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Nr. 1 / 70. Jahrgang April 2018

Gräfrather Heimatspiegel

Solingen-Gräfrath e.v.

Idyllisch und romantisch –­durch Gräfrath flanieren. Frohe Ostern und einen guten Start in den Frühling.


Inhaltsverzeichnis 03 05 10 11 13 15 19 21 22 23 25 27 28 31 34 37 40 43 44 47 52 55 56 59 63 67 70 72 75 77 80 83 85 88 90 93 95 97 98 99

Zum Titelbild: Ostergrüße von der Garnisonstraße Jahreshauptversammlung 2018 20 Jahre Vereinsarbeit im Heimatverein ... Der Internetauftritt des Heimatvereins erstrahlt in neuem Glanz! Mitgliedsbeiträge 42. Marktfest Marktfest-Plakat Silvester-Rundgang Einladung zum Maiansingen / Einladung zum Marktfest Einladung zum Pöhlschesturnier der Gräfrather Vereine Gräfrathaler 2018 Ougenbleck ens Der Neue ist da, 2. Teil Patenschaft Ehrenmal / Geschichte hautnah und persönlich Windhose über Gräfrath Bericht über eine Donaureise mit Hindernissen Unsere Vögel im Frühling Was tat sich sonst noch so in Gräfrath? Gräfrath-Bilder auf Wanderschaft in Solingen-Gräfrath von Frau Klara Rauch Dr. Louis de Leuw – der Sohn des Gräfrather Augenarztes Gräfrath hilft Gräfrath-Museum Gräfrath-Museum aktuell Kunstmuseum Solingen: Gräfrath – und der Rest der Welt Aus der katholischen Pfarrgemeinde Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath Weihnachtsfeier der Evangelischen Kirchengemeinde und „Gräfrath hilft“ W4r Stimmen für Ketzberg: Viel Musik für Aug und Ohr jeden Alters in Ketzberg Sängerbund Gräfrath 1846 e.V. Freiwillige Feuerwehr Solingen Löscheinheit 6, Gräfrath Freundeskreis zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr in Gräfrath e.V. St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1590 Solingen Gräfrath Ballspielverein Gräfrath e.V. HSV Solingen-Gräfrath im Winter Hahneköpp-Verein „Haut Ihn“ 1929 Solingen-Gräfrath Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. Neue Mitglieder / Verstorbene Mitglieder Geburtstagskinder Impressum Feststehende Termine 2018


Zum Titelbild: Ostergrüße von der Garnisonstraße

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einer Schlosserwerkstatt, der Wiege der späteren Stahlfabrik Steingaß, das Industriezeitalter seinen Einzug. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts bahnte sich die Straßenbahn mühsam ihren Weg vom Markt zur Spitzweiche. Und Amors Pfeile bahnten sich ihren Weg von Hausnummer 19 nach 28 und umgekehrt, mit glücklichem Ausgang, ohne den es nicht zu diesen Zeilen gekommen wäre. Das Hasenpaar wünscht allen Lesern des Heimatspigels ein frohes Osterfest. Mit gespitzten Ohren und wachen Augen beobachtet es das Geschehen in der unteren Garnisonstraße. Diese Straße hat in 3 Jahrhunderten viele interessante Veränderungen erlebt. Sie wurde im 18. Jahrhundert als Ausfallstraße nach Norden gebaut und allmählich von Häusern entlang zweier Fluchtlinien begrenzt. Die Kohlefuhrwerke, von der Kluse kommend, wurden für ein kurzes Stück vom offenen Bachlauf des Heiligen Borns begleitet. Im 19. Jahrhundert marschierten Soldaten des Landwehrbatallions aus der nahen Garnison im ehemaligen Kloster über die Pflastersteine und gaben so der einstigen Kaiserstraße ihren heutigen Namen. Am Täppken haben Hausfrauen viele Jahrzehnte Gräfraths dreckige Wäsche gewaschen, bis diese Tätigkeit nach Anschluss der Häuser an die Wasserleitung in die angrenzende Gaststätten Altdeutsches Haus zund Gräfrather Eck verlagert wurde. Am Täppken hielt mit

Im 20. Jahrhundert blühte der Einzelhandel und das Handwerk entlang den 100 Metern der unteren Garnisonstraße. Von Gemischtwaren Tang über Lebensmittelgeschäft Kranich, Friseur Zeyen, Bäckerei Zass, Metzgerei Lauterjung, Änderungsschneiderei Tekin, Hofschneiderei Erfkamp, Imbissstube, Spedition und Kohlenhandel Keull, Tischlerei Jansen, Sanitär Rauh und Blumengroßhandel Müller boten Geschäftsleute und Handwerker ihre Waren und Dienstleistungen an. Die meisten haben den Strukturwandel vom Einzelhandel zu Supermärkten nicht überlebt, und so blicken unsere Hasen auf eine Straße mit vorwiegender Wohnfunktion, viel Beschaulichkeit und dank des tradionsreichen Pflasters recht gemächlichem Verkehr, auch ohne Tempolimit. Doch einmal im Jahr kommt Leben in die Straße, nämlich dann, wenn das Brunnenfest gefeiert wird, eine urgemütliche Veranstaltung, dazu mit einem guten Zweck: Der Brunnen plätschert wieder. Karl Gerd Hankammer 3


Inspirationen für Garten, Kunst und Wohnen:

130 Aussteller präsentieren an vier Tagen (um Christi Himmelfahrt) auf dem historischen Gelände von Schloss Grünewald duftende Pflanzen, Kräuter, hochwertige Gartenmöbel, Wohnaccessoires, Kunstwerke und viele andere Lifestyleprodukte. Ein „Pflanzendoktor“ gibt Tipps zu Schädlingen an mitgebrachten Pflanzen. Abgerundet wird dieses Event durch ein außergewöhnliches kulinarisches Angebot und ein abwechslungsreiches Programm. Weitere Infos unter: www.GartenLeben.net Öffnungszeiten: Do-So 10.00 - 18.00 Uhr Fr. 12.00 - 18.00 Uhr Eintritt: 9 Euro (für alle 4 Tage), Kinder bis einschließlich 16 Jahre frei Ermäßigte Eintrittskarten zum Vorverkaufspreis von 8 Euro erhältlich unter www.omms.net

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Jahreshauptversammlung 2018

Berichte

Gisela Adams, FDP, und Sebastian Haug, CDU. Von der Bezirksvertretung Gräfrath: Petra Steinheuer, CDU, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, und Mathilde Creemers, SPD. Der Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer befindet sich im Urlaub. Der Oberbürgermeister Tim Kurzbach lässt sich ebenfalls entschuldigen, ebenso Jürgen Kaiser, SPD, und Ralf Ewert von der Freiwilligen Feuerwehr. Protokoll der Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Solingen-Gräfrath e.V. am Sonntag, dem 4. März 2018 um 11.00 Uhr im Stiftersaal des Klingenmuseums, Klosterhof. Teilnehmer: 36 (lt. Anwesenheitsliste) TOP 1 Begrüßung und Totenehrung Der Vorsitzende Karl Gerd Hankammer begrüßt die Anwesenden zur 69. Jahreshauptversammlung des Heimatvereins. Die Einladungen sind satzungsgemäß und fristgerecht durch den Heimatspiegel im Dezember 2017 an die Mitglieder erfolgt. Es ist kein Antrag zur Tagesordnung eingegangen. Die Beschlussfähigkeit der Versammlung wird festgestellt. Karl Gerd Hankammer gibt jedoch seiner Enttäuschung Ausdruck, dass an diesem Morgen nur sehr wenige Mitglieder der Einladung gefolgt sind. Das Protokoll der vorjährigen Versammlung wurde im Heimatspiegel veröffentlicht, es erfolgten keine Beanstandungen. Karl Gerd Hankammer begrüßt als Abgeordneten des Landtags Herrn Josef Neumann, SPD. Vom Rat der Stadt Solingen:

Die Vertreter folgender Vereine und Institutionen können begrüßt werden: Mario Gebhardt, Andreas Wippermann, Thomas Rauh – Verein der Hahneköpper, Karin Zimmer – Kath. Pfarrgemeinde und Kirchenchor, Renate Vesper – evang. Kirchengemeinde und Heinrich Ripken – DRK, beide Träger des Gräfrathalers; außerdem Georg Schubert, BV Gräfrath, Christel Füser, Gräfrath hilft und Dragan Denic, jetzt als Pressesprecher der ARGE. Besonders begrüßt wird unser Ex-OB Franz Haug, der immer ein offenes Ohr für den Heimatverein hat, für Ratschläge zur Verfügung steht und sich für bestimmte Belange Gräfraths noch immer einsetzt. Begrüßt werden kann auch Siegfried Hehl, der regelmäßig die Wanderwege abgeht und die Kennzeichnung überprüft und erneuert; er ist bereit, dies auch weiterhin zu tun. Seit 20 Jahren ist der geschäftsführende Vorstand und Beirat in fast unveränderter Konstellation zusammen. Der Vorsitzende Karl Gerd Hankammer stellt die Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes vor: Peter Wilhelm Steinheuer – stellvertretender, Harald Engels – Schatzmeister 5


und Annemarie Jacob – Schriftführerin, sowie die Mitglieder des Beirates: Friedrich Lauterjung – versch. Bereiche, Alexander Herpich – technischer Bereich, Willy Weber – Mundart und Unterhaltung und Andreas Vesper, Redaktion Heimatspiegel. Als neues Mitglied des Beirates wird Helmut Schurr vorgestellt, er wird als Nachfolger von Dragan Denic die ARGE im Vorstand vertreten. Zum Gedenken und zu Ehren der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder erheben sich die Anwesenden von ihren Plätzen. TOP 2 Jahresbericht 2017 Der Jahresbericht wird von der Schriftführerin Annemarie Jacob vorgetragen. Zum Bericht selbst erfolgen keine Wortmeldungen. Gisela Adams fragt nach, ob es Resonanzen gibt, wenn im Heimatspiegel Fragen auftreten, z. B. bei alten Schulbildern. Diese Frage muss verneint werden. Karin Zimmer fragt nach der neuen drohenden Verschmutzung des Grabsteines von Dr. de Leuw, ob er mit Wasser gereinigt werden kann? Die weitere Pflege, sowohl des Grabes als auch des Steines, wurde von den Firmen Dreier und Krisam übernommen, damit wird auch eine sachgerechte Reinigung erfolgen. Aus dem Bericht war wieder die umfangreiche Tätigkeit des Heimatvereins ersichtlich, dass sollte Interessierte aber nicht abschrecken, im Heimatverein mitzuhelfen. Die Aktivitäten verteilen sich gut über das gesamte Jahr. Karl Gerd Hankammer dankt der Schriftführerin Annemarie Jacob für die geleistete Arbeit. 6

TOP 3 Jahreskassenbericht Der Schatzmeister Harald Engels gibt die Bilanz bekannt und macht detaillierte Angaben zu Ein- und Ausgaben. Die gute finanzielle Lage ist auch dem guten Spendenaufkommen zu verdanken. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich der Heimatspiegel jetzt selbst trägt und somit abgesichert ist. Ein Dank an die beiden anwesenden Herren Arne und Dirk Schulenberg, deren Werbefirma auch für das gute Erscheinungsbild verantwortlich ist. Der Grund für die höhere Einlage findet ihre Begründung darin, dass darin immer noch die Rücklage für die Bühnenüberdachung enthalten ist, die leider noch nicht durchgeführt wurde. Außerdem ist darin die Summe des Kontos „Gräfrath hilft“ enthalten, die wieder rausgerechnet werden muss und die Umsatzsteuer für 2017 muss noch getätigt werden. An dieser Stelle richtet Harald Engels nochmals einen besonderen Dank an Andreas Vesper für das gute Management beim Heimatspiegel, welches mit besonderem Aufwand verbunden ist. Zum Jahreskassenbericht erfolgen keine weiteren Wortmeldungen. Karl Gerd Hankammer dankt Harald Engels in besonderem Maße für die ausgezeichnete Arbeit. TOP 4 Bericht der Kassenprüfer Entlastung des Gesamtvorstandes Es folgt der Bericht der Kassenprüfer. Die Kassenprüfung erfolgte durch Gisela Adams und Burkhard Stamm am


21. Februar 2018. Gisela Adams berichtet, dass die Buchungsunterlagen und Kontoauszüge vollständig vorlagen, es war alles ordnungsgemäß und auch die Kassenprüfung erfolgte ohne Beanstandungen. Sie gibt die Empfehlung für eine uneingeschränkte Entlastung des Gesamtvorstandes. Die Entlastung des Gesamtvorstandes durch die Versammlung erfolgt einstimmig. TOP 5 Neuwahl der Kassenprüfer Gisela Adams kann nicht mehr wiedergewählt werden. Christel Füser und Burkhard Stamm stehen noch für ein weiteres Jahr zur Verfügung. Als neuer Kassenprüfer wird Robert Klar vorgeschlagen. Er erklärt sich bereit, dass Amt anzunehmen. Die Wahl der Kassenprüfer erfolgt einstimmig. TOP 6 Personalien Dragan Denic war bis September 2017 Vorsitzender der ARGE und bis jetzt im Beirat des Vorstandes Heimatvereines. Aus zeitlichen und beruflichen Gründen scheidet er nun aus. Karl Gerd Hankammer würdigt den Einsatz, die tatkräftige Mithilfe und sein Engagement und überreicht ein Präsent als besonderen Dank. Peter Wilhelm Steinheuer scheidet nach 20 Jahren als stellvertretender Vorsitzender aus dem geschäftsführenden Vorstand aus. Karl Gerd Hankammer bedauert dies sehr, doch Peter Wilhelm Steinheuer hatte bereits, als er das Amt übernahm gesagt, dass er mit 70 Jahren aufhören wird. Ein Jahr hat er bereits angehängt, doch nun bleibt er konsequent

und hofft stark darauf, dass sich jüngere Nachfolger finden. Karl Gerd Hankammer dankt ihm für 20 Jahren großen Einsatz, als Ideengeber und besonders als Gründer des Gräfrath-Museums und überreicht ein kleines Präsent. Peter Wilhelm Steinheuer wird weiterhin im Beirat des Vorstandes, zuständig für das Gräfrath-Museum, tätig sein. TOP 7 Jahresarbeitsplan des Heimatvereins 2018 Peter Wilhelm Steinheuer gibt den Jahresarbeitsplan bekannt und bittet um Vormerkung der Termine: 2. April Kulturmorgen Solingen. Der Heimatverein nimmt mit Öffnung des Gräfrath-Museums in der Zeit von 12.00 – 16.00 Uhr teil. An diesem Tag wird erstmalig die Dauerausstellung „Postamt Gräfrath“ der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dem Verein für Philatelie und dem Postverein Solingen wurde die Ausstellung vorbereitet. 30. April Maiansingen, Beginn 17.15 Uhr 11. bis 13. Mai Marktfest 7. Juli Pöhlchenturnier um 14.00 Uhr. Da der Heimatverein nicht mehr am Zeltfest beteiligt ist und das traditionelle Turnier an diesem Wochenende nicht stattfinden kann, wurde ein anderer Termin gesucht und gefunden, um das beliebte Pöhlchenturnier für die Gräfrather Vereine zu erhalten. 7


28. Juli um 20.30 Uhr – Konzert der Bergischen Symphoniker auf dem Gräfrather Markt 2. September Jazz-Frühschoppen ab 11.00 Uhr 26. Oktober Gräfrath-Abend ab 19.30 Uhr 10. November Martinszug ab 17.15 Uhr 18. November Volkstrauertag ab 11.00 Uhr ab 1. Dezember Adventskalenderaktion 31. Dezember Silvesterrundgang ab 18.45 Uhr – KG Grün-Weiß-Gräfrath Selbstverständlich wird der Vorstand vom Heimatverein auch wieder den Grillnachmittag im Kolpinghaus durchführen, sich am Sommerfest des EMH und dem Piratenfest des Klingenmuseums mit dem Reibekuchenstand beteiligen. Leider ist es zurzeit nicht möglich, die Seniorennachmittage durchzuführen. Wir hoffen jedoch, nachdem Umbau des Eugen-Maurer-Hauses wieder eine Möglichkeit dafür zu finden. Es wurde ein Faltblatt mit allen Terminen des Heimatvereins erstellt. Die Mitglieder haben diesen Flyer zusammen mit dem Dezember-Heimatspiegel erhalten. Karl Gerd Hankammer dankt seinem 8

Stellvertreter Peter Wilhelm Steinheuer für die Vorstellung der Termine. TOP 8 Präsentation der neuen Webseite Der Vorsitzende begrüßt Dirk und Arne Schulenberg, die für die neue Webseite zuständig sind. Bisher hatte Burkhard Stamm die Pflege der Webseite ehrenamtlich inne, konnte aber aufgrund der fehlenden Informationen aus dem Vorstand, diese Tätigkeit gar nicht richtig ausführen. Karl Gerd Hankammer dankt Burkhard Stamm für seine Mithilfe. Dirk und Arne Schulenberg von der Fa. Schulenberg & Werbung sind an diesem Morgen da, um den Mitgliedern die neue Webseite zu präsentieren. Die Neugestaltung und Pflege wird zukünftig in ihren Händen liegen. Da auch der Heimatspiegel von ihnen gefertigt wird, sind die neuesten Informationen immer schon vor Ort. Nicht der neueste, aber der vorhergehende Heimatspiegel wird online auf die Seite gestellt und kann durchgeblättert werden. Es werden immer wieder neue Bilder eingestellt werden. Es erfolgt die Erklärung zu den verschiedenen Links der Vereine, die ihre neuesten Informationen auch direkt der Fa. Schulenberg geben können. Für Geschäftsleute und Unternehmen wird es noch mehr Werbemöglichkeiten geben. Karl Gerd Hankammer dankt für die interessanten Erläuterungen. TOP 9 Gräfrath aktuell Karl Gerd Hankammer begrüßt Dirk Balke, freischaffender Künstler und Galerist


derzeitigen Künstler Gräfraths werden vorgestellt und auf die besonderen Veranstaltungen der Künstler – Kulturmorgen, Lichterzauber, Kunst- und Kostbarkeiten – wird hingewiesen. Karl Gerd Hankammer dankt für den sehr interessanten Vortrag und freut sich über die gute Zusammenarbeit mit den Gräfrather Künstlern.

