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Seminar f端r Allgemeine Rhetorik

Kommentiertes Veranstaltungsverzeichnis Wintersemester 2013/14


Inhalt Sprechstunden und Öffnungszeiten Semestertermine Lehrveranstaltungen im Überblick Anmeldeverfahren Prüfungen Sprachkenntnisse ECTS Leistungsnachweise Modulübersicht Modulzuordnung Lehrveranstaltungen mit Kommentar: Vorlesung Einführungsseminar Proseminare Haupt- / Oberseminare Praxisseminare Kolloquien Schlüsselqualifikationen Flexibilitätsfenster Studio Literatur und Theater Rhetorikverein Streitkultur e. V. Tübinger Debatte

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Philosophische Fakultät Seminar für Allgemeine Rhetorik Wilhelmstraße 50 72074 Tübingen Telefon: 07071 29-78431 Fax: 07071 29-4258 rhetorik@uni-tuebingen.de http://www.uni-tuebingen.de/rhetorik

Titelbild: Walter Jens. Zeichnung von Annette Bätjer

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Sprechstunden und Öffnungszeiten Lehrkörper Jasmina Gherairi / Lisa Überall: anschließend an die Veranstaltung Markus Gottschling / Thomas Susanka: nach Vereinbarung Raum 143 Keplerstr. Prof. Dr. Joachim Knape: Di, 12 – 13 Uhr Raum 550 Severina Laubinger: nach Vereinbarung Raum 547a Prof. Dr. Dietmar Till: Mi, 14 – 15 Uhr Raum 511 Bitte tragen Sie sich in die Liste vor Raum 511 ein. Dr. Thomas Zinsmaier: Di, 16 – 17 Uhr Raum 549 STUDIENBERATUNG Dr. Olaf Kramer Raum 551 Di, 11 – 12 Uhr

• Auslandsstudienberatung, Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland • Bescheinigungen für Studienkredite / BAFÖG • Zulassung in höhere Semester • Doppelstudium

Dr. Anne Ulrich Raum 510 Peter Weit Raum 547 Mi, 11 – 12 Uhr Di, 10 – 11 Uhr Bitte tragen Sie sich in die und nach Vereinbarung Liste an der Tür ein. • Allgemeine Studienberatung für • B.A.- und M.A.-Studierende • Eintragung der Zwischenprüfung • Anerkennung von Fremdsprachen (Latinum) • Eintragung der Schlüsselqualifikationspunkte • Betreuung bei CampusProblemen

Magisterberatung

Lehrbeauftragte Dr. Gregor Kalivoda: Di, 14 – 15 Uhr Raum 547a Ole Kazich: anschließend an die Veranst. Raum 137 Dr. Franz-Hubert Robling Habil. D. R.: Do, 12 – 13 Uhr Raum 137 Jeweils anschließend an die Veranstaltungen: Prof. Dr. Jochen Kölsch, Prof. Dr. Thomas Vogel, Nikos Andreadis, Sven Behrisch, Dr. Anja Busse, Sandra Fröhlich, Reinold Hermanns, Sven Herrmann, Roman Kremer, Dr. Claus Rieder, Hagen Schick, Bernadette Schoog

Virtuelle Rhetorik Zarah De Luca-Hellwig (Gesprächskomp.): Daniel Seebert (Redekompetenz): Evelyn Seidl (Schreibkompetenz):

Di, 11 – 12 Uhr Do, 11 – 12 Uhr wird noch bekanntgegeben

Raum 131 Raum 131 Raum 131

nach Vereinbarung

Raum 131

Mo – Do, 10 – 12 u. 14 – 16 Uhr Fr 10 – 12 Uhr

Raum 548

Flexibilitätsfenster Claudia Gruhn:

Sekretariat Angelika Fiege:

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Semestertermine

Für Studienanfänger/-innen

Semesterbeginn: 14.10.13 VERANSTALTUNGUNGSBEGINN: 21.10.13

Begrüßungsveranstaltung: Di, 15.10. 18 Uhr c.t., Hörsaal 036 VERBINDLICHE Infoveranstaltung: Mi, 16.10., 12-14 Uhr c.t., Hörsaal 036

vorlesungsfrei: 1.11.13 (Allerheiligen) 23.12.13 bis 6.1.14 (Weihnachtspause) Veranstaltungsende: 8.2.14

Für neue Master-Studierende

Rückmeldefrist: 1.6. bis 15.8. 13

Begrüßungsveranstaltung: Di, 15.10., 20 Uhr c.t., Raum 406

Lehrveranstaltungen im Überblick Vorlesungen 100 Einführung in die Rhetorik

Mi, 12 – 14

Till

NEBENANKÜNDIGUNG DER GERMANISTIK 110 Der Text als Medium: Rhetorische Positionen der Literaturtheorie

Di, 14 – 16

Berndt

Mo, 14 – 16 Mi, 14 – 16 Mi, 16 – 18

Kramer Ulrich Ulrich

Mi, 16 – 18 Di, 10 – 12 Di, 14 – 16 Mo, 16 – 18

Kazich Knape Knape Gottschling Susanka Laubinger Rieder Schick

Einführungsseminar 210 Einführung in das Studium der Rhetorik, Gruppe 1 220 Einführung in das Studium der Rhetorik, Gruppe 2 230 Einführung in das Studium der Rhetorik, Gruppe 3

Proseminare 300 305 310 315

Lessings Rhetorik Handlungstheorie und Rhetorik Tübinger Reden des Jahres The Big Bang: Texte zu Rhetorik und Evidenz

320 Krisenrhetorik 330 Theaterrhetorik 340 Rhetorik und Management

Mi, 14 – 16 Do, 20 – 22 Mo, 20 – 22

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350 Lektürekurs: Cicero, De oratore Do, 14 – 16 360 Sophistik und Rhetorik Di, 10 – 12 370 Wenn die Rede feiert: Praxis und Theorie der antiken Di, 14 – 16 Epideiktik

Till Zinsmaier Zinsmaier

Haupt-/Oberseminare 410 Elocutio: Sprache und Stil in Rhetorik, Linguistik und Literaturwissenschaft 420 Rhetorik der Moralistik (Sebastian Brant, Michel de Montaigne) 425 Kommunikatorrollen 430 Rhetorik und kommunikative Kompetenz 440 Unternehmenskommunikation 450 Nietzsche und die antike Rhetorik 460 Das lange 19. Jahrhundert – Rhetorik zwischen Kant und Rosa Luxemburg 470 Bundestagswahlkampf 2013

Di, 12 – 14

Kalivoda

Di, 16 – 18

Knape

Di, 18 – 20 Mo, 16 – 18 Do, 18 – 20 Do, 10 – 12 Do, 16 – 18

Knape Kramer Rieder Robling Till

kompakt im September

Till

Praxisseminare 500 505 510 515 520 525

Reden – Überzeugen – Gewinnen: Angewandte Rhetorik Gruppe 1 kompakt Gruppe 2 kompakt Kulturjournalismus kompakt Die Macht der Stimme. kompakt Die Stimme als rhetorischer Wirkungsfaktor Grundlagen der Gesprächsführung kompakt Wir schreiben ein Rhetorik-Wiki II kompakt

530 Sprechend schreiben 535 Kundenkommunikation – Messung von wahrgenommener Dienstleistungsqualität 540 Das Verkaufsgespräch 545 Drehbuch und Filmdramaturgie 550 Interviewtraining und Moderation 555 Werkstatt Kreatives Schreiben: Mit allen Sinnen

Andreadis Andreadis Behrisch Busse

Mo, 16 – 18 kompakt

Fröhlich Gherairi Überall Hermanns Herrmann

kompakt kompakt kompakt Do, 12 – 14

Kremer Kölsch Schoog Vogel

n. Vereinb. n. Vereinb. Do, 20 – 22 14-täglich Mi, 18 – 20

Knape Till Knape Till Robling Till

Kolloquien 600 Koll. für Examenskandidaten und Doktoranden 610 Koll. für Examenskandidaten und Doktoranden 620 Institutskolloquium 630 Probleme der Rhetorikforschung

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Anmeldeverfahren Vorlesung: Keine Anmeldung nötig Einführungsseminar: Keine Anmeldung nötig. Jede/r Studienanfänger/in erhält einen Platz. VERBINDLICHE Infoveranstaltung: Mi, 16.10., 12-14 Uhr c.t., Hörsaal 036

Proseminare – Haupt-/Oberseminare – Praxisseminare: Für diese findet die Anmeldung im Campus-Portal statt. Sie können sich um einen Platz in bis zu 3 Proseminaren bzw. bis zu 3 Hauptseminaren (im Master: in bis zu 5 Hauptseminaren/Oberseminaren) und einem Praxisseminar (im Master: in bis zu 4 Praxisseminaren) bewerben. Dafür vergeben Sie Prioritäten von 1 (hohe Priorität) bis 4 (niedrige Priorität). Nach dem Anmeldezeitraum werden die Plätze in den Seminaren per Losverfahren vergeben und Sie können sehen, in welchen Veranstaltungen Sie auf jeden Fall einen Platz bekommen haben. Die Platzvergabe ist verbindlich.

Die Belegungsfrist geht vom 22. Juli bis zum 25. August 2013 Für die Platzvergabe spielt es keine Rolle, zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Frist Sie sich um Seminarplätze beworben haben. Am 26. August werden die Plätze verteilt. Vom 30. August bis zum 30. September können Sie sich eigenständig von Veranstaltungen wieder abmelden, die Sie doch nicht besuchen wollen. Sie haben durch das Losverfahren keinen Platz in Ihrem Wunschseminar erhalten: Gehen Sie zum 1. Termin, eventuell erhalten Sie einen Nachrückerplatz. Außerdem können Sie noch ein unterbelegtes Seminar besuchen, gehen Sie ebenfalls zum 1. Termin. Durch ein Fehlen in der 1. Sitzung verfallen sowohl Stamm- als auch Nachrückerplätze. AUSNAHMEN Hauptseminar „Bundestagswahlkampf 2013“, Prof. Dietmar Till: Anmeldungen sind noch bis zum 25. August möglich. Bitte melden Sie sich per E-Mail an hiwis-till@rhetorik.uni-tuebingen.de Sie erhalten dann einen Seminarplan und eine Literaturliste mit weiteren Infos. Praxisseminar „Drehbuch und Filmdramaturgie“, Prof. Jochen Kölsch: Anmeldung: Vorab mit Motivationsschreiben per E-Mail bis zum 30.9.2013 an das Sekretariat Braungart: sekretariat.braungart@ndl.uni-tuebingen.de

Wir weisen darauf hin, dass auch im Studio Literatur und Theater erworbene Leistungsnachweise am Seminar für Allgemeine Rhetorik als Praxisseminare anerkannt werden.

