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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Dem Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG) sind heute 16 Obstgenossenschaften mit knapp 5000 Mitgliedsbauern angeschlossen.

70 Jahre erfolgreiche Apfelwirtschaft

Der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften (VOG) zog kürzlich Bilanz über sein 70-jähriges Bestehen. Die Zukunft weiter sichern will man mit Qualitätsdenken, neuen Märkten und Innovation.

Der am 24. August 1945 gegründete Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften – er ist auch Mitglied im Raiffeisenverband – zählt heute zu den größten europäischen Apfelvermarktungsorganisationen und zu den zehn größten Unternehmen Südtirols. Rückblende: Durch den Zweiten Weltkrieg waren zahlreiche Absatzmärkte verloren gegangen – für den Südtiroler Obstbau eine fast ausweglose Lage. So kam es unter Josef Ungericht, damaliger Obmann der Obstgenossenschaft CAFA, zum Zusammenschluss der Obstgenossenschaften und zur Gründung des VOG. Damit wurde ein gemeinschaftliches Wirtschafts- und Vermarktungsprojekt auf die Beine gestellt, das den Südtiroler Apfel bald in die halbe

Welt bringen sollte: der Verband der Südtiroler Obstgenossenschaften.

Über 5000 Produzenten

„Den Gründern des VOG war klar, dass eine einzelne Genossenschaft zu schwach ist, um sich dauerhaft am Markt zu behaupten“, fasste Direktor Gerhard Dichgans auf einer Pressekonferenz im Hotel Laurin die ursprüngliche Idee des VOG zusammen. Er unterstrich auch, dass der Weg bis heute kein leichter und kein linearer war. Zu den anfänglich nur neun Genossenschaften gesellten sich bald viele dazu. 1999 kam es zum Zusammenschluss mit der Erzeugerorganisation ESO. Von 33 Ge-

nossenschaften verblieben nach Fusionen bis heute 16 im Verband, wovon eine auf die Aufbereitung von Bioprodukten spezialisiert ist. „Wir sind eine große Familie, die gemeinsam erfolgreich den Markt bearbeitet“, so VOG-Obmann Georg Kössler. Er hob die Bedeutung der gemeinsamen Plattform für die Obstbauern hervor: „Der VOG vereinigt 5000 Produzenten und Familienbetriebe, die durch die Apfelproduktion ihr Einkommen sichern. Daraus erwächst ihm eine große Verantwortung.“ Die Bauern bringen auf einer Fläche von ca. 10.700 Hektar jährlich ca. 650.000 Tonnen Äpfel ein. Der VOG vermarktet heute etwa ein Drittel der Apfelernte Italiens.

70 jahre vog

Neues Logo zum Jubiläum

Das neue VOG-Logo

Die Jubiläumsausgabe von „apfel aktuell“, dem Journal des Verbandes der Südtiroler Obstgenossenschaften, lässt die 70-jährige Geschichte des VOG auf 60 Seiten Revue passieren: Die Entwicklung in den sieben Jahrzehnten, die VOG-Netzwerke, die Genossenschaften im Wandel und der VOG als Unternehmen bilden die Schwerpunktthemen.

Zum 70-jährigen Bestehen hat der VOG auch sein Logo weiterentwickelt. „Das neue Logo hat ein ausdrucksstarkes Design, knüpft in Farbe und Stil zwar an das frühere an, sorgt jedoch für einen moderneren Auftritt des Verbandes“, erklärt PR-Managerin Sabine Oberhollenzer.

Fit in die Zukunft

Um fit für die Zukunft zu bleiben, seien drei Erfolgsfaktoren entscheidend. „Zum einen die hohe Qualität, die uns von den Mitbewerbern unterscheidet. Zum Zweiten die klare Strategie im Verkauf und im Markt, wobei der Fokus auf die Risikostreuung durch eine starke Internationalisierung der Marktbearbeitung gelegt wird. Und drittens die permanente Innovation, die bereits beim Apfelproduzenten beginnt“, sagte Obmann Kössler. Dabei sei es besonders wichtig, dem Geschmack und den Ansprüchen der neuen Märkte zu entsprechen, was nur möglich sei, wenn die Sortenvielfalt gepflegt werde.

