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RM4 vom 01.03.2013

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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Südtirols Energiebetriebe sollten sich zu einer Plattform zusammenschließen, die vom Südtiroler Energieverband geführt wird.

Dezentrales Energie-Netzwerk

Der Südtiroler Energieverband hat sein Konzept für die heimische Energiewirtschaft vorgelegt. Eine Diskussionsgrundlage für alle Beteiligten – vor allem für die Politik.

Für die Führungsspitze des Südtiroler Energieverbandes, allen voran Präsident Hanspeter Fuchs, ist nach dem Skandal um die landeseigene Energiegesellschaft eines klar: Südtirols Energiewirtschaft braucht eine radikale Neuausrichtung. Während die Politik dabei an eine Energieholding unter Beteiligung aller öffentlichen Player am Strommarkt denkt, schlägt der Südtiroler Energieverband einen anderen Weg vor: ein Landes-Energie-Netzwerk, bei dem alle mitarbeiten aber gleichzeitig eigenständig bleiben können. „Es geht um Zusammenarbeit und nicht um einen Zusammenschluss“, betonte Geschäftsführer Rudi Rienzner auf der Pressekonferenz.

Vielfalt bleibt erhalten

Der Plan fußt auf einem dezentral aufgestellten Landes-Energie-Netzwerk, das alle Beteiligten einbindet: Großkonzessionäre, Stadtwerke, private Energieunternehmen, Energiegenossenschaften, Gemeinden, das Land, die Landesenergiegesellschaft SEL und die Verbraucher. „Die Vielfalt unserer Energielandschaft bleibt dann erhalten“, betonte Geschäftsführer Rienzner. Südtirols Energiebetriebe sollten sich zu einer Plattform zusammenschließen, die vom Südtiroler Energieverband geführt wird. Im Rahmen dieses Netzwerkes könnten gemeinsame Themen, wie Programme zur Energieoptimierung oder

die Entwicklung der Infrastruktur, besprochen werden. Der Plattform soll ein Expertenteam als beratendes Gremium zur Seite stehen. Über eine neue Beteiligungsgesellschaft, die SEVIN AG, könnten sich die lokalen Energiebetriebe zudem an Kraftwerken und Energieverteilern beteiligen. Der SEV würde in diesem Konzept als Interessensvertretung, Kompetenzzentrum und über die SEVIN als Investor eine koordinierende Rolle einnehmen.

Überwachen und steuern

Die öffentliche Hand sieht der Verband nur „in der Rolle des Gesetzgebers und Kontrolleurs und nicht als Akteur“, unterstrich

landwirtschaft

Wertschöpfung steigt

Laut dem Amt für Statistik der Provinz Bozen steigt die Wertschöpfung im Bereich der Landwirtschaft. Die Analyse der Wirtschaftstätigkeiten des Sektors zeigt eine positive Entwicklung sowohl in der Landwirtschaft (+1,1%) als auch in der Forstwirtschaft (+12,7%) auf. Die Landwirtschaft erwirtschaftet den Löwenanteil der Wertschöpfung des gesamten Sektors (94,6%). Die Forstwirtschaft trägt zu 5,3% dazu bei, die Fischerei zu 0,1%. In der Landwirtschaft gewinnen die Nebentätigkeiten zunehmend an Bedeutung. Dazu zählt beispielsweise der Urlaub auf dem Bauernhof, dem 2009 fast 3.000 Betriebe nachgehen, die sich auf die Beherbergung von Gästen und/ oder das Gastgewerbe spezialisiert haben.

Trotz wirtschaftlicher Schwächephase entwickelt sich die Landwirtschaft gut.

