

Die Linke fordert weitere Reformen der deutschen Cannabispolitik
Fast zwei Jahre nachdem der deutsche Gesetzgeber das CanG-Gesetz verabschiedet hat, das bestimmte Aktivitäten im Zusammenhang mit Cannabis für Erwachsene legalisiert, fordert die Bundestagsfraktion Die Linke eine weitere Umsetzung und Verbesserung des Gesetzes.



Die Bundestagsfraktion Die Linke hat einen Antrag im Bundestag eingereicht, in dem sie eine gründliche Reform der aktuellen Gesetzgebung und die vollständige, kontrollierte und konsequente Legalisierung von Cannabis in Deutschland fordert.


Im Jahr 2024 machte die Produktion von Anbauvereinigungen (Cannabis Social Clubs) nicht einmal 0,1 % der Gesamtnachfrage aus. Administrative und regulatorische Hindernisse verzögern oder verhindern sogar deren normales Funktionieren. Ohne gesetzliche Anpassungen werden diese Strukturen daher nicht wesentlich zur Reduzierung des Schwarzmarktes beitragen.
Im Mittelpunkt des Antrags der Bundestagsfraktion der Linke steht die Forderung, die legalen Möglichkeiten für Cannabiskonsumenten zum Erwerb von Cannabis zu erweitern. Dies kann nach Ansicht der Bundestagsfraktion unter anderem durch den Abbau von Bürokratie für Anbauvereinigungen erreicht werden.
Seit dem 1. Juli 2024 können Erwachsene in Deutschland die Gründung von Anbauvereinigungen beantragen, die auf Mitgliedschaft basieren und die Produktion und den Vertrieb von Cannabis an Vereinsmitglieder

ermöglichen. Derzeit sind 368 Anbauanträge genehmigt, Hunderte weitere stehen noch zur Prüfung an. Es sind weitaus mehr erforderlich, um den Schwarzmarkt angemessen eindämmen zu können.
Eine weitere Forderung der Fraktion ist, dass die Behörden in Deutschland regionale Pilotversuche zum Handel mit Cannabis für Erwachsene genehmigen. Dutzende von Anträgen für Pilotversuche wurden bereits eingereicht, doch keiner davon wurde bisher genehmigt. Forschungsbasierte Pilotversuche sind ein wichtiger Bestandteil des CanG-Gesetzes.
In mehreren Regionen der Niederlande und der Schweiz laufen bereits Pilotprojekte zum Han-
del mit Cannabis für Erwachsene, ohne dass dabei größere Probleme gemeldet wurden.
Die Erhöhung der Grenze für den persönlichen Besitz von Cannabis für Erwachsene ist ebenfalls Teil des Antrags der Bundestagsfraktion Die Linke. Seit dem 1. April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland bis zu drei Pflanzen in ihren privaten Wohnräumen anbauen und bis zu 50 Gramm Cannabis zu Hause besitzen.


„Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung auf, keine Schritte zur Rücknahme der teilweisen Legalisierung von Cannabis zu Unterhaltungszwecken zu unternehmen. Wissenschaftliche Pilotprojekte zur kontrollierten legalen Abgabe von Cannabis sollten ermöglicht werden. Anbauvereinigungen sollten bundesweit möglichst einheitlich und unbürokratisch zugelassen werden“, so die Fraktion.
„Die Fraktion will die Vorschriften zur Einhaltung von Abständen beim Cannabiskonsum abschaffen und die Gleichbehandlung mit Nichtrauchervorschriften sicherstellen. Außerdem soll die Grenze für den privaten Besitz von Cannabis zu Hause auf ein realistisches Maß von drei Pflanzen pro Person für den Eigenanbau angehoben werden. Der bundesweite Zugang zu medizinischem Cannabis soll gewährleistet werden. Schließlich soll sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für die Schaffung der notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen innerhalb Europas für die vollständige Legalisierung von Cannabis einsetzen“, erklärten sie weiter.
Diese Forderungen sind durchaus sinnvoll. Und mit diesen steht Die Linke nicht alleine










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12/12 from Seed … wenn die Vegetationsphase übersprungen wird
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Stecklinge aber von Stecklingen geschnitten!
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Arjan „The King of Cannabis“ Roskam Der Mann hinter Green House und Strain Hunters
Seite 30
Rückschläge beim Growen Über Zwitterpflanzen, Spinnmilben und Schimmel
Seite 40 Q-Farms
Cannabisproduzent punktet mithilfe von bewährten europäischen Züchtern


















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CANNABIS BEI GICHT
Hilfe gegen Schmerzen oder Risiko?


Gicht gilt als eine der peinigendsten Formen der Arthritis. Wenn sich Harnsäurekristalle in den Gelenken absetzen, fühlen sich betroffene Stellen oft an, als stünden sie in Flammen. Während viele Patienten in der DACH-Region (DE, AT, CH) zur Schmerzlinderung auf Medizinalcannabis setzen, zeigt ein aktueller Fall: Die Kombination mit klassischen Gicht-Medikamenten kann lebensgefährlich sein.
Wie wirkt Cannabis bei Gicht?
Die entzündungshemmenden Eigenschaften von THC und CBD sind gut dokumentiert. Über das Endocannabinoid-System (ECS) können Cannabinoide die Ausschüttung von Entzündungsmarkern reduzieren. Besonders CBD wird oft als “natürliches Antirheumatikum” geschätzt, um akute Schübe abzufedern. Doch Hanfblüten allein reichen bei einem massiven Gichtanfall oft nicht aus – und hier beginnt die Grauzone der Kreuzmedikation.
Die Colchicin-Falle:
Eine unterschätzte Wechselwirkung Wenn herkömmliche Mittel wie Diclofenac oder Kortison nicht wirken, greifen Ärzte oft zu Colchicin, dem hochwirksamen Inhaltsstoff der Herbstzeitlosen. Doch Vorsicht: Für Cannabis-Patienten kann dieser Wirkstoff zur toxischen Falle werden.
Der biochemische Hintergrund Ein aktueller Patientenbericht beschreibt heftigste Symptome nach der gleichzeitigen Einnahme von Cannabis und Colchicin: Herzrasen, Schwindel, Kribbeln am ganzen Körper und massive Todesangst.
Die Wissenschaft liefert die Erklärung für dieses “Vergiftungsgefühl”:
• Enzym-Blockade: CBD und THC hemmen das Enzym CYP3A4 sowie das Transportprotein P-Glykoprotein (P-gp).
• Akkumulation: Colchicin benötigt genau
diese Proteine, um im Körper abgebaut und ausgeschieden zu werden.
• Toxizität: Durch die Blockade steigt der Colchicin-Spiegel im Blut unkontrolliert an. Da Colchicin eine extrem geringe therapeutische Breite hat (schon 7 bis 20 mg können tödlich sein), führt dies schnell zu schweren Vergiftungserscheinungen.
Sicherer Umgang für Patienten Als Gicht-Patient und Cannabiskonsument sollte man folgende Punkte beachten:
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Transparenz beim Arzt: Informiere deinen behandelnden Arzt unbedingt über deinen Cannabiskonsum, bevor Colchicin verschrieben wird.
Alternative Medikamente: In der Regel sind NSAR (wie Ibuprofen oder Diclofenac) in Kombination mit Cannabis weniger riskant, sollten aber dennoch ärztlich abgeklärt werden.
Warnsignale ernst nehmen: Treten nach einer Medikationsänderung Schwindel, Übelkeit oder Herzrhythmusstörungen auf, brich die Einnahme ab und suche sofort medizinische Hilfe.
Hanf ist kein Allheilmittel
Cannabis kann bei Gicht eine wertvolle Stütze sein, um die Lebensqualität zu verbessern. Doch die Pharmakologie ist komplex. Ohne fundiertes Wissen über Wechselwirkungen riskieren Patienten ihre Gesundheit. Bleibt informiert und hört auf euren Körper!








Strain report
Von Johnny Stardust
TROPICANNA BANANA
Ein Strain mit außergewöhnlichem Bananenaroma
Ich bin immer wieder über die Vielfalt der Cannabisterpenprofile überrascht. Manche Pflanzen verströmen Aromen von Zitrusfrüchten, Beeren oder Kirschen, andere duften nach tropischen Früchten wie Ananas, Papaya oder Mango, und wieder andere nach Banane. In letztere Kategorie fällt die Tropicanna Banana, ein Hybrid, der sowohl durch seinen unverwechselbaren Duft als auch durch ein ausgewogenes Wirkprofil auffällt. Gleichzeitig zeigt er sich unkompliziert in der Handhabung, was ihn auch für Einsteiger interessant macht.
Obwohl ich eher auf Zitrus- und Beerendüfte stehe und Bananenaromen eigentlich weniger spannend finde, machte mich die Neugier sowie die vielen positiven Online-Bewertungen gespannt auf die Entwicklung dieses Strains, und natürlich wollte ich unbedingt wissen, wie es sich mit den Bananenterpenen verhält. Ich wollte wissen, ob Cannabis wirklich nach Bananen riechen kann.
Genetik
Tropicanna Banana entstand aus der Kreuzung von Tropicanna und Banana Kush. Tropicanna, auch als Tropicanna Cookies bekannt, bringt die sativalastigen Gene sowie die zitrusartigen Noten mit und sorgt für ein anregendes, zerebrales High. Die Banana Kush liefert nicht nur die markanten Bananenaromen, sondern auch eine wohltuende körperliche Entspannung. Das Zusammenspiel der beiden Linien ergibt einen ausgewogenen Hybrid, der sowohl Sativaals auch Indica-typische Effekte harmonisch vereint. Laut Herstellerangaben soll Tropicanna Banana in Innenräumen eine durchschnittliche Wuchshöhe von etwa 1 Meter erreichen, 9 bis 10 Wochen Blütezeit benötigen und THC-Werte von 22 bis 25 % aufweisen.
Keimung und Vegetationsphase
Da ich nur einen Samen hatte, kann ich keine Angabe über die Phänotypen innerhalb dieser Sorte machen. Jedenfalls bin ich wie immer vorgegangen und haben den Samen zwischen zwei Lagen feuchtem Küchenpapier keimen lassen und ihn anschließend mit einer Pinzette ins Substrat gelegt. Nach zwei Tagen brach

der junge Sämling durch die Erdoberfläche und entwickelte sich zügig zu einer kräftigen Jungpflanze. Die vegetative Phase verlief ohne Probleme. Mit einer kleinen Gabe Mykorrhiza-Granulat wuchs die Pflanze gesund und zeigte keinerlei Anzeichen von Nährstoffmangel. Die Temperatur lag anfänglich bei 23 bis 26 °C und die Luftfeuchte bei 60 %. Nach etwa zwei Wochen begann ich, die Pflanzen mit Nährstoffen aus der Bionova-Serie gemäß dem Düngeschema zu versorgen. Nach 21 Tagen stellte ich schließlich die Beleuchtung auf den 12/12-Zyklus um, um die Blüte einzuleiten.
Blütephase
Als die Blütephase eingeleitet wurde, entwickelte sie sich weiter prächtig. Der Phänotyp zeigte trotz genetischer Sativa-Dominanz deutliche Indica-typische Merkmale, wie zum Beis-


piel breite Blattfinger, kompakte Blüten und ein eher gedrungener Wuchs. Ab Blütewoche 5, nachdem die Blüten deutlich an Volumen gewannen, habe ich darauf geachtet, dass die Luftfeuchte dauerhaft bei rund 50 % lag.
Faszination Trichome
Ich muss gestehen, dass ich zu den Growern gehöre, die das Aroma der Blüten gerne direkt an der Pflanze testen. Obwohl ich weiß, dass das Berühren der Buds die empfindlichen Trichome teilweise zerstört, fällt es mir unglaublich schwer, der Versuchung zu widerstehen. Allerdings muss ich betonen, dass ich dafür nur die kleinen Popcorn-Blüten nutze. Die Blüten sanft zwischen den Fingern zu reiben, um anschließend ihren bezaubernden Duft einzuatmen, ist einfach extrem verlockend. Während der Blüte war das Aroma angenehm fruchtig, die typischen Bananenaromen waren allerdings noch nicht wahrnehmbar. Auch die visuelle Kontrolle mit einer Lupe gehört für mich dazu. Die vergrößerten Trichome wirken wie winzige Bäume oder Pilze, und irgendwie kommt mir dabei immer der Gedanke an einen „Trichom-Dschungel“; sicherlich handelt es sich bei den vergrößerten Harzdrüsen um einen der schönsten Anblicke, die eine Cannabispflanze zu bieten hat.
Ernte und Aushärtung
Nachdem ich beim Begutachten der reifen Blüten die ersten bernsteinfarbigen Trichome erkennen konnte, wurde die Pflanze an Tag 64 mit einer Wuchshöhe von 68 cm an einem Stück abgeschnitten und kopfüber in den Trockenschrank gehängt, wo sie bei 18 bis 22 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 % trocknen duften. Neun Tage später erfolgte über einem Siebdruckrahmen der Trocken-
trimm, worauf die Buds für 6 weitere Wochen zwecks Aushärtung in ein Grovebag kamen. Zuvor hatte ich sie aber noch auf die Wage gelegt. Das Ergebnis waren 32 g.
Während des Aushärtens hat sich das Terpenprofil bemerkenswert weiterentwickelt. Die anfänglichen noch sehr fruchtigen Aromen rückten in den Hintergrund, und plötzlich traten die typischen Bananennoten hervor. Es duftete süß und cremig und erinnerte ein bisschen an einen Bananen-Milkshake.
Geschmack und Wirkung
Der Geschmack beim Konsum unterscheidet sich vom Geruch, denn obwohl die Buds stark bananig riechen, dominieren beim Rauchen oder Verdampfen die klassischen Cannabisnoten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich eine Banane rauchen würde, worüber ich auch irgendwie sehr froh war. Die Wirkung war zunächst euphorisch und anregend, dann wohltuend körperlich entspannend. Höher dosiert eignet sich Tropicanna Banana hervorragend für entspannte Stunden auf der Couch oder zum Einschlafen. Insgesamt handelt es sich um einen starken, aber sehr ausgewogenen Hybrid.
Fazit
Für Heimgärtner, die nach einem unkomplizierten, aber charakterstarken Strain suchen, ist Tropicanna Banana eine ideale Wahl. Sie ist pflegeleicht, entwickelt dichte, attraktive Buds und überrascht mit einem außergewöhnlichen Terpenprofil. Die Kombination aus süßem Bananenduft, fruchtigen Nuancen und einer harmonischen Wirkung macht diesen Strain besonders. Tropicanna Banana ist für all diejenigen perfekt, die Freude an exotischen Aromen haben und den Duft reifer Bananen mögen.


Outdoor-Saison 2026
Von Stoney Tark
Stoneys Top-Tipps für den Outdoor-Anbau 2026
Mit dem nahenden Frühling wird das Wetter wärmer und die Luftfeuchtigkeit steigt. Jetzt ist die günstigste Zeit, um den Outdoor-Anbau 2026 zu planen. Cannabis im Freien zu pflanzen ist keine komplizierte Angelegenheit, doch es ist auf vielerlei Art möglich, dass sich schlechte Angewohnheiten einschleichen, welche den Erfolg mindern können. In diesem Artikel gebe ich meine Top-Tipps für einen optimalen Start der Setzlinge, ohne jeden Stress!

Der beste Ort
Als Erstes ist die beste Stelle für die Cannabispflanzen zu finden. Darauf achten, wieviel Sonne der Standort bekommt, wie privat oder gut verborgen vor Nachbarn er ist, geschützt vor Tieren und Vögeln, und ob er viel Platz zum Arbeiten bietet. Die Lage sollte nach Westen ausgerichtet sein, der Richtung, wo die Sonne untergeht.
Gegebenenfalls werden wir die Pflanzen umstellen müssen, damit sie möglichst viel Sonnenlicht erhalten. Für reifende Pflanzen wollen wir den Platz finden, wo sie bis zum Ende bleiben können.
Mit kleinen Töpfen beginnen
Werden die Samen direkt in große Töpfe gepflanzt, verringert sich der Arbeitsaufwand, aber dennoch sollten Sämlinge zunächst in kleinen Töpfen vorgezogen werden. Dies klappt bereits bei solchen mit 0,5 Liter Fassungsvermögen und es macht das Leben leichter, wenn wir gleichzeitig viele kleinere Pflanzen kultivieren.
Umtopfen ist vorteilhaft, um Sämlinge und Jungpflanzen mit gut entwickelten Wurzelzonen zu produzieren und Wurzelfäule vorzubeugen. Jungpflanzen in kleinen Töpfen müssen alle 2 bis 3 Wochen in größere Töpfe umgesetzt werden.
Photoperiodische und Autoflowering-Sorten
Photoperiodische Cannabissorten bleiben bis Ende Juli im vegetativen Stadium und beginnen dann zu blühen. Sie zu ernten ist nur von September bis Anfang Oktober möglich. Dies bedeutet, wir müssen über 6 Monate bis zur Ernte sowie dem Trocknen der Blütenstände warten - und bis wir was zum Rauchen haben.
Eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Anzahl der Ernten in diesem Zeitraum zu erhöhen, besteht darin, gleichzeitig Samen von photoperiodischen und Autoflowering-Cannabissorten einzupflanzen. Autos benötigen nur 11 bis 12 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte und können problemlos im selben Raum wie photoperiodische Sorten herangezogen werden. Für Grower in Nordeuropa empfiehlt es sich, früh blühende Cannabissorten zu kaufen.
Filztöpfe am besten geeignet
Ich verwende als Endbehälter am liebsten Filztöpfe, weil sie luftdurchlässig sind, die Wurzeln mit Sauerstoff versorgen und den Luftschnitt der Wurzeln fördern. Deshalb ist die Wurzelmasse einer Cannabispflanze, die in einem Filztopf wächst, deutlich besser als in einem Plastiktopf.
Mein Tipp: Zieht die Sämlinge zunächst in einem kleinen Plastiktopf vor und verwendet dann, wenn die Pflanzen bereit sind für die Umsetzung in die Endbehälter, 50-Liter-Stofftöpfe. So wird vermieden, dass die Wurzeln im Topf eingeengt werden, ringförmig wuchern, und mit den Filztöpfen bekommen wir eine deutlich bessere Ernte.
Erde von guter Qualität
Es gibt unzählige Marken zu kaufen und es kann schwierig sein, die beste zu finden oder einzuschätzen, ob eine bestimme Erde im Garten optimal für den Cannabisanbau geeignet ist. Die wichtigsten Kriterien für gute Erde sind Drainage, Wasserspeichervermögen, Nährstoffgehalt, wie luftig-locker sie sich anfühlt, und ihr Geruch.
Minderwertige Erde mit bodenbürtigen Krankheiten riecht faulig, hat nicht das süße erdige Aroma von Waldboden. Ich empfehle, etwas mehr Geld für eine bekannte Marke auszugeben, billige Blumenerde aus dem Gartencenter und alles, was chemischen Dünger enthalten könnte, zu meiden.
Fünf-Liter-Gießkanne
Eine Gießkanne eignet sich gut, um die Wassermenge für die Pflanzen zu dosieren. Sie draußen verwenden hilft, die richtige Balance zu finden, eine Unter- oder Überwässerung der Pflanzen zu vermeiden. Wird die Erde völlig durchnässt, sinkt der Sauerstoffgehalt, sie wird schwer, verdichtet und bietet später einen idealen Nährboden für schädliche Bakterien.
Kauft eine kleine Fünf-Liter-Gießkanne und füllt sie jedes Mal mit der gleichen Wassermenge. Wenn die Pflanzen größer werden, mehr Wasser geben - aber erst gießen, wenn sich die Erde trocken anfühlt.
Kontinuierliches Ernten mit Autoflowering-Cannabissorten Wer dieses Jahr im Freien nur selbstblühende Cannabispflanzen anbauen möchte, dem empfehle ich, alle 30 Tage mit neuen Autos zu starten. Dies ermöglicht, 3 bis 4 Mal hintereinander zu ernten. Früh blühende Autoflowerings sind für europäische Grower besonders praktisch, weil sie sehr wahrscheinlicher blühen und reifen werden - mit großartigen Ergebnissen.
Autos sind robust, widerstandsfähig und gedeihen auch in kälteren Klimaten mit kurzen Sommern gut. Ihr werdet staunen, wie gut sie im Vergleich zu photoperiodischen Pflanzen geworden sind. Daher lohnt es sich, Autose in regelmäßigen Abständen zu ernten.
Inokulation (Beimpfung) mit Mikroben und Pilzen Nützliche Bakterien und Pilze ermöglichen es Cannabispflanzen, Nährstoffe verfügbar zu machen und schädliche Bakterien sowie Krankheitserreger abzuwehren. Wir können solche Impfmittel online kaufen und sie mithilfe einer Luftpumpe, eines Ausströmersteins und eines Eimers selber brauen. Alte ausgelaugte Erden werden durch sie „aufgeladen“,
sodass die Pflanzenwurzeln symbiotische Beziehungen aufbauen können. Ich empfehle, die Erde alle 14 Tage zu beimpfen.
Belüfteter Komposttee ist eine weitere Möglichkeit, die Erde mit allen benötigten Nährstoffen und nützlichen Mikroorganismen zu versorgen. Während der Keimlings- und Wuchsphase fördern sie ein kräftiges und gesundes Wachstum. Komposttee ist eine hervorragende Ergänzung für jede Düngung während der Blühphase.
Gewächshäuser mit Plastikabdeckung
Es gibt eine große Auswahl an Gewächshäusern, die man über das Internet kaufen kann - von großen, meterlangen Modellen bis hin zu kleinen pflanzengroßen Gewächshäusern. Um die Cannabispflanzen vor Vögeln, Insekten, Kälte und starkem Wind zu schützen, sind kunststoffbeschichtete Gewächshäuser hervorragend geeignet, absolut empfehlenswert.
Für Grower, die sich Sorgen machen, dass Nachbarn oder Polizeihubschrauber ihre Pflanzen draußen sehen könnten, ist ein Gewächshaus mit Plastikabdeckung eine ausgezeichnete Lösung. Sie eignen sich ideal, die Luft warm und feucht zu halten, Sämlinge und Jungpflanzen vor intensivem Licht und UV-Strahlung zu schützen.
Begleitpflanzen
Beipflanzen können neben Cannabispflanzen kultiviert werden, um Insekten und Schädlinge fernzuhalten. Sie produzieren Terpene, die für gewöhnliche Insekten unappetitlich sind. Diese kleinen Gewächse benötigen nicht viel Platz und können neben photoperiodischem oder selbstblühendem Cannabis gepflanzt werden.
Ringelblume, Fingerhut, Koriander, Pfefferminze, Knoblauch, Dill, Basilikum, Marienblatt, Chrysantheme, Sonnenblume und Schafgarbe sind preisgünstig, leicht erhältlich und eignen sich hervorragend, um die Pflanzen vor Insektenschäden und eventuell vor Larven zu schützen.
Drinnen mit Sämlingen beginnen Über Jahre hatte ich Schwierigkeiten, meine Sämlinge im Freien zu ziehen aufgrund kalter Temperaturen, weil Vögel die Samen fraßen, die Nachbarskatze die Töpfe ausgrub, wegen Ameisen und vieler anderer Probleme. Ein Weg, all diese Unannehmlichkeiten zu vermeiden, besteht darin, die Sämlinge im Haus unter einer Energiespar- oder schwachen LED-Lampe vorzuziehen.
Die Zeitschaltuhr stellen wir auf 18/6. Sind die Jungpflanzen 14 bis 21 Tage alt sind, können wir sie bedenkenlos ins Freie bringen, sie gedeihen gut draußen. Wenn wir nach den Pflanzen sehen und feststellen müssen, dass sie angefressen oder zerstört wurden, kann der Anbau um Wochen oder Monate zurückgeworfen sein. Die Anzucht der Sämlinge im Haus gibt einem die innere Ruhe - man weiß, die Pflanzen sind völlig stressfrei und haben den besten Start ins Leben
Dieses kleine Gewächshaus ist ideal für den Anbau von Autoflowerings

