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Die SHM – Alles über das Skifest auf dem Stoos Hintergründiges zum Anglo-Swiss Die Nordischen übertrafen alle Erwartungen Bjørn Dæhlie im grossen Interview am Pentathlon

Nr 59 – Mai 2005

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Inhalt Contenu Innhold

Editorial Éditorial Leder

Nr 59 - Mai 2005

Nachwachsen

Zum Titelbild Der Schlusstag der Schweizer Hochschulmeisterschaften auf dem Stoos überzeugte mit Prachtswetter – dies schätzten auch die Nordischen, die von den Wetterkapriolen weniger betroffen waren als die Alpinen. Roli Eggspühler Schweizer Hochschulmeisterschaften

Das gemeinsame Skifest auf dem Stoos Die Schweizer Hochschulmeisterschaften wurden erstmals wieder gemeinsam durchgeführt. Das kam gut an! Alpin

Alpinskirennen gestern und heute

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Die 80-jährige Geschichte des Anglo Swiss und alles Aktuelle zu den SAS-Cup Rennen in Saanen und Jaun. Nordisch

Von Erlebnissen und Erfolgen Die Nordischen waren im Norden oder sahnten ab: Andrea Florinett und Bettina Gruber wurden Schweizer Meister!

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Golf

Martin Kessler ist neuer Verbandspräsident... 27 ...und wir beleuchten in dieser Ausgabe die «schrägsten» und speziellsten Golf-Turniere der Welt. Multisport

Pentathlon mit Bjørn Dæhlie

Liebe SAS-lerinnen, Liebe SAS-ler! Seit bald einem Jahr hat der ZV des SAS ein Nachwuchsförderungs-Projekt. Nach einer Saison ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen, danke zu sagen und nach vorne zu blicken. Wir haben im ersten Jahr einige Zeichen gesetzt und verbesserte Rahmenbedingungen geschaffen: Neu stellt Swiss Ski JOLizenzen für den SAS aus, der eigene Nachwuchs kann jetzt – bei Bedarf – mit einer SAS-Lizenz die ersten Rennerfahrungen sammeln. Ein aufgestelltes SAS Junior Alpin Team hat sich formiert und trainiert zusammen. Die nordische Mannschaft öffnet ihre Tore noch mehr und hat neu einen Junioren-Coach. Wir haben für die Nachwuchsförderung zum 80jährigen Jubiläum des SAS Geld gesammelt und einiges erhalten – herzlichen Dank an alle die einen finanziellen Betrag geleistet haben oder noch leisten werden. Was steht an, wie geht es weiter? Immer wieder höre ich, der SAS brauche sich nicht um den Nachwuchs zu kümmern. Andererseits gibt man mir auch zu verstehen, der SAS habe bei den «Leuten am Hang» den Ruf, vom Nachwuchs der anderen zu leben – nur zu profitieren. Sind das allgemeine Vorurteile über Akademiker oder haben wir hier ein echtes Problem, welches über das Imageproblem hinausgeht, frage ich mich? Tatsache ist, dass erfolgreiche Nachwuchsarbeit anstrengend ist und von allen Beteiligten grosses Engagement und viel Präsenz verlangt. Ich ziehe den Hut vor allen, die sich mit Leib und Seele für die Nachwuchsförderung im Ski- und Schneesport einsetzen, und bitte alle SAS-ler solchem Einsatz mit Anstand und Respekt zu begegnen. Ich werde mich daran messen lassen, wie gut ich all jene unterstütze, welche dies im und für den SAS tun. Als nächsten Schritt werden wir die Kontakte zu den wichtigsten Schweizer Sportmittelschulen intensivieren. In Zusammenarbeit mit ihnen sollen Lösungen erarbeitet werden, wie der Ski-Nachwuchs unter anderem beim Übergang ins Studium sinnvoll gefördert werden kann. Nachwuchs ist etwas, was nachwächst – es steht in Verbindung zu einem Vorgänger bzw. Vorbild, dem es nachwächst. Nachwuchs bedeutet also, das etwas am wachsen ist, was eine Verbindung hat, sucht oder benötigt. In der Nachwuchsförderung ist es sinnvoll, wenn man den Nachwuchs, seinen Ursprung und seine stärksten Verbindungen bzw. Vorbilder in die Überlegungen mit einbezieht und mit ihnen zusammen arbeitet. Lassen wir eine neue Generation SAS-lerinnen und SAS-ler nachwachsen! Thomas Stüdeli, ZV-Chef Nachwuchs

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Der Pentathlon in Grindelwald begeisterte 140 Sportlerinnen und Sportler. Der prominenteste war Ehrengast Bjørn Dæhlie – er führt in einem Gespräch aus, was ihm denn an diesem SAS-Anlass so gut gefallen hat.

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Schweizer Hochschulmeisterschaften

Championnats suisses universitaires

Sveitsiske Høygskolemesterskap

SHM, 7.-10. März 2005

Gemeinsames Skifest auf dem Stoos Dass die Schweizer Hochschulmeisterschaften (SHM) nicht nach Disziplinensparten getrennt durchgeführt würden, war für den neuen Zentralvorstand von Beginn an klar. Auf dem Stoos liess sich dieses Ziel prima umsetzen – es war ein gemeinsamer Event mit Skifestcharakter, das grossen Anklang fand.

Spannende alpine und nordische Wettkämpfe, dazu eine gesunde Dosis abendliche Party –das waren die Schweizer Hochschulmeisterschaften 2005 auf dem Stoos. Diese SHM geht in die SAS-Geschichte ein – als gelungener, gemeinsamer Event verschiedener Sparten und Disziplinen mit Teilnehmenden unterschiedlicher Nationalitäten. Hansjörg Egger

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Sveitsiske Høygskolemesterskap

Championnats suisses universitaires

Schweizer Hochschulmeisterschaften

Kommentar

«Genau so muss eine SHM sein!» Über 230 Athleten aus 10 Nationen Rund 180 alpine und knapp 50 nordische Athletinnen und Athleten starteten in einer oder mehreren Disziplinen auf dem Stoos, der Frauenanteil lag bei rund einem Drittel. Die ausländischen Teilnehmenden kamen aus Deutschland, Italien, Österreich, Norwegen und Tschechien (Alpin und Nordisch), Chile, Grossbritannien, Japan und Neuseeland (nur Alpin) – das früh gemeldete Iranische Skiteam musste von einem Start in der Schweiz absehen. Martina Haug aus Oslo war das erste Mal in der Schweiz an einem Langlaufrennen: «Akademische Skirennen gibt es in Norwegen nicht, das gefällt mir total gut. Zuerst Sport, dann ein bisschen Fun!» Die norwegische Delegation wurde übrigens über Kontakte von SAS Norge auf die SHM aufmerksam. Ob sie nächstes Jahr wieder dabei ist? Gute Zusammenarbeit Die administrativen Fäden rund um die Unterkünfte liefen bei Valery Stöckli von Stoos Tourismus zusammen: «In der Woche vor der SHM klingelte das Telefon beinahe permanent.» Die Zusammenarbeit von OK und den lokalen Dienstleistern wurde von allen Seiten sehr gelobt. Auch wenn die Pistenfahrer sehr früh aus den Federn mussten, um den riesigen Schneemassen Herr zu werden. Theo Rüegg, der «mit den Skis an den Füssen aufgewachsen ist», spurte die Loipen für die Nordischen: «Das war kein besonders grosser Aufwand. Viel mehr beanspruchte mich das Schnee räumen im Dorf. Denn dafür bin ja auch ich zuständig!» Viele und prominente Helfer Für die Alpinrennen standen bis zu 70 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Unter ihnen Fidé Fässler, der Vater der erfolgreichen Ski-Zwillinge Raphael und Manuel: «Röbi Horat hat mich angefragt, und da ist es Ehrensache mitzuhelfen»

Als nordischer Athlet (und später als Betreuer) habe ich unzählige SHMs erlebt. Von St.Moritz und Davos nach Les Diablerets, in die Lenk, später via Jaun und Villars nach La Fouly. Jede dieser Veranstaltungen hatte ihren eigenen Charme, die Rennen waren stets in Ordnung. Was aber oft fehlte, war die Stimmung. Jener Spirit, den ich an den FISU-Rennen im Ausland immer so geschätzt und in der Schweiz oft ziemlich vermisst habe. Denn der Wettkampf ist das eine, der lockere Austausch unter Athletinnen und Athleten anderer Nationen (und Disziplinen) das andere. Ausser in Villars erlebte ich an der SHM in 15 Jahren nie einen Disziplinenmix, und meist waren die Wettkämpfe geografisch und terminlich so unglücklich gelegen, dass das mit dem Nationenmix auch nicht so richtig klappen wollte. Das fand ich immer sehr schade – doch man machte das Beste daraus, und so wurden es dennoch gute Events.

Auf dem Stoos habe ich nun das erlebt, wovon ich früher immer geträumt hatte: Alpine und Nordische machen ihre SHM am selben Ort, alles ist kompakt beisammen und in fussläufiger Distanz erreichbar. Genial! Exakt so muss eine SHM sein, damit es auch neben der Piste stimmt! Denn genau dieser «kulturelle» oder «gesellschaftliche» Teil ist jene Spezialität, den man an regionalen und nationalen Wettkämpfen der jeweiligen Sparte vergebens sucht. Er gibt den internationalen H o ch s ch u l meisterschaften im In- und Ausland ihren eigenen Charakter, egal ob man nun dem partyorientierten Leistungsflügel oder dem leistungsorientierten Partyflügel angehört. Mit diesem SHM-Konzept hat der SAS-ZV eine gute Richtung eingeschlagen, auf der SHM 2005 auf dem Stoos lässt sich aufbauen. Denn eine solche SHM hat Ausstrahlung und begeistert die Teilnehmenden. Roli Eggspühler

– Fässler war der vielleicht promi- berger und Finanzchef Hans-Runenteste Helfer. Seit 30 Jahren ist edi «Stradale» Strässler packten er in der Zentralschweiz erfolgrei- zu, wo sie nur konnten. Und sie übernachteten cher Fussballmit allen antrainer: z.B. in Super. Zuerst Sport, deren Helfern Altdorf, Ibach, dann ein wenig Fun.» im MassenlaKriens, Sursee. Martina Haug, Norwegen ger(!) – Daniela Und mit Vaduz spielte er im Strässler, die Europacup in Paris vor fast 30000 Tochter von «Stradale», war an den Zuschauern. «Das war ein Riesen­ beiden Super-G zuständig für die erlebnis!» Ebenfalls als Helfer da- Absperrung der Piste und in ihrem bei waren diverse ZV-Mitglieder. Streckenabschnitt verantwortlich Zentralpräsident Marc Russen- für allfälligen Rennunterbruch bei

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Fortsetzung auf der nächsten Seite.

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Schweizer Hochschulmeisterschaften

Daniela Strässler, Küsnacht. Stud. Turn-/Sportlehrerin. SHM-Helferin / Fahrerin Alpin.

Championnats suisses universitaires

Sveitsiske Høygskolemesterskap

Valery Stöckli, Stoos Tourismus. SHM-Rennbüro. Theo Rüegg, Stoos. Schreiner/ Landwirt. SHMLoipenfahrer.

Fidé Fässler, Ibach. Turn- und Sportlehrer / Fussballtrainer. SHM-Helfer.

Jean-Philippe Rochat, Vizepräsi Swiss-Ski.

Fabian Birbaum, Baar. ETH-Student der Lebensmittelwissenschaften. SHM-Langläufer.

Martina Haug, Oslo (NOR). Studentin der Physiotherapie. SHM-Langläuferin.

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Stürzen, dann hatte sie ihren Einsatz im «Riesen» als Fahrerin. Sie verletzte sich nach einem spektakulären Sturz beim ersten Riesenslalom am Arm und konnte beim 2. Riesenslalom nicht mehr starten. Schwierige Verhältnisse Auf die Alpinen warteten schwierige Pisten und heikle Wetterverhältnisse: Beim Super-G verzichtete über die Hälfte der gemeldeten Frauen auf einen Start, weil sie sich der Strecke nicht gewachsen fühlten. Und beim ersten Riesenslalom gab es diverse Stürze mit Verletzungen – das Spital in Schwyz konnte sich über Arbeit nicht beklagen! Auch die Rennleitung hatte alle Hände voll zu tun. Denn der Entscheid, den zweiten Lauf der Männer nicht zu starten und auf ein Klassement zu verzichten, fiel nicht leicht. Aber der Nebel liess keine andere Wahl. So wurde der für den Schlusstag vorgesehene Slalom gestrichen und stattdessen ein zweiter Rie-

Die Helfer des Lawinendienstes. AS

senslalom gefahren. Dies erwischte jene Athleten auf dem falschen Bein, die (mit Slalomskis) nur für den Schlusstag angereist waren.

ten Pistenzugang. Ivan Wagner, als einer der ersten vor Ort, schüttelte den Kopf: «Warum diese Lawine losgehen konnte, ist mir wirklich nicht ganz klar!» Später kam dann aus, dass sie von einem Variantenskifahrer ausgelöst wurde – nur durch Zufall gab es keine Verschütteten.

Das Wetter... Deutlich weniger wetterabhängig sind die Nordischen: Für ein Langlaufrennen genügen 10-20 In der Woche vor der Ideen für 2006 cm Schnee, die SHM klingelte bei Die ersten Sicht ist von Auswertungen untergeordnemir das Telefon quasi des Organisater Bedeutung. permanent.» tionskomitees Schnee hatte Valery Stöckli, Rennbüro deuten in eine es auf dem Richtung, die Stoos mehr als genug, und so konnten die SHM auf dem Stoos noch kompakLanglauf-Wettkämpfe trotz star- ter zu machen: So wird geprüft, ob kem Niederschlag und Nebel pro- die Langlaufloipe an den Fuss des blemlos abgewickelt werden. Der alpinen Skigebietes verlegt werden Schlusstag mit strahlendem Son- kann, und ob man eine gemeinsanenschein entschädigte auch die me Festwirtschaft im AlpinzielbeNordischen für das mässige Wetter reich einrichten will. Dies würde an den Tagen zuvor. Höhepunkt auch eine gemeinsame Speakerder Wetterkapriolen war ein Lawi- Infrastruktur mit Musik erlauben. nenniedergang auf einen gesicher- Während der Nordisch-Speaker mit

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Sveitsiske Høygskolemesterskap

Championnats suisses universitaires

Schweizer Hochschulmeisterschaften

Die Schweizer Hochschulmeisterschaften und ihr internationaler «Touch» Ein Blick in den breiten Nationenmix, wobei natürlich anzumerken ist: An der Universiade im Januar wurden fleissig Textilien getauscht, natürlich wie immer mit möglichst exotischen Ländern... Roli Eggspühler

einem Megafon die wichtigsten Infos durchgab, sorgte Reto Brunner im Zielbereich der Alpinen für eine prima Stimmung.

vor allem an Volksläufen gestartet, dort ist die Party nicht inbegriffen!

Gute Kontakte In Kontakt kamen nicht nur die Athleten, sondern auch die «OffiDie Mega Party Im Hotel «Klingenstock» stieg am ziellen». Daniela Erni, die SHSVSchlussabend die grosse «Fête» Verantwortliche Snowboard, besuchte die SHM mit Rangverauf dem Stoos, kündigung. Die Das war ein cooler nicht ganz ohStimmung war Event, ich habe viele ne Hintergeausgesprochen danken: «Ich gut bis teilweineue Leute kennengekönnte mir se sehr ausgelernt.» gut vorstellen, lassen. BeanFabian Birbaum, ETH Zürich dass man auch standet wurde die SHM Snow(vereinzelt) die Lautstärke der Musik, denn an den board hier ins Gesamtprogramm Tischen waren kaum Gespräche integrieren könnte», erklärte sie möglich. Mirco Auer hat es nicht am Apéro der «offiziellen» Gäste. gross gestört: Er sass an der Bar OK-Chef Röbi Horat konnte Ernis und unterhielt sich bestens. Auch Gedanken gut nachvollziehen, Fabian Birbaum, ETH-Student der wusste aber noch nicht ganz so Lebensmittelwissenschaften, ge- recht, was er davon halten soll. fiel die SHM. «Das war ein cooler Denn die ehrenamtliche OrganisaEvent, ich habe viele neue Leute tion stiess schon so, also auch ohkennengelernt!» Bislang war er ne Snowboarder, an ihre Grenzen.

