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Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

Juni 2012 Nr.3

DER RHEIN ALS LEBENSRAUM ZWISCHEN WIESBADEN & MAINZ KULTUR PRIVAT RADELN: SPASS ODER GEFAHR? EM-FIEBER BIERGÄRTEN IM TEST

NEU

& Gr atis


09. 10.06. Altes Postlager am Hbf, Mainz

Sonne, Regen, warm, kalt, alles dabei in den letzten Wochen und oft im rapiden Wechsel vom einen zum anderen Extrem. Dieses Wetter geht nimmer! Jetzt kommt der Juni und mit ihm hoffentlich der Sommer, den wir gleich mehrfach gebrauchen können, wie uns der dritte Wiesbadener sensor zeigt.

Ahoi Wiesbaden, Wetter geht immer, sagt man ja gerne. Und weil das so ist, geht dieses ständige Gerede übers Wetter für mich eigentlich gar nicht. Aber weil auch das Wetter zuletzt irgendwie gar nicht ging, rede ich jetzt halt mal mit. Der April macht bekanntlich, was er will, aber auch im Mai blieb´s dabei:

Zum Radeln zum Beispiel. Das stellt in unserer Stadt eine besondere Herausforderung dar, hat unsere Autorin Rebekka Farnbacher bei einer ausgedehnten Sonntagstour festgestellt. Und wir reden hier nicht von den Hügeln, die erhebliche Strampeleien erfordern, sondern viel mehr von den Hürden, die Radlern von der Stadt in den Weg gelegt werden – beziehungsweise, die nicht beseitigt werden. Kein Grund für uns, nicht trotzdem auf die Drahtesel zu steigen, und zwar am liebsten mit Ihnen: Am 30. Juni heißt es „Radeln mit sensor“. Bei

der großen Radtour – alle Infos auf Seite 14 – machen wir auf einer Strecke von 50 Kilometern gemeinsame Sache mit den Kollegen aus Mainz – und überqueren unterwegs auch den Rhein.

Bei Jogis Elf. Und bei der Radtour – vielleicht organisieren wir ja zur WM 2014 dann ein rheinübergreifendes sensor-Viewing.

Den kennen Sie wahrscheinlich alle gut, und doch werden Sie ihn auf den Seiten 6 bis 9 ganz neu kennen lernen. sensor-Autor Ejo Eckerle war auf beiden Seiten des Flusses, der die beiden sensor-Städte gleichzeitig trennt und verbindet, unterwegs und hat für Sie den spannenden Lebensraum zwischen Wiesbaden und Mainz unter die Lupe genommen.

Dirk Fellinghauer Käpt´n sensor

Und dann steht uns allen ja noch die EM ins Haus. Die schaut jeder mal schön auf seiner eigenen Rheinseite, würde ich sagen. Die besten und originellsten Plätze in Wiesbaden verraten Ihnen Sebastian Wenzel und Hendrik Jung auf den Seiten 16 und 17. Schau´n mer mal, wie es läuft.

Leinen los für einen Juni voller Jubel!

Impressum Verlag GLM Gesellschaft für lokale Medien mbH Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Bernd Koslowski, Veronika Madkour, Dr. Hans-Paul Kaus Erich-Dombrowski-Str. 2 | 55127 Mainz (zugleich Anschrift der V.i.S.d.P.) Eine Tochtergesellschaft der Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) Redaktions- & Anzeigenleitung Dirk Fellinghauer (Verantwortlich i.S.d.P.) Langgasse 21 – 65183 Wiesbaden Tel: 0611/355 5268 Fax: 0611/355 3355 www.sensor-wiesbaden.de hallo@sensor-wiesbaden.de Designkonzept Miriam Migliazzi Layout/Satz Thorsten Ullrich, www.175lpi.de

11–18 Uhr. Eintritt 3 Euro ermäßigt, 5 Euro regulär. Designprodukte, Handgemachtes, Unikate, Streetfashion, T-Shirts, Sneakers auf über 3.000m2.

Editorial / Inhalt

Editorial

Foto: Eric Portugall / Ausstattung: Hut Mühlenbeck

Stijl Sommer2012 Festival und Messe für Fashion, Sport und Design.

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Titelbild Miriam Migliazzi und Mart Klein Mitarbeiter dieser Ausgabe Text Anja Baumgart-Pietsch, Janosch Boerckel, Ejo Eckerle, Esme Emirosmanoglu, Rebekka Farnbacher, Falk Fatal, Jan Gorbauch, Hendrik Jung, Martin Mengden, Dorothea Rector, Falk Sinß, Selma Unglaube, Sebastian Wenzel Foto/Illustration Esme Emirosmanoglu, Marc „King Low“ Hegemann, Simon Hegenberg, Jana Kay, Arne Landwehr, Frank Meißner, Yannic Pöpperling, Daniel Rettig, Christof Rickert, Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach, Repro/ ISDN Team

reise ple-P e e Ap le weiter iß e h ! & vie inne Gew go sum chungen er ras von Über gijle

„Sprechzijt“: Junge Kreativgründer im Gespräch, Minigolf-Wohnzimmer, BMX-Jam, Live DJs, Große Tombola, Game Of S.K.A.T.E., D.I.Y.-Ecke von DaWanda, Leckeres von Mamas Liebe, Burgerladen & KAFFEEKOMMUNE, chillige Sofas, Fotostudio, Live-Painting by Tim Robot u.v.m.

Lektorat Hildegard Tischer, www.rbht.de Praktikant Andreas Oustamanis Redaktions- und Anzeigenschluss: 15. des Vormonats

stijlmesse.de/mainz facebook.com/stijlmainz

Verteilung ((( 14

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Inhalt 6 )))

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Unterstützt von:

selekkt.com/

Titel: Alles im R(h)einen – Leben am Fluss zwischen Wiesbaden und Mainz

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Verborgene Welten: Casino Players Place

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Kunst: doGO – Ingrid Heuser & Udo W. Gottfried

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So wohnt Wiesbaden: Makiko Takeda-Herms & Alfred Herms

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Monatsalbum: Von Wulff bis Wahnsinnstango

Geschäft des Monats: Angel Schäfer

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Festival: Irre Momente bei der Theater-Biennale

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Veranstaltungskalender und die Perlen des Monats

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Radfahren: Zwischen Spaß und Lebensgefahr

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EM: Kneipen-Viewing

Das große 2x5-Interview mit Park Café-Chef Kaan Gökalp

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Der große Test: Biergärten

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Restaurant des Monats: Karibu Afrika

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Kleinanzeigen, Leserbrief und das Ortsrätsel

Rhein Main Verteilerdienst Arenz GmbH & Co. KG kostenlose Auslage in Wiesbaden | Innenstadt und Vororten an über 1.000 Auslageplätzen | Gesamtauflage 40.000 Exemplare (20.000 Mainz / 20.000 Wiesbaden) Druck Druckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG Alexander-Fleming-Ring 2 65428 Rüsselsheim Social Media www.facebook.com/sensor.wi www.twitter.com/sensorWI

sensor Wiesbaden ist Mitglied im Wirtschafts- und Marketingverband Wiesbaden und Medienpartner von ECHT Wiesbaden.

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Sag bloß!

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GREEN WASHING Um über Nachhaltigkeit nicht nur zu reden, wirken wir mit Projekten wie www.co2marathon.org aktiv daran mit, etwas zu verändern. Und sei es nur, morgens kürzer zu duschen. Das ist green washing, wie es uns gefällt.

Kreative Arbeit für große Marken wie Mercedes-Benz, Lufthansa, Coca-Cola oder Montblanc, aber auch mit viel Engagement nachhaltige Projekte für den BUND Naturschutz oder die UN umzusetzen, ist für uns kein Widerspruch, sondern eine Herausforderung. Deshalb suchen wir bei Scholz & Volkmer am Standort Wiesbaden einen Querdenker für den Bereich „Umwelten“ (m/w), gern auch Designer, Konzepter oder Programmierer mit Lust auf Veränderung. Alexandra Haibach freut sich auf deine Bewerbung unter a.haibach@s-v.de, +49 (0) 611 180 99 - 871

verfolgt die Trinkerszene

Sag bloß! Vision heimathafen Die weitgereisten Dominik Hofmann (27) und Abi von Schnurbein (29) haben eine Vision für Wiesbaden: „Wir gründen einen Coworking Space. Plus Café. Für Kreative & Wissensarbeiter, für Freelancer & Selbständige, für Startups & kleine Unternehmen. Sie können dort arbeiten. Oder Kaffee trinken. Oder beides.“ Das Ganze heißt heimathafen und „Leinen los“ heißt es in der Adelheidstraße 58 im Juni. Stand der Dinge, alle Infos und die ganze Vision unter www.heimathafen-wiesbaden.de Miss(ion) Portugal Das Park Café ist bekannt für schöne Frauen. Besonders viele besonders schöne Frauen versammelten sich dort kürzlich zur „Miss Portugal“-Wahl. Von überall her kamen die Teilnehmerinnen zum Vorentscheid für Deutschland – ein Riesenevent mit Liveschaltung von der Wilhelmstraße ins portugiesische Fernsehen. Strahlende Siegerin wurde Daniela Barreira. Die 21-jährige Verkäuferin ist Wiesbadenerin und war Stammgast im Park Café, bis sie vor acht Monaten nach Stuttgart zog. Am 28. Juli tritt sie in Sintra, einer 25 Kilometer westlich von Lissabon gelegenen Kleinstadt, mit 29 weiteren Kandidatinnen zur „Miss Republica Portuguesa 2012“-Endausscheidung an.

Kolumne

Falk Fatal

Was ist los? Schicken Sie Ihre Neuigkeiten an hallo@ sensor-wiesbaden.de

„So wie durchs Feuer hindurch“ und „Das Ende vom Lied“, in Buchform veröffentlicht zwischen 2005 und 2008 im Frankfurter Societäts-Verlag, hat der Berliner ABW-Verlag nun in seiner Reihe VIRULENT als EBooks veröffentlicht. Den ersten Teil der Trilogie gibt es für eine begrenzte Zeit gratis im iTunes Store von Apple, für die beiden anderen Titel verlosen wir jeweils fünf Download-Gutscheine: losi@sensor-wiesbaden.de E-sensor Auch sensor setzt auf´s „E“. Auf vielfachen Wunsch gibt es, als Ergänzung zu den 20.000 gedruckten und in der ganzen Stadt verteilten Exemplaren, ab sofort alle Ausgaben online nicht nur als PDF-Download, sondern auch als E-Paper: www.sensor-wiesbaden.de/ausgaben Die elektronischen Ausgaben werden immer zum Monatsersten online gestellt.

Eisenhart Wer sich zutraut, 1,9 km zu schwimmen, 90 km auf dem Rad zurückzulegen und als Abschlussdisziplin die Halbmarathon-Strecke über 21,1 km zu laufen, kann sich jetzt noch anmelden für den Iron Man 70.3-Wettkampf am 12. August in Wiesbaden unter www.ironmanwiesbaden.com

WI-MZ-TV Die 90-minütige „Expedition in die Heimat – mit Anna Lena Dörr in Mainz und Wiesbaden“, zu sehen am Freitag, 15. Juni, um 20.15 im SWR Fernsehen, widmet sich den beiden am Rhein gelegenen Landeshauptstädten. Bekanntlich lassen die Nachbarn mitunter kaum ein gutes Haar aneinander, die Rivalität reicht angeblich bis in die Römerzeit zurück. Auf dieses scheinbar so verminte Gelände wagt sich Anna Lena Dörr. Was ist dran an der gegenseitigen Nachrede, was nur Klischee? Und gibt es vielleicht mehr Gemeinsamkeiten, als es auf den ersten Blick scheint? Antworten gibt es auch von Jazzlegende Paul Kuhn, der 1928 in Wiesbaden geworden wurde. Die Moderatorin traf den Mann am Klavier im Kurhaus. (Foto: SWR/Daniel Dorn)

E-Krimis von Alexander Pfeiffer Alexander Pfeiffer ist nicht nur sensor-Autor, sondern vor allem ein hervorragender Krimiautor. Die drei Romane seiner klasse WiesbadenKrimi-Trilogie „Im Bauch der Stadt“,

Kandidaten-Casting Die CDU hat OB Müller, die SPD hat Sven Gerich – und die Piraten suchen per Casting. Wen? OB-Kandidaten: http://ob-kandidaten-casting. piratenpartei-wiesbaden.de/

Anne Maxeiner Kommunikationsdesignerin, 30 Jahre

Was gefällt Dir an Wiesbaden? Wiesbaden ist so schön grün. Und die vielen schönen Altbauten. Was nicht? Die Stadt ist einfach zu klein. Könnte auch fünfmal größer sein. Interview & Foto: Esme Emirosmanoglu, Illustration: Marc “King Low” Hegemann

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Made in Wiesbaden… was fällt Dir dazu spontan ein? Ich bin nicht „Made in Wiesbaden“. Jede Nacht um 2 Uhr kommt die Polizei wegen Ruhestörung und Lärmbelästigung. Jeder kennt jeden. Was verbindest Du mit dem Rhein? Super, dass es den Rhein gibt. Nur schade, dass er nicht durch Wiesbaden City bzw. durchs Westend fließt.

Neulich hatte sich spontaner Besuch zum Essen angekündigt. Es war ein Sonntag. Für mich kein Problem. Mit einem gut gefüllten Kühlschrank lässt sich immer etwas Leckeres kredenzen, und so fing ich an die Zwiebeln zu schneiden, das Gemüse zu waschen und das Wasser aufzusetzen. Ein passender Wein musste her. Doch im Weinregal nur gähnende Leere. Also schnell die Treppen runter und rüber zum Kiosk am Platz der deutschen Einheit. Dort stand ich etwas ratlos vor dem Weinregal. Im Zweifel soll man sich ja etwas empfehlen lassen. Das tat ich. Lachend kam der Kioskbesitzer hinter seiner Theke hervor und griff zu einem Rotwein im Tetrapak. „Meine Stammkundschaft schwört auf den hier“, sagte er grinsend und empfahl mir dann einen Pinot Noir. Das Essen war gerettet. Seine Stammkundschaft trifft der Kioskbesitzer seit einigen Jahren seltener auf dem Platz der deutschen Einheit an. Seit September 2008 gilt dort ein Alkoholverbot. Die Trinker haben sich in die Seitengassen ver­ zogen, die nicht mehr zur Verbotszone zählen. Das untere Westend zeigt das andere Gesicht Wiesbadens. Nicht nur die Schickeria ist hier zu Hause, sondern auch Armut und soziales Elend. Betrunkene und Junkies, die in Hauseingängen liegen und ihren Rausch ausschlafen, sind dort keine Seltenheit, sondern trauriger Alltag. Ein wirksames Rezept dagegen hat die Stadt nicht. Das ist auch zu viel verlangt. Dafür sind ihre Möglichkeiten zu klein. Doch ob es hilft, einfach ein Verbot zu erlassen und die Betroffenen von diesem auf einen anderen Platz zu vertreiben, sei ebenso dahingestellt. Verbote und Strafen ändern das Verhalten nur beschränkt. So ist es Rauchern in Wiesbaden seit 2003 verboten, ihre Zigarettenstummel auf den Boden zu werfen. Mit 20 Euro wird dieses Vergehen geahndet – sofern man auf frischer Tat ertappt wird. Die Stummel landen trotzdem auf dem Boden. Hundebesitzer müssen mindestens 100 Euro löhnen, wenn sie den Kot ihrer Vierbeiner auf Gehwegen liegen lassen. Weniger sind die Tretminen dennoch nicht geworden. Zurück zum Platz der deutschen Einheit. Das Alkoholverbot scheint sich

noch nicht überall herumgesprochen zu haben. Seit ein paar Wochen hängen rund um den Platz kleine Verbotsschilder, auf denen jeweils ein Cocktailglas und ein Bierkrug zu sehen ist. Ein international gebräuchliches Piktogramm für Alkoholverbote aller Art sei das, sagt die Stadt. Es soll vor allem dazu dienen, ausländische Gäste darauf aufmerksam zu machen, dass dort der Genuss von Alkohol verboten ist. Bisher mit Erfolg: Die ausschweifenden Cocktailpartys, die sonst während der Maifestspiele und des Pfingstturniers auf dem Platz der deutschen Einheit stattfinden, sind bislang ausgeblieben. Immerhin. In den Seitengassen der Bleichstraße vegetiert das Elend derweil weiter vor sich hin. falkfatal.posterous.com

Rekordstadt Wiesbaden Das höchstgelegene und vielleicht auch das idyllischste ­Standesamt Wiesbadens befindet sich auf dem Kellerskopf bei Naurod. 474 Meter ü. N.N. können sich Paare hier ihr Ja-Wort „auf höchstem Niveau“ geben. Erheben sie sich im Wintergarten von ihren Plätzen, schauen sie direkt auf Wiesbaden. Der Weg ins gemeinsame Glück be­ginnt in romantischer Um­ gebung inmitten des Tau­nus­ wal­des. Montag bis Freitag kann hier zwischen 9.30 Uhr und 14.00 Uhr geheiratet werden, aber auch nachmittags und sams­ tags werden Termine vergeben. (Nach einer Idee von Dominik Voigt­ länder, der mit „Rekordstadt Wiesbaden“ den 1. Preis in der Kategorie „Kreative Ideen“ beim „Tourismuspreis – Für ­meine Region“ gewann. Welche Rekorde rund um Wiesbaden kennen Sie? Mail an hallo@sensor-wiesbaden.de)

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Lebensraum Rhein

Alles im R(h)einen Ein Fluss macht sich breit zwischen Wiesbaden und Mainz – über das Leben an und mit der zweitgrößten Wasserader Europas Text Ejo Eckerle Fotos Jana Kay & Daniel Rettig

Mischehe: An der Mainspitze, wo Main und Rhein aufeinandertreffen, lässt sich aus der Luft gut erkennen, wie sich die Wassermassen beider Flüsse miteinander vermischen

((( Goldig: Das Segelboot von Günter Maneck trägt seinen Namen nicht ohne Grund, denn der 1. Vorsitzende des Wiesbadener Yachtclubs verdient seine Brötchen als erfolgreicher Zahnarzt )))

mit Wasser in erster Linie die KurEs hätte ein großes Ereignis werquellen. Wiesbaden am Rhein beden sollen. Der Schweizer Extremdeutet eher Randlage, wie etwa der sportler Erwin Romeis wollte am Stadtteil Schierstein. Den SchierMainzer Rheinufer Station masteiner Rheinhafen trotzten seine chen auf seiner Tour von der QuelErbauer 1859 einem Rheinarm ab. le bis zur Nordseemündung. Sein In der Folge entstand dort eine Reiehrgeiziges Ziel war es, die 1231 he von Fischereibetrieben. Ende Kilometer von Europas zweitgrößder fünfziger Jahre ließ sich die tem Fluss zu durchschwimmen. Bundeswehr mit einem PionierbaDoch nach knapp 400 Kilometern taillon am hessischen Ufer nieder. gab er auf, gescheitert an dem Doch das ist Vergangenheit, auch mächtigen Strom, der Menschen als Industriehafen musste Schierund Städte über Ländergrenzen stein mehr und mehr zurückstehinweg verbindet. cken. Der Mainzer Stadthafen als Wer oder was ist der Rhein? Die Umschlagplatz für Güter und WaAntwort auf diese Fragen hängt ren lief ihm den Rang ab. Am Franentscheidend davon ab, wo man kenbach Container Terminal legen steht. Vom Mainzer Ufer aus betrachtet, den Dom und das Arne- Maritimes Brauchtum an der hessischen Riviera: wenn im Wiesbadener Frachter aus Rotterdam nach Jacobsen-Rathaus im Rücken, bieYachtclub eine Bootstaufe ansteht, steigt Neptun mit seinen 60stündiger „Bergfahrt“ an, löMeerjungfrauen aus den Fluten und gibt seinen Segen schen ihre Ladungen, um nach nur tet sich ein unverstellter Blick auf weiteren 24 Stunden mit der eine der verkehrsreichsten WasserRheinströmung „talwärts“ wieder den holländischen Überseehafen straßen der Welt, die hier fast einen halben Kilometer Breite einzu erreichen. nimmt. Im Minutentakt ziehen Frachtschiffe vorüber. An schönen Tagen flankiert eine Armada von Motoryachten die Lastkähne und Der Schiersteiner Hafen ist inzwischen Heimat von zahlreichen die Ausflugsdampfer der Rheinschifffahrt reihen sich in die FahrMotor- und Segelbooten, die dort zeitweise oder dauerhaft ankern. rinne ein. Der Rhein ist ein Mischling, zumindest hier noch. Aus der Die Schiersteiner „Riviera“ verbreitet durchaus ein gewisses Flair, vor Vogelperspektive kann man gut erkennen, wie das bräunlich-trübe allem mit ihren ausladenden und PS-starken Booten. Zentrum des Wasser des Mains auf den blau-grünen Lauf des Rheins trifft. Erst gesellschaftlichen Lebens der Wassersportliebhaber ist der Wiesbaauf der Höhe von Lahnstein vermischen sich beide Wasserschichten dener Yachtclub. Es gibt immer was zu feiern, wie auch an diesem vollständig miteinander. Tag. Der 57-jährige Berthold Slooten und seine Ehefrau Heike sind Riviera und Industrierevier seit Kurzem stolze Eigner einer schwedischen Nimbus-Motoryacht. Während der Rhein zur Mainzer Stadt-Silhouette gehört, Wohnen Sie haben zur Schiffstaufe geladen. Ihre knapp zehn Meter lange und Leben am Fluss seit einigen Jahren einen neuen Aufschwung Neuerwerbung blitzt in den Strahlen der Frühlingssonne. Was da erleben, wirkt das Verhältnis von Wiesbaden zum Rhein distanzieram Steg dümpelt, kostet in etwa so viel wie eine Eigentumswohter. Die Innenstadt liegt ein gutes Stück abseits. Dort verbindet man nung in guter Wiesbadener Lage. Die Stimmung ist fröhlich-ausge-

Foto Alfons Rath

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Lebensraum Rhein

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Die Personenfähre Tamara bringt im Stundentakt Ausflügler und Badegäste von Biebrich zur Rettbergsaue

ten, tatsächlich auf eigene Gefahr lassen, alle warten auf den Segen aber möglich. Entfernt dringt das von Meeresgott Neptun. Der muss Rauschen des Verkehrs der Schiersich aber erst noch in Schale werfen. steiner Brücke herüber, gelegentlich Als er schließlich, begleitet von seibrummt ein Frachtschiff vorbei und nem Hofstaat, mit Krone und Dreiwirft Wellen, aber all das kann nicht zack auf dem Anleger erscheint, das Konzert der Vögel, die hier leben kann die Zeremonie beginnen. und nisten, übertönen. Das auf StelFromme Wünsche und Frotzeleien, zen erbaute Inselcafé hat zwar schon wie sie unter Wassersportlern üblich bessere Tage gesehen, bietet aber sind, ergehen über die Schiffseigner. eine solide gastronomische Grund„Helios“, so heißt das Schiff fortan, versorgung. bekommt die obligatorische SektduAb 1. August soll endlich die Aue sche. Das Ehepaar Slooten freut sich auch wieder über eine Wendeltrepauf ausgedehnte Touren zu den Mitten im Rhein: die Rettbergsaue, eine Insel der pe an der Schiersteiner Brücke zu schönsten Hauptstädten Europas, Ruhe und Rückzugsgebiet für Natur und Tiere erreichen sein. Wenn die Besucher denn die lassen sich ohne Probleme dann die letzte Fähre verpassen, die von hier aus auf dem Wasserweg erum zehn vor acht von der Insel ablegt, können sie so wenigstens reichen, vorausgesetzt man hat die Zeit dafür. Unter der Verkleidung noch zu Fuß den Heimweg antreten. Just zu Saisonbeginn hatten von Neptun verbirgt sich der Zahnarzt Dr. Günter Maneck, 1. VorsitHessenforst und das Regierungspräsidium in einer über 30 Jahre zender des Wiesbadener Yachtclubs. Maneck selbst ist schon seit alten Vorschrift „entdeckt“, dass der seit Jahrzehnten genutzte Kindheitstagen begeisterter Segler. Motorbootkapitäne und SegelFußweg am Ende der Treppe der Autobahnbrücke illegal ist, weil fans halten sich im Club die Waage, was keine Selbstverständlichkeit er mitten im Naturschutzgebiet liegt. ist. Die Zeit der „großen Pötte“, so prophezeit es Maneck, ist auch hier am Rhein vorbei. „Der teurere Kraftstoff und ein Umdenken bei den Der Rhein hat sich erholt Wassersportlern hin zu kleineren Booten wird dazu führen, dass die Um den Rhein ranken sich viele Legenden. Und auch diese Gesehr großen Motoryachten, die das Erscheinungsbild des Clubs über schichte gehört dazu: Im September 1988 steht der damalige BunJahre geprägt hatten, in unserem Revier zur Ausnahme werden.“ Was desumweltminister Klaus Töpfer mit Badekappe, Neoprenanzug und aber mit Sicherheit bleiben wird, ist die Bedeutung, die der Yachtclub Flossen auf einem Polizeiboot im Rhein vor Mainz, um hineinzusprinfür das gesellschaftliche Leben am Rhein spielt. Dazu zählt seine ergen. Das Wasser ist kalt, die Strömung stark. Der Politiker zieht unbefolgreiche Jugendarbeit. Außerdem ist der Verein mit seinen Aktiven eindruckt seine Bahnen. Er habe zeigen wollen, dass der Rhein wieund Booten eine wichtige Stütze des Schiersteiner Hafenfestes oder der sauber und intakt sei, heißt es hinterher. Die PR-Aktion hatte eianderer jährlich wiederkehrender Events wie dem Drachenboot-Rennen ernsten Hintergrund. Eineinhalb Jahre zuvor war es durch einen nen und diverser Regatten. Brand beim Chemie- und Pharmariesen Sandoz in Basel zu einer UmIdylle im Strom weltkatastrophe gekommen, die das Leben im Rhein beinahe zum Der Schiersteiner Hafen ist ein idealer Ausgangspunkt, um eine ganz Erliegen brachte. andere Welt zu erkunden, die des Naturschutzgebiets der RettbergsSpäter zerstörte Töpfer die Mär um die vorgeblich kühne Aktion aue. Direkt neben dem Vereinshaus des Yachtclubs liegt die Anlegeselbst: „Entgegen der landläufigen Meinung, dass ich mit diesem stelle der Personenfähre Tamara. In knapp zehn Minuten befördert sie kühnen Bademanöver die wiedergewonnene Wasserqualität des ihre Passagiere während der Saison von April bis September auf die Rheins beweisen wollte, war dieser Sprung das Ergebnis einer Wette.“ idyllische Rheininsel. Hunde und Fahrräder sind hier verboten. Der Eine Wette, die sein Amt betraf: Statt wie im Wahlkampf versprochen Einzige, der hier auf seinem Radesel seine Runde ziehen darf, ist der in Rheinland-Pfalz zu bleiben, ging er als Umweltminister nach Campingplatzwart. Über 90 Prozent der 68 Hektar großen Inselfläche Bonn. Aus Umweltgründen wäre das Schwimmen im Rhein heutzustehen unter Naturschutz und beherbergen eine reichhaltige Vogeltage keine Heldentat mehr. Das Wasser ist sauber wie seit Jahrzehnund Pflanzenwelt. An den Sandstränden lässt sich spielend ein Somten nicht mehr, was sich besonders am neu erblühten Fischvorkommertag verbringen, das Baden ist zwar (offiziell) immer noch verbomen des Rheins ablesen lässt. „Um 1890 lebten 50 Arten im Rhein,