Nicht in den Erdboden pflanzen Falls das Gartenbeet nicht fruchtbar ist und schlecht drainiert, ist es riskant, die Samen direkt in die Erde zu pflanzen. Denn die meisten Beete enthalten kleine Steine, Kies und sind schlecht durchlüftet.
Es ist ratsamer, die alte Erde auszuheben und durch eine neue Mischung aus Wurmhumus, Kompost, Perlit und Erde zu ersetzen. So können die Wurzeln ungehindert nach unten wachsen und wir müssen uns keine Sorgen wegen Wachstumsstörungen machen.
Die Pflanzen häufig kontrollieren
Die Outdoor-Pflanzen täglich inspizieren und dabei besonders die Ober- und Unterseiten der Blätter auf Anzeichen von Insektenschäden überprüfen. Erstaunlich ist, wie schnell sich Thripse und Blattläuse ansiedeln und die Cannabispflanzen als neues Zuhause nutzen können.
Es ist auch ratsam, die Wurzeln der Pflanzen zu kontrollieren – sich vergewissern, dass sie gut wachsen, hellweiß und flaumig aussehen. Dünne, spröde und verfärbte Wurzeln deuten in der Regel auf einen Befall schädlicher
Bakterien hin. Die Erde zu inokulieren ist der einfachste Weg, um sicherzustellen, dass eine aerobe Population existiert und dominiert. Sämlinge mit Plastikbechern schützen
In den ersten beiden Wochen nach Keimung der Cannabissamen sind die winzigen Pflanzen besonders gefährdet durch Wind und Fressfeinde. Ich meine, 0,5-Liter-Plastiktöpfe mit kleinen Schlitzen im Deckel sind eine günstige und effektive Abdeckung, welche die Sämlinge schützt. Unten an den Töpfen ringsum Erde aufschichten, damit sie bei Wind oder Regen nicht umgeweht werden.
Wenn wir bemerken, dass die Pflanzen von Insekten befallen und angefressen werden, empfiehlt es sich, Raubinsekten zu kaufen. Nur ein Tütchen davon in die Pflanze hängen und die Fressfeinde dringen in die Erde ein, bekämpfen alles, was es an problematischen Insekten dort gibt. Raubinsekten sind eine chemiefreie Lösung, dieses gefährliche Problem anzugehen. In der Regel dauert es zwei bis drei Wochen, bis die Insektenschäden oder Larven beseitigt sind.
Hochgesetzte Töpfe
Eine Holzpalette, auf welcher die Töpfe vom Boden abgehoben werden, hilft, kalte Wurzeln zu vermeiden, verbessert die Drainage und verstärkt den Luftstrom an der Topfbasis. Kalte und nasse Böden können eine kalte Wurzelzone verursachen und dazu führen, dass die Erde nass und matschig wird.
Ein wesentlicher Grund, Stofftöpfe zu benutzen - in ihnen wird das Substrat ausgezeichnet durchlüftet, die Wurzeln wachsen und entwickeln sich optimal. Und ihr werdet staunen, wie viel es ausmacht, wenn die Töpfe ein paar Zentimeter über dem Boden stehen.
Schlussbemerkungen
Nehmt euch schon im Voraus Zeit, das Outdoor-Projekt sorgfältig zu planen und spart nicht an der falschen Stelle, wenn es um die Wahl des besten Standortes, der passenden Cannabissorte, des richtigen Substrats, der Töpfe und des Düngers geht. Nichts übereilen, daran denken, dass im Freien der Anbau von photoperiodischen Pflanzen über ein halbes Jahr dauert!
Autoflowering-Cannabis-Saatgutsorten sind einfach anzubauen und benötigen sehr wenig Pflege. Sie helfen, die Fermentationsgläser gefüllt zu halten, während man auf die „Photoperiodischen“ wartet. Ich empfehle, sich ein kleines Gewächshaus anzuschaffen, insbesondere für die ersten 4 bis 6 Wochen, bis die Pflanzen kräftig, robust und widerstandsfähig gegen Wind und kalte Nachttemperaturen sind.
Nützliche Bakterien, Pilze und Mikroorganismen machen einen enormen Unterschied, wenn es um die Bodengesundheit geht und wie gut Pflanzen Nährstoffe aufnehmen können. Man sollte sich angewöhnen, die Erde alle zwei Wochen zu inokulieren und alle vier Wochen belüfteten Komposttee zuzubereiten.



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Diese Erde ist aufgrund ihres hohen Lehmanteils und der vielen Steine nicht zum Pflanzen geeignet

Home Grow Deutschland
Von
Johnny Stardust
12/12 FROM SEED
…wenn
die Vegetationsphase übersprungen wird
Bei dieser speziellen Methode des Indoor-Anbaus gönnen wir den jungen Pflanzen keine Zeit zum Wachsen, sondern wir schicken sie direkt in die Blüte. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Die Ernte erfolgt in diesem Fall einige Wochen früher als normalerweise. Das Ergebnis wird ein kleines „Weedbäumchen“ sein, dass – je nach Pflanzenstreckung – eine Größe von ungefähr von 20 bis 40 cm haben wird.
Wie der Name es schon vermuten lässt: Bei der „12/12 from Seed“-Methode wird unmittelbar nach der Keimung die Blütephase eingeleitet. Das bedeutet, dass die Pflanzen zu keiner Zeit 18 Stunden Licht bekommen werden. Natürlich ist es aber auch möglich, in den ersten Tagen die Lampen noch im 18/6 Modus laufen zu lassen, wobei es dann streng genommen kein „12/12 from Seed“-Grow mehr ist, allerdings gewinnen die Pflanzen dadurch möglicherweise ein bisschen mehr an Stabilität und können überdies noch ein oder zwei Seitentriebe ausbilden, sofern das gewünscht ist. Ansonsten wird die Pflanze all ihre Kraft direkt in die Ausbildung eines kräftigen Hauptbuds stecken.
Verständlicherweise wird sich der ein oder andere Heimgärtner vielleicht denken, dass die Pflanzen, wenn man ihnen die Vegetationszeit
nimmt, drastisch in ihrem Potenzial beschnitten werden. Da mag durchaus was dran sein, aber auf der anderen Seite hat diese Technik auch einen klaren Vorteil, der darin liegt, dass die Pflanzen bereits sechs bis maximal 12 Wochen nach der Keimung bzw. nach Ablauf der sortenspezifischen Blütezeit, geerntet werden können. Lässt der Grower seine Lieblinge zunächst einmal unter 18 Stunden Licht wachsen, so wird die Ernte einige Wochen länger auf sich warten lassen müssen. Allerdings wird der Ertrag pro Pflanze dann natürlich auch höher ausfallen.
Für den ungeduldigen Gärtner „12/12 from Seed“ bietet sich zweifelsohne am ehesten für all diejenigen an, die es eilig haben. Wer in sein Projekt etwas Zeit investieren möchte, der lässt die Pflanze lieber zunächst ein bisschen an Größe gewinnen und erfreut


sich dann an einer reichhaltigeren Ernte. Hobbygärtner, die aber zum Beispiel noch keinen Vorrat angelegt haben oder es aus anderen Gründen schnell zur Ernte bringen möchten, die verzichten dann eben auf eine mehr oder weniger große Menge Erntegut (je nachdem wie lange die Pflanze gewachsen wäre), und kultivieren stattdessen dann einfach mehrere Pflanzen nach der „12/12 from Seed“-Methode, um den Verlust wieder auszugleichen. Denn auf einer Fläche, auf der normalerweise eine mittelgroße Pflanze mit mehreren Seitentrieben Platz finden würde, gedeihen ohne weiteres auch vier bis acht kleine Pflanzen, wenn sie direkt in Blüte geschickt werden. Und der Ertrag ist dann ähnlich: Angenommen eine kleine bis mittelgroße Pflanze liefert 30 bis 40 g Blüten (trocken), so kann sich der Gärtner mit sechs „12/12“-Pflanzen, von denen jede ungefähr 6 g abwirft, über eine ähnliche Erntemenge freuen, nur eben ein paar Wochen früher. Allerdings darf in Deutschland eine Menge von maximal drei Pflanzen nicht überschritten werden, was bedeutet, dass Personen, die mit ihren drei Pflanzen 50 g Blüten (getrocknet) ernten wollen, mit drei „12/12 from Seed“-Pflanzen sehr wahrscheinlich nicht auf
das gewünschte Ergebnis kommen werden, es sei denn, es läuft außergewöhnlich gut.
Anbau
Da für die „12/12 from Seed“-Methode lediglich kleine Pflanztöpfe benötigt werden, gelingt diese Anbautechnik auch auf minimalem Raum.
„12/12 from Seed“ bietet sich zweifelsohne am ehesten für all diejenigen an, die es eilig haben.
Auf einer Fläche von 60x60 cm lassen sich problemlos ein dutzend oder mehr Pflanzen unterbringen; schließlich hat jede Pflanze nur

eine einzige Cola. Falls doch Seitentriebe ausgebildet werden, so können diese entweder möglichst frühzeitig mit einer sauberen Klinge entfernt oder aber an den Pflanzen belassen werden, je nach persönlicher Präferenz des Gärtners. Ein Netz, wie es beim sogenannten Scrog (Screen of green) genutzt wird, um die Seitentriebe einerseits zu lenken und andererseits zu stützen, ist beim „12/12 from Seed“-An-

Doch wie gestaltet sich die Düngung, wenn die Pflanze überhaupt keine Vegetationszeit bekommt? Erfahrungsgemäß ist es beim einem „12/12 from Seed“-Grow am besten, die erste Woche überhaupt nicht zu düngen, vor allem dann nicht, wenn ein vorgedüngtes Substrat eingesetzt wird. Wenn überhaupt, wird dem Gießwasser zu Beginn eine kleine Dosis einer Wurzelstimulans zugefügt. In der zweiten und

bau nicht notwendig. Aus dem einfachen Grund, weil der meist kräftige Stängel den Hauptbud auch alleine getragen bekommt, und weil es in der Regel keine erwähnenswerten Seitentriebe gibt, deren Wuchs in eine bestimmte Richtung gelenkt werden müsste.
Nährstoffversorgung
Normalerweise, wenn die Pflanze eine mehrwöchige Wachstumszeit hat, bekommt sie in dieser Zeit üblicherweise einen Wachstumsdünger, der überwiegend aus Stickstoff (N) zusammengesetzt ist; denn dieser Nährstoff wird für das Wachstums sowie die Ausbildung des Blattwerks benötigt. Sobald die Pflanze in den Blütemodus wechselt, sinkt ihr Stickstoff bedarf, und von nun an verwendet der Gärtner einen Blütedünger, der in höheren Anteilen Phosphor (P) und Kalium (K) enthält.
dritten Woche, nachdem sich die ersten Blattpaare ausgebildet haben, wird dem Gießwasser in einer sehr sparsamen Dosierung (meist weniger als vom Hersteller angegeben) – wir bedenken, dass die Pflanzen noch sehr klein sind, ein Wachstumsdünger hinzugefügt. Denn Stickstoff wird natürlich trotzdem benötigt, sodass die jungen Pflanzen gesunde Blätter ausbilden können. Ab der vierten Woche, wenn die weißen Blütenstempel zunehmend zahlreicher erscheinen, wird dem Gießwasser, ebenfalls in einer sparsamen Dosierung, ein Blütendünger beigegeben. Optional kann der erfahrene Heimgärtner überdies ab der zweiten Blütenhälfte mit Bedacht einen „Blüte-Booster“ einsetzen. Dabei bedenken wir immer, dass es sich beim Düngen ähnlich verhält wie beim Würzen einer Speise: „Manchmal ist weniger mehr.“ Außerdem hat es sich bewährt ca. einer

Woche vor der geplanten Ernte nur noch reines Wasser zu gießen.
Persönliches Experiment und Fazit
Das Experiment „12/12 from Seed“ wurde mit dem Strain „AK“ von Linda Seeds durchgeführt. Der Anbau dieser Sorte verlief ohne nennenswerte Schwierigkeiten und es ist, wie auf dem Foto unschwer zu erkennen, ein kleines hübsches „Weedbäumchen“ mit einem harzüberzogenen und köstlich duftenden Hauptbud herangewachsen. Am Ende hatte die Pflanze eine Wuchshöhe von 27 cm, und wenn man bedenkt, wie wenig Platz sie eingenommen hat, kann sich die Ertragsmenge im Grunde genommen durchaus sehen lassen: insgesamt wurden 8,7 g hochwertige und potente Blüten (getrocknet, ausgehärtet und anwendungsbereit) geerntet, mit einem Aromaprofil, das mir gehörig das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt, und auch der Geschmack beim Inhalieren ist ein exquisiter Hochgenuss; allerdings nur schwer zu beschreiben, persönlich würde ich ihn als „oldschool“ bezeichnen. Die Blütezeit belief sich auf zehn Wochen; angegeben waren vom Hersteller acht bis zehn. Persönlich mag ich es nämlich sehr gerne, wenn mich die Wirkung am Abend behutsam in die Couch drückt.
Deshalb gilt für mich die Devise, lieber eine Woche später als früher ernten.
Was meine Erkenntnis in Bezug auf diese Anbau-Methode angeht, so kann ich nach diesem Experiment die Vorteile natürlich klar erkennen, und auch rein optisch gibt das Pflänzchen einiges her. Persönlich erachte ich es zumin-
Das Experiment „12/12 from Seed“ wurde mit dem Strain „AK“ von Linda Seeds durchgeführt
dest in Deutschland allerdings als sinnvoller, den Pflanzen zwei bis drei Wochen Vegetationszeit zu gönnen, um dann mit drei Pflanzen einen Ertrag einzufahren, der knapp unterhalb der maximal erlaubten Obergrenze liegt.























SKYWALKER OG GELATO AUTO
heb ab mit Ganja Farmer und flieg hoch hinaus Stecklinge
Heute möchten wir euch einen Grow-Report zu den Samen Skywalker OG Gelato Auto von der Seedbank Ganja Farmer vorstellen. Bei Ganja Farmer glauben wir, dass die besten Sorten-Geschichten zuhause entstehen – unter Menschen, die Cannabis lieben und für sich selbst anbauen, ohne Zeit- oder Geldstress. Die Fotos stammen von Hydro_Hiebs, einem Mitglied unserer fantastischen Community. An dieser Stelle: Danke, dass ihr bei uns seid!
Start: einfach, ohne Stress
Der Start war klassisch und ohne großes Feuerwerk. Der Samen Skywalker OG Gelato Auto kam direkt in die Erde – in einen 19-Liter-Topf. Gegossen wurde mit Wasser bei pH 6,5, ohne Stimulatoren und ohne irgendetwas zu beschleunigen. Nach vier Tagen zeigte sich der Keimling an der Oberfläche – genau dann, wenn er es sollte.
Von Anfang an lief der Grow in einem Standard-Zelt, unter einer Mars Hydro SP3000 bei einem 18/6-Lichtzyklus. Die Temperatur lag bei etwa 24°C, die Luftfeuchtigkeit in den ersten Wochen bei ungefähr 65%. Das sind Bedingungen, die die meisten Grower gut kennen – keine komplizierten Prozesse, aber sehr effektiv.
Wachstum (Vegetation): Woche 1–4
Die ersten drei Wochen der Vegetationsphase verliefen gleichmäßig und ruhig. Die Pflanze wuchs ohne Training, ohne Schnitt und ohne Korrekturen – minimaler Aufwand, maximaler Erfolg.
An Wuchsfreude mangelte es nicht: Die Höhe stieg langsam an – von wenigen Zentimetern in der ersten Woche bis auf rund 22 cm in der dritten.
Die Blätter hatten die ganze Zeit eine gesunde Farbe, und die Struktur blieb kompakt. Nichts freut das Auge mehr als eine gesunde Pflanze. Die Lampe wurde in einem sicheren Abstand von etwa 55 cm gehalten, was ein stabiles Wachstum ohne Anzeichen von Lichtstress ermöglichte.
Übergang in die Blüte: Woche 5
Etwa in der vierten Woche zeigten sich die ersten klaren Blüteanzeichen – einer der schönsten Momente. Die Luftfeuchtigkeit wurde auf ca. 40% gesenkt, und im Düngeplan kam eine leichte Unterstützung durch Blüte-Dünger dazu.
In der fünften und sechsten Woche war der Strukturwechsel deutlich sichtbar. Die Internodien begannen sich zu füllen, und die Pflanze legte schnell an Volumen zu. Die Höhe stieg auf etwa


50 cm, blieb dabei aber weiterhin kompakt.
Blüte: Woche 5–11
Zwischen der siebten und neunten Woche verdichteten sich die Blüten deutlich. Die Tops nahmen gleichmäßig an Masse zu, und eine gleichmäßige Harzschicht („Frost“) bildete sich über die ganze Pflanze. Typisch für Skywalker OG Gelato Auto: viele klebrige Buds, die die Vorratsgläser für lange Monate füllen. Das Aroma baute sich Schritt für Schritt auf – süß, klar, ohne scharfe Noten.
Reife & Ernte: Woche 11
Sehr schnell – bereits in der zehnten Blütewoche – deutete die Trichom-Kontrolle auf die nahende Reife hin. Geerntet wurde in Woche 11, womit der gesamte Zyklus nach nur 79 Tagen ab Aussaat abgeschlossen war. Die Endhöhe lag bei nur 55–56 cm, was zeigt, dass Skywalker OG Gelato ideal für diskrete Homegrows ist.
Nach der Ernte durchlief das Material einen kompletten Prozess mit 14 Tagen Trocknung und über 30 Tagen Reifung (Curing). Erst dann setzte sich das Aroma vollständig: süß und blumig-fruchtig, mit einem deutlich spürbaren, aber ruhigen erdigen Hintergrund Geschmacklich blieb eine natürliche Süße mit leichter Tiefe, und die dichten, stark harzüberzogenen Tops bestätigten das sehr solide Endergebnis des gesamten Zyklus.
Bild enthält Blau, Person KI-generierte Inhalte können fehlerhaft sein.


Grow with Robert B.
Von Robert Brungert
STECKLINGE aber von Stecklingen geschnitten!
Zu einem aktuellen Fall in Bayern Willkommen zurück in Absurdistan: Am 06.02.2026 berichtete Legal Tribune Online auf ihrer Webseite (lto.de) über einen Fall in Bayern. Der Beklagte hatte neben seinen drei Blütepflanzen noch eine vierte. Also wurde alles eingezogen und dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe
aus dem „Vermehrungsmaterial“ eine Cannabispflanze wird. Denn laut dem KCanG ist ein Cannabis-Steckling kein Cannabis, er ist Vermehrungsmaterial und damit legal. Das aber nur solange, wie nicht beabsichtigt wird, sich mit dem Vermehrungsmaterial strafbar zu machen. Auch hierzu gibt es bereits eine Verurteilung

das Konsumcannabisgesetz (KCanG) gebrochen. Doch das Bayerische Oberste Landesgericht wies das fehlerhafte Urteil an das Amtsgericht zur Nachbesserung zurück. Dieses habe zu würdigen, dass es sich bei der vierten Pflanze nicht um einen Steckling oder eine Jungpflanze, sondern um einen Setzling handelt. Letztendlich ist dem lto.de-Artikel zu entnehmen, dass die dortigen fachkundigen Autoren keinerlei Verständnis für solcherlei Spitzfindigkeiten haben.
Wir müssen geschockt erkennen: Wird in Bayern ein Steckling eingepflanzt, dann ist er damit ein Setzling. Wer mehr als drei Setzlinge oder Cannabispflanzen besitzt, macht sich in Bayern strafbar.
Und damit ist auf bayerisch geklärt, ab wann
nach dem KCanG – hunderte Stecklinge und eine voll eingerichtete Profianlage dementsprechender Größe reichten als Beweis.
Zurück ins Bayerische: Was ist dann die Mutterpflanze, die ich immerhin benötige, um Stecklinge zu schneiden? Jenseits der bayerischen Grenze handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht um Cannabis, sondern um Vermehrungsmaterial. Genauso müsste es mit Pflanzen sein, die zur Samengewinnung verwendet werden. Nur, dass diese zu diesem Zweck ausblühen und dabei auch ein gehaltvolles Restblüten-Material abwerfen.
Was aber machen die Bayern, wenn sie von ihren heiß geliebten Pflanzen weitere Stecklinge erhalten möchten? Wer weiß, ob sich die identische
Qualität beziehungsweise der favorisierte Strain künftig noch beschaffen lässt? Oder es geht einem dabei nur um die eigene Unabhängigkeit.
Wer in Bayern lebt und von seinem Strain weitere Stecklinge schneiden möchte, sollte vermutlich nicht einen der Stecklinge in Erde setzen und daraus eine Mutterpflanze heranziehen. Es wird leider etwas kompliziert für alle, die im angeblich weltoffenen und toleranten Bayern ihr Leben fristen müssen.
Überlegungen zu einen juristisch einwandfreien Anbau von Stecklingspflanzen Wie könnte nun - unter bayrischen Verhältnissen und angefangen mit nur einem Steckling der favorisierten Cannabissorte – streng im Einklang mit dem KCanG vorgegangen werden? Wir beginnen also mit dem Steckling einer klassischen Cannabispflanze und setzen diesen in Erde, Cocos, Blähton oder was auch immer gefällt. Dieser Steckling ist ab dieser Sekunde juristisch gesehen in Bayern bereits ein Setzling, von dem ihr maximal drei besitzen dürft. Bevor dieser Setzling in die Blüte darf, soll er in jedem Fall noch einige Tage anwurzeln. Bei kleinwüchsigen Pflanzen wären es drei Wochen, bei wuchsfreudigen Sativas nur drei Tage. Wir müssen den Setzling jedoch etwas länger wachsen lassen.
Der Setzling muss so weit heranwachsen, dass seine komplette Triebspitze sich als Steckling schneiden lässt. Der darunter liegende Teil muss so gewachsen sein, dass sich aus dem oberen Blattpaar zwei weitere Triebe bilden, die ebenfalls als Stecklinge geschnitten werden. Und der darunter liegende Teil muss noch genug hergeben, um anschließend in die Blütekammer zu gelangen. Das heißt: Der Setzling muss mehrere Blattpaare hoch sein, damit es klappen kann.
Nun haben wir zuerst einen Steckling und dann noch einmal zwei weitere geschnitten. Solange diese nur in Steinwolle oder einem dafür geeigneten Ballen stehen, handelt es sich juristisch nicht um eine Cannabispflanze.

