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Sonderdruck aus „Der Landwirt“ Nr. 10 vom 26. Mai 2006 Suppl. S.I.A.P. 50%

Raiffeisenverband Südtirol M 49. Jahrgang

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Bozen, 9. Juni 2006

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Eisacktaler Kellerei in neuem Kleid Umbauarbeiten abgeschlossen – Eröffnung – Drei Millionen Euro Kosten Die Eisacktaler Kellereigenossenschaft ist bekannt für ihre ausgeprägten Weißweine. Um den modernen Produktionsund Präsentationsbedingungen zu entsprechen, wurde die Kellereigenossenschaft bei laufendem Betrieb grundlegend umgebaut. Ein gelungener Bau.

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ätte man alle Vorstellungen des Architekten umsetzen können, dann wäre der Bau perfekt gewesen“, lobte Landesrat Hans Berger bei der Eröffnung in den Kellerräumen der Kellereigenossenschaft die Bauherren. Doch auch der Kompromiss kann sich sehen lassen. Dem Meraner Architekten Markus Scherer wurde zunächst der Auftrag erteilt, eine Machbarkeitsstudie über den Um- und Neubau auszuarbeiten, mit dem Ziel, den Produktionsvorgang zu optimieren. Zur Beratung wurde auch ein Kellerwirtschafter herbeigezogen, der die Studie analysiert, Mängel hervorgehoben und

Die Eisacktaler Kellereigenossenschaft präsentiert sich nach außen in porphyrrotem Gewande.

stellen, um die Mitglieder genauestens über die Kosten des Projektes zu informieren. Albin Fuchs, Obmann der Eisacktaler Kellereigenossenschaft, bedankte sich bei der offiziellen Einweihungsfeier bei allen Beteiligten für den gelungenen Umund Ausbau. „Damit ist der Fortbestand der Kellereigenossenschaft gesichert.“ Auch Landeshauptmann Luis Durnwalder lobte den unternehmerischen Geist und stellte die Kellereigenossenschaft als Beispiel für die Tatkraft der Südtiroler allgemein hin, Dinge zu bewegen, die den MenSichtlich zufrieden: Kellermeister Thomas Dorfmann, Obschen in dem mann Albin Fuchs, Landesrat Hans Berger, LandeshauptLand selbst mann Luis Durnwalder, Architekt Markus Scherer. zugute kommen. Gleichzeitig forderte er die Touristiker Vorschläge eingebracht hat. dazu auf, einheimischen WeiDem Raiffeisenverband wurde nen den Vorzug zu geben. der Auftrag erteilt, eine FinanzDer Umbau wurde in zwei analyse durchzuführen und eiBaulose unterteilt. Im ersten nen Finanzierungsplan zu er-

Baulos wurde der Trakt erweitert. Im Untergeschoss wurden ein Barriquekeller, ein Holzfasskeller und ein kleiner Stahltankkeller gebaut.

Besucherinformation Weiters wurde eine Rampe errichtet, die in das Untergeschoss führt. Dort wurden Nischen eingebaut, welche die Geschichte des Weinbaues im Eisacktal darstellen. „Dem Besucher sollen allgemeine Informationen gegeben werden. Er soll die Besichtigung der Kellerei als Erlebnis empfinden“, sagt die Geschäftsführerin Claudia Perpellini. Im Erdgeschoss wurde der Bereich der Spedition erweitert, es entstand ein neuer Lagerraum für die abgefüllten Produkte, ein Kartonagenlager und ein Abstellraum für den Stapler. Im zweiten Baulos wurden im Erdgeschoss der Stahltankkeller, die Abfüllhalle und der Pressraum erneuert. Zudem wurde ein Holzdach gebaut, das zum Teil begrünt ist und die Böden wurden erneuert. Für den Detailverkauf wurde ein neues Magazin realisiert. Allein die Außengestaltung konnte bis heute noch

nicht fertig gestellt werden, da im nördlichen Teil der Bau einer Brücke vorgesehen ist. Die Investitionssumme betrug ca. 3.000.000 Euro. „Durch den Bestand der Genossenschaft wird die Existenz der Weinbauern gesichert, welche ihre Weingärten nur dann bearbeiten und ihren Beitrag zur Landschaftsprägung leisten, wenn ihre Arbeit durch eine angemessene Rendite belohnt wird“, sagt Perpellini.