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1970 waren es nur noch 25 und jetzt haben wir über 60 Arten im rheinaufwärts in Richtung Basel durch die Fluten pflügt, und Rhein“, beschreibt Dr. Michael Engel, der Leiter der Rheinwasser Un- nimmt Fahrt auf. Zweimal 490 PS können das Boot auf bis zu 50 tersuchungsstation Mainz, die Entwicklung. Bereits zu Anfang der Stundenkilometer beschleunigen. Im Computersystem ist jede siebziger Jahre errichteten die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz Schiffskontrolle der letzten Wochen und Monate festgehalten. So die Messstelle am Kopf der Theodor-Heuss-Brücke auf der Mainzer weiß Linkenbach mit einem Blick, dass das Schubgütermotorschiff Seite. Der kleine, efeuumrankte Betonzweckbau wirkt etwas ge- „Contargo 2“ in den letzten Wochen wegen eines fehlenden Leichtheimnisvoll. Außer einem Schauaquarium und einem Computermo- matrosen an Bord aufgefallen ist. Ein Verstoß gegen die Sozialvornitor hinter Glas, der tagesaktuell die Messwerte des Rheins anzeigt, schriften und die vorgeschriebene Besatzungsstärke. Doch das bietet er wenig Einblick. Aber es gibt nichts zu verbergen, im Ge- Bußgeld, das in diesem Fall fällig wird, kommt den Schiffseigner genteil. Die Station registriert und wertet rund um die Uhr die Vi- immer noch billiger als das Gehalt, das er dem Matrosen zahlen talfunktionen des Flusses aus. Vier an den Pfeilern der Rheinbrücke müsste. Containerschifffahrt ist ein hart kalkuliertes Geschäft, in befestigte Saugrohre leiten unterirdisch das Wasser in die Station zu dem nicht nur Zeit Geld ist, sondern jeder zusätzliche Mann an den Messsensoren. Alle zehn Minuten ermittelt das System Tempe- Bord ein Kostenfaktor, der über Verlust und Gewinn entscheidet. ratur, ph-Wert, Sauerstoffgehalt, Trübung und Leitfähigkeit des Über Funk wird der Schiffsführer von der bevorstehenden PolizeiRheinwassers, insgesamt 144mal am Tag. Zusätzlich entnimmt die kontrolle informiert – der bestätigt den Funkspruch und die BeAnlage alle vier Minuten automatisch Wasserproben. Im Keller der amten legen ihre vorgeschriebenen Rettungswesten an. Das PoliStation bewahren die Mitarbeiter die Proben vier Wochen lang in zeiboot schmiegt sich dicht an die Bordwand des Containerriesen, großen Kühlschränken auf, damit sie eventuelle Auffälligkeiten eine Aluminiumleiter stellt den Kontakt zwischen den beiden unnachverfolgen können. Aus diesen Proben können die Wissen- gleichen Wasserfahrzeugen her. Der Weg zur Brücke an der schschaftler im Labor bis zu 250 Kenngrößen gewinnen. Während in malen Fußreling entlang ist ein Balanceakt, der etwas Übung erden siebziger Jahren dem Rhein noch buchstäblich die Luft zum At- fordert und nicht ganz ungefährlich ist. Das Steuerhaus thront auf men fehlte, ist der Sauerstoffgehalt inzwischen kein Problem mehr. einem hydraulisch verstellbaren Mast, der sich hoch- und runterSechs Milligramm pro Liter Rheinwasser gelten als Ideal für Fische fahren lässt. Das ist vor allem für die Durchfahrten der unterund Pflanzen. „In den letzten Jahren haben wir eigentlich immer schiedlich hohen Rheinbrücken wichtig. Die Beamten interessieren selbst das Minimum von fünf Milligramm pro Liter erreicht“, erzählt die Dokumente und Urkunden – in der Schifffahrt gibt es zahlreiDr. Engel. Wenn ihm und seinen Mitarbeitern etwas zu schaffen che Regeln, die einzuhalten sind. Der Ton ist sachlich und freundmacht, dann sind es die steigenden Rückstände von Arzneimitteln, lich. Auf dem Wasser scheinen die Beteiligten in der Regel ein entdie sie zunehmend im Rheinwasser nachweisen. Michael Engel spannteres Verhältnis zueinander zu pflegen als an Land. Nur selzuckt mit den Schultern: „Alles endet irgendwann im Rhein, im Ein- ten müssen die Polizisten etwa einen Schiffsführer ins berühmte zugsgebiet leben bis zu 15 MillioRöhrchen blasen lassen. Ein nen Menschen und deren HinterKäpt‘n, der zu tief ins Glas schaut, Klar zur Kontrolle: Die Wasserschutzpolizei auf Patrouille lassenschaften gelangen eben auch sei heute in der Berufsschifffahrt in den Rhein.“ kein Thema mehr, so Oberkommissar Patrick Linkenbach, was allein schon am großen KontrollBerufsschiffer unter Druck druck liege, der auf dem Rhein Alles, was sich in und auf dem herrsche. Rhein abspielt, bleibt selten unDie Kontrolle ist nach wenigen entdeckt. Dazu trägt die Arbeit der Minuten beendet, alles ist in besWasserschutzpolizei bei. Wenn ter Ordnung. Die Besatzung von Oberkommissar Patrick LinkenWPS4 steigt wieder in ihr Streibach von der Mainzer Wasserpolifenboot über. „Contargo 2“ zieht zeistation zusammen mit seinen weiter seine Bahnen auf dem beiden Kollegen Gernot Klement Rhein. Bald schon ist er unserem und Nikolaus Hard im Polizeiboot Blick entschwunden, nur noch WSP4 unterwegs ist, blickt er in ein kleiner schwarzer Punkt am den aufgeklappten Laptop vor Horizont. Der Fluss macht Platz. sich. Sein Interesse gilt der so geUnd alle, die zu ihm kommen, nannten „Schiffskontrolldatei“. nimmt er bereitwillig auf in seiWSP4 hat einen holländischen nem breiten Bett. Frachter ausgemacht, der sich

Polizeioberkommissar Patrick Linkenbach (rechts) und sein Kollege, Polizeikommissar Gernot Klement, bereiten sich zum Übersetzen auf das Containerschiff „Contargo 2“ vor

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Geschäft des Monats

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Angel Schäfer Wellritzstraße 23

Humorvolle Frau in der Männerdomäne: Doris Schäfer führt den Angelladen mit ihrem Mann Hans-Georg.

„Angler tragen ihre Frauen auf Händen, wenn sie Verständnis zeigen.“ Das sagt eine, die es wissen muss: Doris Schäfer, Mitinhaberin des traditionsreichen Geschäfts „Angel Schäfer“ in der Wellritzstraße. In dritter Generation führt sie mit ihrem Mann Hans-Georg den Laden, der in der international geprägten Wellritzstraße wie ein liebenswerter Anachronismus wirkt. Hier gibt es alles rund um das Fischen – und zwar nur das, nichts anderes: Angelruten, Rollen, Köder, Gummistiefel, Mückenschutzmittel, Schirme und natürlich auch lebende Maden. Maden im Kühlschrank sorgen für Streit Das ist wohl auch der häufigste Streitpunkt zwischen angelnden Ehemännern und ihren Frauen: „Wenn die im Kühlschrank zu Hause die Maden lagern wollen und die Frauen das dann

doch nicht mehr ganz so toll finden“, schmunzelt Doris Schäfer. Sie hat für die kleinen Kriecher einen Spezialkühlschrank, „aber auch da kommt manchmal eine raus, und dann fliegt eben irgendwann das Ergebnis hier rum“. Der Laden ist vollgestopft mit Zubehör aller Art, jeder Quadratzentimeter ist ausgenutzt. „Manche riesige Angelläden sehen ja aus wie eine Apotheke, alles hinter Glas und so …“, weiß Doris Schäfer. Das gehört bei ihnen nicht zum Geschäftsmodell. Hier darf gestöbert und gekramt werden, und Schäfers finden immer das Richtige für jeden Angelgeschmack, ob nun im Teich oder auf hoher See. Und im Rhein sowieso. Für den Fluss und alle anderen Gebiete gibt es hier entsprechende Erlaubnisscheine – gegen Nachweis der ordnungsgemäß bestandenen Anglerprüfung. Und die ist nicht gerade ein Spaziergang: „60

Hier blickt niemand durch außer dem Ehepaar Schäfer.

Die Suche nach dem Haken an der Sache gehört hier zum guten Geschäft.

Fragen muss man beantworten aus einer Auswahl von 600.“ Ans Wasser gelassen werden nur die, die die Prüfung bestanden haben. Angler aller Nationalitäten Menschen aller Nationalitäten geben sich bei Angel Schäfer die Klinke in die Hand, auch die WellritzstraßenNachbarschaft aus der Türkei und viele Osteuropäer: „Hier fallen alle Grenzen.“ Man kann sich mit teuren Schnüren zum Fliegenfischen – „sozusagen die Golfspieler unter den Anglern“ – genauso ausstatten wie mit einfachen Anfängermodellen. „Man muss nicht Tausende von Euro ausgeben, wir beraten gerne, was das Richtige für den Einzelnen ist“, verweist Doris Schäfer auf die Stärke alt eingesessener Fachgeschäfte: Beratung mit Zeit und Fachkenntnis. Daher könne man auch nicht so einfach eine Aushilfe einstellen, denn über das riesige Sortiment – mehr als zehntausend Artikel sind vorrätig – muss man erst mal einen Überblick bekommen. Deshalb stemmen Schäfers seit 25 Jahren den Laden allein und haben eine nette Stammkundschaft aufgebaut, die den Laden auch als Kommunikationszentrale nutzt. Gedichte und Cartoons „Aber das Internet ist eine sehr starke Konkurrenz“, seufzt die In­ haberin. Beraten lassen sich die Kunden oft noch vor Ort, bestellen aber dann doch online. Darüber hat Doris Schäfer sogar ein kleines Gedicht ge-

macht, das im Schaufenster hängt. Es klingt nicht verbittert, aber es bringt doch das Problem aller Einzelhändler auf den Punkt. Doris Schäfer kann es jedoch mit Humor nehmen, von dem sie eine Menge hat, wie auch die Sammlung von Angler-Cartoons zeigt, die Schaufenster und Laden dekorieren. Auch der „Pappkamerad“, der in Anglerkluft vor dem Geschäft sitzt, war ihre Idee. „Darüber lächeln die, die vorbeigehen – und das ist mir wichtig“, sagt die stets gut gelaunte Geschäftsfrau. Ab kommendem Herbst wird auch dieses Stück „historische“ Wellritzstraße der Vergangenheit angehören: Probleme mit den Kundenparkplätzen zermürben die Inhaber. Die ganze Palette an Angelzubehör wird es weiterhin geben, nämlich auf Bestellung und mit Termin vom ersten Stock des Hauses aus, aber kein Ladengeschäft mehr. Das sei sehr schade, bedauert Doris Schäfer, „aber wir sind den ganzen Tag nur am Parkplätzebewachen – das macht keinen Spaß mehr“. Sie betont, dass es nicht heißt „wegen Reichtums geschlossen“. „Wir machen ja auf jeden Fall weiter, wenn auch etwas anders als bisher.“ Die Männer mit dem Hobby, das Frauen eigentlich sehr schätzen sollten, wie Doris Schäfer findet, bekommen in der Wellritzstraße 32 also weiterhin alles, was man zum Fangen kleiner und großer Fische braucht. Anja Baumgart-Pietsch Fotos Yannic Pöpperling

In seinem Projekt über die Selbstversorgungsmöglichkeiten in der Stadt Wiesbaden zweckentfremdet Michael Nixdorf fahrbare Warenkörbe, indem er sie bepflanzt. Zusammen mit Familie und Freunden setzte er hierfür jetzt den Startschuss und bestückte den ersten Wagen mit Kompostvlies, Erde und Saatgut. So dient er nicht mehr nur als Zwischenlager auf dem Weg zur Kasse, sondern als Warenspender, der gar keiner Kasse mehr bedarf. Klimawandel, Umweltzerstörung, Ressourcenknappheit – Begriffe, die aus der aktuellen Debatte über den Umgang mit unserer Erde nicht mehr wegzudenken sind. Und so nachdrücklich der Zeigefinger auch von manch Aktivisten erhoben wird, so panisch ist oftmals die Art der Vermittlung. Weltuntergangsszenarien, Chancenlosigkeit und immer wieder Krise, Krise, Krise. Auch Michael Nixdorf hat „die Krise“ aufgerüttelt. Allerdings in einem positiven, motivierenden Sinn: Chancen aufgreifen, Ideen entwerfen, Pläne umzusetzen. Radikalen Wandel durchgemacht „Ich möchte nicht bestimmte Verhaltensweisen kritisieren oder einfach nur etwas dagegen sagen, sondern ich möchte etwas tun“, sagt er. Angst sei nur insofern förderlich, um zu begreifen, dass es so nicht weitergehen kann. Der 45-Jährige machte selbst einen radikalen Wandel durch. Nachdem er lange in der Werbung tätig war, wollte er Menschen nicht länger einreden, sie müssten etwas kaufen, was sie eigentlich nicht brauchen. Vielmehr möchte er über die

Konsum(um)denken

Beete ins Rollen bringen Michael Nixdorf möchte eine öffentliche Diskussion zum Thema Nachhaltigkeit anstoßen. Dafür geht er auf die Straße – und in die Permakultur-Akademie.

Folgen unseres Handelns aufklären, um eine freie Entscheidung erst zu ermöglichen. Er stellte sich die Frage, warum die Krise als solche empfunden wird. Was sind unsere Grundbedürfnisse? Was bedeutet eigentlich Nachhaltigkeit, und inwiefern wären wir gegen Versorgungsausfälle gewappnet? Nach ausgiebigen Recherchen stieß er auf einen interessanten Lösungsansatz: Permakultur. Diese macht sich zur Aufgabe, nachhaltige Systeme nach dem Vorbild der Natur zu unterstützen und aufzubauen. Man beobachtet, wie es lebendigen Systemen gelingt, sich selbst zu erhalten, und versucht, diese zu vernetzen. Zum einen soll Vielfalt geachtet, zum anderen Pflanzen zusammengebracht werden, die sich gegenseitig unterstützen, etwa dadurch, dass sie einen Düngestoff abgeben, der dem Pflanzennachbarn zugute kommt. Der Begriff stammt aus der

Landwirtschaft, aber die Methodik – ein permanentes, also stabiles und ertragreiches Ökosystem zu schaffen – ließe sich auf alle Bereiche anwenden, so Nixdorf. An der Permakultur-Akademie bei Berlin schrieb sich Nixdorf für die Ausbildung zum Permakultur-Designer ein und arbeitet zurzeit an seiner Diplomarbeit, die neben der Erntewagen-Aktion noch andere Projekte einschließt. Die Akademie wurde von der Unesco für nachhaltige Bildung ausgezeichnet. „Sinnvolle Entscheidungen für die Zukunft setzen aber Wissen und Kompetenz voraus“, erklärt Nixdorf seine Lernmotivation. Alltägliche Dinge, wie beim Rasieren das Wasser laufen zu lassen, muss auch er sich abtrainieren. Er ist nicht der Typ, der Dogmen verhängt oder selbst nach solchen leben möchte. Er habe gelernt, dass es immer zwei Seiten zu beleuchten gilt.

Sich gemeinschaftlich für die Heimatstadt einzusetzen, setzt Taten voraus: „Wenn ich selbst mit meinen Händen in der Erde stecke und mitmache, motiviere ich auch andere.“ Vor allem Kinder möchte Nixdorf mit seinem Projekt begeistern, aber auch Wiesbadener Unternehmen will er gezielt ansprechen. Wenn eine Zahl von 200 Erntewagen erreicht ist, möchte er eine Tour in die Innenstadt unternehmen. Vielleicht findet sich zu diesem Anlass auch der Prototyp seiner Pflanzaktion ein, der nach wenigen Tagen von der Rasenfläche hinter dem Schlachthof verschwunden ist. Vielleicht rollt er aber auch in die weite Welt hinaus. Seinen Proviant hat er ja sozusagen im Gepäck. www.erntewagen-wiesbaden.de Rebekka Farnbacher Fotos Arne Landwehr

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Theaterfestival

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Theaterfestival

Hier sehen wir, was es heißt, ein Theaterfestival zu stemmen.

Das „Neue Stücke“-Team freut sich sichtlich auf die Biennale.

Irre Momente

Alle zwei Jahre bringt die Biennale die spannendsten aktuellen Inszenierungen von Europas Bühnen nach Wiesbaden. Und diese müssen auch noch simultan übersetzt werden.

„Die Stücke sollen nicht älter als zwei Jahre sein, und die Aufführungen dürfen nur in der Originalsprache erfolgen“, erläutert Organisationsleiterin Antje Otto die Spiel­regeln des Festivals „Neue Stücke aus Europa“. Das sorgt für großen logistischen Aufwand und für manchen Kraftakt: Das gesamte Team packte an, als kürzlich Tausende von Programmflyern angeliefert wurden. Ein ganz anderer Kraftakt: In der Regel werden die Aufführungen nicht übertitelt. Stattdessen erfolgt eine Simultanübersetzung per Kopfhörer. „Im Idealfall kommt es zu dem ir-

ren Moment, dass man den Übersetzer nicht mehr wahrnimmt, sondern glaubt, dass man die Originalsprache versteht“, fügt Antje Otto hinzu. Neben der Technik für die Übertragung muss eine Sprecherkabine in­ stalliert werden. „Ich habe einen Monitor in der Kabine, um zu sehen, was vor sich geht. Der Ton kommt über Kopfhörer. Links liegt der Originaltext, rechts meine Übersetzung. Beide gleiche ich ab und versuche Schritt zu halten“, beschreibt Klaus Olof, der zum fünften Mal beim Festival ist, seine Arbeitsweise. Dabei kommt ihm zugute, dass er die Stü-

cke zuvor selbst übersetzt hat. Außerdem wird die Inszenierung gefilmt und dem Übersetzer per DVD zur Verfügung gestellt, damit er das Skript mit der Bühnenhandlung abgleichen kann. „Wichtig ist es, die längeren Pausen zu kennen, damit man weiß, wo man mit möglichst wenig Verlust für das Publikum wieder reinkommt, falls man den mal Text verliert“, erläutert der Profi. Schließlich müsse man immer damit rechnen, dass dieser sich noch auf der Bühne ändert. „In einem Fall scheint die Aufführung noch im Entstehen zu sein. Der Text stimmt nicht

mit der DVD überein. Deshalb werde ich mir das Stück Ende Mai in Zagreb noch mal anschauen“, fügt der in Kroatien lebende Literaturwissenschaftler hinzu. Briten dirigieren Publikum per Handy durch Wiesbaden Mitten im Entstehungsprozess befindet sich auch die Performance „A machine to see with“ der britischen Medienkünstler von Blast Theory. „Das ist ein Prozess, der schrittweise abläuft. Dabei müssen wir sehr vorsichtig vorgehen. Alle Änderungen müssen in beiden Versi-

onen vorgenommen werden“, erklärt Ju Row Farr. Schließlich wird die Performance, die die Teilnehmer durch die Straßen Wiesbadens führt, sowohl in Englisch als auch in Deutsch angeboten. Bei einer ersten Recherche hat ein Mitglied der Gruppe nach guten Plätzen in der Innenstadt gesucht und herauszufinden versucht, ob überall Mobilfunkempfang für alle Netze besteht. Denn die Teilnehmer werden per Telefon durch das Stück geleitet. Darin sollen sie sich selbst auf die Spur kommen. Immerhin gilt es abzuwägen, ob man im Laufe der knapp einstün-

digen Performance eine Bank überfällt oder nicht. Auch hier ist eine gute Übersetzung wichtig. „Bei einer Inszenierung in Oldenburg sind die Leute während den Tests immer in die Bank rein. Das sollten sie aber gar nicht, das war ein Übersetzungsproblem“, betont Ju Row Farr. Um perfekt vorbereitet zu sein, werden die Medienkünstler schon zehn Tage vor der ersten Performance nach Wiesbaden kommen, um ihre Vorbereitungen abzuschließen. Spricht man mit den Ensembles aus anderen europäischen Ländern, hört man aber auch von Herausforderungen,

die nichts mit der Biennale zu tun haben. „Finanziell wird es für unabhängige Theater immer schwieriger. Wir wissen noch nicht, welche Zuschüsse wir dieses Jahr bekommen und können nicht planen“, berichtet etwa Anna Hidvegi aus Budapest. Deshalb sei man dazu übergegangen, gar kein Geld für Marketing und PR auszugeben, sondern ausschließlich auf monatliche Newsletter, Facebook und Mundpropaganda zu setzen. Mit Erfolg: Die Aufführungen seien trotzdem immer voll. Das städtische Theater von Istanbul ist derzeit wegen einer Reform in den Schlag-

zeilen, die dafür sorgt, dass künftig Vertreter der Stadtverwaltung bei der Auswahl der Stücke mitbestimmen. Wer weiß, ob die Inszenierungen unter diesen Voraussetzungen künftig noch spannend genug sind, um zur Biennale eingeladen zu werden? Das komplette Programm und alle Infos unter www.neuestuecke.de Hendrik Jung Fotos Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach

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Rad fahren

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Rad fahren

Zwischen Spaß und Lebensgefahr „Wiesbaden ist keine Fahrradstadt.“ Dieser Satz fällt oft. Aber warum eigentlich nicht? Was braucht eine Fahrradstadt? Oder anders gefragt: Was muss zuerst da sein – Radfahrer oder Radwege?

Sonntagvormittag, Sonnenschein, endlich mal wieder die Lungen entschlacken. Dass Wiesbaden sehr bergig ist, zieht nicht als Ausrede, wofür gibt es Gangschaltungen? Und außerdem: Innerhalb von wenigen Minuten erreicht man den Wald, Ausflugsziele, wie die Platte oder der Feldberg sind gut zu erreichen, und schöne Strecken finden sich entlang des Rheins oder im Rheingau. Ein Traum für jeden Radsportler, möchte man meinen. Und dennoch gibt es diesen Unmut.

Edle Bikes im Hinterhof. Stefan Hartrampf macht sich auch privat für die Szene stark.

