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Almanach der Bibliomanie Herausgegeben von Gina Bucher Beat Mazenauer

HERBST 2012

Mit Gesamtverzeichnis

salis

Daniel Mezger Land spielen: »Mehr kann man von Literatur nicht erwarten. Mehr kann Literatur nicht.«* Nadja Zimmermann Unser Menü eins: 50 junge Familien und was sie kochen, wenn es schnell gehen muss Beat Mazenauer & Gina Bucher (Hg.) Lieber barfuß als ohne Buch – Almanach der Bibliomanie Sowie die zweite Auflage des Bestsellers »Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz«, Gion Mathias Cavelty und Chrigel Farner mit »Nemorino und das Bündel des Narren«, Oliver Demont mit »Männer kaufen« und Erica Matiles Dauerbrenner »Vom Fleck weg« als Taschenbuch. www.salisverlag.com


DANIEL MEZGER LAND SPIELEN

LESEPROBE

W

ir spielen Land. Sind hierhergezogen in dieses Haus, das eigentlich zu alt ist, um ernst genommen zu werden, wir reißen die alten Böden raus, ohne Geld für neue zu haben, es kommen Spanplatten rein, Spannteppiche drauf. Auf dem Dachboden stehen Flaschen vom Vor-Vorbewohner, wir bringen sie zur Glassammelstelle, die Dorfbewohner schauen uns zu dabei: »Noch nicht mal angekommen und schon solche Feiern?« Wir grüßen freundlich zurück und machen uns wieder an die Arbeit, der Schreiner vom Dorf freut sich, als wir Bretter bestellen, Holztäfelung für viereinhalb Zimmer inklusive Zimmerdecken. Wenig Holz, weil die Räume klein sind. Aber viel Arbeit für einen Schreiner, denkt der Schreiner, doch der Schreiner freut sich nicht mehr, als wir das Holz ins Auto, das einem Freund gehört und das wir nur geliehen haben, stapeln, als er bar ausbezahlt wird, weil wir die Arbeit selbst machen. Wir hämmern tagelang im Erdgeschoss herum und taufen den Raum Wohnzimmer, wir hämmern nächtelang in den oberen Kammern, bis sie Schlafzimmer heißen dürfen, bis jeder von uns seine Luftmatratze auf dem eigenen Spannteppich im eigenen Zimmer aufblasen kann. Betten kommen noch, Geduld, erst gibt es noch Löcher im Flur zu stopfen, gemeine Fallen und Direktzugänge zum Keller zu verschließen – gewisse von uns sind noch klein, fallen durch Ritzen, über die andere spielend hinweggehen. Linoleumrollen werden aus dem Auto geladen, werden in die Flure, in die Küche, ins Badezimmer gelegt, ausgerollt, festgeklebt. Vor dem Haus stapeln sich kaputte Stühle, morsche Dielenbretter, ein halber Tisch und ein schimmelnder Kühlschrank. Für die Treppe holen wir doch den Schreiner, er ist freundlich, er schaut diskret, schaut sich um und lehnt den Kaffee ab, den wir ihm anbieten. In seinen Pausen fährt er ins Dorf, oder bleibt und tauscht stumme Blicke aus mit dem Bauer, der hier nebenan täglich die gemähte Wiese mäht, der mit dem Traktor herumfährt und schaut, wie alles gedeiht, sein Land, unser Leben. Also setzen wir Grenzen. Daniel Mezger (*1978), aufgewachsen in den Glarner Bergen. Er absolvierte eine Schauspielausbildung an der Berner Hochschule für Musik und Theater. Ab 2001 mehrere Jahre am Jungen Theater Göttingen engagiert. Seit 2004 arbeitet er als freier Autor, Musiker und Schauspieler in Zürich. Von 2006 bis 2009 studierte er am Schweizerischen Literaturin­stitut in Biel, unter anderem mit Dorothee Elmiger und Simon Froehling. Daniel Mezger ist Sänger bei A Bang And A Whimper. Bekannt ist er derzeit vor allem als Dramatiker, seine Stücke wurden zu diversen Stückemärkten und Festivals eingeladen und in Deutschland und der Schweiz aufgeführt. 2007 erhielt er von Theater heute eine No­minierung zum Nachwuchsdramatiker des Jahres, »Findlinge« gewann 2010 den Preis für das Schreiben von Theaterstücken der Schweiz­erischen Autoren­gesellschaft. Sein neustes Stück »Balkanmusik« hatte am Staatstheater Mainz Premiere, wurde zu den Berliner Autorentheatertagen eingeladen und in Bern und Zürich nachgespielt. Mit einem Auszug aus »Land spielen« wurde er 2010 zum Wettlesen um den Bachmannpreis eingeladen. www.danielmezger.ch Foto: Alexander Gheorghiu


DANIEL MEZGER LAND SPIELEN

BELLETRISTIK / ROMAN

Eine junge Familie – zwei Erwachsene, drei Kinder – zieht aufs Land. Ausgelaugt vom intensiven Stadtleben erhoffen sich die Erwachsenen einen Neubeginn, auch für die etwas in Schieflage geratene Beziehung. Sie richten sich ihr bescheidenes Haus her, alle fünf versuchen im kleinen Dorf Anschluss zu finden. Aber sie können nicht fliehen, nicht vor sich selbst, nicht vor der Fremdheit, ihrer eigenen und derjenigen der Dorfbewohner. Der junge Dramatiker Daniel Mezger (»Balkanmusik«, »Findlinge«) präsentiert mit »Land spielen« ein virtuoses Romandebüt, das bereits im Sommer 2010 in Klagenfurt Aufsehen erregte. Coverentwurf unter Verwendung eines Fotos von Martin Guggisberg

Im kleinen Haus, zuhinterst im Tal und weg vom Dorf, sucht die Familie ein neues Zuhause, ein neues Leben. Zunächst sind sie beschäftigt mit der Sanierung des Hauses, doch bald folgt der Wunsch nach sozialer Anbindung in der Dorfgemeinschaft. Die Kinder werden von den Mitschülern nicht akzeptiert und auch die Erwachsenen realisieren bald, dass es mit einem Besuch in der Dorfkneipe nicht getan ist. Ein wirklicher sozialer Kontakt entwickelt sich nur zu den beiden anderen Zugezogenen, dem Dorflehrer und seiner psychisch labilen Frau. Besonders gut scheinen sich ebendiese und der Familienvater zu mögen. Ausgelöst durch diese Spannung und durch die aufkeimende Freundschaft des ältesten Sohnes mit dem Försterjungen brechen alte und neue, innere und äußere Konflikte auf. Die Konstellationen kommen in Bewegung, plötzlich ist alles offen, alles möglich, nach oben, nach unten. Daniel Mezger gelingt es mit »Land spielen« sprachlich und formal grandios, diese Geschichte von der Suche nach dem Glück, von innerer und äußerer Fremdheit, modernem Zusammenleben und der Migration im Kleinen zu erzählen. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung* stand anlässlich Mezgers Klagenfurter Lesung aus »Land spielen«: »… man könnte hier die Sprache und – endlich – Die Große Literatur einsetzen. Wirkliche, persönliche, ganz unmittelbare Themen werden plötzlich verhandelt, ein berührender, direkter Einstich ins wahre, echte Leben.«

»Über aller Logik, aller Schönheit: direkt ins Herz, ins Jetzt. Mehr kann man von Literatur nicht erwarten. Mehr kann Literatur nicht.« Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung* 8-seitige Leseproben und A3-Plakate Lesungen mit Daniel Mezger

ERSCHEINT AM 27. AUGUST

Gebunden ca. 320 Seiten 12.5 x 19 cm € (D) 24.95 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-71-2 E-Book über www.bookwire.de ePub / Mobi (für Apple, Kindle, Android) € (D) 15.99 / CHF 19.90 / € (A) 16.45 ISBN 978-3-905801-72-9

* Airen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.6.2010. © Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv.


NADJA ZIMMERMANN UNSER MENÜ EINS 50 junge Familien und was sie kochen, wenn es schnell gehen muss LAYOUT

Nadja Zimmermann (*1976). Fünf Jahre lang präsentierte Nadja Zimmermann das People-Magazin »glanz & gloria« im Schweizer Fernsehen. Anschließend produzierte sie die trimediale Charity-Woche »Jeder Rappen zählt« (Schweizer Fernsehen, Radio DRS3 & Glückskette) sowie 2011 »SF Fernweh – Souvenirs«. 2012 übernahm sie die Projektleitung für die TV-Sendung »Virus« auf SFzwei.

www.nadjazimmermann.ch Foto: Daniela Fricke


NADJA ZIMMERMANN UNSER MENÜ EINS 50 junge Familien und was sie kochen, wenn es schnell gehen muss SACHBUCH / KOCHBUCH

Nadja Zimmermann, bekannt als Moderatorin beim Schweizer Fernsehen und zweifache Mutter, widmet sich in ihrem Koch- und Porträtbuch der Frage, was junge Familien mit zwei viel beschäftigten Eltern kochen, wenn es gut sein soll und schnell gehen muss. Für »Unser Menü eins« hat sie fünfzig Familien in den Kochtopf geschaut. Das Resultat ist ein einzigartiges Kochbuch mit hohem Gebrauchs- und Unterhaltungswert. Liebevoll gestaltet wurde es von Cécile Graf, die bereits Erica Matiles »Vom Fleck weg« und »Hautsache wohl« zu Hinguckern machte. Junge Familien, beide Eltern viel beschäftigt, ein, zwei, drei kleine Kinder. Es fehlt an Zeit, um aufwendige Menüs zu kochen, aber nicht an der Lust, gut zu essen. Nadja Zimmermann ist selbst in dieser Situation und widmet sich mit ihrem Buch »Unser Menü eins« genau diesem Thema.

Fünfzig leckere, schnelle Rezepte Fünfzig Familienporträts Übersichtlicher Serviceteil 8-seitige Leseproben und A3-Plakate Veranstaltungen mit Nadja Zimmermann

Sie hat fünfzig Familien besucht, ihnen beim Kochen ihres Menü eins zugeschaut, mit ihnen geredet und sie fotografiert. Neben den tollen Rezepten, die im Serviceteil am Schluss, thematisch und alphabetisch übersichtlich sortiert, nochmals aufgeführt werden, bietet das Buch charmante und informative Einblicke in das Familienleben und ist somit nicht nur Koch-, ERSCHEINT AM 27. AUGUST sondern auch schön gestaltetes Familienbuch und ein ideales Geschenk. Zu den fünfzig porträtierten Familien gehören neben Menschen wie Du und Ich auch Schweizer Prominente wie Mona Vetsch, Regula Späni, Claudio Zuccolini, Bänz Friedli, Susanne Kunz oder Tim Wielandt.

