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PROGRAMMHEFT JANUAR 2020 J A N

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„ J A N B Ü L OW IST ’NE ROCK ’N’ ROLL-RAKETE, E I N G E SC H E N K D E R G ÖT T E R . “ UDO LINDENBERG

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AB 16.01.2020 NUR IM KINO!


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BRUNO

GANZ

MARIA

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EIN

VERBORGENES LEBEN E IN FILM VON

TERRENCE MALICK

»Kino in seiner mächtigsten und heiligsten Form. Dieser Film ist eine Kathedrale für die Sinne.« VARIETY

WWW.EIN–VERBORGENES–LEBEN.DE

AB 30. JANUAR 2020 IM KINO


INHALT NEU IM JANUAR AB 2. JANUAR JUDY MILES DAVIS: BIRTH OF THE COOL AB 9. JANUAR LITTLE JOE – GLÜCK IST EIN GESCHÄFT MILCHKRIEG IN DALSMYNNI ALKOHOL – DER GLOBALE RAUSCH AB 16. JANUAR CRESCENDO – #MAKEMUSICNOTWAR 1917 LINDENBERG! MACH DEIN DING VOM GIESSEN DES ZITRONENBAUMS AB 23. JANUAR ROLAND REBERS TODESREVUE DAS VORSPIEL Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, DIE WÜTENDEN – LES MISÉRABLES AB 30. JANUAR DIE KUNST DER NÄCHSTENLIEBE LITTLE WOMEN wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gesundes Neues Jahr und SORRY WE MISSED YOU hoffen mit Ihnen auf viele anregende und unterhaltsame Stunden in EIN VERBORGENES LEBEN der Schauburg.

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Eine Nachricht in eigener Sache: Seit 2014 ist der Preis der Goldkarte stabil geblieben. Leider gehen aber auch an uns die diversen Preiserhöhungen nicht spurlos vorbei und daher müssen wir nach sechs Jahren ab Januar 2020 den Preis der Goldkarte auf 35 Euro anheben. Wir glauben, Ihnen damit immer noch eine interessante Preismodell anbieten zu können und Sie halten uns trotzdem weiterhin die Treue.

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BEVOR DER VORHANG AUFGEHT

Mit cineastischen Grüßen

SPECIALS IN DER SCHAUBURG

SPECIALS IN DER SCHAUBURG

SONDERPROGRAMM

KINDERKINO SENIORENKINO

22 25

PROGRAMMVORSCHAU

PROGRAMMVORSCHAU FÜR FEBRUAR 2020

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IMPRESSUM AUSGABE #128

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 redaktion@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić HERAUSGEBER

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


NEU IM JANUAR 04

JUDY Großbritannien 2019

Der einstige Superstar Judy Garland strandet in einem Londoner Nachtclub. Rupert Goolds Biopic ist ein gelungenes Melodram, das ohne jeden Kitsch auskommt und dennoch ans Herz geht – Dank einer großartigen Renée Zellweger. Judy Garland ist gerade ziemlich am Boden, auch wenn sie das selbst nicht wahrhaben will. Ihr Starruhm ist verblasst, das ständige Auf und Ab ihrer Karriere, die Abhängigkeit von Aufputsch- und Beruhigungsmitteln sowie vom Alkohol, finanzielle Probleme, eigenes und fremdes Missmanagement, noch dazu vier gescheiterte Ehen haben ihre unübersehbaren Spuren hinterlassen. Inzwischen ist sie Mitte vierzig und pleite. So entschließt sie sich widerwillig, die beiden jüngeren Kinder Lorna und Joey bei ihrem geschiedenen Ehemann Sidney Luft zu lassen, und reist nach London, wo sie mehrere Wochen in einem Nachtclub auftreten kann. Kein Vergleich mit dem, was sie aus früheren Zeiten gewöhnt ist, aber immerhin eine Möglichkeit, etwas Geld zu verdienen. Gesundheitliche Probleme machen ihr zu schaffen, vor allem ihre Schlaflosigkeit, die sie mit Drinks und Tabletten zu bekämpfen versucht, ebenso wie ihre wachsende Angst, überhaupt auf die Bühne zu gehen … Die beiden Drehbuchautoren Tom Edge und Peter Quilter konzentrieren sich in ihrem Biopic mit viel Geschick auf einige Monate im Leben von Judy Garland. Sie zeigen vor allem die Zeit in London, das hier angemessen swinging dargestellt wird, ergänzt durch Rückblenden auf die Dreharbeiten zu „The Wizard of Oz“. Dadurch werden die Gemeinsamkeiten und Gegensätze noch klarer: hier das naive Kind, das alles glauben möchte, was man ihm sagt – dort die alternde Frau, die immer noch nicht ganz desillusioniert ist, und die singen will, weil sie für den Gesang lebt. Sehr deutlich erklärt sich Judy Garlands Schicksal aus der Vergangenheit. Aus dem unschuldigen Kind, das immer funktionieren musste, ist eine kranke Frau geworden, ein kleiner, verängstigter Mensch auf der Suche nach Liebe. Renée Zellweger ist Judy Garland, und zwar auf eine frappant berührende und manchmal geradezu zärtliche Weise. Und Renée Zellweger singt und spielt sich ins Herz des Publikums.

AB 2. JANUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Rupert Goold DREHBUCH Tom Edge, Peter

Quilter (nach dem Bühnenstück „End of the Rainbow“ von Peter Quilter) DARSTELLER Renée Zellweger, Jessie Buckley, Finn Wittrock, Rufus Sewell LAUFZEIT 118 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Entertainment One Germany GmbH


NEU IM JANUAR 05

AB 2. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Stanley Nelson LAUFZEIT 115 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Piece of

Magic Entertainment/Filmagentinnen

MILES DAVIS: BIRTH OF THE COOL USA 2019 — Dokumentation

Kaum ein Musiker des 20. Jahrhunderts war auch über sein Genre so einflussreich wie der Jazz-Trompeter Miles Davis. Im Ansatz zwar klassisch-konservativer, durch das zusammengetragene Material aber dennoch herausragender Dokumentarfilm. Fast hätte Miles Davis die Violine gespielt. Seine Mutter wollte dem 13jährigen dieses klassische Instrument schenken, doch der Vater bestand auf einer neuen Trompete und der Rest ist Geschichte. Diese Episode ist eine von vielen, die das zwar nicht sehr lange – Davis starb 1991 mit nur 65 Jahren – aber enorm abwechslungsreiche, vielfältige, von Erfolgen und Krisen geprägte Leben des Musikers säumte. Geboren 1926 in Illinois, aufgewachsen in East St. Louis, wo die Familie Davis zwar in verhältnismäßigem Wohlstand lebte, als Schwarze aber dennoch Opfer der damals noch besonders alltäglichen Diskriminierung wurden, fand Miles Davis schon in jungen Jahren

zum Jazz. Als 18jähriger stand er bereits mit dem legendären Charlie Parker auf der Bühne, nahm ein paar Jahre später die Songs auf, die später als „Birth of the Cool“ veröffentlicht wurden und nicht nur den so genannten Cool Jazz begründeten, sondern auch ihn selbst als einen der coolsten Menschen seiner Ära etablierten. Unvermeidlicherweise rasant bewegt sich Stanley Nelson durch das bewegte Leben seines Subjekts, doch Nelson, der sich mit Filmen über unterschiedlichste Aspekte der afroamerikanischen Kultur einen Namen gemacht hat, versteht es, Akzente zu setzen, im richtigen Moment innezuhalten, so dass sein selbst mit 115 Minuten viel zu kurz wirkender Film nie wie ein bloßes Abhaken wirft. Wegbegleiter wie Herbie Hancock oder Quincy Jones, zeitgenössische Musiker wie Santana oder Flea, Liebschaften wie Juliette Gréco oder Frances Taylor kommen zu Wort, dazu hat Nelson viel, auch kaum bekanntes Archivmaterial zusammengetragen und zu einer mitreißenden Collage zusammengefügt. Nichts wird ausgelassen, auch die dunklen Aspekte von Davis Charakter, seine Süchte, die oft zu Gewalt gegen seine Frauen führte. Als Einführung in Leben und Kunst von Miles Davis ist Stanley Nelsons „Miles Davis: Birth of the Cool“ uneingeschränkt zu empfehlen.

ein film von grímur hákonarson (»sture böcke«)

»Es bedarf nur einer Person, damit Veränderungen stattfinden können.« the film stage

»Voller temperamentvoller weiblicher Energie.« variety


NEU IM JANUAR 06

LITTLE JOE – GLÜCK IST EIN GESCHÄFT Österreich, Großbritannien, Deutschland 2019

Eine Wissenschaftlerin, die eine Glück versprechende Pflanze entwickelt hat, beginnt bald an ihrer Wahrnehmung zu zweifeln. Jessica Hausner goes „Invasion der Körperfresser“ Little Joe nennt Alice (Emily Beecham) die Pflanze, die sie zusammen mit ihrem Kollegen Chris (Ben Wishaw) entwickelt hat. Mit ihren sattroten Blüten ist Little Joe nicht nur außerordentlich ästhetisch – wenn auch sehr künstlich wirkend – sondern hat vor allem therapeutischen Nutzen: Behandelt man sie gut, verströmt sie denselben Duft, den Babys verströmen und der zur Mutter-KindBindung beiträgt. Erste Erfolge scheinen das Experiment zum Erfolg zu machen, doch bald bemerkt Alice Kollegin Bella (Kerry Fox), dass sich ihr Hund, der an der Pflanze geschnuppert hat, seltsam verhält. Und als sich immer mehr von Alices Kollegen plötzlich besonders freundlich verhalten, beginnt die alleinerziehende Mutter, an Sinn und Wesen ihrer Erfindung zu zweifeln... Der Austausch des Wesens ist ein beliebtes Sujet des ScienceFiction-Kinos. Vor allem an die zahlreichen Versionen der „Invasion der Körperfresser“ mag man bei Jessica Hausners Film denken, doch „Little Joe“ hat mehr mit einem psychologischen, soziologischen Film wie „Get Out“ gemein, als einem wirklichen Genrefilm. Wie so viele Auteurs, die sich den Mustern des Genrekinos bedienen, geht es auch Hausner nicht um bloße Irritation und Spannungsmomente, sondern um ein Ausloten der zahlreichen metaphorischen Möglichkeiten ihrer Ausgangsidee. Da ist z.B. die Frage der Glückshormone, die die Pflanze versprüht. Alle die an ihr riechen, beginnen plötzlich besonders freundlich miteinander umzugehen – allerdings auch besonders künstlich, Verhaltensweisen, die durch Jessica Hausners ohnehin bewusst künstlichen, manierierten filmischen Stil zusätzlich betont werden. Man mag hier an die zeitgenössische Tendenz der Medizin denken, mehr oder weniger depressive Patienten mit starken Antidepressiva zu behandeln, deren Folgen oft Betäubung und Apathie sind. Ob dies tatsächlich der Effekt von Little Joe ist bleibt dabei offen, denn Hausner erzählt konsequent aus Alice Perspektive, die bald an ihrer eigenen Wahrnehmung zweifelt.

