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2/2012 Fakten, Zahlen und Tipps rund um die Krankenversicherung

Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Managed-Care-Vorlage deutlich abgelehnt Informationen f端r die Mitglieder des Verbandes RVK-Forum erfolgreich in Luzern durchgef端hrt Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern Wechsel bei RVK-Mitgliedern

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Inhalt

4 Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik 5 Bericht aus dem Parlament, Bundesrat, EDI, BAG 8 Informationen für die Mitglieder des Verbandes 9 RVK-ImPuls: Erfolgreiche Verbandstagung 10 Verband: Jahresversammlungen durchgeführt 10 Jahresabschluss 2011 11 RVK Rück AG: Vermögensübertragung 12 Rückversicherungen: Ergebnis GRV 2011 14 Vermittelte Versicherungen: Medgate betreut chronisch Kranke 15 MedCasePool: Eine Software für drei Bereiche 16 DRG-Prüfstelle: Prüfbedarf vorhanden 17 RVK-Forum: Stösst die Solidarität an ihre Grenzen? 18 RVK-Bildungsangebote: Erfreuliche Halbjahresbilanz 19 Kundenzeitschrift SICHER: Sommerausgabe erschienen 19 RVK: Renovierung Liegenschaft 20 RVK-intern: Neues von der RVK-Crew 21 Unternehmenskommunikation: Neuer Internetauftritt

22 Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern 23 Verband: Wechsel bei RVK-Mitgliedern 24 Agenda

Impressum Die INFORMATION ist das Mitteilungsblatt des RVK und erscheint viermal jährlich. Herausgeber und Redaktion RVK – Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 Telefax 041 417 05 01 E-Mail: info@rvk.ch www.rvk.ch Seite 2


Editorial

Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Am 17. Juni 2012 hat das Schweizer Stimmvolk der Managed-Care-Vorlage eine klare Absage erteilt. Für die integrierte Versorgung bedeutet dieses Resultat einen Rückschlag. Trotzdem müssen integrierte Versorgungsmodelle entwickelt werden, damit weiterhin eine qualitativ hochstehende medizinische Grundversorgung zu günstigen Kosten angeboten werden kann. Zudem stellen solche Modelle den Nutzen der Patienten in den Mittelpunkt. Die Rahmenbedingungen für die besonderen Versicherungsformen im KVG haben sich mit der Ablehnung der Managed-Care-Vorlage nicht verändert, so dass eine Weiterentwicklung dieser Versorgungsformen nach wie vor möglich ist. Der Risikoausgleich als weiterer Teil der Vorlage wird hingegen vorderhand nicht verfeinert. Der RVK bleibt weiterhin aktiv im Thema Managed Care: Er entwickelt seine Angebote in diesem Bereich weiter, um seinen Mitglieder vielfältige und attraktive Lösungen anzubieten und dadurch ihre Wettbewerbsfähigkeit optimal zu unterstützen.

aus verschiedenen Perspektiven. Blickwinkel und Lösungsansätze der Referenten waren kontrovers und lösten eine spannende Debatte aus. Rund 230 Fachleute aus dem Gesundheitswesen und der Politik besuchten die Veranstaltung. Die jährlich stattfindende Herbsttagung wurde dieses Jahr – unter dem neuen Namen RVK-ImPuls – bereits im Juni durchgeführt. Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der zweitägigen Verbandstagung in Luzern teilgenommen. Anschliessend an die Verbandstagung haben die 80. Delegiertenversammlung des RVK und die erste Generalversammlung der RVK Rück AG stattgefunden. Ich wünsche Ihnen einen erholsamen und hoffentlich sonnigen Sommer. Herzlich

Daniel Herzog Direktor RVK

Am 25. April 2012 hat der RVK das RVK-Forum erstmals im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern durchgeführt. «Das Gesundheitswesen im Dilemma – Wenn Ethik und Wirtschaftlichkeit auseinanderdriften. Kommt die Solidarität an ihre Grenzen?» Diese Frage beleuchteten hochkarätige Referenten

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Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik EXPRESS Volk lehnt Managed Care ab Das Volk hat der Managed-Care-Vorlage eine deutliche Abfuhr erteilt. Der RVK wird seine integrierten Versorgungsmodelle trotzdem weiterentwickeln. Hausarzt-Initiative: Fristverlängerung Der Ständerat lehnt die Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin» ab. Er unterstützt den Antrag seiner vorberatenden Kommission, der Initiative einen direkten Gegenvorschlag gegenüber zu stellen. Dadurch verlängert sich auch die Frist für die abschliessende Beratung der Volksinitiative durch das Parlament. Die Vorlage geht nun an den Nationalrat. Medikamentenpreise im Visier Mit einer Verordnungsänderung will Bundesrat Berset jährlich rund 240 Millionen Franken sparen. Den Krankenversicherern geht diese Revision zu wenig weit.

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Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 16. März 2012 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert: Managed Care Was sich in den letzten Wochen abzeichnete, hat sich am Wochenende vom 17. Juni 2012 überaus deutlich bestätigt. Das Volk hat der Managed-Care-Vorlage des eidgenössischen Parlamentes mit 76 Prozent Nein-Stimmen eine deutliche Abfuhr erteilt. An der Vorlage wurde während acht Jahren gearbeitet. Die Gegner dieser Vorlage argumentierten vor allem, dass die Versicherten ihren Arzt nicht mehr frei wählen könnten und die Versicherer damit zu viel Macht erhielten. Die befürwortende Seite – dazu zählte die Krankenversicherungsbranche – führte einen zahmen Abstimmungskampf. Von einem engagierten und überzeugten Einsatz für die Managed-Care-Vorlage seitens der Krankenversicherer kann kaum die Rede sein. Liegt der Grund dafür im eigentlichen ManagedCare-Modell oder doch eher im eingebauten weiteren Ausbau des Risikoausgleiches? Der RVK wird – trotz der abgelehnten ManagedCare-Vorlage – die integrierten Versorgungsmodelle mit vollem Einsatz weiterentwickeln. Er ist überzeugt, dass solche Versicherungsformen qualitativ gute Behandlungen zu tieferen Kosten ermöglichen und damit im Interesse der Versicherten liegen. Nach der Managed-Care-Abstimmung übertrumpfen sich politische Kreise umgehend mit Revisionsvorschlägen, die unser Krankenversicherungswesen retten sollen. So ist zum Beispiel die Rede von: • • • • • •

Aufhebung des Krankenversicherungsobligatoriums, höhere Prämien für ältere Versicherte, Ausbau des Risikoausgleichs, Aufhebung des Vertragszwangs, Abbau der versicherten Leistungen und Wiedereinführung des Ärztestopps.