„Wir haben mit dem Taunus vor der Tür eigentlich einen großen Luxus, den aber nicht besonders viele wahrnehmen“, weiß Stefan Hartrampf, mit dem wir uns zur Ausfahrt verabredet haben. Der Mountainbike-Fan

hat sich mit seinem Laden Tri-Cycles selbstständig gemacht und bietet neben dem Vertrieb exklusiver Markenräder aus Kalifornien auch Touren und Fahrtechnikseminare an. Er sprudelt vor Ideen und brütet gerade Pläne aus, in naher Zukunft in Wiesbaden Bike-Polo an den Start zu bringen. „Den typischen Nutzfahrer, der mit dem Rad zur Arbeit fährt, findet man in Wiesbaden kaum. Hier gibt es vielmehr Freizeitsportler, die hochwertige Räder besitzen“, beobachtete er bei seinen täglichen Touren. Wie sagte doch schon 2003 der damalige Oberbürgermeister Hildebrand Diehl in einer Wahlkampfdiskussion zum Thema Radwege in Wiesbaden: „Das Fahrrad ist ein Freizeitmittel par excellence, aber kein Fortbewegungsmittel.“

Hartrampf empfiehlt uns die Tour zum Nerotal und von dort aus durch den Wald bis hin zum Rabengrund. Hier findet sich eine wunderschöne Strecke unter grünen Blätterdächern und durch weitläufige Wiesen, die prompt vergessen lassen, dass man sich noch kurz zuvor an parkenden Autos auf der Taunusstraße vorbeigearbeitet hat. Ein Idyll, das für den Laienradler gut zu erreichen ist und dennoch auch den Fitnessfaktor abdeckt. Von Unmut keine Spur. Reizthema Radwege Zum unliebsamen Thema wird Radfahren in Wiesbaden anscheinend nur dann, wenn es um die Radwege in der Innenstadt geht. Das Wort „Lebensgefahr“ wird in diesem Zusammenhang erschreckend häufig be-

Eigentlich herrschen für Radfahrer rund um Wiesbaden paradiesische Zustände. Zumindest dann, wenn sie die Innenstadt verlassen haben.

nutzt. Die Wege seien zu wenig verteilt, oft zugeparkt oder endeten teilweise im Nichts, heißt es. Petra Bermes hat mit ihrem Konzept „Fahrradstadt Wiesbaden“ am „Tourismuspreis für meine Region“ teilgenommen und schaffte es immerhin in die Endauswahl. Zu ihrer Vision gehört, die breiten Straßen der Stadt zu nutzen, um Radwege anzulegen, die auch auf dem Mittelstreifen des 1. Rings Platz finden könnten, ohne den übrigen Verkehr zu beeinträchtigen. Darüber hinaus könne man – wie in anderen Städten längst praktiziert – Fahrradstationen anlegen, an denen auch Touristen bequem per Geldkarte Fahrräder und E-Bikes ausleihen können. In Wiesbaden muss Bermes regelmäßig die Luft anhalten, wenn ihre

18-jährige Tochter auf Partys zum Schlachthof entlang der Ringstraße radelt: „Mir ist es tausendmal lieber, wenn sie dafür den Bürgersteig nutzt.“ Auch Mitglieder des Vereins „Gravity Pilots“ – unter dem Motto „auf zwei Rädern spielend die Gesetze der Schwerkraft erkunden“ vorzugsweise auf sogenannten Dirtbikes unterwegs – und die Mitarbeiter des Fahrradladens All Mountains unterstützen diese Meinung. Das Wegenetz in der Stadt sei einfach nicht ausreichend ausgebaut. Die Politik sei für Veränderungen in diesem Bereich schlichtweg unvorteilhaft besetzt, ist aus Gesprächen herauszuhören. Dass Wiesbaden im Gegensatz zu anderen Metropolen weit zurückliegt, wird von der Stadtverwaltung sogar be-

reitwillig eingeräumt. Bis Mitte der 80er haben sich die Stadtverordneten kaum mit dem Thema auseinandergesetzt. Mit dem Aufkommen der Fitnesswelle und neuer Radmodelle gewann die Debatte an Brisanz, der Straßenraum war bis dato allerdings schon verteilt. „Heute wird deshalb ein Umverteilungskampf ausgefochten, weil für die Berücksichtigung der Radler immer eine andere Gruppe beschnitten wird – seien es Fußgänger, Autofahrer oder Bäume“, erklärt Gerald Berg vom Tiefbauamt. Es kann nur besser werden Fest steht: Rad fahren ist Trend. Egal, ob Mountainbike, Downhill oder Rennrad, ob Familien, Rentner oder junge Sportbegeisterte – steigende Spritpreise und der Drang zu sportlicher Betätigung lassen zum Draht-

esel greifen. Fest steht außerdem: Gespräche zum Ausbau der Radwege sind im Gange und lassen auf künftige Verbesserungen hoffen. Interessen ließen sich leichter vertreten, wenn sich unterschiedliche Gruppen gegenseitig mit mehr Rücksicht begegnen würden. „Bei Konflikten, wie zum Beispiel zwischen Wanderern und Radfahrern im Wald, geht oft viel Spaß flöten“, bedauert auch Hartrampf. Wiesbaden hat durchaus Potenzial zur Fahrradstadt: dass das Umland Vorteile bietet, liegt auf der Hand; dass die Topografie für die Fitness Vorteile bringt, macht sich spätestens am Tag danach auf Hintern und Oberschenkeln bemerkbar. Rebekka Farnbacher Fotos Simon Hegenberg

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EM in Wiesbaden

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Kneipen-Viewing

Weltstadt

Zu Gast bei Freunden Wenn man bei der Fußball-EM schon über spanische Tore jubeln muss,

Zusammen mit anderen macht EM noch mehr Spaß. Die Stadt tut

dann sollte man wenigstens mit San Miguel oder Sangria anstoßen können.

sich diesmal schwer mit Public Viewing. Sebastian Wenzel führt

Wiesbaden bietet zahlreiche Möglichkeiten zu europäischer Verbrüderung.

interessante Alternativen zur heimischen Couch ins Feld.

Stadionanschrift

Spielplan

Tribünenplätze

Spielfeldgröße

Stadionkiosk

Rahmenprogramm

EM-Tipp

60/40 Gartenfeldstr. 57, 65189 Wiesbaden

Alle Spiele

50 Steh- und 70 Sitzplätze im Gastraum

Leinwand und Fernseher (k. A. zur Diagonale)

Bier: 2,80 € für 0,4 Liter Cola: 1,80 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: Pizza ab 4,20 €

Keines, Fußball pur

Holland

Brauhaus Castel Otto-Suhr-Ring 27, 55252 MZ-Kastel

Alle Spiele mit dt. Beteiligung, weitere auf Wunsch

70 Sitzplätze im Gastraum, Fernseher nicht von allen Tischen einsehbar

Fernseher (1,20m Diagonale)

Bier: 2,95 € für 0,4 Liter Cola: 2,90 € für 0,4 Liter Essenstipp: Schweinekrustenbraten m. Dunkelbier-Soße u. Semmelknödeln für 11,20 €

Keines, Fußball pur

Deutschland

c/o Moritzstr. 52, 65185 Wiesbaden

Alle Spiele

80 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Leinwand und Fernseher (k. A. zur Diagonale)

Bier: 2,80 € für 0,4 Liter Cola: 2,20 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: k. A.

Keines, Fußball pur

Deutschland

Der Weinländer Rüdesheimer Str. 21, 65197 Wiesbaden

Alle Spiele mit dt. Beteiligung

40 Steh- und 90 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Leinwand im Gastraum (1,50m Diagonale), Fernseher im Garten (1,27m Diagonale)

Bier: 2,20 € für 0,33 Liter Cola: 2,00 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: Flammkuchen ab 6,20 €

Keines, Fußball pur

Deutschland

Finale Emser Str. 4, 65195 Wiesbaden

Alle Spiele

120 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Leinwand im Gastraum (2,00m Diagonale) und Fernseher im Außenbereich (1,32m Diagonale)

Bier: 2,20 € für 0,3 Liter Cola: 2,00 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: EM-Burger mit 250 gr. Hackfleisch und drei Saucen für 7,00 €

Offene Tippgemeinschaft

Deutschland

Gasthaus Presber Anton-Berges-Str. 19, 65201 Wiesbaden

Alle Spiele

70 Steh- und Sitzplätze im Gastraum

Fernseher im Gastraum (1,17m Diagonale), Fernseher im Raucherraum (1,32m Diagonale)

Bier: 3,20 € für 0,5 Liter Cola: 2,90 € für 0,4 Liter Essensempfehlung: Gyros vom Spieß mit Bratkartoffeln, Tzatziki und Salat für 11,50 €

Keines, Fußball pur

k.A.

Kulturpalast Saalgasse 36, 65183 Wiesbaden

Alle Spiele. Ausnahmen: 16.06. ist geschlossen, am 23.06. ein Konzert

150 Steh- und 40 Sitzplätze im Gastraum

Leinwand (3,50m Diagonale)

Bier: 2,00 € für 0,33 Liter Cola: 2,00 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: Steak vom Grill mit Brötchen für 4,00 €

Fußballquiz, Torschützenbingo, KickerTurnier, EM-Partys, Fußballfilme, ...

Holland

Liberty Hirtenstr. 121, 65193 Wiesbaden

Alle Spiele

80 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Fernseher (1,50m Diagonale)

Bier: 3,40 € für 0,5 Liter Cola: 3,80 € für 0,2 Liter

Wechselnde Speisen je nach Länderbeteiligung

Deutschland

Lokal Wiesbaden Seerobenstr. 2, 65195 Wiesbaden

Alle Spiele

60 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Leinwand und Fernseher (k. A. zu Diagonalen)

Bier: 3,30 € für 0,5 Liter Cola: 3,50 € für 0,4 Liter Essensempfehlung: k. A.

Keines, Fußball pur

Deutschland

Lumen Marktplatz, 65183 Wiesbaden

Alle Spiele mit dt. Beteiligung sowie alle Spiele ab dem Viertelfinale

200 bis 250 Sitzplätze. Geplant ist übertragung auf Terrasse / Obergeschoss (Schlechtwetter)

Fernseher im Gastraum und eine Leinwand im Außenbereich (3,20m Diagonale)

Bier: 3,50 € für 0,4 Liter Cola: 3,50 für 0,5 Liter Essensempfehlung: Bratwurst, Currywurst, Nachos, Baguette 3,00 bis 10,00 €

Wechselnde Speisen je nach Länderbeteiligung

Deutschland

Park Café Wilhelmstr. 36, 65183 Wiesbaden

Alle Spiele

100 Steh- und 100 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Leinwände und Fernseher (k. A. zu Diagonalen)

Bier: 3,00 € für 0,33 Liter Cola: 2,50 € für 0,2 Liter Essenstipp: Pasta, Salate, EM-Pizza ab 6,00 €

Keines, Fußball pur

Deutschland

Restaurant Don Perez Hollerbornstr. 11, 65197 Wiesbaden

Alle Spiele

140 Sitzplätze im Gastraum und Außenbereich

Mehrere Fernseher (je 1,27m Diagonale)

Bier 2,40 € für 0,33 Liter Cola: 3,50 € für 0,4 Liter Essenstipp: Bratwurst 3,00 €, Grillsteak 5,00 €

Vorrundentippspiel, Spanische Gerichte, Sonderkarten

Deutschland

Straßenmühle Straßenmühlweg 4, 65199 Wiesbaden

Alle Spiele

100 Sitzplätze im Außenbereich

Leinwand (2,00m Diagonale)

Bier: 3,20 € für 0,5 Liter Cola: 1,60 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: k. A.

Keines, Fußball pur

Spanien

Treffpunkt Biebrich Hopfgartenstraße 11, 65203 Wiesbaden

Alle Spiele

30 Steh- und 60 Sitzplätze im Gastraum

Zwei Fernseher im Gastraum (je 1,27m Diagonale), ein Fernseher im Billiardraum (k. A. zur Diagonale)

Bier: 2,10 € für 0,3 Liter Cola: 1,70 € für 0,2 Liter Essenstipp: Würstchen, Frikadellen u. heiße Fleischwurst, Kartoffelsalat 3,00 bis 5,00 €

Für jedes dt. Tor gibt es eine Schnapsrunde auf Schorsch, den Wirt und Inhaber

Deutschland

Treibhaus Klarenthaler Str. 127, 65197 Wiesbaden

Alle Vorrundenspiele der Gruppe B, alle Spiele ab dem Viertelfinale

70 Steh-/ Sitzplätze im Wintergarten, 200 Stehu. 250 Sitzplätze im teils überdachten Außenbereich

Leinwand (2,90m Diag.) und Fernseher (1,40m Diagonale)

Bier: 2,80 € für 0,33 Liter Cola: 2,50 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: Bratwurst im Brötchen für 3,50 €

Keines, Fußball pur

Deutschland

Weihenst. Sommergarten Nerotal 66, 65193 Wiesbaden

Alle Spiele

k. A.

Fernseher (1,50m Diagonale)

Bier: 3,80 € für 0,5 Liter Cola: 4,20 € für 0,4 Liter Essensempfehlung: k. A.

Wahrscheinlich keines, Fußball pur

Frankreich

Yours – Amer. Sports Bar Wilhelmstr. 38 65183 Wiesbaden

Alle Spiele

150 Sitzpl. im Gastraum; 30 Sitzpl. im Raucherraum; 100 Sitzplätze im Außenbereich

2 Leinw., 12 TVs im Gastraum (zw. 1,00 und 1,20m Diag.), 3 TVs im Außenb. (1,20m Diag.), 1 TV im Raucherraum (1,39m)

Bier: 3,90 € für 0,5 Liter Cola: 3,50 € für 0,4 Liter Essensempfehlung: Tagesangebote, z. B. montags Bier und Burger für 10,90 €

Rubbelkarten, Fußballquiz, EM-Partys, Tänzerinnen, ...

Deutschland

Zum Schwejk Alfons-Paquet-Str. 4, 65183 Wiesbaden

Alle Spiele

60 Sitzplätze im Außenbereich

Fernseher, (1,78m Diagonale)

Bier: 3,90 € für 0,5 Liter Cola: 1,70 € für 0,2 Liter Essensempfehlung: Böhmische Rouladen mit Knödel und Apfelrotkohl für 13,80 €

Keines, Fußball pur

Deutschland

Fußball gucken ist am schönsten live. Deshalb richtet Hellas Schierstein zum Viertelfinale (23./24. Juni) den Hellas-Cup auf dem Sportgelände Saareck aus. Ein Hobbyturnier, an dem außer Vereinen auch die heimische Gastronomie beteiligt ist. Titelverteidiger ist das Team der KounaBar. „Die sind heiß auf das Turnier und stellen die besten Mannschaften zusammen, die sie kriegen können“, berichtet der Vereinsvorsitzende Vassilios Anagnostakis. Zu den Viertelfinalspielen soll der Turniertag jeweils abgeschlossen sein, um in lockerer Atmosphäre gemeinsam Fußball zu gucken. 100 bis 150 Kilogramm Souvlaki will man für die beiden Tage stecken. Für Besuch von Freunden ist man in Schierstein also bestens gerüstet. Fußball gucken ist besonders schön, wenn man sicher sein kann, dass die Getränke nicht ausgehen und eine schöne Terrasse lockt. 100 Außenplätze hat etwa das Centro Italia in Sonnenberg zu bieten, wo alle Spiele gezeigt werden sollen. Chefin Laura Buscema kündigt allerdings an: „Bei den Spielen der Deutschen bin ich immer für den Gegner.“ Anders im Mykonos in Schierstein, wo es gilt, sich bei gutem Wetter frühzeitig einen Platz im Hof zu sichern. Hier sollen die Spiele von Deutschland und Griechenland gezeigt werden und bei

Toren für eines dieser Teams, soll es wie bei der WM eine kleine Überraschung geben. Mit kleinen Überraschungen will sich Wladyslaw Sobecki von der Polski-Bar am Röderberg nicht abgeben. „Bei allen Spielen gibt es 30 Prozent Rabatt auf die Getränke“, kündigt er an. Mitfiebern auf der Herrentoilette Von der Europhorie profitieren kann man auch im Red Lion Club Old Roczek am Kaiser-Friedrich-Ring. Hier stehen nicht nur 150 Terrassenplätze zur Verfügung. Im angegliederten Getränkehandel winken Sonderpreise für Krone nbourg, San Miguel und Co., wenn die entsprechenden Nationalmannschaften spielen. Kein Tor verpassen muss man(n) im Irish Pub am Michelsberg: Hier bleibt man sogar auf der Herrentoilette auf dem Laufenden, weil selbst da ein Bildschirm an der Wand hängt. „Flasche leer“ wird es außerdem heißen, wenn Giovanni Trapattoni und die Kleeblätter sich für die Finalrunde qualifizieren. „Wahrscheinlich sinken dann die Preise für unseren Irish Cocktail“, stellt Bedienung Melanie Gladitz in Aussicht. Fußball gefeiert wird traditionell auch in der Pizzeria Vesuvio in der Schiersteiner Straße. „Je besser die Stimmung, umso besser ist der Wirt drauf“, plant Maurizio Gaglio kleine

Das „Algarve“-Team übt den Jubel in perfekter Ausstattung.

Und wer doch lieber zu Hause EM schauen will? Der macht es sich bequem und lässt andere laufen. Bringdienste haben Hochkonjunktur zur EM. In Wiesbaden liefert zum Beispiel Joey´s Pizza unter dem Motto „Das Runde muss ins Eckige“ (Telefon 0611/ 33 47 65 88) und der neue Lieferservice „N8´s gebracht“ bringt auch zu später Stunde Getränke, Snacks und Tabakwaren (www.nachtsgebracht.de, 0163 / 7 59 45 50).

Die „Polski Bar“ lockt mit satten Rabatten.

Überraschungen, wenn es für die Squadra Azzurra gut läuft. Auch in der Cantina Fiesta in der Wörthstraße ist der Name Programm. Gefeiert wird hier bei allen Spielen, und weil Benny Pontani wieder Tapas auf die Karte setzen will, plant er bei der EM den einen oder anderen Testlauf. Bezahlen muss man seine Tapas in der Bodega El Antonio in der Moritzstraße, wo vor allem die spanischen und deutschen Spiele zu sehen sein werden. Bei gutem Wetter wird auf der Terrasse gegrillt, bei schlechtem Wetter hat man nach dem Umbau auch drinnen viel Platz. Besonders lecker ist Fußball gucken, wenn man sich an den Nationalgerichten gütlich tun kann. Wer es gerne portugiesisch hat, kann sich von den Fischspezialitäten im Restaurant Algarve direkt neben dem

Gutenbergplatz verwöhnen lassen, wo die Belegschaft bei Spielen der eigenen Mannschaft traditionell in Landesfarbe gekleidet ist. Eine Alternative bietet der Portugiesische SV. „Wir haben in unserem Vereinsheim in der Blücherstraße eine Großleinwand, da werden wir auf jeden Fall die Spiele von Portugal und Deutschland zeigen, und der Vorstand kocht dazu typisch portugiesische Spezialitäten“, kündigt Trainer Carlos Saraiva an. „Vor allem der erste Spieltag wird ein echtes Highlight“, betont er, dass Besuch von Freunden willkommen ist. Hendrik Jung Fotos Arne Landwehr

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Verborgene Welten

Öffnungszeiten Mo - Do

18:00 - 1:00 Uhr

Fr - Sa

19:00 - 2:00 Uhr

So

18:00 - 1:00 Uhr

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Ich sitze an einem Novoline-Spielautomaten. Gebaut hat ihn die österreichische Novomatic AG. Dieser global aufgestellte Konzern, das will ich mal vorwegschicken, hat 2010 einen Umsatz von 2,7 Milliarden. Euro gemacht. Facebook schaffte mit 3,7 Milliarden Dollar (2,9 Mrd. Euro) 2011 kaum mehr. Das habe ich bei Wikipedia gelesen. Und es leuchtet mir jetzt auch ein. Kein Geschäft verhunzt eine Fassade mehr als eine Spielhalle. Trotz neuer Konkurrenz (Wettbüros und Glücksspiele im Internet) vermehren sich Spielhallen immer noch wie Wespen im Hochsommer. Sie müssen horrende Mieten zahlen können. Damit erkaufen sie sich den Segen der Hauseigentümer. Das hat selbst in der Bahnhofstraße geklappt, da war früher mal ein guter Italiener. Ist das „negative Gentrifizierung“? Mein Novoline-Automat kann gleich mehrere Spiele spielen. Er hat sogar einen Touchscreen. So habe ich mir das nicht vorgestellt. Das passt nicht zu dem Bild, das ich von Spielautomaten habe. Die Zeit steht selbst in Spielhallen nicht still, das sieht von außen nur manchmal so aus. Immerhin darf man noch Münzen einwerfen. Beim Hereingehen bin ich auf einen Empfang getroffen, dort werden durch eine Glasscheibe hindurch Scheine in Münzen umgetauscht. Das hat den Charme einer Western-Union-Filiale. Man könnte auch sagen: Es ist Jetons holen für Arme. Ich wollte mir einen Fünf-Euro-Schein wechseln lassen; ich dachte, das macht man hier so nach dem Hereinkommen. Bloß nicht lächeln dabei, sagte ich mir, dann fliegst du auf. „I am one of you people“ muss in meinem Gesicht stehen. Mit meinen fünf Euro in der Hand habe ich den Geldwechsler angeschaut, als wäre eben mein Opa gestorben. Vielleicht habe ich mir das eingebildet, aber ich glaubte, im Gesicht des Mannes ein flüchtiges Zögern bemerkt zu haben. Eine versteckte Nachricht, mit der er mir vielleicht sagen wollte: „Lass es sein, mein Bub, du

Casino Players Place Alles verspielt

bist noch zu jung und unverbraucht.“ Per Touchscreen wähle ich jetzt den „Fruitinator“, das klingt so niedlich. Das Logo sieht auch süß aus, es erinnert an eines dieser Games aus dem App-Store. Der „Fruitinator“ entpuppt sich als virtueller einarmiger Bandit. In drei Minuten verspiele ich vier Euro. Ich beschließe, mich lieber erst mal umzuschauen. Dabei merke ich, dass man genau das hier gerade nicht macht: sich umschauen. In einer Spielhalle zu sein ist harte Arbeit. Man hat keine Zeit zu verlieren. So richtig freiwillig ist man auch nicht hier, das lese ich in den sturen Gesichtern. Schon die Geräuschkulisse auszuhalten, eine neurotische Symphonie aus sich mantraartig wiederholendem Gepiepse, ist eine Nervenleistung. Dolce Vita sieht anders aus. Charme hat es trotzdem, ich fühle mich wie ein Cowboy, ein lonesome Rider. Ein unverstanden gebliebener Außenseiter. Mit einem Score von Tom Waits im Ohr würde sich das Loserimage wahrscheinlich fast sexy anfühlen. Professor Reichertz von der Uni Duisburg-Dresden nennt diesen Vorgang „Heroisierung von Frusterlebnissen“. Ich klicke auf „Honey Bee“, ein anderes Spiel. Nach zwei Minuten ist mein Geld weg. Das kann ich nicht auf mir sitzen lassen, ich springe auf und werfe dem Geldwechsler einen weiteren FünfEuro-Schein entgegen. Kein Zögern mehr in seinen Augen. Ich wechsle auf „Risiko“, denn das muss ich jetzt eingehen. Dieses Spiel ist gefährlich, denn es

kommt im Gewand eines Reaktionstests daher. In Sekundenbruchteilen springt es zwischen Gewinn (100 Punkte) und Verlust (0 Punkte) hin und her. Man muss im richtigen Moment den Knopf drücken. Gewinnt man, steigt man auf, und es geht bei 100 Punkten weiter. Wie bei „Wer wird Millionär?“. Aber das Spiel macht mir etwas vor. Ich bin mir sicher, mehrmals – ganz eindeutig – die 100 Punkte erwischt zu haben. Novoline war da anderer Meinung, und die sitzen am längeren Hebel. Plötzlich treten zwei Männer ein. Sie teilen sich sofort auf, jeder an einen Automaten. Einer stellt sich neben mich. Routinemäßig bedient er den Automaten und flucht dabei auf Türkisch. Nach vier Minuten gibt er seinem Kompagnon ein Zeichen und sie verschwinden wieder. Vielleicht ins nächste Casino. Ich habe jetzt elf Euro fünfzig verspielt. Zeit, zu gehen. Morgen ist ja auch noch ein Tag. Casino Players Palace / Wellritzstraße 16 / 65183 Wiesbaden

Martin Mengden, 26, Musiker, ­Flaneur und bekennender Jungjurist, öffnet in der Rubrik „Verborgene Welten“ Türen zu Wiesbadener Sub-Welten, durch die nicht jeder auf Anhieb gehen würde.

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Wohnen

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Wohnen

So wohnt Wiesbaden

Die Gastgeber Makiko Takeda-Herms & Alfred Herms, Scharnhorststraße/Goebenstraße

Gebetene Gäste sind dem Ehepaar Herms immer willkommen.