Wer geübt Stecklinge schneidet, sollte mindestens einen von dreien bewurzeln. Das dauert zwischen ein und zwei Wochen. Nun kommt nur einer der Stecklinge in das Substrat und ist damit Cannabispflanze Nummer 2. Die anderen beiden Stecklinge sind zur Sicherheit zu entsorgen.
Diese zweite Cannabispflanze muss jetzt wieder wachsen und wird vermutlich noch einmal eine gute Woche für den ersten und eine gute Woche für die zwei weiteren Stecklinge benötigen. Schon hätten wir gute vier Wochen um, bis Cannabispflanze Nummer 2 in die Blüte gelangt. Pflanze Nummer 1 sollte zu diesem Zeitpunkt ihr finales Volumen nahezu erreicht haben und muss nur noch die Blütenmasse aufbauen. Cannabispflanze Nummer 2 sollte also aufgebockt und anschließend schrittweise wieder heruntergesetzt werden.
Erneut haben wir drei Stecklinge – jetzt wieder aufpassen, nur einer der Stecklinge wird in sein Substrat gesetzt. Damit entsteht bereits Cannabispflanze Nummer 3. Und nun soll diese wieder heranwachsen, um zuerst einen und dann zwei weitere Stecklinge zu nehmen. Während diese noch heranwachsen, kann Cannabispflanze Nummer 1 vermutlich bereits geerntet werden während Cannabispflanze Nummer 3 in die Blüte gestellt wird.
Ob die Taktung zwischen den Pflanzen zwischen vier und sechs Wochen liegt ist letztendlich auch die Frage der Genetik und des gärtnerischen Geschicks. Wer seine Cannabispflanze in Wasser ersäuft, wird diese bewegungslos vor sich finden. Nur unter guten Bedingungen ist mit einem guten Wuchs zu rechnen.

Jetzt aber zu den nächsten Fragen: Wie müsste das Grow-Equipment eines Bayern aussehen?
Wer seine Stecklinge immer in guter Qualität beschaffen kann, benötigt lediglich das Growzelt und stellt alle drei Setzlinge direkt nach dem Einpflanzen in dieses Growzelt. Wer hingegen von seinen Stecklingen wieder Stecklinge schneidet, sollte wenigstens noch ein zweites kleines Growzelt mitbringen.
Allgemeines
Zum Bewurzeln der frischen Triebe sind nicht viel Licht und Wärme wichtig. Das Gegenteil ist der Fall: Zu viel Licht strapaziert die unbewurzelten Triebe und zu viel Wärme fördert die Umfallkrankheit. Besser ist es, bei einer Temperatur um 22 °C zu liegen und 25 °C unbedingt zu unterschreiten. Während der Nacht darf es auch bis um 15 °C runterkühlen. Die Beleuchtung muss bei 18 Stunden Licht Minimum pro Tag liegen. Eine Nachtphase schadet nicht und ist natürlicher als Dauerlicht. Weiterhin soll die relative Luftfeuchtigkeit gerade in den ersten Tagen bei rund 80 % liegen – eine kleine Dunsthaube zum Überstülpen ist deswegen perfekt. Alternativ lässt sich auch ein kleiner Luftbefeuchter mit in das zweite Growzelt stellen.
Das Leuchtmittel darf nicht zu stark sein und nicht zu dicht an den Stecklingen hängen. Eine Lüftung soll es geben, da auch Stecklinge frische Luft benötigen. Außerdem wirkt die leichte Umwälzung der Luft gut gegen Schimmelbildung an den Stielen. Deswegen ist die Dunsthaube gelegentlich besser verkantet aufzusetzen.
Einschub speziell zu Bayern: So könnte jemand sich einen Steckling kaufen und je nach Phase seiner Taktung zwei oder drei Cannabispflanzen sein Eigen nennen. Ein längliches Growzelt mit länglicher Beleuchtung oder zwei Lampen wäre der Tipp. Der Vorteil dieser versetzten Altersstufen besteht auch darin, dass maximal zwei Pflanzen vom Volumen voll ausgewachsen sind und regelmäßiger geerntet wird. Wir haben dann nicht so viel auf einmal und wir bleiben leichter innerhalb der erlaubten 50 Gramm-Grenze. Deswegen dürfen die Pflanzen auch nicht zu schwer werden – sonst empfiehlt sich das zeitversetzte Ernten der frühen und späten Blüten.
Nun aber zurück zum Verbotsirrsinn: Was wäre, wenn ich vier Samen sähe und alle vier Samen aufgingen? Hätte ich in Bayern damit gegen das KCanG verstoßen? Es würde sich immerhin um vier lebendige Organismen mit Wurzeln in Erde oder einem anderen Substrat handeln. Vermutlich wäre auch das bereits ein Verstoß gegen das KCanG – aber nur in Bayern. Im praktischen Leben scheint es im restlichen Deutschland ganz normal zu sein, neben den drei in Blüte stehenden Pflanzen noch weitere zu haben. Wer in seiner kleinen Wohnung keine Bud-Monster ziehen darf, muss immerhin mit knapper Taktung die nächsten Setzlinge unter die Lampe bringen.
Anmerkungen zum Konsumcannabisgesetz Laut dem KCanG sind Anbauvereinigungen zu Folgendem befugt: § 20 Kontrollierte Weitergabe von Vermehrungsmaterial 3. (3) Anbauvereinigungen
dürfen an eine in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 genannte Person pro Kalendermonat höchstens sieben Samen oder fünf Stecklinge oder höchstens insgesamt fünf Samen und Stecklinge weitergeben.
Dieses bedeutet, dass eigentlich jeder mit gutem Kontakt zu einer Anbauvereinigung stolze fünf Stecklinge pro Monat erhalten kann. Es ist nicht näher ausgeführt, dass diese mit dem Einpflanzen direkt zu Cannabispflanzen werden und diese noch nicht in Blüte stehenden Cannabispflanzen damit ab der vierten illegal sind.
Zu den Samen: Es ist ärgerlich, wenn von drei Seeds einer nicht aufgeht und alle drei Pflanzen gleichzeitig in Blüte sollen. Genau das sieht auch unser einstiger Gesetzgeber ein, weswegen Anbauvereinigungen bis zu sieben Seeds pro Monat an jemanden herausgeben dürfen. Noch schlimmer ist es, wenn die Pflanzen männliche Blüten bilden und damit die ganze Ernte ruinieren. Mit feminisierten Seeds geht es einfacher. Aber gerade für den Anfänger gibt es nichts Bequemeres, als mit gut durchgewurzelten und gesunden Stecklingen zu arbeiten. Doch Seeds haben einen Vorteil: Es ist viel schwieriger, sich mit diesen Krankheiten und Schädlinge einzufangen. Die Stecklinge der guten Growfreunde sind hingegen mit Pech bereits gut besiedelt. Ein Grund mehr, um doch eigene Stecklinge zu schneiden.
Ganz offen: Sicherlich wächst ein Steckling. Aus ihm wird nach dem Einpflanzen zuerst eine Jungpflanze. Solange es sich nicht um Autoflo-
wer handelt, geht diese bei 18 Stunden Licht am Tag auch nicht in die Blüte. Und genau in diesem Zustand sind die eventuell entstehenden THC-Mengen zu vernachlässigen, die mit aller Wahrscheinlichkeit sogar unter den Grenzwerten für Nutzhanf liegen würden. Das bedeutet, dass laut der Definition im KCanG anzunehmen ist, dass der Gesetzgeber von Cannabispflanzen spricht, wenn diese bereits in der Blüte unter 12 zu 12 Stunden Beleuchtung stehen. Im Zweifelsfall wäre der Angeklagte dann schuldig, wenn die Pflanzen bereits Blüten bilden. In diesem Fallbeispiel war das bei keiner Pflanze zu erkennen.
Schlussbemerkung
Das Fazit könnte lauten, dass jeder in das KCanG interpretiert, was ihm genehm ist. Genau das sollte jedoch nicht passieren, dass jeder dahergelaufene Fachjurist sich irgendetwas aus dem KCanG herausinterpretiert, was letztendlich komplett an dem Willen des Gesetzgebers vorbeigeht. Denn immerhin ist das CanG ein positiv zu wertender Kompromiss aus dem, was wir möchten, und dem, was unsere politische Landschaft mitmacht. Der beste Gesetzentwurf wäre nämlich ohne Mehrheit im Bundestag wertlos gewesen.
Wenn wir also selbst in der heutigen Zeit Berichte über derartige Vorkommnisse in Bayern zu lesen bekommen, dann ist eine böswillige Absicht uns gegenüber nicht mehr zu übersehen. Dieses Verfolgen um des Verfolgens willen auf Kosten von friedlichen sowie harmlosen Privatpersonen ist das eigentliche Verbrechen.



Vapes I Pods I Blüten I Pre Rolls

Cannabis anbauen
Von Jorge Cervantes - in Zusammenarbeit mit Innexo BV
Das Ende der Vegetativen Phase Eine Revolution im Cannabisanbau

Ich habe fast fünfzig Jahre damit verbracht, Cannabisplantagen zu durchschreiten - von den Guerilla-Beeten im Emerald Triangle bis hin zu Hightech-Indoor-Betriebsanlagen in den Niederlanden. Seit all der Zeit wird eine goldene Regel von jedem Grower, den ich getroffen habe, mit religiöser Hingabe befolgt: Man muss seinen Pflanzen eine längere Vegetative Phase (Wuchsphase) ermöglichen
Uns allen ist beigebracht worden, dass die Wuchsphase die Grundlage für den Ertrag ist. Du nimmst die Sämlinge oder Stecklinge, stellst sie täglich 18 oder 24 Stunden unter Lampen und lässt sie Wochen damit verbringen, Wurzeln, dicke Stängel und ein üppiges Blätterdach aufzubauen. Die Cannabispflanzen werden getoppt, trainiert, in SCROG-Netze verwoben - und dann heißt es Abwarten. Zwei Wochen, vier Wochen, manchmal sechs, und man bezahlt für Strom, Dünger - arbeitet, während die Pflanzen kein einziges Gramm Blüten produzieren.
Wenn nun aber alles falsch wäre, was wir über die Vegetative Phase zu wissen glaubten?
Was ist „No-Veg“? Kürzlich habe ich bahnbrechende Daten aus den Niederlanden - der Wiege des Indoor-Gartenbaus - ausgewertet. Ein Konsortium,
bestehend aus Innexo, Fluence und Grodan, führt kontrollierte Studien durch, welche die Grundlagen unseres Cannabisanbaus infrage stellen. Sie bezeichnen ihr Vorgehen als „No-Veg“-Verfahren
Die Idee ist radikal einfach: Man nehme einen bewurzelten Steckling oder gekeimten Samen und setze ihn sofort - am ersten Tag - einem 12/12-Licht-/Dunkelzyklus aus, also wie bei der Blühphase; keine Tage 18/6, überhaupt keine vegetative Übergangsphase. Die Blühphase selbst bildet die Struktur: Wurzeln, Stängel und Blätter entwickeln sich unter 12/12, während die Pflanzen durch Bewässerung, Dünger und Raumklima gesteuert werden - ohne vorherige Wuchsphase, wie gesagt.
Die Zahlen, welche bei mir zu einem Umdenken geführt haben
Bei einem einzigen klassischen Anbauzyklus mit einer Wuchsphase sieht es auf dem Papier immer noch gut aus: Die Versuche ergaben, dass bei einer zweiwöchige Wuchsphase das Ernteergebnis 712 g/m² betrug, verglichen mit etwa 622 g/m² bei No-Veg - in letzterem Fall also rund 13 % weniger pro Anbauzyklus. Viele Grower hören hier auf zu lesen.
Blickt man jedoch weiter, über ein ganzes Jahr, kehren sich die Zahlen um. Bei einem typi-

schen Cannabisanbauprojekt (mit Wuchsphase) gelingen pro Jahr etwa vier Ernten; No-Veg ermöglicht sechs kürzere Anbauzyklen auf derselben Fläche. Der Jahresertrag steigt dann von ungefähr 4.111 g/m²/Jahr auf etwa 4.621 g/m²/Jahr - rund 12 % mehr Blüten pro Quadratmeter und Jahr. Um etwa 30 % sinkt der Energieverbrauch für Beleuchtung, der Arbeitsaufwand um etwa 37 %. Man erntet mehr verkaufsfähige Blüten bei weniger Stromverbrauch und weniger Arbeitsstunden.
Wie mir Innexo-CEO Dominique van Gruisen erklärte: „Pflanzen in der Vegetativen Phase zu halten, um Laub zu produzieren, das später entfernt wird, ist kontraproduktiv. Die Vegetative Phase verbraucht etwa 50 % mehr Lichtstunden als die Blühphase, und das wirkt sich stark auf die Energiekosten des Anbauers aus.“
Die Qualitätspyramide auf den Kopf gestellt Große Cannabispflanzen (lange Wuchsphase) bilden eine Qualitätspyramide: eine dünne Spitze aus Blüten der Güteklasse A, ein mittlerer Streifen der Güteklasse B und eine breite Basis mit losen, luftigen Blütenständen, die niemand trimmen möchte. Dichte Blätterdächer beschatten sich selbst; nur die oberste Schicht erhält optimales Licht.
No-Veg wendet diese Pyramide. Statt wuchernder Büsche wachsen hohe, schlanke Säulen mit offenen Blätterdächern, die für jeden Blütenstand Licht durchlassen. In den Versuchen stieg der Anteil von Blüten der Güteklasse A von 20 % auf 35 %, während der Anteil an Blüten der Güteklasse C von 25 % auf nur noch 5 % sank. Der Ernteindex - das Blütengewicht im Verhältnis zur gesamten Pflanzenbiomasse - liegt im Bereich zwischen 60 und 80 %. Es gibt weniger Schnittabfall und sie trocknen mehr erstklassige Blüten.
Streckung nutzen statt dagegen ankämpfen Wie kann eine Pflanze, welche die Wuchsphase überspringt, groß genug werden, um Ertrag zu bringen? Antwort: Die Streckung – dieser explosive Schub vertikalen Wachstums, den jede Cannabispflanze beim Übergang zur Blühphase durchläuft. In herkömmlichen Anbauräumen bekämpfen wir sie; bei No-Veg begrüßen wir sie mit offenen Armen
Weil die Pflanzen sich nie zu einem verästelten Busch mit vielen Seitenzweigen entwickeln, fließt die Energie in den Hauptstängel und einige erstklassige Colas, wodurch eine hohe, schlanke Säule entsteht. Das Licht dringt vom ersten Tag an tiefer ein, und die Pflanze sorgt auf natürliche Weise für ein Gleichgewicht zwischen Blättern

Von rechts nach links: Dominique van Gruisen (von Innexo BV) zeigt Jorge Cervantes und Xavier Gaya (Avitas) Details seiner No-Veg-Forschung bei den Acceleration Days in den südlichen Niederlanden.
Auf halbem Weg durch die No-Veg-Technik in der Forschungseinrichtung von Innexo.
Das No-Veg-Verfahren nutzt das natürliche Strecken blühender Cannabispflanzen, um das Blütenwachstum zu steigern und gleichzeitig die Blattmasse zu reduzieren.

und Blüten - nur minimale Pflege ist notwendig. Die Natur übernimmt das Beschneiden.
Mit Samen: Das Saatgut wird direkt in einen großen Endtopf (idealerweise 11 bis 12 Liter) gepflanzt. Die Pfahlwurzel dringt tief ein, fühlt den ganzen Raum und sendet ein „Überflusssignal“ an die anderen Pflanzenbereiche. Normalerweise gibt der 12/12-Lichtzyklus zu verstehen, dass der Winter naht, doch hier überwindet dieses Wurzelsignal den Stress und fördert ein kräftiges Wachstum.
Perfekte Wurzeln oder Nichts
Wenn es eine Lehre aus den Versuchen gibt, dann: Die Wurzeln müssen makellos sein Frank Janssen von der Firma Grodan brachte es auf den Punkt: „In den ersten Wochen gibt es keinen Spielraum für Fehler. Jegliche Probleme, die in dieser Zeit auftreten, bringen Schwierigkeiten für den Rest des Anbauzyklus.“
Die Wissenschaftler verwenden ein Bewertungssystem (0 bis 5) für das Wurzeln von Stecklingen in Steinwoll-Anzuchtwürfeln. Der optimale Wert liegt bei 2 oder 3 - die Wurzeln haben die Anzuchtwürfel erschlossen und 10 bis 30 leuchtend weiße Spitzen drängen nach draußen, ohne sich jedoch zu krümmen oder abzusterben. Zu wenige Wurzeln bedeuten, die Pflanze wird nicht überleben; zu viele, die Wurzeln sind bereits gestresst.
Jorges Tipp: Immer mit 20 bis 30 % mehr Stecklingen als notwendig beginnen und rigoros alle
aussortieren, die nicht perfekt sind. Gleichartigkeit unter der Erde bedeutet Uniformität über der Erde.
Wochenplan für das No-Veg-Verfahren
No-Veg ist keine Patentlösung für faule Grower; es erfordert eine präzise Steuerung von Wasser, Nährstoffen und der klimatischen Bedingungen. In inerten Substraten wie Steinwolle nehmen die Wurzeln genau das auf, was hineingegossen wird - so lässt sich das Pflanzenwachstum äußerst präzise kontrollieren. Anfangs geht man schonend mit den Wurzeln um (geringe Düngerkonzentration, reichlich Feuchtigkeit), um das Wachstum anzustoßen. Dann wird der Stress allmählich erhöht (stärkere Düngung, trockenere Nächte), um die Pflanze zur Blütenbildung zu drängen. So läuft ein typischer Anbauzyklus ab:
Woche 1 - Alles oder nichts: Moderate Beleuchtung mit 12/12, hohe Luftfeuchtigkeit, warm (25 bis 26 °C). In den ersten Tagen nicht gießen - die Wurzeln selbst nach Feuchtigkeit suchen lassen. Wenn eine Pflanze am dritten Tag schwach aussieht, weg damit, denn sie wird sich nicht erholen.
Woche 2 - Die Zündung: Lichtintensität erhöhen. Damit beginnen, wenig aber häufig zu gießen. Die Pflanze sollte täglich sichtbar wachsen.
Woche 3 - Intensives Strecken: Lampen auf voller Leistung. Gegen Ende dieser Woche die Düngerkonzentration erhöhen, um der Pflanze

Können wir erkennen, dass diese Anbaupflanze mit dem No-Veg-Verfahren wächst?

zu signalisieren, das Strecken zu stoppen und mit dem Abhärten zu beginnen. Das Substrat über Nacht stärker trocknen lassen.
Woche 4 - Die Säule: Die Pflanzen erreichen ihre Endhöhe (70 bis 120 cm). An jedem Nodus bilden sich weiße Griffel. Blätter nicht abschneiden - diese kleineren, ideal positionierten Laubblätter sind die Zuckerfabriken für die Blüten.
Woche 5 bis 7 – Masseaufbau: Mehr, aber seltener gießen. Über Nacht trocknen lassen. Temperaturen senken, um Terpene zu erhalten; Luftfeuchtigkeit verringern, um Schimmelbildung vorzubeugen.
Woche 8 bis 9 – Reifung: Dünger reduzieren, die Pflanzen ihre Reserven nutzen lassen. Trichome anschauen - milchig mit einem Hauch von Bernstein bedeutet, dass es Zeit zum Ernten ist.
Ist No-Veg das Richtige für den Grower?
Lasst es mich offen sagen: Dieses Verfahren ist nicht für jeden geeignet. Es gibt keine Regenerationszeit - ein Fehler in Woche 1 schlägt sich nieder im Endertrag. Und No-Veg setzt auf eine höhere Pflanzendichte (8 bis 10 pro Quadratmeter). Wenn also Landesgesetze den Cannabisanbau auf eine Handvoll Pflanzen beschränken, tut ihr besser daran, große Pflanzen - eine lange Wuchsphase inbegriffen - zu kultivieren.
Wo es passt, sind die Vorteile schwer zu ignorieren. Sechs Ernten pro Jahr bedeutet Cashflow alle acht Wochen und eine schnellere Rotation der Anbaupflanzen. Kleinere
Cannabispflanzen sind leichter zu bewirtschaften, Strom- und Arbeitskosten sinken und die kürzeren Anbauzyklen lassen Schädlingen und Krankheiten weniger Zeit, sich festzusetzen. Dominique van Gruisen geht davon aus, dass dieses Verfahren innerhalb von fünf Jahren zum Industriestandard für alle Cannabisanbauer wird, wenn die Pflanzenzahl nicht begrenzt ist: “Rund 2.000 Branchenexperten haben unser Demozentrum besucht, und jeder, der dieses Vorgehen in der Praxis gesehen hat, ist überzeugt - dies ist der Weg nach vorn.”
Die Zukunft liegt in der Effizienz
Die Cannabisbranche entwickelt sich rasant - vom Keller in die Chefetage, von einer Fertigkeit zur Wissenschaft. Und das No-Veg-Verfahren erfordert ein besserer Grower zu werden - die Wurzelbildung, das Klima und die Bewässerung zu meistern. Es ist kein Selbstläufer. Aber wenn die Durchführung des Verfahrens gelingt, sind die Belohnungen unbestreitbar: mehr Ernten, bessere Qualität, geringere Kosten.
Die Zukunft des Cannabisanbaus ist Effizienz. Und die Frage lautet: Bist du bereit, die geheiligte Wuchsphase hinter dir zu lassen?
Clever und effizient anbauen. Und wie immer: Große Erträge am Ende!
- Jorge Cervantes
Datenquelle:
Innexo, Fluence & Grodan controlled trials. Weitere Informationen: innexo.nl | jorge-cervantes.com
Ein siebenwöchiger Ablauf mit dem No-Veg-Verfahren in der Innexo-Forschungseinrichtung.
Von rechts nach links: Dominique van Gruisen, Jorge Cervantes freuen sich über die reiche No-Veg-Ernte!
Award-Winning cannabis cultivation author Jorge Cervantes teams up with Seedsman for a FREE, comprehensive digital book on home growing.
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Beginner and advanced growers
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Co-Authors
Chief Scientific Officer, Dr. Gary Yates
Stefan Meyer
Table of Contents
• Cannabis Botany
• Life Cycle of Cannabis
• Cannabis Seeds & Seedlings
• Plan Your Garden
• Grow Room Setup
• Twelve-week Garden
• Harvest, Manicuring, Drying, Curing & Storage
• Diseases, Pests & Problems

JORGE CERVANTES
Author Marijuana Horticulture.
Legendary Jorge Cervantes, published in eight languages sold over a million copies worldwide.