Begehrte Weissweine Die Kellerei – 1961 gegründet – ist Synonym für exzellente Weißweine. Sie produziert davon ca. 90 Prozent, da die klimatischen Bedingungen und die Lagen sowie die Bodenbeschaffenheit dafür die Voraussetzungen schaffen. Während der Landesdurchschnitt bei 25-30 Prozent liegt, wird in der Eisacktaler Kellerei ca. 65 Prozent der Produktion in 7/10 l Flaschen abgefüllt. Insgesamt liegt die Jahresproduktion bei 670.000 Flaschen, bei einer Anlieferungsmenge von 1.170.000 Kilogramm. 96 Prozent der Trauben finden als DOC-Weine ihren Absatz.  Südtiroler Landwirt

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Vorsorgen durch gesunde Lebensführung Wechselseitiger Krankenbeistandsverein zieht Bilanz – Beiträge erhöht Die Kosten im Gesundheitsdienst sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Gleichzeitig werden bestimmte Behandlungsmethoden nicht mehr oder nur zum Teil vom öffentlichen Gesundheitsdienst entgolten. Der Wechselseitige Krankenbeistandsverein (WKV) der Beschäftigten in der Raiffeisen-Geldorganisation bietet nach wie vor eine umfassende Absicherung an, was bei der Vollversammlung neuerlich unterstrichen wurde. wir auf gesundheitliche Härtefälle. Unser Ziel ist er öffentliche Gesundes, finanzielle Risiken mit heitsdienst leidet unter existenzbedrohlichen Auseinen immer größeren maßen abzufedern“, sagte Kostendruck. Die Christian Tanner, PräsiGründe dafür sind vielfältig. Nedent des WKV, bei der ben der gestiegenen LebenserVollversammlung Ende wartung nehmen im Alter die Mai im Raiffeisenverband. Krankheiten zu, wird dadurch eiIm Jahr 2005 zählte der WKV ne Inanspruchnahme der Ge2227 Mitglieder, zusätzlich 220 sundheitsleistungen dringlicher. zu Lasten lebende Partner und Der Wechselseitige Kranken1945 Kinder. Insgesamt wurden beistandsverein, dem die Mitarüber 3350 Schadensakten mit beiter und Mitarbeiterinnen der 5500 Einzelfällen bearbeitet. Die RaiffeisenGeldorganisation Bilanz ergab einen RechnungsüSüdtirols sowie deren Familien angehören, ist eine Einrichtung, die ein immer stärkeres Gewicht bekommt. „Die Mitgliedschaft bringt große Vorteile in definierten und nicht-definierten Leistungen. Besonderes Vizepräsident Mauro Bazzanella, Präsident Christian Augenmerk legen Tanner, Schriftführer Christian Gamper

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Allgemeinmediziner Adolf Engel: „Vorsorgeuntersuchungen allein nutzen wenig“

berschuss 120.000 Euro.

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Beiträge angehoben Um auch künftig eine Ausgeglichenheit der Finanzgebarung zu erreichen, wurden sowohl im vergangenen als auch im laufenden Jahr die Beiträge angehoben. Erstmals wurde kollektivvertraglich auch ein Beitrag seitens der Mitarbeiter vorgesehen.

Lebensstil entscheidend Im Rahmen der Vollversammlung sprach Adolf Engel, Facharzt für Allgemeinmedizin in Brixen, über Nutzen und Illusionen von Vorsorgeuntersuchungen. Engel, der neueste Studien

zitierte, vertrat die Meinung, dass Vorsorgeuntersuchungen im Allgemeinen keine Garantie für ein sorgenloses Leben darstellen. Entscheidend sei vielmehr der Lebensstil eines Menschen. Neben genetischen Veranlagungen können Ess-, Schlaf- und Bewegungsgewohnheiten einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden eines Menschen haben. Aber auch soziale Kontakte und vielseitige arbeitsmäßige Belastungen spielen eine Rolle. Anhand einfacher praktischer Übungen zeigte Engel, worauf ein jeder im Alltag achten sollte, um Verspannungen und anderen körperlichen Problemen vorzubeugen. 