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Aber andererseits hätte eine «semaine blanche» durchaus einen sehr speziellen Reiz... Die Elektronische Post Nicht weniger als 1400 E-Mails hat Röbi Horat, OK-Chef der SHM auf dem Stoos, in den letzten 12 Monaten rund um die SHM verschickt oder erhalten. «Die Organisation war ein grosser Aufwand. Aber es hat mir viel Freude gemacht!», erklärt der Schwyzer: «Weil ich hier in der Gegend aufgewachsen bin, hatte ich gute Kontakte. Das erleichterte natürlich vieles! Ein grosser Teil der Arbeit für diese SHM ist auch eine Investition für die kommenden Jahre.» Obwohl: Kurz nachdem alles vorbei war, stand der Energie-Akku bei Röbi Horat unter Null – der typische «Its all over now»-Effekt – und er dachte an alles andere als die nächste SHM! Dafür aber an ein Bett, in dem er ganz lange ausschlafen kann. Roli Eggspühler

www.shm-ski.ch

Robert Horat, Ibach. OK-Präsident SHM 2005.

Mirco Auer, Davos. Geograf. SHM Alpinfahrer.

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Alpin Alpin Alpint

Das SAS-Team 1925 nach seinem glücklichen Sieg anlässlich des ersten Anglo-Swiss in Mürren.

Rückblick auf 80 Jahre Anglo-Swiss University Challenge Cup

Friendship, Excellence and Competitive Ski Racing Dieses Jahr feierte der SAS das Jubiläum des ältesten alpinen Ski-Mannschaftsrennen. Seit Bestehen des Alpinen Ski Rennsports wurden viele «kleine» Skirennen ins Leben gerufen, und ebenso viele sind

nen Skisport mit «solch seltener Mischung von Intellekt und Sport». Er initierte die Slalom Disziplin, wie wir sie heute kennen und war massgeblich an der Entwicklung der FIS beteiligt.

auch wieder verschwunden. Gründe dafür sind unter anderem fehlende personelle und finanzielle Ressourcen, grosse Konkurrenz im Terminkalender und ständig neue Trends. Wenn es also um die Bedeutung dieses Jubiläums geht, kann man durchaus von einer bemerkenswerten Leistung sprechen. Hinter diesem Erfolg stehen viele Sportbegeisterte, die «Friendship, Excellence and Competitive Ski Racing» teilen.

Von Markus Almer

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Das erste Rennen wurde am 11./12. Januar 1925 von Walter Amstutz (Gründungsmitglied des SAS ) und dem legendären Sir Arnold Lunn gemeinsam als «Freundschaftrennen» zwischen Engländern und Schweizern in Mürren ausgetragen. Lunn war ein leidenschaftlicher Förderer des Alpinismus und Alpi-

Einzigartige Tradition gehalten Der Anlass ist ein Wettkampf zwischen je sechs Team-Mitgliedern des SAS und des BUSC (British Universities Ski Club). Ausser mit Unterbrüchen während des 2. Weltkrieges sowie 1987 hat sich dieser bis auf den heutigen Tag in einzigartiger Tradition in der ursprünglichen Form erhalten, von den Disziplinen (Slalom und Abfahrt/Super G) bis zum Menü des Official Dinners. Lediglich der Austragungsort wurde 1935 von Mürren nach St. Moritz verlegt. Schwierigkeiten nach dem Krieg Es war Walter Amstutz, der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Kontakt mit den Engländern aufgenommen hatte. Diesen war es

jedoch zu dieser Zeit nicht erlaubt, Devisen aus dem Lande auszuführen. Hans, der Vater von Andrea und Hansjürg Badrutt, hatte sich damals bereit erklärt, die beiden Teams kostenlos in seinem Hotel unterzubringen. Die Teams geniessen seither jedes Jahr die Gastfreundschaft des exklusiven Badrutt’s Palace Hotel und des legendären Corviglia Ski Club. Ein Vierteljahrhundert Kessler 1950 hatte Hans Kessler die Organisation des Anglo-Swiss für 25 Jahre übernommen und gesamthaft über 50 Jahre zur Kontinuität beigetragen. Wie empfindet Hans Kessler das Anglo-Swiss heute? «Wir sind die gleichen wunderbaren Hänge gefahren, haben grosse Freundschaften gepflegt und gemeinsam luxuriöse Dinner im Palace genossen. Das Badrutt’s Palace hatte einen Slogan: ‹Tradition at its best.› Und das ist es, was für mich das Anglo-Swiss und der SAS seit jeher bedeuten».


Alpint Alpin Alpin

Oben: Ein Plakat des Verkehrsverein Pontresina zeigt die SAS-Mannschaft beim Training für das 10. Anglo-Swiss (1935). Oben links: Die beiden SAS-Ehrenpräsidenten, Walter Amstutz (rechts) und Hans Kessler, welcher die Entwicklung des SAS und des «Anglo-Swiss» massgeblich geprägt haben, 1994 während des Dinners im Palace. Links: Truls Berg, Markus Almer, Fredi Wittenwiler 2005 am 80. Jubiläum des Anglo-Swiss. Anglo Swiss Archiv Specials

Ein Jahrzehnt Truls Berg Truls Berg hat von 1976 bis 1986 die Organisation weitergeführt. Sein Engagement, seine grosszügige Spende an die SAS Stiftung und wie sehr er mit Leib und Seele an diesem Anlass hängt, sind noch höher anzurechnen, wenn man weiss, dass er seinerzeit als Student und SAS-ler mit norwegischem Pass selber nie ein Aufgebot für das Anglo-Swiss erhalten hatte! Ein gutes Dutzend Wittenwiler Fredi Wittenwiler war in den Jahren von 1986 bis 2002 der Delegationsleiter. Zu seiner aktiven Rennzeit war es ein einmaliges Privileg am Anglo-Swiss teilzunehmen. In den neunziger Jahren hatte der Skirennsport jedoch stark an Popularität verloren. Trends wie Snowboarding und Individualität kamen auf. Ski Clubs waren nicht mehr «cool», von gesellschaftlichen Anlässen im Club-Blazer und Ski-Rennen mit Hemd und Kravatte gar nicht zu sprechen.

Wirtschaftlich schwierige Jahre und ständige Management-Wechsel im Badrutt’s Palace Hotel haben die Sicherstellung der exklusiven Unterkunft für die Teams zusätzlich erschwert. Fredis geschickte Beziehungspflege mit dem Kurverein von St. Moritz, dem Hotel-Management, den SAS-Freunden der älteren Generation und das Beibehalten der einzigartigen Identität des Anlasses waren jedoch Garanten für das erfolgreiche Weiterbestehen. Vor 3 Jahren habe ich die Organisation von Fredi übernommen. Es ist mir eine Ehre, den Anlass, und seine Traditionen für viele kommende Jahre aufrecht zu erhalten. Mein Ziel ist es, engagierte Studenten/ Athleten und ein angemessenes internationales Wettkampfniveau bereitzustellen. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen SAS und BUSC Mitgliedern für deren Unterstützung. Markus Almer Das nächste Anglo-Swiss findet vom 11. bis 15.1.2006 statt.

Von Frauen und einem speziellen Teilnehmer Ein sehr spezieller Teilnehmer ist Ruedi Fassbind, der dieses Jahr im Alter von 82 Jahren das Anglo-Swiss Classic Race gefahren ist. Mitte der vierziger Jahre war er zum ersten Mal dabei. In all den Jahren hat Ruedi Fassbind die Entwicklung des AngloSwiss und die hohe Kontinuität erlebt. Eine Änderung hat der Traditionsanlass allerdings erfahren. Seit 2001 werden Frauen in den SAS aufgenommen, und seither war das weibliche Geschlecht sogar schon als TeamCaptain’s im Anglo-Swiss Team vertreten. MA Dem Zentralvorstand liegt der traditionelle Anlass sehr am Herzen. Insbesondere Zentralpräsident Marc Russenberger möchte die jüngere Generation der Alten Herren dazu aufrufen, vermehrt auch in Zwischenjahren am Anglo-Swiss Classic teilzunehmen und somit zur Kontinuität beizutragen.

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Alpin Alpin Alpint

Bebbi-Cup in Saanen, 12./13. Februar 2005

Grosses Wetterpech im Saanenland Regen am Samstag und ein Schneesturm am Sonntag stellten Fahrer wie Organisatoren vor eine grosse Herausforderung. Trotzdem, der Beppi-Cup 2005 war ein gelungener Anlass mit strahlenden Siegern und durchnässten Rennanzügen.

Von Aline Bütikofer

Wer am Samstagmorgen trotz der schlechten Wetterprognose an den Beppi-Cup nach Saanen reiste, muss wirklich ein unermüdlicher Rennfahrer oder begeisterter SAS-ler sein. Wegen Regenschauer bis 1800 m.ü.M. war es lange ungewiss, ob die Rennen überhaupt stattfinden können. Doch mit ein paar Stunden Verspätung schickte die Rennleitung die Fahrer ungeachtet der misslichen Witterungsbedingungen auf die Piste. Diese hielt dank grossem Einsatz der

Spezialwertung

Erste (inoffizielle) Basler Studentenmeisterschaft

Beppi-Cup Gesamtwertung Herren: 1.Thomas Zumbrunn (SAS Zürich); 2. Mirco Auer (SAS Bern); 3. Rolf Marmet (Lenk). Herren 35-50: 1. Jean-Philippe Wyss (Libéria); 2. Bernard Delacretaz (SAS Lausanne); 3. Hans Grüter (SAS Zürich). Herren 50+: 1. Bruno Hammer (SAS Bern); 2. Viktor Egli (Masters); 3. Hanspeter Denzler (SAS Zürich); Damen: 1. Michelle Ramu (Frutigen); 2. Michele Gaggioli (Thun); 3. Antoinette Zähler (Grund b. Gstaad); Damen 50+: 1. Frieda KohliZweifel (Masters).

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In diesem Jahr war der BeppiCup erstmals auch die (inoffizielle) Basler Studentenmeisterschaft. Das «Teilnehmerfeld» umfasste zwar lediglich drei Personen und ein Pokal ist noch nicht gestiftet – doch die glücklichen Sieger (Ian Russi und Daniela Strässler) hatten sichtlich ihren Spass. ABü

Das Ziel des dunklen Regentages: Die trockene und warme Ski-Beiz. Aline Bütikofer

Helfer und ein paar Kilogramm Harnstoff der Belastung und dem anhaltenden Regen den Umständen entsprechend stand.

Doch nach einigen bangen Minuten gab’s Entwarnung und die Kurssetzer trotzten dem Wind und dem aufziehenden Schneesturm und machten den ersten Lauf zur Besichtigung bereit. Beppi-Cup Highlight Spätestens als am späteren Nach- Rasch zeichnete sich ab, dass jene, mittag das Sie+Er-Rennen (das die schon am Vortag mit den sehr unberechenbaheimliche Bepren Pistenverpi-Cup HighLéonie Frôté und Thohältnissen gut light) gestartet mas Zumbrunn fuhzurecht kamen, wurde, waren ebenfalls am alle Beteiligten ren, küssten und wechSonntag die tropfnass. Und selten die Startnummer schnellsten aldie Piste zeicham schnellsten.» ler gefahrenen nete sich oben Zeiten erreidurch Schläge und Gräben und unten durch eine chen würden. Dazu brauchte man Mischung aus Eis und Matsch aus. keine hellseherischen Fähigkeiten! Auf den Podestplätzen gab’s trotz einiger Stürze und Überholmanö- Überlegene Sieger ver auf dem Herrenabschnitt kaum Dank der Bestzeit in allen vier LäuÜberraschungen: Léonie Frôté und fen durfte sich Thomas Zumbrunn Thomas Zumbrunn fuhren, küssten als überlegener Beppi-Cup Sieger und wechselten die Startnummer feiern lassen. Da die schnellsten am schnellsten und durften am SAS-lerinnen nur am Samstag anAbend nach dem Fondue-Plausch wesend waren oder zu den zahlim Landhaus Saanen den verdien- reichen Ausfallopfern gehörten, ten Pokal abholen und zum Sieger- teilten sich bei den Damen drei junge Berner Oberländerinnen die tanz antreten. Podestplätze. Während sich (Vater) Bruno Hammer in der Kategorie Sturmböen und Schneefall Während am Samstag der Re- Herren 50+ den Sieg nicht nehmen gen die Einhaltung des Rennpro- liess, triumphierte bei den Kids gramms verunmöglichte, stand die mit seinem (Sohn) Reto Hammer Rennleitung am Sonntag Morgen ein kleiner SASler, dessen Namen vor einem neuen Problem: Wegen sich alpine wie auch nordische Sturmböen konnte der Sessellift Nachwuchsverantwortliche für die Zukunft wohl merken sollten. den Betrieb nicht aufnehmen.

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Alpint Alpin Alpin

Bebbi-Cup à Saanen, 12./13. Fevrier 2005

Une pluie battante et une tempête de neige Une pluie battante le samedi et une tempête de neige le dimanche ont mis les participants et organisateurs au défi. L’édition 2005 fut pourtant un succès. Celles et ceux qui ont fait le déplacement à Saanen le samedi matin de ce 12 février ne pouvaient être que des compétiteurs acharnés ou des Sasleurs émérites. En raison de précipitations sous forme de pluie jusqu’à 1800 mètres d’altitude, les organisateurs ont longtemps cru devoir annuler la compétition. Quelques heures plus tard, le chef de course pouvait

pourtant envoyer les coureurs se confronter sur la piste. Malgré ces conditions médiocres, la course a pu se dérouler de manière correcte et équitable, ceci grâce à une débauche d’énergie exemplaire de la part des bénévoles et à de nombreux kilos de sel. Moment fort de la Beppi-Cup Au plus tard en fin d’après-midi, au moment de donner le départ de la mythique «Sie+Er», tous les participants étaient détrempés et la piste marquée, sur le haut du parcours par de profondes rigoles, et

Am Abend gabs «Essen im Rührgebiet» «Figugegl» im Berner Oberland «Fondue isch guet und git e gueti Lune» «Figugegl» war in den siebziger Jahren eine der knackigsten Abkürzungen der kulinarischen Schweiz: «Fondue isch guet und git e gueti Luune». Der Werbeslogan jener Zeit lautete «Hüt isch FondueWätter». Und in Saanen entsprachen die meteorologischen Rahmenbedingungen genau jenen Vorstellungen der damaligen Werber.

Claudio Calonder und Mirco Auer wärmen sich wieder auf.

Die Geschwister Gilles und Léonie Frôté strahlen um die Wette.

Thomas Fisler und Thomas Zumbrunn rühren konzentriert.

Jenny Müller und Alix de Courten in Party-Laune.

Basels Ex-Präsi Gabriel Schnetzler mit speziellem T-Shirt und Kandidatin Fiona Forrer (links).

Marion Hess und Beppi Cup OK-Präsident Christoph Nater, der etwas müde wirkt. Marion Hess / Aline Bütikofer

sur le bas, par une mare «presque à canards». Le podium (cf. classement) n’offrit, malgré quelques chutes et dépassements sur la portion destinée aux hommes, pas de grande surprise. Léonie Frôté et Thomas Zumbrunn skièrent, s’embrassèrent et échangèrent leur dossard plus vite que tous leurs rivaux et eurent ainsi non seulement l’honneur de soulever, le soir venu, la channe des vainqueurs, mais purent encore démontrer leurs qualités de danseurs lors de la désormais traditionnelle danse de la «Sie+Er». Tempête de neige Alors que la pluie avait empêché les organisateurs de respecter le programme initial le samedi, c’est le vent qui failli compromettre la course le dimanche. En effet, les remontées mécaniques ne pouvaient être mises en marche en raison de bourrasques de vent sur le haut du parcours. Lorsque celles-ci ouvrirent tout de même, les coureurs ne durent que patienter quelques minutes avant de pouvoir reconnaître le parcours. Une fois la course lancée, ils ne durent pas attendre bien plus longtemps pour constater que ceux qui étaient les plus rapides la veille n’avait pas perdu de leur superbe pendant la nuit. Domination incontestée La désignation du vainqueur final ne fut pas particulièrement compliquée chez les hommes élites, puisque Thomas Zumbrunn du SAS Zürich remporta les quatre manches du week-end. Chez les dames, les plus rapides n’ayant participé que le samedi ou étant victimes des nombreuses éliminations le dimanche, c’est une junior locale qui s’est imposée. La catégorie des Kids a également vu la victoire d’un coureur local, petit SASleur dont aussi bien les responsables du secteur alpin que ceux du cadre nordique devraient se souvenir pour le futur: Reto Hammer. ABü / Traduction: GF

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Alpin Alpin Alpint

Coupe SAS Genève/Fribourg à Jaun, 29/30 Janvier 2005

Le SAS redécoure le slalom Les deux nouveaux comités de Genève et Fribourg ont travaillés ensemble pour créé un événement un peu différent des précèdentes coupes SAS.