„Immer wieder mussten sich der VOG und seine Mitglieder den Veränderungen des Marktes anpassen: neue Anbaumethoden, ein auf den Verbrauchergeschmack abgestimmtes Sortenangebot und neue Investitionen in die Lager-, Verarbeitungs- und Abpackstrukturen“, erklärte Direktor Gerhard Dichgans.

2010 wurde dem VOG die zentrale Vermarktung übertragen und damit ein grundlegender Schritt in

Die VOG-Spitze mit den Pool-Vertretern und Herbert Von Leon, Obmann des Raiffeisenverbandes

der Unternehmensstrategie gesetzt. „In den sieben Jahrzehnten ist es dem VOG gelungen, den Südtiroler Apfel weltweit zu einem Synonym für Qualität zu machen“, meinte Georg Kössler. Heute liefert der VOG, der gemeinsam mit den angeschlossenen Obstgenossenschaften etwa 1500 Mitarbeiter beschäftigt und seinen Sitz in Terlan hat, Äpfel in über 50 Länder der Welt.

Orange-Weine im Modetrend?

So genannte Orange-Weine bildeten einen der Themenschwerpunkte beim „Tag des Weines und der Rebe“ Ende August im Benediktinerkloster Muri-Gries.

Orange-Weine sind maischevergorene Weißweine. Deren Farbe – von Orange bis Bernstein – entsteht bei der Maischegärung durch den langen Kontakt mit den Traubenschalen, wie sonst nur bei der Rotweinherstellung üblich. Dadurch wird ein hohes Maß an Gerb-, Farb- und Geschmacksstoffen an den Wein übertragen. „Diese Machart verleiht dem Wein eine körperreiche, trockene und komplexe Struktur“, erklärte Norbert Breier, Önologe am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-NaheHunsrück in Oppenheim/Rheinland-Pfalz.

Haltbar und langlebig

Maischevergorene Weißweine heben sich speziell durch eine lange Maischegärung ab, die von einigen Tagen über mehrere Wochen bis auch zu sechs Monaten dauern kann. „Das Spannende an den Orange-Weinen sind ihre Haltbarkeit und Langlebigkeit sowie ihre neue, gewöhnungsbedürftige Stilistik“, sagte Breier. Gerade die junge, experimentierfreudige Winzergeneration fühle sich davon speziell angesprochen. Diese individuellen Weine hätten Kraft, Ausdruck und Fülle, aber seien auch häufig noch mit Weinfehlern behaftet.

Derzeit noch Nische

„Orange-Weine liegen im Trend, werden aber noch nicht im großen Stil produziert und bilden daher ein Nischenprodukt oder bilden ideale Verschnittpartner“, meinte Breier. Auch in Südtirol bringen Kellereien und Weinproduzenten vermehrt Orange-Weine auf den Markt, so wie beispielsweise das Landesweingut Laimburg heuer erstmals mit dem Kerner Riserva „Auròna“ 2012. Der „Tag des Weines und der Rebe“ wurde von den Sektionen Kellerwirtschaft und Weinbau des Versuchszentrums Laimburg organisiert.

Weitere Vorträge unter www.laimburg.it/de/ kellerwirtschaft/2159.asp

Önologe Norbert Breier: Orange-Weine im Trend, aber nicht im großen Stil

„apfel aktuell“ zeichnet 70 Jahre VOG nach.

Aktuelle Genossenschaftsthemen erörtert

Bei einem Informationsaustausch mit Confcooperative-Vizesekretär Marco Venturelli Ende August im Raiffeisenverband wurden aktuelle Genossenschaftsthemen erörtert.

