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31 . JAHRBUCH SCHWEIZERIS HER AKADEMISCHER SKI-CLU


DER SCHNEEHASE 3 I. Jahrbuch

Herausgegeben vom Schweizerischen Akademischen Ski-Club Schriftleitung: Dr. Raoul Imseng Der Schweizerische Akademi sche Ski-Club wurde 1924 gegründet und war massgeblich an der Einführung und Entwicklung der alpinen Skidisziplinen Abfahrt und Slalom beteiligt. Der SAS setzt sich aus aktiven und ehemaligen Studenten-Skirennfahrern zusammen, ist in Sektionen der schweizerischen Hochschulen vereinigt und gibt ein Jahrbuch «DER SCHNEEHASE» heraus, das recht eigentlich zu einem literarischen Brennspiegel skisportlicher Fragestellungen geworden ist. Erster, langjähriger Redaktor war Dr. Walter Amstutz, Mitbegründer des Klubs, zweiter Redaktor Fürsprech Arnold Kaech, e. Direktor der Eidgenössischen Militärverwaltung, und dritter Schriftleiter Dr. Kaspar Wolf, Direktor der Eidgenössischen Turn- und Sportschule. Mit der vorliegenden 3 I . Nummer des Schneehasen streift dieses arh ythmisch erscheinende «Jahrbuch» den Charakter eines Cluborgans ab. Für die Mitglieder des SAS erscheint eine spezielle Ausgabe mit den Berichten der Zentralpräsidenten, der Stiftungen, mit Würdigungen der Ehrenmitglieder, Nachrufen auf die verstorbenen Freunde und Resultaten. Das Jahrbuch will erneut der Vielfalt des Winters, des Skisports und der Bergwelt gerecht werden. Es befasst sich mit Themen, die von den Anfängen der Gebirgsmalerei zu aktuellen Sportfragen reichen und sich berühmter Zeitgenossen der Welt des Skis nicht weniger annimmt als vergangener Grössen . 2) Autoren kommen zum Wort. Mehr als die Hälfte sind Mitglieder des SAS. Die Texte sind mit sorgfältig ausgesuchtem Bildmaterial illustriert. N ach der Einleitung des Schriftleiters befassen sich Arnold Kaech und Jürg Tobler - beide sensible Beobachter der sportpolitischen Szenerie - mit den Problemen der olympischen Bewegung. Dr. Kaspar Wolf stellt einen jungen Dissertanten vor, der versucht, den sportlichen Stellenwert der Schweiz im Konzert der Nationen in den Griff zu bekommen. Pierre Hirschy skizziert den «Plan du Ski 80», und


DER SCHNEEHASE JAHRBUCH DES SCHWEIZERISCHEN AKADEMISCHEN SKI-CLUBS


DER SCHNEEHASE JAHRBUCH DES SCHWEIZERISCHEN AKADEMISCHEN SKI-CLUBS SAS N R. 3 I

1975 - 1980

SCHRIFTLEITUNG: RAOUL IMSENG

INHALTSVERZEICHNIS Zur E inführung, Schriftleitung «Den Baum zweien .. .», Arnold Kaech, SAS Sport und Politik - Machtspiel im Freistil, Jürg Tobler Olympische Lorbeeren, Kaspar Wolf, SAS La Federation Suisse de Ski - Plan du Ski 80, Pierre Hirschy, SAS Hat Leistungsdruck (im Sport) wirklich nichts Gutes an sich ? Adolf Ogi Kommerz auf Ski : Bedrohung bewährter Strukturen, Hans Nater, SAS 1980- 1987: Weltcup ausgebucht, Peter Frei Langlauf-Reflexionen, Alois Kälin Das Phänomen Stenmark, Truls Berg und Martin Hodler, SAS La Femme, l' Amour et le SAS, Maritza Faes Der Schneehase - Ein Tier voller Rätsel, Heini Hediger Der sAs-Pentathlon, Ivan Wagner, SAS Möglichkeiten zur Leistungsentwicklung im alpinen Studentenskisport, Hanspeter Denzler, SAS Skispringen - Entwicklung der Technik, Ewald Roscher Skigeschichte : Höchstes Abfahrtsrennen der Welt, Werner Imseng Erinnerungen an Roger Staub, Urs Widmer Aufbauarbeiten in einem regionalen Skiverband, Paul Schmidhalter «Steilwandfahrten ist mein Beruf», Ronald Sonderegger Le Danger d'Avalanche, Andre Roch, SAS Alpine Expeditionen des SAS 1972- 1978, Lux Schweizer und Hans Grimm, SAS Über drei Buchstaben, die Respekt erheischen, Walter Amstutz, SAS Badrutt's Palace Hotel, St. Moritz, Guolf Gattiker, SAS Turner, Prometheus alpiner Malerei, Walter Amstutz, SAS

* * * * * In separater Ausgabe für die Mitglieder des SAS Präsidial-, Ski- und Clubnachrichten

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COPYRIGHT SCHWEI ZE RISCH E R AKAD EMI SCHER SKI-CLUB

Schriftleitung: Dr. Raoul Imseng, CH - 8803 Rüschlikon Grafik: Hermann Schelbert, Olten; Satz: Stauffer + Cie., Basel; Photolithos : Offset-Repro AG H ä rburger + Müller, Zürich; Druck: C. J. Bucher AG, Luzern ; Einband: Buchbinderei Burkhardt AG, Zürich; Produktionsleitung: Josef Bütler, Ringier Buchverlag, Zürich. Dieses Jahrbuch ist beim Kommissionsverlag Dr. Walter Amstutz, de Clivo Press, 8600 Dübendorf, Usterstrasse 126, erhältlich. Tel. 01 / 8201224 Preis: Fr. 35.-

Ingemar Stenmark

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Ringier-Dokumentationszentrum


ZUR EINFÜHRUNG

Wie grosse Willder einmal und dann, wenn ausgerottet, nicht wieder wachsen, so besitzen oder erwerben Mensch und Volk gewisse Dinge in der Jugend oder nie.

«Zeit und Mensch treten in eine grosse, geheimnisvolle Verrechnung. Aber die Natur verfährt dabei mit ihrer bekannten Sparsamkeit, und das Leben bedroht die Grösse von Jugend auf mit ganz besonderen Gefahren, darunter die falschen, d.h. mit der wahren Bestimmung des grossen Individuums im Widerspruch stehenden Richtungen, welche vielleicht nur eben um ein Minimum zu stark zu sein brauchen, um unüberwindlich zu sein.» Wer würde auf Anhieb sagen, dass diese beiden als Leitidee ausgewählten Sätze von demselben grossen Historiker und Philosophen stammen: von Jacob Burckhardt. Vielleicht ist es vermessen, ja missbräuchlich, Gedanken aus Weltgeschichtlichen Betrachtungen für ein Ski-Jahrbuch vor- oder einzuspannen. Indessen ist es reizvoll. Ist es aber abwegig, Sport von Kultur, und grosse Sportpersönlichkeiten ganz von historischen Grössen zu trennen? Verwandtschaften bestehen. Die wirkliche Grösse, sagt Jacob Burckhardt, ist ein Mysterium. «Das Prädikat wird weit mehr nach einem dunklen Gefühl, als nach eigentlichen Urteilen aus Akten erteilt oder versagt; auch sind es gar nicht die Leute vom Fach allein, die es erteilen, sondern ein tatsächliches Übereinkommen vieler. Auch der sogenannte Ruhm ist dazu nicht genügend ... Schliesslich beginnen wir zu ahnen, dass das Ganze der Persönlichkeit, die uns gross erscheint, über Völker und Jahrhunderte hinaus magisch auf uns nachwirkt, weit über die Grenzen der biossen Überlieferung hinaus.» Der Mann des Spitzensports, vollends jener, den die Medien ins Rampenlicht stellen, lebt in ungeheurer Spannung. Unter grösstem psychischem Druck will er - ein Individuum ohne Macht und Mittel - den Sieg, den wiederholten Sieg. In ihm müssen - als Ausnahmeerscheinung - nicht wenige Elemente von Umrissen der Grösse vorhanden sein. Denn - neben allen andern Bedingungen - hat er hohen Anforderungen an Seelen- und Willenskräften zu genügen. Allein als Mensch wird er an bürgerlichen Massstäben und Uniformität gemessen und gerichtet. Wenig braucht es zu seiner Exkommunikation! Der Spitzensportler, auch der Alpinist, der auf einsamer Fahrt Leistungen an der Grenze des Möglichen erbringt, gehört zu den Architekten unserer Gesellschaft. Doch welch ungeheurer Bogen spannt sich von der Sparkasse des einen oder dem «Negativ-Honorar» des Alpinisten zu den gigantischen Summen des andern, dem Star im kommerzträchtigen Skispitzensport ! Muss das aber zu einem abschätzigen Urteil führen?

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6. Giple/besteigung des K 2: 12.Juli [979 (Reinhold Messner und Michl Dacher) «Da steht diese Gipfelpyramide vor uns, und es ist alles vollkommen klar, ohne noch vernünftig oder unvernünftig zu sein. In diesen Augenblicken äusserster Anstrengung sehe ich mein eigenes Ende ganz nah und zugleich ganz unmöglich. Ich erlebe mich zwischen momentanem Glück und momentaner Verzweiflung - an der Grenze meiner eigenen Existenz, die sich zeitlos in den Raum geworfen ausbreitet.» (Reinhold Messner) Zwei Monate später scheiterte eine französiche Mammutexpedition (1700 Träger) am Südpfeiler des K,. Der völlig zahnlose Ghirardini, dem mit seinen ,6 Jahren so schnell vor nichts graust, war beim Finale machtlos. Allein kroch <Kamikaze>, wie ihn seine Freunde nennen, am 4. September 1979 in eine Höhle, die er - Höhe 8')0 Meter - in das Eis gehauen hatte, um darin zu biwakieren.

K 28611 Meter «Magic-line»: Südgrat des K, (Mittelgrat im Bild mit dem Aachen Gletscher, dem <Pilz> in der Mitte). «Seine Form erinnert an das Matterhorn - doch nicht weniger als 41 <Matterhörnen wären nötig, um die Felsmasse zusammenzubekommen, aus welcher der K, gebaut ist.» (Wilhelm Bittorf) Photos und Texte aus dem Buch: K2 Berg der Berge, R einhold Messner /A. Gogna, BL V Verlagsgesellschaft mbH, München, und Albert Müller Verlag, Rüschlikon

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Zurück zu unserem Jahrbuch. Diese} I. N ummer folgt in respektvollem Abstand von 6 Jahren der würdigen Jubiläumsausgabe 1974. Der grosse Wurf von Kaspar Wolf und Walter Amstutz soll und darf nicht überboten werden. Meine erste Aufgabe bestand darin, mich an die Tastatur ihrer literarischen Ski-Eskapaden einzustellen. Ich muss dabei gestehen, dass ich bis vor kurzem in der Finsternis des Ungläubigen lebte, weil mir die besondere Bedeutung des Namens des Down-Hill-Only DHO-Skiclubs unbekannt war. Für mich war es bis dahin nichts als der spleenige Titel einer wohlhabenden «skio-philen» britischen Gesellschaft, in den zoer oder 30er Jahren vermutlich stehenden Fusses aus der Taufe gehoben anlässlich eines Aperitifs mit Champagner in einem berühmten Palace-Hotel in den Schweizer Alpen. Das studentische «chapeau» begleitete die Gedanken meiner skirennhistorischen Späterziehung. «Down-Hill-Only» war programmatisch! Es richtete sich gegen alle jene, denen das Nur-Abfahren im Bereich des Skisports damaliger Prägung absurd schien. Darüber hinaus der Slalom ein Bastard. Unsere alpinen Disziplinen also skirennsportliche Krüppel und das Arlberg-Kandahar-Rennen ein trotziger Marsch «mit der Matze» nach Sitten! Wieder einmal muss einer ausrufen: Wie haben sich da die Zeiten geändert! Von der Gründung elitärer Clubs bis zu Open-end-Massenverbänden heutiger Prägung, vom 33 : 0 Canadas gegen die Schweiz anlässlich der 1. Olympischen Winterspiele 1924 in Chamonix bis zum 1/ 100-Sekunden-«Photofinish» Wassbergs gegen Mieto nach einem 4o-Minuten-Langlaufsprint über 15 km liegt - in geschichtlichen Dimensionen gemessen - ein kurzes Wegstück . Aber auch hier verläuft die E ntwicklungskurve exponentiell: sanft ansteigend vom gemütlichen Höhenweg bis zur Direttissima oder zur Gipfelroute, die nicht von der technischen Machbarkeit bestimmt, sondern allein von der Ästhetik geprägt ist wie die Magic Line des K2. Was und wo aber sind die Kräfte, die hier - statisch und dynamisch - wirken? Woher kommen die Schübe, die das Ganze wie Gletscher unaufhörlich mit geballter Kraft nach vorne pressen? Beschleunigende Elemente wehren sich gegen hemmende in der Entwicklung dieses Systems, dessen Gewichte auf soliden wirtschaftlichen Stützen ruhen. Die weisse Szene spielt sich im Spannungsbereich eines Kräfteparallelogramms ab, das in politische Ordnungen mit all den Zwängen nationaler Souveränität und Strategien eingebettet ist . Die Sportverbände können sich der Jurisdiktion politischer Instanzen nicht entziehen. Obwohl sie in übergeordneten Fragen von internationalen Sportgremien nicht diszipliniert werden können, sind umgekehrt Reflexwirkungen auf dem Parkett der FIS und des lOK nicht zu vermeiden . Der West-Ost- und der Nord-Süd-Dialog ist «ständiger Ehrengast» in den SportTribünen. Welches sind die harten, welches die weichen Teile dieses breit orchestrierten Sportsystems, das dauernd gefördert, kritisiert, umjubelt und verdammt wird? In ihm gibt es Warnleuchten und Steuertasten, die die Mengen MI messen und regulieren . Aufmerksame Beobachter interpretieren die Signale. Geheimnisvolle boards greifen regelnd ein und führen die Massen weiter. Das Publikum orientiert sich an den Schlusslichtern unbekannter Fahrzeuge, die sich durch Nebel und Schneesturm nach vorne tasten. Wie sieht sich das Umfeld an, in dem die sportliche Spitzenleistung möglich wird? Wo entstehen die Impulse, welche Kettenreaktionen werden verursacht? Weshalb werden sie erweckt: die schlummernden Kräfte von Menschen, die wie Millionen andere aufwachsen, in den Bergen oder in den Städten, und sich durch wenig oder nichts von andern unterscheiden? Ist es der persönliche Ehrgeiz, der jenen der Nation reflektiert? Produkte beeinflussen die Technik, neue technische Möglichkeiten aber umgekehrt das Produkt. Es gibt Auftriebe zur Entwicklung in die Breite. Sie selbst löst neue Kräfte aus. Durch die Medien strömt das Ganze vollends ins Bewusstsein. Die publizistische Wirkung dreht die Spirale weiter. Kein Spitzensport ohne Veranstalter, keine Veranstalter ohne Verbände, keine Weltmeister ohne Sportord-

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GIGANTISMUS DES SPORTS 10000 Km Langlauf im Jahr Eine Strecke vom N o rdkap Schwedens bis zum Hirnal,,"a

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nung. Die Ordnung, die den Wert eines Wettkampfs einstuft, um Kaskaden des Erfolgs möglich zu machen, um in einem ständigen Selektionsprozess die Spitzen zusammenzuführen und jene mit ungenügenden Talenten auszuscheiden. Was ist der Star ohne das genau abgestimmte back-ground-team in chorus line? Was ist er, der aus der Masse herausgetreten ist, ohne Fans, was sind sie ohne ihr Idol? Wie ist das Feld zu erfassen, das die Spitzen von den Ferner liefen trennt? Wie weit hat der Nicht-Sieger die Sportdramaturgie des Tages I geprägt: kraft seiner Persönlichkeit, seiner begabten Technik, seines Scheiterns an der bosse Collombin in Val d'Isere? Wieweit aber hat der bis dahin im Schatten stehende Sieger blitzartig zugeschlagen und kann sie alle auf die Plätze verwiesen, um vielleicht wieder ins Nichts zu versinken? Wie sind sie, die Grossen off-Broadway, decamisado? Weshalb ertönt immer wieder der Ausruf der Entrüstung um materielle Aspekte des Sports oder des professionellen Sports überhaupt? Suchen wir nicht dauernd die Grenzen dessen, was erreichbar ist? Wollen wir nicht das Klettern im 7. Grad? Ist Choreographie, Rhythmus und Melodie der Musik, die die Möglichkeiten des Tänzers oder seiner Gruppe, des Raumes und der Zeit mit vollendetem Können ausnützen und das Ganze in den richtigen Rahmen stellen nicht ein packendes Erlebn,is? Hat das Theater, bestückt mit den Grössen der Schauspielkunst, einen negativen Stellenwert, nur weil es professionell gemacht ist? Ist es von Belang, Athleten ihre existentiellen Sorgen vergessen zu lassen? Erhöht es nicht den Reiz des Erlebens, wenn mit dem Erfolg der Gewinn, dem Misserfolg aber der Verlust gekoppelt ist? Ist es nicht gerade die dramatische Erwartung der Fans und des Sportlers selbst, den Aufstieg aus dem Nichts zum Gipfel zu versuchen, von dem Reinhold Messner sagt, dass es der Punkt ist, auf dem kein Berg mehr denkbar ist. Sport ist eng mit Spiel und Koloration verbunden. Show und Exhibition ist dem Spitzensport und dem Sport immanent. Der Spitzensport kann nicht von Bewunderung, Bewunderung nicht von Show getrennt werden. Ist es nicht eine Einheit von Elementen, die nach einer Kombination zu sich selbst rufen? Erinnern wir uns an mitreissende Ereignisse des Winters I 979/ 80: an den ersten Flug Sumis auf der grossen Schanze in Lake Placid, an Mietos Wucht im Laufen, ein Stil, der die sozusagen hydraulischen Kräfte dieses Athleten in Stereo zum Ausdruck bringt. Erinnern wir uns an die MarathonLokomotive Simjatov und an die Konzentration und Beherrschung eines Ingemar Stenmark.' Weglassen alles Überflüssigen. Nicht Skidisziplin, sondern Disziplin auf Ski! Wenn wir nicht den Durchschnitt wollen, dann ist grünes Licht zu geben für den Angriff auf die magischen Grenzen der Leistung. Vielleicht ist der materielle Anstoss und Gewinn eine der notwendigen Komponenten, um den Athleten voll zu fordern . Wird aber dieses Element im Spitzenkampf die entscheidende Rolle spielen? Es können geistige und physische Kräfte sein, die den Ausschlag geben. Vielleicht sind es aber instinktive Prozesse, die zur Goldmedaille führen. Unbekannte stille Reserven können zum Zuge kommen zur Überraschung des Athleten selbst. Was steckt in den Fasern des innern und äussern Antriebs, die die letzten Barrieren aufzusprengen vermögen? Was mobilisiert die Grenzen der Kräfte? Das Laden des Gewehrs an der Front, an der Front vor dem Feind , vor dem angriffsbereiten Feind hat einen andern Stellenwert als die Routinebewegung im Manöver. Die Perfektion in unserer Zeit ist nur möglich, wenn professionelle Kräfte am Werk sind, im Aufbau und im Ablauf. Nur möglich, wo die pole position nach Branchenregeln erobert und das gentlemen, start your engines vom Sprecher einer generalstabsmässig arbeitenden Organisation ausgerufen wird. Was aber bringt uns die Zukunft? Es ist kaum anzunehmen, dass der Skisport unabänderlich eingefahren ist. Die jetzige Weltcupformel ist kaum eine so selbstverständliche Regel wie die Reihenfolge der Weine bei einem festlichen Bankett. Wir sahen Schladminger Rennen in Wengen, das Lauberhorn aber in Montana! Ist bereits alles invers wie in einem Caiion, wo man zuerst absteigt, um aufsteigen zu können? Es gilt, die Fähigkeit und die Absicht zu haben, die Ski-Wirklichkeit den Veränderungen des Umfelds anzupassen. Wo nur versucht wird, den Status quo zu beherrschen, bleibt nichts anderes übrig, als ständig zu lavieren und zu manövrieren. Freude und Glanz darf bestehen, aber nicht, um I2


den Jahrmarkt zum Gott zu machen, und nicht, um Widersprüche zu überdecken. Es kommt darauf an, dem Denken und Handeln eine neue Richtung zu geben. Die Aufgabe besteht darin, unserer jugend durch die Welt des Skis neue Impulse Zu geben!

So lasst uns ergründen, worum es geht! Lasst uns. jene hören, die eng mit der weissen Welt des Winters verbunden sind. Da ich in diesem Lob des Grossen und der Grossen mit jacob Burckhardt begann, so lasst mir den Spass, mit ihm zu schliessen: Freilich ist der eigentliche Beweis der Unersetzlichkeit und Einzigkeit nicht immer streng beizubringen, schon weil wir den präsumtiven Vorrat der Natur und der Weltgeschichte nicht kennen, aus welchem statt eines grossen Individuums ein anderes wcire auf den Schauplatz gestellt worden. Aber wir haben Ursache, uns diesen Vorrat nicht allzu gross vorzustellen.

Rüschlikon, im November 1980

Raoul Imseng


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Kessler Hans, Dr., EM, SAS Zürich Losinger Vinzenz, SAS Bern, Bergbahnen Grindelwald First AG Meidinger Urs, SAS Basel, Meidinger + Co., Ventilatoren, Allschwil Meier Reto, Dr., SAS Zürich, Walter Meier Holding AG, Zürich Prince de Orleans-Bourbon Alvaro, SAS Zürich Witmer Rudolf, Prof. Dr., SAS Zürich

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***** (Weitere Donatoren siehe Seite 126)


«DEN BAUM ZWEIEN ... )} BEMERKUNGEN ZUR OLYMPISCHEN BEWEGUNG Arnold Kaech,

SAS

Bern

An den Spielen in Moskau, von den einen beschickt, den andern gemieden, hat sich die Kraft der sportlichen Formel des Olympismus einmal mehr erwiesen. Die am gleichen Ort, zur gleichen Zeit und nur jedes 4. Jahr stattfindenden Begegnungen der Welt besten in allen (olympischen) Disziplinen ergeben eine Schau von unübertreffbarer Dramatik. Sieger werden zu Ruhm und Gold emporgehoben; Verlierer in Abgründe der Nichtbeachtung gestossen. Viele Millionen Menschen in allen Erdteilen sind Zeugen dieses schicksalshaften Waltens . Mondovision. Wirklich, eine Weit-Sicht, konzentriert auf jene hochgelegte Latte, deren Fallen oder biosses Erzittern härtestes Urteil bedeutet; Weltsicht auf jenen Moment, da sich nach dem Glockenschlag zur letzten Runde das Leiden des Laufens bei jenem einen, beim Sieger, in beflügeltes Dahineilen wandelt, bei dem keiner zu folgen vermag. Olympische Spiele, olympische Siege: ungeachtet aller politischen Verstrickungen, das höchste Ziel einer elitären Athletenschar; das unübertroffene, die Welt umspannende Happening.

***** Es muss zugestanden werden, dass die olympische Bewegung und ihre im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vereinten Sachwalter den sportlichen Gehalt der Spiele trotz den Fährnissen der Zeit mit bemerkenswertem Erfolg bewahrt haben. Zwei Weltkriege vermochten nicht, die olympische Idee auszulöschen; Attentate, Boykotte konnten ihr nichts anhaben. «The games must go on!» Wer weiss, wie schwer sich andere Vorhaben und Organisationen auf Weltebene tun, der wird wenn er nicht ein schulmeisterlicher Perfektionist ist - dem IOC die Achtung nicht versagen. Es hat verstanden, den Spielen höchstes sportliches Prestige zu geben, zu erhalten. Versagt hat diese einem Kardinalskollegium nicht unähnliche Körperschaft in der Durchsetzung ihrer über den sportlichen Bereich hinausgehenden ideellen Ziele. Diesen Zielen liegen Vorstellungen zugrunde, die mit der sportlichen Wirklichkeit wenig zu tun haben. Sie finden Ausdruck in Formulierungen, denen man - um es etwas grob zu sagen - Bankettstimmung, Kognakduft, den blauen Dunst einer guten Havanna penetrant anmerkt.

***** Da wird «die Jugend der Weit)) gerufen. Welche Jugend eigentlich? Die arbeitende, die studierende Jugend? Die Jugend, die in der Gemeinschaft Pflichten zu übernehmen im Begriffe ist? Die Jugend, die etwas «Alternatives» sucht, auch wenn sie es kaum artikulieren kann? Weit gefehlt. Es geht um die kühnsten Vorreiter der unabsehbaren vom Sport ergriffenen Massen. Es geht um eine Elite, die sportlich zu aussergewöhnlichen Leistungen fähig ist und ihr Leben oder einen Abschnitt davon mit der Unbedingtheit, die das Schaffen des Künstlers kennzeichnet, mit der Härte, die der Fron des Knechtes gleichkommt, auf die Erbringung, den Vergleich, die Messung dieser Leistung am olympischen Ort, zur olympischen Stunde, ausrichtet. Genügt es den Gralshütern der Visionen de Coubertins nicht, die Bühne für dieses Schauspiel herzurichten? Braucht es die hohle Formel vom «Treffen der Jugend der Welt»? Hat nicht jener deutsche Professor recht, der meint, olympische Wettkämpfe seien «etwas durchaus anderes, als jene 15


19 30 Sonja Henie

menschliche Tätigkeit Sport, die grundsätzlich allen offen steht»? Allen, also wirklich der Welt jugend, könnte man beifügen. Olympische Wettkämpfe können aber so wenig «offen» sein, wie die Salzburger Festspiele oder die Metropolitan Opera. Dem Ruf nach der «Jugend der Welt» kann deshalb höchstens Symbolgehalt zugestanden werden. Nüchtern betrachtet ist er unehrlicher, überholter Werbeslogan.

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19 80 D enise Biellmann

Unehrlichkeit, höflicher könnte man vielleicht sagen: Weltfremdheit, kennzeichnet die olympische Ideologie auch in anderer Beziehung. «Spiele für den Frieden und zum Ruhme des Sportes», lautet das selbstgewählte und vom IOC auch heute nicht dementierte Motto. Spide für den Frieden. Das starre, in Moskau auf Druck westlicher Nationen erstmals durchbrochene Ritual ihrer protokollarischen Abwicklung ist darauf ausgerichtet, diesen Anspruch zu unterstreichen. Es weist Teile von grosser Schönheit, andere von widerlichem Kitsch auf. In der Hauptstadt der


Sowjetrnacht paarte sich Kitsch mit zynischer Komödie. Höhepunkt dürfte wohl die Stechschrittparade gewesen sein, bei der Rotgardisten in kriegerisch zum Himmel gehobenen Fäusten weiße Friedenstauben durch das Rund getragen haben sollen. Die Friedensphrasen mochten lange Zeit als harmlose Schönrederei hingenommen werden. Willi Daume - olympische Respektsperson in unserem nördlichen Nachbarland - konnte des Beifalls gewiss sein, als er 1972 ausrief: «Geben wir also olympischen Siegen die Bedeutung eines Sieges für den Völkerfrieden». Der offene, brutale, durch angebliche Hilferufe des afghanischen «Brudervolkes» keineswegs gerechtfertigte Einsatz sowjetischer Truppenverbände am Vorabend der Moskauerspiele wischte solches Geschwätz vom Tisch. Die Stunde der Wahrheit hatte damit auch für das IOC geschlagen.

***** Man mag Verständnis aufbringen für den Entscheid dieses Gremiums, die Spiele in Moskau «trotz allem» durchzuführen. Es brauchte nicht die Verärgerung über das von wenig Sachkenntnis getrübte Vorgehen Präsident Carters, die wenig hilfreiche Intervention seines inzwischen zurückgetretenen Aussenministers Cyrus Vance vor den versammelten IOC-Kardinälen in Lake Placid. Die Sachzwänge waren für sich allein schon stark genug. Nicht zuletzt ging es um die Mittel, welche dem Grossunternehmen olympische Bewegung alle 4 Jahre die Weiterexistenz sichern. Dabei konnte man sich auf Argumente stützen, die, für sich allein genommen, beachtenswert sind. Etwa den Grundsatz «Pacta sunt servanda». Wie gesagt, das IOC konnte wohl kaum anders handeln. Es wird aber nie mehr mit Phrasen von «Spielen für den Frieden» glaubwürdig sein. Es hat die russische Herausforderung hingenommen und damit zugelassen, dass die olympische Bewegung zur Kaschierung brutaler Grossmachtpolitik missbraucht wurde. Das offizielle Russland konnte im «Büchlein des Parteiaktivisten» schreiben: «Der Entscheid, das ehrenvolle Recht der Durchführung der olympischen Spiele der Hauptstadt des ersten sozialistischen Staates der Welt zu verleihen, wurde zum überzeugenden Zeugnis der allgemeinen Anerkennung der historischen Wichtigkeit und Richtigkeit des ausserpolitischen Kurses unseres Landes, der gewaltigen Verdienste der Sowjetunion im Kampf für den Frieden ... » Die Friedensschwärmerei olympischer Ideologen ist somit von Moskau zu einer effizienten Manipulation des Friedensbegriffes missbraucht worden: Da olympische Wettkämpfe von ihren höchsten Autoritäten als «Spiele für den Frieden» deklariert werden, gibt ihre Abhaltung in Moskau dem Gastland das Gepräge einer Friedensrnacht. Wir sind zwar noch nicht soweit, dass die Anwendung militärischer Gewalt als Friedenspolitik bezeichnet wird, die Kriegsministerien in Friedensministerien und die Propagandaministerien in Wahrheitsministerien umbenannt werden. Noch heisst eine Kapitulationsurkunde nicht einfach Beistandspakt. Wenn aber in der UdSSR verkündet wird, die Durchführung der Spiele in Moskau sei die Anerkennung russischer Friedenspolitik, ist - mit Blick auf Afghanistan und auch auf die Lage der Regimegegner - diese «Umwertung» doch schon beinahe vollzogen. George Orwell hat sie erst für 1984 prophezeit. Wenn man aber bedenkt, wie schnell die Zeit vergeht ...

***** Spiele zum Ruhme des Sportes. Mit diesem Teil des IOC-Mottos ist die Vorstellung verbunden, dass es dem olympischen Athleten um den Sport, und nur darum, geht; dass also keine persönlichen <<niederen» Interessen auf dem Spiel stehen. Hier sind wir der ältesten Unwahrheit, Unehrlichkeit, auf der Spur. Sie geht auf eine Zeit zurück, da Sport das Vergnügen einer J eunesse don~e, der Zeitvertreib einer begüterten Schicht, war. Der damalige Ehrenkodex verbot es ihren Angehörigen, materielle Leistungen im Zusammenhang mit solchen Gesellschaftsspielen entgegenzunehmen. Ihre Kreise sollten auch nicht durch bezahlte Wettkämpfer, Berufsleute des Sportes, gestört werden. Dem Amateur gehört das Privileg, an olympischen Spielen um die Krone ringen zu dürfen. Gibt es ihn noch? 18


Die Frage ist von höchst marginalem Interesse. Wer stösst sich daran, daß herausragende Leistungen ihrem Seltenheitswert entsprechend honoriert werden? Wer wirklich kann einem jungen Mann, einer jungen Frau verargen, dass sie sich dem gewählten «Beruf», ihrer Berufung, mit einer Ausschliesslichkeit hingeben, die anderweitigen Broterwerb nicht mehr zulässt? Warum sollte einer seinen Unterhalt als Buchhalter verdienen, wenn er als Skiläufer Honorar nach den Massstäben des Weltschaugeschäftes kassieren kann? Die Führung der olympischen Bewegung hat sich gegen solche Ketzereien gestemmt. Sie hat damit zur Bevorteilung der Sportler sozialistischer Gesellschaften beigetragen, in deren System sportliche Leistung ihre gerechte Belohnung findet. Exempel wurden statuiert, Regeln nuanciert und schliesslich Toleranzgrenzen zunehmend verwischt. Zu einer offenen Wertung sportlicher Leistung nach marktwirtschaftlichen Kriterien konnte man sich indessen nicht durchmausern. Immer noch wird eine Kulisse materieller Desinteressiertheit aufrechterhalten. Wer als Wettkämpfer mitmacht, hat sich weiterhin unter einen zweifelhaften Eid zu stellen. Wer Athleten delegiert, muss zwischen Wahrheit und Unwahrheit lavieren. Wäre es nicht an der Zeit, der Ehrlichkeit zum Durchbruch zu verhelfen? Wir würden erleben, dass die Athleten auch nach dem Fallen bisheriger Schranken, bei der höchsten Bewährungsprobe, an den olympischen Spielen, «zu m Ruhme des Sportes» in die Arena gehen. Sollte ihrer Leistung ein Makel anhaften, nur weil sie Marktwert hat?

***** Mit solchen und ähnlichen Problemen wird sich wohl der Olympische Kongreß zu befassen haben, der 198 I in Baden-Baden zusammentritt. Dabei geht es im Grunde genommen um ein einziges zentrales Anliegen: um eine ernste Bemühung zu vermehrter Wahrheit und Klarheit; um eine Besinnung auf den Sport, Kernstück des Olympismus. Die Regeln des IOC sollten weltweite, sportliche Rahmengesetze sein; nicht weniger, aber auch nicht mehr. Ihr Hauptgegenstand ist die gesicherte Durchführung der alle 4 Jahre stattfindenden Spiele. Der Olympismus soll sich nicht in die Reihe zeitgenössischer Friedensbewegungen verschiedenster Couleur einreihen. Er soll nicht eine Pseudoreligion sein, mit vestalischen Hüterinnen des heiligen Feuers und Hohepriestern, die das Gebot verkünden. Der «Überinterpretation» der olympischen Regeln (Prof. August Kirsch) wäre in gründlichem Reinigungsprozess zu Leibe zu rücken. Die Spiele wären auch zu «entnationalisieren». Olympische Spiele sollten - nach dem erklärten Willen des IOC Begegnungen der Einzelnen sein. Warum wird alles getan, um sie zu Wettkämpfen zwischen Nationen zu machen?

***** Beschneidung in allen Gebieten also. Ein Prozess, der dem «zweien» eines Baumes, der Entfernung unerwünschter Äste und dem Aufpfropfen neuer, gesunder Schosse, gleichkommt. Neue Schosse? Gewiss. Die sportliche Idee ist bei weitem noch nicht ausgeleuchtet. Ihre Selbstdarstellung an den olympischen Spielen ist - weil auf sportfremde Ziele ausgerichtet - nicht nur unehrlich, sondern höchst ungenügend. An Vorschlägen fehlt es nicht. So ist daran gedacht worden, das Protokoll in den Dienst einer vermehrten Hervorhebung sportlicher Ideale und wahrer Begegnung der Athleten zu stellen. Gemeinsam könnten sie in einer Art Landsgemeinde die am höchsten zu wertende Leistung bestimmen, den Athleten zur Krönung vorschlagen, der in Erfolg oder Misserfolg sportliche Haltung am vorbildlichsten verkörpert hat, die Mannschaft auszeichnen, welche den Schiedsrichtern am wenigsten Probleme aufgab. Das Zweien von Bäumen braucht Wissen und Geduld. Auf dem Weltforum des Olympismus sind die Dinge kontrovers und zähflüssig. Niemand wird rasches Reifen neuer Früchte erwarten. Der Baum ist aber gesund und kräftig. Deshalb dürfte sich ein ernster Versuch doch lohnen.


SPORT UND POLITIK - MACHTSPIEL IM FREISTIL Jürg Tobler

Dass Sport mit Politik nichts zu schaffen habe, wird nach diesem olympischen Jahr 1980 keiner mehr behaupten wollen. Mit der Boykott-Diskussion, die uns der amerikanische Präsident aufgenötigt hat, ist zumindest eine politische Funktion des Sports ins öffentliche Bewusstsein geredet worden: diejenige der Ablenkung von der Politik. Carter wollte die Weltöffentlichkeit davor bewahren, durch die Moskauer Spiele von der sowjetischen Aggressionspolitik abgelenkt zu werden. Gleichzeitig spekulierte auch er auf ablenkende Wirkung : Der Boykott sollte von der Ohnmacht und Ratlosigkeit seiner Politik ablenken! In weniger spannungsgeladenen Zeiten sind die M otive der sportinteressierten Politik freilich nicht so defensiv. Da geht es dann nicht um Ab-, sondern um Hinlenkung, da sollen die Wettkämpfer Kraft und Überlegenheit ihres Systems symbolisieren, da sollen nationale Grössenbedürfnisse befriedigt werden. Gleichviel, ob sich Politiker durch ihre Spitzensportler stellvertretend präsentieren wollen oder ob sie sich hinter ihren breitschultrigen Athleten zu verstecken suchen - es sind ihre Sportler, zumindest im Erfolgsfall, und die Wirkung bleibt dieselbe : Das Geschehen im Stadion überstrahlt das Geschehen der politischen Arena, das eine wird gar mit dem andern identifiziert. Die olympische Ehre eint ein Volk mehr als jedes erdenkliche Regierungsdekret . Unsere Hochleistungssportler sind Agenten der Politik, mit den massenwirksamsten Eigenschaften der Repräsentation ausgestattet; ihre Rekorde sind die Leistung schlechthin. Sieg oder Niederlage der modernen Titanenkämpfe entscheiden über die nationalen Gemütslagen. Die Politik bedient sich des Sports instrumental, Spitzensport ist Politik-Ersatz - das können nur noch die Herren Staatspräsidenten und Sportverbandspräsidenten in ihren Eröffnungsfeierreden leugnen. Was aber ist, um solche Einsicht klüger, denn nun zu tun? Sollen wir den internationalen Spitzensport abschaffen, damit kein Machthaber mehr durch ihn erhöht werde und damit wir unseren Blick unbeirrt auf die «reine» Politik richten können? Sollen wir der Politik dieses Instrument entwinden, indem wir's zerstören? Solche Logik gliche derjenigen des «Schlimmen Gottfried», einer parodistischen Figur Morlocks: Gottfried wollte die Staatsoper in Brand stecken, auf dass die Akustik besser werde. Zwar lehrt jede noch so flüchtige Beobachtung der Menschen, dass ihr Interesse für die Politik als solche erschöpflich ist - doch gehen wir einmal von der gegenteiligen Annahme aus! Wie friedlich und wie gerecht wäre denn wohl eine total politisierte Welt? Rhetorische Frage! Es wäre eine Welt des einen und einzigen Kampfes, und wir können sicher sein, dass er sich nicht an die Regeln sportlicher Fairness hielte. Denn totale Politisierung setzt totale Emotionalisierung voraus; auch die rationalste Beschäftigung mit der Politik kommt ohne emotionale Impulse nicht zustande. Stellen wir uns einmal vor, all die Energie, die im Sport befreit wird, flösse in die Politik ein! Da packt uns ein gruseliges Gefühl, eine menschenfreundliche Vision ist das nicht. Gewiss, Sport kann das Bild der Politik verzerren; er verzerrt dadurch, dass er die Politik erträglicher macht, als sie ohne

Peter Müller 20

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ihn sein könnte. Es ist wahr, dass der Sport von wichtigeren und ernsteren Dingen ablenkt. Und er tut es zu unserem guten Glück. Denn es ist ebenso wahr, dass er die Politik von uns ablenkt - von uns als deren Objekten und möglichen Opfern. Die Boykott-Diskussionen der jüngsten Zeit - Argentinien I 978, Moskau I980 - haben mit zureichender Deutlichkeit aufgezeigt, dass der Sport sozusagen in doppelter Weise politisch benutzt wird, als Mittel der Propaganda zum einen und als Strafaktion (durch Boykott) zum andern. Mag der Boykott auch als (Gegen-)Mittel der Propagandaverhinderung ausgegeben werden, in Wahrheit taugt er lediglich zur Vermittlung einer Fiktion der Stärke, welche Ohnmachtsgefühle verdrängen soll. Kein Politiker wird so einfältig denken wie er argumentiert; er weiss wohl, wie leicht auch sein Boykott propagandistisch ausbeutbar ist. Er kann es nicht hindern. Den Sport handhabt er nur zum Schein aussenpolitisch. Tatsächlich ist er in erster Linie innenpolitisch wirksam, ein operatives Mittel für die «Heimatfront», überaus handlich und daher so naheliegend. Der politisch-moralische Rigorismus, dessen augenscheinlich nicht bloss die Linke fähig ist, verlangt nach tatkräftigen Gesinnungsbeweisen ... und begnügt sich allenfalls mit einem einzigen, wenn er spektakulär genug ist. Und das ist der Sport-Boykott alleweil. Beteiligungsverzicht im sportlichen Wettkampf kann man sich leisten, im Wettrüsten nicht, und aus dem Wettbewerb des internationalen Handels ist auch nicht gut aussteigen. Sport als eine der letzten Disponibilitäten in einer Welt der Interdependenzen! Es sind uns keine zivilisatorischen Erscheinungen bekannt, die nicht politisch bedingt sind oder politisch wirksam werden könnten. Doch sie alle geniessen in der politischen Klasse offensichtlich ein höheres Ansehen als die Manifestationen der Körperlichkeit, sind kulturell ritualisiert und etabliert oder aber wirtschaftlich unverzichtbar. Der Sport, eben erst als Politikum entdeckt, scheint dagegen der Beliebigkeit ausgesetzt und in seiner Eigenständigkeit jederzeit angreifbar. Er wird gefördert und handkehrum boykottiert, was immer die (innen-)politische Opportunität nahelegt. Wirkt in den Eliten etwa eine Geringschätzung des Leiblichen nach? Jedenfalls ist ihre Neigung ausgeprägt, den Sport auf gesundheits- und wehrpolitische Kategorien zu reduzieren und jedes sportliche Phänomen, das sich nicht ohne weiteres in den Rahmen der übergeordneten Zwecke einbeziehen lässt, als Entartung und Exzess zu denunzieren. Wird sportliches Tun im Sinne der guten alten «Leibesertüchtigung» gemeinhin mit Gesundheit assoziiert, so werden der Leistungssport und seine Massenfaszination fast durchwegs den Zivilisationskrankheiten zugerechnet. Das Vorurteil sitzt tief. Mein Geschichtslehrer verstand es aufs vortrefflichste, in der Kultur des antiken Griechenland immer wieder einen Vorwand zu finden, um in einem der begehrten Gegenwartsbezüge über die Massen «passiver Sportler» herzuziehen und den modernen Sport als ein einziges Geschwür einer morbiden Gesellschaft zu karikieren - dabei waren die beklagten «Auswüchse» damals noch gar nicht so ausgewachsen. Dass der Sport trotz aller Auswüchse sowohl Ausgleich als auch Modell bleibt - und das wohlgemerkt nicht bloss für die Aktiven - , gehört noch heute nicht zum Bestand allgemeiner Kenntnis . Das politische Personal mag die eine und andere soziale Funktion des modernen Sports (kraft seines Machtinstinktes) erahnen, von Einsicht ist es weit entfernt - und daher ebenso entfernt von sportpolitischer Konsequenz. Bisweilen ist auch nicht ganz auszuschliessen, daß Wirkungsneid im Spiel sein könnte. Politiker finden sich mit den Verehrungsbedürfnissen der Masse sehr viel leichter ab, wenn sie sich als Ziel der Projektionen erleben. Bewunderung und Überhöhung von «andern;) empfinden sie noch bald als peinlichen Götzenkult. Ausgleich und Modell - wie kann das gemeint sein? Der Sport wird durch einfache, allgemein einsichtige und daher akzeptierte Regeln bestimmt : Das Verdikt der Uhr ist objektiv zwingend, für alle Skiläufer gleichermassen unabweisbar, um den Fussball wetteifern elf gegen elf, als Goal zählt, wenn der Ball in vollem Umfang über die Torlinie rollt, und wer in der Leichtathletik beispielshalber am schnellsten läuft, am weitesten oder höchsten springt, lässt sich zweifelsfrei messen. Sport ist in sich sinnvoll und an sich zweckfrei - nicht Mittel, als das die meisten Menschen ihre tägliche Arbeit erleben. Sport ist zunächst erhöhtes Lebensgefühl durch Anstrengung, Erfahrung des Körpers, Erfahrung von Gemeinschaft ausserhalb des gesellschaftlichen Ernstes, Wettbewerb als 22


Wettbewerb und nicht als Existenzkampf. Der Misserfolg bleibt ohne gravierende Weiterung, man tauscht die Leibchen, reicht sich die Hand, wischt dem Unterlegenen das Sägemehl von der Schulter. Die Überlegenheit an Vitalität, die der Wettkampf spielerisch ermitteln soll, geht niemals bis zur Vernichtung des Gegners. Sportliche Fairness gebietet Achtung des Gegners, gebietet Anstand beim Siegen wie beim Verlieren. Der Sport schafft eine offene, durch Leistung - und einzig durch sie - zugängliche und gegliederte Gesellschaft - eine klassenlose Gesellschaft, die nach öffentlich prüfbaren Merkmalen ihre Eliten rekrutiert. Sport als offener Wettbewerb: Der Sprinter kann katholisch sein oder ungläubig, weisser oder dunkler Hautfarbe, Mechaniker oder Akademiker; er muss laufen können und darf seine Konkurrenten nicht behindern, das ist alles: Schnell muss er sein und fair. Sport ist ein Gleichheitsideal, die Welt des Sports ist eine gerechte Welt, ihre Regeln erlauben keine Ausnahme, berücksichtigen keine «guten Beziehungen», begünstigen keinen Spross einflussreicher Eltern. Die Regeln sind für und gegen jeden; sie statuieren ein Gegen-sich-selbst-Angehen, den Kampf mit sich. Im Sport vollzieht sich, wie ein Arzt und Psychologe einmal ausgedrückt hat, eine wunderbare psychische Wandlung: «Die Lust zur Last macht die Last zur Lust.» Sport ist Verhaltenserziehung : auf den Partner bezogen, in die Gruppe gefügt sein, Niederlagen ertragen lernen .

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Nun lässt sich einwenden, dass die Startbedingungen inzwischen recht unterschiedlich seien und dass die dem Sport zugeschriebene fundamental-demokratische Gleichheit folglich illusorisch geworden sei. Auf internationaler Ebene sind solche Verzerrungen längst nicht mehr zu übersehen, und auch die Einbussen an Zweckfreiheit können nicht wegdiskutiert werden: der Spitzensport ist seit langem schon im Begriff, zur Arbeit auszuarten. Und was schliesslich die Kritik am Zuschauersport anlangt, so sind diejenigen nicht zu widerlegen, welche sich mit der Aufzählung von Symptomen begnügen. Dass die Zuschauer den Sport chauvinistisch aufladen, ist wahr. Und wahr ist nicht minder, dass die Stilisierung der Akteure auf den weissen Pisten oder den Aschenbahnen ins Lächerliche geht. Doch fragen wir erst mal unpolemisch danach, was der Zuschauer denn da erschaut! Er sieht, wie die Athleten ihre Kräfte zur Explosion bringen, wie sie sich zum Äussersten und Letzten emporreissen. Sein Erlebnis ist das Erlebnis einer Universalität, die er begreifen und die ihn ergreifen kann. Es erschliesst ihm einen ideologiefreien Raum, in dem er sich ohne Zwang und Angst zu bewegen vermag, ein weltweit anerkanntes und ihn anerkennendes Ethos der Leistung und Haltung. Und nicht zu unterschätzen: Sport ist eine Kommunikationsveranstaltung ohnegleichen! Wie viele Menschen kommen - über alle Graben der Spezialisierung hinweg und durch alle Abstraktheit hindurch - via Sport erst und allein miteinander ins Gespräch? Er bietet den Menschen unterschiedlichster Existenz- und Denkweise eine Gemeinsamkeit, ein gemeinsames Thema, in welchem soziale Standorte keine Rolle spielen. Allein die Faszination am Spiel der modernen «Titanen» verbindet sie. So diskutabel es sein mag, den Sport als wesensmässig ethisch zu charakterisieren, so unzweifelhaft ist, dass ihm ethische Impulse entspringen. Auch in der hochgezüchteten Form des Spitzensports erfüllt er eine Funktion, die ihm in vergleichbarer Wirkung keine andere kulturelle Manifestation abnehmen kann, eine sozialisierende Wirkung, «die Mitwirkung daran, das Leben dieser Gesellschaft erträglicher zu machen» (Mitscherlich) . Nun schillert jedes Ideal, das praktiziert wird. Unvermeidlich, dass der Sport nicht «reines» Leistungs-Modell bleiben kann. Die gesellschaftliche Realität wirkt auf ihn zurück und beeinträchtigt seine Vorbildlichkeit. Der Sport ist auch Abbild unserer industriellen Welt . Er kompensiert ihre Langeweile und Ohnmächtigkeit, er überspielt ihre Abstraktheit und überbrückt die Zerklüftungen der menschlichen Autonomie. Wir benötigen - notwendig im Wortsinn - diesen Sport mitsamt seiner Massenobsession, solange die Gesellschaftspolitik keine neuen Wege zur Sinnerfüllung aufzumachen versteht. Der Versuch, den Sport von seinen Auswüchsen zu befreien, bedeutete nichts weiter als Symptombeseitigung. Die Menschen wären weniger sportsüchtig und in ihrer Freizeit schlechthin weniger konsumabhängig und zerstreuungsbedürftig, wenn sie in ihrer Arbeit mehr erführen als die bare Nützlichkeit einer Verrichtung. Der neuzeitliche Sport ist, wie uns der Theologe Thielicke entwickelt hat, ein Gleichnis für die Souveränität des Menschen. Eine Politik, die gegen den Souveränitätsverlust in der Folge sozialer Umwälzungen nicht ankommt, müsste zum allerwenigsten diesem Gleichnis Sorge tragen. Sie müsste den Sport systematisch zu fördern suchen und nicht von Fall zu Fall, sie müsste eine Schutzgarantie seines Eigenlebens, seiner Gesetzlichkeiten übernehmen und ihn aus allen Opportunitäten der Tagespolitik ausgrenzen. Solches Sportverständnis bewahrte uns vor Übergriffen, wie der Boykottanspruch einer ist. Die wechselnden Austragungsorte - ob Buenos Aires oder Moskau - hätten gleichsam über-territoriale Geltung. Boykott ist eine Vokabel des Machtdenkens. Im Sport hat sie nichts zu bestellen. Die befreiende Wirkung des Sports setzt voraus, dass er von keiner Moral kontrolliert wird, die nicht im Sport selber begründet und durch ihn begrenzt ist.

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OLYMPISCHE LORBEEREN Kaspar Wolf,

SAS

Basel

Maurizio Bottaro, ein junger Sportlehrer, legte vor kurzem eine interessante Diplomarbeit vor. Er analysierte statistisch die Erfolge von Schweizer Athleten an Olympischen Spielen, beginnend mit Athen 1896 und abschliessend mit Moskau 1980. Die Arbeit ist aufschlussreich. Meines Wissens wurde erstmals ein solcher Versuch unternommen. Vielleicht - es wäre zu hoffen - ist er Anlass zu weiteren vergleichenden Untersuchungen im Bereich des Hochleistungssports. Es geht um die Frage, wo wir im Spitzensport heute stehen - im Vergleich zu früheren Jahrzehnten, im Vergleich zum Ausland. Ist bei der zunehmend härter werdenden Weltkonkurrenz eine absinkende Tendenz zu erkennen? Gab es in den vergangenen Jahrzehnten signifikante Schwankungen? Welches waren deren Ursachen? Wie entwickelten sich die Leistungen einzelner Sportarten? Bottaro beantwortet diese Fragen noch nicht. Der Rahmen der Diplomarbeit zwang ihn zur Selektion . Er beschränkte sich unter Auslassung von Weltmeisterschaften, E uropameisterschaften, Länderkämpfen und von nichtolympischen Sportarten auf die Olympischen Sommer- und Winterspiele. Das ergibt zumindest erste Ansätze . Bottaro sammelte fleissig alle I . bis 6. Schweizer Ränge von 1896 bis 1980, was erstaunlicherweise gar nicht so einfach war. Jean Weymann, Generalsekretär des Schweizerischen Olympischen Comites, verfügt über ein ansehnliches Archiv und half, wo er konnte. Aber so wohl geordnet haben doch nicht alle Missions-Chefs Akten hinterlassen. Aus dem Material erstellte dann Bottaro Relationskurven wie Anzahl der Schweizer Ränge von Spielen zu Spielen, Grösse der Schweizer Delegationen, Koeffizient zwischen Teilnehmerzahl, prämierten Rängen, Ranganteil der verschiedenen Sportarten, Nationenklassement, Beziehung zwischen Nationenrang der Schweiz und der Anzahl teilnehmender Nationen. Eher eine Spielerei, doch keine schlechte, ist der Versuch, vergleichend die Anzahl der Medaillen im Verhältnis zur Bevölkerungszahl aufzuschlüsseln . Es ist nicht so leicht, die Bevölkerungszahl Frankreichs um die Jahrhundertwende zu erfahren. Bottaro gelangte telefonisch und brieflich bis ans geographische Institut der Pariser Universität. Am Ende beschränkte er sich auch hier auf die Schweiz und ihre vier umliegenden Länder Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich. Die Erfolgskurve fällt recht schmeichelhaft zugunsten der Schweiz aus . Im folgenden seien fünf Grafiken herausgegriffen und kurz kommentiert. Sie sind von besonderem Interesse. Die Grafiken 1- 3 stellen im chronologischen Ablauf die Ränge I bis 6 von Schweizer Athleten und Athletinnen dar. Summarisch kann dazu folgendes ausgesagt werden: Naturgemäss erbringen die Winterspiele der Schweiz am meisten gute Plazierungen Vor dem Ersten Weltkrieg war die Schweiz olympisch kaum existent. Zwischen den beiden Weltkriegen und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Schweiz - wohl als Folge ihrer Unversehrtheit - olympische Höhepunkte, so 1924 in ParisjChamonix, 1948 in St. MoritzjLondon. Kaum oder nicht existent war die Schweiz auch 1932 in Lake Placid und Los Angeles wegen der (damaligen) Distanz, in Melbourne 1956 wegen des sowjetischen Einmarsches in Ungarn. Die Winterspiele von Sapporo 1972 erbrachten der Schweiz einen nochmaligen Höhepunkt. 25


Seit 1952 scheint sich aber die Kurve in angemessener helvetischer Bescheidenheit zu bewegen, mit einem leichten AufAackern unmittelbar nach dem medaillenlosen Tiefpunkt von Innsbruck im Jahre 1964 (bescheidene Erfolge des neugeschaffenen Nationalen Komitees für Elite-Sport?) und seitheriger Tendenz zur Stabilisierung.

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Diese Entwicklung widerspiegelt auch die (an sich verpönte) Nationenwertung, die allerdings nur Medaillenträger erfasst. Im besonderen wäre noch zu sagen: Die Höchstkurve in den Jahren 19001I 904 ist zu relativieren, sorgten doch zwei bis drei erfolgreiche Kunstturner für den unverhältnismässigen Medaillensegen. Allmählich scheint sich die Schweiz - zunächst olympisch gesehen - so um den 2 0. Welt rang herum einzupendeln.

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Eine abschliessende Wertung ist noch verfrüht. Breitere Vergleichsanalysen sind unerlässlich. Allein, Bottaros Studie ist ein Unterfangen, das auszubauen sich lohnt. Eine realistische Standortbestimmung hilft oft, Höhenflüge oder Resignation zu vermeiden und den Weg in die Zukunft klarer zu sehen.


LA FEDERATION SUISSE DE SKI PLAN DU SKI 80 Pierre Hirschy,

SAS

Z端rich

La Federation suisse de ski a fete l'an dernier son 75 e anniversaire. Cette annee, les courses du Lauberhorn sont devenues cinquantenaires et les Federations de ski d' Allemagne et d' Autriche celebrent leurs 75 ans d'existence. Ces anniversaires nous invitent a mesurer le chemin parcouru, mais aussi a nous tourner vers l'avenir. L'histoire de la Federation suisse de ski, fondee le 20 novembre 1904, pourrait se traduire par des chiffres: 15 clubs fondateurs et 700 membres, un premier comite central fort de 3 personnes et un benefice de 5,65 francs a la fin du premier exercice, d'une part d'autre part, en 1980, une Federation suisse de ski qui comprend 14 associations regionales et 3 sous-federations qui reunissent environ 1000 clubs, I I 5000 membres, sans compter les 20000 filles et gar<;:ons qui font partie de nos organisations de jeunesse, le comite central est fort de 30 membres, les presidents regionaux en font partie ex officio, le budget est de 5,5 millions de francs environ, enfin, le secretariat central a Berne occupe en permanence un directeur et 20 collaboratrices et collaborateurs. Les chiffres heureusement n'ont qu'une importance relative et ils ne sauraient, seuls, refleter l'image de notre Federation. Des sa fondation, la Federation suisse de ski a reconnu l'importance de l'enseignement et de la competition. Les premiers statuts fixaient ainsi nos objectifs: L' Association suisse des clubs de ski a pour but : I . l'union des clubs suisses de ski en vue de developper ce sport en Suisse par l'institution de courses centrales (Rennen), de cours et de rendez-vous generaux, 2. l'exploration des montagnes en hiver, 3. le developpement physique de la jeunesse suisse et la formation de skieurs pour l'armee, 4. l'etablissement de rapports entre les associations suisses et etrangeres qui poursuivent le meme but, et la defense des interets du skieur. Aujourd'hui le Plan de ski 80 fixe les objectifs a atteindre, jusqu'en 1986, pour que l'image de notre Federation corresponde a ce qu'elle est vraiment: L'association specialisee pour le sport du ski en Suisse, sport qu'elle place sous le signe de la conservation de la sante publique et de l'emploi judicieux des loisirs. Elle veut rendre possible l'exercice du ski atout un chacun. Instruire les cadres necessaires pour ameIiorer a tous les niveaux la formation. Former et assurer une releve qui, en sport de competition, nous permette pour le moins de maintenir, sur le plan international, les resultats obtenus. Mettre mieux a la disposition de tous les skieurs les experiences faites en competition, tant au point de vue du materiel que de la technique, pour une plus grande securite. 28


Deux problemes sont actuels et doivent dans un prochain avenir trouver une solution: maintenir un equilibre raisonnable entre le ski de competition et le ski pour tous, assurer un meilleur financement de nos differentes activites. Qu'on le veuille ou non, le ski de competition est notre marque de qualite !

SCHLEUDERTECHNIK Bildmontagen aus dem Buch (Schweizer Skiakrobatik> von Hans Ettlin, 1979, Habegger Verlag, Derendingen Photos (S . 29, jl) R. Homberger.


HAT LEISTUNGSDRUCK (IM SPORT) WIRKLICH NICHTS GUTES AN SICH? Adolf Ogi

Das Wort «Leistung» hat (leider) in den letzten Jahren einen etwas negativen Beigeschmack erhalten: Leistung wird oft mit Unterdrückung assoziiert, mit (sozialer) Ungleichheit oder gar mit Ungerechtigkeit. Jene, die «Leistung» in Verbindung mit Lustgewinn, mit Engagement oder mit Befreiung bringen, werden von vielen zumindest nicht ganz verstanden: vermehrt Kopfschütteln, nicht Zustimmung sind ihnen gewiss. Wird «Leistung» erst noch mit «Druck» zusammengesetzt, scheint eine positive Interpretation dieses nahezu wie ein Schimpfwort klingenden Begriffes «Leistungsdruck» völlig unmöglich zu sein. Aber: Hat Leistungsdruck wirklich nichts Gutes an sich?

SPOR T ALS SÜNDENBOCK Dem Spitzensport wird oft vorgeworfen, nichts anderes als ein profaner Abklatsch der ausbeuterischen Leistungsgesellschaft zu sein. Elitesport habe jeglichen Charme verloren, einzig Prestige, Geld und deshalb auch Betrug sowie Skandale würden die einst so gerühmte Sportszene prägen. Solche Kritiken sind weder originell noch zutreffend . Es ist ebenso falsch, den Sport veridealisieren zu wollen, wie ihn schlecht zu machen. Es ist zwar bedauerlich, dass üble Machenschaften vom Sport nicht ferngehalten werden können, doch ist daran der Sport schuld? Die Menschen haben oft einen einfachen Entschuldigungsmechanismus. Sie machen ihr Umfeld für etwas verantwortlich, wofür sie im Grunde genommen selbst schuld sind . Der Sport ist eigentlich wertneutral, vergleichbar mit einer Ware oder gar mit dem Geld: Es kommt darauf an, was der Einzelne daraus macht. Seine Beziehung zu ihm und welchen Sinn er der sportlichen Auseinandersetzung beizumessen vermag, entscheiden letztlich über die individuelle Bedeutung des Sportes. Nicht der Sport an sich, der Mensch, der ihn betreibt, trägt die Verantwortung für den (Un-)Sinn des Sportes.

WANN WIRD LEISTUNGSDRUCK ZUM STRESS Es vermag im Zusammenhang mit der Diskussion «Pro und contra Leistungsdruck» interessant sein, zu wissen, wann beispielsweise die Wehrpsychologen von den Rektruten am meisten aufgesucht und um Hilfe (meist um Entlassung) gebeten werden. In der über Jahre geführten Statistik sind bei diesen Häufigkeitsangaben deutliche Spitzen, gefolgt von Wellentälern erkennbar. Wie sind diese Kurv enverläufe zu interpretieren? Wohl nicht ganz zufällig stimmen diese «psychologischen Hilfslinien» mit dem Gang der Konjunktur überein. In Hochkonjunkturzeiten scheint der Militärdienst für besonders viele Armeeangehörige unerträglich zu sein, während in den «mageren Jahren» offenbar das Dienstleisten humaner empfunden wird. Seltsam oder typisch ? Jedenfalls drängt sich die Deutung auf, dass der «Militärstress» in zumindest konjunkturell guten Zeiten schwerer lastet als in wirtschaftlich härteren Jahren - der Stress also weitgehend eine Frage der Einstellung des Einzelnen ist und kaum sogenannt objektiv beurteilt werden kann. Genauso verhält es sich mit dem Leistungsdruck : Druck wird stets als eine Kraft (oder eben als eine Last) empfunden, deren Verursachung ausserhalb der eigenen Person angesiedelt wird. Alles von


aussen Kommende stellt eine potentielle Bedrohung dar, gegen die Abwehrmechanismen aufgebaut werden. Druck bedroht die eigene Entfaltung, hindert die Selbstverwirklichung und ist überhaupt schlecht, weil er von andern, nämlich von den Gegnern kommt.

