19:00 Sonntags-Club > (K)ein Raum fßr Alle – LSBTIQ am Rande des Wohnungsmarktes, Podiumsdiskussion organisiert von Lambda Bund, Teilnehmer*innen TBA. Discussion 19:00 Begine > Doppelkopfturnier, Mit Snacks und Preisen. Traditional german card game

Kultur

Sa 13.07. Popkicker Einmal im Monat stĂźrmen Ăźber 1.000 Besucher*innen das SchwuZ, um auf der „Popkicker“ die Nacht durchzutanzen. Jurassica Parka ist seit Ăźber fĂźnf Jahren Hostess der erfolgreichen Pop-Party und präsentiert heute eine Show mit Stimmwunder Jade Pearl Baker (Foto). DJs sind: Ipek, Bambi Mercury u. a.

‌ wie man sieht.

Once per month, over 1,000 guests flood into SchwuZ to dance through the night for Popkicker. Hosted by Jurassica Parka for five years and running, the successful party welcomes the vocal wonder Jade Pearl Baker (pictured) to perform at tonight’s edition, plus DJs Ipek, Bambi Mercury and many others.

14:30 Admiralspalast > Chicago – The Musical, Musical-Klassiker in der Originalproduktion, rund um das LebensgefĂźhl der Goldenen 20er-Jahre, auch 19:30 15:00 Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein, auch 20:00 15:00 Komische Oper > Star Dust – From Bach to Bowie, Inszenierung der amerikanischen Tanzcompany „Complexions Contemporary Ballet“, auch 20:00. Ballet

16:00 Schwules Museum > My Dearest Sweet Love; Christopher Isherwood & Don Bachardy, AusstellungsfĂźhrung (engl.). Guided exhibition tour in English 17:00 c-base > Transcyberian, Workshops, talks and BBQ for queer computer nerds; party at 23:00 18:00 Radialsystem V > Heroines of Sound, Festival fĂźr frĂźhe und aktuelle Heldinnen elektronischer Musik. Festival on pioneering women in electronic music, past and present, including talks, concerts, installations and DJ sets 18:00 Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich“, TheaterstĂźck mit Ralph Morgenstern. Play 18:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka, auch 21:30. Modern acrobatics 19:00 Ludwig > Benefit Performance Show, fĂźr den Queer-Arab-CSD-Block. Benefit show 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Maren Kroymann und Band - In my sixties, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. The singer and her band interpret the best pop songs of the 60s 20:00 WĂźhlmäuse > Alte Mädchen - Popkabarett, Von Anna Bolk, mit Jutta Habicht, Ines Martinez, Sabine Urig und Anna Bolk. Political cabaret 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das neue

18:00 Himmelreich > Saturday Night Fever, for queers and friends (House Music) 19:00 Flax > Feste feiern!, spiel deine eigene Musik + Tischtennis. Partygoers provide tonight’s music 19:30 Blond > Saturday Night Gay Warm-up 20:00 Marienhof > Saturday Night Fever, Charming and quite traditional gay bar, hotspot for locals 20:00 Dodo > Pub Singing , Selber singen in der queerfriendly Bar. Karaoke night 20:00 Betty F*** > Saturday Night Fever, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 21:00 MĂśbel Olfe > DJs Beat Baerbl & Mister Knister, If you’re clueless what to do, stopping by the Olfe is a good start 22:00 Woof > Hot Guys & Spicy Ginger, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Mutschmann’s > Klubnacht, mit DJ. Electro night in the popular fetish bar 22:00 Zum Schmutzigen Hobby > Trans late, „die späte Party bis Sonntag frĂźh“. The Hobby turns into an outrageous gay pop disco 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar 22:00 Rauschgold > Unschlagbar – Schlagerbar, DJ Herrin deluxe. German hit song night 23:00 Grosse Freiheit 114 > Sticky Fingers, „No holes barred rock’n’roll queer night“, DJs Emmanuelle 5, Randy Twigg. Bar night for rockers

Clubs 18:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > The Most Wuthering


PROGRAMM 93 contemporary electronic dance music 23:59 MS Hoppetosse > Members, „The Summer Party“, DJs DJ T, Marc Miroir u. a. Gay party for lovers of supreme electronic dance music

LIVE-HÖRSPIEL

Sex

20:00

22:00

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23:00 23:00

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23:59

Heights Day Ever Official Afterparty, „Kateoke!“, hosted by Miss Samantha Wareing, live: Wuthering Houseband, ab 22:00: „Gieza Poke’s Mic Hunt“, Drag-Karaoke Eschschloraque > Prizm Night, Open-Air, Street Food und Live Acts, DJs Vela, Loryn, Katzenohr, Nathan die Weise. Open-air party hosted by the feminist collective Prizm Die Busche > Tanztherapie, (Electro, House, Charts, Main, Schlager, Oldie). Berlin’s cult club for gays and lesbians Insomnia > Secrets, „Kinky Party – Hedonistic Cult“, Show by John Celestus, DJs Daora, Sascha Lindner (Tech House, House, Electro), Dresscode: Schwarz, Fetisch, Kinky, Abendgarderobe, Masken. Queer party edition in the straight hedonist club Diskothek Melancholie 2 > Wrong Era, DJs Laura Soini, Franz Scala Connection Club > PopMania Berlin, DJ Nico K. (Pop, Main). Schöneberg’s gay clubbing institution KitKatClub > CarneBall Bizarre, „KitKatClubnacht“, DJs Wolle XPD, Sangeet, Ziggy Stardust, Alice D. (Techno, NuTrance, Progressive). Dress kinky & erotic, have sex or just dance all night long SchwuZ > Popkicker, by Jurassica Parka, DJs USeven, Bambi Mercury, Lucky Pierre, Ipek, Karina, Viola, Cul de Paris, Jurassica, Show: Jade Pearl Baker (House, Retro, Pop). SchwuZ’s most successful party series Berghain > Klubnacht, live: Aurora Halal, DJs Pariah, Answer Code Request, Efdemin, Henning Baer u. a., in der Panorama Bar DJs Paramida, Âme, Octo Octa, Fort Romeau u. a. Get lost in the concrete tempel for

DER HEXER

MIT OLIVER ROHRBECK UND DER LAUSCHERLOUNGE 19:00 14.7. SOÜBERDACHTE FREILUFTBÜHNE 755030 UFAFABRIK.DE

So

14.07. 20:00 Böse Buben > Rim-Club, Für alle Arschliebhaber, Einlass bis 03:00. dresscode: naked, underwear, sportswear, chaps 21:00 Ajpnia > Ajpnia am Samstag, Entspannte Party für Positive und nicht Positive, men only 21:00 Club Culture Houze > Wild Weekend, Mixed/ Queer-Lounge.crazy kinky 22:00 New Action > Cruising Non Stop, „Gay night for 22:00 Lab.oratory > Fausthouse, Einlass bis 23:59, „anal deep throat“. Entry till midnight 22:00 Triebwerk > Sexparty, Naked- & Underwear-Sexparty, all kinds of fetish“ 22:00 Stahlrohr 2.0 > NakedSex-Party, For boys & men

10:00 Village > Workshop Queer Kinky Wheel of Consent/ Building consent awareness, Workshop mit Dragan Wright (engl.). In English 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration

18:00

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Kultur 14:00 Komische Oper > Star Dust – From Bach to Bowie, Inszenierung der amerikanischen Tanzcompany „Complexions Contemporary Ballet“, auch 20:00. Ballet 15:00 Staatsoper Unter den Linden > West Side Story, Musicalklassiker von Leonard Bernstein, auch 20:00 17:30 Tipsy Bear > Lipstick & Lachs, Drag Show, Host: Nana Schewitz. Dj: Psoriasis. Performers: Cheryl & a special guest 18:00 Renaissance Theater > Spatz und Engel, „Die Geschichte der Freundschaft zwischen Edith Piaf

19:00

und Marlene Dietrich“, Theaterstück mit Ralph Morgenstern. Play SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics Radialsystem V > Heroines of Sound, Musikfestival mit Fokus auf frühe und aktuelle Heldinnen elektronischer Musik, Performance von Antye Greie/AGF. Festival on pioneering women in electronic music, past and present, including talks, concerts and installations Olympiastadion > Pink, Popstar Pink auf Tour mit neuem Album, im Vorprogramm: Die Band Bang Bang Romeo mit der lesbischen Sängerin und Frontfrau Stars. Concert SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Maren Kroymann und Band - In my sixties, Konzert der Schauspielerin im Rahmen des 5. Frauensommer. The singer and her band interpret the best pop songs of the 60s SIEGESSÄULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical, basierend auf den Büchern von Christoper Isherwood. Musical

20:00 Wühlmäuse > Alte Mädchen - Popkabarett, Von Anna Bolk, mit Jutta Habicht, Ines Martinez, Sabine Urig und Anna Bolk. Political cabaret 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, Komödie. Comedy play

Bars 14:30 Blond > Kaffeeklatsch, Kuchenparty mit deutschen Schlagern. Coffee and tea time 15:00 AHA > Das Milva und andere schlimme alte Dinge-Café, Themenabend zum 80. Geburtstag der Diva, mit Gaby Tupper. 18:00 Flax > on the way to GMF, Warm-up Party, mit Tischtennis. Get ready for the night at this local youngster spot 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Hasch mich, ich bin der Mörder, Tatort Public Viewing. Germany’s most popular crime series 20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox & Cruising, Be your own DJ. Bar with darkroom, open to all genders 20:00 Betty F*** > SonntagsVisite, Tiny gay bar with trashy interior 21:00 Hafen > Drama@Hafen, Elektrolounge, DJ SunJamo. Electro chill-out in Schöneberg’s ultimate gay bar 22:00 Ficken 3000 > Vogue, DJ Black K & Guests (Synth Pop, Dark Wave, Gothic, Electro Wave). Weekly hedonistic dance party 22:00 Greifbar > Gross-kleinTag,, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 New Action > Lazy Sunday, „Der entspannte Sonntagabend“, casual dress code. Cruising bar

Clubs 08:00 KitKatClub > Kitty Goldmine, Afterhour, DJs TBA (Tech House). Colorful gender-fucking after-hour 12:00 Berghain/Garten > Klubnacht, Das Tanzgewühl der Nacht zuvor geht weiter!, DJs TBA. Vibrant continuation of Saturday night’s party 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Liquid Brunch, feucht-fröhlicher Karaoke-Abend, Host: Johhny B. 23:00 KitKatClub > Nachspiel, DJs Maringo, Basti Wach (Techno, Electro). The hedonistic club keeps the party vibe going till Monday morning 23:00 Ritter Butzke > GMF, „July Babies“, DJs Jurassica Parka, Maximilan Stolze, Darc Delirium (Electro, House, Techno, Urban, Pop, R’n’B, Hip Hop)

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Sunday Sex, Cruising & Coffee-(Cream) 12:00 Der Boiler > BoilerWeekend 15:00 Böse Buben > Give me FFive on Sunday, Fistparty 16:00 Lab.oratory > Mask, Einlass bis 18:00, „no face, just body“. Entry till 18:00 16:00 Triebwerk > SundaySex, Naked & Underwear 17:00 Stahlrohr 2.0 > BerlinBastards, Sexparty, Einlass bis 19:00. Exclusively for HIV-positive men 17:30 Scheune > Naked Sex Party, Einlass bis 18:30. Entry till 18:30 18:00 Club Culture Houze > Play and Pain, Play Party für Alle


94 PROGRAMM 22:00 Kino International

FOTO: PRO FUN MEDIA

15.07. 16.07.

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration

Mo 15.07. MonGay: Nobody’s Watching Bei MonGay läuft heute das Drama „Nobody’s Watching“, das ein einfĂźhlsames Porträt eines Immigranten zeichnet. Dabei geht es auch um den Verlust von Privilegien: Ein in Argentinien erfolgreicher schwuler Soap-Opera-Darsteller zieht nach New York, um dort eine neue Karriere zu starten. Doch der Plan schlägt fehl.

Mo Di

Tonight, the weekly LGBTI film series presents the drama Nobody’s Watching, which paints a sensual portrayal of an immigrant. It also deals with the loss of privileges: a gay soap-opera actor who had success in Argentina moves to New York to continue his career there, but things don’t go according to plan.

22:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Kino International > MonGay: Nobody’s Watching, Argentinisches Drama, OmU. Drama in Spanish

FOTO: JĂ–RN HARTMANN

www.greifbar.com w ww.greifbar.com

With nothing less than her own airline, Edith SchrÜder (pictured, 2nd from L) wants to transport her friend Jutte (R) from the tourist hell of Mallorca back home to NeukÜlln. Her crazy plan, of course, goes all wrong ‌ an entertainingly trashy musical in the proven style of Ades Zabel & Company.

20:00 Incognito

Mi 17.07. Bingo Margot SchlÜnzke ist ein fester Bestandteil der Berliner Community. Seit Jahrzehnten ist sie als Moderatorin und Sängerin auf diversen Bßhnen zu sehen. Einmal im Monat veranstaltet sie in SchÜneberg ihren Bingoabend, bei dem man Schnickschnack, DVDs und manchmal sogar eine Mikrowelle gewinnen kann.

Margot SchlÜnzke has been locked into Berlin’s LGBTI landscape for decades, hosting and singing across various stages. Once per month, she holds her own bingo night in SchÜneberg, where you can win bells and whistles, DVDs and maybe even a microwave.

SAFI

& Special Guest Ich will ein Leben 16. & 17. Juli

Bars

„Vom Ballermann zum BER“: Mit nicht weniger als einer eigenen Fluglinie will Edith (Foto, 2. von li.) ihre beste Freundin Jutta (Foto, re.) heimholen, die plĂśtzlich NeukĂślln Richtung Mallorca verlassen hat. Der verrĂźckte Plan geht natĂźrlich schief ... Einen amĂźsanten Abend im bewährten Ades-Zabel-&-Company-Style.

Kultur

Kultur

20:00 BKA

Mi 17.07. Fly, Edith, Fly

12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Cum & Fuck, „XXL Fuck Factory“ 19:00 Club Culture Houze > The Hengst, Nur fĂźr schwule Männer. Gay only 20:00 Triebwerk > TriebSex, Naked & Underwear 21:00 Stahlrohr 2.0 > Youngster-Sex-Party, fĂźr Boys von 18-28, ab 24 Uhr fĂźr alle! Ages 18-28 till midnight, thereafter no limit

Montags Wodka-e

3,50- 19:30 Blond > Early Evening Karaoke, im Anschl. „Schlager Ă la carte“. Night of German hits 20:00 Stiller Don > Montag = Dontag, One of the city’s oldest regular gay bar nights 20:00 Betty F*** > KĂślsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 20:30 Marienhof > W!ld Monday 22:00 Greifbar > Wunschkonzert, „HĂśrt eure Lieblingsmusik“. 80s-style gay bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men

Clubs 19:00 SO36 > Roller Skate Disko, Skates-After-WorkParty, Tanzkurs ab 20:30, DJs Rollers HiFi. Old-school disco night on skates 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Multisexual Boxhopping, Flat-Rate-Karaoke, Host: Zoe. Karaoke night 23:00 KitKatClub > Electric Monday, DJs Don Tom, Diana May, Frankie Flowerz (Deep House, Minimal, Techno, Grooves, Breakz), no special dress code. This queerfriendly party keeps the weekend vibe bumpin’ on

Tickets 030. 883 15 82 www.bar-jeder-vernunft.de

19:00 Barbiche > Talentschuppen, offene BĂźhne fĂźr Lesungen bis hin zu Konzerten. Open stage for performers 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Safi und Special Guest Ich will ein Leben, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > The House of Presents, Drag Show + Dance Party, um 22:00 Pre-Show „Gieza’s Pokehouse“. Pansy and her girls’ weekly drag show and party

Bars 18:00 MĂśbel Olfe > Ein Abend von und fĂźr TLIF, DJ TBA. Olfe’s midweek bar night for TLIF 18:00 Himmelreich > Queer Tuesday, Host: Steffi 19:00 Flax > Feierabendbier Party, mit Tischtennis. Regular gay bar night 19:30 Blond > Sing Sing Sing, Star Party Host: Tommi. Karaoke night 20:00 Betty F*** > KlinikTreff, Tiny gay bar 22:00 Ficken 3000 > Der LohntĂźtenball, A mingle-mangle of party and sex orgy 22:00 Greifbar > Unter uns, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Rauschgold > Time Tunnel, „ab in die Retro RĂśhre“ DJ Doris Disse. Retro pop songs all night 22:00 Woof > Bear Bust, „The place to be on Tuesday Nights“. Meeting place for hairy men 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sunglasses at night, 80ies in the Hobby

Mi

17.07. BO I LE R Sp ecial youngSTARS Sauna-Event fĂźr Jungs bis 28 Jahre | ab 18 Uhr

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 18:00 Tempelhofer Feld > Lesbische* Vielfalt – Begegnungen im RuT, Gemeinsam tanzen, organisiert von RuT. Open meeting

Kultur 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Safi mit Missin Cat & Lulu Schmidt - Ich will ein Leben, Konzert im Rahmen des Frauensommer, Mischung aus Post-Punk, deutschen Lyrics, Noise und Avantgarde. Concert 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Fuckin’ Monday, Cruising-Sex-Fun 19:00 Club Culture Houze > Naked Sex, men only

Sex 12:00 The Jaxx > Hot Tuesday, Sensual Sexuality im Private Club

, FLY FLY, EDITH | -

www.BKA-THEATER.de


PROGRAMM 95 of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show 21:00 Berghain > The Soft Moon, live: The Soft Moon, Imperial Black Unit, DJ Philipp Strobel. Concert night

Bars 19:00 Ludwig > Emma Chizzit Drag Pub Quiz, hosted by Emma Chizzit with special guests 20:00 Incognito > Bingo, moderiert von Margot Schlönzke. Drag bingo night 20:00 Marietta > Der schwule Mittwoch, Der Klassiker am Mittwoch. Well known gay bar night 20:00 Grosse Freiheit 114 > Feierabend, relaxter Barabend. After-work bar night 20:00 Betty F*** > Cock Tale, Tiny gay bar with trashy interior 20:30 Blond > Caribic Night Fever 20:30 Marienhof > Bergfest

21:30 Zum Schmutzigen Hobby > Drags and Drinks with Judy LaDivina, Drag Show,, Host: Judy Ladivina. Ab 23:00 „Mittwochs Music“ (Pop) 22:00 Mutschmann’s > DJ Menace, Electro night in the popular fetish bar 22:00 Greifbar > Long Cruising Night, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Rauschgold > MI.a.MI, „Mix am Mittwoch“, DJ Doris Disse (Retro Music). Oldies bar night 22:00 New Action > Big Dick Night, Open House Night, Freigetrank 1 SHOT fur alle großen Schwanze, no dresscode. Regular bar night

Clubs 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Wayback Wednesday, 90s Karaoke Party, Host: Fortune Taylor 23:00 KitKatClub > Symbiotikka, DJs Tocadisco, Emerson, Unerhört, Dominik Pazzer (Techno, Electro). Weekly party series in the hedonistic dance club

23:59 Tresor > Tresor New Faces, „Bonito House Club“, hosted by Dinamite, DJs Killawatt, Worg u. a. (Techno, Electro). This rather straight midweek techno party attracts a lot of gay people as well

Sex 12:00 Duplexx > Kinotag 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Kinotag, Men only 16:00 Böse Buben > AfterWorks, von soft bis SM, men only. Relaxed SM play 18:00 Der Boiler > YoungStars-Sauna, für Jungs bis 28 Jahre. Sauna and cruising for guys through age 28 19:00 Ajpnia > Ajpnia am Mittwoch, „Wohnzimmeratmo nach Feierabend Men only. Relaxed erotic party 20:00 Triebwerk > After Work Sex, Dress code: underwear, naked 20:00 Club Culture Houze > BiNight – Adam & Eve im Lustgarten, „Gay, Lesbian, Hetero, Bi-Lounge“, Erotic/Fetish outfit or naked. Mixed-gender lounge 22:00 Stahlrohr 2.0 > Obenoder-Unten-Ohne, Dress code: Topless or pants off

Berlins queeres Stadtmagazin

Besucht uns auf dem Lesbischschwulen Stadtfest an unserem Stand Foto: iStock-544097380-Veronaa


96 PROGRAMM

FOTO: ROLF FISCHER7SMU BERLIN

19:00 Schwules Museum

Do 18.07. Love at First Fight Heute erĂśffnet die Ausstellung „Love at First Fight!“, die sich mit queeren Bewegungsgeschichten in Deutschland seit Stonewall auseinandersetzt. Der Fokus liegt auf Konflikten, die vom legendären Tuntenstreit linker Schwuler in den 70ern bis hin zu heutigen Protestaktionen der trans* Bewegung reichen.