Vor sechs Jahren bezogen die Gründer des Kunstvereins amici dell’arte, Pianistin Makiko Takeda-Herms und ihr Ehemann, Schauspieler Alfred Herms, die Räumlichkeiten einer ehemaligen Kneipe Ecke Scharnhorststraße/Goebenstraße. Sie verwandelten damit die einstige „Rumpelkammer“ in einen hellen, stilvollen Wohnraum. „Wir hatten das Gefühl, mit diesem Raum kann man was machen: musizieren, Bücher lesen, Menschen zusammenkommen lassen“, beschreibt Alfred Herms seine ersten Eindrücke der Lokalbesichtigung. „Mitzuerleben, wie aus dieser Höhle ein Raum wurde, war ein Erlebnis“, so Herms weiter. Zuvor bewohnte die Künstlerfamilie 30 Jahre lang eine Wohnung in der Adelheidstraße, bis sie „die Suche nach einem neuen Lebensgefühl“ antrieb, sich ein neues Domizil zu suchen. In ihrer neuen Wirkungsstätte kann die Pianistin „Tag und Nacht“ auf ihrem schwarzen Steinway-Flügel spielen. „In die Wände ist ein Schallschutz eingebaut. Das Spiel hört man nur im Treppenhaus“, erklärt ihr Mann. „Im Treppenhaus hält sich niemand lange auf. Die Bewohner freuten sich über unseren Einzug. Das war hier früher keine gute Ecke“, ergänzt die Pianistin. „Der Raum gibt einem unheimlich viel zurück“ Aus dem einst bis auf den Estrich entkernten Raum schuf das kreative Paar eine mondäne Herberge. Durch rundum große Fenster dringt Sonnenlicht ins Innere des ehemaligen Gastraums. Die Einrichtung ist modern, ohne dabei kühl zu wirken. Dafür sorgt unter anderem der „rote Faden“ der sich fast beiläufig durch den Raum zieht und Akzente setzt: Hier schmückt ein rotes Plaid einen weißen Eames-Schaukelstuhl, dort bekleidet es das Tagesbett, an anderer Stelle dekoriert ein rotes Kissen einen weißen Sessel. Dieses Farbkonzept wird am Esstisch, an dem sich schwarze und rote Arne-Jacobsen-Stuhlklassiker abwechseln, fortgeführt. „Wenn man musiziert und mit Büchern lebt, dann gibt der Raum einem unheimlich viel zurück. Wir wohnen gerne hier“, so die Künstlerin. Mitgeprägt wird die Atmosphäre von ausgewählten Kunstobjekten. „In der Hoffnung, in eine bessere Wohnung zu ziehen, haben wir all diese Möbel gesammelt“, er-

Wie verwandelt. Die Suche nach einem neuen Lebensgefühl ließ aus der früheren „Rumpelkammer“ eine faszinierende Wohnung werden.

klärt die Pianistin. Darunter eine von ihrer ersten Gage gekaufte Skulptur der Künstlerin Helga Föhl sowie viele Gemälde des Künstlers Wolfgang Homeier. Von einer Fensterbank aus betrachten die von Thomas Duttenhoefer geschaffenen Porträtbüsten der beiden Eheleute den Steinway-Flügel und eine ­Bücherwand. Und auf einem Tisch residiert die Entenskulptur, die Alfred Herms seit seinen Anfängen begleitet. Sohn Ryo nutzt Wohnung für CD-Aufnahmen „Den Tipp bekamen wir von einem Architekten, den wir bei einer unserer Matineen kennen lernten. Der Raum sollte in Wohnraum umgewandelt werden, und der Architekt suchte Leute, zu denen das passte“, beantwortet Takeda-Herms die Frage,

wie es dazu kam, dass sie ausgerechnet eine ehemalige Gaststätte besichtigten und sogar anmieteten. Eine „Gaststätte“ ist der Ort trotz Umbaus gewisser­maßen dennoch geblieben. „Leben, arbeiten, Gästeempfang“, zählt Alfred Herms nur einige der Nutzungsmöglichkeiten des neuen Lebensraums auf. Denn hier finden regelmäßig Hauskonzerte statt. Auch der Song „Hör nicht auf“ aus dem Album „So gesehen unmöglich“ ihres gemeinsamen Sohnes Ryo – ein Gemeinschaftsstück von Mutter und Sohn – wurde hier aufgenommen. Musiker Ryo lebt in Erfurt, wo er unter anderem mit Clueso zusammenarbeitet. Verleidet wird der Familie Herms das Leben allerdings seit zwei Jahren durch die Sitzbank, die

ein Bürgerverein eines Tages ohne jegliche Vorwarnung am Gehweg, nur wenige Schritte von ihrem Garten entfernt, aufstellen ließ. Seitdem ist die Bank laut seiner Schilderung ständiger Treffpunkt trinkfreudiger Mitbürger, die dort allabendlich bis in die Nacht hinein lautstarke Gelage abhalten. „Diese Bank: Ein Ort des Schreckens“, beschreibt der Schauspieler drastisch, wie er die ständigen Störungen empfindet, denen bislang weder Polizei noch Ordnungsamt ein Ende bereitet hätten. Selma Unglaube Fotos Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach

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Termine

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Perlen des Monats Juni

Feten

((( 10 Jahre Haifischbar ))) 1. Juni Kulturpalast Ein Jahrzehnt Haifischbar – klar, dass da eine amtliche Fete hermuss. Die Macher lassen sich nicht lumpen und fahren zur Feier des Tages auch noch drei Bands auf: allen voran Reverend Beat Man, das selbsternannte Ein-Mann-Orchester und Gesamtkunstwerk aus Bern, dem Stage Bottles und Wyldfire den Weg zum umjubelten Auftritt bereiten werden. Und um die Liveauftritte herum gibt es nur eins: Feiern!

Bühne

Film

Literatur

Kunst

((( Klavierfest))) 15. Juni Wiesbadener Musik- und Kunstschule am Schillerplatz

((( Daddy´s Girl ))) ab 14. Juni Wiesbaden English Language Theater im Gemeinschaftszentrum Georg-Buch-Haus

((( Buschka entdeckt Deutschland ))) 8. und 22. Juni Walhalla Studio

((( Orphil Preisverleihung ))) 6. Juni Literaturhaus Villa Clementine

((( Roger Ballen ))) bis 6. Juli Galerie photonet

Schüler aller Klavierklassen gestalten ein Wandelkonzert durch die Klavierwelt. Der Eintritt zum Tastenzauber ist frei.

Als „Rezept zum Lachen“ kündigt das Wiesbaden English Language Theater (WELT) seine neueste Produktion an. Roy Mroch inszeniert „Daddy´s Girl“ von Gary Ray Stapp über einen seit 25 Jahren verwitweten Diner-Besitzer, dessen verstorbene Frau ihm als Engel dabei helfen will, die verlorene Tochter wiederzufinden – nur welche?

sensor-Leser haben Jörg Buschka längst entdeckt – in unserer Mai-Ausgabe. Dort haben wir den Wiesbadener Filmemacher anlässlich der Premiere seines Films „Buschka entdeckt Deutschland“ porträtiert. Die Premiere fand in Frankfurt-Höchst statt. Jetzt hat Jörg endlich auch in Wiesbaden eine Spielstätte für seine sehenswerte Dokumentation gefunden, über die Reportagefilmer Franz Xaver Gernstl an Buschka schrieb: „Sehr mutig. Der ungeschminkte Alltag voller Peinlichkeit und Wahnsinn. Ein Video-Punk durchforstet Deutschland und kommt erstaunlich nahe an die Menschen ran. Eigentlich hatte ich vor, den Film nicht zu mögen, ist mir aber nicht gelungen.“

Der erste „Orphil“ geht an die Berliner Schriftstellerin Ursula Krechel. Am 100. Geburtstag des Schriftstellers George Konell wird der mit 10.000 Euro dotierte Lyrikpreis auf Initiative seiner Witwe Ilse Konell verliehen. Den Preis für das beste Lyrik-Debüt in Höhe von 2.500 Euro bekommt die 1978 geborene, ebenfalls in Berlin lebende Lyrikerin Simone Kornappel für „raumanzug“. Ursula Krechel erhält die Auszeichnung insbesondere für ihre beiden Bände „Stimmen aus dem harten Kern“ sowie „Jäh erhellte Dunkelheit“. Die musikalische Umrahmung der Feier übernimmt eine der besten Jazzmusikerinnen Deutschlands, die Pianistin Julia Hülsmann, gemeinsam mit dem Bassisten Marc Muellbauer.

Sein irres Video für Die Antwoords „I Fink You Freeky“ sorgte auch außerhalb der Fotografieszene für Aufsehen. Innerhalb der Fotografieszene ist der 1950 in New York geborene Künstler, der seit den 70er Jahren in Südafrika lebt, für seine schonungslosen, dramatischen Inszenierungen der weißen Unterschicht bekannt. Eine Auswahl seiner verstörend-faszinierenden Werke zeigt nun Klaus Kleinschmidt auf der Taunusstraße.

((( Rock im Burggarten mit The Blind Circus, Nadir und Melonball ))) 16. Juni Burggarten Sonnenberg Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr rockt erneut der Burggarten. Drei lokale Wiesbadener Bands bringen unterschiedliche Musikstile von Rock über New Wave bis Folk, Pop und Jazz auf die Bühne und sorgen so für Abwechslung. Die Wiesbadener Rock´n´Roll-Instanz The Blind Circus, die auch bei der großen sensor-Releaseparty eine heiße Show hingelegt haben, sowie Nadir und Melon Ball spielen im illuminierten Innenhof auf.

((( Neue Stücke aus Europa ))) 14. bis 24. Juni Staatstheater Die Biennale ist das Festival der Wahl für alle, die auf inhaltlich wie ästhetisch wirklich außergewöhnliche Theatererlebnisse aus sind. Die Themen der ausschließlich zeitgenössischen Stücke sind so vielfältig und spannend wie Europa selbst. Und neben dem Geschehen auf den Bühnen ist das Festival als solches mit einzigartiger Atmosphäre rund ums Zelt am Warmen Damm immer ein Erlebnis: www.neuestuecke.de

Zum 35. Mal verwandelt sich die „Rue“ mit ihren Ausläufern in eine gigantische Festmeile. Livemusik auf vier Bühnen, Show, Unterhaltung, sehen, gesehen werden, Kunsthandwerkermarkt mit 140 Ausstellern und ein „Europäischer Gourmetmarkt“ werden wieder dafür sorgen, dass wirklich jeder auf seine Kosten kommt. Stimmung!

Eindrucksvoll setzt Regisseurin Susanne Rostock mit ihrem Dokumentarfilm „Sing Your Song“ dem Jahrhundertentertainer Harry Belafonte ein filmisches Denkmal. Harry Belafonte – das sind karibische Klänge, Calypso und natürlich der „Banana Boat Song“. Parallel war und ist der Ausnahmekünstler zeitlebens engagierter Bürgerrechtler. Absolut sehenswerte Hommage, gleichzeitig ein Stück amerikanischer Zeitgeschichte und ein ergreifendes Plädoyer gegen Rassismus.

Zwischen dem „traurigsten Tango der Welt“ und einer Achterbahnfahrt durch den Piaf‘schen MelodienReigen: Düster und rauchig, klar und energisch oder kraftvoll und mit Straßenschmutz auf der Stimme zelebriert „die Niessner“ ihr abgründiges Spiel von Pathos und echtem Gefühl. Dabei gewährt die Sängerin, die früher lange in Wiesbaden lebte, immer einen Blick in ihr eigenes Herz. Man ist gerührt und fassungslos über solche Gewalt und Sanftmut in einer Stimme. Lupenreine Sopranspitzentöne intoniert Evi Niessner mit der gleichen Leichtigkeit wie ein scheinbar endloses Pianissimo am Ende eines Liedes. Ein Abend für gebrochene Herzen, Herzensbrecher und alle, die endlich mal wieder Herzklopfen haben wollen. Die Evi Niessner Band – die Tassel Tigers und der Konzertpianist Thomas Teske – setzen glanzvolle Akzente im wie dafür geschaffenen Ambiente.

((( Theatersommer ))) 20. Juni bis 15. Juli Kleine Schwalbacher Straße 10, neben Hepa-Kaffee Nach dem großen Erfolg des ESWE-Theatersommers mit „Shakespeares sämtlichen Werken – leicht gekürzt“ in neun ausverkauften Vorstellungen bringt das kuenstlerhaus43 erneut Freilichttheater in die Innenstadt. Neben der Wiederaufnahme des Erfolgsstücks aus dem letzten Sommer gibt es mit „Ein Esslöffel Leben“ eine ganz neue Inszenierung. Der nach Shakespeare meistgelesene Autor Anton Tschechow liefert die Vorlage zu der witzigen Sommerkomödie rund um die geplante Schließung eines Theaters, bei der das Publikum in bewährter kuenstlerhaus43-Manier Gelegenheit hat, mitzutanzen, Gläubiger zu sein, Trauzeuge zu werden ... Bauchtanz und spritzige osteuropäische Musik machen das Vergnügen komplett: www.kuenstlerhaus43.de

Oh là là – auf den Reisinger Anlagen geht es in diesem Sommer französisch zu. Nicht einfach so, sondern weil französischsprachige Produktionen seit Jahren alle Rekorde in Sachen Zuschauerrekorde brechen, kommen vier Wochen lang jeweils donnerstags bis samstags Filme aus unserem Nachbarland auf die riesige Leinwand. Los geht‘s mit „Bezaubernde Lügen“. Zum 15. Mal gibt es diesen Sommer nicht nur klasse Filme, sondern auch einzigartige Atmosphäre. Alles gratis! Das volle Programm: www.bilderwerfer.de

((( Fluxus ))) 2. Juni Museum Wiesbaden und weitere Orte Es fluxt das ganze Jahr zum 50-jährigen FluxusJubiläum, heute startet der Höhepunkt des Fluxusjahres. Die Ausstellungen „Fluxus at 50“ (Museum), „Benjamin Patterson: Born in the State of FLUX/us“ (Nassauischer Kunstverein) und „Fluxus 50 – live dokumentiert“ (Stadtmuseum) werden eröffnet – im Stadtmuseum steigt auch abends die AftershowParty. www.fluxus50wiesbaden.de

Familie ((( Tag der offenen Talschule ))) 16. Juni Talschule Sonnenberg

((( Bilderwerfer-Open-Air-Kino )) 28. Juni bis 21. Juli Reisinger Anlagen ((( Evi Niessner chante Piaf ))) 28. Juni Walhalla

Ein Rockabilly-Festtag mit vollem Programm für Fans und Neugierige. Ab 18 Uhr gibt es BBQ mit Hairstyling, Tätowierer und 50ies-Klamotten-und-mehr-Shoppping vor der Krea. Marc „King Low“ Hegemann zeigt White-Trash-Wonderland-Kunst, Jay Rocker Photography zeigt abgefahrene Fotos. Ab 20.30 Uhr geht´s in den Keller zu Livemusik u.a. mit Skinny Teens.

((( Sing Your Song ))) 8. und 9. Juni Murnau-Filmtheater

((( Mary Bauermeister ))) 10. Juni Caligari Filmbühne Im Rahmen von „Fluxus 50“ kommt die renommierte Künstlerin Mary Bauermeister in die Fluxus-Geburtsstadt. Sie zählt zu den bedeutenden Wegbereiterinnen der Fluxusbewegung. In ihrer Biografie „Ich hänge im Triolengitter – Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen“ beschreibt sie die synästhetischen Verbindungen von Kunst, Musik und Literatur, die nicht nur ihr eigenes Werk und das ihres Partners prägten, sondern auch kennzeichnend für Fluxus sind. In Mary Bauermeisters Kölner Atelier versammelte sich 1960-1962 die Avantgarde der internationalen Kunst- und Musikszene. Neben der Lesung und dem Podiumsgespräch werden Uwe Dierksen (Posaune) und Hermann Kretzschmar (Klavier) vom Ensemble Modern Werke von Stockhausen spielen.

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Konzerte

((( Wilhelmstraßenfest ))) 1./2. Juni Wilhelmstraße

((( Raw Cut Allnighter ))) 23. Juni Kreativfabrik

Termine

Im Rahmen der Sonnenberger Kulturtage lädt der Heimatverein zur Besichtigung vieler Zeugnisse aus der Geschichte Sonnenbergs und seiner Burg ein. Wie sah „Wellness“ im mittelalterlichen Wiesbaden aus? Zur großen Freude aller kleinen und großen Kinder sind zwei quicklebendige neugierige Frettchen dabei, die sich auch streicheln lassen. ((( Kinder entdecken Europa ))) ab 18. Juni Hessisches Staatstheater „Kinder entdecken Europa“ heißt das Angebot für Schulklassen bei der Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“. In täglichen Workshops begegnen Wiesbadener Schüler den Autoren eines europäischen Staates und tauschen ihre Fantasien und Erfahrungen aus. Weitere Informationen gibt es bei Priska Janssens und Christine Rupp-Kuhl, die im Jugendreferat des Hessischen Staatstheaters unter 0611 / 13 22 70 zu erreichen sind. Treffpunkt für die Workshops ist immer am Bühneingang.


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Termine Juni

1 ))) Freitag

01.

Bühne

kunst

Fete

22.00 park café Wilhelmstraßenfest - Urban Clubbing Special mit DJ Nasty

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Turandot

ganztägig wilhelmstraSSe Theatrium - Wilhelmstraßenfest

23.00 Cubique Wilhelmstraßenfest-Special

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Lotte in Weimar. Premiere

12.45 nassauischer kunstverein NKV Espresso / Kurzführungen in der Mittagspause

20.00 Tanzlokal No 33 Ü40 Party mit Mitternachtssnack

23.00 kreativfabrik Hard as Core

20.00 Hess. Staatstheater,

21.00 Gestüt Renz Supavibez

Glasperlenspiel spielt am Eröffnungstag beim Rheinland-Pfalz-Tag in Ingelheim, der bis zum 3. Juni jede Menge Acts auf diversen Bühnen aufbietet. Auch Kraftklub und Django Asül haben sich angekündigt. www.rlp-tag.de

22.00 park café Wilhelmstraßenfest - Danza night Beats Special mit DJ Cruzito und DJ Cyrus 23.00 Cubique Wilhelmstraßenfest-Special 23.00 kreativfabrik Gigantic Reloaded - Rock-Disco Konzerte

01.

19.00 Musik- und Kunstschule, Probensaal Drum Circle 20.00 Kulturpalast Reverend Beat Man / Stage Bottles / Wyldfire 20.00 kreativfabrik Dead Ponys 21.00 Schlachthof The Black Atlantic

Das Galli Theater startet mit einer aberwitzigen und zugleich tiefsinnigen Komödie in den Juni, in der zwei Männer sind in eine verrückte Situation geraten...

02.

12.05 Marktkirche Wiesbaden Carillon-Musik zur Marktzeit 15.00 Reduit Riverside Stomp 8 Open-Air-Festival 18.00 Kulturpalast Absinto Orkestra Bühne 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus tanzXtra spezial: If the trees could speak’ 20.00 Kammerspiele Wiesbaden Achterbahn

Kunst 15.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß

20.00 Thalhaus Subito! und Musenkuss nach Ladenschluss - Improvisationstheater

17.00 Nassauischer Kunstverein Benjamin Patterson / Born in the State of FLUX/us

20.00 Hess. Staatstheater,

familie

Wartburg Bezahlt wird nicht

11.00 landesmuseum wiesbaden Museumswerkstatt für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 0611/3352250. Kostenbeitrag: 10,- EUR

kino 18.00 murnau filmtheater Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit - Nichts ist besser als gar nichts

sonstiges 15.00 ingelheim am rhein Rheinland-Pfalz-Tag. Das Landesfest 16.00 grundschule klarenthal Großes Schulfest der Geschwister-SchollSchule 18.30 bewegungscafé klarenthal Genießer Parcours - Grill-Highlights in Klarenthal 19.30 carl-von-ossietzkygesamtschule klarenthal Großer Varieté-Abend der Carl-vonOssietzky-Schule. Orient-Express

2 ))) Samstag Fete ganztägig wilhelmstraSSe Theatrium - Wilhelmstraßenfest 20.00 Tanzlokal No 33 ü40 -Ladies Night mit Damenwahl 21.00 Scheuer idstein Danse gehn Ü33 mit DJane Karin 21.00 Gestüt Renz Wio Artists - Electronic Dance Music

15.00 landesmuseum wiesbaden Fluxus at 50

sonstiges

15.00 Heimatmuseum Medenbach Altes Schmiedeeisen. Sonderausstellung 15.00 nassauischer kunstverein NKV Führungen Familie

16.00 galli theater Clown Schimmel. (ab 3 J.)

20.00 Galli Theater Belladonna

11.00 Hess. Staatstheater, Studio Rico, Oskar und die Tieferschatten. (ab 9 J.)

15.30 Stadtteilbibliothek Bierstadt Lesen & Spaß - Thema: Schulgeschichten. (ab 6 J.)

20.00 Hess. Staatstheater,

20.00 Kammerspiele Wiesbaden Achterbahn

Familie

Familie

13.00 tierpark fasanerie Familienerlebnistag

20.00 walhalla theater, Martin Sonneborn - Krawall und Satire

16.00 galli theater Clown Schimmel. (ab 3 J.) kino 15.30 murnau filmtheater 120. Geburtstag Trude Hesterberg - Der Unwiderstehliche 18.00 murnau filmtheater Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit - Let’s make money 20.15 murnau filmtheater Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit - Die Friseuse sonstiges 08.45 rhein-main-hallen IVBM - International Vascular Biology Meeting 2012 11.00 ingelheim am rhein Rheinland-Pfalz-Tag. Das Landesfest 18.00 edeka c+c äppelallee Flohmarkt

3 ))) Sonntag Fete 14.00 park café Tanztee 15.00 Tanzlokal No 33 Ü40 Sunday-Afternoon-Party

18.00 Hess. Staatstheater, Studio Rico, Oskar und die Tieferschatten. (ab 9 J.) kino 13.00 murnau filmtheater 135. Geburtstag Otto Gebühr - Wenn der junge Wein blüht 15.30 murnau filmtheater 30. Todestag Romy Schneider - Monpti 18.00 murnau filmtheater Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit - Let’s make money 20.15 murnau filmtheater Was tun? Über den Sinn menschlicher Arbeit - Die Friseuse sonstiges 08.30 rhein-main-hallen IVBM - International Vascular Biology Meeting 2012 10.00 mann mobilia äppelallee Trödelmarkt 11.00 ingelheim am rhein Rheinland-Pfalz-Tag. Das Landesfest 11.00 Erhart-falckener-platz kiedrich Champagnerfest 12.30 ingelheim am rhein Rheinland-Pfalz-Tag. Das Landesfest. Der Festzug

4 ))) Montag Bühne 19.30 Hess. Staatstheater, Foyer Orchestertalk: Orchestermusiker stellen sich vor Familie 11.00 Hess. Staatstheater, Studio Rico, Oskar und die Tieferschatten. (ab 9 J.) sonstiges 08.30 rhein-main-hallen IVBM - International Vascular Biology Meeting 2012

5 ))) Dienstag

15.00 Residenz & Hotel Am Kurpark Tanztee/Ü40 Live-Musik

Konzerte

22.00 park café Urban Beats

19.00 Musik- und Kunstschule Strings meet drums II

Konzerte

Bühne

11.30 Kurhaus Wiesbaden,

19.30 Pariser Hoftheater Für Garderobe keine Haftung: Pension Maurice - Schicksalshafte Begegnungen in Wiesbaden

Biergarten (hinter dem Kurhaus) Frühschoppen mit Musik: Pamela O´Neill 18.00 kloster eberbach eltville Mendelssohn - Chor und Orchester der WMA/WMK. Leitung: Christoph Nielbock

18.47 nassauischer kunstverein Super Tuesdays / Preview Spielraum

11.00 Kunsthaus Wiesbaden Charlotte Posenenske und Peter Roehr Fluxus 50

20.00 Thalhaus Subito! - Improvisationstheater

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Anatevka. Premiere

18.30 landesmuseum wiesbaden Kunst & Religion: “Sammelsurium”, Pseudo-Roestraten, Stillleben, um 1700

Kunst

10.30 landesmuseum wiesbaden Kinderbetreuung in der Museumswerkstatt. (4-9 J.)

20.00 Pariser Hoftheater Azzuro mit Teresa Fortunato e amici

20.00 Schloss Freudenberg Lesung und Gespräch: Eine Werkstatt mit Johannes Stüttgen

Wartburg Für Garderobe keine Haftung - Die Impro-Show

20.00 Galli Theater Belladonna

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Bye Bye Birdie

20.15 murnau filmtheater Schlachthof-Film des Monats - Blood, Sweat + Vinyl: Diy in the 21st century

Der Weltladen in der Oranienstraße feiert 25. Geburtstag – ein Vierteljahrhundert Fairer Handel in unserer schönen Stadt, das muss doch gefeiert werden. Zum Beispiel im Kulturpalast, wo das Absinto Orkestra seinen „Balkan-schwangeren Ethno-Jazz“ spielt. Außerdem: die fabelhaften Svensession aus Landau als Vorband, Leckereien aus heimischen Fair Trade-Küchen, Ausstellung, Stände, und und und ... und Disko mit DJ Armin Nufer.

11.30 Marktkirche Wiesbaden Orgelmusik zur Marktzeit

Bühne

Literatur

02.