Siebeneich: Ein Kindergarten mit Zukunft Neueinschreibungen für das kommende Jahr abgeschlossen – Positive Bilanz Inmitten von Obstanlagen und Weinreben befindet sich der Kindergarten von Siebeneich. Gegründet und geführt wird dieser von einer Genossenschaft, die sich über mangelnden Zulauf von Kindern nicht beklagen kann. Klein, übersichtlich und äußerst kinderfreundlich – so präsentiert sich der Kindergarten in Siebeneich, einen Steinwurf von der Volksschule entfernt. Während andere Strukturen dieser Art rückläufige Kinderzahlen beklagen, kann die Kindergartenleiterin Frieda Simeaner Prantl, die von Anfang an dabei ist, zufrieden sein. Die Anmeldefrist für das kommen-

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rinnen arbeiten in Teilzeit, eine wird bei Bedarf als Springerin eingesetzt. Geführt wird der Kindergarten von der Kindergartengenossenschaft. „Wir versuchen den Der Kindergarten von Siebeneich: Leiterin Frieda Simeaner Prantl und Albert Erschbaumer, Obmann der KinderWünschen gartengenossenschaft. und Bedürfnissen der Kinder entgegen zu kommen“, den Jahr ist abgelaufen. Im sagt Albert Erschbaumer, GrünHerbst werden erneut 40 Kinder dungsmitglied und seit 1984 desaus der näheren Umgebung aufsen Obmann. genommen. Zwei Kindergärtne-

Ins Leben gerufen wurde der Kindergarten aus volkstumspolitischen Gründen im Jahr 1973. Allein durch die tatkräftige Unterstützung der österreichischen Regierung, die einen wesentlichen Teil der finanziellen Aufwendungen aufbrachte, konnte der Kindergarten errichtet werden. Vor drei Jahren wurde der Umbau des Gebäudes durchgeführt, um den Erfordernissen einer modernen Kindererziehung zu entsprechen. Der Umbau kostete insgesamt 500.000 Euro. „Die Investition hat sich gelohnt“, sagt Erschbaumer rückblickend. Die Attraktivität des Standortes ist gestiegen und damit die Existenz des Kindergartens gesichert. 


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Verband für Energiegenossenschaften Vollversammlung der Ökovolt – Eine starke Interessensvertretung gefordert In Zeiten wachsendem Energiebedarfs und steigender Erdölpreise wird der Ruf nach erneuerbarer Energien immer lauter. Die Bedeutung und Rolle von Energieerzeugern wird dabei immer größer. Die Energiegenossenschaften Südtirols haben erkannt, dass in diesem Markt nur jene eine Stimme haben, die mit einer starken Interessensvertretung antreten. Darum wird der Ruf nach einem eigenen Energieverband immer lauter.

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er Energiesektor ist in Bewegung. Einerseits entstehen vielerorts neue Wasserkraftwerke und andere Produktionsstätten, die auf erneuerbare Energien setzen, andererseits ändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen. Im kommenden Jahr wird der europäische Strommarkt völlig liberalisiert sein. Das bedeutet Einiges. Der Konsument kann sich seinen Lieferanten frei wählen, der Produzent muss sich an den verstärkten Wettbewerbs-

bedingungen anpassen und den Strompreis dementsprechend attraktiv gestalten.

Neue Ausrichtung Georg Wunderer, Obmann des E-Werks Prad am Stilfserjoch und der Ökovolt, sieht die Zukunft nur in einer starken gemeinsamen Interessensvertretung, der möglichst viele Energieerzeuger angehören. Deshalb plädiert er für einen neuen Verband der Energiegenossenschaften Südtirols. Auf der Vollversammlung der Ökovolt, die vor zwei Wochen im Raiffeisenhaus in Bozen stattfand, wurden die Weichen dafür gestellt. Die Genossenschaft Ökovolt wurde 2003 ins Leben gerufen. Sie sieht sich als Ansprechpartnerin für kleinere Kraftwerke, welche diese mit dem Auftrag betrauen, ihren Stromüberschuss zu vermarkten. Ihr gehören neben den Genossenschaften auch private Betreiber und Gemeinden

Sponsorvertrag zwischen VHS und Raiffeisenverband erneuert trag für ein weiteres Jahr verlängert. Heiner NicolussiLeck, Obmann des Raiffeisenverbandes, lobte die Arbeit der Volkshochschule als wertvollen Beitrag für die berufliche Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung der Menschen in Südtirol. „Der Gedanke der Subsidiarität, der bei Raiffeisen stark verankert ist, ist auch ein Leitgedanke der Volkshochschule. Letztlich leistet jede Weiterbildungsveranstaltung Hilfe zur Selbsthilfe und Oswald Rogger, Präsident des Verbandes fördert die Emanzipation des der Volkshochschulen Südtirols, Heiner Teilnehmers“, sagte Oswald Nicolussi-Leck, Obmann des RaiffeisenRogger, Präsident des Ververbandes. bandes. Die Volkshochschulen konnDie Südtiroler Raiffeisenkasten im Jahr 2005 über 700 Versen unterstützen den Verband anstaltungen bei 10.500 Stunden der Volkshochschulen Südtirols mit knapp 10.000 Teilnehmern seit drei Jahren als Hauptspondurchführen.  sor. Kürzlich wurde dieser Ver-