VOM LEISTUNGSDRUCK ZUM LEISTUNGSDRANG Der «Gegner» als Bezeichnung des «Andern» kann wenigstens zweierlei bedeuten: In der zwischenmenschlichen Beziehung bedeutet Gegner «Feind» und lässt Kriegsstimmung aufkommen, was selten gut ist. Im sportlichen Umfeld hingegen heisst Gegner «Konkurrent», mit dem man sich in fairer Art und Weise misst. Der Konkurrent ist eine Herausforderung, die gesucht wird: Förderung durch (Heraus-)Forderung. Ist der Athlet jedoch auf einen Wettkampf schlecht vorbereitet, hat er Angst. Unsicherheit und fehlendes Selbstvertrauen schwächen die eigenen Leistungsmöglichkeiten in ihrer Entfaltung erheblich. So gesehen, ist Leistungsdruck ein erstrebenswerter Widerstand: dann nämlich, wenn die Herausforderung angenommen wird, der (scheinbare) Stress akzeptiert wird. Es ist nicht so wichtig, ob eine Leistung gefordert wird von einem Aussenstehenden. Wichtiger ist, dass der Einzelne von sich selbst eine Höchstleistung erwartet und abfordert. Dann werden auch Fremderwartungen nebensächlich oder spornen sogar noch an. Wer von den Athleten unter Leistungsdruck leidet, ist höchst wahrscheinlich nicht für den Leistungssport geeignet. Die Freiwilligkeit im Sport, die immer sportliches Handeln prägen soll, ist im Elitesport mit dem Willen gepaart, ein Optimum aus seinen eigenen Möglichkeiten zu erreichen. Wer die (Höchst-)Leistung bejaht, empfindet nicht Druck von aussen, sondern einen (gesunden) Leistungsdrang von innen . Und dies ist denn auch die Aufgabe des Trainers: Den Athleten zur Selbständigkeit heranzuführen heisst nicht, ihm in erster Linie den Leistungsdruck ertragen lernen, sondern den Leistungsdrang zu mehren, und zwar im Rahmen der sportlichen Fairness und nicht auf dem Buckel der Mitmenschen. Fremdbestimmung als Ansporn aufzufassen, ist wohl die schönste Form von Selbstbestimmung.

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KOMMERZ AUF SKI: BEDROHUNGBEWÄHRTERSTRUKTUREN Hans Nater,

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Zürich

Ambivalenz des Fortschritts. Wer bewundert nicht die tollkühnen Abfahrtsasse, wie sie im IOo-kmTempo zentimetergenau die Tore anfahren, und wer bestaunt nicht die Slalomartisten, wie sie mit kraftvoller Eleganz die steilen Eishänge hinunterflitzen, als wäre die Unterlage griffiger Sulzschnee. Für den Breitensportler ist es heute durchaus möglich, nach erstaunlich kurzer Übungsdauer in die einstmals elitäre Gruppe der «Kurzschwinger» aufzurücken. Kein Zweifel, mitverantwortlich für die grossartigen Leistungen unserer Spitzenathleten und die mächtigen Fortschritte der Breitensportler ist das nach neuesten wissenschaftlich-technischen Erkenntnissen gebaute Material. Die stürmische Entwicklung des Spitzen- und Breitenskisports ist durch die gewaltigen technischen Fortschritte in der Materialherstellung entscheidend gefördert worden. Die Kehrseite der Medaille bildet die steigende Macht der Sportartikelindustrie, die mit geschickten Werbemethoden ihre marktwirtschaftlichen Erfolgsziele anstrebt und in seit eh und je dem Skiverband vorbehaltene Bereiche einzudringen droht; ich nenne als Beispiele im Bereich Spitzensport die Bildung von Firmenteams und im Sektor Breitensport die Organisation von kostengünstigen Skiausflügen durch Warenhäuser. Es geht mir nicht darum, die Sportartikelindustrie zum Sündenbock zu stempeln, sondern zu einem Partnerschaftsverhältnis zwischen Industrie und Verband aufzurufen, zu einem Partnerschaftsverhältnis, das den Spitzen- und Breitensportlern weiterhin alle technischen Fortschritte in der Materialherstellung gewährt und der Industrie den kommerziellen Erfolg ermöglicht, anderseits aber dem Verband und den Clubs ihre angestammten Privilegien in der Ausbildung und Betreuung der Kader und in der Organisation des gemeinsamen Ski- und Tourenfahrens belässt. In der Schweiz ist man auf guten Wegen, dieses schwierige Ziel zu erreichen.

SWISS SKI POOL Die gegenwärtige schweizerische Lösung, die in diesem Jahr neu ausgehandelt worden ist, beruht auf einem Joint Venture mit dem Namen Swiss Ski Pool zwischen dem Skiverband und dem Branchenverband der Fabrikanten, Lieferanten und Agenten von Sportartikein. Zweck dieser einfachen Gesellschaft ist (I) die Unterstützung der nordischen und alpinen Kader des SSV mit Geld und Material, (2) eine klare Ordnung des Ausrüstungswesens und selbstverständlich (3) die Werbung für die Produkte der Ausrüster der Kader. Oberstes Organ bildet die Pool-Kommission, die aus Vertretern beider Parteien zusammengesetzt ist; Präsident der Kommission ist ein Vertreter der Industrie, während der Skiverband die Geschäftsstelle betreut. Daraus gewinnen wir eine erste wichtige Erkenntnis: Industrie- und Sportverband bekennen sich grundsätzlich zu einer gemeinsamen Lösung. Damit ist aber nur ein erster Schritt getan, weil schöne Worte blosse Lippenbekenntnisse darstellen, wenn sie in der Wirklichkeit nicht ausgestaltet und durchgesetzt werden. Die Konkretisierung der Zielvorstellung des Pools ist vor allem für den Sportartikelverband nicht einfach, weil sich in seinen Reihen die Ausrüster gleichartiger Produkte im Kampf um Marktanteile - die Schweizer geben jährlich ca. 300 Millionen Franken für Skiausrüstungen aus - gegenseitig konkurrenzieren. Notwen-


Meister Lampe: WEAK SIGNALS WITH GRADU AT ED RES PONSE

Photo Steil/born

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dig sind kartellistische Absprachen unter den Vertretern der einzelnen Produktegruppen, also der Schuh-, Ski-, Brillenhersteller usw. Nicht jeder Hersteller und Lieferant kann sich dem Pool anschliessen und damit das Recht zur Werbung mit dem Signet Swiss Ski Pool erwerben. Die Mitgliedschaft im Pool verlangt die Erfüllung verschiedener Bedingungen, die von den Mitgliedern festgelegt werden; zu diesen Bedingungen zählt die Zahlung einer Eintritts- und Jahresgebühr. Die zum Pool gehörenden Ausrüster bilden somit ein Kartell. Auf der Zunge brennt die Frage, wie der Kartellen naturgernäss innewohnenden Tendenz begegnet wird, missliebige Hersteller als Pool-Firmen abzulehnen. Diese Gefahr ist stark relativiert durch den vertraglich festgeschriebenen Anspruch des Skiverbandes auf das beste auf dem Markt erhältliche Material. Dieses Recht zwingt die dem Pool angehörenden Ausrüster, sich dem beitrittswilligen Konkurrenten zu öffnen. Anderseits ist der Skiverband verpflichtet, seine Kader ausschliesslich mit Produkten der Poolfirmen auszurüsten, was die nachteilige Folge hat, dass er an das Material von nicht beitragswilligen Ausrüstern nicht herankommt.

DIE ZUR VERFÜGUNG GESTELLTEN MITTEL Die Industrie leistet pro Jahr ca. 4,5 Millionen Franken für die Kader des SSV. Darin eingeschlossen sind (I) ein Barbetrag von ca. 600000 Franken, (2) das gesamte Ausrüstungsmaterial und (3) der Servicedienst. Der SSV wendet darüber hinaus von seinen Gesamtausgaben von 5,3 Millionen Franken einen jährlichen Beitrag von 1,7 Millionen Franken für die Ausbildung und Betreuung der Kader auf. Er finanziert diesen Ausgabenposten aber nur zu einem kleinen Teil über die Mitgliederbeiträge. Gemäss einer Studie neuesten Datums über das Verhältnis zwischen Spitzen- und Breitensport - dem Bericht der Arbeitsgruppe Glarus - ist eine deutliche Tendenz im SSV festzustellen, den Spitzensport nicht oder nur sehr beschränkt aus den Beiträgen der SSV -Mitglieder zu finanzieren . Der für den Rennsport aufgewendete Anteil am Mitgliederbeitrag ist denn auch von Fr. 4.16 in der Saison 1974/75

Reineke Fuchs: STRATEGIC ISSUE ANALYSIS Photo R. Siegel

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WILDSCHWEIN IM WINTERMANÖVE R Photo Reinhard


auf Fr. 2.89 in der Saison 1979/80 gesunken. Persönlich bin ich davon überzeugt, dass sich der unserer heutigen Konsumentenmentalität entspringende Ruf nach Finanzierung des Spitzenskisports durch die Industrie in Zukunft durchsetzen wird . Überflüssig zu sagen, dass die dadurch entstehenden Kosten auf die Preise der Produkte überwälzt und letztlich doch von den Konsumenten getragen werden. Dagegen ist nichts einzuwenden, da ja das gesamte Ski volk bis zu einem gewissen Grad vom Spitzensport profitiert, und sei es nur durch Verbesserungen des Materials.

DIE STELLUNG DER RENNFAHRER Die Rennfahrer erfüllen drei Funktionen: sie sind vorerst einmal Wettkampfsportler ; dann sind sie aber auch Gladiatoren moderner Zeit und drittens Werbeträger. Die Werbung konzentriert sich in ausgeprägtem Mass auf die zur absoluten Weltspitze gehörenden fünf bis sechs Fahrerinnen und Fahrer. Diese Spitzenfahrer werden noch und noch mit den Skis in der Hand am Bildschirm oder in Zeitungen gezeigt. Demgegenüber ist die Werbewirksamkeit der in der Trainingsgruppe 3 eingeteilten Europa-Cup-Fahrer bereits nahezu bedeutungslos. Die Entschädigungsskala ist denn auch von der ersten zu den unteren Trainingsgruppen stark abnehmend. Nur die absoluten Spitzenfahrer verdienen Direktorensaläre, während zum Beispiel bereits die im Europa-Cup eingesetzten Fahrer, die sowenig einer geregelten Beschäftigung nachgehen können wie die absoluten Spitzenfahrer, bei weitem nicht so viel erhalten, dass sie davon leben könnten. Die Höhe der Entschädigung bemisst sich einerseits nach dem sportlichen Erfolg. Anderseits ist die Werbewirksamkeit insofern massgebend, als darauf abgestellt wird, ob der Fahrer für jede Kategorie von Ausrüstungsgegenständen, also für Skis, Stöcke, Brillen usw., einen Vertrag (über SSV) abgeschlossen hat. Ein Wort zur viel zitierten B-Lizenz. Sie gewährt absoluten Spitzenfahrern im Alter von mindestens 23 Jahren erweiterte Werberechte, verpflichtet sie aber, einen Beitrag für das Training beim SSV

VOLKSLAUF

Copyright R. Hoffer


zu leisten und ausserdem 5% des Erlöses aus jedem für sie abgeschlossenen Werbevertrag an den SSV zu zahlen. Die Rennfahrer sind grundsätzlich frei in der Wahl ihres Materials, können aber während der Saison auf eine einmal getroffene Wahl nicht zurückkommen. Diese einschränkende Regelung ist im Bereich der Schuhe und Abfahrtsskis einigermassen verständlich, weil die Verwendung dieser Ausrüstungsgegenstände ausgedehnte Tests voraussetzt, die während der Saison aus zeitlichen Gründen nicht durchgeführt werden können. Für wie wichtig der Materialservice gehalten wird, zeigt sich an der Tatsache, dass den Spitzenfahrern während des ganzen Jahres ein Servicemann zur Verfügung steht. Während der Rennsaison ist es dann entscheidend, aber keineswegs selbstverständlich, dass Rennfahrer, Trainer und Servicemann ein homogenes Team bilden.

KRITISCHE WÜRDIGUNG In der Beurteilung ist davon auszugehen, dass der Schweizerische Ski-Verband tief verankert ist in der schweizerischen Gesellschaft und eine grosse und lange Vergangenheit hat, der es sich heute dank einem modernen Management bestens gewachsen zeigt . Über die Clubs ist er in der ganzen Schweiz bis in die hintersten Täler und Ecken unseres Landes vertreten. Es sind nach wie vor die Clubs, die den Grundstein legen für die Erfolge unserer A sse. Das schweizerische Milizsystem kann sich keine andere Lösung leisten. (Im Bereich des Breitensports ist die Situation etwas anders, seit der Skisport zu einem Massensport geworden ist. Davon soll aber hier nicht die Rede sein.) Wird der Wettkampfsport in der gegenwärtigen Art beibehalten und alle Anzeichen deuten daraufhin, daß sich die Profirennen ä l'americaine in Europa nicht durchsetzen, ist der SSV der beste Garant für dessen erfolgreiche Organisation. Einzig der SSV ist willens und in der Lage, den Nachwuchs zu fördern und das Know-how zur Durchführung von modernen Rennen anzubieten, beides dank dem Milizsystem ohne übermässige Kosten zu verursachen . Deshalb sollen Spitzensport und Kommerz nicht getrennt werden, sondern in einem partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Sport- und Branchenverband bis ins Detail organisiert werden. Aus diesem Grundsatz lassen sich folgende Postulate ableiten: Es sollen keine Firmenteams gebildet werden. Die Industrie ist aufgerufen, selbst unter Inkaufnahme von Mehrkosten Ausbildung und Betreuung aller Kader den nationalen Verbänden zu überlassen. Die von den Ausrüstern dem Pool zur Verfügung gestellten Geldmittel sollen nicht nach der Kopfzahl der unterstützten Fahrer berechnet werden, sondern als Pauschale bemessen werden; damit soll verhindert werden, dass sich die Ausrüster in erster Linie für einen oder zwei der zur absoluten Spitze gehörenden Fahrer interessieren. Das ausschliessliche Recht des Skiverbandes zur Verteilung der von der Industrie gezahlten Gelder. Der Zahlungsverkehr zwischen Industrie und Rennfahrer soll ohne Ausnahme über den Skiverband erfolgen. Die Freiheit der Sportler bei der Wahl des Materials, in der Werbung und im Auftreten gegenüber dem Publikum soll im Rahmen der Reglementsbestimmungen nur in zwingenden Fällen beschränkt werden. Die Vertreter der Industrie, aber auch die Organisatoren von Wettkämpfen sollen sich an die Regeln der FIS und des nationalen Verbandes halten. An die Adresse all jener, die den Rennsport, wenn auch nicht kritiklos, aber dem Grundsatz nach, in der heutigen Form beibehalten wollen, möchte ich die Forderung richten, den Schweizerischen und Internationalen Skiverband zu unterstützen. Nur ein starker SSV und eine starke FIS sind fähig, im Interesse des Skirennsports die Rahmenbedingungen für dessen erfolgreiche Durchführung zu setzen und als Partner gegenüber der ihre legitimen Interessen vertretenden Industrie aufzutreten. 37


I9 8o - I 9 8 7: WELTCUP AUSGEBUCHT Peter Frei

Im Winter 1986j87 findet neben den traditionellen Rennen je ein zusätzlicher Slalom für Damen und Herren in der Schweiz statt, führt Österreich neben Kitzbühel eine zweite Herren-Abfahrt durch, reist der Weltcup-Tross nach Bulgarien und Japan. So sieht es ein im letzten Winter vom Weltcup-Komitee der FIS erstellter Acht-Jahres-Plan vor, ein Plan, der im Rahmen der Möglichkeiten des alpinen Ski-Weltcups soweit als möglich berechtigte Wünsche berücksichtigt, ein Plan aber auch, der wesentlich zur Beruhigung in den interessierten Ländern, Regionen und Skiorten beitrug. Die Probleme bei der Vergabe von Rennen haben sich seit der Einführung des Weltcups 1967 gewandelt. Weltcup-Mitgründer und -Präsident Serge Lang, wohnhaft in Riehen, der bei der FIS den Französischen Skiverband vertritt: «Am Anfang hatten wir eher Mühe, genügend geeignete Veranstalter zu finden. Deshalb wurden die Olympischen Spiele 1968 und die Weltmeisterschaften 1970 auch noch für den Weltcup mitgezählt. Wir nahmen je ein grosses Rennen für Damen und Herren - in der Schweiz war dies Grindelwald und WengenjAdelboden - in Österreich und Frankreich in die Wertung, dazu von Anfang an die Arlberg-Kandahar-Abfahrt. Deutschland und Italien zeigten wenig Interesse, doch gerade in diesen beiden Ländern trug der Weltcup, als man eingestiegen war, enorm zur Popularisierung des Skirennsports bei. Und Veranstalter wie Garmisch-Partenkirchen erbrachten auch wieder bessere organisatorische Leistungen als zuletzt bei den FIS-I jA-Rennen.» «Schon bald», so Serge Lang, «entstand vielerorts ein mächtiger Appetit auf Weltcuprennen, die durch Fernseh-Übertragungen aufgewertet wurden. Der Druck auf die Verbände, auf die FIS und auf das Weltcup-Komitee wuchsen. Durch die Tatsache, dass neben den USA und Kanada, die von Anfang an dabei waren, auch Schweden, Norwegen, Japan, Jugoslawien, die es SR, jetzt auch Bulgarien hinzu kamen, entstand scheinbar eine gewisse Übersättigung. Ich sehe jedoch nicht, wie wir von 10 Abfahrtenj IO Slaloms j IO Riesenslaloms beispielsweise auf 7hh reduzieren sollten.» Während acht bis neun Jahren empfanden die Verantwortlichen einen starken Druck von Seiten der Skiorte. Inzwischen gelangen diese praktisch ausschliesslich über ihre nationalen Verbände an das Weltcup-Komitee. U do Albl, der zurückgetretene österreichische Alpinchef und OeSV-Vertreter im Weltcup-Komitee, schildert das Vorgehen: «Ich selber habe keine Befugnis, im Weltcup-Komitee von mir aus für einen bestimmten Ort zu plädieren, ich habe nur Termine für den Oe SV zu suchen. Die Bezeichnung der Orte nimmt ein Vergabe-Komitee im OeSV vor, wobei die Erstrangigkeit der traditionellen Orte wie Kitzbühel, St. Anton, Badgastein, Schruns berücksichtigt wird . Einerseits bin ich froh, dass ich die Verantwortung nicht zu tragen habe, denn die neuen Stationen wie Bad Kleinkirchheim, Schladming, Mellau usw . sind natürlich scharf auf Weltcup-Veranstaltungen. Anderseits steht für mich als ehemaliger sportlicher Leiter die Selektivität der Pisten und die Rennatmosphäre im Vordergrund. Ich hatte kürzlich Bauchweh, mich im Weltcup-Komitee nochmals - aufgrund des Beschlusses der Vergabe-Kommission - für Schruns zu bewerben, da ich mit der Durchführung der letzten Rennen nicht ganz zufrieden war.» SSV-Direktor Adolf Ogi, wie Albl Vizepräsident des Weltcup-Komitees, ist vor allem «froh, dass wir mit der Einführung der Optionsrennen vor ein paar Jahren ein Instrument in die Hand bekamen,


das es uns erlaubt, alle Regionen in der Schweiz einigermassen zu berücksichtigen. Ausserdem ergaben sich nach dem freiwilligen Verzicht von Grindelwald auf das Schweizerische Damen-Skirennen (SDS) weitere Möglichkeiten. Dies führte zu einer Beruhigung unter den Skiorten, mit Ausnahme von Laax.» Auch Adolf Ogi bestimmt nicht allein, wer in der Schweiz ein Weltcuprennen bekommt. Vertreter aller Regionen, zusammengeschlossen in einer ad-hoc-Kommission, nehmen die Verteilung der zu bestimmenden Anlässe vor und stellen ihre Anträge an den Zentralvorstand des SSV. Dieser beschliesst nach Rücksprache mit den Regionalverbänden. Der Schlüssel für die Schweizer Rennen von 1981- 1987 wurde von Ogi vorbereitet, der Kommission erstmals im letzten Winter unterbreitet und im Herbst 1980 in einer zweiten Lesung diskutiert. Auf die gleiche Weise wird versucht, die Europacuprennen zu plazieren. Die Durchführung von Europacuprennen kann auch ein Kriterium bei der Zuteilung der WeltcupAnlässe sein, ebenso wie Schweizer Meisterschaften und andere Anlässe. Vor drei Jahren wurde Haute-Nendaz nur deshalb kein Weltcuprennen zugeteilt (und nach Crans-Montana vergeben), weil diese Station noch keinen Europacup-Wettkampf durchgeführt hatte. (Nächstes Jahr ist HauteNendaz nach Erfüllung dieses Kriteriums auch im Weltcup an der Reihe.) Die Unzufriedenheit der Vertreter von Laax, die alle zwei bis drei Jahre eine Herren-WeltcupAbfahrt organisieren möchten, ist begreiflich, da gerade Laax enorme Mittel in seine Abfahrtsstrecke investiert hat und mehrfach als Ersatzort in letzter Minute wie als «normaler» Organisator hervorragende Bedingungen bot. Anderseits widerspricht die Meinung des SSV-Zentralvorstandes wie des Weltcup-Komitees, die beide unter allen Umständen alljährlich an den klassischen Rennen (Wen gen, Kitzbühel) festhalten möchten, der Ansicht des Laaxer OK-Präsidenten Walter Gurtner, der Wengen diese Vorzugsstellung nicht ohne weiteres zuerkennt. Falls Laax jedoch auch einen Riesenslalom oder Damenrennen akzeptieren würde, könnte es vom SSV jedes dritte Jahr eine Veranstaltung erteilt erhalten. Werner Grissmaoo

Ringier-Dokumentationszentrum

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Die Konkurrenz-Situation ist jedoch für den Skirennsport keineswegs fatal. Im Gegenteil, die etablierten Orte müssen sich Jahr für Jahr bemühen, eine einwandfreie Veranstaltung durchzuführen. Kitzbühel, wo man das Rennen in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre auf die leichte Schulter zu nehmen begann, wurde durch veranstaltungswillige Konkurrenten im eigenen Land aufgeschreckt. Eine Umfrage unter den weltbesten Abfahrern im letzten Winter ergab im übrigen, dass keiner von ihnen auf Hahnenkamm und Lauberhorn verzichten will. Mit dem Achtjahresplan des Weltcup-Komitees, der, so Serge Lang, «als Richtschnur gilt und Jahr für Jahr neu bereinigt werden muss», sind sowohl Albl wie Ogi zufrieden, weil es kaum eine bessere Lösung gibt. Frankreich, mit dem Vorteil der Saisoneröffnungs-Wettkämpfe in Val d'Isere, liegt mit 48 Rennen in diesem Zeitraum an der Spitze, die Schweiz erhielt insgesamt 4 I Rennen zugesprochen, Italien 40 und Österreich 39 (wozu die Weltmeisterschaften 1982 kommen). Adolf Ogi sagte dazu: «Ich glaube, wir haben den uns zustehenden Anteil am zu verteilenden Kuchen erhalten.» Die Dezember-Rennen, die erst in den Weltcup-Kalender integriert wurden, als Daten für italienische Interessenten gesucht wurden, würde der Schweiz. Skiverband allerdings schon aus Gründen der Werbewirksamkeit und der Promotion sehr gerne übernehmen . Falls Val d'Isere je verzichtet (was eine Zeitlang so aussah), würde die Schweiz sofort in die Bresche springen. Der Skirennsport wird sich weiterentwickeln: Falls keine grösseren weltwirtschaftlichen Rückschläge eintreffen, wird die Zahl der weltcupwilligen Veranstalter-Kandidaten steigen. «Dass das Publikum mit der jetzigen Anzahl von Rennen abgestumpft wird, konnte mir noch keiner beweisen», sagt Serge Lang. «Die Belastung der Aktiven im Welt-Tenniszirkus zeigt, wozu professionell trainierende Sportler und dazu gehören auch die Alpinen - fähig sind», sagt Udo Albl. Die Abfahrer, praktisch nur noch Spezialisten, möchten nicht neun Monate lang lediglich für ein halbes Dutzend Wettkämpfe trainieren. Der Reglementspassus, wonach Weltcuprennen vom I. Dezember bis 3 I. März in der nördlichen Hemisphäre stattfinden müssen, wurde von der FIS gestrichen. Wenn sich Südamerika (Chile, Argentinien) ernsthaft für Weltcuprennen im August bewirbt und die Finanzierung samt Transporten von Europa aus sicherstellen kann, wird der Skirennsport endgültig zum Ganzjahressport. Dies würde nicht einmal den Achtjahresplan tangieren ... Wie in den vergangenen Jahren, in denen im Weltcup-Komitee oft mit harten Bandagen, aber immer einigermassen fair gekämpft wurde, würde man sich im Interesse des Skirennsportes auch mit den Südamerikanern irgendwie zusammenfinden.


LAN G LA U F -REF LEX I ONEN Alois Kälin

Schon in den fünfziger Jahren legten skandinavische Langläufer - damals einsame Spitze - 8000 bis km pro Jahr zurück, entsprechend einem Trainings- und Rennstundenaufwand von 800- 1000 Stunden. Für sie war das harte Training kein Kontrast zu ihrer täglichen Arbeit : Holzfällen und Landwirtschaft. In jO bis 70 Wettkämpfen pro Winter - heute eine Seltenheit - und vor allem in städtischen Parkrennen wurden sie wie Nationalhelden gefeiert und belohnt. Mit dem Langlaufsport konnten sie mehr als ihren Lebensunterhalt zusammenbringen . 10000

* * * * * Der Langläufer geht durch eine Schulung von 6 - 10 Jahren, bis er selbständig ist. Während er an seiner Grundschnelligkeit nur wenig verbessern kann, ist die ständige Entwicklung der Technik Voraussetzung für den erfolgreichen Aufstieg in die Spitzenklasse. Das Intervalltraining ist ein grundlegendes Element des Formaufbaus, wechselt doch die Langlaufspur unaufhörlich von Flachstrecken zu Aufstieg und Abfahrt. Für sehr flache Strecken gibt es Spezialisten mit hervorragend entwickelter Arm-Stock-Arbeit und sehr vielOberkörpereinsatz. Schnelle Doppelstockschübe gehören indessen zum Arsenal jedes Läufers .

Nach dem Startfieber : L' E XPLOIT

Pressebildagentllr Werek

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Juha Mieto, Athlet mit 8-Zylinder Motoren Thomas Magnu sson

Ringier-DokumentationsZe!ltrum

Keystone

Die Rennsportski sind heute mit 44 mm sehr schmal. Sie werden zur Verringerung des Reibungseffekts mit möglichst harter Mittelspannung gelaufen, was andererseits das Steigen stark erschwert. Meinungen und Erfahrungen der Langläufer über Trainingsregeln und -methoden liegen noch heute meilenweit auseinander. Näher steht man sich in der Frage des Aufwands: 600- 800 Trainingsstunden (ca. 6000 bis 8000 km) zum Aufbau einer soliden Grundlage, wozu nebst speziellen täglichen Dehnungs- und Lockerungsübungen Trockenläufe und Schneetraining auf Gletschern und - heute unerlässlich - das Laufen auf Rollski gehört.

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DASPHÄNOMENSTENMARK Truls Berg und Martin Hodler,

SAS

Bern

Ein kurzer Aufenthalt im Sommertrainingslager der Schwedischen Alpinen Skinationalmannschaft auf der Insel Oeland an der Ostküste Schwedens, während dem wir die Gelegenheit hatten, mit Ingemar Stenmark, seinem Freund Stig Strand und verschiedenen Persönlichkeiten des Schwedischen Skiverbandes zu sprechen, sowie zwei längere Gespräche mit dem ehemaligen Cheftrainer und heutigen Berater der Schweden, Hermann Nogler, und Rolf Hefti, dem Chef Herren-Alpin des SSV, haben uns gezeigt, dass das «Phänomen Stenmark» nur über seine Person, das heisst seinen Charakter, seine Einstellung, seine Konstitution und das Milieu, in dem er aufgewachsen ist und heute noch lebt, zu verstehen ist. In all unseren Bemühungen, den Sportler Stenmark möglichst umfassend zu analysieren, haben wir bewusst darauf verzichtet, Fragen zu stellen, die die Privatsphäre Ingemars betreffen. Wir sind der Meinung, dass auch Menschen, die im Rampenlicht stehen, ein Recht auf Respektierung dieser Grenze haben . Die grosse Ruhe, Sicherheit und Ausgeglichenheit, die Ingemar ausstrahlt, zeugt übrigens davon, dass er mit sich selbst und mit seiner nächsten Umgebung in voller Harmonie lebt. Die in einer sehr freundschaftlichen und ungezwungenen Atmosphäre geführten Gespräche waren für uns trotzdem so aufschlussreich, dass wir es wagen, die wichtigsten Voraussetzungen für das Zustandekommen der Überlegenheit Ingemar Stenmarks aufzulisten und daraus gewisse Schlüsse bezüglich der Vorbereitung und Betreuung von Spitzenfahrern im alpinen Skisport zu ziehen. Die nachstehende Übersicht (Fig. I) stellt den Versuch dar, die wichtigsten Gründe für die einmalige Überlegenheit Ingemar Stenmarks zu gliedern, ohne sie jedoch durch die gewählte Reihenfolge zu gewichten. Das Schwergewicht im Rahmen des vorliegenden Berichtes liegt auf den von uns als «definierbar» bezeichneten Faktoren, die alles umfassen, ausser dem, was man in Ermangelung gen au er Kenntnisse als Talent oder, wie es Stig Strand formuliert hat, als «lngemars angeborenes Gefühl für das Skifahren» bezeichnet. Dieses Talent spielt bei Ingemar Stenmark zweifellos ebenfalls eine bedeutende Rolle, ist jedoch bestimmt nicht allein ausschlaggebend für seine Sonderklasse. Die nun folgenden Abschnitte sollen die in der Übersicht aufgestellten Hypothesen für die Überlegenheit Ingemar Stenmarks näher erläutern und untermauern.

I.

SERIÖSE EINSTELLUNG

Die seriöse Einstellung von Ingemar Stenmark in bezug auf den Skisport kann nicht genügend betont werden. Er weist immer wieder darauf hin, dass sein erstes wirkliches Lebensziel die Erreichung der Weltspitze im alpinen Skisport gewesen sei. Ein derart hochgestecktes Ziel ist jedoch, auch das hat Ingemar mehrmals betont, nur zu erreichen, wenn die Motivation, oder anders ausgedrückt, die Freude an der Ausübung des Sportes, nicht verloren geht. Mit Training und vollem Einsatz allein können die geforderten Spitzenleistungen kaum erreicht werden. Wir werden an anderer Stelle noch näher auf die Problematik der Motivation eingehen.

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Figur I : Wichtigste definierbare Voraussetzungen für das Zustandekommen der Überlegenheit Ingemar Stenmarks in den tedmischen Di szip linen des alpinen Skilaufs

Doppelolympiasieger Definierbare Faktoren

Talent (Gefühl für das Skifahren)

Seriöse Einstellung - Volle Konzentration auf den Skisport - Totales Engagement in Wettkampf und Training - Optimale körperliche Verfassung - Verdrängung von Gedanken an die Zukunft während der Wettkampfsaison

Selbständigkeit/ [ndividualität - Individuelle Trainingsgestaltung - Selbständige Vorbereitung der Wettkämpfe

Wettkampf- und Trainingsvorbereitung - Systematische A nalyse sämtlicher Trainings- und Wettkampfeinsätze - Sorgfältige und selektive Beobachtung der Konkurrenz - Technische Weiterentwicklung im Sinne einer Politik der kleinen Schritte

Motivation/psychische Einstellung - Freude an Wettkampf und Training - Vermeidung von allzu großem Selektionsdruck - Dort wo möglich freie Wahl der zu bestreitenden Wettkämpfe

Milieu - Naturverbundenheit - Trainingsgelände - Stellenwert des Sports in der heimatlichen Umgebung - Erziehung durch Eltern, Schule, Club, Verband

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Folgende Episoden widerspiegeln diese seriöse und kompromisslose Einstellung: Bereits im ersten Aufsatz in der Schule, als die Lehrerin eine kurze Beschreibung der Lebensziele ihrer Schüler verlangte, hat Ingemar ohne zu zögern Skirennfahrer als seinen Lebensinhalt angegeben. Als er 16 Jahre alt war, hat ihm der Schwedische Skiverband das Angebot unterbreitet, ein eigens für Spitzensportler konzipiertes Sportymnasium in Stockholm zu besuchen. Ingemar hat mit der Begründung abgelehnt, man könne nur ein einziges Ziel anstreben, wenn man wirklich erfolgreich sein wolle. Das Beispiel Stenmark führte in Schweden dazu, dass man von der Idee eines Sportoder sogar Skigymnasiums für absolute Spitzenfahrer wieder abgekommen ist, da eine solche Institution wohl akademische Weltmeister und später ausgezeichnete Trainer, nicht aber richtige Weltmeister hervorbringe. Ingemar Stenmark hat übrigens nicht die Absicht, jemals Trainer zu werden. Er hat im Skisport alle seine Ziele erreicht, weshalb ihm die nötige Motivation fehlen würde, sich so auf diese neue Aufgabe zu konzentrieren, um auch da erfolgreich sein zu können. Dieses totale Engagement sei wohl nur bei denjenigen ehemaligen Rennfahrern vorhanden, die als Aktive ihre Ziele nicht ganz erreicht hätten, und demzufolge als Trainer den entgangenen Erfolg durch andere suchten. Diese Tatsache wurde übrigens sowohl von Hermann Nogler als auch von Rolf Hefti bestätigt. Ingemar Stenmark fährt jeden Lauf, ob im Wettkampf oder im Training laut seiner eigenen Aussage, mit hundertprozentiger Konzentration und immer mit dem Ziel, die bestmögliche Zeit zu erreichen. Im Training gebe ihm dies die Möglichkeit, erstens die Wettkampfsituation optimal zu simulieren und zweitens bei Fehlern das Verhalten so zu konditionieren, dass die Korrekturen zu Reflexen würden, ein Umstand, der ihn schon in vielen heiklen Situationen gerettet habe. In diesem Zusammenhang sei die interessante Tatsache festgehalten, dass Hermann Nogler der Meinung ist,

Ingemar Stenmark

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Andreas Wenzel

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Ingemar fahre im Training nie annähernd so gut wie im Wettkampf. Lässt sich dieser scheinbare Widerspruch zwischen den beiden Aussagen eventuell dadurch erklären, dass Ingemar einen im Unterbewusstsein liegenden Wettkampfinstinkt besitzt, der nur im «Ernstfall» zum Tragen kommt? Ingemar versucht vermehrt jedes Jahr bereits zu Beginn der Saison die Top-Form zu erreichen, wenn möglich schon im ersten Rennen, und diese dann mit vollem Einsatz den ganzen Winter durchzuhalten. Von einer Doppelperiodisierung hält er gar nichts. Damit suche man nur eine Entschuldigung für einen zeitweise nicht hundertprozentigen Einsatz. Ingemar Stenmark hat mehrmals betont, dass es äusserst wichtig ist, jeden Tag genau zu wissen, was und warum man trainiere. Das Training für sich allein sei ja kein Ziel. Ziel könne nur der 1. Rang in einem Wettkampf sein. Diese seriöse und in jeder Beziehung konsequente Einstellung, die noch durch viele weitere Beispiele untermauert werden könnte, hat dazu geführt, dass Ingemar die Wettkämpfe jederzeit in einer optimalen körperlichen Verfassung bestreiten kann. Seine physiologischen Werte (als Beispiel: ein Ruhepuls von 38-40 und eine maximale Sauerstoffaufnahme im Blut, die derjenigen eines Ausdauerathleten entspricht) liegen demzufolge höher als bei all seinen Kameraden im schwedischen Skiteam. Obwohl dies bestimmt ein Resultat seiner bis in die Kindheit zurückreichenden bewussten und zielgerichteten körperlichen Aufbauarbeit ist, wäre es falsch zu glauben, dass auf ihn zu irgendeiner Zeit ein Druck ausgeübt wurde, sei es von den Eltern, vom Skiclub oder vom Skiverband. Ingemars Vater, ebenfalls ein begabter Alpinskiläufer, hat ihn übrigens nie dazu angehalten, Skirennfahrer zu werden. Er hat ihm in der Gestaltung seines Lebens völlige Freiheit gewährt, ihn jedoch in all seinen Anstrengungen immer voll unterstützt. Die totale Hingabe an den Skisport habe aber auch, so Ingemar selbst, gewisse Nachteile. Bis jetzt hätten Gedanken über seine Zukunft nach der Beendigung der Skirennfahrerkarriere keinen Platz in 47


seinen Überlegungen gehabt, ein Umstand, der ihn heute nach Erreichung des Zenites seiner Laufbahn (Doppelolympiasieger und Doppelweltmeister) doch langsam etwas zu bedrücken beginne. Damit ihn diesbezügliche Überlegungen nicht ablenken, verdrängt er während der Wettkampfperiode bewusst alle Gedanken an die Zukunft. Diese volle Konzentration auf den Sport sei übrigens auch der Grund, weshalb er sich schon öfter, auch für Dritte sichtbar, geärgert habe. Lächelnd hat er in diesem Zusammenhang erwähnt, dass sich Björn Borg auch ärgere, es aber jetzt nie mehr zeige, da er einmal wegen einer spontanen Missfallenskundgebung vom Platz gestellt und für 6 Monate gesperrt wurde .

2.

SELBSTÄNDIGKEIT /INDIVIDUALIT Ä T

Ein mindestens ebenso wichtiger Erfolgsfaktor wie die seriöse Einstellung scheint uns Ingemar Stenmarks Individualität und Selbständigkeit zu sein. Diese Eigenschaften zeigen sich in verschiedenster Hinsicht. Als Beispiele seien hier einige Tatsachen aufgeführt: Ingemar konzentriert sich immer voll auf sich. Er verwendet keine Zeit, um sich um generelle Entwicklungen im Skisport und um seinen Einfluss auf die Nachwuchsförderung zu kümmern. Obwohl er vom Trainer ein detailliertes Programm für die Gestaltung seiner konditionellen Vorbereitung erhält, betont er, dass er selbst jeden Tag von neuem entscheide, was er trainieren wolle. Im Sommer ist es den arrivierten Mitgliedern der Schwedischen Skimannschaft (Ingemar Stenmark, Stig Strand, Thorsten Jacobson) völlig freigestellt, ob sie das offizielle und für die technisch noch nicht perfekten Nachwuchsfahrer obligatorische Schneetraining besuchen wollen . - Obwohl Ingemar zu seinem Freund und Nachbar Stig Strand (sie wohnen 20 m voneinander in Tärnaby) ein gutes Verhältnis hat und sie sich während der Wettkampfsaison ständig sehen, trainieren die beiden nie zusammen. Begründung: Ski ist ein Einzelsport. Vor einem wichtigen Wettkampf ist Ingemar am liebsten allein, denn er ist sich bewusst, dass nur er weiss, was er alles beachten und tun muss, um den Sieg zu erreichen. Dies zeigt, dass er durch die Erziehung zu absoluter Selbständigkeit eine enorme Fähigkeit zur Selbstanalyse und Selbstkritik entwickelt hat, was ihm nicht nur hilft, schwierige Situationen vor und während der Rennen zu meistern, sondern ihm auch ständig ermöglicht, im Training an sich zu arbeiten. Diese Eigenart Ingemars steht im krassen Gegensatz zum Verhalten eines andern Weltstars, Guillermo Vilas, der zu seinem Trainer und Betreuer Ion Tiriac in einem derart starken Abhängigkeitsverhältnis steht, dass er nach praktisch jedem im Wettkampf begangenen Fehler verzweifelt nach ihm schaut. Ist dies vielleicht ein Grund, weshalb Vilas trotz seines unbestrittenen Talentes nie die absolute Spitzenstellung im Welt-Tennis erreicht hat? Die Selbständigkeit und Individualität Ingemar Stenmarks ist nicht nur milieu bedingt (vgl. Abschnitt 5), sondern hängt stark mit der Philosophie, die der Leitung des Schwedischen Skiverbandes zugrunde liegt, zusammen. Bedingt durch die grossen Distanzen und die beschränkten finanziellen Mittel, sind die Schweden gezwungen, ihre Athleten zu grosser Selbständigkeit zu erziehen. Die Trainingslager sind eigentlich nur da, um jedem Einzelnen in der Gestaltung seines eigens auf ihn zugeschnittenen Trainings behilflich zu sein. Diese Philosophie wurde bestimmt auch durch die diesbezügliche Einstellung von Hermann Nogler, dem ehemaligen Chef-Trainer des Schwedischen Skiverbandes, geprägt, dessen Interpretation des Trainerberufs wie folgt kurz charakterisiert werden kann: «Der Trainer muss ein Kamerad und nicht ein Vorgesetzter sein, und er soll nichts anderes tun, als die natürlichen physischen und psychischen Eigenschaften eines Fahrers analysieren und, wenn nötig, die zielgerichtete Entwicklung dieser Eigenschaften fördern. Die Entwicklung muss der Athlet selbst durchführen. Diese Fähigkeit, sich selbst zu formen, muss ihm der Trainer beibringen.» All dies führt zu einem der wichtigsten Grundsätze Hermann Noglers und des Schwedischen Skiverbandes, nämlich nie eine Mannschaft, sondern immer Individuen zu trainieren.


An dieser Stelle sei erwähnt, dass trotz dieser bewusst anerzogenen und geförderten Selbständigkeit der Teamgeist im schwedischen Team ausgezeichnet ist. Laut Aussage sämtlicher befragter Personen fügt sich auch Ingemar reibungslos ein, ohne in irgendeiner Form eine Führerrolle einzunehmen. Dies zeigt sich nicht nur im Training, sondern auch während der Wettkampfsaison : Ingemar wartet immer, bis der letzte seiner Kameraden das Ziel erreicht hat, bevor er die Wettkampfstätte verlässt.

3. WETTKAMPF- UND TRAININGS VORBEREITUNG Als weiterer wesentlicher Faktor für die Überlegenheit Ingemar Stenmarks muss die Art und Weise angesehen werden, wie er sowohl den Wettkampf als auch das Training plant und auswertet. So einfach, um nicht zu sagen unwissenschaftlich, das Training durchgeführt wird, so professionell ist dessen Planung und Auswertung. Ingemar führt genauestens Buch über die Ziele, die er im Konditions- und im Schnee training erreichen will und über seine täglichen Fortschritte. Im Schneetraining und im Wettkampf geht das so weit, dass er sich alles über die Schneebeschaffenheit, den Hang, die Temperatur, das Wetter, die Skipräparierung, die gefahrenen Zeiten und die begangenen Fehler notiert. Nebst dieser im Detail durchgeführten Analyse, sowohl der eigenen Person und Fahrweise als auch der äusseren Umstände, versucht Ingemar auch konstant, von seinen Konkurrenten zu lernen. Er will dabei nicht einen bestimmten Fahrer kopieren. Das sei ja sinnlos. Bis er nämlich soweit sei, dessen Technik zu beherrschen, habe sich dieser in der Zwischenzeit bereits wieder weiter entwickelt. Er konzentriert sich im Rahmen der Analyse seiner Konkurrenten auf ganz bestimmte technische Details, die ihn interessieren und mit denen er glaubt, einen Schritt weiterzukommen. Als diesbezügliche «lnformationslieferanten» hat er Phil Mahre, Piero Gros, Paolo di Chiesa und Klaus Heidegger, nicht aber Andy Wenzel genannt. Bei Wenzel könne er gar nichts abschauen, da dieser völlig anders fahre als er. Fällt ihm in technischer Hinsicht irgend etwas Positives auf, versuche er immer, diese Neuerung in Form der Politik der kleinen Schritte zu übernehmen. Er hat seit jeher immer alles Neue schrittweise, ohne Hast und Überstürzung, ausprobiert und langsam in seine Fahrweise integriert. In diese äusserst seriös, ja minutiös durchgeführte Wettkampfvorbereitung und -auswertung gehört auch, dass er sämtliche ihn betreffenden Materialtests selbst durchführt und bis ins letzte Detail auswertet. Als weiteres Indiz, was für einen Stellenwert die Vorbereitungen bei Ingemar haben, kann eine interessante Äusserung von Stig Strand angesehen werden. Auf die Frage, ob er bei Ingemar überhaupt irgend welche Schwächen kenne, hat dieser geantwortet: Sicher nicht in physischer oder psychischer Hinsicht, da sei bei Ingemar alles optimal. In technischer Hinsicht jedoch hätte er eine Schwäche: er werde nämlich immer dann unsicher, wenn er die aufgrund seiner seriösen Analyse ausgesuchte Ideallinie verlassen müsse.

Truls Berg und Hanspeter DenzIer, SAS, im Gespräch mit Ingemar Stenmark auf der Insel Oeland, Sommer 1980

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4. MOTIVATION /PSYCHISCHE EINSTELLUNG Stellt man Ingemar die direkte Frage, was er selbst als wichtigste Voraussetzung für seine Überlegenheit halte, betont er mit Nachdruck, dass er eben immer noch und zu jeder Zeit grossen Spass am Skifahren habe. Diese Freude als Motivation könne durch nichts ersetzt werden, auch nicht durch Geld. Das Fahren mit einer B-Lizenz in der kommenden Saison motiviere ihn deshalb nur indirekt. Es reize ihn, der Welt zu beweisen, dass er auch als Businessman immer noch der beste Slalom- und Riesenslalomfahrer sei. Dass er diesen Beweis erbringen werde, bezweifelt er nicht, denn er habe noch viele Möglichkeiten, seine Fahrweise zu verbessern. Sobald er keine Verbesserungsmöglichkeiten mehr sehe, sei es sowieso besser, mit dem Skifahren aufzuhören. Der Grund, weshalb er eine B-Lizenz gelöst habe, hänge mit der Vorbereitung seiner Zukunft zusammen. Da er im Sport alle seine Ziele erreicht habe, und er sich doch langsam Gedanken über sein Leben nach der Sport karriere mache, sei dies eine ideale Motivation für den schrittweisen Einstieg in das Geschäftsleben, das ihn als späteres Betätigungsfeld sehr interessiere. Auch hier zeigt sich die Wichtigkeit des Faktors Motivation im Leben Ingemar Stenmarks. Er glaubt, dass weder physische noch mit dem technischen Fortschritt zusammenhängende Ursachen als Grund für das maximale Alter, in dem ein Skiläufer erfolgreich sein kann, angesehen werden können. Er ist überzeugt, dass man rein aus Gründen der Motivation höchstens 8 - 10 Jahre ganz vorne dabei sein kann. Diese Zeitspanne sei übrigens unabhängig vom Alter, in dem man erstmals die Spitze erreiche. Die Bedeutung des Problemkreises Motivation zeigt sich auch in der Art und Weise, wie sich Ingemar auf jede neue Wettkampfsaison vorbereitet. Er behauptet, dass er richtig skihungrig sein müsse, um überhaupt Erfolge erzielen zu können. Er limitiere deshalb das Schneetraining, das ihm bei allzu langer Dauer keine Freude bereite, auf das absolute Minimum (Beginn erst 8 Wochen vor dem Start zum Weltcup). Die Dauer des Schneetrainings habe sich übrigens mit seiner technischen Entwicklung in den letzten Jahren ständig reduziert. Die Aufrechterhaltung der Motivation wird im Schwedischen Skiverband durch folgende Tatsachen speziell begünstigt: Innerhalb der schwedischen Mannschaft besteht, bedingt durch die relativ schmale Spitze, wenig Leistungs- und deshalb auch wenig Selektionsdruck, ein Umstand, der sich auch in anderen Mannschaften, z.B. bei den Liechtensteinern, die ja mit den Schweizern trainieren, äusserst günstig auf den Erfolg auszuwirken scheint. Im schwedischen Team kann jeder Athlet selbst die Rennen wählen, die er bestreiten will, ausser denjenigen selbstverständlich, die in den Abmachungen des Pools enthalten sind, was praktisch nur für die Weltcuprennen zutrifft. Von seiten der Öffentlichkeit herrscht in Schweden gegenüber den Alpinen ein nur geringer Druck, im Gegensatz zu den nordischen Skiläufern. Die vom Verband bewusst eingeführte gros se Individualität in der Gestaltung von Training und Wettkampfvorbereitung trägt ebenfalls einiges zur Motivierung der Fahrer bei.

5. MILIEU Über den Einfluss des Milieus im Zusammenhang mit der Suche nach Gründen für die einmalige Überlegenheit Ingemar Stenmarks ist bereits sehr viel geschrieben worden. Jedermann ist sich dabei einig, dass das Milieu als entscheidender, wenn nicht sogar als der entscheidendste Faktor angesehen werden muss. Sowohl die Verbandsfunktionäre der Schweden als auch Hermann Nogler und Rolf Hefti haben mit Nachdruck auf Faktoren wie Naturverbundenheit, Selbstlosigkeit, Unverwöhntheit, milieu bedingte Härte gegen sich selbst und auf die Tatsache, dass man mit einer naturverbundenen Lebensweise den Ablenkungen der heutigen Zeit weit weniger ausgesetzt ist, hingewiesen. jO


Die milieu bedingte Charakterformung zeigt sich bei Ingemar in verschiedenen typischen Eigenschaften, die ihn von anderen Spitzenfahrern unterscheiden . Als gutes Beispiel kann die Art und Weise aufgeführt werden, wie er zu seinem Material Sorge trägt. Er flickt nämlich lieber mit Nadel und Faden das Innenleder seiner Skischuhe, als neue zu nehmen, und fährt grundsätzlich lieber «alte» Skis. Er tut dies einerseits, weil er vermeiden möchte, als Verschwender angesehen zu werden, andererseits aber auch, weil er prinzipiell gegenüber Neuerungen und Änderungen skeptisch eingestellt ist. Er stützt sich lieber auf bewiesene Tatsachen und erprobtes und bewährtes Material als sich in Experimente einzulassen. Diese Eigenschaft Ingemars sollte man positiv bewerten, und mancher junge Rennfahrer kann daraus gewisse Lehren ziehen. Ingemar vermeidet nämlich mit dieser Haltung die oft durch häufigen Materialwechsel während der Wettkampfsaison aufkommende Unruhe und Unsicherheit . Nebst diesen charakterbezogenen Einflüssen scheint auch das in der Jugend zur Verfügung stehende Trainingsgelände eine wesentliche Rolle in der Entwicklung eines Skiläufers zu spielen. Die relativ flachen Hänge von Tärnaby im Nordwesten Schwedens haben die Fahrweise Ingemars stark beeinflusst. Ein angriffiges Fahren ist an solchen Hängen nur durch das ständige Beschleunigen aus den Toren heraus möglich, eine Phase des Schwunges, die Ingemar nahezu perfekt beherrscht. Derartige Einflüsse charakterlicher als auch gelände bezogener Art sind in erstaunlicher Analogie auch bei Ingemars Vorgänger, Gustav Thöni, vorhanden. Auch Thöni ist ein typischer Naturbursche, und auch sein Trainingsgelände, das Stilfserjoch, ist eher flach und ähnelt in mancher Hinsicht den Hängen von Tärnaby. Der Stellenwert des Sports und die Erziehung eines jungen Athleten durch die Eltern, die Schule, die Gemeinde, den Skiclub und den Verband stellen weitere wichtige Faktoren dar, ohne dass sie sich jedoch im Falle von Ingemar Stenmark wesentlich von den diesbezüglichen Verhältnissen der Konkurrenten unterscheiden .

Ingemar Stenmark

Photo A f tenposten

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ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN Unsere Gespräche haben gezeigt, dass neben dem zweifellos überragenden Talent noch weitere spezifische Faktoren vorliegen, die als Gründe für die einmalige Überlegenheit Ingemar Stenmarks in den Disziplinen des alpinen Skilaufs aufgeführt werden können. Der Charakter Ingemars hat sicher viel zu seinem Erfolg beigetragen. Ingemar kann sich, ohne die negativen egoistischen Seiten eines Einzelgängers zu zeigen, voll auf die von ihm gesteckten Ziele konzentrieren. Er lässt sich durch seine Umwelt nicht ablenken und ist überzeugt, selbst in der Lage zu sein, all das zu unternehmen, was zum Erfolg führt. Er hat deshalb auch kaum Kontakte zu Spitzenkönnern anderer Sportarten, im speziellen auch nicht zu Björn Borg. Innerhalb des Schwedischen Skiverbandes werden diese Charakterzüge als vorteilhaft angesehen und entsprechend gefördert. Trotzdem herrscht im Team der Schweden, bei aller Ich-Bezogenheit der einzelnen Läufer, eine sehr kameradschaftliche Stimmung. Die Ich-Bezogenheit Ingemars zeigt sich übrigens auch in einem anderen Zusammenhang. Er hat nie einen einzelnen Fahrer als Vorbild gehabt, und er fährt auch nie gegen einen einzelnen Fahrer: Er fährt immer gegen sich selbst, das heisst gegen die Uhr. Deshalb stören ihn weder Kommentare seiner Konkurrenten noch Reaktionen der Zuschauer oder Lob und Tadel der Presse. All seine markanten charakterlichen Eigenschaften, wie Individualität, Ich-Bezogenheit ohne negative Auswüchse, Selbstbewusstsein, grosse Seriosität in der Vorbereitung und Durchführung der Trainings und Wettkämpfe, die Fähigkeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nur genauestens kalkulierte Risiken einzugehen, Bescheidenheit, Hilfsbereitschaft gegenüber seinen Kameraden usw. sind nicht anerzogene, sondern angeborene Verhaltensmuster. Laut Aussage sämtlicher unserer Gesprächspartner hat sich Ingemar in den Jahren seit seinen ersten Siegen in Jugendrennen bis zum Gewinn der beiden olympischen Goldmedaillen in Lake Placid charakterlich überhaupt nicht verändert. In bezug auf den Aufbau und die Betreuung zukünftiger Spitzenfahrer von seiten eines nationalen Verbandes können unserer Meinung nach folgende Schlussfolgerungen gezogen werden: Die Auswahl von Nachwuchsleuten sollte auf keinen Fall nur aufgrund technischer Kriterien erfolgen. Die Einstellung des Einzelnen zum Sport muss als wichtigste Beurteilungsgrundlage angesehen werden. Faktoren wie Seriosität, Vorbereitung von Training und Wettkampf, Motivation sowie gewisse charakterliche Eigenschaften, die zu Selbständigkeit und Selbstkritik führen, und nicht zuletzt das Milieu, in dem ein Nachwuchsfahrer aufwächst, sind von grösster Wichtigkeit. Von Verbandsseite her sollte in bezug auf die Betreuung das Hauptgewicht auf Individualität und Selbständigkeit gelegt werden, was nichts anders heisst, als dass ein Maximum an Flexibilität sowohl in der Gestaltung des Trainings als auch in der Beschickung der Wettkämpfe vorhanden sein muss. Zudem sollte versucht werden, den Leistungsdruck innerhalb einer Mannschaft in einem Rahmen zu halten, der der Motivation jedes Einzelnen nicht abträglich ist. Dies wird in den Grossmächten des alpinen Skilaufs mit einer grossen Zahl von Talenten wesentlich schwieriger sein, als in kleineren Skinationen. Das könnte der Grund sein, weshalb heute Teams mit einer schmalen Spitze so erfolgreich sind.

Wir möchten nochmals all denen danken, die es uns in freundschaftlichen und offenen Gesprächen ermöglicht haben, diesen Artikel zu schreiben. Es betrifft dies, nebst Ingemar Stenmark selbst, die folgenden Persönlichkeiten des alpinen Skirennsports : Calle Briandt, Präsident der Alpin Kommission des Schwedischen Ski verbandes ; Kaj Wiestal, Leiter des Sommertrainingslagers des Schwedischen Skiverbandes und Manager des Schwedischen Alpin Skipools ; Lasse Kjällberg, Haupttrainer des Schwedischen Skiverbandes ; Hermann Nogler, ehemaliger Haupttrainer und heutiger Berater des Schwedischen Skiverbandes ; RolfHefti, Chef Herren Alpin des SSV; Hanspeter DenzIer, Chef-Trainer Alpin SAS; Stig Strand, Mitglied der Schwedischen Alpinen A-Mannschaft und Freund von Ingemar Stenmark. Vermittelt haben uns diese Gespräche in verdankenswerter Weise: Sigge Bergman, ehemaliger Präsident des Schwedischen Skiverbandes und ehemaliger Generalsekretär der FIS, Ehrenmitglied der FIS und des SSV; Erik Dahlberg, ehemaliger Trainer des Schwedischen Ski verbandes ; Björn Wagnsson, Manager und juristischer Berater Ingemar Stenmarks; Mare Hodler, FIS-Präsident.

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LA FEMME, L'AMOUR ET LE SAS Maritza Faes

- Dis papa, c'est quoi le SAS? - Les SAS, ce sont des messieurs dont les hexagones de carbone se sont tellement bien associes pour leur creer de l'esprit qu'ils sont tous des savants, des etres superieurs comme, par exemple, Einstein ou monsieur Piccard. Et puis ... Genial! des mecs super. Bon, ben, si tu veux dire que les carbones c'est les copines ...

