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3/2011 Fakten, Zahlen und Tipps rund um die Krankenversicherung

Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik BAG senkt Medikamentenpreise Informationen für die Mitglieder des Verbandes Überführung Rückversicherungsgeschäft in RVK Rück AG Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern Aquilana führt erfolgreich neue Branchensoftware ein


Der Inhalt auf einen Blick

EXPRESS

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Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik Parlament Nationalrat Ständerat Bundesrat / EDI / BAG Weitere Entwicklung im Umfeld Jahresgespräch Finma

Politik Das Parlament behandelte die Managed-CareVorlage auch in dieser Session: Stände- und Nationalrat haben den Vermittlungsvorschlägen der Einigungskonferenz zugestimmt. Trotzdem ist mit grosser Wahrscheinlichkeit mit dem Referendum zu rechnen.

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Informationen für die Mitglieder des Verbandes DV: Geschäftsabschluss genehmigt Aus- und Weiterbildungsprogramm 2012 Herbsttagung: Neues Tagungskonzept überzeugt Managed Care: Nachweis termingerecht erstellt MedCasaNet: Zukunftsweisende Plattform Leistungseinkauf: Veränderte Rahmenbedingungen DRG-Prüfstelle: Der RVK wird bereit sein Mitgliederumfrage: Mitglieder grösstenteils zufrieden Kundenzeitschrift SICHER: Herbstausgabe Qualitätsmanagement: RVK erfolgreich rezertifiziert RVK-intern: Neues von der RVK-Crew RVK-intern: Mit Rückenwind der Emme entlang

27 Informationen von unseren Mitgliedern und Partnern 28 Aquilana Versicherungen: Neue Branchensoftware 30 Rhenusana: Erfolgreiche Mitarbeitende 32 Agenda

Impressum INFORMATION Mitteilungsblatt des RVK Erscheint viermal jährlich Herausgeber und Redaktion RVK Verband der kleinen und mittleren Krankenversicherer Haldenstrasse 25, 6006 Luzern Telefon 041 417 05 00 Telefax 041 417 05 01 E-Mail: info@rvk.ch Internet: www.rvk.ch

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Das BAG senkt die Preise von rund 555 Medikamenten per 1. November 2011 um durchschnittlich acht Prozent. Grund ist der starke Franken. Verband Die Delegierten stimmten der neuen Unternehmensstruktur – bestehend aus den beiden Unternehmen RVK (Verein) und RVK Rück AG – zu. Das Rückversicherungsgeschäft wird per 1. Januar 2012 in die RVK Rück AG überführt, eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft des RVK. Mit der neuen Spitalfinanzierung gelten ab 1. Januar 2012 für alle Beteiligten veränderte Rahmenbedingungen. Die Tarifsuisse AG hat die bestehenden OKP-Verträge geprüft und den grössten Teil der bestehenden Verträge per 31. Dezember 2011 gekündigt. Mitte August hat die SQS das zweitägige Rezertifizierungsaudit beim RVK durchgeführt. Der RVK erfüllt weiterhin die Normen und Vorgaben für alle drei Zertifikate. Die Zertifikate sind wiederum drei Jahre lang gültig. Mitglieder Die Aquilana Versicherungen hat im September 2011 erfolgreich die neue Branchensoftware Syrius / ASE eingeführt.


Jahr der Herausforderung Liebe Mitglieder Sehr geehrte Damen und Herren Am 26. August 2011 hat die Delegiertenversammlung in Luzern wichtige Beschlüsse für die Zukunft der kleinen und mittleren Krankenversicherer und damit auch für den RVK als Verband getroffen. Mit der Auslagerung des Rückversicherungsgeschäftes per 1. Januar 2012 in die RVK Rück AG vollzieht unser Verband einen wichtigen Schritt zur Sicherstellung und Weiterentwicklung des Rückversicherungsgeschäfte. Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen allen, auch im Namen des Vorstandes und der Mitarbeitenden, für die Unterstützung dieses Vorhabens und für die überaus klare Zustimmung zu den Anträgen des Vorstandes ganz herzlich zu danken. Die Umsetzung dieser Beschlüsse wird noch einiges an Arbeit verursachen. Die Rückmeldungen der Finma und des BAG stimmen uns aber sehr positiv und motivieren uns, zielgerichtet und termintreu vorwärts zu arbeiten.

Wie Sie unserem Communiqué vom 22. September 2011 entnehmen konnten, übernimmt Daniel Herzog am 1. Oktober 2011 die Direktion des RVK ad interim. In der Rubrik «RVK-intern» stellen wir Ihnen Daniel Herzog näher vor. Ich wünsche ihm an dieser Stelle viel Erfolg sowie das nötige Glück und Geschick für die anstehenden Aufgaben und bitte Sie, ihm und dem ganzen Team des RVK Ihr Vertrauen zu schenken. Dafür danke ich Ihnen im Voraus ganz herzlich. Marcel Graber danke ich an dieser Stelle für die in den vergangenen neun Jahren geleistete Arbeit und wünsche ihm persönlich und beruflich nur das Beste.

Charles Giroud Präsident

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DAS NEUE RVK FORUM Gesundheitswesen Schweiz

Terminankündigung

25. APRIL 2012 Provozieren

Aufrütteln

Hinterfragen

Querdenken

Überraschen

Zuhören

Vor tragen

Mitreden

Lösen

Diskutieren Erkennen

Vernetzen

Argumentieren

Gewinnen

Umsetzen

NeuerForm, Ort und neues Datum: April 2012 im Verkehrshaus Neue neuer Ort, neues25. Datum: Mittwoch, 25. April Luzern 2012, im Verkehrshaus, Luzern

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Parlament Seite 6

Nationalrat Seite 7

St채nderat Seite 9

Bundesrat / EDI / BAG Seite 9

Weitere Entwicklung im Umfeld Seite 10

Jahresgespr채ch Finma Seite 12

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Die wichtigsten politischen Entwicklungen seit dem 23. Juni 2011 von Moritz Helfenstein zusammengefasst und kommentiert:

Parlament Managed Care Seit sieben Jahren arbeiten die eidgenössischen Räte an der Managed-Care-Vorlage. Zu Beginn der Herbstsession 2011 hielt der Nationalrat im Wesentlichen an seinen früheren, vom Ständerat abweichenden, Beschlüssen fest. Damit blieben insbesondere die Differenzen zum Ständerat in den Bereichen Selbstbehalt/Kostenbeteiligung, Angebotspflicht der Versicherer und Unabhängigkeit der Versorgungsnetze stehen. Da nach den abschliessenden Differenzbereinigungsrunden keine Übereinstimmung zwischen den beiden Räten erzielt werden konnte, musste die Einigungskonferenz einberufen werden. In dieser sind beide Räte vertreten. Dieses Gremium unterbreitete beiden Räten folgende Vorschläge: - Selbstbehalt und Kostenbeteiligung Zehn Prozent für Versicherte in integrierten Versorgungssystemen, im Maximum 500 Franken. 20 Prozent beim konventionellen bisherigen System, maximal 1‘000 Franken. Die maximale Kostenbeteiligung wird im Gesetz festgeschrieben und dem Bundesrat wird das Recht eingeräumt, den jährlichen Höchstbetrag der Kostenentwicklung im Bereich der Krankenversicherung anzupassen. - Angebotspflicht der Versicherer Die Versicherer werden gesetzlich nicht verpflichtet, flächendeckend Managed-Care-Versicherungsmodelle anzubieten. Falls sich kein genügendes Angebot an Netzwerken entwickelt, soll der Bundesrat ermächtigt werden, nach drei, spätestens aber nach fünf Jahren, eine Angebotspflicht für die Versicherer einzuführen. Solange ein Versicherer kein oder ein nur ungenügendes vernetztes Versicherungsmodell anbietet, beträgt der Selbstbehalt weiterhin zehn Prozent.

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- Unabhängigkeit der Versorgungsnetze Die Versicherer dürfen selber keine eigenen Versorgungsnetze betreiben und sich auch nicht an solchen beteiligen. Es soll eine strikte Trennung zwischen Finanzierer und Leistungserbringer gewährleistet sein. Versicherer dürfen bereits bestehende, eigene Managed-Care-Modelle oder Beteiligungen an solchen während maximal fünf Jahren weiterführen.

