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Nr. 2 / 69. Jahrgang August 2017

Gräfrather Heimatspiegel

Solingen-Gräfrath e.V.

Totgesagte leben länger. Der Sommer startet jetzt durch.


Inhaltsverzeichnis 03 05 07 11 15 19 21 22 23 25 27 28 31 33 35 36 39 47 49 50 52 54 58 59 61 63 65 66 69 71 75 78 81 84 87 89 90 91 93 94 95

Zum Titelbild: Totgesagte leben länger Mitgliedsbeiträge Maiansingen Präsentation am Kriegerdenkmal Marktfest Kolping-Grillen Infos zur Studienfahrt Einladung zum Jazz-Frühschoppen Einladung zum Volkstrauertag Einladung zum Martinszug Ougenbleck ens! Neue Heimat Gräfrath Gräfrath hilft Bilder aus der Vergangenheit Was tat sich sonst noch so in Gräfrath? AUGEN.BLICKE Zwergenland Jubiläum Das Besondere an Gräfrath (2. Teil) Gräfrath-Museum Kunstmuseum Solingen Katholische Pfarrgemeinde Kirchenchor „St. Katharina“ Solingen-Gräfrath Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath Einladung zum „Tag des offenen Denkmals“ Einladung zum Solinger Festgottesdienst anlässlich des Reformationstages Freunde der Ketzberger Kirche e.V. W4r Stimmen für Ketzberg 170 Jahre Sängerbund Gräfrath 1846 e.V. Freiwillige Feuerwehr Solingen – Löscheinheit 6, Gräfrath Freundeskreis zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr in Gräfrath e.V. St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1590 e.V., Solingen Gräfrath Ballspielverein Gräfrath HSV Solingen-Gräfrath Gräfrather Turn- und Sportverein 1869 e.V. Hahneköppverein „Haut Ihn“ 1929 e.V., Solingen Gräfrath Hahneköppverein – Einladung zum Stiftungsfest Heimatverein Nümmen e.V. Nachruf: Harald Eicker Neue Mitglieder – Verstorbene Mitglieder Geburtstagskinder Impressum Feststehende Termine 2017


Zum Titelbild: Vom Lebenswillen eines Gräfrather Baumes

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Was war geschehen?

Das Sprichwort "Totgesagte leben länger" trifft in hohem Maße auf den Baum am oberen Ende des Abteiwegs in Gräfrath, gegenüber der Wendeschleife, zu. Bei diesem Baum handelt es sich um eine Esche, die seit 1987 als Naturdenkmal festgesetzt ist und auf einem Privatgrundstück steht. Er wurde vermutlich Mitte bis Ausgang des 19. Jahrhunderts auf einem Hügel gepflanzt und kann ein Alter von etwa 300 Jahren erreichen. Einer Legende nach steht dieser einzelne Baum auf dem Grab des Pferdes von Hofrat Dr. Friedrich Hermann de Leuw, der von 1815 bis zu seinem Tode sehr erfolgreich in Gräfrath als Augenarzt praktizierte. Im Frühjahr 2014 war die Aufregung groß, denn der Baum hatte sein Aussehen wesentlich verändert. Sogar die Bezirksvertretung Gräfrath hat sich mit dem Thema beschäftigt.

Es wurde festgestellt, dass der Baum am "Eschen-Triebsterben" erkrankt war. EschenTriebsterben wird hervorgerufen durch einen Pilz aus Ostasien, der über Osteuropa nach Westen eingewandert ist und sowohl im Forst, wie auch bei Stadtbäumen zu dramatischen Ausfällen führt. In Folge der Erkrankung sterben die Bäume vom Kronenschirm zur Innenkrone ab. Auch aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht musste also gehandelt werden, wobei zwei Varianten als Lösung zur Wahl standen. Zur Entscheidung stand die Totalentnahme mit Neupflanzung einer gleichwertigen Baumart aus Geldern der Baumschutzsatzung oder das Abkronen mit Erhaltung eines Rumpfes. Die Eigentümergemeinschaft entschied sich damals in Abstimmung mit den zuständigen Behörden für die letztgenannte Variante. Hierbei handelt es sich um einen Kronensicherungsschnitt in Form einer Kronenteileinkürzung. Die erforderlichen Arbeiten wurden damals fachmännisch ausgeführt und zeigten optisch leider das klägliche Bild des verschandelten Baumes, der aussah, als ob er dem Tode geweiht war. Damals war man bewusst ein Risiko eingegangen, denn es war keinesfalls sicher, dass die durchgeführte Maßnahme zum Erfolg führen und der Baum wieder austreiben würde. Der Eingriff in den Kronenschirm hat als Hygiene-Maßnahme jedoch Erfolg gezeigt – "Operation gelungen". Der Baum wird seine alte Form aber nie wieder erreichen, da ihm die Leitäste mit Nebenästen gekappt bzw. entnommen wurden. Durch Bildung von Ersatztrieben, die aktuell keinen Befall aufweisen (s. Titelfoto) wird er jedoch hoffentlich weiter überleben. Im Zusammenhang mit der Geschichte dieser Esche bewahrheitet sich also das Sprichwort: "Totgesagte leben länger". Wünschen wir dem Baum in diesem Sinne beste Gesundheit für sein hoffentlich noch langes Leben! P.W. Steinheuer 3


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Mitgliedsbeiträge Leider müssen wir uns auch in diesem Heimatspiegel wieder mit dem Thema Beitragszahlungen bzw. Beitragsrückstände beschäftigen. Der größte Teil unserer Mitglieder hat natürlich wieder längst den Jahresbeitrag überwiesen, der ja satzungsgemäß im 1. Quartal fällig ist. Häufig war auch noch eine Spende dabei, worüber wir uns sehr gefreut haben. Von einigen Mitgliedern steht die Zahlung des Beitrages für dieses und manchmal auch das vergangene Jahr noch aus. Wie üblich haben wir im letzten Heimatspiegel des vergangenen Jahres im Zusammenhang mit der Einladung zur Jahreshauptversammlung jedes Mitglied auf die Fälligkeit hingewiesen. Falls Sie zu den „Vergesslichen“ gehören, bitten wir um baldige Überweisung des längst fälligen Mitgliedsbeitrages, damit individuelle Zahlungserinnerungen und der damit verbundene Aufwand vermieden werden! Darüber hinaus könnten Sie auch einmal über die Einrichtung eines Dauerauftrages nachdenken. Die Bankverbindung lautet: Stadt-Sparkasse Solingen IBAN: DE78 3425 0000 0000 4000 10 BIC: SOLSDE33XXX Seit dem 1. Januar 2009 beträgt der Mindestbeitrag 12,00 Euro / Jahr. Der Vorstand

Werde MITGLIED im HEIMATVEREIN SOLINGEN-GRÄFRATH e.V. Der Heimatspiegel wird Ihnen dann 3 x im Jahr kostenlos zugeschickt.

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Maiansingen 200 junge Künstler lassen die Sonne strahlen Die Abläufe sind immer die gleichen: Gegen 17 Uhr treffen immer mehr Kinder auf dem Schulhof an der Gerberstraße ein. Mit Spannung und Ungeduld warten sie auf die St. Georgs Pfadfinder, die wie in jedem Jahr die Strohpuppe gebastelt haben. Und dann setzt sich der Zug in Bewegung, vorneweg die Pfadfinder, dann die Stadtkapelle Solingen und danach Kindergarten, Grundschule, GTSV und Kirchenmäuse.

BERICHTE

Auf dem Markt warten schon etwa 600 dichtgedrängte Besucher, Eltern, und Großeltern, die sich auf ein buntes Programm freuen und das mit Handys, Smartphones oder Kameras festhalten wollen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Heimatvereins, der jedes Jahr am letzten Tag im April das Maiansingen veranstaltet, ist die Bühne endlich frei für die großen Auftritte der kleinen Künstler. Den Auftakt machen Schüler der Grundschule Gerberstraße, die in Kooperation mit der Musikschule da capo ein wahres Trommel-

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Feuer abbrennen. Mit "Flinken Händen und Flinken Füßen" animieren die Jungen und Mädchen des evangelischen Kindergartens die Zuhörer zum Mitmachen. Mit tollen Kostümen als Piraten oder Eisköniginnen begeistern die Tanzgruppen des GTSV das Publikum. Den Abschluss des Programms gestalten die Kirchenmäuse/mäuschen mit ihren fröhlichen und spirituellen Liedern.

Leibe rückt und das Ende der kalten Jahreszeit in hellen Flammen besiegelt. Bei einem solch großartigen Programm will sich auch die Sonne nicht lumpen lassen und schickt ihre warmen Frühlingsstrahlen auf den Gräfrather Markt. Karl Gerd Hankammer Fotos: Regine Jäger-Zimmer

Für den optischen Höhepunkt sorgt die Löscheinheit 6 der Freiwilligen Feuerwehr, die dem Winter in Gestalt der Strohpuppe zu

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Präsentation der Informationstafel und Abschluss der Restaurierungsarbeiten am Kriegerdenkmal in der Gräfrather Heide Am Sonntag, den 7. Mai 2017, hat der Heimatverein die Informationstafel im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie weiteren Gästen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Vorstandsmitglieder des Heimatvereins und Gäste aus Politik und Verwaltung Foto: Andreas Horn, Solinger Tageblatt

Der Text der Informationstafel lautet wie folgt: Kriegerdenkmal zu Ehren der im 1. Weltkrieg (1914 -1918) gefallenen Gräfrather Soldaten. Im ersten Weltkrieg starben 321 Soldaten aus Gräfrath. Viele Jahre engagierten sich Gräfrather Bürger für eine Ehrung der Gefallenen und zwanzig Jahre nach Ende des Krieges wurde dieses Denkmal am 13. März 1938 feierlich eingeweiht. Das von den Gräfrather Initiatoren in Auftrag gegebene und den Architekten Engstfeld und Straukies erbaute Denkmal besteht aus zwei Teilen: Einer zurückversetzten Mauer mit den eingemeißelten Namen der gestorbenen 321 Gräfrather Soldaten und einem anschließenden massiven Kubus. Hierauf wurden über Eck von dem Düsseldorfer Bildhauer Walter Schmieg die

Reliefs von drei Soldaten dargestellt, deren Gesichter und Haltung nicht die in der damaligen Zeit des Nationalsozialismus vorherrschende Heldenverehrung und Martialisierung von Soldaten, eher Erschöpfung und Leid, zeigen. Die Absicht, die die Gräfrather Initiatoren mit dieser Gedenkstätte verfolgten, wird durch den folgenden Satz ihres Sprechers anlässlich der Einweihungsfeier deutlich: „Unser Denkmal holt uns unsere Gefallenen heim. Die Gedenktafeln nennen ihre Namen, und es ist uns, als ob sie nun bei uns auf dem Friedhof der Heimat ruhten.“ Der Heimatverein Solingen-Gräfrath will die Erinnerung an die im 1. Weltkrieg getöteten Gräfrather Soldaten aufrecht erhalten 11


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und hat sich daher für die durchgeführte Restaurierung des Kriegerdenkmals eingesetzt und sich finanziell beteiligt. Wir bedanken uns bei der Stadt Solingen für die Sanierung des Mauerwerks und für die Spenden Gräfrather Bürger und der Bezirksvertretung Gräfrath, die es dem Heimatverein ermöglichten, die Auffrischung der Inschriften auf den Namenstafeln, die Neugestaltung der Zuwegung sowie diese Informationstafel zu finanzieren. Mit der Präsentation der Informationstafel wurden die Restaurierungsarbeiten, über die der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins, Peter Wilhelm Steinheuer, die Anwesenden eingehend informierte, abgeschlossen. Das Ehrenmal befindet sich jetzt in einem vorzeigbaren und der Bedeutung angemessen Zustand. Die Aufgabe für die Zukunft besteht dar-

in, diesen Zustand zu erhalten und die gesamte Anlage so zu pflegen, dass sie nicht wieder vom Verfall bedroht ist. Erfreulicherweise hat sich von Anfang an Herr Jürgen Kaiser, Mitglied des Heimatvereins und früher Mitglied der Bezirksvertretung Gräfrath, jetzt Mitglied des Rates der Stadt Solingen, bereit erklärt, sich an der Pflege der Außenanlagen an dem Ehrenmal zu beteiligen. Er hatte die Idee, durch seine Kontakte zur früheren Hauptschule und jetzigen Sekundarschule Central eine Klasse dieser Schule für die Mitarbeit an dieser Aufgabe zu gewinnen. Diese Idee ist jetzt dank seiner Initiative soweit gereift, dass eine Klasse der Sekundarschule Central die erforderlichen Pflegearbeiten übernimmt und der Heimatverein hierfür das benötigte Material zur Verfügung stellt. Außerdem wird das mit dem Ehrenmal verbundene Thema im Unterricht dieser Klasse behandelt und vertieft. Wir finden, das ist ein sehr lobenswerter Einsatz für den wir uns bedanken und zur Nachahmung empfehlen! Die gesamte Restaurierung des Ehrenmals wäre ohne die Unterstützung der Stadt Solingen und der Bezirksvertretung Gräfrath sowie die Geldspenden unserer Mitglieder nicht möglich gewesen. Deswegen möchten wir uns für dieses großartige Engagement auch auf diesem Wege ganz herzlich bedanken!

Teilansicht des Ehrenmals nach der abgeschlossenen Renovierung

P.W. Steinheuer 13


SIE FINDEN UNS BEI FACEBOOK UNTER: „Heimatverein Solingen-Gräfrath e.V.“

Wuppertaler Straße 195 42653 Solingen (Gräfrath) Telefon (0212) 64 23 41 99

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Das Marktfest 2017 – eine Nachlese Am zweiten Wochenende im Mai war’s mal wieder soweit. Das 41. Marktfest warf seine Schatten auf den sonnigen Marktplatz in Gräfrath. Auch wenn es diesmal keinen runden Geburtstag zu zelebrieren gab, standen die Gräfrather Vereine bei den Vorbereitungen zusammen. Ob der Aufbau der Stände, das Schmücken des Platzes, der Einkauf aller notwendigen Gegenstände von der Bratwurst bis zum Weißbrot, vom Bier bis zum Sekt für die Erdbeerbowle, von so etwas Profanem wie Servietten, Pommes-Tüten bis zum Kunststoffsektglas. All das klappt nur, wenn jeder der 13 Vereine seine Mitglieder schickt und damit aktiv am Gelingen teilnimmt. Der Dank für diese außerordentliche Leistung gilt somit im Besonderen den rund 300 mitwirkenden Aktiven der Vereine, dem ARGE-Vorstand, Nachbarn und selbstverständlich auch denjenigen, die eher versteckt hinter den Kulissen zum Gelingen des Marktfestes beigetragen haben. Zum Verlauf Am Freitag gegen 19.00 Uhr ging’s dann traditionsgemäß durch den Fassanstich mit der Eröffnung der Feststrecke durch

Oberbürgermeister Kurzbach eröffnet das Marktfest

den Oberbürgermeister Tim Kurzbach los. Er begrüßte die anwesenden Besucher, die Organisatoren - stellvertretend für alle Dragan Denic - als Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft und übergibt nach der Danksagung und besten Wünschen das Festzepter an Willy Weber, der in diesem Jahr zum letzten Mal durchs Festprogramm führte. Sein Nachfolger, Tobias Kollig, war auch da und beide haben einen wirklich guten „Job“ gemacht. Apropos Festprogramm: Wie in den vergangenen Jahren auch, begann ein buntes Programm mit Musik von DJ Jansen am Freitagabend, am Samstag mit „Em Brass“ und der „Kick Band“ und am Sonntag, nach dem gemeinsamen Gottesdienst auf dem Festplatz am Morgen, „Mankhauser Musikanten“, „Mearbhall“ (eine irische Band) und „Be prepared“. Kinderschminken an beiden Tagen, von den GTSV-Mädels durchgeführt, und nicht zuletzt Clown Willy, der seit 10 Jahren an beiden Tagen die Kinderaugen leuchten lässt. Ausklang am Sonntag war dann gegen 21.00 Uhr. Das folgende spricht für sich und den Erfolg auch des diesjährigen Marktfestes: In

Der Oberbürgermeister beim Fassanstich 15


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und aus den Fritteusen sprangen diverse kg Pommes, ebenfalls eine große Menge Würste ergaben sich in ihr Schicksal als Brat- oder Currywurst zu enden, Kesselgulasch und Spießbraten fanden viele Abnehmer, der Lachs schwamm scheibchenweise auf die Brötchen, nicht zu vergessen die Reibekuchengrundlage, die teils mit politisch-prominenter Hilfe ein Ölbad nahmen, etliche Hektoliter Bier, etwas weniger Erdbeerbowle, liefen neben Wasser, Cola, Sprite und natürlich der allseits beliebten Froschbowle die durstigen Kehlen herunter. Das DRK, die Polizei und auch der vereinsorganisierte Ordnungsdienst mussten positiver Weise nicht negativ einschreiten – alles blieb ruhig, gelassen und erfreute sich am Fest und dem guten Wetter. Mit Fug und Recht kann mal wieder dank der vielen Besucher und Besucherinnen an den drei Festtagen von einem Fest der Superlative gesprochen werden. Weiter so, das NACH dem 41. Marktfest ist VOR dem 42. Marktfest. Neben der Routine, wie sie sich sicherlich nach 41 Jahren einschleicht, kann auch auf einige Veränderungen beim diesjährigen Marktfestes zurückgeblickt werden. Die Musikanlage wurde für den Marktplatz optimiert, so dass Musik-, wie auch die Wortdarbietungen überall auf dem Marktplatz besser zu verstehen waren. Erstmalig haben wir ein Transportfahrzeug mit Hebebühne angemietet. Eine echte Erleichterung für das gesamte Team. Wir freuen uns auf das kommende