Interview
DER AMERIKANER, DER DIE EUROPÄISCHE CANNABISLANDSCHAFT VERÄNDERT
Interview mit Alex Rogers, CEO und Gründer der International Cannabis Business Conference

Wann haben Sie sich in den Vereinigten Staaten im Bereich Cannabis-Aktivismus engagiert?
Ich war mein gesamtes Erwachsenenleben lang ein engagierter Cannabis-Aktivist und habe mich stets für eine vernünftige Cannabispolitik eingesetzt. Mein formeller Einstieg erfolgte 1996 während der Wahl in Kalifornien. Ich war ehrenamtlich Teil der erfolgreichen Proposition-215-Kampagne, durch die Cannabis für medizinische Zwecke legalisiert wurde. Es war die erste erfolgreiche medizinische Cannabis-Initiative in der Geschichte der Vereinigten Staaten, und ich war stolz, daran beteiligt gewesen zu sein. Später unterstützte ich weitere Reformbemühungen in den USA, darunter Oregons erfolgreiche Initiative zur Legalisierung von Cannabis für Erwachsene im Jahr 2014. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig strategische Organisation, klare Kommunikation und gesellschaftliche Mehrheiten für nachhaltige politische Veränderungen sind.
Wann haben Sie sich in Europa für Cannabis engagiert?
2016 kam ich nach Deutschland, nachdem ich beschlossen hatte, die ICBC in Berlin zu veranstalten. In diesem Zusammenhang lernte ich Georg Wurth und Micha Knodt kennen. Zu dieser Zeit arbeiteten wir gemeinsam daran,
die Legalisierung in Deutschland voranzubringen. Sie unterstützten mich nicht nur beim Aufbau der ICBC, sondern vermittelten mir auch ein klares Bild des politischen Status quo und der notwendigen Reformschritte. Dieser Austausch half mir, die strukturellen Besonderheiten der europäischen Cannabispolitik besser zu verstehen.
Welche Strategien aus den USA konnten Sie in Europa anwenden? Ich bin überzeugt, dass Reformarbeit eine Kombination verschiedener Strategien erfordert, da jede Region eigene politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen hat. Eine universelle Konstante ist jedoch der Einsatz von Daten. Zahlen sind objektiv und für Entscheidungsträger besonders überzeugend. Wie in den USA helfen auch in Europa Daten aus legalen Märkten in Nordamerika und Uruguay dabei zu belegen, dass Reformen funktionieren. Wenn Gesetzgeber sehen, dass Legalisierung nicht zu erheblichen Anstiegen beim Jugendkonsum führt, dass die Branche wirtschaftliche Impulse setzt und dass durch das Ende einer gescheiterten Prohibition staatliche Mittel eingespart werden können, verändert das die Diskussion nachhaltig. Ebenso wirkungsvoll ist es, Menschen zusammenzubringen. Wenn politische Entscheidungsträger, Aktivisten und Branchenvertreter unter einem
Dach zusammentreffen, entstehen produktive Gespräche und neue Lösungsansätze. Veranstaltungen fördern Austausch und Zusammenarbeit. Alle drei Gruppen spielen eine zentrale Rolle bei der Modernisierung der Cannabispolitik – sowohl in Europa als auch in den USA. Ihre Vernetzung ist entscheidend für Reformen, und ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, bis die weltweite Prohibition überwunden ist.
Wie ist der aktuelle Stand der europäischen Cannabispolitik und welche Märkte sind führend?
Das Zusammenspiel zwischen der Europäischen Union und den Nationalstaaten ähnelt dem Verhältnis zwischen der US-Bundesregierung und einzelnen Bundesstaaten. So wie der Freizeit-Cannabishandel auf Bundesebene in den USA weiterhin untersagt ist, ist auch auf EU-Ebene der kommerzielle Markt für Erwachsene aufgrund bestehender Vereinbarungen stark eingeschränkt. Zulässig sind jedoch begrenzte Pilotprojekte zu Forschungszwecken sowie nicht-kommerzielle Anbauvereinigungen, häufig als Social Clubs bezeichnet. Regionale Pilotprogramme für den Freizeitmarkt laufen in Teilen der Niederlande und der Schweiz und sollen künftig auch in Deutschland starten. Anbauvereinigungen sind bereits in Malta und Deutschland aktiv. Länder mit reformierter
Politik legen besonderen Wert auf persönliche Freiheit und medizinisches Cannabis. Der private Eigenanbau ist ein zentraler Bestandteil der Legalisierung. Malta, Luxemburg, Deutschland und Tschechien erlauben Erwachsenen den Anbau kleiner Mengen in privaten Räumen. Das stärkt zugleich den Markt für Produkte und Dienstleistungen rund um den Heim-Anbau. Medizinisches Cannabis ist in weiten Teilen Europas etabliert. Deutschland ist der führende Markt auf dem Kontinent. Neben der eigenen Produktion importierte Deutschland in den ersten drei Quartalen 2025 über 142 Tonnen medizinischer Cannabisprodukte aus dem Ausland – ein deutliches Zeichen für die Marktdynamik.
Welche aufstrebenden Märkte sollte die internationale Branche beobachten?
Ein besonders interessanter Markt ist Slowenien. Dort wurde im vergangenen Jahr ein fortschrittliches Gesetz zur Legalisierung von medizinischem Cannabis verabschiedet. Die konkreten Regelungen werden derzeit ausgearbeitet, doch sobald der Rahmen vollständig umgesetzt ist, dürfte Slowenien zu einem wichtigen Standort für medizinische Cannabis-Aktivitäten werden – insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung. Das gilt nicht nur für Europa. Viele international erfolgreiche Produkte anderer Industriezweige wurden ursprünglich in Slowenien entwickelt, auch im medizinischen Bereich außerhalb von Cannabis. Die wissenschaftliche Infrastruktur des Landes macht es zu einem hervorragenden Standort für Innovation. Unternehmer und Investoren sollten daher frühzeitig Kontakte knüpfen, um Kooperationen aufzubauen.
Wo sehen Sie Europa in fünf Jahren? Die kommenden fünf Jahre werden für Europa entscheidend sein. Die Zahl der Länder mit legalem Cannabis für Erwachsene dürfte steigen, und die medizinischen Märkte werden weiter wachsen. Ich hoffe zudem, dass EU-Vereinbarungen modernisiert werden, sodass nationale Märkte für Erwachsene möglich werden, ähnlich wie in Kanada. Wenn einzelne Länder keinen Freizeitmarkt einführen möchten, ist das ihre Entscheidung. Sie sollten jedoch nicht andere Staaten daran hindern, progressive Politik umzusetzen. Darüber hinaus wird die europäische Cannabisbranche stärker in den globalen Markt integriert sein. Mit der geplanten Neueinstufung von Cannabis in den USA werden transatlantische Kooperationen im medizinischen Bereich zunehmen. Reformgegner versuchen zwar weiterhin, Fortschritte zu bremsen, doch langfristig wird sich zeigen, dass die Prohibition eine gescheiterte und schädliche Politik war, und dass ihre Überwindung unvermeidlich ist.

Cannabis anbauen
Von Stoney Tark
Cannabissamen dieses Jahr zum Keimen bringen
Wir alle kaufen gerne Samen, hauptsächlich damit sie keimen. Hattest du, was dies betrifft, schon mal großes Pech oder gehörst du etwa zu denjenigen, die ständig Probleme haben, das Saatgut zum Keimen zu bringen? In diesem Artikel gebe ich meine Top-Tipps für die Keimung von Cannabissamen, damit sich der Erfolg mit 100%iger Wahrscheinlichkeit einstellt.
Warme Temperatur
Kalte Temperaturen verringern die Keimrate erheblich, daher sind warme Temperaturen so wichtig. Zwischen 24 und 26 °C keimen die Samen problemlos. Topfunterteller nicht auf kalte Fliesenböden stellen, und wenn du für das Keimen der Samen eine Tasse mit Wasser nimmst, darauf achten, dass es nicht zu sehr abkühlt.
Flaschenwasser verwenden
Immer wenn ich eine neue Packung Samen bekomme, kaufe ich als Erstes eine Flasche Trinkwasser, Plastikbecher und Aufkleber. Flaschenwasser (als eine saubere, hochwertige Wasserquelle) bei Zimmertemperatur gehalten gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, Samen zum Keimen zu bringen - eine hervorragende Alternative, wenn das Leitungswasser hart ist.
Wir können die Samen entweder in eine kleine Flasche Wasser geben, schütteln, um sie zu ver-
teilen, und keimen lassen, oder einen Becher Wasser füllen, ihn an einen warmen dunklen Ort stellen und die Samen dort keimen lassen.
Heizkabel
Es ist wieder diese Jahreszeit, welche sich kalt, nass und feucht anfühlt, und die Keimung von Cannabissamen in kalten Häusern kann schwierig sein. Eine hervorragende und kostengünstige Lösung, die keimenden Samen oder Sämlinge warm zu halten, ist der Gebrauch eines Heizkabels. Wir legen es einfach auf dem Boden aus und bilden eine kleine Heizmatte. So wird die Keimrate deutlich erhöht und die Zeit, bis die Samen zum Einpflanzen bereit sind, verkürzt.
Den Samen mindestens 72 Stunden Zeit geben
Manchmal braucht Saatgut länger zum Keimen, als wir es gerne hätten. Dies kann ver-


Die Sämlinge im Winter von kalten Fliesenböden fernhalten und gegebenenfalls eine Heizmatte verwenden
schiedene Gründe haben... Sich nicht frustrieren lassen, weil die Samen der 150-Euro-Lieferung nicht sofort keimen; Geduld haben und den Samen mindestens 3 Tage Zeit zum Aufbrechen der Schalen geben. Ich hatte schon welche, die über eine Woche zum Keimen brauchten. Mein Tipp: Gebt den Samen 5 Tage Zeit zum Keimen.
Blumenerde benutzen
Wenn Cannabis-Sämlinge besonders empfindlich sind, spielt nach der Keimung das Substrat eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Ganz am Anfang und die erste Woche nach dem Sämlingsstadium verwende ich für die Pflänzchen eine organische, düngerarme Blumenerde. Sobald sie gut bewurzelt sind, pflanze ich sie in eine nährstoffreiche, meinen Vorstellungen entsprechende Bio-Erde um.
Wir können die Unterteller auf die Heizmatte oder einen Becher mit Wasser darauf stellen. Die Reptilienmatten bieten eine schwache, aber gleichmäßige Wärmequelle und funktionieren meiner Erfahrung nach ausgezeichnet.
Pinzette fürs Einpflanzen benutzen Wenn die Cannabissamen zu keimen beginnen und lange, weiße, flauschige Keimlinge bilden, sollten wir sie am besten mit einer Pinzette anfassen. Cannabis-Sämlinge sind empfindlich, müssen vorsichtig behandelt und in ein Substrat umgepflanzt werden. Eine saubere, sterile Pinzette verhindert, dass wir die Samen berühren und erleichtert die Arbeit mit ihnen.





Dicke Papiertücher sind ideal Wenn ihr das nächste Mal im Supermarkt seid, haltet Ausschau nach Küchenpapierrollen. Sie eignen sich perfekt zum Keimen von Samen. Viele Grower haben festgestellt, dass Toilettenpapier völlig durchnässt wird. Bei Küchenpapier tropft das Wasser nach dem Nässen leicht ab und die Samen darin bekommen sehr viel Luft.
Effektive Hygiene
Den Anbauraum so sauber wie möglich halten ist für Eigenanbauer aus vielen Gründen von Vorteil, insbesondere bei der Keimung von Saatgut. Bevor wir die Cannabissamen zum Keimen bringen, sich vergewissern, ob saubere Unterteller, Küchenpapier, Plastikbecher und einwandfreies Flaschenwasser bereitstehen. Wird Erde verwendet, darauf achten, keinen Schmutz zu machen und verschüttete Erde sofort auffegen.
Heizmatte für Reptilien
Eine weitere hervorragende Möglichkeit, kalte Temperaturen in Anbauräumen zu bekämpfen und eine warme, gemütliche Umgebung für keimende Samen zu schaffen, besteht darin, es mit einer Reptilien-Wärmematte zu versuchen.
Die Erde nicht überdüngen Cannabis-Sämlinge benötigen in den ersten drei Wochen ihres Lebenszyklus nur wenig Nährstoffe. Benutzt keine überdüngte Erde in der frühen Wachstumsphase, weil diese die Pflanzen verbrennen kann - verwendet stattdessen hochwertige Blumenerde oder Kompost. Wurmhumus in den Kompost mischen ist sehr zu empfehlen, er sorgt für einen optimalen Start der Sämlinge. Viele Erden aus Gartencentern enthalten chemische Salzdünger, deshalb vor dem Kauf unbedingt das Etikett lesen.

Ein Plastikbecher kann helfen, die Luftfeuchtigkeit um die Sämlinge herum optimal zu halten

STRAIN SPECIAL 2026
Frosty’s Auto Freak
GENETIK:
Guavalato Auto x Frosty’s Purple Freak (Auto)
ERNTEMONAT: Autoflowering
GESAMTER LEBENSZYKLUS
IN WOCHEN:
11 Wochen von der Aussaat bis zur Ernte
HÖHE DER PFLANZE: 60 bis 90 Zentimeter
ERTRAG IM ZIMMER:
30 bis 60 g/Pflanze. Extrem frostig.
ERTRAG IM FREILAND: 30 to 60 g/plant
GESCHMACK/AROMA:
Ein komplexes Bouquet, das süße Waldbeeren mit einem unverwechselbaren Aroma verbindet, überlagert von tiefem Zedernholz. Ein ungewöhnlich seltenes Terpen-Spektrum, reich an Cedren, Guaiol, Phytol und Farnesen.
WIRKUNG:
Heller, erhebender zerebraler Rausch, der die Stimmung hebt und dann allmählich in eine starke, lang anhaltende Entspannung übergeht, die beruhigend wirkt und dabei sanft und ausgeglichen bleibt.

www.khalifagenetics.com


Fruit Bomb Punch®
GENETIK: Erdbeer IBL x (Tangie x Cherry Pie) BX1 x Sugar Bomb Punch
BLÜTEZEIT: 9 Wochen
ERNTEMONAT: Mitte/Ende Oktober
HÖHE DER PFLANZE:
Sativa-dominant, 1 m+
ERTRAG IM ZIMMER: 550–600+ Gramm pro m²
ERTRAG IM FREILAND: 750–1000 Gramm
GESCHMACK/AROMA: Eine Lawine reifer, süßer Früchte. Je nach Phänotyp entdeckt man subtile Noten von Sahne und Süßigkeiten, und einige Akzente im Hintergrund.
WIRKUNG: Ein fröhliches, geselliges High, das aufgrund seiner starken Potenz auch für erfahrene Raucher geeignet ist. Die Wirkung des Highs ist stark und lang anhaltend. Die Wirkung ist überwiegend fröhlich, erhebend und sehr gesellig - ideal für freundschaftliche Treffen. Es ist die perfekte Sorte für Partys, kreative Aktivitäten oder einfach den Genuss. www.dutch-passion.com


Frittella
GENETIK: Fruit Joy x Crêpes
BLÜTEZEIT: 8/9 Wochen
ERNTEMONAT: Ende September – Anfang Oktober im Freien
HÖHE DER PFLANZE: 80/120 cm
ERTRAG IM ZIMMER: 350/450 m²
ERTRAG IM FREILAND: 450/550 m²
GESCHMACK/AROMA: Süsser, cremiger Duft mit viel Mango und reifem Pfirsich.
WIRKUNG: Leichte anfängliche Euphorie, gefolgt von sanft umhüllender Entspannung.

www.seedfinder.eu/en/ database/breeder/old-j-seeds

Mimosa Zkittlez Auto
GENETIK: Zkittlez x Mimosa XL Auto
GESAMTER LEBENSZYKLUS IN WOCHEN: 9-11 Wochen
HÖHE DER PFLANZE: 55-135 cm
ERTRAG IM ZIMMER:
450-650 g/m²
ERTRAG IM FREILAND:
50-200 g pro Pflanze
GESCHMACK/AROMA:
Intensives, zitrus-fruchtiges Aroma mit einer Diesel-Note.
WIRKUNG:
Stark, stimulierend, kreativitätsfördernd und stimmungsaufhellend.

The clash
GENETIK: (Apple Fritter x Jealousy) x (KM x Tropicana)
GESAMTER LEBENSZYKLUS IN WOCHEN: 9
ERNTEMONAT: Oktober
HÖHE DER PFLANZE: 190
ERTRAG IM ZIMMER: 400-450 g/m²
ERTRAG IM FREILAND: 800
GESCHMACK/AROMA: Einfach eine süße Mischung.
WIRKUNG:
Bietet eine hohe Potenz mit einem fröhlichen Touch, perfekt für gesellige oder kreative Momente. Und auch für körperlichen Entspannung geeignet, was für ihre Indica-Basis charakteristisch ist.

Spritzer x Rainbow Sherbert
GENETIK:
40% indica / 60% sativa
BLÜTEZEIT: 60 bis 65 Tage
ERNTEMONAT: Ende September bis Anfang Oktober
GESAMTER LEBENSZYKLUS IN WOCHEN: 9 Wochen
HÖHE DER PFLANZE: 90 cm im Innenbereich / 2 m im Außenbereich
ERTRAG IM ZIMMER: 500/600 Gramm pro Quadratmeter
ERTRAG IM FREILAND: 600/700 Gramm pro Pflanze
GESCHMACK/AROMA:
Hervorzuheben ist ihr milder und zuckriger Geschmack, ihre süßen und fruchtigen Noten mit einem Hauch von Minze, die sie wie ein Fruchtsorbet erscheinen lassen.
WIRKUNG:
Ihre Wirkung ist in der Regel euphorisierend und sorgt für einen schnellen Rausch, ideal für Kreativität, Konzentration und positive Stimmung. Sie kann eine leichte körperliche Entspannung bewirken, ohne jedoch sedierend zu sein.




Tutankhamon x Cookies USA
GENETIK: Cookies USA X Tutankhamon BLÜTEZEIT: 8 bis 9 Wochen
ERNTEMONAT: Mitte September
GESAMTER LEBENSZYKLUS IN WOCHEN: 6 bis 7 Monate
ERTRAG IM ZIMMER: LED-Lampe 730 W bis zu 1 kg mit 20 Pflanzen
ERTRAG IM FREILAND: 500 g bis 1,5 kg
GESCHMACK/AROMA:
Intensive, cremige Süße mit Noten, die an frisch gebackene Kekse erinnern, geerbt von Cookies USA.
WIRKUNG:
Ein energiegeladener und euphorischer Start, typisch für Tutankhamon, gefolgt von einer allmählichen und angenehmen Entspannung dank der Genetik von Cookies USA. Perfekt, um geistige Anregung und körperliche Erholung in Einklang zu bringen.