Quelle: www.parlament.ch

Der Ständerat hat den Vermittlungsvorschlägen mit 28:9 Stimmen zugestimmt. Der Nationalrat folgte dem Ständerat mit 111:39 Stimmen. Die Resultate sind an sich eindeutig. Die Schlussabstimmung am 29. September 2011 sollte in ähnlichem Rahmen ausfallen. Trotzdem ist mit grosser Wahrscheinlichkeit mit dem Referendum zu rechnen. Die SP-Fraktion hat klar signalisiert, dass sie ein Referendum unterstützten werde. Ein solches wurde von Ärztegruppen (insbesondere von Spezialärzten) und Patienten/ Konsumentenorganisationen angedroht. Ob und, wenn ja, wann die Managed-Care-Vorlage in Kraft tritt, die unter anderem einen weiteren Ausbau des Risikoausgleiches (Morbidität) beinhaltet, bleibt also weiterhin offen. Prämienbefreiung für Kinder Sowohl die vorberatende Kommission des Nationalrates als auch die entsprechende Kommission des Ständerates – diese allerdings nur mit einer Stimme Differenz – haben sich für eine Prämienbefreiung für Kinder ausgesprochen. Gestützt auf eine parlamentarische Initiative von Nationalrätin Ruth Humbel kann nun die Nationalratskommission einen entsprechen-


den Gesetzesvorschlag ausarbeiten. Die Kantone haben aber bereits Vorbehalte angemeldet, falls die Prämienbefreiung über den Prämienverbilligungstopf finanziert werden sollte.

Nationalrat Neben den abschliessenden Beratungen der ManagedCare-Vorlage in der Einigungskonferenz und dann im Gesamtrat befasste sich der Nationalrat insbesondere mit den folgenden, krankenversicherungsrelevanten Geschäften: Parlamentarische Initiativen Th. Meyer, Cassis, Heim: Stärkung der Hausarztmedizin Es lagen drei identische Initiativen zu diesem Thema zur Beratung vor. Inhaltlich geht es bei diesen Vorstössen um die Frage, wie die Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Tätigkeit sachgerecht und objektiv beurteilt werden soll. Bekanntlich hat die Ärzteseite in der Vergangenheit die Methode von Santésuisse, mit der die Wirtschaftlichkeit geprüft wurde, immer wieder kritisiert. Dies insbesondere mit der Begründung, dass ungenügend berücksichtigt werde, wie sich das Patientenkollektiv der einzelnen Ärzte zusammensetze. Der Rat hat die drei Initiativen mit 98:38 Stimmen angenommen. In den Übergangsbestimmungen zum neuen Artikel 56, Absatz 6, wird verlangt, dass Ärzte und Versicherer innert einem Jahr eine Methode für die Prüfung der Wirtschaftlichkeit vorlegen, die beide Seiten akzeptieren. Einigen sich die beiden Kontrahenten nicht, legt der Bundesrat die massgebende Methode fest. Das Geschäft geht nun in den Ständerat.

Motion Maury Pasquier: Verringerung übermässiger Reserven in der obligatorischen Krankenversicherung Mit der Motion wird verlangt, dass der Bundesrat Art. 60 KVG so ergänzt, dass das BAG Mindest- und Höchstreservesätze festsetzen kann, die den verschiedenen Arten von Risiken entsprechen. Diese sind in einer Verordnung zu regeln. Die Motionärin bezieht sich in ihrer Begründung auf einen Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes vom 8. Dezember 2009. In diesem wurde festgehalten, dass das BAG keine gesetzliche Grundlage habe, den Reservesatz nach oben zu begrenzen. Der Bundesrat beantragte am 24. November 2010 die Motion anzunehmen, was der Ständerat am 15. Dezember 2010 gemacht hat. Die nationalrätliche Kommission hingegen hat mit knappem Mehr beantragt, die Motion abzulehnen. Dies mit der Begründung, dass der Bundesrat ein neues Aufsichtsgesetz für die Krankenversicherung in die Vernehmlassung geschickt habe, in dem die Anliegen der Motionärin berücksichtigt seien. Der Nationalrat hat die Motion dann aber ebenfalls angenommen. Der Bundesrat wird nun eine entsprechende Gesetzesvorlage ausarbeiten müssen. Die Versicherer werden damit in naher Zukunft mit weiteren Wettbewerbseinschränkungen leben müssen. Motion Humbel: Erhöhung des Versicherungsabzuges bei der direkten Bundessteuer Die Motion verlangt vom Bundesrat, die Pauschalabzüge in Art. 212, Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer zu erhöhen. Dies mit der Begründung, dass die Krankenkassenprämien seit der letzten Anpassung der Pauschalabzüge stark gestiegen seien. Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. Er begründet seine Ablehnung mit den finanziellen Folgen – insbesondere für den Bund und zum Teil auch für die Kanone. Der Nationalrat hat die Motion mit 93:88 Stimmen angenommen. Das Geschäft geht nun an den Ständerat.

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Motionen Hochreutener: Voller Abzug der Krankenkassenprämien bei der Einkommenssteuer Der Bundesrat empfiehlt, auch diese Vorstösse abzulehnen. Dabei liegt die Begründung aber primär bei der Einschränkung der Kompetenz der Kantone (Änderung des Steuerharmonisierungsgesetzes) und im administrativen Bereich. Der Nationalrat folgt dem Antrag des Bundesrates und lehnt die Motionen mit 84:95, respektive mit 91:92 Stimmen ab. Das Geschäft ist damit erledigt. Motion Lumengo: Abzug der Prämien für die Krankenversicherung und für die private Unfallversicherung vom steuerbaren Einkommen Auch diese Motion wird auf Antrag des Bundesrates vom Nationalrat abgelehnt. Damit ist auch dieses Geschäft erledigt. Motion SP: Patientengerechte, personalverträgliche und qualitätsorientierte Einführung von Fallpauschalen Die SP-Fraktion verlangt vom Bundesrat in einem 7-Punkte-Forderungskatalog, dass er vor der gesamtschweizerischen Einführung von DRG die notwendigen Voraussetzungen für eine patientengerechte, personalverträgliche und qualitätsorientierte Einführung der Fallpauschalen sorge. Der Bundesrat beantragt in einer umfangreichen Begründung, die Motion abzulehnen. Unter anderem verweist er darauf, dass die Tarifstruktur SwissDRG als lernendes System konzipiert sei, mit dem nun erste Erfahrungen gesammelt werden müssten. Der Nationalrat lehnt die Motion mit 66:106 Stimmen ab. Die Motion ist damit abgeschrieben. Motion Rossini: Vergütung von Brillen nach KVG und OKP. Zurück zur Regelung von 2010 Mit der Motion wird vom Bundesrat verlangt, dass Brillengläser und Kontaktlinsen gemäss Regelung 2010 wieder in den Leistungskatalog nach KVG aufgenommen werden. Der Bundesrat lehnt dies insbesondere aus Kostengründen ab, stellt aber in Aussicht, dass das EDI für Härtefälle eine Lösung für eine gezielte Unterstützung einzelner Familien prüfe.

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Der Nationalrat lehnt die Motion ab. Sie ist damit ebenfalls abgeschrieben. Motion Th. Meyer: Keine Einsparungen bei Brillen für Kinder Mit der Motion wird der Bundesrat beauftragt, Sehhilfen für Kinder bis zum 18. Altersjahr wieder in den Leistungskatalog der Krankenversicherung aufzunehmen. Damit kann – gegen augenärztliches Rezept – ein jährlicher Höchstbetrag von 180 Franken für Brillengläser und Kontaktlinsen gewährt werden. Der Bundesrat beantragt, mit der gleichen Begründung wie bei der Motion Rossini, die Motion abzulehnen. Der Nationalrat nimmt die Motion jedoch mit 109:71 Stimmen an. Wenn auch der Ständerat zustimmt, muss der Bundesrat die Leistungsverordnung entsprechend anpassen.

Motion Heim: Sparen auf Kosten der Kranken? Die Motion verlangt vom Bundesrat, dass er die Erhöhung des Spitalbeitrages der Versicherten von zehn auf 15 Franken wieder zurücknimmt. Zudem wird verlangt, dass ein jährlicher Höchstbetrag festgesetzt wird. Der Bundesrat beantragt, die Motion abzulehnen. Der Nationalrat folgt diesem Antrag und lehnt die Motion mit 61:116 Stimmen ab. Das Geschäft ist damit erledigt. Der Nationalrat befasste sich nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe mit folgenden krankenversicherungsrelevanten Themen: - Parlamentarische Initiative SGK-NR: Tarmed. Subsidiäre Kompetenz des Bundesrates - Motion SGK-NR: Protonentherapie am Paul Scherer Institut.