AB 9. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Jessica Hausner BUCH Jessica Hausner & Géraldine Bajard DARSTELLER Emily Beecham,

Ben Wishaw, Kerry Fox, Kit Connor, David Wilmot, Phénix Brossard LAUFZEIT 105 Minuten FSK 12 VERLEIH X-Verleih


EIN FILM VON

ELIA SULEIMAN

PREMIERE

mit Regisseur und Hauptdarsteller Elia Suleiman

Donnerstag 16.01. um 19:00 Uhr

SPECIAL MENTION OF THE JURY

AB 16.01.2020 IM KINO MIT ELIA SULEIMAN

TARIK KOPTY KAREEM GHNEIM GEORGE KHLEIFI ALI SULIMAN FARIS MUQABAA YASMINE HAJ NAEL KANJ ASMAA AZAIZY GRÉGOIRE COLIN VINCENT MARAVAL CLAIRE DUMAS ANTOINE CHOLET ERIC CORNET YUMI NARITA KENGO SAITO STEPHEN MCHATTIE RAÏA HAÏDAR FADI SAKR KWASI SONGUI GUY SPRUNG NANCY GRANT ALAIN DAHAN UND GAEL GARCIA BERNAL ALS ER SELBST DREHBUCH ELIA SULEIMAN EXECUTIVE PRODUCERS FATMA HASSAN ALREMAIHI UND HANAA ISSA PRODUZIERT VON EDOUARD WEIL LAURINE PELASSY ELIA SULEIMAN THANASSIS KARATHANOS MARTIN HAMPEL SERGE NOEL KOPRODUZIERT VON ZEYNEP OZBATUR ATAKAN GEORGES SCHOUCAIR ASSOCIATE PRODUCER ZDF/ARTE HOLGER STERN ASSOCIATE PRODUCERS MICHEL MERKT UND JOVAN MARJANOVIC HERSTELLUNGSLEITUNG SERGE CATOIRE ERIC CHABOT MICHEL CROTEAU KAMERA SOFIAN EL FANI SCHNITT VÉRONIQUE LANGE SZENENBILD CAROLINE ADLER KOSTÜM ALEXIA CRISP-JONES UND ERIC POIRIER TON JOHANNES DOBERENZ SOUND DESIGN GWENNOLÉ LE BORGNE OLIVIER TOUCHE UND LAURE ANNE DARRAS MISCHUNG LARS GINZEL EINE PRODUKTION VON RECTANGLE PRODUCTIONS NAZIRA FILMS PALLAS FILM POSSIBLES MEDIA ZEYNO FILM IN ZUSAMMENARBEIT MIT DOHA FILM INSTITUTE IN KOPRODUKTION MIT ZDF/ARTE TURKISH RADIO TELEVISION CORPORATION (TRT) UND CN3 PRODUCTIONS MIT DER UNTERSTÜTZUNG VON EURIMAGES MITTELDEUTSCHE MEDIENFÖRDERUNG SODEC QUÉBEC QUÉBEC CRÉDIT D’IMPÔT CINÉMA ET TÉLÉVISION - GESTION SODEC CANADA CRÉDIT D’IMPÔT POUR LA PRODUCTION CINÉMATOGRAPHIQUE OU MAGNÉTOSCOPIQUE CANADIENNE AIDE AUX CINÉMAS DU MONDE - CENTRE NATIONAL DU CINÉMA ET DE L’IMAGE ANIMÉE - INSTITUT FRANÇAIS FFA - FILMFÖRDERUNGSANSTALT TÉLÉFIM CANADA IN ZUSAMMENARBEIT MIT SCHORTCUT FILMS MAISON 4:3 THE ARAB FUND FOR ARTS AND CULTURE UND KNM WELTVERTRIEB WILD BUNCH © 2019 RECTANGLE PRODUCTIONS – PALLAS FILM – POSSIBLES MEDIA II – ZEYNO FILM – ZDF – TURKISH RADIO TELEVISION CORPORATION


NEU IM JANUAR 08

MILCHKRIEG IN DALSMYNNI »THE COUNTY / HÉRAÐIЫ–Island, Dänemark, Frankreich, Deutschl. 2019

In der isländischen Provinz setzt sich eine starke Frau allein gegen die männliche Übermacht zur Wehr. Ein inzwischen geradezu klassischer isländischer Film mit einer grandiosen Hauptdarstellerin. In der isländischen Provinz betreiben Inga und ihr Mann eine Milchfarm, sind Teil einer Kooperative, der sie einst mit dem Versprechen beigetreten sind, dass die Gemeinschaft sie stützt und auffängt. Doch die Realität sieht anders aus: Die Farm ist hoch verschuldet, die Verpflichtung, nur an die Kooperative zu verkaufen und in den dortigen Geschäften zu kaufen, verhindern den Erfolg der Farm. Als dann auch noch Ingas Mann bei einem Unfall ums Leben kommt, scheint das Ende der Farm endgültig gekommen zu sein. Doch dann erfährt sie von ihrem Freund und Nachbarn, dass der Leiter der Kooperative ihren Mann wegen der hohen Schulden erpresst hat: Als Spitzel sollte er die anderen Bauern verraten, wenn sie es wagten, in anderen Geschäften als die der Kooperative einzukaufen. Wütend postet Inga auf ihrer Facebook-Seite über die Mafia-Methoden der Kooperative und nimmt den Kampf auf... So wie eine Einstellung auf den Eiffelturm verrät, das ein Film in Paris spielt, ein Blick auf Zwiebeltürmchen sofort denken lässt: Russland, so haben sich auch die markanten Landschaften Islands in den letzten Jahren zu einem filmischen Markenzeichen entwickelt. „Von Menschen und Pferden“ hieß einer der ersten Vertreter dieser neuen isländischen Welle, Hákonarsons „Sture Böcke“ variierte das Thema Mensch und Tier, „Gegen den Strom“ vertiefte den Umgang mit ökologischen Fragen, der nun in „Milchkrieg in Dalymynni“ fortgeführt wird. Vor der malerischen Kulisse Islands beweist auch dieser Film, dass es manchmal nur einer Person bedarf, um Änderungen zu bewirken. Nach seinem internationalen Erfolg „Sture Böcke“ hat Regisseur Grímur Hákonarson in seinem neuen Film mit Inga - großartig verkörpert von der isländischen Schauspielerin Arndís Hrönn Egilsdóttir - diesmal eine starke weibliche Hauptfigur erschaffen, die es im Alleingang gegen eine korrupte landwirtschaftliche Kooperative in ihrem Bezirk aufnimmt. Der Film lief im Wettbewerb des Toronto Filmfestivals, wo er mit seinen aktuellen Bezügen und seinem trockenen, nordischen Humor Publikum wie Presse gleichermaßen begeisterte.

AB 9. JANUAR IN DER SCHAUBURG REGIE & BUCH Grímur Hákonarson DARSTELLER

Arndís Hrønn Egilsdóttir, Sveinn Ólafur Gunnarsson, Sigurður Sigurjónsson, Hinrik Ólafsson, Hannes Óli Ágústsson, Edda Björg Eyjólfsdóttir LAUFZEIT 92 Minuten FSK 6 VERLEIH Alamode


NEU IM JANUAR 09

AB 9. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Andreas Pichler​LAUFZEIT 93 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Tiberius

Film (24 Bilder)

ALKOHOL – DER GLOBALE RAUSCH Deutschland 2019 — Dokumentarfilm

Der preisgekrönte Dokumentarfilmer Andreas Pichler nimmt sich der Volksdroge Nummer 1 an. Das Ergebnis wird die Trinkgewohnheiten jedes Zuschauers nachhaltig verändern. Alkohol: Kein Stoff der Welt ist uns so vertraut und in seiner Wirkung so unglaublich vielfältig. Doch kaum jemand bezeichnet Alkohol trotz seiner psychoaktiven und Zellen zerstörenden Wirkung als Droge. Aber warum lassen wir den Tod von jährlich drei Millionen Menschen zu? Der Autor sucht auf einer Reise durch viele Länder Antworten auf die Fragen, warum wir überhaupt trinken, was Alkohol mit uns macht und wie stark die Industrie Gesellschaft und Politik beeinflusst. Und er zeigt Beispiele, wie eine Kehrtwende geschafft werden kann. Der Film erhebt keinen Zeigefinger, wird aber die Trinkgewohnheiten jedes Zuschauers nachhaltig verändern. Nachdem Andreas Pichler („Das Venedig Prinzip“) in seinem letzten Werk „Das System Milch“ spannend und exzellent recher-

chiert den Zusammenhängen in der Milchindustrie auf den Grund gegangen ist, widmet er sich in seiner neuen Dokumentation einem weiteren großen gesellschaftlichen Problem und dessen mächtiger Lobby: dem Thema Alkohol. Der preisgekrönte Regisseur (u.a. Grimme-Preis für „Call Me Babylon“) durchleuchtet die Mechanismen hinter der Industrie, die schon so vielen Menschen das Leben gekostet hat und erörtert ohne erhobenen Zeigefinger die Gründe, warum wir dennoch der legalen Droge Alkohol derart verfallen sind. Der Regisseur über seinen Film: „Als die Idee im Raum stand, über Alkohol einen Film zu drehen, war für mich klar, dass dies ein besonders komplexes und ambivalentes Projekt werden wird, da wir es mit der zentralen Droge unserer Gesellschaft zu tun haben. Um eines vorwegzunehmen, ich bin nicht gegen Drogen und trinke selber gerne. Aber ich habe bei einigen Selbstversuchen gemerkt, wie schwer es ist, im Gegensatz zu anderen Substanzen, auf Alkohol gänzlich zu verzichten, wenn auch nur temporär. Genau deswegen bin ich aber der Überzeugung, wir sollten uns der Konsequenzen des Alkoholkonsums in aller Bandbreite bewusst sein und uns selber nichts mehr vormachen. Es geht darum, genau zu wissen, um was es sich bei der Substanz Alkohol handelt.“