42. Marktfest!!!!!!!! Eberhard Stein

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Kolping-Grillen Mitgliedsbeiträge Sonne + Grill = +40 Grad Donnerstag 22. Juni 2017, 16.00 Uhr, der heißeste Tag in diesem Jahr mit gut 32 Grad Celsius – Strandbad-Verlangen. Aber wir hatten der Heimstatt Kolping für diesen Nachmittag ein gemeinsames Grillfest versprochen, und als wir eintrafen, warteten die 27 Bewohner schon gespannt auf unser Erscheinen. Die Tische waren bereits einladend gedeckt und Zelt und Markise sollten ein wenig die Sonnenstrahlen abhalten, doch darunter staute sich die Hitze. Unser Heimatvereins-Team mit Grillmeister Friedrich an der Spitze trotzte den hochsommerlichen Temperaturen. Und so konnten delikate Mettbrötchen, reichlich mit Zwiebeln belegt, serviert werden, die dankbare Abnehmer fanden. Zum Hauptgang gab es Bratwürste, Fleischkäse und Pommes. An diesem heißen Tag waren natürlich jede Menge Getränke, allen voran Cola, kalt begehrt. Dieser Grillnachmittag gehört zu unseren Lieblingsaktivitäten. Mittlerweile

kennt man sich gut, und so klappte auch die Kommunikation mit Vanessa, Peter, Albert und den anderen sehr gut. Am Ende des Grillnachmittags wurden wir mit viel Applaus und Dank verabschiedet, und es wurde detailliert nach dem nächsten Termin gefragt. Natürlich wird der im Juni 2018 kommen, dann hoffen wir auf eine ähnlich gelungene Feier und ein paar Hitzegrade weniger. Karl Gerd Hankammer

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Die unendliche Geschichte Studienfahrt Informationen zur Studienfahrt nach Bad Neuenahr-Ahrweiler am Samstag, den 16. September 2017 Dank zahlreicher Anmeldungen sind nur noch zwei Restplätze für unsere diesjährige Studienfahrt in das Ahrtal nach Bad Neuenahr-Ahrweiler frei. Wer noch mitfahren möchte, sollte sich möglichst kurzfristig mit unserem Schatzmeister Harald Engels (Tel. 0212/593277, harald.engels.he@t-online.de) in Verbindung setzen. Die Teilnahme kostet 20,00 Euro pro Person für Mitglieder. Vorab schon ein paar Einzelheiten zum Programm unserer Studienfahrt: Wir treffen uns kurz vor 9.00 Uhr auf dem Parkplatz am Brandteich und fahren pünktlich um 9.00 Uhr ab in Richtung Bad Neuenahr. Dort steht ausreichend Zeit für einen Bummel durch den schönen Kurort zur Verfügung und für das Mittagessen sind Plätze im Neuenahrer Brauhaus reserviert. Nach dem Mittagessen fahren wir mit dem Bus nach Ahrweiler, wo wir zu einer ca. einstündigen Stadtführung starten und anschließend noch Gelegenheit besteht, die Stadt der alten Römer auf eigene Faust zu er-

nahr e u e N Bad eiler Ahrw

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kunden. Für 16.30 Uhr ist eine Führung durch die Dokumentationsstätte Regierungsbunker geplant und anschließend werden wir in Ahrweiler zum Abendessen einkehren. Die Heimfahrt ist so geplant, dass wir ca. 22.00 Uhr wieder am Parkplatz Brandteich in Gräfrath eintreffen. Wir sehen uns auf der Studienfahrt des Heimatvereins bei guter Laune und hoffentlich schönem Wetter!

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EINLADUNGEN

Jazz – Frühschoppen Sonntag, 03. September 2017 auf dem Gräfrather Marktplatz Ab 11.00 Uhr spielt die Jazz-Band

„Climax“ Freunde des Heimatvereins stellen ihre Oldtimer zur Besichtigung bereit. Am Infostand des Heimatvereines können u. a. das Gräfrath-Poster, Autoaufkleber, geprägte Karten und Zöppker gekauft werden. Der Heimatverein Solingen-Gräfrath freut sich auf Ihren Besuch.

Gedenkfeier zum Volkstrauertag Sonntag, 12. November 2017, um 11.00 Uhr in der Kapelle des Parkfriedhofes in Gräfrath. Der Heimatverein Solingen-Gräfrath richtet diese Gedenkfeier aus. Sie ist, dank der großen Unterstützung und Anteilnahme der Gräfrather Bevölkerung und Vereine, ein würdiger Rahmen für das Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege und der gegenwärtigen Kriegs- und Gewaltgeschehen. 22


EINLADUNG ZUM MARTINSZUG Der Heimatverein und die ARGE Gräfrather Vereine laden auch dieses Jahr wieder zum großen Martinszug durch die Straßen und Gassen von Gräfrath ein.

Datum: Treffpunkt: Abmarsch: Zugweg:

10. November 2017 vor dem Eugen-Maurer-Haus 17.15 Uhr Schulstraße, Wuppertaler Straße, In der Freiheit, Garnisonstraße (mit Ausgabe der Weckmänner) und Brandteich.

Am Brandteich erwartet ein großes Martinsfeuer die Zugteilnehmer. Vor dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr wird die Geschichte des heiligen St. Martins vorgeführt. Selbstgebastelte Laternen sind gern gesehen, Fackeln mit offenem Feuer sind untersagt! Wir freuen uns auf den Besuch der vielen kleinen Gäste und natürlich auch auf deren Begleitung. Der Vorstand

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Ougenbleck ens! Seït dem Früöhjohr hät et jo alt döckes en paar schön Dag met völl Sonneschinn gegewen. On wenn men dann ongerweges es, kömmt der üöwerall su nen leckren Rouk en de Nas. Ja, ganz Grewert es am Grellen. Off elektresch, met Gas udder op aul Art, met Houltkohlen, et es en reihte Grellmanie utgebroken. Schön es doch hie derbeï, wenn men sech äs Famillegenvader ouch ens öm et Eten kömmern kann. En herrlech Gefüöhl, wenn de dann et Fleïsch on de Wüörschker op dem Grell erömdrehen darfß. Doch geïht men dem Glöck ens op der Grongk, dann süht de Sake meïstens en betschen angersch ut: Der Krom für et Grellvergnügen geilt men jo noch tesamen en, äwwer dann sind doch wiëder us Fraulütt dranen. Se maken all dat, wat su newenbeï noch nüdeg es, allerhangk Schlotgedüöns, schleppen de Teller on de Gläser beï de Bahn on stellen et Fleïsch dem Husheer an den Grell. De wardt do alt ogedöüleg met nem Glas Bier en der Hangk. On wenn de ganze Kürmel verbeï es, kömmt die Frog, wer affrümmt on noch spüölen deït? Es egal, Houptsake et hät allen geschmackt on ouch Spass gemackt. Bluß eïnt geïht meïstens dernewer, et Rudelgrellen, wenn jiëder jet metbrengen sall. Nöülech hadden wer fouf Wüörschker on nünn Denger Mostert. Na dann, bes dohen. Üren Welm

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Neue Heimat Gräfrath Ich möchte ein neues Mitglied des Heimatvereins vorstellen: Khalid Alheeti hat sich als erster Gräfrather Neubürger unserem Verein angeschlossen. Ich habe ihn zum ersten Mal im Eugen- M aurer-Ha us getroffen, als wir im Dezember 2015 den Versuch unternahmen, einen Deutschkurs für irakische und syrische Flüchtlinge zu starten. Khalid nahm an den ersten Unterrichtsstunden teil, er war interessiert und engagiert, aber es wurde schnell klar, dass sein Lerntempo überdurchschnittlich war, und er sich nach anderen Sprachkursen umsehen musste. Khalid wurde 1991 im südirakischen Basra geboren. Im Zuge der Arabisierung des von Kurden dominierten Nordiraks durch Präsident Saddam Hussein wurde seine Familie nach Kirkuk umgesiedelt, wo sein Vater für den staatlichen Ölkonzern arbeitete. Khalid machte nach 12 Jahren Schule sein Abitur und erlangte den Hochschulgrad Bachelor als Klima-Ingenieur, konnte diesen Beruf aber nicht ausüben. Er leitete die Installation von Überwachungskameras für eine IT-Firma und ein Einkaufszentrum. Nach einem terroristischen Anschlag auf dieses Zentrum mit vielen Toten wurden die Angreifer von kurdischen Peshmerga getötet, die die militärische Kontrolle übernahmen. Nun geriet Khalid zwischen die Mühlsteine der mörderischen Auseinandersetzungen zwischen IS, Kurden und Irakern. Er wurde festgenommen, verhört, beleidigt und geschlagen wegen mutmaßlicher Unterstützung der Terroristen. Nach der Freilassung verlor er seinen Arbeitsplatz, wurde erneut verhaftet und als ungeliebter Sunnit im kurdischen Kontrollgebiet bedroht und isoliert. Auf der Suche nach persönlicher Sicherheit und Frieden entschied er sich zur Flucht über die

Türkei, den Balkan, Österreich bis nach Bayern. Nach einem Monat Aufenthalt in Bochum kam er ins Eugen-Maurer-Haus. Aus eigener Initiative bemühte er sich um Sprachkurse von verschiedenen Lernzentren, und er machte große Fortschritte im Spracherwerb, was durch Zertifikate auf unterschiedlichem Niveau belegt ist. Mittlerweile spricht er sehr gut Deutsch und lernt an der Düsseldorfer Uni für das Zertifikat für den anspruchsvollen C1-Abschluss, der Ausländern den Zugang zum Studium an deutschen Hochschulen ermöglicht. Khalid möchte ein Studium zum Ingenieur für erneuerbare Energien mit Master-Abschluss absolvieren. Ein erfolgreicher Abschluss wäre sehr wünschenswert, nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für unser Land auf der Suche nach Technikern und Ingenieuren. Im Oktober 2016 erfolgte die Anhörung für seinen Asylantrag, der im April 2017 die Aufenthaltserlaubnis für zunächst 1 Jahr folgte. Khalid würde sehr gern in Deutschland bleiben, und er tut sehr viel um sich in seine neue Heimat erfolgreich zu integrieren. Er hat Arbeitserfahrung im Praktikum erworben, seine Hobbys sind Lesen und Fußball - er wird sich dem BV Gräfrath erneut anschließen. Er hat beim Aufbau zum Marktfest mit angepackt, und er hilft dem Libelle-Team und anderen Flüchtlingen. Er liebt Gräfrath und fühlt sich in seinem neuen Zuhause in der Zwingli-Straße wohl. Er sucht Kontakt zu den Gräfrathern und möchte ihnen etwas zurückgeben für ihre Unterstützung. Auch deshalb ist er Mitglied im Heimatverein geworden. Ich habe große Achtung vor der Einstellung und dem Einsatz dieses 26jährigen Irakers und Gräfrather Neubürgers, der ein Beweis dafür ist, dass Integration gelingen kann, wenn beide Seiten aufeinander zu gehen. Karl Gerd Hankammer 27


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Gräfrath hilft

Auch diesmal können wir wieder auf einige ereignisreiche Monate zurückblicken. Noch immer werden Kleiderkammer und die Ausgabe von Haushaltsgeräten und -gegenständen gerne und intensiv von unseren Schützlingen genutzt. Dabei weisen wir noch einmal darauf hin, dass sich "Gräfrath hilft" keineswegs als Flüchtlingsinitiative versteht. Alle Menschen, die in Not sind, sind bei uns willkommen. Nachgelassen hat der Run auf Möbel.

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In einer beispiellosen Leistung ist es der Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Initiativen gelungen, fast alle Menschen in Wohnungen unterzubringen und bei der Einrichtung zu unterstützen. Unsere Schützlinge haben sich aber auch revanchiert. So hat eine größere Gruppe von jungen Männern kräftig beim Aufbau zum Marktfest mitgearbeitet. Außerdem haben drei unserer weiblichen Schützlinge samstags an den Ständen mitgeholfen. Zwei am großen Essensstand, eine am Weinstand von "Grün Weiß". Unser Eindruck war, dass es ihnen Spaß gemacht hat. Ist doch der Kontakt zur Bevölkerung durch die Sprachbarriere ebenso schwierig, wie generell wichtig! Aber nach wie vor tragen unsere neuen Nachbarn große Sorgen auf ihren Schultern.   Nicht nur die Angst, was mit den Familienangehörigen in der Heimat geschieht,


ist eine große Belastung. Im Frühjahr ist nun auch noch eine Welle von abgelehnten Asylanträgen über die Menschen hereingebrochen. Unter den fadenscheinigsten Vorwänden verweigert das Bundesamt für Migration den Schutz und fordert sie zur Rückkehr in die Heimat auf. So hat "Gräfrath hilft" im April auch eine große Podiumsdiskussion in der Stadtbibliothek organisiert. Moderiert von Reinhard Burski diskutierten die Bundes- oder Landtagskandidaten der Solingen Fraktionen über das Thema "Afghanistan – ein sicheres Land?" Uli Preuss hielt einen bewegenden Einführungsvortrag. Mehr als 130 Zuschauer beteiligten sich rege an der Diskussion.   Anlässlich des Besuches von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel erhielten wir dann die Gelegenheit, ein kurzes Gespräch über das Thema "Afghanistan bzw. über Abschiebungen" mit Herrn Gabriel zu führen.   Ich möchte es mal folgendermaßen zusammenfassen. Wir waren in der Sache unterschiedlicher Meinung.   Fairerweise muss aber anerkannt werden, dass der Bundesaußenminister die Dinge sicherlich unter einem anderen Blickwinkel betrachten muss als der Vertreter einer Flüchtlingsinitiative.   Durch Kooperation mit einem größeren Solinger Zeitarbeitsunternehmen, haben wir jetzt die Möglichkeit, Menschen in Arbeit zu verbringen. Dabei wurde mit dem Unternehmen eine klare Verein-

barung geschlossen. Wir begleiten die Menschen auf ihren ersten Schritten ins Arbeitsleben. Sollten Probleme entstehen, werden wir von dem Unternehmen sofort informiert, so dass wir eingreifen können. Auch hat sich das Unternehmen verpflichtet, uns Auskunft über die Bewertung der Mitarbeiter zu geben. (Wenn diese damit einverstanden sind natürlich). Die Kooperation steht noch ganz am Anfang, lässt sich aber hervorragend an.   Auch hat uns ein bekannter Gräfrather Dachdeckermeister angesprochen, der einem jungen Flüchtling die Chance einer Ausbildung geben möchte. Hier suchen wir noch!      Wie geht es weiter? Wir werden auch in Zukunft alle Kraft einbringen, um Menschen in unserem Lande Schutz und Sicherheit zu geben. Integration ist immer eine schwierige Sache, aber wir sind auf einem guten Weg.   Reinhard Burski

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Bilder der Vergangenheit Unser Mitglied Toni Zigman hat uns das Klassenfoto des 1. Schuljahres 1953 der kath. Volksschule Gerberstraße zur Verfügung gestellt.

Obere Reihe: Lehrerin Gerta Finkeldey, Hans Jürgen Patten, Manfred Bruchhaus, Christel Tillmanns, Brigitte Kofler, Helmi Lütgens, Irene Knoche, Karl Gerd Hankammer, Theo Keull Mittlere Reihe: Hans Peter Steingaß, Hermann Josef Jacobs, ?, Christel Dick, Sibylle Vogt, Roswita Seifert, Brigitte Conen, Christa Leißmann, Klaus Rainer Behrend, Ulrich Brüne Untere Reihe: Franz Josef de Witt, Franz Josef Wild, Ilona Beer, Christa Ohliger, Leni Jacob, Bernd Stommel, Toni Zigman

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Was Mitgliedsbeiträge tat sich sonst noch so in Gräfrath? Schulfest

Am 6. Mai fand bei bestem Wetter das Schulfest an der Grundschule Gerberstraße statt. In den Nachmittagsstunden vergnügten sich die Schüler, aber auch die Eltern und Großeltern an den unterschiedlichsten „Stationen“. Es wurde gespielt, gestaunt, gegessen und getrunken. Ein voller Erfolg.

Garten- und Blumentage

Samstag, den 6. und Sonntag, den 7. Mai veranstaltete die Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. jeweils von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr den Botanischen Garten- und Blumentag und freute sich bei sonnigem Wetter über zahlreiche Besucherinnen und Besucher. Es wurde wieder ein großes musikalisches Rahmenprogramm geboten.

GartenLeben

Vom 25. bis 28. Mai kamen erneut sehr viele Besucher zum GartenLeben auf Schloss Grünewald. Mehr als 130 Aussteller präsentierten Blumen, Kräuter, Kunsthandwerk, Kleidung, Gartenequipment und feinste Leckereien. Die Besucher aus nah und fern nutzten diese Tage zum Einkaufen, Verweilen und um sich kulinarisch verwöhnen zu lassen.

Museumfest

Auf dem Museumsfest am 11. Juni konnten die Besucherinnen und Besucher neben authentischen Kulissen und Gewändern auch Einblicke in typischen Berufe, Speisen, Unterhaltungsveranstaltungen oder kriegerische Auseinandersetzungen bekommen.

Übernahme „Physiotherapie am Vogelsang“

Stefan Helms übernahm die Praxis für Physiotherapie an der Focher Straße 88 von Hannah Fastenrath. Mehr erfahren Sie unter www.physiotherapieinsolingen.de. Andreas Vesper  

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Die unendliche Geschichte AUGEN.BLICKE

225 Jahre DR. Friedrich Hermann de Leuw Am vergangenen KULTUR MORGEN SOLINGEN, am 2. April diesen Jahres, hatten die Gräfrather Künstler an den berühmten Augenarzt Dr. Friedrich Hermann de Leuw erinnert, dessen Geburtstag sich am 1. August zum 225. mal jährt. Am 6. Juli wurde dazu noch eine Ausstellung in der Partnerschaftsgesellschaft Dr. Ganns, Heinekamp und Heibges in SG-Gräfrath eröffnet und nochmals die verschiedenen Werke der beteiligten Künstler gezeigt, um an diesen besonderen Augenarzt zu erinnern. Bei der Installation AUGEN.BLICKE, die sich am KULTUR MORGEN durch den gesamten historischen Ortskern ausdehnte, waren viele Gräfrather Bürger beteiligt.

