Naturerlebnis, Flexibilität und Entschleunigung: Warum Camping boomt
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Dagmar Wöhrl
Ein exklusives Interview über nachhaltigen Luxus und die Zukunft exklusiver Reiseerlebnisse Seite 13
Urlaub mal anders
VON MICHAEL GNEUSS CHEFREDAKTEUR
Vorfreude ist die schönste Freude – auch bei der Urlaubsplanung. Und in der stecken wir Deutschen wohl gerade. Etwa zwei Drittel von uns planen in diesem Jahr mindestens eine Urlaubsreise – allen Krisen, Unsicherheiten und steigenden Preisen zum Trotz.
Und diesen Urlaub lassen wir uns durchaus etwas kosten: Für einen Haupturlaub geben Reisende laut der 42. Deutschen Tourismusanalyse der Stiftung für Zukunftsfragen immer mehr Geld aus. Im vergangenen Jahr waren es 1.636 Euro im Schnitt pro Person – fast 100 Euro mehr als ein Jahr zuvor und so viel wie noch nie. Auch in diesem Jahr dürfte der Urlaub kaum günstiger werden. Auch wohin wir reisen, zeigt Kontinuität und Wandel zugleich. Deutschland bleibt das beliebteste Urlaubsziel der Bundesbürger – noch vor Klassikern wie Spanien und Italien. Der Analyse zufolge planen 25 Prozent der Befragten Ferienziele zwischen Küste und Alpen zu reisen. Der Urlaub im eigenen Land ist damit längst eine gleichwertige Alternative zur Fernreise – nicht nur aus Kostengründen, sondern auch wegen kurzer Wege und besser kalkulierbarer Rahmenbedingungen. Gleichzeitig verändert sich, wie wir reisen – und mit welchem Anspruch. Nachhaltigkeit spielt dabei eine wachsende Rolle: Immer
mehr Menschen achten auf ihren ökologischen Fußabdruck, wählen Bahn statt Flugzeug, bleiben länger an einem Ort und bevorzugen Unterkünfte, die regionale Produkte verwenden, Ressourcen schonen und fair wirtschaften. Slow Travel – langsames, bewusstes Reisen – steht für genau diese Haltung: weniger Programmpunkte, mehr Tiefe, mehr Zeit für Begegnungen mit Menschen, Kultur und Natur. Statt möglichst viele Länder abzuhaken, wünschen wir uns Authentizität und Entschleunigung. Luxusreisen scheinen auf den ersten Blick im Widerspruch dazu zu stehen – doch auch sie wandeln sich.
Luxus bedeutet für viele Reisende heute nicht mehr nur Fünf-Sterne-Palast und Fernflug in die Südsee, sondern Ruhe, Qualität, Sinn und ganz besondere Erlebnisse: nachhaltige Boutiquehotels, exklusive Naturerlebnisse, hochwertige regionale Küche, Zeit für sich selbst. Die folgenden Seiten nehmen Sie mit in diese neue Reisewelt: zu Urlaubszielen in Deutschland, an Nord- und Ostsee, zu Campingund Luxus-Trends, zu Bleisure- und Slow-Travel-Konzepten. Sie zeigen, wie sich bewusster Genuss, Komfort und Verantwortung verbinden lassen – und wie das Reisen auch in Zeiten des Wandels Inspiration und Erholung bleiben kann.
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Für uns steht die bestmögliche Lesbarkeit der Texte an erster Stelle. Deshalb verwenden wir in der Publikation auch das generische Maskulinum – diese Personenbezeichnungen stehen für alle Geschlechter.
„Die Welt erfahren heißt, sie mit den eigenen Füßen auszumessen. Nur in der Geschwindigkeit des Fußgängers greifen und begreifen wir ein Land und die Menschen dort.“
Reinhold Messner
Lübeck und Travemünde Marketing GmbH Holstentorplatz 1 23552 Lübeck www.luebeck-tourismus.de
Abenteuer, Bewegung und echte Begegnungen: Immer mehr Menschen planen Reisen nach Gefühl statt nach Karte und wählen Erlebnisse, die bleiben. Drei Ideen auf drei Kontinenten zeigen, wie Abenteuer heute funktioniert.
Reiseentscheidungen sind zunehmend von emotionalen Faktoren statt rein rationalen Erwägungen geprägt. Zu diesem Ergebnis kommt der „Experiential Travel Trends 2026“-Report von Accor. Die aktuelle Studie
VON JENS BARTELS
beschreibt einen klaren Trend: Erlebnisse schlagen Statussymbole, echte Momente schlagen perfekt geplante Abläufe. Viele Reisende starten die Suche nicht mehr mit dem Ziel, sondern mit der Stimmung, die sie erleben wollen, vom Outdoor-Glück bis zu gemeinschaftlichem Wohlbefinden. Abenteuer wird dabei breiter gedacht: nicht nur höher, weiter, schneller, sondern bewusster. Gefragt sind Bewegung, Begegnungen sowie kleinen Herausforderungen, die lange nachwirken. Kurz: Aktivurlaub wird zur persönlichen Reset-Taste, weil er Körper und Kopf gleichzeitig abholt.
Hotspot Natur
Drei Ideen zeigen, wie Erlebnisreisen heute funktionieren. In Japan führt zum Beispiel der Nakasendo-Trail durch Zedernwälder und historische Poststationen. Hier lässt
„Reisen, von denen alle profitieren“
Reisen kann die Welt positiv verändern. G Adventures-Gründer Bruce Poon Tip erklärt, warum Gemeindetourismus und Reisen in kleinen Gruppen Mehrwert für alle schaffen.
Warum haben Sie G Adventures gegründet?
Ich glaube, dass Reisen Menschen miteinander verbinden sollte – nicht nur Sehenswürdigkeiten abhaken. Von Anfang an wollte ich Reisen gestalten, die zum Kern eines Reiseziels vordringen und echte Begegnungen mit den Menschen ermöglichen, die dort leben. G Adventures war immer von der Überzeugung getragen, dass Reisen ein Austausch auf Augenhöhe ist – kein Konsumgut. Es geht darum, voneinander zu lernen und Perspektiven zu verändern. Heute ist das Unternehmen der weltweit größte Anbieter für Abenteuerreisen in kleinen Gruppen mit mehr als 1.000 Touren auf allen sieben Kontinenten.
Was macht Gemeindetourismus so wirkungsvoll?
