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ISSN XXXX-XXXX

1/2017

Blütenpresse

Schutzgebühr 2 €

Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.


Blütenpresse Inhalt Heft 1-2017 Impressum 2 Editorial 3 Grußwort des Oberbürgermeisters 4 Grußwort des Bundestagsabgeordneten 5 Grußwort des Verbands Botanischer Gärten 6 Grußwort der Ehrenvorsitzenden 8 Grußwort des Vorsitzenden 9 Die Straße der Gartenkunst 10 Nützlinge im Gewächshaus 13 Die Fichte: Baum des Jahres 2017 14 Tag des Baumes/Baumpaten 15 Die Bergenie – Staude des Jahres 2017 16 Giftpflanze des Jahres 2017 17 Plan des Botanischen Gartens 18/19 Bronzemedaille für eine Solinger Orchidee 20 Nachzucht im Aquarium 22 Botanischer Garten- und Blumentag 23 Malen zwischen Beet und Baum 26 Walter Scheel 27 Aus den Gewächshäusern 29 Helfer gesucht – Mitmachen erwünscht! 31 Mitgliedsantrag 34 Rätsel 35 Veranstaltungsprogramm April – Juli 36

Impressum Redaktion: Harro Hieronimus (v.i.S.d.P.) Dompfaff weg 53 42659 Solingen Tel.: 0212-819878 redaktion@bluetenpresse.de Die Blütenpresse ist eine Zeitschrift für die Mitglieder der Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. sowie die Besucher des Botanischen Gartens. Der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Abonnementsmöglichkeiten bitte bei der Redaktion erfragen. Veröffentlichte und namentlich gekennzeichnete Manuskripte stellen nicht unbedingt die Meinung des Herausgebers dar. Für den Inhalt sind die Autoren selbst verantwortlich. Jegliche Gewährleistung für beschriebene Verfahren oder Geräte wird nicht von der Stiftung

Botanischer Garten Solingen e.V. oder der Redaktion übernommen. Für unverlangt eingesandte Artikel wird keine Gewährleistung übernommen. Jeder Einsender erklärt sich mit der redaktionellen Bearbeitung seiner Artikel einverstanden. Eine Rücksendung von Manuskripten oder Bildvorlagen findet nur nach besonderer Absprache statt. Angenommen werden auch Artikel, die bereits in einer anderen Zeitschrift abgedruckt wurden, wenn das Einverständnis der erstveröffentlichenden Zeitschrift beigefügt ist bzw. ein Abdruck in einer Zeitschrift erfolgte, die den Nachdruck ausdrücklich genehmigte. Alle Anfragen und Einsendungen sind möglichst direkt an die Redaktion zu richten.

www.botanischer-garten-solingen.de


Blütenpresse Foto: Dähne Verlag

Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens Solingen, nun liegt das erste Heft der Blütenpresse in neuer Aufmachung vor Ihnen. Und dieses Mal soll es nicht bei einer Ausgabe bleiben, sondern es sollen drei Ausgaben pro Jahr werden. Was soll die Blütenpresse sein? Zuerst einmal eine Zeitschrift für die Mitglieder der Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. So soll über die Aktivitäten des Vereins, etwa den Botanischen Garten- und Blumentag im Mai, informiert werden. Das ist die vielleicht wichtigste Veranstaltung der Stiftung, mit dem größten Publikumsaufkommen. Gleichzeitig aber soll es auch Infos über die kleineren Events geben, etwa das Malen unter Anleitung. Das leitet zu einer weiteren wichtigen Aufgabe der Blütenpresse über. Sie soll nämlich auch über die Aktivitäten der Mitglieder berichten. Zahlreiche ehrenamtlich tätige Mitglieder leisten wertvollste Tätigkeit bei der Gestaltung und beim Erhalt des Botanischen Gartens. Auch darüber sollen die anderen Mitglieder informiert werden, vielleicht als Anreiz, sich selbst zu engagieren und mitzumachen. Und dafür gibt es viele Möglichkeiten, die ebenfalls schon in dieser ersten Nummer aufgezeigt werden. Die Blütenpresse wird übrigens für die Mitglieder der Stiftung kostenlos sein. Aber Sie kennen ja das Motto: Spenden sind immer willkommen. Aber das ist nur die eine Seite der Aufgaben, der sich die Blütenpresse stellt, nämlich ein Magazin für die Mitglieder zu sein. Auch die Besucher des Botanischen Gartens sollen die Möglichkeit erhalten, mehr über den Garten und vielen Mitwirkenden zu erfahren. Sie können die Blütenpresse auf jeden Fall während der Veranstaltungen kaufen. Über eine Möglichkeit, sie etwa in der Orchideenhalle zu präsentieren und dort gegen Schutzgebühr anzubieten, wird sicher noch nachgedacht. Eine Art der Finanzierung wird – neben den Spenden und der Schutzgebühr – auch die Aufnahme von Werbung sein. Sollten Sie in Ihrer Bekanntschaft jemanden kennen, für den eine Anzeige interessant sein könnte, so machen Sie diese Person doch einfach auf die Blütenpresse aufmerksam. Und auch unter unseren Mitgliedern gibt es ja zahlreiche Geschäftsleute, für die diese Form, sich in einer themenbezogenen Zeitschrift zu präsentieren, interessant sein könnte. Die Zuarbeit zu diesem Heft war einfach fantastisch. Es sind mehr Artikel da, als in dieser ersten Ausgabe veröffentlicht werden können. Aber es soll ja weitere Ausgaben geben und alles, was da ist, wird auch noch gebracht. Und lassen Sie sich nicht davon abhalten, weitere Artikel vorzubereiten und zu senden. Mit herzlichen Grüßen Ihr Harro Hieronimus 3


Liebe Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens, mit Beginn des Frühlings erwacht auch die Lust auf Garten und Natur aus dem Winterschlaf. Gleichzeitig erweckt die Stiftung Botanischer Arten die „Blütenpresse“ zu neuem Leben, um über Neues zu informieren, Interessantes vorzustellen und Besucherinnen und Besucher in den Garten zu locken. Ich wünsche dabei von Herzen Erfolg, denn ich bin sicher, kein Neuling wird den Besuch bereuen. Nicht umsonst wurde der Botanische Garten im vergangenen Jahr in die Initiative „Straße der Gartenkunst“ aufgenommen, die ein touristisch attraktives Thema aufgreift und den Weg zu hervorragenden Orten weist. Dass neben dem Brückenpark jetzt auch der Botanische Garten dabei ist, darf die Stiftung und uns alle mit Stolz erfüllen.

