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SAMARITER

6 SCHWERPUNKT

Das Verbandsmagazin von Samariter Schweiz 4/ 25

Verbandskommunikation und -marketing

16 AKTUELL

Welttag der ersten Hilfe im Einkaufscenter Zugerland

22 PORTRÄT

Franziska Kläui: Ostschweizer Samariterin des Jahres

WENN SICH AUCH DAS HERZ EINE KURZE AUSZEIT NIMMT.

Dann sind wir mit unseren modernen Ambulanzjets auch im Ausland für Sie da.

Jetzt Gönnerin oder Gönner werden

Neue Content-Strategie

Liebe Samariterinnen und Samariter

Was wollen wir mit unserem Magazin überhaupt erreichen? In erster Linie wollen wir Geschichten erzählen. Eure Geschichten – Geschichten von Erfolgen, guten Ideen, Anlässen, Sanitätsdiensten, Ausbildungen etc. Diese müssen jedoch eine nationale oder zumindest eine regionale Relevanz haben. Ausserdem hat die Umfrage zu unserem Magazin gezeigt, dass vor allem auch Wissenstexte zu medizinischen und gesundheitlichen Themen gefragt sind (siehe Umfrageresultate S. 10). Dem wollen wir in Zukunft noch mehr Beachtung schenken. Fakt ist, dass die Themen der Digitalisierung und der Kommunikation auf verschiedenen Kanälen auch vor unserem Verband nicht haltmachen. Welche Tendenzen es in dieser Hinsicht im Verbandsalltag in der Schweiz gibt, zeigt eine Studie von Stämpfli Kommunikation in Zusammenarbeit mit dem Verbandsmanagement Institut der Universität Freiburg. Einen Einblick in die Studie erhaltet ihr ab Seite 6.

Wir haben uns im Wesentlichen für folgenden Strategiewechsel entschieden: von einer Kanal- Strategie hin zu einer Content- Strategie. Das heisst: Wir gehen in erster Linie von den Geschichten aus und entscheiden dann, in welche Kanäle wir diese wie spielen, und da haben die Website, ein darin inte -

griertes Online - Magazin oder ein Newsletter sowie Social- Media-Kanäle den enormen Vorteil, dass Informationen einfach viel schneller publiziert werden können als im Print. Daher werden wir in Zukunft eure Vereinsnachrichten vor allem online spielen, und den Print sehen wir in erster Linie als vertiefendes Medium, wo recherchierte, längerfristig gültige Geschichten abgedruckt werden. Ausserdem können wir uns in Zukunft sogar die Erarbeitung ganzer Wissensdossiers im medizinischen Bereich sowie zu Themen der allgemeinen Gesundheit vorstellen.

Natürlich wird es eine Übergangsphase geben. Umstrukturierungen passieren nicht von heute auf morgen. Sicher ist auch, dass der Print in der einen oder anderen Form erhalten bleibt, aber es ist wichtig, dass wir all unsere Kanäle nutzen, um eure Geschichten zu erzählen. Und wir sind überzeugt: Geschichten gibt es genug, und wir freuen uns darauf, zusammen mit euch das Engagement, die Freude und die Begeisterung für die Erste Hilfe nach aussen und nach innen zu tragen!

6 KOMMUNIKATION IM WANDEL DER ZEIT

Verbandskommunikation und -marketing in der Schweiz – eine Studie

10 UMFRAGE MAGAZIN

Übersicht Resultate

12 INTERVIEW

Fabio Poncioni, Mitglied des Zentralvorstands

14 DATENSCHUTZ

Worauf es bei der Kommunikation zu achten gilt

15 NACHGEFRAGT

Bettina Zeiter, Leiterin

Marketing und Kommunikation bei Samariter Schweiz

16 WELTTAG DER

ERSTEN HILFE

Auftritt im Zugerland

18 FEIERN MIT SPÄTFOLGE

Blutstammzellspende

20 OSTSCHWEIZER SAMARITERTAG

Begegnung, Kultur und Genuss

22 PORTRÄT

Ostschweizer Samariterin des Jahres: Franziska Kläui

Der gemeinsame Auftritt aller Zuger Samaritervereine anlässlich des Welttags der Ersten Hilfe im Einkaufscenter Zugerland war ein voller Erfolg und zeigt, dass gemeinsame Kommunikationsaktionen einfacher und ef !zienter sind.

IMPRESSUM

«samariter» 4/2025

Erscheinungsdatum: 26.11.2025

Herausgeber

Samariter Schweiz

Martin-Disteli-Strasse 27

Postfach, 4601 Olten

Telefon 062 286 02 00 redaktion@samariter.ch www.samariter.ch

Bestellungen für Abonnemente sowie Adressänderungen bitte schriftlich an obige Adresse.

Abonnementspreis

Abonnement für Aussenstehende: Fr. 33.– pro Jahr

4 Ausgaben pro Jahr

Auflage: 18 000 Exemplare

Redaktion

Leitung: Anita Simeon Lutz (asi)

Westschweiz: Chantal Lienert (cli)

Südschweiz: Mara Zanetti Maestrani (m.z.)

redaktion@samariter.ch

Postadresse:

Redaktion «samariter»

Postfach, 4601 Olten

Inserate

bw medien ea Medien AG

Postfach 45, 8840 Einsiedeln

Telefon 055 418 82 22

Mobil 079 407 46 06 samariter@bwmedien.ch www.bwmedien.ch

Layout, Druck, Versand

Stämpfli Kommunikation, 3001 Bern staempfli.com

Fotos

Titelseite und Inhaltsverzeichnis: Stefan Weiss – partners in gmbh

Editorial: Mike Peter

KOMMUNIKATION IM WANDEL DER ZEIT

Die Kommunikation mit den eigenen Mitgliedern gehört zu den identitätsstiftenden und -sichernden Kernaufgaben jedes Verbandes. Die Kanäle haben sich jedoch in den letzten Jahrzehnten vervielfacht. Die Verbandskommunikations- und -marketingstudie des Verbandsmanagement Instituts (VMI) in Zusammenarbeit mit Stämpfli Kommunikation zeigt den Bedeutungswandel ausgewählter analoger und digitaler Kanäle auf.

REDAKTION: Anita Simeon Lutz, FOTOS und GRAFIK: zVg Stämpfli AG

Die Zeitschrift «samariter» wird bei der Stämp!i AG in Bern hergestellt. Stämp!i Kommunikation ist die stärkste Schweizer Dienstleisterin für NPOs im Bereich Marketing und Kommunikation.

beitsinstrumente, Zusammenarbeit mit externen Dienstleistenden und Evaluation. Der dritte Teil befasste sich mit den aktuellen Herausforderungen der Organisationen und ihrer Einschätzung der zukünftigen Bedeutung von Kommunikationskanälen. Der letzte Teil erfasste Informationen zur Organisation selbst, wie Rechtsform, Grösse, Sektor, Mitgliederstruktur und Finanzierungsmix. Die Umfrage bietet einen Überblick über die teilnehmenden Verbände und ermöglichte es, strukturspezi " sche Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kommunikation zu erkennen. Total haben 379 Organisationen an der Umfrage teilgenommen.

Aktuelle Kommunikationsaktivitäten

Die Datenerhebung der Studie zu Verbandskommunikation und -marketing in der Schweiz fand vom 13. bis 24. Mai 2024 mittels eines Onlinefragebogens statt. Der Fragebogen bestand aus vier Teilen. Der erste Teil behandelte die gegenwärtigen Kommunikationsaktivitäten der Verbände mit Fragen zu Zielgruppen, Kommunikationsabsichten und zum Einsatz ausgewählter Kommunikationskanäle. Der zweite Teil konzentrierte sich auf Aspekte des Kommunikationsmanagements, einschliesslich Kommunikationskonzept, von vorhandenen Ressourcen und interner Struktur, auf Ar -

Mitglieder sind die am häu " gsten adressierte Zielgruppe, gefolgt von Vorstand und Partnerorganisationen. Politische Zielgruppen haben in den letzten Jahren an Relevanz verloren, während ressourcenbezogene an Bedeutung gewonnen haben. So wurde etwa die Kommunikation mit potenziellen Mitgliedern bei einigen Verbänden intensiviert. Dies steht im Einklang mit den aktuellen Herausforderungen von Verbänden, wobei die Mitgliedergewinnung und -bindung an erster Stelle steht. Um die verschiedenen Zielgruppen mit Botschaften zu erreichen, ist die Wahl der passenden Kommunikationsmittel bzw. -kanäle entscheidend. In der Studie wurden die Verbreitung sowie die Einsatzintensität erhoben. Die grösste Verbreitung unter den befragten Verbänden hat die eigene Website, die gleichzeitig am intensivsten bewirtschaftet wird. Ebenfalls weitverbreitet sind nach wie vor Tagungen/Veranstaltungen/Versammlungen sowie der digitale Newsletter, die vergleichbar stark eingesetzt werden. Dies zeigt, dass fast alle Organisationen persönlichen Kontaktmöglichkeiten bei Events immer noch einen sehr hohen Stellenwert einräumen. Auch Pressemitteilungen und SocialMedia-Werbung sind relativ weitverbreitet, werden jedoch im Vergleich zu den drei führenden Kanälen weniger intensiv bewirtschaftet.

Die Ergebnisse verdeutlichen zudem, dass SocialMedia-Werbung inzwischen den klassischen Werbemitteln (z. B. Print-Anzeigen oder Plakaten) sowie der Suchmaschinenwerbung (z. B. Google Ads) hinsichtlich Verbreitung und Einsatzintensität überlegen ist. Beim Zeitschriftenformat geniesst die eigene Mitglieder- bzw. Fachzeitschrift nach wie vor einen höheren Stellenwert als das Onlinependant oder Beiträge in Fachzeitschriften

Dritter. Im mittleren Bereich liegen derzeit Closed User Groups (z. B. Mitgliederbereich auf der Website), das Direct Mail (z. B. postalische Werbesendungen oder Fundraising-Briefe) sowie die Präsenz auf Publikums- und Fachmessen. Abgeschlagen ist hingegen der Podcast, der sowohl eine geringe Verbreitung als auch eine eher schwache Verwendung aufweist. Bei den sozialen Medien haben LinkedIn sowie Instagram und nach wie vor auch Facebook die führende Position inne. Ihre Einsatzintensität ist vergleichbar, jedoch setzt sich bezüglich Verbreitung LinkedIn klar von den anderen ab. YouTube wird von etwas mehr als der Hälfte der Befragten eingesetzt, jedoch eher punktuell mit Inhalten bestückt. Messengerdienste (z. B. WhatsApp oder Threema), der Microblogging-Dienst X sowie Blogs be" nden sich im Spektrum der sozialen Medien eher im Mittelfeld. TikTok sowie eigene Apps haben eine geringere Verbreitung, mit rund 50 bis 60 Organisationen, die diese Kanäle bewirtschaften. Die Einsatzintensität ist jedoch mittel bis eher hoch. Threads konnte sich bisher noch nicht in der Verbandskommunikation etablieren und wird kaum verwendet. Auch Xing fällt gegenüber den anderen sozialen Medien ab. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass LinkedIn, Instagram und Facebook derzeit

die Hauptakteure im Bereich der Social-MediaKommunikation von Verbänden sind, während YouTube und Messengerdienste ergänzend eingesetzt werden. Soweit der Status quo.