Die Spitze des Südtiroler Energieverbandes präsentierte im Raiffeisenhaus in Bozen ihre energiepolitischen Visionen für Südtirol: Vize-Präsident Georg Wunderer, Präsident Hanspeter Fuchs, Geschäftsführer Rudi Rienzner

Rienzner. „Über eine Landesenergie- und Umweltagentur steuert und überwacht die öffentliche Hand gemäß den Vorgaben des Klimaplanes 2050 die Energiewirtschaft“. Der Verband forderte deshalb das Land dazu auf, die Aktienmehrheit an der SEL abzugeben. In puncto Stromverteilung spricht sich der Energieverband gegen den Aufbau eines zentralen Verteilerbetriebes aus und schlägt vielmehr eine „kooperative Führung der Verteilerdienste in vier geographischen Einzugsgebieten“ vor. Daneben

sieht der Plan die Einrichtung eines Landesstromkoordinators vor, der für einheitliche Standards sorgen und zentrale Verwaltungsdienste übernehmen soll, sowie eines „Landestraders“ für den Stromhandel. Ziel dieses Konzeptes ist es, „dass die Energie zu günstigen Preisen bei den Menschen ankommt“, betonte Vizepräsident Wunderer. Denn heutzutage würde die heimische Energie nur über Umwege über die Strombörse wieder zurück nach Südtirol gelangen – was den Preis nach oben treibe.

Pressefreiheit ist das tägliche Brot der Demokratie!

Beim Presseempfang des Raiffeisenverbandes hielt Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung ein viel beachtetes Gastreferat.

Prof. Dr. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung und Leiter der Redaktion Innenpolitik, war Gastreferent beim Presseempfang des Raiffeisenverbandes in Bozen. Heiner Nicolussi-Leck, Obmann des Raiffeisenverbandes, und Generaldirektor Paul Gasser konnten zahlreiche Chefredakteure und Vertreter der heimischen Medien begrüßen. Der ehemalige Richter und Staatsanwalt beleuchtete die Perspektiven der gedruckten sowie der Onlinemedien und hielt ein leuchtendes Plädoyer für Pressefreiheit und Qualitätsjournalismus. „Die Pressefreiheit ist das tägliche Brot der Demokratie“, brachte es Prantl auf den Punkt. Die Pressefreiheit sei ein Wesenselement jedes freien Staates. Sie sei Voraussetzung, damit Demokratie funktioniert. Journalismus sei vor allem eine qualitative Aufgabe und müsse Vertrauen schaffen. Zeitungen seien, genauso wie manche Banken, systemrelevant für den Staat– unabhängig ob Print oder Internet. Prantl warnte vor der Gefahr, dass der Journalismus sich immer mehr verflacht und zu wenig gründlich recherchiert wird. Im Internet sieht er nicht das Ende der gedruckten Zeitung. Journalismus, der mit Leidenschaft ausgeübt wird, brauche das Internet nicht zu fürchten. Der Presseempfang wurde von Reinhilde Gamper, Zithervirtuosin und frisch gebackene Europameisterin im Sportrodeln, musikalisch umrahmt.

der Diskusssionsrunde.

Generaldirektor Paul Gasser, Paulina Schwarz, Heribert Prantl bei

Verhandlungen nicht fertig

Vergangene Woche hielt EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann im Rahmen der Sitzung des landwirtschaftlichen Koordinierungsausschusses der Raiffeisen-Genossenschaften und Verbände einen Vortrag über die Agrarpolitik der EU.

Nach mehrmonatigen Verhandlungen konnten sich die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union am 8. Februar auf eine Budget-Obergrenze von 960 Milliarden Euro einigen. Soviel sieht der europäische Haushalt für den Zeitraum 2014 bis 2020 vor. Zudem wurden auch die Eckpfeiler der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vereinbart. „Das ist nur ein Vorschlag, den das europäische Parlament so nicht zustimmen wird“, betonte Herbert Dorfmann im Raiffeisenhaus. Am Ende wird es auf einen Kompromiss hinauslaufen, der eine flexible Handhabe bei der Vergabe der Gelder aus den verschiedenen Töpfen ermöglicht, meinte Dorfmann.

