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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Der Abbau von weißem Marmor in Laas stellt für das Dorf eine besondere Attraktion und Werbeeffekt dar. Auch die Lok, die wie am ersten Tag einwandfrei funktioniert.

Das weiße Gold von Laas

Der Laaser Marmor ist weltweit bekannt und einzigartig in seiner Güte. Der Grad der Bekanntheit steigt – dies auch dank der Genossenschaft Marmor Plus.

„Wir möchten den Marmor und damit unser Dorf aufwerten und bekannter machen“, sagt Elmar Schwienbacher, Vizeobmann und einer der treibenden Köpfe der Genossenschaft Marmor Plus, die im Juli vor drei Jahren in Laas gegründet wurde. Ihr Zweck ist bereits im Titel festgeschrieben: „Genossenschaft zur Steigerung der Wertschöpfung aus dem Laaser Marmor.“

So organisiert die Genossenschaft, die von Wirtschaftstreibenden im Dorf getragen wird, u. a. das Fest „Marmor und Marille“, die Marmorfesttafel an der Bergstation der alten Seilbahn am Eingang des Weißwasserbruches, das Symposion mit international renommier-

ten Künstlern zum Thema Marmor und das Barbarafest am 4. Dezember. Dazu gehören aber auch Führungen, die in den Sommermonaten von sechs Freiwilligen angeboten werden. „Wir starten vom Bahnhof in Laas, besichtigen das Marmorwerk, wo wir die Steinmetze bei der Arbeit sehen und enden vor der Dorfkirche, deren Apsis aus Laaser Marmor besteht“, sagt Fremdenführerin Katrin Burgo.

Die Genossenschaft verfolgt ein ehrgeiziges Ziel. Sie will ein eigenes Besucherzentrum vor den Toren des Marmorwerkes nahe dem Zugbahnhof bauen. Hier sollen Interessierte alles Wissenswerte rund um das weiße Gold

der Berge erfahren. Gefördert von der Gemeinde Laas, der Südtiroler Landesregierung und vor allem von der Europäischen Union, die im Rahmen des Interreg IV – Programms dafür bereits 360.000 Euro zugesichert hat. Da aber die Gesamtfinanzierung noch nicht gesichert ist, ist das gesamte Projekt ins Stocken geraten, gibt ein etwas ungeduldiger Vizeobmann zu.

Indes stoßen die angebotenen Führungen auf immer breiteres Interesse. Vor allem die Besichtigung des Werkes ist beliebt. Dort arbeiten derzeit mehr als 80 Angestellte. Die Auftragslage ist sehr gut. In New York wird eine neue U-Bahn-Station mit Laaser Marmor

kellerei eisacktal

Neueröffnung des Wineshops

Weine in angenehmem Ambiente genießen

Mit der Fertigstellung des neuen „Wineshop“ wurde die letzte Etappe der Umbauarbeiten an der Eisacktaler Kellerei in Klausen abgeschlossen. Unter Leitung von Architekten Markus Scherer wurde ein moderner und besonders attraktiver Shop realisiert. Bei diesem Vorhaben wurde besonders Wert darauf gelegt, dass der Kunde in einem raffinierten und angenehmen Ambiente die Eisacktaler Weine verkosten und kennenlernen kann. Der Wineshop ist direkt mit dem kleinen historischen Parcours verbunden, sodass das Einkaufen zu einem richtigen Erlebnis wird.

ausgestaltet. Noch vor der Eröffnung in zwei Jahren konnte sich das Laaser Werk Folgeaufträge in der Millionenstadt sichern. Viele Sehenswürdigkeiten in aller Welt wie die Statue der Pallas Athene vor dem österreichischen Parlament oder 86.000 Grabstellen in den amerikanischen Soldatenfriedhöfen sind aus Laaser Marmor gestaltet worden.

Seit Jahrhunderten wird am Laaser Nörderberg Marmor abgebaut. Die vor über 80 Jahren erbaute Marmorbahn, die die Blöcke vom Berg bis ins Werk transportiert, funktioniert noch ohne je Ersatzteile benötigt zu haben. Deshalb das Bestreben der Betreiber die technische Meisterleistung in das Weltkulturerbe eintragen zu lassen, um somit neben der ökologischen Unterschutzstellung auch eine kulturelle Besonderheit vorzeigen zu können.