Zukünftige Bedeutung verschiedener Kommunikationskanäle Wie schätzen die Befragten generell den Bedeutungswandel der verschiedenen Kommunikationsmittel für ihre Kommunikation ein? Welche Kanäle werden künftig eher an Bedeutung gewinnen bzw. verlieren? Über die Hälfte der Befragten sieht einen Bedeutungszuwachs von Social-Media-Werbung sowie der eigenen Website, wobei sich nur ein jeweils kleiner Anteil dafür ausspricht, dass diese bei ihnen weniger wichtig werden. Der digitale Newsletter und die Suchmaschinenwerbung gewinnen auch eher an Bedeutung, mit 43 bzw. 42 Prozent der Befragten, die eine zunehmende Bedeutung feststellen. Ebenfalls Closed User Groups, die speziell für Mitglieder zugänglich sind, werden von 38 Prozent als zukünftig wichtiger eingeschätzt.

Auf der anderen Seite zeigt die Gra " k, dass klassische Werbemittel, Print-Mitglieder-/-Fachzeit-

Bedeutungswandel ausgewählter analoger und digitaler Kanäle

Social-Media-Werbung

Website

Digitaler Newsletter

Suchmaschinenwerbung

Closed User Group Tagung/Veranstaltung/Versammlung

Eigene Online-Zeitschrift Podcast Pressemitteilung

Direct Mail

Fachzeitschrift Dritter Publikums-/Fachmesse Eigene Mitglieder-/Fachzeitschrift (Print) Klassische Werbemittel

wird wichtiger wird weniger wichtig

Print wird an Wichtigkeit verlieren, aber als Ergänzung zu den Social-Media-Kanälen bleibt er unverzichtbar.

schriften und Publikums-/Fachmessen künftig an Bedeutung verlieren werden. Bei der Interpretation muss hier allerdings berücksichtigt werden, dass ein jeweils beachtlicher Anteil der Befragten der Meinung ist, dass die Bedeutung der besagten Medienkanäle konstant bleiben wird. Besonders klassische Werbemittel werden von 42 Prozent der Befragten als zukünftig weniger wichtig eingestuft, und ähnliche Trends sind bei Print-Zeitschriften (33 Prozent) und Publikums-/Fachmessen (31 Prozent) zu beobachten. Dieser Bedeutungswandel re#ektiert die wachsende Relevanz von Onlinepräsenzen und digitalen Kommunikationsmitteln in der Verbandskommunikation.

News-Room-Modelle und künstliche Intelligenz

Da sich die Kommunikation im Allgemeinen in riesigen Schritten nach vorn bewegt, haben wir zur Ergänzung der Studie, die nun doch anderthalb

Jahre alt ist, Monica Masciadri zu aktuellen Kenntnissen in der Verbandskommunikation befragt, die noch nicht in die Studie einge#ossen sind. Die CoLeiterin der Verbandskommunikation bei der Stämp# i AG gibt Folgendes zu bedenken: «In letzter Zeit sind sogenannte News-Room-Modelle auch in der Verbandskommunikation immer wichtiger geworden. Das heisst, man denkt in erster Instanz nicht an Kanäle, sondern an Inhalte und spielt diese dann in den entsprechenden Kanälen aus. Diese sogenannte Content-Strategie hilft, mit meist geringen personellen Ressourcen ein hohes Mass an Output zu generieren. Ausserdem hilft die künstliche Intelligenz beim Erstellen von Inhalten, die jedoch zwingend mit dem nötigen Fachwissen der Redaktorinnen und Redaktoren auf ihre Richtigkeit hin geprüft werden müssen. Aber richtig eingesetzt, kann KI in der Verbandskommunikation zu einem wichtigen Hilfsmittel werden.»

Das eine tun, aber das andere nicht lassen

Am Puls des Geschehens

In der letzten Ausgabe unserer Zeitschrift haben wir eine Umfrage zur Zufriedenheit und zu einer eventuellen Migration der Magazininhalte von Print auf eine digitale Plattform gemacht. Hier die Resultate.

REDAKTION: Anita Simeon Lutz, UMFRAGE: Desirée Prinz

Zunächst möchten wir uns bei allen bedanken, die an der Umfrage mitgemacht haben. Euer Feedback hilft uns, Orientierung zu erlangen und auf eure Wünsche einzugehen. Total sind 267 Antworten eingegangen, 217 aus der

1. Frage:

Wie intensiv lesen Sie die Zeitschrift «samariter»?

Auf diese Frage antworteten die meisten mit: Wenn mich das Thema interessiert. Erstaunlich ist, das doch rund ein Drittel der Befragten behauptet, nahezu jeden Artikel zu lesen. Das ehrt uns, und wir sind froh, dass nur ein tiefer Prozentsatz das Magazin laut Umfrage direkt zum Altpapier legt.

Deutschschweiz, 34 aus der Westschweiz und 16 aus dem Tessin. Natürlich kann man sich über die Aussagekraft dieses Rücklaufs Gedanken machen, aber wir wollen ihn als Grad- und Stimmungsmesser zurate ziehen.

2. Frage:

Welche Themen interessieren Sie?

Auf Platz eins und zwei stehen hier in allen Sprachregionen medizinische Wissens- und Gesundheitsthemen, gefolgt von Neuigkeiten aus dem Verbund sowie regionalen Vereinsnachrichten. Ebenfalls hoch im Kurs stehen Interviews mit Fachexperten.

Die Tabellen fassen die Resultate aus allen Sprachregionen zusammen. Wo es regionale Unterschiede gibt, wird es im Text erwähnt.

Bei den individuellen Inputs kamen mehr Voten zum Erhalt der Printversion gegenüber den Voten für eine digitale Plattform. Dabei wurde jedoch das Argumentarium für und gegen eine rein digitale Variante klar ins Feld geführt. Für eine digitale Plattform sprechen die Aktualität und die Nachhaltigkeit. Die Beiträge müssten dann aber auch in einer höheren Kadenz erscheinen. Für eine Printausgabe spricht die Vorliebe für ein haptisches Erlebnis, und einige geben an, damit besser arbeiten zu können.

Fazit

Wir nehmen aus der Umfrage mit: Gefragt sind Medizinund Gesundheitsthemen. Darauf werden wir in Zukunft einen verstärkten Fokus legen. Bezüglich digitaler Plattform werden wir uns diplomatisch verhalten und zunächst folgende Haltung annehmen: Das eine tun und das andere nicht lassen. Es wird weiterhin vier Printausgaben pro Jahr geben. Wir werden jedoch unsere Website so umgestalten, dass aktuelle Vereins- und Verbandsnachrichten darauf ein attraktives Forum " nden. Somit können wir schnell und ef " zient auf Nachrichten und Geschichten reagieren und müssen nicht auf den Print warten, mit dem die Aktualität nicht mehr gewährleistet wäre. Lokale Nachrichten müssen dann auch nicht in alle Landessprachen übersetzt werden. Über -

3. Frage:

Würden Sie die Zeitschrift auch lesen, wenn sie nicht in gedruckter, sondern in digitaler Form zur Verfügung gestellt würde?

Hier gibt es sprachregionale Unterschiede. Am meisten Zuspruch erfährt eine digitale Plattform im Tessin (60%), gefolgt von der Deutschschweiz (48,5%) und der Westschweiz (35,5%). Dementsprechend ist auch die Verteilung der Abneigung gegenüber einem digitalen Magazin: Tessin (13,5%), Deutschschweiz (28,5%) und Westschweiz (42%). Rund ein Viertel der Befragten ist unschlüssig und hat mit «Ich weiss nicht» geantwortet.

setzt wird nur, was nationale oder zumindest überregionale Relevanz hat. Erfolgsgeschichten, Ideen für neue Übungen, interessante Problemlösungsansätze oder sonstige Errungenschaften haben jedoch durchaus eine schweizweite Strahlkraft, denn wir können auch über die Sprachgrenzen hinaus voneinander lernen. In diesem Sinne: Wir bleiben dran und halten Sie auf dem Laufenden.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Wer an der Umfrage mitgemacht hat, konnte ein Rescue-Tool von Victorinox gewinnen. Die zehn Exemplare gehen an: Stefanie Eisenring, Frauenfeld; Jan Stacher, Egg b. Zürich; Andrea Grossenbacher, Wynigen; Markus Steiner, Strengelbach; Angela Waser, Wolfenschiessen; Madeleine Perrier, Yverdon; Jessica Fellay, Massongex; Pascal Seydoux, Porsel; Raffaella Bettosini Guglielmetti, Lugano; Matteo Lorenzetti, Origlio.

4. Frage:

Wie müsste ein digitales Magazin aussehen, damit Sie es lesen würden?

Hier schwingt ein «Online-Magazin, das aktuell und zeitnah über obige Themen berichtet», obenauf. Gefolgt von einem PDF oder einem e-Paper. Dazu ist zu sagen, dass das Magazin bereits heute auf unserer Website zum Downloaden bereitliegt und sogar als Issue, also als eine Art e-Paper, gelesen werden kann. Ein interessanter Gedanke wurde auch von einem Leser eingebracht: die Möglichkeit, zu wählen, ob man das Magazin in Papierform oder als e-Paper erhalten möchte.

Verbesserung der Kommunikationsflüsse

Ein Interview mit dem Tessiner Fabio Poncioni, der am 21. Juni in Lenzerheide von der Generalversammlung der Abgeordneten in den Zentralvorstand gewählt wurde und dort die Funktion der Bereichsleitung Kommunikation innehat.

INTERVIEW: Mara Zanetti Maestrani

Herr Poncioni, im vergangenen Juni wurden Sie in den Zentralvorstand gewählt. Wie klappt es mit der Zusammenarbeit, sowohl innerhalb des Vorstands als auch mit der Geschäftsstelle, den Kantonalverbänden und den Vereinen?

Die Zusammenarbeit läuft gut. Die Vorstandsmitglieder bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen mit, das ist von Vorteil. Mit der Geschäftsstelle und den Kantonalverbänden sind wir noch in der Kennenlernphase, aber ich habe dort Bereitschaft und Freude an der Zusammenarbeit festgestellt. Ich denke, die Herausforderung besteht darin, einen kontinuierlichen Dialog aufzubauen, der auch die Vereine erreicht.

Sie haben die Bereichsleitung Kommunikation innerhalb des Zentralvorstands übernommen. Welche Themen stehen an? Im Moment konzentrieren wir uns auf drei Punkte: die Verbesserung der internen Kommunikations!üsse, eine effektivere Kommunikation nach aussen (für Freiwilligenrekrutierung und Kurse) und die Optimierung des Images der Samariter:innen insgesamt. Das sind keine neuen Themen, aber heute muss man sie mit moderneren Ansätzen angehen.

Wie lässt sich in einer mehrsprachigen Organisation das gegenseitige Verständnis auf nationaler Ebene fördern?

Die sprachliche Vielfalt ist eine Herausforderung, aber auch eine grosse Bereicherung. Man muss in der Lage sein, zuzuhören, unterschiedliche Emp" ndlichkeiten zu respektieren und Ausdrucksformen zu " nden, die in allen Sprachen funktionieren. Das ist nicht einfach, aber ich glaube, dass es mit

einem konkreten Instrumentarium und qualitativ hochstehenden Übersetzungen möglich ist.

