Magister Navis Powered by Master Yachting - Ausgabe 02

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Besser Segeln. Sich inspirieren lassen.

PERSPEKTIVE: WEIBLICH

PERSPEKTIVE ZUKUNFT SCHIFFBAU UND COVID

PERSPEKTIVE URLAUB

Das Online-Magazin für Segler

IMPRESSUM

Herausgeber:

Master Yachting GmbH Virchow Straße 1a 97072 Würzburg

Redaktion:

Peter Kollmann-Jehle, Paola Di Pietro, Maren Schmidt

Projekt Manager:  Paola Di Pietro

Art Director & Designer:  Yasemin Yavuzbaş

Vertrieb:

Larin Heero, Nicola Pinna Nossai

Übersetzungen:

Peter Kollmann-Jehle

Image Sourcing:  Paola Di Pietro, Yasemin Yavuzbaş, Peter Kollmann-Jehle

Bildquellen:  shutterstock.com, Master Yachting GmbH, Sailogy S.A., Bavaria Yachts, @annaundmalin,  blauwasser.de, Omero Moretti Vela, Anastasia Dmytruk, Quarterdeck.co, Blue-world.org, Thanos Katsigkras.

Druck: bonitasprint gmbh Max-von-Laue-Straße 31, 97080 Würzburg

©2021 Sailogy S.A.

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freunde von Master Yachting,

In dieser Ausgabe segeln wir noch härter am Limit, indem wir Sie auf eine Atlantiküberquerung mitnehmen (vielleicht eine passende Metapher dafür, wie sich für einige von uns 2020 angefühlt hat). Aber wir stehen ja mittlerweile kurz vor dem herbeigesehnten Ufer und können es kaum erwarten, diese Saison mit Volldampf zu beginnen. In dieser Ausgabe stehlen die Damen den Herren die Show, wie Anna und Malin, zwei Mädels Anfang 20, die ihr Leben auf See und ihrem Boot genießen und mit uns ihre Erlebnisse aus einem Jahr mit Covid in der Ostee teilen, ein interessanter Perspektivwechsel für die meisten von uns. Außerdem erzählt uns Sara, mit drei Atlantiküberquerungen und mehreren tausend Seemeilen im Gepäck, wie Entschlossenheit und Technik die Grundlage auf jeder erfolgreichen Reise sind, unabhängig vom Geschlecht.

Manlio Accardo | GründerundCEO

Und unsere zweite Ausgabe von Magister Navis ist genauso Beleg für das Gefühl, dass unsere ganze Branche erfasst, nämlich dass es an der Zeit ist die Segel endgültig zu setzen.

Aus der Sicht der großen Werften erzählt uns der CEO von Bavaria, Michael Müller, im Interview,wie man in Giebelstadt diese Zeit erlebt hat.Von ihm erfahren wir, dass die Unsicherheit und die Herausforderungen, die die Pandemie mit sich gebracht hat, ihrerseits die Branche schlussendlich zu mehr Innovation und Widerstandsfähigkeit geführt haben.

Widerstandsfähigkeit und Leidenschaft sind auch die Triebfedern des griechischen Olivenölproduzenten Thanos, der uns auf eine persönliche Reise durch seine mythischen Olivenhaine auf der Insel Poros mitnimmt (wer hätte je gedacht, dass aus Olivenöl die besten Cocktails gemacht werden können?). Und um Ihnen das Packen zu erleichtern, haben wir zusammen mit unseren erfahrenen Master Yachting Seglern eine praktische Checkliste erarbeitet, was Sie beim Packen vor Ihrem Törn auf keinen Fall vergessen dürfen.

Ganz gleich, ob Sie noch darüber nachdenken, wohin Ihr Schiff Sie als Nächstes bringen wird, oder ob Sie bereits Ihre Crew und Ihr Ziel ausgewählt haben - ich hoffe, dass dieses Magazin Sie mit einigen Tipps und Ideen für diese aufregende Sommersaison auf See inspirieren kann!

Herzliche Grüße, Ihr Manlio Accardo

In Guter Nachbarschaft

Ein Ganz Spezielles Jahr in der Ostsee 06 10 16

Ein Leben an Bord

Bier an Bord: Unsere Top 5

Meer & Umwelt. Rettung des Lebens in der Adria.

Der perfekte Familientörn. Mit einer richtig griechischen Note.

Segeln zu duftenden griechieschen Hainen

Top 10 Restauranttipps in Kroatien

Koffer packen wie die (Segel) - Profis

Retter in der Not

Master Class

Portugal: Auf Segeltörn von Lissabon an die Algarve

Atlantik Überquerung. Sind Sie bereit?

Bühne frei

Unterschätze Perle der Adria. Istrien.

Vive Mallorca. Von Bergen, Stränden und Orangenhainen.

Griechenland. Ein Törn zu den Juwelen der Ägäis

PANORAMA & REISE

Mit Neulingen auf den Balearen segeln

14 Tage Segelspaß: Zwei Wochen unterwegs in Kroatien

EIN GANZ SPEZIELLES

JAHR IN DER OSTSEE

Segeln unter Pandemiebedingungen

Anna und Malin, beide Anfang 20 und aus Norddeutschland, machen nach ihren Ausbildungen ihren Traum wahr und reisen im Segelboot Richtung Traumziel Mittelmeer. Gerade als die beiden den nächsten Anlauf starten wollen bricht Covid 19 über die Welt und auch die Weltmeere herein - und die beiden sind in der Ostsee “gefangen”. Na ja, gefangen ist ein bisschen übertrieben, denn während so manch einer von uns in Quarantäne und mit Social Distance im heimischen Wohnzimmer gefangen ist, segeln die beiden so gut es geht in ihrem neuen Stammrevier. Was sich manchmal bei Grenze auf, Grenze zu und ähnlichem als gar nicht so einfach herausstellt. Über Liebe zu den Schären, Masken in Zügen und sich ständig wechselnde Voraussetzungen und Regeln: die beiden habe für uns Ihre Erlebnisse Monat für Monat zusammengefasst.

März 2020

Frühjahr kann kommen – und stattdessen steht die Pandemie vor der Tür Diesen Monat wollten wir nach dem Winter endlich zurück ins Wasser, doch dann kam da plötzlich diese Pandemie statt des Krantermins. Unser Schiff, die Hevandelli, bleibt also noch auf dem Trockenen. Zeit für weitere Bootsarbeiten und das Träumen von den schönsten Orten der Ostsee.

April 2020

Große Mittelmeerpläne? Nicht in diesen Zeiten!

Keine große Besserung in Sicht, doch der Krantermin für Anfang Mai steht endlich. Die Idee Norwegen, Dänemark und Schweden unter Segeln zu entdecken festigt sich. Die Temperaturen steigen und somit auch die Vorfreude. Die Fallzahlen dagegen sinken langsam.

Mai 2020

Ab ins Wasser! Virus hin oder her…

Es geht los, Hevandellis Schwert befindet sich endlich wieder im Wasser. Die finalen Einkäufe von Ausrüstung und Proviant werden erledigt. Die Lage rund um das Virus entspannt sich etwas. Deutsche Häfen sind endlich wieder geöffnet, wenn auch ohne Sanitäranlagen. Egal, hauptsache die Segelsaison ist eröffnet.

Juni 2020

Netflix und Couchsurfen in Quarantäne? Nein danke, lieber Bootcamp zu dritt mit Opa

Auch für uns geht es endlich los – zu dritt an Bord machen wir bevor es in die Ostsee gehen soll noch einen Abstecher auf die einzige Hochseeinsel Deutschlands, nach Helgoland in der Nordsee. Die Häfen, die anfangs noch relativ leer sind, füllen sich im Laufe des Monats. Wir sind nicht mehr alleine. Angekommen in der Schlei ist dann ein Stück Normalität in Pandemiezeiten angesagt: Menschenmassen tummeln sich am Wasser und wer noch einen Platz im Hafen bekommen will, der muss schnell sein. Alles wie gehabt? Na ja für uns auf dem Boot ist das Okay, wir bleiben eh unter uns. Und statt nach Wohnzimmer riecht es einfach nach Salzwasser.

Juli 2020

Sommer, Sonne , Dänemark!

Ab geht’s nach Dänemark, das Seglerparadies für die Deutschen. Große Inseln zum Besegeln und keine Maskenpflicht mehr. Sorgen zu erkranken macht sich hier irgendwie keiner mehr. Seltsam. Aber auch für uns geht

es nicht weiter: Eigentlich wollten wir auf direktem Wege Richtung Norwegen, doch die Grenzen sind für Touristen noch immer geschlossen. Eine verrückte Welt hier mitten in Nordeuropa. Wir nehmen das was geht - und zwar die dänische Südsee. Von der Insel Anholt, wo wir dann auch einige schwedische Schiffe zu Gesicht bekommen zieht es uns in das Land, das in Bezug auf Covid19 sowieso alles anders macht – Schweden.

August 2020

Kulturschock: der schwedische Weg

Ein herrlicher schwedischer Sommertraum, den wir hier erleben – alles ist erlaubt und geöffnet. Sogar feiern in den Bars und Klubs ist möglich. Wir fühlen uns wie in einer eigenen kleinen Welt, ganz weit weg von Deutschland. Steinige Schärenlandschaften und atemberaubende Ankerbuchten mit traumhaften Sonnenuntergängen.

September 2020

There is no way to Norway!

Norwegen wollte uns immer noch nicht haben. Ob das nochmal was wird mit uns? Also geht es die schwedische Westküste wieder gen Süden, um einen geeigneten Ort für den Winter zu finden. Unter anderem auch wegen der Corona Lage entscheiden wir uns dazu dieses Jahr im Norden zu bleiben und den Winter nicht im etwas wärmeren Mittelmeer zu verbringen. Außerdem hat uns die Ostsee mit ihren vielfältigen Küsten und Inseln verzaubert.

Oktober 2020

Dänemark und der plötzliche Stopp! Wir segeln nochmal nach Dänemark rüber. Der Länderwechsel ist zunächst problemlos möglich, doch wenige Tage später, ist neben Schweden, nicht mal mehr eine Einreise aus Deutschland erlaubt. Für uns gibt es also keinen Besuch aus der Heimat. Schade.

November 2020

Mutationen und Ausweichstationen Nach langen Überlegungen haben wir uns für Schweden und damit gegen Dänemark entschieden. Dort tritt nämlich die erste mutierte Art des Virus auf. Die Dänen schließen die Grenzen und schränken das öffentliche Leben ein. Für uns heißt das, wir sind hier nicht mehr Willkommen und wählen anstatt Kopenhagen nun Malmö als Winterbasis. Dort wollen wir die kältesten Monate des Jahres abwarten und dann im Frühling Richtung Osten weiter zu segeln.

Dezember 2020

Xmas@home

Weihnachten in der Heimat – das wär’s doch. Zum Glück dürfen wir ohne Probleme über Dänemark per Zug einreisen, müssen aber eine 10-tägige

Quarantäne absolvieren und uns testen lassen. Ein Segeljahr nahezu ohne Corona geht für uns zu Ende. Allerdings befindet sich Deutschland in der zweiten Welle und es ist ein leichter Schock für uns aus dem offenen Schweden zurück zu kehren.

Januar 2021

Neues Jahr – neue Erlebnisse

Voller Vorfreude starten wir in das neue Segeljahr. Zurück beim Boot beobachten wir nur durch die Medien, die Lage in Deutschland. Wir sind froh hier zu sein. Auch wenn noch längst kein Frühling in Sicht ist. An Deck unseres Schiffes liegt einige Tage sogar Schnee und wir sind froh eine laufende Heizung zu haben.

Februar 2021

Polarlichter von Land aus Da wir mit dem Schiff aufgrund des eingefrorenen Hafenbeckens sowieso noch nicht weiter segeln können, machen wir eine Zugreise in den hohen Norden nach Kiruna. Quer durchs Land reisen wir mit dem Zug – wie immer in Schweden ohne Maskenpflicht oder sonstige Reiseeinschränkungen - und bekommen die Nordlichter zu sehen. Atemberaubend. Wie das wohl erst mit dem Schiff mitten auf dem Ozean aussehen muss?

März 2021

One year so far Ein Jahr quält uns die Pandemie – und wir sind endlich wieder auf dem Wasser – wir hissen die Segel und fahren an der Südküste Schwedens entlang. Die sehr bekannte dänische Insel Bornholm dürfen wir aber leider nicht anlaufen. Doch das ist okay und wird akzeptiert, wir lassen dieses schöne Fleckchen Erde aus und segeln die Ostküste entlang Richtung Norden. Wir sind heilfroh hier überhaupt reisen zu dürfen -und gespannt, wie sich das nächste Jahr entwickelt.

Wer mehr von Annas und Malins Abenteuern und Erlebnissen hören, lesen und sehen möchte, im September kommt ihr Buch im GU Verlag heraus. Ansonsten kann man ihnen auf allen Kanälen folgen:

Die beliebtesten Plätze und Geheimtipps der beiden

INSEL ANHOLT – DÄNEMARK Eine kleine Insel mitten im Kattegat, erreichbar nur mit Fähre oder auf eigenem Kiel. Autofrei. Abwechslungsreiche Natur - von breiten Sandstränden über Pinienwälder bis zur einzigartigen Dünenlandschaft. Der belebte Hafen ist ein schöner Ausgleich zur stillen Natur.

GÖTEBORGS SCHÄRENGARTEN – SCHWEDEN Viele kleine und große Inseln vor der Küste von Göteborg mit unzähligen Möglichkeiten geschützt zu Ankern – ob direkt am Felsen mit einem Heckanker oder in einer der beliebten Ankerbuchten. Manchmal hat man sogar eine eigene kleine Insel ganz für sich allein. Felsige, karge Landschaft und den schönsten Sonnenuntergängen, die wir an der Westküste erlebt haben.

FJÄLLBACKA – SCHWEDEN

Viele rote Holzhäuschen, typisch schwedische Idylle. Ort am Fuße des Vettebergs, von dem man einen herrlichen Ausblick über die Schärenlandschaft hat. Die Kugsklyfta, eine eindrucksvolle Felsspalte befindet sich in der Nähe des Hafens.

KOSTER INSELN – SCHWEDEN

Ein Archipel mit zwei Hauptinseln, welches das Zuhause von mehreren Seehundkolonien ist. Sie bilden den einzig maritimen Nationalpark Schwedens. Es gibt verschiedene Wanderpfade über die Inseln Süd- und Nordkoster mit traumhafter Natur und tollen Plätzen zum Baden.

IDDEFJORDEN – SCHWEDEN/ NORWEGEN Grenzfjord zwischen Schweden und Norwegen – felsige Landschaft mit dichten Tannenwäldern. Hier bekommt man ein richtiges Skandinavien Feeling. Tiefe Ankerbuchten. Ganz alleine in mitten der Natur. Gemacht für Waldspaziergänge zum Blaubeeren und Pfifferlinge suchen.

RETTER IN DER NOT

Die Automatikrettungsweste - ein kurzer Guide für Einsteiger

Eine kurze Ablenkung, ein Fehler am Steuer oder eine falsch eingeschätzte Wetterlage… es gibt viele Szenarien, bei denen es schnell “Mensch über Bord” heißen kann. In vielen Fällen geht der Ausflug ins kühle Nass glimpflich aus - dank getragener Rettungsweste. Wo Feststoffwesten unseren Bewegungsradius oft einschränken, ist die Automatikweste oft die bequemere Variante. Auf dem Markt gibt es eine enorme Auswahl an Modellen und Preisklassen, bei der es manchmal schwierig ist die Orientierung zu behalten. Hier ein kurzer Überblick über die Haupteigenschaften:

Auftrieb

Der Mindestauftrieb sollte 100 Newton betragen. Bei Westen unter 100 Newton handelt es sich zumeist um Schwimmhilfen (50N) welche sich nicht für die Rettung auf See eignen. Richtig los geht es meist erst ab 130-150 Newton bis maximal 300 N. Je höher die Newtonzahl, desto stabiler und schneller wird der Körper in eine ohnmachtssichere Position gedreht und ragt entsprechend aus dem Wasser. Körpergewichtspielt übrigens nicht unbedingt eine große Rolle, das Drehen wird eher durch Lufteinschlüsse unter (schwerer) Segelkleidung ver – bzw. behindert. Hier kann eine höhere Newtonzahl im Ernstfall und bei schwerer See entscheidend sein. Aber ab 150 Newton macht man als Mittelmeercharterer sicher nichts verkehrt.

Auslöser

Schrittgurt, Harness und CO.

Westen der oberen Preisklasse, die zu den besten auf dem Markt zählen, sind bereits serienmäßig mit Licht, Kapuze, Gurtbefestigungspunkt und Schrittgurt ausgestattet.

Prinzipiell sind alle Westen nach ISO-Norm gebaut, die sicherstellt, dass die Mindestanforderung zur Rettung gewährleistet ist. Es aber eine Vielzahl an Westen, die nicht nur die Norm erfüllt, sondern wesentliche Entwicklungen über die Standards hinaus erfüllen und zudem mit vielen Extras ausgestattet sind. Zu der Grundausstattung einer jeden guten Rettungsweste gehören unbedingt die Sprayhood, um ein sekundäres Ertrinken zu verhindern, ein Gurt zum Befestigen einer Leine, sowie eine Pfeife und Lampe. Ob auch noch Notfallortungssysteme verbaut werden sollen, daran scheiden sich in der Praxis noch ein wenig die Geister. Wer nicht gleich in der Profi – Hochpreis – Kategorie einsteigen will, dem sei zumindest folgende Mindestaustattung ans Herz gelegt:

Möglichkeit zum manuellen/oralen Aufblasen

Ein D Ring zum Einpicken in Lifelines

150 N Auftrieb

Eine Innovation der letzten Jahre: die in die Jacke integrierte Rettungsweste (z.B. von Marinepool).

Die Preisreichweite ist enorm – zwischen 90 und 300 EUR kann man problemlos in seine Sicherheit an Bord investieren.

Unabhängig davon, für welche Weste Sie sich entscheiden - Es sei gesagt, dass keine Weste retten kann, wenn sie nicht fachmännisch angelegt ist. Vor der ersten Nutzung sollten die Hinweise zum korrekten Tragen der Westen unbedingt gelesen und umgesetzt werden. Die beste Weste kann nicht helfen, wenn die Gurte nicht richtig sitzen. Ziehen Sie die Gurte so eng wie möglich fest und achten Sie darauf, dass keiner der Gurte verdreht ist. Das kann im Zweifel Leben kosten.

Automatikwesten blasen sich innerhalb von Sekunden nach dem Aufprall auf der Wasseroberfläche mit Hilfe einer Gaspatrone auf. Meist ist eine Tablette, die sich auflöst, für die Auslösung verantwortlich. Deswegen sollte bei Automatikwesten stets darauf geachtet werden, dass sie nach Möglichkeit nicht nass werden, um eine Fehlauslösung zu verhindern. Hier empfiehlt es sich immer ein Austauschset mit Patrone und Tablette mit an Bord zu haben, um im Falle einer versehentlichen Auslösung die Weste weiterhin benutzen zu können.

Leider schnell vergessen, aber ebenfalls von besonderer Wichtigkeit ist die regelmäßige Wartung der Westen. Das TÜV Siegel auf den Westen gibt entsprechend Information über die nächste anstehende Wartung, die alle zwei Jahre vorgenommen werden sollte. Lassen Sie sich hierbei nicht von den grünen Kontrolllichtern bei modernen Westen irritieren, die Weste müssen trotzdem zur Inspektion um eine einwandfreie Funktion gewährleisten zu können. Nach 10 Jahren sollte jede Weste ausgetauscht werden.

Mehr Details über Rettungswesten gibt es auf blauwasser.de

IN GUTER NACHBARSCHAFT

Wie geht es eigentlich den Werften in Zeiten von Corona und Co.? Gut soweit, so schallt es uns aus dem nur 12 km entfernten Giebelstadt entgegen. Dort muss man es wissen, bei Bavaria Yachtbau. CEO Michael Müller - gebürtiger Rheinländer mit Ankerplatz in Heilbronn – zeigt sich voller ansteckendem Optimismus im Gespräch mit Magister Navis. Warum auch nicht - Corona beschert den Bootsbauern einen Rekordsommer. Ein Gespräch über volle Auftragsbücher, leergefegte Bootsmärkte und deutschen Pessimismus.

Vor knapp einem Jahr haben wir noch die Bavaria C42 bei ihrer Weltpremiere bestaunt, live und persönlich in Düsseldorf, jetzt unterhalten wir uns hier per Videokonferenz obwohl wir uns eigentlich in den letzten Zügen der Boot Vorbereitung befinden und hier in Unterfranken fast Nachbarn sind - Corona hat nicht nur die Nautikbranche sondern die Weltwirtschaft gehörig durchgeschüttelt – wie ist es Bavaria Yachts ergangen in den letzten 12 Monaten zwischen Lockdown, Covid und Co.? Gut, wir können uns nicht beklagen. Glücklicherweise läuft die Produktion seit Beginn der Pandemie im März 2020 ungehindert. Wir konnten bisher alle Yachten pünktlich an unsere Händler liefern. Natürlich mussten wir in der Produktion und der Verwaltung alle Prozesse und den Umgang unserer Mitarbeiter untereinander durch weitreichende Hygienekonzepte anpassen. Und die ersten drei Monate war die Auftragslage doch stark ausgedünnt, gerade im ersten Lockdown. Von daher mussten auch wir schweren Herzens Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Aber die größte Herausforderung für uns war und ist die Aufrechterhaltung der teils internationalen Lieferketten. Und ab Juni 2020 ging es aufwärts, auch bei unseren Händlern, wir sind quasi bis über den Sommer 2021 hinaus ausgebucht. Der Bootsmarkt ist fast leergefegt, Dadurch konnten wir auch Kurs halten was die Neuentwicklungen angeht. Und wer jetzt eine Bavaria sucht der muss sich tatsächlich etwas umschauen, denn der Markt ist ziemlich leergefegt. Das bekommen wir als Feedback von unseren Händlern, die das meiste schon verkauft haben.

Wie haben die Kunden reagiert? In Zeiten ohne Reisen und Chartermöglichkeit wächst da der Wunsch nach dem eigenen Boot im Heimatgewässer?

Im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 ging der Auftragseingang erstmal auf Null runter. Keiner konnte und wollte ein Boot bestellen. Im Juni begann die Zahl der bestellten Boote wieder zu steigen und erreichte im Sommer ein Boom, den wir so in den Sommermonaten noch nie erlebt haben.

Getrieben war der gute Auftragseingang hauptsächlich durch Privateigner, leider zurzeit weniger Charterunternehmen. In Zeiten von Reisebeschränkungen und wenigen erlaubten Kon-

takten wollen die Menschen natürlich lieber mit ihrem eigenen Boot auf das Wasser. Aber Sie als Charteragentur haben es sicher gemerkt: Wo im letzten Jahr Reisebeschränkungen gelockert wurden, waren sofort Charterkunden vor Ort, um mit einer Charteryacht der „Corona-Welt“ zu entfliehen. Gerade dann, wenn das Boot mit dem Auto zu erreichen ist, auch nur so gerade noch. Das mögen für den einen 200, für den anderen 2000 km sein, auf jeden Fall haben wir da einen Trend erkennen können. Im Übrigen auch bei den Crewgrößen, die etwas kleiner wurden. Keine großen Gruppen auf jeden Fall.

Darf ich Sie persönlich fragen: was nervt Sie am meisten an der Situation, und was haben Sie bisher als Erkenntnis mitgenommen aus dieser Pandemie?

Ach, unserer Branche geht es doch gut im Vergleich zu vielen anderen Industrien und trotzdem fehlt mir bei Vielen die Freude. Gemeckert wird mir viel zu viel, typisch deutsch, ein paar Prozent weniger, ständiger Pessimismus und jetzt sind es halt die Yachten, die wir aufgrund der hohen Nachfrage nicht schnell genug liefern können. Das geht mir wirklich auf den Keks. Leute, das ist unsere Zeit und wir rocken das schon. So eine Situation wie jetzt, die kommt nie wieder. Manchmal muss man das auch als Chance sehen, Gewohntes hinterfragen, manches neu sortieren.

Blicken wir nach vorne: 2018 die Bavaria C45, 2020 die Bavaria C42, jetzt die Bavaria C38. Kompakt ist King?

Alle C`s haben Ihre Liebhaber und Absatzmarkt und durch die eben angesprochenen neuen Trends wird der Markt 35 bis 40ft noch wichtiger und lukrativer. Mit der Bavaria C38 haben wir da eine Yacht, die mit allen Mitbewerben mithalten kann. Sie ist agil, eigenständig, modern und hat ein super Preis-Leistungs-Verhältnis. Das ist die neue Bavaria, auch für den Eigner mit hohen Ansprüchen.

weiter zum Bug platzieren, ohne dabei auf Komfort und Raumangebot verzichten zu müssen. Im Gegenteil, die Kojen sind auf der C38 größer als bei den meisten Wettbewerbern. Aber durch diesen Trick haben wir vor allem einen riesigen Salon geschaffen. Mit viel Licht und viel Platz.

Wie passt die Bavaria C 38 denn in die Produktpalette?

Die C38 segelt in einem hart umkämpften Segment. Segelboote um die 11 Meter passen genauso gut auf die Ostsee wie ins Mittelmeer. Das ist gerade für unsere Privatkunden das entscheidende Kriterium. Die Bavaria C38 ist daher das wichtigste Boot der C-Serie und darf den Kunden nicht enttäuschen. Auf ihr baut die Grundlage für unser Image für die ganze C-Linie auf.

Im Motorbootbereich wurde jetzt ein neuer Daycruiser vorgestellt –wo geht hier der Trend hin?

Obwohl man sagen muss, Segelyachten von Bavaria Yachts haben schon immer viel Platz zum fairen Preis geboten, und das bei guten Segeleigenschaften, einer sehr soliden Qualität und durchaus handhabbarem Unterhalt. Ein Grund warum ein Großteil der Charteryachten auf der Welt eine Bavaria sind. Diese DNA haben wir in der C-Line konsequent fortgeführt. Kompakt ist King passt daher vielleicht nicht ganz. Alle Modelle der C-Line - von der 57 bis zur 38- zeichnen sich durch hochwertige Materialien, elegante Linien und exzellente Segeleigenschaften aus. Sie können auch mit einer kleinen Crew gesegelt werden. Der Tag mit ihnen auf See macht einfach Spaß. Genauso wie dann unter Deck: alle Modelle bieten viel Raum und ein Maximum an Komfort.

Worauf wurde beim jüngsten Sproß der Reihe besonders wert gelegt?

Wir wollten auch hier einen Familien - Cruiser bauen mit dem man entsprechend Segelspass hat, und ich denke, das ist uns gut gelungen. Bavaria steht für gute Qualität und Funktionalität zu einem guten Preis. Freude und Spaß beim Segeln mit der gewohnten Sicherheit an Bord. Alleine die Umsetzung ist hier entscheidend: Durch die Chines im Heck und unseren Bavaria V-Bug mit viel Volumen im Vorschiff, konnten wir die Achterkabinen weiter achtern und die Kabine im Vorschiff

Die Sportboote der Marke Bavaria Yachts werden auch weiterhin unser Fokus sein, aber vor allem der Außenbordermarkt wächst weltweit. Hier muss sich Bavaria für die Zukunft neu aufstellen, will man ein Globalplayer sein. Bis dahin ist noch ein langer Weg für uns und wir müssen diese Märkte auch verstehen.

