

Raiffeisen Mitteilungen
des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Theaterperformance am Waltherplatz in Bozen: Menschen stämmen einen Kubus, Symbol der Arbeit und Solidarität in der Gemeinschaft und Logo der Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012.
Wir sind Genossenschaft
An der Freien Universität Bozen fand letzte Woche eine Veranstaltung statt, die den Studierenden die Rolle und Bedeutung der Genossenschaften in Südtirol veranschaulichte. Alle vier Genossenschaftsverbände hatten dazu geladen.
Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften erklärt. Zu diesem Anlass organisierten Südtirols Genossenschaftsverbände Raiffeisenverband, Legacoopbund, Confcooperative und Associazione Generale delle Cooperative Italiane (A.G.C.I.) an der Freien Universität Bozen eine Veranstaltung, die sich an die studentische Jugend richtete. Nachdem eine Performance-Gruppe am Waltherplatz aufgetreten war, unterstrich Andrea Zeppa, Direktor der Landesabteilung für Genossenschaften, den sozialen Stellenwert. „Eine Genossenschaft stellt den Menschen in den Vordergrund. Sie
betont die Freiwilligkeit und ist auch offen für neue Entwicklungen“, meinte Zeppa.
Aktuell und innovativ
Nachdem die Theatergruppe Prometeo in ihrer Darbietung auch auf historische Texte führender Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts zurückgegriffen hatte, fand ein runder Tisch zu verschiedenen Themen statt. Moderatorin Judith Bertagnolli konnte Menschen begrüßen, die sich aktiv in Genossenschaften für andere Menschen einsetzen. Dabei wurden Fragen zur Arbeitsplatzsicherheit, zur Nach-
haltigkeit, zu dem geografischen Wandel und zur Genossenschaft als Motor der regionalen Wirtschaftsentwicklung erörtert.
Neues Projekt im Eggental
Neben Federica Viganò und Armin Bernhard, beide Forscher an der Freien Universität Bozen, präsentierte Christian Fischer, Professor an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, das neue Projekt im Eggental, das von der lokalen Bevölkerung und den Bauern voran getrieben wird und in der Gründung einer neuen Genossenschaft
pensionsfonds
Gute Renditen
Der Raiffeisen Pensionsfonds hat sich im dritten Trimester 2012 gut entwickelt. Alle drei Investitionslinien können sehr gute Renditen verzeichnen.
Die Linie „Activity“, die in der Regel 25 Prozent in Aktien investiert, konnte seit Jahresbeginn eine Rendite von 9,05 Prozent erwirtschaften. Die Linie „Dynamic“ verzeichnete mit 10,58 Prozent sogar zweistellige Zuwachsraten. Beide Investitionslinien schlugen den jeweiligen Vergleichsindex. Die Linie „Safe“, welche eine vorsichtige Anlagestrategie verfolgt und ausschließlich aus staatlichen und privaten Anleihen besteht, konnte eine Rendite von 6,22 Prozent vorweisen. Diese Investitionslinie wird seit 1. Juli von der AlpenBank AG verwaltet. Sie ist auf den Bereich Vermögensverwaltung spezialisiert, wobei eine ihrer Kernkompetenzen im Management von obligationären Anlagestrategien liegt.
Der Raiffeisen Pensionsfonds sichert heute über 16.500 Mitgliedern eine private Zusatzrente und verwaltet derzeit ein Vermögen von nahezu 240 Mio. Euro.
zur Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe münden wird.
Die Tagung wurde von Susanne Elsen, Fakultät für Bildungswissenschaften, wissenschaftlich begleitet. „Genossenschaften sind Modelle eines neuen Wirtschaftens und Lebens“, sagte Elsen. Das Beispiel der Elektro- und Umweltbetriebe Moos i. P. zeige, welche Aufgabenbereiche eine Genossenschaft für die lokale Gemeinschaft übernehmen könne.
Seniorengenossenschaften
In den kommenden Jahren, meinte Elsen, werde es auch in Südtirol zu Seniorengemeinschaften kommen, die neue genossenschaftliche Strukturen schaffen. Neben Christian Gufler, Obmann der Energie- und Umweltbetriebe in Moos (EUM), stellte Helmut Bachmayer, Präsident des Fördervereines „Ethical Banking“, das Erfolgsmodell ethischer Bankgeschäfte vor, das nicht nur in Südtirol, sondern auch in Österreich und Deutschland seine Nachahmer findet.

