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F端hle deine Stadt. Wiesbaden.

September 2013 Nr. 16

BALANCEAKT ZU DRIT T: POLYAMORIE WAHLEN CIRQUE BOUFFON FREIE THEATER IM TEST NEUE JUGENDHERBERGE AMATEURBOXEN


sensor 09/13

Editorial Die Qual der Wahl, liebe Leserinnen und Leser,

Artistik · Theater · Musik · Hum

or

: G N U T H C A t t a b a r r e h c u b 20% FTricükhets in der 1. Woche! auf alle

in l a M n e st Zum er

von der höre ich, wenn es um den 22. September geht, noch mehr als bei früheren Wahlen. Diesmal, so scheint es mir, wird für viele der Gang zur Urne, so er denn überhaupt angetreten wird, sogar eher eine Wahl der Qual. Enttäuschung und Misstrauen, wohin man hört. Sicher müssen das die Akteure, also die Politiker, auf ihre Kappe nehmen. Sicher tragen auch viele Medien mit dem, was sie tun, aber auch besonders mit dem, was sie lassen, zur Politikverdrossenheit bei. Ebenso aber, das ist mein Eindruck, sind viele Wähler selbst schuld an ihrem eigenen Unbehagen. Wenn ich mich so umhöre, stelle ich irritiert fest, dass viele reichlich wahllos wählen gehen. „x geht gar nicht, also y“, reduzieren sich sogenannte Diskussionen bevorzugt ruckzuck auf Spitzenkandidaten, zu Inhalten dringen politische Gespräche selten vor. Diese omnipräsenten Gesichter kennt man halt wenigstens, von denen hat man schon mal gehört. Reden wir eigentlich über die Bundestagswahl oder die Landtagswahl? Ach so, ja, ähm, ach es finden zwei Wahlen gleichzeitig statt am 22.

Das hat schon wieder was mit dem Thema Wahl zu tun, nämlich mit der Partnerwahl. Eine superschwere Entscheidung, zumal wenn es fürs Leben sein soll. Es gibt Menschen, die wählen mehrere Partner auf einmal. Machen sie es sich damit leichter? Oder machen sie sich das Leben erst

Impressum

recht schwer? Unsere Titelstory über das kaum bekannte, aber hoch spannende Thema „Polyamorie“ gibt Antworten. Wählen Sie sensor als Ihre Lektüre rund um das Geschehen in unserer Stadt. Aber seien Sie gewarnt: Wir versprechen nichts. Dirk Fellinghauer sensor-Spitzenkandidat PS: Sie fragen sich, was diesmal das Foto mit dem Editorial zu tun? Nichts eigentlich. Es ist einfach mein persönliches Souvenir an eine der nettesten Begegnungen dieses Sommers. Winzer der Genossenschaft „La Cave Vevey-Montreux“ aus Wiesbadens Partnerstadt Montreux brachten als Gäste des Weinfestes selbst eine unfassbare Gastfreundschaft mit. Merci beaucoup & à bientôt, Josette, Totor et amis!

en d a b s e i W

5.9.–6.10.2013

Wiesbaden – Reisinger Anlagen/Bahnhofstr. , im Perfect Day, Tickets über der Touristinfo Wiesbaden oder an der Abendkasse www.cirque-bouffon.com

Verlag GLM Gesellschaft für lokale Medien mbH Vertretungsberechtigter Geschäftsführer: Bernd Koslowski, Veronika Madkour, Dr. Hans-Paul Kaus Erich-Dombrowski-Str. 2 | 55127 Mainz (zugleich Anschrift der V.i.S.d.P.) Eine Tochtergesellschaft der Verlagsgruppe Rhein Main (VRM) Redaktions- & Anzeigenleitung Dirk Fellinghauer (Verantwortlich i.S.d.P.) Langgasse 21 – 65183 Wiesbaden Tel: 0611/355 5268 Fax: 0611/355 3355 www.sensor-wiesbaden.de hallo@sensor-wiesbaden.de Layout/Satz Thorsten Ullrich, www.175lpi.de Titelbild Jan-Hendrik Holst, www.tastethecake.de Mitarbeiter dieser Ausgabe Text Magdalena Aue, Anja Baumgart-Pietsch, Rebekka Farnbacher, Jan Gorbauch, Katrin Hummel, Thorsten Kambach, Martin Mengden, Alexander Pfeiffer, Dorothea ­Rector, Falk Ruckes, Falk Sinß, Selma Unglaube, Sebastian Wenzel, André Werner Foto/Illustration Magdalena Aue, Mary ­Goldfinger, Marc „King Low“ Hegemann, Simon Hegenberg, Jan-Hendrik Holst, Arne Landwehr, Frank Meißner, Kai Pelka, Volker Ramspott, Christof ­Rickert, André Stephan, Anna Thut, Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach, Veranstalter- und Herstellerfotos, Repro / ISDN Team Lektorat Hildegard Tischer, www.rbht.de Redaktions- und Anzeigenschluss: 15. des Vormonats Verteilung Rhein Main Verteilerdienst Arenz GmbH & Co. KG kostenlose Auslage in Wiesbaden | Innenstadt und Vororten an über 1.000 Auslageplätzen | Gesamtauflage 40.000 Exemplare (20.000 Mainz / 20.000 Wiesbaden)

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Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

September? So erlebe ich das wirklich dauernd, wenn ich die Wahlen als Gesprächsthema wähle, und das keineswegs unter Leuten, die man als politik- oder weltfremd bezeichnen würde. Und diesen Zustand, so finde ich, darf man keineswegs allein den Politikern und Medien in die Schuhe schieben. Es liegt auch am Wähler selbst. Er findet Medien, in denen er sich tatsächlich informieren kann. Wenn er denn schaut. Er findet Politiker, die er ganz direkt und konkret ansprechen und mit ihnen diskutieren kann. Wenn er denn will. Dass er nicht schaut und nicht will, kann natürlich doch wieder an den Politikern und Medien liegen. Ich merke, wir drehen uns im Kreis. Und wechsle – mit der unbedingten Empfehlung, am 22. September dann doch wohl oder übel zu wählen, und zwar den Bundestag, den Landtag und die Wiesbadener Direktkandidaten – galant das Thema. Zum Titelthema.

Editorial / Inhalt

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Inhalt 6 )))

Titel: Balanceakt zu Dritt - Polyamorie

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Viva Flamenco! – Gaby Herzog im Porträt

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Fliegende Werbe­ botschaften

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Das schöne Paar vom Cirque Bouffon

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Verborgene Welten: Katakomben der Marktkirche

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Der neue Bundestags­ kandidat Simon Rottloff

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Veranstaltungskalender und die Perlen des Monats

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Restaurant des Monats: Der Weinländer

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Vereinsporträt: Wiesbadener Amateur Box Club

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Kleinanzeigen und das Orts-Rätsel

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Der große Test: Freie Theater

Das große 2x5 Interview mit Elke Gruhn, Leiterin Nassauischer Kunstverein

Geschäft des Monats: Rohstoff

Wirtschaftlich beteiligt i.S. §9 Abs. 4 LMG Rh.-Pf.: Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG Erich-Dombrowski-Str. 2 | 55127 Mainz phG: Verlagsgruppe Rhein Main Verwaltungsgesellschaft mbH Geschäftsführer: Hans Georg Schnücker (Sprecher), Dr. Jörn W. Röper, Mainz Druck Druckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG Alexander-Fleming-Ring 2 65428 Rüsselsheim Social Media www.facebook.com/sensor.wi www.twitter.com/sensorWI

sensor Wiesbaden ist Mitglied in der Werbegemeinschaft Wiesbaden wun­ derbar und Medienpartner von ECHT Wiesbaden. Wir danken unseren Förderabonnenten Andrea Baermann, Jan Deppisch, Sabine Drotleff, Barbara Haase, Kerstin Hänsel, Peter Kabelitz, Sabine Krug, Sven Moritz, Bettina Schreiber, Katrin Walsdorfer, Julia Wilhelm. www.sensor-wiesbaden.de/abo

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Sag bloß!

sensor 09/13

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sensor 09/13

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Sag bloß!

deckt den Kuckucks­ uhrschwindel auf

Johann-Strauß-Orchester

Herbert Siebert Mittwoch, 2. Oktober, 20.00 Uhr am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit „Alle Menschen werden Brüder“

Beethovens 9. Sinfonie Benefizkonzert für die Stiftung „Kleine Füchse“

Schirmherrschaft Ministerpräsident Volker Bouffier Solisten: Claudia Grundmann, Merit Ostermann, Keith Ikaia-Purdy,Thomas de Vries Chor der Stadt Wiesbaden, Extra-Chor Staatstheater

Sonntag, 15. Dezember, 18.00 Uhr Festliches Weihnachtskonzert Werke von G.F. Händel, W.A. Mozart, E. Humperdinck, J. Strauß u.a.

Thomas de Vries - Bariton Extra-Chor Staatstheater - Chor der Stadt Wiesbaden

Di., 24. Dezember, 14.00 Uhr Weihnachtlicher Melodienreigen

Di., 1. Januar 2014, 20.00 Uhr Neujahrskonzert I Merit Ostermann - Mezzosopran

So., 5. Januar 2014, 17.00 Uhr Neujahrskonzert II Keith Ikaia-Purdy - Tenor

Wer für den 2. Oktober, den 15. Dezember und ein Neujahrskonzert Karten erwirbt erhält 20% Ermäßigung!

Fastnachtsamstag, 1. März 2014, 19.00 Uhr Heiteres Konzert zum Karneval Vorverkaufsstellen: Tourist-Information, Tel. (06 11) 17 29-930, Galeria Kaufhof, Tel. (06 11) 30 48 08 INNO-C@RD…die WERTKARTE zum preisgünstigen PARKEN. INFO über 0611 - 306020 oder www.info-wiesbaden.de/inno.park

The Blind Crowdfund Das sieht doch richtig gut aus, wo die Wiesbadener Rock´n´Roll-InstanzHerren von The Blind Circus ihr neues Album „Euphoria“ aufgenommen haben – in einem netten Haus im spanischen Cadaqués. Dass sich auch gut anhört, was sie aufgenommen haben, daran zweifelt niemand, der die Band kennt. Damit auch alle hören können, was sie aufgenommen haben, muss das Ganze den Weg auf ein Album finden. Und dafür haben The Blind Circus den immer beliebteren Weg des Crowdfunding gewählt. Von 5 Euro („eine kleine Spende für die Kunst“) bis 500 Euro („Privatkonzert in Zimmerlautstärke“) reicht das Spektrum der Unterstützungsschritte. Der Klassiker wäre einfach die CD für 15 Euro. www.startnext.de/euphoriathe-blind-circus Naschwerk am Markt 80-jährige Rheingauer Familientradition sorgt nun auch mitten in Wiesbaden für Genuss. „De Stalter Naschwerk“ hat in der Marktstraße 8, in den langjährigen Räumen des Reisemarkt 8, direkt am Dern´schen Gelände eröffnet. In sehr freundlicher Atmosphäre gibt es unter der Devise „wirkliche Handarbeit mit Liebe und guten Basisprodukten“ täglich frisch gebackenes Brot nach Fahrplan – zu den täglich angebotenen Broten kommen an jedem einzelnen Tag ganz spezielle Sorten dazu – aber auch sehr Verlockendes und Leckeres in Sachen Kuchen, Tartes, Creme- und Sahnetorten. Auch knusprige Brötchen sind im Angebot und ganz neu täglich frische hausgemachte Pasta sowie exklusive Olivenöle. In dem Laden geht es sehr persönlich und fröhlich zu, und individuelle Wünsche werden zusätzlich zu den vielen eigenen Ideen der Bäckerfamilie gerne berücksichtigt. Super sind die Öffnungszeiten auch am Sonntag von 9 bis 17 Uhr (montags bis freitags 8 bis 20, Samstags 8 bis 17 Uhr). Geheimtipp: der Bienenstich.

Kolumne

Falk Fatal

Was ist los? Schicken Sie Ihre Neuigkeiten an hallo@ sensor-wiesbaden.de

Bar-Perspektive Der „Lenz“ ist da – und bringt endlich wieder Leben in die lange leer stehenden Gastronomieräume in der Wagemannstraße 17. Sascha Lenz eröffnet hier am 6. September seine Cocktailbar, die er ganz bewusst nach sich selbst benannt hat, weil er nicht nur für, sondern als Chef auch in dem Laden steht – was in der Gastronomie ja leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Er bringt langjährige Erfahrung aus besten Häusern mit. Und da er Vorsitzender der Deutschen BarkeeperUnion Hessen ist, kann man getrost davon ausgehen, dass er weiß, was er unter dem Motto „genuine drinks“ an seinem komplett neu gestalteten Tresen tut. Montags bis samstags ab 19 Uhr wird geöffnet sein im edlen, aber nicht abgehobenen Ambiente. „Jeder ist bei mir willkommen“, betont der sympathische 37-Jährige mit dem besonderen Faible für Whiskys. www. facebook.com/Lenz-Genuine-Drinks Restaurant-News Die „Taverna Alexis Sorbas“ (Dotzheimer Straße/ Dreiweidenstraße) hat sich mit einer neugierig machenden Botschaft in den Urlaub verabschiedet: „Nach dem Urlaub werden wir ihren Gaumen wieder verwöhnen, allerdings in einer neuen Lokalität.“ Mitte September wollen die Wirte auf www.alexis-zorbas.net verraten, wann und wo sie die Neueröffnung feiern. Kein Geheimnis ist mehr, dass in der Goldgasse am 13. September Sandra Kalder ihr „Fisherman Tom Restaurant“ eröffnen wird: „Lassen Sie sich entführen auf eine kulinarische Reise durch die Welt der Meere, Flüsse und Seen“, sagt sie unisono mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Küchenchef Thorsten und will mit ihrem bereits in Wien erfolgreichen Konzept auch in Wiesbaden punkten. Täglich von 11.30 bis Mitternacht können Genießer sich hier Hummer, Austern & Co, aber auch Kleinigkeiten und ein günstiges Mittagsmenü schmecken lassen. Eröffnet haben in der Zwischenzeit das heimathafen-Café und Dale´s Cake in der Nerostraße.

Soraya Weston, 37 Flugbegleitern  Was gefällt Ihnen an Wiesbaden?

Interview & Foto: Magdalena Aue, Illustration: Marc “King Low” Hegemann

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Ich mag die Aufteilung der Stadt. Es geht nicht nur geradeaus von A nach B. Die Fußgängerzone zum Beispiel ist so schön verzweigt. Auch die Architektur der Stadt ist toll. Jedes Gebäude hat eine Geschichte und seinen eigenen Stil. Es gibt nicht nur Betonbauten. Was nicht? Es ist schade, dass es so eine starke Trennung zwischen Arm und Wohlhabend gibt. Es sollte eine stärkere Durchmischung geben. Am 22. September ist Bundes­ tags- und Landtagswahl. Gehen Sie wählen? Ich habe immer bis zur Wahl gewartet und verglichen, wurde dann aber immer enttäuscht. Deshalb habe ich noch nie gewählt. Dieses Jahr habe ich es mir aber fest vorgenommen!

Vor einiger Zeit bekam ich eine Urlaubskarte zugeschickt. Ich weiß nicht, ob die jüngeren Leser diese MMS der analogen Welt noch kennen. Gewöhnlich zierten Strände, Berge oder irgendwelche Sehenswürdigkeiten die Vorderseite der Karte, die Rückseite enthielt einen kurzen Gruß. Etwa: „Der Urlaub ist schön. Uns geht es gut. Liebe Grüße.“ Umso überraschter war ich, neulich solch ein Relikt einer vergangenen Zeit in meinem Briefkasten zu finden. Die Vorderseite zeigte ein Fachwerkhaus mit einem großen Zifferblatt. Die grüne Wiese davor bevölkerten Menschen in komischen Trachten. Absender war ein guter Freund vor mir aus dem hohen Norden, dem ich vor einigen Jahren einmal Unterschlupf in meinem bescheidenen Domizil gewährt hatte. Die genauen Umstände seiner Flucht tun hier nichts zur Sache. Wie es sich als guter Gastgeber gehört, zeigte ich dem damals noch jungen Mann die Sehenswürdigkeiten unserer geliebten Landeshauptstadt und damit natürlich auch die Kuckucksuhr. Diese steht seit 1953 vor dem Souvenirladen an der Burgstraße. Davor kuckuckte es seit 1946 jede halbe Stunde in Spuckweite von seinem heutigen Standort am Kaiser-Friedrich-Platz vor dem Nassauer Hof. Warum Emil Kronenberger, der Gründer des Souvenirladens, gerade eine überdimensionierte Kuckucksuhr in die Fensterfront seines Ladens platzierte, wissen nicht einmal Historiker. Es wird vermutet, dass die Uhr als Werbegag gedacht war, um Kunden in den Laden zu locken. Irgendwer verlieh der Uhr schließlich den Titel: „Größte Kuckucksuhr der Welt”. Keine Frage, dass mein Flüchtling diese Uhr sehen musste. So etwas sieht man ja nicht alle Tage. Wir machten also ein Erinnerungsfoto, und ich dachte, damit wäre die Sache erledigt. Bis ich diese Postkarte in meinem Briefkasten fand. Ich muss den damals jungen Mann wohl nachhaltig verstört haben. Er schrieb etwas von „Scham”, von „Lüge” und „jetzt wird der Schwindel aufgedeckt“. Denn was ich zunächst als Fachwerkhaus abtat, entpuppte sich beim Wenden der Karte als weltgrößte funktionierende „Original Schwarzwälder Kuckucksuhr“. Zumindest war das

dort aufgedruckt. Der Jüngling, für den ich einst Fluchthelfer gespielt hatte, wollte mich doch tatsächlich der Lüge bezichtigen. Er glaubte, im Schwarzwald die Wahrheit gefunden zu haben. Er hatte recht. Die größte Kuckucksuhr der Welt steht nicht in Wiesbaden! Aber auch nicht in Schonach, wo sie laut seiner Karte stehen soll. Die größte Kuckucksuhr der Welt steht in Triberg. Sagt das Guinness Buch der Rekorde. Doch Wahrheit lässt sich verbergen. Was würde Ronald Pofalla machen, fragte ich mich. Dann verbrannte ich die Karte. Niemand würde von dem Schwindel erfahren. Mein Freund beendete seine Klageschrift übrigens mit den Worten: „Du Hundsfott, du Elendiger.” Dem ist nichts hinzuzufügen. fatalerror.biz

Rekordstadt Wiesbaden In der Vorweihnachtszeit im Jahr 1954 legte der Wiesbadener Kurier mit „ihnen leuchtet ein Licht“ den Grundstein für die älteste Benefizaktion einer deutschen Zeitung. Seit mehr als 55 Jahren hilft der Kurier vor allem mittellosen Senioren und sozial benachteiligten Kindern, unterstützt soziale Einrichtungen wie Frauenhäuser und Pflege­heime und macht „ihnen leuchtet ein Licht“ damit zu einer der erfolgreichsten Spendenaktionen Deutschlands. Erst kürzlich schenkten wieder zahlreiche Prominente auf der Rheingauer Weinwoche für den guten Zweck aus. (Nach einer Idee von Dominik Voigtländer, der mit „Rekordstadt Wiesbaden“ den 1. Preis in der Kategorie „Kreative Ideen“ beim „Tourismuspreis – Für meine Region“ gewann. Welche Rekorde rund um Wiesbaden kennen Sie? Mail an hallo@sensor-wiesbaden.de)

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Polyamorie

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Balanceakt zu dritt Sie lieben nicht nur einander, sondern auch noch andere Part­ ner. Sie reden offen miteinander über ihre Gefühle und besiegen ihre Eifersucht. Wie kann das im Alltag gelingen? Zu Besuch bei zwei Paaren, die seit vielen Jahren polyamor leben.

sensor 09/13

Ihr Kennenlernen war magisch. Eine gemeinsame Freundin hatte sie einander vorgestellt. „Als ich Marie sah, fühlte ich mich, als hätte ich Drogen genommen, zwischen Schweben und Nicht-richtig-gucken-Können“, erinnert sich Florian Hardenberg, Schauspieler. Und Marie Hardenberg, ebenfalls Schauspielerin, sagt: „Nie zuvor habe ich für jemanden so empfunden, es war eine Begegnung, wo ich sofort wusste: Wir wären ein ganz krasses Paar.“ Die gemeinsame Freundin prognostizierte damals, bei diesem ersten Treffen: „Eure Kinder, die werden so wunderschön aussehen.“ Da hatten Marie und Florian, die in Wirklichkeit anders heißen, noch kein einziges Wort unter vier Augen gewechselt, und doch war eigentlich alles schon klar zwischen ihnen. Sechs Monate lang sahen sie einander danach nicht, weil Florian in Amerika war. Als er zurück nach Deutschland kam, holte Marie ihn am Flughafen ab. Acht Wochen später heirateten sie. Es war als gegenseitige Liebeserklärung gedacht. Aber in Ketten legen wollten sie einander nicht. „Wir fanden es normal, weiterhin alle Gefühle zuzulassen, und hielten es für wahrscheinlich, dass wir uns wieder verlieben würden“, sagt Marie, „wir finden es auch schön, das immer wieder zu tun.“ So beschlossen sie, dass sie nebenbei so viele andere Beziehungen führen dürften, wie sie wollten, und dass sie einander niemals belügen würden. So wie Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir es vorgemacht haben, oder wie Woody Allen in dem Film „Vicky Cristina Barcelona“ es gezeigt hat. So wie der Regisseur Dieter Wedel und der Ex-Kommunarde Rainer Langhans es tun, oder der politische Geschäftsführer der Piratenpartei, Johannes Ponader. Und viele andere Menschen in anderen Ländern. „Monogamie als emotionale Grundlage“ Auf 20 000 schätzt zum Beispiel die Organisation „Loving More“ die Zahl der Amerikaner, die so leben wie die Hardenbergs. Seit Mitte der neunziger Jahre haben sie ein eigenes Wort für ihre Lebensweise: Polyamorie. Damit setzen sie sich auch verbal von

der Monogamie ab, die sich als vorherrschende Lebensform in Deutschland mit der Entstehung der bürgerlichen Ehe und der Kernfamilie erst Ende des 18. Jahrhunderts herausgebildet habe, sagt Marianne Pieper, Professorin für Soziologie an der Uni Hamburg. „Mit dem Ideal der romantischen Liebe erst wurde die Monogamie als emotionale Grundlage der Ehe angesehen“, so Pieper, „und das Sexuelle in das Intime schlechthin umgedeutet, das gegenüber Dritten unbedingt gewahrt werden müsse.“ Polyamoristen indes hängen die Sache mit der Sexualität tiefer - das entscheidende Merkmal ihrer Beziehungen, das ihnen wichtiger sei als alles andere, sei die Ehrlichkeit allen Sexualpartnern gegenüber. Heute, acht Jahre nach der Hochzeit, ist Florian 32 und Marie 34. Die beiden sind ein schönes Paar, haben drei Kinder im Alter von einem, fünf und sieben Jahren und wohnen in einer kleinen Wohnung in einem Fachwerkhaus im Berliner Bezirk Wannsee. Florian hat einen köstlichen salzigen Kuchen aus Nüssen, Orangen und Möhren gebacken. „Man darf auch gern wieder ausspucken“, sagt er und lächelt nett. Die Wohnung hat einen hellen Dielenboden, im Wohnzimmer steht ein Klavier und ein Holztisch mit Bank und Stühlen. „Mal Schokolade, mal Sex mit einem anderen Mann“ Auf einem breiten Sofa liegen, zwischen Bilderbüchern auf einer bunten Patchworkdecke, die beiden älteren Kinder. Sie haben Fieber, Florian fühlt ihnen die Stirn, kocht Tee und schmiert Brötchen. „Ob er mit einem Kumpel Skat spielt oder mit einer anderen Frau ins Bett geht, ist mir egal. Man sollte das tun, was man will“, sagt Marie. „Mach ich doch auch so: Mal will ich Schokolade essen, mal will ich Sex mit einem anderen Mann.“ Sie meint das nicht so wurstig, wie es klingt. Sie kann das, was sie seit acht Jahren lebt, in vielen überzeugenden Worten darlegen und ist doch nicht der Meinung, dass jeder so leben sollte und

Polyamorie

könnte wie sie selbst. Im Kern geht es den Hardenbergs darum, ehrlich miteinander zu sein, den anderen in seiner Entwicklung zu unterstützen und ihm die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten. Eifersüchtig sind sie trotzdem manchmal. Zwei Tage nach der Hochzeit zum Beispiel verbrachte Florian eine Nacht mit einer gemeinsamen Freundin. „Ich dachte, er liebt mich gar nicht“, erzählt Marie, „und hatte eine ganz schlimme Nacht.“ Inzwischen aber spürt sie, wie sehr er sie liebt, und er sagt es ihr auch immer, wenn er von einer anderen Frau kommt. Updates vom Sex mit anderer Frau Gut auszuhalten ist es immer dann für sie, wenn sie sich nicht als Opfer sehen muss. Vor kurzem zum Beispiel war es ganz leicht zu ertragen: Da wollte die Freundin, die sie vor acht Jahren einander vorgestellt hatte, mit Florian schlafen. „Also habe ich das eingefädelt und zu Florian gesagt: ,Na dann, jetzt hopp!’“, erzählt Marie. Florian reicht derweil der einjährigen Tochter, die aufgewacht ist und die er nun auf dem Arm hält, ihr Fläschchen und fügt hinzu: „Als ich dann dort war, bekam Marie zwischendurch telefonische Updates, wie weit wir miteinander waren.“ Marie lächelt. Sie konnte ihm das gönnen. Als er am nächsten Tag nach Hause kam, roch sie an ihm und fand es schön, ihn und ihre Freundin zu riechen. Weil sie beide so gern mag. Sie fände es auch schön, wenn die beiden in Zukunft immer mal wieder Sex miteinander hätten. „Die Freundschaft zwischen ihnen ist dadurch erst rund geworden“, sagt sie. Und präzisiert: „Ich finde das ein bisschen albern mit dieser Sexualität, sie ist ein Teil einer menschlichen Beziehung, aber ein kleiner Teil.“ Es ist auch nicht so, dass jeder von ihnen ständig andere Beziehungen hat. Vor ein paar Jahren, da war der älteste Sohn drei, war Marie aber mal vier Monate lang mit jemandem zusammen, den

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Polyamorie

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sie dann auch im Beisein des Kindes geküsst hat. Der Sohn hat das so hingenommen. Erklärt haben sie den Kindern bislang nichts. „Die finden es normal“, sagt Florian. Die beiden älteren Kinder sind jetzt auch aufgewacht und sitzen zwischen den Eltern auf der Bank am Tisch. Beide werden immer wieder liebevoll gestreichelt, ganz still sitzen sie da und hören zu, während ihr Vater erzählt, dass er auf diese andere Beziehung ihrer Mutter eifersüchtig war. Dass es ihm schlecht ging, wenn sie bei dem anderen schlief, während er die Kinder hütete. „Weil ich eben nicht perfekt bin“ Also wollte er den anderen Mann kennen lernen, diese andere Liebe seiner Frau. Danach ging es ihm besser. „Der Mann ist groß, hat lange blonde Haare, ein breites Kreuz und was Beschützendes. Ich habe gemerkt, dass Marie von ihm was bekommt, was ich gar nicht geben kann oder will, weil ich eben nicht perfekt bin. Und ich habe gelernt, dass Marie mich so liebt, wie ich bin. Das war eine ganz große Erkenntnis für mich.“ Marie und er haben dann darüber gesprochen, was sie tun könnte, damit es ihm besser gehe: ihn beim Abschied in den Arm nehmen, ihm Schokolade mitbringen. Florian sagt: „Kleine Gesten, die zeigen: Ich bin für dich da.“ Schließlich verliebte der Mann sich in eine monogame Frau und beendete die Beziehung zu Marie. „Das ist für mich ein ganz großer Schmerz“, sagt sie. Wer polyamor lebt, balanciert „zwischen dem Ideal der Offenheit und dem Respekt vor den Gefühlen der Partner“, sagt die Soziologin Pieper. Diese Offenheit macht glücklich, weil sie emotionale Nähe stiftet, glauben die Polyamoristen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein monogames Leben für sie nicht in Frage kommt, „weil es in den meisten monogamen Beziehungen nicht ehrlich läuft“, wie Marie Hardenberg vermutet. Ihre eigenen Eltern, obgleich geschieden, hätten einander zwar nicht angelogen, aber aus der Beobachtung anderer Beziehungen ahnt sie: „Es gibt da keine klaren Konfrontationen. Ich glaube, dass da viele Gefühle unterdrückt werden und dass viele deswegen nicht glücklich sind.“ Viele sagen: „Find ich ja irgendwie toll“ Für sie sei es daher leichter, ihre Eifersucht zu überwinden, als sich einsperren zu lassen. Eifersucht nährt sich in den Augen der Menschen, die so leben wie die Hardenbergs, aus Verlustangst, einem schwachen Selbstwertgefühl und Besitzansprüchen. Florian sagt: „Man muss gucken, was man dagegen tun kann, und sich weiterentwickeln, bis man dem anderen gönnen kann, dass er glücklich ist - auch mit jemand anderem.“ Eine Vorstellung, die den meisten fremd ist, auch im Umfeld derjenigen, die so leben. Viele sagen: „Find ich ja irgendwie toll, aber ich könnte das nicht.“ Manche haben aber auch viel grundlegendere Bedenken. Der amerikanische Kommentator Stanley Kurtz beispielsweise hat die Bewegung mit ähnlichen Argumenten verteufelt wie die Homo-Ehe.