Ärzte-Stopp Die eidgenössischen Räte hatten im letzten Jahr eine weitere Verlängerung des Stopps für spezialärztliche Praxen abgelehnt. Sie begründeten ihre Ablehnung damit, dass sich das Problem mit den neuen gesetzlichen Managed-Care-Bestimmungen von selbst löse. Nun stellt sich die Frage einer neuen Ärzte-Stopp-Vorlage. Der Umstand, dass in diesem Jahr bereits rund 1`000 neue Praxen eröffnet worden sein sollen (vor allem durch Spezialärzte), lässt aufhorchen. Sollten alle Ärzte, die bisher eine Bewilligung beantragt haben, tatsächlich eine eigene Praxis eröffnen, würden die dadurch entstehenden Mehrkosten gemäss Santésuisse zu einer Prämienerhöhung von über 1,5 Prozent führen (rund 300`000 bis 500`000 Franken pro Arzt). Staatliche Einheitskasse Am 23. Mai 2012 wurde die Initiative für eine öffentliche Krankenkasse mit rund 115`000 Unterschriften eingereicht. Die eidgenössischen Räte müssen nun innert zweieinhalb Jahren dazu Stellung nehmen. An der Initiative selber kann das Parlament nichts ändern. Es kann dem Volk die Initiative zur Annahme oder zur Ablehnung empfehlen oder der Initiative einen Gegenvorschlag gegenüberstellen. Für die Krankenversicherungsbranche, die sich für eine gegliederte soziale Krankenversicherung einsetzt, wird es bedeutend schwieriger werden die Initiative zu bekämpfen, als dies vor fünf Jahren der Fall war. Soll der Abstimmungskampf für die Krankenversicherer erfolgreich sein, muss die Branche rechtzeitig mit vereinten Kräften und mit guten Argumenten, die durchaus vorhanden sind, für den Erhalt des heutigen Systems kämpfen. Ein flaues Engagement, wie es bei der Managed-Care-Vorlage der Fall war, würde zu einem Fiasko führen.

Inwiefern solche Vorschläge sowohl im Parlament als auch beim Volk mehrheitsfähig sind, steht auf einem anderen Blatt.

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PARLAMENT Ständerat Präventionsgesetz Der Ständerat tut sich mit dem Präventionsgesetz schwer. In der Frühjahrssession lehnte er es – im Gegensatz zum Nationalrat – ab, auf dieses Gesetz einzutreten. Dies mit der Begründung, es brauche für die Prävention kein neues Gesetz. Nachdem der Nationalrat aber mit deutlichem Mehr entschieden hatte, an diesem Gesetz grundsätzlich festzuhalten, musste sich der Ständerat nochmals mit der Vorlage befassen. Mit Stichentscheid des Präsidenten beantragte die vorberatende Kommission dem Gesamtrat, auf das Gesetz einzutreten. In der Detailberatung hat der Rat verschiedene Differenzen zum Nationalrat geschaffen. Ein wesentlicher Punkt betrifft den Präventionszuschlag auf den Krankenkassenprämien. Gemäss Ständerat soll dieser 0.075 Prozent der durchschnittlichen Prämie betragen. Der Nationalrat beschloss im April 2011 einen Satz von 0,10 Prozent. Wie der Nationalrat hat es auch der Ständerat abgelehnt, ein zusätzliches Schweizerisches Institut für Prävention und Gesundheitsförderung zu schaffen. In einer weiteren Runde geht das Gesetz für die Differenzbereinigung wieder an den Nationalrat. Volksinitiative «Ja zur Hausarztmedizin» Wie der Bundesrat lehnt auch der Ständerat die Initiative ab. Dies insbesondere mit der Begründung, in der Verfassung könne man nicht einem einzelnen Berufsstand eine solch privilegierte Stellung zukommen lassen. Der Rat anerkennt jedoch die Anliegen der Hausärzte. Die vorberatende Kommission hat dem Gesamtrat beantragt, der Initiative einen direkten Gegenvorschlag gegenüber zu stellen, mit der die Grundversorgung von hoher Qualität viel umfassender geregelt wird. Dieser Schritt würde es ermöglichen, die Frist für die abschliessende Behandlung der Initiative um ein Jahr, also bis Oktober 2013, zu verlängern. Der Rat stimmt diesen Anträgen seiner Kommission ohne Gegenstimme zu. Die Vorlage geht nun an den Nationalrat. Standesinitiative Genf: Bundesgesetz über die Krankenversicherung. Maximalbetrag für die Reserven Die Initiative verlangt, in der obligatorischen Grundversicherung einen Höchstanteil für die Sicherheitsreserven einzuführen. Die vorberatende Kommission Seite 6

hat dem Rat beantragt, die Frist für die Behandlung der Initiative bis Sommer 2014 zu verlängern. Zuvor hatte die Kommission beschlossen, die Beratung der Vorlage zur Korrektur der zwischen 1996 und 2011 bezahlten Prämien mit derjenigen des Entwurfes zum Krankenversicherungsaufsichtsgesetze zu koordinieren. Weil beide Vorlagen thematisch in einem engen Zusammenhang mit der Standesinitiative des Kantons Genf stehen, erscheint es sinnvoll, dessen Anliegen im gleichen Kontext zu behandeln. Der Gesamtrat stimmt dem Verlängerungsantrag zu. Das Geschäft geht nun an den Nationalrat. Motion CVP/EVP/glp: Genügend Ärzte ausbilden / Motion Robert Cramer. Genügend Praktikumsplätze für angehende Ärztinnen und Ärzte Die beiden Vorstösse verlangen, dass einerseits die Anzahl der Studienplätze erhöht und anderseits die notwendigen Praktikumsplätze bereitgestellt werden. Ziel soll es sein, genügend Plätze zur Verfügung zu stellen, um den inländischen Bedarf an Ärzten zu decken. Auf Antrag der vorberatenden Kommission hat der Rat die Motionen angenommen. Beide Vorlagen gehen nun an den Nationalrat. Motion NR Bea Heim: Vita sicura. Risikoforschung für Patientensicherheit / Motion NR Bea Heim: Vita sicura. Nationales Programm für Patientensicherheit Mit den beiden Motionen wird der Bundesrat beauftragt, ein Forschungsprogramm für die Sicherheit und Qualität der stationären und ambulanten medizinischen Behandlung zu initiieren, beziehungsweise zusammen mit den Kantonen strategische und konkrete Massnahmen für die Erhöhung der Patientensicherheit zu veranlassen. Der Bundesrat hat beantragt, die Motionen anzunehmen. Der Nationalrat hat diesen bereits zugestimmt. Der Rat nimmt beide Motionen ohne Diskussion an. Motion SGK-NR. Neue Spitalfinanzierung. Wirkungsanalyse erweitern Die Motion verlangt, dass die Wirkungsanalyse, die der Bundesrat bereits in Auftrag gegeben hat, erweitert wird. Bei der Wirkungsanalyse geht es um spezifische Fragestellungen betreffend Versorgungsqualität für chronisch kranke, multimorbide und geriatrische Patienten. Bundesrat und Nationalrat haben die Motion bereits angenommen. Die vorberatende Kommission hat beantragt, diese abzulehnen. Der Rat lehnt die Motion mit 17:15 Stimmen ab. Damit ist das Geschäft erledigt.