EMILY BEECHAM

BEN WHISHAW

BESTE DARSTELLERIN

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NOMINIERUNGEN ÖSTERREICHISCHER FILMPREIS

AB 9. JANUAR IM KINO

KERRY FOX


NEU IM JANUAR 10

CRESCENDO – #MAKEMUSICNOTWAR Deutschland 2018

Auf inspirierende Weise erzählt Dror Zahavis Spielfilm von jugendlichen Musikern aus Palästina und Israel, die in einem gemeinsamen Konzert ein Zeichen für ein friedliches Miteinander setzen sollen. Eisern übt die 24-jährige Palästinenserin Layla (Sabrina Amali) im Wohnzimmer Geige. Mit Bachs Solopartita in E-Dur kämpft sie gegen den Tumult draußen vor dem Fenster. Ihre Heimatstadt Qualqiliya liegt im Westjordanland, direkt an der Grenze zu Israel. Immer wieder kommt es zu Ausschreitungen. Auch Ron (Daniel Donsky) übt Bach. Der junge Israeli lebt in Tel Aviv, nahe der Kulturhalle. Dort wird in wenigen Tagen Maestro Eduard Sporck (Peter Simonischeck) erwartet. Ein deutscher Dirigent, der ein ehrgeiziges Ziel verfolgt. Als Sohn deutscher Nazi-Verbrecher wird ausgerechnet er mit der Nahost-Problematik konfrontiert. Trotzdem will er mit jungen Palästinensern und Israelis ein klassisches Musikprogramm einstudieren, das bei den Friedenverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina aufgeführt werden soll. Initiatorin des ambitionierten Orchesterprojekts ist die zielstrebige Managerin Karla de Fries (Bibiana Beglau). Die ungleichen Bedingungen zwischen den Israelis und den Palästinensern beginnen schon beim Vorspielen... Einfühlsam schildert das engagierte Musikdrama die Schwierigkeiten der jungen Musiker, friedlich miteinander umzugehen. Denn Vorurteile und gegenseitiger Hass sitzen tief. Kurzerhand verlegt Maestro Sporck die Probenarbeit - aus Sicherheitsgründen - in sein idyllisches Heimatdorf in den Bergen Südtirols. Dort erinnert sein Vorgehen mit Stuhlkreis und Begrüßungsspiel an Therapiestunden. „Wenn man sich nicht gegenseitig als Person wahrnimmt, kann man auch nicht zusammen Musik machen“, so sein Credo. Neben den brillanten Hauptdarstellern überzeugt vor allem Sabrina Amali als Palästinenserin Layla, die gegen die Widerstände in der eigenen Familie kämpft. Ihr beharrlich intensives Spiel erinnert an die israelisch-arabische Schauspielerin und Filmregisseurin Hiam Abbas, die starken arabischen Frauen im internationalen Kino Gesicht verleiht. Selbst wenn das Happy End scheinbar fehlt, lässt das absolut sehenswerte Drama, das Produzentin Alice Brauner couragiert realisierte, hoffen.

AB 16. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Dror Zahavi DREHBUCH Johannes Rotter,

Dror Zahavi Darsteller: Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Mehdi Meskar, Sabrina Amali, Bibiana Beglau, Götz Otto LAUFZEIT 102 Minuten FSK 6 VERLEIH Camino Filmverleih


NEU IM JANUAR 11

VERSCHENKEN SIE EIN PAAR STUNDEN ANREGENDE UNTERHALTUNG IN DER SCHAUBURG 1917 USA 2019

In den Wirren des Ersten Weltkriegs werden zwei britische Soldaten tief in Feindesland geschickt, um eine schriftliche Botschaft zu überreichen. In einer einzigen Aufnahme gedrehter Film – ebenso spannend wie bildstark, ebenso genial wie überwältigend gemacht.

AB 16. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Sam Mendes​ DARSTELLER George MacKay, Dean-Charles Chapman, Mark Strong​ LAUFZEIT 119 Minuten VERLEIH Universal

MIT DEN SCHAUBURG-GUTSCHEINEN FILM & KINOFRÜHSTÜCK AM SONNTAG (16,00 €) GOLDKARTE (5 x Kino für 30,00 €) KINOGUTSCHEIN (10,00 / 15,00 / 20,00 €)

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GROSSBILDWAND

© thenatchdl / stock.adobe.com

1917, in Frankreich tobt der Erste Weltkrieg. Die britischen Soldaten Schofield (George Mackay) und Blake (Dean Charles Chapman) erhalten von einem namenlosen Colonel, dargestellt von Colin Firth, einen hochwichtigen Auftrag: Hinter der Front ist nämlich einige Kilometer weiter eine zweite Frontlinie entstanden, die die Engländer unter Colonel Mackenzie (Benedict Cumberbatch) am nächsten Morgen stürmen sollen. Doch das ist eine Falle der Deutschen, die 1600 britischen Soldaten das Leben kosten kann. Schofield und Blake müssen also in aller Eile einen schriftlichen Gegenbefehl überbringen, um ihre Kameraden zu retten – ein Himmelfahrtskommando. Von nun an verfolgt die Kamera die zwei Soldaten unablässlich, rückt ihnen auf die Pelle, umkreist sie, geht wie schwerelos hoch und runter, etwa beim Auf- und Absteigen auf einen Laster, sie nimmt den Zuschauer mit in die Kommandozentralen, auf die Schlachtfelder und, wie Stanley Kubrick in „Wege zum Ruhm“, in die Schützengräben und macht sie so quasi erlebbar. Dabei zeigt Mendes immer wieder die Grauen des Krieges: Einmal muss einer der beiden beim Überqueren eines Fluss über einen Haufen angeschwemmter Leichen robben, ein anderes Mal fassen sie versehentlich in die offenen Wunden von Toten. Ratten und Vögel machen sich an den Leichen zu schaffen, tote Pferde und Kühe überall. Dies ist der Film, über den im Vorfeld schon jeder Kinoliebhaber spricht, nicht so sehr seines Themas wegen oder der Stars, sondern wegen seiner Machart. „1917“, der neue Film von Sam Mendes („American Beauty“, „Spectre“), ist in einer einzigen Aufnahme und damit in Echtzeit gedreht. Es gibt also keinen Schnitt, Handlung und Zeit bilden eine unverbrüchliche Einheit. „Slice of time“ nennt Sam Mendes das – ein Ausschnitt der Zeit, bei der die Kamera (und mit ihr der Zuschauer) immer ganz nah bei den Charakteren ist. Das alles ist, unterstützt durch ein beängstigendes Sounddesign, auch ungemein spannend.


NEU IM JANUAR 12

LINDENBERG! MACH DEIN DING Deutschland 2019

Die Geschichte eines Jungen aus der westfälischen Provinz, der eigentlich nie eine Chance hatte, und sie doch ergriffen hat, um Deutschlands erfolgreichster Rockmusiker zu werden. Von seiner Kindheit im westfälischen Gronau bis zum ersten, alles entscheidenden Bühnenauftritt in Hamburg 1973; von seinen Anfängen als hochbegabter Jazz -Schlagzeuger und seinem abenteuerlichen Engagement in einer US-amerikanischen Militärbasis in der libyschen Wüste, über Rückschläge mit seiner ersten LP bis zu seinem Durchbruch mit Songs wie „Mädchen aus Ost-Berlin“ oder „Hoch im Norden“ und „Andrea Doria“: „Lindenberg! Mach Dein Ding“ erzählt die Geschichte eines Jungen aus der westfälischen Provinz, der eigentlich nie eine Chance hatte, und sie doch ergriffen hat, um Deutschlands bekanntester Rockstar zu werden – ein Idol in Ost und West. Sein Leben, seine Geschichte, sein Ding! Der Film erzählt Udos Geschichte bis zu seinem großen Durchbruch 1973 mit seiner ersten Panik-Tour und dem legendären Andrea Doria- Erfolgsalbum. Anders gesagt: Wie wurde aus dem westfälischen Udo Gerhard Lindenberg Deutschlands bekanntester Rockstar? Seine Jugend und Ausbildung, sein Ausflug in die libysche Wüste und natürlich das Nacht- und Liebesleben dieses grandiosen Jazz-Schlagzeugers und Musikers sind die Mosaikstücke, die sich in „Lindenberg! Mach Dein Ding“ zu einem ebenso biografischen wie lebendigen Kinoerlebnis vereinen. Theater- und Kino-Entdeckung Jan Bülow spielt den jungen Udo Lindenberg mit unglaublicher Wucht und Eigenständigkeit, während es Regisseurin Hermine Huntgeburth gelingt, sowohl den Geist der späten 60er und frühen 70er Jahre einzufangen, als auch den entwaffnenden Charme eines Mannes, der nie bereit ist, aufzugeben und tatsächlich zum ersten und berühmtesten Rockstar Deutschlands wird. Der Deutsch-Rock-Wegbereiter wird lebendig und nie zum verstaubten Denkmal vergangener Tage – der Film zeigt Udo Lindenberg, vor allem aber einen jungen Mann, Künstler und Rebellen, der sich niemals vom Kurs abbringen lässt. Hermine Huntgeburth hat nach dem Drehbuch von Alexander Rümelin und Udo Lindenbergs Lebensgeschichte ein Kinoereignis erschaffen, das viel mehr ist als ein Künstlerporträt.