An Land ist der Antrieb bei der Mobilität momentan das meistdiskutierte Thema: Strom, Wasserstoff, Benzin, Diesel – spielen solche nachhaltigeren Antriebsalternativen eine Rolle bei Ihnen? Auf die Serienfahrtenyacht mit E-Antrieb oder Hybrid scheint man tatsächlich noch zu warten…

a so scheint es. Aber hier steht ja vor allem eines im Vordergrund – die Speicher-und Ladekapazität! Und hier gibt noch keine „proven Technology“. Die Speichermodule sind das Problem und hier muss noch viel passieren. Auch bei Segelyachten: selbst wenn bei Seglern der Antrieb meist der Wind ist, ist der Motor nicht nur für Hafenmanöver an Bord. Wer schon mal sechs Stunden bei Sturm mit dem Motor gegen Wellen und Wind angefahren ist, weil es navigatorisch gar nicht anders ging, der möchte auf diese Sicherheit nicht verzichten. Die bisherigen alternativen Antriebe haben weder die Kraft noch die Ausdauer für so einen Törn. Und wie gesagt, solange hier keine erprobten und alltagstauglichen Lösungen vorliegen, werden wir weiter auf Bewährtes setzen. Das erwarten unsere Bavaria-Kunden von uns und das sind wir Ihnen auch schuldig.

Überhaupt das Thema Nachhaltigkeit – ein Faktor auch beim Kunden bzw. der Werft?

Natürlich kann sich auch eine Werft nicht dem Faktor Nachhaltigkeit entziehen. In der Produktion also in der Werft ist das Tagesgeschäft. Ob es Energie, Werkstoffe, Harze oder Verarbeitung ist, alles steht permanent auf dem Prüfstand. Wir stellen unsere Rümpfe und Decks noch in Giebelstadt her und wie es allgemein bekannt ist. , sindUnd gerade in Bayern sind die Auflagen des Umweltamts nicht zu verachten.

Worauf achtet der Kunde beim Kauf einer Bavaria?

Die Marke BAVARIA YACHTS steht für gute Qualität, Verlässlichkeit, Funktionalität, Langlebigkeit, Service zu einem guten Preis. Oder einfach gesagt: Viel gutes Boot für sein Geld.

Wohin geht er denn aus Ihrer Sicht, der Trend auf dem Wasser? Die Branche wächst ja laut Prognose grundsätzlich die nächsten Jahre. Noch mehr Assistenzsysteme? Autonomes Fahren/ Anlegen? All dies sind ja die Themen an Land. Meine Hoffnung ist, dass all diese technischen Möglichkeiten uns helfen das Leben auf dem Wasser sicherer und einfacher zu machen, ohne in den Vordergrund zu treten. Man will sicheren Segel- und Fahrspaß haben und nicht erst ein Handbuch lesen. Am besten, man bemerkt so eine Assistenztechnik gar nicht erst wenn sie im Hintergrund arbeitet. Auch die Regeln auf dem Wasser sind und sollten so angelegt bleiben, und vor allem nicht zu komplex werden. Das autonome Fahren macht an Land glaube ich mehr Sinn - zum Glück ist auf dem Wasser immer noch genug Platz für alle.

Immer mehr Segler entscheiden sich für einen komfortablen Katamaran- ein Segment, in dem Sie sich mit Nautitech seit 2014 engagieren. Spüren Sie den Trend ebenfalls?

Natürlich gibt es auch Liebhaber von Katamaranen. Wir sehen Kats als Bereicherung für den Markt an, aber unsere C-Linie und Cruiser brauchen keinen Vergleich zu scheuen. Es ist halt immer eine Frage: was will ich eigentlich und wie viel bin ich bereit dafür zu bezahlen. Klar ist so ein Kat in Flachwasserrevieren zum Beispiel etwas Feines.

Und zu guter Letzt: wo sehen Sie für Bavaria Yachts das größte Entwicklungspotenzial in den kommenden Jahren?

Wir werden sehr bald unsere Position in Europa und im Charter Markt stabilisiert haben. Mittelfristig müssen wir uns der Herausforderung Amerika und asiatischer Märkte stellen. Das sehen wir als Marke noch ein gewaltiges Potential, das es zu aktivieren gilt.

Vielen Dank für das Gespräch!

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MASTER CLASS

Mensch über Bord, Anlegemanöver – wie segelt sich eigentlich ein Catamaran? Was muss ich beachten bei zwei Rümpfen? Wie verhalte ich mich, wenn schweres Wetter aufzieht?

Fragen, denen die meisten Segler früher oder später begegnen. Klar, mit viel Erfahrung weiss man was zu tun ist – oder nach guter Ausbildung! Auch wir bei Master Yachting merken das an stetiger Nachfrage: der Bedarf an Aus-und Fortbildung bei unseren Skippern wächst. Und das ist gut so – denn gelernt ist gelernt. Deswegen haben wir die Master Class entwickelt.

Master Class SKS Praxis Törn - mit Master Yachting zum SKS (Praxis)

Von der Pike auf segeln mit Master Yachting

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Destinationen im Mittelmeer, z.B auf Mallora oder Korfu – in angenehmer Atmosphäre und mit dem gewohnten Master Yachting Komfort. Unser Premiumprodukt für angehende Skipper - die Ausbildung mit Urlaubscharakter. Für alle, die ihre Kenntnisse vertiefen, ihre Qualifikation erweitern und mehr Spaß am Segeln haben wollen – durch Ausbildung von unseren Experten.

Was wird vermittelt?

Alle notwendigen Manöver für die Aufgabenstellungen in der praktischen Prüfung des SKS. Am Ende des Törns wird die praktische Prüfung abgelegt.

Und: wir begleiten unsere Teilnehmer auch durch die Theorie! im Paket enthalten sind drei 90 minütige Webinare, in denen euch unsere erfahrenen Ausbilder mit Rat und Tat bei Theoriefragen zur Seite stehen.

Wer bildet aus?

Erfahrene Ausbilder, die sich schon seit über 10 Jahren bei Segelvereinen engagieren stehen euch als Skipper zur Seite und vermitteln das notwendige Fachwissen. Geballte Meilen sorgen in angenehmer Atmosphäre für idealen Wissenstransfer.

Mehr Informationen über das Team findet Ihr hier.

Wo und was wird gesegelt?

Die Ausbildung findet in einem Traumrevier statt – wir sind z.B. ab Korfu unterwegs im Ionischen Meer auf aktuellen Yachten. Exklusive Ausbildung auf exklusiven Premiumyachten in gewohnter Master Yachting Qualität. Und vor allem -in der optimalen Crewgröße. Bei sechs Mann ist Schluss pro Yacht!

Was muss ich mitbringen?

Segelgrundkenntnisse, einen SBF See und mindestens 200 bestätigte Seemeilen. Auf dem Törn werden noch einmal ca. 100 Seemeilen zurückgelegt und ebenfalls bestätigt.

Wann geht es los?

Aufgrund der aktuellen Situation stehen hier noch keine Termine fest, geplant ist die Aufnahme im späten Q3!

Was ist dabei?

Yacht inkl. Endreinigung, Wasser, Gas, Diesel, Ausbildungsskipper, Anreisekosten des Prüfungsausschusses, eine App zum Lernen und zur Erfolgskontrolle, 3 x 90 min Gratiswebinar begleitend zu eurer Theorieausbildung – und vor allem eine Superkombi: Ausbildung dort wo andere Urlaub machen!

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Master Class Skippertraining - eine Woche Segelausbildung der Extraklasse (ohne Prüfung) Kenntnisse auffrischen und neue erwerben, Übung macht schließlich den Meister- unser Master Yachting Skippertraining ist auf die Bedürfnisse von Charterskippern optimal zugeschnitten. Und findet regelmäßig an ausgesuchten Destinationen statt, die man sonst selten bei Anbietern findet. Mit genauso qualifizierten Ausbildungsskippern wie unsere SKS Praxis und laufend auf dem aktuellen Stand der Dinge.

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3.

EIN LEBEN AN BORD

WIR TREFFEN HELENE UND GILES

Helene begann 2015 als Hostess mit Quarterdeck zu arbeiten und ist seitdem jeden Sommer zurückgekehrt, um in Schweden, Kroatien, Montenegro, Griechenland und den Britischen Jungferninseln zu segeln. Helene kommt ursprünglich aus Schweden und hat eigentlich Berufserfahrung in der Medienproduktion gesammelt. Sie sammelt nun Meilen und Erfahrung, um sich weiterzubilden und als Skipper zertifiziert zu werden, damit sie die Möglichkeit hat, in Zukunft entweder als Skipper oder als Hostess zu arbeiten. Helene ist für ihre positive und lebhafte Persönlichkeit bekannt und sie ist ein beliebtes Mitglied der Quarterdeck-Community.

Verfolgen Sie Helens Reisen als Gastgeberin @hedenstrand auf Instagram.

“Die Menschen, die man an Bord kennenlernt, wird man im normalen Alltag nie treffen... Um ein guter Gastgeber zu sein, muss man immer in der Lage sein, mit einem breiten Lächeln aufzuwachen.”

Giles begann 2019 mit Quarterdeck als Skipper zu arbeiten. Er wurde in Hongkong geboren, wuchs auf den Bermudas auf und lebt jetzt in Großbritannien. Er begann im Alter von 6 Jahren mit dem Segeln und durchlief mehrere Jollenklassen, bis hin zu Küsten-Kielbootrennen, Jollenunterricht und schließlich dem Yachtsport. Seit er seinen RYA Yachtmaster Offshore erworben hat, hat er als Skipper in Griechenland, Kroatien und den Britischen Jungferninseln gearbeitet.

Zwischen den Yachtsaisons hat er zweimal den Atlantik überquert, einmal als Skipper und ein weiteres Mal als Erster Offizier. Giles hat einen Master in Meeresgeographie und ist bekannt für sein Wissen über die Meere, sein Fachwissen und als Problemlöser.

Interessieren Sie sich für Giles’ Aufenthaltsorte? Folgen Sie ihm @giles.It auf Instagram

“Was ich daran liebe, Skipper zu sein, ist, dass man jede Woche auf einem anderen Boot ist, dass man viele große Boote segeln kann, viele schöne Boote, viele Boote, die man nicht segeln könnte, wenn man sie nur für eine Woche mieten würde.”

PORTUGAL: AUF SEGELTÖRN VON LISSABON AN DIE ALGARVE

Autor: Sönke Röver

PORTUGAL IST EINE SEEFAHRERNATION

Es ist Mittag. Die Sonne strahlt erbarmungslos auf das kleine Fischerdorf Culatra herab. Ein Obsthändler baut seinen Stand ab, eine Verkäuferin schließt die Ladentür des Supermarktes, die Menschen ziehen sich in ihre Häuser zurück. Portugal hält Siesta. Im Schatten eines Holzschuppens haben es sich zwei Fischer bequem gemacht. Über den heißen Strand, der die Luft flimmern lässt, wandert ihr Blick hinaus aufs Wasser. Fast scheint es, als liege Melancholie darin. Lange ist es her, dass das Land an der Westküste der Iberischen Halbinsel eine bedeutende Kolonialmacht war. Noch länger, dass Heinrich der Seefahrer Teile Afrikas und die Azoren entdeckte und Vasco da Gama aufbrach, einen Seeweg für den Gewürzhandel mit Indien zu suchen.

Geblieben ist von der einstigen Seefahrernation nicht viel. Stattdessen hat sich Portugal entlang der Küste zwischen Lissabon im Westen und Faro im Süden des Landes in eine Ferienregion verwandelt, die insbesondere bei Landtouristen sehr beliebt ist. Baden, golfen, angeln oder ausgehen stehen auf der Tagesordnung der Touristen gepaart mit Sommer, Sonne, Sonnenschein an mehr als 300 (!) Tagen im Jahr. Das ist in Europa ein Spitzenwert.

SEGLER ENTDECKEN DIE ALGARVE NUR LANGSAM

Anders als mit den Landtouristen verhält es sich mit den Seglern. Sie scheinen den Süden Portugals erst nach und nach als ein besonderes Reiseziel zu entdecken. Vornehmlich sind es Blauwassersegler, die hier Jahr für Jahr auf dem Weg von Nordeuropa zu den Azoren, nach Madeira oder direkt zu den Kanaren die Küste bereisen – allerdings oft nur bis Lissabon. Dann folgt ein langer Seeschlag.

Doch gerade die Küste südlich von Lissabon auszulassen ist schade. Denn in meinen Augen beginnt hier der attraktivste Küstenabschnitt, den die einstige Seefahrernation zu bieten hat. Doch dazu gleich mehr.

Bei Charterseglern wiederum rückt Portugal nur langsam in den Fokus, wenn man das Revier mit den großen Destinationen am Mittelmeer vergleicht. Zu groß scheint der Respekt vor der Dünung des Atlantischen Ozeans, zu unklar die Infrastruktur. Zugegeben, mit der Dünung muss man zumindest auf dem Abschnitt zwischen Lissabon und der Algarve mitunter leben, aber das kann auch seinen Reiz haben. Die Infrastruktur ist top: In den Marinas gibt es allen erdenklichen Komfort und die Versorgung mit Proviant ist flächendeckend auf hohem Niveau.

DER TÖRN AN DIE ALGARVE BEGINNT IN CASCAIS

Wer sich aufmacht, die Atlantikküste zwischen Lissabon und Faro zu entdecken, startet meistens in Cascais oder Oeiras vor den Toren Lissabons. Natürlich hat die Metropole selbst auch etliche Marinas zu bieten, aber diese liegen bis zu 18 Seemeilen flussaufwärts –beispielsweise die Marina Parque das Nações.

Die Strömung auf dem Fluss „Tejo“, der bei Cascais in den Atlantik mündet, kann bis zu vier Knoten erreichen und das hält den einen oder anderen Segler davon ab, die Reise in Portugals Hauptstadt auf sich zu nehmen – gleichwohl die Flussfahrt attraktiv ist. Mit der Tide im Nacken dauert der Törn rund zwei Stunden. Es geht sowohl unter der imposanten Brücke „Ponte 25 de Abril“ hindurch, als auch direkt am Zentrum von Lissabon vorbei.

Wer den Törn dennoch scheut, kann Lissabon auch von Cascais aus entdecken. Mit einem schaukelnden S-Bahn-Zug geht es vom beschaulichen Vorort mit weitläufigem Ankerfeld und einer top ausgestatteten Marina immer am Wasser entlang ins Zentrum der Metropole. Lissabon beeindruckt. Zwischen prunkvollen Bauten rattern historische Straßenbahnen. Das Rasseln ihrer Glocken schallt durch die engen Kopfsteinpflastergassen, deren Bordsteine kunstvoll mit Mustern belegt wurden. Kaufleute bieten lautstark ihr Sortiment feil und aus zahlreichen Cafés dringt hundertfaches Stimmengewirr. Die Stadt hat Charme, verkörpert eine Mischung aus moderner Lebensfreude und dem Flair vergangener Tage. Einziger Haken: Diese Mischung ist bei Touristen dermaßen beliebt, dass es inzwischen zunehmend Probleme für die Einheimischen gibt, die sich aus der Stadt verdrängt fühlen.

KURS SÜD ENTLANG DER WESTKÜSTE PORTUGALS

Dennoch: Wir sind beeindruckt vom Lissabon-Besuch. Mit der ratternden S-Bahn geht es zurück zum Schiff. Durch das leicht verschmutzte Zugfenster spüre ich, wie der Atlantik silberbläulich im Gegenlicht leuchtend Lust aufs Segeln macht. Schluss mit Metropole – die See ruft. Am nächsten Morgen gehen die Tücher hoch, und Cascais bleibt im Kielwasser zurück. Der Himmel ist wolkenlos, wie so oft im portugiesischen Sommer. Fünf Beaufort aus Nordwest bringen unser Schiff gut voran. Gelegentlich pflügen Delfine elegant neben dem Bug durch die See.

Einziger Schönheitsfehler: Trotz des nicht übermäßig starken Windes erreichen die Wellen eine Höhe von bis zu drei Metern, bedingt durch die Restdünung eines Tiefdruckgebietes, das auf dem Weg nach England ist. Und auch wenn die Wellen lang gezogen sind und ihre Kämme nur selten brechen, stellen sie die Mägen einiger Mitsegler

auf eine harte Probe.

Immerhin: Der freie Blick auf die Küste verschafft Ablenkung von der Seekrankheit. Das ist nicht immer so – dieses Revier ist durchaus auch für seine Nebelbänke bekannt, die mitunter stundenlang die Sicht versperren. Ich habe es selbst schon oft erlebt, aber auf dieser Fahrt haben wir Glück und der Blick reicht weit. Mehr noch, je weiter wir nach Süden segeln, desto mehr lässt die Dünung nach und eine entspannte Windsee von nur einem halben Meter setzt sich durch. Während an der Algarve längst Hotelburgen und Golfplätze die einst einsamen Felsbuchten und Strände einrahmen, gibt sich die atlantische Westseite Portugals eher rau und schroff. Zwischen rötlich-braunen Felsen verstecken sich verträumt wirkende Dörfer. Eines davon ist Sesimbra, ein anderes Sines, der Geburtsort Vasco da Gamas, rund 60 Seemeilen südöstlich von Cascais.

SINES – EIN FISCHERDORF IN PORTUGALS WESTEN

An hohen Molen vorbei, die den Blick auf den Atlantik nehmen, laufen wir an im Vorhafen ankernden Yachten vorbei in die kleine Marina ein. Winkend erscheint der Hafenmeister auf der Pier. „Welcome!“, ruft er und deutet auf einen freien Liegeplatz mit Fingersteg, „You can stay over there.“

Kaum, dass die Festmacher belegt sind, wird eingecheckt. Das ist Pflicht in allen portugiesischen Häfen, egal wo das Boot herkommt. Mit Schiffspapieren und Pässen bestückt, mache ich mich auf zur Rezeption, um die bürokratisch anmutenden Formalitäten zu erledigen. Gut 20 Minuten dauert die Prozedur. Selbst die vorbereitete Crewliste ändert daran nicht viel. In Portugal ist das normal. Das war schon immer so und es wird sich vermutlich auch nicht mehr groß ändern. Mit einem Lächeln auf den Lippen ist es gut zu ertragen, auch wenn sich die Logik dahinter nicht immer erschließt.

SAGRES – EIN FISCHEREIHAFEN MIT ANKERPLATZ

Sines ist strategisch ein wichtiger Punkt auf dem Törn an die Algarve. 80 Seemeilen sind es von dort bis Lagos am Rand der Algarve. Portugal: Auf

Dazwischen finden Segler nur noch in einer Ankerbucht bei Sagres Schutz. Allerdings rät der Hafenmeister von Sines ab, sie anzulaufen. Auf dem Grund würden Wracks, Motorblöcke und anderer Schrott verrotten, und schon so manches Ankergeschirr hätte sich unrettbar darin verhakt und die kleine Pier von Sagres sei den Fischern vorbehalten. Meiner Meinung nach ist das etwas übertrieben, aber wer in Sagres ankern möchte, sollte eine Tripboje verwenden.

Der an der portugiesischen Westküste vorherrschende Nordwind bleibt uns zum einen treu und beschert uns zum anderen einen perfekten Segeltag. Ob die guten Bedingungen am Portwein liegen, den wir Rasmus statt Sherry im Zuge einer ersten Begeisterung für dieses Land geopfert haben, finden wir nicht heraus. Mit sechs Knoten laufen wir über Grund. Zeitweilig hilft ein parallel zur Küste nach Süden setzender, zwei Knoten starker Strom zusätzlich mit. Während schlecht markierte Fischerbojen in immer kürzeren Abständen kommen und gehen, werden die Ufer steiler, staubiger, kahler und karger. Imposant erheben sich graue Klippen bis zu 100 Meter über die wogende See.

HINTER DEM CABO DE SÃO VICENTE LIEGT DIE ALGARVE

Unter Groß und Fock passieren wir das Cabo de São Vicente an der Südwestspitze Portugals mit gebührendem Abstand, obwohl das nicht sein müsste. Untiefen sind rar, lediglich Fischernetze stellen eine Gefahr für Ruder und Schiffspropeller dar.

An Bord kehrt Ruhe ein. Nicht weil der Wind abflaut, sondern weil sich der Kurs nach Osten ändert. Die rollenden Bewegungen des Bootes in der See lassen nach. Fortan wird in der Abdeckung der Küste gesegelt, statt großer Wogen durchschneidet der Bug nur noch kleinere

Wellen. Mein Blick wandert zur Küste, die sich merklich verändert hat. Zwar fallen die Klippen noch immer steil ins Meer ab, aber sie sind in der Farbe wärmer, ja sogar lieblicher geworden. Gelb, orange und rot schimmern sie in der Abendsonne.

An Backbord liegt die Algarve, der schönste Küstenabschnitt Portugals. Das hat sich rumgesprochen und es gibt einige Städte, die bei Reisenden aus aller Welt äußerst beliebt sind. Von West nach Ost sind das Lagos, Portimão, Albufeira und Vilamoura. An der Algarve gibt es überall nur wenige Seemeilen voneinander entfernt hochwertige Marinas. Allerdings ist es hier mit der Ruhe an Land in der Sommersaison auch schnell vorbei.

Rummelig ist es auch in Lagos: Lautstark bieten Bootsbesitzer an der Uferpromenade Ausflugsfahrten zu Delfinbeobachtungen oder nahe gelegenen Badebuchten und Felsgrotten an. In bunten Holzkähnen werden die zahlreichen Urlauber über das blaugrüne Bilderbuchwasser hinausgeschippert. Während die Rudergänger versuchen, die im Sonnenlicht ockerfarben leuchtenden Felsen so anzusteuern, dass sie im rechten Licht erscheinen, klicken und filmen Handykameras. Posen, lächeln, teilen.

ALBUFEIRA IST EINE TOURISTENHOCHBURG

Bei einem abendlichen Bummel durch Albufeira, ein paar Seemeilen weiter Richtung Osten, fällt es endgültig schwer, dem Strom des Tourismus zu entfliehen – vornehmlich machen Engländer hier am langen Atlantikstrand Urlaub.

Der Tourismus ist für die Portugiesen längst die wichtigste Einnahmequelle neben dem Fischfang geworden. Die Speisekarten in den Restaurants sind in Deutsch, Englisch oder Spanisch erhältlich. Wer dennoch versucht, ein paar Brocken Portugiesisch zu sprechen, erobert schnell die Herzen der Einheimischen. Da reicht oft schon ein

einfaches „Obrigad“, was nichts anderes als „Danke“ bedeutet. Trotz der Menschenmassen lassen sich in Seitengassen abseits all der Straßenkünstler, Musiker, Obst- und Gemüsestände auch weniger überlaufene Lokale finden. Dort stimmen die Preise, sind die Portionen üppig. Zum ofenwarmen Brot kommen Oliven und Butter auf den Tisch, zum fangfrischen Fisch die Flasche Weißwein und danach ein Aguardente, ein an der Algarve typischer Schnaps. Der Wirt hebt das Glas, guckt uns der Reihe nach in die Augen, lächelt zufrieden und erklärt, dass „Saudee“ so viel wie „Prost“ bedeutet.

DAS HIGHLIGHT DER KÜSTE IST DIE LAGUNE „RIA FORMOSA“

Entlang der Südküste geht es weiter ostwärts in Richtung Faro vorbei an Vilamoura, das mir mit seinen Bars rund um die Marina zu viel Disneyland ist. Die Ufer werden flacher, sandiger, und immer seltener durchbrechen Hotelklötze das eindrucksvolle Landschaftsbild. Bei einer frischen nördlichen Brise segeln die wenigen Schiffe, die auf dem Wasser unterwegs sind, gemächlich im Schutz der Küste dahin.

Mittags, wenn an Land das Leben stillsteht, lässt sich an Bord die Hitze gut ertragen. Der Wind sorgt für angenehme Abkühlung.

Nächster Stopp ist die Lagunenlandschaft Ria Formosa, ein gut geschütztes Reservat hinter einer Kette von flachen Sandinseln. Dort befindet sich einer der beliebtesten Ankerplätze des Reviers vor der Ilha da Culatra. Trotz eines Tidenhubs von bis zu drei Metern dümpeln hier über 80 Fahrtenyachten in der Abendsonne; umgeben von unzähligen Fischerbooten. Kinder toben an Land, Hunde bellen und das Wasser erreicht mit 24 Grad im Sommer angenehme Badetemperaturen. Da kann nicht mal der gelegentliche Lärm der Faro anfliegenden Flugzeuge den Frieden stören.

Die Flut hat eingesetzt und etliche Fischerboote nehmen Kurs auf die drei Seemeilen entfernte Stadt Olhão. Ihre Route führt sie von Culatra aus vorbei an trockengelegten, wattähnlichen Sandfeldern voller Muscheln und Algen, über denen die Möwen auf der Suche nach Essbarem kreisen. Eben nach Niedrigwasser ist der Verkehr im kurvenreichen Priel am größten, weil die veränderlichen Ufer dann besonders gut auszumachen sind und Grundsitzer durch das auflaufende Wasser wieder freikommen.

Olhão ist einer der wenigen Orte an der Algarve, die touristisch noch nicht allzu stark erschlossen sind. Dennoch gibt es eine gute Marina. Und so können wir Segler uns einmal mehr von der Lust am Entdecken packen lassen. Zwischen renovierungsbedürftigen Gebäuden glänzen farbenfrohe, gekachelte Fassaden. Vor Fenstern trocknet Wäsche in der Nachmittagssonne. In urigen Kneipen sitzen alte Männer beim Bier. Und samstags kann dem bunten Treiben rund um die Markthallen zugesehen und fangfrischer Fisch gekauft werden –Sardinen, Seebrassen, Oktopusse, Makrelen oder Thunfische.

Mit vier Thunfischsteaks im Gepäck zieht es uns an den Ankerplatz vor der Insel Culatra zurück. Gleißend rot versinkt die Sonne über der Ria Formosa, während der Fisch in der Pfanne gart. Noch einmal kommen mir die alten Entdecker und Abenteurer in den Sinn: Männer wie Heinrich der Seefahrer und Vasco da Gama haben sicherlich viel von der Welt gesehen. Und doch werde ich die Vermutung nicht los, dass auch sie zwischen ihren Weltreisen gern an diesen ursprünglichen und abwechslungsreichen Landstrich an der portugiesischen Küste zurückgekehrt sind. Daran kann auch der Massentourismus an einigen Hotspots nichts ändern. Für Segler ist die Algarve definitiv ein lohnenswertes Ziel – man muss sich nur die netten Plätze rauspicken.

Portugal: Auf Segeltörn von Lissabon an die Algarve

ALLGEMEINE INFOS ZUM SEGELREVIERE ZWISCHEN LISSABON UND FARO

Im Sommer weht der Wind fast ausschließlich aus nördlichen Richtungen mit 3 bis 5 Beaufort. An wenigen Tagen fegt ein starker Südostwind (Levante) über die Küste hinweg. Anders als im Süden liegen an der Westküste die Häfen weit auseinander, sodass dieser Küstenabschnitt eher für ambitioniertere Crews als für Familien geeignet ist. Zudem bilden sich schon bei mäßigen bis frischen Winden Wellen von zwei bis drei Meter Höhe, die auch aus einer Dünung kommen können und mit der eigentlichen Windsee nichts zu tun haben. Einen guten Überblick über das Wellenbild kann man sich mit der App Windy verschaffen. Das gilt auch für die Nebelentwicklung.

An der Algarve ist die Marinadichte viel größer und der Seegang geringer, da der Wind meist aus Norden über das Land kommt und so geschützt und ohne Wellen im Lee der Küste gesegelt wird. Das gesamte Revier ist ein Tidengewässer, was auf See zwar vernachlässigbar ist. Beim Befahren der Flussmündungen setzt jedoch vereinzelt starker Strom. Bei südlichen Winden liegt die Algarveküste gefährlich und exponiert – Stichwort: Legerwall! An solchen Tagen bleibt man besser im Hafen.

Generell muss in jedem Hafen einklariert werden – mit Bootsschein, Versicherungsnachweis und den Pässen der Crewmitglieder. In Portugal sind die Steganlagen der Marinas mit Türen gesichert; Zugangskarten gibt es beim Einchecken gegen ein Pfand. Die Hafengelder erreichen in der Hauptsaison in Vilamoura und Lagos durchaus ein gehobenes Niveau, sind sonst aber fair.

Wer gerne ankert, findet gute Ankerplätze bei Portimão hinter dem Wellenbrecher oder vor Ferragudo sowie in der Lagune von Alvor oder der Ria Formosa. Exponierter ankert man neben der Hafeneinfahrt von Lagos, bei Benagil oder vor Sagres – was bei Nordwind aber kein Problem ist.