Er stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Wenn Gemeinschaften als gleichberechtigte
Partner einbezogen werden, schützt Tourismus Kultur, schafft Arbeitsplätze und stärkt die lokale Wirtschaft nachhaltig. Ich habe immer daran geglaubt, dass Reisen – richtig umgesetzt – die Welt positiv verändern kann. All unser soziales, moralisches und ethisches Engagement bündeln wir unter dem Dach
„Reisen ist ein Privileg – und damit verbunden ist die große Chance, lokale Gemeinschaften weltweit positiv zu beeinflussen.“
von „G for Good“. Gemeinsam mit unserem gemeinnützigen Partner Planeterra unterstützen wir lokale Gemeinschaften weltweit, schaffen langfristige Beschäftigung, fördern Selbstbestimmung und ermöglichen – oft zum ersten Mal – Zugang zu den Vorteilen der touristischen Wertschöpfungskette.
sich tagsüber wunderbar wandern, abends geht es ins Onsen – ein japanisches Thermalbad. Dazu gibt es regionale Küche. Schneller lassen sich Bewegung und Kultur nicht treffen. Namibia liefert hingegen Weite und Klarheit: früh zu Fuß ins Sossusvlei, später per Bike an der Namib, zwischendurch Wildlife-Momente im Etosha-Umfeld und nachts ein Sternenhimmel ohne Filter. In Costa Rica geht es im Rhythmus der Natur weiter: Vulkanwanderung, Zipline im Nebelwald, Kajak-Tour durch den Mangrovenwald und Surfspot am Pazifik. Tipp: Planen Sie zwischen intensiven Etappen einen ruhigen Puffertag ein. So bleibt das Abenteuer leicht, erholsam und nachhaltig. Außerdem: Wer nach Stimmung wählt, findet schneller die Reise, die wirklich guttut. So wird aus Urlaub eine echte Erinnerung, die den Alltag lange trägt.
Warum ist das heute die richtige Art zu reisen?
Reisen ist ein Privileg – und mit diesem Privileg geht die große Chance einher, lokale Gemeinschaften weltweit positiv zu beeinflussen und zu stärken. Gerade in einer Zeit globaler Herausforderungen braucht es verantwortungsvolle Entscheidungen. Wenn Sie mit uns reisen, geben Sie mindestens genauso viel zurück, wie Sie mitnehmen – oft auf Arten, die Sie niemals erwarten würden. Und das alles, während Sie die Zeit Ihres Lebens haben.
www.gadventures.com
Bruce Poon Tip – Gründer von G Adventures
Im Urlaub gezielt verwöhnen
Immer mehr Reisende wünschen sich ganz besondere Reiseerlebnisse – und setzen im Urlaub auf den einen oder anderen kleinen Luxus. Statt zwei Wochen All-inclusive zählt der bewusst genossene Höhepunkt: ein Wochenende im Fünf-Sterne-Hotel, ein Spa-Retreat oder ein Dinner mit Meerblick.
Der Trendreport „Ticket to Travel 2026“ von Marriott Bonvoy zeigt, wie stark dieser Wunsch nach speziellem Luxus inzwischen ist. Demnach gönnen sich fast die Hälfte der Deutschen (46 Prozent) am Anfang oder Ende ihrer Reise einen luxuriösen Akzent –etwa ein Wochenende im Luxushotel nach einem Abenteuertrip, ein Spa-Wochenende mit Verwöhngarantie, ein Fine-DiningErlebnis mit Blick aufs Meer oder eine Nacht im Fünf-Sterne-Haus.
Entscheidend ist nicht der Preis, sondern der Genussmoment: ein bewusster Bruch mit dem Alltag, der die Reise auflädt. „Luxus muss nicht von Dauer sein, sondern gut platziert“, bringt es Stefan Kühr, Regional Vice President Germany, Austria & Switzerland bei Marriott International, auf den Punkt. Rund ein Drittel der Befragten sagen, ein solcher Auftakt helfe, schneller
abzuschalten, 38 Prozent empfinden einen stilvollen Abschluss als sanften Übergang zurück in den Alltag. Besonders ausgeprägt ist der Trend bei der Generation Z: 73 Prozent setzen auf kurze, hochwertige Auszeiten – kleine Inseln der Entschleunigung mit besonderem Touch.
Lebenszeit auf höchstem Niveau Dahinter steht ein grundlegender Wandel: Reisen ist längst kein Pauschalprodukt mehr, sondern Ausdruck der eigenen Lebenswelt. Es wird persönlicher, leidenschaftlicher, individueller – im Fokus steht die Frage: Was tut mir gut, was inspiriert mich?
Entsprechend nennen 44 Prozent der Befragten „sich etwas gönnen“ als oberste Priorität im Urlaub – noch vor Zeit mit Familie oder Freunden (43 Prozent) oder Naturerlebnissen (41 Prozent). Luxus bedeutet
dabei heute aber nicht mehr Champagner und Butler, sondern sorgfältig kuratierte Erlebnisse: ein Boutique-Hotel mit außergewöhnlichem Design, ein Konzertbesuch mit VIP-Zugang oder ein Kochkurs mit Spitzenköchin – Momente, die bleiben. Wer sich gezielt Luxus leistet, sucht Tiefe – und macht aus der Reise ein Stück persönliche Lebenszeit auf höchstem Niveau.
4-mal
würden die Befragten des Trendreports von Marriott Bonvoy in diesem Jahr gerne ihre Koffer packen – für luxuriöse Auszeiten, Wochenendtrips und eine lange Fernreise.
Mehr Raum für Inspiration.
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SPA | Naturbadeteich & Pool Direkt im Wandergebiet Workation mit Weitblick
VON SASKIA SCHUMANN
Was wünschen sich Gäste bei der Ankunft im Hotel?
Geschäftsreisende
Privatreisende
schnelles Einchecken ohne Warteschlange
Erstinformationen zum Hotel
Kontakt mit einem Mitarbeiter
persönliche Daten nicht abermals einzugeben
sofortige Bezahlung, Rechnungstellung
„Statt Sternen sucht der Gast heute außergewöhnliche Erlebnisse“
Klassischer Luxus reicht heute nicht mehr aus, weiß Astrid Oberhummer, Geschäftsführerin von Lobster Experience, der führenden Agentur für Hotelrepräsentanz, Kommunikation und Events in der Luxushotellerie. Sie verbindet seit über 30 Jahren das Who’s who der Branche und setzt immer wieder neue Impulse im Luxustourismus.
Welche Trends gibt es heute unter Luxusreisenden?