Foto: Stadt Solingen

Mein besonderer Dank gilt immer wieder der Stiftung, die mit ihren 500 Mitgliedern dafür sorgt, dass dieses Kleinod erhalten bleibt und so kundig wie engagiert gepflegt wird. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher haben Jahr für Jahr ihre Freude daran, ob beim Gang durch die Themengärten und Schauhäuser oder bei Angeboten wie „Malen zwischen Beet und Baum“, beim offenen Spinntreff oder der Bücherbörse. Viele haben sich dabei entschieden, Mitglied zu werden, eine Baumpatenschaft zu übernehmen oder als Sponsoren mitzuhelfen. Als nächste größere Veranstaltung dürfen die Solingerinnen und Solinger sich auf den Botanischen Garten- und Blumentag am ersten Maiwochenende freuen. Gartenfreunde finden an dem Ort mit der schönen wie treffenden Bezeichnung „Vogelsang“ immer kundige Ansprechpartner und Gleichgesinnte. Ihnen ist es gelungen, durch den Einsatz von Nützlingen als biologische „Freunde“ vollständig auf die chemische Keule zur Bekämpfung von Schildläusen, Spinnmilden, Blattläuse und Co. verzichten zu können. Ein toller ökologischer Erfolg. Ich wünsche vielen Menschen Freude, Entspannung, Erholung und interessante Einblicke in die Natur – im Botanischen Garten Solingen. Ihr Tim Kurzbach Oberbürgermeister

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Liebe Freunde des Botanischen Gartens Solingen, so langsam erwacht die Natur aus dem Winterschlaf und wir können uns endlich wieder an bunten Blüten und viel Grün erfreuen. Man merkt gleich, was das mit einem selbst macht. Mit dem Frühling kehren die gute Laune und der Tatendrang zurück. Gerne denke ich zurück an meinen Besuch anlässlich des 50. Geburtstags des Solinger Botanischen Gartens im Jahre 2013, bei dem die Big Band der Bundeswehr spielte. Und wieder hat sich viel getan in Ihrem Garten. Das ist ja gerade das Schöne, dass man immer Neues entdecken kann. Ich bin sehr froh, dass wir in Solingen so etwas Abwechslungsreiches wie den Botanischen Garten haben, der Jung und Alt anlockt, Besucher aus Solingen ebenso wie aus dem Umland, die dem Alltag entfliehen möchten, die Entspannung suchen oder einfach nur schöne Stunden im Grünen verbringen möchten. Und wo gelingt das besser als hier? Neben einem einfachen Genießen der Pflanzenwelt bietet der Garten zahlreiche Veranstaltungen wie Führungen, Malkurse, Tanztees und vieles mehr. Damit ist er zu einem spannenden und abwechslungsreichen Anziehungspunkt im Bergischen geworden, den niemand mehr missen möchte.

Foto: Katja-Julia Fischer

Das gelingt nur durch den steten und einfallsreichen Einsatz der vielen Mitglieder der „Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.“, die sich dafür einsetzen, dass wir alle auch künftig schöne Stunden hier verbringen können. Und die sich auch durch nächtlichen Vandalismus nicht von Ihrem Idealismus für den Botanischen Garten abbringen lassen. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich. Ich wünsche allzeit einen Grünen Daumen! Es grüßt Sie sehr herzlich

Jürgen Hardt

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„Einen luxuriöseren Aufenthalt als den Botanischen Garten kann ich mir nicht vorstellen“ (Hans Magnus Enzensberger, *11.11.1929, deutscher Dichter und Schriftsteller)

Liebe Leserinnen und Leser der Blütenpresse, diesen Ausspruch von Herrn Enzensberger können Sie beim Besuch Ihres Solinger Gartens sicher uneingeschränkt unterstützen, wenn sie hier Ruhe und Entspannung genießen, die Gartenbereiche mit der faszinierenden Pflanzenvielfalt erkunden und die zahlreichen Kulturangebote wahrnehmen.

Foto: Jens Schramm

Botanische Gärten beherbergen Pflanzenschätze aus aller Welt. Sie sichern die pflanzliche Vielfalt durch zahlreiche Aufgaben, die auf den ersten Blick nicht ins Auge fallen. Sie pflegen und vermehren die Pflanzen und dokumentieren ihre Pflanzensammlungen. Sie tauschen Saatgut oder Pflanzmaterial mit anderen Botanischen Gärten. Sie lagern Saatgut von bedrohten Pflanzen in Saatgutbanken oder legen Erhaltungskulturen an und kooperieren mit Naturschutzverbänden bei Wiederansiedlungsmaßnahmen. Universitätsgärten liefern Pflanzen für die Forschung in angegliederte Fachbereiche oder betreiben selbst Grundlagenforschung. Die Pflanzenvielfalt ist auch die Basis für Bildung und Qualifikation. Botanische Gärten unterstützen die Universitäten in der Lehre der Studierenden, bilden Fachkräfte in den gärtnerischen Berufen aus und sind durch Bildungsangebote für den außerschulischen Bereich als ganzheitliche Lernorte etabliert.

Informations- und Erfahrungsaustausch über Erhaltungskulturen während einer Fortbildung im Botanischen Garten Würzburg.

Um die Gärten in all diesen Aufgaben zu unterstützen, ihnen eine Plattform für den Erfahrungs- und Informationsaustausch zu bieten und ein Netzwerk für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu bilden, gibt es den Verband Botanischer Gärten e.V. Er nutzt die Synergien seiner 83 Mitgliedsgärten, zu denen auch der Botanische Garten Solingen zählt. Zum einen haben wir sehr aktive und etablierte Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themenkomplexen, die den Verbandsmitgliedern mit ihrer Expertise und Unterstützung zur Verfügung stehen. Zum anderen lassen sich die Erfolge des Verbands auch an den zahlreichen gemeinsamen Aktivitäten und Produkten messen: von den Publikationen der AG Pädagogik, über die koordinierten Erhaltungskulturen bis hin zu gemeinsamen Exkursionen und den sehr publikumswirksamen Verbandsausstellungen. 6


Foto: Beate Senska

Die AG Pädagogik im Verband treibt die Qualifizierung der Bildungsarbeit voran. Die Teilnehmenden der ersten Fortbildungsreihe erhalten hier ihr Zertifikat während der Verbandstagung in Berlin 2016.

Unser Verband wird in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum bestreiten – ein guter Grund zu feiern. Die Woche der Botanischen Gärten Anfang Juni wird in diesem Jahr entsprechend unter dem Motto „Verband Botanischer Gärten – 25 Jahre gemeinsam für die Vielfalt“ stehen. Das Jubiläum werden wir gemeinsam auf der diesjährigen Jahrestagung in Marburg begehen können. Besonders passend ist auch, dass wir vom 8. bis 23.07.2017 auf der Internationalen Garten-Ausstellung (IGA) in Berlin vertreten sein werden. Hier laufen die Planungen auf Hochtouren und viele Gärten haben bereits ihre Teilnahme angekündigt. Sicher wird die IGA 2017 eine hervorragende Plattform sein, den Verband, vor allem aber seine Mitgliedsgärten zu bewerben. „Die Dringlichkeit für die Gründung eines derartigen Verbandes ergab sich aus folgendem: […] sind zu den klassischen Aufgaben in Lehre und Forschung weitere Aufgaben hinzugekommen: so z.B. Arterhaltung, intensiver Ausbau der Öffentlichkeitsarbeit, Einrichtung von „Grünen Schulen“ u.a.m.“ (Auszug aus der Pressemitteilung 1992)

Liest man die Pressemitteilung zur Gründung des Verbands, könnte man nach 25 Jahren davon ausgehen, dass alles seinen gewohnten Gang geht und wir auf dem richtigen Weg sind. Doch wie wir alle wissen, kommen auch ständig neue Herausforderungen dazu. Um nur zwei Beispiele zu nennen: die Präzisierung der Rechtsfolgen des Nagoya-Protokolls, also die gesetzlichen Veränderungen betreffs des Zugangs zu Pflanzenmaterial (genetischen Ressourcen) für und aus Botanischen Gärten. Das Inkrafttreten der EU-Verordnung zu invasiven Arten. Bei all seinen Aktivitäten will der Verband den sehr unterschiedlichen Aufgabenstellungen und Rahmenbedingungen gerecht werden, denen die Mitgliedsgärten unterliegen. Für mehr Informationen über den Verband schauen sie gerne auf der Homepage www.verband-botanischergaerten.de vorbei. Oder gehen sie auf Entdeckungsreise durch die Botanischen Gärten Deutschlands.Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Freude an Ihrem Solinger Garten Mit den besten Grüßen Felicitas Wöhrmann Geschäftsführerin

Prof. Dr. Maximilian Weigend Präsident Verband Botanischer Gärten e.V. 7


Liebe Freunde, Besucher und Förderer des „Botanischen Gartens Solingen e.V.“, wie Ihnen sicher bekannt ist, sollte vor 15 Jahren der Botanische Garten aus finanziellen Gründen geschlossen werden, eine Option war der Verkauf als Baugrundstück. In der Bevölkerung regte sich Widerstand, eine Unterschriftensammlung für den Erhalt wurde gestartet. Daraus entstand dann auch die Idee einer Stiftung, die sich der Stadt gegenüber verpflichtete, ein Drittel der laufenden Kosten teils als Bargeld, teils als Arbeitsleistung zu erbringen. Durch die Unterstützung zahlreicher Firmen und Privatleute, Spenden der Besucher sowie Mitgliedsbeiträge und den Betrieb des Kiosks an den Wochenenden (der Kuchen wird von unseren aktiven Frauen gebacken) konnten wir unseren Verpflichtungen stets nachkommen.