Cannabis anbauen
Von Stoney Tark
Wie und weshalb Cannabispflanzen Wasser transpirieren
Damit Cannabispflanzen kräftig wachsen, gedeihen und Photosynthese betreiben können, müssen mehrere Schlüsselelemente zusammenarbeiten, wie zum Beispiel Licht, Kohlendioxid, Nährstoffe und Wasser. Während Licht und CO 2 zumeist die größte Aufmerksamkeit erhalten, spielt Wasser eine ebenso entscheidende Rolle im Pflanzenstoffwechsel, Nährstofftransport und bei der Temperaturregul ierung. In diesem Artikel wird beschrieben, wie Cannabispflanzen Wasser nutzen, Umweltbedingungen die Transpiration beeinflussen und was Grower bei der Bewässerung ihrer Plantage beachten sollten.
Was ist Transpiration?
Transpiration ist der Prozess, bei dem Pflanzen durch winzige Poren in ihren Blättern Wasserdampf an die Luft abgeben. Eine hilfreiche Herangehensweise, dies zu verstehen, ist der Vergleich mit dem menschlichen Schwitzen. Dabei verlieren wir Wasser, Elektrolyte, und müssen rehydrieren, um die Balance aufrechtzuerhalten. Falls wir zu sehr dehydrieren, kann es zu Muskelkrämpfen und Müdigkeit kommen.
Pflanzen ergeht es ähnlich. Sind die Umgebungsbedingungen heiß oder trocken, verdunsten Pflanzen mehr Wasser, um sich abzukühlen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit halten sie Wasser zurück. Diese Ausgewogenheit wird sowohl durch das Blattgewebe als auch durch die Wurzelzone realisiert und ermöglicht den Pflanzen, sich an ihre Umgebung anzupassen.
Die Rolle des Blattgewebes während der Transpiration Pflanzenblätter sind zarte Gebilde, die Licht einfangen und in Energie umwandeln sollen. Wird ein Blatt von einer Pflanze entfernt, verliert es schnell Feuchtigkeit und Struktur, was zeigt, wie abhängig das Blattgewebe von einer ordentlichen Flüssigkeitszufuhr ist.
Gesunde Cannabisblätter erscheinen üppig, wachsartig und sind leuchtend grün. Diese Eigenschaften weisen auf eine starke Chlorophyllproduktion und aktive Photosynthese hin. Die Oberfläche jedes Blattes enthält Stomata, mikroskopisch kleine Öffnungen, die den Gasaustausch und die Wasserausscheidung regulieren.
Ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig, versuchen Pflanzen, Wasser zu bewahren, indem sie ihre Blattränder nach innen kräuseln oder die Blätter leicht herabhängen lassen. Unter diesen Bedingungen schließen sich die Spaltöffnun-
gen, wodurch die Photosynthese verlangsamt wird, bis sich die Situation verbessert. Zu starker Luftstrom durch Ventilatoren kann diesen Effekt verschlimmern und das Blattgewebe austrocknen, bis es zu Verbrennungen an den

Spitzen oder gar zum Abfallen der Blätter kommt. Übermäßige Transpiration gleich über dem Pflanzmedium ist oft ein Anzeichen, dass unten, im Wurzelbereich, ein ähnlicher Stress herrscht.
Wie Transpiration durch die Wurzelzone beeinflusst wird
Wurzeln nehmen Wasser und Nährstoffe über feine Wurzelhärchen auf, die mit der dünnen Feuchtigkeitsschicht rund um das Pflanzmedium in Kontakt kommen. Gut durchlüftete
Substrate fördern das Wachstum der Wurzeln hin zu den Lufteinschlüssen, verbessern so die Nährstoffaufnahme und die allgemeine Pflanzengesundheit.
Übermäßiges Gießen, also zu viel Wasser, schadet an sich den Pflanzen nicht; es schadet ihnen, wenn ein gesättigtes Pflanzmedium die Sauerstoffverfügbarkeit einschränkt. Schlechte Drainage verhindert, dass Luft zu den Wurzeln gelangt, was Stress auslöst und verminderte Leistung bewirkt.
Substrate wie Kokosfaser und Perlit zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Gleichgewicht zwischen Feuchtigkeitsspeicherung und Durchlüftung aufrechterhalten. Zusammen mit organischem Kompost oder Wurmdung schaffen sie eine ideale Umgebung für die Wurzelentwicklung.
Pflanzen transportieren Wasser mithilfe des von den Wurzeln ausgeübten Drucks durch das Xylem nach oben, die Transpirationsrate wird jedoch stark von den Umweltbedingungen beeinflusst. Hohe Temperaturen und niedrige Luftfeuchtigkeit können bewirken, dass Wasser und Nährstoffe sowohl aus den Blättern als auch aus dem Pflanzmedium schnell verdunsten, sodass eine Kontrolle der Umgebungsbedingungen unbedingt notwendig ist.
Wie das Dampfdruckdefizit (VPD) funktioniert
Das Dampfdruckdefizit (VPD) misst die Differenz zwischen der Feuchtigkeit im Blattinneren und der umgebenden Luft. Es hilft Growern zu verstehen, wie erfolgreich Pflanzen transpirieren.
VPD wird anhand von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Blattoberflächentemperatur berechnet und in Kilopascal (kPa) gemessen. Während VPD-Diagramme praktische Richtlinien bieten, kann die Blatttemperatur im gesamten Blätterdach variieren, sodass häufig eine Feinabstimmung erforderlich ist.
Cannabispflanzen benötigen in verschiedenen Wachstumsstadien eine unterschiedliche
Luftfeuchtigkeit. Die Stomata arbeiten am wirksamsten bei warmen Temperaturen, relativ hoher Luftfeuchtigkeit, was eine optimale CO2-Aufnahme und Photosynthese ermöglicht.
Der CO2-Gehalt liegt im Freien bei etwa 400 ppm, weshalb Grower, die das CO2 aufstocken, die Konzentration oft auf 1.200 bis 1.500 ppm erhöhen. Unter diesen Bedingungen benötigen Pflanzen höhere Temperaturen, typischerweise 30 bis 35 °C, um das erhöhte CO2 effizient zu verarbeiten. Wenn das VPD zu hoch ist, kann Reduzierung der Dünger/Nährlösungskonzentration und der elektrischen Leitfähigkeit (EC) dazu beitragen, Überdüngung und Stress zu verhindern.
• Niedriges VPD = hohe Luftfeuchtigkeit, aktive Stomata
• Hohes VPD = niedrige Luftfeuchtigkeit, erhöhter Stress
Wann ist es zeitlich am günstigsten, die Cannabispflanzen zu gießen und zu düngen?
Viele Grower wollen Wasser sparen oder verlassen sich auf gefiltertes oder Umkehrosmose-Wasser. Andere bevorzugen minimale Düngung, damit die Bodenmikrobiologie den Nährstoffkreislauf auf natürliche Weise steuern kann. Unabhängig vom Vorgehen kann der richtige Zeitpunkt fürs Gießen die Wassereffizienz und Pflanzengesundheit erheblich verbessern.
Ideale Zeiten zum Gießen:
• Ein paar Stunden nach Sonnenaufgang/Einschalten der Lampe(n) Ein paar Stunden vor Sonnenuntergang/Ausschalten der Lampe(n)
Werden diese Zeiten eingehalten, können Pflanzen nach und nach Wasser aufnehmen und sich nach Phasen hoher Transpiration abkühlen. Gießen während der heißesten Zeit des Tages kann dazu führen, dass der Wasserverlust die Aufnahme übersteigt, was zu Mängeln, insbesondere zu Problemen beim Kalziumtransport, führen kann.
Auch ein Gießen zu kurz vor dem Abschalten der Lampen/Einbruch der Dunkelheit kann problematisch sein, weil vielleicht überschüssige Feuchtigkeit über Nacht im Substrat verbleibt, was das Risiko von Wurzelproblemen erhöht. Den passenden Bewässerungsplan zu erstellen erfordert Übung, zahlt sich später aber aus hinsichtlich Beständigkeit und Effizienz.

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Die Wurzeln einer Pflanze bilden vielleicht die wichtigste Grundlage für Wachstum und Blüte, erhalten jedoch oft weniger Aufmerksamkeit, weil sie sich unsichtbar unter dem Substrat befinden. Viele Grower sehen Wurzeln vor allem als etwas, das die Pflanze fest verankert und Wasser sowie Nährstoffe aufnimmt. In Wirklichkeit leisten Wurzeln viel mehr. Sie sind das Steuerzentrum der Pflanze und reagieren kontinuierlich auf alles, was in ihrer Umgebung geschieht. Sie bestimmen zu einem großen Teil, wie gesund und kräftig eine Pflanze wird.
Möchtest du, dass deine Pflanze optimal wächst und blüht? Dann beginnt alles bei den Wurzeln. Wenn du verstehst, wie sie funktionieren und was sie benötigen, kannst du ihre Kraft vollständig nutzen und damit die Gesundheit der gesamten Pflanze verbessern.
Verschiedene Arten von Wurzeln und ihre Aufgaben
Das Wurzelsystem einer Cannabispflanze ist komplexer, als du vielleicht denkst. Es besteht aus mehreren Bestandteilen, jeder mit einer spezifischen Funktion:
Die Hauptwurzel
Die erste Wurzel, die aus dem Samen wächst, nennen wir die Hauptwurzel. Sie sorgt für

Stabilität und bildet die Grundlage, aus der andere Wurzeln entstehen. Bei Cannabis ist die Hauptwurzel vor allem in der frühen Wachstumsphase vorhanden.
Seitenwurzeln
Aus der Hauptwurzel wachsend vergrößern Seitenwurzeln die Stabilität der Pflanze und die Oberfläche für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen.
Wurzelhaare
Wurzelhaare sind feine Wurzeln, die an den Enden anderer Wurzeln wachsen. Sie nehmen den größten Teil von Wasser und Nährstoffen auf und bilden den Kern des Wurzelsystems.
Adventivwurzeln
Bei Beschädigung oder beim Schneiden von Stecklingen entstehen Adventivwurzeln, weil dabei Hormone wie Auxin freigesetzt werden. Diese Hormone stimulieren die Zellen zur Wurzelbildung, sodass sich die Pflanze erholen oder neue Pflanzen entwickeln kann. Dies ist besonders häufig bei Gräsern oder krautigen Pflanzen.
Speicherwurzeln
Einige Pflanzen speichern Energie und Nährstoffe in Speicherwurzeln, bei Cannabis kommen diese jedoch grundsätzlich nicht vor. Das Wurzelsystem von Cannabis ist vollständig auf die Aufnahme und den Transport von Wasser und Nährstoffen ausgerichtet, nicht auf Speicherung.
Luftwurzeln
Auch oberhalb des Substrats können Wurzeln entstehen, die Kontakt mit der Luft haben. Bei Cannabis kommen sie selten vor, können jedoch in Stofftöpfen erscheinen, bei denen Wurzeln durch das atmungsaktive Material wachsen, oder bei Kultivierung im Wasser, wo zusätzliche Sauerstoffquellen gesucht werden. Luftwurzeln helfen vor allem bei der Aufnahme von Sauerstoff und Feuchtigkeit und sind kein fester Bestandteil des Wurzelsystems.
Das Leben rund um die Wurzel
Um jede Wurzel herum befindet sich ein kleines Ökosystem. Dieser Bereich wird Wurzelzone genannt. Hier leben Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen, die mit der Pflanze zusammenarbeiten. Die Pflanze gibt über die Wurzeln Zucker ab und ernährt damit diese Mikroorganismen. Im Gegenzug helfen sie dabei, Nährstoffe freizusetzen, die die Pflanze sonst nur schwer aufnehmen könnte. Je besser diese Zusammenarbeit funktioniert, desto effizienter wächst die Pflanze. Dieser Prozess wird Rhizosphären Symbiose genannt.
In Substraten wie Steinwolle, in denen von Natur aus wenig Bodenleben vorhanden ist, ist diese Symbiose begrenzter. Als Grower musst du sie daher selbst aufbauen und verbessern. Dies kann beispielsweise mit Wurzelstimulatoren wie CANNA Rhizotonic erfolgen. Viele Grower kennen diesen

Namen seit Jahren, doch er ist vom Begriff Rhizosphäre abgeleitet und bezieht sich auf die Stimulierung einer gesunden Wurzelzone.
Wurzeln als Motor der Pflanze
Wurzeln nehmen nicht nur Wasser und Nährstoffe auf, sondern produzieren auch Wachstumshormone, die bestimmen, wie schnell eine Pflanze wächst, wie sich Blätter entwickeln und wie die Blüte verläuft. Die Gesundheit und Aktivität des Wurzelsystems hat daher direkten Einfluss auf dieses Gleichgewicht.
Außerdem funktionieren Wurzeln als Sensoren. Sie registrieren ständig Veränderungen bei Feuchtigkeit, Nährstoffen, Temperatur und Sauerstoff und steuern auf dieser Grundlage das Wachstum oberhalb des Bodens. Langsames Wachstum, hängende Blätter, Verfärbungen oder braune Spitzen sind oft Signale dafür, dass die Wurzeln nicht optimal funktionieren und zusätzliche Aufmerksamkeit benötigen.
Cannabis ist bekannt für schnelles und kräftiges Wurzelwachstum und versucht, den verfügbaren Raum im Substrat schnell zu nutzen. Dadurch reagiert die Pflanze stark auf Faktoren wie Sauerstoff, Substratstruktur und Bodenleben. Kleine Veränderungen können bereits spürbare Auswirkungen auf Wachstum und Gesundheit haben, daher ist eine stabile Wurzelumgebung enorm wichtig.
Was bestimmt die Entwicklung der Wurzeln?
Die Entwicklung der Wurzeln während der Kultivierung wird von mehreren Faktoren bestimmt. Sowohl physische, chemische als auch biologische Bedingungen spielen eine große Rolle.
Physische Bedingungen
Die Umgebung rund um die Wurzeln bestimmt, wie stabil und komfortabel sie sich entwickeln können, unabhängig davon, ob du in Erde, Kokos, Steinwolle, Blähton oder einem anderen Substrat anbaust. Struktur, Feuchtigkeit und Temperatur bilden gemeinsam die Grundlage für ein starkes Wurzelsystem.
Ein luftiges Medium ist von großer Bedeutung. Wenn das Substrat über längere Zeit nass und kompakt bleibt, erhalten die Wurzeln zu wenig Sauerstoff und das Wachstum verlangsamt sich. Indem du für ausreichend Luft im Medium sorgst, können sich Wurzeln besser verzweigen und ausbreiten. Gieße, wenn es für das gewählte System notwendig ist, und stelle sicher, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann. Überbewässerung ist ein häufiger Fehler und verursacht schnell Sauerstoffmangel in der Wurzelzone.
Auch die Temperatur spielt eine wichtige Rolle. Halte die Wurzelzone stabil zwischen 18 und 24 °C (ungefähr 64 bis 75 °F) mit Isolation und Belüftung. In diesem Bereich funktionieren die Wurzeln optimal. Bei höheren Temperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt rund um die Wurzeln und Krankheitserreger haben mehr Möglichkeiten, sich zu entwickeln.
Chemische Bedingungen
Neben der physischen Grundlage spielt auch die Zusammensetzung deiner Nährlösung eine große Rolle für die Wurzelgesundheit. Das richtige Gleichgewicht aus Nährstoffen und Säuregrad bestimmt, wie gut Wurzeln Nährstoffe aufnehmen.
Passe die Nährstoffstärke an die Wachstumsphase an und vermeide Überdüngung, denn zu viele Nährstoffe verursachen häufiger Wurzelstress als zusätzlichen Ertrag. Der Säuregrad rund um die Wurzeln hat direkten Einfluss auf die Aufnahme, daher hält regelmäßiges Kontrollieren des pH Wertes die Nährstoffe verfügbar. Mikroelemente wie Eisen, Mangan, Zink, Bor und Kupfer sind unverzichtbar für ein starkes Wurzelsystem. Achte außerdem auf das Verhältnis zwischen Wasser und Salzen. Salzablagerungen behindern die Aufnahme und sind oft als weiße oder graue Schicht auf Töpfen oder Substrat sichtbar. Durch gelegentliches Spülen und das Kontrollieren des EC Wertes bleibt die Aufnahme optimal.
Biologische Bedingungen
Ein lebendiges Wurzelmilieu trägt zu einer widerstandsfähigen und effizienten Wurzelzone bei. Mikroorganismen arbeiten
hellweiß bis leicht cremefarben, verteilen sich gleichmäßig im Substrat und bilden ein luftiges Netzwerk mit vielen Verzweigungen und feinen Wurzelhaaren für eine effiziente Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Auch der Geruch sagt viel aus. Ein frischer und neutraler Duft weist auf ein gut funktionierendes Wurzelmilieu hin.
Ungesunde Wurzeln verfärben sich häufig braun, können schleimig wirken und haben absterbende Wachstumsspitzen. Dicke Wurzeln ohne feine Verzweigungen machen das Netzwerk weniger effektiv. Ein muffiger oder fauliger Geruch kann auf Sauerstoffmangel, Wurzelfäule oder ein gestörtes Bodenleben hinweisen. Beschädigte Wurzelspitzen bremsen die Aufnahme, wodurch das Wachstum oberhalb des Bodens zurückbleibt. Indem du regelmäßig auf Farbe, Struktur und Geruch achtest, erkennst du schnell, ob Eingreifen notwendig ist.
Stress und Wurzelprobleme
mit den Wurzeln zusammen und unterstützen natürliche Prozesse im Substrat. Mykorrhiza Pilze vergrößern beispielsweise die effektive Wurzeloberfläche, wodurch sich die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen verbessert.
Auch nützliche Bakterien spielen eine wichtige Rolle. Sie wandeln Nährstoffe in Formen um, die die Pflanze leicht aufnehmen kann, wodurch das Bodenleben aktiv und gesund bleibt. Organische Stoffe im Substrat werden von diesen Mikroorganismen langsam abgebaut, wodurch schrittweise zusätzliche Nährstoffe freigesetzt werden. Wenn du diesen Prozess beschleunigen möchtest, können Enzympräparate helfen, abgestorbene Wurzelreste und organisches Material schneller in verfügbare Nährstoffe umzuwandeln.
Gemeinsam sorgen diese biologischen Faktoren dafür, dass Wurzeln stärker, effizienter und widerstandsfähiger gegenüber Stress werden, sodass die gesamte Pflanze und auch der Grower davon profitieren.
Die Wurzelgesundheit als Grower beurteilen
Als Grower möchtest du den Wurzeln manchmal zusätzliche Aufmerksamkeit schenken, doch das kann schwierig sein, da sie sich unter der Oberfläche befinden und nicht immer direkt sichtbar sind. Trotzdem gibt es klare Signale, an denen du den Zustand des Wurzelsystems erkennen kannst, und es existieren Möglichkeiten, die Wurzeln dennoch zu inspizieren.
So kannst du das Drainwasser kontrollieren und die Temperatur des Substrats messen. Außerdem kannst du die Wurzeln beim Umtopfen betrachten, am Substrat riechen sowie das Wachstum deiner Pflanze und die Blattfarbe überprüfen. Du musst also nicht immer direkt auf die Wurzeln selbst schauen, um festzustellen, ob sie gesund sind.
Gesunde und ungesunde Wurzeln erkennen
Das Wurzelsystem bildet die Grundlage einer starken Pflanze und zeigt deutlich ihren Gesundheitszustand. Gesunde Wurzeln sind
Selbst ein starkes Wurzelsystem wird während der Kultivierung mit Stress konfrontiert. Umtopfen oder leichte Schäden sind meist kein Problem, wenn das Substrat stabil bleibt. Bei einem guten Gleichgewicht zwischen Luft und Feuchtigkeit erholen sich Wurzeln oft schnell und die Pflanze wächst weiter, besonders bei Photoperioden Pflanzen, die länger in der Wachstumsphase bleiben.
Die Bewässerung ist einer der wichtigsten Faktoren. Ein zu nasses Medium verdrängt Sauerstoff, senkt die Wurzelaktivität und erhöht das Risiko für Krankheiten und Fäulnis. Zu wenig Wasser beschädigt hingegen die feinen Wurzelhaare, wodurch Aufnahme und Wachstum schnell zurückgehen. Auch die Nährstoffe erfordern Balance. Zu hohe Konzentrationen erschweren die Wasseraufnahme, während Mängel die Wurzelentwicklung hemmen.
Dasselbe gilt für Zusatzstoffe und Biostimulanzien. Sie können Wurzeln und Bodenleben bei korrekter Anwendung unterstützen, doch Überdosierung oder zu viele verschiedene Produkte stören das Gleichgewicht. Untersuchungen zeigen, dass vor allem die Vielfalt der Mikroorganismen wichtig ist. Ein vielfältiges Bodenleben sorgt für mehr Stabilität und Widerstandsfähigkeit in der Wurzelzone.
Weniger Eingreifen, mehr Ergebnis
Wer bewusst ein gesundes Wurzelsystem und eine starke unterirdische Grundlage aufbauen möchte, entscheidet sich nicht für mehr Produkte, sondern für einen durchdachten und ausgewogenen Ansatz. Wurzelstimulatoren, Silizium, Spurenelemente und organische Zusätze können unterstützen, jedoch nur, wenn sie sorgfältig und in Maßen eingesetzt werden. Stelle sicher, dass du weißt, was du tust, und kontrolliere sowie messe dein Substrat regelmäßig. Letztendlich dreht sich alles um Stabilität. Was unter der Erde geschieht, bestimmt, wie kraftvoll sich eine Pflanze oberhalb der Erde entwickelt. Eine gut abgestimmte Wurzelumgebung sorgt für gleichmäßiges Wachstum, mehr Widerstandskraft und einen zuverlässigen Ertrag. Eine solide Grundlage bringt immer mehr als das fortlaufende Hinzufügen von Wasser, Nährstoffen und Zusätzen. Wer es einfach und durchdacht hält, wird merken, dass genau dort der wahre Erfolg beginnt.

Home Grow
Von Johnny Stardust
Rückschläge beim Growen
Über Zwitterpflanzen, Spinnmilben und Schimmel
Hanf anzubauen kann unglaublich erfüllend sein, besonders dann, wenn alles reibungslos funktioniert. In der Realität läuft es jedoch selten perfekt, zumindest bei mir. Über die Jahre habe ich fast jede Panne erlebt, die man sich im Growraum nur vorstellen kann. Rückblickend waren es aber genau diese Rückschläge, die mich weitergebracht haben. Probleme gehören beim Indoor Grow einfach dazu, und wer lernt, sie früh zu erkennen und richtig zu reagieren, kann viele Katastrophen verhindern.