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Prüfungen • Bachelor-Klausuren: alle Seminarleiter/-innen von Haupt- und Oberseminaren • Mündliche Bachelor-Prüfungen und Bachelor-Arbeiten: Kalivoda, Knape, Kramer, Robling, Till, Ulrich, Zinsmaier • mündliche Master-Prüfungen: Kalivoda, Knape, Kramer, Till, Ulrich • Master-Arbeiten: Knape, Till

Sprachkenntnisse Die sprachlichen Voraussetzungen zum Studium im Haupt- und im Nebenfach sind im B.A.-Studiengang wie folgt geregelt: • eine moderne Fremdsprache • (Kleines) Latinum

ECTS Das Seminar für Allgemeine Rhetorik beteiligt sich am ECTS (European Credit Transfer System), das Studienleistungen an den Hochschulen in der EU vergleichbar machen und damit die Mobilität der Studierenden fördern soll. Die Zahl der vergebenen Punkte: Vorlesung: 4 Hauptseminar: 8 bzw. 10 (nach der alten Prüfungsordnung) Proseminar: 6 bzw. 8 Praxisseminar: 6

Leistungsnachweise Bachelor- und Master-Studierende erhalten ihre Noten im Campus-Portal eingetragen. Papierscheine werden nicht mehr ausgestellt. Ausnahmen: Wenn sich Ihr Praxisseminar thematisch als Schlüsselqualifikation eignet, können Sie sich die Leistung als solche anrechnen lassen. In diesem Fall bekommen Sie einen Papierschein. Der Schein wird im Sekretariat hinterlegt und die ECTS trägt Frau Dr. Ulrich für Sie im CampusSystem ein. Alle Magisterstudierenden bekommen wie bisher Papierscheine.

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Modulübersicht Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Hauptfach) nach der ALTEN Prüfungsordnung bis Sommersemester 2012 • im B. A.-Hauptfach sind 100 Leistungspunkte zu erwerben (zusätzlich sind 20 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 60 Leistungspunkte im Nebenfach nachzuweisen) • zum erfolgreichen Abschluss des Studiums sind zudem Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Erwerb des Latinums nötig, studienbegleitend ist im 3. Studienjahr eine Klausur (dreistündig) und eine mündliche Prüfung (30 Minuten) vorgesehen.

1. Studienjahr

2. Studienjahr

3. Studienjahr

MODUL VERANSTALTUNGSTYP QUALIFIKATION Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Einführung in das Vorlesung Klausur Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Rhetorische TextPraxisseminar Schreibübungen analyse u. –produktion Vorlesung Klausur Aufbaumodul Referat, Hausarbeit und Neuere Rhetorik Proseminar Klausur bzw. mündliche Prüfung Praxisseminar Schreib- bzw. Redeübungen Aufbaumodul Referat, Hausarbeit und Antike Proseminar Klausur bzw. mündliche Rhetoriktradition Prüfung Vorlesung Klausur Aufbaumodul Mündliche Praxisseminar Redeübungen Kommunikation SpezialisierungsHauptseminar Referat, Hausarbeit und modul I mündliche Prüfung Vorlesung Klausur Praxisseminar Schreib- bzw. Redeübungen SpezialisierungsHauptseminar Referat und Klausur modul II SpezialisierungsHauptseminar Referat und B.A.-Arbeit modul III

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Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Hauptfach) nach der NEUEN Prüfungsordnung ab Wintersemester 2012/13

1. Studienjahr

• im B. A.-Hauptfach sind 99 Leistungspunkte zu erwerben (zusätzlich sind 21 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 60 Leistungspunkte im Nebenfach nachzuweisen) • zum erfolgreichen Abschluss des Studiums sind zudem Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Erwerb des Latinums nötig, studienbegleitend ist im 3. Studienjahr eine Klausur (dreistündig) und eine mündliche Prüfung (30 Minuten) vorgesehen. Modul RHT-BA-01 Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik

Lehrveranstaltung Proseminar

RHT-BA-02 Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und -produktion

Proseminar

2. Studienjahr

RHT-BA-03 Aufbaumodul Neuere Rhetorik

Tutorium Vorlesung

Vorlesung Praxisseminar Proseminar

Vorlesung

LP (ges. 99) 6

Referat Hausarbeit Klausur Praktische Übungen

6

Referat Hausarbeit Mündliche Prüfung Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur

6

3

3 6

3 3

RHT-BA-04 Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar

RHT-BA-05 Aufbaumodul Rhetorische Praxis

Praxisseminar

Praktische Übungen

6

Praxisseminar

Praktische Übungen

6

RHT-BA-06 Spezialisierungsmodul I

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur Praktische Übungen

6

Referat Mündliche Prüfung

6

Bachelor-Arbeit

12

Vorlesung 3. Studienjahr

Leistungsnachweis Referat Hausarbeit Klausur

RHT-BA-07 Spezialisierungsmodul II

Hauptseminar

RHT-BA-08 Spezialisierungsmodul III

Hauptseminar

Vorlesung Praxisseminar

RHT-BA-09 Prüfungsmodul [9]

3

3

3 6


Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Nebenfach) nach der ALTEN Prüfungsordnung bis Sommersemester 2012 • insgesamt sind 60 Leistungspunkte nötig (sowie 20 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 100 Leistungspunkte im Hauptfach) • zusätzlich: Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Latinum

1. Studienjahr

2. Studienjahr

3. Studienjahr

MODUL VERANSTALTUNGSTYP QUALIFIKATION Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Einführung in das Vorlesung Klausur Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Proseminar Referat und Hausarbeit Rhetorische TextPraxisseminar Schreibübungen analyse u. –produktion Aufbaumodul Proseminar Referat, Hausarbeit und Antike Klausur bzw. mündliche Rhetoriktradition Prüfung Vorlesung Klausur Aufbaumodul Praxisseminar Redeübungen Mündliche Kommunikation SpezialisierungsHauptseminar Referat und Hausarbeit modul I SpezialisierungsHauptseminar Referat und Klausur modul II

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Modulplan B.A. „Allgemeine Rhetorik“ (Nebenfach) nach der NEUEN Prüfungsordnung ab Wintersemester 2012/13

1. Studienjahr

• insgesamt sind 60 Leistungspunkte nötig (sowie 21 Leistungspunkte im überfachlichen Bereich und 99 Leistungspunkte im Hauptfach) • zusätzlich: Orientierungsprüfung, Zwischenprüfung und Latinum Modul-Nr.

Lehrveranstaltung

Leistungsnachweis

RHT-BA-01 Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik

Proseminar

Referat Hausarbeit Klausur

RHT-BA-02 Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und -produktion

Proseminar

Tutorium Vorlesung

LP (ges. 60) 6

3

Referat Hausarbeit Klausur

6

Referat Hausarbeit Klausur Mündliche Prüfung

6

Vorlesung

3

3. Studienjahr

2. Studienjahr

RHT-BA-03 entfällt RHT-BA-04 Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition

Proseminar

RHT-BA-05 Aufbaumodul Rhetorische Praxis

Praxisseminar Praxisseminar

Praktische Übungen Praktische Übungen

6 6

RHT-BA-06 Spezialisierungsmodul I

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

RHT-BA-07 Spezialisierungsmodul II

Hauptseminar

Referat Hausarbeit Klausur

6

Vorlesung

Vorlesung

RHT-BA-08 und RHT-BA-09 entfallen

[11]

3 3

3

3


Pflichtveranstaltungen M. A. Allgemeine Rhetorik

1.-3.

MODULE VERANSTALTUNGSTYP Spezialisierungsmodul I OS Spezialisierungsmodul II OS Spezialisierungsmodul III (kann auch in einem affinen OS Fach erbracht werden)

PRÜFUNGSLEISTUNG Referat und Klausur Referat und Hausarbeit Referat und Hausarbeit

4.

Redeübung oder Schreibübung bzw. Präsentation Redeübung oder Schreibübung bzw. Präsentation Mündliche M.A.-Prüfung

Semester

M.A.-Arbeit

Semester

Aufbaumodul Praktische Rhetorik

Praxisseminar

Praxisseminar

Wahlpflichtveranstaltungen M. A. Allgemeine Rhetorik Im Wahlpflichtbereich müssen insgesamt 48 Leistungspunkte erworben werden. Sie können die folgenden Bausteine (Praxisseminare, Hauptseminare oder Vorlesungen) dafür beliebig kombinieren. MODULE Medienpraxis Sprechpraxis 1.-3. Semester

Zusätzliches Seminar aus dem Bereich der Spezialisierungs-Module Seminar aus einem affinen Fach Vorlesung (kann auch in einem affinen Fach besucht werden)

VERANSTALTUNGSTYP Praxisseminar/ Übung Praxisseminar/ Übung

PRÜFUNGSLEISTUNG Präsentation Mündliche Prüfung bzw. Sprechübung

Hauptseminar

Referat und Klausur oder kurze Hausarbeit

Hauptseminar

Referat und Klausur oder kurze Hausarbeit

Vorlesung

Mündliche Prüfung oder Klausur

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Die angebebenen Modulzuordnungen entsprechen noch der ALTEN Prüfungsordnung bis zum Sommersemester 2012. Sobald die NEUEN Module im Campus-System abgebildet sind, werden die neuen Zuordnungen vorgenommen. Solange orientieren Sie sich bitte an den alten Modulen. BACHELOR Grundlagenmodul Einführung in das Studium der Rhetorik Grundlagenmodul Rhetorische Textanalyse und –produktion Aufbaumodul Neuere Rhetorik Aufbaumodul Antike Rhetoriktradition Aufbaumodul Mündliche Kommunikation Spezialisierungsmodul I

Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III MASTER PFLICHTVERANSTALTUNGEN Spezialisierungsmodul I Spezialisierungsmodul II Spezialisierungsmodul III (kann auch in einem affinen Fach erbracht werden) Aufbaumodul Praktische Rhetorik

VERANSTALTUNGSNUMMERN VERANSTALTUNGSART 100 110 210 220 230

Vorlesungen Einführungsseminare

305 310 315 330 340 510 525 530 535

Proseminare Praxisseminare

300 305 310 320 520 540 555 350 360 370

Proseminare Praxisseminare Proseminare

500 505 515 520 540

Praxisseminare

110 410-430 450-470 510 530 545 550 555 410-470 410-430 450-470

Vorlesung Hauptseminare Praxisseminare Hauptseminare Hauptseminare

VERANSTALTUNGSNUMMERN VERANSTALTUNGSART 410-430 450-470 410-430 450-470 410-430 450-470

Hauptseminare Hauptseminare Hauptseminare

500 505 515 545 550 555

Praxisseminare

MASTER VERANSTALTUNGSNUMMERN VERANSTALTUNGSART WAHLPFLICHTVERANSTALTUNGEN Medienpraxis 510 525 530 535 545 Praxisseminare 550 555 Sprechpraxis 500 505 515 520 540 Praxisseminare Zusätzliches Seminar aus dem 410-470 Hauptseminare Bereich der Spezialisierungs630 Kolloquium Module Seminar aus einem affinen Fach Vorlesung (kann auch in einem 100 110 Vorlesungen affinen Fach besucht werden) [13]


Lehrveranstaltungen mit Kommentar ÄNDERUNGEN DER VERANSTALTUNGEN SIND MÖGLICH. DEN AKTUELLEN STAND SEHEN SIE IM CAMPUS-PORTAL.

GM AM SpM PrNr

= Grundlagenmodul = Aufbaumodul = Spezialisierungsmodul = Prüfungsnummer

M.A. = Masterstudiengang WP = Wahlpflichtbereich LP = Leistungspunkte

Die angebebenen Modulzuordnungen entsprechen noch der ALTEN Prüfungsordnung bis zum Sommersemester 2012. Sobald die NEUEN Module im Campus-System abgebildet sind, werden die neuen Zuordnungen vorgenommen. Solange orientieren Sie sich bitte an den alten Modulen.