Today is the opening of a new exhibit on the history of queer movements in Germany since Stonewall. The focus is on conflicts, ranging from the legendary drag queen fight in the lefty gay scene of the 70s through today with the protest actions of trans* activists.

Do

13:00 Rathaus SchÜneberg > Flagge hissen 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour 18:00 Der Boiler > WohlfßhlAbend, bis 21:00. Relaxed sauna night 19:00 Begine > Lesbennetzwerk in SchÜneberg, Stammtisch. Open meeting

Kultur

THE CAST

DIE ROCKSTARS DER OPER 20:00 18.7. DOĂœBERDACHTE FREILUFTBĂœHNE 755030 UFAFABRIK.DE

Fr 19.07. Pride & Prejudice

Ferropolis

Fr–So 19.–21.07. Melt Festival Mit Liveacts wie Arca, Bilderbuch, Agar Agar, Bon Iver oder Modeselektor und einem DJ-Line-up von Honey Dijon (Foto) bis The Black Madonna ist das „Melt Festival“ nahe Gräfenhainichen auch in diesem Jahr wieder ein Garant fĂźr erstklassige Musik. Wir verlosen 1 x 2 Tickets auf SIEGESSĂ„ULE.DE!

With live acts like Arca, Bilderbuch, Agar Agar, Bon Iver and Modeselektor and a DJ lineup featuring everyone from Honey Dijon (pictured) to the Black Madonna, the Melt Festival near Gräfenhainichen once again reps top-notch talent. We’re giving away a pair of festival passes at SIEGESSĂ„ULE.DE!

radialsystem.de

mann zum BER, Das neue trashige Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider, rund um das Flughafen Desaster. Trashy drag show 20:30 Tanzfabrik Berlin > (in)Visible, Tanzperformanceentstanden in Zusammenarbeit mit blinden und seheingeschränkten Personen. Dance performance

Bars OPER

Berlin’s English-language comedy scene has been blowing up in the last couple of years. Tonight, several queer players will read from the classic Jane Austen novel. Just kidding! Ben MacLean, Francesco Kirchhoff, SIEGESSÄULE editor Joe von Hutch (pictured) and others will perform stand-up sets for charity.

18 07 2019 21 07 2019

18.07.

19:00 Z-Bar

Die englischsprachige Comedy-Szene Berlins ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und auch einige queere Performer*innen konnten sich mit Shows etablieren. Heute auf der BĂźhne: bestes Stand-up von Ben MacLean, Francesco Kirchhoff, SIEGESSĂ„ULE-Redakteur Joe von Hutch (Foto) und mehr.

Plataforma Berlin Festival

, FLY FLY, EDITH | -

www.BKA-THEATER.de

19:00 Schwules Museum > Love at First Fight: Queere Bewegungsgeschichten in Deutschland seit Stonewall, Vernissage: Ausstellung Ăźber 50 Jahre queere Bewegungsgeschichte in Ostund Westdeutschland, Vernissage. Exhibition opening 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical basierend auf den BĂźchern von Christopher Isherwood. 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Baller-

19:30 Blond > Wunschmusik der 80er, Your favorite music from the 80s 20:00 Betty F*** > Schluckimpfung, Tiny gay bar with trashy interior 20:00 Flax > on the way to Chantal, Warm-up Party, Special: Tischtennis. Get ready for the night at this local youngster spot 20:00 Grosse Freiheit 114 > Topless-Night, „Alles kann, nichts muss“, Host: Jonas. Bar with darkroom 20:30 Marienhof > Twister_Xtra 3, Warm-up to Chantal 21:30 MĂśbel Olfe > Schwulenschubsen, der schwule Barklassiker, DJ Laura de Vasconcelos. There’s nothing like Thursday’s gay night at Olfe: crowded, hilarious, flirty 22:00 Woof > Woof Summer, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Ficken 3000 > Chez Uns, Danceparty. Dancing action upstairs, sexy encounters downstairs 22:00 Greifbar > Wenn die Waldfee kommt, Männer, Drinks, Cruising. 80sstyle gay cruising bar 22:00 New Action > Cheap + Sexy Thursday, Dress code: casual, men only 22:30 Zum Schmutzigen Hobby > Barbie Girls & Boys, 90er und Trashparty. The Hobby indulges in pop music

Clubs 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke, Host: SuperNoa. Karaoke night 22:00 Säule/Berghain > Säule, DJs Baby Blue, Gabber Eleganza, Juliana Huxtable, Sentimental Rave. Night of experimental beats 23:00 Suicide Circus > Chantal’s House of Shame, DJs + Show TBA (Electro,

House, Minimal). Chantal’s infamously lascivious weekly party explosion

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Knock up@XXL, „Enjoy the difference“ 17:00 BĂśse Buben > Give me FFive, AfterWork-Fistparty 20:00 Club Culture Houze > Tranny Train, FĂźr trans* Weiblichkeiten und Ihre Liebhaber. Sexparty for trans* females 21:00 Mutschmann’s > Naked-Sex-Party 21:00 Lab.oratory > Naked Sex Party, Einlass bis 23:00. Entry till 23:00

Fr

19.07. 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 17:00 Tempelhofer Feld > D.I.T.- Picknick, zum dichten, denken und dancen. Entspannte Pride-MonthVorbereitung fĂźr Alle, Treffpunkt: Eingang OderstraĂ&#x;e, beim Picnic Stand. Create your own Pride slogans 18:00 Sexclusivitäten > Freudensalon, Das lachende Becken – Energieorgasmen fĂźr alle. Workshop 19:00 Spinnboden, Lesbenarchiv und Bibliothek > HerStories, Vortragsreihe zu FLBTIQ*-Geschichte: Frauen- und Lesbenbewegung um 1900. Lecture

Kultur

19.-21.7.

GEWINNER KLEINKUNSTFESTIVAL

2018

STEFAN DANZIGER


PROGRAMM 97 10:00 Manege > Cutie.BIPoC Festival, organisiert fĂźr und von QTIBIPOC (Queer_ Trans*_Inter*_Black_ Indigenous_and_ People_of_Color) 14:00 Amerika-Gedenkbibliothek > „Liebe macht Anders“ – macht Liebe anders!?, Lesung und Workshop mit KarenSusan Fessel. Reading 19:00 Z-Bar > Pride & Prejudice, Benefiz-ComedyShow auf Englisch mit Ben MacLean, Francesco Kirchhoff, Carmen Chraim, Purdy Holsom und Joe von Hutch. Comedy show in English 19:00 EWA Frauenzentrum > Rouge Noire, Hip-HopKonzert 19:00 Ludwig > House of Dagaz, Drag Show for new and local talent 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Barb Jungr - „Freedom – Walls, Women and Love“, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical 20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das neue Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, KomĂśdie. Comedy play 20:00 Dodo > Open Stage, Selber singen 20:00 Galerie Studio St. St. > Salon KreuzkĂślln, Show mit Juwelia Soraya

, FLY FLY, EDITH | -

www.BKA-THEATER.de

20:30 Tanzfabrik Berlin > (in)Visible, Tanzperformance in Zusam- menarbeit mit blinden und seheingeschränkten Personen. Dance performance

Festivals 10:00 Village > Stretch Summer Festival 2019, Dreitägiges Festival fĂźr Gay, Bi, Trans und QueerMänner mit Mini-Workshops, Performances, Lounge und Musik, Infos unter: stretchberlin.com. A three day festival. It features miniworkshops, performances, dance, time to socialize and mingle 15:00 Ferropolis > Melt! Festival, live: Modeselektor u. a., DJs Dr. Rubinstein b2b Tijana T, Virginia, Honey Dijon, Solomun, Helena Hauff u. v. m. 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, Polska Orkiestra Sinfonia Iuventus. Music festival

19:30 Blond > Sexy-Music-Box, Deine Wunschmusik. Your favorite music by request 20:00 Grosse Freiheit 114 > Wide Open Friday, „Pop/electro/anything goes“, open to all genders 20:00 Betty F*** > KĂślsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 21:00 Incognito > Darf’s ein bisschen mehr sein, Talk & Show mit Miss Pan Am DragAirlines. Talk show 21:00 Taff Club > Sugar.Party, Retro-Partyhits aus Russland, der Ukraine und Westeuropa, DJ ChrisArs. Night of retro dance hits 21:00 MĂśbel Olfe > DJ Three Hairy Policemen, If you’re clueless what to do, stopping by the Olfe is a good start 21:00 Marienhof > 8er Bahn, „die fantastische Fahrt durch die Musikgeschichte“, Host: Doris. The local gay bar indulges in retro music 22:00 Rauschgold > Hot ins Weekend, „Pride-Edition“, DJ Lancelot. Poppy bar night 22:00 Woof > Woof Slush Ice Summer, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Mutschmann’s > WeekendStarter, Popular fetish bar with darkroom 22:00 New Action > Shooter Friday, Strict dress code, all kinds of fetish. Men only 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar

Tech House). The monthly KitKat party geared toward gay men 23:30 UnterTage > D.U.M.P., „Don’t Underestimate My Pussy“, DJs AĂŠrea Negrot, Odete, ABNAMA, Dirty Daddy Don u. a.. A multigender party orgy 23:59 Panorama Bar/Berghain > Italorama Bar x Bordello A Parigi, live: Mario Moretti, Model Man, DJs David Vunk, De Dupe, Intergalactic Gary 23:59 about blank > Buttons, 46H Party, DJs Madalba, Jacob Meehan, Akirahawks u. a. (Techno, House, Chill Out). The monthly queer techno binge at about blank

MUSIC & POLITICS

19.07 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Popp!bar, The Hobby turns into an outrageous gay pop disco

Clubs 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke all night, Hosts: The Shredder & Fortune Taylor. Karaoke night 22:00 Die Busche > Kaputt im Kopf, (Charts, Electro, Schlager). Berlin’s cult club for gays and lesbians 22:00 SO36 > Dancing with Tears in your Eyes,

„Die 80er Party“ DJs ED Raider, Naked Zombie. 80s party 23:00 SchwuZ > Hot Topic x Brenn, „music & politics“, Grace Kelly, Ployceebell, Freshfluke, Sherø, Vladyhell, International Joe, trust-the.girl, Karina (QueerPop, House, Rock2). SchwuZ’ monthly alternative party 23:00 Connection Club > Youngsters Party, „Stadtfest Opening“, DJ Katy Bähm (Pop, Main, R’n’B). A twinky pop party at SchĂśneberg’s clubbing institution 23:00 KitKatClub > PiepShow, DJs Miss Roxy, Michael Nielebock, Green, Flash, Don Tom (Techno,

Sex 19:00 SinBerlin > DOM/sub Night, mit festen Regeln und Voranmeldung. Sex party 20:00 BĂśse Buben > worshipped feet, naked feet, sneaks & socks, Einlass bis 02:00 22:00 Stahlrohr 2.0 > Sneakfreaxx, Dresscode: Sportswear & Sneakers 22:00 Lab.oratory > Friday Fuck, Einlass bis 24:00, „Pimp up your weekend“. Entry till midnight 22:00 Triebwerk > Cheap Sex, Naked & Underwear

Bars 18:00 Sonntags-Club > SpieleAbend am Frauen* Freitag, Brettspiel, Kartenspiel, Schreib- und Ratespiel u. v. m. Trivia night 19:00 Flax > Stadtfest-Karaokeshow, Hosts: Guido & die jungen Wilden. Gay bar, hotspot for young locals

Dircksenstr. 48 Am Hackeschen Markt www.brillenwerkstatt.de Oranienstr. 32 und ÂťDie MaskeÂŤ Mehringdamm 66 Kreuzberg

WEDNESDAYS 3. / 10. / 17. / 31. 7. 22 h - End

2 FOR 1 with DJ Menace WEDNESDAY 24. 7.

KLUBNACHT with DJ Menace

22 h - End

THURSDAYS 4. / 11. / 18. / 25. 7.

NAKED SEX PARTY 21 h - End FRIDAYS 5. / 12. / 19. / 26. 7.

WEEKENDSTARTER 22 h - End SATURDAYS 6. / 13. 7.

KLUBNACHT 22 h - End SATURDAY 6. 7.

BLUF NIGHT 22 h - 24 h

Martin-Luther-Str. 19 10777 Berlin-SchĂśneberg www.mutschmanns.de

Dresscode Leather - Breeches - Boots - Uniform SUNDAY 7. 7. - Doors open 17h-19h COFFE & CREAM 17 h - End

SATURDAY 20. 7. with DJ Menace 22 h - End Party for Men & Women

Feinkost

SUNDAY 21. 7. 22 h - End MEN ONLY with DJ Fixie Fate

SATURDAY 27. 7. 22 h - End

CSD KLUBNACHT with DJ Menace SUNDAY 28. 7. - Doors open 17h-19h

COFFE & CREAM CSD Special 17 h - End


98 PROGRAMM 11:00 MotzstraĂ&#x;enkiez FOTO: BRIGITTE DUMMER

20.07.

Sa/So 20./21.07. Lesbisch-Schwules Stadtfest Zur 27. Ausgabe des traditionsreichen Stadtfestes, das die Berliner Prideweek erĂśffnet, werden wieder Tausende Besucher*innen die Gegend rund um die MotzstraĂ&#x;e bevĂślkern. Auch SIEGESSĂ„ULE ist dabei – mit unserem Stand und dem SIEGESSĂ„ULE-Talk auf der Queere-Medien-BĂźhne. Mehr Infos auf S. 42!

Sa

For the 27th edition of the traditional street festival, kicking off Pride Week in Berlin, thousands of visitors will once again fill MotzstraĂ&#x;e and its surrounding area. SIEGESSĂ„ULE will also be there – at our booth and at the SIEGESSĂ„ULE talk on the Queer Media stage.

20:00 SchwuZ

YOUR SEXUAL HEALTH

FOTO: BELI KLEIN

If you’re in the mood to go out after the street festival, you can definitely head to SchwuZ for Kiezdisko. For over four years, old-school NeukÜllner Edith SchrÜder has been hosting her party combining pop, house and retro sounds. Tonight’s DJs include Herr von Keil, Gloria Viagra, Sarah Moshiri (pictured) et al.

21:00 Radialsystem

Sa 20.07. Requiem for an AlcaravĂĄn Die sogenannten Muxe sind Menschen aus der sĂźdmexikanischen BevĂślkerungsgruppe der Zapoteken, die sich jenseits von Zuschreibungen wie männlich oder weiblich bewegen. Der queere KĂźnstler Lukas AvendaĂąo erforscht sie mit einem performativen „Tanz der Mann-Frau“.

The so-called muxe are members of the Zapotec culture in Southern Mexico who live beyond attributions such as male or female. In this piece, queer performance artist Lukas AvendaĂąo explores this unique first-nation group using ritual dance and autobiographical elements.

ZEITREISE – 25 JAHRE UNANSTĂ„NDIGE LIEDER 19:30 FREILUFTBĂœHNE 20.7. SAĂœBERDACHTE 755030 UFAFABRIK.DE

STI EMERGENCY CONSULTATION INFECTIOUS DESEASES

SAT 10 –12 AM

NEU AM NOLLENDORFPLATZ

, FLY FLY, EDITH | -

www.BKA-THEATER.de

www.vanille-marille.de

Wer nach dem Stadtfest weiterfeiern will, ist im SchwuZ bei Edith SchrĂśders „Kiezdisko“ genau richtig. Seit Ăźber vier Jahren veranstaltet die schrullige NeukĂśllnerin nun schon ihre Erfolgsparty mit Mucke von Pop bis House und Retro. DJs sind heute Herr von Keil, Gloria Viagra, Sara Moshiri (Foto) u. a.

GĂ–TZ WIDMANN

WWW.STIC.BERLIN

vanille & marille Eismanufaktur MotzstraĂ&#x;e 17

Sa 20.07. Edith SchrĂśders Kiezdisko

LIEDERMACHER

11:00 MotzstraĂ&#x;enkiez > 27. Lesbisch-Schwules Stadtfest, Motto: „Gleiche Rechte fĂźr Ungleiche! Weltweit“, mit zahlreichen Ständen, BĂźhnen, Programm und Shows. Gay and lesbian village fair 14:00 SinBerlin > BDSM-Kurs fĂźr Einsteiger, Ăœbersicht zu den verschiedenen Spielarten. BDSM workshop 16:00 SinBerlin > Workshop: Bondage fĂźr Sex, Basiswissen lernen

Kultur 10:00 Manege > Cutie.BIPoC Festival, fĂźr und von QTIBIPOC 13:00 Sommerbad Humboldthain > Europool, Diskussion und Musik von Creamcake präsentiert, im Tropez. Discussion and music presented by Creamcake 15:00 Theater des Westens > The Band – Das Musical, Musical mit DSDS-Gewinner Prince Damien 16:00 Schwules Museum > 50 Jahre Stonewall, AusstellungsfĂźhrung (engl.). Guided exhibition tour in English 18:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik, auch 21:30. 19:30 SinBerlin > Die Teegesellschaft - Pride to be yourself, queeres Showprogramm 20:00 SchaubĂźhne > Im Herzen der Gewalt, Drama Ăźber ein Hassverbrechen, nach einem Buch von Édouard Louis, mit englischen Ăœbertiteln. Drama about a gay rape victim, with English surtitles 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical.