Die Spinnmilbe gehört zu den hartnäckigsten Cannabis-Schädlingen.
Ein Growzelt vermittelt Sicherheit und Kontrolle, konstantes Licht, geregelte Temperaturen und eine geschützte Umgebung. Doch dieses Gefühl kann trügen. Innerhalb kürzester Zeit kann sich das vermeintliche Pflanzenparadies in eine Problemzone verwandeln. Zwitterpflanzen, Schädlinge oder Schimmel treten oft plötzlich auf und bleiben lange unbemerkt. Regelmäßige Kontrollen sind daher unverzichtbar. Ich halte mein Zelt deshalb bewusst nicht zu voll, damit Luft zirkulieren kann und jede Pflanze gut erreichbar bleibt. Wer jede Ecke im Blick hat, erkennt Veränderungen deutlich früher.
Zwitterpflanzen
Es kommt immer wieder vor, dass Cannabispflanzen männliche und weibliche Merkmale gleichzeitig entwickeln; ein Phänomen, das in der Fachsprache als „Hermaphroditismus“ bezeichnet wird. Dieses Verhalten ist kein Fehler, sondern ein natürlicher Notfallmechanismus. Die Pflanze versucht, sich selbst zu vermehren, wenn sie unter ungünstigen Bedingungen steht. Bleibt das unentdeckt, öffnen sich Pollensäcke und bestäuben die Blüten. Das Ergebnis sind in diesem Fall versamte Blüten, die nun wirklich niemand haben möchte. Für Konsumenten hochwertiger Blüten ist das ein echtes Ärgernis. Denn Samen mindern die Potenz, verändern den Geschmack und sorgen beim Genuss für unangenehme Aromen. Besonders problematisch sind winzige unreife Samen, sogenannte „Mini-Seeds“, die leicht übersehen werden. Beim Konsum fallen
sie dann umso deutlicher auf. Für mich ist dieser kratzige, verbrannte Geruch, der mich an den Geruch einer ausgepusteten Kerze erinnert, ein klares Zeichen, dass diese Blüten anderweitig verwendet werden müssen.
Zwittern lässt sich nie vollständig ausschließen, doch das Risiko kann deutlich gesenkt werden. Der größte Risikofaktor ist Stress. Zu hohe Temperaturen, Lichtverschmutzung während der
Dunkelphase oder zu radikale Trainingsmethoden können Pflanzen aus dem Gleichgewicht bringen. Auch die Genetik spielt eine entscheidende Rolle. Stabile, reguläre Sorten zeigen dieses Verhalten seltener als viele feminisierte oder automatische Varianten. Wer seine Pflanzen schonend behandelt, ihnen Erholungsphasen gönnt und auf konstante Bedingungen achtet, reduziert das Risiko erheblich.
Spinnmilben
Von allen Problemen, die mir begegnet sind, waren Spinnmilben die hartnäckigsten. In meinem Fall kamen sie über Stecklinge ins Zelt. Anfangs wirkten die Schäden harmlos, kleine helle Punkte auf den Blättern. Erst bei genauerem Hinsehen zeigten sich feine Gespinste, und da war der Befall bereits weit fortgeschritten. Als sogar Blüten eingesponnen waren, blieb kaum noch Handlungsspielraum.
Ich trennte mich konsequent von stark befallenen Pflanzen und reinigte den gesamten Growraum gründlich. Neemöl half kurzfristig, konnte das Problem aber nicht dauerhaft lösen. Erst der Einsatz von Raubmilben brachte eine sichtbare Verbesserung. Zwar war diese Maßnahme kostspielig, doch sie zeigte Wirkung. Die Spinnmilbenpopulation ging langsam zurück, bis sie schließlich verschwand.
Wer regelmäßig mit Spinnmilben kämpft, sollte über biologische Gegenspieler nachdenken. Raubmilben lassen sich auch mit wenig Aufwand selbst vermehren, worauf sie auch vorbeugend eingesetzt werden können. Zusätzlich kann eine höhere Luftfeuchtigkeit in der Wachstumsphase helfen, da Spinnmilben trockene Bedingungen bevorzugen. In der Blüte ist dabei jedoch Vorsicht geboten, da zu viel Feuchtigkeit neue Probleme mit sich bringt. Entscheidend ist nicht nur die Bekämpfung, sondern die dauerhafte Beobachtung und Prävention.

Jetzt ist es zu spät. Ein männliches Pollensäckchen hat sich geöffnet und die umliegenden weiblichen Blüten wurden bestäubt. Es werden nun zahlreiche Samen heranreifen.

Schimmel
Schimmel zählt zu den größten Gefahren beim Cannabisanbau. Er kann während der Blüte, beim Trocknen oder sogar beim Lagern auftreten und komplette Ernten zerstören. Besonders tückisch ist die Blütenfäule, die sich oft im Inneren dichter Buds entwickelt. Von außen ist lange nichts zu erkennen, bis der Schaden bereits erheblich ist. Ein muffiger Geruch, weiche Stellen oder sich leicht lösende Blütenteile sind klare Warnsignale.
Die Ursachen liegen meist in einer zu hohen Luftfeuchtigkeit, schlechter Umluft und zu dicht stehenden Pflanzen. Gerade kompakte Sorten mit schweren Blüten sind anfällig. Während der Blüte sollte die Luft möglichst trocken sein und ständig in Bewegung bleiben. Auch eine gezielte Entlaubung kann helfen, kritische Bereiche besser zu belüften.
Nach der Ernte ist besondere Sorgfalt gefragt. Frische Blüten enthalten viel Feuchtigkeit und müssen langsam trocknen. Ideal sind dunkle, gut belüftete Räume mit moderaten Temperaturen und einer Luftfeuchtigkeit um fünfzig bis maximal sechzig Prozent. Dieser Prozess darf ruhig Zeit kosten, denn ein zu schnelles Trocknen schadet ebenso wie ein zu langsames. Erst wenn die Blüten wirklich trocken sind, sollten sie eingelagert werden.
Auch beim Aushärten ist Geduld entscheidend. Werden Buds zu früh verschlossen, kann sich erneut Schimmel bilden. Ich lasse meine Ernte rund 10 bis 14 Tage trocknen, bevor sie in sogenannte Grovebags oder Gläser kommt. Wer Gläser nutzt, sollte diese regelmäßig öffnen und die Ernte auf mehrere Behälter verteilen, um Risiken zu minimieren.
Fazit: Lernen durch Rückschläge Cannabis anzubauen ist kein Selbstläufer. Es ist ein Prozess, der Aufmerksamkeit, Erfahrung und Durchhaltevermögen erfordert. Zwitterpflanzen, Schädlinge und Schimmel sind keine Ausnahme, sondern Teil der Realität vieler Grower. Doch wer aus Fehlern lernt, seine Pflanzen aufmerksam beobachtet und konsequent handelt, wird mit jeder Runde besser. Und genau das macht, wie ich finde, den besonderen Reiz dieser Leidenschaft aus.
Ein noch ungeöffnetes Pollensäckchen.

und Tricks
sudestfam@protonmail.com
MARIJUANASAMEN ZUM KEIMEN BRINGEN
Eine vollständige Anleitung
Cannabissamen zum Keimen bringen scheint ein einfacher Vorgang zu sein, ist aber nicht so trivial - gerade wenn es um den Erfolg des Anbaus oder die Entwicklung und den Erhalt bestehender und neuer Marihuanasorten geht, die heute immer teurer werden. Dieser Artikel beschreibt eine der effektivsten Methoden, gibt eine Analyse der wichtigsten Faktoren sowie Tipps für eine 100%ige Keimungsrate.

VORGEHEN
Der erste Schritt vor dem Einpflanzen der Cannabissamen ist die Skarifizierung, eine Methode, womit die Samenschale aufgeweicht wird, sodass Wasser eindringen und sie sich öffnen kann. Dafür benötigen wir eine kleine Schachtel, z. B. eine Streichholzschachtel, und ein Blatt feines Schleifpapier.
So geht’s:
1. Die Streichholzschachtel leeren
2. Ein Stück Schleifpapier in der Größe der Streichholzschachtel zurechtschneiden
3. Das Schleifpapier auf den Boden der Schachtel legen.
4. Die Samen in die Streichholzschachtel tun und sie etwa 10 Sekunden lang schütteln.
Wenn die Samen in der Schachtel auf diese Weise heftig bewegt werden, glättet das Schleifpapier deren Oberflächen und erzeugt Mikrorisse.
Der nächste Schritt beinhaltet einen weiteren Vorgang, welcher die Keimruhe der Samen aufhebt:
1. Ein Glas mit osmotischem oder destilliertem Wasser füllen Tipps
2. Das Saatgut aus der Schachtel nehmen und und in das Wasser legen
3. Die Samen etwa 12 Stunden einweichen
4. Das Wasser durch ein feines Sieb aus dem Glas gießen
5. Die Samen vom Boden des Siebs herausnehmen
Gute Wasserqualität ist bei diesem Schritt wichtig, um Verunreinigungen zu vermeiden.
Jetzt sind die Samen keimbereit, und um das Hervorkommen der Keimlinge zu fördern, ist eine warme und feuchte Umgebung erforderlich. Die Verfahrensweise:
1. Ein Papiertuch auf einen Teller legen
2. Das Tuch mit Umkehrosmose- oder destilliertem Wasser befeuchten
3. Überschüssiges Wasser vom Teller abgießen
4. Die Samen mit etwas Abstand voneinander auf dem Papiertuch verteilen
5. Das Tuch so falten, dass die Samen vollständig bedeckt sind
6. Den Teller an einen dunklen Ort bei etwa 21 °C stehen lassen
Nach 24 Stunden beginnen die Samen auszuschlüpfen. Wenn die weiße Wurzel, die aus der
Schale ragt, mindestens 2 Millimeter lang ist, können wir die Keimlinge in Anzuchterde pflanzen. Frisch gekeimte Samen sollten behutsam mit einer Pinzette behandelt werden. Wir können sie direkt in mit Erde gefüllteTöpfe einpflanzen oder in speziellen Minigewächshäusern kultivieren. Ersteres ist am besten, weil die Pflanzen in Töpfen mehr Platz haben, um sich optimal zu entwickeln und kräftig zu wachsen. Zimmergewächshäuser eignen sich hervorragend bei wenig Platz, allerdings könnten die jungen Sämlinge darin zu dünn werden und unter dem eigenen Gewicht herabhängen. Die Samen sollten nicht tiefer als 1 cm gepflanzt werden, die Wurzelspitze muss sich nach unten richten. So haben die Keimlinge weniger Schwierigkeiten, aus dem Substrat emporzudringen. Wichtig ist, die Erde vor der Aussaat zu gießen; tun wir es erst danach, könnten durch die Bewegung des Wassers die Samen
gesamten Lebenszyklus bleiben.
TEMPERATUR UND LUFTFEUCHTIGKEIT
Für eine erfolgreiche Keimung liegt die ideale Temperatur bei etwa 21 °C, die Luftfeuchtigkeit bei 80 %. Manche Grower verwenden Heizmatten, um die richtige Temperatur während der Keimung zu gewährleisten; sie haben jedoch den Nachteil, dass die Umgebung austrocknet. Um die richtige Luftfeuchtigkeit zu erhalten, können wir Minigewächshäuser mit Abdeckungen oder einen Luftbefeuchter mit einem Hygrostat nutzen. Ein digitales Thermo-Hygrometer mit Sonde eignet sich hervorragend zur Überwachung des Klimas.
BELEUCHTUNG
Die Beleuchtung ist ein entscheidender Faktor für die optimale Entwicklung von Saatgutsorten; eine gute Lichtquelle ist

von ihrer ursprünglichen Position gespült werden und im schlimmsten Fall verloren gehen.
Zuerst die Erde mit der Nährlösung gießen. Sobald sie abgelaufen ist, ein kleines Loch in die Oberfläche drücken, den Samen hineinlegen und das Loch mit wenig Erde zudecken. In der frühen Wachstumsphase haben die Sämlinge alles, was sie zur Entwicklung benötigen, und brauchen nur wenig Dünger. Eine Lösung mit Wurzelstimulatoren und einem Vitamin-B-Cocktail ist optimal.
Bei Autoflowering-Cannabissorten empfiehlt es sich, die gekeimten Samen direkt in die Behälter zu pflanzen, in welchen sie dann während ihres
für das Wachstum unbedingt erforderlich. Bei unzureichender Beleuchtung neigen gerade erst gekeimte Sämlinge dazu, sich auf der Suche nach Licht zu strecken. Die beste Lösung sind LED-Lichtleisten. In der Keimungsphase werden etwa 200 Watt benötigt, um einen Quadratmeter Fläche angemessen zu beleuchten.
TIPPS
Eine Methode zur Steigerung der Keimungsund Überlebensrate von Saatgut ist das Einweichen für 24 Stunden in einer Lösung aus destilliertem Wasser und einem Prozent 30 volumenprozentigem Wasserstoffperoxid.
Schachtel mit Schleifpapier für die Skarifizierung
Gerade gekeimte Samen in 0,2-Liter-Töpfen

Cannabis anbauen
Mr. José - info@pestovat.cz
Nutzen Pflanzen grünes Licht für die Photosynthese?
Der Anbau unter künstlichem Licht hat sich im letzten Jahrzehnt extrem verändert. Dies ist wohl einer der Gründe, warum sich so viele Mythen über Pflanzenbeleuchtung hartnäckig halten. Eine der dauerhaftesten Behauptungen ist, dass Pflanzen kein grünes Licht für die Photosynthese nutzen. Aber stimmt das wirklich? Genau dieser Frage wird in vorliegendem Artikel nachgegangen.
Die Vorstellung, Pflanzen würden Grünlicht „nicht sehen“, erscheint logisch: Wir nehmen Pflanzen als grün wahr, was die Vermutung nahelegt, sie reflektierten grünes Licht und nutzten es daher nicht für die Photosynthese. Die Pflanzenphysiologie ist jedoch weitaus komplexer. Moderne Forschung zeigt eindeutig, dass der grüne Anteil des Lichtspektrums nicht nutzlos ist; vielmehr wirkt er in Pflanzen anders als blaues und rotes Licht.
Grünlicht und PAR
Pflanzen absorbieren Licht mithilfe dreier Hauptarten von Pigmenten. Jeder Typ reagiert empfindlicher auf unterschiedliche Wellenlängen. Die bekanntesten Pigmente sind
Chlorophylle, deren Absorptionsmaxima im blauen (~430 bis 470 nm) und roten (~640 bis 680 nm) Bereich des Lichtspektrums liegen. Dies bedeutet, Licht dieser Wellenlängen hat den stärksten Einfluss auf die Photosynthese.


Blurple-LED-Beleuchtung konzentriert sich auf die Bereiche des Lichtspektrums, wo die Chlorophyllabsorption am höchsten ist
Wir wissen jedoch, dass auch andere Bereiche der photosynthetisch aktiven Strahlung (PAR, 400 bis 700 nm) zur Photosynthese beitragen.
Im grünen Bereich des Spektrums (etwa 500 bis 570 nm) ist die Absorption geringer verglichen mit blauem und rotem Licht, er ist aber dennoch eine vollwertige Komponente der PAR, wie Keith J. McCree 1972 nachwies. Trotzdem herrschte lange Zeit die weitverbreitete Annahme vor, grünes Licht habe kaum oder gar keinen signifikanten Einfluss auf die Photosynthese bei Cannabis.
Der Anbau mit Kunstlicht ist energieintensiv, was erklärt, weshalb Hersteller von Pflanzenbeleuchtung - ob Hochdruckentladungslampen oder LED-Systeme - danach streben,
Lampen zu entwickeln, welche die Photosynthese-Effizienz maximieren. Dies führte zur Entwicklung der typischen „Blurple“-LED-Paneele, erkennbar an ihrem violetten Leuchten, welches durch die Kombination von blauen und roten Wellenlängen entsteht, was den Absorptionsmaxima des Chlorophylls entspricht. Die Behauptung, grünes Licht sei unnötig, weil Pflanzen es nicht nutzen, galt lange als unumstößliche Tatsache. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass dies nicht ganz zutrifft.
Grünlicht nicht ignorieren
Im Jahr 2017 veröffentlichten David S. Smith und Kollegen im Journal of Experimental Botany eine Übersichtsarbeit mit dem Titel „Don’t Ignore the Green Light“, die maßgeblich zur Neubewertung der Rolle von Grünlicht in der Photosynthe-

Grünes Licht dringt tief in das Blätterdach ein, viel weiter, als blaues und rotes Licht es vermag
se beitrug. In diesem Beitrag fassen die Autoren experimentelle Daten aus der Blattphysiologie, optischen Messungen und Studien zum Blätterdach zusammen und demonstrieren, dass Grünlicht photosynthetisch nicht unbedeutend ist, wie zuvor oft allein aus Chlorophyll-Absorptionsspektren geschlossen wurde.
Die Autoren legen Beweise vor, dass grünes Licht zwar von Chlorophyll an der Blattoberfläche weniger stark absorbiert wird, jedoch eine erhebliche Menge der grünen Photonen tiefer in das Mesophyll eindringt und die Photosynthese in den inneren Schichten des Blattes und in den unteren Teilen des Blätterdachs effektiv antreiben kann. Die Studie betont den Unterschied zwischen dem Absorptionsspektrum von Chlorophyll und der tatsächlichen Photosyntheseeffizienz im Gewebe von echten Blättern und von Pflanzenkronen. Es wird vorgebracht, dass grünes Licht mehr zur gesamten Kohlenstoffassimilation beiträgt als bisher aufgrund vereinfachter Labormessungen angenommen wurde. Die Arbeit trug somit dazu bei, die Perspektive von
Pflanzen
nutzen grünes Licht nur anders als rotes und blaues
Chlorophyll-Absorptionskurven hin zu einem realistischeren Verständnis der Lichtverteilung innerhalb von Blättern und dichten Pflanzenkronen zu verlagern.
Diese Erkenntnisse helfen zu erklären, warum Pflanzen einen Teil des grünen Lichts reflektieren und es dennoch für die Photosynthese nutzen können. Während blaue und rote Photonen in den oberen Schichten des Mesophyll stark absorbiert werden, wird Grünlicht weniger intensiv absorbiert und dringt zu einem größeren Teil tiefer in das Blattgewebe ein, wohin deutlich weniger blaues und rotes Licht gelangt. Dank dieses tieferen Eindringens kann grünes Licht die Chloroplasten in den unteren Blattschichten aktivieren. Gleichzeitig wird Grünlicht teilweise reflektiert und ein Teil durch das Blatt transportiert, was zusammengenommen erklärt, weshalb wir Blätter als grün wahrnehmen. Ein Blatt absorbiert normalerweise etwa 70 bis 85 % des grünen Lichts, der Rest wird reflektiert oder durchgeleitet.
Grünlicht in einem dichten
Blätterdach
Beim Cannabisanbau unter künstlicher

Vollspektrumbeleuchtung ermöglicht eine zuverlässige visuelle Beurteilung der Anbaupflanzen
Beleuchtung arbeiten wir häufig mit dichten Blätterdächern. Unter diesen Bedingungen absorbieren die oberen Blätter vorwiegend blaues und rotes Licht. Dadurch erhalten die unteren Schichten mehr diffuse Strahlung, einen relativ höheren Anteil an Photonen im grünen Wellenlängenbereich und einen erhöhten Anteil an dunkelrotem Licht. Während Grünlicht aufgrund seiner besseren Durchdringung des Blattes zur Photosynthese beiträgt, wirkt dunkelrotes Licht über das Phytochromsystem als starker Signalgeber und beeinflusst die Pflanzenmorphologie und -entwicklung unter schattigen Bedingungen.
Neuere Studien zeigen: Die photosynthetische Effizienz von grünem Licht kann bei hohen Lichtintensitäten (hoher PPFD) überraschend nahe an der von rotem Licht liegen, gerade aufgrund seiner gleichmäßigeren Energieverteilung im Blattgewebe. Eine 2024 im Journal of Experimental Botany veröffentlichte Meta-Analyse deutet zudem darauf hin, dass grünes Licht unter bestimmten Bedingungen die photosynthetische Effizienz steigern, die Pflanzenmorphologie beeinflussen und die Wassernutzungseffizienz verbessern kann. Dies unterstützt jedenfalls nicht die Behauptung, Pflanzen könnten grünes Licht nicht nutzen.
Sollten wir Cannabis mit Grünlicht anbauen?
Aufgrund der bisherigen Informationen liegt die Schlussfolgerung nahe, wir könnten Pflanzen einfach nur unter grünem Licht anbauen. Das ist jedoch ein schwerer Irrtum. Grünlicht hat eine geringere Quanteneffizienz als Rotlicht. Wäre ersteres die dominierende Komponente des Lichtspektrums, würde die Gesamteffizienz der Photosynthese deutlich sinken. Allerdings bestärken Funktion und Effektivität des grünen Lichtspektrums die Annahme, dass der aktuelle Trend hin zur Vollspektrumbeleuchtung ein richtiger und sinnvoller Schritt nach vorn ist.
Es wäre ein Fehler, die grüne Komponente zu ignorieren, denn ihr Einfluss auf Pflanzen ist nicht unbedeutend. Anders als dunkelrotes Licht, welches der Pflanze deutlich signalisiert, dass sie beschattet wird und sich nach oben strecken soll, wirkt Grünlicht viel subtiler. Es ist kein starkes Wachstumssignal - es geht eher um Feinabstimmung im Hinblick darauf, wie die Pflanze auf andere Spektralbereiche reagiert. Forschungen lassen vermuten, dass grünes Licht der Wirkung von blauem Licht, welches sonst ein kompaktes Wachstum fördert, teilweise entgegenarbeiten vermag. Das Ergebnis kann eine natürlichere Pflanzenform und eine ausgewogenere Blattentwicklung sein. Grünlicht dringt auch tiefer in die Blätter und in die unteren Bereiche der Blätterdachs ein und trägt

Sonnenlicht bietet ein vollständiges Lichtspektrum. Es ist sowohl für Pflanzen als auch für das menschliche Auge ein Segen
so dazu bei, Pflanzenteile, die andernfalls weniger Energie erhalten würden, einzubeziehen.
Die natürliche Lichtquelle für Pflanzen ist selbstverständlich die Sonne. Pflanzen haben sich seit mindestens Hunderten von Millionen Jahren an ihr Lichtspektrum angepasst. Und die Zusammensetzung des Sonnenlichts ist unbestreitbar vollspektral. Logischerweise sollte das Ziel künstlicher Pflanzenbeleuchtung darin bestehen, das Sonnenlicht so genau wie möglich nachzubilden. Allerdings muss auch der Energieverbrauch berücksichtigt werden. Falls wir das Spektrum um zusätzliche Wellenlängen erweitern und gleichzeitig die Intensität der bereits abgedeckten Bereiche beibehalten wollen, müssen wir die Lichtintensität insgesamt erhöhen, was üblicherweise zu einem
höheren Energieverbrauch führt.
Soll eine Aufgabe von Forschern und Lampenproduzenten darin bestehen, die Beleuchtungseffizienz im Hinblick auf Photosynthese und Pflanzenmorphologie noch zu verbessern, gehört dazu fraglos die weitere Untersuchung weniger erforschter Wellenlängen und ein tieferes Verständnis dafür, wie Pflanzen diese verarbeiten und darauf reagieren. Mit der rasanten Weiterentwicklung der LED-Technologie verfügen Wissenschaftler nun über ein mächtiges Werkzeug, um neue Erkenntnisse auf diesem Gebiet zu gewinnen. Eines ist jedoch bereits heute klar: Die grüne Komponente des Lichts spielt unbestreitbar eine Rolle bei der Photosynthese sowie anderen Prozessen im Blatt.