***** Non, pas du tout. Au SAS, il n' y a pas de copines. Ce sont des cousines. 11 ne faut pas meIer les bonbons et les sucettes. Bien qu'il ne soit pas forcement issu de la dynastie des SASSANIDES, le SASLER tient a respecter les traditions. 11 ades principes en toute circonstance, et meme en amour. Tel, par exemple, ce tres eminent professeur, encore jeune SAS a l'epoque, surveillant de pres sa condition physique de parfait sportif avant la course, deja couche sous le gros edredon d 'un hotel de montagne, voyant - 0 horreur! - une jeune femme ayant escalade le balcon, entrant dans sa chambre les bras ouverts et la bouche en cceur, murmurant: «Monsieur l'Etudiant, je vous aime», s'ecria: «Je m'appelle A.M. et je fais du fond». Bon sang, on avait beau etre a l'avant-garde et porter des souliers a boucles, on n 'etait pas la pour jouer de l'epinette. En 1946, lors de l'Assemblee generale a Sion, Georges de Lavallaz, dit «Mardochee», proposait de faire entrer les femmes au SAS. Ne furent favorables acette idee qu' Albert Fanchamps et peut-etre un ou deux autres philosophes courtois d'une valeur indiscutable. La proposition n'eut aucune portee et fut largement repoussee. A croire que le SAS est misogyne. Eh bien! pas du tout. Les femmes, il les aime trop pour les imaginer prenant part a la cuisine prosalque des veillees au stamm, lieu privilegie d'affrontements rituels OU se fomente l'evolution du club. Solidaire du destin du SAS, la femme, merveille des merveilles, on la veut femme-femme, fine fleur de l'elegance, sublime comme le riz du pauvre et l'or du riche, mysterieuse comme une deesse azteque. Ainsi donc, belle, de la poesie dans l'ceil, elle va vivre au SAS des nuits emotionnelles dans le boulevard climatise de la securite. Sportive, bricoleuse, gestionnaire, technicienne, la voila ambitieuse, l'egale de l'homme. Enfin presque. Femme asservie? Femme domptee? Vous voulez rire! Ce qu'elle veut c'est vivre a l'interieur de la signification et feter a l'exterieur. En realite personnage cle. Elle n'est ni objet ni mirage. C'est elle qui, en tant qu'epouse, veillera non seulement au repos de son guerrier mais au standing de Jules. Lorsqu'elle evolue en qualite de «cousine», c'est qu'il y a eu quelque cOlncidence significative: la rencontre de deux etres qui se ressemblent, dont l'ideal travaille au petit point nuit et jour fera monter vers le ciel un chant d'amour embrase de lumiere . Les dites cOlncidences significatives auront mene au phenomene de synchronicite qui revele les liaisons insolites que Claudel nommait «la jubilation des hasards». C'est ainsi que de «cousine-chrysalide» la jeune femme est passee au stade de «cousinepapillon» et admise a accompagner le jeune SAS dans ses peregrinations sportivo-academico-sociales. Bien propulsee dans la societe, la voila prete a chevaucher dans l'actualite. 53


Des lors, pourquoi les compagnes de nos baroudeurs d'exception ne seraient-elles pas admises a appartenir par «contrat» au SAS? Simplement parce qu'elles n' y tiennent pas. Fines mouches, elles preferent la page blanche, qu'elles seront libres de remplir a leur guise . Elles y inscriront que les plus beaux souvenirs de leur vie elles les ont vecus au SAS. Il arrive qu'en tant qu'epouses, au debut, elles y soient alIees parce qu'il «fallait», en y promenant un reil negligent, mais, peu a peu, elles s'y sont integrees sous l'impulsion mysterieuse de ce climat tres particulier qui est celui du SAS . Non, non, non, elles ne demandent rien. Rien d'autre qu'a aider l'homme a devenir ce qu'il est... Eux, avec une belle ardeur, revelent les raisons de leur refus : si l'on acceptait les femmes comme membres du SAS, cela en changerait l'esprit et puis ... elles ameneraient leur mari. Ale! De quoi voir Rouge. Le coup au creur! On n'entre pas au SAS comme dans un moulin. Ni meme de pere en fils. Ce n'est pas un club philanthropique, ni une maffia, ni une loge mas:onnique, ni une societe secrete, ni un rassemblement folklorique, ni un parti politique. Ce qui compte au SAS, ce n'est pas la domination materielle, c'est celle de l'esprit etincelant au service des autres . C'est celle de la responsabilite face aux problemes poses a la conscience moderne. Ce qui compte, c'est d'etre contre toute mediocrite quelle qu'elle soit. Quand on entre au SAS, c'est un peu comme si on entrait en religion, au risque toutefois de preferer la flute de champagne a la flute traversiere. Et si l'on y est entre a dix-huit ans on y est encore a quatrevingt-dix ans . On a donc le temps d'y pratiquer le sport qui vous en a ouvert la porte, et de s'y faire de vrais amis. Je serais tentee de citer ici une reflexion de Ramuz qui me parait dire mieux que je ne saurais le faire ce qui lie le SASLER a son club et la raison pour laquelle le sujet-rajoute du mari de la SASLERIN ne pourrait etre envisage: «C'est par l'affrontement a une me me matiere, a un meme sujet, a de memes difficultes qu'on prend seulement conscience, par des reactions spontanees, immediatement comparables et ayant pour ainsi LE SAS ET L'APERO

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Photos GriehilHirsch


dire un denominateur commun, de ses ressemblances, de ses differences, de sa classe ou de sa categorie, de certaines valeurs profondes qui n'apparaissent pas au cours d'une simple conversation.» Et puisqu'il n'y aurait dans toute la Suisse que huit jeunes femmes a desirer entrer au SAS (si si, statistique dixit), on a trouve une solution toute lisse obeissant au mouvement de l'opinion etablie, en offrant une licence aux filles. Cela se fait dans chaque section et leur permet de «courir» sous la houlette du SAS tout en leur refusant le droit de faire partie du club. Elles sont donc tolerees au stamm mais pas invitees. C'est un compromis admis. Et puisque l'altruisme du SAS pousse sa grandeur d'ame jusqu'au sacrifice, il autorise les Belles a s'entrainer de concert. Ainsi moi, dont j'aime a croire que vous lisez les petits-papiers-pour-rire des Semaines AH, quelle importance que je figure ou non dans le cerveau electronique du distributeur d'adresses du SAS? Sans etre inscrite au registre du SAS, j'ai eu le privilege de rediger les proces-verbaux des assemblees generales de ce lointain passe durant lequel Remy etait un president central demuni de l'appareillage necessaire a la vie de la ruche - un sacre bapteme du feu pour qui veut tester son courage! Sainte Mere! - (Ah 1. .. C'etait encore la belle epoque ou le president central se faisait un honneur d'assister a son diner d'investiture.) Mais les temps changent. Et changer est aussi le moyen de ne pas s'enfermer dans un passe evanoui. L'immobilisme c'est la mort, et le SAS est bien vivant. Voici trente ans que gräce a mon mari j'ai le bonheur d'etre invitee au SAS. Trente ans de cheminements paralleles, de raffinements primitifs exceptionnels, d'experiences-fleur-aux-dents, de chants, de danses, de rassemblements pour rire et pour pleurer. On peut rever mais qu'on ne me dise pas que le SAS est misogyne. Il le dit lui-meme: des femmes il est tout contre! Un cascadeur anonyme, au moment du bouquet final, a dit un jour: «Le corps etant le commencement de notre ceuvre, nous sommes descendus sur terre pour le transformer en esprit.» D'ou l'association des hexagones de carbone. 55


DER SCHNEEHASE - EIN TIER VOLLER RÄTSEL Heini Hediger

Hasen - und erst recht Schneehasen - sind für Zoologen und Verhaltensforscher keineswegs einfache Tiere, im Gegenteil. Es gibt da immer neue Überraschungen und Unsicherheiten. In der Schule mussten viele von uns noch lernen, dass alle Hasen zu den Nagetieren (Rodentia) gehören . In Kreuzworträtseln figuriert der Hase heute noch gelegentlich als ein «Nagetier mit vier Buchstaben» - zu unrecht. In der z.Zt. massgebenden zoologischen Systematik werden die Hasen längst nicht mehr zu den Nagetieren gerechnet, sondern sie bilden eine gleichwertige, selbständige und nicht einmal näher verwandte Ordnung, nämlich die der Hasentiere (Lagomorpha), nachdem sich herausgestellt hat, dass gewisse Ähnlichkeiten rein oberflächlich sind und lediglich auf Konvergenz zurückgeführt werden müssen, wie etwa die Ähnlichkeiten von Fischen und Walen oder von Vögeln und Fledermäusen. Eine täuschende Ähnlichkeit zeigen die Hasen mit den Nagetieren vor allem in bezug auf das Gebiss, d.h. die Schneidezähne, die von den übrigen Zähnen durch eine auffällige Lücke (das Diastema) getrennt sind und während des ganzen Lebens weiter wachsen . Diese neue Einordnung der Hasentiere im zoologischen System brachte seinerzeit die berühmte Hamburger Zoologin Erna Mohr in Verlegenheit - aber nur vorübergehend. Sie hatte ein grundlegendes Werk über «Die freilebenden Nagetiere Deutschlands» veröffentlicht, und dieses war so begehrt, dass es wiederholt neu aufgelegt werden musste. Gerade als 1954 die neueste Auflage im Druck war, forderten die Systematiker die strikte Trennung der Lagomorpha von den Rodentia und ihre Unterbringung in einer besonderen Ordnung. Erna Mohr hatte jedoch die Hasentiere, dem bisherigen Brauch entsprechend, noch zu den Nagetieren gerechnet, und es war nicht mehr möglich, in dem im Druck befindlichen Buch eine Änderung vorzunehmen. Als sie dann von ihren Kollegen gehänselt wurde, weil sie als prominente Zoologin die Hasen noch in so altmodischer Weise als Nagetiere behandelte, antwortete sie schlagfertig, sie habe die Hasen nicht zu den Rodentia gerechnet, sondern lediglich zu den Nage-, d.h. zu den nagenden Tieren! Dagegen war in der Tat nichts einzuwenden, da alle Tiere mit Schneidezähnen gelegentlich «nagen» können, unter Umständen sogar der Mensch. Die verblüffende Ahnlichkeit der beiden Gebisse ist natürlich wesentlich mitbedingt durch die Ähnlichkeit des Futters: Gräser, Kräuter, Zweige, Blätter, Rinden usw. Aber nun kommt der entscheidende Unterschied. Bei den Hasentieren findet sich hinter den beiden grossen Nagezähnen des Oberkiefers eine Spezialität, die im ganzen Tierreich nur ihnen zukommt, nämlich ein Paar sogenannter Stiftzahne, von denen noch niemand weiss, was für eine Funktion sie haben. Es sind fast nadeldünne Stifte aus Zahnmaterial (Dentin), die der Rückseite der langen Nagezähne dicht anliegen . Solche Stiftzähne kommen allen Hasentieren zu, also den echten oder eigentlichen Hasen (Leporiden) ebenso wie den amerikanischen und asiatischen Pfeifhasen (Ochotoniden). Mit der Bezeichnung Leporiden wird übrigens gelegentlich noch etwas ganz anderes gemeint: Seit jeher wurde behauptet, dass man Hase (Lepus) und Kaninchen (Oryctolagus) miteinander bastardieren könne. Solche Kreuzungsprodukte wurden dann als Leporiden bezeichnet. Trotzdem es heute wissenschaftlich erwiesen ist, dass es solche Hybriden nicht geben kann, melden sich immer wieder Züchter, welche das Gegenteil behaupten. In einer Naturaliensammlung habe ich sogar das Skelett eines solchen angeblichen Bastarden entdeckt - also das Skelett eines Tieres, das es gar nicht gibt! Es muss


sich dabei um irgend eine Mystifikation gehandelt haben, wie immer, wenn von solchen «Leporiden» die Rede ist. Der Hase besitzt 43 Chromosomen, das Kaninchen hingegen 44. Vor allem aber ist das Kaninchen - das Wildkaninchen, von dem sämtliche Hauskaninchenrassen abstammen - ein ausgesprochenes Grabtier, das seine Jungen in einem tiefen Erdbau zur Welt bringt. Hase und Schneehase hingegen graben nicht, nicht in die Erde. Den Schneehasen findet man allenfalls in Vertiefungen im Schnee, die aber dadurch entstehen, dass er sich einschneien lässt und sich dann einen Ausgang schafft. Ganz besonders aber unterscheiden sich Hase und Schneehase darin, dass sie beide typische Nestflüchter sind, deren Junge mit offenen Augen, voll bewegungsjä'hig und mit einem dichten PelZ zur Welt kommen, während das Kaninchen als ebenso typischer Nesthocker blinde, nackte, völlig hilflose Junge zur Welt bringt. Zur Hartnäckigkeit der irrtümlichen Behauptung, dass es Hase-Kaninchen-Leporiden gibt, hat wesentlich beigetragen das sogenannte Hasenkaninchen, eine der Dutzende von Rassen, die von Kaninchenzüchtern gehalten werden. Dieser Zucht liegt die Absicht von Liebhabern zugrunde, ein Kaninchen zu schaffen, das einem Feldhasen äusserlich ähnlich sieht. Aber auch dieses Hasenkaninchen ist ein hundertprozentiges, reinrassiges Kaninchen. Die Bastardierungs-Frage wird uns später noch beschäftigen im Zusammenhang mit Schneehasen-Feldhasenbastarden, die es tatsächlich gibt, denn diese bei den gehören derselben Gattung (Lepus) an, während das Kaninchen Vertreter einer ganz anderen Gattung (Oryctolagus) ist. So lassen sich z.B. auch Löwe und Tiger leicht miteinander kreuzen, trotz ihres verschiedenen Aussehens, weil sie derselben Gattung ( Panthera) angehören, nicht aber mit dem Schneeleoparden, Vertreter einer anderen Gattung (Uncia). Kehren wir jetzt zu unserem Schneehasen zurück. Er gibt uns genug Rätsel auf, schon deswegen, weil es etwa ein Dutzend verschiedener Schneehasen gibt in Europa, Asien und Amerika. Wenn wir in der Schweiz von Schneehase sprechen, ist der Alpenschneehase gemeint, der folgenden wissenschaftlichen Namen trägt: Lepus timidus varronis. Von ihm lesen wir in den Büchern, dass er im Sommer graubraun, im Winter aber weiss gefärbt sei. Das trifft meistens, aber nicht immer zu. Dasselbe hat man auch vom Hermelin behauptet. Indessen kommt es bei beiden Tieren vor, dass sie sich unter Umständen nur teilweise umfärben, also gewissermassen gescheckt erscheinen. Beim Schneehasen bleiben die Ohrenspitzen ohnehin während des ganzen Jahres schwarz, beim Hermelin ist es die Schwanzspitze. In der Zoologie spricht man in solchen Fällen von Akromelanie, d.h. von Schwarzfärbung der äussersten Körperenden. Unter den zahlreichen verschiedenen Arten und Rassen von Schneehasen gibt es im hohen Norden solche, die während des ganzen Jahres weiss bleiben, sich also überhaupt nicht umfärben, wie etwa die Eisbären. Andererseits tragen die Schneehasen Irlands und einiger anderer Gebiete auch im Winter ihr graubraunes Fell. Berühmt ist in dieser Verwandtschaftsgruppe der amerikanische Schneeschuh-Hase (Lepus americanus). Er ist wesentlich kleiner als unser Alpenschneehase, aber ausgezeichnet durch besonders breite Hinterfüsse, die zudem eine starke Behaarung an den weit abspreizbaren Zehen aufweisen, was beim Hoppeln im Schnee sehr zweckmässig ist. Diese Einrichtung hat dem Tier die Bezeichnung Snowshoe Rabbit eingetragen, was wiederum einer kleinen Korrektur bedarf, da es sich bei ihm nicht um ein Kaninchen (rabbit), sondern um einen waschechten Hasen (hare) handelt. Für alle, die sich nicht näher mit der Färbung der Säugetiere beschäftigt haben, gilt es als ausgemacht, dass die weisse Winterfärbung unseres Alpenschneehasen, ebenso wie die seiner nordischen Verwandten oder etwa die des Eisbären eine vorzügliche Schutzanpassung an Schnee und Eis ihres Lebensraumes darstellt. So einfach ist die Sache aber nicht. Andere Alpentiere wie z.B. Gems- und Steinwild werden gerade im Winter viel dunkler als im Sommer. Der Gemsbock wird bekanntlich fast schwarz. Andererseits gibt es weisse oder mindestens weissliche Säugetiere auch in tropischen Gebieten. Die Weisse Oryx-Antilope (Oryx gazella leucoryx) lebt in Arabien. Dauernd schwärzliche Tiere wie z.B. der Vielfrass oder gewisse Otter kommen auch im hohen Norden vor. In seinem umfassenden Werk über anpassende Färbung im Tierreich führt Hugh B. Cott im Hinblick auf den sogenannten 57


Bilder links: Besser als viele Worte vermögen diese bei den Freiland-Aufnahmen die herkömmliche Theorie von der Schutzanpassung der Schneehasenfärbung in Frage zu stellen. Der Schneehase ist kein Chamäleon. Seine zweimal jährlich erfolgende Umfärbung erfolgt sehr langsam. Das dunkle Sommerkleid macht ihn auf dem Schnee ebenso auffällig wie sein weisses Kleid auf aperem Boden. Höchst auffallig kann aber auch der Schatten auf einer Schneefläche sein. Im Gegensatz z. B. zU vielen Wüsten- und Steppentieren verfügt der Schneehase über keinerlei Mittel der sogenannten Gegenschattierung Bild I E . Dragesco Bild 2 E . Hüftenmoser

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Bild 3 Alpenschneehase im typischen Winterkleid. Die Ohrenspitzen bleiben immer schwarz Bild 4 Alpenschneehase im graubraunen Sommerkleid. So wurde er früher oft mit dem Feldhasen verwechselt

Bildj Die Umfärbung erfolgt durch Haarwechsel nach bestimmten Gesetzmässigkeiten Bild 6 Nur in Gefangenschaft ist es möglich, den Umfarbungs-, d. h. den Härungsprozess, nach seinem zeitlichen und räumlichen Verlauf (Härungsmuster) genau zu verfolgen

Bild 3- j K. Robin, Bild 6 J. Klages

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Saison-Dimorphismus, also den jahreszeitlich bedingten Farbwechsel in Schneegebieten aus, dass es hier für den Zoologen noch viel Rätselhaftes gibt. Dem kann man nur beipflichten. Mit der visuellen Anpassung an die Landschaft kann es natürlich nicht immer klappen. Ein dunkles Tier im Schnee ist ebenso auffällig wie ein weisses in aperem Gelände. Die Umfärbung erfolgt nicht sehr rasch, sondern benötigt mehrere Tage, meist Wochen. Es handelt sich genau genommen nicht um eine Umßirbung der Haare, sondern um einen Haarwechsel. Die im Frühjahr und im Herbst neu nachwachsenden, die alten ersetzenden Haare sind nicht nur der Farbe, sondern auch der Struktur nach verschieden. Mehr als das: Auch die Haut, aus der sie wachsen, macht entscheidende Veränderungen mit. Zu den zahlreichen Feinden des Schneehasen gehören nicht nur Fuchs, Marder, Hermelin, Raubvögel u.a., sondern auch die Winterkälte, gegen die es sich zu schützen gilt. Einen wirksamen Schutz gegen Wärmeverlust bildet das weis se Winterhaar, das aus dichter Wolle und langen Grannen besteht. Nach Pro]. F. Baumann, dem langjährigen Direktor des Berner Naturhistorischen Museums, kommt die Weissfärbung der Winterhaare dadurch zustande, dass in ihrem Markteil zahlreiche Luftkammern enthalten sind, und diese bilden einen hervorragenden Kälteschutz. Nun besteht nach den Untersuchungen des österreichischen Jagdbiologen Pro]. S. Schumacher von Marienfeld eine eigentümliche, gesetzmässige Beziehung zwischen Haardichte und Felldicke. Das sehr dichte Winterfe// des Schneehasen ist demnach mit einer geringeren Hautdicke gekoppelt. Das bringt zwei Nachteile mit sich, die allerdings den lebenden Hasen nicht betreffen: Wegen der überaus zarten Haut lässt sich das weiche Winterfell selbst von geübten Kürschnern nur schwer sauber abziehen. Es ist so delikat, dass es kaum je irgendwie verwendet wird . Selbst Museumspräparatoren haben alle Mühe, einen Schneehasen einwandfrei zu montieren. Auch von den etwas weniger heiklen Sommerhasen lassen sie lieber die Finger, erst recht vor den in Umfärbung begriffenen. Man hat deshalb in kleineren Museums-, Schul- und Privat-Sammlungen verhältnismässig selten Gelgenheit, wirklich gute Präparate des Schneehasen in seinen verschiedenen saisonalen Erscheinungsformen zu sehen. Kein Wunder daher, dass unsere Jäger und Jagdbeamten während langer Zeit Mühe hatten, die von ihnen erlegten Hasen - sofern sie nicht weiss waren - nach ihrer Artzugehörigkeit richtig zu bestimmen. Die Abschussstatistiken über unsere Hasen, das häufigste Haarwild der Schweiz, enthielten daher nur eine Kolonne, in der Feld- und Schneehasen zusammengefasst waren, wie Baumann in seinem Werk über «Die freilebenden Säugetiere der Schweiz» (1949) mit Bedauern feststellte. Seither sind die Jäger jedoch besser ausgebildet und - jedenfalls theoretisch - durchaus in der Lage, einen Feldhasen von einem Schneehasen im Sommerpelz zu unterscheiden, so dass sich diejä'hrfiche Ausbeute an Schneehasen endlich erfassen lässt.

Im Jahre 1979 waren das nach der Statistik des Bundesamtes für Forstwesen in Bern (Sektion Jagdwesen und Wildforschung) in den Patent- und Revierkantonen zusammen 14 3 50 Feld- und 2102 Schneehasen. Für das Jahr 1976 ergaben sich 17657 Feld- und 2900 Schneehasen. Die Schneehasen machen also nur rund einen Sechstel der Feldhasen aus. Noch vor wenigen Jahren war die Feldhasenjagd viel ergiebiger. Da gab es Strecken von 30000 bis 50000. 1946 waren es sogar 70000. Der enorme Rückgang hat zweifellos verschiedene Ursachen, er wird aber von Fachleuten wesentlich zurückgeführt auf die zunehmende Anwendung von Giften, namentlich von Insektiziden und Vermiziden in den Kulturen, neuerdings auch in den Kartoffelkulturen. Davon wird der Schneehase weniger betroffen, weil er im Gegensatz zum Feldhasen kein Kulturfolger ist, sondern sich zur Hauptsache über der Ackerbauzone, über 1300 m ü.M. aufhält, im Sommer unter Umständen sogar über 3000 m. Im oberen Verbreitungsgebiet des Feldhasen, das bis etwa 1600 m hinaufreicht, überschneiden sich die beiden Arten, so dass es auch im Freien gelegentlich zu Bastarden kommt, die jedoch gar nicht leicht als solche zu erkennen sind. Während sich Feldhase und Kaninchen, wie erwähnt, nicht kreuzen lassen, besteht diese Möglichkeit zwischen Feldhase und Schneehase durchaus, wie das u.a. auch Frau Pro]. M. Meyer-Holzapfel seinerzeit im Städtischen Tierpark Dählhölzli in Bern bewiesen hat. Allerdings bleiben diese Bastarde - soweit wir heute wissen - stets steril. 60


Die im Alpengebiet vorkommenden Schneehasen sind durchweg etwas kleiner als die Feldhasen. Sie bringen im Jahr meistens nur zwei Würfe mit 2- 5 Jungen bei einer Tragzeit von rund 50 Tagen. Der Feldhase hingegen setzt dreimal jährlich und hat eine Tragzeit von nur 42 Tagen . Nicht selten überschneiden sich zwei Trächtigkeiten, so dass eine hochträchtige Häsin ein bis fünf Tage vor dem Gebären bereits wieder gedeckt werden kann. In Gefangenschaft vermag sie dann ohne Anwesenheit eines Rammlers zweimal nacheinander Junge zu bekommen. Ob diese merkwürdige Erscheinung, die sogenannte Superfötation, auch beim Schneehasen vorkommt, ist meines Wissens noch unsicher. Die Neugeborenen beider Hasenarten sehen einander auch in bezug auf die Färbung zum Verwechseln ähnlich. Sie sind etwa IOO bis I 5 Gramm schwer, mit dichtem braungesprenkeltem Haar, gros sen offenen Augen. Sie können vom ersten Tag an knurren und ein wenig herumhoppeln. Im Alpengebiet haben wir es, wenn wir von Schneehasen sprechen, stets mit dem Alpenschneehasen zu tun, der von den zahlreichen nordischen Schneehasen der Alten und der Neuen Welt zoologisch als eine besondere Art bzw. Unterart (Rasse) zu unterscheiden ist. Sein wissenschaftlicher Name lautet jetzt Lepus timidus varronis Miiler. Das war jedoch nicht immer so. Mit Recht bezeichnet Kurt Walde in seinem Buch über die Tierwelt der Alpen die Geschichte der wissenschaftlichen Namengebung des Alpenschneehasen als eine rechte Komödie der Irrungen. Und das kam folgendermassen: «Feldhase und Schneehase mussten nämlich ihre bisherigen wissenschaftlichen Namen austauschen unter dem Druck der modernen literarischen Ausgrabungsgelüste» der Nomenklatursachverständigen. So erklärt es der berühmte Berner Zoologe Emi/ August Gi/fdi (I859- I9I7), der wegen seines klassischen Werkes über «Die Tierwelt der Schweiz» gelegentlich auch als der schweizerische Brehm bezeichnet wird. Der Feldhase figurierte früher in allen Lehrbüchern unter der wissenschaftlichen Bezeichnung Lepus timidus, der Schneehase als Lepus variabilis. Beides waren ausgezeichnete, treffende Bezeichnungen: timidus heisst bekanntlich der Furchtsame. In der Tat ist die Furchtsamkeit des von vielen Feinden bedrohten Feldhasen geradezu sprichwörtlich geworden . Der Name variabilis, der Veränderliche, spielt an auf die saisonale Veränderung der Pelzfarbe im Sommer und Winter. Die Welschen und die Franzosen sprechen heute noch vom Lievre variable. Diese Namen wurden von dem grossen schwedischen Naturforscher Kar! von Linne (1707- I778) gegeben, also vom Begründer der wissenschaftlichen Nomenklatur und Systematik. In seinem heute noch grundlegenden Werk Systema naturae hat er sämtliche Namen der damals bekannten Tiere und Pflanzen festgelegt. Deswegen finden wir heute noch hinter einer Unzahl von Tier- und Pflanzen namen ein gros ses L, was so viel bedeutet wie Linne als Autor des betreffenden Namens. Da kam ein spitzfindiger Reformator - so schreibt Göldi - und belehrte die erstaunliche Welt (der Zoologen), dass Linne in der IO. Auflage seiner Historia naturalis zu seinem Lepus timidus den Kommentar gesetzt habe: « Hyeme in frigidis niveus, exceptis auribus nigris)), womit eindeutig der im Winter bis auf die schwarzen Ohren weiss werdende Hase gemeint war. Tatsache ist, dass der Feldhase in jener Auflage überhaupt nicht erwähnt wird. Die Folge davon war zunächst, dass der Schneehase mit dem Artnamen «timidus» ausgestattet wurde, aber mit der Einschränkung, dass dieser bloss für den nordischen Schneehasen (Skandinavien, Nordrussland, Britische Inseln) gelten sollte, während unser schweizerischer Alpenschneehase als ein ganz anderes, neues Tier erklärt wurde. Er erhielt schliesslich, nach weiteren Verwicklungen, wie bereits erwähnt, den heute geltenden Namen Lepus timidus varronis Mi/ler, wobei Miller der amerikanische Säugetierspezialist ist, der hier die neue Ordnung geschaffen hat. War es unter diesen Umständen übertrieben, wenn ich einleitend unseren Alpenschneehasen zu den keineswegs einfachen Tieren rechnete? Zum Schluss lässt sich die Bitte nicht unterdrücken, die Skifahrer möchten auf ihren raschen Brettern diesem zoologischen Kleinod der Alpen mit Respekt und Schonung begegnen.

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DER SAS-PENTATHLON EINE MEHRKAMPF-AL TERNA TIVE

Ivan Wagner, SAS Zürich

In memoriam unseres Freundes Hansruedi Helbling, der auf der sAs-Hindukush-Expedition 1972 auf tragische Weise gestorben ist, wurde im Frühjahr 1978 in Grindelwald zum erstenmal der Internationale sAs-Pentathlon ausgetragen. An diesem in der Schweiz bis heute einzigartigen Winter-Fünfkampf - bestehend aus Riesenslalom, Sprunglauf, Curling, Langlauf und Schwimmen - nahmen seither jedes Jahr 33 Dreierteams teil. Dank der Anwendung eines altersbedingten Handicap-Systems wird dabei der Einbezug von Damen und Herren aller Alterskategorien in einer gemeinsamen Einzelund Mannschaftswertung ermöglicht. Ursprünglich für den SAS ins Leben gerufen, scheint dieser Anlass auch international Anklang gefunden zu haben . Dass man heute bereits von einer gewissen Tradition des sAs-Pentathlons spricht, deutet eindeutig auf ein Bedürfnis hin, dem leistungsorientierten Spitzen sport neue Akzente zu setzen. Eine mögliche Alternative dürfte dabei in dem breitgefächerten Feld der Neuentwicklung und Wiederaufnahme von Mehrkämpfen liegen. Denn diese haben ihre eigene Tradition bereits vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren begründet; und so lässt sich auch der Werdegang dieses Körper und Geist umfassenden Wettkampfes zumindest so spannend verfolgen wie derjenige einer jeden anderen Sportart.

PENTATHLON SEIT 2688 JAHREN Der Pentathlon ist klassischen Ursprungs, überliefert durch die Sagenwelt der Hellenen. Erstes historisches Datum ist das Jahr 708 v.Chr.; in diesem Jahr, an den XVIII. Olympischen Spielen, wurde der Fünfkampf das erste Mal ausgetragen. Die Spartaner waren besondere Verehrer und Befürworter dieser sportlichen Kombination und stellten auch mit ihrem Landsmann Lampis den ersten Pentathlon-Sieger. Damals, als die Hellenen um den Ölzweig des Pentathlons kämpften, bestand dieser aus folgenden Disziplinen: Stadionlauf (d. h. 600 Fuss: 192,27 m), Weitsprung mit Anlauf, Diskuswerfen, Speerwurf und Ringkampf. So verlangte der Fünfkampf als Vielseitigkeitsprüfung Schnelligkeit, Gewandtheit, Ausdauer, Kraft und starke psychische Fähigkeiten und stellte insofern das Ideal der griechischen Athleten dar. Aber nicht nur Athleten, sondern auch Dichter, Künstler, Erzieher und Staatsmänner hatten eine hohe Meinung vom Pentathlon und sahen in der harmonischen Einheit von äusserer Schönheit und innerer Tüchtigkeit das erhabene Ideal der Erziehung. Er gab auch dem griechischen Menschen reichste Möglichkeit, das Zusammenspiel seiner leiblichen, seelischen und geistigen Kräfte zu üben und unter den verschiedensten Bedingungen zu erproben . Wer den Sieg im Fünfkampf errang, musste unter seinen Gefährten der an Körper, Seele und Geist am besten und gleichmässigsten Durchgebildete - also der den Göttern ähnlichste - sein. Aristoteles nannte die Fünfkämpfer die schönsten Menschen. Über tausend Jahre dauerte die herrliche Einrichtung der agonistischen Spiele in Hellas. Später dann, im Römischen Reich, entwickelte sich ein militärisch ausgerichteter Sport, der auch den Fünfkampf als Pentathlum oder Quinquertium kannte . Doch nicht nur der antiken Welt blieb der Begriff des 62


SPEERWURF: Malerei auf einem Kelchkrater des Kleophrades, griechisch um 500/490 v.ehr., Höhe 45 cm, Tarquinia, Museo Nazionale « Und mit dem Wurfsp;ess treff ich so weit als keill anderer der Phaiaken» ( Homer, Odyssee)

Pentathlons vorbehalten: der Sagenkreis der Germanen bezeugt, dass dieser auch bei ihnen bekannt war und sogar in einer Periode im Mittelpunkt ihrer Wettkampftätigkeit stand. Noch im 18. Jahrhundert wird der Dessauer Pentathlon im Philantropinum erwähnt. In der modernen Zeit kam die sogenannte Allround-Meisterschaft in den USA als rein leichtathletischer Mehrkampf im Jahre 1848 zum erstenmal vor. Der erste Mehrkampf an modernen Olympischen Spielen wurde an der Zwischen-Olympiade (lojähriges Jubiläum der ersten neuzeitlichen Spiele) in Athen 1906 ausgetragen. Er trug die offizielle Bezeichnung Hellenischer Pentathlon und stellte in seiner Zusammenstellung eine Kuriosität dar: Weitsprung aus dem Stand, Diskuswerfen, Speerwerfen, Stadionlauf und griechisch-römisches Ringen. Die Entscheidung erfolgte nach Rangziffern. Das Wiederaufleben des griechischen Pentathlons in der heutigen Form des Modernen Fünfkampfes verdanken wir dem Begründer der Olympischen Spiele der Neuzeit, Pierre de Coubertin. Der Franzose setzte es durch, dass diese Sportart 1912 ins Programm der O lympischen Spiele von Stockholm aufgenommen wurde. An den durch verschiedene westliche Länder boykottierten 22. Olympischen Spielen in Moskau wurde 198o der Moderne Fünfkampf (Reiten, Schwimmen, Schiessen, Fechten und Geländelauf) zum 17. Male in der Einzel- und Mannschaftswertung ausgetragen.


ZUR ENTWICKLUNG DES WINTER-MEHRKAMPFES Während es die nordische Kombination (Skispringen und Langlauf) schon im letzten Jahrhundert in Norwegen gab und sie um die Jahrhundertwende in die Schweiz gebracht wurde, kann der Ursprung der alpinen Kombination im weitesten Sinne auf die Gründung des SAS im Herbst /924 zurückgeführt werden. Als nämlich in den frühen zwanziger Jahren die Schweizer Skipioniere zusammen mit ihren britischen Freunden in Mürren den Slalom und die Abfahrt propagierten, war damit auch die Basis für die kombinierten Ski-Mehrkämpfe gegeben. In der ersten alpinen Kombination wurden die Resultate aus einem Hartschnee- und einem Weich schnee-Slalom sowie einer Abfahrt kombiniert. Als mit der U mfahrung von Gletscherspalten auf der Marmolata 1935 dann der Riesenslalom ins Leben gerufen wurde, war die Möglichkeit gegeben, die alpinen Disziplinen im heutigen Sinne zu kombinieren (Abfahrt, Slalom, Riesenslalom). Anlässlich des 3. Internationalen Universitäts-Skiwettkampfes im Jahre 1927 in Wengen wurde erstmals die Viererkombination (Abfahrt, Slalom, Sprunglauf und Langlauf) ausgetragen. Während damals die nordischen Disziplinen von den Nordländern und den Deutschen dominiert wurden, waren Slalom und Abfahrt die Domäne der Schweizer. Auch die Entwicklung der kombinierten Mannschaftswettkämpfe stand nicht nach. Mit dem AngloSwiss, das im Jahre 1925 unter der Leitung von Sir Arnold Lunn und Dr. Walter Amstutz zur ersten offiziellen Austragung kam, führen heute noch der BUSC (British Universiry Ski-Club) und der SAS den überhaupt ältesten kombinierten Mannschafts-Skiwettkampf durch. Dabei messen sich je sieben britische und sieben schweizerische Studenten in den Disziplinen Abfahrt und Slalom. Zum AngloSwiss eine kleine Kuriosität: Anlässlich der Hauptprobe dieses Rennens im Jahre 1924 - es wurde als Einzelwettkampf ausgetragen - konnte Dr. Walter Amstutz nicht zum Start zugelassen werden, da er wegen bezahlten Skiunterrichts den Amateur-Status nicht erfüllte.

Bild rechts: a. Korpskommandant Pierre Hirschy, SSV-Präsident, Patronat des sAS-Pentathlons

Bilder unten von links nach rechts: Ehrengast 1. sAs-Pentathlon Lt. Colonel John Morris, Gründer des Highland Pentathlons in Aviemore, Schottland (Vorbild für den sAs-Pentathlon) Ehrengast 2. sAs-Pentathlon Dr. Walter Amstutz, Mitgründer des SAS und des Anglo-Swiss-Rennens, Promotor der Ski-Vierer kombination Ehrengast 3. sAs-Pentathlon Will y Bürgin, Gründer der Schweizerischen Skiclub-Meisterschaften


Auf die Initiative von Willy Bürgin im Jahre 1947 ist die Gründung der SchuJeizerischen SkicfubMeisterschaften zurückzuführen. Dieser Mannschaftswettkampf bestand ursprünglich aus einer Abfahrt, die von den vier Team-Mitgliedern gemeinsam zu absolvieren war (Massenstart) und entweder einem Stafettenslalom (vier Teilstrecken, ausgesteckt auf der Abfahrtspiste, Übergabe durch Handschlag) oder vier parallel gesteckten Slaloms, zu welchen jeweils pro Team gleichzeitig gestartet wurde. Heute finden diese Clubmeisterschaften immer noch statt, allerdings in etwas abgeänderter Form. Doch wurden die Ski-Disziplinen auch mit anderen Sportarten kombiniert, und so entstanden u .a. der Biathlon (Langlauf und Schiessen), Triathlon (Langlauf mit Schiessen und Riesenslalom) und der Winter- Vierkampf (Pistolen-Schiessen, Riesenslalom, Fechten und Langlauf), um drei der militärisch orientierten Mehrkämpfe zu nennen. Im Jahre 1968 wurde unter der organisatorischen Leitung von Lt. Colonel John Morris im schottischen Aviemore am Fusse der Cairngorm Highlands zum ersten Male der JPS-Highland Pentathlon ausgetragen, der aus Schwimmen, Riesenslalom, Target-Curling, Schiessen und Geländelauf bestand. Es scheint, dass dies der erste Winter-Fünfkampf überhaupt war. Mit einem SAS-Team nahm 1974 zum ersten Male eine nicht britische Mannschaft an diesem Wettkampf teil. Die Erfahrungen und Begeisterung, die dann auch das zweite SAS-Team 1976 aus A viemore zurückbrachte, haben die Gründung des sAs-Pentathlons massgeblich beeinflusst.

DER INTERNATIONALE SAS-PENT A THLON Im «Schneehase» Nr. 7 im Jahre 1933 schrieb F. Schuler, seinerzeit Technischer Leiter des Schweizerischen Ski-Verbandes, in seinem Beitrag «Die Kombinationsfrage» : «Hat Kombination, Ermittlung einer Rangierung nach verschiedenartigen Leistungen, Sinn und Zweck? Unbedingt ja! Es liegt im Interesse einer gesunden Sportentwicklung, die sportliche Vielseitigkeit zu pflegen. In den letzten Jahren ist der Individualismus und damit das Spezialistentum zu weit getrieben worden . Für das allgemeine Volkswohl ist die vielseitige sportliche Ausbildung wertvoller.» So stand auch 1978 bei der Gründung des sAs-Pentathlons die Sorge über die heutigen Entwicklungen im Spitzenskirennsport im Vordergrund. Während dieser immer spezialisierter wird und an die Organisatoren und Teilnehmer zunehmend höhere Anforderungen stellt, sehen sich Studenten vermehrt ausserstande, ihr Studium mit dem Programm eines Spitzensportlers zu vereinbaren. Wenn ein Stenmark nie eine Abfahrt bestreitet, Abfahrtsspezialisten in den Slaloms stürzen, ein Sieger, der mit Hundertstel- oder gar Tausendstel-Sekunden ermittelt wird, seinen «Erfolg» dem Materialvorsprung, besserem Psychotherapeuten oder sonst irgendeinem exogenen Faktor zu verdanken hat, dann stimmt dies nachdenklich. Ganz von den olympischen Idealen abgesehen, engen diese unaufhaltsamen Entwicklungen den Spielraum eines Sportler-Idealisten drastisch ein. Der sAs-Pentathlon will den obengenannten Entwicklungen entgegentreten. Er versucht, anstelle der ständig wachsenden Spezialisierung Vielseitigkeit zu fördern, Sportindividualisten und -idealisten beiden Geschlechts und jeden Alters in einem gemeinsamen Wettkampf zusammenzuführen, TeamGeist und Freundschaft über die Club-Grenzen aufleben zu lassen. Entsprechend diesen Zielsetzungen hat der sAs-Pentathlon keine sportlichen Schwerpunkte. Um einen Eindruck über den Ablauf des Wettkampfes zu vermitteln, seien in der Folge die einzelnen Disziplinen kurz vorgestellt. Beim Auftakt zu dem zweitägigen Ringen um Punkte fühlen sich die meisten Teilnehmer noch in ihrem Element. Während beim Riesenslalom ehemalige und amtierende Studenten-Ski-Weltmeister und Mitglieder der schweizerischen Studenten-Ski-Nationalmannschaft um Hundertstel kämpfen, sieht das Bild am Schanzentisch etwas anders aus.


Die gleiche Ausrüstung wie beim Riesenslalom benützend, führen die Weitenjäger alle möglichen Stilhaltungen vor. Mit «zeig mir wie du springst und ich sage dir wer du bist» und «vom <Nurfliegen-ist-schönen-Sprung bis zur Hommage an den Starfighten> beschreiben die Berichterstatter die Stimmung an dem selbstgebauten Bakken. Und dabei geht es nur um die Länge. Stilnoten werden keine vergeben. Das Target-Curling kennen die meisten Teilnehmer entweder nur vom Erzählen oder sie spielen es höchstens einmal jährlich - anlässlieh des Pentathlons. Damit wird die dritte Disziplin zu einer echten Lotterie und das Klassement kräftig durchschüttelt. Ohne Training an den Start zu gehen, scheint das Erfolgsrezept zu sein. Doch dank dem aus Schottland importierten Curling-Know-how wird das Niveau auf dem Eisring jährlich besser. So gut wie die schottischen Steine auf dem Eis gleiten - sie scheinen von der Hausmitte wie per Magnet angezogen - so gleitet der schottische Whisky in die Kehlen der Teilnehmer beim anschliessenden Apero. Zu den Höhepunkten des offiziellen Gala-Diners gehören die Ansprachen der prominenten Redner und die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der sogenannten Overnight-Leader. Der zweite Pentathlon-Tag wird mit einem Sprinter-Langlauf eröffnet. Da in Zweierteams gestartet wird, werden auf dem ersten Streckenabschnitt erbitterte Duelle ausgetragen. Während nach dem Motto «Nicht-Langläufer laufen länger» die schottischen Curling-Spezialisten und die italienischen und österreichischen Alpin-Asse ihr Glück zum erstenmal auf den Langlauf-Latten versuchen, wird diese Disziplin durch die Veteranen des Engadiner Skimarathons dominiert. Zum Abschluss, als piece de resistance, das Schwimmen. Mit Erstaunen stellt man fest, dass die meist durchtrainierten Spitzensportler nicht schwimmen können. Die Zuschauer werden Augenzeugen von dramatischen Szenen in den Wellen und am Bassinrand. Doch mit Zeiten von knapp über einer Minute auf 100 Meter werden aber auch Spitzenleistungen geboten. Das Karussell des Klassements wird zum letzten Male auf Hochtouren gebracht.

DER PENTATHLON-COMPUTER

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1

Ein aktuelles Problem der verschiedenen Mehrkämpfe ist deren Wenungssystem. Theorien über das System, nach welchem der Sieger des hellenischen Pentathlons erkoren wurde, gibt es viele. Genaues wissen wir aber leider nur wenig. Sicher scheint, dass der Ringkampf die entscheidenste Disziplin war. Später haben die Rangziffern den Ausschlag gegeben. Die athletischen Mehrkämpfe behelfen sich heute einer festen looo-Punkte-Wertungstabelle pro Disziplin. Da sich die Verhältnisse für die drei Wettkämpfe des


sAS-Pentathlons - Riesenslalom, Springen und Langlauf - von Jahr zu Jahr ändern, können für diese keine festen Punktetabellen vorgegeben werden. Das Punktetotal pro erzielte Leistung muss zuerst aufgrund der sogenannten Bogey- und Cut-off-Resuitate errechnet werden. Das Berechnungsprinzip sah anlässlich der Premiere im Jahre 1978 folgendermassen aus: Discipline

Bogey Result (Performance for 1000 points)

Cut-off-Result (Performance for ° Eoints)

Scoring

Example (before hcp)

Average time of the fastest I j competitors

2 12 x fastest skiing time

Proportionate inside cut-off time

Fastest skiing time 46 sec. I I j sec. Cut-off time Meantime of firtst I j jO sec. I j,4 p'/sec. Scoring

2. Ski-Jump

Average total distance of two jumps of the first I j comE .

2 m as a total distance of two jumps

Proportionate over cutoff jump

2m Cut-off jump Mean jump of first I j 27 m Scoring 40 p /m

3. Target Curling

62, j target points

° target points

Porportionate I target point = 16 competition points

Score of 6j Score of j j

4. Cross-Country Skiing

Average time of the fastest I j competitors

2 X fastest running time

Proportionate inside cut-off time

Fastest running time Cut-off time Meantime of first Ij Scoring

j. Swimming

Imin. 20 sec.

2 min . 10 sec.

Proportionate inside cut-off time/ I sec. = 20 comp. points

Time of I'Ij Time of I 'jO

1.

Giant-Slalom

1040 points 880 points

2j jO 30 jO

min. min. min. p /min.

1100 points 400 points

Seither wurde es, den neuen Erfahrungen entsprechend, jährlich angepasst. Die Höhe des altersbedingten Handicap-Zuschlages wurde bisher nach folgendem Schema berechnet: Age

women (points)

men (points)

16- 3° 3°- 4° 40- jO jo- 60 over 60

100 200 2jO

° 100 IjO 200 2jO

3°0 3jO

«Old Irofl», SAS: Dr. Lukas Schweizer, Dr. Hans Grimm und Arnold Kaech (zusammen 191 Jahre) anlässlich des I. sAs-Pentathlons, Mannschaftssieger im Langlaufwettbewerb


Einerseits möchte man heute auf das ursprüngliche Berechnungsprinzip zurückkommen, anderseits gibt die Handicap-Frage zu unzähligen Diskussionen Anlass. Unüberhörbar bleibt der Wunsch nach einem linearen Handicap-System. Wenn während anderthalb Tagen fünf Disziplinen für 33 Dreierteams abgewickelt werden müssen, so erfordert dies eine eingespielte Organisation. Mit Ausnahme von fünf Helfern machen alle Organisatoren am Wettkampf aktiv mit. Um den administrativen Aufwand bei der Bereitstellung sämtlicher Start- und Ranglisten zu bewältigen, wird ein Computer eingesetzt. Ist dieser heute nicht mehr wegzudenken, so hat er auch seine Grenzen: Im Jahr 1979 ist wegen eines Programmfehlers der Teilnehmer mit Startnummer 99 auf keiner Rangliste erschienen. Zum Trost wurde er jedoch in der Kategorie «Vom Computer nicht Berücksichtigte» der Sieger. Der sAs-Pentathlon durfte dieses Jahr ein erstes kleines Jubiläum feiern: Der amtierende SSVPräsident, Herr Pierre Hirschy, a. Korpskommandant, übernahmen das Patronat über diesen Anlass auf unbeschränkte Zeit. Die Organisatoren wurden ihrerseits in ihren Ämtern auf Lebenszeit bestätigt. Eine Weiterführung des sAs-Pentathlons scheint somit gesichert. Es bleibt zu hoffen, dass der Funke, der von den schottischen Highlands in das Berner Oberland hinübersprang, sich auch auf andere Länder ausbreiten wird und dazu beiträgt, die Pentathlon-Ideale ewig hochzuhalten. The essence of sport is the invention of an artiftcial problem for the pleasure of solving it. (Sir ArnoM Lunn)

Bilder rechts: RINGEN

DISKUSWERFEN

Attische schwarzfigurige Bauchamphora des Acheloos-Malers, 5. Jahrhundert v. Chr., Antikenmuseum, Basel

Attische schwarzfigurige Bauchamphora des Acheloos-Malers, 5. Jahrhundert v . Chr., Antikenmuseum, Basel

«Als sich beide gegürtet, da traten sie vor in den Kampfkreis / Fassten sich dann, einander umschmiegt mit gewaltigen Armen / Beiden knirschte der Rücken, von stark umschlungenen Armen / Angestrengt und gezuckt, und es strömte der Schweiss von den Gliedern.» ( Homer, !lias)

und er fasste die Scheibe / Welche grösser und dicker und noch viel schwerer an Wucht war / Als womit die Phaiaken sich untereinander ergötzen / Diese schwang er im Wirbel und warf mit der nervlichen Rechten.» ( Homer, Odyssee)

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WEITSPRUNG MIT SPRUNGGEWICHTEN

WETTLAUF

Attische rotfigurige Schale mit der Signatur des Malers Daris, 49°/80 v. Chr. , Antikenmuseum, Basel

Attische schwarzfigurige Bauchamphora des Acheloos-Malers, 5. Jahrhundert v. Chr., Antikenmuseum, Basel

«Weit mag einer mir dann die Sprünge graben / Da hab' ich behenden Schwung in den Knien.» ( Pindar, Olympische Ode)

«Und sie liefen gestreckt von der Schranke; der Sohn des Oileus / Stürmte voran, und hinter ihm folgte der Odysseus / So nah war Odysseus im Lauf. Seine Füsse traten von hinten die Spur, noch ehe der Sand sie verschüttet.» (Homer, !lias)

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路.


MÖGLICHKEITEN ZUR LEISTUNGSENTWICKLUNG IM ALPINEN STUDENTENSKISPOR T Hanspeter DenzIer,

SAS

Zürich

1977 wurde ich zum Chef-Alpin im SAS und damit zum Betreuer der Schweizerischen Alpinen Studentennationalmannschaft ernannt. Die Aufgabe war klar, es galt dem Studentenskirennsport auf Leistungsebene in der Schweiz neue Impulse zu verleihen. Aus meiner Zeit als Aktiver waren mir das Umfeld und die Problematik der neuen Tätigkeit bekannt. Bild links

Pressebildagentur Werek

Universiade '973, Spindleruv-Mlyn (CSSR) Die Schweizer Mannschaft im Zielraum der Abfahrt: von links: H. P . Denzier (Chef NM), Beat Hählen, Olivier Brunisholz, Pascal Blum, Christoph Schmid, Paul-Daniel Elsener, Jürg Schweizer, Jean-Philippe Rochat, Urs Lacotte (Betreuer)

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Ich wusste, dass international immer weniger Studenten erfolgreich Skirennen bestreiten. Der Anteil von Studenten in den Ski-Nationalteams der grossen Alpenländer ist seit dem Zweiten Weltkrieg ständig gesunken. 1977 erzielten die Leichtathleten an der Sommeruniversiade in Sofia Weltrekorde. Die Sieger der alpinen Wettbewerbe an der Winteruniversiade 78 in Zakopane waren, mit internationalen Massstäben gemessen, bestenfalls Mitte1mass. Die wenigen Spitzenkönner fielen aus oder waren nicht am Start. Sodann war mir klar, dass im nationalen Bereich der Studentenskirennsport kaum in Erscheinung trat. Das Vertrauen des Schweizerischen Skiverbandes und der weiteren übergeordneten Sportbehörden in das organisatorische und athletische Leistungspotential des SAS schwand ständig. Der SAS, welchem seit jeher vom Studentensportdachverband die Skisporthoheit übertragen ist, krebste bedenklich. Die Resultate der Athleten waren schwach. Trainiert wurde falsch, eher extensiv oder gar nicht. Die doch so wichtige Motivation, der «Biss» zur überdurchschnittlichen Leistung, fehlte vollständig. «Die anderen, die Bergler, die Nichtstudenten und die Ausländer haben es sowieso besser: mehr Geld, mehr Zeit, mehr soziale Wertgeltung und mehr Führung.»

SHM L aax Ig SO, Schweiz . Studentennationalmannschaft alpin

von links stehend: Claude Strickler, P. D . Elsener, Oli vier Brunisholz, Romaine Delavallaz , Denis Dupasquier, J .-P. Rochat, Pierre Poncet, Christoph Schmid, Fritz Bebie (Chef alpin SASV) kniend: H. P . Denzier (Chef N M), J .-R. Schenk , Aline Richter, Irene Boehm, Markus Jenny


Allerdings fuhren zu dieser Zeit in der Studentennationalmannschaft Athleten mit, die auch international ein akzeptables Leistungsniveau erreichten. Die sportliche Förderung und Führung allerdings geschah fast nie durch den SAS. Schfiesslich wusste ich, dass auf den ersten Blick die finanziellen und personellen Ressourcen des SAS gering schienen. Zudem liegen die Ziele des SAS nicht nur in der reinen Förderung des Leistungssportes.

GRÜNDE FÜR DEN LEISTUNGSRÜCKGANG IM INTERNATIONALEN UND NA TIONALEN STUDENTENSKIRENNSPORT Zu einer Zeit, in der man sich in anderen Sportarten schon längst wieder davon abwandte, propagierten, planten und führten die wichtigsten nationalen Skiverbände, um mit Roessner zu sprechen, sture Robotertrainings durch. Schnee- und Trockentrainings im Zweiwochenrhythmus. Blind auf den Skirennsport ausgerichtet. Wer nicht wollte, der musste. Wer nicht konnte, der schied aus. Unbarmherzig, konsequent. Und die anderen, diejenigen die dabeiblieben, hatten meist schon vor dem ersten richtigen Schneefall keine Freude am Skifahren mehr. Der finanzielle Aufwand für Training und Wettkampf im alpinen Skirennsport ist enorm. Und die Auslagen wachsen ständig. Das Training, der Aufenthalt in teuren Kurorten, die Reisen zu den Wettkämpfen und vor allem die kostspielige und zeitraubende Vorbereitung eines Abfahrtsrennens, schreckten viele Studenten und Schüler ab. Sie wandten sich billigern und auch zeitextensiveren Sportarten zu. POTENTIAL VORHANDEN Neben all diesen Faktoren, die für eine positive Leistungsentwicklung hinderlich sind, erkannte ich aber, dass die finanziellen und personellen Ressourcen des SAS, der Hauptmasse eines Eisbergs gleich, bedeutender waren, als auf den ersten Blick ersichtlich. das Vertrauen in die Potentiale des SAS bei allen Freunden und Organisatoren latent vorhanden war. Es brauchte nur der Beweis der Leistungsfähigkeit erbracht zu werden. die neue Führungsorganisation und die personelle Besetzung der Stellen eine wirkungsvolle Zusammenarbeit garantierten. Die teilweise Abkehr vom Vororts system mit dreijährigem Turnus ermöglichte vor allem im Leistungsbereich eine vernünftige langfristige Planung. - es in der Schweiz genügend qualifizierte und am Skirennsport interessierte Schüler und Studenten gab. Diese Athleten, meist vielseitig begabt, zerstreuten ihre Kräft oft. Grund:fehlendes Coaching, mangelnde Motivation. die internationalen Studentenrennen immer mehr nach den Regeln der FIS durchgeführt wurden. Der sportliche Wert dieser Veranstaltungen stieg, absolute Vergleichs möglichkeiten ergaben sich.

NEUE WEGE So galt es, ein den exogenen Faktoren gerecht werdendes Konzept für Training und Wettkampf zu entwickeln, mit welchem die realistischen Ziele geradlinig und ohne gros se Umwege erreicht werden konnten . Es wurde festgelegt, dass die Schweizer Skistudenten langfristig an nationalen und regionalen Wettkämpfen stärker und erfolgreicher vertreten sein sollen. Zudem sollte nicht nur an den wichtigsten internationalen Studentenrennen teilgenommen werden. Diese Wettkämpfe sollten gewonnen werden. Weiter galt es, die Mitglieder der Studentennationalmannschaft vollkommen in den SAS zu integrieren. Die gesellschaftlichen und sozialen Verpflichtungen innerhalb des Verbandes müssen von den Spitzenathleten erfüllt werden, damit langfristig kein Führungsvakuum entsteht. 73


Langfristig wurde, unter der Berücksichtigung eIner rollenden Weiterentwicklung, über einen Zeitraum von fünf Jahren geplant. Laufende Anpassungen sind dabei eine natürliche Bedingung. Bei all diesen Überlegungen für die Zukunft war mir bewusst, dass im Training nicht Quantität allein, sondern vor allem Qualitiit und individuelle Dosierung zur Höchstleistung führen. Eine geschickte Beschränkung der Trainingseinheiten und die Zusammenarbeit in kleinen Gruppen ist bestimmt wirkungsvoller als Robotertraining und Massenbetrieb. - meist jene Athleten kampfstark und Siegliiufer sind, die neben dem Training und Wettkampf noch weitere Interessen und Verantwortungen haben. - der Abstand zwischen Spitze und Basis infolge der fortschreitenden Spezialisierung und dem Wissensvorsprung über die Trainingslehre eben an der Spitze, in technischer, physischer und psychischer Hinsicht im Skisport sehr gross geworden ist. Zu gross, als dass eine grosse Breite unwillkürlich eine starke Spitze trägt. Gezielte Talenterfassung und geschickte Förderung und Führung der Athleten ist sehr wichtig geworden und führt auch bei einem kleinen Grundbestand zu hervorragenden Resultaten . Die Ziele waren festgelegt, der Rahmen gesteckt. Es galt nun, die Mittel bereitzustellen, die geplanten Massnahmen durchzuführen, die Ergebnisse laufend zu überprüfen und die notwendigen Korrekturen vorzunehmen. D as gesamte Konzept wurde den Maximen: I ndividualitiit, P ersönlichkeit, Freiheit, Flexibilität, Integrität, Freundschaft und Mitverantwortung unterstellt. Trotz verschiedener Neuerungen wurden mehr Leute als bisher zu den Trainings aufgeboten. Die Zahl der Trainingstage wurden drastisch erhöht und die technische Ausrüstung den notwendigen Erfordernissen angepasst. Eine Explosion auf der Aufwandseite fand nicht statt. Der leichte Anstieg der Kosten gegenüber den Vorjahren konnte verkraftet werden . Zudem wurde den Athleten zugemutet, dass sie die Reisespesen zu den Trainings und Wettkämpfen selbst berappen, und für die Trainings wurde ein Selbstbehalt eingeführt. Die Auslagen für einen Athleten liegen nun bei zweitausend Franken für eine Saison. Primaor sollten die Athleten zur Selbsta'ndigkeit erzogen werden. Respektierung der Persönlichkeit schien mir wichtig. Zudem bin ich überzeugt, dass nur erfolgreich kämpfen kann, wer auch Mitverantwortung trägt. Die dünne finanzielle Decke zwingt uns, die personelle Führung in Training und Wettkampf auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Delegationen zu Wettkämpfen sind daher meist unbegleitet. Die Sportler müssen sich ihrer Haut allein wehren. Das Trockentraining wurde konsequent den A thleten als Hausaufgabe zugewiesen. Individuelle Trainingspläne, nach den Erkenntnissen moderner Trainingslehre, persönliche Gespräche und zwei bis drei Teamsitzungen sollten dafür garantieren, dass richtig trainiert wird . Denn nur austrainierte Athleten können überhaupt von einem technischen Training profitieren. Das Schneetraining wurde in etwa g bis I O K ursen auf rund JO Skitage ausgedehnt. Den Athleten soll die Möglichkeit geboten werden, das Training so einzuteilen, dass weder Schule noch Studium darunter leiden und der Militärdienst ordentlich absolviert werden kann. Denn Langzeitstudenten haben in der Studentennationalmannschaft keinen Platz . Wer bei einer Prüfung durchfliegt, fährt bis zu deren erfolgreichen Bestehen in reduziertem Rahmen Ski und soll vor allem weite Reisen vermeiden. Erwartet wurde, dass rund 60% des maximal möglichen Trainings besucht wird. Grundsätzlich trainieren Mädchen und Burschen zusammen. Der Nachwuchs ist vollkommen integriert. In jedem Kurs werden Gruppen gebildet, die technische Schulung betreiben, damit alle jene, welche das Training später aufnehmen oder für einige Zeit unterbrechen müssen, ihre Form in aller Ruhe aufbauen können. Abfahrtstraining findet keines statt. Dem audiovisuellen Programm wird eine gros se Bedeutung zugemessen. Zudem wird grosser Wert darauf gelegt, dass die Videoeindrücke richtig verarbeitet werden. Das Schneetraining setzt etwa Mitte September ein, wobei Anfang Juli ein Ski- und Tenniscamp durchgeführt wird, das ausschliesslich der technischen Schulung dient. (Parallel zu den Trainings der Studentenmannschaft sollten drei bis vier ein wöchige Trainingslager für alle am Skisport und am SAS Interessierte organisiert werden.) 74


Von allem Anfang an wurden nur Studentenrennen nach FIS-Regeln und die offenen FIS-Wettkämpfe beschickt. Nur wer sich einer offenen Konfrontation stellt, wer lernt, Sekunden zu verlieren, setzt sich langfristig durch. Je stärker die Belastung, desto grösser die Freude über das gute Resultat nach langer Bewährungszeit. Grundsätzlich ist die Planung der Wettkampfeinsätze den Athleten überlassen, allerdings werden sie dabei beraten und überwacht. Der Schwierigkeitsgrad der Wettkämpfe sollte für jeden Athleten individuell kontinuierlich gesteigert werden . Grundsätzlich soll die Wettkampfsaison in voller Form in Angriff genommen und möglichst lange durchgehalten werden. Zwei kurze Trainingslager im Laufe des Winters sollten zu eigentlichen Atempausen und zur Standortbestimmung benützt werden. Die Mannschaft wurde in drei Gruppen aufgeteilt: Spitze, Reserve, Nachwuchs (Schüler, 2. Bildungsweg). Grundsätzlich sollen pro Jahr vier bis fünf Nachwuchsfahrer erfasst werden . Jährlich ist der Aufstieg von zwei Athleten in die erste Gruppe geplant. Der Aufenthalt in der zweiten Gruppe darf nicht länger als drei Saisons dauern. Nach diesem Plan erneuert sich die Spitze (rund 10 Mitglieder) alle fünf Jahre, was der durchschnittlichen Studienzeit entspricht.

SAS-Mannschaftsbus '979/ '980

Photo Hiigin

Für den Nachwuchs wurde ein spezieffes Programm ausgearbeitet. Starkes Gewicht wurde darauf gelegt, die Söhne von sAs-Altherren zu erfassen. Spezielles Augenmerk wurde von Anfang an auf die psychologische und ärztliche Betreuung gelegt. Falsche Ernährung vor dem Wettkampf ist ebenso leistungshindernd wie Kummer und Sorgen, die unausgesprochen bleiben. Das persönliche Gespräch und die Beratung helfen hier viel. Die Athleten mussten, sofern dies nicht schon der Fall war, in die Sektionen des SAS integriert werden. Helferrollen und Chargen in den Vorständen wurden verteilt. Der Dialog von der Spitze zur Basis sollte damit aufrechterhalten werden. Das Niveau der nationalen Anlässe, die der SAS durchführt, musste gehoben werden. Nur wenn alle Mitglieder des Verbandes in den Wettkampfbetrieb einbezogen sind, verstehen sie das unentwegte Leistungsstreben der Spitze. Kaum einer, der selbst rennt und kämpft, versagt den Athleten an vorderster Front seine Unterstützung. 75


ZWISCHE NBILA NZ H alten wir an, ziehen wir nach drei Jahren Z wischenbilanz. E ine Erfolgsauswertung ist immer subjektiv und deshalb kaum je von allen vorurteilsfrei zu akzeptieren. Trotzdem stellen wir fest: Die K o sten konnten im Rahmen der Budgets gehalten werden. Die Studentennationalmannschaft ist zu einer Gruppe selbständiger und selbstbewusster Sportler geworden. Eine echte Mannschaft ist entstanden, ein Team mit eigener Dynamik, Probleme und Reibereien aufarbeitend. E in H ort des E rfolgs . Hier wird Führen zur echten Partnerschaft. I nternationale Studentenrennen werden gellJonnen, an nationalen lind regionalen Anlrissen kämpfen sAs-ler vorne mit. Die Klassierungen an den offenen FIS-W ettkämpfen werden jede Saison besser. Im SAS übernehmen Fahrer aus der Studentenmannschaft das Zepter, dies schon zum Teil während ihrer A ktivzeit. Mannschaftsbusse, Leasingfahrzeuge für die Athleten und Offiziellen, Videoanlagen, Zeitmessung und Funk zählen heute zum festen Inventar. - In Davos besitzen wir für die ganze Wintersaison (auch während der Hochsaison) ein ideales Trainingszentrum. Die nationalen Anlässe des SAS sind zu Wettkämpfen von sportlich und gesellschaftlich hohem Niveau geworden. D er Trainingsbesuch ist sehr gut. Die V orbereitung im Trockentraining entspricht den Anforderungen . Nachwuchs ist vorhanden, der Durchlauf durch die Gruppen wickelt sich wie geplant ab. Wir haben es endlich besser als viele andere. K aum einer der Beteiligten ist sich bewusst, wieviel Eigendynamik zu diesem E rfolg beiträgt. Die Zwischenbilanz lässt vermuten , dass sich in der Studentenmannschaft Zufriedenheit breitmacht. Berechtigte Zufriedenheit vielleicht. Nur wer einmal das Clubrennen gewonnen hat, weiss, dass dann die regionalen Meisterschaften kommen . Welcher regionale Meister gewinnt nicht gern einen nationalen Anlaß? Kein Schimmer von Zufriedenheit. Der Ehrgeiz, über dem Durchschnitt zu stehen, ist stärker. Wer sollte schon das Leistungsstreben eines Sportlers eindämmen wollen? Probleme, Schwierig keiten ? W ohl kaum . Wer gewohnt ist, Hindernisse zu überwinden, scheut keine neuen Hürden. Wir wollen deshalb: die Organisation und Planung weiter verbessern noch härter trainieren, die Training smethodik verfeinern noch besseres Material zur Verfügung haben noch härtere Wettkämpfe bestreiten die Karriereplanung auf den Abschluss der Aktivzeit Geben wir die Piste frei für den Angriff auf eine in weiter Ferne liegende Leistungsgrenze .

