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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse VI.P stellte in Latsch die neue Marke für den Vinschgauer Apfel vor.

Im Zeichen der zwei Marienkäfer

Nach Überarbeitung der Unternehmensstrategie zeigt sich die Erzeugerorganisation VI.P nun mit neuer Marke und neuem Erscheinungsbild. Zwei Marienkäfer kennzeichnen ab sofort den Vinschgauer Apfel.

„Die Neuerungen sind das Ergebnis wesentlicher Entwicklungen innerhalb der VI.P in den letzten Monaten“, erklärte VI.P-Obmann Thomas Oberhofer, der zur Präsentation am Sitz in Latsch zahlreiche Fachjournalisten begrüßen konnte. Die Überarbeitung der Unternehmensstrategie ermöglichte eine Optimierung zahlreicher Prozesse vom Anbau bis zur Vermarktung der Äpfel. Die Verbesserungen fanden ihren Abschluss in einer neuen Kommunikationsstrategie ausgehend von der Überarbeitung der Marke – vom Logo, dem Erscheinungsbild über die Verpackung bis hin zur Kommunikation für den Endverbraucher. „Der Markt ist stark in Bewegung und wir müssen uns neu anpassen“,

sagte VI.P-Direktor Josef Wielander. Differenzierung, Mehrwerte und innovative Strategien nannte Wielander als Schlagworte.

Natürlichkeit und Qualität

Zwei Elemente sind im neuen Auftritt unverändert geblieben: das geografische Gebiet Vinschgau und der Marienkäfer. Die neuen Lösungen stehen weiter im Einklang mit den Werten, welche die beiden neuen Marienkäfer vermitteln: Natürlichkeit und Qualität. Die Kunden verbinden den Vinschgauer Apfel mit einem Produkt, das nach den Richtlinien des integrierten Anbaus oder der biologischen Produktion erzeugt wird. Sym-

bol dafür sind die beiden Marienkäfer – Sinnbild für die Nützlinge im Anbau und für die Natürlichkeit der Anbaumethoden.

Dabei unterstreicht der rote Marienkäfer das Konzept der Natürlichkeit und garantiert ein gesundes und natürliches Produkt. „Die Natur war jahrhundertelang Lebensgrundlage und Arbeitsplatz für viele kleine landwirtschaftliche Familienbetriebe und soll es auch in Zukunft bleiben“, betonte Wielander. Das Gesamtbild wird vom gelben Marienkäfer, dem Symbol für Qualität, ergänzt. Die Qualität ist ein grundlegendes Konzept in allen Phasen des Produktionsprozesses – vom Anbau bis zur Lagerung und von der Verarbeitung bis zum Service.

vog-products

Schuler lobt

Innovation

VOG Products in Leifers ist ein innovativer Vorzeigebetrieb in der Obstverarbeitung. Davon konnte sich kürzlich auch AgrarLandesrat Arnold Schuler bei einer Betriebsbesichtigung überzeugen. VOG Products ist der einzige Betrieb in der Region Trentino-Südtirol, der vorwiegend aus Äpfeln flüssige, stückige und Fertigprodukte herstellt. „Es ist wichtig, mit innovativen Produkten und starken Partnern für die Zukunft gerüstet zu sein“, sagte Schuler. Die Stärkung regionaler Produkte werde in Zukunft ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für die Südtiroler Wirtschaft sein.

Der 1967 gegründete Betrieb beschäftigt heute 197 Mitarbeiter und hat über 300 Kunden in 43 Ländern, erklärten Obmann Franz Varesco und Direktor Klaus Gasser. VOG Products liefert etwa den Saft der Pink Lady an Pepsis Tropicana; weitere Erzeugnisse finden sich in Weltmarken wie dem Ketchup von Heinz oder der biologischen Kindernahrung von Hipp. Apfelschnitten von VOG Products werden italienweit auch den Kindermenüs von McDonald›s beigelegt.

Eigentümer der VOG Products sind 20 Obstgenossenschaften und vier Erzeugerorganisationen aus Südtirol und dem Trentino, mit über 15.000 Obstbauern als Mitglieder, legten dem Trentino mit über 15.000 Obstbauern als Mitglieder.

Sorgfalt und Transparenz im Produktionsprozess machen den Vinschgauer Apfel zu etwas Besonderem, was auch im neuen Claim „Vinschgauer Apfel. Der Geschmack der Natur“ zum Ausdruck komme, hieß es bei der Präsentation in Latsch. Der Respekt für die Natur und für die Menschen ist ein zentrales Thema.