NL5XHAZE X BAY BURGER

Cannabis
anbauen
Von Stoney Tark
Welche Methode des Pflanzentrainings eignet sich am besten?
Pflanzentraining gehört zu den einfachsten Verfahren, als Eigenanbauer den Ertrag von Cannabispflanzen zu steigern. Wer bisher kein Verfahren des Pflanzentrainings angewendet hat und es in Erwägung zieht - dieser Artikel geht ein auf die nutzbaren Methoden. LST (Low Stress Training), Topping, Fimming, Super Cropping, Mainlining, SCROG und Lollipopping werden beschrieben, die Vorteile jeder Methode erläutert.

LST
Mit LST (Low Stress Training) können wir Form und Struktur der Cannabispflanzen verändern. Es werden mehr primäre und sekundäre Colas produziert. Dabei wird Gartendraht um die Spitze der Pflanze gewunden, ein Loch in die Seite des Topfes gestochen, damit wir eine Schlaufe bilden können. Die LST-Methode lässt sich jederzeit ab der vierten Woche der Vegetativen Phase (Wuchsphase) anwenden.
LST funktioniert, indem die obersten Bereiche der Pflanzen herabgebunden werden, was den Seitentrieben an jedem Nodus (Zweigachsel) ermöglicht, viel größer zu werden. So entwickelt sich innerhalb kurzer Zeit ein buschiges Erscheinungsbild. Man sollte sich vergewissern, dass die Pflanzen, welche mit LST trainiert werden, ausreichend kräftig und flexibel sind, um sie an den obersten Nodien herabzubinden.
Was benötigt wird
• Gartendraht
• Robuste Pflanzentöpfe
Schere
• Pflanzen mit vier Internodien
Vorteile der LST-Methode
Endhöhe der Pflanze lässt sich deutlich senken
• Kostengünstige und sehr effektive Möglichkeit, die Erträge zu steigern
• LST kann man während der vegetativen Phase mehrmals durchführen
• Sekundäre Colas werden nach Anwendung
von LST deutlich größer
• Optimal für Grower, die breite Pflanzen bevorzugen
Topping
Cannabispflanzen sind apikal dominant, d.h. sie bilden einen einzigen zentralen Hauptblütenstand (Cola). Wir können die Anzahl der Kronentriebe an den Pflanzen verdoppeln. Beim Topping wird die Terminalknospe mit einer scharfen Schere abgeschnitten, sodass sich kleine Seitentriebe entwickeln und die fehlende Cola ersetzen können. Sobald die Seitentriebe ausreichend entwickelt sind, können wir den Vorgang wiederholen und die Anzahl der Blütenstände abermals verdoppeln.
Was benötigt wird
• Scharfe kleine Schere
• Mindestens drei Wochen alte Pflanzen
Vorteile der Topping-Methode
• Eignet sich hervorragend, um im Anbauraum die Pflanzenhöhe zu reduzieren
Lässt sich in der Wuchsphase alle sieben
Tage durchführen
Einfache mühelose Methode
• Signifikanter Einfluss auf den Ertrag
Fimming
Fimming ist eine traditionelle Technik des Pflanzentrainings - heute nicht mehr so beliebt wie früher. Dabei werden mit einer scharfen Schere 80 % der Blätter oberhalb des obersten Nodus entfernt. Danach konzentrieren die Pflanzen
ihre Wachstumsenergie auf das gesamte Gewebe unterhalb des obersten Nodus. Nach 5 bis 7 Tagen setzt das Wachstum der Pflanzen wieder ein und sie bilden neue apikale Blätter.
Zu diesem Zeitpunkt sollten die unteren Triebe bereits kräftiger und besser entwickelt sein.
Was benötigt wird
• Scharfe Schere
• Pflanzen mit vier Internodien
Vorteile der FIM-Methode
• Verhindert ertragsschwache Seitentriebe Fördert die Entwicklung einer buschigen Pflanzenstruktur
In kleinen Räumen lässt sich die Pflanzenhöhe vorübergehend herabsetzen
Super Cropping
Super Cropping ist die mit Abstand stressigste Trainingsmethode. Sie sollte nur bei robusten widerstandsfähigen Cannabispflanzen angewendet
Vorteile der Super Cropping-Methode
• Supergecroppte Pflanzen sind anschließend deutlich widerstandsfähiger und robuster
• Zweige werden dick, stark und können viel Gewicht tragen
• Ertrag wird gesteigert, wenn die Super-Cropping-Methode während der Wuchsphase (18/6) angewendet wird
Beschneiden unterhalb des obersten Nodus (Lollipopping)
Meine bevorzugte Methode, ein „kopflastiges“ Blätterdach zu schaffen und wenig produzierende Seitenzweige zu vermeiden, ist das Entfernen aller Blätter und Triebe unterhalb des Blätterdachs. Dies bedeutet auch, alle Seitenzweige bis zum obersten Nodus abzuschneiden. Wir verwenden dafür ein scharfes steriles Skalpell, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten. Diese Aktion muss nur einmal durchgeführt werden, fünf Tage vor der Umstellung auf 12/12-Be-

werden. Beim Super Cropping werden die Stängel der Seitentriebe mit Daumen und Zeigefinger ergriffen und deren innere Zellwände gebrochen.
Die Cannabispflanze reagiert darauf mit der Ausschüttung von Wachstumshormonen und der Bildung eines festen harten Holzgelenks an der Bruchstelle. Richtig angewendet führt
Super Cropping zu extrem robusten kräftigen Pflanzen mit dicken holzigen Zweigen. Vor einem erneuten Super Cropping sollten mindestens sieben Tage vergehen, damit sich die Pflanzen erholen können.
Was benötigt wird
• Mindestens sechs Wochen alte Pflanzen
• Wir brauchen lediglich unsere Hände
leuchtung. Während der frühen Blühphase ist es nicht notwendig zu beschneiden.
Was benötigt wird
• Scharfes steriles Skalpell
• Buschige robuste Pflanzen
Vorteile des Lollipopping
Die Pflanzen können ihre Energie auf ein kopflastiges Blätterdach konzentrieren
Gute Gelegenheit, Stecklinge zu schneiden, bevor die Blühphase beginnt
• Keine Sorge wegen tiefer sitzenden ertragsarmen Blütenständen
• Bessere Luftzirkulation um die Pflanzen herum
Durch das Toppen von Pflanzen kann die Anzahl großer Colas deutlich erhöht werden
Diese Pflanzen wurden heruntergebunden, beschnitten und supergecroppt

Lifestyle
Text: Martin Müncheberg
BERLINER “BLUNTBABES”
Şilan und Judith sind die Sprecherinnen der Berliner Vereinigung “BluntBabes”, deren erklärtes Ziel es ist, eine “diverse Cannabis-Kultur zu gestalten”. Wir sprachen mit den beiden jungen Frauen über ihr Projekt und dessen frauenfreundliche Mission.

Wie entstand die Idee für euer BluntBabes-Projekt?
Şilan: Die Idee für BluntBabes ist aus einer langjährigen Freundschaft und gemeinsamen Beobachtungen in der Cannabis-Szene entstanden. Wir haben uns vor ungefähr fünf Jahren als Arbeitskolleginnen in einer Marketingagentur kennengelernt und waren uns schnell sowohl beruflich als auch persönlich sehr nah. Wir beide konsumieren schon lange Cannabis und haben
Wir wollen eine Community aufbauen, die zusammenhält, in der sich jede und jeder wohl und akzeptiert fühlt.
immer wieder über die bestehende Kultur reflektiert und Kritik geäußert. Es gab einfach Dinge in der Cannabis-Bubble, die uns gestört haben. Mit den ersten gesetzlichen Änderungen in Deutschland erkannten wir, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, diese Kritik in etwas Konkretes
umzuwandeln. Ursprünglich hatten wir die Idee, ein Netzwerk aufzubauen, um die Beschaffung von Cannabis für Frauen und andere Minderheiten sicherer und einfacher zu gestalten. Da der Erwerb von Cannaibs damals aber noch illegal war, haben wir diesen Plan zunächst verworfen.
Judith: Das Schicksal gab uns dann jedoch noch eine zweite Chance, als die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland beschlossen wurde. Wir stießen auf unsere jetzigen Partner bei aarnt bioworks und arbeiten mit ihnen gemeinsam am Aufbau unseres Cannabis-Clubs “Avalis e.V.”. Für den Anbau verpachtet uns aarnt eine High-End-Indoorfarm in einem leerstehenden Schweinestall. Das hat uns direkt gefallen, weil es unserer Vision von Nachhaltigkeit und Progressivität entspricht, mit der wir den legalen Cannabismarkt prägen möchten. Uns war schnell klar, dass uns das reine Anbauen, Verarbeiten und Vertreiben von Cannabis nicht ausreicht. Wir vermissten den Community-Aspekt - und so entstanden schließlich BluntBabes. Wir wollen eine Community aufbauen, die zusammenhält, in der sich jede und jeder wohl und akzeptiert fühlt und die das Gefühl gibt, ganz man selbst sein zu können. Mit unseren drei Säulen Events, Experiences und Education möchten wir nicht nur chillige Treffen anbieten, sondern auch pädagogische Veranstaltungen, die Wissen vermitteln und zur Entstigmatisierung beitragen.
Ist das euer erklärtes Ziel?
Judith: Unser oberstes Ziel ist es, einen Safe Space und inklusive Räume in der Cannabis-In-
dustrie zu schaffen. Wir wollen einen Ort aufbauen, an dem sich jede Person – unabhängig von Geschlecht, Herkunft o. ä. – wohl und frei von Vorurteilen fühlt. Die Cannabis-Community spricht momentan viele Menschen gar nicht an, und das wollen wir ändern. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf FLINTA*, BIPoC und queeren Personen, um sicherzustellen, dass ihre Stimmen gehört und ihre Bedürfnisse erfüllt werden. Unsere Mission lässt sich am besten so zusammenfassen: “Erasing stigmas, color lines and gender biases in the cannabis industry.” Wir sind davon überzeugt, dass die Cannabis-Kultur nur dann wirklich wachsen und sich entwickeln kann, wenn sie für alle offen und einladend ist.
Wie wollt ihr dieses Ziel konkret erreichen?
Şilan: Über drei zentrale Säulen: Events, Educati-
on und Experience. Zunächst geht es uns darum, physische und soziale Räume zu schaffen, in denen sich bislang unterrepräsentierte Gruppen wie Frauen, FLINTA*, BIPoC und queere Personen sicher fühlen und mit Gleichgesinnten austauschen können. Dies erreichen wir durch unsere Events, die von entspannten Smoke Sessions bis hin zu größeren Veranstaltungen wie der “Cannathèque” reichen, die wir Anfang September gemeinsam mit aarnt bioworks das erste Mal in Berlin ausgerichtet haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Education. Wir legen großen Wert auf Aufklärung und Safer-Use-Maßnahmen. In Workshops und bei Panel-Talks, die wir unter anderem in Kooperation mit Netzwerken wie dem “Shecosystem Network” veranstalten wollen, vermitteln wir nicht nur Wissen über Cannabis, sondern fördern auch das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Konsum. Zusätzlich ergänzen wir diese Säulen durch die Zusammenarbeit mit dem Berliner Cannabis-Club



“Avalis e.V.”, bei dem wir auch Gründungs- und Vorstandsmitglieder sind. Dadurch schaffen wir eine sichere und nachhaltige Option zur Beschaffung von qualitativ hochwertigem Cannabis, was essentiell für einen verantwortungsvollen Konsum ist. Zuletzt steht die Experience im Fokus: Wir wollen, dass der Cannabiskonsum nicht nur ein Akt, sondern ein ganzheitliches, positives Erlebnis ist, das durch eine inklusive Atmosphäre und spannende Inhalte bereichert wird. All diese Maßnahmen dienen einem übergeordneten Ziel: einen Judgement-free Space zu etablieren, in dem sich wirklich jede Person willkommen fühlt.
Die Cannabis-Szene ist ja wirklich männerdominiert - aber es konsumieren auch viel mehr Männer als Frauen Cannabis. Ist es da nicht einfach nur logisch, dass sich in dieser Szene mehr Männer tummeln?
Şilan: Die Vermutung, dass mehr Männer als Frauen Cannabis konsumieren, ist weit verbreitet, aber wir sollten uns fragen, wie verlässlich diese Zahlen sind. In Deutschland zeigen aktuelle Statistiken des Bundesdrogenbeauftragten zwar, dass Männer insgesamt häufiger Cannabis konsumieren als Frauen, doch diese Zahlen erzählen nur einen Teil der Geschichte. Aus unserer eigenen Erfahrung – und das hören wir auch von vielen Frauen in unserem Umfeld – wurde Cannabis schon in der Schulzeit stark zu einer Art Jungs-Ding deklariert. Diese historische und kulturelle Prägung der Szene ist ein wesentlicher Grund für die Unterrepräsentation von Frauen. Viel wichtiger als die reinen Konsumzahlen ist die Frage, warum Frauen trotz einer wachsenden Konsumprävalenz in der öffentlichen Cannabis-Kultur so wenig sichtbar sind. Studien weisen darauf hin, dass Frauen in der Cannabisforschung historisch unterrepräsentiert sind und die Aufklärung oft männlich dominiert ist. Hinzu kommt das gesellschaftliche Stigma, das für Frauen oft noch stärker ist und sie davon abhält, sich öffentlich zu positionieren. Aus unserer Sicht ist die Unterrepräsentation daher kein logisches Resultat der Konsumzahlen, sondern die Folge
von Stigmatisierung und fehlenden attraktiven Räumen. Und genau das wollen wir ändern, indem wir weiblichen Konsumentinnen Sichtbarkeit und eine Plattform bieten, die sie ermutigt, sich zu zeigen.
Glaubt ihr, dass Männer ganz bewusst die Cannabisszene dominieren und Frauen eher draußen halten wollen?
Judith: Wir glauben nicht, dass die Mehrheit der Männer in der Cannabis-Szene Frauen bewusst ausschließen will. Es geht vielmehr um unbewusste Mechanismen und Sozialisierungsprozesse, die seit Jahrzehnten wirken und dazu führen, dass die Szene von Männern für Männer gestaltet wurde. Die männlich dominierte Kultur in der Cannabis-Community ist ein historisch gewachsenes Phänomen. Über Generationen hinweg war der Konsum in Filmen, Musik und der Popkultur stark mit stereotypischen männlichen Bildern verbunden. Das hat eine eigene Sprache, Rituale und soziale Räume geschaffen, in denen sich Frauen oft nicht repräsentiert oder wohl fühlen. Hinzu kommt die fehlende Repräsentation: Wenn Frauen in der Szene kaum sichtbar sind – weder auf Panels bei Branchen-Events noch in den führenden Positionen von Cannabis-Unternehmen – entsteht der Eindruck, dass es keinen Platz für sie gibt. Das ist kein bewusster Ausschluss, sondern ein Teufelskreis, der die Unterrepräsentation immer weiter verstärkt. Unser Ziel mit BluntBabes ist es, diesen Kreislauf zu durchbrechen, indem wir Sichtbarkeit schaffen und die Szene so divers gestalten, dass sich jede und jeder willkommen fühlt. Es geht uns nicht darum, Schuldige zu finden, sondern darum, die Chance der Liberalisierung von Cannabis zu nutzen, um die legale Szene inklusiver zu gestalten.
Empfindet ihr euch als Frauen in unserer Gesellschaft - ganz unabhängig von der Cannabisszeneirgendwie von Männern unterdrückt?
Şilan: Die Frage, ob wir uns als Frauen in der

Gesellschaft unterdrückt fühlen, lässt sich historisch und gegenwärtig mit Ja beantworten. Dennoch können wir nur für uns persönlich sprechen, nicht für alle Frauen. Die Erfahrungen jeder Frau sind einzigartig und werden von vielen Faktoren wie Herkunft, Hautfarbe, sozioökonomischem Status und sexueller Orientierung geprägt. Es wäre vermessen, eine einzige Antwort für eine so diverse Gruppe zu geben. Dennoch lässt sich nicht leugnen, dass wir in einer patriarchalen Gesellschaft leben, in der viele Normen und Strukturen von Männern für Männer geschaffen wurden. Dies äußert sich nicht immer in direkter, bewusster und aktiver Unterdrückung, sondern oft in subtilen, alltäglichen Mechanismen, die zu einer ständigen Ungleichheit führen. Anstatt uns auf eine abstrakte Debatte über Feminismus einzulassen, konzentrieren wir uns lieber darauf, durch unser Handeln positive Veränderungen zu bewirken. Mit BluntBabes schaffen wir einen

Raum, der Frauen und andere marginalisierte Gruppen ermutigt, sich zu entfalten und ihre Stimme zu finden. Mit dem “Avalis e.V.” schaffen wir einen Zugang zu Cannabisprodukten, die wir erzeugen und hinter denen wir stehen. Wir sind davon überzeugt, dass man die Welt am besten verändert, indem man die eigenen Werte konsequent lebt und Räume der Inklusion schafft. Wer sich tiefer mit diesem Thema auseinandersetzen möchte, dem empfehlen wir die Lektüre des wegweisenden Werks “Das andere Geschlecht” von Simone de Beauvoir. Es ist ein fundamentaler Text des modernen Feminismus, der die sozialen Konstrukte von Weiblichkeit und die Erfahrungen der Frau in einer männlich geprägten Welt beleuchtet. Was kann man - bzw. Frau - gegen so eine männlich geprägte Welt machen?
Judith: Die Frage, was man gegen patriarchale Strukturen tun kann, lässt sich nicht in ein paar Sätzen beantworten. Es gibt keine einfache Lösung oder einen Leitfaden für alle. Wir glauben, dass der Wandel bei jeder und jedem Einzelnen beginnt. Zunächst ist es unerlässlich, sich zu informieren und einzulesen. Verständnis für die vielschichtigen Probleme des Feminismus zu entwickeln, die über oberflächliche Klischees hinausgehen, ist der erste Schritt. Die Unterstützung von intersektionalen Frauenbewegungen - also Bewegungen, die die Überschneidungen verschiedener Diskriminierungsformen wie Sexismus und Rassismus berücksichtigen - ist ebenfalls von großer Bedeutung.
Şilan: Am wichtigsten ist jedoch die persönliche Auseinandersetzung. Wir sind der Überzeugung, dass man Frauen im eigenen Umfeld aktiv zuhören sollte, anstatt zu glauben, ihre Erfahrungen bereits zu kennen. Ihre Geschichten und Perspektiven sind die wertvollste Quelle für wahre Einsicht. Parallel dazu ist es entscheidend, die eigenen Handlungen und Privilegien auf einer tieferen Ebene zu reflektieren. Nur wer bereit ist, das eigene Verhalten und die eigenen Denkmuster kritisch zu hinterfragen, kann wirklich zu einem positiven Wandel beitragen. Für uns BluntBabes und Avalis e.V.-Mitglieder bedeutet das, einen Raum zu schaffen, in dem diese Art von Reflexion und gegenseitigem Zuhören gefördert wird.





Wartung
Von Robert Brungert
Bongwasser verschmantet: Speiseöl oder Mellow Liquid?
Pflanzentraining gehört zu den einfachsten Verfahren, als Eigenanbauer den Ertrag von Cannabispflanzen zu steigern. Wer bisher kein Verfahren des Pflanzentrainings angewendet hat und es in Erwägung zieht - dieser Artikel geht ein auf die nutzbaren Methoden. LST (Low Stress Training), Topping, Fimming, Super Cropping, Mainlining, SCROG und Lollipopping werden beschrieben, die Vorteile jeder Methode erläutert.
Vapes, Dabbing oder Edibles, das liegt nicht jedem, und viele bleiben ihrer Glasbong treu. Einige pflegen ihre kleine Pfeife, andere bevorzugen ein regelrechtes Bongmonster mit Vorkühlern und Percolatoren. Doch eines kennen alle Bong-Raucher: Je länger wir mit dem Reinemachen warten, umso mehr Schmand und Schmodder haften in den Ecken und Kanten. Je dunkler das Wasser, umso widerlicher das Rauchen und spätere Reinemachen. Deswegen hilft nur der ständige Gang zum Waschbecken, um die Bong unter Heißwasser richtig auszuspülen?
Ein alter Trick ist, einen Schuss Speiseöl in das Bongwasser zu geben. Es soll nur die Oberfläche bedecken. Das Öl bindet den Schmodder oder macht ihn zumindest weicher.
Beim Blubbern benetzt das Öl zudem die Glasflächen, der ganze Schmand haftet nicht so gut an. Das spätere Reinemachen geht einem dadurch leichter von der Hand. Zu lange soll dennoch nicht damit gewartet werden, es ist immerhin auch abartig, den wertvollen Rauch durch pechschwarzes Wasser zu filtern.
Öliges, schwarzes Wasser ist sicherlich auch nicht der Hit. Und das Pflanzenöl wird mit etwas Ungeschick zur regelrechten Schmiererei. Alternativ dazu gibt es auch Produkte wie Bong-Aid Water Additive, welches in den USA erhältlich ist. Können wir solchen Produkten trauen?
Dann vielleicht doch besser Made in Germany –hier ist Mellow Liquid ganz frisch auf dem Markt angekommen. Es wirbt mit einer Rezeptur aus pflanzlichen Bestandteilen und Mineralien. Dabei handelt es sich um ein weißes Wasser-Additiv für Glas-, Acryl- und Metallpfeifen, welches sich im Wasser löst. Zwischen 1 und 2 % der Tinktur kommen in das Bongwasser und wirken zur einen Seite als Schutzfilm, zur anderen Seite umschließen sie Schmutzpartikel aller Art.