Nationalrat Motion SR Urs Schwaller. Genügend Ärzte ausbilden Die Motion verlangt – wie die im Ständerat behandelten Motionen CVP / EVP / glp und Robert Cramer – Massnahmen, um zusätzliche Studienplätze zu schaffen, damit genügend Ärzte ausgebildet werden können. Nachdem der Bundesrat beantragt hat, die Motion anzunehmen und der Ständerat diese bereits angenommen hat, beschliesst der Rat mit 138:29 Stimmen ebenfalls, die Motion anzunehmen. Petition NR Eugen Fischer. Gesundheitskostenbeteiligung für Fettleibige Die Petition verlangt, dass Übergewichtige einen Teil der Gesundheitskosten, die sie verursachen, selbst tragen. Voraussetzung ist, dass nicht nachgewiesen werden kann, dass ihr Gewicht auf eine Krankheit oder auf Medikamente zurückzuführen ist. Die vorberatende Kommission beantragt hat mit 18:0 Stimmen beantragt, der Petition keine Folge zu geben. Der Rat folgt diesem Antrag ohne Diskussion. BUNDESRAT / EDI / BAG Neue Tarifversion für ambulante Leistungen Der Bundesrat hat per 1. Juni 2012 die von den Versicherern, Spitälern und Ärzten vereinbarte neue Tarifversion 1.08 genehmigt. Die wichtigste Änderung betrifft die Aufnahme der früheren Besuchsinkonvenienz-Pauschale in die Tarifstruktur. Diese Anpassung kommt in erster Linie den Hausärzten zugute. Die frühere Abgeltungspauschale war nur bis 31. März befristet. Der Bundesrat hat nun deren Verlängerung bis 31. Mai 2013 genehmigt. Elektronisches Patientendossier Der Bundesrat hat das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) beauftragt, bis Ende 2012 eine Botschaft und einen Entwurf zu einem Gesetz zur Einführung des elektronischen Patientendossiers auszuarbeiten. In der vorausgegangen Vernehmlassung haben lediglich die Hausärzte und die EVP grundsätzliche Opposition angemeldet. Die SVP, die Grünen und die FMH haben Vorbehalte zum Vorschlag geäussert, für das Patientendossier die Sozialversicherungsnummer zu verwenden.

Medikamentenpreise Per 1. Mai 2012 hat Bundesrat Alain Berset eine Änderung der Verordnung über die Medikamentenpreise in Kraft gesetzt. Dadurch sollen die Medikamentenpreise gesenkt und im ersten Jahr rund 240 Millionen Franken eingespart werden. Für die Krankenversicherungsbranche ist die Verordnungsänderung ungenügend. Dies vor allem darum, weil mit der Verordnung die Unterschiede zu vergleichbaren Ländern grösser werden als bisher. Dass die Medikamente trotzdem billiger werden, sei lediglich dem starken Franken zu verdanken. Neues Ungemach in Sachen Medikamentenpreise droht zudem aus dem Bereich der Politik: Die vorberatende Kommission des Nationalrates hat beschlossen eine Motion zu lancieren, die den Bundesrat beauftragt, die Medikamentenpreise neu auszuhandeln. Zudem sollen die aktuellen Schwierigkeiten des Pharmastandortes Schweiz besser berücksichtigt werden zugunsten der Pharmaindustrie. Das Lobbying der Pharmaindustrie scheint zu funktionieren. WEITERE ENTWICKLUNG IM UMFELD Neuer Direktor bei Santésuisse Nach intensiver Suche hat Santésuisse in der Person von Christoph Meier einen neuen Direktor gefunden. Der RVK wünscht Christoph Meier alles Gute im neuen Amt und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Wechsel im FMH-Präsidium Überraschend ist der bisherige FMH-Präsident, Dr. med. Jacques De Haller, bei den Erneuerungswahlen nicht als Vorstandsmitglied wiedergewählt worden. Damit stand er als Kandidat für die Wiederwahl als Präsident nicht mehr zur Verfügung. Als weitere Überraschung wurde nicht der offizielle Kandidat, Dr. med. Urs Stoffel, der sich kurzfristig zurückzog, zum Präsidenten gewählt, sondern der Berner Hausarzt Dr. med. Jürg Schlup. Fusionen / Übernahmen Im Moment scheint es an dieser Front relativ ruhig zu sein. Oder trügt der Schein? Immerhin hat der neue KPT-Präsident René Jenny für den Herbst eine Überprüfung der Strategie in Aussicht gestellt. Dabei sollen auch Partnerschaften ein Thema sein.

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Informationen für die Mitglieder des Verbandes EXPRESS Vermögensübertragung an RVK Rück AG Im Mai 2012 wurde die Vermögensübertragung und die Aktienkapitalerhöhung der RVK Rück AG ins Handelsregister des Kantons Luzern eingetragen. Das Projekt RUS12 wurde damit termingerecht abgeschlossen. Neue Software für MedCasePool Der RVK-MedCasePool führt für alle drei Geschäftsbereiche die Software CaseNet ein. Bisher arbeiteten die Bereiche mit zwei verschiedenen Systemen. CaseNet erhöht den Kundennutzen und senkt die Betriebskosten. RVK-Forum erfolgreich durchgeführt Am 25. April 2012 fand das RVK-Forum erstmals im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern statt. Hochkarätige Redner diskutierten komplexe Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die Teilnehmer waren grösstenteils sehr zufrieden.