Bilder rechts STOCKÜBE RSCHLAG VOR WÄR TS; SALTO VORWÄ RTS

Bildmontagell alls dem Blich , Schweizer Skiakrobatik>von Hans EI/lin, 1979, Habegger Verlag Derendingen

Photos R. Homberger


AKROBATIK SKI - SKIFLUG - FLUG AKRIBIE D ES D E TAILS

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SKISPRINGEN - ENTWICKLUNG DER TECHNIK Ewald Roscher

Skispringen, das mutige Spiel mit dem Körperschwerpunkt in der Luft und der immer latenten Angst, ist ein faszinierender Sport. Sich mit 100 km/h vom Schanzentisch katapultieren zu lassen, die Ski - 12 Quadratmeter Gesamtfliiche - nur mit den Zehenspitzen zu führen, den Flug in die Länge zu «ziehen», möglichst dabei nicht mit den Fingern zu wackeln und dann auch noch sicher zu landen: Das ist Artistik. Dabei wird der alte Menschheitstraum, aus eigener Kraft fliegen zu können, für einige Sekunden zur Wirklichkeit. So dauert ein Flug auf einer Skiflugschanze 5- 6 Sekunden, die der Skispringer in einem Zeitlupengefühl erlebt: Er fliegt. Es war ein weiter Weg bis zu diesem skispringerischen Können. Ein Vierteljahrhundert lang sprang man nach empirischen Erkenntnissen. Zwar streckte man nach und nach die Sprunghügelprofile, sprang mehr in die Länge als fast nur zu fallen, und fühlte auch, dass man durch Liegen auf der Luft leichter auf gros se Weiten kommen konnte. Aber all dies geschah noch intuitiv, und jene Männer, die mit dem Rechenschieber ans Werk gingen, waren Rufer in der Wüste. Die Zeit war noch nicht reif, um durch wissenschaftliche Erkenntnisse die Technik des Skispringens wesentlich zu beeinflussen. 1926/27 erkannte dann der heute in Skispringerkreisen legendäre Schweizer Ing. Reinhard Straumann, dass die besten, sichersten und weitesten Sprünge unter aerodynamischen Bedingungen zustandekommen müssten. Die Ergebnisse von Untersuchungen an einem Skispringermodell im Windkanal in Göttin-


Bild links: T oni Innauer

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Keystone

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Keystone

Bild Seite 80 : Pentti Kokkonen

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gen bestätigen dies. Aber trotzdem kam der grosse Durchbruch in der Skisprungtechnik nicht. Die konservativen Norweger, überall in Mitteleuropa als Skisprungkönige gefeiert und als Attraktionen in den nun entstehenden Wintersportorten herumgereicht, beherrschten mit ihrer zwar eleganten, aber statischen Technik noch 2 Jahrzehnte die skispringerische Bühne. In den fünfziger Jahren dann kam es zur ersten Leistungsexplosion. Der Schweizer Andreas Däscher setzte die Erkenntnisse Straumanns in gekonnte Technik um. Heini Klopfer, aus Oberstdorf im Allgäu, revolutionierte den Sprungschanzenbau. Die Finnen kreierten den ruhigen, aber dennoch dynamischen Sprung, und in der DDR erkannte man, dass der erfolgreiche Skispringer auch ein guter Athlet sein musste. Die aerodynamischen Untersuchungen wurden intensiviert. Die Biomechaniker untersuchten Absprungverhalten und Luftfahrt, bestätigten schon von den Praktikern Erahntes und lieferten neue, bessere theoretische «Schablonen» für einen erfolgreichen Skisprung. Wa/ter Steiner war am Ende dieser Phase wohl der herausragendste Skispringer. Vom aerodynamischen Ablauf des Sprunges her war er unübertroffen. Stellten wir 1970 bei Windkanalversuchen fest, dass am Körper angelegte Oberarme mit nach aussen gedrehten Handflächen einen besseren Gleitwinkel ergaben, so setzte er dies sofort und kompromisslos in Technik um. Er war es auch, der dem aerodynamischen Absprung zum Durchbruch verhalf. Und Toni [nnauer, unbewusst wohl sein gelehrigster Schüler, verfeinerte dann diese jetzt weltweit gesprungene Technik bis zur Vollendung. Eine zweite Leistungsexplosion kam dann 1975 /7 6. Paldur Preiml, einst erfolgreicher Skispringer und nun Trainer der Österreicher, leitete still und heimlich eine Revolution ein. Er erkannte, dass es 79


noch Schwachstellen und damit Leistungsreserven im materialtechnischen und psychischen Bereich gab. Er liess, wie bei den Alpinen, den Springerschuh mit einem Spoiler versehen: Nun wurde der Skispringer schon im Anlauf in eine bestimmte Vorlage gedrängt, nicht ungefährlich, wie schwere Stürze schon vor der Schanzenkante beweisen. Dafür bietet er aber mehr Sicherheit beim Aufsprung. Preiml verwendete nun, auch von den Alpinen inspiriert, einen kaum luftdurchlässigen und glatten Stoff für die Anzüge seiner Skispringer. Und er liess auf kleinen Schanzen auf Gletschern wochenlang die wichtigsten Teile des Sprunges, Ab- und Aufsprung, trainieren. Die glatten, schnelleren Anzüge machten den Skispringer in der Anfahrt und im Fluge schneller: Er musste «umfühlen» - seinen Körper neu empfinden lernen. Er kam nun schneller in kritische Situationen, die er korrigieren und meistern musste. Mitbedingt auch durch schnellere Skibeläge wurden nun die nach herkömmlich verwendetem Material berechneten Anlauflängen der Sprungschanzen zu lang. Die flachen Strecken des Aufsprunges - der Radius zum steilen Aufsprung hin - wurden schneller überwunden. Der gute Skispringer hatte das Gefühl, fast parallel zum Hang zu fliegen und keinen Boden mehr zu finden . Die Schanzen wurden «gesprengt». Die Schanzenbaunormen waren überholt worden. Auch die Sprung ski-Produzenten erkannten nun den Werbewert dieser Disziplin (obwohl sie diesen nach wie vor kaum honorieren), denn die grossen Skiflächen laden zum Anbringen ihrer Markenzeichen geradezu ein. Ursächlich damit zusammenhängend, bereitet eine Tendenz Sorge: das beste Material dem besten Springer zu liefern. Eine Tendenz, die im Automobilrennsport schon offenkundig ist und - sofern man Gerüchten glaubt - auch bei den Alpinen. So könnte das Fundament des sportlichen Wettkampfes, die Chancengleichheit, zerstört werden. Der sportliche Wettkampf des Skispringens, ein reiner Wettkampf - kein Hobbysport - , würde seine Glaubwürdigkeit verlieren. Die FIS als Hüterin der Regeln und Normen, wird aufmerksam diese Entwicklung verfolgen und wenn notwendig auch steuern müssen. An alle «Tüftler», vor allem an jene, die kurzfristig einer Mannschaft auf Kosten eines fairen Wettkampfes einen Vorteil verschaffen will, muss man appellieren, den Boden der Chancengleichheit nicht bewusst zu verlassen. Ob dieser moralische Appell in unserer KommerzSportwelt noch etwas nützen wird? Wenn nicht, wäre eine der interessantesten und individuellsten Sportarten ernsthaft in Gefahr.

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FLUGAK R OBATIK

SPIEGELFL UGFIGU R ,SO LO CALYPS O> Photo aus (Flieger Magazin> R端cken an R端cken: 100 kmJh mit 30 cm A bstand von Thunderbird Nr. 1 zu N r. 6

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SKIGESCHICHTE : HÖCHSTES ABFAHRTSRENNEN DER WELT Allalinhorn

4027

m- Saas-Fee

1800

m

Werner Imseng, Saas-Fee I.

Abfahrt: 1946

2.

Abfahrt: 1954

WINTER IN SAAS-FEE UM 1946 Bis 1951 war Saas-Fee noch mit keiner Autostrasse verbunden. Endstation blieb bei Kriegsausbruch Saas-Grund, von wo aus man in einem einstündigen Marsch das 200 Meter höher liegende Gletscherdorf über den Maultier- oder Kapellenweg erreichen konnte.

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Der Fremdenverkehr beschränkte sich auf die kurze Sommersaison. Nachstehend geben die Zahlen der Logiernächte von 1946 im Vergleich zu jenen 1978 ein deutliches Bild der Wandlung: Logiernächte Winter

1946

226o 44 11 5°

Logiernächte Sommer

635 84 3°5°43

Hauptverdienst zur Winterszeit war die Holzschnitzerei der bekannter Saaser Möbel. Drei Werkstätten beschäftigten zeitweise gegen 5° Schnitzler und Schreiner. Auf diese gleiche Epoche fällt auch das Goldene Zeitalter des SC AI/alin und seiner Rennläufer ; 1944- 1949 6 x ohne Unterbruch Schweizer Meister im Nationalen Staffellauf An den Olympischen Winterspielen in St. Moritz: Goldmedaille für die Militärpatrouille 1948 unter der Führung von Robert Zurbriggen mit seinen Kameraden Heinrich Zurbriggen, Arnold Andermatten und Vital V ouardoux (als Ersatz für Walter Imseng) Schweizer Meistertitel für Robert Zurbriggen, Alfons Supersaxo - er allein mit 14 Titeln - , Hans Zurbriggen und Franz Bumann.

ABF AHR TSRENNEN ALLALINHORN- SAAS-FEE WIRD WIRKLICHKEIT Bereits seit Jahren träumten die Saas-Feer Skifahrer von einem Abfahrtsrennen vom 4027 Meter hohen Allalinhorn. Die Freude an den Bergen und vor allem das Erlebnis eines Starts auf einem Viertausender waren Grund genug für ein derartiges Vorhaben. Während der Kriegsjahre war indessen an eine Realisation nicht zu denken. Erst das Jahr 1946 brachte den Durchbruch. Am Samstag, 7. April 1946, stiegen die angemeldeten neun Fahrer zusammen mit rund zehn Begleitern zur Längfluh-Hütte, 2870 Meter, auf, wo die abenteuerlustige Schar die Nacht verbrachte. Bahnen gab es damals in Saas-Fee noch keine. Fortsetzung des insgesamt rund 7- 8stündigen Marsches am darauffolgenden Tag. Während des gesamten Aufstiegs befassten sich zwei statistisch interessierte Begleiter mit dem Ausmessen der Strecke. Die dafür gebrauchte 5° Meter lange Schnur legten sie gemäss Rapport 180mal aus, ehe der Gipfel erreicht war. Gesamtlänge der Strecke demzufolge 9 km. Höhendifferenz 2227 Meter! Ohne mechanische Mittel war eine rennmässige Herrichtung der Abfahrtsroute natürlich ausgeschlossen. Neben der einsamen Aufstiegsspur fanden die Fahrer im hochalpinen Rennabschnitt und im mittleren Teil bis zum berüchtigten Kanonenrohr nichts als unberührten Pulver- und Wechselschnee vor. Die Ideallinie war - abgesehen von drei Kontrolltoren nicht unwesentlich von Abbrüchen, namentlich bis zum Feejoch, und von 50- 100 m tiefen Gletscherspalten bestimmt. Ausrüstung: Holzski mit geschraubten Kanten. Selbst aufgepinselter Skibelag. Skischuhe : alte Generation mit Absatzrillen für den Kabelzug. Wachsrezepte nach mündlicher Überlieferung. Während man in Saas-Fee mit Fernrohren den Berg absuchte, machte sich bei strahlendem Wetter der erste Fahrer, «Tiger» Franz Bumann, 13.30 Uhr, nach dem üblichen: «Achtung, bereit, los» an die waghalsige Fahrt. Firn und Eis, Pulver- und Sulzschnee wechselten sich nacheinander ab von Start bis Ziel. Bumann fuhr sicher und standfest, hatte jedoch einen beträchtlich langsameren Ski als Arnold Andenmatten. Ihm gelang auf ideal präparierten Brettern eine einwandfreie Fahrt. Er wurde Sieger mit einer Zeit von weit unter den bis dahin geschätzten 10 Minuten: 3;07 Minuten. 20 Sekunden Vorsprung trennten ihn vom zweitklassierten Alfons Supersaxo, der zweimal gestürzt war. Vier Fahrer von neun gaben auf. Fünf - unter ihnen noch Leo Supersaxo und der 16jährige Erich Imseng erreichten das Ziel. Die Rekordzeit von Arnold Andenmatten blieb in der 2. Austragung im Jahre 1954 unerreicht. ALLALIN: elegante Schneekuppe links, Südbastion des wuchtigen Mischabelmassivs Photo A . Perrig


ERINNERUNGEN AN ROGER STAUB Urs Widmer

Ein Sommernachmittag anfangs der joer Jahre in Arosa. In der «Badi» am Untersee ist emsiger Betrieb, Schülerwettschwimmen, Start zum Rennen der Abschlussklassen. Schon bei halber Distanz ist der Schwimmer auf der rechten Aussenbahn eine Länge voraus, in perfektem Crawl, grosser Applaus, er wird gewinnen. Doch plötzlich ändert der Kerl die Richtung, quert das Korkseil und macht sich zum Floss in der Mitte des Sees davon. Dort legt er sich an die Sonne. Jemand fragt, was das für ein Spinner sei, ein anderer meint: typisch Roger, typisch «Stüb». Ein Dutzend Jahre später, Frühlingsschnee am Weisshorn, Brevetierungskurs der Bündner Skilehrer, eine Klasse bei der Instruktion des Stemmbogens. Es geht mühsam - wer fährt schon Stemmbogen - alle üben und üben. Einer nicht. Er fährt einen ersten Versuch, eine Korrektur dazu, darauf einen Bogen, wie er im Bilderbuch steht, und das Thema ist für ihn erledigt. In der Reihe meint einer: typisch Roger. Der Flossschwimmer und der Stemmbogenfahrer kamen mir in den Sinn, als mir später die Frage begegnete, was eigentlich im Spitzensport den Erfolgreichen ausmache, den Siegertyp. Aus welchem Holz sind die Könner, die rasch durch die Selektionsmühle zur Spitze vorstossen, im richtigen Moment da sind, und sich unbeirrt von Leistungsdruck, Publizität und Mammon über Jahre unter den Ersten behaupten? Talent, Wille zum Erfolg, eine starke Persönlichkeit, sagen die Experten. Und Roger Staub war ein Beispiel dafür. Ihm eigen war vor allem eine ausgeprägte Begabung für alles, was mit Bewegung zu


tun hatte. Sie war die Grundlage einer Reihe von Erfolgen, die früh schon sein aussergewöhnliches Können erkennen liessen : I9jährig bereits vierfacher Schweizer Juniorenmeister, gleichzeitig, mit dem EHe Arosa, schon zum zweiten Mal Schweizermeister im Eishockey, und, gleichsam nebenbei, Schweizermeister im Wasserskifahren. Mit I3 Schweizermeistertiteln im Slalom, Riesenslalom, Abfahrt und Kombination, insgesamt J 9 Schweizermeisterschaftsmedaillen und 4 Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen ist Roger Staub bis heute wohl der vielseitigste und erfolgreichste Rennfahrer der Schweizer Skisportgeschichte geblieben. Noch ein anderes Phänomen erinnert an dieses Bewegungstalent. Roger Staub war während seiner rund 8jährigen Karriere kein einziges Mal verletzt, und die Anzahl Ski, die dabei in Brüche ging, lässt sich an einem einzigen Finger abzählen. Eine nahezu unglaubliche Tatsache, wenn man bedenkt, dass diese Karriere in eine Zeit fiel, da man als Sicherheits bindung bestenfalls den Drehkopf kannte, während die Ferse mit dem «bewährten» Langriemen steif und fest an den Drehteller gebunden wurde. Und was die Ski betrifft, so kam das robustere Metall statt Holz erstmals I960 in Squaw Valley rennmässig zum Einsatz, als Jean Vuarnet und Guy Perillat damit in der Abfahrt Gold und Bronze gewannen. Der Wille zum Erfolg war die andere Komponente. Oder war bei Roger Staub Wille gleich Eigenwilligkeit? Der Exkurs auf das Floss wäre wohl ein frühes Anzeichen dafür. Offenes Geheimnis ist jedenfalls, dass Roger, was Trainingsdisziplin und Einfügen in die Mannschaftsordnung betrifft, bei Verbänden und Trainern nie gute Noten hatte. Er ging zu oft eigene Wege, hatte zu sehr seine eigenen Ideen. Wie beispielsweise I960 vor dem Olympiasieg in Squaw Valley, als er sich nach Zermatt zurückzog, um allein an der Technik «seiner» Disziplin, dem Riesenslalom, vor allem am SchlittKampfgeist und Eleganz prägten den Fahrstil von Roger Staub, Dreigipfel-Riesenslalom Arosa, 1961 Photo R . Homberger

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schuhschritt, zu feilen. Solche und andere Eigenwilligkeiten wurden ihm oft als Disziplinlosigkeit ausgelegt und führten im Verband verschiedentlich zu Kontroversen. Es wäre aber falsch, sein Verhalten als mangelnde Bereitschaft zu Einsatz und Härte gegenüber sich selbst auszulegen. Roger hat an sich selbst im Ergebnis stets ebenso konsequent gearbeitet, wie dies nach offiziellem Schulbuch von ihm erwartet worden wäre. Anders wäre seine Leistungskonstanz, und zwar in allen Disziplinen, gar nicht denkbar gewesen . Es muss vielmehr die Erkenntnis gewesen sein, dass er sich besser vorbereite, wenn er Art und Zeit seiner Trainingsarbeit möglichst selbst entscheide, oder aber zusammen mit Leuten, die ihn besonders überzeugten, wie beispielsweise eine Zeitlang Willy Roth. Roger war Individualist. Er suchte wohl jene Freiheit, die Hannes Danuser seiner Arbeit mit der Renngruppe des Skiclubs Arosa zugrunde legte, jener Trainingsgemeinschaft, aus der neben Roger Staub Namen wie Yvonne Rüegg, Werner Mattle und Werner Geeser hervorgegangen sind . Keinen dieser Erfolgreichen kann man im Nachhinein einen Konformisten nennen, und wohl alle hielten sie von Erfolgsplanung mit dem Computer ebensowenig wie von Selektionsentscheiden mit dem Rechenschieber. Dazu kommt ein Drittes: Roger Staub hatte eine besondere Begabung für kreatives Tun, für Innovation, für Produktion von Alternativen zum Althergebrachten. Ihm eigen war ein ausgesprochenes Interesse am Entwickeln und Ausprobieren von Aussergewöhnlichem. Im Rennbetrieb war diese Fähigkeit ein Teil dessen, was man gemeinhin als Rennintelligenz bezeichnet. Sie verhalf wohl eher unbewusst zur Perfektion seiner Fahrtechnik und zur richtigen Einstellung zu den Problemen der Strecke, der Umwelt und des Materials. Deutlicher erkennbar wurde diese Begabung später, als Roger Staub zusammen mit Art Furrer in Rogers Skischule in Arosa neue Fahrformen im Bereich des «Freestyle» entwickelte und «Ski-shows» für seine Schule einstudierte, und zwar lange bevor solche Ideen als Importprodukt aus USA galten . Ein anderes Beispiel ist sein Beitrag zur Skiakrobatik : 1962 fuhr Roger als erster den gestreckten Salto vorwärts. Im Gegensatz zu Vorgängern in der Saltotechnik, wie etwa die Gebrüder Ruud oder Stein Eriksen, benützte er dabei keinen vorbereiteten Absprungplatz, sondern das völlig unberührte Gelände. Eine ausserordentliche Leistung, wenn man bedenkt, dass die Streckung im Salto eine grosse Flughöhe verlangt, und wenn man weiss, dass Roger dabei gewöhnliche 2 I jer Abfahrtsski verwendete, mit Markerkopf und Langriemen. «Hot Dogs» und xfache Sicherheits automatik gab es erst ein gutes Dutzend Jahre später. Es war diese Neigung zum Pionierhaften, die Roger Staub schliesslich zum Verhängnis wurde. In Amerika war er mit den Anfängen des Deltafliegens in Kontakt gekommen . Er war von dieser freien Bewegungsform fasziniert und erkannte frühzeitig die Möglichkeiten, die sich diesem neuen Sport in unserem Lande boten. So widmete sich Roger später intensiv der Einführung des Deltafliegens in der Schweiz. 1974 kam es in Verbier mit einem neuen Fluggerät zum tödlichen Unfall. Ein aussergewöhnliches Leben für den Sport hat allzufrüh seinen Abschluss gefunden.

Rüger Staub beim GESTRECKTEN SALTO, '962, am Hörnligrat in Arosa, mit 2 I j cm Abfahrtski und Langriemenbindung Photo R. Homberger

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AUFBAUARBEITEN IN EINEM REGIONALEN SKIVERBAND AM BEISPIEL D E S WALLISER SKIVERBAND S : ALPINE

Paul Schmidhalter

Seit einigen Jahren versucht der Walliser Skiverband eine intensive Aufbauarbeit für Rennläuferinnen und Rennläufer. Diese Tätigkeit wird weitgehend dadurch erleichtert, dass in den alpinen Disziplinen genügend Mädchen und Knaben an einer Rennausbildung interessiert sind, und auf allen Stufen freiwillige, teilweise ehrenamtliche Helfer gefunden werden konnten . In verdankenswerter Weise haben sich auch unsere früheren bewährten Rennläufer für Trainingslehrgänge und die technische Ausbildung unserer Nachwuchsfahrer zur Verfügung gestellt.

I.

UNTERTEILUNG IN ALTERSSTUFEN UND AUFBAUARBEIT

Hier kann unterschieden werden zwischen : Mini-JO (JO = Jugendorganisation): 8 bis 12 Jahre; JO I: I I bis 13 Jahre; JO II: 14 und 15 Jahre; Junioren : 16 bis 18 J ahre (die besten Elemente Jahrgang 1965 , vor allem bei den Mädchen, werden bereits unter die Kategorie Junioren eingeteilt, damit sie die M öglichkeit haben, FIS-Punkte zu sammeln). Alle grösseren Tal- und die Kurorte-Skiclubs verfügen über eigene Renngruppen. Bei den grösseren Clubs sind verantwortliche JO- und Juniorenleiter tätig. Der JO-Leiter, dem ausgebildete Trainer zur Verfügung stehen, versucht, alle Mädchen und Knaben ab 8 Jahren, die eine Neigung zum Skirennlaufhaben haben, zu erfassen. Eine erste Sichtung und Ausscheidung erfolgt in den Skiclub- und Schulrennen. Auf Clubebene wird ab September- Oktober ein wöchentliches Konditionstraining durchgeführt. Das Skitraining beginnt an den November-Wochenenden und wird später auch am Mittwoch- und Samstagnachmittag durchgeführt. Der JO-Leiter und die JO-Trainer der Clubs sind für die Auswahl und die Beschickung der regionalen Rennen verantwortlich. Sie übernehmen auch die Betreuung der Clubfahrer während der Rennen bis und mit Walliser Meisterschaften. Grössere Clubs organisieren seit einigen Jahren Sommertrainingslager auf der Plaine-Morte in Montana-Crans, in Saas-Fee oder Zermatt. Für die Junioren und Senioren wird seit 13 Jahren im Oberwallis und im Wallis ein gut organisierter Alpin-Cup durchgeführt. Die jungen Skifahrer, die nicht in der Walliser Mannschaft oder einem SSV-Kader Aufnahme fanden, erhalten dabei 10 bis 12 gute Startmöglichkeiten. Diese regionalen Rennen werden von den Skiclubs durchgeführt. Eine gezieltere Aufbauarbeit der nicht erfassten Junioren in den einzelnen Clubs sollte angestrebt werden.

2.

REGIONALGRUPPEN OBER-, MITTEL- UND UNTERWALLIS

Jede Regionalgruppe hat einen verantwortlichen JO-Leiter sowie entsprechende Regionaltrainer. Die Regionalfahrer werden an Wochenenden zu gemeinsamen Trainingskursen zusammengezogen, und anfangs Dezember werden die entsprechenden Selektionen für die Promotionsrennen durchgeführt. Ab Mitte Dezember bis Mitte Januar werden in jeder Region im Minimum 3 alpine Punkte ren88


nen oder Ausscheidungsrennen (Slalom, Riesenslalom) ausgetragen. Parallel dazu werden für die älteren Jahrgänge I bis 2 Abfahrtsrennen als Punkterennen durchgeführt. Auf diese Weise werden in jeder Region bis zu 300 Mädchen und Knaben getestet. Ungefähr 120 Rennläufer qualifizieren sich an diesen Punkterennen für die sogenannte Regionalmeisterschaft, z.B. Oberwalliser Meisterschaft. Die 30 besten Fahrer dieser Regionalmeisterschaften qualifizieren sich für die Walliser Meisterschaft. Die besten dieser Walliser Meisterschaft werden für die Westschweizer und Schweizer Meisterschaft selektioniert. Parallel zur JO-Rennorganisation werden ab Februar, mit Wertung innerhalb des Jahrganges, 2 bis 3 Ausscheidungsrennen für die Mini-jO ausgeschrieben. Auch an diesen Rennen wird nach genau vorgeschriebenen Zuteilungsquoten die Beschickung der sogenannten Walliser Meisterschaften MiniJ 0 festgelegt . Die nicht in der Walliser Mannschaft oder in den SSV-Kadern erfassten junioren haben jedes Wochenende Gelegenheit, an Regionalrennen zu starten.

3. W ALLISER SKIVERBAND Der Walliser Skiverband verfügt über die folgende Technische Kommission: Technischer Direktor; Chef Alpine; Chef Nordische ; Chef Schiedsrichter; Chef Konditionstraining; Chef JO Alpine; Chef JO Nordische; Chef Skisprung; Technische Leiter der Regionalgruppen. Die Betreuung der Walliser Mannschaft jO obliegt dem alpinen JO-Chef. Die Tätigkeit beginnt mit dem Trainingslager im Sommer. In der Regel wird die Mannschaft im Juli und August für I bis 2 Wochen zu fünftägigen Schneetrainingskursen zusammengezogen. Diese Kurse werden anfangs Sommer auf der Plaine-Morte und später in Saas-Fee oder Zermatt organisiert. Mitte September wird ein Konditionstest, meistens in Ovronnaz, durchgeführt. Im Spätherbst werden an verlängerten Wochenenden drei- bis viertägige Schneetrainingskurse organisiert und die jungen Fahrer auf die Qualifikationsrennen vorbereitet. An diesen Qualifikationsrennen wird die sogenannte Walliser Mannschaft

Joe! Gaspoz

Keystone


der kommenden Saison formiert . Neben den bereits qualifizierten Leuten können die Regionen für diese Ausscheidungsrennen die besten Elemente anmelden. In den letzten Jahren konnte folgender Kaderbestand registriert werden: JO I Knaben ca. 20 Fahrer; Mädchen ca. 15 Fahrerinnen JO II Knaben ca. 25 Fahrer; Mädchen ca. 10 Fahrerinnen In der Walliser Mannschaft werden ca. 50- 60 Rennläufer betreut. Diese Rennläufer bestreiten ab Mitte Dezember die SSV-Punkterennen der Interregion. Sofern diese Wettkämpfe nicht mit regionalen Rennen zusammenfallen, müssen die Fahrer auch die regionalen Meisterschaften absolvieren und selbstverständlich die Walliser Meisterschaften bestreiten. Die Westschweizer und Schweizer Meisterschaften runden bei Qualifikation das Wettkampfprogramm ab. Der alpine Juniorenchef beginnt seine Arbeit meistens mit einem Konditionstrainingskurs am Meer, dem mindestens 3 ein wöchige Sommertrainingskurse folgen. Auf Mitte September ist der Konditionstest angesetzt. Im Herbst werden mindestens drei vier- bis fünftägige Schneekurse absolviert. Anfangs Dezember erfolgt ein letztes Training im Promotionskurs mit Selektion für die nächste Saison. Die Rennsaison beginnt mit den Interregionrennen : Walliser, Westschweizer und Schweizer Meisterschaften. Gleichzeitig wird versucht, alle wichtigen Rennen wie FIS-Rennen, Marker-Cup, Authier-Cup usw. mit grösstmöglichen Delegationen zu beschicken und darauf zu achten, dass die dem Walliser Skiverband zugeteilten Plätze besetzt werden .

4. FINANZIERUNG, SCHULE UND AUSBILDUNG Der Walliser Skiverband gab in der Wintersaison 1979- 1980 für die Aufbauarbeit bei den Alpinen (J unioren und Jugendorganisation) total Fr. 266000.- aus. Rund Fr. 180000.- wurden durch die Kursund Rennteilnehmer selber und ihre Skiclubs bestritten. Den Rest finanziert der Walliser Skiverband mit Aktionen wie Lotto und Tombola sowie dem Jugend- und Sport-Beitrag. Der Unkostenbeitrag jedes Rennläufers entspricht in etwa dem Pensionspreis für Übernachtung und Verpflegung. Die Probleme der zeitlichen Beanspruchung beginnen beim Eintritt in die Mittelschule oder in die Lehre. Mit dem kantonalen Erziehungsdepartement konnte eine Abmachung vereinbart werden, wonach den Mitgliedern der Walliser Mannschaft 2 0 schulfreie Tage zur Verfügung stehen. Mitglieder der JO-Mannschaft, die in der Orientierungs schule eingestuft sind, d.h. 14-, 15- und 16jährige, können diese Absenzen in den meisten Fällen überbrücken, ohne dass die Leistung in der Schule nachlässt. Diesbezüglich wurden positive und negative Erfahrungen gesammelt. Das Problem ist nicht gelöst.

5. ERREICHTE RESULTATE In der vergangenen Saison wurden im Walliser Skiverband auf den verschiedenen Stufen 1934 Knaben und Mädchen im JO-Alter betreut und 1100 als Rennläufer ausgebildet und gefördert. Für die Saison 1980(8 I ist der Walliser Skiverband in den alpinen Renngruppen des SSV wie folgt vertreten: Knaben: 24 Walliser auf 80 Teilnehmer; Mädchen: 12 Walliserinnen auf 50 Teilnehmer. In der letzten Saison haben Walliser Rennläufer (alpin und nordisch) Olympiaqualifikationen erreicht. Bei den Herren-Alpin haben die Fahrer GaspozJoel (jahrgang 1962), Jean-Luc Fournier, Martial Donnet, Pirmin Zurbriggen (jahrgang 196}) , Max Julen und Fabian Kummer national und international beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Dies ist der Lohn für die geleistete Arbeit.


«STEILWANDFAHREN IST MEIN BERUF» DER WALLISER SYLVAIN SAUDAN MEISTERT DIE E XTR EMSTEN STEILWÄNDE AUF SKI

Ronald Sonderegger

Rillgicr - DoklllJlCII/aliollszclllmlll

Verrückt, sagt er, sei er nicht, und auch nicht lebensmüde. «Im Gegenteil: Ich liebe das Leben. Ich liebe es sogar sehr. Ich tue bei meinen Expeditionen alles, um zu überleben .» Und doch fragt man sich unwillkürlich: Warum macht er das? Warum springt der Walliser Sylvain Sau dan, 44, auf den Ski extrem steile, vereiste, lawinen- und steinschlaggefährdete Bergflanken herunter? Skifahren kann man dem wohl nicht mehr sagen. Denn Fahren bedeutet Gleiten. Aber dazu sind die Wände zu steil, die Couloirs zu schmal. Deshalb hüpft der Mann nach unten - zehn, fünfzehn kleine Sprünge, dann eine kurze Verschnaufpause, dann wieder zehn, fünfzehn Sprünge. Und immer im Bewusstsein : Der kleinste Rutscher kann tödlich sein, denn in der fünfzig Grad steilen Flanke wird aus jedem Rutscher unweigerlich eine unaufhaltsame Fahrt in den Abgrund. Ja, warum also tut er das? Aus einer heimlichen Todessehnsucht heraus? Oder vielleicht im Gegenteil aus übergrosser Lust am Leben? «Quatsch», sagt Saudan lakonisch. «Es ist mein Beruf.» Ja, heute ist es der Beruf des Abenteurers aus dem Weiler Combarigny bei Martigny, steilste Felsund E iswände in aller Welt auf den Ski zu bezwingen - Wände und Couloirs, die derart ausgesetzt sind, dass sich geübte Bergsteiger nicht einmal zu Fuss hinaufwagen. Und diese Erlebnisse aus der alpinistischen Extremzone hält er in Filmen und Dias fest, die er dann an Vortragsabenden in ganz Europa und den USA gegen Entgelt seinen Anhängern präsentiert. Ursprünglich freilich war da weniger das Geldverdienen der Beweggrund für die Steilwandfahrerei, sondern mehr die Herausforderung der Berge. «Ich wollte herausfinden, wo meine Grenzen sind .»


Den Mut und die Zähigkeit, um sich solchen Herausforderungen zu stellen, hatte Sylvain Saudan in der harten Schule des Lebens gelernt. Sein Vater war ein Walliser «Rucksackbauer», der tagsüber in den Aluminiumwerken von Martigny arbeitete und daneben noch seinen kleinen Hof an einem Berghang auf achthundert Meter Höhe bewirtschaftete. Der Schulweg für den kleinen Sylvain dauerte eine halbe Stunde. Im Winter benützte er jeweils die Ski, einfache Hickorybretter, und wählte immer den kürzesten Weg: die Senkrechte, «damit ich fünf Minuten länger im Bett bleiben konnte». Im Sommer hütete er regelmässig die Geissen des Weilers Combarigny. Mit fünfzehn Jahren ging er auf den Bau, weil er Geld nach Hause bringen musste, und arbeitete an der Pass strasse über den Col de la Forclaz. Als Achtzehnjähriger machte er die Fahrprüfung für Lastwagen, fuhr drei Jahre lang Kies und Erde für den Staudammbau von Mauvoisin und später Walliser Gemüse und Aprikosen quer durch die Schweiz zur Migros nach Winterthur und Schaffhausen. Daneben jedoch blieb er ein begeisterter Skifahrer, der im Winter jede freie Minute auf den Brettern verbrachte. Mit fünfundzwanzig Jahren erwarb er das Skilehrer-Brevet und reiste ein Jahr später nach Colorado, ins Touristenzentrum Aspen, wo er einen Winter lang als Hilfsskilehrer arbeitete. In den folgenden Jahren wurde er zu einem regelrechten Vagabunden, der zwischen Nordamerika, der Schweiz und Schottland hin- und herreiste und sich in Schnee und Fels als Führer betätigte. Im Frühjahr 1967 befand sich der Walliser mit zwei Skilehrer-Kollegen auf Skitouren im Bündnerland. Am Hörnligrat bei Arosa stach ihm plötzlich ein Couloir in die Augen - abweisend, unnahbar, eisig. Doch plötzlich, sozusagen aus einer Laune heraus, stürzte er sich in den 45 Grad steilen, trichterförmigen Felsdurchlass und kam auch tatsächlich in Zick-Zack-Fahrten heil hinunter. Saudan war 31 Jahre alt - er hatte an diesem sonnigen Frühlingsmorgen seine Karriere als Extremskifahrer gestartet. Er steigerte systematisch den Schwierigkeitsgrad seiner Abfahrten. Und wenn immer er wieder eine Steilwand, eine besonders ausgesetzte Flanke, ein Eiscouloir, eine schmale Rinne geschafft hatte, die für Normalfahrer unmöglich zu bezwingen wäre, verspürte er jene innere Befriedigung, die Pistenfahrer schon geniessen, wenn sie wenigstens sturzfrei zur Skiliftstation gelangen. Er lernte vorsichtig, allein, ohne Lehrer, die Technik des Steilwandspringens : das Hüpfen mit den Ski, das blitzschnelle Sich-Herumwerfen mit artistischer Gewandtheit, das Sich-Abstemmen von den Stöcken in höchster Konzentration : einer Gemse gleich, die sich geschickt von Felssims zu Felssims schnellt. Sylvain Saudan, der bald «Fahrer des Unmöglichen» genannt wurde, wagte sich an weltberühmte Steilwände in den Alpen - die Nordwestflanke des Eigers, die Südwestwand des Montblanc, das Couloir Marine"i am Monte Rosa - später auch im Himalaja und in Alaska: mit der Abfahrt vom Nun Kun in Kaschmir schaffte er seinen ersten Siebentausender, und am Mount McKinley, dem kältesten Berg der Welt, erreichte er das Ziel in einem mörderischen Schneesturm. Wie ist es denn unter solchen Umständen? Kennt man ein Angstgefühl? Rechnet man gar damit, umzukommen? «Ausschliessen», sagt Saudan fatalistisch, «kann ich es bei keiner meiner Expeditionen. Aber ich tue immer alles, um zu überleben. W enn ich beispielsweise unmittelbar vor dem Start an den Tod denken würde, dann wäre das Unternehmen schon gescheitert. Der Soldat, der angsterfüllt in den Krieg zieht, ist dann auch der erste, den es wirklich erwischt. Sicher, man hat diese Furcht, aber man muss sie kontrollieren können.» Der kleine, drahtige Walliser mit den markanten Gesichtszügen und den schwarzen, unmodisch langen Haaren, ist ein echter Bergler: Er spricht ruhig, präzis, bestimmt, ohne Pathos, aber auch ohne Wichtigtuerei. Steckt aber hinter all diesen Steilwandfahrten nicht doch ein bisschen der Zwang zur Selbstbestätigung? «Vielleicht, ja, ein bisschen. Aber nicht ausschliesslich. Denn wer so etwas unternimmt, um sich selbst zu beweisen, was für ein Kerl er ist, der wird unüberlegte Risiken auf sich nehmen und Gefahr laufen, zu scheitern.» Scheitern. Dieses Wort ist Sylvain Saudan, dem Abenteurer, zutiefst unsympathisch. Aber er muss zulassen, dass man es auf jene Expedition anwendet, die eigentlich die Krönung seiner Extremskifahrerei hätte werden sollen : die Abfahrt vom 8lj2 Meter hohen Dhaulagiri im Himalqja im Frühling 1979.


Sylvain Sau dan am Dhaulagiri Ringier-Dokumentationszentrum

GLAD TO BE BACK HOME)

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Drei Jahre lang hatte sich Saudan auf diese alpinistische Grosstat hin in allen Details vorbereitet. Mit zwölf Expeditionsbegleitern, unter ihnen seine fran zösische Freundin Marie-Jose Valenc;ot, 3 I, startete er in den ersten Apriltagen von Katmandu (Nepal) aus, kam anfänglich auch gut voran und konnte mehrere Hochlager einrichten. Er trug zwei Paar serienmässige Hartski bei sich, 2 I 0 Zentimeter lang, und wollte für den Aufstieg ohne künstlichen Sauerstoff auskommen - ähnlich wie Reinhold Messner, der für die Everest-Bezwingung 1978 ebenfalls keinen künstlichen Sauerstoff verwendet hatte. Ein Mann, der den Dhaulagiri, den «Berg der Stürme», genau kennt, räumte Saudan für sein Vorhaben grosse Chancen ein: Erstbezwinger Max Eiselin, 47, Sportgeschäftsbesitzer aus Luzern, der vor zwanzig Jahren die gigantische Fels- und Eispyramide als erster Mensch bestiegen hatte. «Ja», meinte er, «Saudan müsste es schaffen. Aber man muss klar sehen: Es ist ein Abenteuer, das gefährlicher ist als alles, was man als klassischer Alpinist machen kann . Und es ist haarscharf an der Grenze dessen, was man vernünftigerweise noch tun sollte.» Saudan und ein Teil der Expeditionsteilnehmer schaffen in sieben Wochen den A ufstieg bis auf 7800 Meter Höhe, wo plötzlich ein fürchterlicher Schneesturm losbricht. Ein Zelt mit dem Expeditionsarzt Jean-Louis Sabarly, 3 I, und dem Bergführer Eric Poumailloux, 26, beides Franzosen, wird in die Tiefe gerissen. Sie bleiben verschollen. Später verschwindet im Sturm auch der Nepali-Sherpa Pemba, 28 , und wird nie mehr gesehen . Saudan, seine Freundin Marie-Jose und der französische Bergführer Jean-Pierre Ollagnier, 37, kämpfen sich unter unsäglichen Schwierigkeiten und Schmerzen ins Basislager hinunter, wo sie mit dem Helikopter gerettet werden. Die drei haben schwerste Erfrierungen erlitten und müssen wochenlang im Genfer Kantonsspital gepflegt werden. Erholung finden Saudan und Marie-J ose später im französischen Sportort Chamonix, wo sie seit Jahren einen Skiverleih betreiben und ein gutgehendes Restaurant führen, das ursprünglich «La Nuit» hiess. Die beiden liessen das Lokal umbauen und gaben ihm dann einen Namen, der besser zum Besitzer passt: «L'Impossible» - «Das Unmögliche». Es ist eben gerade das Unmögliche, das den Walliser herausfordert. So will er trotz seines Misserfolges am Dhaulagiri doch noch einen Achttausender auf den Ski in der Senkrechten bezwingen. Er spielt dabei gar mit dem Gedanken an den höchsten Berg der Welt, den 8848 Meter hohen Mount E verest. Aufsteigen will er von der chinesischen Seite, also von Tibet her. Wenn's mit den Bewilligungen aus Peking nicht klappen sollte, dann will er's erneut am Dhaulagiri versuchen. Denn ein Saudan gibt nicht auf. «Schliesslich», sagt er lakonisch, «habe ich ja noch sechs Jahre Zeit.» In sechs Jahren wird er fünfzig sein.

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LE DANGER D'AVALANCHE Andre Roch,

SAS

Geneve

Le vendredi de Paques 1964, nous descendions mon fils et moi la piste du Meyerhoftäli sur Wolfgang, pres de Davos, la seule piste par laquelle on pouvait rejoindre la vallee sans dechausser, en cet hiver pauvre en neige. Le soleil nous avait souri au sommet de la Weissfluh, mais, en dessous, des bandes de nuages collaient a la montagne a plusieurs niveaux. Comme la derniere pente raide etait rabotee par les skieurs et parsemee de rochers et de troncs d'arbres, nous decidons de filer a gauche (en descendant) pour terminer par le fond du ravin (le Tobel) Olt la neige etait plus abondante. Nous etions deja trop bas pour pass er par un couloir qui rejoint le ravin principal. Pour eviter de remonter, nous traversons horizontalement a gauche une pente raide, parsemee de pins. Craignant un glissement de neige, Jean-Fran<;ois attend que j'aie traverse. En chemin, j'essaye sans succes de faire partir une avalanche, car c'est toujours interessant, surtout pour quelqu'un qui les etudie. A son tour, quand mon fils est au milieu de la pente, je luis dis: Essaye de la declencher! Excellent skieur, sans peur, il saute. Rien ne bouge, c'est vexant. Il saute encore sans resultat. En sautant, il descend le long de la pente et se trouve 4 a 5 m en dessous de ma trace. A la suite d'un nouveau saut, la couche de neige se fend a l'endroit Olt je viens de traverser et se met a glisser. La guirlande de neige reveJe Ja plasticite et la cohesion de feutrage de Ja neige fraiche

Photo L. Wuilloud

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Debout sur la plaque en mouvement, mon fils ne realise pas tout de suite ce qui lui arrive, car la vitesse, nulle au debut, ne s'accelere que progressivement. Pendant un temps, il reste debout sur la plaque, puis il disparait dans la pente, sous une couche de brouillard qui traine a mi-pente. Mon intention est de le retrouver le plus vite possible; les secours arriveraient trop tard . Jedescends dans la trace de l'avalanche, en escalier sur mes skis, en sautillant pour aller plus vite . ]'arrive en haut d'une paroi rocheuse. Je dechausse, prends skis et batons sous le bras et je me laisse glisser sur mon derriere. Sans perdre l'equilibre, j'arrive sur mes talons sur une pente raide. Un baton de ski m'a echappe, peu importe. Parmi les arbustes deracines, j'arrive en bas et je vois que l'avalanche a rempli l'etroit ravin principal. Mon fils est completement enseveli, un baton sort de l'amas de neige, la rondelle en haut. ]'entends gargouiller sous la neige, mon fils est donc vivant. Je creuse avec mes mains gantees a l'endroit Oll j'entends ses gemissements. Puis je me dis que si mon ex cava ti on passe a 10 cm de son visage, je perds du temps . Je creuse donc le long du baton et trouve sa main gantee, accrochee a la dragone. Je degage le bras replie. Dans ma bate, la neige humide que j'ote se ressoude instantanement a la masse du depot . Je dois la jeter plus loin . Maintenant, J ean-Fran<;ois ne gargouille plus. Je pense avec anxiete: «S'il meurt, que deviendraisje? ]'ai perdu ma fille il y a deux ans. Dans sa chute, son amie a ete entrainee, la corde s'est rompue sur une arete rocheuse.» C'etait ma propre fille et son amie, une tragedie, une tristesse que l'on porte toute sa vie. Si maintenant mon fils meurt, ma femme ne pourra supporter la douleur et ma reputation de meurtrier de mes propres enfants sera lourde. Je mets toutes mes forces acreuser, et en suivant le bras j'arrive a la figure, a 15 cm sous la surface. Mon fils est sans connaissance, son visage est bleu. Mais des qu'il a de l'air, il revient a la vie et me regarde, il est sauve! 11 pense: «Mon pauvre pere en transpiration est si essouffle que c'est lui qui va mourir maintenant.» Enfin, nous pouvons diseuter. 11 me dit qu'il s'etait efforce de ne pas s'exciter et de respirer le moins possible pour vivre plus longtemps. Je regarde ma montre et travaille le plus systematiquement possible. Avec l'arriere d'un ski, je coupe des blocs que j'entasse a cote. Tout au fond, je coupe les longues lanieres de ses fixations. Il me faut 45 minutes pour le degager. Dans sa chute, une souche avait accroche ses skis . Il avait fait un saut perilleux complet.· Si sa tete ne s'etait pas trouvee en surface a l'arret de l'avalanche, je pense qu'il n'aurait pas survecu. Nous descendons a Wolfgang, au restaurant de Jakob Kessler, auquel je raconte l'aventure, tandis que Jean-Fran<;ois telephone a sa me re qui vient nous ehereher. Une radiographie d'une jambe comprimee contre une chaussure montre que tout est en ordre, et mon fils a fait du ski pendant toutes ses vacances de Paques. Le mardi, je remonte travailler a l'Institut des avalanches et dans le funiculaire, je me place dans un coin du compartiment des patrouilleurs. Ils discutent entre eux et racontent que deux droles ont fait des singeries au Meyerhoftäli, mais qu'ils ne savent pas qui c'est. Kessler avait telephone l'accident a Christian J ost, chef de la seeurite de la Parsenn, et ce dernier avait raconte l'histoire aux patrouilleurs, sans dire de qui il s'agissait. Vouloir cacher cet incident ne m'aurait fait que du tort. Aussi, arrive en haut, j'allais chez les patrouilleurs et leur racontais l'aventure. Ils etaient soulages de savoir qui avait fait des singeries au Meyerhoftäli. C'est ainsi que comme des touristes ignorants, les specialistes peuvent se faire prendre, surtout s'ils jouent a declencher eux-memes les avalanches .

* * * * * Avalanche de glace au Trugberg, Jungfraujoch

Photo A . Roch


Des protections specifiques existent pour chaque genre d'accident d'avalanche. Pour proteger des villages ou des ouvrages de valeur, on tente d'eliminer la possibilite de depart des avalanches en stabilisant le manteau de neige dans les zones de declenchement par des murs, des barrieres, des claies, des dteliers et des filets. Les routes et les chemins de fer doivent passer par des tunnels ou sous des galeries aux endroits dangereux. Les declenchements artificieIs, par des tirs au lance-mine, au lance-rocket (bazooka), au canon, par des explosifs lances dans les pentes, ou transportes aux endroits propices par des teleferiques speciaux, ont pris une grande extension pour la protection des routes, des chemins de fer, des pistes de ski et me me de certains villages. Des charges placees a l'avance sont meme explosees a distance par radio, au mo yen d'un code (Norvege). Pour diminuer le nombre de victimes, un service d'avalanche, avertissant du danger, a fonctionne en Suisse des I936 avec 6 postes d'observation, repartis dans les Alpes. Aujourd'hui, il en compte 50. Tous les pays, 0\1 sevissent les avalanches, possedent actuellement leur propre service d'avertissement du danger, base sur le modele original inaugure en Suisse. Ces avertissements ne peuvent etre que generaux, aussi chaque chantier, chaque organisation de remontee mecanique doit posseder son propre service d'avalanche local. Comme un service meteorologique, le service d'avalanche fonctionne d'apres les observations de postes situes approximativement a I 5째째 m d'altitude. Le prepose communique ses observations une fois par jour, le matin (2 fois par jour en France). Un profil de battage et stratigraphique du manteau neigeux est preleve tous les quinze jours en Suisse, chaque semaine en France et en Italie. L'observateur communique par code le nombre, le genre, l'altitude, etc. des avalanches observees et sa propre evaluation du risque.

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Ce qui interesse principalement le previsionniste, c'est la quantite de neige frakhe, le vent, la temperature et la stabilite du manteau neigeux. D'apres les donnees qu'il re<;:oit, il evalue la grandeur du risque, compare son estimation a celle de l'observateur et l'annonce au public par la radio et les journaux. Le bulletin doit expliquer les causes du risque. Des analyses par ordinateur n 'eliminent pas l'estimation du praticien. Il est impossible de predire si une certaine avalanche va se declencher ou non . On ne peut qu'annoncer si la situation est stable, precaire, ou proche de l'instabilite. On peut aussi prevoir dans une certaine mesure si la situation va empirer ou se stabiliser, et ceci d'apres l'abondance des chutes de neige probables, prevues par la meteo, ce qui d'apres les meteorologistes est tres difficile a evaluer.

* * * * * Les influences qui amenent un manteau de neige a la limite de l'equilibre sont les suivantes : Une chute de neige, je vent, un rechauffement, et la metamorphose destructive de la neige. Une chute de neige a un double effet: d'une part, sa surcharge progressive provoque une augmentation des contraintes, et, d'autre part, elle engendre un rechauffement des vieilles couches qui diminue leur resistance. Ces deux effets peuvent amener progressivement un versant entier a la limite de l'equilibre. On est en presence d'un decJenchement spontane, par opposition a un decJenchement par accident ou par choc. En effet, un choc provoque une augmentation subite des contraintes, qui peut briser la resistance d'une strate fragile interne au voisinage de ce choc . Si cette rupture a lieu sur une surface assez grande, les couches liberees sur leur fond peuvent glisser. Il faut que cette masse soit assez grande pour mettre en mouvement les couches de neige a l'aval. Si la stabilite est faible, l'avalanche part, sinon, il n'y a qu'une rupture locale sans declenchement. C'est alors le probleme de la propagation du mouvement. Les chocs ou accidents peuvent etre inherents a ja neige (accidents intrinseques): rupture de traction a la partie convexe d'une pente ou de cisaillements lateraux. Ils peuvent provenir de l'exterieur (accidents extrinseques): chute d'un paquet de neige, d'une corniche, passage de skieurs, etc . C'est alors un decJenchement par accident exterieur. Un choc peut provoquer le depart d'une couche de neige compacte (plaque de neige interne ou en surface) meme quand la stabilite est grande, 2 a 3, c'est-a-dire quand la resistance est 2 ou 3 fois plus grande que la contrainte de cisaillement, tandis que le me me choc ne declencherait pas une couche de neige meuble de meme stabilite. En effet, un choc se propage dans une neige compacte, tandis qu'il est amorti dans une neige meuble . C'est pourquoi la plaque de neige est plus dangereuse pour le touriste que de la neige meuble. Un skieur traversant une pente sur sa partie convexe aura davantage de chances que l'avalanche parte si la surcharge de son passage provoque une rupture de traction des couches, que s'il traverse a mi-hauteur de la pente dans la zone neutre. Cependant, surpris au milieu de la pente, il sera plus dangereusement enseveli que s'il est pris en haut. La cohesion de feutrage de la neige frakhe est faible, en sorte que les pentes tres raides, 45 째 et plus, se dechargent au fur et a mesure du depot, des que l'equilibre est rompu . Sur des pentes moins raides, il faut davantage d'epaisseur de neige frakhe pour qu'elle se mette spontane me nt en mouvement. Cependant, quand les couches arrivent pres de la limite de leur equilibre, le moindre accident peut provoquer le depart. Il en est de meme de la neige humide dont la cohesion capillaire est faible. Les avalanches catastrophiques qui devastent des villages proviennent de pentes de 27째 a 35 0 . Les declivites superieures ont tendance a se decharger au fur et a mesure de l'accumulation de la neige frakhe. Lors d'abondantes chutes de neige, ou bien les avalanches partent, ou bien la neige se tasse et la situation se stabilise. Une chute de 30 cm de neige, accumules sans circonstances aggravantes comme du vent ou un fort rechauffement, constitue le debut d'un danger pour le skieur. Des 60 a 70 cm, des avalanches plus grosses menacent les voies de communication. Les avalanches provoquant les catastrophes de villages sont a craindre a partir de 1,20 m de chute de neige.


Le vent peut cependant accumuler la neige sur certains versants en plus grande epaisseur et provoquer ainsi des catastrophes lors de chutes de neige de moindre importance. Le vent accumule irregulierement la neige, ce qui provoque de fortes contraintes a.ux endroits de grande epaisseur. Il plaque la neige en couches compactes dans lesquelles les chocs se propagent. Les plaques de neige sont donc dangereuses, car le me me accident ou surcharge ne provoque pas l'avalanche dans une neige meuble, qui amortit le choc. Une troisieme influence provient de la temperature. Un grand froid maintient longtemps une situation dangereuse, tandis qu'un rechauffement cause une perte de resistance des couches en diminuant la force des contacts et en activant la metamorphose de la neige. Comme de la neige fraiche seche, la neige qui tombe humide tient, elle colle. Mais sa cohesion est faible et des que son epaisseur est suffisante, elle glisse sur les pentes raides. La quatrieme influence est intrinseque a la neige. Elle provient de la metamorphose, du changement de forme du cristal. Tandis que la neige fraiche tient en equilibre a la verticale par sa cohesion de feutrage, en revanche, la neige granuleuse, si les grains ne sont pas geles a leur contact, ne peut tenir en equilibre que sur des pentes d'inclinaison inferieure, jusqu'a 36° pour des grains spheriques. Certains hivers, toutes les strates inferieures du manteau sont transformees en un echafaudage fragile de petits gobelets qui se brise et s'effondre au moindre choc, avec un voum avertisseur du danger. Ces influences se combinent entre elles. En plus de leur analyse, la meilleure indication du risque est l'observation de la nature. Le plus grand dang er existe pendant et immediatement apres les chutes de neige. Plus tard, le danger s'attenue, soit que les avalanches ont glisse, ou que le manteau de neige s'est consolide. Cependant, la Mouvement d'une belle avalanche de plaque de neige au col de l'Oberalp

Photo A . Roch

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nature peut etre sournoise: en effet, apres un mois a un mois et demi sans importante chute de neige, on a mesure une diminution de resistance dans toutes les strates, diminution causee par la metamorphose de la neige. Cette perte de resistance peut provoquer des departs d'avalanches sans cause apparente. On aura tendance a croire au mystere. Je pense avoir suffisamment demontre la complexite du phenomene. Si donc on attend un bulletin d'avalanche favorable pour partir en excursion, on ne partira presque jamais. Il y a pourtant des randonnees Oll le risque est minime, il y en a meme Oll il est nu!. 95% des avalanches qui emportent des touristes sont declenchees par eux-memes . On crie a l'imprudence; moi je pense a la fatalite, car il est pratiquement impossible de circuler en montagne sans risque. Pour agir a 100 % de securite, mieux vaut rester chez soi. On est donc oblige de prevoir un certain risque, si petit soit-i!. C'est pourquoi certaines precautions peuvent augmenter les chances de sortir vivant de la masse blanche. La cordelette rouge n'est fiable qu'a 20 11. 40 % . Pour augmenter son efficacite, on peut attacher a son extremite une chambre 11. air d'un ballon de football, gonflee dans un sac de forte toile. Le ballon restera presque toujours en surface. D'ailleurs, le ballon «Holden>, mis au point en France, se gonfle par un declic lorsque la victime est emportee'. Il y a aussi une veste gonflable comme celles de sauvetage maritime, qui diminue le poids specifique de la victime et lui permet de surnager en quelque sorte sur l'avalanche. La duree de survie d'une personne ensevelie est tres courte. Le secours immediat des camarades est l'atout le plus precieux. Prenez des distances afin qu'un seul membre d'une equipe ne soit emporte. Munissez-vous d'appareils emetteurs-recepteurs qui permettent de localiser la victime 11. 30 m de distance, d'une sonde et d'une pelle 11. neige pour pouvoir liberer plus vite la victime. Quelques chiffres montrent l'importance de la rapidite de l'intervention du sauvetage. En France, durant l'hiver 197677, sur r 5 personnes ensevelies, degagees par leurs camarades, 13 etaient vivantes (soit 87% ), tandis que 13 retrouvees par des chiens, 3 seulement etaient vivantes (soit 23 %) et sur 33 localisees par sondage, 9 etaient en vie (soit 27 %). Malgre la faible probabilite de survie, il ne faut jamais abandonner les recherches. Une jeune femme a survecu apres 23 heu res sous la neige sans sequelles, dans le Haut-Valais. A Macugnaga, derriere le mont Rose, une Canadienne a ete localisee par un chien et liberee vivante apres 44 heures, sans gelures. Le record revient 11. Evert Stenmark en Suede. Il a ete degage apres 7 jours de recherches . Bloque contre un bouleau, il a survecu en mangeant son fart de ski et 4 perdrix qu'il avait attrapees. Il est probable que l'air lui parvenait le long du tronc du bouleau, sans quoi on se demande comment il aurait pu survivre si longtemps. Il a du etre ampute d'une partie de ses pieds. Nous n'avons pas pade de la vitesse des avalanches, vitesse qui peut depasser 360 km/h, soit 100 m/s, de leur portee, des grosses catastrophes comme celles au Perou Oll des villes ont ete ensevelies et plus de 20000 personnes tuees d'un coup, et de beau coup d'autres problemes. Si vous avez lu cet article et que vous avez compris quelque chose ... Bravo! Je ne voudrais pas terminer sans un dernier conseil: soyez prudents et ayez de la chance. Avant de nommer un general, Napoleon I er demandait 11. son etat-major: «A-t-il de la chance?»

Avalanche cle glace au Mönch. S'il y a freinage cl'un cöte, le glissement se met a tourner Photo A . Roch

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ALPINE EXPEDITIONEN DES SAS 1972 - 1978

IM WILDEN HINDUKUSCH

Lux Schweizer Für den Sommer 1972 hatte sich der sAs-Alpin-Chef Hans Grimm etwas Besonderes ausgedacht, eine Expedition in den Hindukusch, zweithöchstes Gebirge der Erde .

Abenteuerliche Anfahrt durch den Norden Pakistans Die Fahrt von Rawalpindi in die Nordprovinz Chitral, die ersten zwölf Stunden in zwei schwerbeladenen Toyota-Mini-Bussen, ist ein Erlebnis für sich. Die Überlandstrassen in Pakistan sind belebt von klapprigen bis übers Dach überfüllten Cars, überladenen buntbemalten Lastwagen, Velofahrern, Pferdedroschken, Ochsenkarren, Fussgängern, Wasserbüffeln, Ziegen und Hühnern. Dann und wann trottet ein Dromedar mit seinem Führer einher, Rekruten marschieren rechts und links der Strasse in Einerkolonne, Nomadensippen ziehen des Wegs, immer wieder wechselt die pittoreske Szenerie. Das Leben spielt sich hier auf und längs der Landstrasse ab : Handel und Handwerk, Aktivität und Ruhe, man handelt und feilscht, schneidert und schustert, schreinert und schlachtet, trinkt Tee, plaudert, meditiert und ruht sich von den Strapazen des irdischen Daseins aus. Nach zwölfstündiger Fahrt durch weite Ebenen mit völlig dürren, von der Sonne versengten Feldern, überqueren wir den mächtigen Strom des Indus, dann den Kabul River und gelangen schliesslich in kahle glühendheisse Berge. Bei Nachteinbruch wird auf fünf Jeeps umgeladen und umgestiegen. Der bis an die Zähne bewaffnete Führer der ortskundigen Jeepfahrer verspricht uns eine mindestens sechsstündige aufregende Nachtfahrt über den 3000 m hohen Lowarai-Pass, einziger Zugang nach Chitral, Ausgangspunkt unserer Expedition. Gleich nach dem Dorf wird die Strasse zur Piste, wir durchfahren Bergbäche, überqueren Lawinenzüge, holpern über Geröll, während sich Kurve an Kurve reiht. Die Nacht erspart uns den Blick in furchterregende Tiefen. Staubbedeckt und bis zum letzten Wirbel durchgerüttelt, erreichen wir um zwei Uhr nachts unser Tagesziel Chitral am Fusse des Hindukusch. Anderntags wird die Jeepfahrt noch abenteuerlicher. Beim Start eröffnet mir mein Fahrer Hussain in gebrochenem Englisch : «Sahib, today we go in full speed, the road is very dangerous!» Für die nächsten fünf Stunden müssen wir uns ganz einfach Allahs Allmacht und den Fahrkünsten unserer einheimischen Fahrer anvertrauen. Bei der Ankunft in Kuragh (1900 m ü . M .), einer Streusiedlung aus einigen Lehmhütten zwischen winzigen Reisfeldern und Kornäckerehen, sind wir überzeugt, den gefährlichsten Teil unserer Expedition überstanden zu haben.

