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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Etwa jeder vierte bis fünfte Apfel aus Südtirol und Trentino wird von VOG Products zu Produkten für die weltweite Lebensmittelindustrie verarbeitet.

Standbein für die Obstwirtschaft

Auf ein dynamisches, aber sehr zufriedenstellendes Geschäftsjahr kann der Obstverarbeitungsbetrieb VOG Products zurückblicken. Kürzlich wurde am Sitz in Leifers Bilanz über das Geschäftsjahr 2013/14 gezogen.

Etwa jeder vierte bis fünfte Apfel landet jährlich als Saft- oder Schälware in der Verarbeitung von VOG Products in Leifers. „VOG Produkts ist ein wichtiges Standbein der Südtiroler und Trentiner Obstwirtschaft. Wir haben in der Saison 2013/14, die insgesamt gut verlaufen ist, über 350.000 Tonnen Obst verarbeitet und ein angemessenes Auszahlungsergebnis erwirtschaftet“, sagt Obmann Franz Varesco.

Gute Auszahlungspreise

Die hohen Mengen waren für den Verarbeitungsbetrieb zeitweise eine Herausforderung. So sind ungeplant hohe Mengen aus

der Sortierung angefallen. Zudem erfuhren ab Saisonmitte die Verkaufspreise einen stetigen Abwärtstrend. Durch den rechtzeitigen Abschluss von Rahmenverträgen konnten negative Effekte aber wirksam abgefedert werden. Den Mitgliedsgenossenschaften konnten im Geschäftsjahr 2013/14 für Saftäpfel im Schnitt immerhin 13 Cent (für Bio 25 Cent) und für Schäläpfel über 20 Cent (Bio über 40 Cent) ausbezahlt werden. „Das sind im langjährigen Mittel sehr interessante Preise“, sagt Geschäftsführer Klaus Gasser.

Nicht weniger interessant sind die Summen, die VOG Products in innovative Verarbeitungsund Lagerungstechnik steckt. „Für die technischen Anlagen, die gebaut worden sind, ist

ein Budget von 22 Mio. Euro ausgegeben worden“, sagt Obmann Varesco.

Strategische Investitionen

Mit dem strategischen Investitionsprogramm verfolgt der Verarbeitungsbetrieb – der im Vorjahr einen Umsatz von 84 Mio. Euro erzielt hat und um 20.000 Quadratmeter erweitert wurde – einen klaren Markttrend: hin zu hochwertigen Direktsäften, speziell naturtrüben Apfelsäften. Da die Lagerkapazität erschöpft war, wurde rechtzeitig zur neuen Saison ein modernes Großtanklager fertiggestellt: zehn Tanks mit einem Fassungsvermögen von jeweils 1,1 Mio. Litern. Ein Dampf-

Lehrgang der Notarkammer

sterilisationsverfahren sorgt dabei für keimfreie Tanklagerräume. Mit den neuen Tanks kann VOG Products u. a. ganzjährig eine konstant hochwertige und homogene Qualität bieten.

Innovative Produkte

Derzeit läuft die Verarbeitungssaison auf Hochtouren. Täglich werden bei VOG Products an die 400 Tonnen Äpfel angeliefert, den Verarbeitungslinien zugeführt und zu hochwertigen Produkten für die weltweite Lebensmittelindustrie veredelt. ausbildung

Der Raiffeisenverband Südtirol organisiert in Zusammenarbeit mit der Notarkammer Bozen und unter der Schirmherrschaft der Universität Padua die 2. Ausgabe des Lehrganges „Höhere Ausbildung im Gesellschaftsrecht“. Ziel ist es, die Grundthemen des Rechtes der Kapitalgesellschaften mit Schwerpunkt auf die „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“ und „genossenschaftliche Gesellschaften“ zu vertiefen. Der Lehrgang richtet sich an Direktoren, Verwaltungs- und Aufsichtsräte und Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenkassen. Es sind sechs Tagungen zu je fünf Stunden (jeweils freitags und samstags, in italienischer Sprache) geplant:

• 24. Oktober 2014, Hotel Eberle Bozen

• 25. Oktober 2014, Raiffeisenhaus, Bozen

• 7.-8. November 2014, Raiffeisenhaus, Bozen

• 21.-22. November 2014, Hotel Eberle, Bozen

Anmeldungen und weitere Informationen gibt es bei der Notarkammer Bozen unter www.notai. bz.it.