Diskussionsrunde beim Fest an der Freien Universität Bozen: Federica Viganò, (Freie Universität Bozen), Licia Nicoli (Vorsitzende Sozialgen. „Die Ameisen“) , Moderatorin Judith Bertagnolli, Helmut Bachmayer (Präs. Förderverein „Ethical Banking“), Christian Gufler (Obmann Energie- und Umweltbetriebe Moos i.P.)
Während der Tagung konnten Interessierte weiterführende Informationen erhalten. Abschließend luden die Veranstalter die Studenten zu einem Konzert mit der Gruppe „Moscaburro“, Preisträgerin des Wettbewerbs „Upload 2011“ der Europaregion Tirol.
Die Veranstaltung wurde von der Autonomen Provinz Bozen finanziell unterstützt. Sie stand unter der Schirmherrschaft der Freien Universität Bozen und der Gemeinde Bozen.
Neues Hochregallager in Naturns
Nach nur 6-monatiger Bauzeit wurde Anfang Oktober das neue Lager der Obstgenossenschaft Texel in Betrieb genommen.
Obmann Rudi Höller und Geschäftsführer Christoph Tappeiner sind sichtlich zufrieden. Das neue Lager bringt einige Vorteile. „Das aufwendige Suchen der Ware in den Kühlzellen und der teilweise lange Transport in die Verpackung entfällt“, sagt Geschäftsführer Tappeiner. Zudem ist die Rückverfolgbarkeit gewährleistet, wie eine exakte Lagerbestandskontrolle. Alles in allem werden die Lagerbedingungen optimiert.

Das neue Hochregallager fügt sich trotz seiner Höhe von 28 m gut in die Umgebung ein.
Modern und schön
Das vollautomatische Hochregallager besticht durch modernste Technik wie durch Ästhetik, denn es passt sich gut an seine natürliche Umgebung an, was Roland Dellagiacoma, Landessachverständiger für Raumordnung und Landschaftsschutz, bestätigt. Ingenieur Siegfried Pohl war für die Generalplanung verantwortlich, die Fassade wurde vom Künstler Manfred Alois Mayr gemeinsam mit dem Architekten Arnold Gapp gestaltet.
Insgesamt verfügt die Obstgenossenschaft Texel über 205 Kühlzellen mit einer Gesamtkapazität von ca. 240.000 Großkisten. Sie ist im Jahr 2008 aus der Fusion der Naturnser Obstgenossenschaft NOG und der Partschinser Obstgenossenschaft POG hervorgegangen und zählt 349 Mitglieder, die auf 1.274 Hektar Äpfel und Vinschger Marillen anbauen. Die Investitionssumme für das Gesamtprojekt betrug 8,5 Millionen Euro.
Weinernte: Weniger aber gut!
Südtirols Weinbauern können mit dem Jahrgang 2012 sehr zufrieden sein. Gesunde Trauben mit schönen Zuckerwerten und unerwartet guter Säure versprechen einen interessanten und spannenden Jahrgang.
„In den frühreifen Lagen Südtirols hat die Weinernte 2012 bereits um den 25. August begonnen“, berichtet Ivan Giovanett von der Weinkellerei Castelfeder in Kurtinig. Im großen Stil und flächendeckend begann die Lese 2012 in Südtirols Weinbergen in der ersten Septemberwoche. „Die weißen Traubensorten konnten wir zum großen Teil vor der einsetzenden Regenperiode Ende September ernten“, erzählt Harald Schraffl, Kellermeister der Kellereigenossenschaft Nals-Margreid. „Die Weißweine präsentieren sich sehr gehaltvoll, frisch und salzig.“ Vor allem Gewürztraminer, Chardonnay, Sauvignon und Pinot Grigio schneiden für Schraffl heuer ausgezeichnet ab.
Von einer überdurchschnittlichen Qualität bei den Weißweinen spricht auch Stefan Kapfinger, Kellermeister der Kellerei Meran: „Die Gewürztraminer sind extrem fruchtbetont, die Sauvignon bestechen durch ihre Aromatik, Weißburgunder und Chardonnay überzeugen mit Fülle und Eleganz.“
Über „optimal ausgereifte Trauben mit knackigen Aromen und konstanter, natürlicher Säure“ freut sich auch Matthias Hauser vom Weingut Castel Sallegg in Kaltern. Vor allem habe in der ersten