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RVK-ImPuls Erfolgreiche Verbandstagung Rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben an der diesjährigen Verbandstagung RVK-ImPuls am 14. und 15. Juni 2012 in Luzern teilgenommen. Bei schönstem Wetter, einer kühlen Brise während der Schifffahrt und kulinarischen Genüssen beim Nachtessen nutzten die Führungsorgane der Mitgliedskassen und des RVK die Gelegenheit für einen wertvollen Gedankenaustausch. Am Freitag stand neben der neuen Spitalfinanzierung das Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, welches das Parlament zurzeit als Entwurf diskutiert, im Zentrum. Die Vertreterinnen und Vertreter der RVKMitglieder nahmen die Gelegenheit wahr, den beiden

Referenten, Dr. Hansjörg Schmid vom Luzerner Kantonsspital und Helga Portmann vom BAG, Fragen zu stellen. Einmal mehr zeigte sich, dass die Anwesenden den direkten Austausch mit Vertretern der Versicherungsaufsicht und der Leistungserbringer sehr schätzen. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch Für die Agenda Der nächste RVK-ImPuls findet am 13. und 14. Juni 2013 statt.

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Verband Jahresversammlungen durchgeführt

Verband Jahresabschluss 2011

Anschliessend an die Verbandstagung RVKImPuls haben die 80. Delegiertenversammlung des RVK und die erste Generalversammlung der RVK Rück AG stattgefunden.

Die Rechnung 2011 schliesst mit einem negativen Betriebsergebnis von 0.7 Millionen Franken ab.

Die Delegierten der RVK-Mitglieder genehmigten einstimmig den Geschäftsabschluss 2011 des RVK. Die Generalversammlung genehmigte ebenfalls diskussionslos den ersten Geschäftsabschluss der RVK Rück AG. Stephan Bernet Bereichsleiter Ressourcen / Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch

Die Gründe sind: • Negatives Ergebnis im Rückversicherungsbe reich OKP von 0.8 Millionen Franken (höhere Leistungen als Prämien in der GRV-Grund pflege). • Positives Ergebnis im Rückversicherungs bereich VVG von 0.2 Millionen Franken. • Negatives Ergebnis im Dienstleistungs- und Verbandsbereich von 0.2 Millionen Franken (Belastung durch Dienstleistungen im Projektstatus). Einige Positionen der Bilanz mit einer Gesamtsumme von 56.8 Millionen Franken werden beeinflusst durch bereits durchgeführte oder für 2012 geplante Transaktionen im Zusammenhang mit der RVK Rück AG. So wird erstmals die 100 Prozent-Beteiligung an der RVK Rück AG von 3.0 Millionen Franken ausgewiesen. Die Rückstellungen für Schadenfälle und die Reserven KVG entsprechen den Kapitalien, die notwendig sind, um die Rückversicherung bei der RVK Rück AG durchzuführen. Detaillierte Zahlen zum Rechnungsabschluss können dem Geschäftsbericht 2011 und der Bilanz / Erfolgsrechnung 2011 entnommen werden, welche die Mitglieder an der Delegiertenversammlung vom 15. Juni 2012 genehmigt haben. Stephan Bernet Bereichsleiter Ressourcen / Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch

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RVK Rück AG Vermögensübertragung Die RVK Rück AG hat – wie in den vorherigen Ausgaben bereits berichtet – die Bewilligung der Finma zum Geschäftsbetrieb der Rückversicherung per 1. Januar 2012 erhalten. Als letzter Schritt, um den Rückversicherungsbereich durch die RVK Rück AG zu führen, wurde die Vermögensübertragung vorbereitet. In Zusammenarbeit mit der Ferax Treuhand AG wurden der Vermögens- und Sacheinlagenvertrag und die anderen notwendigen Dokumente für die Kapitalerhöhung erstellt. Die Vermögensübertragung und die Aktienkapitalerhöhung von sieben Millionen Franken auf zehn Millionen Franken wurden am 25. Mai 2012 ins Handelsregister des Kantons Luzern eingetragen. Mit dem Vermögens- und Sacheinlagenvertrag hat der RVK (Verein) 19.8 Millionen Franken an die RVK Rück AG übertragen. Diese Mittel müssen bei der RVK Rück AG wie folgt zweckgebunden verwendet werden: Erhöhung Aktienkapital

7.0 Mio. Franken

Rückstellungen Schadenfälle OKP

9.6 Mio. Franken

Rückstellungen Schadenfälle VVG

2.2 Mio. Franken

Organisationsfonds

0.6 Mio. Franken

Wertberichtigung Wertschriften

0.4 Mio. Franken

Mit dieser Aktienkapitalerhöhung beträgt die Beteiligung des RVK an der RVK Rück AG zehn Millionen Franken (100 Prozent-Beteiligung). Mit dem Vermögensübertragungsvertrag hat der RVK die Rückversicherungsverträge im OKP-Bereich (GrossRisiko-Versicherung) an die RVK Rück AG übertragen. Die VVG-Rückversicherungsverträge wurden bereits im Herbst 2011 per 1. Januar 2012 mit der RVK Rück AG abgeschlossen. Mit dem Eintrag ins Handelsregister konnte das Projekt RUS12 termingerecht und gemäss den Vorgaben der Aufsichtsbehörden (BAG und Finma) abgeschlossen werden. Stephan Bernet Bereichsleiter Ressourcen / Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch

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Rückversicherungen Ergebnis GRV 2011 Die GRV-Grundpflege verzeichnete 2011 ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis. Die Leistungen überstiegen mit 6.1 Millionen Franken die Prämien von 6.0 Millionen Franken. Das Ergebnis lag damit im Bereich des Vorjahres. Für 2012 wird ein besseres Resultat erwartet, da per 2012 die beiden Eigenrisikostufen 70‘000 Franken und 120‘000 Franken um 10‘000 Franken erhöht wurden. Zudem wurden deren Minimalprämien um 1.10 Prozent (80‘000 Franken), respektive um 0.29 Prozent (130‘000 Franken) angepasst. Die durchschnittliche Anzahl Fälle pro Kasse ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Fälle 2007