Karl Gerd Hankammer dankt Dirk Balke

„Art Eck“ zu dem Thema: Kunst ist identifitätsstiftend – Beispiel Gräfrath. In einem interessanten Beitrag bringt Dirk Balke den Anwesenden den Begriff Kunst im Verhältnis zur Geschichte und heutigen Zeit in Gräfrath nahe. Ein besonderer Einblick erfolgt in die Werke Friedrich August de Leuw und auch die

TOP 10 Verschiedenes Es erfolgen keine weiteren Wortmeldungen. Der Vorsitzende dankt allen für die interessierte Teilnahme. Ende der Versammlung: 13.00 Uhr Karl Gerd Hankammer Vorsitzender

Annemarie Jacob Schriftführerin

Der Vorstand 9


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20 Jahre Vorstandsarbeit im Heimatverein... ...sind eine beachtliche Leistung, vor allem, wenn man das Amt mit Engagement, Kompetenz und Akribie ausübt. All das trifft auf Peter Wilhelm Steinheuer zu, der als stellvertretender Vorsitzender die Geschicke des Heimatvereins seit Zusammenfindens des neuen Vorstandes im Jahr 1998 wesentlich mitgeprägt hat. Er war immer der Ideengeber, der neu Möglichkeiten sah und entwickelte. Sein Meisterwerk war die Errichtung des Gräfrath-Museums, das er als Projektleiter begleitete und mit interessanten Exponaten, Ausstellungen und Aktivitäten attraktiv gestaltete. Ein weiterer Eckpfeiler war die Schaffung des Gräfrathalers.

Er hat zahlreiche Projekte wie z.B. die Restaurierung des Kriegerdenkmals geleitet, er war mit Sorgfalt aufmerksamer Beobachter und Richtungsweiser für das Vereinsgeschehen sowie Herr der Termine und Daten. Aus Altersgründen möchte er Platz machen für jüngere Mitkämpfer im Vorstand, um den dringend notwendigen Umbruch zu initiieren. Für seinen Einsatz für den Heimatverein und Gräfrath gebürt ihm der Dank von Vorstand, Mitgliedern und Gräfrathern. Der Vorstand

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Der Internetauftritt des Heimatverein Solingen-Gräfrath e.V. erstrahlt in neuem Glanz!

Seit Anfang März erwartet die Besucher ein moderner, frischer und auf dem neusten Stand der Technik umgesetzter Internetauftritt. Angelehnt an die Optik des gedruckten Heimatspiegels sollen Besucher dort alles finden, was Gräfrath ausmacht: Eine immer aktuelle Terminübersicht zukünftiger Veranstaltungen in unserem so lebendigen Stadtteil gibt es hier ebenso wie Vorstellungen der Gräfrather Museen, Sehenswürdigkeiten, Wanderungen und Spaziergänge sowie Links zu den Gräfrather Vereinen. Natürlich dürfen auch ein Überblick über die Geschichte Gräfraths und Bildergalerien mit Aufnahmen vergangener Veranstaltungen nicht fehlen. Gräfrather Unternehmen erhalten durch

Werbebanner eine weitere Möglichkeit für sich zu werben: Interessierte Gräfrather landen nach einen Klick direkt bei ihnen auf der Webseite. Und auch der Heimatspiegel hat im Internet nun eine digitale Heimat gefunden. Die letzten Ausgaben gibt es hier bequem zum Blättern auf dem Tablett. Betreut wird die Webseite ab jetzt durch die Agentur Schulenberg und Werbung, die den Heimatverein auch schon seit Mitte 2015 bei der Gestaltung und Produktion des Heimatspiegels unterstützt und seitdem die Kosten deutlich reduzieren konnte. Das Aussehen der Webseite hat sich verändert – die Adresse, unter der Sie uns finden können, ist die alte geblieben:

www.heimatverein.eu 11


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Mitgliedsbeiträge Leider müssen wir uns auch in diesem Heimatspiegel wieder mit dem Thema Beitragszahlungen bzw. Beitragsrückstände beschäftigen. Der größte Teil unserer Mitglieder hat natürlich wieder längst den Jahresbeitrag überwiesen, der ja satzungsgemäß im 1. Quartal fällig ist. Häufig war auch noch eine Spende dabei, worüber wir uns sehr gefreut haben. Von einigen Mitgliedern steht die Zahlung des Beitrages für dieses und manchmal auch das vergangene Jahr noch aus. Wie üblich haben wir im letzten Heimatspiegel des vergangenen Jahres im Zusammenhang mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung jedes Mitglied auf die Fälligkeit hingewiesen. Falls Sie zu den „Vergesslichen“ gehören, bitten wir um baldige Überweisung des längst fälligen Mitgliedsbeitrages, damit individuelle Zahlungserinnerungen und der damit verbundene Aufwand vermieden werden! Darüber hinaus könnten Sie auch einmal über die Einrichtung eines Dauerauftrages nachdenken. Die Bankverbindung lautet: Stadt-Sparkasse Solingen IBAN: DE78 3425 0000 0000 4000 10 BIC: SOLSDE33XXX Seit dem 1. Januar 2009 beträgt der Mindestbeitrag 12,00 Euro / Jahr. Der Vorstand

Werde MITGLIED im Heimatverein Solingen-Gräfrath e.v. Der Heimatspiegel wird Ihnen dann 3 x im Jahr kostenlos zugeschickt.

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42. Marktfest

Hallo liebe Leser/innen des Gräfrather Heimatspiegels,

es gibt Neues und Gutes zu berichten. Das 42. Marktfest der Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine im Heimatverein Solingen-Gräfrath ist organisatorisch auf einem erfolgreichen Weg und das Programm steht. Das Engagement des Vorstandes, alles immer noch komplett ehrenamtlich (neu dabei ist Manuel Friedrichs), ist bewundernswert ungebrochen und effektiv. Letztes Jahr war uns das Wetter wunderbar gewogen, es führte zu einer tollen Ausschüttung an die Mitgliedsvereine, was wiederum ungemein motiviert. Noch ein Grund zusammenzubleiben und gemeinsam das Konstrukt Arbeitsgemeinschaft für die Zukunft zu rüsten. Auch die notwendige Änderung, die im Vorstand stattgefunden hat, hat alle noch mehr und intensiver zusammenrücken lassen und die Neuverteilung der Aufgaben ist geglückt. Berufsbedingt musste ich ehrenamtlich kürzer treten und kann leider die Aufgaben als Vorsitzender nicht

so wie bisher wahrnehmen. Daher habe ich mein Amt abgegeben und die Aufgaben wurden nun auf mehrere Schultern verteilt. An dieser Stelle möchte ich mich für die bisherige Zusammenarbeit und Unterstützung bei allen herzlich bedanken. Auch wenn ich einiges angestoßen habe und manches in Gräfrath bewegen konnte, so ist das alles nur möglich gewesen, weil der Vorstand, die Vereine und viele Gräfrather Bürger mich/uns dabei tatkräftig unterstützt haben. Wie gesagt, es geht ganz normal weiter und das ist auch gut so. Das Konzept hat es verdient in gleicher Intensität fortgeführt zu werden, dann bleiben die Erfolge auch nicht aus. Nun, ich darf es weiterhin mit gestalten, diesmal als Vorstandssprecher und werde dort helfen, wo es notwendig ist. Jetzt aber genug davon. Blicken wir nach vorne, das heißt konkret: das Marktfest kann kommen! Ob es mit der neuen Bühne starten kann, ist noch ungewiss. Warten wir es ab. Das ganze Projekt gestaltet sich wohl nicht so einfach wie gedacht, doch man bleibt dran. Am Freitag wird das Marktfest um 19.00 Uhr von Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet. Danach wird unser DJ Dietmar Jansen die Gäste in gewohnter Professionalität unterhalten. Willy Weber hat bis letztes Jahr alle Marktfeste moderiert - dieser weit und breit einmaliger Rekord wird ungebrochen bleiben. Nun hat er den Stab weitergegeben. Ein herzliches Dankeschön, lieber Willy, für deinen jahrelangen und 15


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unermüdlichen Einsatz in der Arbeitsgemeinschaft und für Gräfrath. Tobias Kollig stand teilweise gemeinsam mit Willy auf der Bühne und machte seine Sache sehr gut, somit ist er ein würdiger Nachfolger. Alle drei Tage lang wird er uns im Programm begleiten und alles Wichtige kundtun. Willkommen und Dankeschön lieber Tobias. Der Marktfestsamstag wird um 15.00 Uhr mit der irischen Musik von "Fragile Matt" beginnen – für Liebhaber dieser Klänge ein Genuss. Diese Band hat sich in der Region einen sehr guten Namen gemacht, das konnten wir auch schon einige Male in Gräfrath erleben. Für die Kleinen bieten wir noch den Clown Willy, Kinderkarussell so wie Kinderschminken an und das kostenlos, wie bisher. Ja und abends geht die Post richtig ab! Auf unserer Bühne präsentiert sich mit "See you" eine der besten Coverbands, welche schon oft auf dem Marktfest mit riesigem Erfolg aufgetreten ist. Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst am Markt, wo sich mehrere hundert

Menschen versammeln, um gemeinsam Gotteswort zu lauschen. Kurz darauf treten die Mankhauser Musikanten mit ihrem gern gehörten musikalischem Programm auf. Um 14.00 Uhr geben die legendären "Memories" ein Konzert auf dem Marktplatz zum Besten. Sie bieten Rock und Beat und feiern in diesem Jahr ein Jubiläum, das so schnell nicht zu erreichen ist. Danach kommt die Gräfrather Band be prepared. Seit Jahren begleitet sie uns gern, gehört zum Marktfest Sonntag und schließt das dreitägige Stadtteilfest musikalisch ab. Nebenbei gibt es für die Kinder die bewährten Programmpunkte. Sie sehen, wir haben uns wieder Mühe gegeben. Honorieren Sie das und kommen Sie zahlreich zum Marktfest, dann ist auch die Zukunft dieses beliebten, traditionellen Familienfestes gesichert. In diesem Sinne erzählen Sie es weiter. Ihr/Euer Dragan Denic Pressesprecher Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine im Heimatverein Solingen Gräfrath e.V.

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Seit 40 Jahren Familienunternehmen in Gräfrath!

Gerd-Willi Kunhenn Sanitär- und Heizungsinstallation

In der Freiheit 35 • 42653 Solingen-Gräfrath Telefon: 590952 • Telefax: 3825440 18


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42. Marktfest vom 11. – 13. Mai 2018

der Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine auf dem historischen Marktplatz

Freitag, 11. Mai 19.00 Uhr

Samstag, 12. Mai

Bürgermeister Ernst Lauterjung eröffnet das 42. Marktfest Partymusik mit „DJ Dietmar Jansen“

15.00 Uhr Die Stände werden eröffnet. Moderation Tobias Kollig Kinderkarussell „Clown Willy“ Clowneske Ballonzauberei Kinderschminken mit GTSV - Team 15.00 Uhr „Fragile Matt“ Irish Folk 18.00 Uhr „See you“ Top Coverband aus Solingen

Sonntag, 13. Mai

10.00 Uhr Gemeinsamer Gottesdienst auf dem Marktplatz Thema “Kirche am Markt“ 11.00 Uhr Bergischer Frühschoppen mit den „Mankhauser Musikanten“ Kinderschminken mit GTSV - Team Kinderkarussell 14.00 Uhr „Memories“ Solinger Rock und Beatband „Clown Willy“ Clowneske Ballonzauberei 17.00 Uhr „be prepared!“ …die Bergische Band

Wir laden herzlich ein – feiern Sie mit uns das Gräfrather Marktfest. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns an die geltenden amtlichen Schlusszeiten halten. Mitgebrachte Getränke und Speisen dürfen auf dem Marktplatz nicht verzehrt werden. Aus sicherheitstechnischen Gründen wird am Wochenende in den Abendstunden die Kirchtreppe gesperrt. 19


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Berichte

Silvester-Rundgang Manchmal steckt man nicht drin. Da regnete es den ganzen Tag nicht, aber um 18.00 Uhr setzte ein fieser, teilweise vom Wind gepeitschter Regen ein. Zahlreiche Schirme wurden geöffnet.

Christopher Chumchal, Jan Breidenbach, Christian Feistauer (von links nach rechts)

Die Mankhauser Musikanten hielten durch

Die Mankhauser Musikanten spielten trotzdem ab 18.45 Uhr tapfer ihre meist weihnachtlichen Liedstücke. Nachdem die Glocken der beiden Kirchen verklungen waren, Karl Gerd Hankammer als Vorsitzender des Heimatvereins und Dragan Denic als Sprecher der ARGE einige Grußworte an die trotz des widrigen Wetters zahlreich erschienenen Gäste

gerichtet hatten, konnte das eigentliche Event starten, der Silvester-Rundgang des Nachtwächters mit Gefolge. Diese wurden beim Übergang 2017/18 von der kath. Pfarrgemeinde gestellt. Nachdem die Stunde von den Nachtwächtern ausgerufen wurde, besann man sich wohl der Jugend. Der Refrain wurde mit der Melodie der Sesamstraße vorgetragen, was natürlich den Anwesenden besonders gefiel. Andreas Vesper

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EINLADUNGEN

Einladung zum Maiansingen Montag, 30. April 2018 auf dem Markt Auch in diesem Jahr findet am Nachmittag vor dem 1. Mai das traditionelle Maiansingen mit der „Winterverbrennung“ auf dem Markt statt. Mitwirkende sind die Kindergärten, die Turngruppe des GTSV, die Grundschule Gerberstraße und die Kinderchöre der evangelischen Kirchengemeinde. Der Heimatverein lädt hierzu alle Kinder, Eltern, Großeltern und Freunde herzlich ein. Wir können uns jetzt schon wieder auf fröhliche, bunte Darbietungen freuen. Also nicht vergessen: 30. April um 17.30 Uhr auf dem Markt.

Einladung zum Marktfest Freitag, Samstag, Sonntag vom 11. bis 13. Mai 2018 Das traditionelle und über den Gräfrather Ortskern hinaus bekannte Marktfest findet dieses Jahr zum 42. Mal am Muttertags-Wochenende statt, von Freitag, dem 11. Mai bis Sonntag, dem 13. Mai 2018. Das genaue Programm finden Sie in diesem Heft auf Seite 19. Der Heimatverein öffnet seinen Informations- und Verkaufsstand ab Samstagnachmittag. Angeboten werden neben dem Gräfrath-Poster, die bekannten Postkarten, geprägte Briefkarten, Gräfrath-Aufkleber, Zöppker und Werbemittel der Stadt Solingen. Die interessanten Artikel sind schöne Geschenkideen für Gräfrather Heimatfreunde und die, die es noch werden möchten. Es liegen daher auch Aufnahmeformulare bereit, so dass Nochnicht-Mitglieder für 12,00 € Jahresbeitrag dort in den Verein eintreten können. Ferner finden Sie Ansprechpartner für Ihre Wünsche und Anregungen, die der Vorstand aufgreifen sollte. Besuchen Sie uns an unserem Stand. Vor und nach dem Marktfest können Sie aber auch über das Internet unter www.heimatverein.eu oder bei Facebook unter „Heimatverein Solingen-Gräfrath“ mit uns Kontakt aufnehmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf dem Markt oder im Internet! 22


Einladung ZUM Pöhlschesturnier der Gräfrather Vereine Samstag, 7. Juli 2018, 14.00 Uhr auf dem Brandteich Die idyllische Pöhlschesbahn der Löscheinheit 6 Gräfrath liegt in herrlichem Sonnenschein und 200 begeisterte Zuschauer feuern die Pöhlsches-Gladiatoren der 11 Gräfrather Vereine sowie der Bezirksvertretung an. Die Wettkämpfer schleudern mit recht unterschiedlichen Techniken ihre 6 Scheiben auf das rote Pöhlschen zentral im Wurfkreis und ernten dafür die Bewunderung der Zuschauer oder den Spott der gegnerischen Mannschaften. Es geht hoch her am sonst so stillen Brandteich, eine tolle Wettkampfstimmung, Frotzeln und Anfeuern, Spaß und das ein oder andere Gläschen Bier sorgen für unterhaltsame Stunden, die Aktive und Fans in freundschaftlicher Gemeinschaft genießen. Lassen Sie sich dieses spannende und unterhaltsame Ereignis nicht entgehen und kommen Sie am Samstag, 7. Juli 2018 ab 14.00 Uhr zum Brandteich und erleben Sie das zähe Ringen um den Wanderpokal des Heimatvereins.

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EINLADUNGEN

Gräfrathaler 2018 Am Freitag, 26. Oktober 2018 lädt der Heimatverein im Sälchen zum Gräfrath-Abend ein, der von Gräfrather Musik- und Vortragskünstlern gestaltet wird. Ein weiterer Höhepunkt kann die Verleihung des Gräfrathalers sein, wenn wir eine geeignete Kandidatin / einen geeigneten Kandidaten finden. Diese / dieser sollte eine Einzelperson, Verein, Gruppe oder Institution sein, die sich in besonderer Weise um die Belange Gräfraths und seiner Bewohner verdient gemacht haben. Der Gräfrathaler wird nicht posthum verliehen. Kandidaten Vorschläge können von Mitgliedern des Heimatvereins, den Vereinen der Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine sowie der Bezirksvertretung Gräfrath gemacht werden und müssen bis zum 31. Juli 2018 beim Vorsitzenden des Heimatvereins (Karl Gerd Hankammer, Abteiweg 2b, 42653 Solingen) schriftlich mit einer Begründung des Vorschlags eingereicht werden. Der Vorstand

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Die unendliche Geschichte Ougenbleck ens! Üöwerall en der Weilt schlagen se sech de Köppe en, üöwerall fallen hütt noch Bomben. Nömmes hät schinns van den schlemmen Kriëgen jet geliert. Vür kortem wurden wir an den Schlamassel van domols noch ens erennert, denn beï us hät men twei Bomben vam letzten Weiltkriëg gefongen. Am Roggenkamp wuort em November noh den Blengkgängern gebuddelt. Doch beï dem Matsch do on durch allerhangk Verstell hät sech die ganze Sake büs en den Läng getrocken. Kann nu entschärft werden udder nit, dreï Weeken hät et gedurt bes men en de Gäng kom. Dann muoß em Ömkreïs van 600 Meter alles affgesperrt on evakuiert werden. Men stell sech vür, wat do für de Lütt em Oort on en den Betrieben bes nom Piepersberg loss wor. Röm on töm all de Strooten tuo on der ganze Verkehr lahmgeleïht. Do wuort der ierschte Termin ouch noch affgesaiht, ganz üöwel für de Grewerder Wierte, an dem Dag hädden die de Bude rappelvoll gehatt. Em tweiden Aloup hät et dann geklappt, kort für siëwen Uhr am Owend koun der Sprengmeïster endlech sin geföhrleche Arbeït affschluten. De tweide Bombe hadden sech tem Glöck ongertöschen en der Erd terleiht. Alles örmden op, ouch minne Nohber, de mackden sech noch nen Jux drüöwer: „Van Sprengbomben hann ech de Nas voll, do es mir en Sexbombe völl liëwer, doch die kann ech selwer nit mieh entschärfen.“ Na dann, bes dohen. Üren Welm

Feuerwerker beï der Arbeït

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Berichte

Der Neue ist da, 2. Teil Der „Neue“ ist seit August 2017 unser Freund und Helfer, aber er ist nicht nur Gräfrather Dorfsheriff, sondern auch Buchautor und Dichter mit einer ausgeprägten Liebe für Gräfrath, wo er groß geworden ist. Das beweisen auch die nachfolgenden Verse. Wir Gräfrather können uns glücklich schätzen, einen solch qualifizierten und engagierten Polizisten in unserem Stadtteil zu haben.

