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62. Jahrgang • Nr. 6/2010 • Deutscher Alpenverein e. V. • Postvertriebstück B 4816 Entgelt bezahlt 

Magazin des Deutschen Alpenvereins

www.alpenverein.de

Dezember 2010

Urner Alpen Skirunde zwischen Susten- und Furkapass

Seealpen

Trekkingparadies im Süden

Rappenseehütte Größter Stützpunkt des DAV

Winter aktiv

Alpenvereinsprojekte im Schnee

L Reportage Auf den Spuren von Paul Preuß L Fitness & Gesundheit Beschwerden an Knie und Fuß L Sicherheitsforschung Update LVS-Suche L Knotenpunkt Die JDAV L Tipps & Technik Clever klettern


DAV Panorama 6/2010 Editorial

DER NEUE ENERGy aCCUmUlaTOR EVO ®

Die nächste Stufe der EVOlution. mehr leistung bei jedem klima.

Sommer ade, Winter juchhe! Nach einem verregneten Sommer und erfreulich schönen Herbst steht der Winter vor der Tür. Höchste Zeit, die Skiausrüstung aus dem Keller zu holen und auf Vordermann zu bringen: Kanten schleifen, Ski wachsen, LVS-Gerät checken ... Dann fehlt nur noch genügend Schnee und es kann losgehen mit dem Skitourengehen … Auf mindestens 250.000 bis 300.000 schätzt man die Zahl der deutschen Tourengeher, davon etwa 80 Prozent DAV-Mitglieder. Zigtausende werden die nächsten Monate vor allem die klassischen Touren im näheren Alpenraum ansteuern und oft auch Skipisten für ihren Sport nutzen – der Druck auf das winterliche Gebirge wächst. Hier ist der DAV im Schnee (S. 98) gefragt mit seinen Projekten und Initiativen, die Verträglichkeit und Sicherheit beim Wintersporteln fördern wollen. Deutlich weniger los, weil nur fortgeschrittenen Skibergsteigern zu empfehlen, ist auf der eindrucksvollen Skirunde durch die Urner Alpen (S. 34). Egal, wo man im Winter unterwegs ist: Kompetenz in Sachen Lawineneinschätzung und im Umgang mit der Sicherheitsausrüstung braucht es auf jeden Fall – die Sicherheitsforschung informiert über Aktuelles zu LVS-Geräten und -Suche (S. 62). Wer den Winter eher als Schnee-Muffel aussitzen und dazu nutzen will, Kräfte für die nächste Wandersaison zu sammeln, der mag sich über den SeealpenTrek (S. 44) freuen, der durch eine bei uns wenig bekannte, aber sehr lohnende Alpenregion zieht, oder sich klettertechnisch schlaumachen: mit Tipps & Tricks zum Clever klettern (S. 58) oder Auf den Spuren von Paul Preuß (S. 94) – der jüdische Top-Bergsteiger hat schon vor hundert Jahren Routen free solo begangen, in denen heute selbst gestandenen Bergführern trotz moderner Sicherungstechnik zwischendurch die Gänsehaut aufsteigt. Weniger adrenalinausstoß-verdächtig, aber nicht minder informativ beschließen wir mit Teil 4 Knie und Fuß unsere Mini-Reihe Fitness & Gesundheit zu den Problemzonen bei Bergsportlern. Die Jugend betrachtet sich dieses Mal selbst und versucht zu klären, wer und was die JDAV – der unbekannte Verband im Verband (S. 65) eigentlich ist. Viele Beiträge aus der bunten Welt der Berge haben wir zusammengestellt. Ein weiterer befasst sich mit der Mitarbeit des DAV bei der Olympiabewerbung München 2018 (S. 6), die während der letzten Monate auch kontrovers diskutiert wurde. Ziel des Alpenvereins ist es, sich konstruktiv einzubringen, damit die Spiele, sollten sie denn nach Bayern kommen, so grün wie möglich werden und damit die nachhaltige Entwicklung des bayerischen Alpenraums in Schwung kommt. DAV-intern stand Ende Oktober die diesjährige Hauptversammlung an, in Osnabrück, perfekt organisiert von der örtlichen Sektion Osnabrück. Im nächsten Panorama werden Sie Informationen dazu finden. Freuen Sie sich am Winter, bleiben Sie aktiv und interessiert, das wünscht sich Ihr

Georg Hohenester Verantwortlicher Redakteur

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98 DAV im Schnee

S K UC

C S G R E B

99

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Zeitgemäße Hüttenkonzepte

Paul Preuß

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Urner Alpen

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34

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99

69

www.sport-fundgrube.com Artikel nicht in allen Sport Fundgruben erhältlich!

Namen & Nachrichten 6 Grüne Winterspiele 8 Ticker * DAV-Jahrbuch und -Kalender 2011 10 Pfiffiges Klimaprojekt * Therapeutisches Klettern und Bergsteigen 11 75 Jahre Westliche-Zinne-Nordwand 12 Ticker * Satmap mit Update * FahrradDiebstahl auf Transalp 14 Weihnachtsrätsel 16 Menschen

25 26 28 29 30 32

Bergsport heute Angst essen Ziele auf Kletter-Großereignisse 2010 Porträt: Juliane Wurm Jugendkader Skibergsteigen: Topfit in den Winter Trad-Climbing-Treffen im Valle dell´Orco DAV-Expedkader im Porträt: Dario Haselwarter Schnupperkurs Wasserfall-Eisklettern John-Harlin-Route frei geklettert spitz&breit DAV-Summit-Club-Seiten

Titelbild: Stefan Herbke. Urner Alpen – Anstieg von der Winterlücke auf den Lochberg

Unterwegs 34 Vorwiegend sonnig Eine spannende Skitourenrunde in den Urner Alpen: Einsame Täler, unberührte Hänge, weite Gletscher und Gipfel, die erst im späten Frühjahr Hochsaison haben. 44 Wo nachts die Wölfe heulen Die wilden Seealpen zwischen Piemont und Côte d‘Azur laden mit ihren hohen Bergen und Restgletschern zum Trekking ein. Auf Schmugglerrouten, Militärwegen und königlichen Jagdsteigen gibt es einiges zu entdecken. 65 66 67 68 69 70

Knotenpunkt Die JDAV Neue Leute für die JDAV JDAV-Fotowettbewerb: Unser Berggefühl Die „Gleimber“ So mok wi dat! Interview: „Vor allem, weil es Spaß macht.“ 71 Gämschenklein 72 Theorie und Praxis: Die Jugend von heute am Berg


DAV Panorama 6/2010 Inhalt

44 Seealpen

Pitztaler Bergweihnacht Geniessen Sie die schönste 4-SterneBergweihnacht im ****Hotel-Sportalm.

www.sportalm.net

65

58

Die JDAV

Service 54 Fitness & Gesundheit Problemzone Knie, Sprunggelenk und Fuß: Bergab – ob zu Fuß oder per Ski – geht auf die Knie, Gelenke und Bänder. Der Orthopäde Christoph Keinath informiert über häufige Beschwerden und gibt Tipps zu Behandlung und Prophylaxe. 58 Tipps & Technik Clever klettern: Was gehört an den Wandfuß? Wo stehe ich am besten beim Sichern? Empfehlungen, damit beim Klettern alles optimal flutscht. 62 Sicherheitsforschung Aktuelles zu LVSGeräten und -Suche: Die Sicherheitsforschung stellt Neuheiten vor und gibt Tipps zu den Eigenheiten der verschiedenen LVS-Geräte. 74 Hüttenporträt Die Rappenseehütte, Deutschlands südlichstes Haus, feierte dieses Jahr ihren 125. Geburtstag. Die große aber dennoch gemütliche Hütte ist für alle Bergbegeisterten ein beliebter Treff. 78 Hütten, Wege, Kletteranlagen: 78 Wohin geht die Reise? 80 Hüttenwirt 81 Kraxe statt Heli

Clever klettern

82 86

Natur & Umwelt 82 DAV-Naturschutztagung 83 Aktion Schutzwald 84 Sektionen für Gewässerschutz * dav-naturgucker.de Kultur & Medien 86 Dokumente einer verschwundenen Welt: Erika Hubatschek 88 Erbe einer Legende: Reinhard Karl 89 Alpines Museum * Buchvorstellung im Alpinen Museum: Martin Prinz 90 Neue Bücher, Führer und Kalender, Büchertisch

94 98

Reportagen Auf dem Weg des Tänzers Klettern auf den Spuren von Paul Preuß DAV im Schnee Das Skitourengehen boomt, im Gelände und auf der Piste. Rücksicht ist angesagt, um Konflikte zu vermeiden.

Rubriken 3 Editorial: Sommer ade, Winter juchhe! 73 Leserpost 104 Reisenews 107 Produktnews 112 Kleinanzeigen/outdoorworld 121 Händleradressen 122 Impressum und Vorschau

chen 4 Tage bu hlen! za e b e g 3 Ta

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DAV Panorama 6/2010

Olympiabewerbung 2018 und der DAV

Grüne Winterspiele Der DAV hat sich maßgeblich in das Umweltund Nachhaltigkeitskonzept der Bewerbung Münchens für die Winterspiele 2018 eingebracht und ist überzeugt, dass langfristig die Natur davon sogar profitieren kann. Von Thomas Urban und Manfred Scheuermann

D

ie Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 in München, Garmisch-Partenkirchen und Schönau am Königssee sollen grüner werden als die „green games“, die bisher grünsten aller Winterspiele in Vancouver 2010. Mit höchsten Umweltstandards und hochgesteckten Umwelt- und Nachhaltigkeitszielen wollen die Olympiaplaner ihrer Verantwortung gegenüber Natur und Landschaft gerecht werden. Kritiker der MünchenBewerbung, von denen es in diesen Zeiten bekanntermaßen nicht wenige gibt, werfen dagegen der Bewerbungsgesellschaft vor, sich durch „Greenwashing“ ein grünes Mäntelchen umhängen zu wollen. Was zum Schutz der Natur tatsächlich vorgesehen ist, enthält das „Konzept für umweltverträgliche und nachhaltige Olympische und Paralympische Winterspiele München 2018“, das die Deutsche Sporthochschule Köln 6

und das Ökoinstitut e.V. ausgearbeitet haben. Dieses Konzept muss verbindlich umgesetzt werden, wenn München den Zuschlag erhält, denn es ist Bestandteil der Bewerbungsunterlagen, des so genannten „Bid Books“, das die Planer dem IOC im Januar 2011 überreichen werden. Welche Substanz hat dieses Konzept nun wirklich und in welcher Form konnte der Deutsche Alpenverein daran mitwirken?

Mehrwert über die Spiele hinaus Das Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzept besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Teil 1 behandelt das so genannte „UmweltScreening“, eine Art Umweltverträglichkeitsprüfung der Sportstätten einschließlich einer Klima-Analyse zur Verwirklichung CO2neutraler Spiele. Dieser Teil ist Pflicht und wird zugleich als Selbstverständnis einer Bewerbung Deutschlands um die Olympischen

Spiele angesehen. Teil 2 umfasst mit 18 so genannten „Umwelt- und Nachhaltigkeits-Leitprojekten“ das eigentliche Kernstück des Konzeptes, Münchens besonderes Merkmal im internationalen Wettbewerb. Übergeordnetes Ziel ist es, für die Olympiaregion eine positive ökologische Bilanz weit über 2018 hinaus zu ermöglichen. Die 18 Projekte, deren Realisierung zwischen 90 und 140 Millionen Euro kosten wird, sind vier zentralen Leitthemen zugeordnet: Schutz des Klimas, Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, nachhaltige Sport- und Regionalentwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Leitprojekt „BergTour 2018“ des DAV Der Deutsche Alpenverein konnte auf beide Teile des Umwelt- und Nachhaltigkeitskonzeptes erheblich Einfluss nehmen: Zu einer ersten Fassung des Konzeptes hat der DAV in der

Fachkommission Umwelt der Bewerbungsgesellchaft eine 20-seitige Stellungnahme eingebracht. Forderungen und Kritik zu den Leitgedanken des Konzeptes selbst, zu den Standorten der Sportstätten, deren baulicher Ausgestaltung, zu wichtigen Fragen der Verkehrsplanung und zu den Inhalten der Leitprojekte haben die Planer aufgegriffen und berücksichtigt. So konnten der DAV und Öffentliche Verkehrsmittel zur Verbindung der Sportstätten werden höher gewichtet. andere Mitglieder der Fachkommission beispielsweise erreichen, dass Nachhaltigkeit in den Vordergrund des Umweltkonzeptes gerückt wurde, dass öffentliche Verkehrsmittel zur Verbindung der Sportstätten höher gewichtet werden als vorgesehen und dass für die Austragung der


Foto: Manfred Scheuermann

DAV Panorama 6/2010 Namen & Nachrichten

Der größte Teil der Sportstätten, wie die 2007 erbaute neue Olympiaschanze, sind bereits vorhanden.

Biathlon- und Langlaufwettbewerbe keine Schutzgebiete oder Biotopflächen zerstört werden. Wichtigster Beitrag des DAV sind jedoch zwei der 18 Leitprojekte, die einen echten ökologischen Mehrwert bringen werden: Das Projekt „BergTour 2018 – nachhaltige Bergsportund Tourismusentwicklung in der Olympiaregion“ hat der DAV konzipiert. Es zielt darauf, ein Gesamtkonzept für naturverträglichen Bergsport zu entwickeln und umzusetzen und zugleich eine auf Nachhaltigkeit gerichtete, konkurrenzfähige Tourismusentwicklung im bayerischen Alpenraum zu forcieren. Das zweite wichtige Naturschutzprojekt „Natur, Kulturerbe und Bildung – gemeinsames Handeln in der Olympiaregion“ hat ebenfalls der DAV auf den Weg gebracht.

Ein kreativer Personenkreis aus Vertretern von DAV, Landesbund für Vogelschutz, Bayerischem Umweltministerium, Landesamt für Umwelt und der Marktgemeinde GarmischPartenkirchen definierte die wesentlichen Ziele und Inhalte dieses Projektes. Unterstützung erhielt das ambitionierte Engagement des DAV in der Fachkommission durch seine Vertretung im Aufsichtsrat der Bewerbungsgesellschaft durch den DAV-Hauptgeschäftsführer Thomas Urban.

Konstruktiv Einfluss nehmen Bislang ist es dem DAV durchaus gelungen, mit konstruktiven Vorschlägen am Umweltkonzept der Bewerbung weitreichend mitzuwirken. Dies wäre nicht möglich gewesen, hätte sich der DAV wie andere Naturschutzverbände bereits in einer frühen Phase zurückgezogen. Insofern ist es auch nicht nachzuvollziehen, dass

der Deutsche Naturschutzring im Spätsommer erklärt hat, dass er die Bewerbung ablehnt, und die weitere Mitarbeit aufgekündigt hat. Der DAV hätte erwartet, dass der DNR als Dachverband der Deutschen Naturschutzverbände in dieser Frage eine zumindest neutrale Rolle einnimmt. Tatsache ist, dass gerade in der Fachkommission Umwelt nach sicherlich anfänglich vorhandenen Schwierigkeiten die Arbeit am Ende erfolgreich verlaufen ist. So ist beispielsweise die Finanzierung der 18 Leitprojekte des Umweltkonzeptes mittlerweile zu großen Teilen sichergestellt, ein Umstand, der Anfang des Sommers noch nicht für möglich gehalten worden wäre. Vor diesem Hintergrund sieht der DAV derzeit keinen Die Finanzierung der 18 Leitprojekte des Umweltkonzeptes ist zum großen Teil sichergestellt. Anlass, seine Mitarbeit bei der Bewerbung um Olympische Winterspiele 2018 zu beenden, sondern er setzt weiterhin vielmehr darauf, durch seine Mitarbeit so viel Natur- und Umweltschutz wie möglich in diesem Zusammenhang umzusetzen. Am Ende bleibt angesichts des Klimawandels zu hoffen, dass die grünsten aller Winterspiele, sofern München und seine Alpenregionen dafür auserkoren werden, nicht auf leuchtend weißen Bändern in einer sonst frühlingshaft grünen Gebirgslandschaft stattfinden werden. o

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DAV Panorama 6/2010

Ticker

DAV-Kalender und -Jahrbuch zum Lesen und Schenken

Stadt – Land – Berge

365 Tage Leidenschaft Berg

Beim touristischen Stadt-Umland-Preis „TouPLUS Bayern“ des Bayerischen Wirtschaftsministeriums wurde die Kooperation „Mit der Bahn in die Berge“ von DAV und DB Regio Bayern mit dem silbernen Preis ausgezeichnet – als „Anreiz, dass … weitere Erfolg versprechende Aktionen folgen werden“.

Lesen im Internet Neues auf www.alpenverein.de: unter „Publikationen -> Panorama –> Aktuelles Heft“ finden Sie neuerdings neben

Rechtzeitig vor Weihnachten erscheinen jedes Jahr die Publikations-Highlights des DAV: das Jahrbuch und die Kalender. Bunt und vielseitig kommt es daher, das Alpenvereinsjahrbuch BERG 2011. Auf 320 Seiten können Bergfreunde eintauchen in spannende alpine Themen. Erlebnisse und Porträts von diversen Größen des Bergsports wie Dörte Pietron, Robert Jas-

biläum: Seit hundert Jahren gibt es das Alpine Museum des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins und seine Nachfolgemuseen in München und Innsbruck. Bekannte Fachleute präsentieren einen imposanten Quer- und Längsschnitt durch die alpine Museumsgeschichte. Auch sensible und kontrovers diskutierte Themen sind mit dabei: Doping am Berg, Klettern mit Multipler Sklerose, Sanierung alpiner

„Die Welt der Berge 2011“. Die bestens aufeinander abgestimmten Motive, Texte und Zitate – gedruckt auf hochwertigem Kunstdruckpapier und teurem Pergament – strahlen Ruhe aus und laden zum Sinnieren ein. Die Bilder stammen von Fotografen wie Thomas Ulrich, Jürgen Winkler und Jörg Bodenbender. Format 55 x 38 cm, Mitgliederpreis € 22,80, Nichtmitgliederpreis € 27,80. Aktion bietet der Alpenvereinskalender „HIGH! 2011“. Spannende Bilder der

den PDFs aller Beiträge das gesamte Heft als interaktiven Blätterkatalog. Übrigens: Auf „Panorama online“ finden Sie weitere interessante Beiträge, die im Heft keinen Platz hatten.

Sind Sie ... n umgezogen? n Mitglied einer anderen Sektion geworden?

Haben Sie ...

„High!“: hautnah dran am großen Erleben. „Welt der Berge“: zum Träumen und Denken. Das Jahrbuch bietet beides – und noch viel mehr Inspiration zur Kultur des Alpinismus.

n Probleme bei der Zustellung von DAV Panorama? n eine neue Bank/Kontonummer? Wenn ja, teilen Sie dies bitte umgehend Ihrer Sektion (siehe Mitgliedsausweis) mit, die sich um alles Weitere kümmert.

Bei Anruf Hilfe Bei Bergnot erhalten DAV-Mitglieder Hilfe durch die Mondial Assistance unter der zentralen Rufnummer Tel.: 0049/(0)89/62 42 43 93 Die Leistungen des Alpinen SicherheitsService (ASS) finden Sie ausführlich unter www.alpenverein.de -> Versicherungen

8

per, Alexander und Thomas Huber fesseln jeden Bergbegeisterten. Auch Namen der Vergangenheit finden sich im neuen Jahrbuch. Da geht es um Lino Lacedelli, den kürzlich verstorbenen Erstbesteiger des K2, und Paula Wiesinger-Steger, eine der stärksten Kletterinnen ihrer Zeit und vielseitige Alpinsportlerin aus Südtirol. Im Top-Thema dreht sich alles um ein kulturelles Ju-

Klassiker und der Baby-amBerg-Boom, um nur einige zu nennen. BERG 2011 – das unverzichtbare Standardwerk für jeden Bergfreund! 320 Seiten, rund 350 Farbund SW-Fotos, gebunden, Hardcover, inkl. Alpenvereinskarte 28 „Verwall“, 1:50.000. Mitgliederpreis € 15,80, Nichtmitglieder- und Buchhandelspreis € 22,90. Bereits ein Klassiker ist der Alpenvereinskalender

verschiedensten Spielarten im Bergsport, fotografiert von Künstlern wie Robert Bösch und Heinz Zak, zeigen intensives Erleben in großer Natur, Monat für Monat. Format 39 x 59 cm, Mitgliederpreis € 17,80, Nichtmitgliederpreis mfr € 22,80. Bestelladresse: Deutscher Alpenverein, DAV-Shop, Postfach 500 220, 80972 München; Fax: 089/140 03-911; dav-shop@alpenverein.de; www. dav-shop.de


DAV Panorama 6/2010

Pfiffiges Klimaprojekt

Radeln, steigen, Klimaschutz lernen Foto: Claas Grot

Einen ganzen Fliegenschwarm mit einer ProjektKlappe schlug der Hamburger Lehrer Claas Grot: Klimaschutz, Umweltbildung, Gemeinschaftserlebnis und eine sportliche Klassenfahrt. In fünf Wochen radelte die zwölfte Klasse quer durch Deutschland nach Füssen und durchquerte anschließend die Allgäuer Alpen.

Doch es ging nicht nur um Sport: Eine der Turnhallen der Gesamtschule Blankenese ist eine Energieschleuder. Auf 27 Ton-

nen Kohlendioxid jährlich schätzen Experten das Einsparpotenzial. Als Projekt planen die Schüler die energetische Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes. Während der Radtour besuchten sie Firmen, die beispielsweise Dämmelemente oder Solaranlagen bauen, und entwickelten an der TU Darmstadt erste Konzeptideen.

Auf der großenteils selbst geplanten Radtour mussten die Schüler jeden Übernachtungsplatz – möglichst kostenlos – selbst organisieren und ihre eigenen Menüs kochen. Abschließender Höhepunkt war das Bergerlebnis im Allgäu vom Friedberger Klettersteig über Landsberger Hütte und Prinz-Luitpold-Haus zum Nebelhorn.  cg/red

Klettern und Bergsport macht glücklicher

Foto: Markus Mair

wand in München und in einer Werkstatt für Körperbehinderte tätig; die Bergwacht München half bei der Durchführung. Aus dem „Versuchsballon“ entstand eine eigene Gruppe für bergbegeisterte Menschen mit körperlichen Einschränkungen, die auch 10

durch das Gesamtkonzept der Schule, die alle Sinne ausbilden will. Die Idee zur Wand für die Schule kam dem Berchtesgadener Bürgermeister Franz Rasp zusammen mit Hajo Friederich, einem der Pioniere des Therapeutischen Kletterns in Deutschland. „Klettern macht die Kinder richtig wach, Körper und Kopf werden mit Sauerstoff versorgt und Koordination, Konzentration und Beweglichkeit werden gefördert“, sagt Rasp. Auch der Motivation dient das therapeutische Klettern, und vor allem macht es Spaß. mfr

Berchtesgaden: Erst klettern, dann Schule Die Schüler der Grundschule Berchtesgaden-Au gehen vor dem Unterricht erst einmal eine Runde klettern. Möglich ist dies

Hamburg: Klettern nur mit Händen Dass man auch als Rollstuhlfahrer klettern kann, lehrt die Hamburger KurtJuster-Schule, eine Schule für körperliche und motorische Entwicklung. Sie bietet seit zwei Jahren Therapeutisches Klettern an.

Auch Schüler, die im Rollstuhl sitzen, schauen keineswegs nur von unten zu, sondern gelangen mit ihFoto: Petra Gützlaff

Gemeinsam „die Dinge von oben sehen“ – das geht auch im Rollstuhl. Acht körperbehinderte Menschen, darunter ein Rollstuhlfahrer, bestiegen im Frühsommer die Rotwand (1884 m) im Mangfallgebirge. Die Idee hatte Markus Mair, Jugendleiter der Sektion Kampen-

integrative Veranstaltungen mit Jugendlichen und Erwachsenen plant. Es soll ein breites Angebot geschaffen werden, das dieser Zielgruppe eine neue Freiheit bietet, die vorher so nicht erreichbar war. Die Gruppe freut sich über Gleichgesinnte. Interessierte können mit Markus Mair Kontakt aufnehmen unter markus_mair@sektionkampenwand.de mfr

Foto: Hajo Friederich

München: Rotwand im Rollstuhl

rer eigenen Technik bis ganz nach oben. An der geneigten Wand können sogar solche Schüler klettern, die ihre Beine nicht einsetzen können. Sie ziehen sich ausschließlich mit den Händen hoch. Darüber hinaus bietet die Schule eine Kletter AG mit zwei wöchentlichen Trainingsstunden an. Um auch einmal an großen Wänden zu trainieren und um andere Kletterer kennenzulernen, besuchen die zehn Schüler der AG zweimal jährlich das DAV-Kletterzentrum in Hamburg. pg


DAV Panorama 6/2010 Namen & Nachrichten

Bergjubiläum: 75 Jahre Westliche-Zinne-Nordwand

Cassins Steilwand-Handstreich

Foto: Andi Dick

Das letzte Bollwerk der Do- falls holten sie sich bald dalomiten-Ikone war es: Die rauf die zweite Begehung. Nordwand der Westlichen An der weiteren EntZinne war als Einzige im be- wicklung hatten Italiener rühmten Dreigestirn noch weniger Anteil: Franzounbestiegen, obwohl von sen, Schweizer und Deut27 Seilschaften versucht. sche legten wilde LiniUnd jetzt das: Deutsche en durch die gelben Däwollten den italienischen cher der „Westlichen“, und Hausherren den Triumph immer wieder wurden im entreißen. Hans Hinter- unzuverlässigen Zinnenfels meier und Josef Meindl Marksteine gesetzt. Kurt waren schon bis zum höch- Alberts erste freie Begesten Punkt von Emilio hung der „Schweizerführe“ Comicis Versuchen gelangt und zelteten direkt unter der Wand. „Wer hat nicht Lust, sich Hals über Kopf in einen Wettbewerb zu stürzen?“, schreibt Riccardo Cassin; mit dem „berechtigten Stolz der Italiener“ schleichen er und Vittorio Ratti, „auf der Hut wie Schmuggler“, im Nebel an den Kontrahenten vorbei; als diese aufwachen, sind die Italiener schon hoch in der Wand, und ein Aufholversuch auf benachbarter Linie Cassins Linie: vom rechten Rand der rechten Zinne links hinauf zum schwarzen Spalt. scheitert. Zwangsweise machen die Deutschen gute war einer der ersten alpinen Miene zum Spiel und be- Neuner, Alex Hubers „Belgrüßen die Sieger auf dem lavista“ und „PanAroma“ Gipfel, als diese nach drei streifen den elften Grad – harten Tagen, mit Stürzen, wohlgemerkt bei nicht geGewitter und Schneefall, rade toller Absicherung. Im aus der schwersten Dolo- Sommer 2010 wurden Humitentour aussteigen. Ob bers Super-Routen gleich sie wirklich ein Edelweiß- mehrfach wiederholt, die sträußchen und warmen Moderne ist angekommen. Tee überreichten, wie Cas- Die ehrwürdige „Cassin“ sin behauptet, kann man fordert trotzdem noch jede glauben oder nicht. Jeden- Menge Respekt. red


DAV Panorama 6/2010

Ticker

DAV-Angebot zur GPS-Orientierung verbessert

Sicher sichern üben

56 Alpenvereinskarten auf 7,44 cm2

Vom 22. November bis 2. Dezember ist die „No trash no crash“-Tour des Berg-

No trash no crash

Tour 2010 Termine

jeweils ab 18.00 Uhr

22.11. Bischofswiesen –

Bergsteigerhaus Ganz

23.11. Regensburg – DAV Kletterzentrum 24.11. Würzburg – DAV-Kletterzentrum 25.11. Ingolstadt – DAV Kletterzentrum 29.11. Paderborn – Kletterhalle XI. Grad 30.11. Düsseldorf – Klettermassiv 01.12. Köln – Kletterfabrik 02.12. Frankfurt – T-Hall

Programm

mit Peter Albert

Workshop Sichern aber sicher Sturzstand Simulation spektakulärer Vorsteigerstürze

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sportausrüsters Petzl wieder unterwegs durch acht deutsche Kletterhallen: mit Testausrüstung, Workshops und Sturzstand. Die beste Gelegenheit zum Check, ob man „sicher sichern“ kann. Orte und Termine unter www.petzl.de

Top-Vorträge in Reihe Die „Alpinen Highlights“ der Sektionen München und Oberland im Münchner Gasteig sind schon ein Klassiker. Von November bis März gibt es wieder sechs Termine: mit Alix von Melle und Luis Stitzinger, Heinz Zak, Robert Bösch, Stefan Glowacz, Stefan Siegrist und Gerlinde Kaltenbrunner. www.alpine-highlights.de

Überregionale Kooperation Eine Kombi-Mitgliedschaft bieten die DAV-Sektionen Rheinland-Köln und Gay Outdoor Club. Zum halben Beitrag können Kombi-Mitglieder die Angebote der beiden aktiven Sektionen nutzen. www.dav-koeln.de, www.gocmuenchen.de

Fortbildung für Berg-Ärzte Unter berginteressierten Ärzten sind die Höhenmedizinischen Intensivkurse von Prof. Dr. Peter Bärtsch mit Bergführern des DAV-Lehrteams seit Jahren beliebt. Der Winterkurs 2011 findet vom 9. bis 15. April im Berninagebiet statt. Anmeldung: kontakt@ams-die-akademie.de

12

Ab sofort gibt es die Alpenvereinskarten für das GPS-Gerät „Active 10“ von Satmap in der Version 2. Die Weiterentwicklung der ehemals 35 Karten umfassenden Version 1 bietet 22 zusätzliche topografische Karten, und das alles noch mit höherer Auflösung und verbesserter Lagegenauigkeit. Auf der gerade mal 24 x 31 Millimeter kleinen SDKarte finden Berg-, Naturund Landkartenliebhaber ab sofort 34 Alpenvereinskarten im Maßstab 1:25.000, neun Alpenvereinskarten im Maßstab 1:50.000 und 13 Bayernkarten im Maßstab 1:25.000. Das Blatt Nr. 14, Dachsteingebirge, wurde gegenüber der Version 1 wegen zu hoher Lageungenauig-

Satmap: moderne Orientierungshilfe mit den bewährten AV-Karten

keiten weggelassen. Welche Karten im Einzelnen enthalten sind, zeigt der DAVInternetshop unter www. dav-shop.de, wo man Kar-

te und Gerät auch bestellen kann. Dabei verwendet Satmap nicht Vektor-, sondern Rasterkarten. Das heißt, sämtliche Feinheiten bis hin zur Schummerung werden auf dem 3,5 Zoll großen Bildschirm des „Active 10“ eins zu eins wie auf der Papierkarte abgebildet. Für Alpenvereinsmitglieder kostet die neue Version 2 der SD-Karte € 99,-, für Nichtmitglieder € 129,-. Besitzer einer SD-Karte der Version 1 können diese bis zum 31.3.2011 für € 29,90 zzgl. € 4,50 Versandkosten updaten lassen. Senden Sie dazu Ihre alte SD-Karte unter dem Stichwort „Update auf Version 2“ ein an: Deutscher Alpenverein, DAVShop, Von-Kahr-Str. 2-4, 80997 München. red

Fahrrad-Diebstahl während Transalp

Sünd’ auf der Alm Professionellen Diebstahl vermutete Günter Wolf, Fachübungsleiter Mountainbike der DAV-Sektion Ansbach, als Anfang September auf der Sesvennahütte (2256 m) in Südtirol drei Fahrräder gestohlen wurden – zwei davon gehörten Teilnehmern seiner Sektionstour über die Alpen. Die Details der Geschichte erwecken den Eindruck, dass die Diebe die Tat genau geplant haben. Sie wählten die teuersten drei Fahrräder mit einem Gesamtwert von etwa 10.000 Euro unter insgesamt 17 Rä-

dern aus. Um an die Objekte der Begierde zu kommen, mussten sie die Räder zum Teil sogar umstellen. Ein weiteres, neues Fahrrad, das ungesichert war, wurde nicht mitgenommen – vermutlich waren die Täter al-

so zu dritt. Die Bikes waren mit fingerdicken Schlössern an einem Pfosten gesichert, die vermutlich mit einem Bolzenschneider geknackt wurden. Günter Wolf: „Ein einfacher Seitenschneider reichte da definitiv nicht.“red


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des

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Die Sponsorpartner, die den Deutschen Alpenverein bei seinen Aufgaben finanziell und mit hochwertigen Produkten unterstützen, machen auch den Lesern von DAV Panorama ein Geschenk: unser großes Weihnachtsgewinnspiel. Lösungsbuchstaben

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2

2 3 4 5 6 7 8

1 In welchem italienischen Gebirge liegt das Nikolaustal/Valle San Nicolo? 2 Welcher Schweizer Viertausender hat einen Nebengipfel namens Ochs? 3 Welcher Schweizer Berg hat einen Eselsgrat? 4 Über welcher Kitzbüheler Hütte siedelt der Schafsiedel? (ü = ue) 5 Unter welchem österreichischen Berg liegt Maria Alm? (ö = oe) 6 Welcher Schweizer Bergführer mit Vornamen Josef verklemmte seinen Pickel unter anderem erstmals am Grepon? 7 Welcher Tiroler Kletterer mit Spitznamen „Jesus“ hinterließ vor allem im Rofan Spuren? 8 Wie heißt der höchste Gipfel im Gebiet des Krippensteins (2108 m)?

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So geht’s:

Wenn Sie alle Fragen richtig beantwortet haben (kleiner Tipp: Internet ist erlaubt), ergeben die Buchstaben in den Kästchen, in die richtige Reihenfolge gebracht, das Lösungswort (wo man das alles findet). Schicken Sie dieses auf einer Postkarte an DAV, Von-Kahr-Str. 2-4, 80997 München oder per E-Mail an gewinnspiel@alpenverein. de. Einsendeschluss 10.12.2010, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nicht teilnahmeberechtigt sind die Mitarbeiter der DAV-Bundesgeschäftsstelle.

Der DAV und seine Sponsoren 40.000 Kilometer Wanderwege, 326 Hütten, 7 Lehrteams für Alpinausbildung, eine Vielfalt von Angeboten und Veranstaltungen – die umfassenden Leistungen, die der DAV für seine über 850.000 Mitglieder und die Bergwelt bringt, wären ohne die Unterstützung durch Sponsoren nicht zu realisieren. Bei der Auswahl seiner Partner achtet der DAV darauf, dass deren Firmenphilosophie und Image zum weltgrößten Bergsport- und Naturschutzverband passen. In einer gemeinsamen Präambel zum Sponsorvertrag verpflichten sich die Partner, sich für die Ziele des DAV einzusetzen. Dazu unterstützen die Sponsoren ausgewählte Themenbereiche und Projekte des DAV.

vkb.de Partner des DAV im Bereich Hütten, Wege und Naturschutz

globetrotter.de Offizieller Handelspartner des DAV und der JDAV

toyota.de Mobilitätspartner des DAV

vaude.de Offizieller Ausrüstungspartner des DAV


DAV Panorama 6/2010 Namen & Nachrichten

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Die Erfindung des Kürzels „Hm“ (für Höhenmeter) zählt Dieter Seibert zu seinen wichtigsten Leistungen. In über 60 („Ich weiß es selber nicht genau“) Lehrbüchern und 16

Er war eher einer der Stillen im DAV-Verbandsrat, dem er zwei Amtszeiten lang angehörte: Emil Nord, der am 16. Dezember seinen 75. Geburtstag feiern kann. Aber durch seine ruhige, überlegte Art strahlte er stets Verlässlichkeit aus. Der begeisterte Bergsteiger und Kletterer brachte seine alpine Erfahrung

in den Verband ein, als Ausbildungsreferent des Landesverbandes Rheinland-Pfalz und im Ausbildungsausschuss des DAV, wo er unter anderem an

„Geboren bin ich in Sachsen. Aber das haben mir die Kommunisten ordentlich vermiest. Meine Schlafstelle habe ich in München. Aber ich habe auch noch einen Campingbus, ein Zelt, einen Biwaksack und diverse Flugtickets. Meine Schlafstelle suche ich nur auf, wenn ich meine Dias rahmen will und meine Steuererklärung unterschreiben muss. Der Planet Erde ist wunderschön, und eigentlich gehört er uns allen. Foto: privat

Foto: privat

en einen breiten Leserkreis. Von seinem Wohnort im Allgäu aus zieht es ihn heute noch hinauf in die nahe gelegenen Berge. Wir gratulieren zum 70. Geburtstag am 5. Dezember!

Aber das verstehen manche nicht.“ So beschrieb sich 1987 Harry Rost, der 1948 mit dem „Talweg“ am Schwager die erste 8c (VII+/VIII-) des Elbsandsteins eröffnete. Viele Markstein-Routen jener Zeit gehen auf sein Konto. 1955 emigrierte der Dresdner in die BRD und beging große Alpenwände; am Nanga Parbat 1961 wurde er im letzten Lager von schlechtem Wetter ausgebremst. Bis heute reist er durch die Welt und dokumentiert seine Erlebnisse auf seiner Website. Alles Gute zum 85. Geburtstag am 3. Januar! Man darf Elmar Landes getrost als einen der Väter des Siebten Grades bezeichnen. Er hatte mit dem

Foto: privat

der Konzeption der Ausbildung Seniorenbergsteigen mitarbeitete.

Erstbegeher der Pumprisse, Helmut Kiene, vereinbart, einen provokanten Artikel über diese neue Dimension in die „Mitteilungen des Deutschen Alpenvereins“ zu schmuggeln, die er seit 1970 redigierte – und löste damit eine revolutionierende Diskussion aus. Bis 1998 prägte er gemeinsam mit seiner Frau Marianne die Alpenvereinszeitschrift als ein Forum, in dem aktuelle Entwicklungen und Kontroversen offen dokumentiert und diskutiert wurden. 16 Alpenvereinsjahrbücher tragen seine Handschrift eines gebildeten, wachen und gut informierten Bergmenschen. Wir gratulieren herzlich zum 75. Geburtstag am 9. Januar und wünschen ihm noch viele schöne Touren um seinen Zweitwohnsitz Ruhpolding oder mit seinem Freund Bernd Arnold an den Türmen des Elbsandstein.

Nachrufe

Ernst Reiss war in den 1950er Jahren einer der stärksten Bergsteiger der Foto: privat

wa an Fleischbank und Piz Ciavazes. Aber auch in den Bergen der Welt hinterließ er seine Spuren, etwa am Roc Noir (7485 m) im Karakorum und an der Annapurna IV (7525 m) in Nepal. Herzlichen Glückwunsch!

Führern half das Kürzel und die damit verbundene präzise Angabe Bergwanderern und -steigern zu einer gelungenen Tourenplanung. Seit er 1966 in die Redaktion der Alpinzeitschrift „Bergkamerad“ einstieg, ist ihm die steile Leidenschaft Beruf, seine Bücher erfreu-

Foto: DAV-Archiv

Foto: DAV-Archiv

Am 2. Dezember kann Pit Schubert seinen 75. Geburtstag feiern. Mit seinem Namen untrennbar verbunden ist der DAV-Sicherheitskreis, den er um 1968 mitgründete und bis zum Jahr 2000 leitete. Mit wissenschaftlicher Gründlichkeit erforschte und testete der Maschinenbau-Ingenieur Bergausrüstung und -techniken und trug wesentlich zum heutigen Sicherheitsstandard im Bergsport bei. In Artikeln und Büchern brachte er seine Erkenntnisse verständlich und transparent unters Volk. So verdankt man ihm Klarheit über die Überlegenheit von Rohreisschrauben und über die Gefahr des gemeinsamen Gehens am kurzen Seil. Als erster Deutscher, der die drei „Großen Nordwände“ durchstiegen hatte, verewigte er sich mit vielen alpinen Erstbegehungen, et-


DAV Panorama 6/2010 Namen & Nachrichten

an den höchsten Bergen der Welt. Weniger bekannt ist seine extremalpinistische Vergangenheit: Die erste Wiederholung der Brandlerführe am Oberreintaldom, die zehnte Begehung der Ortler-Nordwand und die Triolet-Nordwand stehen im Tourenbuch des Augsburgers, dessen literarische Stimme nun verstummt ist. Mit nur 23 Jahren verlor eine der erfolgversprechendsten jungen Sportkletterinnen ihr Leben: Am 21. August verunglückte die Belgierin Chloé Graftiaux beim Abstieg von der Aiguille Noire Foto: Marco Kost

Schweiz, dem äußerst schwierige Erstbegehungen unter anderem in den Nordwänden von Gletscherhorn und Groß Fiescherhorn gelungen waren. Kein Wunder, dass der Sohn eines ausgewanderten Badeners 1952 für die nationale eidgenössische Expedition zum Everest ausgewählt wurde, wo er aber „nur“ den Südsattel erreichte. Vier Jahre danach klappte der Aufstieg ins Geschichtsbuch: Als bergsteigerischer Leiter gelang ihm zusammen mit Ernst Luchsinger die Erstbesteigung des Lhotse (8501 m), zwei weitere Seilschaften erreichten den Everest. Dennoch blieb er zurückhaltend und nur Insidern bekannt; am 3. August starb er im Alter von 90 Jahren.

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Am 18. August starb der Publizist und Alpinschriftsteller Helmut Dumler im Alter von 70 Jahren. Über hundert Bücher hat er im

Lauf seines über dreißigjährigen Schaffens verfasst, darunter Standardwerke wie „Die Viertausender der Alpen“, aber neben klassischen Alpenführern auch Wanderführer zu deutschen und italienischen Mittelgebirgen oder kulturhistorische Werke wie etwa über „Venedig und die Dogen“. Gemeinsam mit Luis Trenker verfasste er ein Geschichtenbuch über die Erlebnisse der Erstbesteiger

de Peuterey nach Begehung des schwierigen und langen Südgrates. Im Boulder-Weltcup 2010 kletterte sie immer an der Spitze mit und wurde Dritte im Gesamtklassement, aber auch bei Eiskletterweltcups war sie erfolgreich. Alpinismus in den Bergen, vor allem in der Montblancgruppe, war für sie Leidenschaft und Ausgleich zum Wettkampfdruck. Sie hatte unter anderem den Frêneypfeiler und den „Freerider“ am El Capitan durchstiegen, das Supercouloir und „Polar Circus“ in Kanada und befand sich in der Bergführerausbildung. In einer leichten Passage des Abstiegs von der Aiguille Noire wurde sie von Steinschlag getroffen und in die Tiefe gerissen. o

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DAV Panorama 6/2010

Erwartung und Motivation als Leistungsfaktoren

Angst essen Ziele auf Aktuelle Skandale und Geschichten aus dem Leistungsbergsport zeigen: Wer Angst zu scheitern hat, scheitert oft. Erfolg versprechender ist eine positive Zielorientierung, die die Aufgabe als Herausforderung sieht statt als Bedrohung.

G

enerell wird ein Mensch aktiv, um positive Konsequenzen anzustreben oder negative Konsequenzen zu vermeiden. Diese Grundhaltungen „positive“ contra „negative Wahrnehmungs- und Handlungsorientierung“ gibt es auch im Sport. Leistungssportler streben nach Erfolg: persönliche Ziele realisieren, besser sein als andere, Wettbewerbe gewinnen. Manche fürchten aber auch negative Konsequenzen: sich selbst, den Trainer oder Sponsoren enttäuschen, sich blamieren, aus einem Kader fallen. Man kann also jede Leistungssituation als Chance wahrnehmen und aktiv angehen – oder aber Angst vor Scheitern und negativen Konsequenzen entwickeln. Dabei spielen drei Faktoren eine Rolle: 18

1. Die Erfolgswahrscheinlichkeit: „Wie sicher bin ich, dass ich das schaffe?“ 2. Die positiven Konsequenzen: „Wie groß ist mein möglicher Gewinn?“ 3. Die negativen Konsequenzen: „Wie groß ist mein möglicher Verlust?“

Angst vor Versagen macht Druck Auch Klettern und Bergsteigen, vor allem auf Spitzen- und Wettkampfebene, bietet solche Situationen, die man als Herausforderung und Chance oder als Bedrohung und Gefahr wahrnehmen und angehen kann. Zwei Beispiele aus dem Kletter- und Bergsportjahr 2010 illustrieren die Folgen. Die höchsten Berge aller Kontinente sind bestiegen,

keine spitzensportliche Herausforderung mehr. Der Österreicher Christian Stangl machte es sich zum Ziel, diese Berge in möglichst schneller Zeit zu besteigen. Nachdem dies vollbracht war, nahm er sich die „Seven Second Summits“ vor, diese waren noch keinem gelungen. Am besten auch gleich in Rekordzeit, das erhöht die Vermarktungschancen. Mit Hans Kammerlander ist ein ernsthafter Konkurrent im Spiel. Die „Seven Second Summits“ sind eher schwieriger als die höchsten, der K2 im Karakorum ist der härteste. Zweimal war Stangl schon gescheitert, im Sommer 2010 sollte der dritte Anlauf den Erfolg bringen. In dieser Situation war der K2 nicht mehr nur Herausforderung, er wurde zu einer realen Bedrohung:

-> 1. Die Wahrscheinlichkeit, den Gipfel überhaupt zu erreichen, geschweige denn in Rekordzeit, schien in weite Ferne gerückt. -> 3. Der Wettlauf um die „Seven Second Summits“ schien verloren. Der persönlich wahrgenommene Medien- und Sponsorendruck Wer erfolgreich sein will, sollte versuchen, die Aufgabe als Chance wahrzunehmen, nicht als Bedrohung – das hilft im Bergsport wie im Leben. war so hoch, dass Stangl mit Imageverlust und/oder materiellem Verlust rechnete. -> 2. Der mögliche Gewinn schien also am seidenen Faden zu hängen. Um ihn zu retten, präsentierte Stangl ein gefälschtes Gipfelbild


DAV Panorama 6/2010 Bergsport heute

und vermarktete den Gipfel als erreicht. Damit versetzte sich Christian Stangl den sportlichen K.O. Er stellte nicht nur seine eigene Glaubwürdigkeit, sondern die des gesamten Höhenbergsteigens infrage. Der selbst erzeugte Druck hat womöglich das befürchtete Scheitern erst mit begründet.

Entspannt zum Erfolg Bis 2009 lag der Fokus Juliane Wurms bei internationalen Wettkämpfen auf der Disziplin Lead, doch trotz zahlreicher nationaler Titel kam sie nie ganz nach oben. Aus einer erfolgreichen Stippvisite im Boulder-Weltcup 2009 entstand der Gedanke, 2010 zum Boulderjahr zu machen. -> 1. Ein vierter Platz beim Weltcup 2009 in Wien gab ihr Zuversicht, dass sie den Sprung in die Weltspitze im Bouldern schaffen kann. Sie setzte sich aber keine festen Erfolgsziele, sondern bereitete sich nur für die speziellen Anforderungen des Boulderns vor. -> 2. Die möglichen positiven Konsequenzen waren weitgehend immateriell: Steigerung des Selbstwertgefühls, die eine oder andere Extra-Prämie, vor allem aber die Freude, persönliche Ziele zu erreichen. -> 3. Die möglichen negativen Konsequenzen waren nicht sehr drastisch: Im schlimmsten Fall würde sie dazulernen und es 2011 noch mal versuchen. Nun ist Juliane Fünfte des Boulder-Gesamtweltcups 2010 und Vize-Europameisterin im Bouldern. Die Leistungssituation sah Juliane als positive Heraus-

forderung, die Bedrohung war gering und machte sie nicht verrückt – entspannt konnte sie ihr Potenzial voll ausschöpfen.

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Wider den tierischen Ernst Der amerikanische Motivationstrainer Arno Ilgner rät: „Erwarte, dass es an sich möglich ist, nicht, dass du es schaffst.“ Das heißt: realistische Ziele wählen, aber sich nicht unter Erfolgsdruck setzen. Das gibt dem Kopf Freiheit, alle Energie auf das Ziel zu richten. Wie beim Radler, der auf einen Laternenpfahl zufährt: Wer sich zielorientiert auf die freie Bahn am Hindernis vorbei konzentriert, kommt vorbei, wer den Pfahl anschaut, fährt drauf. Klar: weil das Auge den Körper steuert. Aber Gedanken steuern genauso. Wer also erfolgreich sein will, ob in Leistungs- und Wettkampfsituationen oder als „ganz normaler“ Bergsteiger und Kletterer, sollte lernen, die Aufgabe als Herausforderung und Chance, nicht als Bedrohung zu erleben. Dass sportartspezifische Risiken wie Absturz oder Lawinen dabei abgeklärt werden müssen, versteht sich von selbst. Doch wenn das Risikomanagement stimmt, hat der die besten Erfolgschancen, der ohne tierischen Ernst unterwegs ist. Wie es der WeltklasseBoulderer Klem Loskot ausgedrückt hat: „Der beste Kletterer ist der, der den meisten Spaß hat.“ Der kommt obendrein nämlich auch noch am ehesten rauf. Und wenn nicht, lässt er sich die Freude nicht verww/ad derben. 

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Kletter-Großereignisse 2010: Europameisterschaft und Jugend-WM

Medaillenregen mit Ausbaupotenzial Juliane Wurms Wechsel zum Bouldern zahlt sich aus: In Innsbruck wurde sie Vize-Europameisterin. Und zwei Goldmedaillen der Herren bei der Jugend-Weltmeisterschaft lassen hoffen, dass die DAV-Starter auch künftig an der Weltspitze mitmischen können.

B

ei der Europameisterschaft 2010 in Österreich (Imst und Innsbruck) sorgte Juliane Wurm für das herausragende Ergebnis aus deutscher Sicht: EM-Silber im Bouldern. In allen drei Runden kletterte sie hervorragend und wurde am Ende nur von Anna Stöhr (AUT) auf den zweiten Rang verwiesen. Platz drei ging an die Ex-Weltmeisterin aus der Ukraine Olga Shalagina. Bei den Herren verpasste Stefan Danker als 10. nur ganz knapp das Finale, Matthias Conrad wurde 39. Die Podestplätze nahmen Cedric Lachat (CH) als neuer Europameister, Adam Ondra (CZE) als Zweiter und Kilian Fischhuber (AUT) als Dritter ein. Im Lead war der Ausrichter Österreich das Maß der Dinge, besonders bei den Damen: Gold und Silber gingen ins Nachbarland. Angela Eiter gewann ihren ersten EM-Titel, Johanna Ernst Silber. Die Bronzemedaille ging an Alizée Dufraisse (FRA). Deutsche Starterinnen waren nicht bei der EM, hier besteht großer Nachholbedarf. Bei den Herren bekommt „der Favorit für alle Siege“, Adam Ondra (CZE), langsam einen Spanien-Komplex: Diesmal machte ihm Ramon Puigblanque einen Strich durch die Rechnung und verwies den jungen Tschechen auf Platz zwei. Dritter wurde bei seiner Heim-EM Jakob Schubert (AUT). Thomas Tauporn wurde 17., Alexander Megos 23., Jan Hojer hatte es nicht ins Halbfinale geschafft. 20

Es waren relativ wenige, die sich aufgemacht hatten, den DAV bei der Jugend-WM in Edinburgh (GBR) zu vertreten, aber das kleine Team holte gleich vier Medaillen, davon zwei goldene – ein bislang einmaliges Resultat! Als erster DAVler musste der EYC-Seriensieger und Europameister Alexander Megos (Erlangen) an die Wand der Jugend A. Er legte in der kleingriffigen Route eine Höhe vor, die erst vom letzten Starter Jure Raztresen (SLO) geknackt wurde. Damit holte Alexander den Vizeweltmeistertitel.