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Sie trage dazu bei, dass bestehende Ehen instabil würden und immer weniger Paare mit Kindern heirateten. Dadurch wachse die Zahl an Alleinerziehenden, und die Ehe als soziale Institution, die davon getragen werde, dass die gesamte Gesellschaft heterosexuelle, monogame Beziehungen und Heirat als einzige Form des Zusammenlebens fördere, werde in Frage gestellt. Florians Mutter - die nach dreißig Jahren Ehe gerade in Scheidung lebt - sieht die Sache hingegen abgeklärter. Sie hat das Gefühl, in der 1968er Bewegung schon all das ausgelebt zu haben, was ihr Sohn jetzt tut, und ahnt: „Wenn du so alt bist wie ich, willst du nicht mehr so leben!“ Aber das muss nicht so sein. Auch im Alter kann Polyamorie funktionieren, glauben Andrea, 51, und Heiner, 53. Andrea ist Sozialpädagogin, hat sechzehn Halbgeschwister und weiß bis heute nicht, wer ihr Vater ist. Seit achtzehn Jahren ist sie mit Heiner, gelernter Friedhofsgärtner und zurzeit in einer Wiedereingliederungsmaßnahme am Theater, liiert. Wie die Hardenbergs leben die beiden polyamor. Zwar wohnen sie nicht zusammen, haben keine gemeinsamen Kinder und sind nicht verheiratet, aber sie sehen sich als Paar und begegnen einander mit einer ruhigen Vertrautheit, die keinen Zweifel daran lässt, dass sie zusammengehören. „Wie ein Wikinger, so groß und stark“ Heiner hat allerdings seit zwei Jahren auch noch eine Beziehung zu Beate, einer 54 Jahre alten Schauspielerin, die auch eine Bekannte von Andrea ist. Soll das so weitergehen bis ins hohe Alter? „Wenn ich siebzig bin, sehe ich mich als Pflegekraft für meine beiden Frauen zwischen zwei Wohnungen hin- und herpendeln“, sagt Heiner, der auch mal als Altenpfleger gearbeitet hat. Er meint das ernst. Neulich war Andrea mal eine Woche im Krankenhaus, da hat er Beate die ganze Zeit über nicht gesehen, weil er jeden Tag bei Andrea war. Es ist ein sonniger Morgen in Dortmund, Heiner - lange braune Haare, schwarze Cargohose, schwarzer Pullover - hat Brötchen geholt, Andrea, blonder Stufenschnitt, viel Kajal und lange silberne Ohrringe, trägt ein lilafarbenes Strickkleid zur schwarzen Leggins und hat Kaffee eingeschenkt. Sie sitzen nebeneinander am Frühstückstisch in Andreas schmaler Küche mit den lachsfarben und rot gestrichenen Wänden und erzählen von ihren Lieben, während in der Wohnung nebenan die Waschmaschine rumort und in der Wohnung obendrüber jemand saugt. Andrea hat zurzeit keinen anderen Mann als Heiner, aber früher, da war es immer nur sie, die jemand Zweites wirklich von Herzen liebte, während Heiner sechzehn Jahre lang nur Affären hatte. Sie liebte einen verheirateten evangelischen Pfarrer, einen verheirateten Nachbarn, dann vier Jahre lang einen Familienvater mit Haus und Kindern und „ganz vielen Verpflichtungen“, den sie bei einer Partnerbörse im Internet kennen gelernt hatte und der

aussah „wie ein Wikinger, so groß und stark“. Sie hat Tränen in den Augen, als sie von ihm spricht. Heiner guckt sie mitfühlend an und streichelt tröstend ihr Bein. Manchmal dritteln sie eine Pizza Irgendwann begann dieser Mann, Andrea genauso anzulügen, wie er seine Frau anlog - es war für sie das Ende der Beziehung. Heiner, der immer von der Beziehung gewusst und sich, wie er sagt, sogar für Andrea gefreut hatte, sagt: „Dieser Mann war eben doch nicht so souverän, wie Andrea gedacht hat.“ Er fing sie damals auf in ihrem Liebeskummer und stand ihr Rede und Antwort, wenn sie ihn fragte: „Sag mal, du als Mann: Warum sind Männer bloß so?“ Seine Liebe zu Beate hat er vor zwei Jahren auf einer Party, zu der Andrea ihn nicht begleiten wollte, entdeckt. Andrea gönnt ihm das und hat schon mal mit dem Gedanken gespielt, einen Familienkalender mit drei Spalten zu kaufen, „damit ich den Überblick über uns drei behalte“. Darüber, was Heiner und Beate tun, wenn sie nicht dabei ist, denkt sie nicht nach. Und sie hat auch nie gedacht: „Wär’ ich doch bloß mit zu der Party gekommen, dann wäre das nicht passiert.“ Eine gegenseitige Verpflichtung zur Monogamie, das würde sie einschnüren, da müsste sie zu viel von sich selbst aufgeben. Klassische Zweierbeziehungen sind in ihren Augen überbewertet. „Es ist bei uns mehr als Liebe und Sex: eine ganz tiefe Freundschaft. Beate hat mal gesagt: ,Andrea und Heiner, das ist eine Institution.’“ Jetzt machen sie manchmal was zu dritt, auch wenn das nicht die Regel ist. Dann berührt keiner keinen, und manchmal dritteln sie eine Pizza. Nachdem seine Mutter gestorben war, hat Heiner die beiden Frauen mit zu einem Familientreffen gebracht. Seine Geschwister trugen es mit Fassung. „Da kommt mal ’ne Frage, wie das denn geht. Es ist eine Mischung aus Neid, Ehrfurcht und Unverständnis“, sagt er. Er selbst mag solche Gespräche: „Ich mache was, was andere nicht machen.“ Am Abend, als das Familientreffen zu Ende war, blieben die drei in der leeren Wohnung der Mutter zurück. Heiner übernachtete in der Küche, Andrea im Wohnzimmer und Beate im Schlafzimmer. Am Morgen pendelte Heiner mit Kaffee von Zimmer zu Zimmer. Beate, die bei dem Gespräch am Küchentisch zwar nicht dabei, aber trotzdem zu einem Gespräch bereit ist, sagt: „Es war die geschmackvolle Lösung.“ „Ich mag keine Verantwortung“ Beate bezeichnet sich als „abschnittsmonogam“, sie kann sich nicht teilen und braucht viel Raum für sich allein. Polyamorie ist ihr fremd, „aber ich finde sie nicht degoutant“, erklärt sie. Eifersüchtig sei sie nicht, denn sie sei ja die zweite Frau gewesen, die hinzugekommen sei. Wenn sie aber die erste Frau gewesen wäre und dann eine zweite dazugekommen wäre - damit hätte sie Schwierigkeiten. Manchmal stellt sie sich deswegen vor, dass die Dreierkonstellation für Andrea schwerer ist als für sie selbst. „Aber sie steckt ihr Revier schon ab“, hat Beate beobachtet, „sie hat mir einmal gesagt, wenn

Polyamorie

sie in ein Kibbuz nach Israel gehen würde, dann würde Heiner da mitgehen.“ Wenn man Andrea auf Beate anspricht, will sie von Konkurrenzgedanken aber nichts wissen. „Ich mag sie und habe Vertrauen zu ihr. Und ich empfinde es als Bereicherung, dass sie da ist, weil ich jetzt zum Beispiel nicht mehr die einzige bin, die sagen muss: ,Heiner, geh doch mal zum Friseur.’“ Auch Beate sagt, dass sie es gut findet, dass es Andrea gibt: „Es ist so befreiend, nicht so viel Verantwortung übernehmen zu müssen in einer Zweierbeziehung. Bei meinen anderen Männern musste ich nach zwei Jahren immer gehen, weil es mir zu viel wurde. Meine Mutter war Alkoholikerin, ich mag keine Verantwortung.“ „Er wird nichts verpasst haben, wenn er fünfzig ist“ Heiner kann das so stehen lassen. Er wirkt wie ein äußerst verständnisvoller Mann, der die Erfahrung gemacht hat, dass sich alle Probleme lösen lassen, wenn man sie nur offen anspricht. Die einzige Gefahr, die er bei seiner Dreierkonstellation sieht, ist, dass er gedanklich bei der einen Frau ist, während er mit der anderen schläft. Deswegen verbringt er meist einen Tag allein zu Hause, bevor er - tief erfüllt von der Dankbarkeit über sein reiches Leben - von der einen Frau zur anderen wechselt. Dankbar für die Freiheit, die ihnen der jeweils andere lässt, sind auch Marie und Florian Hardenberg. Marie ist davon überzeugt, dass sich die lange Leine, die sie Florian lässt, als stabilisierend bewähren wird. „Es gibt keinen Grund für ihn, nicht zu mir zurückzukommen.“ Auch nicht, wenn sie älter wird und eine junge Frau ihn lockt? „Er wird nichts verpasst haben, wenn er fünfzig ist, und muss deswegen auch nicht gehen.“ Und wenn ihr jemand viel Geld und ein Leben in Luxus in Aussicht stellen würde? Auch das ist schon geschehen. Da war dieser berühmte Schauspieler, zehn Jahre älter als sie, mit dem sie ab und zu ins Bett ging und der sie einlud, eine Woche mit ihm in einem teuren Hotel im Ausland zu verbringen. Er warf mit großen Namen um sich, er sagte zu ihr: „Marie, du brauchst einen Mann, der dich beschützt und versorgt, der dir was bietet und nicht wie Florian noch ein viertes Kind von dir will.“ Sie wäre wahnsinnig gern mit ihm gekommen, aber Florian sagte, das würde ihn verletzen. Sie hat dann in sich hineingehorcht und gemerkt, dass sie den anderen Mann nicht liebt und Florian nicht verletzen will. Also hat sie auf die Reise verzichtet. Aber vielleicht wird sie weiterhin ab und zu mit diesem Mann schlafen, denn sie mag ihn sehr gern. Florian sagt: „Ich krieg dann von ihrer Fröhlichkeit was ab, wenn sie nach Hause kommt.“ Es klingt souverän. Katrin Hummel (F.A.S.) Illustrationen Jan-Hendrik Holst Alle Rechte vorbehalten. (c) F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main

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Liebe Schöne Paare

Welch ein Zirkus! In dieser Rubrik stellt sensor schöne Paare vor und fragt sie nach ihrem E ­ rfolgsrezept. Unser schönes Paar Anja Krips und Frédéric Zipperlin bringt einen besonders l ­ iebenswerten Zirkus erstmals in unsere Stadt.

Rechts von mir geht Frédéric, links Anja, hinter mir ein Zebra – wir spazieren durch den Zoo. Doch heute stehen nicht Tiere im Mittelpunkt, sondern Frédéric Zipperlin und Anja Krips. Beide führen ein Leben, das nach Abenteuern und Romantik klingt. Er ist Zirkusdirektor und sieht genauso aus, ist kräftig, eher klein, mit lachenden Augen und französischem Akzent. Sie ist Tänzerin und erinnert mich an Tango. Gemeinsam gründeten sie den Cirque Bouffon. Da gibt es keine Affen und traurigen Löwen, sondern Schlangenmenschen und Artisten, Musiker, Theater, Tanz und Komik. Zum Spaziergang muss ich beide nicht lange überreden, dabei sprudeln die Worte einfach besser raus, wie sie sagen. Wir reden kaum über ihre aktuelle Produktion, dafür umso mehr über Liebe, Zirkusschulen und viele kleine Details, die man eben Leben nennt. Warum treffen wir uns im Zoo, wo es doch in eurem Zirkus nicht mal Tiere gibt? F: Das ist eben der Humor. A: Abgestimmte Ironie. Dann versteht ihr beiden euch wohl gut. F: Seit 21 Jahren – und wir haben zwei Kinder! Verheiratet oder in wilder Ehe? A: Direktorin und Direktor. Also eine richtige Zirkusfamilie? F: Nein, denn erst als ich acht war, ging meine Mutter mit mir in den Zirkus. Und da wollte ich dann hin, wollte der Clown sein, dieser Wunsch ist immer geblieben. Darum bin ich mit 14 zur Zirkusschule gegangen. Was hat man für einen Abschluss, wenn man die Zirkusschule bestanden hat? F: Die Sache ist die, die Zirkusschule ist sehr schwer, von hundert Leuten kommt nur einer durch, so ist das Verhältnis. Zunächst lernst du da ein bisschen von allem, also die ganzen Basics: Artistik, Jonglieren, Trapez. Ich habe aber schon damals vor allem als Kontorsionist gearbeitet, also als Schlangenmensch … A: Er arbeitete damals an einer Nummer, in der er in einem großen Transparentball auf die Bühne rollt und mit außergewöhnlichen Objekten jongliert. Das war keine klassische Jonglage und auch keine klassische Kontorsion, es war halt ein Auftritt wie im Cirque du Soleil, in dem er dann ja auch drei Jahre war.

Das war alles noch während der Zirkusschule? F: Nein, das war schon danach, direkt mit 18 – das war das erste Jahr des Cirque du Soleil. Obwohl, nicht ganz direkt, ich habe erst mal auf den Straßen von Montréal gespielt – mit einer Freundin. Da hat uns dann der Artistikdirektor des Cirque du Soleil gesehen und engagiert, von der Straße weg. Klingt toll, habt auch ihr euch auf einer Straße getroffen? A: Nein, wir haben uns auf einer Show kennen gelernt, 1991 war das, da war ich engagiert als Tänzerin. Das passt, optisch. A: Ja, nicht wahr? Ich liebe Musicals, seitdem ich sechs bin. Damals habe ich mein erstes gesehen, „Brigadoon“, und wusste, das will ich machen – ich habe vor dem Fernseher gesessen und geweint. Danach wollte ich sofort zum Ballett, aber meine Mutter meinte, das könnten wir uns nicht leisten. Aber wir hatten zufällig eine Ballettschule im Haus, und mein Papi hat dann immer für die den Rasen gemäht, so konnte ich doch den Unterricht besuchen. Da habe ich von der Pike auf Ballett gelernt. Aber ich wollte doch lieber die Musicalrichtung einschlagen, habe also eine Schauspielausbildung gemacht, am Keller-Theater in Köln – übrigens eine Klasse unter Til Schweiger. Also zurück zur eigentlichen Frage, wie ich Frédéric kennengelernt habe. Das war direkt nach der Ausbildung, ich war 23, er hat jongliert und war in seiner Kugel, in seiner Nummer … Frédéric, war das da schon deine Show? F: Nein, das war eine große Show, in der wir nur ein Act waren. A: Ich war Teil des Tanzensembles, eine Hupfdohle. Wir mussten immer als Bild im Hintergrund rumhocken, während er vorne seine Nummer spielte. Dann sagte Frédéric: „Tänzerin, ich will mit dir essen gehen!“ A: Wir hatten spontan einen Abend frei, da die Show ausgefallen ist, und wir sind zusammen essen gegangen. Ich wollte ihn tatsächlich abschleppen, das war schon irgendwie geplant, aber er war zu spröde, wollte nicht. Wir waren dann in meiner Wohnung, doch nix passierte, ich dachte, der ist bestimmt schwul. Ich habe sämtliche Schallplatten aufgelegt, war fast verzweifelt, also dachte ich, den muss ich nun loswerden, das wird nix mehr – hopp oder topp. Doch dann hat er angebissen und ist bis heute nicht abgehauen. Zwei Monate spä-

ter war ich zum ersten Mal schwanger, habe den Job an den Nagel gehängt und in Köln Gesang studiert. Heute arbeite ich hauptsächlich als Sängerin. Ich dachte, als Tänzerin? A: Beides, in der Show mache ich beides! Wo sind eure Kinder heute? F: Die Kinder sind jetzt 20 und zehn. Sind die Kinder auch im Zirkus? F: Die Große studiert Hotelfach, doch die Kleine wird was in die Richtung machen. Man sagt ja, Talent überspringt gerne eine Ge­ neration – ist es mit euch als Eltern dann nicht ratsam, sehr konservative Berufsentscheidungen zu treffen? F: Das kann natürlich sein. Die Große fing vor zwei Jahren an zu sagen, sie wolle zur Polizei. Da habe ich gesagt: „Du kannst alles machen, alles – aber Polizei, das nicht.“ Jetzt macht sie eben Hotelfach in Köln. Gibt es häufig Streit unter euch Artisten? F: Klar, wir sind eine große Familie, da gibt es immer mal Streit. Wir sind fünfzehn Leute, und man sagt ja, in einer Gruppe gäbe es immer eine Zicke. Aber dieses Jahr haben wir das nicht – wir kennen uns alle aber auch ewig. Meint ihr, es wird in zehn, fünfzig oder hundert Jahren überhaupt noch Zirkus geben? F: Ja, Zirkus ist immer auch ein nostalgischer Traum … A: … eben Poesie. Oh Mann, Poesie … Cirque Bouffon zeigt eine neue Art des Artistiktheaters: „Nouveau Cirque“. Verschiedenste Elemente, alle ohne Tierdressur, schaffen ein ästhetisch anspruchsvolles Kunstwerk, charmant und roh zugleich. Ab 5. September gastiert Cirque Bouffon mit seinem Programm „Nandou“ - präsentiert von sensor als Medienpartner - erstmals in Wiesbaden im charmanten Chapiteau in den Reisingeranlagen. www.cirque-bouffon.com Interview Thorsten Kambach / Stadtgeflüster Münster Foto André Stephan / Delicious Fotodesign Münster


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Wahlen

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Der Herausforderer Ein neues Gesicht hängt auf Plakaten in der der ganzen Stadt. Simon Rottloff tritt als SPD-Bundestagskandidat in große Fußstapfen. Und kämpft gegen eine klare Favoritin.

Ein Mann will nach Berlin. Eine Frau könnte dies verhindern

Simon Rottloff, der am 22. September als Nachfolger von Heidemarie Wieczorek-Zeul das Wiesbadener Bundestags-Direktmandat von Kristina Schröder zurückerobern will, hat schon gewonnen. Vorerst allerdings nur parteiintern. „Beim Nominierungsparteitag habe ich mich im ersten Wahlgang gegen zwei Mitbewerber durchsetzen können“, erzählt der 36-jährige, wie souverän er zum Amt des Bundestagskandidaten kam. Mit dem Amt des Bundestagsabgeordneten dürfte es um einiges schwieriger werden: „Ich bin nicht der Favorit, das weiß ich“, redet sich der bis vor kurzem in Wiesbaden noch völlig unbekannte Herausforderer seine Chancen gegen die amtierende Bundesfamilienministerin nicht übermäßig schön. Diese gewann 2009 den Wahlkreis 179 mit 40,8 Prozent der Stimmen. Und das gegen die so bekannte wie weithin beliebte Heidemarie Wieczorek-Zeul, die auf 32,6 Prozent kam. Der Neue redet seine Chancen aber auch nicht unnötig klein: „Ich spüre eine Stimmung in der Stadt, dass sich etwas ändern muss. Ich will dieser jemand sein, der dazu beiträgt, dass sich etwas ändert.“ Ändern muss sich aus Sicht des Gewerkschafters vor allem etwas in den Bereichen Arbeitsmarktpolitik, Sozialpolitik und Familienpolitik – die Themen, in denen er sich am besten auskennt und über die er folglich am liebsten, ausführlichsten und detail-

sichersten spricht. Mindestlohn? Unbedingt, 8.50 Euro kann für ihn, gerade in Rhein-Main, nur ein Einstieg sein. Betreuungsgeld? Auf gar keinen Fall! Zwei Milliarden fehlinvestiert, könnte man besser in Kitas stecken. Flexible Arbeitszeiten? Wichtig, damit junge Eltern, Mütter und zunehmend auch Väter, mit veränderten Lebensgewohnheiten vernünftig am Arbeitsmarkt partizipieren können. Fachkräftemangel? Hausgemacht durch künstliche Arbeitsverhältnisse, die durch den Staat quersubventioniert werden. Vermögenssteuer? Ja, bitte! Und so weiter. Und so fort. „Das soziale Gleichgewicht ins Lot zu bringen, ist für mich der wichtigste Punkt, mit dem ich im Wahlkampf antrete“, sagt der Kandidat und meint damit auch explizit die Stadt, für die er in Berlin sprechen will: „Es ist erschreckend, welche Zustände man in unserer reichen Stadt vorfindet an Armut. Allein 2100 Menschen gehen zur Tafel und sind auf Lebensmittel angewiesen, die sonst weggeschmissen würden. Die Schere geht immer weiter auseinander. Wenn man mit offenen Augen durch Wiesbaden geht, sieht man das.“ Leid der Arbeitslosigkeit selbst erlebt Ebenso ausführlich wie über seine politischen Ziele erzählt er ganz offen seine persönliche Geschichte: „Ich bin in die Gewerkschaft eingetreten, weil mich die Situation auf dem Arbeitsmarkt betroffen gemacht hat. Ich

habe nach der Schule erst mal keinen Ausbildungsplatz gefunden. Es folgten Gelegenheitsjobs, Zeitarbeit und ich habe das Leid der Arbeitslosigkeit kennengelernt“, berichtet er von Verkettung ungünstiger Umstände: „Ich wollte nie arbeitslos sein. Das war eine relativ schlimme Zeit, voller Sorgen, wie Miete und Lebensunterhalt bezahlt werden.“ Nach 12 Monaten bei der Bundeswehr folgten weitere prekäre Beschäftigungen. Am 6. Juni 1997 – einige Daten wie diese hat er taggenau parat – war ein Aushilfsjob bei der Soka-Bau der erste Schritt seiner persönlichen Wende zum Guten. Dem Jobber wurde ein Ausbildungsplatz angeboten. „Manchmal muss man ein Quäntchen Glück haben, aber auch Fleiß gehört dazu“, sagt er rückblickend: „Heute würde mein Lebenslauf keine Personalabteilung mehr überzeugen. Viele Jugendliche heute kriegen einfach keine Chance, sich zu beweisen. Sie werden abgestempelt.“ Rottloff engagierte sich und war mit 28 Jahren Gesamtbetriebsratsvorsitzender. Politik über die Überschrift hinaus Als Bundestagskandidat geht es Rottloff nicht allein um Inhalte: „Ich will auch antreten für andere Politikformen“, sagt er und präzisiert: „Viele Entscheidungen sind nicht mehr nachvollziehbar, das muss man transparenter gestalten.“ Ihn stört es, dass Dinge nur noch auf Überschriften komprimiert würden: „Es wird immer nur berichtet, was entschieden wurde. Aber die wichtige Frage ist doch, warum Entscheidungen getroffen werden. Die allermeisten Themen sind komplexer, als sie auf den ersten Blick wirken. Politik hat die Pflicht, diese zu erklären.“ Deshalb will er näher bei den Bürgern sein: „Die Menschen wollen einen echten Ansprechpartner haben, nicht einfach im Fernsehen schauen, was die da machen. Wenn ich mit den Leuten direkt rede, können sie auch mal sagen ‚Was machst Du da für einen Scheiß‘, und dann können wir darüber sprechen. In den allermeisten Fällen lassen sich Probleme dann lösen oder zumindest nachvollziehbar erklären.“ Er wolle nicht von oben

herab etwas sagen, sondern auf Augenhöhe mit den Leuten sprechen. Gelegenheit dazu hatte und nutzte der überzeugte Kloppenheimer seit seiner Nominierung zuhauf. Der Lohn von bisher 290 Wahlkampfterminen und 7000 Hausbesuchen – „die Menschen freuen sich, wenn man an der Tür klingelt und sie merken, dass es Politiker gibt, die sich für sie interessieren“ – ist ein spürbar gestiegener Bekanntheitsgrad des Neulings: „Es ist ein ungewohntes Gefühl, wenn die Leute im Bus über einen reden, wenn man überall angesprochen wird: Du bist doch der Simon Rottloff. Ich stehe überall Rede und Antwort, für ein paar Minuten oder auch mal für eine Stunde.“ Er ist froh, dass seine Freundin, die er vor drei Jahren auf dem Weinfest kennenlernte und mit der er vor zwei Jahren auf dem Weinfest endgültig zusammenkam, ihn voll und ganz unterstützt. Ebenso die Frau, die er politisch beerben will: „Heidi ist absolut toll und unterstützt mich sehr. Sie ruft mich in regelmäßigen Abständen an und fragt, wie es läuft und ob sie irgendwo helfen kann. Es ist toll zu erleben, dass ein Generationenwechsel so gut funktionieren kann“, freut er sich über die Unterstützung der 70-jährigen: „Als Nachfolger von Heidi Wieczorek-Zeul trete ich in große Fußstapfen. 25 Jahre gehen natürlich nicht spurlos vorbei. Mir ist klar, dass ich an ihr gemessen werde, aber genau so will ich mein eigenes Profil entwickeln.“ Selbst für all jene, die all das, was er zu sagen hat nicht überzeugt, hat Rottloff eine frappierende Argumentationskette parat: „Mit meiner Wahl als Direktkandidat nutzen die Wiesbadener auch die Chance, gleich doppelt in Berlin vertreten zu sein. Kristina Schröder ist über den Listenplatz abgesichert, ich komme nur nach Berlin, wenn ich tatsächlich das Direktmandat gewinne.“ Am 15. September veröffentlichen wir auf www.sensor-wiesbaden.de ein Special zur Bundestags- und Landtagswahl und stellen weitere Wiesbadener Kandidaten vor. Dirk Fellinghauer Foto Simon Hegenberg

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Vereinsporträt

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Vereinsporträt

Hüfte heraus mitdrehen. Karl-Heinz Seidel geht herum und korrigiert, gibt Tipps, demonstriert, wie es aussehen soll. Es folgt Schattenboxen mit Partner. Dann schnelle Schlagkombinationen im Wechsel.