Konzerte

Wartburg Xanadu

20.00 Pariser Hoftheater Azzuro mit Teresa Fortunato e amici

Der Sommer in der Reduit ist Magnet für Reggae-, Ska- und Weltmusikbegeisterte. Bei den drei Open-Airs – Riverside Stomp Festival am 2.6., Feuerwerks-Open Air am 25.6. und Riverbank Worldmusic Open Air am 18.8. – geben sich renommierte Gruppen das Mikro in der Hand. Wir verlosen 4x2 Tickets für das Riverside Stomp: losi@sensor-wiesbaden.de

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19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Don Pasquale

08.30 rhein-main-hallen IVBM - International Vascular Biology Meeting 2012 09.00 berufswege für frauen e. v. Infotag zum Kurs: Perspektiven für den Wiedereinstieg 16.00 kirchenfenster schwalbe 6 Trauercafé 19.00 Restaurant Alt-Wiesbaden Naturheilforum Wiesbaden: Ernährung und Temperamente - Altes Wissen neu bewertet, www.alternative-energie.com

6 ))) Mittwoch fete 20.00 park café Salsa Gala mit Los 4 Del Son 23.30 scheuer idstein Danse gehn Ü33 mit DJ Jochen

7 ))) Donnerstag Fete 20.00 Tanzlokal No 33 Singletreff ü 40 20.00 park café Open Mic Konzerte

22.00 park café Urban Clubbing mit DJ Nasty

Bühne

22.00 kreativfabrik 19/36 - Art & Bass

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Der Vogelhändler 20.00 Hess. Staatstheater, Wartburg Offene Zweierbeziehung 20.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Ich Biene - ergo summ. Geschlossene Vorstellung Kunst 18.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß

20.15 murnau filmtheater Starke Frauen - Sharayet - Eine Liebe in Teheran Sonstiges

8 ))) Freitag Fete 20.00 Tanzlokal No 33 Ü40 Party mit Mitternachtssnack

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Simon Boccanegra. Einführung im Foyer um 19 Uhr

21.00 Gestüt Renz Emparé

Clementine Der Poesie einen Abend - Verleihung des ersten “Orphil-Preises” an die Schriftstellerin Ursula Krechel

21.00 kreativfabrik Antigroove Supreme - heute mit: Distar 22.00 park café Danza night Beats mit DJ Cruzito und DJ Cyrus 23.00 Cubique Studentsnight Bühne 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Blaubarts Geheimnis. Einführung im Foyer um 19 Uhr 19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Der eiserne Gustav

kunst

19.30 Hess. Staatstheater, Studio Birds. (ab 15 J.)

12.15 landesmuseum wiesbaden Friedrich Vordemberge-Gildewart

20.00 Kammerspiele Wiesbaden Achterbahn

kino

20.00 Galli Theater Belladonna

15.30 murnau filmtheater 135. Geburtstag Otto Gebühr - Fritze Bollmann wollte angeln 18.00 murnau filmtheater 120. Geburtstag Trude Hesterberg - Der Unwiderstehliche 20.15 murnau filmtheater 30. Todestag Romy Schneider - Monpti Sonstiges 18.30 berufswege für frauen e. v. Vortrag: Hilfe und mehr Lebensqualität mit EFT Klopf-Akupressur 19.00 Scheuer idstein Sommerfest mit Roxxbusters u. Giggelrider 19.00 kirchenfenster schwalbe 6 Abendmeditation

11.30 Marktkirche Wiesbaden Orgelmusik zur Marktzeit 12.05 Marktkirche Wiesbaden Carillon-Musik zur Marktzeit

21.00 walhalla theater, Kalima - jazz & world

Bühne

20.00 Literaturhaus Villa

Konzerte

18.00 murnau filmtheater 135. Geburtstag Otto Gebühr - Immensee

20.00 Karpfenhof Biebricher Höfefest - Eröffnung mit Salsaband Cohimbre

19.30 Pariser Hoftheater Heike Peukert: Finanzkrise verstehen. Vortrag

23.00 Kulturpalast Extraordinary feat. Jürgen The Diver + DJ Schwalbenkönig

kino

19.30 Kulturforum Wiesbaden ton ab: Apropos Jazz

Literatur

23.00 Cubique Oldschool Hip-Hop

19.00 Kurhaus, Bowling Green Anna Netrebko & Erwin Schrott

19.30 Musik- und Kunstschule Ton ab: A propos Jazz

19.30 Hess. Staatstheater, Studio Birds. (ab 15 J.)

20.00 Tanzlokal No 33 ü4 -Ladies Night mit Damenwahl

Biergarten (hinter dem Kurhaus) Frühschoppen mit Musik: John Paul Band

10.00 Globus ostring nordenstadt Trödelmarkt

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Lotte in Weimar

Fete

21.00 Gestüt Renz André Engert & Norberto de la Rosa

Konzerte

20.00 kreativfabrik Paper Planes / The Wind-up Robots Killed My Cat - Postrock-Konzert

9 ))) Samstag

11.30 Kurhaus Wiesbaden,

10.00 rhein-main-hallen 18. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie

20.00 Kulturpalast Kokomo / Revival Hymns

17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

22.00 Hess. Staatstheater, Wartburg Unspielbar

Bühne ganztägig Kammerspiele Wiesbaden Rookie of the Year (Camera Acting Workshop 17.00 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Ein Jedermann. Einführung Vestibühne um 19 Uhr 20.00 Galli Theater Belladonna

Frühschoppen mit Musik: Will & Costi 17.00 ev. oranier-gedächtniskirche in biebrich Schwarzmeerkosaken-Chor. Musikalische Gesamtleitung: Peter Orloff Bühne ganztägig Kammerspiele Rookie of the Year (Camera Acting Workshop 11.00 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Schauspielforum zu: Shoot / Get Treasure / Repeat. Vestibühne 17.00 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Lohengrin 19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Lotte in Weimar 20.00 Hess. Staatstheater, Wartburg Männerhort 20.00 Brentano-Scheune oestrichwinkel RHEINGAUER WEIN BÜHNE: Ramons Welt 2 Literatur 19.00 caligari filmbühne Fluxus 50 - Mary Bauermeister: “Ich hänge im Triolengitter - Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen”. Lesung Kunst 15.00 landesmuseum wiesbaden Fluxus at 50 15.00 nassauischer kunstverein NKV Führungen Familie 14.00 Galli Theater Sonnenmond. Lesung. (ab 5 J.)

20.00 Hess. Staatstheater,

16.00 Galli Theater Hänsel & Gretel. (ab 3 J.)

Wartburg Männerhort

17.00 Hess. Staatstheater, Studio Ein Schaf fürs Leben. (ab 6 J.)

Kunst

kino

15.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß

13.00 murnau filmtheater 135. Geburtstag Otto Gebühr - Die barmherzige Lüge

Familie 10.00 Tierpark Fasanerie Kunstwerkstatt: Regenbogenfisch-Mobile basteln 11.00 landesmuseum wiesbaden Museumswerkstatt für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 0611/3352250. Kostenbeitrag: 10,- EUR 16.00 Galli Theater Hänsel & Gretel. (ab 3 J.) kino 15.30 murnau filmtheater 30. Todestag Romy Schneider - Wenn der weisse Flieder wieder blüht 18.00 murnau filmtheater Musik, Sprache der Welt - Sing your song 20.15 murnau filmtheater Sharayet - Eine Liebe in Teheran Sonstiges 08.00 rhein-main-hallen 18. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie 16.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

15.30 murnau filmtheater 135. Geburtstag Otto Gebühr - Immensee 18.00 murnau filmtheater Starke Frauen - Sharayet - Eine Liebe in Teheran Sonstiges 08.00 rhein-main-hallen 18. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie 10.00 edeka c+c alte schmelze Trödelmarkt 10.00 adler center äppelallee Antik Markt 11.00-17.00 naturgarten kretschmer chausseehaus 28 Offener Garten 17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

11 ))) Montag Konzerte 19.00 Musik- und Kunstschule Olga Zaitseva & Band

kino

18.00 edeka c+c äppelallee Flohmarkt

Bühne

18.00 murnau filmtheater Musik, Sprache der Welt - Sing your song

20.00 Scheuer idstein Fußball-EM auf Großleinwand

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Don Pasquale

20.15 murnau filmtheater Starke Frauen - Sharayet - Eine Liebe in Teheran Sonstiges 08.00 rhein-main-hallen 18. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie 15.00 Schlachthof / Bauzaun “Was wünschst Du Dir vom Schlachthof der Zukunft?” - Eröffnung Fotoausstellung von Frankz Meissner und Conny Krummeck. www.hagen-will-heim.de

20.00 Hess. Staatstheater,

10 ))) Sonntag fete 14.00 park café Tanztee 22.00 park café Urban Beats Konzerte 11.30 Kurhaus Wiesbaden, Biergarten (hinter dem Kurhaus)

Wartburg Was der Butler sah Familie 11.00 Hess. Staatstheater, Studio Ein Schaf fürs Leben. (ab 6 J.) Sonstiges 17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast 18.30 berufswege für frauen e. v. Infoabend Existenzgründung

12 ))) Dienstag Konzerte

Termine Juni

25

05.

19.00 Musik- und Kunstschule Belcantisches - Gesang aus der ital. Tradition des 17. Jahrhunderts Bühne 19.00 Landesmuseum Wiesbaden SAM - Uraufführung/ in Kooperation mit dem Staatstheater. Premiere 19.30 Hess. Staatstheater, Studio Der gewissenlose Mörder. (ab 12 J.) Literatur 17.00 Hess. Landeszentrale für pol. Bildung Friedrich der Große. Vortrag 18.00 landesmuseum wiesbaden, Vortragssaal Menschen und Tiere auf Wanderschaft. Die frühe Ausbreitung der Menschen. Vortrag kunst 12.45 nassauischer kunstverein NKV Espresso / Kurzführungen in der Mittagspause 18.47 nassauischer kunstverein Super Tuesdays / Preview Spielraum Familie 15.30 Stadtteilbibliothek Bierstadt Lesen & Spaß - Thema: Schulgeschichten. (ab 6 J.) sonstiges 09.00 berufswege für frauen e. v. Infotag zum Berufsorientierungskurs für qualifizierte Migrantinnen 17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast 18.00 dfg wiesbaden e. v. haus der heimat Des mots et des sons - Alternierend französische Texte und Chansontexte

Michael Ludes betreibt mit seiner deutschsprachigen Akustik-Synthie-Indie-Pop-Band Mikroboy Gefühlsverarbeitung der singer-songwriterischen Art ohne nerviges Selbstmitleid. sensor präsentiert den Konzertabend, der von Sebastian Block eröffnet wird, und verlost 3x2 Freikarten: losi@sensor-wiesbaden.de

06.

13 ))) Mittwoch fete 22.00 park café Salsa Party mit DJ Biaggio Bühne 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Romeo und Julia Literatur 18.30 Musikbibliothek Jour musical - Alban Berg - Lulu. Vortrag mit Prof. Dr. Susanne Popp Kunst 12.15 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly

Eine spannende Postrock-Neuentdeckung sind die Würzburger The Wind-Up Robots: Melodisch wie ungestüm, laut wie leise, euphorisch wie traurig wird es in der Kreativfabrik.

08.

kino 15.30 murnau filmtheater Arbeit - Die vier Gesellen 18.00 murnau filmtheater 30. Todestag Romy Schneider - Wenn der weisse Flieder blüht 20.00 caligari filmbühne Aktuelles französisches Kino: Angèle et Tony - Angèle und Tony 20.15 murnau filmtheater 100 Jahre Babelsberg - Ehe im Schatten Sonstiges 09.30 berufswege für frauen e. v. Netzwerktreffen Beruf & Karriere 17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast 20.00 Scheuer idstein Fußball-EM auf Großleinwand: Deutschland - Holland

14 ))) Donnerstag Fete

EM zeigen können alle, der Kulturpalast kann mehr. Von heute bis zum Finale am 1. Juli verwandelt sich das Kulturzentrum in den „Fußballpalast“ und zeigt nicht nur alle Spiele auf Großbildleindwand, sondern stellt unter dem Motto „Fußballkultur im Palast“ ein großes Programm mit Film, Ausstellung, Torschützenbingo, Tippkick-Turnier, Partys (vergünstigter Eintritt im Fußballeroutfit) und vielem mehr auf die Beine. sensor hält das Konzept für einen Volltreffer und präsentiert deshalb den „Fußballsommer 2012“ im Kultur-, ahm, Fußballpalast.

20.00 Tanzlokal No 33 Singletreff ü 40

Termine an tippsundtermine@vrm.de und termine@sensor-wiesbaden.de


26

sensor 06/12

Termine Juni

Alle Spiele live! Bei schönem Wetter auf der Terrasse und Micha grillt.

sensor 06/12

TIPPEN, MITFIEBERN, GEWINNEN!

20.00 Galli Theater Im Zwischenreich

Neue Stücke aus Europa/Staatstheater Wiesbaden: Das war ich nicht

Konzerte

20.00 Galli Theater Eheurlaub

20.00 KuZ Eichberg eltville SommerZeltFesival - Sven Hieronymus

22.10 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/ Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo - Hypermnesie

20.00 walhalla theater, The Diamond Road Show with Digger Barnes and Pencil Quincy

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Polen: Unsere Klasse

Literatur

15.00 Literaturhaus Villa

19.30 Lutherkirche, Bachsaal Christliche Lebenskunst - Aufbrechen und Innehalten

Clementine Petros Markaris liest aus “Faule Kredite. Ein Fall für Kostas Charitos”

20.00 orangerie aukamm bierstadt Der Kunstsalon: “Der Orientzyklus”. Karl May gelesen von Sylvester Groth und präsentiert von Walter Adler

19.30 carole dozier / dozier design Der Kunstsalon: Carlos Garcia Piedra liest “Die Botschaften der Wüste”

Bühne 18.00 Hess. Staatstheater, Foyer Festivaleröffnung: Neue Stücke aus Europa

Tippe mit bei der EM 2012 und gewinne Gutscheine im Wert bis zu 50 Euro. Teilnahmekarten unter www.lokal-wiesbaden.de

19.00 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Lettland: Schwarze Milch 19.30 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/ Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo - Hypermnesie

SEEROBENSTR. 2 65195 WIESBADEN

19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT) Premiere: “Daddy´s Girl”

www.lokal-wiesbaden.de

20.00 Hess. Staatstheater, Wartburg Neue Stücke aus Europa/Italien: Grimmless

Gesundes Fast-food Fres

20.00 Kammerspiele Wiesbaden Achterbahn

19.00 Musik- und Kunstschule Kleines Feierabendkonzert

LOKAL

ls h mea

20.00 park café Open Mic

21.30 Hess. Staatstheater, Studio Neue Stücke aus Europa/Spanien: Burundanga

to go

Literatur 10.30 Literaturhaus Villa Clementine Stefan Boonen liest aus “Alles ohne Lena”

frisch zubereitet ohne Konservierungsstoffe ohne Geschmacksverstärker auch vegetarisch und vegan Bio- und Fairtradeprodukte

19.30 rudersport 1888 Der Kunstsalon: “Katzentisch” von Michael Ondaatje. Gelesen von Christian Brückner

Euer Sensor für neue europäische Dramatik!

20.00 Tanzlokal No 33 Ü40 Party mit Mitternachtssnack

Fr 01/06 10 JAHRE HAIFISCHBAR

mit REVEREND BEAT MEN + STAGE BOTTLES + WYLDFIRE Konzert Einlass 20.00 AK 15 €/VVK 14,40 €

Sa 02/06 25 JAHRE WELTLADEN mit ABSINTO ORKESTRA

Mi 06/06 KOKOMO + REVIVAL HYMNS Postrock-Konzert Einlass 20.00 AK 6 €

Do 07/06 KITCHEN CLUB Kneipe Sa 09/06 EXTRAORDINARY

So. 27.05. Kurfürstliches Schloss

JAN JOSEF LIEFERS & OBLIVION Sa. 23.06. Nordmole/Zollhafen

LOU REED

Fr. 29.06. Nordmole/Zollhafen

CLUESO & BAND

Konzert Einlass 18.00 AK 11 € (ermäßigt 9 €)

Einlass 20.00 Eintritt frei

feat. Jürgen »The Diver« Klinsmann + DJ Schwalbenkönig

Party Einlass 23.00 AK 5 € (mit Fussballoutfit 3 €)

Sa 23/06 MOVING MOUNTAINS + THE SATELLITE YEAR

Karten gibt’s schon ab 9,- €.

Konzert Einlass 20.00 AK 12 €/VVK 10,90 €

Fr 29/06 ROSETTA + KINGS DESTROY + COLARIS Konzert Einlass 20.00 AK 10 €/VVK 9,80 €

Sa 30/06 BLUTGRÄTSCHE

feat. Jürgen »The Diver« Klinsmann + Falcao Fantastico + Monsieur Flankenhauer Party Einlass 23.00 AK 5 € (mit Fussballoutfit 3 €)

07 EM 2012 Fr 08/06 – So 01/

Mo. 02.07. Zitadelle

DR. ECKART VON HIRSCHHAUSEN Fr. 13.07. Zitadelle

TIM BENDZKO + BAND Sa. 14.07. Zitadelle

ADORO

So. 15.07. Zitadelle

ROGER HODGSON

RED BARAAT

Sa. 28.07. VRM Garten

Sa. 04.08. Frankfurter Hof

newplays.de newplays-blog.de

Saalgasse 36 | 65183 Wiesbaden www.kulturpalast-wiesbaden.de

CARMEN

mit COMPAÑIA MARIA SERRANO

Fr. 24.08. Kurfürstliches Schloss

CHRIS DE BURGH

Do. 30.08. Kurfürstliches Schloss

JOAN ARMATRADING Sa. 01.09. Zitadelle

RUNRIG

ganztägig Erbach eltville am rhein Erdbeerfest

16 ))) Samstag Fete 20.00 Tanzlokal No 33 ü4 -Ladies Night mit Damenwahl 21.00 Gestüt Renz Patrick Doré 22.00 park café Urban Clubbing 22.00 kreativfabrik Hot Club 23.00 Cubique Saturday Soul Kitchen Konzerte

11.30 Marktkirche Wiesbaden Orgelmusik zur Marktzeit

15.00 dern´sches Gelände Youth Culture 65xxx mit Daniel Orange, Der Flotte Dreier, Eva Feat. Tabula Rasa, Workshops, Aktionsstände u.v.m. 19.00 Musik- und Kunstschule Klavierfest am Schillerplatz

21.00 walhalla theater, Belle’s Angels

Mi. 25.07. Frankfurter Hof

Sonstiges

Konzerte

So. 22.07. Volkspark

BLOOD, SWEAT & TEARS

20.15 murnau filmtheater Murnau Special - Ein ruhiges Leben

10.00 Musik- und Kunstschule Im Studio wird’s bunt

20.30 kreativfabrik Full Collapse Live

LOREENA MCKENNITT

18.00 murnau filmtheater Murnau Special - Bulb Fiction - Sie mögen Energiesparlampen nicht? Sie haben Recht!

22.00 park café Danza night Beats

Sa. 21.07. Zitadelle

THE BOSSHOSS

SHARON CORR

gefördert durch die

22.00 Cubique King Kamehameha Club Band Live!*

Fr. 20.07. Zitadelle

Do. 02.08. Frankfurter Hof

. Fussballgucken, Bier & Grillen.. Liegestühle + Parties + Torschützenbingo + ck + Tipp-Kick-Turnier + Sonnende tellung Auss + r rnie er-Tu Kick + + Fussball-Quiz frei! + Filmvorführungen... Eintritt

21.00 Gestüt Renz Björn Petzold - Disko Parcours

20.00 altstadt in idstein Idstein JazzFestival

VOLLPLAYBACKTHEATER

Karten unter www.newplays.de WIESBADEN 0611 132 325 MAINZ 06131 2851 222

15 ))) Freitag Fete

ANTÓNIO ZAMBUJO

kino

17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

17.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

Di. 22.05. Frankfurter Hof

19.00 Kunsthaus Wiesbaden Armando Queiroz - Zeitgenössische Kunst aus Brasilien

kino

Sonstiges

Gefördert durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz

Kunst

18.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß

20.15 murnau filmtheater Murnau Special - Ein ruhiges Leben

Alle Gastspiele in Originalsprach e mit Simultanübersetzung

innenhof privathaus nerostr. 40 Der Kunstsalon: “Komm, gehen wir” von Arnold Stadler

16.00 Sauerlandpark Wiesbaden Sommer der Begegnungen 2012 - Stadtteilfest Sauerland

Kunst

Grabenstr. 26 (Nähe Bäckerbrunnen) 65183 Wiesbaden Tel. 0611/97 14 74 45 www.greenline-food.de Mo-Fr 8.30-20.30 Uhr und Sa 8.30-18.00

21.00 jörg taubert romantischer

Bühne 17.00 Hess. Staatstheater, Studio Neue Stücke aus Europa/Spanien: Burundanga 19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Lettland: Schwarze Milch 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Die Fledermaus 19.30 Hess. Staatstheater, Wartburg Neue Stücke aus Europa/Italien: Grimmless 19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl”

12.05 Marktkirche Wiesbaden Carillon-Musik zur Marktzeit 15.00 altstadt in idstein Idstein JazzFestival

Literatur

11.00 Studio Edith wittkamp Der Kunstsalon: José Saramagos “Die portugiesische Reise” gelesen von Till Weinheimer 12.00 kulturscheune der

16.00 it.allions ag büro Der Kunstsalon: “Das Glück von Frau Pfeiffer” von Husch Josten

Der Wiesbadener Gitarrist Daniel Stelter ist mit seinem Quartett am 16. Juni einer von rund vierzig Liveacts beim Idsteiner Jazzfestival „Id´s Tones“, das vom 15. bis 17. Juni in der ganzen Altstadt zeigt, wie vielfältig das Genre sein kann. Wir verlosen 5x2 Eintrittsbuttons: losi@sensor-wiesbaden.de – www.idsteinjazzfestival.de

kunst 14.00 Im wiesbadener Westend Offene Ateliers Westend - Atelier-Führungen mit Rita Marsmann 15.00 landesmuseum wiesbaden Klassische Moderne im Museum Wiesbaden Familie 11.00 landesmuseum wiesbaden Museumswerkstatt für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 0611/3352250. Kostenbeitrag: 10,- EUR 11.00 nassauischer kunstverein NKV Entdeckerführungen. (ab 8 J.) 14.00 tierpark fasanerie Seminar - Julia Belot: “Tiere zeichnen”

„Gala-Abend der Klassik“ Beliebte Arien und Duette sowie der Schluss-Satz von Beethovens berühmter 9. Sinfonie „Ode an die Freude – Alle Menschen werden Brüder“

Kloster Eberbach - Basilika am

Sonntag, 17. Juni 2012 18.00 Uhr

16.00 tierpark fasanerie Zum 100 jährigen Jubiläum: “Geschützte Tierarten” 16.00 Galli Theater Hans im Glück. (ab 3 J.)

15.30 murnau filmtheater Arbeit - Die vier Gesellen 18.00 murnau filmtheater Murnau Special - Bulb Fiction - Sie mögen Energiesparlampen nicht? Sie haben Recht!

www.operaclassica.de 17.00 galerie christine rother Der Kunstsalon: “Das Paradies des August Engelhardt” von Marc Buhl

Sonstiges

Kunst

ganztägig Erbach eltville am rhein Erdbeerfest

14.00 Im wiesbadener westend Offene Ateliers Westend - Atelier-Führungen mit Rita Marsmann

17 ))) Sonntag

22.00 park café Urban Beats

14.00 park café Tanztee

Konzerte 11.00 Hess. Ministerium für Wissenschaft und Kunst Jazz im Hof: Charly Augschöll´s Hotline Band 11.30 altstadt in idstein Idstein JazzFestival

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Faust

19.00 Musik- und Kunstschule Feuerwerksmusik und Bilder einer Ausstellung

19.30 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/ Slowakei - Stecher und Lutscher

20.00 KuZ Eichberg eltiville SommerZeltFesival - CARA

19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl”

Bühne

20.00 Kammerspiele Wiesbaden Achterbahn

16.00 Hess. Staatstheater,

16.00 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Anatevka

16.

17.00 Angela Vockel privathaus bürschgartenstr. 12 Der Kunstsalon: “Als das Reisen noch geholfen hat” von Martin Mosebach

19.30 Casinogesellschaft Paramusix Charity Gala 2012

Jugendliche übernehmen selbst die Planung, Organisation und Durchführung eines Festivals für Jugendliche. Das Ergebnis heißt „Youth Culture 65xxx – Willkommen in unserer Welt“ und bringt ab 15 Uhr unter anderem Daniel Orange („fünf knackige Jungs aus Leipzig mit Indie-Electro-Rock-Pop im Gepäck“) auf die Bühne: www.wiesbaden.de/youthculture

Online Tickets und weitere Informationen:

20.15 murnau filmtheater Murnau Special - Work hard - Play hard

18.00 edeka c+c äppelallee Flohmarkt

15.

Tickets ab 25,00 € Telefon 06124 – 726 9999

kino

19.00 casino Gesellschaft Paramusix Charity Gala für Bärenherz u.a. mit Silvio D´Anza, Daniel von Lison, Patrick Sway, Margit Lieverz.

Wartburg Neue Stücke aus Europa/Norwegen: Entropie - Quasipsychotherapeutisches Drama

Literatur

20.00 carola weber privathaus am

Fete

16.00/21.15 Hess. Staatstheater,

15.

winkel Tatsachen - Spitzenkabarett mit Rolf Miller

humboldt-schule Der Kunstsalon: “Chatwins Guru und Ich” von Michael Obert

19.00 Burggarten Sonnenberg Rock im Burggarten mit The Blind Circus u.a.

Bühne

27

20.00 BrentanoScheune oestrich-

20.00 casa nova Der Kunstsalon: Matthias Habich liest “Der Afrikaner” birnbaum 23 sonnenberg Der Kunstsalon: Annika Reich “34 Meter über dem Meer”

Termine Juni

15.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß

Eine Charity Gala für die Bärenherz Stiftung veranstaltet Paramusix in der Casino-Gesellschaft und bringt unter anderem Silvio d´Anza, den „Popstart unter den Tenören“, sowie Patrick Sway, Daniel von Lison und Odette Bodin auf die Bühne. Tickets und Infos unter www. paramusix.org und (0176) 30 37 54 46.

15.00 nassauischer kunstverein NKV Führungen Familie 10.00 tierpark fasanerie Seminar - Julia Belot: “Tiere zeichnen”

17.

11.00 landesmuseum wiesbaden Offenes Atelier für Kinder und Familien: Holz, Metall, Pappe - Kelly in 3D. Wir bauen Bilder! Kostenbeitrag: 5,- EUR 14.00 tierpark fasanerie Natur-Erleben. Svenja Bruns: “Pflanzenzauber” (ab 7 J.) 16.00 Galli Theater Hans im Glück. (ab 3 J.) kino 13.00 murnau filmtheater Das Murnau Gästebuch - Nacht ohne Abschied 15.30 murnau filmtheater Arbeit - Aufruhr der Herzen 18.00 murnau filmtheater Murnau Special - Work hard - Play hard Sonstiges ganztägig Erbach eltville am rhein Erdbeerfest

Der Gala-Abend der Klassik bringt ein abwechslungsreiches Programm mit international erfolgreichen Instrumental- und GesangsSolisten, großem Chor und Orchester in die eindrucksvolle Kulisse von Kloster Eberbach. Ein Höhepunkt der musikalischen Reise: Die mehrfach preisgekrönte, erst 22-jährige Liv Migdal interpretiert Beethovens Violin-Konzert.