Goldmedaillen bei Jugend B und Junioren Die Jugend B durfte derweil an die steilere, neue Wettkampfwand; hier hatten es mit David Firnenburg (AlpinClub Hannover) und Sebastian Halenke (Schwäbisch Gmünd) gleich zwei DAVler ins Finale geschafft. David kippte erst kurz vor Top aus der Wand. Loic Timmermans (BEL) kam etwas weiter als David und belegte den zweiten Rang. Der amtierende JugendB-Weltmeister Sebastian Halenke kletterte als letzter Starter als Einziger Top und sicherte sich den Titel. Bei den Junioren musste Thomas Tauporn ebenfalls in die flache Wand mit der technisch anspruchsvollen Route. In seinem letzten Juniorenjahr nutzte er die Chance und schaffte den WM-Titel vor Mario Lechner (AUT). Jan Hojer (Frankfurt), beim EYC in Wien noch

Fotos: Jorgos Megos

Von Wolfgang Wabel

Junioren-Sieger, verpasste mit dem 16. Rang leider den Einzug ins Finale. Da Hannah Bähr nach dem Halbfinale Jugend B in Führung lag, gebührte ihr die Ehre, den Leadwettkampf bei der WM zu beschließen. Leider fiel sie etwas zu früh ins Seil, trotzdem blieb für die Exil-Österreicherin bei ihrer ersten Jugend-WM ein hervorragender 6. Platz. Neue Weltmeisterin: Ievgeniia Kazbekova (UKR). Bei den Juniorinnen (Siegerin: Alexandra Ladurner, ITA) und der Jugend A (Siegerin: Hélène Janicot, FRA) waren keine deutschen Starterinnen vertreten. Das Ergebnis dieser Jugend-WM war das beste für den DAV überhaupt, und es machte auch deutlich, dass ganz große Nachwuchstalente auf dem Weg sind. Bei der Jugend-WM 2011 kann der DAV hoffentlich ein größeres Team nominieren. o Alle Ergebnisse unter: www.ifsc-climbing.org und www.euro-2010.at Die DAV-Teams werden von Vaude und Edelrid ausgerüstet.


DAV Panorama 6/2010 Bergsport heute

Zwei der deutschen Stars: Thomas Tauporn (l.) und Sebastian Halenke wurden Weltmeister im Vorstiegsklettern in ihren Jugendklassen.

Speed: Es geht vorwärts EM und Jugend-WM waren die erste Probe für den neu aufgestellten Speedkader unter dem Speed-Bundestrainer Johannes Lau. Bei der EM gab es zwar immer noch deutliche Abstände zur Weltspitze, aber schon kleinere als beim Rockmaster; Isabell Haag und Simon Bosler schafften den Einzug in die Finalrunde. Diese gewann der Russe Serguey Abdrakhmanov vor seinem Landsmann Stanislav Kokorin und dem Favoriten Libor Hroza (CZE), der in seinem Halbfinale gestürzt war. Simon Bosler erreichte einen guten 15. Rang, Maximilian Porscha wurde 20., Fabian Bosler 23. und Florian Böbel 26. Bei den Damen siegte die Favoritin Edyta Ropek (POL), Silber ging an Ksenia Alekseeva (RUS), Bronze gewann Natalia Titova (RUS). Isabell Haag kam am Ende auf einen großartigen achten Platz. Bei der Jugend-WM konnten sich alle deutschen SpeedStarter in den Top 10 positionieren. Isabell Haag erreichte den guten sechsten Platz, Maximilian Porscha wurde Siebter, Fabian Bosler Zehnter. Die Weltmeistertitel der Junioren ging an Klaudia Buczek (POL) und Sayat Bokanov (KAZ). Fazit: Es geht weiter vorwärts im Speed – immer mehr Nationen außerhalb der klassischen „Speed-Mutterländer“ Osteuropas wie Italien, Frankreich oder Deutschland holen auf und ernten so langsam die Früchte ihrer Mühen. Auch der DAV ist hier auf einem guten Weg, in den nächsten Jahren zunehmend eine Rolle zu spielen.


DAV Panorama 6/2010

Porträt Juliane Wurm

Lachen auf den Lippen, Power in den Armen Mit der Vize-Europameisterschaft im Bouldern hat die deutsche Rekordmeisterin Juliane Wurm nun den internationalen Durchbruch geschafft. Matthias Keller porträtiert die fröhliche Dortmunderin.

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sich Juliane mittlerweile als BoulderSpezialistin – weil ihr das gesellige, lockere Miteinander bei den Wettkämpfen gefällt. Außerdem kann sie so mit ihrem Boulder-NationalkaderKollegen und Freund Jonas Baumann zusammen trainieren. Seit einem Jahr sind beide in der Obhut des DAV-Stützpunkttrainers Udo Neumann in Wuppertal, und seitdem stehen für Jule auch ungewöhnliche Methoden auf dem Trainingsplan. So baut Udo auch Schnellkraft-, Geschicklichkeits- und Konzentrationsübungen oder wilde Hangelparcours an beweglichen Elementen ein. Foto: Matthias Keller

I

hr Markenzeichen ist ihr gewinnendes Lachen: Auch wenn es bei Kletterwettkämpfen mal nicht so läuft, kommentiert Juliane Wurm dies höchstens mit einem Schulterzucken und einem breiten Grinsen. Dabei sind solche Momente eher selten geworden. Aktuell hat „Jule“, wie sie von den meisten genannt wird, wirklich allen Grund zum Lachen, zählt sie mittlerweile doch zu den besten Boulderinnen der Welt. Die Saison 2010 schloss sie nach einem zweiten und einem dritten Platz bei den Weltcups in Vail (USA) und Eindhoven (NED) als Fünfte im Gesamtweltcup ab – das hatte zuvor noch keine deutsche Frau geschafft. Als Schmankerl gab es für Jule dann noch Silber bei der Europameisterschaft in Innsbruck – nur einige Versuche zu viel trennten sie vom Titel. National macht der 19-jährigen Dortmunderin, die für die Sektion Wuppertal antritt, sowieso niemand etwas vor: Insgesamt 15 Deutsche Meistertitel im Lead, Bouldern und Speed bei Jugend und Erwachsenen hat sie seit 2004 gesammelt – das ist absoluter Rekord und spricht für ihre sportliche Ausnahmestellung. Daneben war sie nach etlichen Siegen bei Jugend-Europacups bereits zweimal Jugend-Europameisterin und holte bei Jugendweltmeisterschaften Silber und Bronze. Auch wenn sie schon Siege in allen drei Disziplinen eingefahren hat, sieht

Alle Techniken im Griff Was aussieht wie spielerisches Treiben, fordert oft knüppelharte Körperspannung – so mancher Zaungast musste beim heimlichen Versuch, die Übungen nachzumachen, sofort die Segel streichen. Jule beherrscht die komplette vertikale Anforderungspalette. Sprünge, extreme athletische Züge, technisch anspruchsvolle Boulder – sie ist für ihren Trainer Udo Neumann die kompletteste Boulderin im Weltcup-Zirkus. Durch Besuche im Bouldermekka Fontainebleau und durch das Training mit miserablen Tritten (Senkkopfschrauben!) hat sie

auch bei ihrer bisherigen Schwäche, delikaten Platten und technischen Bouldern, keine Probleme mehr. Die Sport-Abiturientin interessiert sich auch jenseits des Kletterns für Sport aller Art. Nachdem sie bereits vor ihrer Kletterlaufbahn geturnt hatte, trainiert sie das nun auch wieder regelmäßig, um ihre athletischen Grundlagen zu festigen. Daneben ist sie begeisterte Skifahrerin – sogar mit einem Skilehrer-Schein. Und abseits von Sport und Klettern begeistert sie sich generell für naturwissenschaftliche Fragen. Dieses Interesse will sie nun auch zum Beruf machen: Für ein Medizinstudium hat sich Juliane an einer Partnerhochschule des Spitzensports beworben, um neben dem Studium weiterhin auf internationalem Niveau bouldern zu können. Wenn sie in der kommenden Saison da anknüpfen kann, wo sie in diesem Jahr aufgehört hat, dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis ihr Lächeln von ganz oben auf dem Weltcuptreppchen strahlt. o


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Jugendnationalkader Skibergsteigen

Topfit in die Wintersaison

Wettkampf-Skibergsteiger stehen das ganze Jahr unter Strom: Für die Wettkämpfe im Winter werden den ganzen Sommer über die Grundlagen gelegt. So standen auch für die Nachwuchsläufer der DAV-Nationalmannschaft Skibergsteigen im Sommer wieder Skirollern, Berglauf, Rennrad- und Mountainbikefahren auf dem Trainingsplan. Einige nutzten den Sommer für andere Wettkämpfe, mit beachtlichem Erfolg: So wurde Toni Palzer (Berchtesgaden) bei der Berglauf-WM in Slowenien Vizeweltmeister mit dem deutschen Juniorenteam; im Einzel kam der Ramsauer als bester Deutscher auf den achten Platz. Sein Teamkollege Philipp Reiter (Bad Reichenhall) belegte beim Ultra-Etappenlauf Goretex Transalpine Run über 305 Kilometer und 13.500 Höhenmeter mit seinem Teampartner den 13. Platz. Sepp Rottmoser (Rosenheim) hat es eher mit den alpinen Wänden: Sein Routenbuch wuchs im Sommer um Dent du Géant, Hörnligrat, Piz-Palü-Spinaspfeiler solo und etliche Routen mehr. So kamen die Nachwuchsläufer in Bestform zum ersten Trainingslager im Oktober ins Berchtesgadener Land, wo sie den neuen Jugendkadertrainer Johann Rampl kennenlernten. Der studierte Sportwissenschaftler hat das Amt von Georg Nickaes übernommen, der sich aus beruflichen Gründen zurückzog, aber dem Team als Marketingleiter beim Hauptsponsor Dynafit nahe bleibt. Zu den etablierten Kadermitgliedern stießen auf der Kühroint-Alm weitere Nachwuchsläufer vom DAVStützpunkt Skibergsteigen in Berchtesgaden, die bei Leistungstests eine sehr gute Figur abgaben. Da sich der Jugendkader durch die abiturbedingten 24

Foto: Archiv Schöffl

Nach fleißigem Training im Sommer gibt sich die NachwuchsNationalmannschaft Skibergsteigen mit neuen Talenten und neuem Trainer den letzten Schliff.

Schnaufen für Deutschland: Leistungstest beim Nationalarzt Dr. Volker Schöffl

Auszeiten von Jonas Schlachter (Weiler) und Barbara Abler (Bad Reichenhall) ohnehin etwas verschlankt hat, starten im kommenden Winter einige neue Talente für den DAV bei den internationalen Rennen. Bis zur Wettkampfsaison, die an Weihnachten beginnt, laufen weitere Leistungsdiagnostik-Untersuchungen beim sportmedizinischen Partner des DAV, dem Klinikum Bamberg. Trainer Rampl nutzt die hier gewonnenen Daten zur genauen Trainingssteuerung der Sportler. „Die Jungspunde machen fast alle viel zu viel – die Kunst ist aber, das richtige

Maß zu finden und im sinnvollen Bereich zu trainieren. Man muss eher bremsen, sonst geht es im Lauf der Saison bergab mit der Leistung“, kommentiert der Coach den jugendlichen Elan seiner Schützlinge. Ob das Training gefruchtet hat, wird sich Anfang Januar beim ersten Jugend-Weltcup in Pelvoux (FRA) zeigen – hier werden dann auch einige der „Neuen“ Gelegenheit bekommen, einmal internationale Rennluft mk zu schnuppern.  Partner im Sponsoringpool der DAV-Nationalmannschaft Skibergsteigen: Dynafit, Riap Sport, Roeckl, skins, Pieps, Ski Trab, Pomoca, Silva, Scarpa

DAV Skitourencup 2011

Auch 2011 besteht der DAV Skitourencup wieder aus vier Rennen; der Jennerstier wurde als ISMF Homologated Race erstmals in den internationalen Kalender aufgenommen, nun kann man dort erstmals Weltranglistenpunkte sammeln. Auch die erfolgreiche Kooperation mit dem Austria Skitourcup wird weiter fortgeführt: 2011 gehören das Champ or Cramp und der Jennerstier zu beiden Cupserien. 15.1. Dammkarwurm, Mittenwald (Vertical Race) 22.1. Champ or Cramp, Spittal (A) (ÖM/DM Vertical Race) 29.1. Hochgrat-Skirallye, Oberstaufen (DM Single) 12.3. Jennerstier, Berchtesgaden (Single, ISMF Homologated Race) Weitere Infos und Anmeldung auf www.alpenverein.de


DAV Panorama 6/2010 Bergsport heute

Trad Climbing Meeting im Valle dell’Orco

„Trad“-Klettern an natürlichen Sicherungsmitteln erlebt eine Renaissance. Von einem Treffen in Italien berichten Paul Saß und Markus Grießhammer, zwei Mitglieder des DAV-Freewallkaders 2006. Im Oktober 2008 fand im Indian Creek (USA) das „Crack Climbing Meeting“ statt. Der italienische Teilnehmer Mauro Penasa war von dem internationalen Klettertreffen so begeistert, dass er so etwas auch zu Hause organisieren wollte. Und tatsächlich: Ende Sep-

tember 2010 lud der Club Alpino Accademico Italiano Kletterer aus aller Welt zum „Trad Climbing Meeting“ ins Valle dell’Orco beim Nationalpark Gran Paradiso ein. 43 Teilnehmer aus 18 Ländern kletterten zusammen mit 26 Locals eine Woche lang an den herrlichen Rissen und Platten des Orco-Tales, tauschten Erfahrungen aus und knüpften Freundschaften. Unterstützt vom DAV konnten wir, Markus Grießhammer aus Freiburg und Paul Saß aus Dresden, der Einladung folgen. Das Wetter war herrlich, jeden Tag zogen wir

Foto: Markus Grießhammer

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mit einem Gebietskenner in Gruppen von zwei bis drei Gästen los und kletterten klassische und mo-

derne Routen im perfekten Granit. Abends gab es italienische Küche à la Mama: selbst gemachte Pasta, Schinken, karamellisierte Maroni; danach Multimediavorträge, Diskussionen und Anekdotenaustausch. Die Vielfalt verschiedener Kletterstile im Gebiet, die unterschiedlichen persönlichen Klettereinstellungen der Gastgeber und die Erfahrungen der aus aller Welt angereisten Teilnehmer machten das Treffen lebendig. Und zeigten: Es braucht nicht immer Bohrhaken, um im Fels glücklich zu werden. red

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DAV Panorama 6/2010

DAV-Expedkader im Porträt: Dario Haselwarter

Das neue Team des DAV-Expedkaders steht – als erstes Mitglied stellen wir Ihnen Dario Haselwarter aus Peiting vor. Mehr Fragen und Antworten lesen Sie unter www.alpenverein.de -> Spitzenbergsport Du hast diesen Sommer den Walkerpfeiler gemacht. Wie war’s? Wir waren zu viert: alle aus der gleichen Gegend, eingespielt und ein gutes Team. Bis etwa Wandmitte ging alles mit Kletterschuhen, oben war dann einiges vereist. Wir haben am Einstieg biwakiert, dann noch mal am Eselsrücken in zwei Drittel Wandhöhe, und am dritten Tag kamen wir bis zur italienischen Hütte. Du kletterst bis zum zehnten Grad; was bedeutet dir so ein SechserKlassiker? Walker ist ein großer Name, auch die Felsqualität war erstaunlich, und alle waren wir voller Respekt für die Erstbegeher vor über 70 Jahren. Mit moderner Ausrüstung und allen Infos ist es ja viel leichter. Es war ein gutes Gruppenerlebnis, sich zu viert durch die Wand zu kämpfen, so weit weg von der Zivilisation. Und hinterher genießt man die kleinen Dinge wie ein warmes Bett oder eine Apfelschorle wieder umso intensiver. Du zählst auch Klassiker wie die „Pumprisse“ oder „Locker vom Hocker“ zu deinen Highlights. Bist du ein Sammler? Ich lese gerne im Führer über die Geschichte, und Markstein-Routen reizen mich besonders; es kommt ja nicht nur auf die sportliche Qualität an. Andererseits muss man aufpas26

sen, nicht nur den Namen nachzulaufen; auch eine Noname-Tour kann super Kletterei bieten. Gehst du besonders gerne klassische, kühne Routen? Ich habe keine Präferenz und bin in allen Spielformen gerne unterwegs. Ich könnte nicht jedes Wochenende um fünf aufstehen und alpin klettern;

Dario Haselwarter (* 27.12.1987, Sektionen Peiting und Bayerland), studiert in München Medizin im 5. Semester. Highlights n Sportklettern bis zum X. Grad n Fleischbankpfeiler: „Pumprisse“ (300 m, VII) n Schüsselkar: „Locker vom Hocker“ (300 m, VIII-) n Wendenstöcke: „Blaue Lagune“ (300 m, IX-, onsight) n Große Zinne: „Hasse-Brandler“ (500 m, VIII+, onsight) n Grand Capucin: „Voyage selon Gulliver” (400 m, VIII+, a.f.) n Grandes Jorasses: Walkerpfeiler (1200 m, ED2, VI A0) n Cordillera Real: Illimani (6439 m)

Fotos: privat

„Bergsteigen ist nicht das Wichtigste“ manchmal ist Sportklettern mit Abhängen und Ratschen angesagt. Wie gehst du mit Angst um? Respekt und Angst sind wichtig als natürliches Sicherungssystem. Aber die Psyche ist trainierbar, und Angst kann man rational abchecken – im Zweifelsfall den Partner fragen, ob er die Stelle versuchen will, oder umdrehen. Es gibt keine Tour, für die ich ein gebrochenes Bein riskieren würde. Welche Rolle spielt Bergsteigen in deinem Leben? Ich habe noch nichts vergleichbar Intensives und Fesselndes wie das Bergsteigen gefunden, aber es ist mir nicht das Wichtigste. Es gibt auch andere Sachen im Leben, die Spaß machen und einen ausfüllen können. Ein Bekannter von mir, begeisterter Bergsteiger, sitzt nach einem Unfall im Rollstuhl – da fragt man sich, wie ginge ich damit um? Ich fände es schlimm, wenn man zum Schluss käme, ohne Bergsteigen macht das Leben keinen Sinn mehr. Was gehört noch dazu? Ich studiere Medizin und habe auch Lust, später als Arzt zu arbeiten. Schön wäre, das mit dem Bergsteigen verbinden zu können, etwa gelegentlich als Expeditionsarzt. Wichtig ist mir vor allem, dass neben dem Beruf genug Zeit für Berge, Familie und Freunde bleibt. Wenn man das wirklich will und auf Karriere und Gehalt verzichten kann, lässt sich hoffentlich eine Nische finden. o


DAV Panorama 6/2010

Wasserfall-Eisklettern-Schnupperkurs

Die Linie des gefrorenen Tropfens

Sämi Speck checkt seine Ausrüstung, reckt den Daumen nach oben und haut den Pickel in den gefrorenen Wasserfall. Dann rammt er die Vorderzacken der Steigeisen rein, die er auf seine klobigen Bergschuhe geschnallt hat. Vorsichtig arbeitet sich der 33-jährige Bergführer auf diese Weise nach oben, rhythmisch, als würde er einer vorgegebenen Linie folgen. Ich kann mich noch etwas entspannen, bis ich an der Reihe bin. Tief atme ich die klare Winterluft unter dem Eisfall ein. Bizarre Gebilde ragen über mir auf, runde Formen und Linien, zerbrechlich schimmernd wie Glas. Kann man da Vertrauen fassen? Das Risiko steigt immer nebenher. Und es beginnt nicht erst, wenn man am Wasserfall hängt. Wie ein Tourengeher muss man die Hänge beurteilen, in denen die Eisfälle liegen. Heute ist Warnstufe drei. Aber Sämi Speck kennt sein Gelände im schweizerischen Engelberg. Ich vertraue ihm. Sämi ist nicht zufrieden: „Der hört sich nicht mehr so gut an“, erklärt er und deutet auf den gefrorenen Wasserfall. Erfahrene Kletterer kommunizieren mit dem Eisfall, der auf jeden Pickelschlag antwortet. Die dumpfen Töne, für Laien nicht zu unterscheiden, sind ein wichtiges Kriterium der Risikoanalyse. Auch andere Zeichen muss man deuten lernen. Blau schimmerndes Eis hat die richtige Struktur und Härte, Weiß ist schlecht. Das ist aber kein eisernes Gesetz. Als Anfänger kann ich höchstens die Rahmen28

Foto: Archiv Christian Schreiber

Eisklettern an gefrorenen Wasserfällen ist eine der faszinierendsten Spielarten des modernen Bergsports – aber auch eine der gefährlichsten. Deshalb tut man gut daran, die ersten Versuche mit einem kompetenten Führer zu unternehmen; Christian Schreiber hat es ausprobiert. Bis zum souveränen Vorstieg im Steileis ist es ein langer und frostiger Weg.

bedingung richtig einschätzen: Die letzten Tage waren für den Winter geradezu warm. Überall höre ich leises Tröpfeln. Sämi erklärt, bei den heutigen Verhältnissen sei Eisklettern gerade noch vertretbar.

Für Anfänger: Lieber kleine Zäpfchen hacken Um das Risiko zu senken, weichen wir auf einen kleineren, massiveren Eisfall aus. Anfänger wie ich, mit nur ein bisschen Klettererfahrung aus der Halle, sind dort ohnehin besser aufgehoben. Zuerst mache ich Trockenübungen mit den Eispickeln, die aussehen wie Seepferdchen: Schlagen mit ausgestrecktem Arm, am Ende mit dem Handgelenk den nötigen Druck geben. Als es ernst wird, habe ich trotzdem Angst. Und die Seepferdchen schütteln zu oft ihren Kopf: Drei, vier, manchmal fünf Versuche sind notwendig, bis so ein Ding hält. Die Arme und Hände schmerzen schon bald, zum Entspannen muss man einen guten Stand einnehmen: Beine weit auseinander und den Körper gegen das Eis pressen. Obwohl Eisklet-

tern ein Schattensport ist, rinnt mir der Schweiß über die Stirn wie ein schmelzender Eisfall im Frühling. Irgendwann bin ich oben, das Erfolgserlebnis macht Appetit auf mehr. Sämi erklärt die besondere Faszination des Eises: „Es wächst natürlich, und von einem Tag auf den nächsten kann sich eine Route total verändern.“ Doch die Risiken schrecken mich. Das Lawinenrisiko kann ich ohne Touren- und Varianten-Erfahrung nicht einschätzen. Auch die Beurteilung des Eises erscheint mir zu schwierig. Vielleicht sind Eiskletterparks, die es mittlerweile vereinzelt gibt, eine Chance. Sicher nicht zu vergleichen mit Kletterhallen oder Klettergärten. Aber meist in Straßennähe gelegen, mit kurzen Eisfällen, geringer Lawinengefahr und gelegentlich sogar mit eingerichteten Sicherungen oder Toprope-Stationen, von erfahrenen Bergführern betreut. Sämi Speck hat mir versprochen, dass er mich mal wieder mitnimmt.  o Eiskletterkurse für Anfänger und Fortgeschrittene bietet unter anderem der DAV Summit Club, www. dav-summit-club.de


DAV Panorama 6/2010 Bergsport heute

John-Harlin-Route am Eiger frei geklettert

„Die Alpen bieten so viel Platz für Träume“ Kletterschuhen, mal mit Steigeisen, mal von Meter zu Meter wechselnd. Zur Sicherung verwendeten sie das spärliche, miserable Originalmaterial; Fotos: Frank Kretschmann

Mit der ersten freien Begehung der John-Harlin-Route durch die EigerNordwand (Ausstieg über HeckmairRoute) haben Robert Jasper (Schopfheim) und Roger Schaeli (CH) eine neue aufsehenerregende alpine Tat vollbracht. Damit ging für Jasper ein zwanzigjähriger Traum in Erfüllung: Schon mit Anfang zwanzig versuchte er sich mehrfach an der legendären Route von 1966, scheiterte aber im Hochwinter an Kälte, Pulverschnee und falscher Taktik. Nach dem niederschlagsreichen Spätsommer 2010 passten die Verhältnisse, und vom 20. bis 23. September stiegen die zwei Profis ohne weitere Vorbereitungen durch. Dabei kletterten sie rotpunkt Schwierigkeiten bis zum achten Grad in Fels und Mixedgelände, mal mit

Gut zu klettern, schlecht zu sichern: Oft kletterten Schaeli (l.) und Jasper auf Pressschnee.

nur drei von Steinschlag zerstörte Bohrhaken ersetzten sie durch neue. „Die Absicherung ist eh das Hauptproblem am Eiger mit seinem kletterunfreundlichen Fels; auch die leichteren Passagen sind heikel zu klettern und du bringst nicht einfach bei Bedarf einen Friend unter“, berichtet Jasper, der die Route „kein zweites Mal mehr gehen“ möchte. Weil ihr Schönwetterfenster zu Ende ging, wichen sie der besonders heiklen Gipfelwand ab der „Spinne“ auf die klassische Heckmair-Route aus. „Wenn du öfter so Routen gehst, darfst du dich nicht aufs Glück verlassen“, sagt Jasper, „aber das sind eben die ganz großen Träume. Viele Leute sagen, in den Alpen geht nichts Großes mehr. Das Gegenteil ist richtig.“ red

„Ich hatte wahnsinnige Schmerzen in den Knien … bis zu dem Tag, an dem ich Artrosilium-Gel entdeckte.“

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chon morgens hatte ich SchmerS zen. Und wenn es regnerisch wurde, verzog ich schon bei jedem

Schritt vor Schmerzen das Gesicht. Ich sah mich schon im Rollstuhl sitzen, völlig fertig mit dem Leben, als ein Freund mir eine Tube „ArtrosiliumGel“ mitbrachte. Man brauchte nur ein wenig Gel auf die schmerzenden Stellen aufzutragen. Schon nach der ersten Anwendung klang der Schmerz ab.

Innerhalb von 3 Tagen konnte ich wieder Tennis spielen und im Garten arbeiten – obwohl ich doch schon 73 bin. Meine Frau konnte ihren Augen kaum trauen. Wenn auch Sie an Arthrose oder Rheuma leiden, kann ich Ihnen nur empfehlen, eine kostenlose Probe dieses Gels anzufordern, das von einem französischen Forscher entwickelt wurde.

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DAV Panorama 6/2010

Sind so kleine Griffe  |  Zum zweiten

Foto: Manuel Brunn

Mal wurde eine 9b-Route (XI+/XII-) wiederholt: Magnus Midtbø (NOR) zwirbelte sich durch „Ali Hulk sit extension“. Als erste Frauen den Bouldergrad Fb 8b erreichten Angie Payne

(USA) mit „Automator“ und Anna Stöhr (AUT) mit „Riverbed“ in der Schweiz. Ihre zweite 8c (X+/XI-) kletterte die Deutsche Sarah Seeger mit „Odd Fellows“ im Frankenjura. Weitere harte lange Alpinrouten wurden im Sommer erstbegangen: „Yeah Man“ (X+, 300 m) in den Gastlosen

spitz breit durch Giovanni Quirici (SUI), „Piz dal Nas“ (X, 500 m) am Titlis durch Matthias Trottmann (SUI), „Alex Anna“ (X-, 740 m) an der Marmolada durch Rolando Larcher (ITA), „Non sei piu della mia banda“ (X-, 700 m) im Val di Mello durch Simone Pedeferri (ITA) – und „Air Madagascar“ (X, 10 SL) auf Madagaskar durch die Deutschen Dirk Uhlig und Jörg Andreas, wenn auch nicht am Stück.

Die wilden Kerle unterwegs  |  Sechs

Tage brauchten die britischen Altstars Mick Fowler und Paul Ramsden für die Erstbegehung der Nordwand (TD+) am Sulamar (5380 m) im chinesischen Tien Shan. Die „Diablo Traverse“ (VII, A2), die oft versuchte Überschreitung aller Gipfel des Devil’s Thumb Massivs in Alaska, schafften erstmals die Amerikaner Colin Haley und Mikey Schaefer in drei Tagen. Eine Trilogie von Bonatti-Routen verbanden die Franzosen 30

Foto: Thomas Ballenberger

Sarahs seltsame Gesellen: Odd Fellows (X+/XI-)

Servus Kurt! So sollst Du uns in Erinnerung bleiben: souverän über den Dingen, Henkel in der Hand, ein Grinsen im Gesicht. Du warst die Grille, die für uns durch die Senkrechte getanzt ist und ihre Gstanzln davon gesungen hat. Du warst der nette Onkel, der ohne Zeigefinger daherkam und uns seine Geheimnisse verraten hat. Risiko, Freundschaft, guter Stil: Du hast nichts ernster genommen als nötig – aber auch nicht weniger ernst. Du hast uns gezeigt, wie viel mehr das Leben bieten kann, wenn wir mit einem Lächeln – auch über uns selber – auf andere zugehen. Du hast uns gezeigt, dass ein Leben erfüllt sein kann auch – und gerade – ohne Karriere, Kohle und fette Karre, wenn man es seiner Leidenschaft lebt. Du hast uns aber auch gezeigt, wie kurz das Leben sein kann: Ein winziger Fehler genügt, wenn wir uns ins Reich der Schwerkraft begeben. Du warst irgendwie immer da – und jetzt bist Du nicht mehr da. Der Frankenjura und die Berge der Welt sind leerer ohne Dich.

Am 28. September starb Kurt Albert, d e r deutsche Kletterer, im Alter von 56 Jahren nach einem Absturz am Höhenglück-Klettersteig im Frankenjura.


DAV Panorama 6/2010 Bergsport heute

TIEFSCHNEEKURSE MIT ABS - TECHNIK

Aufgeschnappt

Ti e f s c h n e e l u s t statt Pistenfrust (= Freeriden!)

in Ceüse. Außerdem boulderte er Fb 8b und hakte drei Klassiker der Smith Rocks (USA) ab: „Just do it“ (XI-), „Scarface“ (X+) und „To bolt or not to be“ (X+). Oddo verließ die Schule und möchte sich als Profi versuchen. Auf der Verfolgerliste steht Tito Traversa (ITA), der mit neun Jahren X- klettert.

„Ich gehe in die Schule, auch wenn ich erst zwei Stunden vorher morgens vom Klettern heimkomme.“ Adam Ondra (17) nimmt das Lernen so ernst wie das Klettern und holt alles nach.

„Ich habe ein Baby von drei Monaten und möchte nicht Russisch Roulette spielen!“

Welcher Skifahrer hat mit schwerem Schnee (Bruchharsch etc.) nicht seine Probleme? Mit der ABS-Technik haben Sie einen unkomplizierten Schwung für jede „Schneegemeinheit“.

8000er drunter und drüber  |  Der

Christophe Dumarest (FRA) meidet den Grand Pilier d’Angle wegen Eisschlaggefahr.

„Beim letzten Versuch erreichte ich einen tranceartigen Bewusstseinszustand, an dem ich der Überzeugung war, auf dem höchsten Punkt zu stehen.“ Christian Stangl (AUT) hat eigene Vorstellungen zur Besteigung von Bergen.

Christophe Dumarest und Yann Borgnet in sechs Tagen ohne Seilbahnhilfe: Grandes-Jorasses-Nordwand (ED3, 1200 m), Grand-Capucin-Ostwand (VIII-, 400 m) und Brouillardpfeiler (TD+, VI, A1, 400 m).

Jung, jünger, am schwersten  |  Mit

Foto: Pierre Délas/kairn.com

acht Längen im zehnten Grad wird „Tough Enough“ (X+/XI-, 380 m) auf Madagaskar als vielleicht härteste lange Route der Welt gehandelt. Adam Ondra (17) schaffte die erste Komplettbegehung, zudem befreite er „Mora Mora“ (X+/XI-, 12 SL) und wiederholte „Bravo les Filles“ (X, 13 SL). Heißt der nächste Adam Ondra Enzo Oddo? Wie der tschechische Jungstar kletterte der Italiener mit 15 eine 9a+ (XI+): den Markstein „Biographie/Realization“

Enzos Lebenslinie: Biographie/Realization (XI+)

Cho Oyu (8201 m) war für Alix von Melle der vierte Achttausendergipfel; damit hat sie die bisher erfolgreichste deutsche Achttausenderfrau Gabi Hupfauer überholt. Als nur vorgetäuscht erwies sich der Gipfelerfolg des „Skyrunners“ Christian Stangl am K2: Sein „Gipfelfoto“ wurde 1000 Höhenmeter unterhalb aufgenommen; womöglich verbrachte er die Zeit seiner vorgeblichen Gipfelbesteigung im Zelt mit der Lektüre des Buchs „Vater Morgana“. Der Gipfelerfolg von Oh Eun-Sun (KOR) am Kangchendzönga – und damit an allen 14 Achttausendern – wird von ihrem nationalen Alpenverein offiziell bezweifelt. Ein Ehrenrat aus sechs Höhenbergsteigern und Kantsch-Kennern kam zum Schluss: „Es ist schwer zu glauben, dass sie den Gipfel erreicht hat.“

Nichts ist unmöglich  |  Neuer Rekord beim klassischen Rennen auf den Elbrus (5642 m): 3:23 Stunden brauchte Andrzej Bargiel (POL) für die 12,2 Kilometer und 3240 Höhenmeter. Jede Menge fast einarmige Klimmzüge machte der Australier Marcus Bottay (44) bei seinem Weltrekord im Seilhangeln (ein Fünf-Meter-Hanfseil rauf und runter): 27,80 Meter in einer Minute. Auf den Spuren des Vogteiverwalters David Pappus von Tratzberg fand sich unverhofft eine Chemnitzer Sektionsgruppe: Der hatte genau 400 Jahre vor ihnen, am 24. August 1610, erstmals die Schesaplana (2964 m) im Rätikon bestiegen. o Disclaimer: Die Rubrik „spitz & breit“ richtet einen offenen Blick auf alle Zweige und Blüten, Spitzen und Auswüchse, die der Baum des Bergsports weltweit hervorbringt. Sie will dokumentieren, kommentieren und zum Nachdenken anregen – nicht unbedingt zum Nachmachen. Sondern: Denken Sie nach – klären Sie Ihre Risiken – entscheiden Sie selbst, was Sie tun und lassen!

ABS-Technik

Andrehen, Beugen, Strecken - die wesentlichen Bewegungen, wenn‘s mit Ski um die Kurve geht. Z. Bsp. das Andrehen: Durch Schwingen der Hände in die neue Schwungrichtung wird der Schwung eingeleitet (der Körper angedreht). Beim Tiefschneefahren immer die bogenäußere Hand hochschwingen ... dadurch kommen auch die Skispitzen nach oben ...

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Bergsteigerschule und Reiseveranstalter des DAV

Foto: Folkert Lenz

Foto: DAV Summit Club

Top-Training für den Weg nach ganz oben Seit über 40 Jahren bietet der DAV Summit Club professionell organisierte Expeditionen an. Das einst exklusive Erlebnis ist heute für relativ wenig Zeit- und Geldaufwand zu haben. Die Erfahrung als Veranstalter zeigte eine Lücke im Ausbildungskonzept: Es fehlt ein Kurs, der den routinierten Alpen-Hochtourengeher auf die besonderen Anforderungen einer Expedition vorbereitet und Know-how weitergibt, das sonst nur mühevoll zu gewinnen ist.

Mit dem DAV Summit Club auf Expedition zur Shisha Pangma

Gigantisches Labyrinth aus Expeditionen sind für viele Bergsteiger ein Höhepunkt ihres Erlebens. Besonders, wenn der Gipfel die magische Achttausendmetermarke übersteigt. Folkert Lenz berichtet von seinem Abenteuer in Tibet.

Die Antwort darauf heißt „Trainingscamp“ und „Trainingsexpedition“ – eine Mischung aus Ausbildungskurs und tatsächlicher Expedition unter der Devise „Learning by doing“. Die Teilnehmer lernen wichtige Inhalte für das Bergsteigen in großer Höhe, in Theorie (Höhenphysiologie, -medizin, -taktik, …) und Praxis (Fixseiltraining, Erste Hilfe bei Höhenkrankheit, effizientes Lagerleben, …), sie trainieren bereits Bekanntes wie Eistechnik oder Spaltenbergung und erhalten Gelegenheit, das Ganze im Zusammenspiel am Berg anzuwenden. Ein attraktives Trekking- oder Bergprogramm komplettiert das Erlebnis und stellt zugleich die optimale Vorbereitung für weitere Ziele dar. Kann man sich etwas Spanls nenderes vorstellen? 

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S

chon wieder dieses Keuchen. Drei, vier Mal schnappt der Mund geräuschvoll nach Luft, bevor die Lunge sich beruhigt. Auch Tage nach der Ankunft im Basislager der Shisha Pangma hat der Körper sich noch nicht daran gewöhnt, dass er nur halb so viel Sauerstoff zur Verfügung hat wie im Flachland. „Das Schnaufen wird uns während der ganzen Expedition begleiten“, prophezeit Abi Kirschner. Zu hoch ist das Camp auf über 5600 Meter Höhe, als dass der Organismus sich vollständig anpassen könnte. Zu dünn die Luft. 25 Tage sind jetzt Zeit, um auf den Gipfel der 8027 Meter hohen Shisha Pangma zu gelangen. 25 Tage, die der Summit-Club-Bergführer Kirschner und seine Gruppe wohlüberlegt einteilen müssen: Um drei Hochlager aufzubauen. Um die Höhenakklimatisierung zu vollenden. Und schließlich die Gipfeletappe anzugehen. Die Shisha Pangma gilt als relativ einfacher Achttausender. Trotzdem warnt Kirschner davor, die Erfolgschancen allzu hoch einzuschätzen: „Der Wind kann schnell zum Problem werden.“

Tatsächlich kann die sechsköpfige Gruppe zunächst nur kurze Ausflüge in die Höhe unternehmen. Und sieht dabei, warum der niedrigste der 14 Achttausender für Abi Kirschner zugleich der schönste ist: Auf dem langen Weg zu Lager 1 ist immer wieE X P E D I T I O N E N

Hoch hinaus! Cho Oyu, Shisha Pangma, Broad Peak, Pik Lenin, Ama Dablam, Alpamayo, … und die Erstbesteigung eines Siebentausenders in Westchina – alle Expeditionstermine 2011 im Internet unter: www.dav-summit-club.de der ein Eisbruch zu queren, ein gigantisches Labyrinth aus meterhohen Eistürmen. Kletterei zwischen gefrorenen Blöcken und blinkenden Eiswänden, vorbei an Bächen im Schnee und grün-blauen Teichen. Eine Augenweide!


Fotos: Folkert Lenz

DAV Panorama 6/2010 DAV Summit Club News | Bergsport heute

meterhohen Eisblöcken

Partner vor Ort und Rücksicht auf die Umwelt Der DAV Summit Club verlässt sich bei seinen rund zwanzig Expeditionsangeboten pro Jahr auf bewährte Partner vor Ort. So kommt das Geld auch den Einheimischen zugute. Dumpinglöhne lehnt der DAV Summit Club ab. Doch auch die Umweltverträglichkeit ist wichtig: Beim Anmarsch kommen zum Kochen nur Kerosin oder Gas zum Einsatz, um den spärlichen Bergwald vor Abholzung zu bewahren. Zur Sicherheit sind eine tragbare Überdruckkammer für die Rettung Höhenkranker, Notsauerstoff und das Satellitentelefon obligatorisch. Die Shisha Pangma macht es den Gipfelaspiranten nicht leicht, wochenlang wüten die Höhenstürme. Trotzdem arbeitet sich Abi Kirschners Gruppe in kleinen Schritten Richtung

Gipfel vor. Von seinen ExpeditionsTeilnehmern erwartet er, dass sie das Alpinisten-Handwerk beherrschen: Super Fitness, perfekter Umgang mit Pickel und Steigeisen, gute Kenntnisse der Spaltenbergung seien Grundvoraussetzungen, sagt der Tiroler Bergführer. „Sonst ist man an einem Acht-

Das Panorama-Gewinnspiel mit dem DAV Summit Club Foto: Andi Dick

Die Besteigung zivilisationsferner Gipfel im Himalaya, im Karakorum oder in Südamerika ist für den Reiseveranstalter eine logistische Herausforderung. Nicht nur, wenn viele hundert Kilogramm an Ausrüstung, Brennstoff und Proviant per Yak, Muli oder Träger bewegt werden müssen. Sondern auch bei der Beschaffung von Gipfelgenehmigungen, der Organisation der Vorausfracht per Flugzeug oder beim Einkauf von frischem Proviant.

tausender fehl am Platz.“ Alle Leidensbereitschaft, aller Kampf gegen Kälte, Orkan und Neuschnee nützen am Ende nichts. Gerade ein Expeditionsteilnehmer schafft es diesmal auf den Berg – einer aus einer Handvoll Bergsteiger, die in dieser VormonsunSaison überhaupt den Gipfel erreichen. Für den Summit-Club-Vorläufer, die DAV Berg- und Skischule, war der Gipfel in Tibet 1982 die erste professionell organisierte AchttausenderExpedition im Programm. Mitte Mai heißt es Abschied nehmen. Fast 45 Tage Abenteuer nähern sich dem Ende. Die, die es nicht auf den Gipfel geschafft haben, nehmen es mit Humor. Weil die Shisha Pangma so frei über der tibetischen Hochebene steht, versperrt kein anderes Massiv die Rundumsicht. „Da hat man schon auf 7000 Metern Achttausendergefühle“, witzelt einer beim letzten Abstieg über die spektakuläre Moräne zum Basislager. Noch einmal sechs Kilometer neben spitzen Eisstelen und bröckelnden Seracs. Das Keuchen in der dünnen Luft aber, es will sich bis zum Ende nicht legen. o

Senden Sie Ihre Antwort an: Deutscher Alpenverein Redaktion Panorama Postfach 500 280 80972 München oder an dav-panorama@alpenverein.de Einsendeschluss ist der 10. Dezember 2010. Nicht teilnahmeberechtigt sind die Angestellten der DAV-Bundesgeschäftsstelle. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Sie bietet großem Alpinismus ein Spielfeld Erkennen Sie den abgebildeten Gipfel und gewinnen Sie einen attraktiven Preis vom DAV Summit Club, dem weltweit größten Anbieter von alpinen Reisen und Kursen. Diesmal können Sie ein Ortovox-Sicherheits- und Tourenwochenende für eine Person gewinnen. In drei Tagen auf der Lizumer Hütte lernen Sie alles zum Thema Sicherheit im Schnee: modernes Risikomanage-

ment und Entscheidungstraining, LVS-Training und ABS-Ballon. Wert ca. € 270.-, inkl. Halbpension. Auflösung des Gewinnspiels aus Heft 5/10 Über dem Westfalenhaus der DAV-Sektion Münster locken beliebte Skigipfel wie Zischgeles, Seeblaskogel und Weißkogel. Der Gewinn, ein Trainings- und Tiefschneekurs im Kaunertal, ging an Marko Menge aus Reken.

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DAV Panorama 6/2010

Skitouren in den Urner Alpen

Vorwiegend Sobald die Pässe rund um die Urner Alpen im späten Frühjahr wieder befahrbar sind, beginnt die Skitouren-Hochsaison. Wer früher kommt und eine spannende Skitourenrunde um die Modegipfel Sustenhorn und Galenstock legt, wird mit unvergleichlichen Eindrücken in einer weitgehend einsamen, atemberaubend schönen Hochgebirgslandschaft belohnt. Text und Fotos von Stefan Herbke

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DAV Panorama 6/2010 Urner Alpen | Unterwegs

sonnig

Sustenhorn und Tierberglih端tte bleiben zur端ck, vor den Skibergsteigern liegt der spannende Abschnitt zur Trifth端tte.

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DAV Panorama 6/2010

Nur bei wenig Schnee zu empfehlen: der steile und teilweise mit Ketten gesicherte Sommeranstieg zur Chelenalphütte (o.). Der makellose 400-Meter-Hang des Sustenhorns zieht die Blicke auf sich, da vergisst man fast, auf der Sustenlimi zurück zum Winterhorn zu schauen (u.).

K

erzen auf dem Tisch, die Stirnlampe auf dem Kopf. Man könnte die Lichtverhältnisse romantisch nennen oder einfach sagen, wie es ist: dunkel. Denn die einzige Lampe in der Gaststube bringt nur wenig Licht in die Düsternis. „Tut mir leid“, ruft Rusina aus der Küche, „mehr Lampen kann ich gerade nicht anmachen. Der Geschirrspüler läuft.“ Kein Problem, wir drei sind die einzigen Gäste bei Rusina Hilfiker und Roman Decurtins, die für uns einen Tag früher auf die Hütte gekommen sind. Allerdings nur, weil sich für den nächsten Tag eine größere Gruppe angemeldet hat. Ob die tatsächlich kommen wird, steht in den Sternen, momentan schneit es stark und die Sicht vor der Hütte ist kaum besser als in der Gaststube. Seit fünf Jahren bewartet Rusina die Chelenalphütte. Der kleine Stein-

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bau auf einem Geländeabsatz in den steilen Hängen über dem gleichnamigen Tal liegt vis-à-vis des Winterbergs. Dammastock, Eggstock und Hinter Tierberg heißen nur drei der vielen Dreitausender, die mit wilden Wänden und spaltigen Gletschern ins Chelenalptal abbrechen und eine unverwechselbare Kulisse schaffen.

Seiteneinstieg ins Tourenparadies Die Hütte wird vor allem im Sommer gut besucht, im Winter kommen nur wenige in das einsame und lawinengefährdete Tal. „Im Winter 2008 hatten wir mal 200 Gäste, da waren wir drei Wochen auf der Hütte, aber meist sind es weniger als 50“, sagt Rusina und ergänzt: „Wir gehen nur bei Anmeldungen größerer Gruppen auf die Hütte.“ Ob die dann auch wirk-

lich aufsteigen, weiß allerdings keiner: „Vor zwei Wochen hatten wir 67 Anmeldungen – gekommen sind sieben.“ Auf uns ist Verlass, wir sind da, trotz dichtem Schneefall, der uns beim Anstieg vom Göscheneralpsee die Sicht genommen hat. Zum Glück war bereits die Straße freigeräumt, so dass wir von Abfrutt bei Göschenen mit dem Taxi bis zur Staumauer fahren konnten. Der Wasserspiegel des Stausees war zum Winterende bedenklich gesunken, auch die Eisdecke machte keinen zuverlässigen Eindruck, so dass wir den sicheren Zustieg auf dem Sommerweg wählten. Der 1960 fertiggestellte Stausee verlängert den Anstieg zur Chelenalphütte um rund eine Stunde, doch das ist nichts gegen den Verlust für die Menschen, die einst hier lebten. Denn in den Fluten des Stausees versank ein kleines Dorf, die Bewohner wurden nach Gwüest um-


DAV Panorama 6/2010 Urner Alpen | Unterwegs

gesiedelt. Die Göscheneralp wurde bereits im 17. Jahrhundert besiedelt und galt als höchstgelegene Dauersiedlung des Kantons Uri; ein abgelegener Posten, der nur im Sommer zu erreichen und im Winter monatelang von der Außenwelt abgeschnitten war. Im dichten Nebel folgten wir den Spuren von Rusina und Roman, die einige Stunden vor uns aufgestiegen waren, und fanden so problemlos den Einstieg in den Sommerweg, der steil durch die Felsen zur Hütte führt. Eine Hütte inmitten der Berge ist etwas Wunderbares, vor allem bei so unwirtlichem Wetter. Draußen schneit’s, drinnen ist es dank Heizstrahler und Kerzenlicht angenehm warm, wenn

Einsame Täler, unberührte Hänge und Gipfel, die erst im späten Frühjahr Hochsaison haben

auch recht dunkel – der erst 2008 bei der Küchenrenovierung eingebaute Geschirrspüler braucht einfach zu viel Strom. Und der wird über die Fotovoltaikanlage gewonnen, für die heute kein guter Tag war. Der nächste Morgen beginnt kalt und wolkenlos, so wie der Wetterbericht es gemeldet hat. Und auch die

nächsten Tage soll sich das Wetter von seiner sonnigen Seite zeigen. Vier Tage mit guter Sicht brauchen wir, denn die geplante Runde in den Urner Alpen führt durch eine abgeschiedene Gletscherwelt, in der man bei Nebel und Schneefall keine Orientierungsmöglichkeit hat. Dabei berühren wir zwischen Göscheneralpsee und Tierberglihütte kurz die kaum begangene „Urner Haute Route“, die von Realp bis nach Engelberg führt, und folgen zwischen Sustenlimi und Rhonegletscher der „Franzosen-Rundtour“, die noch am ehesten mit unserer geplanten Tour übereinstimmt. Der heutige Tag hält sich schon einmal an die Vorhersage und verspricht einen wunderbaren Tourentag und viel Sonne für die Stromgewinnung auf der Chelenalphütte. Aus der Küche duftet bereits der Kaffee, wobei Roman mit der ersten Tasse gleich verschwindet. „Für Rusina, dann steht sie besser auf und hat den ganzen Tag gute Laune.“ Überprüfen können wir das nicht, denn gleich nach dem Frühstück geht es los. Der Schnee ist hart, das Gelände steil, so dass wir erst einmal zu Fuß aufsteigen, bis wir auf rund 2600 Meter Höhe weite, sonnenüberflutete Hänge erreichen. Beim Anstieg gibt es viel zu schauen: Der Winterberg bildet eine imposante Kulisse, vor uns tauchen immer wieder neue Berge, Grate und unberührte Schneeflächen auf, und schließlich erblicken wir über der Einsattelung der Sustenlimi das Sustenhorn mit seinem markanten, gleichmäßig geneigten Gipfelhang. Sieht harmlos aus, hat es aber in sich, denn bis zum Gipfelkreuz sind es noch über 400 Höhenmeter. Keine Spur ist zu sehen, außer uns kein Mensch unterwegs. Erst als wir auf der Sustenlimi stehen und das riesige Gletscherplateau überblicken, tauchen von links her die ersten Tourengeher über den Steingletscher auf, einer nach dem anderen, unterwegs auf dem klassischen Anstieg vom Hotel Steingletscher. Im Frühjahr, sobald die Sustenpass-Straße bis zum Hotel geöffnet hat, werden es Hunderte sein. Platz wäre reichlich vorhanden auf den weiten Gletscherhängen und auf dem 37


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großen Gipfel mit Kreuz. Der Ausblick auf die Gipfelwelt der Urner Alpen ist einmalig und dahinter sind sogar die Viertausender der Berner Alpen zu sehen. Stundenlang könnte man schauen, der Rest des Tages ist schließlich ein Kinderspiel, bis auf den kurzen Gegenanstieg zur Tierberglihütte geht es nur bergab. Oder man unternimmt noch einen Abstecher auf das Gwächtenhorn, das so verlockend gegenübersteht und in dessen steiler Nordflanke einige Spuren zu entdecken sind. Wie auch immer, der Tag klingt in der Tierberglihütte aus, wo wir fasziniert den imposanten Gletscherbruch zwischen Vorder Tierberg und Hütte betrachten und in Gedanken bereits unsere Spur oberhalb der Spalten Richtung Tierberglücke legen. Morgen früh! Jetzt erst einmal hinein in den Steinbau, den Heiri Büchler und seine Frau Helen seit vier Jahren bewarten. Sie haben den Schritt keine Minute bereut. „Es macht einfach Spaß, mit den Leuten in den Bergen zu arbeiten“, erzählt Heiri, „die Arbeit ist sehr vielseitig: Wir kochen, putzen, helfen, retten, flicken, wir machen immer was Neues – aber es ist ein knochenharter Job.“ Der Beginn war gut, gleich der erste Winter 2007 brachte dank des schönen Wetters so viele Übernachtungen wie noch nie, und es geht weiter aufwärts. 2009 war das beste Jahr in der Hüttengeschichte. Natürlich müssen sie hier oben, auf der Felsinsel am Rand des Gletschers, auf einige Annehmlichkeiten verzichten: „Unser Kühlschrank ist vor dem Fenster und im Vorratsraum“, erzählt Helen, und auch das Wasser ist ein Problem, da die Leitungen oft eingefroren sind und dann nur das Außen-WC benutzt werden kann – laut Homepage „romantisch, mit schönster Aussicht auf das Sustenhorn“. Doch die schönen Augenblicke wiegen alles auf. „Die Ruhe nach dem Sturm, wenn alle aufgebrochen sind, oder wenn wir alleine vor der Hütte sitzen und Zeit zum Genießen haben, das sind einfach unvergleichliche Momente.“ Nur eines ist mühsam, meint Heiri: „Für den Hüttenwart ist nicht das Wetter entscheidend, sondern die Prognosen. Sagen 38

sie schlecht, dann kommen die Leute nicht, sagen sie gut, dann kommen alle – selbst wenn das Wetter dann schlecht ist.“

Hinein in die Mausefalle Der Wetterbericht ist jedoch unverändert gut, das bestätigt uns Heiri am nächsten Morgen noch einmal: „Ihr habt Glück, denn bei Schlechtwetter ist die Trift eine Mausefalle.“ Voller Vorfreude queren wir von der Hütte hinüber zur Tierberglücke, schauen begeistert auf die schon näher gekommenen Berner Alpen und legen los: Wie ein Kanonenrohr zieht das Tal Zwischen Tierbergen über 1200 Höhenmeter hinunter auf den Triftgletscher, ein traumhafter Schlauch mit einer Folge noch schönerer Hänge und einer steilen, schmalen Einfahrt. Das sollte ein Höhepunkt der Runde durch die Urner Alpen werden. Soweit die Theorie. Die Praxis beschert uns bockharten Schnee, auf dem die Kanten verzweifelt Halt suchen, dann wieder Bruchharsch der übelsten Sorte, hart gefrorene Lawinenboller und ein steiniges Finale, bei dem es nur darum geht, sturzfrei auf den letzten Schneeresten die

Gletscherzunge des arg geschrumpften Triftgletschers zu erreichen. Etwas unterhalb sieht man die Eisdecke des durch den Gletscherrückgang entstandenen Sees, über uns hängt ein bedrohlicher Gletscherabbruch, unter dem frische Eislawinen daran erinnern, dass der Gletscher keinen Winterschlaf hält. Vor uns bli-

cken wir auf eine steile Rinne, die den einzigen Ausweg aus diesem Kessel ermöglicht. Die Strecke dorthin hat es allerdings in sich: Ohne Pause sausen aus der Flanke über uns kleine und große Steine über die hart gefrorene Schneefläche, ändern abrupt ihre Richtung und zischen knapp an uns vorbei. Immer mit Blick auf die Stein-


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Die letzten Meter auf das Sustenhorn, im Hintergrund warten bereits mit Gwächtenhorn und – in den Wolken – Dammastock die nächsten Gipfelziele (o.). Besser geht’s nicht: Pulverschnee in der Nordflanke des Gwächtenhorns, danach die gastliche Einkehr in der Tierberglihütte (u.).