Gräfrath

Über die Originale, die ganz Gräfrath kennt In welcher Reihenfolge man die am besten nennt Über die Vereine, die es hier reichlich gibt

Ich bin jetzt da, das sei hier nebenbei mal gesagt

Über diesen Stadtteil, den man über alles liebt

Aus diesem Anlass hat Herr Hankammer mich gefragt

Über Nümmen, mit seinem Heimatverein

Ob ich über Gräfrath nicht was schreiben könnt

Mit dem Bach, der da läuft – mit Wasser noch rein

Das ist natürlich eine Ehre, die mir vergönnt

Über die Schützen mit ihrer Tradition Bei denen muss man trinkfest sein, wusstet ihr das schon

Nur womit fängt man an – hab ich bei mir gedacht Und habe viel überlegt, so manche Nacht Schreibt man über die Leute, die hier sind zu Huss Oder über die lieber erst zum Schluss Über die kleinen Häuschen, Gassen und den Markt 28

Wie man wo am besten sein Auto nicht so parkt

Oder die, die den Hahn gerne köppen Die sich auch gerne einen hinter die Binde kippen Von früher, als die Schwaneköpper waren mit dabei Die Zeit im Festzelt bei denen ist leider heut am End vorbei


Über vieles, was hier so schön restauriert Das man an Gräfrath schnell sein Herz verliert Über das Museum, wo man erlebt die Geschichte der Klingen Über den Moment, wo man ist die Nationalhymne am singen Wo die Teichelfen drehen sich im Kreis geschwind Über Mütter, die auf dem Spielplatz sind mit dem Kind Über Kopfsteinpflaster, Nachtwächter, Marktfest und mehr Über die ZDS, die Schulen und die freiwillige Feuerwehr Über das, was den Stadtteil besonders macht Wo man ist sozial engagiert und auch viel lacht Über die Fauna, Eugen-Maurer-Haus oder was so stört Das dem „Einen“ halb Gräfrath fast schon gehört

Die Pöhlschenturniere, die man hier leidenschaftlich zelebriert Wo eigentlich jeder nur gewinnt, keiner wirklich verliert Übers Kaffeehaus, Casa Pedro, die letzte Metzgerei Museum Baden, Klosterbräu alle sind erwähnt, so dabei Den Martinszug, die Weihnachtsmärkte seien mit benannt Weit über die Region beliebt, bei Groß und Klein bekannt Vieles, was unerwähnt blieb, nicht weniger für Gräfrath steht Aber sonst die Aufzählung ins Unendliche geht Weil Gräfrath ist außergewöhnlich in Vielfalt und Besonderheit Das hier vortragen zu dürfen, hat mich sehr gefreut Jetzt glaube ich, habe ich als Poet euren Nerv getroffen Bin gerne hier als Mensch, Dorfsheriff und kann nur hoffen Dass die Zeilen gefallen haben und verabschiede mich Mit den Worten „ Mein Gräfrath – ich liebe dich“ Maik Brückmann 29


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Berichte

Patenschaft Ehrenmal Zeitzeugengespräch, Patenschaft, Pflege des Ehrenmals. Am 14. November 2017 besichtigte die Klasse 8a das Ehrenmal in Gräfrath. Dabei wurde über die Entstehung des Ehrenmals gesprochen und die Patenschaft (Pflege durch die Schüler) diskutiert. Dies wurde am 16. November 2017 in der Schule untermauert. Reinold Eisenbart besuchte die Klasse und schilderte als Zeitzeuge den Mädchen und Jungen sehr beeindruckend von sich und seinem Leben im Wandel der Zeiten.

Er wurde begleitet von den Herren Peter-Wilhelm Steinheuer und Jürgen Kaiser, beide Mitglieder im Heimatverein Solingen Gräfrath. Herr Eisenbart wollte den Schülern etwas über sich und sein Leben erzählen.

Geschichte hautnah und persönlich 91-jähriger Zeitzeuge in der Sekundarschule SOLINGEN: Gespannt und aufgeregt wartete die Klasse 8a der Sekundarschule am Donnerstag, den 16. November 2017, in ihrem Klassenraum auf den 91-jährigen Herrn Reinold Eisenbart aus Gräfrath.

Eineinhalb Stunden lang beantwortete Herr Eisenbart die Fragen der Schüler zu seinen Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegserlebnissen. Auf die Frage von Unmut, wie er die Zeit des Nationalsozialismus empfunden habe, erzählte er, dass er 31


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sich schon in seiner Zeit als Jugendlicher gegen den Nationalsozialismus wendete, in dem er nicht in die Hitlerjugend ging, sondern sich der Bündischen Jugend anschloss. Zweimal wurde er deshalb von der Gestapo verhört. Amy fragte, ob er vom 2. Weltkrieg erzählen möchte. Erschütternd war für die Schüler, dass er schon mit 18 Jahren in den Krieg ziehen musste und wenige, aber noch heute sichtbare Verletzungen davongetragen hat. Durch sein geschicktes und mutiges Verhalten konnte er als junger Offizier sich und seine Untergebenen am Ende des Krieges vor dem Tode retten. Zum Schluss zeigte er der 8a Dinge, die er im Gefangenenlager 1945 erstellt hatte. Das beeindruckte die Schüler besonders.

So veröffentlichte er in der Zeitung des Gefangenenlagers ein sehr schönes Gedicht, welches er auch vorlas. Außerdem nähte er in dieser Zeit mit wenigen Mitteln eine Brieftasche, die er herumgehen ließ. Herr Eisenbart betonte, dass seine „Geschichte“, seine Einstellungen zum Leben und zu dieser Welt sehr geprägt habe und er glücklich und sehr dankbar sei, überlebt zu haben. Bemerkenswert war für alle Schüler sein Engagement. Er war in sechs kulturellen Vereinen, war immer ehrenamtlich tätig und erhielt den Verdienstorden der BRD. Die zwei Schulstunden vergingen wie im Fluge. Die Klasse freut sich auf ein weiteres Gespräch mit Herrn Eisenbart. Jürgen Kaiser

Werde Mitglied im Heimatverein 33


Berichte

Windhose über Gräfrath Erstaunlicherweise fand man zu der Windhose, die am 3. Januar morgens über Gräfrath bzw. den oberen Teil des Abteiwegs und des Waldes von Schloss Grünewald hinweg zog, nichts in der örtlichen Presse. Dabei war diese nicht alltäglich. Eine Sturmwarnung gab es für diese Nacht vom Deutschen Wetterdienst. OK, Wind kenne ich über Gräfrath und der Höhe nach Vohwinkel. Eigentlich war die Nacht schon für uns rum, als plötzlich gegen 5.30 Uhr der Wind förmlich aufflammte und ein ganz merkwürdiges Brausen über unser Haus zog. Es stand unter einem gefühlten, enormen Druck aus allen Richtungen. Wahrlich verängstigt wankte ich durch das Haus, weil ich überhaupt nicht eruieren konnte, was da mit unserem Eigentum geschah. Das erste Gefühl war, gleich drückt es das Schlafzimmerfenster ein. Komische Geräusche kamen aus dem Dachgeschoss. Schnell war ich oben, konnte aber nichts feststellen. Da hörte ich schon die ersten Geräusche von Scherben oder Ähnlichem. Ich sah schon das Dach von meiner neuen Gartenüberdachung in Schutt

und Asche vor meinen Augen liegen. Ein kurzes, heftiges Gewitter, starker Regen, Totenstille. Das ganze Spektakel hatte gerade mal 15 Minuten gedauert. Bevor ich zur Arbeit fuhr, schaute ich aber doch mal eben nach der Gartenüberdachung. Keine Scherben. Puh, Glück gehabt. Der Weg zum Auto lag voll mit Ästen und Blattwerk. Mehr konnte ich im Dunklen nicht sehen. Um 6.38 Uhr schickte mir der Schwiegersohn in Spe ein Bild eines umgestürzten Baumes auf der Lützowstraße, die auf seinem Weg zur Arbeit sonst gefahrlos nutzen konnte. Kaum war ich in der Firma angekommen, kam über einen Nachbar der „Notruf“, ob ich die Kontaktdaten eines anderen, in Urlaub befindlichen Nachbarn haben würde, da wohl etliche Dachziegel vor seiner Haustür lagen. Zum Glück konnte ich helfen. Dann rief auch schon meine Frau an und meldete Dachziegel auf dem Gehweg. Als es dann etwas heller wurde, fuhr ich nach Hause, um zu schauen, was uns in den frühen Morgenstunden wohl widerfahren war. Ich fand neben den zerschell-

Umgestürzter Baum auf der Lützowstraße 34


ten Dachziegeln auch Schieferreste auf dem Gehweg. Bei dem Rundgang um unser Haus, ich wollte Bilder für die Versicherung zur Meldung eines Sturmschadens machen, fielen mir etliche andere Schäden durch heruntergewehte Dachziegel auf. Einige bei uns gelöste Dachziegel hingen noch in der Dachrinne.

Die Freiwillige Feuerwehr Gräfrath musste alleine auf der Lützowstraße 4 Bäume zersägen und beiseite räumen, damit der Verkehr wieder einwandfrei fließen konnte

In der Dachrinne hängende Dachziegel

Der Schaden wurde sofort dem Dachdecker gemeldet. Das mussten auch viele Nachbarn tun, da der Gesamtschaden schon immens aussah. Fast an jedem zweiten Haus fehlten Dachziegel oder ganze Dächer von Gartenhütten oder Bäume waren entwurzelt. Gartenmöbel oder Gartenaccessoires lagen meistens als Trümmer irgendwo herum. Jetzt muss man einmal alle Gräfrather Dackdecker für die schnelle Hilfe loben! Gegen 10.00 Uhr wuselten sie herum, um die Schäden aufzunehmen, Material zu beschaffen und die offenen Dächer wieder zu schließen. Herzlichen Dank sagt ein Betroffener!

Abgedrehte Buche am Schloss Grünewald Foto: Richard Max

Später sandte mir Richard Max ein Bild einer abgedrehten Buche im Bestand von Schloss Grünewald. Auch die Spitzen einiger Bäume an dem Weg von der Lützowstraße zum Schloss waren förmlich abgerissen worden. Immense Naturkräfte hatten am frühen Morgen gewirkt, die zum Glück keinen Personenschaden verursacht haben. Andreas Vesper 35


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Bericht über eine Donaureise mit Hindernissen Donaureise von Engelhartzell bis zur Mündung der Donau mit der MS A-ROSA MIA

„Wenn einer eine Reise tut“ ......................... ............ eine wahre Geschichte über eine fast vorzeitig gescheiterte 17-tägige Flusskreuzfahrt „Faszination Donaudelta“. Bereits im Oktober des Vorjahres hatte ich die obige Reise mit meiner Lebensgefährtin gebucht, die wir mit großer Freude an einem Samstag im August antraten. Aber bereits beim Einchecken an der Rezeption in Engelhartzell traten die ersten Schwierigkeiten auf. Ich hatte irrtümlich statt des Personalausweises den ähnlich aussehenden Führerschein eingesteckt, mit dem hier niemand etwas anfangen konnte. Vorher hatte ich meiner Lebensgefährtin die Mitnahme des Personalausweises mindestens zehnmal dringend ans Herz gelegt. Da mir früher bereits zweimal sämtliche Ausweise gestohlen worden waren, glaubte ich, besonders vorsichtig sein zu müssen und wollte außer dem Personalausweis und Bargeld keine weiteren Papiere auf die große Reise mitnehmen. Mein großer Fehler war, dass ich – wie erwähnt – statt des Personalausweises den Führerschein gegriffen hatte.

Hier nun die Chronologie einer zweitägigen Odyssee

Samstag: Ohne Personalausweis konnte ich auf dem Schiff – an der Rezeption – nicht einchecken. Der mitgebrachte Führerschein wurde als Ausweispapier nicht anerkannt. Es gab viel Einsatz der Schiffs-

BERICHTE

leitung, vor allem des Hotelmanagers, einen Ausweg zu finden um so die Weiterfahrt mit meiner Lebensgefährtin zu ermöglichen. Doch die einzige Möglichkeit war, am Montag die Deutsche Botschaft in Wien um einen Ersatzausweis zu bitten. Sonntag: Vergeblich versuchte ich die Deutsche Botschaft zu erreichen, (es war schließlich Sonntag). Die Rundfahrt durch das historische Wien konnte ich noch mitmachen. Gegen 18.00 Uhr verabschiedete ich mich von meiner Lebensgefährtin und dem Schiff, um am nächsten Tag (der erste Werktag in der Woche) die Deutsche Botschaft um einen Ersatzausweis zu bitten. Den Abend/die Nacht verbrachte ich im Motel „One Wien“ bis Montag-Früh. Im Hotel hatte ich darum gebeten, die Öffnungszeiten der Deutschen Botschaft zu erfragen. Die Antwort war, dass ich wegen der Beschaffung von Ersatzpapieren eine andere Dienststelle, und zwar in der Strohstraße 14 c, aufsuchen müsste. Montag: Nach dem Frühstück im Hotel (gegen 7.00 Uhr) machte ich mich zu Fuß auf den Weg durch das mir unbekannte Wien zur Strohstraße 14c. Nach ca. 1 Stunde hatte ich mein Ziel erreicht. Als zweiter Antragsteller (es waren später mehr als 30) erhielt ich die Auskunft, das der Ersatzausweis in 3 – 4 Wochen abgeholt werden könnte. Damit war für mich und meine Lebensgefährtin der Traumurlaub zu Ende bevor er überhaupt richtig angefangen hatte. Ich bat darum, den Vorgesetzten sprechen 37


zu dürfen, was nach etwa 4 Stunden zu dem Erfolg führte, dass ich meinen Ersatzausweis – durch viel Unterstützung des Büroleiters, des Managers der AROSA sowie vor allem des Solinger Einwohnermeldeamtes– bekam. Kosten etwa 80,00 €. Nun hatte ich zwar den Ausweis, aber wie komme ich wieder zum Schiff, das ja seine Reise fortgesetzt hatte. Ich nahm ein Taxi bis Wien Hauptbahnhof. Kosten etwa 20,00 €. Mit der ÖBB von Wien nach viermaligem Umsteigen über Brück/ Leitha, Györ, Kelenföld fuhr ich nach Pecs. Ankunft 18.40 Uhr. Kosten 60,00 €. Dort hoffte ich, den Reisebus, der sich in Pecs bis 19.00 Uhr lt. Programm aufhalten sollte, per Taxi zu erreichen (ich hatte nur 20 Minuten Zeit). Ich habe den Bus nicht finden können, weil die Tour wegen Niedrigwassers auf der Donau nicht stattfand. Das hatte ich allerdings erst viel später erfahren. Das Schiff sollte planmäßig in Mohacs anlegen und um 19.00 Uhr weiterfahren. Also fuhr ich per Taxi nach Mohacs. Die Ankunft

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des Schiffes in Mohacs verzögerte sich durch den Niedrigwasserstand jedoch um 3 Stunden. So fuhr ich per Taxe zurück nach Pecs (ca. 200 km). Kosten 140,00 €. Später habe ich erfahren, dass seitens der Schiffsleitung die Ufer nach mir abgesucht worden waren. Man vermutete, mich aufirgendeiner Bank am Donau-Ufer zu finden. Seit Sonntag 7.00 Uhr bis Montag-Abend 20.00 Uhr hatte ich weder gegessen noch getrunken, da ich in Ungarn mit meinen Euros nichts kaufen konnte. Die Ungarn nahmen keine Euros. Vom Taxifahrer wurde ich am menschenleeren Bahnhofsvorplatz in Pecs gegen 23.00 Uhr abgesetzt, wo ich dann verzweifelt versuchte, eine Fahrkarte nach Belgrad zu bekommen. Von 12 Schaltern war lediglich einer besetzt. Die Bahnbeamtin – der deutschen Sprache nicht mächtig – versuchte, mir eine Bahnkarte nach Budapest für den nächsten Tag zu verkaufen. Immer wenn ich sagte, ich wolle nach Belgrad, sagte sie wieder „Budapeschte! Budapeschte“! Ich gab entnervt auf.