Ces deux dernières années les Saslers avaient boudé les géants organisés à Villars. Alors les fribourgeois ont voulu que la coupe SAS soit plus locale mais aussi qu’elle soit inscrite au calendrier de la «Coupe Fribourgeoise», pour nous assurer une bonne participation. Les Changements: Le plus gros changement est que nous avons décidé de fait 4 courses de Slalom. Didier Plaschy (SAS Lausanne) est venu nous tracer les 4 courses. Il nous a aussi donner un gros coup de main... et a formé nos gardes porte mieux que personne! 2 slaloms plutôt tournant le samedi et plus rapide le dimanche. Nous avons aussi décidé d’attribuer un prix de CHF 300.- aux meilleurs slalomeurs Homme et

Seul problème du slalom, la piste doit être entretenue très régulièrement. Ice Philippe Doebeli en pleine action. Carole Jauffret / Marc Walpoth

Femme de trois courses sur quattre. Les deux prix sont revenus au SAS Genève grâce à Sandrine Meyer et Blaise Hefti! Nouveauté aussi: La buvette à permis aux participants transformés en glaçons par les -20°C ambiants de se rechauffer avec entre autres la fameuse «soupe de Chalet». Nous avons decerné pour la première fois le «Trophée Blancpain», récompensant le meilleur

AH des courses du samedi. C’est Bernard Delacretaz en très grande forme qui à remporté le trophée... Le lieu: Entre Jaun mini station de ski qui possède une très belle piste de slalom et Charmey qui offre un choix varié d’hôtel et même une disco. Tout était réunit pour nous facilité l’organisation. Grâce aux conseils d’Olivier Brunisholz nous avons pu déguster un excellent «petit» menu de Bénichon au restaurant du Maréchal Ferrant. 130 participants Les courses se sont très bien déroulées. Avec 130 participants par journées nous avons réussi notre pari! Seul le froid a congelé nos pauvres fonctionnaires qui sont restés vigilants et disponibles malgré tout... merci à tous. C’est toujours aussi sympa de voir qu’un bon nombre de AH apprécient encore le slalom malgré les nouvelles techniques. D’ailleurs les jeunes ont encore du soucis à se faire! On déplore juste le manque de participation des sections suisse alémaniques. Pourtant Jaun est situé à moins de 2 heures de routes de Bâle de Zurich et moins d’une heure de Berne! Carole Jauffret Remerciements aux sponsors: Elizabeth Arden, La coupe Fribourgeoise, L’AGCS, Walo von Mullenen, Zbinden, Otis, Hefti sport Leysin, Pascal Cattaneo (Aurelia), ACS (Alain Touron), Université de Fribourg, pour leurs soutient financier ou les nombreux lots qui nous ont apporté.

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Chips

«In dubio pro secco»

Felix Gey im Urlaub

Scherben bringen Glück

Die Schweizer Mundartrock-Legende Polo Hofer kommt zwar aus einer dem Skisport überaus freundlich gesinnten Region (Hofer ist in Interlaken aufgewachsen), hat aber selber mit dem Skisport eher sehr wenig am Hut. «In dubio pro secco» erklärte er in einem RadioInterview auf DRS3, als er auf seine Vorlieben angesprochen wurde. Alles klar? Polo zieht den direkten «Après-Ski» mit einem Glas Prosecco dem eigentlichen Sport vor.

Felix Gey, Präsident von SAS Fribourg, war im Januar im Offizierslehrgang der Armee und in diesen vier Wochen gibt es keinen Urlaub. Ausser der SAS-Zentralpräsident schreibt dem Kommandanten einen netten Brief. «In der Woche vor dem SAS-Cup in Jaun rief mich der Kadi an und wollte von mir genau wissen, worum es geht und weshalb Felix unabkömmlich sei», erklärt Marc Russenberger. Letztlich konnte der SAS-ZP den Kadi überzeugen, damit «echt etwas für den Schweizer Skisport zu tun», da Felix Gey vier Slalom-Läufe organisiere, welche in der Schweiz wegen hohem Organisationsaufwand eine Rarität geworden seien und der SAS diesbezüglich ein Zeichen setzen wolle! Das zentralpräsidiale Argumentieren wirkte bestens...

Bode Miller (USA) beherrscht seine Skier wie kein Zweiter – in der WMKombination schaffte er es gar mit nur einem Ski an den Füssen bis in den Zielhang. Der Amerikaner gewinnt Rennen aller Disziplinen und holt fast an jedem Renntag Blumen ab. Im Umgang mit seinen Ehrenpreisen hat Bode Miller aber nicht ganz dasselbe Feingefühl wie auf den Ski: 2003 hatte er eine seiner WM-Goldmedaillen auf der Toilette verloren, und nun ist seine 12 Kilogramm schwere Kristallkugel (für den Gewinn des Gesamtweltcups) ein Fall für die Altglassammlung: Miller transportierte das edle Stück mit dem übrigen Gepäck (!) zurück in die USA und musste bei der Ankunft feststellen, dass seine Trophäe in tausend kleine Stücke zerbrochen war...

Skandal-Inserat?

Ranglisten-Skandal!

Eine Schweizer Werbeagentur (Jung von Matt/Limmat) macht für die Panasonic-Kampagne aus Themen, die das Volk bewegen, überaus pfiffige Werbebotschaften. Die Langsamkeit von Skifahrern in Verbindung mit dem Topspeed einer Foto-Kamera in Verbindung zu bringen, liegt ja wirklich nicht unbedingt auf der Hand. Aber es provoziert. Da die Provokation aber stets konstruktiv und niemals herabsetzend ist, hat das Ganze dennoch viel Stil. Und das Wichtigste: Man spricht darüber...

Nach dem Debakel von Bormio bleibt Swiss-Ski wirklich nichts erspart: Die jüngste Negativmeldung ist sogar ein handfester Skandal: Lars Erik Gulaker (NOR), seit über zehn Jahren in der Schweiz tätig und nun offiziell suspendiert, hat mit einem «Trick» Ranglisten gezinkt. Er liess nicht erschienene Fahrerinnen (Marlis Oester und Corina Grünenfelder) an den FIS-Slaloms in Davos als «DNF» (Did not finish) in der Rangliste erscheinen, womit die beiden zu FIS-Punktelieferantinnen wurden. «Der Startrichter hat, als Oester und Grünenfelder hätten starten sollen, einfach das Starttor aufgestossen und damit die Zeit ausgelöst», erklärte der mit der Untersuchung beauftragte Didier Bonvin. Damit wurde ihre Phantom-Präsenz offizialisiert. Weil alle von diesem faulen Deal profitierten, wurde darüber der Mantel des kollektiven Schweigens gehüllt. Urheber Gulaker meinte, dass das Ganze in erster Linie als Provokation gedacht gewesen sei: «Immer wieder sagen gemeldete Spitzenfahrer und -fahrerinnen bei FIS-Rennen ab. So kommen wir im Schweizer Skirennsport nie weiter.»

Urs Lehmann in der Schweizer Illustrierten Neo-SASler Urs Lehmann kennen einige, doch nur wenige im SAS wussten etwas über sein Privatleben. Dank der «Schweizer Illustrierten» vom 31. Januar 2005 wissen nun eigentlich alle fast alles: Auf fünf Seiten präsentieren Urs und Conny Lehmann-Kissling ihr neues Einfamilienhaus (Conny: «Mit diesem Haus haben wir uns einen Lebenstraum erfüllt») und ihr Töchterchen Nina Lara Pia III. In dieser «Homestory» erfährt man interessante Details: Zum Beispiel, dass Urs (wenn er abends nach Hause kommt) «Nina den Schoppen gibt und sie ins Bett bringt» – wer es nicht so recht glauben mag, kriegt den Beweis gleich auch noch im doppelseitigen Grossbild mitgeliefert. Am Rande fällt auf: Tennis-As Roger Federer war bei Lehmanns «zu Gast» auf dem Titelbild – aber nur ganz klein...

Titelseite vom 31.1. Schweizer Illustrierte

Panasonic-Inserat. Jung von Matt/Limmat

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Universiade Universiades Universiade

Universiade-Abschluss im St. Jakob-park Basel, 8. April 2005

Der Geist von Innsbruck durfte nochmals aufleben Die Universiade-Delegation traf sich im Basler St. Jakob-Park zum Abschlussabend. Obwohl der «effzee-bee» nicht spielte, herrschte gute Stimmung: Der Geist von Innsbruck durfte nochmals aufleben.

Ums gleich vorwegzunehmen: Der Abend stand alles andere als im Zeichen nicht enden wollender Reden. Denn erklärter Hauptzweck dieses Treffens war, dass sich alle Delegationsmitglieder nochmals sehen und zum Saisonende ausgiebig und gemütlich miteinander plaudern konnten. Im eindrücklichen Donatorenraum von Basel United, wo sich bei FCB-Spielen rund 900 Personen aufhalten, wurde nachgeholt, was in Innsbruck angesichts des gedrängten Programms und der persönlichen Wettkampfvorbereitung vielleicht etwas zu kurz gekommen sein mag.

war der Höhepunkt aus SAS-ler Sicht – Gaudenz «Gagi» Flury als Gelatimeister hinter der Theke. Inklusive «Kulturprogramm» «Kulturell» wurde eine Modeschau des Kleidersponsors H2O und ein Auftritt des (muttenzweit) bekannten Komikers Almi geboten – mit dem der «Glacékomiker» aus den Reihen des SAS prima mithalten konnte. Matthias Nyikos Roberto Furger für sechs Monate gesperrt

Die SAS-Nordischen (v.l.n.r.): Bettina Gruber, Thomas Nyikos und Gaudenz Flury. Matthias Nyikos

«Glacékomiker» aus dem SAS Nach dem Apéro gings gleich zum kulinarischen Vollprogramm über: Salat- und Pastabuffet sowie – es

Der am 18. Januar 2005 anlässlich der Winteruniversiade in Innsbruck auf Cannabis getestete Roberto Furger ist von der Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic verurteilt worden: Erstens zu einer Sperre von 6 Monaten (beginnend ab dem 23. März 2005) und zweitens zur Bezahlung der Verfahrenskosten in der Höhe von 100 Franken. Der erreichte Titel an der Winteruniversiade wird aberkannt. Die Silbermedaille sowie allfällig gewonnene Preise sind zurückzugeben. ds

AH

Relêve

Training & Wellness

Semaine SAS 2006 à Verbier: Vers un nouveau départ

5ème camp d’été jeunes SAS à Saas-Fee

Polysportives Weekend für Alpine und Nordische

«Je me suis laissé convaincre lors d’un dîner soigneusement «orchestré» par un conseil de sages et arrosé à plus que raison, que Marina et moi assurerions l’avenir de la semaine SAS», explique Armin Siegwart, la nouvelle «tête» du commité organisateur: «L’héritage des Philippe Gilléron, Luc Argand, Ossi Marxer et Christian Gabus sera certes un lourd fardeau, mais en même temps nous nous en souviendrons pour faire aussi bien qu’eux!» Le Comité central a assuré de son soutien. Il était en effet impératif que la future organisation de cet événement devait s’insérer dans le programme général des activités du SAS, en mars et avant Pâques pour bénéficier des meilleures conditions de ski. Le souhait d’Armin et Marina Siegwart pour l’année suivante est que la semaine soit couplée avec une course afin de réunir les jeunes et les moins jeunes. Red

Le 5ème camp d’été jeunes SAS aura lieu à nouveau à Saas-Fee, du 8 (au soir) au 13 juillet 2005. Jacques Luthi a encore une fois accepté de diriger le camp. Il sera assisté d’un ou deux membres de l’équipe suisse universitaire et de Géraldine de Gautard, ancienne participante et future vice-présidente du SAS Genève. Tous les jeunes de 10 à 18 ans, enfants de SAS ou non, sont les bienvenus. Toutefois, le nombre de participants est limité à 30. Olivier Brunisholz

Damit nach der Frühlingspause alle wieder motiviert ins Aufbautraining starten, organisiert der SAS erstmals ein polysportives Weekend für Alpine und Nordische (Aktive und AHs!). Es findet am 21./22. Mai in Morschach (oberhalb von Brunnen) im Kanton Schwyz statt. Gedacht ist es als lockerer Einstieg in den Sommer: Neben allerlei sportlichen Aktivitäten – zur Auswahl stehen Tennis, Minigolf, diverse Hallensportarten, Mountain-Bike und Bike-OL – und Abendüberraschungen soll es auch zum besseren Kennenlernen der alpinen und nordischen Mannschaftsmitglieder, AHs und Aktiven dienen. Die Leitung des Weekends liegt in den Händen von Hans Grüter, Thomi Stüdeli und Alexandra Strobel. as

La semaine SAS 2006 se déroulera du 29 mars au 2 avril à Verbier: - Ski dans l’un des plus étendu domaine du Valais - Soirée en cabane avec descente aux flambeaux, le Mont-Gelé sera illuminé spécialement pour le SAS (scoop en primeur pour les lecteurs du Magazin) - Sortie héliportée au Petit Combin ou au Trient avec les meilleurs guides et surprise à la clef (ou, selon météo, descente sur Etroubles en Italie avec repas à la Croix-Blanche et retour en car) - Visite du Val de Bagnes gastronomique - Soirée en commun avec les Italo-Suisse

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Les intéressés doivent s’inscrire auprès de l’adresse e-mail ob@bblaw.ch ou par fax n° 022 819 10 89. Le programme définitif parviendra à toutes les personnes inscrites avant la fin mai 2005. Le prix du camp sera de l’ordre de CHF 800.-.

Auskunft und Anmeldung (nach Möglichkeit bis 13. Mai 2005) bei Alexandra Strobel, Chefin Nordisch ZV SAS, Riedstrasse 6, 8908 Hedingen, alexandra. strobel@swissonline.ch, 078 874 76 30.


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11.11.2004

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Ski-Orienteering Ski-Orientation Ski-Orientierungslauf

Ski-OL WM in Levi (Finnland), 5.-12. März 2005

Zwei Schweizer Staffeldiplome Die Schweizer Delegation schnitt mit zwei Staffel­ diplomen und insgesamt sechs Top-20-Rängen gut ab. Dabei war Boris Fischer krank und konnte erst im letzten Einzellauf und der Staffel ins Wettkampfgeschehen eingreifen. Ein Glücksfall war Vroni König-Salmi – dank ihr kam die Schweizer Staffel erst zu Stande.

Eine typische Routenwahlaufgabe im Langdistanzrennen der Junioren-WM in S-chanf. Die Postenkombination 51-67 hatten nebst den Junioren auch alle längeren Kategorien der Publikums- und Seniorenwettkämpfe zu absolvieren.