Gebunden ca. 240 Seiten, durchgehend vierfarbig ca. 16 x 22 cm € (D) 24.95 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-73-6 E-Book über www.bookwire.de ePub (für Apple) € (D) 15.99 / CHF 19.90 / € (A) 16.45 ISBN 978-3-905801-74-3


GINA BUCHER & BEAT MAZENAUER (HG.) LIEBER BARFUSS ALS OHNE BUCH ALMANACH DER BIBLIOMANIE LAYOUT

Über das Lesende Publikum — Neurobiologie des Lesens Häuser und Büchersucht — Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk — Zitiat Peter Bichsel

Neurobiologie des Lesens — Unstillbare Neugier — Über das lesende Publikum

Neurobiologie des Lesens Beat Mazenauer — Lesen ist eine einfache Sache und zugleich ein höchst komplexer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können die einzelnen Buchstaben und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung im linken Hirnlappen, wo

die Analyse der visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein eigentliches Sprachareal im Gehirn. Verschiedenste Zentren mit unterschiedlichen Funktionen, in den beiden Hirnhälften, sind beim Lesevorgang aktiv beteiligt. Als Teilkompetenzen sind zu unterscheiden: die lexikalische (das Wortwissen), die seman-tische (das Bedeutungswissen), die syntaktische (gramtisches Wissen), die sprachlautliche (Kenntnis der Ausspracheregeln gerade auch beim Lesen!), die prosodische (die Sachmelodie betreffend) sowie die orthogra-

phische Kompetenz. Hinzu komme kommen die gespeicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensprozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshemisphärisch Störugen. In diesem Zentrum können dazu führen, dass davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, ohne Subtext und Ironie verstehen. Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unter-

schiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informationsverarbeitung auf. ––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239

Unstillbare Neugier Irgendwo habe ich einmal die anrührende Geschichte eines Mannes gelesen, der von den Schreckensherrschern der Französischen Revolution zum Tode verurteilt worden war, nichtsdestotrotz auf dem Weg zum Schafott ein Buch las und, bevor er zur Guillotine hinaufstief, die Seite einmerkte, bis zu der er in seiner Lektüre gelangt war.“ Jean Bonnet —

_____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten, 37

Über das lesende Publikum Jorge Luis Borges — In Teutschland wurde nie mehr gelesen, als jezt. Allein der grösste Theil der Leser verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte an einen Müssiggang, den man nur mit der grössten Anstrengung wieder austilgen kann. Man sagt, man vertreibe sich die Zeit mit Lesen, allein was sind die Folgen einer solchen Lektüre? Da man bloss solche Werte auswählt, die nicht viel Nachdenken erfodern, und die voll Unwahrscheinlichkeiten, Unnatur, und geist- und geschmacklos sind, so entwöhnt man sich den Naturgesezzen, man erstickt ihre Stimme, und wird eine Beute zahlloser Verirrungen und Vergehungen, weil sich ke-

ine innere Warnung mehr hören lässt. Man macht Forderungen an die Menschen, die diese nicht befriedigen dürfen, man verlangt eine Huldigung von ihnen, die sie uns nicht, ohne sich zu erniedrigen, erzeigen können; man wünscht sich eine Lage, nach welcher zu streben uns das Sittengesetz verbietet; man tödtet alle Lust zur Selbstthätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe zur Freiheit. Man wird launisch, verdriesslich, anmassend, unduldsam. Man wird für jeden Eindruck ausserordentlich reizbar, ohne mit Kraft aus dem Innern auf denselben zurück zu wirken: unser Geist wird kränklich, und seine Saiten werden verstimmt, nichts, was einfach und natürlich ist, gefällt uns, das alltägliche Leben wird uns zur Pein. Die Folgen einer solchen geschmack- und gedankenlosen Lektüre sind also unsinnige

Beat Mazenauer —

Lesen ist eine einfache Sa-

man erstickt ihre Stimme, und che und zugleich ein höchst komplexer Vordie verschiedensten Gehirnfunkwird eine Beute zahlloser Verir- gang,Imder sphärisch. Störungen in diesem Zentrum ist die centrationen mit einbezieht undFovea aktiviert. Darin Neurobiologie des Lesens rungenZentrum und Vergehungen, weil dass können dazu führen, in der die dass Sinneszellen sehrLeliegtlis, es begründet, mannigfache keine Betroffene innere Warnung Beat Mazenauer — Lesen ist eine sich ein- davon nur mehr wortdicht angeordnet sind. Sie ist sestörungen vorkommen können. An bereiner hören lässt. macht fache Sache und zugleich mehr ein wörtlich, ohne Man Subtext und Ironie sonders leistungsfähig, Alexie Leidende beispielsweisezugleich sehen die höchst komplexer Vorgang, derwelcher die verstehen. aberdoch träge, wogegen Periph-Buzu streben uns das Sit- Schrift, sie können diedie einzelnen verschiedensten Gehirnfunktionen erie der ehermit verschwomundNetzhaut Wörter nur Mühe erfastengesetz verbietet; man Selb- chstaben mit einbezieht und aktiviert. Darin liefert. dieser Dem Bilder zugrunde liegtAnalog eine Verletzung stthätigkeit, und zu Arbeiten, Die hemisphärische Dominanz sen. mene liegt es begründet, dass mannigZweiteilung ist daswo Auge zweider im linken Hirnlappen, die über Analyse und alle Liebe zur Freiheit.

sprachen unterschiedlich.

Sowie die orthographische Kompetenz. Hinzu kommen die gespeicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensprozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshemi-

Wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozes-ses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung auf. Lesen ist eine einfache Sache und zugleich ein höchst komple-xer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können die einzelnen Buchstaben und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der visuellen Inputs geschieht. 3. die syntaktische (gramtisches Wissen), 4. die sprachlautliche (Kenntnis der Ausspracheregeln – gerade auch beim Lesen!), die prosodische (die Sprachmelodie betreffend) sowie die orthographische Kompetenz. Hinzu komme kommen die ge-speicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensmtheit, will es gelingen, verbindet zellulären Bahn unterdrückt, das prozess zur Verfügung stellen. Vimehrere neuronale Systeme mit- heisst die P-Zellen nehmen das suelle Informationen werden in der einander: es setzt sich zusammen neue Bild auf, obgleich das alte Zitat linken Hirnhälfte verarbeitet, das aus Reizaufnahme (Wahrnehm- noch nicht abgeklungen ist. Es Kontext-Verstehen ist rechtshung),Peter Bearbeitung (Lernen, Asso- bedarf also beider Zelltypen für Bichsel — «Lesesucht nennt man das – nicht ohne Buemisphärisch Störugen. In diesem ziation, Gedächtnis), Bewertung dieses Wechselspiel. Hier kommt Zentrum können dazu führen, dass chstaben vor den AkAugen zu Organisation können: auf (Emotionen) und willentlicher auch leben die zeitliche ins einer davon Betroffene nur mehr worttion Toilette (Motorik, Absichten). Insbe- ohne Spiel. Lesen bedeutetverloren stets lauteszu sein zum Beispiel Lesestoff wörtlich, ohne Subtext und Ironie sondere Reizaufnahme ist da-Gebrauchsanweisungen Lesen, auch wenn es längst verinunddiedann sämtliche von Was- verstehen.Die hemisphärische bei von interessanter Komplexität. nerlicht ist. Dieses Verinnerlichen chmitteln zu lesen, nuristumzentral Buchstaben vor den Augen Dominanz ist bei Schriftsprachen Das Hirn kennt ein zeitliche Organbeim Lesen-Lernen. unterschiedlich. Die alphabetische isation, die wesentlich die Werte Tests mit akustischen Klickreizen zu haben, und irgendwie wird die Gebrauchsanweisung Sprache, wie wir sie kennen, ist 30 Millisekunden und 3 Sekunden ergeben beim Menschen (zwischzur Geschichte, zur Erzählung.» linkshemisphärisch, weshalb Das umfasst. Sie sind fundamental für en 20 bis 30) einen Grenzwert von –––––––––––––––––– zweite Strukturintervall bebeträgt Aus Kolumnen, 460 Wahrnehmung und Verarbeitung 30 ms, der erlaubt, zwei Signale

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cirka nur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung auf. betische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall beträgt cirka nur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Ironie verstehen.Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb. Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht

für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. trägt cirka bur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informationsverarbeitung auf. betische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb. Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses eine Gliederung. –––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239

Die alphabetische Sprache

fache Lesestörungen vorkommen Ist bei Schriftsprachen unterunterschiedliche Leitungsbahnen visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein _____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten, können. An reiner Alexie Leidende schiedlich. Die 37 alphabetische mit den Verarbeitungszentren ver-Vereigentliches Sprach-areal im Gehirn. beispielsweise sehen die Schrift, Sprache, wie wir sie kennen, ist bunden. Zentren Eine magnozelluläre Bahn schiedenste mit unterschiedlichen doch sie können die einzelnen linkshemisphärisch, weshalb wir verarbeitet schnell ist daher Funktionen, in den beidenund Hirnhäl-ften, sind beimprädestiniert Lesevorgang aktiv beteiligt. Buchstaben und Wörter nur mit sie von links nach rechts schreiben; für BewegungswahMühe erfassen. Dem zugrunde die konsonantische Sprache des rnehmung. Wogegen die nur vom Sprachlautliche (Kenntnis der parvozelAussprachliegt eine Verletzung im linken Arabischen und Hebräischen, die Zentrum wegführende eregeln – gerade auch höheres beim Lesen!), Hirnlappen, wo die Analyse der vi- stärker kontextabhängig sind, luläre Bahn eine räum-die prosodische (die Sprachmelodie betrefsuellen Inputs geschieht. Es gibt sind rechtshemisphärisch und liches Auflösungsvermögen mit fend)grösserer sowie die orthographische Komkein eigentliches Sprachareal im werden von rechts nach links geleTrägheit verbindet. petenz. Hinzu komme kommen die geGehirn. Verschiedenste Zentren sen. Die chinesische Bilderschrift speicherten Erinnerungen, vorhandene mit unterschiedlichen Funktionen, entzieht sich diesem Schema Liest das Auge, so die vollführt es Kenntnisse und Informationen in beiden Hirnhälften, sind beim und kann von oben nach unten nun Blicksprünge innerhalbfürdesden Verstehens-prozess zur Verfügung stellen. Lesevorgang aktiv beteiligt. Als gelesen werden. Entsprechend Lesens; es fixiert einen Punkt, Visuelle Informationen werden in der linken Teilkompetenzen sind zu unter- unterscheiden sich die Verarspringt und fixiert wieder einen Hirnhälfte dasder Kontext-Verstescheiden: die lexikalische (das beitungsprozesse und die damit Punkt.verarbeitet, Die Trägheit parvozelhen lulären ist rechtshemisphärisch Störugen. Wortwissen), die semantische einhergehenden fundamentalen Bahn wird dabei durch den In die sem Zentrum können dazu dass (das Bedeutungswissen), die syn- Störungen. Lesen in seiner Gesa„Bewegungsmelder“ derführen, magnotaktische (grammatisches Wissen), die sprachlautliche (Kenntnis der Ausspracheregeln gerade auch beim Lesen!), die prosodische (die Sprachmelodie betreffend).