20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, Das neue Musical von Ades Zabel, Biggy van Blond und Bob Schneider. Drag show 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, KomĂśdie. Comedy play 20:00 Galerie Studio St. St. > Salon KreuzkĂślln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis 20:30 Tanzfabrik Berlin > (in)Visible, Tanzperformance in Zusam- menarbeit mit blinden und seheingeschränkten Personen. Dance performance 21:00 Radialsystem V > Requiem for an AlcaravĂĄn, TanzstĂźck inspiriert von der sĂźdamerikanischen BevĂślkerungsgruppe der Zapoteken. Dance performance

Festivals 16:00 Ferropolis > Melt! Festival, live: Fjaak u. a., DJs Bilderbuch, ItaloJohnson, Adana Twins, David August, Tornado Wallace u. v. m. 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, International Tatarstan Youth Orchestra. Music festival

Bars 18:00 Himmelreich > Saturday Night Fever, for queers and friends (House Music)

19:00 Flax > Feste feiern!, spiel deine eigene Musik + Tischtennis. Partygoers provide tonight’s music 19:30 Blond > Saturday Night Gay Warm-up 20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox Night, Be your own DJ. Friedrichshain’s well known gay bar 20:00 Marienhof > Saturday Night Fever, Charming and quite traditional gay bar, hotspot for locals 20:00 Dodo > Der nette Abend, Quatschen, trinken, glĂźcklich sein. Casual bar night 20:00 Betty F*** > Saturday Night Fever, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 21:00 Woof > Woof Summer / Pride Week, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 21:00 Incognito > Lesbisch Schwules Stadtfest, DJ Heiko (Disco). Poppy bar night 22:00 Capture > Oriental Night, DJ Amir. Friedrichshain’s new gay bar 22:00 Mutschmann’s > Feinkost, Party fĂźr Frauen & Männer DJ Menace. Electro party, mixed-gender 22:00 Zum Schmutzigen Hobby > Trans late, „die späte Party bis Sonntag frĂźh“. The Hobby turns into an outrageous gay pop disco 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar

Clubs 10:00 about blank > Buttons, Party bis Sonntag 22:00, DJSet by the HONCHO collective u. a. The gay party continues till Sunday 22.00 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke all night, Hosts: Fortune Taylor & The Shredder. Karaoke night 22:00 SO36 > Dancing with Tears in your Eyes, „Die 80er Party“, DJs ED Raider, Naked Zombie. 80s party 22:00 Die Busche > Tanztherapie, (Electro, House, Charts, Main, Schlager, Oldie). Berlin’s cult club for gays and lesbians 23:00 Musik & Frieden > Irrenhouse, Motto: Love Hurts, DJs Maringo, Stroem, Destiny Drescher, Katy Bähm, Francis, Doris Disse, Gitti Reinhardt & Nina, Show: The Irrenhouse-All-


PROGRAMM 99

23:00

23:00

23:00

23:59

stars (Pop, House, Retro). Nina Queer’s wacky gay party with drag show Connection Club > Twilight Zone, „die offizielle Party zum Stadtfest“ all fetish welcome, DJs Maringo, A. Disko, DJ Frank (Electro, House, Retro). SchĂśneberg’s gay clubbing institution KitKatClub > CarneBall Bizarre, „KitKatClubnacht“, DJs Jam el Mar, Clark Kent, Annie O, Miss Sunshine, Felix FX (Techno, NuTrance, Progressive). Dress kinky & erotic, have sex or just dance all night long SchwuZ > Edith SchrĂśders Kiezdisko, „Dein SchwuZ * Dein Kiez * Deine Party“, DJs Gloria Viagra, Merean, BadKat, Sara Moshiri, Chroma, Elvira Westwärts, Paula Sau, Herr von Keil, Edith, Show: Destiny Drescher & Dancers (Pop, House, Retro). Party hosted by cult Berliner drag persona Edith SchrĂśder Berghain > Klubnacht, live: Sebastian Mullaert, DJs Ben Klock, Len Faki, DJ Pete, Etapp Kyle u. a., in der Panorama Bar DJs Nick HĂśppner, Hunee, Margaret Dygas, Sassy J, LPZ u. a.. Get lost in the concrete tempel for contemporary electronic dance music

Sex 14:30 Club Culture Houze > CosyLipzz, FLTI* KuschelParty, ab 17:00: open rooms for talk and fun 20:00 BĂśse Buben > Bitch!, Fistparty 21:00 Ajpnia > Ajpnia am MotztraĂ&#x;enfest, Entspannte Party fĂźr Positive und nicht Positive 21:00 Club Culture Houze > Fist On – Strap On!, Fisten fĂźr Alle – LGBTI 22:00 New Action > Cruising Non Stop, „Gay night for all kinds of fetish“ 22:00 Lab.oratory > Gummi, Einlass bis 23:59, rubber outfit only. Entry till midnight 22:00 Triebwerk > Sexparty, Naked- & Underwear-Sexparty 22:00 Stahlrohr 2.0 > NakedSex-Party, For boys & men

So

21.07. 11:00 MotzstraĂ&#x;en Kiez > 27. Lesbisch-Schwules Stadtfest, Motto: „Gleiche Rechte fĂźr Ungleiche! Weltweit“, mit zahlreichen Ständen, BĂźhnen, Programm und Shows. Gay and lesbian village fair 12:00 Kottbusser Tor > Gedenktag an die verstorbenen Drogengebraucher_innen, Kundgebung: Deutsche Aidshilfe u. a. 16:00 SinBerlin > ElektrosexWorkshop - Ein Einstieg (ins 2B Set) 18:00 Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche > Gottesdienst, Kirche PositHIV 19:00 Ludwig > Drag Flohmarkt

Kultur 10:00 Manege > Cutie.BIPoC Festival, fĂźr und von QTIBIPOC 17:30 Tipsy Bear > Lipstick & Lachs, Drag Show, Host: Rica Shay. Dj: special guest DJ. Performers: Karlie Kant 18:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka 19:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Barb Jungr - „Freedom – Walls, Women and Love“, im Rahmen des Frauensommers. Concert 19:00 Haus der Kulturen der Welt > Konzert: AngĂŠlique Kidjo, Chocolate Remix, Chocolate Remix sind eine queere Reggaeton-Combo die heute auftritt. Concert

19:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical 20:00 Columbiahalle > Skunk Anansie, Indierock-Band um queere Sängerin Skin auf Tour 20:00 BKA-Theater > Kaiser & Plain präsentieren: Queer is Beautiful, Revue mit den Gästen Elke Winter, Julia Gamez Martin, Margot SchlĂśnzke, Ryan Stecken, Serena GruĂ&#x; und Tilly Creutzfeldt-Jakob. Cabaret 20:00 SchwuZ > Klub Kids presents: Manila Luzon, Show der Teilnehmerin der 4. Drag Race Allstars Staffel 20:00 Galli Theater > Männerschlussverkauf, KomĂśdie 20:30 Tanzfabrik Berlin > (in)Visible, Tanzperformance 21:00 Radialsystem V > Requiem for an Alcaravan, TanzstĂźck. Dance performance

www.BKA-THEATER.de

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Sunday Sex, Cruising & Coffee-(Cream) 12:00 Der Boiler > BoilerWeekend 15:00 BĂśse Buben > Give me FFive on Sunday, Fistparty 16:00 Lab.oratory > Athletes, Einlass bis 18:00, „fit for fuck“, dress code sportswear+sneaker. Entry till 18:00 16:00 Triebwerk > SundaySex, Naked & Underwear 17:30 Scheune > Naked Sex Party, Einlass bis 18:30. Entry till 18:30 18:00 SinBerlin > Sonntagsspiele, offene BDSM Play Nacht, . All gender, all orientation, all kinks welcome 18:00 Club Culture Houze > Die praktische Nutzbar-

keit von Fleisch, sexpositive Party mit Zoe La Louve 18:00 Stahlrohr 2.0 > Underwear and Naked, Pants and shirt or naked

M MaaĂ&#x;enstr. aaĂ&#x;enstr. 14/ W Winterfeldtplatz interfe eldtplatz

Festivals 16:00 Ferropolis > Melt! Festival, live: Bon Iver u. a., DJs The Black Madonna, Octo Octa, u. a. 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, Orquesta SinfĂłnica Nacional Juvenil. Music festival

Bars

15:00 AHA > AHA-SonntagscafĂŠ, Kaffee & Kuchen. Coffee and screening of popular crime series Tatort 18:00 Flax > on the way to GMF, Warm-up Party, mit Tischtennis. Get ready for the night 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Hasch mich, ich bin der MĂśrder, Tatort Public Viewing. Germany’s most popular crime series 20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox & Cruising, Be your own DJ. Bar with darkroom, open to all genders 20:00 Betty F*** > SonntagsVisite, Tiny gay bar 21:00 Woof > Woof Summer / Pride Week, Internationale Cruisingbar 21:00 Incognito > Lesbisch Schwules Stadtfest, DJ Heiko (Disco). Poppy bar 22:00 Mutschmann’s > DJ Fixie Fate 22:00 Ficken 3000 > Vogue, DJ Black K & Guests (Synth Pop, Dark Wave, Gothic, Electro Wave) 22:00 Greifbar > Gross-kleinTag, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay bar 22:00 New Action > Lazy Sunday, „Der entspannte Sonntagabend“ 22:00 Hafen > Ein Schiff wird kommen, „das Schlagerspecial zum StraĂ&#x;enfest“, DJ derMicha

Clubs | -

10:00 about blank > Buttons, Party bis Sonntag 22:00, live: Looky, Looky, DJs The Illustrious Blacks, Lakuti. 12:00 Berghain/Garten > Klubnacht, Das TanzgewĂźhl der Nacht zuvor geht weiter!, DJs TBA. Vibrant continuation of Saturday night’s party 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Liquid Brunch, Feucht-frĂśhlicher Karaoke-Abend, Host: SuperNoa 22:00 Ritter Butzke > GMF, „The MotzstraĂ&#x;enfest Closing Party“, DJs Annie O., Deejay Divinity, DJ CK, Victoria Bacon (Electro, House, Techno, Urban, Pop, R’n’B, Hip Hop) 23:00 KitKatClub > Nachspiel, DJs Pected, Coon (Techno, Electro). The hedonistic club keeps the party vibe going till Monday morning

08:00 KitKatClub > Kitty Goldmine, Afterhour, DJs TBA (Tech House). Colorful gender-fucking after-hour

VORSPIEL Sportverein

fĂźr Schwule und Lesben Berlin e.V. Martin-Luther-StraĂ&#x;e 56 10779 Berlin

Mach mit und sei fit! www.vorspiel-berlin.de mail@vorspiel-berlin.de facebook.com/vorspielberlin Tel.: (030) 44 05 77 40


100 PROGRAMM

Mo

19:00 SO36

FOTO: LUKE FONTANA

22.07.

BO I LE R Sp ecial PARTNERTAG 2 Personen fĂźr 25,- â‚Ź ab 12 Uhr

Di 23.07. Queer Slam Im Mai fand der erste Poetry Slam fĂźr queere Autor*innen statt und stieĂ&#x; auf groĂ&#x;en Anklang. Jetzt geht es mit Verve in die nächste Runde: Als Wort-Duellanten stehen diesmal JayrĂ´me C. Robinet, Sven Hensel, Tom Mars u. a. auf der BĂźhne und als Special Guest ist Stand-up-Comedian Nico Stank (Foto) mit dabei.

The first poetry slam for queer writers at SO36 took place in May and met great enthusiasm. The series continues in its next edition with verve: duking it out onstage will be poets such as JayrĂ´me C. Robinet, Sven Hensel and Tom Mars, plus stand-up comedian Nico Stank (pictured) as special guest.

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 14:30 RuT-Lesbenzentrum > Offene Meditationsgruppe, Fßr Neugierige und Fortgeschrittene. Meditation group

Clubs 19:00 SO36 > Roller Skate Disko, Skates-After-WorkParty, Tanzkurs ab 20:30, DJs Rollers HiFi. Old-school disco night on skates 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Multisexual Boxhopping, Flat-Rate-Karaoke, Host: Ripsy. Karaoke night 23:00 KitKatClub > Electric Monday, DJs Justin Massei, Bruno Otranto, Ricardo Rodriguez (Deep House, Minimal, Techno, Grooves, Breakz), no special dress code. This queer-friendly party keeps the weekend vibe bumpin’ on

Sex

20:00

12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Fuckin’ Monday, Cruising-Sex-Fun 19:00 Club Culture Houze > Naked Sex, men only

20:00

Kultur 18:00 about blank

20:00

21:00

C. Robinet u. a., Moderation: Christian Ritter, Comedian: Nico Stank, DJ-Team Pico & Bello SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Georgette Dee - DeeNachtgesänge – From dusk till dawn, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > The House of Presents, Drag Show + Dance Party, um 22:00 Pre-Show „Gieza’s Pokehouse“. Pansy and her girls’ weekly drag show and party

Festivals

Mi 24.07. Let’s Talk-Sommergarten-BBQ Dr. Martin Viehweger (Foto) und Dragqueen Pansy laden gemeinsam mit der „Buttons“ zu einer Sommerausgabe der Chemsex-Infotalk-Veranstaltung „Let’s Talk About Sex And Drugs“ in den Garten des blank. Neben Diskussionen und einem Open Mic gibt’s Musik, BBQ und Infostände vom Drogennotdienst Sonar u. a.

Dr. Martin Viehweger (pictured), drag queen Pansy and the Buttons party crew welcome you to a summer edition of the chem-sex discussion series, Let’s Talk About Sex and Drugs in blank’s garden. Aside from an open mic, there will be music, a BBQ and info booths from the likes of Sonar, a harm-reduction co-op.

20:00 Kantine am Berghain > Kelsey Lu, queere R’n’BFolk-Sängerin. Concert 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Bettina Wegner & Karsten Troyke, Konzert im Rahmen des Frauensommer. Concert 22:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Kino International > MonGay: Leid und Herrlichkeit, der neue Film von Pedro AlmodĂłvar, OmU. Film screening in Spanish

Festivals 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, Nationales Jugendorchester Rumäniens. Music festival

Bars 20:00 BKA-Theater

Mi 24.07. Garden of She-den Die amerikanischen Drag-Legenden Sherry Vine (Foto, li.) und Joey Arias (re.) sind seit 1993 regelmäĂ&#x;ig als Duo mit eigenen Programmen zu sehen. Heute spielen sie ihre neue Show „Garden of She-den“. Zu erwarten ist eine Mischung aus Jazzballaden, Musical-Klassiker und Rocksongs, gewĂźrzt mit einer Prise bittersĂźĂ&#x;em Humor.

American drag legends Sherry Vine (pictured, L) and Joey Arias (R) have been performing as a duo regularly since 1993. Tonight, they are doing their new show Garden of She-den in Berlin: expect a mix of jazz ballads, Broadway classics and rock songs, peppered with bittersweet humor.

19:00 SinBerlin > The Little Farm, Furry & Petplay Night 19:30 Blond > Early Evening Karaoke, im Anschl. „Schlager Ă la carte“. Night of German hits 20:00 Stiller Don > Montag = Dontag, One of the city’s oldest regular gay bar 20:00 Betty F*** > KĂślsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 20:30 Marienhof > W!ld Monday 22:00 Greifbar > Wunschkonzert, „HĂśrt eure Lieblingsmusik“. 80s-style gay cruising bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men

Di

23.07. 17:00 SchwuZ > D.I.T. – Do it Together, Workshop zum Transparente basteln fĂźr „Dyke March“, „Radical Queer March“ oder den Pride. Creating protest banners together 18:00 SinBerlin > Workshop: „Kontrolle und Dominanz“ - wie Seil-Bondage richtig kickt, Workshop zur Psyche und die GefĂźhlswelten von Dom und Sub

SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Young Euro Classics 10:00 Konzerthaus Berlin > Jugendworkshop, Music is my first love. Music festival 20:00 Konzerthaus Berlin > YO/Mod rnt. Music festival

Bars 18:00 MÜbel Olfe > Ein Abend von und fßr TLIF, DJs Shirley & Steve. Olfe’s midweek bar night for TLIF 18:00 Himmelreich > Queer Tuesday, Host: Steffi 19:00 Flax > Feierabendbier Party, mit Tischtennis. Regular gay bar night

Kultur 19:00 Barbiche > Talentschuppen, offene Bßhne fßr Lesungen bis hin zu Konzerten. Open stage for performers 19:00 SO36 > Queer Slam, Poetry Slam, Gäste: Sven Hensel, Tom Mars, Jayrôme

Dienstags Gin-Tonic

4

! ! !


PROGRAMM 101 19:30 Blond > Sing Sing Sing, Star Party Host: Tommi. Karaoke night 20:00 Betty F*** > KlinikTreff, Tiny gay bar with trashy interior 22:00 Ficken 3000 > Der LohntĂźtenball, A mingle-mangle of party and sex orgy 22:00 Greifbar > Unter uns, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Rauschgold > Time Tunnel, „ab in die Retro RĂśhre“ DJ Doris Disse. Retro pop songs all night 22:00 Woof > Bear Bust, „The place to be on Tuesday Nights“. Meeting place for hairy men 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sunglasses at night, 80ies in the Hobby

Kultur

Sex 12:00 The Jaxx > Hot Tuesday, Sensual Sexuality im Private Club 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Cum & Fuck, „XXL Fuck Factory“ 19:00 Club Culture Houze > The Hengst, Nur fĂźr schwule Männer. Gay only 20:00 SinBerlin > man2man Bondage & Play Night, respektvoller BDSM fĂźr Jungs und Männer. Play night 20:00 Triebwerk > TriebSex, Naked & Underwear 21:00 Stahlrohr 2.0 > Youngster-Sex-Party, fĂźr Boys von 18-28, ab 24 Uhr fĂźr alle! Ages 18-28 till midnight, thereafter no limit

Mi

24.07. 13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 13:30 Sonntags-Club > Seminar: Gewalt im Ă–ffentlichen Raum, Das Seminar wird vom LKA Präventionsteam durchgefĂźhrt. Lecture 16:00 RuT-Lesbenzentrum > Lesben-CafĂŠ, zu 50 Jahre Stonewall. Open meeting 18:00 about blank > Let’s Talk About Sex And Drugs Let’s Talk-Sommergarten-BBQ, Offenes Mikrofon und Musik, Grill, Diskussion, Drag und Drinks, mit Pansy und Martin Viehweger. Discussion and open mic

S& JOEY ARIA E IN SHERRY V | -

www.BKA-THEATER.de

19:00 Ludwig > Classic Minority Film Club, Filmabend. Kino evening showcasing POC filmmakers and POC driven narratives 19:30 Moviemento > Thai Film Screenings Berlin 2019, Kurzfilme zum Thema: Gendered Bodies And Contexts 20:00 Säule/Berghain > Christeene, Konzert der DragQueen-Rapperin. Concert 20:00 BKA-Theater > Garden of She-den, Die amerikanischen Dragqueens Joey Arias und Sherry Vine präsentieren ihr neues Programm. Drag show 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Georgette Dee - DeeNachtgesänge – From dusk till dawn, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical 20:00 AHA > Slam des Westens In The Silence, alle Texte werden Ăźber KopfhĂśrer Ăźbertragen, moderiert von Volker Surmann, live: Samson 23:59 GriessmĂźhle > Krake Festival: Noise Manifesto / Warning, kuratiert von Paula Temple

Festivals SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Young Euro Classics 10:00 Konzerthaus Berlin > Jugendworkshop, Music is my first love. Music festival 20:00 Konzerthaus Berlin > Nationale Jugendphilharmonie der TĂźrkei

Bars 20:00 Marietta > Der schwule Mittwoch, Der Klassiker am Mittwoch. Well known gay bar night

20:00 Grosse Freiheit 114 > Feierabend, relaxter Barabend. After-work bar night 20:00 Betty F*** > Cock Tale, Tiny gay bar with trashy interior 20:30 Blond > Caribic Night Fever 20:30 Marienhof > Bergfest 21:30 Zum Schmutzigen Hobby > Drags and Drinks with Judy LaDivina, Drag Show,, Host: Judy Ladivina. Ab 23:00 „Mittwochs Music“ (Pop) 22:00 Mutschmann’s > Klubnacht, DJ Menace. Electro night in the popular fetish bar 22:00 Greifbar > Long Cruising Night, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Rauschgold > MI.a.MI, „Mix am Mittwoch“, DJ Doris Disse (Retro Music). Oldies bar night 22:00 New Action > Big Dick Night, Open House Night, Specials fĂźr groĂ&#x;e Schwänze, no dresscode. Regular bar night

Clubs 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Duet Night, „love songs, duets, speed dating games and big-hair power ballads“, Host: Wasp Summer 23:00 KitKatClub > Symbiotikka, DJs Lion, Marcel db, Willi Wonker, Jordan (Techno, Electro). Weekly party series in the hedonistic dance club 23:59 Tresor > Tresor New Faces, „Bonito House Club“, hostedy by Marrena, DJs Dez Williams, Carlota, Aroma Pitch (Techno, Electro). This rather straight midweek techno party attracts a lot of gay people as well

Sex 12:00 Der Boiler > Boiler FanTag, Mit Codewort von Facebook oder Gayromeo gibt es ermäĂ&#x;igten Eintritt. Pay less with the codeword from Facebook or Gayromeo 12:00 Duplexx > Kinotag 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Kinotag, Men only 16:00 BĂśse Buben > AfterWorks, von soft bis SM, men only. Relaxed SM play party 18:00 SinBerlin > Workshop: „Die Lust am Schmerz“ Schmerzstellen und Schmerzen bewusst einsetzen, Schmerzpunkte austesten mit Peitschen, CBT und TT. BDSM workshop 19:00 Ajpnia > Ajpnia am Mittwoch, „Wohnzimmeratmo nach Feierabend. Gespräche, Erotik, Kennenlernen, Entspannen“, Men only. Relaxed erotic party 20:00 SinBerlin > YourToyParty - Das etwas andere Shoppingerlebnis, die etwas andere Dildoparty mit speziellem Fokus auf BDSM Produkte 20:00 Triebwerk > After Work Sex, Dress code: underwear, naked 20:00 Club Culture Houze > BiNight – Adam & Eve im Lustgarten, „Gay, Lesbian, Hetero, Bi-Lounge“, Erotic/Fetish outfit or naked. Mixed-gender lounge 22:00 Stahlrohr 2.0 > Obenoder-Unten-Ohne, Dress code: Topless or pants off

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102 PROGRAMM 17:30 diverse Anleger

Do

25.07.