AB 16. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Hermine Huntgeburth DREHBUCH Alexander

Rümelin, Christian Lyra, Sebastian Wehlings DARSTELLER Jan Bülow, Julia Jentsch, Charly Hübner, Detlev Buck LAUFZEIT 135 Minuten FSK 12 VERLEIH DCM


So 08.12. 13 Uhr – 1965, 35mm, dt.

Mi 11.12. 19 Uhr – 1971, OmU

So 15.12. 13 Uhr – 1977, OmU

Mi 18.12. 19 Uhr – 1979, 35mm, dt.

So 22.12. 13 Uhr – 1982, 35mm, dt.

So 29.12. 13 Uhr – 1985, OmU

Mi 01.01. 19 Uhr – 1991, 35mm, dt.

So 05.01. 13 Uhr – 1994, 35mm, dt.

Mi 08.01. 19 Uhr – 1997, 35mm, OmU

So 12.01. 13 Uhr – 1999, 35mm, dt.

Mi 15.01. 19 Uhr – 2005, OmU

So 19.01. 13 Uhr – 2006, 35mm, dt.

Mi 22.01. 19 Uhr – 2007, 35mm, dt.

So 26.01. 13 Uhr – 2008, dt.

Mi 29.01. 19 Uhr – 2009, OmU

So 02.02. 13 Uhr – 2011, dt.

Mi 05.02. 19 Uhr – 2017, OmU


NEU IM JANUAR 14

PREMIERE

mit Regisseur und Hauptdarsteller Elia Suleiman

VOM GIESSEN DES ZITRONENBAUMS

Donnerstag 16.01. um 19:00 Uhr

»IT MUST BE HEAVEN« — Palästina, Frankreich 2018

Elia Suleiman wählt in seinen Filmen das distanzierte Staunen, blickt mit verblüffter Verwunderung auf die Absurdität der Lage in Palästina. In seinem neuen Film erweitert er nun seinen Blick – um am Ende doch in seiner Heimat einen Funken Hoffnung zu finden. In Nazareth lebt der Regisseur Elia (Elia Suleiman) allein in einem großen Haus mit Garten, der langsam von einem Nachbarn übernommen wird. Während in seiner Heimat der Nahost-Konflikt zum Alltag geworden ist, verrückte Menschen auf den Straßen rumlaufen, versucht Elia einen neuen Film auf die Beine zu stellen. Doch die Finanzierung erweist sich als schwierig, denn von einem palästinensischen Filmemacher wird nichts anderes erwartet, als ein Film über die Not der Palästinenser. Doch auch das wird von potentiellen Geldgebern in Paris, wo Elia zunächst Produzenten trifft, nur noch mit Achselzucken hingenommen. In den Straßen der französischen Hauptstadt trifft er stattdessen auf vereinzelte Spuren eines zunehmenden Überwachungsstaates, auf ständige Polizeipräsenz, die sich auch in New York, seiner zweiten Station, fortsetzt. Schließlich kehrt er mit der Erkenntnis in seine Heimat zurück, dass die ganze Welt zunehmend Palästina ähnelt. Grau sind Elia Suleimans Haare inzwischen geworden, auf denen fast immer ein Strohhut sitzt, der im direkten Gegensatz zu den absurden Dingen zu stehen scheint, die er mit seinem stets traurigen, verwunderten Blick beobachtet; stets aus passiver Position, als stiller Beobachter einer Welt, die zunehmend aus den Fugen zu geraten scheint. Für seine Heimat gilt das besonders, doch diesmal hat Elia Suleiman keinen Film gedreht, der sich dezidiert mit dem Nahost-Konflikt beschäftigt. Der Nachbar, der eigenmächtig den Garten Elias übernimmt verweist zwar unmissverständlich – und auch ein wenig unsubtil – auf den Landraub Israels, der das von den Palästinensern bewohnte Gebiet immer kleiner werden lässt, doch bald öffnet sich Suleimans Blick. In der letzten Szene sitzt Elia da allein in einem Club in Nazareth, im Hintergrund feiern junge Palästinenser ausgelassen, als gäbe es die Besatzung nicht, als könnte man alle Probleme einfach wegtanzen. Ein verschmitztes Lächeln meint man da auf Elias Gesicht zu erkennen, das andeutet, dass es trotz allem nie verkehrt ist, die Hoffnung nicht zu verlieren.

AB 16. JANUAR IN DER SCHAUBURG

ROLAND REBERS TODESREVUE Deutschland 2019

Eine Mediensatire über die Freude am Leben, die Angst vor dem Altern und die Jagd nach Likes, Followern und den meisten Klicks. Was ist Leben? Ist es die Sehnsucht eines Liebenden, die Angst vor dem Altern, der rebellische Kampf für ein würdevolles Sterben oder die Jagd nach den meisten Klicks? Ist es vielleicht nur eine Show? „Roland Rebers Todesrevue“ malt ein vielschichtiges Bild vom Sein und reiht das tabuisierte Thema Tod wieder in den Kreislauf des Lebens ein. In verschiedenen Handlungssträngen kreuzen sich eine ruinierte Liebesbeziehung, ein um Sterbehilfe bettelnder alter Mann, eine Live-Show, in der die Kandidaten gnadenlos dem Publikum geopfert werden, eine Tänzerin, die trotz Selbstoptimierung dem Altern nicht entrinnen kann und der Mensch mit der Maske, der um jeden Preis berühmt werden will. Und zwischen all dem rollt ein Leichenfahrer seine „Kundschaft“ durch einen langen Gang und macht sich seine ganz eigenen ungetrübten Gedanken über Leben und Tod. „Roland Rebers Todesrevue“ ist mit 130 Mitwirkenden die bisher größte Produktion von wtp international. Trotzdem ist sich wtp mit dem Verzicht auf öffentliche Mittel aus Filmförderungstöpfen treu geblieben und hat mit der Kreativität und dem Engagement aller Beteiligten einen Spielfilm gestaltet. Roland Reber über seinen Film: „Der Film basiert auf einem Theaterstück, das ich anlässlich des Todes meines Vaters geschrieben und inszeniert habe. Das war 1984. Viele Zuschauer meinten damals, solch eine interaktive Unterhaltungs-Show, in der die Kandidaten jede Demütigung ertragen, gäbe es nicht. Heute gibt es sie. Würde – das ist für mich das zentrale Thema des Filmes, der respektvolle Umgang mit sich und anderen gegenüber. Im Leben wie im Sterben. Und das fängt unter anderem bei der Sprache an. So wie wir mit Worten umgehen, so gehen wir auch mit Menschen um. Wir leben in einer medial aufgeheizten gesellschaftlichen Situation und es wird höchste Zeit, daß wir wieder zu einem wirklichen Gespräch finden, um wieder besser miteinander umgehen zu können. Für mich ist der Film ein großes Plädoyer für den respektvollen Umgang miteinander.“

AB 23. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE & BUCH Elia Suleiman DARSTELLER Elia

Suleiman, Gael Garcia Bernal, Ali Suliman, Grégoire Colin, Alain Dahan, Raia Haidar, Vincent Maraval LAUFZEIT 97 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung VERLEIH Neue Visionen

REGIE Roland Reber​ DARSTELLER Wolfgang Seidenberg, Marina Anna Eich, Antje Nikola Mönning​ LAUFZEIT 92 Minuten FSK 12 VERLEIH WTP International


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NEU IM JANUAR 16

DAS VORSPIEL Deutschland 2019

Eine Musiklehrerin bedrängt mit ihrer Art zwei Jugendliche. Nina Hoss überzeugt als Mutter, die an ihrem Ehrgeiz und einer gewissen Selbstüberschätzung zu scheitern droht. Mit einer eigenen musikalischen Karriere hat es für die Violinistin Anna (Nina Hoss) nicht gereicht: Im entscheidenden Moment waren die Nerven zu groß, das Spiel misslang, die Chance vertan. Doch inzwischen hat sie sich eine in jederlei Hinsicht funktionierende, bürgerliche Existenz aufgebaut. Ihren Mann Philippe (Simon Abkarian) – der im eigenen kleinen Geschäft Musikinstrumente restauriert – liebt sie über alles, der gemeinsame Sohn Jonas (Serafin Mishiev) ist leidlich wohl geraten, spielt sowohl Eishockey als auch Geige und zeigt kaum Anzeichen der Pubertät. Mit Alexander (Ilja Monti) bekommt Anna einen neuen Schüler, ein junges Talent, wie vor allem sie, im Gegensatz zu vielen Kollegen findet. Voller Elan beginnt sie mit dem Unterricht, versucht Alexander zu formen, ihn zu dem zu machen, was sie nie war. Immer intensiver, immer exzessiver wird der Unterricht, was bald vielfältige Konsequenzen nach sich zieht … Viele Bälle wirft Ina Weisse im Nachfolger ihres Debüts „Der Architekt“ in die Luft, zudem sie zusammen mit Daphne Charizani auch das Drehbuch geschrieben hat. Durch das Bemühen weniger konkret, als über Andeutungen zu erzählen, bleibt manches Element allzu vage, Annas wenig motivierte Affäre zu ihrem Kollegen etwa. Doch vor allem das zunehmend intensive Spiel von Nina Hoss lässt darüber hinwegsehen: So ausgeglichen und souverän sie ihre Figur zu Beginn noch wirken lässt, so fahrig, unkonzentriert und launisch wird Anna mit dem näher rückenden Vorspiel. Wie die Lebenslügen Annas aufbrechen, ihr unfreiwilliger Verzicht auf eine Karriere als Musikerin, vor allem aber die nie eingestandene Hoffnung, dass ihr Sohn nun diese Rolle einnimmt, inszeniert Ina Weisse als intensives Drama, an dessen Ende sie sogar ein Maß an Ambivalenz wagt, wie es im deutschen Kino selten ist.