Die Linie Marienkäfer

Die zwei Marienkäfer symbolisieren außerdem die Farben der typischen Sorten des Tales: gelb für Golden und rot für Pinova, Red Delicious oder Gala. Am eindeutigsten zeigt sich die Neuorientierung des Vinschgauer Apfels in der Linie „Die Marienkäfer – Le Coccinelle“. Diese Spezialverpackung beinhaltet jeweils gelbe und rote Äpfel. Damit bietet diese Linie dem Konsumenten die Möglichkeit, den unterschiedlichen Geschmack zweier typischer Sorten des Vinschgaus kennenzulernen.

Marienkäfer-Gewinnspiel

„Nach einem Jahr Arbeit in vielen Arbeitsgruppen gilt es nun, unseren Kunden und Konsumenten die Werte zu kommunizieren, die wir mit unserem neuen Auftritt vermitteln wollen“, sagte Marketingleiter Michael Grasser. Mit der neuen Marke

Natürlichkeit und Qualität: die neue Marke „Vinschgau“ mit dem roten und gelben Marienkäfer

geht eine auch wirkungsvolle Kommunikationsstrategie einher, darunter eine gezielte Präsenz in den sozialen Netzwerken und im Internet, wo die beiden Marienkäfer zum Einsatz kommen. Ab März stehen sie beispielsweise in Italien bei einem Gewinnspiel, bei Aktionen in Verkaufspunkten und Einkaufszentren im Einsatz für den Vinschgauer Apfel. An den neuen Markenauftritt angepasst wurde auch die Biolinie, die in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Heute ist der VI.P mit einer Bioproduktion von 8 Prozent einer der wichtigsten Produzenten biologischer Äpfel in Europa – Tendenz steigend.

„Müssen raus aus Europa“

Der Apfelmarkt ist in den vergangenen Jahren deutlich schwieriger und differenzierter geworden, sagt VI.P-Direktor Josef Wielander.

Der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse VI.P zählt 1.700 Mitglieder, die eine Obstfläche von 5.000 Hektar bearbeiten. Davon sind 68 Prozent Golden und 32 Prozent rote Sorten. „Wir müssen in den nächsten Jahren mindestens 10 Prozent der Golden mit roten Sorten ersetzen, um das richtige Gleichgewicht zu erreichen“, sagt Wielander. Die aktuelle Marktentwicklung bezeichnet Wielander als „nicht einfach“ und die Preisentwicklung als „immer noch zu schwach“. Ausgenommen seien davon jedoch die Clubsorten, während der Golden am meisten unter der Absatzkrise leide, denn er trete durch die vielen neuen Sorten im Geschmack der Konsumenten etwas in den Hintergrund. Allerdings – noch könne man von einem gut produzierten Apfel leben, räumt Wielander ein. Zu den Absatzmärkten meint Wielander, dass vor allem Europa stark gesättigt sei und man aus Europa raus und auf neue Märkte drängen müsse. Russland sei blockiert, China und USA seien selber mit Äpfeln eingedeckt. Eine Alternative sei Indien mit über einer Milliarde Konsumenten, aber weiten

Transportwegen. Es brauche derzeit „viel Phantasie und eine innovative Geschäftsgebarung“, um interessante Nischen für den Absatz zu finden, meint Wielander.

Josef Wielander: „Marktentwicklung nicht einfach“
LR Arnold Schuler, Klaus Gasser und Franz Varesco

Genossenschaft in Theorie und Praxis

Wie die Unternehmensform der Genossenschaft funktioniert und was man dabei beachten sollte, darüber informierten sich neu gewählte Mandatare bei einem viertägigen Kompaktlehrgang.

Neben neu gewählten Mandataren der Mitgliedsgenossenschaften verschafften sich auch Mitarbeiter von Genossenschaften und mehrere Landwirte einen umfassenden Einblick in den Aufbau, die Funktionen und Prozesse, die rechtlichen Grundlagen und Kontrollmechanismen einer Genossenschaft. Die Referenten des Raiffeisenverbandes Robert Nicolussi, Hanno Heiss, Karl Heinz Weger und Klaus Moosmair vermittelten Kenntnisse für eine umsichtige und zeitgemäße Geschäftsführung, informierten über gesetzliche und statutarische Bestimmungen und erläuterten die Ursprünge des Genossenschaftswesens und die Aufgaben des Raiffeisenverbandes.