2008

2009

2010

2011

ER 33`000

48

42

43

47

39

ER 70`000

102

93

115

69

60

ER 120`000

152

69

77

79

60

Total Fälle

302

204

235

195

159

Total Kassen

45

43

34

34

27

* ER = Eigenrisikostufe

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Die Durchschnittskosten pro Fall sind in der höchsten Eigenrisikostufe angestiegen. Durchschnittskosten pro Fall (in Franken) 2007

2008

2009

2010

2011

ER 33`000

19'153

17'008

16'194

20'181

14'910

ER 70`000

30'262

31'392

26'410

32'814

31'317

ER 120`000

44'129

49'575

40'836

49'622

60'503

40 Prozent der rund 6,1 Millionen Franken, die 2011 ausbezahlt worden sind, gehen an acht Fälle mit sehr hohen Kosten für kassenpflichtige Medikamente. Eine mögliche Ursache ist, dass immer mehr genetisch bedingte Krankheitsbilder diagnostiziert werden. Genetische Krankheiten gehören zu den sogenannten seltenen Erkrankungen. Seit 2000 hat die EU Anreize für mehr Forschung in diesem Bereich geschaffen und im EU-Rahmenprogramm Forschung und Entwicklung für seltene Erkrankungen priorisiert. Diese Massnahmen haben dazu beigetragen, dass die Anzahl zugelassener Medikamente gegen seltene Erkrankungen gestiegen ist.


GRV-Spitalzusatz Das Prämienvolumen 2011 ist infolge der Austritte von Versicherern gegenüber dem Vorjahr um rund 1.4 Millionen Franken auf 1.0 Million Franken zurückgegangen. Die Schadenbelastung betrug rund 450‘000 Franken und ist deutlich geringer als in den Vorjahren. Dies führte 2011 zu einem sehr guten Ergebnis. Aus diesem Grund werden 300‘000 Franken den Rückstellungen für Rückerstattungen zugewiesen. Fälle 2007

2008

2009

2010

2011

ER 25`000

0

0

0

0

1

ER 50`000

3

6

7

6

2

ER 75`000

18

16

18

24

11

Total Fälle

21

22

25

30

14

Durchschnittskosten pro Fall (in Franken) 2007

2008

2009

2010

2011

ER 25`000

0

0

0

0

5'435

ER 50`000

8'540

33'661

39'392

79'057

15'447

ER 75`000

50'939

21'722

32'913

61'015

37'651

Der RVK dankt allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und die jeweils hilfreichen Zusatzinformationen. Elisabeth Janssen Krankenversicherungs-Expertin Tel. 041 417 05 54 E-Mail e.janssen@rvk.ch

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Vermittelte Versicherungen Medgate betreut chronisch Kranke Medgate, das Schweizer Zentrum für Telemedizin in Basel, wurde 1999 von drei Freunden gegründet. Innerhalb von 13 Jahren hat sich das Unternehmen zum führenden Anbieter telemedizinischer Dienstleistungen in der Schweiz etabliert. Heute beschäftigt Medgate rund 220 Personen. Chronische Krankheiten sind weit verbreitet und nehmen in unserer Gesellschaft zu. Dazu zählen Krankheitsbilder wie Diabetes, Herzinsuffizienz und Hypertonie. Medgate bietet seit einigen Jahren Betreuungsprogramme für Patientinnen und Patienten mit chronischen Erkrankungen an (Chronic Care Management). Diese profitieren von strukturierten krankheitsspezifischen, aber auch krankheitsübergreifenden Schulungen, einer Optimierung der Therapie sowie einer kontinuierlichen telemedizinischen Überwachung der verlaufsrelevanten Körperfunktionen mittels dem Medgate-Telelabor. Chronic Care Management hat zum Ziel, die Selbstständigkeit des Patienten zu fördern und seine Lebensqualität zu verbessern. Darüber hinaus lassen sich akutstationäre Behandlungen reduzieren und Kosten vermeiden. Der RVK wird mit Medgate einen attraktiven Rahmenvertrag abschliessen. Interessierte erhalten vom RVK gerne nähere Angaben über das Chronic Care Management und die innovative Vertragslösung. Ivo Gasser Produktmanager Versicherungen Telefon 041 417 05 57 E-Mail i.gasser@rvk.ch

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MedCasePool Eine Software für drei Bereiche Die Dienstleistungen des RVK-MedCasePool basierten in der elektronischen Bearbeitung bisher auf zwei verschiedenen Systemen. Mit der neuen Software CaseNet arbeiten zukünftig alle drei Bereiche des MedCasePool mit einem einzigen System. Die zwei Systeme, mit denen der vertrauensärztliche Dienst, das Case Management und die DRG-Prüfstelle bisher arbeiteten, verfügten über getrennte Datenbanken und eigene Infrastrukturen. Eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit war nicht möglich, obwohl sie in vielen Fragen zweckmässig gewesen wäre und dem Wunsch vieler Kunden entsprochen hätte. Es zeigten sich zunehmend funktionelle Lücken bei unterschiedlichen Prozessanforderungen. Die Bewirtschaftung war zudem aufwändig und die Wartungskosten entsprechend hoch. Neue Software bringt Vorteile Aus diesen Gründen hat sich der RVK entschieden, die Software CaseNet einzuführen. Mit CaseNet ermöglicht der MedCasePool eine webbasierte Fallführung ohne Installationsaufwand. Die Software steht diversen Usern offen und erlaubt, gesteuert durch unterschiedliche Berechtigungen, eine breitflächige Vernetzung. Zwischenbeurteilungen und Wiederer-

wägungen im gleichen Fall sind möglich. Der Kunde kann seine Organisation selber administrieren und die Berechtigungen zuordnen. Unterhalt, Support und Service aus einer Hand garantieren tiefere Betriebskosten und eine höhere Systemsicherheit. In der bisherigen Projektphase hat sich gezeigt, dass es komplex und aufwändig ist die verschiedenen Abläufe im vertrauensärztlichen Dienst, bei der DRG-Prüfstelle und dem Case Management abzubilden. Die Einführung beim Kunden wird daher gestaffelt stattfinden: Der vertrauensärztliche Dienst und die DRG-Prüfstelle im 4. Quartal 2012, das Case Management folgt später. Der MedCasePool informiert seine Kunden laufend über den aktuellen Projektstand. Dr. med. Rudolf Häuptle Bereichsleiter MedCasePool / Vertrauensarzt Telefon 041 417 05 27 E-Mail r.haeuptle@rvk.ch