Foto: Stiftung Botanischer Garten Solingen

Spenden von Sponsoren ermöglichten es außerdem, verwildernde Teile der Anlagen wie Irisgarten und Heidegarten denkmalgerecht zu restaurieren. Weitere Ideen in dieser Richtung haben wir zur Genüge! So freuen wir uns auf die nächste Saison und bitten Sie, uns die Treue zu halten! Schauen Sie mal vorbei! Ihr Horst Fleischer Vorsitzender In Zukunft sollen sich die aktiven Mitglieder der Stiftung etwas detaillierter vorstellen. Den Anfang macht unser Vorsitzender, Dr. Horst Fleischer. Ich wurde im Jahre 1935 in Judenburg, Österreich geboren, wo ich auch im Jahre 1952 mein Abitur ablegte. Anschließend studierte ich an der Universität Innsbruck Medizin und approbierte im Jahre 1958. Meine Ausbildung absolvierte ich während der nächsten zwei Jahre in Innsbruck und Uznach (Schweiz). Meine große Liebe galt der Unfallmedizin, weshalb ich 1960 an die damals größte Unfallklinik Deutschlands, das „Bergmannsheil Bochum“, wechselte.In dieser Zeit habe ich auch geheiratet. Aus dieser Ehe stammen ein Junge und zwei Mädchen. Im Jahre 1965 kam ich nach Solingen, wo ich 1974 zum Chefarzt der neu gegründeten Abteilung für Unfallchirurgie gewählt wurde. Mit Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren schied ich aus dem aktiven Berufsleben aus und war nur noch ein einziges Mal als Arzt bei der Hilfsorganisation „Humedika“ in Somalia tätig – ein sehr prägender Lebensabschnitt. Schon während der Dienstzeit engagierte ich mich als Beschaffer und Fahrer bei Transporten erst nach Polen, dann nach Litauen und derzeit nur noch nach Russland. Nachdem meine Fau 2015 verstarb, habe ich ihre damalige Pflegerin behalten und letztlich auch geheiratet. Langeweile kommt bei mir nie auf, dafür sorgen vor allem die vielen Aufgaben im Botanischen Garten, dessen Pflege und Erhalt sich die Stiftung zur Aufgabe gemacht hat. 8


Liebe Freundinnen und Freunde des Botanischen Gartens Solingen Herzlich möchte ich Sie im Botanischen Garten begrüßen, dem Schönsten, was Solingen blüht. Dass dies heute möglich ist, verdanken wir dem Engagement der „Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.“. Wie viele Städte, so leidet auch Solingen unter chronischem Geldmangel und es drohte die Schließung der 1928 angelegten Anlage, die ursprünglich als Kommunalfriedhof für den damals noch selbstständigen Stadtteil Wald geplant war.

Foto: Privat

Aus dem „Verein zur Förderung der Rosenkultur des Bergischen Landes Solingen“ kam die Idee, einen Förderverein zu gründen, mit dem Ziel, die Stadt Solingen bei dem Erhalt des Parks, der 1963 zum Botanischen Garten Solingen wurde, zu unterstützen. So gründete sich 1998 unter meinem damaligen Vorsitz die „Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.“. Doch wie die der Stadtverwaltung jährlich zusagten finanziellen Mittel aufbringen? Wir schaffen es z.B. durch Spendenaussendungen, indem wir mit Sammelbüchsen um Spenden zu bitten, Sponsorentafeln aufstellen und Baumpatenschaften vergeben. Außerdem gelingt es uns durch den ehrenamtlichen Einsatz im Park und in den Schauhäusern, der Stadt Kosten zu ersparen. Auch die vielen Veranstaltungen im Sommer tragen dazu bei, sie machen unseren Garten zu einem beliebten Ausflugsziel nicht nur für die Solinger Bürger. Mittlerweile kommen auch viele Besucher aus den Nachbarstädten. Ab Ostern bis Ende Oktober ist unser Kiosk geöffnet. An Sonn- und Feiertagen bieten wir Ihnen außer Eis und sonstigen Erfrischungen auch Kaffee und selbstgebackenen Kuchen unserer Helferinnen an. Der Erlös ist für den Botanischen Garten bestimmt. Der Veranstaltungsplan „Gartenzeit“ mit Informationen wie Öffnungszeiten, Anschrift, Anfahrt usw. liegt für Sie bereit. Es hat sich viel getan. Seit September 2010 erhielt der Botanischen Garten Denkmalschutzstatus und 2013 konnte er als solcher auf sein fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken. Um Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, hat der Vorstand beschlossen, die Broschüre, welche 2012 schon einmal herausgegeben wurde, wieder aufleben zu lassen. Die Zeitschrift soll mehrmals im Jahr erscheinen, wird viele Themen beinhalten, welche den Botanischen Garten mit seinen Pflanzen und deren Pflege betreffen, wird aber auch Auskunft geben über die Arbeit und die Zukunftspläne der Stiftung. Das erste Exemplar der neuen Ausgabe liegt ihnen nun vor und ich hoffe, dass es Ihr Interesse findet und Ihnen Freude macht. Kommen Sie an unsere Seite und werden Sie Mitglied, wir sind dankbar für jegliche Hilfe. Mit vielen lieben Grüßen aus dem Botanischen Garten Solingen und grüßen Sie auch Ihre Freunde von uns, Ihre Ingeborg Meuter-Reckermann Ehrenvorsitzende 9


Die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas Nordrhein-Westfalen ist ein Land mit wertvollem gartenkunsthistorischem Potenzial. Die reizvollen Schlösser und Gärten in Ostwestfalen und im Münsterland, die so ganz anderen Parks der Schwerindustrie und die Industrienatur zwischen Dortmund und Duisburg oder die vielfältigen Gärten zwischen Kleve und Brühl, alle Regionen bergen eindrucksvolle Schätze. Aber auch das Rheinland zwischen Kleve und Brühl – oder zwischen Rhein und Maas – beherbergt eine stattliche Anzahl historischer Schlossparks, Villengärten oder Friedhöfe. Der Landschaftsverband Rheinland hatte viele von ihnen bereits inventarisiert und sah ein großes gartenkulturelles Potenzial. Dieses gab den Impuls zur Euroga2002plus, der „Dezentralen Landesgartenschau 2002 – Gartenkunst am Mittleren Niederrhein“. Untersuchungen zum kulturtouristischen Potenzial lagen jedoch – bis Anfang dieses Jahrtausends – nicht vor.

dem Nordrhein-Westfalen Tourismus e.V., eine Untersuchung in Auftrag, die das gartenkunsthistorische und touristische Potenzial an der Rheinschiene, dem Erftkreis, dem Niederrhein bis hin zur Eifel und nach Aachen prüfen sollte. Am Ende eines Auswahlprozesses aus über 950 Schloss- und Landschaftsparks, Klostergärten, kommunalen Grünanlagen, Arboreten, Gartenschauen sowie Villen- und Hausgärten der Region zwischen Rhein und Maas, blieben 66 Anlagen als „Top sixty-six“ übrig. Maßgeblich für die Bewertung waren Kriterien wie historische Bedeutung, Erreichbarkeit, Pflegezustand und Trägerschaft. Die Ergebnisse der Untersuchung und die Auswahl der Gärten und Parks bildeten die Basis für die spätere Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas.