Vorlesungen 100 Till: Einführung in die Rhetorik 2st., Mi, 12-14 Uhr, Beginn: 23.10.13, Hörsaal 036 • GM Einführung in das Studium der Rhetorik / PrNr 123 Aristotelische Rhetoriktradition/ 4 LP • WP M.A. / PrNr 6810 Vorlesung aus dem B.A. Die Vorlesung führt in wesentliche Theorieprobleme der Rhetorik ein. Auf dem Programm steht ein einführender Überblick über Geschichte und Theorie der Rhetorik vor allem der Antike, also über einzelne Theoretiker, Werke und Konzepte. Die Vorlesung ergänzt damit den in den Einführungsseminaren behandelten Stoff. Ein Programm und eine Literaturliste erhalten die Hörer/innen in der ersten Sitzung. NEBENANKÜNDIGUNG DER GERMANISTIK: 110 Berndt: Rhetorische Positionen der Literaturtheorie Di, 14-16, Beginn: 22.10.13, Hörsaal 037 • GM Einführung in das Studium der Rhetorik / PrNr 332 Literarische Rhetorik / 4 LP • SpM I / PrNr 2122 Literarische Rhetorik / 4 LP • WP M.A. / PrNr 6810 Vorlesung aus dem B.A.

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Einführungsseminar Einführung in das Studium der Rhetorik VERBINDLICH Vorbesprechung für alle Gruppen: Mi, 16.10.13, 12-14 Uhr, Hörsaal 036 (Einteilung in Gruppen) 210 GRUPPE 1 Kramer: Mo, 14-16 Uhr, regulärer Beginn: 21.10.13, Raum 406 220 GRUPPE 2 Ulrich: Mi, 14-16 Uhr, regulärer Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. 230 GRUPPE 3 Ulrich: Mi, 16-18 Uhr, regulärer Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. Tutorien: Die Termine werden in den ersten Seminarsitzungen bekanntgegeben. • GM Einführung in das Studium der Rhetorik / PrNr 105 (Einführung in das Studium der Rhetorik) / 8 LP Das Seminar konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: o Einführung in das Studium: Darstellung der Inhalte des Faches Rhetorik, Erläuterungen zum Studienplan. o Techniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens. o Einführung in die Rhetorik: Geschichte der Rhetorik, Behandlung ausgewählter Schwerpunkte der rhetorischen Forschung (u. a. antike Rhetorik, rhetorische Terminologie, rhetorische Textanalyse, Redegattungen, z. B. politische Rede, Festrede), Rhetorik im 20. und 21. Jahrhundert, körperliche Beredsamkeit. Die Veranstaltung ist ausschließlich für Studienanfänger/innen im Fach Allgemeine Rhetorik vorgesehen und auf deren Bedürfnisse abgestimmt. Keine Anmeldung nötig, jede/r Studienanfänger/in erhält einen Platz.

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Proseminare 300 Kazich: Lessings Rhetorik Mi, 16-18, Beginn: 23.10.13, Raum 030 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 670 Rhetorik und Ästhetik / 8 LP Da steht er, mein unbarmherziger Ankläger, und wiehert Blut und Verdammung: und ich, einfältiger Tropf, stehe bei ihm, und lese ihm ruhig die Federn vom Kleide. Einigen Zeitgenossen hat Lessing, allein durchs Wort nicht nur die wissenschaftliche, sondern alle öffentliche Reputation ein für alle Mal vernichtet. Hier ist anzusetzen: Lessings Sprache als Waffe zu betrachten, eröffnet die Möglichkeit, auf dem rhetorischen Gebiet der Polemik als dem lustigsten und grausamsten – kurz: unterhaltsamsten Terrain von Lessings Schreiben dem zur Aufklärungsikone Stilisierten doch ein wenig näher zu treten. Strategie im Zeichen des Zwecks? Oder Ehrgeiz? Von den wuchtigsten Fehden ausgehend (Dusch, Klotz, Lange, Goeze) fragen wir nach dem rhetorischen Kalkül in Lessings Schaffen überhaupt (Kritik, Rettung, Drama) und, ja, nach dem Verhältnis von Rhetorik und Aufklärung, Rhetorik und Wahrheit. Literatur: Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Walter Jens: Feldzüge eines Redners. In: Walter Jens: In Sachen Lessing. Vorträge und Essays. Stuttgart [reclam] 1983, S. 11-33. weitere Literatur: 1. Monika Fick: Lessing-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart, Weimar 32010 (dort weitere Lit.). 2. Hugh Barr Nisbet: Lessing. Eine Biographie. Aus dem Englischen übersetzt von Karl S. Guthke, München 2008. 3. Kommentarteil (zu den o.g. Kontroversen) folgender Lessing-Ausgabe: Werke und Briefe in 12 Bänden, hrsg. von Wilfried Barner zusammen mit Klaus Bohnen u.a., Frankfurt a.M. 1985ff. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

305 Knape: Handlungstheorie und Rhetorik Di, 10-12, Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. • GM Rhetorische Textanalyse und –produktion / PrNr 390 Grundlagen der rhetorischen Textanalyse / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 682 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 8 LP Das Seminar ist für Studierende gedacht, die sich gern mit theoretischen Fragen beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen die handelnden Kommunikationspartner. An sie knüpfen sich Begriffe wie Handlung, Interaktion, Kommunikation oder Pragmatik, die in anderen Disziplinen immer wieder Gegenstand der Theoriebildung sind (Kommunikationswissenschaft,

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Linguistik, Philosophie, Psychologie, Soziologie). Entsprechende Schnittstellen und Theorieangebote sollen in ihrer Bedeutung für die Rhetorik diskutiert werden. Literatur: Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): 1. R. Bernecker: Handlungstheorie. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik 3 (1996), Sp. 1286-1297. 2. K. Lorenz: Handlung. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie 3 (22008), S. 273-282. 3. C. F. Gethmann: Interaktion. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie 4 (22010), S. 24-27. 4. C. F. Gethmann: Interaktionismus, symbolischer. In: Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie 4 (22010), S. 29-31. 5. K. Ehlich: Pragmatik. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft 3 (2003), S. 148-151. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

310 Knape: Tübinger Reden des Jahres Di, 14-16, Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. • GM Rhetorische Textanalyse und –produktion / PrNr 390 Grundlagen der rhetorischen Textanalyse / 6 LP • AM neuere Rhetorik / PrNr 674 Argumentationsrhetorik / 8 LP Die Textsorte Rede gehört seit der Antike zu den Hauptgegenständen des Faches Rhetorik. In der Weihnachtszeit vergibt das Tübinger Seminar für Allgemeine Rhetorik alljährlich den Preis für die Rede des Jahres nach bestimmten Kriterien. Im Seminar sollen diese preisgekrönten Reden einer Relektüre unterzogen und in ihrer rhetorischen Dimension gewürdigt werden. Lernziel ist die Ausbildung der Fähigkeit zur professionellen Redeanalyse. Literatur: Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): 1. J. Knape: Rede2, Redegattungen. In: Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft 3 (2003), S. 233-235. 2. T. Schmitz: Rede A. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik 7 (2005), Sp. 698-699 3. D. Guhr/J.Knape: Rhetorische Praxis in Deutschland vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. In: Rhetorik und Stilistik. Ein internationales Handbuch. 1. Halbband. Hrsg. v. A. Gardt/U. Fix/J. Knape. Berlin, New York 2008, Sp. 463-487 (= HSK - Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft 31.1). Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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315 Gottschling/Susanka: The Big Bang: Texte zu Rhetorik und Evidenz Mo, 16-18, Beginn: 28.10.13 (ACHTUNG: späterer Beginn), Raum 036 Keplerstr. • GM Rhetorische Textanalyse und –produktion / PrNr 400 Rhetorik des Bildes / 6 LP Anschaulichkeit ist ein zentraler Untersuchungsgegenstand der aktuellen internationalen Rhetorikforschung und eine wichtige Strategie in der praktischen Rhetorik. Sei es im Verfassen journalistischer Texte, in der Werbung oder in wissenschaftlichen Aufsätzen und Präsentationen. Wir treffen auf Evidenz in (natur-)wissenschaftlichen Modellen, wie dem Bild eines großen Knalls am Anfang des Universums oder finden sie als Masterstrategie in Produktpräsentation wie Apples Keynotes vor. Durch bildhafte Sprache, Allegorien, Metaphern und Vergleiche wird sie erzeugt. Kurz: Sprachliche Techniken der Evidenz lassen ein Bild vor dem inneren Auge des Adressaten entstehen. In einer medial beschleunigten Kommunikationskultur sind aber natürlich auch alle Formen der visuellen Kommunikation hochgradig effektive Mittel zur Evidenzerzeugung. Das schnöde Sprichwort „Seeing is believing“ verrät dabei vielleicht mehr über die Rhetorizität der Evidenz, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn sowohl das sprachliche Erzeugen von bildhaften Vorstellungen als auch das tatsächliche Visualisieren von Ideen, Zahlen, Konzepten, Theorien und Modellen bergen ein genuin rhetorisches Potential: Die Evidenz, verstanden als Anschaulichkeit, wird in der rhetorischen Kommunikation auch zu einer Technik des Beweises (evidence). In diesem Lektüreseminar werden zentrale Texte zur Evidenz aus Rhetorik, Philosophie, Literatur- und Kommunikationswissenschaft gelesen und eingehend besprochen. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei der Frage zu, welche praktischen Rückschlüsse sich jeweils für die angewandte Rhetorik ziehen lassen. Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur, wird hochgeladen auf Ilias, PW: Evidenz): 1. Campe, Rüdiger: ‚Aktualität des Bildes. Die Zeit rhetorischer Figuration.’ In: Gottfried Boehm, Gabriele Brandstetter und Achatz von Müller (Hg.): Figur und Figuration. Studien zu Wahrnehmung und Wissen. München 2007. 2. Kemmann, Ansgar: ‚Evidentia, Evidenz‘. In: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. 3. Tübingen 1996, Sp. 33-47. In diesem Seminar gibt es KEINE Möglichkeit zur Zwischenprüfung.

320 Laubinger: Krisenrhetorik Mi, 14-16, Beginn: 23.10.13, Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 666 Postmoderne Rhetorik / 8 LP Psychische Krise, Familienkrise, Unternehmenskrise, Politische Krise, Wirtschaftskrisenkrise, Finanzkrise, Glaubenskrise, Globale Krise „Wie in einem unbeabsichtigten perversen Effekt kommt bei ständiger Krisendiagnose nach und nach heraus, dass es sich gar nicht um Krisen handelt, sondern um die Gesellschaft selbst.“ (Niklas Luhmann 1991) Weiter nächste Seite

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Kaum ein anderes Phänomen prägt das individuelle und gesellschaftliche Selbstverständnis des Menschen so sehr wie das Konstrukt der Krise. Die Krise ist ein wahrnehmungsabhängiges Phänomen. Wer eine Krise ausruft, nutzt den Appellcharakter des Begriffs und die damit verbundene unausweichliche Handlungsaufforderung. Zudem entscheidet im Krisenfall das kommunikative Verhalten der beteiligten Akteure, ob es zur positiven Wendung oder zur Katastrophe kommt. In diesem Seminar soll die Krise als grundlegend rhetorisches Phänomen erörtert werden. Literatur: Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur, hochgeladen bei Ilias, Passwort: rhetorik): 1. Koselleck, Reinhart: Einige Fragen an die Begriffsgeschichte von >Krise<. In (Ebd.): Begriffsgeschichten. Frankfurt am Main, 2006, S. 203 – 217. 2. Luhmann, Niklas: Am Ende der kritischen Soziologie. Zeitschrift für Soziologie, Jg. 20, Heft 2, April 1991, S. 147 – 152.