Wartburg

Termine an tippsundtermine@vrm.de und termine@sensor-wiesbaden.de


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sensor 06/12

Termine Juni



sensor 06/12

kino

Stolberger Str. 33 · 65205 WI-Nordenstadt ·  06122-6973

Do – Sa ab 20 Uhr · www.tanzlokal33.de    Jeden Samstag Lady´s Night

ganztägig metro boelckestraSSe Trödelmarkt

sonstiges 19.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

11.00-17.00 naturgarten kretschmer chausseehaus 28 Offener Garten 16.30 kulturpalast Fussballkultur im Palast + Kickerturnier 17.00 burg schwarzenstein geisenheim-johannisberg Ein Sommernachtstraum 20.00 Scheuer idstein Fußball-EM auf Großleinwand: Deutschland - Dänemark

18 ))) Montag Konzerte 19.00 Schloss Biebrich Schlosskonzert am Rhein mit Studierenden der Wiesb. Musikakademie 19.00 Kurhaus Wiesbaden, Kant Vocal - Konzert der Immanuel-KantSchule Bühne 10.00 Hess. Staatstheater Festivalzelt am Warmen Damm: Kinder entdecken Europa - Länder-Workshops mit Wiesbadener Schulklassen 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Neue Stücke aus Europa/Türkei: Surname 2010 - Ein Fest für Sühendan Sonstiges ganztägig Erbach eltville am rhein Erdbeerfest 13.00 Hilde-Müller-Haus KCR Sommerfest mit Flohmarkt 19.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

19 ))) Dienstag Bühne 10.00 Hess. Staatstheater Festivalzelt am Warmen Damm: Kinder entdecken Europa - Länder-Workshops mit Wiesbadener Schulklassen 19.00 Landesmuseum Wiesbaden SAM - Uraufführung/ in Kooperation mit dem Staatstheater 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Der Barbier von Sevilla 19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Shoot / Get Treasure / Repeat 21.30 Hess. Staatstheater, Wartburg Neue Stücke aus Europa/Türkei: Schöne Dinge sind auf unserer Seite Literatur 18.00 Nassauischer Kunstverein NKV Diskurs - Diskussionsrunde. (ab 8 J.) Kunst 12.45 nassauischer kunstverein NKV Espresso / Kurzführungen in der Mittagspause 15.00 landesmuseum wiesbaden Kunstsenioren: Fluxus at 50 18.47 nassauischer kunstverein Super Tuesdays / Preview Spielraum 19.00 landesmuseum wiesbaden Art After Work: “Außer Rand und Band - Fluxus at 50”

20 ))) Mittwoch fete 22.00 park café Salsa Party mit DJ Biaggio Bühne 10.00 Hess. Staatstheater Festivalzelt am Warmen Damm: Kinder entdecken Europa - Länder-Workshops mit Wiesbadener Schulklassen 11.00 Hess. Staatstheater, Studio Neue Stücke in Europa/Staatstheater Wiesbaden: Die Brücke 19.30 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/Frankreich - Nichts Neues 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Neue Stücke aus Europa/Österreich: Immer noch Sturm Kunst 12.15 landesmuseum wiesbaden Alte Meister Grafik des 18. Jahrhunderts Familie 10.00 Galli Theater Rapunzel. (ab 3 J.) kino 15.30 murnau filmtheater Das Murnau Gästebuch - Nacht ohne Abschied 18.00 murnau filmtheater 100 Jahre Babelsberg - Ehe im Schatten 20.15 murnau filmtheater 100 Jahre Babelsberg - Unser täglich Brot

21 ))) Donnerstag Fete 20.00 Tanzlokal No 33 Singletreff ü 40 22.00 park café Open Mic Konzerte 19.00 Musik- und Kunstschule Vokalkonzert Bühne 10.00 Hess. Staatstheater Festivalzelt am Warmen Damm: Kinder entdecken Europa - Länder-Workshops mit Wiesbadener Schulklassen 18.30 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/Frankreich - Nichts Neues

19.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

22 ))) Freitag Fete

17.00 Ringkirche Sommer-Orgelkonzert 17.00 Musik- und Kunstschule Abschlusskonzert Kammermusikwochenende

18.00 kreativfabrik Funeral Fire

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Faust

19.00 Kirche St. Kilian Kunst in der Kirche - Gospelkonzert 19.00 Musik- und Kunstschule On cue - Jazz Quartett Bühne 15.00 Landesmuseum Wiesbaden SAM - Uraufführung/ in Kooperation mit dem Staatstheater 10.00 Hess. Staatstheater Festivalzelt am Warmen Damm: Kinder entdecken Europa 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Romeo und Julia 19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Irland: The Blue Boy 19.30 Hess. Staatstheater, Studio Neue Stücke aus Europa/Russland: Mörder 19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl” 20.00 kuenstlerhaus43 Eröffnung Theatersommer. Freilichttheater in der kleinen Schwalbacher Straße (22.6.-14.7.12) 20.00 Galli Theater Sind Sie ein Wolf? 21.30 Hess. Staatstheater, Wartburg Neue Stücke aus Europa/Slowenien: Verdammt sei der Verräter seiner Heimat!

20.00 Kulturpalast Moving Mountains + The Satelitte Year

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Bulgarien: Rückstoß 19.30 Hess. Staatstheater, Wartburg Neue Stücke aus Europa/Slowenien: Verdammt sei der Verräter seiner Heimat! 19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl” 20.00 Galli Theater Beziehunsbomber 21.15 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/ Staatsschauspiel Dresden - Vater Mutter Geisterbahn

Kunst 14.00 landesmuseum wiesbaden Erklärt! Kunst in Wiesbaden - Fluxus at 50 15.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß Familie 11.00 Nassauischer Kunstverein NKV Kinder mittendrin

kino

kino

21.00 Gestüt Renz DJ Joerck - Disko Parkours 22.00 park café Urban Clubbing

10, neben hepa-Kaffee Theatersommer: “Ein Esslöffel Leben” 21.00 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Rumänien: Spielplatz Targoviste 21.00 Hess. Staatstheater, Studio Neue Stücke aus Europa/Rumänien: Spielplatz Targoviste Literatur

Kunst 15.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß 15.00 nassauischer kunstverein NKV Führungen Familie 16.00 Tierpark Fasanerie Kruschels Lesestunde: Tiermärchen aus aller Welt für Groß & Klein 16.00 Galli Theater Rumpelstilzchen. (ab 3 J.)

26 ))) Dienstag

kunst

Konzerte

Konzerte

12.15 landesmuseum wiesbaden Fluxus at 50

19.00 Musik- und Kunstschule Klavierabend der Klasse Ulrich Meining

Familie

20.00 Kurhaus Wiesbaden, RMF: Lise de la Salle, Klavier, Tschechische Philharmonie. Leitung: Jakub Hrusa

20.00 Kunsthaus Wiesbaden, Aula Improvisohrium - Offene Bühne für freie Improvisation mit Künstlergespräch 20.00 Weingut Allendorf oestrichwinkel RMF: I Liguriani: Klänge und Geschichten aus Ligurien, Fabio Biale, Gesang/Violine, Michel Balatti, Holzflöte, Fabio Rinaudo, Dudelsäcke, Filippo Gambetta, Akkordeon/ Mandoline, Claudio De Angeli, Gitarre, Christiane Meininger, Moderation. 20.00 Walhalla theater Evi Niessner chante Piaf mit Tassel Tigers Band

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Simon Boccanegra. Einführung im Foyer um 19 Uhr Kunst 12.45 nassauischer kunstverein NKV Espresso / Kurzführungen in der Mittagspause 18.00 landesmuseum wiesbaden Ilya Kabakov: Der rotte Waggon

Lesesaal Autograph trifft Stundenbuch. Vortrag mit Wilma-Maria Estelmann Familie 15.30 Stadtteilbibliothek Bierstadt Lesen & Spaß - Thema: Schulgeschichten. (ab 6 J.) sonstiges 09.45 rhein-main-hallen Zellcheming Expo 2012 15.30 dfg wiesbaden e. v. haus der heimat On parle francais - Conversation mit Florence Hoarau

27 ))) Mittwoch fete 22.00 park café Salsa Party mit DJ Biaggio Konzerte 18.00 Asklepios Paulinen Klinik,

Sonstiges

16.30 kulturpalast Fussballkultur im Palast + Tipp-KickTurnier

22.00 park café Urban Beats

20.00 Kloster Eberbach eltville RMF: Wegbegleiter, Virtuosi Saxoniae, Ludwig Güttler, Trompete/Leitung, Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang A. Mozart u. a. Bühne 19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Anatevka 20.00 Hess. Staatstheater, Wartburg Sugar - Manche mögen’s heiß

Konzerte

20.00 Kleine schwalbacher StraSSe

19.00 reduit rheinufer Feuerwerks Open-Air-Festival

10, neben hepa-Kaffee Theatersommer: “Shakespeares sämtliche Werke, leicht gekürzt”

18.00 berufswege für frauen e. v. Infoabend Social Business Women - Startdarlehen für Existenzgründerinnen

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Lotte in Weimar

20.00 Kurhaus Wiesbaden Burghofspiele: Staatskapelle Weimar. Leitung: José Luís Gómez Ríos

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Romeo und Julia

Bühne

19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl”

ganztägig Kammerspiele Wies-

20.00 Hess. Staatstheater,

baden Rookie of the Year (Camera Acting Workshop

Wartburg Xanadu

17.00 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Lohengrin 19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl”

Fete 20.00 Tanzlokal No 33 Singletreff ü 40

20.00 Hess. Staatstheater,

20.00 park café Open Mic

Wartburg Xanadu

20.00 Galli Theater Die Männerfalle

sonstiges

sonstiges

17.00 Christophoruskirche Trio Fortepiano

20.00 Kurhaus Wiesbaden RMF: Geigenreigen - Lisa Batiashvilli, Violine, Truis Merk, Violoncello, Dt. Symphonie-Orchetser Berlin. Leitung: Tugan Sokhiev

20.15 murnau filmtheater Musik, Sprache der Welt - Im Garten der Klänge

14.00 park café Tanztee

12.05 Marktkirche Wiesbaden Carillon-Musik zur Marktzeit

19.30 Hess. Landesbibliothek,

20.00 Kurhaus Wiesbaden, RMF: Lars Vogt, Klavier, San Francisco Symphony Youth Orchestra. Leitung: Donato Cabrera

Konzerte

11.30 Marktkirche Wiesbaden Orgelmusik zur Marktzeit

10, neben hepa-Kaffee Theatersommer: “Ein Esslöffel Leben”

18.00 murnau filmtheater Musik, Sprache der Welt - Im Garten der Klänge

Fete

28 ))) Donnerstag

Bühne

Konzerte

19.00 Musik- und Kunstschule Der Schillerplatz rockt

18.00 murnau filmtheater Starke Frauen - Berlin-Paris: Die Geschichte der Beate Klarsfeld

24 ))) Sonntag

09.00 rhein-main-hallen Zellcheming Expo 2012

20.00 kreativfabrik Hepcazz - Rockabilly Trio

23.00 Cubique Over the Top - Black Music

20.00 Kleine schwalbacher StraSSe

15.30 murnau filmtheater Schule - Glückspilze

25 ))) Montag

sonstiges

20.00 Kulturpalast Rosetta / Kings Destroy / Colaris

22.00 kreativfabrik Double Trouble

Konzerte

15.30 murnau filmtheater 100 Jahre Babelsberg - Unser täglich Brot

18.00 edeka c+c äppelallee Flohmarkt

20.15 murnau filmtheater Schule - Immer, wenn der Tag beginnt

20.00 Kloster Eberbach eltville RMF: Geigenreigen Russische Variationen, Dmitry Sitkovetsky, Violine, Festival Strings Lucerne, Achim Fiedler, Leitung.

20.00 Kloster Eberbach eltville RMF: Händel - Mozart: Der Messias, Ruth Ziesak, Sopran, Gerhild Romberger, Alt, Werner Güra, Tenor. Hanno Müller-Brachmann, Bass, NDR Chor, Concerto Köln, Philipp Ahmann, Leitung 20.00 kreativfabrik Open Stage Bühne 19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Lotte in Weimar 19.30 Landesmuseum Wiesbaden SAM - Uraufführung/ in Kooperation mit dem Staatstheater 19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl” 20.00 Sombrero Latino Zauberkunst-Show. Tel. Reservierung: 06131/5849861 kunst 18.00 landesmuseum wiesbaden Fluxus at 50 Familie 11.00 Hess. Staatstheater, Studio Rico, Oskar und die Tieferschatten. (ab 9 J.) kino 18.00 murnau filmtheater Schule - Meine schöne Mama 20.15 murnau filmtheater Schule Reloaded - Monsieur Lazhar

20.00 Kleine schwalbacher StraSSe 10, neben hepa-Kaffee Theatersommer: “Shakespeares sämtliche Werke, leicht gekürzt” 20.00 Galli Theater Die Männerfalle 20.00 Weingut Geromont oestrichwinkel Richard III, Shakespeare-Sommer-Theater im Hof 20.00 Walhalla theater, “Around the World in 80 Days” Kunst 16.00 Residenz & Hotel Am Kurpark Kontraste Bilder und Zeichnungen. Ausstellung der Schlangenbader Künstlerin Mechthild Hanisch-Gorland. Werke in Öl, Ölkreide und Aquarelle (bis 22.8.) Familie 18.00 Hess. Staatstheater, Studio Rico, Oskar und die Tieferschatten. (ab 9 J.) kino

22.00 park café Danza night Beats

19.30 Schloss Freudenberg Halbzeit - mit Gerd Eggers

23.00 Cubique We love Wi - Boris Rampersad

Familie 11.00 landesmuseum wiesbaden Museumswerkstatt für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 0611/3352250. Kostenbeitrag: 10,- EUR

03.07.12 frankfurt, silbergold

wolfmother

04.07.12 offenbach, capitol

bon iver

09.07.12 köln, tanzbrunnen

alabama Shakes 12.07.12 köln, live music hall

young rebel set

22.07.12 frankfurt, das bett

katzenjammer 08.08.12 hanau, amphitheater

feist

21.08.12 köln, tanzbrunnen

simple minds 22.08.12 hanau, amphitheater

nerina pallot 28.09.12 Frankfurt, nachtleben

max buskohl

30.09.12 Frankfurt, nachtleben

cro

15.10.12 Frankfurt, st. peter

jon gomm

17.10.12 offenbach, hafen 2

parov stelar

20.10.12 offenbach, capitol

achim reichel

01.11.12 frankfurt, dreikönigskirche

16.00 Galli Theater Dornröschen. (ab 3 J.)

gotye

kino

aida night of the proms

15.30 murnau filmtheater Schule - Immer, wenn der Tag beginnt 18.00 murnau filmtheater Schule Reloaded - Faust II reloaded - Den lieb ich, der Unmögliches begehrt! 20.15 murnau filmtheater Schule Reloaded - Monsieur Lazhar

08.11.12 Frankfurt, jahrhunderthalle

mit: mick hucknall von Simply red, anastacia, jupiter jones, naturally 7 u.a. 04. & 05.12.12 frankfurt, festhalle 19.12.12 mannheim, sap arena

nils Landgren

07.12.12 frankfurt, dreikönigskirche

charlene soraia

20.15 murnau filmtheater Schule Reloaded - Monsieur Lazhar

13.00 Festplatz Gibber Kerb Gibber Kerb

Sonstiges

15.00 rheinufer eltville Sekt- und Biedermeierfest

13.00 Bleichwiesen Biebrich Gibber Kerb 13.00 Festplatz Gibber Kerb Gibber Kerb

30 ))) Samstag Fete

Literatur

15.00 landesmuseum wiesbaden Klassische Moderne im Museum Wiesbaden

howler

13.00 Bleichwiesen Biebrich Gibber Kerb

inufer eltville am rhein Sekt- und Biedermeierfest

20.00 Tanzlokal No 33 Ü40 Party mit Mitternachtssnack

kunst

29.06.12 frankfurt, das bett

david orlowsky trio

18.00 unter den platanen am rhe-

29 ))) Freitag

winkel Richard III, Shakespeare-Sommer-Theater im Hof

shearwater

Sonstiges

10.30 rhein-main-hallen Zellcheming Expo 2012

Fete

20.00 Weingut Geromont oestrich-

young man

04.06.12 frankfurt, Ponyhof Club

18.00 murnau filmtheater Schule Reloaded - Faust II reloaded - Den lieb ich, der Unmögliches begehrt!

sonstiges

17.30 kulturpalast Fussballkultur im Palast + Kick it like Kurt (Film)

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22.00 park café Urban Clubbing

18.47 nassauischer kunstverein Super Tuesdays / Preview Spielraum

19.00 Musik- und Kunstschule Ein Sommernachtstraum - Sommerkonzert

15.00 Am Parkfeld Wendehammer Paracelsusweg: Kulturfest Parkfeld

18.00 murnau filmtheater Schule - Glückspilze

19.30 rhein-main-hallen Zellcheming Sommerabend 2012

19.00 Musik- und Kunstschule Kleines Feierabendkonzert

10.30 Adelheid-dojo Stock und Stöckelschuh - Workshop von Sibylle Magel

15.30 murnau filmtheater Das Murnau Gästebuch - Stern von Rio

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Der Turm

13.00 murnau filmtheater Das Murnau Gästebuch - Stern von Rio

ganztägig rhein-main-hallen AWS Arbeitskreis für Wirtschafts- und Steuerrecht

kino

Bühne

kino

ganztägig real mainzer straSSe Trödelmarkt

11.30 Hess. Staatstheater, Studio Der Sprachabschneider. (ab 8 J.)

19.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

Kapelle Paulinenklänge - Orgelkonzert

23.00 Cubique Soul - Sound of Urban Living

11.30 Marktkirche Wiesbaden Orgelmusik zur Marktzeit

20.00 Kleine schwalbacher StraSSe

Clementine Christina Sommerfeld und Stella Seifert: Leben und Werk Fjodor Dostojewski. Lesung

16.00 Galli Theater Rumpelstilzchen. (ab 3 J.)

20.00 Tanzlokal No 33 ü4 -Ladies Night mit Damenwahl

Wartburg Neue Stücke aus Europa/Island: Björn aus Öxl

16.00 Literaturhaus Villa

10.00 Galli Theater Hänsel & Gretel. (ab 3 J.)

23 ))) Samstag

19.30 Hess. Staatstheater,

Studio Neue Stücke aus Europa/Russland: Mörder

Familie

19.00 kulturpalast Fussballkultur im Palast

17.00 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Lohengrin

16.00/21.30 Hess. Staatstheater,

11.00 landesmuseum wiesbaden Museumswerkstatt für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 0611/3352250. Kostenbeitrag: 10,- EUR

Fete

10.00 Galli Theater Rapunzel (in engl.). (ab 3 J.)

20.00 Kloster Eberbach eltville RMF: Eröffnungskonzert I, Orff - Carmina Buran, Olga Peretyatko, Sopran, NN, Tenor, Johannes Martin Kränzle, Bariton, Philharmonischer Chor Brno, Limburger Domsingknaben, hr-Sinfonieorchester, Paavo Järvi, Leitung

Biergarten (hinter dem Kurhaus) Frühschoppen mit Musik: Donald Kenwood

Konzerte

20.00 Galli Theater Are you a Wolf? Dance-Theater

Familie

19.00 Tierpark Fasanerie Benefizkonzert mit Best Age

11.30 Kurhaus Wiesbaden,

12.00 Hess. Staatstheater Malersaal: Neue Stücke aus Europa/ Staatsschauspiel Dresden - Vater Mutter Geisterbahn

10, neben hepa-Kaffee Premiere Theatersommer: “Ein Esslöffel Leben”

18.00 landesmuseum wiesbaden Ellsworth Kelly: Schwarz und Weiß

18.00 kreativfabrik Raw Cut Allnighter

14.00 Landesmuseum Wiesbaden SAM - Uraufführung/ in Kooperation mit dem Staatstheater

sonstiges

Kunst

Wissenschaft und Kunst Jazz im Hof: Hot Four Creole und Paris Washboard

schule Klassik? Lustig!

Bühne

22.00 park café Danza night Beats

19.30 Georg-Buch-haus Wiesbaden English Language Theater (WELT): “Daddy´s Girl”

15.30 Stadtteilbibliothek Bierstadt Lesen & Spaß - Thema: Schulgeschichten. (ab 6 J.)

14.00/15.30 Musik- und Kunst-

11.00 Hess. Ministerium für

Bühne

21.00 Gestüt Renz DJ Sputnik - Disko Parcours

20.15 murnau filmtheater Musik, Sprache der Welt - Im Garten der Klänge

21.15 Hess. Staatstheater,

Konzerte

21.00 walhalla theater Julia Nelson & die Krautboys

21.00 Cubique BDay Bash

19.30 Hess. Staatstheater, Kl. Haus Neue Stücke aus Europa/Irland: The Blue Boy

20.00 Kleine schwalbacher StraSSe

12.05 Marktkirche Wiesbaden Carillon-Musik zur Marktzeit

20.00 Kloster Eberbach, eltville RMF: Eröffnungskonzert II, Orff - Carmina Burana, Olga Peretyatko, Sopran, NN, Tenor, Johannes Martin Kränzle, Bariton, Philharmonischer Chor Brno, Limburger Domsingknaben, hr-Sinfonieorchester

20.00 Tanzlokal No 33 Ü40 Party mit Mitternachtssnack

18.00 murnau filmtheater Starke Frauen - Berlin-Paris: Die Geschichte der Beate Klarsfeld

Familie

09.00 berufswege für frauen e. v. Workshop-Kinderzeit, Berufszeit & Ich-Zeit

18.00 chez mamie im pariser hof DFG-Stammtisch

19.30 Hess. Staatstheater, Gr. Haus Turandot

Wartburg Neue Stücke aus Europa/Zypern: DNA

Sonstiges

18.00 murnau filmtheater Themenabend: Kinder- und Jugendarmut Podiumsdiskussion. Im Anschluss: Die Entbehrlichen

Termine Juni

20.00 Tanzlokal No 33 ü4 -Ladies Night mit Damenwahl 21.00 greenhouse kulturclub THE GREEN EMPIRE, neue Partyreihe mit einem Mix aus Pop, Rock, Indie, Alternative und Wave

09.12.12 frankfurt, dreikönigskirche

13.12.12 offenbach, hafen 2

18.00 edeka c+c äppelallee Flohmarkt

i

Alle Adressen der hier auf­ ge­führten Wiesbadener Ver­ anstaltungsorte finden Sie ab sofort im Internet zum bequemen Download unter: www.sensor-wiesbaden.de/ ausgaben

30.06.12 offenbach capitol

22.00 Kulturpalast Party mit Jürgen The Diver + Falcao Fantastico + Monsieur Flankenhauer

Termine an tippsundtermine@vrm.de und termine@sensor-wiesbaden.de


2x5

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2x5 Interview

Kaan Gökalp Geschäftsführer Park Café, 42 Jahre Interview Dirk Fellinghauer

Foto Simon Hegenberg

Beruf

Mensch

Sie sind eigentlich Bauingenieur. Warum sind Sie seit sechs Jahren Chef des Park Cafés?

Wer oder was hat Sie am meisten geprägt im Leben?

Ich bin absoluter Quereinsteiger. Als damals mit dem Umbau des Park Cafés über eineinhalb Jahre alles schiefging, fragte mich der Investor Ahmet Akkus: Kannst Du die Bauleitung übernehmen? Ich sagte: Ja, aber auf meine Art. Nachdem es mir innerhalb von sechs Monaten gelang, alle Probleme zu lösen, meinte er: Du hast dafür gesorgt, dass das Park Café wieder geöffnet werden kann, also betreibe es jetzt auch. Ich hatte ja keine Ahnung davon, stand als Gast immer auf der anderen Seite. Geplant war ein halbes Jahr. Jetzt sind es über sechs Jahre. Was bedeutet das Park Café für Sie und was für die Stadt? Für mich ist es zur Lebenseinstellung geworden, hat oberste Priorität, noch vor Familie. Ich identifiziere mich damit und repräsentiere das Park Café voller Stolz. Es gibt wohl keine Clubgeschichte dieser Art: fast 100 Jahre an einem Ort, unter dem gleichen Namen. Elvis, Sinatra, Chaplin waren hier. Vor unserem Umbau und Neueröffnung war das Park Café, in seiner letzten Phase, ein maroder Schuppen mit miesem Ruf. Ich habe nicht bei null, sondern bei minus 300 angefangen. Zwei Jahre lang blieb der Laden leer. Ich habe jeden Tag einzeln aufgebaut, heute sind wir ein Club mit Fünftagewoche. Für die Stadt sind wir eine wichtige Institution. Wir beleben die Stadt, über die Hälfte kommt von auswärts. Wir haben den Namen aufpoliert und wieder zur Top-Adresse im Rhein-Main-Gebiet gemacht. Wie suchen und finden Sie Partytrends? Ich bin immer auf der Suche. Ich versuche auch aus 08/15-Gesprächen Ideen herauszufiltern und daraus Neues zu kreieren. Aktuell sehe ich keine besonderen Trends. Man muss einfach dafür sorgen, dass die Leute im Club ein positives und freund­ liches Erlebnis haben. Ich habe noch sieben, acht Partykonzepte in der Schublade. Hätte die Woche zehn Tage … Der einzige Trend aber, den unsere Gäste lieben, hat sich von alleine ent­wickelt. Ununterbrochen kommen Promis aus Sport, TV, Fashion und Musik und fühlen sich sehr wohl bei uns. Ein Park Café-Klischee betrifft die Türpolitik – wer kommt rein, wer bleibt draußen? Das ist natürlich ein Thema. Jeder, der gepflegt und stylish ist und ein freundliches Erscheinungsbild hat, ist herzlich willkommen. Wir briefen auch unsere Türsteher, dass sie freundlich zu allen Gästen sind. Bei uns wird jeder gleichbehandelt, ob Student oder Millionär. Es gibt keine Ausnahmen, was für die Wiesbadener manchmal etwas schwierig ist. Aber wer will, kann natürlich einen eigenen VIP-Bereich reservieren und kriegt von mir aus auch einen Bodyguard dazu. Haben Sie schon mal das Klo geputzt im Park Café? Ja! Gerade vor drei Wochen gab es die Situation. Ich habe alles schon gemacht. Und weil ich es so vormache, verlange ich von meinem Team dasselbe.