Der Versuch, ein paar Stunden Schlaf zu finden scheiterte an Sprachschwierigkeiten und der Möglichkeit mit Euro zu bezahlen. Ich sah mich schon, wie ein Obdachloser auf einer Bank schlafen zu müssen. Damit hatte ich meinen Tiefpunkt erreicht und alle Hoffnung aufgegeben, jemals das Schiff wieder zu erreichen. Meine letzte Hoffnung waren zwei Taxifahrer, bei denen ich versuchte, meinen Wunsch – nach Belgrad zu fahren – vorzutragen. Die Verständigung war äußerst schwierig, da die Herren nur ungarisch sprachen. Aber nach einigem hin und her bedeutete mir einer der Fahrer, einen seiner Kollegen zu bitten, mich von Pecs nach Belgrad zu bringen. Er rief ihn an, erklärte ihm anscheinend den Sachverhalt und so konnten wir einen Preis vereinbaren für die etwa 450 km in ebenso vielen Euro. Wir verabredeten uns für 6.00 Uhr früh am Dienstag. Er brachte mich noch in ein kleines Hotel, wo man mich gegen 23.00 Uhr die paar Stunden bis zum Morgen übernachten ließ. Im Zimmer hing der riesige Kopf eines Mammuts, aber Handtuch, Zahnputzbecher, Seife usw. fehlten. Kosten 23,00 €. Dienstag: Um 6.00 Uhr früh erwartete mich der Taxifahrer und zu meinem Glück brachte er auch seinen Sohn mit, der in Deutschland studierte und dadurch auch die deutsche Sprache beherrschte. Nachdem ich Vorkasse geleistet hatte, bekam ich auch etwas zu trinken und ein Brötchen in Silberpapier verpackt angeboten. Kosten der Taxifahrt 450,00 €. In atemberaubender Fahrt ging es von

Pecs über Osijek, Vukovar, Novi-Sad nach Belgrad durch vier verschiedene Länder mit sechs scharfen Passkontrollen. Wir erreichten Belgrad gegen Mittag und nach einiger Suche fanden wir auch das Schiff im Hafen liegend. Der Taxifahrer hatte schon vorher Kontakt zum Kapitän und dem Hotelmanager Strobe aufgenommen, die sich im Übrigen aufopfernd für mich und meine Lebensgefährtin eingesetzt hatten. Meine Lebensgefährtin wurde per Bordfunk auf die Brücke gebeten, so dass wir uns wenigstens schon mal zuwinken konnten. Ich verabschiedete mich von meinen beiden ungarischen Gefährten mit einer herzlichen Umarmung. Dann wurde ich vom Hotelmanager und seiner Kollegin in Empfang genommen. Meine Freude über den glücklichen Ausgang war so groß, dass ich fragte: „Wen soll ich denn nun zuerst in den Arm nehmen“? Am Schiffseingang stand meine Lebensgefährtin mit einem großen Kochlöffel aus der Bordküche. Überglücklich und mit großer Freude konnten wir die Fahrt bei wunderschönem Wetter bis ans Schwarze Meer fortsetzen. Und so nahm diese zwei Tage anhaltende Odyssee ein glückliches Ende. Ich schließe meine Aufzeichnung mit ein paar Worten in Solinger Platt: „Et kütt wie et kütt un et hät noch emmer guot gegangen“! Schlusswort in Hochdeutsch: ,,Ich werde nie mehr einen Personalausweis mit einem Führerschein verwechseln“! Heinz Baden 39


Unsere Vögel im Frühling Im letzten Heimatspiegel habe ich über unsere Vögel im Winter berichtet. Nun sollen einige Informationen über unsere Vögel in ihrer aktiven Zeit folgen. 1. Vogelarten erkennen In den Monaten April bis Juni sind die Tiere wegen meist dicht belaubter Bäume und Büsche selten zu erkennen, weshalb wir sie meistens nur an ihren Rufen und Gesängen bestimmen können. Ich habe vor Beginn meiner Kartierungs-Arbeiten für den OrnithologenVerband gute Ergebnisse erzielt, wenn ich den Klangeindruck der Stimme durch viele Worte und Zahlen wiedergegeben habe, u.a. melancholisch, monoton, kratzend, flötend, knarrend, knirschend, zwitschernd, pfeifend, trillernd; außerdem eine Anzahl von Motivwiederholungen sowie Lautstärke von Gesangsstrophen und Beschreibungen von Orten, an denen die Rufe und Gesänge zu hören waren. Diese Daten zum Ankreuzen notiere ich in einem Heft. Später versuche ich mit diesen Aufzeichnungen anhand eines Bestimmungsbuches über die infrage kommenden Vogelfamilien die Art zu finden. Das gelang mit zunehmender Erfahrung immer besser. Und wie froh war ich, wenn meine Ruf- und Gesangsaufzeichnungen genau auf die Art zutrafen, die ich später auch in Feld und Wald sehen konnte. 2. Nistplätze schaffen Jetzt wird es dringend Zeit, sich um Nistmöglichkeiten zu kümmern. Im Fachhan40

del werden viele Nistkästen angeboten. Sie sollten möglichst aus Holzbeton und nicht nur aus Holz bestehen (Fäulnis- und Parasitengefahr). Bitte auch auf eine ausreichend große Grundfläche, am besten rechteckig, achten. Vorzuziehen sind Kästen mit vorgeschobenem Einflugloch (siehe Bild).

Daruch sind Nesträuber, z.B. Spechte, kaum in der Lage einzudringen. Um einen solchen Kasten zanken sich in unserem Garten schon früh in jedem Jahr Kohl- und Blaumeisen. In einem 300 qm großen Garten können problemlos 5 Bautypen mit unterschiedlich großen Einfluglöchern, immer nach Osten zeigend, aufgehängt werden, Höhe 1,5 bis 3 m über dem Erdboden. Altkästen sollten jetzt natürlich längst gerei-


nigt sein. Nisthilfen für z.B. Schwanzmeisen oder Zaunkönige können geschaffen werden, wenn nicht zu dicke Zweige von möglichst dicht belaubten, benadelten oder gar mit Dornen versehenen Büschen und Bäumen mit dünnen Drähten so zusammengebunden werden, dass auf den Zweigen von den Vögeln Nester gebaut werden können. Nisthilfen für Zaunkönige in 1,5 bis 2 m, sonst über 3 m Höhe. 3. Mit Vögeln kommunizieren In der letzten Ausgabe des Heimatspiegels habe ich dieses Thema schon angemerkt. Die Frage, wie Tiere untereinander, aber auch mit Menschen und umgekehrt kommunizieren, können wir nur unzureichend beantworten. Diese Thematik beschäftigt mich schon seit vielen Jah-

ren. Über erste Versuche und Ergebnisse möchte ich kurz berichten. Um glaubhafte Aussagen machen zu können, müssen sehr viele Fakten beachtet werden, u.a. Vogelart, Vogelgeschlecht, Jahreszeit, Tageszeit, Wetterlage, Standort, Fauna, Flora, Nahrungs- und Verhaltungssituation, Stimmen, Körpersprache, Farben. Bei einer daraus möglichen Kombinationsvielfalt können wir uns bestimmt vorstellen, dass sichere Schlüsse bezüglich einer Kommunikation nur schwer zu ziehen sind. Das intelligente Verhalten von Rabenvögeln ist allgemein bekannt. Aber können sie deshalb auch mit anderen Lebewesen besser kommunizieren? Ich habe mit 2 Vogelarten Kontakt bekommen können. Das gelang mit Hilfe von Nahrungsangeboten, und weil ich mich bemüht hatte, Vogelfutter als „Vogelfreund“ anzubieten. Dieser Beitrag würde allerdings zu ausführlich werden, wenn ich beschreiben wollte, was ich in diesem Falle unter Vogelfreund verstanden habe. Deshalb beschränke ich mich darauf, festzuhalten, dass sowohl ein Eichelhäher als auch eine Kohlmeise mir nach mehrfachen Versuchen auf unsere Terrasse folgten und mir Futter aus der Hand nahmen (s. Bild). Ich bin sichr, dass eine intensive Kommunikation möglich ist, vor allem mit einer optimierten Verhaltensweise und Körpersprache meinerseits. Dafür wäre aber ein enormer Geräte-, Zeit- und Dokumentationsaufwand nötig. Jürgen Carl 41


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Berichte

Was tat sich sonst noch so in Gräfrath? Bombenentschärfung

3 Versuche brauchte das Fachunternehmen, um die im Industriegebiet Piepersberg gefundene Bombe genau zu orten und im Anschluss sofort zu entschärfen. Diese Entschärfung am 7. Dezember brachte eine Evakuierung von ca. 1.200 Gräfrathern bzw. den Angestellten einiger dort ansässigen Firmen mit sich. Erst als der komplette Evakuierungsbereich durch das Ordnungsamt gegen 17.00 Uhr freigegeben wurde, startete der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit. Gegen 18.50 Uhr kam der erlösende Knall der Sprengung des Zünders.

Weihnachtsmarkt Gräfrath

Am Wochenende zum 3. Advent lud der Gräfrather Markt wieder zum traditionellen Weihnachtsmarkt in idyllischer Atmosphäre ein. An über 25 Ständen gab es neben Handgefertigtem allerlei Leckereien, die man so auf einem Weihnachtsmarkt erwarten darf.

Weihnachtsmarkt Schloss Grünewald

Inzwischen zu einem Geheimtipp, dank der WDR-Berichterstattung, ist der Weihnachtsmarkt am Schloss Grünewald geworden. Am 3. und 4. Adventswochenende, hier aber von Donnerstag bis Samstag, präsentierten über 110 Kunsthandwerker ihre Produkte. Die Stimmungslage hatte „etwas“ unter dem Regen gelitten. Trotzdem kamen die Besucher zahlreich und nach dem Rundgang ging man zufrieden und meistens mit Tüten bepackt nach Hause.

Restauranteröffnung

Zum 17. Januar 2018 übernahm Bastian Beyer das Restaurant Mare e Monti an der Wuppertaler Straße 195. Durch diesen Neustart wurde der Name auf Basti´s Restaurant geändert. Der Leitfaden ist: „Einfach natürlich, einfach bodenständig, einfach gut. Ehrlich authentisch und frisch. Man konzentriert sich einfach auf das Wesentliche. Einfach gut essen!“ Wir wünschen viel Erfolg!

Teilsperrung Melanchthonstraße

Ähnlich wie die Bombenentschärfung wurde auch die Teilsperrung der Melanchthonstraße, die durch den Abriss von Teilen des Eugen-Mauerer-Hauses und einem Neubau notwendig war, mehrfach verschoben. Angesetzt war die erste Sperrung für Anfang November. Durch die Bombenentschärfung wurde dann auch die Sperrung öfters verschoben, da die Melanchthonstraße als Umleitung genutzt werden musste. Letztendlich wurde sie am 8. Januar für ca. 6 Monate gesperrt.

Baumaßnahme auf dem Grundstück Nümmener Straße

Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Lüttgens & Engels auf der Nümmener Straße tut sich etwas, denn ein Teil des Gebäudekomplexes wird demnächst abgerissen. Auf dem Grundstück Nümmener Straße 47 – 53 plant die Probitas GmbH, Höher Str. 6, 42655, Solingen, Tel. 0172 / 9 27 27 57, zwei Wohnhäuser mit Eigentumswohnungen zu errichten. Mit einem Beginn der Baumaßnahmen kann in Kürze gerechnet werden. Andreas Vesper / Peter Wilhelm Steinheuer 43


Gräfrath-Bilder auf Wanderschaft in Solingen-Gräfrath von Frau Klara Rauch Das Gräfrath-Museum ist seit Juni letzten Jahres um zwei Gemälde mit Gräfrath-Motiven des Malers Ernst Miesler reicher. Hier ist die Geschichte dieser Bilder, die gleichzeitig die Geschichte des im Mai 2017 verstorbenen langjährigen Mitgliedes im Heimatverein SolingenGräfrath, Frau Klara Rauch, widerspiegelt.

Berichte

Gräfrath 1846", der wöchentlich in einem großen Saal in der "Haarhaus Schenke" auf der Wuppertaler Straße probte. Diese Gaststätte war im Familienbesitz ihres Mannes und wurde später auch von diesem geerbt. In diesem Saal hingen zwei große, wunderschöne Gemälde mit Gräfrather Motiven, die nach dem Verkauf

Frau Klara Rauch geb. Diehl, genannt Klärchen, am 2. März 1923 geboren, erlebte den 2. Weltkrieg und das damit verbundene Elend hautnah mit, besonders als sie als 21-Jährige die bestürzende Nachricht erhielt, dass ihr Verlobter Hans im Osten gefallen sei. Doch sie biss die Zähne zusammen und sorgte und hamsterte unter schwersten Bedingungen für ihre Eltern und ihren Bruder, mit denen sie ein Siedlerhaus am Mohrenkamp bewohnte. Energie tankte sie in diesen schweren Zeiten im Musizieren – sie hatte viele Jahre Unterricht in Klavier, Gesang und Gitarre erhalten. Die Musik war es auch, bei der sie ihren Mann Kurt Rauch, den sie 1954 im Alter von 31 Jahren heiratete, kennenlernte – und zwar im "Sängerbund

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der Gastwirtschaft in das "gute Zimmer" ihres Bungalows, den sie mit ihrem Mann hinter der Gaststätte erbaut hatte, wanderten.


Nachdem Frau Rauch im Alter von 55 Jahren einen 2. Schicksalsschlag, den Tod ihres Mannes kurz vor der Silberhochzeit 1978, erlitt, widmete sie sich ganz ihrem Hobby, der Naturheilkunde. Dabei lernte sie in einer Kur in Bad Camberg ihren späteren Lebenspartner, den Kneipp-Arzt Dr. med. Hermann Schnelling, kennen. Mit ihm zusammen schuf sie sich nach dessen Pensionierung 1985 ein gemeinsames Zuhause in Nümmen, in dem die beiden Gräfrath-Gemälde einen neuen Platz im Wohnzimmer fanden.

Mit zunehmendem Alter beschäftigte sich Frau Rauch mit der Frage des Verbleibs der Bilder nach ihrem Tod. Sie waren ihr genau wie die Gräfrather Heimat ans Herz gewachsen. Deshalb verfügte sie, dass ihr ältester Neffe Hans, der den Namen ihres gefallenen Verlobten trug und der in Gräfrath am Mohrenkamp geboren und aufgewachsen war, diese erben solle. Dr. Hans Diehl, zwischenzeitlich als Präventivmediziner in Californien sesshaft, entschied nach dem Tod seiner Tante, die Gemälde statt des Transportes nach Amerika dem Gräfrath-Museum als Dauer-Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Entscheidung schloss sich der Kreis der Bilder-Wanderung, denn Kurt Rauch als Erstbesitzer war aktives Mitglied im Heimatverein Solingen-Gräfrath, durch welchen wiederum 2005 das Gräfrath-Museum gegründet wurde. Eine besondere Freude empfindet die Familie von Frau Rauch darüber, dass nun auch die Öffentlichkeit in den Genuss der beiden Gräfrath-Gemälde kommt. Bärbel Boes-Mäurer

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Dr. Louis de Leuw – der Sohn des Gräfrather Augenarztes Vor 160 Jahren praktizierte in Gräfrath der Allgemeinmediziner und Chirurg Dr. Louis de Leuw.

Berichte

ihm: „Das vollkommene Wahre, was sich in seinem ganzen Wesen kundgab, und das Offene, was ihm innewohnte, trug noch umso mehr dazu bei, ihm Vertrauen zu erwirken“. Geboren wurde Louis de Leuw vor rund 200 Jahren am 21. Januar 1819. Die Mutter, die mit der Geschichte vom französischen Marschall Nicolas Jean de Dieu Soult (der eine Solingerin geheiratet hatte) aufgewachsen war, nannte ihn wohl „Lui“ – der Vater, der 1813 in den Schlachten von Leipzig und Hanau gegen Napoleon dabei gewesen war, „Luis“. Dagegen ist die gelegentliche Eindeutschung zu ‚Ludwig‘ der damaligen Francophobie geschuldet.

Der Nachname mag den Gräfrathern bekannt vorkommen. Louis war der zweite Sohn des berühmten Augenarztes Friedrich Hermann de Leuw, der im 19. Jahrhundert Patienten aus ganz Europa und Übersee nach Gräfrath zog. Louis war bei den Zeitgenossen aber mindestens ebenso beliebt: 1850 führte der Geburtstagsumzug für den Vater auch vor Louis‘ Wohnung, „welcher jedem Bewohner Gräfrath’s durch seine edlen menschenfreundlichen Gesinnungen auch nur als Ehrenmann bekannt ist, und nach einigen herzlichen Worten von diesem nach dem Festlokale zurück“. Der englische Reiseführer bezeichnete Louis 1859 als „clever young Doctor“ und selbst der hannoveranische König attestierte

Von seiner Schulzeit berichtete Louis: „1835 besuchte ich das katholische Gymnasium in Köln, wechselte 1836 aber auf das Gymnasium in Elberfeld“. Warum er in Köln nicht zurechtkam, ist unklar, aber sein Elberfelder Zeugnis besagt, dass er „ein löbliches Streben an den Tag gelegt, die früheren bedeutenden Lücken auszufüllen, was ihm jedoch innerhalb des Jahres ... nicht vollständig gelingen wollte, weshalb er dann auch am 23. Oktober 1837 die Anstalt verlassen“ hat. Die nächsten zwei Jahre arbeitete er in der Landwirtschaft, holte möglicherweise aber auch den Schulstoff nach. Denn: „1839 gab ich jedoch der Neigung zur medizinischen Wissenschaft nach und begab mich in das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln“. Dort fehlte es ihm an „vertrauten Freun47


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den“, insbesondere aber wohl „Fanny“, die 16-jährige Tochter von Carl Reiffen, in die er verliebt war. Ob er erhört wurde, ist nicht überliefert. Immerhin erwarb er 1841, „nach zwei Jahren – unter der Leitung von Hoss, eines hochgebildeten, sehr menschlichen und immer höchst ehrwürdigen Mannes – das Reifezeugnis und wurde in Bonn in die Reihe der Akademiker aufgenommen. Zum Wintersemester 1841 suchte ich die Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin auf“ und er studierte dort zeitgleich mit Rudolf Virchow Medizin. – In Gräfrath wurde Fanny im Oktober 1843 schwanger und heiratete im Februar 1844 den zehn Jahre älteren Optiker Franz Rudolf von Brosy. – In Berlin schloss Louis am 28. Juni 1845 seine in Latein verfasste Dissertation über Zungenvergrößerung (Makroglossie) ab. – Einen Tag später, am 29. Juni 1845, starb in Gräfrath seine 13-jahrige Schwester Adeline. Das hohe, langanhaltende Fieber bei Typhus hätte mit der seit 1831 praktizierten und publizierten Priesnitz’sche Kaltwassertherapie verhindert werden können, so dass ihr Tod für Louis wohl besonders schmerzlich war. - Ab dem 16. April des folgenden Jahres arbeitete er mit in der väterlichen Praxis und betreute die Armen. Ab 1847 war er Batallionsarzt des Landwehrbatallions Gräfrath, wofür er ein Gehalt von 900 Thaler bezog. Seine eigene Praxis hatte er im „großen bergischen Hause Haanerstraße 15“, in dessen rechten Hausteil die Geschwister Wilhelm und Pauline

Ernen Zimmer vermieteten. Außerdem nahm er dem Vater gesellschaftliche Aufgaben wie die Sanitätskommission ab, wo er die Wasserversorgung und damit die Seuchenbekämpfung vorangebracht haben könnte. 1848, im Jahr der bürgerlichen Revolution, reiste der Vater zum blinden Thronfolger Georg V. nach Hannover, was er erst, als er gebeten wurde, ganz nach Hannover zu ziehen, im Juli 1850 einstellte. Achteinhalb Monate später, am 12. April 1851, willigte Louis in Elze, 30 km südlich von Hannover, in die Ehe mit der 25-jährigen Caroline Rachel, Tochter des königlichen Amtsvogts Herrn Franz August Christian Wilhelm Hunnemann und seiner Ehefrau Wharton ein. Wenn König, Braut und Vater aber glaubten, den deLeuw-Sohn damit nach Hannover ziehen zu können, wurden sie enttäuscht. In der Nachfolge der französischen Revolution hätte der Eintritt in den Staatsdienst dem Prinzip der Gleichheit aller Menschen und der Virchow’schen Doktrin, dass der „Arzt der natürliche Anwalt der Armen“ ist, widersprochen. Und auch Köln und Berlin hatten Louis nicht gehalten. Sechs Monate nach der Hochzeit war er somit „ernstlich erkrankt“, womit sich der Vater beim hannoveranischen König entschuldigte, „da … somit alle meine Kranken ohne ärztlichen Beistand sind“. Ende 1851 wurde in Hannover schließlich Dr. I. L. Weber eingestellt, der die Verabreichung der Medikamente nach brieflicher Anweisung des Vaters übernahm. 49