Luxusreisende suchen heute zunehmend nach Erlebnissen mit Bedeutung. Gefragt sind authentische, kuratierte Erfahrungen, die emotionale Verbindungen zur Destination schaffen. Gleichzeitig gewinnt Slow Luxury an Relevanz: Gäste reisen bewusster, bleiben länger und schätzen Ruhe, Raum und Qualität. Eng damit verbunden ist Transformational Travel, bei dem Reisen nachhaltig zu mehr Balance, Klarheit und persönlicher Weiterentwicklung beitragen sollen.
Wie kann sich die Spitzenhotellerie darauf einstellen?
Der Erfolgsfaktor ist, sich vom reinen Aufenthaltsort zum Kurator bedeutungsvoller Erlebnisse zu entwickeln. Das zeigt sich exemplarisch am „Bürgenstock Resort Lake Lucerne“: Hier werden nicht nur Aufenthalte angeboten, sondern außergewöhnliche Erfahrungen geschaffen — etwa wenn ein preisgekrönter Biograf das Leben eines Gastes in Memoiren festhält oder Gäste mit einem Helikopter auf einen Gletscher geflogen werden, um dort ein privates Raclette zu erleben. So wird Luxus neu
definiert — als Zeit, Erinnerung und persönliche Bedeutung.
Welche Rolle spielen Slow Luxury und Transformational Travel in diesem Kontext?
Slow Luxury und Transformational Travel sind Schlüsseltrends, weil sie den Wunsch nach bewussterem, wirkungsvollerem Reisen direkt adressieren. In einer immer schnelleren Welt steht Slow Luxury für fokussierte Ruhe statt Verzicht — mit weniger Ablenkung und mehr Substanz. Gäste suchen Orte, an denen Zeit wieder spürbar wird und Regeneration einfach geschehen darf. Das Hotel „Reiters Supreme“ in Österreich zeigte schon vor allen anderen, wie
dieser Ansatz mit gelebter Longevity-Expertise und kuratierten Retreats umgesetzt werden kann. Transformational Travel geht indes noch einen Schritt weiter und zielt auf nachhaltige Veränderung beim Gast. Hier positioniert sich das „Naäma Beach Villas & Spa“ in Fujairah als starker Fit: Mit ganzheitlichen Wellness-, Mindfulness- und Retreat-Konzepten wird der Aufenthalt zur persönlichen Entwicklungsreise statt zur reinen Auszeit.
Welche Impulse setzt Lobster Experience im Luxustourismus?
Wir beobachten den Markt und seine Akteure sehr genau und identifizieren Engpässe, für die wir gezielt Lösungen entwickeln. So entstand beispielsweise 2014 unsere B2B-Luxusreisemesse Loop, die heute mit mehreren Veranstaltungen jährlich internationale Luxushotels und Reiseeinkäufer zusammenbringt.
www.lobster-experience.com/de
Quelle: Fraunhofer IAO, 2025
Astrid Oberhummer
Heliflug auf den Gletscher
Bürgenstock Hotels AG
Freiheit auf Rädern
Der Urlaub mit Zelt, Van oder Wohnmobil boomt weiter. Rekordübernachtungen bestätigen den Trend. Die Kombination aus Mobilität, Flexibilität und Komfort wird auch in den nächsten Jahren angesagt sein.
Der Caravaning-Boom spiegelt sich in den aktuellen Zahlen wider: 2025 wurden auf deutschen Campingplätzen 44,7 Millionen Übernachtungen gezählt – 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr, so Zahlen des Statistischen Bundesamts. Während viele andere Unterkunftsarten leicht nachgaben, legte Camping erneut zu. Gegenüber dem VorCorona-Jahr 2019 liegt das Plus sogar bei
94.134
neue Freizeitfahrzeuge, also Caravans und Reisemobile, wurden nach Angaben des Caravaning Industrie Verbands 2025 erstmals zugelassen.
24,9 Prozent. Für den Caravaning Industrie Verband ist das ein weiterer Beleg dafür, dass Caravaning längst keine Nische mehr ist. „Die jüngsten Rekorde bei den Übernachtungszahlen unterstreichen, welches Potenzial im Caravaning für den Tourismus und die wirtschaftliche Stabilität in Deutschland liegt“, beobachtet Geschäftsführer Daniel Onggowinarso. Besonders Regionen abseits der klassischen Hotspots profitierten davon, dass Camper auf der Suche nach Ruhe und Natur gezielt weniger frequentierte Gebiete ansteuern und dort auch länger bleiben.
Starkes Interesse an Natur Damit das auch 2026 trägt, lohnt ein Blick auf die Motive hinter dem Trend. Camping verbindet Naturerlebnis, Mobilität sowie
„Unterwegssein neu erleben“
Dr. Susanne Dickhardt, Mitgründerin von roadsurfer, erklärt, warum Camping boomt: Freiheit, Nachhaltigkeit und neue Reisetrends machen echtes Unterwegssein zum Erlebnis.
Frau Dickhardt, Camping boomt. Warum passt diese Reiseform so gut in unsere Zeit?
Camping bedeutet Freiheit, Natur und Selbstbestimmung – man ist unabhängig von festen Strukturen wie Hotelzeiten oder Pauschalangeboten. Man entscheidet spontan, wie lange man an einem Ort bleibt, je nach Wohlbefinden oder Wetter. Flexibilität, Entschleunigung und das echte Erlebnis in der Natur mit Familie und Freunden sind ein Gegenpol zum schnelllebigen Alltag. Menschen suchen authentische Erlebnisse
statt standardisierter Angebote. Den Ablauf bestimmt man selbst, unterwegs entstehen besondere Momente und Erinnerungen –dieses Konzept hat Zukunft.
Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit?
Camping ist eine bewusste Art zu reisen: Begrenzter Stauraum verringert Konsum. Viele entdecken nahe Ziele in der Region, beschränken Fernreisen und kombinieren Urlaub mit Wandern oder Radfahren. Nachhaltig reisen heißt, respektvoll in der Natur zu sein. Slow Travelling ist Teil dieses Trends: Camping schafft echte Momente, draußen sein, Natur spüren, Zeit haben. So entstehen wertvolle Erinnerungen – einfach, intensiv, nachhaltig. Es ist das Gegenkonzept zu „Europa in 7 Tagen“, auch wenn Roadtrips mit vielen Stationen beliebt bleiben.
Welche Trends sehen Sie für 2026?