3. Merten, Klaus: Krise und Krisenkommunikation: Von der Ausnahme zur Regel? In: Nolting, Tobias/ Thießen, Ansgar (Hrsg.): Krisenmanagement in der Mediengesellschaft. Potenziale und Perspektiven der Krisenkommunikation. Wiesbaden, 2008, S. 83 – 97. 4. Goeze, Annika/ Strobel, Korinna: Krisenrhetorik. In: Ueding, Gert (Hrsg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Band 10, Berlin/ Boston, 2012, S. 511 – 530. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

330 Rieder: Theaterrhetorik Do, 20-22, Beginn: 24.10.13, Raum 030 • GM Rhetorische Textanalyse u. -produktion / PrNr 426 Theater und Dramaturgie / 6 LP Das Seminar analysiert das Medium Theater als rhetorisches Phänomen. Dabei stehen vor allem die handelnden Akteure des Mediensystems und deren Konzepte im Mittelpunkt. Welche Produktionsstufen durchläuft das theatrale Endprodukt bis zur medialen Publikumspräsentation? Literatur: Grundlagentexte (relevant für die Lektüreklausur): 1. Balme, Christopher: Einführung in die Theaterwissenschaft. Berlin 4. Aufl. 2008. 2. Rieder, Claus: Prolegomena zu einer rhetorischen Analyse des Mediums Theater und seines Mediensystems, in: Knape, Joachim (Hg.): Medienrhetorik. Tübingen 2005, S. 51-69.

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340 Schick: Rhetorik und Management Mo, 20-22 Uhr, Beginn: 21.10.13, Raum 406 • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 422 Unternehmensrhetorik / 6 LP Management, verstanden als Kunst der Organisations- und Mitarbeiterführung, ist eines der bedeutendsten Ausübungsfelder strategischer Kommunikation. Zwischen den Handlungskomplexen Rhetorik und Management gibt es zahlreiche Querverbindungen, die wir im Proseminar genauer erörtern wollen. Insbesondere soll untersucht werden: o Welche Rolle rhetorische Kommunikation in der Unternehmensführung spielt. o Was einschlägige Wissenschaften wie Psychologie, Pädagogik, Wirtschaftswissenschaften oder Ingenieurdisziplinen zum Thema Rhetorik und Management zu sagen haben. o In welchem Verhältnis die Rhetorik (v.a. als Lehrdisziplin im Schulungs-, Weiterbildungs- und Ratgeberwesen) zur Managementausbildung steht. o Welche Aspekte für die weitere Debatte des Themas, etwa unter der Überschrift „Wirtschaftsrhetorik“, von Belang sein könnten. Ein Diskussionsabend mit einem „echten“ Wirtschaftsmanager aus der Praxis rundet die Seminarveranstaltung ab. Literatur: Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Joachim Knape: Was ist Rhetorik? Stuttgart 2000 (RUB 18044). Lektüre zur Einführung: Joachim Knape, Hagen Schick u.a.: Managementrhetorik. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 5 (2001), Sp. 843-872.

350 Till: Lektürekurs: Cicero, De oratore Do, 14-16, Beginn: 24.10.13, Raum 406 • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 876 Cicero / 8 LP Manfred Fuhrmann bezeichnet Ciceros um 55 v. Chr. entstandenes Werk De oratore als „die bedeutendste Darstellung der Rhetorik, welche die Antike hinterlassen hat.“ Der Dialog möchte die unterschiedlichen antiken Theorieströmungen bündeln, stellt somit also nicht nur eine Summe von Ciceros Beschäftigung mit der Rhetorik dar, sondern ist eine Summe der antiken Rhetorik überhaupt. Grund genug also, sich mit dem Werk zu beschäftigen. Im Seminar werden wir uns die zentralen Positionen von De oratore durch gründliche Lektüre des Textes aneignen. Lateinkenntnisse sind wie immer von Vorteil, aber nicht Bedingung zur Teilnahme, weil wir mit einer zweisprachigen Ausgabe arbeiten. Literatur: Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): Manfred Fuhrmann: Die antike Rhetorik. 5. Auflage. Mannheim 2011, S. 9-51. weiter nächste Seite

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Textgrundlage im Seminar (von allen Teilnehmern anzuschaffen): Cicero: De oratore/Über den Redner. Lateinisch/Deutsch. Hrsg. u. übers. v. Harald Merklin. Stuttgart 21991 (= Reclam 6884). Nützlich zur Vorbereitung ist die Lektüre einer Cicero-Biografie: 1. Manfred Fuhrmann: Cicero und die römische Republik. Eine Biographie. München/Zürich 1989 (Standardwerk, glänzend geschrieben). 2. Wilfried Stroh: Cicero. Redner, Staatsmann, Philosoph. München 2008 (= Beck’sche Reihe: Wissen, Bd. 2440) (knapper Überblick). Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden. 360 Zinsmaier: Sophistik und Rhetorik Di, 10-12, Beginn: 22.10.13, Raum 406 • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 871 Sophistik / 8 LP Die sophistische Aufklärung des 5./4. Jh. v.Chr. bildet das ideengeschichtliche Substrat für die Anfänge der Rhetorik. Die große Bedeutung, die sie dem instabilen lebensweltlichen Meinungswissen beimisst, ihre pragmatische Sprachphilosophie und ihr technischer Optimismus schaffen die Voraussetzungen dieser wohl ältesten Sozialtechnologie. Im Seminar sollen theoretische Texte der Exponenten der sophistischen Bewegung (Gorgias, Protagoras, Antiphon) und Proben ihrer Redekunst behandelt werden. Auch die Kritiker und Feinde der Sophistik (Aristophanes, Platon, Isokrates) sollen mit ihren alternativen Rhetorikkonzepten zu Wort kommen. Literatur: 1. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): W. Stroh: Die Macht der Rede: eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Berlin 2011, S. 9-163. 2. Texte mit Übersetzung: Th. Schirren / Th. Zinsmaier (Hg.): Die Sophisten: ausgewählte Texte. Stuttgart 2003, ND 2011 (RUB 18264). 3. Forschungsliteratur: − Th. Buchheim: Die Sophistik als Avantgarde normalen Lebens. Hamburg 1986. − B. Cassin (Hg.): Le Plaisir de parler.Études de sophistique comparée. Paris 1986. − B. Cassin: L’effet sophistique. Paris 1995. − H. Gomperz: Sophistik und Rhetorik: das Bildungsideal des Eu legein in seinem Verhältnis zur Philosophie des 5. Jahrhunderts. Leipzig 1912, ND Darmstadt 1965. − G.B. Kerferd: The Sophistic Movement. Cambridge 1981. − M. McCoy: Plato on the Rhetoric of Philosophers and Sophists. Cambridge 2008. − J. Poulakos Sophistical Rhetoric in Classical Greece. Columbia, SC 1995. − J. de Romilly: Magic and Rhetoric in Ancient Greece. Cambridge, Mass. 1975. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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370 Zinsmaier: Wenn die Rede feiert: Praxis und Theorie der antiken Epideiktik Di, 14-16, Beginn: 22.10.13, Raum 030 • AM Antike Rhetoriktradition / PrNr 875 Römische Rhetorikgeschichte / 8 LP Die Epideiktik ist die vielfältigste und offenste der drei klassischen Redegattungen. Der antiken Theorie nach fallen unter sie alle Reden, die in nicht-kontroversen, von Entscheidungsdruck und der Notwendigkeit strategischer Persuasion entlasteten Redesituationen gehalten werden: Fest-, Gedenk-, Lob- und Trauerreden, aber auch Reden, die allein der Unterhaltung des Publikums und der Selbstdarstellung des Redners (epídeixis) dienen. In der Praxis handelt es sich jedoch meist nicht um reines l'art pour l'art, sondern auch um systatische (den sozialen Zusammenhalt festigende) oder ‚erzieherische’ (langfristige politische und ethische Haltungen beeinflussende) Persuasion. Im Seminar sollen repräsentative antike Reden im Licht der Theorie analysiert werden. Literatur: 1. Grundlagentext (relevant für die Lektüreklausur): W. Stroh: Die Macht der Rede: eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom. Berlin 2011, S. 9-163. 2. Forschungsliteratur: − J. Kopperschmidt: Diskursive Epideiktik oder epideiktische Diskursivität, in: Rhetorik 25 (2006) 107–120. − H. Mayer: Das epideiktische Prinzip oder: Das Gesetz der Sonntagsrede gilt auch im Alltag, in: RhetOn. Rhetorik-Online-Zeitschrift der Universität Salzburg 2007 (http://www.rheton.sbg.ac.at/rheton/2007/04/). − L. Pernot: La rhétorique de l'éloge dans le monde gréco-romain. Paris 1993. − Th. Zinsmaier: Epideiktik zwischen Affirmation und Artistik. Die antike Theorie der feiernden Rede im historischen Aufriß, in: H. Schanze/J. Kopperschmidt (Hrsg.): Fest und Festrhetorik. München 1999, 375-398. − Artikel 'Enkomion' (M. Vallozza), 'Epideiktische Beredsamkeit' (S. Matuschek), 'Herrscherlob' (B. Hambsch), 'Laudatio' (M. Vallozza, D. Kelly, M. van der Poel), 'Lobrede' (S. Matuschek) und 'Panegyrik' (M. Mause) im Historischen Wörterbuch der Rhetorik. Am Ende des Seminars können die zur Zwischenprüfung erforderlichen mündlichen und schriftlichen Teilprüfungen abgelegt werden.

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Haupt- / Oberseminare 410 Kalivoda: Elocutio: Sprache und Stil in Rhetorik, Linguistik und Literaturwissenschaft Di, 12-14, Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. • SpM I / PrNr 2455 Stilistik und Sprachkritik / 8 LP • SpM II / PrNr 4455 Stilistik und Sprachkritik / 8 LP • SpM III / PrNr 6455 Stilistik und Sprachkritik / 8 LP • SpM I (M.A.)/ PrNr 2155 Stilistik und Sprachkritik / 10 LP • SpM II (M.A.)/ PrNr 3155 Stilistik und Sprachkritik / 10 LP • SpM III (M.A.)/ PrNr 4155 Stilistik und Sprachkritik / 10 LP • WP M.A. / PrNr 4455 Stilistik und Sprachkritik / 8 LP Ausgehend von der offenen und oftmals kontroversen Diskussion des Stilbegriffs wird das Seminar Geschichte, Systematik und Beschreibungsverfahren der Stilistik am Beispiel ausgewählter monologischer und dialogischer Texte behandeln. Zugleich soll die theoretische Dimension (Stilkonzepte), die analytische Funktion (Stilbeschreibung) und die didaktische Konsequenz (Stillehre, Stilübung) der Stilistik beurteilt werden. Fragen nach Stiltypen, Stilebenen/-zügen und Stilelementen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Aspekte der Stilnorm, der Stilbewertung/-kritik und des Stilwandels. Grundlage bildet die Stilgeschichte von der antiken Elocutio- und Dreistil-Lehre (Theophrast, Quintilian) bis zur modernen Stilforschung in Rhetorik, Literaturwissenschaft und Linguistik (z. B. Fix/Gardt/Knape, Plett, Sandig, Spillner, Riffaterre). Literaturhinweise: 1. Lexikon-Artikel ‹Asianismus›, ‹Attizismus›, ‹Dreistillehre›, ‹Elocutio›, ‹Erhabene, das›, ‹Ornatus›, ‹Stil›, ‹Stilistikum› in: Historisches Wörterbuch der Rhetorik, Bd. 1 ff. 2. Eroms, H.-W.: Stil und Stilistik (2008) 3. Fix, U., Gardt, A., Knape, J. (Hg.): Rhetorik und Stilistik – Rhetoric and Stylistics, Halbb. 1 und 2 (2008, 2009) 4. Fix, U., Barz, I.: Stil – ein sprachliches und soziales Phänomen, 2007. 5. Fuhrmann, M.: Die Dichtungstheorie der Antike, 21992. 6. Gauger, H.-M.: Über Sprache und Stil, München 1995. 7. Göttert, K.-H., Jungen, O.: Einführung in die Stilistik, München 2004. 8. Gumbrecht, H.U., Pfeiffer, K.L. (Hg.): Stil, Frankfurt 1986. 9. Krieg-Holz, U.: Linguistische Stil- und Textanalyse, 2013. 10. Moenninghoff, B.: Stilistik, 2009. 11. Müller, W.G.: Topik des Stilbegriffs, Darmstadt 1981. 12. Sandig, B.: Textstilistik des Deutschen, Berlin 2006. (Eine ausführliche Literaturliste wird zu Beginn des Semesters vorliegen.)