Weite Gletscher, steile Flanken und Schutzhütten, die wie Oasen im ewigen Eis stehen schleuder geht es an die Querung, dann stehen wir in der Rinne und werden regelrecht gebraten. Erbarmungslos knallt die Sonne in den Hohlspiegel, unter der dünnen Schneedecke gluckst verdächtig laut der Bach, während im Hintergrund ein Rumpeln anzeigt, dass der Triftgletscher wieder eine Ladung Eis losgeworden ist.

Nach der heißen Rinne bietet das gemütliche Trifttälli eine kurze Verschnaufpause und der nordseitige Anstieg zur Sacklimi eine willkommene Abkühlung. Voller Erwartung steigen wir über die Hänge auf, denn oben bietet sich ein erster Blick auf die eindrucksvolle Gletscherwelt zwischen Hinter Tierberg, Wysse Nollen und Gwächtenhorn. Ein Abstecher rechts auf das Steinhüshorn mit seinen wunderbaren Skihängen entschädigt für das morgendliche Rumgekratze in Zwischen Tierbergen und begeistert mit großartigen Ausblicken – über 2000 Meter tiefer liegt Guttanenen, gegenüber ragen die Berner Alpen auf, und über dem Triftgletscher erkennt man den leuchtend weißen Dammastock mit seinen Nachbargipfeln –, dann queren wir oberhalb des Gletscherabbruchs und unterhalb beeindruckender Eistürme hinüber zur kleinen Trifthütte.

Die von Renate Brun liebevoll geführte Hütte überrascht positiv. Zwar gibt es auch hier Probleme mit dem Wasser, so dass die 36-Jährige viel Schnee schmelzen muss, dennoch funktioniert alles reibungslos. Für die Katzenwäsche gibt es im Waschraum eine kleine Schüssel mit dem kostbaren Nass, und die Trocken-Toiletten funktionieren auch ohne Wasser bestens. Zwölf große Batterien garantieren, dass es genug Strom und damit Licht gibt. In der Küche bereitet Renate bereits die Lasagne für das Abendessen vor, während wir uns mit Apfelstrudel und Haslikuchen stärken – frisch gebacken. Seit vier Jahren ist Renate auf der Trift, die im Winter bei Schlechtwetter schnell zur Sackgasse wird. „Es ist natürlich schön, wenn das Wetter mitspielt“, erzählt sie, „aber Schlechtwetter ist für mich auch kein Problem – ich hab ja alles, was ich brauche.“ 39


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Das gemütliche Steinhüshorn ist eine lohnende Fleißaufgabe mit Pluspunkten für Aussicht und Abfahrt (l.). Felle abziehen in der Tierberglücke am Beginn der ersten Abfahrt des Tages (M.) und ein Radler als Belohnung auf der Trifthütte – Auftakt des gemütlichen Teils des langen Tourentages (r.).

Einsamkeit ist die einst jüngste Hüttenwartin der Schweiz gewohnt, schließlich kümmerte sie sich zuvor sieben Jahre um die Mittellegihütte am Eiger. Eine schöne Zeit, aber auch lange genug. Sie wollte etwas Neues sehen und eine Hütte haben, von der aus man auch Skitouren machen kann. Und eine, die weit weg ist vom Tal, bei der man 40

lange Zustiege hat. „Je weiter weg, desto schöner ist es“, meint Renate. Die Trift entspricht genau ihren Vorstellungen, der kürzeste Zustieg im Sommer beträgt viereinhalb Stunden ab der Triftbahn, im Winter sind es Minimum fünf Stunden – von der Tierberglihütte. Die Trift ist ihr Wahlzuhause, auch wenn sie nach mehreren Wochen am Berg ger-

ne einmal ins Tal absteigt und Freunde besucht. „Im Winter arbeite ich an einer Schneebar und freue mich jeden Tag auf die Hütte, auf eine tolle lange Saison und auf Leute, die es schätzen, eine bewartete Hütte anzutreffen und dort Halbpension zu bekommen.“ Und die sich beim Frühstück über im Holzofen gebackenes Brot und


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Bohnenkaffee freuen. Mit einem guten Frühstück fängt der Tag doch gleich viel besser an. Die Stimmung ist daher gut, auch wenn das Wetter nicht mitspielt – es schneit. Aber wohl nur hier, denn der Wetterbericht meldet immer noch „überwiegend sonnig“ und damit unverändert gut. Das wird schon, also los Richtung Triftgletscher und hinein in die Wolken. Der Schneefall wird stärker, die Sicht immer schlechter, von dem versprochenen Schönwetter keine Spur. Die alten Skispuren sind längst zugeschneit, ringsum verschwindet alles in konturlosem Weiß. Wir müssen warten, auf bessere Sicht oder, noch besser, auf die versprochene Sonne. Eigentlich sollte die Etappe der Höhepunkt unserer Runde werden, mit Wysse Nollen, Eggstock, Schneestock und Dammastock hätte man vier Dreitausender einsammeln können, darunter den höchsten Gipfel der Urner Alpen, doch daraus wird nichts, so viel ist jetzt schon klar. Das neue Ziel heißt Undri Triftlimi, ein leichter Übergang auf den Rhonegletscher und bei diesem Wetter der einzige Ausweg aus der Mausefalle Trift – falls die Sicht besser wird. Fehlanzeige. Eine kurze Pause im Dauer-

schneefall nutzen wir für die Umkehr zur Trifthütte, wo wir an Heiri von der Tierberglihütte denken („Sagen sie gut, dann kommen alle – selbst wenn das Wetter dann schlecht ist.“) und mit dem neuesten Meteo versorgt werden – für morgen ist „vorwiegend sonnig“ gemeldet. Was das heißt, sehen wir anderntags beim Blick aus dem Fenster – es schneit immer noch. Doch es hilft nichts, wir wollen weiter, probieren es erneut und haben Glück. Die Sicht ist geringfügig besser, so dass wir die Undri Triftlimi finden und auf den Rhonegletscher wechseln, wo wir nach einem kurzen Stück Blindflug bald die ersten Lichtblicke entdecken – und nach einer kilometerlangen Abfahrt auf Belvédère mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein begrüßt werden. Ein kurzer Gegenanstieg zum Furkapass, dann lassen wir es laufen, kilometerweit gleiten wir erleichtert über die Passstraße zum schon lange sichtbaren Hotel Tiefenbach.

Wechsel auf die Sonnenseite Dort werden wir von Madeleine und Hansruedi Tresch erwartet, die sich mit dem Hotel einen Lebenstraum erfüllt haben und sich darüber freuen, dass wir da sind – wenn auch mit einem Tag Verspätung. „Diesen Winter hatten wir bereits 235 Absagen, obwohl das Wetter dann doch gut war“, erzählt Madeleine, „auch gestern war es sonnig.“ Kaum zu glauben. Und wir mussten wenige Kilometer entfernt im Schneefall umdrehen. Doch das ist Schnee von gestern, glücklich sitzen wir auf der Terrasse, probieren den Brotzeitteller und trinken Bier. Und verstehen, warum die

Dreitausender zum Sammeln, atemberaubende Logenplätze und kilometerlange Abfahrten 41


Durch die Urner Alpen Anreise n Mit der Bahn nach Göschenen, mit dem Taxi zum Göscheneralpsee. n Mit dem Auto über Bregenz und den Walensee zur Ausfahrt Schindellegi am Zürichsee, ab hier der Beschilderung Gotthard folgen über Sattel, Schwyz und Altdorf nach Göschenen. Zufahrt ins Göschener Tal meist nur bis Abfrutt möglich, weiter mit dem Taxi (Alpentaxi Mattli, Tel.: 0041/(0)41/885 10 86) zum Göscheneralpsee. Unterkunft Falls die Chelenalphütte nicht bewartet ist, empfiehlt sich eine Übernachtung im Berggasthaus Göscheneralp (Tel.: 0041/(0)41/885 11 74) in Gwüest, einem ganzjährig bewohnten Weiler kurz unterhalb des Göscheneralpsees. Hütten n Chelenalphütte (2350 m, SAC), im Frühjahr gelegentlich bewartet, www.chelenalp.ch n Tierberglihütte (2795 m, SAC), im Frühjahr bei gutem Wetter durchgehend bewartet, sonst an den Wochenenden oder auf Anfrage, www.tierbergli.ch n Trifthütte (2520 m, SAC), ab Mitte März bis Ende Mai bei guten Verhältnissen bewartet, www.trifthuette.ch n Hotel Tiefenbach (2106 m, privat), im Frühjahr in der Regel durchgehend offen, www.hotel-tiefenbach.ch Anforderung Anspruchsvolle und konditionell anstrengende Durchquerung, für die man unbedingt gute Wetter- und Sichtverhältnisse benötigt. Bei Schlechtwetter ist die Trifthütte eine Mausefalle und eine Rückkehr ins Tal kaum möglich. Komplette Gletscherausrüstung und Harscheisen erforderlich, bei ganz hartem Schnee sind für die Hänge oberhalb der Chelenalphütte und den Schlussanstieg auf den Lochberg Steigeisen hilfreich. Beste Zeit Ende März bis Mitte Mai. Auskunft n Schweiz Tourismus, Tel.: 00800/10 02 00 30 (gebührenfrei), www.MySwitzerland.com n Tourist Info Uri, Tel.: 0041/(0)41/874 80 00, www.uri.info n Haslital Tourismus, Tel.: 0041/(0)33/972 50 50, www.haslital.ch 42

Bergführer ALPIN SPORT TS, Thomas Stephan, Eckbergstr. 15, D-76534 Baden-Baden, Tel.: 07221/728 31, www.alpinsport-ts.de Literatur Martin Maier: Skitouren Zentralschweizer Voralpen und Alpen – Einsiedeln bis Gotthard, Verlag des SAC, 2010. Karte Schweizer Landeskarte, Blatt 255 S Sustenpass mit eingezeichneten Skitouren, Maßstab 1:50.000. Etappen 1. Tag: Abfrutt (1167 m) – mit dem Taxi zum Göscheneralpsee (1797 m) – Berg (1949 m) – Chelenalptal – Chelenalphütte (2350 m); Zeit: 3-3 1/2 Std. 2. Tag: Chelenalphütte – Sustenlimi (3089 m) – Sustenhorn (3503 m) – Steingletscher – Tierberglihütte (2795 m); Zeit: 5-6 Std. 3. Tag: Tierberglihütte – Tierberglücke (2986 m) – Zwischen Tierbergen – Triftgletscher – Trifttälli – Sacklimi (2660 m) – Triftgletscher – Trifthütte (2520 m); Zeit: 5-5 1/2 Std. 4. Tag: Trifthütte – Triftgletscher – Eggstock (3556 m) – Dammastock (3630 m) – Rhonegletscher – Belvédère (2272 m) – Furkapass (2431 m) – Hotel Tiefenbach (2106 m); Zeit: 7-9 Std.; Variante: Übergang vom Trift- auf den Rhonegletscher über die Undri Triftlimi (3081 m) 5. Tag: Hotel Tiefenbach – Älpetli – Sattel westlich der Albert-Heim-Hütte – Winterlücke (2854 m) – Lochberg (3074 m) – Göscheneralpsee – mit dem Taxi zurück zum Parkplatz; Zeit: 4 1/2-5 Std.

Vorbei an markanten Felszacken führt das fotogene, aber steile Finale auf den Lochberg (o.). Gemütlicher Anstieg am Galenstock vorbei zum Brotzeitplatz in der Winterlücke (u.).


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Sonnige Täler, kühne Felstürme und Hänge für eine der schönsten Abfahrten der Alpen beiden sich hier oben so wohlfühlen – das Hotel Tiefenbach steht auf einem wirklich traumhaften Platz gleich neben der noch tief verschneiten Furkapassstraße und wird selbst an den kürzesten Wintertagen mit fast sieben Stunden Sonne verwöhnt. Auch morgen sollte das so sein. Wir sind Optimisten und vertrauen der Vorhersage, die diesmal „meist sonnig“ meldet. Und tatsächlich, der

nächste Morgen bietet einen traumhaften Sonnenaufgang. Auf dem gut durchgefrorenen Schnee gewinnen wir beim Anstieg unter die AlbertHeim-Hütte schnell an Höhe und genießen den Bilderbuchblick auf den Galenstock. Nach einer kurzen Abfahrt ändert sich die Kulisse, messerscharfe Grate, kühne Felsnadeln und jähe Abbrüche begleiten uns beim Anstieg zur Winterlücke, wo der Blick

frei wird auf die Abbrüche des Winterbergs und die Gipfel des Hauptkamms, die immer noch von dichten Wolken eingehüllt sind. Das steile Finale auf den Lochberg ist die Krönung der fünftägigen Runde durch die Urner Alpen – und die Abfahrt zum Göscheneralpsee die Kür. 1200 Höhenmeter feinste Hänge, oben ein wunderbar steiler Gletscher, dann Gräben, Rücken und nicht enden wollende Hänge mit Tiefblick auf den Stausee, schließlich die steile Querung zur Staumauer, wo uns das Taxi erwartet und zurückbringt in ein Tal, das in den letzten fünf Tagen deutlich grüner geworden ist – der Frühling ist nicht mehr aufzuhalten. o Stefan Herbke (43) liebt Skitouren, besonders unbekannte, skifahrerisch interessante Ziele abseits häufig begangener Klassiker sowie großzügige Skidurchquerungen, bei denen immer wieder neue Landschaftseindrücke zu gewinnen sind.

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Naturpark-Wandern auf dem Seealpen-Trek

Wo nachts

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die Wölfe heulen Hohe Berge und Gletscher nur einen Katzensprung vom Mittelmeer entfernt: Königliche Jagdsteige, Militärwege, Schmugglerrouten und eine gute Hüttendichte machen die Seealpen zwischen Piemont und Côte d’Azur zu einem Trekkingparadies unter der Sonne des Südens. Text und Fotos: Iris Kürschner

Blütenpracht am Wegesrand und Aussichtsloge im Hintergrund: das Rifugio Emilio Questa am Lago delle Portette im Hochtal von Valasco.

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D

ie riesige Tatzenspur, die sich gestochen scharf in die feuchte Erde einprägt, muss noch ganz frisch sein. Ein Hund kann es nicht gewesen sein, die sind im Naturpark nicht erlaubt. Leise pirschen wir uns weiter, alle Sinne auf Alarm gestellt. Nichts passiert. Kein grauer Schatten, keine gelben Augen, die uns durchbohren bis auf den Grund unserer Seele, wie im Alpha-Park, einem Wolfsgehege im französischen Boréon-Tal. Drei Rudel leben dort im Schutz eines eingezäunten Waldes und von einem speziellen Beobachtungsposten aus kann man den Tieren ganz nahe kommen. Faszination Wolf. Den Bauern ein Leid, den Naturschützern und Tierliebhabern eine Freude, dass vor Jahren Wölfe aus dem Apennin in die Seealpen vorgedrungen sind und ihr Revier in den Alpen immer mehr ausdehnen. Der Alpha-Park im Nationalpark Mercantour war das erste Projekt, um dem negativen Image des Wolfes

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eine Wende zu geben, aufzuklären. Im Sommer 2010 ist ein weiteres Wolfsgehege auf italienischer Seite bei Entracque an der Pforte zum Naturpark Alpi Marittime eröffnet worden. Aber, wie uns die Wolfsexpertin Francesca Marucco, Leiterin des „Progetto il Lupo“, erklärt hatte, für den Wanderer ist es relativ unwahrscheinlich, auf einen Wolf zu treffen, weil diese scheuen Tiere jegliche menschliche Nähe meiden. Die Seealpen erstrecken sich in den piemontesischen Alpen vom Colle della Maddalena (Stura-Tal) bis zum Tendapass (Vermenagna-Tal), der die Seealpen von den Ligurischen Alpen trennt. Tief eingeschnittene Täler, flankiert von schroffen Gneis- und Granitgipfeln, die von der 3297 Meter hohen Cima Argentera überragt werden. Hier treffen die südlichsten Gletscher des Alpenbogens mit mediterranen Klimafaktoren zusammen und bringen eine außergewöhnlich vielfältige Flora hervor. Zur Einstimmung

Der Wolf ist wieder heimisch geworden in den Seealpen; morgendlicher Aufbruch vom Rifugio Emilio Questa (l.o.); eine heimelige Atmosphäre vor den beeindruckenden Felsstürzen der Argentera verbreitet das Rifugio Remondino (l.u.); Panoramawandern auf der ehemaligen Militärstraße.

empfehlenswert ist ein Besuch des botanischen Gartens „Valderia“ in Terme di Valdieri. Die geringe Durchlässigkeit des Unterbodens lässt unzählige Bäche, Wasserfälle und Seen entstehen. Auf italienischer Seite ist der zentrale Teil der Seealpen als Naturpark, auf französischer Seite als Nationalpark geschützt. Ab 1857 beanspruchte König Vittorio Emanuele II., der damalige Regent von Savoyen-Piemont und spätere König des neuen Italien, die Seealpen als sein Jagdrevier. Er ließ unzählige Reit- und Jagdsteige bauen, die später vom Militär befestigt wurden und aus denen sich eine fantastische Höhenroute zusammensetzen


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Den Bauern ein Leid, den Naturschützern eine Freude, dass vor Jahren Wölfe aus dem Apennin in die Seealpen vorgedrungen sind.

lässt. Besonders schön gestaltet sich diese mit einem Abstecher in den angrenzenden Nationalpark Mercantour.

Auf Spuren des Militärs Von der Provinzhauptstadt Cuneo ist es ein Katzensprung in die GessoTäler, die sich in das Herz des Parco Naturale delle Alpi Marittime bohren. Auch mit Zug und Bus ist es kein Problem, bis nach Terme di Valdieri, dem Ausgangspunkt der achttägigen Tour, zu gelangen. Schwefel- und bromhaltige Thermalquellen haben den Ort im westlichsten der drei Gesso-Täler berühmt gemacht. Die schon den Rö-

mern bekannten Heilquellen wurden später von der Königsfamilie rege genutzt und noch immer lässt sich in den dampfenden Außenbecken herrlich entspannen. „Das Dolce far niente in diesem stillen Alpentälchen ...“ hatten auch Ludwig Purtscheller und Walter Bodenmann nach ihren Gipfelerkundungen im Sommer 1890 geschätzt. Von Terme di Valdieri bestiegen sie den Monte Matto und die Argentera, nicht als Erste, das hatte ihnen schon William Augustus Brevoort Coolidge 1879 mit seinem bewährten Führerteam Christian Almer und Sohn aus Grindelwald abgenommen. Wie wir freuten sich die Pioniere über die gut

gelegten Wege, die einst den König und sein Gefolge bequem in die obersten Regionen führten. Auf des Königs Spuren starten wir ins Hochtal von Valasco, wo eines seiner prächtigsten Jagdschlösser zu bewundern ist und jüngst zur Wanderherberge umfunktioniert wurde. Eine Etage höher liegt eine ganze Kette verträumter Bergseen. Rotes Gestein und Blumeninseln setzen wunderschöne farbige Akzente. Wer sich auskennt, kann auf eine ganze Reihe endemischer Pflanzen stoßen. Legendär ist der Argentera-Steinbrech (Saxifraga florulenta). Eine unscheinbare Rosette, die über fünfzig Jahre alt werden kann und nur einmal in ihrem Leben eine imposante rosa Blütenrispe entfaltet, bevor sie stirbt. Mitunter ist der Weg kunstvoll gepflastert und breit wie eine Chaussee. Immer wieder Militärruinen. Auch das Rifugio Emilio Questa war ein ehemaliger Militärposten. Als prächtige Aussichtsloge auf das Valasco-Hochtal und den mächtigen Monte Matto, ein Zipfel von der Argentera ist ebenfalls zu sehen, balanciert die rustikale Berghütte auf einem Rücken nur wenige Meter über dem Lago delle Portette. Auch die Fortsetzung zu den Laghi di Fremamorta ist bequemes Panoramawandern. Nebelfetzen wabern herauf, hüllen die Seeaugen für Sekunden ein, lösen sich genauso plötzlich wie von Geisterhand wieder auf. Welches Geheimnis bergen die Seen, dass sie zu einem solchen Namen kamen: Fremamorta, die tote Frau. Wir könnten über den Fremamorta-Pass gleich ins Boréan-Tal wechseln, wollen uns aber den grandiosen Talschluss des Gesso della Valletta nicht entgehen lassen und das Rifugio Remondino, das wie ein Schloss unter den mächtigen Felsabstürzen der Argentera thront. Das wiederum heißt Kniearbeit, tief hinunter, steil hinauf. Dazwischen knorrige Lärchen, ein giftgrünerTalgrund,umschlossenvonhimmelhohen Wänden, gurgelnde Bäche – traumhaft schön ist auch das Lösen der Wanderschuhe von den dampfenden Füßen und das Bier vor der Remondinohütte, aus der schon der Duft von frisch gebackenem Brot strömt. 47


DAV Panorama 6/2010

Nicht weit von der Hütte entfernt lümmeln sich Steinböcke und warten darauf, dass wenigstens einer der Zweibeiner nicht auf den Lokus verschwindet, sondern outdoor pinkelt, begierig darauf, die Mineralien dann auflecken zu können. Alles Geschmackssache. Der nächste Etappenabschnitt ist abenteuerlich. Zunächst noch ein Pfad gegen den Lago di Nasta, den höchstgelegenen See der Seealpen, in dem auch im Sommer Eisschollen herumschwimmen, dann endlose Schutthalden zum Grenzkamm. Die Markierungen sind nicht immer sofort ersichtlich. Bei Nebel wäre die Orientierung auf eine harte Probe gestellt. „Tempo il lupo“ nennt man hierzulande solche Wetterlagen, denn bei Nebel vergreift sich der Wolf gerne auch an behüteten Schafen.

Mit den Vögeln stehen wir auf und sind schon am Lac de Trécolpas, als ihn die ersten Sonnenstrahlen zum Schillern bringen.

Schicksalsrouten Am Col Guilié betreten wir das Gelände des französischen Nationalparks Mercantour und arbeiten uns durch verwegene Flanken über der tiefen Furche des Boréon-Tals in den Gebirgskessel von Cougourde, der einen in die Dolomiten versetzt. Wilde Kalkspitzen, beeindruckend vor allem die Gestalt des Cougourde, die gemäß Namen an einen Kürbis erinnern soll. Eine Passage trennt uns noch vom Lac des Sagnes, dessen Abfluss als Wasserfall auf eine liebliche, mit Lärchen durchsetzte Höhenterrasse stürzt, sich dann als silberner Faden durch ein Moorbiotop schlängelt, an dessen Rand wir das Refuge de la Cougourde erkennen können. Plötzlich dieses Geräusch. Ein Heulen, schwach, aber deutlich erkennbar. Wieder. Ein Echo? Oder ein Gruß aus dem Rudel des Alpha-Parks, die einem ihrer frei lebenden Artgenossen antworten? Wir lauschen angestrengt, aber der Spuk ist schon vorbei. Am Refuge de la Cougourde überrascht uns das nächste Wunder, da balgen sich in der Abenddämmerung Gämsen und Steinböcke und zeigen überhaupt keine Scheu vor menschlichen Gestalten. Vor allem das nahe Herankommen an Gämsen ist sehr ungewöhnlich und uns bisher nur in den Seealpen begegnet. 48

Mit den Vögeln stehen wir auf und sind schon am Lac de Trécolpas, als die ersten Sonnenstrahlen den See mit seiner fotogenen Insel zum Schillern bringen. Die Schmuggler von damals hatten sicherlich keine Muse für dieses Idyll, als sie ihre illegale Ware über den Pas des Ladres, den Pass der Diebe, schufteten. Salz von den Salinen der Küste zum Beispiel, das früher mit happigen Steuern belegt war, so dass es sich lohnte, über Schleichwege die Zollstationen an der Tendapassstraße zu umgehen. Wir folgen der alten Schmugglerroute weiter in den Col de Fenestre und sind wieder an der Grenze zu Italien – mittags ein beliebter

Treffpunkt beider Nationalitäten zum Picknick und Fotoshooting mit Steinböcken, die an dem militärisch befestigten Übergang träge in der Sonne liegen. Um den historischen Pass ranken sich viele Legenden und Schicksale. So wurde beispielsweise der Übergang während der Nazizeit 1943 von einer großen Gruppe jüdischer Familien als Fluchtweg genutzt, die jedoch auf ihrem vermeintlichen Weg in die Freiheit Richtung Borgo San Dalmazzo in die Fänge der vorrückenden deutschen Truppen gerieten und nach Auschwitz abtransportiert wurden. Die Route ist als einer der Freiheitspfade des italienisch-französisch-schweizerischen


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Rosa leuchtende Kohlröschen und See-Idyll am Lac de Trécolpas auf der alten Schmugglerroute an der französisch-italienischen Grenze; Steinböcke als neugierige Zaungäste am Refuge de la Cougourde (l.); Madone de Fenestre, christliche Stätte und wichtigstes Heiligtum der französischen Seealpen (r.u.).

Gemeinschaftprojekts „Gedächtnis der Alpen“ dem tragischen Ereignis gewidmet. Gleichzeitig stehen wir hier auch auf einer uralten Pilgerroute, die uns in rund einer Stunde hinunter nach Madone de Fenestre, dem wichtigsten Heiligtum der französischen Seealpen, führt. Gemäß Überlieferung wurde die christliche Stätte auf den Resten eines heidnischen Tempels erbaut. Der Ursprung der „Madonna des Fensters“ beruht auf einer Legende der Hirten, die einst eine wunderschöne Frau mit ihrem Kind in einer wie von Geisterhand sich öffnenden Felswand, einem „Fenster“ (finestra/fenêtre) im Fel-

sen, verschwinden sahen. Die der Kapelle benachbarte Alpenvereinshütte ist gut besucht. Einige der Gäste haben eine Besteigung des Mont Gélas vor, der sich eindrücklich über dem Talschluss erhebt. Wir hingegen werden ihn umrunden, weil uns seine vergletscherte Nordseite reizt. Der Übergang zum Refuge de Nice ist rau. Der Pas du Mont Colomb ist nur eine schmale Scharte, durch die man sich fast durchzwängen muss. Seit dem Refuge de la Cougourde leiten die Markierungen des GR 52 durchs Gelände. Dieser Weitwanderweg führt vom Refuge de Nice weiter zu den Hochtälern am Fuß des Mont Bego, die durch ihre prähistorischen Felsgravuren Berühmtheit erlangt haben. Ein lohnender Abstecher, doch im Hochsommer auch gut frequentiert. Der Weg abseits des Stroms biegt am Refuge de Nice ab. Kein Mensch begegnet uns fortan trotz Hauptsaison. Am Passo del Pagari wieder ein Grenzwechsel und ein Wahnsinnsblick zum Monte

Viso. Der Übergang liegt zwischen Gélas und Clapier, den zwei letzten Dreitausendern des Alpenbogens. Kaum fünfzig Kilometer Luftlinie vom Mittelmeer entfernt harren hier nordseitig die südlichsten Gletscher möglicherweise ihre letzten Jahre aus. Die Klimaerwärmung hat ihnen bereits arg zugesetzt.

Exotisches am Höhenweg Neben wenigen Firnfeldern überwiegen die „Ghiacciai neri“ (schwarzen Gletscher), mit Blockwerk und Moränenschutt bedecktes Eis, die daher als Gletscher nicht sofort erkennbar sind. Eine Universitätsstudie von 2007 hat ergeben, so erzählt uns Aladar, der Hüttenwirt des Rifugio Pagari, dass der Pagari-Gletscher durchschnittlich nur noch etwa sechs Meter, an seiner tiefsten Stelle zwölf Meter dick ist. Aladar ist voller Geschichten. Er sei ein Buddhist, nein, ein Baba, erzählen sich die Leute im Tal. Oder ein Aus49


Seealpen-Trek Ausgangs- und Endpunkt Terme di Valdieri, 1368 m, 42 km von Cuneo. Mit dem Zug nach Cuneo, dann per Bus bis Terme di Valdieri. Busfahrplan: www.benese.it Anforderungen Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Bei Nebel ist die Orientierung erheblich erschwert. Die Höhenroute zwischen Rifugio Pagari und Rifugio Soria-Ellena führt über letzte Gletscherreste. Die im Sommer normalerweise harmlosen Firnfelder können auch vereist sein. Man sollte sich vorher im Rifugio Pagari über die Verhältnisse erkundigen, ob Steigeisen nötig sind. Je nach Wetterverhältnissen und Kondition kann die Tour auch am 4. Tag über den Col de Fenestre zum Rifugio Soria-Ellena abgekürzt werden. Andere Alternativen für eine kürzere oder längere Route: von Terme di Valdieri direkt zum Rifugio Remondino oder vom Refuge de Nice eine weitere Runde durch das Mont-Bego-Gebiet.

n Albergo Turismo etwas oberhalb der Terme, 1368 m, privat, Tel. 0039/0171/973 34 o. 971 79. n Rifugio Emilio Questa, 2388 m, CAI, 45 Schlafplätze, Tel. 0039/0171/973 38, www.rifugioquesta.it. n Rifugio Remondino, 2430 m, CAI, 60 Schlafplätze, Tel. 0039/328/544 04 95. n Refuge de la Cougourde, 2090 m, CAF, 47 Schlafplätze, Tel. 0033/(0)4/93 03 26 00. Refuge Madone de Fenestre, 1903 m, CAF, 62 Schlafplätze, Tel. 0033/(0)4/93 02 83 19. n Refuge de Nice, 2232 m, CAF, 80 Schlafplätze, Tel. 0033/(0)6/61 97 59 38. Online-Reservierung bei Ref. de la Cougourde, Ref. Madone de Fenestre und Ref. de Nice möglich: www.cafresa.org

Höhenunterschied/Wegdauer jeweils 5853 m im Auf- und Abstieg, 8 Tage, ca. 38 Std. Information n Azienda Turistica Locale del Cuneese (ATL), Tel.: 0039/0171/69 02 17, www.cuneoholiday.com n Parco Naturale delle Alpi Marittime, Tel.: 0039/0171/973 97, www.parcoalpimarittime.it n Parc National du Mercantour, Tel.: 0033/ (0)4/93 16 78 88, www.parc-mercantour.com Karten und Führer n IGN-Karten Alpes sans Frontières 1:25.000, Blatt 4 Vallée des Merveilles. Val Vermenagna und Blatt 5 Argentera. Mercantour. Wanderkarte Blu Edizioni, Cartoguida 1:25.000, Blatt 1 Parco Naturale delle Alpi Marittime, (ohne franz. Teil). Die IGC 1:50.000, Blatt 8 Alpi Marittime e Liguri ist am ungenauesten. n Iris Kürschner: Piemont Süd, Bergverlag Rother (in diesem Wanderführer ist auch die hier vorgestellte Tour enthalten). n Werner Bätzing/Michael Kleider: Die Seealpen, Rotpunkt Verlag.

n Rifugio Pagari, 2650 m, CAI, 24 Schlafplätze, Tel.: 0039/0171/97 83 98 oder 0039/338/ 710 80 75, www.rifugiopagari.com n Rifugio Soria-Ellena, 1840 m, CAI, 70 Schlafplätze, Tel.: 0039/0171/97 83 82, www.rifugiosoriaellena.com n Rifugio Genova-Figari, 2015 m, privat, 60 Schlafplätze, Tel.: 0039/0171/97 81 38, www.rifugiogenova.it n Rifugio Morelli-Buzzi, 2351 m, CAI, 49 Schlafplätze, Tel.: 0039/0171/973 94

Unterkünfte Die Hütten sind von Mitte Juni bis Mitte Sept. bewirtschaftet. n Terme Reali di Valdieri, 1368 m, privat, Tel.: 0039/0171/971 06, www.termedivaldieri.it

Route 1. Tag: Terme di Valdieri, 1368 m – Rifugio E. Questa, 2388 m, 5 1/2 Std., 1020 Hm  2. Tag: Rifugio E. Questa – Rifugio Remondino, 2430 m, 5 1/2 Std.; 125 Hm , 983 Hm 

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3. Tag: Rifugio Remondino, 2430 m – Refuge de la Cougourde, 2090 m, 4 1/2 Std.; 564 Hm , 900 Hm  4. Tag : Refuge de la Cougourde, 2090 m – Madone de Fenestre, 1903 m, 3 1/2 Std.; 421 Hm , 608 Hm  5. Tag: Madone de Fenestre – Rifugio Pagari, 2650 m, 5 1/4 Std.; 1313 Hm , 566 Hm  6. Tag: Rifugio Pagari, 2650 m – Rifugio Soria-Ellena, 1840 m, 4 3/4 Std.; 330 Hm , 1140 Hm  7. Tag: Rifugio Soria-Ellena, 1840 m – Rifugio Genova-Figari, 2015 m, 3 Std.; 638 Hm , 463 Hm  8. Tag: Rifugio Genova-Figari, 2015 m – Terme di Valdieri, 1368 m, 5 Std.; 546 Hm , 1193 Hm 


DAV Panorama 6/2010 Seealpen | Unterwegs

Die Pfadspuren verlieren sich immer wieder, doch Aladars rote Markierungen sind bei guter Sicht leicht zu finden.

Auf dem Höhenweg vom Rifugio Pagari (o.) zu den Laghi Bianchi; die Hütte liegt 2650 Meter hoch inmitten einer grandiosen Hochgebirgslandschaft; Hüttenwirt Aladar ist Wegewart, Bierbrauer und vegetarischer Koch.

steiger? Vielleicht lassen sein dichter Bart, seine regelmäßigen Reisen nach Indien das vermuten. Sicherlich aber seine vegetarische Küche. So etwas Exotisches im Land der Fleischeslust. Aber Aladar hat längst dazugelernt und serviert ohne Worte. Seither bemerkt niemand mehr, dass seine köstlichen, häufig indisch angehauchten Gerichte fleischlos sind. Den langen

Aufstieg zur höchstgelegenen Hütte im Naturpark Alpi Marittime lohnt aber auch Aladars selbst gebrautes Bier, das er hell, dunkel und bitter anbietet. Eine Zeit lang hat er sogar Käse hergestellt und Gemüse vor der Hütte angepflanzt. Doch seit sein Bruder ihm nicht mehr unter die Arme greift, weil dieser nun das Rifugio Bozano am Fuß der Argentera führt, bleibt viel zu wenig Zeit. Die geht auch drauf für die Pflege und Markierung der Wege. Sogar einen kurzen botanischen Lehrpfad hat Aladar vor seiner Hütte eingerichtet, ja selbst einen Tourenführer geschrieben, den er zum hundertjährigen Jubiläum des Rifugio Pagari im Jahr 2012 neu mit GPS-Daten auflegen will. Das Wetter steht günstig für den anspruchsvollen Höhenweg anderntags. Die Route wird selten begangen und die Pfadspuren verlieren sich immer wieder. Doch Aladars rote Markierungen sind bei guter Sicht leicht zu finden. Durch ein Meer von Alpenrosen erreichen wir das Kar mit den Laghi Bianchi. Das Bivacco Moncalieri auf einem Geländesporn darüber dient als windgeschützter Picknickplatz. Die Kraxelei über die Cresta Ghiacciai ist unschwierig und nicht mehr, wie der Name vermuten lässt, vergletschert. Doch dann müssen Firnfelder gequert werden, die bei Vereisung Steigeisen

notwendig machen würden. Der Abstieg ins Vallone del Gesso della Barra könnte nicht steiler sein. Wasserfälle ergießen sich über Felsstufen, eine willkommene Erfrischung für müde Glieder. Der hohe Bau des Rifugio Soria-Ellena im Talboden erinnert an eine Pagode. Da überrascht es dann gar nicht mehr, dass man von einer Philippinin herzlich empfangen wird. Mary Bacani kocht auf Wunsch natürlich auch gerne asiatisch. Der Blick in den Talschluss fällt auf den Schutthang des Col de Fenestre (Colle di Finestre), wo wir noch vor drei Tagen standen. Zwei Übergänge trennen uns noch vom Ausgangspunk Terme di Valdieri. Ersterer, der Colle di Fenestrelle, bietet einen imposanten Rückblick auf unsere gerade zurückgelegte Strecke durch die letzten Gletscherreste, wie auch eine Vorschau auf die kommende Route hinunter zum Chiotas-Stausee, dann unter den Ost- und Nordwänden der Argentera hindurch. Und beim letzten Abstieg nach Terme ist links das Canalone di Lourousa einsichtig, der haarsträubend steile Eiskanal, den Coolidge und Purtscheller damals wählten, um den Argentera-Grat zu erreichen. o Die begeisterte Fotojournalistin Iris Kürschner, geboren in der Schweiz, hat sich innerhalb des Alpenraums insbesondere auf die Westalpen spezialisiert und ist dort regelmäßig auf der Suche nach ursprünglichen Wander- und Trekkingzielen unterwegs. www.iriskuerschner.com

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DAV Panorama 6/2010

Problemzonen bei Bergsportlern

Kniegelenk Das Kniegelenk hat als größtes Gelenk des menschlichen Körpers eine schwierige Aufgabe zu erfüllen: Im gestreckten Zustand soll es möglichst stabil sein und im gebeugten Zustand möglichst beweglich. Dieser Kompromiss gelingt durch eine kleine Kontaktfläche zwischen Ober- und Unterschenkel. Die nötige Führung und Stabilität schaffen ausschließlich die Bänder und Menisken. Eine weitere Besonderheit stellt die Kniescheibe als knöcherne Umlenkung der kräftigen Streckmuskulatur dar. Durch diesen komplizierten Aufbau ist das Kniegelenk anfällig für Verletzungen und Schädigungen. Innenbandverletzung: Die häufigste Knieverletzung ist die Innenbandzerrung durch ein Verdrehen des gebeugten Beines. Der obere Innenbandansatz heißt nicht umsonst „Skipunkt“, da diese Stelle nach einem Skisturz typischerweise schmerzt. Während das Kniegelenk bei einer Zerrung oder einem Anriss stabil bleibt, klappt es bei einem kompletten Innenbandriss nach innen auf. Typisch für alle Innenbandverletzungen ist eine schmerzhafte Streck- und Beugehemmung sowie das „Einrosten“ des Gelenkes nach längeren Ruhephasen. Symptome einer Innenbandverletzung: n Druckschmerz über dem Skipunkt n Schmerzen beim Drehen und Aufklappen n Streck- und Beugehemmung

Innenbandverletzungen werden frühfunktionell behandelt, das heißt, es 54

Foto: Georg Hohenester

D

ie Füße sind die Stabilitätsgrundlage unseres Körpers und müssen beim Gehen, Laufen oder Springen einiges aushalten. Auch die Kniegelenke werden bei diesen Bewegungen stark belastet. Verschleißerscheinungen durch starke Beanspruchung, Verletzungen durch Unfälle und Fehlbildungen können Mobilität und Aktivität stark einschränken.

Teil 4 Knie, Sprunggelenk und Fuß

Gut zu Fuß

Lange Touren und Skiurlaube gehen ordentlich in die Beine. Überlastungen und Verletzungen können die Folge sein. Was alles wehtun und passieren kann, zeigt der vierte und letzte Teil der Serie „Problemzonen“.

Von Christof Keinath

wird möglichst bald mit dem Bewegen begonnen. Bei einer Zerrung oder einem Anriss genügt ein stützender Verband oder eine Softbandage. Falls das Kniegelenk seitlich aufklappt, sollte eine stabilisierende Bewegungsschiene für sechs Wochen angelegt werden. Sobald eine Beugung von über 100 Grad erreicht ist, kann mit dem Fahrradfahren begonnen werden. Interessanterweise heilt auch ein kompletter Innenbandriss ohne Operation stabil aus, da die gerissenen Bandfasern aneinander liegen und nur miteinander vernarben müssen. Kreuzbandverletzungen: Das vordere Kreuzband ist das Leid vieler Skifahrer. Allzu oft wird diese Verletzung übersehen und einmal gerissen bleibt meist ein Dauerschaden übrig. Ein typischer Unfallmechanismus ist der Zeitlupensturz, bei dem weder die Muskeln dagegen spannen noch die Sicherheits-

bindung auslöst. Ein Kreuzbandriss wird aber auch durch überhöhte Geschwindigkeit und unkontrollierte Landungen provoziert. Der Kreuzbandpatient berichtet fast immer von einem Schnalzen im Knie und einem späteren Wegsacken des Beines. Neben einer manuellen Stabilitätsprüfung sollte noch am Unfallort eine Röntgenuntersuchung durchgeführt werden. Gerade bei Kindern gibt es auch knöcherne Kreuzbandausrisse, die möglichst frisch versorgt werden sollten, ebenso wie Schienbeinkopfbrüche. Die kernspintomografische Untersuchung zum Ausschluss oder Nachweis möglicher Begleitverletzungen kann dann auch heimatnah durchgeführt werden. Ein Anriss des Kreuzbandes ist eher selten und wird unter regelmäßigen ärztlichen Kontrollen konservativ therapiert. Die seltenen hinteren Kreuzbandverletzungen entstehen durch ein direktes Anpralltrau-


Die Anatomie des Kniegelenkes von vorne zeigt, wie kompliziert das größte Gelenk des menschlichen Körpers aufgebaut ist.

ma des Unterschenkels gegen ein Hindernis, etwa eines Motorradfahrers gegen eine Leitplanke oder eines Autofahrers gegen das Armaturenbrett.

Symptome eines Kreuzbandrisses: n Instabilitätsgefühl n dickes Knie schon am Unfalltag n blutiger Erguss bei Punktion

In den ersten Wochen sollte das verletzte Kniegelenk abschwellen und beweglich gemacht werden. Die Entscheidung, ob danach eine operative Stabilisierung erforderlich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Jungen und sportlichen Patienten wird man eher zur Operation raten als älteren und weniger aktiven. Im Zweifelsfall kann man auch abwarten, ob sich das Kniegelenk im gewohnten Sport belasten lässt und stabil bleibt. Von den vielen Operationsmethoden hat sich der Kreuzbandersatz mit einer körpereigenen Sehne, meist der Semitendinosus-Sehne, als Goldstandard durchgesetzt. Obwohl dieser Eingriff heute arthroskopisch durchgeführt wird, ist die Nachbehandlung relativ lang. Für kniebelastende Sportarten sollte man ein halbes Jahr einkalkulieren. Der erste Skiwinter ist auch mit Schiene oder Bandage meist noch unsicher. Meniskusschaden: Die beiden Menisken sitzen als bindegewebige Puffer zwischen Ober- und Unterschenkel. Durch die feste Verbindung mit dem Innenband ist der Innenmenis-

kus anfälliger für Schädigungen als der frei bewegliche Außenmeniskus. Gestresst werden die Menisken bei Dreh- und Hockbelastungen. Dazu gehören das tiefe Eindrehen beim Klettern, die Grätsche beim Brustschwimmen, der Schneider- und der Yogasitz. Meistens reißt ein Meniskus nicht auf einmal, sondern verschleißt über einen längeren Zeitraum. Der Gelenkspalt des geschädigten Meniskus ist meist druckempfindlich, gerade auch nachts, wenn die Knie aufeinander liegen. Ein instabiler Meniskusriss verursacht häufig einen Gelenkserguss, der durch Überdruck eine Zyste in der Kniekehle (Bakerzyste) ausbilden kann. Symptome eines Meniskusschadens: n Schmerzen bei Dreh- und Hockbelastungen n Druckschmerz über Gelenkspalt n Gelenkserguss oder Zyste in Kniekehle

Bei einem gerissenen Meniskus gibt es zur arthroskopischen Operation wenig Alternativen. Ein verschleißbedingter Meniskusschaden wird sparsam teilentfernt und geglättet, ein frischer, basisnaher Riss kann auch durch eine Naht fixiert werden. Kniescheibenüberlastung: Das klassische Symptom einer Kniescheibenüberlastung sind Schmerzen beim Bergab-

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Bei der Kniebeuge rutscht der Meniskus nach hinten und wird eingeklemmt. Zusätzliche Drehbelastungen können ihn schädigen.

Illustrationen: Georg Sojer nach Vorlagen von I. A. Kapandji: Funktionelle Anatomie der Gelenke, 1984 u. Frick/Leonhardt/Starck: Spezielle Anatomie II, 1992

DAV Panorama 6/2010 Knie und Fuß | Fitness & Gesundheit


DAV Panorama 6/2010

gehen oder Bergaufradeln. Diese Belastungen führen zu einem hohen Anpressdruck unter der Kniescheibe, die im Fall einer Fehlstellung einen einseitigen Überdruck erzeugt. Durch harte Sprungbelastungen treten auch Entzündungen am Sehnenansatz der Streckmuskulatur auf. Wichtigste Therapiemaßnahme ist ein gezieltes Oberschenkeltraining, das die innenseitige Muskulatur kräftigt und die außenseitige dehnt. Um die Kniescheibe zu schonen, sollte man bergab flache Wege wählen und Stöcke benutzen, beim Radfahren den Sattel hochstellen und mit leichten Gängen fahren. Knorpelschäden und Arthrose: Obwohl das Kniegelenk den dicksten Knorpelüberzug im menschlichen Körper besitzt, zeigen die großen und inkongruenten Gelenkflächen mit zunehmendem Alter häufig Knorpelschäden. Viele Bergsteiger bekommen vom jahrelangen Bergabgehen mit schwerem Rucksack eine Kniescheibenarthrose. Das O-Bein begünstigt die innenseitige Abnützung des Kniegelenkes und das eher bei Frauen vorkommende X-Bein begünstigt die außenseitige Abnützung. Negativ wirken sich vorausgegangene Verletzungen und Übergewicht aus. Therapeutisch sollten als Erstes die Oberschenkelmuskulatur gekräftigt und gepufferte Schuhe ggf. mit Schuhranderhöhungen getragen werden. Nach einer größeren Belastung hilft ein kühlender Verband mit Salbe oder Quark, für den steilen Abstieg oder die schwere Abfahrt auch eine Kniebandage. Schmerz- und entzündungshemmende Tabletten können unterstützend eingenommen werden, mit Rücksicht auf den Magen allerdings nicht dauerhaft. Eine ursächliche operative Therapie gibt es leider nicht, da der Knorpel nicht nachwächst. Ein kleiner Knorpeldefekt kann operativ „repariert“ werden, eine Beinfehlstellung lässt sich auch knöchern korrigieren. Bei einem großflächigen Knorpelverlust mit entsprechendem Leidensdruck ist der Einbau einer Knieprothese angezeigt. 56

Was dem Knorpel hilft: n Oberschenkelkräftigung, Beseitigung von Muskelungleichgewichten n gepufferte Schuhe ggf. mit Schuhranderhöhung n Gewichtsreduktion

Sprunggelenk und Fuß Das Sprunggelenk besteht aus zwei Gelenken. Während das obere Sprunggelenk als Scharniergelenk den Fuß streckt und beugt, erlaubt das untere Sprunggelenk Drehbewegungen für das Gehen auf unebenem Grund. Bandverletzungen: Die Außenbandverletzung am Sprunggelenk ist sicher eine der häufigsten Verletzungen überhaupt. Eine Schwellung um den Außenknöchel ist eigentlich immer zu sehen, ein Bluterguss am Fußaußenrand spricht zumindest für einen Anriss. Von den drei Außenbändern ist meistens das vordere betroffen. Selbst wenn zwei oder drei Außenbänder reißen, ist in der Regel keine Operation erforderlich. Je nach Schweregrad wird für zwei bis sechs Wochen eine spezielle Klammerschiene angelegt, mit der das Bewegen und Belasten bis zur Schmerzgrenze erlaubt ist.

sivem Joggen. Dabei führen kleinste Verletzungen zu einer Sehnendegeneration. Durch eine ruckartige Belastung, meist im Hallenballsport, kann eine vorgeschädigte Achillessehne auch reißen. Die Diagnose ist bei einem peitschenhiebartigen Schlag und nicht mehr möglichem Zehenspitzenstand ziemlich eindeutig. Eine gerissene Achillessehne sollte möglichst frisch genäht werden, bevor sich die Stumpfenden weiter auseinanderziehen. Das Längsgewölbe des Fußes ist die Verlängerung der Achillessehne in die Sohle hinein. Beim klassischen Fersensporn schmerzt der Auftritt mit der Ferse, typischerweise als Anlaufschmerz am Morgen und nach längeren Ruhephasen. Schmerzhaft ist dabei nicht der Knochensporn an sich, sondern die Entzündung des hinteren Längsgewölbes durch das Absinken des Fußes. Zur Entlastung der Achillessehne und des Längsgewölbes haben sich Fersenerhöhungen, Pufferabsätze und Einlagen mit einer Fersenweichbettung bewährt.