Kniegelenksverschleiß zeitgemäße Behandlungsoptionen

Dr. med. Heiko Spank Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie

25.07.2019, 18:30 Uhr

Do 25.07. CSD auf der Spree In der Pride-Woche wird traditionsgemäß auch auf dem Wasser mit etlichen Partybooten für Sichtbarkeit gesorgt. Bei der Tour neu mit dabei: das „Bi-Boot“. Ab 18:00 steigt zusätzlich die „Offizielle Hafenparty“ im Osthafen, bei der die schwule Fete „Propaganda“ eine Wiederauferstehung feiert.

Christopher Street Day is this Saturday, but sailors are celebrating early with “Berlin Canal Pride“ on the Spree, which is not actually a canal but a proper river. There will be numerous ships, plus on the harbor at Osthafen, the resurrection of the Propaganda party will start already at 18:00.

FOTO: SALLY B.

17:00 Festsaal Kreuzberg

Do 25.07. Fries Bevorzugt ihr eure Disco mit Ketchup und Mayo? Beim After-Work-Chill-out mit den DJs Lucky Pierre, Tannhäuser und Minq (Foto v. l. n. r.) werden Discodiven vergangener Zeiten gefeiert. Tanzen, chillen und sich genüsslich mit dem vollstopfen, was der Party ihren Namen gab: knusprige Fritten!

Do you prefer your disco with ketchup or mayo? Join DJs Lucky Pierre, Tannhäuser and Minq (pictured L-R) in the beer garden of Festsaal Kreuzberg for an afterwork chill-out soundtracked by disco divas of yesteryear. Entry is just one euro, so you can save your money for greasy potatoes. Beat the heat with frites!

FOTO: ZORA PHOTOGRAPHY.

20:00 Monster Ronson’s

Haus 35, 1. OG, gr. Konferenzraum Rubensstraße 125, 12157 Berlin www.vivantes.de/avk

Kultur 18:00 Schwules Museum > 50 Jahre Stonewall, Ausstellungsführung 19:30 bi’bak > Never My Soul, Filmvorführung. im Anschluss Q&A mit Protagonist Ceyhan Fırat Hızal. Film screening 20:00 Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Premiere von Lamberts letztem Film. Screening 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Pride Not Prejudice, „A night of burlesque, drag, pole, musical comedy acts“u. a., hosted by Sarah Tonin 20:00 Kabarett-Theater Distel > Die Zukunft ist kein Ponyhof, Theater-Play 20:00 BKA-Theater > Garden of She-den, mit den DragLegenden Joey Arias und Sherry Vine. Drag show 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Georgette Dee - DeeNachtgesänge – From dusk till dawn 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools 20:00 Radialsystem V > Niemand stirbt in der Mitte seines Lebens, Szenisches Konzert von Nico and the Navigators 20:00 Kater Blau > Dornröschen, Inszenierung vom Seifentheater. Play

Die Zukunft ist kein Ponyhof Eine sommerlich-satirische Party

Kabarett-Theater DISTEL www.distel-berlin.de | T. 204 47 04

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WWW.LANGE-NACHT-DER-MUSEEN.DE

20:00 BühnenRausch > Frauenangelegenheiten, Improduo WonderWoman 20:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical 20:30 Eisenherz > Lesbischer Literatursalon, mit Maike Stein, Buchpremiere

22:00 Ficken 3000 > Chez Uns, Danceparty. Dancing action upstairs, sexy encounters downstairs 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men 22:00 Greifbar > Wenn die Waldfee kommt, Männer, Drinks, Cruising. 80sstyle gay cruising bar 22:00 New Action > Cheap + Sexy Thursday, Dress code: casual, men only 22:30 Zum Schmutzigen Hobby > Barbie Girls & Boys, 90er und Trashparty. The Hobby indulges in pop music

Clubs

Festivals SIEGESSÄULE präsentiert: Young Euro Classics 10:00 Konzerthaus Berlin > Jugendworkshop, Music is my first love. Music festival 20:00 Konzerthaus Berlin > Klassik meets Jazz, mit Nils Landgren. Music festival

Bars 19:00 SinBerlin > Polydi - die Polynormale Welcome Party, Welcome-Party 19:30 Blond > Wunschmusik der 80er, Your favorite 80s 20:00 Tipsy Bear > Prism Queer Performance Night, Open Stage 20:00 Betty F*** > Schluckimpfung, Tiny gay bar 20:00 Flax > on the way to Chantal, Warm-up Party, Special: Tischtennis 20:00 Grosse Freiheit 114 > Topless-Night, „Alles kann, nichts muss“ 20:30 Marienhof > Twister_Xtra 3, Warm-up to Chantal 21:30 Möbel Olfe > Schwulenschubsen, der schwule Barklassiker, DJ TBA

17:00 Festsaal Kreuzberg > Fries, queere Partyreihe im Biergarten bis 23:00, DJs Minq, Tannhäuser, Lucky Pierre (Disco Divas & Heros). Queer party i 17:30 Diverse Anleger > CSD auf der Spree, Check-In und Happy Boarding für die Boote an diversen Anlegern. 18:30: Schiffstour der Regenbogenflotte. A pride event afloat 18:00 Osthafen > Propaganda – Hafen Party, Abschlussparty des „CSD auf der Spree“, DJs Destiny Drescher, Katy Bähm, Fixie Fate, Anna Klatsche, FKA, DJ Jaycap (Pop, Main, House, Dance). Closing party of Berlin Canal Pride 22:00 Säule/Berghain > Kulør, live: Repro, Schacke, DJs Courtesy, Kasper Marott, Sugar. Night of experimental beats 23:00 Suicide Circus > Chantal’s House of Shame, DJs + Show TBA (Electro, House, Minimal). Chantal’s infamously lascivious weekly party explosion

Sex

Do 25.07. Pride Not Prejudice Cadbury Parfait (Foto) ist Burlesque-Performerin und organisiert regelmäßig gemeinsam mit einer Freundin unter dem Namen „Extravagant Shambles“ Events in Berlin. Auf dem Programm stehen eine Mischung aus Drag, Pole Dance, Musical Comedy und Burlesque. Showgäste heute: Betty Fvck, Nana Schewitz u. a.

18:00 Der Boiler > WohlfühlAbend, Relaxed sauna night 19:00 Badeschiff > Queeres Stand-Up-Paddeln, Solidarität beim CSD auf der Spree + Hafenparty 19:00 Begine > Lesbennetzwerk in Schöneberg, Stammtisch. Open meeting

Cadbury Parfait (pictured) is a burlesque performer who regularly organizes events in the city as a part of Extravagant Shambles. A mixture of drag, poledancing, musical comedy and, of course, burlesque is in store for tonight, featuring Betty Fvck, Nana Schewitz and more.

12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Knock up@XXL, „Enjoy the difference“, ab 19:00 „XXL-Dresscode (Naked & Underwear)“ 17:00 Böse Buben > Give me FFive, AfterWork-Fistparty 19:00 Club Culture Houze > Zoe’s Salon, queer, mixed BDSM, Talk und Play Party 21:00 Mutschmann’s > Naked-Sex-Party 21:00 Lab.oratory > Naked Sex Party


CSD DEMO 12:00 Eröffnung Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße

CSD FORDERUNGEN Erstes inklusives Wohn- und Kulturzentrum für Lesben in Berlin - JETZT! Ein professionelles Diversity-Management für die Mitarbeiter*innen der Berliner Verwaltung und in den kommunalen Unternehmen! Bleiberecht für alle bedrohten LSBTTIQ*!

Aktiv gegen Rechts!

Stigmatisierung und Ausgrenzung HIV-positiver Menschen stoppen! Informieren statt diskriminieren! Leben mit HIV – ganz normal! Zur Hölle mit dem Patriarchat!

12:30 Start der Demo Ankunft beim Finale 16:00 bis 19:00 Demoroute zum Download: CSD-BERLIN.DE

CSD Finale 14:00 Start 16:00 Abschlusskundgebung 24:00 Ende Straße des 17. Juni - Brandenburger Tor Alles zum Programm: CSD-BERLIN.DE

CSD Partys 26.7. OPENING PARTY: REVOLVER @ KitKatClub 27.7. MAIN PARTY: UNITY @ Ritter Butzke 27.7. LESBIAN PARTY: LIQUID @ Musik & Frieden Alle Partys & Tickets: CSD-BERLIN.DE

Main Stage @ Finale

Auf der Hauptbühne u.a. Felix Jaehn, Melanie C. & Sink The Pink, MIA., Sookee feat. Säye Skye, Marianne Rosenberg, Miss Malonda, Sebastian Raetzel, SoSA-Preisverleihung und fulminante Beiträge aus Politik & Community.

Moderation: Annie Heger & Eybe Ahlers Weitere Acts, DJ-line-up und politische Inhalte: CSD-BERLIN.DE

Foto Felix Jaehn: © Viktor Schanz | Foto MIA.: © Sven Kosakowski | Foto Marianne Rosenberg: © GABO | Foto Sebastian Raetzel: © Sven Sindt


FOTO: BRIGITTE DUMMER

19:00 LiebigstraĂ&#x;e/ Ecke Rigaer StraĂ&#x;e

Fr

26.07.

EIN FR TRIT EI T

104 PROGRAMM

PEEP SHOPPING NIGHT AM 27. JULI 20-24 UHR MIT NINA QUEER, BĂ„LLEBAD MIT JURASSICA PARKA, GITTI REINHARDT, TĂ„NZERN, SPRITZIGEN ERFRISCHUNGEN U.V.M. FRIEDRICHSTRASSE 76-78 | GALERIESLAFAYETTE.DE

Fr 26.07. Dyke* March Die Demo „FĂźr mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude“wird im Jahr des Stonewall-Jubiläums vermutlich noch grĂśĂ&#x;er und lauter als sonst. Als Treffpunkt vor dem Dyke* March ist das Hausprojekt in der LiebigstraĂ&#x;e 34 (LiebigstraĂ&#x;e/Ecke Rigaer StraĂ&#x;e) geplant. Mehr Infos auf S. 44/45.

The demo for „increased lesbian visibility and quality of life“ is set to be even bigger and louder in 2019. This year the Dyke* March starts from the anarchaqueer-feminist housing collective at LiebigstraĂ&#x;e 34. See p. 45 for the route.

20:00 Marin Restaurant

Fr 26.07. Queer Gazino Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „DĂźmtek“ wird heute an die Tradition der tĂźrkischen Gazino-Kultur angeknĂźpft, die nicht nur Essen und Unterhaltung kombinierte, sondern in der sich auch Klassen und Sexualitäten mischten. Dabei sind u. a. Ceyhan FÄąrat HÄązal, House of Living Colors und Cupid (Foto). Mehr Infos auf S. 76.

Turkish gazinos of the 20th century combined food and entertainment, but more important, they mixed classes and sexualities. Queer Gazino brings back this tradition for one night, featuring local and international talent such as Ceyhan FÄąrat HÄązal, House of Living Colors and Cupid (pictured). More info on p. 76.

23:00 KitKatClub

20:00

20:00

18:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration 19:00 Liebigstr./Ecke Rigaer Str. > Dyke* March, Demo unter dem Motto: „FĂźr mehr lesbische Sichtbarkeit und Lebensfreude“, Startpunkt ggf. Frankfurter Tor, Ăźber Frankfurter Allee, Boxhagener StraĂ&#x;e, Warschauer StraĂ&#x;e, entlang der Mauer, Stralauer StraĂ&#x;e, Engeldamm, AdalbertstraĂ&#x;e, Endpunkt am Kottbusser Tor. Warm-up bereits ab 18:00 vorm Hausprojekt Liebig 34. Claiming lesbian visibility 20:00 Galeries Lafayette > 10 Jahre Peep Shopping Night, Einkaufen + Entertainment, bis 24:00 Lineup: Nina Queer, Jurassica Parka, Gitti Reinhardt. Queer-friendly shopping event hosted by various Berlin drag queens 20:00 Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche > CSDGottesdienst, Ă–kumenischer CSD-Gottesdienst der HuK. Church service

Kultur

FOTO: MANOLO TY

14:00 Urban Spree > Krake Festival: Undertow, PlattenbÜrse mit live Musik von Schwefelgelb. Record fair 18:00 Sexclusivitäten > PorYes Salon, Feminist Porn Watching. Film screening 19:00 Ludwig > Drag Capsule, Drag show for new drag

20:00

20:00

20:00 20:00 20:00

20:00 20:00

21:00

Festivals SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Young Euro Classics 10:00 Konzerthaus Berlin > Jugendworkshop, Music is my first love. Music festival 20:00 Konzerthaus Berlin > Jovem Orquestra Portuguesa, Music festival

Bars

Fr. 26.07. Revolver Wer gepflegt zu Techno und Progressive mit massenweisen anderen Jungs und Kerlen das lange Feierwochenende einläuten will, sollte heute ins Kitti. Zur „Big Berlin Pride Opening Party“ der berĂźhmten Homo-Sause sind alle vier Floors des Clubs offen und zig DJs am Start: Tony Bruno, Annie O. (Foto), Asaf Dolev u. a.

20:00

and improvisational performance BKA-Theater > Garden of She-den, Drag-Legenden Joey Arias und Sherry Vine präsentieren ihr neues Programm. Drag show SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Georgette Dee - DeeNachtgesänge – From dusk till dawn, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics Marin Restaurant > Queer Gazino, Alternative Pride Celebration, Performers: Gazino NeukĂślln u. a. Radialsystem V > Niemand stirbt in der Mitte seines Lebens, Szenisches Konzert von Nico and the Navigators. Performance night Kabarett-Theater Distel > Die Zukunft ist kein Ponyhof, Theater-Play Kater Blau > DornrĂśschen , Inszenierung vom Seifentheater. Play SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical Dodo > Open Stage, Selber singen Galerie Studio St. St. > Salon KreuzkĂślln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Lothar Lamberts vorraussichtlich letzter Film. Film screening

If you want to kick off Pride Weekend with a bang, head to the Revolver party at the city’s most infamous sex club, which tends to be jam-packed with gay men and their friends. Taking care of the four sweaty dancefloors will be DJs such as Tony Bruno, Annie O. (pictured) and Asaf Dolev.

S& JOEY ARIA E IN V SHERRY | -

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19:00 SinBerlin > LoomiPuppy Party , fĂźr alle Puppys, Loomys und groĂ&#x;e Kids, die auf luftgefĂźllte Dinger stehen. All gender welcome 19:00 Flax > CSD Weekendstarter, mit Tischtennis. Gay bar, hotspot for young locals 19:30 Blond > Sexy-Music-Box, Deine Wunschmusik. Your favorite music by request

20:00 Betty F*** > KĂślsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 21:00 Marienhof > Bingo, Host: Stella deStroy 22:00 Eschschloraque > DJSet Karina Qanir 22:00 Capture > deLuto DJSet, Friedrichshain’s new gay bar 22:00 Woof > CSD / Pride Warm Up, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Mutschmann’s > WeekendStarter, Popular fetish bar with darkroom 22:00 New Action > Shooter Friday, Strict dress code, all kinds of fetish. Men only 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, „Männer, Drinks, Cruising“ (Electro, House, Pop). Popular 80s-style gay cruising bar 23:00 Grosse Freiheit 114 > Pop Tart, „CSD pre-pop party“, fĂźr alle Queers, Tarts und Friends, DJ Dickey (80s, Retro, Disco). Divergent party tunes, open to all genders 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Popp!bar, The Hobby turns into an outrageous gay pop disco

Clubs 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke all night, Hosts: King Josephine & The Shredder. Karaoke night 22:00 Ficken 3000 > BBB, „Bear techno sex party“, DJs canogar, Jhorman PeĂąa 22:00 Die Busche > Kaputt im Kopf, (Charts, Electro, Schlager). Berlin’s cult club for gays and lesbians 23:00 Polygon > CSD Reclaim, 24-hour event hosted by Room 4 Resistance, Lecken & mina, live: Paartanz, DJs Violet, Deena Abdelwahed, S. Ruston, Luz, KILLA, marum, Ketia, Carmen 16, Nazira u. a. (Underground Electronic Music) 23:00 Connection Club > Connection Clubnight, „Pre CSD Opening“ DJ Leebow (Electro, House). SchĂśneberg’s clubbing institution 23:00 KitKatClub > Revolver Party, „The Big Berlin Pride Opening Party“, DJs


PROGRAMM 105 culture“, DJs Olympia Bukkakis, Dorfdisko, Obstsalat, Tchuani, Bad Puppy, Berlin Disaster, Punani, Samuel Gieben, DJ TEETH, DJ City, Show: Gieza Poke and her Rubber Dolls & the Buttcocks Ballet Flamingogos 23:59 Ritter Butzke > CSD Rodeo, live: TRACKs, DJs

Lipstick Trash, Aswad, Robert Owens, Terrence Parker, Phonique, San Proper u. a., Show: Judy LaDivina & Haidar A. Darwish. Special Pride party at the Kreuzberg techno/house club 23:59 Panorama Bar/Berghain > Finest ESP, live: Lord Of The Isles, DJs Heidi Lawden, Jonny Rock, Lovefingers, Palms Trax. Electro night in the upper club area of the hyper-hip dance temple 23:59 SO36 > My Ugly X, „Bad Taste Party“, DJ Eric jr. & Friends (Trashpop, 80s). Party for nostalgic 90s enthusiasts

Sex 20:00 Böse Buben > C/P: Corporal Punishment, caning, paddeling, birching, strapping, slippering, spanking, flogging, no dress code, Einlass bis 0:00 22:00 Lab.oratory > Friday Fuck, Einlass bis 24:00, „Pimp up your weekend“. Entry till midnight 22:00 Stahlrohr 2.0 > SUCK’n BLOW, Cruising-Night 22:00 Location: TBA > BiohazardMen – Gay-Pride Edition 2019, Sexparty ausschließlich für HIV-Positive Männer, Registrierung: www.biohazardmen.eu, Einlass bis 0:30. Exclusively for HIV-positive men, prior registration necessary: www.biohazardmen.eu, entry till 0:30 22:00 Triebwerk > Cheap Sex, Naked & Underwear

DYKE* MARCH BERLIN 2019

Tony Bruno, Rony Golding, Moussa Barcelona, Daniele D Alessandro, Annie O., DJ AleXio, Tiasz, Asaf Dolev, Alice D., Mr. Fonk, Oliver Mohns. The housey gay party’s kick-off into Pride weekend 23:00 SchwuZ > Plastic meets Buttcocks, „A queer celebration of pop-