Ständerat Neben Managed Care befasste sich der Ständerat in der Herbstsession nur am Rande mit Krankenversicherungsthemen. Er wird sich gemäss Sessionsprogramm allerdings nach Redaktionsschluss noch mit einzelnen Vorstössen befassen. Unter anderem mit : - Motion Joder: Gegen eine diskriminierende Umsetzung der Pflegefinanzierung - Motion Heim: Medikamentensicherheit - Motion Stahl: Wählbare Franchisen und Vertragsdauer - Motion SP-Fraktion: Leistungsfinanzierung nach dem KVG vereinheitlichen. Postulat Humbel: Umsetzung der E-HealthStrategie Mit dem am 19. März 2010 eingereichten Postulat wird vom Bundesrat ein Bericht über die Umsetzung der E-Health-Strategie verlangt. Der Bericht soll die Handlungsfelder, Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Aufgaben der einzelnen Akteure sowie einen verbindlichen Zeitplan für die Implementierung der einzelnen Teilprojekte aufzeigen. Gleichzeitig sind die notwendigen Rechtsgrundlagen vorzulegen. Der Nationalrat hat in der Sommersession 2010 beschlossen, das Postulat anzunehmen. In der Zwischenzeit hat der Bundesrat verlauten lassen, dass er bezüglich Versichertenkarte nicht beabsichtigt vorzuschreiben, dass die Versichertenkarte medizinische Daten enthalten müsse. Am 18. September 2011 hat auch der Ständerat die Motion angenommen. Interpellation Fetz: Neue Spitalfinanzierung. Auswirkungen für Zusatzversicherte Die Interpellantin bezieht sich auf die freie Spitalwahl, die durch die neue Spitalfinanzierung allen Versicherten offensteht. Sie fragt den Bundesrat, wie er Einfluss nehmen will auf die Prämientarife der Versicherer im Bereich der Zusatzversicherung «ganze Schweiz allgemein». Ständerätin Fetz beruft sich dabei auf Aussagen der Gesundheitsdirektorenkonferenz, wonach die neue Spitalfinanzierung die Versicherer mit rund 1,5 Milliarden Franken entlaste. Der Bundesrat weist in seiner Antwort darauf hin, dass die Zusatzversiche-

rung «ganze Schweiz allgemein» dem VAG unterstehe und er darum keinen Einfluss auf die Prämientarife in diesem Bereich geltend machen könne. Auf die Prämientarifgestaltung im Krankenzusatzversicherungsgeschäft könne nur die Finma im Rahmen ihrer präventiven Missbrauchskontrolle Einfluss nehmen. Im gleichen Sinne beantwortete der Bundesrat auch im Nationalrat eine Interpellation von Nationalrat Steiert. Für die Versicherer wird es nun darum gehen, die Erfahrungen des ersten Jahres mit der freien Spitalwahl abzuwarten, bevor wesentliche Prämienkorrekturen vorgenommen werden.

Bundesrat/EDI/BAG Teilausgleich von zu viel und zu wenig bezahlten Prämien Der Bundesrat hat ein Vernehmlassungsverfahren zu einer KVG-Revision eröffnet. Gemäss den Vorschlägen soll eine Korrektur der Prämien vorgenommen werden, die von Versicherern in einzelnen Kantonen zwischen 1996 und 2011 zu viel oder zu wenig einkassiert worden sind. Die Verteilung entsprechender kantonalen Überschüsse oder Defizite soll in einem komplizierten Verfahren über sechs Jahre vorgenommen werden. Die Vernehmlassung läuft bis Ende September 2011. Um zukünftig entsprechende Ungleichgewichte zu vermeiden, will der Bundesrat – im Rahmen des neu zu schaffenden Aufsichtsgesetzes – einen Korrekturmechanismus festlegen.

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Medikamentenpreise Dank dem schwachen Euro senkt das BAG per 1. November 2011 bei rund 555 Medikamenten die Preise um durchschnittlich acht Prozent. Dabei geht das BAG von einem immer noch zu hohen Eurokurs von 1.30 Franken aus.

Weitere Entwicklungen im Umfeld Einheitskasse Im Juni veröffentlichte das Forschungsinstitut Gfs in Bern das Resultat ihrer Umfrage zum Thema Einheitskasse bei 1‘200 Personen. Dabei sprachen sich 40 Prozent für und 51 Prozent gegen eine Einheitskasse aus. Die neueste Umfrage von Santésuisse zeigt bereits ein deutlich anderes Bild: Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung könnte sich eine Einheitskrankenkasse vorstellen. Je näher die neue Prämienrunde rückt, desto höher steigt die Zustimmung für eine Einheitskrankenkasse. Zu dieser Entwicklung haben sicher auch verschiedene Versicherer ihren Beitrag geleistet. Dies insbesondere durch aufwendiges und aggressives Marketing. Für die Krankenversicherer wird es bei der kommenden Volksabstimmung deutlich schwieriger werden, die Einheitskasse abzuwehren. Dazu braucht es eine in sich geschlossene Haltung der Branche, die sich mit voller Kraft für die Erhaltung einer gegliederten Krankenversicherung einsetzt. Nach Geschlossenheit sieht es in der Branche aber zurzeit nicht aus.

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Krankeversicherungsbranche Die Interessen in der Branche gehen in verschiedene Richtungen. Davon zeugt einerseits die Gründung einer «Konkurrenzorganisation» zu Santésuisse durch die drei Versicherer Helsana, Sanitas und Groupe Mutuel. Anderseits der Abgang des Präsidenten und des Direktors von Santésuisse sowie weiterer Führungsmitglieder. Schlagzeilen in den Medien wie «Der Krankenkassenverband Santésuisse zeigt Auflösungserscheinungen» sind kaum vertrauenserweckend. Dabei wäre gerade heute ein geschlossener, starker Branchenverband sehr wichtig. Prämienrunde 2012 Bereits früh warnten die Krankenversicherungsbranche und einzelne Versicherer vor wiederum starken Prämienerhöhungen für 2012. Im Verlauf des Jahres verstummten die Warner mehr oder weniger und machten – sicher auch aus Marketinggründen – euphorischen Kräften Platz. Da ist die Rede von Erhöhungen im Rahmen von ein bis drei Prozent, sogar von verschiedenen Nullrunden und Prämiensenkungen. Die gleichen Versicherungsvertreter räumen zum Teil gleichzeitig ein, dass sich insbesondere die Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung nicht abschätzen lassen. Wo bleibt hier die Glaubwürdigkeit?


Jahresgespräch FINMA Am 23. August 2011 fand das traditionelle Jahresgespräch bei der Finma in Bern statt. Das Jahresgespräch bietet eine willkommene Gelegenheit, Informationen über aktuelle Themen auszutauschen und die Anliegen der Mitglieder des RVK darzulegen. Die Delegation des RVK wurde durch Dr. René Schnieper, Leiter Geschäftsbereich Versicherungen, begrüsst. Die Abteilung Krankenversicherung war durch deren Leiter Markus Geissbühler sowie durch Reto Januth und Denis Groux vertreten. Das Aufsichtskonzept der Finma hat in den letzten Monaten eine weitere Präzisierung erfahren. Neuerdings werden die Versicherungsunternehmen nach der Höhe des gebundenen Vermögens in Risikokategorien eingeteilt. Darüber hinaus erhält jedes Versicherungsunternehmen ein Rating, welches auf der Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen, der Solvenz (nach SST und Solvenz 1), der Corporate Governance sowie dem Aufsichtsbericht (Auswertung FIRST) beruht. Die Finma fokussiert ihre Aufsicht auf Gesellschaften, die in einer hohen Risikokategorie sind oder ein schlechtes Rating aufweisen. Um die Aussagekraft des Ratings weiter zu erhöhen erarbeitet die Finma aktuell ein Positionspapier für die Prüfgesellschaften, die in die gezielte Erhebung der Informationen involviert werden sollen. Ein Workshop für die Prüfgesellschaften ist im Herbst geplant.

Ferner legten die Vertreter des RVK ihre Einschätzungen betreffend die Einführung der neuen Spitalfinanzierung und der Umsetzung von SwissDRG dar, die sich weitgehend mit denjenigen der Finma decken. Nachdem den Termin für 2012 festgelegt wurde bedankten sich beide Seiten für das spannende Gespräch. lic.iur. Pia Gianinazzi Rechtsdienst Telefon 041 417 05 50 E-Mail p.gianinazzi@rvk.ch

Neuauflage der Geschäftspläne Bei der Überarbeitung der Geschäftspläne nach dem Rundschreiben 2010/3 bekundeten einige Krankenversicherer Mühe mit der Erfüllung der neuen Vorgaben. Dies machte eine umfangreiche Informationsoffensive seitens der Aufsichtsbehörde notwendig. In der Folge konnte bereits eine Verbesserung der Eingaben festgestellt werden. Die wesentlichen Herausforderungen für die Gesellschaften sind die Anforderungen an die Struktur, die Ermittlung von aktuariell plausiblen Grundlagen für die Produkte mit Eintrittsalterstarifierung sowie die Festlegung von transparenten Bestimmungen für die Bildung und Auflösung von versicherungstechnischen Rückstellungen.