Viertagemarsch abseits der Zivilisation Dem Abmarsch geht stundenlanges orientalisches Palavern zwischen unserem Dolmetscher und dem Dorfvorsteher über das Anheuern von dreissig Trägern voraus. Wir ziehen nun während vier Tagen in lang auseinandergezogener Einerkolonne über kahle Bergrücken, überqueren schwankende Hängebrücken, wandern durch sattgrüne Talsohlen, bewundern die terrassenartige Bebauung und Hochjaget auf 5600 m am Fuss des GUL-LASHT-ZOM 6600 m

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Photo L. SchJveizer


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NEPAL, N채he Tarkhe Ghyome, ca. 2500 m, Gebetfahnen mit Tempelchen (Stupa), 29. April 1975 Photo W . Amstlltz

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MOUNT COOK, New Zealand. Ostwand, aufgenommen von oberhalb der PlateauH체tte 2316 m . Von links nach rechts: Ostgrat, Nordgrat, Low Peak 3722 m, Middle Peak, Mount Cook 3764 m (High Peak), Green Saddle 3368 m . Vordergrund rechts: NE Grat (Zurbriggen Ridge). Linden Glacier und Grand Plateau. Aufnahme abends mit Hasselblad: Walter Amstutz, 2J. November 1979

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raffinierte Bewässerung an den Bergflanken bis 3500 m. Am dritten und vierten Marschtag wird die Szenerie immer wilder: Wir marschieren im langgezogenen Hochtal des Tirich-Mir-Gletschers, eine grossartige Landschaft aus Urgestein, umrahmt von strahlend weiss leuchtenden Sechs- und Siebentausendern. Alle Dimensionen sind gewaltiger als in unseren Alpen. Die letzten Stunden bewegen wir uns auf Matterhornhöhe über Geröll, Felsbrocken, Moränenschutt, durch kantiges Büssereis, mit einem herrlichen Blick auf den 7500 m hohen Noshaq. Gegen Abend des vierten Tages stehen wir auf einem Moränenhügel auf 4600 m ü.M., in einem imposanten Bergkessel am Zusammenfluss des oberen Tirich- und des Noshaq-Gletschers, dem Ort des geplanten Basislagers .

Das einfache Leben über 4500 m ü.M. Vier Tagesmärsche vom nächsten Telephon entfernt, richten wir uns vorerst in der überwältigenden Einsamkeit dieser völlig fremden Bergwelt im Basislager «gemütlich» ein. Dann steigen wir tausend Meter höher in dieser weissen Wildnis, um auf 5600 m ü.M. das Hochlager einzurichten - am Fuss des Gul-Lasht-Zom (6600 m), den wir zu besteigen im Sinne haben. Die etwas zurückgestaffelten Noshaq (7500 m), Istor-O-Nal (7300 m) und Tirich-Mir (7706 m) liegen für uns zeit- und kräftemässig nicht drin . Nachts registrieren wir 20 Minusgrade, während des Tages brennt die senkrecht stehende Sonne mit 45 Grad Celsius auf unsere mit Himapaste beschmierten Gesichter. Der erste Angriff auf «unseren» Berg, den Gul-Lasht-Zom, endet vorzeitig in Wind und Nebel. Anderntags um 04 Uhr startet eine Viererpartie zum zweiten Angriff. Anfänglich verhältnismässig rasch steigend, benötigen unsere vier Zähesten für die letzten 600 Höhenmeter sieben Stunden in mühevoller Spurarbeit. Um 16 Uhr stehen sie auf dem Gipfel des Gul-Lasht-Zom, im dicksten Nebel. Um 20 Uhr endlich sind sie zurück im Hochlager, abgekämpft aber zufrieden mit dem heute Geleisteten und Erreichten. Heisse Bouillon - Schlafsack - Träume von neuen Sechstausendern ! Träume sind trügerisch: Einer unserer Kameraden erkrankt plötzlich, so dass wir alle weiteren Bergpläne aufgeben, das Hochlager abbrechen, ins Basislager absteigen und uns vorzeitig zum Rückmarsch bereitmachen müssen. Am 31. Juli gegen Abend sind wir zurück am Ausgangspunkt unseres Marsches, in Kuragh. Die hereinbrechende Dunkelheit und ein abgerutschtes Strassenstück zwingen uns, in einer nahen, äusserst primitiven Karawanserei unter freiem Himmel zu nächtigen . Tags darauf überstehen wir die halsbrecherische Jeepfahrt ins Tal mit orientalischer Gelassenheit. In Chitral im «Mountain Inm> genies sen wir ausgiebig das Duschen und retablieren uns von Kopf bis Fuss. Der I. August 1972, im nördlichsten Zipfel Pakistans, am Fusse des östlichen Hindukusch, wird uns unvergesslich bleiben. Auf Festreden verzichten wir freiwillig, auf den Alkohol gezwungenermassen, gemäss den Weisungen des Propheten, denen hierzulande noch immer strikte nachgelebt wird.

Hans Grimm,

SAS

Zürich

Der Stein rollt immer noch! Ich meine den Stein, von dem Walter Amstutz im «Schneehasen» 1971 spricht. Es geht um die Wiederbesinnung des SAS auf den Alpinismus. Viele Gleichgesinnte haben sich mit mir bemüht, in dieser Sparte als treibende Kräfte zu wirken.

Seite 106 oben LANGTANG GIPFEL. Vordergrund: Von Schweizern eingerichtete Käserei, unten: HÜTTE AM CHIMBORAZO Photos H. Gr;mm


HIMALAJA, NEPAL Nepal, das sympathische, kleine Bergland im Himalaja, eingeklemmt zwischen dem mächtigen China und dem volkreichen Indien, war bis zum Beginn der 50er Jahre für alle Fremden hermetisch abgeschlossen. Es machte dann plötzlich den Sprung vom Mittelalter in die Neuzeit. Wenn ich zurückdenke an die grosse Expedition des Jahres 1956, da war Kathmandu eine wohl sehr volk reiche, aber international unbedeutende Hauptstadt eines kleinen, asiatischen Königreiches. Eine American Mission und die Leute des schweizerischen Hilfswerkes brachten die ersten Einflüsse der westlichen Welt in die archaischen Zustände des Landes. Und jetzt, 20 Jahre später, ist Kathmandu ein neues Zentrum des weltweiten Tourismus . Jeden Tag überschwemmen Touristenströme die Hauptstadt und deren Umgebung. Die Sherpas, ursprünglich ein Volksstamm, der vor einigen 100 Jahren aus dem Tibet eingewandert ist und sich auf der Südseite des Himalajas angesiedelt hat, waren - und sind immer noch - für jede Expedition unerlässlich. Sie haben eine eigentliche Metamorphose durchgemacht. 1956 waren sie wohl sehr geübte Träger im Hochgebirge, berggewohnt, aber ohne eigene Initiative und ohne Führerqualitäten. Heute sind die Besten Bergführer geworden . Aber auch ihr Geschäftssinn hat sich ganz enorm entwickelt. Sie sind selbständige Unternehmer, die Travel Agencies und Mountain Trekking Offices betreiben. Sie sind heute imstande, grosse Trekking-Unternehmen und kleinere Expeditionen auszurüsten und durchzuführen. Diese Wandlung geht sicher zu einem grossen Teil auf das Wirken von Sherpa Tensing zurück, der eine eigentliche Ausbildungsstätte im Gebirge geschaffen hat. DAMAWAND, 5671 M, DER HÖCHSTE BERG IRANS Man muss es erlebt haben, dieses Teheran der siebziger Jahre: Ein nie abreissender Strom von Autos drängt sich in mehreren Fahrbahnen durch die Strassen, jede amerikanische Stadt in den Schatten stellend. Schwer atmet sich die mit Abgasen gesättigte Luft bei der drückenden Hitze. Alle Hotels sind überfüllt, meist mit Leuten aus Europa, die möglichst mit Iran ins gros se Geschäft kommen möchten. Diese Hotels, erst vor kurzem oder doch erst vor wenigen Jahren gebaut, sind im allgemeinen schlecht gewartet und daher bereits am verlottern. Das Personal ist kurz angebunden und zeichnet sich nicht durch übergrosse Freundlichkeit aus. Man gewinnt den Eindruck, dass man froh sein muss, überhaupt Platz zu finden. Überall herrscht eine fieberhafte Hektik. Wir sind alle froh, dass wir der heissen Stadt den Rücken kehren können. Ein kleiner Autobus fährt vor dem Hotel vor, und der Chauffeur staunt nicht schlecht, was da alles transportiert werden soll: Rucksäcke, Eispickel und die ganze Skiausrüstung für 8 Mann warten auf den Verlad. Mit allen Kniffen gelingt es schliesslich, uns selber noch zum Teil auf den Gepäckstücken zu plazieren. Wir verlassen in nordöstlicher Richtung die Stadt und fahren auf guten Strassen unserem Ziel entgegen. Nach zirka einstündiger Fahrt sehen wir unseren Berg als makellose Pyramide in Licht des Spätnachmittages vor uns. Wir versuchen, die Lage der Hütte auf zirka 4000 m auszumachen, doch ohne Erfolg . Im Geiste befahren wir aber bereits die gleissenden Steilhänge mit unseren Skis. Erst bei völliger Dunkelheit erreichen wir unser Tagesziel, einen kleinen Ort, wo wir in einem Haus, das dem iranischen Mountaineering Club gehört, Unterkunft finden . Für den kommenden Tag wird der Materialtransport, zunächst mit Pferden bis zur Schneegrenze und dann mit Trägern, organisiert. - Die Besteigung wurde zum beglückenden Skiabenteuer, das für uns alle unwiederbringliche Erinnerung bleibt, da nun bei den Ayatollahs Bergsteiger kaum willkommen sind . MIT SKI AUF DEN VULKANEN MEXIKOS Popocatepetl (deutsch: rauchender Indianer), 5465 m. Aufstieg über die weniger begangene Ventorillo-Flanke auf den Gipfel: Pico Mayor. Citlaltepetl, 5750 m, auch Pico de Orizaba genannt. Höchster Berg Mexikos. Erstbesteigung mit Ski. 108


ECUADOR Cotopaxi, 5920 m. Hamletfrage : «To ski or not to ski?» Der Tradition des SAS folgend , entschied sich eine Gruppe dafür, die andere dagegen . Chimborazo, 6320 m. Besteigung ohne Ski. Ski-Erstbesteigung durch Dr. Ueli Kappeier, SAS Zürich, vor 40 Jahren.

NEUSEELAND Von diesem Land - es sind zwei Inseln, die sich über eine Länge von 1500 km erstrecken - geht eine unerhörte Faszination aus. Während uns die Nordinsel mit subtropischem Klima verwöhnt, zeigen vor allem die Berge der Südinsel arktische Verhältnisse. Die Vielfalt der Naturschönheiten, angefangen bei der mannigfaltigen Vegetation und den dampfenden Geysiren der Nordinsel bis zu den mit Gletschern gepanzerten Bergen und herrlichen Fjorden im Süden, lassen uns aus dem Staunen nicht herauskommen. Mitten in dieser beeindruckenden Landschaft finden wir Städte, die aussehen wie aus England verpflanzt: Regierungsgebäude, Schulen und Kirchen, gebaut in vi ktorianischem Stil. Sie vermitteln das Bild Englands im Pazifik . Neuseeland wurde vor zirka 15 0 Jahren durch die Briten besiedelt. Nach anfänglich harten Kämpfen mit der einheimischen Bevölkerung, den Maoris, haben sich die Siedler in der Folge mit den Ureinwohnern recht gut arrangiert. Die neuseeländischen Alpen sind mit vielen Namen berühmter Bergsteiger verbunden. Mit Edmund Hillary, dem Erstbesteiger des Everest, möchte ich nur den berühmtesten nennen. Bergsteigerisch stellen die Berge zum Teil recht hohe Anforderungen. Die Besteigung des Mount Cook, mit 3850 m der höchste Gipfel, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Leider hatten sich Wetter und Verhältnisse gegen uns verschworen, so dass wir unsere Pläne ändern mussten. Das Wetter wechselt wegen der kurzen Entfernung vom Meer zum Gebirge sehr schnell - grösste Distanz zirka 80 km. Unbeständiges Wetter ist deshalb recht häufig. Das Gebiet der Tasman Saddle Hut gab uns einen recht umfassenden Eindruck der neuseeländischen Bergwelt. Zudem gelangen uns zwei schöne Besteigungen: Hochstedter Dom und Mt. Green.

Frau eines Sherpa: SHE RPANI

Photo H . Grimm


ÜBER DREI BUCHSTABEN, DIE RESPEKT ERHEISCHEN Walter Amstutz, SAS Zürich

Es handelt sich hier, wie zu erwarten ist, nicht um drei x-beliebige Lautzeichen, sondern um jene drei gewichtigen, von denen hier die Rede ist und die sich SAS buchstabieren. Wie sie mit dem Lauf des Geschehens zu einem Begriff von weltweiter Beachtung geworden sind, darüber wäre zu berichten: Die Story beginnt mit dem Ur-sAs, dem Rang- und Stammesältesten und primus inter pares. Sein deutscher Rufname ist die Abkürzung für Schweizerischer Akademischer Ski-Club. Er lautet auch auf französisch nicht anders - in diesem Fall abgekürzt für Ski Club Academique Suisse. Für die seltenen Fälle, wo man sich der lingua franca bedienen möchte, liest sich SAS in Worten ausgeschrieben Socius A cademicorum Sci (Helvetia) . Seinem lateinischen Namen nach möchte man fast vermuten, es handle sich um einen gelehrten Herrn. Wie dem auch sei, wurde er 1924 geboren. Damals haben sich in der 26 . Novembernacht drei Gleichgesinnte in Bern getroffen. Drei junge Männer waren es, gepaart mit drei Buchstaben und mit der Absicht, formell zu sanktionieren, was schon längst beschlossene Sache war. Angefeuert vom Urquell des Lebens (was man etwa als j oie de vivre bezeichnen könnte) und beseelt von Freundschaft, beschlossen sie, dem alpinen Ski- und Skirennsport zu dem zu verhelfen, was er ihrer Ansicht nach verdiente. Der Erfolg blieb nicht aus, denn bald einmal gesellten Scharen sich zu ihnen, die sich nun bis heute zu einem knappen Tausend angereichert haben. Jeder Einzelne hat auf seine Art und zu seiner Zeit mitgeholfen, in den letzten 56 Jahren ein wenig Skigeschichte zu machen; ist doch der alpine Skisport nicht zuletzt wegen solchen Bemühungen zum weltweiten Massensport geworden. Es schien uns klar zu sein: SAS war eine Lautkombination, die aussagte, um was es ging. Der Begriff, glaubten wir, sei einmalig, nicht wiederholbar und geradezu prädestiniert zur Aufnahme in das Lexikon. Noch mehr war dem so, seit die Buchstabenfolge zum Signet verbunden wurde. Wussten wir doch, dass die Buchstaben Sund A im Rahmen des Alphabets in Dreierkombination tausendmal variabel sind und es daher unwahrscheinlich erschien, dass sich SAS als Buchstabenkombination wiederholen könnte. (Wie mir übrigens ein in der Kombinatorik beschlagener Professor neulich bestätigt hat, gibt es genau 3752 solche Möglichkeiten.)

Doch die Initialen, wie sich zeigen sollte, gaben mehr her als die Gründer es vermuten konnten. In der Folge gesellten sich zu uns zwei Namensvettern. Bei keinem der beiden handelte es sich da um eine Operettenfigur wie jenem «Vetter aus Dingsda». Künnecke konnte man vergessen; es waren keine armen Wandergesellen. Beileibe nicht. Es waren solche, von denen man bald einmal wusste, wer sie waren und was sie sind , und wegen deren Verwandtschaft man sich brüsten durfte: 110


In Not und Wehe geboren, sammelten sich I942 im Zweiten Weltkrieg in der Lybischen Wüste Engländer zu einer nicht alltäglichen Stosstruppe. Sie wurde für besondere Zwecke ausgebildet und war für gewagte Einsätze bestimmt. Es waren Auserwählte. Sie bildeten gewissermassen ein Gegenstück zu dem, was sich Mussolini unter «vivere pericolosamente» vorstellte. Hinter Rommels Front der Achse zerstörten sie in der Folge Hunderte von Naziflugzeugen, befreiten ungezählte Gefangene und sprengten Munitions- und Materialdepots. Nach dem Krieg aufgelöst, ist das Special Air Service (SAS) als Antiterroristenkommando neu auferstanden und ist heute in Hereford, an der englischwallisischen Grenze stationiert. Eingesetzt wird es überall dort, wo sein Motto: Who Dares Wins (wie es auf seinen berets geschrieben steht) dazu verpflichtet. Erst kürzlich machte dieses SAS in der Weltpresse erneut Schlagzeilen, als es erfolgreich die Iranische Botschaft in London stürmte, um Geiseln zu befreien. Dass sie dabei mit den Besetzern nicht allzu zimperlich umgingen, liegt in ihrem Metier. Mag die Sympathie auch nicht bei Ayatollah Khomeini liegen, dem es diente, muss doch jedes Fausrrecht in einem zivilisierten Staat verdammt und bekämpft werden.

SAS st:ANIJIIl'ANAN AIRUNn SD7EM Sechs Jahre später schlossen sich I948 die nationalen Luftfahrtgesellschaften von Dänemark, Norwegen und Schweden aus Gründen der Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu dem Konsortium SAS, dem Scandinavian Airlines System zusammen . Diese Gesellschaft hat sich seither durch Zielstrebigkeit und Verlässlichkeit bestätigt und ist mit ihrer Belegschaft von Divisionsstärke und ihren Nonstopflügen über den Nordpol zu einem Weltunternehmen von hohem Ansehen gewachsen. Sinnfällig für den Ur-sAs ist es, dass das zweite SAS in England und das dritte SAS in Skandinavien beheimatet ist. Mit England verbinden uns seit unserer Gründungszeit enge Bande der Freundschaft. Unser verstorbener Freund, Arnold Lunn, der Erfinder des modernen Slaloms und unentwegter Promoter des alpinen Skifahrens, war unser Protagonist. Ohne ihn gäbe es vielleicht keinen SAS, und ohne Engländer gäbe es jedenfalls kein Anglo-Swiss Rennen, bei dem sich jeden Winter eine schweizerische und eine englische Studentenmannschaft zu einem Abfahrts- und Slalom-Wettkampf treffen. Im kommenden Winter wird das in St. Moritz zum 48 . Mal der Fall sein. Mit Skandinavien sind wir nicht weniger eng verknüpft. Einmal hat man dort den Ski erfunden, und ohne Ski gäbe es wiederum keinen SAS. Und dann ist ja die sechste unserer SAS Sektionen in Oslo ansässig. Die drei Buchstaben SAS verkörpern also heute eine Welt, die vieles gemeinsam hat, so dass man den Faden weiter spinnen möchte. Wäre es da nicht denkbar, wenn sich Mitglieder des Schweizerischen Akademischen Ski Clubs und Betriebsangehörige des Scandinavian Airlines System in Mannschaftswettkämpfen (SAS gegen SAS) messen würden? Das eine Mal könnte solches in der Schweiz vor sich gehen, das andere Mal in Skandinavien. Und wäre es zu weit hergeholt, wenn sich die drei SAS einmal begegnen würden? Trotz verschiedener Gestalt und Erscheinung ist man ja verwandt. Und Familientreffen sind doch stets solche der Herzlichkeit. Ob so etwas in Oslo, Norwegen, anderswo in Skandinavien, oder auf dem Schilthorn in der Schweiz stattfinden sollte, darüber müsste man noch sprechen. Und so möchte ich hoffen, es käme zu einem baldigen Rendezvous und sei es auch nur, um sich die Hand zu reichen.

III


BADRUTT'S PALACE HOTEL, ST. MORITZ Guolf Gattiker,

SAS

Zürich

«How can one commit a legend to paper? The Palace in St. Moritz is one such legend and there is relatively litde one can say about it, except that it's there and is owned by the third generation of the same family.» Diese Feststellung in «Harper's» Hotelführer wirkt nicht gerade ermutigend auf jemand, der sich anschickt, einige Zeilen mehr über dieses legendäre Hotel zu schreiben. Aber wie in akademischen Schriften üblich, wollen wir uns gleich an den geschichtlichen Teil heranwagen. Man blättert vergeblich in Erwin Poesche/s Burgenbuch, dem Standardwerk über herrschaftliche Bauten Graubündens, oder auch in einer späteren Publikation über Paläste Graubündens nach einem Palast im Oberengadin, welcher ganz einfach «Palace» genannt wird. Hätte Heinrich Kraneck nur hundert Jahre später gelebt, er hätte in seinem 1837 erschienenen Band über die Bergschlösser in Hohen-Rhätien das Palace aufnehmen müssen. So beklagte er schon in der Einleitung den Zerfall der Schlösser und das Aussterben «jenes kühnen Geschlechtes, welches daselbst in seinen eigenthümlichen Sitten lebte» und schloss: «Es kreiset nicht mehr der volle Becher, vom schönen Burgfräulein kredenzt, an üppiger Tafelrunde; und der sanfte Ton der Harfe klingt nicht mehr zum süssen Lied der Minne.» Diese hier beschriebene Marktlücke in Graubünden wird von Caspar Badrutt 1892 mit sicherem Instinkt geschlossen, indem er das 1883 gekaufte «Beaurivage» zum «Palace» erweitern lässt. Die Eröffnung findet dann 1896 statt, dem Jahr der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen. Das Hotel präsentierte sich damals schon in der typischen Form mit dem markanten Turm und kann nun als das jüngste unter den Schlössern Graubündens bezeichnet werden. Es hat wohl in den 84 Jahren seit seiner Eröffnung mehr Herrengeschlechter beherbergt, mehr üppige Tafelrunden gesehen und mehr Geschichte(n) gemacht als irgendein anderes ehrwürdiges Herrschaftshaus Rätiens, auch wenn es nie «dem Schutze des Volks und der Vertheidigung der Wittwen und Waisen» oder «um Reisende zu plündern oder den Frieden des anwohnenden Landmannes zu stören», gedient hat. Es bleibt abzuwarten, ob unsere Nachwelt einmal das Palace unter die historischen Gebäude Graubündens einreihen wird. Für geschichtliche Nachrufe ist allerdings weder Zeit noch Anlass, solange die beiden heutigen Besitzer und aktiven Hoteliers Andrea und Hansjürg Badrutt in kompetenter und liebenswürdiger Weise das Motto des Hauses hochhalten.

BADRUTTSCHER PIONIERGEIST: NOTHING IS IMPOSSIBLE AT THE PALACE ... Es beginnt schon mit dem Bau dieses Hotels, welches alles an modernem Komfort aufzuweisen hatte : eine Art «Titanic» der Alpen. Dieses Wunderding wurde dann dreist «Palace» getauft, ein Name, welcher vorher in der Hotellerie nie verwendet worden ist. Der Name war offenbar gut gewählt, denn die illustre Gästeschar, welche in der Folge dieses Haus bevölkerte, hatte wohl keine Mühe, sich den Namen des Hotels zu merken, welcher ohnehin schon ihre angestammten Sitze zierte. So wird berichtet von Herrschern aus dem Morgenland, welche mit den eigenen Bildern, Möbeln und Dienern für sich und ihre Familie einzuziehen pflegten. Aber auch Maharadjas, europäische Könige und Fürsten und die Tycoons der Neuen Welt gehörten zu den frühen Gästen. 112


Das Palace-Hotel um die Jahrhundertwende mit Skizze des 1907 ausgeführten Dachaufbaus

Hans Badrutt, Sohn und würdiger Nachfolger des Erbauers liess 1907 zwei Stockwerke auf das Hauptgebäude aufsetzen und 1913 einen neuen Flügel im Süden anbauen, welcher das heutige prächtige Restaurant, verschiedene Läden und Gästezimmer und den ersten indoor tennis court des Kontinents beherbergte. Die goldenen zwanziger Jahre scheinen dann im Palace ihren Namen verdient zu haben, so liess Hans Badrutt selbst, um seinen Gästen einen authentischen Venezianer Karneval zu bieten, das ganze Embassy unter Wasser setzen, damit darauf die eigens aus Venedig hergeschafften Gondeln fahren konnten. Die Liste der übrigen Maskenbälle und Galas würde zu lange, welchen übrigens der Börsenkrach von 1929 und die anschliessende Wirtschaftskrise im Palace nichts anzuhaben vermochte. Die H. Olympischen Winterspiele 1928 brachten dem Hotel ein Rekordjahr und sportliche Impulse. Während im gleichen Sommer Andre Citroen mit seinen ersten Raupenfahrzeugen eine Testfahrt über den Julier unternahm und im Palace Halt machte, baute Oberst Thoma-Badrutt, ein Schwager der Familie, die Drahtseilbahn von Chantarella auf Corviglia. Die damalige skifahrende High Society, welche im Palace logierte, nahm dies zum Anlass, ein Clubhaus mit Restaurant auf Corviglia zu bauen und den dazugehörenden berühmten Corviglia Ski Club 19}O zu gründen. Dieser Club, der seinen Sitz im Palace hat, feierte übrigens dieses Jahr sein 50jähriges Bestehen standesgemäss im eigens mit Gold überzogenen Embassy des Hotels. In den Zwischenkriegsjahren erweiterte sich die Schar der Grossen dieser Welt um die Grössen der Leinwand, von denen kaum eine, welche der Erwähnung würdig ist, auf der Gästeliste des Palace Hotels fehlt. In ihrem Schlepptau machte sich auch der Publicity-Rummel über das Hotel her und erweist ihm bis heute alljährlich mit Schlagzeilen die Ehre. Die Zeit des Zweiten Weltkrieges konnte auch an dieser ausserordentlichen Institution nicht ohne Einschränkungen vorübergehen. Bezeichnend für das hohe Ansehen war eine wahrhaft vaterländische Manifestation von Bundesrat und Nationalrat, deren Kommissionen 1938 vor dem düsteren politischen Hintergrund in der zum Palace gehörenden «Chesa Veglia» das Rätoromanische zur vierten Landessprache erhoben. Bereits im Winter 45 /46 erreichte das Hotel wieder einen mit der Vorkriegszeit vergleichbaren Geschäftsgang, und die V. Olympischen Winterspiele von 1948 waren ein letzter Höhepunkt, bevor das Hotel mit dem Tod von Hans Badrutt 1953 in eine neue, nicht minder erfolgreiche Phase getreten ist.


Andrea Badrutt, seit I932 im Betrieb, und sein jüngerer Bruder Hansjörg, welcher 1953 in das Geschäft eintrat, führen seither das Hotel mit einem Komfort, der heute seinesgleichen sucht. So ist das PersonaljGäste-Verhältnis weit höher als eins, was unter anderem einen 2.4-Stunden-Zimmerservice erlaubt. Auch auf kulinarischem Gebiet hält das Palace höchsten Ansprüchen stand, insbesondere der Palace-Grill ist bei Feinschmeckern weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Eingedenk Badruttschen Pioniergeistes wird das Hotel auch heute auf dem technischen Spitzenstand gehalten. Man erinnere sich, dass der Urgrossvater Johannes Badrutt, welcher 1865 durch eine kühne Wette mit ein paar unentwegten Engländern den Wintertourismus überhaupt erst «erfunden» hatte, 1878 an der Weltausstellung in Paris die Bedeutung des elektrischen Lichtes erkannte und im gleichen Jahr das erste Elektrizitätswerk der Schweiz in St. Moritz errichtete. So wird das Palace 1967 wieder vollständig renoviert und modernisiert. Im «indoor tennis» wird der King's Club, eine der ersten und berühmtesten Diskotheken, eingebaut. Im vergrösserten Turm richtet sich unter anderem Gunther Sachs mit seiner Pop-Art-Wohnung ein. 1969 erhält das Hotel das eigenwillig-schöne «Acapulco», welches als erstes Hallenschwimmbad der Welt über eine OzonWasseraufbereitung verfügte und Musik unter Wasser ausstrahlen konnte. Auch für das Palace beginnen sich die Zeiten etwas zu ändern, denn was reich und mächtig ist und früher selbstverständlich im Palace abzusteigen pflegte, hat auch in St. Moritz, dem Trend zur Parahotellerie folgend, eigene Häuser gebaut. Diesem Umstand wird nun mit dem neuen projektierten «Suot Mulin Club» begegnet, welcher neben dem «Acapulco» 16 grosszügige Appartments in Stockwerkeigentum beherbergen wird. Das Palace wird sich allerdings auch in Zukunft für die Bettenbelegung nicht allzu grosse Sorgen machen müssen, denn noch nie war Reichtum auf so viele verteilt wie heute und die Massenmedien sorgen dafür, dass diese vielen dann dort zusammenfinden, wo ohnehin schon Überfluss vorhanden ist. THE BP-RESOR T THA T SEP ARA TES THE RICH FROM THE RICHER ... Die Literatur, welche sich dabei über das Palace ergiesst, bleibt allerdings in den meisten Fällen dürftig. Schon Hans Badrutt hatte geantwortet, als ihn Walter Amstutz auf sein interessantes Leben als Hotelier ansprach und riet, darüber ein Buch zu schreiben, dass er dies zwar sehr gut könnte, aber das Hotel sogleich schliessen müsste. So werden weiterhin Diskretionsgründe gehaltvolle Publikationen über das Palace und seine Gäste verunmöglichen und das weite Feld bleibt den Trivialitäten der Regenbogenpresse überlassen, von denen nun die Rede sein soll. «Wer vom Palace spricht und nicht das Murezzaner Märchenschloss meint, ist im Kleinwalsertal besser aufgehoben als am Fuss des Piz Nair. Das Palace gehört zu den winterlichen Pflichtübungen eines jeden Elitären, der nicht auffallen will», oder: «Hotel wäre ein allzu dürftiger Ausdruck für diese Kultstätte der Reichen, wo die Ober vornehmer sind als manche Gäste und wo die echte Prominenz unter sich bleibt und die Aufsteiger erst ihre wahre Weihe bekommen», meint Peter Finkbeiner, Experte in Sachen Luxus und Nobelherbergen. Wie im Untertitel schon angedeutet, unterscheidet die angelsächsische Presse etwas genauer. BP steht nicht etwa für Badrutt's Palace oder Pioniergeist, auch nicht für den britischen Ölkonzern, sondern für Beautiful People. Dem Tiefgang von Jet-SetReportagen in Frauenzeitschriften entsprechend, unterteilt Marian McEvoy in der New Yorker «W» die BP's dann wissenschaftlich sauber und dem Titel folgend in «A» und «B»-people: «(A>-people are the types everybody talks about, and <B's> are the people who wish to be talked about.» Beiden Gruppen ist nun das Palace in irgendeiner Form gemeinsam, denn <((A> crowds stay in their own chalets, in chalets owned by friends, or at the Palace Hotel's large prime suites. (B> people stay in affordable hotels or in <sports> rooms at the Palace. (A <sports> room has no bath and is set up dormitorystyle.) For other <B> types who simply must have a palace address, there is the tower room. This chamber has no telephone, no bathroom, no carpeting, no lock on the door, no closets, no adequate heating and the most romantic view in St. Moritz.» Nur nachts fallen die Klassenschranken, denn: «The King's Club, located und er the Palace, is most popular with (A's> and <B's> alike.» Da ich die Faszination für II4


dieses einzigartige Hotel, welches zweifelsohne Massstäbe setzt, mit andern teile, möchte ich den glücklichen Palace-Gast, in Analogie zum Neapelbesucher, auf seiner Heimfahrt ausrufen lassen: «After you've stayed there, everything else is downhill» ( . . . da tiefer gelegen). SAS UND P ALACE HOTEL Bei all diesen Ausserordentlichkeiten des Hotels war es für den SAS eigentlich nur eine Frage der Zeit, das Palace für sich zu entdecken und nutzbar zu machen. Dass es zwei Pioniere ihrer Zeit waren, welche das Band zwischen SAS und Palace geknüpft haben, ehrt uns heute und hat offenbar dieser Verbindung Bestand verliehen. Walter Amstutz, Mitbegründer des SAS, 1924, und des Anglo-Swiss Race, 1925, war seit 1930 Kurdirektor in St.Moritz und bewunderte die Unternehmerpersönlichkeit von Hans Badrutt. Als sich nach neunmaliger Durchführung der Anglo-Swiss-Rennen in Mürren Schwierigkeiten ergaben, ergriff er sofort die Gelegenheit, den Wettbewerb dorthin zu verlegen, wo er eigentlich hingehörte. Wer die ästhetischen Massstäbe eines Walter Amstutz kennt, weiss, dass nur das Palace die endgültige Destination seines Rennens sein konnte. Hans Badrutt, offenbar von der Idee und dem Initianten überzeugt, hat nicht gezögert, dem SAS und den Anglo-Swiss-Rennen seine Gastfreundschaft für die Zukunft zuzusichern. So kam es, dass ausgerechnet die zehnte Auflage des nunmehr traditions reichen Rennens am 3./4 . Januar 1935 erstmals in St. Moritz abgehalten wurde. Andrea Badrutt, damals schon drei Jahre im väterlichen Betrieb tätig, erinnert sich noch, dass wegen der prekären Platzverhältnisse in den Neujahrstagen dieses Jahres, alle Wettkämpfer in einem einzigen Raum hinter der Sauna untergebracht werden mussten. 1939 fand die 14. Auflage wiederum in St. Moritz statt, und seit I946 sind alle Angfo-Swiss-Rennen an den Hängen der Corvigfia und in den Riiumen des Pa/ace abgehalten worden. Die Bande zwischen dem SAS und Badrutts Palace sind seither nur noch enger geworden. Vor einigen Jahren wurde auch Hansjürg, dem jüngeren der beiden Hoteliers, die sAs-Mitgliedschaft für seine grossen Verdienste verliehen, nachdem Andrea bereits langjähriges Ehrenmitglied des SAS ist. Das Palace beherbergt von Zeit zu Zeit die sogenannte AH-(Altherren-)Woche des SAS, eine der heutigen Quellen des Clubgeistes, ebenso Jubiläumsrennen der ehemaligen Anglo-Swiss-Fahrer und in nächster Zukunft ist geplant, auch einen Teil der ItaloSuisse-Rennen (Mannschaftswettkampf des SAS mit dem italienischen sc 18) nach St. Moritz und ins Palace zu verlegen. Der Einfluss, den das Palace auf den SAS und seine einzelnen Mitglieder ausgeübt hat, ist schwierig zu werten. Er darf aber in seiner Tragweite und Qualität nicht unterschätzt werden. Das Angfo-Swiss Race, ältester Mannschaftswettkampf im alpinen Skisport überhaupt (SAS gegen BUSC, British Uni versity Ski Club) - damit auch traditionsrechstes Rennen des SAS - ist für den Club untrennbar mit dem Palace Hotel verbunden . Es werden Rennerlebnisse wach, Freundschaften und Erinnerungen an die unvergesslichen Tischreden des Skipioniers und Mitbegründers Sir Arbofd Lunn und anderer Vertreter Britanniens, die diese Kunst so meisterhaft beherrschen. Wie für die Tochter aus gutem Hause ohne Aufenthalt im Westschweizer Internat die Erziehung nicht als abgeschlossen gilt, ist heute für den jungen sAsler immer noch die Ehre der Teilnahme an einem Anglo-Swiss-Rennen ein unersetzlicher Höhepunkt seiner Aktivenlaufbahn . Im oben erläuterten Ethnologie-Jargon könnte man sagen, dass er im Palace mit «B» people logiert, zum Lunch als Gast im Corviglia Club mit «A» crowds isst, Rennen exklusiv mit seinesgleichen fährt und die Nacht dann wieder mit «A's» und «B's» im King's Club verbringt. Nicht nur das Bewusstsein, am ältesten Teamrennen der Alpinen teilzunehmen, der enge Kontakt mit den britischen Kommilitonen, die Besinnung auf Tradition und Bewährtes in Synthese mit jugendlichem Wettkampf, sondern vor allem auch die «Einbettung» des Ganzen in die unvergleichliche Atmosphäre des Palace macht dieses Erlebnis für jeden, der einmal teilgenommen hat, zu einem kleinen Stück Lebensschule. Dem Palace und seinen sympathischen Besitzern ist zu wünschen, dass der selbstsichere Slogan «nothing is impossible at the Palace ... » für immer aufrecht erhalten werden kann, allerdings mit dem Vorbehalt, dass sich an der Gastfreundschaft für die Anglo-Swiss-Rennen nie etwas ändern dürfte. 115


Der Rhein bei Reichenau, 1841 (')

116

B ritish Museum


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Hospiz des Grossen Sankt Bernhard, um 1806

British MuseulII

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TURNER, PROMETHEUS ALPINER MALEREI Walter Amstutz,

SAS

Zürich

Wo Furcht herrscht, da gibt es keine Liebe, und so ist es auch mit den Bergen. Solange zwischen ihnen und dem Menschen kein Einvernehmen bestand, wurden sie gemieden. Für Heerführer, Staatsmänner und Pilger, die in früheren Jahrhunderten von Helvetien oder Gallien, von Norden nach Italien reisten und die Alpen zu überqueren hatten, war das kein Vergnügen - es war ein Abmühen. Man hörte kein Lob über Schönes, das man gesehen hatte, nur Klagen über die vielen Strapazen. Bis weit in das Mittelalter und darüber hinaus erweckten Berge Furcht. So fehlte jeder Anlass, sie zu besingen, sie darzustellen, geschweige denn sie zu besteigen. Sogar Johann Jakob Scheuchzer, der grosse Zürcher Naturforscher, Historiker und Begründer der wissenschaftlichen Alpenforschung des achtzehnten Jahrhunderts, glaubte noch an Drachen, die sich in einsamen Berghöhlen versteckten . Goethe hat eine solche Szene in seinem Mignon festgehalten : In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut Es stürzt der Fels und über ihn die Flut.

Als der exzentrische englische Politiker, Literat und Sammler Horace Walpole 1740 die Alpen überquerte, hatte er für sein Erlebnis nur unheilerweckende Worte übrig: «Abstürze, Berge, Wildbäche, Wölfe, Gepolter - Salvator Rosa;) (romantischer Maler wilder Szenen des 17. Jahrhunderts) . Samuel Johnson, eine andere berühmte Persönlichkeit jener Epoche, beschrieb in seinem ersten Dictionary 01 the English Language ( 1755 ) einen Berg als «eine gewaltige Masse von Erde». Und John Russe!! weiss vom Heiligen St. Bernhard zu erzählen, der einen ganzen Tag in Andacht am Genfersee einhergeritten war. Als ein Begleiter vom «See» sprach, fragte der Heilige: «Was für ein See?» So wenig hatte ihn die Landschaft berührt. Es brauchte einen anderen aufgeklärten Geist, jenen eines Albrecht von Haller, grosser bernischer Dichter, Arzt, Naturforscher und Vorläufer von Rousseau, um festgefahrene Auffassungen bezüglich der Berge zu ändern. In seinem grossangelegten Epos Die Alpen, 1729 erschienen und in der Folge in über 30 Sprachen übersetzt, pries er die Schönheit der Berge und die Schlichtheit seiner Bewohner. Er löste damit noch vor Rousseau die gros se Bewegung der Rückkehr zur Natur aus, die fortab eine ununterbrochene Entwicklung nahm und mit der E rstersteig ung des Montblanc durch Dr. Paccardund Balmat 1786 einen ersten H öhepunkt erreichte. Immensen Einfluss auf die Einstellung zu den Bergen übte auch das wissenschaftliche Werk Vtryages dans les Alpes des Genfer Naturforschers De Saussure aus, wie auch seine im folgenden Jahr gelungene und bereits vierte Besteigung des Montblanc . Mit solcher Aufklärung kamen die Berge zu ihrem Recht. Es waren jetzt nur noch die zwingenden Gründe der napoleonischen Kriegswirren auf dem Kontinent, die der einmal erweckten Sehnsucht nach dem Neuen Einhalt zu gebieten vermochten. Und kaum war der Friede von Amiens besiegelt (1802), floss und ergoss sich der Reisestrom von neuem und schwellte von Jahr zu Jahr. Es waren Literaten und Maler, Männer des Geistes und solche von Rang und Klang, die das Bereisen der Alpen zur Mode und deren Berge zum Spielplatz Europas machten. 118


Allerdings war es ein anderer Spielplatz als der von heute. Noch gab es kein organisiertes Verfrachten der Massen, die ihre Präsenz mit Lärm manifestieren und die Abfälle einer kranken Zivilisation hinter sich liegen lassen. Das war ja auch nicht, was Haller und Rousseau im Sinne hatten. Doch konnten sie ebensowenig wie andere Erneuerer voraussehen, was für weitere Folgen ihre Ideen auszulösen vermochten. Sie konnten nicht ahnen, dass Tourismus verderben und Massentourismus vernichten kann. Wieviel Spürsinn legte doch da ein Tourist zu Tage, der im letzten Jahrhundert in einem Gästebuch in Interlaken geschrieben hatte: «Nach der Klasse kommt die Masse.» Aber man möge nicht verzweifeln, schliesslich hat jede Zeit ihren Stil, und zwar jenen, der ihr gefällt. Seit es die Technik möglich gemacht hat, Hunderttausende von Menschen in Stunden (statt wie einst in Tagen oder Monaten) weltweit zu verschieben, ist niemand bereit, solche Vorteile des modernen Tourismus preiszugeben. Aber ebenso entschieden weigert man sich, die daraus resultierenden Nachteile in Kauf zu nehmen. Es ist einer der vielen Zivilisationskonflikte, der die Umwelt nicht unberührt lässt und einer Lösung harrt. Mit dem zunehmenden Strom von Touristen wuchs auch die Nachfrage nach Büchern, Bildern und Souvenirs zur Erinnerung an ihre Wanderlust. Viele begabte Kleinmeister wie etwa ein Aberli, Biedermann, Lory, Freudenberger, König, Vogel und andere waren mit ihren handkolorierten Umrissstichen und Trachtenbüchern zur Stelle, die zu Tausenden gekauft und in allen Kulturstätten Europas Verbreitung fanden. Der Berner Verleger Wagner beauftragte den talentierten Wandermaler Caspar rf70lj «die Gletscher und Eisburgen, die Wasserfälle und Bergrücken in ihrer ganzen Wildheit an Ort und Stelle zu malen». Was ihm übertragen wurde, erreichte er im besonderen im Vergleich der überwältigenden Ausmasse der Berge zu den in ihrer Umgebung so minutiös erscheinenden Menschen. Er und der Tiroler Maler J.A. Koch, mit seinen zwei Versionen der Schmadribachfälle im Lauterbrunnental (I 80j und 1820), schufen neue Werte und lösten damit neue Impulse alpiner Malerei aus. Das gleiche kann auch von drei frühen, begabten englischen Aquarellisten, Wiffiam Pars, Francis Towne und Robert Cozens gesagt werden. Nicht dass schon lange vor ihnen einzelne grosse Meister den Bergen ihre Aufmerksamkeit geschenkt hätten. Konrad Witz beispielsweise, der bedeutende Schweizer Maler des Mittelalters, hat uns in seiner Peche Miraculeuse (1444) den Mt. Saleve und die Silhouette des Montblanc hinterlassen, 360 Jahre bevor Wiffiam Turner dieselbe Ansicht von einem ähnlichen Standpunkt aus gemalt hatte. Berge finden wir auch auf Zeichnungen und Bildern von frühen Venetianern, Deutschen, Holländern, Franzosen und anderen Schweizern, alles grosse Meister ihrer Zeit. Aber die Berge, die sie malten, dienten zur Hauptsache als Hintergrund für biblische und allegorische Themen, für Portraits oder Schlachtfelder, oder aber sind sie Teil von architektonischen oder idealisierten Szenen. Immer bezweckten sie, den Vordergrund, das eigentliche Motiv, hervorzuheben. Dürer war eine Ausnahme. Er machte besondere Studien über Berge und ihre Verschneidungen in der Landschaft; vor, und auch während seiner Reise nach Venedig um I j j j, als er der Pest in Nürnberg entfloh. (Er war ein Pragmatiker, liess er doch seine Frau zu Hause, damit sie in der Zwischenzeit seine Bilder an den Mann bringen konnte.) Und wenige Bergmaler haben die Stimmung eines heran brechenden alpinen Sturmes übertroffen, wie das Leonardo in einer Studie gelungen ist (Windsor Castle Collection, vor I j I j). Zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts war nun die Grossartigkeit der Alpenwelt zum Allgemeingut der öffentlichen Meinung geworden. Wer Lust zu Abenteuern hatte, wer auf der Suche nach Inspirationen war, wer Licht und Luft und Erholung suchte, der konnte hier alles und im Überfluss finden: noch unbestiegene Berge, blumen besäte Alpenwiesen, Wasserfälle und Seen, das Ganze in einen Raum gedrängt, der nicht zu gross war, um ihn zu überblicken und in sich aufzunehmen. Es war ein Maximalfall einer Landschaft, die seit unendlichen Zeiten gemieden wurde und die sich nun plötzlich hinter einem aufgehenden Vorhang als ein Paradies auf Erden präsentierte. Allerdings hatte sich bislang noch kein grosser Meister mit dessen Formen und Farben eingehend auseinandergesetzt und somit auch nie seine grandiose Herrlichkeit voll ergründet. Die Zeit dafür war nun angebrochen, als joseph Mafford William Turner (177 ; - r8; I) auf die Bühne trat. Der Prophet war erschienen.


Mer de Glace,

12 0

18 0 2,

Petit Dm, Aiguille des Grand s-Charmoz

British Museum


Gletscher und Quelle des Arveiron, um

180)

Sammlung Mr . and Mrs . Mellon, USA

!2!


Als Turner solcher Offenbarung im Jahre 1802 erstmals gegenüberstand, war er ein Mann von 27 Jahren und bereits ein etablierter Landschaftsmaler und begehrter Maler von Seestücken. Auch war er Mitglied der Royal Academy. Was er sah, hatte er bisher noch nie erlebt, sei es in Wales, im Lake District oder in Schottland. Der Eindruck war überwältigend, wie seine Bilder bezeugen. Es war nicht bloss Schönheit, sondern auch Ehrfurcht vor der Natur, was Turner übermannte. Berge können, wie jeder Alpinist es weiss, der einmal mit knapper Not einem Unheil entkommen ist, auch unerbitterliche Feinde sein. Turner fühlte es, ahnte es. Katastrophen spielten umhin in seiner Geisteswelt eine grosse Rolle, wie sie in vielen seiner Bilder zum Ausdruck kommen, und wie das auch in einem seiner wenigen Schweizer Ölbilder, The Avalanche of the Grisons (1810), der Fall ist. Die Gemütsbewegung, die beim Anblick der Alpen in Turner ausgelöst wurde, hat natürlich ganz allgemein für jeden Künstler Gültigkeit, der von einer grandiosen Naturszene ergriffen wird, sei er nun Maler, Poet oder Musiker. Cezanne hatte das einmal als ((une sensation forte devant la nature» beschrieben. Es ist nicht die gleiche Erregung, die in einem hartgesottenen Alpinisten vor sich geht, der im Begriff steht, etwa eine schwierige Nordwand anzugehen. Die Einstellungen sind hier grundverschieden. Der eine ist ein Ästhet, der andere ein Athlet. Hierzu wäre zu sagen, dass zwar zwei Seelen in einer Brust vereinbar sind, dass sich aber solche Antipoden nur selten und kaum als grosse Talente paaren. Jedenfalls hat das eine oder das andere den Vortritt, wenn es um dessen Belange geht. Es wäre in der Tat schwierig sich vorzustellen, dass ein Shelley oder Keats, die Gedichte über den Montblanc und die Alpen geschrieben haben, oder ein Byron, der sie in seinen Stanzen verewigt hat, je den Wunsch hatten, die Berge ihrer Verherrlichung zu besteigen. Ebenso undenkbar ist es, dass etwa ein Brahms, den eine alpine Umwelt inspirierte, seine c-Moll-Symphonie zu komponieren, oder dass Wagner, der im klagenden Alphorn das musikalische Motiv zu Tristan gefunden hatte, je das Zeug zu Alpinisten in sich hatten. Bergsteiger betrachten Berge und Bergbilder meistens mit anderen Augen, als das Maler und Ästheten zu tun pflegen. Nur wenige alpine Darstellungen mögen einen Alpinisten zufriedenstelIen, der auf ihnen eine Besteigungsroute zu orten sucht, wie das auf einer Photographie oder einer topographischen Skizze möglich ist. «Es ist nicht die getreue Wiedergabe eines Themas, das in der Kunst entscheidend ist», schrieb Sir Arnold Lunn, «sondern die Echtheit der Empfindung, die ein Thema auslöst, und der Genius, der es in Worte, Stein oder Farbe zu übertragen weiss.» Unter den gros sen Meistern der Malerei gibt es verhältnismässig wenige, die den Berg zu einem ihrer Hauptthemen gemacht haben, und gewöhnlich erklommen sie auch keine gros sen Höhen. Bei den Impressionisten muss man die Berge weit suchen. Für Cezanne z.B. war Anfang und Ende der Mont Saint-Victoire, und diesem fehlt der ewige Schnee. Turner, Segantini und Hodler waren Ausnahmen, malten sie doch von Bergeshöhen, nach denen die meisten Maler kein Verlangen zeigten (und lange bevor es Bergbahnen gegeben hatte): So vom Mer-de-Glace, von Muottas Muragl und vom Schilthorn. Von Leonardos grossartiger Alpenlandschaft sagt man, sie sei der Niederschlag seiner Besteigung des «Monboso», von dem Uzielli behauptet, es sei damit der Monte Rosa gemeint. Wenn dem vielleicht auch nicht so ist, ist es aber wahrscheinlich, dass der grosse Mailänder Meister die Grenze des ewigen Schnees betreten hatte. Turner war ein Genie der Farbe und des Lichts; sei es nun, ob er die Berge von Ferne malte, oder ihnen unmittelbar gegenüberstand. Wir brauchen nur sein grandioses Mer-de-Glace (1802) zu betrachten, um es bestätigt zu haben. In diesem frühen Alpenbild vermissen wir weder beim Petit Dru noch bei der Aiguille des Grands-Charmoz die charakteristischen Einzelheiten ihrer phantastischen Gestalten, und trotzdem ist das Ganze unbeschwert von Einzelheiten. «Nur wenige», sagte Ruskin, «haben die Gabe, Tatsachen mit Kunst zu vereinen.» Turner war einer, der das verstand. Vom ersten Tag an, an dem er sich mit dem Landschaftsbild der Alpen auseinandergesetzt hatte, nahm er gleich einem Fliesspapier diese neue Umwelt in sich auf, bewahrte, verarbeitete und übertrug sie auf sein Papier, wann es ihm auch gefiel. Man könnte fast glauben, als hätte er den Pinsel nicht nur in Wasser und Farbe getaucht, sondern auch in Luft und Licht, was ihm dank einer magischen Formel ermöglichte, 122


den Augenblick in seiner ganzen unmittelbaren Frische und Zartheit festzuhalten. Licht und Luft waren sein Gott, der sein Mentor war. Ruskins Feststellung über die Fähigkeiten, Berge darzustellen, sind für die alpine Malerei grundlegend und aufschlussreich. Er wusste, worüber er sprach, hatte er doch nicht nur ausführlich in seinem Werk über die «Steine» von Venedig als Kunstkritiker geschrieben (The 5 tones of Venice), sondern sich auch über jene der Alpen eingehend geäussert. Zudem war er selber ein Künstler von beachtlichem Können. In seinem fünfbändigen Werk Modern Painters führt er aus, dass man Berge nur malen kann, wenn man um deren Tektonik Bescheid weiss: «Die Zerklüftung der Aiguilles von Chamonix ist derart konfus, dass es mich fast zehn Jahre angestrengter Arbeit gekostet hatte, um sie einigermassen zu erfassen . Sogar unter den ausgewiesenen Geologen ist De Saussure der einzige, der sie richtig beschrieben hat, da dessen dauernder Aufenthalt in den Alpen es ihm ermöglichte, das beständige vom veränderlichen Phänomen klar zu unterscheiden. Und trotzdem erfasste Turner gleich vom ersten Tag seiner Reise nach Savoyen, um was es ging, um diesen Bergen Ausdruck zu verleihen.» Er erfasste in der Tat alles, was sein Auge sah, nicht nur bei seinem ersten Besuch der Alpen im Jahre 1802, sondern auch anlässlich seiner späteren Schweizer Reisen in den Jahren 1836, 1841, 1842, 1843 und 1844. Dank seinem phänomenalen Aufnahmevermögen und seiner Gedächtniskraft für Form und Farbe war es ihm möglich, an Hand seiner Bleistift- und Farbskizzen diese in seinem Atelier in die grossartigsten «ausgearbeiteten Aquarelle» (wie er sie nannte) umzusetzen. Diese waren es, welche seine Kunden suchten und die dem Geschmack der Zeit entsprachen. Wäre er nicht das Genie gewesen, das er war, hätte das Resultat leicht zu kitschiger, wertloser Kunst abgewertet werden können; statt dessen waren es Meisterwerke, wie etwa Gletscher und Quelle des Arveiron (1803), Die Überquerung des St. Gotthard (1804), Der Grosse Wasserfall von Reichenbach im Haslital (1804), Die Blaue Rigi (1842), Goldau (1843), um nur einige von vielen zu erwähnen. Er war in der Tat «der grosse Vollender», wie ihn Samuel Butler einst genannt hatte. Man muss sich bewusst sein, dass es sich um Aquarelle handelt und nicht um Ölbilder, die überarbeitbar sind. Es ist ein weiteres Wunder, dass seine grossartigen Farbskizzen weder an Zartheit noch an Spontanität einbüssten, seien sie nun an Ort und Stelle, wie etwa Die Rigi bei Sonnenuntergang (1844), Die Rigi bei Tagesanbruch (1844), oder als spätere Inspiration früherer Reisen entstanden, wie z.B. das herrliche HospiZ des Grossen St. Bernhard (besucht 1802, skizziert ca. 1806). Turners Potential kannte keine Grenzen. Er war ein unermüdlicher Reisender und ein nie erlahmender Arbeiter. Er bereiste die Alpen in allen Richtungen, er reiste im Cabriolet, zu Pferd, zu Fuss und mit dem Boot. All das war mit erheblichen Strapazen verbunden; dies war um so mehr der Fall, als die damalige Schweiz ebenso berühmt war für ihre Gastfeindlichkeit wie sie es heute für ihre Gastfreundlichkeit ist. Die Unterkunft war primitiv, das Essen ärmlich und der Wein «sauer», wie er sagte. Aber, was machte es schon. Er überfüllte seine Skizzenbücher mit Impressionen von Bergen, Gletschern, Pässen, Tälern, Schluchten, Wasserfällen, Seen und Städten. Er zeichnete auf jeden Fetzen Papier, den er gerade zur Hand hatte. Er zeichnete alles was er sah, und er sah alles; er zeichnete um der Sache willen und weil er es nicht lassen konnte, aber auch als Stütze zur weiteren Verarbeitung nach seiner Rückkehr in sein Atelier. Dass er die Landschaft der Schweiz so vielfach verherrlicht hat, muss als ein Glücksfall für unser Land betrachtet werden. Sein Ilfuvre ist enorm, wenn es auch nicht allzu weit gestreut ist. Bedeutendes was er gemalt hatte, kaufte er später sogar zurück, um sein Lebenswerk der britischen Nation als Vermächtnis zu hinterlassen. Allein im British Museum sind an die fünfzehntausend Skizzen, Notizen, Zeichnungen und Aquarelle archiviert, die nun in absehbarer Zukunft zusammen mit vielen in der Tate Gallery ausgestellten Ölgemälden als geordneter Nachlass einem eigenen Turner Museum zugeführt werden sollen, wie es ihm zu seinen Lebzeiten vorgeschwebt hatte. Damit wird der grösste englische Maler aller Zeiten, und einer der gros sen Meister europäischer Kunst, seine offizielle Bestätigung finden. Eine solche, wäre sie überhaupt nötig, hat in den letzten Jahren auch rein materiell stattgefunden. Die Preise, die für seine Werke heute bezahlt werden (und sie waren auch zu seinen Lebzeiten nicht gering), sind ebenso transzendent wie es seine Lichtschöp12 3


fungen sind. Am 29. Mai 1980 wurden bei Sotheby Parke Bernet in New York alle Auktionsrekorde aller Zeiten gebrochen. Für Turners Ölgemälde von Venedig,Julia und ihre Amme, wurden 6,4 Millionen Doffars bezahlt. Für eine wunderschöne Landschaft, schrieb Rousseau in seinen Confessions, «il me faut des torrents, des rochers, des sapins, des bois noirs, des montagnes, des chemins raboteux a monter et a descendre, des precipices a mes cotes qui me fassent bien peur». Das war der Inbegriff der Alpen für Rousseau. Er war es aber auch für Turner. So viel Talent und so viel Genius in der Kunst der Wasserfarbe und in solchem Überfluss wurde noch nie von einem Künstler im Bereich der Berge dargeboten. Seinen Pinsel hat er an keinen Nachfolger weitergegeben. Und so bleibt er unerreicht, ein Phänomen, ein Prometheus lichtschöpferischer Einmaligkeit.

***** Die Illustrationen zu diesem Aufsatz sind dem Werk De Clivo Press Dübendorf, Schweiz entnommen.

Die Überquerung des St. Gotthard, 1804

RUSSELL! W1LTON, TURNER IN DER SCHWEIZ,

Abbolt Hall Art Gallery, Kendal

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Photo R. Homberger

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PRÄSIDIAL-, SKI- UND CLUBBERICHTE

VORWORT

Es freut mich, hier den 3 I. Band unseres traditionellen Jahrbuchs vorlegen zu können. Er erscheint mit einer Auflage von 2500 Exemplaren. Hievon sind bloss 1100 mit diesem speziellen Annex für den Club ausgerüstet. 1400 Bände - ohne Clubteil - stehen für Verkauf und gezielte Streuung in der Skisportwelt zur Verfügung. Einige unter uns mögen dem Wiedererscheinen des «Schneehasen» mit Skepsis begegnen. Die Mehrzahl, so scheint mir, möchte das Werk nicht vermissen. Ich bin mit dem Zentralvorstand Zürich, der die Ausgabe dieses Bandes am 5. November 1979 beschlossen hat, überzeugt, dass die Fortsetzung der Reihe eine der vornehmsten Aufgaben des SAS bleibt. Nachdem der Club in den letzten Jahren auf allen Sektoren mehr Mittel in Anspruch genommen hat - das sAs-Budget ist auf über 100000 Franken für weniger als 1000 Mitglieder angestiegen - , war die Finanzierung nicht einfach. Im Interesse des Buches, das die breite Vielfalt des Skisports würdigt und gehobenen literarischen Ansprüchen begegnet, wollten wir - wie im J ubiläums-Jahrbuch vorgezeichnet - auf die Aufnahme von Inseraten verzichten. Obwohl mit einer Donatoren-Aktion trotz einer gewissen Aushungerung der Spendefreudigkeit (Kampagne der sAs-Stiftung, Erhöhung der Mitgliederbeiträge, Inserate für sAs-News) gerechnet werden konnte, stand von vornherein fest, dass das Buch allein mit den Beiträgen der Donatoren, des Zentralvorstandes und der beiden Stiftungen nicht finanziert werden konnte. Es wird deshalb erstmals - zurückgehend auf einen Zentralvorstand-Entscheid - gegen Erhebung eines Beitrags abgegeben. Die optimistische Schriftleitung hofft indessen, nicht nur die Auslagen zu decken, sondern bereits einen neuen «Bodensatz» für die nächste Nummer zu schaffen. Trotz beträchtlichen Anstrengungen konnten nicht in genügendem Umfang Texte in französischer Sprache akquiriert werden. Ich hoffe, in der nächsten Ausgabe mit Hilfe des Genfer Zentralvorstands eine besser ausgewogene Edition präsentieren zu können. Dieses als Überleitung vom offiziellen zum Clubteil gedachte Vorwort kann nicht abgeschlossen werden, ohne vielen zu danken, die das Werk getragen und unterstützt haben. Unter ihnen sei zunächst Hans Nater, Zentralpräsident 1977- 1980, erwähnt. Schon bei der Neustrukturierung der Cluborganisation hat er durch die Institutionalisierung einer selbständigen Publizitätskommission klar gemacht, welche Bedeutung er der Kommunikation innerhalb des SAS und insbesondere seinem literarischen Auftrag zumass. Aber damit hatte es nicht sein Bewenden. Hans Nater ist tatsächlich der leibhaftige creator spiritus der Restauration des «Schneehasen» geworden. Ohne ihn, ohne seine wohlwollende Promotion, läge der 3 I. Band jetzt nicht vor uns, denn der Schriftleiter allein kann nichts ohne geistige und finanzielle Basis. Einmal aus der Taufe gehoben, hat der «Schneehase» 1980 sodann in Walter Amstutz den einfühlenden Erzieher gefunden . Er ist dort bescheiden zurückgetreten, wo er den selbständigen Entscheid des Schriftleiters erwartete, ja in Kauf nahm. Und er hat ihm klug und mit gros sem verlegerischen Sachverstand geholfen, wo dieser ihn um Rat - und Tat, wie seine schriftstellerischen und finanziellen Beiträge zeigen - ersuchte. Die Ehrentafel «Besondere Auszeichnungen» hält fest, dass für ihn das Jahr 1980 zu einem «grand cru class6> geworden ist. «Zum Wohl» ihm, dessen verlegerisches Werk meines Wissens bisher noch nie gewürdigt worden ist.


