Skip to main content

Sozialbilanz 2012

Page 1


Ausgabe 2012

Die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation Südtirol

Wichtigste Eckdaten, tabellarisch dargestellt nach den Grundsätzen der Sozialbilanz

Sehr geehrte Damen und Herren,

dieser Folder über die Wirtschaftskraft der Raiffeisenorganisation in Südtirol stellt die Bruttowertschöpfung summarisch, exemplarisch und tabellarisch dar. Die Bruttowertschöpfung im Jahr 2010 ergibt den Betrag von 571 Mio. €. Dies bedeutet, dass die Raiffeisenorganisation für jeden einzelnen Haushalt in Südtirol fast 2.800 € an Bruttowertschöpfung generiert. Den Daten sind die Bilanzarchive zugrunde gelegt. Die Vorgehensweise zur Errechnung der Bruttowertschöpfung entspricht den Vorgaben des ISTAT.

Die für die Mitglieder der landwirtschaftlichen Genossenschaften der Sparten Obst, Wein und Milch erbrachten Leistungen in Form von Auszahlungen für die angelieferten Waren beziffern sich auf 633 Mio. €. Die Bruttoinvestitionen der landwirtschaftlichen Genossenschaften der genannten Sparten erreichten fast 120 Mio. €.

Die Leistungen zu Gunsten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der gesamten Raiffeisenorganisation betrugen 335 Mio. €.

Zum 31.12.2010 gehörten dem Raiffeisenverband insgesamt 340 Genossenschaften mit fast 120.000 Einzelmitgliedern und 26 Körperschaften ohne Revisionspflicht an. Das sind circa 37 Prozent aller Genossenschaften Südtirols. Diese Zahlen verdeutlichen welch bedeutende wirtschaftliche, soziale und gesellschaftspolitische Rolle die Raiffeisenorganisation in Südtirol spielt.

Der Raiffeisenverband Südtirol

Die Raiffeisenorganisation Südtirol

Raiffeisenkassen

Anzahl (31.12.2010)

5 Raiffeisen Landesbank Südtirol u. sonst. Mitgl.

Support RK Leasing (3 Gesellschaften), RUN, RVD 92 RVS Raiffeisenverband Südtirol

** Genossenschaften/Körperschaften der Primärstufe und 2. Grades

Aufgrund der unterschiedlichen Ermittlungsmethodik können die Daten in der Tabelle von jenen im Jahresbericht des Raiffeisenverbandes Südtirol abweichen.

(a) Betriebswirtschaftliche Ermittlungsmethode (aus Bilanzen) – (b) addierte Bilanzsumme – (c) addiertes Eigenkapital – (d) Bilanzen betreffend das Geschäftsjahr 2010/2011 – (e) darunter Bilanzen betreffend das Geschäftsjahr 2010/2011 – (f)

Die Beträge in der Tabelle stammen aus den Bilanzen der Mitglieder und Hilfsgesellschaften. Die Bilanzdaten wurden tabellarisch einer Gruppe zugewiesen und addiert. Es wurden keine Konsolidierungen vorgenommen, wodurch sich bei den Molkereigenossenschaften Abweichungen zu der Darstellung der Kennzahlen und Eckdaten im Jahresbericht des Raiffeisenverbandes Südtirol ergeben.

Die auf den Innenseiten angeführten Geldbeträge, welche Zeiträume vor dem Jahr 2009 betreffen, wurden mit dem Koeffizienten des Istat aufgewertet und auf den Stand von Jahresende 2010 gebracht. Dadurch sind die Effekte des Wertverlustes im Zeitverlauf neutralisiert.

Die Entwicklungsdaten betreffend die Obstgenossenschaften auf der Innenseite umfassen jene Mitgliedsgenossenschaften, die in den Raiffeisen-Obststatistiken berücksichtigt sind. Die nicht berücksichtigten Obstgenossenschaften weisen einen geringen Anteil am Gesamtvolumen auf. Ein ähnlicher Sachverhalt gilt, in eingeschränktem Maße, auch für die Kellereigenossenschaften. Die Grafiken auf den Innenseiten beschränken sich auf die Mitgliedsgruppen Raiffeisenkassen und Raiffeisen Landesbank Südtirol, Obst-, Kellerei-, Molkerei-, E-Werk- und Wohnbaugenossenschaften sowie auf den Raiffeisen Versicherungsdienst.

