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RM8 vom 26.04.2013

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Raiffeisen Mitteilungen

Ab dem 13. Dezember 2014 tritt die neue EU-Verordnung zum besseren Schutz der Konsumenten in Kraft.

Der Mensch ist, was er isst!

Das Europäische Parlament hat neue Auflagen zum Schutz der Konsumenten erlassen, die im kommenden Jahr greifen. Nicht nur die landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften, auch der einzelne Bauer, die Bäuerin müssen sich auf Veränderungen einstellen.

Allzu oft werden Konsumenten durch unklare Hinweise oder irreführende Bezeichnungen von Lebensmittelproduzenten hinters Licht geführt. Nun hat sich das Europäische Parlament auf eine Verordnung geeinigt, die einige Neuerungen beinhaltet. Zu diesem Thema veranstaltete die Handelskammer Bozen eine Fachtagung, bei der EU-Parlamentarierin Renate Sommer Rede und Antwort stand.

Inhaltsstoffe angeben

Ab dem 13. Dezember 2014 werden Unternehmen, die im Lebensmittelsektor tätig sind, verpflichtet, die neue EU-Verordnung zur

Information der Endverbraucher/innen anzuwenden. Diese sieht u. a. vor, dass auf den Verpackungen in einer Tabelle genaue Angaben über Inhaltsstoffe wie Zucker, Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett und Salz aufscheinen müssen. Das betrifft nicht nur Produkte, die in den landwirtschaftlichen Genossenschaften produziert werden, sondern auch jene der einzelnen Bauern. „Es ist uns gelungen einige Ausnahmeregelungen für die Berggebiete zu erreichen, dennoch sind auch bäuerliche Erzeugnisse von dieser Verordnung betroffen. Selbst gemachte Marmeladen, zum Beispiel, müssen genaue Angaben über deren Inhaltsstoffe auf dem Etikett aufweisen“, sagt EU-

Abgeordneter Herbert Dorfmann. Von der Verordnung ausgenommen sind verarbeitete Fleischprodukte. Hier ist es laut Renate Sommer aufgrund der herrschenden Marktordnung schier unmöglich die Herkunftsbezeichnung zu eruieren, da Firmen nahezu täglich ihre Anbieter wechseln.

Allergene kennzeichnen

Neben der Kennzeichnung der Hauptallergene in verpackter Ware wird nun auch eine obligatorische Information über potenzielle Allergene in lose abgegebenen Lebensmitteln verpflichtend vorgeschrieben. Das

weinwirtschaft

Mehr Wein exportiert

Südtirols Kellereigenossenschaften verkaufen wieder mehr Wein ins Ausland. Das geht aus der jüngst erschienenen Weinstatistik des Raiffeisenverbandes für das Geschäftsjahr 2011/2012 hervor. Der Export an Weinen hat eine leichte Zunahme von 2,0% erfahren; der Anteil an den Gesamtverkäufen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf 20,2%. Die Verkaufsentwicklung war um 1,7% rückläufig; die Umsätze konnten allerdings um 3,4% auf 124,0 Mio. € erhöht werden. Dies ist vor allem auf die höheren Bruttoverkaufserlöse pro verkauften Liter Wein zurückzuführen, welche im Geschäftsjahr 2011/12 um 5,2% zugenommen haben.

Der Export an Südtiroler Weinen hat um 2% zugenommen. Im Bild der Gemeinschaftsstand auf der Vinitaly.

bedeutet konkret, dass zum Beispiel in Bäckereien oder Restaurants, aber auch am Bauernmarkt Lebensmittel mit den häufigsten Auslösern von Lebensmittel-Unverträglichkeiten gekennzeichnet werden müssen, wenn sie als Zutat in einem Produkt vorkommen. Zu den Allergenen gehören u. a. glutenhaltiges Getreide wie Weizen oder Roggen, aber auch Eier, Milch, Fisch und Sellerie. „Die Südtiroler Bäuerin kann aber weiterhin ihre Produkte auf dem Bauernmarkt lose vertreiben“, versichert EU-Parlamentarierin Renate Sommer, federführend bei der Erstellung des Gesetzestextes. Milchhöfe aber werden die Etikettierungen auf sämtliche Produkte neu gestalten müssen, was mit Mehrkosten verbunden ist.

EU-Abgeordnete Renate Sommer: „Der Binnenmarkt ist keine Spielwiese für Lebensmittelkonzerne.“

Rechts: Thomas Mathà, Direktor Abt. Europa

Südtiroler Rindfleisch mit Qualität

Seit einem Jahr wird regionales Rindfleisch mit dem Qualitätszeichen Südtirol vermarktet. Bereits jetzt ein Erfolg. Denn die Zahl der beteiligten Bauern ist in kürzester Zeit exponentiell gestiegen.