Vroni König-Salmi ist seit bald zwanzig Jahren in der OL-Weltspitze: 1987 und 1988 war die Zürcherin Junioren-Weltmeisterin, 2001 wurde sie zur ersten Titelträgerin der neuen WM-Disziplin Sprint gekrönt. Orientierungslaufen auf Ski entdeckte Vroni König-Salmi erst in ihrer Wahlheimat Finnland (sie ist seit 1997 mit dem finnischen OLWeltmeister Janne Salmi verheiratet und lebt in der Nähe von Turku), obwohl ihr Bruder Urs König 1992 als SAS-Langläufer an der Ski-OL WM in Pontarlier am Start stand. Zur WM-Teilnahme entschied sich die dreifache Mutter nicht zuletzt, weil die WM dieses Jahr in Lappland durchgeführt wurde. Damit «rettete» sie die Schweizer Frau-

enstaffel (der sonst die Dritte im Bunde gefehlt hätte) und legte mit einem guten Lauf auch gleich die Basis zum anfangs Saison nicht unbedingt erwarteten 6. Rang. Für die beste Frauenbilanz sorgte Yvonne Gantenbein (19./17./16.), und auch Regula Mühlemann lief es gut. Boris Fischers Pech Der Zürcher Oberländer Boris Fischer war in Topform, als er sich an der nordischen WM in Oberstdorf als Zuschauer mit dem unter den Athleten grassierenden Virus ansteckte. Boris Fischer konnte somit erst auf die MitteldistanzEntscheidung (21.) und die Staffel anreisen. Mit der sechstbesten Tageszeit zeigte er in der Staffel (4. Rang!), was er ohne Grippe drauf gehabt hätte. Hans-Heiri Spoerry, der diesen Winter studienbedingt in Umeå (Schweden) verbrachte, war für die Staffel nicht nominiert. Im Sprint kam er auf Rang 37, im Langdistanzrennen wurde er 34. Christian Hohl war nach Übertrainingsproblemen nicht an der WM dabei. Roli Eggspühler / Brigitte Wolf

Junioren-WM im Engadin Die Junioren-Weltmeisterschaften wurden dieses Jahr erstmals in der Schweiz ausgetragen, die Organisatoren um Lukas Stoffel (SAS Zürich) zauberten attraktive Wettkämpfe in die Wälder um S-chanf und wurden von den Delegationen dafür in höchsten Tönen gelobt. Als Helfer waren zudem weitere SAS-ler im Einsatz: Philippe Jeanneret, Beat Oklé, Hansjörg Lutz, etc. Wie die Elite in Finnland gewannen die Schweizer Staffeln auch bei den Nachwuchs-Titelkämpfen zwei Staffeldiplome. In der Schweizer Delegation für die «Heim-WM» waren diverse Zürcher «SAS-ler»: Gion Schnyder (Bruder von Flurin), Christian Spoerry (Bruder von Hans-Heiri) und Tobias Lutz, Sohn von Hansjörg, Für die besten Rangierungen sorgte Christian Spoerry, aber auch der Romand Antoine Vullioud vermochte mit konstanten Top20-Klassierungen zu überzeugen. Egg www.skiolwm05.ch www.solv.ch/ski-ol/

Annetta Schaad

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Zentralvorstand Comitée central Sentralstyre

SAS-Delegiertenversammlung am 4. Juni 2005 Die SAS-Delegiertenversammlung 2005 findet am Samstag 4. Juni 2005 in Bern statt. Damit kann

und ein gemeinsames Nachtessen in gediegenem Rahmen abgerundet.

ein Sport- und Kulturprogramm geboten werden. Der SAS-Zentralvorstand hat sich für die Samstagvariante entschieden (in Abweichung zur ursprünglich angedachten, und vom alten SAS-ZV verkündeten FreitagabendVariante), um sowohl den Aktiven, den Partnerinnen und Partnern als auch den Delegierten etwas bieten und eine hohe Gesamtbeteiligung erreichen zu können. Sport und Kultur Vor der eigentlichen Versammlung ist ein Fussball-Grümpelturnier für Sektionsmannschaften (4-erTeams, max. 3 Männer) auf dem Berner Neufeld (Leitung: Aline Bütikofer) und ein Kulturprogramm ins Museum für Kommunikation (Leitung: Alexandra Strobel) vorgesehen, um den Aktiven und den Partnerinnen und Partnern ebenfalls etwas bieten zu können. Das Programm wird durch zwei Apéros

Film «Histoire du SAS» Anschliessend gibt es einen Schlussapéro mit Dia-Schau über die vergangene Saison und einen Vorfilm der im Entstehen begriffenen DVD-/Videoproduktion «Histoire du SAS», bevor mit dem Abendessen der kulinarische Höhepunkt des Tages folgt. Marc Russenberger, SAS-Zentralpräsident Infos / Anmeldung: aline.buetikofer@vwi.unibe. ch / 079 769 69 89 (Fussball) bzw. alexandra. strobel@swissonline.ch / 078 874 76 30 (Kultur) Programm 4.6.2005

Programme 4.6.2005

12:00 FussballGrümpelturnier für 4er Sektionsmannschaften (max. 3 Männer)

12:00 Tournoi de Football pour les équipes de section (max. 3 hommes)

14:00 Kulturprogramm (Museum für Kommunikation)

14:00 Programme de culture (Musée de la communication)

16:00 Eröffnungsapéro / Eintreffen der Delegierten (Café du Theatre in Bern)

16:00 Apéro d'ouverture / Arrivée des délégués (Café du Théâtre à Berne)

17:00 Delegiertenversammlung

17:00 Assemblée des délégués

Vorschau

SAS-Opening 2005 en Suisse Centrale Le «SAS-Opening» aura lieu du 2 jusqu’au 4 décembre 2005 à Engelberg. Ce déplacement à lieu car Engelberg est plus proche pour la plupart des sections (de Genève, le voyage en voiture dure qu’une demie heure de plus – comparé à Saas Fee). La deuxième cause est que les athlètes nordiques pourront s’entraîner aussi. Engelberg a été le lieu des championnats du monde de ski alpin en 1938, et est connu tant pour son domaine skiable que pour ses activités nordiques. À Engelberg fut «inventé» la discipline sprint (Américaine à deux dans les années 80). Les compétitions de saut comptent pour la coupe du monde, y ont lieu au millieu décembre. Pour cet événement, la production de neige artificielle commence déjà au mois de novembre. Le «SAS-Opening» pourra profiter cette neige pour un spectacle de sprint de fond. Red

Telemark Telemark Telemark

Telemark-Weltmeisterschaften in Beitostølen, 28. März - 2. April 2005

«Gemse» Adriano ist ein Multitalent Rangliste (Auszug) Riesenslalom: 1. Eirik Rykhus (NOR) 2:04.98, 2. Boerge Soevik (NOR) 2:05.62, 3. Tony Burn (SUI) 2:09.88, 9. Adriano Iseppi (SUI) 2:15.50. «Classic Sprint»: 1. Rykhus (NOR) 2:09.35, 2. Eivind Modalsli (NOR) 2:12.27, 3. Eirik Borgersen (NOR) 2:12.87, 4. Iseppi (SUI) 2:13.28. «Classic»: 1. Borgersen (NOR) 3:26.44, 2. Iseppi (SUI) 3:30.04, 3. Kjertil Soevik (NOR) 3:30.64.

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Adriano Iseppi (SAS Bern) ist auch auf den Telemarkskis sehr schnell unterwegs. An der Telemark-WM in Beitostølen (Norwegen) gewann er im «Classic»-Wettkampf die Silbermedaille. Den Unterschied konnte der laufstarke «Freeheeler» auf dem Skatingparcours herausholen. Zudem gelang ihm ein fehlerloser Lauf – dies trotz seiner hohen Startnummer und der Tatsache, dass das Wetter mit zunehmender Renndauer immer wärmer und die Piste damit immer langsamer wurde. Zudem erreichte Iseppi im Riesenslalom den 9. Platz und im «Classic Sprint» (Riesenslalom/ Skaten) den 4. Platz, was summa summarum in der Kombination die bronzene Auszeichung mit sich brachte. Adriano Iseppi ist ein

Multitalent. Am «Engadiner» klassiert er sich jeweils um Rang 60, an den diesjährigen Coop City Sprints lief er auch mit. Ursprünglich vom alpinen Rennsport herkommend, qualifizierte er sich aber auch für die Universiade in Strebske Pleso (1999) und startete sowohl im Biathlon als auch im Langlauf. Er hat aber auch schon SnowboardRennen gewonnen, zum Beispiel das ewz Snow Trail in Savognin (wo zuerst mit Schneeschuhen hochgelaufen werden muss und anschliessend zur Abfahrt das Snowboard angeschnallt wird...). Heute arbeitet Adriano Iseppi am Trainingsstützpunkt in Davos als Trainer (Grundausbildung Turnlehrer mit Zusatzausbildungen) am Sportgymnasium. Alexandra Strobel

Adriano Iseppi (SAS Bern) mit seiner in Beitostølen (Norwegen) gewonnenen Telemark-WM-Silbermedaille. zVg


Chips

Sentralstyre CC Zentralvorstand

Vorschau

SAS-Opening 2005 in Engelberg Das SAS-Opening findet 2005 vom 2. bis 4. Dezember in Engelberg statt. Es warten wunderschöne Skigebiete und – für die Nordischen wichtig – attraktive Loipen. Red

Kernen und Schneider RPT-Athletenbotschafter Right To Play (RTP) kann mit Bruno Kernen und Vreni Schneider seit kurzem auf zwei neue Athletenbotschafter zählen. Kernen wurde im Beisein von Adolf Ogi, UNO-Sonderbeauftragter für Sport, anlässlich der Lauberhornrennen als neuer Athletenbotschafter vorgestellt. «Der Sport hat mir soviel gegeben, auf diese Weise kann ich etwas zurückgeben», begründet Vreni Schneider ihr Engagement. Und Bruno Kernen meint: «Ich bin überzeugt, dass die Werte des Sports zu einer friedlicheren, besseren Welt beitragen können.» «Im Kampf gegen Armut und Krieg müssen wir die positive Kraft des Sports einsetzen. Dazu braucht es das Engagement aller Kreise unserer Gesellschaft», freut sich Adolf Ogi über das Engagement der beiden Skistars für Right To Play. SB www.righttoplay.com

Mit Langlaufski am Alpinrennen

«Droge» Skifliegen: Gefährliche Weitenjagd

In der zweiten Februarhälfte lag nicht nur in den Alpen viel Schnee. So kam es, dass das Luzerner Lokalradio «Pilatus» über Nacht ein Skirennen organisierte. Es war ein 8-Tore-Riesenslalom auf dem Dietschiberg, dem Luzerner Stadthügel. Unter den 169 Startenden war auch Roli Eggspühler, der Redaktor des SAS-Magazins. Er hörte in den Mittagsnachrichten von der ganzen Sache und entschied sich spontan zur Teilnahme: Ski und Stöcke aufs Fahrrad gebunden begab er sich zur Rennstrecke. «Mir gefiel vor allem die Einzigartigkeit der Idee, mitten in der Stadt Luzern ein Skirennen auszutragen», erklärt der Stadtluzerner: «Das muss man erlebt haben, das gibt es wirklich nicht alle Tage!». Zum Erstaunen der rund 500 Zuschauer stellte Eggspühler auf seinen Langlaufskis eine neue Bestzeit auf, die in der Folge lediglich noch von drei Alpin(Renn-)Fahrern unterboten wurde. Beim Zielinterview fragte ihn der Speaker, warum er denn nicht wie alle anderen mit Alpinskiern gekommen sei. Die Antwort war kurz und bündig: «Ich habe seit 10 Jahren keine Alpinskier mehr, weil ich sie kaum gebraucht hatte. Wenn ich Skifahren gehe, mache ich das lieber auf den Langlaufskis!»

Zum Abschluss der Saison bezahlten die Ski-«Adler» Janne Ahonen (FIN) und Tommy Ingebrigtsen (NOR) die Weitenjagd mit Verletzungen. Noch nie flog ein Mensch mit Ski 240 Meter weit. Erstmals gelang dies Ahonen auf der grössten Schanze der Welt in Planica. Doch der Finne konnte die Weite ebensowenig stehen wie sein Konkurrent aus Norwegen, der bei 236m gelandet war. Flüge in diese Dimensionen bedeuten, dass die Skiflieger im «flachen» Teil der Schanze und aus rund fünf Metern Höhe abrupt landen. ...oder eben stürzen!

Aprilscherz-Opfer Thomas Stüdeli und Pirmin Zurbriggen waren die «Hauptdarsteller» der Aprilscherz-Geschichte in der Schweizerischen OL-Fachschrift, die rund um das SAS-Opening von Saas Fee aufgebaut war. In der Story war zu lesen, dass Pirmin im Sommer 2006 an einem Mehrtage-OL in Zermatt seinen ewigen Ski-Kontrahenten «Pitsch» Müller schlagen wolle und nun darum OLLäufer suche, die ihm in Zermatt das Orientierungslaufen beibringen. Die Interessenten standen dafür fast Schlange – aber statt einer Gratis-Woche in Zermatt bekamen sie einen dicken «poisson d'avril».

(Leider) kein Aprilscherz!

Bruno Kernen in Wengen, als er als neuer Athletenbotschafter von Right To Play vorgestellt wurde. zVg

Mit Langlaufski an einem Riesenslalom, wie hier in Beitostølen im Jahre 1994.

Die neuen Schanzen in Einsiedeln haben ein Problem: Dummerweise sehen vom Sprungrichterraum nicht alle Richter auf die gesamte Flugbahn, weil dessen Position zu niedrig ist. Ob sie nun – wie die «Meteo»-Wetterfeen von SF DRS – vom Dach aus richten werden? Ästhetisch haben die Schanzen die Hoffnungen des Architekturwettbewerbes nicht einlösen können: Die ursprüngliche Idee einer Serie von Grossformen wird durch hinzugekommene Auskragung (am grössten Turm) empfindlich gestört. Und die Eleganz der rautenförmigen Aufständerung (für den künstlichen Teil des Aufsprunghügels) fiel dem Rotstift zum Opfer. Schade!

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Nordisch Nordique Nordisk

Rajalta rajalle hiihto (Finnland), 12.-18. März 2005

Grenzerfahrung in allen Belangen

Auf Langlaufskiern quer durch Finnland, von der russischen zur schwedischen Grenze. Dieses Langlaufrennen heisst «Rajalta rajalle hiihto» – von Grenze zu Grenze. Auch körperlich ist es eine Grenz­ erfahrung. Die SAS-ler Hansjörg Lutz, Thomas Stüdeli und Flurin Schnyder haben sie gemacht.

Rajalta rajalle hiihto Dieses Langlaufrennen von Grenze zu Grenze (Finnisch: «Rajalta rajalle hiihto») verläuft von Ost (Russland) nach West (Schweden) entlang des nördlichen Wendekreises. Die 450 km werden in klassischer Technik gelaufen. Der «Wettkampf» (es gibt keine Zeitmessung) dauert 7 Tage und umfasst Etappen zwischen ca. 47 und 88 km Länge. Es wird auf maschinell gespurten Loipen gelaufen, für den Gepäcktransport sind Busse im Einsatz. Es gibt 4 Startgruppen (an aufeinanderfolgenden Tagen) mit je 50 bis 100 Teilnehmern aus allen europäischen Skiländern und den USA. Die Lauforganisation erfolgt durch die 6 «durchquerten» Gemeinden.

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Es ist eine sportliche Herausforderung der besonderen Art: Bei «Wind und Wetter», von früh morgens bis spät nachmittags (für einzelne bis abends...) auf Skiern in den einsamen Weiten und der tief stehenden Sonne Nordfinnlands unterwegs sein. Im März ist die Tageslänge ähnlich wie in der Schweiz, dieses Jahr war es in Skandinavien aber ungewohnt kalt: Temperaturen unter minus 30°C am Morgen waren keine Seltenheit, und auch am Nachmittag stieg das Quecksilber nie über minus 5 °C. In diesen «stumpfen» Verhältnissen waren die Teilnehmenden froh, in klassischer Technik unterwegs sein zu dürfen – denn in dieser Kälte macht Skating keinen Spass... Südlich des Wendekreises «Rajalta rajalle hiihto» verläuft über 450 Kilometer etwas südlich des nördlichen Wendekreises

Flurin Schnyder (2002).

durch endlos scheinende Tannenund Birkenwälder, über Moore und Felder, Seen und Flüsse oder entlang von Bachläufen, über Hügel und durch Täler. Es ist weniger ein Rennen, eher eine DurchhalteÜbung gegen mentale und körperliche Müdigkeit – egal ob jemand den Lauf in schnellerem oder gemächlicherem Tempo angeht. Nach 1999 und 2002 startete Hansjörg Lutz (SAS Zürich) zum dritten Mal, wie in früheren Jahren organisierte er zusammen mit Andy Schneider die Reise. Auch Thomi Stüdeli (Chef Nachwuchs im aktuellen ZV) und Flurin Schnyder, der jetzt in Oulu in Nordfinnland studiert, waren schon dabei.

Hansjörg Lutz (rechts) beim Verpflegen.

Regelmässig verpflegen Rund alle 12 Kilometer gibt es offizielle Verpflegungsposten mit heissem Sirup, Essiggurken (!) und Schokolade. Zum Zmittag stehen Sandwiches und Fischsuppe bereit. Oder man verzehrt eine über dem offenen Feuer selbst gebratene Cervalat. Übernachtet wird in Hotels, Hütten oder Schulhäusern, in denen – das ist in Finnland so selbstverständlich wie in der Schweiz der Käse – immer eine Sauna wartet. Bei den Temperaturen die am «Rajalta rajalle hiihto» dieses Jahr herrschten, wurde diese Tradition besonders geschätzt. HjL / Red http://rajaltarajallehiihto.ranua.fi


Nordisk Nordique Nordisch

Junioren-WM in Finnland. 19.-26. März 2005

Sauber und fair nach Rovaniemi Rangliste (Auszug) Juniorinnen 5 km Skating: 27. Manuela Rösti; 40. Silvia Stebler; 41. Laurien Van der Graaff; 48. Käthy Aschlimann. 10 km Doppelverfolgung: 42. Käthy Aeschlimann; 45. Bettina Gruber; 59. Silvia Stebler. Sprint: 19. Laurien Van der Graaff; 31. Bettina Gruber; 52. Manuela Rösti. Junioren 10 km Skating: 23. Dario Cologna; 35. Joel Heer; 65. Jöri Kindschi; 90. Fabian Figi. 20 km Doppelverfolgung: 29. Dario Cologna; 54. Fabian Figi; 58. Phillip Ruefli; 64. Joel Heer. Sprint: 15. Mauro Gruber; 26. Jöri Kindschi; 38. Phillip Ruefli. www.jwsc2005.net

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Hinweis

«cool and clean» ist eine Kampagne von Swiss Olympic für doping- und suchtmittelfreien Sport. 180 Nachwuchskader mit insgesamt 6500 Athletinnen und Athleten machen mit.