Genau 225 ihrer Augenpaare, je 5 x auf Klebefolie gedruckt, waren auf die vielen Treppenstufen im Ortskern geklebt. Die Installation begann am Wohnhaus von de Leuw und führte durch die Freiheit zum historischen Marktplatz und die Klostertreppe hinauf zum GräfrathMuseum. Eine Woche hatten die Besucher Gelegenheit ihre Augen wieder zu entdecken oder Nachbarn zu erkennen. Das war eine große Freude und hat viel positive Resonanz ausgelöst. Ob Bildhauer, Maler oder Kalligraphin, alle hatten durch Ihre innovativen Werke in ihren geöffneten Ateliers die Aufmerksamkeit auf Dr. Friedrich Hermann de Leuw lenken können. Mit dabei waren Moritz Albert, Dirk Balke, Doro Barnewitz, Heike Buschkotte-Leichsenring, Sabine Danielzig, Petra Flachsenberg, Christina Koester, Gerhard Lauster, Boris von Reibnitz, Ulrich Staudenmeier, Carsten Weck.   Durch 5 verschiedene Informationstexte, die im Dorf verteilt angebracht waren, wurde den Besuchern des KULTUR MORGENs, das Leben von Dr. Friedrich Hermann de Leuw erläutert. Das Gräfrath-Museum, das durch den Heimatverein betreut wird, trug auch durch seine zusätzlichen Öffnungszeiten zum Erfolg der Veranstaltung bei.   Zur gesamten Aktion gibt es inzwischen einen Katalog, der die Werke und Installationen dokumentiert. Für eine Schutzgebühr von 5,- € ist er in der Galerie ART-ECK, am historischen Marktplatz von Gräfrath zu bekommen.    Mit herzlichen Grüßen, Dirk Balke Galerie ART-ECK Solingen 35


um Zwergenland Jubilä

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Zwergenland Jubiläum Wer kennt ihn nicht, den beschaulichen Kindergarten Zwergenland in Gräfraths idyllischer Peripherie? Im Flockertsholz – zwischen Pferdestall und Waldrand, etwas versteckt vielleicht – treiben nunmehr seit 20 Jahren die „Zwerge“ ihr Unwesen. Den Wald, wo sie regelmäßig in ihrer Außenstation – dem „Waldcamp“ – vorzufinden sind, haben sie bereits für sich erobert. Aber wenn im Winter der Schnee zum Schlittenfahren einlädt, machen sie auch vor der Pferdekoppel nicht halt. Insgesamt gibt es die Elterninitiative schon wesentlich länger, allerdings musste sie vor 20 Jahren aus ihrer ersten Bleibe in Solingen-Wald ausziehen und ist somit zu einer Gräfrather Institution geworden. Ein echter Glücksfall, wenn man sieht, wie das naturnahe Konzept der Einrichtung hier aufblühen kann. So fanden auch die engagierten Erzieherinnen Annette, Patrizia und Steffi sowie die 23 glücklichen Kinder des Zwergenlandes, dass das diesjährige Ortsjubiläum Grund zum Feiern gibt, und haben daher am 10. Juni ein schönes, buntes und fröhliches Fest veranstaltet. Zu Beginn haben die Kinder artig ihre eigene Interpretation des Dschungelbuchs aufgeführt, inklusive planmäßiger Gitarrenbegleitung des erzieherischen Neuzugangs Georg sowie unplanmäßiger Durchquerung der Naturbühne von Fahrradfahren und Reitern. Danach strömten die Kinder zunächst zum Süßigkeitenkiosk, welcher von ehemaligen Zwergenlandkindern betrieben wurde, dann zum Entenangeln und verteilten sich schließlich zwischen der Hüpfburg und dem reichen Spieleangebot. Die meisten Eltern zog es wahlweise zum Grill-, Kuchen-, oder Getränkestand. Das schöne Wetter und die schwungvolle Musik von „son

de la goutte“ machten derweil das liebevolle Setting perfekt. Dank des Engagements und der guten Zusammenarbeit sowohl der Erzieherinnen, als auch der Eltern ist es ein schönes und fröhliches – den Charakter des Kindergartens wunderbar wiederspiegelndes – Fest geworden. Dank der großzügigen Unterstützungen in Form von Geld- und Sachspenden einiger, überwiegend lokaler Betriebe, hat die Elterninitiative außerdem noch einiges an dem Fest verdient, was im kommenden Kindergartenjahr zum Wohle der Zwerge investiert wird. Das Zwergenland steht Interessenten natürlich nicht nur alle 20 Jahre, sondern jederzeit offen! (Dafür am besten unter http://www.z wergenland-solingen.de informieren und einen Termin ausmachen).

Mogli und Balu der Bär

Party-Idyll im Flockertholz 37


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BERICHTE

Das Besondere an Gräfrath (Teil 2) Anlässlich des Neujahrsempfangs der Bezirksvertretung Gräfrath am 15. Januar 2017 im Kunstmuseum Solingen hat der Leiter des Stadtarchivs, Herr Ralf Rogge, einen von den Anwesenden mit großem Interesse verfolgten Vortrag über „Das Besondere an Gräfrath“ gehalten. Herr Rogge hat uns freundlicherweise den Text des Vortrages zur Verfügung gestellt, den wir in zwei Teilen im Heimatspiegel veröffentlichen. (Teil 1 im Heimatspiegel 1/2017) Während Solingen sein Potential zur Urbanisierung in der Phase der Frühindustrialisierung nutzte – erkennbar am Zuzug von Kaufleuten in die Stadt, der Ansiedlung von Luxushandwerk und der Errichtung von höheren Bildungseinrichtungen – ging diese Entwicklung an Gräfrath vollkommen vorüber. Gräfrath geriet im Vergleich zu Solingen in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts auf dem Weg in die Moderne merklich ins Hintertreffen. Dass die alte „Freiheit“ Gräfrath nicht in vollkommener Bedeutungslosigkeit versank, verdankte sie einem Mann, dessen 225. Geburtstag (1. August 1792) in diesem Jahr gewürdigt werden kann: dem Augenarzt Friedrich Hermann de Leuw. Sein internationaler Ruf führte Patienten aus ganz Europa nach Gräfrath. Von diesem Krankentourismus lebte zwischen 1830 und 1861 mehr oder weniger die ganze ehemalige „Freiheit“. Als de Leuw 1861 starb, endete das Kapitel „Kurbad“ Gräfrath abrupt. Wegen der Orientierung auf Dr. de Leuw verpasste Gräfrath ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die beginnende Industrialisierung. In Solingen, Dorp, Ohligs und Wald entstanden moderne Produktionsstätten, die Orte wuchsen, die sozialen Verhältnisse gestalteten sich um. An Gräfrath ging diese Entwicklung zum modernen Industriezeitalter zunächst vorbei (wie auch in Höhscheid). Ein Kennzeichen der industriellen Revolution in Deutschland ist die massenhafte Zuwanderung in die industriellen und gewerblichen Zentren. Ein

Blick in die Volkszählung von 1880 zeigt, dass Gräfrath von diesem sozialen Phänomen bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht berührt worden war: 63% der Gräfrather Bevölkerung waren in Gräfrath geboren, weitere 18% im Kreise Solingen. Nur 16% der Einwohner kamen aus anderen Orten der Rheinprovinz (z.B. aus den Nachbarorten Haan und Vohwinkel), lediglich 3% der in Gräfrath lebenden Personen waren im Jahre 1880 außerhalb der preußischen Rheinprovinz geboren - und von dieser Zahl muss man möglicherweise die Soldaten in der Kaserne noch abziehen. Die überaus hohe Bodenständigkeit der Gräfrather Bevölkerung lässt nur einen Schluss zu: Die biedermeierliche Kleinstadt schien in den Dornröschenschlaf gefallen zu sein. Das verspätete Entstehen einer modernen Industrie beschränkte sich in Gräfrath zunächst auf die Außenbezirke. Anknüpfend an die lange handwerkliche Tradition der Weber und mit Blick auf die Textilregion Elberfeld eröffnete Ernst Niepmann am Piepersberg an der Grenze nach Vohwinkel erst in den späten 1870er Jahren eine Seidenweberei mit mechanischen Webstühlen. Zu Beginn der 1890er Jahre waren in der Fa. Niepmann über 200 Arbeiter beschäftigt, davon mehr als die Hälfte Frauen. Die Seidenweberei war zu diesem Zeitpunkt das größte Gräfrather Unternehmen. Die zwei weiteren größeren Betriebe Gräfraths gehörten zur Metallindustrie, waren um 1880 gegründet worden und lagen an der Foche – die Stahlwarenfabrik Gottlieb Hammesfahr und die Gesenkschmiede F. W. Rauh. In den nächsten Jahrzehnten wuchsen diese beiden Firmen kontinuierlich, weitere Betriebe siedelten sich an der Focher Straße an. Die Fabriken brauchten Arbeitskräfte, die neuen Arbeiter Wohnungen. Im Jahre 1880 lebten im Bereich der alten Freiheit noch 30% aller Gräfrather Einwohner. Am Central waren 39


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es hingegen nur 2%. 25 Jahre später (1905) waren im alten Kern 25% der Gesamtbevölkerung Gräfraths wohnhaft - am Central aber nunmehr schon 16%. Mit den umliegenden Hofschaften zusammen lebten in der unmittelbaren Nähe des neuen industriellen Kerns nun mehr Menschen als in der alten Freiheit selbst. Der Central „drohte“ – obwohl am Rande des Stadtgebiets gelegen - immer mehr zum eigentlichen Zentrum Gräfraths zu werden. Ein Eisenbahnanschluss bedeutete für viele Orte – z.B. Ohligs und Wald – die Initialzündung für eine stürmische Entwicklung. In Gräfrath hingegen brachte der Bau der Korkenzieherbahn und des Bahnhofes 1887 keinen solchen Impuls hervor. In der Hoffnung, die industrielle Entwicklung näher an das alte Gräfrath heranzubringen, wagte die Stadt 1891 eine kommunale Investition in die Infrastruktur. Es baute sein eigenes Gaswerk an der Nümmener Straße in der Nähe des Bahnhofs. Der gewünschte Erfolg blieb aber zunächst aus. Diese strukturellen Probleme ließen bei dem seit 1876 die Verwaltung leitenden Bürgermeister Friedrich Kürten zum Ende seiner Amtszeit 1899 den Gedanken aufkommen, die Schwäche Gräfraths durch eine Städtevereinigung mit den benachbarten Städten zu kurieren. Er fand mit diesem Vorschlag aber sehr wenig Gegenliebe, weder in Gräfrath noch in den Nachbarstädten. Mit einem „armen Schlucker“ wollte sich niemand zusammentun. (Dies musste auch Höhscheid einsehen, das ähnliche Pläne verfolgte). Nachfolger Kürtens im Amt des Gräfrather Bürgermeister wurde 1900 der 37-jährige Bernhard Bartlau. Zum Zeitpunkt seiner Wahl war er Sekretär bei der Kreisverwaltung in Solingen. Im Unterschied zu seinem Vorgänger beschritt Bartlau angesichts der Strukturprobleme Gräfraths den entgegengesetzten Weg. Er wollte nicht die Städtevereinigung als Lösung, sondern trieb die Urbanisierung

Gräfraths durch infrastrukturelle Maßnahmen voran. Zur ersten großen kommunalen Investition in der Ära Bartlau wurde die 1905 in Betrieb genommene eigene Wasserversorgung. Seit dem Jahre 1892 wurden einzelne Teile des Gräfrather Gemeindegebietes mit Wasser aus der Walder Wasserleitung versorgt. Die Anwohner des südlichen Teiles der Gemeinde (Kuller- und Schweizerstraße) hatten sich nach und nach an die Solinger Wasserleitung anschließen lassen. In dem übrigen Teil des Gemeindegebiets aber wurde das Wasser weiterhin aus Brunnen entnommen. Bartlau erkannte in diesen Zuständen eine ungünstige Bedingung für die weitere Entwicklung der Stadt. Er ging davon aus, dass ein reger Wohnungsbau nur dort erfolgen würde, wo die Wasserversorgung nach modernen Gesichtspunkten gewährleistet werden konnte. In der Intensivierung des Wohnungsbaus sah Bartlau aber die Chance, Anschluss an die weiter fortgeschrittenen Nachbargemeinden zu finden. Weil Solingen einen zu hohen Preis für das zu liefernde Wasser forderte, einigte sich Gräfrath mit der Stadt Elberfeld über die zukünftige Wasserversorgung. Wie sich Bartlau den Ausbau Gräfraths zu einer attraktiven Wohnstadt vorstellte, zeigen seine visionären Pläne für das Gelände Piepersberg. Ein entsprechender Bebauungsplan aus dem Jahre 1910 sah die Errichtung von moderner Wohnbebauung für mehrere tausend Menschen bis an die Grenzen von Haan und Vohwinkel vor. Einen ganz anderen Charakter hatte das zweite größere Projekt des Bürgermeisters, das noch heute für Gräfrath prägenden Bestand hat. Auf Grund der stagnierenden Entwicklung der Stadt in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Marktplatz der alten Freiheit in den letzten 150 Jahren kaum verändert worden. Er bot ein einmaliges einheitliches Ensemble einer Bebauung aus dem 18. Jahrhundert. 41


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Erstaunlich und überaus bemerkenswert ist die Schlussfolgerung, die Bürgermeister Bartlau aus diesem Umstand zog. Er sah darin keinen "Standortnachteil", den es so schnell wie möglich durch Abriss und Neubau "moderner" Gebäude auszugleichen galt. (Dies passierte gerade gleichzeitig in Solingens Altstadt, um dort ein modernes Einkaufzentrum entstehen zu lassen). Bartlau schlug hingegen die Attraktivierung des historisch Gewachsenen vor. Gräfrath sollte mit dem Pfund seiner Geschichte wuchern, um Fremdenverkehr in die alte bergische Kleinstadt ziehen zu können – historisches Erbe als wirtschaftsfördernder Faktor. Denn um die Jahrhundertwende lagen nicht nur Fortschrittsglaube und Modernisierung, sondern auch Historie, Nostalgie und Romantik im Trend der Zeit. Der Wiederaufbau von Schloss Burg belegt das für den regionalen Raum am besten. Dieses Beispiel dürfte Bartlau vor Augen gehabt haben, als er seinen Plan vorstellte, den Gräfrather Marktplatz verschönern zu lassen. Das unebene und aus verschiedenem, zum Teil stark verwitterten Material bestehende Pflaster wurde erneuert, der Aufgang zur katholischen Klosterkirche durchgreifend neugestaltet. Dabei blieb der einheitliche Charakter des Platzes und seiner umgebenden Bebauung erhalten. 1906 wurden die Baumaßnahmen ausgeführt, die bis heute unser Bild von Gräfrath wesentlich prägen. Während Bartlau den alten Ortskern baulich aufwertete, wurden am Central die planerischen Grundlagen für ein modernes Stadtzentrum gelegt. Die heutige Ketzberger Straße erhielt 1907 den Namen Hauptstraße, die Marktstraße soll die Zuwegung zum geplanten Marktplatz werden. Der Spagat zwischen historischer „Freiheit“ und dem im Entstehen begriffenen modernen Zentrum am Central beeinflusste maß-

geblich die Standortwahl für das neue Rathaus. Die alte Freiheit hatte im Unterschied zu anderen Städten nie ein repräsentatives Rathaus besessen. Erst 1878 erhielt die städtische Verwaltung ein eigenes Gebäude mit drei Räumen für die Geschäftszwecke und der Wohnung für den Bürgermeister. Steigende Bevölkerungszahlen und deutlich wachsende Verwaltungsaufgaben erforderten in den nächsten Jahrzehnten mehr Personal im öffentlichen Dienst und somit mehr Räumlichkeiten für Verwaltungszwecke. Schnell erwies sich das Verwaltungsgebäude von 1878 als zu klein, die Bürgermeisterwohnung wurde zu Dienstzimmern umgestaltet, Teile der Kommunalverwaltung mussten in andere Gebäude ausgelagert werden. Der Wunsch des Bürgermeisters Bartlau, die gesamte Verwaltung der Gemeindeangelegenheiten in einem Gebäude zusammenzufassen, mag deshalb durchaus verständlich sein. Aber mit diesem Argument alleine hat es wohl noch kein Verwaltungschef geschafft, die zuständigen städtischen Gremien von einem Rathausneubau zu überzeugen. Wie aber gelang es Bartlau, die 18 köpfige Stadtverordnetenversammlung von dem Neubau zu überzeugen? Im Jahre 1906 hatten die "Alt-Gräfrather" noch eine klare Mehrheit in diesem Gremium. In nur wenigen Jahren würde Gräfraths Bevölkerungszahl aber auf über 10.000 steigen und sich die Zahl der Ratsherren dann auf 24 erhöhen, argumentierte der Bürgermeister. Möglicherweise würden dann wesentlich mehr Bürger aus dem Stadtteil Central in den Stadtrat gewählt werden. Nun könnte es ja sein, dass die neue Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung ein neues Rathaus im immer bedeutender werdenden Ortsteil Central errichtet sehen wollte - die alte Freiheit Gräfrath würde dadurch völlig ins Abseits geraten. Der ideale Ort für einen Rathausneubau wäre deshalb südlich 43