6,0 Mio.

Raiffeisenkassen (samt Landesbank)

Buchungen auf den Kontokorrenten der Kunden (Jahr 2010)

Das Zahlenmaterial ist beeindruckend. Im Jahr 2010 erreichten die Eingänge auf den Konten 36,0 Mrd. €. Bei 10,7 Mio. Buchungen entfielen auf jede einzelne Bewegung durchschnittlich 3.377 €. Die Ausgänge betrugen 35,8 Mrd. €, wobei die 27,6 Mio. Buchungen einen Durchschnittswert von 1.300 € ergaben. Legt man das Volumen aller Kontobewegungen auf die Südtiroler Bevölkerung um, so ergibt sich daraus ein Pro-KopfWert von 141.456 €. Dies entspricht fast genau dem geschätzten durchschnittlichen Nettovermögen jeder einzelnen Südtirolerin, jedes Südtirolers, welches im Jahr 2010 bei 142.479 € lag.

4,0 Mio.

Quelle: Daten aus dem Meldewesen (Banca d’Italia)

Entwicklung

der Überweisungsaufträge von Kunden

2,0 Mio.

0,0 Mio.

Quelle: Daten aus dem Meldewesen (Banca d’Italia)

Überweisungsaufträge

In den Jahren 2009 und 2010 wurden die Überweisungsaufträge noch überwiegend händisch bearbeitet. Im Jahr 2011 hingegen stieg der Anteil der automatisch verarbeiteten Kundenaufträge auf 51,0 Prozent. 3,3 Mio. Überweisungen wurden automatisch, d.h. weitgehend ohne Eingriffe durch die Mitarbeiter der Banken an die Begünstigten weitergeleitet. Insgesamt betrug die Anzahl der Überweisungsaufträge 6,5 Mio. Auf die 201.632 Raiffeisen-Kontokorrente, die zum 31.12.2011 geführt wurden, entfielen im Schnitt 32 Überweisungsaufträge. Das durchschnittliche Auftragsvolumen je Konto lag bei knapp 93 Tsd. €.

Obstgenossenschaften

Entwicklung

Gesamtauszahlung 1980 (siehe Text rechts der Grafik) mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2010 aufgewertet

Quellen: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol, Raiffeisen-Obststatistiken, Handelskammer Bozen

Kellereigenossenschaften

Entwicklung

Hatten die Obstgenossenschaften im Jahr 1980 noch einen Anteil an der Kernobstproduktion Südtirols von 65,6 Prozent, so lag dieser im Jahre 2010 bei beachtlichen 91,8 Prozent. Die von den Obstgenossenschaften produzierte Kernobstmenge wuchs im Betrachtungszeitraum von 321 Tsd. auf 978 Tsd. Tonnen (+ 205 Prozent), während die Gesamtauszahlung an die Mitglieder in diesem Zeitraum real um etwa 191 Prozent angestiegen ist. Der Mengenzuwachs hat den Auszahlungszuwachs also nur knapp übertroffen, d. h. das Niveau des Auszahlungspreises ist beinahe gleich geblieben.

Quellen: Raiffeisen-Weinstatistiken, Abteilung Landwirtschaft der Autonomen Provinz Bozen, Handelskammer Bozen

Aus den Traubenanlieferungen an die Kellereigenossenschaften wurden im Jahr 2010 rund 221 Tsd. Hektoliter Wein produziert. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtproduktion von 70,2 Prozent. Im Jahr 1985 waren es noch 50,8 Prozent, wobei die Gesamtproduktion 600 Tsd. Hektoliter betrug. Die vielen Auszeichnungen der Südtiroler Weine in den letzten Jahren belegen die Entwicklung von der Quantität hin zur Qualität. Die Anbaufläche der Mitglieder blieb in den letzten zehn Jahren nahezu unverändert.