Wie sollte die Kommunikation nach aussen aussehen?

Nach aussen müssen wir nahbar und vertrauenswürdig auftreten. Also nicht nur mit Zahlen und Statistiken beeindrucken, sondern auch mit Geschichten und konkreten Erfahrungsberichten, die zeigen, was die Samariter:innen tagtäglich leisten. Das schafft Vertrauen und fördert unser eigenes Rollenverständnis.

«Die sprachliche Vielfalt ist eine Herausforderung, aber auch eine grosse Bereicherung.»

Wie können wir die Marke Samariter Schweiz nach innen und nach aussen stärken?

Intern heisst das, den Vereinen gemeinsame Instrumente für eine kohärente Kommunikation an die Hand zu geben. Nach aussen gilt es, die Sichtbarkeit zu erhöhen und besser zu erklären, wer wir sind und was uns auszeichnet. Wenn wir beides schaffen, dient das der Stärkung und Wiedererkennbarkeit der Marke Samariter Schweiz.

Wie bewerten Sie das aktuell vierteljährlich erscheinende Magazin «samariter»? Denken Sie, dass es die Samariterbasis optimal informiert?

Zur Person

Fabio Poncioni wurde 1964 in Lugano geboren und ist ein Pro! mit langjähriger Erfahrung im Management von Online-Kommunikation. Er ist spezialisiert auf die strategische Analyse sowie die Konzipierung und Entwicklung von Websites und Webmarketing. In diesem Interview erklärt er, wie er aktuell und mit Blick auf die Zukunft den Informations"uss und die Kommunikation von und zu den Verbänden und Vereinen sowie gegenüber der Öffentlichkeit einschätzt.

Die Zeitschrift erfüllt ihren Zweck – sie hält die Gemeinschaft zusammen und beleuchtet den Facettenreichtum unseres Alltags. Eventuell müsste man sie, angesichts der sich ändernden Gewohnheiten, nun um digitale oder multimediale Inhalte erweitern. Nicht, um sie zu ersetzen, sondern, um mehr Gestaltungsfreiheit zu gewinnen.

Welcher Informationskanal wäre Ihrer Erfahrung nach heute funktionaler und durchdringungsstärker, um alle Mitglieder von Samariter Schweiz zu erreichen? Heute können wir nicht mehr von einem einzigen Publikum sprechen, denn tatsächlich haben wir es mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen zu tun: den Kantonalverbänden und Vereinen, den einzelnen Samariterinnen und Samaritern, aber auch Privatpersonen, die nach Kursen suchen, sowie Unternehmen, die Mitarbeitende ausbilden wollen. Jede dieser Gruppen hat unterschiedliche inhaltliche und zeitliche Ansprüche an die Information.

Aus diesem Grunde glaube ich, dass es einer Multikanalkommunikation bedarf, bei der die Zeitschrift ihre vertiefende und identitätsstiftende Funktion beibehält, während Newsletter, Website und soziale Medien aktuelle Informationen schneller und gezielter an die Adressaten bringen. Konkret geht es nicht darum, einen «besseren» Kanal zu " nden, sondern darum, für jedes Publikum den jeweils geeigneten Kanal einzusetzen.

Wie kann weiterhin ein qualitativ hochstehender Informationsfluss in den drei Landessprachen gewährleistet werden?

Qualität in allen drei Sprachen zu gewährleisten, ist aufwendig, aber unerlässlich, wenn wir wirklich eine Organisation von nationalem Rang sein wollen. Jede Samariterin, jeder Samariter muss sich, unabhängig von seiner bzw. ihrer Sprache, eingeschlossen und als Teil derselben Familie fühlen.

Auf den Seiten 10 und 11 der Zeitschrift veröffentlichen wir die Ergebnisse unserer Umfrage zur Information und Kommunikation von Samariter Schweiz. Was halten Sie davon? Wohin muss die Entwicklung gehen, um die Samariterbasis besser zu informieren?

Die Umfrage ist meines Erachtens eine interessante Initiative, da sie es ermöglicht, Eindrücke und sinnvolle Anregungen von Personen zu sammeln, die unsere Kommunikationsaktivitäten aufmerksam verfolgen. Natürlich liefert sie, wie oft in diesen Fällen, kein repräsentatives Gesamtbild, da sich hauptsächlich diejenigen daran beteiligen, die bereits sensibilisiert sind für das Thema. Doch genau deshalb kann sie helfen aufzuzeigen, wo bestehende Kanäle gestärkt werden müssen und wie wir auch diejenigen abholen können, die derzeit Informationen nur am Rande mitbekommen. Es gibt sicherlich Themen, die zeitlos sind – etwa die Geschichte der Vereine, die Wertvorstellungen, die uns leiten, die Erfahrungen der Freiwilligen. Dafür ist die Zeitschrift «samariter» mit Sicherheit das optimale Format. Andere Themen hingegen sind zeitsensibler – beispielsweise organisatorische Veränderungen, digitale Kampagnen, aktuelle Meldungen in den sozialen Medien. Diese können unter Umständen schon vor der Drucklegung obsolet sein. Für solche Themen braucht es einen schlankeren und schnelleren Kanal – ich denke da an spezielle Newsletter, Online -News oder auch Multimedia- Inhalte, welche die Zeitschrift ergänzen. Damit können wir sowohl die Detailtiefe als auch die Zügigkeit unserer Informations!üsse zur Basis gewährleisten.

Das Recht am eigenen Bild

Die aktuellen Kommunikationskanäle wie Website, Instagram, Facebook und LinkedIn leben vor allem von Bildern und sind je persönlicher, desto besser. Aber Achtung: Mitgliederfotos dürfen nicht einfach publiziert werden. Die Publikation erfordert eine Einwilligung.

Wenn Sie einem Verein beitreten wollen, müssen Sie eine Reihe von Personendaten bekannt geben: Post- und E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum usw. Weiter bringen Ihre Aktivitäten als Mitglied die Bearbeitung zusätzlicher Informationen über Ihre Person mit sich, zum Beispiel Fotos von Ihnen auf Veranstaltungen. Die Beschaffung und die Bearbeitung dieser Personendaten, zum Beispiel ihre Veröffentlichung oder das Bekanntgeben an Dritte, wie Sponsoren, unterliegen den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes.

Der Vereinsvorstand haftet für die gesetzeskonforme Verwendung der Mitgliederdaten. Er kann von den Mitgliedern nur Personendaten anfordern, die mit dem Vereinszweck, der in den Statuten festgelegt ist, in direktem Zusammenhang stehen. Wenn er von den Vereinsmitgliedern andere Daten beschaffen und bearbeiten, Daten für andere Zwecke verwenden oder sie (z.B. auf seiner Website) veröffentlichen will, muss er die Mitglieder vorgängig über die Gründe für die Datenbearbeitung informieren und sie auch darüber in Kenntnis setzen, dass sie die Daten nicht bekannt geben müssen.

Umgang mit Fotos

Dies gilt insbesondere auch für Mitgliederfotos. Jede Person hat ein Recht am eigenen Bild. Dies bedeutet, dass jede und jeder in der Regel darüber entscheiden kann, ob und in welcher Form ihr oder sein Bild aufgenommen und veröffentlicht werden darf. Sobald die abgebildeten Personen erkennbar sind, gelten die Fotos als Personendaten. Das gilt auch bei Gruppenfotos, wobei der Eingriff in die Persönlichkeitsrechte dann weniger schwer wiegt, wenn keine Einzelperson aus der Gruppe heraus -

tritt und als solche wahrgenommen wird. Inwiefern dies zutrifft, muss jeweils im konkreten Einzelfall beurteilt werden. Eine Persönlichkeitsverletzung kann nur dann mit Sicherheit ausgeschlossen werden, wenn die abgelichteten Personen nicht identi ! zierbar sind, also wenn ein Gruppenbild z.B. nur kleinformatig abgedruckt oder die Au "ösung derart herabgesetzt wird, dass keine Gesichter oder andere identi ! zierenden Merkmale mehr auszumachen sind.

Wenn kein anderer Rechtfertigungsgrund vorliegt, muss die Einwilligung der abgebildeten Personen eingeholt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um aktuelle Bilder handelt oder die Fotos bereits vor einigen Jahren aufgenommen wurden. Die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen bestehen so lange, wie diese leben, und können jederzeit geltend gemacht werden. Sollen Bilder aus Bildarchiven veröffentlicht werden, ist daher vorgängig abzuklären, wer die abgebildeten Menschen sind, um anschliessend deren Einwilligung einzuholen. Werden Fotos im öffentlichen Raum aufgenommen, ist dies für alle Anwesenden erkennbar, und sind die Abgebildeten nur «Beiwerk» (z.B. Passanten bei einer Sehenswürdigkeit), so ist es ausreichend, wenn das entsprechende Bild auf Verlangen der fotogra !erten Personen (sofort vor Ort sowie zu jedem späteren Zeitpunkt) gelöscht bzw. auf eine Veröffentlichung verzichtet wird. Die betroffenen Personen müssen jedoch nicht zusätzlich angesprochen und informiert werden.

Mehr Infos unter: www.edoeb.admin.ch/de/datenschutz-in-vereinen https://portal.samariter.ch/de/Informationen-und-Veranstaltungen/Datenschutz

«Effizienz ist in jedem Bereich wichtig.»

Bettina Zeiter leitet seit Anfang August die Marketing- und Kommunikationsabteilung bei Samariter Schweiz. Über ihre Visionen, darüber, wie die Themen der Samariterwelt für die Öffentlichkeit sichtbarer gemacht werden können und die Kommunikation im Verbund altersgerecht, breit und offen passieren soll, spricht sie im Interview.

INTERVIEW: Anita Simeon Lutz

Bettina, seit bald drei Monaten arbeitest du für Samariter Schweiz. Wie nimmst du die Stimmung an der Geschäftsstelle in Olten wahr? Sehr positiv! Ich wurde herzlich aufgenommen und spüre ein grosses Engagement im ganzen Team. Alle arbeiten mit viel Herzblut für die gleiche Sache: die Samariterbewegung zu stärken. Diese Stimmung steckt an und macht Freude.

Du kommst aus der Privatwirtschaft. Welches sind die Unterschiede zu einer NonProfit-Organisation wie Samariter Schweiz?

Der grösste Unterschied ist sicher, dass bei den Samariter:innen das Gemeinwohl im Mittelpunkt steht – nicht der Gewinn. Das motiviert mich sehr und war auch der Hauptgrund für meinen Branchenwechsel. Besonders beeindruckt mich der enorme Einsatz der vielen Freiwilligen. Das ist etwas sehr Wertvolles und verdient mehr Aufmerksamkeit. Gleichzeitig gibt es auch viele Parallelen: Auch bei Samariter Schweiz ist es wichtig, klare Ziele und Strategien zu de! nieren, Erfolge sicherzustellen und offen zu kommunizieren. Ausserdem ist Ef ! zienz ist in jedem Bereich wichtig.

Du leitest die Abteilung für Marketing und Kommunikation. Was für Themen stehen an?