Vor einem Jahr waren es 130, inzwischen nehmen 190 Bauern an dem Qualitätsprogramm zur Produktion von Südtiroler Rindfleisch teil. Auch die Zahl der Rinder ist von 260 auf 380 im Jahr gestiegen, was durchschnittlich zwei Rinder pro Betrieb bedeutet. „Mit steigender Nachfrage nach Rindfleisch von geprüfter Qualität und garantierter Herkunft besteht eindeutiger Bedarf, das Angebot entsprechend zu erhöhen um eine ganzjährige Verfügbarkeit des Produkts zu garantieren“, betont Hansjörg Prast, Direktor der Export Organisation Südtirol (EOS) der Handelskammer Bozen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Denn es fehlt die Masse. Zudem sind die Auflagen, um das Qualitätszeichen Südtirol zu erhalten, sehr hoch: Alle Tiere müssen in Südtirol geboren, gemästet und geschlachtet werden. Für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit sorgen strenge

Qualitätskontrollen entlang der gesamten Produktionskette. Unabhängige und zertifizierte Kontrollstellen gewährleisten, dass keine genetisch veränderten Futtermittel, Hormone und Antibiotika verabreicht werden. Sichergestellt ist auch, dass die Tiere sich mindestens 60 Tage frei bewegen und dass die Schlachtung im nächstgelegenen Schlachthof vorgenommen wird, damit Stress für die Tiere verringert wird.

Auf der diesjährigen Messe Tipworld, die Mitte April in Bruneck durchgeführt wurde, konnten regionale Rindfleischprodukte wie das Bio Beef und Laugenrind verkostet werden. Erstmals haben die Metzgereien Mair in Olang und Steiner in Niederrasen ihre Produkte präsentiert, zwei von elf Metzgereien in Südtirol, die dieses Rindfleisch verkaufen und frei Haus anbieten.

Köstliches Südtiroler Rindfleisch aus geprüfter Qualität und gesicherter Herkunft

Foto
unten,
Quelle:
EOS/F.
Blickle

„Mehr Frische und Geschmack im Apfel gefragt“

Sepp Wielander, Direktor der Vinschgauer Obstproduzenten (VI.P), zieht Halbjahresbilanz über das laufende Geschäftsjahr.

Der Verband der Vinschgauer Produzenten für Obst und Gemüse vertritt sieben Genossenschaften mit insgesamt 1.750 Einzelmitgliedern. Der Verkauf von ausschließlich im Vinschgau erzeugten Produkten wird durch die traditionelle Herkunftsmarke garantiert.

Herr Wielander, wie läuft der Verkauf der Äpfel?

Sepp Wielander: Der Verkauf der Vinschgauer Obstsorten ist zufriedenstellend. Wir haben am 30. März programmgemäß die Hälfte der Ernte verkauft. Nachdem wir im vergangenen Jahr 20 Prozent weniger produziert haben, gehen wir davon aus, dass heuer bereits Ende August, also ein Monat früher als normal, die Lagerhallen leer sind.

Sepp Wielander, Direktor der Vinschgauer Obstproduzenten (VI. P), sieht keinen großen Negativtrend im Obstsektor.

Kein Nachteil für die Kunden?

Nein, aufgrund des unausgewogenen Behanges der Ernte 2012 und der somit anzunehmenden geringeren Haltbarkeit der Äpfel ist es vernünftig, wenn man eine Saison abschließt.

Sind Sie mit der Preisentwicklung zufrieden?

Wir sind recht zufrieden. Freudensprünge können wir allerdings keine machen. Für eine endgültige Bilanz ist es eindeutig zu früh. Wir haben noch den ganzen Sommer vor uns und da kann noch viel passieren. Aber gerade in Anbetracht der gesamten wirtschaftlichen Lage können wir zufrieden sein.

Welcher ist der Hauptexportmarkt für Vinschgauer Äpfel?

Heuer ist es Spanien, weil das Nachbarland Frankreich aufgrund der geringen Ernte eine Lücke hinterlassen hat, die wir nun schließen können.

Ist der Italienkonsum rückläufig wie im Weinsektor?

Über die großen Handelsketten können wir keinen allzu großen Negativtrend erkennen, bei den ambulanten Handel und Wochenmärkten sehr wohl. Insgesamt hält sich der Rückgang somit noch in Grenzen.

Welche Sorte befindet sich im Trend?

Die doppelfarbigen Sorten sind mehr gefragt. Mehr Frische, mehr Geschmack und mehr Erlebnis sind die Schlagworte, die ziehen. Besonders beliebt sind neben den verschiedenen Clubsorten Gala und Pinova.

Was bedeutet der verspätete Frühling für die Ernte?