Betriebsbesichtigungen

Die Theorieeinheiten wechselten sich mit durch spannende Besichtigungen von Genossenschaftsbetrieben ab, damit die Teilnehmer das Geschäftsmodell „Genossenschaft“ auch anhand von Best-Practice-Beispielen näher kennenlernen konnten. So führte Obmann Leo Tiefenthaler durch die Kellerei Tramin, Obmann Joachim Reinalter von der Bergmilch Südtirol durch Südtirols größten Milchhof und Obmann Franz Varesco gemeinsam mit Geschäftsführer Klaus Gasser durch den Obstverarbeitungsbe-

Die Kursteilnehmer besichtigten mehrere genossenschaftliche Spitzenbetriebe, wie hier in der Bergmilch Südtirol.

trieb VOG PRODUCTS in Leifers. „Der Wechsel von Theorie und Praxis machte den Kurs sehr spannend“, sagte Johannes Pernter, seit Kurzem im Verwaltungsrat der Baumschulgenossenschaft GRIBA. „Daher war der Kurs für mich auch sehr interessant, weil ich wichtiges Grundwissen zur Genossenschaft, ob rechtlicher und bilanztechnischer Natur, sammeln konnte“, meinte Pernter.

Der Lehrgang stand unter dem Motto „Die Genossenschaft – eine moderne Unternehmensform mit Tradition“ und wurde von der

Abteilung Bildungswesen im Raiffeisenverband in Zusammenarbeit mit der SBB-Weiterbildungsgenossenschaft des Bauernbundes organisiert.

Neuauflage im Dezember

Der vom genossenschaftlichen Mutualitätsfonds geförderte Lehrgang war für die insgesamt 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos und soll im Dezember erneut angeboten werden.

Enorme gesellschaftliche Leistung

Bei der 69. Landesversammlung des Südtiroler Bauernbundes wurden Ende Februar in Bozen die traditionellen Bergbauernpreise an drei Bergbauernfamilien überreicht.

Die mit jeweils 8000 Euro dotierten Bergbauernpreise werden seit vielen Jahren von den Südtiroler Raiffeisenkassen gestiftet und vom Südtiroler Bauernbund verliehen. Überreicht wurden die Preise gemeinsam von BauernbundObmann Leo Tiefenthaler und Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes. Von Leon unterstrich bei der Übergabe die enorme gesellschaftliche Leistung, welche die rund 7000 Bergbauernfamilien in Südtirol erbringen. Es sei heute alles andere als leicht, einen Bergbauernhof zu führen und ihn für die nächste Generation attraktiv zu halten. Das sei eine große Herausforderung in einer Zeit, in der

die Kosten steigen und der Wettbewerb immer schärfer werde. „Die Bergbauernpreise sind daher eine wichtige symbolische Anerkennung und Wertschätzung für die Bergbäuerinnen und Bergbauern“, sagte Von Leon. Die Raiffeisenorganisation stifte diese Preise auch aus voller Überzeugung.

Mit dem Bergbauernpreis 2016 wurden in diesem Jahr die Familien Alois und Anna Berger vom Unterschweighof (St. Nikolaus/ Ulten), Hubert und Martha Oberkofler (Hinterbrunn, Afing/Jenesien) und Thomas und Heidi Zimmerhofer (Aussermairhof, Ahornach/ Sand in Taufers) ausgezeichnet.

Verbandsobmann Herbert Von Leon gratuliert der Familie Oberkofler – eine der drei Bergbauernpreisträger-Familien.

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Raritätenwein „V Years“

Die Kellerei Meran Burggräfler hat kürzlich ihren neuen Raritätenwein „V Years“ vorgestellt. Fünf Jahre war der Südtirol Weißburgunder Riserva im Keller herangereift. Aus der Weinberglage „Tyrol“ unterhalb von Schloss Tirol über Meran wurden seit 2010 jedes Jahr eine kleine Traubenmenge für den Weißburgunder Riserva zurückgelegt. Die Trauben wurden einer schonenden Ganztrauben-Pressung mit natürlicher Sedimentation unterzogen. Die Gärung und Lagerung erfolgte teils im großen Eichenholzfass und teils im Stahlfass für circa 12 Monate. Nach der Assemblage erfolgte eine weitere Lagerung auf der Feinhefe im Stahlfass für vier Jahre. Im Juli 2015 wurde der „V Years“ abgefüllt und dann für weitere 4 Monate in der Flasche gelagert. „Der ‚V Years‘ Jahrgang 2010 ist von intensiv gelber Farbe, mit feiner Frucht nach reifen Äpfeln und getrockneten Blumen sowie Noten nach Leder, Teer und Tabak“, sagte Kellermeister Stefan Kapfinger bei der Vorstellung im Rahmen eines Genussabends in der Kellerei.