AB 23. JANUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Ina Weisse BUCH Ina Weisse & Daphne Charizani DARSTELLER Nina Hoss, Simon

Abkarian, Jens Albinus, Ilja Monti, Serafin Mishiev, Sophie Rois, Winnie Böwe, William Coleman LAUFZEIT 90 Minuten FSK 12 VERLEIH Port au Prince


NEU IM JANUAR 17

DIE WÜTENDEN – LES MISÉRABLES Frankreich 2019

Als ein Polizist in einem Pariser Ghetto einen jungen Schwarzen verwundet, droht eine Eskalation. Wuchtige, wütende Parabel über das Verhältnis der Klassen im Paris der Gegenwart. Im Osten von Paris liegt das Viertel Montfermeil und in ihm das Banlieue Les Bosquets, in dem vor allem Migranten aus dem Maghreb und arabischen Ländern leben. Beherrscht wird das Viertel von einem Mann, der sich „Der Bürgermeister“ (Steve Tientcheu) nennt, der den Händlern auf dem Marktplatz Schutzgebühren abpresst und den Kontakt zur Polizei herstellt. Die bewegen sich nur mit größter Vorsicht durch das Viertel. Vor allem Chris (Alexis Manenti), ein unverhohlener Rassist, der seine Macht gern ausnutzt, um junge Frauen zu kontrollieren und abzutasten. Seine Partner sind Gwada (Djibril Zonga), der die übelsten Exzesse seiner Kollegen einzudämmen versucht, vor allem aber Stéphane (Damien Bonnard), ein Neuling, der an diesem Tag zum ersten Mal mit auf Streife fährt. Ausgerechnet er ist es nun, der bei einem Einsatz einen jungen Schwarzen mit einer Gaspistole verwundet, nicht tödlich, aber doch so sehr, dass die Wut im Viertel gefährlich zu köcheln beginnt … Mit Bildern von jubelnden Parisern, die den WM-Sieg ihrer Mannschaft auf den Straßen der Hauptstadt feiern beginnt „Les Misérables“, mit Bildern von jungen Bewohnern der Banlieue, die gemeinsam in den Kampf ziehen, endet er. Dazwischen beschreibt der aus Mali stammende Ladj Ly die Strukturen eines Viertels, in dem er selber aufwuchs und in dem vor gut zehn Jahren die Gewalt ausbrach. Durch die Augen des Polizisten Stéphane lernt auch der Zuschauer das Banlieue kennen, seine Bewohner, das Verhältnis von Polizei und Einwohnern, die Machtstrukturen, die von Misstrauen, Machtmissbrauch und Korruption geprägte Lage, die unweigerlich eskalieren wird. Unweigerlich mag man hier an Mathieu Kassovitz „Hass“ denken, der vor gut 20 Jahren ein ähnliches Feld bearbeitete und ähnlich wuchtig daherkam. Viel geändert hat sich an der Situation der Banlieue-Bewohner seitdem augenscheinlich kaum, höchstens der Islamismus ist gewachsen, der die Situation noch komplizierter, noch verfahrener macht.

AB 23. JANUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Ladj Ly BUCH Ladj Ly, Giordano Gederlini, Alexis Maneti DARSTELLER Damien Bonnard,

Alexis Manenti, Djibril Zonga, Issa Perica, Al-Hassan Ly, Steve Tientcheu, Almamy Kanoute LAUFZEIT 102 Minuten VERLEIH Wild Bunch /Alamode /Central

DIE KUNST DER NÄCHSTENLIEBE Frankreich 2019

Um ihren Schützlingen zu helfen, eröffnet eine 50jährige mit Helfersyndrom eine soziale Fahrschule. Raffinierte Tragikomödie mit schlagfertigen Spitzfindigkeiten und einem Röntgenblick auf menschliche Eitelkeiten und Schwächen. Die 50jährige Isabelle (Agnès Jaoui) engagiert sich unermüdlich. Sie hilft bei gemeinnützigen Einrichtungen, rennt von der Kleiderspende zur Suppenküche und verteilt in Obdachlosen-Camps Handzettel, um Migranten für ihren kostenlosen Sprachkurs zu gewinnen. Dort versucht sie ihren Schützlingen so gut wie möglich zu helfen. Isabelles Lebenskonzept bekommt jedoch Risse als Konkurrenz auftaucht. Ausgerechnet eine Deutsche soll plötzlich Französisch unterrichten. Plötzlich verliert Isabelle Schüler. „Was würde euch denn helfen einen Arbeitsplatz zu finden?“, fragt sie deshalb einigermaßen verzweifelt ihre Kursmitglieder. Ein Führerschein würde sie weiterbringen, so die Antwort. Das bringt sie auf eine umwerfende Idee: die einer „sozialen Fahrschule“... Regisseur Gilles Legrand hinterfragt in seiner turbulenten Tragikomödie Motivation und den Hintergründe von sozialem Engagement, das bis zur Aufopferung geht. Dabei schont er niemanden. Denn die Sucht zu helfen und gebraucht zu werden, tut sicher keinem gut. Dass dahinter mangelndes Selbstwertgefühl stecken kann, ist nicht neu. Im Falle Isabelles verortet das Drehbuch als Hauptantrieb für ihr Handeln die Suche nach der Liebe ihrer abweisenden, unterkühlten Mutter. Bei seinem waghalsigen Balanceakt den richtigen Ton zu finden unterstützt Legrand seine grandiose Hauptdarstellerin Agnès Jaoui als liebenswert, menschliche Heldin mit Fehlern und Qualitäten. Nicht umsonst hat die Autorin und Filmemacherin die französische Sittenkomödie mit schlagfertigen Spitzfindigkeiten und einem Röntgenblick auf menschliche Eitelkeiten und Schwächen wiederbelebt. Mit bewundernswerter Präsenz und selbstironischem Blick sorgt sie dafür, dass der Beifall nicht aus dem falschen Lager kommt. Denn einem anderen zu helfen sollte nicht zuletzt ein Grundmuster zwischenmenschlicher Beziehungen sein.

AB 30. JANUAR IN DER SCHAUBURG REGIE Gilles Legrand DREHBUCH Léonore Confino, Gilles Legrand DARSTELLER Agnès Jaoui, Tim

Seyfi, Alban Ivanov, Tim Seyfi, Claire Sermonne, Michèle Moretti, Philippe Torreton, Eric Villard, Marie-Julie Baup, Diier Benureau, LAUFZEIT 103 Minuten FSK ohne Altersbeschränkung


NEU IM JANUAR 18

SORRY WE MISSED YOU Großbritannien 2019

Zwar beschreibt der Film das Schicksal eines Paketboten in England, doch die Universalität des Geschilderten macht diesen Ken-Loach-Film auch in Deutschland unbedingt sehenswert.

LITTLE WOMEN USA 2019

Neuverfilmung des bekannten Romans von Louisa May Alcott, in dem es um das Schicksal von vier Schwestern im Amerika des 19. Jahrhunderts geht. Vier junge Frauen im Amerika Mitte des 19. Jahrhunderts, die ihr Leben selbstbestimmt nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen und dabei teils große gesellschaftliche Hindernisse überwinden: „Little Women“ folgt den unterschiedlichen Lebenswegen der March-Schwestern Jo (Saoirse Ronan), Meg (Emma Watson), Amy (Florence Pugh) und Beth (Eliza Scanlen) zu einer Zeit, in der die Möglichkeiten für Frauen begrenzt waren. Erzählt aus der Perspektive von Jo March, dem Alter Ego von Autorin Louisa May Alcott, und sowohl basierend auf dem Roman wie auch auf den persönlichen Schriften Alcotts. Greta Gerwig, Oscar®-nominiert für „Beste Regie“ und „Bestes Originaldrehbuch für „Lady Bird”, präsentiert mit „Little Women“ ihr neuestes Werk und erweist sich damit abermals als kraftvolle Interpretin weiblichen Selbstverständnisses. In den Hauptrollen begeistert ein eindrucksvolles Ensemble: Saoirse Ronan („Lady Bird“), Emma Watson („Die Schöne und das Biest“), Florence Pugh („Fighting with my Family“) und Eliza Scanlen („Sharp Objects“) sowie Meryl Streep („Die Verlegerin“), Laura Dern („Big Little Lies“), Timothée Chalamet („Call Me by Your Name“), Louis Garrel („Saint Laurent“), James Norton („Hampstead Park – Aussicht auf Liebe“), Bob Odenkirk („Better Call Saul“) und Chris Cooper („Im August in Osage County“). Produziert wurde „Little Women“ von Amy Pascal („Die Verlegerin”), Denise Di Novi („Crazy. Stupid.Love.“) und Robin Swicord („Betty und ihre Schwestern“).

Einst bewohnten sie ein eigenes Haus, doch nach der Finanzkrise 2008 mussten sie es verkaufen und wohnen nur noch zur Miete. Während die Mutter Abbie (Debbie Honeywood) einen relativ festen Job als mobile Krankenschwester hat, schlägt sich ihr Mann Ricky (Kris Hitchen) von Aushilfsjob zu Aushilfsjob durch. Doch nun scheint sich sein Los zu wenden: Er bekommt einen Job bei einem Paketdienst, jedoch nicht als Festangestellter, sondern als Selbstständiger. Und das bedeutet, dass er sich täglich einen Lieferwagen mieten muss, auf Zeit arbeitet und für jede verspätete Lieferung Strafe zahlen muss. Um die Situation zu verbessern, überredet Ricky Abbie, ihr kleines Auto zu verkaufen, damit er sich einen eigenen Lieferwagen kaufen kann. Doch was als Beginn einer erfolgreichen Selbstständigkeit gedacht war, erweist sich rasch als Anfang vom Ende jeder Hoffnung. Schon immer war Ken Loach ein Regisseur des kleinen Mannes. Wie so viele andere britische Filmemacher, die dem Sozialrealismus verschrieben waren, beschrieb auch Loach das Leben der Arbeiterklasse, hatte Sympathien für all die Menschen, die am Rand der Gesellschaft stehen und auch vom Kino meist ignoriert werden. Bis vor einigen Jahren waren seine Filme dabei meist von einer sentimentalen Note geprägt, ließen seine Figuren zwar schwere Zeiten durchleben, die am Ende aber doch hoffnungsvoll endeten. Doch jetzt, da Loach schon über 80 Jahre alt ist, ist von Sentimentalität, von Hoffnung praktisch keine Spur mehr. Mit größter Genauigkeit beschreibt Loach die Strukturen der modernen Gig Economy, bei der Arbeitnehmern die Vorzüge der Selbstständigkeit vorgegaukelt werden, die jedoch in Wirklichkeit zu einer Reduzierung von Sozialstandards und Arbeiterrechten führt. Im neoliberalen Streben nach ständiger Optimierung und Einsparung, werden alle Mittel angewandt, um Arbeitnehmer zu benachteiligen. Und genau das zeigt Loach in schonungsloser Manier auf.