Wir werden wohl etwas später ernten und somit eher kleinere Früchte bekommen, da einige Tage zur Reife fehlen, dies vor allem in den höheren Lagen. Ich sehe aber keinen Grund zur Beunruhigung, da ein guter Sommer bzw. idealer Herbst ohne Weiteres die verlorenen Tage wieder aufzuholen im Stande ist, wie die Vergangenheit uns schon oft gezeigt hat.

interview: stefan nicolini

photovoltaik

Steuerabzug bis zu 50 Prozent

Photovoltaikanlagen wandeln Lichtenergie mittels Solarzellen in elektrische Energie um.

Die Agentur der Einnahmen hat kürzlich mit einem Entscheid bestätigt, dass für die Errichtung von Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 20 kW auf Wohngebäuden der Steuerabzug für Wiedergewinnungsarbeiten Art. 16-bis des Einheitstextes beansprucht werden kann. Dieser Steuerabzug wurde ab Ende Juni 2012 von 36% auf 50% erhöht und kann auf einen Höchstbetrag von 96.000 Euro angewandt werden. Photovoltaikanlagen erfreuen sich als Stromlieferanten für Haushalte wachsender Beliebtheit. Der Steuerabzug ist allerdings nicht mit der staatlichen Förderung (tariffe incentivanti) kumulierbar.

Sterzing baut Marktposition aus

Auf der Ordentlichen Vollversammlung der Genossenschaft Milchhof Sterzing im Stadttheater gab es durchwegs frohe Gesichter. Die Bilanzzahlen gaben den Ausschlag dafür.

Gruppenbild mit den Ehrengästen und Milchprämierten im Stadttheater Sterzing

Mit großer Genugtuung konnte Geschäftsführer Günther Seidner die Bilanz des Milchhofes Sterzing den anwesenden Mitgliedern präsentieren. Auch für das Jahr 2012 konnte der Milchhof ein gutes Geschäftsergebnis erzielen. Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage ist es dem Milchhof Sterzing gelungen, seine Marktposition etwas zu verbessern und den Umsatz auf über 70 Mio € zu steigern. Auch der Auszahlungspreis an die Mitglieder konnte 2012 geringfügig angehoben werden und bewegt sich derzeit leicht über dem Landesdurchschnitt von 0,50 Euro pro Kg (inkl. Mwst.). Leider mussten die Mitgliedsbetriebe unter anderem durch den Anstieg der Kraftfutter- und der Treib-

Raiffeisen Weiterbildungskurse

stoffpreise im vergangenen Jahr schmerzhafte Kostensteigerungen hinnehmen. Nach den Grußworten der Ehrengäste folgte der Vortrag des Gastredners Leo Tiefenthaler, Obmann des Südtiroler Bauernbundes, der über die Zukunftsperspektiven und Herausforderungen der kommenden Jahre referierte.

Anschließend wurden zwanzig Mitglieder mit der besten Milchqualität des Jahres 2012 von Joachim Reinalter (Bergmilch Südtirol), Annemarie Kaser (Dir. Sennereiverband) und von Adalbert Braunhofer (Obmann Milchhof Sterzing) prämiert. Die beste Milch des Bezirkes stellte wie im Vorjahr Andreas Kinzner vom Peterer-Hof in Pflersch.

Professionelles Verkaufen II für Verkäufer mit einigen Jahren Erfahrung im Verkauf und alle Führungskräfte im Vertrieb

Impulse für Beweglichkeit am Arbeitsplatz –Eine praktische Einführung

Die Führungskraft als Coach

Umgang mit schwierigen Situationen

Krisenmanagement – Krisenerkennung und Begleitung von Unternehmen in der Krise für Firmenkundenbetreuer und Mitarbeiter aus der Kreditabteilung

Sanierung von Hotelbetrieben für Firmenkundenbetreuer und -berater

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08.-09.05.2013

09.05.2013

13.-14.05.2013

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15.05.2013

16.05.2013

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Hotel Eberle/Bozen

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Ansitz Castel Kandelburg/Mühlbach

Hotel Eberle/Bozen

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Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84

Presserechtlich verantwortlich:

zahlungssystem

Sicheres Zahlen im Internet

Ein neues, europaweites Zahlungssystem ermöglicht es jetzt, Einkäufe im Internet zu tätigen, ohne die eigene Bankverbindung oder Kreditkartendaten an Dritte weiterzugeben. Das neue Bezahlsystem MyBank macht es jetzt möglich, Interneteinkäufe direkt über das vertraute Online-Banking-Portal der eigenen Hausbank zu bezahlen. Damit wird ein wichtiger Schritt für ein sicheres Bezahlen im Internet gesetzt. MyBank ist Ende März gestartet und wird in den nächsten Monaten weiter ausgebaut werden.

Online kaufen und dabei keine Kreditkartennummer mehr weitergeben.

Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

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