Ein grosses Ziel ist es, das Pro! l von Samariter Schweiz zu schärfen – also klar zu zeigen, wofür wir stehen, und dabei sichtbar und relevant für verschiedene Generationen zu sein. Wichtig ist, dass dies authentisch geschieht und die Werte der Samariterbewegung im Zentrum bleiben. Aktuell arbeiten wir an der Entwicklung einer Content- Strategie –also einem Plan, wie wir unser freiwilliges Engagement, unsere Geschichten und Erfolge noch besser erzählen können – und am Ausbau von Partnerschaften und einem starken Netzwerk, mit dem Ziel, mehr Reichweite, mehr Mittel und damit auch mehr Wirkung zu erzielen.

Wie könnten denn solche Partnerschaften aussehen, und welchen Mehrwert bringen diese auch für die Samariterbasis?

Partnerschaften können ein wichtiger Hebel für unsere gesamte Organisation sein. Durch gemeinsame Aktionen oder

Bettina Zeiter hat einen Master of Science in Betriebswirtschaft. Bevor sie zu Samariter Schweiz kam, arbeitete sie in der Marketingabteilung der Wander AG.

Kooperationen mit passenden Partnern können wir mehr Sichtbarkeit erreichen, neue Zielgruppen ansprechen und zusätzliche Mittel gewinnen, um unsere Arbeit langfristig zu sichern. Solche Partnerschaften helfen also, die Samariterbewegung insgesamt bekannter und stärker zu machen. Davon pro!tiert auch die Basis – direkt und indirekt.

Bezüglich Content-Strategie: Wie kann denn eine solche aussehen, und auf welche Kommunikationskanäle wird in Zukunft gesetzt?

Wir möchten mehr Geschichten aus der Samariterwelt erzählen – von Menschen, die helfen, ausbilden oder sich engagieren. Diese Geschichten zeigen, warum die Samariterarbeit so wichtig ist. Wir wollen unsere Botschaften gezielt über jene Kanäle teilen, auf denen wir die verschiedenen Zielgruppen am besten erreichen, sei es über unsere Website, das Magazin oder Social Media.

Wie willst du die Themen der Samariterwelt für die Öffentlichkeit sichtbarer machen?

Indem wir zeigen, was tagtäglich geleistet wird – ob bei Einsätzen, Kursen oder Übungen. Die Samariter:innen sind überall präsent, oft ohne viel Aufsehen. Das wollen wir ändern: mit guten Geschichten, klaren Botschaften und Bildern, die berühren. So sollen mehr Menschen sehen, wie wertvoll dieses Engagement ist, und vielleicht wollen sie sogar selbst Teil davon werden.

Reges Interesse am Samariterauftritt in Zug

Im Einkaufszentrum Zugerland standen die Leute zum Teil

Schlange, um an Informationen und Gadgets zum Welttag der Ersten Hilfe zu gelangen. Der gemeinsame Auftritt aller Zuger Samaritervereine war ein voller Erfolg.

TEXT: Anita Simeon Lutz

FOTOS: Stefan Weiss – partners in gmbh

Die Kinderaugen leuchten, wenn das Glücksrad sich dreht, und alle sind gespannt, ob der Zeiger beim Krankenauto, beim Rega-Helikopter, beim Feuerwehrauto, bei der ToxInfo oder echt doch bei der Überraschungstüte halt macht. Bei Letzterer werden unter den Gewinner:innen 21 Erste-Hilfe-Kits verlost, die von Helsana gesponsert und zu den Glücklichen nach Hause geschickt werden. Aber nur schon das Drehen des Rades und das damit verbundene Geräusch locken ein grosses Publikum an den Informationsstand, der anlässlich des Welttags der Ersten Hilfe von allen Zuger Samaritervereinen gemeinsam am prominentesten und publikumswirksamsten Ort im Einkaufszentrum Zugerland in Steinhausen betrieben wird. Verantwortlich für die Organisation ist Désirée Bachmann, ihres Zeichens Leiterin technischer Ausschuss, Kurs- und Ausbildungsverantwortliche sowie Leiterin der Samariterjugend beim Samariterverein Steinhausen (siehe Titelbild). «Die Vorbereitung hat doch einige Zeit in Anspruch genommen. Obwohl wir zum Glück auf Material aus unterschiedlichen Vereinen zurückgreifen konnten, bedurfte es einer guten Planung des Auftritts», meint sie. Um sich das Ganze vorstellen zu können, hat sie bei sich zu Hause den Grundriss, den sie zur Verfügung hatten, abgesteckt und das Material probehalber aufgestellt.

Attraktive Themenschwerpunkte

Vorführeffekt geglückt

Faszinierend fanden die Besuchenden auch die Hilfsmittel, Dummies und technischen Apparate, die zum Kennenlernen und zum Ausprobieren bereitstanden. An der Beatmungspuppe wurde die fachgerechte Reanimation demonstriert, und am Techniktisch wurden den Besuchenden unter anderem die Funktionen eines De#brillators nähergebracht. Interessiert wurde auch die Vorführung des sogenannten Heimlich-Griffs verfolgt, der anhand eines Heimlich-Handgriff-Trainers vorgeführt wurde. Abgerundet wurde die Präsentation durch drei Roll-ups, auf denen Bilder und Fakten zum Vereinsleben, zur Jugendarbeit und zum Sanitätsdienst vorgestellt wurden. Durch den Zusammenschluss aller Zuger Vereine war ein professioneller, erlebnisreicher Auftritt möglich, der allen sichtlich Spass gemacht hat. Und auch der Personalaufwand für die Standbetreuung konnte so auf die verschiedenen Vereine aufgeteilt werden. Ein Modell mit Zukunft.

Am Schluss gab es eine schöne Einheit mit vier Informationsschwerpunkten, die von den Besuchenden rege nachgefragt wurden. Im Zentrum stand oben erwähntes Glücksrad. Hielt der Zeiger bei der Ambulanz, beim Feuerwehrauto, beim Rega-Helikopter oder beim ToxInfo, so war nebst dem Spiel auch Wissen gefragt. Gross und Klein wurde nämlich nach der richtigen Notfallnummer zum jeweiligen Bild gefragt, und natürlich bekamen alle, ob sie die Antwort wussten oder nicht, ein P " asterset, auf dem alle Notfallnummern vermerkt waren. Auch beim Memorytisch ging es im Wesentlichen um die Notfallnummern. Hier mussten die richtigen Bildchen zur richtigen Zahl und zur richtigen Schrift gesetzt werden. Ganz Fleissige und Interessierte bekamen hier nebst den P " astern auch noch speziell ein in ein Filmdöschen abgepacktes Paar Handschuhe, sodass sie auch hygienisch allzeit für den Erste-Hilfe-Einsatz bereit sind. Auch auf dem Döschen waren wiederum alle Notfallnummern abgebildet.

Im Zentrum des Samariterauftritts aller Zuger Samaritervereine im Einkaufszentrum Zugerland in Steinhausen stand das Glücksrad, an dem Gross und Klein drehen durfte.

Mit dem Notfallnummern- Memory wurde eine der wichtigsten Erste - Hilfe - Massnahmen abgefragt.

Die Vorführung eines Heimlich- Griffs anhand eines Heimlich- Handgriff-Trainers wurde mit grosser Spannung verfolgt.

Drei Roll-ups zeigten Informationen und Bilder zu den Themen Vereinsleben, Jugendarbeit und Sanitätsdienst.

MACHEN AUCH SIE MIT IHREM VEREIN MIT!

Der Welttag der Ersten Hilfe !ndet im Jahr 2026 am 12. September statt. Machen auch Sie mit, und zeigen Sie in aller Öffentlichkeit Ihre Arbeit als Samariterverein. Die Krankenversicherung Helsana unterstützt Ihren Auftritt und stellt unterschiedliche Informationsbroschüren und Material zur Verlosung bereit. Interessierte Vereine melden sich bitte unter markom@samariter.ch. Zu gegebener Zeit wird im Newsletter auch nochmals auf die Mitmachaktion hingewiesen. Wir freuen uns auf ganz viele teilnehmende Vereine!

Feiern mit Spätfolge

Ivan Imstepf wollte feiern und zusätzlich etwas bewirken.

Seine Cousine Marion unterstützte ihn dabei. Was beide nicht ahnten: Diese Idee würde Leben retten, schneller als gedacht.

TEXT: Matthias Künzi, FOTOS: zVg

Ivan Imstepf ist ein umtriebiger Mensch. Über sich sagt er, dass er gerne und oft Dinge anreisst. So war es auch im vergangenen Jahr, als er ein dreitägiges Open Air organisierte, um mit Familie und Freunden seinen 30. Geburtstag zu feiern. Dem jungen Oberwalliser war es wichtig, nebst der Festlichkeit auch etwas Gutes zu tun. Da erinnerte er sich an ein Thema, das ihn schon länger beschäftigte. Nach einer Blutspende im Militär war er auf die Möglichkeit der Blutstammzellenspende aufmerksam geworden und hatte sich intensiv damit auseinandergesetzt. «Ich wollte das Thema bekannter machen, weil es eine sehr, sehr gute Sache ist und die Registrierung mit wenig Aufwand verbunden ist», sagt Ivan Imstepf. Als der Dreissigste näherrückte, stand für ihn fest: Die Geburtstagsparty sollte mit einem Registrierungsanlass kombiniert werden. 180 Menschen folgten der Einladung und feierten mit ihm. Mit unter den Gästen war auch Marion Imstepf, seine Cousine. Für sie nahm die Geschichte bald eine entscheidende Wendung.

Zwischen Soundcheck und Stammzellen

Lalden oder «Laalu», wie die Einheimischen sagen, ist eine der kleinsten Gemeinden im Wallis. Auf der Gemeindeseite wirbt man mit dem Slogan «Zchleinscht Dorf mim gregschtu Härz». In Lalden bewirtschaftete einst auch der Grossvater von Marion und Ivan ein Stück Land. Genau dort baute Ivan Ende August die Infrastruktur für sein Fest auf. Bei den Vorbereitungen half unter anderen auch Marion. Sie stellte den Infostand zur Blutstammzellenspende auf. «Da hing ein riesiges Plakat. Auf dem Tisch lagen Post-its, Socken und Broschüren», erinnert sich Marion Imstepf. Ihr Cousin hatte vorgängig Blutspende SRK Schweiz kontaktiert und das nötige Material organisiert. Zwei weitere Cousinen, beide im Gesundheitswesen tätig, betrieben

den Stand und animierten die Gäste zur Registrierung. «Mir war schon am Morgen klar, dass ich mich registrieren würde», erzählt Marion Imstepf. «Ein Grund dafür war auch, dass meinem Vater bereits zwei Mal das Leben gerettet worden war. Die Möglichkeit, aus Dankbarkeit etwas zurückgeben zu können, empfand ich als sehr schön und berührend.»

Marion Imstepf und Freund Michael am Open Air ihres Cousins

Marion Imstepf während der Blutstammzellenspende. « Am anstrengendsten war es, zwei Tage in der gleichen Position zu verbringen.»

