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RM15 vom 31.08.2012

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Raiffeisen Mitteilungen

des Raiffeisenverbandes Südtirol Genossenschaft

Die jüngste Fusion in Südtirols Obstwirtschaft ist gelaufen. Der Fruchthof Überetsch hat die Mitglieder der Obstgenossenschaft Sacra aus Eppan aufgenommen und kann dadurch seine Kapazität optimal auslasten.

Fruchthof Überetsch wird größer

Die beiden Obstgenossenschaften Fruchthof Überetsch in Frangart und Sacra in Eppan fusionieren. Ende Juni haben die Mitglieder diesem Schritt zugestimmt.

„Vor einem Jahr sind wir eine Kooperation eingegangen, die nun zu diesem logischen Schritt geführt hat“, sagt Georg Kössler, Obmann des Fruchthofes Überetsch und gleichzeitig Obmann des Verbandes der Obstgenossenschaften, der auf diese Lösung hingearbeitet hat. Auch Alois Oberrauch, Obmann der Obstgenossenschaft Sacra, zeigt sich zufrieden. Mehrere gewichtige Gründe sprachen für diesen historischen Schritt. So wären z. B. größere Investitionen in die Infrastruktur und den Maschinenpark nötig geworden, aber mit dem geplanten Bau des Golfplatzes im Gemeindegebiet die Erntemengen gesunken. „Wir waren bereits die

kleinste Obstgenossenschaft in der Gruppe des Verbandes der Obstgenossenschaften Südtirols. Nun können wir Großkunden einen besseren Service bieten, die Kosten reduzieren und auf dem Markt wettbewerbsfähiger auftreten“, sagt Oberrauch, dem es durch intensive Gespräche gelungen ist, die Mitglieder von der Güte des Projektes zu überzeugen.

Optimale Größe

So stimmten Ende Juni bei der außerordentlichen Vollversammlung der Eppaner Obstgenossenschaft Sacra ausnahmslos alle Mitglieder für die Inkorporation der eigenen

Genossenschaft in jene des Fruchthofes Überetsch. Gleichzeitig sprachen sich auch die Mitglieder des Fruchthofes Überetsch, von einigen Enthaltungen abgesehen, für die Fusion aus. Die ein Jahr zuvor eingegangene Kooperation bildete den ersten Schritt dazu. Dabei wurde der Standort in Eppan als reines Lager genutzt und die Verarbeitung der Äpfel sowie deren Vermarktung dem Fruchthof in Frangart überlassen. In dieser Phase konnten sich die Mitglieder der Sacra ein gutes Bild von der zukünftigen Geschäftstätigkeit und der erwarteten Entwicklung machen, da sich u. a. die neue Sortiermaschine in Frangart bestens bewährt hat.

agrarpolitik

Bruni tritt zurück

Paolo Bruni hat sein Amt als Präsident des EU-Ausschusses der ländlichen Genossenschaften (COGECA) im vergangenen Monat zurückgelegt, um sich anderweitigen Verpflichtungen zu widmen. Bruni habe auf dem Gebiet der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie im Dienste der gesamten europäischen Land- und Ernährungswirtschaft hervorragende Arbeit geleistet. Er habe die moderne Rolle landwirtschaftlicher Genossenschaften aktiv verteidigt und in diesem Sinne auf eine bessere Funktionsweise der Lebensmittelkette hingewirkt, heißt es in einer Presseerklärung des Vorstands des Verbandes. Brunis Nachfolger soll am 20. September bestimmt werden.