Mein Dank gehört schliesslich den Spendern und Autoren dieses Jahrbuchs, die durch «Geist und Geld» als Hebammen beigestanden sind . Unter ihnen darf ich zwei ganz besonders hervorheben: Luzius Hug, der als «Treasurer» des Zentralvorstands dank hervorragend gemeisterter Ausschöpfung helvetischer Subventionsquellen das Bankkonto des «Schneehasen» mit einer fürstlichen Morgengabe auszustatten verstand. Im weiteren Truls Berg, der es zusammen mit Martin Hodler und Hanspeter Denzier nicht scheute, einige Tausend Flugkilometer auf sich zu nehmen, um die sportwissenschaftlich anmutende Analyse über Ingemar Stenmark möglich zu machen. Schliesslich gebührt meinen «Assistenten» Anerkennung : Silvia Burri: nicht nur Betreuerin des Sekretariats, sondern eigentliche Chefin der gesamten Logistik, wozu die Administration mit Buchhaltung, Bildverwaltung, Vertrieb und Distribution gehört. J osef Bütler, Leiter des Ringier Buchverlags, für die immer zuverlässige und äusserst speditive Planung und Abwicklung der Herstellung, namentlich aber auch für die Öffnung vieler geheimer Türen zu günstigen Quellen. Christoph Schmid, Präsident Sektion Zürich, der - noch frisch vom aktiven Geschehen - u.a. den gesamten Rennresultat-Teil an die Hand nahm und zum Teil neu gestaltete (wegen des 6-JahresTurnus mussten hier Kürzungen vorgenommen werden). sowie Mare Russenberger, SAS Zürich, der unermüdlich half, aus verschiedenen Archiven gute Bilder «auszugraben». Es bleibt mir die Hoffnung, dass der «Schneehase 1980» überall gute Aufnahme findet und dem SAS zu Ehren gereicht . Raoul Imseng

AVANT-PROPOS

Le 3 I e volume de notre annuaire, que j'ai le plaisir de vous presenter, est tire a 2500 exemplaires; d'entre eux, destines aux membres du SAS, contiennent un addendum consacre a la vie de notre club, les 1400 autres seront vendus ou distribues dans le monde du ski. Certains de nos membres considerent peut-etre la parution d'un nouveau «Schneehase» avec sceptieisrne, mais je suis sur que la majorite d'entre nous ne voudrait pas y renoncer. Je partage la conviction du Comite Central de Zurich qui, le 5 novembre 1979, decida de faire paraitre ce volume, considerant que la poursuite de la serie est l'une des taches les plus nobles du SAS. Les diverses activites de notre club devenant chaque annee plus couteuses - pour moins de 1000 membres, le budget depasse actuellement 100000 francs - le financement n'a pas ete facile . Comme pour l'annuaire du jubile, nous n'avons pas voulu recourir ades annonces; celles-ci auraient depare ce livre qui, tout en traitant des aspects les plus divers d'un sport, le ski, se targue d'un certain niveau litteraire. Bien que la generosite des membres ait ete serieusement mise a l'epreuve ces derniers temps par la Fondation SAS, l'augmentation des cotisations, les annonces pour les sAs-News - un appel de fonds n'est pas reste sans echo; il etait clair, cependant, que les contributions reunies des donateurs, du Comite Central et des deux Fondations ne suffiraient pas. C'est pourquoi le Corni te Central adeeide que, pour la premiere fois, le «Schneehase» ne serait pas distribue gratuitement. Dans son optimisme, la red action espere ainsi, non seulement couvrir les frais, mais constituer un fonds pour les volumes a venu. 1100


Malgre tous mes efforts, il ne m'a pas ete possible d'obtenir assez de textes en langue franc;:aise. J'espere qu'avec l'aide du Comite Central genevois la prochaine edition sera mieux equilibree. Cet avant-propos, transition entre la partie generale et la partie specifiquement SAS, ne peut se terminer sans remerciements a tous ceux qui ont soutenu cet ouvrage ou contribue a sa realisation . Il faut mentionner en premier lieu Hans Nater, president central 1977- 1980. Dans la nouvelle structure des organes dirigeants de notre club, il a cree une commission de publications autonome, soulignant ainsi l'importance qu'il attachait a la communication au sein du SAS et a la vocation litteraire de ce dernier. Bien plus, Hans Nater a ete la «spiritus creatOf» de la renaissance du «Schneehase». Sans son impulsion et son appui, ce 3I e volume n'aurait pas vu le jour, car, sans soutien moral et financier, le redacteur en chef ne peut rien. Une fois sa naissance assuree, le «Schneehase» 1980 a trouve en Walter Amstutz un mentor plein de tact qui, chaque fois qu'il attendait du redacteur une decision independante, s'est modestement retire a l'arriere-plan, mais qui, chaque fois que le redacteur a sollicite son conseil ou son appui, n'a ete avare ni de son savoir et de sa grande experience d'editeur, ni de contributions litteraires et financieres. Le tableau d'honneur montre que 1980 aura ete pour Walter Amstutz une «grande annee». Portons un toast a notre ami, dont, a ma connaissance, l'ceuvre litteraire n'a jamais encore rec;:u l'attention qu'elle merite. Mes remerciements s'adressent aussi aux auteurs et donateurs qui ont fourni, qui l'esprit, qui l'argent indispensables. Je n 'en nommerai que quelques-uns. Luzius Hug, caissier central, gräce a son talent pour capter les sources de subventions helvetiques, a dote le compte en banque du «Schneehase» de fac;:on princiere. Truls Berg qui, en compagnie de Martin Hodler et de Hanspeter DenzIer, n'a pas hesite a franchir quelques milliers de kilometres en avion pour realiser l'analyse scientifico-sportive du phenomene Ingemar Stenmark. Je ne voudrais pas oublier, non plus, mes «assistants»: Silvia Burri, responsable non seulement du secretariat mais aussi de toute la logistique, comprenant l'administration, la comptabilite, la regie des illustrations, la distribution et la vente. Josef Bütler, chef des Editions Ringier, qui a planifie et realise l'impression de fac;:on exemplaire et remarquablement expeditive et m'a ouvert en outre l'acces a de nombreuses sources interessantes. Christoph Schmid, president de la section de Zurich, qui - encore peu eloigne de ses annees de membre actif - s'est charge notamment de tout le chapitre des resultats de concours; devant couvrir une periode de six ans, cette rubrique a du etre restructuree et abregee. Marc Russenberger, SAS Zurich, qui m'a aide inlassablement a fouiller diverses archives pour deterrer de bonnes images. Il me reste a esperer que le «Schneehase» 1980 rencontrera partout bon accueil et fera honneur au SAS.

Raoul Imseng

Traduction genereusement offerte par le membre d'honneur Albert Fanchamps

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RAPPORT PRESIDENTIEL 1974-1977 Jacques Baumgartner, President central du

SAS

Dans notre dernier rapport presidentiel, nous nous exprimions a titre de preambule comme suit: «Me voici arrive au terme de mon mandat, moment fait d'un melange de soulagement et de regrets . Je m'en voudrais de m'etendre longuement sur mes sentiments qui en definitive ne font pas I'objet de ce rapport, mais permettez-moi de vous dire que si mon soulagement s'explique de lui-meme, ce n'est pas pour simplement y faire contrepoids que je parle de regrets, mais c'est parce que tres sincerement la charge que vous m'avez confiee voici trois ans m'a apporte beaucoup de joie et de satisfaction, dont celle non des moindres d'avoir a vous rencontrer, vous tous qui etes ici presents et bien d'autres dont je deplore I'absence. »Etre President central est une lourde tache, mais les experiences et les perspectives qu'elle procure dans son accomplissement m'autorisent a vous dire qu'a aucun moment je n'ai regrette de l'avoir acceptee. Puisse cette profession de foi convaincre d 'autres apres moi qu'il vaut la peine de s'y consacrer. » Cela fait trois ans que je tenais ces propos avant de passer le flambeau aux Zurichois, mon ami Hans Nater en tete. Cela me paraft loin et proche en me me temps; loin parce que, depuis, d'autres taches m'ont accapare, me faisant oublier beaucoup de la marche de notre club et ne me permettant pas de participer autant que je l'eus souhaite a la poursuite de ces activites. Proche parce que de reparier de cette periode de presidence centrale a I'occasion de cet article ravive en moi une foule de souvenirs que les contingences redactionnelles m 'obligent, pour beaucoup, a passer sous silence. Etre President central du SAS, c'est I'une de ces choses que I'on sait ne faire qu'une fois dans sa vie, mais que l'on serait tente, je dis bien tente, d'accomplir une nouvelle fois, fort des experiences que l'on a vecues. Si ardue soit-elle parfois, la tache est belle; elle l'est notamment parce que I'on cötoie des amis et des gens aux interets communs aux siens, parce qu'elle vous entrafne en des endroits souvent jusqu'alors meconnus, parce qu'elle vous donne l'occasion de rencontrer des sportifs de toutes latitudes et puis aussi parce qu 'elle forge entre les membres du Comite central des liens de profonde amitie. J'ajouterai pour les historiens du SAS que le debut du mandat lausannois fut marque par les festivites du cinquantenaire avec l'apotheose de Mürren et, une annee plus tard, celle des Anglo-Swiss, a St. Moritz. Notre deuxieme annee fut couronnee par la reussite pleine et entiere, apres les quelques difficultes rencontre es aux Diablerets l'an precedent, des championnats suisses alpins a Verbier. Ceci gräce essentiellement a I'inlassable devouement de Jean-Franc;:ois Antonini, notre Rennchef que nous avons eu l'immense chagrin de perdre quelques mois plus tard dans un terrible accident d'avion. Que de tristesse aussi lorsque nous apprfmes le deces survenu accidentellement de celui qui etait pour nous un modele de l'esprit SAS , alors president en charge de la section de Geneve, Franc;:ois de Lavallaz, et de son ami Alain Moser. Notre Club a ete tres durement touche dans ses forces vives par ces tragiques disparitions.

Photo Seite

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LEPUS TIMIDUS VARRONIS MILLER (voi r page 6, ), Creation speciale, Collection

SAS

Keystone


Notre troisieme et derniere annee nous permit de jumeler a nouveau les championnats suisses alpins avec la semaine AH a Engelberg. Tout s'y passa bien, me me la descente! D'aucuns nous ont reproche de ne pas avoir suffisamment restructure les assises de notre club. Peutetre que retroactivement et par comparaison avec ce que les Zurichois ont depuis lors instaure, il y a du juste dans ce grief. Ce qu'il ne faut toutefois jamais perdre de vue, c'est que chaque Comite central a son style, fonction de ceux qui le composent; en definitive, son merite est en rapport avec la somme d'energie et de bonne volonte que ceux-ci y consacrent. Dans cet ordre d'idee, je ne peux une fois encore que vous dire merci, Anders, Antoine, Jack, Georg, Jojo et vous tous qui m'avez si grandement aide a faire de cette presidence une exaltante experience.

BERICHT ÜBER DIE PRÄSIDIALZEIT 1977- 1980 Hans Nater, Zentralpräsident SAS

Die Ausgangsfage bei Übernahme des Zentralvorstandes durch die Sektion Zürich im Juni 1977 war nicht eben rosig : Die turnusgemäss vorgesehene Sektion Basel erklärte sich ausserstande, den Zentralvorstand zu stellen; in der gros sen Sektion Zürich liess sich niemand finden, der das aufwendige Amt des Technischen Leiters übernehmen wollte; mehrere Anläufe zur Reorganisation (vollamtliches Sekretariat, Aufgabe des Vorortssystems usw.) waren in Ansätzen steckengeblieben; die Tradition der Herausgabe des Jahrbuches auf Ende jeder Amtszeit war abgebrochen.

DAS MODELL In dieser Situation legte der Zentralvorstand bereits bei Übernahme seines Amtes an der Genfer Delegiertenversammlung von 1977 ein neues Modell vor und setzte es versuchsweise gleich in die Tat um. Das Modell sieht die Schaffung von zwei Kommissionen vor: Die Technische Kommission, der die Ausbildung und Betreung der Studentenmannschaft, die technische Organisation der SHM und SASRennen sowie die Schiedsrichtertätigkeit obliegt, und die Pubfizitätskommission, die in Fortführung der literarischen Tradition des SAS den Schneehasen herausgibt und sodann die sAs-News und den Sektor PR betreut.


Technische Kommission SHM

Begleiter internationale Rennen

Nordisch und alpin

SR-Wesen

m Klubleitung Kontakte Finanzen sAs-Rennen AH-Woche Touren

Information Spitzenfahrer

Renn- und Einsatzplan

Jahrbuch Publizitätskommission

Die beiden Kommissionen unterstehen dem Zentralvorstand, arbeiten aber selbständig. Sie sollen sich aus den geeignetsten Vertretern aller Sektionen zusammensetzen, ungeachtet der Sektion, die den Zentralvorstand stellt. Ich halte es für zweckmässig, wenn sich die Amtszeiten der Mitglieder der Kommissionen und des Zentralvorstandes überlappen. Im übrigen aber sollen wir in der Organisation der Kommissionen beweglich bleiben. Mit dem neuen Modell wird ein doppelter Zweck verfolgt. Einmal soll der Zentralvorstand entlastet werden von den aufwendigen Aufgaben der Technik, in dessen Bereich es ohnehin Fachleute braucht, also Leute, die mit SSV-Punkten, Microsplit, Eisschrauben und modernen Trainingsmethoden vertraut sind. Zum andern soll es auch den kleineren Sektionen ermöglichen, den Zentralvorstand zu stellen. Ich halte die Rotation des Zentralvorstandes unter den Sektionen für ausgesprochen wichtig, weil sie die Einheit des Clubs garantiert. Nur wenn jede Sektion nach einer gewissen Zeit wieder ans Ruder kommt, spürt sie den Puls der Zeit, trägt sie mit an der Last der Führung und erlebt sie den damit erfahrungsgemäss verbundenen internen Aufschwung. Es ist charakteristisch für den SAS, dass er Atkive und Alte Herren, Nordische und Alpine, Norweger und Schweizer, Welsch- und Deutschschweizer vereinigt. Die Sektionen geniessen zwar grosse Autonomie, sind aber nicht selbständig und deshalb auch nicht in der Rechtsform des Vereins organisiert. Die für den SAS typische Verschiedenartigkeit der Mitglieder, ihre unterschiedlichen individuellen Eigenschaften und Interessen verleihen dem Club jene interne Spannung, die ihn so lebendig und beweglich macht. Überflüssig zu sagen, dass hie und da Rücksichtnahme und Toleranz geboten sind, um diese Spannung auszuhalten, im Interesse der Vielfalt des Einzelnen und der Einheit des Ganzen. 135


DIE ENTSCHEIDUNG Wenn auch nicht einstimmig, so doch mit grossem Mehr beschlossen die Sektionsdelegierten im Jahre 1979 in Basel, neu eine Technische Kommission und eine Publizitätskommission zu schaffen und den Jahresbeitrag um 30 % anzuheben. Diese drastische Erhöhung der Mitgliederbeiträge war begleitet von einer Sonderaktion des initiativen Stiftungsrates, der es dank gros sem Einsatz fertigbrachte, das Stiftungskapital um Fr. 120 000.- auf nahezu eine Viertelmillion Franken zu erhöhen, und damit dem Club zusätzlich jährlich ca. Fr. 5000.- aus dem Zinsertrag zuzuwenden . An der denkwürdigen seance de decision in Basel konnte auch dem langjährigen Ringen in der Frage der Aufnahme der Damen in den SAS ein Ende gesetzt werden . Nachdem 1978 mit erdrückendem Mehr beschlossen worden war, den SAS den Frauen grundsätzlich nicht zu öffnen, entschied die Delegiertenversammlung 1979, $ 17 der Statuten abzuändern und den Studentinnen wenigstens ausnahmsweise während ihrer Studienzeit eine Lizenz zu erteilen. CORNER STONES In die Amtszeit 1977- 80 fällt die Einführung des P entathlon, eines aus Schottland importierten Mannschaftswettkampfes, den der SAS nach einer Handicapformel im Riesenslalom, Springen, Curling, Langlauf und Schwimmen austrägt und der sich dank der Mischung von Wettkampfsport und geselligem Zusammensein grösster Beliebtheit erfreut. Bereits nach seiner dritten Durchführung darf mit Genugtuung gesagt werden, dass der Pentathlon zusammen mit der AH- Woche zu den corner-stones im sAs-Programm gehört. Beide Veranstaltungen sind für den Geist im Club so unerlässlich wie das Salz im Brot. Treu der Zielvorstellung, dass ein sAsler auch mit Pickel und Seil umzugehen wissen sollte, sind in der Berichtsperiode wiederum einwöchige G ebirgslager mit Standort Konkordia- oder Britannia-Hütte für Anfänger und Fortgeschrittene organisiert worden . Die Krönung der alpinen Taten bildeten aber die Expeditionen: 1977 Mexiko (Popocatepetl, 5452 m; Citlaltepec, 5675 m) 1978 Ecuador (Cotopaxi, 5960 m; Chimborazo, 6320 m) Neuseeland (Hochstetter Dom; Mount Green) DIE GRUNDKONSTANTEN Wenn wir die Zeit seit der Gründung des SAS vor gut 50 Jahren überblicken und uns vergegenwärtigen, mit welch stetig zunehmender Rasanz der Skisport sich entwickelt hat, darf es nicht als selbstverständlich gewertet werden, dass der SAS die Stürme der Entwicklungen scheinbar mühelos überstanden hat und für unsere Jungen heute immer noch gleichviel bedeutet wie für die Studenten früherer Generationen: sportlicher Wettkampf unter Gleichgesinnten, kameradschaftliche Erlebnisse auf Pisten, Loipen oder auf Bergfahrten; und das wichtigste: Freundschaft. Der SAS hat sich stets an den Grundkonstanten der sportlichen Leistung, der Freundschaft und der Einheit des Clubs orientiert und die literarische Tradition hochgehalten . Er nützte aber stets die Freiheit, diese Grundkonstanten auszugestalten, in Anpassung an die sich ständig verändernden Umstände. Zusammenfassend möchte ich befriedigt feststellen: «Der SAS ist gesund, von Kopf bis Fuss .» Unser Club ist nach wie vor lebendig und dynamisch. Dank dem ihm inhärenten Leistungsprinzip hebt er sich deutlich ab von anderen Sportclubs. Die in der Studentenzeit gemeinsam erkämpften Leistungen schweissen die sAsler zusammen und lassen den SAS zu einem Club fürs Leben werden. So soll es bleiben. 13 6


Die oberste Leitung des Clubs muss aber selbstverständlich dem Zentrafvorstand verbleiben, der vergleichbar dem Senat im römischen Staat die Gesamtverantwortung zu tragen hat.

FINANZEN Zusammen mit der Neuorganisation hat der Zentralvorstand die Finanzen zur Diskussion gestellt. In der Erkenntnis, dass sich die angestammten Aufgaben ohne Erhöhung der Geldmittel nicht lösen lassen, vertrat der Zentralvorstand von allem Anfang an die Auffassung, entweder seien die Leistungen zu kürzen oder neue Finanzquellen zu erschliessen. Die kostenträchtigsten Aufgaben, die der SAS wahrnimmt, sind die Hochschulmeisterschaften und der Schneehase. Will der SAS seine führende Stellung im nationalen und internationalen Studentenskisport beibehalten, ist er gut beraten, die traditionsreichen SHM- und sAs-Rennen weiterhin durchzuführen, und zwar als homologierte FISRennen. Dazu reichten aber die Geldmittel vor der Finanzreform nicht aus. Also Verzicht auf die SASRennen? Vier Feststellungen drängen sich in diesem Zusammenhang auf: 1. Die Aktiven befürworten die Wettkämpfe, wie wir sie durchführen; 2. In keiner anderen Disziplin gibt es schweizerische Hochschulmeisterschaften mit internationaler Beteiligung und haben die Studenten derart viele Möglichkeiten zum internationalen Kontakt wie im Skifahren ; 3. Will der SAS am Leistungsprinzip festhalten, sind die internationalen sAs-Rennen geeignet, einen gewissen Leistungsdruck zu erzeugen; 4. Für unseren Club lohnt sich die Durchführung der SHM nur, wenn es gelingt, die AH in das Programm zu integrieren.

SCHNEEHASE Einiges zu reden gab schliesslich, ob der SAS die stolze Tradition des Jahrbuches wiederaufnehmen sollte. Der SAS ist ein akademischer Club, sein Jahrbuch ein einzigartiges Zeugnis der skisportlichen Entwicklung. Persönlich halte ich es für eine schöne und den SAS als akademischen Club kennzeichnende Aufgabe, das muntere Treiben auf und neben Pisten und Loipen mit Geist und Humor schriftlich festzuhalten.

SAS ALS POLY SPORTIVER CLUB? Der Zentralvorstand trug in den ersten beiden Jahren die hier grob dargestellten Alternativen mit Hartnäckigkeit vor, wo immer sich Gelegenheit dazu bot, in den Sektionen, an der AH-Woche, vor dem Stiftungsrat, in den sAs-News usw. In einem Club von Freunden wie dem SAS ist es entscheidend, dass der Kurs, den der Club steuert, auf einem breiten Konsens beruht. Je weiter und höher die Wellen der Diskussion schlugen, desto klarer schälte sich der Wille der sAsler heraus, den SAS nicht als polysportiven Club auszugestalten, und am Leistungssport, soweit er mit dem Studium vereinbar ist, festzuhalten. Die überwältigende Mehrheit unserer Aktiven und Alten Herren sieht den SAS nicht als locker organisierten Club von Freunden und Bekannten, die gerne skifahren, lieber im Pulverschnee als auf der Piste, bei schlechtem Wetter Karten und im Sommer Golf oder Tennis spielen und sich gegenüber neuen Sportarten, sei es Drachenfliegen oder Surfing, aufgeschlossen zeigen, jedenfalls zu Beginn, solange die neue Sportart noch als Gag qualifiziert wird und ausgesprochen Plausch-Charakter hat. So waren die Weichen bereits gestellt, als der Zentralvorstand am Ende seines zweiten Amtsjahres sein Reformpaket der Delegiertenversammlung vorlegte.


BERICHT DER SEKTION NORWEGEN 1974- 19 80

Aksel Gresvig, Präsident

Wenn wir hier im hohen Norden etwas über unsere sAslerische Tätigkeit berichten dürfen, müssen wir mit dem 25-Jahr-Jubiläum, das im Jahre 1976 gefeiert wurde, anfangen. 1975 bestanden nämlich die wichtigen Ereignisse darin, Vorbereitungen für das grosse Jubiläum zu treffen. Im April 1976 durften wir ein gutes Dutzend Schweizer sAsler im selben Lokal auf Holmenkollen begrüssen, in dem die AH-Sektion Norwegen im April 1951 gegründet wurde. Von den Gründern waren Halfdan Nielsen-Moe, Arild Schlytter, Rolf Lonnevig und Dag Klaveness dabei, die über den Anfang berichten konnten. Im dicken Protokoll unserer Sektion finden wir ein Telegramm vom 13.7. 1952, das lautet: «Delegiertenversammlung SAS Weissenstein genehmigt Statuten Sektion Norge. Beglückwünscht glückliche Initiative. Entbietet allen norwegischen sAslern herzliche GrÜsse. Hans Kessler (Zentralpräsident)>> Wir sind den Gründern unserer Sektion für die Initiative ewig dankbar und auch unseren Schweizer Freunden für die Genehmigung der Selbständigkeit. Es muss als einmalig bezeichnet werden, dass ein «konservativer» Schweizer Skiklub auf diese Weise eine «Auslandniederlassung» genehmigt. Darauf sind wir stolz! Deshalb sind wir auch besonders froh, wenn wir aus der Schweiz Besuch bekommen dürfen. Das gibt Inspiration, den sAs-Geist auch in Norwegen lebendig zu halten. Die Jubiläumsfeier anno 1976 wurde wie folgt gestaltet: Apero beim Gründer und ersten AdmiralSekretär Dag Klaveness. Besuch auf einer Öl-Bohrinsel im Hafen von Oslo. Besuch im Holmenkollen-Skimuseum unter der Leitung des besten Skihistorikers der Welt, Jacob Waage. GEILO Intensives Langlauftraining für das gros se «Skarverennen» (40 km), wo fast alle nicht nur teilgenommen, sondern auch anständig abgeschlossen haben. Besonders beeindruckend war die Leistung von Hans Grimm (6. Platz in seiner Klasse). HOPPLOM Hier triumphierten unsere Gäste, indem Ueli Stüssi und Jürg Schweizer das Springen wie auch den Slalom unter sich ausmachten. Unter den Altherren wurde Luis Maissen nur von Johnny Lunde knapp geschlagen, aber bei den Damen hatte Fränzi Stüssi keine ebenbürtige Gegnerin. Jubiläumsdinner: Lange Reden und viel Wein Ueli Stüssi, Präsident des SAS Zürich, überreichte im Namen der Schweizer unserer Sektion einen «Schneehasen» in Elfenbein, eine Geste, die unsere Altherren sehr freute. Während der 70er Jahre hat in unserer Sektion ein Generationenwechsel stattgefunden. Ausser Arthur Nordlie und Kristen (Peter) Mustad, die leider nicht mehr unter uns sind, sind die Gründer immer noch aktiv dabei. Die Verwaltung haben sie aber der etwas jüngeren Generation überlassen. 13 8


In den 70er Jahren wurden die Verwaltungs-Aufgaben vor allem von Lars Backer als Präsident und Esben Thrane als Admiral-Sekretär in bester Weise wahrgenommen. Dafür haben sie die Sonderauszeichnung «die goldene Bindung» (<<vergoldete» Kandahar-Bindung!) bei der letzten Generalversammlung bekommen. Lars und Esben gehören zu einer Generation, in der der Nachwuchs von norwegischen sAslern nicht gross war, und haben somit eine gewisse Zeitspanne überbrückt. Heute sind fast 50 AH sAsler Mitglieder unserer Sektion. Etwas über die Hälfte davon nimmt mehr oder weniger regelmässig an den verschiedenen Anlässen teil. Die wichtigsten Anlässe sind die Generalversammlung und der Hopplom. Hopplom wird immer von Oberschiedsrichter Sigmund Guttormsen geleitet. Die Generalversammlung entspricht nicht nur dem, was sie laut Statuten sein soll, sondern ist ausserdem auch ein gemütlicher und lustiger FondueAbend mit Tanz. Letztes Jahr nahmen daran über 50 sAsler und sAslerinnen im Haus von Eva und Erik Mustad teil, was ein neuer Rekord sein dürfte. Die Hopplom-Klubmeisterschaften werden meistens auf Norefjell, einem kleinen Skiort ausserhalb von Oslo, durchgeführt, wo im Jahre 1952 die Olympischen Abfahrts- und Riesenslalomrennen stattgefunden haben. (Unsere Piste ist etwas abgekürzt!) RolfLonnevig oder Johnny Lunde gewinnen immer die Clubmeisterschaft. Trotz Alter und Kinder fahren sie immer noch fast genau so schnell wie die ganz jungen AH. Unverschämt und beneidenswert! Sonst sind Aage Bryhn und Knut Ellingsen immer sehr schnell. Unter den Damen war in den letzten Jahren Frau Präsidentin Vivi die schnellste. Auch die Kinder dürfen teilnehmen, und zwar in Klassen eingeteilt, die schon von den Gründern bestimmt worden sind: Ganz kleine Kinder (GKK) Ziemlich kleine Kinder (ZKK) Kleine Kinder (KK) Wirkliche Kinder (WK) Junior Der Nachwuchs ist zur Zeit gross im Kommen. sAs-AH-Sektion Norwegen blüht weiter auf!

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FONDATION

m

STIFTUNG

Fribou rg

Die Delegiertenversammlung des SAS vom 3. Juni 1967 in Basel beschloss einstimmig, die von Martin Hafter, Sektion Zürich, im Jahr 1966 vorgeschlagene SAS-Stiftung zu gründen. Die Stiftungsurkunde trägt das Datum vom 18.März 1968. Zweck der sAs-Stiftung ist die Förderung der Ziele des SAS, vor allem durch finanzielle Unterstützung der Aufgaben des Zentralvorstandes, insbesondere von Kursen und Rennen, durch Beiträge an Studentenwettkämpfe und durch Mitfinanzierung unseres periodisch erscheinenden Jahrbuches, des «Schneehasen» . In den I 2 Jahren des Bestehens der sAs-Stiftung gingen 493 Spenden von total Fr. 24 1089.50 ein. Alle 7 Sektionen des SAS haben sich daran beteiligt. An den Zentralvorstand und an Organisatoren von Rennen und Jugendlagern sowie für die Herausgabe des Jubiläumsbandes des «Schneehasen» wurden bis zum Frühjahr 1980 Fr. 59403.15 ausgerichtet. Hinzu kommt ein unverzinsliches Darlehen von Fr. 15000.- zur Liquiditätsverbesserung an die Zentralkasse. Das Vermögen der Stiftung beträgt bereits rund Fr. 250000.- . Der Stiftungsrat hat sich zum Ziel gesetzt, den Fonds auf die stolze Summe von Fr. 400000 .- zu steigern. Im Stiftungsrat sind alle Sektionen der Schweiz vertreten . Geneve: Pierre Riotton; Lausanne: Gil Schwaar; Fribourg : Georges Macheret; Bern: Vinzenz Losinger; Basel: Walo Vock; Zürich: Hans Kessler. Präsident des Stiftungsrates ist Martin Hafter. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich und haben durch ihren Einsatz mitgeholfen, das Stiftungskapital aufzubauen. Die finanziellen Engpässe der Zentralkasse der letzten Jahre konnten durch die Stiftung weitgehend überbrückt werden. Sie hat sich als notwendig und für den SAS als segensreich erwiesen. Spenden und Legate sind daher auch weiterhin willkommen. Bank: Union de Banques Suisses, 1701 Fribourg, Postcheckkonto 17- I 68, Vermerk: sAs-Stiftung. Raoul Imseng


SAS ALPIN-STIFTUNG

Dank einem grosszügigen Legat unseres unvergesslichen Ehrenmitgliedes und begeisterten Freundes der Berge, Karl Weber seI., konnte am 30. Juni 1970 die SAS Alpin-Stiftung ins Leben gerufen werden . Ihr statutarischer Zweck ist «die Unterstützung skialpinistischer und bergsteigerischer Unternehmungen des Schweizerischen Akademischen Skiclubs». Übrigens gehört auch zum statutarischen Zweck des SAS das Tourenwesen. Die Stiftung führt jährlich Lawinenkurse durch, ohne welche Kenntnisse das zunehmende freie Skifahren im Hochgebirge ein nicht zu verantwortendes Wagnis ist. In lwöchigen Hochgebirgskursen wird von einer Clubhütte aus speziell ski-alpinistische Technik geschult, um an den alljährlichen Skiexpeditionen in fremden Ländern teilnehmen zu können . Die Stiftung hatte das gros se Glück, dass Dr. Hans Grimm vom SAS Zürich mit seinen Kenntnissen als Leiter vieler Armee-Skikurse und mit seiner Himalaja-Erfahrung als Instruktor der Kurse und Leiter von über einem Dutzend erfolgreicher Expeditionen zur Verfügung stand und weiterhin zur Verfügung steht. Das Stiftungsvermögen betrug am 1. Januar 1980 Fr. 186002 .40, was es möglich macht, die vorerwähnte Tätigkeit samt Ausrüstung zu subventionieren und insbesondere den Aktiven unter die Arme zu greifen. Der Stiftungsrat besteht aus Dr. Hans Grimm als Präsidenten sowie Willy Bürgin und mir als Stiftungsräten. Ihnen ist es ein besonderes Anliegen, dass der SAS seine durch verschiedene historische ski-alpinistische Unternehmen begründete Stellung weiterhin behauptet. Nach 55 jährigem intensivem Erleben der wahrhaft vielseitigen Skisportarten des Clubs kann ich aus Erfahrung sagen: Es kann auf der ganzen Welt gar nirgends schöner sein als auf Ski in eigener Spur auf hohen Bergen! Ulrich Camp eIl

ALPINE SAS-AKTIVITÄTEN 1966- 1980

19 66

Kilimandscharo

1973

Grönland mit Ski

19 6 7

Mount Kenya

1975

Nepal: Langtang (Himalaja)

19 68

Quer durch Norwegisch-Lappland auf Langlaufski ; Peruanisehe Anden; Cordillera Blanca

197 6

Iran: Damawand mit Ski

1977

Mexiko: Popocatepetl und Pico de Orizaba mit Ski Ausbildungskurs in den Konkordiahütten

197 0

Hoher Atlas (Nordafrika) mit Ski

197 1

Kaukasus : Elbrus mit Ski

197 8

197 2

Hindukusch: Besteigungen im Gebiet des Tirich-Mir-Gletschers

Ecuador: Chimborazo und Cotopaxi, teilweise mit Ski; Neuseeland

1979

Ausbildungskurs Konkordiahütten

1980

Ausbildungskurs Britanniahütte


BESONDERE AUSZEICHNUNGEN

The Arnold Lunn Memorial Medal

When my father died, James Ridell was President of the Kandahar, the club which my father founded in I924. Under Jimmy's guidance, the Kandahar decided to institute a medal. Not so much to commemorate my father's name was to perpetuate his influence in the world of skiing. The medal is a warded for services to an y aspect of skiing . So Jar, the reeipients have been: 1976 Helen Tomkinson, 1977 Mare Hodler, 1978 Philippe Hussry, 1979 james Riddell. And now in 1980 the medal has gone to Walter Amstutz, whom my father always described as his first ally outside the United Kingdom in his campaign for the recognition of downhill and slalom racing. It is particularly suitable that Walter should receive the award in I980, because 50 years ago, on 27 February I930, he was present with my father at the FIS Congress meeting in Oslo when downhilI and slalom racing were awarded international recognition. The Arnold Lunn Memorial Medal is awarded for services to any aspect of skiing and there must be few people who have achieved distinction in so many aspects of the sport as Walter. As aracer, as the founder of the SAS, as the originator of the Kilometre Lance, and as a ski mountaineer; together with my father he made the first ski ascent of the Eiger in I924. Finally there is the literary aspect which meant so much to my father that I am sure real distinction in this field would be regarded by the Club as adequate grounds by itself for the award of the medal. Last year Walter gave the Arnold Lunn memorial lecture, which was greeted by the most prolonged applause I have ever heard for any speech. So felicitous was the wording that only long afterwards did one recall Walter had been speaking in what is for hirn a foreign tongue. Peter Lunn

***** Das Jahr I980 brachte Walter Amstutz nicht nur die Ehrung mit der Arnold Lunn Memorial Medal. Im gleichen Jahr wurden ihm folgende Ehrenmitgliedschaften verliehen: The Alpine Ski Club

British University Ski Club

Schweizerischer Skiverband

***** Ehrenmitglieder des SSV I979

I979 EM Willy B端rgin, SAS Z端rich EM Kaspar Wolf, SAS Basel I980 EM Walter Amstutz, SAS Z端rich

***** Goldene Verdienstnadel des SSV I980

EM Jojo Clavadetscher


ZENTRALVORSTAND DES SAS 1924-1980

L.

H.A. GURTNER

W. Amstutz, W. Jordi, P. de Schumacher,

O.A. HUG

A. Roch, W . Bonomo, F: de Goumoens, O . Barbey, H.A. Gurtner, G . Reuge, W. Amstutz

19 z 7 bis 193 0

B. RÜFENACHT

H. Rüfenacht, W. Grob, A . Schoch, W. Kümmerly, W. Amstu tz, W. Bonomo, Ch. Meisser

193 0 bis

Veuve

'9 Z4 bis . 19 z 7

'933 H. BINDER

O . Hug, E. Coppetti, W. Hugelshofer, W. Bürgin, A. Naumann, O . Schürch, W. Amstutz

1933

bis 193 6

193 6 bis

J. JUGE

G. Lacour, D. Roch, A . Werner, A. Roch, C. Gautier, ]. Lenoir

H . BINDER

W. Bürgin, A . Fanchamps, H . Weisbrod, H . Steinegger, Wettstein, Hotz, E . Coppetti

1939 bis 1944

B. RÜFENACHT

M. Hodler, B. Marcuard, H. Steinegger, W. Furrer, F.Obrecht, R . Witmer, W. Amstutz

1944 bis 1947

R. FAES

J.

1947 bis 195 0

'939

H. KESSLER

de .Lavallaz, ].L. de Coulon, H . D oge, C. de Rahm, M. Baumgartner, Ch. Rathgeb, W. Amstutz H. Steinegger, M. Hafter, W. Bürgin,

J.

Marmet,

J.

J.L.

Nicod,

Frei, H. Binder,

E. Coppetti, H. Weisbrod, A. Kaech

195 0 bis '953

C. GAU TIER

Ph. Gillieron, T. Vogel, F. Urfer, N. Casai, P. Riotton, ]. Brechbühl, F. Juge, J. Guinand, S. Delessert, A . Kaech, A. Fanchamps

1953 bis '95 6

B. MARCUARD

K. Jacobi, W. Ryser, H. Koenig, Ph. Baehni, M. Krebs, K. Wolf,

R. Imseng, M. Hodler, F. Obrecht, R. Witmer, E. Saxer

195 6 bis 1959

F. Sillig, A. Paschoud, A. Schwaar, F. Pasche, F. Bornaud, Ch. Rathgeb, R. Faes, P . Francioli, M. Gurtner, M. de Rahm, K . Wolf

1959 bis

J.J.

FATTON

19 6z

W. VOCK

R. Schnyder, P . Suter, M. Dörfliger, P. Napp, F. Pieth, R. Furier, K. Wolf, A. Fanchamps, J. J. Fuchs, R . Hagenbach, R. Gunst, P. Simsa

143


J.J.

CLAVADETSCHER

H. Wiki, P. Coppetti, J.J. Schlegel, H. Schwegler, K . \Xlolf, W. Gericke, H. Steinebrunner, Ch. Schneiter, F. Thomet, Ch. J ezler, H . Grimm

196 5

bi s 19 68

A. LACO U R

R. Koec hlin, M. Re y, P. Tournier, A. Chamay, Y. Bonh6te, P. D ys li, J. J. Clavadetscher, W. Gericke, K. Wolf

1968

bis 197 1

T. BERG

J.

BAUMGARTNER

J. Heuzer, F. Holzer, P. Zesiger, Cl. Christen, F. Reimann, M. Terraillon, E. Hollenweger, M. Hodler, B. Hodler, M. B端chler, K. Jacobi, W. Gericke, K. Wolf

J.

Wanner, J. F. Antonini, U. Thonne y, P. Mercier, P. Gertsch, A. Mercier, G. Srorjohann, A. R辰rholt, T. Berg, K. Wolf

J.

197 1

bis 1974

Micheli,

1974

bis 1977

H. NATER

K. TROLLER

Ph. Weber, 1. Wagner, Ch. Jezler, L. Hug, G. Gattiker, H. P. Leuenberger, W. Frey (ab 1.2 . 80 M. Hodler), K. Christen, H. P. DenzIer, J. Clavadetscher, F. Holzer, R.lmseng, B. Hagenbach, J. Stutzer

1977

bis 1980

F. Rouge, M. Terraillon, P. Poncet, P. A. Morand, H. P. Denzier J. J. Clavadetscher, M. Hodler, B. Re ymann, G. Jacquemoud, F. Holzer, J. C. Falciola, P. A. Cosandier, Th. Reverdin , R. lmseng, L. Argand

ab 1980

*****

LISTE D ES SEMAINES D E SKI AL TE-HERREN

17- 24 mars 19 68

MEGEVE

Hotel du Mont-d' Arbois

16- 23 mars 19 69

CRANS

Hotel du Golf + Hotel Royal

12- 19 avril 1970

ZERMATT

Hotel Mont-Cervin

28 mars- 4 avril 1971

DAVOS

Hotel Fl端ela

12- 19 mars 1972

GSTAAD

Palace

1- 8 avril 1973

ZERMATT

Hotel Mont-Cervin

24- 31 mars 1974

CRANS

Hotel du Golf

13 - 20 mars 1977

ENGELBERG

Hotel Bellevue

13 - 19 mars 1978

ST. MORITZ

Palace

1- 8 avril 1979

ZERMATT

Hotel Mont-Cervin

23 - 30 mars 1980

DAVOS

Hotel Fl端ela

144

+

Zermatterhof


EHRE N M ITG LIED SC HAFT

JOJO

CLAVADETSCHER Ehrenmi tglied 1975

Mit Jojo Clavadetscher ist ein verdienter sAsler der mittleren Generation zum Ehrenmitglied ernannt worden. Als gebürtiger Bündner wuchs er in Le Lode auf, em Ort, der zahlreiche Spitzenspringer und Slalomgrössen hervorbrachte. So begeisterte er sich früh für diese Disziplinen und verfügte bereits über ein beachtliches Können, als er zum Studium nach Zürich kam. Der väterliche Wunsch, hier auf aktive Sportbetätigung zugunsten eines raschen Studiumabschlusses zu verzichten, machte ihm viel zu schaffen. So kam es, dass wir Jojo an den Zürcher Hochschulmeisterschaften 1950 in Klosters unter einem Decknamen kennenlernten. Im Vertrauen auf sein Können wollte er verhindern, namentlich in der Zeitung erwähnt zu werden. Er erzielte auch gleich Spitzenränge und fiel durch Idealismus, Einsatzfreudigkeit, sportliche Fairness und Kameradschaft auf. So war es nur eine Frage der Zeit, bis Jojo sAsler wurde und unserem Club durch Erfolge im In- und Ausland zu Ehren verhalf. Seinem Credo entsprechend liebte er die Vielseitigkeit: den Allround-Sport. In der Vierer kombination war er immer I' homme Ci battre. Aber auch in anderen Sportarten wie Tennis, Segeln, Orientierungs laufen und Fussball erreichte er ein überdurchschnittliches Niveau. Seinen Pioniergeist befriedigte er in abenteuerlichen Unternehmungen wie z.B. jener Tour aufs Wetterhorn, wo wir nach durch Lawinengetöse gestörter Biwaknacht die Spur durch tiefen Pulverschnee legten und schliesslich so erschöpft waren, dass wir in Sichtweite des Gipfels umkehren mussten. Jojos Initiative und Zuverlässigkeit waren für den SAS aber auch auf den Gebieten der Führung und Administration von grossem Wert. So amtete er schon früh innerhalb der Sektion Zürich als alpiner Rennchef und führt dort auch seit Urzeiten das Sekretariat. An zwei Winter-Universiaden leitete er als Delegationschef die Schweizer Mannschaft. Seine sAs-Karriere krönte er mit dem briUiant geführten Zentralpräsidium in den jahren 19 6; - 19 63. 145


An drei sAs-Rennen war er oK-Präsident. Das gleiche Amt bekleidete er bei den schweizerischen Clubmeisterschaften I972 auf dem Hochybrig, wo uns Bundesrat Gnägi und Oberstkorpskommandant Hirschy die Ehre ihres Besuches gaben . Auch im Schiedsrichterwesen gilt J ojo heute als erfahrener Experte. Er besitzt das Schiedsrichterbrevet I des SSV und amtiert in der FIS als technischer Delegierter im Ausland. In Laax hat er dank seiner Erfahrung und seinen Beziehungen massgebend mitgeholfen, die ersten Europa- und Weltcuprennen durchzuführen. Wie macht er es, dass er auch noch das Pensum eines Grenadiermajors erledigen kann? Er schöpft seine Kraft aus einer Quelle von Idealismus, Lebensfreude, Sportbegeisterung und Liebe zum SAS. Daneben hat er den Vorteil, wie viele andere prominente sAsler, den Beruf des Zahnarztes auszuüben. Die Ehrenmitgliedschaft, die der SAS ihm verlieh, ist Dank und Anerkennung für seinen gros sen Einsatz für den Club. Willi Gericke

HANS GRIMM Ehrenmitglied I977

I934 wurde mir als Skichef für die CIE in St. Moritz ein gewisser Hans Grimm, I9I2, SAS Basel, als Langläufer gemeldet. Leider konnte er krankheitshalber nicht mitmachen. Später tauchte am bekannten SIE + ER-Rennen auf dem Rigi ein Ehepaar Marianne und Hans Grimm von Wädenswil in der Klasse «Ehepaare» mit gutem Erfolg auf. Hans Grimm startete Jahr für Jahr am Parsenn-Derby in Davos. Er eroberte sich die «Goldene Sonne» mit Brillant und gekreuzten Schwertern. Später machte er in der Sektion Zürich aktiv mit. Er wurde u .a. der sagenhafte Samichlaus von Hinterzarten. I953 war Grimm Teilnehmer an der Himalaja-Expedition der Schweiz. Alpin-Stiftung . Auf 8000 m Höhe am Südsattel renkte er sich die Schulter aus und verlor dabei seinen Geldbeutel. 3 Jahre später fand eine japanische Expedition die Fr. 200 .- und erstattete sie dem Besitzer zurück, ohne FinderlohnAnspruch.


Die Liste der sAs-Expeditionen gibt ein eindrückliches Bild von der Vielfalt der Alpin-Unternehmungen, die Hans Grimm für den SAS organisiert und geleitet hat. Nach der Lappland-Durchquerung, wo er zum Wachsen eine ausgetrocknete Tokotube von 1935 verwendete, entdeckte er wieder seine Liebe zum Langlauf. Am Engadiner Ski-Marathon wurde er im sAs-Handicap-Cup zweimal Sieger, dann aber hatte er Pech. Er brach sich 1978 an diesem Rennen einen Ski, und seither rollt es ihm nur noch mit «Rollski», mit dem er im Sommer den ganzen Zimmerberg-Gottschelli unsicher macht. Hans Grimm hat sich als Zahnarzt selbst pensioniert. Er arbeitet zurzeit noch 2 ;12 Tage in der Woche. Die übrige Zeit widmet er dem Langlauf-Training und den Bergtouren. Politisch betätigte er sich 20 Jahre und war als Präsident der Sekundarschulpflege in Wädenswil engagiert. Hans wurde verdientermassen 1977 zum Ehrenmitglied des SAS ernannt. Wir hoffen gerne, dass sein Unternehmungsgeist gepaart mit gutem Humor weiterhin anhält. Wir wünschen unserem lieben Kameraden noch viele schöne AHV -Jahre. Willy Bürgin

PHILIPPE GILLIERON Membre d'honneur 1979

S'il n'etait pas pasteur, on dirait volontiers de lui que le SAS est sa religion, tant il s'est montre bon (membre) et fidele serviteur de notre club des son plus jeune age, donc comme candidat deja, sur les traces (ameliorees) de ses freres aines . Actif a la section de Geneve, il ne tarde pas a decouvrir - a travers les autres sections .. . - la realite helvetique et les bienfaits de l'amitie. Aumonier des etudiants de l'Universite de Geneve, des sa trentieme annee, il devient en meme temps vice-president central au temps de la belle equipe des Gautier, Riotton, Urfer et consorts (qu'on sort de temps en temps .. .). Philippe Gillieron se plait a dire que ce n'est pas a la Faculte de theologie (ou a la SBS) qu'il doit sa formation humaine et encore moins la connaissance de son pays, mais bien au SAS et a l'armee qu'il a servie comme capitaine aumonier. A ce titre, il fut un chef de service de la division de montagne 10, qui ne s'en est pas porte plus mal, bien au contraire. A co te du ski - Oll certains pensent pouvoir dire qu'il s'est ameliore au fil des ans comme son fameux vin, le Clos du Ministre - , il se revele aussi habile sur l'onde lemanique que sur les ondes radiophoniques. Ne pratique-t-il pas en effet la voile avec 147


succe:s, s'illustrant a maintes reprises notamment au fameu x Bol d'Or qu'il gagne enfin en 1967, comme d'autres SAS l'ont fait apres lui. C'est l'annee suivante que lui vient la fameuse idee de lancer une «Semaine des Alte-Herren». Cette premiere fut un tel succes que Philippe en fit une tradition tant il est clair que le SAS ne peut plus s'en passer. Le succe:s demeure et heureusement que Philippe en reste l'organisateur pour longtemps encore. Son devouement inlassable a «ses semaines», le nombre d'heures considerable qu'il a du consacrer pour la preparation avec son ami Jean-Pierre Hertig ne sont certes pas etrangers a la qualite de membre d'honneur qui, sm la proposition de la section de Zurich (eh! oui), lui a ete reconnue a juste titre a l'assemblee generale de Berne en 1978. Phi lippe a su garder et transmettre a notre grande famille du SAS sa foi (c;a, c'etait normal) et aus si en bel enthousiasme pour tout ce qui fait la vie de norre club. Ad multos ... jeune vieux Philippe. Gil Schwaar

PIERRE HIRSCHY Membre d'honneur 19 80

Ne en 1913 dans le Jura neuch:1telois, autrefois berceau du ski nordique et du combine quatre, Pierre Hirschy se passion ne des son plus jeune äge pour le ski. Ceci n'a rien d'etonnant puisque ses parents sont des pionniers de la pratique du ski et des membres devoues du ski-club de la Chaux-deFonds, dont le pere Hirschy est membre fondateur. Les annees d'adolescence donnent a Pierre Hirschy l'occasion de participer a de nombreuses competitions dans les differentes disciplines et a plusieurs championnats suisses. Baccalaureat en poche, il va etudier au Poly de Zurich et trouve rapidement le contact avec le SAS . En 1939, il fait partie de l'equipe representant le SAS a l'Italo-Suisse, se deroulant a Engelberg. Cet evenement ne manque pas de marquer bien profondement notre jeune SAS et de creer des liens d'une importance que l'on ne saurait negliger. Des son entree dans l'armee, il est appele a mettre en pratique ses aptitudes de skieur alpin; il participe a diverses periodes d'instruction en hau te montagne, est charge d'organiser de nombreux cours et d 'enseigner le ski aux troupes neuchäteloises en particulier durant la Mobilisation. C'est aussi


durant cette periode qu'il prend part comme chef de patrouille ades championnats de division et d'armee, cela avec une sportivite jamais en defaut . Totalement engage par la profession, il ne trouve que peu de temps pour les loisirs; il est genereusement aide dans sa tache par son epouse, l'ancienne championne suisse de slalom, Rose-Marie Bleuer de Grindelwald. Son attachement au ski et au SAS restent toutefois inebranlables. Des 1960, il suit de pres la vie de notre club, participe et donne son appui a de nombreuses manifestations. On le retrouve comme jeune commandant de corps aux courses du SAS de St. Moritz en 1966 . En 1972 , il accompagne le conseiller federal Rudolf Gn채gi et le president de la FSS, Kar! Glatthard, aux Championnats suisses de ski interclubs, organises par le SAS a Hoch-Ybrig. Le SAS lance en 1978 une nouvelle manifestation qui se deroule a Grindelwald; Pierre Hirschy nous fait la joie d'en accepter le patronage et de marquer son attachement au SAS. Il ai me ce contact avec la jeunesse et ceux qui demain prendront la releve. Depuis sa retraite, Pierre Hirschy a encore de nombreuses activites, notamment comme president de la FSS et comme me mb re de la Federation internationale de tir. Il passe de nombreuses semaines a Grindelwald dans son chalet, Oll il aime recevoir ses amis. Il suit l'exemple de ses parents dont l'hospitalite etait bien connue. Le SAS est aujourd'hui fler de le savoir membre d'honneur de son club. Jojo Clavadetscher

149


FIFTY YEARS OF THE ANGLO-SWISS, 1925 - 1975 Robert Readhead

Since the death of Sir Arnold Lunn the mantle of Chief Historian of the Anglo-Swiss has landed firmlyon the expert shoulders of Walter Amstutz who has written so entertainingly on its origins in «SAS News» 1971 and «Schneehase» 1974. As this is also the 50th year of the British Universities Ski Club (Buse), Hans Kessler has asked me to add some historical highlights from the British angle. In 1925 expertise in the «geschmolzle» (a much more descriptive word than «rnass»!) start at Scheidegg allowed Chris Mackintosh and Viscount Knebworth to lead for the first 1000 feet until Mackintosh fell into a stream, collided with a tree and later dropped 20 feet into another river, finishing 3rd behind Amstutz and Knebworth. Werner Salvisberg (SAS) was 4th with a broken wrist. Although Mackintosh won the combined soft and hard snow slaloms SAS took the match 33-17 and Amstutz the Anglo-Swiss Cup, presented by Arnold Lunn. In 1926 the «interval» start on the Lauberhorn reduced serious casualties, but Leonard Dobbs (Cambridge) was «out of control and heading for a bad smash when he stopped with his usual skill - he is the best sitzmarker in Switzerland - and by the time he had slid down a hundred feet he was admirably placed for a perfect recovery. The art of racing consists partly in not falling, partly in knowing when to forestall a bad crash by a carefully timed intentional sitz mark, and in this Dobbs has no rival». Mackintosh (Oxford) was 2nd and Amstutz 3rd. British Universities led by 5 marks, won the Slalom by 3 and the match by 8. At the «very cheery» dinner Dr. Hermann Gurtner (President SAS) anno~nced: «We thought that as the English presented a cup which was won last year by a Swiss, it would be nice if we gave a cup which could only be won by an Englishman. So we decided on a cup for the best performance by one of the losing team. Unfortunately the Richardet Cup we so generously intended for Mackintosh has been won by Amstutz!» Buse was founded in December, 1926. All five of the previous victorious Buse teams should have been available for the 1927 match, but only Bowater (now Sir Ian Bowater, Lord Mayor of London in 1969) was not in hospital, and he retired to bed directly afterwards. Guido Reuge (Zürich) won both races (and also the International University DownhilI soon after) with Amstutz, 2nd in the Slalom, showing great pluck as he had torn three ligaments. SAS won the match 1. 38 5 to 1. 512. In 1928 members of each team started together in a Pair Start, Weber (SAS) winning from Ford, Pitman and McConnell. Buse won narrowly 79.9 to 78.9, so the score was 2 to 2. In 1929 the SAS «spent a fortnight together in a remote valley far away from all distractions and trained regularly every day». After an easy victory over the supposedly alcohol-sodden Buse, with Meisser surprisingly beating Amstutz, Andre Roch, Reuge and Weber (and winning the subsequent International University DownhilI) the Starter's watch was found to have lost 4 minutes on the Timekeeper's watch, perhaps overcome by the presence of the King and Queen of the Belgians, who watched the races. Colin Wyatt won the 1930 DownhilI by 17 seconds from Viktor Streiff. Mackintosh's skis buried themselves in breakable crust, and although «his magnificent balance saved hirn from falling, the clip of his bin ding was forced open by the crust and his ski came off. He did weH to finish 3rd, less than a second behind Streiff.» Weber was 4th and Jimmy Riddell with a strained back muscle 5th. Barry 15°


Caulfield, Mackintosh, Riddell and Guy Nixon, the first four in the Slalom (in spite of a 5-second penalty for Mackintosh), ensured a Buse victory by 100 to 91.3, and a score of 3-a11. In 193 I at Mürren Viscount Knebworth led Buse to victory in the Straight Race (as it was still called) flagged by Godi Michel, who had been one of my early ski instructors at Chateau d'CEx. Meisser and the SAS won the Slalom, but Buse the match by 99.6 to 93.8, so leading for the first time, by 4 to 3· With Britain's financial crisis resulting in its abandonment of the Gold Standard, and the government pronouncing any holiday outside Britain or the Colonies unpatriotic, Buse (at the suggestion of a foreign member of the Oxford Ski Club, Prince Liechtenstein) just managed to defeat the Canadian Universities near Montreal in a combined Slalom/Langlauf, timed by Heuer stopwatches. In 1933 Mackintosh broke a finger on the evening of his arrival at Mürren (history does not relate how!). Büchi (SAS) won both races and SAS the match 100 to 98.6. Later the Buse team took the first four places in the University Ski Olympiad Slalom. In 1934 at Mürren Streiffwon both races, but the Buse tail just wagged hard enough for a 98.57 to 97.62 victory and a 5 to 4 lead. Arnold Lunn prophesied: «The Buse will have its work cut out to hold its lead when young Hodler starts for the SAS.» How right he was! At the dinner those present drank in silence to the memory of Antony, Viscount Knebworth, who had taken part in so many Anglo-Swiss races, had been Secretary of the Buse, President of the Kandahar Club and a Member of Parliament, and who had crashed piloting his own plane. 1935 was the first Anglo-Swiss in St. Moritz, down 750 m of the FIS course Corviglia- Salet, and was won by Arnold Kaech in 4 min. 5 I sec. Though Buse won the Slalom, SAS took the Straight Race and the match by 1%, making the score 5 to 5. For the first time «Mr. Hans Badrutt ofthe Palace Hotel kindly entertained the teams to Dinner». Later at St. Moritz Bill Clyde became World University Champion, and his Buse Team won both the Straight Race and Slalom (in both of which Switzerland was 3rd, Germany 5th and France 6th). 1936 was another SAS win at Mürren, though Jimmy Palmer-Tomkinson won the Straight Race (and later the World University Championship). 1937 was my first year in the Buse team, finishing last at Celerina with a wrenched knee. The only consolation was a lift back to the Kulm from the famous film-star Kay Francis - and my leg recovered enough for a dance with her that evening! SAS deserved their third consecutive victory though J immy Tomkinson won the Slalom from Max Thut and the Combined from Franz Obrecht. 1938 was dominated (as forecast by Arnold Lunn) by Marc Hodler in his first Anglo-Swiss. Onlyan unnecessary fall robbed him of a grand sIam. SAS, with their strongest team ever, won both races and the fourth match running. Hodler went on to win the World University Championship Slalom from Tomkinson and Noldi Kaech (who in his turn won the Langlauf and «Vierer-Kombination»). 1939 was not a propitious year for me to take on the Buse captaincy at St. Moritz against a HodlerFanchamps-Obrecht-Juge-Jaeger team: but although Fanchamps and Hodler were unbeatable in Straight Race, Slalom and Combined, the five Buse who counted, led by Waddell and Tomkinson, were all within 5 seconds in the Straight Race and 8 in the Slalom, «racing rigidly to instructions», and so robbed SAS of their fifth successive victory. Litde did we then know that seven war years would separate us from the next Anglo-Swiss in 1946 - years in which the Ski Club of Great Britain lost nearly 200 killed, and among the Buse Captain Michael Muir from the 1939 team and SquadronLeader Roger Bushell (after whom St. Moritz generously named the Bushell Run) while escaping to Switzerland from a prisoner of war camp. Although we could not race against our Swiss friends, pilots like Max Aitken (now head of the «Daily and Sunday Express») often flew elose to Switzerland, while towards the end of the war after parachuting behind the German lines into Piemonte, I was fighting with the Italian partisans within range of the Swiss frontier at Domodossola and Corno. And our British Ski Yearbook featured Walter and Evelyn Amstutz's most welcome «Letters from Switzerland». 151


Many readers will have personal memories of the post-war Anglo-Swiss Races, but outstanding was the 1946 reunion. In March Buse President Jack Schulman courageously cabled me in Italy to produce a team, and gradually one elderly ex-Lieutenant-Colonel, three Majors and two Captains (with Bill Bracken to train them) came tottering into the Palace Hotel at St. Moritz from as far afield as Hong Kong! To encourage us the press in Zürich sent a list of questions before the race, including «Why did the British team lose?» And the proverbial hospitality of Hans and Andrea Badrutt was not conducive to training, in spite of the meatless days! But as Mare Hodler, now the SAS Manager, said in a never-tobe-forgotten speech at the Anglo-Swiss Dinner, with an almost embarrassing warmth of welcome back to Switzerland - it was appropriate that the oldest international team race should be the first to be revived after the war, even if it inevitably added another «SAS» to the winners on the Cup. 1947 was another overwhelming SAS victory at St. Moritz, only relieved by Jimmy Tomkinson's characteristic win in the Straight Race to Oberalpina, aged 3 I, after Bying from England two days before. 1948 was worse - no race at all, as our government allowed us no foreign currency. In 1949 it might have been better if they had not, as the weather and the Buse result were equally bad: and it was only the weather that improved in 1950! And so I come to the last 25 years, w hich man y readers will remember better than 1. 195 I and 195 8 were at Zermatt, 1954 at Engelberg and rhe rest most happily at St. Moritz. 1952, 1960, 1962, 1964, 1967, 1970 and 1975 were victories for Buse - all the others for SAS, making 29 for SAS, 13 for Buse. Even including a University girl in the Buse team one year could not make it better! It is a heavy SAS preponderance, but I hope every participant remembers not so much who won as the unique atmosphere of the Anglo-Swiss, inspired by Arni and Walter and continued by my predecessor Jack Schulman and many SAS presidents until Hans Kessler became its benevolent organiser and eternal benefactor. And to let others share that atmosphere, he and I, with the invaluable help of the Badrutts, have every five years gathered «anciens universitaires» and «Alte Herren» for «Old Boys' Races» when money allowed (as we hope it will this winter in spite of rising airfares and the sinking [,). Lastly, no account could be complete without mention of the most generous hospitality at the Palace Hotel, St. Moritz, almost every year since 1935 of Hans Badrutt and his sons Andrea and HansJürg, and their staff. And of the organization of last 24 races by Peter Kasper, assisted by the Ski Club Alpina. Long may it all continue!