Vom Infostand zur Lebensspende

Knapp drei Monate nach der Party wurde Marion Imstepf von Blutspende SRK Schweiz kontaktiert. Sie kam als Spenderin infrage. Am 29. November 2024 ging sie zur Kontrolltypisierung nach Sion. Danach begann das Warten. «Am 3. Januar 2025 kam ein E-Mail, dass ich noch auf der Liste sei. Nur drei Tage später folgte ein Anruf: Ich war die passendste Spenderin und sollte Anfang Februar spenden. Das traf mich völlig überraschend, ich hatte nicht mehr damit gerechnet.» Die Nachricht berührte sie tief. Marion wurde sich ihrer Verantwortung bewusst. Sie sprach auch mit ihrem Freund darüber, dass sie nun besonders gut auf sich aufpassen müsse. Bereits eine Woche später fuhr sie nach Basel für die medizinischen Checks. Und am 5. Februar war ihr Spendetag. «Es ist verrückt. Manche Menschen sind jahrelang registriert und werden nie kontaktiert. Bei mir vergingen nicht einmal drei Monate.» Sie erinnert sich daran, wie sie und ihr Freund den Stäbchentest daheim auf

Ihre Spende kann Leben retten

Sind Sie zwischen 18–40 Jahre alt?

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dem Sofa machten, damals noch in dem Glauben, nie ausgewählt zu werden. «Jetzt, nach der Spende, emp" nde ich eine riesige Dankbarkeit. Es ist eine Ehre, diese Rolle übernehmen zu dürfen.»

«Königin auf a5»

Kurz nach Beginn der Spende erhielt Marion die Nachricht, dass sie am nächsten Tag nochmals spenden müsse. Ihre Zellen brauchten mehr Zeit zur Mobilisierung. «Das war emotional schwer. Ich fragte mich, ob ich beim Applizieren der Wachstumsfaktoren etwas falsch gemacht hatte.» Der

behandelnde Arzt beruhigte sie, es sei nicht ihre Schuld. Trotzdem machte sie sich Sorgen um die Empfängerin oder den Empfänger. Diese Person wartete nun. Die Spende selbst verlief gut. Am anstrengendsten war es, zwei Tage in der gleichen Position zu verbringen. Danach war sie erschöpft, fühlte sich sonst aber wohl. «Ich habe das Glück, dass mein Körper solche Belastungen gut wegsteckt. Ich bin kaum jemals krank.» Während der Spende spielte sie mit ihrem Freund Schach, ohne dafür ihre Hände benutzen zu müssen. «Ich sagte einfach: Königin auf a5.»

Als Marion Imstepf ihren Cousin Ivan über ihre Nomination informierte, war er sehr berührt. «Ich hatte auch Respekt, weil ich mich für Marions Gesundheit verantwortlich fühlte. Umso erleichterter war ich, als ich wusste, dass alles gut verlaufen war. Es ist quasi die schönste Erweiterung eines Geschenkes, das mein Geburtstag hervorbringen konnte.»

Begegnung, Kultur und Genuss

Rund 600 Samariterinnen und Samariter versammelten sich Ende August im Würth Haus in Rorschach zum ersten Ostschweizer

Samaritertag. Ein Dankesfest mit vielen Facetten, unterhaltsamem Programm und interessanten Begegnungen und Gesprächen.

TEXT: Anita Simeon Lutz, FOTOS: Daniel Beck

Begonnen hat alles mit einer Bergwanderung auf den Hohen Kasten. In frischer Bergluft ist die Idee entstanden, einen Anlass zu organisieren, zu dem alle Samariterinnen und Samariter aller Altersgruppen aus den Kantonen St. Gallen / Fürstentum Liechtenstein, Thurgau, Appenzell, Graubünden und Zürich eingeladen werden, um die vielen Stunden ihrer wertvollen Freiwilligenarbeit zu würdigen und Dankbarkeit für den unermüdlichen Einsatz zu zeigen. Dem Organisationskomitee unter dem CoPräsidium von Ursula Forrer und Norbert Segmüller (beide Verband SG/FL) ist es gelungen, ein attraktives, unterhaltsames Programm zusammenzustellen, das alle zu überzeugen wusste. Dabei hatten auch die andern sechs des achtköp! gen Komitees ein besonderes Ämtchen: Christian Thörig (AI/ AR) war für die Finanzen zuständig, Reto Vinzens (GR) für die Verp"egung, Werner Bader und Brigitte Murmann (beide ZH) für das Programm, und El !e Ehrat und Hedi Helg haben nebst der Mitwirkung beim Programm auch noch dafür gesorgt, dass das Goodie-Bag, das die Samariterinnen und Samariter am Schluss mit nach Hause nehmen konnten, prall gefüllt war.

untereinander Erfahrungen auszutauschen und neue zu sammeln. Eine besondere Erfahrung waren die Konzerte und Workshops mit dem bekannten Musiker Enrico Lenzin. Die Töne und Rhythmen, die er seinem Nähkästchen entlockte, waren besonders reizvoll, aber auch das gemeinsame Trommeln auf Malerkübeln wird wohl allen in Erinnerung bleiben.

Besondere Erfahrungen

Ort des Geschehens war das Würth Haus, das an sich schon eine Reise nach Rorschach wert ist. Es liegt direkt am Bodensee und ist ein Ort der Begegnung, der Kultur und des Genusses. Und genau um diese drei Wörter ging es auch am ersten Ostschweizer Samaritertag. In erster Linie trafen sich an dem Anlass rund 600 Samariterinnen und Samariter, um

Mediale Aufmerksamkeit

Nebst dem Kulturprogramm begegnen sich unbekannte Leute meist auch über gemeinsame Interessen. Und bei den Samariterinnen und Samaritern ist dies das Thema der Ersten Hilfe. An zehn Posten im Freien konnte das Erste-Hilfe-Wissen aufgefrischt, einer interessierten Gruppe

An zehn Posten konnten die Samariterinnen und Samariter ihr Wissen in Sachen Erster Hilfe testen.

demonstriert und mit ihr diskutiert werden. Zu reden gab auch die Wahl der «Ostschweizer Samariterin des Jahres», einer Auszeichnung, die bereits im Vorfeld für mediale Aufmerksamkeit sorgte und dieses Jahr an Franziska Kläui geht, die im Verein Winterthur-Stadt unter anderem den Sanitätsdienst verantwortet. Ein etwas tiefer gehendes Porträt

Das Organisationskomitee

Der Samaritertag fand im Würth Haus in Rorschach statt.

der Gewinnerin ! nden Sie auf der nächsten Doppelseite. Und nebenbei war natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der reichhaltige Apéro riche am Ende der Veranstaltung sorgte dafür, dass keiner hungrig nach Hause ging. Die nächste Wanderung des OKs auf den Hohen Kasten ist bereits geplant. Wir sind gespannt, was dabei rauskommt!

Auch Partnerorganisationen wie die REDOG waren dabei.

Das gemeinsame Trommeln auf Malerkübeln unter Anleitung von Enrico Lenzin war eine spezielle Erfahrung.

Die Töne und Rhythmen, die Enrico Lenzin aus seinem Nähkästchen zauberte, waren beeindruckend.
(v.l.n.r.): El!e Ehrat (TG), Ursula Forrer (SG/FL), Norbert Segmüller (SG/FL), Werner Bader (ZH), Reto Vinzens (GR), Christian Thörig (AI/AR), Brigitte Murmann (ZH) und Hedi Helg (TG)

Am Puls der Jugendlichen

Franziska Kläui aus Seuzach (ZH) wurde zur ersten «Ostschweizer

Samariterin des Jahres» gewählt. Sie bringt frischen Wind ins Samariterwesen. Mit viel Herz, digitalem Know-how und einem Gespür für junge Zielgruppen verknüpft sie ihre Erfahrung aus der Schule mit der Vereinsarbeit.

TEXT: Annina Dietsche, FOTOS: Annina und Ralph Dietsche

Mit Hand, Herz und modernen Tools bringt Franziska Kläui das Erste-Hilfe-Wissen ins Klassenzimmer.

Als ausgebildete Lehrerin und ICT-Supporterin weiss Franziska Kläui, wie Lernen heute funktioniert. In ihren Kursen und Vereinskaderweiterbildungen setzt die Samariterin gezielt auf digitale Tools wie Mentimeter, Kahoot oder Padlet. So gestaltet sie ihre Erste-Hilfe-Ausbildungen interaktiv und zeitgemäss. Die Jugend liegt Franziska Kläui besonders am Herzen. Sie besucht Schulklassen, gibt Kurse für Kinder, Jugendliche und Lehrpersonen. Das Fachwissen bringt sie stufengerecht, verständlich und praxisnah ins Klassen-

zimmer. Vom klassischen Verband über die Seitenlage bis hin zur Reanimation: Franziska Kläui vermittelt Erste Hilfe mit Hand und Herz. «Kinder sollen im Notfall nicht wegschauen, sondern helfen. Schon die Kleinsten können von den Kursen etwas mitnehmen. Man muss sie einfach ausprobieren lassen und in ihrem Tun bestärken», sagt Franziska Kläui. Mit ihrem Engagement hilft sie nicht nur Schülerinnen und Schülern, sondern ermutigt auch Lehrpersonen, sich im Bereich Erste Hilfe weiterzubilden. «Manche haben den letzten

Kurs vor über 20 Jahren besucht. Das ist de! nitiv zu lange her. Eine Auffrischung wäre wichtig», weiss Franziska Kläui.

Einblick in den Samariteralltag

Um die Öffentlichkeit für das Samariterwesen zu sensibilisieren, nutzt Franziska Kläui Plattformen und Dienste wie Facebook und Insta. Informativ, sympathisch und nahbar gibt sie Einblick in den Samariteralltag. «Dadurch sind schon interessante Kontakte entstanden. Nicht nur in der Region, sondern gar über die Kantonsgrenze hinaus», erzählt Franziska Kläui. Als Sanitätsdienstverantwortliche des Samaritervereins Winterthur-Stadt koordiniert sie zudem die Einsätze an Schulsporttagen, Grossveranstaltungen, Wettkämpfen sowie Strassenfesten: «Die intensivsten Monate sind Mai, Juni und September. Es gibt Wochenenden, da übernehmen unsere Mitglieder teils an sieben Orten den Sanitätsdienst.» Durch die Samariterarbeit hat die 50-Jährige in verschiedene Bereiche Einblick erhalten, die für sie zuvor unbekannt waren: «Spontan kommen mir Dog Dancing, Anime-Conventions und tamilische Sportveranstaltungen in den Sinn.» Zu den Einsatzorten gehören aber auch Veranstaltungen wie die Fasnacht und das Albanifest.

Gut ausgebildete Laienhelfer

Samariterinnen und Samariter sind zwar keine Pro! s, aber sehr gut ausgebildete Laienhelferinnen und -helfer: «Wir arbeiten auf hohem Niveau. Damit dies möglich ist, braucht es eine gute Ausbildung der Vereinsmitglieder.» Franziska Kläui selbst gehört dem Samariterverein Winterthur-Stadt seit etwa 20 Jahren an. Ihre Begeisterung, anderen zu helfen und Wissen rund um die Erste Hilfe zu vermitteln, hat auch ihren Mann angesteckt: «Er ist inzwischen auch voll dabei.» Ihre beiden jugendlichen Kinder gehören dem Samariterverein zwar nicht an, unterstützen den Verein bei Gelegenheit aber auch.