Von der Kooperation zur

Gute Auslastung

„Die bestehenden Strukturen können nun optimal ausgenutzt werden und weitere größere bauliche Maßnahmen sind nicht notwendig“, sagt Kössler. Dadurch erhoffen sich beide Obmänner weitere Kostenreduzierungen in den Bereichen Anlieferung, Lagerung und Verwaltung. Die neue Genossenschaft,

die den Namen Fruchthof Überetsch trägt, hat 658 Mitglieder im Einzugsgebiet von Bozen, Andrian und Eppan, die auf 1070 ha durchschnittlich 6600 Waggon Äpfel ernten. Die Fusion wird ab dem 31. Oktober rechtlich wirksam und gilt bereits rückwirkend mit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres ab 1. August. Der neue Verwaltungs- und Aufsichtsrat wird am 24. November gewählt werden.

Tramin erneut beste Kellereigenossenschaft Italiens

Ein beeindruckendes Gesamtergebnis erzielten Südtirols Kellereigenossenschaften beim Leistungstest. Acht kamen unter die ersten Zehn.

Die deutsche Fachzeitschrift „Weinwirtschaft“ führt jährlich einen Leistungstest, an dem sich Kellereigenossenschaften aus Italien, Frankreich und Deutschland beteiligen. Mit 88,4 Punkten erreicht die Kellerei Tramin das beste Ergebnis und kann sich bereits zum zweiten Mal in Folge auf Platz eins der leistungsstärksten Kellereigenossenschaften Italiens behaupten. Unter den besten zehn Kellereigenossenschaften Italiens befinden sich gleich acht aus Südtirol. Es sind dies die Kellereien von Andrian, Bozen, die Erste + Neue aus Kaltern, die Kellerei Schreckbichl, Terlan, Kaltern und Nals/Margreid.

Bei den Siegerweinen gehen im Bereich Weißweine Platz eins mit 90 Punkten an die Kellerei Schreckbichl für ihren Sauvignon Blanc Lafóa 2010, Bei den Rotweinen gehen Platz eins mit 90 Punkten an die Kellerei Bozen für den Cabernet Sauvignon Riserva Mumelter 2009 und an die Kellerei Terlan mit dem Lagrein Riserva Porphyr 2009.

Foto:
(u.)
Ad Lumina/Ralf
Ziegler
Fusion: Alois Oberrauch, Obmann der Obstgenossenschaft Sacra, und Georg Kössler, Obmann des Fruchthofes Überetsch
Hermann Pilz (Chefredakteur Weinwirtschaft), Wolfgang Klotz (Kellerei Tramin), Stephan Filippi (Kellerei Bozen) und Klaus Andergassen (Kellerei Andrian/Terlan) bei der Preisverleihung in Neustadt an der Weinstraße

Südtiroler Korn für kostbares Brot

Zum ersten Mal haben Bauern der Saatbaugenossenschaft in Bruneck heuer auch Getreide geliefert. Das Projekt „Regiokorn“ ist gestartet.

Südtiroler Getreide von Südtiroler Bauern gesät, in heimischer Mühle gemahlen und von engagierten Bäckern zu hochwertigen Teigwaren verarbeitet. Das ist das Konzept hinter dem Projekt „Regiokorn“. Zwei Drittel der Bauern stammen aus dem Pustertal. Sie haben in den letzten Wochen insgesamt 180 Tonnen Roggen und Dinkel geerntet und der Saatbaugenossenschaft geliefert. Dort wird es sachgerecht gelagert, auf seine Qualität hin geprüft und in den kommenden Wochen der Meraner Mühle zur weiteren Verarbeitung geliefert.

Hanspeter Felder, Geschäftsführer der Saatbaugenossenschaft, zieht eine erste Zwischenbilanz, die die Erwartungen etwas dämpft. „Während im Raum Bruneck und Ahrntal die Qualität stimmt, hat es in den Gebieten Olang, Rasen und Antholz nach der Reife täglich Gewitter gegeben. Diese Teile können für das Projekt „Regiokorn“ nicht angeliefert werden, wir suchen nach alternativen Absatzmöglichkeiten“, sagt Felder, der an die Bauern appelliert, das Projekt nicht in Frage zu stellen, da man in der Landwirtschaft langfristig denken müsse.