Mein Vater. Sein Leitspruch war: Junge, die Nummer eins zu werden, ist relativ einfach. Aber die Nummer eins zu bleiben, das ist harte Arbeit und die Kunst des Lebens. Außerdem lese ich immer wieder das gleiche Buch: „Die Kunst des Krieges“ von Sunzi. Wenn ich es durchgelesen habe, fange ich direkt wieder von vorne an. Sie haben eine Fünfnächtewoche. Haben Sie überhaupt noch Lust, privat auszugehen? Das Einzige, was ich noch mache, ist gut essen gehen. Ich bekomme viele Einladungen, aber da ich jeden Tag vor Ort präsent bin, kann ich privat nicht ausgehen. Das fehlt mir, aber mit dem Park Café geht es einfach um viel. Der Investor hatte das Durchhaltevermögen, dass ich meinen dicken Kopf durchsetzen konnte. Da ist mir heute einfach jeder Tag zu kostbar, um nicht im Park Café zu sein. Im Nachtleben findet man schnell falsche Freunde – wie ­wählen Sie Ihre Freunde aus? Ich habe gelernt, nur wenige Personen freundschaftlich an mich heranzulassen. Dafür pflege ich die Freundschaften, die ich habe, auch wenn man sich lange nicht persönlich sieht. Ich finde es schön, wenn sich manchmal aus geschäftlichen Beziehungen Freundschaften entwickeln. Umgekehrt wäre es der falsche Weg. Sie stammen aus dem Ruhrgebiet, leben in Frankfurt – was gefällt Ihnen an Wiesbaden und was stört sie? Ich liebe Wiesbaden, die Stadt, die Architektur, die alten Gebäude. Was ich mich stört: dass es sehr lange dauert, bis man das Vertrauen der Leute gewinnt. Ich habe mit dem Park Café sechs Jahre gebraucht und nun eine komplett neue Generation in den Club gebracht. Sie vertrauen uns, weil sie wissen: Wenn wir etwas versprechen, halten wir Wort. Das war früher nicht so. Wovor haben Sie Angst? Ich habe keine Angst. Vor nichts. Wer fleißig ist, ehrlich und sich korrekt verhält, muss keine Angst haben.

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Einblicke

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Tür und Tor geöffnet

doGO

Welcher Künstler an dieser Stelle auch seine Fotos oder Bilder veröffentlichen möchte, schicke bitte eine E-Mail mit ein paar Kostproben an bilder@sensorwiesbaden.de

@

Kunst und Kultur finden meist an exakt dafür vorgesehenen Orten statt. Es geht auch anders, wie der Juni gleich dreifach zeigt.

Kunst

Ingrid Heuser & Udo W. Gottfried www.ingrid-heuser.de

Auf zur Sangria im Pferdestall oder zur Lesung im Loft. 1 )))

1 )))

„stOB“ 2009, Holz, Papier, Draht, L: ca. 55 cm

2 )))

„amFA“ 2012, Bambus, Papier, Farbe, L: ca 200 cm

3 )))

„fuKU“ 2011, Papier, Farbe, Holz, Draht, H: ca. 180 cm

Folgen Sie der Frau im grünen Kleid. Rita Marsmann führt mit Herzblut durch die offenen Ateliers

2 )))

Ingrid Heuser und Udo W. Gottfried haben als freie Künstler unabhängig voneinander seit den 80er Jahren Objekte, Skulpturen, Installationen und Arbeiten auf und aus Papier ausgestellt. Als Künstlerduo entwickeln sie seit 2007 gemeinsame Projekte. Dafür treffen sie sich einmal wöchentlich im Atelier, experimentieren mit den Materialien Holz, Draht und Papier und überlassen die Ergebnisse dann dem anderen zur Weiterarbeit. Die aus diesem Dialog entstehenden Raum- und Wandobjekte sind Unikate, in denen sich die Handschriften von zwei Künstlern in ein und demselben Objekt verschränken. Im Rahmen der „Offenen Ateliers im Westend Wiesbaden“ am 16. und 17. Juni, jeweils 14 bis 19 Uhr, ist die Installation „amFA“ in der Scharnhorststraße 9 HH zu sehen.

Zur Kunst geht man ins Museum oder in die Galerie, zur Lesung in Bücherei, Buchhandlung oder Literaturhaus, zum Konzert in Club oder Konzerthaus. Ist doch klar! Ist es das? Bei drei außergewöhnlichen Veranstaltungen dürfen Interessierte Kultur an ganz anderen, nämlich ziemlich privaten Orten erleben. Beim 9. Biebricher Höfefest öffnen sich vom 7. bis 10. Juni zahlreiche Tore und führen in eine besondere Atmosphäre und zu einem vielfältigen Programm. In erster Linie ist ganz viel Musik drin in den Höfen, aber auch Lesungen, Kunsthandwerk, Spiele, DJs, Kinderunterhaltung und natürlich Stärkungen aller Art werden in stimmungsvollem Ambiente ge­boten. Ein paar wenige Beispiele: Bei Familie Casselmann gibt es tropische Longdrinks und hausgemachte Sangria an der Jazzbar am alten Pferdestall, mystisch wird es beim Wizard-Turnier im

Hof von Thomas Bissinger und Edith Macha, die Hammermühle präsentiert sich als beispielhafter Ort des Zusammenlebens. Das komplette Programm: www.hoefefest.de Wiesbaden-Premiere feiert vom 14. bis 17. Juni „Literatur in den Häusern der Stadt“ – entstanden vor zwölf Jahren in Köln, weitergetragen nach Berlin und nun auch in Wiesbaden angekommen, bringt das unkonventionelle Festival hochklassige Autoren und Vorleser an ungewöhnliche Orte. Die Idee: Private Gastgeber richten besondere Literaturerlebnisse aus. In Wiesbaden haben Festivalleiterin Cornelie Kister und Dominique Erbenich ein schönes Programm zum Thema „Die Sehnsucht“ auf die Beine gestellt. Am Auftaktabend liest Christian Brückner auf Einladung von Brita-Chef Markus Hankammer im Rudersport 1888 aus Michael Ondaatjes´ „Katzentisch“. Weitere Künstler und Gastgeber sind

unter anderem Arnold Stadler (Jörg Taubert), Carlos Garcia Piedra (Carole Dozier), Annika Reich (Carola Weber), Martin Mosebach (Angela Vockel), Michael Obert (Thomas Wiesel) oder Husch Josten, die bei Helga und Rainer Kunze im Büroloft mit Dachterrasse der it.allions AG in der Taunusstraße aus „Das Glück von Frau Pfeiffer“ lesen wird. Wer selbst Gastgeber werden möchte, mailt an kister@kunstsalon.de. Das komplette Programm: www.kunstsalon.de Bereits zum elften Mal laden am 16. und 17. Juni die „Offenen Ateliers im Westend“ dazu ein, Kunst am Ort der Entstehung zu entdecken – und beim Rundgang vielleicht auch gerade noch manches Vorurteil über das mitunter verpönte, in Wahrheit ausgesprochen lebendige, lebhafte, lebens- und liebenswerte Viertel über Bord zu werfen. An über 30 Stationen bekommen die Besucher zwei Nachmittage lang Kunst aller

Disziplinen zu sehen – von Malerei und Zeichnung über Plastik, Fotografie und Design bis hin zu Inox Kapells „insektoiden Zeichnungen“ oder Michael Ruppels „40 Unterhaltungen mit einer Teetasse“ oder den Arbeiten der „Schattenforscherin“ Julia Isterling. Dabei können die Gäste ganz zwanglos den Künstlern Löcher in den Bauch fragen oder die geballte Kreativität auch ganz einfach auf sich wirken lassen. Oder sie können sich fachkundig führen lassen von Rita Marsmann, der treibenden Kraft dieser fantastischen Veranstaltung. Sie nimmt alle Neugierigen an beiden Veranstaltungstagen jeweils um 14 und 17 Uhr im ehemaligen Waschsalon in der Wellritzstraße 41 in Empfang zum gemeinsamen Rundgang. Das komplette Programm: www.offene-ateliers-westend.de Dirk Fellinghauer

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Konsumtempel

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Die Umsatz-Trickkiste Der Wiesbadener Architekt Markus Gabler bezirzt mit seinen Ideen weltweit die Kunden von Adidas, Lego und Pizza Hut.

Markus Gabler umgarnt junge Mädchen. Das gehört zu seinem Beruf dazu. Er lockt die Schülerinnen mit Schuhen, Hosen, Jacken und Schaufensterpuppen. Er schmeichelt ihnen mit bunten Lichtern und wummernder Musik. Er schenkt ihnen einen Zauberspiegel und schießt damit Fotos von ihnen. Wenn die Jugend­ lichen sich darüber freuen, ist Gabler glücklich. Es zeigt ihm, dass er alles richtig gemacht hat. Der Wiesbadener ist Architekt und erweckt Marken zum Leben. Er gestaltet im Auftrag von Großkonzernen deren Einkaufstempel. Er entwarf unter anderem die Läden von Neo. Adidas will mit der neuen Modemarke vor allem Mädchen zwischen zwölf und 16 Jahren begeistern. Gabler arbeitete aber auch schon für die Fifa, Pizza Hut, Converse, Lacoste, Levis oder Lego. Für den Klötzchenkonzern entwirft er unter anderem den Vorzeigeladen im Disneyland Paris und baute das Geschäft in der Wiesbadener Fußgängerzone. Bevor solche Unternehmen neue Läden eröffnen, suchen die Verantwortlichen bezahlbare Ideen. Zündende, ja fast schon brandheiße Einfälle finden die Führungskräfte unter anderem durch Wettbewerbe. Sie veröf-

Spiel mit Emotionen

fentlichen eine Ausschreibung, und Kreative aus der ganzen Welt reichen ihre Entwürfe ein. Dabei sollten sie sich exakt an die Vorgaben halten. „Bei Adidas Neo durfte der Quadratmeter Ladenfläche zum Beispiel nicht mehr als 1.200 Euro kosten“,

sagt Gabler. Das ist wenig. Der Betrag versteht sich inklusive Boden­belag, Decke, Farben, und Technik. Die Adidas-Chefs forderten außerdem ein Konzept, das sie in ganz Europa umsetzen können. Schließlich haben sie mit Neo Großes vor. Bis 2015 soll die Marke eine Milliarde Euro zum Gesamtumsatz des Konzerns beitragen. Der soll in den kommenden drei Jahren von zuletzt knapp zwölf auf 17 Milliarden Euro wachsen – auch dank der Ideen von Gabler. Viele Standorte, ein Stil Der Wiesbaden erhielt den Zuschlag für die Gestaltung der Neo-Läden. Zusammen mit seinen Mitarbeitern eröffnete er seit Februar unter anderem Geschäfte in Köln, Hamburg, Berlin, Stuttgart, Nürnberg und Frankfurt. Optisch ähneln sich alle Filialen. „Das ist extrem wichtig. Die Kunden sollen die Marke sofort erkennen“, sagt Gabler. McDonald’s hat das perfektioniert. Das goldene M leuchtet in Brasilien, Deutschland und Katar. Wer es sieht, weiß sofort, was ihn erwartet. Das wollen auch die Neo-Manager erreichen. Sie setzen an allen Standorten auf ein einheitliches Aussehen – vom Boden bis zur Decke. Die potenziellen Käufer treten überall auf eine PolyurethanBeschichtung. Die flüssige Masse verläuft automatisch und nivelliert sich selbst. Für wenig Geld entsteht so eine gleichmäßige Fläche, die nur wenige Millimeter dünn ist. Das ist ein Vorteil gegenüber einem vergleichsweise dicken Parkett. Ist der Boden zu hoch, passen schlimmstenfalls die Regale nicht mehr unter tiefhängende Decken. Der Polyurethan-Boden sieht aus wie Beton. „Das verleiht den Läden ein industrielles Aussehen. Darauf stehen Jugendliche“, sagt Gabler. Zum Fabrikstil tragen auch die offenen Decken bei. Lüftungsrohre und Kabel sind nicht versteckt, sondern schlängeln sich unter der Decke entlang –

Konsumtempel

Die Wohnung wurde zu eng fürs Büro. Nun residiert Markus Gabler auf der Wilhelmstraße.

das spart Geld und soll lässig aussehen. Genau wie eine weitere Spielerei, die sich Gabler ausgedacht hat: die Musikanlage. Jugendliche können daran ihr Handy oder ihren iPod anschließen. Jeder, der mag, kann die Läden mit seiner Musik beschallen. Wer selbst zum Star werden will, kann die Bühnen nutzen, die es in jedem Neo-Geschäft gibt. Darauf sollen abends von Zeit zu Zeit Bands aus der jeweiligen Stadt rocken. Einkaufen wird zum Erlebnis. Wem das immer noch nicht interaktiv genug ist, der stellt sich samt NeoKlamotten vor einen Zauberspiegel. Das Wunderwerk der Technik fotografiert die Freizeitmodels und veröffentlicht die Bilder auf Facebook. So erfährt die ganze Welt, wo die Hobbymannequins ihre neue Jacke voraussichtlich kaufen. Damit die Jacke tatsächlich in der Einkaufstüte landet und nicht zurückgehängt wird, greift Gabler tief in die Trickkiste. Der Markenarchitekt weiß, wie man Kunden verführt. Folgende drei Kniffe funktionieren fast immer – bei allen Modemarken. Erstens: Kein Gewinn ohne Schaufensterpuppen. Die tanzen, hocken und sitzen, anders als ihr Name suggeriert, nicht nur im Schaufenster, sondern im Idealfall auch im Innern. An den Kunststoffmenschen präsentieren Unternehmen ihre neuen Kollektionen als Gesamtkunstwerk. Verkäufer überzeugen Interessierte damit, wie fesch das grüne T-Shirt mit der gelben Hose aussieht. Auch Kunden, die einfach nur in Ruhe durch den Laden schlendern wollen, lassen sich von den Puppen inspirieren. Zweitens: Kein Umsatz ohne Beleuchtung. Lampen rücken die Produkte ins richtige Licht. Strahlen sie die blauen Jeans an, blickt auch der Kunde automatisch darauf. Wichtig ist ein warmes, weiches und weißes Licht. Bunte Glühbirnen würden die Farben der Hosen, Röcke und Pullover verfälschen. Drittens: Kein Erfolg ohne Stufentische. Sie stehen am Eingang und wachsen nach und nach in die Höhe – von etwa 40 bis zu 120 Zentimetern. Auf den Tischplatten präsentieren Filialleiter Sonderangebote und schaf-

fen so erste Erfolgserlebnisse. Wer ein Schnäppchen findet, macht sich automatisch im Ladeninneren auf die Suche nach einem weiteren. Praxis wichtiger als Studium Gabler selbst hat in seinem Leben bereits zahlreiche Erfolgserlebnisse gefunden. Angefangen hat seine Karriere mit dem Architekturstudium an der FH Mainz – und das, obwohl er Professoren und Dozenten nur selten sah. „Ich habe während des Studiums oft in Architekturbüros gearbeitet. Dabei habe ich mehr gelernt als in Vorlesungen oder Seminaren“, sagt Gabler heute. Nach dem Studium ging er 1995 nach Sydney. Nicht in irgendeine Klitsche, sondern in das Architekturbüro von Lawrence Nield & Partners, die sich für den Masterplan der Olympischen Spiele, 2000 verantwortlich zeigten. Nach einem Jahr zog es Gabler zurück nach Wiesbaden. Er arbeitete bei Gresser Architekten und leitete hauptsächlich den Bau von Einfamilienhäusern. Im Jahr 2000 eröffnete ein Feuerwerk in Sydney die Olympischen Spiele und im Leben des Markus Gabler knallte es ebenfalls. Der Jeanshersteller Levis suchte jemanden, der eine vorhandene Markenarchitektur vom Reißbrett in die Innenstädte brachte. Eine Freundin empfahl Gabler für die Aufgabe. Der sagte zu, richtete in seiner Wohnung ein Büro ein, nannte sich GGP-Architekten und legte los. „Von Juni bis November war ich unterwegs, in Deutschland, Österreich

und der Schweiz. In fünf Monaten eröffnete ich 25 Läden“, erinnert sich Gabler. Das Projekt war erfolgreich, der Wiesbadener ab diesem Moment auch. Er stellte Mitarbeiter ein. Irgendwann quetschten sich zu viele Angestellte in das kleine Büro in seiner Wohnung. Gabler änderte seinen Standort und seinen Unternehmensnamen. Er zog 2004 mit seiner Mannschaft in die Wilhelmstraße 40 und firmiert seitdem unter „W40-Architekten“. In den neuen Büroräumen entstehen nicht nur kreative Ideen, sondern stapeln sich auch zahlreiche Ordner. Darin sind die Gebrauchsanweisungen für Läden abgeheftet – Möblierungsvorschläge, Haustechnikpläne und Grundrisse. Jeder Filialverantwortliche erhält eine Kopie der entsprechenden Ordner bei der Schlüsselübergabe. Darin kann er nachschlagen, wie die Musikanlage funktioniert, wo die Mitarbeitertoiletten sind und an welcher Wand der Sicherungskasten hängt. Damit steht einer Eröffnungsfeier fast nichts mehr im Weg. Für den Filialleiter und seine Mannschaft beginnt die Arbeit, für Gabler ist sie vorbei. Er kann sich auf die Suche nach neuen Kunden machen. Vielleicht umgarnt er in deren Auftrag das nächste Mal alte Männer. Sebastian Wenzel Fotos Arne Landwehr

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Bilder & Begegnungen

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04. Mai: Im November 2011 hat die Medienakademie Wiesbaden ihren Betrieb aufgenommen, nun startet sie richtig durch. Bei einem Tag der offenen Tür präsentierten die engagierten Macher ihr vielfältiges Angebot in einer abgefahrenen Biebricher Location: Die „Fabrikation“, in der jetzt Kreative verschiedenster Disziplinen Ideen in Loft­atmos­phäre ausbrüten, war früher eine Papierwarenfabrik.

Kreativereignis Stijl

Temporäre Heimat für Mode und Design Mit einem Mix aus Messe und Festival locken die StijlMacher immer grössere Besucherscharen an.

08. Mai: „Wulff und die Folgen“ war das Thema der Medienlounge im Presseclub, bei der unter Leitung von IHK-Pressesprecher Gordon Bonnet der Politikforscher Prof. Jürgen Falter und Uwe Vorkötter, Chefredakteur von Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung, ein Streitgespräch versuchten – und doch meistens ziemlich gleicher Meinung ­waren. Spannend war es allemal, die ­Ereignisse nochmal mit etwas Distanz zu reflektieren.

09. Mai: Eine Art vorgezogenen Muttertag bescherte ­Jako-O den begeisterten Kundinnen mit der Eröffnung der neuen Filiale in den Dern‘schen Höfen. Angetan ­waren die Eröffnungsgäste nicht nur vom Warenangebot und vom Catering, sondern auch vom freundlichen, ­modernen Ambiente des zweigeschossigen Ladens.

Mein Monatsalbum Herr F. unterwegs in der Stadt: Mai 2012

09. Mai: Sport traf Politik beim Abend des Sports im Hessischen Landtag, der ganz im Zeichen der Olympiade stand. TischtennisStar Timo Boll posierte gerne mit dem Hessentagspaar, Ministerpräsident Volker Bouffier hatte noch Spaß beim Kickern, als sich der Saal schon stark geleert hatte.

17. Mai: Wenn sich Freaks und Kids und Zufallszuhörer und eingefleischte Fans vor der Bühne versammeln, dann wissen die auftretenden Bands: Sie sind auf dem Kranzplatzfest. Fünf Tage lang spielten jede Menge klasse Gruppen, wie hier Cargo City, und: entgegen anderer Vorhersagen spielte auch das Wetter weitestgehend mit.

11. Mai: Die Wiesbadener Surfrock-Band The Razorblades feierte ihr zehnjähriges Bestehen – natürlich mit einem Konzert in der Räucherkammer. Da wurde getanzt und gejubelt und sehr gerne auch mitgemacht: „Hey!“.

18. Mai: Tango-Wahnsinn im wahrsten Sinne des Wortes war das, was das wilde Orquesta Típica Ciudad Baigón aus Buenos Aires zu seinem exklusiven Maifestspiel-Auftritt in den Malersaal brachte. In der ersten Hälfte gab es vertonte Texte von Psychiatrie-Patienten, in der zweiten wurde dann auch zu Tango-Klassikern getanzt. Ebenfalls Wahnsinn!

Am 9. und 10. Juni hat Mainz wieder „Stijl“: Dann findet der innovative Mix aus Festival und Messe für Fashion, Sport und Design zum siebten Mal statt. Schon die Stijl Winter2012 hatte im Februar über 8.000 Besucher – auch aus Wiesbaden – ins Alte Postlager am Hauptbahnhof gelockt und damit erneut alle Rekorde gebrochen. Auch im Juni wird die Stijl auf rund 3.000 Quadratmetern zur temporären Heimat für junge Designer, Kreative und Nachwuchsproduzenten: Über 100 Aussteller aus dem Rhein-Main-Gebiet und ganz Deutschland präsentieren bei der Stijl Sommer2012 ihre außergewöhnlichen Produkte, Projekte und Ideen. Urban Minigolf Das junge Organisationsteam hat zahlreiche Neuheiten für das Programm vorbereitet. So feiert ein kleiner, aber feiner Urban-Minigolf-Park sein Debüt: Der von jungen Mainzer Designern und Künstlern außergewöhnlich gestaltete Parcours beweist, dass Minigolf kein Seniorensport sein muss. „Mainz hat sich in den letzten drei Jahren als Kreativstandort beachtlich weiterentwickelt. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Stijl als Pionierplattform bereits seit April 2009 Inspiration und kreativer Treiber ist. Nahezu alle, die hier im schöpferischen Bereich arbeiten, begrüßen wir regel­ mäßig bei uns als Aussteller, Partner und Gäste. Das schafft ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl”, so Bastian Steineck, seit Beginn verantwortlich für die Organisation der Stijl und Student an der Universität Mainz. Neben einem spektakulären BMX-Jam und dem traditionellen „Game of S.K.A.T.E“ versprechen eine auf der Messe entstehende großflächige LiveIllustration des international bekannten Jungkünstlers Tim Robot sowie Graffiti-Walls im Außenbereich ein hochkarätiges künstlerisches Lineup. Die Macher des Grafikmagazins „Ruiné“ opfern bereitwillig ihren Schlaf und produzieren über Nacht ein Magazin, das die Höhepunkte des ersten Messe­tages eindrucksvoll zu Papier bringt. Und getreu dem Motto „Haarelassen für die Kunst” haben mutige Stijl-Besucher die Gelegenheit, Teil eines künstlerischen Buchprojekts zu werden, das live auf der Stijl entsteht. Die außergewöhnliche Bedingung dafür: das tapfere Opfern der eigenen Haarpracht. Besucher werden selbst kreativ Auch am Stand des Online-Marktplatzes „DaWanda“ können Besucher kreativ werden: Spannende Do-It-Yourself-Ideen laden die Besucher

3000 Quadratmeter Kreativität

ein, mit Schere, Papier und Stoff ihre Ideen vor Ort umzusetzen. Und auch das interaktive Format „Sprechzijt” erhält frischen Wind: Es beleuchtet den aktuellen Aufschwung der lokalen Kreativszene und holt wieder einmal junge Gründer auf die Bühne. Wie läuft eine Existenzgründung? Wie macht man Ideen abseits des Mainstreams überhaupt geschäftsfähig? Mit welchen Erfolgen und Niederlagen muss man rechnen? Und welche Erfahrungen und Inspiration können junge Kreativgründer an das Stijl-Publikum weitergeben? Lokale DJs beschallen das Wochenende mit dem passenden Sound, Nachwuchsgastronomen versorgen die Besucher mit Herzhaftem und Vegetarischem vom Grill sowie frischen Kaffeespezialitäten. Ausgediente Sofas machen die Messelandschaft zu einem Platz für entspannte Stunden. „Auch wenn die Stijl im Laufe der letzten drei Jahre konstant gewachsen ist, bleibt genügend Raum für Neues und Individuelles. Das ist das, was auch uns als Machern den Spaß an der Veranstaltung garantiert”, freut sich Christian Voigt, einer der Initiatoren und ehemaliger Designstudent der FH Mainz. „Wir sehen, dass Menschen in ihrer Freizeit zunehmend kreativ arbeiten. Das Internet begünstigt das sehr, aber der Kontakt mit echten Menschen wie auf der Stijl ist und bleibt unersetzlich.” Das hat sich nun sogar bis nach Freiburg herumgesprochen – dorthin expandiert die Stijl in diesem Sommer mit einer eigenen Ausgabe.