© Kleve Marketing, Foto: Annegret Gossens

Wie alles begann

Das änderte sich durch die Landesgartenschau. Die Euroga 2002plus gab, in Zusammenarbeit mit

Das Amphitheater in Kleve.

Foto: Straße der Gärten

Aber würde das Thema auch auf ausreichend Besucherinteresse stoßen? In England und Frankreich war Gartenkunst schon lange ein touristisches Thema, aber wie groß war das Interesse in Deutschland?

Schlosspark Drachenburg bei Königswinter mit herrlichem Blick über das Rheintal.

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Die Besucherzahlen der Euroga zeigten es: Mehr als zwei Millionen Menschen machten sich im Sommer 2002 auf den Weg, um die ihnen eher


unbekannte gartenkünstlerische Seite ihrer Heimat zu entdecken. Sie gingen in den Parks spazieren, sie staunten über den Reichtum an Schönheit, sahen ihre Heimat mit neuen Augen und zeigten die Gärten stolz ihren Gästen.

Deshalb entschieden die Euroga-Verantwortlichen, dass die Gartenkunst am Niederrhein auch nach Auslaufen der dezentralen Landesgartenschau eine touristische Klammer haben sollte und sich die Gärten gemeinsam vermarkten. 2003 gründete sich der Verein „Straße der Gartenkunst Die Schlossgärten (Kastelltuinen) in Arcen in der Nähe von Venlo. zwischen Rhein und Maas“, der bis heute die Koordination der Route innehat.

Foto: Redaktion

Der Verein

Foto: Redaktion

Das Besondere an der Straße der Gartenkunst ist die Vielfalt der Gärten. Die Straße bietet eine spannende Mischung aus großen und kleinen Anlagen, von zeitgenössischen Parks wie dem Leverkusener NeulandPark bis zu historischen Anlagen wie den Klever Gärten, Arboreten, Botanische Gärten, Stadtparks und Privatgärten. Jeder Park

Foto: Archiv

Burg Linn in Krefeld; anlässlich der Euroga wurde der Englische Garten um die Burg restauriert.

Schloss Benrath in Düsseldorf, hier befindet sich das Museum für Europäische Gartenkunst.

oder Garten ist auf seine ganz eigene Weise besonders. Besondere Schwerpunkte bilden auch Schloss Benrath mit dem Museum für Europäische Gartenkunst und Schloss Dyck als Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur. Das Ziel der öffentlichen wie privaten Eigentümer dieser Gärten ist es, das wertvolle, gartenkulturelle Erbe zu erhalten, die Gärten gemeinsam touristisch zu vermarkten und das Thema Gartenkunst in der Region weiter zu stärken.

Foto: Archiv

Aktuell hat der Verein 37 Mitglieder mit fast 60 Anlagen in Deutschland und den Niederlanden. In den Jahren seit der Gründung sind weitere Regionen hinzugekommen und so erstreckt sich die Route heute von den Niederlanden bis ins Bergische Land.

Schloss Dyck in Jüchen, Sitz des Zentrums für Gartenkunst und Landschaftskultur.

Jüngstes Mitglied der Straße der Gartenkunst ist der Botanische Garten in Solingen, der im September 2016 offiziell in den Verein aufgenommen wurde. Ausschlaggebend für die Aufnahme war nicht nur die Arbeit der Stiftung Botanischer Garten Solin11


Foto: Google Maps

Nach dem Müngstener Brückenpark, der seit 2013 Mitglied im Verein ist, ist der Botanische Garten der zweite Solinger Park, der in die Straße Auch die Flora in Köln gehört zur Straße der Gartenkunst. der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen wurde. Aktuell wird der Internetauftritt der Straße der Gartenkunst überarbeitet. Im Frühsommer 2017 soll die neue Webseite an den Start gehen, die den Besuchern noch umfangreichere Informationen über die teilnehmen Gärten, ihre gartenkünstlerischen Besonderheiten und die Gartenkunst im Rheinland bieten wird. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten unter www.strasse-der-gartenkunst.de

Der Botanische Garten Solingen vom Satelliten aus gesehen.

Christiane Baum, Pressesprecherin Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas

Foto: Redaktion

gen e.V., die sich neben dem Erhalt und Ausbau der Anlage, um die denkmalgerechte Sanierung der 20 Themengärten kümmert, sondern auch die umfangreichen Erlebnisse für Besucher. Der Botanische Garten, bei seinen Besuchern schon lange als wahres Kleinod der Gartenkunst bekannt, hat den Beirat des Vereins mit seinen Themengärten, Skulpturen und Schauhäusern voll überzeugt.


Nützlinge in den Gewächshäusern Im April 2016 startete die Stiftung mit der biologischen Bekämpfung von Schädlingen in ihren Gewächshäusern mittels „Nützlingen“. Versuche im Tropenhaus der Stadt Solingen im Vorfeld waren sehr erfolgreich. Die Nützlinge werden monatlich als Larven geliefert, so werden zur Bekämpfung von Deckelschildläusen die Larven des Marienkäfers (Rhyzobios lophantae) eingesetzt. Gegen Woll- und Schmierläuse kommt die Australische Marienkäferlarve (Crypotolaemus montrouzieri) zum Einsatz. Spinnmilben werden mit Raubmilben (Amblyseius californcus) in Schach gehalten und Marienkäferlarve mit seiner Lieblingsbeute, Blattläusen.

Florfliegenlarven (Chrysoperla carnea) werden gegen Blattläuse, Thripse, Zitrusschmierläuse und weißen Fliegen eingesetzt. Durch den Einsatz unsere biologischen „Freunde“ kann vollkommen auf chemische Schädlingsbekämpfung verzichtet werden. Wenn Sie unseren Nützlingen in de Gewächshäusern begegnen, so begegnen Sie ihnen mit Wohlwollen.

Australischer Marienkäfer.

4 Fotos: Redaktion

Nützlich: Florfliegen und ihre Larven.

Eine Lieferform für Marienkäfer: als Eier.

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Die Fichte: Baum des Jahres 2017 Die Gemeine Fichte (Picea abies), auch Gewöhnliche Fichte, Rotfichte oder Rottanne genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Fichten (Picea). Sie ist in Europa und bis weit in das kontinentale Asien heimisch und der einzige in Mitteleuropa natürlich vorkommende Vertreter der Gattung. Sie ist ein forstwirtschaftlich bedeutsamer Holzlieferant. (siehe Wikipedia) Die Gewöhnliche Fichte kann bis 600 Jahre alt werden; die forstliche Umtriebszeit beträgt dagegen nur 80 bis 100 Jahre. 2008 wurde unter der Fichte Old Tjikko im Fulufjäll in der Provinz Dalarna in Schweden Wurzelholz gefunden, das auf ein Alter von 9.550 Jahre datiert wurde und genetisch identisch mit dem darüber wachsenden Baum ist.