Freitag, 26. Juli 2019 Warm-up: 18 Uhr, Hausprojekt Liebig 34 Demostart: 19 Uhr, Liebigstraße/ Ecke Rigaer Str. (Friedrichshain) (ggf. muss der Startpunkt ans Frankfurter Tor verlegt werden) Abschluss: Kottbusser Tor am Südblock (Kreuzberg)

HIV | Syphilis | Tripper Chlamydien Mach einen anonymen Schnell- oder Labortest! Dienstags 16:30-20:30 Uhr für Männer, die Sex mit Männern haben und Trans*, mittwochs 14:30-20:30 Uhr. Berliner Aids-Hilfe e.V., Kurfürstenstraße 130, 10785 Berlin Telefon 030 885640-0, berlin-aidshilfe.de

Weiterfeiern im Aquarium, OYA & Boddin Eck www.dykemarchberlin.com www.facebook.com/DykeMarchBerlin


106 PROGRAMM

Sa

diverse Uhrzeiten & Locations

27.07. YOUR SEXUAL HEALTH

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SAT 10 –12 AM

Am Tag ist natĂźrlich klar, wo man hingeht: nämlich zur groĂ&#x;en CSD-Demo, die um 12:00 am Ku’damm startet (siehe S. 41, 45, 46). Doch nachts hat man dafĂźr die Qual der Wahl, wenn wieder zig Partys um die Gunst der Ausgehwilligen wetteifern. Da wäre zum Beispiel die offizielle CSD-Sause „Unity Pride“, die von der Reihe „GMF“ ausgerichtet wird. Ab 23:00 geht’s hier im Kreuzberger Electro-Club Ritter Butzke los und als Headliner wurde niemand Geringeres als Techno-Ikone DJ Hell gewonnen. In Sachen Namedropping kann aber auch das Berghain bei seiner mehrtägigen „CSD Klubnacht“ locker mithalten. Ab 23:59 darf man sich hier live auf Hercules & Love Affair oder DJs wie Kim Ann Foxman u. a. freuen. Doch andere Veranstalter*innen haben sich ebenso einiges einfallen lassen. So machen die „Revolver“-Jungs Oliver und Gary gemeinsame Sache mit Nina Queer. Zusammen laden sie ins Polygon ab 23:00 zur „Giant“ und bieten ein Best-of ihrer jeweiligen Popund Electro-Residents: Ben Manson, Jaycap u. a. Auch die Partyreihen „Herrensauna“, „Buttons“und „Same Bitches“ lassen kollektiv ab 22:00 im Tresor bei der „Afterpride“ elektronisch die Sau raus. DJs hier: Shaun J. Wright, Madalba u. a. Und das SchwuZ fährt zu seiner altbewährten „SchwuZ CSD Party“ ab 23:00 mit elf DJs nicht minder dick auf. Mit Jurassica Parka, Marc Miroir u. a. stehen hier lauter Berliner DJ-GrĂśĂ&#x;en parat und legen sich mit Pop, Retro und House ins Zeug. Und während all die bis hier genannten Partys schwul oder queer sind, bietet die „Liquid“ ab 21:00 eine Anlaufstelle fĂźr alle feierfreudigen Frauen* und Lesben*. Im Musik & Frieden versorgen sie die DJs Miss Mo, Sara Moshiri u. a. mit Electro und All-Time-Hits.

There’s no question of where to go this afternoon: the Christopher Street Day demo starts at 12:00 at Ku’damm (see p. 45 for the route). But where to head when night falls? Berliners are spoiled for choice with dozens of parties on offer. For example, the official CSD Berlin party Unity Pride (23:00, Ritter BĂźtzke), organized by Bob Young of GMF, with the headliner of none other than techno icon DJ Hell. There are also plenty of names to drop at CSD Klubnacht (23:59, Berghain), such as Hercules & Love Affair live and DJ Kim Ann Foxman. This year also brings some new efforts, such as Oliver and Gary of Revolver teaming up with Nina Queer for Giant (23:00, Polygon), featuring their DJ friends such as Ben Manson and Jaycap playing pop and club sounds. On a less mainstream note, the Herrensauna, Buttons and Same Bitches collectives are combining their strengths for Afterpride (22:00, Tresor) – a humorous name once you know that “After“ is German for “anus“ – with DJs including Shaun J. Wright and Madalba. Less creatively titled is the SchwuZ CSD Party (23:00, SchwuZ), but still ambitious with three floors of pop, retro and house music from DJs Jurassica Parka, Marc Miroir and more. And if any of these options seem to masculine or mixed for you, consider Liquid (21:00, Musik & Frieden) aimed at women. Expect electronic sounds and all-time favorites with Miss Mo, Sara Moshiri and other DJs.

19:00

19:00

FOTO: BRIGITTE DUMMER

Sa 27.07. CSD Partys / Pride Parties

18:00

20:00

27. JULI

20:00

15 bis 1 Uhr Eintritt frei 20:00 12:00 KurfĂźrstendamm / Ecke Joachimstaler StraĂ&#x;e > CSD Berlin 2019, unter dem Motto: “Stonewall 50 Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme!â€?, vom Ku‘damm Ăźber TauentzienstraĂ&#x;e, NĂźrnberger StraĂ&#x;e, Lietzenburger StraĂ&#x;e, vorbei am Wittenbergplatz, Nollendorfplatz, LĂźtzowplatz, Siegessäule Richtung Regierungsviertel bis zum Brandenburger Tor. Pride march 19:00 Sonntags-Club > Kultur AG präsentiert: Unsere goldenen 70er, Zwei schwule Aktivisten aus OstWest Berlin erinnern sich: Bernd Gaiser und Peter Rausch. Lecture

Kultur 15:00 Theater des Westens > The Band – Das Musical, Musical mit DSDS-Gewinner Prince Damien 18:00 Klosterruine Berlin > Creamcake: Paradise

20:00

20:00

21:00

23:30

Found, Musikevent mit Bendik Giske, Nile Koetting, Cucina Povera Michelle Woods SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka, auch 21:30. Modern acrobatics Zitadelle Spandau > Tash Sultana, lesbische Cross-Over-IndiekĂźnstlerin. Concert Barbiche > Cross-OverMe, Finissage der Ausstellung von Luisa Pohlmann, Florian FĂśrster und Lena Braun. Exhibition closing BKA-Theater > Garden of She-den, Die amerikanischen Dragqueens Joey Arias und Sherry Vine präsentieren ihr neues Programm. Drag show SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Georgette Dee - DeeNachtgesänge – From dusk till dawn, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert Radialsystem V > Niemand stirbt in der Mitte seines Lebens, Szenisches Konzert von Nico and the Navigators. Performance night SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical Galerie Studio St. St. > Salon KreuzkĂślln, Show mit Juwelia Soraya & Pianist Jose Promis Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Lothar Lamberts vorraussichtlich letzter Film. Film screening BKA-Theater > Badeperle-Nachtshow, Die Berliner DragqueenJade Pearl Baker mit der groĂ&#x;en Stimme in ihrem Nachtsalon. Concert

Festivals SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Young Euro Classics 10:00 Konzerthaus Berlin > Jugendworkshop, Music is my first love. Music festival 20:00 Konzerthaus Berlin > Festivalorchester Griechenland – Deutschland, Music festival

Bars S& JOEY ARIA E IN V SHERRY | -

www.BKA-THEATER.de

18:00 Himmelreich > Saturday Night Fever, for queers and friends (House Music) 19:00 Flax > Feste feiern!, spiel deine eigene Musik. Partygoers provide tonight’s music 19:30 Blond > Saturday Night Gay Warm-up

+49 30 2162299 www.l-support.net 20:00 SinBerlin > Polyda, After Pride Bar Night 20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox Night, Be your own DJ. Friedrichshain’s well known gay bar 20:00 Marienhof > Saturday Night Fever, Charming gay bar, hotspot for locals 20:00 Dodo > Sommer-Quiz, Gewinnt witzige Preise. Trivia night 20:00 Betty F*** > Saturday Night Fever, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 21:00 Incognito > CSD-Party, DJ Heiko (Disco). Poppy bar night 21:00 MĂśbel Olfe > DJ Betty Party, Xbergs most popular queer bar 22:00 Rauschgold > Raise your Voice, „die CSD Party im Rauschgold“, DJ Herrin deluxe. Pride party night 22:00 Woof > Woof Berlin CSD/Pride Night, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Mutschmann’s > CSDKlubnacht, DJ Menace. Electro night in the popular fetish bar 22:00 Zum Schmutzigen Hobby > Trans late, „die späte Party bis Sonntag frĂźh“. The Hobby turns into an outrageous gay pop disco 22:00 Greifbar > Club’n Cruise, (Electro, House, Pop). Popular gay cruising bar

Clubs 10:00 about blank > Staub XXL, „24 Hours // Garden // Staub // Techno“, queer friendly, DJs TBA 15:00 Polygon > The Pride Daytime Open Air Garden, Line-up TBA (Disco, House) 17:00 Steinhaus am Venusbassin > Back To Basics loves Metropol, Open Air bis 24:00, DJs Mark Reeder, LaserLove, MrK.K (Hi-NRG, Acid, Body Music, Hard Beat, Italo, Disco, Synth) 20:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Sing On Stage, Karaoke all night, Hosts: Zoe & Ripsy. Karaoke night 20:00 Begine > CSD-Tanzfieber, Community-Dancing und die grĂśĂ&#x;ten Dancehits. The biggest dance hits 21:00 Musik & Frieden > Liquid, „trans*, bi, straight & queer women and best friends welcome“, die offizielle Lesbenparty zum CSD, DJs Miss Mo, Marsmaedchen, Sara Moshiri u. a.. The official Pride party for the lesbian* community 22:00 Die Busche > be pride. be you, CSD-Party, LGBT + Friends, DJs TBA (Pop, House, Main). Berlin’s cult club for gays and lesbians 22:00 Tresor > Afterpride, by Same Bitches x Buttons x Herrensauna, DJs Mike Servito, Shaun J Wright, Honcho, Jacob Meehan, Dasha Rush, CEM, MCMLXXXV, Madalba, Shingo Suwa, Ron Wilson, Handmade, VCO, Sunset Motherfucker, Manuela Mayoral u. a. 22:00 Suicide Circus > Golosa, CSD Edition mit Charity BBQ & Queer Cinema, DJs Oliver Deutschmann, Jo-


PROGRAMM 107 23:00 KitKatClub > CarneBall Bizarre, „KitKatClubnacht“, DJs Puk, Der Freak, Marc Lange, Johann de Beers, Carlo von Lynx u. a. (Techno, NuTrance, Progressive). Dress kinky & erotic 23:59 Berghain > CSD Klubnacht, DJs Partok, Boris, Steffi, Massimiliano Pagliara, Avalon Emerson, Midland, Roi Perez, nd_baumecker, in der Panorama Bar DJs Luigi di Venere, Kim Ann Foxman, Tama Sumo, Jeffrey Sfire, Chris Cruse u. a., in der Säule live: Hercules & Love Affair. No question about what will going on here tonight, here’s just a hint: something like an orgie, either for dancing or fuckinging

Sex

CSD EDITION 27.07.

22 UHR

HUMBOLDTHAIN CLUB

DISCOVER FOOTBALL Frauen*Fußball-Kultur-Festival

22:00

22:00

23:00

23:00

seph Diel, KH38, 2FARO, Mashyno u. a. The queer party series celebrates Pride Humboldthain Club > Gimme Moritz, „CSD Edition“, Party der Ex-Moritz Bar, DJs Destiny Drescher, Anna Klatsche, Victoria Bacon, Jesús, Jaycap, Fixie Fate, Show: Polly Puller, Jewels Airlines u. a. (Pop, Disco, House). Wedding’s gay bar has a big bash at the nearby club SO36 > Gayhane, „House of Halay – HomoOriental Dancefloor“, DJs Amr Hammer, mikki_p, Ipek. The legendary gay party with a Middle Eastern flair Ritter Butzke > Unity Pride, „The Official CSD Party“, powered by GMF, live: Emy Perez, DJs DJ Hell, Chris Bekker u. a. Connection Club > Connection Pride-Night, DJs Jordan Snapper, Basti (Pop,

Main, Mix). Schöneberg’s gay clubbing institution 23:00 Polygon > Giant, Gemeinsame CSD-Party von „Revolver“, „Irrenhouse“, „Schaaamlos!“ und „B:east“, DJs Pagano, Nina Queer, Magic Magnus, Ben Manson, Bill Sanders, USeven, PomoZ, Miguel Mea, Deepneue, Leberwurst, Annie O., Paul Heron, Maringo, Jaycap (Electro, Pop, Tech House). Four electro/pop parties team-up for a big post-Pride bash 23:00 SchwuZ > SchwuZ CSD Party, „Best Of SchwuZ“, DJs Jurassica Parka, trust.the.girl, Jacky-Oh Weinhaus, PomoZ, Aérea Negrot, Marc Miroir, Ika Duchna, Eric Bloom, Bambi Mercury, Cuftan, Modeopfer (Pop, Retro, House). Eleven DJs on three dancefloors to sweeten up pride weekend

15:00 Club Culture Houze > Honey & Spice, FLTI* BDSM-Play-Party 20:00 Böse Buben > Red-Session, Fistparty, LongtermSession 21:00 Ajpnia > Ajpnia am CSD, Entspannte Party für Positive und nicht Positive, men only. Relaxed erotic party 22:00 New Action > Cruising Non Stop, „Gay night for all kinds of fetish“ 22:00 Lab.oratory > Naked Sex Party, Einlass bis 24:00. Entry till midnight 22:00 Triebwerk > Sexparty, Naked- & Underwear-Sexparty 22:00 Stahlrohr 2.0 > NakedSex-Party, For boys & men

Eintritt frei

ten years of

FAIR PLAY 30.07.-04.08.2019 Willy-Kressmann-Stadion, Dudenstraße 40, 10965 Berlin


108 PROGRAMM

So

13:00 Festsaal Kreuzberg

FOTO: MARCO GORGOROSO

28.07. 15:00 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration

So 28.07. Bushwig Berlin Zum zweiten Mal wird der Ableger des New Yorker Dragfestivals „Bushwig“ in Berlin veranstaltet. Auf dem Plan stehen Performances etlicher Dragacts und diverse DJs. Headliner ist Charlene, bekannt durch die Dokumentation „Wig“. Aus Berlin dabei: Hungry (Foto), Gloria Viagra u. a. (siehe S. 20)

For the second time, the drag festival from Bushwick, Brooklyn, is poking its heels into Berlin soil. Among the countless performers are Charlene – recently seen in the HBO documentary Wig – and Berlin-based stars such as Hungry (pictured) and Gloria Viagra, plus DJs and live music.

Kultur

FOTO: EMA DISCORDANT

So 28.07. The High Society An illustrious posse, emerging from clubs such as Sounds and parties such as Riot, is throwing a queer after-hours party lasting all day long through Monday morning, in the open air, even with a boat. Dozens of DJs are on deck, including Ady Toledano, Nikkatze, Electrosexual and Mauro Feola (pictured).

FOTO: JACKIELYNN

23:00 Ritter Butzke

So 28.07. GMF Die schwule Partyreihe „GMF“ ist am Pride-Wochenende stark in Action: Auf der CSD-Parade ist die Sause mit einem Truck am Start, abends richtet sie die offizielle CSD-Party „Unity Pride 2019“aus. Und zum Abschluss des langen Feierwochenendes gibt’s heute auch noch die reguläre sonntägliche Ausgabe obendrauf.

The weekly gay party series GMF has solid standing during Pride Weekend: following their truck in yesterday’s CSD parade and the subsequent Unity Pride party, they’re back again tonight in their usual Sunday-night slot, closing out an action-packed party weekend.

2 /07/19 Bambi Mercury, Absinthia Absolut, Rosetta Brown, Gieza Poke, Christeene, Betty Fvck, Cupcake, Horrorchata, Ocean, u. a., DJs Evvol, FKA, Mikey, Minq SIEGESSÄULE präsentiert: Young Euro Classics 10:00 Konzerthaus Berlin > Music is my first love, Das große Finale – Familientag. Music festival 20:00 Konzerthaus Berlin > Nationales Jugendorchester der Slowakei. Music festival

12:00 Sage Beach

Ein illustres Kollektiv aus Clubs wie dem Sounds oder Partyreihen wie der „Riot“ lädt zu dieser queeren After Hour nach der CSD-Nacht. Den ganzen Tag über bis Montagfrüh geht’s Open Air – es gibt sogar ein Boot – mit Dutzenden DJs rund. Mit dabei sind Ady Toledano, Nikkatze, Electrosexual, Mauro Feola (Foto) u. a.

No.2

Bars 14:00 Amerika-Gedenkbibliothek > queerRead, die Literatunten präsentieren neue Autor*innen, Gast: Thorsten Falke, Moderation: Falk Schneider. Reading event 14:00 Schwules Museum > From Riots to Respectability: Summer Special , Künstler*innen und Museumsbesucher*innen erstellen eine Collage über die Richtung, die Grenzen und die Lücken queerer Geschichtsschreibung, Präsentation der Ergebnisse ab 18:00. Workshop 17:30 Tipsy Bear > Lipstick & Lachs, Drag Show,Host: Nana Schewitz. Dj: FKA. Performers: Akynos & special guest 18:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 19:00 Silver Future > Skaði / Neyon live, Two musicians on stage 19:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Georgette Dee - DeeNachtgesänge – From dusk till dawn, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert 19:00 SIEGESSÄULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical 21:00 Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Lothar Lamberts vorraussichtlich letzter Film. Film screening

15:00 AHA > AHA-Sonntagscafé, Kaffee & Kuchen. Open meeting 18:00 Flax > on the way to GMF, Warm-up Party am Samstagabend, mit Tischtennis Spielmöglichkeit. Get ready for the night at this local youngster spot 20:00 Zum Schmutzigen Hobby > Hasch mich, ich bin der Mörder, Tatort Public Viewing. Germany’s most popular crime series 20:00 Grosse Freiheit 114 > Musicbox & Cruising, Be your own DJ. Bar with darkroom, open to all genders 20:00 Betty F*** > SonntagsVisite, Tiny gay bar with trashy interior 21:00 Hafen > Drama@Hafen, Elektrolounge, DJ SunJamo. Electro chill-out in Schöneberg’s ultimate gay bar 22:00 Woof > Woof Summer, Internationale Cruisingbar. Meeting place for hairy men 22:00 Ficken 3000 > Vogue, DJ Black K & Guests (Synth Pop, Dark Wave, Gothic, Electro Wave). Weekly hedonistic dance party 22:00 Greifbar > Gross-kleinTag, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 New Action > Lazy Sunday, „Der entspannte Sonntagabend“, casual dress code. Cruising bar

Clubs 08:00 KitKatClub > Kitty Goldmine, Afterhour, DJs TBA (Tech House). Colorful gender-fucking after-hour

12:00 Sage Beach > The High Society, „CSD Edition“, Open Air Party hosted by Riot, Trashera, Sounds, Diskothek Melancholie & Fiese Remise, DJs Ady Toledano, Mauro Feola, Onio, S Ruston, Electrosexual, Deepneue, Nikkatze, Camilla Rae, Venus Guy Trap, Yha Yha u. a. 12:00 Berghain > CSD Klubnacht, nonstop Party bis Montag, Running Order TBA, im Garten DJs Cormac, Gideön. Vibrant continuation of Saturday night’s party 15:00 Paloma Bar > the T, a classic tea dance, bis 23:00, DJs Khan Of Finland, Eric D. Clark u. a. (House, Disco) 19:00 SchwuZ > Hot Sauce, „Disco.Sex.Party“, DJs Ena Lind, Disco Tiger, Yam Bataller (Funky/Groovy Disco) 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Liquid Brunch, Feucht-fröhlicher Karaokeabend, Host: The Käpt’n. Nurse your hangover with some karaoke action 23:00 Ritter Butzke > GMF, „CSD Sunday Closing Party“, DJs TBA (Electro, House, Techno, Urban, Pop, R’n’B, Hip-Hop). The Sunday gay party establishment 23:00 KitKatClub > Nachspiel, DJs Marcel db, Steve K, Junor (Techno, Electro). The hedonistic club keeps the party vibe going till Monday morning

Sex 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Sunday Sex, Cruising & Coffee-(Cream) 12:00 Der Boiler > BoilerWeekend 16:00 Triebwerk > SundaySex, Naked & Underwear 16:00 Lab.oratory > Yellow Facts , Einlass bis 18:00, piss without dress code. Entry till 18:00 17:00 Mutschmann’s > Coffe & Cream CSD Spezial, für HIV-Positive, Einlass bis 19:00. For HIV-postive people, entry till 19:00 17:30 Scheune > Naked Sex Party, Einlass bis 18:30. Entry till 18:30 18:00 Stahlrohr 2.0 > Underwear and Naked, Pants and shirt or naked 18:00 Club Culture Houze > Play and Pain, Play Party für Alle

Festivals 13:00 Festsaal Kreuzberg > Bushwig Berlin, Dragfestival aus New York, zum zweiten mal in Berlin zu Gast mit diversen Performer*innen und DJ-Sets, Show: Hungry, Olympia Bukkakis, Gloria Viagra,

+49 30 2162299 www.l-support.net


PROGRAMM 109

Mo

Festivals 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, Orquesta SinfĂłnica Nacional Juvenil. Music festival

29.07.