Günstiger Strom aus

Wasserkraft

1973 wurde die Elektrogenossenschaft Gomion gegründet. Heute versorgt sie mehrere Fraktionen mit Strom. Bei der heurigen Vollversammlung wurde Bilanz gezogen und ein neuer Obmann gewählt.

raiffeisen landesbank

Gutes Rating

Die Ratingagentur Moody‘s bewertet die Bonität der Raiffeisen Landesbank mit der Note Baa3 mit stabilem Ausblick. „Diese Bewertung begründet die Ratingagentur mit der sehr guten Qualität der Kredite, die italienweit zu den besten zählt, sowie mit der verstärkten Kapitalkraft und stabilen Rentabilität“, sagt Generaldirektor Zenone Giacomuzzi.

Damit führt die Raiffeisen Landesbank nun – gemeinsam mit drei weiteren Banken - die Rangliste der von Moody›s bewerteten italienischen Banken an.

„Die Zeit ist reif, die Arbeit einem Jüngeren zu überlassen“, sagt Josef Gögele, Bauer vom Murhof, der einen Steinwurf weit vom Betriebssitz der Elektrogenossenschaft in Gomion liegt. Gögele wurde 1973 als einer der Gründungsmitglieder zum ersten und bislang einzigen Obmann der Elektrogenossenschaft Gomion gewählt. Auf der letzten Vollversammlung stellte er sich nicht mehr der Wahl. Zu seinem Nachfolger gewählt wurde Josef Pichler vom Manggerhof. Die Genossenschaft wurde 1973 von 26 Einwohnern zu dem Zweck gegründet eine Mittelspannungsleitung samt zugehörigen Elektrokabinen von St. Leonhard nach Gomion zu bauen und die Stromversorgung zu sichern. Das bis dahin bestehende private Kleinkraftwerk Langwies an der Mündung des Saldernbaches wurde ein Jahr später samt Verteilerlizenz angekauft und 1983 total erneuert. Dies war der Beginn der dauerhaften Elektrifizierung. Bis 1979 traten der Genossenschaft

Der neue Obmann Josef Pichler und der alte Obmann Josef

auch Mitglieder aus den umliegenden Fraktionen Hinteregg, Christl, Breiteben, Glaiten und Schlattach bei.

Ein weiterer Qualitätssprung wurde 1993 gemacht. Unter der Führung von Obmann Gögele wurde in Eigenregie eine neue drei km lange Druckleitung verlegt und mit dem Bau des Kraftwerkes Gomion begonnen. 2005 schließlich wurde der Betriebssitz in das neue Bürogebäude verlegt, in dem heute auch eine Lager- und Fahrzeughalle sowie eine Werkstatt untergebracht sind.

Das eigene Verteilernetz wurde in den letzten Zehn Jahren komplett unterirdisch verlegt.

„Das E-Werk ist heute aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken“, sagt der neue Obmann Josef Pichler. Die Genossenschaft zählt derzeit 140 Mitglieder, die günstigen Strom aus Wasserkraft und verschiedene Dienstleitungen wie Schneeräumung und Betreuung der Zufahrtswege beziehen.

Gögele der Elektrogenossenschaft Gomion
Elmar Schwienbacher, Vizeobmann der Genossenschaft Marmor Plus
Die moderne PeltonTurbine im Kleinkraftwerk Langwies produziert Strom Tag und Nacht.

Das Fernwärmenetz erweitern

Eine Delegation des SEV traf Mitte Juli in Rom mit der Unterstaatssekretärin im Umweltministerium, Silvia Velo zusammen. Dabei ging es um die strategische Ausrichtung der italienischen Energiepolitik.

Mitte Juli trafen eine Delegation des Südtiroler Energieverbandes (SEV) und Südtiroler Politiker im Umweltministerium in Rom mit der Unterstaatssekretärin Silvia Velo zu einem ausführlichen und kollegial geführten Meinungsaustausch zusammen. Zentrale Punkte der Tagesordnung waren der weitere Ausbau und die Förderung einer nachhaltigen Versorgung Italiens mit Fernwärme. Die SEVDelegation setzte sich für die Ausweitung der Fernwärmeversorgung, steuerliche Anreize und eine entsprechende Rahmengesetzgebung ein. Erklärtes Ziel ist es, in über 800 Gemeinden in nord- und mittelitalienischen Berggebieten fossile Brennstoffe durch umweltfreundlich produzierte Wärme zu ersetzen und dabei die vor Ort verfügbaren Energieträger zu nutzen. Silvia Velo versprach sich des Anliegens anzunehmen.