Foto: Axel Kreher

Sie ist neben der Weißtanne (Abies alba) der größte in Europa heimische Baum und kann einen Stammdurchmesser bis 1,5 Meter erreichen (siehe Wikipedia). Kurzbeschreibung: Bot. Name:

Picea abies

Deutsch:

Gemeine Fichte

Herkunft:

Mittel- und Nordeuropa

Wuchs:

Aufrechter Wuchs, Höhe 30 bis 50 m, Breite 6 m bis 8 m, kegelförmig, bogig, waagerecht, dicht, aufgerichtet, etagenartig, durchgehender Stamm. Immergrün. Fichten können bis zu 600 Jahre alt werden.

Rinde:

Blatt:

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Blüte:

Blütezeit IV-V, häufig nur im Abstand von drei bis vier Jahren. Deckblätter hellgelb, männliche Blüte rot, beim Verstäuben gelb, 1 cm, weibliche Blüten leuchtend purpurn, stehen in Zapfen zusammen. Blüht die Fichte in kürzerem Abstand, kann Nährstoffmangel die Ursache sein (Angstblüte).

Früchte:

Zylindrisch, hängende, hellbraune Zapfen, bis zu 15 cm lang. Schuppen dünn, Rand wellig. Erst im Frühjahr den beflügelten Samen freilassend.

Ansprüche:

Sonne bis Halbschatten; kühl-luftfeucht, frosthart.

Boden:

frisch bis feucht; auf allen durchlässigen, nicht zu nährstoffreichen Substraten, auf schweren Böden windwurfgefährdet. Empfindlich gegen Luft verschmutzung und Salz.

Rötlich-braun gefärbt, feinschuppig. In Gebirgslagen graubraun oder dunkelgrau, bei alten Bäumen ablösend in asymmetrischen Plättchen. Immergrüne, zugespitzte, sehr steife Nadeln, 1-2,5cm lang, 0,1cm breit. Dunkelgrün. Nadelanordnung unterseits gescheitelt. Nadeln stehen ausschließlich an Langtrieben, können bei gesunden Bäumen vier bis sieben Jahre alt werden.


Wurzeln:

Flachwurzler, feines Wurzelsystem, weitreichendes Wurzelsystem.

tier der Nadelbäume an der rechten Seite des 1. Weges vom Haupteingang zur Lesehalle.

Den Baum des Jahres finden sie im Botanischen Garten Solingen mit der Nummer 167 im Quar-

Ingeborg Meuter-Reckermann Text teilweise aus Wikipedia entnommen.

Tag des Baumes/Baumpaten Am 30.04.2017 findet wieder in der Stiftung Bo- Dazu wird vor einen jeden Baum ein Patenschild tanischer Garten Solingen e.V. der Tag des Bau- aufgestellt: mes statt. Dazu wird es in der Zeit von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr einen Infostand geben, an dem Interessenten an den Baumpatenschaften ausführliche Gespräche zu den Baumpatenschaften führen können. Ebenfalls wird es eine Führung durch Herrn Dr. Roland geben.

Abbildungen: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

Foto: Axel Kreher

Der Botanische Garten verfügt der Zeit über 184 Bäume, von denen 72 Bäume einen Paten besitzen. Eine Baumpatenschaft läuft in der Regel über zwei Jahre. Nach diesen zwei Jahren kann sich der Pate entscheiden, ob er die Patenschaft verlängert oder für beendet erklärt. Bei Abschluss einer Patenschaft erhält jeder Pate Der Preis einer Patenschaft richtet sich nach Art eine Urkunde. und Größe des Baumes.

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Die Bergenie – Staude des Jahres 2017 Rosen, Schneeglöckchen, Taglilien – es gibt Pflanzen, derentwegen werden weite Reisen unternommen, Feste veranstaltet und Gesellschaften gegründet. Es gibt Pflanzen, die sind unauffälliger, aber treu und unkompliziert und werden deshalb hochgeschätzt. Und es gibt die Bergenie (Bergenia). Attraktiv in Blatt und Blüte, vielseitig, unkompliziert und verlässlich und noch dazu in zahlreichen wintergrünen Varianten erhältlich – mit diesen Eigenschaften hätte jede andere Staude längst einen eigenen Fanclub; die Bergenie jedoch war lange Zeit ein klarer Fall von „verkanntes Genie“.

Die Gartenszenerie beleben, das können Bergenien wirklich, und zwar rund ums Jahr – das bekanntlich im Winter beginnt. Der hat bei Bergenien seinen ganz besonderen Reiz: Sobald der erste Frost seinen eisigen Atem über die glänzenden Blätter gehaucht hat, erglühen sie in den herrlichsten Rottönen. Dieser wunderhübsche Anblick bleibt auch dann noch erhalten, wenn sich je

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Fotos: Redaktion

Dass sich Bergenien am liebsten auf sonnigen Flächen tummeln, überrascht nicht, wenn man ihre Herkunft kennt: Die robusten Stauden mit den festen Blättern, den fleischigen Blütenstängeln und den in üppigen Büscheln erscheinenden Blütenglocken stammen aus Gebirgsregionen in Ostasien. Dort wachsen die meisten Arten auf Kiesund Geröllflächen mit einigermaßen frischer, nährstoffreicher Erde. Im Beet bilden Bergenien beispielsweise den passenden Kontrast zu zarten Gräsern und grazilen Stauden.

nach Art und Sorte von März bis Ende Mai feste Stängel mit großen weißen, rosafarbenen, pinken oder purpurroten Glockenblüten aus der Erde schieben. Erst danach werden die alten Blätter allmählich braun und sollten herausgezogen werden, damit die frischgrünen neuen richtig zur Geltung kommen. Der einzige Nachteil an den hiesigen Wintern: Sie bringen nur selten eine schützende Schneedecke. Sehr früh blühende Sorten sind daher spätfrostgefährdet und sollten nur an geschützten Stellen gepflanzt werden. Das macht aber gar nichts, denn das Sortiment hält zahlreiche später blühende, aber äußerst attraktive Sorten bereit. ’Pink Dragonfly’ etwa, bei der sich über dem leuchtend roten Herbstlaub zartrosafarbene Blüten öffnen, die nach einiger Zeit in Lachsrosa umschlagen, oder ‘Joker’ (rosa, dezente Herbstfärbung), ‘Oeschberg’ (pink, intensive Herbstfärbung) und ‘Eroica’ (pinkviolett, im Herbst rotgrün mit leuchtend roter Blattunterseite), außerdem die rosafarbene Sorte ‘Herbstblüte’, die ab August ein weiteres Mal blüht. Text: Bund deutscher Staudengärtner


Die Giftpflanze des Jahres 2017 Eine der besonders beliebten Gartenstauden ist das Tränende Herz (Lamprocapnos – vormals Dicentra – spectabilis). Zwar sind auch die Blätter interessant, aber die fast einzigartigen Blüten haben zu seiner Beliebtheit geführt. Die Kronblätter der Stammform (Foto rechts) sind rosafarben und herzförmig, daraus kommt die weiße „Träne“. Dicht an dicht hängen die Blüten an den leicht gebogenen Blütenstängeln. Die Kultur ist nicht sonderlich schwer. Humoser Boden, ein halbschattiger bis nicht zu sonniger Standort und ausreichend Wasser sind die Rahmenbedingungen. Besondere Pflege braucht sie nicht, da sie sich nach Ende der Blütezeit (April bis Juni) zurückzieht. Abgeblühte Stängel und im August übriggebliebene Blätter können abgeschnitten werden. Das Tränende Herz stammt ursprünglich aus Korea und China und ist absolut winterhart. Nur Spätfröste im Frühjahr, wenn der Austrieb bereits erfolgt ist, können ihm gefährlich werden. Die maximale Wuchshöhe beträgt 80100 cm.