Fäuste fliegen zwischen den Generationen

Schon das Aufwärmen hat es in sich

340 Fäuste für Wiesbaden Schon seit 1921 übt man sich beim 1. Wiesbadener Amateur Box Club WABC in der edlen Disziplin des Faustkampfes. Doch nie war diese populärer als heute.

Handarbeit

Boxen sei die höchste Form menschlicher Intelligenz, verkündete einst der Dichter Wolf Wondratschek am Rande des letzten Profikampfes von Graciano „Rocky“ Rocchigiani. Das deckt sich so gar nicht mit der Ansicht, die sich bis heute bei vielen hält: Boxen, das sei, wenn sich zwei Fleischklopse ohne Hirn gegenseitig die Nasen platt hauen. „Boxen ist Fechten mit der Faust“, erklärt der zweimalige Hessenmeister im Weltergewicht, Yasar Dorul. Genau wie bei der sportlichen Auseinandersetzung mit Florett, Degen oder Säbel geht es darum, Treffer am Körper des Gegners innerhalb der erlaubten Zone zwischen Stirn und Bauchnabel zu landen, ohne selbst getroffen zu werden. „Es ist wie beim Schach“, ergänzt Karl-Heinz Seidel, der mit Yasar Dorul zum Trainerteam des 1. Wiesbadener Amateur Box Clubs (WABC) gehört. „Man muss den Gegner beobachten und ihn ausspielen.“

Angriffslustig, aber nicht gewaltbereit

Seidel selbst begann 1967 bei Borussia Kiel mit dem Boxen. 1971 wurde er deutscher Militärvizemeister im Weltergewicht, seit 1972 gehört er dem WABC an, dessen Vorsitzender er seit 33 Jahren ist. In den Annalen des traditionsreichen Vereins finden sich allein seit 1985 bis heute 35 Hessenmeister unterschiedlicher Gewichtsklassen. Vom Arbeiter- zum Trendsport Doch der WABC kümmert sich nicht nur um die aktuell zehn Mitglieder seines Wettkampfkaders, sondern auch um eine immer größer werdende Zahl von Menschen, die beim sogenannten Fitnessboxen ein Ganzkörper-Workout der besonderen Art absolvieren. So kommt der Verein derzeit auf 170 Mitglieder, etwa 20 davon Frauen. Jeweils bis zu 50 kommen zum Training, das an fünf Wochentagen in der Turnhalle der Wolfram-von-Eschenbach-Schule statt-

findet. Dass Boxen seit einiger Zeit als Trendsport gilt, das kann auch Karl-Heinz Seidel nur bestätigen: „Früher war das ein Arbeitersport. Heute kommen zu uns Studenten, Ärzte, Journalisten.“ Das Mysterium des Boxens Wer es sich leisten kann, der bucht bei Mustafa Memo Haji, ansonsten verantwortlich für das Leistungstraining am Mittwochabend, ein Personal Training. Wem das zu viel des Guten ist, der kommt am Montag-, Dienstag- oder Donnerstagabend zum jeweils zweistündigen Fitnessboxen: Los geht es mit einem Aufwärmprogramm zum Lockern der Muskeln. Schon hier fließt bei den meisten nach wenigen Minuten der Schweiß. Anschließend holt Yasar Dorul die Wettkampfboxer zu sich in den Ring. Während er sie im Sparring lautstark antreibt, knöpft sich Karl-Heinz Seidel die-

jenigen vor, die hier sind, um etwas für die Fitness zu tun. Es beginnt mit Schattenboxen: Jeder geht für sich bestimmte Schlagfolgen durch, versucht dabei ständig in Bewegung zu bleiben, die Beinarbeit nicht zu vernachlässigen, den ganzen Körper mitzunehmen. Danach werden vorgegebene Schlagkombinationen mit Partner geübt: Zweimal die Führungshand als Gerade zum erhobenen Handschuh des Gegenübers, dann die Schlaghand hinterher, gefolgt von zwei Haken zum Kopf. Statt am Kopf des Trainingspartners landen aber auch diese wieder in seinen 14 Unzen-Handschuhen. Worum es hier geht, ist nicht Kraft und auch nicht Geschwindigkeit. Wichtig ist, die Schläge sauber auszuführen: die Geraden mit gestrecktem Arm, möglichst ansatzlos aus der Schulter heraus katapultiert. Bei den Haken soll sich der ganze Oberkörper aus der

Jetzt geht es um Tempo und Kraft: Rechte und linke Gerade, die gegen die Handschuh-Innenseite des Gegenübers prasseln. Rechte und linke Haken in hohem Tempo. Aufwärtshaken zum Oberkörper des Partners. Dann alles noch mal von vorne, immer abwechselnd, ohne Verschnaufpause. Schnaufen tun einige dafür umso heftiger während der kurzen Unterbrechungen, die Seidel seinen Schützlingen gewährt. Was der 65-Jährige selbst noch abkann, verdeutlicht er, indem er sich am Boden liegend Medizinbälle auf die Bauchmuskulatur donnern lässt. Weiter geht es mit Schattenboxen im schnellen Wechsel mit unterschiedlichen Partnern. Dann wieder Schlagkombinationen auf Ansage. Wer nicht voll konzentriert ist, kommt unweigerlich raus. Und darf zur Schärfung der Sinne zehn Liegestützen machen! Die Gesichter, in die man nach dem abschließenden Dehnen blickt, sind schweißüberströmt und glücklich. In ihnen steht die grimmige Genugtuung, einmal mehr dem inneren Schweinehund, diesem selbstzufriedenen Faultier, die Stirn geboten zu haben. „Du musst härter sein als das Training“, grinst Yasar Dorul auf dem Weg unter die Dusche. Gerade für seine jüngeren Schützlinge steckt in diesen Worten auch eine Lektion fürs Leben. „Man musste in Form sein, um aushalten zu können, was einen abwürgen wollte. Das war die Botschaft, die für mich rüberkam, wenn ich Boxkämpfe sah.“ So steht es bei Charles Bukowski zu lesen. Hans Herbst, der es wie kein anderer deutscher Autor verstanden hat, über das Boxen zu schreiben, kam nach ein paar Trainingseinheiten in der wohl legendärsten Boxhalle Deutschlands, dem Gym im Keller der Hamburger Kiezkneipe „Zur Ritze“, zu der Erkenntnis: „Ich bin dem Mysterium des Boxens ein wenig näher gekommen. Weil ich einen kleinen Sieg über mich selbst, meine Schwäche, die Frustration und die Schmerzen errungen habe.“ Kein Platz für Gewalt Montags leitet Alexander Diener das Fitnessboxen. Der 27-Jährige hat mit 19 erstmals die Handschuhe übergestreift, wurde vier Jahre später Vize-

Das Trainerteam des WABC

Hessenmeister im Superschwergewicht. Heute sagt er: „Man muss spätestens mit 14 anfangen, um ein richtig Guter zu werden. Um die Technik richtig zu lernen.“ Bei ihm kommen im Training auch die lederne Maisbirne und die Sandsäcke zum Einsatz, die man klassischerweise mit einer Boxhalle assoziiert. Wer überschüssige Energie mitbringt, der wird sie an diesen Geräten garantiert los. Und wenn man glaubt, am Ende seiner Kräfte angelangt zu sein, steht plötzlich Alex Diener neben einem und gibt den Motivator: „Was ist los? Gib Gas, da geht noch mehr!“ Schon sein Aufwärmtraining hat es in sich, wird von Technik- und Taktik-Coach Anton Kreuz gerne eingeleitet mit den Worten: „Der Alex macht euch jetzt erst mal so richtig schön kaputt!“ Gewalt hat im Verhaltenskodex des WABC hingegen keinen Platz. „Wer hierher kommt, um sich zu prügeln, ist ganz schnell wieder draußen“, sagt Alex Diener. „Wir bringen den Leuten bei, sich nicht auf der Straße zu prügeln. Wenn du hier deine Energie verpulvert hast, brauchst du das auch gar nicht mehr.“ Die drei K.o.-Kriterien Bleibt die Frage, warum sich all die größtenteils erwachsenen Männer und Frauen mehrmals pro Woche nach Feierabend noch derart schinden und literweise Schweiß vergießen. Robert Sattler (40, Werbekauf-

mann) erklärt: „Nachdem in der Fitness-Szene das Boxen einen höheren Stellenwert erreicht hat und auch in den Medien immer präsenter wurde, besuchte ich die Webseite des WABC und entschloss mich spontan zu einem Probetraining. Noch mal die Grenzen erreichen, noch mal körperlich ans Limit zu gehen, das passt!“ Thommy Krebs (41, Bürokaufmann) gibt zu: „Anfangs dachte ich: Hoffentlich ist das hier nicht so asozial. Mittlerweile komme ich seit vier Jahren regelmäßig zum Training und bin von der Atmosphäre total begeistert.“ Genauso geht es Saskia Bergmann (20, Auszubildende): „Außerdem fördert der Sport extrem das Selbstbe-

wusstsein. Das merkt man am Auftreten im Alltag.“ Yvonne (37) ist Ärztin und kann das Boxtraining auch aus medizinischer Sicht nur empfehlen: „Es werden sämtliche Muskelgruppen trainiert. Es dient der Fitness und dem Stressabbau.“ Und mit ihrem letzten Argument landet sie grinsend den alles entscheidenden Treffer: „Boxen erfüllt als Sport die drei großen K.o.Kriterien: Konzentration, Koordination und Kondition!“ www.wabc.de Alexander Pfeiffer Fotos Volker Ramspott

Wenn es ans Eingemachte geht, geht nichts mehr ohne Schutz

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Off-Bühnen

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Sprecherrollen und lässt die Gäste Abenteuer mit Außerirdischen und Monstern akustisch erleben. „Ich höre im Jahr rund 1000 Hörspiele. Die besten wähle ich für unser Projekt aus“, erzählt Matthias Braun, der früher als Regisseur an einem englischen Theater arbeitete. Sogar die Soundeffekte entstehen direkt vor den Augen und Ohren des Publikums: Um beispielsweise einen Genickbruch zu simulieren, geht schon mal ein Sellerie in Zwei. Fazit: Nicht nur für eingefleischte Fans von SciFi- und Gruselgeschichten ein wahrer Hörgenuss. Kryptonite Radio Theater, wechselnde Spielstätten, im Oktober „The Call of Cthulhu“ im Alfons-JungSaal, Kellerstraße 37, http://kryptonite.bplaced. net/index.htm

Der Grosse Test

Freie Theater Nicht nur in den Häusern des Staatstheaters gibt es Bretter, die die Welt bedeuten. Wiesbaden hat auch kleine feine Bühnen, geführt und mit Leben erfüllt von professionellen Enthusiasten jenseits konventi­ oneller Zwänge. Trotz oft versteckter Lage müssen sie sich keineswegs verstecken. Das andere Ende dieses Raumes liefert ständig Gründe, dass sich diese Stühle füllen

Galli Theater „Johannes Galli (* 1952) ist ein deutscher Unternehmer, Clown, Schauspieler, Regisseur, Musiker, Trainer, Coach, Philosoph und Autor.“ Sagt Wikipedia. Das macht den Schubladen-besessenen Deutschen erst mal skeptisch. Wie, so vieles Verschiedenes? Eine Person kann doch nur eine Sache (richtig) machen! Der aus dem Rheingau stammende, in Freiburg (straßen)theatersozialisierte, nach einigen Jahren in New York wieder in Wiesbaden lebende Galli macht all das Genannte (mindestens), und all das so gut, dass es erfolgreich ist. Komplett subventionsfrei betreibt er in seiner Heimatstadt eines von insgesamt fünfzehn nach ihm benannten Theatern (14 in Deutschland, eines in New York). Hier mischen sich Workshop- und Seminarangebote mit Businesstheater, seit neuestem ein Café (offizielle Eröffnung 23. September) und dazu eben ein „regulärer“ Theaterbetrieb im Hinterhof. Für Kinder gibt es lebendiges Mitspieltheater, bei dem niemand stillsitzen soll. Beim ComedySprechtheater und mittlerweile auch den Musicals für Erwachsene dreht sich in Stücken wie „Ehekracher“, „Eheurlaub“ oder „Beziehungsbomber“ sehr vieles um das Mit-, Aus- und wieder Zueinander von Mann und Frau. Unterhaltsame Lebenshilfe bringen die allesamt nach der Galli-Methode ausgebildeten Akteure auf die Bühne, die auch oft Schauplatz von Märchen ist. Eine Spezialität des Hauses mit 140 Plätzen im Theaterraum mit sehr angenehmer Atmosphäre sind Aufführungen in englischer Sprache. Fazit: Unterhaltsames Bühnengeschehen mit Lebenshilfe-Appeal. Galli Theater Wiesbaden, Adelheidstraße 21, www. galli-wiesbaden.de

landeshauptstädtischen Off-Theater-Geschehens. Das Staunen setzt bei den Besuchern schon beim Betreten der Räume im ersten Stock ein. Samtene Vorhänge, goldene Spiegel, prächtige Fauteuils buhlen um Hauptrollen im Spiel der fast skurrilen Festlichkeit. „Fast kommt der Zuschauer sich vor, als ob er versehentlich in die Wohnräume eines exzentrischen Unbekannten gestolpert wäre“, lesen wir in der Selbstbeschreibung des Hauses, in dem Gäste zum geselligen Drink im Foyer vor und nach den Vorstellungen willkommen sind. Hausherr ist der staatlich diplomierte Schauspieler Gregor Michael Schober. Er hat eine Truppe Theaterschaffender um sich gescharrt, die nach langjähriger Berufspraxis aus Staats- und Stadttheatern an- bzw. auftreten, „um selbst Produktionsverhältnisse zu schaffen, die eine sehr persönliche und lebendige künstlerische Entwicklung ermöglichen.“ Auf ein familiäres Miteinander im Mehr-Generationen-Ensemble, in dem Kenner Namen wie Jan Käfer (Künstlerische Leitung, Regie), Bernd Ripken oder Rainer Kühn kennen, wird Wert gelegt, ebenso auf solides Handwerk und anspruchsvolles Regietheater. So entstehen im kleinen schwarzen Theaterraum mit 60 Plätzen intime und intensive Inszenierungen von Eigenproduktionen mit bevorzugt psychologischer Ausrichtung. Vor allem kommen gesellschaftskritische und -entlarvende Stücke auf die Bühne. Klassiker, Komödien und Musiktheater und Kinderstücke finden sich aber ebenso im mittlerweile gut ein Dutzend Stücke umfassenden Repertoire. Fazit: Theaterideale frisch und erfrischend interpretiert. Kammerspiele Wiesbaden, Lehrstraße 6, www.kammerspiele-wiesbaden.de

Kammerspiele Wiesbaden Unscheinbar im Nebengebäude der Bergkirche beheimatet, bilden die Kammerspiele seit ihrer ersten Premiere im Oktober 2009 ein wahres Kleinod des

Künstlerhaus 43 Als Susanne Müller und Wolfgang Vielsack 2005 das ehemalige Arbeiterhaus in der Oberen Webergasse übernahmen, sollten sich die Räume des Ge-

bäudes aus dem 19. Jahrhundert in die Bühne für eine ganz besondere Art von Schauspiel verwandeln: eine Mischung aus klassischer Aufführung und Mitmach-Impro-Theater. Wer hier den Abend verbringt, lässt sich nicht passiv berieseln, sondern wird selbst zu einer Figur der Handlung. So verharrt beispielsweise bei Shakespeares prominentestem Stück der Zuschauer nicht in einem abgetrennten Zuschauerbereich, sondern speist zusammen mit Romeo und Julia an einer üppig gedeckten Tafel oder nimmt als aristokratischer Capulet an einer Festgesellschaft teil. Dabei führt das Bühnengeschehen über zwei – weitgehend historisch belassene – Etagen des Hauses und in den mit Efeu bewachsenen Innenhof. Egal ob „Romeo & Julia“, „Napoleon erobert Wiesbaden“ oder „Giacomo Casanova“ – das Ende jeder Geschichte steht zwar fest, doch der Weg dorthin ist immer wieder neu. „Durch den Input der Zuschauer reifen unsere Stücke über die Jahre wie guter Wein“, lacht Wolfgang Vielsack. Fazit: Wer nicht nur zusehen, sondern auch mitmachen will, ist hier goldrichtig. Kuenstlerhaus 43, Obere Webergasse 43, www.kuenstlerhaus43.de Kryptonite Radio Theater Kryptonite – was für Superman ein Fluch ist, ist für Wiesbaden ein Segen. Denn die hessische Landeshauptstadt darf mit dem Kryptonite Radio Theater das wahrscheinlich einzige feste Radiotheater Deutschlands sein eigen nennen. Hier wird der Zuschauer – oder besser gesagt der Zuhörer – in die Goldene Zeit der großen Radiohörspiele zurückversetzt: Egal ob Literaturklassiker wie „Dracula“ oder packende Science-Fiction-Operas im Stil von Flash Gordon und Raumpatrouille Orion – alles wird von Matthias Braun und seinem Team auf der Bühne live im englischen Original produziert: Vor Mikrophonen im 30er-Jahre-Look schlüpft das nostalgisch gekleidete Ensemble in die verschiedenen

Alters Trost und Hoffnung“, weiß Barbara Naughton. Ein weiterer Publikumsliebling ist „Grenzen – Los“. Das autobiographische Stück erzählt von Barbara Naughtons (ebenfalls bis heute im Theater aktiven) Eltern, die das Velvets 1967 in Tschechien gründeten und nach der Niederschlagung des Prager Frühlings aus ihrer Heimat flohen. Für die aufwendigen Szenerien des Stücks wurden traditionelle Theaterformen mit moderner Technik wie dem Einsatz von Beamern kombiniert. Fazit: Wer das Zauberhafte mag, wird das Velvets lieben. Velvets Theater, Schwarzenbergstraße 3, www.velvets-theater.de, Ein Gastspiel gibt das Velvets am 29. September von 16-17 Uhr auf dem Wiesbadener Stadtfest.

Velvets Mit dem Velvets findet sich ein ganz besonderes Unikat in der Wiesbadener Theaterlandschaft: Es ist das einzige schwarze Theater mit abendfüllenden Stücken in ganz Deutschland. Zwar verströmt die Spielstätte in der Schwarzenbergstraße von außen eher den industriellen Charme einer Lagerhalle. Doch wer sie betritt, wird für die Dauer einer Aufführung in fantastisch anmutende Welten entführt. Barbara Naugton und ihr Ensemble bringen Märchenhaftes wie die „Zauberflöte“, „Schneewittchen“ oder „Momo“ als liebevoll inszenierte Masken- und Puppenspiele auf die Bühne. „Der kleine Prinz“ wurde in den letzten 35 Jahren sogar schon über 1000-mal aufgeführt. Sein Erfolgsgeheimnis? „Die Geschichte spendet Menschen jeden

Walhalla Die vielleicht aufregendsten, weil ungewöhnlichsten, überraschendsten und sonst in dieser Art wenn überhaupt, dann eher in Großstädten zu entdeckenden Bühnendinge passieren im Walhalla. Auch wenn im Haus selbst mit seiner über 110-jährigen Geschichte – dem ewigen Dornröschen des Wiesbadener Kulturgeschehens – die eine oder andere Ecke etwas staubig anmutet, wird in den Eigenproduktionen der Staub, der Theater oft anhaftet, mit lustvoller Wucht weggeblasen. „In den Produktionen werden die verschiedensten modernen Kunstformen im Bereich Tanz, Theater, Medien, Musik und Kunst zusammengeführt und Techniken entwickelt, die dem Zuschauer eine neue Sicht auf

Kontrollzentrum

Beste Sicht

Off-Bühnen

die Dinge ermöglichen sollen“, sagt die Künstlerische Leiterin Sigrid Skoetz, die sich auch auf Publikumsrennern nie ausruht, sondern immer wieder komplett Neues ersinnt und realisiert. Theater im Walhalla ist experimentell, radikal, frei von Konventionen, mit Mut zum Unperfekten, und dabei doch höchst professionell – und im Aufspüren und Aufgreifen aktueller Entwicklungen nicht zuletzt dank aufmerksamer Blicke und familiärer Verbindungen in tonangebende Großstädte wie Berlin eine Spur voraus. Die Atmosphäre im Haus mutet mitunter existenzialistisch an, Verruchtheit liegt in der Luft, man arbeitet mit Faible für zwischen Genie und Wahnsinn pendelnde Exzentriker wie Kinski und Fassbinder oder auch für Ikonen wie die „27-jährigen“ Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin und Amy Winehouse. Unvergessen ist die Inszenierung von Jan Fabres „Ich bin Blut“, aktuell sehenswert „Jerusalem Syndrom feat. Nathan“ und in Planung wie immer schon wieder Großes Neues. Man darf gespannt sein, mit welchem Thema als Nächstes Anspruch und Unterhaltung aufs Wohltuendste vereint werden. Fazit: Der Ort für Neugierige und Weltoffene mit dem Anspruch, dass Theater Ereignis sein muss, und mit Sehnsucht nach dem Lebensgefühl echter Großstädte. Walhalla Studio Theater, Mauritiusstraße 3a, www. walhalla-studio.de Falk Ruckes/Dirk Fellinghauer Fotos Anna Thut

Velvets-Chefin Barbara Naughton mit einem ihrer Ensemblemitglieder

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Wiesbaden tanzt

Viva Flamenco! Flamenco, da kommt den meisten in den Sinn: Gitarre, Klatschen und Stampfen. Artistik · Theater · Musik · Hum

Einmalig in Deutschland! Wiesbaden hat seit fast 40 Jahren eine echte „Perle“ der Theaterkultur: Das Velvets Theater. Hier werden die Möglichkeiten des Schwarzen Theaters mit Puppen- und Maskenspiel, mit Schauspiel, Gesang und Tanz verknüpft, so dass eine neue, unterhaltsame, mit vielschichtigen Inhalten bereicherte Theaterform entsteht.

Überzeugen Sie sich selbst und kommen Sie in unser Theater in der Schwarzenbergstraße 3, 65189 Wiesbaden. Wir freuen uns auf Sie! Kartenverkauf bei allen bekannten VVK-Stellen, unter www.adticket.de und im Theater! Informationen unter 0611-71 99 71 und info@velvets-theater.de

auch etwas anderes bedeuten, etwas, das einen ganz von innen heraus ergreift. Genau so betreibt Gaby Herzog ihre Flamenco-­Schule. Seit 20 Jahren.

Zum ersten Mal in Wiesbaden.

Schultagen entspannt und glücklich macht. „Ich denke, Flamenco macht süchtig, weil man sich anstrengt, schwitzt, sich dermaßen konzentrieren muss, dass man alles andere vergessen muss, und dabei eine Musik hört, die das Herz berührt. Flamenco gibt einem mehr als Schokolade“, ist sie überzeugt.

5.9.–6.10.2013

Wiesbaden – Reisinger Anlagen/Bahnhofstr. , im Perfect Day, Tickets über der Touristinfo Wiesbaden oder an der Abendkasse

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13.-15. September 2013

Dazu Frauen mit wehenden Röcken, Folklore, Touristen. Flamenco kann aber

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Premiere!

Der visionäre Frühschoppen Gespräche mit Format. Hier kommt Wiesbaden auf den Punkt.

Wiesbaden

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Eine Walhalla & sensor Wiesbaden-Produktion Sonntag, 29.09.2013, 12 Uhr, Walhalla Theater Wiesbaden, Spiegelsaal Interessante Wiesbadenerinnen und Wiesbadener stellen ihre Visionen für die Stadt vor und zur Debatte.

Thema No.1: Kreativ in Wiesbaden – (wie) geht das? Mit Sven Gerich (Oberbürgermeister Wiesbaden), Dominik Hofmann (heimathafen Wiesbaden), Prof. Gregor Krisztian (Hochschule RheinMain), Kimberly Lloyd (Qompendium Work Shop), Sigrid Skoetz (Walhalla Wiesbaden), Michael Volkmer (Scholz & Volkmer) Moderation: Dirk Fellinghauer (sensor Wiesbaden)

www.wiesbaden.de

Livemusik mit Hot Four www.walhalla-studio.de, www.sensor-wiesbaden.de

Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

Früher arbeitete Gaby Herzog als Übersetzerin einer Chemiefirma. Heute übersetzt sie Lebensfreude in Tanz

„Flamenco hat mein Leben verändert“, sagt die 49-Jährige. Nicht von ungefähr hat sich die temperamentvolle Wiesbadenerin diese Art des Tanzens ausgesucht: Geboren ist sie in Südamerika, verbrachte die ersten 21 Jahre ihres Lebens in Chile und Peru. Ihre Liebe zur lateinamerikanischen Musik rührt daher. Doch zuerst schlug Gaby Herzog einen ganz anderen Berufsweg ein, übersetzte Texte für eine Chemiefirma. „Flamenco und Kastagnetten blieben lange ein Hobby, ich übte abends im Firmenkeller auf einer Pressspanplatte“, erinnert sich Gaby Herzog. Unterricht nahm sie bei Vera StifterBornheim und spanischen Dozenten – vieles aber erarbeitete sie sich autodidaktisch. 1993 beschloss sie, sich ganz dem Tanz zu widmen und eröffnete „Jaleo“ – in Taunusstein- Wehen, wo es aber bald den Nachbarn zu laut wurde.