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DV: Geschäftsabschluss genehmigt Seite 13

Aus- und Weiterbildungsprogramm 2012 Seite 14

Herbsttagung: Neues Tagungskonzept überzeugt Seite 15

Managed Care: Nachweis termingerecht erstellt Seite 16

MedCasaNet: Zukunftsweisende Plattform Seite 17

Leistungseinkauf: Veränderte Rahmenbedingungen Seite 18

DRG-Prüfstelle: Der RVK wird bereit sein Seite 19

Mitgliederumfrage: Mitglieder grösstenteils zufrieden Seite 20

Kundenzeitschrift SICHER: Herbstausgabe Seite 21

Qualitätsmanagement: RVK erfolgreich rezertifiziert Seite 22

RVK-intern: Neues von der RVK-Crew Seite 24

RVK-intern: Mit Rückenwind der Emme entlang Seite 26

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Delegiertenversammlung RVK Geschäftsabschluss genehmigt Am 26. August 2011 hat die 79. Delegiertenversammlung des RVK in Luzern stattgefunden. Die Mitglieder haben den positiven Geschäftsabschluss genehmigt. Die Delegierten stimmten der neuen Unternehmensstruktur – bestehend aus den beiden Unternehmen RVK (Verein) und RVK Rück AG – zu. Der RVK blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück: Er weist einen Gewinn von 420‘000 Franken aus. Zu diesem positiven Betriebsergebnis trugen alle Sparten des RVK bei. Die Entwicklung der Branche hat sich auch auf den RVK ausgewirkt: Die Mitgliederzahl ist 2010 von 38 auf 37 Krankenversicherer gesunken und der Versichertenbestand der Mitglieder (800‘000 Versicherte) hat leicht abgenommen.

tuten des RVK angepasst werden. Die Delegierten stimmten der neuen Unternehmensstruktur, den damit verbundenen Statutenänderungen sowie der Kapitalerhöhung der RVK Rück AG zu. Dank diesen positiven Entscheiden sind die Grundlagen gelegt, damit die RVK Rück AG das Rückversicherungsgeschäft ab 1. Januar 2012 betreiben (vorbehältlich der Bewilligung der Finma) und mit den entsprechenden finanziellen Mittel ausgestattet werden kann. Mit den genehmigten Statutenänderungen sind die Interessen und die Einflussnahme der RVK-Mitglieder auf die weiteren Entwicklungen gewahrt.

Dieter Boesch (Vizepräsident RVK)

Dr. Charles Giroud (Präsident RVK)

RUS12 (RVK Unternehmensstruktur 2012) Die Mitglieder wurden bereits an einer ERFA-Tagung am 8. Juni 2011 orientiert, dass der RVK den aufsichtsrechtlichen Anforderungen nicht mehr genügt, um Rückversicherungen nach VVG zu betreiben. In der Rückversicherung nach KVG stehen ebenfalls neue Herausforderungen an (KVAG, Art. 78 KVG). Der Vorstand des RVK will die Rückversicherungen als tragende Säule des Verbandes nachhaltig sichern und beantragte deshalb an der Delegiertenversammlung, das Rückversicherungsgeschäft in die RVK Rück AG zu überführen. Die RVK Rück AG ist eine 100-Prozent-Tochtergesellschaft des RVK. Nur so können die finanziellen und materiellen Interessen der Mitglieder sichergestellt werden. Dazu mussten auch die Sta-

Breite Angebots- und Dienstleistungspalette Die Nachfrage nach den Leistungen des RVK ist nach wie vor gross. Es zeigt sich, dass die Öffnung des Zugangs zu den RVK-Leistungen für alle Krankenversicherer und Kunden des Gesundheitsmarktes richtig ist. Der RVK konnte im vergangenen Jahr seine Dienstleistungen und Produkte weiter ausbauen, neue Kunden gewinnen und Projekte initiieren (z.B. DRG-Prüfstelle), um Mitglieder und Kunden in ihrer Marktfähigkeit massgebend zu unterstützen. Stephan Bernet Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch

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Aus- und Weiterbildungsprogramm 2012 Gut zu Wissen! Fachspezifisch, praxisnah, bedarfsgerecht. Diese drei Begriffe stehen für das Weiterbildungsangebot des RVK im nächsten Jahr. Dank der langjährigen Erfahrung im Krankenversicherungsmarkt bietet der RVK eine vielfältige Palette an aktuellen Themen an. Der Grundkurs gehört zum Kernangebot des RVK. Hier werden den Mitarbeitenden, die neu in einer Krankenversicherung tätig sind, die theoretischen Kenntnisse vermittelt. Die praktische Anwendung von wichtigen Vorgängen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und in der Zusatzversicherung wird in den Kurs miteinbezogen.

lässen zur DRG-Prüfstelle vom 13.Oktober 2011 in Bern und 25. Oktober 2011 in Zürich. Neu überarbeitet und besetzt mit kompetenten Referenten zeigt sich der Kurs «Koordination im Krankentaggeld». Der Kurs beantwortet zentrale Fragestellungen aus medizinischer und rechtlicher Sicht und bietet viel Platz, um Lösungswege für eine effiziente Leistungsabwicklung zu erarbeiten. Für angehende eidgenössisch diplomierte Krankenversicherungsfachleute eignet sich der Kurs «Prüfungstraining zur Berufsprüfung»: In kleinen Gruppen wird das erfolgreiche Prüfungsverhalten durch praxisund situationsgerechte Rollenspiele geübt.

Fachtagungen Für Mitarbeitende im Leistungsbereich bieten sich diverse thematische Vertiefungsseminare an. Dazu gehören zum Beispiel die erfolgreiche, viertägige Fachreihe «Medizinische Kenntnisse» sowie der Kurs «Zahnmedizin», der neu von Dr. med. dent. Jürg Lienhard geleitet wird. Der erstmals durchgeführte Intensivkurs «Psychiatrie & Psychotherapie» ergänzt das heutige medizinische Angebot.

Frühlingstagung Die Frühlingstagung findet am 19. und 20. April 2012 bereits zum sechsten Mal statt. Während zwei Tagen besuchen die Teilnehmenden Seminare und Workshops ihrer Wahl und vertiefen so gezielt ihr Fachwissen. Das Programm beinhaltet Themen aus dem Leistungsbereich und der Kundenberatung und bietet beste Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen auszutauschen.

Durch die Einführung von SwissDRG werden sich die Anforderungen an die Rechnungsprüfung im nächsten Jahr massgeblich verändern. Um seine Kunden bei der effizienten Rechnungskontrolle und der Optimierung der Falltriage zu unterstützen, erarbeitet der RVK zurzeit entsprechende Schulungsangebote. Weitere Angaben dazu folgen an den beiden Informationsan-

Das gesamte Bildungsangebot ist im Internet unter www.rvk.ch/weiterbildung zu finden. Einzelne Seminare können auch firmenintern gebucht werden.

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Marco Fäh Bereichsleiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62


RVK-Herbsttagung Neues Tagungskonzept überzeugt Auf die Krankenversicherer werden grundlegende Veränderungen zukommen. Darin waren sich die Teilnehmenden und Referenten einig. Rund 50 Gäste – RVK-Mitglieder und Mitarbeitende der Geschäftsstelle – diskutierten an der Verbandstagung in Luzern die Entwicklungsperspektiven im Krankenversicherungsmarkt. Für genügend Gesprächsstoff war somit gesorgt. Die diesjährige Herbsttagung bot aber auch ungewöhnliche und spannende Einblicke in Herausforderungen ganz anderer Art. Dies zeigten die Besichtigung des neuen Fussballstadions des FC Luzern und das Referat von Markus Studer, ehemaliger Herzchirurg und heute Fernfahrer aus Leidenschaft. Das neue Tagungskonzept überzeugte die Teilnehmenden rundum, wie die Auswertung der Tagungsbeurteilungen zeigt. Nach wie vor geschätzt wird neben einem kurzweiligen Programm vor allem die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkpflege. Marco Fäh Bereichsleiter Bildung + Events Telefon 041 417 05 62 E-Mail m.faeh@rvk.ch