Georg Wunderer, Obmann der Ökovolt: „Wir brauchen einen starken Energieverband, sonst haben wir keine Stimme“

an. Die Ökovolt soll nun statutarisch neu konzipiert werden, um als künftige Vertreterin aller Interessensgruppen zu fungieren. Vor der Vollversammlung der Ökovolt, hatte sich die Mehrheit der Mitglieder des Verbandes Südtiroler E-Werke (Senerga) für eine koordinierte Zusammenarbeit mit der Ökovolt ausgesprochen. Präsident des 250 Mitglieder zählenden Verbandes ist auch hier Georg Wunderer, der dafür plädierte, dass die Mitglieder der Senerga in die Ökovolt als Mitglied aufgenommen werden und die Senerga dann aufgelöst werde. „Unser Ziel ist es, einen starken Verband nach außen hin zu haben“, sagt Wunderer.

Raiffeisenverband unterstützt Verbandsdirektor Konrad Palla, der bei der Vollversammlung der Ökovolt anwesend war, zeigte sich von der Entwicklung des Energiesektors angetan. Er bekundete die Bereitschaft von seiten des Raiffeisenverbandes, an dem Aufbau, der Beratung und Unterstützung dieses neuen Verbandes tatkräftig zur Seite zu stehen. Zur Zeit werden die statutarischen Anpassungen der Ökovolt durchgeführt. Die Ökovolt soll nicht nur eine reine Interessensvertretung sein, sondern auch operative Tätigkeiten für die Genossenschaftsmitglieder übernehmen. 

Alpenbank AG steigert ihre Erträge Die Innsbrucker Alpenbank AG, die sich zu 92 Prozent im Besitz der Raiffeisen Landesbanken Tirol und Südtirol befindet, hat im Geschäftsjahr 2004 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mehr als verdoppelt. Das geht aus der aktuellen Konzernbilanz des Unternehmens hervor. Nach 541.000 Euro im Jahr 2003 lag das EGT im Vorjahr bei rund 1,4 Millionen Euro. Gestiegen ist auch der Konzernjahresüberschuss von

323.000 Euro auf rund 1,2 Millionen Euro. Seit November 2004 ist die Alpenbank mit 30 Prozent an der neu gegründeten Anlagegesellschaft Laurin Sim AG mit Sitz in Bozen beteiligt. Die Alpenbank AG beschäftigt derzeit 45 Mitarbeiter. Neben Vorstandssprecher Martin Sterzinger bilden Andreas Haller und Heidi Verocai-Dönz den Vorstand des Unternehmens, das vor allem auf die Vermögensverwaltung und – planung spezialisiert ist. 

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Personalentwicklung oberste Priorität Bildungstag des Raiffeisenverbandes – Positiver Rückblick – Neue Akzente Die Aus- und Weiterbildung in Betrieben hat in den letzten Jahren einen wachsenden Stellenwert erfahren. Dabei handelt es sich nicht um eine einmalige Handlung, sondern um einen kontinuierlichen Prozess. Die Bildungsabteilung im Raiffeisenverband geht seit langem diesen Weg.

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ir verstehen organisationsinterne Bildungsangebote als einen Bestandteil von Personalentwicklungsmaßnahmen und unterstützen unsere Genossenschaften bei der Ermittlung des Qualifikationsbedarfs in ihrer Organisation“, sagt Georg Terleth, Leiter der Abteilung Bildungswesen im Raiffeisenverband. Beim traditionellen Bildungstag in Bozen konnte der Verband auf eine intensive Bildungsarbeit zurück blicken. Im vergangenen Jahr wurden an 330 Kurstagen 219 Seminarveranstaltungen mit rund 3.300 Seminarteilnehmern organisiert, durchgeführt und begleitet. Den Großteil der Bildungsveranstaltungen wurden in den Kategorien „Normativer Bereich“, „Bankfachbereich“, „Persönlichkeits-

und Führungsbereich“ angeboten.