Reisende legen Wert auf Flexibilität, spontane Planung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Viele buchen früh, um
die Freiheit, Pläne spontan zu ändern, und spricht sehr unterschiedliche Typen an. Familien gehören oft zu den Entdeckern: kurze Trips, viel draußen, unkompliziert im Caravan. Mittelalte Paare ohne Kinder nutzen das Reisemobil als flexible Auszeit und suchen bewusst Orte, an denen es nicht zu voll ist. Gut situierte Best Ager reisen teils ganzjährig, gönnen sich Städtebesuche und wechseln den Stellplatz wie andere das Hotel. Und immer mehr junge Camper achten stärker auf Nachhaltigkeit, weil sie das langsame Reisen, den bewussten Umgang mit Ressourcen und den Urlaub nah an der Natur als zeitgemäß empfinden. Unterm Strich gilt: Wer Freiheit schätzt, findet im Camping die passende Form – und zwar vom Wochenend-Reset bis zur großen Runde durch Europa.
ihren Wunsch-Camper zum besten Preis zu sichern.
Welche Bedeutung hat Camping heute?
Camping hat einen Image-Wandel erlebt: Überfüllte Plätze mit rudimentärer Ausstattung sind passé. Heute steht unbeschwertes Unterwegssein auf naturnahen Stellplätzen im Vordergrund. Für viele ist es die Chance, Abstand vom Alltag zu gewinnen und bewusster zu leben. In einer digitalen Welt wird genau dieses einfache, echte Unterwegssein zum größten Luxus.
https://roadsurfer.com/de/
VON JENS BARTELS
roadsurfer-Mitgründerin
Dr. Susanne Dickhardt
TopAkteure
Reisepartner und Destinationen im Fokus
G Adventures
Toronto (Kanada) | 1990 von Sozialunternehmer Bruce Poon Tip gegründet, ist G Adventures Pionier des Gemeinde tourismus und Marktführer für Erlebnisreisen in kleinen Gruppen. Über 1.000 Touren in mehr als 100 Ländern verbinden Reisende mit Menschen, Kulturen und Natur. Mit Initiativen wie „G for Good“, Planeterra, dem Ripple Score™ ( Ø 92 Prozent lokale Wertschöpfung) und „Trees for Days“ setzt das Unternehmen Maßstäbe für Reisen mit positiver Wirkung. www.gadventures.com
Wilhelmshaven Touristik & Freizeit GmbH
Wilhelmshaven | Die Nordseestadt bietet eine besondere Vielfalt und steht für interessante Kontraste. Sie vereint maritime Atmosphäre, Naturerlebnisse und urbanes Flair. Am größten Marinestandort Deutschlands ist die Vergangenheit allgegenwärtig – und doch öffnet sich nach einem kurzen Spaziergang über die Kaiser-Wilhelm-Brücke das Tor zu einem beeindruckenden Naturraum: dem Wattenmeer. Gleich zeitig bietet die Stadt Besucher:innen ein vielfältiges kulturelles Angebot. www.wilhelmshaven-touristik.de
Lübeck und Travemünde Marketing GmbH
Lübeck | Die Hansestadt bietet als UNESCO-Welterbe mit ihrer historischen Altstadtinsel die perfekte Kulisse für Tagungen, Kongresse und Freizeitreisen. Nachhaltigkeit ist in Lübeck ein Herzensthema. Die Stadt ist als nachhaltiges Reiseziel TourCert-zertifiziert, Fair-Trade-Stadt, Mitglied im Klimabündnis und verpflichtet sich der Charta der Vielfalt. Gäste erleben in Lübeck den Geist der Hanse, Kultur und ein beschwingtes Flair. www.luebeck-tourismus.de
Lobster Experience GmbH
Offenbach | Lobster Experience ist die führende Full-Service-Repräsentanz für Luxustourismus im deutschsprachigen Markt. Das Unternehmen unterstützt internationale Premium-Hotels, Destinationen und Marken mit maßgeschneiderten Leistungen in Marketing, PR, Sales und Events. Mit der B2B-Luxusreisemesse Loop, der Plattform Loop Plus und der Lobster Academy fördert Lobster den Ausbau von Geschäftsbeziehungen, Wissenstransfer, Weiterbildung und nachhaltiger Branchenentwicklung. www.lobster-experience.com/de
roadsurfer GmbH
München | roadsurfer steht für Freiheit, Abenteuer und Flexibilität. Als führender Anbieter für Camper-Reisen bietet das Unternehmen die Basis für individuelle Roadtrips. Camper verbinden Mobilität und Unterkunft, sodass die Reise selbst zum Ziel wird. Mit Vermietung, Verkauf, dem Camper-Abo und „roadsurfer spots“ entwickelt sich roadsurfer zu einem Ökosystem für nachhaltige Outdoor-Reisen. https://roadsurfer.com/de/
Wenn aus der Dienstreise ein Kurzurlaub wird
Immer mehr Geschäftsreisende nutzen ihre Dienstreise für eine kurze Auszeit: Nach der Messe in Hannover noch ein paar Tage wandern in der Mitte Deutschlands, nach dem Termin in Hamburg oder Kiel ein Wochenende an Nord- oder Ostsee dranhängen – Bleisure Travel liegt klar im Trend.
VON KATHARINA LEHMANN
Nach dem Kundentermin die Wanderschuhe schnüren oder Badeanzug, Strandtuch und Sonnenmilch schnappen, statt direkt zum Flughafen zu hetzen: Was früher die Ausnahme war, wird für viele Angestellte zur neuen Normalität. Sie hängen an den Businesstrip noch zwei, drei Urlaubstage in der Region dran. Bleisure heißt das Konzept; der Kunstbegriff setzt sich aus „Business“ und „Leisure“ zusammen und beschreibt Reisen, bei denen Geschäfts- und Freizeitanteile bewusst kombiniert werden.
Wie stark sich das bereits in der touristischen Praxis niederschlägt, zeigt der „Bleisure & Workation Monitor Deutschland“ der IU Internationalen Hochschule. In der Befragung unter bundesweit 1.000 touristischen Betrieben gaben rund zwei Drittel an, bereits Gäste beherbergt zu haben, die
Bleisure Travel oder Workation in Anspruch genommen haben. Mehr als die Hälfte der Unterkunftsbetriebe berichtet von Gästen, die ihre Geschäftsreise privat verlängern –also genau jene Reisenden, die nach dem letzten Meeting nahtlos in den Kurzurlaub wechseln.