Mehr interessante Revierberichte gibt es unter blauwasser.de

WINDVERHÄLTNISSE

TIDENHUB

Fuerteventur a

SCHWIERIGKEITSGRAD

An Portugals Algarveküste spielen die Gezeiten eine Rolle, ein etwas anspruchsvolleres aber kein außergewöhnlich schwieriges Revier. Die Kanaren sind auch für erfahrene Segler durchaus spannend, das Segeln auf dem offenen Atlantik kann auch eine sportliche Note bekommen. Das gilt auch für die Azoren.

REISEZEIT

POR: April bis Oktober; AZN: Mai bis Oktober; KAN: September bis April; CPV: November bis März.

BOOTSFÜHRERSCHEIN / FUNKZEUGNIS

Von Revier zu Revier unterschiedlich – fragen Sie uns.

LIEGEPLATZ / ÜBERNACHTUNG

POR: Meist Marinas, einige Ankerplätze; AZN: Häfen und Marinas; KAN: hauptsächlich Häfen und Marinas, gelegentlich Ankerbuchten; CPV: kaum Häfen oder Marinas, hauptsächlich Ankern in Buchten.

HÄFEN / INFRASTRUKTUR / PROVIANT

In Portugal, auf den Kanaren und den Azoren ist die Infrastruktur aufgrund der Häfen und Marinas sehr gut. Auf den Kapverden (kaum Marinas) unbedingt zu Beginn des Törns gut bunkern! PORTUGAL Euro

KAPVERDEN

BEREIT?

Schon mal darüber nachgedacht, Portugal unter Segeln zu entdecken? Mehr auf unserer Website

Master Yachting bietet an allen mit diesem Zeichen versehenen Orten Yachten an – auch wenn diese nicht im Katalog ausgewiesen sind. Genaue Infos erhalten Sie unter www.master-yachting.de

PREISGEFÜGE

POR: Bier: 2,50 Euro, Cappuccino: 2 Euro, Einh. Gerichte: 10 bis 15 Euro; AZN: Bier: 2,50 Euro Cappuccino: 2 Euro, Einh. Gerichte: 9 bis 15 Euro; KAN: Bier: 1,50 Euro, Cappuccino: 2 Euro, Einh. Gerichte: 15 Euro; CPV: Bier: 2 Euro, Cappuccino: 2 Euro, Einh. Gerichte: 6 bis 9 Euro.

ANREISE

POR: via Lissabon, Faro; AZN: Zielflughafen ist Horta oder Ponta Delgada; KAN: Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote empfehlen sich je nach Charter; CPV: via Sal od. Sao Vicente.

VERSTÄNDIGUNG

Portugiesisch, Spanisch und Englisch.

Cádiz
Marbella
Huelva
Praia
PALMEIRA
SÃO VICENTE
Punta de Teno
SANTA CRUZ DE TENERIFE
PUERTO DE MOGAN
RADAZUL
LAS GALLETAS
ARRECIFE

UNSER TIPP: AB AUF

DIE SEYCHELLEN!

Ob der portugiesische Entdecker Vasco da Gama an jenem Tag im Jahr 1502 einfach einen schlechten Tag hatte oder mit seiner Ursprungsmission genug beschäftigt war , das kann heute keiner mehr so genau sagen. Auf jeden Fall schenkte er den von ihm besuchten Inseln im westlichen indischen Ozean wenig Aufmerksamkeit, und diese gerieten in Europa wieder in Vergessenheit. Ein Glück wiederum für seinen französischen Kollegen Lazare Picault, der 240 Jahre später eher zufällig auf ein Paradies stieß, das heute für Segler eines der schönsten Ziele weltweit darstellt.

JUWEL IM INDISCHEN OZEAN

Die Seychellen. Das sind riesige Granitfelsen, die von den unerbittlichen Wellen des Indischen Ozeans über die Äonen geschliffen wurden, gigantische Palmen mit ihren berühmten „coco de mer“ und türkisfarbene Buchten mit üppig grünen Takamakas, die die feinen weißen Sandstrände beschatten. Es gibt kaum einen Ort, der das Etikett „Paradies“ mehr verdient.

Von den 115 Inseln der Seychellen sind 41 der Inner Islands die ältesten Granitinseln der Welt. Wen dies noch nicht wirklich überzeugt, dem werden die zusätzlichen 74 tief gelegenen Riffinselnvor Augen führen, dass diese Region einen Besuch wert ist.

Wir möchten Sie heute mitnehmen, und die geschäftigen, gut bereisten Inner Islands wie Mahé, Praslin und La Digue besuchen. Wir führen Sie auch zu den weniger besuchten, abgelegenen Outer Islands, gleich hinter den Seychellen. Dort finden Sie Abgeschiedenheit und Ruhe, während Sie sich zwischen den Riffen entspannen.

WIE KOMMEN WIR DORTHIN IN DER AKTUELLEN LAGE?

Besucher aus allen Ländern mit Ausnahme von Südafrika dürfen in die Seychellen reisen und sich quarantänefrei aufhalten. Voraussetzung ist die Vorlage eines negativen PCR-Tests, der bei Abflug nicht älter als 72 Stunden sein darf. (Stand April 2021)

IMPFWELTMEISTER

Überhaupt: Die Seychellen fallen im Jahr 2021 weltweit durch eine schnelle Corona-Impfkampagne auf. Neben Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten gehörten die Seychellen seit Januar des Jahres ständig zu den drei Ländern, die dem Rest der Welt bei der Impfquote weit voraus sind. Am Ende des ersten Quartals hatten 64,2 % der Gesamtbevölkerung und damit fast alle Erwachsenen des Landes ihre Erstimpfung bekommen – die weltweit höchste Erstimpfungsquote. 34,0 % hatten bereits beide Impfungen – Platz zwei hinter Israel.

Alle Reisenden benötigen eine Gesundheitsgenehmigung (Travel Health Authorization). Sie muss vor Abflug über die offizielle Webseite der seychellischen Regierung oder die mobile App beantragt werden. Hierfür werden Reisepass, Passbild, Kontaktdaten, Flugdaten, Nachweis einer zugelassenen Unterkunft, negatives PCR-Testergebnis und Kredit- oder Bankkarte benötigt sowie der Impfnachweis oder eine Krankenversicherung, die COVID-19-Erkrankungen abdeckt. Die Bearbeitung dauert bis zu sechs Stunden. Die Gebühr beträgt 50 USD. In Not- und Eilfällen wird ein Expressantrag gegen einen Expresszuschlag von 90 USD bearbeitet. Bei der Einreise wird ein Gesundheitscheck durchgeführt.

WIE KOMMEN WIR DORTHIN IN DER AKTUELLEN LAGE?

1) Ein am Tag der Ein- und Ausreise auf den Seychellen gültiger Reisepass

2) Rück- oder Weiterreiseticket

3) Nachweis der Unterkunft inkl. Kontaktdaten

4) Ausreichende Mittel für die Dauer des Aufenthalts

Die Aufenthaltsgenehmigung ist zunächst bis zu einem Monat gültig und kann auf bis zu drei Monate verlängert werden.

Bezahlt wird in Roupie Seychelloise (SCR). Der Umtausch von SCR in Fremdwährung wird von jeder Wechselstube begrenzt.

Ansonsten kommen wir mit Kreditkarten weiter: Master- und Visa-Kreditkarten werden akzeptiert, an den (wenigen ) Geldautomaten werden ausschließlich Seychellen Rupien verteilt.

DER WIND

Zwei gegensätzliche Passatwinde bestimmen im Allgemeinen das Wetter: Die nordwestlichen Passatwinde wehen von Oktober bis März, mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten von 8 bis 12 Knoten; und der lebhaftere südöstliche Passatwind weht von Mai bis September mit Windstärken zwischen 10 und 20 Knoten. Er bringt die kühleren und windigeren Bedingungen, die ideal zum Segeln sind. Die Ruhephasen zwischen den Passatwinden sorgen im April und auch im Oktober für relativ warme und windfreie Verhältnisse. Die Bedingungen zum Schwimmen, Schnorcheln und vor allem Tauchen sind im April/Mai und Oktober/November hervorragend, wenn die Wassertemperatur manchmal 29ºC erreicht und die Sichtweite oft 30 Meter und mehr beträgt.

Unsere 7 Tage Törntipps:

Nordwestwinde (November bis April)

Tag 1: Wir besuchen das Vallée de Mai in Bay Ste. Anne, ein Tal, das von der UNESCO geschützt ist. Ein Spaziergang ist bezaubernd, mit einem Weg der einen durch die riesigen Palmblätter der “Cocos de mer” führt. Wohin man auch schaut, das Blätterwerk scheint immer weiter zu gehen. Wir verbringen die Nacht vor Anker in Bay Ste Anne.

Tag 2: Wir machen uns auf den Weg zur Petite oder Grande Anse, südöstlich von La Digue. Und mieten uns ein Fahrrad, um diese wunderschöne Insel zu besuchen, die nie von Touristen überrannt wird. Mit seinen weißen Sandwegen, die sich unter hohen Palmen schlängeln, Häusern mit Palmendach, kleinen Koprafabriken, feinen weißen Sandstränden und großen polierten Felsen, ist La Digue womöglich die schönste Insel der Seychellen. Keine Autos – nur Fahrräder oder Karren, die von Ochsen gezogen werden.

Tag 3: Curieuse –wir segeln um Marianne und Félicité herum. Ankern an der Westküste von Grande Soeur zum Mittagessen. Unvergessliches Schnorcheln auf den Cocos-Inseln. Cocos Island besteht aus großen Felsen mit merkwürdigen regelmäßigen Streifen, die vom Meer geschnitzt wurden, und bildet einen wunderschönen Anblick mit einer großen Harmonie von Formen und Farben. Die ockerfarbenen Felsen stehen im Kontrast zu den leuchtend grünen Blätter der Kokospalmen und dem weißen Sand der Strände, die von türkisblauem Wasser gesäumt sind. Unterwasser ist die Aussicht ebenso attraktiv mit großen Korallen, wo Tausende von vielen bunten Fischen vor engen Brüchen und dunklen Höhlen schwimmen. Wir ankern für die Nacht in Baie Laraie, Ostküste, oder wieder in der Baie Sainte Anne, falls wir Wasser benötigen.

Tag 4: Saint Pierre / Curieuse – Curieuse, Teil des Marine Nationalparks, ist die Heimat von etwa hundert Riesenschildkröten, die man nicht verpassen darf. Ein 45 minütiger Spaziergang zu Fuß durch Mangroven- und Kokosnussbäume, führt uns auf die andere Seite der Insel, wo sich ein schöner Strand und ein kleines, aber interessantes Museum befinden. Wir verholen nach St. Pierre. Eine Masse von abgerundeten Felsen, gekrönt von einem Haufen hoher Palmen, die sich sanft im Wind wiegen: eine typische und großartige Landschaft

der Seychellen, die unzählige Male fotografiert und millionenfach in Tourismuszeitschriften abgedruckt wurde! Ein ausgezeichneter Ort zum Schnorcheln mit herrlicher Unterwasserlandschaft. Zum Übernachten geht es zurück nach Baie Laraie.

Tag 5: Aride / Curieuse – Aride Island, das unter der Aufsicht der Royal Society for Nature Conservation steht, ist ein Naturschutzgebiet. Enge Pfade durch die dichte Vegetation führen zur Felsbarriere im Norden, von der aus man die ganze Insel beobachten kann. Frei von Katzen und Ratten, die so viele tropische Inseln in der Welt verwüstet haben, ist Aride ein Zufluchtsort für eine Vielzahl von Seevögeln, einzigartiger Vegetation und seltener Landvögel. Zu den zehn Brutvogelarten gehören die seltene Rosenseeschwalbe und der Rotschwanz-Tropikvogel. Hier ist die weltgrößte Kolonie der Schlankschnabelnoddi, in der mehr als 200.000 Paare nisten. Montags, Mittwochs und Sonntags geöffnet. Ankern wieder in Baie Laraie für die Nacht.

Tag 6: Cousin Island – Cousin Island ist ein Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet mit seltenen Arten und einigen Riesenschildkröten. Weniger als 800 Meter im Durchmesser, kann die Insel von Dienstag bis Freitag besucht werden. Ein kleiner Pfad führt zum Schildkrötengehege, von wo aus er durch eine dichte Vegetation zum Gipfel führt. Ein großartiges Panorama und ein guter Platz, von dem aus man die herrlichen Flüge der Tropenvögel beobachten kann. Während der Saison der Südostwinde können bis zu 100.000 Paare schwarzer Noddies in den Bäumen nisten. Unseren Ankerplatz für die Nacht finden wir wieder in der Baie Sainte Anne.

Tag 7: Bay Sainte Anne – Check out an der Basis.

Unsere 7 Tage Törntipps:

Mai bis Oktober Südostwinde

Tag 1: Wir besuchen das Vallée de Mai in Bay Ste. Anne, ein Tal, das von der UNESCO geschützt ist. Ein Spaziergang im Tal ist bezaubernd, mit einem Weg der einen durch die riesigen Palmblätter der Cocos de mer führt. Wohin man auch schaut, das Blätterwerk scheint immer weiter zu gehen.Wir reißen uns irgendwann los und verbringen die Nacht vor Anker in Bay Ste Anne.

Tag 2: Curieuse –Wir segeln zur Insel St. Pierre, eine Masse von abgerundeten Felsen, gekrönt von einem Haufen hoher Palmen, die sich sanft im Wind wiegen: eine typische und großartige Landschaft der Seychellen, die unzählige Male fotografiert und millionenfach in Tourismuszeitschriften abgedruckt wurde! Ein ausgezeichneter Ort zum Schnorcheln mit herrlicher Unterwasserlandschaft. Weiter nach Curieuse und Stoppen in der Anse San José, ein Teil des Meeresnationalparks Curieuse. Ein 45 minütiger Spaziergang zu Fuß, in Mangroven und Kokospalmenbäume hinein, führt uns auf die andere Seite der Insel, wo sich hunderte von Riesenschildkröten befinden.

Tag 4: Ankern in Petite oder Grande Anse, südöstlich von La Digue. Ein Fahrrad mieten erweist sich als ideal, um diese wunderschöne Insel zu besuchen, die nie von Touristen überrannt wird. Mit ihren weißen Sandwegen, die sich unter hohen Palmen schlängeln, Häusern mit Palmendach, kleinen Koprafabriken, feinen weißen Sandstränden und großen polierten Felsen, ist La Digue womöglich die schönste Insel der Seychellen. Keine Autos – nur Fahrräder oder Karren, die von Ochsen gezogen werden.

Tag 5: Segeln Sie um Marianne und Félicité herum. Cocos Island besteht aus großen Felsen mit merkwürdigen regelmäßigen Streifen, die vom Meer geschnitzt wurden, und bildet einen wunderschönen Anblick mit einer großen Harmonie von Formen und Farben. Die ockerfarbenen Felsen stehen im Kontrast zu den leuchtend grünen Blätter der Kokospalmen und dem weißen Sand der Strände, die von türkisblauem Wasser gesäumt sind. Unterwasser ist die Aussicht ebenso attraktiv mit großen Arboreszenzkorallen, wo Tausende von vielen bunten Fischen vor engen Brüchen und dunklen Höhlen schwimmen. Unvergessliches Schnorcheln. Die Nacht verbringen wir zurück in La Digue.

Tag 6: Ankern westlich von Grande Soeur, der Insel aus zwei steilen und felsigen Hügeln, die durch eine niedrige Landenge miteinander verbunden sind. Eine kleine Kokosnussplantage, auf der sich einige Hütten verstecken, bedeckt das sandige Plateau. Der Kontrast zwischen dem nackten Felsenteil und dem Unterholz des Kokosnusshains ist wunderschön. Tolles Schnorcheln an der Westküste, an der wir Meeresschildkröten sehen können. Schöne Strände an der Ostküste. Geöffnet von Montag bis Freitag. Die Nacht verbringen wir in der Baie Sainte Anne.

Tag 7: Bay Sainte Anne – Check out an der Basis.

Auf unsere To-sail-Liste haben es die Seychellen locker geschafft. Schon allein wegen der beeindruckenden Natur. Kein Wunder , ist der Inselstaat im indischen Ozean doch der erste weltweit, der den Naturschutz in seine Verfassung aufgenommen hat. Fast 60 Prozent der Landgebiete sind besonders geschützt. Und warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Neugierig geworden? Buchen Sie jetzt Ihren Segeltraumtörn auf den Seychellen!

Tag 3: CCousin Island ist ein Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet mit seltenen Arten und einigen Riesenschildkröten. Weniger als 800 Meter im Durchmesser, kann die Insel von Dienstag bis Freitag besucht werden. Ein kleiner Pfad führt zum Schildkrötengehege, von wo aus er durch eine dichte Vegetation zum Gipfel führt. Die Panoramaaussicht ist unglaublich und wird noch beeindruckender, wenn Tropenvögel vorbeifliegen.

FAZIT

BIER AN BORD UNSERE TOP 5

Unverzichtbar, unersetzbar und unbedingt in ausreichender Menge vorhanden sowie gut gekühlt – auf gefühlt 80% aller Segeltörns spielt die Verfügbarkeit der Produkte heimischer Braukunst eine nicht zu unterschätzende Rolle. Beim Bunkern im Supermarkt hat das für die Logistik zuständige Crewmitglied dann die Qual der Wahl, um den unterschiedlichen und anspruchsvollen Geschmäckern der Crewmitglieder nachzukommen. Zwischen all den bunten Dosen und Flaschen – was kaufen in welchem Land? Wir haben bei unserer Crew eine kleine Umfrage ( die natürlich nicht representativ ist) durchgeführt, und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen was die jeweilige Favoritenmarke im Land ist:

GRIECHENLAND

Ganz klar die Nummer 1: Mythos – das sympathische und mythische Bier mit dem signifikanten Logo, das Gerüchten zufolge schon ganze Törns zur in punto Namensgebung inspiriert hat. Seit den 70ern nicht mehr aus dem Griechischen Bier Pantheon wegzudenken. Kein Wunder, stammt es doch vom griechischen Ableger der deutschen Henninger Gruppe.

ITALIEN

Mamma mia, hier wird die Auswahl größer und das Ergebnis knapper: Am Ende setzt sich aber ganz knapp Signore Moretti durch, knapp gefolgt von Herrn Peroni auf Platz 2. Außer Konkurrenz aber auch nicht unbeliebt: das sardische Ichnusa

KROATIEN

Nun gut, wer in Kroatien Bier sagt, sagt meist Karlovačko Bier in Kroatien ist rot-weiß, so die einhellige Meinung unserer Befragten. Oder gelb dann heißt es Ozujsko. Und dann wäre da noch der Geheimtipp der Kroaten in unserem Team für Individualisten: Zmajsko

SPANIEN

Hier gibt es ein Kopf an Kopf Rennen in unserem kleinen Meinungsbild: San Miguel die einen, das katalanische Estrella Damm aus Barcelona die anderen. Oder Sie greifen lieber doch gleich zum Rioja.

FRANKREICH

Kein Witz: Südfranzösischer Rosé steht bei unserem Team an erster Stelle wenn es um Bier aus Frankreich geht. Da hatten die Kolleginnen und Kollegen wohl schon einen im Tee. Oder das ein oder andere Kronenbourg zuviel. Ansonsten Heineken – gibt es überall und geht immer. Prost!

Meer & Umwelt

Rettung des Lebens in der Adria

Das Blue World Institute of Marine Research and Conservation (BWI) arbeitet daran, die Meeresumwelt der Adria zu schützen. Zu diesem Zweck betreibt das BWI drei Programme - Forschung, Bildung und Naturschutz. Die Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf große Meereswirbeltiere (Delfine, Wale, Meeresschildkröten, Haie und Arten wie die riesigen Teufelsrochen oder die Mönchsrobbe), und schließt Bildungsaktivitäten und Naturschutzprojekte mit ein. Das Institut arbeitet mit den lokalen Gemeinden an der Adriaküste und auf den Inseln zusammen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Die Bemühungen erstrecken sich auch auf die nationale und internationale, oft regionale Ebene, um nachhaltiges Meeresmanagement und ökologische Nachhaltigkeit im Mittelmeerraum voranzutreiben. Das Bildungsprogramm wird hauptsächlich im Lošinj Marine Education Centre (LMEC) in Veli Lošinj durchgeführt. Das LMEC bietet Platz für die Unterbringung einer permanenten Ausstellung zur Sensibilisierung der allgemeinen Öffentlichkeit und spezielle Einrichtungen für strukturierte Bildungsprogramme, die sich an verschiedene Interessengruppen richten. Die BWI hat Programme für Schulgruppen entwickelt, die aus mehreren Vorträgen und Workshops bestehen, und eines der Hauptthemen, mit denen man sich beschäftigt, ist das Problem des Mülls in den Weltmeeren. In den letzten fünfzehn Jahren war die BWI Partner von achtzehn EU-finanzierten Projekten aus neun Programmen, darunter Europäischer Meeres- und Fischereifonds, Interreg Italien-Kroatien, LIFE, Erasmus Plus, Horizon2020, Interreg Instrument für die Heranführungshilfe für Kroatien, Interreg Instrument für die Heranführungshilfe für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, PHARE und CARDS.

Wir haben Jelena Basta getroffen, die Präsidentin des Blue World Institute of Marine Research and Conservation und Spezialistin für Umweltbildung ist. In letzter Zeit koordiniert sie Projekte, die sich mit dem Thema Meeresmüll befassen, organisiert Aufräumaktionen, Veranstaltungen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Bildungsprogramme zu diesem Thema.

Jelena, können Sie uns ein wenig über sich selbst erzählen? Was hat Sie dazu gebracht, mit dem Blue World Institute of Marine Research and Conservation zu arbeiten? Als Biologin, die auf der Insel Lošinj geboren und aufgewachsen ist, war ich von Anfang an in die Aktivitäten des Blue World Institute of Marine Research and Conservation (BWI) eingebunden. Zusammen mit einer Gruppe von Forschern und Enthusiasten beschlossen wir 1999, unsere Arbeit am Adriatic Dolphin Project fortzusetzen, das die lokale Population der Großen Tümmler untersucht, die ursprünglich

von unseren italienischen Kollegen 1987 auf dem Cres-Lošinj-Archipel begonnen wurde. Nachdem sie ihre Studie beendet hatten, beschlossen wir, eine Nichtregierungsorganisation, das Blue World Institute, zu finanzieren und die Überwachung derselben Population fortzusetzen. Daher ist das Adriatic Dolphin Project mit 34 Jahren Forschungsarbeit die umfangreichste laufende Studie einer Großen Tümmlerpopulation in freier Wildbahn im gesamten Mittelmeerraum und eine der längsten weltweit. Da ich ein Spezialist für Umweltbildung bin, war die Entwicklung von Bildungsprogrammen schon immer der Schwerpunkt meiner Rolle bei BWI.

Welche Ergebnisse haben Sie bisher mit Ihrer Organisation erreicht? Von einer kleinen NGO, die sich auf Freiwilligenarbeit und Spenden stützte, um die lokale Population der Großen Tümmler zu studieren, wurden wir zu einer anerkannten und relevanten regionalen Organisation, die unsere drei Hauptprogramme - Wissenschaftliche Forschung, Bildung und Naturschutz - durchführt und 23 Fachkräfte beschäftigt. In diesen 21 Jahren nahmen wir an 18 EU-finanzierten Projekten teil und arbeiteten mit zahlreichen internationalen Partnerorganisationen zusammen, hauptsächlich aus dem Mittelmeerraum und weltweit. Im Jahr 2003 eröffneten wir das Lošinj Marine Education Centre in Veli Lošinj, das über 100.000 Besucher beherbergte, um Meeresschutz und nachhaltigen Tourismus zu fördern. Wir entwickelten Dutzende von Bildungsprogrammen für verschiedene Alters- und Interessengruppen. Außerdem war die BWI der Hauptinitiator und Förderer der Einrichtung des Natura-2000-Gebiets im Cres-Lošinj-Archipel.

Das Blue World Institute of Marine Research and Conservation arbeitet mit den lokalen Gemeinden zusammen. Auf welche Weise?

Von Anfang an arbeitete das BWI eng mit der Stadt Mali Lošinj als lokaler Verwaltungseinheit im Hauptuntersuchungsgebiet und der lokalen Gemeinde zusammen. Die Stadt war unser führender Partner in vielen Projekten, einschließlich der Eröffnung des Bildungszentrums, um unsere Aktivitäten als eine der Säulen für eine nachhaltige Tourismusentwicklung auf der Insel zu fördern. Seit wir zwei weitere Feldstationen in Murter, Norddalmatien, und auf der Insel Vis in

Mitteldalmatien eröffnet haben, entwickeln wir kontinuierlich gemeinsame lokale Projekte mit den dortigen Gemeinden. In der BWI glauben wir fest an die Bedeutung des gemeinschaftsgeführten lokalen Entwicklungskonzepts als eine der Voraussetzungen für die Erhaltung und das Management der Meeresumwelt. Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass die Einwohner vor Ort die besten Förderer solider nachhaltiger Praktiken auf dem Meer sind. Die Zusammenarbeit und der Wissensaustausch mit Fischern, Touristenbooten und Freizeitbootbesitzern sind für uns essentiell.

Ihre Organisation hat auch international zusammengearbeitet, um die ökologische Nachhaltigkeit im Mittelmeer voranzutreiben. Auf welche Art von Kooperationen sind Sie besonders stolz? Als Nichtregierungsorganisation sind wir sehr stolz darauf, unter den führenden wissenschaftlichen Institutionen für Meeresforschung in der Region als eine der kompetentesten Organisationen für die Erforschung großer mariner Wirbeltiere in der Adria anerkannt zu sein. Als solche nehmen wir derzeit an fünf großen internationalen wissenschaftlichen Forschungsprojekten teil. Das ist wichtig, denn der Meeresschutz kennt keine Grenzen, genau wie die Arten, die wir untersuchen. Wir teilen das Adriatische Meer mit mehreren Ländern, es ist jedoch ein wesentlicher Teil des Mittelmeers; daher teilen wir die gleichen Herausforderungen im Meeresschutz. Die Zusammenarbeit ist für uns alle entscheidend.

Basierend auf Ihrer Erfahrung, denken Sie, dass sich das Bewusstsein für Fragen des maritimen Artenschutzes im Laufe der Jahre verändert hat?

Als jemand, der seit über 20 Jahren in der Umweltbildung tätig ist, kann ich sagen, dass das Bewusstsein für den Schutz der Arten und den Meeresschutz im Allgemeinen deutlich gestiegen ist. Dafür gibt es zwei Gründe. Der erste ist die verstärkte Aufklärungsarbeit durch

verschiedene Aktionen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit wie Kampagnen, Veranstaltungen und Medien. Der andere Grund ist vielleicht eher negativ: Es ist die Tatsache, dass einige Bedrohungen der Meeresumwelt so offensichtlich und alarmierend geworden sind, dass wir sie nicht mehr ignorieren können. Das beste Beispiel dafür ist das Problem der Meeresverschmutzung. Wir können nur unsere Bemühungen verstärken, innovative Lösungen für einige dieser Bedrohungen zu finden und hoffen, dass es noch nicht zu spät ist.

Kurz gesagt, was kann der Segler, der das Mittelmeer besucht, ganz praktisch tun, um dem Blue World Institute of Marine Research and Conservation zu helfen?

Eines der Programme, das wir ständig weiterentwickeln, ist das Citizen Science Programm, eine große Hilfe für unsere Feldforschungsaktivitäten. Der Ausbau eines Netzwerks von Freizeit- und Sportbootfahrern in der Adria ist besonders wichtig, um die Beobachtungsbemühun-

gen auf dem Meer zu verbessern. Über unsere Citizen-Science-Apps haben wir Hunderte von Informationen über die Orte erhalten, an denen bestimmte Arten gesichtet wurden, z. B. Delfine, Wale oder Meeresschildkröten. Wir haben auch Benachrichtigungen über einige Notfälle erhalten, bei denen sofortige Reaktionen erforderlich waren, was uns geholfen hat zu handeln. Wenn Sie sich diesem Programm anschließen möchten, können Sie Ihre Sichtung auf dem Meer unter melden.