Über das lesende Publikum In Teutschland wurde nie mehr gelesen, als jetzt. Allein der grösste Theil der Leser verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte an einen langen Müssiggang, den man nur mit der grössten Anstrengung wieder austilgen kann. Man sagt, man vertreibe sich die Zeit mit Lesen, allein was sind die Folgen einer Unstillbare Neugier solchen Lektüre? Da man Irgendwo habe ich einmal die anrührende Geschichte eines Mannes geleder von den Revolution zum Tode verurteilt worden war, nichtsdestotrotz auf dem bloss solche Werte aus- sen, Weg zum Schafott ein hinaufstief, die Seite einmerkte, bis zu der er in seiner Lektüre wählt, die nicht viel Nach- gelangt war.“ denken erfodern, und die Sicherheit Unwahrscheinlichkeiten, Unnatur, und geist- und geschmacklos sind, so war entwöhnt man sich diesen Naturgesezzen, man erstickt ihre Stimme, und wird eine Beute zahlloser Verirrungen und Vergehungen, weil sich keine innere Warnung mehr hören lässt. Man macht Forderungen an die Menschen, die diese nicht befriedigen dürfen, man verlangt eine Huldigung von ihnen, die sie uns nicht, ohne sich zu erniedrigen, erzeigen können; man wünscht sich eine Lage, nach welcher zu streben uns das Sittengesetz verbietet; man tödtet alle Lust zur Selbstthätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe zur Freiheit.

Beat Mazenauer —

Häuser für die Büchersucht In Teutschland wurde nie mehr gelesen, als jezt. Allein der grösste Theil der Leser verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte an einen Müssiggang, den man nur mit der grössten Anstrengung wieder austilgen kann. Man sagt, man vertreibe sich die Zeit mit Lesen, allein was sind die Folgen einer solchen Lektüre? Da man bloss solche Werte auswählt, die nicht viel Nachdenken erfodern, und Unwahrscheinlichkeiten, davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, Unnatur, und geist- und ge- Dynamische Ordnungsstrukturen ohne Subtext und Ironie verstehen.Die schmacklos sind, so entwöhnt im St. Galler Sitterwerk hemisphärische Dominanz ist bei Schriftman sich den Naturgesezzen, Beat Mazenauer — Lesen ist eine einfache Sa- sprachen unterschiedlich. man erstickt ihre Stimme, und che und zugleich ein höchst komplexer Vorwird eine Beute zahlloser Verir- gang, der die verschiedensten Gehirnfunk- Die alphabetische Sprache rungen und Vergehungen, weil tionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Le- Wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, sich keine innere Warnung sestörungen vorkommen können. An reiner weshalb Das zweite Strukturintervall bemehr hören lässt. Man macht Alexie Leidende beispielsweise sehen die beträgt cirka bur drei Sekunden und steht welcher zu streben uns das Sit- Schrift, doch sie können die einzelnen Bu- für eine Gliederung unseres Wahrnehmungtengesetz verbietet; man Selb- chstaben und Wörter nur mit Mühe erfas- sprozes-ses. Alle drei Sekunden geht ein stthätigkeit, und zu Arbeiten, sen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der auf. Lesen ist eine einfache Sache und zuund alle Liebe zur Freiheit.

Jean Bonnet —

gleich ein höchst komple-xer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, Sprachlautliche (Kenntnis der Aussprach- doch sie können die einzelnen Buchstaben eregeln – gerade auch beim Lesen!), die und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem prosodische (die Sprachmelodie betref- zugrunde liegt eine Verletzung im linken fend) sowie die orthographische Kom- Hirnlappen, wo die Analyse der visuelpetenz. Hinzu komme kommen die ge- len Inputs geschieht. 3. die syntaktische speicherten Erinnerungen, die vorhandene (gramtisches Wissen), 4. die sprachlautKenntnisse und Informationen für den liche (Kenntnis der Ausspracheregeln – Verstehens-prozess zur Verfügung stellen. gerade auch beim Lesen!), die prosodische Visuelle Informationen werden in der linken (die Sprachmelodie betreffend) sowie Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verste- die orthographische Kompetenz. Hinzu hen ist rechtshemisphärisch Störugen. In komme kommen die ge-speicherten Erindie sem Zentrum können dazu führen, dass nerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensprozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der Zitat linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshPeter Bichsel — «Lesesucht nennt man das – nicht ohne Buemisphärisch Störugen. In diesem chstaben vor den Augen leben zu können: auf einer Zentrum können dazu führen, dass Betroffene nur mehr wortToilette zum Beispiel ohne Lesestoff verloren zu sein davon wörtlich, ohne Subtext und Ironie und dann sämtliche Gebrauchsanweisungen von Was- verstehen.Die hemisphärische chmitteln zu lesen, nur um Buchstaben vor den Augen Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische zu haben, und irgendwie wird die Gebrauchsanweisung Sprache, wie wir sie kennen, ist zur Geschichte, zur Erzählung.» linkshemisphärisch, weshalb Das –––––––––––––––––– zweite Strukturintervall bebeträgt

_____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten, 37

Jean Bonnet —

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Häuser und Büchersucht — Zitiat Peter Bichsel Häuser und Büchersucht — Zitiat Peter Bichsel

Häuser und Büchersucht — Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk — Zitiat Peter Bichsel

Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk — Über das Lesende Publikum — Unstillbare Neugier

Verschwendung, unüberwindliche Scheu Ungemach des der Menschheit, werfen den Häuser für die Büchersucht vor jeder Anstrengung, grenzenloser Hang Menschen nicht leugnen können, dass der Jean der BonnetStimme — In Teutschland wurde nie gelesen, als jezt. Theil Allein der zum Luxus, Unterdrückung des Einfluss. Da mehr sich nun ein grosser Ge- grösste Theil der verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Gewissens, Lebensüberdruss, undLeser ein früher hirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert.Romane mit einem Heisshunger, wodurch Kopf und Herz Man gewöhnt Tod. Der Mensch soll thätig seyn, und viele Darin liegt man es begründet, dassverdirbt. mannigfache sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte anAn einen verprassen ihr Leben in Unthätigkeit; er soll Lesestörungen vorkommen können. rein-Müssiggang, den nur mit der grössten Anstrengung wiedersehen austilgen selbst denken, und viele haben nichtman einmal er Alexie Leidende beispielsweise die kann. Man solche sagt, man vertreibe sichdoch die Zeit mit Lesen, allein wasBuchsind die Foleine Ahndung, dass, es eine Plficht Schrift, sie können die einzelnen genleben, einer solchen Lektüre? manWörter bloss solche für sie giebt; er soll mässig und Viele stabenDaund nur mitWerte Müheauswählt, erfassen.die nicht viel Nachdenken tödten die wenigen Lebenstage, und sinken erfodern, Dem zugrunde liegt. und sich Unwahrscheinlichkeiten, davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, vor der Zeit ins Grab. Er soll Charakter ––––––––––––––––––––––––––––--------------------------------------------------------------------Dynamische Ordnungsstrukturen (1970), in: “Ein ewiger Traum” , S. 206ff, Unnatur, und geist- Autobiografischer und ge- Essay ohne Subtext und Ironie verstehen.Die erwerben, selbstständig und mündig werden, Hanser Verlag, 1995 schmacklos sind, so entwöhnt im St. Galler Sitterwerk hemisphärische Dominanz ist bei Schriftund viele wagen nie einen Kampf gegen das man sich den Naturgesezzen,

Neurobiologie lesens Beat Mazenauer — Lesen ist eine einfache Sache und zugleich ein höchst komplexer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können die einzelnen Buchstaben und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der visuellen Inputs geschieht.

In Teutschland wurde nie — mehr gelesen, alswurde jezt. Allein der gelesen, grösste als jezt. Allein der grösste Jean Bonnet In Teutschland nie mehr Theil der Leser verschlingt die elendesten geschmacklosesten Romane Theil der Leser und verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Heisshunger, Kopf und Herzwodurch verdirbt.man Da man mit einem Kopf bloss und Herz verdirbt. Da man bloss solche Werte auswählt, diesolche nicht Werte viel Nachdenken erfodern, und Nachdenken Unwahrsauswählt, die nicht viel erfodern, und UnwahrsUnstillbare Neugier cheinlichkeiten, Unnatur, und geist- und geschmacklos entwöhnt cheinlichkeiten, Unnatur, und sind, geist-sound geschmacklos sind, soUnstillbare entwöhnt Neugier man sich den Naturgesezzen, man erstickt ihre Stimme, und eine Beute man sich den Naturgesezzen, manwird erstickt ihre Stimme, und wird Jean eine Beute Bonnet — Irgendwo habe ich einmal die anrührende Geschichte eines Mannes Jean Bonnet — Irgendwo habe ich einmal die anrührende Geschichte eines Mannes zahlloser Verirrungen und zahlloser Vergehungen, weil sich innere Warnung Verirrungen undkeine Vergehungen, weil sich keine innere Warnung gelesen, der von dengelesen, Revolution verurteilt worden war,verurteilt nichts- worden war, nichtsder zum von Tode den Revolution zum Tode mehr hören lässt. Man gewöhnt durch dieMan Lektüre solcher mehrsich hören lässt. gewöhnt sichgehaltleeren durch die Lektüre solcher gehaltleeren destotrotz auf dem Weg zum Schafott ein Weg hinaufstief, die Seite destotrotz auf dem zum Schafott eineinmerkte, hinaufstief,bis die Seite einmerkte, bis Produkte an einen Müssiggang, den man nur mit der grössten Produkte an einen Müssiggang, denAnstrengung man nur mit der grössten Anstrengung zuLesen, der er gelangt war.“ Lektüre gelangt war.“ zu der er in seiner wieder austilgen kann. Manwieder sagt, man vertreibe diesagt, Zeitman mit Lesen, al- sich die Zeit mit_____________________________________ austilgen kann.sich Man vertreibe al- in seiner Lektüre _____________________________________ lein was sind die Folgen einer Lektüre? Da man solche WerteDa man bloss solche leinsolchen was sind die Folgen einerbloss solchen Lektüre? Werte Zitat aus, Meine vielseitigen Geliebten, 37 Zitat aus, Meine vielseitigen Geliebten, 37 auswählt, die nicht viel Nachdenken auswählt,erfodern, die nicht und viel Unwahrscheinlichkeiten, Nachdenken erfodern, und Unwahrscheinlichkeiten, Unnatur, und geist- und geschmacklos man sich den Unnatur, und sind, geist- so undentwöhnt geschmacklos sind, so entwöhnt man sich den Naturgesezzen, man erstickt ihre Stimme,man und erstickt wird eineihre Beute zahlloser Naturgesezzen, Stimme, und wird eine Beute zahlloser Verirrungen und Vergehungen, weil sichund keine innere Warnung mehrkeine höreninnere Warnung mehr hören Verirrungen Vergehungen, weil sich lässt. Man macht welcher lässt. zu streben daswelcher Sittengesetz verbietet; manSittengesetz verbietet; man Man uns macht zu streben uns das für den Verstehens-prozess zur Dem zugrunde liegt eine Verletfür den Verstehens-prozess zur Dem zugrunde liegt eine VerletSelbstthätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe zurArbeiten, Freiheit. und alle Liebe zur Freiheit. Selbstthätigkeit, und zu Dynamische Dynamische Ordnungsstrukturen im St. Galler Sitterwerk

Lesen ist eine einfache Sache und zugleich ein höchst komplexer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können die einzelnen Buchstaben und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein eigentliches Sprach-areal im Gehirn. Verschiedenste Zentren mit unterschiedlichen Funktionen, in den beiden Hirnhälften, sind beim Lesevorgang aktiv beteiligt.