Die Preisverleihung im Rahmen des Ostschweizer Samaritertags war für Franziska Kläui ein emotionaler Moment. «Ich bin überwältigt. Ich weiss, dass ich viel fürs Samariterwesen mache, aber ob das für eine Auszeichnung reichen würde, war ich mir nicht sicher», sagte sie nach der Ehrung. Die Auszeichnung erhält bei Franziska Kläui einen Ehrenplatz im Wohnzimmer. Da der Verein kein eigenes Lokal besitzt, ! ndet dort ein Teil der Vorstandssitzungen statt. Nach der Übergabe wurde die neue «Ostschweizer Samariterin des Jahres» von ihren Vereinskolleginnen und -kollegen herzlich gefeiert.

Die frisch gekürte «Ostschweizer Samariterin des Jahres» wird von ihren Vereinskameradinnen und -kameraden gefeiert.

DIE GENFER ÖFFNETEN IHRE TÜREN WEIT

Im Kanton an der Spitze des Genfersees nutzten die Samariter den Welttag der Ersten Hilfe am 13. September, um ihre Präsenz in der Bevölkerung zu bekräftigen. Die zwölf lokalen Vereine waren aufgefordert, ihre Türen für das Publikum zu öffnen. Am Abend bildeten die Einweihung der neuen Räumlichkeiten von Samaritains Genève und die Verleihung von zahlreichen Diplomen und Auszeichnungen den krönenden Abschluss.

TEXT und FOTOS: Chantal Lienert

Darüber hinaus feiert der Verein Meyrin in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Gegründet wurde er im Zuge der Entwicklung der Stadt Meyrin und der gleichnamigen Gemeinde, in der sich das CERN, das Europäische Laboratorium für Teilchenphysik, der Flughafen Genf sowie ein wichtiges Industriegebiet be! nden und die heute mehr als 26 000 Einwohnende aus mehr als 100 Nationen zählt. Das Einzugsgebiet des Vereins umfasst auch die drei Gemeinden des Genfer Mandement, des am rechten Rhône-Ufer gelegenen wichtigsten Weinbaugebiets des Kantons. Mit gut 50 Mitgliedern, von denen etwas mehr als 30 aktiv sind, bietet der Verein die gesamte Auswahl an Bevölkerungskursen an. Er führt jedes Jahr elf Blutspendeaktionen durch und hat im Jahr 2024 insgesamt 32 Sanitätsdiensteinsätze mit 1226 Präsenzstunden geleistet und 299 Personen behandelt. Am 13. September präsentierte er sich in besonders sorgfältiger Aufmachung. An einem Stand in gut besuchter Lage im Einkaufszentrum von Meyrin unterhielt ein fröhliches Mehrgenerationenteam das Publikum mit einem Glücksrad, einem Wettbewerb, einer Reihe von gep"egten Werbegeschenken und natürlich mehreren Phantomen, an denen alle sich in der Herzmassage versuchen durften.

Funkelnagelneue Büros

Der Kantonalverband wiederum hatte sich den Abend freigehalten, um seine Büros zu öffnen und of ! ziell die Einweihung seines neuen Sitzes zu begehen. Er hatte das Glück, aus der etwas beengten Situation seiner angestammten gemieteten Räumlichkeiten in ein brandneues Gebäude umziehen zu können. Dieses wird verwaltet von einer Stiftung,

die soziale Unternehmen fördert, und beherbergt neben dem Genfer Roten Kreuz neun weitere gemeinnützige Organisationen. Der Abend bot zudem den Anlass, zwölf erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der PICA-Schule (PICA für «piquet catastrophe», deutsch: Katastrophenpikett), darunter erstmals auch ehemalige Studierende der Genfer Krankenp"egeschule, ihre Einsatztaschen zu überreichen und damit symbolisch zum Ausdruck zu bringen, dass sie ab sofort jederzeit einsatzbereit sind. Zehn frischgebackene Kursleiterinnen und Kursleiter mit verschiedenen Quali ! kationen bekamen ihr Diplom ausgehändigt, und vier anwesende verdienstvolle Samariterinnen und Samariter wurden mit der Henry-Dunant-Medaille ausgezeichnet. Den Ausklang des Abends bildete ein köstlicher Apéro bei angeregtem Geplauder der Gäste, die den geselligen Umtrunk offensichtlich sehr genossen.

Herzmassagewettbewerb im Einkaufszentrum von Meyrin
Überreichung der Einsatztaschen an die neuen Mitglieder der PICAGruppe
Die neuen Ausbilderinnen und Ausbilder – bereit, die Bevölkerung in die Erste Hilfe einzuführen

DREISSIG SEKUNDEN, UM ZU ÜBERZEUGEN

Gesunde Gemeinde* – dieses Label verpflichtet auch den Samariterverein der Gemeinde, die es trägt. Aus diesem Grund hatte eine Samariterdelegation aus Ecublens am 4. Oktober anlässlich des organisierten Tages der Gesundheit einen Stand eingerichtet. Auf dem Programm standen Workshops, Debatten, Spiele und Vorführungen verschiedener lokaler Organisationen.

TEXT und FOTOS: Chantal Lienert

Wir werden von zwei Mitgliedern des Vereins empfangen, die noch ganz am Anfang ihrer Karriere als Ersthelfer am Sanitätsposten stehen. Es handelt sich um die 16-jährige Nelly, die Rettungssanitäterin werden will, und den 18-jährigen Kylian, der in Kürze sein Medizinstudium beginnt. Zu ihnen gesellt sich die 45-jährige Noémie. Die medizinische Praxisassistentin und Mutter stiess auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Tätigkeit erst vor Kurzem zu den Samaritern. Etwas weiter be! ndet sich Cédric, der Vereinspräsident, im intensiven Austausch mit den Besuchenden. Mehrere Generationen von Samaritern nutzen den Anlass, um den Nachwuchs zu begrüssen und ein paar Worte zu wechseln.

Ein !orierender Verein

Kylian, Noémie und Nelly (v. l.), überzeugte Vertreter:innen der neuen Ersthelfer-Generation

Fatima und Cédric Buess, das tatkräftige Tandem an der Spitze des Vereins von Ecublens

von Samariter Schweiz entwickelten Kurse an; seine Ausbilderinnen und Ausbilder – momentan vier, bald fünf an der Zahl – halten durchschnittlich einen pro Monat ab. Auch lokale Unternehmen wenden sich direkt an die Samariter von Ecublens, die sich zudem beim SDIS Chamberonne (Feuerwehr) um die Ausbildung des Personals kümmern.

Der 1971 gegründete Verein von Ecublens hat sich im Zuge des Aufschwungs der Gemeinde im Lausanner Westen entwickelt, in der insbesondere die Universität und die ETH Lausanne angesiedelt sind und die rund 13 400 Einwohnende zählt. Sein Einzugsgebiet umfasst ausserdem die Gemeinden rund um Bussigny, Chavannes-près-Renens, Crissier und Saint-Sulpice mit insgesamt etwa 35 000 Einwohnenden. Der Verein ist sehr aktiv und bietet sämtliche

Ausbildung als Voraussetzung

Auch was den Sanitätsdienst angeht, ist das Auftragsbuch gut gefüllt. Der Verein garantiert bis zu 20 Einsätze pro Jahr, und Kursleiterin Fatima (die nebenbei auch Vizepräsidentin und Sekretärin ist) besteht darauf, dass Ersthelfer, die am Posten Dienst leisten, bestens ausgebildet sein müssen. «Wir haben 30 Sekunden Zeit, um zu überzeugen», erklärt sie, wenn es darum geht, Sanitätern oder anderen Gesundheitsfachpersonen zu zeigen, wie ein Samariter oder eine Samariterin einen Patienten versorgt. Das ist einer der Gründe, weshalb die 41 aktiven Mitglieder des Vereins ermutigt werden, sich an Diensten anderer Samariterorganisationen zu beteiligen und so ihre Kenntnisse zu erweitern und Erfahrungen zu sammeln. Sie werden damit gut gerüstet sein für den Sanitätsdienst beim Cap sur l'Ouest 2026, einem Slow-up von 23 km, der alle zwei Jahre von mehreren Gemeinden in der Region organisiert wird.

* Das Label Gesunde Gemeinde wurde ursprünglich von der Gesundheitsförderung Wallis entwickelt und ermöglicht die Erfassung und Aufwertung aller auf einem Gemeindegebiet bestehenden Massnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention. www.labelcommunesante.ch

Das Anbringen der Beatmungsmaske gehört zum Erlernen der CPR.

HÖCHSTNOTE FÜR DAS

ORGANISATIONSKOMITEE

Im vergangenen Jahr gingen die Sittener siegreich aus dem InterVal-Treffen in Saillon hervor («samariter» 4/24) und durften daher die diesjährige Ausgabe organisieren. Mit dem Projekt wurde eine Gruppe von jungen Leuten betraut, die sich die Aufgabe zu einer Herzensangelegenheit machte und den Tag bis ins kleinste Detail vorbereitete.

TEXT und FOTOS : Chantal Lienert

Der Tag fängt gut an. Während wohlmeinende Zeitgenossen uns von klein auf beibringen, dass «zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen» kommt, scheuen sich die Walliser mit ihrem Sinn für Gastfreundschaft nicht, das zu ändern und rufen die Teilnehmenden zum dritten InterVal-Treffen am 11. Oktober 2025 um Punkt 11 Uhr zu einem Apéro riche zusammen. «Ein voller Bauch streitet sich nicht gern», erklärt Stéphane Witschard, Präsident des Samaritervereins in Sitten. Die Vorsichtsmassnahme ist jedoch über !üssig. Das Organisationskomitee hat bei der Zusammenstellung des Tagesprogramms hervorragende Arbeit geleistet, und viele Teilnehmende brachten laut und deutlich ihre Freude an dem Anlass zum Ausdruck. Ein Trio von Kursleiterinnen in Ausbildung – bestehend aus Mélanie, 28 Jahre, Ambulanzfahrerin Stufe 3 IVR BLS-AED, Mathilde, 23 Jahre, diplomierte Krankenschwester, sowie Aline, 23 Jahre, Krankenschwester in Ausbildung – widmete sich ein Jahr lang der Planung und Vorbereitung der zehn technischen und spielerischen Posten des Parcours.

Rallye rund um die Stadt

Da an diesem Samstag bereits mehrere Veranstaltungen in Sitten geplant sind, hat man beschlossen, das Stadtzentrum zu meiden und stattdessen einen Parcours in Form einer Rallyestrecke ausserhalb der Gemeinde auszuarbeiten. An fünf ausgewählten Standorten, die mit dem Auto leicht zu erreichen sind und Parkmöglichkeiten sowie im Schlecht-

wetterfall eine Überdachung bieten, wurden zehn Posten eingerichtet für zehn konkurrierende Teams, darunter ein Kids-Team. Unter anderem dienen ein stillgelegtes ehemaliges Elektrizitätswerk, die Feuerwache sowie das Stadion Tourbillon als Kulisse für klassische Unfalldarstellungen und auch für eher ungewöhnliche Aufgaben.