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vom Bahnübergang in der Nähe des Bahnhofes, an der Straßenbahnverbindung zwischen der alten Freiheit und modernen Industrieort Central gelegen. So könnte das neue Rathaus "fortab den Mittelpunkt für unsere weitausgedehnte Gemeinde mit ihren vielen größeren und kleineren Ortschaften (bilden)." Diese Argumentation ihres Bürgermeisters überzeugte die Mehrheit der Stadtverordneten. Die Bauausführung erfolgte nach den Plänen des Elberfelder Architekten Fritsche, der schon die Umgestaltung des Marktplatzes geplant hatte. Mit dem Bau wurde am 28. Juli 1907 begonnen, am 24. Oktober 1908 konnte das Rathaus bezogen werden. Gräfraths kommunale Eigenständigkeit gegen alle Versuche einer Städtevereinigung zu verteidigen - auch das sollte der repräsentative, für die kleine Stadt überdimensionierte Rathausneubau leisten. Diese Absicht gelang ebenso wenig wie sich der Wunsch nach einem neuen, künstlich geschaffenen Mittelpunkt um das Rathaus erfüllte. Der städtebauliche Kompromiss, das neue Verwaltungsgebäude außerhalb der städtebaulichen Kerne zu errichten, erwies sich als Fehler, als mit dem 1. Weltkrieg die nachgeholte Urbanisierung Gräfraths ein Ende fand. Der städteplanerische Spielraum war in der Kriegs- und Nachkriegszeit so gering, dass die "neue Mitte" sich nicht mehr entwickeln ließ. Mit der Städtevereinigung 1929 verlor das Gräfrather Rathaus auch bald seine Verwaltungsfunktion.

noch sein wird. Von 1900 bis 1924 war Bernhard Bartlau Bürgermeister von Gräfrath. In seiner zweimal zwölfjährigen Amtszeit wurden nicht nur wegweisende Entscheidungen getroffen, die bis heute im Stadtbild markant nachwirken. Das Ende seiner Bemühungen, Gräfrath als selbständige Stadt zu erhalten, erlebte Bartlau nicht mehr. Er starb am 31. März 1927 in Bad Godesberg. Eine besondere Würdigung, wie die Benennung einer Straße, hat er, dem Gräfrath so viel zu verdanken hat, bis heute aber nicht erhalten. Mich verwundert dies ein wenig, wo die Gräfrather doch ansonsten eine so starke Bindung an ihre Geschichte an den Tag legen. Sollte sich eine Gelegenheit für eine Straßenbenennung ergeben – ich weiß, wie schwierig das ist – dann denken Sie, liebe Bezirksvertreter, vielleicht an Bernhard Bartlau. Er hätte es als visionärer und tatkräftiger Gräfrather durchaus verdient. Mit diesem Wunsch möchte ich meine Ausführungen beenden. Es ließe sich noch einiges mehr zu dem „Besonderen“ an Gräfrath sagen, aber das würde den Rahmen der heutigen Veranstaltung wohl noch mehr sprengen als ich dies ohnehin schon getan habe. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Seine repräsentative Architektur gestattete aber neue Nutzungen: Die Einrichtung des Deutschen Klingenmuseums 1954 begründete den Kulturstandort Gräfrath, eine weitreichende Entscheidung, die für das Leben im Stadtteil und in der Großstadt Solingen von großer Bedeutung war, ist und wohl auch 45


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GRÄFRATHER MUSEEN

Gräfrather Gräfrath-Museum Museen

Gräfrath-Museum in den Kellerräumen des Deutschen Klingenmuseums

Der Heimatverein Solingen-Gräfrath hat am 19. Juni 2005 in den Kellerräumen des Deutschen Klingenmuseums sein „Gräfrath-Museum“ eröffnet. Hier befinden sich in zwei Räumen Zeittafeln, Bilder und sonstige historische Gegenstände und Informationen über die Geschichte Gräfraths und das Gräfrather Vereinsleben. Der historische Ortskern von Gräfrath mit Marktplatz, Kirchtreppe und Klosterkirche gehört zu den städtebaulichen Attraktionen des Bergischen Landes. In seiner fast 900-jährigen Geschichte erlebte Gräfrath viele Ereignisse, die es verdienen in Erinnerung zu bleiben: Von der Klostergründung über einen Wallfahrtsort mit überregionaler Bedeutung, die auch die Augenheilkunde eines Dr. de Leuw im 19. Jahrhundert besaß, bis hin zur Epoche der Industrialisierung. Das Gräfrath-Museum mit seinen zahlreichen Exponaten, Bildern, Dokumenten und Informationen gewährt einen anschaulichen Einblick in die historische Entwicklung des Ortes wie auch interessante Begebenheiten und Ereignisse der jüngeren Gräfrather Geschichte. Das Museum ist eine Fundgrube für

Büste von Hofrat Dr. Friedrich Hermann de Leuw

Interessierte, in dem z.B. in aufwändiger Handarbeit bestickte Vereinsfahnen, alte Vereinsfotos, Katasterauszüge oder liebevoll aufbereitete und beschriftete Fotoalben sowie diverse Filme dazu verführen, gespannt nach bekannten Namen und Orten zu stöbern und sich über die vielfältigen gesellschaftlichen und baulichen Veränderungen im Laufe der Zeit zu informieren. Öffnungszeiten: Jeden 1. Sonntag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr. Zu diesen Terminen stehen Vorstandsmitglieder des Heimatvereins für Informationen zur Verfügung. Freier Eintritt über den Hintereingang des Klosterhofes. Wir würden uns über Ihren Besuch in unserem Gräfrath-Museum sehr freuen und haben folgende Bitte: Wenn Sie im Besitz von Bildern, Dokumenten, Fotos, Gegenständen o.ä. aus der Geschichte Gräfraths sind, wäre es ganz toll, wenn Sie diese dem Heimatverein für sein GräfrathMuseum zur Verfügung stellen würden. Ansprechpartner: Peter Wilhelm Steinheuer Telefon: 0212/591783 steinheuerpw@web.de 47


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GRÄFRATHER MUSEEN

Kunstmuseum Solingen Ausstellungen im Zentrum für verfolgte Künste im Kunstmuseum Solingen: Vor 80 Jahren: Die NS-Aktion »Entartete „Kunst“« Ausstellung mit Neuerwerbungen der Bürgerstiftung* aus Bundesmitteln

Selbst heute, 80 Jahren nach ihrer Eröffnung am 19. Juli 1937 in München, hat die Ausstellung „Entartete Kunst“ nichts von ihrem Schrecken verloren. Sie war der öffentlichkeitswirksame Teil der umfassenden Jagd auf alle Andersdenkenden und wurde zum Synonym der Zerstörung der Moderne durch die Nationalsozialisten. Über 21.000 Werke aus öffentlichen Sammlungen fielen dieser beispiellosen Säuberungsaktion zum Opfer. Mit der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ fand 1937 die Verfolgung von Künstlerinnen und Künstler ihren ersten Höhepunkt. Teils in der Inneren Emigration, teil als Flüchtlinge reagierten sie in ihren Werken auf die erlittene Ausgrenzung, Verfolgung und Vertreibung. Zahlreichen jungen Talenten raubte die nationalsozialistische Verfolgung ihre Zukunft. Die Nachkriegsgesellschaft versäumt es, sie und ihre Werke in den deutschen Kulturkanon zurück zu holen. Das Solinger Zentrum für verfolgte Künste zeigt in dieser Ausstellung über 200 Werke verfolgter und bis heute vergessener Künstler*innen. Wie keine andere Einrichtung kann hier Kunst dieser Zeit gezeigt werden. Im letzten Jahr zählte die englische Zeitung „The Guardian“ das Zentrum in Gräfrath zu den zehn besten Museumsneugründungen weltweit. Rund 200 Bilder erwarb die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste — Else-Lasker-Schüler-Zentrum — Kunstsammlung Gerhard Schneider“ aus dem Oscar Zügel - Archiv „Kunst und soziale Verantwortung“ sowie aus der Kunstsammlung Gerhard Schneider und stellt sie dem Zentrum zur Verfügung. Die Bürgerstiftung wurde dabei großzügig unterstützt durch Mittel aus dem Etat der

Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Professorin Monika Grütters. Die Neuankäufe stellt das Zentrum jetzt anlässlich des 80. Gedenktages der Ausstellungseröffnung „Entartete Kunst“ vor. Katia Zügel, die Tochter des Malers, hat der Bürgerstiftung darüber hinaus weitere Werke aus dem Oscar Zügel - Archiv zukommen lassen. Der Bürgerstiftung stehen in dem Kunst– und Literaturbestand jetzt über 3500 Objekte (Bilder, Bücher, Zeitschriften, Dokumente, Fotos) der Zeit von 1914 - 1989 zur Verfügung. Den Schwerpunkt bildet der Zeitraum 1933 - 1945. Die Werke sind das sichtbare Zeichen für Demokratie und Humanismus, Toleranz und Bildung. Zeitgleich sieht man im Zentrum die Ausstellung Malerei und Plastik in Deutschland 1936 - die Geschichte einer verbotenen Ausstellung. Anläßlich der Olympiade fand 1936 im Hamburger Kunstverein eine große, repräsentative Ausstellung statt. Nach elf Tagen wurde die Ausstellung auf Veranlassung der Reichskammer der Bildenden Künste geschlossen. Die jetzige Ausstellung dokumentiert das Geschehen. Sie soll an den Kampf für die Kunstfreiheit erinnern. Ausstellungssdauer: 19. Juli - 10. September 2017

Abbildung: Oscar Zügel, Rote Tänzerin, 1933, Öl auf Leinwand

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ST. MARIÄ HIMMELFAHRT

Aus der katholischen Pfarrgemeinde Bei der diesjährigen Jubelkommunion unseres Pfarreienverbandes MiNor am 07. Mai 2017 trafen sich 35 Jubilare im Gräfrather Sälchen. Die meisten gehören/gehörten unserer Gemeinde an und haben somit nun ihre Silber-, Gold- oder Diamantene Kommunion gefeiert. Einige begingen sogar ihr 70. bzw. 75. Jubiläum. Beim Sektempfang kam es zu angeregten Gesprächen, da viele sich lange Jahre nicht gesehen hatten. Auch beim Marktfest hatten unsere Helfer wieder viel Spaß, sowohl beim Auf- und Abbau als auch während der Bedienung am Bierstand. Der Marktfestgottesdienst war dieses Jahr leider etwas anders als bisher gewohnt. Unserem Pfarrer Herrn Pfr. Mohr war es wichtiger, an der Sonntagspflicht festzuhalten und eine heilige Messe in unserer Kirche zu feiern, anstatt an der langen gemeinsamen ökumenischen Tradition unserer beider Gräfrather Gemeinden festzuhalten.

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Dies verstörte nicht nur uns im Ortsausschuss, sondern wurde auch von der evangelischen Gemeinde schmerzlich wahrgenommen und stieß, gerade im Jubiläumsjahr der Reformation, mitunter auf Unverständnis. Sehr positiv hingegen wurde das zahlreiche Erscheinen unserer Gemeindemitglieder, der Messdiener und des Kinderchores „Simply Go(o)d“ unter der Leitung von Michael Schruff wahrgenommen. Ein besonderer Dank geht an diese Gruppen und an die evangelische Gemeinde, unter Leitung von Pfarrer Thomas Schorsch, für die schöne Gestaltung des Marktfestgottesdienstes. Wie dies in Zukunft weiter geht, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Desto mehr freuen wir uns darüber, dass die ökumenische Feier des Erntedankfestes wie geplant in der Scheune von Bauer Meinsma stattfinden wird. Dazu möchten wir Sie ganz herzlich am 03. Oktober 2017 einladen. Gerade im Frühling und Sommer, in denen das Wetter wieder besser wird, blühen unsere


Jugendgruppen auf. So ging es dieses Jahr wieder am 31. März nach Altenberg. Das, in Anlehnung an Äußerungen von Papst Franziskus bei den Weltjugendtagen, gewählte Thema des Altenberger Lichtes „Runter vom Sofa“ passte sehr gut. Da die Jugendbildungsstätte Haus Altenberg nun erfolgreich renoviert worden war, konnte das Altenberger Licht wieder in voller Länge mit Vorabendprogramm stattfinden. Dies bedeutete, dass unsere Messdiener dieses Jahr endlich wieder am Tag vorher, teils mit dem Fahrrad, teils mit dem Bus und dann zu Fuß, in großer Zahl zum Altenberger Licht anreisen konnten. Ebenso war die Messdiener-MiNor-Fahrt vom 16. – 18. Juni wieder gut besucht. Mit dem Zug ging es mit 37 Messdienern (2/3 davon aus Gräfrath) nach Essen-Kettwig in die Jugendbildungsstätte St. Altfrid. Bemerkenswert war die hohe Zahl an Leitern, die für einen sehr guten Betreungsschlüssel sorgte.

Adhoc engagierten sich die Messdiener und Pfadfinder unserer Gemeinde gemeinsam beim Fest des Klingenmuseums am 11. Juni. Sie organisierten den Verkauf von Kaffee und (von Eltern und Gemeindemitgliedern) gespendetem Kuchen, teilten sich den Standdienst und konnten so jeweils einen guten Gewinn für ihre Gruppenkassen einnehmen. Ganz herzlich möchten wir Sie auch zu unserem Patrozinium einladen. Am 15. August 2017 soll dies, wie gewohnt, um 19 Uhr im Rahmen eines Festgottesdienstes mit anschließendem Gemeindetreff  begangen werden. Des Weiteren möchten wir Sie am 01. September 2017 zum Gräfrather Lichterzauber von 18 - 23 Uhr in unsere Kirche einladen. Ich wünsche Ihnen allen im Namen des Ortsausschuss der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt einen schönen Sommer und erholsame Ferien. Michael Siepen

Tour der Messdiener 51


Kirchenchor „ST. KATHARINA“ Solingen-Gräfrath Am 13. April haben wir um 19.00 Uhr in St. Engelbert zur Abendmahlsliturgie zusammen mit dem Chor von St. Michael Motetten unter der Leitung von Herrn Beyer, dem Dirigenten aus St. Michael, gesungen. Am 16. April sangen wir um 9.30 Uhr in St. Mariä Himmelfahrt am Ostersonntag wieder unter der Leitung von Michael Schruff als Dirigent mit Sabrina Skoda an der Orgel und Georg Reffgen mit Violinenbegleitung die „Messa alla settecento“ von Wolfram Menschik und zur Kommunionausteilung das „Alleluja“ von M. Haydn. Am darauffolgenden Mittwoch fand nach gekürzter Probe das traditionelle Eierkippen statt. Am 13. und 14. Mai fand wieder das alljährliche Gräfrather Marktfest statt, bei dem uns wieder der Stand mit den Blumenlosen anvertraut war. Wie in jedem Jahr verkauften sich die 3000 Lose wieder recht gut, so dass wir am Sonntag um 13.30 Uhr bereits alle Lose verkauft hatten. Viele Muttis, Omas und Blumenliebhaber, die lieber Blumen gewinnen als zu kaufen, konnten wir mit Usambaraveilchen, Geranien und Orchideen

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erfreuen. Wir danken wieder den zahlreichen Kirchenchormitgliedern, allen voran Karin Zimmer und Gisela Gies, die dabei mitgeholfen haben. Am Sonntag, dem 28. Mai hatten wir in der Messe um 9.30 Uhr in St. Mariä Himmelfahrt als ersten Gastchor anlässlich unseres Jubiläums den Chor aus St. Michael unter der Leitung von Herrn Beyer zu Gast. Anschließend wurde der Chor von uns mit Kaffee, kalten Getränken und Schnittchen bewirtet und es fand ein reger Gesprächsaustausch zuerst draußen vor der Kirche und dann bei einsetzendem Regen in der Kirche statt. Am Freitag, dem 2. Juni, sangen wir zusammen mit den Kirchenchören von St. Josef und St. Suitbertus um 18.30 Uhr in der Clemens Kirche anlässlich der Einführung von Pfr. M. Mohr als Dechant in Solingen die Bruckner Messe in C – Dur und das Ave verum von E. Elgar. Zelebrant war Kardinal R. M. Woelki. Viele Geistliche aus Solingen und Umgebung und Gäste aus der Politik sowie Pfarrangehörige der 3 Seelsorgebereiche Solingens, für die Dechant Mohr nun zuständig ist, nahmen an der Messe und am anschließenden Empfang im ClemensSaal teil.