Dank ihren ausgezeichneten Leistungen bei den Schweizermeisterschaften im Langlauf in Les Diablerets (3.-6.3. 2005) konnte sich die junge SAS-lerin Bettina Gruber für die nordischen Junioren Weltmeisterschaften von Ende März in Rovaniemi (FIN) qualifizieren. Zusammen mit weiteren zehn Athleten durfte sie sich dort mit den Schnellsten ihres Alters über 10 km Doppelverfolgung, im Sprint und der Staffel messen. Bettina Gruber an der Eröffnungsfeier.

«cool and clean»* Die jungen Sportler starteten dabei unter dem Motto «sauber und fair nach Rovaniemi», und unterstützten damit die Aktion «cool and clean» von Swiss Olympic Talents, welche sich für einen absolut dopingfreien Sport einsetzt. Leider konnten die Leistungen der Schweizer nicht ganz an denjenigen des Vorjahres anhängen, als ein hervorragender zweiter Rang (Curdin Perl) und mehrere Top-TenPlatzierungen erreicht wurden, es gab jedoch trotzdem einige gute Rangierungen zu verzeichnen. bg

Das WM-Podest und das Logo im Hintergrund waren aus Schnee gefertigt.

Bettina Gruber (mitte) im Getümmel nach dem Staffelstart. Reto Bachmann

Swisscom-Cup

Saison-Finale im «Langis» Am 9. April 2005 fand sich die ganze Langlaufelite im «Langis» oberhalb Sarnen ein. Mit dabei waren drei SAS-ler. Bettina Gruber schürte bereits mit einem souveränen Prolog grosse Hoffnungen für den Final. Bei den Herren konnten sich Gaudenz Flury und Thomas Nyikos mit einem guten Prolog mit der viert- und fünftbesten Zeit klar für die Viertelfinals qualifizieren. Wie es das Reglement will, mussten Thomas und Gaudenz im ersten Heat gegeneinander antreten. Leider ging die Taktik der beiden SAS-ler nicht ganz auf, und Thomas musste sich auf der Zielgeraden auch noch von Toni Livers überspurten lassen und schied (zu früh) aus, Gaudenz Flury war weiter. Der Davoser kämpfte sich bis in den Final vor, wo er Dritter wurde. Bettina Gruber zog in einem packenden Final-Endspurt gegen Laurien van der Graaff knapp den Kürzeren. Red In der Gesamtwertung des Swisscom-Cups konnten sich zwei SASler in der Gesamtwertung auf dem Podest platzieren: Bei den Juniorinnen wurde Bettina Gruber sowohl «overall» als auch im Sprint-Gesamtklassement Zweite. Gaudenz Flury kam bei den Herren im Sprint-Gesamtklassement auf Rang 3.

Arctic Cirle Race in Grönland, 5.-12. April 2005

Schön, aber auch schön kalt! Hinweis Detaillierte Informationen über das Arctic Circle Race sind im Internet zu finden. www.acr.gl

Das Arctic Circle Race ist für die breite Masse der Teilnehmenden eher ein Abenteuer als ein reiner Sportwettkampf, obwohl der Sieg sehr prestigeträchtig ist: Dieses Jahr dominierten zwei Schweden: Es gewann Anders Södergren vor Vasalaufsieger Oskar Svärd. Bester Schweizer war Fabian Birbaum (13.), der sich an den Schweizer Hochschulmeisterschaften auf dem Stoos und diversen Volksläufen auf seinen Grönland-Trip vorbereitet hatte. Egg

Das Arctic Circle Race ist mehr als ein Langlaufrennen: Es ist ein Naturerlebnis für Adventure-Typen (kleines Bild). Pd

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Nordisch Nordique Nordisk

Schweizer Meisterschaften in Les Diablerets, 3.-6. März und 1./2. April 2005

Der SAS holt drei SM-Goldmedaillen im Langlauf! Für die SAS-ler waren die Schweizer Meisterschaften nebst Weltcup-Einsätzen und Universiade ein weiterer Saison-Höhepunkt. Die Titelkämpfe wurden Anfang März und Anfang April in Les Diablerets ausgetragen und bescherten dem SAS-Nordisch-Team gleich zum Auftakt drei Goldmedaillen. Das gab es zuvor noch nie!

Ranglistenauszug Juniorinnen (Damen) 5 km Skating: 1. Manuela Roeschti, 15:30.7; 6. Bettina Gruber, 16:18.6. Sprint: 1. Bettina Gruber. 5+5km Doppelverfolgung: 1. Bettina Gruber, 35:24.6. 15km Klassisch: 1. Laurien Van der Graaff, 43:53.5; 2. Bettina Gruber, 44:06.5. Staffel (Damen): 1. Marbach (Aeschlimann, Zihlmann, Egli), 45:37.4; 5. SAS (Gruber, Bünter, Lattmann), 47:51.3. Männer: 15 km Skating: 1. Cur­din Perl, 38:06.0; 12. Thomas Nyikos, 40:33.9; 16. Toni Dinkel, 41:17.8; 23. Mario Peng, 42:45.5; 26. Gian Caviezel, 43:54.8. Sprint: 1. Andrea Florinett; 9. Thomas Nyikos; 12. Gaudenz Flury; 24. Gian Caviezel; 27. Alexander Walpen. 10+10km Doppelverfolgung: 1. Curdin Perl, 57:05.5; 7. Andrea Florinett, 59:34.1; 18. Gaudenz Flury, 1:03:26.6; 21. Mario Peng, 1:05:41.1. 50 km Klassisch: 1. Christian Stebler, 2:10:45.6, 6. Andrea Florinett, 2:12:20.7, 14. Thomas Nyikos, 2:16:44.0; 31. Gian Caviezel, 2:32:19.0; 32. Gaudenz Flury, 2:34:11.0; 36. Stephan Chevrier, 2:39:29.8; 39. Simon Lattmann, 2:52:00.2; 40. Alexander Walpen, 2:55:25.1. Staffel: 1. Grenzwachtkorps (Walpen, Lievers, Diezig), 1:15:57.6; SAS 1 (Dinkel, Florinett, Nyikos), 1:19:17.9; 9. SAS 2 (Flury, Caviezel, Bürgler), 1:21:53.6.

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Universiade-Bronzegewinner Andrea Florinett rechnete sich vor allem im Sprint gute Chancen aus, da dieser Wettkampf für einmal in seiner stärkeren Disziplin (klassisch) ausgetragen wurde. Florinett liess die 15kmEntscheidung bewusst aus, dort machten dafür andere SAS-ler auf sich aufmerksam: Thomas Nyikos (12.), Toni Dinkel (16.) Mario Peng (23.), Gian Caviezel (26.) und Bettina Gruber (6. über 5 km Jun). Sprint-Taktik: «Volle Pulle» Der Sprint wurde als Nacht-Event ausgetragen, um mehr Zuschauer anlocken zu können und das Ganze attraktiver zu machen. «Für uns Athleten stellte dies eine spezielle Situation dar, zumal wir uns ganz anders als gewohnt auf das Rennen vorbereiten mussten», stellt Bettina Gruber fest. Sie war nicht die Einzige, die das so empfand. «Ich war so nervös wie schon lange nicht mehr», erinnert sich Die zwei SM-Titel von Anfang März haben bei Bettina Gruber den Medaillenhunger angeregt: Zum Saisonschluss gewann sie an der Langdistanz-SM Silber (nicht im Bild). Gaudenz Flury

Andrea Florinett zurück: «Die Taktik war von Anfang an klar: ‹Volle Pulle› – denn taktische Spielchen führen nicht mehr zum Erfolg.» Mit Nummer 147 (!) ging Florinett in den Prolog. Die Strecke war schon ziemlich weich, trotzdem stellte er Bestzeit auf. Für das Finaltableau war der Bündner Klassikspezialist also topgesetzt.

gelang. «Zwei Gläser Wein mussten reichen. Wir dachten schon an die Doppelverfolgung vom Sonntag...», so der frisch gebackene Schweizer Meister aus Scuol.

Das beste SAS SM-Weekend ever! In der Doppelverfolgung, welche über 10 und 20 km gelaufen wurde, konnten die SAS-Athleten schon im klassischen Teil hervorragend Out nach Rempelei mithalten. Andrea und Bettina beBereits im Viertelfinal schieden fanden sich wiederum in aussichts– nach einer unverschuldeten Rem- reicher Position und hielten ganz vorne mit, aber pelei – Gauauch andere denz Flury und Ich war nervös wie SAS-ler schieThomas Nyikos schon lange nicht nen gut drauf nach 3. bzw. 11. zu sein. Auf Prologzeit aus, mehr.» dem Skatingwährend FloriAndrea Florinett, Schweizer Meister 2005 (vor dem Lauf) teil fiel dann nett seinen Vierdie Entscheitel- und Halbfinal sicher gewann. «Im Final wollte dung, welche Bettina Gruber eine ich sofort vorne weg. Aber dann lief zweite Goldmedaille (innerhalb von 48 Stunich blau und kam den...) brachte. nur als Zweiter Zwei Gläser Wein Auch bei den auf die Zielgemüssen reichen...» Herren konnte rade», schildert Andrea Florinett, Schweizer Meister 2005 man sehr guder SAS-ler die (Nach dem Lauf, bereits an den nächsten Einte Resultate entscheidende satz an der Doppelverfolgung denkend...) feiern. Andrea Phase. Florinett erreichte den blieb cool und schob sich als Schweizer Meister ausgezeichneten 7. Schlussrang, über die Ziellinie. Obwohl für ihn ein Sprintspezialist Gaudenz Flury lief Bubentraum in Erfüllung gegangen mit einem hervorragenden Diswar, blieb die Feier kurz und knapp. tanzrennen auf den 18. Rang und Dies obwohl mit Bettina Gruber auch Mario Peng lief als 21. ins Ziel. Albei den Juniorinnen ein SAS-Sieg les in allem also ein ausserordent-

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Nordisk Nordique Nordisch

lich erfolgreiches Wochenende – um nicht zu sagen, eines der erfolgreichsten in der Geschichte der SAS-Langläufer. Keine «Aufgeber» Ende Saison! Am ersten Aprilsamstag machten sich die nur 42 teilnehmenden Herren frühmorgens auf den Weg, um die 50 km in der klassischen Technik zu bewältigen. Dank der tiefen Temperaturen in der Nacht und der Schattenlage der Strecke war die Loipe – für die meisten zumindest – während beinahe der gesamten Renndauer in kompaktem und schnellem Zustand. Andrea Florinett, der Sprint Schweizermeister, bestätigte seine 30 km Bronzemedaille von der Universiade und behielt bis kurz vor dem Ziel den Anschluss an die Spitzengruppe. Er belegte schlussendlich den sensationellen 6. Rang! Thomas Nyikos gelang ebenfalls ein äusserst erfreuliches Rennen,

er belegte den 14. Rang. Bei den Juniorinnen wurde Bettina Gruber zwar von der Loipe bugsiert und zu Fall gebracht, am Ende durfte sie dennoch die Silbermedaille in Empfang nehmen! Nach ihren zwei Titeln beim ersten Teil der SM war dies bereits ihre dritte SM-Medaille in diesem Jahr, und dies trotz langer Krankheit! Alle anderen SASler kämpften sich auch ins Ziel, keiner streckte vorzeitig die Segel, obwohl die Versuchung mit zunehmender Renndauer und Sonneneinstrahlung immer grösser wurde. Sprintspezialist Gaudenz Flury hätte sich am Ende gar die Distanz noch etwas länger gewünscht, als er den vor ihm laufenden Gian Caviezel fast noch einholen konnte. Auch Teamchef Alex Walpen erreichte drei seiner persönlichen Ziele: er beendete das Rennen, wurde von Flury und Caviezel nicht überrundet und blieb unter drei Stunden.

Müde Beine in der Staffel Auch bei den Staffeln am Sonntag stellte der SAS mit zwei Herrenund einer Damenstaffel eine der grössten Delegationen. Die Herren rechneten sich mit ihrem Fanionteam sogar Chancen auf eine Medaille aus. Ein Lapsus direkt nach dem Start von Altmeister Toni Dinkel und die schweren 50er-Beine der anderen beiden (Andrea Florinett und Thomas Nyikos) stellten sich im Kampf um Edelmetall aber als Handicap heraus. Trotzdem belegte SAS I den 7. Rang, nur etwas mehr als eine Minute hinter den Medaillen. SAS II landete nach grossem kämpferischem Einsatz auf dem 9. Rang. Bei den Damen verbuchte Bettina einen schönen Prestige-Erfolg und kam als Erste vom Startpart zurück. Antonia Bünter und Chantal Lattmann sicherten schlussendlich den 5. Rang für den SAS, nur 44 Sekunden hinter der Bronzemedaille! Red *

Die vielen RollskiKilometer (links) vom Sommer haben sich für Andrea Florinett diesen Winter ausbezahlt: Nach der UniversiadeBronzemedaille vom Januar gewann er anfangs März Gold an den Schweizer Meisterschaften. zVg

* Mitarbeit (Infos, Schilderungen): Christoph Burckhart, Andrea Florinett, Bettina Gruber, Thomas Nyikos, Alexandra Strobel, Alexander Walpen.

Gibt es ein neues Olympia-Projekt für die «SAS-Nordisch-Stars»? Mit dem Hunger kommt der Appetit. So war es auf jeden Fall bei Andrea Florinett nach dem Gewinn der Universiade-Bronzemedaille. Florinett hat das Studium beendet und ist bereit, auf den Sport zu setzen. In der klassischen Technik gehört er zu den Besten der Schweiz, gehört aber keinem Swiss-Ski Kader an. Florinett hat gegen Ende Winter zusammen mit Gaudenz Flury den Kontakt mit dem SAS Zentralvorstand gesucht, und erste Ideen eines «Olympia-Projektes» skizziert

– ähnlich wie es bei Stephan Kunz und Rolf Guggenbühl vor zehn Jahren. Auch Sprinter Gaudenz Flury hat realistische Chancen, sich für die Olympiade 2006 oder die WM 2007 zu qualifizieren. Noch offen ist die Situation bei Bettina Gruber, die auf der am 26. April 2005 publizierten «Swiss Ski Kaderliste 2005/06» nicht mehr aufgeführt ist. Dass es sich Swiss Ski leisten kann, eine Doppel-Schweizermeisterin vor die Türe zu setzen, damit hat man nicht gerechnet.

Der Zentralvorstand wird die Idee eines Olympia-Projektes zur Unterstützung der «SAS-Nordisch-Stars» an seiner nächsten Sitzung vertieft besprechen und erste Beschlüsse fassen. Und an der Sektionsversammlung «ihrer» Sektion Zürich wollen Florinett & Co ihre sportlichen Zukunftsvisionen präsentieren. Man spürt es: Die Zeit drängt – denn bis die Karten für Turin gemischelt werden, geht es nur noch ein gutes halbes Jahr. Never miss a golden opportunity! Egg

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Nuit Blanche in Davos, 19. März 2005

Flury im Heimrennen hübscher Zweiter Mitte März wurden in Davos die besten Wintersportler gewählt. Nicht zur Wahl, aber dafür am Start der Demo-Wettkämpfe standen auch zwei SAS-Langläufer: Thomas Nyikos und der einheimische Gaudenz Flury. Hinweis «La nuit blanche» ist die End-Saison-Gala des Schweizer Skisports. Athletinnen und Athleten aller Sparten treffen sich in Davos zu Wettkämpfen und Party. www.lanuitblanche.ch

Beim k.o.-Sprint der Langläufer bekamen Thomas Nyikos und Gaudenz Flury eine harte Strecke vorgesetzt, die durch alle «Disziplinen» führte: Nach einer kurzen Schlaufe im Zielgelände des Parallelslaloms mussten sie einen «giftigen» Aufstieg entlang des Slalomhanges bewältigen. Nach einem flacheren Abschnitt vorbei an den Schanzen der Skiakrobaten folgte eine rasante Abfahrt durch die Halfpipe hinunter

ins Ziel. Thomas Nyikos erwischte in der «Pipe» eine schlechte Linie und schied bereits im Viertelfinal aus. Gaudenz Flury vermochte sich bis in den Final zu kämpfen und wurde dort hübscher Zweiter. Fazit:

Wieder einmal konnten die SAS-ler Langläufer vor einem grossen Publikum ihr Können zeigen und dabei beweisen, dass sie mit zu den besten Sprintern im Lande gezählt werden dürfen. Alexandra Strobel

Der Einheimische Gaudenz Flury (rechts) lief in Davos auf den Silberplatz. Pd Nordische Ski-WM

Marathøl mit mehr Bier – dank neuem Modus! Am Samstag 16. April 2005 versammelten sich einige SAS-ler und viele andere junge, top motivierte Langläufer zum 11. SAS Marathøl, dem legendären Saisonabschluss in Davos. Zum Modus Beim SAS-Marathøl trinken die Teilnehmenden nach dem Startschuss das erste Bier, nach jeder der insgesamt vier Runden (neu auf der Flüela-Loipe) gibt es einen weiteren Becher à 3 Deziliter.