Beat Mazenauer —

Zitat Zitat «Lesesucht «Lesesucht nennt man das – nicht ohne– nicht ohne nennt man das BuchstabenBuchstaben vor den Augen zu können: vorleben den Augen leben zu können: auf einer Toilette zumToilette Beispielzum ohne Lesest-ohne Lesestauf einer Beispiel off verloren off zu verloren sein und zu dann seinsämtliche und dannGesämtliche Gebrauchsanweisungen von Waschmitteln zu brauchsanweisungen von Waschmitteln zu lesen, nur um Buchstaben vor den Augen lesen, nur um Buchstaben vor zu den Augen zu haben, und irgendwie die Gebrauchsanhaben, undwird irgendwie wird die Gebrauchsanweisung zurweisung Geschichte, zur Erzählung.» zur Geschichte, zur Erzählung.» Peter Bichsel —

–––––––––––––––––– Aus Kolumnen, 460

Peter Bichsel —

Sprachlautliche (Kenntnis der Ausspracheregeln – gerade auch beim Lesen!), die prosodische (die Sprachmelodie betreffend) sowie die orthographische Kompetenz. Hinzu komme kommen die ge-speicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen

–––––––––––––––––– Aus Kolumnen, 460

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Verfügung stellen. Visuelle InOrdnungsstrukturen formationen werden in der linkim St. Galler Sitterwerk en Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist ist rechtBeat Mazenauer — Lesen eine shemisphärisch In einfache SacheStörugen. und zugleidie Zentrumkomplexer können dazu ch sem ein höchst Vorführen, Betroffene gang, dass der davon die verschiedennur wortwörtlich,mitohne stenmehr Gehirnfunktionen einSubtext verstehen. bezieht und und Ironie aktiviert. Darin Die Dominanz liegthemisphärische es begründet, dass manniist bei Schriftsprachen untergfache Lesestörungen vorkomschiedlich. men können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können Die alphabetische Sprache die einzelnen Buchstaben und Wie wir nur sie mit kennen, linkshWörter Müheisterfassen. emisphärisch, Das Dem zugrunde weshalb liegt eine Verletzweite Strukturintervall be- bezung im linken Hirnlappen, wo trägt cirka bur drei Sekunden die Analyse der visuellen Inund für eine Gliederung putssteht geschieht. Es gibt kein eiunseres Wahrnehmungsprozesgentliches Sprach-areal im Geses. drei Sekunden geht hirn. Alle Verschiedenste Zentren ein für Informamit „Zeitfenster“ unterschiedlichen Funktions-verarbeitung auf. HirnhälLesen tionen, in den beiden ist einesind einfache und zuften, beimSache Lesevorgang gleich ein höchst komple-xer aktiv beteiligt. Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einSprachlautliche (Kenntnis der bezieht und aktiviert. Darin Ausspracheregeln – gerade liegt begründet, dass auchesbeim Lesen!), diemanniprosogfache vorkomdische Lesestörungen (die Sprachmelodie bemen können. An reiner Alexie treffend) sowie die orthograLeidende beispielsweise phische Kompetenz. Hinzu sehkomen Schrift,die doch sie können medie kommen ge-speicherten die einzelnen Buchstaben und Erinnerungen, die vorhandene Wörter nur mit Mühe erfassen. Kenntnisse und Informationen

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zung im linken Hirnlappen, Verfügung stellen. Visuellewo Indie Analyse der visuellen Inputs formationen werden in der linkgeschieht. 3. die syntaktische en Hirnhälfte verarbeitet, das (gramtisches Wissen), die Kontext-Verstehen ist 4.rechtsprachlautliche shemisphärisch (Kenntnis Störugen.derIn Ausspracheregeln – gerade die sem Zentrum können dazu auch beim Lesen!), prosoführen, dass davon die Betroffene dische (die wortwörtlich, Sprachmelodieohne benur mehr treffend) sowie die verstehen. orthograSubtext und Ironie phische Kompetenz. Hinzu komDie hemisphärische Dominanz me die ge-speicherten ist kommen bei Schriftsprachen unterErinnerungen, die vorhandene schiedlich. Kenntnisse und Informationen für den Verstehens-prozess zur Die alphabetische Sprache Verfügung stellen. Visuelle Informationen derlinkshlinkWie wir sie werden kennen,inist en Hirnhälfte verarbeitet, emisphärisch, weshalb das Das Kontext-Verstehen ist rechtshzweite Strukturintervall be- beemisphärisch Störugen. In dieträgt cirka bur drei Sekunden sem dazu fühund Zentrum steht fürkönnen eine Gliederung ren, dassWahrnehmungsprozesdavon Betroffene unseres nur wortwörtlich, ses.mehr Alle drei Sekunden ohne geht Subtext und Ironie für verstehen. ein „Zeitfenster“ InformaDie hemisphärische auf. Dominanz tions-verarbeitung Lesen ist bei Schriftsprachen unterist eine einfache Sache und zuschiedlich. alphabetische gleich ein Die höchst komple-xer Sprache, sieverschiedenkennen, ist Vorgang,wie derwirdie linkshemisphärisch, sten Gehirnfunktionenweshalb mit einDas zweiteund Strukturintervall bebezieht aktiviert. Darin beträgt. liegt es begründet, dass manni––––––––––––––––––––––––––––––––––– gfache Lesestörungen vorkomAuf Basis von Marc Wittmann/ Ernst men können. An reiner Alexie Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Leidende beispielsweise sehHandbuch Lesen. Hg. im Auftrag der en dieLesen Schrift, doch sie können Stiftung von Bodo Franzmann et die einzelnen Buchstaben und al. Saur, München 1999. S. 224 - 239 Wörter nur mit Mühe erfassen.

Neurobiologie des Lesens

die Analyse der visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein eigentliches Sprachareal im Gehirn. Verschiedenste Zentren mit unterschiedlichen Funktionen, in den beiden Hirnhälften, sind beim Lesevorgang aktiv beteiligt. Als Teilkompetenzen sind zu unterscheiden: die lexikalische (das Wortwissen), die seman-tische (das Bedeutungswissen), die syntaktische (gramtisches Wissen), die sprachlautliche (Kenntnis der Ausspracheregeln gerade auch beim Lesen!), die prosodische (die Sachmelodie betreffend) sowie die orthogra-

phische Kompetenz. Hinzu komme kommen die gespeicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensprozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshemisphärisch Störugen. In diesem Zentrum können dazu führen, dass davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, ohne Subtext und Ironie verstehen. Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unter-

schiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informationsverarbeitung auf. ––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239

Unstillbare Neugier Irgendwo habe ich einmal die anrührende Geschichte eines Mannes gelesen, der von den Schreckensherrschern der Französischen Revolution zum Tode verurteilt worden war, nichtsdestotrotz auf dem Weg zum Schafott ein Buch las und, bevor er zur Guillotine hinaufstief, die Seite einmerkte, bis zu der er in seiner Lektüre gelangt war.“ Jean Bonnet —

_____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten,

Über das lesende Publikum Jorge Luis Borges — In Teutschland wurde nie mehr gelesen, als jezt. Allein der grösste Theil der Leser verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte an einen Müssiggang, den man nur mit der grössten Anstrengung wieder austilgen kann. Man sagt, man vertreibe sich die Zeit mit Lesen, allein was sind die Folgen einer solchen Lektüre? Da man bloss solche Werte auswählt, die nicht viel Nachdenken erfodern, und die voll Unwahrscheinlichkeiten, Unnatur, und geist- und geschmacklos sind, so entwöhnt man sich den Naturgesezzen, man erstickt ihre Stimme, und wird eine Beute zahlloser Verirrungen und Vergehungen, weil sich ke-

ine innere Warnung mehr hören lässt. Man macht Forderungen an die Menschen, die diese nicht befriedigen dürfen, man verlangt eine Huldigung von ihnen, die sie uns nicht, ohne sich zu erniedrigen, erzeigen können; man wünscht sich eine Lage, nach welcher zu streben uns das Sittengesetz verbietet; man tödtet alle Lust zur Selbstthätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe zur Freiheit. Man wird launisch, verdriesslich, anmassend, unduldsam. Man wird für jeden Eindruck ausserordentlich reizbar, ohne mit Kraft aus dem Innern auf denselben zurück zu wirken: unser Geist wird kränklich, und seine Saiten werden verstimmt, nichts, was einfach und natürlich ist, gefällt uns, das alltägliche Leben wird uns zur Pein. Die Folgen einer solchen geschmack- und gedankenlosen Lektüre sind also unsinnige

Über das lesende Publikum

In Teutschland wurde nie mehr g lein der grösste Theil der Leser verschling geschmacklosesten Romane mit einem H man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt solcher gehaltleeren Produkte an einen den man nur mit der grössten Anstreng kann. Man sagt, man vertreibe sich die Z was sind die Folgen einer Unstillbare Neugier solchen Lektüre? Da man Irgendwo habe i sen, der von den Revolution z bloss solche Werte aus- Weg zum Schafott ein hinauf wählt, die nicht viel Nach- gelangt war.“ denken erfodern, und die Sicherheit Unwahrscheinlichkeiten, Unna schmacklos sind, so war entwöhnt man sic zen, man erstickt ihre Stimme, und wird Verirrungen und Vergehungen, weil sich k mehr hören lässt. Man macht Forderung die diese nicht befriedigen dürfen, man ve von ihnen, die sie uns nicht, ohne sich zu können; man wünscht sich eine Lage, nac uns das Sittengesetz verbietet; man tödte thätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe

Beat Mazenauer —

Jean Bonnet —

_______________________________ Zitat aus, Meine vielseitigen Gelieb

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Zitat Armand Schulthess — Bücher in Armut

zung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der visuellen Inputs geschieht. 3. die syntaktische (gramtisches Wissen), 4. die sprachlautliche (Kenntnis der Ausspracheregeln – gerade auch beim Lesen!), die prosodische (die Sprachmelodie betreffend) sowie die orthographische Kompetenz. Hinzu komme kommen die ge-speicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehens-prozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshemisphärisch Störugen. In diesem Zentrum können dazu führen, dass davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, ohne Subtext und Ironie verstehen. Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall bebeträgt.