Der informelle Informationsaustausch zwischen dem Vizesekretär des gesamtstaatlichen Genossenschaftsverbandes Confcooperative, Verbandsobmann Herbert Von Leon und Generaldirektor Paul Gasser stand im Zeichen aktueller Entwicklungen im Genossenschaftswesen und hier auch der anstehenden Reform der Genossenschaftsbanken. Venturelli unterstrich, dass der Genossenschaftsverband Confcooperative diesbezüglich optimistisch in die Zukunft blicke, insbesondere, was die Beibehaltung genossenschaftlicher Prinzipien bei den Genossenschaftsbanken betrifft.

Genossenschaften zeigen Stärke

Venturelli unterstrich, dass das Genossenschaftswesen mit seinen Prinzipien trotz der kritischen Wirtschaftslage in Italien Stärke bewiesen habe: „Die Genossenschaften haben in der schwierigen Situation Unternehmergeist gezeigt, aber auch Sinn für Gemeinschaft und für Rechtmäßigkeit.“ Venturelli erteilte dabei eine klare Absage an den wachsenden Missbrauch des Genossenschaftswesens in Italien, besonders im Sozialbereich: „Jene Genossenschaften, die unsere Prinzipien für spekulative Zwecke missbrauchen, müssen als solche enttarnt werden.“

Erneuerung der Konvention

Thema des Informationsaustausches bildete auch die Erneuerung der Konvention zur Mitgliedschaft des Raiffeisenverbandes im gesamtstaatlichen Genossenschaftsverband. Dabei wurden neben der Regelung der Mitgliedschaft des Raiffeisenverbandes auch die Mitgliedsbeiträge für die nächsten Jahre definiert. Besprochen wurde auch die zukünftige Einbindung des Raiffeisenverbandes Südtirol in die Gremien der Confcooperative,

ebenso wie die gemeinsame Abstimmung zu Gesetzesinitiativen, die derzeit im römischen Parlament zur Behandlung aufliegen.

Mehr Infos Interview mit Marco Venturelli auf www.raiffeisennachrichten.it

Pflegesicherung für Mitarbeiter in Kraft

Ende August wurde ein Gewerkschaftsabkommen zur Umsetzung der Pflegesicherung für die Mitarbeiter der Raiffeisen-Geldorganisation unterzeichnet.

Pflege wird heute immer häufiger beansprucht ,und das nicht nur im Alter. Daher ist es wichtig, diese rechtzeitig zu sichern und entsprechend vorzusorgen. Seit 1. September sind nun die Leistungen der Pflegesicherung für die Mitarbeiter der Raiffeisen-Geldorganisation (RGO) wirksam.

Vier Pflegestufen

Die entsprechende Umsetzung der Regelung der Pflegesicherung („long term care“) wurde von den Sozialpartnern mit einem Gewerkschaftsabkommen am 24. August

dieses Jahres im Raiffeisenverband Südtirol beschlossen.

Die Leistungen sind in vier Stufen eingeteilt, wobei je nach Pflegebedarf Beiträge von 4.000 Euro bis maximal 16.000 Euro im Jahr beansprucht werden können.

Anspruchsberechtigt sind die Mitarbeiter und deren Ehe- oder Lebenspartner, wobei für Letztere ein zusätzlicher Beitrag zu entrichten ist. Ehemalige oder ausgeschiedene Mitarbeiter können die Pflegesicherung ebenfalls nutzen, sofern sie die Jahresquote selber weiter einzahlen. Die Verwaltung der Leistungen für die Pflegesicherung wird vom

Wechselseitigen Krankenbeistandsverein der RGO übernommen.

Die Sozialpartner unterzeichneten im Raiffeisenverband ein Abkommen zur Pflegesicherung.

Confcooperative-Vizesekretär Marco Venturelli, Verbandsobmann Herbert Von Leon, Generaldirektor Paul Gasser

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Informationstechnologie

IGA-Broschüren können auch über www.iga.at bestellt werden.