Durch wiederholtes Umknicken kann das Sprunggelenk immer lockerer werden. Die nötige aktive Stabilisierung lässt sich durch Balancieren auf einem Wackelbrett oder einer Slackline erreichen. Hilfreich gegen ein seitliches Umknicken sind knöchelhohe Schuhe, eine Sprunggelenksbandage und Schuhaußenranderhöhungen.

Hallux valgus: Die schiefe Großzehe (siehe Panorama 3/08) ist eigentlich eine Zivilisationskrankheit, denn bei Naturvölkern ist diese Fehlstellung nahezu unbekannt. Die Achsabweichung der Großzehe entwickelt sich meist aus einem Spreizfuß, der durch hohe und enge Schuhe begünstigt wird. Hinzu kommt oft eine allgemeine Bänderschwäche. Enge Kletterschuhe, in denen die Zehen aufgestellt werden, scheinen sich nicht negativ auszuwirken. Zum Pausieren und Sichern sollten sie aber ausgezogen werden. Positiv für die Füße sind bequeme Schuhe mit Fußbett oder Einlagen und eine aktive Fußgymnastik, unter anderem durch Barfußlaufen und Klettern. Wenn der große Zeh immer mehr Ärger macht und der Schuhmacher die Berg- und Skistiefel nicht noch mehr weiten kann, ist es Zeit, den Fußchirurgen aufzusuchen. o

Achillessehnen- und Fersenbeschwerden: Die Achillessehne meldet sich vor allem im mittleren Alter nach inten-

Dr. Christof Keinath, Orthopäde und aktiver Kletterer, behandelt in seiner Münchner Praxis nicht nur Probleme mit Knie und Fuß, sondern sämtliche Problemzonen von Bergsportlern.

Symptome einer Außenbandverletzung: n Schwellung um Außenknöchel n Fußaußenrandhämatom n Schmerzen beim seitlichen Aufklappen


Beim vergleichsweise häufigen Umknicken nach außen kann das Außenband des Fußgelenkes reißen. Meistens ist das vordere der drei Außenbänder betroffen.

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Illustrationen: Georg Sojer nach Vorlagen von I. A. Kapandji: Funktionelle Anatomie der Gelenke, 1984

DAV Panorama 6/2010 Knie und Fuß | Fitness & Gesundheit

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Grafik: Georg Sojer, Fotos: Andi Dick

DAV Panorama 6/2010

Echt clever Klettern

Jenseits vom Kletterschein K Höhe ist gefährlich. Deshalb hängt beim Klettern und Sichern die Gesundheit vom richtigen Verhalten ab. Wenn man weiß, was man zu tun hat, und konzentriert dabei ist, kann man den Sport bis ins hohe Alter sicher und gesund betreiben. Und mit ein paar zusätzlichen Feinheiten läuft auch das Handling beim Klettern wie geschmiert. Von Andi Dick

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lettern – Faszination der Vertikale. Geschmeidiges Bewegen, rhythmisches Steigen und Greifen – und plötzlich die (Spaß-) Bremse: „Halt mal, äh, da ist ein Gewurstel im Seil!“ Das muss nicht gefährlich sein, aber es ist lästig – und nicht nötig. Mit ein paar Tricks, Mitdenken und Vorplanen kann man das Drumrum ums Klettern so gestalten, dass alles rund und elegant funktioniert. Und damit, unabhängig von Sicherheitsaspekten, noch mehr Spaß beim Klettern haben. Unsere Tipps – die Feinheiten jenseits der grundle-

genden Sicherheitsmaßnahmen, die der DAV-Kletterschein umfasst – beziehen sich vor allem auf die Situation in Kletterhallen, sind aber auch outdoor sinnvoll.

Sicherheitszone Wandfuß freihalten

Der Wandfuß ist eine Sicherheitszone: der Landeplatz bei Abrutschern vor dem ersten Haken und der Arbeitsbereich des Sichernden. Alles, was hier rumliegt, bedeutet Stolpergefahr und Risiko. Deshalb hat Material, das man nicht ständig benö-


DAV Panorama 6/2010 Clever Klettern | Tipps & Technik

Abb. 1: Der Wandfuß am Einstieg ist ein Sicherheits- und Arbeitsbereich; herumliegende Ausrüstung bedeutet Stolpergefahr. Seilsack und abgelegte Kleidung neben der Sicherungszone oganisieren!

tigt, hier nichts verloren: Rucksack, Trinkflasche und Co. deponiert man in ausreichender Entfernung, wo sie auch niemand anderen behindern. Den Seilsack platziert man direkt am Wandfuß, möglichst auf jener Seite neben der Hakenlinie, wo der Sichernde nicht stehen muss (siehe unten). Wer in Bequemschuhen sichert, legt die nach dem Wechsel in die Kletterpatschen am besten auch auf den Seilsack, neben das Seil; dorthin kommen auch Kleidungsstücke, die man vor dem Klettern auszieht (s. Abb. 1).

Sinnvoll und stabil stehen Vor allem in der potenziellen Bodensturz-Phase, bis der Vorsteiger den fünften Haken geclippt hat, ist (neben

Abb. 2: Aktive Sicherungsposition neben der Falllinie in Bodennähe, seitliche Seilführung

extrem kontrollierter Seilbedienung) die Position des Sichernden wichtig: abseits der absehbaren Falllinie, um Kollisionen zu vermeiden. Nach Einbinden und Partnercheck checken also die Seilpartner die ersten Meter: Führt die Kletterlinie rechts oder links der Hakenlinie entlang? Der Sichernde platziert sich auf der anderen Seite. Wechselt die Kletterlinie die Seite, sollte sich auch der Sichernde umstellen (s. Abb. 2). In der grounder-gefährlichen Phase bis zum fünften Haken ist es besonders wichtig, nahe am Wandfuß zu stehen (maximal einen Meter entfernt, aber außerhalb der Falllinie des ersten Hakens). Sonst reichen Schlappseil und An-die-Wand-gerissen-Werden womöglich doch noch für Bodenkontakt des stürzenden Vorsteigers. Hat dieser die brisante Zone hinter sich, kann auch ein weiter entfernter Standort akzeptabel sein, außer wenn der Sichernde deutlich leichter ist. Mehr als zwei Meter von der Wand entfernt zu stehen, ist im Hallen-Normalfall nicht nötig, gefährlich ist es immer. Die wandnahe Sicherungsposition macht im Steilgelände die Beobachtung des Kletternden ungemütlich, weil man den Kopf ins Genick legen muss. Eine Lösung des Problems bietet die Sicherungsbrille CU (www. powernplay.de), die jederzeit präzise Beobachtung bei bequemer Standposition erlaubt. Man sollte sie allerdings erst aufsetzen, wenn der Vorsteiger die Bodensturz-Zone verlassen hat; präzises Sichern in Bodennähe braucht direkten Blickkontakt. Hängt

die Wand extrem über, kann man beim Sichern den Rücken halb zur Wand drehen und „auswärts“ zum Kletternden schauen. Die normalerweise beste Position zum Abfangen eines Sturzes ist eine leichte Schrittstellung in Richtung des Seilzugs, also des ersten Hakens. Schwere Sichernde können etwas in die Knie gehen, um einen Sturz durch „Mitgehen“ (Aufrichten und sanftes Abspringen mit dem Sturzzug) weicher zu halten.

Sichern ohne Krangel und Schlappseil

Ob man dem Sichernden jederzeit stockungsfrei Seil ausgeben kann, entscheidet sich schon in der Vorbereitung. Den Seilsack sauber ausbreiten (Platzierung siehe oben); das richtige, oben liegende Ende nehmen; die ersten paar Meter ausschlenkern, damit keine Krangel drin sind; eventuell fünf bis zehn Meter durchziehen und so ablegen, dass sie frei ablaufen. Nach Einhängen des Sicherungsgeräts und Partnercheck gibt man ein paar Meter Schlappseil aus: doppelt so viel wie die Strecke zum ersten Haken. So hat man die Hände frei zum Spotten und der Vorsteiger kann den ersten Haken stockungsfrei clippen, ohne dass man dafür Seil ausgeben muss. Sobald geclippt ist, zieht man das überschüssige Schlappseil ein, eventuell unterstützt durch einen Schritt nach hinten, sofern der Kletternde nicht allzu viel schwerer ist. Diesen Schritt kann man beim Seilausgeben zum nächsten Clip wieder nach vorne gehen. Gute Sicherer rhythmisieren ihre Aufgabe in eine Arbeits- und eine Vorbereitungsphase. Die Vorbereitungsphase beginnt, nachdem das Seil im Haken eingehängt ist. Zuerst zieht man überschüssiges Schlappseil ein, das man zu viel ausgegeben hat und das nach Überkopf-Clip beim Weitersteigen frei wird. Während die Bremshand das Bremsseil kontrolliert, zieht man mit der freien Hand die obersten paar Meter Seil, die auf dem Seilsack liegen, durch, damit nicht ein Krangel das Ausgeben stört. In der Arbeitspha59


DAV Panorama 6/2010

se, bis zum nächsten Clip, zählen korrektes Sichern, angemessenes Seilausgeben und gute Sicherungsposition (s. Abb. 3). In der Zwischensicherung läuft das Seil von unten an der Wand entlang und durch den Karabiner nach außen zum Vorsteiger. Wenn man die Exen selber einhängen muss (z.B. outdoor), sollte man darauf achten, dass beim Karabiner im Haken der Schnapper von der Kletterrichtung wegzeigt. Durch korrekte Positionierung und Seilführung kann man vermeiden, bei einem Sturz mit dem Bein im Seil „einzufädeln“ und sich zu verlet-

es leicht zu „Einfädel“-Positionen kommen (s. Abb. 4). Wer Haken immer auf Hüfthöhe clippt, ist tendenziell sicherer unterwegs und spart Kraft. Oft liegen allerdings die Clipgriffe so, dass man den Haken in Kopfhöhe oder darüber clippen muss. Wegen der engen Hakenabstände in Hallen passiert weniger Erfahrenen dabei gelegentlich ein „Z-Clip“: Man greift den Seilstrang unterhalb des Hakens und hängt ihn oben ein, so dass sich ein zickzackförmiger Seilverlauf ergibt; so kommt man nicht weiter. Um den Fehler aufzulösen, muss man einfach nur den unteren Haken ausklinken, schon stimmt’s wieder. Tipp für Experten:

Abb. 3: Die Bremshand kontrolliert das Bremsseil, die Führungshand bereitet das Restseil vor.

Abb. 4: Klettert man seitlich der Hakenlinie, führt man das Seil seitlich, über Oberschenkel oder Rist. Steht man über dem Seil, läuft man Gefahr, beim Sturz „einzufädeln“ und sich zu überschlagen.

zen. Vor allem beim ersten und zweiten Haken kann es peinlich werden, wenn man das Seil zwischen den Beinen hat: Man fällt beim Sturz auf das gespannte Seil, brennt sich die Schenkel auf, wird umgedreht und taucht kopfüber Richtung Boden ab. Deshalb: den Kletterverlauf zum und über dem ersten Haken checken, Seil und Partner auf die „freie“ Seite platzieren (keinesfalls im Rücken des Kletternden) und das Seil seitlich über Oberschenkel oder Rist führen. Außerhalb der Bodenzone richtet sich die Seilführung nach der Position: Klettert man seitlich der Hakenlinie, läuft das Seil über Oberschenkel oder Rist, klettert man senkrecht darüber, führt man das Seil zwischen den Beinen. Aufpassen heißt es bei Quergängen, Richtungswechseln und wenn man in Hakennähe antritt: Hier kann

In manchen Situationen kann dieses Manöver, bewusst gemacht, ein kraftsparenderes und schnelleres Einhängen erlauben, als wenn man das Seil, das mit dem Knoten an der Exe ansteht, zentimeterweise rausziehen muss. Ein weiterer Tipp kann für erfahrene Kletterer sinnvoll sein, wenn der Kletternde deutlich schwerer (> 20 %) als der Sichernde ist. Dann nämlich wird der Sichernde beim Sturz ruckartig hochgerissen – und schlägt sich die Nase an, wenn er an der ersten Exe hängen bleibt. Klinkt der Vorsteiger nach Clippen des zweiten Hakens den ersten wieder aus, schafft er dem Sichernden mehr Raum zum Hochgerissenwerden und verringert so die Anprallgefahr. Das Gleiche erreicht man, wenn man von vornherein erst den zweiten Haken einhängt – relativ

Sicher wieder runter Außerhalb von Hallen sitzt der Umlenkpunkt nicht immer senkrecht über der letzten Zwischensicherung. Dann sollte man darauf achten, dass man das Seil aus Richtung des letzten Karabiners kommend clippt, so dass der freie Strang auf die freie Seite läuft. Andernfalls erzeugt man eine Umwicklung, die Krangel bildet. In überfüllten Hallen ist oft das Kommando „ZU“ schlecht zu verstehen – selbst wenn man den Namen des Sicherungspartners dazuGrafik: Georg Sojer, Fotos: Andi Dick

Seil clever führen und clippen

leichtes Gelände, konzentriertes Klettern und aufmerksames Spotten vorausgesetzt.

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ruft, kommt man unter Umständen nicht durch. Ersatzweise kann man dann das Seilkommando optisch geben: durch Winken mit deutlich herausgestrecktem Arm. Wenn nach gleichmäßigem, langsamem Ablassen (bei HMS vermeidet man Krangel durch Bremshand-obenHaltung) der Partner langsam am Boden eingeschwebt ist, möchte er sich ausbinden. Das geht schlecht, wenn das Seil straff ist. Nette Seilpartner geben deshalb direkt nach der Landung noch zwei Meter Seil zusätzlich aus, so dass der gelandete Kletterer sich Schlappseil schaffen und den Knoten locker öffnen kann (s. Abb. 5).

Topropen mit Komfort Im überhängenden Gelände und bei schrägem Verlauf steigt man am besten an dem Seilstrang nach, der


DAV Panorama 6/2010 Clever Klettern | Tipps & Technik

Sicher mit dem Kletterschein Die sicherheitsrelevanten Verhaltensempfehlungen rund ums Sichern sind im DAV-Kletterschein erfasst. Das offizielle Buch dazu ist im BLV-Verlag erschienen und über den Buchhandel und den DAV-Shop (www. dav-shop.de) für € 16,90 erhältlich. ISBN 978-3-8354-0564-6. Weitere Informationen und Videos zur richtigen Bedienung der Sicherungsgeräte gibt es unter www.sicher-klettern.de

Abb. 5: Nach Ablassen noch zwei Meter Seil ausgeben; mit Schlappseil geht der Knoten leichter auf.

durch die Exen läuft. Um die Ausklink-Arbeit zu verringern und für mehr Bewegungsfluss kann der Vorsteiger beim Abgelassenwerden einige Exen ausklinken – ein paar „strategische“ Exen in Überhängen und Querungen sollten aber eingehängt bleiben, sonst baumelt man ins Freie. Sichernde, die leichter sind als der Kletternde, positionieren sich möglichst nahe der Falllinie des Umlenkers, für sehr leichte Personen kann sogar beim Topropen eine Selbstsicherung oder das Anhängen eines Ballastsacks sinnvoll sein. Hinsetzen darf man sich beim Topropesichern frühestens ab dem vierten oder fünften Haken, um Bodenberührung durch Seildehnung auszuschließen. Noch flotter topropen kann man am „freien Ende“, also an dem Strang, an dem der Vorsteiger eingebunden

war – aber eben nur, wenn die Route nicht zu sehr überhängt oder schräg verläuft, sonst wird man beim Sturz zur Abrissbirne. Dabei belässt man das Seil in allen Exen, so stört es weniger und man hat weniger Arbeit.

Nach der Tour ist vor der Tour In Hallen, in denen die Exen fest installiert sind, zieht man das Seil am günstigsten am eingehängten Strang ab. So läuft es durch die Exen ruhig nach unten und kann niemanden gefährden. Dabei kann man das runterkommende Seil meterweise auf den Seilsack schaufeln. Möchte der Partner noch vorsteigen und ist der Einstieg heikel oder gefährlich abgesichert, kann der Vorsteiger beim Abgelassenwerden das Seil aus den oberen Exen aushängen, aber in den Sicherungen bis oberhalb der kritischen Zone eingehängt lassen. Zieht man nun am eingehängten Strang ab, bleibt das Seil in den unteren, wichtigen Exen. Ist zwar keine sportlich optimale Begehung, aber wir sind ja zum Vergnügen da. Wenn das Seil zum Krangeln neigt, kann man es gelegentlich am frei hängenden Strang abziehen – das sind ein paar Meter mehr, aber es kann sich wieder entdrehen. Dazu zieht man zuerst den Seilsack mit einem kräftigen Ruck unter dem Restseil hervor; ähnlich wie der Zauberer das Tischtuch unter den Tellern. Dann breitet man ihn direkt unter der Umlenkung aus und zieht das Seil drauf. Das gleiche Manöver wird fällig, wenn man outdoor eine Route abgebaut hat. Fällt das Seil beim Abziehen doch neben den Seilsack, dann sollte man es Hand für Hand draufziehen. Rafft man es nur zusammen und wirft es auf den Sack, steigert man die Gefahr, dass sich Krangel und Knoten bilden.

Als Gemeinschaft Spaß haben Vor allem in viel besuchten Kletterhallen und Klettergärten zeigt man Anstand und Respekt vor den anderen, indem man eine Route nur so lange belegt wie wirklich nötig. Das heißt, dass man die Trink-, Ratschoder Pinkelpause erst macht, wenn

man das Seil abgezogen und den Wandfuß geräumt hat. Wer sein Seil in der Route lässt oder am Einstieg rumlungert, ohne nennenswerte Kletteraktivität zu entwickeln, darf sich nicht wundern, wenn er sich nicht beliebt macht. Braucht man für einen Kurs oder wegen großer Gruppe mehrere Routen für längere Zeit, sollte man sich auf die absolut notwendige Menge beschränken – und bei viel Betrieb auch mal andere ranlassen. Möchte man eine Route nach einer Verschnaufpause noch mal im Toprope probieren und lässt das Seil hängen, sollte man in der Nähe bleiben, um sich mit anderen Routenaspiranten einigen zu können. Es sollte selbstverständlich sein, dass man andere das eigene Toprope benutzen lässt, während man pausiert – oder sie steigen am abgezogenen Seil vor und lassen es wieder als Toprope hängen. Belässt man Schlingen für einen späteren Rotpunktversuch, sollte man auch kein Problem damit haben, wenn andere dran klettern. Wichtig ist, ansprechbar zu sein, so dass sich alles entspannt regeln lässt: Wer pausiert wie lange noch, wer klettert wann? Das Gleiche mit anderen Vorzeichen gilt für Kletterer, deren Wunschroute durch ein Seil besetzt oder mit fremden Schlingen bestückt ist. Wenn sich keine passende Alternative findet, schaut man nach den Besitzern und stimmt sich kurz ab: „Wollt ihr jetzt gleich, oder kann ich schnell zwischendurch?“ Sind die Blockierer nicht zu finden, darf man sich frei fühlen, das Gemeinschaftseigentum sinnvoll mitzuverwenden – selbstverständlich nur, wenn man alles genau so zurücklässt, wie man es angetroffen hat. Auf keinen Fall darf man sein Seil in eine schon belegte Umlenkung einhängen: Seil auf Seil bedeutet Gefahr von Schmelzverbrennung. Und wer sich als Partner seiner Mit-Kletterer sieht, weist sie auf Gefahren hin, wenn sie falsch sichern – und nimmt Hinweise von anderen offen an. Denn wir sind zum Vergnügen da – aber vorher kommt korrekte Arbeit. o 61


DAV Panorama 6/2010

Aktuelles zu LVS-Geräten und Suche

Gesucht, gefunden? Zum Beginn der Skitourensaison Informiert die DAV-Sicherheitsforschung über neue Benennungen der Suchphasen bei der Verschüttetensuche, gibt eine Einschätzung zur technischen Entwicklung der Geräte und stellt Neuheiten vor. Von Florian Hellberg und Chris Semmel

Z

um besseren Verständnis hat die Internationale Kommission für Alpines Rettungswesen (IKAR) letztes Jahr eine internationale Vereinheitlichung der Begriffe zur Lawinenverschüttetensuche (LVS) vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde im DAV, OeAV, AVS und SAC übernommen. Fortan gelten folgende Bezeichnungen:

Suchphasen neu benannt 1 Die Verschüttetensuche beginnt mit der Signalsuche: Mit Auge, Ohr und LVS-Gerät wird der primäre Suchbereich des Lawinenkegels nach einem Erstempfang abgesucht. 2 Bei der nachfolgenden Grobsuche, ab dem Erstempfang, nähert man sich mit dem LVS-Gerät entlang der Feldlinien bis zum Nahbereich des Verschütteten an (ungefähr fünf Meter) 3 Bei der Feinsuche wird mit dem LVS-Gerät durch das „Einkreuzen“ der Punkt mit der geringsten Distanz zum Verschütteten ermittelt (vermuteter Liegepunkt). 62

Kennen Sie Ihr Gerät? Profi-Tipps für die kleinen Mammut „Pulse“ n Problem: Bei bestimmten Gerätekombinationen kann es nach dem Ausblenden des ersten Gerätes lange dauern, bis der zweite Sender erkannt wird. Mitunter kann man dabei direkt über den zweiten Sender laufen, ohne dass dieser im Display angezeigt wird. Lösung: Das Problem kann anhand des Analogtons erkannt werden, der durch Doppelpiepsen anzeigt, dass ein weiterer Verschütteter im Nahbereich liegt. Kurz warten, bis Anzeige kommt. Pieps „DSP“ n Problem: Der Sender lässt sich nicht ausblenden. Lösung: Abstand einnehmen (etwa ein Meter über der Schneeoberfläche und zwei Meter entfernt vom vermuteten Liegepunkt) und das Markieren wiederholen. n Problem: Das Gerät verliert während der Feinsuche scheinbar den Sender und führt zurück zu einem bereits ausgeblendeten Sender. Das Gerät vertauscht den bereits ausgeblendeten Sender mit dem aktuell gesuchten. Lösung: Kurz warten, meistens erkennt das Gerät nach ein wenig Zeit den verlorenen Sender wieder.

Wenn nicht, durch das Drücken der Scan-Taste alle bisher gesetzten „Ausblende-Befehle“ aufheben. Jetzt kann die Feinsuche fortgeführt werden, da der verlorene Sender wieder im Display erscheint. Ortovox „S1“ n Problem: Ähnlich wie beim Pulse von Mammut kann das Erkennen eines zweiten Senders Schwierigkeiten bereiten, wenn dieser im Sinne der Annäherungsrichtung hinter dem ersten Sender liegt. Das tritt besonders bei der Erkennung bestimmter Geräte auf (Pieps/Freeride und F1 mit langer Sendetaktung). Leider besitzt das S1 keinen automatischen Analogton, der ein „digitales Übersehen“ eines Senders erkennbar macht. n Problem: Ähnlich einem Computerprogramm kann sich das Gerät „aufhängen“. Vor allem, wenn viele Geräte im Empfangsbereich liegen oder wenn von Senden auf Empfangsbetrieb gewechselt wird. Lösung: Aus- und wieder einschalten. Arva „Evo 3“ und „3 Axes“ Achtung: Mit diesen Geräten kann nur ein Sender ausgeblendet werden.


Illustrationen: Georg Sojer

DAV Panorama 6/2010 LVS-Geräte | Sicherheitsforschung

1 Signalsuche: Im Mäander-Raster (Einzelsuche) oder in gleichmäßigen Bahnen (Teamsuche) wird der Lawinenkegel abgesucht.

4 In der Punktortung wird dann mit der Sonde im systematischen Raster der exakte Liegepunkt des Verschütteten lokalisiert; anschließend kann das Ausgraben beginnen.

LVS-Geräte-Funktionen – was und wozu? In der Geschichte der Verschüttetensuche könnte man die letzten Jahre als Technisierungszeitalter bezeichnen. Auf dem Markt hat sich enorm viel bewegt. Während in den 90er Jahren noch rein analoge Geräte mit Ohrstöpsel aktuell waren, sind im neuen Jahrtausend digitale Hightech-Ge-

Tücken n Problem: Das Gerät verliert die Markierung und zeigt das bereits ausgeblendete Signal erneut an. Lösung: Ausblenden des bereits gefundenen Senders wiederholen. Bei Geräten ohne Ausblendefunktion erfordert das Lösen einer Mehr-Personen-Verschüttung mit Überlagerung von Signalen deutlich mehr Wissen und Übung. Kennt man die Funktionsweise seines Geräts gut und hat viel Übung, kann eine Signalüberlagerung bei diesen Geräten mit Hilfe einer Strategie (etwa Dreikreismethode) aufgelöst werden. Eine Sonderstellung nimmt der „Tracker“ von BCA ein. Bei diesem Gerät kann man sich im SP-Modus durch ein Drehen des Geräts alle Sender im Empfangsbereich anzeigen lassen. Durch das Drehen und ein Vorund Zurückbewegen des Geräts kann nun die Richtung und Entfernung zu jedem Sender herausgetüftelt werden. Diese Methode benötigt sehr viel Übung – wenn man sie beherrscht, können einfache Mehr-PersonenVerschüttungen jedoch schnell gelöst werden.

räte mit Grafikdisplay auf dem Markt. Etabliert hat sich sinnvollerweise die Drei-Antennen-Technik, die die präziseste Ortung des Verschütteten erlaubt. So wird die Suche einfacher und klarer, das bringt im Stress eines Lawinenunfalls einen enormen Zeitgewinn. Aktuell gibt es eine Reihe von Geräten, die sehr gut und effizient bei der Ortung eines einzelnen Senders funktionieren. Trotzdem hat jedes Gerät seine individuellen Stärken und Schwächen. Es ist enorm wichtig, diese zu kennen und mit seinem Gerät so intensiv zu üben, dass man sein Potenzial optimal ausnutzen kann. Man muss beispielsweise wissen: Wie groß ist die Reichweite? Was bedeuten die Anzeigefunktionen? Was für Spezialfunktionen besitzt mein Gerät? Wie schnell darf ich das Gerät bewegen? Bewegt man beispielsweise das Gerät in der Grobsuchphase sehr hektisch, kann man fast jedes Gerät „durcheinanderbringen“. Enorme Unterschiede der Funktionsweise der Geräte existieren bei der Lösung von Mehr-Personen-Verschüttungen. Es gibt Geräte, mit denen das Ausblenden einzelner Sender durch den Druck einer Taste möglich wird, und Geräte, bei denen das Trennen mehrerer Signale durch den Anwender geleistet werden muss. Mit der Ausblendefunktion wird der Erstgefundene per Tastendruck weggeschaltet, um so ohne störende Signale direkt den nächsten Verschütteten suchen zu können. Gleichzeitig graben weitere Helfer den Erstgefundenen aus. Diese technische Fähigkeit der Geräte, Signale zu unterscheiden, zu trennen und dann per Knopfdruck auszublenden, ist technisch komplex und bringt

nicht nur Vorteile. Liegen beispielsweise in einer komplexen Verschüttungssituation mehr als zwei Personen im Empfangsbereich, so zeigen einige Geräte öfter ein „Stop“-Symbol und lassen den Suchenden untätig verharren. Grund: Die Geräte mit Ausblendefunktion verfolgen und unterscheiden im Hintergrund permanent alle empfangenen Signale. Überlagern sich dabei Signale, weil die verschütteten Geräte gleichzeitig senden, so kann der Empfänger das Signal nicht mehr trennen und ist quasi kurzzeitig blockiert. Bei der Abwägung über Für und Wider zu den Geräten sollte man be-

2 Grobsuche: Entsprechend der Gerätefunktion nähert man sich dem Verschütteten an.

3 Feinsuche: Durch Einkreuzen ermittelt man das optimale Signal, den vermuteten Liegepunkt.

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DAV Panorama 6/2010

Signalsuche: Die Reichweite ist befriedigend. Beim Tracker 2 ist ein Schwenken des Geräts bei der Suche des Erstempfangs hilfreich. Grobsuche: Das Annähern funktioniert bei horizontalen wie bei senkrechten Sendern hervorragend. Feinsuche: Durch die dritte Antenne bietet der Tracker 2 bei Verschüttungstiefen bis 2,5 Meter sehr exakte Werte und zeigt keine „SE-Werte“ wie das Vorgängermodell mehr an. Die Anzeige-Geschwindigkeit der aktuellen Alpine Ausbildung für jeden Gipfel. Distanzwerte ist hier hervorragend. Mehr-Personen-Verschüttung: Der denken, dass der Fall, in dem ein Ausneue Tracker 2 bietet eine Anzeige für summit-SicherBesser-RZ.indd 1 16.04.2010 10:24:21 Uhr blenden nötig wird, zum Glück selten Mehrfachverschüttung. Leuchtet das auftritt. Denn es müssen folgende Vo- Symbol auf, liegen mehrere Sender im raussetzungen gegeben sein: Mehrere Empfangsbereich. Blinkt das Symbol, Personen müssen mit LVS-Gerät auf so befinden sich mehrere Sender im engerem Raum verschüttet sein; die Radius von fünf bis sieben Meter um Verschütteten müssen komplett unter den Standpunkt. Somit kann man zuder Schneeoberfläche liegen, so dass verlässig eine Entscheidung fällen, ob eine LVS-Suche nötig ist; es müssen sich eine Strategie (Dreikreismethoso viele Helfer vorhanden sein, dass de) nach dem Auffinden des ersten gleichzeitig ausgegraben und gesucht Senders lohnt oder nicht. Zusätzlich werden kann. Diese Kombination an kann der geübte User Umständen kann vorkommen – rea- nach wie vor über die listisch betrachtet sollte dieser Punkt SP-Funktion zwei bis aber nicht überbewertet werden. drei Sender direkt verBei Geräten mit Ausblendfunktion folgen. Zum Vorgehen ist es zwar im Fall der Fälle einfacher, dazu siehe den Kasten mehrere Verschüttete auf engerem auf S. 62/63. Raum zu finden, aber bei keinem der Arva „Evo 3“ Geräte funktioniert diese Funktion ohne Probleme. Die Eigenheiten und Das Modell erschien im Winter 09/10 Tücken eines Modells sollte man ken- und ersetzt das „Evolution+“. Es ist nen und wissen, wie man darauf rea- ein Drei-Antennen-Gerät mit ungieren kann, falls sie auftreten (siehe komplizierter Bedienung und besitzt Kasten auf S. 62/63). eine Ausblendfunktion für ein Gerät. Signalsuche: Die Reichweite in LängsNeue Modelle: Features und und Querrichtung (x- und y-Achse) ist Funktionen gleichermaßen gut. Empfangsleistung, Signalverarbei- Grobsuche: Gute Dartung, Bedienung, technische Fines- stellung der aktuellen sen? Was bieten die neuesten Geräte? Distanzwerte. Die Richtungsführung nach dem BCA „Tracker 2“ Erstempfang ist etwas Das Modell kam im Winter 09/10 sprunghaft. auf den Markt: Es ist ein neues, sehr Feinsuche: Leider geht schnelles Drei-Antennen-Gerät mit das Gerät erst spät (ab Distanzwerten unkomplizierter Bedienung ohne Aus- von 2,0) in den Feinsuchmodus über. blendfunktion. Der SP-Modus er- Durch die dritte Antenne gibt es bei möglicht versierten Nutzern eine Di- dem Gerät aber keine irreführenden rektverfolgung bei Mehr-Personen- Distanzmaxima und die Anzeige-GeVerschüttung. schwindigkeit ist gut.

Illustrationen: Georg Sojer

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Sicher besser.

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4 Punktortung: Durch Sondieren im Raster stößt man auf das Opfer und kann es ausgraben.

Mehr-Personen-Verschüttung: Das Gerät zeigt eine Mehrfachverschüttung an. Ein Signal kann weggeblendet werden. Dadurch ist es möglich, bei zwei Signalen im Empfangsbereich eine Direktverfolgung durchzuführen.

In der Pipeline Das Arva „Link“ soll diesen Winter in den Verkauf kommen und eine Ausblend-Funktion besitzen. Das Pieps „Vektor“ soll voraussichtlich zur Saison 2011/12 erscheinen und eine GPS-unterstützte Suche ermöglichen. Das Ortovox „3+“ soll diesen Winter auf den Markt kommen. Außerdem hat Ortovox den „Patroller“ und das „d3“ durch das Gerät „Patroller digital“ ersetzt, das im Wesentlichen dem „d3“ entsprechen soll. Bis zum Redaktionsschluss lagen uns von den neuesten Geräten noch keine Testmodelle vor. Der ausführliche LVS-Test mit allen Geräten, die bis Spätherbst erhältlich sind, wird im Internet unter www.alpenverein.de im Dezember veröffentlicht. o Hinweise zu den Wartungsintervallen der einzelnen Hersteller siehe Panorama 5/2010, S. 58/59. Ein Training zur effektiven Verschüttetensuche mit dem eigenen Gerät ist sinnvoll. DAV-Sektionen und Bergschulen wie der DAV Summit Club bieten dazu Trainingskurse an. Üben kann man auch auf Hütten mit fest installierten Suchfeldern, beispielsweise bei der Tölzer Hütte, am Brauneck, bei der Albert-Link Hütte, auf der Zugspitze, bei der Franz-Senn-Hütte, am Nebelhorn und an der Diavolezza.


Magazin der Jugend des Deutschen Alpenvereins. Ausgabe 06/2010

Editorial, Leute, Impressum S. 66 || Fotowettbewerb: Unser Berg-Gefühl S. 67 || JDAV-Gruppe Süd: Die Gleimber S. 68 || JDAV-Gruppe Nord: So mok wi dat S. 69 || Interview mit Mimi Knoll: „ Vor allem, weil es Spaß macht.” S. 70 || Gämschen Klein S. 71 || JDAV-Bildungsziele: Theorie und Praxis, Erbse S. 72 ||

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06/10 Knotenpunkt.

Hallo zusammen,

Nach den vielen Rücktritten in der hohen Politik in diesem Jahr wunderte es uns nicht, dass auch die Stelle des DAV-Präsidenten frei wurde. Gleichzeitig verschwand Horst Länger, unser bisheriger Bundesjugendsekretär, von der Bildfläche. Wir hatten dazu so unsere Vermutungen: Horst hatte vielleicht vom Rücktritt gewusst und wollte rechtzeitig verfügbar sein für eine Etage höher! Stimmte aber leider nicht – er ist einfach in Rente gegangen. Lieber Horst, wir sagen Danke für deinen jahrelangen, unermüdlichen Einsatz als Chef-Koordinator des „Knotenpunkt“! Du hast über die Jahre mehrere Generationen ehrenamtlicher Kno-

[Text: Johanna Stuke]

tenpunkt-Redakteure begleitet, den Käsebrezel-Pegel auf den Redaktionssitzungen hoch gehalten und regelmäßig unsere Artikel gerettet. Wir wünschen Dir einen entspannten Ruhestand, in dem Du uns nie wieder hinterhertelefonieren musst … Mindestens so spannend wie die Geschichten um das Präsidenten-Karussell ist das, was wir diesesmal für euch zusammengetragen haben: Hintergrundinfos zu einem der großen Jugendverbände Deutschlands, in den man übrigens gar nicht direkt eintreten kann! Und das ist nicht das einzig Interessante an der JDAV, die von der Nordsee bis zu den Alpen aktiv ist und ganz un-

terschiedlich in Erscheinung tritt. Wir präsentieren Euch die Berg-Welten der JDAVler aus dem Fotowettbewerb, haben mit dem neuen Bundesjugendleiter gesprochen, die Bildungsideale der DAV-Jugend neu interpretiert und stellen euch die neue Bundesjugendsekretärin (und Knotenpunkt-Chefkoordinatorin) Karin Ruckdäschel vor – viel Spaß beim Lesen!

eure redaktion

leute

V A D J e i d r ü f e t u e L e u Ne Seit dem 10. Mai leitet Heidi Harder (30) die Jugendbildungsstätte der JDAV. Heidi ist M.A. Pädagogik, Psychologie und Soziologie, Erlebnispädagogin und befindet sich derzeit in der Ausbildung zur staatlich geprüften Bergführerin. Mit der JDAV und insbesondere der Jugendbildungsstätte verbindet Heidi bereits eine lange Geschichte – sie absolvierte ihre Jugendleiterausbildung dort und wurde später Mitglied im Jugendkursteam, im Lehrteam Jugend und im Lehrteam der ZQ Erlebnispädagogik. Heidi freut sich auf die vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit, die täglichen Begegnungen mit vielen unterschiedlichen Menschen in der Jugendbildungsstätte und auf die Arbeit in einem engagierten und motivierten Team. Seit Mitte Juni ist Karin Ruckdäschel als neue Bundesjugendsekretärin bei der JDAV tätig. Die 35-jährige Sozialpädagogin ist die Nachfolgerin von Horst Länger und kann auf einen breiten Erfahrungshintergrund in der Jugendverbandsarbeit zurückblicken. Ehrenamtlich kommt sie aus der Sportjugend, wo sie viele Jahre Kinder- und Jugendgruppen geleitet hat. Hauptberuflich war sie mehrere Jahre beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend in München als Verbandsreferentin tätig. Außerdem war sie bis November 2010 ehrenamtliche Vorsitzende des Kreisjugendrings München-Stadt.

IMPRESSUM

[Text: JDAV. Fotos: privat]

Heidei r Hard

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Autoren dieser Ausgabe: Thomas Ebert, Daniela Erhard, Katrin Lederer, Karin Ruckdäschel, Nina Schneider, Johanna Stuke. Herausgeber: Jugend des Deutschen Alpenvereins. Bundesjugendleiter: Michael Knoll. Redaktion: Georg Hohenester (verantwortl.), Andi Dick in Zusammenarbeit mit dem KNOTENPUNKT-Redaktionsteam. Beiträge in Wort und Bild an den DAV, Redaktion KNOTENPUNKT, Von-Kahr-Straße 2 - 4, 80997 München. Die Beiträge geben immer die Meinung der Verfasser, nicht die der Jugend des Deutschen Alpenvereins wieder. Diese Publikation wird gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes. Nachdruck nur mit Genehmigung der Redaktion. Titelillustration: Johanna Stuke. Gestaltung und Produktion: Sensit Communication, www.sensit.de

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Unser Berg-Gefühl Unter dem Motto „Mein Berg-Gefühl“ hatte die JDAV zum Fotowettbewerb aufgerufen – und viele hundert Einsendungen zeigten uns die Erlebniswelt der Aktiven draußen im Gebirge. Es war keine leichte Aufgabe für die Redaktion und den Bundesjugendleiter, daraus die besten Motive zu küren. Hier sind sie! Noch mehr unserer Lieblingsbilder findet ihr als Galerie unter www.jdav.de – und 2012 in der großen JDAV-Ausstellung im Alpinen Museum in München.

2.

Ludwig Bit tel: „So schön kann das L eben sein“ (wenn kein er widersp richt)

1.

ser: a Dere Jessic ) work“ lühen „Team rz erb e H in e (lässt

3.

Richard Heinz : „Kurz vor dem Abflug“ (hilft ja nichts )

4.

Joachim Bäßl er: „Freiheit“ (durch Perspe ktivenwechsel ?)

ch: Alexander Mün „Ohne Titel“ ben) (Der große Gra

5.

Stefanie Isab elle Mayer: „Enttäuschu ng“ (Nicht oben ? So weit no ch?)

6.

i Rott: Earni und Mon “ en „Stillgestand ) as w (sonst kippt

7. 67


06/10 Knotenpunkt.

JDAV-Gruppen in Nord und Süd (1)

Die „Gleimber“

[Text: Katrin Lederer, Fotos: Katrin Lederer, JDAV Germering (2)]

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JDAV? Klar, der Nachwuchs im Alpenverein. Aber was machen die genau? In die Berge gehen gehört natürlich dazu. Die im Süden wohnen, tun sich damit leicht – wie die „Gleimber“ in Germering bei München. Marlene, Vera und Philipp kichern verlegen. Da- die Risiken so klein wie möglich zu halten. In bei haben sie gar keinen Grund dazu, verlegen den Dolomiten etwa steigen wir nur in gut abzu sein. Sie sind vielleicht reflektierter und be- gesicherte Routen ein. Ich klettere die Routen sonnener als manch andere Jugendliche im glei- vor und lege manchmal Zwischensicherungen. chen Alter. Denn anstatt zu konsumieren, ver- Aber ab dann sind die Jungs und Mädels in Zweibringen sie ihre Freizeit mit den Gleimbern, erseilschaften unterwegs. Sie vertrauen mir und einer Klettergruppe, in der sie nicht ich ihnen. Und wenn die Kinder – oh, Germering nur das Klettern lernen … Entschuldigung, es sind ja mittlerweiDie zwölfköpfige Gruppe treibt die le Jugendliche – daheim mit leuchtenNeugier um. Das regelmäßige Hallenden Augen von ihren Touren berichten, klettern reicht ihnen bei Weitem nicht wird auch das Vertrauen der Eltern bemehr. Deshalb führen Majid Latif und lohnt.“ Simone Spangler sie durch alpine Mehr„Einmal waren wir sogar Nachtklettern seillängenrouten, über Gletscher und Grate in den Dolomiten“, erzählt Vera. „Ja“, bestätigt und durch wilde Gewässer. Schon das Jah- Majid, „um 10 Uhr abends kommen sie plötzlich resprogramm der JDAV-Ortsgruppe Germering auf die Idee, den Sonnenaufgang ‚von oben’ se(Sektion Oberland) spricht Bände: Dolomiten, hen zu wollen. ‚Das meint ihr doch nicht ernst’, Canyoning, Dachstein. Insgesamt 37 Abenteuer- fragte ich sie. ‚Doch, doch, komm schon.’ Na, gut. tage im Jahr. Inzwischen gibt es in der Truppe Am nächsten Morgen sind wir um 3 Uhr früh geechte „Mini-Alpinisten“, wie Majid seine Zög- startet. Mit der Stirnlampe sind wir auf den Torlinge nennt. „In alpiner Sicherungstechnik ken- re Lucy an den Cinque Torri geklettert. Ich kann nen sie sich schon richtig gut aus“, sagt er. Ob das Nachtklettern im Übrigen nur empfehlen, die Eltern sich da keine Sorgen machen? „Klar, man ist viel konzentrierter bei der Sache.“ die Zustimmung der Eltern ist die Vorausset- Den Gleimbern machen die Abenteuer so viel zung bei allem, was wir tun. Ein gewisses Risiko Spaß, dass die Gruppe seit drei Jahren dieselist natürlich immer dabei, doch wir versuchen, be geblieben ist. Viele andere Hobbys wechseln,

aber das Klettern in der Gruppe ist eine Konstante. Vor Kurzem kam die Truppe von einem elftägigen „Entspannungsurlaub“ – Klettern ohne Seiltechnik-Stress – aus Fontainebleau in Frankreich zurück.

Mit dem großen Engagement der beiden Gruppenleiter beginnt jede Unternehmung, mit dem Zusammenhalt in der Gruppe steht und fällt sie. Manchmal gibt es auch schwierige Momente, dann droht die Stimmung zu kippen. Beispielsweise, wenn jemand Schmerzen hat, krank wird oder wenn das Wetter bedrohlich wird. Dann ist positives Denken und Handeln gefragt, schließlich lässt sich (fast) jeder Situation noch etwas Gutes abgewinnen, und wenn es nur ein Plus an Erfahrung ist.

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Große Ziele im Blick: die „Gleimber” am Sellapass unter den Gipfeln von Grohmann- und Fünffingerspitze

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Gemeinsam starke Erlebnisse: Gruppenleiter Majid Latif (links) und drei aus dem Team vor der Kletterhalle


Knotenpunkt. 06/10 JDAV-Gruppen in Nord und Süd (2)

So mok wi dat!

[Text: Daniela Erhard, Fotos: JDAV Kiel (2), Andi Dick]

Die Alpen 1000 Kilometer weit entfernt, das nächste Mittelgebirge erst bei Hannover – schlechte Standort-Bedingungen für die Jugend des DAV Kiel. Die nördlichste JDAV-Gruppe Deutschlands ist dennoch aktiv. Aber wie verbringen die „da oben“ ihre Gruppenstunden? Böse Zungen behaupten ja, die höchste Erhebung Norddeutschlands sei der Deich. Das ist natürlich gelogen. Denn Schleswig-Holsteins höchster „Berg“ ist immerhin 168 Meter hoch und gleichzeitig Deutschlands nördlichstes Skigebiet. In schneereichen Wintern, wie dem von 2010, zuckelt tatsächlich ein kleiner Schlepplift den Bungsberg hinauf. Eigentlich eine gute Gelegenheit zum Skifahren für die JDAV Kiel. Der Jugendreferent Gunther Siewert winkt ab. „Viele unserer Kinder können gar nicht Skifahren“, sagt der 36-Jährige. Die Ferienzeiten liegen einfach denkbar schlecht, um es zu lernen: Kein anderes Bundesland hat so spät Osterferien wie Schleswig-Holstein. Sie beginnen erst nach den Feiertagen – die meisten Skigebiete haben da ihre Lifte schon abgestellt. Und zum gelegentlichen Rumrutschen auf einer der Bungsbergpisten schafft sich sowieso niemand eine Skiausrüstung an. Die Alternative heißt Indoor-Klettern – nicht nur im Winter. Zwei Wände stehen den insgesamt vier Kieler Jugendgruppen zur Verfügung: eine kleine, sektionseigene in der Waldorfschule und die Kletterwand der Universität. Viel-

leicht kommt ja irgendwann eine eigene Kletterhalle dazu. Die JDAV wünscht sich jedenfalls eine. „Klettern ist das große Abenteuer“, beschreibt Gunther Siewert die Motivation der Jugendlichen. Von Dienstag bis Freitag sind die Gruppen an den Plastikgriffen unterwegs. Zur Abwechslung spannen die Jugendleiter auch mal eine Slackline oder fahren mit ihrer Mannschaft für einen Tag in die Hamburger Kletterhalle. Der Sport zieht inzwischen so viele Kinder an, dass die Jugendgruppe II sogar einen Aufnahmestopp verhängen musste. Rund 75 Mitglieder zwischen 6 und 24 Jahren sind momentan in der Jugend angemeldet. Damit das Abenteuer Klettern nicht seinen Reiz verliert, schieben die Kieler manchmal eine Paddeltour ins Programm. Für ein verlängertes Wochenende bleiben die Gurte und Seile dann zu Hause. Stattdessen geht es in Kanus die Flüsse hinab, die in Schleswig-Holstein eher gemächlich zwischen Wiesen und Schilf fließen. Den Kindern gefällt das Paddeln in Kombination mit Zelten, Biwakieren und Lagerfeuer. Aber einmal im Jahr müssen natürlich auch die norddeutschen Nachwuchsalpinisten ins Gebirge.

Typisch Südschweden? Mangels Bergen müssen die Kieler JDAVler auch mal auf heimatliche Bäche ausweichen.

„Ein bis zwei Fahrten versuchen wir schon zu organisieren“, erklärt der Jugendreferent. Ziele sind die Alpen oder zumindest die Mittelge-

birge. In diesem Jahr war eine Woche Klettern in Franken dran. Fünf Jugendliche waren außerdem im Hochgebirge: Sie haben beim Warten der Wege rund um die Kieler Wetterhütte im Verwall geholfen. Dort haben Kieler Jugendliche schon 2009 mit Hamburgern zusammengearbeitet. Ein wenig Engagement für die Sektion darf eben auch nicht fehlen.

Nicht nur Bergsteigen: Gemeinsam mit dem Sektionschef verbessern die Kieler Wanderwege im Verwall.

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06/10 Knotenpunkt.

interview

[Text: Nina Schneider, Fotos: privat]

„Vor allem, weil es Spass macht.“ Michael „Mimi“ Knoll, Jahrgang 1980, ist im Herbst 2009 zum Bundesjugendleiter und Vize-Präsidenten des DAV gewählt worden – ist also sozusagen „Chef“ der JDAV. Er studiert Informatik in Karlsruhe und ist begeisterter Allround-Bergsteiger.

Was muss man tun, um Bundesjugendleiter werden? Eigentlich muss man nur Mitglied im DAV sein – und kandidieren und gewählt werden. Natürlich ist es aber von Vorteil, sich mit den Strukturen auszukennen und Kontakte zu haben. Ich selbst habe die klassische Laufbahn absolviert: Mit 20 Jahren in der Jugendarbeit begonnen, dann wurde ich Jugendleiter und Jugendreferent in der Sektion Bad Waldsee und habe in der Landesjugendleitung in Baden-Württemberg mitgearbeitet. Vergangenes Jahr habe ich dann für das Amt des Bundesjugendleiters kandidiert. Welche Aufgaben hast du da genau? Ich vertrete vor allem die Jugend in mehreren Gremien, wie Verbandsrat und Präsidium. Außerdem bin ich Vorsitzender verschiedener Lenkungskreise, etwa für Check Your Risk. Meine Arbeit besteht dabei im Wesentlichen darin, die aktuellen Themen vorzubereiten, in den Sitzungen zu besprechen und die Interessen der JDAV einzubringen. Wie viel Entscheidungsmacht hast du? Warum machst du das? Wirst du auf Berghütten Vor allem, weil es Spaß Entscheidungsmacht habe ich so gut wie keine, da alles sehr demoals Bundesjugendleiter erkannt? kratisch abläuft und in Gremien beschlossen wird, aber durch Gemacht. Der DAV ist ein Bisher so gut wie nicht – zum Glück großer Verband mit viel spräche mit den Abstimmenden kann ich meine Positionen deutlich (lacht). Großer Rummel ist mir eher Gestaltungsfreiheit. Vor- machen und Einfluss nehmen. unangenehm. Und so sehe ich, wie schläge der JDAV werden die Stimmung ist an der so genannWie viel Zeit pro oft mit großer Unterstütten Basis – ohne dass die Leute sich zung durchgeführt, wie Woche investierst du für die JDAV? wegen mir verstellen. beispielsweise vor Kurzem Mindestens einen Tag pro Woche. Die Termine sind meistens in Mündie Klimatransalp. Was sind deine Ziele in der nächsten Zeit? chen, vieles mache ich auch telefoIm Moment ist am wichtigsten, Karin Rucknisch und per E-Mail. Bei wichtigen däschel bei ihrer neuen Arbeit als BundesjuVeranstaltungen versuche ich vor Ort gendsekretärin zu unterstützen. Außerdem will zu sein, wie etwa bei Landesjugendich den Dialog zwischen Jugendressort und leitertagen. Als Bundesjugendleiter bist Bundesjugendleitung verbessern und mich für du gleichzeitig Vizepräsident des DAV – eine bessere Kommunikation innerhalb des geWie bekommst du Ehrenamt, Studium, wie versuchst du dich hier einzubringen? samten DAV einsetzen. Vor allem, weil ich sehe, Broterwerb und Freizeit unter einen Hut? Ich versuche vor allem, zwischen Erwachsenenwie viel Engagement und Energie verpuffen, die Da ich noch auf Diplom studiere und in und Jugendverband zu vermitteln und für die durch Zusammenarbeit besser genutzt werden meinen Jobs selbstständig bin, kann ich mir Interessen der Jugend zu werben. Außerdem könnten. Ein persönliches Ziel ist die wieder die Zeit sehr frei einteilen. Manchmal ist es kümmere ich mich genauso und mit gleichem vermehrte Ausrichtung der JDAV auf Bergsteitrotzdem schwierig, jedem die AufmerkStimmrecht wie die anderen Mitglieder um alle gen und Klettern – das heißt, mehr Angebote samkeit entgegenzubringen, die er verdient, Belange, die im Präsidium aufkommen. für die Jugend, Jugendleiterexpeditionen und deshalb muss ich vieles delegieren. internationale Jugendarbeit.