Figuranten sorgen für Wahrhaftigkeit

Bei den Klassikern dürfen Herz-Lungen-Wiederbelebung, Verbrennung und Verkehrsunfall nicht fehlen. Beim Verkehrsunfall, an dem ein Motorrad und ein Auto beteiligt sind, dessen verletzter Fahrer von einer unter schwerem Schock stehenden Beifahrerin begleitet wird, ist die volle Aufmerksamkeit aller vier Teammitglieder gefordert, zumal die Figuranten ihre Rollen sehr überzeugend spielen. Ein weiterer Figurant, bei dem sich die Teilnehmenden erheblich die Köpfe zerbrechen müssen, verkörpert eine verwirrte Person. Unendlich lange Minuten – die Zeitvorgabe beträgt maximal 20 Minuten an jedem Posten – widersetzt er sich hartnäckig den Annäherungsversuchen der Ersthelfer.

Aufgaben für das Gehirn und alle Sinne

Um das Gehirn auf Touren zu bringen, haben sich die Organisatorinnen ein Quiz zu den Kenntnissen über die Samariterbewegung in der Schweiz und ein Pantomimenspiel ausgedacht, das die Fantasie der Teilnehmenden an-

Vorsichtige Helmabnahme.

Mathilde, Mélanie und Aline, das Trio, das sich die technischspielerischen Posten ausgedacht hat.

Im Kä!glabyrinth bewegt man sich nur auf allen vieren fort.

regt. An einer anderen Station stellt eine Unfallszene die Beobachtungsgabe auf die Probe. Um den roten Teil des Ampelschemas zu trainieren, müssen dort alle Elemente der vorgefundenen Situation erkannt werden, die vermutlich mit dem Ereignis in Zusammenhang stehen oder Risiken bergen. Der Garten der fünf Sinne hingegen lädt nicht nur zum Riechen oder Musikhören ein, sondern auch zu einer Sirupverkostung. Geschicklichkeitsspiele, darunter die Herstellung eines Papier ! iegers mithilfe von Pinzetten (!) und, dank der Anwesenheit einer Einsatzdisponentin SNZ 144, die Simulation eines «echten» Anrufs bei der Notrufzentrale runden den Wettbewerb ab.

Eine noch nie da gewesene Aufgabe

Eine ganz neue Prüfung " ndet innerhalb der Feuerwache statt. Hier ist ein Parcours praktisch im Dunkeln, lediglich im Licht einer kleinen roten Lampe, zu absolvieren, wobei eine Trainingsvorrichtung zum Einsatz kommt, mit der sich das Arbeiten in engen Räumen simulieren lässt. Die Installation besteht aus zwei Ebenen von übereinander liegenden Kä " gen, von denen einige durch Luken oder Schiebetüren miteinander verbunden sind. Die Teams müssen das Labyrinth durchqueren und dabei zufällig verteilte Gegenstände

Sami, das vierte Mitglied des zu Spässen aufgelegten Teams von Conthey, wird auf die Durchquerung des Labyrinths vorbereitet.

einsammeln. Erspart bleiben den Samaritern jedoch der Rauch und die Hitze, die normalerweise eingesetzt werden, wenn die Feuerwehrleute mit Atemschutz trainieren.

Geselliges Beisammensein

Der Abend verläuft in besonders gelöster Atmosphäre –insbesondere dank der Einlagen des jungen Walliser Komikers Anthony Crettex – mit Unterbrechungen für die Verleihung der Henry-Dunant-Medaillen und die Verkündung der Ergebnisse der Wettkämpfe. Die verdienstvollen Samariterinnen und Samariter bekommen die Medaille aus den Händen der Abgeordneten Alexia Héritier, Präsidentin der Kommission für Gesundheit, Sozialwesen und Integration des Kantons Wallis, und von Stéphane Witschard, Präsident ad interim der Samariter des französischsprachigen Wallis. Bei der Siegerehrung standen die Teams von Saint-Moss (Saint-Maurice), von Nendaz und die Dribala Dérupe von Les Grands Rocs auf dem dritten, auf dem zweiten respektive auf dem ersten Podestplatz. Das nächste InterVal-Treffen wird per Losentscheid vom Verein Conthey ausgerichtet, der bereits angekündigt hat, dass das Treffen Ende August 2026 statt " nden soll.

Die am Anlass mit Medaillen geehrten Mitglieder, "ankiert von Stéphane Witschard und Alexia Héritier; von links nach rechts: Ilan Lips-Garcia, Louis Claivaz und Nadine Rossini, Nendaz; Liam Varone, Conthey; Carine Coppey, Sitten.

DER VEREIN VON LAVIZZARA FEIERT SEINEN 50.STEN

Am 23. August fand in Lavizzara eine grosse Feier statt, um das 50-jährige Bestehen des Samaritervereins von Lavizzara im oberen Maggiatal zu feiern. An der Veranstaltung mit einem reichhaltigen Mittagessen und vielen Gästen nahmen über 150 Personen teil.

TEXT: Mara Zanetti Maestrani

FOTOS: zVg

Gruppenfoto der Vereinsmitglieder in ihrer schönen Uniform

Das Festtreffen im Maggiatal war eine angenehme Gelegenheit, sich auszutauschen und Erinnerungen und Anekdoten aus der Vergangenheit au !eben zu lassen. In den Festreden wurden unter anderem die ersten Vorstandsmitglieder erwähnt, darunter Elena Montemari, die erste Präsidentin, sowie Armando Donati und Matteo Foresti, begleitet vom ersten Ausbilder Gianni Maddalena. Armando und Gianni waren bei der Feier anwesend. Zweifellos war das 50-Jahr-Jubiläum der Sektion für sie ein sehr emotionaler Moment, reich an Erinnerungen und vielleicht auch mit ein wenig Nostalgie mit Blick auf die vielen vergangenen Jahre und die Veränderungen ...

Vor dem reichhaltigen Apéro gab es die üblichen Reden, darunter die der aktuellen Präsidentin Sheila Inselmini und des Präsidenten des Kantonalverbandes Tessin und Moesano (ASSTM) Fabio Poncioni, neues Mitglied des Zentralkomitees von Samariter Schweiz. Anwesend waren auch der Gebietsleiter der ASSTM, Luca Bianda, und, wie erwähnt, der erste Ausbilder Gianni Maddalena sowie die Gemeindepräsidentin von Lavizzara, Valentina Anzini.

Ein dynamischer Verein

Der Verein Lavizzara zählt derzeit zwölf Mitglieder und ist somit eine kleine, aber sehr aktive Sektion. Sie beteiligt sich an zahlreichen medizinischen Bereitschaftsdiensten bei Ver anstaltungen im Tal, darunter viele Sportveranstaltungen. Im ver -

gangenen Jahr (2024/2025) hat die Sektion nach der tragischen Überschwemmung im Juni 2024, die die Eisbahn und die dazugehörigen Sport- und Beherbergungsanlagen vollständig zerstört hat, aktiv mit der Gemeinde Ascona und ihrer Eisbahn zusammengearbeitet, um während der Eishockeyspiele der Mannschaft aus dem Maggiatal Sanitätsposten zu stellen. Darüber hinaus werden die Samariter:innen sofort nach einer Meldung aktiv, um älteren Menschen in Notfällen zu helfen. Speziell für die ältere Bevölkerung organisiert der Verein jedes Jahr in der Weihnachtszeit ein gemeinsames Mittagessen, das immer sehr geschätzt und rege besucht wird. Zweimal im Jahr " ndet zur Prävention für die Bevölkerung der Blutdruck- und Blutzuckertag statt. Die Rolle einer kleinen, aber sehr präsenten Samariterabteilung in einem abgelegenen Alpental ist daher auch von grosser sozialer Bedeutung.

Die schöne Torte, speziell für den Jahrestag zubereitet.

La Lavizzara

Das Lavizzaratal ist das parallel zum Bavonatal verlaufende Seitental am oberen Ende des Maggiatals. Es hat etwa 600 Einwohner, und der Hauptort Prato-Sornico (mit fünf Ortsteilen) liegt auf knapp 800 Metern Höhe.

70 JAHRE SAMARITER IM TESSIN UND IM MOESANO

Es war eine grossartige Feier am 19. Oktober in der Raiffeisen Alpine Lounge in San Bernardino, nur wenige Schritte vom Sportzentrum des bekannten Ferienortes im italienischsprachigen Graubünden entfernt. Dort feierte nämlich die Associazione Sezioni Samaritane Ticino e Moesano (ASSTM) ihr glanzvolles 70-Jahr-Jubiläum mit über 100 Samariterinnen und Samaritern aus allen Teilen des Kantons und des Moesano, die stellvertretend für die aktuell 37 Samaritervereine angereist waren. An der Feier, die vom Präsidenten der ASSTM, Fabio Poncioni, eröffnet wurde, nahmen auch Ursina Pally Hofmann, die neue Vizepräsidentin des Zentralvorstands von Samariter Schweiz und Co-Direktorin des Schweizerischen Roten Kreuzes im

Kanton Solothurn, sowie Christian Vigne, Direktor des regionalen Fremdenverkehrsamtes Moesano, teil. Letzterer überbrachte in seiner kurzen Ansprache auch die Grüsse der örtlichen politischen Mandatsträger. Die neue Vizepräsidentin dankte ihrerseits für die Einladung, gratulierte zum 70-jährigen Bestehen und unterstrich die Bedeutung der Samariterbewegung, die vom hohen Mass an Freiwilligenarbeit und von der Leidenschaft jeder einzelnen Samariterin und jedes einzelnen Samariters lebt. Für Unterhaltung sorgten ferner die Musik und der Überraschungsauftritt des aus Bellinzona stammenden Künstlers Lorenzo Manetti, der es verstand, die Anwesenden zu faszinieren mit einer Geschichte in Form von Sandzeichnungen, die auf eine grosse Leinwand projiziert wurden. Geehrt wurden an diesem Anlass ausserdem Luca und Carla Bianda für ihr langjähriges Engagement bei den Samaritern, insbesondere in der technischen und der Kaderkommission, sowie Renato Lampert, Ehrenmitglied und langjähriges Mitglied und Vizepräsident des Zentralvorstands.

Ein umfassender Artikel zum 70-jährigen Bestehen der ASSTM wird in der Ausgabe 1/2026 erscheinen.

Fabio Poncioni begrüsste alle Anwesenden und betonte unter anderem die Bedeutung der Arbeit der Samariter:innen für die gesamte Gesellschaft.

EINSATZKRÄFTE TRAINIEREN FÜR DEN ERNSTFALL

Ende August fand auf der Rigi-Südseite eine gross angelegte Verbundübung statt, bei der insgesamt 45 Einsatzkräfte aus verschiedenen Organisationen ihr Können unter Beweis stellten.

TEXT: Samariter Seegemeinden, FOTOS: Simona D’Arcangelo

Unter der Leitung von Lukas Kryenbühl und Mauro Wol!sberg wurde ein realitätsnahes Szenario durchgespielt, das die Teilnehmenden vor komplexe Herausforderungen stellte.

Fiktive Ausgangslage:

Gewitter überrascht Wandergruppe

Das lang anhaltend heisse Wetter der Sommermonate hatte die Gewitterneigung in der Region stark erhöht. Am Übungstag wurden in Weggis um 15.15 Uhr rekordverdächtige 36,5 °C gemessen. Gegen 18.38 Uhr zog ein schweres Gewitter vom Bürgenstock- Massiv über die RigiSüdseite. Zur selben Zeit befand sich die Theatergruppe Luzern beim Chänzeli zu einem Grillplausch und wurde vom Unwetter überrascht. Um 18.41 Uhr ging bei der Luzerner Polizei die Meldung ein, dass sich rund 12 bis 15 verletzte Personen im Gebiet Chänzeli, Rigi Kaltbad und Rigiweg Richtung Romiti aufhalten würden. Da die Regionalübung II zeitgleich stattfand, wurde die Gelegenheit genutzt, das Szenario als realitätsnahe Einsatzübung umzusetzen.