In ganz Südtirol bauen 34 Bauern auf insgesamt 63 Hektar Roggen und Dinkel an. 84 Prozent besteht

aus Roggen, 16 Prozent ist Dinkel, wobei zwei Drittel des Getreides aus konventionellem und ein Drittel aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Das Projekt wird unter der Leitung des TIS Innovationspark zusammen mit dem Südtiroler Bauernbund und dem Versuchszentrum Laimburg durchgeführt und vom Europäischen Sozialfonds gefördert.

Hanspeter Felder, Geschäftsführer der Saatbaugenossenschaft, entnimmt Getreideproben, um die Qualität zu bestimmen.

Turm beherbergt Bergmuseum

Mitte August wurde der restaurierte Pulverturm am Postplatz vor der Raiffeisenkasse in Bruneck eingeweiht. Ein neues Kleinod.

Unter dem Motto „MMM Biography“ hat Reinhold Messner im Obergeschoss des kleinen Turms ein Museum eröffnet, das die Geschichte des Bergsteigens im Pustertal dokumentiert. Landeshauptmann Luis Durnwalder lobte die Arbeit von Reinhold Messner. Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler zeigte sich über die gelungene Renovierung des Turms und über die neue Zweckbestimmung hoch

Schlüsselübergabe mit Reinhold Messner, Bürgermeister Christian Tschurtschenthaler und den Vertretern der Raiffeisenkasse Bruneck

milchhof sterzing

Hilfe für Wipptal

Der Milchhof Sterzing hilft den Unwettergeschädigten

Der Verwaltungsrat des Milchhofes Sterzing hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, dem Bäuerlichen Notstandsfonds 20.000 Euro für die Unwetterkatastrophe im Wipptal zur Verfügung zu stellen. „Die Folgen dieser Katastrophe betreffen uns alle, und deshalb wollen auch wir helfen“, sagt Adalbert Braunhofer, Obmann des Milchhofes Sterzing, in einer Presseaussendung. Das Geld soll all jenen zur Verfügung gestellt werden, die unbürokratische und schnelle Hilfe benötigen.

spendenaktion

Raiffeisenkasse Wipptal spendet

Übergabe des Spendenschecks: Christina Pupp (Direktorin), Günther Seidner (Obmann Rk Wipptal), Sepp Dariz und David Hofer vom Bäuerlichen Notstandsfonds

erfreut. Heiner Nicolussi-Leck verwies in seinen Grußworten auf die große Bedeutung des Genossenschaftswesens in Südtirol. Obmann Heinrich Renzler bedankte sich bei den beteiligten Baufirmen für die gelungene Renovierung. Im Untergeschoss wird die Geschichte der Raiffeisenkasse und ihres Gründervaters gezeigt und zu einem späteren Zeitpunkt eröffnet werden.

Auch die Raiffeisenkasse Wipptal hat nach der Unwetterkatastrophe sofort reagiert. Der Verwaltungsrat hat beschlossen, für die betroffene Bevölkerung 50.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung zu stellen, die vom Bäuerlichen Notstandsfonds verteilt werden.

Raiffeisen als Wirtschaftskraft

Die Sozialbilanz 2011 des Raiffeisenverbandes bestätigt: die Menge an geerntetem Obst steigt seit über 30 Jahren.

Hatten die Obstgenossenschaften im Jahr 1980 noch einen Anteil an der Kernobstproduktion Südtirols von 65,6 Prozent, so lag dieser im Jahre 2010 bei beachtlichen 91,8 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Sozialbilanz des Raiffeisenverbandes in ihrer heurigen Ausgabe.

Die von den Obstgenossenschaften produzierte Kernobstmenge wuchs im Betrachtungszeitraum von 321 Tsd. auf 978 Tsd. Tonnen (+ 205 Prozent). Die Gesamtauszahlung an die Mitglieder ist in diesem Zeitraum real um etwa 191 Prozent angestiegen. Der Mengenzuwachs hat den Auszahlungszuwachs also nur knapp übertroffen, d. h. das Niveau des Auszahlungspreises ist beinahe gleich geblieben.