15 2


IN MEMORIAM

EHRENTAFEL

unserer verstorbenen SAS-Freunde

Binder Heinrich Bonacossa Aldo Filka Peter Gut Paul Jauslin Helmut R端fenacht Hermann di Vallepiana U go Baumgartner Morice Bolliger Hansruedi Coppetti Emilio Mittelholzer Kurt Mosca Claudio Nordlie Arthur Fredrik Seiler Eduard Wendling Hansrudolf Antonini Jean-Fran<;ois Du Fay de Lavallaz Fran<;ois Mozer Alain Steck Beat von Stockar Walter Szekely Thomas Casai Nicolas Despont Charles-Paul

1975 1975 1975 1975 1975 1975 1975 197 6 197 6 197 6 197 6 197 6 197 6 197 6 197 6 1977 1977 1977 1977 1977 1977 197 8 197 8

Glaser George de Goumoens Fritz Juge Jean de Kalbermatten Raphael Obrecht Franz Rathgeb Charles-Eduard Real Paul Roesen Karl Silberschmidt Richi Strickler J ohn Elsener Paul Fueter Heinrich Heitz Walter Hotz Rudolf de Rahm Michel Sch旦nholzer Gottfried Steifen Willy Bonomo Willy B端chler Mare Herzog Andre Pally Pius R端fenacht Bernhard Wohlhauser Bernard

Befreundete Mitglieder - Membres associis Franchetti Mario 1976

197 8 197 8 197 8 197 8 197 8 197 8 197 8 197 8 197 8 197 8 1979 1979 1979 1979 1979 1979 1979 19 80 19 80 19 80 19 80 19 80 19 80


t

EHRENMITGLIEDER UND ZENTRALPRÄSIDENTEN

t

JEAN-JACQUES FATTON

Notre ami Jean-Jacques Fatton nous a quitte, dans sa cinquante et unieme annee, apres avoir subi avec une lucidite et un courage exemplaire sa cruelle maladie. Etreints par l'emotion, toute une cohorte d'amis du SAS etait venue alors des quatre coins de la Suisse lui rendre un dernier hommage et exprimer a Loulou Fatton, son admirable compagne, et a ses enfants leur amicale sympathie. Le «Schneehase» rend aujourd'hui a ce fidele membre du SAS l'hommage qui lui est du en rappelant ici brievement - et avec modestie, qualite qui fut constante chez notre ami Jean-Jacques - ce qu'il fut et restera pour notre club qui lui doit tant. Des son entree dans la section de Lausanne, cet excellent coureur avait defendu souvent et fort glorieusement les couleurs de notre club. Puis il avait accepte la lourde rache de presider le comite central. De I959 a I962, le SAS eu l'honneur insigne d'avoir pour president cet homme decide et direct, cet avocat de talent, ce sportif convaincu. C'est lui aussi qui, et de belle maniere, a preside en I962 le comite d'organisation des Universiades de Villars, manifestation qui reste l'un des hauts faits du SAS et du sport universitaire suisse. Nomme des sa creation au comite de la «fondation» du SAS, il y apporta son dynamisme et sa competence. Sans abandonner le sport actif, il n'a cesse de communiquer, en fidele membre qu'il etait, son enthousiasme et ses conseils aux jeunes de la section. Un an avant de nous quitter, il participait a la course d'estafette avec l'equipe lausannoise lors des championnats universitaires suisses et courses du SAS. Amoureux de la poudreuse, skieur «tous terrains», il emerveillait les jeunes et les AH qu'il guidait avec surete sur ses pentes favorites. La section de Lausanne a ete durement frappee au cours de ces dernieres annees, elle qui, en moins de vingt-huit mois, a perdu deux presidents centraux, Remy Faes et Jean-Jacques, qu'elle avait donnes au SAS et d'eminents membres, le Professeur Rathgeb, Maurice Baumgartner, Jean-Fran<;ois Antonini, Raphi de Kalbermatten. Et demeurent a jamais les echos merveilleux de son «Alouette, gentille Alouette» et les beaux souvenirs d'un homme toujours fidele a lui-meme, comme aussi a tous ceux qu'il a honore de son amitie, et au SAS a qui il a consacre tant de ses belles annees. Gil Schwaar


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ALDO BONACOSSA 188 5- 1975

Conte Aldo Bonacossa war eine vornehme Erscheinung, vornehm des Standes wie des Geistes nach. Zwischen unserer ersten und letzten Begegnung liegt ein halbes Jahrhundert; lang genug, um Bekanntschaft zur Freundschaft reifen zu lassen. Während diesen vielen Jahren sahen wir uns oft und an vielen Orten. Jedesmal war es eine Begegnung der Herzlichkeit. Ungezählte Stunden des Glücks begleiteten uns beide in die sommerliche und winterliche Welt der Berge, die uns immer wieder zusammenführte. Nun bleibt bloss noch die Erinnerung. Trotzdem, sie ist lebensnah, möge sie zeitlich und örtlich noch so weit auseinanderliegen. Es erwachen Begebenheiten, die nicht vergessen bleiben: Etwa die Erstbesteigung der Cima-di-Rosso-Nordwand, die erste Skibesteigung des Piz Ferro Centrale in Begleitung des sizilianischen Skimeisters seiner Tage, die vielen gemeinsamen Touren mit König Albert der Belgier im Bergell, im Engadin und den Dolomiten. Ich denke an die zahlreichen Zusammenkünfte, die der Förderung des alpinen Skisportes dienten, um Abfahrt und Slalom zu seinem Recht zu verhelfen. Dank seiner Stellung als Präsident des Italienischen Skiverbandes und als dessen Vertreter in der FIS wusste er im internationalen Gremium seine Karten virtuos, mit Geschick und Takt zu spielen. Er hat zur Förderung des alpinen Skisports Bedeutendes geleistet, und in Anerkennung dieser Leistung hat ihn der SAS 1932 zu seinem Ehrenmitglied ernannt. Meine persönlichen Erinnerungen binden mich auch an seine Gattin, die Contessa Bonacossa, sowie an seine Töchter Silvya und Nana, die während den Kriegswirren in Italien in unserem Heim in Erlenbach fast zwei Jahre lang Asyl gefunden hatten, so dass wir sie seit diesen Tagen auch als die unseren betrachten dürfen. Aldo Bonacossa war ein Mensch vom Zuschnitt der Verlässlichkeit. Seines Berufes nach war er Unternehmer, Dr ing., nach Studium an der ETH in Zürich und Abschluss an der Ingenieurschule in München. Gründlichkeit zeigte sich in allem, was er unternahm. So waren auch seine Vorbereitungen zu einer Bergfahrt ein Muster der Regie, was seine 470 Erstersteigungen überhaupt möglich machte. Nur W.A.B. Coolidge hat ihn hier überboten. Die gleiche Exaktheit bestätigte er auch auf seinen drei Expeditionen in die Anden Süd amerikas sowie mit seinen Beiträgen an die Reihe Guida dei Monti d' Italia. Wo gibt es bessere Kapitel als jene über die Bernina und die Ortlergruppe, wo findet man einen besseren Führer als jenen über Masino, Bregaglia, Disgrazia vom Ausrnass von 591 Seiten, die er allein meisterte? Solche Leistungen konnten nur bei profunden Kenntnissen der alpinen Literatur und 155


Geschichte und Sinn für Genauigkeit zustande kommen. Und dazu muss man auch noch Bergsteiger von Format sein. Ich habe in meinem Leben nur drei Personen gekannt, die auf diesem Gebiet über vergleichbares Wissen verfügten: Marcel Kurz, Walter Schmidkunz und Dr. Hans Lauper. Vielfach wurde er geehrt: Croce di Guerra, Cavaliere di Vittorio Veneto für Tapferkeit im ersten Weltkrieg als Freiwilliger; Medaglia d'Oro del C.A.A.I.; Stella al Merito Sportivo; La Stella d'Oro al Merito Sportivo per la FISI; Ehrenmitglied des C.A.I. (I964), des Alpine Club (I963), der FIS, des Ski Club of Great Britain, des Kandahar Ski Club und des SAS (I932). Er war Gründer und erster Präsident der Federazione Italiana Sport Invernali, Präsident des Ski Club Milano und Präsident des Abfahrt- und Slalom-Komitees der FIS u .a.m. Mit Aldo Bonacossa ist eine der markantesten Persönlichkeiten des frühen führerlosen Alpinismus abgetreten. Bergsteiger aller Nationen werden ihn in hohen Ehren behalten, und seine Freunde, die um ihn trauern, werden ihm zeitlebens ein warmes und unvergessliches Andenken bewahren. Das Seil, das uns einst in Fels und Eis verbunden hatte, ist zum Symbol der Verbundenheit geworden - der Knoten wird nie mehr aufgelöst. Walter Amstutz

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HEINRICH BINDER I90 6- I 975

Der aus Winterthur gebürtige Heiri Binder studierte in Zürich Nationalökonomie und spezialisierte sich dann im Versicherungswesen. In seiner Freizeit widmete er sich zwei dynamischen Sportdisziplinen, für die er buchstäblich lebte: dem Skilauf und dem Automobil-Rennsport. Seine Karriere als aktiver Ski-Rennfahrer fand bei einem spektakulären Sturz beim Skispringen ein frühes Ende. Eine Rückenverletzung zwang ihn, den Ehrgeiz auf sportliche Spitzenleistungen zugunsten von «Sport um des Sportes willen» zurückzustekken. Dafür glänzte er dann umso mehr mit seinem Organisationstalent. Wo er etwas an die Hand nahm, klappte es. So führte er als Zentralpräsident unseren Klub während der Jahre I932- I935 und wiederum 1939- I944, tatkräftig unterstützt von seiner gastfreundlichen Frau Doris. 15 6


Mit Ruhe, Übersicht, aber auch Strenge organisierte er all die vielen Skianlässe : Die sAs-Rennen, das Anglo-Swiss, das Italo-Suisse und die Hochschulmeisterschaften. Zusammen mit Willy Bürgin gründete er die Schweiz. Alpinen Klubmeisterschaften. I5 Jahre lang amtete er auch als Vizepräsident des Landesverbandes für Leibesübungen. Im Automobil-Club der Schweiz präsidierte er die Nationale Sportkommission und vertrat die Schweiz auch in internationalen Gremien. Er übertrug den Slalom mit den Skis auch auf die vier Räder und wurde so zum Vater des Auto-Slaloms. Heiri Binder war aber nicht nur Organisator, er war auch ein verlässlicher Freund. Er setzte sich stets für klare, kompromisslose Lösungen ein und bewies Zivilcourage. Daneben liebte er die Geselligkeit und den Spass über alles. «Rauhe Schale, goldiges Herz» charakterisierte ihn mal meine Frau Yvonne. Die markante Persönlichkeit unseres verdienten Ehrenmitglieds wird uns in bester Erinnerung bleiben. Hans Kessler

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KARL ROESEN I894- I978

Skigeschichte und Ehrenmitglieder gehen im SAS Hand in Hand, legten wir doch von jeher ebensoviel Wert auf das, was einer zur Entwicklung des Skisports im allgemeinen wie bloss auf lokaler Ebene geleistet hat. Dr. Karl Roesen gehörte zu den ersteren. Etabliert als Rechtsanwalt in GarmischPartenkirchen, war er der Herkunft nach ein engagierter Langläufer und Springer, tat sich aber trotzdem schon früh in der Abfahrt hervor. Bereits I 9 I4, als anlässlich der Deutschen Skimeisterschaft nordischer Prägung nebenher noch ein Abfahrtsrennen organisiert wurde, belegte er neben Simonsen und Capaul den dritten Platz. Er war in der Tat einer der ersten in Deutschland, der die Bedeutung und Entwicklung des alpinen Skifahrens richtig eingeschätzt und vorausgesehen hatte. Als der SAS I926 in St. Moritz die ersten Internationalen Ski-Wettkämpfe ausschrieb und organisierte, war er von diesem Anlass, trotz ambivalenter Meinung der deutschen Presse, derart beeindruckt, dass er sich fortab für Abfahrt und Slalom voll einsetzte, was wir mit der sAs-Ehrenmitgliedschaft quittierten. Mit Eifer warb er für die Neuheit und organisierte bald einmal zusammen mit Anton Woerner, München, den ersten offiziellen Slalom des Deutschen Skiverbandes.

I57


In deutschen Skikreisen genoss er hohes Ansehen, wo er sich als Rennfahrer und Organisator hervortat. Der Deutsche Skiverband delegierte ihn 1928 als seinen Vertreter an den FIs-Kongress in St. Moritz. Neben dem SAS war er Ehrenmitglied des Ski-Club Partenkirchen (im Vorstand 1932), der Münchner Skiläufer-Vereinigung (dessen Gründungsmitglied er war) sowie des Kandahar-Ski-Clubs . Den Kontakt zwischen ihm und dem SAS hat er bis zu seinem Ende nie abgebrochen. Für dieses Jahrbuch hat er mehrere Beiträge beigesteuert, und bei unseren Rennen und Veranstaltungen war er wenn immer möglich als Rennfahrer, Organisator oder Kamerad dabei. So haben wir denn nicht nur ein ehrenwertes Mitglied, sondern auch einen grossen Freund verloren. Walter Amstutz

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CHARLES RATHGEB

Au debut de l'ete 1978, le Professeur Chades Rathgeb est mort a Lausanne, a l'age de 78 ans. Professeur a la Faculte de droit de 1940 a 1970, doyen en 1952 - 54, il incarnait, pour ses etudiants du temps de guerre et de l'immediat apres-guerre, l'esprit de cette faculte: erudit, mesure, consciencieux, liberal, au double sens que le mot a chez nous, conservateur d'instinct, ouvert par reflexion aux courants nouveaux. L'ordinariat, en 195 0, le doctorat honoris causa de l'Universite de Caen avaient souligne ses merites. Mais ses etudiants, s'üs savaient surmonter la distance ironique qu'il tenait a afficher, reconnaissaient en Chades Rathgeb, en plus du grand Bellettrien qu'i! fut, le sportif, amateur passionne, devoue aussi, president de la commission des sports de l'Universite de Lausanne, du Montchoisi HockeyClub, enfin et surtout pour nous membre d'honneur du SAS. A notre club, a la section de Lausanne, il a ete «le» fidele parmi les fideles jusqu'a ce que la maladie l'empeche de suivre l'activite de sa section, de participer aux assemblees Oll il apportait son humour et la sagesse d'un ancien. C'est aChades Rathgeb que nombre de jeunes doivent d'avoir pu beneficier de larges subsides. N'a-t-il pas ete le createur du «fond de courses» de la section? Chaque annee - depuis si longtemps deja qu'on ne sait plus quand il a 15 8


commence - et cela jusqu'a l'an passe Oll la maladie l'a vaincu, il a organise, tout seul, la collecte aupres des vieux de la section, envoyant une centaine de circulaires accompagnees de merveilleuses photographies pour les encourager a verser un don au fond de course. Charles Rathgeb: ruban d'honneur de Belles-Lettres, membre d'honneur du SAS: quelles beiles et merveilleuses recompenses pour cet ami fidele et genereux dont nous gardons un souvenir emu et reconnaissant pour tout ce qu'il a apporte au SAS. Gi! Schwaar

t

FRANZ OBRECHT 19 16 - 197 8

Im Jahre 1935, als Junior noch, ist Franz Obrecht dem SAS beigetreten. Bald in die «Mannschaft» aufgenommen, fuhr er für den SAS in Italien, Norwegen und war vor allem bei jener glorreichen 1937er Expedition nach den New England States, Kanada und Sun Valley dabei. Er ist ein hervorragender Teamfahrer gewesen. Einmal gelang ihm die Hochschulmeisterschaft in der nordischen Kombination; mehrmals stand er in der Viererkombination im zweiten Rang. Im Alter von 28 Jahren, wenn andere langsam den Gürtel weiter schnallen, begann sein zweiter Frühling; diesmal im Langlauf. Bei den Senioren II gehörte er - inzwischen längst Arzt und Psychiater - zur nationalen Spitzenklasse. Zweite Plätze über 50 und 18 km an den Schweizer Meisterschaften zeugen dafür. Es ist kein Wunder, dass der Evergreen mit mehr sAs-Generationen verbunden blieb als die meisten Alten Herren. Als er aufgehört hatte, Konkurrent der «Hasen» zu sein, wurde er ihr Lehrmeister. Er leitete im Auftrag verschiedener Zentral vorstände nicht weniger als acht Spitzenfahrerkurse. Der SAS dankte ihm Einsatz und Vorbild 1964 mit der Ehrenmitgliedschaft. Franz hatte das seltene Glück, seine Passion an die Kinder weitergeben zu können. Die Töchter Heidi und Theres gehörten zur kleinen Schar derer, die wir den Winter lang klopfenden Herzens auf dem Bilschirm verfolgt haben. Oft war er mit ihnen auf den Stationen des Skizirkus unterwegs. Als auch diese Episode vorbei war, wandte er sich zunehmend vom sportlichen Betrieb ab. Aus dem Anführer ist ein Einzelgänger geworden. Am 8. Januar 1978 hat er uns verlassen. 159


Jeder, der Franz Obrecht kannte, trägt wohl ein anderes Bild von ihm im Herzen. Es kann deshalb keinen Sinn haben, ihn hier so zu zeichnen, wie das der Vielfalt von Erinnerungen entsprechen würde. Soviel immerhin: «He was a fine and gentle man.» - Er war ein nobler und lieber Mensch. - Das schrieb ein gemeinsamer amerikanischer Freund aus den glücklichen sAs-Jugendtagen. Er hätte beifügen können, dass Franz Zeiten grossen Glückes und intensiven Glanzes erlebt hat. Er hatte die Menschen gern. Denen, die er am liebsten mochte, konnte er es oft schwer zeigen. Er hat nach eigenen Gesetzen gelebt. Er beugte sich nur ungern Konventionen. Sein Massstab war die Freiheit, die er um sich her und für sich schaffte. Man war oft versucht, darin etwas Egoistisches zu sehen. Wer Verstand und Einsicht hat, begreift, dass er ohne diese Freiheit die Last seines Berufes nicht hätte tragen können. Franz, der Arzt und Helfer, hat vielen Menschen bedrückende Gewichte von der Seele genommen und auf sich geladen. Er tat es mit der Gelassenheit des Bergheuers : «D'Burdi, waa-dder treischt, mues derfir kein andra trägen. Wedas gsehscht und weischt, bruuchscht naa ihrem Sin nid z'frägen»* Mit den Jahren begann ihn die Frage nach dem Sinn aber doch zu bedrängen. Er wandte sich von vielem ab, was früher sein Leben erfüllen half. So auch immer mehr von der «Gesellschaft». Zunehmend bedurfte er der Möglichkeit, sich von den Gewichten, die er auf sich genommen hatte, zu befreien. Solange er - seiner lebenslangen Passion entsprechend - diese Befreiung in harten körperlichen Exerzitien auf seinen geliebten Mürrener Pfaden, in der Langlaufspur, suchte und fand, gab es keine ernsten Probleme. Sie stellten sich ein, als die stete und unaufhaltsame Verschlimmerung einer alten Skiverletzung am Fuss sein Revier mehr und mehr - zuletzt fast bis auf die Stube - einengte. Hier sass er. In Bolligen, wo er wohnte; in Mürren, wo sein zweites Zuhause war. Seine Familie, die paar Freunde vermochten wohl, ihn der fortschreitenden Einsamkeit zeitwilig zu entreissen. Aber da waren doch zu manche Nächte des Alleinseins, zuviele verlorene Stunden mit dunkeln Gedanken, mit den «regrets du passe», den Gespenstern der Zukunft. Mit diesen mag er im Stillen härter gerungen haben, als er es uns erkennen liess. Manche Aufzeichnungen, die jetzt zum Vorschein gekommen sind, deuten darauf hin. So etwa jene undatierten, auf einen Rezeptblock hingeworfenen Worte: «I have no fe ar in death, he brings no sorrow». Ich fürchte den Tod nicht; er bringt keinen Kummer. Diese Zuversicht mag ihn begleitet haben, als er an jenem strahlenden Wintertag seine Schritte dem Rand der Mürrenfluh zulenkte. Arnold Kaech

* Peter Wyss, «Acht eis», ViktOria Verlag 160


t

BERNHARD RÜFENACHT 19°1- 19 80

Dr. Bernhard Rüfenacht, Fürsprecher, ist am 1. März 1980 in seinem 80. Lebensjahr verstorben. Die Schar der sAs-Pioniere wird kleiner ... Berny, wie wir ihn nannten, gehörte nicht, wie sein Bruder Hermann, der ihm im Tode vorausgegangen ist, zur Gründergeneration des Jahres 1924. Er ist auch nicht mit Biegenden Fahnen ins SASLager eingetreten. Seinem Wesen nach fühlte er sich mehr zum Alpinismus hingezogen. Er war ein hervorragender Kletterer und stand in der vordersten Front der damaligen Tourenskifahrer. Ein schwerer Lawinenunfall, der ihn 1915 fast das Leben kostete, vertiefte seine Bindung an die Berge und die winterliche Natur eher, als dass er sie erschüttert hätte. Entsprechend seinen Neigungen fand Berny Gefährten im Akademischen Alpenclub Bern (ACB), den er präsidiert hat. Der Faszination und dem ungestümen Durchbruch des alpinen Skirennsportes konnte er sich jedoch nicht entziehen. Im Jahre 1927 trat er schliesslich, wie so manch anderer ACBler, dem SAS, Sektion Bern, bei. Neben dem aktiven Sport - Berny war unter anderem Mitglied des Schweizer Teams am ersten Anglo-Swiss-Rennen - engagierte sich der gewandte, dynamische und stets verbindliche Jurist für die Gestaltung des jungen Sportes und den organisatorisch-gesellschaftlichen Aufbau des SAS . Nachdem er die Sektion Bern geführt hatte, leitete er von 1930 bis 1933, nach seinen Vorgängern Manz Gurtner und Dr. Oskar Hug, als 3. Zentralpräsident die Geschicke unseres Clubs. Während seiner Amtszeit setzten sich Abfahrt und Slalom endgültig durch. Es gab viel an Statuten und Reglementen zu feilen. Der SAS beteiligte sich aktiv und richtungsweisend an der Reorganisation des ssv. In Mürren schuf der Berner Vorstand ein permanentes sAs-Trainings-Camp, das sich als «Brutstätte» der besten Fahrer der 30er Jahre erweisen sollte. Die Herausgabe eine Klubzeitschrift ist beschlossen worden. Jährlich wurden «Akademische Skiwettkämpfe aller Länder, ASAL» und die Hochschulmeisterschaften organisiert. Auf sportdiplomatischer Ebene ist die enge Fühlungnahme mit dem Sportamt des vss zu verzeichnen. Sie sollte für SAS und Studentenskisport von grösster Wichtigkeit sein. Im Jahre 1938 verlieh der SAS dem abgetretenen Zentralpräsidenten die Ehrenmitgliedschaft. Er hat sie nicht nur verdient, sondern auch «abverdient». Ich möchte damit sagen, dass sich Berny bis in die allerletzte Zeit nicht vom SAS zurückgezogen hat und der Sektion wie dem Klub während Jahrzehnten mit klugem und freundschaftlichem Rat zur Seite stand. 161


Kaum hatte Berny die Führung des SAS abgegeben, eröffnete sich im Zentralvorstand des Schweizerischen Skiverbandes ein neues und weiteres Tätigkeitsfeld für ihn . Von 1934 bis 194 I war er Vizepräsident des ssv; bis 1940 gleichzeitig Zentralsekretär. Er begründete die enge und fruchtbare Verbindung SAS- SSV. Auf nationaler Ebene fanden seine Verdienste für den Skisport, unter anderem auch als Präsident der Jugendskilagerkommission, 1964 mit der Ehrenmitgliedschaft des ssv ihre Würdigung. Berny hat den SAS in den Sturm-und-Drang-Jahren auf sicherem Kurs gehalten. Er war einer der Gestalter des heutigen ssv. Jene, die mit ihm ein Stück Weges gehen durften, haben einen vornehmen, sichern Freund verloren, einen Mann, der bis zuletzt den Idealen seiner Jugend verbunden blieb. Noldi Kaech

ULL,

the God of skiing and hunting


RESULTATE

43. ANGLO-SWISS UNIVERSITY RACE IN ST. MORITZ 9·

Januar

1975

ABFAHRT I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Schild D res Macleod Rory Robertson Colin Baird Chris Stutzer Hansjörg Murray lan Roed Morten Bühler Adrian Reverdin Thierry Rütsche Stefan Nicole Adrien Cohen Robert BUSC

SLALOM SAS

I. 1 8.48

I.

BUSC

I. 19. 2 5

2.

BUSC

I. 19 . 97

3.

BUSC

1.20·°5

4.

SAS

1.20.3 8

5.

BUSC

1.21.43

6.

BUSC

1. 2 3.35

7.

SAS

1. 2 3-49

8.

SAS

1. 2 3.55

9.

SAS

1. 2 3. 8 7

10.

SAS

1. 2 4.53

11 .

BUSC

1.2).3°

wins University Challenge Cup with

°

Wittenwiler Fredi Schild Dres Murray lan Roed Morten Low Douglas Cohen Robert Macleod Rory Baird Chris Reverdin Thierry Rütsche Stefan Nicole Adrien

points against

SAS

SAS

with

16.27

63·5°

SAS

65 -43

BUSC

68·43

BUSC BUSC

7°·19 7°-4 2

BUSC

7°·93

BUSC

71.)0

BUSC SAS

74·95 76 . 15

SAS

770 8 4

SAS

7 8 .33

points

Best individual combined result: Dres Schild

50

YEARS ANGLO-SWISS UNIVERSITY RACES IN ST. MO RITZ 10. Januar 1976

RIESENSLALOM Grob Peter Hählen Beat 3. Varley Royston 4. Noverraz Michel ). R0d Marten 6. Despont Ch. P. 7. Murray lan 8 . Low Douglas 9 . Allison Arthur 10. Ayles Anthony 11. Kessler Robert

SLALOM

1.

SAS

1.j8.63

2.

SAS

I.j 8.67

SAS

2.0).11

SAS

2 .06.02

SAS

BUSC

2.06 . 18

SAS

2 .06·73

BUSC

2.06 . 83

BUSC

2 ·°7 ·)7

BUSC

2.11. 6 3

BUSC

2.11. 8 3

SAS

2.13. 88

wins University Challenge Cup with

Grob Peter Hählen Beat 3. Varley Royston 4 . Noverraz Michel ) . R0d Marten 6. Low Douglas 7 . Despont Ch. P . 8. Baird Chris 9. Murray lan 10. Ayles Anthony

°

I.

SAS

7).46

2.

SAS

7).9°

points against

BUSC

SAS

7 6 .3 )

SAS

81.43

BUSC

82.11

BUSC

84. 01

SAS

8).06

BUSC

9°·19

BUSC

9°·97 14) .7 2

BUSC

with

91.)3

points


Joyears ANGLO-SWJSS 1976 standing from left ro right: Jacques Baumgartner, Anthony Ayles, Royston Varley, Peter Grob (best individual), Charles-Pau l Despont, David Burchart, Beat Hählen, lan Murray, Michel Noverraz, Chris Baird, Robert Readhead. sitting from left to right: Hans Kessler, Douglas Low, Marten Rod, Stephan Guinand, Arthur Allison, Robert Kessler

46.ANGLO-SWJSS, 1973 von links 1. Wagner, W. Weder, P. Zuppinger, J. P. Rochat, J . Schweizer, B. Hammer, P. Poncet (best individual), T. Berg, J. Kälin, J. Baumgartner

47 · ANGLO-SWJSS, /979 von links P. Girardet, O. Brunisholz, T. Berg, Th. Ador, D . Roux, M. Russenberger, Ch. Schmid (best individual), U.Egli


45. ANGLO-SWISS UNIVERSITY RACE IN ST. MORITZ 8. Januar 1977

ABFAHRT I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.

Christensen Henning Murray Ian Ayles Anthony Butschart David Schmid Oliver Schnider Ruedi Roed Marten Weber Philipp Reimann Bernhard Uffer Marc Schlegel Andreas Allison Arthur BUSC

SLALOM BUSC BUSC BUSC BUSC SAS SAS BUSC SAS SAS SAS SAS BUSC

1.13. 20 1. 14. 50 1. 1 5.60 1. 15 .9° 1. 16.00 1. 17.30 1. 17 .60 1. 17 ·90 1.18.3 0 1. 18 .60 1.19·3° 1.21.60

1. Roed Marten 2. Reimann Bernhard 3. Uffer Marc 4. Kessler Robert 5. Ayles Anthony 6. Schnider Ruedi 7. Murray Ian 8. Cohen Robert 9. Allison Arthur 10. Butschart David 11. Weber Philipp

BUSC SAS SAS SAS BUSC SAS BUSC BUSC BUSC BUSC SAS

73 . 1 3 73-4° 73·73 74. 16 74·53 74·95 75. 0 5 76 .34 77-7 8 79.9 2 81. 6 3

wins University Challenge Cup with 4.7 points against SAS with 23 .3 points Best individual combined result: Ian Murray

46. ANGLO-SWISS UNIVERSITY RACE IN ST. MORITZ 7· Januar 197 8

RIESENSLALOM 1. Poncet Pierre 2. Schweizer Jürg 3. Christen sen Henning 4. Ayles Anthony 5. Roed Marten 6. Hammer Bruno 7. Murray Ian 8. Begg Andrew 9. Rochat Jean-Philippe 10. Kälin Jose 11. Ayles Nicholas BUSC

SAS SAS BUSC BUSC BUSC SAS BUSC BUSC SAS SAS BUSC

SLALOM 47. 20 4 8 .64 50 . 2 5 5°·32 5° ·82 5°.9 8 51. 6 3 51.73 52.°3 52.59 )2.3 6

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Poncet Pierre Schweizer Jürg Begg Andrew Hammer Bruno Ayles Anthony Russell Sandy Murray Ian Zuppinger Peter Rochat Jean-Philippe

SAS SAS BUSC SAS BUSC BUSC BUSC SAS SAS

50 . 87 52 .17

54.3 8 54·39 54.6 5 55-33 56 . 84 I.I6 ·76 I.j6 ·9 2

wins University Challenge Cup with 13.16 points against SAS with 30.24 points

16 5


47. ANGLO-SWISS UNIVERSITY RA CE IN ST. MORITZ

12 . Januar 1979

RIESENSLALOM I. 2.

3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Sehmid Christoph Russenberger Mare Ayles Nieholas Roed Martin Ayles Anthony R ussell Sand y Ador Thierry Ryg h Andrew Brunisholz Olivier Christen sen Henning

SLALOM

SAS SAS BUSC BUSC BUSC BUSC SAS BUSC SAS BUSC

1.11.86 1.13 ·66 1. 14.94 1. I 5.57 1. I 5.99 1. I 6.07 1. 16.22 1. 16.32 I.I6.83 1. 18. 56

Brunisholz O livier Ru ssenberger Mare Sehmid Christoph Ru ssell Sandy Roed Martin Ayles Anthony Murray lan Roux Didier Ayles Nieholas Ador Thierry Rig h Andrew

I .

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. I I.

SAS

SAS SAS SAS BUSC BUSC BUSC BUSC SAS BUSC SAS BUSC

73. 68 75 .02 75.4 2 78.2 I 82.21 82·4° 86·36 86'3 8 99·59 108 ·27 13°.66

wins the University Challenge Cup with 39 .3 I points agai nst BUSC with 0 points Best individual result: Chri stoph Schmid

48. ANGLO-SWISS UNIVERSITY RA CE IN ST. MORITZ

18. Januar 1980

ABFAHRT 1. Ayles Anthon y Berg Nieolas 3. R yeg A ndrew 4. Anstey Henry 5. Tollesen Chuek 6. Martin Pierre 7. Wyler Peter 8. Heritier Franeis 9. Jaequat Philippe 10. Peter Chris 2.

BUSC

166

SLALOM BUSC SAS BUSC BUSC BUSC SAS SAS

1.41.39 1.43. 68 1.44· 57 1.45·3 7 1.45 .68 1.46 .7 8

SAS

1.47·73 1. 55.76 1.48.60

SAS

1.57·3°

SAS

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

wins the U niversity Challenge Cup with

R yeg Andrew Ayles A nthon y Tollesen Chuek Martin Pierre Peter Chri s Heritier Franeis Berg Nieolas Anstey Henry

BUSC BUSC BUSC SAS SAS SAS SAS BUSC

° points against SAS with 44· 59 points

67. 6 5 68·35 7 2 • 60 7 2 • 86 73. 8 3 74·43 100·95 12 7. 23


33. IT ALO-SUISSE-RENNEN IN MÜRREN Dezember 1974

RIES E 1. 2. 3. 4. 5. 6. 6. 8. 9. 10.

R oy Varley Hanspeter DenzIer Laurent Blum Pierre-Andre Finazzi Charles Despont Stefano Marzotto Sandro Zandonella Maurizio Pozzani D aniel Knutti Mauro Lanaro

SPEZI A LSLALOM

SLALOM SAS SAS SAS SAS SAS sC I-18 SCI- I8 SC I-I8 SAS SC I- 18 I. SCI-I8 2. SAS

2.11. 00

I.

2.13 ·9 2.15 .7 2 2.15 ·74 2.16 .72 2. '7.72 2.18 .72 2. 18-44 2.19.7° 2.21.'7

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Slalom 678-41 Slalom 738 .98

10 .

Han sp ete r D en zIer Daniel Knutti Alex Ritter Lui g i del Gallo Franz Thomet Lionello di Lannoy «Reichsgraf» Charles-Paul Despont Gaetano Marzotto Thomas Baehni

Riesenslalom 843 .65 Riesenslalom 8 I 3.62

SAS SAS SAS SC I- 18 SC I-18 SCI-18

86·55 89. 22 9 6 .37

SAS SC1- I 8 SC1- 18

100. 12 10 1.47 10 1.60

SCI-I8 SAS SAS SC I-I8 SC I-18 SAS SAS SC I-I8 SAS SAS

62 . 5 64· 3 64-4 65.2 65.8 66 .0 66.5 69.7 70 .2 74.0

77-55 79. 02 81. 81

15 22 . 06 155 2 . 60

34. IT ALO-SUISSE-RENNEN IN TERMINILLO April 1976

RIESENSLALOM I. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13.

Brunisholz Olivier P ozzani S. Schweizer Jürg Bonato S. U ffer Marc De Lavallaz F. Rütsche Stefano Wiesmann Christian Pozzani M . Gandini N. Deganello F. Thomet Franz Stöcklin Wilfred

SAS SC1- I 8 SAS SC I-I8 SAS SAS SAS SAS SCI- I 8 SCI- 18 SCI- 18 SAS SAS

SLALOM 1.0 2. I 1.02.2 1.02 .8 1.03. I 1.°3 ·9 1.°5. I 1.06.1 1. 06·5 1.07 · 5 1.08·9 1.11.7 1.11.9

I. 2. 3· 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10 .

Mo ser S. De Lavallaz F. Schweizer Jürg Pozzani A . Bonato S. Hammer B . Wies mann C. Deganello F . Rütsche S. Stöcklin W.

1. I 2.2

Differenza in favore dell'sAS: 18 .5


35. ITALO-SUISSE-RENNEN IN KLOSTERS April 1977

SLALOM 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10 .

Schweizer] ürg DeAorin Eugen Moser Sandro Pellegrino Massimo Berthaudin Claude Reymond Philippe Bellodis Gino Pozzani Maurizio Guerresco Mauro Lacotte Urs 1. SAS :

PARALLEL-SLALOM SAS

54. 6

I.

SAS

2.

SCI- 18

55-4 56 . 1

3.

sCI-18

57·7

4.

SAS

5 8 .5

5.

SAS

5 8 '9

6.

SCI-18

7.

SCI-18

59·4 60 .0

SCI-18

60 · 5

SAS

65 · 7

39

Punkte

( 24+ 15 )

8.

Moser Sandro - Schweizer] ürg Pellegrino - DeAorin Bonato - Reymond Bellodis - Berthaudin Lacedelli - Lacotte Pozzani Maur. - Weder Pozzani Aless. - Bienz F. Guerresco Mauro - Pfeiffer

2 . sCI-18: 48

Punkte (31 +

0

4

0

4 0

4 2

2

2

2

4 2

0

15

17

17)

36. ITALO-SUISSE-RENNEN IN CORTINA 22.- 23.

April 1978

SLALOM 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14.

Lacedelli Marco Moser Sandro Pellegrino Massimo Hählen Beat Bellodis Gino Cipriano Tiziano Girardi Luca Lacedelli Roberto Bonato Stefano Schnider Ruedi Weder Walter Kaje Klaus Marx A*el Suter Mare

RIES ENSLALOM SCI-18

1. 0 9. 2 7

I.

SCI-18

1.11.37

2.

SCI-18

1. I 1. 51

3.

SAS

1. I 1.96

4.

sCI-18

1. I 2-40

5.

SC I- 18

1.13 -4 5

6.

SAS

1.13-4 8

7.

sCI- 18

1. I 3.59

8.

SCI-18

1. 14.8 I

9.

SAS

1. 17.93

10.

SAS

1.18.7 8

1 1.

SAS

1. 2 3. 0 4

12.

SAS

1. 2 4. 68

13·

SAS

1.26·57

14· 15 · 16.

168

Pellegrino Massimo Hählen Beat Lacedelli Marco Cipriano Tiziano Bellodis Gino Moser Sandro Girardi Luca Lacedelli Roberto Bonato Stefano Bussandri Billy Schnider Ruedi Kaje Klau s Weder Walter Lanaro Mauro Ma rx Axel Suter Mare

1. SCI CLUB 18

14. 22 .3 0

2. SAS

15.32. 12

SC I-18

1. 10.48

SAS

1.11.)2

SCI- 18

1.11. 6 3

sC I-18

1.11.81

SC I-18

1.11.93

SC I-18

1. I 2. 14

SC I-18

1.12.7 2

SAS

1. 14. 5 I

SCI- I 8

1. I 5. I 5

SCI- I 8

1. 17 .67

SAS

1.17. 86

SAS

1.18.89

SAS

1. 19. 55

SAS

1. 19.92

SAS

1.20. 25

SAS

1. 2 7 . 33


37. ITALO-SUISSE-RENNEN IN ZERMATT 6. April 1979

RIESENSLALOM I. 2.

3· 4· 5. 6. 7· 8. 9. 10. 11. 12. 13·

14·

Girardi Gianfranco Cipriano Mario Delacretaz Bernard Pellegrino Massimo Bellodis Gino Lacedelli Luca Kaelin Etienne Girardi Luca Pfeiffer Michael Mösching Markus Zuppinger Peter Peter Christian Gardini Mirko Britt Fritz

Schlussklassement Einzelwertung

Girardi Gianfranco

SCI-18

61. 59

I.

SCI- 18

106.20

SCI- 18

63-54

2. Cipriano Mario

SCI-18

SAS

63-73

SCI - 18

63 ·97 65. 19

3. Delacretaz Bernard 4. Pellegrino Massimo

108,7° 10 9.39

SCI- 18

5. Bellodis Gino

SCI- 18

6. Girardi Luca

SCI - 18

7. Lacedelli Luca 8. Zuppinger Peter

SCI-18

SCI - 18 SCI-18

SAS

1°9 . 55 110·93 111.92

SCI- 18

65·49 66·°3 66.29

SAS

66 . 59

9. Kaelin Etienne

SAS

SAS

67-34

10. Pfeiffer Michael

SAS

115.5 6

SAS

67-47 68·32

11. Moesching Markus

SAS

117. 16

12. Girardi Mirko

SCI-18

119.01

69-45 7 1 .4 2

13 . Britt Fritz

SAS

126.63

SAS

SAS SCI- 18 SAS

Gesamttotal

I.

SCI-18: 10.58.86

57. ITALO-SWISS, '979, Zermatt von links stehend: N. Pfeiffer, F. Britt, eh. Peter, M. Mäsching, K. Sieger, 1. Wagner kniend P. Zuppinger, B. Delacretaz, E . Kälin

2. SAS: 11.26-40

SAS

112·°5 113.7° 113. 81


38.

ITALO-SUISSE-RENNEN IN CORTINA D'AMPEZZO Februar

198o

SLALOM I. Pellegrino Massimo 2. Bernardi Fabio

Rochat J ean-Philipp Brunisholz Olivier Bellodis Gino Girardi Luca Lacedelli Marco Schüpbach Urs Rochat Christian Bussandri Billy Stähli Markus Frey Walter Diethelm Hanspeter

3· 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13 .

RIESENSLALOM SCI- 18 SC I-18 SAS SAS SC I- 18 SC I-18 SC I-1 8 SAS SAS SC I-18 SAS SAS SAS

1. 24.5°3 1. 2 5. 1 36 1. 2 5·975 I. 26 . 376

1.26' 7 10 1. 27 .66 5 1. 29.74 1 1.31.45° 1.33-449 1.3 6 .35 6 1.4 6 . 3 6 9 1. 5 2-44 I 2.2 0. 694

Rochat Jean-Philipp

I.

2. Cipriano Tiziano 3· 4. 5. 6. 7. 8. 9· 10 .

I I. 12 . 13. 14. 15 .

1. SCI- 18: 17.°7 . 144

12.

März

I.

J önsson Agneta

Stüssi Ueli

ZUE ZUE ZUE

3·57-49 3.5 8 .°9 4. 08 .99

I.

Reinhart Alex

ZH LA ZH

3. 2 1.26 3. 22 .97 3. 2 5.7 0

I.

Grob Peter

5. Groth Wolfgang 6. Horn Kar! 7. Gleditsch Einar 8. Girardet Patrice 9. Berry Beppo 10. Rudolphi Thomas

17°

1.3 ° ·33 1.32· 19 1.32 .9 6

Kessler Susanne 2. Möschling Brigitte,

ZH GE

4-49. 60

BS

5. 1 5.32

BE ZH ZH

3· 58.9 8 4. 02 . 14 4 .° 4. 6 4

BS BS ZH

4. 1 1. 2 5 4. 11 .73 4 . 18.21

FR GE BS ADH ZH ZH ZH GE FR GE

3. 4 8 . 53 3.54.3 6 3.5 8 . 00 4. 02 .4 1 4 .°4. 18

4 . 28 .66

Pec hvogel

1. Stäubli Hans-Ueli 2. Stüssi Ueli 3. Beck H . P .

jeune-SAS ZH ZH ZH

3.5 6 . 20 4. °7 . 8 9 4.31.°7

Aktive 2. Braus Michael 3. Feuer!e Peter 4 . Zürni Christian

1. 24.92 1. 2 5.77 1.26 .85 1. 29. 17

Alte Herren

jeune-SAS 2. Streuli Christoph 3. Achtnich Dieter

SAS SCI- 18 SC1- 18 SAS SAS SAS SAS

6. März 1976

Alte Herren I.

1.22·37 1. 2 3. 2 3 1. 2 3.33 1. 2 3.9 1 1. 24 .79

Damen

3. Hess Monika

2. Nicole Adrien 3. Marechaux Ernst

SCI- I 8 SAS SC I- 18 SC I- 18 SC I- 18

13· SAS-CORV A TSCH-RIESENSLALOM

1975

Damen 2. Kessler Susanne 3. Pfenninger Irene

1.20·59 1.20·93 1.22.00

2. SAS: 18.16-49

SAS-COR VA TSCH-RIESENSLALOM 1.

Bernardi Fabio Bellodis Gino Schüpbach Urs Pellegrino Massimo Lacedelli Marco Girardi Luca Brunisholz Olivier Bussandri Gabriele Lacedelli Luca Rochat Christian Reale Francesco Frey Walter Diethelm Hanspeter

SAS SC I- 18 SCI- I 8

1. Berg Nicolas 2. Büchi Andreas 3. Hug Beat

Aktive ZH ADH ZH ZH ADH ADH ZH LA LA ADH

3.°5 . 8 9 3.°5 .9 8 3. 06 .95 3. 1 5.3 8 3-15 .7 6 3. 19. 22 3. 2 1.79 3. 2 5. 28 3. 2 9. 6 3 3. 29. 80

I.

Brunishol z Olivier

2. Cosandier Pierre-Alexis 3. Ritter Alex 4 . Zänger!e Ernst 5. Weder Walter 6. Richter J ack 7. Koci Jiri 8. Guinand Stephane 9. D espont Charles- Paul 10. Bachelin Pierre

4 .°7 . 55 4 ·°9· 34 4.°9 . 66 4. 10 .0 8 4. 1 1.°9


I4. SAS-CORVATSCH-RIESENSLALOM

I

5. SAS-CORVA TSCH-RIESENSLALOM I8.März I978

5· März I977 Damen

Damen 1. Rizzi Grazia 2. Kessler Susanne

SCA ZH BS

3· Goth Diana

3-33. 60 3.33. 8 7

1. Feierabend Margrit 2. Lattmann Barbara

3-37·37

3· Rizzi Grazia

Alte Herren

SC Hochstuckli SC Trais Fluors SC Alpina

3. 20 .9 8 3. 28 .88 3·31.26

SAS ZH ADH SAS GE

3.°4. 6 9 3. 1 5. 06 3-19-4 6

Alte Herren

1. DenzIer Hanspeter 2. Stüssi Ueli 3· Schnider Ruedi

ZH ZH BE

3·°5-37 3. 10 .3° 3-15.4 8

jet/ne-SAS

1. DenzIer Hanspeter 2. Zängerle Ernst 3. Argand Luc

Aktive

1. Beltracchi Marco 2. Hug Beat 3. Trachsler Herbert

SCA ZH ZH

3. 11 -4 8 3. 2 3.33 3. 24-49

SCA ZH ZH ZH BE GE ZH Gast BS FR

3. 0 5. 1 3 3. 06 .39

Aktive Hollinger Nicolo Schweizer Jürg Despont Pierre Russenberger Mare Hammer Bruno Cosandier Pierre-Alexis Diethelm H . P. Kind Andreas 9· Schmid Oliver 10. Rolle Philippe 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

3.°9.35 3. 10 . j1 3. 1 1.99 3. 1 3. 1 5 3.17. 12 3. 18 .3 8 3. 19.75

1. 2. 3. 4. 5· 6. 7· 8. 10.

I Kandidaten t/nd jet/ne SAS

Schmid Christoph Russenberger Mare Holinger Nicolo Stricker Claude Meier Kaspar Schenk Jean-Rene Kozma Peter DeI CurtO Armando DeAorin Eugen

SAS ZH SAS ZH SC Alpina SAS LA SC Saas SAS LA SAS ZH SC Alpina SAS BS

2·59· 19 3.00 . 8 3 3.0 1.9 2 3.°3 .06 3.°3-4 8 3.°3. 88 3.°3.9 1 3. 04.5 2 3.°5. 60

3· 19·75

I6 . SAS-CORVATSCH-RIESENSLALOM

Damen Feierabend Margrit Richter Aline 3. Rückel Sandra

1.

2.

NORWEGISCHE SICHERHEITSBINDUNG

Alpina LA SAS Basel

2· 5° ·66 2.5 2.89

ZH SAS BS SAS Alpina

2-44. 6 9 2-45. 01 2-49· 2 3

2·5 j.19

Alte Herren DenzIer Hanspeter DeAorin Eugen 3. Wolf Jan 1.

2.

Aktive, Jet/ne -SAS t/nd Ciiste 1. 2.

3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Russenberger Mare Berther Jacques Trivella Adriano K leger Gian-Reto Motti Florio Langaard Thomas Gmünder Hubert Wahlen Jean-Franco Berg Nikolas F luri Gian

ZH SAS FR SAS Alpina Alpina Alpina ZH SAS Appenzell LA SAS BS SAS ZH SAS

2.39. 62 2·43·49 2-43.9 2 2-44. 88 2-47·32 2-47-4 8 2-47-47 2-47.9 8 2-48. 87 2-49 · 7 1

17I


WENDUNG-CUP IN LES DIABLERETS 15· März 1975

M annschafts-Klassement

Aktive I.

2.

3. 4· 5. 6.

7. 8. 9. 10.

Hählen Beat . ... . ... . . . ........ .. ... 1.11.11 Grob Peter ......... . ....... . . . . .... 1. I I. 58 Poncet Pierre . . .. . .. .. . ....... . .. ... I. I 1.77 Marxer Herbert . ... .. . .. .... . . . . .. . . 1.1 1.9° Schweizer Jürg ... . .... . ....... . . . ... 1. I 1.97 Schmid Chr . . . .... . .... .... ...... .. . 1.12 .31 Feuerle P ........ . ......... . . ... . . . . 1.12·34 Gleditsch E. ..... . . . . . . ... .. .. . .... . 1.13.87 Tochon Bernard . . . . . . . . .. . .. .. . . . ... 1.14-40 Despont C. P . . .... . . . . . . . . . . .... .. .. 1. 14.99

Rang Mannschaft 1. Zürich A I

2.

Geneve A I

Zürich AH I

Bern A I

Lausanne A III

Fahrer Totalzei t Grob P. Schweizer J. Schmid Chr. 3. 35 .86 Poncet P. Marxer H . Tochon B. 3.38 .°7 Wittenwiller F . Denzier H. R. Stüssi U . 3.43.83 Hählen B. Schnider R. Hinderling P. Girardet P . Cellier C. Paquet M . 3-54·94

WENDUNG-CUP IN VERBIER 13 · Dezember 1975

Aktive

Elsener Paul-Daniel .. .. .. . . . . . . ... .. .. 4°.36 Ahlm Roger .... .. . . . .. . . ..... . . . ... . . 40.j2 3. Marxer Herbert . .. . .. . .. . .. . . . . . . .... .. 41. I 2 4 . Nicollier Daniel ············· . ·········41. 14 5. Schmid Christoph . ... . .... . .. . . . ... . .. . 41 .32 6. Blum Laurem ... . . . . . ...... . .. ....... 42.1 0 7· Brunisholz Olivier . . .. . . . .. ... . . . . .. .. 42.33 8. Gonthier Eric ...... . . . .. . .... . ....... 43. 00 1.

2.

Mannschafts-Klassement

Rang Mannschaft 1. Z ürich I

2.

Geneve I

Lausanne I

Bern I Geneve II

9· Haehlen Beat ·· · ·············· . ··· · ···43·17 10. Lüthi Jean-Marc ... . .. . ........ . .. ... . 43.36 5·

17 2

Fahrer Ahlm Schmid Nicollier Marxer Schöpfer Tochon Gonthier Blum Finazzi

Totalzeit

2.08.81 2.12. I I

2.23· 71


WENDUNG-CUP IN ENGELBERG 16. März 1977

Aktive

Mannschafts-Klassement

Blum Laurent . . .... . ..... .......... . . 53.12 Brunisholz Olivier ... ............... . . 53.77 3. Lüthi Jean-Marc . . . . .. ............ .. . . 54.38 4. Schweizer Jürg .. ... . .... ......... .... 54.7° 5. Gmünder Huben ....... .. ... .. . .. ... . 54.83 6. Russenberger Mare ....... .. ........... 54.9° 7. Elsener Paul-Daniel ....... . . . .. . . ..... 55.12 8. Cosandier Pierre-Alexis .... . .... . . ... . . 55.28 9· Hammer Bruno . .. .. . . . .. . . .... . ....... 55 ·33 10. Marxer Ossi ........... . . . . ... ...... ... 55.35

Rang Mannschaft Zürich I I.

I.

2.

2.

Geneve I

Bern I

Fribourg I

Lausanne I

Fahrer Schweizer Gmünder Russenberger Cosandier Marxer Schöpfer Lüthi Hammer Rolle Brunisholz Elsener Kaelin Blum Finazzi Uffer

ROGER STAUB ALS SKICLOWN IN EINEM FILM VON «HOMB!» HOMBERGER, AROSA

Totalzei t

2-44.43

2.46.69

2-47·07


WENDLING-CUP IN MEIRINGEN/HASLIBERG 8. April 1978

Aktive I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9· 10 .

Mannschafts-Klassement

Schmid Christoph .. .... . . .. . . . . . . . . . 1. 12 . 1 5 Schweizer J ürg ..... . ... . . . . . .... . ... 1. 1 3. 16 JennyMarkus . . . . . . .. . . . . . ..... . ... . 1.13.44 Elsener P.-D . . . . . . . .. .. .. . . . . . .. .. . . 1.13 .60 Ahlm Roger . . . . ... . .... . . . .. . .. . . . . 1. I 3.64 Russenberger Mark . ... . .. . ..... .. . . . 1. I 3.80 Denzier H. -P .. . . .. ........ . . . ...... . . 1.\4.17 Brunisholz Olivier ..... . ....... . . . . ... 1.14.84 Berg Björn ....... . .. ... . . .. .. .. . . .. 1. I 5.24 Wittenwiler Fredy . ..... . .. . .... . .... 1.16.71

Rang Mannschaft 1. Zürich I

2.

Fribourg A I

Basel A I

Zürich A II

Genf AI

Fahrer Schmid Jenny Ahlm Elsener Brunisholz Despont Berg B Deflorin Berg N. Schweizer Trachsler Kessler Roux Ador Guinand

Totalzeit

3.49.3 0

3· 5 5.00

WENDLING-CUP IN MEIRINGEN / HASLIBERG 28 . April 1979

Aktive 1.

Elsener PD ..... ... ...................... . ... 54.62

2. Stricker Claude .. .. . . . . ... . .. .. . . ..... .... 54.73 3· Schmid Christoph ... . ... . . .. .. . .. ... . .. .. ..... 55.32 4· Ahlm Roger . .. .. ...... . . . ..... .. ..... . . . .... 55.65 5. Hählen Beat .............. . . ... . . . ....... . .... 56.18 6. Russenberger Marc ....... .. . . . . .. . . .. . . . . . . .. . 56.35 7· Delacretaz Bernard . . .. . ... . . . . ..... . . . . . ... .. . 58.33 8. Wahlen ]-F . . ... . .... . ... . .. . . .. . . ... . . ...... 59.°3 9. Brunisholz Olivier .. .. . .. .. ..... . . . . . . . .. . .. .. 59.61 10. Schüpbach Urs . . ........ .. . .. . .. .. ...... . . ... 59.68

Mannschafts-Klassement

Rang Mannschaft SAS Zürich A I 1.

2.

SAS

Lausanne A I

SAS

Fribourg A I

SAS

Bern A I

SAS

Basel AI

Fahrer Totalzeit Schmid Chr. Ahlm R. Russenberger M . Schweizer J. 2·47·32 Stricker C. Delacretaz B. Uffer M. 2. 53. 86 Elsener P. D. Brunisholz O. Kaelin F. 2. 56 .83 Haehlen B. Schüpbach U . Ferretti P. 2· 59·75 Berg N . Schmid G. Schmid B. 3.0 5.7 8


WENDUNG-CUP IN MEIRINGEN j HASUBERG 29. April 1980

Mannschafts-Klassement

Aktive I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9· 10.

Blum Laurent . ... ... .. ...... . . . .. . .. . 1.15 .77 Schenk Jean-Rene . . .. . . ... . . . .. . .... I. 16.67 Jenny Markus ...... . .. ....... . . . . . .. 1.17.14 Russenberger Marc . . . . . ...... . .. . ... 1.17.26 Ahlm Rüger ··· ·· · · · . ... . ....... . ... 1.17.73 Siegwart Armin .... . . . ... . . . . . . . .... I. 1 8.97 Brunishülz Olivier .... . . . .... . . . ...... 1.19.15 Schüpbach Urs . . . .. . . ... . . .... . ... .. . 1.19-47 Langaard Thümas ........ .. . . . . .. ... 1.19· 55 Girardet Patrice . . ... . . . ... . .. . ...... .1-19 .66

ZITTERNDER FLIRT BEIM DELTAFLUG

Rang Mannschaft SAS Zürich A I I.

2.

SAS

Lausanne A II

SAS

Zürich A II

SAS

Basel A II

SAS

Bern A III

Photo R.Homberger

Tütalzeit Fahrer Jenny Markus Langaard Thümas Russenberger Marc Denzier H. P. 3· 52·°3 Wahlen J.F. Siegwart Armin Girardet Patrice 3· 58.7 6 Ahlm Rüger v. Wurstemberger eh. Frey Walter 4.00 .43 Berg Nikülas Feiner Matthias Schmid Eric 4·°9·99 Schapp i Urs Grunder Peter Mösching M . 4. 27. 6 3


SAS-CUP 1977/7 8: GESAMTWERTUNG

J.

jeune-S AS

J.

Hug Beat

2.- 3. Schäppi Urs 2.- 3. Berg Björn

Kozma Peter Berg Nicolas Schmid Eric Grunder Stephan 7· 8.- 9. Gettaz Olivier 8.- 9. von Wurstenberger Ch. 10. Probst Peter IJ. Grunder Peter 12 . Tuor Urs Jung Stephan 13· Wiler Peter 14· Weinmann Gerhard 15 · 16 .- 17. Reinhardt Mathias 16.- 17 . Reymond Fran<;ois 18.- 19. Leuenberger Phi lipp 18.- 19 . Schmid Gregor 4· 5· 6.

2.

}. Aktive ZH BE BS ZH BS BS BE LA ZH BE BE ZH ZH FR ZH ZH LA ZH BS

71 50 50 45 40 36 35 31 31 26 20 16 10 8 6 4 4

Alte Herren

J. 2.

3· 4·

5· 6. 7.

8.- 9. 8.- 9. 10. I I.

12.- 13. 12.- 13 . 14. I 5. 16. 17.-18 . 17.- 18. 19 .- 20. 19.- 20.

17 6

Denzier H .-P. Schnider Ruedi Desponr Charles Wittenwiler Fredi Berraudin Claude Knecht Urs Beck Hanspeter Baumann Max Clavadetscher Jojo Kälin J ose Gammeter Sepp Kübler Roger Argand Luc Wagner Ivan Stadler Hans Rouge Fran<;ois Steinebrunner Max Kaech Arnold Golaz Alain Gresvig Axel

J.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9.- 10. 9.- 10. IJ.

12.- 13. 12 .-13. 14.- 15. 14.- 15. 16.- 17. 16 .- 17. 18 .- 19. 18.- 19. 18.- 19.

Schmid Christoph Schweizer J ürg Russenberger Marc Brunisholz Olivier Poncet Pierre Schenk Rene Stricker Claude Roux Didier Leu Werner Hählen Beat Elsener P .-D . Langaard Thomas Sprenger Peter Imhof Walter Jenny Markus Zuppinger Peter Diethelm Hanspeter Blum Pascal Lüthi Jean-Marc Mjarlamd Ivar

ZH ZH ZH FR GE LA GE GE BE BE FR ZH ZH BE ZH BS ZH LA BE FR

110 66 57 54 45 44 38 28 25 25 22 20 20 15 15 12 12 II Il

11

4. Sektionen

ZH BE FR ZH GE BE ZH BE ZH FR ZH BE GE ZH BE GE ZH BE GE ZH

110

J.

97 73 65 42 28 26

2.

25 25 24 22

20 20 16 15 13 11 11

3· 4·

5· 6.

Zürich ...... . ... . .... . .. ... .. . .. .. . 3I 3 Genf ............ . .. . . . . .... . ...... 929 Bern ... .... .. . . . . . .. . . . ... . .. . .... 978 Lausanne ... . . . .. . ..... . ......... . . 993 Fribourg .... . ..... . ..... .... .. . . . . 1026 Basel ..... . .. . .. .. . ... . . ... ... ... . I 108


SAS-CUP 1978/79: GESAMTWERTUNG

J.

Jeune-S AS

Kozma Peter

I .

2. Grunder Peter 3. Berg Nicolas 4 . Berg Bj örn 5. Wyler Peter 6. Schmid E ric

Tuor Urs Raymond Franc Cattaneo Pascal Hug Beat I I . Richter Gilles 12. Wagner J ost

7. 8. 9. 10.

2.

J . Aktive

ZH BE BS BS BE BS ZH LA FR ZH GE BE

7° 65 60 45 35 3I 26 25 20 16 15 10

Alte Herren

I.

DenzIer Hanspeter

2. Wittenwiler Fredi 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. II.

12.

15· 16. 18. 19. 2 I.

Wagner Ivan Weber Philipp Stüssi Ueli Gammeter Sepp Sutter Rene Nicole Adrien Rey mond B. Berg Truls Bachelin Pierre Baumann Max Grunder Peter Schnider Ruedi Berthaudin Claude Budet Klaus Guinand Stephane Bornand Fran<;ois Noverraz M. Despont P. Gu yot Ph.

ZH ZH ZH ZH ZH ZH ZH LA LA BE GE BE BE BE GE FR GE LA GE FR LA

100 71 58 56 45 3I 3° 29 26 25 21 20 20 20

Stricker Claude Schmid Christoph Ahlm Roger Poncet Pierre Siegwart Armin Elsener P.D. Russenberger Marc Brunisholz Olivier 9. Hammer Bruno Jenni Markus I I. Waser Christian 12 . Kobel R. Schartum T. 14. Cosandier P.-A . 15. Blum Pascal Wahlen J .F. Schlegel Andreas 18. Langaard Thomas Reinhart Alex 20. Hoppeler Thomas 2 I. Delacretaz Bernhard Schweizer Jürg 23. Hählen Beat Lüthi J . M. Rochat Christian Ador Thierry 27. Frey Walter 28 . Willy Wilhe1m Gfeller M. 30. Ferretti Paolo Reymond Ph. Zegg Roland I .

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

LA ZH ZH GE LA FR ZH FR BE ZH ZH LA FR GE LA LA ZH ZH ZH ZH LA ZH BE BE LA GE ZH BE LA FR LA ZH

62 58 53 5° 44 36 34 29 28 28 25 20 20

I7 15 15 15 14 14 II

10 10 8 8 8 7 6 6 4 4 4

17 15 15 13 II

II

4. Sektionen . .. .. . . .... . .... . ........ . . .. . .. 25 8 I. Zürich 2. Lausanne ...... ....... . . ......... .... . · 445 3. Fribourg . ..... . ... .... . ... . . . ........ . 85 0 4 . Genf .. . . . . . ... . .. . . . . .. . . .. .. .. . ...... 9 27 5. Bern ........ .. .... ... . . .... . .... . . ... ·95° 6 . Basel ... .. . .. .. . . .... .. ... . . .. . .. . .... 12 76

177


SAS-CUP I979 /80 : GESAMTWERTUNG

J.

jeune-S AS

I.

Wahlen J.-F.

J

2. Berther acques 3. Schmid Eric 4. Kozma Peter 5. Grunder Peter

Grunder Stephan 7. Berg Björn 8. Feiner Matthias Syz Christoph 10. Eckstein Dominik I I. Richter Gilles Hug Beat 13 . Fenier Eric Weidmann Beat 15. Richterich Christoph Perret Dominique

2.

}. Aktive LA FR BS ZH BE BE BE BS BS BS LA ZH LA ZH BS GE

I .

1°5 63

2. Russenberger Marc

5° 25 25 20

17 17 16 15 15 II II

Alte Herren

I.

DenzIer Hanspeter

2. Choffat Pablito 3. Terraillon Marc 4 . Deflorin Eugen 5. Grunder Peter 6 . Fontannaz Jean 7. Gammeter Sepp 8. Branger Jan 9. Baumann Max

Berg Truls Berthaudin Claude Wagner Ivan 13. Morand Pierre-Andre 14. Jezler Christoph

ZH LA GE BS BE LA ZH ZH FR BE GE ZH GE ZH

Dupasquier Denis

12 5

LA ZH ZH LA GE BS FR LA LA FR LA ZH ZH FR ZH LA BE GE FR FR ZH ZH

Jenny Markus Blum Laurent Poncet Pierre Berg Nicolas 7. Gila Poltera 8. Schenk Jean -Rene 9. Rochat Jean-Philippe 10 . Brunisholz Olivier I I . Delacretaz Bernhard Lutz Hansjörg 13. Wurstenberger Chady Dahle Tor Langaard Thomas 16. Siegwart Armin 17. Tönz Manin 18. Marxer Ossi 19. Sudan Jean-Pierre Wiig Wilhelm Gmünder Hubert Halleen Leif-Eric 3. 4. 5. 6.

81 78 75 71 68 47 4° 38 34 3° 25 25 22 22 22 21 20 19 15 15 15 15

13 6 55 41 4° 39

4. Sektionen

31 29 26 25 25 25 25 21 20

I. Zürich ......•.... • . 2. Lausanne .... • ....• . 3. Fribourg . ... • .... • . 4 . Bern · .. . .... •. . . ...

... . .. ... ...

• . . ..•.. . .... . . . .. ..... . .. • ....•.. . .... . .... ... .....