Neben Direktsäften produziert VOG Products auch Fruchtmark, Aromen, Dunstäpfel und -birnen, Mus und Tiefkühläpfel. Dabei setzt man speziell auf innovative Produkte, die nicht unbedingt jeder herstellen kann, wie etwa die sogenannten „Freshcut Apfel Snacks“. Die frisch verzehrbaren, mundgerecht geschnittenen und attraktiv verpackten Apfelschnitten findet man bei Fastfoodketten, aber auch für Schulobstprogramme. „Ein vollkommend neuer Weg, um speziell junge Konsumenten wieder dazu zu bringen, mehr Äpfel zu essen“, sagt Geschäftsführer Klaus Gasser, der trotz allgemein getrübter Marktaussichten für die Obstwirtschaft optimistisch in das neue Geschäftsjahr von VOG Products blickt.

Den eigenen Hof neu erfunden

Auf Einladung der Raiffeisenkasse Bozen schilderten drei Kreditnehmer von Ethical Banking ihre kreativen und zukunftsweisenden Geschäftsideen.

150 Mitglieder der Raiffeisenkasse lauschten in der Gärtnerei Schullian in Bozen den Schilderungen von Michael Oberhollenzer (Moserhof, Steinhaus), Stefan Gruber („Alpe Pragas“) und Alexander Agethle vom Englhof in Schleis. Sie haben Förderkredite von Ethical Banking beansprucht und zeigten, in welche Projekte sie die Spargelder der Bankkunden konkret investiert haben.

Innovative Ideen

Alle drei haben den elterlichen Hof übernommen und innovative Projekte umgesetzt. Michael Oberhollenzer setzte u. a. auf die Schafzucht. Im eigenen

Hofladen bietet er eine bunte Palette von BiolandSpezialitäten an, typisch etwa der Ahrntaler Graukäse und Lammfleisch. Die moderne, in die Landschaft gepasste Struktur bietet zudem ein ideales Ambiente für Hochzeiten, Präsentationen und Veranstaltungen. Mit Ethical Banking setzte er die Idee um, bäuerliche Produkte im Rahmen von Genussrechten einzutauschen. Stefan Gruber hat aus dem elterlichen Viehbauernhof ein Unternehmen gemacht, das heute u. a. Marmeladen, Fruchtaufstriche, Chutneys und andere Spezialitäten in alle Welt vermarktet. Alexander Agethle vom Englhof in Schleis widmet sich seit zwölf Jahren der biologischen Käseherstellung. Mit Ethical Banking hat er die Idee des Käsevorverkaufs mit den Käsegutscheinen „Englhörner“ erfolgreich umgesetzt.

Nutzen statt Gewinn

Bei Ethical Banking handelt es sich um ein Geschäftsfeld, das mittlerweile von 22 der 47 Südtiroler Raiffeisenkassen gepflegt wird. „Dabei geht es um Nutzen- statt um Gewinnmaximierung“, sagte Roland Furgler, Verantwortlicher für Ethical Banking. Sparer, die Geld in eine ethische Sparform investieren, wissen genau, wofür ihr Geld verwendet wird. Kurzfilme der Projekte gibt es auf youtube und www.ethicalbanking.it.

Obmann Franz Varesco und Geschäftsführer Klaus Gasser mit dem Führungsteam von VOG Products.
Roland Furgler (Verantwortlicher Ethical Banking), Stefan Gruber, Michael Oberhollenzer, Alexander Agethle.