30.07. Kultur

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration

Kultur

Bars

Wilhelmine & Lisa Who Zwei Freundinnen, eine BĂźhne 29. Juli & 20. August Tickets 030. 883 15 82 www.bar-jeder-vernunft.de

Die Zukunft ist kein Ponyhof Eine sommerlich-satirische Party

19:00 Silver Future > Dragoholic, a celebration of queer music and drag art, Host: Judy LaDivina 19:30 Blond > Early Evening Karaoke, im Anschl. „Schlager Ă la carte“. Night of German hits 20:00 Stiller Don > Montag = Dontag, One of the city’s oldest regular gay bar nights 20:00 Betty F*** > KĂślsch Nacht, Mitte’s fluffy and teeny-tiny gay bar gem 20:30 Marienhof > W!ld Monday 22:00 Greifbar > Wunschkonzert, „HĂśrt eure Lieblingsmusik“. 80s-style gay cruising bar 22:00 Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men

Kabarett-Theater DISTEL

Clubs 19:00 SO36 > Roller Skate Disko, Skates-After-WorkParty, Tanzkurs ab 20:30, DJs Rollers HiFi. Old-school disco night on skates 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > Multisexual Boxhopping, Flat-Rate-Karaoke, Host: The Shredder. Karaoke night 23:00 KitKatClub > Electric Monday, DJs Emi-CX & Berlin Bunny, Hover, Snoid, Ricardo Rodriguez, Frankie Flowerz (Deep House, Minimal, Techno, Grooves, Breakz), no special dress code. This queer-friendly party keeps the weekend vibe bumpin’ on

Sex MaaĂ&#x;enstr. M aaĂ&#x;enstr. 14/ W Winterfeldtplatz interfe eldtplatz

20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik. Modern acrobatics 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. 20:00 Kabarett-Theater Distel > Die Zukunft ist kein Ponyhof, TheaterstĂźck. Play 20:00 WĂźhlmäuse > Lieder mit Musik, Gaby Decker und Die Devoten. Concert 21:00 Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Lothar Lamberts letzter Film. Film screening 21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > The House of Presents, Drag Show + Dance Party, um 22:00 Pre-Show „Gieza’s Pokehouse“.

Festivals 18:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Willy-Kressmann-Stadion > Discover Football, ErĂśffnungszeremonie, 19:00: Opening Match, 20:30 FimvorfĂźhrung und Musik. Soccer event with opening ceremony, opening match, film screening, live music 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, Bundesjugendballett. Music festival

Mi

12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Fuckin’ Monday, Cruising-Sex-Fun 19:00 Club Culture Houze > Naked Sex, men only

18:00 MĂśbel Olfe > Ein Abend von und fĂźr TLIF, DJ Pumpkyn. Olfe’s midweek bar night for TLIF 18:00 Himmelreich > Queer Tuesday, Host: Steffi 19:00 Flax > Feierabendbier Party, mit Tischtennis. Regular gay bar night 19:30 Blond > Sing Sing Sing, Star Party Host: Tommi. Karaoke night 20:00 Betty F*** > KlinikTreff, Tiny gay bar with trashy interior 22:00 Ficken 3000 > Der LohntĂźtenball, A mingle-mangle of party and sex orgy 22:00 Greifbar > Unter uns, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar 22:00 Rauschgold > Time Tunnel, „ab in die Retro RĂśhre“ DJ Doris Disse. Retro pop songs all night 22:00 Woof > Bear Bust, „The place to be on Tuesday Nights“. Meeting place for hairy men 23:00 Zum Schmutzigen Hobby > Sunglasses at night, 80ies in the Hobby

Sex 12:00 The Jaxx > Hot Tuesday, Sensual Sexuality im Private Club 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Cum & Fuck, „XXL Fuck Factory“

20:00 BKA-Theater > Fly, Edith, Fly – vom Ballermann zum BER, mit Ades Zabel & Co. Drag show 20:00 WĂźhlmäuse > Lieder mit Musik, Gaby Decker und Die Devoten. Concert 20:00 Kabarett-Theater Distel > Die Zukunft ist kein Ponyhof, Theater-Play 21:00 Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Lothar Lamberts letzter Film. Film screening

Festivals

31.07. BO I LE R Sp e cial Sauna-Event mit Schaum fĂźr Jungs bis 28 Jahre | ab 18 Uhr

13:30 Schloss Bellevue > Berlin’s History of Sex, Guided Tour mit Voranmeldung: orgysmic.com/berlin-sextour. Only with advanced registration

Kultur 18:00 EWA Frauenzentrum > Sommerfest, mit Musikerin Jarita Freydank. Summer bash 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Chamäleon > Memories of Fools, moderne Akrobatik von Cirk La Putyka. Modern acrobatics 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Tipi am Kanzleramt > Cabaret, Berlin-Musical. Musical

, FLY FLY, EDITH | -

www.BKA-THEATER.de

22:00 22:00

22:00

22:00

22:00

Drinks with Judy LaDivina, Drag Show,, Host: Judy Ladivina. Ab 23:00 „Mittwochs Music“ (Pop) Mutschmann’s > DJ Menace, Electro night in the popular fetish bar Greifbar > Long Cruising Night, Männer, Drinks, Cruising. 80s-style gay cruising bar Woof > Cruising Night, Internationale Cruising Bar. Meeting place for hairy men Rauschgold > MI.a.MI, „Mix am Mittwoch“, DJ Doris Disse (Retro Music). Oldies bar night New Action > Big Dick Night, Open House Night, Freigetrank 1 SHOT fur alle groĂ&#x;en Schwanze, no dresscode. Regular bar night

Clubs

youngSTARS XXL

Bars

www.distel-berlin.de | T. 204 47 04

20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Bar jeder Vernunft > Wilhelmine und Lisa Who - Zwei Freundinnen, eine BĂźhne, Konzert im Rahmen des 5. Frauensommer. Concert 20:00 Kabarett-Theater Distel > Die Zukunft ist kein Ponyhof, TheaterstĂźck 21:00 Brotfabrik > Oben rum, unten rum – Lamberts gesammelte Einakter, Lothar Lamberts vorraussichtlich letzter Film. Film screening 22:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Kino International > MonGay: Sauvage, franzĂśsisches Drama von Camille Vidal-Naquet. OmU. Drama

Di

19:00 Club Culture Houze > The Hengst, Nur fßr schwule Männer. Gay only 20:00 Triebwerk > TriebSex, Naked & Underwear 21:00 Stahlrohr 2.0 > Youngster-Sex-Party, fßr Boys von 18-28, ab 24 Uhr fßr alle! Ages 18-28 till midnight, thereafter no limit

16:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Willy-Kressmann-Stadion > Discover Football, Frauen*-FuĂ&#x;ball-Kultur-Festival, diverse Matches, ab 20:00 Pink Podium: 10 Jahre DISCOVER FOOTBALL. Soccer event 20:00 SIEGESSĂ„ULE präsentiert: Konzerthaus Berlin > Young Euro Classics, Galilee Chamber Orchestra. Music festival

Bars 19:00 Ludwig > Emma Chizzit Drag Pub Quiz, hosted by Emma Chizzit with special guests 20:00 Marietta > Der schwule Mittwoch, Der Klassiker am Mittwoch. Well known gay bar night 20:00 Grosse Freiheit 114 > Feierabend, relaxter Barabend. After-work bar night 20:00 Betty F*** > Cock Tale, Tiny gay bar with trashy interior 20:30 Blond > Caribic Night Fever 20:30 Marienhof > Bergfest 21:30 Zum Schmutzigen Hobby > Drags and

21:00 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke > HippieOke, Hippie Karaoke songs, Host: SuperNoa 23:00 KitKatClub > Symbiotikka, DJs Lovra, Daniel Jäger, Gerrit X, Jordan (Techno, Electro, Experimental). Weekly party series in the hedonistic dance club 23:59 Tresor > Tresor New Faces, „Deep In The Box“, hosted by Mischa, DJs The Mole, Barbara Preisinger, Rune Bagge, JS Park (Techno, Electro). This rather straight midweek techno party attracts a lot of gay people as well

Sex 12:00 Duplexx > Kinotag 12:00 XXL – Pornokino & Sexshop > Kinotag, Men only 16:00 BĂśse Buben > AfterWorks, von soft bis SM, men only. Relaxed SM play party 19:00 Ajpnia > Ajpnia am Mittwoch, „Wohnzimmeratmo nach Feierabend. Gespräche, Erotik, Kennenlernen, Entspannen“, Men only. Relaxed erotic party 20:00 Triebwerk > After Work Sex, Dress code: underwear, naked 20:00 Club Culture Houze > BiNight – Adam & Eve im Lustgarten, „Gay, Lesbian, Hetero, Bi-Lounge“, Erotic/Fetish outfit or naked. Mixed-gender lounge 22:00 Stahlrohr 2.0 > Obenoder-Unten-Ohne, Dress code: Topless or pants off


110 REGELMÄSSIGE TERMINE / GRUPPEN 19:30 Begine u Yoga im Frühling, wöchentlich 20:00 Mann-O-Meter u Literatunten, Lesegruppe, jeden 2. und letzten Mittwoch im Monat 20:15 FrauenNachtCafé Wildwasser u Frauen in Action, Programm zum Ausprobieren und Mitmachen für Alle

FOTO: CLAUDIA KRISTINE SCHMIDT

donnerstags

Kaffee, Kuchen und Milva Sonntagscafé, jeden Sonntag, 15:00, AHA Das Milva und andere schlimme alte Dinge-Café, 14.07., 15:00, AHA

montags 14:00 Schwulenberatung u Gespra? chskreis Anders Alterns 15:00 Checkpoint BLN u Anonyme HIV/STI-Tests – Behandlung von STIs – PEP, von Mo-Fr, bis 20:00 16:00 Lebensort Vielfalt u Andersrum, queere Bibliothek, 17:00 Spinnboden. Lesbenarchiv u Offene Gruppe, Comingoutgruppe ältere Frauen mit Kindern 18:00 Mann-O-Meter u HIV/ STI Schnell- und Labortests, anonym 18:00 Mann-O-Meter u Montagsspieler, offene Spielegruppe 19:00 Begine u Doppelkopfrunde, 1. und 3. Montag im Monat 19:00 Begine u Literaturrunde, 2. Montag im Monat 19:00 Wasted Land u Writers night, Offene Schreibgruppe 19:00 Sonntags-Club u Les*be’tween, Lesben in der Mitte des Lebens, jeden 2. und 4. Montag 19:00 Begine u Politischer Philosophiestammtisch, gemeinsam quatschen und philosophieren, jeden 4. Montag im Monat, 19:30 Sonntags-Club u queerer Jugentreff bis 29, jden zweiten Montag 20:00 EWA Frauenzentrum u Frauenstammtisch, jeden 1. Montag im Monat

Jeden Sonntag stehen die Vereinsräume der AHA Besucher*innen offen, um sich hier bei Kaffee und frisch gebackenem Kuchen zu treffen und in angenehmer Atmosphäre zu unterhalten. Im Juni gibt es eine Sonderausgabe des Sonntagscafés: Am 14.07. veranstaltet Gaby Tupper (Foto) „Das Milva und andere schlimme alte Dinge-Café“. Der Tag steht ganz im Zeichen der rothaarigen, italienischen Diva, deren Lieder in Dauerschleife gespielt werden. Außerdem gibt es einen Tunten-Flohmarkt. Hier kann man Fummel, Perücken, Modeschmuck und anderes Chichi kaufen und tauschen. Die perfekte Möglichkeit, sich das passende Outfit für den anstehenden CSD zusammenzustellen.

dienstags 14:00 EWA Frauenzentrum u Psychologiesche Beratung, 1. Dienstag 14:00 Südblock u QueerHandicap, jeden 1. Dienstag 14:00 Spinnboden. Lesbenarchiv u Lesben mit chronischen Erkrankungen/ Handicap, Selbsthilfegruppe, 2. Dienstag im Monat 16:00 Regenbogenfamilienzentrum u Spielgruppe für Kita-Kinder, Kleinkinder und Babys , jeden Dienstag 17:00 A21 u Happy Twens, Spieleabend 17:00 BAH u HIV-Test, Mit Voranmeldung 17:00 Lesbenberatung u Kekse & Kontakt, Treff für lesbische, bisexuelle Frauen und transidente Menschen 17:00 Mann-O-Meter u Café Doppelherz, Kieztreff für Männer ab 50 18:00 Café Ulrichs u Offene Kunstgruppe, jeden Dienstag 18:00 Mann-O-Meter u HIV/STI Schnell- und Labortests, anonym, jeden Dienstag 18:00 RuT-Lesbenzentrum u Gebärdenkoffer, visuelles Konversationstraining für Frauen, 1. + 3. Dienstag 18:30 Mann-O-Meter u Rechtsberatung, 1. und 3. Dienstag im Monat 19:00 AHA u AHA-Spieleabend, Gesellschaftsspiele

aller Art, gemeinsam miteinander ausprobieren 19:00 Lambda e.V. u Le Fusion Sexual, Jugendgruppe für Lesben, Schwule, Bi, Trans* 19:00 LSVD u Quarteera, Freizeitgruppe für russischsprachige LGBTI, 2. Dienstag im Monat 19:00 Sonntags-Club u Dienstags-Club, Trans* und Freunde 19:00 Zwölf-Apostel-Kirche u Rogate Vesper, Queere Kirchenveranstaltung 19:00 Sonntags-Club u Transmänner-Treff, 1. Dienstag im Monat 19:00 EWA Frauenzentrum u Kreatives Schreiben, Offene Schreibgruppe, 1. Dienstag 19:30 Himmelreich u Talk Derby, Roller Derby Mannschaft, jeden 1.Dienstag 20:00 Rastatätte Gnadenbrot u Treffen der BASJ, 1. Dienstag im Monat 20:00 Woof u BLF – Offener Clubabend, 1. Dienstag 20:00 Schwulenberatung u Meeting der Anonymen Alkoholiker

mittwochs 10:00 Schwulenberatung u Fru? hstu? cksclub 10:00 Regenbogenfamilienzentrum u Babygruppe für Kinder von 0 - 24 Monaten , jeden Mittwoch

13:00 EWA Frauenzentrum u Rechtsberatung, 1. Mi Mietrecht, 20 Uhr Zivil- u. Familienrecht. 2. Mi Strafrecht 15:00 BAH u HIV-Test, mit Voranmeldung 17:00 Mann-O-Meter u HIV/ STI, Schnell- & Labortests, Anonym, jeden Mittwoch 18:00 Begine u Poesiestammtisch, offene Schreibgruppe, 3. Mittwoch 18:00 Mann-O-Meter u Jungschwuppen Mittwochs club, schwule Jugendgruppe von 14 bis 29 Jahre 18:15 Begine u Tai Ji-Qigong, wöchentlich 18:30 Lambda u Let*s bi chicks, lesbische und bisexuelle Frauen bis 26, immer mittwochs 18:30 Sonntags-Club u 2. Halbzeit, Treffen für ältere Schwule 19:00 Begine u Skatrunde, 3. Mittwoch im Monat 19:00 Limayra u Gruppo Italiano-tedesco, Italienisch-deutsch Gruppe jeden 2. u. 4. Mittwoch im Monat 19:00 Karl-Liebknecht-Haus u Trefen der LAD die Linke.Queer BerlinBrandeburg, jeden 3. Mittwoch im Monat 19:00 Sonntags-Club u Berlin Intersex, Treffen für interesexuelle Menschen, jeden 2. Mittwoch im Monat in lockerer Runde miteinander quatschen

17:00 Mann-O-Meter u HIV/ STI Schnell- & Labortests, Anonym 17:30 Schwulenberatung u Rechtberatung, bitte vorher anmelden 17:00 Café maggie u Jugendtreff, jeden 1. Donnerstag im Monat 18:30 RuT-Lesbenzentrum u Doppelkopf 18:30 Village u Boxing wöchentliches Training 18:30 Begine u Feminismus wagen!, Stammtisch der Feministischen Partei/Die Frauen, 2. Do im Monat 19:00 Berio u Bleublancrose, Für deutsch-französische Schwule und Lesben, 3. Donnerstag 19:00 Lambda e.V. u Trans*Gruppe, Jugendgruppe für Trans*menschen bis 26, 1.+3. Donnerstag im Monat 19:00 Sonntags-Club u NoAlk, Treffen für trockene schwule Alkoholiker 19:00 AHA u Queeronaut_*, offene Gruppe, jeder 1. und 3. Donnerstag 19:00 Begine u Lesbennetzwerk Schöneberg, offenes Treffen, jeden DOnnerstag 19:00 Lesbenberatung u AA LGBTQI Berlin, jeden Donnerstag in Englisch 19:00 Begine u Fossi Treff, offener Stammtisch, jeden 1. Donnerstag im Monat 19:30 Sonntags-Club uBiTreffen, jeden letzten Donnerstag im Monat 20:00 Sonntags-Club u Top30 – Gruppe für Schwule über 30, jeden Donnerstag 20:00 Frieda Frauenzentrum u freiFrauen, Unternehmerinnenstammtisch, 3. Donnerstag im Monat 20:00 Mann-O-Meter u Meeting der Anonymen Alkoholiker 20:00 Sonntags-Club u Punk & Skin Stammtisch, jeden ersten Donnerstag

freitags 11:00 EWA Frauenzentrum u Frauenfrühstück, offene Gruppe, jeden 4. Freitag gemeinsam Frühstücken 15:00 Checkpoint BLN u Anonyme HIV/STI-Tests – Behandlung von STIs – PEP, von Mo-Fr, bis 20:00 16:00 Spinnboden. Lesbenarchiv u lesbisch & selbstständig, offene Gruppe, 1. Freitag im Monat 17:00 A21 u Youngsters, Freizeittreff 17:00 Spinnboden. Lesbenarchiv u Offene Gruppe, Coming-Out mit Kindern, 2. Freitag 17:00 Lambda u Young*, Für queer, trans*, inter*, homo-