Anwesend waren u. a. SEV-Präsident Hanspeter Fuchs, SEV-Vizepräsident Georg Wunderer, SEV-Geschäftsführer Rudi Rienzner,

G. Wunderer (Vizepräs. SEV), R. Rienzner (Geschäftsführer SEV), M. Atelli (technischer Dir. Umweltministerium), A. Plangger (SVP Abgeordneter), Silvia Velo (Unterstaatssekretärin Umweltministerium), H. Fuchs (Präs. SEV), W. Righini (Präs. FIPER)

Albrecht Plangger und Walter Righini, Präsident der italienischen Vereinigung der Produzenten erneuerbarer Energie (Federazione

italiana produttori di energia da fonti rinovabili - FIPER). Der Verband vertritt in Italien 86 Biomasse-Fernheizwerke.

„Gemeinsames Marketing aufbauen!“

Georg Höller, Obmann der Kellerei Terlan, wurde Ende April zum neuen Obmann des Kellereiverbandes gewählt.

Auf der Vollversammlung des Kellereiverbandes, dem alle Kellereigenossenschaften angehören, ist Georg Höller zum Nachfolger von

Georg Höller aus Terlan wurde bei der Vollversammlung zum Obmann des Kellereiverbandes gewählt.

Anton Zublassing, Obmann der Kellerei St. Michael-Eppan, gewählt worden. Dabei hat er sich klare Ziele gesteckt, die er auch umsetzen will.

Herr Höller, welche Themen stehen an?

Georg Höller: Wie in jeder Genossenschaft, so vertritt der Obmann die Genossenschaft nach außen und nach innen. Seine Aufgabe ist es, die Bedürfnisse der Mitglieder zu erkennen und die Beschlüsse der Mitglieder und des Verwaltungsrates umzusetzen. Wir müssen gemeinsam weltweit stärker auftreten und dies auch dem Konsortium Südtiroler Wein weitertragen.

Was heißt das konkret? Möchten Sie, dass mehr Südtiroler Wein exportiert wird?

Ja, wir möchten weltweit stärker auftreten und neue Märkte erschließen. Die Kellereige-

nossenschaften zusammen produzieren etwa 70 Prozent des Weines in Südtirol. Das heißt wir haben die Voraussetzungen dafür. Wir möchten aber auch gemeinsam mit den anderen Weinbauverbänden, den Weingütern und den Freien Weinbauern, ein gemeinsames Marketingkonzept erarbeiten.

Ist das realistisch, wenn man weiß, dass es ja unterschiedliche Interessen gibt?

Ja, das ist realistisch. Wir sagen nicht, wir Kellereien sind die besseren, wir haben alle Stärken und Schwächen. Denn: Je weiter man von Südtirol weg ist, desto weniger interessiert jemandem, ob der Wein von einem Genossenschaftsbetrieb oder von einem freien Weinbauernbetrieb stammt. Wichtig ist die professionelle Arbeitsweise, gute Weine mit einem guten Preis. Das können wir nur gemeinsam mit dem Konsortium Südtiroler Wein schaffen.

buchtipp

Die Raiffeisenbanken im Alpenraum

Eine lesenswerte Dissertation in Buchform erschienen

Die genossenschaftliche Bankengruppe zeigt sich in der Finanzund Wirtschaftskrise ausgesprochen krisenfest. Wodurch zeichnet sich das Geschäftsmodell aus? Die Dissertation von Christine H. Neese, die als Buchform im TectumVerlag Marburg erschienen ist, untersucht die praktizierten Leitbilder der Raiffeisen-Bankenorganisation in der Schweiz, Österreich und Südtirol und zeigt Perspektiven auf zur Stärkung derselben. Mehr dazu unter: www. tectum-verlag.de

Blumenkohl wird geerntet

Die Ernte des Sommerblumenkohls mit dem Qualitätszeichen Südtirol hat in diesem Jahr wegen des kühlen Wetters mit Verspätung begonnen.