Der Jahrgang 2012 wird als ein herausragender in die Annalen eingehen.
Erntehalbzeit das Wetter gepasst und man sei im Überetsch vor Hagelschlägen wie in den letzten Jahren verschont geblieben. Mengenmäßig ist die Ernte 2012 in Südtirol je nach Lage und Sorte um die zehn bis zwanzig Prozent geringer ausgefallen. Kleinere Trauben und kleinere Beeren in den Weinbergen haben jedoch zu einer höheren Konzentration an Inhaltsstoffen in den Beeren geführt. Dies wirkt sich äußerst positiv auf die Qualität aus.
Treffpunkt im Keller
Die Eisacktaler Kellerei hat vergangene Woche die erste Hausmesse in ihrem Betriebssitz in Klausen veranstaltet. Ein önogastronomisches Event.
„Die Veranstaltung ‚Treffpunkt im Keller‘ war ein großer Erfolg. Wir konnten an die 500 Gäste aus ganz Südtirol begrüßen“, sagt Claudia Perbellini, Geschäftsführerin der Eisacktaler Kellerei. Zum ersten Mal luden die Verantwortlichen in erster Linie Hoteliers und Gastronomiebetreiber aus ganz Südtirol in die Räumlichkeiten der Kellerei nach

Gastronomen und Weinmacher trafen sich zur ersten Hausmesse der Kellerei Eisacktal.
Klausen. „Unser Ziel ist es, die Eisacktaler Weissweine durch Verkostung des Produktes bekannter und verständlicher zu machen und die Kombination zwischen Weinsortiment und Speise anzubieten“, erklärt Perbellini. Für das leibliche Wohl sorgten Köche von Greci aus Parma, die die Speisen frisch zubereiteten, darunter Nudel der Firma Felicetti. Dazu wurden die passenden Weine aus der Qualitätsweinlinie Aristos serviert. Besonderen Wert legte man auf die Verbindung zwischen Speisefolge und Weine. Die schmackhaften Desserts und der Dessertwein Nectaris durften im schönen Barriquekeller verkostet werden. Überzeugt hat auch Julius Meinl mit seiner Kaffeetradition.
Die Gäste konnten in einem schönen Ambiente „Wine and Food“ erleben.
„Aufgrund des großen Anklanges überlegen wir uns eine Wiederholung im kommenden Jahr“, sagte Obmann Baumgartner in einer ersten Reaktion.
kellerei terlan
Profi-Verkoster begeistert
„The 1969 Terlaner is one of the greatest Italian whites I‘ve ever tasted....maybe the greatest’. Mit diesem Eintrag auf twitter sorgt Antonio Galloni, Chef-Verkoster von Robert Parker, in Terlan für großen Enthusiasmus. Der ProfiVerkoster des ‚The Wine Advocate‘ war in den letzten Wochen auf Italientour, hat dabei in Südtirol einige Verkostungs-Stopps eingelegt und sich eingehend mit den Weißweinen Terlans beschäftigt. „In zwei Stunden konnte er fast vierzig Weine verkosten. Der älteste Wein war ein Weißburgunder 1955, herrlich frisch, mineralisch und lang!“ sagt Verkaufsleiter Klaus Gasser.