Halbwertszeit reduziert sich zusehends In einer immer stärker auf Veränderung aufgebauten Arbeitswelt reduziert sich die Halbwertszeit des Wissens immer mehr. „Wir müssen auf der Hut sein, um Entwicklungstendenzen nicht zu verschlafen“. Aus diesem Grund ist die Kooperation mit den Bildungseinrichtungen in Österreich und Deutschland wichtig. Der Bildungstag dient u.a. auch dazu, aktuelle Tendenzen in der Seminarlandschaft aufzuzeigen und neue Bildungsinitiativen durch eine Bedarfserhebung zu definieren.

Personalentwicklung Seit Jahren bildet der Bereich „Personalentwicklung“ einen Schwerpunkt im Bildungsangebot. Die Aktualität ist nach wie vor vorhanden. „Denn Wachstum und Entwicklung eines Unternehmens hängen sehr stark mit der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ab“, ist Terleth überzeugt. Gerade in Genossenschaften gelte es, darauf zu achten. Denn die Nähe zum Kunden sei ein enormer Wettbewerbsvorteil,

Beteiligungsfinanzierung bei Genossenschaften „Die Beteiligungsfinanzierung bei Genossenschaften im Spannungsfeld zwischen Recht und Wirtschaft“ - dies ist der Titel einer Tagung, die von der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Trient am 22. Juni organisiert wird. Unter dem Vorsitz von Prof. Vincenzo Buonocore der Universität Salerno und Prof. Emanuele Cusa der Universität Trient werden an der eintägigen Veranstaltung verschiedene Aspekte der rechtlichen Rahmenbedingungen, in denen sich Italiens Genossenschaften bewegen, beleuchtet. Während u.a. Prof. Amedeo Bassi (Universität Neapel) über die Unternehmensziele von Genossenschaften und die Grenzen der Beteiligungsfinanzierung sprechen wird, wird sich Frau Prof. Livia Salvini aus Rom mit der Frage auseinandersetzen, welche Finanzierungsarten unter dem steuerlichen Gesichtspunkt die Vorteilhaftesten sind. Die Tagung findet in der Aula B der Fakultät für Rechtswissenschaften in Trient statt. 

Seit jeher wird die Aus- und Weiterbildung im Raiffeisenverband groß geschrieben.

den es zu nutzen gelte. „Deshalb läuft Unternehmensentwicklung nur über Personalentwicklung“, so Terleth. In enger Zusammenarbeit mit den Genossenschaften werden bedarfs- und bedürfnisgerechte Bildungsangebote erstellt. Dabei bilden vor allem die Raiffeisen-

kassen ein großes Betätigungsfeld. „Mein Ansinnen ist es, die Bildungsabteilung strategisch und operativ noch näher als bisher an den Bedürfnissen der Raiffeisenkassen heran zu führen“, sagt Terleth. Ein neues Personalentwicklungskonzept ist in Ausarbeitung. 

26. Gustav Mahler Musikwochen in Toblach Auch heuer wieder erwartet den Musikbegeisterten bei den Gustav Mahler Wochen vom 15. Juli bis 13. August ein breites musikalisches Angebot. Neben Werken von Mahler, Mozart und Schostakowitch spannt sich der musikalische Bogen Die Sponsorvertreter Werner Rabensteiner (Rk von Vokalwerken der Toblach), Hansjörg Viertler (Präsident), Josef Lanz (Künstlerischer Leiter), Paul Gasser (VizediRenaissance und Orgel- rektor Raiffeisenverband) werken aus dem Baden. "Das Pustertal wird für einen rock, über die Romantik, Klassik Monat zur Kulturmeile“, sagte Jobis hin zum Jazz und Uraufsef Lanz, Künstlerischer Leiter, führungen zeitgenössischer Kombei der Pressekonferenz. Vizediponisten. In diesem Jahr stehen rektor Paul Gasser lobte die Vergleich zwei Schwerpunkte auf anstalter ob ihres hohen kultureldem Programm: "Mahler und die len Angebots und zeigte sich russische Musik" - "Mahler und zuversichtlich, dass Raiffeisen weiMozart". Neben Toblach werden terhin diese inzwischen internawie in den letzten Jahren Konzertional renommierte Kulturverante in Niederdorf, Innichen, Welsstaltung fördern werde.  berg, Cortina und Sillian stattfin-

Raiffeisenverband Südtirol-Mitteilungen-Impressum

Redaktion und Gestaltung: Dienststelle für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im Raiffeisenverband, Tel. 0471 945453, Fax 0471 970228, E-Mail: rvs-presse@raiffeisen.it Verantwortlicher Leiter: Dr. Stefan Nicolini; Redaktion: Mag. Thomas Hanni; Fotos: Archiv Internetadresse: www.raiffeisen.it/mitteilungen

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