Louis und Caroline müssen eines der Häuser am Markt bewohnt haben, denn ein Pressebericht vom Geburtstag des Vaters beschreibt „das Haus des Sohnes“, nachdem der Umzug „von der Solinger Seite … (zum) Marktplatz … (zur) Fontäne“ her kam, als „im Hintergrund … in bengalischer Beleuchtung glühend“. Was Caroline in den nächsten sieben Jahren Gräfrath tat, ist unklar. Möglicherweise war sie es, die Zimmer in ihrem Haus an englische Patienten vermietete. Kinder bekamen Louis und Caroline nicht. Er trat 1853 der Freimaurerloge „Prinz von Preußen – Zu den drei Schwertern“ bei und wurde Arzt der „Handwerksgesellen Krankenauflage“ (einer Art Versicherung), ab 1854 Präsident der neu gegründeten ‚de Leuw-Stiftung‘ und spätestens 1857 Stadtverordneter von Gräfrath. Im selben Jahr war die Patientenzahl in Gräfrath so hoch wie nie. So war es wohl ebenfalls der Wunsch seiner Frau, wenn er, wie ein Reporter 1857 meinte, geplant haben sollte, auf Wunsch englischer Patienten den Winter „nach England zeitweise überzusiedeln“. Ob Louis Englisch konnte, ist unklar – in der Schule hatte er es nicht. Im Folgejahr, kurz nach Pfingsten, am 02. Juni 1858, „morgens um zwei Uhr“ war Louis tot. Sein Totenschein, Pressemeldungen und Zeitzeugen wissen weder von Krankheit, noch von einem Unfall. Da er aber nicht unbemerkt entschlief, wird eine äußere Ursache wahrscheinlich: beispielsweise könnte er Arzneimittel wie 50

Laudanum (Opium) genommen haben, um sich besser zu fühlen, die er in dieser Nacht zu hoch dosierte. Seiner „geschmückten und blumenbekränzten Bahre“ folgten drei Tage später Vater, Bruder, Mutter und Hunderte von Frauen, etwa 60 Vertreter der Knappschaft Hochdahl und viele Dorfbewohner und Gäste. Die 31-jährige Caroline wird nicht mehr erwähnt. Zeitzeugen berichteten später, dass Louis „eine unglückliche Ehe gehabt haben“ soll. – Caroline starb 40 Jahre später am 24. Februar 1898 in London. Abschließend soll Louis noch mal selbst zu Wort kommen in seinem Stammbuchblattgedicht von 1840: „Alles wird Durch Zeit und Wechsel bald vergessen, Vom Hain, den wir als Kind durchirrt, Vom Baum, wo wir vergnügt gesessen, Von Wiesen, die wir gern geseh‘n, Wo noch in reizenden Alleen Die Spuren froher Jugend steh’n, Von Hügeln, Flüssen, Rosenlauben, Die lange Jahr uns oft erfreut – Von diesen allen kann die Zeit Uns leicht den süßen Eindruck rauben. Wir fühlen anfangs wohl betrübt Den Tausch selbst dieser Gegenstände, Doch wir gewöhnen uns am Ende An alles, was uns lang umgibt. O! wer verlässt gewohnte Hütten Nicht oft mit nass getränktem Blick, Und kehrt hernach doch nicht zurück. Denn Wohnung, Sprach und (Russen-?)sitten,


Selbst Menschen, die mit uns die Welt Von neuem stets zusammenstellt, Die werden immer mehr gelitten, Bis über sie die Hand der Zeit Noch Blumen des Behagens streut. – Nur Freundschaften, die edle Tugend und engste Wahl des Herzens gab, Die folgen mit dem Wanderstab uns überall von froher Jugend und segnen uns noch oft am Grab. z. fr. Er. an Deinen Freund Louis de Leuw Cöln 1840 Januar“. Dass er nicht länger vergessen ist, dazu soll dieser Artikel beitragen. Schön wäre, wenn er unter den Lesern einige Freunde findet, die helfen, das 89 x 68 cm große Portrait, das sein Bruder Friedrich-August ca. 1855 von ihm malte – und ihn mit demselben wachen Blick wie in der Lithographie (Abb.1), aber braunen Augen und lächelnd, zeigt (s. Die Heimat 5/89, S.35) – wiederzufinden und der gemeinsamen Erinnerung, z. B. im Gräfrath-

Museum, zuzuführen. Die ausführliche Biographie von Dr. Louis de Leuw können Sie in einer der nächsten Ausgaben von Romerike Berge lesen. Autorin: Monika Krause, staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin und Desinfektorin, Promoventin an der BUW Wuppertal, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Dortmund. Es gibt sie, diese glücklichen Zufälle, die das Leben bereichern. Eine Frau Monika Krause hatte den Heimatverein angeschrieben, um Informationen zur Grabstätte de Leuw zu bekommen. Einige Tage später sah ich beim Spaziergang über den Kommunalfriedhof eine junge Frau, die eine Kerze auf das de Leuw-Grab stellte. „Frau Krause?“, „Herr Hankammer?“ Und das Resultat dieser Zufallsbegegnung ist dieser wunderbare Artikel über Dr. Louis de Leuw. Vielen Dank dafür Frau Krause.

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Berichte

Gräfrath hilft Das Jahr neigte sich dem Ende zu. Der große Umzug aus unserem bisherigen Standort „Libelle“ Wuppertaler Straße stand an. Es ging mit vielen fleißigen Helfern aus dem Kreis derer, denen wir über einen langen Zeitraum geholfen haben, mit Sack und Pack in die Schulstraße 2. Es sind nur ca. 50 Meter Entfernung, aber alles musste raus, hin und wieder rein. Das Gebäude hat eine lange Geschichte hinter sich. Erst Grundschule, dann Jugendtreff, dann Flüchtlingsunterkunft und jetzt „Gräfrath hilft – Libelle Schulstraße“. Doch bevor alles wieder an Ort und Stelle war, natürlich besser, schöner und größer, konnten wir alle zusammen eine schöne Weihnachtsfeier im Ev. Gemeindehaus feiern. Trotz des am Vormittag einsetzenden, massiven Schneefalls hatte sich ein vielfältiges Publikum eingefunden. Die reichlichen Kuchenspenden nach deutschen Rezepten wurden ergänzt durch arabische Köstlichkeiten, die von unseren arabischen Frauen zubereitet waren. So fand nach Begrüßung zunächst ein fröhliches Kaffeetrinken statt. Auch in diesem Jahr stand die Begegnung und Berichterstattung im Vordergrund. Im vergangenen Jahr hörten wir die Geschichte der Familie Rasho, die aus Syrien geflohen ist. Auf unserer diesjährigen Feier hat uns Mohammed Rasho, der Sohn der Familie, mit kurdischen Klängen auf einer Saz (auf kurdisch Tambor) und melodischem Gesang erfreut. 52

Die kleine Maria (3), Tochter von Mohammed und Haya, hat mit Hilfe ihrer deutschen „Oma“ Christel Füser ein kleines Gedicht in Deutsch aufgesagt. Das Gebet der Vereinten Nationen (vielen unbekannt) wurde von Obada Azleen auf arabisch und von Christel Füser auf deutsch vorgetragen. Von Georg Schubert – der von Natur aus schon wie ein Weihnachtsmann ohne Mütze aussieht – wurde eine Weihnachtsfabel vorgetragen. Ein Höhepunkt des Festes war die Ansprache von Asmahan Badawi, inzwischen selber eine große Hilfe bei „Gräfrath hilft“. Asmahan konnte am Vortag nach langer Trennung ihre beiden Töchter wieder in die Arme nehmen. Die beiden Mädchen waren natürlich, wenn auch noch etwas schüchtern, mit anwesend. Die Aussage von Asmahan: „Wir sind euch sehr dankbar. Ihr habt uns Frieden gegeben“. Diese Aussage motiviert uns alle weiter zu machen. Selbstverständlich wurden auch wieder Adventslieder gesungen, mit der Beglei-


tung der Gitarre von Pfarrer Schorsch. Der Text deutlich, groß und in deutsch konnte von der Leinwand gelesen werden. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass dies keine Glaubenssache ist, sondern einfach nur Menschen zusammenbringt. Leider gab es für uns auch eine traurige Nachricht. Abas, ein junger Syrer aus unserer Gruppe, er sprach Deutsch und ging arbeiten, ist auf Bitten seiner Eltern und aus Heimweh nach Syrien zurückgekehrt. Wenige Wochen danach wurde er von einer Nachfolge des IS in seiner eigenen Wohnung erschossen, seine Eltern schwer verletzt. Warum?

teiligen, schließlich haben wir unter unseren Schützlingen einige hervorragende Fußballspieler. Geleitet wurde dieses Turnier von Georg Schubert. Wir sind Josef Neumann sehr dankbar für seine Anwesenheit und für die Spende der Pokale.

Anfang Januar konnte die neue „Libelle Schulstraße“ vorgestellt und eingeweiht werden unter Beteiligung vieler Gäste und der Presse. Zu Beginn des Jahres gab es nicht nur eine örtliche Verlegung, sondern auch strukturelle und personelle Veränderungen. Unter „sachlicher Leitung“ von Udo Vogtländer gab es ein paar Sondierungsgespräche und schon war die Koalition wieder perfekt. Reinhard Burski hat sich von der Gruppe getrennt, steht aber selbstverständlich für Gespräche und Hilfe im sozialen Bereich zur Verfügung. Auch sein Schreibtisch in der „Libelle Schulstraße“ steht für ihn an seinem Platz.

Vielen Dank! Christel Füser

Gerne empfangen wir auch Besucher, die sich nur mal informieren möchten. Donnerstag von 15.00 – 17.00 Uhr und Samstag von 14.00 – 16.00 Uhr. Geöffnet zu jeder Zeit ist unser Spendenkonto beim Heimatverein Solingen-Gräfrath: IBAN DE95 342500 0000 01503952 Stichwort " Gräfrath hilft"

Wir möchten darauf hinweisen, dass wir in der Hauptsache eine Flüchtlingsorganisation sind, aber selbstverständlich für alle da sind, die Hilfe benötigen. Schon im Januar konnte sich „Gräfrath hilft“ an dem jährlichen Hallenfußballturnier be53


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Gräfrather Museen

Gräfrather Gräfrath-Museum Museen

Gräfrath-Museum in den Kellerräumen des Deutschen Klingenmuseums

Der Heimatverein Solingen-Gräfrath hat am 19. Juni 2005 in den Kellerräumen des Deutschen Klingenmuseums sein „Gräfrath-Museum“ eröffnet. Hier befinden sich in zwei Räumen Zeittafeln, Bilder und sonstige historische Gegenstände und Informationen über die Geschichte Gräfraths und das Gräfrather Vereinsleben. Der historische Ortskern von Gräfrath mit Marktplatz, Kirchtreppe und Klosterkirche gehört zu den städtebaulichen Attraktionen des Bergischen Landes. In seiner fast 900-jährigen Geschichte erlebte Gräfrath viele Ereignisse, die es verdienen in Erinnerung zu bleiben: Von der Klostergründung über einen Wallfahrtsort mit überregionaler Bedeutung, die auch die Augenheilkunde eines Dr. de Leuw im 19. Jahrhundert besaß, bis hin zur Epoche der Industrialisierung. Das Gräfrath-Museum mit seinen zahlreichen Exponaten, Bildern, Dokumenten und Informationen gewährt einen anschaulichen Einblick in die historische Entwicklung des Ortes wie auch interessante Begebenheiten und Ereignisse der jüngeren Gräfrather Geschichte. Das Museum ist eine Fundgrube für

Büste von Hofrat Dr. Friedrich Hermann de Leuw

Interessierte, in dem z.B. in aufwändiger Handarbeit bestickte Vereinsfahnen, alte Vereinsfotos, Katasterauszüge oder liebevoll aufbereitete und beschriftete Fotoalben sowie diverse Filme dazu verführen, gespannt nach bekannten Namen und Orten zu stöbern und sich über die vielfältigen gesellschaftlichen und baulichen Veränderungen im Laufe der Zeit zu informieren. Öffnungszeiten: Jeden 1. Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr. Zu diesen Terminen stehen Vorstandsmitglieder des Heimatvereins für Informationen zur Verfügung. Freier Eintritt über den Hintereingang des Klosterhofes. Wir würden uns über Ihren Besuch in unserem Gräfrath-Museum sehr freuen und haben folgende Bitte: Wenn Sie im Besitz von Bildern, Dokumenten, Fotos, Gegenständen o.ä. aus der Geschichte Gräfraths sind, wäre es ganz toll, wenn Sie diese dem Heimatverein für sein GräfrathMuseum zur Verfügung stellen würden. Ansprechpartner: Peter Wilhelm Steinheuer Telefon: 0212/591783 steinheuerpw@web.de 55


Gräfrather Museen

Gräfrather Gräfrath-Museum Museenaktuell Präsentation der Dauerausstellung "Geschichte der Gräfrather Post" Wir freuen uns, am Sonntag, den 15. April 2018, 11.00 Uhr, im Rahmen der Veranstaltung "Kulturmorgen in Solingen" die vom "Verein für Philatelie und Postgeschichte Solingen 1903 e.V." zusammengestellte Ausstellung zur Geschichte der Gräfrather Post erstmals der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Hierzu sind Sie herzlich eingeladen und wir würden uns über Ihren Besuch sehr

freuen. Wenn Sie zu Hause Fotos, Urkunden oder sonstige Unterlagen zur Geschichte der Gräfrather Post haben, wäre es sehr schön, wenn Sie diese zu der Veranstaltung mitbringen würden. Vielleicht können Sie auch über interessante Erlebnisse oder Geschichten im Zusammenhang mit der Gräfrather Post berichten. Einige Vorabinformationen zu der Dauerausstellung sind dem nachfolgenden Text zu entnehmen.

Stempel des Postamt Gräfrath

Das Gräfrath-Museum ist an diesem Tag von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet. Ehemaliges Postamt Gräfrath 56


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Gräfrather Museen

Kunstmuseum Solingen Gräfrath – und der Rest der Welt Neben seinen erstklassigen Klavierkonzerten, die international erfolgreiche Talente nach Gräfrath bringen, zeigt das Kunstmuseum Solingen 2018 zwei Solinger: Vom 29. April bis zum 13. Mai wird an den Solinger Maler Ernst Walsken anlässlich seines 25. Todestags erinnert. Es folgt der Bildhauer Markus Karstiess. Vom 6. Mai bis zum 10. Juni wird er seine Keramiken hier ausstellen – im künstlerischen Dialog der brasilianischen Malerin Rosilene Ludovico. Beide waren bereits vor Jahren schon Teilnehmer an der Bergischen Kunstausstellung. Im Kunstmuseum befindet sich auch das Zentrum für verfolgte Künste. Mittlerweile genießt diese Einrichtung internationales Renommee. 2016 zählte die englische Zeitung Guardian es zu den zehn besten Museumsgründungen weltweit und im

November 2017 erhielt es die positive Erwähnung der deutschen Kunstkritiker als einziges „Museum im Aufwind“. Haben Sie es schon besucht? Das Zentrum für verfolgte Künste zeigt vom 11. März bis zum 29. April „Von Frankfurt nach New York: Eric und Jula Isenburger“. Er flieht mit seiner Frau, einer erfolgreichen Tänzerin, 1933 nach Paris und beide setzen ihre Karriere dort fort – bis zur Internierung 1940. Da verhelfen die französischen Freunde André Gide und Henry Matisse zur Überfahrt in die USA. Eric Isenburger setzt seine Karriere dort fort. Jetzt werden viele Bilder aus Privatbesitz und Bilder aus einer Ausstellung, die 1933 in Berlin stattfand, erstmalig öffentlich präsentiert. Mit dem Frankfurter Eric Isenburger wird ein großes Talent wiederentdeckt. Diese Ausstellung schickt das Zentrum anschließend zur Festspielzeit nach Bayreuth.

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Die Flüchtlingssituation auf dem Rettungsschiff „SOS Mediterranée“ im Mittelmeer erlebten Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel. Daraus entstand die Grafik-Novel „Liebe Deinen Nächsten“. Beide stellen ihr Buch persönlich vor und die Originalzeichnungen sind vom 19. April bis zum 14. Juli im Zentrum zu sehen.

– natürlich – in Solingen gezeigt werden. Es gibt also viele Gründe, das Kunstmuseum 2018 auch mehrfach zu besuchen. Dr. Rolf Jessewitsch

Im Sommer geht es um Cartoons: vom 17. Juni bis zum 16. September kommen einige der weltbesten Cartoonisten nach Solingen. Die Karikatur ist eng mit der Kunstgeschichte und der Sammlung der Bürgerstiftung im Zentrum verbunden. Mit über 100 international wirksamen Arbeiten folgt die Ausstellung dem Ansatz des belgisch-französisch-israelischen Zeichners Michel Kichka, der die Gegenwart zwar scharf seziert, dabei aber nie beleidigend wird und den beispielsweise nicht nur die israelische, sondern auch die palästinensische Seite akzeptiert. Einen Film hat das Zentrum für verfolgte Künste zusammen mit seinem Kooperationspartner, dem Museum für zeitgenössische Kunst in Krakau gedreht. Nachdem der Film „Life is a cartoon“ im März in Brüssel und im Juni in Paris uraufgeführt worden ist, wird er auch in Jerusalem und

Abbildung: Ernst Walsken, ohne Titel, 1931, Linolschnitt, Privatbesitz

Werde Mitglied im Heimatverein 61


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St. mariä Himmelfahrt

Aus der katholischen Pfarrgemeinde Der neugewählte Ortsausschuss stellt sich vor

Der Mitte November von der Gemeinde neu gewählte Ortsauschuss (OA) traf sich am 28. November 2017 zu seiner konstituierenden Sitzung. Neben sechs wiedergewählten Mitgliedern dürfen wir mit Heike Schmitt, Claudia Furtok, Gereon Röder und Julian Geßner auch vier ganz neue Mitglieder im OA begrüßen. Zur neuen / alten Vorsitzenden wurde Regine Jäger-Zimmer gewählt, Stellvertreterin wird auch in dieser Wahlperiode

Sandra Scheffel sein. Zum Schriftführer wurde Christopher Chumchal gewählt. Weitere Aufgaben und Ansprechpartner entnehmen Sie bitte der Tabelle sowie unserer Homepage: www.kathsg.de

Name Funktion Ausschüsse Chumchal, Christopher Schriftführer Ökumene, DPSG Öffentlichkeitsarbeit Feistauer, Christian Verbindung Ökumene, zum PGR Öffentlichkeitsarbeit Furtok, Claudia Feste und Feiern, Familienmesskreis Geßner, Julian stellv. Messdiener Schriftführer Jäger-Zimmer, Regine Vorsitzende Verbindung zum KV ARGE, Feste und Feiern, Chor, Wort-Gottes-Feier Klein, Bea Feste und Feiern, Liturgie, Frauen, Bücherei, Familien messkreis, Wort-Gottes-Feier Röder, Gereon Kassenwart ARGE, Messdiener Sanchez Rosario, Verbindung Celso Mateo zum Pastoralteam Scheffel, Sandra stellv. Vorsitzende Ökumene, Kommunion- kinder, Familienmesskreis Schmitt, Heike Feste und Feiern, Chor, Familienmesskreis Seibert, Corinna Feste und Feiern, Familienmesskreis, Schützen

E-Mail-Adresse christopherchumchal@web.de christianfeistauer@web.de claudia@furtok.de julian.gessner@web.de r.jaeger-zimmer@arcor.de abe.klein@t-online.de gereon.roeder@gmail.com celso.sanchez@kathsg.de Sandrascheffel69@gmail.com heike@schmitt-im-netz.de seibert-solingen@t-online.de

Der neue Ortsauschuss freut sich auf eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Vereinen in den nächsten vier Jahren hier in Gräfrath. 63


Nachtwächter und Neujahrsempfang

An Silvester wurde dieses Jahr der katholischen Kirchengemeinde die Ehre zuteil, den Gräfrather Nachtwächter zu stellen. So zogen in dieser Nacht zwischen 19 und 24 Uhr Mitglieder des Ortsauschusses, des Kirchenvorstandes und der Pfadfinder der DPSG durch unsere Gemeinde um den Bürgern und Gästen unseres schönen Ortsteils die Stunde anzusagen und sie somit auf Silvester einzustimmen.

fen zum Austausch, zur Vorstellung von Ortsauschuss sowie der Gräfrather Mitglieder des Pfarrgemeinderats (PGR) und zur Abstimmung über die Wiedereinführung des Kirchen-Cafés nach bestimmten Sonntagsmessen genutzt. Wir freuen uns, dass die Mehrheit dafür gestimmt hat und wir Sie an folgenden Tagen zum Cáfe in der Kirche einladen dürfen: 18. Februar / 17. Juni & 16. Dezember 2018.