Tanzen macht glücklich und süchtig In Wiesbaden eröffnete sie 1995 ihr stimmungsvolles Studio in der Blücherstraße. Nun feiert sie ihr 20-jähriges Jubiläum und ist auch begeistert bei „Wiesbaden tanzt“ dabei – das Stadt-Tanzfest feiert in diesem Jahr sein Zehnjähriges. Wie Flamenco bei ihr wirklich lebensverändernd gewirkt hat, schildert Gaby Herzog: „Als ich 15 war, kam bei einer Berufsberatung heraus, dass ich unterrichten und mit vielen Menschen arbeiten sollte. Damals fand ich das unmöglich. Ich war schüchtern und habe noch nicht einmal auf Partys getanzt. Heute habe ich großen Spaß am Tanzen, aber noch mehr am Unterrichten.“ Sie begleitet ihre mittlerweile 150 Schüler und Schülerinnen – darunter viele Kinder – auf dem Weg zu geübten Tänzern und sieht täglich, dass das Tanzen nach harten Arbeits- oder

Kastagnettenmekka Blücherstraße Aber es ist nicht der Tanz allein, der zur wahren Sucht wurde. Auch die typischen Instrumente, die Kastagnetten, haben sie in ihren Bann gezogen. „In Barcelona lebt Emma Maleras, heute 94 Jahre alt. Sie hat die weltweit anerkannte Notierung für die Kastagnetten erfunden und eine sehr ausführliche Lehrmethode mit Prüfungen kreiert“, sagt Gaby Herzog. „Ich habe die offizielle Vertretung der ‚Kulturvereinigung Emma Maleras‘ in Deutschland. Wiesbaden ist der einzige Ort außer Barcelona, an dem die Prüfungen abgelegt werden können“. So kommen Kursteilnehmer aus ganz Europa in die Blücherstraße, um das Kastagnettenspiel zu lernen und die Prüfungen auf zehn Niveaus zu absolvieren. „Jaleo“ bedeutet nicht nur Tanz- und Musikunterricht, sondern auch Auftritte. Gaby Herzog lässt sich beim Tanzen vom Gitarristen John Opheim, dem Sänger Albert Peter und der Cajonspielerin Ulrike Schäfer, genannt „La Pepa“, begleiten. „Wir veranstalten regelmäßig Flamencoabende mit Tapas in der Flamencoschule“, sagt Gaby Herzog. „Dafür verwandeln wir den Tanzraum in ein kleines Theater mit Bühne, Licht und Stühlen“. Auch an andere Orte bringt „Jaleo“ gern ein Stück Spanien. Gastdozenten für Tanz, Instrumentalworkshops oder auch spanischen Gesang sind regelmäßig in der Blücherstraße zu Gast. In den zwanzig Jahren hat sich eine richtige Fangemeinde gebildet, die auch mal gemeinsam nach Sevilla reist, um authentische Flamencoluft zu schnuppern. Die Lebensfreude steckt an, sagt Gaby Herzog: „Frü-

her habe ich am liebsten die fröhlichen Lieder getanzt, es fiel mir immer schwer, ernst zu bleiben. Auch jetzt finde ich das nicht einfach, zum Beispiel bei einem ernsten Tanz, wenn ich mich freue, dass die Füße gerade besonders gut gehen, oder der Gesang gerade so schön ist. Mit der Zeit habe ich auch gelernt, die ernsten Tänze zu mögen, aber die fröhlichen sind immer noch meine Favoriten.“ Anja Baumgart-Pietsch Fotos Arne Landwehr

Einmaliges Kastagnettenspiel

Wiesbadener Tanzschulen und Tanzstudios, Tanzver­ eine, Institutionen und freie Tanzgruppen präsentieren bei „Wiesbaden tanzt!“ am 13. und 14. September ein vielfältiges Programm mit Tanzperformances, Tanzpartys und umfangreichem Workshopangebot für alle Altersklassen. In der Innenstadt werden „Tanzstellen“ eingerichtet, dort wird das Publikum zum Mittanzen animiert. www.wiesbaden-tanzt.com

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Verborgene Welten

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äppsch! So liest sich’s gut.

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reise Tolle P nnen! i zu gew

WERDE BUNDESLIGATRAINER 2013/2014 KO S J E T Z T T U N V E N LO S U ERB ND 5 W INDLIC OC H T EST H E N E N!

Katakomben der Marktkirche

Es lag vielmehr daran, dass mein Blick während der gesamten Andacht krampfhaft in eine Ecke gerichtet war. Und in dieser Ecke stand nur ein Kerzenständer. Die Ursache meines starren Blicks lag wiederum in einem bösartigen, hinterlistigen Lachanfall, der mich ganz plötzlich, aus dem Nichts, heimgesucht hatte und den ich nur mit allergrößter Mühe in meinem Inneren halten konnte – eben nur dadurch, dass ich, voller Konzentration, in diese eine Ecke starrte. Und mir überdies vor Scham buchstäblich in die Hände biss. Zu welchem Zeitpunkt sich die synaptischen Verbindungen, die für mein inneres Erdbeben verantwortlich waren, geschlossen hatten, ist nur noch schwer nachvollziehbar. Es muss der Moment gewesen sein, an dem der Pastor das Lied etwas zu hoch für seine Stimme ansetzte. Das war wohl

der Auslöser. Von diesem Zeitpunkt an war das, was für die anderen eine Andacht war, für mich einzige Übung körperlicher und geistiger Selbstdisziplin. Jetzt, im Nachhinein, bin ich fieberhaft damit beschäftigt, neben dem Auslöser auch den Grund meines (wohl unbemerkt gebliebenen) postpubertären Fehlverhaltens zu ergründen, obwohl ich den moralischen Fauxpas eigentlich verschweigen wollte – schon deshalb, damit die religiöse Gemeinde, die diesen Text vielleicht lesen würde, das eigentümliche Amüsement bloß nicht auf sich beziehen würde. Das wäre nämlich falsch. Es muss einfach an mir gelegen haben, an meiner Verfassung, meiner hartnäckigen Kindlichkeit, verstärkt durch eine innere, etwas neurotische Stimme, die in jenem Moment unentwegt flüsterte: Ist etwas vollkommen unpassend, dann tu es erst recht! Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Es ist einfach nicht zu leugnen: Es lag auch am Pastor. Wenn ein Pastor mit formal-zeremonieller, tiefernster Stimme verkündet: „Gott ist herrlich“, das aber dann gar nicht so herrlich klingt, wie es eigentlich ja gemeint ist – eher wie eine Mahnung, ja, beinahe eine Drohung! –, dann kommt einem das schnell irgendwie komisch vor. Wenn ein Pastor die Anwesenden dann noch einen biblischen Dialog vorlesen lässt und dabei in behördlicher Strenge anordnet: „Die Frauen die eingerückten Sätze, die Männer die nichteingerückten!“, und alle klösterlich gehorchen – was indes gut zu der puritanisch-friedlichen Stimmung passt, die von dem kryptaartigen Gewölbekeller ausgeht –, dann, ich kann mir nicht helfen, hat auch das irgendwie et-

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Komisches Innehalten Am helllichten Tag bin ich in den Kellern der Marktkirche gewesen – und habe trotzdem fast nichts gesehen. Das lag nicht etwa an der Dunkelheit; die wurde von apostolischen 12 x 12 Kerzen, die für die Andacht, die ich besuchte, in minutenlanger Prozedur angezündet worden waren, sanft und stimmungsvoll vertrieben. Es lag auch nicht am Wein, der oben, auf der Erdoberfläche, schon jetzt, um zwölf Uhr mittags, fleißig ausgeschenkt wurde (es war Weinfest): Selbst der kleinsten Weinschorle hatte ich mich enthalten, es war einfach noch zu früh dafür gewesen (was viele allerdings anders sahen); mein Blick war also ungetrübt.

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was Komisches. Monty Python ist nicht weit. Wenn schließlich, nach dem offiziellen Ende der Andacht, eine junge Dame beginnt, auf ihrer Akustikgitarre Lieder für eine bessere Welt anzustimmen, wähnt man sich vollends in einer Lage, die sich am ehesten vergleichen lässt mit der Teilnahme an einem Wochenendausflug der Kirchengemeinde ins Kloster Eberbach, mit Übernachten. Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Idee einer mittäglichen Andacht, eines meditativen, dankbaren Innehaltens zur Tagesspitze kann man, wie ich finde, nur großartig finden, schon (aber nicht nur!) weil sie die ungefähre Wirkung eines kurzen, sehr erholsamen Mittagsschlafs hat. Auch die Katakomben im Kerzenschein sind nicht zuletzt deshalb schlichtweg eindrucksvoll, weil man sie inmitten der Stadt so überhaupt nicht erwartet. Menschen, die weniger kindsköpfig sind als ich, sei ein Besuch also wärmstens empfohlen! „Zwischen-Zeit/Atempause“, jeden Donnerstag, 12 Uhr, Gewölbekeller der Marktkirche (Eingang gegenüber Caligari), Schlossplatz 5, 65183 Wiesbaden Martin Mengden Foto Simon Hegenberg Martin Mengden, 27, Musiker, ­Flaneur und bekennender Jungjurist, öffnet in der Rubrik „Verborgene Welten“ Türen zu Wiesbadener Sub-Welten, durch die nicht jeder auf Anhieb gehen würde.

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Termine

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Perlen des Monats September

Feten

Konzerte

((( Listen True To The Old Crew ))) 7. September Kreativfabrik

Bühne ((( Cirque Bouffon ))) 5. September bis 6. Oktober Chapiteau in den Reisingeranlagen

((( Okta Logue / Bees Village ))) 7. September Schlachthof

„Den“ Sound wieder zurück in den Keller zu bringen – das ist das Ziel für diese Nacht in der Kreativfabrik Wiesbaden: „Lernt bei dieser ersten Veranstaltung die Old Crew mit ihren brillanten Plattenlegern kennen, die wohl etwas andere Ansichten von Musik und Feiern vertreten, als ihr es von den ach so schnieken Technoclubs kennt!“ Kein Glitzer, keine Luftballons und garantiert keine Seifenblasen, dafür feinste Sounds von Mikha Mødeszki (Foto), Frebbel B2B Hamit Darvish, Jonathan Spencer live und Max Hummel. „Kommt her, fühlt den Sound, beginnt zu tanzen und begebt euch in Ekstase! Und lasst verdammt nochmal eure Sakkos daheim!“ www.facebook.com/ListenTrue ((( Wiesbaden rückt zusammen – Kaskadu meets Bärenherz Charity Live Party ))) 12. September Park Café Kaskadu bringt das karibische Lebensgefühl nach Deutschland – und heute Nacht auch ins Park Café. Das Motto der Band mit bekannten Namen wie dem Sänger und Gitarristen John Noville lässt sich kurz zusammenfassen: Es ist die Verheißung von Leidenschaft und Lebensfreude. Heute wird davon etwas weitergegeben an die Bärenherz-Stiftung – das Kinderhospiz Wiesbaden ist der erste Kooperationspartner der vom und im Park Café präsentierten Charity Party. Für weitere beste Unterhaltung bei der von Thomas Ranft moderierten Veranstaltung sorgen unter anderem John Noville, Menna Malugeta (Voice of Germany) und Comedian Osman Citir. ((( 1 Jahr Les Deux Dienstbach ))) 28. September, ab 17 Uhr Les Deux Dienstbach, Untere Albrechtstraße Charmant, charmant ist das, was die DienstbachZwillingsschwestern in die Untere Albrechtstraße gezaubert haben. Das einjährige erfolgreiche Bestehen ihres Restaurants feiern sie heute ganz originell in französischer Bauernmarkt-Atmosphäre mit diversen verlockenden Stationen im ganzen Lokal. Bon anniversaire!

Film

Man sagt ja manchmal, man müsse Musik und Persönlichkeit trennen. Wer grandiose Musik macht, darf ruhig menschlich ein Arschloch sein. Berühmte und weniger berühmte Beispiele gibt es genügend. Wenn nun aber eine Band daherkommt, die grandiose Musik macht – ein herrlicher handgemachter absolut intensiver und dabei doch federleichter Sound, der Musikfans von gestern Tränen in die Augen treibt und Musikfans von heute staunen lässt, was Musik wirklich sein kann – und deren Mitglieder dazu noch die einfach nur großartigsten und liebenswertesten Menschen sind, die man sich vorstellen kann, dann kennt das Glück keine Grenzen mehr. Bei Okta Logue ist das so, und das Großartige der vier jungen Männer überträgt sich irgendwie auch ganz zauberhaft auf die Musik. Ein einziges Fest ist das, was sie auf Alben bannen – ganz aktuell „Tales Of A Transit City“ – und auf den Bühnen abfeuern. Das können wie jüngst gigantische Arenen im Vorprogramm von Neil Young sein oder intime Orte wie heute, gemeinsam mit den Freunden von Bees Village, die Räucherkammer. Love is in the Air! sen­ sor präsentiert und verlost 3x2 Freikarten: losi@ sensor-wiesbaden.de ((( Buena Vista Salsa – Chacàn unplugged ))) 14. September, 20 Uhr Walhalla-Spiegelsaal Israel „Cachao“ Lopez (1918-2008) war der „Vater des Mambo“ und einer der bedeutendsten Musiker Kubas. Zu seinem Geburtstag widmet ihm die Mainzer Salsaband Chacàn ihren Konzertabend. Unter Fans lateinamerikanischer Musik ist Chacàn (vormals Ritmovida Orchestra) in der Region seit geraumer Zeit eine feste Größe. Mit einer Mischung aus feinstem Latin Jazz, Salsa, Son und Boleros bietet die zehnköpfige Band mit Musikern aus sechs Ländern aber auch für Neugierige etwas. „Wir freuen uns sehr auf das Konzert“, sagt Raul Michael Wurche. Der alte Spiegelsaal erinnere nicht nur optisch an den Buena Vista Social Club. „Für unseren Unplugged-Auftritt bietet er uns eine wunderbare Akustik, um das ‚cuba feeling’ lebendig werden zu lassen.“ Unterstützt werden sie im Walhalla von DJ Ioana der Frankfurter Tanzschule Salsa Auténtica mit einer breiten Auswahl tanzbarer Salsa bis Mitternacht.

Der Cirque Bouffon wird Wiesbaden für einen Monat verzaubern. sensor präsentiert das Gastspiel der faszinierenden Truppe im charmanten Chapiteau auf den Reisingeranlagen als Medienpartner. „Wir wollen jedes Jahr ein neues Kultur-Highlight in die Social Business-City Wiesbaden holen“, kündigen Hans Reitz, Geschäftsführer von circ, und Dominique Dauster, Geschäftsführer von Perfect Day, an. Die beiden Initiatoren des neuen „Kulturherbstes“, der zum wiederkehrenden Ereignis mit außerordentlichen Inszenierungen werden soll, holen erstmals den Cirque Bouffon in die hessische Landeshauptstadt. Beide Unternehmer wollen „Wiesbaden noch lebenswerter machen, in der hessischen Metropole eine soziale, menschliche und kulturelle Gemeinschaft schaffen“. Cirque Bouffon (siehe auch unser „Schöne Paare“-Porträt in dieser Ausgabe) entführt die Zuschauer jedes Alters mit seiner neuen Inszenierung „nandou“ in eine neue Dimension des „Nouveau Cirque“. Liebenswerte Clowns, Luftakrobaten, Körperkünstler und musikalische Virtuosen garantieren ein herzberührendes Erlebnis. Poesie und Humor finden sich in der Show ebenso wieder wie die wunderbare Livemusik voller träumerischer Klangwelten. www.cirque-bouffon.com

Kunst

(((„Georg Büchner im Spiegel der Gegenwart“ – Interdisziplinäres Literaturfestival ))) 30. August bis 21. September Literaturhaus Villa Clementine

((( WIEDERSEHEN IM HOTEL WESTEND! / SEE YOU AT THE WESTEND HOTEL! / INDE GÖRÜSMEK ÜZERE! ))) 20.-22. September / 3.-6. Oktober verschiedene Orte, Westend

((( The Congress ))) 28. September 20 Uhr, 29. September 17.30 Uhr Caligari Filmbühne

((( Mr. Marmalade – Premiere ))) 12. September, 20 Uhr, weitere Vorstellungen 15. und 18. September Wartburg „Mr. Marmalade“ – die erste Schauspiel-Premiere der neuen Staatstheater-Spielzeit, inszeniert von Isabel Osthues – ist eine sehr schwarze Komödie, die sich spielend leicht auf dem gefährlichen Grat zwischen kindlicher Fantasie und grausamer Realität bewegt. Das Stück erzählt durch die Perspektive eines vierjährigen Mädchens von sehr erwachsenen Themen und fast schon traumatischen Realitätserfahrungen, die sich mit der kindlichen Vorstellungskraft mischen. Der Autor Noah Haidle wurde 1977 in Michigan geboren und studierte an der Princeton University und der Juilliard School in New York Szenisches Schreiben und lehrt heute u.a. in Princeton. www. staatstheater-wiesbaden.de

Mit dem ziemlich durchgeknallten Film „The Congress“, einer faszinierenden Mischung aus animiertem und realem Film, nimmt Regisseur Ari Folman (Waltz with Bashir) den Zuschauer mit auf eine fantastische Reise in die zukünftige Welt des Kinos: Schauspielerin Robin Wright bekommt das Angebot, ihr digitales Abbild an ein Hollywoodstudio zu verkaufen. Das Caligari zeigt das ungewöhnliche fantastische Science-Fiction-Drama am Samstag, 28.9., um 20 Uhr in der englischen Originalfassung mit Untertiteln und am Sonntag, 29.9., um 17.30 Uhr in der deutschen Fassung. www.wiesbaden.de/caligari

Das Literaturhaus Villa Clementine in der Frankfurter Straße 1/Ecke Wilhelmstraße, veranstaltet von Freitag, 30. August, bis Samstag, 21. September, unter dem Titel „Georg Büchner im Spiegel der Gegenwart“ ein interdisziplinäres Literaturfestival. „Der 200. Geburtstag des aus dem hessischen Goddelau stammenden Georg Büchner, der zu den bedeutendsten Autoren der Weltliteratur zählt, war für uns Anlass für eine größere Veranstaltungsreihe“, so die Wiesbadener Kulturdezernentin Rose-Lore Scholz. Sie freue sich, dass das Literaturhaus dabei mit sieben spannenden und renommierten Künstlerinnen und Künstlern einen Diskurs zwischen Kunst, Literatur und Theater eröffne. „Damit würdigen wir nicht nur das Werk Büchners, sondern spannen einen Bogen bis zu den Künsten der Gegenwart“, so Scholz. Drei Wochen lang wird das Literaturhaus ein Ort anregender Debatten, Lesungen und Performances sein, verspricht Literaturhausleiterin Susanne Lewalter, die das Festival konzipiert hat. „Mit dem Künstler Albrecht Wild, den Autorinnen Kathrin Röggla und Ulrike Draesner, den Autoren Clemens Meyer und Ulrich Peltzer sowie dem Schauspieler Dirk Schäfer haben wir sehr unterschiedliche Künstler beauftragt, sich mit Büchners Werk auseinanderzusetzen“, erläutert sie. Man dürfe gespannt sein, wie die Künstler in ihren Arbeiten den Furor, die Brüchigkeit der Welt und das Zärtliche und Abgründige der Figuren Georg Büchners mit ihrer eigenen Sprache fortschreiben. Norbert Abels wird außerdem als erfahrener Theater- und Operndramaturg und Autor zahlreicher Essays und Bücher im Rahmen des Festivals theoretische Betrachtungen liefern. „Ich erhoffe mir mit dem Festival einen neuen Blick auf Georg Büchner, die aktuelle Kunst und Literatur sowie einen kritischeren Blick auf unsere Gegenwart“, so Lewalter. www.wiesbaden.de/kultur/literatur

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Literatur

((( sensor-Film des Monats: „In The Darkness“ ))) 26.-29. Seeptember, 20.15 Uhr Murnau Filmtheater Magdalena Kopp war mit dem meistgesuchten Terroristen der Welt verheiratet: Ilich Ramírez Sánchez, genannt Carlos, der „Schakal“. An seiner Seite erlebte sie die Geburt des internationalen Terrorismus und den Aufstieg von Carlos zum Medienstar. Der Dokumentarfilm von Nadav Schirmann beleuchtet ihr Leben von der 68er-Protestbewegung über die Radikalisierung bis hin zur Erkenntnis, dass die politischen Ideale lange verraucht waren und nur noch Machtgier den militanten Kampf befeuerte. Während der „Schakal“ in Paris vor Gericht steht, brechen Mutter und Tochter auf zu einer mutigen Reise hinter die Schatten seines Mythos. „2 for 1“-Tickets exklusiv für 5 sensor-Kinofans, die mit Betreff „sensor-Film des Monats“ bis 22. September an hallo@sensor-wiesbaden.de schreiben. Das Los entscheidet. Eine Veranstaltung mit dem Regis­ seur ist geplant. Aktuelle Infos dazu auf www. sensor-wiesbaden.de

Termine

Bei der Premiere im Jahr 2012 fanden viele begeisterte Besucherinnen und Besucher den Weg zum „Hotel Westend“. Auch in diesem Jahr laden die Akteure wieder in das Viertel ein, das mitten im Herzen der Landeshauptstadt Wiesbaden jährlich über 16.000 Gäste aus über 90 Nationen empfängt. 2013 lautet das Motto; „Wiedersehen im Hotel Westend!“. Wer sich jetzt aufmacht, ein Hotel zu suchen: Das gesamtes Viertel ist eine Herberge für Reisende, die Gäste gerne aufnimmt. Und die meisten kommen immer wieder! Oder bleiben gleich da ... Vom 20.-22. September und 3.-6. Oktober 2013 laden 33 Veranstaltungen aus den Bereichen Kinder und Jugendliche, Leben und Kultur, ganz viel Kunst und Kunsthandwerk an unterschiedliche Orte ein und bieten eine Vielfalt an lebendigen Erlebnissen in einem der aufregendsten Viertel der Stadt: „Vergessen Sie den Alltag mitten in der Stadt!“ www.wiesbaden.de/kultur sowie www.kubis-wiesbaden.de

Familie ((( Kinder- und Familienfest zum Weltkindertag ))) 15. September, 13-18 Uhr Schlossplatz Einmal im Jahr ist der Wiesbadener Schlossplatz fest in Kinderhand – denn dann lädt das Amt für Soziale Arbeit, wi&you, in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund und zahlreichen weiteren Beteiligten zu einem großen Fest ein, das an diesem Tag die Kinder und ihre Rechte in den Vordergrund stellt. Diesmal ist es Sonntag, der 15. September 2013 an dem für alle Kinder, ihre Familien und Freunde das zentrale Wiesbadener Weltkindertagsfest gefeiert wird. Passend zum diesjährigen Motto „Chancen für Kinder“ können alle kleinen und großen Besucherinnen und Besucher kostenfrei an allen Spiel- und Spaßangeboten teilnehmen und sich zusätzlich über die Rechte der Kinder sowie über Angebote für Kinder und Familien in Wiesbaden informieren. ((( Kinder Kultur Tage ))) 30. September bis 11. Oktober verschiedene Veranstaltungsorte Wiesbadener Kinder und ihre Familien können sich auf fantastische Aufführungen von Theatergruppen aus ganz Deutschland im Rahmen der KinderKulturTage 2013 freuen. Insgesamt werden zehn verschiedene Vorstellungen dargeboten. Das komplette Programm finden Interessierte unter www.wiandyou.de


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Termine September

1 ))) Sonntag FETE 22.00 PARK CAFE Urban Beats KONZERTE

5. Unter dem Titel „Es geht ans Eingemachte“ stellen die Künstler Hilli Hassemer und Uwe Esser im Bellevue-Saal bis zum 29.9. ihre Werke aus. Statt Pinsel lässt Hassemer die Schwerkraft für sich arbeiten und erzeugt einzigartige Rinnbilder. Bei Esser wird der Betrachter zum Teil seiner Installation aus Malerei und Licht. Ausstellungseröffnung ist um 19 Uhr. www.kunstverein-bellevue-saal.de

15.00 BISTRO KLADDERADATSCH Hank Kerns Tribute Meeting, Live-Music & Buchlesung 18.00 EV. JOHANNESKIRCHE Burghofspiele: Goodbye Astor - Trio NeuKlang 21.00 KULTURKNEIPE SABOT Hectic Society pres. Timeshares / Antilectual / Astpai

19.00 RATHAUS, FOYER Im Schatten der Feigenbäume und Weinreben ... – 500 Jahre sephardisches Judentum am Bosporus. Eine fotografische Reise, bis 12.9. FAMILIE

18.30 FUNKNESS Funktionelles Fitness Workout - Outdoor, Ort variiert, Infos unter funkness.de

VON SIMMERN Burghofspiele: Le Jeu de L’Amour et du Hasard LITERATUR 11.15 LANDSMANNSCHAFT DER OSTUND WESTPREUSSEN Haus der Heimat, Friedrichstr. 35: Tag der Heimat - Feststunde KINO 13.30 MURNAU FILMTHEATER Das Dementi

17.30 CALIGARI Englisch für Anfänger 18.00 SCHIERSTEINER HAFEN Open Air Kino: Liebe 18.00 MURNAU FILMTHEATER Woodstock in Timbuktu - Die Kunst des Widerstands

19.00 RATHAUS, FOYER Eröffnung: “Tarbut - Zeit für Jüdische Kultur”, bis 13.10.

3 ))) Dienstag KONZERTE 21.15 IRISH PUB Karaoke BÜHNE 11.00 HESS. STAATSTHEATER, WARTBURG Tschick LITERATUR 11.00 KURHAUS Wolfram Batzner: Richtig und einfach vererben, Vortrag 19.00 ALLEESAAL Schilddrüsenerkrankung - Wie erkennen? Wie heilen? Vortrag 19.00 KULTURFORUM Mango - Kiwi - Notenständer, Einblicke in die Ausbildungsarbeit der Musikpädagogik KINO 17.30 CALIGARI Der blaue Engel

20.00 CALIGARI Gloria

20.00 CALIGARI Blue Valentine

20.15 MURNAU FILMTHEATER Mutter und Sohn

SONSTIGES

20.30 SCHIERSTEINER HAFEN Open Air Kino: The Place beyond the Pines FAMILIE 10.30 LANDESMUSEUM Kinderbetreuung in der Museumswerkstatt, 5-9 J. 15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Zambezia

Zum letzten Mal nach sieben Jahren Laufzeit wird das kuenstlerhaus43 um 19 Uhr zum Austragungsort von Shakespears „Romeo & Julia“. Die 1912 angesiedelte Interpretation des Klassikers ist ein kulinarisches Mitmachtheater, bei dem die Eintrittskarte entscheidet, ob man bei einem 3-Gänge Menü am Tisch der Capulets sitzt oder nach dem einfachen Essen mit Romeo im Hof tanzt. www.kuenstlerhaus43.de

KUNST

11.00 HESS. STAATSTHEATER, FOYER Opernforum zu: Der fliegende Holländer

15.30 MURNAU FILMTHEATER Das Mädchen Juanita

13. bis 14.