––––––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239

Erstens das lexikalische das Wortwissen, die sematische das Bedeutungswissen dritten. die syntaktische gramtisches Wissen, die sprachlautliche Kenntnis der Ausspracheregeln – gerade auch beim Lesen! die prosodische die Sprachmelodie betreffend sowie die orthographische Kompetenz. Hinzu komme kommen die gespeicherten Erinnerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensprozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshemisphärisch Störugen. In diesem Zentrum können dazu führen, dass davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, ohne Subtext und Iro-

nie verstehen. Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall beträgt cirka bur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozes-ses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung auf. Lesen ist eine einfache Sache und zugleich ein höchst komplexer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexieidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können die einzelnen Buchstaben und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein eigentliches Sprach-areal im Gehirn. –––––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von: Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München

Vom Essen der Bücher In Teutschland wurde nie mehr gelesen, als jezt. Allein der grösste Theil der Leser verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte an einen Müssiggang, den man nur mit der grössten Anstrengung wieder austilgen

kann. Man sagt, man vertreibe sich die Zeit mit Lesen, allein was sind die Folgen einer solchen Lektüre? Da man bloss solche Werte auswählt, die nicht viel Nachdenken erfodern, und die voll Unwahrscheinlichkeiten, Unnatur, und geist- und geschmacklos sind, so entwöhnt man sich den so. Man wird launisch, verdriesslich, anmassend, unduldsam. Man wird für jeden Eindruck ausserordentlich reizbar, ohne mit Kraft aus dem Innern auf denselben zurück. Naturgesezzen, man erstickt ihre Stimme, und wird eine Beute zahlloser Verirrungen und Vergehungen, weil sich keine innere Warnung mehr hören lässt. Man macht Forderungen an die Menschen, die diese nicht befriedigen dürfen, man verlangt eine Huldigung von ihnen, die sie uns nicht, ohne sich zu erniedrigen, erzeigen können; man wünscht sich eine Lage, nach welcher zu streben uns das Sittengesetz verbietet; man tödtet alle Lust zur Selbstthätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe zur Freiheit. Man wird launisch, verdriesslich, anmassend, unduldsam. Man wird für jeden Eindruck ausserordentlich reizbar, ohne mit Kraft aus dem Innern auf denselben zurück.

Ich les um zu ordne

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Armnd Schulthis auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch L Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239

Bücher der Armut Martin Page — Und weil er kein Geld hatte, um s kaufen, die er gerne gehabt hätte, und weil e keit des Wachpersonals und die Sensibilit kontrollen an den Ausgängen der FNAC b stahl er die Bücher Seite für Seite und Schutz seiner eigenen vier Wände wiede ein im Untergrund tätiger Verleger. Jede Verbrechen erworben, erlangte so einen w symbolischen Wert als wenn sie verlore Schwestern geklebt herausgelöst und dan gebunden, wurde sie zu etwas Heiligen. Jed Verbrechen erworben, erlangte so einen w symbolischen Wert als wenn sie verlore Schwestern geklebt herausgelöst und dan gebunden, wurde sie zu etwas Heiligen.

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lesen. Hg. im Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzmann et al. Saur, München 1999. S. 224 - 239

Zitat

Umberto Eco — Wir haben eine sehr hohe Meinung vom Buch, wir sakralisieren es gern. Doch wenn wir genau hinschauen, besteht ein verblüffend grosser Teil unserer Bibliotheken aus Büchern, die von Leuten ohne jedes Talent, von Idioten oder von Besessenen geschrieben wurden.

–––––––––––––––––––––––––––– Aus Antoine oder die Idiotie, 6f.

––––––––––––––––– Umberto Eco, 174

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Häuser und Büchersucht — Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk — Zitiat Peter Bichsel

Beat Mazenauer — Lesen ist eine einfache Sache und zugleich ein höchst komplexer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, doch sie können die einzelnen Buchstaben und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung im linken Hirnlappen, wo

––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Les Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzma Saur, München 1999. S. 224 - 239

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Neurobiologie des Lesens — Vom Essen der Bücher — Zitat Umberto Eco

Jean Bonnet —

_____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten, 37

Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Ironie verstehen.Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb. Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht

für eine Gliederung unseres Wah sprozesses. trägt cirka bur dre und steht für eine Gliederung un rnehmungsprozesses. Alle dre geht ein „Zeitfenster“ für In verarbeitung auf. betische Sp wir sie kennen, ist linkshem weshalb. Das zweite Strukturi beträgt cirka bur drei Sekunde für eine Gliederung unseres Wah sprozesses eine Gliederung.

Aus Kolumnen, 460

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Unstillbare Neugier — Dynamische Ordnungstrukturen St. Galler Unstillbareim Neugier — Sitterwerk Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk

Häuser für die BüchersuchtHäuser für die Büchersucht

_____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten, 37

visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein eigentliches Sprach-areal im Gehirn. Verschiedenste Zentren mit unterschiedlichen Funktionen, in den beiden Hirnhäl-ften, sind beim Lesevorgang aktiv beteiligt.

Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk — Über das Lesende Publikum — Unstillb

cirka nur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung auf. betische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall beträgt cirka nur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses.

Häuser für die Büchersucht In Teutschland wurde nie mehr gelesen, als jezt. Allein der grösste Theil der Leser verschlingt die elendesten und geschmacklosesten Romane mit einem Heisshunger, wodurch man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt sich durch die Lektüre solcher gehaltleeren Produkte an einen Müssiggang, den man nur mit der grössten Anstrengung wieder austilgen kann. Man sagt, man vertreibe sich die Zeit mit Lesen, allein was sind die Folgen einer solchen Lektüre? Da man bloss solche Werte auswählt, die nicht viel Nachdenken erfodern, und Unwahrscheinlichkeiten, davon Betroffene nur mehr wortwörtlich, Unnatur, und geist- und ge- Dynamische Ordnungsstrukturen ohne Subtext und Ironie verstehen.Die schmacklos sind, so entwöhnt im St. Galler Sitterwerk hemisphärische Dominanz ist bei Schriftman sich den Naturgesezzen, Beat Mazenauer — Lesen ist eine einfache Sa- sprachen unterschiedlich. man erstickt ihre Stimme, und che und zugleich ein höchst komplexer Vorwird eine Beute zahlloser Verir- gang, der die verschiedensten Gehirnfunk- Die alphabetische Sprache rungen und Vergehungen, weil tionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Le- Wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, sich keine innere Warnung sestörungen vorkommen können. An reiner weshalb Das zweite Strukturintervall bemehr hören lässt. Man macht Alexie Leidende beispielsweise sehen die beträgt cirka bur drei Sekunden und steht welcher zu streben uns das Sit- Schrift, doch sie können die einzelnen Bu- für eine Gliederung unseres Wahrnehmungtengesetz verbietet; man Selb- chstaben und Wörter nur mit Mühe erfas- sprozes-ses. Alle drei Sekunden geht ein stthätigkeit, und zu Arbeiten, sen. Dem zugrunde liegt eine Verletzung „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung im linken Hirnlappen, wo die Analyse der auf. Lesen ist eine einfache Sache und zuund alle Liebe zur Freiheit.

Jean Bonnet —

gleich ein höchst komple-xer Vorgang, der die verschiedensten Gehirnfunktionen mit einbezieht und aktiviert. Darin liegt es begründet, dass mannigfache Lesestörungen vorkommen können. An reiner Alexie Leidende beispielsweise sehen die Schrift, Sprachlautliche (Kenntnis der Aussprach- doch sie können die einzelnen Buchstaben eregeln – gerade auch beim Lesen!), die und Wörter nur mit Mühe erfassen. Dem prosodische (die Sprachmelodie betref- zugrunde liegt eine Verletzung im linken fend) sowie die orthographische Kom- Hirnlappen, wo die Analyse der visuelpetenz. Hinzu komme kommen die ge- len Inputs geschieht. 3. die syntaktische speicherten Erinnerungen, die vorhandene (gramtisches Wissen), 4. die sprachlautKenntnisse und Informationen für den liche (Kenntnis der Ausspracheregeln – Verstehens-prozess zur Verfügung stellen. gerade auch beim Lesen!), die prosodische Visuelle Informationen werden in der linken (die Sprachmelodie betreffend) sowie Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verste- die orthographische Kompetenz. Hinzu hen ist rechtshemisphärisch Störugen. In komme kommen die ge-speicherten Erindie sem Zentrum können dazu führen, dass nerungen, die vorhandene Kenntnisse und Informationen für den Verstehensprozess zur Verfügung stellen. Visuelle Informationen werden in der Zitat linken Hirnhälfte verarbeitet, das Kontext-Verstehen ist rechtshPeter Bichsel — «Lesesucht nennt man das – nicht ohne Buemisphärisch Störugen. In diesem chstaben vor den Augen leben zu können: auf einer Zentrum können dazu führen, dass davon Betroffene nur mehr wortToilette zum Beispiel ohne Lesestoff verloren zu sein wörtlich, ohne Subtext und Ironie und dann sämtliche Gebrauchsanweisungen von Was- verstehen.Die hemisphärische chmitteln zu lesen, nur um Buchstaben vor den Augen Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische zu haben, und irgendwie wird die Gebrauchsanweisung Sprache, wie wir sie kennen, ist zur Geschichte, zur Erzählung.» linkshemisphärisch, weshalb Das –––––––––––––––––– zweite Strukturintervall bebeträgt

_____________________________________ Zitat aus Meine vielseitigen Geliebten, 37

visuellen Inputs geschieht. Es gibt kein eigentliches Sprach-areal im Gehirn. Verschiedenste Zentren mit unterschiedlichen Funktionen, in den beiden Hirnhäl-ften, sind beim Lesevorgang aktiv beteiligt.

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Dynamische Ordnungstrukturen im St. Galler Sitterwerk — Über das Lesende Publikum — Unstillba

cirka nur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Informations-verarbeitung auf. betische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb Das zweite Strukturintervall beträgt cirka nur drei Sekunden und steht für eine Gliederung unseres Wahrnehmungsprozesses. Alle drei Sekunden geht ein „Zeitfenster“ für Ironie verstehen.Die hemisphärische Dominanz ist bei Schriftsprachen unterschiedlich. Die alphabetische Sprache, wie wir sie kennen, ist linkshemisphärisch, weshalb. Das zweite Strukturintervall bebeträgt cirka bur drei Sekunden und steht

für eine Gliederung unseres Wah sprozesses. trägt cirka bur drei und steht für eine Gliederung un rnehmungsprozesses. Alle drei geht ein „Zeitfenster“ für Inf verarbeitung auf. betische Sp wir sie kennen, ist linkshem weshalb. Das zweite Strukturin beträgt cirka bur drei Sekunden für eine Gliederung unseres Wah sprozesses eine Gliederung.