Außerdem möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um Seglern einfache Regeln mitzuteilen, wenn sie Delfinen und anderen Meeressäugern auf dem Meer begegnen - werden Sie langsamer, halten Sie einen Abstand von mindestens 50 m, versuchen Sie nicht, sie zu verfolgen oder ihren Weg zu kreuzen. Seien Sie einfach ein ruhiger und geduldiger Beobachter, und in vielen Fällen werden sie ihre Wertschätzung zeigen, indem sie sich Ihrem Boot selbst nähern.

Sieht es gut aus für die Zukunft? Können wir zuversichtlich sein, dass wir im Laufe der Zeit in saubereren Meeren schwimmen und uns an der Sichtung von mehr und mehr Meeresarten erfreuen können?

Wir müssen Optimisten bleiben und daran glauben, dass sich die Maßnahmen und Bemühungen zum Schutz der Meere letztendlich auszahlen werden. Der beste Weg, dieses Ziel zu erreichen, ist Aufklärung auf allen Ebenen!

Sie können die Blue World Research-Aktivitäten unterstützen, indem Sie über das Adopt a dolphin-Programm auf www.adopt-a-dolphin.org an das Blue World Institute spenden, oder Sie können anfangen, ihnen auf Instagram @blueworldinstitute oder auf Facebook blueworldinstitute zu folgen

DER PERFEKTE FAMILIENTÖRN

Mit einer richtig griechischen Note

Meine kulinarische Reise begann im Jahr 2013, und ich könnte nicht dankbarer sein, in dieser Branche zu arbeiten.Es ist schön, wenn man zwei seiner Lieblingsleidenschaften kombinieren kann: Reisen und Kochen.

Ich habe über 50 griechische Inseln besucht, und jede hat mich mehr fasziniert und mich dazu inspiriert, mehr über Griechenland zu lernen. Und das Reisen hat meine Kreativität beim Kochen gefördert.

Eines der schönsten Dinge am Segeln ist die Chance, neue interessante Menschen aus der ganzen Welt zu treffen. Heute möchte ich mit Ihnen einige unvergessliche Erlebnisse teilen, die ich mit einem Ehepaar und ihren beiden Kindern auf der Route vom Athener Yachthafen Alimos durch den Saronischen Golf hatte. Die ruhigen Gewässer und das warme Wetter des Golfs - plus das perfekte Insel-Hopping - machen diese Route einfach ideal für Familien.

Tag 1: Alimos Marine - Perdika (Aegina)

Willkommen an Bord! Normalerweise begrüßen wir unsere Gäste mit lokalen Spezialitäten wie Meze, frischem Obst und Erfrischungen. Meze bedeutet übrigens wörtlich “ein Happen von etwas” und bezeichnet kleine Teller mit herzhaften Snacks, die üblicherweise zu einem Getränk gereicht werden.

Nach der Einweisung durch den Kapitän und den Gastgeber geht es auf die Reise! Unser erster Halt ist Perdika auf der Insel Aegina (3 Stunden 30’). Unser Tag endet mit einem entspannenden Spaziergang in der Stadt und einem Abendessen in einem der besten Restaurants in Aegina, der Taverna Kavouropetra, mit täglich frischen Fischgerichten.

Tipp des Tages!

Die Insel Aegina ist berühmt für die Pistazien und den Tempel von Aphaia.

Was sollten Sie hier bestellen?

Lamm- oder Ziegenfleisch mit Pistazienkruste.

Tag 2: Aegina - Poros

Sie verlassen Aegina und fahren nach Poros-Stadt (2 Stunden) Poros-Stadt ist die Hauptstadt und der Haupthafen der Insel Poros. Es befindet sich im südlichen Teil der Insel und erstreckt sich über zwei Kilometer voll von Restaurants, Bars und Cafés. Poros-Stadt ist ein wunderschönes Dorf mit sehr gastfreundlichen Bewohnern und bietet einen atemberaubenden Blick auf Sonnenuntergänge. Unser erster Halt zum Schwimmen ist die Love’s Bay. Es ist eine bezaubernde und charmante Bucht, ein kleines Paradies auf Erden mit feinen weißen Kieselsteinen und Sand und erstaunlich kristallklarem Wasser.

Mittagspause!

Pasta mit Krabben mit Ouzo abgelöscht

So stellen Sie im Handumdrehen die köstliche Pasta her: Kochen Sie Ihre Shrimps und sieben Sie sie ab, sobald sie gar sind, dann kochen Sie Ihre Nudeln im selben Wasser weiter. Braten Sie Ihre Garnelen in einer Pfanne an, bis sie schön Farbe bekommen und löschen Sie sie mit Ouzo ab. Wenn das überschüssige Wasser verdampft ist, fügen Sie die Zwiebeln, den Knoblauch, die Tomaten, Muskatnuss, Salz und Pfeffer hinzu. Sobald alles gekocht ist, fügen Sie Ihre Garnelen und die Nudeln zusammen. Das Ergebnis ist ein einzigartiges griechisches Gericht, das in der ganzen Welt berühmt ist. Ich empfehle Ihnen, alle Zutaten und frische Shrimps in Athen zu kaufen; ansonsten, wenn Sie Glück haben, finden Sie sie am frühen Morgen auf dem Fischmarkt von Poros.

Tipp des Tages!

Τasting eines der besten Bio-Olivenöle extra vergine in Griechenland! Fragen Sie nach Theseus EVOO und Thanos, dem Gründer der Firma. Er ist ein begnadeter Gastgeber und derjenige, der Sie zu den mythischen Hainen von König Theseus in Troezen führen kann, als Ihr persönlicher Guide: eine einzigartige Erfahrung!

Tag 3: Poros - Spetses

Abfahrt von Poros und Fahrt nach Spetses (4 Stunden 30’) Auf dem Weg zum Hafen ankern wir unser Boot, um die Höhle von Bekirisand zu erkunden. Man kann sie nur mit dem Boot er-reichen. Sie hat einen winzigen Sandstrand im Inneren und Formationen aus Stalaktiten und Stalagmiten. Eine absolute Schönheit! Zur Mittagszeit, nach einem Tag der Erkundung, haben wir uns einen griechischen Leckerbissen verdient: Gemista mit gefülltem Gemüse (Tomaten, Zucchini, Zwiebeln, Paprika) mit Reis, Kräutern und Feta-Käse obendrauf. Ich empfehle Ihnen, Ihr frisches Gemüse und den traditionellen Käse in den lokalen Geschäften in Poros zu kaufen. Dieses Rezept ist griechisch, gesund und lecker. Sie sollten es auf jeden Fall probieren.

Tipp des Tages!

Die interessanteste Sehenswürdigkeit in Spetses ist das Museum von Bouboulina, das eigentlich die Heimat einer legendären Heldin der griechischen Revolution ist, die aus Spetses stammt.

Tag 4: Spetses - Dorf Kyparissi (Peloponnes)

Verlassen Sie Spetses und fahren Sie zum Dorf Kyparissi auf dem Peloponnes (3 Stunden 30’) Kyparissi ist eines der schönsten Dörfer in Griechenland. Es ist das Lieblingsziel von George Bush, Prinz Charles und war angeblich der letzte Ort, den Prinzessin Diana vor ihrer unglückseligen Reise nach Paris besuchte. Ein kleines, ruhiges Dorf, das wirklich schwer zu erreichen ist und daher nicht viele Besucher hat.

Zum Mittagessen machen wir Pastitsio, eine Art griechische Lasagne mit Béchamelsoße.

Anschließend gibt es ein Abendessen an Bord unter dem Sternenhimmel. Eine leichte Mahlzeit - nach dem sättigenden Mittagessen. Wir entscheiden uns für einen gesunden grünen Salat mit Rucola, Kirsche und Balsamico-Sauce, dazu gibt es Bruschetta mit Tomate & Basilikum und eine süße Nachspeise, eine Schokosalami namens “Kormos”.

Tipp des Tages!

Genießen Sie den friedlichen Ort, spüren Sie die Gastfreundschaft der Einheimischen und spazieren Sie durch die kleinen Wege des Dorfes.

Tag 5: Kyparissi - Agioi Anargyroi (Spetses) Agioi Anargyroi ist ein wunderschöner Strand, der sich im südwestlichen Teil von Spetses befindet. Eine lange, dünne Strecke mit goldenem Sand und klarem Wasser und die anmutigen Bäume und Felsen daneben machen diesen Ort zu einem der schönsten Strände und daher ist er ein beliebtes Ziel für Touristen in Griechenland.

Ich werde etwas frischen Fang des Tages im Ofen mit gegrilltem Gemüse zubereitet - einfach zu machen und absolut köstlich für die Mittagszeit.

Abendessen an einem meiner Lieblingsorte für ein perfektes Essen, dem preisgekrönten Restaurant Mourayo in Spetses.

Tag 6: Agioi Anargyroi (Spetses) - Hydra

Hydra ist von natürlicher Schönheit und hat eine faszinierende Geschichte. Auf der Insel sind keine Autos erlaubt, und das primäre Transportmittel hier sind Maultiere und Esel sowie Wassertaxis. Das macht die Insel zu einem ruhigen und entspannenden Ort, um zu ankern und spazieren zu gehen.

In den lokalen Geschäften finden Sie alle Zutaten für Ihre Mahlzeiten. Es gibt nicht viele, aber diejenigen, die Sie finden, garantieren eine Reihe von lokalen griechischen Geschmacksrichtungen und Aromen. Zeit für Moussaka! Dieses Gericht ist eine Legende! Cremig, saftig und absolut köstlich. Moussaka ist eines der beliebtesten Gerichte Griechenlands, wird in fast jeder Taverne serviert und in jedem Haushalt zu besonderen Anlässen und großen Familienessen zubereitet - und das aus gutem Grund! Kombinieren Sie es mit einem Dakos-Kreta-Salat, die perfekte Kombination.

Tipp des Tages!

Für Ihr perfektes Abendessen mit Blick auf den Sonnenuntergang kann ich Ihnen das Sunset Restaurant wärmstens empfehlen. Ich verspreche Ihnen, Sie werden es absolut lieben! Und wenn Sie auf Cocktails stehen, dann ist das Hydronetta das Beste vom Besten. Von hier aus ist die Aussicht atemberaubend.

P.S. Probieren Sie unbedingt den Martini Mango!

Tag 7: Hydra - Aponisos (Agistri) Sie verlassen Hydra und fahren nach Agistri.

Es ist ein großartiges letztes Ziel Ihrer Reiseroute, bevor Sie nach Athen zurückkehren, denn dort gibt es einen unglaublichen Strand namens Aponisos mit kristallklarem Wasser, umgeben von Natur. Es ist ein ruhiger Ort, an dem Sie vielleicht Pfaue und sogar einige Hirsche sehen können!

Die einzigartige Kombination von Farben erinnert Sie an exotische Orte und bietet Ihnen eine einzigartige Entspannung und Ruhe. Der Strand befindet sich in einer wunderbaren Lage, im südwestlichen Teil von Agistri.

Ein einziges lokales Restaurant, eine Taverne, die sich dort befindet, kann Ihnen exquisite Meeresfrüchte-Snacks mit Ouzo anbieten, direkt neben den brechenden Wellen. Es gibt einen organisierten Strand mit Liegestühlen und Wassersportmöglichkeiten für Aktivitäten.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie das Leben von Anastasia aussieht? Folgen Sie ihr auf Instagram @__anastasia__dm

Unter Segeln zu duftenden

griechischen Olivenhainen

Zwischen Geschichte und Moderne wächst auf

Poros ein mythisches Olivenöl

Olivenhainen

Die Inseln im Saronischen Golf sind wahrscheinlich das am einfachsten zu erreichende Segelziel von Athen aus. Sie sind das ideale Ziel für einen einwöchigen Törn ab Athen. Gesegnet durch die relativ milden Winde im Vergleich zu anderen griechischen Segelzielen und die Nähe zum Festland, ist der Saronische Golf ein lohnenswertes Ziel für diejenigen, die Lust auf einen entspannten, weniger anstrengenden (seglerisch gesehen) Urlaub in Griechenland haben. Von der Alimos Marina aus können Sie in Richtung Südwesten segeln und die Inseln Aegina, Spetses, Hydra und Poros besuchen. In Troezen, auf der gegenüberliegenden Seite der Insel Poros, etwa 30 Seemeilen von Athen-Alimos entfernt, treffen wir auf eine geschmackvolle Verbindung mit einer der vielleicht ältesten aromatischen Zutaten dieser sonnenverwöhnten griechischen Inseln: Wir sprechen natürlich vom extra nativen Olivenöl, das den meisten griechischen Gerichten von der Vorspeise bis zum Dessert so gut bekommt (Moment mal, was haben wir gerade gesagt? Ja, Sie haben richtig gehört - wir werden es bald herausfinden).

Und was für eine wunderbare Art, uns bei dieser Erkundung zu begleiten, wenn nicht mit einem Olivenöl-Kenner, der die “griechische Lebensart“ rundum lebt und atmet. Lernen Sie Thanos kennen, , der uns auf eine Reise durch die Zeit mitnimmt, von der Mythologie über die Geschichte bis in die heutige Zeit, warum Olivenöl ein absolut lebenswichtiges Element im Leben eines Griechen ist und was dieses Olivenöl so besonders macht.

Also Thanos, erzählen Sie uns ein wenig über sich, woher kommen Sie, wo leben Sie derzeit?

Mein Name ist Thanos Katsigkras, ich bin 25 Jahre alt und komme aus einer der schönsten Inseln des Saronischen Golfs, der Insel Poros. Ich habe meinen Abschluss an der Universität für Agrarwissenschaften von Thessalien (in Volos) gemacht. Ich habe an einer Reihe von Seminaren über Oliven und Olivenöl teilgenommen, sowohl über die Anbau-/Produktionsphase, die Verarbeitungsphase, die Abfüllphase und die Marketing-Businessplanphase. Doch die Zeit nach der Universität sollte nicht ungenutzt bleiben. Also besuchte ich Wochenkurse an der Nationalen Kapodistrian Universität Athen über die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und bin der Gründer und Produzent des Extra Virgin Olive Oil Theseus.

Was ist die Geschichte hinter dem Namen Theseus Evoo?

Nun, die Geschichte von Theseus stammt von der mythologischen göttlich-menschlichen Kreatur Theseus. Seine menschliche, sterbliche Seite, von seiner Mutter Aethra, gibt ihm die Fähigkeit, Menschen zu verstehen und sich in sie einzufühlen. Die göttliche Seite seines Vaters, Neptun, drängt ihn dazu, seine übernatürlichen Fähigkeiten zum Wohle der Menschheit zu nutzen.

Theseus war ein großer Fan von Herkules. Als er erwachsen wurde, zeigte ihm Aethra den Stein, in dem sein sterblicher Vater Aegeus (König von Athen) ihm sein Schwert und seine Sandalen hinterlassen hatte. Er hob den Stein mit seinen starken Händen an, schnappte sich die Geschenke seines Vaters und machte sich auf den Weg nach Athen und zu seinem Vater Aegeus.

Theseus gilt als der größte mythische Held von Athen. Er war mit Kraft, Tapferkeit und großer Intelligenz ausgestattet, die er stets in den Dienst des Volkes stellte, was den Athenern die Freiheit brachte. Er war ein Held seiner Zeit: Er baute Städte wieder auf, schuf Gesetze, führte heilige Sportspiele ein und organisierte das erste Sozialsystem. Sein Erbe liegt auch hier, auf dieser Insel, wo seit der Antike Olivenhaine gedeihen.

Wie sind Sie in das Olivenölgeschäft eingestiegen?

Die Idee, Oliven anzubauen und natives Olivenöl extra zu produzieren, begann in mir vor etwa drei Jahren zu wachsen, als ich noch Student war. Das eigentliche Geschäft hat sich jedoch erst kurz vor der Pandemie richtig herausgebildet. Wir sind also immer noch ein Startup, aber wir wachsen schnell und lernen jeden Tag etwas Neues über das Geschäft und über die Kunst der Olivenölherstellung.

Die einzigartige mythische, antike und moderne Geschichte von Troezen, das wichtige Know-how, das ich von der Universität für Agrarwissenschaften mitgenommen habe und die Erfahrung, die ich von meiner Familie durch jahrelanges Wissen im Anbau von Olivenbäumen erhalten habe, in Kombination mit dem Olivenöl, das auf unseren Ländereien produziert wird, war der Grund, die Idee in die Flasche zu bringen.

Was also macht dieses Olivenöl so besonders?

Das Native Olivenöl Extra gibt es in verschiedenen Sorten und wahrscheinlich ist einer der Gründe, warum es so besonders ist, dass es wirklich verschiedene Gaumen befriedigen kann. Unsere Sorte Manaki ist eher buttrig und mild und mit einem starken Fruchtgeschmack angereichert, perfekt zum Kochen und für Dressings.

Unsere Sorte Koroneiki neigt zu einem bittersüßen Geschmack, würziger als unsere Sorte Manaki kann sie perfekt herzhafte Gerichte begleiten.

Unnötig zu erwähnen, dass es ein ständiger Lernprozess ist: Um das Niveau zu erreichen, auf dem wir jetzt sind, braucht es Zeit, kontinuierliche Anstrengung, Geduld, Ausdauer und, nun ja, auch eine wissenschaftliche Herangehensweise an den Anbau von Olivenhainen.

Was ist Ihr absoluter Favorit beim Verkosten Ihres Olivenöls?

Die Wahrheit ist, dass ich ein echter Liebhaber guter Lebensmittel bin!

Daher kann ich mich nicht für eine entscheiden. Aber wenn ich müsste, würde ich sagen, dass kretisches Takos meine liebste Art ist, extra natives Olivenöl zu probieren, so wie es in seinem rohen Zustand in Kombination mit griechischem geriebenem Feta, etwas Thymian und reiner Tomatensauce auf einem großen knusprigen Zwieback ist.

Was würden Sie Seglern sagen, die vor Poros ankern?

Der Saronische ist der nächstgelegene Golf um Athen und eignet sich perfekt zum Inselhüpfen und Segeln durch Aegina, Agistri, Poros, Hydra und Spetses. Ich empfehle unbedingt die Insel Poros als Zwischenstopp auf Ihrer Segeltour. Unsere Insel hat den breitesten Hafen von allen Inseln des Saronischen Golfs und ist die grünste Insel von allen.

Wie kommt man zu Ihren Olivenhainen?

Ich würde gerne alle Segler treffen, die in unsere Richtung kommen und ihnen zeigen, was original griechische Philoxenia bedeutet, indem ich ihnen eine Tour durch die Theseus Olivenhaine biete und ihnen die Möglichkeit gebe, die wunderbaren Aromen unseres Landes zu spüren. Poros ist mit dem Peloponnes durch eine Meerespassage (Poros bedeutet Passage auf Griechisch) von ca. 400m verbunden, wo täglich kleine Boote oder Fähren Menschen und Fahrzeuge transportieren. Es ist wie ein kleines Venedig. Theseus Olive Groves befindet sich im historischen Land von Troezen (Galatas, Peloponnes).

So überqueren wir fast jeden Tag diese Meerespassage, um zu unseren Olivenhainen zu gelangen und am Ende des Tages wieder zurück.

Eine ‘olive’ Reiseroute für alle Segler

Die Olivenhaine von Theseus sind in etwa 15 Minuten mit einem gemieteten Minivan/Minibus oder einem Auto oder mit dem Taxi zu erreichen. Auf dem ganzen Weg nach Troezen begegnen dem Besucher rundherum Oliven- und Zitrushaine.

In der Nähe von Troezen befinden sich die Theseus-Olivenhaine und der berühmte Stein des Theseus, den er anhob, als er erwachsen wurde und von dem er die Sandalen und das Schwert nahm, die ihm sein Vater hinterlassen hatte. Minivan/Minibus/Auto/Taxi halten an diesem Punkt und die Wanderung beginnt bis zur Teufelsbrücke. Nach dem Stein befindet sich das Schloss von Theseus, wo er dem Mythos nach aufgewachsen sein soll. Wenn wir weiter wandern, treffen wir auf den Fußabdruck des Teufels auf einem Felsen und wie der Mythos sagt, wollte der Teufel von einem Berg zum anderen gelangen. Also baute er eine Brücke und überquerte sie mühelos, das ist die berühmte Teufelsbrücke, über eine wunderbare Oase mit einem kleinen See, den wir besuchen, schwimmen und uns für eine Weile wie Tarzan fühlen können, wenn wir dem richtigen Weg folgen. Ein unglaubliches Erlebnis!

Tipp 1: Ankern Sie bei Galatas und genießen Sie den Blick auf den Hafen/die Stadt Poros

Tipp 2: Wenn Sie über Poros nach Galatas fahren, gönnen Sie sich den Blick von der Rückseite auf die kleinen Boote vor Poros Stadt, sehr pittoresk, wie ein Gemälde!

Tipp 3: Wenn Sie in Galatas ankommen, verpassen Sie nicht die Chance, auch einen Blick auf die La Frianderie Noisette zu werfen. Holen Sie sich dort einenKaffee, Tee, Brunch etc. und setzen Sie gestärkt Ihre Tour fort.

Wir gehen den ganzen Weg zurück zum Minivan/Auto/Taxi und setzen unsere Tour zum Aussichtspunkt unseres Unternehmens auf dem Hügel fort, von dem aus die Theseus-Olivenhaine direkt vor Ihnen liegen. In dieser Umgebung wird unsere Freundin und Köchin Anastasia ein besonderes Essen mit unserem extra nativen Olivenöl zubereiten. Wenn Sie Ende September / Oktober nach Poros fahren, haben Sie die Möglichkeit, die Ernte der Olivenbäume zu erleben und den Weg zur Olivenmühle bis hin zur Abfüllung zu verfolgen!

Kontaktdaten und Anfahrtsbeschreibung zu Theseus Olive Groves mit dem Boot

Wenn Sie mehr erfahren möchten, können Sie Thanos per E-Mail theseusevoo@gmail.com oder WhatsApp +30 6998463015 kontaktieren. Zur Einstimmung Sie ihnen auf Instagram @Theseusevoo folgen.

(Zubereitungszeit: 10 Minuten)

2-3 große Strauchtomaten

½ rote Zwiebel, in dünne Scheiben geschnitten

8-10 griechische Oliven

1 Teelöffel getrockneter Oregano

80 g Feta-Käse, in Stücke geschnitten

4 Teelöffel THESEUS Natives Olivenöl Extra

Kretisches Dakos von Chefköchin Anastasia Zutaten Zubereitung

Geben Sie 2-3 große, in Spalten geschnittene Strauchtomaten, ½ dünn geschnittene rote Zwiebel, 8-10 griechische Oliven, 1 TL getrockneten Oregano, 80 g Fetakäse in Stücken und 4 EL THESEUS Olivenöl extra vergine in eine große Schüssel. Leicht würzen und mit knusprigem Brot servieren, um das Öl aufzusaugen.

TOP 10 RESTAURANTTIPPS IN KROATIEN

Tavern Go-Ro

Dugi Otok, Telašćica, Magrovica Bay N43°55‘39‘‘, E15°08‘19‘‘

Phone: +385-98-1388136

Die Geschichte dieser Taverne begann vor über 35 Jahren, als Goran Rogulj in einer verstohlenen Bucht am Ende des Telašćica-Parks eine geniale alte Grill Tradition salonfähig machte: die Peka. Es gibt fast nichts, was Goran nicht bereits in einer Peka zubereitete. Am beliebtesten sind jedoch die Varianten mit Kalbfleisch und Tintenfisch, die samt Gemüse im eigenen Saft gleichzeitig sanft gegrillt und gedämpft werden.

2016 verstarb Goran, der problemlos im Stil eines Entertainers das gesamte Lokal unterhielt. Sein Sohn Jakov übernahm die Leitung und setzt die Peka-Tradition der zur internationalen Topadresse avancierten Taverne mit Erfolg fort, begeistert seine Gäste aber auch mit dalmatinischen Spezialitäten wie Pašticada, einem Schmorbraten aus Rind oder Lamm, der stundenlang gekocht wird und jeden Abend nur in begrenzter Anzahl zu haben ist. Aufgrund der langen Garzeit ist eine Vorbestellung zu empfehlen!

Konoba Statival

Kornat, Statival

N43°51‘46‘‘, E15°15‘06‘‘

Phone: +385-91-5060102

Das von David Špralja 2011 eröffnete Lokal an der eher unwirtlichen, schroffen Nordseite der Insel gilt als einer der letzten Geheimtipps im Kornati-Nationalpark. In der wildromantischen Bucht gibt es zwei Muringplätze, drei Bojen sowie vergünstigte Nationalpark-Tickets. David ist Gastwirt, Fischer und gefragter Tauchlehrer in Personalunion, Spezialität des Hauses ist der Tintenfisch. Er kommt gegrillt, als Peka oder Carpaccio auf den Tisch. Sensationell schmecken auch das schwarze Sepia-Risotto und die Sepia-Spaghetti. Das Fleisch der in der Bucht friedlich grasenden Schafe wird unter der Peka-Haube zubereitet. Eine Reservierung ist erforderlich, am besten per WhatsApp-Nachricht, da das Funksignal in der Bucht äußerst bescheiden ist.

Konoba Ringo

Hvar, Pribinja

N43°11’28’’, E16°26’03’’

Phone: +385-91-5103686

Jure Knezović, der perfekt Deutsch spricht, hat seine Konoba mit allerlei originellem Inventar liebevoll ausgestattet. Einen Liegeplatz vergibt er nur nach telefonischem Aviso sowie dem Versprechen, die heilige Ruhe dieser Bucht zu respektieren. Serviert werden ausschließlich Fisch und Meeresgetier, beides weiß Jure aber hervorragend zuzubereiten. Und zwar ganz ohne Knoblauch – den bezeichnet Jure als „Gefängnis des Aromas“, der die Reinheit des Geschmacks verfälsche. Wer will, kann ein Menü mit unzähligen Gängen ordern, absolutes Highlight ist der meisterhaft gebratene Thunfisch.

Kornat, Šipnate Bay N43°51‘00‘‘, E15°14‘48‘‘ Phone: +385-95-1978102

Es ist ihr nicht anzusehen, aber die Bucht Šipnate, in der sich die Sonne für den Untergang besonders lange Zeit zu lassen scheint, war im August 2007 Schauplatz eines Dramas. Zwölf Feuerwehrleute ließen bei einem vermeintlichen Routineeinsatz ihr Leben; überdimensionale Steinkreuze, die über einen schmalen Weg erreichbar sind, erinnern bis heute an diese Tragödie. 2013 begann die Erfolgsstory des jungen Ehepaares Snježan und Ivana Rameša, deren Familie hier seit hundert Jahren Schafzucht betreibt. Größter Wert wird auf ein einladendes Ambiente und eine liebevoll gestaltete Deko gelegt. Gastfreundschaft mit entsprechender Aufmerksamkeit wird großgeschrieben! Die hübsch gestaltete Speisekarte überzeugt mit Frische und Qualität, denn vom Lamm über den Fisch bis hin zum Olivenöl gedeiht hier alles mehr oder weniger rund ums Haus. Schlemmertipp: Scampi-Buzzara à la Ivana!

Bojen und Moorings Liegeplätze sind vorhanden, vergünstigte Nationalpark-Tagestickets sind ebenso hier erhältlich!