Kronblätter und der außen weißen, innen roten Träne (Foto unten links) ist beliebt. Eine weitere häufig im Handel befindliche Sorte ist ‘Goldheart‘ mit gelbgrünen Blättern. Die Vermehrung erfolgt, wie bei vielen Stauden, am besten durch Teilung. Allerdings ist auch Aussaat möglich (Kaltkeimer, die Samen müssen eine Kaltphase durchgemacht haben. Allerdings dauert es dann zwei Jahre bis zur Blüte.

3 Fotos: Archiv

Weniger bekannt ist, dass alle Teile der Pflanze giftig sind. Die enthaltenen Isochinolin-Alkaloide Es gibt auch eine Zwergform, die nur bis 40 cm führen bei Aufnahme zu Brennen und Schmerzen hoch wird und sich steigender Beliebtheit erfreut. im Mund, Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfen, Letzteres gilt auch für die verschiedenen Sorten, Koliken, Atemnot und sogar Kollaps. Die Wurdie auf dem Markt sind. Am bekanntesten ist zeln sind hautreizend! Deswegen sollten bei der ‘alba‘ (Foto unten links), die besonders im Halb- Gartenarbeit mit dieser Staude immer Handschuschatten mit ihren leuchtend weißen Blüten auf- he getragen werden. Redaktion fällt. Aber auch ‘Vatentine‘ mit seinen kirschroten

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Bronzemedaille für eine Solinger Orchidee

Fotos: Orchideenzauber

Der deutsche Name deutet auf eine eher schlechte Eigenschaft: Kloaken-Orchidee. Und tatsächlich verströmt die Blüte einen „Duft“ nach Toilette, um damit Insekten zur Bestäubung einzuladen. Auf der Ausstellung der Deutschen Orchideen-Gesellschaft (DO-G) wurde die Orchidee von Stiftungsmitglied Christoph Feyer ausgestellt und errang tatsächlich, vor allem wegen der vier Blütenrispen und drei geöffneten Blüten, den dritten Platz in der Kategorie „Botanische Art“. Der Jury gehörten immerhin 25 Mitglieder an. Diese ließ sich aber vom „Duft“ nicht beeinträchtigen und bewertete vielmehr die züchterische Leistung. Ein Glückwunsch auch von dieser Stelle an C. Feyer, der über diese Orchidee das Nachfolgende berichtet. Redaktion

Bulbophyllum echinolabium Erstbeschreibung: Durch J. J. Smith in Repertorium Specierum Novarum Regni Vegetabilis 36: 118 im Jahr 1934.

Fotos: Christoph Feyer

Vorkommen: In Indonesien auf den Inseln Sumatra und Borneo als Epiphyt (auf Bäumen wachsend) meist in Astgabeln bei einer Höhenlage zwischen 500 und 1100 Metern. Beschreibung: Die Pflanze hat etwa 5-7 eiförmige Bulben mit zwei kleinen Hüllblättern und 20


Kultur: Sie wird bei uns unter temperiert bis warmen Bedingungen gehalten, im Sommer bei 2025 °C und im Winter bei 16-20 °C, hoher Luftfeuchtigkeit und morgendlichem Übersprühen der Pflanze. Der Neutrieb darf nicht zu viel Wasser abbekommen, da Fäulnis auftreten kann. Im Winter bei geringeren Temperaturen weniger gießen, bis der Trieb ausgewachsen ist. Im Frühjahr bildet sich dann der Blütenstand aus. Düngergaben sind im Winter auch stark einzuschränken, im Sommer bei jedem dritten Gießen in der halben Konzenteinem etwa 20 bis 30 cm langen Hauptblatt, wie ration, wie es auf der Packung angegeben wird. bei den meisten der etwa 1300 umfassenden GatChristoph Feyer tung. Die Bulben sind durch ein kurzes Rhizom miteinander verbunden. Dadurch wirkt die Pflanze trotz der Größe immer noch sehr gedrungen in ihrem Wuchs. Die Infloreszenz erscheint nach dem Ausreifen der Bulbe zwischen Januar und April und wird bis zu 70 cm lang. Die Pflanze ist ein so genannter Revolverblüher, das heißt sie bringt im 21

Fotos: Orchideenzauber

Fotos: Christoph Feyer

Abstand von etwa 20 Tagen eine Blüte nach der anderen zum Vorschein. Die maximale Blütenzahl pro Blütenstiel ist in der Literatur mit zehn angegeben, was mit unserem im Botanischen Garten Solingen gepflegten Exemplar auch hinkam. Die Blüte ist innerhalb der Gattung Bulbophyllum die größte und wirkt sehr imposant. Die Breite beträgt etwa 6 cm und ist in der Gesamtlänge von oben bis zu den Sepalenspitzen fast 35 cm lang. Die wackelnde Lippe ist nur 1,5 cm breit, mit dem langen Sporn fast 7 cm lang und ähnelt in der Oberfläche und Form einem Igel. Die Blühdauer beträgt jedoch nur wenige Tage. Dabei verströmt sie einen unangenehmen Geruch nach toter Maus, gemischt mit einer leichten Note Kotgeruch. Bei Sonnenschein ist dieser auf mehrere Meter Entfernung wahrzunehmen und zieht somit die Fliegen an, welche auch die Bestäuber dieser Pflanze sind.


Nachzucht im Aquarium Die meisten Fische im Aquarium legen zur Fortpflanzung Eier, aus denen dann Larven schlüpfen und sich zu Jungfischen entwickeln. Zwar haben einige Fischarten schon im Aquarium abgelaicht, aber das davon etwas durchkommt, ist wenig wahrscheinlich – wenn nicht, wie bei einer Prachtbarbe, an einer Pflanze, die in ein anderes Aquarium gebracht wurde, ein Ei gewesen wäre, aus dem sich auch ein gesunder Jungfisch entwickelte. Regelmäßiger Nachwuchs stellt sich aber beim Roten Schwertträger (Zuchtform von Xiphophorus hellerii) ein. Und das liegt daran, dass diese Fische lebendgebärend sind, wie alle Vertreter ihrer Familie, der Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Der bekannteste Vertreter ist wohl der Guppy, aber auch Schwertträger, Platy und Molly (der mittlerweile auch im Aquarium schwimmt, die Jungfische stammen von einem einzelnen Weibchen, die großen Männchen wurden von einer Ausstellung mitgebracht) sind in jedem Aquariengeschäft zu kaufen.