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420 Knape: Rhetorik der Moralistik (Sebastian Brant, Michel de Montaigne) Di, 16-18, Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. • SpM I / PrNr 2410 Rhetorische Textanalyse/ 8 LP • SpM II / PrNr 4410 Rhetorische Textanalyse / 8 LP • SpM III / PrNr 6410 Rhetorische Textanalyse / 8 LP • SpM I (M.A.) / PrNr 2110 Rhetorische Textanalyse/ 10 LP • SpM II (M.A.) / PrNr 3110 Rhetorische Textanalyse / 10 LP • SpM III (M.A.) / PrNr 4110 Rhetorische Textanalyse / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 2110 Rhetorische Textanalyse / 8 LP Autoren der europäischen Moralistik beschäftigen sich mit philosophischen Fragen des guten Lebens und richtigen Verhaltens. Die rhetoriksystematische Frage, die sich an Texte entsprechender Autoren knüpft, betrifft die generellen Textstrategien, aber auch die speziellen, die der Vermittlung, Einsichtig- und Glaubhaftmachung von Normen und Regeln dienen. Zugleich geht es um Textstrategien der Skepsis, Infragestellung und Inzweifelziehung gegenüber herrschenden Praktiken und Positionen. Im Seminar werden Texte zweier Klassiker dieser Denktradition analysiert und diskutiert. Es sind zwei hohe Juristen aus der frühen Neuzeit: Der Basler Juraprofessor Sebastian Brant, dessen Narrenschiff erstmals 1494 erschien, und der französische Obergerichtsrat Michel de Montaigne, dessen berühmte Essais (Namensgeber einer ganzen Gattung) 1580 in erster Auflage herauskamen. Die Texte werden in neuhochdeutscher Übersetzung gelesen. Dazu wird am Anfang des Semesters ein Reader ausgegeben, der ausgewählte Kapitel der Übersetzungen von Junghans/Mähl (Narrenschiff bei Reclam) und Stilett (Essais in der Anderen Bibliothek) enthält. Literatur: 1. Zur Einführung sei verwiesen auf die Einleitung von Joachim Knape (Hg.): Sebastian Brant: Das Narrenschiff. Studienausgabe. Stuttgart 2005, S. 11-88. 2. Hans Stilett: Von der Lust auf dieser Erde zu leben. Wanderungen durch Montaignes Werk. Frankfurt/M 2008.

425 Knape: Kommunikatorrollen Di, 18-20, Beginn: 22.10.13, Raum 036 Keplerstr. • SpM I / PrNr 2504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik/ 8 LP • SpM II / PrNr 4504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP • SpM III / PrNr 6504 Kommunikationswissenschaftliche Paradigmen der Rhetorik / 8 LP • SpM I (M.A.) / PrNr 2204 Kommunikationswissenschaftl. Paradigmen d. Rhetorik / 10 LP • SpM II (M.A.) / PrNr 3204 Kommunikationswissenschaftl. Paradigmen d. Rhetorik / 10 LP • SpM III (M.A.) / PrNr 4204 Kommunikationswissenschaftl. Paradigmen d. Rhetorik / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 4504 Kommunikationswissenschaftl. Paradigmen d. Rhetorik / 8 LP Das Seminar widmet sich dem rhetorischen Kapitel Oratortheorie. Konkret sollen Kommunikatormodelle diskutiert werden, wie sie sich in institutionalisierten sozialen Rollenkonzepten, z.B. Berufsrollen, abbilden (Journalist, Schriftsteller, Verteidiger, Pressesprecher usw.) oder aber in informellen Rollenzuschreibungen (Kommentierer, Schwätzer, Fanatiker, Literatur nächste Seite Querulant, Seduktor/Verführer usw.). [24]


Literatur: Fabian Klotz: Der Orator. In: Ulla Fix/Andreas Gardt/Joachim Knape (Hgg.), Rhetorik und Stilistik / Rhetoric and Stylistics. Ein internationales Handbuch historischer und systematischer Forschung / An International Handbook of Historical and Systematic Research, 1. Halbband/Volume 1, Berlin u. New York 2008, S. 587-597 (= HSK. Handbücher zur Sprachund Kommunikationswissenschaft / Handbooks of Linguistics and Communication Science, 31.1).

430 Kramer: Rhetorik und kommunikative Kompetenz Mo, 16-18, Beginn: 21.10.13, Raum 406 • SpM I / PrNr 2502 Rhetorik und linguistische Pragmatik/ 8 LP • SpM II / PrNr 4502 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 8 LP • SpM III / PrNr 6502 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 8 LP • SpM I (M.A.) / PrNr 2202 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 10 LP • SpM II (M.A.) / PrNr 3202 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 10 LP • SpM III (M.A.) / PrNr 4202 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 4502 Rhetorik und linguistische Pragmatik / 8 LP Glaubte man in der Psychologie lange, Selbstsicherheit, Durchsetzungsvermögen, Führungsstärke seien persönliche Eigenschaften eines Menschen, sogenannte traits, ist spätestens seit dem kognitiven Persönlichkeitsmodell von Walter Mischel und durch die Arbeiten von Michael Argyle deutlich geworden, dass Personen weniger durch Eigenschaften als durch erworbene Fähigkeiten zu beschreiben sind, anders gesagt: durch Kompetenzen. Damit hat sich die psychologische Forschung der traditionellen rhetorischen Sichtweise angehnähert, nach der man rhetorische Fähigkeiten durch Kenntnis der Technik (ars) und Übung (exercitatio) ausbilden kann. Im Seminar sollen neue psychologische, pädagogische und didaktische Forschungen zur kommunikativen Kompetenz vorgestellt werden. Außerdem soll überlegt werden, wie eine moderne Trainingspraxis in der rhetorischen Aus- und Weiterbildung auf der Grundlage dieser Erkenntnisse aussehen könnte. Literatur: 1. Hinsch, R. & Pfingsten, U.: Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK). Grundlagen, Durchführung, Anwendungsbeispiele. 5. völlig neu bearbeitete Auflage. Weinheim 2007. 2. Kalverkämper, H.: Kommunikative Kompetenz. In: Gert Ueding (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. 10. Tübingen 2011. Sp. 458-480. 3. LeMar, B. (2001): Kommunikative Kompetenz. 2. Auflage. Berlin/Heidelberg 2001.

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440 Rieder: Unternehmenskommunikation Do, 18-20, Beginn: 24.10.13, Raum 030 • SpM II / PrNr 4447 Unternehmensrhetorik / 8 LP • WP (M.A.) / PrNr 4447 Unternehmensrhetorik / 8 LP Das Seminar behandelt die aktuellen Verfahrensweisen der Unternehmenskommunikation. Zentral sind dabei die Fragen nach dem Strategiekonzept der handelnden Akteure, dem persuasiven Potential der Texturen, der Funktionsweise der medialen Komponenten und der Beschaffenheit der Zielgruppen. Relevante Fallbeispiele veranschaulichen die Kommunikation mit den Unternehmensumwelten.

450 Robling: Nietzsche und die antike Rhetorik Do, 10-12, Beginn: 24.10.13, Raum 406 • SpM I / PrNr 2522 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 8 LP • SpM II / PrNr 4522 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 8 LP • SpM III / PrNr 6522 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 8 LP • SpM I (M.A.) / PrNr 2222 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 10 LP • SpM II (M.A.) / PrNr 3222 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 10 LP • SpM III (M.A.) / PrNr 4222 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 4522 Philosophische Rhetorikrezeption und –kritik / 8 LP Es gibt kaum einen deutschen Philosophen, in dessen Werk der Einfluss der klassischen Rhetorik so deutlich spürbar ist wie bei Nietzsche. Rhetorische Theorie und Praxis bedingen sich bei ihm gegenseitig, sei es nun in den frühen Arbeiten zur griechischen Kultur, in den mittleren Abhandlungen zur Erkenntnis- und Moralkritik oder in den späten Aphorismen, den Gedichten und im „Zarathustra“. Das ist ein guter Grund, seine Schriften im Seminar einmal unter primär rhetorischem Aspekt zu behandeln. Literatur: Als Einführung empfiehlt sich immer noch: Joachim Goth: Nietzsche und die Rhetorik, Tübingen 1970.

460 Till: Das ‚lange‘ 19. Jahrhundert – Rhetorik zwischen Kant und Rosa Luxemburg Do, 16-18, Beginn: 24.10.13, Raum 030 • SpM I / PrNr 2480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP • SpM II / PrNr 4480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP • SpM III / PrNr 6480 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jahrhundert / 8 LP • SpM I (M.A.) / PrNr 21 80 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jh. / 10 LP • SpM II (M.A.) / PrNr 31 80 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jh. / 10 LP • SpM III (M.A.) / PrNr 41 80 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jh. / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 44 80 Rhetoriktheorie und rednerische Praxis im 19. Jh. / 8 LP Das ‚lange‘ 19. Jahrhundert ist eine der spannendsten, gleichwohl von der Forschung bislang nur in Einzelaspekten dargestellten Phasen der Rhetorikgeschichte. 1790 kritisiert der Philo[26]


soph Immanuel Kant in seiner ‚Kritik der Urteilskraft‘ die Rhetorik in Grund und Boden, doch schon wenige Jahre später entsteht im Gefolge der Französischen Revolution erstmals überhaupt eine öffentlich-politische Beredsamkeit. So ist das 19. Jahrhundert ein Zeitabschnitt, in dem die theoretische Reflexion über Rhetorik und ihre Institutionalisierung im Bildungssystem zurückgehen, während im Kontext von Revolutionen, Parlamentarismus, Demokratisierungsbewegungen, Parteien und Arbeiterbewegung die praktische Beredsamkeit floriert. Im Seminar werden wir die zentralen Positionen dieses Transformationsprozesses im ‚langen‘ 19. Jahrhundert bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 aufarbeiten. Auf dem Programm stehen Texte von Kant, Georg Forster, Adam Müller, Georg Büchner, Ludwig Uhland, Ferdinand Lassalle, Friedrich Nietzsche, Rosa Luxemburg (um nur die bekannteren zu nennen). Literatur (bitte schaffen Sie sich dieses Buch für die erste Sitzung an und bringen Sie es mit): Franz J. Bauer: Das ‚lange‘ 19. Jahrhundert. Stuttgart: Reclam 2010 (Preis: 4 Euro).