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Knotenpunkt. 06/10 [Sebastian Schrank]

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06/10 Knotenpunkt.

Bildungsziele

[ Text: Thomas Ebert]

Theorie und Praxis: Die Jugend von heute am Berg

Vor Kurzem rühmte ein deutscher Rennradprofi die Jugendarbeit seines Verbands mit dem Argument, „die Kinder von der Straße wegzuholen“. Als das Gelächter in der Redaktion verebbte, war das Thema dieses Artikels klar: die Erziehungs- und Bildungsziele der JDAV auf dem Prüfstand. „Die Beweggründe, Leistungsziel und Leistungsstrebens tisch hinterfragt

das die Art des müssen kriwerden.”

 Genau, und dazu gründen wir erst mal einen Expedkader, dessen Mitglieder eine Erstbegehung nach der anderen runterreißen. „Jugendliche sollen ermutigt werden, sich mit Konflikten und Problemen auseinanderzusetzen, statt ihnen auszuweichen.”

KNOTENPUNKT.

 Eine recht heitere Vorstellung, wenn JDAVler mannhaft im Steinhagel oder Schneebrett ausharren. „Ich darf ihnen nicht ausweichen.“ Im Zweifel: Mitgliedschaft beim Wandervogel. „In der Begegnung mit weitgehend ursprünglichen Lebensräumen und Landschaften lernen Jugendliche Freiheiten und elementare Abhängigkeiten kennen.”  Eine spezielle Art elementarer Abhängigkeit – genannt Hüttenzauber – lässt sich gelegent-

lich in den mäßig ursprünglichen Lebensräumen mancher Berghütten bewundern. „Die Vermittlung sozialer Verhaltensweisen schafft die Voraussetzung für eine gleichberechtigte Partnerschaft mit der älteren Generation.”  Die Vermittlung dieses Bildungsziels schafft die Voraussetzung für den Klassiker schlechthin: „Hör auf zu jammern, sonst gibt’s oben keine Brotzeit.“

Vorschau 01/2011 Zukunft. Wir haben uns um die große Kristallkugel versammelt und einen Blick in die Zeit gewagt, wo wir die 2010er Jahre als „gute alte Zeit“ bezeichnen werden.


Leserpost Schnell und schneller Zum Beitrag „Erlebnis Speed-Hiking“ in DAV Panorama 5/2010, S. 60ff.

Ich bin wahrlich kein Verweigerer von Anglizismen, die für viele „neue“ Sportarten, Techniken und Lebensweisen  u.ä. auch Sinn machen. Jedoch  in einem vierseitigen Bericht über sportliches Wandern in mehr oder weniger hohen Bergen  das „Erlebnis Speed-Hiking“ als völlig neue Sportart zu präsentieren, scheint mir mehr als fragwürdig. Die  Ausrüstungstipps sind natürlich perfekt auf den medial immer omnipräsenten Autor und seine Sponsoren abgestimmt.  Den ganzen Speed-Wahn dann noch als einzigartiges Naturerlebnis zu präsentieren, scheint mir eine mehr als  dünne Daseinsbegründung für  die beschriebene  körperliche Betätigung. Beim Reiten gibt es verschiedene Gangarten, aber  es bleibt  immer Reiten. Was den Wahn der Geschwindigkeitssteigerung in unserem Leben auslöst und ihn auf immer mehr Bereiche überspringen lässt, kann ich auch nicht erklären. Nach Fast Food und Speed Dating ist jetzt wohl Speed-Hiking dran. In diesem Sinne: „Live quick, die fast“. H. Riesch aus Gaißach

Dankeschön

Beim letztjährigen Gewinnspiel „Gut aufgehoben“ gewann mein Mann vier Hüttenübernachtungen mit Halbpension. Wir lösten diesen Gutschein im September auf der Neuen Traunsteiner Hütte ein und wollten uns herzlich für den Gewinn bedanken. Ganz besonders möchten wir uns beim Hüttenwirtspaar für die so nette Aufnahme bedanken, ein ganz großes Lob an die Wirtin mit ihrer hervorragenden (auch vegetarischen) Küche. L. Rausch und K. Würger per E-Mail

In Watte gebettet? Zum Beitrag „Kletteranlagen – Wohin führt der Trend?“ in DAV Panorama 4/2010, S. 83

Im Kletterzentrum Balingen konnten wir einen Boden einbauen, der nach dem momentanen Stand der Technik einen sehr praktikablen Kompro-

DAV Panorama 6/2010 L­eserpost

miss zwischen passiver Sicherheit und allgemeiner Gebrauchstauglichkeit bietet und dazu nicht mehr kostet als Estrich und üblicher Bodenbelag. Zwei Lagen Verbundschaum mit einer Sportbodenbeschichtung bei gesamt 8 cm Aufbauhöhe dämpfen den Aufprall aus diesen kritischen Höhen (etwa 3,5 bis 5 m) so weit ab, dass die Gefahr erheblicher Verletzungen stark abnimmt. Die Kletterer sind durchweg begeistert von diesem Boden. In den Gesprächen mit anderen Hallenbetreibern) und vor allem mit Medienvertretern kommt jedoch schnell die Frage nach „mehr“ auf. Mehr Schutz vor Verletzungen, mehr passive Sicherheit, mehr Watte für den Kletterer … Klettern ist ein ernst zu nehmender Sport, dessen integraler Bestandteil eine verantwortungsbewusste und konsequente Sicherungsarbeit des Seilpartners ist. Es ist nicht Aufgabe der Kletteranlagen, den Kletterern diese Sicherungsarbeit abzunehmen, sie gehört zum Klettersport wie Seil, Gurt und Karabiner. Eine Kletteranlage ist eine Kletteranlage und keine Bespaßungseinrichtung. Ein Boden, der den Eindruck erweckt, so fehlertolerant zu sein, dass Aufmerksamkeit (beim Sichern) nicht mehr so wichtig wird, kann nicht das gewünschte Ziel sein. Martin Walch, Kletterhallenbetreiber, Balingen

Berichtigungen

Im Hüttenwirtinnen-Porträt in DAV Panorama 5/2010 ist uns bei der Angabe zur Anhalter Hütte ein Fehler unterlaufen: Die Hütte ist vom Hahntennjoch und nicht vom Hochtannbergpass erreichbar. Die Beschreibung des Titelbilds von Panorama 5/2010 war nicht ganz richtig: Nicht von der Gartnerwand fiel der Blick in den Talkessel und auf das Zugspitzmassiv, sondern vom Grubigstein. In der Reportage Mittelgebirgstrekking in DAV Panorama 5/2010 ist auf S. 102 von der Gautachschlucht im Schwarzwald die Rede. Diese heißt jedoch Gauchachschlucht.

Gipfelglück fürs Leben

„Die Welt mit Ernst und Humor gemeinsam betrachten, Berge im Sommer und Winter erleben oder auf dem Wasser zusammen unterwegs sein …“ Mit diesen Worten im Anzeigenteil der Panorama-Ausgabe vom August 2005 begann die gemeinsame Zukunft von Birgit und Werner. Am 16. Juli 2010 ließen sie sich am Gipfelkreuz auf dem Geißberg (2024 m) trauen. Der Pastor tauscht die Wanderkluft gegen

den Talar, Braut und Bräutigam ziehen ein frisches Hemd an und der Brautstrauß aus Almblumen wird übergeben. Eigene Gedanken, die Verbundenheit mit den Bergen und der Natur und die Freude über das Glück des Paares mischen sich zu der Erkenntnis, dass dies wohl Gipfelglück ist. P. Gieseler per E-Mail

Fernwandern auf dem „L1“ Zum Beitrag „Kaunergratvariante zum E5“ in DAV Panorama 5/2010, S. 26

Schön, dass Sie den E5 einmal kritisch betrachten. Mir gefielen die „unfair means“ bereits vor Jahrzehnten nicht. Daher habe ich mir seinerzeit mit meinem Sohn einen eigenen Weg über die Alpen gesucht – von Garmisch nach Brescia. Meines Wissens hat es noch keine Zweitbegehung unseres Weges „L1“ gegeben. H. Losse aus Agathenburg Anmerk. der Redaktion: Eine genaue Tourenbeschreibung gibt es unter www. alpenverein.de > Services > Publikationen > Panorama online. 73


DAV Panorama 6/2010

125 Jahre Rappenseehütte

Berg-Gast-Stätte im Steinbock Von Michael Munkler

Ganz im Süden der Republik, hoch über den grünen Kämmen der Allgäuer Alpen, liegt die Rappenseehütte neben einer Sammlung romantischer Seen-Augen. Sie feiert in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag.

E

ines muss man dem früheren altkatholischen Pfarrer von Kempten im Allgäu und späteren Bischof lassen: Dr. Thürling hatte offensichtlich einen besonders sensiblen Blick für Naturschönheiten. Denn im Sommer 1882 war er mit Freunden vom Lechtal zur Großen Steinscharte am Allgäuer Hauptkamm hinaufgestiegen und von der landschaftlichen Schönheit so begeistert, dass ihm die Idee zum Bau einer Hütte am Rappensee in den Sinn kam. Die Sektion Kempten des Deutschen und Oesterreichischen Alpen74

vereins griff den Vorschlag auf und erbaute in nur einem Monat eine kleine Holzhütte, die am 26. Juli 1885 feierlich eingeweiht wurde. Dieses Datum vor 125 Jahren markiert die Geburtsstunde der Rappenseehütte in den Allgäuer Alpen, die heute nach vielen Erweiterungen der größte Stützpunkt des Deutschen Alpenvereins in den Bergen ist – und als südlichstes Haus Deutschlands gilt. Die Hütte, oberhalb des malerischen Rappensees gelegen, ist vor allem für die Begeher des Heilbronner Wegs ein wichtiger Stützpunkt. Alljährlich,

wenn Bayerns beliebtester Höhenweg zwischen Rappensee- und Kemptner Hütte begehbar ist, strömen die Wanderer hinauf. Das ist meist ab Anfang/ Mitte Juli der Fall, wenn Freiwillige an den kritischen Stellen die Altschneemassen vom Steig weggeschaufelt haben. Von der DAV-Sektion Heilbronn, die den 1899 eröffneten Steig gebaut hatte, kommen jedes Jahr Freiwillige,


125

DAV Panorama 6/2010 Rappenseehütte | Hüttenporträt

Foto:s Andi Dick (2), Michael Munkler

Jahre DAV-Hütte

land

um den Oberstdorfern beim Schneeschaufeln zu helfen. Schätzungsweise 10.000 Begehungen hat der Heilbronner Weg durchschnittlich pro Saison. Vergangenes Jahr war die Rappenseehütte in Negativ-Schlagzeilen geraten, als im Hochsommer über 200 Wanderer am gesamten Allgäuer Hauptkamm von einer MagenDarm-Erkrankung befallen wurden.

Zunächst war spekuliert worden, dass verunreinigtes Wasser auf der Hütte die Epidemie ausgelöst haben könnte. Inzwischen geht man aber davon aus, dass ein eingeschlepptes Norovirus für die Massenerkrankung verantwortlich war. Das Verfahren vor dem Sonthofener Amtsgericht gegen den Hüttenwirt Andi Greiner wegen eines fahrlässigen Verstoßes gegen die Trinkwasserverordnung ist eingestellt worden. „Gott sei Dank“, sagt der 39-Jährige, den die Sache arg belastet hatte. Wer ihn kennt, weiß warum: Andi gilt als besonders gewissenhaft, ruhig und gelassen. Doch was manche Medien seinerzeit alles berichtet hatten, das ließ ihn mehrfach richtig zornig werden. Und was er damals geleistet hat, ist beeindruckend: 600 Garnituren Bettzeug mussten zur Entkeimung ins Tal spediert und danach wieder den richtigen Lagern zugeordnet werden – drei Wochen Arbeit, mit vermindertem Personal, bei gleichzeitigem Hüttenbetrieb. Nur eine Woche lang blieb das Haus geschlossen. Seit jenen schlagzeilenträchtigen Tagen im August vergangenen Jahres ist längst Ruhe eingekehrt am Rappensee. Tausende Gäste haben seitdem wieder erholsame Tage auf der Hütte genossen. Die DAV-Sektion Kempten hat heuer für rund 30.000 Der RappenEuro eine neue UVsee und einige Wasserentkeimungsankleinere Tümlage installieren lassen pel zieren das Steinbockreund für weitere 50.000 vier rund um Euro die Quellfassung die Rappenerneuert. Über 27.000 seehütte, gegenüber dem Euro wurden zudem in Kamm des die Photovoltaikanlage Mindelheimer samt Batterietechnik inKlettersteigs. vestiert. „Zusammen mit dem Wasserkraftwerk wird die Hütte jetzt weitgehend mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt“, erklärt der Kemptener AlpenvereinsVorsitzende Harald Platz. Nur zu Spitzenzeiten müsse das dieselbetriebene Blockheizkraftwerk noch zugeschaltet werden. Solche Spitzenzeiten gibt es insbesondere bei gutem Wetter, wenn der Heilbronner Weg begehbar ist.

Da kann es sein, dass bis zu 350 Gäste dort oben nächtigen. Es ist eine ­­logistische Meisterleistung, wenn Hüttenwirt Greiner und seine Partnerin Sylvia Socher zusammen mit dem zehnköpfigen Hüttenteam über 300 Abendessen oder Frühstücke zubereiten. „Da muss dann alles gut vorbereitet sein“, erzählt Sylvia Socher. Fürs Abendessen werde beispielsweise schon am Vormittag vorgekocht, Salat und Gemüse geputzt.

Fleisch und Käse vom Bauern Aus Überzeugung machen Andi Greiner und Sylvia Socher seit Anfang beim DAV-Programm „So schmecken die Berge“ mit. „Für uns ist es selbstverständlich, möglichst alle Zutaten in der Region einzukaufen“, berichtet Andi. Dadurch bleibe die Wertschöpfung im Allgäu, und Fleisch oder Käse von Bauern aus der Umgebung seien nun mal besser als industriell gefertigte Lebensmittel. Die Gäste freuen sich über Frühstücksmüsli der Firma Rapunzel, über Bergkäse von der Breitengehrenalpe im Rappenalptal, über Brot und Wurst aus Betrieben in Nesselwang und Blaichach. Den absoluten Übernachtungsrekord verbuchte die Rappenseehütte übrigens am 19. September 1970. Damals, so steht es in der Chronik, schliefen 681 Bergfreunde auf dem Unterkunftshaus – in den Matratzenlagern und Betten, aber viele auch auf dem Boden. Das sollte sich nicht wiederholen: Erfahrungsgemäß verteilen sich die Wanderer heute mehr über die Wochentage. Dennoch ist es ratsam, die Wochenenden für eine Begehung des Heilbronner Wegs möglichst zu meiden. So entgeht man Stau an den spektakulären Stellen, dem schmalen „Heilbronner Thörle“, der Leiter und der Brücke am Steinschartenkopf, und kann die spektakulären Aussichtsgipfel am Weg, Hohes Licht und Mädelegabel, ohne Gedränge genießen. Ebenfalls beliebtes Ziel von der Rappenseehütte aus ist der Biberkopf, mit seinen senkrecht gestellten Schichtbändern am Gipfelaufbau eine der markantesten Berggestalten des Allgäus. Zwischen diesen Rippen zieht der Fels 75


Rappenseehütte (2091 m)

Geöffnet: Mitte Juni bis Anfang/Mitte Oktober (je nach Wetter) Übernachtung: 115 Betten in Zimmern, 189 Matratzenlager, 10 Notlager, offener Winterraum mit 14 Schlafplätzen Hüttenwirt: Andi Greiner und Sylvia Socher, Hütten-Fax: 0171/263 12 50, Info-Tel.: 08322/700-155, www.rappenseehütte.de Eigentümer: Sektion Allgäu-Kempten des DAV, Kleiner Kornhausplatz 1, 87435 Kempten, Tel.: 0831/209 27, Fax: 0831/107 27, www.alpenverein-kempten.de Talorte und Anfahrt: Oberstdorf (813 m) im Oberallgäu (A7/B19, gute Zugverbindung ab Ulm) oder Lechleiten (1539 m) im oberen Lechtal. Aufstieg: Von Oberstdorf, Parkplatz im Stillachtal nahe der Fellhornbahn, über Birgsau (Bushalt) und Einödsbach in 4-5 Std.; von Lechleiten über Biberalpe und Mutzentobel etwa 3 1/2 Std. Übergänge: Waltenberger Haus (2084 m) über Heilbronner Weg 4-5 Std.; Kemptener Hütte (1844 m) über Heilbronner Weg 5-7 Std.; Mindelheimer Hütte (2013 m) über Schrofenpass 4-5 Std.; sehr schöne, aber schwierige (schwarz) alpine Höhenwege, teils gesichert, die geeignetes Schuhwerk und Trittsicherheit erfordern, bis in den Hochsommer hinein oft Altschneefelder! Gipfel: Hohes Licht (2652 m), 2 Std., mittelschwerer Wanderweg (rot). Rotgundspitze (2485 m) und Hochgundspitze (2460 m), je 1 1/2 Std., Schrofen I. Rappenseekopf (2468 m) und Hochrappenkopf (2424 m.), je 1-1 1/2 Std., mittelschwere Wanderwege (rot). Biberkopf (2599 m), 2 1/2 Std., schwerer Wanderweg (schwarz) mit Drahtseilsicherung oder Fels II.

Foto: Michael Munkler

DAV Panorama 6/2010

perfekt gestuft nach oben, eine echte Himmelstreppe zum großartigen Aussichtspunkt auf Silvretta, Rätikon und Glarner Alpen. Nebenbei bemerkt: Der Biberkopf ist der südlichste „richtige“ Gipfel Deutschlands. Streng genommen darf sich zwar eigentlich das 110 Meter südlicher gelegene Haldenwanger Eck, drüben Richtung Widderstein, mit diesem Superlativ schmücken. Doch was ist ein unscheinbarer, 1931 Meter hoher, belangloser Grasbuckel schon gegen den mächtigen Biberkopf mit seiner plattigen, ins Lechtal abfallenden Südwand? Wegen des südlichsten Flecks rund um Biberkopf und Haldenwanger Eck darf sich Oberstorf übrigens „Zipfelgemeinde“ nennen. Vor über zehn Jahren hatten Oberstdorf als südlichste Gemeinde der Republik, List auf Sylt im Norden, Selfkant im Westen und Görlitz ganz im Osten den ungewöhnlichen Zusammenschluss eines „Zipfelbundes“ besiegelt. Seitdem trifft man sich regelmäßig und tauscht sich aus. Es gibt seit 2000 sogar einen „Zipfelpass“. Dies ist ein dem ehemaligen Reisepass der Bundesrepublik nachempfundenes Dokument, herausgegeben von den Zipfelbund-Gemeinden. Darauf kann der Inhaber Stempel aus den jeweiligen Rathäusern und Tourist-Informationen sammeln, wenn er mindestens eine Übernachtung im jeweiligen Ort nachweisen kann. Die Rappenseehütte als Stützpunkt ist längst auch ein beliebter Treff für Steinbock-Fotojäger. Kapitale Einzel-

Karte: Alpenvereinskarte 1:25.000, Nr. 2/1, Allgäuer Alpen West. TK Bayern 1:50.000, UK L8, Allgäuer Alpen. Führer: Dieter Seibert: Allgäuer Alpen, Alpenvereinsführer alpin, Bergverlag Rother, München 2008. Tourismus-Info: Tourist-Information Oberstdorf, Prinzregenten-Platz 1, 87561 Oberstdorf, Tel.: 08322/700-0, Fax: 08322/700-236, info@oberstdorf.de, www.oberstdorf.de

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gänger oder Mutter-Kind-Rudel der majestätischen Alpentiere mit dem Kuschelfell und dem kernigen Gehörn kann man überall rund um die Hütte beobachten, etwa bei den kurzen, unterhaltsamen Aufstiegen auf Rappenseekopf und Hochrappenkopf oder auf dem anspruchsvollen Weg hinüber zum Biberkopf. Mehrere Höhen-


DAV Panorama 6/2010 Rappenseehütte | Hüttenporträt

he Licht errichtet und zehn Jahre später die Sektion Heilbronn den nach ihr benannten Höhenweg gebaut hatte. Nach den schwierigen Jahren des Ersten Weltkriegs – die Decken der Hütte mussten an die Front abgeliefert werden – stieg die Zahl der Hüttenbesucher trotz Inflation und Wirtschaftskrise stark an. 1936 griff der Hüttenwirt Franz Kaufmann selbst tief in die eigene Tasche, um eine notwendige Erweiterung zu finanzieren – hatte aber nicht viel Nutzen davon: Die politischen Wirren vor dem AnFoto: Andi Dick

wege rund um den DAV-Stützpunkt gehören schließlich zur so genannten Steinbock-Tour in den Allgäuer Hochalpen. In fünf bis acht Tagen führen die Höhenwege durch die Oberstdorfer und Kleinwalsertaler Berge. Die einst im Oberallgäu ausgerotteten Steinböcke wurden in den 1960er Jahren wieder angesiedelt. Seitdem hat sich die Population gut entwickelt und in Österreich dürfen Steinböcke – anders als in Deutschland – inzwischen wieder „maßvoll bejagt“ werden. Für die jungen Besu-

Anspruchsvoller Hausberg: prächtige Gipfelschau vom Biberkopf in die Schweiz

cher der Rappenseehütte – aber nicht nur für sie – sind vor allem die rund um das Haus tollenden, pfeifenden Murmeltiere eine Attraktion. Lang, lang – aber spannend – liest sich die Chronik des 125-jährigen Geburtstagskinds, die, wie so oft, auch die Zeitgeschichte widerspiegelt. Im Sommer 1885 waren 104 Ehrengäste zur Einweihung der neuen Hütte gekommen. Es gab reichlich Wein und gutes Essen; sogar eine Kiste Zigarren wurde hinaufgetragen, heißt es. Zwei Jahre später, also 1887, ist erstmals die Zahl der Übernachtungen überliefert: Es waren gerade einmal 34. Drei Jahre später wurden bereits 120 Nächtigungen registriert, obwohl es damals noch keinen Hüttenwirt gab. Der kam erst viel später: Franz Kaufmann aus Oberstdorf übernahm 1907 die mittlerweile auf 50 Schlafplätze erweiterte Unterkunft, die nun noch attraktiver war, nachdem 1889 die Alpenvereins-Sektion Kempten einen Steig auf das Ho-

schluss Österreichs an Deutschland führten zur zeitweiligen Sperrung des Heilbronner Wegs. Zöllner wurden auf der Hütte postiert, um den Visumzwang zu überwachen. Und bald danach nahmen Gebirgsjäger das Haus als Ausbildungsstützpunkt in Beschlag.

Marokkaner im Allgäu Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten Einheiten der Zweiten Marokkanischen Division – sie waren Teil der französischen Armee als Besatzungskräfte – die Rappenseehütte. Vieles war zerstört, als Franz Kaufmann mit seinen Töchtern Pepi und Fanny erstmals wieder hinaufstieg. Doch Kaufmann ließ sich nicht entmutigen. 1949 ließ er, wieder auf eigene Kosten, ein Elektrizitätswerk am Auslauf des Rappensees bauen. 1963 wurde eine Materialseilbahn für die bis dahin mit Mulis versorgte Hütte errichtet. Nach dem Tod seiner Frau gab Franz Kaufmann in diesem

Jahr, nach 58 Jahren als Wirt auf der Rappenseehütte, die Geschäfte an seine beiden Töchter ab. Fanny, jetzt vermählte Geißler, führte mit ihrem Heini und ihrer Schwester Pepi die Familientradition fort; erst 1988 endete die achtzigjährige Ära Kaufmann. Ihr heutiges Erscheinungsbild hat die Hütte ungefähr seit 1966, als ein Erweiterungsbau in Betrieb genommen wurde, der in etwa die Größe der heutigen Hütte hatte. Der nicht mehr benötigte Mulistall wurde 1983 abgerissen und an seiner Stelle entstand ein Ersatzbau in Holz-Fertigbauweise. Mitte der 1990er Jahre hatte die Alpenvereinssektion Kempten einen finanziellen Kraftakt zu leisten: den Bau der vollbiologischen Kläranlage für 560.000 Mark. Von 1998 bis 2000 wurde die Rappenseehütte grundlegend saniert: Matratzenlager wurden durch Bettenschlafplätze ersetzt, Sanitäranlagen und Eingangsbereich verbessert, ein Blockheizkraftwerk liefert Strom und warmes Wasser. 2002 wurden die Quelle neu gefasst und die Trinkwasseraufbereitung modernisiert – und Andi Greiner und Sylvia Socher übernahmen die Bewirtschaftung der Rappenseehütte. Von der Größe her mag die Hütte eher einem Alpenhotel gleichen, doch wer sie heute betritt und dort übernachtet, spürt sofort, dass bei allem professionellen Service der herzliche Hüttencharakter erhalten geblieben ist. Es gibt Annehmlichkeiten wie warme Duschen, aber auch eine heimelige Hüttenatmosphäre im Gastraum. Und die Wirtsleute sind gut organisierte Manager, aber auch Gastgeber aus Passion: Jeder Gast wird persönlich und auf Augenhöhe begrüßt, und an einem ruhigeren Spätsommernachmittag trägt der Chef einem Wandergast schon auch mal den Apfelstrudel auf die Selbstbedienungsterrasse hinterher. Die nächste Wirte-Generation steht schon in den Startlöchern: Leo (2) und dem knapp vierjährigen Felix wird es zwischen See und Murmeltieren gewiss nicht langweilig. o Michael Munkler (51) ist Redakteur bei der „Allgäuer Zeitung“ und nicht nur beruflich gerne in seinen Heimatbergen unterwegs.

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DAV Panorama 6/2010

Hüttenbau im Gebirge

Wohin geht die Reise? Der DAV unterhält über seine Sektionen 326 öffentlich zugängliche Hütten in den Alpen – vom beliebten Ausflugsziel für Tagesgäste über die einfache Schutzhütte bis zum hotelähnlichen Übernachtungsbetrieb. Veränderte Ansprüche der Gäste, Naturschutzfragen und der Klimawandel werfen Fragen nach zeitgemäßen Hüttenkonzepten auf.

D

ie Errichtung von Schutzhütten als Hilfe für Bergsteiger setzte mit Gründung der alpinen Vereine um die Mitte des 19. Jahrhunderts ein. Ziel war die Erschließung der Alpen, die der DAV mit seinem Grundsatzprogramm zur umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung zum Schutz des Alpenraumes von 1994 als abgeschlossen betrachtet. Deshalb sollen in Zukunft keine Hütten an neuen Standorten gebaut werden, sondern allenfalls Ersatzbauten für bestehende und nicht mehr zeitgemäße oder renovierbare Hütten.

Innovative Konzepte In die Entwicklung zeitgemäßer Hüttenkonzepte wird viel Energie gesteckt. Beispiel Stüdlhütte (DAV-Sektion Oberland, 2801 m) am Großglockner: Der 1994 fertiggestellte Ersatzbau mit seinen vorgefertigten Holzbauelementen und einer aufwändigen technischen Ausstattung brachte einen bautechnischen Lernprozess in Gang, der bis heute andauert: Ziel war es, auf fossile Energie durch transparente Wärmedämmung, Kollektoren für Strom und Warmwasser und ein rapsölbetriebenes Blockheizkraftwerk zu verzichten. Auch bei der Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung ist der DAV beispielgebend. Andererseits zeigt das 2005 fertiggestellte, als Passivhaus konzipierte Schiestlhaus (Österreichischer Touristenclub, 2153 m) am Hochschwab, dass auch hoch gedämmte Bauteile in Verbindung mit 78

einer Lüftungsanlage den extremen Witterungsverhältnissen am Berg Tribut zollen müssen und der Aufwand für Betrieb und Wartung dementsprechend hoch ist. Ein weiteres Beispiel ist die 2007 eröffnete und viel-zitierte Olpererhütte (DAV-Sektion Neumarkt/ Oberpfalz, 2389 m) in den Zillertaler Alpen: Der Ersatzbau lehnt sich mit einfacher Holzkonstruktion und der notwendigen technischen Ausstattung an traditionelle Bergsteigerunterkünfte an, berücksichtigt aber trotzdem konsequent zeitgemäße Anforderungen und architektonische Qualität. Der Baustoff Holz ist nachwachsend, eine Photovoltaikanlage und ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk erzeugen den notwendigen Strom und das Warmwasser, das Abwasser wird in einer vollbiologischen Kläranlage mit Membranfiltration gereinigt. Ganz anders kommt dagegen die 2009 errichtete neue Monte Rosa Hütte (Schweizer Alpen-Club, 2883 m) Leitlinien Erstmals in der über hundertjährigen Geschichte alpiner Schutzhütten gibt es eine „Gebrauchsanweisung“ für den Bau und Betrieb von Anlagen zur Wasser- und Energieversorgung und zur Entsorgung von Abwasser und Abfällen. Sie ist derzeit als PDF erhältlich (huetten.wege@alpenverein.de), ab 2011 auch in gedruckter Form.

daher, die einen neuen Meilenstein im Hüttenbau darstellt. Mit ihrer glitzernden Aluminiumhülle sieht sie ein wenig aus wie von einem anderen

Stern, besteht aber dabei fast nur aus Holz und soll zu 90 Prozent energieautark sein. Doch aufgrund des hohen planerischen, technischen und finanziellen Aufwands kann sie eher als Forschungs- denn als zukunftsweisendes Hüttenprojekt angesehen werden. Jeder Hüttenstandort muss individuell an örtliche Gegebenheiten wie Höhenlage, Windverhältnisse, Ausrichtung, Aussicht, Erreichbarkeit, direkte Umgebung und Schwerpunkt bei der Nutzung und den Zielgruppen angepasst sein. Grundvoraussetzung für die Umsetzung aller Baumaßnahmen ist eine professionelle Planung.

Im Einklang mit der Umwelt Die Durchführung von Architekturwettbewerben bietet ein bewährtes Mittel zur Ermittlung der besten Lösung hinsichtlich Funktion, Ökonomie und Ästhetik für ein bestimmtes Projekt. Aktuelle Beispiele sind der Ideenwettbewerb zum Er-


Foto:s DAV, Club Alpin Français

Hütten, Wege, Kletteranlagen

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Ticker „Schneeschnupperwochen“

Foto: DAV

Winter-Saisonstart im DAV-Haus Obertauern: Ab 20. November erwartet die Gäste nach dem Motto „Vier Nächte zahlen, fünf Nächte schlafen“ auch dieses Jahr bis einschließlich 17. Dezember ein besonderes Schmankerl: Bei Anreise am Sonntag müssen nur die ersten vier Nächte bezahlt werden, die fünfte Nacht ist gratis. Das DAVHaus Obertauern ist nicht nur der zentrale Ausbildungsstützpunkt Ski Alpin des DAV, sondern ermöglicht auch DAV-Sektionen und DAV-Mitgliedern einen Aufenthalt in Obertauern zu attraktiven Preisen. Seit der Wintersaison Hüttenmodelle: Refuge du Goûter am Montblanc (o.) und Ersatzbau Hannoverhaus (u.); Siegermodell des Wettbewerbs Hannoverhaus (u.l.), zweiter Platz (u.M.) und mit dem Innovationspreis ausgezeichnetes Modell (u.r.).

2004/2005 bewirtschaftet Gerald Zehner zusammen mit seiner Frau Daniela das DAV-Haus. In diesem Jahr freuen sich beide besonders auf den Saisonstart, denn die Küche wurde vergrößert und generalsaniert. „In so einer Küche zu arbeiten, macht doppelt Spaß.“ Reservierungen: Tel.: 0043/64 56 73 07, info@dav-obertauern.de, www.dav-obertauern.de

re Gäste. Grenzen akzeptieren soll dabei aber keineswegs die Rückkehr in die Steinzeit bedeuten, mit der Kerze im Rucksack, dem Strohsack im Lager und dem „Donnerbalken“ hinter der Hütte, sondern zu einem den Gegebenheiten angemessenen Anspruch und Verhalten. Die alpinen Vereine verfolgen diese Ziele schon seit Jahrzehnten und haben für den umweltfreundlichen Betrieb ihrer Berg- und Schutzhütten mit großer Unterstützung von Wissenschaftlern, Sachverständigen und Zuschussgebern bereits beispielhafte Ver- und Entsorgungssysteme entwickelt und umgesetzt. Für den Betrieb und Bau von Hütten im Einklang mit dem sensiblen Ökosystem im alpinen Raum weiterhin innovative Wege zu finden, bleibt auch in Zukunft eine große Aufgabe und Verantwortung für den DAV. o

Lebensretter am Wilden Kaiser Seit Juli gibt es auf der Gaudeamushütte der Sektion Main-Spessart einen Frühdefibrillator. Für die Hüttenwirte Anni und Martin Leichtfried und ihren Sohn Roland gab es eine spezielle Einweisung, um das Gerät bei einem akuten Herz-Kreislauf-Notfall zur Reanimierung jederzeit zum Einsatz zu bringen. Durch die sprachliche Schritt-für-Schritt-Anweisung können aber auch alle Hüttengäste den Defibrillator einfach bedienen.

Biwak am Höhenweg Die Sektion Aschaffenburg hat im Sommer – gemeinsam mit der ARGE Zillertaler Höhenwege – die Biwakhütte am Aschaffenburger Höhenweg (Siebenschneidensteig) neu errichten lassen. Sie ist seit Ende August wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Foto: DAV Aschaffenburg

satzbau Hannoverhaus in der Ankogelgruppe auf 2560 Meter oder das Refuge du Goûter, das am Montblanc auf 3835 Meter geplant ist. Dem Leitgedanken „Innovation durch Reduktion“ wird dabei eine immer wichtigere Rolle zukommen. Der moderne Hüttenbau muss auf umweltschonende, wirtschaftlich effiziente und nutzerfreundliche Gebäude mit geringem Betriebs- und Wartungsaufwand und kleinstmöglichem CO2-Fußabdruck setzen. Der Klimawandel zeigt besonders in den Gebirgsregionen seine Auswirkungen. Nicht nur die steigende Permafrostgrenze, Gletscherschmelze, Steinschläge und die schwindende Stabilität für Hütten, auch Probleme mit einer gesicherten Wasserversorgung zeigen der alpinen Infrastruktur Grenzen auf. Zum Um- und Weiterdenken sind demnach alle aufgerufen – diejenigen, die mit dem Bau, Erhalt und Betrieb der Hütten zu tun haben ebenso wie ih-

Der Text enstand in Zusammenarbeit der DAVKommission Hütten und Wege und des Ressorts Hütten, Wege, Kletteranlagen der Bundesgeschäftsstelle des DAV.

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Foto: privat

Hüttenwirt

Sandra und Claudia Studer

Seit 2004 bewirtschaften die Studers die beiden Hütten der Sektion Mannheim im Rätikon im Familienverbund. Die Eltern Wilfried und Sylvia die Mannheimer Hütte, auf die überwiegend Bergsteiger kommen, und die Töchter Sandra und Claudia die Oberzalimhütte, in der auch viele Tagesgäste einkehren. „Immer mittwochs gibt es sogar eine Pinzgauerfahrt zu uns hinauf, damit auch Fußlahme die wunderschönen Berge genießen können“,

sagt Claudia. Die „Oberzalim“ ist ein guter Als Hüttenwirte waren die Studers komplette Zwischenstopp am Weg zur Mannheimer Hüt- Neueinsteiger. Sandra und Claudia haben eite der Eltern und wird von den Schwestern ne kaufmännische Ausbildung im Büro und mit viel Freude an der Arbeit bewirtschaftet. in einer Bank absolviert, Sylvia war Haus„Wir haben einen der schönsten Arbeitsplätze frau und Wilfried arbeitete als Schlosser und der Welt“, sind sich beide einig. Wer sich vor Bergführer. Gemeinsam haben sie 2004 beOrt davon überzeugen will, bekommt auf der schlossen, Hüttenwirtsleute zu werden. Auch Oberzalimhütte zu den kulinarischen Spezia- in die Berge gehen sie gern gemeinsam, denn schon als Kinder haben Sandra litäten aus der Region oder und Claudia allerhand interesauch einem abendlichen Oberzalimhütte: sante Geschichten von den ElFondue von der SonnenterFamilienbande tern gehört, die beide erfahrasse aus traumhafte Ausrene Allround-Bergsteiger sind. blicke über das obere Zaim Rätikon Zu viert haben sie zahlreiche limtal – Murmeltiere inkluTouren unternommen, darunsive. Die Oberzalimhütte wurde 2007 erweitert und renoviert und be- ter die Annapurnarunde, den Chulu West, Tisitzt nun sehr komfortable Zweier-, Dreier- bet mit Everest Base Camp und die Ama Dabund Viererzimmer mit Duschmöglichkeiten. lam. „Dort waren dann allerdings nur MaEine schöne Runde mit Stützpunkt Oberza- ma und Papa am Gipfel – wir Mädels haben´s limhütte ist der Aufstieg über die Spusa- nicht bis hinauf geschafft.“ In letzter Zeit gangscharte und den Straußsteig hinauf zur stand Claudia wieder gemeinsam mit ihren Mannheimer Hütte und zurück über den Lei- Eltern ganz oben: 2009 auf dem Alpamayo bersteig in etwa fünf Stunden, der durch Ma- (5947 m) und im Mai auf dem Mount Everest ma Sylvias leckeren Apfelstrudel auf der „obe- (8848 m).  red www.oberzalimhuette.de, www.w-studer.at ren Hütte“ versüßt wird.

DAV-Kletterzentrum Reutlingen

Für Senkrechtstarter

Foto: DAV Reutlingen

Schon mit ihrem ersten Eindruck zieht einen die Halle in ihren Bann. Man nähert sich von der Ostseite und schaut direkt auf den hohen, überhängenden Außenbereich. Automatisch fällt der Kopf in den Nacken: Wow! Wieder auf Normalhöhe, schwenkt der Blick auf die davor liegende Naturstein-Zuschauertribüne im Stil eines kleinen Amphitheaters. Ein kleiner, mit Rasen begrünter Hügel wird als Slackline-Parcours genutzt. In der Halle selbst wirkt

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die Höhe überwältigend. Der geschickte Einsatz von Glas lässt die 15 Meter noch einmal viel höher wirken. Direkt am Bistro liegt ein kleiner Zuschauerbereich, der den Blickkontakt auch in den Boulderraum erlaubt. Zur Freude vielleicht nicht ganz sorgenfreier Mütter und Väter. Das Kletterzentrum wird häufig für Wettkämpfe genutzt, für Freizeitkletterer gibt es ein Kursangebot in allen Alters- und Leistungsstufen, spezielle Ausbildungen für Lehrkräfte der Reut-

linger Schulen und eine große Flexibilität bei den ohnehin großzügigen Öffnungszeiten – in Reutlingen tut man, was man kann, und manchmal auch ein wenig mehr. Das zeigt sich nicht zuletzt an den kleinen, aber feinen Details wie den „Bierhenkeln“ aus unzerbrechlichem PU, um Verletzungen vorzubeugen, Akustikplatten, die Unterhaltungen in normaler Lautstärke möglich machen, und einer Fußbodenheizung in den Umkleiden.  tsp

Kletterfläche: ca. 1.200 m2 Innenfläche, ca. 200 m2 Außenfläche, Speedwände Schulungswände: ca. 150 m2 bis 12 m Wandhöhe Routen: ca. 180 Routen von UIAA 3 bis 10 Boulderbereich: ca. 150 m2 Angebote: Grund-, Aufbau- und Intensivkurse, Toprope und Vorstieg, Taktik und Sturztraining, spezielle Eltern-Kind-Ausbildung, Slacklinekurse, Materialverleih, Zuschauerbereich mit Bistro Öffnungszeiten: Mo-Fr 13-23 Uhr, Sa/So 10-22 Uhr Kontakt: DAV-Kletterzentrum Reutlingen, Stephan Danco, Rommelsbacher Straße 65, 72760 Reutlingen, Tel.: 07121/988 55 64, info@kletterzentrum-reutlingen.de, www.kletterzentrum-reutlingen.de


DAV Panorama 6/2010 Hütten, Wege, Kletteranlagen

Versicherungskammer Bayern unterstützt Wegesanierung

Kraxe statt Heli Möglich wurden die Sanierungsarbeiten durch die Unterstützung der Versicherungskammer Bayern. Claudia Scheerer, Pressesprecherin der Versicherungskammer Bayern: „Es ist wichtig, dass wir das Wegesanierungsprojekt der Sektion Tutzing am Herzogstand, einem der beliebtesten Münchener Hausberge, sowie an der Benediktenwand unterstützen. Gemeinsam Am Herzogstand befestigen Arbeiter ausgewaschene Wege und erneuern Seilversicherungen, wie hier am Übergang zum Heimgarten. machen wir Wege wieder sicher begehbar und auf Hubschraubereinsätze verzichtet. das Wandern zum unbeschwerten ErDie unzähligen Pfosten und Hunder- lebnis.“ Als Partner im Bereich Hütten, te Meter Stahlseil brachten die Arbei- Wege und Naturschutz unterstützt die Versicherungskammer Bayern weitere Projekte des DAV. So stattet sie jedes Jahr zehn Hütten mit Sonnenschirmen und Liegestühlen aus und hat den DAV seit Kooperationsbeginn 1997 mit mehr als eineinhalb Millionen Euro in der Wegesanierung unterstützt. ter zu Fuß mit Kraxen zu den Bau- Auch am Herzogstand stellte sie einen stellen“, erklärte Matthias Götz, Wege- großen Teil der finanziellen Mittel zur mbr Verfügung. referent der Sektion Tutzing. Foto: DAV

Der Herzogstand gehört zu den beliebtesten Wanderzielen in den Bayerischen Alpen. Bis zu 120.000 Besucher stehen jedes Jahr auf dem Gipfel zwischen Kochelsee und Karwendel. Im Frühjahr und Sommer hat die DAV-Sektion Tutzing die Sanierung von zwei Wanderwegen am Münchner Hausberg durchgeführt. Knapp 600 Arbeitsstunden waren dafür nötig, viele davon wurden ehrenamtlich erbracht. Der überwiegende Teil der Baumaßnahmen fand auf dem Gratweg zwischen Herzogstand und Heimgarten auf 1700 Metern statt. Extreme Witterungsverhältnisse, starke Begehung und Erosion machten die Sanierung von rund eineinhalb Kilometern Weg notwendig. Die Metallgeländer, die den teils ausgesetzten Steig sichern, waren größtenteils verrostet und beschädigt und mussten erneuert werden. In einer zweiten Sanierungsaktion am Aufstieg zum Herzogstandhaus sicherten die Arbeiter einer Spezialfirma für Alpinbau zusammen mit den freiwilligen Helfern der Sektion einen erodierten Wassergraben. Dabei wurden Wasserableiter repariert und neu angelegt. „Der Umwelt zuliebe wurde

Skitourengehen lernen. Einsteigerprogramm für gute Pistenskifahrer. Kombinierte Tiefschneeund Skitourenwochen starten mit einem zweitägigen Skitechnik-Training. Staatlich geprüfte Berg- und Skiführer zeigen Ihnen den Wechsel von der Piste ins Gelände. Von der Tourenplanung bis zur Lawinenkunde, Besteigung attraktiver Gipfel inklusive. Komfortable Stützpunkte sorgen für Wohlbefinden und Genuss. DAV Summit Club GmbH Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins Am Perlacher Forst 186 81545 München

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Oberengadin, Silvaplana, ****Hotel Albana, 7 Tage ab € 1195,–

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DAV Panorama 6/2010

DAV-Naturschutztagung

Vielfalt bewahren Die Artenvielfalt und Ökosysteme der Alpen sind durch unterschiedliche Einflüsse bedroht. Im Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt 2010 standen daher die Gefährdungsfaktoren und mögliche Lösungswege im Mittelpunkt der Naturschutztagung des DAV im September in Garmisch-Partenkirchen.

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Fotos: DAV

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pricht man von biologischer Vielfalt oder auch Biodiversität, so ist damit in erster Linie die Vielfalt der Arten und Lebensräume gemeint. Beides ist in den Alpen besonders ausgeprägt und trägt einen großen Teil zur Einzigartigkeit dieser Landschaft bei. Aber diese Vielfalt ist gefährdet. Unterschiedliche Einflüsse wie die Zerstörung von Lebensräumen durch Baumaßnahmen, Änderungen bei extensiv genutzten Flächen wie Viehweiden oder Äckern, aber auch der Klimawandel bedrohen Tier- und Pflanzenarten und Ökosysteme in den Alpen. Die Veranstaltung war so abwechslungsreich wie das Tagungsmotto „Vielfalt im Alpenraum bewahren“. Die wichtigen Handlungsfelder für den Alpenverein hatte DAV-Präsident Ludwig Wucherpfennig bereits zu Beginn der Tagung aufgezeigt. Er stellte klar, dass es ein zentrales Anliegen ist, die einzigartige Natur und Landschaft, die nicht zuletzt eine wesentliche Voraussetzung für erlebnisreichen Bergsport sind, zu erhalten. Die Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit, Christina Kreitmayer, machte deutlich, dass der Schutz der Ökosysteme in den Alpen ein wesentlicher Schwerpunkt der bayerischen Biodiversitätsstrategie ist. Welche Rolle in diesem Zusammenhang die Bewirtschaftung durch den Menschen spielt,

Garmisch-Partenkirchen: idealer Rahmen für die DAV-Naturschutztagung

schilderte Prof. Dr. Peter Poschlod (Universität Regensburg) eindrucksvoll am Beispiel von Schafherdenwanderungen in den französischen Alpen und ihrem positiven Einfluss auf die Pflanzenvielfalt. Solche traditionellen Bewirtschaftungsformen zu erhalten, ist für die Alpen insgesamt von großer Bedeutung. Denn das vielgestaltige Bild der Kulturlandschaft Alpen, wie wir es heute kennen, wurde über Jahrhunderte durch den Menschen geprägt. In den höheren Lagen finden sich dagegen noch immer unbeeinträchtigte Urlandschaften. Erschließungen für Tourismus und sonstige Infrastruktur

gefährden aber auch diese Bereiche. In seinem Vortrag regte Prof. Dr. Felix Kolbeck von der Hochschule München daher an, verstärkt darüber nachzudenken, welche Einrichtungen in Zukunft nicht mehr benötigt werden.