Fotos: Redaktion

Die Geschlechter sind sehr einfach auseinander zu halten, wenn die Fische eine bestimmte Größe er-

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reicht haben. Denn dann entwickelt sich bei den Männchen aus der Afterflosse ein Begattungsstachel. Der griechische Gattungsname Xiphophorus bezieht sich auf diesen Stachel, der Gonopodium genannt wird, nicht etwa auf das Schwert. Das ist aber das Kennzeichen der mindestens halbwüchsigen Männchen. Gegenüber anderen Fischen sehr friedlich, können die Männchen untereinander sehr aggressiv sein und miteinander heftig kämpfen. Deswegen sieht man oft nur ein sehr schönes Männchen. Die Weibchen können ab einer Länge von etwa sechs Zentimetern etwa alle vier Wochen Junge werfen, am Anfang einige wenige, später dann bis über 100. Dazu ziehen sie sich in den dichten Pflanzenbewuchs zurück. Die Jungfische sind schon fertig entwickelt und können sofort schwimmen und fressen. Sie verstecken sich in den Pflanzen vor den anderen Aquarienfischen, einige wurden auch abgefischt und separat aufgezogen. Aber auch im großen Aquarium kommen immer einige durch und werden erwachsen. Es dürfen nur nicht zu vielen werden. Redaktion


Botanischer Garten- und Blumentag

Mit über 60 Ausstellern konnte im Vergleich zum letzten Jahr das Angebot des beliebten Gartenmarktes rund um Blumen, Kunst und Handwerk nochmals erweitert werden. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt wieder auf Blumen und Naturprodukten. Neben der Orchideenausstellung in der Orchideenhalle wird es erstmals auch eine Passiflora-Ausstellung geben. Auf dem Freigelände vor den Gewächshäusern wird viel geboten, von Kräuter-, Duft- und Heilpflanzen über winterharte Gartenpflanzen sowie Pflanzen für kleine Gärten bis hin zu alpinen Pflanzen, Gräsern, Hosta, Rosen und Bodendeckern. Wieder dabei in diesem Jahr sind auch frost- und winterharte Kakteen und sukkulente Bonsai. Natürlich finden Sie auch von Marmelade, Vogelhäusern, Essig, Gewürzen, Ölen, getrockneten Apfelringen, Honig, Seifen, floralem Schmuck über Gartenskulpturen, Steinfiguren für den Garten bis hin zu Rasenmährobotern, Markisen, Gartenwerkzeugen und vielem Kunsthandwerk wie Filzen, Goldschmuck oder Glaskunst. Viele Umweltverbände und soziale Organisationen werden ihre aktuellen Projekte vorstellen, u.a. werden auch fair gehandelte Produkte angeboten.

Auch eine Große „Gartentombola“ mit 200 Preisen wird dieses Jahr zum dritten Mal angeboten. Für das musikalische Rahmenprogramm auf dem Festplatz konnten wir für Samstagvormittag das Mundharmonikaorchester „Bergisches Echo“ gewinnen, am Nachmittag sorgt die „Reunion Country Band“ für gute Stimmung. Am Sonntag starten wir mit einem Blues-Frühschoppen mit der Band „Blues 66“. Abgerundet wird der Sonntag mit der „Magnolia Jazzband“. Neu für die Kinder ist eine große Hüpfburg gegenüber der Sponsorentafel. Die Jugendhilfewerkstatt versteigert zu Gunsten des Botanischen Gartens eine große Skulptur aus eigener Herstellung. Wir freuen uns auf ein schönes Gartenwochenende mit Ihnen und natürlich sind auch der Gartenkiosk, der Getränkestand mit Bier vom Fass und der Grillstand geöffnet. Der guten Tradition des Botanischen Gartens folgend, ist auch bei dieser Veranstaltung der Eintritt frei, Spenden sind natürlich immer willkommen. Mit botanischen Grüßen Matthias Nitsche, Stellv. Vorsitzender Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.

Foto: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

von Samstag, den 6. Mai, bis am Sonntag, den 7. Mai 2017, veranstaltet die Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. zum 7. Mal den Botanischen Garten- und Blumentag, jeweils von 11 Uhr bis 18 Uhr im Botanischen Garten Solingen.

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Fotos: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

Unsere Aussteller im Ăœberblick:

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Malen zwischen Beet und Baum Zwischen Beet und Baum sitzen oder stehen die Maler und Malerinnen unterschiedlichen Alters an Staffeleien oder Tischen, um sich für ihre Bilder von den Motiven des Botanischen Gartens inspirieren zu lassen. Einmal in der Woche trifft man sich, um gemeinsam zu malen. Dabei wählt

ein Malspiel durchgeführt oder Experimente. So gibt es immer mal wieder neue Anregungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es ist interessant zu sehen, welche unterschiedlichen Bilder an diesem wunderschönen Ort entstehen – von der Öffentlichkeit zu betrachten sind die Ergebnisse bei der jährlichen Ausstellung des Malkurses. Ob Anfänger oder Fortgeschrittener – jede/r kann sich auf seine Weise beim Malen entfalten. Bei schlechtem Wetter oder im Winter geschieht das in den Gewächshäusern. Wenn es draußen aber warm genug wird, zieht es alle an die frische Luft. Da ist schon einmal Sonnenschutz nötig. Jede Woche gibt es etwas anderes im Garten zu entdecken – Motive in Hülle und Fülle! Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer genießen die Ruhe und die Versenkung in ihre Tätigkeit und am Ende jedes Nachmittags ist man überrascht von den eigenen Ergebnissen und denen der anderen. Man muss sich nicht dauerhaft anmelden für den Kurs, hat aber mehr davon, wenn man eine Wei-

Fotos: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

jeder sein Objekt selbst aus und schaut, in welcher Weise es ihn zu einem Bild anregt. Gibt es Schwierigkeiten, das Bild wie gewünscht in die Tat umzusetzen, ist eine Kunstpädagogin zur Stelle, um Unterstützung zu bieten. Von Zeit zu Zeit werden neue Techniken ausprobiert,

le dabeibleibt. In der Kontinuität des Malens vollzieht sich eine Entwicklung und Fortschritte werden erlebbar. Für die ersten Versuche steht Material bereit, später wird man sich vielleicht mit eigenen Farben und Papier nach Wunsch ausstatten. Die Kursteilnahme ist nicht kostenlos – pro Nachmittag ist ein Obolus von 10 € 26


Foto: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

zu entrichten. Mit diesem Geld wird die Stiftung Botanischer Garten Solingen unterstützt, die sich für den Erhalt unseres Gartens einsetzt. Die Termine zum Malen sind der Website des Botanischen Gartens zu entnehmen: www.botanischer-garten-solingen. de/index.php/veranstaltungen/termine. Der Beginn richtet sich nach der Tageslänge, da wir gern das Abendlicht zum Malen nutzen. Im Winter fangen wir früher an als im Sommer. Interessenten und Interessentinnen von 10 bis 100 Jahren sind jederzeit herzlich willkommen! Sabine Schulz-Wolff

Walter Scheel 8. Juli 1919 † 24. August 2016 Der Schirmherr der Stiftung Botanischer Garten Solingen, Herr Alt-Bundespräsident Walter Scheel verstarb am 24. August 2016 in hohem Alter von 97 Jahren. 1961 bis 1966 war er Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, von 1969 bis 1974 Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler. Von 1974 bis 1979 war er schließlich Präsident der Bundesrepublik Deutschland.

Foto: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

Walter Scheel hat die Schirmherrschaft über die Stiftung gerne übernommen, er ist in Solingen geboren, aufgewachsen und im Gymnasium Schwertstraße bis zum Abitur zur Schule gegangen. Seine Lehre absolvierte er in der Volksbank Solingen, bevor er Soldat wurde und seine weitere Laufbahn ihn in andere Städte führte. Mit Solingen blieb er verbunden. Daher lag ihm der Erhalt des Solinger Botanischen Gartens sehr am Herzen. Wir trauern um Walter Scheel und danken ihm für seine Unterstützung. Vorstand und Mitglieder der Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V.

Das Foto von Walter Scheel wurde von ihm persönlich übergeben, um damit die Arbeit der Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. zu unterstützen.

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Fällt auf? Hier könnte Ihre Werbung stehen! Interessiert? Nehmen Sie einfach Kontakt auf: Redaktion Blütenpresse Dompfaffweg 53 42659 Solingen 0212-819878 redaktion@bluetenpresse.de Ansprechpartner/Beratung: H. Hieronimus Fordern Sie unverbindlich die Anzeigenpreisliste 1-2017 an.