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Managed Care Nachweis termingerecht erstellt Die Geschäftsstelle des RVK hat, gestützt auf das Kreisschreiben 5.3 des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), die geforderten Nachweise für die Kostenunterschiede in alternativen Versicherungsmodellen für die angeschlossenen Krankenversicherer termingerecht erstellt. Der Umfang der Analyse, die Methodik und Berechnungsformel sind sowohl aus dem Kreisschreiben 5.3 wie auch aus dem dazugehörigen Anhang zu entnehmen. Der Nachweis der Kostenunterschiede ist jeweils zu kommentieren und mit Zahlen zu belegen. Die Nachweise sowie die zusätzlichen Angaben müssen dem BAG jedes Jahr, vorgängig zur Prämienrunde per 30. Juni, schriftlich und elektronisch eingereicht werden. Die Auswertung muss, zur Minimierung der statistischen Streuung, nur Klassen berücksichtigen, welche mindestens fünf Versicherte sowohl im ManagedCare-Modell als auch im Vergleichskollektiv der ordentlichen Versicherung aufweisen. Diese Vorgabe erschwert in vielen Kantonen eine statistische Aussage. In der Zusammenfassung (Fazit) des RVK werden deshalb alle Klassen berücksichtigt, die mindestens einen Versicherten je im Managed-Care-Modell und im Vergleichskollektiv der Basisversicherung aufweisen. Da nicht alle Krankenversicherer den gleichen Prämienrabatt gewähren, muss der Nachweis für jeden Versicherer, der das alternative Versicherungsmodell über den RVK abwickelt, einzeln erstellt werden. Könnte die Analyse konsolidiert für den Gesamtbestand des RVK-Kollektivs erstellt werden, könnte die statistische Aussage weiter verbessert werden.

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Auszug Kreisschreiben 5.3: Gemäss Artikel 101 Absatz 2 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) sind Prämienermässigungen nur zulässig für Kostenunterschiede, welche auf die eingeschränkte Wahl der Leistungserbringer sowie auf eine besondere Art und Höhe der Entschädigung der Leistungserbringer zurückzuführen sind. Kostenunterschiede aufgrund eines günstigeren Risikobestandes in solchen Modellen geben keinen Anspruch auf Prämienermässigung. Die Kostenunterschiede müssen durch Erfahrungszahlen von mindestens fünf Rechnungsjahren nachgewiesen sein. Liegen noch keine Erfahrungszahlen von mindestens fünf Rechnungsjahren vor, dürfen die Prämien höchstens 20 Prozent unter den Prämien der ordentlichen Versicherung des betreffenden Versicherers liegen (Art. 101 Abs. 3 KVV). Die Auswertung hat ergeben, dass alle angeschlossenen Versicherer ihre Prämienrabatte statistisch belegen können. Dieter Ehrenberg Bereichsleiter Leistungserbringer Management Telefon 041 417 05 51 E-Mail d.ehrenberg@rvk.ch


MedCasaNet Zukunftsweisende Plattform MedCasaNet ist eine innovative Lösung im schweizerischen Gesundheitswesen. Die Managed-Care-Plattform ermöglicht Light- oder Listenpraxen, aber auch allen anderen Leistungserbringern, einen einfachen Einstieg in die integrierte Versorgung. Ohne administrativen oder ideologischen Ballast. Der RVK hat MedCasaNet entwickelt und aufgebaut. Die sichere digitale Portallösung von MedCasaNet stellt das Rückgrat der Managed-Care-Lösung dar. Relevante Informationen und Daten können dank dieser plattformunabhängig abgerufen werden. Mit der Integration von docbox© ist – neben dem administrativen Überweisungsmanagement – auch die sichere Kommunikation von Patientendaten möglich.

Managed Care in Bewegung Aus den Gesprächen mit den Leistungserbringern wird deutlich, dass Bewegung in den Bereich Managed Care kommen wird – ungeachtet der politischen Entwicklungen. Die Abgeltung des administrativen Aufwands der Leistungserbringer und die Mitwirkung der Versicherer und Leistungserbringer im Rahmen einer paritätischen Kommission bei MedCasaNet sind zukunftsweisend. Es ist vorgesehen, MedCasaNet zu einem unabhängigen Unternehmen mit breit abgestützter Beteiligung weiterzuentwickeln. Dies ist wichtig um die notwendige Dynamik zu erhalten, die es für eine schrittweise und konsequente Umsetzung der integrierten Versorgung benötigt – in politischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht. Johannes Schlegel Leiter MedCasaNet Telefon 041 417 05 80 E-Mail j.schlegel@rvk.ch

Zurzeit werden die abschliessenden Arbeiten für die Verträge mit den Hausärzten sowie für den Anschluss der Versicherer an MedCasaNet vorgenommen. Neben dem Anschluss der Versicherer, die bereits im Hausarztsystem des RVK eingebunden sind, sind weitere Aktivitäten im Gange, um Versicherer zu akquirieren, die noch nicht Kunden im Hausarztsystem des RVK sind. Die Anzahl der Versicherten, die in MedCasaNet eingebundenen sind, ist wesentlich, um die integrierte Versorgung erfolgreich umzusetzen. Um Hausarztpraxen zu gewinnen, werden Verhandlungen mit kantonalen und regionalen Standesorganisationen und mit Einzelpraxen geführt. Mailings und Publikationen werden erstellt und es ist geplant, an Fachtagungen mitzuwirken und Informationsveranstaltungen durchzuführen.

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Leistungseinkauf Veränderte Rahmenbedingungen 2012 Mit der neuen Spitalfinanzierung gelten ab 1. Januar 2012 für alle Beteiligten veränderte Rahmenbedingungen. Die Tarifsuisse AG hat die bestehenden OKP-Verträge geprüft und – in Anlehnung an die neuen Gegebenheiten – den grössten Teil der bestehenden Verträge per 31. Dezember 2011 gekündigt. Im Bereich der Zusatzversicherungen hat die Geschäftsstelle, nach Rücksprache im Kundenteam, ein differenziertes Vorgehen gewählt: Sie hat bei jedem Vertrag geprüft, ob er mit der Situation ab 2012 kompatibel ist. Neben Vertragskündigungen können einige Verträge – im gegenseitigen Einvernehmen mit den Leistungserbringern – weitergeführt werden. Bei Verträgen, die noch nicht abschliessend beurteilt werden konnten, wurde die Kündigungsfrist für 2011 auf drei Monate verkürzt. Erfreulicherweise bestätigen immer mehr Leistungserbringer, dass die freie Spitalwahl in Listenspitälern inner- und ausserkantonal auf Ebene der Grundversicherung sichergestellt ist. Eine separate Tarifierung der früheren ausserkantonalen Wahlhospitalisation in der allgemeinen Abteilung ist hinfällig. Erste Ergebnisse der kantonalen Spitalplanungen liegen vor. Für den RVK ist die Handhabung der künftigen Nicht-Listenspitäler eine spezielle Herausforderung. Die vertretenen Versicherer bilden eine heterogene Gemeinschaft mit unterschiedlichen AVB und Zusatzbedingungen. Die Interessen können in drei Gruppen zusammengefasst werden: • Produkte mit Kostendeckung ausschliesslich in Listenspitälern Für diese Versicherer ist es ausreichend, mit allen Listenspitälern eine vertragliche Lösung zu finden. Von Verträgen mit Nicht-Listenspitälern sind sie nicht betroffen, weil keine Versicherungsdeckung besteht.

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• Produkte mit Kostendeckung in Listen- und Vertragsspitälern Diese Versicherer garantieren die Kostenübernahme in allen Listenspitälern und in den Nicht-Listenspitälern, mit denen ein Vertrag abgeschlossen wurde. Hier ist ein selektives Vorgehen mit restriktiver Auswahl der Vertragspartner angesagt: Sobald ein Vertrag vorliegt, müssen die Leistungen gemäss den Versicherungsbedingungen rückerstattet werden. • Produkte mit Kostendeckung in allen zugelassenen Leistungserbringern Diese Kategorie Versicherer ist an möglichst vielen Vertragslösungen, unabhängig vom Listenstatus, interessiert, weil die Kosten bei allen zugelassenen Leistungserbringern gedeckt sind. Zurzeit stehen verschiedene Handlungsoptionen zur Diskussion. Der Leistungseinkauf arbeitet an Lösungsansätzen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. Dieter Ehrenberg Bereichsleiter Leistungserbringer Management Telefon 041 417 05 51 E-Mail d.ehrenberg@rvk.ch


DRG-Prüfstelle Der RVK wird bereit sein Der Einführung von SwissDRG per 1. Januar 2012 steht nichts mehr im Weg. Allerdings ist unklar, in welcher Form die zur Rechnungskontrolle benötigten Daten von den Leistungserbringern geliefert werden müssen. Ein neuer KVV-Entwurf wirft noch mehr Fragen auf. In einem neuen Entwurf der Krankenversicherungsverordnung vom 14. September 2011 will das Eidgenössische Departement des Inneren (EDI) die medizinischen Daten ausschliesslich dem vertrauensärztlichen Dienst zugängig machen. Die Datensätze sollen ausserdem verschlüsselt und pseudonymisiert geliefert werden. Wie soll das genau funktionieren? Welche Aufgaben kann die Leistungsabteilung des Krankenversicherers übernehmen? Wie soll eine effiziente Triage erfolgen? Diese und weitere Fragen sind noch völlig offen. Eines steht aber fest: Die Rechnungskontrolle wird komplexer und kostenintensiver.