Grenzen des Ausbaus Rückbau statt Ausbau – eine Formel, mit der sich auch Peter Haßlacher vom Oesterreichischen Alpenverein (OeAV) sicher anfreunden könnte. Seine Darstellung der Situation in unserem südlichen Nachbarland war allerdings ernüchternd: Von den Erschließungsplanungen in österreichi-


DAV Panorama 6/2010 Natur & Umwelt

Unter dem Motto Geologie und Umweltbildung stand die Exkursion durch die Partnachklamm.

schen Skigebieten sind immer häufiger auch Schutzgebiete betroffen. Hennig Werth vom Landesbund für Vogelschutz beobachtet diese Entwicklung auch in Bayern mit Sorge. Im Allgäu ist mit der geplanten Erschließung am Riedberger Horn die Schutzzone C des Alpenplans in Gefahr. In dieser Zone sind Baumaßnahmen für Bahnen und Pisten grundsätzlich nicht erlaubt. Die Naturschutzverbände fordern daher verbindliche Ausbaugrenzen. Ein weiterer Trend mit erheblichem Landschaftsverbrauch ist die

Errichtung von Funparks und Erlebnisinstallationen in den Alpen. Wirtschaftliche Notwendigkeit, um Gäste anzulocken, oder touristische Sackgasse, mit eher abschreckender Wirkung? Eine durchdachte Raumplanung ist in jedem Fall erforderlich, um die Zerstörung von Natur und Landschaft, mit eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Tourismus, zu verhindern. Sybille Wiedenmann, Geschäftsführerin der Bayern Tourismus AG, attestierte den Bayerischen Alpen jedenfalls eine so große Ausstrahlungskraft, dass derartige Installationen nicht notwendig sind. Welche Einflussmöglichkeiten der DAV und seine Sektionen auf solche Erschließungen haben, war Thema einer Arbeitsgruppe im Rahmen der Tagung ebenso wie die Frage nach konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz und dem Stand der Umweltbildung im DAV. Am Ort der geplanten alpinen Skiwettkämpfe durfte in Garmisch-Partenkirchen ei-

ne intensive Diskussion zur Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele 2018 nicht fehlen. In einer Arbeitsgruppe und auch vor Ort an einigen geplanten Schauplätzen der Wettkämpfe konnten sich die Teilnehmer ihr eigenes Bild vom Umweltkonzept der Bewerbung machen. Insgesamt 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz diskutierten lebhaft auf der Naturschutztagung und gingen zum Abschluss der Veranstaltung auf Exkursion in die Bergwelt rund um Garmisch-Partenkirchen. In der Partnachklamm, auf dem Kranzberg, dem Kramer, am Kreuzeck oder im Naturinformationszentrum Karwendel griffen sie noch einmal vor Ort die Tagungsthemen auf – eine Kombination von Theorie und Praxis, die großen Anklang fand und den vielen angereisten Naturschutzreferenten einen wertvollen Impuls für ihre Arbeit in den Sektionen lieferte. jr

Aktion Schutzwald als Drogentherapie

Helfen – lernen – sich ausprobieren Eine lange Anreise hatte die achtköpfige Gruppe hinter sich, die im September zur Schutzwald-Aktionswoche nach Kreuth aufgebrochen war. Die freiwilligen Helfer befinden sich in einer sechsmonatigen Therapie für ehemalige Drogenabhängige in der Fachklinik Casum aus Borgholzhausen bei Bielefeld. Von ihrem Quartier „Forsthaus Kreuth“ ging es jeden Tag in das Gebiet am Achenpass, um insgesamt rund 1200 Ballenpflanzen in steilem Gelände in den Boden zu setzen. Eine anspruchsvolle Aufgabe für jemanden, der zum ersten Mal in den Alpen ist. Jörn Hartwig vom Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten bereitete die Aktion fachlich vor und erklärte den Helfern, worauf geachtet werden muss, damit die kleinen, zweijährigen Pflanzen ei-

Mühsame Arbeit im steilen Hang: die Therapiegruppe der Fachklinik Casum

ne Chance haben, hoch zu wachsen. Theresia Holzamer von der Fachstelle für Schutzwaldmanagement Murnau ergänzte das Programm durch eine halbtägige Exkursion. „Es ist schön,

anzuschauen, mit welchem Elan und welcher Freude die Teilnehmer hier anpacken, und das gerade vor dem Hintergrund ihrer Vergangenheit“, so Jörn Hartwig. Mut und Offenheit waren von der Gruppe gefordert. Der anspruchsvolle körperliche Einsatz schaffte jedoch gleichzeitig Selbstvertrauen und Motivation, auch weiterhin die Schwierigkeiten auf dem Weg, clean zu werden, mit Optimismus anzugehen. „Es ist ein richtig gutes Gefühl, wenn wir Flachländer hier in der Superumgebung für den Bergwald etwas Gutes tun können“, brachte der Teilnehmer Christoph Kaiser zufrieden und stolz diese besondere Erfahrung auf den Punkt. ll Informationen und Programm Aktion Schutzwald (Versand im Februar 2011): DAV-Ressort Naturund Umweltschutz, natur@alpenverein.de, Tel.: 089/140 03-0

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DAV Panorama 6/2010

Mangfall-Allianz

Sektionen für Gewässerschutz Die „natürliche Vielfalt, Eigenart und Schönheit“ der heimischen Flüsse und Seen zu erhalten, ist das Ziel der im Herbst gegründeten Mangfall-Allianz. Das breite Bündnis aus Vereinen und Bürgern aus der Region unterstützen auch die DAV-Sektionen Miesbach, Leitzachtal, Bergbund Hausham, Schliersee und Bayerland. Anlass für die Initiative war der Antrag auf eine wasserrechtliche Bewilligung zum Weiterbetrieb des Leitzachwerkes I für weitere dreißig Jahre. Die Leitzachwerke der Stadtwerke München nutzen bereits seit 1913 das Wasser von Mangfall, Schlierach und Leitzach zur Stromgewinnung. Dabei wird der Seehamer See als Zwischenspeicher für den Betrieb eines Pumpspeicherkraftwerkes genutzt. Den drei Alpenflüssen wird dadurch

Ein Großteil des Wassers aus Mangfall, Schlierach und Leitzach wird in den Seehamer See abgeleitet und von den Leitzachwerken genutzt. © GUC GmbH

ein Großteil des Wassers entzogen. Die MangfallAllianz setzt sich für eine nachhaltige, naturverträgliche Nutzung der Gewässer ein, an denen der Mensch die Natur erleben und genießen kann. Sie fordert unter anderem höhere Restwassermengen, die Durchgängigkeit von Querbauwerken für Fische und die Wiederherstellung einer natürlichen Flussund Auendynamik. Rechtliche Grundlage dafür ist die EU-Wasserrahmenrichtlinie, die eine deutliche Verbesserung des ökologischen Zustands der Gewässer vorschreibt. sr

dav-naturgucker.de

Gucken und teilen Sie sind gerne draußen und freuen sich an der Natur in den Alpen und sonst wo? Und ein Fernglas oder eine Kamera haben Sie auch oft dabei? Dann sollten Sie einmal bei dav-naturgucker. de vorbeischauen. Hier stellt Ihnen der DAV in Kooperation mit naturgucker. de ein persönliches Datenzentrum bereit, in dem Sie Ihre Beobachtungen und Naturbilder aus den Alpen und Mittelgebirgen, aber auch weltweit zusammenfassen und verwalten können. Darüber hinaus gibt es tausende Fotos, aktuelle Verbreitungskarten, viele Beobachtungsgebiete mit wertvollen Hinweisen und eine starke Gemeinschaft Gleichgesinnter. Aktuell kennt dav-naturgucker.de mehr als 80.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, zu denen Beobachtungen gemeldet werden können. Bei sensiblen Arten werden die detaillierten Gebietsangaben ausgeblendet und 84

und jederzeit zu beenden. Alle Rechte der erfassten Beobachtungsdaten und Bilder bleiben bei den Nutzern, naturgucker.de erhält nur das Recht, die Daten anzuzeigen und gegebenenfalls dem DAV und anderen gemeinnützigen Naturschutzorganisationen für deren Arbeit zur Verfügung zu stellen. Die persönlichen Daten sind ebenfalls sicher. Sie werden in keinem Fall weitergegeben. Wikipedia dient bei dav-naturgucker.de als Vorbild: Eine Dass der eine oder andestarke Gemeinschaft sorgt für eine ständig wachsende Zahl re Beobachtungspatzer pasan Naturbeobachtungen. sierte und auch sicherlich nur der Beobachter selbst hat Zugriff zukünftig noch passieren wird, ist darauf. Die Nutzung ist einfach und völlig logisch. Schlimm? Überhaupt kostenfrei und auch ohne Anmel- nicht! Die Gemeinschaft der Nutzer dung möglich. Wer aktiv werden will, sorgt ganz schnell für entsprechende meldet sich an – ebenfalls kostenfrei Korrekturen.  red


DAV Panorama 6/2010

Die Fotografin Dr. Erika Hubatschek hat bergbäuerliches Arbeiten und Leben und davon geprägte Kulturlandschaften in einer Zeit (1939–1960) fotografisch festgehalten und dokumentiert, als die moderne Welt noch nicht einmal ansatzweise zu ahnen war. Ihre Bilder besitzen heute einen einmaligen Stellenwert. Am 19. Mai 2010 verstarb sie in Innsbruck im Alter von 93 Jahren. Von Werner Bätzing

A

lpenvereinsmitgliedern dürfte Dr. Erika Hubatschek durch ihre zahlreichen Bücher – als bekanntestes das „Bauernwerk in den Bergen“ (1961, 8. Auflage 2001) –, durch viele Lichtbildervorträge, durch ihre große Fotoausstellung „Bergbauern“ im Alpinen Museum München im Jahr 2001 und durch weitere Ausstellungen an verschiedenen Orten im Alpenraum bekannt sein. Die bergbäuerliche Welt in Tirol, Salzburg, Kärnten und der Steiermark – also in den Regionen, aus denen die meisten ihrer Aufnahmen stammen – war vor 1960 noch sehr traditionell geprägt. Damit stand diese Welt damals den mittelalterlichen Verhältnissen sehr viel näher als unserer heutigen modernen Zeit, was auf allen Bildern sofort ins Auge fällt: Die Handarbeit steht überall im Mittelpunkt, wobei viele Arbeiten dargestellt werden, die heute völlig unbekannt sind. In der Freizeit gibt es keinen Fernseher, und die Kinder spielen mit selbstgemachtem Spielzeug.

Blick von außen Auch die Landschaften der Alpen sahen damals sehr viel anders aus als heute: Weil sie noch überall genutzt und von Hand bewirtschaftet wurden, waren sie im Vergleich zu heute wesentlich offener und kleinräumiger, und Wälder und verbuschte Hänge, die heute viele Alpentäler so stark prägen, waren damals sehr viel seltener. Diesem tiefgreifenden Wandel der Landschaft hat Erika Hubatschek zu86

Dokumente

sammen mit ihrer Tochter Irmtraud im Jahr 2007 ein eigenes großformatiges Buch gewidmet: „Auf den zweiten Blick – Menschen, Höfe und Landschaften im Wandel“. Darin haben beide 250 historische Fotos zwischen 2003 und 2006 erneut vom gleichen Standpunkt und in der gleichen Jahreszeit aufgenommen und nebeneinander abgedruckt. Das Ergebnis fällt extrem eindrücklich aus. Die Besonderheit der Fotografien Erika Hubatscheks beruht aber nicht allein auf der Tatsache, dass sie diese heute verschwundene Welt dokumentiert hat, sondern zugleich in ihrer Art und Weise zu fotografieren: Erika Hubatschek hat in Innsbruck Geografie bei Prof. Hans Kinzl und Volkskunde bei Prof. Hermann Wopfner studiert (1937-1940) und dieses Studium mit einer Promotion über „Almen und Bergmähder im oberen

Lungau“ abgeschlossen (Publikation 1950, Neuauflage mit Vergleich 19391984 im Jahr 1987, 3. Auflage 2004). Damit verfügte sie über ein sehr gutes Fachwissen, denn beide Lehrer waren damals die führenden Forscher zum Thema „Bergbauern“. Dies erklärt den systematischen, teilweise sogar enzyklopädischen Charakter ihrer Aufnahmen.

Motiv des Miteinanders Sehr entscheidend ist aber, dass diese akademische Ausbildung mit einer großen menschlichen Nähe zu den Bergbauern einherging, mit denen sie oft gemeinsam arbeitete und die sie immer wieder besuchte. Man sieht ihren Bildern förmlich an, dass hier nicht ein Fremder fotografiert, sondern dass die Aufnahmen aus einem natürlichen Miteinander heraus entstehen. Deshalb sind diese Fotos we-


DAV Panorama 6/2010 Kultur & Medien

Nachruf auf Erika Hubatschek (1917-2010)

Fotos: Archiv Hubatschek

einer verschwundenen Welt

der gekünstelt noch gestellt oder gar arrangiert, und das macht ihre Bilder so lebendig und authentisch. Und diese besondere Art zu sehen – der wissenschaftlich geschulte Blick von außen, der mit dem Blick von innen, aus der sozialen Nähe heraus, verbunden wird – macht die Einmaligkeit der Aufnahmen von Erika Hubatschek aus. Es würde aber zu kurz greifen, ihre Bilder lediglich als einmalige Dokumente einer längst verschwundenen Welt zu verstehen. Aus heutiger Sicht erscheint uns das von ihr fotografierte Leben auf den ersten Blick als extrem hart und als materiell arm, so dass wir leicht meinen könnten, dass wir heute besser leben würden. Auf den zweiten Blick jedoch zeigen diese Fotos, dass diese Menschen bei der schweren Arbeit und dem einfachen Leben eine Fröhlichkeit, ein Selbstbewusstsein

und eine Würde ausstrahlen, die man in unserer heutigen Welt oft vermisst. Offensichtlich konnten die Menschen die lange und schwere Arbeit aktiv und selbstbewusst ausführen und dabei eigenständig gestalten, und genau das fällt uns heute in einer Zeit immer größer werdender Sachzwänge im Arbeitsleben und in der Freizeit immer schwerer. Auch wenn es heute nicht mehr möglich ist, zur traditionellen Welt, wie sie in diesen Bildern noch so lebendig ist, zurückzukehren: Die Erfahrungen, die in diesen Bildern präsent sind, können uns vielleicht helfen und motivieren, unserer Arbeits- und Lebenswelt diejenige Würde zu geben, derer sie bedarf. o Der Kulturgeograf Prof. Dr. Werner Bätzing (FriedrichAlexander-Universität Erlangen-Nürnberg) beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem fragilen Kultur- und Naturraum Alpen und gilt als einer der bedeutendsten Alpenforscher in Europa.

Buchempfehlungen Das große Fotoarchiv von Erika Hubatschek wird in Zukunft von ihrer Tochter Irmtraud Hubatschek betreut, die auch den Verlag ihrer Mutter weiterführen wird, so dass ihre Bücher weiterhin lieferbar bleiben (Bestellungen: edition.hubatschek@gmail. com). Wer mehr über Erika Hubatschek wissen möchte, sei auf zwei Bücher verwiesen, die anlässlich ihres 90. Geburtstages erschienen: n Bergwelt im Wandel. Festschrift Erika Hubatschek zum 90. Geburtstag. Verlag des Kärntner Landesarchivs, Klagenfurt 2007, 280 S. n Erika Hubatschek – mein Leben mit den Bergbauern. Eine Biographie im Gespräch mit Annette Köhler. Tyrolia Verlag, Innsbruck/Wien 2007, 184 S. 87


DAV Panorama 6/2010

Fotonachlass Reinhard Karl

Erbe einer Legende Fotos: Archiv DAV

Reinhard Karl (1946-1982) galt seinerzeit als einer der besten deutschen Alpinisten und Vorreiter des Freikletterns. Nicht minder begeisterte er die Klettergemeinde als Kamerakünstler. Seine Frau Eva Altmeier hat nun seinen fotografischen Nachlass an das Archiv des Deutschen Alpenvereins übergeben. „Der erste Berg, den ich sah, ebenso die erste, bewusst gesehene nackte Frau, waren auf einem Foto. Ohne Fotos hätte ich nie etwas von der Existenz der Berge erfahren.“ Das schrieb Reinhard Karl 1980 in seinem Buch: „Erlebnis Berg. Zeit zum Atmen“, das zum Kultbuch für junge Bergsteiger und Kletterer avancierte. Für den Autodidakten Karl waren seine ersten Bilder nichts Weiteres als bloße Erinnerungen an seine Bergtouren. Nachdem er die bedeutendsten Alpenwände durchstiegen hatte, war er nicht mehr auf der Jagd nach dem Prädikat „bester Bergsteiger“, sondern nach der Ästhetik des Hochgebirges. Er kletterte nun nicht mehr nur, weil er diese Wand unbedingt machen wollte, sondern vor allem auch, um ein gutes Foto zu schießen.

Wiege des Freikletterns und fotografischer Durchbruch: Reinhard Karl im „senkrechten Paradies“ des kalifornischen Yosemite Valley

Kreatives Spiel Seine ersten Bilder veröffentlichte Reinhard Karl 1972 im Jahrbuch des Deutschen Alpenvereins. 1976 reiste er als Fotojournalist für den „Stern“ ins kalifornische Yosemite Valley und begeisterte sich dort für das Freiklettern. Seine spektakulären Kletteraufnahmen bedeuteten für ihn den Durchbruch als Fotograf. Seine Vorträge, Zeitschriftenartikel und Bücher spiegeln das Lebensgefühl in der Aufbruchsphase des Freikletterns wider und hatten nachhaltig Einfluss auf den Bergsport in Deutschland. Er sah im Bergsteigen nicht mehr den Kampf um den Berg, sondern betrachtete es als ein kreatives Spiel mit den eigenen 88

Möglichkeiten. Am Seil von Helmut Kiene gelang ihm 1977 die Erstbegehung der Pumprisse am Fleischbankpfeiler, die erste offizielle Begehung des VII. Grades. 1978 sollte er für die „Bunte“ die österreichische Expedition zum Mount Everest begleiten und den Aufstieg von Reinhold Messner und Peter Habeler dokumentieren. Dabei erreichte er zusammen

mit Oswald Oelz als erster Deutscher den Gipfel. 1979 bestieg er den Gasherbrum II, 1982 den Cerro Fitz Roy. Er kam am 19. Mai 1982 mit 35 Jahren beim Versuch, den Cho Oyu zu besteigen, in einer Eislawine ums Leben. Wenige Tage zuvor war sein Buch „Erlebnis Berg. Zeit zum Atmen“ mit dem Literaturpreis des Deutschen Alpenvereins ausgezeichnet worden. „Mit Hilfe der Fotografie lernte ich sehen. Oben war nicht einfach nur der Gipfel, sondern ich sah, dass von oben unendlich verschiedene Wege zurück ins Tal führen.“ Bewusstes Sehen ermöglichte Reinhard Karl ein bewusstes Erleben. Neben seinen Fotografien finden sich im an den DAV gegangenen Nachlass einige persönliche Dokumente und Objekte, wie seine legendäre Brille, Berichte zu den Expeditionen zum Gasherbrum II 1979 und zum Nanga Parbat 1980, Manuskripte und Tondokumente mit Interviews. Einige Fotografien können bereits unter www.historisches-alpenarchiv.org eingesehen werden.  str


Alpines Museum des DAV Führungen n Antisemitismus im Alpenverein. Führung durch die Sonderausstellung „Hast du meine Alpen gesehen?“ Mit Thomas Lindner, Historiker Samstag, 20. November, 14 Uhr Gebühr € 4,- zzgl. ermäßigter Museumseintritt n Die Alpen erleben – die Heimat erfinden. Führung durch die Sonderausstellung „Hast du meine Alpen gesehen?“ Thomas Lindner widmet sich jüdischen Forschern und Sammlern, die die typische alpine Lebenswelt mit Trachten, Gebräuchen und Eigenarten dokumentierten und den Städtern vermittelten. Samstag, 18. Dezember, 14 Uhr Gebühr € 4.- zzgl. ermäßigter Museumseintritt Veranstaltungen Vortrag im Jüdischen Gemeindezentrum n Koschere Hotellerie in den Alpen – von den Pionieren bis heute Referentin: Dr. Bettina Spoerri (Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Zürich) Mittwoch, 17. November, 19 Uhr Kosten: € 6,- / € 3,- ermäßigt. Kartenreservierung: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde unter karten@ikg-m.de, Tel.: 089/202 40 04 91 Bücher im Gespräch n Martin Prinz: Über die Alpen. Von Triest nach Monaco – zu Fuß durch eine verschwindende Landschaft (s.u.)

Donnerstag, 25. November, 19 Uhr Gebühr € 6,-, für DAV-Mitglieder € 3,-. Platzreservierung wird empfohlen. Filmvorführung im Filmmuseum München n „The Illegals“ von Meyer Levin Einführung: Ronny Loewy (Mitarbeiter am Deutschen Filmmuseum in Frankfurt am Main ) Das Dokudrama porträtiert eine Gruppe von Holocaust-Überlebenden, die auf dem Weg nach Palästina einen beschwerlichen Marsch über die Alpen auf sich nehmen müssen. Donnerstag, 25. November, 19 Uhr Kosten: € 4,- / € 3,- ermäßigt. Kartenreservierung: Filmmuseum München, Tel.: 089/23 32 23 48 n „S.O.S. Eisberg“ von Arnold Fanck Einführung: Matthias Fanck (Grafiker, Enkel von Arnold Fanck) Der 1932 in Grönland gedrehte Film vereint zum letzten Mal mehrere Protagonisten und Mitarbeiter des klassischen Bergfilms, die nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten getrennte Wege gehen: Leni Riefenstahl, den jüdischen Komponisten Paul Dessau, den jüdischen Produzenten Paul Kohner und Arnold Fanck, der unter den Nationalsozialisten seine Karriere nur noch eingeschränkt fortsetzen konnte. Mittwoch, 19. Januar 2011, 19 Uhr Kosten: € 6,-, für DAV-Mitglieder € 3,-. Platzreservierung wird empfohlen.

DAV Panorama 6/2010 Kultur & Medien

Kinder und Jugendliche im Alpinen Museum n Meine Alpen – Perspektiven Persönliche Erfahrungen und Beziehungen jüdischer Bergsteiger, Skisportler, Forscher und Künstler zu den Alpen stehen im Mittelpunkt der Führung, die unterschiedliche Ereignisse aus der Geschichte widerspiegeln. Mit Sabine Weihmayer Freitag, 19. November und Samstag, 22. Januar 2011, jeweils 15.30-17 Uhr Für Jugendliche ab 16 Jahren. Kosten: € 4,- inkl. Museumseintritt Kinderveranstaltungen und Kurse für Kindergeburtstage können gesondert gebucht werden. Info und Anmeldung Alpines Museum des Deutschen Alpenvereins Praterinsel 5 80538 München Tel.: 089/21 12 24-0 Fax: 089/21 12 24-40 alpines.museum@alpenverein.de, www.alpines-museum.de Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 13-18 Uhr Samstag und Sonntag 11-18 Uhr

Buchvorstellung am 25. November im Alpinen Museum

Martin Prinz: Vom einen zum anderen Ende der Alpen Auf der Via Alpina sind schon viele unterwegs gewesen, auf ihrer ganzen Länge haben sie aber deutlich weniger Wanderer begangen. Der österreichische Autor Martin Prinz hat die 2500 Kilometer von Triest nach Monaco in Angriff genommen, allein überquerte er mehrmals den Alpenhauptkamm, passierte 44-mal nationale Grenzen, war von Städten bis ins hochalpine Terrain unterwegs und dabei äußeren wie inneren Unwägbarkeiten ausgesetzt. Seine Weitwanderung durch die acht Alpenstaaten ist aber vor allem eine Reise in eine immer weniger vorhandene Kulturlandschaft Alpen hinein, mit ihren Almen,

zersiedelten Tälern und Menschen mit altüberlieferten Traditionen. Nach einer Einführung von DAVPräsident Ludwig Wucher pfennig über die Geschichte und Bedeutung der Via Alpina stellt Martin Prinz sein Buch „Über die Alpen. Von Triest nach Monaco – zu Fuß durch eine verschwindende Landschaft“ vor. Anhand von Fotos begleiten die Besucher den Autor auf seiner Alpenüberquerung.

Das Projekt Via Alpina: 1999 wurde das Projekt eines Weitwanderwegs über die Alpen gestartet, der zugleich eine symbolische Verbindung zwischen den acht unterzeichnenden Staaten der Alpenkonvention, kultureller Ausdruck des Alpenbogens und Träger des nachhaltigen Tourismus ist. Die Via Alpina verläuft von Triest bis nach Monaco auf fünf insgesamt 5000 Kilometer langen markierten Wanderwegen durch Slowenien, Italien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz, Frankreich und das Fürstentum Monaco. red Die Buchvorstellung findet am 25. November um 19 Uhr im Alpinen Museum in München statt. Info und Reservierung siehe Infokasten Alpines Museum (o.).

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Büchertisch n Herbert Ludwig: Mit Seil und Haken oder: Als der Friend noch ein Fremdwort war. Heiteres, empfehlenswertes Büchlein eines in seiner Jugend „Extremen“ für alle, die ein Gespür für Romantik haben und für die das Gebirge nicht nur aus Bergen und dem Kampf um Leben und Tod besteht. BoD 2010, 212 S., ISBN 978-3-8391-1186-4, € 13,90. n Eduard Birnbacher: Nah dem Abgrund – verschobene Horizonte. Literarischer Bogen von Erlebnissen des Autors im Fels und moralische Bestandsaufnahme vieler Missstände in Natur und Zivilisation – von Tibet über Nordostgrönland bis zu den Alpen. BoD 2010, 128 S., geb., ISBN 978-3-8391-0660-0, € 28,90. n Hartmut Winkler: Meine Berge – Unsere Berge – Deine Berge. Als Flachländer im Hochgebirge. Individuelle Bergtouren in den Alpen und auf Mallorca. BoD 2010, 72 S., ISBN 978-3-8391-8599-5, € 9,90. n Bernhard Pötter: Ausweg Öko-Diktatur? Der renommierte Umweltjournalist skizziert anschaulich die Erweiterung der Demokratie zur Ökokratie: ein System, das die physikalischen Grenzen der Erde anerkennt und ihre Respektierung politisch organisiert. Oekom Verlag 2010, 94 S., ISBN 978-3-86581-216-2, € 8,95. n Sonntagsblatt Magazin: Berge. Mythos zwischen Himmel und Erde. Ungewöhnlicher Zugriff der evangelischen Wochenzeitung für Bayern auf das Thema Berge aus religiös-philosophischer Perspektive, u.a. mit „Alpenpapst“ Werner Bätzing, Hermann Magerer und Hans Kammerlander. 50 S., € 3,-. Bestellungen über Sonntagsblatt, Birkerstr. 22, 80636 München, Tel.: 089/12 17 21 30, sonntagsblatt@epv.de n Charlotte Jacquemart: Marcel Rüedi – Zehn Achttausender dank Gerda. Geschichte eines Winterthurers, einer der erfolgreichsten Schweizer Höhenbergsteiger in den 1980er Jahren, der 1986 am Makalu tödlich verunglückte – eingebettet in die Erinnerungen seiner Familie und Freunde. Rosch Verlag 2009, € 30,-. Bestellung unter www.marcel-ruedi.ch. n Michael Bellmann, Sascha Lämmel: Der Unterweltenführer Sachsen. Vom Besucherbergwerk bis zum Stasibunker: 54 untertägige Objekte mit Anfahrtsweg (inkl. Kartenmaterial), Öffnungszeiten und Beschreibung der geschichtlichen Hintergründe. Heimatbuchverlag 2010, 128 S., ISBN 978-3-937537-25-2, € 11,50. Kalender 2011 n Meine Kühe 2011. Faszinierende Bilder vom bayerischsten aller Viecher. Thomas Plettenberg, 38 x 35 cm, s/w, € 18,95, www.kuhfoto.de n Bergpanoramen 2011. Karwendel, Wetterstein, Bayerische Voralpen. Weitsicht Verlag 29,2 x 20,6 cm, € 9,95. www.weitsicht-verlag.de n Traumlandschaften 2011. Naturlandschaften weltweit als Folienbilder im Passepartout eingeklebt. Hannesschlaegerverlag, 67 x 46 cm, € 39,90. www.hannesschlaeger.de

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Menschen am Berg

Wie lebt man da oben? Kindheitserinnerung an verhasste Bergurlaube und übermotivierte Eltern, ein Bergbauernehepaar im Jura, eine Oldtimerrallye über die Alpenpässe – distanziert und trotzdem einfühlsam wirken die Reportagen über das Leben in und auf den Bergen von Melanie Mühl. Die Geschichten erzählen vom Alltag der Menschen, deren Leben von den Bergen geprägt wird. Die freiwillig oder durch ihren Beruf dazu gekommen sind. Die in der alpinen Kulturlandschaft existenziell aufeinander angewiesen sind oder unter distanzlosen Touristen leiden. Veränderungen der alpinen

Kalender 2011

Gutes tun Himalaya. Kalender mit wunderschönen Motiven der bekannten Alpinisten Gerlinhimalaya 2011 de Kaltenbrunner, Ralf Dujmovits und Hans Kammerlander. Mit dem Erwerb eines Kalenders unterstützen Sie die Arbeit und die Projekte der Nepalhilfe Beilngries. 43,5 x 40,5 cm Querformat, € 15,-. Zu bestellen bei: Nepalhilfe Beilngries, www.nepalhilfe.org, Tel.: 08461/371. Begegnungen im Himalaya. Postkartenkalender mit zwölf Motiven. € 5, der gesamte Erlös kommt Kinderhilfsprojekten in Regionen mit tibetischer und buddhistischer Kultur zugute. Bestellung über www.medihimal.org, medihimal e.V., Landshuter Allee 52, 80637 München. Himalaya 2011. DIN-A4-Kalender mit Nepal-Impressionen des nepalesischen FotojournaGerlinde Kaltenbrunner Ralf Dujmovits

Hans Kammerlander

Landschaft durch den Klimawandel oder der Bau des G otthardt unnels werden präzise mit einfachen Worten geschildert. Bruno der Bär hat im Sommer 2006 nicht nur die Presse in den Alpenregionen beschäftigt. Hier erfahren wir mehr über die missglückte Umerziehung eines fehlgeprägten Bären und seiner Geschwister. Nichts wird verherrlicht, beschönigt, verurteilt. Mit angemessenen Schritten nähert sich die Autorin dem Leben ganz oben, so wie einem fernen Gipfel. Melanie Mühl ist listen Jitendra Raj Bajracharya und Aphorismen von Philosophen, Schriftstellern und Bergsteigern. Mit einer Spende von € 10,- wird der Neubau des CFO-Kinderdorfes in Dhading, Nepal unterstützt. Bestellung unter www. himalaya-friends.de, Tel.: 0911/600 29 60. Wege entstehen, indem wir sie gehen ... Motivationskalender mit vielen farbenprächtigen Gebirgslandschaften und passenden Aphorismen. 10 Prozent des Kalenderverkaufs gehen an die Nepalhilfe Beilngries. 14 x 14 cm, € 7,-, Bestellung unter www.harry-neumann.de Kleine Galerie. Kinder mit Körperbehinderung haben einen einmaligen Jahreskalender mit dem Thema „Draußen in der Natur“ gestaltet. Der Kalender wurde in den Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderung hergestellt und kann über den Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V kostenlos bestellt werden unter info@ bsk-ev.org oder telefonisch unter 06294/428 10. Harry Neumann

Wege entstehen, indem wir sie gehen ...


DAV Panorama 6/2010 Kultur & Medien

Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Man kann Berge nicht röntgen“, stellen die Tunnelbauer fest – der Autorin gelingt es doch.  asc Melanie Mühl: Menschen am Berg. Geschichten vom Leben ganz oben. Nagel & Kimche Verlag 2010, 128 S., ISBN 978-3-312-00453-9, € 14,90.

Bayerns Skitourenberge

Weiß-blaue Schmankerl Skitourengehen liegt im Trend. Immer mehr Wintersportler kehren dem Rummel der präparierten Pisten den Rücken zu und genießen Aufstiege aus eigener Kraft in großartiger Landschaft und endlose Abfahrten in möglichst unberührtem Pulverschnee. Und wie so oft liegt das Gute so nah: „Bayerns Skitouren-Berge“ stellt die 50 schönsten Ski- und Freeride-Touren zwischen Bodensee und Königssee vor. Stefan Winter, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer, hat die Touren zusammengestellt; allesamt Klassiker, die ins Tourenbuch jedes passionierten Tourengehers gehören. Beeindruckende Luftaufnahmen des Fotografen Jörg Bodenbender zeigen die Tourenverläufe aus der Vogelperspektive. Die einzelnen Tourensteckbriefe enthalten alle wesentlichen Informationen, die lebendig geschriebenen Texte vermitteln darüber hinaus auch Geschichten und Hintergrundwissen, die das Besondere und Eigentümliche eines Berges oder einer Landschaft beleuchten. Knapp und übersichtlich sind die Kapitel zu Tourenplanung, Risikomanagement und dem richtigen Verhalten in Notfällen und einer umweltfreundlichen, naturverträglichen Tourenplanung gehalten. Der Titel wird vom Verband der Deutschen Berg- und Skiführer empfohlen und trägt das Gütesiegel „Naturverträgliche Skitouren“ des red DAV.  Stefan Winter: Bayerns Skitouren-Berge. BLV Verlag 2010, 144 S., ISBN 978-3-8354-0616-2, € 19,95.

Nepal-Roman

Zeiten des Umbruchs Das Land Nepal unterlag in den letzten zehn Jahren großen Veränderungen. In seinem neuen Roman beschreibt Pal Nagyivan die Kultur des Landes in Dorf und Stadt, aber auch die Schwierigkeiten der Bevölkerung während des Maoistenaufstandes. Grundlage für das Buch bildeten Berichte und das Erlebte von Einheimischen. Es wirft einen Blick hinter die Kulissen eines Landes, das Bergsteigern und Trekkern in erster Linie mit seinem gewaltigen Gebirge imponiert. Doch wie erleben die Nepalesen den Umbruch zur Moderne? Was waren die Hintergründe für die politischen Umwälzungen? Der Leser taucht ab in eine Welt der Tradition und Rituale, die sich ihm über eine gebuchte Trekkingreise wahrscheinlich nicht eröffnet.  red Pal Nagyivan: Nepals blutige Taube. SWB Verlag 2010, 154 S., ISBN 978-3938719312, € 11,80.

Über alle Berge

Alpines Sammelsurium „Über alle Berge“ ist ein Haufen imposanten Wissens über Gipfel und Bergsteigen, den eint, dass er für praktizierten Alpinismus hundertprozentig unnütz ist. Aber gerade weil die Beiträge über Bergnamen, Geografie und Rekorde so aus dem Zusammenhang gerissen und damit sehr klein sind, machen sie Spaß beim Lesen. Das fängt beim Streit um den höchsten Berg Dänemarks und mit dem längsten Bergnamen an. Und endet natürlich mit allerhand skurrilen Everest-Statistiken. Die wirklichen Filetstücke dieses Alpinsammelsuriums sind jedoch das gute Dutzend selbst

Ticker Berge in Persien Wegen permanenter politischer Turbulenz ist der Iran im Gerede. Was aber nicht davon abhalten darf, Land und Leute genau zu betrachten. Dies erlaubt ein außergewöhnliches Buch mit dem Titel „Die Bergwelt des Iran“, das die beiden Grazer Wissenschaftler Gratzl und Kostka herausgegeben haben. Das Werk beschreibt sehr ausführlich jenen Gebirgsgürtel zwischen dem Kaspischen Meer und dem Golf von Oman, der sich vom Grenzgebiet Iran/Aserbaidschan bis nach Belutschistan erstreckt. Die Fülle des Stoffs detailliert zu schildern, sprengt den Rahmen einer Besprechung. Kein relevantes Thema jedenfalls wird hier vermisst – seien es Bergsteigerunterkünfte oder Biwaks, Dörfer, Geschichte, Gipfel plus Routen, Gletscherreste, Fauna und Flora, Hirten, Höhlen, Klima, Kunst, Nomaden, Mineralien, Ökotourismus, Religion, Quellen, Skisport und –alpinismus, Vögel, Volkskunde und Vulkanismus. Jeder Sektor wird tief ausgelotet, selbst Entdeckungsreisende wie Sven Hedin und den Arzt Alfons Gabriel samt Ehefrau sucht man nicht vergebens. Angenehm fällt die Tatsache auf, dass das Buch professionelle Präzision mit leichter Lesbarkeit verbindet und bestes Bildmaterial bietet. Es setzt Maßstäbe. Dem mit 5671 Meter höchsten Berg des Iran, dem Damavand, ist übrinbr gens nur ein relativ kurzes Kapitel gewidmet. Karl Gratzl und Robert Kostka (Hsg.): Die Bergwelt des Iran. Herbert Weishaupt Verlag 2009, ISBN 978-3-70590297-8, € 49,90.

DAV-Bibliothek Praterinsel 5 80538 München Tel.: 089/21 12 24-0 Fax: 089/21 12 24-70 www.alpenverein.de Bibliothek/Büchersuche bibliothek@alpenverein.de Öffnungszeiten: Donnerstags von 12-19 Uhr Am 30.12. und 6.1.2011 geschlossen Buchrückgabe außerhalb der Öffnungszeiten über eine Bücherklappe an der Haustüre Telefonische Erreichbarkeit: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag 9-12 Uhr und 13.3016.00 Uhr. Zwischen 28. und 30.12. nicht erreichbar. Fernleihe für Nicht-Münchner per Post Bestellen im Web: Anmeldung unter bibliothek@alpenverein.de mit Mitgliedsnummer, Anschrift und Geburtsdatum 91


DAV Panorama 6/2010

Sebastian Herrmann: Über alle Berge – ein Handbuch nicht nur für Gipfelstürmer. Malik Verlag 2010, 256 S., ISBN 978-3-89029-379-0, € 15,-.

Dolomiten Freeride

Tiefschnee in der Felsenwelt Als Kletter- und Wanderziel braucht das Weltnaturerbe Dolomiten keine Werbung. Aber für Tiefschneefreunde? Gerade die finden in Steilrinnen zwischen Felswänden, in

Bergkalender 2011

Schöne Aussichten Mit Adleraugen durch die Alpen 2011. Weit gespannter Bilderbogen von vielen eindrucksvollen Alpenlandschaften als hochwertige Großformatausgabe. Bodenbender-Verlag, 70 x 50 cm, € 39,80. www.bodenbenderverlag.de Bayerns Berge 2011. Zwölf Luftaufnahmen von Traumtouren zwischen Allgäu und Berchtesgaden von leicht bis anspruchsvoll. Tourenbeschreibungen liefern mit Kartenskizzen und Detailbildern notwendige Informationen für die Planung. Bodenbender-Verlag, 34 x 24 cm, € 16,90. www.bodenbender-verlag.de Karwendel 2011. Eindrücke des Fotografen Wolfgang Ehn quer durch den Alpenpark Karwendel, mit seinen elf zusammenhängenden Schutzgebieten eine der größten und beeindruckendsten Natur92

mächtigen Karen und auf weiten Almhängen ein ungewöhnlich vielfältiges Terrain; Liftanlagen erleichtern oft den Zugang für „Freerider“. Der Bergführer Francesco Tremolada hat 100 Abfahrtsziele mit relativ wenig Aufstiegsaufwand zus amme n g e st ellt , von traumhaft weiten Hängen bis zu alptraumhaft engen Couloirs und zur Marmolada-Nordwand – jeweils ein Drittel gemütliche Variantenabfahrten, anspruchsvolle Ziele à la Vallée Blanche und Steilabfahrten, oft auch mit alpinem Anspruch. Zustiegszeit, Höhenmeter und Steilheit sind akribisch aufgelistet, die Absturzgefahr, landschaften in Mitteleuropa. Bodenbender-Verlag, 60 x 50 cm, € 18,90. www.bodenbender-verlag.de Klettern 2011. Großformatiger Kalender (47 x 67 cm) mit 13 Kletterhighlights des Jahres – dynamische Bilder mit viel Action sorgen für einen Augenschmaus. tmmsVerlag, € 25,90. www.tmms-verlag.de Zeit im Griff 2011 Zeit im Griff – Wochenplaner. 2011 Terminplaner mit farbigen Actionfotos und Infos zu Schnee und Fels. Panico Verlag, 144 S., 80 Farbabbildungen, € 16,80. www.panico.de Klettern im Elbsandstein 2011. Jährlich erscheinender Kletterkalender mit Motiven aus der Sächsischen und Böhmischen Schweiz. Verlag Mike Jäger, 24 x 34 cm, € 10,-. www.felsenwelt.de Panico Alpinverlag

Ski- und alpinistische Schwierigkeit ausführlich differenziert, Zugang und Abfahrt auf Italienisch und Englisch im Detail beschrieben. Viele Fotos geben einen Eindruck, mangels Bildlegenden erklären sie aber nicht alles – und auch die recht groben Übersichtskarten (nur fürs ganze Gebiet) lassen viel Potenzial zum Suchen und Entdecken – angeregt durch eine fantastische Auswahl in einem großartigen Gebirge. red Francesco Tremolada: Freeride in Dolomiti, 448 S., Edizioni Versantesud, Mailand 2010, ISBN 978-8887890-938, € 31,50.

Neu im Panico Verlag

Schnee und Eis Genug Eis für alle wartet auf die Freunde der Niedrigtemperaturen auf der Südseite EISKLETTERFÜHRER des AlpenhauptSüdtirol - Dolomiten kamms und in den Dolomiten – vom Ahrn- und Reintal über das Pragserund Hochpustertal bis zur Sellagruppe, nach Gröden, Sottoguda und darüber hinaus bietet der Führer eine Riesenauswahl an „Coldspots“. red Pfundersdom · Tauferer Boden · Reintal · Mühlwaldertal Lappach · Ahrntal · Antholzertal Pragsertal · Höhlensteintal · Hochpustertal · Ampezzander Dolomiten · Travenanzestal Gadertal · Sellagruppe · Gröden · Langkofelgruppe · Sottoguda · Bletterdach

Konrad Auer + Philipp Unteregelsbacher

Panico Alpinverlag

Konrad Auer, Philipp Unteregelsbacher: Eiskletterführer Südtirol – Dolomiten. 216 S., ISBN 978-3-93674060-8, € 22,80.

In 100 Etappen mit den Tourenski entlang des großen Super-Haute-Route Alpenbogens von Nizza nach Wien. Satte zwölf Jahre waren die Autoren unterwegs, bis sie alle Etappen stilrein bewältigt hatten – für den Tourenalltag tun’s auch die abwechslungsreichen Teilstücke. red Skitourenführer

erlebter Anekdoten des Autors um München und in Pakistan. Sie alleine würden zwar kein Buch ergeben, doch zusammen mit den absolut nutzlosen wie amüsanten Fakten ergibt sich das perfekte Geschenk für Bergsteiger, die eigentlich schon einen Bergbücherberg zu Hause haben.  nth

Mit Ski über die Alpen von Nizza nach Wien

Hubert Schüle Walter Seiler Hermann Maier Brigitte Neufang Rainer Hillesheim

panico Alpinverlag

Hubert Schüle, Walter Seiler u.a.: Skiführer SuperHaute-Route, 228 S., ISBN 978-3-936740-58-5, € 19,80.

Die „blaue“ Silvretta, das legendäre Skitourengebiet im Dreiländereck von Vorarlberg, Tirol und Engadin, zieht vor allem die Tourengeher aus BadenWürttemberg und dem Allgäu an.


Aber auch alle anderen erwartet dort mit Gaschurn, Partenen, Bieler Höhe und den Tourengebieten um Wiesbadener, Heidelberger und Jamtalhütte weit mehr als der legendäre Piz Buin. red

Skitourenführer

DAV Panorama 6/2010 Kultur & Medien

Silvretta Skitouren & Skibergsteigen

Jan Piepenstock

panico Alpinverlag

Jan Piepenstock: Skiführer Silvretta, 180 S., ISBN 9783-936740-57-8, € 19,80.

Skitourenführer

Dass Kitzbühel nicht nur die selbst ernannten Reichen und Schönen anzieht, sondern abKitzbüheler Alpen seits des bunten Pistentreibens auch ein lohnendes Skitourenziel sein kann, zeigt der Führer mit über hundert Routen für alle, die es gern etwas ruhiger angehen. red Markus Stadler

panico Alpinverlag

Markus Stadler: Skiführer Kitzbühler Alpen. 240 S., ISBN 978-3-936740-56-1, € 22,80.

ßergewöhnlichen Wetterereignissen, kommentierten Wetterregeln und meteorologischen „Spezialitäten“. Außerdem gibt es Infos zu den jeweils typischen Wetterlagen und ein meteorologisches Monatsthema. Im Wetterjahr 2011 geht es unter anderem um Lawinen, Stratosphärenwetter und tropische Wirbelstürme. Der kalendarische Teil enthält für jede Woche die Durchschnittstemperaturen und Extremwerte von sieben deutschen Städten (im Zeitraum 2000 bis 2009), daneben auch die Zeiten von Sonnen- und Mondaufgang. Kleine Symbole erleichtern es, einen eigenen Wetterkalender aufzuzeichnen.  red B. Eisert, R. Heinrich,G. Reich: Das Wetterjahr. Bodenbender-Luftbildverlag. 17 x 23 cm, 176 S., ISBN 978-3937319612, € 14,95. www.bodenbender-verlag.de

Steve House Kalenderjahrbuch

Wetter im Jahreswandel Die Monatskapitel des Kalendariums enthalten verschiedene Rubriken mit Informationen rund um das Wetter und seine Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Garniert sind sie mit au-

Noch auf der Suche Steve Houses Erstbegehung in der Rupalflanke am Nanga Parbat, zusammen mit Vince Anderson im Alpinstil 2005, ist eine der großartigsten Leistungen im Höhenalpinismus der letzten Jahre. Auf das Buch eines der

inspirierendsten Alpinisten der jüngeren Zeit durfte man also gespannt sein. Zumal er sich in seinen Texten als „Sucher“ gezeigt hatte: als einer, dem es um mehr als nur Sport geht, um das „Jenseits des Berges“ eben, das innere Erleben und Wachstum. Leider erfüllt das Buch nicht alle Erwartungen. Man bekommt packende Schilderungen vom cutting edge des modernen Alpinismus und einige Einblicke in Houses Gefühlswelt: seine Sucht nach Anerkennung, seine Ängste, die Stabilität von Freundschaften zwischen Bergpartnern und die Instabilität von Lebenspartnerschaften mit Nichtbergsteigern, Gedanken zum Sterben von Freunden und zum eigenen Tod. Nur leider in einer „yes we can“Sprache, die mit dem eigenen Ruhm mehr als nur kokettiert, und vom Malik Verlag durch fachfremde Übersetzer traktiert, die einen „Stand“ mit „Anker“ übersetzen. Viel Berg, wenig jenseits – aber immerhin ein Versuch, die Innenwelt eines Super-Bergsteigers darzustellen und nicht nur seine Leistungen. ad Steve House: Jenseits des Berges. Expeditionen eines Suchenden. 336 S., Malik Verlag, München 2010, ISBN 978-3-89029-384-4, € 21,95.

Trekking-Erlebnisse von nah bis fern. Mit dem DAV Summit Club zu europäischen Wanderzielen und in die Berge der Welt. Das ganz andere Mallorca. Nepal. Namibia. Patagonien. Faszination Feuerland. Lebe Deinen Traum – jetzt! Mit dem DAV Summit Club. Immer mit erfahrenen Bergführern und Reiseleitern, modernster Ausrüstung und in kleinen Gruppen. DAV Summit Club GmbH Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins Am Perlacher Forst 186 81545 München

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DAV Panorama 6/2010

Klettern auf den Spuren von Paul Preuß

Auf dem Weg des „Kein anderer Alpinist hat für unser Tun eine größere Bedeutung als Paul Preuß“, urteilte Reinhold Messner. Eine Spurensuche im Fels und auf Papier lässt die Wirkung des einflussreichsten Bergsteigers jüdischer Abstammung spürbar werden. Von Andi Dick

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as Knirschen der Schritte verhallt im Geröllkessel. Senkrechte Pfeiler, prall und glatt wie Opferkerzen, ragen in den Himmel. Ein Fünfer? Wir schlucken. Mit allem, was der moderne Kletterer für sein Handwerk braucht, sind wir zwei Bergführer angerückt: Doppelseil, Klemmkeile, Friends, Schlingen, nur die Haken haben wir (leider?) daheim gelassen. Um eine Route zu wiederholen, die vor knapp hundert Jahren free solo begangen wurde. Kein Seil hatte Paul Preuß dabei, als er am 22. Juli 1911 in die Piazführe der Totenkirchl-Westwand im Wilden Kaiser einstieg. Seinen Spuren zu folgen, verspricht auch in der Light-Version noch spannend zu werden. 27 Jahre Lebenszeit blieben Paul Preuß, davon fünf Jahre „echtes“ Klettern, um rund 1200 Fels-, Skiund Hochtouren zu begehen und einer der einflussreichsten Kletterer der Alpingeschichte zu werden. Ein jung abberufenes Genie wie Hans Dülfer, der mit 23 Jahren starb, oder Mozart mit 35. Ein Überflieger aus Begabung, aber auch dank Training. Ein Mensch der furchtlosen, tabubrechenden Tat, aber auch ein wissenschaftlich präziser, philosophischer Theoretiker seiner Leidenschaft. Ein Mann von Kultur und Welt, Frauenversteher, Schachspieler, Tänzer und Vortrags94

redner, kletternd in steirischer Tracht winden im Stande ist und sich auch mit Seidenkrawatte – durch die grus- mit ruhigem Gewissen zutraut, muss ligsten, steilsten, abweisendsten Ge- die oberste Grenze dessen darstelmäuer seiner Zeit. Ein Phänomen. len, was er im Aufstieg begeht. 3. Die Die ersten Schritte sind morgen- Berechtigung für den Gebrauch von starr, zögernd. Vom erskünstlichen Hilfsmitteln ten brüchigen, grasbeentsteht daher nur im „Bergtouren, die man wachsenen Meter an sind Falle einer unmittelbar unternimmt, soll man wir auf mürbe Sanduhdrohenden Gefahr. 4. Der nicht gewachsen, ren, runde Köpfl und sondern überlegen sein.“ Mauerhaken ist eine NotFriends angewiesen, um reserve und nicht die unsere Gemüter zu beruhigen, die an Grundlage einer Arbeitsmethode. 5. das Backup verlässlicher Sicherung ge- Das Seil darf ein erleichterndes, niewöhnt sind. Eher verwöhnt? Die bein- mals aber das alleinseligmachende dicke Sanduhr vor dem Piazwandl, Mittel sein, das die Besteigung der der ersten Schlüsselstelle in der neun- Berge ermöglicht. 6. Zu den höchsten ten Seillänge, senkt den Herzschlag Prinzipien gehört das Prinzip der Simerklich. Einem Alleingänger nutzt sie cherheit. Doch nicht die krampfhafte, nicht viel. durch künstliche Hilfsmittel erreichte „1. Bergtouren, die man unter- Korrektur eigener Unsicherheit, sonnimmt, soll man nicht gewachsen, dern jene primäre Sicherheit, die bei sondern überlegen sein. 2. Das Maß jedem Kletterer in der richtigen Einder Schwierigkeiten, die ein Klette- schätzung seines Könnens zu seinem rer im Abstieg mit Sicherheit zu über- Wollen beruhen soll.“ Auf diese sechs


DAV Panorama 6/2010 Paul Preuß | Reportage

Ein Meister der Balance: Preuß durchstieg die schwersten Felswände seiner Zeit in rasanten Zeiten und spielerisch leicht; sie fordern noch heutigen Begehern Respekt ab.

„Preußschen Grundsätze“ konzentrierte der Doktor der Pflanzenphysiologie seine Argumentation, die er in mehreren Aufsätzen in der Alpenvereinszeitschrift ausgebreitet hatte. Der „Mauerhakenstreit“, der daraufhin 1911 in den alpinen Medien geführt wurde, hallt heute noch nach. Das „Prinzip der Sicherheit“ verkörpert mein Partner Chris im Piazwandl (V): An festen Piazschuppen und Erosionsstrukturen lässt sich genussvoll aufsteigen, und über solidem

Ein Mann von Welt: Preuß machte im Fels wie auf gesellschaftlichem Parkett eine gute Figur und war ein gefragter Vortragsredner, der 100 Mark Honorar durchsetzen konnte.

Stand kann man auch leicht turnen. Kniffliger wird’s später in der offenen Rissverschneidung, die mit V- bewertet ist: Die rechte Wand würfelig brüchig, die linke rund und abschüssig strukturiert, ein heikles Winden, Tasten, Schleichen. Im Solo??? Mit sechs Jahren saß Paul Preuß im Rollstuhl. 1886 als Sohn eines Klavierlehrers und einer Hauslehrerin in Altaussee geboren, hatte er sich als Kind eine Virusinfektion eingefangen, die der Kinderlähmung ähnelte. Durch Spaziergänge und Bergwanderungen mit dem Vater und durch Gymnastik kam er wieder auf die Beine und durchstreifte während seiner Kindheit die Berge rund um seinen Wohnort – allein, mit Freunden oder seinen älteren Schwestern Sophie und Mina. 1907 lernt der Biologiestudent in München Alexander Hartwich kennen und begeistert stürzen sich die beiden in den Bergsport: Sie trainieren am

DAV-Archiv (2), Andi Dick; die historischen Bilder sind aus grafischen Gründen seitenverkehrt wiedergegeben

Tänzers

Peilstein und auf der Rax, und im Juli 1908 durchsteigt Preuß die Nordwand der Planspitze auf dem Pichlweg, nach eigener Einschätzung seine erste Bergfahrt von sportlichem Wert. Und ausgerechnet eine Route von Eduard Pichl, einem der führenden Judenhasser und -verfolger im Deutschen und Oesterreichischen Alpenverein.