„Mehr als nur Zahlen in der Bilanz“

Andreas Pangl ist seit 1. Oktober neuer Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV). Er folgt auf Ferdinand Maier, der nach 20 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand tritt.

Herr Pangl, welche Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Andreas Pangl: Zentraler Schwerpunkt wird die Vermarktung der Genossenschaft als attraktive Unternehmensform sein. Dafür haben wir im ÖRV eine neue Stabstelle geschaffen. Denn Genossenschaft ist mehr als nur Zahlen in der Bilanz, sie stehen für nachhaltiges Wirtschaften mit regionalem Fokus. Die Genossenschaft soll für neue Geschäftsideen interessant werden.

Welche Bedeutung messen Sie der Weiterbildung bei?

Das ist ein zweiter Schwerpunkt. Mit dem Raiffeisen Campus sind wir hervorragend aufgestellt. Die neue Funktionärsausbildung entwickelt sich erfreulich. Wir müssen uns

Einigung

aber um mehr Frauen im Funktionärskreis bemühen.

Gibt es noch einen weiteren besonderen Schwerpunkt, den Sie setzen wollen?

Als dritten Schwerpunkt nenne ich die Kommunikation. Jedes einzelne RaiffeisenUnternehmen leistet einen wichtigen Beitrag für dieses Land. Diesen wollen wir noch stärker dokumentieren. Nicht zuletzt muss der ÖRV seine Leistungen besser an die Mitglieder kommunizieren.

Wie sehen Sie die Zukunft der Genossenschaften in der Landwirtschaft?

Es hat gute Gründe, warum Genossenschaften in der Landwirtschaft so erfolgreich sind: Sie agieren vor Ort, arbeiten für die Landwir-

Andreas Pangl, neuer Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV).

te und werden von Landwirten getragen. Um erfolgreich zu sein, ist es wichtig, die Genossenschaften stets modernen Entwicklungen anzupassen. Die Genossenschaften auf diesem Weg zu unterstützen, sehe ich als Aufgabe des Raiffeisenverbandes.

über Projektarbeit erzielt

Ende September wurde in Bozen ein Landesabkommen für die Beschäftigung von Mitarbeitern bei Genossenschaften und Organisationen unterzeichnet, die im Bereich der Fortbildung und Kultur tätig sind.

In Südtirol nehmen Genossenschaften und nicht gewinnorientierte private Organisationen eine strategische Rolle in der Kultur und Fortbildung ein. Viele Lehrpersonen, Künstler und Animateure werden als mitarbeitendes Mitglied oder Mitarbeiter beschäftigt. Gesetzliche Änderungen in der Projektarbeit haben die Beschäftigung von Referenten bei Weiterbildungen erschwert und Rechtsunsicherheit für die Weiterbildungsorganisationen gebracht. Der Kultur- und Fortbildungssektor ist durch eine saisonbedingte Tätigkeit gekennzeichnet. Das bringt es mit sich, dass die Genossenschaften und Organisationen oft auf Projektarbeit zurückgreifen müssen.

Koordinierte Projektarbeit

Nun haben die Genossenschaftsverbände Legacoopbund, Raiffeisenverband und Confcooperative Bozen mit den Gewerkschaften ASGB, SGBCISL und UIL SGK ein Landesabkommen über die koordinierte und fortwäh-

Vertreter der Genossenschaftsverbände und Gewerkschaften unterzeichneten ein Abkommen für die fortwährende Projektarbeit von Kulturgenossenschaften.

rende Projektarbeit unterzeichnet. Damit wird eine Beschäftigung mit Projektarbeit für Ausund Weiterbildungstätigkeit in den Genossenschaften wieder ermöglicht. Das Abkommen erleichtert die Arbeit der Kulturgenossenschaften. Das Fornero-

Gesetz hatte die Anwendung der Projektarbeitsverträge stark beschränkt. Das Landesabkommen wird nun den Anforderungen und Eigenheiten des heimischen Arbeitsmarktes bestens begegnen, hieß es bei der Unterzeichnung.

sommercamps

Sinnvolle Freizeitgestaltung

Die Sommercamps für Kinder und Jugendliche im Bildungshaus Kloster Neustift haben eine lange Tradition. Von Juli bis September boten wieder eine Vielzahl diverser Camps über 200 Kindern und Jugendlichen Spaß, Lernen und Natur. Egal ob Computer oder Sprachen, Natur oder Kunst –jede Woche setzte einen besonderen Akzent und bescherte den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitgestaltung.