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DRG-Prüfstelle Prüfbedarf vorhanden Seit mehr als zwei Jahren erbringt die DRGPrüfstelle des RVK ihre Leistung bei der Rechnungsprüfung. Unter APDRG, dem System, das bis Ende 2011 in Tarifverträgen vielerorts als Basis diente, war der Bedarf an Korrekturen nachweisbar und unbestritten. Der RVK war gespannt, ob sich dies unter SwissDRG bestätigen würde. Nachdem einige hundert SwissDRG-Fälle geprüft worden sind, hat die DRGPrüfstelle festgestellt, dass auch das SwissDRG-Tarifsystem demselben Prüfungsbedarf unterliegt. Die RVK-Codierer finden in ungefähr zehn bis zwanzig Prozent der Fälle (Prüfstufe 3) eine zu hohe Rechnung, die sie zur Beanstandung empfehlen. Da die Leistungserbringer die erforderlichen Daten zum Teil sehr zögerlich edieren, ist es nicht immer möglich, die Rechnung auf Anhieb zu prüfen. Weil die Versicherer nun immer mehr insistieren, ist dies jedoch je länger je weniger eine Hürde im Prüfprozess. Somit hat sich die manuelle Prüfung der zugestellten SwissDRGRechnungen mittlerweile gut eingespielt.

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Verspätete Umstellung wegen fehlender KVV Die Übermittlung der elektronischen MCD (minimal clinical dataset), die nötig sind um die Prüfung der Fälle speditiver, softwaregestützt und automatisiert durchzuführen, ist hingegen noch in der Ferne. Die Übermittlung kann erst dann erfolgen, wenn die Leistungserbringer in der Lage sind, den MCD ebenfalls elektronisch übermitteln zu können. Zurzeit scheint das die «Pièce de Résistance» zu sein – es ist absehbar, dass die Leistungserbringer zur Umstellung länger brauchen als erhofft. Die zögerlich in die Wege geleitete neue Krankenversicherungsverordnung (KVV) trägt einen wesentlichen Teil dazu bei. Was bleibt, ist die tägliche Erfahrung, dass die Rechnungsprüfung im SwissDRG-System viele Facetten hat, von denen die RVK-Codierer immer wieder neue kennenlernen – und so ihren Anteil zu diesem lernenden System beitragen. Dr. med. Benno Sauter Leiter DRG-Prüfstelle / Vertrauensarzt Telefon 041 417 05 42 E-Mail b.sauter@rvk.ch


RVK-Forum Stösst die Solidarität an ihre Grenzen? Das Gesundheitswesen steht zwischen zwei Fronten. Täglich wird von den Leistungserbringern und Versicherern der Spagat zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit gefordert. Wie weiter? Am RVK-Forum vom 25. April 2012 in Luzern haben hochkarätige Redner komplexe Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. So kontrovers wie die Blickwinkel, so unterschiedlich waren die Lösungsansätze. Die Grundidee des KVG, alle Bevölkerungsschichten im Krankheitsfall finanziell abzusichern, bringt die soziale Krankenversicherung immer mehr in Bedrängnis. Durch die stetig älter werdende Bevölkerung, die steigenden Ansprüche der Versicherten, die rasche Angebotsentwicklung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten, aber auch durch das wirtschaftliche Streben nach Wachstum und Gewinn ist das Gesundheitswesen aus dem Gleichgewicht geraten. Das RVK-Forum hat sich diesem Thema angenommen. Rund 230 Fachleute aus dem Gesundheitswesen und der Politik haben die spannende Debatte mit verfolgt. Patientenbedürfnisse in den Mittelpunkt Gerechtigkeit habe zwei Aspekte, erläuterte Dr. Christoph Rehmann-Sutter, Professor für Theorie und Ethik an der Universität Lübeck. Die gerechte Behandlung der einzelnen Person einerseits, die faire Verteilung der vorhandenen Ressourcen andererseits. Diese beiden Aspekte auf einen Nenner zu bringen, fordere heraus. Es sei aber zentral, bei Gerechtigkeitsüberlegungen von den Patientinnen und Patienten auszugehen und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen – anstelle der Berechnungen von Effizienz und Wirtschaftlichkeit. Es müsse sich ein multiperspektivisches und mythenfreies Bild entwickeln, wenn die Diskussion weiterkommen wolle. Es sei illusorisch, die Gesundheitskosten senken zu wollen, argumentierte Dr. Carlo Conti, Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK). Schon die demografische Entwicklung bis 2020 – der Anteil der über 65-Jährigen wird um 25 Prozent zunehmen – verunmögliche dies. Ausserdem wolle die grosse Mehrheit der Bevölkerung freien Zugang zu medizinischen Leistungen. Leistungseinschränkungen, verbunden mit der Entwicklung zur Zweiklassengesellschaft, hätten bei einer Abstimmung keine Chance.

Bevölkerung zufrieden Der Ökonom Dr. Harry Telser zeigte auf, dass immer und überall rationiert werde. Die Frage sei nur, nach welchem Bewertungssystem. Es gebe Indizien, dass die Schweizerinnen und Schweizer mit ihrem Gesundheitswesen zufrieden seien. Die immer teurer werdenden Prämien seien vor allem ein Thema der Medien und Politiker. Am Schluss war man sich trotz der Meinungsvielfalt vor allem in einem Punkt einig: Das Gesundheitssystem funktioniere auf hohem Niveau – das zeigen auch Vergleiche mit dem Ausland. Ob die Ansprüche von Versicherern, Leistungserbringern und Medizin je zum grossen Schulterschluss zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit führen können, bleibe offen. Auch wenn es schwierig sei, die vielen Blickwinkel zu einem Gesamtwerk zusammenzufügen, so sei jeder Austausch ein Schritt, das Gesundheitswesen im Sinne der Versicherten zu stärken und zu optimieren, führte RVK-Präsident Charles Giroud zum Schluss aus. Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden Die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen, dass das RVK-Forum einen hohen Stellenwert geniesst. Als eine der wichtigsten Plattformen im schweizerischen Gesundheitswesen hat die Tagung bei vielen Anwesenden einen fixen Platz in der Agenda. Das Thema sowie die fachlich kompetente Zusammensetzung der Referenten wurden ebenso geschätzt wie der neue Standort im Verkehrshaus in Luzern. Dank einem professionellen Umfeld war das Forum auch für den RVK ein voller Erfolg. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch Für die Agenda Das nächste RVK-Forum findet am Donnerstag, 25. April 2013, im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern statt.