Spürbar erholte Mitarbeitende
Die Vorteile liegen auf der Hand: Für Angestellte werden zusätzliche Urlaubstage günstiger, weil die Kosten für Anund Abreise in der Regel vom Unternehmen getragen werden. Zudem sparen sie einen Urlaubstag für die reine Anreise und gewinnen mehr Zeit vor Ort. Gleichzeitig tun sich sich neue Reiseziele auf, die man ohne geschäftlichen Anlass vielleicht nie in Betracht gezogen hätte – vom Städtetrip bis zur spontanen Landpartie. Unternehmen
wiederum punkten im Wettbewerb um Fachkräfte: Wer Bleisure ermöglicht, signalisiert Flexibilität, stärkt Arbeitgebermarke und Mitarbeiterbindung und profitiert von erholten, zufriedenen Teams.
Auch ökologisch kann Bleisure sinnvoll sein. Wird die ohnehin nötige Dienstreise um private Tage vor Ort ergänzt, entfallen zusätzliche Flüge oder Bahnfahrten für separate Urlaube – die Zahl der insgesamt durchgeführten Reisen sinkt, ebenso der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase. Statt also nach der Dienstreise erst nach Hause zu fliegen, den Koffer neu zu packen und kurz darauf wieder aufzubrechen, bleiben Geschäftsreisende länger am Zielort –das spart Wege, Zeit und Emissionen und macht Bleisure zu einem Baustein moderner, bewusster Reisekultur.
Mobilität und Travel-Management neu denken
Mobilität ist mehr als Bewegung. Ihre professionelle Steuerung ist ein strategischer Hebel für Stabilität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit – und heute wichtiger denn je. Ein Beitrag von Christoph Carnier, Präsident vom Verband Deutsches Reisemanagement e. V.
Berufliche Mobilität befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Sie ist längst mehr als das Zurücklegen von Wegen. Auch ihre organisatorische Steuerung hat sich über das hinausentwickelt, was früher als administrative Aufgabe galt: Mobilität ist zu einem strategischen Handlungsfeld geworden. Sie muss heute ganzheitlich gedacht werden und reicht weit über einzelne Reiseprozesse hinaus. Sie umfasst zahlreiche Faktoren: von Geschäftsreisen und Pendelwegen über Fuhrparkmanagement bis hin zu ökologischer und ökonomischer Verantwortung, digitalen Lösungen und den Bedürfnissen der Reisenden.
Die neue Rolle des Travel-Managers Mit diesem Wandel hat sich auch die Rolle der Travel-Manager grundlegend verändert. Sie orchestrieren ein Zusammenspiel aus Menschen, Prozessen und Technologien, verbinden Anbieter und interne Bereiche, koordinieren unterschiedliche Mobilitätsformen und sorgen dafür, dass Tausende
Mitarbeitende sicher und effizient unterwegs sind. Für Entscheider ist wichtig zu verstehen: Travel-Management ist längst keine reine Servicefunktion mehr. Es ist der Bereich, der Komplexität bündelt und Mobilität überhaupt erst steuerbar macht. Dafür braucht es ein klares Umdenken in den Unternehmen – denn die neue Mobilität bringt eine Vielschichtigkeit mit sich, die in dieser
Breite kaum ein anderes Thema erreicht. Doch viele bestehende Strukturen können mit diesem Wandel oft nicht Schritt halten.
Travel-Manager sind Architekten komplexer Mobilität – weit über klassische Geschäftsreisen hinaus.
Umso wichtiger ist ein professionelles Mobilitätsmanagement, das Orientierung schafft und Mobilität als strategischen Rahmen im Unternehmen verankert – unterstützt durch die Expertise von starken Branchenpartnern wie dem VDR.
www.vdr-service.de
Christoph Carnier, VDR-Präsident
Lübeck – Business, Freizeit oder beides
Business, Freizeit oder beides optimal kombiniert – Lübeck bietet inmitten der historischen Altstadt die perfekte Kulisse für geschäftliche und private Reiseanlässe. Wer nach einer Tagung ein paar Tage länger bleibt, entdeckt eine maritime Welt mit vielen kulturellen Highlights. Und dank spezieller Angebote lohnt sich das Längerbleiben ganz besonders.
Zwischen Hamburg und Ostsee liegt eines der beliebtesten Reiseziele Norddeutschlands: Lübeck, auch Königin der Hanse genannt, zieht sowohl Urlauber als auch Geschäftsreisende an. Letztere kommen aufgrund der Tagungen und Kongresse, die mit 10 bis 2.000 Teilnehmenden in der Hansestadt abgehalten werden – immer in Hotels oder Tagungszentren mit Wasserblick beziehungsweise in Wassernähe.
Länger bleiben lohnt sich Oft hängen Geschäftsreisende ein paar private Urlaubstage dran und tauchen ein in das maritime Flair Lübecks, das leicht und beschwingt durch die charmanten Gassen der historischen Altstadt weht. Zwischen imposanter Backsteinarchitektur, kulturellen Sehenswürdigkeiten und die Altstadtinsel umgebenden Wasserläufen pulsiert der Herzschlag der Hansestadt: freudig, lebendig, gelassen. Ein besonderer Tipp für
alle Lübeck-Reisenden: die Stadt von der Wasserseite aus entdecken – ob mit dem Kanu, dem E-Boot oder bei einer entschleunigten Fahrt mit dem Ausflugsdampfer. Im Seebad Travemünde, das ebenfalls zu Lübeck gehört, warten nach einer erfolgreichen Tagung die Ostsee und der Strand, der zu erholsamen Spaziergängen einlädt. Und
ITB Berlin 2026: Tourismus im Gleichgewicht
Die weltweit führende Tourismusfachmesse feierte 60 Jahre und zeigte, wie Tourismus als Wirtschaftsmotor, Innovationsplattform und Trendsetter die Zukunft gestaltet.
Berlin war vom 3. bis 5. März das Zentrum der globalen Reisebranche: Zur 60. Ausgabe der ITB Berlin trafen sich Entscheider, Innovatoren und Visionäre aus über 160 Ländern. Die Messe unterstrich, dass Tourismus nicht nur ökonomische Bedeutung hat, sondern auch gesellschaftliche Strömungen formt - von Nachhaltigkeit über Digitalisierung bis hin zu neuen Erlebnisformen. Als Gastland unterstrich Angola eindrucksvoll, dass Afrika zunehmend an Bedeutung auf der globalen Tourismuslandkarte gewinnt.
Trends und Innovationen für die globale Reisebranche
Die ITB Berlin 2026 setzte klare Schwerpunkte auf Zukunftsthemen: Nachhaltiger Tourismus, Gesundheit und Wellbeing, Adventure Travel, Luxus- und LGBTQ+-Reisen sowie MICE- und Kreuzfahrtsegmente standen im Fokus. Medical & Health Tourismus
mit Schwerpunkten auf Prävention, Regeneration und Longevity bleibt ein relevantes Zukunftsthema. Gleichzeitig treiben digitale Innovationen die Branche voran: Künstliche Intelligenz, smarte Hotelsoftware und neue Zahlungslösungen verändern, wie Reisen gebucht, organisiert und erlebt werden.