470 Till: Bundestagswahlkampf 2013 kompakt, Seminaranmeldung und Vorbesprechung: Fr, 26.7., 12-14 Uhr, Raum 030 Weitere Termine: Mo, 9.9. + 16.9., jeweils 10-16 Uhr, Mo, 30.9., 10-18 Uhr, jew. Raum 406 • SpM I / PrNr 2415 Politische und juristische Rede / 8 LP • SpM II / PrNr 4415 Politische und juristische Rede / 8 LP • SpM III / PrNr 6415 Politische und juristische Rede / 8 LP • SpM I (M.A.) / PrNr 2115 Politische und juristische Rede / 10 LP • SpM II (M.A.) / PrNr 3115 Politische und juristische Rede / 10 LP • SpM III (M.A.) / PrNr 4115 Politische und juristische Rede / 10 LP • WP (M.A.) / PrNr 4415 Politische und juristische Rede / 8 LP Am 22. September findet die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt. Die Wochen davor bilden die ‚heiße Phase‘ des Bundestagswahlkampfs 2013, der Thema dieses Seminars ist, das Theorie mit der Anschauung ‚vor Ort‘ (auf Marktplätzen aber auch im Netz) verbinden möchte. Konkret werden wir uns im September zu drei Terminen treffen (Mo 9.9., 10-16; Mo 16.9., 10-16 Uhr, Mo 30.9. 10-18 Uhr). Diese drei Termine sind für alle Teilnehmer/innen obligatorisch. Daneben wird es weitere Termine geben, bei denen wir Wahlkampfveranstaltungen etc. besuchen. Diese Termine stehen naturgemäß im Moment noch nicht fest, von allen Teilnehmer/innen an diesem Seminar wird deshalb im September große Flexibilität gefordert. Dienen die ersten zwei Kompakttermine dazu, wichtige Konstituenten politischer Kommunikation im Wahlkampf in theoretischer und historischer Hinsicht aufzuarbeiten (Rolle der monologischen Rede, Wahlkampfplakate, Wahlwerbespots, Wahlveranstaltungen wie Townhall-Meetings, Rolle sozialer Medien, Kandidaten-Duelle etc.), so werden wir in der letzten Sitzung am 30.9. (= eine Woche nach der Wahl) Ergebnisse unserer Arbeit in Präsentationen der Teilnehmer/innen zusammentragen. ACHTUNG: Anmeldungen sind noch bis zum 25. August möglich. Bitte melden Sie sich per E-Mail an hiwis-till@rhetorik.uni-tuebingen.de Sie erhalten dann einen Seminarplan und eine Literaturliste mit weiteren Infos. [27]


Praxisseminare Andreadis: Reden – Überzeugen – Gewinnen: Angewandte Rhetorik Kompaktseminare 500 GRUPPE 1: Sa/So, 9./10.11. und So, 17.11.13, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 505 GRUPPE 2: Sa/So, 7./8.12. und So, 15.12.13, jeweils 9-18 Uhr, Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 610 Grundlagen rednerischen Auftretens / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5056 Vortragspraxis / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Es kommt für den Redner nicht nur auf den Inhalt an, sondern auch auf die Fähigkeit, Gedanken motivierend, glaubwürdig und überzeugend darzustellen. In diesem praxisorientierten und videobegleiteten Intensivkurs lernen die Teilnehmer, Redesituationen vor Publikum selbstsicher zu bewältigen, Hemmungen und Ängste abzubauen und den Umgang mit Sprache, Stimme und körpersprachlichen Ausdrucksmitteln zu erproben. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, außer der Bereitschaft, gelegentlich alte Pfade zu verlassen und Neues auszuprobieren. Wichtiger Hinweis: Bitte erscheinen Sie pünktlich bis 09:15. Andernfalls verlieren Sie Ihren Platz!

510 Behrisch: Kulturjournalismus Sitzung 1: Fr, 6.12.13, 14-18 Uhr + Sa, 7.12.13, 10-16 Uhr, jeweils Raum 030 Sitzung 2: Sa, 11.1.14, 10-18 Uhr + So, 12.1.14, 12-16 Uhr, jeweils Raum 030 • GM Rhetorische Textanalyse und –produktion / PrNr 478 Schreibweisen des Journalismus / 6 LP • SpM I / PrNr 2733 Schreibweisen des Journalismus / 4 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP In Kritiken und Rezensionen heißt es oft, ein Roman sei bewegend, eine Ausstellung verstörend, ein Film aufwühlend. Aber was heißt das eigentlich? Ausgehend von einer gemeinsamen Feuilleton-Lektüre wollen wir in diesem Praxisseminar herausarbeiten, was eine gute Rezension ausmacht. Erfährt man, worum es in dem Film, dem Theaterstück oder dem Buch geht; wie kommt der Kritiker zu seinem Urteil; und vor allem: hat er überhaupt eines gefällt? Das werden Fragen sein, die Sie dann auch an Ihre eigenen Kritiken werden richten müssen. Im Verlauf des Seminars, das an zwei Wochenendblöcken stattfindet, schreiben Sie mindestens zwei Rezensionen, neben vielen kleineren journalistischen Übungen. Das Angebot richtet sich an alle, die Interesse am journalistischen Schreiben haben. Teilnahmevoraussetzung ist eine Rezension eines Buches Ihrer Wahl, das Sie kürzlich gelesen haben. Schreiben Sie zwischen 3.000 und 4.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) und schicken Sie den Text bis zum 1.11.2013 an sven.behrisch@googlemail.com

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515 Busse: Die Macht der Stimme. Die Stimme als rhetorischer Wirkungsfaktor Kompaktseminar: Fr, 15.11., 16-20 Uhr + Sa, 16.11., 10-18 Uhr, jeweils Raum 406 Fr, 29.11., 16-20 Uhr + Sa, 30.11., 10-18 Uhr, jeweils Raum 406 • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 612 Vortragspraxis / 6 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5050 Rednerisches Auftreten /6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Ausgangslage Warum wirkt ein Redner überzeugender als ein anderer? Experimente beweisen, dass es weniger der Inhalt, der Wortlaut oder die Argumentationsstruktur sind, die den Empfänger überzeugen. Wir alle kennen das Sprichwort „Der Ton macht die Musik“. Schon dieses impliziert, dass die Art und Weise wie Worte intoniert werden, sehr stark die Wirkung einer Botschaft bestimmt. Ob Sie als jemand angesehen werden, der eine starke Persönlichkeit hat oder der als kompetent und/oder aufrichtig betrachtet wird und ob man Ihnen abnimmt, was Sie sagen, hängt vor allem vom Klang Ihrer Stimme und der Deutlichkeit Ihrer Artikulation ab. – Und, ob Sie es glauben oder nicht, Sie haben Einfluss hierauf. Die Art wie Sie intonieren, ja der Klang Ihrer Stimme ist nicht angeboren. Er ist erlernbar und veränderbar. Getreu der rhetorischen Weisheit „Poeta nascitur, orator fit.“. Die Arbeit an der Stimme beeinflusst unser gesamtes Auftreten und unsere Persönlichkeit positiv. Erleben Sie ein Rhetorik-Seminar der besonderen Art und erfahren Sie, wie sehr sich die Arbeit an und mit der Stimme auf Ihren Auftritt, ja auf Ihre gesamte Persönlichkeit auswirkt! Zielgruppe des Trainings Dieses Training richtet sich an alle, die ihre Wirkung auf andere noch weiter optimieren und ihren Auftritten den letzten Schliff geben möchten. Ziel und Nutzen des Trainings Die Teilnehmer lernen eine neue Seite der Rhetorik in ihrer vollen Dimension kennen. Sie spüren den Einfluss der Stimme auf ihre Persönlichkeit und auf andere und erleben, wie sie ihr Gegenüber mit ihrer Stimme für sich und ihre Ideen begeistern können. Das Training bietet konkret: o o o o o o o o o o o o o

Einführung in die „Stimme“ Reflexionen über die Stimme Aufwärmübungen für die Stimme Atemübungen Findung des Körperzentrums Lockerung der Artikulationsorgane, Befreiung des Stimmkanals Abbau von Fehlspannungen u.a. jener, die durch Aufregung entstehen Resonanzübungen Hörübungen Berührung des Tones; Stimmansatz Einsatz stimmlicher Gestaltungsmittel; Experimente mit Tempo, Lautstärke, Modulation; Sensibilisierung und Reflexion über dieselben Sprechdenkvorgang; Übungen zum Sprech-Denken Übungen zum strategischen Einsatz der erlebten stimmlichen Gestaltungsmittel

Um den rhetorischen Erfolg sichtbar zu machen, werden Trainingssequenzen mit der Kamera aufgezeichnet.

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520 Fröhlich: Grundlagen der Gesprächsführung Kompaktseminar: Fr, 24.1., 13-20 Uhr, Raum wird noch bekanntgegeben Sa, 25.1., 10-18 Uhr + So, 26.1., 12-18 Uhr, Räume werden noch bekanntgegeben • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 630 Gesprächsrhetorik / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 735 Gesprächsrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Tragfähige Lösungen aushandeln, andere motivieren, Konflikte konstruktiv lösen – all das findet statt, wenn wir miteinander reden. Eine wertschätzende Atmosphäre und die richtigen Methoden entscheiden darüber, ob man mit anderen erfolgreich kommuniziert. Die Teilnehmer trainieren in diesem Seminar, wie sie den Verlauf und die Ergebnisse wichtiger Gespräche durch ihr eigenes kommunikatives Verhalten positiv beeinflussen können. Sie lernen die wichtigsten Voraussetzungen konstruktiver Kommunikation und Grundlagen der Kommunikationspsychologie kennen und üben gleichzeitig wichtige Kernkompetenzen partnerorientierter Kommunikation: gute Argumente finden und strategisch sinnvoll einsetzen, verbale und nonverbale Einflußgrößen der Kommunikation bewußt steuern, aktives Zuhören, Gesprächsstörer und -förderer erkennen sowie die gezielte Lenkung von Gesprächen durch den Einsatz von Fragetechniken. Die abschließende Analyse eines Fallbeispiels prüft den Transfer der im Seminar eingeübten Kommunikationskriterien und ist Grundlage für die Benotung. Literaturtipp: Christian-Rainer Weisbach: Professionelle Gesprächsführung: ein praxisnahes Lese- und Übungsbuch. 4. überarb. und erw. Aufl. München 1999. 525 Gherairi / Überall: Wir schreiben ein Rhetorik-Wiki II kompakt, Vorbesprechung: Fr, 15.11. 16-18 Uhr, Raum wird noch bekanntgegeben Sa, 23.11.13 + 11.1.14, jeweils 9-18 Uhr, Raum: E-Learning Support Center (Brechtbau) • GM Rhetor. Textanalyse u. -produktion / PrNr 491 Gestalten von Gebrauchstexten / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Google und Wikipedia sind heute für uns oft die erste Anlaufstelle bei einem neuen Thema – selbst wenn die Artikel von Wikipedia in wissenschaftlichen Arbeiten nicht zitierfähig sind. Wer sich nun für Rhetorik interessiert, findet bei Wikipedia zwar ein paar Hinweise und Zitate, doch so wirklich spiegelt sich die Rhetorik als Fach dort keineswegs wider und informierter ist der Leser nach der Lektüre nicht. Zur Beseitigung dieses Mankos wurden in den letzten beiden Semestern bereits zwei Praxisseminare durchgeführt. Dabei entstand ein Wiki, das bereits zahlreiche Artikel (von Platon bis hin zur Persuasion) enthält. In diesem Praxisseminar soll das Wiki einerseits um einige Artikel erweitert, andererseits die bestehenden Artikel durch die Teilnehmer des Seminars optimiert werden. Beim Vorbereitungstreffen (08.11.13) erhält jede_r Teilnehmer_in einen Begriff aus der Rhetorik sowie Lektüre-Hinweise. Am ersten Tag des Seminars (23.11.13) entstehen das Gerüst und die Rohfassung der Artikel. Ergänzt wird das Programm durch Theorie-Input, Schreibübungen und Dozenten-Feedback. Am letzten Termin (Samstag, 11.01.14) werden die bis dahin in ILIAS eingereichten Rohfassungen Weiter nächste Seite besprochen, verbessert und in eine endgültige Fassung gebracht. [30]


Ziel des Praxisseminars ist es, im Studium erworbenes Basiswissen für fachfremdes Publikum aufzubereiten, um es einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Schreibkompetenz zu stärken.