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RVK-Bildungsangebote Erfreuliche Halbjahresbilanz Die RVK-Bildungsangebote bewähren sich und sind weiterhin sehr gefragt. Dies beweisen vor allem die hohen Teilnehmerzahlen sowie die guten Kursbeurteilungen. Die Bedürfnisse der Kassen stehen dabei im Vordergrund.

Das gleiche gilt für den Kurs «Psychiatrie/Psychotherapie», der gleich zweimal durchgeführt wurde. Der Kurs «Zahnmedizin», den neu Dr. med. dent. Jürg Lienhard leitet, hat nahtlos an die bisherigen Austragungen angeknüpft und erfreut sich grosser Beliebtheit.

Ein fester Bestandteil der Angebotspalette ist der Vorbereitungskurs auf die eidgenössische Berufsprüfung «Krankenversicherungsfachfrau/-mann». Beide Kurse sind frühzeitig ausgebucht gewesen – für das nächste Jahr sind bereits erste Anfragen eingegangen.

Eine grosse Herausforderung stellt das Krankentaggeld nach VVG und KVG dar. Die Fragestellungen in der Praxis sind komplex und zahlreich. Insbesondere die Koordination mit anderen Sozialversicherungszweigen erfordern vertiefte Kenntnisse. Der RVK leistet mit dem Fachkurs zur Leistungsabwicklung und -koordination einen wichtigen Beitrag zur effizienten Bearbeitung von Taggeldfällen.

In Zusammenarbeit mit dem BAG fand im ersten Quartal eine Tagung zum KVG-Solvenztest statt. Ziel dieser Tagung war es, den Krankenversicherern die Grundlagen zur Umsetzung des neuen Solvenztests zu vermitteln. Durch den Einbezug der zuständigen Aufsichtsbehörde erhielten rund 50 Vertreterinnen und Vertreter der Krankenversicherer einen wertvollen Einblick in die Eigenheiten des neuen Berechnungsmodells. Der Fachkurs «Medizinische Kenntnisse» erfreut sich nach wie vor einer grossen Nachfrage. Die vorgenommenen Anpassungen im Konzept haben sich bewährt. Dies bestätigen die zahlreichen positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden.

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Nachdem die beliebte Frühlingstagung in diesem Jahr nicht auf dem Programm stand, ist der RVK an deren Planung für das nächste Jahr. Weitere Informationen folgen. Marco Fäh Leiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch


Kundenzeitschrift SICHER Sommerausgabe erschienen

RVK Renovierung Liegenschaft

Ende Juni ist die neuste Ausgabe der Kundenzeitschrift SICHER erschienen. Fünf Krankenversicherer haben das SICHER an rund 27`200 Kundinnen und Kunden verschickt.

Schon seit einigen Jahren haben Feuchtigkeit und Wasserflecken in den Wänden der RVKBüros darauf hingewiesen, dass das über dreissig Jahre alte Flachdach der Liegenschaft an der Haldenstrasse 25 in Luzern nicht mehr dicht ist. Umfangreiche Abklärungen durch Spezialisten haben gezeigt, dass eine Komplettsanierung des Flachdachs die beste Lösung ist.

SOMMER 2012

SICHER

mit meiner

Krankenkasse

Liebe Leserin Lieber Leser Im Herbst 2011 haben wir in der Kundenzeitschrift «SICHER» eine Leserumfrage durchgeführt, um zu erfahren, was Ihnen am «SICHER» gefällt und was wir verbessern können. Mit den Ergebnissen sind wir sehr zufrieden. Wie die Auswertung zeigt, sind unsere Leserinnen und Leser mehrheitlich im erwerbstätigen Alter. Die Textbeurteilung sowie der Gesamteindruck fallen grösstenteils positiv aus. Gelesen werden vor allem Informationen über die Krankenkasse sowie die Texte der Bereiche Medizin und Prävention. Unsere Leserinnen und Leser wünschen künftig mehr Informationen zum Thema Prävention – diesem Wunsch kommen wir gerne nach. An dieser Stelle herzlichen Dank an alle, die an der Umfrage teilgenommen und uns wertvolle und konstruktive Hinweise geliefert haben, um uns stetig zu verbessern. Auf Seite 3 stehen Generika im Mittelpunkt. Generika helfen, die Kosten im Gesundheitswesen einzudämmen. Wir erklären Ihnen, was Generika überhaupt sind, wann sie wie eingesetzt werden und was Sie allenfalls bei der Einnahme von Generika beachten müssen. Notfälle treffen uns unverhofft und fordern uns heraus. Nur jeder Fünfte von uns weiss, wie er in Notfällen reagieren muss. Dies zeigt eine Studie des Schweizerischen Samariterbundes. Wir leisten Abhilfe und geben Ihnen auf Seite 4 Tipps, wie Sie sich in Notsituationen richtig verhalten. Wir wünschen Ihnen einen schönen Sommer. Interview mit Sascha Heyer, Beachvolleyball-Spieler

Herzlich,

Foto: Georgios Kefalas

«Harte Arbeit zahlt sich aus!»

Daniel Herzog Direktor RVK

Unter anderem erfahren die Leserinnen und Leser in der aktuellen Ausgabe Wissenswertes über Notfälle. Denn: In eine Notlage kann jeder schnell und ohne eigenes Verschulden geraten. Doch wie verhält man sich in Notfällen richtig? Was muss man wissen? Der SICHER-Artikel vermittelt einen Überblick.