–––––––––––––––––––––––––––––––––––––––– Auf Basis von Marc Wittmann/ Ernst Pöppel: Neurobiologie des Lesens, in: Handbuch Lese Auftrag der Stiftung Lesen von Bodo Franzma Saur, München 1999. S. 224 - 239

Über das lesende Publikum

In Teutschland wurde nie mehr g lein der grösste Theil der Leser verschling geschmacklosesten Romane mit einem H man Kopf und Herz verdirbt. Man gewöhnt s solcher gehaltleeren Produkte an einen den man nur mit der grössten Anstrengu kann. Man sagt, man vertreibe sich die Z was sind die Folgen einer Unstillbare Neugier solchen Lektüre? Da man Irgendwo habe ic der von den Revolution z bloss solche Werte aus- sen, Weg zum Schafott ein hinaufs wählt, die nicht viel Nach- gelangt war.“ denken erfodern, und die Sicherheit Unwahrscheinlichkeiten, Unnat schmacklos sind, so war entwöhnt man sic zen, man erstickt ihre Stimme, und wird Verirrungen und Vergehungen, weil sich k mehr hören lässt. Man macht Forderunge die diese nicht befriedigen dürfen, man ve von ihnen, die sie uns nicht, ohne sich zu können; man wünscht sich eine Lage, nac uns das Sittengesetz verbietet; man tödte thätigkeit, und zu Arbeiten, und alle Liebe

Beat Mazenauer —

Jean Bonnet —

________________________________ Zitat aus, Meine vielseitigen Geliebt

Aus Kolumnen, 460

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Gina Bucher (*1978), studierte Filmwissenschaften, Publizistik und Kunstgeschichte in Zürich und Hamburg. Lebt und arbeitet als freie Autorin und Redakteurin in Zürich und Berlin. Sie ist Mitglied von Rokfor, einem Projekt von Rafael Koch und Urs Hofer, hinter dem eine Software steht, die entwickelt wurde, um Bücher und andere Drucksachen zu produzieren. Herausgeberin von »Sonntagsfreuden« (hier & jetzt, 2006–2011), »Alphabet der Möglichkeiten, 99 Handlungsanweisungen für eine bessere Welt« (taz Berlin & oekom Verlag, 2009), »Ich/Buchstabendrescher etc.« mit Texten von Robert A. Fischer (Edition Patrick Frey, 2011). www.rokfor.ch Beat Mazenauer (*1958), freier Autor und Literaturnetzwerker, Herausgeber und Übersetzer von Peter Weiss. Zuletzt: Hermann Hesse/Peter Weiss: »Verehrter großer Zauberer. Briefwechsel« (Suhrkamp 2009). Autor von Büchern und Beiträgen zur Literatur- und Mediengeschichte, Ko-Herausgeber der Buchreihe »Lesen am Netz« (www. lesenamnetz.org) sowie Mitinitiator von Projekten wie der Virtuellen Bibliothek (www. readme.cc), dem Projekt www.kulturministerium.ch oder dem imaginären Migrationsmuseum (www.mimsuisse.ch). www.beatmazenauer.ch

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GINA BUCHER & BEAT MAZENAUER (HG.) LIEBER BARFUSS ALS OHNE BUCH ALMANACH DER BIBLIOMANIE

Almanach der Bibliomanie Herausgegeben von Gina Bucher Beat Mazenauer

SACHBUCH / LITERATUR

Bücher sind leidenschaftliche Verführer. Eine packende Lektüre, eine reich bestellte Bibliothek, das Zusammenstellen von exquisiten Editionen lassen das Herz des Bibliophilen höher schlagen. Im Lesen und Büchersammeln steckt aber auch der Keim zur regellosen Sucht. Für die eigene Bücherliebhaberei hat der Pariser Arzt Guy Patin 1654 den Begriff der »Bibliomanie« geprägt, frei nach einer berühmten Sentenz des Erasmus von Rotterdam: »Der Umgang mit Büchern führt zum Wahnsinn«. Der vorliegende Almanach widmet sich den exaltierten, mysteriösen und verrückten Aspekten, den Himmeln und den Höllen der Bücher. Der Almanach erscheint parallel zur Ausstellung Bücherhimmel – Bücherhöllen im Museum Strauhof Zürich, die vom 19. September bis 15. November 2012 stattfindet und von Beat Mazenauer kuratiert wird. »Lieber barfuß als ohne Buch« gibt kein Abbild der Ausstellung wieder, der Almanach erweitert diese vielmehr ins Anekdotische. Er erzählt von verschiedenen Aspekten der Bibliomanie, der Sucht des Sammelns und der Liebe zu Büchern. Die Texte sind dabei unterschiedlichster Natur, Nacherzählungen etwa, ein Archiv von Büchergeschichten, historische Texte zur Bibliomanie sowie Essays und Zitate.

salis Ausstellung im Museum Strauhof, Zürich: Bücherhimmel – Bücherhöllen kuratiert von Beat Mazenauer 19. September bis 15. November 2012 A3-Plakate

ERSCHEINT AM 12. SEPTEMBER Mögen die Grenzen zwischen Begehren und Tollheit fließend sein, die Leidenschaft für Bücher besitzt eine Faszination, die schon immer auch Widerspruch erzeugt hat. Von alters her werden Bücher als Überbringer von religiösen, politischen oder moralischen Botschaften zensiert und vernichtet. In diesem Spannungsfeld erzählt dieser Almanach Geschichten über die Seligkeit des Lesens, den Triumph des Wissens, die Lust des Büchermachens oder den Wahn des Sammlers. Er geht nicht historisch vor, sondern trägt durch Unordnung der bibliomanischen Ekstase Rechnung: Verlieren sollen sich die Lesenden darin und assoziativ durch Zitate und Themen wandeln.

Broschur ca. 190 Seiten 29.7 x 21 cm € (D) 29.95 / CHF 39.90 / € (A) 30.80 ISBN 978-3-905801-75-0 E-Book über www.bookwire.de ePub (für Apple) € (D) 15.99 / CHF 19.90 / € (A) 16.45 ISBN 978-3-905801-76-7


GION MATHIAS CAVELTY & CHRIGEL FARNER NEMORINO UND DAS BÜNDEL DES NARREN TEXT: GION MATHIAS CAVELTY BILDER: CHRIGEL FARNER BEREITS ANGEKÜNDIGT IM FRÜHJAHR BILDERBUCH / KINDERBUCH (Ab 10 Jahren)

Dream-Team oder Duo Infernale? Gion Mathias Cavelty und Chrigel Farner arbeiten zum ersten Mal zusammen und präsentieren ein Bilderbuch, das es in sich hat. Die Geschichte des kleinen Nemorino, der sich in die Welt der Tarot-Karten verirrt und darin große Abenteuer bestehen muss, ist so witzig wie faszinierend. Caveltys Text glänzt mit Fantasie und Humor. Chrigel Farners Bilder sind in ihrer detailverliebten Anmutung allesamt eigenständige Kunstwerke. Was sind das bloß für unheimliche Karten, mit denen die Großmutter ihren Besuchern immer um Mitternacht die Zukunft voraussagt?

Das erste Bilderbuch von Gion Mathias Cavelty Komplett neue Illustrationen von Chrigel Farner

Der kleine Junge Nemorino will es herausfinden und begegnet unverhofft dem hochschwangeren Mond, dem feuerroten Magier, dem heuschreckenbeinigen Teufel und schließlich sogar dem Tod mit seiner Krone aus blütenweißen Fingerknochen.

Für Erwachsene und Kinder ab 10 Jahren 4-seitige Leseproben und A3-Plakate Veranstaltungen mit den Autoren

Mithilfe seiner Fantasie gelingt es Nemorino, all die bedrohlichen Figuren auszutricksen. Gut – das geheimnisvolle Bündel des Narren spielt dabei auch eine Rolle. Und ein weißes Hündchen namens Fetiza. Und natürlich die fantastische Aprikosenknödelmaschine …

ERSCHIENEN AM 21. MAI Gebunden 56 Seiten Ganzseitige S/W- und Farbillustr. 21 x 29.7 cm € (D) 39.00 / CHF 48.00 / € (A) 40.10 ISBN 978-3-905801-52-1 E-Book über www.bookwire.de ePub (für Apple) € (D) 15.99 / CHF 19.90 / € (A) 16.45 ISBN 978-3-905801-53-8


OLIVER DEMONT MÄNNER KAUFEN – UNTERWEGS MIT STRICHERN UND KUNDEN IN ZÜRICH MIT FOTOGRAFIEN VON WALTER PFEIFFER BEREITS ANGEKÜNDIGT IM FRÜHJAHR SACHBUCH / PORTRÄTS, REPORTAGEN, FOTOS

»Man kann sich dem Sog seiner Bilder nur schwer entziehen.« Die Neue Zürcher Zeitung über Walter Pfeiffer Jungs, die ihren Körper an Männer verkaufen – die Stadt Zürich belegt in Europa einen Spitzenplatz im Bezahlsex von Mann zu Mann. Drei Jahre recherchierte der Journalist Oliver Demont für »Männer kaufen – Unterwegs mit Strichern und Kunden in Zürich« in einer Szene, in der auch junge Schweizer ihr Geld aufbessern. »Aus seinem Zimmerfenster kann Manuel das ›schöne Örtli‹ sehen. Eine Anhöhe mit einem Baum obendrauf. Hinter diesem lässt er manchmal seine Hose runter. ›Die Männer mögen es, wenn sie mich in meinem Revier treffen können.‹ Die Landliebe der Städter. In den Sommernächten, wenn ein Mann vor ihm runterkniet und er so dasteht, dann sieht Manuel die Lichter am gegenüberliegenden Ufer des Zürichsees.« Arbeitsam verdienen Schweizer, Brasilianer und Osteuropäer in der Zwinglistadt Zürich ihr Geld mit der Beschaffenheit ihres Körpers. Demont porträtiert Stricher, die sich nicht als solche verstehen, und zeigt Kunden, die mit Geld weit mehr erwerben wollen als nur eine Arbeitsstunde mit dem Ziel der sexuellen Erlösung. Eine ausführliche Reportage nimmt den Leser mit an die Schauplätze, von den Kontaktbars im Zürcher Niederdorf bis in die Wohnungen, in denen der Kontakt intensiviert wird. Zu Themen wie Gesundheit, Gewalt, Kapital oder gar Liebe in diesem flüchtigen Geschäft führte der Autor Hintergrundgespräche mit Experten. »Männer kaufen« ist ein von Guillaume Mojon (Werkplaats Typografie, Arnhem NL) sorgfältig gestaltetes Buch über einen Teil der schwulen Welt, in dem auch so mancher Familienvater verkehrt.