In der ganzen Schweiz regnete es bereits heftig und das OK hoffte, dass der Föhn in Davos noch halten würde. Doch: Pünktlich zum Startschuss um 17:45 begann ein heftiger Schneesturm über die Flüelaloipe zu wehen. Die versammel-

Die fünf erstklassierten Männer müssen zu einem «Stechen» antreten, das aus einer zusätzlichen Runde bzw. zwei weiteren Bier besteht. Die ersten zehn Austragungen bestanden aus drei Golfplatz-Runden (mit vier Bier). Mit der oben beschriebenen Modusänderung kann das prestigeträchtige Marathøl nur noch mit einer aussergewöhnlichen Leistung im Laufen und Saufen gewonnen werden.

SAS-Sieger am Marathøl: Thomas Nyikos (rechts) Bettina Gruber (sehr «cool», aber nicht mehr ganz «clean»...). Flury

te Gruppe liess es sich aber nicht nehmen, genüsslich das erste Bier hinunter zu leeren und sich auf die kurze, aber anspruchsvolle Loipe zu stürzen. Einige junge ungestüme einheimische Langläufer begannen das Rennen sehr schnell, mussten dem hohen Anfangstempo aber bereits beim zweiten Bier Tribut zollen. Der SAS-ler Thomas Nyikos begab sich anschliessend an die Spitze und liess sich von dieser nicht mehr verdrängen. Man sah förmlich, dass er gegenüber den anderen Mitstreitern ein bereits um einiges erfahrenerer Marathølläufer ist. Bei den Damen setzte sich bereits früh die junge SASlerin Bettina Gruber an die Spitze und konnte sich anschliessend als Siegerin feiern. Bei den Herren aber mussten die ersten Fünf gemäss dem neuen Modus ins Stechen. Das heisst, es musste nochmals eine Runde mit zwei Bier absolviert werden. Thomas übernahm aber kurz nach dem Start die Spitze und gewann das Marathøl 2005 souverän. GF Die weiteren Klassierungen haben die Organisatoren nach dem fünften Bier vergessen!

Fischers erlebten alle möglichen Gefühlslagen Beim WM-Auftakt über 15 km Skating war er als 16. bester Schweizer, und in der 4 x 10 kmStaffel durfte er als Schweizer Schlussläufer nicht mehr auf die Strecke – wegen Überrundungsgefahr (!): Remo Fischer, der Bruder des SAS-lers Boris Fischer, erlebte an seiner ersten nordischen Ski-WM das gesamte Spektrum aller möglichen Gefühlslagen. Boris teilte sie mit ihm brüderlich (als Zuschauer vor Ort des Geschehens)! Egg

Remo Fischer, 2004 am Marathøl in Davos. Roli Eggspühler

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Seksjoner Sektionen Séctions

Klubbmesterskapet på Norefjell, 2. April 2005

En suksess på flere måter Resultater Alte Herren: 1. Pål Troye; 2. Einar Gleditsch; 3. Jann Bjørne; 4. Ivar Sandvik; 5. Daniel Foss; 6. Aksel Gresvig; 7. Harald Tandberg; 8. Lorentz Kielland; 9. Johnny Lunde; 10. Nicolay Ramm; 11. William Rode; 12. Christian Rolfsen; 13. Rolf Ringdal. Frauen overall: 1. Alexandra Tandberg; 2. Guri Gleditsch; 3. Rachel Troye; 4. Anne Bryn; 5. Heidi Bjørne; 6. Mette Lise Kielland. Ganz kleine Kinder: 1. Johan Nicolai Troye; 2. Viktoria Bjørne. Ziemlich kleine Kinder: 1. Kaspar Kielland; 2. Wilhelm Kielland; 3. Carl Troye; 4. Phillip Bjørne; 5. Mathias Arnesen. Kleine Kinder: 1. Ane Rode; 2. Carla Kielland. Wirkliche Kinder: 1. Henrik Ramm; 2. Juel Daniel Foss; 3. Gudbrand Tandberg; 4. Henrik Rode. Gäste: 1. Agnes Kielland.

Mange barn og voksne fikk brynet seg på en lang og attraktiv løype, satt av Aage og saltet av Einar G., og vi hadde fantastisk solskinn hele helgen. * Det virkelig nye var imidlertid at Styret i år hadde brukt adskillig tid og omtanke på å gjøre opplegget mer attraktivt, og ikke minst, mer økonomisk for barnefamilier. Opplegget med å bo sammen i en stor leilighet var utrolig hyggelig i tillegg til å bli betydelig billigere enn Fjellvill-løsningen el.l. * Leiligheten med plass til 12 ble samlingspunkt for alle. Fredag feiret vi Anne B.’s fødselsdag og spiste Mette-Lises utsøkte middag, og lørdag hadde vi premieutdeling for de voksne i leiligheten, med video på «storskjerm» fra Pentathlon med Bjørn Dæhlie og ferske fotos fra Klubbmesterskapet. Ikke minst viktig, og hyggelig, var det å se hvordan barna fant hverandre fortere og fikk mer tid til å leke ved at vi bodde sammen. Neste år bør det kunne bli flere slike leiligheter, hvor det enn blir.

De fleste av deltakerne samlet på trappen foran Aksels hytte. zVg

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Johan Nicolai Troye drømmer om også å hoppe langt når han blir stor.

Styret gjennomførte flere ringe­ runder for å informere potensielle etternølere om hvilke deltagere, familier og barn som hadde meldt

seg på, men mange hadde allerede lagt planer, hvilket er helt forståelig. Til neste år vil vi prøve å være vesentlig tidligere ute med dette og ta hensyn til at det er viktig for mange familier at barna har lyst til å være med, og at de treffer noen på sin egen alder. Dette vil vi også prøve å satse på til neste år, for det er avgjørende for klubben at de «yngste av de gamle» i seksonen deltar. * Presidenten må takke for en super sesong med besøk på fire SAS-arrangementer i Sveits i vinter, alle gode minner for livet, noe Harald Tandberg, Jann Bjørne m. fl. kan bekrefte i fullt monn. Kronen på verket var Pentathlon med familien Dæhlie! Det hadde vært fantastisk hyggelig å få samle noen flere slike minner med flere av dere til vinteren! Pål Troyé Ses vi på golfmesterskapet til Lorentz som arrangeres på Evje/Larkollen GK, onsdag 8. juni 2005, første start kl. 13.30. ? Jeg skal være Caddie.


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Matthias Remund

Ein SAS-ler ist neuer BASPO-Direktor Matthias Remund ist seit 1. April 2005 als neuer Direktor des Bundesamtes für Sport im Amt. Der frühere Präsident des SAS Bern übernimmt die Aufgabe von Heinz Keller, der in den vorzeitigen Ruhestand trat.

SH

Norge-Klubmeisterschaft mit sehr vielen Kindern! Die Klubmeisterschaften in Norefjell von SAS Norge ist ein beliebter Familienanlass, der auch den Kindern viel Spass bereitet. Die Kategorienbezeichnungen verraten sehr viel über die Kinderfreundlichkeit dieses traditionellen Klubanlasses: «Ganz kleine Kinder», «Ziemlich kleine Kinder», «Kleine Kinder», «Wirkliche Kinder»... Für die alten Herren gibt es keine so fein verästelte Kategorienseparierung. Nichtsdesto­ trotz hat niemand geringerer als der Präsident von SAS Norge, Pål Troye, so ziemlich alles gewonnen, was es in Horefjell zu gewinnen gab. Einar Gledisch und Jann Bjørne belegten die Ehrenplätze, bei den Frauen overall gewann Alexandra Tandberg. Egg

Matthias Remund hat seine Rechtsstudien an der Universität Bern absolviert und 1992 als Fürsprecher abgeschlossen. Von 1993 bis 1995 war Remund Generalsekretär der Schweizerischen Käseunion AG und von 1996-1999 Verbandssekretär beim Centre Patronal. Gleichzeitig war er zu 30 Prozent als Chef Langlauf beim Schweizerischen Skiverband tätig, in welchem er zuvor bereits in diversen Leistungsstufen als Trainer wirkte. Seit 2001 war Matthias Remund CEO der Billag AG und Mitglied des Top Managements von Swisscom.

Matthias Remund ist im SAS alles Weiterführung der Umsetzung des andere als ein Unbekannter. Er war «Konzeptes des Bundesrates für ein SAS-Langläufer der ersten «Ge- eine Sportpolitik in der Schweiz», neration» und präsidierte später die Projektleitung Bund bei der als erster Nordischer die Sektion Umsetzung der Fussball-EM 2008 Bern. Die Universiade-Staffel-Bron- sowie die Revision des Bundesgesetzes über zemedaille von die Förderung Sapporo (1991, Ich leiste lieber zuvon Turnen und zusammen mit erste gute Arbeit, Sport gehören. Toni Dinkel, Urs Beim AmtsanSchmidig und als dass ich eine grosse tritt und dem Raoul Volken) Show abziehe.» Abschied seiwar der unbeMatthias Remund, Direktor Baspo nes Vorgänstrittene Höhegers blieb er punkt seiner Sportskarriere und brachte ihm die bescheiden im Hintergrund. «Ich Auszeichnung mit dem SAS-Silber- leiste lieber zuerst gute Arbeit, als dass ich eine grosse Show abziehasen. he. Wenn mir etwas Gutes gelungen ist, kann ich mich immer noch Breite Erfahrung im Management Matthias Remund verfügt über die zeigen. Das kann Heinz Keller jetzt, für die Leitung des Bundesamtes er hat grosse Erfolge vorzuweisen», für Sport (BASPO) nötige breite erklärt Remund und betont: «Jene Erfahrung im Management und im Erfolge, die ich zusammen mit dem sportpolitischen Bereich. Zu sei- Team erreiche, sind die Schönsnen Hauptaufgaben werden die ten.» Roli Eggspühler / Simone Hubacher

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SOLA-Stafette in Zürich, 23. April 2005

Wegen ETH-Jubiläum 15 Etappen Mit 686 Teams weist die diesjährige SOLA-Stafette des Akademischen Sportverbandes Zürich (ASVZ) einen neuen Teilnehmerrekord auf. Die besondere Attraktion war in diesem Jahr die zusätzliche «15. Etappe».

Kurt Dätwyler

Die ETH Zürich feiert 2005 ihr 150Jahr-Jubiläum. Aus Anlass dieser Feierlichkeiten, die mit einer Ausstellung im Plattspitz-Park und diversen Spezial-Events ausgiebig zelebriert werden, wurde die SOLAStafette einmalig um eine Etappe verlängert. Diese Spezialetappe führte vom «üblichen» Ziel im Park der Uni Irchel hinunter ins ETHHauptgebäude. Beide SAS-Teams hatten (infolge Krankheit) diverse kurzfristige Ausfälle zu verkraften, weshalb dieses Jahr keine Topten-Platzierung gelang. «Wir managten gewisse Umbesetzungen buchstäblich in letzter Minute, aber es klappte irgendwie doch noch», so die Teamverantwortliche Antonia Bünter. Egg 1. ewz power team, 7:15:41; 13. Heublüemler (SAS ZH), 8:11:25; 58. SAS 4ever, 9:03:24

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Pentathlon in Grindelwald, 18.-20. März 2005

Das ist Einsatz: Bis 169 Pulsschläge im Curling!

Pentathlon-Organisator Robert Kessler mit Carol Nater, die den Riesenslalom eröffnen durfte. Auf Robert Kessler (mit Nummer 180) wartete hingegen eine längere Einsatzpause! Fotos: Daniela Strässler

Bei traumhaftem Wetter fand vom 18.-20. März der 28. Pentathlon in Grindelwald statt. 40 Teams und somit 120 Athleten kämpften um die verschiedenen Medaillen und Preise und hatten dabei jede Menge Spass. Als Ehrengast war dieses Jahr der mehrfache Olympiasieger Bjørn Dæhlie mit von der Partie.

Von Daniela Strässler

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Am Freitag abend reisten die jungen und älteren, ambitionierten und plauschfreudigen Pentathleten aus aller Welt an. Dieses Jahr waren sechs ausländische Teams, vorwiegend aus Norwegen und Österreich vertreten. Nicht alle Teams nutzten die Möglichkeit, am späten Abend in der Eishalle Curling zu üben. Umso intensiver feilten die Anwesenden an ihren Techniken und inspizierten das Eis genauestens. Nach Schweiss treibenden Wischübungen ging es dann ins Hotel Sunstar. Dort wurden die Captains vom Organisationsteam begrüsst und über den Verlauf des Wettkampfes informiert. An der Startnummernausgabe konnten letzte Änderungen im Team vorgenommen werden. Das Abend- respektive Nachtprogramm gestalte-

te jeder individuell, je nach Alter, Ambitionen, Stehvermögen und Trinkfestigkeit.

zuwenig zuzugestehen, eröffnete Pål Troye den ersten Durchgang mit einem Ständchen auf der Trompete. Es war eine Freude, die Traumhaftes Wetter, verschiedenen Flugtechniken auf fairer Sport und Nervenkitzel Ski, Telemark und Snowboard zu Am Samstag Morgen begann der bewundern. Trotz den warmen Wettkampf mit dem Riesenslalom. Wetterverhältnissen war ein zweiDer Himmel war wolkenlos, die ter Durchgang möglich. Die Sprung­ Sonne strahlte anlage wurde in voller Kraft jedoch stark In den meisten Geund erwärmte in Mitleidensichtern konnte man Mensch und schaft gezogen Piste. Nachdem und musste erkennen, dass die meist die Athleten mehrmals etgefürchtete Disziplin auf durch die Tore was ausgebesdem Programm stand.» sert werden gebraust waren, (um Stürze zu sonnten sie sich am altbekannten Sprunghang oder vermeiden). Leider kam es in der genossen im Restaurant auf dem Ausfahrt trotz aller Bemühungen zu Liegestuhl eine kleine Stärkung. einigen textilen Bremsaktionen. Der super präparierte Sprung wurde mit unterschiedlicher Begeis- Schweiss und Pulswerte von 169 terung besichtigt und mit ersten Schnell montierte man nach dem Übungssprüngen getestet. In den Springen die warmen Schuhe und meisten Gesichtern konnte man marschierte in die Curlinghalle. erkennen, dass die meist gefürch- Im Clubhaus konnte vor oder nach tete Disziplin auf dem Programm dem Curlingstress, bei welchem stand. Als die Längenmesserinnen Pulswerte bis 169 (beim Wischen) am Berg bereit standen und sich gemessen wurden, ein feiner Apédarauf konzentrierten niemandem ro genossen werden. Bei Wein, einen Pentathlonmeter zuviel oder Saft, Weissbrot und feinem Hobel-

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Multisport Mangekamp Mehrkampf

käse stillten die Pentathleten den kleinen Hunger, besprachen die letzten Technik- und Taktikdetails oder feierten nach Unstimmigkeiten auf dem Eis, Versöhnung. Nach dem anstrengenden «Bäsele» folgte ein tolles Salat- und Pastabuffet zur Bekämpfung des grossen Hungers. Zum Dessert erheiterten Reden von Bjørn Dæhlie, Harald Herbert und Jojo Stutzer das Gemüt. Voller Spannung wartete man auf die Resultate des ersten Pentathlonwettkampftages. Das weitere Programm erstreckte sich von regenerativem Schlaf über ein paar Bier an der Bar bis zum ausgelassenen Tanzen in der Disco.

galt zwei (lange) Runden zu bewältigen. Voller Spannung erwarteten alle Bjørn Dæhlies Auftritt. Schon bei seiner Warm-up-Runde brachte er die Anwesenden in Staunen. Wie ein Wiesel bewältigte er den (fast überhängenden) Steilhang und überrundete viele andere Sportler, die aus lauter Bewunderung vergassen weiterzulaufen. Für viele Pentathleten ist der Langlauf die anstrengenste Disziplin und deshalb sind die meisten Teilnehmer immer recht froh, dass sie einem Team angehören, von ihren Kollegen fleissig angefeuert werden und im Ziel physische und psychische Unterstützung erhalten.

Der grosse Auftritt des Olympiasiegers Am Sonntag standen Langlauf und Schwimmen auf dem Programm. Die Sonne strahlte wieder in voller Pracht und in den Gesichtern der Sportler konnte man ablesen, welcher Sonnencrèmefaktor am Tag zuvor verwendet wurde. Die Farbpalette reichte vom sanften Rosa bis hin zum kräftigen Dunkelrot. In Grindelwald Grund wurden die Langlaufskier angeschnallt und es

Wasserratten und -hunde Auch bei der letzten Disziplin, dem Schwimmen, wurde fleissig motiviert und gecoacht. Langsamere Schwimmer konnten sogar auf die Unterstützung aller Anwesenden zählen. Interessant waren die verschiedenen Techniken, die beobachtet werden konnten. Meistens wurde Crawl geschwommen, doch es gab auch Brust- und sogar Hundeschwumm zu bewundern. Völlig erschöpft von den fünf Wettkämp-

fen durfte vor der Rangverkündigung und Preisverteilung und der Heimreise noch ein Erholungstrunk in einem der tollen Restaurants genossen werden, und alle begannen sich noch in Grindelwald auf den nächsten Pentathlon zu freuen.