AB 30. JANUAR IN DER SCHAUBURG

AB 30. JANUAR IN DER SCHAUBURG

REGIE Greta Gerwig​ DARSTELLER Emma Watson, Saoirse Ronan, Florence Pugh​LAUFZEIT 134 Minuten VERLEIH Sony Pictures

REGIE Ken Loach BUCH Paul Laverty DARSTELLER Kris Hitchen, Debbie Honeywood, Rhys Stone, Katie Proctor, Ross Brewster, Mark Birch LAUFZEIT 100 Minuten VERLEIH NFP/Filmwelt


10 Jahre

Traumfabrik #18

FILM FILM 2010-2020

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Filmemachen und Filmemacher in Kinofilmen

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Quentin Tarantino, 2019, OmU

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Alle Filme mit Mikroeinführung und anschließendem Kinogespräch. Filmreihe kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Eintritt: 9€ / Studierende/ermäßigt 7,50€ /Seminarteilnehmer 6€

Mit freundlicher Unterstützung der

Änderungen vorbehalten. | Bildmotiv: © paseven – stock.adobe.com | Gestaltung: kummerdesign

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NEU IM JANUAR 20

EIN VERBORGENES LEBEN »A HIDDEN LIFE« — USA 2019

Terrence Malicks dreistündiges Epos über einen österreichischen Kriegsverweigerer. Visuell überwältigender, philosophisch komplexer Film über Glaube, Zweifel und das eigene Gewissen. „Wir schwebten über den Wolken“ sagt August Diehl als Jägerstätter ganz zu Beginn des Films, wenn er in einer der typischen inneren Monologe Terrence Malicks, das Glück beschreibt, das er zusammen mit seiner Frau Fani (Valerie Pachner) und den gemeinsamen Kindern Anfang der 1940er Jahre lebt. Hoch in der Österreichischen Bergen, im kleinen Ort St. Radegund lebt das Paar ein geradezu paradiesisches Leben. Doch wie jeder Österreicher wird auch er einberufen, verweigert den Eid und wird zunächst nach Hause geschickt. Doch jedes Mal, wenn der Postbote klingend am Haus vorbeifährt, stockt Franz der Atem – und bald kommt tatsächlich der gefürchtete Brief. Der Krieg geht weiter, Franz muss wieder in die Kaserne nach Enns und steht vor einer folgenschweren Entscheidung … Bis weit nach Ende des Zweiten Weltkriegs war die Geschichte, war das Schicksal von Franz Jägerstätter praktisch unbekannt. Erst in den 60ern erschien das erste Buch über den Österreicher, der sich weigerte als Soldat einen Eid auf Adolf Hitler zu schwören und dafür 1943 wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Im Laufe der Jahre wuchs der Ruf Jägerstätters, Filme wurden über ihn gedreht, er inspirierte unter anderem Daniel Ellsberg zum Protest gegen den Vietnamkrieg und der Veröffentlichung der Pentagon Papers und wurde 2007 selig gesprochen. Auch wenn „Ein verborgenes Leben“ in ferner Vergangenheit spielt, ist es doch auch ein Film über das Heute. Malick mag stets ein Regisseur gewesen sein, der mit filmischen Mitteln nach Transzendenz suchte, er war aber auch immer ein politischer Regisseur. Bedenkt man, in welcher Zeit dieser Film entstanden ist, in welchem Zustand sich gerade Amerika, aber auch viele andere Staaten der Welt befinden, ist es naheliegend, ihn auch auf die Gegenwart zu beziehen. Sich massenhaftem Widerstand anzuschließen ist leicht, dem eigenen Gewissen treu zu bleiben, schon viel schwieriger. Davon erzählt Terrence Malick in „Ein verborgenes Leben“, einem stilistisch und intellektuell überwältigenden Film.

AB 30. JANUAR IN DER SCHAUBURG REGIE & REGIE Terrence Malick DARSTELLER August Diehl, Valerie Pachner, Bruno Ganz, Karl Markovics, Alexander Fehling, Franz Rogowski, Martin Wuttke, Ulrich Matthes, Michael Nyqvist, Matthias Schonaerts, Tobias Moretti, Sophie Rois LAUFZEIT 173 Minuten VERLEIH Pandora​


Täglich 15.00 Uhr

KINDERKINO IM JANUAR

26. DEZEMBER – 01. JANUAR

02. – 08. JANUAR

09. – 15. JANUAR

DAS DSCHUNGELBUCH

DIE KLEINE HEXE

MICHEL IN DER SUPPENSCHÜSSEL

Findelkind Mogli wird von einem Rudel Wölfe großgezogen. Als der böse Tiger Shir Khan auftaucht, muss er Schutz in der Menschensiedlung zu suchen.

Verfilmung des Kinderbuch-Klassikers von Otfried Preußler, um die kleine Hexe und ihren Raben Abraxas, die auch wie die großen Hexen in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg herumfliegen möchten.

Michel lebt mit seinen Eltern und Geschwistern in Smöland. Als er eine Schüssel ausschlecken will, rutscht er aus und bleibt darin stecken! JAHR: 1971 / LÄNGE: 95 MIN. / FSK: 6

JAHR: 1967 / LÄNGE: 80 MIN. / FSK: 0

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JAHR: 2018 / LÄNGE: 103 MIN. / FSK: 0

16. – 22. JANUAR

23. – 29. JANUAR

30. JANUAR – 05. FEBRUAR

DIE EISKÖNIGIN 2

DUMBO

BIBI & TINA – DER FILM

Fortsetzung des Oscar-prämierten Animationsfilms von Disney über die märchenhafte Eiskönigin Elsa, die lernen muss, ihre magischen Kräfte zu kontrollieren.

Tim Burton lässt den Disney-Klassiker über den fliegenden Elefanten in einer Realverfilmung wiederaufleben.

Deutscher Spielfilm des Regisseurs Detlev Buck, der auf der beliebten Kinderhörspielserie Bibi und Tina basiert.

JAHR: 2019 / LÄNGE: 112 MIN. / FSK: 6

JAHR: 2014 / LÄNGE: 100 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2019 / LÄNGE: 103 MIN. / FSK: 0

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GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Pizza, Chicken Nuggets oder Kuchen und Kakao. Eine Führung hinter die Kulissen der Schauburg ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / -17 / -18 (Büro) / info@schauburg.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2018 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


SPECIALS IN DER SCHAUBURG

PREVIEW MIT EINEM GLAS SEKT IN ANWESENHEIT VON REGISSEUR MARC PIERSCHEL UND PROTAGONISTEN AUS DEM FILM

BUTENLAND —— IN KOOPERATION MIT KARLSRUHE VEGAN DIENSTAG, 4. FEBRUAR UM 19.00 UH

NEUJAHRS-SPECIAL – ENGLISCHE ORIGINALFASSUNG MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN IN 70MM PROJEKTION

2001: ODYSSEE IM WELTRAUM MITTWOCH, 1. JANUAR UM 15.00 UHR

Einen Film, den man kaum beschreiben kann. Ein magnetisches Mysterium, das in der Schauburg immer wieder gerne zur Aufführung kommt – seit 51 Jahren. Regisseure und Filmhochschulstudenten bissen und beißen sich an der raffinierten Montage die Zähne aus. Also, auf ein Neues: Stanley Kubricks Meisterstück präsentieren wir auf unserer gekrümmten Cinerama-Leinwand im authentischen 70mm Filmformat. Wie ließe sich das neue Jahr gebührender beginnen?

Nach Burnout und Scheidung trifft Jan Gerdes den Entschluss, seinen Nutztier-Hof aufzugeben. An dem Tag als alle Kühe zum Schlachthof gebracht werden sollen, fehlt der Platz für die letzten zwölf. Anstatt einen neuen Transport zu bestellen, fassen er und seine Partnerin Karin Mück den Entschluss, die Kühe auf dem Hof zu behalten. Es ist die Geburtsstunde von Hof Butenland. Jan Gerdes und Karin Mück entwerfen mit ihrem Projekt ein Gegenmodell zur konventionellen Tierhaltung, bei dem die Bedürfnisse der Tiere im Mittelpunkt stehen, fernab jeglicher wirtschaftlicher Interessen. Filmemacher Marc Pierschel hat die beiden auf Hof Butenland über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren mit der Kamera begleitet. Am 04.02. erleben Sie bei uns den Regisseur und seine Protagonisten nach der Vorstellung für ein Filmgespräch.

SONDERVORSTELLUNG SONDERVORSTELLUNG MANDARIN ORIGINAL MIT DEUTSCHEN UNTERTITELN

SHADOW

MONTAG, 6. JANUAR UM 21.00 UHR Eigentlich eine Schande, daß SHADOWS kein normaler Kinostart vergönnt wurde. Immerhin gibt es bei uns die einmalige Chance den Film in OmU auf der großen Leinwand zu bestaunen. Regisseur Zhang Yimou drehte die wegweisenden Martial-Arts-Hits „Hero“ und „House of the Flying Daggers“. SHADOW schließt nahtlos an und lässt uns wegen der genialen „schwerelosen“ Stunts und der traumhaften Ästhetik schwelgen.