Oliver Demont

Männer kaufen — Unterwegs mit Strichern und Kunden in Zürich Coverentwurf, nicht definitiv

Das erste Buch über Stricher und ihre Kunden in Zürich Exklusive neue Fotografien von Walter Pfeiffer Porträts von Escorts und Freiern, Reportagen 8-seitige Leseproben und A3-Plakate Lesungen mit Oliver Demont

ERSCHEINT AM 27. AUGUST

Gebunden ca. 200 Seiten ca. 18 x 27 cm € (D) 39.00 / CHF 48.00 / € (A) 40.10 ISBN 978-3-905801-65-1 E-Book über www.bookwire.de ePub (für Apple) € (D) 15.99 / CHF 19.90 / € (A) 16.45 ISBN 978-3-905801-66-8


ERKLÄRUNG VON BERN (HG.) ROHSTOFF – DAS GEFÄHRLICHSTE GESCHÄFT DER SCHWEIZ BESTSELLER / 2. AUFLAGE SACHBUCH – POLITIK / WIRTSCHAFT

BESTSELLER!

Mit diesem Buch durchleuchtet die Erklärung von Bern (EvB) erstmals die Rolle von Schweizer Unternehmen im boomenden Rohstoff-Business und die globale Bedeutung der Rohstoffdrehscheibe Schweiz. Das faktenreiche Referenzwerk berichtet über die Hintergründe und Opfer, erklärt die Funktionsweise des Rohstoffhandels und die Konflikte in den Herkunftsländern, zeigt Alternativen und stellt Forderungen. Diese exklusiv recherchierte Darstellung eines wirtschaftspolitischen Schlüsselthemas des 21. Jahrhunderts aus Schweizer Perspektive hat hohe Wellen geworfen und sich zum unverzichtbaren Standardwerk entwickelt. »Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz« zeichnet ein so umfassendes wie detailliertes Bild einer mächtigen Branche, die zu den größten Globalisierungsgewinnern gehört und deren Geschäfte häufig in riskante Grauzonen führen. Mit Recherchen und Reportagen gräbt die Erklärung von Bern nach den historischen Wurzeln der Handelsdrehscheibe Schweiz, durchleuchtet skandalöse Business-Praktiken und politische Hintergründe, begibt sich in eine Kupfermine in Sambia und porträtiert die wichtigsten Schweizer Firmen und Figuren dieser diskreten Branche. Das Buch zeigt auch, wie die Rohstoff-Deals finanziert und wie Steuern umgangen werden, gibt Einblicke in die sozialen und ökologischen Folgen für die Förderländer und macht Vorschläge für mehr Gerechtigkeit in einem Milliardengeschäft, von dem wir alle abhängig sind.

»Eine dezidiert parteiische, aber fundierte Analyse einer weitgehend im Verborgenen agierenden Branche, die getAbstract allen Stimmbürgern, Wirtschaftskapitänen und Politikern jeglicher Couleur empfiehlt.« getAbstract.com 8-seitige Leseprobe und A3-Plakate Veranstaltungen mit den Autoren möglich

Gebunden 440 Seiten 15.5 x 22 cm € (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-50-7 E-Book über www.bookwire.de ePub / Mobi (für Apple, Kindle, Android) € (D) 12.99 / CHF 16.90 / € (A) 13.35 ISBN 978-3-905801-51-4


ERICA MATILE (HG.) VOM FLECK WEG – RUND 1 000 TIPPS UND TRICKS FÜR UNSER TÄGLICHES LEBEN BESTSELLER / JETZT ALS TASCHENBUCH SACHBUCH – RATGEBER

BESTSELLER!

Ihr Lippenstiftfleck geht nicht aus der Bluse? Der lästige Fischgeruch nicht aus der Wohnung? Möchten Sie wissen, was Ihrem Hund am besten bekommt? Womit Ihr Kind schneller einschläft? Und was Ihnen hilft, wenn Sie das Rauchen aufgeben wollen? Die besten Tipps sind doch die altbewährten! Jene, die seit Generationen oft nur mündlich überliefert werden. Erica Matile hat rund 1000 dieser Ratschläge zusammengetragen. »Vom Fleck weg« ist die ebenso wertvolle wie unentbehrliche Sammlung bewährter Tipps für Haushalt, Schönheit, Gesundheit und absolut alles, was man zum täglichen Überleben braucht. »Vom Fleck weg« ist gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das ultimative Nachschlagewerk. Angereichert mit einer zünftigen Prise Charme und nostalgischem Sprachwitz bietet es verblüffende und längst vergessene Lösungen an. Es sei denn, Sie wissen noch, wie man ohne Geld zu strahlend weißen Zähnen kommt …

Über 12 000 Exemplare verkauft Jetzt als preisgünstiges Taschenbuch Inhalt komplett vierfarbig Erstmals auch als E-Book erhältlich

Gesammelt von Erica Matile. Gestaltet von Cécile Graf. Texte bearbeitet von Delia Lenoir. Broschur 208 Seiten 16.5 x 21.5 cm € (D) 12.95 / CHF 16.90 / € (A) 13.30 ISBN 978-3-905801-77-4 E-Book über www.bookwire.de ePub (für Apple) € (D) 12.99 / CHF 16.90 / € (A) 13.35 ISBN 978-3-905801-78-1


THOMAS MEYER WOLKENBRUCHS WUNDERLICHE REISE IN DIE ARME EINER SCHICKSE FRÜHJAHR 2012 BELLETRISTIK - ROMAN

»Mit seinem wunderbaren Debütroman knüpft Thomas Meyer an die Tradition der jüdischen Erzählkunst an und hat dafür sogar einen eigenen Sprachstil geschaffen, eine charmante Mischung aus Hochdeutsch und Jiddisch. So wunderlich Wolkenbruchs Reise ist, so sehr verdient sie breite Beachtung.« Isabella Seemann, Tagblatt der Stadt Zürich Der junge orthodoxe Jude Mordechai Wolkenbruch, kurz Motti, hat ein Problem: Die Frauen, die ihm seine mame als Heiratskandidatinnen vorsetzt, sehen alle so aus wie sie. Ganz im Gegensatz zu Laura, seiner adretten Mitstudentin – doch die ist leider eine schikse: Sie trägt Hosen, hat einen hübschen tuches, trinkt Gin Tonic und benutzt ungehörige Ausdrücke.

»Das macht (...) seinen kleinen, hinreißend komischen und hinreißend guten Roman zu einem der lesenswertesten im Frühjahr 2012. Wirklich, ›Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse‹ ist ein Muss-Buch.« www.readme.de, Anne von Blomberg

Zweifel befallen Motti: Ist sein vorgezeichneter Weg wirklich der richtige für ihn? Sein Gehorsam gegenüber der mame mit ihren verstörenden Methoden schwindet. Dafür wächst seine Leidenschaft für Laura.

8-seitige Leseproben und A3-Plakate Lesung Solothurner Literaturtage 2012 Weitere Lesungen mit Thomas Meyer

Die Dinge nehmen ihren Lauf. Und Motti kann schon recht bald einen Schluss ziehen: Auch schiksn haben nicht alle Tassen im Schrank.

Gebunden 272 Seiten 12.5 x 19 cm € (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-59-0 E-Book über www.bookwire.de ePub / Mobi (für Apple, Kindle, Android) € (D) 12.99 / CHF 16.90 / € (A) 13.35 ISBN 978-3-905801-60-6


FELIX MENNEN SCHWARZE SONNE – EIN SEL NOIR KRIMI FRÜHJAHR 2012 BELLETRISTIK - KRIMI

»Ein ebenso packender wie verstörender Kriminalroman auf sehr hohem sprachlichen Niveau. Felix Mennen versteht es wahrlich, seinen Lesern den Atem zu rauben. Schon nach wenigen Seiten habe ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Großartig.« Stefan Holtkötter, Autor der Münsterland-Krimis sowie »Fundort Jannowitzbrücke« (Piper) »Mennen schreibt sich heraus aus dem rationalen Krimi, hinein in ein Drehbuch für David Lynch oder Spike Jonze. Am Ende reißt er mit der Spitzhacke der Postmoderne die dünne Wand zwischen Fiktion und Realität ganz nieder, aber so, dass der Krimizug einer dringlichen Ermittlung erhalten bleibt.« Trotz der unauffindbaren Leiche, trotz der unerreichbaren Stuttgarter Zeitung, Thomas Klingenmaier Anna – ein Mythos ist ein Mythos. Oder doch nicht? Felix Mennens Krimi noir »Schwarze Sonne« treibt ein vertracktes 8-seitige Leseproben und A3-Plakate Spiel mit Wahrheit und Wahnsinn. Lesungen mit Felix Mennen Bei Carl Banuschas Eintreffen am Tatort ist nicht nur die Leiche verschwunden; das Phantombild der vermeintlichen Toten im Monbijoupark weist zudem große Ähnlichkeit mit Banuschas chilenischer Frau Anna auf. Diese glaubt an den indianischen Mythos eines Dämons, der Jungfrauen betört, entführt und ermordet.

Gebunden, Leinen 192 Seiten 11 x 18 cm € (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-61-3 E-Book über www.bookwire.de ePub / Mobi (für Apple, Kindle, Android) € (D) 12.99 / CHF 16.90 / € (A) 13.35 ISBN 978-3-905801-62-0 (Apple) / 978-3-905801-69-9 (ePub)


HF COLTELLO EINIGE ABENTEUER UND SELTSAME BEGEGNUNGEN IM LEBEN DES STILLEN KOMMANDEURS FRÜHJAHR 2012 BELLETRISTIK – ROMAN

Der stille Kommandeur und Ausnahme-Gitarrist hat meist alles unter Kontrolle. Was man von seinen Mitstreitern wie dem Hundzköter, Fucking Steve Hahn oder dem smarten Biene nur bedingt behaupten kann. Zusammen schreiben sie trotz allem ein Stück deutsche Rock’n’Roll-Geschichte und lassen keinen Zweifel dran, dass sie Typen wie Herrn Lehmann schon zum Frühstück verspeisen. HF Coltello lässt in seinem ersten Roman den wahren Rock’n’Roll in Deutschland aufleben. Und das mindestens so lustig wie bei den »Freak Brothers« oder bei Kaurismäkis »Leningrad Cowboys«. In einem gnadenlos direkten und witzigen Schreibstil erzählt HF Coltello hier ein Stück deutsche Undergroundgeschichte. Echte Musik. Süddeutschland, das alte Westberlin, der Fall der Mauer. Die Szene in Kreuzberg, in der sich die verrückten Protagonisten tummeln. Mit ihnen zusammen oder alleine betreten Coltello und seine Gitarre unablässig neue, stets eigenwillige und nicht nur musikalische Welten, in ganz Europa, den USA, Asien, Südamerika oder im Nahen Osten. Ein literarisches Roadmovie eben. Ein Roman über den wahren Rock’n’Roll.