20.00 CALIGARI Winternomaden

SONSTIGES

20.15 WEINGUT FREIHERR LANGWERTH

Der Freiwilligentag Wiesbaden ist ein Kooperationsprojekt der Hochschule RheinMain und dem Freiwilligenzentrum Wiesbaden unter dem Motto „WIr Eintagshelden“. Heute engagieren sich freiwillige Helfer von 10 bis 16 Uhr in gemeinnützigen Einrichtungen – zum Beispiel bei Ausflügen mit behinderten Menschen und Senioren oder bei Verschönerungen von Kindertagesstätten. Es werden nachwievor Freiwillige für die Projekte gesucht: www.eintagsheld.de

18.00 CALIGARI Letztes Jahr in Marienbad

BÜHNE

19.00 KUENSTLERHAUS43 Der Hut von Joseph Beuys

7.

KINO

15.00 STADTBIBLIOTHEK, BIEBRICH Leseschlümpfe, ab 5 J.

18.00 JUNGE BÜHNE SCHLANGENBAD Luise und Mathilde

„Urbance Disturbance“ bringt internationale Graffitikünstler zurück an den Schlachthof und will das kreative Potential dieser urbanen Kunst-Szene sichtbar, erfahrbar und urbar machen und der urbanen Kunst Forum und Raum zur Präsentation sein. Durch grenzüberschreitende Kooperation soll der internationale und generationsübergreifende Austausch angeregt und vertieft werden. www.aktionfarbenfroh.com

WARTBURG Tschick

21.15 IRISH PUB Karaoke

18.00 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS 42nd Street, Premiere

6. bis 8.

sensor 09/13

19.00 RATSKELLER Dr. Volker Gallandi: Den Euro zähmen, Vortrag

4 ))) Mittwoch FETE 20.00 PARK CAFE Salsa Party

15.00 AM KLOSTER, KLARENTHAL Am Kloster Klarenthal 15: Theater Hin & Weg: Der Räuber Hotzenplotz

KONZERTE

16.00 GALLI THEATER Aladdin und die Wunderlampe

19.30 KULTURFORUM Ton ab - Musik und Anekdoten quer durch die Jazzgeschichte

SONSTIGES 08.00 MANN MOBILIA, BIEBRICH Trödelmarkt 10.30 BURG FRAUENSTEIN Burgfest und Mittelaltermarkt in Frauenstein 11.30 TAUNUSSTRASSE Taunusstraßenfest 17.00 NEROTAL, AM WEISSEN REH Diner en blanc

2 ))) Montag KONZERTE 19.00 KONZERTSTUDIO Von Tibia über Schalmey zum Opboenallerlei BÜHNE 20.00 HESS. STAATSTHEATER,

19.00 KONZERTSTUDIO Musik zum Feierabend

21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER N.R.F.B. / Schnipo Schranke 21.15 IRISH PUB Offene Bühne BÜHNE 17.30 HESS. STAATSTHEATER Warmer Damm: move@2014 - Fertig? Los ! Musik und Tanz für Menschen mit und ohne Behinderung 20.00 WALHALLA, SPIEGELSAAL Jerusalem Syndrom feat. Nathan LITERATUR 19.00 SCHAUFENSTER STADTMUSEUM Wiesbaden loves JFK - Zeitzeugen erzählen 20.00 BACHMANNS WEIN + KULTUR Über den Dächern von Eltville. Ilona Renfranz liest Tier-Märchen

19.30 VILLA CLEMENTINE Georg Büchner oder die Ästhetik des Pathologischen, Vortrag KINO 15.30 MURNAU FILMTHEATER Verspieltes Leben 17.30 MURNAU FILMTHEATER Die Wand

Artistik · Theater · Musik · Humor

adenHeute Wiesb ! Premiere

Fahrradkorso - Radeln für ein lebenswertes Wiesbaden

23.00 NEW BASEMENT Drive me crazy

19.30 SCHWALBE 6 Meditativer Tanzabend

23.00 KREATIVFABRIK Listen true to the old Crew

6 ))) Freitag FETE

11.30 MARKTKIRCHE Orgelmusik zur Marktzeit

20.00 TANZLOKAL 33 Party

12.05 MARKTKIRCHE Carillon-Musik zur Marktzeit

20.00 GESTÜT RENZ Dopeshit!

19.00 EV. ORANIER-GEDÄCHTNISKIRCHE Peter Orloff & Schwarzmeer-KosakenChor

22.00 PARK CAFE Danza 23.00 NEW BASEMENT Back on Track 23.00 SCHLACHTHOF Augen zu und durch Sommerfest

5.9.–6.10.2013

Wiesbaden – Reisinger Anlagen

www.cirque-bouffon.com

KONZERTE 17.00 KUZ EICHBERG Manic Ban!Day 3, Festival 19.00 MUSIK- UND KUNSTSCHULE Drum Circle

18.00 MURNAU FILMTHEATER Das Mädchen Juanita

19.00 FORUM Klavierabend

20.00 MURNAU FILMTHEATER Englisch für Anfänger

20.00 KULTURPALAST And we fall / Rusty Crown

20.15 MURNAU FILMTHEATER Akrobat schö-ö-ö-n SONSTIGES

21.00 KULTURKNEIPE SABOT Hectic Society & Keep it a Secret Booking pres. Elway / The Holy Mess / Ghost of a Chance

18.30 TURNHALLE RIEDERBERGSCHULE FunKness: Funktionalles Fitness Workout

21.15 IRISH PUB Live Music

19.00 SCHWALBE 6 Stille in der Schwalbe, offene Meditationsgruppe

5 ))) Donnerstag FETE 21.00 KULTURKNEIPE SABOT Haifischbar 21.00 PARK CAFE Cocktail Night KONZERTE 19.00 KONZERTSTUDIO Rock-Pop-Jazz unplugged 20.00 KULTURCLUB BIEBRICH The international Cajun Trio 21.15 IRISH PUB Bobby Brown BÜHNE 19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS 42nd Street

BÜHNE 20.00 GALLI THEATER Wie das Leben spielt 20.00 WALHALLA, SPIEGELSAAL Jerusalem Syndrom feat. Nathan

18.00 MURNAU FILMTHEATER Der Fall Wilhelm Reich 20.00 CALIGARI Love Alien 20.15 MURNAU FILMTHEATER Camille - verliebt nochmal! KUNST 19.00 BELLEVUE-SAAL Hilli Hassemer / Uwe Esser: Es geht ans Eingemachte, Vernissage, bis 29.9. FAMILIE 10.30 STADTBIBLIOTHEK Bücher- Kinder-Fantasien, für Kindergartenkinder 15.30 STADTBIBLIOTHEK Bücherbande, ab 4 J. SONSTIGES 16.00 SCHWALBE 6 Trauercafé 18.00 HAUPTBAHNHOF

22.00 PARK CAFE Urban Beats

SONSTIGES 18.30 FUNKNESS Funktionelles Fitness Workout - Outdoor, Ort varriert, Infos unter funkness.de

10 ))) Dienstag

KONZERTE

KONZERTE

20.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Okta Logue / Bees Village

17.00 WEINGUT SCHERBAUM Jazz Connection

20.00 SCHLACHTHOF, SALON Emilie Autumn

20.00 PFARRKIRCHE ST. MARKUS Burghofspiele: Salzburg Orchester Solisten

18.30 SCHLOSS BIEBRICH Klassik im Schloss

21.15 IRISH PUB Karaoke

20.00 KULTURPALAST Chefdenker / Ersatzkopf / DV HVND

21.15 IRISH PUB Karaoke

20.00 WALHALLA Ulla Meinecke

BÜHNE

20.00 HOF AN DER WERDERSTRASSE Akustik im Hof, Werderstraße 8

17.00 BÜRGERHAUS TAUNUS Jugendchor CantaAct: Eine Braut zuviel

BÜHNE

19.00 KUENSTLERHAUS43 Klezmer & jiddische Geschichten

19.30 PARISER HOFTHEATER Für Garderobe keine Haftung

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Ein Winternachtstraum

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Hair

LITERATUR

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Der fliegende Holländer, Premiere 20.00 KATH. PFARRZENTRUM ST. FERRUTIUS Die Waldbühne Bad Schwalbach: Die Schwerdtfegers feiern Silberhochzeit 20.00 GALLI THEATER Lass es raus! LITERATUR

11.30 LANDESMUSEUM Biografie Hanna Bekker vom Rath, Lesung zum 120. Geburtstag

Jetzt Tickets sichern! 5.9.–6.10.2013

Wiesbaden – Reisinger Anlagen

www.cirque-bouffon.com

KINO 11.00 CALIGARI Willkommen in der Bretagne - Film & Frühstück

KINO

13.30 MURNAU FILMTHEATER Die Freundin eines großen mannes

18.00 CALIGARI Der Kuss der Tosca

15.30 MURNAU FILMTHEATER Verspieltes Leben

20.00 CALIGARI Crulic - Weg inis Jenseits

18.00 CALIGARI Love Alien

20.00 SCHLOSS BIEBRICH Room 237

15.30 CALIGARI Quartett

KINO 15.30 MURNAU FILMTHEATER Das Dementi

20.00 CALIGARI Das Mädchen Wadjda

FETE

18.00 CALIGARI Fliegende Liebende

20.15 MURNAU FILMTHEATER Camille - verliebt nochmal!

20.00 PARK CAFE Salsa Party

18.00 MURNAU FILMTHEATER Der Fall Wilhelm Reich

FAMILIE

KONZERTE

20.00 CALIGARI Englisch für Anfänger

15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen

20.00 SCHLACHTHOF, HALLE Frank Turner & The Sleeping Souls / Lucero / John Allen

20.15 MURNAU FILMTHEATER Camille - verliebt nochmal!

16.00 HESS. STAATSTHEATER, STUDIO Der kleine Wassermann, ab 3 J.

21.15 IRISH PUB Offene Bühne

KUNST

16.00 GALLI THEATER Froschkönig, ab 3 J.

BÜHNE

17.45 CALIGARI Das Mädchen Wadjda 18.00 MURNAU FILMTHEATER Der Fall Wilhelm Reich 20.00 CALIGARI Fliegende Liebende

10.00 KULTURPARK Urban Disturbance. Urban Arts Convent - Festival der urbanen Künste, versch. Veranstaltungsorte, bis 8.9. 10.00 LANDESMUSEUM Joos van de Plas - Second Life, Ausstellung FAMILIE 16.00 GALLI THEATER Mitspieltheater - Märchentheater für die ganze Familie 20.00 REISINGER ANLAGEN Cirque Bouffon, versch. Spielzeiten, bis 6. Oktober

7 ))) Samstag FETE 20.00 TANZLOKAL 33 Party 20.00 GESTÜT RENZ Heimspiel - Saison-Abschluss-Party 21.00 KULTURKNEIPE SABOT Punk & Hardcore 22.00 PARK CAFE Party Hard 23.00 SCHLACHTHOF Juicy feat. Der Alte und sein Vibe

11.00 WEINLAND RHEINGAU KunstDialog - Realismus trifft Abstaktrion, von Anne Petschuch und Ljerka Wohner, bis 31.10. 14.00 KUNSTHAUS pAR(T)cours - Atelierbesuch bei Nicole Ahland 18.00 GALERIE WINTER Helge Leiberg - Malerei und Skulptur, Vernissage 19.00 KUNSTHAUS Wiesbadener Fototage, versch. Veranstaltungsorte, bis 22.9. FAMILIE 11.00 SCHAUFENSTER STADTMUSEUM Kids love Kennedy - Zeitreise in das Jahre 1963 14.00 GALLI THEATER Little Red Riding. Märchen auf Englisch, ab 3 J. 15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen 16.00 HESS. STAATSTHEATER, STUDIO Der kleine Wassermann, ab 3 J. 16.00 GALLI THEATER Froschkönig, ab 3 J. SONSTIGES 10.00 KURHAUS 25-Stunden-Lauf, Zieleinlauf 8.9.,11 Uhr 12.00 SCHLACHTHOF Flohmarkt

SONSTIGES 08.00 ADLER CENTER, BIEBRICH Antik Markt

11 ))) Mittwoch

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Hair LITERATUR

08.00 GLOBUS, SCHIERSTEIN Trödelmarkt

19.30 VILLA CLEMENTINE Matthias Göritz: Träumer und Sünder, Autorenlesung

10.00 HESSISCHER LANDTAG Tag des offenen Denkmals

KINO

13.00 FRIEDHOF SCHÖNE AUSSICHT,

15.30 MURNAU FILMTHEATER Akrobat schö-ö-ö-n

WEHEN Führung

9 ))) Montag KONZERTE 21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Die! Die! Die! / Ersatzkopf BÜHNE 19.30 HESS. STAATSTHEATER, FOYER Alles Kapriolen - alles Kapriolen? LITERATUR 18.30 RATHAUS, RAUM 22 Im Schatten der Feigenbäume und Weinreben ..., Vortrag KINO 18.00 CALIGARI Hiroshima - Mon amour 20.00 CALIGARI Quartett

21.15 IRISH PUB Steven McGowan BÜHNE 19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Der fliegende Holländer 19.30 KUZ MAINZ Blaumeier Atelier: Orpheus und Eurydike, Musiktheater

Eine musikalisch-literarisches Entdeckungsreise erwartet Besucher des Weltladens in der Oranienstraße heute ab 15 Uhr, bei der der Titel „Balkan, Klezmer, Klassik und Texte aus aller Welt“ die grobe Richtung vorgibt. In musikalischer Begleitung der Gruppe Giocoso liest Schauspieler und Synchronsprecher Armin Nufer aus „Auszüge aus Reiseerzählungen“. www.weltladen-wiesbaden.de

LITERATUR 19.30 VILLA CLEMENTINE Georg Büchner im Spiegel der Gegenwart: Armut in Kunst und Gesellschaft KINO 17.45 MURNAU FILMTHEATER Melancholia 18.00 CALIGARI Grenzgänger

15.

20.00 CALIGARI Jäger des Augenblicks - Ein Abenteuer am Mount Roraima

19.30 VILLA CLEMENTINE Ich bin so jung und die Welt ist so alt - zeitgenössische Autoren auf den Spurten von Georg Büchner, Lesung & Gespräch KINO

15.

20.00 KREATIVFABRIK Samavayo

WARTBURG Mr. Marmalade, Premiere Artistik · Theater · Musik · Humor

25

20.00 KULTURCLUB BIEBRICH Konzert im Hof: Los 4 del Sol

20.00 HESS. STAATSTHEATER,

LITERATUR

KUNST

Das Mädchen Wadjda

FETE

19.00 MUSIK- UND KUNSTSCHULE Giro d’Italia Dozentenkonzert

18.00 MURNAU FILMTHEATER Der Fall Wilhelm Reich

WARTBURG Offene Zweierbeziehung

17.30 CALIGARI

8 ))) Sonntag

KONZERTE

10.00 SCHLOSS FREUDENBERG Erfahrungsfels Artistik - Zirkusworkshiop für Kinder, bis 21.9.

20.30 EV. JUGENDKIRCHE Audiovision - mehrdimensionale Nachtunterhaltung

20.00 HESS. STAATSTHEATER,

KINO

18.00 EDEKA C+C, SCHIERSTEIN Flohmarkt

FAMILIE

19.30 VILLA CLEMENTINE Ich bin so jung und die Welt ist so alt - zeitgenössische Autoren auf den Spurten von Georg Büchner, Lesung & Gespräch

20.15 MURNAU FILMTHEATER Searching for Sugar Man

20.00 WALHALLA, SPIEGELSAAL Jerusalem Syndrom feat. Nathan

KONZERTE

12.00 SCHLOSSPLATZ Internat. Sommerfest des Ausländerbeirates

Termine September

18.00 CALIGARI Fliegende Liebende 18.00 MURNAU FILMTHEATER Wenn die Sonne wieder scheint 20.00 CALIGARI Im Lauf der Zeit 20.15 MURNAU FILMTHEATER Liebe muss verstanden sein

20.15 MURNAU FILMTHEATER Der Fall Wilhelm Reich FAMILIE 10.30 STADTBIBLIOTHEK Bücher-Kinder-Fantasien, für Kindergartenkinder SONSTIGES 19.30 KUZ MAINZ Theaterfestival Grenzenlos Kultur Vol. 15, bis 28.9.

13 ))) Freitag FETE 20.00 TANZLOKAL 33 Party 20.00 GESTÜT RENZ Jockey Club 21.00 HAUS AN DER MARKTKIRCHE, FRIEDRICH-NAUMANN-SAAL 5 Rhytmen Tanz mit Live-Musik

ab 19.

22.00 PARK CAFE Danza 22.00 SCHLACHTHOF Wiesbaden tanzt Electro Swing! 23.00 NEW BASEMENT Girls 23.00 KULTURPALAST Mahagoni Edelholz Tour KONZERTE 20.00 KREATIVFABRIK Johnny Kowalski 21.00 KULTURKNEIPE SABOT Social Distrust / Sinsick 21.00 WALHALLA Stephan Sulke - Ich hab dich bloß geliebt

Die rund um den Globus gefeierte Forsythe Company wird ab 19. September mit der Wiederaufnahmepremiere der in 2005 uraufgeführten Forsythe Arbeit „Clouds after Cranach“ wieder in ihrer Heimatstadt Frankfurt im Bockenheimer Depot präsent sein. Das Stück zeigt zwei Seiten der einen, ewigen Geschichte des Krieges. Im ersten Teil bewegt sich das Ensemble zu einem von ihm kreierten, leisen Konzert. Die Darsteller spielen und wiederholen zerbrochene Fragmente von einer Erinnerung, die sich im zweiten Teil zu einem stimmigen, tragischen Akkord zusammenfügen. www.theforsythecompany.com

21.15 IRISH PUB The Benrix BÜHNE

SONSTIGES

15.00 HESS. STAATSTHEATER, KL.

18.30 TURNHALLE RIEDERBERGSCHULE FunKness: Funktionalles Fitness Workout

BALLETTSAAL Star für one Night, Casting und Coaching für das Musical 42nd Street

FETE

18.00 HESS. STAATSTHEATER Blick hinter die Kulissen - Theaterführung rund um das Ballett

21.00 KULTURKNEIPE SABOT Haifischbar

19.00 KUENSTLERHAUS43 Romeo & Julia im Bergkirchenviertel

21.00 PARK CAFE Kaskadu meets Bärenherz, Charity-Party

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS tanzXtra - öffentliche Probe zu: Ballett Roulette,

12 ))) Donnerstag

Nach dem erfolgreichen Verkehrswendefest im Vorjahr wird der Platz rund um die Ringkirche wieder zur Oase der Ruhe, frei von Lärm und Abgasen. Denn von 12 bis 19 Uhr sind die Straßen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Zwischen 11 und 16 Uhr gibt es zudem Bühnenprogramm und Workshops, und die BalkanBeats von Absinto Orkestra machen die Straße um 14 Uhr zur Tanzfläche. verkehrswendewiesbaden.wordpress.com

Termine an tippsundtermine@vrm.de und termine@sensor-wiesbaden.de


26

Termine September

sensor 09/13

sensor 09/13

19.30 KUZ MAINZ Blaumeier Atelier: Orpheus und Eurydike

SEPTEmBER PROGRAMM

2013

20.00 GALLI THEATER EheUrlaub

THIERSCH-SAAL Burghofspiele: Rundfunk-SinfonieOrchester Prag, Ltg. Ondrej Dvorak

20.00 THALHAUS Wiesbaden tanzt: Gruppe Zeitlos Bewegungstheater

20.00 ALTE OPER, FRANKFURT Julia Fischer, Violine und Leitung, Academy of St. Martin in the Fields

22.00 HESS. STAATSTHEATER, FOYER Café Tango: Ensemble Barrios Portenos und Gabriel Sala

Fr 06/09 AND WE FALL + RUSTY CROWN + CARRY THE DEAD Konzert Einlass 20.00 AK 8,- €

LITERATUR

„Klingende“ Handwerks-Kunst

Sa 07/09 CHEFDENKER + ERSATZKOPF + DV HVND Konzert Einlass 20.00

19.00 GEMEINDEHAUS EV. PAULUS­

VVK 7,60 € (inkl. Gebühr)/AK 8,- €

GEMEINDE Pluspunkt. Böhmer & Wohlfahrt

Handwerkskammer Wiesbaden, Meistersaal, Bierstadter Straße 45, 65189 Wiesbaden

Fr 13/09 MAHAGONI EDELHOLZ TOUR 2013

19.30 VILLA CLEMENTINE Georg Büchner im Spiegel der Gegenwart: Werther Lenz ! Szenische Lesung

Vernissage am Dienstag, 1. Oktober 2013 um 18:30 Uhr

Party Einlass 23.00 AK 6,- € (bis 24.00 Uhr 5,- €) Öffnungszeiten: Dauer der Ausstellung:

Mo. - Do. 7 - 18 Uhr Fr. 7 - 16:30 Uhr

Sa 14/09 WIR by ELECTRIC GROOVES Party Einlass 23.00 AK 5,- €

Mi. 2. - Do. 17. Oktober 2013

Do 19/09 THIS TOWN NEEDS GUNS + MYLETS Konzert Einlass 20.00

Funktionelle Fitness Workouts www.funkness.de

Sa 21/09 EXTRAORDINARY

Party Einlass 23.00 AK 5,- € (mit Studentenausweis 3,- €)

Fr 27/09 UFOMAMMUT + ZOLLE

Konzert Einlass 20.00 VVK 14,20 €/AK 16,- €

Sa 28/09 BERMUDA DREIECK PARTY

KINO

Party Einlass 21.00 AK 5,- €

17.30 CALIGARI First Position - Ballett ist ihr Leben

Saalgasse 36 | 65183 Wiesbaden www.kulturpalast-wiesbaden.de

SCHLACHTHOF WIESBADEN MURNAUSTR.1 65189 WIESBADEN

PROGRAMM 9 | 2013 N.R.F.B. (NUCLEAR RAPED FUCK BOMB) / SCHNIPO SCHRANKE

FR SCHLACHTHOF-FILM DES MONATS: (Film MURNAU FILMTHEATER)

06.09.

FR

07.09.

SA

Filmkunst in Wiesbaden

SEARCHING FOR SUGAR MAN

AUGEN ZU UND DURCH SOMMERFEST

Kinotermine (Auswahl):

(Party RÄUCHERKAMMER)

Mi 4.9. 20.15 Uhr Musikalische Komödien AKROBAT SCHÖ-Ö-Ö-N Regie: Wolfgang Staudte, DE 1942/43 Einführung: Dr. Manfred Kögel

FLOHMARKT (OPEN AIR hinter dem Schlachthof)

07.09.

SA

OKTA LOGUE / BEES VILLAGE (Konzert RÄUCHERKAMMER)

07.09.

SA

JUICY FEAT. DER ALTE UND SEIN VIBE (Party RÄUCHERKAMMER)

09.09.

MO

DIE! DIE! DIE! / ERSATZKOPF (Konzert RÄUCHERKAMMER)

10.09.

DI

EMILIE AUTUMN (Konzert SALON der HALLE)

Sa 7.9. 20.15 Uhr Frauen(bilder) CAMILLE - VERLIEBT NOCHMAL! Regie: Noémie Lvovsky, FR 2012

11.09.

MI

FRANK TURNER & THE SLEEPING SOULS / LUCERO / JOHN ALLEN (Konzert HALLE)

Sa 8.9. 18.00 Uhr Gesellschaftliche Entwicklungen DER FALL WILHELM REICH Regie: Antonin Svoboda, AT 2012

13.09.

FR

WIESBADEN TANZT ELECTRO SWING! (Party HALLE)

14.09.

SA

SUMMER LOCK UP BY PAMOJAH MOVEMENT

AKROBAT SCHÖ-Ö-Ö-N

CAMILLE - VERLIEBT NOCHMAL!

(Party RÄUCHERKAMMER) 14.09.

SA

16.09.

MO

BASTARD ROCKS (Party HALLE) APOLOGIES, I HAVE NONE / THE SMITH STREET BAND

19.09.

DO

URBAN CONE (Konzert RÄUCHERKAMMER)

20.09.

FR

RUSSKAJA (Konzert RÄUCHERKAMMER)

20.09.

FR

MODERAT / SUPPORT: ANSTAM (Konzert HALLE)

21.09.

SA

CREOLE WELTMUSIK WETTBEWERB (Konzert HALLE)

22.09.

SO

JUNIP (Konzert HALLE)

22.09.

SO

EAST CAMERON FOLKCORE / BATTENKILL RAMBLERS

23.09.

MO

PATRICK RICHARDT / KENNETH MINOR (Konzert RÄUCHERKAMMER)

26.09.

DO

LETLIVE. / NIGHT VERSES / THE AMERICAN SCENE

DER FALL WILHELM REICH

28.09.

SA

PHONO POP CLUB XVI: PTTRNS (live) (Konzert & Party RÄUCHERKAMMER)

29.09.

SO

THE STANFIELDS (Konzert RÄUCHERKAMMER)

30.09.

MO

THE FRONT BOTTOMS (Konzert RÄUCHERKAMMER)

Unser komplettes Programm findet ihr im Internet unter

schlachthof-wiesbaden.de

So 14.9. 20.15 Uhr Frauen(bilder) MELANCHOLIA Regie: Lars von Trier, DE/DK/SE/FR 2011 Einführung: Christian Vogt, Pixomondo

So 22.9. 20.00 Uhr 1933 - Zerstörte Vielfalt / Kinoseminar Filmpropaganda HITLERJUNGE QUEX Regie: Hans Steinhoff, DE 1933 Einführung und Filmbesprechung: Dr. Rainer Rother Do 26.9. 20.15 Uhr Gesellschaftliche Entwicklungen IN THE DARK ROOM Regie: Nadav Schirman, DE 2013

(Konzert RÄUCHERKAMMER)

(Konzert RÄUCHERKAMMER)

Fr 6.9. 20.15 Uhr Schlachthof-Film des Monats SEARCHING FOR SUGAR MAN Regie: Malik Bendjelloul, SE/GB 2012

Sa 21.9. 16.00 Uhr creole - globale Musik CAN’T BE SILENT Regie: Julia Oelkers, DE 2013 Gespräch mit der Regisseurin Julia Oelkers im Anschluss

(Konzert RÄUCHERKAMMER)

MELANCHOLIA

16.00 HESS. STAATSTHEATER, FOYER Tango-Workshop mit Gabriel Sala 16.00 HESS. STAATSTHEATER, GR. BALLETTSAAL Tanz-Workshops

Das gesamte Kinoprogramm unter www.murnau-stiftung.de

Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung | Deutsches Filmhaus | Murnau-Filmtheater (gegenüber Kulturzentrum Schlachthof ), Murnaustraße 6, 65189 Wiesbaden, Telefon 0611 - 97708-41 (Mo - Fr 10 - 12 Uhr), filmtheater@murnau-stiftung.de Informationen und Newsletter-Anmeldung unter www.murnau-stiftung.de Öffentliche Verkehrsmittel: Hauptbahnhof Wiesbaden (Fußweg: ca. 10 min.) Kinovorstellungen: Mi - So (weitere Vorstellungen gemäß Ankündigung) Eintritt: 6 € / 5 €, Aufpreis bei Sonderveranstaltungen Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Landeshauptstadt Wiesbaden.