Talente, Verantwortung und wirtschaftliche Impulse
Die Messe betonte auch die Bedeutung von Nachwuchs und Fachkräften: Der neue ITB Talent Hub bot Berufseinsteiger:innen praxisnahe Impulse, Networking und PitchWettbewerbe. Der ITB Berlin Kongress mit 400 Speakern griff wirtschaftliche Kernthemen auf – von Polykrisen über resiliente Destinationen bis zu inklusivem Reisen –und machte deutlich: Wer im globalen Tourismus erfolgreich sein will, muss Innovation und Verantwortung zugleich denken.
das Beste: Lübeck hat extra für Geschäftsreisende die Kampagne „Länger bleiben und sparen“ ins Leben gerufen und bietet hierbei exklusive Vorteile für den Kurzurlaub nach vorangegangenen Businessveranstaltungen. Dazu zählen rabattierte Angebote für Hotelübernachtungen, Shopping und Freizeitaktivitäten sowie eine fundierte Beratung mit vielen Tipps, die speziell für einen Kurzaufenthalt hilfreich sind. Es ist dieses außergewöhnlich starke Netzwerk aus Veranstaltungsprofis und Tourismusexperten, das Lübeck zum perfekten Ort für Urlaub wie Business macht.
www.luebeck-tourismus.de
Neben dem wirtschaftlichen Fokus blieb die ITB Berlin ein emotionales Erlebnis: Von nostalgischen Aktionen wie „Back to the Future“ über Guided Tours zu nachhaltigem Luxus und Adventure Travel bis zum neuen 24/7-Chatbot MIA, der jederzeit Orientierung bot, verband die Fachmesse Geschäft und Erlebnis.
www.itb.com
ITB Berlin 2026: Balance als Leitmotiv einer globalen Branche
BLINDED by DELIGHT – die spektakuläre Grand Show im Friedrichstadt-Palast Berlin
Berlin bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten, und besonders im Frühling lebt die Hauptstadt richtig auf. Lassen Sie sich bei einem Städtetrip nach Berlin von der Stadt und einem traumhaften Showerlebnis verzaubern.
Im Friedrichstadt-Palast werden Träume wahr: Die aktuelle Grand Show BLINDED by DELIGHT begeistert das Publikum auf der größten Theaterbühne der Welt. Die Zuschauer tauchen ein in überwältigende Traumwelten voller Fantasie, Emotion und Opulenz. Bereits 250.000 Gäste haben diese außergewöhnliche Show seit der überragenden Premiere im Oktober 2025 schon erlebt.
Wie es wohl wäre, in einer Welt des Glücks aufzuwachen? Luci erwacht in der prachtvollen Traumwelt ihrer ungelebten Wünsche. Atemberaubend ist die Pracht dieser Traumwelt, ihr altes Leben nur noch ein fernes Echo. Und vor ihr – der Mann ihrer Träume. Ein Neuanfang, flüstert ihre Fantasie. Träume platzen, sagt die Vernunft. Ihr Traummann spürt, dass Luci, geblendet von so viel Glück, diesem nicht trauen mag. Doch er weiß, dass sie nur dann eine Chance haben, wenn sie zulassen, dass ihre beiden Welten verschmelzen. Mit allem, was er hat, kämpft er um die Liebe seines Lebens. Luci steht vor der großen Frage, die sich uns allen einmal stellt: Bleiben wir realistisch, oder haben wir den Mut, unsere Träume zu leben?
Auf der Bühne funkeln fast 600 maßgeschneiderte Kostüme von US-Stardesigner Jeremy Scott, der mit Swarovski erneut Millionen Kristalle in Szene setzt.
Der Stardesigner arbeitete bereits mit internationalen Ikonen wie Madonna, Lady Gaga oder Rihanna zusammen und prägte zehn Jahre das Modehaus
Moschino. Nun bringt er seine fantasievollen Designs auf die Bühne des Palastes. Ein besonderes Highlight: Das berühmte Chandelier-Dress, das er für Katy Perry zur METGala 2019 entwarf, wurde für die Show neu aufgelegt. Darüber hinaus erstrahlt das Markenzeichen des Palastes, die 32-köpfige Kickline, in über vier Millionen Swarovski-Kristallen.
Der Palast ist Europas größtes Show-Theater und steht für spektakuläre Bühnenkunst, die weltweit ihresgleichen sucht. Mit jährlich 700.000 Gästen ist er die Nr. 1 unter den Berliner Bühnen. Die opulenten Grand Shows bieten einzigartiges Live-Entertainment, tänzerische Perfektion, berührende Songs und atemberaubende Artistik. Das gibt es in diesen Dimensionen nur in Berlin. BLINDED by DELIGHT ist eine überwältigende Erinnerung ans Glücklichsein – mit über 100 Künstlerinnen und Künstlern, die ein traumhaftes Gesamtkunstwerk erschaffen. Wer weiß, vielleicht beginnt jede
Veränderung mit einem Traum, der nicht verfliegt.
Der Palast bietet seinen Gästen ein Fühl-dich-sicher-Versprechen. Falls Ihnen beim geplanten Besuch etwas dazwischenkommt, kann Ihr am Palast gekauftes Ticket bis zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn auf einen anderen Termin umgebucht oder in einen Gutschein umgetauscht werden. Gilt nicht für Tickets von Drittanbietern.
Unser Tipp:
Mit dem Deutschlandticket kommen Sie preisgünstig nach Berlin und können hier das Nahverkehrsnetz nutzen. Der Friedrichstadt-Palast befindet sich unweit des Berliner Hauptbahnhofs und nur fünf Minuten vom Bahnhof Friedrichstraße, an dem auch viele Regionallinien halten.
Tickets für BLINDED by DELIGHT sind erhältlich über:
Zum ersten Mal überhaupt hat der Cirque du Soleil eine permanente Show in Europa geschaffen –und sie ist anders als alles, was Sie bisher gesehen haben.