. .. 73 6 .. . 82 3 . . 1°9 6 .. 1243

5. Basel · ............... . .. . ........... . . 1333 6. Genf · ..... . .... . .. . ... .. .. . . . ........ 1342


r. INTERNATIONALER SAS-PENTATHLON IN GRINDELWALD 3 r. März, r.!z. April 1978

Einzelresultate Rang Name

I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. 11. 12. 13· 14·

15 · 16. 17· 18. 19· 20. 21. 22. 23· 24· 25· 26. 27· 28. 29· 3°·

Bollag Ueli Stüssi Ueli Bebie Fritz Luethi Jean-Marc Gasner Christoph Witt-Döring Chris Troller Kamen Berg Truls Schlegel Andreas Bollag Hansruedi Klaue Kai Schmid Oliver Spieler Walter Zuppinger Peter Brunisholz Olivier Berg Björn Mösching Markus Teraillon Mare DenzIer H. P. Frascini Andrea Bienek Bernd Berg Nicolas Wittenwiler Fredi Wagner Ivan Russenberger Mark Wilson Richard Urban Bruno Marx Axel Stöcklin Evi Fischer Heinz

Team

Riesen- Springen Curling Cross Schwimmen Total slalom

The Wild-Ones' The Organizers The Wild -Ones' Bern-Zürich Bern I Salzburger Nockerl Les Ambitieux Trolls The Punks The Wild-Ones' The Punks Peolax TV Grindelwald Peolax Les Crapauds Trolls Bern I Les Ambitieux Ist Continental Itremona SAI Chaoten Trolls The Organizers The Organizers Bern-Z ürich Bearsden Ski-Club TV Grindelwald Peolax Charon Balderschwanger

1°°4 1061 1002 1016 9°8 101 9 1°57 1°7° 932 1°5° 953 9 87 1000

953 84 2 99 2 943 106 9 108 5 102 7 1°3 8 9°4 1°7 1 1028 99° 7 86 955 943 99 8 1°7 8

957 1°31 77° 102 4 7 26 1°99 895 895 894 1°5° 875 9 68 1006 9 13 102 4 875 81 9 994 826 98 7 96 9 857 10 31 9 19 102 4 7 14 95° 95° 9 19 74 6

44 8 96 73 6 4 16 67 2 640 352 480 480 96 25 6 160 352 384 352 44 8 352 25 6 480 7°4 ° 32° 32° 128 ° 544 96 25 6 ° 224

1 121

I 50 1°47 949 1°74 645 993 118 9 925 102 5 839 7°° 8°9 897 9°1 93 8 89 1 9°7 881 4 64 857 1002 77 6 780 953 57 2 9 68 866 5°0 9°7

I

99 8 I I jl

828 881 86 4 79 6 810 47° 86 4 862 I I 19 1221

79 6 81 3 83° 743 86 4 62 4 539 6°9 9 12 677 55 6 862 7 28 1066 7 11 660 12 36 640

452 8 44 89 43 8 3 4 286 4 244 4 199 4 1°7 4 1°4 4°95 4 08 3 4°4 2 4 0 36 39 6 3 3960 3949 3896 386 9 3850 3811 379 1 377 6 3760 3754 3717 3695 3682 3680 3675 36 53 3595

M annschafts- Klassement Rang Team

I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10.

The Wild-Ones' The Organizers Trolls Peolax The Punks Bern I Les Ambitieux Bern-Zürich Salzburger ockerl Baldenschwanger Schneeschuhe

Namen

Punkte

(U. Bollag, F. Bebie, H.R. Bollag) (U . Stüssi, F. Wittenwiler, I. Wagner) (T. Berg, B. Berg, N . Berg) (0. Schmid, P. Zuppinger, A. Marx) (A. Schlegel, K. Klaue, G. Hertig) (Ch. Gassner, M. Mösching, C. Fahrländer) (K. Troller, M. Teraillon, A. Lulin) (J. M. Lüthi, M. Russenberger, Ch. Schmid) (Ch . Witt-Döring, C. Eder, A. Koblinger) (H . Fischer, M . Weber, H. Kreuzer)

11794 1°7 60 11160 116 7 1 I I 103 11406 999 6 11 37° 111 °3 894 6

Mit HandicapPunkten 12 994 119 60 11760 116 7 1 1 I 503 11406 1139 6 1137° I I 103 10 74 6

179


PENT A THLON FOR EVER!

<d ST CONTINENTAL TEAM»: J.J. Stutzer, K. Sieger, G. Gattiker Die erste Mannschaft, die für den SAS am Highland -Pentathlon in Schottland kämpfte.

180


2.

INTERNATIONALER SAS-PENTATHLON IN GRINDELWALD

Einzelresultate

Rang Name

I.

2. 3· 4· j. 6. 7· 8. 9· 10. 11. 12. 13 · 14· Ij . 16. 17· 18 . 19· 20. 21. 22. 23· 24· 2j. 26. 27· 28 . 29 · 30 .

Gammeter Sepp Crawford Gordon Bollag Hansruedi Stüssi Ueli Wagner Ivan Dite Ladislav Schlegel Andreas Roll Philipp Lonsdale Barbara Schweizer J ürg Boehm Eduard Gattiker Guolf Dold Richard Sottaz Fred Russenberger Marc Deflorin Eugen Schmid Oliver Urban Bruno Delacretaz Bernard Berthod Martin Langaard Thomas Ahlm Roger DenzIer Hanspeter Brönnimann Max Gericke Hermann Weber Philipp Boehm Irene Clavadetscher Jojo Guinand Stephane Gassner Christian

Team

Riesen- Springen Curling Cross Schwimmen Total slalom

The Olivia Team Bearsden Ski Club The (Less) Wild Ones' The Organizers The Organizers Prager Kneedel The Golskis Les Pagailleurs Bearsden Ski Club The Y oung Ones Prager Kneedel Ist Contienntal Team The Golskis Les Pagailleurs The Y oung Ones I Defioratori Peolax Gr Gymnastic Club Sasebo-Sasarit Gr Gymnastic Club The Y oung Ones The Olivia Team The (Less) Wild ONes' Bärner Bär The Teddy Bears Trio Infernofatale Les Britchons Trio Infernofatale Les Assassins Bärner Bär

102 3 897 9 86 IOF 866 952 888 10jj 9 18 1°33 1°9° 913 8jI 999 1°°4 1101 960 9°0 99j 1°39 473 IOj3 1106 89 8 68 7 9 1j 1088 IOj4 852 8jo

1026 9°0 10j 3 1°79 973 947 9 13 1026 682 9j3 9°7 9 87 9°0 894 979 1°39 9j3 9°0 99 2 IOF 108j 104j 8 14 887 86 4 9°0 828 9j4 9j3 834

960 1080 j60 24° 840 j60 800 j20 1280 880 120 44° 1000 280 480 960 4°0 44° 600 4°° 760 480 4°° 120 FO 680 280 4°0 j60 24°

9 66 13F 1026 II j8 99j 839 97° 106 3 9 23 9 21 866 949 j4 8 97 6 76 7 76 9 96 3 126 3 82 9 1161 843 7 27 9°0 12 44 873 9 81 1121 7j 680 12 76 108 3 9 27 452 118 7 7 28 1°°4 9°j 96 7 6j2 9jj IIOj 73 6 11°7 1146 1026 12 4 2 8j6 767 11 86 7 °3 917 7 29 681 96 7 1068 1012

10 39 7 18 I I jI 114 2

jOl4 49 27 477 6 4 6 jI 4j l 3 449 2 444j 44 16 44°4 44°2 4343 433° 4FI 4317 4317 4 296 4 26 9 42jO 4 226 4 2°3 419° 4 18 j 4 161 41j8 4 139 4 118 408 j 40 j4 4°13 4°°4

Mannschafts-Klassement

Rang Team I.

2. 3· 4· j. 6. 7· 8. 9· 10.

The Organizers The Y oung Ones Bearsden Ski Club The Olivia Team The (Less) Wild Ones Les Pagailleurs The Golskis Gr Gymnastic Club Trio Infernofatale Bärner Bär

Namen

Total

(U. Stüssi, 1. Wagner, H. Henzi) (J. Schweizer, M. Russenberger, Th. Langaard) (G. Crawford, B. Lonsdale, J. Watson) (S. Gammeter, R. Ahlm, S. Kerster) (H . R. Bollag, H. P. DenzIer, F. Bebie) (Ph. Roll, F . Sottaz, O . Brunisholz) (A. Schlegel, R. Dold, R. Kessler) (B. Urban, U . Graf, M . Berthod) (Ph. Weber, J. J. Clavadetscher, J. Holz) (M. Brönnimann, Ch. Gassner, M. Mösching)

13°9 8 12 9°9 1278j 12 739 126 43 12j4° 1222 4 118 34 11793 1172 8 181


3. INTERNATIONALER SAS-PENTATHLON IN GRINDELWALD 28. / 29. / 30. März I980

Einzelresuitate

Rang Name

I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. I!. 12. 13 · 14· 15 · 16. 17· 18 . 19· 20. 21. 22. 23· 24· 25· 26. 27 · 28. 29· 3°·

Hemmingway Bill Moen Eilif Boehm Eduard Von Düring Bodo Sottas Fred Mösching Markus Lonsdale Barbara Berthod Martin Tandberg Harald Gattiker Guolf Crawford Gordon Begg Garek Marxer Ossi Roux Georges Bachelin Pierre Calladine Bob Eitzen Axel DenzIer Hanspeter Spieler Fritz Langaard Thomas Weder Walti Brunisholz Olivier Fraschini Andrea Wagner Ivan Choffat Pablito Weber Philipp Berg Nicolas Touron Alain Radici Fausto Hromadka Eduard

Team

Riesen- Springen Curling Cross Schwimmen Total slalom

Cairngorm Ski Club Cairngorm Ski Club Prager Knödel To Be Completed Les Ssarmaillis Genfer Bär Bearsden Ski Club TV Grindelwald The Aquavits Ist Continental Team Bearsden Ski Club Cairngorm Ski Club Tortellini Les Touristes Les Indecis The Austrians The Aquavits Trolls TV Grindelwald The Aquavits The Asylumboys Les Ssarmaillis I Tremona SAI The Organizers Kikouyous Alpöhi's Trolls Les Touristes I Tremona SAI Prager Knödel

73 6 986 1°79 9 28 788 977 9°2 1°39 97 6 93° 86 9 980 959 87 2 1°34 1068 545 1°55 10°7 1018 961 )22 1008 9 84 1086 939 9°5 84 2 98 3 9°6

7 22 95 0 95° 9 89 95 0 85 0 620 99° 99° 97 6 86 3 977 977 762 114 1 1°5 2 99 0 900 1°4 1 1028 9 14 1028 1028 82 3 1001 1001 87 6 812 914 78 5

1280 960 520 480 4°0 680 132° 600 680 360 44° 44° 720 960 360 280 480 480 4°° 280 )20 520 24° 32° 4°° 120 32° 680 160 360

899 1010

1°47 1139 1°93 9 86 686 820 113 6 962 87 1 733 640 83 6 820 888 1°45 1°79 83° 879 89 8 94 1 837 9 23 69 1 97 2 1°43 506 9 28 883

132 1 101 3 120 7 1°53 12 95 1°33 99 8 106 9 680 II60 134° 12 30 9 81 781 84 6 89° 1°95 635 86 3 910 720 97° 860 9 18 789 9 18 800 1°9 8 9 24 933

495 8 49 19 4 8°3 45 89 45 26 4)26 45 26 45 18 44 62 43 88 43 8 3 4360 4 277 4 211 4 201 4 178 4 155 4 149 4 14 1 4 11 5 4°13 39 81 3973 39 68 39 67 395° 3944 393 8 39°9 386 7

Mannschafts-Klassement

Rang Team I. Cairngorm Ski Club 2. Bearsden Ski Club The Aquavits 3· TV Grindelwald 4· Prager Knödel 5· 6. Les Ssarmaillis Trolls 7· 8. The Organizers Ist Continental Team 9· 10. Les Indecis

182

Namen (B. Hemmingway, E. Moen, G . Begg) (B. Lonsdale, G . Crawford, A. Fife) (H . Tandberg, A. Eitzen, Th. Langaard) (M. Berthod, F. Spieler, W . Spieler) (E. Boehm, E. Hromadka, T. Pastalka) (F. Sottaz, O . Brunisholz, Th. Mauron) (H. P. DenzIer, N. Berg, T. Berg) (I. Wagner, F. Wittenwiler, H. Henzi) (G . Gattiker, G.F . Gattiker, J.J . Stutzer) (P. Bachelin, P. Morand, B. Reymann)

Total 14 2 37 12 775 12 732 12 393 12 382 118 9 8 1188 5 113 6 3 112 49 1119 0


( \

\ Sieger SAS-Pentathlon Mannschaftssieger 1. sAs-Pentathlon 1978: The Wild Ones, SAS, mit Ueli Bollag, Hansruedi Bollag und Fritz B"bi"

Mannschaftssieger 2. sAs-Pentathlon 1979: The Organizers, SAS, mit Ueli St체ssi, Hans Henzi und Ivan Wagner

Mannschaftssieger 3. sAs-Pentathlon 1980: Cairngorm Ski-Club

PROMINENTE REDNER UNTER SICH: Dr. Walter Amstutz und Dr. Hans Nater anl채sslich des 2. sAs-Pentathlons, 1979


UNIVERSIADE SPINDLERUV-ML YN (CSSR) j.- I2.Februar 1978

HERREN ALPIN

K ombination I.

Riesenslalom

2. 3. 4. 5· 6. 7. 8. 9. 10.

Zeman Bohumir Ciprelli Patrice Rupitsch Peter Fleury Bruno Walkosz Jan Zibler Jan Gajewski Wojciech Stadler Helmut Soltys Michal Marxer Herben

TCH FRA AUT FRA POL JUG POL AUT TCH LIC

I I.

Poncet Pierre

SUI SUI SUI SUI

I.

22 . Hählen Beat 23. Elsener Paul Dan. 28. Brünisholz Olivier

2. 36 . 2 3 2.38. I I 2. 39. 80 2.39. 8 7 2.40.00 2.4 0 .0 5 2.4 0 .75 2·4°·79 2·4°·81 2·41.5° 2.4 2.00 2·44· 57 2.46.02 2·47·32

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Gasienica C. M. Bachleda c.]. De Chiesa P. Zeman Bohumir Gajevski Vojciech Confonola Bruno Maier Helmut Zibler Janco Rupitsch Peter 10. Derezinski Roman 18. Poncet Pierre 25. Schmid Christoph 30. Schweizer Jürg I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

POL POL !TA TCH POL ITA AUT JUG AUT POL SUI SUI SUI

93·°9 93·45 93-4 6 93.9 2 94-45 95. 24 95. 2 7 95. 80 9 6 . 20 9 6 .3 0 99· 57 101. 70 104 .9 2

Abfahrt I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Marconi Franeo Margreiter Werner Witt-Döring Christ. Provera Massimo Tesar Hans Fraschini Andrea Maier Helmut Nachbauer Werner Stadler Helmut Confortola Bruno

13 . Blum Pascal 14. Brunisholz Olivier

17. Hählen Beat 18. Rochat Jean-Ph. 28 . Elsener Paul-Dan. 37 . Schmid Christoph 18 4

TCH POL FRA POL AUT LIC POL POL !TA BUL

273 6 . 8 7 2741. 17 27j2 ·49 27 68 .3 1

TCH !TA SUI FRA POL FRA

3.°3. 08 3. 06 .47 3. 06 .77 3.06.88 3. 08 .7 1

!TA FRA SOV !TA AUT AUT

9 6 -47

SUI

100·99

!TA SUI !TA TCH FRA FRA

1.20·35 1.20.96 1.21.02 1.21. 6 5 1.21.9° 1. 2 3.°3

SUI

1. 27. 16

FRA SUI AUT !TA TCH !TA

24 18 . 19 24 18 .80 244 6 '99 245 8 . 87 24 66 . 8 3 24 66 ,94

277°·3° 2771.3 8 2778 . I I 27 8 3. 2 9 27 8 5. 2 7 2818'33

DAMEN ALPIN Riesenslalom I.

Slalom

Zeman Bohumir Casienica-Cap. M . Ciprelli Patrice Gajewski Vojciech Nachbauer Werner Marxer Herbert Derezinski Roman Walkosz Jan Fraschini Andrea Kochov Gheorgi

2. 3. 4. 5. 6.

Kuzmanova Dagmar Camiglia Giuliana Boehm Irene Liouche Manine Pieton Mana Attia Caroline

3·°9·97

Slalom I.

2. 3. 4. 5. 6.

Ercolani M . Rosalia Attia Caroline Zelova Nedejda Siorpaez Patricia Otsch Elisabeth Gruber Annemarie

9. Boehm Irene

97 · jI 98. 2 5 99. 0 4 99-45 99.5 8

Abfahrt

!TA AUT AUT !TA AUT !TA AUT AUT AUT !TA SUI SUI SUI SUI SUI SUI

2.41.9 1 2-4 2.33 2.4 2.3 6 2.4 2.54 2.43. 60 2-43·99 2-44· 3 8 2.44. 86 2-45. 11 2-45. 29 2-4 6 '97 2.47. 62 2.47. 84 2·47·95 2.49. 61 2·5 0.j2

I.

2. 3. 4. 5. 6.

Silvestri Maddalena Boehm Irene Campiglia Giuliana Kuzmanova Dagmar Attia Caroline Liouche Manine

22. Heller Barbara

Kombination I.

2. 3. 4. 5. 6.

A ttia Caroline Boehm Irene Oetsch Elisabeth Ercolani M. Rosalia Droppova Anna Siorpaez Patricia


HERREN NORDISCH

DAMEN NORDISCH

Langlauf I J km

Langlauf

I. Lebanov I. 2. Barzanov H.

3· 4. 5. 6. 11. 12. 23. 24. 25 .

km

Beran J. Bohm Zd . Skirdonov M. Zavialov A.

BUL BUL TCH TCH SOV SOV

43.5 2 .31 44.31.9 2 44-43. 1 5 44· 5 ).19 45. 2 1.°9 45. 2 7. 27

Leu W . Strupler M. Lutz H. Peterer R. Donze L.

SUI SUI SUI SUI SUI

47. 0 1.5 8 47. 20 .5° 49. 02 . 86

16. Stebler Ch. 24 . Strupler B. 25 . Keller S.

49· I I. 53 49-4 2. 14

Langlauf J km

I. Zavialov A. Sokolov A. Tchourikov A. Bohm Z. Tokarev M. Skirdonov M. Leu W .

SOV SOV SOV TCH SOV SOV SUI

1.3°·33-55 I. 3 I. I 5-46 1.31 . 2 3. 06 1.33.33 . 29

Strupler M. Peterer R. Lutz H . Donze L.

SUI SUI SUI SUI

1.35-34 . 64 1.3 8 .°9-4 2 1.39-47 .02 1.4°.54. 80

2. 3. 4. 5. 6. 7.

1.20-46 .21 1.30. I 5.27 1.3°.31. 01

4 x I o-km-S taffel

I.S0V

2.08 .00 .9 1

2. TCH 3. BUL 4. SUI

2.09· 14.33 2. 12.5 2.37 Strupler M. Leu W. 2.15.33-4 1

Lutz

I. Chaykhislamova Z. Arziaeva M. Janovska Z. Brügger Ch. Schulze I. HerrnIe M.-L.

2. 3. 4. 5. 6.

I.

Langlauf 3 0 km

10. 16. 23. 27 .

10

J.

2. 3. 4. 5· 6.

Paulu B. Paleckova D . Chaykhislamova Z. Jeriova K. Gaudelova J. Brügger Ch.

18 . Stebler Christine 22 . Strupler Barbara 26 . Keller Silvia

SOV SOV TCH SUI BRD BRD

34· 14·°3 35. 2 5· 31 35-3 6 .77 36 . 18 . 19 36 .39. 08 36 .49. 51

SUI SUI SUI

3 8 '35. 64 4°.02 .°5 4°.°5 . 58

TCH TCH SOV TCH TCH SUI

17.06. 15 17. 26 . 6 3

SUI SUI SUI

19. 2 5·74 19 . 58 . 89 20.19.9 1

17 ·35 · 59 17-44-45 17.5 0 .7 2 17 . 58 .57

3 x J-km-Staffel I.

2. 3. 4. 5.

TCH SOV FIN BRD SUI

6. POL

55 .08 .7 8 56 . 2 9. 01 59.°9.2 I 59. 19. 28

Stebler Ch. Strupler B. Brügger eh.

1.00. 24 · 7 3 1.00·57·79

Peterer R. 5. BRD 6. NOR

2. 18.46.3 I 2. I 8-48 . 10

18 5


SAS-RENNEN IN LES DIABLERETS 49. SCHWEIZERISCHE SKIHOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN IO.- r6. März r975

Abfahrt Herren I.

Antonioli R.

2. Tesar Hans 3. Stadler Helmut 4. Puthod Jean-P. 5. Visona Paolo 9. Poncet Pierre 16 . Grob Peter 17. Russenberger M. 19 · Rochat J. Ph .

Abfahrt Damen

ITA AUT AUT FRA ITA

2.06·73 2. 06.80 2.10.84 2.12.65 2.12 .83

2. 3. 4. 5.

GE ZH J. -SAS ZH J .-SAS LA

2.14045

9. Hinderling MicheIe

I.

2·17 ·9 3 2.18 .00

7. 10 . 12. 13 . 13 . 15 . 16 . 17. 20.

Poncet Pierre Visona Paolo Zernig Manfred Wicker Anton Taillefert Phi!.

GE IT AUT AUT FR

73. 62 74. 29 75-1 8

Hottgindre P. Schweizer J. DenzIer H . Grob Peter H ählen Beat Nesselhauf R. Reinecke H. Ritter Alex Tochon B.

FR ZH ZH ZH BE SG ZH BS GE

77 . 2 5

7504 8

75 . 60

79·17 79.7 6 79 . 80 79. 80 80.5 6 80.62 81.10

2. 3. 4. 5.

Wicker A. Poncet Pierre Grosso P.F. Bätz G. Antonioni R.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

I I.

Grob Peter

12. Blum Laurent 13. Hählen Beat 14. Feuerle P. 19· Heje J.

2.5 2 .39

Martin Sophie Jodicke Meike Rosoleni Carmen Weideli Barbara Pedimina Marina Buchs Elizabeth Wursten Christa Savage Alice

FR BRD IT ZH FR BE BE FR

83·54 83. 6 4 86'3 8 86 · 59 45-34 9° · 54 91.°9 91. 57

Riesenslalom Damen I.

Ra velli Patrizia

2. Boulet Dominique 3. Martin Sophie 9. Heller Barbara 10. Weideli Barbara

IT FR FR

1.35. 62 I. 35 ·94 1.3 6 .54

ZH ZH

1.41.01

FR ITA

27304 6

104°04°

Alpine Kombination Damen

AUT GE IT FR IT

2·55-34 2.5 6 .48 2. 57. 6 5 2.57. 68 2.5 8. 58

ZH ZH NE BE ZH SG

2. 59. 61 3. 0 1.75 3. 0 1. 8 4

I.

3. 02 04 0 3 . 02 04 2

Pedimina Marina

2. Marini Maria

12 7 .08

Langlauf Herren 1 J km 2. Strupler Matthias 3. Schweizer Fridolin

POL BE BRD

51·34·93 5 2 . 1 3. 10 54.°5.7 6

7. Parpan Guido 9. Locher Guido

FR SG

55. 20 . 6 4 56 . 20 .59

I.

9 . Pedrina Fabio

FR

2·33·59 2.35.06 2.3 8 . 6 5 2.3 8 .74

81.97

Riesenslalom Herren I.

2.24·77

Slalom Damen I.

I.

BS ZH FRA FR BE

2· 17 · 57

Slalom Herren 2. 3. 4. 5.

Boehm Irene Heller Barbara Savage Alice Pedimina Marina Buchs Elizabeth

Janocha Zygmunt

3. 0 4. 2 3

Langlauf Herren JO km Alpine Kombination Herren I.

2. 3. 4. 5.

r86

Poncet Pierre Zernig M. Taillefer Ph. Grosso P .F. Avanzi U.

I.

GE AUT FRA ITA ITA

4 2. 27 56 . 22 58 .3 0 7 8 04 0

9 8 .75

2. 3. 4. 5. 6.

J anocha Zygmunt Parpan Guido Gal Stanislav Strupler Matthias Kasper Curdin Krähenbühl Urs

POL FR POL BE ZHETH ZHETH

1.4 2 . 2 3. 08 1.4 2 . 29. 61 1.44· 59. 8 9 1.4 6 045 . 8 7

1.47. 26 . 6 3 1.49. 2 5. 17


Sprtlnglat1

Staffellauf Herren 1. Polen

2. Deutschland

3. Lausanne

CC nordique

]anocha Z . Majoch T. Gutt T. Gal Stanislav ]ungbeck H . Kleiner M . BlumenthaI U. Schweizer F. Berney ]. L. Gertsch P. Mercier P. Gobelet Ch.

1.)2 .39.9 1

1.59.5 0 .9 0

9· Grob P . 10. Gammeter S. 2.0 1.45 .0 5

I.

Turowska Krystina Luberda Barbara Zuhlke Haldis Gat Anna Kung Monika

POL POL BRD POL SSV

20.23 .21 21.46 .0 3 22.33 .0 5 22 . 52 .9 2 22.57. 00

BE ZUH ZH FR BRD SG POL ETH ZH ZH

226·7 224. I 216·3 2 I 2. 5 2°7 ·7 20 7.4 2°3. 0 200·3 199· 3 194. 8

Vierer-Kombination I.

Langlatlf Damen J km 2. 3. 4. 5.

1. Hählen Beat 2. Feuerle P. 3. Zürni Ch. 4. Despont Ch. P. 5. ] ungbeck H . 6. Frivella G . 7. Gutt T. 8. Gleditsch E.

Hählen Beat

2. Grob Peter 3. Garnrnetter Sepp 4. Buchs Walter

BE ZH ZH FR

20.39 1 20.5 2 5 21.4 14 21.9 28

Staffellauf Damen 1. Polen

2. SAS

3. Deutschland

Luberda B. Gal Anna Turowska K. Kung M. Manidi M.]. Aschwander K. HerrnIe Lucia Schweizer E. Zuhlke Haldis

1.00·34· 7 3

1. 0 5.3 6 . 26

1.06.26.83

PRESIDENT ET CHEF TECHNIQUE

Photo Danegger


SAS-RENNEN IN VERBIER UND GAIS jST ARKENMÜHLE 5o. SCHWEIZERISCHE SKIHOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN

Riesenslalom Herren 1. 2. 3. 4. 5. 12. 13 . 17. 19.

SHM-Langlauf H erren

Tesar Hans Poncet Pierre Stadler Helmut Bornat Pierre Wicker Anton

AUT GE AUT FRA AUT

2·33·79 2·33·9° 2.34. 0 4

Schmid Christoph Metzler Uli Brünisholz Olivier Blum Laurent

ZH ZH FR NE

2.3 6.60

2·34·35 2.34. 87

2·37-45 2,3 8.80 2.4°.°9

JJ

km

1. Parpan Guido 2. Donze Laurant 3. Brünisholz Bernard

FR NE LS

52 .5 6 .9 53 .44. 1 54. 2 3. 0

LS AUT ZH BS BE

24 . 2 5.6 24.37. 2 25'°3. 6 25.34. 8 25.48.0

POL POL BS BE AUT

32. 2 7-4 3303°. 6 34. 16 . 2

BE FR NE

83 .02 .7 89 . 16 -4 89. 24 . 2

SAS-Langlauf Damen J km 1. 2. 3. 4. 5.

Manidi Mary-J osy Gassauer Christine Keller Silvia Stebler Christine Gertsch Christine

Slalom Herren 1. 2. 3. 4. 5.

J acot Claude Stadler Helmut Bornat Pierre Visona Paulo Marsaglia Andrea

FRA AUT FRA ITA ITA

11. 14. 1 5. 16 .

Lüthi Jean-Marc Gmünder Hubert Schmid Christoph Heje Jörgen Riffel Beat

BE ZH ZH SG BE

20 .

1.22.11 1.22 ·99 1. 2 3. 3 8 1. 24.07 1. 24.6 1 1.26.26 1.26.7 2 1.26 ' 97 1. 2 7.5° 1. 3°.01

SA S-Langlauf Damen

JO

km

1. Gal Anna 2. Pelczar Emilia 3. Stebler Christine 4. Gertsch Christi ne 5. Gassauer Christine

34· 3 9·9 34·55-3

SHM-Langlauf Herren 30 km 1. Wenger Ueli 2. Parpan Guido 3. Donze Laurant

Alpine Kombination Herren I.

2. 3. 4. 5.

Stadler Helmut Bornat Pierre Tesar Hans Eberhardt Christian Avanzi Umberto

AUT FRA AUT FRA ITA

6.66 10.4 1

S A S-Staffellauf Herren 4 x I.

20·73 27.9 6 31. 82

Polen Majoch Tadeusz

2. ETH Zürich

Riesenslalom Damen 1. Boehm Irene 2. Levrel Annick 3. Oetsch Sissi

BS FRA AUT

1.2°-43

7. Heller Barbara

ZH

1. 2 3. i3

1. Levrel Annick 2. Martin Sophie 3. Boehm Irene

FRA FRA BS

1.31. 20

9. Keller Sylvia

BE

1.39· 77

1. 19-40 1. 19.62

3. Österreich

JO

km

Janocha Zygmunt Majoch Tadeusz J owanis Wasilis Cybruch Ryszard 1.53. 22 .9 Lutz Hansjörg Schindler Hansjakob Sprenger Peter Curdin Kasper 1.5 8. 50.8 Beck Gerhard Falkner Edgar Winter Wolfgang Winter Franz 2.04.°9. 1

Slalom Damen

1. 32-47 1.32. 8 3

SAS-Staffellauf Damen 3 x J km I.

Österreich

2. Uni Bern

Alpine Kombination Damen I.

Levrel Annick

2. Boehm Irene 3. Martin Sophie

188

FRA BS FRA

1. 74 9.3 8 22·99

3. ETH Zürich

Buschmann Elisabeth Wenko Irmgard Gassauer Chr. 1. 19.27.9°0 Gertsch Christine Zürcher Barbara Strupler Barbara 1.20.19.375 Baumann Silvia Wyder Rita Diener Eva 1. 2 7-4 2 .957


SAS-RENNEN IN ENGELBERG UND EINSIEDELN j I. SCHWEIZERISCHE SKIHOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN 1j .-18.Februar und 14.- 18. März 1977 Abfahrt Herren I.

Witt-Döring Christian

2. Lüthi Jean-Marc 3. Elsener Paul-Daniel 4 . Stadler Helmut 5. Oberleitner Franz 7. Rochat Jean-Philippe 8. Brunisholz Olivier 12 . Delacretaz Bernard 13 . Perraudin Frans:ois 18. Blum Laurent 19. Russenberger Mare 20. Schweizer Jürg

AUT BE FR AUT AUT

1.34·°4 1.34· 14 1.34. 2 7 1.34·34 1.34.7 1

LA FR LA ZH NE ZH ZH

1.35 ·45 1. 35.8 I 1.37·37 1.37. 8 7 1.3 8 .7 2 1.3 8 .77 1.39· 5°

Riesenslalom Herren

Bornat Pierre Stadler Helmut Hottegindre Yves Eberhardt Christian Chappaz Gilles

FRA AUT FRA FRA FRA

2.17 .6 5 2.18·°9 2.18.66

7. 9. 11. 13. 14. 16. 18. 20.

Blum Laurent Brünisholz Olivier Schweizer Jürg Perraudin Frans:ois Gmünder Herbert Zegg Roland Delacretaz Bernard Cosandier Pierre-A .

NE FR ZH ZH ZH ZH LA GE

2.20.64 2.20.81 2.22.04 2.24.7 1 2.25. 06 2.25 -47 2.26.64 2.27 .60

2.19·99 2.20·34

Slalom H erren I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

Bohn Raimund Hottegindre Yves Stadler Helmut Blum Laurent Fraschini Enzo Schweizer Jürg Metzler Uli Brunisholz Olivier Marxer Oswald

12. Schopfer Albert 13 . Russenberger Mare 14. Gmünder Hubert

BRD FRA AUT NE ITA ZH ZH FR GE

7 6 . 81

GE ZH ZH

82·57 82.68 82 .9 1

77·54 77-73 7 8 . 66 79. 26 79·55 79. 8 9 80.4 1 80· 5°

Cosandier Pierre-A. Finazzi Pier re-Andre Delacretaz Bernard Rochat Jean-Philippe Hammer Bruno

GE NE LA LA BE

83-3 6 83· 75 83-77 83 . 8 3 84. 82

Alpine Kombination Herren

Stadler Helmut Hottegindre Yves Brunisholz Olivier Blum Laurent Schweizer J ürg

AUT FRA SUI SUI SUI

2.186·39 2. 19 2.81 2.226·35 2.239 . 12 2. 249.9 2

2. Oetsch Sissi 3. Heller Bar bara 4. Heller Daniela

NE AUT ZH FR

1.45. 26 1.4 8 .7 0 1.4 8 .7 6 1.5°. 56

8. Gadomski Alexandra

NE

2.02·73

FRA !TA FRA ZH LA

1.11.14 1.12 .92 1. I 3.08 1. I 3.08 1.13.9 2

FR ZH BS

1. 15 .02 1.19. 86 1. I 9.94

I.

2. 3. 4. 5·

Abfahrt Damen I.

2. 3. 4. 5.

I.

16. 17. I 8. 19. 20.

Boehm Irene

Riesenslalom Damen 1. Levrel Annick 2. Tasgian Anahid 3. Jourdain Fabienne 3. Heller Barbara 5. Richter Aline 7. Heller Daniela 9. Dürr Susanne 10. Sämann Karin

Slalom Damen I.

Boehm Irene

2. Levrel Annick 3. Joedicke Meike 7. 8. 9. 10.

Heller Barbara Richter Aline Dürr Susanne Feuerle Ursula

NE FRA BRD

83·5° 83 . 6 3

ZH LA ZH FR

85. 2 5 88.46 94-4 0 9 6 .95

82 . jI

Alpine Kombination S AS Damen I.

Heller Barbara

2. Levrel Annick 3. Tasgian Anahid

SUI FRA !TA

1.9 24. 2 3 1.9 26 . 64 1.9 6 4. 3°


Langlauf Herren IJ km (Studenten)

Leu Werner Zahourek Jiri 3· Janocha Zygmunt I.

2.

5. Strupler Matthias 6. Lutz Hansjärg 8. Donze Laurent 10. Zehnder Josef Majoch Tadeus

Uni Bern CSSR POL

Langlallf Damen J km 52 .3°.9 2 52 -4 6 . 60 53.59 .02

Uni Bern 54.42.j2 ETH Zürich 54.53-48 Uni NE 56.24. 87 ETH Zürich 56.29.73 Janocha Tygmunt

Langlallf Herren JO km

2.

Zahou rek J iri Janocha Zygmunt 3. Cybruch Ryszard

CSSR POL POL

7. Lutz Hansjärg

ETH Zürich 1.26.32.0

I.

1.21.°7·3 1. 2 3.53. 1 1. 2 5. 1 5. 0

I.

2. 3. 4. 5.

Drahoko vpilova Iva Keller Silvia Jazwinska Wieskowa Zetkova Alena Gal Anna

Langlallf Damen

Drahokovpilova I va

I.

5. Gal Anna

CSSR

2.

Polen

3. Uni Bern I

Tryzna Jindrich Tulacek Vladimir Mizera Ladislav Zahourek Jiri 1.42 . 58.3 Wawrytko Wladislaw Cybruch Ryszard Majoch Tadeus Janocha Zygmunt 1.43.j2.7 Strupler Walter Räthlisberger Res Strupler Matthias Leu Werner 1.45.j2.0

Bild Seite 191 MÜRREN: I FERNO-FAHRER AM «WENDEKREIS DES KREBSES» Pholo IV'. SIuder

31.°5. 8 22 .°9 .7 6 22 . 11.3 8 22 .4°. 4 8 22-41.82

km

2. Zetkova A lena 3. Jazwinska Wieskowa 4. Stebler Christine

CSR CSSR POL BS POL

21.°5 . 8 3 1 -4 0 -4 32. 16 .3 32. 16 .8 32 . 2 5. 2

Staffellauf Damen I.

CSSR

2.

Schweiz I

Staffellauf Herren I.

10

CSSR Uni Zürich POL CSSR POL

3. Polen

Zetkova Alena Drahokovpilova Iva Havlova Jana 1.02.24.5 Stebler Christine Manidi Mary-J ose Keller Silvia 1.°4.00.0 Gal Anna Pelczar Emilia Jazwinska W .

AUFMERKSAMER TORWART

Pholo Hans Grimm


SAS-RENNEN IN DA VOS 52. SCHWEIZERISCHE SKIHOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN 23.- 2 7.

Abfahrt Herren I . Tesar Hans 2. Marconi Franeo 3. Stadler Helmut 4. Brunisholz Olivier 5. Blum Pascal 6. Ahlm Roger 7. Hählen Beat

9. Jenny Markus 10 . Lüthi Jean-Marc 11. Rochat Jean-Philippe 14. Schmid Christoph I 5. Poncet Pierre 18 . Schenk Jean-Rene I 9. Lacotte Urs

Januar 1978

Alpine Kombination Herren AUT !TA AUT FR NE ETH BE

1.31. 6 9 1.32 .56 1.32.7 2 1.33.7 8 1.33·93 1. 34.09 1. 34.37

ZH BE LA ZH GE NE BE

1.35. 00 1. 35 . I 7 1.35-35 1.35 ·54 1.35 ·7° 1.3 6 -47 1.37. 16

Slalom Herren 1. 2. 3. 4. 5. 6.

Traversa Eugenio Maier Helmut Blum Pascal Stadler Helmut Prasser Gerhard Stricker Claude

!TA AUT NE AUT AUT LA

82.66 82.88 83· 57 84-44 84·55 84·59

12. 13 · 14. 15 . 16. 17. 18.

Schmid Christoph Schweizer J ürg Elsener Paul-D . Schenk Jean-Rene Hählen Beat Brunisholz Olivier Ahlm Roger

ZH ZH FR NE BE FR ETH

86.14 86.26 86-46 86.64 87·°4 87. 12 87 · 15

AUT GE ZH !TA NE

2.39. 6 5 2-4°.9 8 2.41.04 2-41. 29 2·41.66

BE ZH ZH FR ZH ZH

2.43 .20 2.43.7 8 2.44.1 I 2·44·57 2.46.3 I 2.46.48

I.

2. 3. 4. 5.

Stadler Helmut Blum Pascal Ahlm Roger Marconi Franeo Visona Paolo

AUT 23 10 .66 NE 23 21.22 ETH Zürich 234 2. 08 !TA 2343·49 !TA 2345.5 I

Abfahrt Damen I. Oetsch E lisabeth 2. Silvestri Maddalena 3· Jetzer Marianne 4. Heller Daniela

AUT !TA ZH FR

1.43 ·°4 1.45. I 8 1.54·17 1.57-4 8

I. Silvestri Maddalena 2. Oetsch Elisabeth 3. Pignataro Raffaela

!TA AUT !TA

86·°3 89.9 1 9°·9°

5. 6. 7. 9.

ZH GE BE FR

Slalom Damen

Heller Barbara De Lavallaz Romaine Keller Silvia Heller Daniela

93·5° 99·47 99. 6 5 104. 8 5

Riesenslalom Damen I . Boehm Irene 2. Oetsch Elisabeth 3. Heller Barbara 4. Keller Silvia

8. De Lavallaz Romaine 9. Jetzer Marianne 10. Gadomski Aleksandra

NE AUT ZH BE

2·47·59 2· 5°·20 2. 52.86 2.5 8.21

GE ZH NE

3·°3 · 53 3. 08 . I 3 3. 1 1.5 2

AUT ZH FR

245 0 .60 266 3. 6 3 2704. I I

Riesenslalom Herren I.

2. 3. 4. 5.

Stadler Helmut Poncet Pierre Ahlm Roger Traversa Eugenio Blum Pascal

9. Hählen Beat 10. Schweizer Jürg I I. Schmid Christoph 12. Brunisholz Olivier 19. Gmünder Hubert 20. Russenberger Mare

Alpine Kombination Damen 1. Oetsch Elisabeth 2. Jetzer Marianne 3. Heller Daniela


StaJfe11atif Damen J x J km

Langlauf H erren 1 J km

Malochenkov Valeri 2. Leu Werner 3. Sokolov Alexei

UdSSR BE UdSS R

1.

5. 7. 8. 9.

Strupler Mathias Peterer Roger Lutz Hansjörg D onze Laurent

47 .° 7. 29 47. 14.55 47. 2 9.9 2

BE 48 '°9 .36 E TH Zürich 49.43.50 ETH Zürich 49-49. 58 NE 50 . 37-31

1.

UdSS R

2.

Schweiz

3. Un iversität Bern

Morozova Feina Viatkina Lubov Kroliglikova N. 1.02-43-4 Stebler Christine Keller Silvia Brügger Christine 1. °3 . 58 . 5 Strupler Barbara Stauffer Brigitte Pfiffner Beatrice 1.12. 19.6

Langlauf H erren J O km

Sokolov AJexei 2 . MaJochenkov Valeri 3. Winter Franz

UdSS R UdSS R AUT

1.

6. Peterer Roger 7. Lutz Hansjörg 8. D o nze Lau rent 9. Schartum Tormot 10. Strupler Walter

1. 29. 0 1. 7 1. 30. 55.0 1.31.47. 8

ET H Zürich 1. 36. 12. 0 ETH Zü rich I.3 7-44.0 NE 1. 38. 26 .5 FR 1-42 .°9 . 1 BE 1.4 2 . 20 .3

Skispringen - 26.januar 197 3 1. Hählen Beat

Wicker Anton 3. Lüthi ]ean-Marc 4. Schenk ]ean-Rene Brünisholz O livier 6. Marghitola Rero 7. Stadler Helmut 8. Berg Nicolas Krüger Gundolf 10. Maier Helmut

BE AUT BE NE FR ZH AUT ] .-SAS BRD AU T

StaJfe//a!if H erren 4 x 7, J km 1.

2.

ETH Zürich

Strässle B. Schindlcr H. J. Peterer R. Lutz H . ]. Geldbach ]. Willmann M. Anderson A. Schmalz K. Winter W. Wolfschwenger Falkner E. Winter F.

BRD

3. AUT

Viererkombination 1.

1.43 -47· 7

J.

Langlatif Damen J km

Kroliglik ova Natalia Viatkina Lubov 3. Brügger Christine 4 . Morozova Feina 5. Stebler Christine 1.

2.

L anglauf D amen 1. 2. 3. 4. 5.

10

UdSSR UdSSR Gast UdSSR BS

18 ·34-44 19-44· °9 19· 50 . 2 3 19.59.7 1 20·17 · 77

UdSSR Gast UdSSR BS UdSSR

33. 29. 8 34.°5. 2 35. 2 1.9 35 ·54·5 36.44. 8

km

Kruglikova Natalia Sprenger Claudia Viatkina Lubov Stebler Christine Morozova Faina

H ammer Bruno

BE


SAS-RENNEN IN SAAS-FEE UND SAAS GRUND 53. SCHWEIZERISCHE SKIHOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN 23.- 26 . Januar 1979

Riesenslalom Herren 1. 2. 3. 4. 5. 6. 10. 11 . 12. 19.

Alpine Kombination Damen

Joyeusaz Mauro Swaluw van der Peter Traversa Eugenio Tua Massimo Poncet Pierre Elsener Paul-Daniel

ITA NED ITA ITA GE FR

2.21.86

I.

2.23 ·°7 2.24· 37 2.25 .00

2. Poccianti Sonia

Stricker Claude Schmid Christoph Jenny Markus Hählen Beat

LA ZH ZH BE

2.27· 53 2.27. 67 2.27.7 6 2.29. 27

1. 2. 3. 4. 5. 6.

Maier Helmut Traversa Eugenio Berger Raimund Nachbauer Werner Poncet Pierre Stricker Claude

AUT ITA AUT AUT GE LA

88 .83 88.88 88.89 89. 10 89. 24 89.4 2

1 I. 14. 18 . 19.

Ahlm Roger Schmid Christoph Russenberger Mare Elsener Paul-Daniel

ETH Zürich ZH ZH FR

9°-47 91. 10

1. 6 53. 24 1. 6 56 . 58 1. 6 73.°7

Langlauf Herren I .

I

J km

Lutz Hansj örg

2. Don ze Laurent 3. Masiero Guido 4. Vedeler Bernt 6. 7. 9. 10.

Sprenger Peter Huwiler Frowin Schartun Tormod Enzler Kar!

ET H Zürich 5°·27·9° NE 51.32. 8 7 ITA 52 .08 -4 6 HSG 52 . 12 .7 6

ZH

52.5°. 6 5

ZH 54.°5. 21 FR 54. 2 1.47 ETH Zürich 54. 2 1.5 0

89. 84

91.74

Alpine Kombination Herren

Swaluw van der Peter Traversa Eugenio Poncet Pierre Berger Raimund Tua Massimo

3· Longo J anie

ITA ITA FRA

2.25 .°7 2.25 ·32

Slalom H erren

1. 2. 3. 4. 5.

Nosenza Nadia

NED ITA GE AUT ITA

1.5 62 . 21 1.5 64 . 11 1.5 6 9. 2 9 1.571. 2 3 1.571.60

ITA FRA ITA NE

2.3 6 .5 5 2.3 6 .73 2.37-4 1 2.37. 64

LA GE

2.4 2.4 2 2-44· 7 2

Langlauf Herren jO km I .

2. 3. 4. 5. 6.

Rocca Martino Lutz Hansjörg Vedeler Bernt Sprenger Peter Enzler Kar! Huwiler Frowin

8. Gay Daniel 9. Widrig Linus

ITA ETH Zürich HSG ZH ETHZürich ZH

1.26.18.8 1.28.29-4 1. 3I .°7 . 8 1.33. 1 1.2 1.35-37.0 1.35-43-5

LA 1.3 6 .5°.7 ETH Zürich 1.37 .oj.l

Riesenslalom Damen I.

Nosenzo Nadia

2. Longo Janie 3. Poccianti Sonia 4. Boehm Irene 8. Richter Aline 10. De Lavallaz Romaine

Staffellauf Herren 1. ETH Zürich I

2. Italien

Slalom Damen 1. Ercolani Maria R. 2. Poccianti Sonia 3. Nosenzo Nadia

ITA ITA ITA

7. Boehm Irene

NE GE

10 .

De Lavallaz Romaine

194

93. 66 95.5 0 95.5 2 9 8 .77 10 4. 82

3. Universität Bern

Enzler Kar! Grünenfelder Thomas Peterer Roger Lutz Hansjörg 2.°4 . 2 3. 8 Salvadori Narciso Rocca Martino Cemin Andrea Masiero Guido 2.°7. 08 .5 Brönnimann Max Scheidegger Anton Suter Mark Schori Beat 2·°9·3°·7


Langlauf Damen J km

Skispringen

1. Schmid Silvia

ZH BS

Stebler Christine 3. Noseda Fiorella 4. Balsiger Isabelle 5. Staufer Brigit 2.

Langlauf Damen

IO

!TA ZH BE

22·57 ·95 23-59·34 25. 28 -4 2 26.12.3 6 26. 13. 08

km

Schmid Silvia 2 . Stebler Christine 3. Staufer Brigit 4. Moll Marlies 5. Hessler Dorte

ZH BS BE BRD BRD

I.

33.°5. 6 35. 24 . 6 39. 00 .9 39.35. 6 4 2. 10 .3

Staffellauf Damen} x J km 1. Schweiz

2.

Universität Zürich

3. BRD

Jahren Marit Staufer Brigit Stebler Christine 46.07-4 Balsiger Isabelle Attenhofer Christine Schmid Silvia 48.01.8 Hessler Dorte Weber Beate Moll Marlies

STILL GOING STRONG'

I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

Berg Nicolas Maier Helmut Hählen Beat Langaard Thomas Dupasquier Denis Brünisholz Olivier Delacretaz Bernard Purtschert Reto Schenk Jean -Rene Berg Björn

BS J. -SAS AUT BE ETH Zürich LA FR EPFL FR NE J. -SAS BS

240.0 232. 8 228.0 225. 6 220.8 211. 2 211.2

208.8 201.6 166.8


SAS-RENNEN IN LAAX UND GADMEN 54. SCHWEIZERISCHE SKIHOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN 21.-26. Januar und I 5.- I 7. Februar I9 80 Abfahrt Herren 1. 2. 3. 4. 5. 8. 10. 12. 13. 18. 19. 20.

Abfahrt Damen

Berod Thierry Jourdan Franc;:ois Margreiter Werner Menardi Marcello Zappa Fulvio

FRA FRA AUT ITA ITA

1.35. 6 3 1.35·77 1. 3 5·95 1.35 .9 8 1.3 6 .°3

Rochat Jean-Philippe Dupasquier Denis Jenn y Markus Po neer Pierre Brunisholz Olivier Berg Björn Russenberger Mare

LA LA ZH GE FR BS ZH

1. 36-4 2 1.3 6 .7° 1.37. 12 1.37. 29 1.37. 6 3 1.37. 6 4 1.3 8 .0 4

1. Silvestri Maddalena 2. Boehm Irene 3. Spiess Nicola 7. 8. 9. 10.

Binggeli Therese Fritsche Gabi De Lavallaz Romaine Tochon Veronique

ITA NE AUT

1.13. 82 1.14. 10

BS BS GE GE

1.20.25 1.20.80 1.21.12 1.22.04

NE LA AUT

2.26.68

1.14·39

Riesenslalom Damen 1. Boehm Irene 2. Richter Aline 3. Spiess Nicola

2.27· 53 2. 28.27

Riesenslalom Herren 1. 2. 3· 4. 5.

Jourdan Franc;:ois Margreiter Werner Jenny Markus Grammatica Angelo Russenberger Mare

FRA AUT ZH ITA ZH

2·53· 19 2.5 4.3 8 2.55. 6 3 2.5 6 '°9 2.5 8.61

8. 9. 12. 13. 15. 16. 17. 19.

Elsener Paul-Daniel Dupasquier Denis Brunisholz Olivier Delacretaz Bernard Purtschert Reto Juvet Jacques Siegwart Armin Diethelm Hans-Peter

FR LA FR EPF FR EPF EPF ETH

3. 00 . 2 5 3. 0 1.79 3.°3.5° 3. 0 5.47 3. 06 .7 6 3. 08 .37 3. 08 . 60 3'°9. 06

Slalom Herren I.

2. 3. 4. 5.

Hamann Clemens Jourdan Franc;:ois Noris Antonio Stricker Claude Pegliasco Mauro

9. Kozma Peter 12. Elsener Paul-Daniel 16 . Dupasquier Denis

17. Wahlen Jean-Franc;:ois 18. Brunisholz Olivier 19. Jemmi Max 20. Schweizer Jürg

BRD FRA ITA LA ITA

88 .96

SAS

9 2. 11 93.4 1 95-4 6 95 . 68 9 6 .0 7 96 . 27 97. 10

FR LA SAS

FR BSV ZH

88'99 89·77 89. 8 7 89·9°

Jourdan Franc;:ois Elsener Paul-Daniel Dupasquier Denis Brunisholz Olivier Siegwart Armin

I9 6

FRA FR LA FR EPFL

1.4° 95·57 101.43 121. I 6 197·54

Silvestri Maddalena

2. Boehm Irene 3. Siegel Patricia

ITA NE FRA

9°. 06 9°.4°

10. Schneider V ren i

BSV

93. 6 4

NE AUT FRA

44.9 1 80.26

I.

88 .24

Alpine Kombination 1. Boehm Irene 2. Spiess Nicola 3. Longo J eannie

Langlauf Herren I.

Alpine Kombination H erren 1. 2. 3. 4. 5.

Slalom Damen

jO

km

Siarnik Michal

2. Saska Jaromir 3. Razym Vladislav 4 . Lutz Hansjörg . 6. 8. 9. 10.

Schindler Hans Donze Laurent Stauffer Laurent Sprenger Peter

Langlallf Herren

!

18.87

CSSR CSSR CSSR ETH ZH

1.59. 19.34 2.01.5 6.34 2.02 ·°3·55 2.°7.5°.77

ZH NE NE ZH

2.10.57. 24 2.12.15·77 2.14-43·39 2.19. 52.82

J km

2. Siarnik Michal 3· Pokesch J an

CSSR CSSR AUT

45-35-7 8 4 6 . 0 4. 8 9 4 6 . 28 .17

7. Lutz H.]. 8. Schindler Hans 9. Grünenfelder Thomas

ETH ZH ZH ETH ZH

4 8 .5 0 .62 , 5°. 02 .66 5°.°5.7 8

I.

Razym Vladislav


Staffellauf Herren 4 x

10

1. Österreich

2. Universität Bern

3. ETH Zürich

Staffellauf Damen} x J km

km Schwarz Werner Jochum Markus Winter Franz Prokesch J an 2.04-46 .66 Tönz Martin Annaheim Daniel Leu Werner Strupler Matthias 2.06.23 .70 Schneider Andy Grünenfelder Thomas Peterer Roger Lutz Hansjörg 2.11. 2 5. 82

1. CSSR

2. Österreich

3. Universität Bern

Skispringen - r 4.Januar r930 Kozma Peter Maier Helmut * Pischounig Reinhold Russenberger Mare Tafi Andrea Menardi Marcello Brunisholz Olivier 8. Rauch Uli Schenk Jean-Rene Pompanin Roberto

1. 2. 3. 4. 5.

Langlauf Damen J km 1. 2. 3. 4. 5.

Matousova Zuzana Janovska Zdenka Bartosova Hedvika Strupler Barbara Stebler Christine

Langlauf Damen 1. 2. 3. 4. 5.

10

CSSR CSSR CSSR BE BS

16 .37. 22 16.) 5.26 17. 37. 18 19. 24 .62

CSSR CSSR CSSR BE ZH

4 2 .32 . 6 7 4 2 . 5° .94 4) · 12 . j l 4 8. 52 . 81

19-45·55

km

Matousova Zuzana Janovska Zdenka Bartosova Hedvika Strupler Barbara Kuster Annemarie

Bartosova Hedvika Matousova Zuzana Janovska Zdenka 5°. 1 5.39 Wieser Renate Hofer Gerti Fussi Christine 58 . 10 . 8 3 Arn Beatrice Staufer Brigit Strupler Barbara 59. 10 . 88

J. -SAS ZH AUT AUT ZH ITA ITA FR BRD NE ITA

24° 232 216 216 216 216 216 208 208 208

* sAs-Meister 198 0 Viererkombination Brunisholz Olivier Hammer Bruno 3. Frey Walter I.

49-41.97

2.

FR BE ZH

22-44° 22·579 23-4 60

ENGADIN-SKIMARATHON Internes SAS-Rennen um den Wanderpreis von Dr. Lux Schweizer ZH

Handicap: Alter 30- 40 Jahre je 1 Min. Gutschrift pro Jahr Alter 41- 55 Jahre je 1 Min. Gutschrift pro Jahr Alter 56- 65 Jahre je z Min. Gutschrift pro Jahr Alter 66- 70 Jahre je z 12 Min. Gutschrift pro Jahr Alter über 70 Jahre 3 Min. Gutschrift pro Jahr Gewinner 1970 Dr. Lux Schweizer ZH 1971 Andrin U rech ZH 197z Dr. Lux Schweizer ZH 1973 Arnold Kaech BE 1974 Andrin Urech ZH

Andrin Urech ZH Dr. Hans Grimm ZH Dr. Hans Grimm ZH Andrin Urech ZH 1979 Dr. Paul Robadey FR 1980 Dr. Hans Bergmaier ZH

1975 1976 1977 1978

Folgende Doppelseite : Schilthorn, Ausblick auf Jungfrau

Photo [/7. Burkhardt


ZENTRALVORSTAND ZÜRICH 1977- 1980 Präsident Vize-Präsident Chef Alpin Chef Nordisch Chef Finanzen Chef Material/Chef Anlässe Chef Jeune-sAs

Hans ater PhiIipp Weber Ivan Wagner Christoph Jezler Luzi Hug Guolf Gattiker Hans-Peter Leuenberger

TECHNISCHE KOMMISSION Präsident

Walter Frey (Martin Hodler) Klaus Christen Hans-Peter DenzIer vakant Jojo Clavadetscher Fritz Holzer

Vize-Präsident Chef NM alpin Chef NM nord. Chef SR Wesen Beisitzer

PUBLIZITÄTSKOMMISSION Redaktor Schneehase Redaktor sAs-News Inserate sAs-News

Raoul Imseng Berni Hagenbach Jojo Stutzer

*****

COMITE CENTRAL GENEVE 1980- 1983 President Vi ce-President Chef Technique Chef Alpin Chef Nordique Chef Equipe Nationale Chef Arbitrage President Commission Technique Materiel Chronometrage Assistant Commission Technique Finances Jeune SAS Publications Redacteur Schneehase

200

K. Troller F. Rouge M. TerraiIlon P. Poncet P.A.Morand H. P. DenzIer J. J. Cla vedetscher M. Hodler B. Reymann G. Jacquemoud F. Holzer J. C. Falciola P. A. Cosandier Th. Reverdin L. Argand R.Imseng


Adolf Ogi untersucht Vor- und Nachteile des Leistungsdrucks. Dr. Hans Nater analysiert die Parameter und Mechanismen des Skipools . Der Beitrag von Peter Frei «1980-1987 : Weltcup ausgebucht» schliesst den sportpolitischen Teil ab und leitet zum skisportlichen Kern über: Eine Untersuchung des Phänomens Ingemar Stenmark - in ihrer Art vielleicht sogar eine Premiere - , ein Beitrag von Truls Berg und Dr. Martin Hodler. Die Untersuchung ist das Ergebnis intensiver Gespräche mit Ingemar Stenmark und seiner engsten Umgebung im Sommer 1980 in Schweden. Diesem I. Abschnitt folgt eine wissenschaftliche Präsentation des Alpen-Schneehasen, dem leptlS timidus varronis Miller, von Prof. Dr. Heini Hediger sowie ein Beitrag «La fernrne, I'amour et le SAS» von Maritza Faes. Zurück zum Sport: Ivan Wagner, Organisator des sAs-Pentathlons, stellt den sAs-Fünfkampf mit seiner in die griechische Antike zurückgehenden Tradition vor. Dr. Hanspeter DenzIer, Chef der Schweizerischen Studentenskimannschaft, beleuchtet das Szenario seines Teams. Der z. Abschnitt ist im weite rn umrahmt von Reflexionen von Ewald Roscher und Alois Kälin über Skisprung und Langlauf, gefolgt von einer Betrachtung über den Aufbau einer alpinen Regionalmannschaft, geschrieben vom Präsidenten des Walliser Skiverbands, Paul Schmidhalter. Hier schliessen skigeschichtliche Themen an: Eine kurze Chronik des höchsten Abfahnsrennens der Welt mit Start auf über 4000 Meter Höhe von Werner Imseng und Erinnerungen an Roger Staub, aufgezeichnet von seinem ehemaligen Clubkameraden Dr. Urs Widmer. Auch die Akrobatik kommt zum Zug: Eindrückliche Bildsequenzen aus dem Skiakrobatik-Buch von Hans Ettlin sowie eine Reportage über Sylvain Saudan, geschildert von seinem Dhaulagiri-Begleiter Ronald Sonderegger. Alpinist und Lawinenexperte Andre Roch gibt sodann Erfahrungen über Lawinen preis, und die beiden weitern sAs-Mitglieder Dr. Lukas Schweizer und Dr. Hans Grimm beschreiben die alpinen Expeditionen des SAS 197 z1978, die von Ecuador bis Neuseeland reichen. Weiter kommt die enge Verbindung des SAS zum Palace St. Moritz zum Ausdruck in historischen Betrachtungen von Guolf Gattiker. Das Werk schliesst mit zwei Beiträgen von Dr. Walter Amstutz u . a. mit einem Portrait des englischen Meisters der Landschaftsmalerei : William Turner. Photo-Umschlag Eric Dragesco Druck c.]. Bucher AG, Luzern

Dieses Jahrbuch ist zum Preis von Fr. 3 j.beim Kommissionsverlag Dr. Walter Amstutz de Clivo P·ress, Postfach, eH - 8600 Dübendorf (Zürich) erhältlich. Tel. (01) 8201224


SC HRIFTLEITUNG: RAOUL IMSENG

Arnold Kaech, Jürg Tobler, Kaspar Wolf, Pierre Hirschy, Adolf Ogi, Hans Nater, Peter Frei, Alois Kälin, Truls Berg und Martin Hodler, Maritza Faes, Heini Hediger, I van Wagner, Hanspeter Denzier, Ewald Roscher, Werner Imseng, Urs Widmer, Paul Schmidhalter, Ronald Sonderegger, Andre Roch, Lux Schweizer und Hans Grimm, Walter Amstutz, Guolf Gattiker schreiben über: «Den Baum zweien ... »; Sport und Politik Machtspiel im Freistil; Olympische Lorbeeren; La Federation Suisse du Ski Plan du Ski 80; Hat Leistungsdruck (im Sport) wirklich nichts Gutes an sich?; Kommerz auf Ski: Bedrohung bewährter Strukturen; 1980-1987: Weltcup ausgebucht; Langlauf-Reflexionen; Das Phänomen Stenmark; La Fernrne, l' Amour et le SAS; Der Schneehase - Ein Tier voller Rätsel; Der SAS- Pentathlon; Möglichkeiten zur Leistungsentwicklung im alpinen Studentenskisport ; Skispringen - Entwicklung der Technik; Skigeschichte : Höchstes Abfahrtsrennen der Welt; Erinnerungen an Roger Staub; Aufbauarbeiten in einem regionalen Skiverband ; «Steilwandfahren ist mein Beruf»; Le Danger d' A valanche; Alpine Expeditionen des SAS 1972- 1978; Über drei Buchstaben, die Respekt erheischen; Badrutt's Palace Hotel, St. Moritz; Turner, Prometheus alpiner Malerei. In separater Ausgabe für die Mitglieder des SAS Präsidial-, Ski- und Clubnachrichten

Profile for Swiss Academic Ski Club

Nr 31 1975-1980  

Nr 31 1975-1980

Nr 31 1975-1980  

Nr 31 1975-1980

Profile for sas-ski
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