Blumenkohl mit dem Qualitätszeichen Südtirol wird vorwiegend im Vinschgau angebaut und vom Verband der Vinschgauer Obst- und Gemüseproduzenten VI.P vermarktet. Die an die VI.P angeschlossenen Obst- und Gemüsegenossenschaften ALPE und OVEG in Laas sind Marktführer in Italien. „Die Markenbezeichnung ‚Vinschgau‘ und das Qualitätszeichen Südtirol haben sich mittlerweile gut am Markt etabliert und stehen für eine sehr hohe Qualität“, bestätigt Reinhard Ladurner, Verkaufsleiter Gemüse bei der VI.P.

Rund 400 Familienbetriebe produzieren jährlich etwa 10.000 Tonnen Gemüse mit dem Qualitätszeichen Südtirol, davon sind 2600 Blumenkohl. Neben dem Blumenkohl zählen auch Kartoffeln (ca. 6000 t), Weißkohl (ca. 500 t), Radicchio (ca. 400 t), Eisbergsalat (ca. 350 t), Sauerkraut (ca. 300 t) sowie Rüben- und Blaukraut (ca. 10 t) und Spargel (7t) dazu. Gemüse mit dem Qualitätszeichen Südtirol stammt aus dem Vinschgau, Passeiertal, Martelltal, Eisacktal, Pustertal, Etschtal, vom Ritten und vom Deutschnonsberg. Die Anbaugebiete liegen auf etwa

800 bis 1700 Meter Seehöhe. Der Blumenkohl wird über traditionelle Großmärkte und den modernen Lebensmitteleinzelhandel vertrieben. Hauptabsatzmarkt ist neben Südtirol vor allem der Veneto, die Lombardei, aber auch in Kampanien und Sizilien ist der Blumenkohl mit dem Qualitätszeichen Südtirol erhältlich.

Kollektivvertrag erneuert

Vorausgegangen waren intensive Verhandlungen der Sozialpartner. Am Ende ist ein für alle gangbarer Kompromiss heraus gekommen.

Die Vertreter der Arbeitgeber (RVS, VOG, VI.P und Fruchtverband) sowie der Gewerkschaften (ASGB, FLAI AGB/CGIL, FAI SGB/CISL und UILA/UIL-SGK) haben Mitte Juni die Erneuerung des Landeskollektivvertrages für die Beschäftigten der Obstmagazine Südtirols unterzeichnet. „Wir sind nach den intensiven Verhandlungen mit dem ausgewogenen Ergebnis zufrieden, welches trotz aktueller wirtschaftlicher Lage abgeschlossen werden konnte“, sagt Christian Tanner, Vizedirektor des Raiffeisenverbandes. Demnach wird der Grundlohn rückwirkend ab 1. Jänner 2014 um 2,1 Prozentpunkte und ab 1. Jänner 2015 um weitere 2,1 Prozentpunkte erhöht. Zudem wurden auch die Beträge der Produktivitätsprämie sowie ab 2015 die Beiträge für den wechselseitigen Krankenbeistand angepasst.

Die Erhöhung ab 1. Jänner 2014 kommt für alle Arbeitnehmer zur Anwendung, die sich bereits im Monat April 2014 in einem Arbeitsverhältnis befanden. Dies bedeutet, dass allen Arbeitnehmern, die ihr Arbeitsverhältnis zwischen April und Mai 2014 beendet haben, die Nachzahlung der Lohnerhöhung ab 2014 anteilmäßig zusteht.

Wichtige Neuerungen wurden auch in Bezug auf die wechselseitige Krankenabsicherung „Cesare Pozzo“ eingeführt. Alle dort eingeschriebenen Personen gehen auf die lokale Einrichtung „Mutual Help“ über. Die aktuellen Leistungen und Beiträge für das Jahr 2014 bleiben unverändert. Ab 2015 werden die Beiträge von 300 € auf 324 € angehoben. Damit kommt es auch zu einer Verbesserung des Leistungspaketes.

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84

Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

Südtiroler Blumenkohl wird bis Sizilien vermarktet.

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