Aus den Gewächshäusern Rebutia pulvinosa

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Data Deficient (DD)“, d.h. mit Rebutia pulvinosa wächst meist sprossend mit kugel- keinen ausreichenden Daten geführt. förmigen, hellgrünen Körpern und bildet Gruppen. Die Körper erreichen Durchmesser von drei Steckbrief Zentimetern und haben Faserwurzeln. Die etwa Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales) zwölf Rippen sind deutlich in Höcker gegliedert. Familie: Kakteengewächse (Cactaceae) Die darauf befindlichen Areolen sind kreisrund. Unterfamilie: Cactoideae Es sind bis zu bräunliche sechs Mitteldornen vor- Tribus: Trichocereeae handen, die etwas kräftiger als die Randdornen Gattung: Rebutia und bis zu zwei Millimeter lang sind. Die 11 bis Art: Rebutia pulvinosa F.Ritter & Buining 22 weißen Randdornen sind bis zu drei Millime- Heimat: Südamerika, Bolivien ter lang. Die orangegelben Blüten werden bis zu zwei Zentimeter lang und erreichen Durchmesser von anderthalb Zentimetern. Die Früchte sind grünlich rot. Die Art ist in Bolivien im Departamento Tarija in Höhenlagen von 1400 Metern verbreitet. Die Erstbeschreibung wurde 1963 von Friedrich Ritter und Albert Frederik Hendrik Buining veröffentlicht. Ein Synonym ist Aylostera pulvinosa (F. Ritter & Buining) Backeb.

Fotos: Redaktion

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Data Deficient (DD)“, d.h. mit keinen ausreichenden Daten geführt.

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Helfer gesucht – Mitmachen erwünscht Die Stiftung Botanischer Garten Solingen e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, Solingens grüne Lunge, den Botanischen Garten, zu erhalten und zu attraktiveren. Unter unserem Wahlspruch „Gemeinsam für ein schönes Stück Solingen“ suchen wir Gleichgesinnte, die Lust haben, unsere einzelnen Arbeitsteams zu unterstützen. Ihre Hilfe wird dringend benötigt, vielleicht schnuppern Sie einfach bei einen unserer Teams rein. Unser Freilandpflegeteam

Foto: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

Die Stiftung pflegt einige Beete im Freigelände, u.a. den Bauerngarten, den Heilpflanzengarten, den Bibelgarten oder die Wechselbepflanzungsfläche. Die Teams treffen sich mittwochs und samstags oder nach Absprache und jäten Unkraut, mähen den Rasen, schneiden den Buchs, pflanzen Blumen u.v.m.

Unser Schauhauspflegeteam

Foto: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

Die Stiftung hat die Pflege des Sukkulentenhauses, des Bromelienhauses und der Orchideenhalle übernommen. Auch hier sind weitere Mitstreiter jederzeit herzlich willkommen. Auch für die Anzuchtarbeiten im „Mutterpflanzenhaus“ wird immer Verstärkung gebraucht.

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Kiosk und Küchenteam

Foto: Stiftung Botanischer Garten Solinegn

Seit 2008 bietet die Stiftung in ihrem Kiosk Kaffee, Kuchen, Eis und Erfrischungsgetränke an. Von Ostersonntag bis Ende Oktober wird dieser ehrenamtliche Service für die Besucher an jedem Sonn- und Feiertag von 14-18 Uhr angeboten. Vielleicht haben Sie Spaß dabei, uns im Verkauf, in der Küche, beim Kaffeekochen und Spülen oder oder beim Backen von Kuchen- und Tortenspenden zu unterstützen. Ohne Kuchen gibt es natürlich auch keinen Verkauf, daher freuen wir uns immer über Kuchen- und Tortenspenden.

Reparatur und Instandhaltungsteam Dazu werden Bastler und Tüftler gesucht. In einem Botanischen Garten mit über sechs Hektar Fläche gibt es viel instandzusetzen und zu reparieren. Sie haben Spaß am Schrauben, Malern, Mauern, Schreinern usw.? Dann ist diese Team vielleicht etwas für Sie. Mitglieder verschiedenster Gewerke arbeiten hier ehrenamtlich Hand in Hand für den Botanischen Garten. 32


Veranstaltungsteam Der Botanische Garten ist bekannt für seine vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen, von Konzerten über Tanztees bis hin zu Vorträgen und Führungen. Auch für den Auf-, Abbau und Durchführung dieser Veranstaltungen werden wieder viele fleißige Hände benötigt. Bei einigen Veranstaltungen werden auch ein Grill und ein Getränkestand aufgebaut, die sich über weitere Verstärkung freuen würden.

Schließ- und Aufsichtsdienst Dieses Team ist unsere dienstälteste Gruppe. Seit 2004 schließt die Stiftung jeden Tag den Botanischen Garten ab und an Wochenenden und Feiertagen auch auf. Auch die Aufsicht in den Gewächshäusern an Sonn- und Feiertagen hat die Stiftung übernommen, damit die Häuser für die Besucher weiter offenbleiben können. Auch hier suchen wir zuverlässige Verstärkungen. Sie haben Interesse, Lust und Spaß, uns in einer der verschiedenen Gruppen zu unterstützen, möchten mehr erfahren oder einfach mal bei uns reinschnuppern, dann nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Sie: info@botanischer-garten-solingen.de 33



Zum Schluss – etwas zu gewinnen! Rätsel Nr. 1

Zu gewinnen gibt es ein Exemplar des Buches „Das große BLV Handbuch Garten“ (568 Seiten, Was ist das für eine Blume? Gesehen im Botani- über 1000 Farbfotos). Das Buch wurde dankensschen Garten! Eine kleine Hilfe: Diese Sorte hat werter Weise ise von Weltbild zur Verfügung gestellt. mehr Blütenblätter als die ursprüngliche Form, acht davon hat. Ursprünglich stammt diese Zwiebelpflanze übrigens aus der Türkei.

Rätsel Nr. 2 Beantworten Sie diese drei Fragen richtig. 1. Wo fand die Orchideenausstellung statt, auf der Christoph Feyer den dritten Platz belegte? 2. Welche Fischart wird im Aquarium nachgezüchtet (deutscher Name)? 3. Was ist die Giftpflanze des Jahres 2017?

Bloombux® ist eine widerstandsfähige Züchtung, welche die beliebten Vorteile von Buchsbaum mit einer intensiven, zarten Blüte vereint. Mit seinem dichten Blütenstand in Zartrosa wird er zum außergewöhnlichen Blickfang und dient Bienen und Insekten als Nahrungsquelle. Die Weltneuheit hat sich bereits als blühender Buchsbaumersatz etabliert. Bloombux® ist so robust wie Buchsbaum, dabei sehr wüchsig und äußerst winterhart. Die typischen Buchsbaum-Krankheiten haben bei ihm keine Chance. Zu gewinnen sind drei Sets mit jeweils acht Pflanzen. Die Preise werden freundlicherweise von Inkarho® zur Verfügung gestellt.

Teilnahmebedingungen Jeder Leser der Blütenpresse ist teilnahmeberechtigt. Einsendungen für eines der Rätsel oder beide sind zu richten an redaktion@bluetenpresse.de, per Fax an 0212-816216 oder per Postkarte oder Brief an Redaktion Blütenpresse, Postfach 170209, 42624 Solingen. Die Gewinner werden unmittelbar nach Einsendeschluss benachrichtigt. Bloombux® wird direkt von Inkarho® versendet, das Buch sollte möglichst im Botanischen Garten übergeben werden (wegen Gewicht sonst Paketversand). Einsendeschluss ist der 21. Mai 2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 35