Vis, Mala Travna

N43°01’13’’, E16°10’47’’

Phone: +385-99-3525803

Der Wirt Senko Karuza wird von manchen als schwieriger Philosoph beschrieben, der über seine kleine Traumbucht herrsche und nur dann koche, wenn er dazu Lust habe. Mein Tipp: Nehmen Sie rechtzeitig mit ihm Kontakt auf, reservieren Sie eine Boje – und Sie werden in einer anderen Welt landen. Tatsächlich erweist sich Senko nämlich als durchaus zugänglich und freundlich; möglicherweise hat er seinen Ruf ja selbst inszeniert. Sein Steinhaus ist urgemütlich, sein Kochstil eine Mischung aus Hingabe und Abenteuer, das Ergebnis schlicht grandios. Seit mehr als 30 Jahren versucht der eigenwillige Gastrosoph, seine Gäste für Slow Food und die Weine aus Eigenanbau zu begeistern – dafür sollte man sich ausreichend Zeit nehmen.

Lastovo, Zaklopatica

N42°46’28’’, E16°52’39’’ Phone: +385-98-571884

Lučo Jurica ist ein begnadeter Fantast mit tausend Ideen und der Besessenheit, diese auch umzusetzen. Er macht den Ahnen der Insel alle Ehre und gestaltete das Lokal zu einem Piratennest mit Kanone und allem, was das Thema hergibt. Inzwischen legen hier die Reichen und Schönen an und man fühlt sich in diesem Ambiente mit Whirlpool, asiatischem Massageteam und einer Putztruppe, die schnell mal das Boot auf Vordermann bringt, selbst wie eine Hollywoodgröße, wenn man einen der Liegeplätze ergattern kann. Aus welchem Blockbuster Lučo das dynamische, sehr attraktive Serviceteam abgezogen hat, bleibt sein Geheimnis. Auf mehreren Terrassen oder an Bord wird ein Tagesmenü serviert, welches genauso spektakulär wie die gesamte Location selbst ist. Hier wird großes Kino geboten, wenn man es denn so haben will!

Restaurant Augusta Insula
Konoba Senko Karuza

Konoba Mrčara

Mrčara (Archipelago of Lastovo)

N42°46‘16‘‘, E16°47‘34‘‘

Phone: +385-99-5485720

Der sympathische Tausendsassa Krešo Glavica, der die ehemalige Militärinsel außerhalb der Saison als Location für Survival-Camps nutzt, hat seine kleine, urige Konoba kreativ mit Schwemmgut dekoriert und bietet wechselnde Menüs, Vegetarisches sowie Peka. Am alten Militärpier können zwei Boote seitlich festmachen, neu eingerichtet wurden zwei Muringplätze am Top sowie drei Bojen. Inzwischen ist dieses kleine Paradies, das nur einer überschaubaren Gästeanzahl Platz bietet, kein Geheimtipp mehr und es ist eine Reservierung erforderlich.

Mljet, Prožura

N42°43’52’’, E17°39’03’’

Phone: +385-99-8877951

Auch nach über 30 Dienstjahren sind die Belins stetig bemüht, den guten Ruf des Familienbetriebs zu festigen. Im vergangenen Winter wurde die Terrasse wetterfest gemacht und ein neuer Garten wurde angelegt, in dem allerlei Gemüsesorten und Kräuter gedeihen. In den vier legendären Lehmöfen werden Fische, Langusten, Wildschweine und vor allem Tintenfische virtuos zubereitet. Unumstrittener Star ist der bereits erwähnte Kopffüßer, der als Vorspeise, Salat, Risotto und in zahlreichen anderen Variationen auf den Tisch kommt. Auf den besten Weg zum Kultstatus haben auch die von Chefin Marianka täglich frisch gemachten Desserts. Direkt vor dem Lokal gibt es drei Muringplätze und sieben Bojen.

Restaurant Stermasi

Mljet, Podskolj

N42°42’15’’, E17°44’35’’

Phone: +385-98-9390362

Adrijan Stermasis Restaurant, das hoch über der schmalen, von zwei Inselchen bewachten Podskolj-Bucht thront, ist quasi der Gastro-Olymp der Insel; von hier sieht man bis zu den Elaphiten vor Dubrovnik. Der perfekt Deutsch sprechende Wirt hat sein Handwerk in Hamburg erlernt und sich auf Mljet seit Beginn der 2000er-Jahre einen exzellenten Ruf erarbeitet, den er Jahr für Jahr ebenso konsequent wie erfolgreich verteidigt. Hier stimmt einfach alles: Ambiente, Qualität der Speisen und Service.

In der Bucht befinden sich fünf (orangerote) Stermasi-Bojen, eine Reservierung ist sehr anzuraten.

Konoba Gastro Mare

Pelješac, Kobaš N42°48’16’’, E17°44’34’’ Phone: +385-97-7968008, +385-99-2617171

Die beschauliche Kobaš-Bucht im Stonski-Kanal ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern gehört zu den gefragtesten Gourmet-Buchten Kroatiens. Das jüngste Lokal „Gastro Mare“ bietet kulinarisch hohes Niveau! Murings mit Strom und Wasser sowie gepflegte Sanitäranlagen und eine chillige Bar vor dem Haus erfreuen die zahlreichen, oft prominenten Gäste des Hauses. Chef Toni Bjelančić hat lange Zeit in den USA, in London und zuletzt im „Kulinarum 7“ in Wien seine Gäste mit dalmatinischer Küche begeistert.

In einer offenen Showküche zelebriert er vielgängige, höchst kreative Menüs aus regionalen Zutaten und dem hauseigenen Garten, welche der charismatische Meisterkoch seinen Gästen zu guter Letzt wortreich präsentiert.

Simpel, aber genial und mehrfach ausgezeichnet ist Tonis Fischsuppe! Der angebotene Fisch wird inzwischen mit dem eigenen Boot gefangen.

Seit 2016 gibt der hauptberufliche Grafiker im Eigenverlag die Serie „Momentas – exploring memorable places“ heraus. Im Mittelpunkt stehen jeweils besondere Plätze und Lokale einer bestimmten Region, die in Wort und Bild beschrieben werden. Bislang erschienen sind Bände über die Kornaten und den Šibenik-Archipel (2016), das legendäre Mljet, die grünste Insel im Mittelmeerraum (2017), die bis vor 30 Jahren für Touristen gesperrte Insel Vis und das Vulkandreieck mitten in der Adria (2018) und über die Insel Lastovo, das mittelalterliche Piratenversteck (2020).

Ab 13. Dezember 2021 ist die neue Ausgabe „Gourmet-Sterne entlang der Adria“ erhältlich. 35 außergewöhnliche Lokale werden besucht, aufwendig abgebildet und im Angesicht der aktuellen Krise beschrieben.

Die gesamte Reihe ist auf www.konoba-guide.com erhältlich.

Atlantiküberquerung

Atlantiküberquerung

Sind Sie bereit?

Im April machen sich die Boote aus der Karibik auf den Weg zum Mittelmeer und stellen sich der West-Ost-Atlantiküberquerung, der anspruchsvollsten Überquerung, die nur wenige Amateursegler in Angriff nehmen wollen.

Eher Routine ist das Ganze für Omero Moretti, der seit 35 Jahren Skipper aus Leidenschaft und Berufung ist und bis heute 39 Mal eine Atlantiküberquerung in Angriff genommen hat.

Omero, erzählen Sie uns ein wenig über die Atlantiküberquerung von West nach Ost.

Nun, sie ist zweifellos härter, anspruchsvoller und technischer als die Atlantiküberquerung in die Karibik, aber es ist diejenige, die mich wieder nach Hause bringt und die es mir erlaubt, die Stärke und den Charakter des Bootes voll wert zu schätzen. Deshalb ist es immer meine Lieblingsüberfahrt gewesen.

Normalerweise folge ich der Standardroute für die Rücküberfahrt: Sie führt mich sehr weit nach Norden, etwa 34°- 38°. In diesen Breitengraden fängt der Ozean an, anspruchsvoll zu werden, aber dort muss man die westlichen Wirbel finden, die einem einen guten Wind geben, um nach Osten zu segeln. Weiter südlich befinden wir uns immer noch im Passat, aber anstatt ihn zu unseren Gunsten zu haben, wie es zum Großteil auf der Hinreise der Fall ist, ist er entgegengesetzt. Und auf dem Ozean gegen den Wind zu segeln, mit drei Meter hoher Welle, wenn es gut läuft, ist nicht sehr angenehm.

Viele wählen eine südlichere Route, starten etwas später und decken sich mit Diesel ein. Aber abgesehen vom Wind fahre ich auch gerne

nach Norden, um einen Zwischenstopp auf den Azoren einzulegen, wunderschönen, abgelegenen Inseln, auf denen ein mehrtägiger Aufenthalt sowohl angenehm als auch nützlich ist. Es gibt immer etwas zu reparieren oder zu tunen, bevor man die letzte Etappe nach Gibraltar in Angriff nimmt.

Können Sie uns etwas allgemeiner sagen, wie Sie eine Atlantiküberquerung angehen und sich darauf vorbereiten?

Es gibt zwei Dinge, die ich denjenigen, die mich fragen, wie man sich auf eine Atlantiküberquerung mit einem Segelboot vorbereitet, oft sage. Als erstes würde ich sagen, dass die Atlantiküberquerung heutzutage ein Vergnügen ist, das viel mehr Menschen erreichen können, als man vielleicht denkt. Das Zweite ist, dass es Menschen sind, die den Ozean überqueren, nicht Boote.

Was soll das bedeuten?

Die Tatsache, dass die Überquerung des Ozeans heute leichter zu bewerkstelligen ist als noch vor einigen Jahrzehnten, ist eine triviale

Aussage. GPS, Satelliten und Ausrüstungen aller Art machen das Segeln auch für den unerfahrensten Segler zugänglich. Man muss nicht zu weit in die Vergangenheit zurückgehen, wenn ich nur an meine ersten Segeljahre denke: Ich hatte kein GPS an Bord, es war für Freizeitboote nicht weit verbreitet, und kommerzielle GPS waren für mich unerschwinglich. Ich machte alles mit einem Sextanten, einem Astronomiebuch und dem Funkgerät (mit dem ich die Schiffe anrief, denen ich unterwegs begegnete, um eine Bestätigung ihrer geschätzten Position zu bekommen). Auch das Herunterladen von Wetterkarten war zeitaufwändig und nicht immer erfolgreich, da die Wetterfaxe von der Ausbreitung abhängig waren.

Heute habe ich drei GPSs an Bord, Internet- und Satellitenverbindungen zum Herunterladen des Wetters (obwohl ich das Funkgerät immer noch zum Vergnügen benutze), und ich benutze den Sextanten im Allgemeinen nur noch zum Unterrichten der wissbegierigen Crews. Davon abgesehen haben sich einige Aspekte im Laufe der Zeit überhaupt nicht verändert.

Der erste - und auch der Grund, warum ich sage, dass es Menschen sind, die den Atlantik überqueren, und nicht Boote - ist, dass das Setzen von Segeln mit 3.000 Meilen vor sich immer noch bedeutet, ins Unbekannte zu fahren, selbst wenn dieses Unbekannte vollständig kartiert und durch Satellitensignale abgedeckt ist. Wir werden nur für ein paar Tage Wettervorhersagen haben, und dann werden wir nehmen müssen, was kommt. Hilfe vom Land ist in der Regel nur für ein paar hundert Meilen verfügbar, und dann müssen Sie sich selbst durchschlagen, egal was passiert. Zwar haben Sie jetzt den Luxus, auf Instrumente und Werkzeuge zuzugreifen, um zu kommunizieren und sich weniger allein zu fühlen. Dennoch können letztlich nur Sie die notwendige Entscheidung für Ihr Boot und die Crew, mit der Sie segeln, treffen.

“Dennoch können letztlich nur Sie die notwendige Entscheidung für Ihr Boot und die Crew, mit der Sie segeln, treffen.”

Wie bereiten Sie sich auf dieses “Segeln ins Ungewisse” vor? Im Laufe der Jahre, auf meinen 39 Atlantiküberquerungen, war es der wichtigste Teil meiner Arbeit, den Leuten beizubringen, das Dock mit Bewusstsein zu verlassen. Ich spreche auch viel über diese Aspekte

in meinem Buch Il mestiere del mare (Arbeiten auf See), das bei Il Frangente erschienen ist. Entschuldigen Sie die Werbung, aber das sind wirklich Themen, die viele Seiten füllen würden!

Sagen wir, dass Bewusstsein und ein wenig Erfahrung auf See die Grundvoraussetzungen für diejenigen sind, die eine Überfahrt mit ihrem Boot in Angriff nehmen wollen. Dann können wir darüber sprechen, wie man sich vorbereitet und wie man sein Boot vorbereitet. Über das Vorbereiten zu schreiben, ist für mich schon eine Herausforderung. Es gibt eine Sache, die ich in 35 Jahren auf See gelernt habe: Es gibt zu viele Variablen, um mit gutem Gewissen sagen zu können: “So müssen Sie sich vorbereiten...”. Nehmen Sie also die Hinweise als Richtlinien, entlang derer Sie sich mit Ihrer Erfahrung und Ihren Fähigkeiten bewegen können. Lassen Sie mich das erklären. Heutzutage kann man mit 70-Fuß-Carbon-Prototypen mit Foils problemlos durch die “Roaring 50s” schaffen: aber keiner von uns ist ein so geschickter Athlet wie einer der Vendee Globe-Segler, und wir haben auch nicht diese Art von Organisation hinter uns. Als erste Überlegung würde ich also sagen, dass man in der Lage sein muss, sein Boot zu managen, von Manövern bis hin zu Reparaturen: Es ist nutzlos, über eine hervorragende Theorie zu reden, wenn man sie nie anwenden kann. Das ist einfach der beste Weg, um nie in Fahrt zu kommen.

Gibt es wesentliche technische Punkte?

Meiner Meinung nach sollten die wesentlichen technischen Checks die Teile betreffen, die am stärksten beansprucht werden: den Mast und das Rigg, das Ruderblatt, die Relingsstützen und die Seeventile. Auch die Fallen werden auf langen Reisen, oft bei gleicher Geschwindigkeit, stark beansprucht, so dass es unerlässlich ist, sie zu überprüfen, gegeben-

enfalls auszutauschen und auf jeden Fall eine, die bereits in den Mast eingeführt wurde, für den Fall vorzubereiten, dass sie bricht. Das erinnert mich an eines meiner liebsten Mottos: zwei von allem. Etwas, das mich der Ozean gelehrt hat und das ich nach unzähligen Brüchen mit mir trage. Der letzte, der mir zu schaffen machte, war der Bruch einer der beiden Vorstagen während einer Atlantiküberquerung auf dem Rückweg. Wir waren tausend Meilen weit weg von allem, aber zum Glück hat Freya, mein Boot, auch zwei Stagen.

Wenn Sie nicht alleine segeln, verbringen Sie etwas Zeit mit der Vorbereitung Ihrer Crew. Segeln Sie zuerst zusammen. Lernen Sie sich gegenseitig kennen und stellen Sie sicher, dass die Rollen so klar wie möglich sind. Sobald Sie mitten auf dem Meer sind, gibt es einen und nur einen Kapitän, es muss Disziplin herrschen, und es ist eine Frage der Sicherheit, dass das so ist.

Das wird auf einer West-Ost-Überquerung noch deutlicher, wo das Boot auf noch größere Herausforderungen stoßen kann, und oft auch Ihre Crew. Wenn ich im Nordatlantik segle, verstärke ich die Bullaugen von außen mit Plexiglas, und ich verstaue den Anker und die Kette in der Bilge, um die Gewichte besser auszubalancieren. Kurzum, es braucht Technik, und man kann nicht einfach improvisieren.

“Ich sage oft, dass eine Atlantiküberquerung das Ende einer Reise sein sollte, nicht der Startpunkt.”

Wie viel Erfahrung auf See braucht man, um eine Atlantiküberquerung zu wagen?

Ich sage oft, dass eine Atlantiküberquerung das Ende einer Reise sein sollte, nicht der Startpunkt. Ich weiß, dass heutzutage, wo alles zugänglicher und bequemer zu sein scheint und so viele Videos oft nur einen Teil der Geschichte zeigen, viele Leute an diese Erfahrung herangehen, ohne vorher wenigstens ein bisschen gesegelt zu sein. Den Atlantik zu überqueren kann nicht nur gefährlich sein, sondern wenn man nicht verinnerlicht hat, was es bedeutet, wirklich über das Meer zu segeln, riskiert man, die halbe Überfahrt mit der Angst zu leben, den Flug zu verpassen, wenn man ankommt, oder schlimmer noch, sich zu langweilen, anstatt die Fahrt zu genießen.

Wenn Sie mehr über Omero und seine Reisen erfahren möchten, segeln Sie auf seinem Instagram-Account @omeromoretti oder besuchen Sie seine Website omeromorettivela.it

BÜHNE FREI

Die Welt an Bord von Sara Teghini ist eine weibliche Welt

Können Sie uns ein wenig über sich selbst erzählen? Was war Ihre Eintrittskarte in die Welt des Segelns?

Ich komme aus einem Ort, der weit vom Meer entfernt ist, wie viele von denen, die sich schließlich dafür entscheiden, dort zu leben. Meine erste Segelerfahrung habe ich vor vielen Jahren in einem Urlaub gemacht, und ich erinnere mich noch immer an das Gefühl der Freiheit und des Staunens, das ich dabei empfand. Wirklich, es ist immer noch ein sehr lebendiges Gefühl, und eines der besten Dinge, die mir an Bord passieren, ist, es in den Menschen wieder zu sehen, die sich zum ersten Mal für einen Segelurlaub mit uns auf der Freya entscheiden.

Der Weg, der mich zum Segeln geführt hat, ist einer dieser etwas verschlungenen und, wie ich finde, teilweise zufälligen, die erst Sinn machen, wenn man nach ein paar Jahren darauf zurückblickt. Vielleicht erzähle ich Ihnen die ganze Geschichte ein anderes Mal, denn sie ist wahrscheinlich zu lang. Ich kann Ihnen jedoch den genauen Moment nennen, in dem ich beschloss, dass das Leben auf einem Boot mein Leben sein würde.

Zu meinem 35. Geburtstag beschloss ich, mir meine erste Atlantiküberquerung zu gönnen, von Malaga zu den Kanaren. Eines Nachts, während ich schlief, hörte ich, wie das Boot ungewöhnliche Bewegungen machte, und ich ging hinaus, um zu sehen, was los war. Der portugiesische Passat, ein starker Wind aus dem Norden, blies uns in den Wind, während das Boot an der afrikanischen Küste entlang glitt. Der Skipper hatte manövriert und den Spinnaker aufgetakelt, um ihn so gut wie möglich einzufangen. Als ich ausstieg, hatte ich das Gefühl, das Boot würde in einer mondlosen Nacht über das Meer fliegen, mit dem silbernen Meer in seinem Kielwasser. Die Punkte verbanden sich, als ich in der Karibik ankam und Omero (Omero Moretti) und Freya (sein Boot) traf. Und damit begann mein zweites Kapitel, das nun schon sieben Jahre, drei Atlantiküberquerungen und mehrere tausend Meilen andauert.

Wir sprechen oft über das Segeln als eine Schule des Lebens, als etwas Lohnendes, Essentielles. Trifft das auch auf Sie zu, sehen Sie das auch so?

Ja, das ist so, seit ich das erste Mal in den Urlaub gefahren bin, als das Segeln noch etwas völlig Neues für mich war, und es ist immer noch jeden Tag so, auch wenn ich das Leben an Bord auf eine ganz andere Weise lebe. Alles auf das Wesentliche zu reduzieren, ist ein Charakterzug von mir. Das war schon immer so, und es ist, als ob das Segeln mir

erlaubt, es “natürlich” zu leben, ohne es zu erzwingen, ohne Konditionierung, ohne es erklären zu müssen.

Was denken Sie, was Frauen zum Segeln zieht? Vielleicht ein Gefühl von Unabhängigkeit, Freiheit... was denken Sie?

Ich weiß es nicht. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht einmal, ob Frauen vom Segeln angezogen werden. Was mir wichtiger erscheint, ist, dass sie sich nicht mehr davon abwenden, wenn sie sich dieser Welt nähern wollen. Wie immer geht es bergauf, oder besser gesagt, gegen den Wind, aber ich habe nur sehr wenige Frauen getroffen, die sich vor dem scheuen, was sie als ihre eigene Herausforderung betrachten.

Ich denke, es ist wichtig zu sagen, dass eine Erfahrung auf einem Segelboot, ich meine eine Segelerfahrung und nicht einen Urlaub, sehr hilfreich sein kann, um Mut zu gewinnen und mehr an sich selbst zu glauben. Ich habe gelernt, auf mich selbst zu hören, meinen Instinkten zu vertrauen, schnell und unter Stress Entscheidungen zu treffen und mich auf andere zu verlassen. Für mich war es tatsächlich so. Ich denke nicht, dass das trivial ist, und vielleicht ist es ein wesentlicher Aspekt für andere Frauen.

So viele Frauen haben es zu führenden Rollen im Segelsport gebracht. Denken Sie an die Britin Ellen MacArthur, die in sehr jungen Jahren in den Hochseesegelsport einstieg und Geschwindigkeitsweltrekorde aufstellte. Oder die Französin Isabelle Autissier, die als erste Frau die Welt auf einem Segelboot umsegelte. Erleben wir Ihrer Meinung nach einen wichtigen Wandel, der zu einem wachsenden Interesse von Frauen an der Welt des Segelns führt?

Ich denke, dass in der traditionell männerdominierten Welt des Segelns endlich genau die gleiche Veränderung eingetreten ist, die auch in vielen anderen Bereichen des Sports, der Arbeit und des Lebens im Allgemeinen angekommen ist. Und da Sie Ellen MacArthur erwähnt haben, möchte ich Ihnen ein Beispiel dafür geben, was Frauen auf eine neue und bessere Art und Weise in diese Welt einbringen können. Während ihrer Solo-Weltumsegelung begann Ellen MacArthur, über die Bedeutung der Wiederverwendung und des Sparens von Ressourcen an Bord nachzudenken. Aus dieser Überlegung heraus beschloss sie, ihre Stiftung zu gründen, eine der wichtigsten in der Welt (vielleicht die wichtigste) unter denen, die sich mit Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Wie in allen Dingen gilt: Wenn wir nicht darauf bestehen, ein männliches Modell zu kopieren, haben wir vielleicht mehr zu sagen und mehr zu geben.

Glauben Sie, dass in Zukunft mehr und mehr Frauen in den Segelsport einsteigen werden?

Das ist unvermeidlich, zum Glück!

Was raten Sie Frauen, die sich zum Segeln hingezogen fühlen, sich aber noch nicht auf ein Boot begeben haben?

Ohne Zögern würde ich sagen ... versuchen Sie es. Allein zu reisen, damit man die ganze Erfahrung genießen kann, ohne voreingenommen zu sein, und ein Erlebnis zu wählen, das vielleicht nicht zu anspruchsvoll ist (diesen Rat gebe ich auch Männern, um ehrlich zu sein). Es ist auch entscheidend, einen erfahrenen Skipper zu wählen, der aufgeschlossen und mit Frauen auf Booten vertraut ist. Viele der Aufgaben, die Muskelkraft erfordern, können heutzutage durch gute Technik ersetzt werden. Wenn die Freya manchmal ihre Segel etwas zu sehr zum Wind ausbreitet, weiß Omero, wie er die Kraft so einstellen kann, dass sie für mich handhabbarer wird.

Erfahren Sie mehr über Saras Segeltörns auf https://omeromorettivela.it/omero-moretti#sara, oder folgen Sie Sara und Omero auf Instagram @omeromoretti

Koffer packen wie die (Segel)- Profis

Wer kennt es nicht? Monatelang wartet man auf den Urlaub und dann kommt er so plötzlich, dass man die Hälfte vergisst.Deshalb haben wir für Sie die wichtigsten Dinge zusammengefasst, die bei keinem Törn fehlen sollten.

Reisedokumente

Reisepass

Personalausweis

Segelschein

Geld

Bargeld in Landeswährung

EC-Karte

Kreditkarte // Pin

Medizin Hygiene

Pflaster Mückenspray

Zahnbürste

Zahnpasta

Deo

Shampoo

Körperlotion

Schuhe

Funklizenz, Pyroschein, soweit vorhanden

Führerschein ggf. international Impfausweis

Versichertenkarte

Auslandskrankenversicherung Notfallnummern

Medikamente gegen Seekrankheit (Pflaster, Tabletten, Kaugummi, Armband,Hausmittel…)

Persönliche Medikamente

Föhn

Rasierer

Sonnencreme

Aprés Sun

Damenhygiene (Binden, Tampons…)

Gummistiefel mit heller Sohle (revierabhängig)

Turnschuhe mit heller Sohle, Bootsschuhe

Kleidung

Fleecepullover/-jacke

Hosen / Shorts, kurz

Hosen / Jeans, lang Mütze / Hüte

Regen-/salzwasserfeste Kleidung

Technische Ausrüstung / Unterhaltung

Digitalkamera inkl. Akku/ Ladekabel Spiegelreflexkamera, Objektive, Polfilter Unterwasserkamera

Baden / Strand

Badetuch Handtuch

Badewäsche

Sonstiges

Fernglas

Feuerzeug

Karabiner

Corona

Mundschutz

Händedesinfektion

Flächendesinfektion

Schwimmschuhe

Shirt, kurz

Hemd

Pullover

Haarbürste / Kamm

Haargummis

Kosmetikartikel (Make-Up, Mascara, Puder…)

Flip-Flops (Landgang) Ausgehschuhe

Regenjacke / Regencape Segelhandschuhe

Handy inkl. Ladekabel Powerbank Tablet/ Laptop

Taucherbrille (falls nicht an Bord)

Schnorchel (falls nicht an Bord)

Oropax! Schere

Taschenlampe, wasserdicht

gegebenenfalls Impf - /Testnachweis

Schlafanzu Socken

Sonnenbrille mit Sicherungsband Unterwäsche Wechselsachen

SD-Karte Bücher Kartenspiele

Ggf. Unterwasserkamera

Taschenmesser / Werkzeug Wäscheleine, Klammern Wasserdichter Seebeutel

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Our fleet of 85 yachts consists of 30 fully crewed catamarans one of the largest fleets in Europe (ranging from 80ft to 45ft) and 55 bareboat/skipper yachts including, 23 monohulls (41ft to 55ft) and 32 catamarans (ranging from 38ft to 50ft).

Unterschätzte Perle der Adria.

ISTRIEN

“Putnik dobrodošlice - Willkommen Reisender” so oder ähnlich dürfte die lokale Begrüßung in den wunderschönen Stadthäfen Istriens lauten, wenn man dort mit seiner Charteryacht einläuft. Um Ihnen die Schönheit Istriens näher zu bringen, haben wir eine Route für Sie zusammengestellt, die jedes Crewherz höher schlägen lässt.

Obwohl die Häfen Istriens bekannter als Ausgangspunkt für Törns nach Dalmatien oder in die Kvarner Bucht sind, lohnt sich der Norden Kroatien mit vielen sehenswerten Anlaufpunkten ebenfalls für einen facettenreichen Törn. Historisch bedeutende Städte, atemberaubende Häfen und ganz viel Kultur hat das Segelrevier Istriens zu bieten. Ob die häufig als schönste Stadt Istriens bezeichnete Stadt Rovinj, welche besonders durch ihre malerischen Buchten, glasklarem Wasser und einer wunderschönen, verträumten Altstadt mit unzähligen kleinen Cafés besticht, oder die außergewöhnliche, fast schon Afrikanisch anmutende Natur im Brijuni National Park… In Istrien kommt jeder auf seinen Geschmack. Das gut überschaubare Revier besticht mit sicheren Liegeplätzen und vor allem einer kurzem Anreise aus den DACH Gebieten.

Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne einen Törn mit empfehlenswerten Zielen vorstellen. Die Rundroute umfasst knapp 145 SM aufgeteilt in 7 Etappen.