Ein weiteres Thema ist der TV-Konsum von Kindern und Jugendlichen: Sie könnten Stunden vor dem Fernseher verbringen. Dr. Lukas Zahner gibt Tipps für das richtige Verhalten vor der «Glotze» und sagt, welche Programme pädagogisch wertvoll sind. Weitere Themen sind: • • • • •

Interview mit Beachvolleyball-Spieler Sascha Heyer Artikel über Generika Informationen über Prämienregionen Wissenswertes zum Thema Dehnen Beitrag über Tinnitus

Interessierte können bei der Marketingabteilung des RVK eine Printausgabe bestellen – oder die elektronische Version im Internet durchblättern auf www.krankenversicherer.ch. Michelle Furrer Projektleiterin Marketing Telefon 041 417 05 41 E-Mail m.furrer@rvk.ch

Die Renovierungsarbeiten, die Mitte März 2012 begonnen haben, sind Mitte Juni 2012 abgeschlossen worden. Für die Sanierung des Flachdachs musste das gesamte Gebäude eingerüstet werden. Deshalb wurde der fast 20-jährige Fassadenanstrich erneuert und weitere Unterhaltsarbeiten an der Aussenhülle der Liegenschaft durchgeführt. Schon bei den ersten Planungsschritten der Flachdachsanierung wurde die Installation einer Fotovoltaik-Anlage geprüft. Im November 2011 erhielt der RVK die Zusage des Energiefonds der Stadt Luzern, dass er einen Förderbeitrag an die Fotovoltaik-Anlage erhält. Die Baubewilligung wurde im März 2012 erteilt und seit dem 2. Mai 2012 produziert die Anlage Strom und speist diesen in den Stromkreis des RVK ein. Einige Daten zur Anlage: Projektierung und Ausführung: BE Netz AG, Ebikon Gesamtfläche 67.7 qm Anlagen-Nennleistung 10.25 kWp Jahresertrag 8660 kWp Mit dieser Anlagenleistung kann rund ein Drittel des Stromverbrauches des RVK durch Solarstrom gedeckt werden. Die ersten Auswertungen zeigen, dass dieser Wert erreicht wird. Die Installation dieser Fotovoltaik-Anlage ist ein Beitrag des RVK, erneuerbare Energien zu nutzen. Es werden nun zusätzlich Massnahmen geprüft, um den Stromverbrauch beim RVK zu senken. Stephan Bernet Bereichsleiter Ressourcen / Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch Seite 19


RVK-intern Neues von der RVK-Crew Seit Februar 2012 arbeitet Alexandra Wirta als Case Managerin beim RVK. Sie ist diplomierte Pflegefachfrau mit mehrjähriger Berufserfahrung in der stationären Chirurgie. Sie hat die höhere Fachausbildung für Gesundheitsberufe mit Schwerpunkt Management abgeschlossen und berufsbegleitend den eidgenössischen Fachausweis als Sozialversicherungsfachfrau erworben. Zuletzt war Alexandra Wirta als Risikoexpertin beim medizinischen Dienst der CSS und im Leistungsdienst der Stiftung Auffangeinrichtung BVG tätig. Als Produktmanager Versicherungen hat Ivo Gasser im März 2012 seine Tätigkeit beim RVK aufgenommen. Als diplomierter Versicherungsfachmann und dank seiner langjährigen Berufserfahrung bei der Swiss Re und der GWP Insurance Brokers AG verfügt er über ein umfangreiches Know-how im Versicherungsgeschäft. Wir heissen unsere beiden neuen Mitarbeitenden ganz herzlich im RVK-Team willkommen.

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Dienstjubiläum Langjährige Firmentreue ist keine Selbstverständlichkeit. Umso glücklicher schätzen wir uns, Elisabeth Janssen zu ihrem 25. Dienstjubiläum gratulieren zu dürfen. Im Juni 1987 als Sachbearbeiterin Zahnpflegeversicherung beim RVK eingetreten, hat sich Elisabeth Janssen im Lauf der Jahre als Krankenversicherungs-Expertin, speziell im Bereich der Gross-Risiko-Versicherungen, einen Namen gemacht. Ihr grosses Fachwissen wird von unseren Kunden häufig und gerne in Anspruch genommen. Wir danken Elisabeth Janssen für ihr langjähriges und engagiertes Wirken und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Judith May Leiterin Personal- und Finanzadministration Telefon 041 417 05 72 E-Mail j.may@rvk.ch


Unternehmenskommunikation Neuer Internetauftritt Der RVK hat einen neuen Internetauftritt: Mitte April wurde die Website aufgeschaltet. Sie ist übersichtlich, userfreundlich und zeitgemäss.

Fragen oder Rückmeldungen zum neuen Auftritt (www.rvk.ch) sind jederzeit erwünscht.

Das Content Management System des bisherigen Auftritts war veraltet und aufwändig in der Pflege. Deshalb musste der RVK den gesamten Auftritt neu programmieren – und entschloss sich, gleichzeitig Struktur und Frontend des Auftritts zu erneuern. Mit dem Ziel, dass der Besucher mit möglichst wenigen Klicks bei den gewünschten Informationen und dem entsprechenden Ansprechpartner landet, werden die verschiedenen Zielgruppen des RVK neu gleich auf der Startseite individuell angesprochen und abgeholt. Die Pflege des Inhaltes erfolgt durch verschiedene Personen selbständig, was zu einem effizienterem Arbeitsablauf führt.

Martina Ruoss Leiterin Unternehmenskommunikation Telefon 041 417 05 73 E-Mail m.ruoss@rvk.ch

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Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern

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Verband Wechsel bei RVK-Mitgliedern

Neuer Geschäftsführer bei der Krankenkasse des Instituts Ingenbohl Die langjährige Geschäftsführerin der Krankenkasse des Institutes Ingenbohl, Monika Schiermann, ist in diesem Frühjahr in Pension gegangen. Die Geschäftsführung der Krankenkasse hat Kurt Zwahlen, Experte in Rechnungslegung und Controlling, übernommen. Kurt Zwahlen arbeitet in einem Teilzeitmandat für das Institut Ingenbohl.

Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln Auf die 141. Generalversammlung vom 27. April 2012 ist Adelrich Kälin als Präsident der Krankenund Unfallkasse Einsiedeln zurückgetreten. Er war seit 1988 im Vorstand und seit 2004 als Präsident tätig. Als Nachfolger wählten die Mitglieder Daniel Reichmuth in den Vorstand und als Präsidenten der Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln.

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Agenda 2012 22. August

Grundlagen SwissDRG und Grundsätze der Rechnungsprüfung

Zürich

31. August

Grundlagen SwissDRG und Grundsätze der Rechnungsprüfung

Bern

5./6. September

Grundkurs 1

Luzern

26./27. September

Grundkurs 2

Luzern

20./21. November

Grundkurs 1

Luzern

4./5. Dezember

Grundkurs 2

Luzern

Sessionsdaten 2012 10. bis 28. September

Herbstsession

26. November bis 14. Dezember

Wintersession

Die RVK-Crew wünscht Ihnen einen unvergesslichen Sommer 2012!

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INFORMATION Juli 2012