Frauen- & Pfarrkarneval

Am 07. Januar 2018 durfte der Ortsauschuss dann die Gemeinde zum Neujahrsempfang im Sälchen willkommen heißen. Mit ca. 80 Gästen wurde das Angebot auch gut angenommen. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr und dem Auftritt der Gräfrather Sternsinger inkl. Segen wurde das Tref64

Auch in 2018 durften diese zwei beliebten Highlights im Festprogramm unserer Gemeinde nicht fehlen: Durch den Abend geführt von der Sitzungspräsidentin Heike Detemble und der Pfadi-Band „be prepared“ schunkelten und sangen sich gut 90 Gräfrather Karnevalisten zu kölscher Musik und karnevalistischen Gags der Karnevalfrauen durch den Abend bis in die Nacht. Wir freuen uns über die rege Beteiligung und gute Stimmung und bedanken uns bei allen Helfern in


Vorbereitung, Auf- und Abbau sowie Küche und Service! Auf alle Beteiligten somit ein dreifaches: Gräwert lot jonn! Bis zum nächsten Jahr!

Aktuelles & Veranstaltungen

In St. Mariä-Himmelfahrt wird dieses Jahr das Oster-Triduum stattfinden. Dieses besteht aus Gründonnerstagsmesse, Karfreitagsliturgie sowie der Osternacht, die auch in diesem Jahr ökumenisch auf dem Marktplatz eingeleitet wird. Nach dem Besuch der Osternacht laden wir Sie auch recht herzlich zur ökumenischen Agape ins Sälchen ein. Bitte beachten Sie: Am Palmsonntag wird die Messe bereits um 9.15 Uhr, 15 min früher als gewohnt beginnen. Bitte notieren Sie sich auch schon unser Pfarrfest am 31. Mai 2018, welches im Anschluss an die MiNor-weite Fronleichnamsprozession stattfinden wird. Alles Gute für 2018 wünscht Ihnen im Namen des Ortsauschusses der kath. Kirchengemeinde Christopher Chumchal (Schriftführer)

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Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath Frauenfrühstück – Zeit für mich

Fröhliches Gemurmel ist an diesem grauen Novembermorgen aus dem Gemeindezentrum zu hören… Es ist mal wieder Zeit für ein Frauenfrühstück! Die Tische sind liebevoll gedeckt, es duftet nach Kaffee und Rührei, und in fröhlicher Erwartung begrüßen sich Altbekannte und Neue mit „Guten Morgen, schön dass Sie da sind / dass Du da bist!!!“

Nach Begrüßung, gemütlichem Frühstück und „töttern“ hören wir Lieder eines Trios aus dem Solinger Chor „Unisono“ – Musik öffnet die Seele und verbindet, ganz herzlichen Dank für diesen Hörgenuss. Und dann geht es ans Nachdenken mit Tamara Hinz zum Thema: „Du machst mich fertig“. Reich an eigenen Erfahrungen und mit fröhlichem Unterton nimmt

die Referentin uns mit hinein in die Möglichkeiten: „Wie gehe ich mit Menschen um, die mir das Leben schwer machen??!!“ Dazu stellt Sie uns eine Reihe von Impulsen zum Nachdenken vor, so z. B: Tamara Hinz. „Machen Sie die Augen auf, stellen Sie sich der Wahrheit!“ „Was hat der Angriff mit mir zu tun?“ „Wo gebe ich Angriffsfläche?“ „Kann ich auch verstehen, warum der Andere so handelt?“ „Wie steige ich aus der Opferrolle aus?“ „Wie setze ich Grenzen?“ Wir schmunzeln, fühlen uns ertappt und verstanden … und kommen in den Murmelgruppen ins persönliche Gespräch. Wie so oft landen wir bei den Fragen: „Wo stehe ich im Leben? Wo kann ich aktiv und selbstwirksam handeln, wie gestalte ich mein Leben selbst?!“ Wertvolle Impulse, die Mut machen, das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen und die „Fertigmacher“ auszuschalten. Denn: „An Groll festhalten ist so, als würde ich Gift trinken – und hoffen, dass der Andere stirbt“ – wieder einmal mussten wir schmunzeln! So war auch dieses FF eine „Zeit für mich“ – und wir wünschen uns, dass Viele mit auffordernden Gedanken und beschenktem Gefühl nach Hause gehen. Auf ein fröhliches Wiedersehen in der nächsten „Zeit für mich“ – das nächste Frauenfrühstück ist für den 14. April 2018 geplant. Für das FF-Team mit herzlichen Grüßen Karen Klever 67


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Gemeindewochenende vom 21. – 23. September 2018 in Meinerzhagen-Valbert

Eingeladen sind alle, die sich auf ein Miteinander mit anderen Leuten aus der Gemeinde freuen und sich gemeinsam auf Gottes Wort einlassen möchten. Herzlich willkommen sind Familien mit Kindern, Menschen ohne Kinder oder deren Kinder bereits erwachsen sind oder Großeltern und ihre Enkel...! Diesmal ist das „Haus am Ebbehang“ unser Ziel für ein abwechslungsreiches Wochenende mit lieben Menschen aus der Gemeinde! Auf dem großen Gelände haben wir drei Gästehäuser mit diversen 2 und 3-Bett-Zimmern für uns reserviert, dazu gehört ein großer Raum, den wir alleine als Gruppe für unsere Aktivitäten nutzen können. Draußen gibt es viel Platz zum Fußball, Volleyball oder Basketball spielen. Natürlich fehlt auch das obligatorische Lagerfeuer nicht! Der direkt angrenzende Wald lockt zu spannenden Unternehmungen!

Abends planen wir jeweils ein gemeinsames buntes Programm mit viel Spiel, Spaß und Singen und einer Abendandacht. Den Samstag beginnen wir mit einer Morgenandacht; danach bleibt viel Zeit für Aktivitäten und Kreatives am Haus und auf dem Gelände sowie für attraktive Ausflüge in die Umgebung, z. B. ist es zum Biggesee oder bis zur Atta-Höhle nicht weit. Am Sonntagvormittag feiern wir einen gemeinsamen bunten Familiengottesdienst. Geleitet wird das Wochenende von Bärbel Albers und Thomas Schorsch. Die Kosten betragen für Übernachtung (incl. Bettwäsche) und Vollpension für Erwachsene 99,30 Euro, für Kinder von 3 – 17 Jahren 82,50 Euro. Anmeldeschluss ist der 31. März 2018. Weitere Anmeldungen danach nur auf Anfrage. Es erfolgt eine Anmeldebestätigung, in der alle Zahlungsbedingungen vermerkt sind. Anmeldung und weitere Informationen bei: Thomas Schorsch, Tel. 5 97 67, t.schorsch@kirche-graefrath.de Bärbel Albers, Tel. 64 52 05 25, b.albers@kirche-graefrath.de

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Weihnachtsfeier der Evangelischen Kirchengemeinde Gräfrath und „Gräfrath hilft“ Es war wieder soweit. Am Tag vor dem 2. Advent fand wieder die gemeinsame Weihnachtsfeier statt. Unsere Schützlinge haben inzwischen eigene Wohnungen bezogen, sie sind jetzt nicht mehr Gräfrather, sondern Solinger Neubürger. Trotz des am Vormittag einsetzenden, massiven Schneefalls hat sich ein vielfältiges Publikum eingefunden. Die reichlichen Kuchenspenden nach deutschen Rezepten wurden ergänzt durch arabische Köstlichkeiten, die von unseren arabischen Frauen zubereitet waren. So fand nach Begrüßung zunächst ein fröhliches Kaffeetrinken statt.

Mohammed Rasho mit seiner Saz

Auch in diesem Jahr standen Begegnung und Berichte im Vordergrund. Im vergangenen Jahr hörten wir die Geschichte der Familie Rasho, die aus Syrien geflohen ist. Auf unserer diesjährigen Feier hat uns Mohammed Rasho, der Sohn der Familie, mit kurdischen Klängen auf einer Saz (auf kurdisch Tambor) und melodischem Gesang erfreut. Mohammed Alsaadi hatte Erfreuliches 70

zu berichten, und das in Deutsch! Seine Frau Haya, seine dreijährige Tochter Maria und seinen zweijährigen Sohn Ali konnte er im Rahmen des Familiennachzuges am 4. Februar 2017 am Düsseldorfer Flughafen in die Arme schließen. Seinen kleinen Sohn hat er dort zum ersten Mal gesehen und in den Arm genommen. Die Abholung der Familie konnte mit dem Bus der Ev. Kirchengemeinde durchgeführt werden, so musste sich die Familie nicht schon wieder trennen. Die kleine Maria hat mit Hilfe Ihrer deutschen „Oma“ Christel Füser eine kleines Gedicht in Deutsch aufgesagt. Das Gebet der Vereinten Nationen (vielen unbekannt) wurde von Obada Azleen in Arabisch und Christel Füser in Deutsch vorgetragen. Georg Schubert, der von Natur aus schon wie ein Weihnachtsmann ohne Mütze aussieht, erzählte uns eine Weihnachtsfabel. Ein Höhepunkt des Festes war die Ansprache von Asmahan Badawi, inzwischen selber eine große Hilfe bei „Gräfrath hilft“. Asmahan konnte am Vortag nach langer Trennung ihre beiden Töchter wieder in


die Arme nehmen. Die beiden Mädchen waren natürlich, wenn auch noch etwas schüchtern, mit anwesend. Die Aussage von Asmahan: „Wir sind Euch sehr dankbar. Ihr habt uns Frieden gegeben“. Diese Aussage motiviert uns alle weiter zu machen. Traurig ist hier, dass eine volljährige Tochter nicht mitkommen konnte, eben weil sie schon volljährig ist. Selbstverständlich wurden auch wieder Adventslieder gesungen, mit der Begleitung der Gitarre von Pfarrer Thomas Schorsch. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass dies keine Glaubenssache ist, sondern einfach nur Menschen zusammen bringt. Christel Füser

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Die unendliche Geschichte Viel Musik für Aug und Ohr jeden Alters in Ketzberg

Unter dem Dach des Fördervereins „W4ir Stimmen für Ketzberg e.V.“ agieren nicht nur der bekannte Gospelchor „Unisono“ und die „ Young Voices“ sondern auch ein Klassikchor, der sich projektorientiert zu Proben donnerstags abends trifft. Seinen Ursprung hatte der Chor vor 17 Jahren zunächst nur für ein Geburtstagsständchen: Damals wollte der Gospelchor „Unisono“ seine Chorleiterin zum runden Geburtstag mit klassischer Musik überraschen. Der musikalische Ausflug überzeugte. Da es so viel Freude machte, auch Klassisches zu singen, gründete sich schnell der Klassikchor Ketzberg aus Mitgliedern von „Unisono“ und Ehemaligen der Kirchenchöre Gräfrath und Ketzberg. Später schlossen sich Sängerinnen der ehemaligen Stadtkirchen Kantorei sowie des Frauenchores

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der Friedrich-Albert-Lange-Schule an. Am 3. März lud der Klassikchor Ketzberg im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag der Gemeinde Ketzberg zu einem kleinen aber feinen Konzert in die Ketzberger Kirche ein. Dargeboten wurden unter der Gesamtleitung von Elisabeth Szakàcs Werke von Buxtehude, Bach, Händel, Haydn, Mozart, Mendelssohn, A. L. Webber u. a. Für die instrumentale Begleitung sorgten Elisabeth Collings (Flöte) mit ihren Töchtern Noemi (Piano) und Cecilia (Cello). Auch langjährige Chormitglieder wurden während des Konzertes geehrt, darunter viele, die bereits 40 Jahre und länger dem Chorgesang verbunden sind. Das vielseitige Programm zwischen Dankeslied und Irischem Segen – mal fröhlich, mal andächtig – fesselte die zahlreichen Zuhörer. Mit einem Abendlied als Zugabe


verabschiedeten sich die engagierten Sängerinnen und Sänger von ihrem begeisterten Publikum. Und gerade einmal zwei Wochen später stand auch schon das nächste musikalische Ereignis an. Der junge Chor „Young Voices“ präsentierte sich am 17. und 18. März nach einer einjährigen kreativen Schaffenspause erstmals auf der Bühne in der Ketzberger Kirche. Die Räumlichkeiten im Gemeindesaal waren mit der Zeit schlichtweg zu klein geworden. Die 30 Sängerinnen und Sänger genossen sichtlich den Platz auf der großen Bühne. Denn, dass sie längst nicht „einfach nur“ singen, wissen eingefleischte Fans schon länger. Das abwechslungsreiche Programm mit Einflüssen aus Pop, Musical, Gospel u.v.m. wurde auf ein

Neues choreografisch ausgestaltet. Die Fäden über den Chor und die fünfköpfige Profiband hatte ebenfalls Chorleiterin Elisabeth Szakàcs in der Hand. Der aufmerksame Konzertbesucher konnte schnell den enormen Energiefluss zwischen Musikern, Sängerinnen und Sängern sowie Chorleiterin erkennen. Das gesamte Programm wurde umrahmt von einer liebevoll abgestimmten und modernen Bühnen- und Lichttechnik. Wer in diesem Jahr gerne noch einen weiteren musikalischen Leckerbissen erleben möchte, sollte nun den Kalender zücken: Die begehrten Herbstkonzerte von „Unisono“ finden am 10., 11., 17. und 18. November ebenfalls in der Ketzberger Kirche statt.

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Sängerbund Gräfrath 1846 e. V. Im letzten Heimatspiegel machte ich Sie bekannt mit der Gleichung VW+C = NM. Aus dem VW ist mittlerweile ein VE, Vorsitzende Emme, geworden. Jetzt haben wir schon wieder April, es ist Frühling, und es wäre unsinnig, jetzt noch oder wieder auf die chorischen Erfolge des Jahres 2017 zurück zu greifen und sie aufzuzählen.

gibt. Der Chor wird sich als Meister der Stimmen- und Körperarbeit vorstellen und Sie an unserem Spaß teilhaben lassen. Als weiteres Highlight sei unser Chorkonzert „Sommerwind“ im Juli 2018 genannt. Sie können mit Überraschungen rechnen. Okay. Volkslieder haben Sie schon oft gehört. Aber so und welche? Wie gesagt, lassen Sie sich überraschen!

Was ich Ihnen versichern kann: der Chorbetrieb läuft weiter, mit dem gleichen Vorstand und dem gleichen Chorleiter, den gleichen Sängerinnen und Sängern; übrigens, es sind wieder einige Neue hinzu gekommen! Und auch die Begeisterung für innovative, anspruchsvolle und unterhaltsame Programme ist geblieben. Ein Chor sollte/muss sich zukunftsorientiert aufstellen, will er in der Menge der Solinger-Chöre bestehen. Das ist uns in den vergangenen Jahren bestens gelungen!

„Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von H. Chr. Andersen! Wer kennt dieses Märchen nicht? Wir haben es uns als Grundthema für unser Weihnachtskonzert 2018 ausgesucht. Es wird eine Vorleserin bzw. einen Vorleser des Märchens geben, um die sich passende Lieder ranken werden. Freuen Sie sich z.B. auf den „Abendsegen“ aus „Hänsel und Gretel“. Sollten Sie sich fragen, wie, jetzt schon ein Hinweis auf das Weihnachtskonzert. Nun, drei große Konzerte fallen nicht in den musikalischen Schoß. Proben, proben und üben, üben ist angesagt, mit viel Begeisterung und Freude. Hoffentlich sehen wir uns?! Geprobt wird immer noch montags, von 19.00 Uhr bis 20.45 Uhr, Gemeindehaus Zwinglistraße.