„Lokale Verwurzelung und grenzenlose Informationstechnologie – ein unternehmerisches Dilemma für Genossenschaften?“. Unter diesem Titel ist kürzlich Band Nr. 18 der „Genossenschaftlichen Schriftenreihe“ des Internationalen Instituts für Genossenschaftsforschung im Alpenraum (IGA) erschienen. Die 100-seitige Broschüre enthält die Referate der 18. IGA-Genossenschaftstagung, die am 14. November 2014 im Forum Brixen stattgefunden hat und für großes Interesse gesorgt hat. Neben den praxisnahen Kurzreferaten finden sich in der bebilderten Broschüre auch interessante Beiträge aus der Publikumsdiskussion.

Mehr Infos IGA-Broschüre als PDF-Datei auf www.nachrichten.it

Impressum:

Walter Mitterrutzner geehrt

Bei der heurigen Vollversammlung der Raiffeisenkasse Eisacktal wurde der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Walter Mitterrutzner mit der Raiffeisen-Ehrennadel in Bronze geehrt.

Walter Mitterrutzner wurde im April 1988 in den Verwaltungsrat der Raiffeisenkasse Eisacktal gewählt und war ab 1991 drei Jahre Obmannstellvertreter. 1994 wechselte er in den Aufsichtsrat, dem er bis zur heurigen Vollversammlung – und damit 21 Jahre – als Präsident vorstand. Insgesamt war Walter Mitterrutzner somit 27 Jahre als Mandatar für die Raiffeisenkasse Eisacktal tätig.

Ausgeprägte soziale Ader

„Walter Mitterrutzner kann man als eine tragende Säule der Raiffeisenkasse Eisacktal bezeichnen“, sagte Laudator Robert Nicolussi, Revisionsdirektor des Raiffeisenverbandes, bei der Ehrung. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg der Raiffeisenkasse war Walter Mitterrutzner besonders auch immer der soziale und gesellschaftspolitische Aspekt wichtig. Dies weit über die Raiffeisenkasse hinaus. Denn seit 2007 steht Mitterrutzner dem Südtiroler Kinderdorf als Obmann vor und war zuvor dessen Vizeobmann.

Raiffeisen Weiterbildungskurse

Persönlichkeit stärken – Kompetenzen ausbauen Kundenberatung zeitgemäß weiterentwickeln

Jährliche Weiterbildung B+Modul

Praxisworkshop Wucher

Steuerrecht für die Kundenberatung Praxis-Know-how für steuerliche Fragen

Bleibende Verdienste hat sich Mitterrutzner auch als Gemeindesekretär in Rodeneck und Natz/Schabs erworben sowie um den Tourismusverein Natz/ Schabs und um die Tal- bzw. Bezirksgemeinschaft Eisacktal, der er 22 Jahre als Generalsekretär vorstand. Viele Jahre war Walter Mitterrutzner auch Präsident des Kulturvereines Brixen.

Die Raiffeisen-Ehrennadel wird vom Raiffeisenverband für Verdienste um das Genossenschaftswesen vergeben.

Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

Raiffeisensaal Die 25-Stunden-Frau Aufbauseminar –Aufbruch zur Gelassenheit

Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn Basiskurs für neu gewählte Verwaltungs- und Aufsichtsratsmitglieder Modul I & II 15.–16.10.2015 Hotel Eberle/Bozen waren- und dienstleistungsgenossenschaften (wdl)

Qualifizierung Mehrwertsteuerbuchhaltung 16.10.2015

Bildungshaus Lichtenburg/Nals rgo und wdl

Sicher und konsequent Entscheidungen treffen –Wie Sie in einer zunehmend unberechenbaren Welt sicher und konsequent Entscheidungen treffen

Bausteine erfolgreicher Kommunikation und Rhetorik

Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

Foto: Sabine Weissenegger
Walter Mitterrutzner mit (von links) Karl Leitner, Erich Überbacher, Robert Nicolussi und Christof Mair.

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