Im Theater am Potsdamer Platz, im Herzen der deutschen Hauptstadt, verschmelzen bei Cirque du Soleil ALIZÉ Weltklasse-Akrobatik und modernste Illusionskunst zu etwas völlig Neuem. Artisten scheinen die Gesetze der Schwerkraft zu überwinden, während Objekte schweben, Körper verschwinden und sich scheinbar aus dem Nichts wieder materialisieren. Die Macher nennen es „Acromagic“ – jenen magischen Moment, in dem das Unmögliche direkt vor Ihren Augen Wirklichkeit wird. Es ist die perfekte Verbindung zweier Kunstformen, die es bisher so nicht gab: die athletische Präzision der Zirkuskunst und die mystische Faszination der großen Illusionisten.
Eigens für Berlin konzipiert, verwandelt Cirque du Soleil ALIZÉ das Theater am Potsdamer Platz in eine andere Welt. Die Bühne wird zum Portal in eine Dimension, in der die Regeln der Physik nicht mehr zu gelten scheinen. Erleben Sie, wie
die Artisten über Ihren Köpfen durch die Luft fliegen, vor Ihren Augen verschwinden und die Grenzen des Machbaren verschieben – eine Symbiose aus Körperbeherrschung, Illusion und Technologie, die die Grenzen zwischen Realität und Täuschung verschwimmen lässt.
Jede Szene ist choreografiert bis ins kleinste Detail, jeder Handgriff sitzt. Und doch wirkt
fast organische Energie, die das Publikum von der ersten Minute an in ihren Bann zieht.
nichts mechanisch oder einstudiert. Im Gegenteil: Cirque du Soleil ALIZÉ besitzt eine
Die Künstler scheinen nicht nur zu performen, sondern mit der Bühne, dem Licht und den
Illusionen zu verschmelzen. Das Ergebnis ist eine zweistündige Show, die zwischen atemberaubend und verblüffend wechselt. Eine Geschichte über Verwandlung und Widerstandskraft, erzählt ohne Worte, allein durch Bewegungskunst und Illusionen. Immer wieder fragt man sich: Wie haben sie das gemacht? Und genau in diesem Moment des Staunens liegt die Magie von Cirque du Soleil ALIZÉ.
Dies ist keine bloße Aufführung, sondern ein Abend, von dem Sie sicher noch lange erzählen werden. Ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt und das zeigt, warum Cirque du Soleil seit Jahrzehnten als Synonym für außergewöhnliches Live-Entertainment gilt.
Ob Sie für ein Wochenende oder länger in Berlin sind: Cirque du Soleil ALIZÉ ist ein Muss. Weltklasse-Entertainment in einer der aufregendsten Metropolen Europas, mit Acts und Effekten, die es nirgendwo sonst auf diesem Planeten zu sehen gibt. Berlin hat schon viele spektakuläre Shows erlebt. Diese könnte Geschichte schreiben.
www.alize.show
Meer erleben
Die Küsten von Nord- und Ostsee bleiben für viele Urlauber auch im Jahr 2026 die erste Wahl. Es locken Strandtage zwischen feinem Sand und schäumenden Wellen, Wanderrouten hinterm Deich und echte norddeutsche Mentalität.
Deutschland ist und bleibt das beliebteste Reiseziel der Deutschen: Im Schnitt bleiben jedes Jahr 35 Prozent aller Urlauber im eigenen Land. Wer den Sommer am Wasser verbringen und sich in die Wellen stürzen will, fährt entsprechend an Nord- oder Ostsee. Ob klassischer Strandkorbtag, Spaziergang über die Promenade und auf die Seebrücke oder Fischbrötchen im Hafen: Die Mischung aus Weite, Wind und Wellen wirkt sofort. Das leise Rauschen der Brandung, Möwenrufe und der feine warme Sand zwischen den Zehen lassen die Alltagssorgen schnell verblassen, während am Horizont
42 Kilometer
misst Deutschlands längster
Strand – er erstreckt sich von Ahlbeck bis Zinnowitz und ist teilweise bis zu 70 Meter breit.
Segelboote vorbeiziehen und der Himmel sich jeden Abend neu inszeniert. Wer mag, startet den Tag barfuß am Morgenstrand mit einer Tasse Kaffee in der Hand und Blick auf die erste Sonne über dem Wasser – oder genießt ihn mit einem guten Buch, eingekuschelt in den Strandkorb.
Kurze Anreise und viel Natur Wer mehr Abwechslung sucht, findet sie abseits der Strände: Wattwanderungen und Radtouren hinterm Deich, zwischen Fischerdörfern und Seebädern mit ihren imposanten Seebrücken laden zum Aktivurlaub ein. In den großen und kleinen Städtchen entlang der Küste locken Meeres- und Heimatkundemuseen, Ausstellungen und Theateraufführungen rund um die norddeutschen Mythen und Legenden. Wer es ruhiger mag, gönnt sich eine Thalasso-Behandlung bei strahlendem Sonnenschein, sammelt Muscheln am Strand, beobachtet das Spiel der Wolken und spürt, wie die salzige Luft
Wattenmeer, Marine und neue Energie
Wilhelmshaven vereint Marinegeschichte, Wattenmeer und Aufbruch miteinander: Hier trifft maritime Tradition auf Zukunftsprojekte.
Die Nordseestadt am Jadebusen bietet eine besondere Vielfalt und steht für beeindruckende Kontraste. Sie vereint maritime Atmosphäre, Naturerlebnisse und urbanes Flair. Am größten Marinestandort Deutschlands ist die Vergangenheit allgegenwärtig – und doch öffnet sich nach einem kurzen Spaziergang über die Kaiser-Wilhelm-Brücke, dem Wahrzeichen der Stadt, das Tor
zu einem beeindruckenden Naturraum: dem Wattenmeer. Historische Ereignisse, Marine und Natur prägen das Stadtbild bis heute, und Geschichte erlebt man hier an fast jeder Ecke.
Was man Wilhelmshaven jedoch nicht vorwerfen kann, ist Stillstand. Trotz der jungen Geschichte merkt man der Stadt ihre Energie und Lust am Wandel an. Kreative Szene, vielfältige Veranstaltungen sowie wirtschaftliche Entwicklungen wie der stetig wachsende JadeWeserPort oder neue Energieprojekte stehen für Aufbruch und Perspektive. Gleichzeitig gehört Wilhelmshaven zum UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, einem Naturraum, der Erholung ermöglicht und zugleich zu verantwortungsvollem, nachhaltigem Handeln verpflichtet. Die Stadt verändert sich stetig und richtet ihren Blick dabei konsequent nach vorn. Gästen
Körper und Geist guttut. Besonderer Termin in diesem Jahr: Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert sein 40-jähriges Bestehen unter dem Motto „Nationalpark wirkt!“ mit Aktionen, die zeigen, was Schutz für Natur, Klima und Küste leistet. So wird der Norden auch 2026 zum Badeurlaub mit Bonus: Natur erleben, bewegen, durchatmen – und richtig aufladen.