530 Hermanns: Sprechend schreiben Mo, 16-18 Uhr, Beginn: 21.10.13, Raum 030 + Tonstudio • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 475 Rhetorik des Hörfunks / 6 LP • SpM I / PrNr 2730 Rhetorik des Hörfunks / 4 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Die Wirkung gesprochener Rede unterscheidet sich von der eines „nur“ geschriebenen Textes eminent; nicht wenige Kabarettisten verdanken diesem Sachverhalt hübsche Pointen. Zumal in den Medien ist für den Erfolg der Darbietung entscheidend, ob man einen Text „stimmig“ inszeniert, oder ob seine Buchstaben hölzern abgelesen, aufgesagt, wiedergegeben werden. Fesselnde Rede lebt zumal im Hörfunk von Expression und Modulation. Der Klang der Stimme ist gleichsam ein phonetischer Subtext der Worte – sie verstärkend, ihre Bedeutungen auslotend, die „Textoberfläche“ ausmalend oder auch gegenzeichnend: Der Ton „macht die Musik“ auch in semantischer Hinsicht. Am Beispiel unterschiedlichster Textformen – Meldung, Bericht, Schilderung, Kommentar, Glosse – werden das Schreiben und ein dem Schreiben entsprechendes Reden im Tonstudio eingeübt.

535 Herrmann: Kundenkommunikation – Messung von wahrgenommener Dienstleistungsqualität Kompakt, jeweils in Raum 406. Vorbesprechung: Fr, 18.10.13, 16-18 Uhr Kompaktphase 1 Kompaktphase 2 Fr, 13.12.13, 16-20 Uhr Fr, 31.1.14, 16-20 Uhr Sa, 14.12.13, 10-18 Uhr Sa, 1.2.14, 10-18 Uhr • GM Rhetorische Textanalyse und -produktion / PrNr 490 Rhetorik der Werbung/ 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Die Wahrnehmung von Dienstleistungsqualität und der Abgleich mit den eigenen Erwartungen bestimmen das Verhalten von Kunden. Mystery Shopping bezeichnet Verfahren zur Erhebung von Dienstleistungsqualität. Die Erfassung und Bewertung der Kundenkommunikation und ihrer (erwünschten) Wirkung ist dabei zentraler Analysegegenstand. Wir setzen dies in diesem Praxisseminar anhand einer realen Mystery Shopping Studie um. Arbeitsfragen sind dabei: o Was ist Dienstleistungsqualität? Was zeichnet erfolgreiche Kundenkommunikation aus? o Welche Verfahren zur Erhebung gibt es? Wie werden die gewonnenen Informationen verwertet? o Welche Maßnahmen zur Kommunikationsoptimierung sind notwendig? Weiter nächste Seite

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Wir erarbeiten dazu ein Praxisbeispiel aus einer Dienstleistungsbranche: Von der Erfassung und Analyse des Dienstleistungsprozesses über die Festlegung von Testkriterien und Erwartungshorizont, über die Durchführung von Tests bis hin zur Erfassung der Daten und Auswertung mit Optimierungsvorschlägen in Form einer kompakten Studie. Literaturhinweise: 1. T. Platzek: Mystery Shopping – „Verdeckte Ermittler“ im Kampf um mehr Kundenorientierung. In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium. Frankfurt M 26.1997, 7, S. 364–366. 2. Haas: Analyse von Verkaufssituationen mit Mystery Shopping. In: Jahrbuch der Absatzund Verbrauchsforschung. Berlin 48.2002, 3, S. 277–294. 3. G. Grieger: Die Ergebnisqualität von Testkunden aus unterschiedlichen soziodemografischen Gruppen beim Mystery Shopping. Dissertation. Flensburg 2008.

540 Kremer: Das Verkaufsgespräch Kompaktseminar, jeweils Raum 030. Vorbesprechung: Fr, 8.11., 14-16 Uhr Sa, 16.11., 10-18 Uhr So, 17.11., 12-18 Uhr Sa, 23.11., 10-15 Uhr • AM Mündliche Kommunikation / PrNr 631 Verhandlungsrhetorik / 6 LP • AM Neuere Rhetorik / PrNr 736 Verhandlungsrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6201-6206 Übung Sprechpraxis / 6 LP Verkaufsgespräche gehören zu den häufigsten Anwendungsgebieten rhetorischer Techniken und Methoden. In diesem Seminar soll – neben einer Einführung in die Gesprächsführung aus rhetorischer Sicht – der Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung von Erkenntnissen der Verkaufspsychologie liegen. In verschiedenen praxisnahen Übungen erarbeiten sich die Teilnehmer ein wirkungsvolles Instrumentarium, mit dem sich Verkaufsgespräche als strategische Kommunikation begreifen und angehen lassen. Dazu gehört auch die Fähigkeit zur Analyse und abwägenden Beurteilung verschiedener Techniken. Vorkenntnisse sind nicht notwendig, allerdings sollte die Bereitschaft zur Teilnahme an einer Videoanalyse mitgebracht werden, da die Übungen mit der Kamera aufgezeichnet und anschließend im Plenum besprochen werden.

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545 Kölsch: Drehbuch und Filmdramaturgie Kompaktseminar, jeweils Sa, 10:15-17:30 Uhr s.t. Termine (voraussichtlich): 19.10.13 Raum 406 9.11.13 Raum 030 14.12.13 Raum 030 18.1.14 Raum 406 • SpM I / PrNr 2731 Film- und Fernsehrhetorik / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5016 Film- und Fernsehrhetorik / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Ein zentrales Zitat in der Filmbranche, das Billy Wilder zugeschrieben wird, lautet: „Für einen guten Film braucht man drei Dinge: Ein gutes Buch, ein gutes Buch ein gutes Buch.“ „Am Anfang steht die Geschichte“ sagte 2013 Steven Spielberg vor der Universität von Südkalifornien USC. „Man kann aus einem guten Buch einen schlechten Film machen, aber nur selten gelingt es, aus einem schlechten Buch einen guten Film zu machen.“ Diese Erkenntnis muss in vielen Drehbuchbesprechungen immer wieder in Erinnerung gerufen werden in der Arbeit mit Autoren, Regisseuren und Produzenten an einem neuen Filmprojekt. Im Vordergrund dieses auf konkrete Medienpraxis bezogenen Seminars wird die Untersuchung von Strukturelementen des Mediums Film im Hinblick auf Textvorlagen unterschiedlicher Art stehen. Kern ist natürlich der Bezug zum Drehbuch, wobei die Dramaturgie, Aspekte der Ästhetik und auch konkrete Gestaltungselemente eine wichtige Rolle spielen. Die Teilnehmer arbeiten aus der literaturwissenschaftlichen (und rhetorischen) Perspektive mit dem Medium Film, ausgehend von gattungstheoretischen und narratologischen Ansätzen. Ziel des Seminars ist es, Drehbücher nicht nur analysieren, sondern versuchsweise auch selbst zu entwerfen, insbesondere ein Exposé; das heißt: die Fähigkeit zu schulen, Zusammenhänge von Exposé, Drehbuchvorlage und fertigem Film zu erkennen und zu verstehen, Drehbücher lesen, interpretieren und nach professionellen Kriterien beurteilen und praktisch mit ihnen arbeiten zu können. Kernbegriffe der Analyse und des Seminars werden sein: Exposé, Drehbuch, Handlung, Plot, Thema, Figur, Konflikt, Fallhöhe, Ziel, Szene, Sequenz, Akt, Dialog, Dramaturgie, Plotpoint, Exposition, Spannung, Stoff, Schauspieler, Filmgenre, Struktur, Protagonist, Antagonist etc. Literatur: 1. Robert McKee, Story: Die Prinzipien des Drehbuchschreibens, Berlin 2011 2. Oliver Schütte: Die Kunst des Drehbuchlesens. Bergisch Gladbach 1999 3. Syd Field, Das Drehbuch – die Grundlagen des Drehbuchschreibens, Berlin 2007 4. Aristoteles: Poetik. Stuttgart 1982 5. Roland Zag, Der Publikumsvertrag – Drehbuch, Emotion und der human factor, Konstanz 2010, 6. Reclams Sachlexikon der Films. Hrsg. von Thomas Koebner. Stuttgart 2002 Anmeldung: Vorab mit Motivationsschreiben per E-Mail bis zum 30.9.13 an das Sekretariat Braungart: sekretariat.braungart@ndl.uni-tuebingen.de

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550 Schoog: Interviewtraining und Moderation Kompaktseminar, jeweils Fr, 14-18 Uhr, Raum 030 Termine: 15.11. / 29.11. / 13.12. / 10.1 / 17.1. /31.1. • SpM I / PrNr 2732 Medienpraxis und Rhetorik der Massenmedien / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr. 5031 Gestaltung von Gebrauchstexten / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP In diesem Kompaktseminar geht es zum einen darum, die unterschiedlichsten Präsentationsformen (Moderationsformen) vor der Kamera auszuprobieren. Es soll dabei gelernt werden, wie man die Inhalte jeglicher Präsentation emotional, intensiv und doch sachlich korrekt aufarbeitet und rüberbringt. Es geht darum, Sprache und Körpersprache zu trainieren, den Zuschauer/Zuhörer mitzunehmen, ihn zu interessieren, ihn zu führen und seine Aufmerksamkeit zu halten.

Zunächst schriftlich, dann in kleineren Übungen vor einer Kamera. Für das Erlernen einer guten Gesprächsführung werden wir die Biographien ausgewählter Personen des öffentlichen Lebens recherchieren und in Rollenspielen mit der Kamera eine intensive und gute Interviewgestaltung trainieren. Am Schluss wird die zu bewertende Aufgabe sein, entweder eine kurze 10minütige "Sendung" zu moderieren oder einen Gesprächsgast (in der Regel einen "echten" Prominenten) in einem 10 Minuten-Gespräch zu interviewen.