Molkereigenossenschaften

Beträge vor 2010 mit dem ISTAT-Koeffizienten zum 31.12.2010 aufgewertet

Quelle: Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol

E-Werk-Genossenschaften

Entwicklung der Stromerzeugung

Anzahl E-Werk-Genossenschaften

Nahezu 100 Prozent der Südtiroler Milchproduktion ist genossenschaftlich organisiert. Innerhalb von 30 Jahren hat sich die Produktion der Molkereigenossenschaften um 250 Prozent erhöht. Der durchschnittliche aufgewertete Auszahlungspreis an die Mitglieder hat sich hingegen um 160 Prozent erhöht. Der Mengenzuwachs hat den Auszahlungszuwachs also übertroffen, d. h. das Niveau des Auszahlungspreises ist gesunken. Die Mitgliederanzahl erfährt seit Jahren eine rückläufige Tendenz: im Jahre 1980 waren es noch 7.245 Milchbauern, im Jahre 2010 schrumpfte diese Zahl auf 5.859.

Im Jahre 1986 betrug die Stromerzeugung der 17 Mitgliedsgenossenschaften des Raiffeisenverbandes Südtirol 26 GWh. Mit 226 GWh im Jahre 2010 ist die Erzeugung der mittlerweile 28 Mitgliedsgenossenschaften im Betrachtungszeitraum fast auf das Neunfache angestiegen. Aufgrund des mittleren Verbrauches an elektrischer Energie, der in Südtirol im Jahr 2010 bei 4.735 kWh je Vier-Personen-Haushalt lag, hat die Produktion 1986 den Bedarf an elektrischer Energie von 5.575 VierPersonen-Haushalten gedeckt, während die Produktion 2010 ausgereicht hat, um den Bedarf von 47.725 Vier-Personen-Haushalten zu decken.

Wohnbaugenossenschaften

Entwicklung der Anzahl der Baugenehmigungen für Wohnungen und der Anzahl Mitglieder

Quellen:

Anzahl Baugenehmigungen für Wohnungen

Das Verhältnis der Mitgliederanzahl zu den in den Gemeinden abgeholten Baugenehmigungen für Wohnungen ist im dargestellten Zeitraum kontinuierlich angewachsen und zwar von 6,4 Prozent im Jahr 1995 auf 34,1 Prozent im Jahr 2008. Im Jahr 2010 ist der Prozentanteil aber deutlich gesunken. Dies steht wohl in direktem Zusammenhang mit der Finanz- und Wirtschaftskrise, da die Menschen in Krisenzeiten weniger dazu neigen, sich in Gruppen zusammenzuschließen, um miteinander kostenintensive Investitionen zu tätigen. Es fällt außerdem auf, dass die Baugenehmigungen in der Zeit zwischen 2005 und 2008 regelrecht eingebrochen sind und sich um mehr als die Hälfte vermindert haben.

Mitglieder Wohnbaugenossenschaften (WBG) Raiffeisen

Raiffeisen-Versicherungsgeschäfte

Entwicklung der Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen

Im Zeitraum zwischen 1995 und 2010 haben sich die aufgewerteten Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen des Raiffeisen Versicherungsdienstes sowie der Raiffeisen Geldorganisation (Südtiroler Raiffeisenkassen und Raiffeisen Landesbank Südtirol) um 538 Prozent erhöht, also mehr als versechsfacht. Im Jahr 2010 erreichten die Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen 130 Mio. €. In der Grafik sind außerdem die Entwicklungen der aufgewerteten Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen der Sparten Leben und Schäden im Zeitverlauf abgebildet.

„Die Genossenschaften erinnern die Weltgemeinschaft daran, dass es möglich ist, den Weg des wirtschaftlichen Wachstums zugleich mit jenen der sozialen Verantwortung zu beschreiten.“

Ban Ki-moon

der Vereinten Nationen

Raiffeisen-Genossenschaften

Entwicklung der gesamten Mitgliederanzahl

Die gesamte Mitgliederanzahl der Raiffeisen-Genossenschaften hat sich seit 1980 fast verdoppelt. Ende 2010 gab es 119.563 Einzelmitglieder. Dabei gilt es zu beachten, dass es sich auch um Doppel- oder Mehrfachmitgliedschaften handeln kann, die als solche nicht ausgewiesen sind.

Einzelmitglieder

Turn static files into dynamic content formats.

Create a flipbook
Sozialbilanz 2012 by Raiffeisenverband Südtirol - Issuu