»Und dieser Roman macht das, was ein Film, ein Roadmovie zumal, nicht kann. Er schildert ohne Ende gewis­ser­maßen den Aus­schnitt einer ewigen Bewe­gung, die diese Musik ist, die Coltello spielt. Eine Musik also, die die meisten von uns ein Stück des Lebens begleitet hat.« www.poetenladen.de, Jan Kuhlbrodt 8-seitige Leseproben und A3-Plakate Lesungen/Konzerte mit HF Coltello

Gebunden 408 Seiten 12.5 x 19 cm € (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-63-7 E-Book über www.bookwire.de ePub / Mobi (für Apple, Kindle, Android) € (D) 12.99 / CHF 16.90 / € (A) 13.35 ISBN 978-3-905801-64-4


HEINZ EMMENEGGER PFISTER

HERBST 2011 BELLETRISTIK – ROMAN

Heinz Emmeneggers Debütroman »Pfister« beobachtet liebevoll und präzise eine fast alltägliche Vorstadt-Situation. Emmenegger folgt einen Nachmittag lang dem (Pantoffel-) Helden Pfister, seiner Frau Heidi, dem Metzger Schwegler und weiteren Charakteren und zeigt eindrücklich, das ein leiser, auf den ersten Blick unspektakulärer Roman nachhaltig wirken und bezaubern kann. Pfister wird berühmt. Denn heute kommen der im ganzen Land bekannte TV-Moderator Bärtschi und sein Team, um mit Pfister und seiner Frau Heidi im Garten zu grillen und über Gott und die Welt zu reden – ungefiltert, für Bärtschis erfolgreiche Talk-Sendung. Es ist Frühling, irgendwo in der Vorstadt. Der nahe Metzger Schwegler steuert die Riesensteaks bei, Pfister hat seine Heimorgel für ein Ständchen vorbereitet, der Wein fließt reichlich, das Wetter ist gut.

»Heinz Emmenegger beweist in seinem Romanerstling beträchtliches satirisches Potenzial. Mit Sprachwitz und Situationskomik gestaltet er die in allerlei Absurditäten ausufernde Handlung in Pfisters trautem Heim.« Neue Zürcher Zeitung, Roman Bucheli

Lesung Solothurner Literaturtage 2012 Aber es wird viel passieren an diesem Nachmittag. Der AlkoWeitere Lesungen mit Heinz Emmenegger holiker Bärtschi wird auf dramatische Weise einiges begreifen und jemand in seinem Team wird sich verlieben. Metzger Schwegler wird eine tragisch-absurde Geschichte aus seinem geheimen Hinterzimmer offenbart haben und zu all den menschlichen Irrungen und Wirrungen spielt Pfister fetzige Lieder auf seiner geliebten Heimorgel. Am Schluss weiß Gebunden nicht nur Heidi, dass niemand diesen Nachmittag so schnell 160 Seiten vergessen wird. 12.5 x 19 cm € (D) 19.90 / CHF 29.80 / € (A) 20.45 ISBN 978-3-905801-40-8 E-Book über www.bookwire.de ePub / Mobi (für Apple, Kindle, Android) € (D) 12.99 / CHF 16.90 / € (A) 13.35 ISBN 978-3-905801-46-0


Daniel Mezger *NEU*

Mireille Zindel

Land spielen

Laura Theiler

Gion Mathias Cavelty/Chrigel Farner

Gebunden, ca. 320 Seiten, 12.5 x 19 cm

Gebunden, 128 Seiten, 12.5 x 19 cm

Nemorino und das Bündel des Narren

€ (D) 24.95 / CHF 34.80 / € (A) 25.60

€ (D) 19.90 / CHF 34.80 / € (A) 20.45

*NEU*

ISBN 978-3-905801-71-2

ISBN 978-3-905801-37-8

BELLETRISTIK

Gebunden, 56 Seiten, 29.7 x 21 cm € (D) 39.00 / CHF 48.00 / € (A) 40.10

Fabia Morger

ISBN 978-3-905801-52-1

Amabilia – Das vergiftete Erbe

SEL NOIR KRIMI

Gebunden, 352 Seiten, 12.5 x 19 cm Silvano Cerutti

€ (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60

Nicole Bachmann

Gschnätzlets – Short Stories

ISBN 978-3-905801-44-6

Doppelblind – Lou Becks erster Fall Gebunden, 240 Seiten, 12.5 x 19 cm

Gebunden, 144 Seiten, 12.5 x 19 cm € (D) 19.90 / CHF 32.80 / € (A) 20.45

Andri Perl

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

ISBN 978-3-905801-00-2

Die fünfte, letzte und wichtigste Reise-

ISBN 978-3-905801-20-0

regel HF Coltello

Gebunden, 224 Seiten, 12.5 x 19 cm

Nicole Bachmann

Einige Abenteuer und seltsame Begeg-

€ (D) 19.90 / CHF 34.80 / € (A) 20.45

Inzidenz – Lou Becks zweiter Fall

nungen im Leben des stillen Komman-

ISBN 978-3-905801-31-6

Gebunden, 400 Seiten, 12.5 x 19 cm

deurs

€ (D) 19.90 / CHF 34.80 / € (A) 20.45

Gebunden, 408 Seiten, 12.5 x 19 cm

Thomas Pollan

€ (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60

Die Strafe Gottes

ISBN 978-3-905801-63-7

Gebunden, 332 Seiten, 12.5 x 19 cm

Wolfgang Bortlik

€ (D) 24.90 / CHF 38.80 / € (A) 25.60

Fischer hat Durst

ISBN 978-3-905801-43-9

Gebunden, 224 Seiten, 12.5 x 19 cm

Heinz Emmenegger Pfister

ISBN 978-3-905801-39-2

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

Gebunden, 160 Seiten, 12.5 x 19 cm

David Signer

€ (D) 19.90 / CHF 29.80 / € (A) 20.45

Keine Chance in Mori

ISBN 978-3-905801-40-8

Gebunden, 176 Seiten, 12.5 x 19 cm

Silvano Cerutti

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

Du nennst das Gier

ISBN 978-3-905801-04-0

Gebunden, 208 Seiten, 12.5 x 19 cm

Beat Gloor Die Tage gehen vorüber und klopfen mir

ISBN 978-3-905801-28-6

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

nur noch nachlässig auf die Schulter

David Signer

Gebunden, 732 Seiten, 14 x 23.5 cm

Die nackten Inseln

€ (D) 19.90 / CHF 30.00 / € (A) 20.45

Gebunden, 328 Seiten, 12.5 x 19 cm

Tamás Kiss

ISBN 978-3-905801-33-0

€ (D) 19.90 / CHF 34.80 / € (A) 20.45

Früher im Licht

ISBN 978-3-905801-29-3

Gebunden, 320 Seiten, 12.5 x 19 cm

Mario Gmür

ISBN 978-3-905801-17-0

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

Buchstäblich versaut – Philosophisch-

René Simmen

vergammelte Schüttelreime

Aber Simens, Schnee im August?!

Klappenbroschur, 128 Seiten, 14 x 18 cm

Klappenbroschur, 288 Seiten, 20 x 30 cm

Felix Mennen

€ (D) 12.90 / CHF 19.90 / € (A) 13.25

€ (D) 39.00 / CHF 58.00 / € (A) 40.10

Schwarze Sonne

ISBN 978-3-905801-13-2

ISBN 978-3-905801-08-8

Gebunden, 192 Seiten, 11 x 18 cm

Svenja Herrmann/Ulrike Ulrich (Hg.)

Chantal Wicki

60 Jahre Menschenrechte

Gleissen

Gebunden, 304 Seiten, 12.5 x 19 cm

Gebunden, 128 Seiten, 12.5 x 19 cm

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

ISBN 978-3-905801-19-4

ISBN 978-3-905801-22-4

Thomas Meyer

Mireille Zindel

Kafi Träsch

Wolkenbruchs wunderliche Reise in die

Irrgast

CD, 19 Tracks, 35 Minuten, 13.5 x 12.5 cm

Arme einer Schickse

Gebunden, 144 Seiten, 12.5 x 19 cm

€ (D) 9.90 / CHF 15.00 / € (A) 10.15

Gebunden, 272 Seiten, 12.5 x 19 cm

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

ISBN 978-3-905801-15-6

€ (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60

ISBN 978-3-905801-07-1

ISBN 978-3-905801-23-1

€ (D) 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60 ISBN 978-3-905801-61-3

HÖRBUCH Silvano Cerutti

ISBN 978-3-905801-59-0


Beat Gloor

Malu Halasa / Maziar Bahari (Hg.)

Erica Matile (Hg.)

staat sex amen

Transit Teheran – Pop, Kunst, Politik,

Hautsache wohl – Unzählige Tipps für

CD, Digipak, 79 Minuten, 13.5 x 12.5 cm

Religion. Junges Leben im Iran.

unsere Schönheit und unser Wohlbe-

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Klappenbroschur, 240 Seiten, 24 x 30 cm

finden

ISBN 978-3-905801-34-7

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Gebunden, 288 Seiten, 16.5 x 21.5 cm

ISBN 978-3-905801-03-3

€ 24.90 / CHF 34.80 / € (A) 25.60

Graber

ISBN 978-3-905801-54-5

Tod gesagt

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Doppel-CD, gebunden, 14.9 x 13.9 cm

WonneWorte – Lustvolle Entführung

Schreiber vs. Schneider

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aus der sexuellen Sprachlosigkeit


Immer ich – 10 Jahre Chronisten des

ISBN 978-3-905801-09-5

Klappenbroschur, 304 Seiten, 15.5 x 22 cm

Alltags

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Gebunden, 280 Seiten, 16 x 21 cm

ISBN 978-3-905801-02-6

€ 24.90 / CHF 39.80 / € (A) 25.60

SACHBUCH

ISBN 978-3-905801-41-5 Klaus Heer

Bernhard Bauhofer

Paarlauf – Wie einsam ist die Zwei-

Andreas Thiel

Respekt – Wie man kriegt, was für kein

samkeit?


Unbefleckte Sprengung

Geld der Welt zu haben ist

Broschur, 360 Seiten, 12 x 20 cm

Gebunden, 160 Seiten, 18 x 21 cm

Gebunden, 160 Seiten, 15.5 x 22 cm

€ (D) 12.90 / CHF 19.80 / € (A) 13.25

€ 24.90 / CHF 39.80 / € (A) 25.60

€ (D) 16.90 / CHF 29.80 / € (A) 17.35

ISBN 978-3-905801-06-4

ISBN 978-3-905801-42-2

Klaus Heer

Domenico Silano / Patrik Maillard

Gina Bucher/Beat Mazenauer (Hg.) *NEU*

Ehe, Sex & Liebesmüh‘ – Eindeutige

Silano – Der Jahrhundert-Postraub

Lieber barfuß als ohne Buch – Almanach

Dokumente aus dem Innersten der

Gebunden, 224 Seiten, 15.5 x 22 cm

der Bibliomanie

Zweisamkeit

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