Folgende Organisationen waren aktiv beteiligt: Samariter Seegemeinden, Feuerwehrsanität der Seegemeinden, Zug Rigi Feuerwehr der Seegemeinden, Samariter Bezirk Küssnacht am Rigi, SEE -Bezirk Küssnacht am Rigi, Rettungsdienst Bezirk Küssnacht am Rigi.

Die Übung verfolgte vier zentrale Ausbildungsziele: selbstständige Organisation bei einem Massenanfall von Verletzten, Anwendung verschiedener Bergungstechniken im Gelände, Aufbau und Betrieb einer Patientensammelstelle beim Areal Werkhof Rigi Kaltbad, Erkennung und priorisierte Behandlung unterschiedlicher Verletzungsmuster.

Ablauf und Herausforderungen

Aufgrund der Wetterlage waren keine Helikopter #üge möglich – die Rettung musste vollständig über die Rigi -Bahn nach Vitznau erfolgen. Die Einsatzkräfte organisierten sich rasch, versorgten die Verletzten vor Ort und transportierten sie über anspruchsvolles Gelände zur Patientensammelstelle. Die Zusammenarbeit zwischen den Formationen verlief reibungslos und ef ! zient gemäss Patrick Knöpfel, Verantwortlicher Partnerorganisationen beim Rettungsdienst Bezirk Küssnacht am Rigi. Auch Übungsleiter Lukas Kryenbühl zeigte sich zufrieden: «Die Übung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist. Unsere Einsatzkräfte haben unter realistischen Bedingungen hervorragend agiert.» Und Peter Dahinden, Feuerwehrkommandant der Seegemeinden, fügt hinzu: «Die Verbundübung auf Rigi Kaltbad war ein voller Erfolg, und er stärkt die Einsatzbereitschaft der regionalen Rettungsorganisationen für zukünftige Ernstfälle.»

Kurzrapport der Einsatzleitung mit dem Übungsleiter.

Au!ad eines Patienten ins Transportfahrzeug der Feuerwehr.

SANITÄTSDIENST AN DER WEGA IM THURGAU

Auch in diesem Jahr war der Samariterverein Weinfelden mit einem engagierten Team an der Thurgauer Messe –WEGA im Einsatz. Während der fünf Messetage leisteten rund 30 Samariterinnen und Samariter an zwei Standorten insgesamt über 350 Einsatzstunden. Mit bis zu zehn Helfenden gleichzeitig vor Ort sorgte das Team für die medizinische Betreuung der Besucherinnen und Besucher. Dank guter Vorbereitung, Teamgeist und hoher Einsatzbereitschaft konnte der Sanitätsdienst reibungslos durchgeführt werden. Der Samariterverein Weinfelden bedankt sich herzlich bei allen Beteiligten für ihren grossen Einsatz und blickt auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Delta Group AG, der Kantonspolizei Thurgau, der Transportpolizei, der Securitas sowie dem Messe - OK zurück.

GEMEINSAM STARK

Acht Samaritervereine aus dem Zürcher Oberland haben sich gemeinsam an der Züri Oberland Mäss (ZOM) vorgestellt. Mit dabei waren folgende Vereine: Bubikon-Wolfhausen, Dürnten-Wald, Hombrechtikon, Grüningen, Gossau, Hinwil, Pfäf ! kon (ZH) sowie Wetzikon- Seegräben. «Es war ein tolles Miteinander. Jeder Verein hat für den anderen geschaut», meint Heinz Meli, Präsident des Samaritervereins Wetzikon- Seegräben. Am Stand wurden Herzmassagen vorgeführt, Erste -Hilfe - Artikel und Angebote für Kurse verkauft, und es gab einen Wettbewerb für Alt und Jung, bei dem es täglich einen Kurs bei einem der Samaritervereine zu gewinnen gab. Total sind über 1400 Wettbewerbszettel eingegangen. Einzelne Vereine konnten sogar gute Gespräche mit potenziellen Mitgliedern führen. Ein voller Erfolg! Nebst dem Auftritt haben die Samariter selbstverständlich auch den Sanitätsdienst des Anlasses abgedeckt.

30 JAHRE EINSATZ ALS SAMARITERLEHRERIN

Am 5. Oktober fand in Hasliberg ein feierlicher Anlass zu Ehren von Christina Heimann statt. Sie blickt auf beeindruckende 30 Jahre als engagierte Samariterlehrerin zurück. Dank ihr sind unzählige Menschen in der Region in Erster Hilfe ausgebildet worden. Zahlreiche Samaritervereine aus der Region sowie Vertreter aus der Gemeinde und der Feuerwehr fanden sich ein, um ihren langjährigen Einsatz in der Ausbildung und Betreuung von Samariter:innen zu ehren. In einer würdigen Feier wurden Christina Heimann Geschenke und Medaillen überreicht – als Zeichen der grossen Wertschätzung für ihre unermüdliche Arbeit und ihr grosses Herz. Im Anschluss an den of ! ziellen Teil wurde bei Kaffee und Kuchen auch im Beisein ihrer Familie weitergefeiert, Erinnerungen geteilt und auf viele schöne gemeinsame Momente zurückgeblickt. Wir gratulieren Christina Heimann zum besonderen Jubiläum und danken ihr für ihr grosses Engagement! Samariterverein Hasliberg

Gemeinsamer Stand der Zürcher Oberländer an der ZOM.
Erfolgreicher Einsatz für den Sanitätsdienst an der WEGA 2025.
Christina Heimann (stehend rechts) wurde für ihr 30-jähriges Engagement zugunsten der Samariterausbildung geehrt.

SCHWEDENRÄTSEL

SUDOKU

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Das Lösungswort aus «samariter» 3/2025 lautet:

GROSSANLAESSE

Zwei Übernachtungen in der Classy Junior Suite des 4-Sterne-Superior-Hotels Mona in Montreux gewonnen hat: Marije van Weelden, Tolochenaz.

Unfälle auf der Piste

Jedes Jahr verletzen sich über 61 000 Wintersportlerinnen und Wintersportler auf Schweizer Skipisten. In rund ein bis zwei Prozent der Fälle braucht es den Rettungshelikopter der Rega. Wer im Ernstfall alarmiert werden sollte und wie Sie als Ersthelferin oder Ersthelfer richtig reagieren, lesen Sie in diesem Artikel.

TEXT und FOTOS: Rega

Der Rettungshelikopter der Rega bringt Verletzte schnell und schonend ins Spital.

Die Rega wird zwischen 1600- bis 2100-mal pro Jahr für verunfallte Wintersportler:innen aufgeboten. Aufgrund der unterschiedlichen Wetter- und Schneeverhältnisse schwankt die Zahl der Helikoptereinsätze für verunfallte Wintersportler:innen von Saison zu Saison. Sind Wetter und Schneebedingungen gut, zieht es viele Ski- und Snowboardfahrende in die Berge. Das führt entsprechend zu mehr Unfällen. Der Rega-Helikopter kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein rascher und vor allem schonender Transport in ein Spital notwendig ist – zum Beispiel bei Verletzungen des Kopfes oder des Rückens. Auch Patient:innen mit schweren Knochenbrüchen und Verletzungen der Gelenke werden, wann immer möglich, mit dem Helikopter transportiert. Dabei steht allerdings nicht der Komfort im Vordergrund. Vielmehr geht es darum, schwerwiegende Komplikationen und entsprechende Spätfolgen durch einen möglichst schnellen Transport zu verhindern.

Egal, ob Pistenretter oder Rega –Hauptsache, Pro!s werden alarmiert

Mit dem Schlitten ins Tal oder mit der Rega direkt ins Spital? In der Regel liegt diese Entscheidung bei den Pistenretter:innen des jeweiligen Skigebiets. Die Pistenpatrouilleure sind im Umgang mit medizinischen Notfällen

ausgebildet, kennen die Örtlichkeiten und sind in der Zusammenarbeit mit den Rega-Crews geschult – wissen also um die Möglichkeiten und Grenzen des Rettungshelikopters. Grundsätzlich kann jede Person die Rega direkt über die Notrufnummer 1414 oder die Rega-App alarmieren. Bei den meisten Unfällen auf Skipisten ist es jedoch sinnvoll, zuerst den lokalen Pistenrettungsdienst zu verständigen – sie sind schnell vor Ort und können die Situation einschätzen. Eine direkte Alarmierung der Rega emp!ehlt sich vor allem dann, wenn es besonders eilt: zum Beispiel bei Lawinenunfällen oder bei akuten medizinischen Notfällen wie einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall. In solchen Fällen zählt jede Minute. Wen Sie im Notfall zu Hilfe rufen, ist also auch immer eine Frage der Einschätzung der Situation. Doch keine Angst: Eine «falsche» Alarmierung gibt es nicht. Egal, ob Pistenrettungsdienst oder Rega – in beiden Fällen stehen Ihnen im Ernstfall Pro! s zur Seite, die bestens darin geschult sind, das richtige Rettungsmittel an den Einsatzort zu entsenden.

Wir wünschen Ihnen eine unfallfreie Wintersportsaison mit viel Sonne und besten Schneeverhältnissen.

SO KÖNNEN SIE HELFEN

1. Absichern der Unfallstelle: In genügendem Abstand zur Unfallstelle Skier gekreuzt einstecken und eine Person zur Warnung postieren.

2. Erste Hilfe: Allgemeinzustand der verletzten Person erfassen und für eine korrekte Lagerung, Wundversorgung und einen guten Kälteschutz sorgen.

3. Alarmierung des lokalen Pistenrettungsdienstes oder der Rega: Beschreiben Sie Ort und Zeit des Unfalls, Anzahl Verletzte und Art der Verletzungen. Bei lebensbedrohlichen Situationen und Lawinen: Direktalarmierung der Rega über die Alarmnummer 1414 oder über die Rega-App.

Nach Kollisionen: Sachverhalt festhalten, Personalien von Beteiligten und Zeugen aufnehmen, Ort, Zeit und Hergang der Kollision notieren und dabei besonders Gelände-, Schnee- und Sichtverhältnisse berücksichtigen.

Kontakt

Redaktion «samariter», Postfach, 4601 Olten redaktion@samariter.ch

Ihre Leserbriefe senden Sie am besten per E-Mail oder per Post an die Adresse der Redaktion.

Persönlich. Strategisch. Für Verbände gemacht.

Wir sind die stärkste Dienstleisterin in der Schweiz für Verbandskommunikation und -marketing.

DIE NÄCHSTEN AUSGABEN

Ausgabe-Nr. Redaktions schluss Erscheinungs datum 1/2026 16.12.2025 18.02.2026 2/2026 31.03.2026 03.06.2026

Kurse für Samariter*innen

First Aid Stufe 3 IVR Refresher, Schwerpunkt geriatrische Notfallsituationen inkl. BLS-AED-SRC Komplett 5. März 2026

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