Am Pfingstsonntag, dem 4. Juni, sang als zweiter Gastchor in der Messe um 9.30 Uhr der Kirchenchor von St. Suitbertus. Da das Sälchen nicht vermietet war, konnten wir diesen Chor dort mit einem süßen Imbiss begrüßen. Die Chormitglieder hatten selbstgebackenen Blechkuchen und festen Kuchen mitgebracht, Kaffee gekocht und kalte Getränke bereitgestellt. Da wir auch mit diesem Chor noch wenige Tage zuvor gesungen haben und uns schon etwas näher kannten, war dies auch ein herzliches Miteinander. Am 2. Juli sang wiederum um 9.30 Uhr in der Messe als 3. Gastchor der Gräfrather Sängerbund, der anschließend zu einem kleinen Imbiss vom Chor eingeladen wurde. Chorferien fanden vom 12. Juli bis 2. August statt.

weiterhin sangesfreudige Chormitglieder in bestehenden oder neu zu gründenden Chorgemeinschaften singen werden. Nur der 200 Jahre alte Kirchenchor St. Katharina wird dann nicht mehr existieren und in der Gräfrather Geschichte einen wohl ehrenhaften Platz einnehmen. Im Gräfrath-Museum ist dies jetzt schon durch Chronik, Bilder und Urkunden aus früherer und jetziger Zeit, Fahnen und Medaillen dokumentiert. Bis zum nächsten und letzten Mal herzliche Grüße und eine schöne Sommerzeit. 5. Juni 2017 Doris Enste, Schriftführerin

Eine Chortour nach Oppenheim/Mainz ist für das Wochenende vom 16. September bis 17. September geplant. Am 8. Oktober findet in der Clemens Kirche ein Konzert aller Minor Chöre zum 125. Jubiläum von St. Clemens statt, an dem wir auch mitwirken werden. Am 25. November wird dann das letzte Katharinenfest in unserer langjährigen Chorgeschichte stattfinden. Traditionsgemäß werden wir unser Stiftungsfest im Sälchen feiern. Auch die Gemeinde und Vertreter anderer Gräfrather Vereine sind zu diesem Fest nach vorheriger Anmeldung eingeladen. Am 1. Dezember wird dann ein letzter Beitrag des Kirchenchores St. Katharina im Gräfrather Heimatspiegel erscheinen. Dann wird auch feststehen, wie und wo 53


Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath Dr. Holger Ueberholz, 11. Juni 2017 Laudatio für Renate Vesper anlässlich ihrer Verabschiedung aus ihren Ehrenämtern

Renate Vesper Liebe Renate, verehrte Angehörige unserer Jubilarin, liebe Gemeinde! Wir sind dankbar, dass du schon so viele Jahrzehnte lang tatkräftig in vielen Gremien und Gruppen unserer Gemeinde mitarbeitest. Da ich mich ja mit der Geschichte der Gräfrather Kirchengemeinde beschäftigt habe, bin ich der Bitte unseres Pfarrers Thomas Schorsch gerne nachgekommen, einige wesentliche Aspekte deines Wirkens kurz darzustellen. Du kamst mit deiner Familie 1972 von Wuppertal-Hammerstein, wo du dort seit 1970 in der Frauenhilfe mitgemacht hattest, zu uns ins schöne Gräfrath. 1973, also noch zur Amtszeit von Pfarrer Edgar Vollmer, tratst du in den Kirchenchor ein, und der beliebte Uralt-Küster Otto Wächter bat dich, 1976 für das Presbyterium zu kandidieren. Du gehörtest dann diesem Leitungsgremium bis 1992 an und verzichtetest dann bewusst auf eine Wiederwahl, als die Querelen um Pfarrer Klaus Kanwischer eskaliert waren und du dann, wie andere Presbyter auch, nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten wolltest. Während deiner Presbyteriumszeit hattest du das verantwortungsvolle Amt des 54

Kirchmeisters inne und plantest mit großem Sachverstand zusammen mit dem Schulreferenten Pfarrer Horst Wicking und dem Pastor Heinz Thom das neue Gemeindezentrum, das dann am Vorabend des 1. Advents 1981 eingeweiht werden konnte. Pfarrer Vollmer war am 30. Dezember 1975 plötzlich verstorben, und Pfarrer Wicking verwaltete nun unsere Pfarrstelle für gut eineinhalb Jahre, bis der seit 1963 in unserer Gemeinde zunächst als Jugendleiter und später als Diakon und dann als Gemeindemissionar tätige Heinz Thom seine Prüfung zum Gemeindepastor absolviert hatte. Neben deiner Arbeit im Presbyterium lag und liegt dir immer noch die Frauenhilfe sehr am Herzen. Du hattest diese Arbeit 1989 nach der Pensionierung von Pastor Thom übernommen und hast deinen Frauen immer ein sehr ansprechendes und abwechslungsreiches Programm angeboten, z. B. Besuche im Klingen- oder Kunstmuseum, aber auch gesellige Feste im Mai und im Herbst und natürlich auch zahlreiche biblische und kirchliche Themen. Mit diesem Kreis hattest du viele Tagesausflüge, aber auch mehrtägige Fahrten unternommen, gerade nach der Wiedervereinigung bewusst in den Osten unserer Republik, nach Dresden, Leipzig, Erfurt oder in den Harz nach Wernigerode, zuletzt in die Solinger Partnerstadt Aue im Erzgebirge. 1988 fand auf deine Initiative hin auch der erste ökumenische Weltgebetstag der Frauen statt, und du hast dich auch seit vielen Jahren um die Gottesdienste der Frauenhilfe gekümmert und zusammen mit einigen Frauen und Pastorin Elke BlunckStein oder jetzt mit unserer Diakonin Bärbel Albers diese besonderen Gottesdienste am 2. Advent mit gestaltet. Traditionell findet ja am 1. Advent unser Basar im Gemeindezen-


trum statt. Auch hier hast du ihn zusammen mit dem Bastelkreis 25 Jahre lang mit großem Engagement geleitet, bis du ihn in die Hände von Robert und Susanne Baum abgeben konntest. Unser Adventsbasar war und ist immer noch ein besonderes Event im Gräfrather Festkalender. 20 Jahre lang hast du dich als Synodalbeauftragte um das Gustav-AdolfWerk in unserem Kirchenkreis gekümmert. Diese Aufgabe hattest du auch von Pastor Thom übernommen. Durch deine Initiative predigte im Herbst 2013 der Wiener Pfarrer Schlener bei uns, und Pfarrer Axel Stein, der von 1997 bis 2014 bei uns amtierte, und ich haben dann im Oktober 2014 eine Studienfahrt nach Wien und Umgebung durchgeführt und auch dessen Gemeinde besucht; und es war sehr schade, dass du, liebe Renate, aus gesundheitlichen Gründen nicht an dieser interessanten Fahrt teilnehmen konntest. Bei all deinen vielen Aktivitäten hat dich dein Mann Karl-Heinz, der leider im Frühjahr 2010 mit 75 Jahren plötzlich verstorben ist, sehr unterstützt und sich auch in unserer Gemeinde engagiert. So war er zusammen mit dir und anderen im Vorbereitungskreis für unsere Festschrift zum 400. Gemeindejubiläum, und Ihr Beide hattet hierfür eine Zeittafel über die Ereignisse der Jahre 1984 bis 2009 erstellt. Du hattest ja schon Erfahrungen gesammelt bei der Festschrift zum 375. Jubiläum unserer Gemeinde, die du zusammen mit Pfarrer Wicking und Pastor Thom 1984 herausgegeben hattest. Schon 2007 bekamst du zu deinem 70. Geburtstag den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland durch den damaligen Oberbürgermeister Franz Haug überreicht als Anerkennung für deine 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in unserer Gemeinde und in

unserem Stadtteil. So ist diese kleine Laudatio für Renate Vesper auch ein Gang durch vier Jahrzehnte Gräfrather Kirchengeschichte mit den Pfarrern Vollmer, Wicking, Thom, Kanwischer, den Vakanzvertretern Suder, Rönchen und Schumacher. Dann kam 1997 Pfarrer Axel Stein zu uns, und seit Spätsommer 2015 ist ja Thomas Schorsch im Gräfrather Pfarramt.

Dr. Holger Ueberholz hielt die Laudatio Liebe Renate, da ich selber schon über 41 Jahre ehrenamtlich in Gemeinden mitarbeite und daher auch weiß, dass solche Arbeit zwar eine gewisse Belastung, aber auch viel Freude und Bereicherung mit sich bringt, gratuliere ich dir in diesem Bewusstsein von ganzem Herzen zu deinem 40. Jubiläum und wünsche dir weiterhin viel Freude, Gesundheit und Gottes reichen Segen für deine zukünftige Zeit mit 80 plus! Als kleines persönliches Geschenk überreiche ich dir im Lutherjahr eine kurze Reformationsgeschichte des zurzeit wohl anerkanntesten Reformations-Theologen, des Göttinger Kirchenhistorikers Thomas Kaufmann. Sie stammt aus der neuen Reclam-Reihe „100 Seiten für 10 Euro“, die ich selber zu Hause besitze und mit viel Gewinn gelesen habe. 55


Evangelische Kirchengemeinde Gräfrath Ökumenischer Familiengottesdienst zum Erntedank

Familiengottesdienst und danach gibt es zahlreiche spielerische und kulinarische Angebote für Groß und Klein.

„Sonnenschein, ein Bauernhof und ganz viele Menschen!“ So fasste Franzi Schurr den letzten ökumenischen Erntedankfest-Gottesdienst Oktober 2015 zusammen. Gemeinsam mit der katholischen Gemeinde St. Mariae Himmelfahrt feierten ca. 500 Menschen ein buntes Fest zum Dank und Lob für unseren Herrn, der immer wieder neu für uns sorgt. Die mit Kürbissen und Sonnenblumen dekorierte Festhalle und das bunte Programmangebot für Kinder und Erwachsene, das die beiden Kirchengemeinden samt ihren Pfadfindern und Kindergärten zusammengestellt hatten, trugen zu einem unvergessenen Tag bei. Nun wollen wir dieses Fest in diesem Jahr wiederholen, allerdings nicht am Erntedanksonntag, dem 1. Oktober, sondern zwei Tage später am 3. Oktober, dem Feiertag.

Gräfrather Marktfest –

Nicht, dass wir das eine mit dem andern vermischen wollen. Der Tag der deutschen Einheit hat ein ganz anderes Thema und einen anderen Grund, Gott Danke zu sagen, als das Erntedankfest. Doch der Feiertag bietet sich an, um wieder einen ökumenischen Gottesdienst feiern zu können, denn der Sonntagvormittag ist bei unseren katholischen Geschwistern für die Messe reserviert, und an ihre Stelle darf nicht ein ökumenischer Wortgottesdienst treten. Nun hat unser Presbyterium beschlossen, in diesem Jahr der katholischen Gemeinde entgegen zu kommen und in evangelischer Freiheit das Erntedankfest um zwei Tage zu verschieben. Es ist uns nach wie vor ein großes Anliegen, der Ökumene in Gräfrath Gestalt zu geben, und besonders das gemeinsame Erntedankfest zeugte bisher davon. Bitte lassen Sie sich von beiden Gemeinden einladen und kommen Sie am 3. Oktober 2017 zum Bauer Meinsma in die Lützowstraße 357. Es geht los um 10.30 Uhr mit dem gemeinsamen 56

das bedeutet für die Evangelische Kirche auf dem Markt: 5 Tage Ausnahmezustand! Nicht nur, dass die Kirche in vielen Dingen, die unabdingbar für das gute Gelingen des Festes sind wie Brötchen, Pappteller, Servietten, Zutaten zum Waffelbacken, Ketchup, Milch usw. usw., Herberge gewährt, sondern „VOR ALLEM“ wird hier bis Sonntagabend Trödel für den guten Zweck verkauft. Viele Bankreihen sind traditionell mit Kisten voller Bücher belegt. Auf anderen Bänken und Tischen, einfach überall, wo ein Plätzchen zu finden ist, stehen Omas gutes Porzellan, Kristallgläser, Weihnachtsdeko, Elektrogeräte, Spielzeug, Kerzenständer, Silberbesteck, Spitzendeckchen und alles, was das Herz von Flohmarktliebhabern höher schlagen lässt. Und diese strömten in großer Zahl schon Samstag ab 13.00 Uhr bei herrlichstem Sonnenschein über den Marktplatz und in die Kirche, um zu stöbern und zu kaufen. Am Sonntag öffnete der Trödel aber erst nach dem traditionellen Open Air Gottesdienst auf dem Marktplatz. Um 10.00 Uhr strahlte auch schon wieder die Sonne und wärmte die vielen großen und kleinen Menschen, die den gemeinsamen Gottesdienst feierten. Diesmal leider ohne katholischen Geistlichen, „nur“ von Pfarrer Thomas Schorsch und Diakonin Bärbel Albers geleitet – aber mit Unterstützung der Messdiener und musikalisch begleitet von Michael Schruff und dem Kinderchor der katholischen Schwestergemeinde. Das Theateranspiel verlegte das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg in die heutige Zeit, und mit modernen Dialogen und reichlich Lokalkolorit wurde das Thema „Neid und Angst vor Benach-


teiligung“ den Zuhörern auf lebendige Art nähergebracht und sorgte für so manchen Lacher. An die Mütter wurde natürlich wie jedes Jahr eine Muttertagsrose verteilt. Dieser Gottesdienst zeigte einmal mehr, wie gut das Miteinander bei uns im „Veedel“ gelebt wird – nicht nur beim Arbeiten in der ARGE (Arbeitsgemeinschaft der Gräfrather Vereine) sondern auch beim geistigen und persönlichen Dialog der Menschen. Regina Lübke-Uhlig

Christi Himmelfahrt – dem Himmel so nah Nach unserem Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt unter freiem Himmel am Ehrenmal im letzten Jahr, wollten wir in diesem Jahr dem Himmel noch näher sein. Welche Örtlichkeit in Gräfrath eignet sich hierfür wohl am besten? Genau! Der

Lichtturm am höchsten Punkt Solingens. Nach einem Spaziergang mit etwa 25 Personen von der Kirche aus bis hoch zum Lichtturm und einmal rund um Flockertsholz und Schieten, fanden sich etwa 50 Besucher zum Gottesdienst hoch oben im Lichtturm ein. (Gerne hätten noch mehr Personen teilgenommen, aus platz- und sicherheitstechnischen Gründen war dies aber leider nicht möglich.) Viele der Gottesdienstbesucher waren das erste Mal hier oben. Für alle war die Kulisse wirklich atemberaubend und die Atmosphäre einmalig. Auch die Akustik bei den gemeinsam gesungenen Liedern unterstützt von den BläserInnen vom „Blasensemble Pustekuchen“ ließ keine Wünsche offen. Alles in allem ein rundherum gelungener Gottesdienst mit einer tollen Predigt von Pfarrer Thomas Schorsch, guter Aussicht und ganz viel Nähe zum Himmel. Annekathrin Regiert

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Marktkirche in Gräfrath 15 – 17 Uhr Auch wir machen mit beim Tag des offenen Denkmals 2017.

Unsere Kirche am Markt ist ein Anziehungspunkt für viele Touristen, die mal durch die historische Altstadt in Gräfrath ziehen. Sobald die Kirche auf ist, kommen viele und gucken einfach mal rein. Grund genug, Sie an diesem besonderen Tag einzuladen, sich die Kirche etwas näher anzuschauen und erklären zu lassen. Im Rahmen der „offenen Kirche“ ist die Kirche von 15 – 17 Uhr geöffnet. Um 16 Uhr wird Dr. Holger Ueberholz eine Kirchen-

führung mit einem historischen Überblick anbieten. Dabei ist unsere Kirche ein gutes Gegenstück für „Macht und Pracht“, dem Thema dieses Tages. Gerade die Schlichtheit der Kirche und die Konzentration der reformierten Tradition auf die Verkündigung des Wortes Gottes, die die Kanzel ins Zentrum stellt, steht im Kontrast zu vielen anderen sakralen Bauten. Wenn eine Macht betont werden soll, dann ist es die Kraft des verkündigten Wortes. Mehr darüber hören Sie, wenn Sie am 10. September 2017 zum Tag des offenen Denkmals vorbeikommen!

Werde Mitglied im Heimatverein

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Freunde der Geschichte Die unendliche Ketzberger Kirche e.V. Auf der Hauptversammlung am 14. März 2017 wurde der alte Vorstand Helmut Benedens (1. Vorsitzender), Herbert Ohliger (stellv. Vorsitzender), Rolf Henkel (Schatzmeister) und Maren Breithor (Schriftführerin) für die nächsten zwei Jahre wiedergewählt, ebenso wie die Kassenprüfer Gudula Polei und Wilfried Erbe. Als Jahreserlös 2017 kamen 6.025 Euro zusammen, für die wir den Mitgliedern und Spendern herzlich danken und die satzungsgemäß an die Kirchengemeinde Ketzberg überwiesen wurden. Soweit der Rückblick. Doch große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Noch sind wir mitten im Festjahr des 500. Reformationsjubiläums, da gehen unsere Augen schon voraus auf das Jahr 2018.

Dann werden wir das 150. Gemeindejubiläum feiern. Einige Termine stehen schon fest, die Sie am besten gleich in den Kalender des nächsten Jahres eintragen. Das Jubiläumsjahr wollen wir mit einer Silvesterfeier im Gemeindezentrum Tersteegenstraße beginnen, die an den Silvestergottesdienst anschließt, der später als üblich beginnt, wahrscheinlich um 18 Uhr. Feste Termine sind: Samstag, 20. Januar 2018 Bergische Kaffeetafel in der Ketzberger Kirche Samstag, 03. Februar 2018 Gospelworkshop mit Helmut Jost Samstag, 03. März 2018 Konzert des Klassikchores Sa. 17. März und So. 18. März 2018 Konzerte der Young Voices

Sa. 21. April und So. 22. April 2018 Konfirmationen Samstag, 12. Mai 2018 Sternwanderungen in und um die Gemeinde, die am Gemeindezentrum enden. Da wird es dann einen gemeinsamen Abschluss geben (Essen/Trinken/Andacht) Donnerstag, 14. Juni 2018 Kirchenkabarettabend mit Martin Funda im Gemeindezentrum Sonntag, 01. Juli 2018 Gemeindefest: die Predigt im Festgottesdienst hält der Präses unserer Landeskirche Pfarrer Manfred Rekowski Freitag, 05. Oktober 2018 Nacht der offenen Kirchen in Solingen Sa. 10. November + So. 11. November 2018 Konzerte vom Gospelchor Unisono Sa. 17. November + So. 18. November 2018 Konzerte vom Gospelchor Unisono Sonntag, 02. Dezember 2018 Adventsbasar Das sind die großen Programmpunkte, die bisher geplant sind. Dazu sollen über das Jahr verteilt 150 Andachten kommen: neben den 67 Gottesdiensten also noch 83 Andachten an ungewöhnlichen Orten und zu ungewöhnlichen Zeiten, z.B. morgens um 7.00 Uhr an der Bushaltestelle Wasserturm, oder an einem Samstagnachmittag auf dem Parkplatz der Fauna. Ab September 2017 gibt es einen A4-Kalender mit alten und neuen Ketzberger Motiven, der 10 Euro kostet und nach den Gottesdiensten oder über Pfarrer Benedens (helmut.benedens@ekir.de, Tel. 0212-51112) erworben werden kann. Wer Mitglied im Verein werden will, kann sich auch an Pfarrer Benedens wenden. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine fröhliche Sommerzeit. 61


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Die unendliche Geschichte Ketzberger Chöre übergeben Spende für Hospiz-Neubau Vorbereitungen für Herbstkonzerte haben begonnen War das ein Konzert! Mit den „Young Voices“ und „unisono“ hatten Ende März gleich zwei Chöre aus Ketzberg zum „Gospelbenefiz“ in die Kapelle Bethanien eingeladen. Und das Publikum war begeistert. „Die Chöre erzeugten Gänsehaut“, schrieb das Solinger Tageblatt und das SolingenMagazin berichtete vom „grandiosen Konzert“. Jeder Chor präsentierte seine eigenen Songs, immer wieder standen die rund 70 Sängerinnen und Sänger aber auch gemeinsam auf der Bühne. Und gemeinsam sangen sie für den guten Zweck: „Wir erleben so viel Freude durch die Musik und sind glücklich, wenn wir damit auch etwas Gutes bewirken können“. Im Juni konnten Vertreterinnen beider Chöre und Elisabeth Szakács als Chorleiterin Cordula Scheffels vom Palliativen Hospiz Solingen (PHoS) einen Scheck über 3.238,73 überreichen.