DER MARKTGERECHTE MENSCH ­—— IN KOOPERATION MIT ATTAC KARLSRUHE DONNERSTAG, 16. JANUAR UM 19.00 UHR

Spätestens seit der großen Finanzkrise ist unser Arbeitsmarkt im Umbruch. Die soziale Marktwirtschaft und die über Jahrzehnte erstrittenen Solidarsystemen werden mehr und mehr ausgehebelt. Der sich immer weiter beschleunigende Wettbewerb bringt das gesamte gesellschaftliche Gefüge in Gefahr. DER MARKTGERECHTE MENSCH will Mut machen und dazu motivieren, sich zusammenzuschließen und einzumischen. Denn ein anderes, gerechteres Leben ist möglich!


SPECIALS IN DER SCHAUBURG 24

MITTWOCH 15. JANUAR UM 19 UHR MATCH POINT (OMU) Die Kritiker feierten “Match Point” als Wendepunkt, Höhepunkt und Wiedergeburt von Woody Allen. Tatsächlich kehrt das Werk fast humorfrei den vergangenen 15 Filmen den Rücken zu. Raffinierter Thriller.

SONNTAG 19. JANUAR UM 13 UHR SCOOP

WERKSCHAU

WOODY ALLEN WERKSCHAU Der Januar steht bei uns ganz im Zeichen Woody Allens. Er ist einer der letzten großen Regie-Titanen, die trotz so langer Schaffensphase noch immer in zuverlässigem Abstand neue und sehr gute Werke veröffentlichen. MITTWOCH, 1. JANUAR UM 19 UHR SCHATTEN UND NEBEL Einen außergewöhnlicher Kniefall vor dem deutschen Expressionismus: Woody Allen huldigt Franz Kafka und Fritz Lang in seinem stimmungsvollsten Film. “Schatten und Nebel” ist ein Geheimtipp – nicht verpassen!

SONNTAG 5. JANUAR UM 13 UHR BULLETS OVER BROADWAY Eine köstliche Gangsterparodie mit sprühendem Wortwitz – vielleicht Woody Allens ausgefeiltester Dialogfilm voller schwarzem Humor und perfektem Timing.

MITTWOCH 8. JANUAR UM 19 UHR HARRY AUSSER SICH (OMU) Ensemblefilm: Harry hat eine Schreibblockade. Vom Verlag hat er seinen Vorschuss schon verpulvert, als auch noch seine verflossenen Ehefrauen ankreiden, ihre privaten Geschichten in seinen Büchern wiederzufinden.

SONNTAG 12. JANUAR UM 13 UHR SWEET AND LOWDOWN Der begnadete Jazzgitarrist versinkt in Alkohol und Frauengeschichten. Der Film bedeutet eine Verbeugung vor Django Reinhardt, Jazzlegende der 1930er. Urkomisch portraitiert Woody Allen den zwanghaft alles unter Kontrolle haben wollenden Helden, dem alles durch die Finger rinnen wird.

Direkt nach “Match Point” gedreht. Allen bleibt in London und engagiert ein zweites Mal seine Muse Scarlett Johansson. Das Ergebnis ist fluffiger, lebensbejahender und lustiger.

MITTWOCH 22. JANUAR UM 19 UHR CASSANDRAS TRAUM Colin Farrell und Ewan McGregor brillieren als zwei Brüder, die eine gut betuchte Frau kennenlernen. Beide verlieben sich und werden Spielball der Femme Fatale – mit kriminellen Folgen. Elegante Gesellschaftsparabel über Manipulation und die Macht des Geldes.

SONNTAG 26. JANUAR UM 13 UHR VICKY CRISTINA BARCELONA Woody Allen in Spanien: Cristina lässt sich auf eine Ménage à Trois mit den beiden Künstlern Juan und Maria Elena ein. Sonnige, geistreiche Komödie, bei der die Chemie aller Beteiligten stimmt: Oscar für Pénelope Cruz!

MITTWOCH 29. JANUAR UM 19 UHR WHATEVER WORKS (OMU) Der Schauburg Tipp dieser Reihe! Den sarkastischsten und abgrundtief-witzigsten Filmanfang eines Woody Allen Filmes finden Sie hier: Wie Larry David in den ersten acht Minuten über das Leben und die Menschen herzieht und gleichzeitig die Kinobesucher beleidigt und entehrt ist bespiellos (lustig).

SONNTAG 2. FEBRUAR UM 13 UHR MIDNIGHT IN PARIS Allen’s erfolgreichsten Film: Gil wird des Nachts aus der Jetztzeit in das Paris der 20er Jahre entführt. Dort lernt er Hemingway, Picasso, Gertrude Stein, Cole Porter und Salvador Dali kennen.

SONNTAG 2. FEBRUAR UM 19 UHR WONDER WHEEL (OMU) Das Ende unserer Werkschau: Kate Winslet als Woody Allens Alter Ego ist hinreißend, und der Humor war selten bitterer, als bei dieser wunderbar fotografierten Dramödie. Unbedingt nachholen!.

TRAUMFABRIK #18

FILM ÜBER FILM: FILMEMACHEN UND FILMEMACHER IN KINOFILMEN Unsere Traumfabrik geht in die 18. Runde. In Zusammenarbeit mit dem ZAK und der AWWK eröffnet Dozent Wolfgang Petroll mit kurzer Einführung. Nach den Filmvorstellungen gibt es Raum zur Diskussion – immer sonntags um 15.00 Uhr.

SONNTAG, 12. JANUAR RICHARD ATTENBOROUGH: CHAPLIN Der populärster Filmstar der 1920er, Mitgründer eines Filmstudios, unabhängiger Regisseur und Produzent. Charlie Chaplin trug dazu bei, Hollywood zu einem Markenzeichen für Entertainment zu machen.

SONNTAG, 19. JANUAR TIM BURTON: ED WOOD (ENGL. OMU) Die Filmbiographie über die wunderbare Karriere des Mannes, der als schlechtester Filmemacher der Welt in die Geschichte einging – Tim Burton machte sie zu einer Liebeserklärung an das Kino.

SONNTAG, 26. JANUAR MICHEL HAZANAVICIUS: THE ARTIST Stummfilmstar George Valentin verweigert den Übergang zum Tonfilm; doch der Wandel ist unaufhaltsam, sein Karriereabsturz scheint unausweichlich – wären da nicht eine hartnäckige Verehrerin, sein treuer Chauffeur und sein kleiner Hund.


SPECIALS IN DER SCHAUBURG 25

JANUAR

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 5€ inkl. 1 Glas Sekt

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORK

WOZZECK VON ALBAN BERG SAMSTAG, 11. JANUAR 19.00 UHR

„Jeder Mensch ist ein Abgrund", seufzt Wozzeck schmerzhaft und ersticht seine Geliebte Marie. Alban Bergs expressionistisches Meisterwerk in einer Neuinszenierung des vielfach ausgezeichneten südafrikanischen Künstlers William Kentridge. Gesungen in Deutsch mit deutschen Untertiteln

Am 1. Januar – Neujahr –

KEINkino

Senioren

08.01.

LIVE-ÜBERTRAGUNG AUS DEM BOLSCHOI IN MOSKAU

GISELLE

SONNTAG, 26. JANUAR UM 16.00 UHR

22.01.

15.01.

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

Das junge Bauernmädchen Giselle stirbt als sie erfährt, dass ihre große Liebe Albrecht sie betrogen hat. Der renommierte Choreograph Alexei Ratmansky präsentiert eine brandneue Produktion. Hierbei rückt er das Werk – das zu den ältesten und größten des klassischen Tanzes zählt – in eine neue Perspektive und gibt so dem Publikum die Möglichkeit, dieses ikonische Ballett neu zu erleben.

QUEERFILMNACHT

JONATHAN AGASSI SAVED MY LIFE (OMU)

29.01.

MITTWOCH, 29. JANUAR UM 21.00 UHR

Yonatan aus Tel Aviv ist einer der bekanntesten Porno-Darsteller der Welt. Zwischen den Drehs tritt er in seinem neuen Zuhause Berlin in Live-Sex-Shows auf und arbeitet als Escort. Der israelische Regisseur Tomer Heymann hat ihn über einen Zeitraum von acht Jahren mit der Kamera begleitet, auf Pornosets oder auch zu Familientreffen. Der Schein bekommt langsam Risse. Aufrichtiges Porträt eines getrieben jungen Mannes, der mit seiner Vergangenheit und den komplexen Beziehungen zu seiner Mutter und seinem Vater ringt.

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


PROGRAMMVORSCHAU 26

UNSERE PROGRAMMVORSCHAU FÜR

FEBRUAR 2020 6. FEBRUAR 2020

13. FEBRUAR 2020

1895 wird der junge Offizier Alfred Dreyfus wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft auf die Teufelsinsel im Atlantik verbannt. Anfänglich überzeugt von dessen Schuld kommen den neuen Geheimdienstchef Picquart Zweifel. Entgegen seines Befehls ermittelt er und gerät in ein gefährliches Labyrinth aus Verrat und Korruption. Aufwändig produzierter Film nach dem Bestseller von Robert Harris über den größten politischen Skandal des späten 19. Jahrhunderts.

Um einen im Gefängnis einsitzenden Geldwäscher der Drogenmafia frei zu bekommen, soll ein korrupter Polizist aus Bukarest eine Pfeifsprache lernen. Dies führt ihn auf die Kanaren nach La Gomera. Weil in dieser Geschichte jede Partei – ob gut oder böse– die andere überwacht oder man sich gegenseitig misstraut, soll die Pfeifkommunikation der kriminellen Seite helfen, verschwundenes Geld wieder zu beschaffen. Ungewöhnlich konstruierter Film.

REGIE Roam Polanski DARSTELLER Louis Garrel, Emmanuelle Seigner, Jean Dujardin

REGIE Corneliu Porumboiu DARSTELLER Vlad Ivanov, Catrinel Marlon, Rodica Lazar

INTRIGE

LA GOMERA

20. FEBRUAR 2020

LIMBO

27. FEBRUAR 2020

In einer kleinen Stadt in Island vermutet ein beurlaubter Polizeikommissar, dass ein Mann vor Ort eine Affäre mit seiner Frau hatte, die kürzlich bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Seine Suche nach der Wahrheit wird zur Obsession. Grandios entwickeltes und in kühle, distanzierte Bilder gefasstes Psychogramm eines verhärteten Mannes, der großartig verkörpert wird vom isländischen Star-Schauspieler Ingvar E. Sigurðsson.