Um seinen Mitgliedern und Kunden die bestmöglichste Dienstleistung sicherzustellen, bereitet sich der RVK intensiv auf die bevorstehenden Aufgaben vor. Ein Rechnungsprüfungssystem steht kurz vor dessen Einführung und die Rekrutierung von Fachpersonal läuft auf Hochtouren. Die Mitglieder und Kunden der DRG-Prüfstelle erfahren mehr dazu an den Informationsanlässen vom 13. Oktober 2011 in Bern und 25. Oktober 2011 in Zürich. Patrick Kellenberger Kundenmanager Telefon 041 417 05 55 E-Mail p.kellenberger@rvk.ch

Rechnungskontrolle unumgänglich Unabhängig, was ab Januar 2012 gilt: Die eingehenden Spitalrechnungen müssen kontrolliert werden. Instrumente dazu sind vorhanden. So schreibt auch das Bundesamt für Gesundheit im Kreisschreiben 7.1 vom 25. August 2011, welches dem Thema Datenschutz gewidmet ist, unmissverständlich: «Die Krankenversicherer sind deshalb berechtigt, eine substantiierte Rechnungsstellung im Sinne dieser Ausführungen zu verlangen und bis zu deren Erhalt keine Zahlung zu leisten.»

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Mitgliederumfrage RVK Mitglieder grösstenteils zufrieden Im Juni hat der RVK die Zufriedenheit seiner Mitglieder abgefragt. Der hohe Rücklauf und die positiven Rückmeldungen zeigen, dass die Befragten mit dem RVK zu einem grossen Teil zufrieden sind. Der RVK wollte wissen, wie die Krankenversicherer die einzelnen Dienstleistungen beurteilen, wie der RVK die Krankenversicherer als Verband in der Politik und in den Bundesämtern vertritt und wie die Mitglieder den Verband als Ganzes wahrnehmen. Die Umfrage richtete sich an Geschäftsführer und Präsidenten der Mitglieder. Der RVK dankt an dieser Stelle allen, die sich die Zeit genommen haben die Umfrage zu beantworten. Die Angaben liefern der Geschäftsstelle wertvolle Hinweise, um sich kontinuierlich zu verbessern.

89 Prozent der Geschäftsführer und 44 Prozent der Präsidenten haben die Umfrage ausgefüllt. Im Vergleich zum letzten Umfrage, die vor drei Jahren durchgeführt wurde, gibt es eine Tendenz von «sehr gut» zu «gut». In Bereichen, in denen kritische Voten gemacht worden sind, wird die Geschäftsstelle den Aussagen nachgehen und Massnahmen treffen, um die Situation zu verbessern. Martina Ruoss Leiterin Marketing Telefon 041 417 05 73 E-Mail m.ruoss@rvk.ch

Welche Aussagen treffen auf den RVK zu?

Wie beurteilen Sie die Mitarbeitenden des RVK?

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Entsprechen die Dienstleistungen Ihren Anforderungen?

Wie werden die Interessen der kleinen und mittleren Krankenversicherer durch den RVK vertreten?

Wie zufrieden sind Sie mit den Verbandsleistungen INFORMATION und Hotline?

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Kundenzeitschrift SICHER Herbstausgabe 2011 verschickt Pünktlich zum Herbstanfang finden die Versicherten die Herbstausgabe der Kundenzeitschrift SICHER in ihrem Briefkasten. Dr. Ruedi Häuptle (Vertrauensarzt RVK) berichtet über sinnvolle Präventionsmassnahmen sowie über die Veränderung des Körpers der Frau während den Wechseljahren. Ebenfalls wird über die neue Spitalfinanzierung berichtet, die per 1. Januar 2012 in Kraft treten wird. Ausserdem können die Leser dieser Ausgabe an einer grossen Leserumfrage teilnehmen und tolle Preise gewinnen.

HERBST 2011

SICHER

rumfrage – Grosse Lese en ! zu gewinn Tolle Preise

mit meiner

Krankenkasse

Liebe Kundin Lieber Kunde Ausgewogene Ernährung, genügend Bewegung, nicht rauchen, Alkohol in vernünftigem Mass – wir alle wissen, was einen gesunden Lebensstil ausmacht. Prävention ist «in» – doch was bedeutet Prävention genau? Welche Untersuchungen gehören dazu? Was unterstützen wir als Krankenversicherer? Wir nehmen das Thema in dieser Ausgabe gleich zweimal auf: Auf der nächsten Seite erfahren Sie, was Prävention bedeutet und wo die gesetzlichen Grundlagen festgehalten sind. Auf Seite 5 haben wir ein konkretes Beispiel der Prävention ausgewählt: Vitamin D. Warum eine konzentrierte Verabreichung bei Kindern im ersten Lebensjahr sehr wichtig ist, erfahren Sie im Artikel.

Weitere Themen sind:

Myriam Kasper Projektleiterin Marketing Telefon 041 417 05 41 E-Mail m.kasper@rvk.ch

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Auf Seite 4 widmen wir uns einer etwas älteren Zielgruppe: Unser Vertrauensarzt erklärt, wie sich der Körper der Frau mit 50 verändert, was er benötigt und wie Frau ihm in den Wechseljahren Gutes tut. Und wie mögliche Symptome und Schmerzen gelindert werden. Mit dem Jahreswechsel tritt 2012 die neue Spitalfinanzierung in Kraft. Bereits Ende 2007 hat das Parlament das entsprechende Gesetz verabschiedet. Die Spitäler sind damit vermehrt dem Wettbewerb ausgesetzt, Transparenz und Qualität sollen erhöht werden. Auch für Sie als Versicherte gibt es Änderungen – mehr darüber lesen Sie auf Seite 3.

Interview: Jeff Turner, Musiker und Osteopath

«Locker und entspannt – so bin ich.»

Wir wünschen Ihnen eine spannende Lektüre.

Dr. Charles Giroud Präsident RVK Foto: Beat Kehrli, Atelier KE

- Interview mit Jeff Turner - Bund verteilt Geld aus Umweltabgaben - Aktive Kinder: Konzentrieren will gelernt sein - Vitamine bei Kleinkindern - Bundesgerichtsentscheid: Wer entscheidet über Leben und Weiterleben?


Qualitätsmanagement RVK erfolgreich rezertifiziert Am 22. und 23. August 2011 fand das Rezertifizierungsaudit durch die Schweizerische Vereinigung für Qualitäts- und ManagementSysteme (SQS) statt. Der RVK erfüllt weiterhin die Normen für alle drei Zertifikate. Das Auditoren-Team, Ursula Sury, René Wasmer und Erwin Peter (Leitender Auditor), überprüfte das gesamte Managementsystem des RVK. Die Auditoren beurteilten die Normen und Grundlagen für ISO 9001, GoodPriv@cy und NPO. In einem ersten Teil wurden die Bereiche der strategischen und operativen Führung präsentiert. Nach dieser Einführung führten die Auditoren in allen Bereichen Interviews über die Umsetzung der Prozesse und Einhaltung der Qualitätsstandards durch. Ebenfalls detailliert besprochen wurden Fragen und Problemstellungen im Bereich des Datenschutzes und der Datensicherheit. Der RVK dankt seinen Mitarbeitenden für die aktive Unterstützung und dem AuditorenTeam für die interessanten Diskussionen.

Datenschutz wichtiger Bestandteil Mitglieder und Kunden des RVK haben weiterhin Gewähr, dass der RVK seine Leistungen mit der erwarteten Qualität erbringt und alle Bereiche im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses überprüft und, wo notwendig, auch anpasst. Mit dem Verfahren für das Datenschutzgütesiegel GoodPriv@cy verpflichtet sich der RVK, alle ihm übergebenen Daten mit grosser Sorgfalt zu bearbeiten. Datenschutzrelevante Prozesse und Objekte werden bereits bei der Entwicklung von neuen Dienstleistungen identifiziert und die notwendigen Massnahmen eingeleitet. Diese Sicherheit wird für alle Beteiligten immer bedeutender. Stephan Bernet Stv. Direktor Telefon 041 417 05 71 E-Mail st.bernet@rvk.ch

Nach dem zweitägigen Audit hat das Auditoren-Team festgestellt, dass der RVK die Normen und Grundlagen für alle drei Zertifikate, respektive Label, erfüllt. Die Bewertung für das NPO-Label zeigt eine kontinuierliche Verbesserung auf. Die neuen Zertifikate sind wieder drei Jahre lang gültig. Es gilt nun, die während des Audits festgestellten und im Auditbericht festgehaltenen Verbesserungsvorschläge umzusetzen.