Genie mit Trainingsfleiß Ob ein „Dir zeig ich’s!“ mitgespielt hat bei seiner nun folgenden Leistungsexplosion? Den Antisemiten mit seiner eigenen Berg-Ideologie zu überflügeln? Pichl hatte die „Wiener Schule“ vertreten, das freie Klettern ohne Hilfsmittel wie Seil und Haken. Preuß führte diese Kletterkunst auf ein neues Niveau, durch Begabung und hartes Training. Den einarmigen Klimmzug beherrschte er mit links und rechts – der heutige Kletterstar Adam Ondra, mit 17 einer der weltbesten Felsartisten, kann keinen. Preuß machte Klimmzüge an Gläsern, die er umgedreht auf einen Schrank gestellt hatte – ein Kunststück, das ihm keiner nachmachte und mit dem er den Umgang mit wackligem, brüchigem Fels übte. Sein „annus mirabilis“ hat Preuß 1911: Er rauscht durch die Toprouten seiner Zeit, die Dibona-Mayer-Kreationen an Croz dell’Altissimo, Langkofel-Nordpfeiler und Ödstein-Nordkante, in einem Bruchteil der von ihnen benötigten Zeit und meist ohne die von ihnen verwendeten Haken. Und er hinterlässt eigene Spuren: Unter seinen Dutzenden von Erstbegehungen sind großartige, heute noch beliebte Klassiker, aber auch kaum wiederholte Gruselschocker. Den Preußriss durch die Nordostwand der Kleinsten Zinne, die die Italiener „Torre Preuss“ nennen, klettert er mit Paul Relly als Nachmittagsprogramm, nachdem sie am Vortag die Kleine Zinne zweimal auf unterschiedlichen Routen hinauf- und hinuntergestiegen waren – ein frühes Enchainement. Relly schildert die Schlüsselstelle am Preußriss: „Auf der äußersten Kante einer abgesprengten Platte auf den Zehenspitzen balancierend, unter95


DAV Panorama 6/2010

zog Preuß diese ‚haarige‘ Stelle einer gründlichen Untersuchung, bevor er sich mit dem gewohnten ‚Achtung, Tiger!‘ von dem sichern Boden abstieß, um wieder einmal den Beweis seiner Meisterschaft zu liefern.“ Die nach eigenen Worten „ungemein ausgesetzte“ Ostwand der Guglia di Brenta eröffnete er free solo, mit Abstieg über den nicht viel leichteren Normalweg – sein zweiter Grundsatz lässt grüßen. Und völlig ohne Seil war er auch in der 500 Meter langen Piazroute am Totenkirchl unterwegs, mit neuen Varianten und einer Ausstiegs-Verlängerung. Für uns hält sie nun einen überbreiten, leuchtend grünen Mooskamin bereit. Schon lange nicht mehr hat mich eine Seillänge so beeindruckt. Fünf Meter rechts drüben läuft das Seil über ein flaches Köpfl, als ich mich an Schuppen, von denen Chris im Nachstieg eine ausreißt, den überhängenden unteren Teil hinaufwuchte, bevor lange Beine kraftsparendes Ausspreizen erlauben. Preuß war mindestens fünfzehn Zentimeter kleiner – Hut ab! Kaminklettern konnte er: Den 800 Meter hohen, tief eingeschnittenen Spalt der Griesnerschlucht im Wilden Kaiser beging er alleine als erster, ohne Seil und Erkundung: free solo onsight. Schwierigkeiten bis V+, glatte Kamine, brüchige Passagen, nasser und moosiger Fels – der WeltklasseBigwaller Thomas Tivadar, wie einst Preuß Mitglied der Sektion Bayerland, erzählt von seiner Wiederholung: „Wenn ich daran denke, dass Paul Preuß damals an der Schlüsselstelle in glitschigem Fels einen Wasserfall umgehen musste, wird mir speiübel!“

Philosoph mit Schreib-Brillanz Nicht nur mit seinen bahnbrechenden Leistungen schockierte Preuß die Kletterszene: Seine Thesen zur Ethik des Freikletterns lösten eine heftige Diskussion aus, die in der Alpenvereinszeitschrift ausgetragen wurde. In der Sache hart, ohne die Basis der Bergfreundschaft zu zerstören. Nach heftigsten Disputen traf man sich im Münchner Klettergarten Buchenhain, und wer die Boulder96

Marksteine im Wilden Kaiser: Die Totenkirchl-Westwand (o.) beging Preuß free solo, ebenso und erstmals den furchteinflößenden Spalt der Mitterkaiser-Nordschlucht.

probleme lösen konnte, hatte recht. Preuß' heftigster Widersacher Tita Piaz baute ihm nach seinem Tod eine Gedenk-Hütte im „Gartl“ unter den Vajoletttürmen. In der Diskussion plädierte Piaz für Seil und Haken zur Sicherung: „Wir wollen im Falle eines Sturzes lieber vier oder auch zwanzig Meter am sichernden Seile hängen (vielleicht mit gebrochenem Bein), als dass die Raben im dunklen Abgrund einen Schmaus um unseren Leichnam halten.“ Preuß urteilte: „Mir kommt aber doch vor, dass der Gedanke: ‚Wenn du fällst, hängst du drei Meter am Seil‘ geringeren ethischen Wert hat, als das Gefühl: ‚ein Sturz, und du bist tot.‘“ Ein typisches, heute noch verbreitetes Aneinander-vorbei-Reden: Preuß ging es mit seinen elitären Maximalforderungen um ethische, ästhetische Aspekte, um das Idealbild eines Bergsteigers, der an seinen Aufgaben

wächst, statt den Berg technologisch auf sein unzureichendes Niveau herunterzutunen. Und die Gegenredner setzten die eigentlich sekundäre Sicherungstechnologie, die im Fall menschlichen Versagens den Schaden begrenzen soll, an die erste Stelle, wo nach Preuß die „innere Sicherheit“ hingehört: „Schön klettern, in technischer wie ideeller Beziehung, heißt gut klettern, gut klettern sicher klettern!“ Wobei er durchaus zum Akzeptieren der Realität bereit war, zum Kompromiss zwischen Gesinnungsideal und Breitensport: Er akzeptierte, dass Durchschnittsalpinisten sich auf Seil und Haken stützen – nur komme solchen Touren „keine alpine Bedeutung und kein sportlicher Wert zu, man findet in ihnen nur die verzerrten Züge eines erhabenen Vorbildes“. Für Preuß' theoretisches Ideal zeigten alle Diskussionsgegner Sympathie: Piaz, Nieberl, Hübel, Leuchs,


Fotos: Andi Dick (2), Jesse Mason (2), Claudio Donini

DAV Panorama 6/2010 Paul Preuß | Reportage

Marksteine im Süden: Die Guglia-Ostwand (o.) eröffnete Preuß im Alleingang, den Preußriss an der Kleinsten Zinne (u., großes Bild) stieg er hinauf und hinunter.

Dülfer – in der Praxis machte allerdings die „Münchner Schule“ nach Dülfers Stil den (so sparsam wie möglich verwendeten) Mauerhaken zur „Grundlage einer Arbeitsmethode“ und legte damit den Grundstein für die Weiterentwicklung der Kletterkunst. 1925 eröffnete Emil Solleder mit der Civetta-Nordwestwand die erste Route des „sechsten Grades“, wobei er allerdings nur zwei Haken zur Fortbewegung und insgesamt zwölf verwendete – und zur Verzweiflung des Judenjägers Eduard Pichl, des Vorsitzenden der Wiener Sektion Austria, hinkte die „Wiener Schule“ hoffnungslos hinterher: durch Preuß' Ideale technologisch begrenzt, durch mangelndes Talent und Training sportlich. Heute basiert die Idee des Kletterns, nach einem Abstecher in die Sackgasse der Technokletterei, auf dem freien Emporsteigen nur an den natürlichen Felsstrukturen im Preuß’schen Sinn –

freilich mit dem Backup einer Bohrha- ter hundert kann einen Seilknoten ken-Sicherungskette. Wer sich auf die machen und wenn man ihn ihnen radikaleren Spielformen der „natür- auch so und so oft gezeigt hat, jedeslichen“ Absicherung mit Klemmkei- mal fällt er wieder wie ein Mascherl len oder auf das ultimative „Free Solo“ aus.“ Preuß war gewiss kein tumber einlässt, kann direkt erleben, wie groß Macho, eher überzeugt von der Notder Unterschied zwischen der von wendigkeit, über sich selbst lachen zu Preuß formulierten „primären Sicher- können: „Wenn sie klug sind, wird in heit“ und der „durch künstliche Hilfs- dem Zerrbild, das ich gezeichnet, keimittel erreichten Korrektur eigener ne sich wieder erkennen wollen.“ Und er hatte Spaß an der Ironie. Das merkt Unsicherheit“ für ihn individuell ist. Uns zieht’s den Boden unter den man auch an der Satire über HinterFüßen weg: Als glattwandige Röh- Unterdorf, das als touristische Attrakre kippt die Wand wie eine Riesen- tion ein Denkmal braucht, weil die gurutschbahn der senkrechten Abbruch- te Luft („weil die Fenster der Bauernkante zu. Fünfzehn Meter absteigen in stuben so selten geöffnet wurden“) im Konkurrenzkampf mit gnadenloser AusgesetztVorder-Unterdorf nicht heit heißt es, um in den „Schön klettern – techmehr ausreicht. Ausstiegskamin zu quenisch wie ideell – heißt Ich könnt' mich auch ren. Professionell gesi- gut klettern, gut klettern totlachen: Im glattwanchert lässt sich die im sicher klettern.“ digen, körperengen AusFührer als Abseilstelle definierte Seillänge durchaus klettern. stiegskamin stecke ich wie ein VerNicht schwerer als IV bis V, aber hei- dauungsendprodukt im Mastdarm kel: Reibung, runde Griffe, Graspols- des Berges, das sich in peristaltischen ter, Krümelbruch über saugender Tie- Krämpfen der Schwerkraft entgegenpresst. Nicht ganz so, wie sein fe. Ohne Seil? No way! Preuß hatte keines dabei: „Der Freund Alexander Hartwich über Mensch soll einem Problem gegenü- Preuß schreibt: „Sein Klettern war am ber wachsen, nicht der technische Lö- ehesten dem Tanzen zu vergleichen, so sungsaufwand.“ In seinen Schriften, schwerelos, so ohne Mühe, so durchdie sein Bewunderer Reinhold Mess- aus lustbetont ist es erfolgt.“ Der Diner zum hundertsten Geburtstag he- mensionsunterschied ist mit Händen rausgab, zeigt sich Preuß als sprach- zu greifen. Hier solo rauf ist, bezogen lich ebenso gewandt und brillant wie auf die damalige Zeit, so unvorstellim Fels. Man hätte sich ein längeres bar wie Alex Hubers Alleingang in der schriftstellerisches Schaffen von ihm Hasse-Brandler an der Großen Zinne. gewünscht, mehr so herrliche Sati- Die Besten ihrer Zeit sind einfach imren wie die über Frauenalpinismus, mer etwas Besonderes. „Paul kletterte so, wie ein Vogel die nur als frauenfeindlich empfinden kann, wer nicht weiß, dass er seine fliegt oder wie ein Fisch schwimmt. vielen Seilpartnerinnen als gleichwer- Klettern gehörte zu ihm wie das Attige Begleiter am Berg betrachtet und men“, schrieb Paul Jacobi. Am 3. Okbehandelt hatte: „Die Frau ist der Ruin tober 1913 stürzte Paul Preuß bei des Alpinismus. Dieses Schlagwort ist einem Alleingang an der Nordkannicht ganz mit Unrecht entstanden … te des Nördlichen Mandlkogels im Was man bei den Frauen im Tal so oft Dachsteingebirge tödlich ab. In seinen vermisst, in den Bergen kann man es Schriften und Taten lebt er weiter. o finden: Sie sind hilflos im Fels, darum Für Informationen dankt der Autor dem Alpinisten werden sie folgsam, bemühen sich und Historiker Nicholas Mailänder. Literaturtipp: manchmal wirklich zu tun, was man Reinhold Messner: Paul Preuß, Verlag J. Berg bei ihnen sagt, weshalb Damen oft besBruckmann, München 1996 (vergriffen). Mehr zum Wirken jüdischer Bergsteiger und zu ihrer sere Tourenbegleiter sind als Herren. Verfolgung durch den Deutschen und OesterreiEine ganz fabelhafte Ungeschicklichchischen Alpenverein dokumentiert die Ausstellung keit zeigen sie dafür aber in der Be„Hast du meine Alpen gesehen?“ im Alpinen Museum des DAV in München. handlung des Seiles. Kaum eine un97


DAV Panorama 6/2010

DAV im Schnee Ob im Gelände auf dem Weg zum Gipfel, auf der gewalzten Piste oder abseits davon im Tiefschnee: Im Winter unterwegs zu sein, gehört zum Schönsten, was Bergsportler erleben können. Dass dies auch in Zukunft möglichst konfliktfrei so bleibt, ist Ziel der Projekte und Initiativen von DAV und JDAV. Text und Fotos von Manfred Scheuermann

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DAV Panorama 6/2010 DAV-Projekte | Reportage

Gegen den Strom

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as Skitourengehen auf Pisten wird immer beliebter, allerdings gehen mit diesem Trend Risiken und Konflikte einher. Der DAV vermittelt seit rund acht Jahren mit Erfolg zwischen den Interessengruppen. Doch in jüngster Zeit ist das Konfliktpotenzial durch Uneinsichtige gewachsen.

Die Zeiten, als der Tourengeher beim Aufstieg im Skigebiet das Kind seine Mutter fragen hörte: „Warum, Mama, nimmt der Mann denn nicht den Lift?“, sind vorbei. Längst sind diejenigen, die über Skipisten aufsteigen, keine Einzelfälle mehr wie noch zu Beginn der 2000er Jahre. Heute gehören Tourenskifahrer am Skipistenrand zum alltäglichen Bild vieler Skigebiete, an manchen Tagen sind es Hunderte. Jung und alt, gruppenweise, zu zweit oder allein, sportlich ambitioniert im eng anliegenden Renndress oder in der klassischen schwarzen Tourenhose, Frauen wie Männer. Generell scheint der Anteil der jüngeren und weiblichen Tourengeher auf den Pisten größer zu sein als unter den Tourengehern, die sich im alpinen Gelände bewegen.

Manchen Skigebietsbetreibern sind Tourengeher willkommen, andere wehren sich dagegen, wieder andere offerieren alternative Aufstiegsrouten am Rand des Skigebiets. Jüngstes, innovatives Beispiel ist Oberammergau, wo ab diesem Winter der schneesichere Skitourenaufstieg im beschneiten Skigebiet als „Weltneuheit“ angepriesen wird. Kooperationen gibt es inzwischen mit Sporthäusern oder Ausrüstungsfirmen, verdient wird an der Parkplatzgebühr, der Hütteneinkehr und am Imagegewinn. Denn nicht selten kommt die ganze Familie: Vater oder Mutter gönnen sich mit

Wochentagen gliedert, und pistengehen.info, die sich als Einstiegsportal für Skibergsteiger versteht und Tourenvorschläge in Skigebieten wie im alpinen Tourengelände vor allem in Bayern und Österreich bereithält.

Es droht Lebensgefahr! Eigentlich könnte alles funktionieren, gäbe es nicht die berühmte Kehrseite der Medaille: Für großen Unmut sorgen diejenigen, die essenzielle, der Sicherheit dienende Regeln ignorieren. Und leider scheint sich deren Anteil an der Gesamtheit der TourengeBei Skibetrieb darf nur am Pistenrand und nur hintereinander aufgestiegen werden.

Schneegarantie für den Aufstieg Bevorzugt werden gut angeschlossene Skigebiete, wohnortnah, bestenfalls von der Haustür aus zu Fuß erreichbar. So ist das gesundheitsfördernde Tourengehen auf Pisten bei Bewohnern der Alpen- und Voralpenorte besonders beliebt. Deren kurze Anreise ist auch aus Umweltsicht ein positiver Nebeneffekt. Für die Trainingstour nach der Arbeit reichen schon mal 500 oder 600 Höhenmeter, weniger darf es aber nicht sein, eher mehr. Und wenn die gemütliche Hütte winkt, kann es mit der Abfahrt auch einmal später werden. Immer mehr Gastronomen erkennen das Potenzial der Skitourengeher und öffnen ihre Hütten an bestimmten Wochentagen fürs abendliche Beisammensein.

dem Aufstieg eine sportliche Einheit, während sich der „Rest“ der Familie auf der Piste vergnügt. Sogar der freiwillige Pistenobolus ist kein Tabu mehr: Von einem Pistenraupenhersteller gesponserte Schweinderl auf dem TourengeherStammtisch für das „Trinkgeld für den Pistendienst“ füllen sich schneller als gedacht. Seit Kurzem gibt es zudem zwei spezielle Internetseiten: pistentour.com, die ein ganzes Sortiment abends geöffneter Hütten nach

her in jüngster Zeit eher zu vergrößern. In schneearmen Phasen, wenn im alpinen Tourengelände noch wenig zu machen ist, strömen Tourengeher verstärkt auf die Pisten und bringen neben dem Gegenverkehr auch die Liftunternehmer in Bedrängnis. Denn diese müssen für Ordnung sorgen. Sie sind für die Sicherheit im Skigebiet verantwortlich. Bei gut 300 Aufsteigenden z. B. im Classic-Skigebiet von Garmisch-Partenkirchen an einem Tag auf nur einer Abfahrt, 99


DAV Panorama 6/2010

DAV-Regeln für Skitourengeher auf Skipisten Skipisten stehen in erster Linie den Nutzern der Seilbahnen und Lifte zur Verfügung!

1 Aufstiege und Abfahrten erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.

2 Aufstiege nur am Pistenrand vornehmen (FIS-Regel Nr. 7). Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.

3 Besondere Vorsicht vor Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen, bei Vereisung und beim Queren der Pisten. Keine Querungen in unübersichtlichen Bereichen.

4 Keinesfalls gesperrte Pisten begehen. Lokale Hinweise und Routenvorgaben beachten.

5 Größte Vorsicht und Rücksichtnahme bei Pistenarbeiten. Bei Einsatz von Seilwinden sind die Skipisten aus Sicherheitsgründen gesperrt. Es besteht Lebensgefahr.

wird es bei mehreren Tausend entgegenkommenden Skifahrern eng. Zum Glück haben sich die Unfallzahlen noch nicht signifikant erhöht. Manche steigen auch in Engpassagen der Pisten gruppenweise nebeneinander auf. Sie zwingen damit die Bahnbetreiber zu unpopulären Maßnahmen, etwa zur zeitweisen Sperrung von Pistenabschnitten, wie am Jenner bei Berchtesgaden. Viele lassen sich selbst abends und nachts von gesperrten Pisten nicht abhalten. Sie geraten dort in Lebensgefahr und bringen denjenigen großen Stress, deren Arbeitsplatz die Pistenraupen sind, die häufig an den für Skifahrer extrem gefährlichen Seilwinden betrieben werden. Oder sie beunruhigen diejenigen, die die Pisten vor Lawinen sichern. Hunde werden auf den Skipisten Gassi geführt, verrichten dort ihr Geschäft, laufen – mal angeleint, mal nicht – oft kreuz und quer durch den Schnee. Oder sie verschwinden im Wald, weil sie hinter einem Reh 100

6 Frisch präparierte Skipisten nur in den Randbereichen befahren.

7 Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren in Skigebieten durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind.

8 Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden.

9 Rücksicht auf Wildtiere nehmen. Bei Dämmerung und Dunkelheit werden Tiere empfindlich gestört. Hunde nicht auf Skipisten mitnehmen.

10 Regelungen an den Parkplätzen sowie Parkgebühren respektieren. Umweltfreundlich anreisen.

herjagen. Ärger verursacht auch, wer frisch präparierte Pisten mit Wonne in voller Breite auskostet. Vor allem im Frühjahr frieren die Abfahrtsspuren fest und bringen am nächsten Morgen zahlende Gäste aus dem Schwung.

Soziale Kontrolle Eines muss klar sein: Skitourengehen auf Pisten hat nur dann eine Zukunft, wenn die Regeln konsequent eingehalten werden und sich die Beteiligten rücksichts- und respektvoll begegnen. Anders als im freien Tourengelände ist der Raum in Skigebieten begrenzt, er wird intensiv genutzt und der Strom der Tourengeher richtet sich gegen die eigentliche Fahrtrichtung. Das macht Regelungen unverzichtbar. Der DAV hat sich bereits 2003 als Vermittler zwischen den Interessengruppen eingeschaltet und einen Expertenkreis einberufen. Vertreter von DAV, Verband Deut-

scher Seilbahnen, Deutschem Skiverband, Bayerischem Innen- und Bayerischem Umweltministerium, Lawinenwarndienst und der Bergwacht legten zehn DAV-Regeln für Skitouren auf Pisten fest (s. Kasten), die bis heute für alle Skigebiete Deutschlands gelten. Darüber hinaus unterstützte der DAV spezielle Vereinbarungen für viele bayerische Skigebiete. Je nach den örtlichen Besonderheiten sind für die Zeit nach dem Skibetrieb nur bestimmte Pisten zu bestimmten Zeiten für Tourengeher freigegeben – was nicht zuletzt auch den störempfindlichen Wildtieren zugutekommt. Seitdem passen die Bahnbetreiber diese Regelungen den Erfordernissen an, www.alpenverein.de informiert über den aktuellen Stand. Auch in den Nachbarländern ist Skitourengehen auf Pisten geregelt: Die Schweiz hat die DAV-Regeln nahezu gleichlautend übernommen, für Österreich gibt es die zehn Empfehlungen des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit (www.tirol. gv.at/themen/sport/berg-und-ski/ pistentouren/). In Italien verbietet das Skipistengesetz Skitouren auf Pisten grundsätzlich, allerdings dürfen die Skigebietsbetreiber ihrerseits Skitouren zum Beispiel auf bestimmten Pisten erlauben. Der Alpenverein Südtirol gibt „10 AVS-Empfehlungen für Skitouren auf Pisten“, über aktuelle Regelungen informiert die AVS-Homepage (www. alpenverein.it/de/skitourenfreunde/ verhalten-auf-pisten-140.html). Die vielen guten Ansätze bauen auf Kompromissbereitschaft und guten Willen. Die größte Gefahr, wörtlich wie im übertragenen Sinne, geht von denen aus, die sich nicht an die Regeln halten. Sie gefährden sich und andere und provozieren Einschränkungen und Sperrungen. Was helfen könnte, ist die soziale Kontrolle untereinander. Wird ein schwarzes Schaf im Interesse aller zur Ordnung gerufen, fruchtet das vielleicht mehr als der Biss des Border-Collies. Greift aber auch dieser Mechanismus nicht, bleibt nur der Pistenverweis oder die saftige Geldstrafe, denn Hütehunde haben auf der Piste bekanntlich nichts verloren.


DAV Panorama 6/2010 DAV-Projekte | Reportage

Vom Hochgrat zum Allgäuer Hauptkamm

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as DAV-Projekt „Skibergsteigen umweltfreundlich“ geht in seine letzte Runde. Im kommenden Winter wird der zentrale Teil der Allgäuer Alpen bearbeitet.

Schorsch vertritt die zuständige DAV-Sektion und hat sich zur Lage eines Schongebietes eingebracht. Seine Wünsche lassen sich erfüllen. Schwieriger wird es mit dem Anliegen des Skiclubvertreters Karl, denn dieses ginge über einen tragbaren Kompro-

miss zwischen dem, was Birkhühner im Winter dringend brauchen, und dem, was Skifahrern und Snowboardern gefallen dürfte, hinaus. Auch das Argument, „dort sind wir immer schon gefahren“, greift nicht wirklich. Doch vielleicht gibt es eine weniger kritische Alternativabfahrt? Diskussionen wie diese bestimmen die Exkursionen des DAV-Projekts „Skibergsteigen umweltfreundlich“ seit jeher, doch im Oberallgäu werden sie Diskussionen im Schnee bringen mehr als Planungen am grünen Tisch.

Gute Karten Für weitere klassische Gebiete der Münchener Hausberge gibt es demnächst drei neue Alpenvereinskarten im Maßstab 1:25.000 – BY 8 „Wettersteingebirge, Zugspitze“, BY 10 „Karwendelgebirge Nordwest, Soierngruppe“ und BY 12 „Karwendelgebirge Nord, Schafreiter“. Wie alle Karten der Reihe BY Bayerische Alpen enthalten sie Wanderwege und naturverträgliche Skirouten sowie Schutz- und Schongebiete. Die Karten werden im Rahmen einer Partnerschaft zwischen dem DAV und dem Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern (LVG) erstellt; ideelle Unterstützung gibt es vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU). Die Karten BY 8, BY 10 und BY 12 erscheinen Anfang/Mitte Dezember 2010. Die AV-Karten BY kosten je Stück € 5,95 für DAV-Mitglieder bzw. € 9,80 für Nichtmitglieder, zuzüglich Versandkosten. Die Bestellung über den DAV-Shop ist per Brief, Fax, E-Mail bzw. Internet unter folgender Adresse möglich: Deutscher Alpenverein e.V., Postfach 500 220, D-80972 München, Fax: 089/140 03-911, E-Mail: dav-shop@alpenverein.de, www.dav-shop.de Bitte beachten Sie den Mindestbestellwert von € 11,90. Im Buchhandel gibt es die AV-Karten zum Nichtmitgliederpreis.

intensiver geführt. Gründe dafür gibt es mehrere: Skitourengehen hat im Allgäu seit Generationen einen hohen Stellenwert.

Intensive Mitsprache Die schneereichen Allgäuer Alpen bieten verglichen mit anderen Regionen der Bayerischen Alpen beachtliche Möglichkeiten für Skiund Schneeschuhtouren, viele davon sind weniger schwierig und sehr beliebt. Flankiert wird das vielfältige Tourengelände von Wildschutzgebieten mit winterlichem Betretungsverbot auf der einen und kleineren bis großen Pistenskigebieten auf der anderen Seite. Hinzu kommen Erschließungspläne, wie am Riedberger Horn, um Skigebiete durch hochsensible Flächen hindurch miteinander zu verbinden. Und schließlich boomt das Schneeschuhgehen wie nie zuvor, gerade im dafür gut geeigneten Allgäu. All das begründet großen Handlungsbedarf zum Schutz der Natur und führt zu hoher Sensibilität und Aufmerksamkeit. Dem Projekt „Skibergsteigen umweltfreundlich“ wird besondere Beachtung geschenkt, entsprechend hoch ist die zumeist ehrenamtliche Beteiligung der DAV-Sektionen, Behörden, Verbände, der IG-Klettern und privater Grundeigentümer. Das wiederum schafft gute Voraussetzungen, um ausgewogene Ergebnisse zu erzielen und umzusetzen.

Letzte Projektphase eingeläutet Gebietsgröße und Komplexität der Tourenmöglichkeiten sind auch der Grund dafür, dass der DAV und das Bayerische Umweltministerium (StMUG) bzw. das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) den Landkreis Oberallgäu im Rahmen der Projekte „Skibergsteigen umweltfreund101


DAV Panorama 6/2010

Draußen locken Tiefschneehänge, drinnen lernen Schüler das erdrückende Gefühl unter einer „Turnmatten-Lawine“ kennen.

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reeriden lockt seit Jahren immer mehr junge Menschen ins ungesicherte winterliche Gelände. Die JDAV macht mit ihrem Projekt „Check Your Risk“ (CYR) Schülerinnen und Schülern die Gefahren bewusst, die es beim Skifahren abseits der Piste gibt. Von Florian Bischof

„Bitte! Ich bin noch so jung, ich will noch nicht sterben“ – es ist mucksmäuschenstill, als Silke, eine junge Frau, die von einer Lawine begraben wurde, von ihrem dramatischen Erlebnis berichtet. Die ganze Schulklasse schaut gebannt auf die Leinwand und erfährt, dass Silke nur überlebt hat, weil ihr Freund schnell und systematisch mit seiner Lawinen-Notfallausrüstung umgehen konnte. Das Interview ist Teil der Unterrichtseinheit von „Check Your Risk“, einer Initiative der Jugend des Deutschen Alpenvereins, die seit 2007 schon über 22.000 Schülerinnen und Schüler auf die Gefahren beim Freeriden aufmerksam gemacht hat. Der Deutsche Alpenverein reagiert damit auf den Trend, dass das Fahren abseits gesicherter Pisten immer beliebter wird. Animiert durch Videos und Zeitschriften und unterstützt durch die immer besser werdende Ausrüstung trauen sich vermehrt junge Menschen ohne alpine Erfahrung einen Ausflug ins so genannte „backcountry“ 102

zu. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Lawinenunfällen, zuletzt im Februar 2010, als zwei Schüler aus Lindau im Bregenzer Wald ums Leben kamen. Die beiden Jugendlichen waren mit Gleichaltrigen unterwegs. Keiner trug eine Notfallausrüstung bei sich. „Check Your Risk“ verfolgt das Ziel, junge Schneesportlerinnen und -sportler für Lawinengefahr zu sensibilisieren, ohne ihnen Angst vor genussvollen Abfahrten in unberührtem Pulverschnee zu machen. Vielmehr wird anschaulich und verständlich gezeigt, wie viel Kompetenz die Beurteilung des winterlichen Gebirges benötigt. Der Name „Check Your Risk“ ist in diesem Zusammenhang wörtlich zu verstehen: Prüf dein Risiko, begib dich nicht ohne Gefahrenbewusstsein in eine Situation, die dich unter Umständen dein Leben kosten kann! Die Sensibilisierung durch CYR ist dabei nur ein erster Schritt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen nach dem Motto „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ in einem zweiten Schritt motiviert werden, eine Lawinenausbildung beim DAV zu absolvieren. In der kommenden Wintersaison bietet CYR die folgenden Angebote an: Level 1.0: Auf Anfrage kommen die CYR-Trainer kostenlos ins Skilager. Die 90-minütigen Unterrichtsein-

Fotos: Archiv JDAV

Powdertraum ja, Alptraum nein!

heiten umfassen einen spannenden Film, Gruppenarbeit und Experimente zum Thema Lawinengefahr und Freeriden. Level 1.5: Der kostenlose CYR Workshop besteht aus zwei Teilen. Zunächst wird drinnen das Level 1.0 durchgeführt. Draußen vertiefen die Schülerinnen und Schüler im Anschluss spielerisch die wichtigsten Aspekte zum Thema Lawinengefahr (DAV SnowCard, Notfallausrüstung, Gruppendynamik). Level 2.0: Die CYR Academy ist die optimale Verbindung von Theorie und Praxis. Das kostenlose Training mit der Notfallausrüstung, dem Lawinenlagebericht und der DAV SnowCard wird exklusiv für Skilageraufenthalte in der Jugendbildungsstätte der JDAV in Bad Hindelang angeboten. Level 3.0: Das CYR Freeride Camp wurde speziell für Jugendliche und junge Erwachsene entwickelt: Sie arbeiten eine Woche lang mit erfahrenen CYR-Trainern an ihrer Freeridetechnik und -taktik. Dazu gehören das intensive Training mit der Notfallausrüstung, die Vertiefung der modernen Lawinenkunde und die Optimierung des individuellen Risikoverhaltens. Weiterführende Info und Anmeldung online unter www.check-your-risk.de Florian Bischof ist in der JDAV verantwortlich für das Projekt „Check Your Risk“.


DAV Panorama 6/2010 DAV-Projekte | Reportage

Exkursionen führen in alle Allgäuer Tourengebiete, wie hier zum Grünten.

DAV-Gütesiegel für zwei neue Bücher Zwei weitere Bücher erhalten das DAV-Gütesiegel „Naturverträgliche Skitouren/Wintertouren“: „Bayerns Skitouren-Berge“ von Stefan Winter aus dem BLV-Verlag (s. Büchertisch, S. 91) und der Schneeschuhführer „Münchner Berge“ von Evamaria Wecker aus dem Bergverlag Rother. Beide erfüllen folgende Kriterien: n Auswahl und Verlauf der Routen entsprechen den Empfehlungen des DAV-Projekts „Skibergsteigen umweltfreundlich“. n Hinweise zu örtlichen Regelungen (Schon- und Schutzgebiete, markierte Abschnitte etc.) werden gegeben, Anreisemöglichkeiten mit Bus und Bahn beschrieben. n Allgemeine Informationen und Tipps für naturverträgliche Wintertouren sind enthalten. Der DAV gratuliert den Autoren und den Verlagen und dankt für die gute Zusammenarbeit!

lich“ und „Wildtiere und Skilauf im Gebirge“ in drei Schritten bearbeiten: 2008/2009 wurden der östliche Teil, das Wertach-Grünten-Gebiet und die Berge des Ostrachtals, 2009/2010 der westliche Teil, die Hörnergruppe und die Nagelfluhkette, einbezogen. Im Winter 2010/2011 folgt als Drittes der zentrale Teil der Allgäuer Alpen rund um Oberstdorf mit dem Allgäuer Hauptkamm. DAV und StMUG/LfU schließen damit die letzte Lücke im Projektgebiet Bayerische Alpen. Läuft alles nach Plan, werden bis 2012 die Ergebnisse für den Landkreis Oberallgäu umgesetzt sein. Dann endet ein großes Kooperationsprojekt und der DAV wird gemeinsam mit seinen Partnern die Verantwortung übernehmen, für Akzeptanz der Routenempfehlungen durch Skitourenund Schneeschuhgeher im Allgäu wie in allen anderen bayerischen Tourengebieten zu sorgen, neue Trends und Entwicklungen einzubeziehen und die flächendeckende Betreuung der Tourengebiete langfristig zu gewährleisten. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Wintertouren in den Bayerischen Alpen auch auf lange Sicht dem DAV-Motto „Erleben und leben lassen“ gerecht werden. o Manfred Scheuermann ist im DAV verantwortlich für das Projekt „Skibergsteigen umweltfreundlich“ und befasst sich seit Jahren mit der Verträglichkeit von Natursport und -schutz im bayerischen Alpenbogen.

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DAV Summit Club: Schneeschuhparadies Fanesalpe

Touren unter südlicher Sonne Schneeschuhe sind eine tolle Sache, vor allem für diejenigen, die nicht Alpinski fahren. Mit dem flächigen Schuhwerk lassen sich Gebiete erschließen, die sonst den Brettlfans vor­behalten bleiben – zum Beispiel die Fanesalpe. Die herrliche Bergre­gion im Herzen der Dolomiten ist nicht nur landschaftlich ein Erlebnis, sondern auch was das Wetter betrifft. Dort profitiert man von der Südtiroler Sonne, die einfach öfter und intensiver scheint als anderswo im Alpenraum. Der DAV Summit Club, die Bergsteigerschule des Deutschen Alpenvereins, bietet ab sofort Schneeschuhtouren zwischen Bruneck und Cortina an, die für jedermann geeignet sind. Komfortabler Stützpunkt für die Touren ist die Faneshütte, 2060 Meter hoch gelegen und die ideale Kombination aus Hüttencharme und Hotelkomfort. Von

dort geht es auf Aussichtsgipfel wie den Monte Castello (2817 m) oder den Heiligkreuzkofel (2907 m), die ohne große technische Schwierigkeiten erreichbar sind. Das Gehen mit Schneeschuhen, die – wie auch die komplette Sicherheitsausrüstung – vor Ort leihweise zur Verfügung gestellt werden, lernt man unterwegs. Die Gehzeiten liegen zwischen vier und sechs Stunden. Termine: 27.12.2010 sowie 2./16.1, 6./27.2., 6./13./27.3.2011. Sieben Tage Schneeschuhwandern mit Ü/HP/Tourentee und Gepäcktransport kosten ab 620 Euro. (Preisvorteil für DAV-Mitglieder 1 x pro Jahr 30 Euro). Der DAV Summit Club empfiehlt ausdrücklich die Anreise mit der Bahn (Bahnhof Bruneck, Bus und Taxi zum Treffpunkt Pederühütte). ➜Info: Tel. 089/6 42 40-194, www.dav-summit-club.de

Bergadvent im Bauerndörfl

heimelige Atmosphäre der Unterkunft, die sich – getreu dem AlmlieslKonzept – in besonders schöner Lage, fernab vom Trubel der Fremdenverkehrsorte, befindet. Kostenpunkt: Die Adventspauschale für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet für drei Nächte (Donnerstag bis Sonntag) inklusive Wintergrillen und Adventsmarkt mit Extras ab 153,80 Euro. ➜Info: www.almliesl.com

Skifahren auf den Pisten von Großarltal-Dorfgastein, Adventsmarkt im Ortszentrum und gemütliche Abende am „heimischen“ Kamin: Almliesl, Anbieter von Ferienhäusern, -wohnungen und Almhütten im Salzburger Land, in Tirol und Südtirol, hat für die Vorweihnachtszeit preisgünstige und mit Liebe gestaltete Adventspakete geschnürt, eines davon im urigen Bauerndörfl Rindereben. Dort werden die Gäste beim Wintergrillen von ihrem Vermieter Max mit Schmankerln verwöhnt. Und der Besuch des Christkindlmarktes mit Adventssingen, Krippenschau und Glühwein gehört ebenso zum Programm wie die 104

ADAC verleiht Tourismuspreis 2011 Perfekte Rad-Infrastruktur und Führungen auf den Spuren von bekannten Film- und TV-Produktionen: Der „ADAC Tourismuspreis Bayern“ 2011 geht an den Chiemgau Tourismus mit seinem Konzept „Chiemgauer Rückenwind“. Den zweiten Platz belegt die Tourist Information Aschau mit ihrem „Hollywood der bayerischen Alpen“. Der Preis, der seit 2009 jährlich von ADAC Nordbayern und ADAC Südbayern vergeben wird, fördert besonders innovative touristische Projekte. Dass der „Chiemgauer Rückenwind“ in Zeiten der Nachhaltigkeit punkten konnte, dürfte nicht verwundern: Das Fahrradverleih-System bietet Radurlaubern im gesamten Chiemgau ein „Alles-Inklusive-Paket“ mit Leihrädern, Hol- und Bring-Service zu Unterkunft und Verleihstation und Vernetzung der über 40 Verleihstationen durch Shuttle-Busse. Mit Filmführungen durch das „Hollywood der bayerischen Alpen“ punktete die Tourist Information Aschau. Die Gemeinde diente für über 40 Spiel- und Fernsehfilme als Kulisse und bot Führungen zu den Originaldrehorten an. Die offizielle Preisverleihung ist für Januar im Chiemgau geplant. Mit Platz drei wurde ein eher konventionelles Konzept ausgezeichnet: „Franken: Rennsteigregion (Handwerk und Kultur erleben)“ mit Führungen und Aktionen zum Thema. ➜Info: www.chiemgau-tourismus.de, www.aschau.de oder www.frankenwald-tourismus.de


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Zwischen Knödeln und Kachelofen

Urlaub auf dem Bauernhof kann gerade im Winter besonders reizvoll sein: Wenn das Holz im Ofen knistert und hausgemachte Schmankerl auf den Tisch kommen. Südtirols Höfe rund um Meran und Bozen bieten in der kalten Jahreszeit fernab von Rummel und Alltagsstress Ferien der besonderen Art. So kann man auf dem Patenerhof in Kasthelruth zum Beispiel Kochen lernen, Oma Maria bringt den Gästen die besten Südtiroler Gerichte bei –

vom Speckknödel bis zum Krapfen. Auch beim abendlichen Basteln ist die Bäuerin in ihrem Element – ihre Spezialität ist die „Schlernhexe“ aus Stroh. Beim Werken in der guten Stube erfahren die Urlauber alles über Mythen, Brauchtum und Tradition in der Region und stellen ganz nebenbei ihr Südtirol-Mitbringsel selbst her. Vor der Haustür warten die herrliche Winterlandschaft und – mit Loipen, Rodelhängen und präparierten Wanderwegen – jede Menge Möglichkeiten zum Wintersport und zur Erholung. ➜Info: www.roterhahn.it und www.patenerhof.com

Im Ballon übers Allgäu Auch wenn es zugig ist und nicht selten klirrend kalt: Eine Ballonfahrt über das Tannheimer Tal ist ein unvergessliches Erlebnis – die herrliche Allgäuer Landschaft in der Vogelperspektive eine ganz neue Erfahrung. Besonders im Januar haben die fliegenden Körbe Hochkonjunktur in der Region: Vom 8. bis zum 23.1. steigen während des 16. Internationalen Ballonfestivals im Tannheimer Tal täglich imposante Riesen aus al-

ler Welt in den Winterhimmel. Wenn sich rund 25 Ballonfahrer aus dem Inund Ausland treffen – unter ihnen bereits zum dritten Mal ein Team aus den Arabischen Emiraten –, um spannende Startmanöver zu zeigen, Fahrten über die Königsschlösser zu unternehmen oder aber die Alpen zu überqueren. Am 10. und am 17. Januar findet das Festival mit dem abendlichen Ballonglühen seinen romantischen Höhepunkt, wenn sich die illuminierten Heißluftballons zu klassischer Musik bewegen. Wer selbst einmal abheben möchte: Eine Ballonfahrt kostet 220 Euro pro Person. ➜Info: Tel. 0043/(0)676/949 02 50, www.tannheimertal.com

Gratis-Skiwochen für Kinder Bei vielen Familien ist Sparkurs angesagt, der Skiurlaub nicht selten gestrichen. Dieser Situation tragen einige Skigebiete mit Spezialangeboten Rechnung, so zum Beispiel die Ferien­ region TirolWest mit ihrem familien­ freundlichen Alpinzentrum Venet zwischen Arlberg, Ischgl und SerfausFiss-Ladis. Im Januar und im März 2011 dürfen sich Kinder ab Jahrgang 2005 bzw. deren Eltern über ein Gratis-Paket freuen: Sie bekommen während der Kinderskiwochen Skipass, Skikurs und die komplette Ausrüstung zum Nulltarif. Im Detail umfasst die Pauschale folgende Leistungen: fünf Tage Skipass, Skikurs, Skiausrüstung und Betreuung gratis. Voraussetzung: Die Eltern verbringen mindestens sechs Nächte in der Ferienregion TirolWest im Zeitraum 24. bis 29.1. und 14. bis 25.3. Preisbeispiel: Sechs Übernachtungen in einer Ferienwohnung für zwei Erwachsene und zwei Kinder kosten inklusive Fünf-Tage-Skipass für die Eltern ab 484 Euro. ➜Info: Tel. 0043/(0)5442/656 00, www.tirolwest.at

Familienpackung in Liechtenstein Es muss nicht immer Österreich sein: Das kleine Fürstentum im Herzen Europas – rund drei Stunden von München entfernt – hat sich ganz auf Familien eingeschworen. Mit einem vom Schweizer Tourismus Verband mit dem Gütesiegel „Familien willkommen“ ausgezeichneten Angebot zielt Liechtenstein speziell auf die Bedürfnisse von Eltern mit Kindern. Für den Winterurlaub bietet sich zum Beispiel der Ferienort Malbun an, abseits von Alltagshektik und Durchgangsverkehr, auf 1600 Meter Höhe und rund 20 Autominuten von Vaduz ent-

fernt. Dort warten familienfreundliche Gastgeber, etwa 23 Kilometer präparierte Pisten aller Schwierigkeitsgrade, der „Malbi-Park“ für kleine Skifans – mit dem Karussell „MalbiRondo“, dem „Malbi-Teppich“, einem 40 Meter langen Förderband, und dem „Malbi-Hort“ mit professioneller Kinderbetreuung und Verpflegung. Au-

ßerdem gibt es eine große Anzahl an Winterwanderungen durch die verschneite Landschaft und aufregende Rodelbahnen, wie zum Beispiel die 1000 Meter lange Naturrodelbahn Sücka-Steg. Die Winterpauschalen „Familienpackung“ sind bis zum 2.4.2011 zu haben. Preisbeispiel: Drei Nächte im DZ mit Halbpension und Zwei-Tage-Skipass kosten im Vögeli Alpenhotel für Erwachsene 270 Euro pro Person. Kinder bis sechs Jahre reisen gratis. ➜Info: Tel. 00423/(0)239/63 00, www.tourismus.li 105


EVENTS

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Testsieg für Skigebiet Kals-Matrei So kann die Skisaison losgehen: In einem Test des Internet-Portals www. skigebietetest.de räumte das Großglockner-Resort Kals-Matrei auf der ganzen Linie ab. So erhielt das größte Skigebiet Osttirols und Oberkärntens mit 4,31 von fünf möglichen Punkten die Bestnote und die Bewertungen „Top für Familien“ und „Top für gu-

te Skifahrer“. Der Testsieg ist für die Region nicht die erste Auszeichnung: Diese wurde im Vorfeld bereits vom ADAC und Skiresort International in die Top Ten der weltbesten Skiresorts gewählt. Um das preisgekrönte Niveau zu halten, hat KalsMatrei in den vergangenen Jahren kräftig inves­tiert, die Sechser-Sesselbahn Goldried mit Ledersitzen, Sitzheizung und Wetterschutzhauben gebaut, die Talabfahrt Kals neu angelegt und mit der Adlerlounge auf dem Cimaross-Gipfel eine hochkarätige Einkehrmöglichkeit geschaffen. ➜Info: Tel. 0043/(0)4875/60 67, www.gg-resort.at

Spiel und Spaß für Kinder Seit Ende Oktober ist es wieder soweit: Das Kinderschneefest, Veranstaltungsserie für kleine Skifans zwischen drei und 13 Jahren, startet in seinen zweiten Winter. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr macht das Kinderfest an 20 Stationen in Deutschland und Öster­ reich Halt – mit Spiel, Spaß und spannenden Rennen, bei denen sich der Nachwuchs austoben, spielerisch ler-

+++ 28.11. bis 9.1. Plößberger Krippenschau: mehr als 30 Hauskrippen von 1800 bis zur Neuzeit, eindrucksvoll präsentiert in zwei nachgebauten Oberpfälzer Dreiseithöfen. Info: www.krippenschau.de, www.ploessberg.de +++ 18.12. bis 15.1. 12. Kissinger Winterzauber – „Das Festival zur vierten Jahreszeit“ in Bad Kissingen. Mit hochklassigem Kulturprogramm, u. a. Kammermusik, Liederabenden, Jazz, Ballett, Literatur & Musik u.v.m. Info: Tel. 0971/80 48-444, www.kissingerwinterzauber.de +++ 8. bis 9.1. FIS Ski Worldcup Ladies 2011 in Altenmarkt/Zauchensee: Die besten alpinen Skirennläuferinnen der Welt kämpfen auf Zauchensees spektakulärer Weltcup-Strecke um Hundertstel Sekunden. Info: www.sportsworldraces.com +++ 9. und 10.1. Internationaler Wildkogel Longtrail: Höchstgelegenes Schlittenhunderennen Österreichs – mit Start in Neukirchen am Großvenediger und „Mushing“ zum Anfassen. 50 Gespanne fahren eine Route von zwei Mal 40 Kilometern und 1300 Höhenmetern. Info: www.wildkogelbahnen.at

nen oder aber in Wettbewerb mit anderen treten kann. Veranstaltet wird das Projekt von der Münchner Agentur Hartinger Plus Sport Marketing, in Kooperation mit Skiclubs und örtlichen Skischulen sowie anderen Partnern. Die genauen Termine und alle Informationen zu den Tourstationen finden sich auf der offiziellen Homepage des Kinderschneefestes. ➜Info: www.kinderschneefest.de

+++ 15. bis 16.1. Internationales SnowboardEuropacup-Rennen in Kasberg/Grünau, Oberösterreich: Die Snowboard-Elite aus aller Herren Länder misst sich im Familienskigebiet Kasberg. Der Eintritt für Zuschauer ist frei. Info: www.kasberg.at

rischen Wald im Programm. Dort sind Schneehöhen von 50 bis 100 Zentimetern selbst im Tal keine Seltenheit und die Auswahl an präparierten Winterwanderwegen ist schier unerschöpflich. Unter Leitung eines erfahrenen Guides starten die Reisegäste zu drei geführten Winterwanderungen. Ein besonderes Highlight ist die Schneeschuh-Schnuppertour am Bretter-

schachten. Daneben locken lange Rodelpartien oder Langlaufloipen. Preisbeispiel: Vier Übernachtungen im DZ mit Frühstück, drei geführten Winterwanderungen, Schneeschuh-Schnuppertour sowie Bahnanreise ab jedem Bahnhof Deutschlands kosten ab 448 Euro. ➜Info: Tel. 05473/92 29-0, www.natours.de

+++ bis zum 16.1. „Bevor die Römer kamen – Späte Kelten am Bodensee“: Sonderausstellung über die wenig erforschte Übergangsphase von der späten Eisenzeit zur Römerzeit im Liechtensteinischen Landesmuseum, Valduz. Info: Tel. 00423/(0)239/68 20, www.landesmuseum.li

Winterwandern in Bodenmais Skifahren ist nicht jedermanns Sache. Eine entspannte Alternative, den Winter in freier Natur zu genießen, sind Winterwanderungen. Mit Schneeschuhen durch die unberührte Winterlandschaft oder einfach mit festem Schuhwerk auf geräumten Wegen – mit eigenem Tempo, bei guter Luft und für kleines Budget, spart man sich doch die Investition in den Skipass. Wer gerne in Gesellschaft wandert, kann auch geführte Wanderungen unternehmen. Natours, Veranstalter für gesunde Erholungsreisen, hat jetzt als neues Winterziel den heilklimatischen Kurort Bodenmais im Baye106


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LEKI CROSSLITE – raffinierter Langlaufstock Dieser sportliche Stock aus hochfestem Aluminium HTS 6,5 hat als Besonderheit einen 4-in-1-Teller, mit dem man vier verschiedene Größen wählen kann. Durch einfaches und schnelles Wechseln lässt sich die Tellergröße somit immer optimal an jede Schneeart anpassen. Darüber hinaus ist auch dieser Langlaufstock mit dem patentierten ausklickbaren Power-Trigger-Shark-Strap ausgerüstet. Verfügbare Längen: 110 bis 165 Zentimeter

➜Preisempfehlung: Crosslite, Art.-Nr. 6354950, Euro 69,95 ➜Infos: LEKI, 73230 Kirchheim/Teck, Tel.: 07021/94 00-0, Fax:

-99, www.leki.de

MARMOT VARIANT JACKET – extreme Funktionalität ...

ROECKL KATLA – ein Handschuh, der fast alles kann

... bei allen Outdooraktivitäten bietet Ihnen dieser vielseitige Midlayer, mit dem Sie dank seiner stylischen und körperbetonten Optik auch nach dem Sport immer eine gute Figur machen. Die Frontpartie aus hochwertiger und umweltverträglicher Kunstfaser Thermal Eco sorgt für Wärme dort, wo sie gebraucht wird, das Polartec Powerstretch für volle Bewegungsfreiheit an Armen und Rücken. Diese technische Hybridjacke für Damen und Herren gibt es in drei Farben.

Multifunktionaler Handschuh aus Polartec Powerstretch, das besonders weich und hoch­ elastisch ist. Das Material verbunden mit einer optimalen Passform ermöglicht einen heraus­ ragenden Tragekomfort. Für den sicheren Griff sorgt die Silikonbeschichtung auf der Innenhand. Fazit: Der Katla ist der prädestinierte Allzweck-Handschuh. Egal, ob er zum Radfahren, Langlaufen, Reiten, Spazierengehen oder Joggen eingesetzt wird, er macht immer eine gute Figur.