20.00 KREATIVFABRIK Offene Impro-Bühne mit den Schrimps 20.00 GALLI THEATER EheUrlaub 20.00 KUZ MAINZ Das Helmi: Planet der Affen 2, Puppentheater für Erwachsene 20.30 BUCHHANDLUNG HUGENDUBEL Für Garderobe keine Haftung, Impro-Theater 20.30 THALHAUS Wiesbaden tanzt: A Tickle in the Heart

21.15 IRISH PUB Karaoke

LITERATUR

BÜHNE

STADT-ERBENHEIM-DELKENHEIM Regional Krimi-Lesung mit Weinprobe: Hochzeitswein, Semestereröffnung

11.00 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS 10 Jahre Wiesbaden tanzt ! JubiläumsMatinee 19.00 KUENSTLERHAUS43 Der kleine Prinz und die Todsünden 19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Ein Winternachtstraum 19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS 42nd Street

14.00 KURHAUS Wiesbadens Bewerbung als UnescoWeltkulturerbe KINO 13.30 MURNAU FILMTHEATER Liebe muss verstanden sein 15.30 MURNAU FILMTHEATER Wenn die Sonne wieder scheint 17.45 MURNAU FILMTHEATER 7 Tage Havanna 18.00 CALIGARI Die mit dem Bauch tanzen 20.00 CALIGARI Tango libre 20.15 MURNAU FILMTHEATER Der Fall Wilhelm Reich

17.45 MURNAU FILMTHEATER 7 Tage Havanna

FAMILIE

18.00 CALIGARI Prinzessinnenbad

14.00 KUZ MAINZ Kraut & Rüben - Inklusives KinderKultur-Fest, ab 4 J.

16.00 SCHWALBE 6 Werte und Wein, Mensch im Glück Werten auf der Spur, Vortrag und Workshop mit Weinverkostung

14 ))) Samstag FETE 15.00 KULTURPARK Summer Lock Up - Reggae, Dancehall Sounds by Pamojah Movement, Festival 20.00 WALHALLA, SPIEGELSAAL Salsa Tanzparty 20.00 KULTURFORUM Frei-Tanz-Wiesbaden 20.00 TANZLOKAL 33 Party 20.00 GESTÜT RENZ Saturday Night Ride 21.15 IRISH PUB Timmy Rough 22.00 PARK CAFE Party Hard 22.00 SCHLACHTHOF Summer Lock up by Pamojah Movement 23.00 NEW BASEMENT Augen zu und durch 23.00 SCHLACHTHOF Bastard Rocks 23.00 KULTURPALAST WIR by Electric Grooves KONZERTE 11.30 MARKTKIRCHE Orgelmusik zur Marktzeit

10.00 FUNKHAUS, DORNBUSCH Azubi-Info-Tag des Hessischen Rundfunks 11.00 TATTERSALL 29. Wiesbadener Kleidermarkt der Lions 15.00 SCHLOSSPARK BIEBRICH FunKness - Enter the Kettlebell, Anmeldung erforderlich 18.00 EDEKA C+C, SCHIERSTEIN Flohmarkt

15 ))) Sonntag FETE 22.00 PARK CAFE Urban Beats KONZERTE 11.00 MUSIK- UND KUNSTSCHULE Matinéemusicale II. Förderkonzert 14.00 RINGKIRCHE Absinto Orkestra #

12.05 MARKTKIRCHE Carillon-Musik zur Marktzeit

15.00 WELTLADEN Musik und Literatur - Giocoso spielt, Armin Nufer liest

20.00 KUZ EICHBERG concerto classico - Jessica Fründ und Kara Bishop

17.00 THALHAUS Ar Lonz - thalhaus-Konzert: Multiple-0

21.15 IRISH PUB Offene Bühne

08.00 EDEKA C+C, SCHIERSTEIN Trödelmarkt 11.00 RINGKIRCHE Verkehrwendefest

16 ))) Montag KONZERTE 21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Apologies, I Have None / The Smith Street Band KINO 17.15 CALIGARI The Place beyond the Pines 20.00 CALIGARI Leviathan

20.00 HESS. STAATSTHEATER,

18.00 CALIGARI Grenzgänger 18.00 MURNAU FILMTHEATER Ihr erstes Erlebnis

SONSTIGES 17.30 RATHAUS Verständliche Medizin, Vortag 18.30 TURNHALLE RIEDERBERGSCHULE FunKness: Funktionalles Fitness Workout 19.30 BÜRGERHAUS, DELKENHEIM Von den Mönchen lernen, Vortag

19 ))) Donnerstag FETE

20.

21.00 PARK CAFE Cocktail Night KONZERTE 19.00 KONZERTSTUDIO Musik zum Feierabend

17.30 RHEINGAUSTRASSE, SCHIERSTEIN Spuren des jüdischen Lebens in Wiesbaden, Rundgang

20.00 KREATIVFABRIK Bastion / Razoreater / Darkshaft / Death of Youth

18.30 FUNKNESS Funktionelles Fitness Workout - Outdoor, Ort variiert, Infos unter funkness.de

20.00 KULTURPALAST This town needs guns / Mylets

21.15 IRISH PUB Karaoke

ERNST + UNBEKANNT lädt ab 17 Uhr zur Vernissage mit Werken von Jason Sellers. Die Ausstellung wird bis zum 9. Januar während der Öffnungszeiten und nach Vereinbarung zu sehen sein. Der in Wiesbaden lebende junge Fotograf ist ein typisches Beispiel für das kreative Chaos zeitgenössischer Fotografie. Porträts, Sportfotografie, Lifestyle, Mode, Landschaft, auch klassische Streetphotography – all das zusammen ergibt eine fotografische Haltung, deren Modernität offensichtlich ist. Aufregend, momenthaft sind diese Bilder jener urbanen Bewegungen, die Jason Sellers in seinem ­„Forward Bound Fotos“-Projekt vereinigt www.fwdbound.com

21.00 KULTURKNEIPE SABOT Haifischbar

SONSTIGES

KONZERTE

20.

15.30 MURNAU FILMTHEATER Die vier Gesellen

20.00 KULTURCLUB BIEBRICH Neues vom Rebbe, Klezmermusik mit Masseltov + Lesung mit Renate Kohn

17 ))) Dienstag

This Town Needs Guns, die Frickel-Rocker aus Oxford, kommen mit neuem Album „13.0.0.0.0“, mit neuem Sänger und mit den ausgereiftesten Songs ihrer Karriere in den Kulturpalast. Weiterhin auf dem Drahtseil zwischen Pop-Melodien und technischer Präzision balancierend, loten sie die Grenzen beider Aspekte und deren Verbindung mehr aus denn je. Das Rockmagazin Kerrang meint: „This Town Needs Guns klingen stylisch, zuckersüß, und wie eine Symbiose aus Minus The Bear in besser und einer Zukunftsversion der Smiths. In anderen Worten: gut.“

BÜHNE

20.15 MURNAU FILMTHEATER Augen der Liebe

SONSTIGES

SONSTIGES

20.00 KURHAUS 1. Sinfoniekonzert: Auf dem Meer der Zeiten

15.00 AM KLOSTER, KLARENTHAL Theater Hin&Weg: Der Räuber Hotzenplotz

11.00 SCHAUFENSTER STADTMUSEUM Kids love Kennedy - Zeitreise in das Jahre 1963

17.00 AM KLOSTER, KLARENTHAL Theater Hin&Weg: Der Räuber Hotzenplotz

20.00 THALHAUS High Five Jazz Quartett: Songs of Love & Hope

20.00 CALIGARI Ihr werdet euch ncoh wundern

16.00 GALLI THEATER Dornröschen

16.00 GALLI THEATER Dornröschen. Ein Märchentheaterstück

KONZERTE

15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Die rote Zora

FAMILIE

15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Die rote Zora

20.00 PARK CAFE Salsa Party

KINO

20.15 MURNAU FILMTHEATER Das weiße Band

SONSTIGES

FETE

WARTBURG Mr. Marmalade

11.00 FASANERIE AOK-Familientag

19.

18 ))) Mittwoch

FAMILIE

15.30 MURNAU FILMTHEATER Die Freundin eines großen Mannes

20.15 MURNAU FILMTHEATER Melancholia

KINO

20.00 CALIGARI The Place beyond the Pines

KINO

20.00 CALIGARI Scherbenpack

19.30 CASINO-GESELLSCHAFT Wiesbaden in der Kaiserzeit, Vortrag mit Dr. Rolf Faber

WARTBURG Mr. Marmalade

18.00 CALIGARI Tango libre

16.00 GALLI THEATER Mitspieltheater - Märchentheater für die ganze Familie

19.00 ALLEESAAL Positiv denken lernen, Vortrag

18.00 CALIGARI Wozzeck

LITERATUR

27

19.00 VOLKSBILDUNGSWERK NORDEN­

20.00 HESS. STAATSTHEATER,

11.00 KUZ MAINZ Mezzanin Theater: Kennst du Jackie Chan? Tanztheater, auch 14 Uhr, ab 6 J.

18.00 MURNAU FILMTHEATER C´est la vie - So sind wir, so ist das Leben

06.09.

DAMM move@2014 - Fertig? Los ! Musik und Tanz für Menschen mit und ohne Behinderung

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Die verkaufte Braut, Premiere

Markt Einlass 12.00 AK 2,- €

(Konzert RÄUCHERKAMMER)

14.00 HESS. STAATSTHEATER, WARMER

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Der nackte Wahnsinn

Sa 21/09 BLAUE ORANGEN KREATIVMARKT Nr. 3

MI

BÜHNE

19.00 KUENSTLERHAUS43 Romeo & Julia im Bergkirchenviertel

VVK 10,90 € (inkl. Gebühr)/AK 12,- €

04.09.

20.00 KURHAUS, FRIEDRICH-V.-

Termine September

20.00 KUZ MAINZ Les Reines Prochaines: Syrup of Life

„Filme im Schloß“ zeigt um 20 Uhr in der Filmbewertungsstelle im Schloss Biebrich das dänisch-französische, in Bangkok angesiedelte Gangsterdrama „Only God Forgives“, das das Gespann Nicolas Winding Refn (Drehbuch und Regie) und Ryan Gosling (Hauptdarsteller) wieder zusammenführt. Der Film war der meistdiskutierte Beitrag beim diesjährigen Festival in Cannes und läuft in der englischsprachigen Originalfassung mit deutschen Untertiteln. www.filme-im-schloss.de

21.15 IRISH PUB Gelon 21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Urban Cone BÜHNE

BÜHNE

19.00 BOCKENHEIMER DEPOT,

20.00 KUZ MAINZ Cie BewegGrund & Massimo Furlan / Numero23Prod.: 10XThe Eternal, Tanztheater

FRANKFURT Wiliam Forsythe: Clouds after Cranach, auch 20.30 Uhr, bis 29.9.

Termine an tippsundtermine@vrm.de und termine@sensor-wiesbaden.de


28

sensor 09/13

Termine September 19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Hair 19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Ballett Roulette

18.15 MURNAU FILMTHEATER Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

www.diel-boden.de Parkett- & Fußbodentechnik Tel.: 06128/23476

20.00 SOMBRERO LATINO Zauberkunst-Show 20.00 KUENSTLERHAUS43 Poetry Slam 43 20.00 STADTTEILBIBLIOTHEK KOSTHEIM Inspiration pur - Impro trifft Literatur LITERATUR 19.30 CASINO-GESELLSCHAFT, HERZOGFRIEDRICH-AUGUST SAAL Die nassauische Residenz im Biedemeier 19.30 VILLA CLEMENTINE Carmen Renate Köper: Leben und Werk des Dichters Wilhelm Müller, Lesung KINO 18.00 CALIGARI His & Hers 20.00 CALIGARI Nach der Revolution FAMILIE 10.30 STADTBIBLIOTHEK Bücher- Kinder-Fantasien, für Kindergartenkinder) 15.30 STADTBIBLIOTHEK Bücherbande, (ab 4 J.) SONSTIGES 11.00 SCHWALBE 6 Offene Trauersprechstunde 18.00 C/O ProBIERanten gesucht! Modenschau

20 ))) Freitag

20.00 CALIGARI The Place beyond the Pines 20.15 MURNAU FILMTHEATER Das Mädchen Wadjda

FAMILIE

SONSTIGES 14.00 WESTEND Wiedersehen im Hotel Westend, versch. Veranstaltungsorte, bis 22.9. 20.00 SCHLOSS FREUDENBERG Der erweiterte Kunstbegriff, die soziale Plastik und die Direkte Demokratie. Werkstatt mit Johannes Stüttgen

21 ))) Samstag FETE

20.00 GESTÜT RENZ Riding Wilde!

20.00 GESTÜT RENZ The Dirty Behaviour

22.00 PARK CAFE Danza

21.00 SCHEUER Danse gehn Ü33, DJane Karin

23.00 SCHLACHTHOF Re:Fresh your Mind pres. Moderat After-Show-Party

21.15 IRISH PUB Sven Ruppert Band 22.00 PARK CAFE Party Hard

KONZERTE

23.00 KULTURPALAST Extraordinary

19.00 MUSIK- UND KUNSTSCHULE Klavierabend

23.00 NEW BASEMENT Jack zuyour body

20.00 EV. JUGENDKIRCHE Louisa Wenderoth & Band

23.00 SCHLACHTHOF Tarbut Party feat. Jewdysse, Elektro Swing und Weltmusik KONZERTE

21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Russkaja

11.30 MARKTKIRCHE Orgelmusik zur Marktzeit

21.15 IRISH PUB Macys Mob

12.05 MARKTKIRCHE Carillon-Musik zur Marktzeit

19.30 KUZ MAINZ Theater RambaZamba: Jahreszeiten, Tanztheater

KINO

19.00 SCHLACHTHOF, HALLE Creole Weltmusik Wettbewerb 20.00 WEINLÄNDER Tom Rankenburg 20.00 WALHALLA, SPIEGELSAAL Saori Jo & Band

16.00 MURNAU FILMTHEATER Can’t be silent 17.30 CALIGARI Sons of Norway

Artistik · Theater · Musik · Humor

WAHLTAG t!“ u wan „Pay what yo

5.9.–6.10.2013

Wiesbaden – Reisinger Anlagen

www.cirque-bouffon.com

18.15 MURNAU FILMTHEATER Can’t be silent 20.00 CALIGARI La grande bellezza - Die große Schönheit 20.15 MURNAU FILMTHEATER Das Mädchen Wadjda FAMILIE 15.00 HESS. STAATSTHEATER, FOYER Minimatinee Extra - Oper im Foyer, ab 5 J. 14.30 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: EPIC - Verborgenes Königreich 16.00 GALLI THEATER Rumpelstilzchen 17.00 AM KLOSTER, KLARENTHAL Theater Hin&Weg: Der Räuber Hotzenplotz SONSTIGES 07.00 SCHLOSS BIEBRICH Flohmarkt 10.00 CAFE ANDERSWO Repair Café 12.00 KULTURPALAST Blaue Orangen Kreativmarkt Nr. 3 15.00 HANDWERKSKAMMER, MEISTERSAAL Couture-Schau zum Tag des Handwerks 16.00 FRAUENMUSEUM Frasecco: frauen museum wiesbaden & Prosecco, Führung, Anmeldung erforderlich 18.00 EDEKA C+C, SCHIERSTEIN Flohmarkt

22 ))) Sonntag

18.00 MURNAU FILMTHEATER Das Mädchen Wadjda 18.00 CALIGARI La grande bellezza - Die große Schönheit 20.00 MURNAU FILMTHEATER Hitlerjunge Quex KUNST 16.00 KUZ MAINZ CEC la “S” / Frémoc: Catch-Match in Vielsalm, Vernissage, 16-22 Uhr, bis 27.9. 17.00 THALHAUS Ruth Luxenhofer: Links die Weiden, Vernissage 19.00 KUZ MAINZ Graphic Novel ist ein Kampfsport, Vortrag und Film zur Ausstellung

20.00 SCHLACHTHOF, HALLE Junip 21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER East Cameron Folkcore / Battenkill Ramblers 21.15 IRISH PUB Karaoke

25 ))) Mittwoch FETE 20.00 PARK CAFE Salsa Party KONZERTE 19.30 SALON-THEATER The Fretless

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20.00 WEINGUT BARON ZU KNYPHAUSEN WeinLese: Friedrich Christian Delius 19.30 VILLA CLEMENTINE Andreas Maier: Die Straße, Autorenlesung 19.00 WEINPUNKT-VINOTHEK Bordeaux - Schuld und Vergessen, Krimilesung KINO 17.00 CALIGARI Die Croods, Film und Auftakt von Mittendrin - Kultur entdecken. Frei für alle 18.00 MURNAU FILMTHEATER Die mit dem Bauch tanzen 20.00 CALIGARI Unter Menschen 20.15 MURNAU FILMTHEATER In the Dark Room KUNST

SONSTIGES 10.00 INNENSTADT Stadtfest, versch. Veranstaltungsorte, bis 29.9.6

16.00 GALLI THEATER Rumpelstilzchen 18.00 HESS. STAATSTHEATER, STUDIO Tom Sawyer, Premiere, ab 9 J. SONSTIGES 08.00 METRO, MAINZ-KASTEL Trödelmarkt 08.00-18.00 WAHLLOKALE Bundestagswahl und Landtagswahl

23 ))) Montag KONZERTE 21.00 SCHLACHTHOF Patrick Richardt / Kenneth Minor KINO 17.30 CALIGARI Sweetgrass 20.00 CALIGARI Danton FAMILIE 15.00 STADTBIBLIOTHEK BIEBRICH Leseschlümpfe, ab 5 J.

24 ))) Dienstag

WARTBURG The Full Monty LITERATUR 20.00 WEINGUT HAMM WeinLese: Eva Menasse 20.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Poetry Slam

18.00 CALIGARI Paulista - Geschichten aus Sao Paulo 18.00 MURNAU FILMTHEATER Walzerkrieg 20.00 CALIGARI Die Unfassbaren

16.00 SCHWALBE 6 Beratungssprechstunde zur Patientenverfügung 20.00 THALHAUS Dr. Elisabeth Woelke-Seidl über ihren mobilen Einsatz auf den Philippinen, Vortrag

16.30 HESS. STAATSTHEATER, BÜHNEN­ PFORTE Spürnasenclub, für junge Detektive von 6-8 J.

FETE 20.00 TANZLOKAL 33 Party 20.00 GESTÜT RENZ Jockey Club

18.30 TURNHALLE RIEDERBERGSCHULE FunKness: Funktionalles Fitness Workout

26 ))) Donnerstag FETE

20.00 GALLI THEATER Froggy. Das Märchen Froschkönig als Musical für Jung und Alt

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS 42nd Street 19.30 KUZ MAINZ Zusammenarbeit. Sechs erste Versuche 20.00 KREATIVFABRIK Für Garderobe keine Haftung 20.00 GALLI THEATER Froggy. Das Märchen Froschkönig als Musical für Jung und Alt LITERATUR

ige Tage. Nur noch wen ! Tickets sichern Jetzt die letzten

5.9.–6.10.2013

Wiesbaden – Reisinger Anlagen

www.cirque-bouffon.com

22.00 PARK CAFE Danza

17.30 CALIGARI Ende der Schonzeit 20.00 CALIGARI Butterfly Stories KUNST 19.00 BILDERRAHMEN-BECKER Bernhard Hofbeck: Malerei und Zeichnungen, Vernissage FAMILIE 16.00 GALLI THEATER Mitspieltheater SONSTIGES 10.00 SCHLOSSPLATZ 19. WAA Automobilsausstellung, bis 29.9.

28 ))) Samstag

22.00 PARK CAFE Party Hard

12.00 SCHLOSS FREUDENBERG Feuerwerkstatt

23.00 NEW BASEMENT Massive

16.00 KUENSTLERHAUS43 Straßenfest “upper Webergass”

23.00 KREATIVFABRIK Licht & Farben

17.00 LES DEUX DIENSTBACH, UNTERE

KONZERTE

ALBRECHTSTRASSE Feier zum 1-jährigen Bestehen

11.30 MARKTKIRCHE Orgelmusik zur Marktzeit

18.00 EDEKA C+C, SCHIERSTEIN Flohmarkt

12.05 MARKTKIRCHE Carillon-Musik zur Marktzeit

18.30 KURHAUS Olympische Ballnacht

17.00 CHRISTOPHORUSKIRCHE Schiersteiner Vespermusik: Dresden Barock

BÜHNE

19.00 KONZERTSTUDIO Musik aus Polen

19.00 L’UNIC, MICHELSBERG Massoud, Live-Musik

20.00 KREATIVFABRIK Open Stage

20.00 KULTURPALAST Ufomammut / Zolle

20.00 KULTURCLUB BIEBRICH Veronika Todorova Band - The Spirit of Accordeon Music

20.00 KUNSTHAUS HumanNoise congress No. 25, bis 29.9.

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Die Zauberflöte

21.00 KULTURKNEIPE SABOT 5MDR

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Die Letzten, Premiere

21.15 IRISH PUB Live Music

20.00 HESS. STAATSTHEATER,

20.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Vier Fäuste sind nicht zu bremsen. Eine Lesung über Bud Spencer und Terence Hill

12.00 TAUNUSSTRASSE Frauen in Bewegung. 1968 und die Folgen, Stadtrundgang, Treffpunkt Taunusstr. 28

22.30 SCHEUER Danse gehn Ü33, DJane Karin

19.00 SCHEUER Ulla Meinecke Crew

21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Letlive. / Night Verses / The American Scene

SONSTIGES

15.00 SPORTHALLE Deutsche Meisterschaft der Senioren III im Tanzen

19.00 SCHEUER The Wonderrollains

19.00 ALLEESAAL Bessere Verdauung schafft mehr Wohlbefinden, Vortrag

eater Walhalla Th a Spiegels al

17.00 AM KLOSTER, KLARENTHAL Theater Hin&Weg: Der Räuber Hotzenplotz

21.15 IRISH PUB Karaoke

19.00 KUENSTLERHAUS43 Latin Night Bar mit Claudia Carbo

r Heute 12 Uh Premiere äre Der vision pen Frühschop

20.00 GESTÜT RENZ Back to Black

21.15 IRISH PUB Gear Down

23.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER Phono Pop Club XVI: PTTRNS (Live), Konzert & Party BÜHNE

WARTBURG

20.00 KURHAUS Mozart, Chopin, Liszt, Schubert gespielt von Evgenia Fölsche, Klavierkonzert

Termine September

29

28./ 29.

21.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER The Stanfields 21.15 IRISH PUB Karaoke BÜHNE 11.00 HESS. STAATSTHEATER, FOYER Opernforum zu: Evita 18.00 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Die verkaufte Braut, Premiere 19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Hair LITERATUR 17.00 VILLA CLEMENTINE Eldad Stobezki: Zeitgenössische Literatur aus Israel, Vortrag 17.00 GALERIE WINTER Uli Aechtner: Keltenzorn, Lesung

In den Tagungsräumen der Jugendherberge dreht sich wieder alles um die wissenschaftliche Erforschung digitaler Spiele. Das inzwischen dritte „researching games BarCamp“ lädt ein zum lockeren interdisziplinären Austausch zwischen Medienwissenschaften, Informatik, Pädagogik und anderen Disziplinen, die sich mit digitalen Spielen befassen. Letztes Jahr zog das Treffen von Bachelorstudenten bis zu Professoren 47 Teilnehmende aus 20 Städten in 4 europäischen Ländern an. Im offenen BarCamp-Format wurden Forschungsarbeiten unter anderem zum Flow-Erleben, Atmosphären im Computerspiel, künstlicher Intelligenz, Einsatz moralischer Dilemmata oder zu Game Design als pädagogischer Methode vorgestellt und diskutiert. In diesem Jahr haben 80 Interessierte Platz: http://researchinggames.net

KINO 13.30 MURNAU FILMTHEATER Walzerkrieg 15.30 MURNAU FILMTHEATER Du sollst nicht begehren

18.00 HESS. STAATSTHEATER, STUDIO Tom Sawyer, ab 9 J.

20.00 WEINLÄNDER Catalina Olea y sus Amigos, lateinamerikanische Live-Musik

20.00 GALLI THEATER Froggy. Das Märchen Froschkönig als Musical für Jung und Alt

ORCHESTERPROBERAUM Spiel&Musik. Instrumentenworkshop, ab 5 J.

20.00 TANZLOKAL 33 Party

KONZERTE

LITERATUR

15.00 HESS. STAATSTHEATER,

16.00 GALLI THEATER Die kleine Seejungfrau

KONZERTE

THEATER Der kleine Prinz

FAMILIE

FETE

19.00 L’UNIC, MICHELSBERG Wolfgang Lieber, Live-Musik

WARTBURG The Full Monty

20.00 CALIGARI The Congress

MAURITIUSPLATZ Herbstmarkt und Kunsthandwerksmarkt, bis 29.9.