Unsere Reise beginnt mit dem Check-In in Pula, die nicht nur die größte, sondern auch die älteste Stadt Istriens ist. Pula ist eine sehr facettenreiche Stadt, die neben azurblauen Badebuchten und vielen Tourismusangeboten auch einiges an Kultur zu bieten hat, so dass jährlich eine große Anzahl an Touristen Pula besuchen

Sicher gelegen in einer natürlichen Bucht, befindet sich die Marina von Pula. Der historische Hafen diente ehemals als wichtigster Kriegshafen und liegt nur wenige Meter von der bedeutendsten Sehenswürdigkeit Pulas entfernt. Wer Interesse an römischer Geschichte hat, der sollte sich das alte Amphitheater nicht entgehen lassen. Die sechstgrößte Arena weltweit wurde von 2 v. Chr. bis 14 n. Chr. erbaut und wird heute in den Sommermonaten für verschiedene Veranstaltungen wie Konzerte, Ausstellungen und Filmfestspielen genutzt. Neben dem Amphitheater gibt es jedoch noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise den Triumphbogen oder die Stadtmauer, die erkundet werden können.

Die ACI Marina r bietet insgesamt 195 Liegeplätze und kann leicht befahren werden, da der Zugang mit zwei Leuchttürmen gut gekennzeichnet ist. Lediglich die unregelmäßig verankerten Eisenbojen entlang des Kurses zum Yachthafen sollten beachtet werden.

Die Anreise zum Hafen ist ebenfalls nicht aufwendig, da sich der internationale Flughafen Pula nur lediglich 5 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt befindet.

Nach Ihrer Anreise und dem Check-In empfehlen wir Ihnen die Stadt und deren historische Sehenswürdigkeiten zu erkunden und den Tag in einem der zahlreichen, exquisiten Fischrestaurants ausklingen zu lassen, bevor am nächsten Tag der Aufbruch nach Rovinj ansteht.

Nicht umsonst wird Rovinj zumeist als schönste Stadt Istriens bezeichnet. Die Stadt besticht mit ihren wunderschönen, aus dem Mittelalter stammenden Gässchen und durch die pulsierende Uferpromenade sowie die romantische Altstadt verfällt man bereits im ersten Augenblick in ein maritimes Urlaubsfeeling. In Rovinj gibt es mehrere Möglichkeiten anzulegen, die sich allerdings abhängig von Wetter und Reisezeit unterschiedlich gut eignen. So

bietet die Nordseite der Altstadt beispielsweise sehr kostengünstige Liegeplätze, die jedoch häufig bereits belegt sind und sich bei Nordwind nicht gut eignen. Mehr Liegeplätze sind in der ACI Marina Rovinj vorhanden. Nach der Neueröffnung der Marina 2019, zählt diese nun zu den exklusivsten Marinas der Umgebung. Mit ca. 200 Liegeplätzen im Wasser bietet sie auch Platz für größere Yachten. Neben dem üblichen Komfort wie Wasser und Stromversorgung,

sowie Sanitäranlagen bietet der Hafen einen wunderbaren Blick auf die Stadt. Kulinarisch ist man in der Marina bestens versorgt. Wem das angrenzende 5 Sterne Grand Park Hotel Rovinj nicht zusagt, der kann in einem der zahlreichen Restaurants in der Nähe landestypische Speisen zu sich nehmen. Als dritte Alternative bietet sich die Ankerbucht Lon zum festmachen an. Das Zentrum liegt fußläufig nur wenige Minuten entfernt und lädt ebenfalls zu einem Spaziergang ein.

Auch am Abend ist ein Bummel in die Altstadt, durch die verwinkelten Gassen, vorbei an charmanten Häusern, über den Platz Marsala Tita, unbedingt empfehlenswert. Auf dem Weg passieren Sie zahlreiche Cafes und Restaurants, die zum Verweilen einladen. Über der Altstadt thronend, verlieren Sie das Wahrzeichen der Stadt, die Sv. Eufemija Kirche, dabei nie aus den Augen. Wenn Sie sich die Zeit nehmen und

die Barockkirche besuchen, werden Sie mit einem traumhaften Blick auf das Meer und benachbarte Inseln belohnt.

Heute steht eine Perle für alle Kunstliebhaber auf dem Plan. Nur 9 SM entfernt von Rovinj befindet sich das über 200 Jahre alte Dorf Porec. Von der Insel Sveti Nikola geschützt, befindet sich der Ort auf einer schmalen Landzunge an der Westküste. Das Hotel Rivijera bietet verschiedene Optionen zum Ankern. Allerdings muss auch

Pula
Rovinj
Porec

hier auf die Winde geachtet werden. Bei SW oder W Winden sollte das nordöstliche Ufer der Insel SV Nikola zum ankern bevorzugt werden. Mit 120 Wasserliegeplätzen bietet die Marina Porec nicht viele Liegeplätze, zumal ein Großteil von Dauerliegern belegt ist. Für Gastlieger bleibt in diesem Hafen leider nur wenig Platz. Hat man jedoch einen Liegeplatz gesichert, so stehen einem auch hier selbstverständlich Strom und Wasseranschluss zur Verfügung.

Kunstliebhaber kommen hier auf Grund vieler Ausstellungen und eines im Sommer stattfindenden Kunstfestivals “Poreč Open Air Festival” voll auf Ihre Kosten. Die Basilika Euphrasiana, ein UNESCO Welterbe, lädt ebenfalls zu einer Besichtigung ein. Das vielseitigen Tourismusangebot bescherte der Insel bereits mehrfach Auszeichnungen. Das kleine Städtchen weiß wie es seine Besucher durch seinen Flair bezaubert.

Bei unserer nächsten Station könnte man meinen, dass man sich im Kontinent getäuscht hat und versehentlich in Afrika gelandet ist. Keine Angst - nur wenige Seemeilen vor Pula befindet sich der Brijuni National Park, in dem neben Lamas auch Zebras und Antilopen weiden. Die Tiere wurden einst dem Inselbesitzer als Gastgeschenke mitgebracht und leben dort seitdem in einem Safaripark. Zu dem 36 km² großen Nationalpark gehören 14 Inseln. Der Safaripark liegt auf der größten der Inseln, Veli Brijun. Diese Insel ist frei besuchbar und stellt durch den Park mit seinen Tieren ein besonderes Highlight

bei Familien mit Kindern dar. Die anderen Inseln sind größtenteils in privatem Besitz und dürfen nicht betreten werden.

War der Besuch in dem Nationalpark sehr spannend und facettenreich, bietet der nächste Stopp die idealen Bedingungen um sich zu erholen. 26 SM lang ist unsere Reise bis nach Unije, eine Insel in der Kvarner Bucht, bekannt für ihre Olivenhaine. Besonderheit der Insel - Autos sind nicht erlaubt. Der kleine Ort beherbergt lediglich wenige

Restaurants und ein kleines Geschäft. Bitte beachten Sie, dass es weder Banken noch Geldautomaten auf der Insel gibt. Es handelt sich um ein ruhiges Örtchen, ideal um bei einer Wanderung über die Insel zu entspannen! Ebenfalls wichtig zu wissen ist, dass die Mole für den Linienverkehr gebaut wurde. Gegebenenfalls muss der Liegeplatz in der Frühe geräumt werden, daher empfiehlt es sich frei in der Bucht, südlich der Mole zu ankern.

Unser vorletzter Stop bringt uns zu dem malerischen Ort Valun auf der Insel Cres. Diese befindet sich ca 16 SM von Unije entfernt. Angelegt werden kann an der Stadtpier. Die Marina hat lediglich 10 Liegeplätze, von denen einige Muringleinen besitzen.

Beachtet werden müssen die unterschiedlichen Wassertiefen entlang des Kais und das ein Anlegen bei Nordwind nicht oder nur sehr schwer möglich ist.

Das 60 Seelen Dorf ist besonders bekannt auf Grund des Fundes der Tafel von Valun, einer Grabplatte aus dem 11. Jahrhundert. Sie gilt als das älteste “Schriftstück” in kroatischer Sprache und kann heutzutage in der Kirche im Ort besichtigt werden. Einen sagenhaften Ausblick kann man von den Festung Lubenice genießen, welche hoch über dem Meer thront.

Selbstverständlich kommen auch die kulinarischen Genießer unter Ihnen nicht zu kurz. Leider konnten wir es nicht selber testen, aber auf Grund von mehrfachen Empfehlungen, können wir guten Gewissens einen Besuch bei “Na Moru” empfehlen, wo man auf der Terrasse mit Meerblick Seafood Variationen genießen kann. Hier kocht der Chef selber auf offenem Holzfeuer und beim Anlegen im Valuner Hafen wird Ihnen gerne geholfen.

Nach weiteren 20 SM kommt man wieder in der Marina in Pula für den Check out an. Nach dem Check-Out kann man die Sehenswürdigkeiten besichtigen, die man am ersten Tag nicht gesehen hat, oder man lässt den Törn mit einem guten Glas Wein in einem der vielen gemütlichen Restaurant ausklingen während man seinen Urlaub Revue passieren lässt.

Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch eine unabhängige Empfehlung für Ihre individuelle Planung geben. Die beschriebene Route ist lediglich eine Empfehlung von uns, natürlich sind Sie in Ihrer Planung maximal flexibel.

Mehr interessante Revierberichte gibt es unter blauwasser.de

Brijuni National Park
Unije
Valun

PULA VERUDA POMER

SLOWENIEN

Euro

K v a r n e r

MALI LOSINJ

PRIMOSTEN U. ROGOZNICA OPATJA

R O A T I E N

SIBENIK

I E N Herze g o w i n a D A L M A T I E N I S T R I E N M l j e t K o r c u l a

KROATIEN Kuna

MONTENEGRO Euro

KRVAVICA

Master Yachting bietet an allen mit diesem Zeichen versehenen Orten Yachten an. Genaue Infos erhalten Sie unter www.master-yachting.de .

WINDVERHÄLTNISSE

TIDENHUB

BEREIT?

Haben Sie jemals daran gedacht, Kroatien vom Wasser aus zu erleben? Starten Sie noch heute mit Master Yachting!

SCHWIERIGKEITSGRAD

Kroatien ist ein gutes Einsteigerrevier. Geringe Distanzen zwischen den Inseln, einfache Navigation und eine optimal auf Segler eingestellte Infrastruktur sorgen für optimale Bedingungen.

REISEZEIT

April bis Oktober.

BOOTSFÜHRERSCHEIN / FUNKZEUGNIS

D: SBF SEE, AT: FB2/3, CH: Hochseeschein (fr. B-Schein); SRC oder kroatisches Funkpatent.

LIEGEPLATZ / ÜBERNACHTUNG

Hier findet man alles: Ankerbuchten, Bojenfelder und professionell ausgestattete Marinas – oder Liegeplatz direkt am Steg des Restaurants. Kaum ein Revier ist so professionell auf Segelyachten eingestellt.

HÄFEN/INFRASTRUKTUR / PROVIANT

Die Marinas, von denen es eine Menge gibt, sind meist gut ausgestattet. Strom, Wasser – kein Problem. Supermärkte ermöglichen fast überall einfaches Bunkern von Proviant.

PREISGEFÜGE

Bier: 2,50 Euro, Cappuccino: 2 Euro, Einheimische Gerichte: ab 9 Euro; Achtung: in den touristischen Zentren können gerne 20 bis 50 % dazu kommen.

ANREISE

Gerade wer aus dem Süden kommt kann mit dem Auto anreisen. Split, Zagreb, Zadar, Pula und Dubrovnik werden von vielen Flughäfen im deutschsprachigen Raum direkt angeflogen.

VERSTÄNDIGUNG

Mit Englisch kommt man überall weiter.

Sarajevo
MARINA

Segelsaison 2021

four seasons yachting hat die Gruppe „Segelsaison 2021“ erstellt.

Corona hat die Gruppe verlassen.

Quarantäne hat die Gruppe verlassen.

Deutschlandurlaub hat die Gruppe verlassen.

Vive Mallorca

Von Bergen, Stränden und Orangenhainen

Dass Mallorca für viele, besonders deutsche, Touristen ein beliebtes Reiseziel ist, stellt kein Geheimnis dar. Dass es sich jedoch nicht nur an Land, sondern auch vom Wasser aus, um eine der schönsten Insel der Balearen handelt, dass hat sich vielleicht noch nicht jedem erschlossen.

Wir möchten Ihnen im Folgenden eine Route vorstellen, die die schönsten Marinas der Insel beinhaltet und mit knapp 166 SM in 7 Tagen gut machbar ist.

Wo könnte man die Reise besser beginnen, als in Porto Colom, der Stadt, die Gerüchten zufolge die Geburtsstadt Christoph Columbus ist,. Von Palma aus braucht man mit dem Auto knapp eine Stunde bis in das ehemalige Fischerdorf. Die heute 3600 Einwohner große Stadt befindet sich im Südosten Mallorcas und beherbergt, in einer bestens geschützten Lage, den größten natürlichen Hafen der Insel.

Nachdem die Yacht bezogen wurde, kann - je nach Belieben - die Umgebung näher erkundet werden. Es gibt eine Vielzahl bezaubernder Strände, die fußläufig zum Hafen liegen, wobei uns einer ganz besonders gefällt. An dieser Stelle möchten wir den Strand S’Arenal, auf der Halbinsel, gegenüber dem Ortskern besonders empfehlen. Der Strand, an dem sich zudem ein schöner Leuchtturm befindet, kann ohne Probleme mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreicht werden. Der eigentliche Strand S’Arenal ist in der Umgebung durchaus bekannt, daher empfehlen wir den Strand zu passieren und einige Meter weiterzugehen. Ein weiterer weniger bekannter und ruhiger Strandbereich, begrünt mit schattenspendenden Pinien, taucht vor Ihnen auf - von dem Strand haben Sie einen großartigen Blick auf den Naturhafen Porto Coloms.

Der Abend kann in einem der netten Restaurants mit landestypischen Angeboten ausklingen. Wem es die spanische Küche angetan hat, dem sei das HPC Porto Colom empfohlen, wo man leckere Paellas, Salate, Carpaccio, Tatar und frische Meeresfrüchte bei einem tollen Blick auf die Bucht genießen kann. Auch die angeschlossene Bar bietet eine angenehme Atmosphäre zum Verweilen, denn Party und laute Musik findet man in Porto Colom nicht.

Der erste Halt auf unserer Route ist die Isla Cabrera (Achtung, hier wird eine staatliche Genehmigung zum Betreten des Nationalparks in Form eines Tickets benötigt!).

Während der knapp 22 Seemeilen langen Fahrt, passieren Sie wunderschöne, feinsandige Buchten, die durch das azurblaue Wasser zu einem Schwimmausflug oder zumindest eine Pause auf dem Deck der Yacht einladen.

An der Isla angekommen, können Sie mit dem „Cabrera-Permit“ die Insel in vollen Zügen genießen. Sie besitzt einen kleinen Hafen, in dem jedoch nicht geankert werden darf, da er in einem Naturschutzgebiet liegt. Sie können jedoch einfach an einer der 50 Bojen festmachen. Je nachdem zu welcher Zeit die Insel besucht wird, sind die Nächte auf eine Nacht im Juli und August; zwei Nächte im Juni und September und bis zu sieben Nächte in den restlichen Monaten begrenzt. Bei der Einfahrt in die Bucht der “Ziegeninsel” fällt einem sofort die Festung auf der Linken auf, die im 14. Jhd. zum Schutz vor Piraten und Seeräubern diente. Die hohen Felswände der Insel boten und bieten nach wie vor einen guten Schutz. Abhängig von Ihren Interessen,

empfehlen wir einen Besuch der Festung oder, falls Sie nicht genug vom schönsten aller Elemente bekommen können, springen Sie doch mit einer Tauchermaske bewaffnet ins Meer und bestaunen die zahlreichen Fische, die dank der geringen Anzahl lizenzierter Fischerboote schon nahezu zutraulich in den Buchten leben.

Ein “Sightseeing - Muss” ist die Cova Blava, die blaue Grotte, die sich am nördlichsten Zipfel Cabreras befindet. Wenn die Sonne in die Höhle hinein scheint, schimmert das Wasser fast unnatürlich blau und lädt zu einem wunderbaren, erfrischenden Bad ein.

Angelegt im Hafen, kann in einem der kleinen ruhigen Tavernen bei einem Cerveza von den ersten Eindrücken der Reise geschwärmt werden, bis es am nächsten Tag weiter ins weniger ruhige Palma geht. Das heutige Ziel ist wohl das Bekannteste unserer Reise.

25 SM trennen die kleine Isla Cabrera und Palma voneinander. Wer sich nicht ohnehin schon einen Eindruck von Palma machen konnte, dem sei gesagt, Palma ist nicht nur eine riesige Partymeile. Ganz im Gegenteil - mit einer wunderschönen Altstadt, einer Vielzahl an Shoppingmöglichkeiten und einigen Badestränden, lässt das Capitol keine Wünsche offen.

Der Hafen Palmas bietet mit mehr, als 200 Liegeplätzen eine außerordentlich gute Möglichkeit sicher anzulegen und er befindet sich direkt im Herzen der Stadt, nur wenige Gehminuten zum Zentrum entfernt. Palma bietet seinen Besuchern eine facettenreiche Auswahl an Sehenswürdigkeiten und Freizeitangeboten. Am besten Sie schauen vor Ort, welche der Anlaufstellen Sie gerne besuchen möchten. Und wenn man sich nicht entscheiden kann? Wieso mieten Sie nicht einen Scooter und schauen sich gleich mehrere Highlights der Stadt an? Es gibt eine große Anzahl seriöser Anbieter und es macht eine Menge Spaß die Umgebung, inklusive der Berge außerhalb der Stadt mit dem Roller zu erkunden.

Nach dem Tag schon genug vom touristischen Trubel der Großstadt? Dann geht es heute weiter nach Sant Elm & Isla Dragonera. Unsere Strecke heute umfasst ca. 22 Seemeilen und bietet sowohl Unterwegs, als auch am Ziel einen wunderschönen Ausblick auf Mallorcas

Portocolom
Isla Cabrera
Palma

Gebirgsketten und unberührte Natur. Isla Dragonera, die “Dracheninsel” ist ein Naturschutzgebiet, das nicht nur bei Wanderern sehr beliebt ist, sondern auch unter Tauchern immer wieder gerne empfohlen wird. Wenn Sie zu den Urlaubern gehören, die die Umgebung gerne zu Fuß erkunden, dann können wir den Aufstieg zum 353 Meter über dem Meer gelegenen Leuchtturm Far Vell empfehlen. Der im 16. Jhd. erbaute Turm, bietet einen tollen Blick auf die Insel und die Westküste

Mallorcas. Da die Insel keinerlei Lokalitäten bietet, geht die Reise nach dem kleinen Zwischenstopp weiter nach Sant Elm.

Die Insel besitzt keinen eigenen Marina, sodass an einer der 14 Muringbojen angelegt werden muss. Die Bojen befinden sich gegenüber von Es Geperut, einem der größten Strände in Sant Elm, der teilweise von der Insel Pantaleu geschützt wird. Das Wasser hier ist ziemlich tief, sodass auch hier größere Yachten festmachen können.

Das kleine Dörfchen, in welchem nur knapp 450 Einwohner leben, ist besonders für die Unberührtheit des Ortes bekannt. Die Insel lädt zum Entspannen ein, während man einen grandiosen Blick auf die Gebirge genießt und in einem der wenigen Fischrestaurants eine traditionelle, lokale Fischspeise zu sich nehmen kann. Jetzt haben Sie genug vom ruhigen Inselleben? Nur gut, dass unser heutiges Ziel Port de Sóller genau die richtige Mischung aus Entspannung und Unterhaltung bietet. Die heutige Etappe beträgt in etwa 23 Seemeilen.

Das kleine, beschauliches Städtchen liegt mitten im Herzen des Tramuntana Gebirges. Nicht umsonst wurde es zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Wie auch schon am Tag zuvor können Sie neben dem glasklaren Wasser auch die hierarchischen Gebirgsketten von Ihrer Yacht aus bewundern. Die Insel ruft nahezu danach bei einer Wanderung näher erkundet zu werden. Der kleine, pittoreske Küstenort, ist nicht nur durch die historische Straßenbahn und die große Bucht mit geschütztem Hafen bekannt, sondern wurde auch als Drehort für die Hollywood- Produktion “Cloud Atlas” genutzt. Die an San Francisco er-

innernde Straßenbahn sei Ihnen besonders ans Herz gelegt. Während Sie heutzutage eine wunderschöne Möglichkeit bietet, um die Bucht zu befahren, diente Sie einst dazu Orangen und Zitronen zwischen Stadt und Hafen zu transportieren. Die Zitrusgärten entführen einen auch heute noch ein typisch mediterranes Urlaubsfeeling.

Die Marina in Port de Sóller liegt an der Nordostseite der Bucht und wird durch die Halbinsel Racó de Santa Caterina vor Nordwest Winden geschützt. Gänzlich Unkompliziert ist die Einfahrt in den Hafen, sehen Sie sich einfach nach dem schwarz-weiß gestreifte Feuer Sa Creu im Norden und dem Leuchtturm Cabo Gros im Süden um, welche die Einfahrt in die Bucht markieren. Im Hafen angelegt, finden Sie neben einem Restaurant selbstverständlich auch die Möglichkeiten zu Duschen und die Wäsche zu waschen/trocknen.

Wichtig in dieser Marina ist zu beachten, dass die Bootslänge auf 15 m und der Tiefgang auf 3 m eingeschränkt ist. Eine Dieseltankstelle gibt es zudem auch vor Ort.

Genießen Sie in Sóller nochmal die Zeit auf Land, unsere Tour am nächsten Tag nach Colonia de Sant Pere sieht mit knapp 41 SM eine längere Zeit auf Wasser vor.

Um nach Colonia de Sant Pere/ San Pedro zu gelangen, schöpfen wir die Zeit auf dem Boot nochmal komplett aus. Genießen Sie die wunderschöne Natur des Nordens Mallorcas. Ein besonderes Highlight auf dem Weg, finden Sie in der Bucht von Sa Calobra, welche den laut Insidern schönsten Kiesstrand der Balearen beherbergt. Der Strand wird von herab gestürzten Felsen umrandet und ist definitiv eine kurze Pause wert.

In Colonia angekommen, können Sie an einem der 307 zur Verfügung gestellten Liegeplätzen festmachen. Auch wenn Sie in der Dunkelheit im Hafen einlaufen sollten, stellt das kein Problem dar. Die Einfahrt ist einfach zu handhaben, da der Hafen gut beleuchtet ist und es keine Untiefen gibt. Orientieren Sie sich hier an dem schwarz-weiß gestreiften Leuchtturm im Westen des Hafens. Die Marina Colonia de Sant Pere besitzt mit dem Club Nàutic ein kleines Café mit Kantine. Wenn Sie eine landestypische Speise wünschen, müssen Sie zu Fuß bis zur sehr schönen Strandpromenade laufen. Diese schließt sich am östlichen Hafenende, direkt an den wenig besuchten Sandstrand an. Entlang der Promenade finden sich einige authentische Fischrestaurants, deren Fisch täglich von den Fischern gefangen wird, die ebenfalls in der Marina ankern. Genießen Sie den letzten Abend, bevor am kommenden Tag die Rückkehr nach Porto Colom ansteht. Während knapp 33 SM können Sie die letzten Stunden an Bord genießen, bevor Sie ihre Yacht in Porto Colom zurückgeben. Entspannen Sie nochmal an Bord und lassen Sie diesen wunderschönen Törn Revue passieren.

Wir empfehlen nach dem Check-Out den Sonnenuntergang am Leuchtturm zu genießen, während Sie bereits den nächsten Törn planen.

Isla Dragonera
Port de Sóller
Colonia de Sant Pere

WINDVERHÄLTNISSE

TIDENHUB

SANT CARLES DE LA RÀPITA

REVIERINFO BALEAREN

Master Yachting bietet an allen mit diesem Zeichen versehenen Orten Yachten an – auch wenn diese nicht im Katalog ausgewiesen sind. Genaue Infos erhalten Sie unter www.master-yachting.de

r m e n t e r a

SCHWIERIGKEITSGRAD

Die Balearen gehe eigentlich als Einsteigerrevier durch: keine besonders schwierige Navigation und berechenbare Windverhältnisse warten dort. Etwas fordernder ist die spanische Ostküste.

REISEZEIT

Balearen: Januar bis Dezember. Küste: Mai bis September

BOOTSFÜHRERSCHEIN / FUNKZEUGNIS

D: SBF SEE, AT: FB 2/3, CH: Hochseeschein/fr. B-Schein

LIEGEPLATZ / ÜBERNACHTUNG

Auf den Balearen warten viele Marinas, Häfen und Buchten – alles dabei. An der Küste sind es meist Häfen und Marinas für die Nacht, an der Costa Brava ca. alle 15 sm.

HÄFEN/INFRASTRUKTUR / PROVIANT

Die Infrastruktur ist sehr gut . Supermärkte, Restaurants und Geschäfte sind eigentlich überall schnell und leicht zu finden. Strom und Wasser gibt es aufgrund der Marinas weit verbreitet.

PREISGEFÜGE

BEREIT?

Gefällt Ihnen was Sie hier lesen? Entdecken Sie die Balearen mit uns

Bier: 3,00 Euro, Cappuccino: 1,50 Euro, Einheimische Gerichte: ab 18 Euro.

ANREISE

Balearen: via Palma Festland: Barcelona, Girona, Alicanté.

VERSTÄNDIGUNG

Spanisch und Englisch.

Porto
Capdepera
Ciutadella
Manacor
Sant Joan de Labritja
Castellón de la Plana
Andratx
Sóller
Gandia
Valencia
Alicante
POLLENÇA
PORTOCOLOM
CALANOVA
DÉNIA
SPANIEN

GRIECHENLAND

Ein Törn zu den Juwelen der Ägäis

Nicht umsonst gehört die Ägäis für Segler mit zu den beliebtesten Revieren der Welt. Reichlich Wind, atemberaubende Natur und verhältnismäßig günstige Preise locken immer mehr Wassersportler in das Nebenmeer des europäischen Mittelmeers - eingebettet zwischen Griechenland und der Türkei.

Obwohl die ägäischen Inseln für gewöhnlich in sieben Gruppen eingeteilt werden,nehmen wir an dieser Stelle vor allem die Ostägäis ins Visier.

Lassen Sie die Reise beginnen … an einem der bekanntesten Orte Griechenlands - Rhodos - wo Sie Ihre Yacht übernehmen und sich auf die kommenden 7 Tage vorbereiten können, in denen Sie kristallklares Wasser, endlose Sandstrände, historische Orte und malerische Naturparadiese sehen werden.

Die Marina von Rhodos liegt südöstlich des Stadthafens an der Ostküste und befindet sich lediglich 14 Kilometer vom internationalen Flughafen entfernt. Nach einem langwierigen Um- und Neubau bietet sie nun 563 Liegeplätze. Viel zu beachten gibt es nicht, da sowohl die Ein, als auch die Ausfahrt ohne Probleme zu handhaben sein solltenlediglich auf eine Sandbarre im Hafen muss geachtet werden. Bei der Ansteuerung auf dem Rückweg bzw. bei Nacht, ist die Hafeneinfahrt beidseitig gut ausgeleuchtet.

Nachdem Sie mit dem Vercharterer am Ankunftstag alle Fragen geklärt haben, sollten Sie sich die Zeit nehmen, noch ein wenig durch das UNESCO- Weltkulturerbe Rhodos zu spazieren. Auch wenn der berühmte Koloss von Rhodos nicht mehr zu sehen ist, bietet die Insel verschiedenste Attraktionen für jeden Geschmack.

Insbesondere Wasserliebhabern bietet die Insel mit vielen verschiedenen, teilweise verlassenen Buchten, azurblauem Wasser und vielen Wassersportmöglichkeiten eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten. Aber auch neben dem Meer bietet Rhodos eine wahrhaftige Pracht an Naturschönheiten. So können Sie beispielsweise das Tal der Schmetterlinge mit den buntesten Faltern und Hibiskusblüten erforschen oder, für die Geschichtsinteressierten unter Ihnen, die Johanniterfestung in Monolithos besuchen.

Natürlich besteht auch am Ende unserer siebentägigen Tour noch die Möglichkeit einigen der zahlreichen, sehenswerten Highlights der Insel einen Besuch abzustatten, da es schwer wird die Insel mit all Ihren verschiedenen Facetten in kurzer Zeit gerecht zu werden.