Auch 2018 sieht die Konzert- bzw. Programm-Planung einige Highlights vor. Da wäre z.B. am 23. September ein Kinderkonzert mit Chor als Musical. Freuen Sie sich auf ein „Kindergrusikal“ mit Geistern, Hexen und Zauberern. Die „Geisterstunde auf Schloss Eulenstein“ ist die schönste Stunde, die es für Gespenster nun mal

Bis dann, Ihr Udo Broch

Gräfrath im Internet: www.heimatverein.eu 75


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Freiwillige Feuerwehr Solingen Löscheinheit 6, Gräfrath Liebe Gräfratherinnen und Gräfrather, zu Beginn des Berichtes, der bekannte Auszug des Einsatzgeschehens: 08. Dezember bis 10. Dezember 2017 Aufgrund starken Schneefalls wurde die Einheit am Abend des 8. Dezember um 22.00 Uhr zum Aufziehen der Schneeketten auf allen drei Fahrzeugen alarmiert. An diesem Wochenende wurden diverse Einsatzstellen im Stadtgebiet abgearbeitet, an denen Bäume unter der Schneelast zusammenbrachen und öffentliche Straßen, Wege und Zufahrten versperrten. Die Bäume wurden mittels Kettensäge zerlegt und beseitigt. 31. Dezember 2017, 19.00 Uhr Das Jahr 2017 endete für die Feuerwehr Gräfrath mit einer Bereitschaft zu Silvester. Gemeinsam mit den Familien wurde im Gerätehaus gefeiert. Im Zeitraum zwischen 0.30 und 3.00 Uhr des 1. Januar 2018 galt es drei kleinere Einsatzstellen – u.a. brennende Feuerwerksreste- im Stadtgebiet abzuarbeiten. Beendet werden konnte die Bereitschaft dann um 3.00 Uhr. 3. Januar 2018, ab 5.49 Uhr Ein erstes Sturmtief zog über Solingen hinweg. Bis 15.00 Uhr mussten abermals diverse Einsatzstellen mit umgestürzten Bäumen abgearbeitet werden. Alle Fahrzeuge der Gräfrather Wehr waren im Einsatz. 14. Januar 2018, 19.00 Uhr Auf der Katharinenstr. kam es zu einem Saunabrand in einem Keller. Die

Gräfrather Wehr ging mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF20) in Bereitstellung und besetzte anschließend die Feuer- und Rettungswache III in Wald. Von dort erfolgte um 19.59 Uhr die Alarmierung zu einer unklaren Rauchentwicklung auf die Erlenstraße. Dort kokelte Essen auf einem Herd, sodass keine Tätigkeit notwendig wurde. Eingerückt werden konnte gegen 20.45 Uhr. 18. Januar 2018, ab 6.00 Uhr Ein zweites Sturmtief zog über Solingen hinweg und brachte diverse Bäume, Äste und Dachziegel zu Fall. Auch hier rückten alle drei Gräfrather Fahrzeuge aus und arbeiteten diverse Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet ab. Endgültig eingerückt werden konnte um 22.00 Uhr. 4. Februar 2018, 9.33 Uhr Auf der Donaustr. brannte es in einem Produktionsgebäude eines Galvanobetriebes. Die Löscheinheit rückte mit dem LF 20 aus. Es wurde ein Trupp unter Atemschutz zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr eingesetzt. Abschließend wurde bei den Aufräumarbeiten mitgeholfen. Eingerückt werden konnte gegen 12.30 Uhr. 5. Februar 2018, 14.28 Uhr Alarm zur Wachbesetzung der Wache III in Wald. Auf der Anfahrt zur Wache, wurde die Besatzung des LF 20 zu einem Verkehrsunfall auf der Schlagbaumerstraße / Ecke Scheidterstraße alarmiert. Dort waren ein LKW und ein PKW zusammengestoßen. Die Einsatzstelle sowie das Unfallfahrzeug wurden 77


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gesichert und eine verletzte Person durch den Rettungsdienst versorgt. Um 15.53 Uhr bekam das LF 20 eine Alarmierung zu einem ausgelösten Rauchmelder auf der Konrad-AdenauerStraße. Die Wohnungstür wurde aufgebrochen und die Wohnung sowohl von innen als auch mittels Drehleiter von außen kontrolliert. Ein Schadensfeuer wurde nicht festgestellt. Noch während des Rückbaus der Einsatzstelle kam um 16.45 Uhr die Alarmierung zu einem brennenden PKW an der Potsdamerstraße. Dort brannte es im Motorraum eines Kleinwagens. Ein Trupp unter Atemschutz ging mit einem C-Rohr vor und löschte den Brand. Die Einsatzstelle wurde gesichert und das Fahrzeug wieder dem Eigentümer übergeben. Nach Gräfrath eingerückt werden konnte gegen 18.00 Uhr.

Der Dezember – ein Schnelldurchlauf

Im Dezember wurde zu Beginn des Monats traditionell der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz aufgestellt – dieses Jahr wieder mit schwerem Gerät.

Auch die Adventsfeier zusammen mit dem Kinder-/Familienhaus Eipaß war Teil der Monatsgestaltung. Der Nikolaus fand dazu auch 2017 wieder den Weg ins Gerätehaus und überreichte den Kinden Geschenke. Am Weihnachtsmarkt war sowohl die aktive Einsatzabteilung als auch die Jugendfeuerwehr mit Glühwein, Brat-/Currywurst und der Pferdewurst vertreten.

Jugendfeuerwehr

Wie in der letzten Ausgaben bereits zu lesen war, wurden den 15 Mitgliedern der Gräfrather Jugendgruppe durch den Freundeskreis Rucksäcke überreicht. Diese wurden mit sehr viel Freude und Begeisterung in Empfang genommen und finden nun, vollgepackt auf den Rücken der Jugendlichen, jeden Dienstag ihren Weg ins Gerätehaus. Im Namen der Jugendgruppe noch einmal vielen Dank an den Freundeskreis!

Immer wieder im April…

…findet auch im Jahr 2018 das Feuerwehrfest und der Tanz in den Mai statt. Datum ist wie gewohnt das letzte Wochenende im April (28. / 29. sowie der 30. April 2018). Die Löscheinheit freut sich über einen Besuch am Brandteich! Mit kameradschaftlichen Grüßen Bastian Schurr 79


Freunde der Feuerwehr Der Freundeskreis ist ein Zusammenschluss von Freunden und Förderern der Freiwilligen Feuerwehr Solingen-Gräfrath. Ziel ist die ideelle und finanzielle Unterstützung der Löscheinheit bei der sachlichen Ausstattung sowie der Ausbildung. Seit der Gründung im Jahr 2004 konnte der Freundeskreis die Ausrüstung und Ausstattung der Gräfrather Löscheinheit durch zahlreiche Anschaffungen sinnvoll ergänzen. Darüber hinaus engagiert sich der Freundeskreis der Feuerwehr unter anderem für die Arbeit der Gräfrather Jugendfeuerwehr.

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Freiwillige Feuerwehr Gräfrath

Jugendfeuerwehr-Gruppe Gräfrath Technik, Spaß und ein bisschen Abenteuer; so ist Mitmachen bei der Jugendfeuerwehr. Für Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 17 Jahren gibt es in Gräfrath seit 2003 die Jugendfeuerwehr. Bei regelmäßigen Veranstaltungen lernen wir vom Strahlrohr bis zum Einsatzfahrzeug alles kennen, was mit der Feuerwehr zu tun hat und üben regelmäßig mit den Kameradinnen und Kameraden der Löscheinheit. Hier kann ich meine Freizeit sinnvoll und spannend verbringen.

Sie geben uns Gräfrathern ein gutes Gefühl. Über 30 engagierte Kameradinnen und Kameraden stellen vom Standort am Brandteich aus, ihre Freizeit für Einsätze, Brandsicherheitswachen sowie Ausbildungs- und Übungsdienste zur Verfügung. Die Löscheinheit 6, Gräfrath, steht als eine von 10 Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr in Solingen 365 Tage im Jahr bereit, um bei Unglücksfällen schnell, hochqualifizierte Hilfe zu leisten. In den Bereichen Brandschutz, technische Hilfe und Umweltschutz unterstützen die umfangreich ausgebildeten ehrenamtlichen Frauen und Männer die Arbeit der Berufsfeuerwehr. Foto: Tim Oelbermann

Kommt einfach vorbei und macht mit.

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Freundeskreis Unterstützung der Die unendlichezur Geschichte Freiwilligen Feuerwehr in Gräfrath e.V. Liebe Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Gräfrath, der Freundeskreis

besteht nunmehr seit fast 14 Jahren und hat inzwischen ca. 130 Mitglieder. Für die Werbung wurde 2004 ein kleiner Werbe-Flyer gedruckt, der in die Jahre gekommen ist. Wir entschlossen uns also im letzten Jahr zu einer Neuauflage – modern und ansprechend sollte der Werbeprospekt werden. Was brauchten wir – neue Texte, eine schöne Gestaltung und natürlich tolle Fotos. Und natürlich sollte das Ganze mit einem ganz kleinen Budget umgesetzt werden. Dabei kam uns ein langjähriges Mitglied des Freundeskreises zu Hilfe: Dirk Schulenberg mit seiner Werbeagentur in Nümmen. Er brachte unsere Textentwürfe auf den Punkt und gestaltete einen tollen Vierseiter. Aber wer sollte die Fotos machen? Wir fragten Jürgen Truckenmüller aus Düsseldorf an, der zu den besten Feuerwehrfotografen Deutschlands zählt. Bereits seit vielen Jahren hat er die Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren und der Werksfeuerwehren nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Solingen fotografiert.

Dirk Schulenberg setzte sich mit Jürgen Truckenmüller in Verbindung, besprach mit ihm die Gestaltung und wie er sich die zu machenden Fotos vorstellte. Es sollte ein Sommerbild werden mit strahlendem Wetter und als Hintergrund für die Feuerwehrfahrzeuge wurde der Gräfrather Marktplatz gewählt. An einem Samstag im Sommer 2017 trafen sich alle Akteure am Markt, um die Fahrzeuge bei bestem Wetter abzulichten. Die Fotoaufnahmen von der Jugendfeuerwehr in Aktion übernahm Dirk Schulenberg. Nun haben wir einen tollen neuen Flyer, der uns die nächsten Jahre dabei unterstützen wird, viele neue Mitglieder zu werben. Insgesamt sind viele schöne Fotos entstanden und wir könnten einen ganzen Bildband „Gräfrath und seine Feuerwehr“ füllen. Auf ein Wiedersehen am letzten April-Wochenende zum Feuerwehrfest und Tanz in den Mai! Cornelia Brinkmann Freundeskreis zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr in Gräfrath e. V. Am Brandteich 6, 42653 Solingen, Telefon (0212) 2435 8999 freundeskreis@lg6.de - www.lg6.de

Sie finden uns bei Facebook unter: „Heimatverein Solingen-Gräfrath e.V.“ 81


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St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1590 Solingen-Gräfrath Seit dem Schützenfest im August 2017 habe ich das Amt des Schützenkönigs mit meiner Frau Susanne inne.

Am 13. Januar 2018 fand unser Brudertag im vollbesetzten Sälchen statt. Die Königspaare mit ihren Adjutanten der anderen Bruderschaften hatten uns auch besucht. Nicht zu versäumen, ein großes Lob an die freiwillige Feuerwehr, die uns wie jedes Jahr tatkräftig unterstützt hat. Königspaar: Susanne und Thomas Kindt

Dies ist der Höhepunkt in meiner über 40 jährigen Mitgliedschaft in der Bruderschaft. Traditionell feiern wir immer am 2. Adventssonntag im Sälchen unsere Weihnachtsfeier mit dem Besuch des Nikolauses. Da es Frau Holle dieses Mal in Gräfrath sehr gut gemeint hatte, fand die Weihnachtsfeier leider ohne Nikolaus in einem sehr kleinen (intimen) Kreis statt. Für ausreichend Kaffee und Kuchen war gesorgt, die zu vielen Kalorien wurden beim anschließenden Schneeschippen wieder verbrannt.

Für Unterhaltung haben, wie immer hervorragend, unsere Mitglieder gesorgt.

Es grüßt das Königspaar Susanne und Thomas Kindt 83


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Ballspielverein Gräfrath e.V. Mitglieder des BV Gräfrath sind DFB-Ehrenamtspreisträger Im Rahmen der Aktion "DFB-Ehrenamt" des Deutschen Fussball-Bunds (DFB) wurden auch zwei Mitglieder des BV Gräfrath geehrt. Der DFB-Vizepräsident und Präsident des Fußballverbands Niederrhein (FVN) Peter Frymuth teilte dem Preisträger des Fußballkreises Solingen Georg Schubert mit : "Die Förderung von ehrenamtlichem Engagement in den Amateurfußballvereinen ist mir als zuständigem DFB-Vizepräsidenten sowie allen weiteren Mitgliedern des DFB-Präsidiums ein besonderes Anliegen. Bereits seit 1997 ist die Pflege und Förderung des Ehrenamts offizielle Satzungsaufgabe des DFB und seit diesem Zeitpunkt wird das Thema durch die Aktion Ehrenamt in unseren Gremien be-

handelt. Neben vielen weiteren Aspekten ist die Anerkennung der Leistung herausragender ehrenamtlicher Vereinsmitarbeiter/innen für uns stets ein besonderes Bedürfnis und eine besondere Freude". Die Preisträger des Fußballkreises Solingen sind nach Frank Müller und Horst Schulten mit Hansi Waurischk und Georg Schubert wiederum Mitglieder des BV Gräfrath. DFB-EHRENAMT-PREISTRÄGER des Kreises Solingen - Ehrung am 17. Januar 2018 Sven Gemke und Fabian Marks (Sportring Solingen / Junges Ehrenamt), KarlHeinz Flocke (Sportring Solingen), Rolf Weichert (Kreis-Ehrenamtsbeauftragter), Michael Czichon (TuS Quettingen), Hansi Waurischk (BV Gräfrath), Georg Schubert (BV Gräfrath) und Rainer Broichgans (Kreisvorstand).

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Neues aus der Jugendabteilung des BV Gräfrath

Die "starken Mädchen" vom BV Gräfrath kennen ihr Weihnachtsgeschenk schon seit August. Spielen dürfen sie aber erst im Oktober 2018: Dann fliegen fast 20 Fußballerinnen der U 11 (Jahrgang 2007 und jünger) nach Spanien.

Die Gastvereine kamen allesamt aus anderen Kreisen bzw. Verbänden. Mit dabei waren SV Bedburg-Hau, DJK Tusa Düsseldorf, SG Wattenscheid 09, SV Bergfried Leverkusen und der spätere Turniersieger vom FSC Mönchengladbach. Ein BVG-Team schaffte es dann sogar auf den 2. Platz. Entscheidend an diesem Tag war aber der Spaß und die Leidenschaft, mit der alle beteiligten Fußballerinnen zu Werke gingen. Andreas Schneider

Rheinische Post 19. Dezember 2017

Bei strahlendem Sonnenschein fand am 4. November 2017 ein U11-Mädchenturnier am Flockertsholz statt. Alles hat gepasst: Gutes Wetter, lockere Atmosphäre, nette Gäste, tolle Spiele, begeisterte Fußballmädchen und super Organisation. Der BV Gräfrath schickte gleich zwei Teams an den Start. Immerhin umfasst der aktuelle U11-Kader mehr als 20 Mädels. 86

Die MU13-Mannschaft des BV Gräfrath hatte mit Borussia Mönchengladbach (meinem Lieblingsverein) einen renommierten Bundesligisten im Niederrhein-Pokal zu Gast. Wer mit einer deftigen "Klatsche" für unsere Mädchen rechnete, wurde eines Besseren belehrt. Es gelang ihnen sogar, ein Tor gegen den Nachwuchs des Bundesligisten zu schießen und nur drei Gegentore zu kassieren. Für diese Leistung gebührt unserer MU13 größte Anerkennung; wir sind sehr stolz auf Euch !


U15 Mädels fahren zur FVN-Endrunde nach Moers In Dezember erreichten unsere C-Juniorinnen beim Bergischen Hallenpokal nach spektakulärem Turnierverlauf den 3. Platz und qualifizierten sich für die Endrunde der Hallenmeisterschaften des Fußballverbands Niederrhein.

Auch die Kleinsten des BV Gräfrath sind außerordentlich aktiv. Sie nahmen an den Kreishallenmeisterschaften und an mehreren Turnieren teil. Unser Dank gilt allen Trainern und Betreuern sowie den Mitgliedern des Vereinsjugendausschusses für ihr außerordentliches Engagement. Somit beweist der BV Gräfrath in einer schwierigen Zeit, daß er für Kinder und Jugendliche der richtige Verein ist, um das Fußballspiel zu erlernen und erfolgreich zu gestalten. Georg Schubert

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HSV Solingen-Gräfrath im Winter Bekanntermaßen werden im Handball die Weichen zu Beginn der Rückrunde – also im Winter eines Jahres – gestellt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass beim HSV hinter den Kulissen kräftig gewerkelt wird. Wie der örtlichen Presse zu entnehmen war, sind die ersten Neuverpflichtungen bei den 1. Damen für die kommende Drittligasaison bereits unter Dach und Fach. Nachdem mit Kira Bohlmann und Jessica Bregazzi zwei Abgänge feststehen, wurden auch schon drei Neuzugänge bekannt gegeben. Mit Amelie Polutta konnte ein 19-jähriges Talent aus Essen-Überruhr verpflichtet werden und mit Lina Klinnert kehrt eine erfahrene Kreisläuferin vom Zweitligisten TV Beyeröhde Wuppertal zum HSV zurück. Dritte im Bunde, ebenfalls vom TVB, ist Mandy Reinarz, geb. Münch. Mit ihr sind dann alle drei Münch-Schwestern wieder in einem Verein angekommen, nachdem im Vorjahr bereits Sandra und ein Jahr zuvor Nicky Münch beim HSV gelandet waren. Die beiden Zwillinge Sandra und Mandy spielten gemeinsam eine gewichtige Rolle beim Zweitligisten TV Beyeröhde Wuppertal und mit Laura Sosnierz, Inga Lehnhoff, Leonie Heinrichs, Steffi Bergmann und Trainerin Nicky Münch stehen somit 7 gestandene Zweiligaspielerinnen aus dem Tal zukünftig im Kader des HSV Solingen-Gräfrath. Ebenfalls im Kader der nächsten Saison steht B-Jugend-Auswahlspielerin Luca Tesche. Ziel muss es sein, für die nachrü88

ckenden, starken Mädchenjahrgänge ein entsprechend attraktives Packet parat zu haben. Dazu wird auch mittelfristig der Wiederaufstieg der 2. Damenmannschaft in die Oberliga angepeilt. Damit komme ich auf die 17 Mannschaften starke Jugendabteilung des HSV zu sprechen, von denen 7 Teams überregional spielen. Paradestück ist sicherlich die weibliche B-Jugend, die eine gute Rolle in der Regionalliga-Nordrhein spielt und auf dem 2. Platz rangiert. Dabei schicken sich die Mädels von Headcoach Jörg Hermes an, hinter Liga-Primus TV Aldekerk den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen, den man schon seit einigen Wochen innehat. Das besondere hieran ist die Tatsache, dass dieser zur Teilnahme an der deutschen Meisterschaft berechtigt. In der Liga stehen nur noch vier Spieltage an und man hat gute Chancen, dass das Vorhaben gelingt. Zweites Jugendzugpferd ist unweigerlich der jüngere Jahrgang unserer männlichen B-Jugend, die ja bekanntermaßen nach Duisburg ausgelagert wurde, um dort nach verpasstem Regionalligaplatz den der Wölfe Nordrhein einzunehmen. Die Truppe von Jugendwart Stefan Bögel und A-Lizenztrainer Burkhardt Heesen erfüllt die in sie gesetzten Erwartungen voll und ganz und rangiert als fast komplett jahrgangsjüngeres Team auf einem hervorragenden 6. Platz. Somit erfah-


ren die Spieler des Jahrgangs 2002 eine optimale Förderung und werden in der kommenden Saison, dann wieder unter HSV-Flagge, zur Attacke auf die ersten Ränge in der Liga blasen. Auch die weibliche C-Jugend mischt die HVN-Oberliga gehörig auf. Dort ist man seit Beginn der Saison stets unter den ersten beiden Teams zu finden und führt nun seit Wochen die Tabelle mit 32:0 Punkten an. Hier wird das Rückrunden-Heimspiel gegen Erzrivalen und Tabellenzweiten St. Tönis am 11. März 2018 die Entscheidung bringen, wer Niederrheinmeister wird und somit an der Westdeutschen-Meisterschaft teilnimmt. Im Hinspiel konnten die HSV Mädels dem Kontrahenten vom linken Niederrhein die bisher einzige Niederlage beibringen und erspielten sich einen vier Tore Vorsprung. Somit könnte man sich im Rückspiel eine Niederlage mit 3 Toren leisten, vorausgesetzt, man leistet sich keinen weiteren Ausrutscher. Die anderen Oberbzw. Verbandsligateams rangieren erwartungsgemäß alle im Mittelfeld der jeweiligen Tabelle. Die weibliche A-Jugend belegt momentan Platz 6 der Oberliga, die männliche B1 Platz 8 der Oberliga, die männliche B2 Platz 8 der Verbandliga und die männliche C1 Platz 9 ebenfalls in der Verbandsliga. Auch die weiteren Seniorenteams des HSV sind durchaus einer Erwähnung wert. So spielt die 2. Damenmannschaft,

nach dem letztjährigen Abstieg aus der Oberliga, eine recht ordentliche Runde als neu formiertes Team in der Verbandsliga und steht auf Platz 7. Die 3. Damenmannschaft nimmt als reine Hobbytruppe immerhin Platz 3 in der Kreisliga ein. Auch aus dem lange verödeten Herrenbereich gibt es etwas Positives zu vermelden. Dier 1. Mannschaft tritt nach ihrem Aufstieg im letzten Jahr immerhin wieder in der Kreisliga an und hätte sogar die Chance, auf einen erneuten Aufstieg in die Bezirksliga. Wenn – ja wenn sie denn in den entscheidenden Spielen auch mal komplett antreten könnte. Immer wieder verhindert die zwangsweise Abwesenheit wichtiger Spieler eine bessere Platzierung. Noch ist man aber mit 3 Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz ganz gut im Rennen. Die neu gegründete 2. Herrenmannschaft muss zwar ganz unten anfangen, spielt aber hier eine sehr gute Rolle und wird wohl den Aufstieg schaffen. Somit wäre auch hier ein zarter Anfang gemacht, denn hinter den Kulissen arbeitet man mit Hochdruck daran, der erfolgreichen Jugendarbeit auch im männlichen Bereich eine sportliche Zukunft zu bieten.