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RVK-intern Neues von der RVK-Crew Der Vorstand hat an seiner Sitzung vom 27. September 2011 Daniel Herzog als Direktor ad interim gewählt. Daniel Herzog hat an der Universität Basel Recht studiert und hat ein Luzerner Anwaltspatent. Er kennt das schweizerische Gesundheitswesen aus langen beruflichen Erfahrungen: - Den Versicherungsbereich insbesondere aus seiner Tätigkeit bei der Winterthur Versicherungen als Leiter Schadenbereich für die Branchen Krankenund Unfallversicherungen, - den Leistungsbereich als Direktor des Bürgerspitals Basel - und zuletzt als Generalsekretär der FMH. Wir wünschen Daniel Herzog für seine neue Aufgabe viel Erfolg und alles Gute und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Seit Mai 2011 hat das Case Management eine neue Leiterin: Sonja Blum ist diplomierte Krankenschwester mit Berufserfahrung in der chirurgischen Intensivkrankenpflege. Nach einigen Jahren als Teamleiterin Leistungsmanagement bei der Concordia, hat sie zuletzt als Care Managerin bei der CSS gearbeitet. Sonja Blum hat zudem die Prüfungen für die eidgenössischen Fachausweise als Krankenversicherungs- und Sozialversicherungsfachfrau erfolgreich abgeschlossen.

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Ebenfalls seit Mai 2011 ist Andrea Born als Case Managerin beim RVK tätig. Sie ist ausgebildete Pflegefachfrau und verfügt über Berufspraxis im stationären Akutbereich und in der Spitex. Im Herbst 2010 hat Andrea Born das BachelorStudium in Sozialer Arbeit mit Vertiefung Sozialarbeit an der Hochschule Luzern erfolgreich beendet. Die Leitung von MedCasaNet hat neu Johannes Schlegel übernommen. Johannes Schlegel hat den Master in Corporate Development an der Hochschule Nordwestschweiz absolviert und sich schon vorher in den Bereichen Betriebswirtschaft, Verkauf und Marketing weitergebildet. Während zwei Jahren hat er das Zürcher Ärztenetzwerk «zMed» aufgebaut und geführt. Zuletzt war er als Business Development Manager bei der Arancho DOC Switzerland tätig. Als Nachfolgerin von Regula Trütsch hat Cornelia Lauener die Assistenzstelle im Managed Care Bereich übernommen. Cornelia Lauener hat die Wirtschaftsmittelschule besucht und dann während einiger Jahre beim Kundendienst im Globus gearbeitet. Sie ist in einem 60%-Pensum beim RVK tätig.


Karin Brader heisst die neue Assistentin im Vertrauensärztlichen Dienst. Sie ersetzt Barbara Würmli, die sich nach Abschluss ihres Studiums beruflich neu orientierte. Karin Brader ist ausgebildete Pharmaassistentin und macht zurzeit nebenberuflich eine Weiterbildung als Arzt- und Spitalsekretärin. Die letzten Jahre hat sie als Sachbearbeiterin Kundendienst bei der Helsana gearbeitet. Sie ist in einem 50%-Pensum beim RVK beschäftigt. Ab Juli 2011 hat Dr. Benno Sauter die operative Leitung der DRG-Prüfstelle übernommen. Dr. Sauter ist ausgebildeter Mediziner und verfügt bereits über viel Erfahrung mit DRG. Zudem kann er eine langjährige Tätigkeit als Medizincontroller, Wissensmanager und Medizininformatiker vorweisen.

Dienstjubiläum

Seit bald zehn Jahren ist Monika Föhn die gute Seele im vertrauensärztlichen Dienst. Von November 2001 bis Dezember 2006 war Monika Föhn ausschliesslich für Dr. Paul Saner tätig. Mit der Gründung des PartnerPools im Jahr 2007 übernahm sie die Assistenzstelle und ist seitdem die kompetente Ansprechpartnerin für alle angeschlossenen Krankenversicherer und die Pool-Ärzte. Der RVK gratuliert Monika Föhn herzlich zu diesem Jubiläum und freut sich mit ihr über die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit. Judith May Fachfrau für Personal und Versicherungen Telefon 041 417 05 72 E-Mail j.may@rvk.ch

Der RVK heisst die neuen Mitarbeitenden ganz herzlich willkommen.

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RVK-intern Mit Rückenwind der Emme entlang Am 8. Juli 2011 fand der jährliche Mitarbeiterausflug des RVK statt. Die sportlichen Anstrengungen wurden mit exotischen Köstlichkeiten belohnt.

Vielen Dank an die Sponsoren, die den RVK-Ausflug mit zahlreichen Goodys unterstützten.

Um zwei Uhr nachmittags ging’s los. Nach einer ausführlichen Instruktion packten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RVK die E-Bikes und fuhren mit einem Sport-Sack auf dem Rücken – gefüllt mit nützlichen Sachen – los. Es folgten einige erste unsichere Fahrversuche mit dem elektrogesteuerten Bike. Am Seetalplatz angekommen und mit dem Gefährt bereits vertraut, flitzten viele schon munter und gekonnt den Littauer Berg hinauf. Viel Sonnenschein und schöne Landschaften hellten die Gemüter auf. Durst und Hunger wurden bei einem kurzen Zwischenstopp in Malters gestillt. Schon bald ging’s weiter der Emme entlang Richtung Wolhusen. Im Tropenhaus angekommen, startete eine spannende Führung in zwei Gruppen. Nach einem exotischen Nachtessen im Tropengarten ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Müde, aber zufriedene Gesichter liessen sich mit dem Car wieder zurück nach Luzern fahren.

Kein Tag ohne Sorgen und Probleme.

Das Schweizerische Rote Kreuz hilft, wo es kann.

Dank Ihrer Unterstützung lindern Patenschaften des Roten Kreuzes akute Not – nachhaltig, Tag für Tag.

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Aquilana Versicherungen: Neue Branchensoftware Seite 28

Rhenusana: Erfolgreiche Mitarbeitende Seite 30

Agenda Seite 32

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Aquilana Versicherungen Neue Branchensoftware eingeführt Die Aquilana Versicherungen und die Centris AG haben im September 2011 gemeinsam erfolgreich die neue Branchensoftware Syrius / ASE eingeführt. Dieter Boesch, CEO Aquilana Versicherungen «Ein IT-Projekt ist immer etwas ganz Spezielles und bedarf im Vorfeld aber auch während der einzelnen Projektphasen einer minutiösen Planung. Das war schon immer so und hat auch für Aquilana seine Berechtigung gehabt. Es sind daher unbedingt genügend finanzielle, vor allem auch personelle Ressourcen zur Verfügung zu stellen; die definierten Aufgaben sind jeweils in der vorgegebenen Zeit zu erfüllen. Sonst können die darauf aufbauenden Tätigkeiten nicht nahtlos weiterbearbeitet werden und das Projekt erleidet zeitliche Verzögerungen, die meist mit teuren und nicht budgetierten Kosten aufgefangen werden müssen. Es gilt also die Devise: Der Weg ist das Ziel. Unseres war immer klar und präzis: Wir wollen anfangs September 2011 produktiv auf die neue EDV-Plattform Syrius / ASE wechseln. Erst ab dann können wir und auch unsere Kunden von all den vielen Neuerungen effektiv profitieren. Doch was braucht es alles für eine erfolgreiche Umsetzung oder anders gefragt, was waren diesbezüglich meine ganz persönlichen Erwartungen als CEO von Aquilana? Im Wissen, dass Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden ist, mussten folgende mit Centris und Adcubum vereinbarte Teilschritte gemäss definierter Roadmap gemeinsam umgesetzt werden: 1. Alle Funktionalitäten in allen Bereichen mussten von den einzelnen Fachverantwortlichen detailliert geprüft und für gut befunden werden. Das heisst nichts anderes als testen, testen, testen – und zwar