Was Sam Mendes im Großen mit „1917“ gemacht – und dabei auch getrickst – hat, haben Tim Dünschede und sein Team mit ihrem Hochschul-Abschlussfilm im Kleinen gemeistert. Hier wird eine Geschichte in einem Take erzählt. Das ist nicht nur Echtzeit, man ist mit der fluiden Kamera immer mitten drin im Geschehen, geradeso, als wäre man eine weitere Figur in diesem interessanten Film, der damit beginnt, dass eine Compliance-Managerin herausfindet, dass in ihrer Firma im großen Stil Geld gewaschen wird.

Mit genialem Gespür fürs Geschäft hat sich der Mickey Pearson ein millionenschweres Marihuana-Imperium in London aufgebaut. Jetzt will er aussteigen. Ein Käufer für die landesweit verteilten Hanf-Plantagen muss her. Ein exzentrischer Milliardär bietet eine hohe Summe, will jedoch Garantien sehen. Und das ausgerechnet in dem Moment, in dem sämtliche Groß- und Kleinkriminellen der Stadt Wind von Mickeys Plänen bekommen haben. Stylisch, pointenreich und absolut lässig!

REGIE Hlynur Palmason DARSTELLER Ingvar E. Sigurdsson, Ída Mekkín Hlynsdóttir

REGIE Tim Dünschede DARSTELLER Elisa Schlott, Martin Semmelrogge, Tilman Strauß

13. FEBRUAR 2020

WEISSER WEISSER TAG

THE GENTLEMEN

REGIE Guy Ritchie DARSTELLER Matthew McConaughey, Charlie Hunnam


3 ENGEL FÜR CHARLIE

AB DO

2.1.

Von Elizabeth Banks („Pitch Perfect“) Mit Kristen Stewart („Twilight-Saga“) Naomi Scott („Aladdin“) Ella Balinska („The Athena“) Patrick Stewart („Star Trek“) Elizabeth Banks („Tribute von Panem“) Elizabeth Banks bringt die nächste Generation Engel auf die Kinoleinwand: Kristen Stewart, Naomi Scott und Ella Balinska – wie immer im Dienst des mysteriösen Charles Townsend. Schon seit jeher sind Charlies Engel mit ihren Fähigkeiten in Sachen Sicherheit und Ermittlungsarbeit für private Klienten im Einsatz. Mit der Expansion der Townsend Agency sind die smartesten, furchtlosesten und bestens ausgebildeten Frauen nun auf internationaler Ebene unterwegs. Mehrere Engel-Teams, die von verschiedenen Vermittlern geleitet werden, übernehmen weltweit die härtesten Jobs. Als ein junger System-Ingenieur Details über eine gefährliche Technologie preisgibt, müssen sich die Engel auf eine Mission begeben, bei der sie sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um uns alle zu beschützen.

KNIVES OUT - MORD IST FAMILIENSACHE

FILMhighlights im JANUAR BAD BOYS FOR LIFE

Mit Will Smith („Aladdin“) Martin Lawrence („Lebenslänglich“) Vanessa Hudgens („Beastly“) Alexander Ludwig („Vikings“) Charles Melton („Riverdale“) Marcus Burnett ist mittlerweile endlich Polizeiinspektor geworden, doch sein ehemaliger Partner Mike Lowrey steckt mitten in einer Midlife-Crisis und kann mit seinem neuen Partner nicht viel anfangen. Das einstige Buddy-CopDuo hat sich schon lange nichts mehr zu sagen und geht getrennte Wege. Als ein albanischer Söldner auftaucht und Jagd auf Mike und Marcus macht, müssen die Ex-Partner wider Willen wieder zusammenarbeiten.

2.1.

Von Rian Johnson („Looper“) Mit Daniel Craig („James Bond 007“) Chris Evans („Captain America“) Jamie Lee Curtis („True Lies“) Toni Collette („Little Miss Sunshine“) Christopher Plummer („Insider“) Ana de Armas („Blade Runner 2049“) Michael Shannon („Shape of Water“)

VIER ZAUBERHAFTE SCHWESTERN

AB DO

9.1.

Von Sven Underwaldt („7 Zwerge – Männer allein im Wald“) Mit Katja Riemann („Fack ju Göhte“) Justus von Dohnányi („Der Vorname“) Anna Thalbach („Frau Ella“) Gregor Bloéb („Schweinskopf al dente“) Doris Schretzmayer („Der beste Papa der Welt“) Die vier Schwestern Flame, Marina, Flora und Sky singen nicht nur gerne als „Sista Magic“ auf Musikwettbewerben zusammen, sondern haben auch ein gemeinsames Geheimnis: Zauberkräfte! Die haben sie einer Elbenstaubquelle zu verdanken, welche sie im Keller ihres Schlosses entdeckt haben. Jede von ihnen kontrolliert eines der vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft. Doch die fiese Glenda möchte die Macht der Quelle für ihre finsteren Machenschaften nutzen und ist zu allem entschlossen. Können die Schwestern die Quelle und ihr Zuhause schützen?

1917

AB DO

16.1.

Von Sam Mendes („James Bond Skyfall“) Mit Mark Strong („Kingsman“) Colin Firth („The King‘s Speech“) Benedict Cumberbatch (Doctor Strange) George MacKay Dean-Charles Chapman Oscar-Preisträger Sam Mendes inszeniert in einer One-Shot Aufnahme die höchst riskante Mission in Echtzeit ohne einen Schnitt. Er lässt das Publikum an einem nervenaufreibenden Drama teilhaben und beleuchtet den Ersten Weltkrieg aus einem modernen Blickwinkel. Die zermürbenden Kriegsjahre verdichtet er auf einen einzigen Tag, der über Leben und Tod von 1.600 Menschen entscheidet. Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges sollen zwei britische Soldaten eine nahezu unmögliche Mission erfüllen. In einem unbarmherzigen Wettlauf gegen die Zeit müssen sie sich tief in Feindesgebiet wagen und eine Nachricht überbringen, die verhindern soll, dass Hunderte ihrer Kameraden in eine tödliche Falle geraten. Auch das Leben von Blakes Bruder hängt vom Gelingen dieser Mission ab.

16.1.

Von Adil El Arbi und Bilall Fallah („Black“)

AB DO

Harlan Thrombey ist tot! Und nicht nur das – der renommierte Krimiautor und Familienpatriarch wurde auf der Feier zu seinem 85. Geburtstag umgebracht. Doch natürlich wollen weder die versammelte exzentrische Verwandtschaft noch das treu ergebene Hauspersonal etwas gesehen haben. Ein Fall für Benoit Blanc! Der lässig-elegante Kommissar beginnt seine Ermittlungen und während sich sämtliche anwesenden Gäste alles andere als kooperativ zeigen, spitzt sich die Lage zu und das Misstrauen untereinander wächst. Ein komplexes Netz aus Lügen, falschen Fährten und Ablenkungsmanövern muss durchkämmt werden, um die Wahrheit hinter Thrombeys vorzeitigem Tod zu enthüllen.

AB DO

DIE HOCHZEIT

AB DO

23.1.

Von Til Schweiger („Honig im Kopf“) Mit Til Schweiger („Keinohrhasen“) Samuel Finzi („Kokowääh“) Milan Peschel („Der Nanny“) Lilli Schweiger („Hot Dog“) Katharina Schüttler („Freier Fall“) Jeanette Hain („Der Vorleser“) Kurz nach ihrem ersten Klassentreffen ist das Leben von Thomas, Nils und Andreas nach wie vor chaotisch: Der DJ Thomas will sesshaft werden und seine Linda heiraten, Nils hingegen will den Seitensprung seiner Frau Jette vergessen und Andreas möchte nach seiner Trennung von Tanja endlich die große Liebe im Online-Dating finden. Was folgt sind schräge Speed-Dates, ein katastrophaler Junggesellenabschied und eine Beerdigung, wonach den drei Männern schließlich klar wird, worauf es im Leben wirklich ankommt: Familie, Freundschaft und Liebe.

LadyPalast inkl. ein Glas Sekt nur Mi 22.1. um 19:45 Uhr

DIE FANTASTISCHE REISE DES DR. DOLITTLE

AB DO

30.1.

Von Stephen Gaghan („Syriana“) Mit Robert Downey Jr. („Iron Man“) Antonio Banderas („Desperado“) Tom Holland („Spider-Man“) Emma Thompson („Saving Mr. Banks“) Rami Malek („Bohemian Rhapsody“) Selena Gomez („Plötzlich Star“) Auch sieben Jahre nach ihrem Tod hat der exzentrische Arzt Dr. Dolittle den Verlust seiner Frau nicht überwunden. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe exotischer Tiere hat er sich aus der viktorianischen Welt Englands zurückgezogen und hinter den hohen Mauern seines Familienanwesens Dolittle Manor verschanzt. Als die junge Queen Victoria aber schwer erkrankt, muss Dolittle zunächst widerwillig sein Heim verlassen und sich auf der Suche nach einem Heilmittel auf die Reise zu einem sagenumwobenen Eiland begeben. Es ist eine gefährliche Mission, doch während er sich alten Feinden stellen muss und neuen wundersamen Kreaturen begegnet, erwachen Stück für Stück auch wieder sein Lebensmut und Witz.

WWW.FILMPALAST.NET


PROGRAMMHEFT JANUAR 2020 NINA HOSS

SIMON ABKARIAN JENS ALBINUS SOPHIE ROIS

DAS VORSPIEL SILBERNE MUSCHEL FÃœR DIE BESTE DARSTELLERIN

EIN FILM VON

Berlin Branderburg

INA WEISSE

WWW.DASVORSPIEL-FILM.DE

AB 23. JANUAR IM KINO

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Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Januar 2020  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat Januar 2020

Schauburg Cinerama Karlsruhe - Programmheft Januar 2020  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für den Monat Januar 2020