➜Preisempfehlung: ➜Infos: Marmot,

➜Preisempfehlung: Euro 24,95 ➜Infos: Erhalten Sie unter www.roeckl.de

130,-

91220 Schnaittach, Tel.: 09153/920 59-0, info@marmot.de, www.marmot.eu

OSPREY VARIANT 37 – Allround-Alpinrucksack mit Vorliebe für Skitouren

LOWA AL-K MARLON GTX – extrem leicht und sehr robust ... ... ist dieser dank seines GORE-TEX-Futters absolut wasserdichte und atmungsaktive Kinderstiefel, bei dem Schnee und Feuchtigkeit keine Chance haben. Wichtig ist auch der leichtgängige und gut fixierbare Klettverschluss. Die Kids sind hier jederzeit in der Lage, die Schuhe selbständig an- und auszuziehen. ➜Preisempfehlung:

Euro 84,95 (Größe 27-35), Euro 94,95 (Größe 36-42) ➜Infos: LOWA, 85305 Jetzendorf, Tel.: 08137/999-0, Fax: -110, www.lowa.de

Der Variant 37 vom kalifornischen Rucksackspezialisten Osprey ist der technische, robuste und vor allem komfortabel ausgestattete Skitourenund Alpinrucksack schlechthin. Dabei besticht der Variant 37 mit geringem Gewicht, seine 37 Liter Volumen sind optional erweiterbar und nehmen selbst die Ausrüstung für umfangreiche, materialaufwendige Ski- und Bergtouren problemlos auf. Neben den praktischen Skischlaufen hat er ein pfiffiges Frontfach, das Steigfelle, Lawinenschaufel und Steigeisen schnell, einfach und problemlos aufnimmt. Außerdem nennt der Variant 37 noch einen höhenverstellbaren, abnehmbarem Deckel und einen abnehmbaren Hüftgurt sein Eigen, mit den Pickelbefestigungen lassen sich auch moderne Eisgeräte perfekt fixieren. Sein Gewicht liegt bei 1500 Gramm, kann aber durch Herausnehmen der Rückenplatte auf bis zu 960 Gramm reduziert werden. Er ist auch in den Größen 28+52 Liter und in drei Rückenlängen (S, M, L) im spezialisierten Bergsport-Fachhandel erhältlich. ➜Preisempfehlung: Euro 140,➜Infos: Erhalten Sie unter

www.ospreypacks.com

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ADIDAS WINTER HIKER CP PL – der ideale Begleiter ...

SKITOUREN-SET (VAUDE POWDER LIGHT 38 + AVALANCHE BALL) – mehr Sicherheit für Tourengeher

... für die kalten Monate. Mit Climaproof verfügt der Schuh über ein atmungsaktives und wasserdichtes Material, das sich bestens für schlechte Wetterbedingungen eignet. Die Traxion Außensohle sorgt zudem für einen optimalen Grip auf allen Wegen. Kernstück dieses Schuhs ist seine wärmende Primaloft-Isolierung, die dafür sorgt, dass Sie im Winter keine kalten Füße bekommen.

Der leichte und geräumige VAUDE Skitourenrucksack verfügt über ideale Befestigungspunkte für den AVALANCHE BALL. Mit dieser Kombination werden Skitouren nicht nur komfortabler, sondern auch wesentlich sicherer. Der AVALANCHE BALL ist ein visuelles Ortungsgerät, welches im Ernstfall jeden Kameraden sofort zum Retter macht, unabhängig von seinem Können und seiner Ausrüstung. Geht es darum, Verschüttete so schnell wie möglich zu finden, ist die sichtbare Ortung unschlagbar.

➜Preisempfehlung:

Euro 109,95 Erhalten Sie unter www.adidas.de/outdoor

➜Infos:

HOUDINI – das Jacket aus der Flasche Der Funktionsfaserspezialist Polartec bietet bereits seit 1993 recycelte Stoffe an und baut seither das ökologische Engagement stetig aus. Wer hätte gedacht, dass diese lässige, alltagstaugliche und multifunktionelle Kapuzen­ jacke von Houdini zum größten Teil aus alten PET-Flaschen und postindus­ triellen Abfällen besteht. Das Material: Polartec Wind Pro ist zu 87 Prozent aus recyceltem Polyester hergestellt und trägt somit wesentlich zur Verringerung der Umweltbelastung bei. Der Stoff ist leicht, besonders atmungsaktiv, windresistent und extrem abriebfest, der Schnitt athletisch mit regulierbarem Bund, verstellbarer Kapuze und Daumenschlaufen. Dieses Schmuckstück gibt es in verschiedenen Farben als Damen- und Herrenversion. ➜Preisempfehlung:

Womens Pro Houdi (Foto) Euro 230,➜Infos: Erhalten Sie unter www.polartec.com und www.globetrotter.de

Jetzt im SET und das zu einem sensationellen Ak­ tionspreis. Die Aktion gilt, solange der Vorrat reicht! ➜Preisempfehlung:

Euro 249,- (statt Euro 319,-) Weitere interessante Setangebote mit Schaufel und Sonden finden Sie unter www.lawinenball.com

➜Infos:

SALEWA MAGNA PRIMALOFT POWERTEX WESTE – prima Klima Beim Free Ski Mountaineering ist die in jeder Hinsicht perfekte Hybrid-Weste ein unverzichtbares Teil der Ausrüstung. Sie vereint die hocheffiziente Wärmeisolierung von Primaloft One (100 g) im Brustbereich und hinteren Seitenbereich mit Stormwall-Faser im Rücken. Diese Faser ist nicht nur sehr atmungsaktiv und leicht, sie ist auch sehr dehnbar, damit ein Rückenprotektor problemlos unter die Weste passt. ➜Preisempfehlung:

Herrenmodell Art.-Nr.: 21163 (Foto) Euro 150,➜Infos: SALEWA, 85609 Aschheim, Tel.: 089/909 93-110, Fax: -190, www.salewa.de

KOMPERDELL POWDERLORD CARBON VARIO – der Stock ohne Schlaufe ... ... eine Entwicklung, die wesentliche Faktoren des Freeride Sports berücksichtigt. Die innovative Griffkonstruktion Sabre bietet Halt und Stabilität bei allen Wetterbedingungen und erlaubt einfachen Ein- und Ausstieg – ein Plus an Sicherheit bei Lawinenabgängen. Durch das Weglassen der Schlaufe und den Verzicht auf aufwendige Auslösemechanismen funktioniert dieses System immer. Der 2-teilige Teleskopstock (105-150 cm) aus Titanal HF (16 mm) und Carbon (14/9 mm) ist zudem mit dem Power Lock II Verschluss ausgestattet, der maximale Haltekraft garantiert. ➜Preisempfehlung: Euro 109,95 ➜Infos: Komperdell, A-5310 Mondsee,

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Tel.: 0043/6232/42 01-0, Fax: 0043/6232/35 45, www.komperdell.com


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SCARPA PEGASUS + SKADI – superbequeme Performance auf Tour Neben neuen Topmodellen bei Skitourenschuhen präsentiert Scarpa mit dem „Pegasus“ und dem „Skadi“ zwei besonders komfortorienterte 4-Schnaller: Sowohl der „Götterbote“ (=Pegasus) als auch die „Schneekönigin“ (=Skadi) bestechen durch eine einzigartige Kombination aus superbequemer Passform, unerreichtem Komfort beim Aufstieg und toller Performance in der Abfahrt! Beide kommen mit einer Schale aus transparentem PU und einem neu entwickelten Komfort-Innenschuh aus Cordura zum Schnüren. Dabei sorgen Scarpa’s Axial-Alpine-Technologie und der neu entwickelte Komfort-Leisten für kompakte Passform und überragende (Schaft)Beweglichkeit. Die seitlich zu öffnende Zunge liefert bisher ungekannten Bedienkomfort beim An- und Ausziehen. Erhältlich ab Oktober im gut sortierten Bergsport-Fachhandel. ➜Preisempfehlung:

Euro 399,- Gewicht 1800 g pro Schuh (Gr. 27), Größen 25,5-31 für Herren bzw. 1640g (Gr. 25), Größen 22,5-27 für Damen ➜Infos: Erhalten Sie unter www.scarpa-schuhe.de

DEUTER GAMASCHEN – Beinkleid für Outdoorer

RAB INFINITY JACKET – perfekte Balance ...

Die gute alte Gamasche zählt nach wie vor zur Standardausrüstung für jeden Hochtourengeher. Deuter hat vier Modelle im Programm: die Montana Gaiter, wenn es besonders nass zugeht, die Altus Gaiter für Eiskletterer und Skitourengeher, die Pamir Gaiter für den harten Einsatz am Berg, sowie die Boulder Gaiter, mit der man trockenen und sauberen Fußes durch feuchte Wiesen, nicht allzu hohen Schnee oder matschige Pfade, Geröll oder Sand stapfen kann.

... zwischen Materialstärke & Gewicht. Das Ergebnis: ein hauchdünnes und ultraleichtes Outfit, gefüllt mit europäischer, weißer 850er Gänsedaune von allerhöchster Qualität. Features: durchgenähte Kammerkonstruktion, Daunenkapuze, zwei Einschubtaschen (mit YKK-RVs), elastische Bündchen, herrlich weicher Kinnschutz aus Fleece, extra lange Ärmel, kurze Passform. Universell einsetzbar für alpines Klettern, Bergwandern und Trekking.

➜Preisempfehlung:

Altus Gaiter M (Foto) Euro 29,95, Boulder Gaiter Euro 17,95, Montana Gaiter Euro 24,95, Pamir Gaiter Euro 34,95 ➜Infos: Deuter, 86368 Gersthofen, Tel.: 0821/49 87-0, Fax: -26, www.deuter.com

➜Preisempfehlung:

Euro 299,(incl. Packbeutel) ➜Infos: Erhalten Sie unter www.cleanwood.eu

VAUDE DAYTOUR 24 – genial verpackt

LÖFFLER WOOLTEX – hautsympathisches Wohlbefinden

Der Skitouren-Rucksack Daytour 24 eröffnet die neue Saison mit einem klaren technischen Design, frischen Farben und tollen Details. Über das spezielle Safety-Fach ist die Sicherheitsausrüstung sofort parat, wenn im Ernstfall jede Sekunde zählt. Dank seiner puristischen Form und des körpernahen Rückensystems kann man sich beim Aufstieg frei bewegen und anschließend die Abfahrt durch das frisch verschneite Gelände genießen.

Funktionsunterwäsche aus Merinowolle liegt weiterhin voll im Trend. In der hochmodernen Löffler-Strickerei hat man dieses Naturprodukt mit einem Anteil von fünf Prozent Elasthan kombiniert. Herausgekommen ist eine Sportwäsche, die das Körperklima auch an kalten Tagen wunderbar regulieren kann, wobei der Elasthanfaden für tolle Passform sorgt und außerdem Haltbarkeit und Pflege verbessert. Weich, anschmiegsam, kratzfrei und geruchsunempfindlich – eine echte Alternative zu den herkömmlichen Kunstfaserprodukten.

➜Preisempfehlung: Euro 99,➜Infos: VAUDE, 88069 Tettnang,

Tel.: 07542/53 06-237, info@vaude.de, www.vaude.com

➜Preisempfehlung:

Damenmodell Art.-Nr.: 12816 (Foto) Euro 59,95 ➜Infos: Löffler, A-4910 Ried im Innkreis, Tel.: 0043/7752/844 21-0, Fax: -148, www.loeffler.at

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WOOLPOWER ZIP TURTLENECK – nie mehr frieren mit Woolpower Funktions­ wäsche aus Merino-Wollfrotté Das Woolpower Zip-Turtleneck überzeugt mit seiner herausragenden Wärmeisolation. Die Wollfrottéware umschließt die warme Luft und erhöht so das natürliche Isolationsvermögen der Merinowolle. Dank perfekter Passform und nahtfreiem Rundstrickverfahren schmiegt sich das Shirt optimal dem Körper an. Ideal für alle, die bei jedem Wetter draußen sind. Das Woolpower Zip-Turtleneck ist bis 60 Grad Celsius maschinenwaschbar und wird in Schweden hergestellt. Erhältlich in den Unisex-Größen XXS bis XXXL und den Farben Schwarz, Grau, Marineblau, Grün und Rot. ➜Preisempfehlung: Euro 89,90 ➜Infos: Erhalten Sie unter www.scandic.de

ISBJÖRN OF SWEDEN CLIMBER SHELL JACKET – funktionsstarke Outdoor-Kleidung für die Kleinsten Isbjörn of Sweden bietet High End-Funktion für die Kleinsten: Das Climber Shell Jacket hält mit einer 20.000 Millimeter Wassersäule mühelos einen Dauerregen durch. Mit dem Funktionsmaterial Entrant W von Toray kommen auch Outdoor-Minis nicht so schnell ins Schwitzen. Denn hohe Atmungsaktivität ist gerade für Kinder wichtig: „Kinder lieben es draußen zu sein,“ sagt Isbjörn of Sweden-Gründerin Maria Forsberg, „und mit der richtigen Kleidung wird diese Freude ein Leben lang bleiben“. Die GanzjahresJacke ist ab Größe 86/92 bis 122/128 in den Farben Fuchsia und Petrol erhältlich. ➜Preisempfehlung:

Euro 149,90 Erhalten Sie unter www.scandic.de

➜Infos:

NIKWAX SKI SKIN PROOF – absolut felltauglich

SCHÖFFEL MURMET JACKET – starker Auftritt

Wenn es um die Imprägnierung von Steig-/Skifellen geht, führt kein Weg an dieser Neuentwicklung von Nikwax vorbei. Ski Skin Proof verhindert die Stollenbildung und das Vereisen der Skifelle, verbessert ihre Gleiteigenschaft und kann auf nasse oder trockene Skifelle aufgetragen werden. Somit ist es auch unterwegs anwendbar. Wichtig: Sämtliche Nikwax-Produkte sind ohne umwelt- und vor allem gesundheitsschädigende Lösungsmittel oder Treibgase, sie basieren ausschließlich auf Wasser, daher ist keine Aktivierung durch Hitze notwendig.

Ein weiteres Highlight in der neuen Schöffel Kollektion ist diese extrem warme, mit echter Gänsedaune gefütterte Herrenjacke, die das Zeug zum Klassiker hat. Ausgestattet mit einem hochwertigen Fleece-Innenkragen, abtrennbarer Kapuze, waschbarem Kunstpelzkragen und diversen Sicherheits- und Handytaschen präsentiert sich Murmet in den modischen Farben Olive, Orange und Schwarz. Erhältlich in den Größen 48 bis 56 im Sportfachhandel.

➜Preisempfehlung: Euro 12,50 (125 ➜Infos: VAUDE, 88069 Tettnang,

➜Preisempfehlung:

ml)

Tel.: 07542/53 06-0, info@vaude.de, www.vaude.com, www.nikwax.com

Euro 299,95 Schöffel, 86830 Schwabmünchen, Tel.: 08232/50 06-0, Fax: 08232/727 87, www.schoeffel.de

➜Infos:

BLACK DIAMOND PRIME – Skitourenschuh der Extraklasse Der Prime ist Black Diamond’s neuer 3-Schnallen-Skischuh mit der Performance eines 4-Schnallers und dem Gewicht eines 3-Schnallers. Dank seiner arretierbaren Quick-Wire-Schnallen und dem Ski/Walk-Mechanismus bietet der Triax Pivot Rahmen einen widerstandsfreien Bewegungsspielraum von unerreichten 40 Grad: 20 Grad nach hinten für lange Schritte im flachen Gelände und 20 Grad nach vorne für maximale Mobilität bei steilen Aufstiegen. Weitere Details: thermoformbarer Innenschuh, robuste Gummisohle, gute Geheigenschaften. ➜Preisempfehlung: Euro 429,➜Infos: Erhalten Sie unter www.skiBD.com

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BAFFIN CONTROL MAX – warme Füße bei bis zu minus 70° Celsius Leistungsfähig, bequem und sicher. Mit diesen Eigenschaften zeichnet sich der Herrenschuh Control Max vom kanadischen Schuhspezialisten Baffin aus. Durch das perfekte Wärmemanagement des 8-lagigen herausnehmbaren Innenschuhs bleiben die Füße auch bei extremsten Situationen angenehm warm und trocken. Die innovative Sohle krallt sich wie eine Bärentatze in den Schnee und bietet so optimale Trittsicherheit. Die perfekte Passform und die flexible Mittelsohle lassen die Füße auch bei langen Touren nicht so schnell ermüden. Das Obermaterial besteht aus wasserfestem Wildleder. ➜Preisempfehlung: Euro 219,90 ➜Infos: Bezugsquellen erhalten Sie

unter www.scandic.de

SALOMON LAY BACK FULL ZIP – sportlich, variabel, gutaussehend ... BUFF WEIHNACHTSEDITION – eine praktische Geschenkidee Ob als Schal, Piratentuch, Mütze, Balaclava oder Stirnband: Die farbenfrohen und angenehm zu tragenden Buff-Schlauchtücher sind universell einsetzbar, praktisch, funktionell und wärmen je nach Bedarf Kopf, Hals, Ohren und Nase. Eine kleine, aber feine Geschenk­ idee: das Buff-Multifunktionstuch in der Weihnachts-Sonderedition, verpackt in einer süßen Dose. ➜Preisempfehlung: Euro 19,95 ➜Infos: Erhalten Sie unter

www.buff.de

... ist dieser warme und vielseitig einsetzbare Midlayer. Das dehnbare Stretchmaterial ac­tiTherm garantiert auch sportlichen Skifahrern maximalen Bewegungsspielraum – vom energischen Stockeinsatz bis zum Kicker-Bauen im Gelände. Die atmungsaktive Fleece-Isolierung sorgt für gute Wärmedämmung an kalten Tagen und ein angenehm trockenes Klima, auch wenn man mal ins Schwitzen kommt. Mit zwei seitlichen Einschubtaschen und einer großen Auswahl an Trendfarben auch optisch ein echtes Highlight. ➜Preisempfehlung:

Euro 69,99 Erhalten Sie unter www.salomon.com

➜Infos:

X-BIONIC SKITOUREN-WÄSCHE – Hightech für Untendrunter Hier ist die ultimative Funktionswäsche für alle Skitourenfreaks. Diese kühlt, wenn sie schwitzen und wärmt, wenn sie frieren. Beim Aufstieg sollte sie kühlen, auf dem Gipfel Kälte und Wind trotzen und bei der Abfahrt bereits trocken sein. Dafür sorgt zuverlässig das großflächige, intelligente 3D-BionicSphere System auf Brust, Rücken und Steißbein, während die extrem beanspruchten Auflagepunkte des Rucksacks spezielle AirDuct Pads schützen und hinterlüften. Revolutionär steigert die muskelstimmulierende Partial-Kompression die Leistung, die Druck nur noch über Stege ausübt. ➜Preisempfehlung:

Ski Touring Shirt Long Sleeves Euro 120,-, Touring Pants medium Euro 90,➜Infos: Erhalten Sie unter www.x-bionic.com

MEINDL KIRUNA LADY GTX – der Lammfellklassiker Wer einmal den Komfort eines Lammfell gefütterten Winterschuhs entdeckt hat, wird nie mehr darauf verzichten wollen. Egal, ob bei einer ausgedehnten Winterwanderung, einem ausgiebigen Besuch des Christkindlmarktes oder aber bei einer lustigen Schlittenfahrt – kalte Füße gehören endlich der Vergangenheit an. Ein echter Klassiker für kalte Tage ist der Kiruna GTX, er hat längst den Weg in die City gefunden. ➜Preisempfehlung: Euro 299,90 ➜Infos: Meindl, 83417 Kirchanschöring,

Tel.: 08685/77 09-0, Fax: -499, www.meindl.de

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Weihnachts-Gewinnspiel Das atlas-Anzeigenteam wünscht allen DAV Panorama Lesern

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Auch diese Weihnachten haben wir für Sie ein kleines Gewinnspiel vorbereitet:

Wie viele Päckchen befinden sich auf den Seiten 107–111?

Einfach abzählen und die Antwort bis 13.12.2010 (Poststempel) abschicken an: atlas Verlag GmbH · Kennwort: Weihnachtsgewinnspiel 2010 · Postfach 20 02 61, 80002 München

Wir wünschen Ihnen viel Glück! P.S. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

3x je ein Wellness-Wochenende für 2 Personen im Bio-Landhotel Reiterhof am Achensee. Wohlfühltage mit Aktivprogramm und vitalen Genießerkulinarium. Mehr Infos: www.reiterhof.com 3x „Berge aus dem All“ – Faszination in Buchformat. Aus der Satelliten-Perspektive erlebt der Betrachter vertraute Ansichten völlig neu. Nicht nur für Berg-Liebhaber! Mehr Infos: www. frederking-thaler.de

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1x einen Schlafsack „Mount Everest“ aus der TrekkingLinie – mit ausgeklügelten technischen Eigenschaften. Perfekt für Touren in gemäßigten Klimazonen (-18 °C)! Mehr Infos: www.lestra-sport.de 2x Wanderrucksäcke „Air Trekker 25“ von Urban Rock. Allrounder mit 25 Liter Volumen, perfekt für alle Ausflüge. Mehr Infos: www.urbanrock.at

10x Sportbrillen von Alpina – für den

guten Durchblick. Superleicht und angenehm zu tragen. Eine Verbindung aus Lifestyle und Sport! Mehr Infos: www.alpina-eyewear.de

Außerdem gibt es noch 5x2 Skifahrer-Tageskarten für die Zugspitze! Mehr Infos: www.zugspitze.de


| händlerverzeichnis

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01067 Dresden: DER GIPFELGRAT – Wandern, Trekking, Bergsteigen , Sportklettern, Expedition – Könneritzstr. 33, Tel. 03 51/4 90 26 42, www.gipfelgrat.de

50674 Köln: McTREK OUTDOOR SPORTS, Hohenstaufenring 61, Tel: 0221/ 21 51 99, Fax 0221/ 240 48 69 E-Mail: koeln@mctrek.de, www.mctrek.de

Postleitzahlgebiet 1

55232 Alzey: McTREK OUTDOOR SPORTS, Der Outdoorschotte, Rudolf-Diesel-Str.8, Telefon: 06731/49 65 55, Fax: 498389, alzey@mctrek.de, www.mctrek.de

10715 Berlin: McTREK OUTDOOR SPORTS, Karl-MarxAllee 112-114, Tel: 030/29 04 89 04, www.mctrek.de

Postleitzahlgebiet 6 60313 Frankfurt: SINE, der außergewöhnliche Ausrüster, Große Eschenheimer Str. 39, Tel. 0 69/55 22 33. Gratis-Katalog, Internet: www.sine.de

85774 München/Unterföhring: McTREK OUTDOOR SPORTS, Feringastr. 14, Tel: 089-95760450, Fax: 08995760451, e-mail: muenchen@mctrek.de, www.mctrek.de 86199 Augsburg-Göggingen, Förg Das Sporthaus, Bgm-Aurnhammer-Str. 22, Tel. 0821/90621-0, Riesenauswahl aller grossen Marken der Outdoor-Welt, www.foerg.de

60314 Frankfurt: McTREK OUTDOOR SPORTS, Hanauer Landstrasse 216, Tel. 067/9799200, Fax. 069/ 97992040, E-Mail: frankfurt@mctrek.de,www.mctrek.de

Postleitzahlgebiet 2 26122 Oldenburg: Unterwegs-Reiseausrüstung Gaststr. 6, Tel. 0441/ 99 87 666, Tolle Schnäppchen & Infos unter www.unterwegs-oldenburg.de 26382 Wilhelmshaven: Unterwegs-Reiseausrüstung Bahnhofplatz 1, Tel. 04421/99 42 87, Tolle Schnäppchen & Infos unter www.unterwegs-wilhelmshaven.de 28195 Bremen: Unterwegs-Reiseausrüstung Domshof 14-15, Tel. 0421/33 65 523, Tolle Schnäppchen & Infos unter www.unterwegs-bremen.de

64285 Darmstadt: ALPINLADEN – Jahnstraße 1 (Orangerie), Tel. 06151/64500, www.alpinladen.de, Mo.–Fr. 10.00–13.00/14.30–19.00, Sa. 10.00–14.00 65510 Idstein: McTREK OUTDOOR SPORTS, Limburger Str. 38-40 Tel: 06126/ 22 76 86, Fax: 06126/ 22 76 87, E-Mail: idstein@mctrek.de, www.mctrek.de 65719 Hofheim, Sportshop Hofheim, Alles für Outdoor und Ski, Niederhofheimer Str. 47, Tel. 06192-9581555, www.sportshop-hofheim.de

37075 Göttingen: McTREK OUTDOOR SPORTS, Hanno­ versche Str. 43-47 Tel: 0551/209 76 76 , Fax 0551/205 34 96 E-Mail: goettingen@mctrek.de, www.mctrek.de

68519 Viernheim: McTREK OUTDOOR SPORTS, Heidelberger Str. 12 Tel: 06204/986111, Fax: 06204/986112 E-Mail: viernheim@mctrek.de, www.mctrek.de

Postleitzahlgebiet 7 70794 Stuttgart: beim Flughafen TRAVEL CENTER WOICK, Tel. 07 11/7 09 67 00, Plieninger Str. 21, Bernhausen. Bekleidung, Schlaf-, Rucksäcke, Reisebüro!

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40211 Düsseldorf: McTREK OUTDOOR SPORTS, Jacobistr. 20, Tel: 0211/ 164 62 00, Fax 0211/ 164 62 18 E-Mail: duesseldorf@mctrek.de, www.mctrek.de

80337 München: OUTDOOR-SCHUHE – Fachgeschäft für Tropen-, Berg- und Trekkingschuhe, Kapuzinerplatz 1, Tel. 0 89/74 66 57 55

45127 Essen: McTREK OUTDOOR SPORTS, Bamlerstr. 92, Kaufpark Bamlerstr., Tel.: 0201/105 90 80, E-Mail: essen@mctrek.de, Online-shop unter www.mctrek.de

81371 München: BASECAMP Alpines Fachgeschäft, Wandern, Bergst., Skitouren. Top-Beratung, Top-Ausrüs­ tung, Gaißacher-/Ecke Implerstr., Tel.089/764759

45657 Recklinghausen: McTREK OUTDOOR SPORTS, Löhrhof 5, Tel: 02361/3068210, Fax: 02361/3068372, e-mail: recklinghausen@mctrek.de, www.mctrek.de

82380 Peißenberg: KLETTER- UND HOCHTOURENECKE, Bergsportausrüst. f. Sommer u. Winter v. Spezialisten, Wörther Straße 1, Tel. 08803/488 58-48

48143 Münster: terracamp Reiseausrüstungen, Aegidiimarkt 7, Tel. 02 51/4 57 77, 800 qm Zeltaus-stellung. An der Hansalinie 17. www.terracamp.de

85049 Ingolstadt: SPORT IN, Spezialgeschäft für Bergsport, Trekking, Skitouren, Jesuitenstraße 17, Tel. 08 41/4 72 23, Fax 08 41/4 37 35

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90431 Nürnberg: McTREK OUTDOOR SPORTS, Sigmundstr. 151, Tel.: 0911-6099392, Fax: 0911-6099313, e-mail: nuernberg@mctrek.de, www.mctrek.de

91054 Erlangen: ROTPUNKT-SPORT Klettern-Wandern-Bergsteigen Beratung aus Erfahrung, Bahnhofsplatz, Tel.09131-23964, www.rotpunkt-sport.de

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48143 Münster: Unterwegs-Reiseausrüstung Rosenstr. 10-13, Tel. 0251/ 48 82 08 34, Tolle Schnäpp-chen & Infos unter www.unterwegs-muenster.de

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Bitte beachten Sie in dieser Ausgabe folgende Beilage: Gesamtauflage: · Winter Journal Teilbeilage: · Globetrotter Ausrüstung Denart & Lechhart GmbH · Wikinger Reisen Individuell GmbH · v. Bodelschwinghsche Bethel Stiftung

· M ammut Sports Group GmbH · D PV Deutscher Pressevertrieb GmbH · Z eitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG · B ayern Tourismus Marketing GmbH · P ersonal Shop Handels GmbH

93073 Regensburg-Neutraubling: McTREK OUTDOOR SPORTS, Pommernstr. 2, Tel: 09401/5282733, Fax: 09401/ 8809554, e-mail: regensburg@mctrek.de, www.mctrek.de 96050 Bamberg: ROLAND‘S ALPINLADEN, NBG-Str. 100, Tel. 09 51/2 57 67, Fachgeschäft für Wandern, Klettern, Zelte, Schlafsäcke, Ski, Bergsportbekleidung.

Postl

www.alpenverein.de Active Peru Travel www.activeperu.com adidas www.adidas.de Deutscher Alpenverein www.alpenverein.de Alpenchalets Chaletvermietung Westalpen www.alpenchalets.com DAV Summit Club www.dav-summit-club.de Hanwag www.hanwag.de Salewa www.salewa.com Sektion München des DAV e. V. www.alpenverein-muenchen-oberland.de Unterwegs biz www.unterwegs.biz

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DAV Panorama 6/2010 Vorschau & Impressum

Im nächsten DAV Panorama ab 25. Januar:

Magazin des Deutschen Alpenvereins 62. Jahrgang Nr. 6, Dezember/Januar 2010/2011, ISSN 1437-5923 Inhaber und Verleger Deutscher Alpenverein e.V. Von-Kahr-Str. 2-4 80997 München Tel.: 089/140 03-0 Fax: 089/140 03-98 dav-panorama@alpenverein.de www.dav-panorama.de

n Porträt: Kletterstar Adam Ondra n Hüttenporträt: 125 Jahre Konstanzer Hütte n Knotenpunkt: Zukunft

Foto: Birgit Antes

Redaktion Georg Hohenester (verantwortlich, Adresse siehe oben) – gh (Unterwegs, Knotenpunkt, Reportage) Andi Dick – ad (Namen und Nachrichten, Bergsport heute, Hüttenporträt, Sicherheitsforschung, Tipps & Technik, Reportage, Knotenpunkt) Christine Frühholz – cf (Unterwegs, Hütten/Wege/Kletteranlagen, Natur & Umwelt, Fitness & Gesundheit, Kultur & Medien, Leserpost) Michael Brugger (mbr), Mirjam Frede (mfr) Die Redaktion des DAV redigiert und produziert DAV Panorama. Inhalt, Layout und Themenauswahl von „Knotenpunkt“ obliegen dem JDAV-Redaktionsteam in Zusammenarbeit mit der Redaktion des DAV (s. Impressum „Knotenpunkt.“).

Bitte geben Sie Änderungen der Anschrift oder Austritt möglichst umgehend Ihrer Sektion bekannt.

Bayerische Alpen

te Manuskripte, Fotos und Datenträger oder Unterlagen jeglicher Art wird keine Haftung übernommen. Rücksendung erfolgt nur gegen Beilage eines frankierten Rückkuverts. Alle in DAV Panorama vorgestellten Touren sind nach bestem Wissen recherchiert, es wird jedoch keinerlei Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen.

Wer im Hochwinter die heimatlichen Berge ohne Ski und Schneeschuh erleben will, kann aus einem reizvollen Angebot abwechslungsreicher Winterwanderungen wählen. DAV Panorama stellt die schönsten Touren zwischen Allgäu und Chiemgau vor.

Autoren dieser Ausgabe Prof. Dr. Werner Bätzing, Claas Grot (cg), Petra Gützlaff (pg), Florian Hellberg, Stefan Herbke, Dr. Christof Keinath, Matthias Keller (mk), Iris Kürschner, Folkert Lenz, Lilo Lenz (ll), Michael Munkler, Eberhard Neubronner (nbr), Steffen Reich (sr), Stefan Ritter (str), Jörg Ruckriegel, Andrea Schäfer (asc), Manfred Scheuermann, Christian Schreiber, Chris Semmel, Thomas Speidel (tsp), Luis Stitzinger (ls), Nils Theurer (nth), Christoph Thoma, Thomas Urban, Dr. Wolfgang Wabel (ww) Foto: Gaby Funk

Azoren

Die Beiträge geben die Meinung der Verfasser, nicht des Deutschen Alpenvereins wieder. Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind geschützt. Verwertung ohne Einwilligung des Verlags ist strafbar. Die Redaktion behält sich die Kürzung und Bearbeitung von Beiträgen und Leserbriefen vor. Für unverlangt eingesand-

Gestaltung und Produktion von DAV Panorama Sensit Communication GmbH, 81543 München, www.sensit.de Gestaltung und Layout des JDAV-Magazins „Knotenpunkt.“ sind eine Eigenentwicklung der JDAV; es wird getrennt von DAV Panorama produziert (s. Impressum „Knotenpunkt.“). Anzeigen atlas Verlag GmbH Brienner Straße 41, 80333 München Tel.: 089/552 41–245, Fax 089/552 41–271 Geschäftsführer: Thomas Obermaier (–273) Anzeigenleitung: Silvia Schreck (verantwortlich: –252) Projektleitung Sonderobjekte: Sandra Wilderer (-289) Anzeigenverkaufsberatung outdoorworld: Jennifer Hohn (–269) Disposition: Christine Hartl (–245), Service: Roswitha Denneler (–223) Grafik: Zehentner & Partner GmbH, München, Claudia Seider Reisenews, Neue Produkte und outdoorworld in Verantwortung der atlas Verlag GmbH, Silvia Schreck (–252) und Alexander Wisatzke Anzeigentarif Nr. 44 (ab 1.1.2010)

Mitten im Atlantik wandern, durch immergrüne subtropische Naturlandschaften, fernab vom großstädtischen Stress und stets mit einer frischen Brise Meerluft in der Nase: Auf den zu Portugal gehörenden Azoren ist das rund ums Jahr möglich. 122

Gesamtherstellung: Oberndorfer Druckerei * Rollen-Offsetdruck und Buchbinderei A-5110 Oberndorf Verbreitete Auflage, IVW Quartal 3/10: 544.800 Erscheinungsweise: sechsmal jährlich

Der Bezugspreis ist für A-Mitglieder, Kinder/Jugendliche mit Einzelmitgliedschaft, Junioren und bestimmte B-Mitglieder durch den Mitgliedsbeitrag abgegolten.


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Hiermit bestelle ich ______ x Alpenvereinsjahrbuch 2011 à w 15,80* ______ x Alpenvereinskalender Die Welt der Berge 2011 à w 22,80* ______ x Bergsportkalender HIGH! 2011 à w 17,80*

A N T W O R T P O S T K A R T E

*Diese Preise gelten nur für DAV-Mitglieder. Nichtmitglieder bezahlen für das Jahrbuch v 22,90, für den Kalender „Die Welt der Berge“ v 27,80 und für den Bergsportkalender „HIGH!“ v 22,80. Bei Einzelbestellung zzgl. v 4,50 Versandkosten. Bestellen Sie Jahrbuch und einen Kalender oder beide Kalender zusammen, zahlen Sie keine Versandkosten.

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dav-shop.de Das Jahrbuch und die zwei Kalender des Deutschen Alpenvereins können Sie auch ganz einfach im Internet bestellen: www.dav-shop.de oder dav-shop@alpenverein.de

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für die Alpenvereinskarten Digital E Betriebssystem: Windows 98 SE, ME, 2000, XP und Vista; Pentium I E 256 MB Arbeitsspeicher, 7 GB Festplattenspeicher E DVD-Laufwerk (Double-LayerLaufwerk) E Für die Aktivierung der Software wird eine Internetverbindung dringend empfohlen. für die 3-D-Funktionen: E Microsoft Windows 2000, XP oder Vista (empfohlen wird XP) E Pentium IV 1,2 GHz, 512 MB Arbeitsspeicher E Grafikkarte mit TrueColor-Farbtiefe und aktuellen 3-D-Treibern E Microsoft DirectX 9.0 oder höher E Bildschirmauflösung mindestens 1024 x 768

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Alpine Auskunft

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0043-512-140

14 14 0041-333-333 333

15 0033-450-53 16 89

Telefon: 089-29 49 40 E-Mail: auskunft@alpenverein.de

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Bayern

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Österreich

REGA (Schweizer Rettungsflugwacht) in der Schweiz  aus dem Ausland 

Euro-Notruf in allen europäischen Ländern 

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zentraler Notruf  Rettungsleitstelle Chamonix (PGHM)

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Persönl. Beratung

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Bayern

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0043-662-1588

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Vorarlberg 0043-5574-201-15 88 0043-5574-511 211 26

Ober- österreich

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0043-50536-1588

Inland: 187, sonst: 0041-848-800-187

Steiermark 0800-31 15 88*

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Kärnten

Südtirol

Frankreich Inland : 08-3668-10 20, sonst : 0033-8926-810 20 *0800-Nummern: nicht vom Ausland und nicht von deutschen Handys verfügbar!


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o 39 o 39 o 40 o 41 o 42 o 42 o 44

Granatspitzgruppe Granatspitzgruppe [SKI] Glocknergruppe Schobergruppe Sonnblick Sonnblick [SKI] Ankogel – Hochalmspitze Niedere Tauern, 1:50.000 o 45/1 Niedere Tauern I o 45/2 Niedere Tauern II o 45/3 Niedere Tauern III SÜDALPEN o 51 Brentagruppe Dolomiten o 52/1 Langkofel – Sellagruppe [W+S] o PLANZEIGER für AV- und andere Karten

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0041-848-80 01 62 162

[SKI] = mit Skirouten [W+S] = mit Wegmarkierungen und Skirouten

0039-0471-27 11 77 -27 05 55

Magazin des Deutschen Alpenvereins

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Preise für Mitglieder des DAV: Alpenvereinskarte € 5,95 Planzeiger € 3,90



089-29 49 40 089-62424-393

Rettung und Info in den Alpen

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Bergwanderungen, Klettersteige, Ski- und Schneeschuh-Touren, Winterwanderungen und Rodeln.

Touren-Tipps der Alpinen Auskunft

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Alpine Auskunft 089-294940 Persönliche Wetterberatung Innsbruck: 0043-512-291600 Online unter www.alpenverein.de im Service-Bereich zahlreiche Links und Telefonnummern

Die Tour der Woche

ZENTRALALPEN o 26 Silvrettagruppe o 26 Silvrettagruppe [SKI] o 28 Verwall 1:50.000 o 28/2 Verwallgruppe, Mitte Ötztaler Alpen o 30/1 Gurgl o 30/1 Gurgl [SKI] o 30/2 Weißkugel o 30/3 Kaunergrat o 30/4 Nauderer Berge [W+S] o 30/5 Geigenkamm o 30/6 Wildspitze o 30/6 Wildspitze [SKI]

Stubaier Alpen o 31/1 Hochstubai o 31/1 Hochstubai [SKI] o 31/2 Sellrain o 31/2 Sellrain [SKI] o 31/3 Brennerberge, 1:50.000 o 31/3 Brennerberge [SKI] o 31/5 Innsbruck/Umgebung, 1:50.000 o 31/5 [SKI], 1:50.000 Tuxer Alpen, 1:50.000 o 33 Tuxer Alpen o 33 Tuxer Alpen [SKI] Kitzbüheler Alpen, 1:50.000 o 34/1 Westliches Blatt o 34/1 Westliches Blatt [SKI] o 34/2 Östliches Blatt o 34/2 Östliches Blatt [SKI] Zillertaler Alpen o 35/1 Westliches Blatt o 35/2 Mittleres Blatt o 35/3 Östliches Blatt [SKI] o 36 Venedigergruppe o 36 Venedigergruppe [SKI]

Katalog gratis



Mindestauftragswert € 11,90 pro Bestellung. Alle Bestellungen zzgl. Porto und Verpackung.

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o 14 Dachstein [W+S] Totes Gebirge o 15/1 Westliches Blatt [W+S] o 15/2 Mittleres Blatt o 15/2 [SKI] o 15/3 Östliches Blatt Ennstaler Alpen o 16 Gesäuse [W+S]

089-29 50 70 0043-512-29 16 00

E acht AV-Karten der Bayerischen Alpen E 20 aktualisierte Kartenblätter seit Version 2 E Luftbilder für die 2-D- und 3-DAnsicht E Wechsel aus dem Kartenbild zu Google Earth E verbesserte Track-, Wegpunktund Höhenprofil-Funktionen E verbesserte Funktionen für die Arbeit mit dem PDA

NORDALPEN AV-Karten Bayerische Alpen o BY7 Ammergebirge Ost o BY9 Estergebirge, Herzogstand, Wank o BY11 Isarwinkel, Benediktenwand o BY13 Mangfallgebirge West, Tegernsee, Hirschberg o BY14 Mangfallgebirge Süd, Guffert, Unnütz, Juifen o BY15 Mangfallgebirge Mitte, Spitzingsee, Rotwand o BY16 Mangfallgebirge Ost, Wendelstein o BY17 Chiemgauer Alpen West, Hochries, Geigelstein o BY18 Chiemgauer Alpen, Mitte o BY19 Chiemgauer Alpen, Ost o BY20 Lattengebirge, Reiteralm o BY21 Nationalpark Berchtesgaden, Watzmann

o BY22 Berchtesgaden, Untersberg Allgäuer-Lechtaler Alpen o 2/1 West o 2/2 Ost o 3/2 Arlberggebiet [SKI] o 3/3 Parseierspitze Wetterstein und Mieminger Gebirge o 4/1 Westliches Blatt o 4/2 Mittleres Blatt o 4/3 Östliches Blatt Karwendelgebirge o 5/1 Westliches Blatt o 5/2 Mittleres Blatt o 5/3 Östliches Blatt o 6 Rofan o 8 Kaisergebirge [W+S] o 9 Loferer und Leoganger Steinberge Berchtesgadener Alpen o 10/1 Steinernes Meer [W+S] o 10/2 Hochkönig/ Hagengebirge [W+S]

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Maßstab 1:25.000 (falls nicht anders angegeben) n Neuauflagen 2009 bis 2010 rot markiert (bereits erschienen)

Alpenvereinswetterbericht  Persönliche Wetterberatung Innsbruck (DAV & OeAV) (Mo–Sa, 13–18 Uhr) Südtirol (Wettertonband, wahlweise dt. od. ital.) Schweiz aus dem Ausland  Inland 

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DAV Alpine Auskunft (Mo.–Fr.)  ASS-Versicherungsschutz für DAV-Mitglieder –  Notrufzentrale der ELVIA, 24 h Alpine Auskunft Alpenverein Oesterreich (OeAV) Alpenverein Südtirol (AVS)  Office de Haute Montagne (OHM) Chamonix

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Foto: Iris Kürschner

Foto: Ralf Gantzhorn

Große Grate der Seealpen-Trek Berner Alpen

DAV Panorama 6/2010

Ausgangs- und Endpunkt

Terme di Valdieri, 1368 m, 42 km von Cuneo. Mit dem Zug nach Cuneo, dann per Bus bis Terme di Valdieri. Busfahrplan: www.benese.it

Anforderungen

Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung. Bei Nebel ist die Orientierung erheblich erschwert. Die Höhenroute zwischen dem Rifugio Pagari und dem Rifugio Soria-Ellena führt über letzte Gletscherreste. Die im Sommer normalerweise harmlosen Firnfelder können vereist sein. Daher vorher im Rifugio Pagari über die Verhältnisse erkundigen. Je nach Wetterverhältnissen und Kondition kann die Tour auch am 4. Tag über den Col de Fenestre zum Rifugio Soria-Ellena abgekürzt werden. Andere Alternativen für eine kürzere oder längere Route: Von Terme di Valdieri direkt zum Rifugio Remondino aufsteigen oder vom Refuge de Nice aus noch eine Runde durch das durch prähistorische Felszeichnungen bekannte Mont-Bego-Gebiet dranhängen.

Höhenunterschied/Wegdauer

Jeweils 5853 m im Auf- und Abstieg, 8 Tage, ca. 38 Std.

Information

Azienda Turistica Locale del Cuneese (ATL), Tel.: 0039/0171/69 02 17, www.cuneoholiday.com; Parco Naturale delle Alpi Marittime, Tel.: 0039/0171/973 97, www.parcoalpimarittime.it; Parc National du Mercantour, Tel.: 0033/(0)4/93 16 78 88, www.parc-mercantour.com

Karten

n IGN-Karten Alpes sans Frontières 1:25.000, Blatt 4 Vallée des Merveilles – Val Vermenagna und Blatt 5 Argentera – Mercantour. n Wanderkarte Blu Edizioni, Cartoguida 1:25.000, Blatt 1 Parco Naturale delle Alpi Marittime (ohne franz. Teil) n IGC 1:50.000, Blatt 8 Alpi Marittime e Liguri.

Führer

n Iris Kürschner: Piemont Süd, Bergverlag Rother (u.a. mit der hier vorgestellten und einer Runde zu den Felsgravuren um den Mont Bego). n Werner Bätzing/Michael Kleider: Die Seealpen, Rotpunkt Verlag

Unterkünfte

Terme Reali di Valdieri, 1368 m, privat, Tel.: 0039/0171/971 06, www.termedivaldieri.it Albergo Turismo etwas oberhalb der Terme, 1368 m, privat, Tel.: 0039/0171/973 34 oder 971 79. Rif. E. Questa, 2388 m, CAI, Tel.: 0039/0171/973 38, www. rifugioquesta.it Rifugio Remondino, 2430 m, CAI, Tel.: 0039/328/544 04 95. Refuge de la Cougourde, 2110 m, CAF, Tel.: 0033/(0)4/93 03 26 00. Refuge Madone de Fenestre, 1903 m, CAF, Tel.: 0033/(0)4/93 02 83 19. Refuge de Nice, 2232 m, CAF, Tel.: 0033/(0)6/61 97 59 38. OnlineReservierung bei Ref. de la Cougourde, Ref. Madone de Fenestre und Ref. de Nice möglich: www.cafresa.org Rifugio Pagari, 2650 m, CAI, Tel.: 0039/0171/97 83 98 oder 338/710 80 75, www.rifugiopagari.com Rifugio Soria-Ellena, 1840 m, CAI, Tel.: 0039/0171/97 83 82, www. rifugiosoriaellena.com Rifugio Genova-Figari, 2015 m, privat, Tel.: 0039/0171/97 81 38, www.rifugiogenova.it Rifugio Morelli-Buzzi, 2351 m, CAI, Tel.: 0039/0171/9 73 94. Die Hütten sind von Mitte Juni bis Mitte September bewirtschaftet.

Route

1. Tag: Terme di Valdieri, 1368 m – Rifugio E. Questa, 2388 m 5 1 /2 Std., 1020 Hm  2. Tag: Rifugio E. Questa – Rifugio Remondino, 2430 m 5 1 /2 Std.; 125 Hm , 983 Hm  3. Tag: Rifugio Remondino, 2430 m – Refuge de la Cougourde, 2090 m 4 1 /2 Std.; 564 Hm , 900 Hm  4. Tag: Refuge de la Cougourde, 2090 m – Madone de Fenestre, 1903 m, 3 1 /2 Std.; 421 Hm , 608 Hm  5. Tag: Madone de Fenestre – Rifugio Pagari, 2650 m 5 1 /4 Std.; 1313 Hm , 566 Hm  6. Tag: Rifugio Pagari, 2650 m – Rifugio Soria-Ellena, 1840 m 4 3/4 Std.; 330 Hm , 1140 Hm  7. Tag: Rifugio Soria-Ellena, 1840 m – Rifugio Genova-Figari, 2015 m 3 Std.; 638 Hm , 463 Hm  8. Tag: Rifugio Genova-Figari, 2015 m – Terme di Valdieri, 1368 m 5 Std.; 546 Hm , 1193 Hm 


Foto: Stefan Herbke

Skirunde Urner Alpen

DAV Panorama 6/2010

Allgemeine Informationen

Die Urner Alpen erstrecken sich vom Vierwaldstättersee im Norden bis zum Furkapass im Süden und vom Brünigpass im Westen zum Reusstal im Osten. Höchster Gipfel ist der Dammastock (3630 m). Weniger bekannt als die benachbarten Berner Alpen, bietet die Gebirgsgruppe dennoch vielfältige Tourenmöglichkeiten. Die beschriebene Tour bewegt sich zwischen dem Göschener Tal im Osten, dem Sustenpass im Norden, dem Trift- und Rhonegletscher im Westen und dem Furkapass im Süden.

Anreise

te einer Mausefalle, und eine Rückkehr von dort ins Tal ist dann kaum möglich. Komplette Gletscherausrüstung und Harscheisen sind erforderlich, bei ganz hartem Schnee sind für die Hänge oberhalb der Chelenalphütte und den Schlussanstieg auf den Lochberg Steigeisen hilfreich. Beste Zeit: Ende März – Mitte Mai.

Bergführer

ALPIN SPORT TS, Thomas Stephan, Eckbergstr. 15, D-76534 Baden-Baden, Tel.: 07221/728 31, www.alpinsport-ts.de

Auskunft

Mit der Bahn nach Göschenen, dann Taxi zum Göscheneralpsee. Mit dem Auto über Bregenz und den Walensee zur Ausfahrt Schindellegi am Zürichsee, ab hier immer der Beschilderung Gotthard folgen über Sattel, Schwyz und Altdorf nach Göschenen. Zufahrt ins Göschener Tal meist nur bis Abfrutt möglich, weiter mit dem Taxi zum Göscheneralpsee. Transfer durch Alpentaxi Mattli, Tel.: 0041/41/885 10 86.

n Schweiz Tourismus, Tel.: 00800/10 02 00 30 (gebührenfrei), www.MySwitzerland.com n Tourist Info Uri, Tel.: 0041/41/874 80 00, www.uri.info n Haslital Tourismus, Tel.: 0041/33/972 50 50, www.haslital.ch Wetterinfo: www.meteoschweiz.admin.ch/

Unterkunft

Falls die Chelenalphütte nicht bewartet ist, empfiehlt sich eine erste Übernachtung im Berggasthaus Göscheneralp (Tel.: 0041/(0)41/885 11 74) im ganzjährig bewohnten Weiler Gwüest.

n Martin Maier: Skitouren Zentralschweizer Voralpen und Alpen – Einsiedeln bis Gotthard, Verlag des SAC, 2010. n Schweizer Landeskarte, Blatt 255 S Sustenpass mit eingezeichneten Skitouren, Maßstab 1:50.000.

Hütten

Etappen

Chelenalphütte (2350 m, SAC), im Frühjahr gelegentlich bewartet, www.chelenalp.ch Tierberglihütte (2795 m, SAC), im Frühjahr bei gutem Wetter durchgehend bewartet, sonst an den Wochenenden oder auf Anfrage, www.tierbergli.ch Trifthütte (2520 m, SAC), ab Mitte März bis Ende Mai bei guten Verhältnissen bewartet, www.trifthuette.ch Hotel Tiefenbach (2106 m, privat), im Frühjahr in der Regel durchgehend offen, www.hotel-tiefenbach.ch

Anforderung

Anspruchsvolle und konditionell anstrengende Durchquerung für routinierte Skibergsteiger, für die man unbedingt gute Wetter- und Sichtverhältnisse benötigt. Bei Schlechtwetter gleicht die Trifthüt-

Literatur/Karte

1. Tag: Abfrutt (1167 m) – Taxi zum Göscheneralpsee (1797 m) – Berg (1949 m) – Chelenalptal – Chelenalphütte (2350 m); Zeit: 3-3 1 /2 Std. 2. Tag: Chelenalphütte – Sustenlimi (3089 m) – Sustenhorn (3503 m) – Steingletscher – Tierberglihütte (2795 m); Zeit: 5-6 Std. 3. Tag: Tierberglihütte – Tierberglücke (2986 m) – Zwischen Tierbergen – Triftgletscher – Trifttälli – Sacklimi (2660 m) – Triftgletscher – Trifthütte (2520 m); Zeit: 5-5 1 /2 Std. 4. Tag: Trifthütte – Triftgletscher – Eggstock (3556 m) – Dammastock (3608 m) – Rhonegletscher – Belvedere (2272 m) – Furkapass (2431 m) – Hotel Tiefenbach (2106 m); Zeit: 7-9 Std.; Variante: Übergang vom Trift- auf den Rhonegletscher über die Undri Triftlimi (3081 m). 5. Tag: Hotel Tiefenbach – Älpetli – Sattel westlich der Albert-HeimHütte – Winterlücke (2854 m) – Lochberg (3074 m) – Göscheneralpsee – mit dem Taxi zurück zum Parkplatz; Zeit: 4 1 /2 -5 Std.


DAV Panorama 6/2010  

DAV Panorama Ausgabe 6/2010

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