Anker auf und ab in See gestochen - und zwar mit dem eher unbekannten Ziel Ano Symi oder kurz Symi, eine Insel, die am äußersten Rand der Ägäis liegt. Die heutige Strecke umfasst 25 SM inklusive eines kleinen Zwischenstopps in der wunderschönen Bucht Nanou.

Anker auf und ab in See gestochen - und zwar mit dem eher unbekan-

nten Ziel Ano Symi oder kurz Symi, eine Insel, die am äußersten Rand der Ägäis liegt. Die heutige Strecke umfasst 25 SM inklusive eines kleinen Zwischenstopps in der wunderschönen Bucht Nanou. Diese Bucht eignet sich bestens, um dzu ankern und sich im kühlen Nass abzukühlen, nachdem man die ersten Stunden des Urlaubs bei einem leckeren Mittagessen auf dem Boot genossen hat.

Nachdem Sie Nanou ausreichend genossen haben, fahren Sie weiter bis in den Hafen von Symi, wo Sie über Nacht liegen können. Typisch für die Umgebung wird vor Buganker auf der Nord- und Südseite des Beckens angelegt. Aufgrund schwankender Wassertiefen sollte der Tiefenmesser nicht unbeobachtet bleiben, es kann schnell bis zu 40 m tief werden, d.h. genügend Kette bereithalten! Ebenfalls üblich für das Revier sind die fehlenden sanitären Einrichtungen. Bei der Einfahrt in die Marina, weist die Hafen Crew einen Liegeplatz zu, in diesem Zug können direkt auch die Liegegebühren, sowie Wasser und Strom gezahlt werden.

Die mit Kiefern und Eichen bewachsene Insel bietet eine einzigartige neoklassische Architektur und ist an mediterranem Charme kaum zu übertreffen. Der Hafenort Gialos auf Symi, war einst bekannt für die Schwammtaucherei, welche auch heute noch als Souvenir auf der Insel angeboten werden. Das Dorf ist besonders durch seine verwinkelten

Gassen definitiv einen Spaziergang wert, der in einer der unzähligen kleinen Tavernen am Hafen mit einem Glas Wein und leckeren griechischen Spezialitäten enden könnte, bevor es Sie am kommenden Tag nach Mandraki auf Nisyros Island verschlägt.

Rhodes
Symi
Mandraki auf Nisiros

Der heutige Tag auf dem Boot ist mit 39 SM ein längerer Wassertag, aber das Ziel lohnt sich.

Die außergewöhnliche Landschaft des Hafens von Mandraki auf Nisiros hat schon viele Besucher zum Staunen gebracht. Nur wenige SM von Kos entfernt, ist die Insel auch heute noch ein wahrer Geheimtipp. Die Marina empfängt Sie mit drei wunderschönen alten Windmühlen. Dort angekommen, können Sie am nördlichen oder westlichen Teil des Kais anlegen. Der südliche Teil sollte gemieden werden, da er schnell flach wird und sich das Anlegen aufgrund von Aufschüttungen als schwierig gestalten kann.

Mandraki liegt am Fuße eines Vulkans, was die kleinen weißen Häuschen im Kontrast zu dem dunklen Vulkangestein nur noch mehr erstrahlen lässt. Wir empfehlen einen Roller zu mieten und einen Ausflug nach Emborio zu machen. Das kleine Dörfchen liegt direkt am Kraterrand und bietet einen fantastischen Ausblick auf das Meer, die Insel und den Vulkan.

Wenn Sie den Weg nach Emborio auf sich nehmen, dann sei Ihnen die Taverna to Balconi to Emporeiou empfohlen, welche direkt am Kraterrand mit einem unglaublichen Ausblick leckeres landestypisches Essen anbietet.

Sollten Sie lieber am Hafen in der Nähe der Yacht speisen wollen, können wir das Aphrodite Grill & Seafood Restaurant, direkt am Wasser, empfehlen. Hier überzeugt nicht nur das leckere griechische Essen, sondern auch die sehr freundliche Bedienung.

Am vierten Tag verschlägt es uns nach Kos. Nur 22 SM entfernt von Nisiros liegt die bekannteste Insel der Dodekanes. Während einst Hipprokrates auf Kos an der Hochschule lehrte, ist die Insel heute ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen.

Sie kommen im offiziell gewählten, zweitbesten Hafen Europas an, der neben 250 Liegeplätze mit Festmacherleinen, Wasserversorgung, Stromversorgung, Tankstelle und 24h Überwachung, noch viele Extras in der Rezeption wie ATM, Wetterbericht und Internet anbietet. Auf Kos gibt es viele historische Highlights zu sehen, wie beispielsweise die Platane des Hippokrates, die Legenden zufolge vor mehr als 2400 Jahren von dem Arzt selber gepflanzt worden sein soll. Oder aber auch

die antike Agora, die älteste Ausgrabungsstätte von Kos. Wer weniger die historischen Highlights als die landestypischen Sehenswürdigkeiten der Insel schätzt, dem sei das Bergdorf Zia wärmstens empfohlen. Verbunden mit einem kleinen Aufstieg gelangt man zur Kirche “Kimissis tis Theotokou”, von der man einen grandiosen Blick auf die Nordküste hat. Auf halber Strecke findet man eine empfehlenswerte kunterbunte Bar, in der man für einen leckeren Kaffee einen Stopp einlegen kann. Leider ist Zia kein Geheimtipp mehr und viele Touristen kommen täglich in das kleine Dorf. Daher empfehlen wir einen Besuch am frühen Morgen oder späten Abend.

Wer auf der Suche nach einem tierischen Vergnügen ist, der sollte sich die großen Schwärme der rosa Flamingos am Alikes Salzsee bei Tigaki ansehen. Die richtige Zeit dafür ist bei Sonnenuntergang, wenn die Vögel in den Abend fliegen.

Dann ist auch die richtige Zeit um in eine der Tavernen am Hafen einen frisch gefangenen Fisch oder Calamari bei einem leckeren Ouzo zu genießen und sich auf den morgigen Tag zu freuen.

Das heutige Ziel - Livadia auf Tilos Island

Um die 34 SM von Kos entfernt liegt die Insel Tilos, auf der das kleine Dorf Livadia zu finden ist. Das 300 Einwohner große Örtchen ist geprägt durch die vielen Kirchen, mit vielen weißen und pastellfarbenen Häusern.

Wenn Sie dort im Hafen anlegen, werden Ihnen sofort die vielen kleinen Fischerboote auffallen, die ebenfalls im Hafen unterwegs sind. Während sich auf der einen Seite der Bucht der mittelalterliche Hafen von Agios Stefanos mit seinem urigen Leuchtturm befindet, findet man hinter dem Dorf ein satt grünes, fruchtbares Tal. Der nächste Strand, der besonders zum Schnorcheln einlädt, da es sich um einen Kiesstrand handelt, liegt direkt neben dem Hafen. Wenn Sie auf der

Kos
Livadia auf Tilos Island
Chalki Island

Suche nach weiteren Stränden sind, können Sie entlang der Küste bis zu der letzten größeren schwarzen Felsformation laufen. Dahinter liegt eine Ansammlung von kleinen Seen mit grünem Wasser, eine ideale Möglichkeit sich bei einem Bad im kühlen Nass von dem Spaziergang in der warmen Sonne abzukühlen. Die Natur der Insel ähnelt der Kretas mit Olivenhainen, skurril geformten, vom Meer gepeitschten Felsen aus roter und schwarzer Lava und Bergen aus Kalkstein. Natürlich kommen auch hier die Gourmets nicht zu kurz. Die Insel bietet eine Auswahl an kleinen Tavernen und Caféterien, die sich alle in der Nähe des Hafens befinden. Wer Seafood mag ist im Filoxenia Restaurant bestens aufgehoben.

An unserem vorletzten Tag auf See liegen knapp 19 SM vor uns, bis wir Chalki Island erreichen. Dieser ruhige Ort lockt mit leeren Stränden, die bis heute von den Touristenmassen verschont geblieben sind. Auf der 28 km² großen Insel leben nur etwa 350 Menschen, und sie erin nert ein wenig an das Griechenland von vor 30 Jahren. Die malerische Insel eignet sich bestens zum Wandern, die Einheimischen geben gerne Informationen zu möglichen Destinationen, wie beispielsweise

anzutreten. Verweilen Sie einige Tage in Rhodos und bestaunen Sie den Mix aus moderner Kultur und Unterhaltung, atemberaubender Historie, lokaler Küche und wunderschönen Natur. Schauen Sie sich doch zum Beispiel die Akropolis, das über 3.000 Jahre alte Wahrzeichen von Lindos, an, das auf 116 Metern Höhe oberhalb der Stadt thront. Oder besuchen Sie alternativ, wenn es weniger geschichtslastig sein soll, das Weindorf Embonas, das Zentrum des rhodischen Weinbaus, wo viele Weingüter zu einer Verkostung einladen. Wir sind uns sicher, dass die Inseln des Dodekannes Ihnen nicht nur auf dem Wasser, sondern auch an Land als ein unvergesslicher Urlaub in Erinnerung

I o n i s c h e I n s e l n

Pátra

ATHEN KALAMAKI

Zakynthos

Les b o s C h i o s

LEFKAS UND NYDRI KOS PREVEZA

Pírgos SANTORIN

AndrosTinosMykonos Astipaläa Ikaria Kythira

Ägäis

Master Yachting bietet an allen mit diesem Zeichen versehenen Orten Yachten an – auch wenn diese nicht im Katalog ausgewiesen sind. Genaue Infos erhalten Sie unter www.master-yachting.de

IONISCHES MEER

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ÄGÄIS

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GRIECHENLAND

BEREIT?

Lust darauf Griechenland per Boot zu entdecken? Hier finden Sie die richtige Yacht.

SCHWIERIGKEITSGRAD

Das ionische Meer ist eigentlich ein Revier, das auch für weniger erfahrene Skipper geeignet ist: im Schutz der Inseln herrscht meist nicht viel Seegang, die Winde sind leicht bis mäßig. In der Ägäis wiederum weht auch gerne mal der Meltemi, auch im Hochsommer. Dann ist die etwas erfahrenere Crew gefragt.

REISEZEIT

April bis Oktober.

BOOTSFÜHRERSCHEIN / FUNKZEUGNIS

D: SBF SEE, AT: FB2/3, CH: Hochseeschein (fr. B-Schein); In Griechenland muss immer auch ein Co-Skipper eingetragen werden. Dieser braucht aber keinen offiziellen Schein.

LIEGEPLATZ / ÜBERNACHTUNG

Häfen und Buchten laden in Griechenland zum Ankern ein. Klassische Marinas oder Bojenfelder sind nicht verbreitet. Landstrom und Wasser nicht überall.

HÄFEN / INFRASTRUKTUR / PROVIANT Die Infrastruktur ist sehr gut. Supermärkte, Restaurants und Geschäfte sind eigentlich überall schnell und leicht zu finden. Landstrom und Wasser nicht überall.

PREISGEFÜGE

Bier: 1,30 Euro, Cappuccino: 2,90 Euro, Einheimische Gerichte: ab 10 Euro.

ANREISE

In der Hauptsaison sind auch die vielen Inseln mit dem Flugzeug gut zu erreichen.

VERSTÄNDIGUNG

Griechisch und Englisch.

Kalamata
Chania Heraklion
Grevena
Vlora
Izmir
Aydin
Marmaris

Mit Neulingen auf den Balearen segeln oder

ein Silberhochzeitsgeschenk der besonderen Art

Ein Master Yachting Skipper berichtet von einem ganz besonderen

Törn

“Was soll ich meiner Frau zur silbernen Hochzeit schenken? Einmal etwas komplett anderes machen?...” So oder ähnlich muss es bei unseren beiden Gästen zur Idee mit dem Segeltörn gekommen sein. Die Balearen sind den Beiden bekannt, aber auf einer Segelyacht waren sie noch nie. Die Vorfreude und Spannung unserer Gäste über den bevor -stehenden Segeltörn war deutlich spürbar. Ihre Reiseapotheke mit Medikamenten gegen die Seekrankheit gefüllt, dann nochmals rasch die Packliste, welche sie von mir erhalten hatte,n durchgehen, damit auch wirklich alles an Bord ist.

Anreisetag + Einkaufen, Bootübernahme/Instruktion der Crew

Anreise mit Easyjet nach Palma, Taxi zum R.C.N. Palma und auf dem Boot erstmal Pullover, Jeans und Jacke gegen Shorts, T-Shirt und Flipflops getauscht. Eingekauft und ein bisschen relaxt. Der Check in verlief (deutschsprachig) professionell und zügig. Wir ließen es ruhig angehen, abends schön Essen gehen im “Celler sa premsa” in Palma und am Sonntag ging es dann los. Bei unserer Yacht handelte es sich um eine Dufour Grand Large 460, Jg. 2016 von Charter del Mar

Bahia de Palma - Las Illetas Beim gestrigen Nachtessen konnte ich meine Gäste nach dem Meteo der kommenden Tage überzeugen, ihre Pharmaprodukte erst mal in der Verpackung zu belassen. Ich bin der Meinung, dass alle ihre Seetauglichkeit erstmal testen sollten, bevor man zu den Medis greift. Übel ist danach zwar den wenigsten aber Apathie, Müdigkeit wie auch Appetitlosigkeit sind oft die Folge davon... LEINEN LOS. Wir motoren aus dem Hafen, um kurze Zeit später die Segel zu setzen. Den Gästen wird dabei gerade erklärt, welche Schot und welches Fall

gebraucht wird. Reffsystem getestet usw. Bei all den Leinen, können sich im Hafen die wenigsten “Landratten” etwas vorstellen. Kurs El Arenal, dann quer durch die Bahia de Palma Richtung Magaluf mit Ziel Las Illetas. Anker ab und es war den ganzen Tag niemandem übel geworden. Daumen hoch. Nach einem kurzen Landgang per Dinghy auf das Inselchen, läuft auch schon der Grill, wo leckere Pouletspiesse und Rösti zubereitet wurden.

Las Illetas - Ankerplatz Sant Jordi Herrlicher Segeltag aus der Bucht von Palma, Cabo Blanco quer ab, weiter Richtung Cabrera (ca. 4 Seemeilen) bis zum errechneten Wendepunkt - Klar zur Wende - Kurs Sant Jordi. Anker ab bei ca. 3-4 Metern Wassertiefe. Kurzer Dinghy Ausflug an den Strand, danach zurück zum Boot. HUNGER... Angus-Beef mit Pasta an einer feinen Sauce bereiten wir zu. Sehr lecker gewesen. Anschließend Spieleabend (Würfeln).

Sant Jordi - Cala Marmols - Cala Mondrago

Nach dem Frühstück geht es los, die Segel werden gesetzt. Bei schwachen Winden hilft uns bis Pta. Salinas der Flautenschieber ein wenig. Da können wir gleichzeitig die Batterien wieder ein wenig aufladen. Wir wollen die Cala Marmols erkunden. Also rein, Anker ab, traumhaft schön. Leider sollte meine Freundin später Bekanntschaft mit einer kleinen Qualle machen, welche mit ihren Tentakeln an die Kniekehlen kam, als sie gerade die Badeleiter empor steigt. Kurze Ve-

rarztung, dann Gemüse-Dip und ein paar Resten vom Vortag werden verdrückt. Baden will niemand mehr - weiter geht’s. Ziel Cala Mondrago. Anker ab und rein ins kühle Nass. Gegen Abend steht leider eine unangenehme Welle in die Bucht, das hatte ich anders in Erinnerung. Das erste Mal geht das Unwort “Übelkeit” an Bord um. Kochen sei so nicht möglich. Ich bringe den Heckanker aus, damit wir nicht mehr quer zur Buchteinfahrt stehen. Es schaukelt immer noch aber mindestens halten die Teller und Gläser auf dem Tisch. Somit stehe ich in der Pantry. Menu: Pouletgeschnetzeltes mit Curryreis und Salat. Die Nacht war unruhig, erst gegen 0300 Uhr lässt der Schwell nach.

Cala Mondrago - Porto Colom

Nach dem Frühstück wird der Heckanker geborgen und Klar Schiff gemacht. Nach Einholen des Ankers motoren wir aus der Cala Mondrago und ziehen die Segel hoch. Wir sind bereit für die Riesenetappe nach Porto Colom hoch. 8sm messe ich aus der Seekarte. Das bisschen Wind, welches bläst (9-10kn) kommt natürlich von dort her, wo wir hinwollen. Deshalb segeln wir erstmal weg von der Insel und fahren

später eine Wende, welche uns direkt vor die Einfahrt von Porto Colom bringt. Das Logbuch vermerkt ein Plus von 4sm zu den gemessenen 8 Seemeilen. Ich versuche mich im Vorbecken mit einem Ankermanöver. Wo sind die hellen Flecken zwischen all dem Seegras? Er gräbt sich

ein, hält aber bei Drehzahl nicht richtig. Nach drei Versuchen gebe ich auf und verhole zur Sicherheit an eine der Gästebojen (EUR 28.00). Wir haben für unsere Gäste eine kleine Überraschung vorbereitet und wollen per Taxi nach Porto Cristo hoch um die “Cuevas del Drach” zu sehen. Vorbei ist es mit der Ruhe, Busse spucken hunderte von Touristen aus. Wollen die wirklich auch alle in die Höhle? Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt, nach 40 Minuten Höhlenwanderung und einem 15 Minütigen klassischen Live-Konzert, sind wir nach einer Stunde wieder draussen und ein “San Miguel” rinnt mir die Kehle hinab. Zack, Taxi und zurück nach Porto Colom, abends essen wir im Restaurant “Alegria” in der Nähe des Hafens, wieder an Bord gibt es noch eine Würfelrunde und danach ist Feierabend.

Porto Colom - Cabrera

Morgenrot - schlecht Wetter droht... Nach dem Frühstück wird noch an der Boje das Groß gesetzt und raus aus Porto Colom. Der Wind bläst nordöstlich bis östlich und hat im Vergleich zu den Tagen zuvor ein bisschen zugelegt. Wir kommen mit ca. 6kn gut voran, Kurs Richtung Naturschutzgebiet Cabrera. Nach etwa einer halben Stunde auf See, ist es rabenschwarz hinter uns und über Porto Colom. Es blitzt und donnert aus der Ferne und über uns scheint die Sonne. Schnell weg, lassen wir die schwarzen Wolken über dem Festland und segeln der Sonne entgegen. Die Silhouette von Cabrera und ihren vorgelagerten Inseln werden grösser und grösser. Ja, da waren unsere Gäste noch nie und es werden Fotos aus allen Winkeln geschossen. Vor der Bucht bergen wir die Segel und motoren an unsere vorreservierte Boje. Unsere mittlerweile als seetauglich bewiesenen Gäste machen sich mit Bootshaken und Leinen bewaffnet, auf die Jagd nach der Boje. Das Manöver gelingt nach zwei Anläufen und

wir wollen einen Landgang zum Leuchtturm “Faro de punta anciola” unternehmen. Kurz noch eine kleine Zwischenverpflegung (GemüseDip) und wenig später sind wir im Dinghy und tuckern an die Mole von Cabrera “Der Ziegeninsel”. Auf der ersten Anhöhe schauen wir nach Mallorca rüber, welches unter dunklen Regenwolken steckt. Die Landschaft und die Aussicht ist phänomenal. Nach einer Stunde haben wir den Leuchtturm erreicht. Zurück an der Mole begeben wir uns in das Restaurant und gönnen uns ein wohlverdientes Bier. Die Damen ordern einen Baileys. Zurück an Bord, Kühlschrank-Check... Vorspeise Melonen mit Rohschinken, Spaghetti al olio und Tomaten Mozzarella Salat. Ja liebe Törnbericht-Leser, anschließend wurde wieder gewürfelt was das Zeug hält. Sternenhimmel, kein RegenPerfekt.

Cabrera - R.C.N. Palma

0800 Uhr Frühstück. Danach haben wir noch das Castell auf Cabrera

besucht. Die Gäste waren begeistert und wir verließen gegen 1100 Uhr Cabrera unter Segel in Richtung Palma. Halbwindkurs bis kurz vor Cabo Blanco mit 5.5 bis 6.5kn - Herrlich. All 30 Minuten Crew-Wechsel am Steuer. Der Wind kam jedoch immer mehr vorlich und wir kamen deshalb nicht am Kap vorbei - Klar zur Halse - und drei Meilen später, nach einer weiteren Halse, wieder zurück auf Kurs 354 Grad in Richtung Palma. Vor dem Hafen die Segel geborgen und die Tankstelle angesteuert. Da stelle ich mich in der Reihe an und es drückt doch jedesmal einer vorbei... Man lässt sich keinen Platz zum Manövrieren (vielleicht kann man ja noch einen Platz gutmachen). Wild gestikulierende, fluchende Skipper (Muttersprache der Redaktion bekannt) Die Bugstrahler in Hochbetrieb... Leute, plant doch ein bisschen mehr Zeit ein und lasst euch Platz. Echt nervig. Wenig später manövrierten wir die Yacht an ihren Platz, die Crew von Charter del Mar stand bereits am Pier und war uns mit den Heckleinen behilflich. Anschließend Check out mit Gerton von Charter del Mar. Kleine Mängel welche wir während der Woche festgestellt hatten, wurden notiert. Alles bestens, keine Beanstandungen. Abends nach Palma in die Altstadt um Tapas zu verschlingen und die Woche ausklingen lassen. P.S. Die Medikamente der beiden Gäste befinden sich noch unberührt in der Verpackung.

Palma - Rückreise

Nach einer kurzen Nacht, mussten wir uns um 0600 Uhr aus den Kojen schrauben, weil kurz darauf bereits das Taxi parat stand, welches uns an den Airport brachte. Danke an die Crew, es war eine tolle Woche mit euch.

14 Tage Segelspaß

Zwei Wochen unterwegs in Kroatien

2018 machte sich eine internationale Crew auf den Weg, das beliebteste Balkanrevier zu erkunden. Das sind ihre Erlebnisse und Erfahrungen zum Nachlesen und zur Inspiration...

Wir hatten eine Hanse 415 mit Selbstwendefock und durchgelattetem Gross. Die ersten zwei Wochen waren Ursel, Klaus, Esther, Duncan (Co-Skipper) und René (Skipper) an Bord. In der zweiten Woche kam noch Sandra dazu. Die letzte Woche waren es noch Duncan, Esther und René.

Samstag, 19.Mai 2018

Anreisetag: unsere Crew, Skipper Rene und Esther kamen aus dem Bündner Rheintal mit dem Auto und Nachtzug von Feldkirch bis Graz, Ursel und Klaus mit Flug von Bern nach Zadar, Duncan unser Kiwi und Co- Skipper Flug von München bis Zadar. Einkauf im grossen Supermarkt in Zadar, gegen 17 h war dann die ganze Crew versammelt.

Pfingsten, 20.05.2018

Nach guter erster Nacht auf dem Boot (trotz bierseliger Nachbarschaft) und kurzem Frühstück on board, Start Richtung Süden. Relativ eng zum Ausparken. Schöner Cruising-Wind aus Osten (Stärke 2-3) lässt uns schnell in Segelstimmung kommen Sonnenschein und blauer Himmel inklusive mit Temperaturen über 25°. Gegen Mittag flaut der Wind ab und wir entscheiden uns nach kurzem Motoreinsatz für ein Lunch- und Badestop vor Kozina auf Vrgada. Festmachen auf einem Bojenfeld bei recht viel Betrieb (Pfingstsonntag!). Das Wasser ist schon erstaunlich warm (ca. 19°) und schön klar. Schwimmen ist gut möglich. Mit aufkommendem Wind und vollen Segeln (Windstärke 2-3 später 5-6) kommen wir weiter gut voran Richtung Kaprije der Betrieb auf See lässt nach. Bereits um 16.30 Uhr machen wir an einer Boje in Kaprije fest (280 Kuna; Liegeplätze wären auch vorhanden)

und geniessen den Spätnachmittag, sowohl auf dem Boot, als auch bei einem Ausflug ins Dorf. Die Bucht und das Dorf von Kaprije sind sehr beschaulich. Eine Flottille und ab und zu ein Fährschiff, verhindert, dass die Idylle zu perfekt ist. Wir erkunden die Lokalitäten (schöne Bar mit netter einheimischer Klientel) und 2 Restaurants direkt am Hafen (Post und Geldautomat). Auf dem Weg zur Kirche auf einem Hügel, gibt es noch ein kleines Lokal mit nur einem Tisch draußen, das ganz vielversprechend aussieht (gegrillter Fisch vom Holzfeuer). Ansonsten ist das Dorf nicht sehr abwechslungsreich. Wir entscheiden uns für das etwas weiter hinten an der Strandpromenade gelegene Restaurant Adriana, wo wir ausgezeichnet essen und trinken (Hauswein ist empfehlenswert) und zur Krönung einen selbstgemachten Schnaps aus Oliven offeriert bekommen. Nachtruhe ca. 23.30 Uhr bei klarem ruhigem Wetter.

Pfingstmontag, 21.5.2018

Da wir uns einen ruhigen Ankerplatz, weit genug weg von der feiernden Flottilen gesucht hatten, konnten wir ausgeruht in den Tag starten. Ohne Frühstück nach einem kurzen Schwimmen im Meer machten wir uns startklar für eine lange Fahrt. Die angekündigten Gewitter brachten uns zu der Überlegung einen grösseren Hafen aufzusuchen. Mit leichter Brise und sonnig warmem Wetter verließen wir Kaprije gegen Süden zur Insel Solta. Eine lange Fahrt lag vor uns. Der Wind liess uns im Stich und wir schaukelten eine Zeitlang in den Wellen bis wir den Motor anliessen. Die Crew wirkte müde und angeschlagen, der Kapitän fühlte sich erst nach einem Schläfchen wieder besser. Zur Stärkung gab es ein feines Mittagessen, gekocht auf hoher See: Zwiebel und Schinken leicht anbraten, frischen Rosmarin von Kaprije dazu und etwas Schärfe aus Italien. Tomaten und viele Eier mitbraten. Dazu frisch geröstetes Brot. Mhhhh .. Unter Motor kamen wir schnell vorwärts und planten zuerst die südliche Spitze von Solta anzufahren. Fast wären wir der Beschreibung eines falschen Ortes gefolgt, aber es gibt doch sehr kluge Crewmitglieder,

die uns vor dem Schlimmsten bewahren. Als ein schöner Wind aufkam änderte der Kapitän den Plan um eine geschütztere Bucht aufzusuchen, aber auch um den schönen Segelwind auszunutzen. Gegen 19.45 Uhr erreichten wir die Bucht von Necujam. Im ersten Moment war die Enttäuschung groß, es konnte nicht an der Mole angelegt werden, weil das Wasser nicht tief genug war. In der Bucht sah es ruhig und unwirtschaftlich aus. Als wir ankamen, machte zum Glück das

einzige Restaurant in der Bucht die Lichter an und hiess uns willkommen. Aber erst gab es noch einiges zu tun . Wo ist der richtige Platz? Wir entschieden uns für Anker mit Landleine. Ein nackter Kiwi transportierte zur Freude aller Nachbarschiffe die Landleine an Land und stand anschaulich im Wald. Nach kurzem Anleger machten wir uns mit dem Dingi auf den Weg zum Restaurant Conoba Mareta. Welch eine Überraschung, hoch oben in der Bucht hatten wir einen traumhaften Blick auf das Meer. In der Ferne leuchteten die Lichter von Split. Als einzige Gäste wurden wir sehr freundlich in drei Sprachen empfangen. Es gab ein vorzügliches Essen. Scampi in Tomatensauce, Scampi Risotto und Beefsteak mit Pfeffersoße Lecker!!! Nach viel Wein, einigen hausgemachten Schnäpsen machten wir uns auf den Rückweg um noch ein bisschen an Bord den schönen Tag ausklingen zu lassen. Die Vögel zwitscherten in der Nacht in den Bäumen und das Wasser war warm genug für einen Nachtschwimm. Danach war auch dieser schöne Tag zu Ende.