bietet sie daher eine besondere Vielfalt: Sie können am Südstrand entspannen und müssen weder auf Einkaufs- noch auf vielfältige Kulturangebote verzichten. In Wilhelmshaven treffen Vergangenheit und Zukunft aufeinander. Die spannende Historie ist stets sicht- und spürbar, und dennoch präsentiert sich die grüne Stadt am Meer modern, wandelbar und überraschend.
www.wilhelmshaven-touristik.de
VON JENS BARTELS UND KATHARINA LEHMANN
Südstrand und Maritime Meile
Wilhelmshaven
„Hochwertige
Hotels und Reiseerlebnisse im Wandel“
Dagmar Wöhrl ist Unternehmerin, Inhaberin einer eigenen Hotelgruppe, medial bekannte Investorin aus dem TV-Format „Die Höhle der Löwen“ sowie langjährige Beobachterin internationaler Reisetrends. Hier spricht sie über den Wandel hochwertiger Hotels, nachhaltigen Luxus, neue Erwartungen anspruchsvoller Gäste und die Zukunft exklusiver Reiseerlebnisse.
Frau Wöhrl, wie definieren anspruchs volle Reisende aus Ihrer Expertinnensicht heute „hochwertige Hotels“ – und welche Rolle spielen authentische Erlebnisse im Vergleich zu klassischem Komfort?
Dagmar Wöhrl: Hochwertig heißt für mich vor allem verlässlich. Der Gast möchte ankommen und sofort spüren: Hier bin ich gut aufgehoben. Das beginnt ganz banal beim Bett und hört bei einem aufmerksamen Team noch lange nicht auf. Komfort ist keine Kür, er ist die Grundlage. Wenn der Komfort nicht stimmt, hilft auch die schönste Geschichte nichts.
Authentizität entsteht dann, wenn alles ineinandergreift. Wenn Abläufe sauber sind, wenn Menschen gern zur Arbeit kommen und das auch ausstrahlen. Das lässt sich nicht inszenieren. Bei unseren Hotels versuchen wir genau das: im Hintergrund klare Strukturen und Effizienz, damit sich vorne Leichtigkeit einstellen kann. Nicht geschniegelt, nicht aufgesetzt, sondern lebendig. Vielleicht ist das ein sehr nüchterner Ansatz, aber für den Gast ist er unglaublich wohltuend.
Welche Entwicklungen in der Hotellerie werden Ihrer Meinung nach das Reisen in den kommenden Jahren prägen – und welche Trends sind eher kurzlebige Erscheinungen?
Dagmar Wöhrl: Ich glaube, bleiben wird alles, was ehrlich ist und dem Gast wirklich etwas bringt. Digitalisierung, flexible Konzepte, klare Kostenstrukturen – das sind keine Moden, sondern Antworten auf eine Realität. Reisen soll unkompliziert sein, nicht erklärungsbedürftig. Was hingegen verschwinden wird, sind Trends, die laut
„Nachhaltigkeit ist kein Verzicht, sondern eine Investition, wenn man sie klug umsetzt.“
sind, aber kein Fundament haben. Hotels sind keine Showrooms, sondern Unternehmen mit Verantwortung für Mitarbeitende, Gäste und Investitionen. Der Gast merkt sehr schnell, ob hinter einem Konzept
echtes Unternehmertum steckt oder nur eine gute Idee. Gerade jetzt sehnen sich viele wieder nach Verlässlichkeit. Nach Substanz. Das sind Werte, für die Deutschland immer stand – und ich bin überzeugt, dass sie auch in der Hotellerie wieder stärker zählen werden.
Wie lassen sich Exklusivität, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg in der Hotellerie miteinander verbinden, ohne dass das eigentliche Reiseerlebnis an Leichtigkeit verliert?
Dagmar Wöhrl: Indem man Verantwortung ernst nimmt, aber nicht schwer macht. Nachhaltigkeit ist kein Verzicht, sondern eine Investition, wenn man sie klug umsetzt. Sie funktioniert dann, wenn sie Teil des unternehmerischen Denkens ist und nicht als Etikett verstanden wird. Luxus bedeutet heute für viele Menschen etwas anderes als früher. Es geht weniger um Überfluss und mehr um Sinn. Es geht um Dinge, die gut gemacht sind, die Bestand haben. Ein gutes Hotel fühlt sich leicht an, weil im Hintergrund sehr diszipliniert gearbeitet wird. Genau das liebe ich am Unternehmertum. Wirtschaftlicher Erfolg, Verantwortung und eine gewisse Gelassenheit können hierbei zusammenfinden ohne großes Aufheben, aber mit Haltung.
https://dagmar-woehrl.consulting
Dagmar Wöhrl
Expertenstimmen
„Camping trifft den Zeitgeist: Menschen suchen Freiheit, Natur und echte Erlebnisse statt starrer Urlaubsmodelle. Nachhaltiges, bewusstes Reisen, flexible Planung und Slow Travelling machen das Unterwegssein intensiver – und genau darin liegt heute der wahre Luxus des Reisens.“
Dr. Susanne Dickhardt, roadsurfer-Mitgründerin
„Was wir als Reisende erfahren, erleiden, erdulden, ist es, was uns bereichert. Wer ohne Sorgen, ohne Zweifel, ohne Mühe unterwegs ist, bringt keine Erfahrungen nach Hause.“
Jens Bartels, Michael Gneuss, Katharina Lehmann, Saskia Schumann redaktion@selected-content.com
V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Michael Gneuss redaktion@selected-content.com
Layout
Silke Schneider info@selected-content.com
„Zwischen UNESCO-Welterbe und Kultur auf der einen, Sandstrand und Ostsee auf der anderen Seite bieten Lübeck und Travemünde den idealen Rahmen für erfolgreiche Tagungen und erholsame Urlaubstage – am besten in Kombination.“
Christian Martin Lukas, Geschäftsführer, Lübeck und Travemünde Marketing GmbH
„Luxus im Tourismus bedeutet heute, Räume zu schaffen, in denen Menschen nicht nur reisen, sondern wachsen, fühlen und Zugehörigkeit erleben.“
Astrid Oberhummer, Geschäftsführerin, Lobster Experience GmbH
Weitere Informationen Pit Grundmann info@selected-content.com
Eine Anzeigensonderveröffentlichung von selected content am 01.04.2026 in DIE ZEIT. selected content (eine Marke der Reflex Verlag GmbH) und DIE ZEIT sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen.
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