17:00

18:00

18:00 18:00

18:00

19:00 19:30 20:00 20:00 20:00

20:15

20:30

, hetero-, bi-, pan- und asexuelle bis 19 Jahre, freitags Lesbenberatung u Young and Queer, Für LBT mit und ohne Rassismuserfahrung, von 14–23 Jahren Begine u Ladies TauschTraum – LesbenFrauentauschring, jeder 2. Freitag im Monat Sonntags-Club u Frauenfreitag Mann-O-Meter u SCAMeeting, offene Anonyme Gruppe für sexuell zwanghafte Männer, wöchentlich Begine u Stammtisch ADEFRA e. V. Schwarze Frauen in Deutschland, jeder 2. Freitag im Monat Mann-O-Meter u Narcotics Anonymous Meeting Quälgeist u MOM-Sitzung, SM Infos, 3. Freitag Voyage u TransSisters, Für Trans*menschen, jeder 2. und letzter Freitag Mann-O-Meter u Romeo & Julius, schwule Freizeitgruppe (14-29 J.) Mann-O-Meter u Schwule Väter und Ehemänner Berlin, offenes Treffen jeden 2. Freitag Fraue NachtCafé Wildwasser u Moderierte Gesprächsrunde, für Frauen in Krisensituationen Pech & Schwefel u Queer Gothic, Stammtisch, 2. Freitag im Monat

samstags 11:00 Frieda Frauenzentrum u Lesbenfrühstück, jeden 3. Samstag im Monat 14:00 Spinnboden. Lesbenarchiv u Twens, Freizeitgruppe, jeden 1. Samstag im Monat 14:00 Mann-O-Meter u 50+, 1.+3. Samstag 16:00 Jesus-Christus-Gemeinde u HuK-Treffen, jeden 4. Samstag im Monat 18:30 Mann-O-Meter u Geezers, Freizeitgruppe für Gays & Bi’s (30 - 45 J.) 18:30 Sankt Marienkirche u Rausch der Sinne, Gottesdienst, jeden 1. Samstag im Monat 18:30 be-to-be u MilongAMIGO/A, Tanzkurs, 4. Samstag 21:00 Spinnboden. Lesbenarchiv u Nachtschwärmerinnen, offene Ausgehgruppe für Lesben, 4. Sa

sonntags 13:00 Quälgeist u Mit uns drüber reden, SM-Infos, 3. Sonntag im Monat 14:00 Café Finovo u Trauercafé, für LGBTI, 2. Sonntag 15:00 Lambda e.V. u Queerläufer, Sportgruppe 15:00 RuT-Lesbenzentrum u Spielenachmittag, 2. Sonntag 17:00 TrIQ u Inter* Café, Inters*/Herms/Zwitter, 3. So. 17:00 A21 u Happy Twens, Spieleabend 18:00 Emmaus-Kirche u HuK, Gottesdienst, 2. Sonntag 18:30 Kirche am Lietzensee u Gottesdienst, jeden 4. Sonntag im Monat 21:00 HeileHaus e.V. u AA LGBTQI Berlin, jeden Samstag in Englisch



112 STADTPLAN D

A Charlottenburg/ Wilmersdorf/Schöneberg

C

A B

Plan A: Charlottenburg/ Wilmersdorf/Schöneberg Plan B: Ausschnitt Schöneberg Plan C: Friedrichshain/ Kreuzberg Plan D: Mitte/ Prenzlauer Berg m schwul/gay j lesbisch/lesbian h nur Männer/ men only i nur Frauen/ women only g gemischt/mixed e Darkroom

B Ausschnitt Schöneberg

Übersicht / Overview


STADTPLAN 113 Mix 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

AHA (A), Monumentenstr. 13, g Amerika-Gedenkbibliothek (C), Blücherplatz 1, g Ölberg-Kirche (C), Paul-Lincke-Ufer 29, Tel: 616931-0, g Badeschiff (C), Eichenstr. 4, g BAH – Berliner Aids-Hilfe (B), Kurfürstenstr. 130, Tel: 885 64 00, g Deutsche AIDS-Hilfe (C), Wilhelmstr. 138, Tel: 690087-0, g Efeu e.V. (A), Großgörschenstr. 12-14, g EWA Frauenzentrum (D), Prenzlauer Allee 6, Tel: 442 55 42, i Frieda-Frauenzentrum (C), Proskauer Str. 7, Tel: 422 42 76, i Gladt e.V. (A), Kluckstr. 11, Tel: 26556633, g Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche (A), Breitscheidplatz, Tel: 2185023, g Klosterruine Berlin (C,D), Klosterstraße 73a, g Ku64 (A), Kurfürstendamm 64, Tel: 8647320, g Lambda e.V. (D), Sonnenburger Str. 69, Tel: 282 79 90, g Lebensort Vielfalt am Ostkreuz (C), Neue Bahnhofstraße 1a, m Lesbenberatung (A), Kulmer Str. 20a, Tel: 215 20 00, j Liebig 34 (C), Liebigstraße 34, g LSVD (B), Kleiststr. 35, Tel: 22 50 22 15, g manCheck (C), Wilhelmstr. 115, m Mann-O-Meter (B), Bülowstr. 106, Tel: 216 80 08, m Pluspunkt (C), Wilhelmstr. 115, Tel: 44 66 88 0, g Red Lab (A), Alt-Moabit 103, g Regenbogenfamilienzentrum (A), Cherusker Str. 22, Tel: 91 90 16 28, g RuT-Lesbenzentrum (C), Schillerpromenade 1, Tel: 621 47 53, i Schloss Bellevue (A), Spreeweg 1, g

26 Schwulenberatung (A), Niebuhrstr. 59/60, Tel: 233 690 70, g 27 Siegessäule – Special Media SDL Verlag (C), Ritterstraße 3, Tel: 23 55 39 0, g 28 SinBerlin (C), Nostitzstraße 48, g 29 Sommerbad Humboldthain (D), Wiesenstraße 1G, g 30 Sonntags-Club (D), Greifenhagener Str. 28, Tel: 449 75 90, g 31 Spinnboden, Lesbenarchiv und Bibliothek (D), Anklamer Str. 38, Tel: 448 58 48, i 32 Triq e.V. (B), Karl-Heinrich-Ulrichs-Str. 11, Tel: 6447 7027, g 33 Vivantes Klinikum Am Urban (C), Dieffenbachstr. 1, g 34 Vorspiel - schwullesbischer Sportverein (A), Martin-Luther-Str. 56, Tel: 44 05 77 40, g 35 Willy-Kressmann-Stadion (A), Katzbachstraße, Tel: 10965, g 36 Zentrum für sexuelle Gesundheit (A), Potsdamer Straße 65, Tel: 26 39 669-35, g 37 ZIK-Orangerie (C), Reichenberger Str. 129, Tel: 61 78 91 28, g

Cafés 38 Café Berio (B), Maaßenstr. 7, Tel: 216 19 46, g 39 Café finovo (A), Großgörschenstr. 12-14, Tel: 20 61 55 20, g 40 Café Futuro (C), Pannierstr. 12, g 41 Café Kalwil Berlin (B), Motzstr. 30, Tel: 23638818, g 42 Café Lyrik (D), Kollwitzstr. 97, g 43 Café Morgenrot (D), Kastanienallee 85, Tel: 44 31 78 44, g 44 Café Ole (C), Boddinstr. 57, g 45 Café Pfeiffers (C), Oranienstr. 17, g 46 Café Seidenfaden (D), Dircksenstr. 47, Tel: 283 27 83, i 47 Café Sevo (B), Eisenacher Str. 11-13, Tel: 26106638, g

48 Café Ulrichs (B), Karl-Heinrich-Ulrichs-Str. 11, g 49 Cutie Pie (C), Lausitzer Str. 8, g 50 Melitta Sundström (C), Mehringdamm 61, Tel: 692 44 14, g 51 Miss Go Lightly (B), Nollendorfstr. 15, g 52 Miss-Honeypenny (B), Winterfeldtstr. 44, g 53 Neues Ufer (A), Hauptstr. 157, Tel: 78 95 79 00, g 54 Quchnia (C,D), Markgrafenstr. 35, Tel: 20 60 92 86, g 55 Retro (A), Akazienstr. 26, Tel: 76 76 81 94, g 56 Romeo und Romeo (B), Motzstr. 20, Tel: 5332 0000, g 57 Sarotti-Höfe (C), Mehringdamm 57, Tel: 60 03 16 80, g 58 The Boat Kaffee (C), Falckensteinstr. 33, Tel: 0170 7457666, g

Restaurants 59 3 Schwestern (C), Mariannenplatz 2 60 Anabelas Kitchen (A), Pestalozzistr. 3, Tel: 28 70 12 24 61 Antiqua (A), Eisenacher Str. 59 62 Black Pug (B), Motzstr. 28, Tel: 20859305 63 Brachvogel (C), Carl-Herz-Ufer 34, Tel: 693 04 32 64 Brezel Company (B), Kalkreuthstrasse 16 65 DanTra’s (A), Kulmer Str. 20A, Tel: 75540903 66 de maufel (A), Leonhardtstr. 13, Tel: 3100 4399 67 Elefant (B), Fuggerstr. 18, Tel: 23607346 68 Fritz & Co. Pommes-Manufaktur (B), Wittenbergplatz 69 Gugelhof (D), Kollwitzplatz Ecke Knaackstr. 37, Tel: 44359540 70 Hans’ Weinstube (B), Motzstr. 10 71 Herz & Niere (C), Fichtestraße 31, Tel: 69 00 15 22 72 Kitchen Library (A), Bleibtreustraße 55, Tel: 31 25 449 73 Kurhaus Korsakow (C), Grünberger Str. 81, Tel: 54737786

74 Limayra (B), Maaßenstr. 11, Tel: 81 03 11 15 75 Marin Restaurant (C), Ziegrastraße 1 76 Mädchen ohne Abitur (C), Körtestr. 5 77 Nocti Vagus Dunkelrestaurant (D), Saarbrücker Str. 36 78 Nonne & Zwerg (C), Mittenwalderstr. 13, Tel: 50 56 91 25 79 November (D), Husemannstr. 15, Tel: 442 84 25 80 Raststätte Gnadenbrot (B), Martin-Luther-Str. 20a, Tel: 21961786 81 Restaurant Z (C), Friesenstr. 12, Tel: 692 27 16 82 Robbengatter (A), Grunewaldstr. 55, Tel: 853 52 55 83 RosaCaleta (C), Muskauer Str. 9 84 Sarod’s (C), Friesenstr. 22, Tel: 69 50 73 33 85 Spindler & Klatt (C), Köpenicker Str. 16, Tel: 319881860 86 Thüringer Stuben (D), Stargarder Str. 28, Tel: 446 33 39 87 Wilde Oscar (A), Niebuhrstraße 59/60 88 Zsa Zsa Burger (B), Motzstr. 28, Tel: 21 91 34 70

Kultur 89 Admiralspalast (C,D), Friedrichstr. 101, Tel: 22 50 7000, g 90 aquarium (C), Skalitzerstr. 6 , g 91 Bar jeder Vernunft (A), Schaperstr. 24, Tel: 883 15 82, g 92 BühnenRausch (D), ErichWeinert-Straße 27, g 93 bi’bak (D), Prinzenallee 59, g 94 BKA-Theater (C), Mehringdamm 34, Tel: 202 20 07, g 95 Brotfabrik (D), Caligariplatz 1, Tel: 471 4002, g 96 Chamäleon (D), Rosenthaler Str. 40/41, Tel: 4000 59-0, g 97 Columbiahalle (C), Columbiadamm 13-21, g 98 DDR-Museum (C,D), Karl-Liebknecht-Str. 1, g 99 Delphi Lux (A), Kantstraße 10, g 100 Deutsche Oper (A), Bismarckstr. 35, Tel: 343 84 01, g 101 Eisenherz (B), Motzstr. 23, g

102 Freiluftkino Friedrichshain (D), im Volkspark Friedrichshain, g 103 Friedrichstadt-Palast (D), Friedrichstr. 107, g 104 Galerie Kunst Krämer (A), Mainauer Str. 7, g 105 Galerie Studio St. St. (C), Sanderstr. 26, g 106 Galeries Lafayette (C,D), Friedrichstraße 78, Tel: 209480 , g 107 Galli Theater (D), Oranienburgerstraße 32, g 108 Geistesblüten (A), Walter-Benjamin-Platz 2, g 109 GlogauAIR (C), Glogauer Str. 16, g 110 Haus der Kulturen der Welt (A,D), John-FosterDulles-Allee 10, g 111 Kater Blau (C,D), Holzmarktstr.25, g 112 Kino International (C,D), Karl-Marx-Allee 33, Tel: 24 75 60 11, g 113 Komische Oper (C,D), Behrenstr. 55-57, Tel: 47 99 74 00, g 114 Konzerthaus Berlin (C,D), Gendarmenmarkt, g 115 KW Institute for Contemporary Art (D), Auguststr. 69, g 116 Lebensort Vielfalt (A), Niebuhrstr. 59–60, g 117 Maxim Gorki Theater (C,D), Am Festungsgraben 2, g 118 Mercedes-Benz Arena (C), Mühlenstraße 12-30 , g 119 Moviemento (C), Kottbusser Damm 22, g 120 MusikinstrumentenMuseum (A), Tiergartenstraße 1, Tel: 25481-0, g 121 PS120 (A), Potsdamer Straße 120, g 122 Quatsch Comedy Club (D), im Friedrichstadtpalast; Friedrichstr. 107, Tel: 118 05/255 565, g 123 Radialsystem V (C), Holzmarktstr. 33, g 124 Rathaus Schöneberg (A), John-F.-Kennedy-Platz 1, g 125 Raumerweiterungshalle (C), Markgrafendamm 24c, g 126 Renaissance Theater (A), Knesebeckstr. 100, Tel: 312 42 02, g 127 Schokoladenfabrik (D), Mariannenstr. 6; Naunynstr. 72, Tel: 615 75 39 , j 128 Schwules Museum (A), Lützowstr. 73, Tel: 69 59 90 50, g

129 Sophiensaele (D), Sophienstr. 18, Tel: 283 52 66, g 130 Staatsoper Unter den Linden (C,D), Unter den Linden 7, Tel: 20 35 45 55, g 131 Tanzfabrik Berlin (C), Möckernstr. 68, Tel: 786 58 61, g 132 Tempodrom (C), Möckernstr. 10, Tel: 747 37 - 0, g 133 The Ballery (B), Nollendorfstr. 11, g 134 Theater des Westens (A), Kantstr. 12, g 135 Theater O-TonArt (A), Kulmerstr. 20a, Tel: 37 44 78 12 , g 136 Tipi am Kanzleramt (A,D), Große Querallee, Tel: 39 06 65 50, g 137 ufaFabrik (C), Victoriastr. 10-18, g 138 Vaganten Bühne (A), Kantstr. 12a, g 139 Wühlmäuse (A), Pommernallee 2–4, Tel: 30 67 30 10, g 140 Werkstatt der Kulturen (C), Wissmannstr. 32, Tel: 60 97 70-0, g 141 Xenon Kino (A), Kolonnenstr. 5-6, Tel: 78 00 15 30, g 142 Z-Bar (D), Bergstr. 2, Tel: 28389121, g 143 Zitadelle Spandau (A), Am Juliusturm 64, Tel: 354 944 -0, g

Bars 144 Alaska Bar (C), Reuterstr. 85, Tel: 239 141 38, g 145 Bar Rakete (D), Schönhauser Allee 39a, g 146 Bar Saint Jean (D), Steinstr. 21, m 147 Bar Sofia (C), Wrangelstr. 93, g 148 Barbiche (A), Potsdamer Str. 151, g 149 Barbie Deinhoff’s (C), Schlesische Str. 16, g 150 BarbieBar (C), Mehringdamm 77, Tel: 69 56 86 10, g 151 Bärenhöhle (D), Schönhauser Allee 90, Tel: 44 73 65 53, m 152 Begine (A), Potsdamer Str. 139, Tel: 215 14 14, i 153 Besenkammer (C,D), Rathausstr. 1, Tel: 242 40 83, m 154 Betty F*** (D), Mulackstr. 13, m


114 STADTPLAN 155 Blond (B), Eisenacher Str. 3a, m 156 Blue Boy Bar (B), Kleiststr. 7, m 157 Bull (B), Kleiststr. 35, Tel: 960 857 60, h 158 Capture (C), Wühlischstr. 32, g 159 Club der polnischen Versager (C), Ackerstr. 168, g 160 Crush XV (C), Gärtnerstr. 15, g 161 Der neue Oldtimer (B), Lietzenburger Str. 12, m 162 Die kleine Philharmonie (A), Schaperstr. 14, Tel: 88 72 74 83, m 163 Dodo (C), Großbeerenstr. 32, Tel: 530 940 72, g 164 Dreizehn (B), Welserstr. 27 , Tel: 23 63 22 12, h 165 Erna P! (A), Leberstr. 31, Tel: 700 945 49, g 166 Eure Kneipe (C), Weidenweg 60, Tel: 22462012, g 167 Ficken 3000 (C), Urbanstr. 70, m 168 Fire Club (D), Zionskirchstr. 5, g 169 Flax (D), Chodowieckistr. 41, Tel: 2578 2573, g 170 Galander (C), Großbeerenstr. 54, g 171 Greifbar (D), Wichertstr. 10 Ecke Greifenhagener Str., Tel: 89751498, h

172 Grosse Freiheit 114 (C), Boxhagener Str. 114, m 173 Hafen (B), Motzstr. 19, Tel: 211 41 18, m 174 HarDie’s Kneipe (B), Ansbacher Str. 29, Tel: 23 63 98 42, m 175 Harlekin (A), Schaperstr. 12-13, Tel: 218 25 79, m 176 Heile Welt (B), Motzstr. 5, Tel: 21 91 75 07, g 177 Himmelreich (C), Simon-Dach-Str. 36, Tel: 29 36 92 92, g 178 Incognito (B), Hohenstauffenstr. 53, g 179 K6 (B), Kleiststr. 6, Tel: 23 62 69 84, m 180 Kumpelnest3000 (A), Lützowstr. 23, Tel: 261 69 18, g 181 Ludwig (C), Anzengruberstr. 3, Tel: 23391554, g 182 Marienhof (D), Marienburger Str. 7, g 183 Marietta (D), Stargarder Str. 13, Tel: 43 72 06 46, g 184 Möbel Olfe (C), Reichenberger Str. 177 (Kottbusser Tor), Tel: 23 27 46 90, g 185 Mutschmann’s (B), Martin-Luther-Str. 19, Tel: 21 91 96 40, h

186 OYA (C), Mariannenstr. 6, j 187 Perle (D), Sredzkistr. 64, m 188 Pinocchio (B), Fuggerstr. 3, Tel: 23 62 03 33, m 189 Prinzknecht (B), Fuggerstr. 33, Tel: 23 62 74 44, h 190 Privatleben (D), Rhinower Str. 12, g 191 Pussycat (B), Kalkreuthstr. 7, Tel: 213 35 86, g 192 Roses (C), Oranienstr. 187, Tel: 615 65 70, g 193 Südblock (C), Admiralstr. 1-2, Tel: 609 418 53, g 194 Silver Future (C), Weserstr. 206, Tel: 75 63 49 87, g 195 Stahlrohr 2.0 (D), Paul-Robeson-Str. 50, Tel: 0170/8037691, h 196 Stiller Don (D), Erich-Weinert-Str. 67, Tel: 0176-50133676, m 197 Tabasco (B), Fuggerstr. 3, Tel: 214 26 36, m 198 The Liberate (D), Kleine Präsidentenstr. 4, m 199 TheCoven (D), Kleine Präsidentenstr. 3, g 200 Thelonious Bar (C), Weserstr. 202, g