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so lange, bis primär möglichst keine betriebsbehindernden Befunde mehr vorhanden sind. 2. Wenn wir einzelne Geschäftsvorfälle nicht getestet hätten – sei es, weil wir uns keine Zeit dafür nehmen oder sie schlichtweg vergessen haben – würde das uns nach der Systemumstellung sehr rasch einholen. Gerade dann, wenn unsere Professionalität und somit Produktivität im Keller ist. Und gerade das musste unbedingt verhindert werden. Das sind wir unseren Kunden schuldig. 3. Gemäss unserem Leitbild hat die Qualität einen hohen Stellenwert bei Aquilana. Das darf sich «nur» wegen einem IT-Systemwechsel nicht ändern. Wir müssen unsere Prozesse stets im Griff haben und jederzeit kompetente Auskünfte erteilen können. Das war gestern so, gilt heute ebenso wie morgen. 4. Das Steering Committee hat bis zum Projektende rund 420‘000 Franken (einmalige Kosten) und für rund 75‘000 Franken jährlich wiederkehrende zusätzliche Kosten bewilligt. Viele Ausgaben wurden getätigt, damit die Effizienz gesteigert und die Auskunftsbereitschaft noch weiter optimiert werden konnte. Wir wollten unsere kompetenten Mitarbeitenden von Routinearbeit möglichst entlasten. Alles, was die IT rascher und fehlerfrei erledigen kann, soll durch die Technik gemacht werden. Wir treffen, dank einem neuzeitlichen EDV-System, dafür hoffentlich stets die richtigen Entscheide. 5. Ein Ziel haben wir allerdings – trotz diesen enormen Investitionskosten – nie verfolgt: Wir wollen nicht aufgrund der SHP-Einführung bisherige Stellen abbauen. Allerdings versteht es sich von selbst, dass neue Anforderungen auf die einzelnen Mitarbeitenden zukommen. Hier braucht es nebst dem Willen, neue Prozesse zu verstehen und zu beherrschen, auch die Flexibilität sich diesem Wandel zu unterziehen. Wir müssen offen sein, neues Wissen aufbauen und jederzeit weitergeben sowie das egoistische «Gärtlidenken» definitiv an den Nagel hängen. PS: Ich habe noch Nägel – sofern Bedarf vorhanden!


6. Eine wichtige Aufgabe war auch, dass alle kundengerichteten Dokumente wie z.B. die Versicherungspolice, eine Leistungsabrechnung aber auch die Prämienrechnung klar und verständlich und somit transparent und für den Versicherten leicht nachvollziehbar sind. Neu sogar in vier Sprachen, nämlich in Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. 7. Dass es während einer rund einjährigen Projektund anschliessender Stabilisierungsphase von nochmals rund einem halben Jahr zu Friktionen kommt, ist leider unvermeidbar. Daher musste auch ein Ferienund GLAZ-Stopp verfügt werden. Ich bin dankbar, dass alle Mitarbeitenden auf allen Stufen das nötige Verständnis für diese wahrlich unpopulären Entscheide entgegengebracht haben. Aus meiner persönlichen Sicht kann daraus folgendes Fazit gezogen werden: Für einen erfolgreichen Projektabschluss bzw. reibungslosen Übergang in eine neue IT-Welt im September 2011 mussten wir die gesetzten Termine ohne «Wenn und Aber» auf allen Stufen unbedingt einhalten und unsere umfangreichen Hausaufgaben stets mit der gebotenen Seriosität erledigen.

und durchgängig bearbeitet werden. Die Auskunftsbereitschaft ist jederzeit gewährleistet und hat sich dadurch markant verbessert.

Mit Stolz dürfen wir heute auf ein erfolgreiches ITProjekt zurückschauen. Allen involvierten internen und externen Personen gilt mein aufrichtiger Dank für diese grossartigen Leistungen. Syrius / ASE bringt unseren Versicherten, aber auch unseren Mitarbeitenden, einen enormen Mehrwert und wir möchten nicht mehr auf die alte IRIS-Plattform zurück. Die Zukunft hat für Aquilana soeben begonnen!»

Die bisher erbrachte gute Qualität muss auf diesem Niveau erhalten bleiben und wurde punkto SystemDurchgängigkeit zusätzlich durch eine externe Fachstelle während drei Monaten geprüft. Der Kunde darf grundsätzlich nichts merken von unserer EDVSystemumstellung. Die kommunizierten Durchlaufzeiten sind in jeder Phase des Projektes verbindlich einzuhalten. Dank einer hohen Standardisierung der Prozesse waren die Projektkosten stets kritisch zu prüfen und das Budget einzuhalten. Und das ist uns im Blick zurück wirklich hervorragend gelungen. Mit den vielen eingebauten, modernen Neuerungen – wie z.B. die elektronische Archivierung aller kundenrelevanten Unterlagen oder bedingt durch die MS-Office-Integration – können die Prozesse effizient Seite 29


Rhenusana Erfolgreiche Mitarbeitende Angela Eugster, Marion Loher und Andy Berger durften am 18. August 2011 in Lausanne das Diplom Krankenversicherungsfachfrau respektive Krankenversicherungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis entgegennehmen. Die Rhenusana setzt auf gut ausgebildete Mitarbeiter, denn so können Kunden optimal betreut und beraten werden. Seit dem 18. August 2011 dürfen sich Angela Eugster, Marion Loher und Andy Berger offiziell Krankenversicherungsfachfrau respektive Krankenversicherungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis nennen. Somit verfügt gut die Hälfte aller Rhenusana-Mitarbeitenden über diesen begehrten Ausweis – ein hoher Anteil in der Branche. Aus- und Weiterbildung wird bei der Rhenusana grossgeschrieben. Die Disziplin, der Durchhaltewille sowie als Krönung der erfolgreiche Abschluss – das sind die Voraussetzungen einer Weiterbildung. Josef Hutter, Geschäftsführer, weiss, dass gut ausgebildete Mitarbeiter sicherer im Umgang mit Versicherungsfragen sind und seriöse Auskünfte geben können. Der Lehrstoff ist äusserst komplex und anspruchsvoll. Die Themen reichen über die Grundversicherung nach KVG, Zusatzversicherungen nach VVG, Sozialversicherungen sowie fachübergreifendes Wissen. «Wir sind deshalb sehr stolz auf die drei frischgebackenen Diplomanden», sagt Josef Hutter. Das ganze Rhenusana-Team gratuliert zu diesem hervorragenden Ergebnis.

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Die Versicherten der rhenusana dürfen mit den frisch diplomierten Krankenversicherungsfachleuten Angela Eugster, Oberegg, Andy Berger, Altstätten und Marion Loher auf eine fundierte Beratung setzen.


Der Herbst ist ein zweiter Fr端hling, wo jedes Blatt zur Bl端te wird.


Agenda 2011 27. Oktober/9. November 13. Oktober 25. Oktober 22./23. November 13./14. Dezember

Swiss GAAP FER 41 Informationsanlass «DRG-Prüfstelle RVK» Informationsanlass «DRG-Prüfstelle RVK» Grundkurs 1 Grundkurs 2

Zürich Bern Zürich Luzern Luzern

2012 10./11. Januar 17. Januar bis 17. April 19. Januar bis 18. April 31. Januar und 1. Februar 6./7. März 7./8./22. und 29. März 29. März 3./4. April 19./20. April 25. April 2./3. Mai 8. Mai 9./10. Mai 30./31. Mai

Grundkurs 1 Prüfungstraining «Eidgenössische Berufsprüfung» Prüfungstraining «Eidgenössische Berufsprüfung» Grundkurs 2 Grundkurs 1 Fachreihe «Medizinische Kenntnisse» Intensivkurs «Psychiatrie und Psychotherapie» Grundkurs 2 6. Frühlingstagung: Aus der Praxis – für die Praxis RVK Forum Grundkurs 1 Fachseminar «Zahnmedizin» Fachseminar «Krankentaggeld» Grundkurs 2

Luzern Luzern Zürich Luzern Luzern Luzern Luzern Luzern Nottwil Luzern Luzern Luzern Horw Luzern Zürich Luzern

22. Juni 5./6. September 26./27. September 20./21. November 4./5. Dezember

Fachseminar «Haftung und Regress» Delegiertenversammlung RVK / Generalversammlung RVKRück AG Generalversammlung Santésuisse Grundkurs 1 Grundkurs 2 Grundkurs 1 Grundkurs 2

Sessionsdaten 2011 5. bis 23. Dezember

Wintersession

Sessionsdaten 2012 27. Februar bis 16. März 28. Mai bis 15. Juni 10. bis 28. September 26. November bis 14. Dezember

Frühjahrssession Sommersession Herbstsession Wintersession

13. Juni 15. Juni

Bern Luzern Luzern Luzern Luzern

INFORMATION Oktober 2011  

Fakten, Zahlen und Tipps rund um die Krankenversicherung

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