Das Geld fließt in den Hospiz-Neubau, der am Botanischen Garten entsteht. Der Gospelchor „unisono“ ist inzwischen schon unterwegs zur nächsten, wichtigen Etappe im Jahresprogramm: Im Oktober finden die traditionellen Herbstkonzerte in der Ketzberger Kirche statt. Die Chorleiterin hat in den vergangenen Monaten bereits Stapel von Noten gewälzt und dabei viele schöne Songs ausgewählt. Und längst haben die Proben begonnen. Mit unglaublich viel Spaß, aber auch sehr intensiv hat der Chor Ende Juni beim Probenwochenende in Altenkirchen gearbeitet, in den nächsten Wochen geht es nun an den „Feinschliff“ für das neue Repertoire. Schon bald starten auch die konkreten Konzertvorbereitungen: Programmablauf, Lichtgestaltung, Deko, Catering … es gibt viele Ideen, die bis dahin in kleinen Teams entwickelt und umgesetzt werden. Ganz sicher: Auch in diesem Jahr kann sich das Publikum auf ganz besondere unisono-Konzert-Erlebnisse freuen. Die Termine: jeweils Samstag und Sonntag, 7. und 8., 14. und 15. Oktober 2017 Informationen zum Kartenvorverkauf gibt es in Kürze auf der Homepage, www.unisono-gospel.de, nach den Sommerferien auf Plakaten und in der Presse. Sabine Rische 63


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170 Jahre Sängerbund Gräfrath 1846 e. V. Eltville und Kiedrich geht es mit intensiven Proben für unsere Konzerte im Herbst und zu Weihnachten weiter.

Der Sängerbund Gräfrath schaut zur Jahresmitte auf viele gut besuchte und anstrengend schöne Chorproben zurück. Dabei zeigte sich immer wieder, dass sich Singen positiv auf die Stimmung auswirkt und Balsam für die Seele sein kann, vor allem dann, „wenn schon viel Schönes dabei war“, wie unser Chorleiter oft zu sagen pflegt. Unsere Mitgliederzahl ist inzwischen auf 60 angestiegen und es wäre schön, wenn wir uns weiterhin in unseren Montagsproben um 19 Uhr in der Zwinglistraße 21 verstärken könnten. Bei der Jubilarehrung des Bergischen Chorverbandes Solingen-Wuppertal e.V., die im April zum ersten Mal in Form einer Matinee stattfand, wurden auch Mitglieder des Sängerbundes geehrt: Gerda Timmer und Erika Wayand für 25 Jahre. Gut 400 Aktive und Freunde des Chorgesangs nahmen an der gelungenen Zentralehrung in der HAKO Halle in Wuppertal - Vohwinkel teil. Am Pfingstmontag wirkte der Chor auf Einladung von Pfarrer Schorsch beim Jubiläumsgottesdienst in der Ev. Kirche am Gräfrather Markt zur Freude der Jubelkonfirmanden und Gottesdienstbesucher mit. Anlässlich des im Februar gefeierten Chorjubiläums des Kirchenchores St. Katharina gestaltete der Sängerbund am 2. Juli den Sonntagsgottesdienst in St. Mariä Himmelfahrt mit. Nach der Sommerpause und unserer Vereinstour in die romantischen Rheinorte

Da für das III. Internationale Chorfestival in Solingen vom 23. bis 28. Oktober 2017 eine Absage des Chores „Saxonia Rheingold“ aus den USA erfolgte, ist unser Partnerchor nun der „Coro Masculino de Porto Alegre“ aus Brasilien. Sicherlich auch eine interessante und vielseitige Begegnung! Sie können uns - wie bereits im letzten Heimatspiegel angekündigt - in der Ev. Kirche in Wald am 24. Oktober 2017, um 19.30 Uhr und beim Abschlusskonzert mit allen Chören im Konzertsaal am 28. Oktober 2017, um 17 Uhr, erleben. Mit Werken von F. Mendelssohn Bartholdy und Luigi Boccherini und unter Mitwirkung der Philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf gestalten wir ein geistliches Konzert „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ am 25. November 2017, um 17 Uhr, in der Kath. Kirche St. Josef in Ohligs. Traditionell gibt es natürlich auch in diesem Jahr ein Weihnachtskonzert. Unter den engagierten jungen Chorleitern vom Sängerbund und ConBrio kommt Altes und Modernes harmonisch zusammen und so wird es sicherlich wieder ein schönes und stimmiges Konzert in der Stadtkirche am Fronhof am 17. Dezember 2017, um 18 Uhr, geben. Bitte beachten Sie die geänderte Uhrzeit! Wir bleiben singbegeistert und zeigen es Ihnen auch sehr gerne bei unseren Auftritten und Konzerten. Sie sind uns immer willkommen! Unserem Pressesprecher, Udo Broch, geht es inzwischen wieder besser und er hofft, im Herbst wieder aktiv mitwirken zu können. Bis dahin wünsche ich Ihnen im Namen des Sängerbundes alles Gute und eine schöne Sommer- und Urlaubszeit. Mechthild Nicolaus-Seltmann Schriftführerin 65


Freiwillige Feuerwehr Solingen Löscheinheit 6, Gräfrath Liebe Leserinnen und Leser, ein Auszug des Einsatzgeschehens:

Spannung erhöhte Vorsicht galt. Eingerückt werden konnte gegen 22.00 Uhr.

23. Februar 2017, 20.25 Uhr, Sturmlage Auf der Huttenstr war eine Birke auf einen Stromkasten sowie 4 PKW gefallen. Die Einsatzstelle wurde bis zum Eintreffen der Stadtwerke gesichert. Nach der Abschaltung des Stromes im Bereich Hutten-/Schul-/ und Schnitzlerstr. konnte der Baum kleingesägt und beiseite gebracht werden. Eingerückt wurde um 22.37 Uhr.

07. Mai 2017, 00.52 Uhr Auf der Nettelbeckstr. brannte es im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Die Feuerwehr Gräfrath ging in Bereitstellung und unterstütze bei den Aufräumarbeiten. Eingerückt werden konnte gegen 02.30 Uhr.

14. März 2017, 11.35 Uhr Die Gräfrather Wehr wurde zur Wachbesetzung auf die Wache III nach Wald alarmiert. Um 12.35 Uhr kam die Alarmierung zu einer hilflosen Person hinter einer verschlossenen Tür an der Palmenstraße. Die Tür wurde durch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeugs geöffnet und die Person dem Rettungsdienst übergeben. Nach Gräfrath eingerückt werden konnte 14.30 Uhr. 03. Mai 2017, 18.19 Uhr Auf der Westerwaldstr. brannte das Dach eines Einfamilienhauses. Alarmiert wurde die Gräfrather Wehr zuerst zu Wachbesetzung der Wache III in Wald, rückte nach kurzer Zeit als weitere Unterstützung zur Einsatzstelle aus. Drei Trupps gingen unter Atemschutz vor. Da sich das Feuer bereits durch die Zwischendecke der Räume gefressen hatte, wurde diese geöffnet. Weiterhin wurde das Dach von außen geöffnet und Glutnester abgelöscht. Problematisch war hier, dass das Haus über eine großflächige Photovoltaikanlage verfügte und durch die damit hohe, bestehende 66

08. Juni 2017, 23.00 Uhr Auf dem Rückweg zum Gerätehaus wurde das Löschgruppenfahrzeug an der Einmündung zum Dycker Feld von Passanten angehalten. Ein Autofahrer klagte über Herzbeschwerden, stieg aus und wurde von Passanten betreut. Die LF-Besatzung leitete erste Maßnahmen ein und unterstützte anschließend den Rettungsdienst. Eingerückt werden konnte um 23.30 Uhr. 13. Juni 2017, 00.43 Uhr Wachbesetzung der Wache III in Wald. Aufgrund eines Wohnhausbrandes in Widdert besetzte die Feuerwehr Gräfrath die Wache III. Eingerückt werden konnte um 03.00 Uhr.

Feuerwehrfest mit Tanz in den Mai

Auch im Jahre 2017 wurden die Türen und Tore des Gräfrather Gerätehauses für die Besucher geöffnet. Am 29. und 30. April konnte die Technik bestaunt werden und man konnte sich über die Arbeit der Feuerwehr informieren. Für die Besucher wurde an beiden Tagen ein Rundumpaket geboten: Es gab diverse Köstlichkeiten an der Delikatessenbude zu erwerben, eine reichhaltige Palette an kühlen Getränken


sowie eine breite Auswahl an Kuchen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Gruppe VI stellten ein breites Programm für die Kinder auf die Beine: Entenangeln, die obligatorische Spritzwand, Hüpfburg und der Verkauf von Kinderbowle sorgten für das Wohl der Kinder. Das Wochenende gestaltete sich wieder einmal als ein gelungenes Fest bei der Feuerwehr Gräfrath. An allen Tagen wurde friedlich und ausgiebig gefeiert – das alles bei bestem Wetter.

Fortbildung Absturzsicherung

An einem erneuten Dienst zum Thema „Absturzsicherung“ nahm die Löscheinheit am 10. und 24. Juni teil. Geübt wurde der Vorstieg mit Setzen von Sicherungspunkten in die Höhe, die Horizontale und in die Tiefe. Geübt wurde in der Müngstener Brücke und im Müllheizkraftwerk in Wuppertal.

Darf ich vorstellen der Neue im Gerätehaus

Der eine oder andere konnte es beim Feuerwehrfest bereits begutachten: Das neue Fahrzeug der Feuerwehr Gräfrath. Aufgrund von Umstrukturierungen wurde das Tanklöschfahrzeug nach Wald zur Löscheinheit 7 verlegt. In Gräfrath wird dafür ein vom Bund an die Stadt Solingen zugeteiltes Fahrzeug stationiert: ein LF-Kats (Löschgruppenfahrzeug für den Katastrophenschutz). Es hat neun Sitzplätze und ist primär für die Wasserversorgung über eine lange Strecke ausgerüstet. Verlastet sind u.a. ein 1.000l fassender Wassertank, eine tragbare Pumpe sowie 320m Schlauchleitung, die während der Fahrt verlegt werden können.

Das neue Löschgruppenfahrzeug-Kats

Der Vorstieg in die Tiefe

Jugendfeuerwehr

Mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres trat im Mai ein Kamerad aus der Jugendfeuerwehr Gräfrath in die aktive Abteilung der Löscheinheit über. Weiter lässt sich berichten, dass das Betreuerteam nun durch einen weiteren Jugendgruppenleiter unterstützt wird. Mit dem Übertritt aus der Gruppe III der Jugendfeuerwehr in die Löscheinheit 7 in Wald übernimmt Marcel Rüttgers diese Funktion in Gräfrath. Mit kameradschaftlichen Grüßen Bastian Schurr 67


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Freundeskreis Unterstützung der Die unendlichezur Geschichte Freiwilligen Feuerwehr in Gräfrath e.V. Liebe Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Gräfrath,

am 5. April fand die Jahreshauptversammlung des Freundeskreises in den Räumen der Feuerwehr statt. Die Vorsitzende gab den anwesenden Mitgliedern einen Rückblick auf das Jahr 2016 und die Förderungen, die in Form von Sachleistungen und Unterstützung von Schulungs-/Hilfsmitteln für die Löscheinheit und die Jugendfeuerwehr getätigt wurden. Wie immer garantierte unsere Kassiererin Sonja Wildschütz eine einwandfreie Buchführung. Der Kassenprüfer Andreas Stoffl bat die Versammlung um Entlastung, die einstimmig gewährt wurde. Weiterhin wurde auch dem Gesamtvorstand Entlastung erteilt. Im Verlauf der Versammlung kam unser Mitglied Karl Gerd Hankammer zu Wort. Er kam damit der Bitte des Vorstandes nach, der Versammlung einmal einen Einblick über die Beweggründe und das Vorgehen zur Verleihung des „Gräfrathalers” zu geben. Wie bereits im letzten Heimatspiegel berichtet wurde, hat die Löscheinheit im Herbst 2016 den Gräfrathaler verliehen bekommen.

Ralf Ewert berichtete über die Tätigkeiten der Löscheinheit im vergangenen und laufenden Jahr und bedankte sich im Namen der gesamten Löscheinheit bei den Mitgliedern und beim Vorstand des Freundeskreises für die geleistete finanzielle und auch ideelle Unterstützung. Im Anschluss an die Versammlung konnten die Anwesenden die fertiggestellten Räume im ersten Obergeschoss besichtigen. Dort sind durch viel Einsatz und Eigenarbeit der Kameraden ein Büro sowie ein kleiner Besprechungsraum entstanden. Die Büro-Möbel wurden der Feuerwehr von einer Firma aus Ohligs kostenlos zur Verfügung gestellt, da das Unternehmen ein neues Bürohaus bezogen und neue Möbel bekommen hatte. Somit ist das Obergeschoss nun mit gut erhaltenen Büromöbeln ausgestattet. Für die angeschlossene Teeküche förderte der Freundeskreis eine passende Küchenzeile. Am Ende bedankte sich die Vorsitzende bei Ralf Ewert für seinen Tätigkeitsbericht und auch Karl Gerd Hankammer für seinen Einblick in den Ablauf der Gräfrathaler-Verleihung. Zum Ausklang der Versammlung gab es die erste Grillwurst der Saison. Möchten Sie Mitglied werden, sprechen Sie uns an oder informieren Sie sich auf unserer Internetseite. Wir würden uns freuen! Conny Brinkmann

Vorstand + Karl Gerd Hankammer

Freundeskreis der Freiwilligen Feuerwehr in Gräfrath e. V. Am Brandteich 6, 42653 Solingen, Telefon (0212) 2435 8999 freundeskreis@lg6.de - www.lg6.de 69


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St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1590 Solingen-Gräfrath Das Jahr begann mit unserem Brudertag am 22. Januar 2017, welchen wir nach der Heiligen Messe im Sälchen ausgiebig mit befreundeten Vereinen feierten. Unsere männlichen Schützen hatten mal wieder einen sehr schönen und lustigen Auftritt einstudiert. Das nächste Highlight, bei dem wir sehr gerne geholfen haben, war der Tanz in den Mai bei der Freiwilligen Feuerwehr LG 6 Gräfrath. Das Fest war wie immer ein voller Erfolg und ist, wie ich finde, nicht umsonst das beste Feuerwehrfest in Solingen! „Wappen Gräfrath“ „Sebastianus“

Am 25. Mai 2017 traf sich die Bruderschaft bei bestem Wetter zum Familienwandertag, um mit Freunden und Familienmitgliedern durch die Wupperberge zu wandern. Anschließend haben wir, im Garten meiner Eltern, einen wirklich tollen Tag bei leckerem Essen ausklingen lassen.

Ab Mai besuchten wir verschiedene Schützenfeste der befreundeten Bruderschaften. Aber am meisten freue ich mich natürlich auf das schönste Fest im Jahr, das allseits beliebte Schützenfest / Zeltfest am dritten Wochenende im August 2017 auf dem Brandteich. Das Programm seht ihr auf der nächsten Seite. 71


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Auf diesem Weg wünsche ich allen Festteilnehmern, Gästen und Freunden am gesamten Festwochenende eine tolle Zeit und eine Menge Spaß! Zu guter Letzt würde ich mich sehr freuen, wenn ich Euch als Bezirkskönig auf unserer Party im Walder Stadtsaal am 13. Oktober 2017 ebenfalls begrüßen darf.