Bindet Mellow Liquid Cannabinoide, Terpene und weitere erwünschte Inhaltsstoffe? Nein, diese sind in ihrer Molekulargröße kleiner und werden nicht erfasst. Doch all diese wichtigen Wirkstoffe sind fettlöslich und der Schuss Pflanzenöl nimmt gewiss einen Bruchteil der Wirkstoffe auf.
Ob Mellow Liquid hält, was es verspricht? Das müsste schon jeder für sich probieren, ob es besser als ein Schuss Speiseöl funktioniert. Letztendlich ist die beste Methode gegen Schmand der regelmäßige Gang in das Badezimmer, um mit passendem Zubehör, etwas Schmandweg und heißem Wasser alles durchzuspülen. Nur, dass es an langen Abenden einfach keiner machen will. Wer gut bedröhnt mit dem kostbaren Glas hantiert, müsste mit Pech sogar neu kaufen. Also bleibt die Bong schmantig. Ein kleiner Wasserzusatz verhindert dann wenigstens das Allerschlimmste.
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Telemedizin im Visier der Politik
Politik und Experten streiten über strengere Regeln für digitale Cannabis-Behandlungen. Die Anhörung zeigt deutliche Konfliktlinien.

Am 14. Januar 2026 fand im Gesundheitsausschuss des Bundestags eine öffentliche Anhörung zum Entwurf des „Ersten Gesetzes zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes“ statt. Die Sitzung zeigte sehr deutlich, wie stark die politischen Vorstellungen und die Einschätzungen der Fachwelt auseinandergehen – besonders beim Thema Telemedizin.
Während die Bundesregierung und mehrere Fraktionen eine stärkere Regulierung fordern, warnten Sachverständige aus Medizin, Verbänden und der Cannabisbranche vor erheblichen Folgen für die Versorgung der Patientinnen und Patienten.
Die Regierungsseite begründete die geplanten Verschärfungen damit, dass der Markt für Medizinalcannabis „aus dem Gleichgewicht geraten“ sei. Aus ihrer Sicht habe die Telemedizin zu einer zu schnellen und zu breiten Verschreibungspraxis beigetragen. Deshalb solle der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Einige Abgeordnete sprachen sich dafür aus, telemedizinische Erstverschreibungen weitgehend einzuschränken oder sogar ganz zu untersagen. Auch der Versandhandel stand in der Kritik, da er aus Sicht der Politik die Kontrolle über den Markt zusätzlich erschwere.
Die Sachverständigen bewerteten diese Pläne jedoch deutlich differenzierter. Zwar unterstützten viele Fachverbände grundsätzlich das Ziel, das Gesetz zu überarbeiten und klarer zu strukturieren,
doch sie warnten davor, Telemedizin pauschal zu beschneiden. Vertreter der Ärzteschaft und Patientenorganisationen betonten, dass digitale Behandlungswege für viele chronisch kranke Menschen unverzichtbar seien – insbesondere für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder in Regionen mit geringer ärztlicher Versorgung. Eine Rückkehr zu strengeren Präsenzpflichten könne die Versorgungslage spürbar verschlechtern und Wartezeiten verlängern.
Auch die Cannabisbranche äußerte deutliche Bedenken. Sie warnte vor „unverhältnismäßigen Neuregelungen“, die nicht nur Patientinnen und Patienten, sondern auch Apotheken und behandelnde Ärztinnen und Ärzte vor neue Hürden stellen würden. Besonders kritisch wurde gesehen, dass mehrere Maßnahmen gleichzeitig greifen sollen: strengere Anforderungen an die ärztliche Untersuchung, mögliche Einschränkungen des Versandhandels und zusätzliche Dokumentationspflichten. In der Summe, so die Experten, könne dies zu einer deutlichen Verschlechterung der Versorgung führen.
Die AfD nutzte die Anhörung, um eine grundsätzliche Abkehr von Sonderregelungen für Medizinalcannabis zu fordern. Ihr Antrag zielte darauf ab, Cannabis wieder stärker wie andere Betäubungsmittel zu behandeln – eine Position, die von den übrigen Fraktionen und den Sachverständigen überwiegend abgelehnt wurde.
Insgesamt machte die Anhörung deutlich, dass die Politik zwar eine stärkere Steuerung des Marktes anstrebt, die Fachwelt jedoch vor einer Überregulierung warnt, die am Ende vor allem die Patientinnen und Patienten trifft. Die Diskussion zeigte, dass es erheblichen Nachbesserungsbedarf gibt, wenn das Gesetz sowohl Kontrolle als auch Versorgungssicherheit gewährleisten soll. Ein endgültiger Beschluss steht noch aus, doch die Anhörung hat klar gezeigt, welche Punkte im weiteren parlamentarischen Verfahren besonders umstritten bleiben.


MAGISCHE SCHOKOLADE Psychedelische Schokoladetafeln herstellen
Psychonauten und Konsumenten psychedelischer Pilze weltweit sind sich einig, dass Pilze verzehren nicht so angenehm ist wie der Trip selbst. Tatsächlich empfinden die meisten Konsumenten den Geschmack psychedelischer Pilze als abstoßend. Mit Psilocybin versetzte Schokoladetafeln bieten eine ideale Alternative, psychedelische Pilze zu konsumieren, ohne deren Geschmack ertragen zu müssen. In den letzten Jahren hat ihre Popularität rasant zugenommen, insbesondere in den Vereinigten Staaten, wo der illegale Status das Auftreten zahlreicher Produzenten von psychedelischen Pilzen und ergänzenden Produkten nicht verhindert hat Diese sind mittlerweile sogar in Tabakläden problemlos erhältlich.

Psychedelische Pilze in Schokotafeln zu transformieren bietet mehrere Vorteile. Für die meisten Leute schmecken sie besser und lassen sich leichter dosieren, insbesondere beim Konsum außerhalb der eigenen vier Wände. Schokoladetafeln können wir länger aufbewahren, eine Oxidation wie bei schlecht gelagerten, getrockneten Pilzen wird verhindert. Darüber hinaus lassen sich Schokotafeln mit weiteren Zutaten anreichern, die das psychedelische Erlebnis verstärken.
EXTRAKT VERSUS GETROCKNETE PILZE
Um Psilocybin-Schokoladetafeln selbst herzustellen, gibt es zwei verschiedene Verfahren. Beim ersten werden Psilocybin-Kristalle aus einem Extraktionsverfahren genutzt, was bereits in dieser Rubrik von „Soft Secrets“ unter dem Titel „Göttliche Kristalle“ beschrieben wurde. Die zweite Methode ist einfacher und schneller, da keine vorherige Psilocybin-Extraktion erforderlich ist; stattdessen verwenden wir nur getrocknete Pilze. Psilocybin-Extrakte ermöglichen eine gleichmäßigere Dosierung des Wirkstoffs in den Tafeln. Beide Methoden unterscheiden sich nur in der magischen Grundzutat; die übrigen Schritte sind identisch.
WERKZEUGE UND MATERIALIEN
Was für die Herstellung von psychedelischen Tafeln benötigt wird:
• 200 g Schokolade
• 2 g Psilocybinkristalle (Methode 1) 15 g getrocknete Psilocybinpilze (Methode 2)
• Elektronische Waage Elektrische Kaffeemühle
• Pyrex-Stieltopf Edelstahl-Stieltopf
• 5 Formen für Schokoladetafeln
• Löffel
• Laserthermometer
• Messer
• Mörser
Es wird empfohlen, sehr gute Schokolade zu verwenden; unzählige Premium-Schokotafeln sind preisgünstig erhältlich. Die empfohlene Menge an Pilzen und Kristallen ist ein Orientierungswert, er basiert auf der durchschnittlichen Dosis, die von Konsumenten psychedelischer Drogen eingenommen wird. Für die Herstellung der Schokotafeln werden spezielle Formen verwendet; wir empfehlen lebensmitteltaugliche Silikonformen. Deren Größe ist bei dem angewandten Verfahren für Tafeln mit
einem Gewicht von ca. 40 Gramm geeignet. Die Formen können individuell an jeden Geschmack angepasst werden.
METHODE
Zuerst die magische Zutat vorbereiten. Für Methode 1 werden Psilocybin-Kristalle genommen und in einem Mörser zerstoßen. Bei Methode 2 zermahlen wir die getrockneten Pilze in einer Kaffeemühle zu einem feinen Pulver. Anschließend die Schokoladetafeln in einem Wasserbad schmelzen: Die Tafeln zuerst mit dem Messer in kleine Stücke schneiden, den Stahltopf mit Wasser füllen und es auf dem

Etikett einer amerikanischen psychedelischen Schokotafel
Herd zum Kochen bringen. Wenn es kocht, den Pyrex-Stieltopf hineinstellen und darauf achten, dass das Wasser nicht überläuft. Schließlich die Schokoladestückchen reinkippen, einige Minuten warten, bis sie geschmolzen
sind, dann mit dem Löffel umrühren, damit nichts anbrennt. Ist die Schokolade vollständig geschmolzen, Kochplatte ausschalten, abkühlen lassen, die Temperatur mit einem Laserthermometer kontrollieren. Sobald sie bei etwa 35 °C angelangt ist, können wir die spezielle Zutat hinzufügen.
Je nach gewählter Methode die Pilzkristalle bzw. das Pulver in die geschmolzene Schokolade hineingeben und sie samt allen Zutaten einige Minuten lang mit dem Löffel glatt rühren. Die Schokoladen-Psilocybin-Mischung mithilfe der elektronischen Waage in den gewünschten Mengen portionieren und in die Formen gießen, um die Tafeln zu machen.
Zum Schluss die soeben bereiteten Formen für etwa 24 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit die Masse vollständig aushärtet und später die psychedelischen (Psilocybin-haltigen) Schokotafeln aus den Formen gelöst werden können.
DOSIERUNG
Auf diese Weise wurden fünf 40-g-Schokotafeln produziert. Jede ist für zwei Personen gedacht; die Portion pro Person ist also eine halbe Tafel. Weil es unmöglich ist, die Menge der in den Pilzen enthaltenen Alkaloide bei sich zu Hause genau zu bestimmen, wird dringend empfohlen, mit kleinen Dosen zu beginnen und diese je nach gewünschter Wirkung schrittweise zu erhöhen.
STORAGE AND SAFETY Schokoladetafeln lassen sich wie die meisten anderen Lebensmittel bei Raumtemperatur in Alufolie an einem kühlen, trockenen Ort aufbewahren. Es ist wichtig, Schokolade sicher und insbesondere außerhalb der Reichweite von Kindern zu verwahren; diese Schokotafeln könnten dazu verleiten, unwissentlich psychedelische Substanzen zu konsumieren. In den Vereinigten Staaten gibt es zahlreiche Fälle von versehentlichen Vergiftungen Minderjähriger durch Lebensmittel, die Betäubungsmittel enthalten. Deshalb ist äußerste Vorsicht geboten.
long



Von Derrick Bergman
Q-FARMS
Cannabisproduzent punktet mithilfe von bewährten europäischen Züchtern
Q-Farms, einer von zehn lizenzierten Cannabisproduzenten im Rahmen des niederländischen Wietexperiment (Pilotprojekt zum legalen Anbau und Handel von Marijuana), kooperiert mit etablierten Züchtern und Haschischherstellern in Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und den Niederlanden.
In der nordholländischen Provinz Groningen gibt es etliche für das Wietexperiment zugelassene Cannabisanbaubetriebe: Holigram in Nieuw Beerta, Q-Farms in Veendam und demnächst eine zweite Anlage von Leli Holland/ Village Farms. Dank der Hanfpioniere Hempflax und DunAgro war Groningen bereits die Hanfprovinz der Niederlande und entwickelt sich jetzt zunehmend zur Provinz des regulierten Cannabis. Hier gibt es viel Raum und relativ günstige Grundstücke.
Was beim Besuch von Q-Farms sofort ins Auge fällt, ist das riesige Logo vor der Produktionsstätte, welches zur Schnellstraße hin ausgerichtet ist. Diese direkte Art ist typisch für CEO und Mitgründer Claas van Os. Er ist ein Quereinsteiger in die Cannabisbranche, nachdem er zuvor im Gartenbau gearbeitet hat. Van Os scheut keine Konfrontation, ist leidenschaftlich und engagiert. „Meine Finanzdirktorin erlaubt mir nicht mehr, mit den Leuten von der NVWA zu sprechen“, sagt Van Os. „Das ist jetzt ihr Job. Ich bin etwas zu forsch vorgegangen.“ Die NVWA, die niederländische Lebensmittelbehörde, überwacht, ob die Cannabis-Anbauer des Projekts all die sehr detaillierten Vorschriften einhalten.
Die Regulierung ist nur eine der Herausforderungen, mit denen Q-Farms zu kämpfen hat. Das größte Problem ist die Finanzierung, sagt Van Os. Aber der Betrieb hat auch mit dem berüchtigten Hopfenlatent-Viroid zu
so nice

kämpfen, das für Cannabis sehr schädlich ist. Seitdem ist der Hygieneplan noch strenger geworden; bevor ich die Anbauräume betreten darf, muss ich mich bis auf Unterhose und Socken ausziehen. Ich bekomme saubere weiße Kleidung und darüber die üblichen Einweg-Overalls, Schuhüberzüge, Haarnetze und Gummihandschuhe. Kurz bevor wir einen Raum mit Jungpflanzen betreten, muss ich diese Sachen wechseln.
Die Produktionsstätte von Q-Farms ist tatsächlich ein maßgeschneidertes Gebäude. Es erstreckt sich über zwei Etagen und hat eine Gesamtfläche von 11.000 m², wovon 5.000 m² zum Anbau genutzt werden. Von den 28 Räumen dienen drei den Stecklingen (in vier Schichten), zwei den Mutterpflanzen, zwei der Wuchsphase und 21 der Blühphase. Jeder Raum hat seine eigene Versorgung mit Pflanzennahrung, individuell auf die jeweilige(n) Sorte(n) abgestimmt.
Im April 2025 begann Q-Farms mit der Belieferung der am Wietexperiment teilnehmenden Coffeeshops. Die erste Ernte wurde vollständig zur Haschischherstellung verwendet: Dry Sift, Iceolator und Rosin. Diese Wahl ist maßgeblich dem Extraktionsteam von Q-Farms zu verdanken, das ursprünglich aus dem italienischen Cannabis-Social-Club La Kalada in Barcelona stammt. Und diese Connection wiederum ist eng mit Rens Hoppenbrouwers, dem Mood Master von Q-Farms, verbunden.
Jeder Joint wird von Hand befüllt, geschlossen und enthält keine Krümel – so ziemlich Standard in Coffeeshops – sondern nur Popcorn Buds. Die Qualität aller Einrichtungen ist hoch, von den Umkleidekabinen über die Toiletten bis hin zu den in Auftrag gegebenen Cannabis-Kunstwerken von Peter Klashorst. Auch die Sauberkeit der Anbauräume fällt auf; kaum ein Blatt liegt auf dem Boden. Bemerkenswert: Die Abluftanlage befindet sich unter den Pflanzen, nicht darüber, wie sonst üblich.
Claas van Os ist überzeugt, dass Q-Farms am Ende des Experiments die Hälfte seiner Produkte „rauchfrei“ anbieten wird: Edibles, Vapes und bald ein weiteres rauchfreies Produkt.
Aktuell stellt das Unternehmen vier Sorten Gebäck her - Gummibärchen und die typisch holländischen „Pepernoten“, kleine runde Kekse, sind in Planung. Wenn nur die NVWA keinen Wind davon bekommt …



Frisches Iceolator wird in einer Gefriertrocknungsanlage getrocknet

Nassschnittabteilung
Sunsetz von La Chanvrière; jede Schachtel enthält einen Mini-Flyer mit Informationen zur Sorte
Das Stecklingsteam schneidet Stecklinge

Abteilung für Trockenschnitt


Verpackungsabteilung mit Graswaage Einsammeln von Rosin im Haschlabor








Ein großer Haufen Rosin

Wiegen und Abfüllen von Behältern mit Dry Sift-Hasch
Fakten und Zahlen zu Q-Farms
Standort: Veendam
Anzahl der Mitarbeiter: 115
Netto-Anbaufläche: 5000 m2
Anzahl der Cannabisorten: 16 (28 Sorten in der Bibliothek)
Anzahl der Pflanzen: ca. 35.000
Substrat: Steinwollblöcke (Grodan)
Berühmte Sorten: Zkittlez, Sunsetz, Kensington Kush, Super Orange Glue, Diezel, ZoZ, Runtzbert
so Rice


Drei Behälter Lemon Papaya-Rosin
Belüftung von unten
Preroll Mike bei der Arbeit; alle vorgefertigten Joints von Hand befüllt und zugedreht
Grape Frost von La Chanvrière
Mood Master Rens Hoppebrouwers mit einem Fass Q-Farms-Marijuana
Cannabis hängt zum Trocknen im Trockenraum
Anbauraum mit Sunsetz von La Chanvrière von unten

Vision of Hemp, Basel
Güterstrasse 138 (im Hinterhof) | 4053 Basel 0041 61 302 1412 www.visionofhemp.ch
Öffnungszeiten:
Mo - Fr: 10.00 - 19.00 Uhr Sa: 10.00 - 17 Uhr

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Lifestyle
Text: Martin Müncheberg
WAS GIBT’S NEUES?
Die Medienseite der SOFT SECRETS
Anaconda
Im Mittelpunkt dieser Filmkomödie stehen drei ehemalige Freunde, deren Lebenswege alles andere als glamourös verlaufen sind. Griff (Paul Rudd) hält sich als Schauspieler mit mäßigem Erfolg über Wasser, Doug (Jack Black) hat seine Regieträume gegen das Geschäft mit Hochzeitsvideos eingetauscht und Claire (Thandiwe Newton) hat der Schauspielerei ganz den Rücken gekehrt und eine juristische Laufbahn eingeschlagen. Als Griff in seine Heimat Buffalo zurückkehrt und verkündet, er habe sich die Rechte am Horrorfilm-Klassiker „Anaconda“ gesichert, entfacht er eine ebenso absurde wie verführerische Idee: ein kostengünstiger Neustart des Films, direkt im Amazonas gedreht – und wenig später findet sich das improvisierte Team im Amazonas-Dschungel wieder. Unterstützung erhalten sie von dem ortskundigen Santiago und dessen Anaconda Heitor, doch schon bald läuft nichts mehr nach Plan. Und bald stellt sich heraus, dass die größte Bedrohung gar nicht aus der Fantasie stammt – so wird aus dem Filmprojekt plötzlich tödlicher Ernst. Fazit: urkomisch und von daher durchaus sehenswert.

Bugonia

Moby - Future Quiet
Am 20. Februar erschien mit „Future Quiet“ das mittlerweile 23. Studioalbum des britischen Ausnahmekünstlers Moby, der seinen Sound mittlerweile deutlich verändert hat. Wo früher tanzbare Beats pulsierten, fließen einem nun träumerische Spähren in die Ohren, die eher was von Meditations- oder Entspannungsmusik haben. Und das ist auch gewollt. “‘Future Quiet’ ist, wenig überraschend, ruhig”, so Moby zu seinem neuen Album. “Um es klar zu sagen: Ich liebe Bombast. Ich liebe Überfluss und Lautstärke. Aber je lauter und verrückter die Welt wird, desto mehr brauche ich als Zuhörer und Musiker einen Rückzugsort der Ruhe. Für mich – und hoffentlich auch für andere – ist ‘Future Quiet’ ein solcher Rückzugsort.”
Staffel Michelle Fuller (Emma Stone) hat es geschafft. Als Geschäftsführerin eines mächtigen Pharmaunternehmens ist sie ebenso erfolgreich wie bekannt. Sicher, die Firma ist ein wenig umstritten – aber das ist nichts, was nicht mit ein bisschen PR-Arbeit und Lippenbekenntnissen gerichtet werden kann. Dachte sie zumindest. Doch Teddy (Jesse Plemons) kann sie damit nicht überzeugen. Dieser ist der festen Ansicht, dass es sich bei ihr um eine Außerirdische handelt, die Experimente an Menschen durchführt und die Invasion der Erde vorbereitet. Als aufrechter Bürger muss Teddy das natürlich verhindern und entführt Michelle daher gemeinsam mit seinem Cousin Don (Aidan Delbis). Das Ziel: Sie soll endlich zugeben ein Alien zu sein und ihn zu ihrem Anführer bringen... Inhaltlich setzt dieser gelungene Film auf einen Mix aus Verrücktheit und Gesellschaftskritik. Einige der Überzeugungen der beiden Cousins sind natürlich völlig an den Haaren herbeigezogen, weshalb ein Teil des Spaßes darin besteht, immer mehr über diesen ganzen Blödsinn zu erfahren.
Noch immer ist Ricky Gervais erfolgreich wie kaum ein anderer Komiker. Seine Stand-up-Tour „Mortality” ist seit Anfang des Jahres auch auf Netflix zu sehen und es lohnt sich erneut, dem Comedy-Provokateur eine gute Stunde seiner Lebenszeit zu schenken. Denn die wird von Schmunzeln und lautem Lachen erfüllt sein, auch wenn Gervais heutzutage ebenso von links wie von rechts kritisiert wird. Aber genau das macht ihn so gut, denn er ist ein durchaus moralischer Mensch – auch wenn seine Witze häufig moralische Überheblichkeit adressieren. Was die Rechten feiern, die dann aber auch direkt ihr Fett wegkriegen. Diejenigen, die Gervais für ihren identitätspolitischen Kulturkampf vereinnahmen wollen, scheinen in seinen Pointen oft mehr politische Botschaften und Ernsthaftigkeit zu sehen, als eigentlich intendiert. Denn Gervais betont immer wieder, dass er auf der Bühne nur eine Rolle spiele: „Comedians sagen Dinge, die sie nicht so meinen - sie werden aber trotzdem genauso behandelt wie Politiker.” Die aber nicht mal ansatzweise so witzig sind.


Grow mal locker
Growen wird oft komplizierter gemacht, als es sein müsste. Ständig neue Methoden, widersprüchliche Tipps, Technik-Hype und der Druck, alles perfekt machen zu müssen. Das Buch von Thomas Helff versucht einen anderen Weg zu gehen, denn es ist weder ein HochglanzHandbuch noch eine Enzyklopädie. Es ist vielmehr bemüht, ein ehrlicher und entspannter Begleiter für alle zu sein, die verstehen wollen, wie Cannabisanbau ohne Stress, ohne Mythen und ohne unnötige Komplexität funktioniert. Und es kann helfen Anfängerfehler zu vermeiden, ruhiger mit Unsicherheit umzugehen und so seinen eigenen (Grow-)Weg zu finden.

Ricky Gervais - Mortality






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Die nächste Ausgabe erscheint am 22.
Mai 2026












