Profi-Verkoster Antonio Galloni lobt den Terlaner Wein auf twitter
Die ewige Jugend gibt es nicht
Warum wir altern und wie wir gesund altern können. Antworten darauf gab der österreichische Altersforscher Professor Frank Madeo bei einem Vortragsabend des Raiffeisen InvestmentClubs auf Schloss Tirol.
Mit steigender Lebenserwartung nehmen altersbedingte Krankheiten, besonders die Demenzerkrankungen, für die es bisher keine wirksame Therapie und Heilung gibt, rasant zu.
Mit einem Forscherteam hat Madeo das Spermidin entdeckt und fand heraus, dass diese Substanz das gesunde Leben von Organismen verlängert. „Das Geheimnis der ewigen Jugend gibt es zwar nicht, aber Spermidin ist die erste ungiftige Substanz, die zur Lebensverlängerung beiträgt“, sagte Madeo. Laboruntersuchungen an Hefen, Fliegen und Mäusen lassen erwarten, dass Spermidin irgendwann erfolgreich gegen Demenz und Neurodegeneration eingesetzt werden könnte. Spermidin löst in den Zellen ein „Großreinemachen“ aus und erzielt damit einen gesundheitsfördernden und lebensverlängernden Effekt.
Um in Gesundheit zu altern, riet Madeo auf Zucker zu verzichten, nicht zu rauchen, dreimal die Woche Sport zu betreiben, genügend Ruhephasen einzulegen und möglichst in einer Familie oder Partnerschaft integriert zu sein.
Die Lebenserwartung hat sich innerhalb des letzten Jahrhunderts mehr als verdoppelt, gleichzeitig müssen die Menschen immer länger arbeiten, erhalten aber weniger Rente. „Eine Entwicklung,
Raiffeisen Weiterbildungskurse
Workshop für Banklehrlinge für Banklehrlinge/Auszubildende der Raiffeisenkassen
Balanced-Scorecard in einer Genossenschaftsbank für Direktoren, Vizedirektoren

Altersforscher Professor Frank Madeo und der Generaldirektor der Landesbank Zenone Giacomuzzi
mit der sich die Raiffeisenkassen seit Jahren beschäftigen und u. a. mit privaten Vorsorgemöglichkeiten wie dem Raiffeisen Pensionsfonds reagiert haben“, meinte Generaldirektor Zenone Giacomuzzi. Zur Zeit sind 16.000 Südtirolerinnen und Südtiroler dem Raiffeisen Offenen Pensionsfonds angeschlossen.
Weiterbildung für Führungskräfte 2012 - 4.2 DE für Geschäftsführer und leitende MitarbeiterInnen von Genossenschaften
Ausbildung Mitarbeiter im Servicebereich Block II für Mitarbeiter, die die Grundausbildung besucht haben
Workshop Leiter Kreditabteilung
Ausbildung Sicherheitsbeauftragte B-Modul für Leiter und Beauftragte der Dienststelle für die Arbeitssicherheit
Die betriebswirtschaftliche Verantwortung im Markt für Geschäftsleiter und Center-Verantwortliche
Workshop Rechtsgrundlagen - Datenschutz, Bankgeheimnis für Mitarbeiter, welche das 4-tägige Seminar „Allgemeine Rechtsgrundlagen“ besucht haben
Workshop Risikocontrolling für Risikocontroller
5.11.2012 Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn
6.11.2012 Hotel Eberle/Bozen
6.-7.11.2012 Kolpinghaus/Bozen
6.-9.11.2012 Ansitz Kandlburg/ Mühlbach
8.11.2012 Hotel Eberle/Bozen
13.-15.11.2012 Bildungshaus Lichtenburg/Nals
13.-14.11.2012 Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn
15.11.2012 Hotel Eberle/Bozen
16.11.2012 Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn
europische akademie bozen Internationale Tagung
Welchen Beitrag leisten Genossenschaften zur nachhaltigen regionalen Entwicklung? Dies ist die zentrale Frage auf der Internationalen Tagung, die am 9. November von 9 bis 14 Uhr an der Eurac stattfindet und im Auftrag des Raiffeisenverbandes Südtirol und der Raiffeisen Landesbank Südtirol organisiert wird. Als wissenschaftliche Tagungspartner konnten das Institut für Italienisches Recht der Universität Innsbruck, das European Research Institute on Cooperative and Social Enterprises Trento und die Freie Universität Bozen gewonnen werden. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.
Mehr Infos Mehr dazu unter: www.eurac.edu und www. raiffeisenverband.it
Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84
Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)