Der neue Raritätenwein „V Years“ ist ein Weißburgunder.

„Noch stärker Furore machen“

Bei der „Nacht der roten Juwelen“ präsentiert die Kellerei Kurtatsch am 18. März ab 19 Uhr im Ansitz Freienfeld die neuen Jahrgänge ihrer Spitzenrotweine.

Die Kellerei Kurtatsch ist seit jeher eine RotweinMacht in Südtirol. Ein Hauptaugenmerk legt sie auf die Bordeauxsorten Merlot und Cabernet, die in Kurtatsch angebaut werden und die Eigenheiten des Terroirs im Laufe der Zeit voll in sich aufgenommen haben, sagt Obmann Andreas Kofler.

Herr Kofler, was erwartet die Besucher der diesjährigen „Nacht der roten Juwelen“?

Andreas Kofler: Wir präsentieren die Jahrgänge 2013 und den Jahrgang 2012 des Merlot Brenntal. Letzterer fuhr bei einer Vergleichsverkostung mit französischen Grad-Cru-Weinen den ersten Platz ein. Ähnlich schnitten auch unsere Cabernet-Weine ab. Die Besucher der „Nacht der roten Juwelen“ können die Weine verkosten, sich austauschen, fachsimpeln oder einfach nur einen schönen Abend in Begleitung hervorragender Weine verbringen.

Was ist das Geheimnis der Kurtatscher Rotweine?

Wichtigstes Alleinstellungsmerkmal sind die Lagen, die sich ideal zum Anbau von Rotweinen, allen voran Merlot und Cabernet eignen. An den Hängen unterhalb von Kurtatsch, auf 220 bis 300 Metern Meereshöhe, befinden sich einige der besten

Raiffeisen Weiterbildungskurse

kursangebot

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Im Fokus: Servicequalität im Kundenkontakt

Im Fokus: Servicequalität im Innenbereich

Eigenmotivation und Selbstmanagement

Der professionelle Kundenempfang

Die Marke Raiffeisen leben

Das richtige Produktportfolio für meinen Firmenkunden

Vom Vorhaben zum Ergebnis – Professionalisierung der Managementfähigkeiten (Management Zentrum St. Gallen)

waren- und dienstleistungsgenossenschaften (wdl)

Arbeitsrechtliche Aspekte in der Praxis

Andreas Kofler, Verkaufsleiter Paul Tauferer, Kellermeister Othmar Donà

Rotweingärten Südtirols. Das Terroir, sprich die geografischen, geologischen und klimatischen Besonderheiten mit bis zu 40 Grad Höchsttemperatur in den Sommermonaten, ist einzigartig in Italien. Wie wichtig sind die Bordeauxsorten insgesamt für die Kellerei?

Heute bauen wir auf 14 Hektar Merlot und Cabernet an und erwirtschaften mit den beiden Bordeauxsorten rund 10 Prozent unseres Umsatzes. So viel wie keine andere Kellerei in Südtirol. Unser Ziel ist es, diesen Anteil zu erhöhen und auch im Rotweinland Italien noch stärker Furore zu machen.

termin ort

18.4.2016 Hotel Eberle/Bozen

19.4.2016 Hotel Eberle/Bozen

19.–20.4.2016 Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

22.4.2016 Hotel Eberle/Bozen

29.4.2016 Hotel Eberle/Bozen

5.–6.5.2016 Hotel Eberle/Bozen

6.05.-22.9.2016 Diverse

21.4.2016 Hotel Eberle/Bozen rgo und wdl

Krisenschutz – Vor und in schwierigen Situationen

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesia Druck –Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84 Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945454, rvs.unternehmenskommunikation@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

3.–4.5.2016 Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

Raiffeisen Nachrichten

Mehr Informationen aus dem Raiffeisen Genossenschaftswesen: www.raiffeisen-nachrichten.it

Obmann

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