23.00 NEW BASEMENT Tribute to Keller

20.00 KUZ MAINZ Monster Truck: Dschingis Khan

18.00 MURNAU FILMTHEATER Die mit dem Bauch tanzen

15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Clara und das Geheimnis der Bären

21.00 PARK CAFE Cocktail Night

20.00 KREATIVFABRIK Frogbelly & Symphonie

18.00 CALIGARI Unter Menschen

KINO

19.00 SCHEUER Brothers in Arms

19.00 KONZERTSTUDIO Musik zum Feierabend

15.30 MURNAU FILMTHEATER Kongo-Express

20.15 MURNAU FILMTHEATER In the Dark Room

23.00 SCHLACHTHOF 4 Jahre Chrome! Dubstep-Party

KONZERTE

KINO

20.00 WEINGUT BARON ZU KNYPHAUSEN WeinLese: Mainzer Stadtschreiber Peter Stamm

22.00 SCHLACHTHOF (There is Life after the) Midlife Crisis, Ü33-Party

Artistik · Theater · Musik · Humor

SONSTIGES

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Ein Winternachtstraum

21.00 KULTURPALAST Bermuda Dreieck Party

27 ))) Freitag

20.15 MURNAU FILMTHEATER Die vier Gesellen FAMILIE

Für Garderobe keine Haftung

10.00 FUSSGÄNGERZONE /

KINO 15.30 MURNAU FILMTHEATER Kongo-Express

BÜHNE

21.00 KULTURKNEIPE SABOT Haifischbar

18.00 HESS. STAATSTHEATER,

17.30 CALIGARI Ihr werdet euch noch wundern

15.00 SYNAGOGE, FRIEDRICHSTRASSE Tag der offenen Tür, auch 18 Uhr, Führung

LITERATUR

20.00 HESS. STAATSTHEATER,

20.00 VELVETS BLACK UND LIGHT

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Der nackte Wahnsinn

SONSTIGES

19.30 KUZ MAINZ Zusammenarbeit. Sechs erste Versuche

BÜHNE

LITERATUR

KINO

11.00 HESS. STAATSTHEATER, STUDIO Tom Sawyer, ab 9 J.

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Ein Sommernachtstraum

14.30 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: EPIC - Verborgenes Königreich

20.00 GALLI THEATER Beziehungsbomber. Eine Soloperformance

10.00 CASINO-GESELLSCHAFT Wiesbaden - Die nassauische Residenz im Biedemeier

FAMILIE

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Die Jungfrau von Orleans

21.15 IRISH PUB Offene Bühne

19.30 KUZ MAINZ Theater RambaZamba: Jahreszeiten, Tanztheater

BÜHNE

20.00 CALIGARI Lenz

BÜHNE

19.00 LANDESMUSEUM Sonia Felix Chérit: Entre la madre tierra y las mujeres, Vernissage

18.30 FUNKNESS Funktionelles Fitness Workout - Outdoor, Ort variiert, Infos unter funkness.de

BÜHNE

17.30 CALIGARI Das Geheimnis von Santa Vittoria

21.15 IRISH PUB Steven McGowan

11.00 KUZ MAINZ Rufus Beck liest Erich Kästner: Konferenz der Tiere, ab 8 J.

22.00 PARK CAFE Urban Beats KONZERTE

KINO

FAMILIE

SONSTIGES

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Ein Sommernachtstraum, Premiere

20.00 KUENSTLERHAUS43 Impro Matsch gegen Ampere Theater Ffm

13.30 MURNAU FILMTHEATER Augen der Liebe

FETE

21.00 KULTURKNEIPE SABOT Punk meets Psychobilly

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Die Jungfrau von Orleans, Premiere

11.00 WEINGUT BALTHASAR RESS WeinLese: Literarische Matinee mit Ulrike Edschmid

18.00 CALIGARI His & Hers

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Die verkaufte Braut, Premiere

19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Der kleine Horrorladen

LITERATUR

15.30 MURNAU FILMTHEATER Ihr erstes Erlebnis

11.00 HESS. STAATSTHEATER, FOYER 1. Kammerkonzert: Französische Kammermusik

20.00 KUZ EICHBERG Gerd Brömser: Gute Gerd, Comedy

19.30 HESS. STAATSTHEATER, GR. HAUS Der fliegende Holländer

KINO

16.00 GALLI THEATER Mitspieltheater

20.00 TANZLOKAL 33 Party

BÜHNE

19.30 VILLA CLEMENTINE Georg Büchner im Spiegel der Gegenwart: Werther Lenz! Szenische Lesung

17.00 ERNST + UNBEKANNT Jason Sellers, Vernissage

20.00 TANZLOKAL 33 Party

21.30 SCHLACHTHOF, HALLER Moderat / Support: Anstam

20.00 WEINGUT BALTHASAR RESS WeinLese: Johann Kaspar Riesbeck

KUNST

FETE

20.00 KREATIVFABRIK Buffet of Fate + After Show-Party

LITERATUR

20.00 SCHLOSS BIEBRICH Only God forgives

14.00 CAFE KLATSCH Krea goes Klatsch Fest

23.00 NEW BASEMENT Into the Underground

sensor 09/13

29 ))) Sonntag

17.30 CALIGARI The Congress 18.00 MURNAU FILMTHEATER Die mit dem Bauch tanzen 20.00 CALIGARI Ende der Schonzeit 20.15 MURNAU FILMTHEATER In the Dark Room FAMILIE 15.00 CALIGARI FILMBÜHNE Traumkino für Kinder: Clara und das Geheimnis der Bären

Mit 5 Jahren begann sie Klavier zu spielen. Zahlreiche Auszeichnungen und internationale Auftritte später gehört Evgenia Fölsche zu den talentiertesten Pianistinnen der jungen Generation. Im Christian-Zais-Saal des Kurhauses wird sie heute um 20 Uhr ihr Publikum mit ihren brillanten technischen Fähigkeiten und ihrem Gespür für Musik fesseln. Auf ihrem Programm stehen unter anderem Chopin und Mozart.

16.00 GALLI THEATER Die kleine Seejungfrau 18.00 HESS. STAATSTHEATER, STUDIO Tom Sawyer, ab 9 J. 15.00 AM KLOSTER, KLARENTHAL Theater Hin&Weg: Der Räuber Hotzenplotz SONSTIGES 08.00 REAL, MAINZER STRASSE Trödelmarkt 12.00 WALHALLA Premiere “Der visionäre Frühschoppen”. Eine Walhalla & sensor-Produktion. 12.00 SCHLOSS FREUDENBERG Feuerwerkstatt 19.00 KUENSTLERHAUS43 Straßenfest Upper Webergass

30 ))) Montag KONZERTE 20.00 SCHLACHTHOF, RÄUCHERKAMMER The Front Bottoms BÜHNE 19.30 HESS. STAATSTHEATER, KL. HAUS Die Physiker KINO

FETE

18.00 CALIGARI Woyzeck

22.00 PARK CAFE Urban Beats

20.00 CALIGARI Only God forgives

KONZERTE

SONSTIGES

17.00 THALHAUS Sedaa - Mongolei trifft Orient, Weltmusik

18.30 FUNKNESS Funktionelles Fitness Workout - Outdoor, Ort variiert, Infos unter funkness.de

18.30 EV. LUKASKIRCHE Abschlusskonzert Gospel Music-Workshop

29.

29. „Der visionäre Frühschoppen“ feiert heute im Walhalla Premiere – eine Art Think Tank-TalkFrühschoppen aus, über und für Wiesbaden an einem der faszinierendsten Kultur- und Veranstaltungsorte unserer Stadt, ein spannendes, innovatives, überraschendes Format. Interessante „frische“ Wiesbadener stellen Visionen für die Stadt vor und zur Debatte, dazu spielt Hot Four (Foto) die perfekt passende (Tanz-) Musik. Beim Auftakt dabei sind Sven Gerich (Oberbürgermeister Wiesbaden), Dominik Hofmann (heimathafen Wiesbaden), Prof. Gregor Krisztian (Hochschule RheinMain), Kimberly Lloyd (Qompendium Work Shop), Sigrid Skoetz (Walhalla Wiesbaden), Michael Volkmer (Scholz & Volkmer). Moderieren wird sensor-Chefredakteur Dirk Fellinghauer. Aktuelle Infos auf www. sensor-wiesbaden.de

28.

Bei der „Carribean Night“ ab 20 Uhr im Weinländer verbreiten Live-Musik von Catalina Olea y sus Amigos und landestypische Küche lateinamerikanisches Lebensgefühl. Die temperamentvolle New Yorkerin Catalina Ole mit der kräftigen Stimme wird von Musikern des Ritmovida Orchestra begleitet. www.der-weinlaender.de


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2x5

2x5 Interview

Elke Gruhn, Leiterin Nassauischer Kunstverein Wiesbaden, 47 Jahre, 1 Sohn Interview Dirk Fellinghauer

Beruf Nassauischer Kunstverein, klingt ganz schön verschnarcht – ist Ihr Verein aber nicht wirklich, oder? Ich hoffe nicht. Die Gründung des Vereins 1847 geht auf das Herzogtum Nassau zurück. Wir haben viel und oft darüber nachgedacht, ob wir den Namen ändern. Aber es ist ja gerade klasse, dass in dem jungen Staat aus dem Bürgertum gleich das Verlangen nach Kunst kam. Das kann man gar nicht hoch genug halten, auch in der heutigen Zeit, in der wieder versucht wird, die Bürger zu motivieren, sich nicht nur verwalten, sondern aktiv an ihrem gesellschaftlichen Leben mitwirken zu lassen. Und es gibt dieses Wort „nassauern“. Das war eine große Geste des Herzogs, den Studenten das Teilhaben an einem Esstisch zu ermöglichen. Bei jeder Eröffnung machen wir eine Tafel, jeder kommt und nimmt teil, und wir teilen und haben ein gutes Gespräch zusammen und Spaß. Da geht es auch darum, dass man über die Kunst, über ein gesellschaftliches Ereignis, zum Menschen kommt. Welche Kriterien muss ein Künstler erfüllen, um im NKV ­gezeigt zu werden? Die Kunst muss gut sein! Wir suchen frische Ideen und junge, noch nicht etablierte Kunst, die in die Gesamtidee des Kunstvereins passt, wobei hier immer Wiesbaden als Fluxus-Gründungsstadt mitschwingt. Übrigens ein Aspekt, von dem ich finde, dass Stadt und auch Stadtmarketing ihn nicht genügend herausstellen. Es ist spannend, Künstler und Sichtweisen von außen in die Stadt zu bringen, um dadurch dann wieder zu einem neuen Dialog zu kommen. Viele der hier gezeigten Künstler waren dann später auf den großen Biennalen der Welt zu finden. So zeigen wir neben regionalen Positionen zum Beispiel auch Kunst aus Vietnam, von den Bahamas, nächsten Sommer werden wir südamerikanische Videos zur WM haben. Wie ist das Verhältnis zum „großen“ Nachbarn, dem Museum? Sehr gut - mit Tradition freundschaftlich. Die Gründung des Museums geht ja mit auf den Nassauischen Kunstverein zurück. Meistens kann das Museum mehr für uns tun als wir für das Museum, weil sie einfach den größeren Mitarbeiterstab und finanziellen Rahmen haben. Letztes Jahr gab es die gemeinsame FluxusAusstellung. Wir besuchen uns gegenseitig zu Eröffnungen und versuchen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, stadtpolitisch etwa. Künstler, die bei uns ihre ersten Ausstellungen hatten, fanden später einen Platz im Museum. So etwas macht dann Freude. Was war der peinlichste Moment bei einer Vernissage? Da fällt mir eigentlich keiner ein. Bei uns geht es eher locker auf Vernissagen zu, deswegen entsteht Peinlichkeit erst gar nicht. Sollte Kunst politisch sein? Wenn sie nicht instrumentalisiert wird, ja. Sie sollte eine gesellschaftspolitische Komponente haben, also nicht nur Ästhetik. Ich bin aber kein Fan von sehr dokumentarischen Ansätzen. Kunst sollte in erster Linie Kunst sein. Diese Freiheit, die das Wort beinhaltet, wird natürlich sofort untergraben in dem Moment, wo ich sage, „Kunst sollte …“

Foto Simon Hegenberg

Mensch Wie haben Sie den Sommer verbracht? In Wiesbaden! Wir hatten Besuch aus Australien und haben uns zusammen in Wiesbaden viel angeschaut, waren im Rheingau unterwegs und auch in vielen Schwimmbädern – Opelbad, Maaraue, Schlangenbad. Mein Sohn ist neun. Wir fahren ganz bewusst in den Sommerferien nicht weg, höchstens kleine Sachen, mal Zelten gehen am Wochenende oder Paddeln auf der Werra. Aber ich finde, der Sommer ist in Deutschland so schön – zumindest wenn er so ist wie in diesem Jahr -, dass man hier bleiben kann. Was erwarten Sie von den Wahlen am 22. September? Ich komme aus einem alten Politikerhaushalt, meine Eltern waren beide Regionalpolitiker, und nehme meine Wählerpflicht sehr ernst, habe noch nie eine Wahl verpasst in meinem Leben. Aber im Moment fällt es mir richtig schwer. Man muss ja eigentlich davon sprechen, was das kleinere Übel ist. Ich glaube, dass mit unserem System komplett etwas nicht in Ordnung ist und wir das überdenken müssen, ohne jetzt einen Lösungsvorschlag in der Tasche zu haben. Was hier in den letzten Wochen ans Tageslicht gekommen ist, darüber darf man gar nicht nachdenken. Ich habe nichts zu verheimlichen, und mir ist klar, dass eine E-Mail wie eine Postkarte ist, die jeder lesen kann – aber was dahintersteckt, mit welcher Selbstverständlichkeit das gemacht wird und wie wenig Bewusstsein gezeigt wird, dass hier etwas nicht richtig ist, und das durch alle politischen Reihen, das finde ich eher erschreckend. Sie sind im Ruhrpott geboren, am Niederrhein aufgewachsen – kommen Sie mit Wiesbaden und den Wiesbadenern zurecht? Ja. Ich bin eher Niederrheiner und bin gewohnt, dass nicht viel geredet wird. Ich habe dann in Köln Kunstgeschichte studiert, da ist es genau das Gegenteil, da redet jeder mit jedem. Diese Geselligkeit von Köln, finde ich, kann man hier schon ein bisschen wiederfinden, wenn auch nicht ganz so stark. Was mir hier manchmal fehlt, ist die Identifikation mit der Stadt. Auffällig ist für mich, wie wenig das Gefühl vorhanden ist: Ich bin ein Wiesbadener. Das kommt nicht so richtig rüber. Das finde ich schade, die Stadt muss sich nicht verstecken. Hier gibt es viel, die Stadt hat viel, das Umland hat viel, es gibt tolle Menschen. Aber vielleicht liegt das daran, dass so viele Zugezogene hier leben. Haben Sie selbst künstlerisches Talent? Ich habe die Aufnahmeprüfung an zwei Kunsthochschulen mit Auszeichnung bestanden und hätte dort auch ohne Abitur studieren können. Ich habe danach aber nie wieder etwas Künstlerisches gemacht. Ich habe nur auf die Prüfung hingearbeitet, und das war´s dann. Ich kenne einfach so viele Leute, die so richtig gute Kunst machen, und glaube nicht, dass ich da mithalten könnte, von daher ist das sicher besser so. Wem sind Sie richtig böse? Da fällt mir niemand ein. Ich bin auch nicht so nachtragend. Ich vergesse die Dinge dann gerne, die nicht so gut war.

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Abenteuer Werbung

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Abenteuer Werbung

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Der Flugplatz Finthen ist Startpunkt des besonderen Fluges

Fliegende Botschaften Über den Wolken kann die Werbefreiheit grenzenlos sein. In Wiesbaden sitzt der einzige Anbieter in Deutschland für zertifizierte Flugbanner. sensor ist mitgeflogen. cherweise lässt der Gleitwinkel eines „UL-Fliegers“ (bis zu 450 kg) noch ein paar Kilometer Reststrecke zu. Nachdem klar ist, wie man generell fliegen sollte, erklärt Müller, wie man speziell mit einem Banner im Gepäck fliegt. „Das Banner wirkt wie ein Bremsanker, man hat das Gefühl, einen nassen Sack hinter sich herzuziehen.“ Die Geschwindigkeit beträgt nur etwa 120 km/h. Das entspricht der regulären Landegeschwindigkeit. Zudem will das Geschriebene erkennbar sein, und der Flug über Wiesbaden erlaubt aufgrund der Kontrollzone des Frankfurter Flughafens nur eine Höhe von rund 600 Metern. Langsam und tief also. Gut zu wissen: Im Notfall bietet ein Fallschirm Sicherheit, der über eine Rakete abgefeuert werden und Maschine samt Besatzung zu Boden befördern kann. Müllers Anweisung für seine Co-Piloten: „Den roten Fallschirmhebel dürft ihr nur betätigen, wenn der Pilot tot ist. Und wenn ihr richtig cool seid, macht ihr vorher noch den Propeller aus.“ Dann kann`s ja losgehen! Was salopp klingt, unterliegt strengsten Sicherheitsbedingungen. Der mitunter morbide Humor ist nur das I-Tüpfelchen, um jegliche Bedenken – noch vor dem Flug - verfliegen zu lassen.

Minutiöse Regelungen definieren das Geschehen am Flugplatz, Flieger und Instrumente werden akribisch geprüft und die Flugsituation regelmäßig per Funk durchgegeben. Müller verfügt über einen Banner-Schlepp-Berechtigungsschein. Denn nicht nur das veränderte Flugverhalten birgt Risiken, auch das Abwerfen des Banners kurz vor der Landung. Die FK9 schaltet auf höhere Schubleistung und rollt auf die Startbahn. Das Abheben ist allerdings etwas kompliziert, weil sich der Segeltuch-Stoff am Asphalt festsaugt. Müller zieht den Flieger kurz nach oben und hüpft ein paar Mal, sodass das Banner Wellen schlägt. Wenig später hebt er ab, der riesige Anhänger steigt wie ein übergewichtiger Drachen hinter ihm auf. FK9 nimmt Kurs auf das Wiesbadener Weinfest. Heiratsantrag an Bord Der Werbeschleppflug entstand bereits 1955 und ist aufgrund der Außergewöhnlichkeit und des großen Aufmerksamkeitsfaktors bis heute beliebt. Die in Biebrich ansässige Firma BKS ist der einzige Anbieter in Deutschland, der vom Deutschen Aero Club zertifizierte, digital gedruckte Flugbanner produziert. „Die Banner digital zu drucken und in der hauseigenen Näherei mit Masttasche und Flatternetz zu konfektionieren,

Dann kann‘s ja losgehen – unter strengsten Sicherheitsbedingungen

ist nicht einfach“, berichtet Firmenchef Johannes Elnain von der mühevollen Produktion. Trotzdem: Alle Motive seien realisierbar, Form und Größe müssten den Flugbestimmungen angepasst sein. Elnain, der mit seinem Unternehmen auch weit weniger spektakuläre Angebote – von der Visitenkarte über Flyer und Broschüren bis zu Beschriftungen von Autos oder Schaufenstern – hat, ist selbst Pilot beim UL & Sportflugzentrum Mainz Finthen und kennt das Prozedere genau. Müller ist Altbausanierer und Pilot aus Leidenschaft. Manchmal fliegt er auf einen Kaffee zu einem Freund. Wohin, ist dann

fast egal – solange das Wetter mitspielt. Und fast egal ist auch die Botschaft, die er hinter sich her zieht, solange er nur fliegen darf. Ein Mainzer Student bat ihn kürzlich, einen Heiratsantrag über eine Wiese zu fliegen, auf der er mit seiner Freundin am Blumenpflücken war. Wie auch immer der romantische Einsatz ausging: Ein Beteiligter war garantiert auf Wolke 7 – auch wenn er die Botschaft im entscheidenden Moment selbst gar nicht lesen konnte. Rebekka Farnbacher Fotos Mary Goldfinger Heikle Fracht breitet sich aus

HESSEN KANN ES BESSER!

22. September 2013 sensor-Autorin Rebekka als Co-Pilotin bei Christian Müller an Bord

„Delta-Mike Fox Kilo Yankee rolle zum Rollhalt Piste 08.“ Ein gelb-weißer Ultraleichtflieger brettert über den Flugplatz Mainz-Finthen in Richtung Startbahn. Die Schiebetüren sind geöffnet, allerdings nicht, weil Pilot Christian Müller noch ein wenig den Fahrtwind genießen will, sondern weil er ein Werbebanner transportiert. Was vom Boden aus relativ kompakt wirkt, misst schlappe 30 mal 6 Meter, die zusammengerollt auf seinem Schoß liegen. Auf einer Wiese befestigt er den blau-gelben BKS-Schrift-

zug an dem Hochdecker FK9, „Rolle auf und starte“, meldet er dem Tower. Mentale Notlandung Schnell und hoch fliegt man am sicher­sten. Was zunächst verdutzt, wird plausibel, wenn man mental eine Notlandung durchspielt – eine allzeit verpflichtende Übung für jeden Piloten in der Luft. Sollte nämlich der Motor ausfallen, muss er nicht nur einen geeigneten Notlandeplatz im Blick haben, sondern diesen auch erreichen können. Glückli-

Für den Wechsel in Hessen. Für Wiesbaden in den Landtag! ERNST-EWALD ROTH und MICHAEL DAVID wählen.

Neue Perspektiven auf eine bekannte Umgebung

MICHAEL DAVID

ERNST-EWALD ROTH

Wahlkreis 31

Wahlkreis 30

GERECHTIGKEIT MACHT STARK


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Willkommen in Wiesbaden

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Die Nicht-nur-Jugend-Herberge wild youth #2 party

Nico Gerretsen ist Vater von über 1.000 Kindern

live: holy esque & bedroomdisco dj-team 06.09.13 offenbach, hafen 2

und ­Jugendlichen. Manche davon sieht er öfters, andere

sea + air

nur ­einmal im Leben. Er ist Herbergsvater. Das von ihm

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geleitete Haus wurde jetzt für etwa 2,6 Millionen Euro

S E P T E M B E R

renoviert. Höchste Zeit für einen Besuch.

14.09.13 frankfurt, das bett

Sonntag, 01.09. 20:00 Gloria Montag, 02.09. 20:00 Winternomaden Dienstag, 03.09. 20:00 Blue Valentine

Der Niederländer Nico Gerretsen will die Jugendherberge auch bei den Wiesbadenern bekannter machen

Mittwoch, 04.09. 20:00 Englisch für Anfänger Donnerstag, 05.09. 20:00 Love Alien Freitag, 06.09. 20:00 Fliegende Liebende Samstag, 07.09. 20:00 Englisch für Anfänger

Erbenheimer Kerb

Die erfolgreichste Phil Collins und Genesis Tribute-

Freitag 20.09.2013 y 20:00 Uhr

Die Jugendherberge in der Blücherstraße am Rande des Kurt-Schumacher-Rings ist ein Superlativ, den fast keiner kennt. Die Gäste können in 202 Betten übernachten und in 13 Räumen tagen. Zum Gelände gehören außerdem vierzig Parkplätze, drei Grillplätze, vier Terrassen, ein Fußballplatz, ein Volleyballfeld, mehrere Tischtennisplatten, eine große Liegewiese – und neuerdings ein neues Hauptgebäude. Etwa 500.000 Euro investierten die Verantwortlichen in die Modernisierung der Küche und circa 2,1 Millionen Euro in die Renovierung der Zimmer, die teilweise mit Balkon ausgestattet sind. Natürlich stehen darin immer noch die typischen Doppelbetten, aber nun mit einer Matratzenlänge von 2,10 Metern. Neben jeder Bettlampe ist eine Steckdose in die Wand eingelassen. WLAN bewusst blockiert Dort können Gäste zwar ihre Smartphones aufladen, sich mit den Mobiltelefonen aber nicht im hauseigenen WLAN anmelden. Der Internetzugang ist mit Absicht blockiert. Die Jugendlichen sollen sich mitein-

Die Länge macht´s bei den Betten, die nur auf den ersten Blick aussehen wie Jugendherbergs-Betten halt aussehen

ander und nicht mit ihren Bildschirmen beschäftigen. „Gemeinschaft erleben ist in der heutigen Gesellschaft wichtiger denn je. Das Wort Herbergsvater spiegelt die Verantwortung der Hausleitung gegenüber den vorwiegend jungen Gästen wider. Das hat sich niemals geändert: In den Jugendherbergen steht nach wie vor der Mensch im Mittelpunkt“, sagt Gudrun Schirrmann, Aufsichtsratsvorsitzende des Jugendherbergs-Landesverbandes Hessen. Das sieht auch Gerretsen so. Der gebürtige Niederländer arbeitete früher als Empfangschef und Betriebsleiter in Hotels und anderen gastronomischen Betrieben. Später betreute er für Coca Cola Großkunden im Rhein-Main-Gebiet. Gäste aus ganz Europa Aber zurück zu den Zimmern: Wer duschen möchte, muss nicht wie früher in die Gemeinschaftswaschräume tapsen, sondern sich nur aus seinem Bett schwingen. Jedes Zimmer besitzt eine eigene Dusche und ein eigenes Klo. In den vergangenen Jahren übernachteten im Schnitt etwa 30.000 Gäste pro Jahr in den Zim-

mern. Mittelfristig will Gerretsen diese Zahl auf 40.000 und langfristig auf 50.000 steigern. „Unser Haus besuchen vor allem Orchester und Gruppen mit Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren“, sagt Gerretsen. Sie arbeiten in 14 variabel nutzbaren, mit modernster Technik ausgestatteten Tagungsräumen mit Platz für bis zu 180 Personen. Die Gäste reisen aus ganz Europa nach Wiesbaden – schließlich liegt die Landeshauptstadt in der Mitte von Deutschland und ist durch den Flughafen gut angebunden. Außerdem profitiert das Haus von der guten Zusammenarbeit mit der Wiesbaden Marketing GmbH. Ein weiterer Pluspunkt sind laut Gerretsen die Mitarbeiter. Er hofft, dass ein freundlicher Service für gute Mundpropaganda sorgt. „Neun von zehn Wünschen unserer Gäste kosten kein Geld“, sagt Gerretsen. Als neulich eine Jugendliche ihre weiße Jacke aus Versehen in die Wäsche geschmissen hatte, durchsuchten die Angestellten ohne zu zögern mehrere Wäschecontainer – so lange, bis sie die Jacke gefunden hatten. Sol-

che Gesten sollen den Kunden positiv im Gedächtnis bleiben. Extra-Anliegen erfüllen auch die Köche. „Egal ob Vegetarier, Laktose-Intoleranz oder religiöse Essensvorschriften: Es gibt heute fast keine Gruppe mehr ohne Sonderwünsche“, sagt Gerretsen. Für 34 Euro pro Person erhalten die Gäste Vollpension, mit Frühstücksund Abendbuffet sowie einem warmen Mittagessen, zum Beispiel mit Salat und Spaghetti Bolognese. Die Nudeln haben einen unschlagbaren Vorteil. Sie schmecken allen – sowohl den kleinen als auch den großen Kindern von Herbergsvater Gerretsen. Übrigens: Das Ende der Bauarbeiten feiert die Jugendherberge mit einem Fest. Viele Wiesbadener wissen laut Gerretsen gar nicht, dass es in ihrer Stadt eine Jugendherberge gibt: „Das wollen wir ändern. Deswegen laden wir am 22. September ab 14 Uhr zum Tag der offenen Tür ein, mit Hüpfburg und Musikbands.“ Sebastian Wenzel Fotos Heinrich Völkel und Andrea Diefenbach

Sonntag, 08.09. 20:00 Das Mädchen Wadjda Montag, 09.09. 20:00 Quartett Dienstag, 10.09. 20:00 Crulic − Weg ins Jenseits Mittwoch, 11.09. 20:00 Im Lauf der Zeit

rue royale

17.09.13 Frankfurt, ponyhof club

obagyle

ep release party

19.09.13 frankfurt, nachtleben

alison moyet

21.09.13 offenbach, capitol

muso 26.09.13 frankfurt, nachtleben

the boxer rebellion 27.09.13 frankfurt, das bett

amatorski

30.09.13 Frankfurt, sankt peter cafe

65 daysoftstatic 01.10.13 frankfurt, batschkapp

megaloh 01.10.13 frankfurt, das bett

im Festzelt am Bürgerhaus Wiesbaden-Erbenheim

Donnerstag, 12.09. 20:00 Jäger des Augenblicks − Ein Abenteuer am Mount Roraima

jonathan kluth

VVK Wiesbaden: Tourist Info am Dern'schen Gelände (Marktplatz 1); VVK Erbenheim: „The Hairgangsters, Wandersmannstraße 9A; Gaststätte „Zum Taunus“, Buschungstraße 20; Lorchens Lädchen, Seilerpfad 2

Freitag, 13.09. 20:00 Tango libre

marla blumenblatt

Vorverkauf 10 € y Abendkasse 12 € Begegnungsstätte

and so i watch you from afar

sensor präsentiert: 29.08.-01.09. SCHIFF Schiersteiner Film Festival Open Air

Samstag, 14.09. 20:00 Scherbenpark Sonntag, 15.09. 20:00 Tango libre Montag, 16.09. 20:00 Leviathan

31.08. (There Is Life After The) Midlife Crisis, Schlachthof *

Dienstag, 17.09. 20:00 The Place Beyond the Pines

05.09.-06.10. Cirque Bouffon: “nandou”, Reisinger Anlagen

Mittwoch, 18.09. 20:00 Ihr werdet euch noch wundern

07.09. Okta Logue / Bees Village, Schlachthof *

Donnerstag, 19.09. 20:00 Nach der Revolution

21.09. Blaue Orangen Kreativmarkt, Kulturpalast *

Freitag, 20.09. 20:00 The Place Beyond the Pines

22.09. Junip, Schlachthof * 29.09. Der visionäre Frühschoppen, Walhalla * 25.10. 11 Freunde-Lesereise – DIE Fußball-Multimedia-Show – Kulturpalast *

Samstag, 21.09. 20:00 La grande bellezza − Die große Schönheit Sonntag, 22.09. 20:00 La grande bellezza − Die große Schönheit Montag, 23.09. 20:00 Danton

01.11. Editors / Balthazar, Schlachthof *

Dienstag, 24.09. 20:00 Lenz

09.11. Jupiter Jones / Monoshoque, Schlachthof

Mittwoch, 25.09. 20:00 Die Unfassbaren

14.11. Ralf Schmitz, Rhein-MainHallen 15.11. Thees Uhlmann & Band, Schlachthof 23.12. Einmal bleiben wir noch wach – sensor vs. Phono Pop vs. The Blind Circus, SchlachthofRäucherkammer 17.02. Santiano, Rhein-Main-Hallen Für alle mit einem * versehenen Veranstaltungen verlosen wir 3 x 2 Freikarten. Mail mit Angabe der Wunschveranstaltung an losi@ sensor-wiesbaden.de

Donnerstag, 26.09. 20:00 Unter Menschen Freitag, 27.09. 20:00 Butterfly Stories

02.10.13 Frankfurt, orange peel

karocel 03.10.13 frankfurt, das bett

kakkmaddafakka 07.10.13 Frankfurt, sankt peter

torpus & the art directors 09.10.13 Frankfurt, ponyhof club

the airborne toxic event 15.10.13 frankfurt, batschkapp

movits 24.10.13 frankfurt, das bett

martin & james 25.10.13 frankfurt, das bett

agnes obel 31.10.13 frankfurt, heilggeistkirche

crystal fighters

05.11.13 Frankfurt, sankt peter

johannes falk 05.11.13 frankfurt, nachtleben

weekend 08.11.13 frankfurt, batschkapp

cäthe 08.11.13 frankfurt, nachtleben

Samstag, 28.09. 20:00 Ende der Schonzeit

ralf schmitz

Sonntag, 29.09. 20:00 Erklär mir, Liebe!

dcvdns

Montag, 30.09. 20:00 Only God Forgives

PROGRAMMAUSZUG Marktplatz 9 (hinter der Marktkirche)

Wiesbaden, Tel. 0611- 31 50 50

www.wiesbaden.de/caligari Newsletter per Mail: www.wiesbaden.de/newsletter

Fühle deine Stadt. Wiesbaden.