Ein kraftvoller Start ist das halbe Rennen (oben links und oben), und der Applaus der Kameraden gibt Energie.

Der nächste Pentathlon findet am Wochenende des 25./26. März 2006 in Grindelwald statt. Resultate

Die Ehrentafel des Pentathlon 2005

TEAM

Individuell

Gesamt

Molson Brothers Mathias Prüssing Andri Staub Philipp Schnyder

Marc Russenberger (Give me 5)

Riesenslalom

Die Bergbauern Léonie Frôté Thomas Zumbrunn Gilles Frôté

Annina Strupler (g’strupplet)

Skisprung

ASCI Plus Harald Herbert Konrad Herbert Petra Längle

Konrad Herbert (ASCI Plus)

Curling

Pacha-Boys Marc Achermann Charly von Wurstemberger Alex Orus

Marc Russenberger (Give me 5)

Langlauf

Cicloni Bea Grünenfelder Catherine Kobel Alexander Walpen

Bea Grünenfelder (Cicloni)

Schwimmen

Molson Brothers Mathias Prüssing Andri Staub Philipp Schnyder

Dario Zarro (Engiadina)

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Mehrkampf Mangekamp Multisport

Bjørn Dæhlie als Ehrengast am Pentathlon

«Aussergewöhnliche Wettkampfform macht Spass» ist etwa bei 50 Metern stehen geblieben, und ich habe mich auf Langlauf spezialisiert. Nach ein paar Probesprüngen ging es am Pentathlon schon recht gut und ich hatte Freude. Das Problem ist, immer genügend, aber auch nicht zu viel, nach vorne abzuspringen…

Interview von Pål Troyé Steckbrief Bjørn Dæhlie Bjørn Dæhlie (38) gewann 8x Olympisches Gold, war 9x Weltmeister und entschied 6x den Gesamtweltcup für sich. Bjørn Dæhlie startete seine Karriere als Nordischkombinierer. 1988 gab er sein Langlauf-Weltcupdebut, und nur ein Jahr später konnte er den ersten seiner insgesamt 48 Weltcupsiege feiern. In den neunziger Jahren lancierte Bjørn Dæhlie seine gleichnamige Langlaufkleider-Linie, die nun durch Odlo vertrieben wird.

SAS-Magazin: Was hat dich dazu bewogen, die Einladung als Ehrengast beim diesjährigen Pentathlon anzunehmen? Bjørn Dæhlie: Zunächst ganz herzlichen Dank für die Einladung! Es hat mich gefreut, dass ihr hier unten in der Schweiz einen norwegischen Langläufer als Ehrengast haben wolltet. Ausserdem habe ich die ungewöhnliche Wettkampfform interessant gefunden. In Verbindung mir meiner Tätigkeit für «ODLO» und den «Bjørn Dæhlie»-Brand, reise ich häufig in die Schweiz, aber war selten in richtigen Skiferien in den Alpen gewesen. Da ich viel von der Familie weg bin, war es mir wichtig, dass Vilde, Sivert (10) und Sander (7) mitkommen durften. Sie geniessen* es riesig in diesem phantastischen Wetter, und wir planen noch ein paar Tage in Grindelwald nach dem Pentathlon zu bleiben.

Hattest du früher gecurlt? Nicht richtig… Ausserdem war unsere Curlingbahn auf der Aussenbahn nicht so flach wie sie auf den ersten Blick aussah! Didier (Plaschy red) war am Anfang etwas frustriert und meinte, sie sei «fast steiler als die Skipiste!» Er hat aber mit Jann (Bjoerne red) und mir eine optimale «Route» gefunden, die funktioniert hat – quer über die «Piste». Langlauf heute Morgen* ging dann leicht! Oder? Obwohl die Loipe nicht die unglaublich grossen Höhenunterschiede aufbot, was ich gut verstehe bei diesem umfassenden Programm, ist die Höhe immer eine Herausforderung. Ich habe wie immer alles gegeben, erlebte in der zweiten Runde eine kleine

«Krise» und war kaputt im Ziel. Ich sah hier viele gute Langläufer und besonders wenn man mitrechnet, was sie sonst noch alles leisten im Skifahren, Schwimmen usw. bin ich sehr zufrieden. Schwierig zu beurteilen, du warst ja 2½ Minuten schneller als der Zweite, aber «Flattery will get you everywhere». Björn – nur die wenigsten wussten, dass deine Skis am Sonntag Morgen im ‹Buri Sport› gewachst wurden. Wie wichtig war das für das Resultat? (wie aus der Pistole geschossen) Sehr wichtig…… Das werden wir dem Chef dort erzählen. Er hat es fast nicht geglaubt: Er ist hin und her gelaufen in seinem Geschäft und hat gerufen: «Der ‹Buri Sport› wachst die Skis vom Dæhlie – Der ‹Buri Sport› wachst die Skis vom Dæhlie… – das gibt es nicht, das GIBT es nicht…!!!» (Bjørn schmunzelt...) Schwimmst du gerne? Schon – aber um schnell zu sein, muss man crawlen können, und da

Wie hast du die Wettkämpfe erlebt? Im Riesenslalom ging es gut bis irgendwo in die Mittelpartie, als die Geschwindigkeit mich etwas ausser Kontrolle brachte. Einen kurzen Moment habe ich mich zurück im flachen Nannestad (sein Heimatort Red) gewünscht, aber dann schaffte ich es doch einigermassen anständig bis ins Ziel. *

Hinweis

Das Interview wurde während des Pentathlons geführt.

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Und Springen – du als ehemaliger Nordischkombinierer? Als Springer habe ich es nie so richtig weit gebracht. Mein Rekord

Olympiasieger Bjørn Dæhlie freute sich darüber, dass es einige Norweger am Pentathlon hatte: Hier Jan Fredrik Rosenberg vor dem Langlauf. Daniela Strässler


Multisport Mangekamp Mehrkampf

Gigathlon

Diverse SAS-Equipen am Gigathlon dabei muss ich doch noch ein wenig an der Technik feilen... Dafür bist du ja sonst sehr vielseitig. Wie hast du den Umstieg vom Spitzensport erlebt? Der Übergang ist nicht von heute auf morgen erfolgt. Schon mehrere Jahre bevor ich aufgehört habe, lancierte ich den Brand «Bjørn Dæhlie» und habe auch andere Investitionstätigkeiten, insbesondere im real estate, angefangen. Spitzensport, so wie ich es jahre lang betrieben habe, ist ein extremes mentales Leben. Seit ich aufgehört habe, bin ich im Kopf fertig mit der Geschichte des Siegens, jedenfalls im Sport. Man bekommt schnell eine Distanz zu diesem Leben mit konstantem Leistungsdruck. Ich bin natürlich immer noch ein competitiver Mensch, aber kann selber wählen, wann und wo, genau wie die «Pentathleten». Das ist wahrscheinlich mit ein Grund, weshalb hier eine so tolle Stimmung herrscht. Sie kommen alle, und konkurrieren, komplett aus eigenem Willen und eigener Lust.

Ausserdem ist alles so gut organisiert und die Kulisse vom Grindelwald schlicht einmalig. Es stimmt einfach alles! Wie gefällt dir eigentlich die Schweiz, die ja einiges mit Norwegen gemeinsam hat – nicht nur wegen der SAS-Sektion? Ich bin ja oft hier, aber leider ist es meistens viel zu kurz und hektisch. Ihr habt ein schönes Land, und die Leute erlebte ich immer als freundlich. Seit einigen Jahren wird der «Bjørn Dæhlie»-Brand von «ODLO» gemanaged, die in Hünenberg im Kanton Zug ihren Hauptsitz hat. Von dort aus erreicht man viele tolle Skigebiete, aber bis jetzt war es meistens immer etwas hektisch, und ich bin irgendwie nie richtig dazu gekommen, längere Ferien in den Alpen zu verbringen mit Skifahren und alles was dazugehört. Und jetzt ? Diese Tage in Grindelwald, mit dem einmaligen Wetter hat der ganzen Familie gut gefallen und uns Lust gegeben, öfters in den Alpen Ferien zu verbringen !

Spätestens seit dem Expo-Jahr 2002 hat der Gigathlon-Virus die Schweiz erfasst. Der einwöchige Ausdauercontest hat eine Begeisterungswelle ausgelöst, die unglaubliche Dimensionen angenommen hat. Bei der letzten Austragung (2004) waren die Startplätze am 1. November 2003 innert weniger Stunden alle vergeben, so dass für den Gigathlon 2005 (9./10. Juli) ein Ausl0sungsverfahren angewandt wurde. Dem SAS stand Göttin Fortuna mit gleich zwei Startplätzen für die Kategorie «Teams of five» zur Seite. Nun bestreiten ein AH- und ein Aktiv-Team den Gigathlon. Das AH-Team ist um die «Race accross America 2003»-Männer (Marc Russenberger, Urs Schmidig, Jürg Schweizer) formiert und mit zwei «Alten Frauen» (Alexandra Strobel, Jenny Müller) verstärkt worden. Dass Urs König nicht im Team ist, hängt unter anderem mit dessen Solo-Start am diesjährigen «Race accross America» zusammen. Die Besetzung des Aktiv-Teams ist nun ebenfalls festgelegt: Antonia Bünter, Simone Bürgler, Christoph Burkhard, Gian Caviezel und Thomas Nyikos. Am Gigathlon stehen die Disziplinen Rennrad, Mountainbike, Schwimmen, Inline und Laufen im Programm – bei den Fünferteams müssen mindestens zwei Frauen in der Mannschaft sein. Der Gigathlon beginnt mit dem «alpine Saturday» in Locarno und führt über Luzern und den «jurassic sunday» nach Basel, wo auch ein «kleiner» City-Gigathlon ausgetragen wird. Dieser ist mit dem olympischen Triathlon vergleichbar wird wie auch der «grosse» Gigathlon von weiteren SAS-lern bestritten. egg www.gigathlon.ch

Bjørn Dæhlie gjorde stor suksess Bjørn Dæhlie gjorde naturligvis stor suksess som æresgjest under årets Pentathlon. Han hadde med hele familien, og deltok i samtlige konkurranser, på lag med norgesvennen og tidligere WC-Fahrer, Didier Plaschy og vår egen Jann Bjørne som steppet inn i siste liten for Jean-Philippe Rochat som ble forhindret. Rachel Troye hadde igjen sitt damelag «ULL» med og Jan Fredrik kom fra Island og deltok sammen med Harald Tandberg og hans sønn Gudbrand på 13. Haralds skjønne viv Alexandra deltok på lag med Rolf Ringdals samboer Sonja og Didier Plaschys kone Stefanie. Pål Troye var med som Betreuer og «Footman» for familien Dæhlie, som ble vartet opp etter

alle kunstens regler. Alle gjorde en strålende innsats og hadde en fantastisk opplevelse i et Grindelwald som viste seg fra sin beste side med strålende sol i tre dager og utsikt mot Eiger, Mönch og Jungfrau til det kjedsommelige… Familien Tandberg har allerede bestemt seg for å delta neste år og Rosenberg og Troye er gjengangere. Pål ble litt småsyk av bare å se på, men skulderen blir bra til neste år. Dette er en opplevelse for hele familien og det ble igjen bekreftet at dette er det desidert beste SAS-arrangmentet å sende en saftig norsk kontingent til ! PT å, sett allerde nå av helgen 24.-26. mars 2006, så drar vi til Pentathlon og har en fantastisk hel der vi også kan reklamere litt for vårt eget klubbmesterskap!!!

swiss-image.ch

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Nécrologie Nachruf Nekrolog

Pierre Francioli (SAS Lausanne), 1915-2005

Disparition du dernier membre fondateur

Pierre Francioli aux championnats du monde 1936 à GarmischPartenkirchen.

2004

Pierre, cher Ami, tu nous a quittés emporté en trois mois par un mal sournois et incurable. Ton départ nous affecte. Tu nous semblais si fort, presque éternel. Encore dernièrement tu partais faire tes 18 trous de golf par jour, tu te maintenais en forme olympique, ta 90ème année approchant! Je me souviens, il y a cinq ans encore, tu pensais partir avec moi au sommet du Bieshorn (4000 m), où tu avais déjà

bivouaqué pendant la guerre avec feu notre ami Dodo Tissières! Quel plaisir aussi avais-tu à me raconter tes exploits sportifs, comme, par exemple, ton périple américain en hiver 1937 où tu raflas plusieurs trophées à ski (Sun Valley, Banff…) ou ta 15ème place au slalom des championnats du monde à GarmischPartenkirchen en 1936. L’année suivante, tu gagnais la descente, le slalom et le combiné au championnat suisse universitaire. Il y en eut bien d’autres encore. Bref, tu étais un exemple pour nous tous, SASlers, à la vie sportive accomplie durant nos différentes tranches de vie. Ta relation au SAS a toujours été passionnée. Tu as participé à sa création, à son développement, à son aura, pour décider, plus tard, sur un coup de tête et à cause d’un vice de procédure, qui heurtait ta droiture, de démissionner. On ne t’en a pas voulu, et ma fille Alix t’a même demandé de venir fêter avec nous, et en particulier avec ton ami Marc Hodler, le 80ème anniversaire du SAS à Saas-Fee début

décembre 2005. Ceci t’a sensiblement tenté mais tu as dû refuser pour des raisons familiales, puis de santé. Dans notre souvenir, tu as donc toujours adoré le SAS et ses rencontres: Italo-Suisse, Anglo-Suisse, semaines AH, etc. Sur le plan professionnel, j’ai eu la chance d’assister à quelques-uns de tes cours passionnés de sémiologie chirurgicale. Ton engagement dans tout ce que tu faisais était toujours le même: entier! Pierre, tu t’en es allé mais sache que ton souvenir demeure vivant en nous et en nos enfants, que tu as marqués par ta droiture, par ta dignité et par ton charisme. Tu nous laisses tant de souvenirs marquants que ces quelques lignes ne suffisent pas à retracer l’ensemble de ton parcours de SASler, mais sont destinées à te rendre hommage, Pierre, cher Ami de mon père, tous deux cofondateurs de la section Lausanne. Ainsi fut accomplie la vie d’un des derniers grands skieurs pionniers du SAS Lausanne. Christian et Poupy de Courten

Sport d'été Sommersport Sommersport

Martin Kessler élu à la présidence de l‘Association Suisse de Golf L‘assemblée des délégués des 86 clubs de golf suisses a élu Martin Kessler à la présidence de l‘ASG.