„Wappen Gräfrath“ „Sebastianus“

Es grüßen die Schützen mit ihrem Bezirkskönigspaar Sebastian Beyer und Sarah Coester Schülerprinz Luke Schmitz Bambiniprinz Leni Seibert

Schützenfest

Samstag, 19. August 2017 11.00 Uhr

Bürgerkönigsschießen Teilnahme ab 18 Jahre Der Sieger erhält einen Präsentkorb

13.30 Uhr

Königsschießen der Bruderschaft vor dem Festzelt

18.00 Uhr

Festumzug durch Gräfrath

18.30 Uhr

Großer Zapfenstreich in den Anlagen Gerberstraße

19.00 Uhr

Krönungsball Es spielt die Coverband „be prepared“

ca. 23.00 Uhr Krönung der neuen Majestäten

Sonntag, 20. August 2017 9.30 Uhr

Heilige Messe in der Pfarrkirche St. Mariä-Himmelfahrt

Hier ein Ausblick auf die nächsten Aktivitäten: 13. Oktober 17: Große Party vor dem Bezirksfest im Walder Stadtsaal mit der Band „Jokebox“ 14. Oktober 17: Bezirksfest zu Ehren unseres Bezirkskönigspaars Sebastian Beyer und Sarah Coester im Walder Stadtsaal 73


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Ballspielverein Gräfrath e.V. Der BV Gräfrath und der Offene Ganztag

Schon seit einigen Jahren verbringen immer mehr Grundschüler ihren Nachmittag in der Ganztagsbetreuung des Offenen Ganztags (OGS). Dort unterbreiten entsprechende Trägervereine den Kindern beziehungsweise ihren Eltern ein vielseitiges Programm; natürlich gehört auch die sportliche Betätigung dazu. Seit Beginn des Schuljahrs 2013/2014 bietet auch der BV Gräfrath auf Veranlassung von Uschi Neeff (Schulkinderbetreuung Gräfrath e.V.) sage und schreibe drei Fußball-Arbeitsgemeinschaften in der Grundschule Gerberstraße an. Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 leitet der Unterzeichner jeweils eine Fußball-Arbeitsgemeinschaft (AG) für Jungen des ersten und zweiten Schuljahres, für Jungen des dritten und vierten Schuljahres und – worauf Schule und OGS besonders stolz sind – eine Fußball-AG für Mädchen. Aus den Jungen-AGs sind etliche Schüler bereits in Mannschaften des BV Gräfrath integriert; die Mädchen-AGs sind maßgeblich an der Gründung der jüngsten Mädchen-Mannschaft des BV Gräfrath MU 11 beteiligt. So wird auch die Mädchen-Schulmannschaft der Grundschule Gerberstraße von Andreas Schneider und Holger Daams betreut, die beide auch Jugendtrainer des BV Gräfrath sind. Diese Mädchen-Schulmannschaft belegte bei den Mädchen-Städtmeisterschaften der Grundschulen einen guten neunten Platz, wobei alle Spiele der Hoffnungsrunde gewonnen werden konnten.

des Sportrings Solingen zur Eröffnung der neuen Freilufthalle am 25. Mai blieb diese Mannschaft ungeschlagen, kassierte kein einziges Gegentor und schoss 20 Tore, was alle Beteiligten und besonders die Spieler sehr stolz macht. Bei der Betreuung half übrigens mit Sufian Jarrar, Vater eines Spielers, ein ehemaliger Bambini-Spieler des Unterzeichners bei der 1. SpVg. Solingen 03. Auch für das kommende Schuljahr plant die Grundschule Gerberstraße, beziehungsweise der Träger des Offenen Ganztags (Schulkinderbetreuung Gräfrath) wieder drei Fußball-AGs, die in Kooperation mit dem BV Gräfrath durchgeführt werden. Mittlerweile nehmen sogar Kinder mit besonderem Förderbedarf an den Fußball-AGs teil, woraus zu ersehen ist, dass die Arbeit des BV Gräfrath im Offenen Ganztag der Grundschule Gerberstraße höchst anerkannt ist. Wir gehen davon aus, dass das Engagement der Fußballvereine in der Offenen Ganztagsbetreuung der Grundschulen die Zukunft der sportlichen Jugendarbeit darstellt. Hauptsache ist beim BV Gräfrath immer noch, dass die Kinder Freude am Fußball haben. Georg Schubert

Zum ersten Mal hat eine OGS-Mannschaft als Schulmannschaft an einem Fußballturnier teilgenommen. Beim Inklusionsturnier 75


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Neuanfang mündet im Aufstieg zur Kreisliga B

Die Erfolgsgeschichte begann letztes Jahr im Sommer. Nach langjährigem Engagement sind Ulf und Benno von ihren Ämtern als Trainer zurückgetreten und mit ihnen auch eine ein Teil der Mannschaft. Für das neue Gespann Paul und Tobias hieß es nun den vorhandenen Kader gut zu ergänzen und ihre Ideen weiterzugeben. Aus diesem Grund wurde das Saisonziel bescheiden ausgewählt. So wollte man in diesem Jahr im oberen Mittelfeld der Tabelle landen. Die Vorbereitung lief daher etwas holprig, mussten doch die Neuzugänge integriert werden und die Spieler die neuen Vorgaben der Trainer verstehen und umsetzen. Der Saisonstart verlief durchwachsen. Bei den ersten Spielen zeigten die Spieler Licht und Schatten und brachten die Trainer das ein oder andere Mal zur Verzweiflung. Dennoch waren sich Spieler und Trainer einig, dass hier etwas zusammen wächst. Umso länger die Hinrunde dauerte, umso erfolgreicher wurde man, sodass die Hinrunde positiv beendet werden konnte. Im Winter konnten dann nochmals neue Spieler gewonnen werden, die der Mannschaft weitergeholfen haben. Die Vorbereitung zur Rückrunde verlief auch sehr vielversprechend, da auch in den Testspielen an die guten Leistungen zum Ende der Hinrunde angeknüpft werden konnte. Mit dem Ziel die Rückrunde besser zu gestalten als die Hinrunde ging es in die zweite Halbserie. Dies klappte so gut, dass man un-

geschlagen durch die Serie ging und auch das nicht geplante Thema Aufstieg immer mehr Konturen annahm. Dennoch versuchten die Trainer dieses Thema von außen nicht an die Mannschaft rankommen zu lassen, da man den Druck nicht aufkommen lassen wollte. Mit der Niederlage in Haan kam dann auch nochmal ein Dämpfer zur rechten Zeit, da die Mannschaft wusste, dass der Aufstieg kein Selbstläufer wird. Der nicht für möglich gehaltene Aufstieg wurde dann auch erst am letzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht und die Freude kannte keine Grenzen mehr. Nun geht es darum, sich konzentriert auf das neue Jahr vorzubereiten. Abgänge müssen kompensiert und Neuzugänge wieder integriert werden. Mit sehr viel Spaß und großem Ehrgeiz werden wir in die neue Saison gehen und versuchen das Ziel Klassenerhalt anzustreben. Aufgrund der Verkleinerung der Ligen wird dies sicherlich nicht einfach. Dennoch halten wir dieses Ziel für möglich. Dirk Stöber

Gräfrath im Internet: www.heimatverein.eu 77


Nach der Saison, ist vor der Saison Die großen Sommerferien stehen kurz bevor und wie jedes Jahr ist dies die spannendste Zeit für alle Handballbegeisterten. Zum einen ist die Saison zu Ende, zum anderen werden die Weichen für die komplette nächste Saison gestellt. Wie heißt es doch so schön: ”Nach der Saison ist vor der Saison“. Dies gilt besonders für die zahlreichen Jugendmannschaften des HSV Solingen-Gräfrath. In der kommenden Spielzeit geht der größte Solinger Handballverein mit nicht weniger als 18 Jugendteams an den Start. Da lohnt doch ein Blick auf die Ergebnisse der gerade abgelaufenen Quali-Spiele für die höchsten deutschen Jugendklassen. Hier galt es, das herausragende Ergebnis der letzten Saison zu bestätigen, als nicht weniger als 7 HSV-Mannschaften auf überregionalem Terrain unterwegs waren. Vorweg gesagt – der HSV konnte die zuletzt überragenden Leistungen bestätigen und brachte wieder 6 von 7 gemeldete Jungen- und Mädchenmannschaften auf Ebene des Westdeutschen

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Handballverbandes unter. So werden in der Spielzeit 17/18 bei den Mädchen die wA und die wC1 in der Oberliga-Niederrhein und die wB zum zweiten Mal hintereinander in der Regionalliga-Nordrhein ins Geschehen eingreifen. Dabei schaffte die wB sogar die direkte Qualifikation, da sie in der abgelaufenen Saison einen sensationellen 4. Platz einfuhr und somit im Mai und Juni keine Quali-Turniere spielen musste. Ein wirklich toller Erfolg, der nicht zuletzt durch die kontinuierliche und konsequente Trainingsarbeit hart erarbeitet wurde. Bei den Jungs setzte sich ebenfalls der eingeschlagene Aufwärtstrend fort. Nachdem die mC1 in der letzten Saison die Oberliga-Vizemeisterschaft, hinter dem starken Bergischen HC, feiern konnte, stand man damit automatisch im Halbfinale zur Westdeutschen-Meisterschaft. Dort musste man gegen den amtierenden Westfalenmeister, den Letmather TV (Iserlohn), antreten, vergab aber im Hinspiel in eigener Halle durch eine schwache Schlussphase eine bessere Ausgangspo-


sition für das Rückspiel. In Iserlohn führte man in einem hochklassigen Spiel bis zur Schlussminute, um am Ende unglücklich mit einem Tor zu verlieren. Letztendlich verlor man gegen den späteren Westdeutschen Meister, der die beiden Finalspiele gegen den VFL Gummersbach gewann. So bleibt, trotz der verpassten Chance auf einen ersten großen Titel, das Gefühl einer wirklich grandiosen Saison. Für die kommende Spielzeit qualifizierten sich folgende männliche Jugendteams für die überregionalen Klassen. Die mB1 (Oberliga), mB2 (Verbandsliga) und die mC1 Verbandsliga. Nach den Abstiegen der 2. und 3. Damenmannschaft, die aber nach wie vor überregional unterwegs sind, ist die Damenabteilung noch enger zusammengerückt. Hier läuft seit Mitte Juni die erste Vorbereitungsphase für die 8. Saison in der 3. Liga. Wie in jedem Jahr werden die 48 besten Amateurvereine in vier Gruppen bundesweit neu zusammengestellt und wir sind in der angestammten Westgruppe eigentlich vor unliebsamen Überraschungen gefeit. Doch durch einige “Verwerfungen“ im Osten der Republik, wird die Westgruppe der 3. Liga aber nun deutlich anders aussehen. Neben den etablierten Westvereinen 1. FC Köln, Bayer Leverkusen, PSV Recklinghausen und Bor. Dortmund sind nun insgesamt 6 neue Teams dabei, da die komplette “Hessenfraktion“ in die

Ostgruppe verschoben wurde. Neben den beiden Aufsteigern aus Menden und Wülfrath kommen aus der Nordgruppe Oldenburg und Vechta und aus der Ostgruppe Blomberg/Lippe hinzu. Dazu gesellt sich noch unser alter Dauerrivale TuS Lintfort als Absteiger aus der 2. Liga. In der Regel werden diese Vergleiche ein besonderer Gradmesser sein, da diese Teams in aller Regel ausschließlich aus Spielern der A-Jugend-Bundesliga bestehen. Bemerkenswert dabei ist die Tatsache, dass drei Teams (Leverkusen, Blomberg, Oldenburg) im Halbfinale zur deutschen A-Jugendmeisterschaft standen. Da kann man sich hinsichtlich der HSV-Jugendabteilung dann einen guten Überblick verschaffen, wo hin die Reise unserer eigenen zukünftigen A-Jugend noch gehen müsste. Letztendlich gibt es auch noch eine kleine Erfolgsmeldung unserer Herrenabteilung. Die Erste hat tatsächlich den ersten Aufstieg seit Jahren geschafft und spielt in der kommenden Spielzeit in der Kreisliga. Außerdem gibt es dann auch wieder eine zweite Mannschaft. So vertreten in der kommenden Saison 17/18 also 3 Damen-, 2 Herren und 18 Jugendmannschaften die Farben des HSV-Solingen-Gräfrath in den Handballhallen dieser Republik. Wolfgang Klein

Gräfrath finde ich gut! 79


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Gräfrather Turn- und Sportverein 1869 e.V. Problem, wir kennen das und die nächsten Abende wird es viiiiiiel besser. Unsere Morgen starten im Hardter Wald immer mit einem herrlichen Frühstück. Neben Brot, Wurst und Käse, Kaffee, Kakao oder Tee gibt es ein üppiges Müslibuffet mit Saft, Milch, Joghurt und Honig.

Theater im Hardter (Wald)

Das gab`s noch nie. Noch vor 16.00 Uhr konnte am Freitag, den 2. Juni, unser Busfahrer die Türen schließen und 39 fröhliche Kinder und 8 ebenso gut gelaunte Betreuer des GTSV starteten in ein phänomenales Pfingstwochenende 2017. Im Bus wurde das Taschengeld der Kinder eingesammelt, um es ihnen später in Raten wieder auszuzahlen, damit sie sich am hauseigenen Büdchen etwas kaufen konnten. Auch die Ankunft in der Jugendherberge verlief reibungslos. Die Tochter unseres Herbergsvaters Herrn Rottmann schnappte sich gleich alle Kinder und die Betreuer, die noch nie in unserer Stammjugendherberge waren, führte sie über das Gelände und erklärte ihnen alle Regeln, die sie zu beachten hatten. Nach einer kurzen Ansprache des Herbergsvaters verteilten wir die Kinder auf die Zimmer und los ging`s mit Betten beziehen. Noch nicht ganz fertig, aber schon hungrig begannen wir mit dem Grillen der Würstchen am Grillplatz der Jugendherberge. Dazu gab es leckere Salate, Brot, Maiskolben und Ketchup. Gesättigt starteten wir unsere Kennenlern- und Staffelspiele. Alle Kinder (14 Jungs und 25 Mädchen) machten begeistert mit. Um 21.45 Uhr begann eine lange Nacht. Ein paar Betten mussten noch gemacht werden, ein paar Heimwehtränchen flossen und vor lauter Aufregung schliefen die letzten erst weit nach 24.00 Uhr ein. Das ist für uns Betreuer aber kein

Nachdem wir den Kindern unser Motto für unseren Abschlussabend am Sonntag genannt hatten, ging es raus zum Chaosspiel. In Gruppen mussten von uns auf dem Gelände verteilte Kärtchen mit Zahlen und Bildern gefunden werden. Von überall her hörte man die einzelnen Gruppennamen rufen, damit sie dann gesammelt wieder zum Spielfeld zurückkommen konnten.

Nach dem leckeren Mittagessen holte uns um 13.30 Uhr ein Bus ab. Er brachte uns nach Willich zum Schwimmbad „de Bütt“. Die Attraktion war hier die 90m Rutsche “black hole“. Wir Betreuer verteilten uns auf die verschiedenen Becken und hatten so immer alle Kinder gut im Blick. Mit dem Bus ging es zurück. Nach dem Abendessen mit Salatbuffet und warmen Auflauf beschlossen wir den Abend mit Stockbrot und Marchmallows am Lagerfeuer unterm Dach wegen der schlechten Witterung. Es war trotz des einsetzenden Regens, oder gerade deswegen, total gemütlich. Alle, wirklich alle, saßen wir um das Lagerfeuer und sangen fröhliche Lieder zu den Gitarrenklängen von Florijan.In dieser Nacht schliefen alle ganz schnell ein und wir Betreuer konnten schon die Spiele für den nächsten Tag vorbereiten und die Disco schmücken. Der Sonntag ist immer unser 81


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Waldrallyetag. Die Gruppen hatten wir schon vorher eingeteilt und jedem Betreuer eine zugeteilt. Im 10 Minuten Rhythmus ging es ab in den Wald und zwischendurch gab es natürlich eine kleine Stärkung. Bis zum Mittagessen hatten unsere Kinder noch Zeit, für den Abschlussabend zu üben und sich aus der von Regina mitgebrachten Verkleidungskiste etwas auszusuchen. Danach ging es zur großen Spielwiese unweit der Jugendherberge. Nur Tim und Florijan blieben in der Jugendherberge zurück… Aber nur, um Eimer und die mitgebrachten Wasserspritzpistolen zu füllen. Das war ein „Hallo“, als die zwei am Spielplatz aufliefen. Nur die Kinder liefen nicht weg, sondern verfolgten die beiden, denn alle wollten nass gespritzt werden. So langsam nahte der Abschlussabend. Nach dem Abendessen zogen sich alle um, wir schminkten noch ein paar Mädchen, dann ging`s los. Durch den Abend führten Karla Kolumna (Regina), Bibi und Tina (Franziska und Lena) und das einmalige rosa Einhorn (Tim). DJ Florijan fand immer die richtigen Klänge und die „Starfotografen“ Melli und Dari knipsten was das Zeug hielt. Unsere Kinder haben sich dieses Jahr selbst übertroffen, ob Sketch, Tanz, Akrobatik oder eine Bildvorstellung über die Pfingstfreizeit, jeder hat sich etwas einfallen lassen und mitgemacht.

Zur anschließenden Disco gab`s Chips, Haribo und Waldgeisterbowle und dann ab in den Wald zur Nachtwanderung. Nur Tim und Florijan blieben zurück – irgendjemand musste schließlich aufräumen. Schade, so haben sie einiges verpasst, das Gepolter im Wald, das Gespenst auf der Seilbahn und das Skelett mit den roten Augen am Reck auf dem Spielplatz, ach nein, das war ja der „Mann mit dem Sixpack und der blauen Badehose“. Als wir wieder zurück in der Jugendherberge ankamen, fegten Tim und Flo immer noch den Boden. Das war ganz schön gruselig und musste am anderen Morgen nach dem Frühstück und Kofferpacken unbedingt untersucht werden. Was die Kinder dabei fanden, war von uns nicht geplant oder vorbereitet, tiefe Kratzer von einem “Werwolf“ im Baumstamm, die Namen seiner „Opfer“, Absperrbänder der Polizei. Da musste also tatsächlich etwas passiert sein… Liebe Eltern, mit dieser Phantasie und Kreativität dieser genialen Kinder konnten wir nicht rechnen. Sie machten aus einer eigentlich harmlosen Nachtwanderung ein unheimliches, rätselhaftes Ereignis. Nach dem Mittagessen bestiegen wir um 14.00 Uhr unseren Bus nach Solingen, eine wunderschöne Pfingstfreizeit ging zu Ende. Danke, ihr tollen Kinder! Kein Streit, keine schlechte Laune, keine Mäkelei, viel Lust zu allen Spielen, kein Gemeckere, kein Schimpfen, ein fröhliches Miteinander hat euch aber auch uns Betreuern ein wunderschönes, harmonisches Wochenende beschert. Und danke dem GTSV, dass wir schon so viele Jahre diese Pfingstfreizeit ausrichten dürfen. Sie ist immer für alle ein Gewinn! Iris Denic 83


Die Hahneköpper in den Zeiten der Moderne Das alljährliche Stiftungsfest ist für alle Gräfratherinnen und Gräfrather immer wieder etwas Besonderes. Man trifft sich, genießt das Leben, das eine oder andere Getränk und feiert gemeinsam ein ganzes Wochenende. Für uns Hahneköpper ist es das Highlight des Jahres. Mit viel Vorfreude schauen wir nun wieder auf das kommende Stiftungsfest vom 18. – 20. August. Und doch ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden, ein Stiftungsfest zu gestalten, in dem sowohl Platz für unsere Tradition als auch für die Moderne ist. Man will meinen; in Zeiten von Smartphones, selbstfahrenden Autos und E-Bikes erscheint ein Verein, der übernächstes Jahr 90 Jahre alt wird, manchmal schon etwas veraltet. Ihnen sei versichert, dem ist mitnichten so. In der Satzung unseres Hahneköppvereins Haut Ihn 1929 steht an erster Stelle geschrieben, es sei der Zweck, „die schöne alte Sitte des Hahneköppens zum Stiftungsfest zu pflegen, zu fördern und für die Zukunft zu erhalten.“ Und doch sind auch wir ein moderner Verein, geprägt und mitgestaltet von Mitgliedern zwischen 26 und 84 Jahren. Ein Verein, der sich immer wieder selbst hinterfragt und in den letzten Jahren auch schon die eine oder andere Veränderung mitgemacht hat.