01.10.13 Frankfurt, ponyhof club

14.11.13 wiesbaden, rhein-main-halle

24.11.13 Frankfurt, das bett

medina

30.11.13 mainz, phönixhalle

christina stürmer

10.12.13 Frankfurt, sankt peter


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Kunst

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Geschäft des Monats

Rohstoff Kiedricher Straße 12

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Iris Kaczmarczyk www.fotografie-kaczmarczyk.de 1–5))) o.T.

„Eine Reportage zu einer Schweinehausschlachtung in einem kontrollierten deutschen Betrieb. Diese Bilder zeigen den Ablauf von der Tötung bis zur Zerlegung. Schritte, die dem Verbraucher nicht klar sind, wenn er das fertige Produkt im Laden kauft. Die Schlachtung ist eine blutige und gleichzeitig saubere Angelegenheit. Es ist ein Handwerk mit Qualität und hohen Auflagen - doch

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mit Wertschätzung für Mensch und Tier.“ (Iris Kaczmarczyk) Im Rahmen der Wiesbadener Fototage (7. bis 22. September) stellt Iris Kaczmarczyk ihre Fotoreportage zur Schweinehausschlachtung bei „projekt 48“ im Alten Gerichtsgebäude (Hintereingang Gericht, gegenüber Albrechtstraße 28) aus. www.wiesbadener-fototage.de.

Hausmann hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt …

… und macht doch eher Anderes draus als die meisten seiner Kollegen

Hände, Totenschädel, Herzen. Frankenstein, Schraubenschlüssel und Augäpfel. Geweihe, Buddhaköpfe und Pistolen. Der Schmuck von Ciaron Hausmann ist alles andere als nett und niedlich. Der Goldschmied hat auch ganz besondere Zielgruppen im Auge: Biker und Tattoo-Freunde, Surfer, Rock’n’Roller und Gothic-Fans. Auf Veranstaltungen in diesen Szenen gehen seine Unikate und Kleinserien weg wie warme Semmeln. Ciaron Hausmann hat sich seinen beruflichen Traum erfüllt und steht nun sogar kurz vor der Eröffnung seines eigenen Ladens. „Die Adresse wird noch nicht verraten“, sagt der freundliche, selbst großflächig tätowierte Goldschmied. Es dürfte aber nicht weit weg von seinem derzeitigen Domizil in der Kiedricher Straße 12 sein. Dort gehört Hausmann seit einigen Jahren zur „Vielfalterei“, einem Zusammenschluss von Kreativen in einem Hinterhof, der an Berliner Ecken erinnert – und das mitten im Rheingauviertel. Noch weitere Schmuck- und Edelmetallgestalter, eine Schneiderin und eine Hutmacherin sowie einige Musiker arbeiten dort. Die Werkstatt atmet eine besondere Atmosphäre aus, ist dekoriert mit alten und neuen Werkzeugen, die natürlich auch im Gebrauch sind, mit Comic-Seiten und einem alten Schädel-Anatomieplakat. Dazwischen stehen Spielzeuge von Ciaron Hausmanns kleiner Tochter, ein herrlich weich gefedertes altes Sofa, ein Verstärker. Hausmann macht nämlich auch Musik, zum Beispiel bei der Band The Bordells. Musik läuft auch bei der Arbeit. Eine echte Alchimistenwerkstatt also, und dort erschafft

der 37-Jährige seine Schmuckstücke, die er beispielsweise auf Harley-Conventions oder Tattoo-Messen anbietet. Natürlich kann man auch zu ihm kommen und mit ihm über sein eigenes Traumschmuckstück sprechen. Richtig verwählt „Ich habe auch schon Trauringe für Bikerpaare angefertigt“, sagt Hausmann. Die sahen dann eben ganz anders aus als das, was sonst so bei Juwelieren im Schaufenster liegt. Wobei Hausmann sein Handwerk selbstverständlich von der Pike auf gelernt hat. Goldschmied war schon in jungen Jahren sein Traumberuf. „Ich habe ganz schön lange gesucht – und dann gab es einen echten Zufall“, erinnert sich der Kunsthandwerker. „Meine Mutter hat sich am Telefon verwählt und da war ein Goldschmied am anderen Ende der Leitung, der gerade einen Azubi suchte“. Solche Fügungen des Schicksals braucht es, um zum Erfolg zu kommen. Hausmann absolvierte seine Lehre, war anschließend einige Jahre lang bei einem konventionellen Juwelier angestellt. „Aber da konnte ich meine kreativen Wünsche nicht ausleben“, sagt er. Es folgte ein Studium an der Zeichenakademie Hanau. Dort konnte er seine Kreativität buchstäblich befreien, legte Meister- und Gestalterprüfung ab und entwickelte den eigenen Stil, der seinem Labelnamen „Rohstoff“ alle Ehre macht. Zwischen 45 und 700 Euro muss man für die Schmuckstücke anlegen. Dafür bekommt man Ohr-, Hals- und Fingerschmuck, Gürtel und Armbänder, die zum zweiten Hinsehen einladen. Die Totenköpfe beispielsweise wirken nur auf den ersten Blick mar-

Teilweise zielgruppengerecht. „Rohstoff“-Macher Ciaron Hausmann hat zwar jede Menge Tattoos, fährt aber kein Motorrad

tialisch. Auf den zweiten sieht man manchen Schädel auch durchaus als freundliches Gesicht. Wie in Mexiko, wo eine ganz andere Totenkultur gepflegt wird. Inspiriert von Tim Burton Oder bei Tim Burton, dessen schräge Filme eine Ästhetik nutzen, die Ciaron Hausmann gefällt. Und wie „entschärft“ man eine Pistole besser als sie in Serie zum kleinen Armband zu schmieden? Hausmann entwirft spitze Geweihe als Halskette oder Brosche und „Dog tags“ mit stolzen Dreimastern und sinnigen Sprü-

chen. Er nimmt die Form der „SingleSterne“ als Vorbild für Schmuckstücke: Das sind die Plastikteile, die man früher in eine Vinyl-Single einklicken musste, damit sie auf den Plattenspieler passte. Hände halten Perlen, Herzen gehen in Flammen auf. Es gibt viel zu gucken in der Werkstatt, und Ciaron Hausmann hat sich seinen Namen in der Szene gemacht. Bei den Tattoo-Leuten kann er ja auch persönlich mithalten. Und bei den Bikern? „Fehlanzeige“, grinst der Designer. „Ich fahr bloß Fahrrad.“ Anja Baumgart-Pietsch Fotos Kai Pelka

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Wohnen

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So wohnt Wiesbaden

Gewagtes Farbenspiel

Ort der Geselligkeit

Marcus Müller, Schiersteiner Straße

Kaum öffnet sich die Wohnungstür, befindet man sich schon im reinsten Farbrausch. Schnell wird klar: Der Bewohner treibt es gerne bunt. Aus dem dunkelgrünen Flur, der nur von einer kleinen, transparenten Leuchte von Laviani erhellt wird, fällt der Blick durch die offenen Türen des Altbaus sofort auf die bunten Wände der anderen Räume. Nicht die Tatsache, dass die Wände farbig gestrichen sind, erstaunt, sondern die Farben, die Marcus Müller, Immobilienmakler und Vertriebsmanager von P1-Immobilien, ausgewählt hat: Von Bordeauxrot über kräftiges Lila bis hin zu Dunkelblau und Ockergelb ist jedes Zimmer, mit Ausnahme der Stuckdecken, in einer anderen Farbe gestrichen. „Ich habe reine Abtönfarbe ausgesucht, weil diese Farben eine unglaubliche Tiefe und Wärme bringen und auch in der Zimmerflucht super zur Geltung kommen. Außerdem passen kräftige Farben perfekt zum Altbau“, erklärt der Hausherr sein gewagtes Spiel. Der gelernte Hotelfachmann und Koch hat der Wiesbadener und Frankfurter Gastronomie nach über zwanzig Jahren Tätigkeit vor einiger Zeit den Rücken gekehrt. Nicht zuletzt wegen der langjährigen Gastronomietätigkeit, in der sein Leben überwiegend öffentlich stattfand, schätzt er sein gemütliches Zuhause sehr. Statt viel auszugehen, lädt Müller heute lieber Gäste zu sich ein, die er dann fürstlich bewirtet. Beim Rundgang durch die 110 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung, die Müller vor fünf Jahren bezogen hat, gibt es auch jenseits der Farben viel zu bestaunen. Angefangen von den zwei Hirschgeweihen an der ockergelben Küchenwand, die noch aus Müllers Zeit als Geschäftsführer des „Cantina“ in der Sonnenberger Straße stammen. Jetzt schauen sie von ihrem Platz aus, Mahnmalen gleich, dem Schicksal mancher Artgenossen auf dem Herd zu. Vieles gibt es im bordeauxroten Esszimmer zu entdecken, wo Müller Möbel und Dekorationselemente unterschiedlicher Stile und Epochen zu einem harmonischen Ensemble zusammengefügt hat. Hier findet ganz selbstverständlich ein Memphis-Stuhl neben einem hessischen Wellenschrank Platz, und kitschige Putten finden eine Heimat auf kleinen antiken Kommoden. Es reihen sich Tulpenstühle des amerikanischen Namensvetters Miller rund um den Esstisch an rote Stühle von Phillippe Starck. Über dem Esstisch hängt ein Historismus-Leuchter, auf dem Tisch sorgen flackernde Kunstkerzen, um eine Skulptur aus Äs-

Nach einem Gastronomen-Leben in der Öffentlichkeit liebt Marcus Müller nun das Zuhause-Sein

ten angeordnet, für Stimmung. Gleich neben dem Esstisch, vor dem Fenster, hat der Immobilienmakler ein Erbstück platziert: den orientalischen Tisch hatten seine Eltern einst von einer Reise aus Marokko mitgebracht. Schonungsloser Umgang mit dem Mobiliar Vom Esszimmer aus gelangt man in das schlicht eingerichtete lila Wohnzimmer. Auch hier hat Müller wieder unterschiedliche Stile zusammengewürfelt. Zentrale Hingucker in diesem Raum sind das große Ölgemälde, das wie die meisten Kunstwerke in der Wohnung vom Wiesbadener Künstler Alex Blau stammt, und das einladende Riesensofa – beides vis-à-vis den Flügeltüren platziert. „Das ist mein Lieblingsplatz, weil mir die Perspektive vom Sofa aus gut gefällt und weil sie den Blick auf meinen zweiten Lieblingsplatz, den Esstisch, ermög-

licht“, so Müller. Ihm ist es außerdem wichtig, dass in seiner Wohnung „gelebt“ wird. Davon, etwa die ausgefallenen und hochwertigen Möbel zu schonen, hält er nichts. So kommt es schon vor, dass seine beiden Neffen kurzerhand die Corbusierliege im Wohnzimmer zur Wippe umfunktionieren oder in ihren portablen, an den Esstisch geschraubten Kindersitzen hüpfen. „Ich bin kein Sklave meiner Möbel oder Einrichtung, bei mir darf gelebt werden“, beschreibt der Gastgeber schmunzelnd seine Einstellung. Als Immobilienmakler unterstützt er Wiesbadener nun erfolgreich dabei, ebenso schöne Domizile zu finden wie das seine. Manchmal berät er sogar seine Kunden bei der Einrichtung. Soviel steht fest: Marcus Müller ist so vielseitig wie seine Wohnung. Selma Unglaube Fotos Andrea Diefenbach

Die Hirschgeweihe hat Müller aus dem „Cantina“ in seine Wohnung gerettet

Ort der Ruhe

Wohnen

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STIER 21. April - 20. Mai

JUNGFRAU 24. August - 23. September

Sie arbeiten systematisch, sorgfältig und konzentriert und können jetzt vieles erreichen. Während dieser Zeit unterhalten Sie gute Beziehungen zu Vorgesetzten und Untergebenen. In jedem Fall dürften Ihre Arbeitsprojekte derzeit besonders erfolgreich sein.

Mit Venus im Skorpion stehen Emotionen sehr stark im Vordergrund und Gefühle kommen mit großer Intensität zum Ausdruck. Lassen Sie sich nicht zu unüberlegten Handlungen verleiten und treffen Sie, soweit möglich, keine weitreichenden Entscheidungen.

Im Jungfrauenmonat September stehen die Sterne günstig für jede Art von Neubeginn. Mit der Sonne in Ihrem Zeichen haben Sie genügend Power, Ihre sonst so ausgeprägte Zurückhaltung einfach einmal über Bord zu werfen und mutig etwas Neues zu wagen.

ZWILLING 21. Mai - 21. Juni

WAAGE 24. September - 23. Oktober

Sie erleben jetzt eine Periode innerer und äußerer Gelassenheit. Wenn Sie in den vergangenen Wochen mit Unstimmigkeiten konfrontiert wurden, haben Sie jetzt die Gelegenheit, diese wieder durch klärende Gespräche aufzulösen.

Mit Merkur in der Waage sollten Sie sich mit der Planung, weniger mit der konkreten Durchführung von Projekten beschäftigen. Auch Verhandlungen stehen unter einem günstigen Stern, da Sie sich jetzt besonders durch diplomatisches Geschick auszeichnen.

WASSERMANN 21. Januar - 19. Februar Sie sind bereit zur Zusammenarbeit mit anderen und bringen den Willen mit, entstehende Schwierigkeiten gemeinschaftlich zu meistern. Die Zeitqualität eignet sich daher gut für Vertragsverhandlungen und Geschäftsabschlüsse.

FISCHE 20. Februar - 20. März Die Zeitqualität zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass Sie Ihre persönlichen Beziehungen ganz besonders begünstigt. Lassen Sie sich jetzt auf die Liebe ein - wohin der Weg führt, entwickelt sich beim Gehen. Lieben Sie mit Leidenschaft und Hingabe. WIDDER 21. März - 20. April Mars hat im Feuerzeichen Löwe sehr viel Kraft und es ist wichtig diese Energie nach außen zu bringen. Seien Sie aktiv und beschäftigen Sie sich mit etwas, was Ihnen Spaß macht. Besonders gut eignet sich diese Zeitqualität für sportliche und kreative Aktivitäten.

KREBS 22. Juni - 22. Juli Jupiter in Ihrem Zeichen schenkt Zuversicht, positive Ausstrahlung, Lebensfreude und gesundes Selbstvertrauen. Da auch die Sonne im günstigen Aspekt steht, könnte Ihnen jetzt so manches gelingen, wozu Ihnen sonst die Entschlusskraft fehlt.

LÖWE 23. Juli - 23. August Mit Mars im Löwen verfügen Sie über schier unerschöpfliche Energiereserven. Wenn Sie ein Projekt geplant hatten, ist jetzt ein guter Zeitpunkt für die Durchführung Ihrer Pläne. Versuchen Sie andere mit Ihrem Tatendrang nicht zu übergehen, sonst könnten Sie leicht auf Widerstände stoßen.

SKORPION 24. Oktober - 22. November

Essen & Trinken

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Restaurant des Monats

Der Weinländer Rüdesheimer Straße 21

Katharina Dubno

STEINBOCK 22. Dezember - 20. Januar

Dieses Horoskop wird von der Mainzer Astrologin Dorothea Rector erstellt. Wenn Sie Interesse an einer ausführlichen, persönlichen Beratung haben, freue ich mich über Ihren Anruf oder Ihre Email: dorothea.rector@googlemail.com www.astrologie-mainz.de www.astrologie-wiesbaden.de

In der zweiten Monatshälfte können Sie vom harmonischen Zusammenspiel von Saturn und Pluto profitieren. Diese Energie hilft Ihnen, sehr konzentriert und fokussiert zu arbeiten. Besonders auf Arbeitsebene dürfte Ihnen jetzt vieles hervorragend gelingen.

Hier ist Raum für gesellige Gäste, aber auch für Kunst und Kultur

SCHÜTZE 23. November - 21. Dezember Nichts raubt Ihnen mehr Energie als tagein, tagaus dieselben Beschäftigungen. Sie wünschen sich emotionale Anregungen und Erlebnisse, die von der Alltagsroutine abweichen. Unternehmen Sie daher immer mal wieder kurze Trips und kleine Fluchten, um Ihren Akku wieder aufzuladen.

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Horoskop September

DER BRUNO DES MONATS

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In der Hektik des Alltags hat man manchmal das Verlangen, endlich einmal nur das zu machen, wozu man wirklich Lust hat. Frank Pauli hat genau das getan. Als er erfuhr, dass „Der Weinländer“ im Rheingauviertel einen neuen Besitzer sucht, zögerte er nicht lange, hängte den sicheren Vertriebsjob an den Nagel und wagte das Abenteuer. Knapp zwei Monate hat Pauli nun hinter sich und bereute seine Entscheidung bisher keine Sekunde. „Wein war schon immer mein Ding“, erzählt er fröhlich, und man merkt, dass hier jemand tatsächlich seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. An dieser Leidenschaft lässt der sympathische Mainzer seine Gäste gerne teilhaben: Aus über 20 offenen Weinen können sie wählen, regional und international, bezogen vom PartnerWeinhaus Zahn aus Hünstetten. Neulinge und Kenner gehen auf Weinreise Eine besonders gute Idee auch für Einsteiger ist die Möglichkeit zur Weinreise: für knapp 10 Euro werden hier für probierfreudige Neulinge oder erfahrene Kenner hintereinan-

der drei Weine ausgewählt, dazu gibt es Spundekäs. Der ist, wie alle Gerichte, frisch und selbst gemacht. Um dies zu gewährleisten, hält Pauli die Speisekarte bewusst klein und bietet neben einer saisonalen Tageskarte eine Handvoll Gerichte, die perfekt zum Weingenuss passen. So kommt zum Beispiel die Käseauswahl von der nahen Bergkäsestation, und auch sonst legt er Wert auf hochwertige Produkte. Flammkuchen und Spundekäs kennt man zwar als Klassiker, probiert man aber „Frau Könischs“ Ziegenkäse mit raffinierter ErdnussHonig-Minz-Marinade, merkt man schnell, dass hier gerade das Einfache überzeugt. Neu ist das sonntägliche À-la-carte-Frühstücksangebot. All seine Ideen hat Pauli auch in den Räumen umgesetzt: Momentan lässt sich das Wetter noch im wunderschönen Bambusgarten ausnutzen, doch auch innen genießen die Gäste Speis und Trank in lockerer, aber stilvoller Atmosphäre. Dunkle Holztische in unterschiedlichen Designs, gedimmtes Licht und ein moderner Holzboden unterstreichen den gemütlichen Charakter.

Frank Pauli (rechts) hat seinen sicheren Vertriebsjob an den Nagel gehängt, um seinen Gastronomentraum zu verwirklichen

Kunst und Kultur gehören dazu Die Wände zieren momentan Fotografien der Wiesbadener Künstler Astrid Köhler und Volker Haacke von „Wiesbadener Zebrastreifen“ und „Linien“. Dies ist kein Zufall, denn Kunst und Musik gehören für Pauli mit zum Konzept und sind Teil des „neuen“ Weinländers. So gibt es in den kommenden Monaten unter anderem den mit Live-Jazz untermalten Weinsalon, ein Singer-Songwriter-Konzert und einen karibischen Abend. Veranstaltungen, bei denen man Wein vielleicht einmal aus ganz neuen Perspektiven erleben kann!

Rezept „Frau Könischs Ziegenkäse“ Für die Marinade Erdnüsse und frische Minzblätter klein hacken und vermischen. Zu gleichen Teilen Zitronensaft und Honig hinzugeben, dann alles gut verrühren, so dass eine sämige Masse entsteht. Von einer Ziegenkäserolle drei gleich dicke Scheiben abschneiden und auf einem Teller anrichten. Mit der Marinade bedecken und mit einem Minzblatt dekorieren. Frisches Baguette und ein kühler Weißwein dazu – fertig!

Der Weinländer Rüdesheimer Str. 21 65197 Wiesbaden Telefon 06 11– 9 74 26 01 Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 17 – 24 Uhr und Sonntag von 10 – 13 Uhr (Frühstück)

Jan Gorbauch (www.dreifachfleisch.de) Fotos Frank Meißner

Frau Könisch macht den Ziegenkäse so – und sensor-Leser auch, wenn sie wollen


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Reaktionen „Bitte weiter machen mit den guten Berichten in Sensor – es gibt so viel Schönes und Interessantes in Wiesbaden!“ (Nicole Piontek) „Ein dickes Lob an Euch. Ich freue mich auf jede neue Ausgabe und bin ganz ‚unruhig‘, wenn sie dort nicht ausliegt, wo ich gerade unterwegs bin. Weiter so.“ (Kerstin Kiel) „Vielen Dank für den erfrischenden Beitrag über Wiesbadens Stadt-endwicklungen. Schönen Gruß und gerne mehr davon.“ (Peter Wirth) „Auf dem Phonopop fiel mir euer kostenloses Blatt in die Hände und – ganz ehrlich – viel erwartet habe ich mir nicht. Lediglich Abwechslung auf einer Bahnfahrt zurück nach Gießen. Aber was sich hier im Artikel ‚Rätselhafte Stadtentwicklung‘ an Stadterfahrung, Sprachgewalt, schlichtweg der perfekten Symbiose aus Kritik und Witz bis spätestens Denksportaufgabe 3 manifestiert, ist ein Schmaus! Die Probleme der mir fremden Landeshauptstadt werden hier so pointiert aufgegriffen, dass ich am liebsten selbst Teil der Szene wäre – wenn auch nur, um anteilig mitlästern zu können. Also, liebes sensor-Magazin, der Löffel, den ihr da habt, entpuppt sich als scharfes Messer, das gezielt schon vorhandene Wunden weiten kann. Verdammt noch mal, da kann man nur Kraftausdrücke benutzen, so cool ist das. Beste Grüße aus der Ferne und weiterhin viel Erfolg.“ (Kevin Grünstein) Und was sagen Sie zu sensor? Lob, Kritik, Anregungen herzlich willkommen: hallo@sensor-wiesbaden.de

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Ich sehe was, was du nicht siehst ... Welchen Ort suchen wir? Zu Ende des Sommers  führt unsere Suche noch mal nach draußen. In Wiesbaden gibt es schließlich mehr als genug Angebote unter freiem Himmel, und unser gesuchter Ort darf da nicht fehlen. Ein zwei- bis vierköpfiges Team arbeitet hier seit 2012 fast täglich daran, das kulturelle Leben der hessischen Landesmetropole um ein frisches, junges Element zu bereichern. Eine tolle Idee, die lei-

der eine traurige Vorgeschichte hat. Denn es war eine brutale Straftat, die dafür sorgte, dass sich im November 2010 ein Gremium bildete, welches unter der Losung „Soviel Kultur wie möglich, soviel Sicherheit wie nötig“ das Projekt startete. Von Gewalt keine Spur mehr, erblüht unser gesuchter Ort zwischen Baustelle und Veranstaltungszentrum und bietet für jede Vorliebe der Besucher ein

passendes Angebot. Von Sport über laue Abende am Lagerfeuer bis hin zu eksta­tischen Tanzbeinschwing-Veranstaltungen – so lange das Wetter mitspielt, ist Wiesbaden um eine ganz besondere Freiluft-Attraktion reicher. André Werner Die Lösung des letzten Rätsels war: Mauritius-Galerie. Gewonnen hat Beate Oehlmann

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sensor Wiesbaden #16 September 2013