Geöffnet hat die Stijl am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr. Weitere Informationen zu den Programmpunkten gibt es unter http://stijl­ messe.de/mainz/ Fotos Janosch Boerckel

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Nix wie raus

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Nix wie raus

Sollen wir etwas für Sie testen? Was? Schicken Sie uns eine Mail an hallo@sensor-wiesbaden.de

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Der Grosse Test

Biergärten Wenn´s mal wieder richtig Sommer wird, locken rund um Wiesbaden jede Menge Biergärten. Und jeder hat seinen eigenen Charakter.

Die Botschaft des Sommers

Kaum lassen sich die ersten Strahlen der Frühlingssonne blicken, werden Tische und Stühle aus dem Lager geholt und der Vorplatz des Schlachthofs in den 60/40-Biergarten verwandelt. Der perfekte Ort, um sich vor Konzert oder Party in Stimmung zu bringen oder einfach gemütlich ein paar Stunden die Sonne zu genießen, die von allen Seiten auf den Biergarten scheint. Ein großes Plus ist die große Auswahl an preiswerten Getränken. Ein Pils 0,4l schlägt mit 2,80 Euro zu Buche, der große Äppler mit 3 Euro. Die große Flasche Wasser gibt es schon für 2,60 Euro. Auch für das kulinarische Wohl wird gesorgt, zum Beispiel mit der Pizza, die sich jeder per Kreuzchen selbst zusammenstellt. Das Publikum ist kunterbunt. Alt trifft Jung, jugendliche Subkultur sitzt Tisch an Tisch mit Mittvierzigern, die ihre wilde Phase vielleicht schon hinter sich haben. Das Ambiente lässt aufgrund des Schlachthof-Neubau derzeit leider etwas zu wünschen übrig. Doch wen der Blick auf graue Betonmauern nicht stört, der kann im 60/40 eigentlich nichts falsch machen. Irgendwann verschwindet die Baustellenkulisse sowieso im Dunkel, denn das 60/40 punktet auch mit Ausdauer: Der Biergarten hat so lange

offen wie die Kneipe. An Wochenenden kann das bis in die späte Nacht sein. 60/40, Murnaustraße 1, Tel.: 0611/ 9 74 4518, www.das6040.de Zwischen Westend und Michelsberg liegt das Finale und davor sein Biergarten, ein kleines, grünes und schattiges Idyll mitten in der Innenstadt. Der Holunder blüht in voller Pracht, das Efeu rankt sich an den umliegenden Häuserwänden empor. Getränke- und Essensauswahl sollten für jeden Geschmack reichen. Neben Kartengerichten wie Pasta, Wok­ gemüse, Schnitzel oder Steak, gibt es eine Tageskarte und von Montag bis Freitag wechselnde Mittagsmenüs. Die Preise bewegen sich im gängigen Wiesbadener Rahmen: Das große Pils (0,5l) kostet 3,30 Euro, der Äppler (0,5) 3 Euro, ein kleines Wasser 2 Euro. Der Service ist schnell und freundlich. Das Publikum bunt gemischt, größtenteils ab 30 aufwärts. Einzig die direkte Lage an der Emser Straße stört ein wenig das Vergnügen, vor allem in den frühen Abendstunden, wenn die Straße noch stark befahren ist. Spätestens um Mitternacht geht´s nach drinnen. Das Finale, Emser Str. 4, Tel.: 0611/ 9451050, www.finale-wiesbaden.de. Hinterhöfe sind oft öde Orte, in de-

nen neben überquellenden Mülltonnen einsame Fahrräder an rostigen Ständern angekettet sind. Dass es auch anders geht, beweist das c/o*. Von außen deutet nur eine kleine Klapptafel auf das Idyll hin, das sich dem überraschten Besucher hinter der dunklen Hofeinfahrt auftut. Efeuumrankte Backsteinmauern, Bambusbüsche, bepflanzte Blumen­ kübel und eine knorrige Kastanie inmitten des kieselbedeckten Bodens lassen das hektische Treiben auf der Moritzstraße vergessen. Neben typischem Biergarten-Mobiliar laden Hollywoodschaukeln und Strand-

körbe zum Verweilen ein. Die Bedienung ist schnell am Tisch und erfüllt Bestellwünsche freundlich und prompt. Auch wenn der Biergarten voll besetzt ist, schleicht sich selten das Gefühl ein, zu lange auf sein Getränk warten zu müssen. Die Auswahl lässt keine Wünsche offen. Hungrige bekommen Pizza und Pasta von nebenan. Einziger Wermutstropfen: Um 23 Uhr werden wir freundlich nach drinnen gebeten. Bis dahin: Für mich der schönste Biergarten in der Innenstadt! c/o*, Moritzstraße 52, Tel.: 06113 60 2912, www.co-wiesbaden.de

Im Grünen und doch innenstadtnah: Mit diesen Attributen wartet das Treibhaus auf. Umrandet von Büschen und Bäumen fällt es leicht, der städtischen Hektik zu entfliehen und Ruhe und Zerstreuung in dem liebevoll begrünten und dekorierten Biergarten zu finden. Etwa 200 Gäste finden hier Platz, entweder an einem der kleinen Tische, an einer der Biergarnituren oder auf einem der Sofas oder der Hollywoodschaukel. Getränke- und Speisekarte sind übersichtlich und verzichten auf überflüssigen Schnickschnack. Zur Auswahl stehen neben diversen Bieren zwei Apfelweinsorten, dazu verschiedene Rot- und Weißweine, heimische Brände sowie diverse alkoholfreie Getränke. Kulinarische Highlights sind die Klarenthaler Fritten mit frittiertem Rosmarin und hausgemachtem Dip sowie das Handkäs‘-Carpaccio. Ein schneller, freundlicher Service und günstige Preise runden das gute Gesamtbild ab. Die Gästeschar ist bunt gemischt: Studenten und Familien mit Kindern (die sich auf einer extra Spielwiese austoben können) bevölkern die Tische ebenso wie Schlipsträger und Rentner. Geöffnet täglich von 16 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 12 Uhr bis Open End. Treibhaus, Klarenthaler Str. 127, Tel.: 0611 / 5 82 82 89, www.treibhauswiesbaden.de

Ob nach einem Ausflug durchs Walkmühltal oder einem Spaziergang durch die Dürer-Anlage: Am Ende führen alle Wege zum Äbbelwoi Schmidt – vielleicht Wiesbadens traditionsreichster Biergarten. Der von Bäumen umrandete Garten bietet bis 22.30 Uhr rund 200 Gästen Platz und kann mit einem besonderen Highlight glänzen: dem nach hauseigenem Rezept gebrauten Zwicklbier, ungefiltert und naturtrüb. Köstlich! Doch auch der Apfelwein atmet Lokalkolorit. Er stammt aus der Bierstädter Kelterei Rainer Emmel. Für hungrige Mägen halten Speise- und Tagestafel gutbürgerliche Gerichte bereit, wie zum Beispiel den Handkäs mit Musik, Schnitzel mit Pommes oder Folienkartoffel mit grüner Soße. Das spricht Jung und Alt gleichermaßen an, ob Szenetypen, Rentner oder Familien mit Kindern (für die Kleinsten gibt es einen extra Spielbereich) – bei Äbbelwoi Schmidt sind sie alle anzutreffen. Einzig der Service konnte beim Testbesuch nicht mithalten. Die Bedienung war zwar freundlich und stets bemüht, doch leider auch unaufmerksam und vergesslich. Wenn das extra bestellte Ketchup, auch nach zweimaligem Nachfragen, erst gebracht wird, wenn die Pommes schon fast aufgegessen sind, dann ist das einfach zu spät. Trotzdem: immer einen Besuch wert.

Hessisches Spezialitätengedeck

Äbbelwoi Schmidt, Bornhofenweg 17, Tel. 0611 / 40 66 49, www.aebbelwoi-schmidt.de Rainer Emmel, wir haben ihn eben bei Äbbelwoi Schmidt „kennengelernt“, keltert sein beliebtes „Stöffche“ nicht nur für andere, sondern betreibt selbst drei Gastronomiebetriebe – darunter den Berggasthof Kellerskopf, dessen Terrasse mit einigen Superlativen aufwarten kann: Besucher genießen hier regionale Küche und leckere Getränke – den hauseigenen Äppler und das ebenfalls bereits erwähnte Zwickelbier, aber auch Weine jedes Niveaus – im wohl höchsten (474 Meter), romantischsten (umgeben vom grünen Taunuswaldidyll) und spektakulärsten (Aussicht auf Wiesbaden, abends ein funkelndes Lichtermeer) Biergarten. Berggasthof Kellerskopf, Kellerskopf 1, Tel.: 06127 / 49 26, www.kellerskopf.de Nur die Harten kommen in den Garten! Und die ganz Harten? Die verschlägt es vielleicht in den „Biergar-

ten“ des City Boulevards. City Boulevard? Ja, City Boulevard, die kleine Kneipe im Erdgeschoss der City Passage zwischen City Grill und City Friseur. Gepflegt ein Pils zischen und stumm vor sich hin sinnieren, während die Frau sich die Haare machen lässt oder Schuhe kaufen geht. Das zumindest scheint die Motivation der meist älteren Herren zu sein, die sich eigentlich zu jeder Tageszeit dort finden lassen. Die Bedienung ist freundlich, das bestellte Pils wird in Rekordzeit auf das goldene, mit Rosen­ornamenten verzierte Plastikdeckchen serviert. Unschlagbar der Preis: 1,90 Euro für ein Pils (0,3l). Trotzdem ist ein Besuch nur bei Regen und dann auch nur sehr abenteuerlustigen Menschen auf der Suche nach der etwas anderen Biergartenerfahrung zu empfehlen. City Boulevard, Schwalbacher Straße 38 – 42. Falk Sinß Fotos Arne Landwehr, Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach

Genießen mit dem schönsten Blick über Wiesbaden Inmitten des schönen Taunuswaldes liegt in 474 Meter Höhe der Berggasthof Kellerskopf, optimal zu erreichen mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß.

Berggasthof Kellerskopf Kellerskopf 1, 65207 Wiesbaden Telefon 06127/4926 Mail: info@kellerskopf.de Web: www.kellerskopf.de Mi, Do, Fr ab 17.00 Uhr, Sa, So u. Feiertags ab 11.30 Uhr

Wir verwöhnen Sie mit regionalen und saisonalen Spezialitäten sowie Apfelwein aus unserer eigenen Kelterei. Genießen und bewundern Sie von unserer großen Terrasse den unvergesslichen Ausblick über Wiesbaden und von unserem 20 Meter hohen Aussichtsturm den Fernblick zur Skyline von Frankfurt und bis in den Odenwald. Außerdem sind wir das höchst gelegene Standesamt Wiesbadens – Trauen Sie sich und Feiern Sie direkt an Ihrem Trau(m)ort! Sprechen Sie uns auch an für Cateringservice, Tagungen, Events aller Art.

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STEINBOCK 22. Dezember - 20. Januar

STIER 21. April - 20. Mai

JUNGFRAU 24. August - 23. September

Unter dem Einfluss von Uranus und Pluto wird an den Eckpunkten Ihres Lebens gerüttelt. Da hilft es, sich seiner selbst bewusst zu sein und achtsam seinen Gefühlen und Bedürfnissen Raum zu geben. Jetzt hat alles, was Sie beginnen, eine enorme Wirkung.

Vielleicht haben Sie in letzter Zeit etwas über die Stränge geschlagen. Ein bisschen Selbstdisziplin könnte Ihnen jetzt gut tun. Machen Sie keine Diät. Joggen, Yoga oder Fitness, ganz egal wofür Sie sich entscheiden, Hauptsache, Sie bleiben in Bewegung.

Mit der Unterstützung eines tatkräftigen Mars an Ihrer Seite sind Sie viel mutiger als sonst. Auch Egobedürfnisse rücken nun stärker in den Vordergrund. Nutzen Sie die Chance, einmal wirklich etwas nur für sich selbst zu tun. Sie tun schon genug für die anderen.

WASSERMANN 21. Januar - 19. Februar

ZWILLING 21. Mai - 21. Juni

Die Zeit ist günstig für intellektuelles und spirituelles Wachstum, weil Sie jetzt die Beschränkungen, die in Ihrem Leben wirksam sind, als strukturgebende Elemente des Lebens begreifen lernen und in ihnen nicht nur Hindernisse für Ihre Unabhängigkeit sehen.

Als besonderes Highlight des Monats wird Jupiter in Ihr Tierkreiszeichen eintreten und Sie mit Lebensfreude, Liebe und Zuversicht beschenken. Mit Sonne, Venus und Jupiter in Ihrem Zeichen können Sie sich auf einen wahrhaft belebenden Juni freuen. KREBS 22. Juni - 22. Juli

SKORPION 24. Oktober - 22. November

Der rückläufige Neptun lenkt die Aufmerksamkeit auf Ihre Innenwelt und verbindet Sie mit Ihrem Unbewussten. Jetzt haben Sie Gelegenheit, überholte Gefühlsmuster aufzulösen. Es geht darum, inneren Frieden zu finden und sich selbst zu verzeihen.

Mit dem Sommerbeginn sind die Krebse wieder in Ihrem Element. Krebse brauchen das Gefühl zu einer Gemeinschaft zu gehören. Jetzt können Sie sich im Kreise Ihrer Lieben mit gemeinsamen Ausflügen, vielleicht einem schönen Picknick im Grünen, vergnügen.

Sie neigen bisweilen dazu, sich zu sehr von Ihren Emotionen leiten zu lassen. Sie haben einen klaren, ­analytischen Verstand, den Sie ein­ setzen sollten. Vielleicht können Sie sich in Diskussionen um mehr Nüch­ ternheit und Objektivität bemühen.

WIDDER 21. März - 20. April

LÖWE 23. Juli - 23. August

Mit dem Uranus-Pluto-Quadrat im Widder können Sie wichtige und richtungsweisende Veränderungen herbeiführen, an die Sie sich bisher nicht herangetraut hatten. Jetzt kann Ihnen ein entscheidender Schritt nach vorne gelingen.

Sie wollen gesehen werden und gekünstelte Bescheidenheit widerspricht Ihrem Anspruch auf Authentizität. Lassen Sie sich Ihre Lebensfreude nicht nehmen. Dank des Einflusses von Jupiter können Sie nun Großes vollbringen.

FISCHE 20. Februar - 20. März

Karibu Afrika Dotzheimer Straße 98

Katharina Dubno

WAAGE 24. September - 23. Oktober Sie sind sehr großzügig, verständnisvoll und tolerant gestimmt und man bringt Ihnen von allen Seiten großes Vertrauen entgegen und bittet Sie um Ihren Rat oder um Ihre Meinung. Sie würden sich hervorragend als Kommunikationstrainer oder Streitschlichter eignen.

Essen & Trinken

Restaurant des Monats

Dieses Horoskop wird von der Mainzer Astrologin Dorothea Rector erstellt. Wenn Sie Interesse an einer ausführlichen, persönlichen Beratung haben, freut sie sich über Ihren Anruf oder Ihre E-Mail: dorothea.rector@googlemail.com www.astrologie-mainz.de www.astrologie-wiesbaden.de

Eintauchen in eine ferne Welt – und sofort heimisch fühlen

In den Urlaub geht es nicht nur über den Frankfurter Flughafen, sondern seit Ende 2010 auch über die Dotzheimer Straße! Dort bringen Mislal Tadesse und Yared Zekarias ihre eritreisch-äthiopische Heimat in unsere Landeshauptstadt, sowohl kulturell als auch kulinarisch. Es ist eine

andere, ferne Welt, in die man eintaucht, sobald man das Karibu Afrika betritt. Totemmasken an der Wand, Palmen, unbekannte Gerüche, rhythmische Musik. Trotz allem Fremden fühlt man sich sofort wohl und willkommen, dafür steht das suahelische „Karibu“.

SCHÜTZE 23. November - 21. Dezember Mit dem Eintritt des Jupiters in das Zwillingzeichen rückt das Thema Kommunikation und Selbstdarstellung stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit. Sie werden sich glücklich fühlen mit vielen Kontakten und genügend abwechslungs­ reicher Aktivität.

www.brunocomic.de

Horoskop Juni

DER Bruno des Monats

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Fix die Finger waschen und ohne Besteck zugreifen Mit der Speisekarte hat man als unbedarfter Wiesbadener anfangs seine Schwierigkeiten: Falafel mag man noch kennen, aber was verbirgt sich wohl hinter Injera, Silsil Tibsi, Dorho oder Gored Gored? Einen Überblick über die afrikanische Vielfalt bekommt man am besten mit der gemischten Platte, einem Mix aus vegetarischen und fleischigen Gerichten. Von der Vorstellung einer herkömmlichen gemischten Platte muss man sich jedoch verabschieden, sobald serviert wird: Platte, ja, aber gegessen wird aus einem großen Korb, alle Gerichte des Tisches zusammen angerichtet auf den Sauerteigfladen, den Injera. Besteck kann man bekommen, gehört aber eigentlich nicht dazu und ist, lässt man sich darauf

ein, auch nicht nötig. Vielmehr sollte man fix die Finger waschen und beherzt zugreifen, einzig die Injera als Werkzeug. Alles schmeckt unerwartet, anders als gewohnt, fremd, würzig. Aber unendlich gut. Die Zu­taten und Gerichte sind einfach, weil ursprünglich und authentisch. Lediglich bei der Schärfe hat man die Wahl, ob man es europäisch oder original afrikanisch - selbst gemachten Jog­ hurt zum „Löschen“ inklusive - haben möchte. Zutaten direkt aus Afrika Die Liebe zum Detail ist überall zu spüren. Zekarias geht dabei keine Kompromisse ein: Gewürze und andere Zutaten importiert er direkt aus Afrika. Es gibt zwar Becks, viel beliebter ist aber das Meta-Bier aus Äthiopien. Und in der Küche steht der Chef selbst. Man merkt ihm den Stolz an, dass er hier in Wiesbaden ein Stück Heimat erfolgreich etablieren konnte. Mit seiner Geschäftspartnerin hat er etwas wirklich Besonderes für Wiesbaden geschaffen: eine Reise in ein fernes Land, das hier ganz nah ist. Jan Gorbauch (www.dreifachfleisch.de) Fotos Frank Meißner

Yared Zekarias kennt in der Küche keine Kompromisse

Rezept Dorho 150 g Zwiebeln 160 g Huhn (Unterkeule) 60 g Delech (Chilipaste) 40 ml ÖL 50 ml passierte Tomaten Salz Korerima (aus Äthiopien) Mekelesch (Gewürzmischung aus Äthiopien)

Zubereitung: Huhn gründlich waschen, die Haut entfernen und anschließend in einem Behälter mit Wasser und 2 Essl. Zitronensaft und 2 Essl. Salz einlegen. Zwiebel schälen, feinhacken, und dann in einem Topf mit etwas Salz unter Rühren anbraten. Durch das Salz wird das Erhitzen beschleunigt. Öl dazugeben, kochen lassen, dann Delech hinzufügen und richtig rüh-

ren, damit sich der Delech auflöst. Passierte Tomaten dazugeben und weiterrühren und aufpassen, dass nichts anbrennt. Die gewaschenen Hähnchen dazu­ geben, mit zugedecktem Deckel ca. 45 Minuten weiterkochen lassen. Zwischendurch rühren. Zum Schluss noch mit Korerima und Mekelesch würzen und abschmecken.

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Kleinanzeigen / Rätsel

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Singen

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Kleinanzeigen kostenfrei an hallo@sensor-wiesbaden.de oder sensor Wiesbaden, Langgasse 21, 65183 Wiesbaden, Tel. 0611/ 3 55 52 68 / Fax. 0611 / 355 33 55 Job Das Kulturzentrum Schlachthof sucht eine/n Booker/in Vollzeit. Bis spätestens 1. September 2012 muss die Stelle besetzt werden. Bewerbungsschluss ist der 31.Mai 2012. Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf bitte an: carsten.schack@schlachthofwiesbaden.de, genaue Stellenausschreibung unter www.schlachthof-wiesbaden.de sensor sucht die Besten! Freie Autoren/ innen, Fotografen/innen, Illustratoren/ innen mit Erfahrung und Leidenschaft schicken ihre Bewerbung mit Arbeitsproben an hallo@sensor-wiesbaden.de oder sensor Wiesbaden, Langgasse 21, 65183 Wiesbaden

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Reaktionen „Ich möchte euch hiermit ein ganz großes Lob aussprechen. Zuerst dachte ich ‚Oh nein, schon wieder so ein Partyfoto-WerbeHeftchen‘, und war dann sehr erstaunt, als ich merkte, dass mich eure Artikel wirklich interessieren. sensor ist so schön vielfältig, tiefgründig und trotzdem einfach (im positiven Sinn).“ (Iris Reinhardt Hassenzahl) „Der neue, zweite sensor ist wundervoll! Trägt seinen Namen zu Recht – spüre Deine Stadt. Sehr schöne vielfältige Berichte – unter anderem sehe ich Kaugummis mit ganz anderen Augen.“ (Nina Fischer) „Habe heute früh am 7. Mai die Erstausgabe Eures Magazins gelesen! Super gut gemacht, tolle interessante Artikel, spannende Themen, rundum 1a, bitte weitermachen. Die Gelbe Nummer liegt auch schon auf, unter einem der Papierstapel … werde asap suchen gehen! Viel Erfolg und ich freue mich schon auf diese und die nächsten Ausgaben.“ (Jörg Ferchlandt) „Ich darf Ihnen auf diesem Weg zu dem neuen Stadtmagazin sensor gratulieren, dessen Nummer 1 und besonders Nummer 2 mit ihren modernen Artikeln und Themen mich erstaunten.“ (Heinrich Seiffert, 90 Jahre) „Kompliment an den sensor Wiesbaden!“ (Stephanie Pietzsch) „Ein wirklich schönes, lohnend zu lesendes Stadtmagazin, der sensor!“ (Mc Man) „Respekt. Durch Euch bin ich immer bestens informiert.“ (Nico Becher) „Vielen Dank dafür, dass Ihr unsere Veranstaltung in Euren Kalender aufgenommen habt! Wir sind nämlich froh über jeden, der unsere Gruppe genauso behandelt, wie alle anderen Initiativen hier in der Stadt auch.“ (Netzwerk Ariadne) Und was sagen Sie zu sensor? Lob, Kritik, Anregungen herzlich willkommen: leserbriefe@sensor-wiesbaden.de

Ich sehe was, was du nicht siehst ... Druckunterlage

Welchen Ort suchen wir? 129Millionen mm breitGoldmark verschlang 3,6 95 mm hoch der nach Plänen von Friedrich von Thiersch 4-farbig und Bernhard Bilfinger erbaute Ort, bis er am 30. Mai 1885 feierlich eingeweiht wurde. Dieses Geld sollte nach und nach wieder reinkommen. Fußgänger wurden mit 4 Pfennig zur Kasse gebeten, Fahrgäste der Pferdebahn mussten 5 Pfennig entrichten, für Schweine und Ziegen wurde jeweils 1 Pfennig fällig,

nur Schüler mussten nichts bezahlen. Seit 1912 zahlt hier niemand mehr, vor 100 Jahren wurde die Regelung abgeschafft. Ab März 1945 gab es sowieso nichts mehr zu bezahlen, denn kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort von den deutschen Truppen in ganz und gar nicht freudiger Erwartung der Amerikaner gesprengt. Von 1948 bis 1950 wurde alles neu gebaut und das Ergebnis im

Mai 1950 von dem Mann eingeweiht, den manche „Papa“ nannten – und dessen richtigen Namen das Bauwerk bis heute trägt. Der Ort bietet einen von wenigen möglichen Wegen, mitunter rivalisierende Nachbarn zueinander zu führen. Die Lösung des letzten Rätsels war: russisch-orthodoxe Kirche/ griechische Kapelle. Auf die CD „Evergreens

Termine Juni

in Swing“ von Wil Saldens Glenn Miller Orchestra freuen darf sich: Helga Ohlemacher. Schreiben Sie uns bis zum 15. Juni an raetsel@sensor-wiesbaden.de, um welchen Ort es sich handelt. Unter allen, die uns die richtige Antwort schicken, verlosen wir einen kleinen Preis.

MITTWOCH

Salsa mit DJ Biagio und Tanzkurs mit Luis DONNERSTAG

Open Mic „the Stage is yours“ mit anschließender Party mit DJ Nasty und DJ Physique Sänger, Poeten und Comedians beweisen ihr Können auf der Bühne FREITAG

Danza Night Beats mit DJ Cruzito und DJ Cyrus Latin Beats, R´N B und Tropical Music SAMSTAG

Urban Clubbing DJ Nasty, Urban House, R´N B und Mainstream SONNTAG

ab 14 Uhr Tanztee „Let´s Dance“ mit Daniel von Lison und Gorgio Martin Ab 22 Uhr Urban Beats mit DJ Boulevard Bou (BigFM) Unsere Sommerterrasse ist ab sofort ab 12.00 mittags geöffnet mit kleinen Köstlichkeiten aus unserer Bistroküche (Pizzas, Pastas, Salate) www.PCWI.de Wilhelmstraße 36 www.facebook.com/clubpcwi

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sensor Wiesbaden #3 Juni 2012  

Der Rhein als Lebensraum zwischen Wiesbaden & Mainz, Kultur privat, Radfahren in Wiesbaden: Spaß oder Gefahr, EM-Fieber, Biergärten im Test,...