Insgesamt betrachtet kann aber Südtirols Landwirtschaft mit dem Haushalt zufrieden sein. Das Budget für den ländlichen Entwicklungsplan, der in der 2. Säule steht, sieht eine Aufstockung von 11,2% der Finanzmittel vor. „Dies ist auf das Verhandlungsgeschick von Mario Monti zurückzuführen“, meinte Dorfmann. Auf der anderen Seite betonte Dorfmann, dass die Kriterien der Förderung landwirtschaftlicher Betriebe überdacht werden muss. In den vergangenen Jahren wurden Prämienzahlungen von der Produk-

tion zunehmend entkoppelt, so dass heute Betriebe Prämien für Produkte erhalten, die sie nicht mehr anpflanzen. „Diese Form, die vor allem auf Großbetriebe in den Gunstlagen zutrifft, ist in dieser Form heute nicht mehr gerechtfertigt“, unterstrich Dorfmann. Am Ende des Vortrages dankte Paul Gasser, Generaldirektor des Raiffeisenverbandes, ihm für sein Engagement für die Südtiroler Landwirtschaft auf europäischer Ebene.

Die Gewinner stehen fest!

Mit einem Video hat eine Schülergruppe aus Bruneck den Raiffeisen Teen Contest für sich entschieden. Der von der Klasse 5c der Handelsoberschule Bruneck gestaltete Beitrag mit dem Titel „Raiffeisen - I love it!“ erhielt am meisten Stimmen.

Bei der Preisverleihung wurde den Teen-ContestSiegern im Raiffeisenhaus in Bozen ein Reisegutschein im Wert von 4.000 Euro übergeben, die Zweit- und Drittplatzierten erhielten Reisegutschei-

ne über 3.000 bzw. 2.000 Euro. Entschieden wurde der Wettbewerb durch ein Publikumsvoting. Unter dem Motto „Pimp Your Raiffeisen“ waren Südtirols Schüler und Studenten von 14 bis 20 Jahren aufgerufen, Raiffeisen mit einem Video, Song, Jingle, Gedicht, Logo, Radiospot oder Slogan zu pimpen. 36 Schülergruppen haben sich angemeldet, und ins Rennen um den Hauptpreis wurden 23 äußert kreative Ideen geschickt: 11 Video-Werbespots, 5 Logos, 3 Bildmotive, 2 Gedichte und 2 Songs. Den zweiten Preis bekamen die Schüler Philip Pallua, Damian Foppa und Philipp Cottoni vom Humanistischen Gymnasium Bozen. Den dritten Platz holten sich Claudia Hintner, Elias Stricker und Daniela Hofer von der Landeshotelfachschule Kaiserhof Meran. Weitere Infos auf: www.teencontest.it

internet Neue Raiffeisen App

Ab sofort stellen die Südtiroler Raiffeisenkassen zwei neue Apps mit integrierten Banking-Funktionen bereit: die Raiffeisen-App und die App von „Bank The Future“ für junge Bankkunden zwischen 15 und 25 Jahren. Beide Apps laufen auf Smartphones und Tablet-PCs mit Android- oder iOS-Betriebssystemen. Die beiden Apps ermöglichen es, Dienstleistungen der Raiffeisenkasse rund um die Uhr zu nutzen. Die Raiffeisen-App enthält unter anderem eine mobile Version des beliebten Raiffeisen Online Banking. Mehr unter: www.raiffeisen.it

Raiffeisen Online Banking.

Plakataktion für die neue Raiffeisen-App

Herbert Dorfmann setzt sich im Europäischen Parlament für die Belange der Südtiroler Landwirtschaft ein.
Die Gewinner-Klasse des „Raiffeisen Teen Contest“ mit den Vertretern von Raiffeisen und den Schulämtern.

Eine „Ära“ geht zu Ende

Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der langjährige Leiter der Hauptabteilung Steuerrecht, Herbert Oberkalmsteiner, in den verdienten Ruhestand verabschiedet.