201 Tipsy Bear (D), Eberswalderstr. 21, Tel: 55510188, g 202 ToyBoy Bar (B), Eisenacher Str. 3A, m 203 Tramp’s (B), Eisenacher Str. 6, g 204 Trauerspiel (D), Milastr. 7, e 205 Vagabund Club (A), Knesebeckstr. 77, Tel: 881 15 06, m 206 Voima (A), Winterfeldtstr. 22, g 207 Woof (B), Fuggerstr. 37, Tel: 23607870, h 208 Zum Schmutzigen Hobby (C), Revaler Str. 99, g

Clubs 209 about blank (C), Markgrafendamm 24c, g 210 Berghain (C), Am Wriezener Bahnhof 20, g 211 Cassiopeia (C), Revaler Str. 99, Tel: 47385949, g 212 Connection Club (B), Fuggerstr. 33, Tel: 2181432, m 213 Die Busche (C), Warschauer Platz 18, Tel: 296 08 00, g 214 Diskothek Melancholie 2 (C,D), Brückenstr. 1, g 215 Eschschloraque (D), Rosenthaler Str. 39, g

216 Festsaal Kreuzberg (C), Am Flutgraben 2, Tel: 551506587, g 217 Griessmühle (C), Sonnenallee 221, g 218 Humboldthain Club (D), Hochstraße 46, g 219 Kantine am Berghain (C), Am Wriezener Bahnhof, Rüdersdorfer Straße 70, Tel: 29360210, g 220 KitKatClub (C), Köpenicker Str. 76, g 221 Maze (C), Mehringdamm 61, g 222 Monster Ronson’s Ichiban Karaoke (C), Warschauer Str. 34, Tel: 89751327, g 223 MS Hoppetosse (C), Eichenstraße 4, g 224 Musik & Frieden (C), Falckensteinstraße 47, g 225 Osthafen (C), Alt-Stralau 1-2, g 226 Paloma Bar (C), Skalitzer Str. 135, g 227 Polygon (C), Wiesenweg 1-4, g 228 Ritter Butzke (C), Ritterstr. 26, g 229 Sage Beach (C), Köpenicker Str. 18-20, g 230 Salon zur wilden Renate (C), Alt Stralau 70, g 231 SchwuZ (C), Rollbergstr. 26, Tel: 577 022 70, g 232 SO36 (C), Oranienstr. 190, g

C Friedrichshain/Kreuzberg


STADTPLAN 115 mo

01 22:00 MESSER IM HERZ PREVIEW Im Paris Ende der Siebziger blüht die Gay-PornoIndustrie und die lesbische Regisseurin Anne (Vanessa Paradis!) ist ihre Königin. Doch wer ist der Killer in der SM-Ledermaske mit einem Dildomesser? Düster-dekadenter Camp-Sex-Thriller von Yann Gonzalez (begegnungen nach mitternacht) mit Félix Maritaud (sauvage). 102 min

mo

08 22:00

non gay favorite

YESTERDAY

PREVIEW

Danny Boyle und Richard Curtis machen gemeinsame Sache und ihr filmisches Baby: eine fantastische Musikkomödie mit Beatles-Songs. Wie wäre die Welt, wenn es die Pilzköpfe nie gegeben hätte? Nach einem globalen Blackout wird der junge Musiker Jack mit ihren Liedern zum Superstar. Ach ja, Ed Sheeran spielt sich selbst. 112 min

mo

15 22:00 NOBODY’S WATCHING Regisseurin Julia Solomonoff (mein sommer mit mario) erzählt in ihrem neuen preisgekrönten Drama von Nico, einem argentinischen Soap Opera Star, der nach der gescheiterten Affäre mit seinem Produzenten nach New York auswandert. Doch dort hat niemand auf ihn gewartet … Ein berührendes Drama übers Älterwerden. 102 min

mo

22 22:00 LEID UND HERRLICHKEIT PREVIEW

D Mitte/Prenzlauer Berg 233 Steinhaus am Venusbassin (A,D), Großer Tiergarten, g 234 Suicide Circus (C), Revaler Straße 99, g 235 Tresor (C), Köpenicker Str. 70, g 236 Urban Spree (C), Revalerstraße 99, g

Sexclubs & Saunen 237 Ajpnia (A), Wartburgstr. 18, h 238 Böse Buben (A), Sachsendamm 76, Punkt nicht auf Kartenausschnitt, Tel: 62 70 56 10, h 239 City Men Shop & Video (B), Fuggerstr. 26, Tel: 218 29 59, h 240 Club Culture Houze (C), Görlitzer Str. 71, Tel: 61 70 96 69, g 241 Connection Garage (B), Fuggerstr. 33, Tel: 218 14 32, h 242 Der Boiler (C), Mehringdamm 34, Tel: 5770 7175 0, h

243 Duplexx (D), Schönhauser Allee 131, Tel: 48 49 42 00, h 244 Duplexx Schöneberg (B), Martin-Luther-Str. 14, Tel: 23 63 18 84, h 245 Erotica (D), Rosa-Luxemburg-Str. 23, h 246 Insomnia (C), Alt-Tempelhof 1719, exakter Ort nicht mehr auf Kartenausschnitt, g 247 Lab.oratory (C), Am Wriezener Bahnhof, Tel: 29000597, h 248 New Action (B), Kleiststr. 35 Ecke Eisenacher Str., Tel: 211 82 56, h 249 Quälgeist (C), Lankwitzer Straße 42-43 (exakter Ort befindet sich nicht auf dem Kartenausschnitt), Tel: 69 51 96 50, m 250 RubAdiction (D), Neue Schönhauser Str. 9, m 251 rubber-factory berlin (D), Danziger Str. 52, Tel: 44 03 37 68, h

252 Scheune (B), Motzstr. 25, Tel: 213 85 80, h 253 The Jaxx (B), Motzstr. 19, Tel: 213 81 03, h 254 Tom’s Bar (B), Motzstr. 19, Tel: 213 45 70, h 255 Triebwerk (C), Urbanstr. 64, Tel: 69 50 52 03, h 256 Twilight Zone (B), Fuggerstr. 33, g 257 XXL – Pornokino & Sexshop (D), Bornholmer Str. 7, Tel: 32 89 82 22, h

Sexy Outfits & Toys 258 4 Hunks Berlin (C), Gneisenaustr. 112, m 259 Boner Store Berlin (B), Kalckreuthstr. 14, m 260 Bruno’s (B), Maaßenstr. 14, Tel: 615 003 85 , m 261 Butcherei Lindinger (B), Motzstr. 18, Tel: 20 05 13 91, h

262 Dos Santos Lederwerkstatt (C), Mehringdamm 119, Tel: 50 59 99 19, g 263 Gorgeous Sex-Spielzeug (D), Schönhauser Allee 130, g 264 Leathers Lederwerkstatt (B), Eisenacher Str. 101, Tel: 442 77 86, g 265 Lederhosen-Stadl (B), Martin-Luther-Str. 15, m 266 McHurt (C), Dudenstr. 22, Tel: 4882 1644, g 267 Mister B (B), Motzstr. 22, Tel: 21 99 77 04, m 268 Other Nature (C), Mehringdamm 79, Tel: 20915887, g 269 Playstixx Lieblingsspielzeug für Frauen (C), Heimstr. 6, g 270 Sexclusivitäten (C), Fürbringer Str. 2, Tel: 693 66 66, g 271 Wagner Berlin (B), Motzstr. 32, Tel: 28 59 83 05, m

So schön melancholisch kann nur Pedro Almodóvar auf ein wildes Leben voller künstlerischer Triumphe, verpasste Chancen und die große Liebe zurückblicken. In seinem persönlichsten und seit alles über meine mutter besten Film schlüpft Antonio Banderas in die Rolle des spanischen Kultregisseurs, einfühlsam und sehr bewegend. 113 min

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29 22:00 SAUVAGE Camille Vida-Naquets Debütfilm steht mit seiner zarten Rohheit in der stolzen Tradition von Filmen von Patrice Chéreau oder André Téchiné. Félix Maritauds kompromisslose Darstellung des jungen Strichers Léo macht ihn zur neuen Hoffnung des französischen Kinos. Ein intensives, zutiefst berührendes Porträt. 99 min präsentiert von:

&

YORCK.DE

mi

10 21:00

MESSER IM HERZ PREVIEW


116 ESSEN

Asiatischer Sommer

FOTO: LENA GANSSMANN

FOTO: NINA DÖRNER / GOLDHAHN UND SAMPSON

Südasiatische Lokale in Berlin gibt es wie Sand am Meer. Es wird immer schwerer, aus dem Überangebot Perlen herauszupicken. Als kleine Entscheidungshilfe stellen wir zwei unserer Lieblingslokale vor

Alltagstauglich Rice Queen Danziger Str. 13 (Prenzlauer Berg) Mo–Fr 17:00–23:00 Sa + So 14:00–23:00

FOTO: LENA GANSSMANN

In Berlin ein gutes, günstiges und damit alltagstaugliches asiatisches Restaurant zu finden ist wie die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Genau das ist seit vielen Jahren die Erfolgsformel der Rice Queen: leckeres Essen zum kleinen Preis! Highlight der Speisekarte ist die Reistafel, bei der man kleine Portionen unterschiedlicher Gerichte (zwischen 3 und 4 Euro) miteinander kombiniert. Das ist auch dringend zu empfehlen, denn die verschiedenen Saucen, die zu Fisch, Ente oder Hähnchen gereicht werden, machen gerade in ihrer Vielfalt süchtig. Aber vor allem die Schwarzpfeffersauce lässt einem praktisch keine andere Wahl, als hier Stammgast zu werden. as

Auf dem Trottoir „Viahe“ bedeutet „Trottoir“ auf Vietnamesisch. In Anlehnung an die Straßenküche Vietnams hat das kleine Restaurant diesen Namen gewählt und lädt in den Sommermonaten auf seine gemütliche Terrasse im Herzen des Graefekiezes. Selbst wenn die lange Speisekarte auf den ersten Blick Schwindel erregen kann, bietet der Laden eigentlich nur ein paar Klassiker – in zig Variationen. Etwa die bombastische Pho Suppe (7,90 Euro) oder das Tôm nãu Curry (12,90 Euro) mit seinen gebratenen Großgarnelen auf frischem Gemüsebett in Kokosmilch. Unser Sommertipp: der „Rote Fluss“, ein frisch gepresster Wassermelonensaft mit Minze parfümiert. age

Viahe Hai Dieffenbachstr. 58 a (Kreuzberg) Mo–So 11:30–23:30 030 71 53 37 42 viahe-vietfood.de

Rainbow-Menü Zur Pride-Saison bietet die Kochschule Goldhahn und Sampson diesen Monat einen LGBTI-Kochkurs an. Wir haben mit Mitbegründer Andreas Klöckner und Köchin Mai Thy Hinz gesprochen Andreas, wie ist die Idee zu diesem Pride-Menü-Kochkurs zustande gekommen? Entstanden ist die Idee schon vor einer ganzen Weile. Da die derzeitigen politischen Entwicklungen aber geradezu dazu auffordern, sich zu positionieren, glauben wir, dass wir genau jetzt mit diesem Kochkurs ein Zeichen setzen sollten. Er richtet sich an alle LGBTI, die gern in gemütlicher Runde kochen und Neues lernen wollen. Wir starten mit einem vietnamesischen Kochkurs, da die leichte Küche perfekt zum Berliner Sommer passt. Mai Thy war eine der ersten Kochlehrer*innen, die sofort begeistert von der LGBTI Cooking Class waren. Mai Thy, kannst du einen Einblick in das Menü geben? Wir fangen mit Rainbow Summer Rolls an: Hier entscheiden alle Teilnehmer*innen selbst, welche Zutaten sie für die Füllung wählen. So entstehen ganz individuelle Kombinationen – je nach Geschmack. Dann folgen ein Rice Noodle Salad (mit Rind oder Tofu), ein Sweet Potato Curry und als Dessert eine Raspberry Ice Cream. Welche Aspekte der vietnamesischen Küche möchtest du in den Fokus stellen? Die vietnamesische Küche ist leicht, gesund und einfach zuzubereiten. Jahresunabhängig kann man die Gerichte zu Hause nachkochen, ohne sich in komplizierten Anleitungen zu verlieren. Ich achte außerdem darauf, dass die Zutaten, die ich verwende, in Berlin einfach zu bekommen sind. Andreas, ihr bietet eine große Vielfalt von Kochkursen an. Werdet ihr bald auch andere Angebote haben, die sich an ein queeres Publikum richten? In den letzten Jahren haben wir immer wieder mal private Kochkurs-Anfragen aus der LGBTICommunity. Natürlich sind all unsere Kochkurse queer friendly, aber denkbar sind für uns in Zukunft auch Kurse für LGBTI-Singles zum Beispiel. Interview: age

Love wins: Pride Cooking in English, 25.07., 19:00, Goldhahn und Sampson, Wilmersdorfer Str. 102/103 (Charlottenburg), goldhahnundsampson.de


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128 FLASHLIGHTS Foto links oben: 09.06., SchwuZ, „#unteilbar Soliparty“, Der Rat der Ranzigen

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Foto links Mitte: 12.06., Maxim Gorki Theater, Paneldiskussion „Wem gehört Stonewall?“ Links: Tobias Herzberg, Jan Noll, Sanni Est, Bernd Gaiser. Rechts: Tülin Duman, Tobias Sauer, Franziska Schulteß Foto links unten: 29.05., Neuköllner Oper, „#gemeinsam bunt“, Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln (Mitte) Foto rechts oben: 15.06., Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Respect Gaymes, Alexander Cabot, Mister Leather Berlin 2019

FOTOS:SALLY B., VIRGINIA DE

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Foto rechts unten: 23.05., SO36, „KuirFest“ Berlin Opening Party


FLASHLIGHTS 129 Fotos von oben nach unten: 14.06., KitKatClub, „Revolver“ 05.06., Tipsy Bear, Prism Queer Performance Night, Rapper und Barmann Rica Shay 15.06., Roadrunner’s Paradise, „The Mondo Klit Rock Club“, Deka Goldberg, Veranstalterin (li.)

© fotomek/fotolia

FOTOS: SALLY B., VIRGINIA DE, MRHOTSHOE

90 Prozent der HIV-Infizierten wissen von ihrer Infektion, 90 Prozent haben Zugang zu Medikamenten und 90 Prozent der Therapierten sind unter der Nachweisgrenze. Diese Ziele will die HIV-Organisation der Vereinten Nationen UNAIDS bis zum Jahr 2020 erreichen. Ohne die Berliner LOTTO-Stiftung wäre dies vielleicht schwerer zu bewerkstelligen. Der Einsatz unzähliger Berliner LOTTO-Spielerinnen und -Spieler macht es möglich. Mindestens

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2018 wurden von der LOTTO-Stiftung Berlin rund 61,5 Millionen Euro verteilt, sodass 127 Projekte profitieren konnten.

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130 OUTRO

V

WE ARE QUEER BERLIN

KINDER DER REVOLUTION Das Erbe Stonewalls: Queere Aktivist*innen von morgen Senkrechtstarter: Politstar Kevin Kühnert (SPD) im Interview Pride-Week: Alle Infos zu Stadtfest, Dyke* March und CSD BERLINS MEISTGELESENES STADTMAGAZIN

EXPANDED CONTENT IN ENGLISH

SIEGESSÄULE 07/19 Foto: Silver Screen Collection/ Getty Images

„Stonewall was a riot!“ Was rebellisch rüberkommen soll, ist heute auch oft nicht mehr als ein T-Shirt-Slogan auf gestählten Körpern. Warum eine Revolution aber immer von da kommt, wo es richtig wehtut, erklärt unsere Kolumnistin, die Kabarettistin Sigrid Grajek

ermutlich liegt es an meinem Alter: Ich habe den Eindruck, der letzte Juli mit Motzstraßenfest, CSD auf der Spree, Dyke* March und CSD-Parade war erst gestern. Vor lauter Feierlichkeiten ist mir schon, noch, immer wieder schwindelig. Aber wie sagt Coco Lorès? Das Leben ist eine Spirale und man kotzt immer in derselben Kurve! Bei Pride-Veranstaltungen hängt das meistens mit erhöhtem Konsum von Alkoholika oder anderen Muntermachern zusammen. Und in diesem Jahr kommen noch 50 Jahre Stonewall dazu. Champagner her und hoch die Tassen! Wobei wir uns da natürlich erst mal ordentlich streiten müssen. Wir hatten ja schon etwas geübt bei den Auseinandersetzungen um das CSD-Motto. Aber bei Stonewall geht es ums Ganze: Wer warf denn nun den ersten Stein? Marsha, Sylvia oder Stormé? War es ein Backstein oder ein Pflasterstein? Das kann niemand mehr so genau sagen. Ein guter Ausgangspunkt, um in den heiligen Krieg der Deutungshoheit über das Vergangene und selbst nicht Erlebte zu ziehen. Da ist das kämpferische Gefühl schön hoch. T-Shirts mit „Stonewall was a riot“ sind beliebt und in diversen Designs und Qualitäten zu bekommen. Sie werden manchen – vor der Parade im Fitnesscenter noch schnell appetitlich auf sexy gedrechselten – Körper zieren. Das ist alles ganz wunderbare Folklore. Es ist gut, sich zu erinnern und die Held*innen zu feiern, die damals so unfassbar mutig, wütend und/oder verzweifelt waren, dass ihnen ihre Unversehrtheit egal wurde. Sie entweder frei oder gar nicht leben wollten und einfach die Schnauze gestrichen voll hatten von Repression. Denn eines müssen wir festhalten: Aufstände entstehen weder in Fitnesscentern, noch gehen sie vom Sofa aus.

SIEGESSAULE JULI 2019 • SIEGESSAEULE.DE

Das Letzte

Illustration: Ivan Kuleshov

Impressum SIEGESSÄULE Special Media SDL GmbH Ritterstr. 3, 10969 Berlin siegessäule.de

Sie werden auch nicht mit Rechthabereien herbeidiskutiert oder mittels Cheerleader-Winkelementen auf Sightseeing-Booten ausgetragen. Bei Aufständen wird nicht vegan gekocht und nicht auf die Work-Live-Balance geachtet. Aufstände kommen von da, wo es schon lange sehr wehtut, wo es eng und dunkel ist, nicht immer gut riecht und zu oft der Magen, der Geist, das Herz oder die Seele vor Hunger knurrt. Sie kommen von da, wo es nichts mehr zu verlieren, aber alles zu gewinnen gibt. Aufstände sind das Ergebnis eines zähen Prozesses, wo sich Tropfen für Tropfen das Fass der existenziellen Unzufriedenheit, der Demütigungen füllt. Und dann kommt der eine Tropfen, der es zum Überlaufen bringt. Die Kraft des Veränderungswillens sucht sich ihren Weg, spült alles weg, was blockiert, und macht den Weg frei für etwas Neues, Freieres, Selbstbestimmteres. Die Fotos der beiden lesbischen Frauen, die in London von einer Gruppe männlicher Postpubertierender in einem Bus blutig geschlagen wurden, weil sie nicht als Wichsvorlage für die Jungs herhalten wollten, gingen um die Welt. Ich habe in den sozialen Medien öffentlich darüber nachgedacht, dass es wohl mal wieder Zeit für Selbstverteidigungskurse ist und dass wer mich angreift und/oder schlägt mit einem Echo zu rechnen hat, ich mich wehren und zurückschlagen werde. Von verschiedenen Seiten aus der Community kam da zügig der erhobene Zeigefinger, das sei aber nicht die feine Art der Deeskalation und Vernunft. Es sei doch wichtiger, ohne Schaden aus der Situation herauszukommen als sich zu wehren. Hätten unsere Stonewall-Held*innen vor 50 Jahren solche Ratschläge befolgt, würden wir dieses Jubiläum nicht feiern. In diesem Sinne: Happy Pride!

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