Die Sommercamps im Bildungshaus Kloster Neustift wurden von GoCard der Südtiroler Raiffeisenkassen und von Raiffeisen OnLine unterstützt. Bei einer kleinen Führung begleiteten Bildungshaus-Direktor Andreas Wild und sein Team eine Raiffeisendelegation durch die verschiedenen Camps.

Vertreter des Bildungshauses Neustift und von Raiffeisen.

Raiffeisenkasse Bruneck ist top

Ende September wurden in Baden bei Wien die victor Awards vergeben. Unter den Gewinnern sind die Raiffeisenkassen Bruneck und Eisacktal.

Führungskräfte der Raiffeisenkasse Bruneck bei der victor-Preisverleihung mit Vertretern von "emotionbanking".

Die Raiffeisenkasse Bruneck wurde im Rahmen der Internationalen victor Awards zur „Bank des Jahres 2014“ gekürt. Zudem wurde die Raiffeisenkasse bereits zum zweiten Mal mit dem victor in der Kategorie „Strategie“ ausgezeichnet. Nach den Siegen in den Kategorien Strategie (2012) und Dynamik (2010) holte sie sich heuer den Gesamtsieg. Eine Auszeichnung, welche Geschäftsführer Anton Josef Kosta bei der victor-Gala mit Stolz entgegennahm: "Die Rückkehr zu den Wurzeln als Genossenschaftsbank zahlt sich aus".

Raiffeisen Weiterbildungskurse

Raiffeisenkasse Eisacktal „dynamisch“

In der Kategorie „Dynamik“ holte sich die Raiffeisenkasse Eisacktal den Sieg. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den zahlreichen Projekten der Raiffeisenkasse, mit denen es gelungen ist, interne und externe Werte zu steigern.

Die victor-Auszeichnung wird jährlich unter 100 teilnehmenden Sparkassen, Volksbanken und Raiffeisenkassen vom Beratungsunternehmen emotionbanking verliehen.

kursangebot termin ort

Motivation als Führungsaufgabe - wie Sie die Leistung Ihrer Mitarbeiter steigern 20.-21.10.2014 Parkhotel Werth/Bozen

Praxisworkshop Datenschutz und Bankgeheimnis

Jährliche Weiterbildung B+Modul

21.10.2014 09:00-12:30 Uhr Hotel Eberle/Bozen

1. Tag: 21.10.2014

2. Tag: 23.10.2014

Bildungshaus Lichtenburg/Nals

Steuerrecht für die Kundenberatung Praxis-Know-How für steuerliche Fragen 22.10.2014 14:30 - 17:30 Uhr RVS Raiffeisensaal

Teamarbeit neu - Vernetzt Probleme lösen

Ausbildung Sicherheitsbeauftragte, A–Modul

Excel 2010 - Workshop Controlling

Grundbuch und Kataster in Openkat

Compliance Steuern

Schritt für Schritt zum guten Text im Beruf (34002-2)

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84

27.-28.10.2014

28.-29.10.2014 und 04.-05.11.2014

Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

Bildungshaus Lichtenburg/Nals

28.10.2014 RIS Schulungsraum

29.10.2014

Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

30.10.2014 Hotel Eberle/Bozen

30.10.2014 Hotel Eberle/Bozen

Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Thomas Hanni, Ingeborg Stubenruß (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

Foto
oben: Christian Husar

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