555 Vogel: Werkstatt Kreatives Schreiben: Mit allen Sinnen Do, 12-14 Uhr, Beginn: 24.10.13, Raum 406 • AM Neuere Rhetorik / PrNr 726 Kreatives Schreiben / 6 LP • SpM I / PrNr 2750 Kreatives Schreiben / 4 LP • AM Praktische Rhetorik (M.A.) / PrNr 5035 Kreatives Schreiben / 6 LP • WP (M.A.) / PrNr 6101-6106 Übung Medienpraxis / 6 LP Töne, Klänge, Stimmen hören und beschreiben. Farben, Formen und Figuren in Sprache übersetzen. Die Gerüche eines alten Gemäuers, einer Sommerwiese oder von Schnee erfassen, sortieren und aufnotieren. Wie fühlt sich Sandpapier an und wie Seide? Und der Krimiautor will wissen, wie Blut schmeckt. In der Bahnhofshalle nehme ich nicht nur Reisende wahr, sehe Züge ankommen und losfahren, sondern ich höre quietschende Bremsen, Stimmen, Dialogfetzen, die Durchsagen im Lautsprecher, Musik. Oder ich rieche, etwa die vielfältigen Gerüche auf dem Wochenmarkt. Im Seminar werden wir versuchen, mit Buchstaben Wörtern und Metaphern Sinneswahrnehmungen einzufangen und zu beschreiben, und wir werden versuchen, Sätze und Texte zu formulieren, die unsere fünf (und mehr) Sinne ansprechen und herausfordern.

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Kolloquien 600 Knape: Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden 2st., nach Vereinbarung, Raum 550 610 Till: Kolloquium für Examenskandidaten und Doktoranden 2st., nach Vereinbarung, Raum 511 620 Knape, Robling, Till: Institutskolloquium Do, 20-22 Uhr, 14-tgl., Beginn: 24.10.13, Raum wird noch bekanntgegeben. 630 Till: Probleme der Rhetorikforschung Mi, 18-20 Uhr, 14-tgl., Beginn: 23.10.13, Raum 036 Keplerstr. In diesem ‚Oberseminar‘ lesen und diskutieren wir wichtige Texte der Rhetorikforschung und der Kulturwissenschaften, Klassiker ebenso wie Neuerscheinungen. Das Programm wird in der ersten Sitzung verabredet. Daneben sind alle Studierende, die bei mir ihre Masterarbeit schreiben, aufgerufen, diese im Rahmen des Kolloquiums vorzustellen. Das Seminar ist offen für Studierende aller Semester (BA, MA, Doktoranden), allerdings können nur Masterstudierende im Wahlpflichtbereich drei, bzw.vier Leistungspunkte erwerben. Teilnehmen können interessierte BA-Studierende (ohne Leistungspunktvergabe), sodann Masterstudierende, die dieses Seminar im Wahlpflichtbereich (WP M.A. / PrNr 6822 / 3 (4) LP) anrechnen lassen können. Anmeldungen und Anregungen für das Programm per E-Mail: dietmar.till@uni-tuebingen.de

Schlüsselqualifikationen (Virtuelle Rhetorik) www.virtuelle-rhetorik.uni-tuebingen.de sowie: www.schreibkompetenz.uni-tuebingen.de www.redekompetenz.uni-tuebingen.de www.gespraechskompetenz.uni-tuebingen.de

Flexibilitätsfenster Kontakt: Claudia Gruhn, claudia.gruhn@uni-tuebingen.de

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Studio Literatur und Theater Wilhelmstr. 19-23, 72074 Tübingen, Tel.: 07071 29-77379, Fax: 07071 29-5210 Leitung: Dr. Dagmar Leupold, Sekretariat: Elisabeth Bohley

Das Programm finden Sie unter: www.uni-tuebingen.de/Studio-Literatur-Theater/ Das Studio Literatur und Theater ist seit 1997 eine selbständige Einrichtung der Universität, die wie das Zeicheninstitut und das Collegium musicum der künstlerischen Ausbildung dient. Hervorgegangen ist es aus einem mehrjährigen Modellversuch am Seminar für Allgemeine Rhetorik. Studierende aller Fachbereiche (also nicht nur der Linguistik oder anderer Geisteswissenschaften) können hier Kurse zu den diversen Formen des nicht-wissenschaftlichen Schreibens belegen. Neben den studio-eigenen Seminaren zu Prosa, Lyrik, Kritik usw. bietet die Arbeit von Gastdozenten vielfältige Möglichkeiten der Horizonterweiterung. Lehrbeauftragte sind regelmäßig Autorinnen und Autoren, Theater-, Verlags- und Rundfunkprofis. Im Mittelpunkt steht zwar das eigene kreative Schreiben der Studierenden. Dazu gehört aber auch die Umsetzung, die Präsentation. Auf der Theaterbühne, im Rundfunkstudio oder auf dem Lesepodium wird das Erarbeitete ausprobiert und nach Möglichkeiten öffentlich vorgetragen. Das Studio Literatur und Theater kooperiert hierzu mit dem Landestheater Tübingen, der Uniwelle und dem SWR. Die Ergebnisse unserer Cyberprosa-Workshops können im Internet begutachtet und genossen werden. Jeder Bewerber/jede Bewerberin wählt die Veranstaltungen und den Schwerpunkt seines Studiums entsprechend seiner individuellen Interessen und Neigungen. Die Teilnehmer erhalten Nachweise über diese Zusatzqualifikation. Es kann ein Abschlusszertifikat erworben werden. Die Bedingungen dafür sind im SLT zu erfragen. Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist grundsätzlich kostenlos. Die Anmeldung zu den Seminaren ist verbindlich; pro Semester können maximal zwei Veranstaltungen besucht werden (Ausnahme: Zertifikatsabsolventen). Sollte sich vor Semesterbeginn herausstellen, dass eine Teilnahme doch nicht möglich sein wird, bitten wir um rechtzeitige Abmeldung, damit die nachrückenden Bewerber auf der Warteliste rechtzeitig benachrichtigt werden können. Im Studio Literatur und Theater erworbene Leistungsnachweise werden vom Seminar für Allgemeine Rhetorik als Praxisseminare anerkannt!

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Rhetorikverein Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis Wilhelmstr. 50, 72074 Tübingen, Telefon: 07071 29-74660 oder 29-77998 Liebe Studentinnen und Studenten des Faches Rhetorik! Sie haben sich für das Studium eines traditionsreichen Faches entschieden, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts eine Renaissance in Theorie und Praxis erlebt und einen bedeutsamen Beitrag zur Beschreibung und Deutung der modernen Kommunikations- und Mediengesellschaft liefert. Zur Unterstützung und Entfaltung der Lehre und Forschung in unserem Fach wurde 1997 der Verein zur Förderung der Rhetorik in Wissenschaft und Praxis gegründet. Dieser Verein bietet zugleich ein Forum an, auf dem Begegnungen zwischen Studierenden, Lehrenden und Berufstätigen stattfinden können – ein Austausch also, der beiträgt • zur Konturierung eigener Berufsziele • zur Profilierung unseres Faches • und zur geselligen Kultur im Seminar Die Förderungsabsicht gilt z. B. wissenschaftlichen Kongressen, Publikationen, Übersetzungen, Bibliotheks- oder Archivbesuchen, interdisziplinärer Zusammenarbeit, Betreuungsprojekten für Studierende, technischen Ausstattungen oder Studienreisen. Der Verein führt einmal im Jahr eine Mitgliederversammlung durch, in der über seine Tätigkeiten berichtet sowie über seine Vorhaben und Programmatik beraten wird. Vorgesehen ist auch ein Rhetorikertag als Begleitveranstaltung, der als Ort der Präsentation von neueren Entwicklungen in Theorie und Praxis dienen soll und der auch einer interessierten Öffentlichkeit angeboten wird. Die Einrichtung von themen- und aufgabenbezogenen Ausschüssen ergänzt dieses Vereinsleben. Informationen, Texte zur Theorie und Praxis, Mitgliederpräsentationen und aktuelle Veranstaltungstermine finden Sie auf der Homepage des Vereins: www.rhetorikforum.de Wir laden Sie herzlich dazu ein, in unseren Verein einzutreten, und wir würden uns sehr darüber freuen, Sie in unserem Kreis begrüßen zu können. Im Namen des Vorstandes

Prof. Dr. Joachim Knape

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Streitkultur e. V. "Der Streit ist der Vater aller Dinge" Heraklit Reden will gelernt sein – am besten bei und mit uns! Wer das Reden lernen will, der muss – das wussten schon die Theoretiker der Antike – reden! Und das am besten regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg. Der Debattierclub "Streitkultur e. V." bietet dazu die idealen Bedingungen für alle Rhetoriker: Spannende Debatten zu aktuellen Themen aus Gesellschaft und Politik, mit detailliertem Feedback zur Verbesserung der persönlichen Redefähigkeit und unter Anleitung von erfahrenen Coachs und Debattanten. Unsere wöchentlichen Debatten finden während des Semester immer dienstags ab 20 Uhr im Hörsaal 4 der Neuen Aula (Wilhelmstraße 7, Nähe Mensa Wilhelmstraße) in Tübingen statt. Während der Semesterferien debattieren wir jeweils zur gleichen Zeit im Nebenzimmer des Boulanger (Collegiumsgasse 2, Nähe Rathaus). Alle Interessierten – Debattierneulinge sowie erfahrene Redner – sind ganz herzlich willkommen! Die Themen erfahrt Ihr immer aktuell unter www.streitkultur.net. Unsere Einsteigerabende bieten allen Debattier-Neulingen die Gelegenheit, die Regeln des Debattierens kennen zu lernen und sich in lockerer Trainingsatmosphäre mit der Kunst des argumentativen Wettstreits vertraut zu machen. In jeder Debatte wollen wir ganz gezielt Fähigkeiten wie Auftreten, Argumentation, Sprachkraft und Kontaktfähigkeit trainieren und verbessern. Neben diesen Aktivitäten bietet "Streitkultur e. V." die Möglichkeit, an zahlreichen Debattierturnieren teilzunehmen, national zum Beispiel in Berlin, Hamburg oder München und weltweit in Oxford, Zagreb, Singapur oder Dublin. Nähere Informationen gibt es stets aktuell unter: www.streitkultur.net

Tübinger Debatte Das älteste Debattierformat Deutschlands verspricht mehr Spaß am Streit! Die jeweiligen Termine findet ihr auf der Hompage: www.TuebingerDebatte.de Sei es die Dynamik der Informationsgesellschaft oder der Konkurrenzdruck auf dem Arbeitsmarkt: heutzutage brauchen wir alle mehr und mehr die Kompetenz, uns zu den verschiedensten Themen nicht nur eine Meinung zu bilden, sondern sie auch überzeugend vorzubringen. Die "Tübinger Debatte", der älteste Debattierclub Deutschlands, bietet hierzu ein ideales Trainingsfeld. Gegensätze werden gesucht, präsentiert und ausgefochten. Dabei geht es weniger darum, mit Expertenwissen oder möglichst aktuellen Statistiken aufzuwarten. In der "Tübinger Debatte" wird vielmehr wie im alltäglichen Leben diskutiert: ohne vollständige Informationen, aber dafür mit Herz und Seele. Themen wie "Brauchen wir den Papst?" oder "…die Atomkraft?" lassen selbstverständlich auch den Spaß nicht zu kurz kommen. Interessiert? Dann komm doch einfach mal vorbei! Jeder ist herzlich willkommen, um zu reden oder auch um einfach nur zuzuhören und sich unterhalten zu lassen.

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