Dienstag, 22. Mai 2018

Um 10 h holte unser Kiwi die Landleine wieder ins Boot (dieses Mal angezogen im Dinghi) und kurz darauf konnten wir bei einem 3 er Richtung Hvar segeln. Der Wind frischte auf und mit aufkreuzen machten wir 7 8 Knoten. Da wir dieses Mal eine Selbstwendefock haben (wie langweilig) machten uns die vielen Wenden keine grosse Mühe. Unser eigentliches Tagesziel, der Hafen von Hvar war schon um 15 h vollbesetzt und wir wurden weiter verwiesen in die Marina Palmizana auf der Insel Pakleni Otoci südlich von Hvar. Eine schöne kleine ACI Marina in einer mit Bäumen umrundeten Bucht. Abendessen im Restaurant in der Marina, gut und teuer.

Mittwoch, 23. Mai 2018

Regen und Gewitter in der Nacht am Morgen dann aber doch wieder Aufklarung, angenehme Temperaturen, der Tag entwickelt sich sonnig und sommerlich warm. Da für den Nachmittag wieder Schauer und Gewitter angesagt sind, entscheiden wir, in der Marina zu bleiben und erst am nächsten Tag weiter zu segeln. Die Variante, früh nach Hvar rüber zu segeln und dort einen Platz zu ergattern verwerfen wir schließlich. Wir erkunden die Insel Pakleni Otoci auf unterschiedliche Weise: Wan-

derung über den Inselrücken nach Vaga mit schönem Restaurant und Blick aufs Meer zum Einen. Spaziergang auf dem Weg Richtung Vaga und bald schon links abzweigen zur Stone Beach. Ein schöner kleiner Badeplatz mit Kiesstrand und herrlich türkisem Wasser. Für 100 Kuna (hin und zurück) bringt uns ein Speed-Taxi am Nachmittag nach Hvar, dass wir uns doch nicht entgehen lassen wollen. Wir laufen auf die Zitadelle über der Stadt, von wo aus man einen herrlichen Rundblick hat und geniessen den frisch gepressten Zitronensaft im Café zwischen den alten Mauern. Wir schaffen es knapp zurück in die Stadt als doch noch ein Schauer losbricht. Wir laufen ein bisschen durch die z.T. engen Gassen, an der Promenade entlang und landen wieder auf dem Hauptplatz vor dem Theater zum Apéro. Hvar ist schön wenn man nicht einen Museumsbesuch plant oder sich intensiver mit der Geschichte beschäftigen will, sind 2-3 Stunden Aufenthalt ausreichend. Wir bleiben noch und Essen gut und günstig im Restaurant Vartal etwas abseits in der Nähe des Klosters. Danach hält uns die Bar Carpe Diem mit schönen Plätzen unter den eigenen Arkaden weiterhin fest. Wir kommen mit jungen britischen Seglern ins Gespräch und irgendwann bringt uns das Taxi (letzte Fahrt 0:00 Uhr) sicher in die Marina zurück.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Am etwas früheren Morgen machen wir uns von Pakleni Otoci aus Richtung Vis bereit. Duncan und René montierten die in Hvar gekauften Schoten am Fock damit die Crew wieder etwas zu tun haben bei den Wenden. Die Selbstwende Fock ist am Wind ok. Sobald man aber Halbwind und räumliche Kurse segelt ist der Holepunkt zu weit innen. Darum hatten wir uns entschlossen die Fock bei diesen Kursen über herkömmliche Schoten zu segeln. Mit leichter Brise von Südost machten wir gleichbleibend 4 Knoten. Bei dem beschaulichen Tempo demonstrierte unser Kapitän die Bananenschalen Methode um die Geschwindigkeit des Schiffes festzustellen. Und tatsächlich es funktioniert . Mittagessen auf See: Wie immer Eier mit allem. Bevor wir Vis anlaufen besuchen wir auf der Insel Bisevo die Blaue Grotte. Der Plan mit unserem Dingi die Grotte zu Besuchen hätte nicht funktioniert, der Eingang ist kaum zu sehen und so klein, dass man nicht vermutet, dass überhaupt ein Boot durchpasst. Von einem Motorboot wurden wir empfangen, er geleitete uns zu Bojen vor dem Dorf wo wir das Schiff festmachten. Für

70 Kuna pro Personen fuhren wir zum Eingang der Höhle. Die Einfahrt war ein abenteuerliches Erlebnis, genau die Welle abpassend manövrierte er das Boot durch die Öffnung die Insassen mussten sich auf dem Boden kauern um nicht Kopf und Hände zu verlieren. Im Inneren der Höhle ein beeindruckender Anblick, sie war größer als gedacht und das Tageslicht, dass von aussen eindrang brachte das Wasser in der Höhle zum Leuchten. Am Morgen steht die Sonne so dass der Eindruck

am stärksten ist, aber auch am frühen Nachmittag, war ein herrliches Hellblau zu sehen. Mit schönem Wind segelten wir zurück nach Vis und entschieden uns die Nacht im Hafen von Vis zu verbringen. Dort ist eine lange Kaimauer direkt in der kleinen Stadt, die genug Platz für viele Boote hat. Vis ist eine wunderschöne betriebsame Kleinstadt deren Bauten von den Veneziern geprägt sind. Leider war das Essen nur mäßig, wir wären besser dem Tipp aus dem Reiseführer gefolgt, der traditionelle hausgemachte Kost versprach.

Freitag, 25. Mai 2018

Wir sind früh aufgestanden, gefrühstückt und Einkäufe gemacht. Um 9 h sind wir los damit wir die Morgenbrise ausnützen konnten. Am Mittag mussten wir den Motor anstellen und haben in einer Bucht auf der Insel Solta einen Bade- und Essstop eingelegt. Am Nachmittag mit einem eher schwachen Nordwest bis nach Split. In unserem Törnführer steht, dass es am Wochenende schwierig ist einen Platz in der Marine zu bekommen. Tatsächlich hat uns die Marina am Funk gesagt, dass sie keine Gastplätze haben. Da wir aber einen Gast (Sandra) an Bord erwarteten sind wir dennoch in den Hafen gefahren und haben am Stadtquai einen Platz gefunden. Sandra hat dann hier auch für eine Woche angemustert. In Split war viel los, auf dem Wasser und in der Stadt. Nachtessen in der Altstadt.

Samstag, 26. Mai 2018 Tag Do. am 01 Jan 1970

Der Tag beginnt früh der Fährverkehr schaukelt uns aus dem Schlaf. Wie geplant, machen wir uns auf zu einem Stadtrundgang von Split. Es ist sonnig und bereits um 8.30 Uhr 25° warm. Die Stadt ist noch recht ruhig und wir können nach Lust und Laune durch das Labyrinth der engen Gassen schlendern von einem Stadttor zum nächsten. Wieder finden wir einen idyllischen Hinterhof etwas abseits der Touristenströme und frühstücken sehr gut in der Galerija Food, Dominisova 9 (leckeres Granola und Omelettevarianten). Aufbruch gegen 10.15 Uhr und mehrheitlich mit Segeln zu einer Badebucht auf Drvenik V zum Lunch Schwimmen und entspannen. Die Crew hat das Tagesziel Rogoznica gesetzt und wir kreuzen der Küste entlang mit auffrischendem Wind und teilweise rechtem Wellengang. In der Bucht angekommen lassen wir die große Marina links liegen und können einen schönen Moringplatz an der Promenade des kleinen und beschaulichen Ortes belegen. Netter Empfang in der Abendsonne (Sundown inklusive). Supermarkt, Restaurants usw. sind in unmittelbar-

er Nähe des Liegeplatzes vorhanden, ebenso Duschen und Toiletten (etwas schäbig, aber brauchbar). Essen mit gut deutschsprechender Bedienung in einem der Restaurants an der Promenade. Eine Bar beschallt das ganze Dorf (es ist Samstagabend) und wir entschlossen uns noch für einen Absacker, dann aber ziemlich schnell müde zurück aufs Boot.

Sonntag, 27.5.2018

Trotz lauter Musik, die das ganze Dorf beschallt schläft die Crewe gut. Früh am Morgen ist es bereits so warm, dass ein Schwimm im dem nahegelegenen Strandbad eine wohltat ist. Kurzer Spaziergang Richtung Dorfausgang. Bademöglichkeit mit Leiter und Duschen. Dem anschließend folgten wir beschaulichen Wegen durch waldige Gegenden. Nachdem das Boot mit den nötigen Lebensmitteln vollgepackt ist geht es Richtung Kornaten. Am Anfang ruhige See, fahren lange unter Motor. Aufkommender Wind aus NW 2-3. Wunderbare Ankerbucht zwischen Kiefernwälder auf der Insel Zmajan. Das Wasser ist wunderbar türkis, vielleicht etwas kalt aber auch das letzte Crewe Mitglied kommt mit Adriawasser in Berührung. Zum Mittagessen gab es selbstgebackenes Fladenbrot mit Salsasosse aus Zwiebeln und Tomaten. Mmmhhh! Wir entscheiden Richtung Insel Dugi otok zu gehen mit Zwischenstopp auf der Insel Zirje. Finden eine beschauliche Ankerbucht, die auch schon von anderen Booten gefunden wurde. Heute ist Kapteins Dinner: Die berühmte Spaghetti Soße wird vom Kapitän persönlich zubereitet, während die andern eine kleine Anhöhe am Festland besteigen und den Sonnenuntergang bewundern. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick über die vielen kleinen Inseln der Kornaten. Bei Kerzenlicht und fast Vollmond gibt es ein wunderbares Essen an Bord.

Montag 28.Mai 2018

Kurz nach 10 h haben wir den Anker gehoben und konnten eine halbe Stunde später die Segel setzen. Den ganzen Tag konnten wir segeln mit unterschiedlichen Windstärken und mit einem am Wind Kurs. Ursel war nicht mehr vom Ruder weg zu kriegen. Gegen 19 H erreichten wir die weite wunderschöne Bucht mit der Marina Zut. Unter Segel drehten wir eine Runde durch die Bucht und schauten uns die verschiedenen Plätze an. Beim Restaurant Festa haben wir denn an Mooring festge-

macht, ausschlaggebend war das versprochene Vorhandensein einer Designerdusche (Massagen wären ebenfalls zu haben gewesen). Der Platz hat uns eigentlich nichts gekostet, Wasser, Strom und Duschen waren kostenpflichtig. (sofern man im Restaurant isst). Unser Nachbarboot ist gleich wieder ausgelaufen nachdem sie die Preise im Restaurant gesehen haben. Das Nachtessen im Restaurant Festa war wunderbar, ein Mehr Sterne Michelin Menü mit wunderbaren Fisch- und Fleischgerichten. Die Bordkasse hat an diesem Abend nicht ausgereicht es hat sich aber gelohnt, nicht zuletzt auch wegen Kellner Ivan.

Dienstag, 29. Mai 2018

Wir schwimmen im superklaren Wasser und beginnen den Tag mit Klarschiffmachen traditionelles Deckschrubben durch den Skipper (diesmal sind alle Kojen trocken geblieben ????). Gegen 10 Uhr verlassen wir Zut Richtung Dugi Otok. Anders als erwartet kommt schon bald Wind auf und wir können gemütlich segeln. Die Landschaft ändert sich in eine wunderschöne karge, grünliche Hügelszenerie zwischen blauem Wasser und blauem Himmel. Wieder ganz anders, sehr stimmungsvoll. Durch den gut bezeichneten Kanal bei Proversa kommen wir in die

nehmen. Der Wind ist schwach, so dass wir mit Motor durch den Kanal müssen, aber dann auf offener See doch wieder Segel setzen können und mit dem gewohnten Kreuzen in schöner Abendstimmung den Ort Sali erreichen. Eine sehr lang ausgelegte Mooring Leine, die wir überfahren und an der wir hängen zu bleiben drohen, versetzt uns kurz in Aufregung es passiert aber nichts. Wir machen an einem Mooring Platz an der Dorfpromenade fest (die Anlegemanöver funktionieren immer reibungsloser) und beginnen die Abendrituale. Es gibt Duschen und WC (nicht sehr schön und nicht immer warmes Wasserwas solls). Sali ist ein sehr lokal geprägter Ort mit einheimischem Charme und schönem Promenadenweg entlang der Küste wir fühlen uns sehr wohl, essen in einer der Konobas im Dorf und lassen den schönen Vollmondabend auf dem Boot ausklingen.

Mittwoch, 30. Mai 2018

grosse Bucht Telascica mitten im Naturschutzgebiet der Kornaten. Unser Ziel ist der Mir-See, der von gleichnamiger Anlegestelle zu Fuss zu erreichen ist. Wir schaffen ein perfektes Segelmanöver zur Boje. Man bezahlt einen Bojenplatz mit 300 Kuna (für 24 Stunden) quasi als Eintritt für den Nationalpark und kann dann sowohl die eindrucksvollen, bis 160m hohen Klippen erwandern, als auch zum Silbersee laufen, einen vom Meer gespeisten Salzsee mit sehr warmem Wasser. Beides ist ein Touristenmagnet. Der Betrieb hält sich zum Glück aber noch in Grenzen. Wir entscheiden uns für beides und erreichen entlang der Klippen von oben den See. Natürlich probieren wir das warme Wasser zum Schwimmen, bevorzugen aber das klare kühlere Meerwasser. Erstaunlich gut essen wir im Touri-Restaurant am Anleger zu Mittag, bevor wir zur Natali zurücktuckern und durch den Kanal Kurs auf Sali

Sali ist schön es gibt einen hergerichteten Weg um die Bucht, wir schwimmen (kurz taucht ein Delphin auf) und erreichen das Dorf von der Rückseite. Frühstück mit frischen Backwaren (es gibt zwei Bäckereien) in einem der Hafenrestaurants. Einkaufen im gut sortierten Supermarkt und dann gemütlich starten, wieder gegen 10.15 Uhr. Wir motoren bei Windstille und machen schon um 11.30 Uhr in einer schönen Bucht nördlich zum Lunch und Badestopp fest. Schnorcheln ist bei dem klaren Wasser gut möglich, besondere Entdeckungen machen wir jedoch nicht. Für den Abend wollen wir in eine Ankerbucht und die Kochkünste von Duncan geniessen. Chicken mit Potatoes steht auf dem Menuplan. Wir segeln weiter bei Windstärke 4-5, dann abnehmend auf 3, bis der letzte Rest der Strecke nach 17 Uhr mit Motorunterstützung geschafft werden muss. Ankern und Landleine in einer Bucht von Zverinac, spitz zulaufend und grün bewachsen nicht ganz einsam, eine Yacht macht gerade vor uns fest und eine zweite kommt kurz nach uns, später noch ein Motorboot. Aber es hat Platz für alle. Wir vertreiben uns die Zeit mit Lesen und Schachspielen an Deck, bis das Nachtessen im Kerzenlicht und vom hellen Mond beschienen serviert wird toll was man alles in einer kleinen Kombüse zustande bringt. Ruhiges Wasser und kein Wind den ganzen Abend.

Donnerstag, 30.Mai 2018

Am Morgen ist die Enttäuschung gross . In die Bucht wurde viel Schlamm und Unrat gespült, was ein bisschen wie Sch . aussieht. Die See ist spiegelglatt und kein Wind. Wir entscheiden in die Mitte des Meeres zu fahren und dort unser Morgenbad und die Kombüse klar Schiff zu machen. Das saubere Wasser ist ein Genuss, stellen aber fest,

dass den ganzen Tag immer wieder leichte Verschmutzung festzustellen ist. Lange kein Wind bis wir mit leichtem Wind uns der Insel Ist nähern. In einer kleinen Bucht vor dem Dorf machen wir eine kurze Mit-

tagspause mit leckerer Bruschetta. Weil noch viel Zeit ist entscheiden wir die kleine Insel zu umsegeln. Mit schönem Wind segeln wir mit 4-5 Knoten um die Insel und erreichen gegen 18 Uhr das Dorf mit dem Hafen. Der Wasserstand am Kai ist sehr niedrig. Es liegen nur wenige Yachten dort und die weiteren Plätze sind nicht zu gebrauchen. Auch am Anker ist das Wasser sehr niedrig. Wir halten den Pegel im Auge und berechnen mit dem auslaufenden Wasser, dass wir nur noch gerade einen halben Meter unter dem Kiel haben. Das Wetter ist gut, kein Wind und auch für die Nacht sind keine Änderungen angesagt. Die Position ist sicher. Für den Anleger muss eine Delegation ins Dorf Nachschub einkaufen. Danach geniessen wir die Abendsonne an Bord. Ist ist eine kleine Insel, wo keine Autos fahren. Die Bewohner fahren mit Traktoren, Velos oder Mopeds durchs Dorf. Es gibt zwei Restaurants und drei Geschäfte. Im Sommer scheint die Bucht sehr gefragt zu sein und recht voll. Wir tuckern mit dem Dingi gemütlich zum Nachtessen und stellen fest, dass das einzige Restaurant, das heute offen hat schon mit den verschiedenen Crews belagert ist. Bei einem verlängerten Apéro warten wir bis ein Tisch frei wird. Zwei Brüder schmeissen den Laden. Das Fleisch und der Fisch wird auf einem Grill mit inseleigener Eiche

gegrillt. Große Portionen, alles selbst gemacht, Cevapcici sehr zu empfehlen. Vor dem Ort verkauft eine Frau in ihrem Haus, geschmackvolle, selbstgemachte Souvenirs. Kleine Lavendelfische, gehäkelte Täschen

und Früchte . sehr schön. Noch immer scheint der Mond sehr hell über dem klaren Wasser und lädt zu einem Nachtschwimm ein. Morgen ist für einen Teil der Crew der letzte Segeltag!

Freitag, 1. Juni 2018

Auch dieser Tag begrüsst uns mit Sonnenschein und wir ihn mit einem kurzen Bad. Dann bereits um 8 Uhr (30 Minuten vor ETD !!) Aufbruch. Wir segeln, anfangs noch mit wenig Wind räumlich, dann, sobald wir den Kanal von Tureta zwischen Ist und Molat passiert haben, frischt der Wind auf und wir segeln mit räumlichen Winden der Stärke 4 Richtung Zadar. Wir kommen gut voran es liegt sogar noch ein Mittagsund Badestopp drin. Wir segeln mittlerweile bei Windstärke 5. Bei der Suche nach einem geeigneten Platz segeln wir mit einigen Wenden in eine Bucht gegenüber Zadar und mit gleichem Manöver wieder heraus. Die Arbeit gelingt sehr gut knapp schiessen wir an einem Segelboot am Motor vorbei, dass nicht ausweicht und unsere Geschwindigkeit

von 8 Knoten wohl unterschätzt hat. Wir finden dann in der Bucht von Perko auf der Insel Ugljan vor einem Strandbad einen Ankerplatz mit schönem warmen Wasser. Es ist Freitag, also Charterwechsel und wir wollen nicht zu spät in Zadar festmachen. Also nehmen wir die Überquerung kurz vor 15 Uhr in Angriff und haben noch ein wunderschönes Segelerlebnis in etwas anspruchsvolleren Verhältnissen (zum 1. Mal Fock und Gross gerefft) ein schöner Abschluss für den Crewteil, für den der Törn in Zadar endet. Festmachen am Mooring Platz ist mittlerweile Routine. So sind wir bald beim Anleger, Wasser auffüllen, Duschen usw. Fürs Nachtessen haben wir reserviert im Restaurant Malo Misto in der Altstadt. Wie wir z.T. schon vor Törnbeginn erkunden konnten, ist Zadar eine schöne Stadt (zumindest der alte Teil um den Hafen). Wir wollen auf jeden Fall noch einen Rundgang machen und z.B. den herrlichen Blick vom Turm der Kathedrale aus geniessen. Nicht verpassen sollte man auch die Seeorgel, ein Tonspiel am Eingang des Hafenbeckens,

das über Röhren in der Kaimauer den Wellengang in Töne verwandelt und so ein nimmer gleiches Musikstück entstehen lässt. Abendessen in dem vom Reiseführer empfohlenen Restaurant Malo Misto, es war jedoch nicht bei allen wirklich gut. Nach einem kleinen Absacker in einer Bar mit Lifemusik waren dann um 2 h auch die letzten im Bett.

Samstag, 2. Juni 2018

Ursel und Klaus verlassen uns am Morgen früh und fliegen nach Bern zurück. Nach einem Stadtrundgang, Turmbesteigung und Besichtigung der alten Kirche St. Donatus macht sich auch Sandra auf den Weg nach Graz wo sie den Nachtzug nach Feldkirch nimmt. Jetzt sind wir nur noch zu dritt. Kurz nach 13 h hissten wir die Segel und segelten bei schwachen NW Wind nach Norden. Es blieb den ganzen Tag schwachwindig, zwischendurch mussten wir den Motor anstellen oder dümpelten mit 2-3 Knoten dahin. Nach 19 h setzen wir in der Bucht zwischen Bruglje auf der Insel Molat und der kleinen Insel Brguljski den Anker. In unserem Törnführer stand es habe ein Bojenfeld aber da war nichts mehr. Wir genossen beim Anleger einen wunderschönen Sonnenuntergang in dieser grossen weiten Bucht. Nachtessen in einem der 2 Restaurants, einfach und gut.

Sonntag, 3. Juni 2018 Auch heute sind wir wieder bei wunderschönem Wetter aufgestanden, nach einem Spaziergang und Cappuccino im Dorf hissten wir nach 11 h die Segel Richtung Silba. Nach einigen Stunden mit Schwachwind kam gegen 15 h eine schöne Nachmittagsbrise auf und wir konnten mit 4 -6 Kt Geschwindigkeit an den Inseln vorbei und danach mit einem Amwind Kurs nach Silba segeln. Der Hafen ist mit vielen kleinen Fischerboten belegt und die wenigen Liegeplätze für Yachten sind bei 2- 4 Meter ziemlich untief. Wir konnten längsseits festmachen. Außerhalb des Hafens liegen einige Bojen. Nach dem Anleger Spaziergang ins Dorf und auf die andere Seite mit dem Westhafen, dieser eignet sich jedoch kaum für Yachten. Die Insel ist autofrei und es herrscht eine friedliche ruhige Atmosphäre, viele schöne alte Häuser und Gärten. Feines Nachtessen mit einem sehr netten Kellner in der Konoba Vila Velebita.

markt. Für heute Abend ist ein Nachtessen an Bord geplant. Am Mittag legten wir ab und dümpelten bei wenig Wind aus NW Richtung Losini, zwischendurch auch am Motor. Bei Ilovik machten wir für einen Essenstop kurz an einer Boje fest. Der Hafen scheint wenig tief zu sein aber im Kanal hat es laut Törnführer bis zu 90 Bojen. Das Dorf macht einen schönen Eindruck aber weil wir gesehen haben, dass Wind aufkommt legten wir nach einer Stunde wieder ab und konnten mit einer schönen Nachmittagsbrise in eine Bucht auf der Insel Losinj segeln. Dort haben wir an einer Boje festgemacht. Duncan wollte die Mooring checken und ist dabei von der einzigen Qualle die wir bis jetzt gesehen haben gestreift worden. Das Wasser wird jeden Tag wärmer, fast schon karibische Temperaturen. Die Bucht ist wunderschön, eine kleine Grotte, die wir mit dem Dinghi erkundet haben und eine Konoba an Land etwas abseits der Bucht. Paradiesische Ruhe, ausser uns war noch ein Segelboot am Anker und ein Motorboot an einer Boje. Duncan hat uns ein wunderbares Nachtessen gekocht, Pittabrot mit Poulet, Salat und Tsaziki.

Montag, 4.Juni 2018

Tag Do. am 01 Jan 1970

Nach dem vielen Wein gestern sind wir heute etwas später aufgestanden, Spaziergang zum Kapitänsturm und einkaufen im Super-

Dienstag, 5. Juni 2018 Nach einer ruhigen Nacht war der Himmel am Morgen bewölkt und bald darauf hat es kurz geregnet. Ein Motorboot kam in die Bucht und hatte frisches Brot, Croissants und Käse feil. Da mussten wir natürlich zuschlagen. In der Ferne war Donnergrollen zu hören, deshalb beschlossen wir in die Marina von Losinj zu segeln. Da es kurz darauf wieder schöner wurde und der Wind auffrischte, änderten wir unseren Plan und segelten mit wunderbarem Raumschots Richtung Pag, zwischendurch mit 8 Kt Speed. Bald darauf sahen wir heftige Gewitter und dunkle Regenwolken über Pag. Neue Planänderung: Nochmals Silba weil es da so schön war und dort sah das Wetter weniger bedrohlich aus. Wir legten wieder am gleichen Ort wie letztes Mal an, wurden jedoch darauf hingewiesen, dass dies ein öffentlicher Anlegeplatz ist, der für Notfälle freigehalten werden muss, Busse bei Zuwiderhandlung bis 4000 Euro. Zum Glück wurde bald darauf einer der wenigen anderen Liegeplätze frei und wir konnten verholen, dabei fiel der Bootshaken ins Wasser der uns ein beherzter Segler mit einem Sprung ins Wasser gerettet hat. Beim Apéro genossen wir nochmals den Sonnenuntergang auf der Westseite der Insel. Gutes Abendessen in einer Pizzeria im Ort.

Mittwoch, 6. Juni 2018

Kurz vor 10 h legten wir ab und fuhren unter Motor in eine Bucht auf

der Insel Olib und machten an einer Boje fest. Baden, Wäsche waschen und die dringend benötigten Duschen. Das Wasser wird jeden Tag wärmer. Danach mit relativ wenig Wind und manchmal unter Motor nach Bribinje auf der Insel Dugi Otok. In einer grossen Bucht hat es viele Bojen zum Teil mit Landfesten und einige wenige Liegeplätze. Wir machten an einer Boje fest und es gab wieder einmal Spaghetti, die wir bei Nachtigall Gesang genossen. Eine wunderschöne klare Nacht in einer schönen Bucht, was geht es uns doch gut.

Donnerstag, 7. Juni 2018

Nach einem Spaziergang in die nächstgelegene Bucht sind wir bei einmal mehr schönem Wetter los und konnten kurz darauf die Segel setzen, es braucht oft etwas Geduld, der Wind wurde zwischendurch immer wieder schwächer. Am Nachmittag frischte der Wind auf, zur Abwechslung eher von Süden kommend und wir konnten mit einem schönen Halbwind in die Bucht Lanadin auf der Insel Pasman segeln. Wir haben an einer Boje festgemacht und konnten nach dem Baden feststellen wie viele verschiedene Arten es gibt an einer Boje festzumachen. Nachtessen im Restaurant am Strand.

Freitag, 8. Juni 2018

Für heute war stärkerer Wind angesagt. Unser Plan war nach Molat zu segeln und dort den Tank auffüllen da in Biograd die Tankstelle an einem Freitagabend berüchtigt ist. Viele Charter die die Yachten zurückgeben und ziemlich Windexponiert. Schon bald wurde der Wind stärker, zur Abwechslung aus südlicher Richtung kommend, ein heisser Wind, wir kamen sogar beim Amwindkurs ins Schwitzen. Windstärke 5-6. Ob das der Jugo war? In Molat konnten wir tanken und ankerten dann für einen Mittagsstop ausserhalb des Hafens. Beim Rückweg nach Biograd bewölkte sich der Himmel immer mehr und plötzlich war Schluss mit Wind so dass wir für das letzte Stück doch noch den Motor anstellen mussten. Kaum hatten wir in der Marina Biograd angelegt fielen die ersten Regentropfen. Packen, duschen, Boot abgeben und danach haben wir ein wunderschönes Restaurant hinter der Hafenpromenade gefunden und ließen den letzten Abend bei einem guten Essen ausklingen. In der Nacht gab es heftige Gewitter und wir verließen unsere Natali bei strömendem Regen Samstagmorgen früh. Es war ein wunderschöner Törn, mit wunderbarer Crew und fantastischem Segelgebiet.

30 Jahre Chartererlebnisse mit Master Yachting – in vertrauensvoller Zusammenarbeit. Wir gratulieren herzlich:

LAGUNA YACHTING

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