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Martin Kessler a été nettement élu l‘assemblée générale des délégués à Berne pour prendre la succession de Mario Zürrer, décédé en 2004 à la suite d‘une longue maladie. Martin Kessler est une personnalité reconnue du golf helvétique, tant comme joueur (membre de l‘équipe nationale suisse durant 11 ans chez les juniors et les amateurs, champion d‘Europe par équipes en 1972) que comme capitaine de l‘équipe nationale amateurs (1987-1992) et membre du comité de l‘ASG (depuis 1997). «Pour moi, cette élection est à la fois un honneur et un défi», a déclaré Martin Kessler à Berne. Son mandat est de trois ans, mais un deuxième mandat est tout à fait

envisageable à ses yeux. «Pour ce type de fonction, il faut au minimum trois ans et au maximum six ans afin de pouvoir obtenir des résultats valables sur la durée», affirme ce broker en assurances qui travaille à Zurich. La fédération face à un défi Ce champion de golf de handicap 4 sait ce qui l‘attend et ce qui attend la fédération: «Le développement rapide du golf en Suisse constitue un défi que nous nous faisons un plaisir de relever. Grâce à des structures bien en place et à l‘équipe expérimentée que nous formons, je suis sûr que nous pourrons accomplir avec succès les tâches qui nous attendent.» Pd


Sommersport Sport d'été Sommersport

Spezielle Golf-Events

Alles ging gut bis zum Kuhfladen Normalerweise wird Golf ohne Zeitdruck auf einem Golfplatz gespielt. Aber es geht auch auf Alpweiden, Eis oder mit Stress. Selbst Golf-Triathlon ist bereits erfunden, und der aktuelle SAS-Zentralpräsident hat diesen Event bereits gewonnen. Ein Streifzug durch die aussergewöhnlichsten Golf-Veranstaltungen. Die meisten SAS-ler kennen den Gornergrat (auf 3100 m.ü.M. oberhalb Zermatt gelegen). Vermutlich vom Skifahren, wohl aber kaum vom Golfen. Obwohl: Das wäre möglich. Zum Beispiel am «Eagle Cup», der dieses Jahr am 6. August durchgeführt wird. Gespielt wird das «höchste Golfturnier Europas» auf geröll-alpweidigen Wiesen, und das Loch ist etwas grösser als gewohnt: Stolze 70 Zentimeter hat der Durchmesser zu bieten – aber Achtung: Easy ist es nicht, denn es lauern jede Menge Kuhfladen! Wo der Ball sonst normalerweise rollt, kann er plötzlich stecken bleiben... Auch auf Eis möglich In Island wird auf dem «nördlichsten Court der Welt» (wie der Bran-

chen-Newsletter «golf-aktuell.de» notiert) unter der Mitternachtssonne alljährlich das «Arctic Open» ausgetragen. Hier sind Muscheln im Sandbunker ein «removable obstacle». Während es beim «Arctic Open» nie richtig kalt wird, wird in Minnesota gar auf Eis gespielt und in Eis gebohrte Löcher eingelocht. Das wohl verrückteste Golfturnier der Welt findet in Grönland statt: «The World Ice Golf Championchips» in Uummannaq, wo es gut und gerne mal 50 Minusgrade geben kann. Hier wären beheizte Eisen von Vorteil... Golf mit Ausdauer kombiniert Auch das «Power Golf» in St.Moritz zählt zu den Turnieren mit speziellem Regelwerk. Es muss mit möglichst tiefem Score eine Golfrunde in möglichst kurzer Zeit absolviert werden. Der letztjährige Sieger (Andy Grünenfelder) fegte die Runde in 16 Minuten und 12 Sekunden durch und brachte ein Score von 33 Schlägen ins Ziel. Ähnlich ausdauernde Athleten sind beim GolfTriathlon in Luzern gefragt, den SAS-Zentralpräsident Marc Rus-

Beim «höchstgelegenen Golfturnier Europas» ist das Loch ziemlich gross! zVg

senberger anfangs der neunziger Jahre zwei Mal für sich entscheiden konnte: Allerdings findet der Golfteil «in Reinkultur» statt – zum Triathlon wird das Ganze, weil die Golfer im Vierwaldstättersee über die Luzerner Bucht schwimmen und vom Seeufer auf den Dietschiberg rennen müssen. Roli Eggspühler www.matterhorn-eaglecup.ch www.arcticopen.is www.greenland-guide.gl/icegolf Vom Einladungsturnier in St.Moritz ist der Redaktion keine Internetadresse bekannt.

Martin Kessler: Neuer Präsident des Schweizerischen Golfverbands Die Delegierten der 86 Schweizer Golfclubs haben Martin Kessler zum neuen Präsidenten der ASG gewählt. Der 54-jährige SAS-ler verfolgt drei Ziele: Die harmonische Entwicklung zwischen Club Golf und Public Golf, den intensivierten Kontakt zwischen Verbandsspitze und den Regionen sowie die Förderung des Leistungssports auf Amateur- und Profiebene. Martin Kesslers Wahl als Nachfolger des 2004 verstorbenen Mario Zürrer war an der Delegiertenversammlung in Bern unbestritten. Zu eindrücklich sind seine Verdienste im Dienst des Schweizer Golfsports – sei es als Spieler (während 11 Jahren in der Schweizer Nationalmannschaft Junioren und Amateu-

re, Team-Europameister 1972), als Captain der Amateure (1987-1992) sowie als Mitglied im ASG-Vorstand (seit 1997). Ehre und Verpflichtung zugleich «Für mich bedeutet die Wahl eine Ehre und eine Verpflichtung zugleich», stellte Martin Kessler in Bern klar. Der Spitzengolfer (Handicap 4) weiss, was auf ihn und den Verband zukommt: «Die rasante und enorm vielschichtige Entwicklung des Golfsports in der Schweiz ist für die ASG eine Herausforderung. Dank der gut etablierten Strukturen und eines eingespielten Teams bin ich sehr zuversichtlich, die kommenden Aufgaben erfolgreich zu meistern.»

Der neue Präsident begrüsst die anhaltende Öffnung des Golfsports und freut sich über die damit verbundenen Perspektiven im Leistungssport. «Die öffentlichen Anlagen beschleunigen die gewünschte Verbreiterung an der Basis, was zu einem allgemein höheren Niveau führt.» Die Kehrseite der Medaille lässt Kessler nicht ausser Acht. «Natürlich führt der Trend zum individuellen Sport ohne feste Clubbindung auch zu Reibflächen. Es ist die Aufgabe des nationalen Verbands, eine möglichst harmonische Entwicklung auf allen Ebenen zu gewährleisten.» Vor diesem Hintergrund müsse das Verhältnis zwischen ASG-Clubs und der Vereinigung unabhängiger Golfer (ASGI) optimiert werden. Pd

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Sommersport Sport d'été Sommersport

Urs König fährt das Race Across America solo, ab 19. Juni 2005

3047 Meilen für den «King of Ultrasport» Urs König, der frühere Präsident der SAS-Sektion

mit Urs Schmidig, Marc Russenberger und Jürg Schweizer hatte Zürich, will es am Race Across America nochmals wiser die 3047 Meilen im Team absolviert. «Ob ich das wohl jemals sen. Er nimmt die 3047 Meilen mit dem Velo von San alleine schaffen werde…?», hatte Diego nach Atlantic City «solo» unter die Pedalen. sich König damals im Ziel gefragt. Anfangs Juli weiss er die Antwort Das 24. Race Across Wer kennt ihn nicht – «the King of – dann sollte für «King» das RAAM America (RAAM) Ultrasport»? Seine Begeisterung 2005 bereits der Vergangenheit startet am 19. Juni 2005 in San Diego für Ultradistanzen kennt keine angehören. Sein Ziel ist nämlich, (Kalifornien). Auf Grenzen. Unter anderem nahm Urs die ganze Strecke innert 12 Tagen ihrem Weg ans Ziel in Atlantic City (New zu absolvieren. König mehrJersey) durchqueren Dies bedeutet, mals am Trans die Athleten 14 BunDas Time-Managedesstaaten. Das Rendass er jeweils Swiss Triathlon nen führt über 3047 ment ist eine grosse innert 24 Stunteil. 1998 war Meilen und dauert rund neun Tage. Anden eine Disder erste GiHerausforderung.» geboten werden die tanz von 250 gathlon (vom Urs König über seine Vorbereitung auf das Kategorien «Single», Race Across America Team (2-er/4-er) und Meilen zurückBergell nach Tandem. legen muss. Zürich) seine «Abschiedstour», bevor er ins Aus- König wird von einem Supporterland auswanderte: Über Sydney Team (sieben Personen) betreut. kam er nach Seattle (USA), wo er mit Ehefrau Catherine lebt und Umfassende Vorbereitung In der Zeit von Januar bis Mai 2005 Wurzeln geschlagen hat. war Urs König jeweilis eine Woche pro Monat im Trainingslager. ZuKings Wurzel von RAAM Urs Königs Appetit und der grosse dem versucht er, berufliche Reisen Respekt vor dem Race Across Ame- mit Trainingsmöglichkeiten zu verrica (RAAM) in Solo-Version geht binden. So verlängerte er zum Beiins Jahr 2002 zurück. Zusammen spiel seinen geschäftsbedingten

«

Die autofreien «slow-Up»-Veranstaltungen erobern die Schweiz fast lautlos im Sturm

Die autofreien slowUp Veranstaltungen können mit dem Fahrrad, den Inline-Skates oder zu Fuss erlebt werden.

© slowUp

Die «slowUp»-Idee entstand im Rahmen der Planung auf die expo.01 im Seeland und brachte im Sommer 2001 das Pilotprojekt an den Murtensee. Seither sind durch den Erfolg von «human powered mobility» an der expo.02 diverse weitere «slowUp» dazugekommen. Dies nicht zuletzt als Folge

der grossen Nachfrage (2005 wird insgesamt ca. ½ Million Menschen erwartet). Egg «slow-Up» Veranstaltungen finden 2005 wie folgt statt: Murtensee (22.5.), SchaffhausenHegau (29.5.*), Hochrhein (19.6.), Vallée de Joux (3.7.), Gruyère (10.7.), Fêtes de Genève (14.8.*), Euregio Bodensee (28.8.), Mountain Albula (4.9.*), Zürichsee (5.9.*) – * neu / in Planung www.slowUp.ch

Urs König (Kreis) startet dieses Jahr «solo». 2002 war er mit (von links) Marc Russenberger, Jürg Schweizer und Urs Schmidig am Race Across America. zVg

Aufenthalt in Australien um eine Woche. 330 Velokilometer waren die jeweilige «Tagesration». Im März leitete er einen dreitägigen Workshop in San Diego und hängte eine Woche Training auf der RAAMStrecke an. Während Trainingslagern erreicht sein Sportpensum rund 70 Stunden die Woche. In den «normalen» Wochen variiert der Umfang zwischen 10 und 25 Stunden. Herausforderung Zeit «Obwohl ich meine Klienten-Acquisition und Vorträge auf ein Minimum beschränkt habe, ist das Time Management dennoch eine grosse Herausforderung», stellt der Bruder der Orientierungslaufweltmeisterin Vroni König-Salmi fest. Im Unterschied zu Urs spielt Vroni ihre Stärken aber vor allem auf sehr kurzen Distanzen aus: 2001 durfte sie sich als erste SprintWeltmeisterin der OL-Geschichte feiern lassen, und im gleichen Jahr dominierte sie die City-Sprints der «Park World Tour» beinahe nach belieben. Mirjam Eggspühler www.raceacrossamerica.org www.redpointcoaching.com www.konig-salmi.com

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Fjellsport Alpinisme Alpinismus

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Michèle Mérat

Mt. Everest bestiegen Binsack die zweite Schweizerin auf dem Mount Everest. Nun ist Binsack zu einer nächsten Besteigung aufgebrochen. Michèle Mérat ist zu Beginn der neunziger Jahre in den Farben des SAS an Skilanglaufrennen gestartet. Mittlerweile hat sie sich auf den Bergsport verlagert und am 16. Mai 2002 den Mount Everest bestiegen. Damit ist sie mit der bekannten Evelyne Binsack «gleichgezogen»*, die ziemlich genau ein Jahr zuvor, am 23. Mai 2001, auf dem Dach der Welt stand. Am Karfreitag ist Binsack zu einer neuen Expedition aufgebrochen und will das Ganze über die Südroute und ohne Atem-

gerät realisieren. Damit könnte sich die Nr.1 unter den Schweizer Everest-Frauen wieder «absetzen»*. «Dies und die Vorwürfe wegen des Sauerstoffs spielen eine Rolle, dass ich nochmals einen Anlauf nehme», erklärte Evelyne Binsack gegenüber der Sonntagszeitung*. Michèle Mérat kommt derzeit hingegen nicht in solcherlei Versuchung. Sie hat im Frühling den Fuss gebrochen und muss sich wieder aufbauen. «Für mich stand das Erlebnis einer Expedition im Zentrum. Dass ich das Glück hatte, effektiv auf dem höchsten Punkt der Erde stehen zu dürfen, war das ‹Tüpfli aufs i› – einen ‹Wettkampf› sah ich darin nie», erklärt Mérat. Zumindest in diesem Punkt scheint sie Evelyne Binsack voraus zu sein. Roli Eggspühler *

Sonntagszeitung, Ausgabe vom 6. März 2005

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Michèle Mérat war nach Evelyne

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Michèle Mérat (rechts) und ein Sherpa am 16. Mai 2002 auf dem 8850 Meter über Meer liegenden Gipfel des Mount Everest. Ihre Begeisterung für die Berge gründet in der Freude an der sportlichen Herausforderung (nicht: Wettkampf!), der Lust am Entdecken von «Neuland» – in einer fernen Kultur und einem unbekannten Berg. Zudem schätzt Michèle Mérat die unendliche Ruhe in der Natur, gewissermassen als Kontrast zum beruflichen Alltag. Kari Kobler

Zürich Köln

Genf München

Madrid

Luzern

Salzburg

Frankfurt

New York

Wien

Luxemburg

Vancouver

Vaduz Mailand

Grand Cayman

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Zentralvorstand Comitée central Sentralstyre

Neue SAS-Website seit 1. Mai 2005

Die neue Einheitlichkeit SAS-IT-Chef Matthias Nyikos hat als Webmaster hart garbeitet: Die neue SAS-Website ist seit 1. Mai 2005 online. Eigentlich ist das, was man auf der Adresse www.sas-ski.ch nun sieht, nur die Spitze des Eisberges. Die eigentliche Arbeit ist nicht sichtbar, sie bleibt im Hintergrund versteckt. «Ziel des Redesigns war es, die neue Einheitlichkeit auch in den Webbereich zu bringen», erklärt Matthias Nyikos, der das Technische betreut. Das grafische Konzept stammt aus der Feder von Corporate Design Spezialist Roland Kurth, das Webdesign spricht dieselbe Sprache wie die gedruckten Erzeugnisse.

Das Online-Portal soll die gedruckten Informationen ergänzen. So ist auch das SAS-Magazin online abrufbar, und die Magazin-Redaktion kümmert sich in Zusammenarbeit mit den Korrespondenten um die News, die (so schnell wie möglich) online und (etwas tiefgründiger) in dieser Zeitschrift publiziert werden. Roli Eggspühler

Die Homepage des SAS-Webangebotes.

Newsmeldungen werden an die Redaktion des SAS-Magazins gemailt, und von dort aus online platziert (Für alle anderen Inhalte sind die jeweiligen Webmaster zuständig). sasmagazin@sas-ski.ch

Seit 1. Mai sind nun auch Adressabfragen/-mutationen online möglich. Martin Hauser / Matthias Nyikos Zur Mutation der eigenen Adresse ist die Swiss-Ski-Nummer notwendig, die auf der kreditkartenförmigen Mitgliederkarte aufgedruckt ist. Diese Einschränkung der Zugriffsrechte erfolgt aus Datenschutzgründen.

Die jüngsten SAS-Magazin Ausgaben können online eingesehen werden. Im Newsbereich verzahnen sich das Online- und Druckmedium in idealer Art und Weise: Das Internet schliesst die Lücken, die durch die quartalsweise Publikation entstehen.

Programm 2005/06 Programme 2005/06

Impressum

20.-22. Mai 2005 Polysport-Weekend (Morschach) 4. Juni 2005

Delegiertenversammlung (Bern)

8.-13. Juli 2005 Das SAS-Magazin erscheint vier Mal jährlich in einer Auflage von 1300 Stück. Es ist das offizielle Organ des Schweizerischen Akademischen Skiclubs SAS. Redaktor Rédacteur Redaktør

Roli Eggspühler, Medienschaffender dipl. Arch ETH SIA

3./4. Dezember 2005 14./15. Januar 2006

Kids Camp (Saas Fee) SAS Opening (Engelberg) Anglo-Swiss (St. Moritz)

28./29. Januar 2006

SAS Cup (Jaun)

11./12. Februar 2006

SAS Cup (Saanen)

4./5. März 2006

Giant Trophy (Davos)

6.-9. März 2006

SHM alpin+nordisch (Stoos)

Redaktion Rédaction Redaksjon

25./26. März 2006

Redaktion SAS-Magazin c/o a2plus Architektur & Media Fon: 041 220 03 12 Mythenstrasse 7 Fax: 041 220 03 14 6003 Luzern sasmagazin@sas-ski.ch

27. März - 2. April 2006 Semaine SAS / AH Woche + 1./2. April 2006 Italo Suisse (Verbier)

Adressmutationen Changement d'adresses Adresseendring

Martin Hauser Pflugsteinstrasse 31 8703 Erlenbach

Fon: 044 915 32 85 Fax: / adressen@sas-ski.ch

Druckerei Imprimerie Trykkeri

Koprint AG Untere Gründlistrasse 3 6055 Alpnach-Dorf

Fon: 041 672 90 10 Fax: 041 672 90 19 info@koprint.ch

Redaktionsschluss Délai de rédaction Redaksjonslutt

Ausgabe Nr.60 – November 2005

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20. Oktober 2005

Pentathlon (Grindelwald)

Spring Cup / SAS-Cup-Final + 8./9. April 2006 «FISU Reunion Trophy» / Marathøl (Davos) 25. April 2006

Präsidenten-/RennchefKonferenz (Bern)

Die kursiv markierten Veranstaltungen waren bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe mit dem Status «provisorisch» versehen. Les évènements en italique n’étaient pas encore fixés définitivement au délai de rédaction. Ces informations sont au status provisoire. Für den SAS-Zentralvorstand, Marc Russenberger / Martin Hauser


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Nr 59 - Mai 2005  

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