Die ersten Königsköppen, an die ich mich erinnern kann, fanden noch auf dem Schulhof der Gerberstraße statt. Von meinem Großvater weiß ich, dass noch früher das Königsköppen montags ausgetragen wurde. In den letzten Jahren fand das Köppen dann immer freitags auf dem Brandteich statt, direkt neben dem Festzelt. Nach dem Königsköppen ging es dann mit unserem neuen König ins Vereinslokal Kaffeehaus und anschließend, frisch herausgeputzt, zurück ins Zelt, wo dann ausgiebig gefeiert wurde. Doch in den letzten Jahren rückten wir Hahneköpper bei unserer eigenen Feier immer weiter in den Hintergrund, bei toller Musik wollte die Menge lieber feiern und singen anstatt die Krönung des neuen Königs zu verfolgen. Eröffnungstanz, Ehrungen und die Tombola gingen ebenfalls in der johlenden Menge unter. Die Hahneköpper sind wahre Feierbiester, aber wenn für die eigene Tradition kein Platz mehr ist, was macht es dann für einen Sinn, Hahneköpper zu sein? Änderungen mussten her und diese wurden auch vorgenommen. Dieses Jahr wird am Freitag, den 18. August, auf dem Brandteich eine große Zeltfest-Party steigen. Ab 18.30 Uhr sind Sie alle herzlich eingeladen, mit uns zu den Klängen einer der besten Bands, die das Bergische Land zu bieten hat, zu tanzen und zu feiern. Ab 19.30 Uhr wird die Band „See You“ das Festzelt rocken, wer in den letzten Jahren schon mal dabei war, weiß, dass man sich das nicht entgehen lassen darf.

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und auf die Kinder, deren Ballons am weitesten fliegen, wartet natürlich auch eine Belohnung mit tollen Preisen.

Der Eintritt kostet 5€, für ein Spitzenkonzert in schöner Atmosphäre ein wirklich fairer Preis. Für das leibliche Wohl wird natürlich bestens gesorgt sein und so freuen wir uns auf einen tollen Abend. Der Samstag ist und bleibt in der Hand der Schützenbruderschaft St. Sebastianus, die mit Sicherheit auch wieder ein tolles Programm auf die Beine stellen werden. Sonntag, der 20. August, ist dann fest in Hahneköpperhand. Insgesamt hoffen wir auf eine rege Beteiligung Ihrerseits, war es für viele Berufstätige früher schwer, pünktlich Freitagmittag auf dem Festplatz zu sein, so bietet der Sonntag viele Möglichkeiten für Jung und Alt. Nachdem wir morgens unseren König Sebastian, Gott sei Dank nicht in Wermelskirchen sondern hier in Gräfrath, abholen werden, geht es dann ins Zelt zum Königsfrühstück. Ab 14 Uhr hoffen wir, viele kleine und große Kinder am der Ecke Täppken / Wuppertaler Straße zum Ballonwettbewerb begrüßen zu können. Hier gibt es, selbstverständlich kostenlos, Ballons und Süßigkeiten

Anschließend würden wir uns freuen, wenn Sie alle uns zurück auf den Brandteich begleiten würden, denn nun folgt das Herzstück des Vereins: das Königsköppen. Es ist immer wieder ein herrlicher Anblick, wenn sich alle Hahneköpper um den Hahn im Korb versammeln und Arm in Arm das Vereinslied singen. Um 15 Uhr, nach dem Ehrenschlag des nun scheidenden Königs, geht es dann endlich daran, den neuen König auszuköppen. Und Ihnen sei gesagt, auch wir wären unheimlich froh, wenn das Köppen dieses Jahr länger gehen würde als 5 Schläge. Wir erhoffen das Beste! Also, nachdem dann dieses Jahr der neue König nach hoffentlich vielen spannenden Durchgängen ermittelt ist und der neuen Majestät gebührend gratuliert wurde, geht es dann wieder ins Vereinslokal zum ersten Umtrunk. Ab 19 Uhr laden wir Sie dann alle herzlich ein, gemeinsam mit uns unser Stiftungsfest zu begehen. Eintritt wird es am Sonntag keinen geben. Die musikalische Leitung an diesem Abend übernimmt Achim Hagenbruch, ein talentierter Alleinunterhalter. Und mit „Herrn Niels“ wird es auch einiges zu lachen geben, der Begriff Körperkunst ist für ihn gar kein Ausdruck, aber ich will nicht zu viel verraten. Wir erhoffen uns, mit Ihnen einen feierlichen und schönen Abend zu verbringen, an dem zwar immer noch genug Raum für Tanz, Musik und Feierbiester ist, aber auch genügend Platz für unsere Traditionen. In diesem Sinne, schauen Sie doch einfach vom 18 – 20. August auf dem Brandteich vorbei! Sie werden es nicht bereuen! Mit viel Vorfreude im Bauch, Sebastian Meya Schriftführer des Hahneköppvereins „Haut Ihn“ 1929 85


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EINLADUNGEN

Die unendliche Geschichte

EINLADUNG! LASST UNS GEMEINSAM FEIERN! Sonntag, 20. August 2017 um 19.00 Uhr im Festzelt am Brandteich

Es ist lange her, dass alle Gräfrather Vereine gemeinsam gefeiert haben. Es muss zu der Zeit gewesen sein, als auf dem Fußballplatz des BV Gräfrath noch Handballer gegen Tennisspieler und Hahneköpper gegen Schwaneköpper gespielt haben! Da wäre es doch wieder mal an der Zeit, sich in toller Atmosphäre zu treffen und ein paar Bier zusammen zu trinken! Am Sonntag, 20. August 2017, findet im Festzelt am Brandteich unser Krönungsball statt. Neben der Krönung unseres neuen Königs wollen wir einen tollen Abend erleben! Musik macht „Hajo“ der Mann aus Mallorca, für Spitzencomedy sorgt der weltbekannte „Herr Niels“!

EINLASS IST UM 19.00 UHR BEI FREIEM EINTRITT! Liebe Fußballer, Handballer, Tennisspieler, liebe Hahneköpper vom Flachsberg, lieber Karnevalsverein, liebe Turner vom GTSV, liebe Freiwillige Feuerwehr, liebe Freunde des Heimatvereins, liebe Freunde der St. Sebastianus Schützenbruderschaft, wir würden uns ganz besonders freuen, Euch alle an diesem Abend begrüßen zu dürfen! Dies gilt natürlich auch für die Abordnungen der Parteien, der Kirchen, und für alle anderen Gräfrather, die Lust haben unter Gräfrathern in bester Gesellschaft und bei toller Stimmung zu feiern! Herzlich grüßt Euch alle, Wolfgang Müller 1. Vorsitzender „Haut-Ihn“ 1929

Werde Mitglied im Heimatverein 87


Der Gräfrath LKW unterwegs auf dem Nürburgring, beim 32. Int. ADAC Truck-Grand-Prix. 30. Juni - 02. Juli 2017

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Heimatverein Nümmen e.V. Das Heimatfest 2017...

Vor allem am Samstag war das Fest sehr gut besucht. Das Wetter spielte einfach mit!

Nümmen denkt an Groß und Klein. Mit Essen, Trinken, Musik und Kinderaktionen.

Am 27. und 28. Mai war es wieder soweit. Das Nümmener Heimatfest zog jede Menge kleine und große Besucher an. Flammkuchen, Garnelenspieße, Reibekuchen, Bratwurst, Waffeln, Kuchen und Co. Dazu gute Musik und gute Stimmung ... und auch das ein oder andere Bierchen. Aber ohne Helfer geht gar nichts ! 89


Am 9. April 2017 starb Harald Eicker im Alter von 80 Jahren. Sein Tod ist ein schwerer Verlust für seine Familie, aber auch für Gräfrath und seine Vereine. Für sein intensives, langjähriges Engagement für seinen geliebten Heimatort ist ihm 2006 der Gräfrathaler vom Heimatverein verliehen worden.

Harald Eicker Schon in frühen Jahren war Harald Eicker bereit Verantwortung zu übernehmen und übte Vorstandsaufgaben in einigen Gräfrather Vereinen aus. Er war Schriftführer im Kirchenchor, Spielführer in verschiedenen Fußballmannschaften, leistete jahrelang Führungsarbeit im Verein der Hahneköpper als Vorsitzender, Präsident und Ehrenvorsitzender, und er wurde 1976 Vorsitzender des Heimatvereins, wo er zahlreiche Projekte zum Wohle Gräfraths und seiner Bevölkerung realisieren konnte. Sein Lebenswerk krönte er 1975 mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Gräfrather Vereine, die eine neue Zeitrechnung im Gräfrather Vereinsleben einläutete. Statt engstirnigem Kirchturmsdenken arbeiteten nun 14 Vereine gemeinsam, um Marktfest, Martinszug und Weihnachtsbeleuchtung zu ermöglichen, und man sprach und feierte miteinander. Harald Eicker hat es verstanden mit seinen Aktivitäten wichtige Traditionen zu bewahren, aber er hatte auch den Blick und das Durchsetzungsvermögen für das Neue. Sein erfolgreiches Wirken basierte auf seiner souveränen Art zu leiten, seiner Kreativität, seiner Kommunikationsfähigkeit und seiner gewinnenden Art als Mensch. Wir dürfen dankbar sein für alles, was er geleistet hat. Der Vorstand

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Solingen-Gräfrath e.V.

Neue Mitglieder - Heimatverein Solingen-Gräfrath Alheeti, Khaled Bryde, Arnold Geisen, Verena Halscheid, Sascha Ihl, Isabel Käsch, Lisann und Ingo Klein, Doris Körsgen, Ursula Postelmann, Gerd Weck, Manfred Es ist schön, dass Sie durch Ihren Beitrag und Ihre Spende bei der Unterstützung der Vorstandsarbeit zur Verwirklichung von Gräfrather Zielen mithelfen möchten. Wir werden Sie mittels des „Heimatspiegels“ über die umfangreichen Tätigkeiten dreimal jährlich informieren.

Mit tiefem Bedauern nehmen wir Abschied von den verstorbenen Vereinsmitgliedern: Sandrock, Ingrid

06. März 2017

Eicker, Harald

09. April 2017

Schmidt, Heinrich

13. April 2017

Strotmann, Gisela

22. Mai 2017

In stillem Gedenken, Heimatverein Solingen-Gräfrath

E-mail Adressen unserer Mitglieder

Es gibt einfachere und günstigere Wege der Kommunikation als den Briefverkehr. Um diese zu nutzen, wären wir unseren Mitgliedern sehr dankbar, wenn Sie uns Ihre E-mail Adresse an unsere schicken: info@heimatverein.eu 91


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Glück und Gesundheit für unsere Geburtstagskinder Ann, Marlene

03. August 1935

Ohliger, Hannelore

05. August 1929

Lepke, Ruth

10. August 1922

Stüttgen, Leni

13. August 1927

Niederhöfer, Rudolf

22. August 1940

Füser, Christel

26. August 1945

Stamm, Dr. Werner

26. August 1931

Rottner, Dieter

27. August 1942

Hack, Albrecht

29. August 1947

Füser, Rolf

25. September 1944

Stamm, Kordula

28. September 1931

Gebhardt, Rosemarie

02. Oktober 1938

Holweg, Peter

04. Oktober 1947

Kennert, Rolf-Dieter

09. Oktober 1945

Rosencrantz, Gertraud

17. Oktober 1945

Krisam, Herbert

19. Oktober 1935

Dreger, Dieter

26. Oktober 1939

Steinhoff (geb. Lues), Cilly

31. Oktober 1939

Hilbig, Jürgen

10. November 1941

Kremer, Wolfgang

16. November 1934

Gross, Michael

18. November 1937

Sowa, Paul Manfred

22. November 1938

Eine Bitte an unsere Mitglieder Jahrgang 1947 und älter: Wer noch nicht im obigen „Geburtstagskinder“-Register aufgeführt ist, das aber wünscht, möge sein Geburtsdatum dem Heimatverein Solingen-Gräfrath e.V., Postfach 18 02 06, 42697 Solingen, info@heimatverein.eu oder telefonisch (0212) 593277 an Harald Engels, mitteilen. 93


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Impressum Herausgeber:

HEIMATVEREIN SOLINGEN-GRÄFRATH e.V. – Postfach 18 02 06 – 42627 Solingen, Steuer-Nr.: 128/5833/4388, USt-IdNr.: DE120872393

Bankverbindung: Stadt-Sparkasse Solingen, IBAN: DE78 3425 0000 0000 4000 10, BIC: SOLSDE33XXX Vorsitzender:

Karl Gerd Hankammer, Abteiweg 2b, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 16 40, gabi.gerdhankammer@t-online.de

Stellv. Vors.:

Peter Wilhelm Steinheuer, Nümmener Straße 63, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 17 83, steinheuerpw@web.de

Schatzmeister:

Harald Engels, Obere Holzstraße 28, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 32 77, harald.engels.he@t-online.de

Schriftführerin: Annemarie Jacob, Am Graben 11, 42653 Solingen, Tel. (0212) 59 12 04 Redaktion:

Andreas Vesper, Abteiweg 105, 42653 Solingen, Tel. (0212) 259 1105, Mobil (0172) 253 1964, Fax (0212) 5965-218, vesper.solingen@arcor.de

www.heimatverein.eu – info@heimatverein.eu Redaktionsschluss des Heimatspiegels: verbindlich 15. Februar, 15. Juni und 15. Oktober Alle Berichte der Vereine, Institutionen und von Freunden des Heimatspiegels, die uns bis zu diesen Terminen vorliegen, werden gern veröffentlicht. Alle in dieser Ausgabe erschienenen Artikel, Bilder und Anzeigen dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion weiter verwendet werden. Eingereichte Berichte/Artikel werden ohne Rücksicht darauf veröffentlicht, ob die darin zum Ausdruck gebrachten Ansichten mit der Meinung der Redaktion bzw. des Vorstandes übereinstimmen. Die Redaktion behält sich vor, Sinn wahrende Kürzungen vorzunehmen. Für nicht angeforderte Originalvorlagen und Bilder übernimmt die Redaktion keine Haftung bei Verlust oder Beschädigung. Der Inserent schaltet die Anzeige bis auf Widerruf. Dieser hat der Redaktion spätestens vier Wochen vor dem nächsten Redaktionsschluss in schriftlicher Form vorzuliegen. Wir danken den Inserenten für deren Unterstützung des Heimatvereins und bitten die Kunden um Berücksichtigung bei ihren Einkäufen, Beauftragungen und Besuchen. Layout und Produktion: Schulenberg&Werbung, Solingen, www.schwub.de

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Feststehende Termine 2017 1. August 2017 11.00 Uhr

Heimatverein

6. August 2017 18. – 20. August 2017 1. September 2017 18.00 Uhr 3. September 2017 11.00 Uhr 3. September 2017 16. September 2017 9.00 Uhr 1. Oktober 2017 13. Oktober 2017 19.00 Uhr 14. Oktober 2017

Heimatverein div. Veranstalter div. Veranstalter Heimatverein Heimatverein Heimatverein Heimatverein Schützenbruderschaft Schützenbruderschaft

5. November 2017 10. November 2017 17.15 Uhr 12. November 2017 11.00 Uhr 3. Dezember 2017 15. – 17. Dezember 2017

Heimatverein ARGE/Heimatverein Heimatverein

15. – 17. Dezember 2017

Privat

21. – 23. Dezember 2017

Privat

31. Dezember 2017 18.45 Uhr

Heimatverein

Heimatverein Privat

Präsentation des restaurierten Grabes von Dr. de Leuw auf dem Parkfriedhof Gräfrath anl. des 225. Geburtstages Gräfrath-Museum * Schützen- und Zeltfest am Brandteich Gräfrather Lichterzauber Historischer Ortskern Jazz-Frühschoppen mit der Climax Jazzband und Oldtimer-Treff auf dem Gräfrather Markt Gräfrath-Museum * Studienfahrt nach Bad Neuenahr - Ahrweiler Abfahrt Parkplatz Brandteich Gräfrath-Museum * Partyabend der Schützen im Walder Stadtsaal mit der Band "Jukebox" Bezirksfest der Schützen zu Ehren des Gräfrather Bezirkskönigspaares Sarah Coester und Sebastian Beyer im Walder Stadtsaal Gräfrath-Museum * Martinszug Eugen-Maurer-Haus Gedenkfeier zum Volkstrauertag Friedhofskapelle Parkfriedhof Gräfrath-Museum * Weihnachtsmarkt Gräfrather Markt Romantischer Weihnachtsmarkt Schloss Grünewald Romantischer Weihnachtsmarkt Schloss Grünewald Silvester-Rundgang mit dem Nachtwächter - Gräfrather Markt

*Gräfrath-Museum geöffnet von 14.00 – 16.00 Uhr (Freier Eintritt über den Hintereingang Klosterhof) Vorstandsmitglieder sind anwesend und stehen für Fragen und Informationen zur Verfügung. 95


Gräfrather Heimatspiegel Nr. 2/17  

69. Jahrgang - August 2017 Totgesagte leben länger. Der Sommer startet jetzt durch.

Gräfrather Heimatspiegel Nr. 2/17  

69. Jahrgang - August 2017 Totgesagte leben länger. Der Sommer startet jetzt durch.