Raiffeisen Weiterbildungskurse

Obstgenossenschaften

Entwicklung der Kernobstproduktion und der Marktanteile

Quelle: Landesinstitut für Statistik (ASTAT), Jahresberichte Raiffeisenverband Südtirol

Zum Erfolg führen für Mitarbeiter, die seit Kurzem eine Führungsfunktion innehaben oder sich auf diese vorbereiten wollen und bereit sind, sich als Führungskraft und als Persönlichkeit weiterzuentwickeln - 3. Teil

Anlageberatung für Kundenberater in Ausbildung - 1. Teil

Jährliche Weiterbildung B+Modul für Leiter und Beauftragte der Dienststelle für Arbeitsschutz, Sicherheitssprecher in Dienstleistungs- und Produktionsbetrieben

10.–11.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

11.–13.9.2012 RLB, Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn

neue broschre

Genossenschaft in der Schule

12.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

11.9.2012 Hotel Eberle/Bozen Fit mit Mentaltraining für alle Interessierten

Ausbildung zum Tutor von Genossenschaften für Führungskräfte und interessierte Mitarbeiter - 1. Teil

Aktuelle monetäre Entwicklungen für Geschäftsführer, Führungskräfte und leitende Angestellte Voraussetzung: Gute volkswirtschaftliche Kenntnisse

Vertiefungsseminar zu „Aktuelle monetäre Entwicklungen“ für Geschäftsführer, Führungskräfte und leitende Angestellte, Voraussetzung: Gute volkswirtschaftliche Kenntnisse

Controlling in der Raiffeisenkasse-Erfahrungsaustausch für Verantwortliche Banksteuerung

Vollgas! Auf meine Stärken kommt es an! Für erfahrene Mitarbeiter, die ihre eigenen Stärken nutzen wollen

Workshop Datenbank „IKS 2“ für IKS-Koordinatoren

Jährliche Weiterbildung B+Modul für Führungskräfte des mittleren und unteren Managements in Dienstleistungs- und Produktionsbetrieben, Leiter und Beauftragte der Dienststelle für die Arbeitssicherheit

Workshop Datenbank „IKS 2“ für IKS-Koordinatoren

Anlageberatung für Kundenberater in Ausbildung - 2. Teil

12.9.2012 Milkon Südtirol/ Bozen

13.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

14.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

18.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

18.–19.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

19.9.2012 Raiffeisenhaus/Bozen

20.9.2012 Bildungshaus Lichtenburg/Nals

20.9.2012 Raiffeisenhaus/Bozen

20.–21.9.2012 RLB, Bildungshaus Kloster Neustift/Vahrn Prozessmanagement für Banken für Leiter von Organisationseinheiten

21.9.2012 Hotel Eberle/Bozen

Impressum: Herausgeber: Südtiroler Bauernbundgenossenschaft, Druck: Athesiadruck – Ermächtigung vom Landesgericht Bozen, 13.4.1984, Nr.13/84

Die neuartige Broschüre für Südtirols Schulunterricht

Gemeinsam mit dem Bereich Innovation und Beratung, dem Deutschen Schulamt hat der Raiffeisenverband eine Broschüre produziert, die Jugendlichen in Südtirol den Themenbereich Genossenschaft näher bringen soll. Die Lehrtexte geben Einblick in die Zielsetzungen und in die Struktur von Genossenschaften“, schreibt Rudolf Meraner vom Deutschen Bildungsressort.

Presserechtlich verantwortlich: Guido Steinegger, Redaktion: Stefan Nicolini, Thomas Hanni (Raiffeisenverband Südtirol, 0471 945453, rvs-presse@raiffeisen.it, www.raiffeisenverband.it)

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