„Eine Ära geht zu Ende“, brachte es Verbandsobmann Heiner Nicolussi-Leck bei der Feier im Bozner Restaurant „Zur Kaiserkron“ auf den Punkt, zu der sich Führungskreis und Vollzugsausschuss des Raiffeisenverbandes eingefunden hatte. NicolussiLeck ließ in seiner Laudatio die berufliche Laufbahn Herbert Oberkalmsteiners Revue passieren. Oberkalmsteiner trat am 4. Februar 1975 in den Verband ein und baute ab 1978 die Steuerabteilung vom Zwei-Mann-Betrieb zur Hauptabteilung mit heute 20 Mitarbeitern aus. Er verstand es stets, seine Mitarbeiter zu motivieren, zu fordern wie zu fördern. Heute bewältigt die Steuerabteilung einen der komplexesten Aufgabenbereiche des Raiffeisenverbandes. „Die Steuerabteilung verliert einen charismatischen und gewieften Chef“, sagte Nicolussi-Leck und überreichte Oberkalmsteiner einen Nachdruck von Luca Paciolis „Abhandlung über die Buchhaltung 1494“, in dem der Franziskanermönch und bekannteste italienische Mathematiker des 15. Jahrhunderts die heute noch gebräuchliche Form der doppelten Buchhaltung darstellt, die als italienische Buchhaltung bekannt war. Generaldirektor Paul Gasser zeichnete ein Bild der vielfältigen Persönlichkeit Oberkalmsteiners und hob ihn als Vorbild für die gesamte Mitarbeiterschaft des Raiffeisenverbandes hervor. Als Zeichen für den neuen Lebensabschnitt überreichte er ein Apfelbäumchen, das im Girlaner Hausgarten Oberkalmsteiners einen gebührenden Platz erhalten soll. „Ich war mit meinen Mitarbeitern

Raiffeisen Weiterbildungskurse

Mit Paciolis „Abhandlung über die Buchhaltung“ in den Ruhestand. Im Bild: Obmann Heiner NicolussiLeck, Herbert Oberkalmsteiner.

stets bemüht, die bestmögliche Arbeit für den Verband und die Mitgliedsgenossenschaften zu leisten, konnte viele Erfolgs- und Glücksmomente erleben, und daher bin ich zu großem Dank verpflichtet, sagte Oberkalmsteiner sichtlich gerührt. Neuer Leiter der Hauptabteilung Steuerrecht ist Markus Fischer, der seit 1995 Mitarbeiter der Steuerabteilung ist.

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Der Businessplan – ein Rechenmodell oder mehr? für Firmenkundenbetreuer und Mitarbeiter der Kreditabteilung

12.03.2013

12.03.2013

13.03.2013

14.03.2013

19.03.2013

20.03.2013

25.03.2013

26.03.2013

banken-rangliste

Dreimal Platz Eins für die Raiffeisenkassen

Die Fachzeitschrift „BancaFinanza“ hat ihre jährliche Klassifizierung der italienischen Bankenlandschaft kürzlich veröffentlicht. Darin schneiden die Südtiroler Raiffeisenkassen mit drei ersten Plätzen gut ab. In der Gruppe der Kleinen Banken („banche piccole“) belegte die Raiffeisenkasse Bruneck den ersten Platz in der Kategorie „Solidität“ und die Raiffeisenkasse Ritten den ersten Platz in der Kategorie „Produktivität“. Was die Rentabilität betrifft, schneidet die Raiffeisenkasse Bozen in dieser Gruppe in der italienweiten Wertung unter den 47 Südtiroler Raiffeisenkassen am besten ab. In der Gruppe der Kleinstbanken („banche minori“) belegte hingegen die Raiffeisenkasse Toblach den ersten Platz in der Kategorie „Solidität“. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Raiffeisenkassen Villnöß und Laas.

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Hotel Eberle/Bozen

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Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84

Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

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