Wolfgang Klein 89


Hahneköppverein Haut Ihn 1929 Solingen-Gräfrath Man meint, der Jahreswechsel wäre letzte Woche gewesen. Nein, nein, die Zeit bleibt nicht stehen, mit großen Schritten gehen wir auf den Frühling zu, und es ist in diesem Jahr schon so einiges passiert. Das Jahr 2017 wurde von uns so verabschiedet, wie es dies verdient hatte. Im Saal des Steakhauses am Wasserturm trafen wir uns mit unserem Königshaus, das die Tische sehr liebevoll dekoriert hatte. Passend zur Adventszeit las Torsten Eicker die obligatorische Weihnachtsgeschichte vor, die in diesem Jahr sehr zum Nachdenken angeregt hat. Tobias Honnen hatte seine Gitarre mitgebracht, und er untermalte die gängigen Weihnachtslieder, die bereitwillig von allen Teilnehmern gesungen bzw. geflötet wurden.

Unser 1. Vorsitzender Wolfgang Müller kombinierte schließlich gekonnt ein Spiel mit dem Dank an drei Vorstandsmitglieder, die zur Jahreshauptversammlung im Januar nach jahrelang zuverlässig verrichteter Arbeit von ihrem Posten zurücktreten wollten. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Rudi Koersgen, Toni Zigman und Arnd 90

Ziervogel für ihren immensen Einsatz. Am Neujahrstag fand das obligatorische, wenn auch nicht verpflichtende Heringsessen im Scarriff statt, das knapp zwei Wochen später auch Gastgeber der Jahreshauptversammlung war. Wie oben bereits erwähnt, gab es ein paar Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes. Der Festausschuss wird nun von Sebastian Meya und Matthias König gebildet, Andreas Wippermann stellt nun den 2. Zeugwart, Torsten Eicker ist neuer Schriftführer, Heinz Maraun teilt sich mit Dirk Gutknecht die ARGE-Koordination, Torsten Knipp und Sebastian von Foller bilden den neuen Beirat. Erwähnenswert ist sicherlich der außergewöhnliche Vortrag des humorvollen Jahresberichtes durch den damaligen Schriftführer Sebastian Meya. Die Termine für die Veranstaltungen wurden festgelegt, ansonsten verlief die Jahreshauptversammlung sehr einvernehmlich und wurde durch Wolfgang Müller souverän geleitet. Der erste Höhepunkt des Veranstaltungskalenders ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Am 2. Februar stand der HKV-Karneval auf dem Programm. Dieser wird seit einigen Jahren im Sälchen gefeiert, das dann auch nahezu ausverkauft war und, karnevalistisch geschmückt, einen sehr stimmungsvollen Rahmen bot. Der Eisbrecher war Marius Bormke. Er imitierte sehr gekonnt Giovanni Trapattonis Wutrede, und unter großem Gelächter


tauschte er die Bayernspieler durch Hahneköpper aus. Ein ganz großer Auftritt, eigentlich ein Höhepunkt schon ganz am Anfang!

Als nächstes beehrte uns das Solinger Prinzenpaar Daniela und Michael Kotlenga mit seinem Gefolge, das die Stimmung im Saal gekonnt anheizte. Wolfgang Müller, der den Abend launig moderierte, sagte dann die Showgarde Solingen an, die weiter für exzellente Stimmung sorgte. Den Abschluss bildete

die Tanzgarde Himmelsfunken, die Ehrengarde des BV Gräfrath, die die Bühne rockte und diese erst nach diversen Zugaben verlassen durfte. Ein großartiger Abend, musikalisch-karnevalistisch untermalt von Achim Hagenbruch, der allen Teilnehmern sehr viel Spaß gemacht hat und an die Tradition des HKV-Karnevals früherer Tage nahtlos anknüpfte. In den nächsten Wochen geht es relativ ruhig zu, im März steht das Wanderpreiskegeln an, ehe wir im April die Feuerwehr bei ihrem Fest unterstützen. Und dann geht das „Feierjahr“ richtig los, im Mai folgen Vatertag und das Marktfest, und am 30. Juni 2018 steht unser Picknick, diesmal auf dem Exerzierplatz, auf dem Programm. Wir würden uns freuen, dort auch so manchen Heimatspiegelleser begrüßen zu dürfen. Haut Ihn – Torsten Eicker Schriftführer des Hahneköppvereins Haut Ihn 1929

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Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. Hallo, wir die Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V., sind auch Gräfrather und wir möchten die Gelegenheit nutzen und uns einmal kurz vorstellen: Die Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. wurde als gemeinnütziger Verein 1998 gegründet und hat die Aufgabe, den Botanischen Garten in Solingen-Gräfrath gemeinsam mit der Stadt Solingen zu erhalten. Um den städtischen Haushalt zu entlasten, hat die Stiftung mit ihren rund 530 Mitgliedern Teile der Pflege von Beeten, Themengärten und Schauhäusern übernommen und spart der Stadt so rund 100.000 Euro pro Jahr. Auch Einbauten, Reparaturen und Sanierungen von Treppengeländern, dem Gartenschachfeld, Parkbänken, technischen Einrichtungen, Hinweisschildern oder dem „offenen Bücherschrank“ werden von der Stiftung ehrenamtlich übernommen. Zu unseren Aufgaben gehört auch der Schließ- und Aufsichtsdienst, bei dem Mitglieder jeden Tag den Garten ab- und an Wochenenden und Feiertagen auch aufschließen. Um zu gewährleisten, dass wir alle den Garten an 365 Tagen im Jahr und die Schauhäuser an 5 Tagen in der Woche (2 Tage Pflanzenpflege) eintrittsfrei nutzen können, bietet die Stiftung viele Veranstaltungen im Jahr an. Mit diesen werden die finanziellen Mittel erwirtschaftet, die die Stiftung für den Unterhalt des seit 2010 unter Denkmalschutz stehenden Gartens benötigt. So konnten schon der Heidegarten und der Irisgarten denkmalgerecht saniert und restauriert werden. Dieses Jahr folgen Sanierungsarbeiten am Alpinum und für nächstes Jahr ist die

Restaurierung des denkmalgeschützten Tropenhauses geplant, in dem auch standesamtliche Trauungen durchgeführt werden dürfen. Durch die vielen Veranstaltungen, die – bis auf wenige Ausnahmen – immer sonntags stattfinden, wenn unser Gartenkiosk geöffnet hat, konnten wir den Bekanntheitsgrad auch außerhalb der Solinger Stadtgrenzen steigern. Unsere Veranstaltungen sind gesellschaftlich und generationenübergreifend ausgelegt. So bieten wir vom Ostereiersuchen für die Kleinsten, über Führungen, Lesungen, Gottesdiensten und Konzerten bis hin zu Tanztees mit Musik für Jung und Alt ein breites Spektrum an Aktivitäten an. Dass wir bei den Veranstaltungen keinen Eintritt nehmen, damit niemand ausgegrenzt wird, versteht sich von selbst. Zukünftig möchten wir mit dem „Grünen Klassenzimmer“ und mit Workshops zur Pflanzenpflege unser botanisches Informationsangebot erweitern. Wer Lust hat uns bei unserer Arbeit als Helfer, Sponsor oder Baumpate zu unterstützen ist immer herzlich willkommen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite unter www.botanischer-garten-solingen.de Mit botanischen Grüßen Matthias Nitsche (Stellv. Vorsitzender) 93


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Solingen-Gräfrath e.v.

Neue Mitglieder - Heimatverein Solingen-Gräfrath Amshoff, Franziska und Christian Arnosch, Brigitte Giersberg, Alexandra Heupel, Jürgen Klas, Friederike Klenzner, Prof. Dr. med.Thomas und Familie Marin, Dr.Cristian Schmidt, Klaus Schneider, Wolfgang Vesper, Till Es ist schön, dass Sie durch Ihren Beitrag und Ihre Spende bei der Unterstützung der Vorstandsarbeit zur Verwirklichung von Gräfrather Zielen mithelfen möchten. Wir werden Sie mittels des „Heimatspiegels“ über die umfangreichen Tätigkeiten dreimal jährlich informieren.

Mit tiefem Bedauern nehmen wir Abschied von den verstorbenen Vereinsmitgliedern: Eickenberg, Herrmann Franz, Dieter Haedecke, Dr. Hanns-Ulrich Brüne, Ulrich Steinheuer, Michael

06. November 2017 18. Dezember 2017 14. Januar 2018 19. Januar 2018 20. Februar 2018

In stillem Gedenken, Heimatverein Solingen-Gräfrath

E-mail Adressen unserer Mitglieder

Es gibt einfachere und günstigere Wege der Kommunikation als den Briefverkehr. Um diese zu nutzen, wären wir unseren Mitgliedern sehr dankbar, wenn Sie uns Ihre E-mail Adresse an unsere schicken: info@heimatverein.eu 95


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Glück und Gesundheit für unsere Geburtstagskinder Imbusch, Heinz Albert, Marianne Krämer, Inge Hottgenroth, Ruth Weck, Manfred Keull, Willi Neuhaus, Margot Koersgen, Rudolf Wienhöfer, Dr. Elmar Fey, Ulrike Ostermann, Manfred De Kerf-Van De Kerkhove, Ilka Mertgen, Willi Hölterhoff, Heinz Jacobs, Helga Hoelzel, Horst Baden, Heinz Meya, Helmut Vesper, Renate Reusch, Dieter Kraeling, Werner Ising, Margret Steinheuer, Herbert Venjakob, Klaus Feck, Renate Imbusch, Karl-Josef Specht, Wilhelm Püschel, Wolfram H. vom Stein, Volker Weber, Christel Quint, Gisela Becker, Irene Krings, Käthe Patten, Hans-Jürgen Schütze, Ulla Krämer, Horst Löbach, Wolfgang

01. April 1934 02. April 1929 05. April 1937 08. April 1940 09. April 1943 11. April 1942 17. April 1926 21. April 1939 21. April 1939 24. April 1938 24. April 1938 27. April 1945 27. April 1936 06. Mai 1939 22. Mai 1927 22. Mai 1940 23. Mai 1928 25. Mai 1934 31. Mai 1937 04. Juni 1942 06. Juni 1933 10. Juni 1944 15. Juni 1939 16. Juni 1936 29. Juni 1942 29. Juni 1942 03. Juli 1932 09. Juli 1940 10. Juli 1940 16. Juli 1940 18. Juli 1926 21. Juli 1925 22. Juli 1931 23. Juli 1946 24. Juli 1930 27. Juli 1939 28. Juli 1937

Eine Bitte an unsere Mitglieder Jahrgang 1948 und älter: Wer noch nicht im obigen „Geburtstagskinder“-Register aufgeführt ist, das aber wünscht, möge sein Geburtsdatum dem Heimatverein Solingen-Gräfrath e.V., Postfach 18 02 06, 42697 Solingen, info@heimatverein.eu oder telefonisch (0212) 593277 an Harald Engels, mitteilen. 97


Impressum Herausgeber:

HEIMATVEREIN SOLINGEN-GRÄFRATH e.V. – Postfach 18 02 06 – 42627 Solingen, Steuer-Nr.: 128/5833/4388, USt-IdNr.: DE120872393

Bankverbindung: Stadt-Sparkasse Solingen, IBAN: DE78 3425 0000 0000 4000 10, BIC: SOLSDE33XXX Vorsitzender:

Karl Gerd Hankammer, Abteiweg 2b, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 16 40, gabi.gerdhankammer@t-online.de

Stellv. Vors.:

N.N.

Schatzmeister: Harald Engels, Obere Holzstraße 28, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 32 77, harald.engels.he@t-online.de Schriftführerin: Annemarie Jacob, Am Graben 11, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 12 04 Redaktion:

Andreas Vesper, Abteiweg 105, 42653 Solingen, Tel. (0212) 259 1105, Mobil (0172) 253 1964, Fax (0212) 5965-218, vesper.solingen@arcor.de

www.heimatverein.eu – info@heimatverein.eu

Redaktionsschluss des Heimatspiegels: verbindlich 15. Februar, 15. Juni und 15. Oktober Alle Berichte der Vereine, Institutionen und von Freunden des Heimatspiegels, die uns bis zu diesen Terminen vorliegen, werden gern veröffentlicht. Alle in dieser Ausgabe erschienenen Artikel, Bilder und Anzeigen dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion weiter verwendet werden. Eingereichte Berichte/Artikel werden ohne Rücksicht darauf veröffentlicht, ob die darin zum Ausdruck gebrachten Ansichten mit der Meinung der Redaktion bzw. des Vorstandes übereinstimmen. Die Redaktion behält sich vor, Sinn wahrende Kürzungen vorzunehmen. Für nicht angeforderte Originalvorlagen und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung bei Verlust oder Beschädigung. Der Inserent schaltet die Anzeige bis auf Widerruf. Dieser hat der Redaktion spätestens vier Wochen vor dem nächsten Redaktionsschluss in schriftlicher Form vorzuliegen. Wir danken den Inserenten für deren Unterstützung des Heimatvereins und bitten die Kunden um Berücksichtigung bei ihren Einkäufen, Beauftragungen und Besuchen. Layout und Produktion: Schulenberg&Werbung, Solingen, www.schwub.de

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Feststehende Termine 2018 So. 1. April 2018 Heimatverein So. 15. April 2018 Heimatverein 11.00 Uhr Sa. 28. - Mo. 30. April 2018 Freiwillige Feuerwehr LE 6, Gräfrath Mo. 30. April 2018 Heimatverein 17.30 Uhr So. 6. Mai 2018 Heimatverein Do. 10. - So. 13. Mai 2018 Privat Fr. 11. - So. 13. Mai 2018 ARGE/Heimatverein Do. 31. Mai 2018 Kath. Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt So. 3. Juni 2018 Heimatverein Sa. 9. Juni 2018 Grundschule Gerberstraße Sa. 30. Juni 2018 Hahneköppverein Haut Ihn 1929 So. 1. Juli 2018 Heimatverein Sa. 7. Juli 2018 Heimatverein 14.00 Uhr Sa. 28. Juli 2018 Bergische Symphoniker 20.30 Uhr So. 5. August 2018 Heimatverein So. 2. September 2018 Heimatverein 11.00 Uhr So. 2. September 2018 Heimatverein So. 7. Oktober 2018 Heimatverein Fr. 26. Oktober 2018 Heimatverein 19.30 Uhr So. 4. November 2018 Heimatverein Sa. 10. November 2018 ARGE/Heimatverein 17.15 Uhr So. 18. November 2018 Heimatverein 11.00 Uhr So. 2. Dezember 2018 Heimatverein Mo. 31. Dezember 2018 Heimatverein 18.45 Uhr

Gräfrath-Museum * Präsentation der Dauerausstellung "Geschichte der Gräfrather Post" Gräfrath-Museum von 11 - 13 Uhr geöffnet Feuerwehrfest am Brandteich mit Tanz in den Mai am 30. April Maiansingen auf dem Gräfrather Markt Gräfrath-Museum * GartenLeben auf Schloss Grünewald Marktfest auf dem Gräfrather Markt Pfarrfest auf dem Kirchenvorplatz Gräfrath-Museum * Sommerfest auf dem Schulgelände Picknick auf dem Exerzierplatz Gräfrath-Museum * Pöhlschesturnier der Gräfrather Vereine um den Wanderpokal des Heimatvereins Pöhlschesbahn am Brandteich Open-Air-Konzert auf dem Gräfrather Markt - Eintritt frei Gräfrath-Museum * Jazz-Frühschoppen mit "Climax Band Cologne" und Oldtimer Treff auf dem Gräfrather Markt Gräfrath-Museum * Gräfrath-Museum * Gräfrath-Abend im Katholischen Gemeindesaal "Sälchen" Gräfrath-Museum * Martinszug Eugen-Maurer-Haus Gedenkfeier zum Volkstrauertag Friedhofskapelle Parkfriedhof Gräfrath Gräfrath-Museum * Silvester-Rundgang mit dem Nachtwächter Gräfrather Markt

* Gräfrath-Museum geöffnet von 14.00 – 16.00 Uhr, freier Eintritt über den hinteren Eingang Klosterhof. Vorstandsmitglieder sind anwesend und stehen für Fragen und Informationen zur Verfügung. 99


Gräfrather Heimatspiegel Nr. 1/18  

70. Jahrgang - April 2018 Idyllisch und romantisch – durch Gräfrath flanieren. Frohe Ostern und einen guten Start in den Frühling.

Gräfrather Heimatspiegel Nr. 1/18  

70. Jahrgang - April 2018 Idyllisch und romantisch – durch Gräfrath flanieren. Frohe Ostern und einen guten Start in den Frühling.